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4/2014 ISSN 1435-5272 | A 49017

Life Sciences-Magazin I 20. Jahrgang

Glykooptimierung

Alles auf Zucker E B O R P LESE

Österreich: Wiener Institut vermeldet Durchbruch im Kampf gegen Metastasen

Deutschland: Vectura kauft den Atemwegsspezialisten Activaero für 130 Mio. Euro

LABORWELT: Analytica – Vorschau auf die Fachmesse im April in München


ANTIBODIES AND RELATED REAGENTS FOR SIGNAL TRANSDUCTION RESEARCH

Multiple cell lines were treated with activators and inhibitors of PI3K/Akt and Erk1/2 signaling to verify target phospho-specificity and species cross-reactivity. The absence of cross-reacting bands ensures you are only detecting your protein of interest.

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Wirtschaft

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Wissenschaft

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Editorial

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Ich gebe es zu, liebe Leser, beim Folgenden bin ich erst spät wachgeworden. Mein erster Impuls war: Du lieber Himmel, haben die denn keine anderen Sorgen! „Die“ waren in diesem Fall die Fraktionen von Grünen und Piraten im Berliner Abgeordnetenhaus, die unlängst einen Antrag einbrachten, die Berliner Verfassung zu ändern. Dort heißt es nämlich in Artikel 10 Abs. 2: „Niemand darf wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen oder seiner sexuellen Identität benachteiligt oder bevorzugt werden.“ Ein Passus, der sich bis auf die Erwähnung der sexuellen Identität an das Grundgesetz anlehnt. Die Berliner Opposition beantragt nun, den Begriff der „Rasse“ zu streichen und durch „aus rassistischen Gründen“ zu ersetzen. Das Parlament war sich wegen der Formulierung uneins und verwies den Antrag an den Rechtsausschuss. Damit glaubte ich, dass es sich hierbei um eine eher kleine Sau handelte, die durch das mediale Dorf getrieben wurde, und ich nie wieder etwas von der Sache hören würde. Dass es sich aber durchaus lohnt, hier noch einmal genau hinAndreas Mietzsch zuschauen, machte mir ein Leserbrief in jener Zeitung klar, hinter der laut Eigenwerbung zumeist kluge Köpfe stecken. Was bringt Herausgeber es, den belasteten Begriff „Rasse“ durch „rassistische Gründe“ zu ersetzen? Eigentlich nichts. Aber hat ein solcher Begriff überhaupt etwas in einer Verfassung zu suchen? Eindeutig nein. Im Alltag spricht man heute noch von Hunde- oder Nutztierrassen, in der Biologie im Allgemeinen und in der Anthropologie im Besonderen gibt es diesen Begriff seit langem nicht mehr. „Rasse ist ein abstrakter Ordnungsbegriff … im umgangssprachlichen Sinne. Er bezeichnet beliebige Zusammenfassungen von nach subjektivem Ermessen gruppierten Lebewesen einer Art“, weiß Wikipedia. Unabhängig von der üblen Geschichte dieses Wortes in Kolonialismus und Nationalsozialismus gehört so ein schwammiger Begriff nicht in eine Verfassung. Aber was dann? In dem erwähnten Leserbrief wird vorgeschlagen, stattdessen die Diskriminierung aufgrund der „genetischen Beschaffenheit“ einer Person zu verbieten: „Dieser Begriff schließt allgemein alle erblichen Besonderheiten eines Menschen ein, unabhängig von seiner ethnischen Herkunft. Denn aufgrund seiner genetischen Ausstattung sollte kein Mensch benachteiligt werden.“ Donnerwetter, dachte ich mir, das ist doch mal ein schlauer biopolitischer Gedanke. Eine kurze Recherche verriet mir, wer der Leserbriefschreiber aus Bonn ist: Professor Dr. Peter Propping war Direktor des Instituts für Humangenetik der dortigen Universität und Mitglied des Nationalen Ethikrates. Wie sagt man in solchen Fällen in seiner Geburtsstadt Berlin: Chapeau!

»

So kurz vor der Europawahl wird manchem vielleicht noch einmal deutlich, was wir alles an der Europäischen Union haben und an welchen Stellen es noch deutlich hakt. Im Bereich der Forschung spielen Nationalgrenzen auf dem Kontinent und weit darüber hinaus kaum noch eine Rolle – in der Wirtschaft sieht das ganz anders aus. Hier wird immer noch in Landesgesellschaften gedacht, Sprachgrenzen und unterschiedliche Regularien, hinter denen nationale Egoismen stecken, behindern das Zusammenwachsen zu einem European wirklich einheitlichen Wirtschaftsraum. Daher ist es eine ehrenvolBiotechnology Guide le Aufgabe, sich der Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Biotech-Profis überall in Europa zu verschreiben. Dies tut das European Biotechnology Network, Herausgeber des neuen European Bio technology Science & Industry Guide, der jetzt bei BIOCOM erschienen ist. Zahlreiche Unternehmen und Institutionen präsentieren sich in diesem Buch, das unter der ISBN 978-3-928383-49-3 für 19,80 Euro im Handel erhältlich ist. VOLUME 4

