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Life Sciences in Bayern

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Wirtschaft

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Strukturen

Verbände

Spezial

Service

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Life Sciences in Bayern

Roche Penzberg

LLL

Blick auf den Tegernsee

IZB in Martinsried

Standort

Life Sciences in Bayern Der Freistaat im Süden der Bundesrepublik ist einer der führenden Standorte für Biotechnologie.

Baden-Württemberg Bayern Berlin-Brandenburg Bremen

den BMBF-Wettbewerben rund um Eliteuniversitäten oder jüngst in der Gesundheitsforschung, in der die meisten Institute ihren Sitz in München haben. Wirtschaftlich liegt eine oft zitierte Keimzelle in der Region um München – allen voran in Martinsried. Rund um das dort ansässige IZB sind börsennotierte Firmen wie 4SC, MorphoSys oder MediGene angesiedelt, welche die wirtschaftliche Entwicklung der Biotechnologie in Deutschland mitbestimmen. Sie profitieren zudem von einer fruchtbaren Nähe zur Pharmaindustrie. Die Antwort auf die Frage,

Biotech-Unt.

Mitarbeiter

84

2.303

105 82 8

Umsatz

wie sich Martinsried ohne die Nähe zum florierenden Roche-Standort in Penzberg entwickelt hätte, hat zwar nur akademischen Wert. Zweifelsohne profitieren beiden Seiten aber von einem Austausch, wie etwa die laufenden Kooperationen zum Beispiel im Bereich des BMBF-Spitzencluster-Wettbewerbs zeigen. Seit langem hat ­Roche die personalisierte Medizin zum Credo des Unternehmens auserkoren. Das Clustermanagement in München hat das Motto aufgegriffen und etabliert nun Strukturen, um die Medikamentenentwicklung noch effizienter zu machen. L Ph. I*

Ph. II*

Ph. III*

zugel.*

196 Mio.

VC-Kapital 28 Mio.

2

11

2

2

3.279

366 Mio.

121 Mio.

21

19

5

4

1.808

210 Mio.

11 Mio.

7

2

0

1

90

6 Mio.

Hamburg

17

553

89 Mio.

4

2

0

0

Hessen

34

1.248

225 Mio.

34 Mio.

2

2

0

0

Mecklenburg-Vorpommern

21

308

15 Mio.

Niedersachsen

34

483

41 Mio.

0,5 Mio.

2

0

0

0

NRW

68

3.210

925 Mio.

25 Mio.

6

4

3

0

Rheinland-Pfalz

17

376

21 Mio.

1

Saarland

3

59

2 Mio.

Sachsen

21

403

30 Mio.

0,6 Mio.

0

2

0

1

Sachsen-Anhalt

18

421

23 Mio.

44 Mio.

1

2

0

0

Schleswig-Holstein

12

220

21 Mio.

0

1

1

0

7

189

13 Mio.

0

0

0

0

531

14.950

2.184 Mio.

264,1 Mio.

46

45

11

8

Thüringen Gesamt

Stichtag: 31.03.2010; Quelle: biotechnologie.de; * Produkte von Firmen mit Sitz im Bundesland

Eine allgemein akzeptierte Definition, was unter einem Cluster zu verstehen ist, gibt es nicht. Regionen, die sich so nennen, gibt es dagegen umso mehr – vor allem in der Biotechnologie. Standorte, deren Cluster-Status kaum jemand abstreiten mag, liegen in Bayern. Unternehmen und akademische Institute im Freistaat rangieren meist ganz oben. Das belegt auch die biotechnologie.de-Statistik (siehe unten). In punkto Zahl der Unternehmen, Mitarbeiter und Finanzierung liegt Bayern an der Spitze. Auch die akademische Welt schlägt sich gut. Das belegen die Erfolge in

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Life Sciences in Bayern

L L L Interview

„Biotechnik wird eine immer breitere Anwendung finden“ Interview zur Biotechnologie in Bayern, ihre Anwendungen und die Kontroverse in Grüner Gentechnik

L transkript

Welche Rolle haben Life Sciences in Bayern?

Konrad Bayern ist einer der führenden Biotechund Life Science-Standorte, dies betrifft sowohl die wissenschaftliche Forschung als auch die industrielle Umsetzung. Die Anwendung der Biowissenschaften dringt in immer mehr Bereiche der Wirtschaft vor. So können die Kenntnisse der Vorgänge in Mikroorganismen nicht nur bei der Produktion von Pharmazeutika, sondern auch bei der Herstellung von

Dr. Matthias Konrad ist Projektleiter für Life Sciences bei Bayern Innovativ. Konrad studierte Lebensmittelchemie an der Uni Würzburg. Seinen Doktor erhielt er von der Universität Heidelberg, wo er über die Regulierung der NGlykosylierung durch cAMP promovierte. Anschließend arbeitete er im Bereich Auftragsforschung und Synthese von Feinchemikalien bei der CHESS GmbH, Mannheim. 1997 stieß er zu Bayern Innovativ, der Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer des Freistaates Bayern. Seit 2001 ist Konrad für die Life Sciences verantwortlich.

Munich

2011

BioVaria 2011 Europe’s Next Top Technologies 24 May 2011, Munich, Germany

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www.BioVaria.org BioVaria is organised by Ascenion and Partners: AWS – Austria, Bayerische Patentallianz , BDC – Switzerland, BTO – Norway , CRP Santé – Luxembourg, EMBLEM, FIST – France, Hellenic Bio Cluster – Greece, Inserm Transfert – France, IPAL, Max-Planck-Innovation, NGFN, Provendis

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Life Sciences in Bayern

Bulk-Chemikalien oder von wertgebenden Inhaltsstoffen für Nahrungsmittel genutzt werden. Wenn man den Stoffwechsel probiotischer Mikroorganismen im Darm auf molekularer Basis versteht – als Stichwort sei hier auch die Systembiologie genannt –, kann man dies auch im Rahmen einer gesunden Ernährung einsetzen oder die therapeutische Wirkung nutzen. Bayern mit seiner breiten industriellen Basis bietet sehr gute Voraussetzungen, um für die Anwendung der Biowissenschaften in vielen Bereichen neue Möglichkeiten zu erschließen. Unser Ziel ist es, den bayerischen Unternehmen den Zugang zu diesen Technologien auch überregional zu erleichtern.

