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8-9/2013 ISSN 1435-5272 | A 49017

Life Sciences-Magazin I 19. Jahrgang

Probiodrug AG

E B O R LESEP

Fraunhofer IZI

Seitenwechsel mit Ansage

Bundestagswahl: Positionen der Parteien zu Bioökonomie und Biotechnologie

Übernahme: Fresenius Biotech GmbH an israelische Neopharm-Gruppe verkauft

Spezial: Bei der BiologikaProduktion zählen Qualität und Geschwindigkeit


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Editorial

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„Der Sommer war sehr groß“, so kann man über 2013 schreiben, ohne Rainer Maria Rilke zu nahe zu treten, der diesen Satz vor 111 Jahren verfasste. In den zurückliegenden Wochen war es sonnig und heiß in Europa. Offenbar zu heiß für das Ungeheuer vom Sommerloch Ness, das sich diesmal nicht in den Medien blicken ließ und nur zweitklassig von Schnappschildkröte und Python vertreten wurde. Wobei biologische Themen in nachrichtenarmen Zeiten immer gerne gelesen werden. Schön gruselig wurde es manchem beim sogenannten „Frankenstein-Burger“ aus Retortenfleisch, der in London von zwei Ernährungsexperten verkostet wurde. Das im Labor aus Rinder-Stammzellen gezüchtete, fettfreie Muskelgewebe wurde mit Rote-Beete-Saft und Safran gefärbt und mit Olivenöl und Butter gebrutzelt – die Tester urteilten wohlwollend. Egal, ob Kunstfleisch eine Zukunft hat, das Experiment brachte das brisante Thema Fleischkonsum viel besser unter die Leute als der sauertöpfische „Veggie-Day“, den die deutschen Grünen der Bevölkerung verordnen wollen. (Warum musste der Grünzeug-Tag eigentlich wieder Denglisch sein? Wie wohltuend, dass sich Börsenneuling Osram nicht „Photonics Solutions“ oder so, sondern Andreas Mietzsch schlicht „Licht AG“ nennt.) Große Aufregung erregte die ZDFSendung WiSo mit einem Bericht, dem zufolge rund die Hälfte Herausgeber unseres Bio-Gemüses gentechnisch verändert sei. Igitt …? Lesen Sie die Enttarnung dieser Sommerente auf Seite 67. Alle außer radikalen GentechnikGegnern finden zwei weitere Meldungen aus der großen weiten Welt eher gut: Japanische Wissenschaftler haben aus einer exotischen Reissorte, die tief in den Boden wurzelt, das dafür verantwortliche Gen in eine gängige flachwurzelnde Sorte verpflanzt. Die Dürreresitenz des Ergebnisses ist vielversprechend. Auch schön und am Rande: US-amerikanische Forscher haben auf den gigantischen, schwimmenden Plastikmüll-Inseln im Pazifik hunderte verschiedene Bakterienarten gefunden, die sich offenbar daranmachen, die synthetischen Polymere zu verspeisen. Sollte dabei aber eine Mutation entstehen, die zum Beispiel Handygehäuse auch an Land zerknuspert, dürfte diese Geschichte schnell die Titelseiten erobern …

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Falls Ägypter oder Tunesier dieser Tage die Zeit finden, nach Deutschland zu schauen, würden sie sich verwundert die Augen reiben. Einen Monat vor der Bundestagswahl sind nach einer Allensbach-Umfrage die wichtigsten Gesprächsthemen der Deutschen: Wetter, Urlaub, Familie/Beziehung, Gesundheit, Essen/Trinken. Nur 29% haben sich schon über die Bundestagswahl unterhalten. Demokratie im Tiefschlaf, kann man dazu wohl sagen. Die lähmende Visionslosigkeit nicht nur der Kanzlerin, sondern fast aller Politiker schreit zum Himmel. Allerdings hat in einer Demokratie das Volk die Regierung, die es verdient. Die gesammelten Wahl-Aussagen der Parteien zum Thema Bioökonomie/Biotechnologie finden Sie, liebe Leser, auf Seite 62 ff.

