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HERBST/WINTER 2017/18

Jahre Fred

Archäologische Abenteuer

Als das erste Fred-Hörspiel entstand, war uns überhaupt nicht bewusst, was einmal daraus wachsen würde. Wir hatten den Auftrag die Audioführung für Kinder zur Ausstellung „Im Zeichen des Goldenen Greifen. Königsgräber der Skythen“ im Sommer 2007 im Martin Gropius-Bau in Berlin zu produzieren. Archäologen waren in den Jahren zuvor bei der Erforschung eines Grabhügels in Russland auf die unzerstörte Grabkammer eines skythischen Fürsten gestoßen – ein Sensationsfund. Gleichzeitig hatte der Klimawandel dafür gesorgt, dass der Permafrostboden im Altaigebirge eine Eismumie zu Tage brachte (Stichwort: Ötzi, so etwas passiert auch andernorts). Auch hier ein Grabfund. Die Exponate waren atemberaubend schön, goldene Amulette, Schmuck, Zaumzeug, Lederkleidung, sogar Textilien. In diesem Zuge wurde aber auch der Bestattungskult der Skythen offenbar, der martialische Rituale mit sich brachte. Ehefrauen, Diener, Haustiere, bis zu 200 Pferde begleiteten die skythischen Fürsten in ihr Grab.

Foto: © Barbara Schmidt

Zum Jubiläum Freds 10-jährigen Geburtstag feiern wir mit einer Jubiläumsausgabe von „Fred im Land der Skythen“, die zur Frankfurter Buchmesse 2017 erscheint. Wir haben die Produktion überarbeitet, die Geräuschemacherin Almut Schwacke hat für eine noch dichtere Atmosphäre gesorgt, Anteil und Intensität der Musikkompositionen sind gestiegen. Hans Baltzer, der fast alle Fred-Hörspiele illustriert, hat nun auch den Skythen ein wunderschönes neues Titelbild gegeben, das eindrucksvoll die Fertigkeit demonstriert, für die die Skythen berühmt sind: das Bogenschießen. Der Reiz des Forschens Für uns bestand der Reiz darin, nicht die Exponate selbst in den Mittelpunkt der Kinderführung zu stellen, sondern die Geschichte ihrer Auffindung. Warum finden Erwachsene solche Exponate so interessant? Was ist eigentlich Archäologie und wie arbeiten Archäologen? Was bedeuten ihre Funde für die Geschichte der Menschheit? Das Forschen schien uns spannender, als das Beschreiben. So kam Fred in die Welt, der seinen Vater auf eine archäologische Expedition nach Sibirien begleitet. Dort trifft er auf zwei Skythen, die aus Versehen „durch eine unsichtbare Zeltwand“ in die Zukunft geritten waren. Fred lernt durch die Skythen deren Lebensweise und Rituale kennen und durch seinen Vater die Methoden der Archäologie. Und mit ihm die Zuhörer. Der Anfang der Fred-Reihe Freds Abenteuer bei den Skythen war also keine klassische Kinderführung, die einzelne ausgewählte Exponate vorstellt, sondern ein Hörspiel in 12 Kapiteln, mit mehreren Sprechern, Geräuschen und Musik. Da wir es für die Ausstellung stark kürzen mussten, publizierten wir es in einer längeren Fassung zusätzlich auf CD. Das war der Anfang der Fred-Reihe. Ursprünglich gar nicht als Reihe gedacht, entstand erst vier Jahre später das zweite Fred-Hörspiel. Bald fanden wir immer mehr Themen und Kulturen, die Fred für uns via Zeitreise entdecken könnte. Nach und nach wurde der Buchhandel aufmerksam, die ersten Lesungen fanden statt. 2013 gründeten wir den Verlag ultramar media mit Sitz in Berlin.

ultramar media. Abenteuer und Entdecken Unsere Hörspiele produzieren wir mit viel Hingabe und Aufwand. Ihnen geht eine tief greifende Recherche voraus, die den aktuellen Stand der Forschung berücksichtigt. In Freds Abenteuergeschichten stecken jede Menge Fakten, die im Booklet nachgelesen und vertieft werden können. Damit möchten wir Kindern den Einstieg in fremde Kulturen erleichtern, ihr Interesse und ihre Neugier wecken. Spannung und Abenteuer kommen dabei nicht zu kurz, denn jede Reise birgt für Fred und seine Freunde neue Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Alle eingebunden in entsprechend inszenierte Klangkulissen. Fred ist unser Botschafter für Geschichte. Auch wenn er im kommenden Jahr Konkurrenz bekommen wird. Denn im Frühjahr 2018 wird mit „Der beste Ritter und Richard Löwenherz“ bei ultramar media erstmals ein Hörbuch außerhalb der Fred-Reihe erscheinen. Außerdem arbeiten wir an unserer ersten Buchpublikation, bei der wiederum Fred die Hauptrolle spielen wird: das Buch zu seinem Abenteuer bei den Wikingern präsentieren wir zur Frankfurter Buchmesse 2018. Mit seiner neugierigen und unvoreingenommenen Art hilft Fred immer wieder aufs Neue Fremdes vertraut zu machen. Das spiegelt sich auch im Namen unseres Verlags: ultramar, übersetzt „Übersee“, stand für die Seefahrer des Entdeckungszeitalters für das Unbekannte, das Unerforschte am anderen Ende des Ozeans. Im Sinne dieser Entdecker machen wir uns immer wieder auf zu neuen Horizonten. Viel Spaß beim Entdecken unseres Verlags wünschen Ihnen Birge Tetzner und Rupert Schellenberger

