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hitech

Das Magazin der Technik und Informatik | Magazine du Dép. Technique et informatique 1 | 2014

crossing

the borders

Mobilität an der BFH Der wissenschaftliche Diskurs erfolgt eng vernetzt und global. Die Personenmobilität wird weiterhin als zentrales Werkzeug in der laufenden aktiven Gestaltung des europäischen Hochschulraumes verstanden. ‣ 6

Die BFH im internationalen Umfeld | La BFH dans l’environnement international

Internationale Forschungspartnerschaften sind eine hervorragende Möglichkeit, um auch Studierende auf eine globalisierte Arbeitswelt vorzubereiten. | Les partenariats internationaux offrent une formidable opportunité de préparer les étudiantes et les étudiants à un monde du travail globalisé. ‣ 4


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Inhalt

Editorial

Editorial 03 Mobilität mit Gewinn | Des bénéfices de la mobilité Focus / Student and Staff Mobility 04 Die BFH im internationalen Umfeld 06 Mobilität an der BFH im Vergleich 08 «Horizon 2020» fördert den internationalen Personalaustausch mit RISE

Prof. Dr. Lukas Rohr

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Direktor der BFH-TI | Directeur de la BFH-TI.

10 Mobilitätsaufenthalte mit Erasmus+ 12 Au-delà du «Röstigraben» 14 Ein ERASMUS-Semester in Hagenberg (AT) 15 Work experience in Poland 16 Mobilität als Mehrwert beim MSE Erasmusbrücke in Rotterdam. Foto: Institut für Kunstgeschichte der Universität Erlangen-Nürnberg

17 Kooperation zwischen Fachhochschule und Uni beim BME-Master 18 My Swiss experience – dip into the unknown 20 International networks for the next generation of engineers 22 Deep Dive China Market studies for Swiss enterprises 24 Viajar es abrir la mente

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25 From MIT to BFH – Collaborating across the Atlantic 26 Berufsbildung – ein Sommer in Ägypten Success Story 29 Mobile Internet Online Event 31 News

Impressum

Impressum

Herausgeberin: Berner Fachhochschule BFH, Technik und Informatik Adresse: BFH-TI, hitech-Redaktion, Postfach, 2501 Biel-Bienne | hitech@bfh.ch Erscheinungsweise: 3-mal jährlich (Nr. 1: Februar, Nr. 2: Juni, Nr. 3: November) Auflage: 7000 Exemplare Redaktion: Diego Jannuzzo, Patrick Studer Übersetzungen: Gabriella Scorrano, Christiane Vauthier Layout: Ingrid Zengaffinen Druck: Stämpfli Publikationen AG, Wölflistrasse 1, Postfach, CH-3001 Bern Adressänderungen: communication.ti@bfh.ch Abonnement: hitech.bfh.ch

Publication : Haute école spécialisée bernoise BFH, Technique et informatique Adresse : HESB-TI, Rédaction hitech, Case postale, 2501 Biel-Bienne | hitech@bfh.ch Parution : paraît 3x par année (no 1 : février, no 2 : juin, no 3 : novembre) Tirage : 7000 exemplaires Rédaction : Diego Jannuzzo, Patrick Studer Traductions : Gabriella Scorrano, Christiane Vauthier Graphisme, mise en page : Ingrid Zengaffinen Imprimerie : Stämpfli Publikationen AG, Wölflistrasse 1, Postfach, CH-3001 Bern Changements d’adresse : communication.ti@bfh.ch Abonnement : hitech.bfh.ch

Inserate für die nächste Ausgabe: Inseratenschluss 27.03.14

Date butoir pour les annonces du prochain hitech : 27.03.14

Sie finden das Magazin in deutscher und französischer Übersetzung auf: hitech.bfh.ch