L transkript

An welches Beispiel denken Sie hier?

Konrad Biopolymere, wie PLA oder PHB auf Basis nachwachsender Rohstoffe, sind für mich ein spannendes Gebiet. Diese Entwicklung bietet Potential für neue Lösungen, auch für das verarbeitende Gewerbe im Automobil-, Kunststoff- und Textilbereich. Nicht nur die Produzenten selbst müssen sich neu

aufstellen, sondern auch die Zulieferer, die etwa die Additive für Polymere anbieten.

L transkript

Inwiefern sind die bayerischen Unternehmer bereit, sich auf solche neuen Materialien einzulassen?

Konrad Wir sehen, dass das Interesse an diesen neuen Materialien sehr groß ist. Neben anwendungsbezogenen Fragestellungen bezüglich Herstellung von Fasern oder Folien spielen Faktoren wie Kosten, Materialverfügbarkeit oder Nachhaltigkeit eine große Rolle. Die bayerische Industrie besitzt gerade bei den Anwendungen biobasierter Werkstoffe ein sehr hohes Potential und ist aufgrund der hohen Entwicklungsdynamik an Partnerschaften und Kooperationen interessiert.

L transkript

Gerade wurde das von Ihnen organisierte Forum Life Sciences in Garching beendet. Wie haben Sie diese thematische Vielfalt abgebildet und wie lautet Ihre Bilanz nach den zwei Tagen?

Konrad Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz. In diesem Jahr konnten wir mit mehr als 1.100 Besuchern aus 20 Ländern an den zwei Kongresstagen einen neuen Teilnehmerrekord verzeichnen. Wir versuchen immer, die bayerischen Aktivitäten abzubilden. In diesem Jahr ist einer der Schwerpunkte personalisierte Medizin und Biomarker, mit Einbindung des m4Spitzenclusters. Es ging aber auch um die Erforschung von Volkskrankheiten, passend zur BMBF-Initiative zur Gesundheitsforschung, in der viele Münchener Institute erfolgreich vertreten sind. Auch das Thema Regenerative Medizin hat eine große Rolle gespielt, das von den bayerischen Forschungsverbünden ForNeuroCell und ForZebra unterstützt wurde. Natürlich haben wir aber über den Rand des weiß-blauen Tellers geschaut und etwa Kooperationspartner aus Quebec/Kanada oder Thailand in Garching begrüßt. Auch internationale Lebensmittel-Konzerne wie Nestlé, Kraft, Danone oder Unilever waren vertreten. Sehr spannend fand ich auch das Thema Ernährungssicherung mit Aspekten von regionalen Kooperationsmodellen über Lebensmittelhygiene bis hin zum Einsatz der L Pflanzenbiotechnologie. 

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Life Sciences in Bayern

LLL

Neurale Stammzellen

Und sie regenerieren sich doch! Rosi Lederer und Prof. Jürgen Winkler (Universität Erlangen-Nürnberg) Forschungsverbünde haben in Bayern Tradition. Vor 25 Jahren wurde eines der ersten Netzwerke in der Humangenetik aus der Taufe gehoben. Die Ziele sind damals wie heute: Das Aufgreifen einer aktuellen wissenschaftlichen Fragestellung, zeitlich befristete, interdisziplinäre Kooperation von Wissenschaftlern und Wissenschaftsdisziplinen und gegenseitige Befruchtung in Projekten, die an mehreren wissenschaftlichen Standorten in Bayern bearbeitet werden. Die Erfolgsbilanz der zwischenzeitlich mehr als 60 bayerischen Forschungsverbünde lässt sich zum einen in wissenschaftlichen Fakten (1.400 Diplomarbeiten, 650 Dissertationen, 35 Habilitationen, etwa 4.000 Publikationen), zum anderen aber auch in wirtschaftlichen Erfolgen (Patente, Prototypen für Produkte und Dienstleistungen, Ausgründungen, Beratungszentren, Institute innerhalb von Lehrstühlen) erkennen. Heutzutage können viele Fragestellungen nur durch interdisziplinäre und standortübergreifende Zusammenarbeit angegangen werden. So entsteht ein Netzwerk, das es ermöglicht, vom exzellenten Wissen unterschiedlicher Standorte und Disziplinen zu lernen. Die meisten Forschungsverbünde bearbeiten gemeinsam mit Unternehmen anwendungsnahe Themen. Damit stellen die Verbünde ein attraktives Modell für die zügige Umsetzung von Forschungsergebnissen in wirtschaftliche Innovationen dar.

Hype oder Hope?