Liebe Buchhändler, die Fred-Hörspiele sind über die Barsortimente KNV, Libri und umbreit zu beziehen. Verlagsauslieferung Österreich: AUDIAMO Kaiserstraße 70 A – 1070 Wien Tel. +43 (0)1 699 95 31 90 Fax. +43 (0)1 699 58 17 auslieferung@audioamo.com Auslieferung Schweiz: AVA Barsortiment

Bei Interesse an Rezensionsexemplaren oder unserem Newsletter nehmen Sie bitte formlos per Mail oder Telefon Kontakt zu uns auf. Bei weiteren Fragen helfen wir Ihnen gerne persönlich weiter. ultramar media Birge Tetzner & Rupert Schellenberger Schönhauser Allee 73 10437 Berlin Tel. +49 (0)30 443 128 15 Fax. +49 (0)30 417 255 42 post@ultramar-media.com www.ultramar-media.com


Für längere Autofahrten mit kleinen LeseEntdeckern an Bord sind ja Hörspiele immer ein guter Begleiter. Sie lassen die vielen Autobahnstunden etwas schneller vergehen, weil sie der Fantasie Flügel verleihen – ähnlich wie beim (Vor-)Lesen, das aber beim Fahren nicht jedermanns Sache ist. Auf unserem Weg nach Dänemark haben wir deswegen auch reichlich Hörgeschichten mitgenommen. Eine davon war ganz speziell ausgesucht – sie sollte uns ein wenig in Stimmung und dem Land samt seiner Vergangenheit näher bringen. Wie sehr sie das am Ende tun würde, war uns allerdings bei Reiseantritt noch nicht klar. Die Rede ist von der wunderbaren Hörspiel-Produktion Fred bei den Wikingern. Sie ist Teil einer Reihe, die Sach- und Abenteuerhörspiel vereint und Geschichte somit unheimlich spannend macht. Uns hat sie auf den Straßen Dänemarks so begeistert, dass wir uns auf die Suche nach dem Haupthandlungsort des Hörspiels begeben haben – einem Wikingerdorf. Fred ist der junge Held der Geschichte und gleichzeitig Hauptfigur der gesamten Reihe Fred – Archäologische Abenteuer. Ihn schickt die Autorin Birge Tetzner regelmäßig auf Zeitreise und lässt somit die jungen Zuhörer Vergangenheit erleben. Doch bevor Fred in diesem Fall viele Jahre zurück in das Wikingerzeitalter reist, reist er erst einmal mit seinem Opa Alfred und Hund Hektor von Deutschland nach Dänemark. Das Dreiergespann nimmt ab Rostock die Fähre nach Gedser und fährt von dort aus im alten Opel Rekord des Großvaters weiter nach Kopenhagen. Der alte Herr, der sonst ständig auf Reisen ist, möchte ein wenig Zeit mit seinem Enkel verbringen und hat ihn deswegen zu einem 3-wöchigen Urlaub im Norden eingeladen. Schon auf der Fähre erzählt er Fred dann von seiner Sehnsucht nach dem Land der Nordmänner (Wikinger) und seiner Begeisterung für die nordische Mythologie. Fred will natürlich alles genau wissen und fragt seinem Opa Löcher in den Bauch, die dieser nur zu gern beantwortet. Mit der unvergleichlichen Stimme von Jürgen Thormann beginnt Opa Alfred seinem Enkel die nordische Sage von der Entstehung der Welt zu erzählen. Für uns – noch irgendwo auf einer deutschen Autobahn – war das der erste Höhepunkt des Hörspiels. Das Zusammenspiel von Sprecher, Inhalt, Geräuschen und Soundkulisse hat Gänsehautfaktor und lässt ein unheimlich facettenreiches Bild im Kopf entstehen. Man sieht förmlich dabei zu wie Muspellsheim und Niflheim aus dem Nichts heraus entstehen und staunt über das erste Leben – den Riesen Ymir. Die Augen der jungen Zuhörer, wenn aus der Achsel des Riesen ein Mann und eine Frau wachsen und die Kuh Audumla den Stammvater Buri frei leckt, sind einzigartig – so viel Faszination und Staunen steckt da drin. Trotz der vielen unbekannten Begriffe und Namen hat es das Team von ultramar media geschafft, dass man voller Spannung bis zur Geburt Odins und der vollständigen Erschaffung der Welt dran bleibt.

Für Freds Sprung in die Vergangenheit hat die Autorin einen Schauplatz gewählt, der passenderweise ebenso für das Zusammenspiel von Wissen und Abenteuer steht – das Wikingerschiffsmuseum in Roskilde. Dort nimmt Fred an einer Kinder-Schiffstour in einem echten Wikingerboot teil und geht beim Hochziehen der Segel schließlich über Bord.

Doch Ivar braucht Freds Hilfe – schon bald soll das Dorf von Jarl Eirik und seinen Männern angegriffen werden. Nach dem Tod des Vaters liegt es nun an ihm die Dorfbewohner und seine Familie zu schützen und ihr Land zu verteidigen. Die beiden Jungen schmieden einen Plan.