2014

4th European Biotechnology Guide

Science & Industry

European Biotechnology

www.transkript.de Itranskript I Nr. 4 I 20. Jahrgang 2014

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4

Intro

Wirtschaft

Wissenschaft

Politik

Strukturen

Spezial

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Aus dem Inhalt

27 – 30

T itel

Zuckersüße Biobetters

Glykooptimierung

Alles auf Zucker

Bild: Glycotope

Bayer investiert 500 Mio. Euro; Mehr VC in der Schweiz; Biobernsteinsäure aus Spanien; Biodiesel wird unbeliebter .. 8 Geht Novimmune an die Börse?; LSP startet Gesundheitsökonomie-Fonds; Seedrunde für Amal; Brain will seltene Erden erschließen; Patentkommentar ... 10 Börse aktuell.................................... 11–13 Mensch und Unternehmen: Oskar Tropitzsch, Iris Biotech GmbH ..... 14 Bayer schluckt Bioagro; Sachsen-Anhalt: IBG trennt sich von Goodvent ............... 15 Ticker Klinische Studien; Neues Breitbandantibiotikum von Basilea ........ 25 |transkript persönlich; Kapital-O-Meter .. 26

Wissenschaft

Unabhängiges Nachrichten-Magazin

6 – 26

ISSN 1435-5272 | A 49017

Wirtschaft

Österreich: Wiener Institut vermeldet Durchbruch im Kampf gegen Metastasen

Deutschland: Vectura kauft den Atemwegsspezialisten Activaero für 130 Mio. Euro

Paukenschlag in Berlin: Die Glycotope GmbH hat 55 Mio. Euro frisches Kapital eingesammelt – eine der größten Finanzierungen Deutschlands bisher. Glycotopes Spezialgebiet: die Glykooptimierung von Proteinen. Das soll Wirksamkeit und Verträglichkeit von Proteinarzneien verbessern. Inzwischen tummeln sich eine ganze Reihe von Anbietern in dem Segment, zeigt ein Marktüberblick von |transkript. Seite 16

LABORWELT: Analytica – Vorschau auf die Fachmesse im April in München

Politik

31 – 34

FDA-EMA-Kooperation verlängert; VFA zur Preisbremse; Grüne fordern HonigKennzeichnung ...................................... 33 Pro & Kontra: Pharmakovigilanz – Einzigartiger Freiname für Biosimilars? .. 34

Strukturen

35 – 38

Grüne Gentechnik: GVO-Anbau nimmt weltweit zu; Deutsche sehen Potential in Stammzellforschung; Hochschulmedizin verliert Spitzennachwuchs; 16,3 Mio. Euro für Pharma-Datenprojekt ............................. 35 Ländernachrichten .......................... 36–37 Biopatente im Kreuzfeuer ..................... 38

Verbände

40 – 44

Service

45 – 50

Personalia/Preise .............................. 45–46 Termine ................................................... 47 Index/Impressum .................................... 48 Bücher .................................................... 49 Letzte Seite ............................................ 50

LESEPROBE

Bild: European Union

Lebende Krebszellen durchleuchtet; Suppremol publiziert Daten zu SM201 ... 27 ACIB stellt Antioxidans biotechnologisch her; TU München verbessert Hepatitis-BTherapie; Stammzellpaper von Obokata weiter in Untersuchung .......................... 28

Grüne Gentechnik

EU: Erneut Debatten über GVO-Anbauverbote Nachdem die EU-Agrarminister erfolglos mit ihrem Versuch waren, eine Mehrheit gegen die Anbaugenehmigung der Biotech-Maissorte 1507 in Europa zu organisieren, wird plötzlich wieder verhandelt. Kurz nach der Abstimmung nahmen die EU-Umweltminister die seit 2012 ruhenden Gespräche über nationale GVO-Anbauverbote wieder auf. Seite 31

LABORWELT Nr. 2 / 2014 – 15. Jahrgang

Analytica 2014

rnet: Aktuell im Inte t.de www.laborwel

Spezial

Analytica 2014 Die Veranstalter der Analytica erwarten in den ersten Apriltagen dieses Jahres mehr als 1.100 Aussteller und 30.000 Besucher aus aller Welt auf der Analytik- und Biotech-Fachmesse. Das LABORWELT-Spezial fasst die Schwerpunkte zusammen und liefert mit Autorenbeiträgen sowie Interviews wichtige Hintergrundinformationen zur 24. Ausgabe der Messe.

