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Life Sciences-Magazin I 19. Jahrgang ISSN 1435-5272 | A 49017

T EL Immundiagnostik-Markt

Giganten bringen sich in Stellung E B O R P LESE

Österreich: Explosionsartige Ausweitung der indirekten Forschungsförderung

Schweiz: Sequenzierspezialist Microsynth AG übernimmt die deutsche Seqlab GmbH

LABORWELT: Technologieschub treibt den Markt der Bio- und Pharmaanalytik


Wir wachsen für Ihre Ziele! s wird n a l a S A us ntons! De

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auf höchstem Niveau

Editorial

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Erinnern Sie sich noch, liebe Leser, an die Lion Biosciences AG, die einst nach den Worten ihres Gründers mit dem prominenten Namen zur „SAP der Life Sciences“ werden sollte? An ihren bis heute börsennotierten Nachfolger namens Sygnis, inzwischen mit anderem Geschäftsmodell mehrheitlich in spanischem Besitz? An die Agennix AG mit dem unseligen GPC-Erbe? Heute ein Penny-Stock. An Curacyte? Alles gescheiterte Unternehmen aus der Zeit der sogenannten ersten Generation Biotechnologie, als vorrangig auf abgelegte Moleküle der Pharmakonzerne gesetzt wurde. Der Kopf dahinter zitierte jetzt in einem mehrseitigen FOCUS-Interview Abraham Lincoln: Man könne einigen Menschen ewig etwas vormachen und allen Menschen eine Zeit lang – aber eben nicht allen auf immer und ewig. Allerdings ging es in dem Gespräch gar nicht um Biotechnologie, sondern um Berthold Beitz, dem Friedrich von Bohlen und Halbach die negative Entwicklung des ThyssenKrupp-Konzerns anlastet und dem er Personenkult und Beratungsresistenz vorwirft. Inwieweit von Bohlen tatsächlich über Stahl-Insiderkenntnisse verfügt, sei dahingestellt. Schließlich hat seine Familie schon seit 1967 nichts mehr mit dem Konzern und der gemeinnützigen Krupp-Stiftung zu tun. Von BohAndreas Mietzsch len hat Beitz zuletzt vor 23 Jahren persönlich getroffen. Die Aktionäre jedoch, die mit Friedrich von Bohlens eigenen unternehmerischen Herausgeber Aktivitäten viel Geld verloren haben, hätten es sicherlich besser gefunden, wenn er sich statt bei Abraham Lincoln lieber beim deutschen Spruchgut bedient hätte: Es sollte nicht mit Steinen schmeißen, wer im Glashaus sitzt.

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In Deutschland wirft der Wahlkampf seine Schatten voraus. Während die Opposition angesichts der Verelendung der Massen unter dem Stichwort „Gerechtigkeit“ eine schöne Neidkampagne lostritt, surft die Regierung auf der gleichen Welle und verteilt dringend notwendige Wohltaten wie das Betreuungsgeld oder die „Lebenszeitrente“. Auch Mindestlöhne kommen bestimmt. Das kann noch heiter werden bis Herbst! Wirklich wichtige Probleme wie die dank zahlreicher Fehlanreize inzwischen verkorkste Energiewende oder Strukturreformen, die angesichts der fortschreitenden Globalisierung immer dringender notwendig werden, sind schwierig und nicht so schön in Talkshows unter das Wahlvolk zu bringen. Wunderbar war zum Beispiel der Auftritt des Bundestagsabgeordneten Michael Kretschmer (CDU) bei der BIO Deutschland (s. S. 42). Im schönsten Oppositionsduktus forderte er vehement die steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung. Wie bitte? Ist es nicht seine Parteivorsitzende Angela Merkel, die seit zwei Legislaturperioden in Berlin präsidiert ... pardon, regiert? Die BIO Deutschland freute sich schon 2009: „Die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Aussage, dass eine steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung angestrebt werde, um zusätzliche Impulse insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen auszulösen, gibt Anlass zur Zuversicht.“ Während andere europäische Staaten bei der indirekten Forschungsförderung munter voranschreiten (zum Beispiel Österreich, Frankreich, Großbritannien, s. S. 34 bzw. 38), werden in Deutschland ganz kleine Brötchen gebacken. Philipp Rösler, der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, will mit einem „Investitionszuschuss Wagniskapital“ punkten. Privatinvestoren sollen 20% Zulage erhalten, wenn sie zwischen 10.000 und 250.000 Euro in ein innovatives KMU stecken. Dafür stehen über die Jahre 2013 bis 2016 insgesamt 150 Mio. Euro Bundesmittel bereit. Das heißt, pro Jahr etwa 37 Mio. Euro Unterstützung für Investitionsentscheidungen von Bürgern. Die direkte Forschungsförderung über vom Staat festgelegte Programme, aus denen Unternehmen Geld empfangen, dürfte im gleichen Zeitraum über vier Jahre mindestens 10 Milliarden Euro ausmachen. Das alles zeigt, woher der Wind weht in Deutschland, Wahlkampfgetrommel hin oder her: immer mehr Staat, immer weniger Spielraum für die Wirtschaft und den Einzelnen. Nach zehn Jahren werden heute die Früchte der Agenda 2010 geerntet; demnach kommt spätestens 2023 die Rechnung für das aktuelle Wahljahr.