Für die Wikinger stellte das Wasser nie ein Hindernis dar – sondern einen Weg. (Zitat aus: Fred und die Wikinger – der Bootsmann erzählt)

Schwerelos taucht Fred nun in die Welt der Wikinger ein. Und wir mit ihm – überall um uns Luftblasen und Stille. Bis wir unsanft von zwei groben Wikingerhänden wieder aus dem Wasser herausgefischt werden und uns auf einmal an Bord eines mächtigen Wikingerschiffes wiederfinden. Es ist das Schiff von Jarl Ragnald, der bei einer Schlacht mit seinem Rivalen Jarl Eirik das Leben lassen musste und nun von seinen Männern nach Hause gebracht wird. Auch Fred wird als Sklave dorthin mitgenommen und lebt als Fred Eriksson (Fred – Sohn von Erik) von nun an den Alltag in einem Wikingerdorf vor vielen Jahren (etwa 800-1050) mit. Er lernt Ivar kennen – den Sohn des verstorbenen Jarls und wird ihm ein treuer Freund in dieser schweren Zeit. Er bekommt tiefe Einblicke in die nordischen Sagen, das Schwertschmieden und den Schiffsbau. Mehr und mehr wird er im Dorf akzeptiert und lebt das Leben eines jungen Wikingers. Und weil das Dorfleben so authentisch im Hörspiel dargestellt wird, haben wir kurzerhand beschlossen das Freilichtmuseum in Ribe zu besuchen, wo ein solches Dorf rekonstruiert wurde und man hautnah erleben kann, wie die Menschen dort früher zusammenlebten. Natürlich lief das Hörspiel auch auf dem Weg dorthin rauf und runter. Viele Dinge, die wir dort dann wahrhaftig vor uns sahen, kannten wir bereits durch Freds Abenteuer. Das große Langhaus des Jarls ohne Fenster, in dessen Mitte ein großes, wärmendes Feuer loderte, die Schnitzereien an den Türpfosten und natürlich der aufwändig verzierte Holzthron des Jarls und seiner Frau. Die Parallelen zum Hörspiel zu ziehen und Dinge wiederzuerkennen fiel überhaupt nicht schwer und wir konnten den wahren Kern der Geschichte, auf dem jedes Fred-Abenteuer beruht, regelrecht erleben. So war beispielsweise auch die Hörspielszene vom Heiligen Hain präsent, als wir zur Opferstätte des Dorfes bei Ribe kamen. Auf der Suche nach Ivar gelangt Fred an den Ort, an dem die Wikinger ihren Göttern Opfer darbringen und begegnet der blinden Völva (Seherin) Thorbjörk. Sie weiß um seine Herkunft aus einer anderen Zeit und erzählt ihm, wie sich seine Zeitreise zugetragen hat. Aber sie warnt ihn auch davor die Rückreise in seine Zeit nicht zu verpassen – das Zeitfenster sei nur ein Jahr.

Das Ribe Vikinge Center ist eine wunderbare Ergänzung zum Hörspiel und in jedem Fall einen Besuch wert. Ähnlich wie in Schweden versteht man es auch in Dänemark sehr gut, sich vor allem um die jungen Besucher zu bemühen. Es gibt ein Kriegertraining extra für Kinder, Training im Bogenschießen und Schnitzen und überall werden die kleinen Entdecker von den Dorfbewohnern angesprochen, ob sie ihnen nicht etwas erklären können – sei es über die Bauweise der Häuser, den Kräutergarten oder das Prägen von Münzen. Und natürlich tun sie das in Kostümen, die den originalen Wikingerkleidern von damals komplett nachempfunden sind, sodass man fast glauben könnte, gleich gesellen sich Ivar und Fred auch dazu. Den Ausgang von Freds Abenteuer bei den Wikingern werden wir hier natürlich nicht verraten. Nur so viel sei gesagt – natürlich gibt es noch den dramatischen Höhepunkt der Geschichte, bei dem die Macher besonders effektiv die ganz eigenen Möglichkeiten eines Hörspiels nutzen. Geräusche, Sound und Stimmen sind sehr harmonisch aufeinander abgestimmt und sorgen dafür, dass beim Zuhörer echte Emotionen entstehen. Fred bei den Wikingern ist in vielerlei Hinsicht ein Erlebnis – in jedem Fall aber ein Hörerlebnis. Die Auswahl der Sprecher ist sehr authentisch, die Musik stimmig und in vielen Szenen vergleichbar mit Filmmusik. Auch der Geräuschemacher hat wunderbare Arbeit geleistet und der Geschichte somit stets echte Atmosphäre verliehen. Und Atmosphäre ist es auch, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Produktion zieht und schließlich sogar das Booklet inklusive Glossar und das Cover – als einziges vorgegebenes Bild – bestimmt. Sehr treffend hat der Illustrator Hans Baltzer hier die Stimmung von Birge Tetzners Geschichte eingefangen. Und wenn man genau hinschaut, erkennt man sogar Fred mit seiner roten Schirmmütze. Isabel Kirsche

Infos und Hörproben: www.ultramar-media.com


Fred bei den Maya

Fred in der Eiszeit

Die Jaguarkrieger haben sich gegen den König von Tikal erhoben. Jetzt droht ihnen der Opfertod. Xkik‘, die Tochter des Großen Jaguars, will das nicht hinnehmen und macht sich auf den Weg, ihren Vater und dessen Männer zu befreien. Fred weiß von all dem nichts, als er zusammen mit Opa Alfred in der Morgendämmerung die steile Treppe zum Tempel der Masken hinaufsteigt, um den Sonnenaufgang zu bestaunen. Frühstück über den Baumwipfeln des dampfenden Regenwaldes - das Highlight ihrer Reise durch Mesoamerika. Doch nur ein Maissandwich und eine Reifenpanne später ist der Aufstand der Jaguarkrieger für Fred plötzlich ganz real und er wird in ein Abenteuer verwickelt, bei dem er bald selbst in Gefangenschaft gerät.