Ce magazine existe en version française et allemande à l’adresse : hitech.bfh.ch

Mobilität mit Gewinn

Des bénéfices de la mobilité

Die schweizerischen Fachhochschulen sind heute in eine international vernetzte Hochschul- und Forschungslandschaft eingebunden. Auch unsere angewandte Forschung wird vermehrt in internationaler Zusammenarbeit durchgeführt. Dies ist eine hervorragende Möglichkeit, um auch Studierende auf eine globalisierte Arbeitswelt vorzubereiten. Die Mobilität von Forschenden und Studierenden, der Austausch von Erfahrungen und Know-how im direkten Kontakt sind dabei von zentraler Bedeutung. Die Beteiligung der Schweiz an «Horizon 2020», dem 8. Rahmenprogramm der Europäischen Union zur Förderung von Forschung und Innovation (2014–2020), wird ein grosser Gewinn. Dies ermöglicht den Schweizer Forschenden weiterhin den Zugang zu europaweiten Forschungsnetzwerken und einen substantiellen Ausbau internationaler Zusammenarbeit. Für Mitglieder der BFH von besonderem Interesse ist dabei das neue RISEProgramm (Research and Innovation Staff Exchange) – siehe S. 8. Die Zahl der Mobilitätsfreudigen an der BFH hat sich in den letzten Jahren erfreulich positiv entwickelt. Noch haben wir aber unser angestrebtes Ziel nicht erreicht. Das Anheben der Mobilitätsquote gehört deshalb zu den ausdrücklichen Zielen der BFH-Strategie 2020 – siehe S. 4. Wer einmal den Schritt zum «Student and Staff Exchange» gewagt hat, konnte in der Regel grossen Gewinn daraus ziehen. Davon zeugen die verschiedenen Erfahrungsberichte im vorliegenden Magazin. Lassen Sie sich bei der Lektüre vom «Mobilitätsvirus» anstecken – es lohnt sich.

De nos jours, les hautes écoles spécialisées sont intégrées dans un paysage de formation supérieure et de recherche interconnecté et international. Notre recherche appliquée se fait aussi de plus en plus souvent en collaboration avec le monde entier. Il s’agit là d’une occasion unique pour préparer au mieux nos étudiant-e-s à un monde du travail globalisé. La mobilité des chercheureuse-s et des étudiant-e-s, ainsi que l’échange direct d’expériences et de savoir-faire sont fondamentaux dans ce domaine. La participation de la Suisse à « Horizon 2020 », le 8e programme cadre de recherche et de développement de l’Union Européenne (2014-2020), s’avère déjà très bénéfique. En effet, les chercheur-euse-s suisses continuent ainsi à avoir accès aux réseaux de recherche de l’ensemble de l’Europe et ont la possibilité de développer leurs collaborations internationales de manière significative. Le nouveau programme RISE (Research and Innovation Staff Exchange) est spécialement intéressant pour les membres de la BFH – voir p. 8. Il est réjouissant de constater qu’au sein de la BFH le nombre des fervents de la mobilité a fortement augmenté ces dernières années. Nous n’avons toutefois pas encore atteint notre but déclaré. C’est pourquoi l’augmentation du taux de mobilité fait toujours partie des objectifs principaux de la stratégie BFH 2020 – voir p. 4. Qui a osé le pas « Student and Staff Exchange » en a généralement tiré un grand profit. Les différents articles du présent magazine vous le démontrent. Laissez-vous contaminer par le « virus de la mobilité » à la lecture de ce magazine – cela en vaut vraiment la peine.

Herzlichst Dr. Lukas Rohr Direktor der BFH-TI Leiter Ressort Internationales BFH

Cordialement salutations Dr Lukas Rohr Directeur de la BFH-TI Responsable de la Commission internationale BFH

Postscript

Post-scriptum

Nach dem Ja zur Zuwanderungsinitiative ist die Beteiligung der Schweiz an den Forschungs- und Bildungsprogrammen der EU («Horizon 2020» und «Erasmus+») nicht mehr zwangsläufig gegeben. Die Konsequenzen dieses Entscheides lassen sich aber noch nicht definitiv abschätzen. Doch überwiegt bei uns die Zuversicht, die in diesem Magazin präsentierten Ideen und Strategien zum Wohle unserer Studierenden und Mitarbeitenden trotzdem erfolgreich fortführen zu können.