Quelle: Helmholtz Zentrum München

Im Bereich der Lebenswissenschaften ist die Stammzellbiologie eines der aufregendsten

Felder des letzten Jahrzehnts. Die Erwartungen in die Forschung der Humanmedizin bewegen sich zwischen „Hype and ­Hope“. Vor diesem Hintergrund hat der bayerische Forschungsverbund ForNeuroCell sich vorgenommen, das Potential von adulten neuralen Stammzellen für die funktionelle Regeneration bei akuten und chronischen Erkrankungen des Gehirns und Rückenmarks im Hinblick auf eine mögliche klinische Anwendung zu explorieren, mit dem Ziel, eine stammzellbasierte regenerative Zellersatztherapie für akute und chronische Erkrankungen des Nervensystems zu entwickeln. In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurde das „Dogma“ revidiert, dass im erwachsenen Gehirn keine neuen Nervenzellen entstehen können. Es wurde gezeigt, dass in zwei Regionen Stammzellen existieren, die proliferieren und sich in Nerven- und Gliazellen differenzieren können. An diese neuralen Stammzellen knüpft sich die große Hoffnung, sie therapeutisch nutzbar zu machen. Eine regenerative Zelltherapie mit funktioneller Wiederherstellung im Nervensystem steht unter anderem vor folgenden Herausforderungen: – der limitierten Verfügbarkeit von Stammzellen, – der gerichteten Differenzierung der Stammzellen, zum Beispiel in dopaminerge Neurone, um sie für die Parkinson-Erkrankung nutzbar zu machen, – der Integration der neugebildeten Zellen in bestehende, aber bereits geschädigte Netzwerke. Diesen Herausforderungen stellt sich der

Neu entstandene, junge Nervenzellen (rot) im Gyrus dentatus des Hippocampus

Verbund in der Zusammenarbeit von Biologen, Biochemikern, Biophysikern und Medizinern (Neurologen, Neuropathologen und Neuroradiologen). ForNeuroCell besteht aus 10 Projektgruppen der Universitäten Regensburg (Kooperation mit PMU Salzburg), Erlangen, Würzburg, TU München, LMU München und dem Helmholtz Zentrum München und kann auf unterschiedliche neueste technologische und methodische Plattformen zurückgreifen. Die Fragestellungen lassen sich innerhalb des Verbundes in folgende Schwerpunkte gliedern: Die grundlagenorientierten Projektgruppen untersuchen die molekularen und zellbiologische Mechanismen, die die Erhaltung, Proliferation und Differenzierung adulter neuraler Stammzellen in Zellkultursystemen oder im Organismus regulieren. Ein Ansatz untersucht die Bedingungen, die eine neurogene Programmierung von Stützzellen zu Nervenzellen ermöglichen.

Vernetzung von Labor und Klinik In den klinisch orientierten Projektgruppen wird das Grundlagenwissen auf präklinische Modelle für akute und chronische Erkrankungen des Gehirns übertragen und dann mit Hilfe unterschiedlicher Techniken wie Histologie, Verhaltenstests, Neurophysiologie und Bildgebung untersucht. Das Ziel ist, Erkenntnisse zur Regulation der Stammzellen unter krankheitsspezifischen Bedingungen zu gewinnen und Möglichkeiten für therapeutische, stammzellbasierte Interventionen zu finden. Weitere Projektgruppen arbeiten an den Fragestellungen und der Weiterentwicklung der Bildgebung auf zellulärer und molekularer Ebene im lebenden Organismus mittels Kernspintomographie und optogenetischer Bildgebung. Die bisherigen Ergebnisse des Verbundes sind sehr ermutigend. Mit ForNeuroCell wurde durch die Vernetzung von grundlagenorientierten Neurowissenschaften mit klinischer Expertise und der Etablierung einer interdisziplinären Zusammenarbeit die notwendige Infrastruktur für eine erfolgreiche klinische Umsetzung einer auf adulten Stammzellen basierenden Therapie geschaffen. L Itranskript I Nr. 4 I 17. Jahrgang 2011

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Advertorial

››› Analytik

Laborautomatisierung für höhere Lebensmittelsicherheit infoteam Software AG entwickelt Methodik für Steuerung von Pipettiergeräten Das Veterinärinstitut Hannover des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) führt im Jahresdurchschnitt etwa 220.000 serologische Untersuchungen durch. Daneben wird im Veterinärinstitut Oldenburg des LAVES ein Mehrfaches dieser Anzahl an serologischen Proben bearbeitet. Solche Untersuchungen sind zur Seuchenprävention und im Ernstfall zur Eindämmung nach Seuchenausbruch unerlässlich. Pipettieren gehört zweifelsohne zu den wiederholungsintensivsten Arbeiten in der täglichen Laborroutine. Zum Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier wird in diesem Bereich mit höchster Präzision gearbeitet und auf höchstmögliche Prozesssicherheit und -stabilität Wert gelegt. infoteam entwickelte die Systemsoftware und die komplette Methodik, die den Teilprozess/Probenverteiler steuert. Hier wurde speziell mit einem Gerät zur Primärproben-Verteilung in Deepwell-Platten (DWP) sowie mit zwei Selektivpipettier-Maschinen für die Befüllung von ELISA-Testplatten gearbeitet. Die Aufgabenstellung umfasste eine ganzheitliche Optimierung der Arbeitsabläufe für serologische Untersuchungen.

Sichere Automatisierungslösung für hochsensitive Prozesse Ein Pipettierer nimmt die Primärverteilung von Rinder- und Schweineseren aus zwei verschieden großen Probenröhrchen in Deepwellplatten vor. Der vorhandene sowie ein weiterer neu zu beschaffender Pipettierer haben mit Abschluss des Projekts die Aufgabe, die Sekundärverteilung aus den Deepwellplatten in Mikrotiter- bzw. ELISA-Testplatten durchzuführen. Aus Gründen der Prozesssicherheit erfolgt die Bestückung der Träger für Pipettierund Testplatten beider Systeme identisch, so dass auch bei eventuellem Ausfall eines Gerätes die Laborroutine ungestört weiterlaufen kann, wenn auch mit reduzierter Kapazität. Aus den gleichen Gründen der Pro-