Fred ist schon in viele Länder und vergangene Kulturen gereist. Dass er sein nächstes Abenteuer ausgerechnet in Deutschland erlebt, hätte er nicht gedacht. Während einer Höhlentour in der Schwäbischen Alb zaubert ihn ein Feuerfunke durch die Zeit: in eine Vergangenheit vor 35.000 Jahren! Wie lebten die Menschen damals? Das zeigen ihm sein neuer Freund Bo und dessen Schwester Lu. Die Gefahren, die in der Eiszeit lauern, lernt Fred kennen, als er die beiden durch die karge Wildnis begleitet. Plötzlich stehen sie einem Höhlenlöwen gegenüber, der so groß ist wie sie! Und Bo hat mit seinem Speer noch nie auf etwas anderes als einen Busch gezielt …

Der Aufstand der Jaguarkrieger

Der Feuerzauber

Mit Andreas Fröhlich* als Erzähler. Mit Andreas Fröhlich* als Erzähler und Jürgen Thormann als Opa Alfred.

ca. 79 Minuten | 1 CD | € 13,90 Hörspiel für Kinder ab 9 Jahren ISBN: 978-3-9815998-6-2

„Feuer ist Macht“, sagt der Löwenmann. „Es kann wärmen, es kann zerstören, es kann sogar vom Himmel fallen. Und es kann als Waffe dienen.“ ca. 78 Minuten | 1 CD | € 13,90 Hörspiel für Kinder ab 8 Jahren ISBN: 978-3-9815998-5-5

„Die vielleicht bislang beste Folge der „Fred“-Hörspielreihe glänzt nicht nur mit viel Wissenswertem über die Historie der Maya, sondern trumpft zusätzlich mit einer packenden Handlung sowie einem ausgezeichneten Sprechercast (u.a. Andreas Fröhlich) auf. Besonders hervorgehoben werden sollte allerdings der Sound. Dieser erzeugt mithilfe stimmungsvoller Musik und vor allem einer atmosphärisch äußerst dichten Geräuschkulisse sowie fast dreidimensionalem Raumklang ein absolut überzeugendes Bild des südamerikanischen Dschungels. Ein informatives und umfangreiches Booklet rundet die Produktion ab. Breite Empfehlung für alle Bibliotheken.“ Niko Dziemballa, ekz Bibliotheksservice

„Andreas Fröhlich als Erzähler der aktuellen Folge Fred in der Eiszeit: Unaufdringlich, bisweilen leise und zugleich hellwach lenkt er souverän die Story und ihre Figuren.“ | Im Zusammenspiel mit der Kunst Rupert Schellenbergers (…) entsteht durch eindringliche Klangfarben und perfektes Timing eine akustische Anmutung der Welt vor 35.000 Jahren.“ | „Sachinfo hin oder her - da ist man erstmal einfach nur gepackt.“ Lothar Sand, Eselsohr Fachzeitschrift für Kinder- und Jugendmedien

„Ein unvergessliches Jahr verbringt Fred bei Ivar und erlebt diese aufregende Zeit hautnah. Ebenso wie die Zuhörer, die bei diesem sehr aufwändig produzierten Hörspiel mit großartigen Sprechern mittendrin sind! Das Booklet mit den geschichtlichen Hintergründen und einem Glossar rundet das Wikinger-Erlebnis ab!“ Sandra Rudel, Kilifü - Almanach der Kinderliteratur 2014/15

„Unbedingt reinhören! Für Wikinger-Fans, groß wie klein, sowieso ein Muss. Beste und eben lehrreiche Unterhaltung für die ganze Familie, ohne dass man auch nur an einer Stelle den Eindruck gewinnt, gerade belehrt zu werden. Und doch geht man gestärkt und gebildet aus der Geschichte am Ende wieder heraus. Super, super toll!“ Konstanze Keller, Leseweis

„… nicht nur die Kinder! Auch Erwachsene können hier auf die vielleicht schönste Art und Weise ihr geschichtliches Wissen auffrischen.“ Maria-Christina Piwowarski, Buchhändlerin bei ocelot, not just another bookstore, Berlin

Fred bei den Wikingern

Fred im Reich der Nofretete

Irgendwo an einem Fjord in Dänemark lebte vor vielen, vielen Jahren der Wikingerjunge Ivar. Der Tag, an dem Fred zu ihm kommt, ist für Ivar ein trauriger Tag: Odin hat seinen Vater nach Walhall geholt - und das Dorf hat keinen Anführer mehr. Ivar muss ein schweres Erbe antreten. Wie soll er jemals ein so großer Krieger werden wie sein Vater es war? Fred wird Ivar ein treuer Freund. Doch als der streitsüchtige Jarl Eirik sich rüstet Ivars Dorf anzugreifen, brauchen die beiden schnell einen guten Plan. Fast ein Jahr bleibt Fred bei den Wikingern. Er hört die nordischen Sagas, die Geschichten von Odin, Thor und Loki. Er lernt den Bootsbauer Harald kennen und erfährt von ihm, wie die Wikinger ihre schnellen Langschiffe bauten. Er trifft den grimmigen Knut (den er lieber nicht getroffen hätte) und die Seherin Thorbjörk. Bevor das Jahr vergangen ist, warnt sie ihn, muss er die Wikinger wieder verlassen haben. Sonst wird es ihm nicht mehr gelingen.

Was geschah damals wirklich in Tante Eleanors geheimnisvoller Bibliothek? Freds Mutter glaubt, Tante Eleanor sei nicht ganz richtig im Kopf. Freds Vater gibt immerhin zu, dass in der alten Bibliothek „Dinge“ passieren. Und Fred? Er muss das Geheimnis unbedingt lüften! Also fliegt er zusammen mit seinem Vater zu Tante Eleanor nach Ägypten. Tagsüber erforschen sie dort die Ruinen der Stadt Achet-Aton, die Pharao Echnaton für sich und seine schöne Gemahlin Nofretete in den Wüstensand baute. Und nachts erkundet Fred heimlich Tante Eleanors Bibliothek. Doch bald verirrt er sich in Raum und Zeit und kommt dabei der altägyptischen Vorstellung vom Tod näher als ihm lieb ist.