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www.transkript.de Itranskript I Nr. 4 I 19. Jahrgang 2013

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Aus dem Inhalt Unabhängiges Nachrichten-Magazin

6 – 26 4/2013

Wirtschaft

4SC mit neuem CEO; mögliches Comeback für Wilex‘ Krebsarznei Rencarex ................ 8 Klagewelle rollt auf Boehringer zu; Biotechnologie räumt bei Science4Life Venture Cup ab; Patentkommentar ...... 10 Börse aktuell.................................... 11–13 Mensch und Unternehmen Peter Ripplinger, Subitec GmbH ............ 16 Paion: Markteinführung des Generikums Remifentanil gestoppt............................ 23 Bayer bangt um US-Zulassung von Xarelto; Ticker Klinische Studien ........................ 24 |transkript persönlich; Kapital-O-Meter ... 26

Wissenschaft

Life Sciences-Magazin I 19. Jahrgang

T itel

Immundiagnostik im Wandel Immundiagnostik-Markt

Giganten bringen sich in Stellung

27 – 30

Der Markt für Immundiagnostik wächst seit Jahren beständig – dank immer stärkerer Nachfrage und neuen Anwendungen. Die großen Anbieter wie Roche, Abbott oder Siemens reagieren. Jedes dieser Unternehmen hat seine ganz eigene Strategie gefunden, mit dem es sich im Zukunftsmarkt Immundiagnostik erfolgreich positionieren will, um sich so einen möglichst großen Anteil am Umsatzkuchen zu sichern. Seite 18

Explosionsartige Horizontaler Gentransfer macht Rotalgen fitÖsterreich: Ausweitung der indirekten Forschungsförderung für heiße Quellen; Neues Forschungsmodell für Vitamin B12-Mangel ............................ 27 Aminosäuren senken Atheroskleroserisiko bei Diabetes ............................................. 28 Knochen aus dem 3D-Drucker; Baby von HIV befreit; Petrischale mit Diamanten .... 30

Politik

36 – 38

Roche zieht bei Offenlegung von Daten nach; EU-Kosmetik-Verordnung mit Beigeschmack; Bioreststoffe knapper als gedacht; Rekordüberschuss für GKV ..... 36 Ländernachrichten: Steuervorteile motivieren österreichische KMU ............ 38

Verbände Service

Industrielle Biotechnologie

Spin-off spinnt Spinnennetz Das erste rein von Menschenhand hergestellte Spinnennetz hängt in Martinsried. Der dort ansässigen AMSilk GmbH ist es gelungen, aus seiner Biotech-Seide erstmals Fasern herzustellen. Die hochstabilen Fäden könnten in Hightech-Textilien landen. Seite 22

LABORWELT Nr. 2 / 2013 – 14. Jahrgang

39, 40, 46 – 50

Bio- & Pharmaanalytik

rnet: Aktuell im Inte t.de www.laborwel I_Titel_Spezial_Laborwelt4_13.indd 10

Spezial

Bio- & Pharmaanalytik Spezialisierte Anbieter für die Bio- und Pharmaanalytik drängen mit immer ausgefeilteren Technologien und Dienstleistungen in den schnell wachsenden Markt für die Entwicklung und Produktion von Biopharmazeutika, Biosimilars und Biomarkern. Die Markteintrittsrisiken für Biosimilars bieten den Analytikanbietern eine große Chance. Für sie gilt es, möglichst frühzeitig die besten Moleküle und Produktionszelllinien zu identifizieren.

41 – 45

Personalia .............................................. 39 Preise ..................................................... 40 Neue Produkte ....................................... 46 Termine .................................................. 47 Index/Impressum ................................... 48 Bücher/Stellenmarkt .............................. 49 Letzte Seite ........................................... 50 LESEPROBE

LABORWELT: Technologieschub treibt den Markt der Bio- und Pharmaanalytik

31 – 35

Pro & Kontra: Klinische Studien – Aufweichung ethischer Standards? ........ 31 Deutsche Diabetes-Hilfe fordert nationale Diabetes-Strategie; Rückschlag für Novartis im Nutzenbewertungsstreit..................... 33 EFI-Gutachten mit Lob und Warnung ... 35