Heftmitte

Itranskript I Nr. 4 I 20. Jahrgang 2014


Intro Blindtext

Wirtschaft Blindtext

Wissenschaft

Politik

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Verbände

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5

Organ der Deutschen Gesellschaft für Proteomforschung DGPF, der Biotechnologie Industrie Organisation BIO Deutschland, der Biotechnologischen Studenteninitiative (btS) und der Fachabteilung Life Science Research (LSR) im Verband der Diagnostica-Industrie VDGH

kurz und bündig  Activaero: Der britische Konzern Vectura kauft die deutsche Activaero GmbH. Die Firma in Gemünden hat sich auf die Entwicklung von Inhalatoren und Medikamenten zur Behandlung von Atemwegserkrankungen spezialisiert. Vectura sieht darin eine gute Ergänzung der eigenen Produktpalette. 6  Brain: In den vergangenen drei Jahren haben die Brain AG in Zwingenberg und die BASF an Geschmacksmodulatoren geforscht. Das daraus entstandene Patent- und Gebrauchsmusterportfolio hat Brain nun vollständig von seinem Kooperationspartner übernommen. 18  Bioökonomie: Auf einer Fachkonferenz zum Status quo der deutschen und französischen Bioökonomie-Strategien in der Französischen Botschaft in Berlin haben rund 70 Wissenschaftler und Unternehmer Möglichkeiten für eine engere Zusammenarbeit beider Nachbarländer ausgelotet. 19  Centogene: Der Laborspezialist Lifelabs in Toronto übernimmt das Kanada-Geschäft des Rostocker Gendiagnostikexperten Centogene AG. Lifelabs speist seine Daten in die Centogene-Datenbank ein und operiert nur innerhalb Kanadas. Der zunächst defensiv erscheinende Schritt ist ein strategisch ausgefeilter Schachzug Centogenes. 20

Fokus Mittelstand: Themen der BIOCOM-Fachtagung „Fokus Mittelstand – Personalisierte Medizin“ Anfang März in Berlin waren unter anderem neue Konzepte der personalisierten Medizin sowie damit verbundene Chancen und Risiken, beispielsweise im Umgang mit sensiblen Gesundheitsdaten. 22 

Ascenion: Im Interview mit |transkript warnen Christian Stein und Stefanie Possekel von der Patentagentur Ascenion davor, dass der Fortschritt unter zu eng gefassten vorwettbewerblichen Förderungsbedingungen leiden könnte. Hinsichtlich der Definitionen von Grenzen gebe es Fehleinschätzungen, so die Rechtsexperten. 24 

 Prostatakrebs: Krebsforscher der Saar-Universität in Homburg haben den Mechanismus entschlüsselt, der 50% der Prostatatumore resistent gegen den klinisch entwickelten Inhibitor G-202 macht. Zudem zeigten die Forscher, dass das Neuroleptikum Trifluoperazin der Resistenz entgegenwirkt. 27

4th Munich Biomarker Conference The European Networking Event for Personalized Medicine November 25th – 26th, 2014 Hilton Munich Park Hotel

• Interdisciplinary conference programme • Focus on translational medicine • Showcase of cutting-edge technologies • Panel discussions and poster session • One-2-one partnering • Sponsoring options and exhibition Call for Abstracts Submit a presentation or poster proposal now! Register now: www.m4.de/mbc

 Krebs-Immuntherapie: Wirkstoffprogramme gegen Metastasen sind rar. 90% der Krebstodesfälle gehen auf die Wucherungen zurück. Ein vom Lead Discovery Center in Dortmund entwickelter Wirkstoff hilft dem Immunsystem, das Streuen der Tumore zu begrenzen, so Forscher des Wiener Instituts für molekulare Biotechnologie IMBA. 30  Sepsis: Mit Hilfe eines von der Hennigsdorfer Sphingotec neu entwickelten und patentierten Sandwich-Immunoassays haben italienische Foscher in einer prospektiven Studie einen neuen Biomarker für Sepsis identifiziert. Ein passender Antikörper für die SepsisTherapie ist in Entwicklung. 28

R-Pharm: Pfizer hat seine Produktionsstätte im bayerischen Illertissen für die Herstellung von Verpackungen und Arzneien an den russischen Lohnhersteller R-Pharm aus Moskau verkauft. Mindestens bis 2018 soll am Standort weiter für Pfizer produziert werden. 36

 Crucell: Der niederländische Impfstoffhersteller Crucell baut an seinem Standort in Bern 250 Stellen ab. Zudem wird die Herstellung zweier Impfstoffe eingestellt. Der Grund: Für die Vakzine gibt es Alternativen auf dem Markt. 37

Itranskript I Nr. 4 I 20. Jahrgang 2014

www.m4.de/mbc


Intro

Wirtschaft

Wissenschaft

Politik

Strukturen

Spezial

Verbände

Service

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Finanzierung

 NOVIMMUNE

Patentkommentar

Finanzierung befeuert IPO-Gerüchte Bild: Vossius & Partner

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Christian Hufnagel, LL.M. Rechtsanwalt, Vossius & Partner Das Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung steigt – und damit auch der Anreiz für Unternehmen, ihre Lebensmittel als gesundheitsfördernd zu bewerben. Angaben, die einen Zusammenhang zwischen einem Lebensmittel und der Gesundheit zum Ausdruck bringen, sind nach der europäischen Health-Claims-Verordnung (HCVO) allerdings zulassungspflichtig („gesundheitsbezogene Angaben“).