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Die Frage, in welcher Welt wir morgen leben wollen, stellt der Bevölkerung immerhin der Bioökonomierat. Anfang September werden engagierte Bürger mit den Ratsexperten zum Beispiel darüber diskutieren, wie die lebenswerte Stadt von morgen aussehen soll oder wie die industrielle Entwicklung ökologisch verträglich gestaltet werden kann. Wie werden wir leben, ohne Klima und Umwelt zu schädigen? Wie können 10 Milliarden Menschen zukünftig ernährt werden? Die Ergebnisse der Diskussionsrunden sollen nicht nur in die Ratsarbeit einfließen, sondern auch an das Bundesforschungsministerium berichtet sowie veröffentlicht werden. Der erste „Bürgerdialog“ des Bioökonomierates wird im Museum für Naturkunde in Berlin stattfinden, und zwar am Sonntag, den 1. September, um 14.30 Uhr. Schnellentschlossene Leser dieser Kolumne können unter info@biooekonomierat.de erfragen, ob es noch freie Plätze gibt.

www.transkript.de Itranskript I Nr. 8-9 I 19. Jahrgang 2013

Pichia pastoris Protein Expression Exclusive Production Technologies High Quality Proteins Time Saving Development

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Aus dem Inhalt Wirtschaft

Lonza und Teva beenden Joint Venture .......................................... 10 Kritik an Wagniskapital-Förderung; Business Angels auf die Schulbank; Patentkommentar .................................. 12 Börse aktuell..................................... 13-15 Mensch und Unternehmen Andreas Eckert, Eckert & Ziegler AG .... 16 Cevec gründet Tochterfirma; Origenis mit neuem Tool für Patentrecherche ............ 24 Science4Life Venture Cup: Sieger gekürt; Proteros an US-Start-up beteiligt; IDT Biologika kommt nach Riems ......... 26 VFA stellt Umfrageergebnisse vor; Ticker Klinische Studien .................................. 29 |transkript persönlich; Nachgehakt bei Baliopharm; Kapital-O-Meter ................. 30 Studie warnt vor Fachkräftemangel ...... 57

Wissenschaft

Unabhängiges Nachrichten-Magazin

8 – 28, 55 – 57

T itel

Neustart bei Fraunhofer

Probiodrug AG

Fraunhofer IZI

Seitenwechsel mit Ansage

Janus, der römische Gott aller Türen und des Anfangs und des Endes, gewährt auch Schutz und Unterstützung für Unternehmungen. Somit steht er in vielerlei Hinsicht sinnbildlich für das Geschehen in der Saalestadt Halle. Im Zuge des Umbaus der Probiodrug AG räumt Mitgründer Hans-Ulrich Demuth seinen CSO-Posten. Künftig leitet er eine neue Gruppe des Fraunhofer IZI, der das Land SachsenAnhalt mit 16,2 Mio. Euro auf die Beine hilft. Seite 18

58 – 60

Prognosemarker für Brustkrebs; Stammzellfaktor verliert an Ansehen ..... 58 Atlas des Krebsproteoms aus München; Test verbessert Immuntherapien ............ 59 Neuer Malaria-Impfstoff; Beschichtung für Medizinprodukte mit Gerinnungshemmer ............................... 60

Politik

61 – 66

Pro & Kontra: Arzneimittelverordnung – Vorfahrt für Biosimilars? ......................... 61

Strukturen

67 – 71

EMA-Verbot von Plasma-Expandern; Medienrummel um CMS-Züchtungen ... 67 Ländernachrichten: Kölner Biocampus mit Neuausrichtung; HannoverGEN-Aus bestätigt; BMBF-Geld für Ostdeutschland; Roche holt Manager aus Innsbruck; Wieder Forschung in Konstanz ....................... 70-71

Verbände

72 – 76

Service

77 – 82

Personalia .............................................. Preise ..................................................... Termine ................................................... Index/Impressum ................................... Bücher .................................................... Letzte Seite ............................................ LESEPROBE

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Bundestagswahl 2013

Biotechnologie als Wahlkampfthema Bio- und forschungspolitische Themen spielen im Wahlkampf oft eine untergeordnete Rolle. Die Biologisierung der Industrie verspricht, dies rasch zu ändern. |transkript hat die Positionen der Parteien zur Bioökonomie, aber auch zum AMNOG, zur Grünen Gentechnik oder zu Biobanken in einer Übersicht zusammengestellt. Seite 62

Spezial A u g u s t / S e p t e m b e r 2 0 13

Biomanufacturing

Biomanufacturing

Das Zeitalter der Personalisierten Medizin und der Orphan Drugs verändert die Produktionsbedürfnisse von Biotech- und Pharmaunternehmen. Zunehmend kommen flexible kleine Produktionsanlagen zum Einsatz. Doch nicht nur die Rote Biotechnologie muss den Umgang mit diesen neuen Systemen lernen. Der Förderboom in der Bioökonomie steigert auch die Nachfrage nach neuen Produktionsverfahren und -anlagen für biobasierte Feinchemikalien. Seite 31