Strukturen

Schweiz: Sequenzierspezialist Microsynth AG übernimmt die deutsche Seqlab GmbH

20.03.2013 17:39:47 Uhr

Heftmitte

Itranskript I Nr. 4 I 19. Jahrgang 2013


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Organ der Deutschen Gesellschaft für Proteomforschung DGPF, der Biotechnologie Industrie Organisation BIO Deutschland, der Biotechnologischen Studenteninitiative (btS) und der Fachabteilung Life Science Research (LSR) im Verband der Diagnostica-Industrie VDGH

kurz und bündig E Microsynth

AG: Im Heimatmarkt Schweiz ist der Sequenzierspezialist bereits Branchenprimus. Er bietet dort unter anderem DNA-/RNA-Synthesen und -Sequenzierungen an. Nun will Microsynth auch im Ausland kräftig wachsen. In Deutschland kauft die Firma sich dazu mit einem Mehrheitsanteil bei der Göttinger Seqlab GmbH ein. 6 Pharma GmbH: Der Hauptentwicklungskandidat Trabedersen soll künftig nur noch systemisch eingesetzt werden. Diessen Entschluss fällte das Unternehmen nach Auswertung einer 2012 vorzeitig beendeten Phase III-Studie. Gleichzeitig wird bereits die klinische Entwicklung von TGF-β-Inhibitoren der zweiten Generation vorbereitet.  8

E Antisense

E Forum

Life Science: Mit mehr als 1.000 Besuchern an zwei Tagen war die diesjährige Tagung gut besucht. Die Veranstaltung auf dem Campus der Technischen Universität München in Garching zeigte, wie vielseitig und überraschend die Biotechnologie ist. 14

E Unternehmensfinanzierung:

Obwohl der Zugang zu VC-Geld für viele Biotech-Firmen noch immer überlebensnotwendig bleibt, gibt es mittlerweile auch alternative Geldquellen. |transkript hat sich in der Szene umgehört und dabei auch Klagen über ein Versagen der Politik vernommen. 21

E Santhera Pharmaceuticals AG: Der Medikamentenentwickler aus der Schweiz stellt sich zum Verkauf. Der Hintergrund: Das Scheitern der Zulassung von Raxone zur Behandlung der Leberschen hereditären Optikusneuropathie (LHON). Außerdem hakt es in Kanada. 23 E Filarien-Therapie: Mit einem neuentdeckten Wirkstoff haben Bonner Mediziner die Fadenwürmer abgetötet, die das Elefantenmann-Syndrom auslösen. Ihre Therapie zielt nicht direkt auf die Parasiten ab, sondern auf deren endosymbiontische Bakterien. 27 E Parkinsonsche Krankheit: In einem neuen Zellmodell ist es Wissenschaftlern aus Münster und Tübingen erstmals geglückt, das Absterben Dopamin-produzierender Nervenzellen bei einer genetisch bedingten Form der Parkinsonkrankheit zu stoppen. Ihr differenziertes Nervenzell-Netzwerk züchteten sie aus hiPS-Zellen. 28 E Regenerative

Medizin: Mediziner der Universitätsklinik Göttingen haben erstmals schlagendes Herzgewebe aus unbefruchteten Säuger-Eizellen gezüchtet. Mit dem auf einer dreidimensionalen Matrix kultivierten Zellmaterial kann geschädigtes Herzgewebe repariert werden. Das zeigten Experimente mit durch Herzinfarkt geschädigten Herzarealen bei Mäusen. 30

E HannoverGEN: Die Grüne Gentechnik kritisch zu hinterfragen, reicht den Grünen in Niedersachsen offenbar nicht. Sie wollen sie am liebsten komplett totschweigen. Erstes Opfer ist das schulische Pilotprojekt „HannoverGEN“ – welches allerdings auch unter einer CDU/ FDP-Regierung womöglich beendet worden wäre. 32 E GVO: Einen neuen Anbaurekord mit gentechnisch veränderten Pflanzen meldet der International Service for the Acquisition of Agri-biotech Applications (ISAAA). Das Wachstum auf 170,3 Mio. Hektar Anbaufläche wird allerdings nicht mehr von den USA, sondern weitgehend von Brasilien getragen. 34 E Bioökonomie: Die klassischen Industriestaaten verlieren Boden in der Bioökonomie. Während in Europa und USA die Biokunststoffproduktion schrumpft, boomt sie bis 2020 weiterhin in Asien und Brasilien – dort, wo Anbauflächen und billige Zuckersubstrate zur Verfügung stehen. 37

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Veranstaltung

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FORUM LIFE SCIENCE

Wissenschaft vermittelt Das Forum Life Science in Garching zeigte wieder einmal die ganze Spannbreite der Biotechnologie.