Jarl Ragnalds Vermächtnis

Unter der Sonne von Armana

„Der Tod ist nicht das Ende, Fred. Der Tod ist ein Neuanfang. Wenn Du hier stirbst, wirst Du in der anderen Welt aufwachen. In Deiner Welt. Vielleicht …“

Mit Andreas Fröhlich* als Erzähler und Jürgen Thormann als Opa Alfred. ca. 159 Minuten | 2 CDs | € 15,90 Hörspiel für Kinder ab 10 Jahren ISBN: 978-3-9815998-7-9

Infos und Hörproben: www.ultramar-media.com

ca. 134 Minuten | 2 CDs | € 15,90 Hörspiel für Kinder ab 9 Jahren ISBN: 978-3-9815998-3-1


„Die Titel dieser Reihe sind eine Bereicherung für jeden Kinderhörbuchbestand, und machen sicher auch Erwachsenen Spaß“ Janet Heller, ekz Bibliotheksservice

„Spannend, unterhaltend und wie nebenbei haufenweise Fakten und Wissen vermittelnd sind alle (mittlerweile schon sieben) Fred-Hörspiele eine Bereicherung auch für ältere Zuhörer!“

Fred in Pergamon

Fred im Land der Skythen

Die erste Klassenfahrt! Mit seiner Geschichtslehrerin, Frau Kaufmann, seinen Freunden Yannick und Anna und der gesamten Klasse fährt Fred eine Woche lang in die Türkei. Entlang der türkischen Westküste wollen sie die Hinterlassenschaften der alten Griechen besichtigen. Denn vor über 2.000 Jahren gehörte diese Gegend noch zum antiken Griechenland. Und griechische Städte wie Ephesos, Milet und Pergamon sind bis heute weltberühmt. Wochenlang haben die Schüler sich auf die Reise vorbereitet. Als Fred aber dann endlich auf dem Burgberg von Pergamon neben den Fundamenten des Großen Altars steht, kann er nicht ahnen, dass er bald mitten drin sein wird in der Welt, über die er so viel gelesen hat. Er findet das Bruchstück einer antiken Skulptur, eine geheimnisvolle Fackel … Eine abenteuerliche Reise durch das antike Pergamon nimmt seinen Lauf, auf der Fred einen Weg zurück in seine Welt finden muss.

Als Fred Reinhart seinen Vater in den Sommerferien auf eine archäologische Grabung nach Sibirien begleitete, konnte er nicht ahnen, dass es die aufregendste Reise seines Lebens werden würde. Obwohl so eine Grabung auch ganz schön langweilig sein kann, wenn erst mal nicht die erhofften Erfolge eintreffen und eintöniges Graben den Alltag bestimmt. Aber gerade als er zurück nach Berlin fliegen wollte, lernte er zwei neue Freunde kennen, Kolaxais und Argimpasa. Sie waren Skythen. Und sie waren aus einer anderen Zeit …

ca. 79 Minuten | 1 CD | € 13,90 Hörspiel für Kinder ab 8 Jahren ISBN: 978-3-9815998-2-4

ca. 78 Minuten | 1 CD | € 13,90 Hörspiel für Kinder ab 8 Jahren ISBN: 978-3-9815998-8-6

Eine ungewöhnliche Freundschaft

Foto: © Christian Hartmann

Auf den Spuren der alten Griechen

Sandra Rudel, Kilifü - Almanach der Kinderliteratur 2016/17

„Seht Ihr? Ich hab doch gesagt, die Götter können in Tiere schlüpfen und so zu uns Menschen kommen!“ * Andreas Fröhlich ist bekannt als dritter Detektiv der Drei ???, Bob Andrews, gibt den Schauspielern John Cusack und Edward Norton eine deutsche Stimme und hat die Zerrissenheit von Tolkiens Gollum/Smeagol in die deutschen Kinos getragen. Außerdem liest er zahllose Hörbücher.

Der beste Ritter hat einen Namen: Guillaume le Maréchal. Als vierter Sohn eines wenig begüterten Adeligen hatte er keine Chance jemals das Erbe seines Vaters anzutreten. Schon als Kind war er auf sich alleine gestellt. Mit etwa 13 Jahren gaben ihn seine Eltern in die Obhut eines Verwandten, der aus ihm das machen sollte, was schließlich sein ganzes Leben bestimmen würde: einen Ritter. Wie kein anderer pflegte Guillaume die ritterlichen Tugenden und prüfte vor jeder Tat sein Gewissen, um stets das Richtige zu tun. Aus unzähligen Ritterturnieren ging er als unbestrittener Sieger hervor. Als er im April 1168 die englische Königin Eleonore von Aquitanien aus einem Hinterhalt rettete, nahm sein Schicksal eine entscheidende Wendung. Plötzlich war er direkt dem König unterstellt und verantwortlich für die Ausbildung des Thronerben. Jahre später stand er einem anderen großen Mann gegenüber: Richard Löwenherz. Und diese erste Begegnung war alles andere als freundlich. Die wahre Lebensgeschichte des Guillaume le Maréchal wird erzählt von Andreas Fröhlich*.