Werbung mit Health Claims Der Bundesgerichtshof (BGH) hat jetzt entschieden, dass die von dem Babynahrungshersteller Hipp verwendete Bezeichnung „Praebiotik® + Probiotik®“ eine gesundheitsbezogene Angabe im Sinne der HCVO darstellt. Geklagt hatte Konkurrent Milupa. Anders als die Vorinstanz sah der BGH in der Bezeichnung nicht bloß eine Angabe über Inhaltsstoffe, namentlich die in den Produkten enthaltenen prä- (Galactooligosaccharide) und probiotischen (Lactobacillus spec.) Komponenten. Vielmehr verstehe der Verbraucher die Bezeichnung als Anspielung auf die Fähigkeit, natürliche Darmfunktion und Abwehrkräfte zu stimulieren. Dieser suggerierte Zusammenhang reiche für die Bejahung einer gesundheitsbezogenen Angabe aus. Interessanter Aspekt der Entscheidung: Die Bezeichnungen Praebiotik und Probiotik sind seit langem zugunsten von Hipp als eingetragene Marken geschützt. Die HCVO erlaubt im Rahmen von Übergangsvorschriften die Weiterverwendung von Handelsmarken oder Markennamen für Produkte, die bereits vor dem 01.01.2005 bestanden, auch wenn die dabei verwendeten Angaben der HCVO nicht entsprechen. Bestehender Markenschutz kann hiernach ein aufwendiges Zulassungsverfahren für gesundheitsbezogene Angaben entbehrlich machen. Der BGH hat den beschriebenen Fall an die Vorinstanz zurückverwiesen, um diesen Punkt zu klären.

Erst Mitte Februar hatte das Schweizer Unternehmen Novimmune SA rund 50 Mio. Euro (60 Mio. CHF) in einer Serie B-Finanzierung eingesammelt. Wenige Wochen später gibt der Hauptanteilseigner Martin Ebner Pläne bekannt, das Genfer Unternehmen innerhalb des nächsten Jahres an die Börse zu bringen. „Dabei kommt für einen IPO sowohl der USHandelsplatz als auch die Schweizer Börse SIX in Frage“, bestätigte Ralph Stadler, Geschäftsleitungsmitglied der BZ Bank und Ebeners Sprecher entsprechende Spekulationen.

Novimmune forscht im Bereich Entzündungskrankheiten. In der jüngsten Finanzierungsrunde wurde die Firma mit rund 250 Mio. Euro bewertet. An ihr hatten sich sowohl neue als auch alte Investoren beteiligt, allen voran die Londoner Rosetta Capital Limited. Das frische Kapital fließt laut Novimmune in die Entwicklung von Antikörper-Wirkstoffen, darunter der Anti-TLR4-Antikörper NI0101 (Phase I) und das gegen Interferon-γ gerichtete Immunmolekül NI-0501. Novimmune will sich so als Spezialist  auf dem Orphan-Drug-Markt etablieren.

 LSP

Gesundheitsökonomie-Fonds gestartet Anfang März gab der Wagniskapitalfinanzierer LSP das Final Closing seines neuen, 112 Mio. Euro schweren GesundheitsökonomieFonds bekannt. Der Health Economics Fund investiert in Firmen aus den Bereichen Diagnostik, Medizintechnik und E-Health in Europa und Nordamerika, deren Produkte bereits vertrieben werden oder kurz vor der Markteinführung stehen. Weitere Bedingung: Das entsprechende Produkt verbessert nicht nur den bisherige Behandlungsstandard, sondern hilft, im Gesundheitssystem Kosten zu sparen. Wie groß die jeweiligen Vorteile sind, wird LSP selbst analysieren. Neben einigen

institutionellen Anlegern und Family Offices gehört auch ein deutscher Krankenversicherer zu den Anlegern. „Das Konzept der nachhaltigen Gesundheitsversorgung ist sehr attraktiv für Investoren, die neben einem finanziellen Ertrag auch einen sozioökonomischen Effekt erzielen wollen,“ sagte Rudy Dekeyser, Managing Partner des LSP Health Economics Fund. Das erste Investment ist Illuminoss Medical. Die US-Firma hat ein minimal-invasives Verfahren zum Einsetzen von orthopädischen Implantaten bei Knochenbrüchen entwickelt. Weitere Investments sollen bald folgen, so Dekeyser. 

 AMAL

 SES

Seedrunde für Krebsvakzine

Brain wird Bergarbeiter

Das Schweizer-deutsche Unternehmen Amal Therapeutics SA hat den High-Tech Gründerfonds (HTGF) und den Boehringer Ingelheim Venture Fund (BIVF) als Seedinvestoren gewonnen. Mit den Mitteln will Amal seine eigene Technologieplattform weiterentwickeln. Das im September 2012 als Spin-off der Universität Genf gegründete Unternehmen arbeitet an einer neuartigen Krebsvakzine. Der eigentliche Wirkstoff, ein rekombinantes Protein, soll mit einem Peptid als Vektor in das Zellinnere geschleust werden. So ließe sich laut Amal eine „starke integrierte und multi-epitopische zelluläre Immunantwort“ auslösen. Der erste der neuen Impfstoffkandidaten soll nun bis zur Präklinik entwickelt werden. „Amals Ansatz erfüllt alle Voraussetzungen, die nötig sind, um einen effizienten Vektor für Krebs-Immuntherapien zu erzielen“, sagte HTGF-Manager Christian Jung. 