Bildergalerie: www.transkript.de

Links: Mit mehr als 1.000 Teilnehmern an zwei Tagen gut besucht – das diesjährige Forum Life Science, das auf dem Campus der Technischen Universität München in Garching stattfand. Rechts: Shirley Knauer (mit Preis, Universität Duisburg-Essen) und Michael Hiller (mit Preis, MPI-CBG Dresden) erhielten den German Life Science Award, der mit insgesamt 50.000 Euro dotiert ist. Es gratulieren Werner Klaffke (Bayern Innovativ), Roger Goody (Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie) und Gerd Renner (Roche). Das Forum Life Science hat sich zu einem festen Bestandteil der bayrischen Wissenschaftsszene entwickelt. Alle zwei Jahre lockt die von Bayern Innovativ organisierte Veranstaltung zahlreiche Besucher an – beim diesjährigen Forum Mitte März waren es mehr als 1.000. Mehr als 70 Unternehmen zeigten sich zudem auf der begleitenden Ausstellung. Für Bayern Innovativ-Chef Werner Klaffke ein Beleg für die Bedeutung der Biotechnologie und all ihrer Facetten: „Life Sciences sind Teil der Lösung der globalen Zukunftsprobleme der Menschheit.“ Was gegen Volkskrankheiten beziehungsweise für eine alternde Bevölkerung, die Verbesserung der globalen Ernährungssituation oder eine nachhaltige Ressourcennutzung zu tun ist, das zeigte die zweitägige Veranstaltung. Mit Stammzellexperte Oliver Brüstle (Uni Bonn), Leibniz-Preisträgerin Petra Schwille (MPI Martinsried) oder Hariolf Kottmann (CEO Clariant AG) und Emmanuel Baetge (Leiter Nestlé Health Institute) und anderen war das Programm hochkarätig besetzt. In drei Strängen – medizinische Biotechnologie, industrielle Biotechnologie/Bioökonomie und Ernährung – liefen in drei Hörsälen verschiedene Programmteile parallel ab. Höhepunkt war ein Abendempfang in der Münchner Residenz, auf dem die Besucher vom bayrischen Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch begrüßt wurden. Besprochen wurden einerseits Erfindungen, welche die Wissenschaft im LESEPROBE

Speziellen voranbringen, wie etwa ein umgewandelter Tintenstrahldrucker, mit dem Zellen gleichmäßig aufgetragen und kultiviert werden können (Aidan Courtney, Roslin Cells Ltd.) oder neue Diagnosewerk zeuge wie die Genomanalyse zur Stratifizierung verschiedener Tumore (Prof. Holger Sültmann, DKFZ). Andererseits wurden aber auch große Linien gezeichnet: In Vorträgen zur Bioökonomie ging es darum, wie Europa seine Abhängigkeit vom Öl verringern könne.

Weg vom Öl Eine Möglichkeit auf dem Weg dahin wird bei Clariant in Straubing entwickelt. „Unsere Pilotanlage läuft einwandfrei“, sagte André Koltermann, bei Clariant zuständig für die erneuerbaren Energien. Pro Jahr werden an der Donau 4.500 Tonnen Stroh zu 1.000 Tonnen Ethanol verarbeitet – und das ohne äußere Energiezufuhr. Mit der Jahresproduktion ließen sich rund 1.000.000 Kilometer mit einem PKW zurücklegen. Koltermann sieht Vorteile für Biotreibstoffe: „In diesem Jahr ist der Ethanolpreis zum ersten Mal unter den Rohölpreis gefallen“, das treibe die Nachfrage. Trotz aller Vorteile, die Biomasse-reiche Staaten wie Brasilien oder Malaysia besitzen, Koltermann setzt auf den Standort Europa: „Die Schwellenländer müssen erst eine effizi-

ente landwirtschaftliche Struktur entwickeln. Das haben wir in Europa bereits hinter uns.“ Zusehends findet die Bioökonomie neue Freunde. Der Weltkonzern Coca-Cola will bis 2020 alle Plastik-Getränkeflaschen aus nachwachsenden Rohstoffen herstellen und baut dafür gerade ein Produktionsnetz auf. Unterstützung finden die Amerikaner bei Konsumgüterherstellern wie Adidas, Procter & Gamble und anderen. „Flaschen aus Bioplastik sind für uns eine Möglichkeit, unsere Produkte zu differenzieren“, so Klaus-Peter Stadler, bei Coca-Cola Europe zuständig für das Ressourcenmanagement.