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Laborkurse Blindtext

auf höchstem Niveau

Organ der Deutschen Gesellschaft für Proteomforschung DGPF, der Biotechnologie Industrie Organisation BIO Deutschland, der Biotechnologischen Studenteninitiative (btS) und der Fachabteilung Life Science Research (LSR) im Verband der Diagnostica-Industrie VDGH

kurz und bündig  Morphosys: Der deutsche Antikörperspezialist hat überraschend sein Programm MOR202 verpartnert. Die Martinsrieder erhalten von US-Biotech-Konzern Celgene 120 Mio. Euro vorab. Außerdem beteiligen sich die US-Amerikaner über eine Kapitalerhöhung an Morphosys. 8  Protagen: Der Diagnostik-Spezialist verkauft die eigene Service-Sparte. Der erst zu Jahresbeginn ausgegründete Bereich Protagen Protein Services GmbH (PPS) gehört künftig zum Zukunftsfonds Heilbronn, der PPS in der Panatecs GmbH aufgehen lassen will. 10  Fresenius: Seit Ende Juni gehört die Konzerntochter Fresenius Biotech GmbH der israelischen Neopharm-Gruppe. Mit dem kompletten Biotech-Geschäft wechseln auch die beiden Arzneien Removab und ATG-Fresenius S den Besitzer. 17

Interview: |transkript sprach mit Iris Löw-Friedrich, Chief Medical Officer und Executive Vice-President Biopharma Development Solutions des belgischen Pharmakonzerns UCB, über Forschungsstrategien von Big Pharma und welche Bedeutung Kooperationen mit kleinen Biotech-Firmen darin haben. 22

 Biotechnica 2013: Die vom 8. bis 10. Oktober in Hannover stattfindende Messe wartet in diesem Jahr mit mehreren Neuerungen auf: Mit der Schweiz gibt es erstmals ein offizielles Partnerland. Zudem setzen die Veranstalter auf das Schwerpunktthema Bioökonomie. 25  Bayer: Der Forschungsdienstleister CRS übernimmt die Studienzentren der Bayer AG. Die Transaktion ist symptomatisch für den Beziehungswandel zwischen Pharmafirmen und Auftragsforschern. 28  Delegationsreise: Die israelische Start-up-Szene gilt gerade im Bereich Biotech und IT als äußerst lebhaft. Während einer Reise mit Wirtschaftsminister Philipp Rösler knüpften deutsche Unternehmer vor Ort Kontakte – darunter auch 20 Biotechnologie-Manager. 55  Bioplastik: Biobasierte Kunststoffe werden dank überlegener Eigenschaften in immer mehr Bereichen eingesetzt. In der Industrie läuft die Suche nach neuen Werkstoffen und Produktionsverfahren auf Hochtouren. |transkript fasst die neuesten Entwicklungen in Deutschland wie zum Beispiel bei BASF und Thyssen-Krupp zusammen. 56

Proteinglykosylierung: Roche will mit dem Verkauf von Zuckertransferasen den Bedarf großer Biologics- und Biosimilarhersteller bedienen. Die in der Firma entwickelten Zelllinien produzieren diese Enzyme in großer Menge. Das erste GMP-gerecht hergestellte Produkt ist eine Sialyltransferase. 58 

Multiple Sklerose: Mit Tysabri (Natalizumab) behandelte MS-Patienten erkranken häufig an der tödlich verlaufenden Gehirnentzündung Progressive multifokale Leukoenzephalopathie (PML). Forscher in Münster haben nun einen Biomarker identifiziert, der eine individuelle Prognose des PML-Risikos ermöglicht. 59

Erfolgsfaktor Weiterbildung ! Wir bieten Ihnen praxisorientierte Kurse zu vielen Themenbereichen, z.B.

Zellviabilitäts-, Proliferations- und Toxizitätstests „„ Apoptose-Assay Labor-Kompaktkurs „„ RNA Interferenz „„

 Bioökonomie: Nach der Nationalen Forschungsstrategie Bioökonomie soll nun der weitere Rahmen für den Ausbau einer biobasierten Wirtschaft geschaffen werden. Dafür hat die Bundesregierung die „Politikstrategie Bioökonomie“ auf den Weg gebracht. 66

Europäische Kommission: Mit fünf industriegeführten Innovationsinitiativen will die Kommission den Wirtschaftsmotor ankurbeln. Eine davon ist dem Aufbau der EU-Bioökonomie gewidmet. 68

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Bioplastik

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WEISSE BIOTECHNOLOGIE

Bioplastik: Raus aus der Nische Biobasierte Kunststoffe werden dank überlegener Eigenschaften in immer mehr Bereichen eingesetzt. In der Industrie läuft die Suche nach neuen Werkstoffen und Produktionsverfahren auf Hochtouren. ze wächst auch auf kargen Böden. Dadurch vermeiden wir Konflikte mit dem Lebensmittelanbau“, erläutert Andreas Weinmann, Business Development Manager bei DSM. Rund 70% der Ausgangsstoffe stammen aus nachhaltigen Quellen. Eine Steigerung dieses Anteils stellt Weinmann zwar in Aussicht, nicht aber um jeden Preis: „Wenn der Energieeinsatz für ein 100% biobasiertes Produkt so hoch ist, dass der CO2-Fußabdruck schlimmer ist als bei einem Bio-Anteil von 70%, ergibt es keinen Sinn, den Anteil nachwachsender Rohstoffe zu erhöhen.“