„Wer ich also bin, wollt Ihr wissen? Ich bin Guillaume le Maréchal. So lautet mein Name in der Sprache meiner Vorfahren. In meinem Geburtsland rufen sie mich William Marshal. Noch bevor ich mein fünftes Lebensjahr vollendet hatte, stand ich bereits drei Mal auf dem Schafott. Drei Mal habe ich meinen Kopf dem Henker wieder entzogen. Ich wurde der beste Ritter meiner Zeit. Ich diente unter fünf Königen: Heinrich II., seinen Söhnen Heinrich dem Jüngeren, Richard Löwenherz und Johann Ohneland, und seinem Enkel, Heinrich III. Und das ist meine Geschichte.” Inszenierte Lesung, erscheint im Frühjahr 2018 auf 2 CDs. ISBN: 978-3-9815998-9-3

Infos und Hörproben: www.ultramar-media.com


Seit unserer Reise mit Fred zu den Wikingern freuen wir uns auf das, in dieser Geschichte von Opa Alfred bereits angekündigte, Abenteuer in Mittelamerika. Der alte Mann versteht es nämlich ausgesprochen gut, Lust auf Geschichte und Mythologie zu machen. Dank Birge Tetzner – der Autorin der Reihe – profitiert davon aber nicht nur sein Enkelsohn Fred, sondern auch viele kleine und große LeseEntdecker vor den CD-Playern. In diesem Falle nehmen Fred und sein Opa uns mit in den Regenwald von Guatemala, wo sie sich auf die Spuren der klassischen Maya begeben. Eine Reise, die Fred allerdings nicht nur auf einen anderen Kontinent und in ein fremdes Land führt, sondern ihn wieder viele Jahre zurück durch die Zeit schickt – in die Blütezeit der Maya um 800 n. Chr. Schon das Intro zur Entstehung der Welt, so wie die Maya sie sich vorstellten, sorgt für Gänsehautfaktor. Die klare Stimme von Maximiliane Häcke als Xkik‘ wirkt vor dem langsamen Heranrollen der mystischen Klänge und Geräusche grandios. Es ist die Rede von der Kunde – „die Kunde von der Schöpfung der Welt, vom Herzen des Himmels und vom Herzen der Erde.“ Sprachlich könnte der Auftakt zur Geschichte nicht besser gestaltet sein – so differenziert und besonders wird hier erzählt. Man sieht das ruhende All, Kukulcan, die gefiederte Schlange und das Erhellen von Himmel und Erde förmlich vor sich – sieht wie die Berge sich erheben und das Wasser zu fließen beginnt. Erst der Schrei eines Brüllaffens holt einen dann wieder zurück. Allerdings nur, um sich gleich darauf mitten im Dschungel wiederzufinden – auf den Stufen des Tempels der Masken in Tikal kurz vor Sonnenaufgang. Den wollen sich Fred, Opa Alfred und Hund Hektor – als großes Highlight ihrer Mittelamerika-Reise – nämlich von ganz oben anschauen und sind daher extra zeitig aufgestanden. Zum Glück erreichen sie die oberste Stelle rechtzeitig und wir kommen in den Genuss einen Sonnenaufgang über den Pyramiden von Tikal mit Blick auf den Tempel des großen Jaguars mitzuerleben. Allein durch das Gehör und unsere Fantasie, was sehr beeindruckend ist. Nicht weniger beeindruckend ist auch wieder Opa Alfreds Gabe geschichtliche Hintergründe und Fakten wunderbar lebendig zu erzählen. Immer noch hoch oben über Tikal erfahren wir beispielsweise wie die Mayas sich die Welt vorgestellt haben, welche Rolle die Astronomie für sie gespielt hat oder an welche Götter sie glaubten.

Nur eine kurze Busfahrt zur nächsten Maya-Stadt später entdeckt Fred während einer Panne tief im Dschungel Überreste einer alten Torfassade und reist darüber schließlich viele Jahre zurück an denselben Ort, der sich nun aber unter einem viel dichteren Blätterdach befindet und an dem die Geräusche des Regenwaldes um ein Vielfaches lauter zu hören sind. Dort begegnet er dem Maya-Mädchen Xkik‘ und ihrem Bruder Balam, die gerade auf der Suche nach ihrem Vater sind, der aufgrund seines Auflehnens gegen den König von Tikal dort gefangen genommen wurde. Fred tritt mit ihnen gemeinsam den Weg nach Tikal an, um ihn zu befreien. Dabei lernt er viele nützliche Dinge aus dem Alltag der Maya, lauscht Xkik‘s spannenden Geschichten über die Götter und freundet sich nebenbei mit ihr an. Die Verbindung einer spannenden Erzählung mit geschichtlichen – stellenweise sehr detaillierten – Sachinformationen ist auch in diesem Teil wieder sehr gut gelungen. Wichtige Nahrungsmittel der Maya oder signifikante Rituale werden in die Handlung so eingebaut, dass man sie nebenbei aufnimmt – ohne das Gefühl zu haben sich gerade geschichtliches Wissen anzueignen. Beispielsweise wird das Frühstück, das sich die Kinder im Dschungel zubereiten, sehr genau beschrieben und auch der Geräuschemacher leistet an dieser Stelle wieder ganze Arbeit. Höhepunkt des Abenteuers ist ein Ballspiel in Tikal, das bei den Maya als Spiel des Schicksals galt und Fred schließlich in eine äußerst brenzlige Situation bringt. Schuld daran ist sein „sonnenglänzendes Haar“, das für die Maya so fremd wie faszinierend zugleich erscheinen musste. Zum Glück hat er seinen treuen Hund Hektor und seine neue Freundin an seiner Seite. Dank ihnen nimmt schließlich auch diese Zeitreise für Fred einen guten Ausgang. Wie schon bei den Vorgängern hat sich das Team von ultramar media auch für Fred bei den Maya wieder viele Gedanken gemacht. Neben Inhalt, geschichtlichem Kontext, Ausstattung und Sounddesign sind es diesmal aber vor allem die feinen Bezüge zu wichtigen Themen und Motiven, die bei uns nachgewirkt haben. Was bedeutet es anders zu sein? Wie entsteht Vertrauen? Und nicht zuletzt – warum gibt es immer wieder Kriege, wobei wir doch aus der Geschichte wissen, dass sie nur Leid und Zerstörung mit sich bringen. Diese Fragen und mehr wirft Freds neues Abenteuer bei uns und sicher auch bei den kleinen Lese- bzw. HörEntdeckern auf. Auch diesmal wieder ein großes Hörerlebnis. Isabel Kirsche