„Süß“ auf Biologisch Auch auf unserem Teller hält die Biotechnologie Einzug. So forscht der Mindener Aromenspezialist Symrise AG an neuen Geschmacksstoffen, mit denen etwa gesundheitsfördernde Produkte schmack hafter gemacht werden können. Wie das auf molekularer Ebene funktioniert, das haben Forscher der Brain AG in Zwingenberg mit hohem körperlichen Einsatz erforscht. Aus eigenen Zellspenden klonierten sie die erste stabile Zelllinie aus Geschmacksrezeptoren. Eine Genexpressionsanalyse soll nun zeigen, was süß, salzig ,bitter und Co. „auf Molekularbiologisch“ bedeuten.  Itranskript I Nr. 4 I 19. Jahrgang 2013


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Molekularbiologie

 TROPENINFEKTIONEN

Kurzmeldungen ses benötigen die endosymbiontischen Bakterien der Parasiten zum Überleben, und damit auch die Filarien. „Unsere Hypothese war: Wenn wir die Symbiose gezielt an den Stoffwechselwegen der Bakterien unterbrechen, können wir die Würmer an ihrer schwächsten Stelle treffen“, erklärt Lentz. Einen ersten Kandidaten haben die Forscher bereits identifiziert: Ein gegen das Enzym gerichtetes Benzimidazol tötete die Wolbachia-Bakterien ab, ohne deren Stoffwechselprodukte die Würmer nicht überleben können. Laut den Forschern scheint die wALADin1 getaufte Substanz auch die endosymbiontischen Bakterien anderer Filarien-bedingter Infektionskrankheiten, wie etwa der Flussblindheit, zu eliminieren. Der Wirkstoff fängt offenbar Mg2+-Ionen ab, ohne die ALAD nicht aktiviert wird. Bei hohen wALADin1-Konzentrationen starben auch adulte Filarien nach zwei Wochen ab. Den Wissenschaftlern zufolge wird jetzt die Struktur optimiert. 

Bild: Christien Oesterhelt

Mit einem neuentdeckten Wirkstoff haben Bonner Mediziner die Fadenwürmer abgetötet, die das Elefantenmann-Syndrom (Elephantasias) auslösen (J. CHEMBIOL.; doi: 10.1016/j.chembiol.2012.11.009). Nachdem diese Filarien die Lymphgefäße befallen haben, schwellen zusehends die Gliedmaßen an, anschließend kommt es zu schweren Komplikationen wie etwa Entzündungen. „Derzeit werden Infizierte mit Anti-Wurmmitteln behandelt, die allerdings nur die Wurmlarven abtöten“, so Erstautor Christian Lentz. Weltweit erkranken pro Jahr etwa 150.000 Menschen an Elephantasias und andere durch Filarien ausgelösten Krankheiten wie die lymphatische Filariose oder die Onchozerkose. Bei der Suche nach potentiellen Targets, die auch die ausgewachsenen Parasiten abtöten, stießen die Forscher von der Universität Bonn auf das Enzym δ-Aminolävulinsäure-Dehydratase (ALAD). Die-

Säurefest durch horizontalen Gentransfer Bakteriengene machen in vulkanischen Quellen lebende Rotalgen der Species Galdieria sulphuraria säurefest und hitzeresistent. Dies hat die Anfang März veröffentlichte 13,7 Mb-DNA-Sequenz der im Yellowstone-Nationalpark lebenden Algen aufgedeckt (SCIENCE, 10.1126/science.1231707). Laut den Hauptautoren Andreas Weber und Martin Lercher von der Universität Düsseldorf sowie Gerald Schönknecht von der Oklahoma State University stammen mindestens 75 Gene aus Bakterien oder Archeae. Damit hat die Alge rund 5% ihrer genetischen Ausstattung durch horizontalen Gentransfer aus einfacher aufgebauten Organismen erworben. Unter anderem helfen die Bakteriengene den Algen, Quecksilber zu reduzieren, bei hohen Temperaturen zu überleben und neben der Photosynthese mehr als 50 verschiedene Kohlenstoffquellen zum Wachstum nutzen zu können. Normalerweise passen sich Algen durch genetische Mechanismen wie Genduplikationen an unwirtliche Umweltbedingungen an. 

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Durch Vitamin B 12-Mangel bedingte Krankheiten wie die die bösartige Blutarmut (perniziöse Anämie) oder neurodegenerative Erkrankungen lassen sich künftig besser untersuchen. Bisher wurde der Vitamin B12-Mangel in Labormäusen durch Entfernen des Magen-Darm-Traktes nachgestellt. Mitte März präsentierten Forscher um Bernhard Kräutler von der Universität Innsbruck eine Alternative. Sie haben ein Anti-Vitamin-B12 synthetisiert, das dem natürlichen Vitamin gleicht, dessen katalytisches Zentrum jedoch durch ein reaktives Radikal inaktiviert ist. Gießener Mikrobiologen um Eugen Domann haben das Genom des probiotischen Bakteriums Enterococcus faecalis entziffert (GENOMEA, e00165-12). Die funktionelle Analyse der 2.733 Gene legt die Grundlage für den molekularen Nachweis der gesundheitsfördernden Eigenschaften des Stammes Symbioflor 1 clone DSM16431, der bereits seit 50 Jahren als Probiotikum eingesetzt wird. ©Evi Bieler, Marija Plodinec, Roderick Lim, Artwork: Martin Oeggerli/Micronaut ® 2012