Die Biowindel kommt Bei der Entwicklung der biobasierten Kunststoffe sind ganzheitliche Ansätze gefragt. Der Fortschritt erfolgt häufig in kleinen Schritten und mit hohem Forschungsaufwand. Die BASF SE liefert dazu ein weiteres Beispiel. Erst kürzlich konnte der Konzern eine wichtige Hürde bei der Entwicklung biogener Acrylsäure nehmen. Erstmals gelang die biobasierte Herstellung des Vorproduktes 3-Hydroxypropionsäure (3-HP) im Pilotmaßstab. „3-HP ist ein entscheidendes Zwischenprodukt für die Herstellung von biobasierter Acrylsäure“, sagte Teressa Szelest, Senior Vice President Global Hygiene Business bei BASF. Bis zur Marktreife dauert es indes noch mindestens bis 2014. Dann könnte die Acrylsäure ihrerseits als Ausgangsstoff für die Produktion von besonders saugfähigen Kunststoffen eingesetzt werden. Daraus ließen sich Hygieneartikel, Babywindeln etwa, herstellen.

Auch die Konkurrenz setzt auf biogene Rohstoffe: Der Spezialchemie-Konzern Evonik eröffnete erst kürzlich eine neue Produktionsanlage in der Slowakei. Dort wird biobasierte ω-Aminolarylsäure (ALS) hergestellt, ein Rohstoff der für die Produktion der Polyamidsorte PA 12 benötigt wird. Als Rohstoff für das BMBF-geförderte Projekt setzt Evonik auf Palmkernöl. Auch der zuletzt durch seine Stahl-Aktivitäten gebeutelte Konzern Thyssen-Krupp hofft auf neuen Schwung aus der industriellen Biotechnologie. „Thyssen-Krupp verfügt hier über umfassendes Know-how – von der Grundlagenforschung bis zum Betrieb von Versuchsanlagen im industriellen Maßstab“, sagte Vorstandschef Heinrich Hiesinger anlässlich der Neueröffnung einer BioplastikAnlage in Leuna. Fünf Jahre und mehr als 20 Mio. Euro kosteten die Umbauarbeiten an der europaweit ersten Mehrzweck-Fermentationsanlage zur kontinuierlichen Produktion biobasierter Chemikalien. Mehr als 1.000 Tonnen Milchsäure oder Bernsteinsäure können hier nun pro Jahr produziert werden. Die Monomere sind die Bausteine für biologisch abbaubare Kunststoffe wie Polymilchsäure (PLA) oder Polybutylsuccinat (PBS). Die Nachfrage nach biobasierten Werkstoffen soll in den kommenden Jahren weiter steigen. Die Plastikhersteller sind vorbereitet: Die weltweit verfügbare Produktionskapazität für biobasierte Kunststoffe soll sich bis 2016 auf rund 6 Mio. Tonnen vervielfachen, prognostiziert der Branchenverband Bioplastics Europe.  b.kaltwasser@biocom.de

Foto: Kaco

Foto: srebrina - istockphoto

Foto: DSM

Im Endkundenbereich sind ökologische Vorteile inzwischen ein wichtiges Verkaufsargument. Da prangt auf Joghurtbechern der Schriftzug „aus nachwachsenden Rohstoffen“ oder auf der Plastiktüte ein Hinweis auf deren Kompostierbarkeit. In der Industrie hingegen spielen diese Umweltaspekte häufig nur eine untergeordnete Rolle. Kunststoffverarbeiter geben den biobasierten Polymeren aus ganz anderen Gründen den Vorzug. Durch intensive Forschung wurde die Leistungsfähigkeit unterschiedlicher Biokunststoffarten so verbessert, dass sie erdölbasiertes Plastik inzwischen sogar übertreffen können. Die Folge: Biokunststoffe drängen auf den Massenmarkt. Jüngstes Beispiel ist der Automobilkonzern VW. Er verbaut in einigen Modellreihen Komponenten aus Bioplastik. Der Mittelständler Kaco GmbH & Co. KG in Heilbronn stellt einen Kurbelwellenflansch aus dem Biokunststoff „EcoPaXX®“ her. Dieses Bauteil sorgt für die Verbindung zwischen Motor, Ölwanne und Kurbelwelle. Dadurch ist es besonders hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt. „Die Entscheidung für einen Biokunststoff fiel aufgrund der überlegenen Eigenschaften des Werkstoffs“, berichtet Projektleiter Andreas Genesius von Kaco: „Es war nicht das erklärte Ziel, unbedingt einen Öko-Flansch herzustellen.“ Der Biokunststoff nimmt im Vergleich zu herkömmlichen Polyamiden weniger Wasser auf. „Bei Grenzerprobungen des Motors erfüllen die Bauteile die Anforderungen optimal“, so Genesius. Daher fiel die Wahl auf den grünen Kunststoff. Im Fall von Ecopaxx nutzt Hersteller DSM Rizinusöl als Rohmaterial. „Die Rizinuspflan-