Isabel Kirsche - freie Texterin, Rezensentin und LeseEntdeckerin, schreibt seit 2013 auf www.dieLeseEntdecker.de über Kinderbücher und Leseförderung. Alle Texte und Projekte entstehen dabei vor dem Hintergrund, Kinderliteratur erlebbar zu machen und mit dem Ziel die große Bedeutung, die Kinderbücher für die kleinen LeseEntdecker im Alltag haben, aufzuzeigen.


Schon zweimal sind wir mit Fred in die Vergangenheit gereist – jeweils etwa 1.000 Jahre zurück, einmal zu den Wikingern nach Dänemark und das andere Mal zu den Ureinwohnern Guatemalas – den Maya. Und nun haben wir es wieder getan – zu eindrücklich haben unsere Reiseerinnerungen noch nachgewirkt, denn Zeitreisen mit Fred fasziniert ungemein. Dieses Mal bleiben wir allerdings in Deutschland. Dafür fällt der Zeitsprung um ein Vielfaches größer aus. Genauer gesagt führt uns Fred in seinem neuesten Abenteuer 35.000 Jahre zurück in die Vergangenheit – zurück in die letzte Kaltzeit, auch Eiszeit genannt. Doch eigentlich treten wir die Zeitreise dieses Mal schon vor Fred an. Während er noch gemeinsam mit seinen Eltern an einer Führung durch eine der bedeutendsten Höhlen der Schwäbischen Alb teilnimmt, lernen wir bereits Bo, Lu und ihre Familie kennen. Sie sind in diesem Teil die von Birge Tetzner auserwählten Charaktere der Vergangenheit, die das große Vergnügen haben, unseren liebenswürdigen Zeitreisenden kennenlernen zu dürfen. Und sie sind auch diejenigen, die dieses längst vergangene Zeitalter der Erdgeschichte für uns erlebbar machen. Bo und Lu sind Bruder und Schwester. Sie leben in einer Sippe von 20 Mitgliedern und warten zum Zeitpunkt unserer Begegnung sehnsüchtig darauf, dass sich das Frühjahr ankündigt. Denn dann können sie bald den Tierherden in die Ebenen nachziehen und für einen kurzen Sommer lang die Höhlen in den geschützteren Tälern verlassen. Zuvor ist es allerdings Bos größter Wunsch, doch endlich das Feuermachen zu erlernen. Wie kompliziert das für ihn ist und was es dabei alles zu beachten gilt, wird uns gleich zum Auftakt der Geschichte bis ins kleinste Detail beschrieben. Bos Ungeduld kann man dabei förmlich am eigenen Leibe spüren – grandios, wie es das Team von ultramar media schon in den ersten Minuten und mit nur ein paar wenigen Geräuschen, Klängen und Beschreibungen schafft, uns derart in die Geschichte hineinzuziehen. Schließlich zieht es auch Fred hinein. Gerade noch am Untersuchen der Felswände auf sich abzeichnende Mammuts, die sich durch den Lichtstrahl seiner Taschenlampe zu bewegen scheinen, zaubert ihn ein Funke aus Bos neuen Feuerspucker-Steinen aus der Gegenwart in die Vergangenheit. Er landet direkt neben ihm und einen Windhauch später kann unser Abenteuer beginnen. Fred wird von der gesamten Sippe herzlich aufgenommen und lebt sich auch in diesem Teil schnell in den neuen, ungewohnten Alltag vor 35.000 Jahren ein. Die Stimmung dieses vergangenen Lebens wird sehr schön eingefangen und ermöglicht es den jungen Zuhörern sich eine genaue und vor allem authentische Vorstellung davon zu machen, wie die Menschen in der Eiszeit zusammengelebt haben. Im Hintergrund hört man das Knistern des Feuers, verschiedene Gesprächsfetzen vermischen sich mit Geräuschen des arbeitsamen Höhlenalltags sowie Lus zartem Flötenspiel und im Vordergrund kommentiert Andreas Fröhlich als Erzähler das Geschehen auf seine ganz eigene Art und Weise – interessant, spannend und herausfordernd, aber nie ohne dabei den Faden zum Zuhörer zu verlieren. Gemeinsam mit Bo und Lu macht sich Fred schließlich auf, die Gegend um die Höhle herum kennenzulernen. Ihr Weg führt sie vorbei an kargen Landschaften und so manchen Gefahren. Gut ausgerüstet zwar mit Speeren, Schleudern und langen Feuersteinklingen müssen die drei Freunde stets auf der Hut sein – jede Unachtsamkeit und Ablenkung kann einem heranschleichenden, hungrigen Tier leichtes Spiel machen und Bo, Lu und Fred in Lebensgefahr bringen. Diese flirrende Grundspannung herrscht beim gesamten Ausflug der Kinder vor und entlädt sich schließlich im Höhepunkt der Geschichte, als dem Dreiergespann nach einigen bereits gemeisterten Herausforderungen schließlich doch noch ein gewaltiger Höhlenlöwe gegenübertritt.