Neuer Wirkstoff gegen Filarien

Nicht Fettsucht, sondern der steigende Zuckerkonsum soll verantwortlich für die rapide Zunahme an Diabetes sein. Das berichten US-Forscher um Robert Lustig von der University of California in San Francisco (PLoSONE, doi:10.1371/journal.pone.0057873). Mit wirtschaftsstatistischen Methoden korrelierten sie Daten zur Häufigkeit von Diabetes und Ernährung aus insgesamt 175 Ländern. Demnach steigt die Diabetes-Prävalenz um 1,1% pro 150 kcal Zuckerverfügbarkeit pro Tag und Person. Ähnliche Assoziationstudien führten die Studienautoren auch für andere Nahrungsinhaltsstoffe, Übergewicht, sozioökonomische Variablen wie Alter, Einkommen oder Urbanisierung sowie die Gesamtkalorienzahl durch. Doch keiner davon erzielte annähernd deutliche statistische Signifikanz wie das Angebot an Zucker. Stattdessen geht Lustig von einer Abhängigkeit der Diabeteshäufigkeit von der Zuckerdosis aus. Die Unterschiede in der Zuckerverfügbarkeit erklären zudem Unterschiede in der Krankheitshäufigkeit in verschiedenen Populationen, die sich nicht durch Parameter wie sportliche Aktivität oder Übergewicht erklären ließen. So fanden die Forscher in Frankreich, Rumanien und Georgien wenig Fettsüchtige, aber viele Diabetiker. Weltweit hat der Zuckerkonsum seit 1960 durchschnittlich von 218 auf 280 kcal pro Tag und Person zugenommen.

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Impressum Das Life Sciences-Magazin |transkript erscheint monatlich (mit zwei Doppelausgaben pro Jahr) im Verlag der BIOCOM AG Lützowstraße 33 – 36 10785 Berlin | Germany Tel.: 030/264921-0 Fax: 030/264921-11 E-Mail: transkript@biocom.de Internet: www.biocom.de Herausgeber: Dipl.-Biol. Andreas Mietzsch Redaktion: Dipl.-Biol. Thomas Gabrielczyk Dr. Bernd Kaltwaßer (V.i.S.d.P.) Maren Kühr Dr. Martin Laqua Anzeigenleitung: Oliver Schnell Tel. 030/264921-45 Vertrieb: Marcus Laschke Tel. 030/264921-48 Druck: H. Heenemann GmbH & Co. KG Bessemerstraße 83 – 91 12103 Berlin 19. Jahrgang 2013 Hervorgegangen aus BioTechnologie Das Nachrichten-Magazin (1986 – 88) und BioEngineering (1988 – 94) ISSN 1435-5272 Postvertriebsstück A 49017 |transkript ist nur im Abonnement beim BIOCOM-Verlag erhältlich. Der Jahresbezugspreis beträgt für Firmen und Institutionen 184,- C, für Privatpersonen 92,- C und für Studenten unter Vorlage einer gültigen Immatrikulationsbescheinigung 46,- C, jeweils inkl. Mwst. und Porto. Auslandstarife auf Anfrage. Eine Abo-Bestellung kann innerhalb von zwei Wochen bei der BIOCOM AG schriftlich widerrufen werden. Das Abonnement gilt zunächst für ein Jahr und verlängert sich jeweils um ein weiteres Jahr, falls es nicht spätestens sechs Wochen vor Ablauf gekündigt wird. Bei Nichtlieferung aus Gründen, die nicht vom Verlag zu vertreten sind, besteht kein Anspruch auf Nachlieferung oder Erstattung vorausbezahlter Bezugsgelder. Gerichtsstand, Erfüllungs- und Zahlungsort ist Berlin. Mitglieder der BIO Deutschland, der Deutschen Gesellschaft für Proteomforschung DGPF, der Fachabteilung Life Science Research im VDGH, der VBU sowie der Biotechnologischen Studenteninitiative btS erhalten die Zeitschrift im Rahmen ihrer Mitgliedschaft. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stehen in der inhaltlichen Verantwortung der Autoren. Alle Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung darf kein Teil in irgendeiner Form reproduziert oder mit elektronischen Systemen verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden. Beilagen: BIOCOM AG/DBU, EMB Fraunhofer © BIOCOM AG ® BIOCOM ist eine geschützte Marke der BIOCOM AG, Berlin

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4-Antibody AG . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 4SC AG. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