Das Öl aus Samen der Rizinuspflanze ist wichtiges Rohprodukt für die Herstellung von Bioplastik. Auch wenn das Granulat auf Kundenwunsch eingefärbt werden kann: der Kurbelwellenflansch wird in klassischem Schwarz produziert. LESEPROBE

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Rote Biotechnologie

Einen Fortschritt bei der biobasierten Wasserstoffsynthese meldet ein deutschfranzösisches Forscherteam (NATURE CHEM. BIOL., doi:10.1038/nchembio.1311). Der Gruppe um Thomas Happe von der Universität Bochum ist es erstmals gelungen, einen vollsynthetisch hergestellten Eisenkomplex mit einer heterolog hergestellten Hydrogenase zu kombinieren. Bisher konnten funktionsfähige Enzyme nur unter großem Aufwand isoliert werden. Da der Eisenkomplex sich von selbst ohne Hilfsfaktoren an der richtigen Stelle des Enzyms einlagert, vereinfacht dies die wirtschaftliche Herstellung der Enzyme. Einen neuen Prognosemarker für Brustkrebs haben Forscher des FriedrichMiescher-Instituts in Basel ausgemacht (EMBO MOLEC. MEDICINE, doi: 10.1002/ emmm.201302625). Blockierten sie die Ret-Kinase (Ret), teilten sich die Mauskrebszellen langsamer und es bildeten sich weniger Metastasen. Die proliferationsund metastasenfördernde Wirkung kommt offenbar durch Interaktion des proinflammatorischen Zytokins IL6 mit Ret zustande. Forscher von Mosaiques Diagnostics und dem französischen Inserm haben eine Peptid-Biomarker-Signatur in fetalem Urin entdeckt, mit der sich die seltene Nierenkrankheit Urethralklappe (Posterior urethral valves) aufspüren lässt (SCIENCE TRANSLAT. MED., doi: 10.1126/scitranslmed.3005807). Vorsprünge in der Harnröhre führen dabei zu einem Rückstau des Urins, der die Nieren schädigen kann. Im Gegensatz zur standardmäßig eingesetzten Ultraschalluntersuchung lässt sich durch die Biomarkersignatur eine Nierenschädigung zuverlässig erkennen, schreiben die Forscher. Sie hatten die 12 Peptide, die Auskunft über den Nierenstatus geben, durch massenspektrometrische Analyse von 4.000 Peptiden im fetalen Urin identifiziert. Eine Alternative zum Antikörper-basierten Nachweis der Kapseltypen des gefährlichen Infektionserregers Staphylococcus aureus haben Mirobiologen der Veterinärmedizinischen Universität Wien um Tom Grunert entwickelt (CLINICAL MICROBIOLOGY, doi: 10.1128/JCM.00581-13). Statt des teuren Antikörpernachweises nutzen sie die Fourier-Transform-Infrarotspektroskopie und spezielle Datenauswertungsalgorithmen, um aus den Spektraldaten den Kapseltyp zu bestimmen.

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 PROTEINGLYKOSYLIERUNG

Mehr aktiver Wirkstoff Das Zuckermuster auf rekombinant hergestellten Proteinen bestimmt ganz entscheidend, ob Proteinwirkstoffe biologisch aktiv sind oder im Patienten wirkungslos bleiben. Problem: Oft tragen schon kleinste Änderungen des Produktionsprozesses zu Veränderungen der sogenannten Proteinglykosylierung bei. Eine neue Strategie, die Ausbeute an aktiven glykosylierten Proteinen auf mehr als 90% zu erhöhen, hat jetzt die Firma Roche vorgestellt. „Bei der Produktion rekombinanter Proteine erhalten wir heute Produkte mit sogenannten Mikroheterogenitäten, also eine Mischung vollständig und unvollständig glykosylierter Proteine, die sich nicht voneinander trennen lassen“, erklärt Harald Sobek von Roche Custom Biotech. Zwar werden die verzweigten Zuckerstrukturen durch hochspezifische Zuckertransferasen im Golgi-Apparat der Produktionszelllinie erst an das fertige Protein angehängt. Doch können bei hohen Prote-