Die Brain AG in Zwingenberg wagt sich in ein weiteres Industriefeld vor und übernimmt eine strategische Beteiligung an der Chemnitzer Seltenerden Storkwitz AG (SES). Dies wurde Mitte März – unmittelbar nach Redaktionsschluss – bekannt. Die beiden Partner wollen künftig Vorkommen seltener Erden unter Verwendung mikrobiologischer Verfahren ausbeuten. Dafür steht Brain eine 30.000 Mikroorganismen umfassende Stammsammlung zur Verfügung, aus der solche Organismen isoliert werden, die seltene Erden spezifisch anreichern können. Erste Erfolge konnten in einem vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekt bereits mit dem Element Scandium erzielt werden. Künftig soll die Technologie auch an andere Firmen auslizenziert werden. Mehr dazu lesen Sie in der kommenden Aus gabe von |transkript. Itranskript I Nr. 4 I 20. Jahrgang 2014


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Wirtschaft

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Strukturen

Spezial

Bioökonomie

LL Bilateraler Workshop

Bioökonomie: Spitze ohne Strategie In Sachen Bioökonomie verfolgen Frankreich und Deutschland bisher unterschiedliche Ansätze: Während die Bundesregierung den Wandel hin zu einer biobasierten Wirtschaft mit Hilfe einer Nationalen Forschungsstrategie befördert, im Bioökonomierat hochkarätige Experten versammelt und mit einer Politikstrategie Bioökonomie die Zusammenarbeit der einzelnen Ministerien koordiniert, fehlen all diese Elemente im westlichen Nachbarland. Und doch: Mit den Roquette Frères SA, Arkema SA oder Global Bioenergies SA haben sich dort eine ganze Reihe auch international erfolgreicher Firmen angesiedelt. Auf einer Fachkonferenz in der Französischen Botschaft in Berlin haben nun rund 70 Wissenschaftler und Unternehmer Möglichkeiten für eine engere Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern ausgelotet. Zum bilateralen Workshop zu den Perspektiven der wissensbasierten Bioökonomie hatte das regionale Biotechnologie-Netzwerk Biotop Berlin Brandenburg eingeladen. Tatsächlich könnte sich die Zusammenarbeit insbesondere für Deutschland lohnen. In der praktischen Umsetzung der Bioökonomie sei Frankreich sehr viel weiter als Deutschland, urteilt Christian Patermann, der frühere langjährige Direktor der Europäischen Kommission. In der deutschen Bioökonomie-Industrie fehlten Firmen mit einer Marktkapitalisierung zwischen 500 Mio. Euro und 5 Mrd. Euro. Hierzulande sind es häufig kleine Spezialisten oder die großen Konzerne wie BASF und Bayer, die entsprechende Themen vorantreiben.

Damit dies nicht so bleibt, ist weitere Forschung nötig. Tatsächlich gibt es in beiden Ländern interessante Ansätze, die es weiterzuverfolgen gilt. Ein Beispiel ist die Bioraffinerie in Straubing, in der im sogenannten Bioliq-Prozess Holzschnitzel zu Bioethanol umgewandelt werden. Eine Kombination aus biotechnologischen, chemischen und physikalischen Prozessen ist nötig, um die Biomasse bestmöglich zu verwerten, erläutert Thomas Hirt vom Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik das Konzept. Gerade die biotechnologische Umsetzung von Rohstoffen birgt noch großes Potential. So könnten durch die gezielte Konstruktion von Stoffwechselwegen auch bisher nicht zugängliche Chemikalien produziert werden. „Derzeit werden rund 130 Verbindungen mit Hilfe von durch metabolic engineering verbesserten Zellkulturen verbessert“, berichtet Jean-Loup Faulon vom Institute of Systems and Synthetic Biology vom CNRS im Biopark Genopole in Evry. Bis 2025 könnten diese Stoffe rund 28% des gesamten Chemiemarkts ausmachen. Das entspräche rund 450 Mrd. Euro. Mit einem datenbankbasiertem Computerprogramm ließe sich das bisher aufwendige manuelle Design von Stoffwechselwegen enorm beschleunigen. Statt innerhalb eines Jahres rund ein Dutzend Stoffwechselwege, könnte ein Mitarbeiter bei weitgehender Automatisierung des Prozesses künftig innerhalb eines Monats rund 80 verschiedene  Stämme entwickeln.

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Neue Produktionsprozesse, neue Reaktionswege und neue biobasierte Materialien standen im Fokus des Interesses der Fachbesucher auf dem bilateralen Workshop zur Bioökonomie in Berlin. Itranskript I Nr. 4 I 20. Jahrgang 2014

e rgi re e Ene tion twa enc a Sci nce Sof ation m e f o en k Li cie e Aut logi uni erce al S hemi u & chno tware mm omm er i a o C t b k e f a c T n & e o M Tel nd ehe ine eS gie sch optisc tr iell olo et & n u Ma chn us ern edie e t d t n n M i I no Na INVESTOREN DES HIGH-TECH GRÜNDERFONDS II