zesssicherheit werden die Pipettierer auch darauf ausgelegt, die Aufgaben des Primärverteilers zu übernehmen. Die Proben sollen so kurz wie möglich im Prozess verweilen, die Untersuchungsflüssigkeit, mit der zum Beispiel Rinder- und Schweineseren versetzt werden, kann von kurzer Haltbarkeit sein. Am Ende eines Befüllvorgangs werden die Pipettiernadeln in einer Waschstation für den nächsten Vorgang aufbereitet. Das Pipettiergerät verfügt über einen Barcode-Scanner mit Autoload-Funktion. Diese Ausstattung gewährleistet die Rückverfolgung für die einzelnen Proben mit Hilfe des angeschlossenen Datenbanksystems. Sollte eine Probe infiziert sein, muss man in kürzester Zeit feststellen können, von welcher Platte die Probe stammt. Die Softwareentwickler bei infoteam übernahmen für den Hersteller der Pipettiergeräte die komplette Methodenentwicklung: Das System erhielt ein weitgehend automatisiertes Fehlerhandling, um einen unbeaufsichtigten Lauf während der normalen Arbeitszeiten zu ermöglichen. Features, wie fortlaufendes Beladen und paralleles Probenpipettieren, erhöhen die Durchsatzrate und ermöglichen eine effiziente Nutzung der Geräte sowie eine optimale Planung der Arbeitsabläufe. Laut Aufgabenstellung soll der

Methodenstart mit möglichst wenigen Anwendereingaben erfolgen, außerdem möglichst wenige Einzelmethoden startbar sein. Die Parameter für die Varianten der Sekundärverteilermethoden werden in einer Excel-Parameterdatei abgelegt. Aufgrund des Testcodes, der vom Labor-Informations-Management–System (LIMS) übermittelt wird, werden hier Parameter wie monophasisch/ biphasisch, Verwendung von Nadeln/Tips usw. ausgelesen. Das Entwicklungsteam musste sich ferner zum Aussehen der Ausgabedatei Gedanken machen. Dabei stand eine hohe Bedienerfreundlichkeit und ein möglichst intuitives Handling des Geräts und der Testergebnisse im Vordergrund. Dem Anwender werden die erforderlichen Nachladeschritte bei fehlerhaften Untersuchungsdurchgängen sofort angezeigt.

Minimum an Bedieneingaben – Maximum an Automation Die Bedienung des Pipettierers ist dank der neuen softwareseitigen Methodik leicht verständlich, und die manuellen Bedienereingaben beschränken sich auf ein Minimum. Das Gerät überwacht sämtliche Benutzereingriffe und kombiniert so höchste Geschwindigkeit für den Probendurchsatz mit der bestmöglichen Sicherheit für Prozess und Anwender. Das Gesamtprojekt inklusive intensiver Tests umfasste eine Dauer von 2 1/2 Monaten. Das Pipettiergerät ist im Veterinärinstitut Hannover des LAVES erfolgreich im Einsatz. Das beschriebene Verfahren ging nach Einführung des neuen LIMS 2010 in die Praxis. Kontakt: infoteam Software AG Am Bauhof 9 91088 Bubenreuth Tel.: +49-9131-7800-0 Fax: +49-9131-7800-50 http://www.infoteam.de

Itranskript I Nr. 4 I 17. Jahrgang 2011

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L L L Interview

„Biotechnologie – ideales Umfeld für gute Renditen“ Die MIG Fonds mit Sitz in Pullach bei München sind der aktivste deutsche VC-Investor in der Biotechnologie.

L transkript

In den vergangenen Jahren haben sich viele institutionelle Investoren aus der Biotechnologie zurückgezogen – bis auf die MIG Fonds. Warum halten Sie diesem Bereich die Treue?

Hallweger Uns erreichen schlichtweg viele gute Investitionsmöglichkeiten aus diesem Bereich. Es wäre fahrlässig, diese nicht sehr genau zu prüfen. Und zum anderen sehen wir in der Biotechnologie gerade in Deutschland und Österreich das Potential für weit überdurchschnittliche Wertentwicklungen unserer Beteiligungen. Deutschland besitzt in den Life Sciences einen anerkannten und hervorragenden Ausbildungsstandard und mit Abstand die meisten Patent­ anmeldungen Europas. Das ist die Grundlage für erfolgreiche Unternehmen – und Investitionen!

L transkript

Die MIG Fonds haben oft Seite an Seite mit dem Hause Strüngmann investiert – einem bekanntermaßen langfristig orientierten

Geldgeber. Gleichzeitig warten Ihre Investoren aber auch auf Rückflüsse aus den Fonds. Wie schaffen Sie diesen Spagat?

Hallweger Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Es mag vorkommen, dass wir einen Exit für uns zeitlich früher herbeiführen wollen als andere Gesellschafter. Das wird aber im Vorfeld einer Investition eingehend diskutiert. Jeder muss wissen, worauf er sich einlässt. Letztlich sind das klassische Themen, die in jedem Beteiligungsvertrag geregelt werden. Dabei hilft zweifellos, dass die Kooperation mit dem Hause Strüngmann von wechselseitigem Vertrauen geprägt ist.

L transkript

Auch in der Finanzkrise haben die MIG Fonds dauerhaft Zuflüsse zu verzeichnen gehabt. Wie sieht es derzeit aus?

Hallweger Gerade erst wurden die Zahlen im Bereich geschlossene Fonds für das Jahr 2010 veröffentlicht. Wenig überraschend waren wir

Dr. Matthias Hallweger ist Vorstand der HMW Emissionshaus AG, welche der Fondsinitiator der MIG Fonds ist. Als direkt investierender VC-Fonds in Deutschland und Österreich investieren die MIG Fonds in junge innovative Unternehmen aus den Bereichen Biotechnologie, Medizintechnik, Clean Tech, Energieeffizienz und High Tech. Das Fundraising erfolgt exklusiv über die Alfred Wieder AG im reinen Privatanlegerbereich. Im Bereich VC-Fonds für Privatanleger sind die MIG Fonds der HMW Emissionshaus AG Marktführer in Deutschland und Österreich.