A ABA-Invest . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38 ABBOTT Laboratories. . . . . . . . . 18, 20 Abbvie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Actavis Group . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 Actelion AG . . . . . . . . . . . . . . . . 11, 39 Activaero GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . 21 Addex Pharmaceuticals . . . . . . . . . . 12 Adidas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Affymetrix Inc.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . X Agenolab GmbH & Co. KG. . . . . . . . 26 Alfred Wieder AG . . . . . . . . . . . . . .U4 Alveostatics . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 AMAXA GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 Amgen Inc. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . III AMSBIO . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 AMSilk GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Antisense Pharma GmbH . . . . . . . . . . 8 Apceth GmbH & Co. KG. . . . . . . . . . 39 Apeiron Biologics AG . . . . . . . . . . . . 24 AstraZeneca . . . . . . . . . . . . . . . . . . . III Axygen BioScience Inc. . . . . . . . . . XIII Ayoxxa Biosystems . . . . . . . . . . . . III, X

B B. Braun Melsungen AG . . . . . . . . . . 23 BASF SE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 Bayer AG . . . . . . . . . . . . . . . 11, 24, 34 Bayerische Beamtenkrankenkasse . . 38 Bayern Innovativ GmbH . . . . . . . . . . 14 Beckman Coulter . . . . . . . . . . . . . . . . V Becton Dickinson . . . . . . . . . . . . . . XIII Berenberg Bank . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Bernstein Research . . . . . . . . . . . . . . 11 BIO Deutschland e.V. . . . . . . . . . . . . 25 BIOCOM AG . . . . . . . . 29, 32, Beilage Biocon Consulting . . . . . . . . . . . . . . III Biogen Idec Inc. . . . . . . . . . . . . . . . . III Biognosys AG . . . . . . . . . . . . . . . III, VIII BioM AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38 BIOM Biotech Cluster Dev. GmbH . . 38 BioRegio Stern Manag. GmbH . . . . . 49 BioTissue GmbH. . . . . . . . . . . . . . . . 26 Boehmert & Boehmert . . . . . . . . . . . 15 Boehringer Ingelheim . . . . . . .10, 39, III Boehringer Mannheim GmbH . . . . . 39 BRAIN AG. . . . . . . . . . . . . . . . . . 11, 40 Braskem SA. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37

C Caris Life Science . . . . . . . . . . . . . . . 39 Cell‘s Kitchen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Cellastix . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Charles River Biopharmaceutical . . . IV Clariant AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 co.don AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 Coca Cola . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14, 37 Commerzbank AG . . . . . . . . . . . . . . 11

Corning Inc. . . . . . . . . . . . . . . . . . . XIII Costar Corp. . . . . . . . . . . . . . . . . . . XIII CSL Behring GmbH . . . . . . . . . . . . . 24 Curetis AG . . . . . . . . . . . . . . . . . 21, 39 Cytos AG . . . . . . . . . . . . . . . 12, 24, 26

Metaheps . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Microsynth AG . . . . . . . . . . . . . . .6, XV MIG Verwaltungs AG . . . . . . . . . . 8, 21 Monsanto . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 Morphosys AG . . . . . . . . . . . . . . . . . 11

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Danaher . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Definiens AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39 Deutsche Bank . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Deutsche Bundesstiftung Umwelt . . 29 Deutsche Messe AG . . . . . . . . . . . . . 33 DOW AGROSCIENCES LLC . . . . . . . 34 Dr. Reddy‘s Laboratories Ltd. . . . . . . III DuPont Life Sciences Enterprise . . . . 34 DZ Bank AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11

New England Biolabs GmbH . . . . . XVI NiKem Research s.r.l. . . . . . . . . . . . . 37 Novartis AG . . . . . . . . . . . . . . . . 24, 33 Novia GmbH. . . . . . . . . . . . . . . . . . . VII

E Eli Lilly Ltd. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . III EMB Fraunhofer . . . . . . . . . . . . Beilage Euroforum Deutschland SE. . . . . . . . . 9 European Biotechnology Network . . 45 Evolva Holding . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Evotec AG. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12

F/G Fanelli Haag & Kilger . . . . . . . . . . . . 40 Fraser Milner Casgrain LLP . . . . . . . . 39 Frost & Sullivan . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Genomic Health . . . . . . . . . . . . . . . . 38 Glaxo Smith Kline . . . . . . . . . . . . . . . 36 Glycols . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37 Greencol Taiwand . . . . . . . . . . . . . . . 37 Greiner Bio-One GmbH . . . . . . . . . XIII

O/P Organobalance GmbH . . . . . . . . . . . 21 Paion AG. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23, 24 Pfizer Inc. . . . . . . . . . . . . .11, 23, 38, III Plant PET Technology . . . . . . . . . . . . 37 Plastiques Gosselin S.A.S.. . . . . . . . XIII Probiodrug AG . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 Procter & Gamble . . . . . . . . . . . . 14, 37 Promocell GmbH . . . . . . . . . . . . . 3, 46 Protagen AG. . . . . . . . . . . . . . . . . . . III Protagen Protein Services GmbH . . . XI