Intro

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Wirtschaft

Wissenschaft

Politik

Strukturen

Spezial

Verbände

Service

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Firmenindex

Impressum Das Life Sciences-Magazin |transkript erscheint monatlich (mit zwei Doppelausgaben pro Jahr) im Verlag der BIOCOM AG Lützowstraße 33 – 36 10785 Berlin | Germany Tel.: 030/264921-0 Fax: 030/264921-11 E-Mail: transkript@biocom.de Internet: www.biocom.de Herausgeber: Dipl.-Biol. Andreas Mietzsch Redaktion: Dipl.-Biol. Thomas Gabrielczyk Dr. Bernd Kaltwaßer (V.i.S.d.P.) Maren Kühr Dr. Martin Laqua M.Sc. Benjamin Stolzenberg Anzeigen: Oliver Schnell, Christian Böhm Tel. 030/264921-45, 030/264921-49 Vertrieb: Marcus Laschke Tel. 030/264921-48 Druck: H. Heenemann GmbH & Co. KG Bessemerstraße 83 – 91 12103 Berlin 20. Jahrgang 2014 Hervorgegangen aus BioTechnologie Das Nachrichten-Magazin (1986 – 88) und BioEngineering (1988 – 94) ISSN 1435-5272 Postvertriebsstück A 49017 |transkript ist nur im Abonnement beim BIOCOM-Verlag erhältlich. Der Jahresbezugspreis beträgt für Firmen und Institutionen 186,- C, für Privatpersonen 94,- C und für Studenten unter Vorlage einer gültigen Immatrikulationsbescheinigung 48,- C, jeweils inkl. Mwst. und Porto. Auslandstarife auf Anfrage. Eine Abo-Bestellung kann innerhalb von zwei Wochen bei der BIOCOM AG schriftlich widerrufen werden. Das Abonnement gilt zunächst für ein Jahr und verlängert sich jeweils um ein weiteres Jahr, falls es nicht spätestens sechs Wochen vor Ablauf gekündigt wird. Bei Nichtlieferung aus Gründen, die nicht vom Verlag zu vertreten sind, besteht kein Anspruch auf Nachlieferung oder Erstattung vorausbezahlter Bezugsgelder. Gerichtsstand, Erfüllungs- und Zahlungsort ist Berlin. Mitglieder der BIO Deutschland, der Deutschen Gesellschaft für Proteomforschung DGPF, der Fachabteilung Life Science Research im VDGH, der VBU sowie der Biotechnologischen Studenteninitiative btS erhalten die Zeitschrift im Rahmen ihrer Mitgliedschaft. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stehen in der inhaltlichen Verantwortung der Autoren. Alle Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung darf kein Teil in irgendeiner Form reproduziert oder mit elektronischen Systemen verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden. Beilagen: DGHM/VAAM, BMBF, BIOM Titelbild: Glycotope GmbH © BIOCOM AG ® BIOCOM ist eine geschützte Marke der BIOCOM AG, Berlin

LESEPROBE

Index Unternehmen

Corbion Purac. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Crucell NV. . . . . . . . . . . . . . . . . . 17, 37 Curetis AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 CureVac GmbH. . . . . . . . . . . . . . 17, 46

Seite

300Microns . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 4tune Engineering . . . . . . . . . . . . . . . X

A Abalis Finance AG . . . . . . . . . . . . . . . 6 Actelion AG . . . . . . . . . . . . . . . . 11, 25 Activaero GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 AdrenoMed AG . . . . . . . . . . . . . . . . 28 AiCuris GmbH & Co KG . . . . . . . . . . 17 Akesion GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 Alfred Wieder AG . . . . . . . . . . . . . .U4 Amal Therapeutics SA . . . . . . . . . . . 10 Amgen GmbH . . . . . . . . . . . . . . 25, 34 AOM-Systems GmbH . . . . . . . . . . . . 46 Apeiron Biologics AG . . . . . . . . . . . . 30 Aravis Venture Associates AG. . . . . . 45 Arcus Ventures . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Ascenion GmbH . . . . . . . . . . . 6, 24, 37 Astellas Pharma . . . . . . . . . . . . . . . . 12 AyoxxA Biosystems GmbH . . . . . . . . IV

B BASF SE . . . . . . . . . . . . . . . . . 8, 18, 19 Basilea Pharmaceutica AG . . 11, 12, 25 BayBG mbH . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Bayer AG . . . . . . . . . . .8, 11, 15, 19, XI Bayer Health Care AG. . . . . . . . . . . . 25 Bayer Technology Services GmbH . . XI BB Biotech . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Bergenbio AS . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 Berlin Partner f. Wirtsch. /Technol. . . 15 BIO Deutschland e.V. . . . . . . . . . . . . . 9 Bioagro-Gruppe . . . . . . . . . . . . . . . . 15 BioCampus Cologne Grundbesitz . . 31 BIOCOM AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 BMBF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 Biofrontera AG . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Biogen Idec . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 Biognosys AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . V BioM Biotech Cluster Development . . . . . . . . . .5, IV, Beilage BioMedPartners . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Biontex Laboratories GmbH . . . . . . XIV BioTek Instruments GmbH . . . . . . .XVII Biotest AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 BioTeZ Berlin-Buch GmbH . . . . . . . .XX BioTOP Berlin-Brandenburg. . . . . . . . 7 Blutspendedienst Bayr. Rot Kreuzes IX Boehmert & Boehmert . . . . . . . . . . . 38 Boehringer Ingelheim . . . . . . . . . 25, 45 Boehringer Ingelheim Venture Fund 10 Brain AG . . . . . . . . . . . . . . . 10, 17, 18, Braun Beteiligungs GmbH . . . . . . . . 45 BTS e.V.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39 BZ Bank AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