Die Antisense Pharma GmbH (links Geschäftsführer Karl-Hermann Schlingensiepen) gehört zu einem der größten Investments der MIG Fonds, deren Beteiligungen von Michael Motschmann (2. v.r.) gemanagt werden. Für den Vertrieb ist Alfred Wieder zuständig. Itranskript I Nr. 4 I 17. Jahrgang 2011

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Life Sciences in Bayern

im Segment Private Equity/Venture Capital mit Abstand der größte Marktteilnehmer – vor allem in puncto Kapitalzuflüsse. Daran wird sich auch 2011 nichts ändern. Wir leben von sehr hoher Transparenz: Unsere Finanzdienstleister verfügen über alle Details unserer Investments und geben diese an die Anleger weiter. Das überzeugt gerade in Zeiten, in denen andere mehr versprechen als sie halten. Wir rechnen mit einem Anstieg der Plazierungszahlen von rund 25% im Vergleich zum Vorjahr 2010. Die Alfred Wieder AG leistet hier mit rund 1.000 Finanzdienstleistern in Deutschland und Österreich hervorragende Arbeit.

L transkript

Warum investieren die MIG Fonds ausschließlich in Deutschland und Österreich?

Biotechnologie- und Medizintechnik-Beteiligungen der MIG AG Unternehmen

Beteiligung

Unternehmen

Beteiligung

Affiris AG

46 %

Ganymed Pharmaceuticals AG

8 %

Amsilk GmbH

19 %

Immatics GmbH

10 %

Antisense GmbH

39 %

Instraction GmbH

66 %

Biocrates Life Sciences AG

57 %

Sovicell GmbH

72 %

BioNTech AG

9 %

PDC Biotech GmbH

29 %

Brain AG

25 %

Protagen AG

38 %

Cerbomed GmbH

43 %

Suppremol GmbH

24 %

CorImmun GmbH

28 %

Virologik GmbH

66 %

Hallweger

Hallweger

Hallweger

In Deutschland und Österreich werben wir das Eigenkapital für unsere Fonds ein. Unsere Anleger haben dabei neben Renditeaspekten zu Recht auch patriotische Gesichtspunkte zur Grundlage ihrer Investitionsentscheidung gemacht. In diesen Ländern finanzieren wir auch die Unternehmen. In diesen beiden Ländern finden wir auch täglich mehr als reichlich, was wir für unsere erfolgreiche Arbeit benötigen: gute Investmentmöglichkeiten und viele Menschen, die sich für unsere Arbeit mit Zeit und Geld engagieren.

Konkurrenz und sportlicher Ehrgeiz beleben so manches Geschäft. Es ist in meinen Augen durchaus förderlich, sich mit einem gesunden Selbstbewusstsein hohe Ziele zu stecken. Das haben die Bayern nicht erfunden, aber wir stehen manchmal zu hohen Zielen mehr und lauter als manch andere. Ich freue mich darüber, wenn aus allen Landstrichen Deutschlands und auch Österreichs die Menschen sich mit Bayern messen wollen. Mit unseren MIG Fonds unterliegen wir einem klaren Leistungs­prinzip. Das dürfen wir dann auch nach außen leben.

L transkript

L transkript

Wir sehen in den Bereich Biotechnologie, Umwelttechnologie, Medizintechnik, Informa­tio­nstechnologie und Ener­gie die wesentlichen Wachstums­bereiche der kommenden Jahre. Hier decken sich gleichzeitig technologische Fortschritte mit den massiven Bedürfnissen breiter Bevölkerungsschichten. Junge genauso wie etablierte Industrie­unter­nehmen erfahren hieraus massiven Inno­vationsdruck. Das ist für uns das ideale Umfeld für die Finanzierung von jungen Technologie­unternehmen mit Wagniskapital. Für jeden einzelnen MIG Fonds werden wir wie bisher innerhalb der verfügbaren Technologiefelder streuen. Biotechnologie wird dabei dauerhaft auch in den kommenden Jahren ein wichtiger Bereich bleiben, aber eben nur einer L von mehreren.

Sie investieren überregional, verwalten die Fonds aber von Bayern aus? Kann sich der Freistaat mit anderen Standorten messen?

Wie wird MIG in Zukunft investieren? Bleibt es bei dem BiotechnologieSchwerpunkt oder wird sich daran etwas ändern?

Auch in Österreich investierten die MIG Fonds, unter anderem in die Affiris AG, die von Walter Schmidt (links) geleitet wird. Helmut Jeggle (rechts), Leiter des Family Offices des Hauses Strüngmann, investiert oft gemeinsam mit den MIG Fonds. Itranskript I Nr. 4 I 17. Jahrgang 2011

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LLL

INDUSTRIELLE BIOTEchnologie

Süd-Chemie auf Biosprit-Kurs Mit der zwei Milliarden Euro schweren Übernahme des Münchener Katalyse-Experten SüdChemie erwirbt der Schweizer Spezialchemiekonzern Clariant auch zahlreiche biotechnologische Entwicklungsprojekte in der Produktion von Cellulose-Bioethanol und Biokunststoffen.

So soll die Süd-Chemie Demonstrationsanlage für die Cellulose-Ethanol-Herstellung aussehen, die in den nächsten Monaten in Straubing errichtet wird. Dieser Megadeal ließ die Chemiebranche aufhorchen: Mitte Februar gab Clariant die Übernahme des Münchener Traditionskonzerns Süd-Chemie bekannt. Zwei Milliarden Euro ist den Schweizern der Zukauf des Spezialisten für Katalysatoren wert. Clariant-Chef Hariolf Kottmann wertete die Übernahme als logischen Schritt für die neue Wachstumsstrategie des Konzerns. Es gehe Clariant um ein möglichst breitgefächertes Portfolio. Dazu zählt der Konzern-Chef nicht nur das starke Geschäft mit Katalysatoren und Adsorbermaterialien. „Unser Investment wird auch unsere Forschung in Zukunftsmärkten wie Batteriematerialien und Biotechnologie gezielt verstärken“, so Kottmann.