Q/R Qiagen NV . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39 Regeneron Pharmaceuticals Inc.. . . . 24 Rentschler Biotechnologie GmbH . . 39 Roche AG . . . . . . 18, 20, 24, 26, 36, 39 Roche Custom Biotech . . . . . . . . . . . VII Roche Diagnostics GmbH. .19, 39, II, VI ROOTec GmbH. . . . . . . . . . . . . . . . . 16

S

Janssen Research & Dev. LLC . . . . . . 24 Joanneum Research . . . . . . . . . . . . . 38 Johnson & Johnson . . . . . . . . . . . . . 18 KfW Bankengruppe . . . . . . . . . . . . . 21 Kimble . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . XIII

Salans LLP. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39 SALANS LLP . . . . . . . . . . . . . . . . . . .U2 Santhera Pharmaceuticals AG. . . . . . 23 SCHOTT AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . XIII Science4Life e.V.. . . . . . . . . . . . . . . . 49 SEQLAB GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 SGSM-Scan. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . III SIEMENS AG . . . . . . . . . . . . . . 20, XIII Siemens Healthcare . . . . . . . . . . . . . 18 Sigma Aldrich . . . . . . . . . . . . . . . . . XIII SNR Denton . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39 Stratec Biomedical Systems AG . . . . 11 Subitec GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Sulzer Medica . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 Sulzer Orthopedics Ltd. . . . . . . . . . . 19 Swiss Biotech Day. . . . . . . . . . . . . . . 51 Symrise GmbH & Co. KG . . . . . . . . . 14 Syngenta. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34

L

T

Laboratorio Medea. . . . . . . . . . . . . . 23 Laser 2000 GmbH. . . . . . . . . . . . . . . 39 Life Science Austria LISA. . . . . . . . . . . 7 Lipocalyx GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Lonza AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . III LSP (Life Sciences Partners). . . . . . . . 21

Technavio . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Teva Pharmaceutical Ltd . . . . . . . 23, III Thümmel Schütze & Partner . . . . . . . 39

H/I H. J. Heinz Company . . . . . . . . . . . . 37 Hamamatsu Photonics . . . . . . . . . . . 46 Hameln Pharma Plus GmbH . . . . . . . 23 Hill-Rom Holdings Inc. . . . . . . . . . . . 39 IBF Industries . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37 Illumina Inc.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . X IMS Health . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . III Invivoscribe Technologies. . . . . . . . . IX Ionera Technologies . . . . . . . . . . . . . 10

J/K

M Magforce Nanotechnologies AG . . . 12 Marinomed Biotech GmbH . . . . . . . 24 Mediatech Inc. . . . . . . . . . . . . . . . . XIII medipax . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38 Merck KGaA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 Metaheps . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38

U/V Union Krankenversicherung AG . . . . 38 Vontobel AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Vossius & Partner . . . . . . . . . . . . . . . 10

W/Z Wilex AG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 ZAB Brandenburg Ec. Dev. Board. . . 17 Zimmer GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 Zürcher Kantonalbank. . . . . . . . . . . . 23 Itranskript I Nr. 4 I 19. Jahrgang 2013


SWISS BIOTECH DAY 2013 The leading Swiss Biotech Conference and Annual General Assembly of the Swiss Biotech Association

The Swiss Biotech Day is the leading biotechnology conference in Switzerland. This event brings together more than 200 senior executives from the biotech industry. Programme highlights 2013 are a keynote address by Lord Howe, UK Department of Health, the presentation of the Swiss biotech report, and a view of personalised medicine given by the General Manager of Roche Diagnostics (Switzerland) Ltd. The Swiss Biotech Day will also host the annual general assembly of the Swiss Biotech Association.

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Domenico Alexakis is Executive Director of the Swiss Biotech Association.

APRIL 9, 2013 SIX Swiss Exchange, ConventionPoint, Zurich

SWISS BIOTECH...

Sponsors:

...is an alliance of four leading Biotech regions of Switzerland (Bio Alps, BioPolo Ticino, Basel Area and Greater Zurich Area). They have combined efforts to streamline interests of the national biotech sector. The SWX Swiss Exchange holds a leading position in terms of lifescience listings and offers companies from that industry – be they located in Switzerland or abroad – access to an internationally recognised financial marketplace. The initiative was co-founded Partners: by the SBA which also manages Supporting the executive office of Swiss Biotech.

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European Biotechnology Net work

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Immundiagnostik im Wandel Der Markt für Immundiagnostik wächst seit Jahren beständig – dank immer stärkerer Nachfrage und neuen Anwendungen...

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