C CANDOR Bioscience GmbH . . . V, XVII CeGat GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 Celltrion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 CEM GmbH . . . . . . . . . . . . IV,XIV, XVIII Centogene AG . . . . . . . . . . . . . . 20, 26 Cevec Pharma GmbH . . . . . . . . . . . . 17 Cheplapharm GmbH . . . . . . . . . . . . 36 Coldplasmatech . . . . . . . . . . . . . . . . 46

D DGHM/VAAM. . . . . . . . . . . . . . Beilage Diagnostik Net | BB. . . . . . . . . . . . . .XX Dr. Falk Pharma GmbH . . . . . . . . . . . 12 Dr. Reddy’s Laboratories Ltd. . . . . . . 11 DuPont . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31

E ELSA GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Eppendorf/Bioprocess Center. . . . II, XV European Biotechnology Network . . 43 Evotec International GmbH . . . . 11, 17 Exosome Diagnostics GmbH . . . . . . . 8

F Fördergesellschaft IZB . . . IV, XIV, XXIII Formycon AG . . . . . . . . . . . . 11, 17, 45 Forum MedTech Pharma e.V. . . . . . . . 3 FreshDetect GmbH. . . . . . . . . . . . . . 46

LSP (Life Sciences Partners). . . . . . . . 10 Lufthansa AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45

M Malvern Instruments GmbH . . . . . . XIX Medigene AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 MERCK KGaA . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45 Merck-Serono . . . . . . . . . . . . . . . . . 45 Merus B.V.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Mesentech . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 Messe München GmbH . . . . . . . . . . III Milupa GmbH Co. KG. . . . . . . . . . . . 10 Molecular Devices (UK) Ltd. . . . . . . XXI MorphoSys AG . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 MVZ-Labor Berlin . . . . . . . . . . . . . . .XX Myriad Genetics . . . . . . . . . . . . . . . . 38

N/O New England Biolabs GmbH . . . . . .U2 No@wound. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 Novartis AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6, 8 NovImmune S.A. . . . . . . . . . . . . . . . 10 Onyx Pharmaceuticals Inc. . . . . . . . . 25

P

GANYMED Pharmaceuticals AG. . . . 17 GE Life Sciences . . . . . . . . . . . . . . . . VI Genspera Inc. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 Gilson International B.V. . . . . . . . . . . VII Global Bioenergies SA . . . . . . . . . . . 19 Glycotope GmbH . . . . . . . . . . . . 16, 17 GOODVENT Beteiligungsmanag. . . 15

Pall Life Sciences. . . . . . . . . . . . . . . . IV Pfizer Deutschland GmbH . . . . . . . . 36 Pioneer Hi-Bred International . . . . . . 31 PorGenic. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 Porvair Sciences LTD. . . . . . . . . . . . XIX ProBioGen AG . . . . . . . . . . . . . . . 8, 17 Promega GmbH . . . . . . . . . . . . . . . XIX Promocell GmbH . . . . . . . . . . . . . . . 23 Protagen Protein Service GmbH. . . . 17 Proteros Biostructures GmbH . . . . . . 45

H

Q

G

Heraeus Medical GmbH . . . . . . . . . . . 8 High-Tech Gründerfonds Manag. . . 19 Hipp GmbH & Co. Vertrieb. . . . . . . . 10 Hisun Pharmaceuticals . . . . . . . . . . . XI HM-Software. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . X Hochsch. Technik/Wirtschaft Berlin. 49 Hospira UK Ltd.. . . . . . . . . . . . . . . . . 31 hospital Laborverb. Brandenb.-Berlin XX HTGF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Hydrogenius Technologies GmbH . . 46

I IBG Sachsen Anh. mbH. . . . . . . . . . . 15 Iglu Group . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Immatics AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 Inamed GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Instinctif Partners (ehem. College Hill) 33 IRIS Biotech GmbH . . . . . . . . . . . . . . 14

Q-Cells . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Qiagen NV . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8, 11 Qurient Co. Ltd. . . . . . . . . . . . . . . . . 30

R R-Pharm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36 RIEMSER Arzneimittel AG. . . . . . . . . 45 Rigel Pharmaceuticals. . . . . . . . . . . . 30 Ritter GmbH . . . . . . . . . . . . . . .XI, XVIII Roche AG . . . . . . . . . . . 8, 16, 17, 25, X Roquette Freres SA. . . . . . . . . . . . . . 19 Rosetta Capital Ltd. . . . . . . . . . . . . . 10

S

Johnson & Johnson . . . . . . . . . . . . . 17 Jossa Arznei GmbH . . . . . . . . . . . . . 16