Demonstrationsanlage im Bau Tatsächlich erwerben die Schweizer über den Deal einen ganzen Strauß an interessanten Entwicklungsprojekten aus der Biotechnologie-Pipeline von Süd-Chemie. Schon weit vorangetrieben haben die Münchener etwa ein Verfahren zur Produktion von Biotreibstoff der zweiten Generation, dem sogenannten Cellulose-Ethanol. Mit dem sunliquid® -Verfahren haben die Tüftler von Süd-Chemie einen effizienten Prozess für die Gewinnung des Biosprits aus Pflanzenreststoffen wie Getreidestroh entwickelt. Bereits 2005, also noch vor dem allgemeinen Hype um Klimawandel und Biosprit-Quoten, fiel bei Süd-Chemie die

Entscheidung, in die industrielle Biotechnologie einzusteigen. Andre Koltermann, Leiter der strategischen Forschung und Entwicklung, hat die sunliquid-Plattform bei Süd-Chemie von Null aufgebaut. Heute arbeiten rund 60 Mitarbeiter an dem Cellulose-Ethanol-Projekt und weiteren Entwicklungsvorhaben. Zwei Jahre lang haben die Münchener ihr Verfahren in einer Pilotanlage getestet, nun wagen sie den nächsten großen Schritt: In Straubing beginnen in diesen Tagen die Bauarbeiten für eine halbkommerzielle Bioraffinerie-Demonstrationsanlage, die jährlich etwa 4.500 Tonnen Stroh in bis zu 1.000 Tonnen Ethanol umwandeln soll. Fast 20 Mio. Euro steckt Süd-Chemie in die Anlage, die noch Ende dieses Jahres in Betrieb gehen soll. Die bayerische Staatsregierung und das Bundesforschungsministerium steuern zudem noch jeweils 5 Mio. Euro für die Begleitforschung bei. Insgesamt sollen in den nächsten drei Jahren 20 Arbeitsplätze in der Demo-Bioraffinerie geschaffen werden.

Vom Stroh zum Sprit in einem Guss Das Besondere an der Demonstrationsanlage ist für Koltermann, dass sie die komplette Wertschöpfungskette abbildet: „Vom Strohschreddern bis hin zur Separation des Ethanols haben wir technologisch den gesamten Prozess entwickelt und optimiert.“ Den Rohstoff Stroh beziehen die Münchener aus nächster Nachbarschaft: Der Straubinger Gäuboden ist

traditionell Getreideanbaugebiet. Zentral für die effiziente Bioethanolgewinnung bei SüdChemie sind die Biokatalysatoren, die im Verlauf des Prozesses in Form eines hochspezialisierten Enzymcocktails hergestellt werden. Bei herkömmlichen Verfahren müssen Enzyme für die Zerlegung der Cellulose meist teuer zugekauft und zugesetzt werden. „Wir haben eine Hefe entwickelt, die sowohl CelluloseZucker als auch die Hemicellulose-Zucker aus dem Stroh direkt und gleichzeitig in Ethanol umsetzen kann“, sagt Koltermann. Dadurch habe man die Ethanolausbeute um 50 Prozent gesteigert. Hinzu kommt: Die sonst bei der Ethanolgewinnung übliche Destillation wurde durch ein energetisch günstigeres Separationsverfahren ersetzt. Mit dem aufgebauten Know-how sieht sich Koltermann in der ersten Liga der Wettbewerber im Biokraftstoff-Feld: „In Sachen Cellulose-Ethanol zählen wir in Europa sicherlich zu den Top 3.“

Die gesamte Zuckerrübe aufgelöst Die beim sunliquid-Verfahren freigesetzten Zucker eignen sich prinzipiell auch als Bausteine für die Gewinnung von Butanol oder anderer Biopolymere. „Wir sind auch im Bereich grüne Chemie aktiv, allerdings in einem frühen Entwicklungsstadium“, sagt Koltermann. Ein weiteres Tochterprojekt namens „Liquebeet“ soll ein Substrat für die europäische Fermentationsindustrie liefern: „Wir verflüssigen hierbei mit speziellen Enzymen die gesamte Zuckerrübe, in dem wir zusätzlich zur Saccharose auch noch die Gerüstsubstanzen auflösen.“ Dies liefere bis zu 18 Prozent mehr fermentierbare Zucker als herkömmliche Verfahren. Vor dem Hintergrund der Übernahme durch Clariant blickt Koltermann positiv in die Zukunft der BiotechSparte: „Mit Clariant als einem weltweit führendem Anbieter von Spezialchemikalien sehen wir prinzipiell sehr gute Ausbauchancen für unsere Aktivitäten bezüglich des Anwendungsspektrums von Enzymen und der Herstellung grüner Chemikalien.“ Bis Mitte des Jahres soll der Deal L laut Clariant unter Dach und Fach sein.  p.graf@biocom.de Itranskript I Nr. 4 I 17. Jahrgang 2011

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Helmholtz Zentrum München

Neue Wege in der Diabetesforschung Prof. Dr. Martin Hrabé de Angelis, Direktor des Instituts für Experimentelle Genetik (HMGU), Lehrstuhl an der TU München, Vorstandsmitglied DZD Schweinebraten mit Knödel und eine Maß Bier. Die bayerische Küche bereitet Freude, ist aber mächtig und schwer. Doch nicht nur im Freistaat Bayern sorgen die heutigen Lebensgewohnheiten der Überflussgesellschaft – also üppige Ernährung bei gleichzeitigem Bewegungsmangel – für eine alarmierende Zunahme von Übergewicht und Adipositas. Dies sind Risikofaktoren für Diabetes mellitus. Vorsichtigen Schätzungen zufolge leidet bereits jeder zehnte Deutsche an einem Diabetes.