Welche Rolle in dieser Situation Freds Erfahrung aus der Gegenwart oder die Begegnung mit einem jungen Wolf spielt und ob Bo noch rechtzeitig lernt, aus Funken ein ganzes Feuer zu entfachen, soll an dieser Stelle natürlich noch nicht verraten werden. Fred in der Eiszeit lüftet allerdings in manch anderer Hinsicht das ein oder andere Geheimnis für seine Zuhörer. Erkenntnisse und Ergebnisse jahrelanger Forschung, die im Normalfall nur Experten und Eiszeitinteressierten vorbehalten sind, werden dank Birge Tetzner hier so wunderbar in eine fesselnde Abenteuergeschichte gestreut, dass aus kleinen, gebannten Zuhörern mit Sicherheit kleine, neugierige Nachwuchsforscher werden. Ihre Fragen zu dem neuen Sachwissen, können dann ein wunderbarer Anfang sein, sich gemeinsam mit Geschichte auseinander zu setzen – zuhause wie auch in der Schule. Eine tolle Möglichkeit bieten da beispielsweise Museen und Ausstellungen zum Thema. Wir haben einen Besuch in Wien zum Anlass genommen, um dort das Naturhistorische Museum zu besuchen, das einen sehr interessanten Blick auf das Phänomen Eiszeit wirft und eine Brücke zu bedenklichen klimatischen Entwicklungen im 20. und 21. Jahrhundert schlägt, indem der Mensch im Spiegel der Klimaentwicklung gezeigt wird.

Was macht ein Archäologe? Wie lebten die Wikinger? Hatte Nofretete nur ein Auge? Opferten die Maya wirklich Menschen? War in der Eiszeit alles aus Eis? Viele Details, die in Freds Eiszeit-Abenteuer eine Rolle spielen, können hier ganz unmittelbar bestaunt werden. Die imposante Rekonstruktion einer Mammutjägerhütte, von der die Rede ist, lässt die kleinen Museumsgänger mehr als staunen. Und auch die Ausrüstung von Bo und Fred kann genauestens in Augenschein genommen werden. Speere, Feuersteinklingen, Werkzeuge und verschiedene Kleidungsstücke sind ebenso ausgestellt, wie die kostbaren Elfenbeinfiguren, denen im Hörspiel eine so große Bedeutung zukommt. Sogar auf den Löwenmenschen kann man einen Blick werfen und auch der Wichtigkeit des Feuers für das Überleben der Menschen wird ein eigener Bereich gewidmet, was natürlich wunderbar zu Bos Anstrengungen mit dem Feuer im Verlauf der Geschichte passt. Ähnliche Museumserlebnisse kann man auch anderorts mit den kleinen LeseEntdeckern organisieren. In vielen Naturkundemuseen gibt es Bereiche zur Evolution des Menschen, in denen das Leben in der Eiszeit aufgegriffen wird. Außerdem gibt es auch immer wieder Sonderausstellungen und es lohnt sich durchaus etwas zu recherchieren, wo und wann diese besucht werden können. Wer sich ganz konkret auf die Spuren unseres Zeitreisenden begeben möchte, kann das natürlich auch tun. Die Führungen durch die Höhlen der Schwäbischen Alb werden ja tatsächlich angeboten. Soweit nur ein kleiner Exkurs und EntdeckerTipp, der sich bei Freds archäologischem Abenteuer in der Eiszeit einfach anbietet. Denn hier bekommt man wirklich Lust auf Geschichte und möchte all das Gehörte auch kennen und verstehen lernen. Wieder einmal ist Birge Tetzner, Rupert Schellenberger und dem gesamten Fred-Team ein außergewöhnliches Hörerlebnis gelungen, das in allen Bereichen überzeugt. Handlung und Sachwissen sind fast untrennbar miteinander verwoben, die Sprecher genau richtig ausgesucht und die Stimmung dank Geräusche- und Sounddesign unglaublich echt. Wir finden, Fred in der Eiszeit ist genau richtig für die kommenden ungemütlichen Herbstnachmittage auf der Couch und wünschen spannendes Reisen durch die Zeit. Isabel Kirsche

Infos und Hörproben: www.ultramar-media.com

Info zu Lesungen Birge Tetzner steht für Lesungen zur Verfügung. Darin mischt sie, wie im Hörspiel, Freds spannendes Abenteuer mit wissenschaftlich fundiertem Hintergrundwissen. Sie zeigt zahlreiche Bilder von Originalschauplätzen aus den Geschichten und wichtigen archäologischen Funden. Durch die Untermalung ihrer Lesung mit den Geräuschen und der Musik aus den Hörspielen schafft sie ein besonders intensives Hörerlebnis und macht die Welt, die Fred bereist, lebendig.

Wissen für Kinder – verpackt in ein Abenteuer!

Impressum ultramar media Birge Tetzner & Rupert Schellenberger Schönhauser Allee 73 10437 Berlin Tel. +49 (0)30 443 128 15 Fax. +49 (0)30 417 255 42 post@ultramar-media.com www.ultramar-media.com Abbildungen Fred im Land der Skythen, Fred in Pergamon, Fred im Reich der Nofretete, Fred bei den Wikingern, Fred in der Eiszeit, Fred bei den Maya – Illustrationen: Hans Baltzer, Gestaltung: Kristina Brasseler, Hans Baltzer Der beste Ritter und Richard Löwenherz Illustration: Karl Uhlenbrock, Gestaltung: Dirk Uhlenbrock, erste liga büro für gestaltung Foto Birge Tetzner und Rupert Schellenberger: Barbara Schmidt Foto Andreas Fröhlich: Christian Hartmann Gestaltung: Dirk Uhlenbrock, www.ersteliga.de

ultramar media katalog 2017/18  
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