Santhera Pharmaceuticals. . . 12, 24, 25 Sartorius AG . . . . . . . . . . . . . . . . . VI, X Seltenerden Storkwitz AG. . . . . . . . . 10 Spetec GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . .XVII SphingoTec GmbH . . . . . . . . . . . . . . 28 Succinity GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Suppremol GmbH . . . . . . . . . . . . . . 27 Swiss Biotech Association. . . . . . . . .U3 Syngenta. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38

K

T/U

KWS SAAT AG . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Kyowa Hakko Kirin Co. Ltd. (JP) . . . . 17

Themtec . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 TNS Emnid . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35 Tosoh Bioscience GmbH. . . . . . . . XXIV Umetrics AB . . . . . . . . . . . . . . . . . . . XI

J

L Lead-Discovery Center . . . . . . . . . . . 30 Lexogen GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . 29 Life Science Partners. . . . . . . . . . . . . . 6 Lifelabs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Limbach-Gruppe . . . . . . . . . . . . . . .XX Lonza AG . . . . . . . . . . . . . . . XI, 17, 28 Lonza Cologne GmbH . . . . . . . . . XVIII

V Vaccubrand. . . . . . . . . . . . . . . . . . . XVI Vectura Group plc. . . . . . . . . . . . . . . . 6 Venture Incubator AG . . . . . . . . . . . . . 6 Vesalius Biocapital Partners . . . . . . . . 6 Vossius & Partner . . . . . . . . . . . . . . . 10 Itranskript I Nr. 4 I 20. Jahrgang 2014


SWISS BIOTECH DAY 2014 The leading Swiss Biotech Conference and Annual General Assembly of the Swiss Biotech Association

The Swiss Biotech Day is the leading biotechnology conference in Switzerland. Every year, this event brings together more than 200 senior executives from the life science industry across Europe. Program highlights 2014 will include the presentation of the Swiss biotech report and key note lectures by renowned industry leaders and scientists. This event will also host the annual general assembly of the Swiss Biotech Association.

22

The Swiss Biotech Day offers a unique opportunity to meet top ranking representatives of the Central European life science sector. More information on the conference, the complete agenda and a registration form can be found at: www.swissbiotechday.ch

... ONE BIOTECH CLUSTER

APRIL 9, 2014 2013 8 APRIL SIX Swiss Exchange, Kongresshaus Zurich, ConventionPoint, Gotthardstrasse 5,Zurich Zurich

“WHITE BIOTECHNOLOGY” WORKING GROUP

Sponsors:

Parenteral Contract Manufacturing Service of Hospira

$9(67,1

Leading chemical companies are exploring the opportunities that have been opened up by modern biotechnology, especially in the field of “white” or industrial biotechnology. And they are also applying these technologies, wherever it makes sense. The SBA takes such initiatives seriously and has formed a working group specifically dedicated to white biotechnology. The Swiss Industrial Biocatalysis Consortium is an important partner in this effort. The group includes leading multinational companies that support white biotechnology as a pillar of economic growth. The planned activities are in agreement with OECD strategies. In partnership with the Swiss Biotechnet (see pages 14/15) the SBA develops training programmes and useful support tools for the industry. It is of importance that the industry specifies its training needs so that the academic side can create tailor-made education. This strategy ensures that the industry gets the right workforce with the right education. The SBA profits from the marketing alliance “Swiss Biotech” (see box) in a multiplied form. Thanks to Swiss Biotech, the

sector is internationally visible. The project-specific participating companies (most of them young and internationally less savvy) find a comprehensive partner which is helping to put them in the public window. The participating Life Science Regions are important internal carriers of the dynamics in the Biotech sector, thus enhancing the common understanding of the industry. This and more knowledge is brought into Europa Bio, the European Biotech Association, where the SBA is an active member.

Partners:

European Biotechnology Net work

Domenico Alexakis is Executive Director of the Swiss Biotech Association.

SWISS BIOTECH...

...is an alliance of four leading Biotech regions of Switzerland (Bio Alps, BioPolo Ticino, Basel Area and Greater Zurich Area). They have combined efforts to streamline interests of the national biotech sector. The SWX Swiss Exchange holds a leading position in terms of lifescience listings and offers companies from that industry – be they located in Switzerland or abroad – access to an internationally recognised financial marketplace. The initiative Organised by: was co-founded by the SBA which also manages the executive office of Swiss Biotech.

@

For further information please visit www.swissbiotechassociation.ch www.swissbiotech.org


SUBSTANZ

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Wir finanzieren Spitzentechnologien! Innovative Unternehmen aus Deutschland und Österreich setzen weltweit neue Standards in potenzialträchtigen Spitzentechnologien. Wachsende Märkte aus den Bereichen Energieeffizienz, Life-Sciences, Clean Tech, Biotechnologie sowie Hochtechnologie benötigen diese neuen Standards dringend. Die exklusiv von der Alfred Wieder AG vertriebenen MIG Fonds finanzieren heute diese Spitzentechnologien aus Deutschland und Österreich für den Weltmarkt von morgen – außerbörslich, bankenunabhängig und unternehmerisch orientiert. Unternehmensbeteiligungen mit den MIG Fonds – investieren Sie mit dem Marktführer in echte Substanz!

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2014 04 tk leseprobe