folge etwa nochmals so viele Personen mit einer gestörten Glukose-Toleranz, einem Prädiabetes. Der Körper produziert nicht mehr genug Insulin (Insulinmangel), oder das Insulin hat eine verminderte Wirksamkeit (Insulinresistenz). Die Folge ist ein erhöhter Blutzucker, der das Gleichgewicht im Stoffwechsel erheblich stört, aber auch zu dramatischen Sekundärerkrankungen, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, dem dia­ betischen Fußsyndrom sowie Schädigungen der Augen, Nieren und Nerven führt.

Volkskrankheit Diabetes

Hohe Kosten im Gesundheitssystem

Aktuell werden in Deutschland mindestens sechs Millionen Menschen mit Typ-2-Diabetes, weitläufig als Alterszucker bekannt, behandelt. Hinzu kommen Schätzungen zu-

Diabetes und seine Folgeerkrankungen sind bereits jetzt für einen großen Teil der Kosten des Gesundheitssystems verantwortlich. Und in Anbetracht der erwarte-

ten dramatischen Zunahme der Anzahl an Betroffenen ist die Wissenschaft gefragt, neue, wirksamere Vorsorge- und Therapiemaßnahmen zu entwickeln. Einer der Forschungsschwerpunkte am Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt ist der Diabetesbereich. Hand in Hand mit der Technischen Universität München (TUM) und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) werden wichtige Schritte zu neuen Therapien, verbesserten Diagnosemöglichkeiten und neuen Präventionsansätzen sowohl für Typ-1- als auch für Typ-2-Diabetes entwickelt. Einige der Erfolge basieren auf den epidemiologischen Daten der KORA-Kohorte, der Kooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg. Die Helmholtz-Forscher konnten mit diesen Daten

Probenlagerung am Helmholtz Zentrum München (links). Das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung ist ein bundesweit agierender Forschungsverbund. Sitz der Geschäftsstelle ist am Helmholtz Zentrum München (www.dzd-ev.de). Itranskript I Nr. 4 I 17. Jahrgang 2011

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bestätigen, dass Rauchen negative Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf des Diabetes mellitus hat, aber auch neue genetische Risikofaktoren identifizieren. KORA lieferte auch die Basis, um die Wirksamkeit von Disease-Management-Programmen zu belegen. Ein wichtiger Faktor in der Diabetesforschung am Helmholtz Zentrum München ist auch die hohe systembiologische Expertise. Moderne Technologien und High-Throughput-Verfahren liefern enorme Datenmengen des komplexen biologischen Systems des Körpers. Die Zusammenhänge und Wechselwirkungen können nur in einem interdisziplinären Ansatz aufgeklärt werden, in dem neben biomedizinischem Know-how auch Bioinformatik und Mathematik gefragt sind. Ziel ist, mit Hilfe systembiologischer Modelle, zukünftig individualisierte Präventions- und Therapiestrategien für Diabetes anwenden zu können.

Deutsches Zentrum für Diabetesforschung Das Helmholtz Zentrum in der bayerischen Landeshauptstadt München ist als einer der wissenschaftlichen Partner des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) auch überregional sehr gut vernetzt. In den deutschen Zentren für Gesundheitsforschung setzt das BMBF zur Stärkung der translationalen Forschung auf eine enge Zusammenarbeit von Grundlagenforschung, Epidemiologie und klinischer Forschung. Diese interdisziplinären Kooperationen ermöglichen die Weiterentwicklung von Erkenntnissen der Grundlagenforschung, damit sie möglichst schnell den Patienten zugute kommen. Verbundpartner des DZD sind das Deutsche Diabeteszentrum (DDZ) in Düsseldorf, das Deutsche Institut für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam-Rehbrücke, das Helmholtz Zentrum München und die Paul-Langerhans Institute der Universitäten Tübingen und Dresden.

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Hochgesteckte Ziele Das DZD hat sich hochgesteckte Ziele gesetzt: von der Entwicklung individualisierter Präventionsstrategien bis hin zu kausalen Therapien. Die weltweit einzigartige Diabetes-Mausklinik, die gemeinsam vom Helmholtz Zentrum München und dem Potsdamer DIfE aufgebaut wurde, trägt zur Aufklärung der molekularen Mechanismen der Krankheitsentstehung bei. Grundlagenforscher und Kliniker des Paul-Langerhans Instituts in Dresden versuchen mit vereinten Kräften mit den DZD-Partnern die Betazellfunktion, also die körpereigene Insulinproduktion, im Patienten zu erhalten. In großen klinischen Studien wird an verbesserten Präventions- und Behandlungsstrategien von Typ-2-Diabetes geforscht. In der Deutschen Prädiabetes-Interventionsstudie wird unter der Koordination des Paul-Langerhans Instituts der Universität Tübingen die Effektivität unterschiedlicher Präventionsprogramme bei Probanden, bei denen eine Lebensstilintervention zu einer erfolgreichen Prävention des Diabetes wahrscheinlich nicht ausreichen würde, untersucht. Das DDZ in Düsseldorf leitet die Deutsche Diabetesstudie, deren Untersuchungen an neu diagnostizierten Typ2-Diabetes-Patienten zukünftig eine verbesserte individualisierte Behandlung ermöglichen sollen. Die Universitätsklinik Dresden entwickelt in Kooperation mit dem Helmholtz Zentrum München Impfstrategien für Typ-1-Diabetes. Für alle diese groß angelegten Studien ist die Zusammenarbeit im DZD sehr wichtig, denn nur durch den Verbund kann in kurzer Zeit eine große Anzahl an Studienteilnehmern untersucht werden. Und nicht zu vergessen der Mehrwert, der sich dank der unterschiedlichen wissenschaftlichen Schwerpunkte der einzelnen L DZD-Partner ergibt.