inkonzentrationen hierbei Sättigungseffekte auftreten. Eine Strategie besteht darin, die Zuckertransferasen in Produktionszelllinien vermehrt zu exprimieren, eine andere die Proteinglykosylierung am fertigen Produkt nachträglich zu optimieren. Roche ist es laut Sobek jetzt gelungen, die Zuckertransferasen im Gramm-Maßstab GMP-gerecht in HEK- und CHO-Zellen zu produzieren. „In Experimenten mit einer Galaktosyl-Transferase konnten wir tatsächlich 100% Galaktose nachträglich an das fertige Produkt koppeln“, so Sobek. Nach und nach will das Unternehmen daher zunächst Enzyme auf den Markt bringen, die Zucker an die endständigen Verzweigungen des Zuckergerüsts der Proteine anheften. Eine α-2,6-Sialyltransferase macht den Anfang. Zwei weitere Zuckertransferasen sollen folgen. Zielmärkte sind große Biologics- und Biosimilarhersteller sowie analytisch  arbeitende Forschungsgruppen.

Bild: MPI Münster / G. Wu

Kurzmeldungen

Politisch korrekter Stammzellfaktor Das natürliche Klonen und das Reprogrammieren von Körperzellen in induziert pluripotente Stammzellen (iPSCs) unterscheiden sich offenbar grundlegend. Das haben Wissenschaftler um Hans Schöler vom Max-Planck-Institut für Molekulare Biomedizin in Münster Mitte August erstmals belegt (Nature Chemical Biology, doi: 10.1038/ ncb2816). Bei der künstlichen Reprogrammierung von Körperzellen in iPSCs erwies sich die Zugabe des Stammzellfaktors Oct4 als unentbehrlich, um iPSCs zu erhalten. Die pluripotenten Zellen können sich nicht zu einem Organismus, wohl aber in alle Körperzellen entwickeln und fallen daher nicht unter das Klonverbot im Embryonenschutzgesetz. Eine ganz andere Rolle spielt Oct4 beim Klonen oder natürlichen Reprogrammieren durch mütterliche Faktoren: Unterdrückten die Forscher in Mäusen gezielt die Bildung des Faktors, entstand aus deren Keimzellen trotzdem das typische frühe Embryostadium (Embryonalknoten, im Bild grün), aus dem lebensfähige geklonte Mäuse oder pluripotente Stammzellen hervorgehen. Offenbar sind hier an dere Faktoren für die Reprogrammierung verantwortlich.

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Impressum Das Life Sciences-Magazin |transkript erscheint monatlich (mit zwei Doppelausgaben pro Jahr) im Verlag der BIOCOM AG Lützowstraße 33 – 36 10785 Berlin | Germany Tel.: 030/264921-0 Fax: 030/264921-11 E-Mail: transkript@biocom.de Internet: www.biocom.de Herausgeber: Dipl.-Biol. Andreas Mietzsch Redaktion: Dipl.-Biol. Thomas Gabrielczyk Dr. Bernd Kaltwaßer (V.i.S.d.P.) Maren Kühr Dr. Martin Laqua Anzeigenleitung: Oliver Schnell Tel. 030/264921-45 Vertrieb: Marcus Laschke Tel. 030/264921-48 Druck: H. Heenemann GmbH & Co. KG Bessemerstraße 83 – 91 12103 Berlin 19. Jahrgang 2013 Hervorgegangen aus BioTechnologie Das Nachrichten-Magazin (1986 – 88) und BioEngineering (1988 – 94) ISSN 1435-5272 Postvertriebsstück A 49017 |transkript ist nur im Abonnement beim BIOCOM-Verlag erhältlich. Der Jahresbezugspreis beträgt für Firmen und Institutionen 184,- C, für Privatpersonen 92,- C und für Studenten unter Vorlage einer gültigen Immatrikulationsbescheinigung 46,- C, jeweils inkl. Mwst. und Porto. Auslandstarife auf Anfrage. Eine Abo-Bestellung kann innerhalb von zwei Wochen bei der BIOCOM AG schriftlich widerrufen werden. Das Abonnement gilt zunächst für ein Jahr und verlängert sich jeweils um ein weiteres Jahr, falls es nicht spätestens sechs Wochen vor Ablauf gekündigt wird. Bei Nichtlieferung aus Gründen, die nicht vom Verlag zu vertreten sind, besteht kein Anspruch auf Nachlieferung oder Erstattung vorausbezahlter Bezugsgelder. Gerichtsstand, Erfüllungs- und Zahlungsort ist Berlin. Mitglieder der BIO Deutschland, der Deutschen Gesellschaft für Proteomforschung DGPF, der Fachabteilung Life Science Research im VDGH, der VBU sowie der Biotechnologischen Studenteninitiative btS erhalten die Zeitschrift im Rahmen ihrer Mitgliedschaft. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stehen in der inhaltlichen Verantwortung der Autoren. Alle Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung darf kein Teil in irgendeiner Form reproduziert oder mit elektronischen Systemen verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden. Beilage: Deutsche Messe AG Titelfoto, S.2/3: Fotolia