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Technische Universität München

Forschungszentrum für Weiße Biotechnologie Prof. Dr.-Ing. Dirk Weuster-Botz, Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik, TU München Die industrielle Biotechnologie („Weiße Biotechnologie“) nutzt Mikroorganismen oder Enzyme für die industrielle Stoffproduktion. Zu den Produkten gehören Spezial- und Feinchemikalien, Lebensmittel und Lebensmittelzusatzstoffe, Agrar- und Pharmavorprodukte, Hilfsstoffe für die verarbeitende Industrie, zunehmend aber auch großvolumige Chemieprodukte und Treibstoffe. In ihrer Ausrichtung auf die Chemische Industrie, die diesbezüglich in jüngster Zeit einen tiefgreifenden Paradigmenwandel durchläuft, setzt die industrielle Biotechnologie auf nachwachsende Rohstoffe und versucht, diese mit Hilfe biologischer Katalysatoren selektiv in wertveredelte Chemieprodukte umzuwandeln. Als hochgradig interdisziplinäre Wissenschaft umfasst die industrielle Biotechnologie die Gebiete der Molekularbiologie, Biochemie, Mikrobiologie und Bioinformatik, um zu neuen Biokatalysatoren – Enzymen und Produktionsorganismen – zu gelangen. Gleichermaßen sind die Methoden der Bioverfahrenstechnik erforderlich, um das Potential der neuen Biokatalysatoren industriell ausschöpfen und neue biologische Produktionsprozesse im industriellen Maßstab realisieren zu können.

Forschungs- und Ausbildungsschwerpunkt Die Weiße Biotechnologie wird in Zukunft eine zentrale Rolle für eine nachhaltige Chemieproduktion bei knapper werdenden fossilen Ressourcen spielen. Die Bereitstellung neuer Biokatalysatoren und deren Nutzbarmachung in neuartigen Produktionsverfahren ist die fach- und fakultätsübergreifende Zielsetzung des neu eingerichteten Forschungszentrums für Weiße Biotechnologie der Technischen Universität München, dessen Einweihung am 23. März 2011 auf dem Forschungscampus in Garching erfolgte. Damit soll die Weiße Biotechnologie als starker interdisziplinären Forschungs- und Ausbildungsschwerpunkt an der Techni-

Fermenter an der TU München schen Universität München aufgebaut werden. Neun Professuren aus Natur- und Ingenieurwissenschaften aus drei Fakultäten der Technischen Universität München wurden dafür unter einem Dach zusammengeführt: Bioverfahrenstechnik, Selektive Trenntechnik und Systembiotechnologie aus der Fakultät für Maschinenwesen, Industrielle Biokatalyse, Biotechnologie und Biochemie aus der Fakultät für Chemie und Mikrobiologie, Biologische Chemie und Chemie biogener Rohstoffe aus der Fakultät Wissenschaftszentrum Weihenstephan. Drei der oben genannten Professuren wurden neu eingerichtet und in den letzten Monaten erfolgreich besetzt.

Technikum des Forschungszentrums für Weiße Biotechnologie Als eine zentrale technische Einrichtung des Forschungszentrums für Weiße Biotechnologie wurde im März 2011 das Technikum auf dem Forschungscampus Gar-

ching der Technischen Universität München fertiggestellt. Vier Millionen Euro wurden in Bau und Grundausstattung einer in der internationalen Hochschullandschaft einzigartigen Anlage investiert. Sie erlaubt den Forschern den nahezu unbegrenzten Zugang zu neuen Biokatalysatoren und Bioprodukten, ermöglicht die Etablierung neuartiger Produktionsverfahren in einem technisch relevanten Maßstab und bildet in Zusammenarbeit mit industriellen Kooperationspartnern die Basis für einen erfolgreichen Technologietransfer. Darüber hinaus ermöglicht dieses Technikum mit seiner automatisierten Fermentationsanlage (10 L bis 1.000 L) und umfangreichen Möglichkeiten zur Aufarbeitung von Bioprodukten (Zentrifugalseparator, Hochdruckhomogenisator, Querstrom-Mikro- und Ultrafiltration sowie Chromatographie) den Studierenden der industriellen Biotechnologie eine praxisnahe Ausbildung.

Masterstudiengang industrielle Biotechnologie Der zum Wintersemester 2010/11 neu eingerichtete Masterstudiengang Industrielle Biotechnologie der Technischen Universität München soll dem wachsenden Bedarf an Ingenieuren mit einem breiten Methoden- und spezifischen Fachwissen im interdisziplinären Gebiet der industriellen Biotechnologie Rechnung tragen. Interdisziplinäre Grundlagen werden individuell sowohl für ausgewählte Absolventen von Natur- als auch Ingenieurwissenschaftlichen Bachelorstudiengängen vermittelt, bevor die wissenschaftliche Ausbildung in den vier Schwerpunkten Enzyme Engineering, Metabolic Engineering, Bioprocess Engineering und Bioseparation Engineering durch die Professuren des Forschungszentrums für Weiße Biotechnologie erfolgt. Dieser neuartige Masterstudiengang Industrielle Biotechnologie ist bundesweit einmalig und gilt als Vorreiter in Europa.  L Itranskript I Nr. 4 I 17. Jahrgang 2011

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|transkript 04/2011 - Spezial "Life Sciences in Bayern"  

Das Life Sciences-Magazin |transkript berichtet monatlich aktuell über die Bio-Economy in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Informati...

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