© BIOCOM AG ® BIOCOM ist eine geschützte Marke der BIOCOM AG, Berlin

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Index Unternehmen

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4SC Discovery. . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

A A. Nattermann & Cie GmbH. . . . . . . 70 Accenture GmbH . . . . . . . . . . . . . . . 28 Actelion AG . . . . . . . . . . . . . . . . 14, 26 Activartis AG. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 Affimed Therapeutics AG . . . . . . . . . 29 AGERON Polska . . . . . . . . . . . . . . . . 27 Agios . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 Alere Technologies GmbH . . . . . . . . 71 Alfred Wieder AG . . . . . . . . . . . . . .U4 Algeta AS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 Amgen Inc. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33 Anagnostics Bioanalysis GmbH . . . . 77 Analytik Jena AG . . . . . . . . . . . . . . . 13 Atlas Venture GmbH . . . . . . . . . . . . . 26 Avitop GMBH . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

B B. Braun Melsungen . . . . . . . . . . . . . 67 BASF SE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56 Basilea Pharmaceutica AG . . . . . . . . 13 Baxter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67 Bayer AG . . . . . . . . . . . . . . . 13, 28, 29 Bayern Innovativ GmbH . . . . . . . . . . 25 bio.logis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55 BIO.NRW . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77 BioCampus Cologne . . . . . . . . . . . . 70 BIOCOM AG . . . . . . . U2, 3, 49, 57, 60 Biogen Idec . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59 BioRegio STERN GmbH . . . . . . . 71, 77 Biotest AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 Biotype Diagnostic GmbH . . . . . . . . 71 Boehmert & Boehmert . . . . . . . . . . . 63 Brain AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77

C CANDOR Bioscience GmbH . . . . . . 78 CAP-CMV GmbH . . . . . . . . . . . . . . . 24 Capsid GmbH. . . . . . . . . . . . . . . . . . 57 Cardio3 Biosciences . . . . . . . . . . . . . 13 Celgene Europe Ltd. . . . . . . . . . . 8, 13 Cellendes GmbH . . . . . . . . . . . . . . . 71 CellTec GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Celltrion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33 Ceptaris Therapeutics. . . . . . . . . . . . 26 Cevec Pharma GmbH . . . . . . . . . . . . 24 Charite Biomedical Fund . . . . . . . . . 24 Charles River Bioph. Services . . . . . . 45 Clariant GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . 68 Covance AB . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 Creathor GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . 24 crelux GmbH. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 CRS Andernach. . . . . . . . . . . . . . 17, 28 CureVac GmbH. . . . . . . . . . . . . . . . . 55

Eckert & Ziegler . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Epigenomics AG. . . . . . . . . . . . . . . . 26 Epizyme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 ERYtech Pharma . . . . . . . . . . . . . . . . 13 EUFETS GmbH . . . . . . . . . . . . . . 40, 43 Eura Consult AG . . . . . . . . . . . . . . . . 67 European ScreeningPort GmbH . . . . 55 Evonik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56

F Fairmont Partners . . . . . . . . . . . . . . . 28 Formycon AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 Fresenius Biotech GmbH . . . . . . . . . 17 Fresenius-Kabi . . . . . . . . . . . . . . . . . 67

G Genmab A/S . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 Gilead Ltd . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 GlaxoSmithKline . . . . . . . . . . . . . . 8, 77 Glycotope GmbH . . . . . . . . . . . . 35, 37

H HBM Partners AG . . . . . . . . . . . . 13, 19 Hit Discovery Constance GmbH . . . . 71 Hospira One 2 One. . . . . . . . . . . 32, 33

I IDT Biologika GmbH. . . . . . . . . . 11, 26 IGV Biotech. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71 ILMC - Messe Schweiz . . . . . . . . . . . 59 Immunoligo GmbH. . . . . . . . . . . . . . 26 IMS Health . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67

origenis GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 Orphan Technologies . . . . . . . . . . . 17

P PANATecs GmbH . . . . . . . . . . . . . . . 10 Parexel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 Peppermint Financial Partners . . . . . 24 Perkin Elmer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77 PlasmidFactory GmbH & Co.KG 39, 42 ProBioDrug AG. . . . . . . . . . . . . . . . . 18 ProBioGen AG . . . . . . . . . . . . . . 48, 53 Promocell GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Protagen AG. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Proteros Biostructures GmbH . . . . . . 26 PS Biotech GmbH . . . . . . . . . . . . . . . 51 PTC Therapeutics . . . . . . . . . . . . . . . 13

Q/R Qiagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55 Qmilk GmbH. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66 R - Biopharm AG. . . . . . . . . . . . . . . . 78 Rentschler Biotech GmbH . . . . . 34, 41 Richter-Helm BioTec . . . . 44, 45, 46, 54 Riemser Pharma GmbH . . . . . . . . . . 26 Roche AG . . . . . . . . . . . . 10, 26, 29, 33 Roche Diagnostics . . . . . . . . . . . . . . 70 Rodin Therapeutics. . . . . . . . . . . . . . 26

S

K

SALANS LLP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 Sanaria Inc. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60 Sanofi Deutschland. . . . . . . . . . . . . . 26 Sartorius AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 Sartorius Stedim Biotech GmbH. . . . 55 Schwarz Pharma AG . . . . . . . . . . . . . 22 Scil Proteins GmbH. . . . . . . . . . . 47, 55 Seattle Genetics, Inc. . . . . . . . . . . . . . 8 Serumwerk Bernburg AG . . . . . . . . . 78 Sparkasse KölnBonn . . . . . . . . . . . . . 70 Stratec Biomedical Systems AG . . . . 13

Kaco GmbH & Co. KG . . . . . . . . . . . 56 KfW Bankengruppe . . . . . . . . . . . . . 24

T

J Janssen Research & Dev. . . . . . . . . . 26 jobvector . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .U3 Johnson & Johnson . . . . . . . . . . 26, 33

L Lead-Discovery Center . . . . . . . . . . . 71 Lonza AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10, 33 Lonza Cologne AG . . . . . . . . . . . . . . 70

M Management Center Innsbruck . . . . 70 MediGene AG . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Metaheps . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 MIG Verwaltungs AG . . . . . . . . . . . . 10 Miltenyi Biotec . . . . . . . . . . . . . . . . . 71 MLM Medical Labs GmbH . . . . . . 9, 55 MorphoSys AG . . . . . . . . . . . . . . . 8, 13 mosaiques diagnostics therap. AG . . 58

N Neopharm Group . . . . . . . . . . . . . . . 17 Novartis AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29 Noxxon Pharma AG . . . . . . . . . . . . . 29 NRW.BANK. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24

D

O

Deutsche Bank Research . . . . . . . . . 12 Deutsche Messe AG . . . . . . . . . Beilage dicomm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67 Direvo . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20, 21

Octreopharm GmbH . . . . . . . . . . . . 16 Oncomed . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 OntoChem GmbH . . . . . . . . . . . . . . 78 Onyx Pharmaceuticals Inc. . . . . . . . . 13

t-cell Europe GmbH . . . . . . . . . . . . . 55 Takeda . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71 TECAN Group AG . . . . . . . . . . . . . . 77 Teva Pharmaceutical Industries. . 10, 33 Therametrics Holding AG . . . . . . . . . 14 Thyssen-Krupp . . . . . . . . . . . . . . . . . 56 Trion Pharma GmbH . . . . . . . . . . . . . 17 TRM Leipzig . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46

U/V UCB Pharma SA . . . . . . . 22, 28, 70, 77 Vakzine Projekt Management GmbH 24 Venionaire Capital . . . . . . . . . . . . . . 12 Viratherapeutics GmbH . . . . . . . . . . 26 Vita 34 AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Volkswagen AG. . . . . . . . . . . . . . . . . 56 Vossius & Partner . . . . . . . . . . . . . . . 12 VTU Technology GmbH . . . . . . . . 5, 43

W/X Wacker Chemie AG . . . . . . . . . . . . . 37 Wilex AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Xcellerex Inc. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36

Y/Z YA Global Master . . . . . . . . . . . . . . . 26 ZAB Brandenburg Ec. Dev. Board. . . . 4 Zukunftsfonds Heilbronn . . . . . . . . . 10 Itranskript I Nr. 8-9 I 19. Jahrgang 2013


SUBSTANZ

ENTSCHEIDET!

Wir finanzieren Spitzentechnologien! Innovative Unternehmen aus Deutschland und Österreich setzen weltweit neue Standards in potenzialträchtigen Spitzentechnologien. Wachsende Märkte aus den Bereichen Energieeffizienz, Life-Sciences, Clean Tech, Biotechnologie sowie Hochtechnologie benötigen diese neuen Standards dringend. Die exklusiv von der Alfred Wieder AG vertriebenen MIG Fonds finanzieren heute diese Spitzentechnologien aus Deutschland und Österreich für den Weltmarkt von morgen – außerbörslich, bankenunabhängig und unternehmerisch orientiert. Unternehmensbeteiligungen mit den MIG Fonds – investieren Sie mit dem Marktführer in echte Substanz!

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|transkript 8-9/2013 – Leseprobe: Probiodrug AG | Fraunhofer IZI – Seitenwechsel mit Ansage  
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