Après le « oui » à l’initiative sur l’immigration de masse, la participation de la Suisse aux programmes de recherche et de développement de l’UE (« Horizon 2020 » et « Erasmus+ ») semble être remise en question. Toutefois, comme il est actuellement impossible d’estimer précisément les conséquences de ce vote et dans l’intérêt de nos étudiant-e-s et de nos collaborateur-trice-s, nous voulons continuer de croire que les idées et les stratégies présentées dans ce magazine pourront quand même être menées à bien.


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Focus / Student and Staff Mobility

Focus / Student and Staff Mobility

Die BFH

im internationalen Umfeld

Dr. Herbert Binggeli Rektor der Berner Fachhochschule BFH

Seit Juni 2013 ist Dr. Herbert Binggeli Rektor der Berner Fachhochschule BFH. Internationale Erfahrungen haben ihn persönlich und beruflich entscheidend mitgeprägt. Zusätzliche Anreize für die «Student and Staff Mobility» und vermehrte internationale Forschungspartnerschaften zählen für ihn zu den wesentlichen Strategiezielen der BFH bis 2020.

Mobilität wird heute gross geschrieben. Was sind Ihre persönlichen Erfahrungen damit? Dr. Herbert Binggeli: Während meines Germanistikund Anglistikstudiums habe ich 1980–81 ein Jahr in Nordirland verbracht. Die politische Situation war damals äusserst angespannt, es gab etwa Hungerstreiks von internierten IRA-Häftlingen. Ich bin als 22-Jähriger mit jugendlicher Leichtigkeit nach Nordirland gefahren und habe dort als «Assistant Teacher» an zwei Schulen Deutsch unterrichtet. Dass ich relativ jung ins Ausland gereist und dort auf eigenen Beinen gestanden bin, das war eine wertvolle Erfahrung. Als Student habe ich später noch ein Vierteljahr in Wien verbracht und mich dort mit Literatur befasst und habe diese wunderbare Stadt erkundet. Man lernt Leute kennen, ist in einem anderen Sprach- und Kulturraum, ist mit neuen Inhalten konfrontiert – das hat mir viel gebracht. Als ausgebildeter Gymnasiallehrer habe ich mich an der Schweizer Schule in São Paolo beworben. Ich habe dort zuerst am Gymnasium Deutsch und Englisch unterrichtet. Später wurde ich Leiter des Gymnasiums und schliesslich Direktor der Schweizer Schule. Das war 1990–94. Es war eine Zeit der beruflichen Horizonterweiterung. Offenheit, Flexibilität und Toleranz waren wichtig, das hat mich geprägt. Zurück in Bern war ich zuerst an der Berufsmaturitätsschule der GIBB tätig. 2000 wurde ich zum Direktor der GIBB gewählt. Da habe ich im Bereich «Internationalisation at Home» zahlreiche Erfahrungen sammeln können. Ich durfte viele Delegationen aus aller Herren Länder empfangen. Man sieht das Staunen dieser «incoming people» über die tiefe Jugendarbeitslosenquote und erkennt den Wert unseres dualen Bildungssystems durch die Brille der ausländischen Gäste noch deutlicher.

Wie sehen Ihre ersten Erfahrungen mit dem Thema Internationales an der BFH aus? Seit Juni 2013 bin ich jetzt Rektor der BFH. Ich habe Einsitz genommen in die Rektorenkonferenz der Fachhochschulen der Schweiz KFH und vertrete dort als Delegierter das Ressort «Internationales». Hier ist unter anderem das Programm «Internationalisierung der Fachhochschulen» angesiedelt. Der KFH-Support zielt darauf ab, die Schweizer Fachhochschulen als Bildungs- und Forschungsinstitutionen international besser zu positionieren und zu vernetzen. Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI (vormals BBT) hat für dieses vierjährige Programm vier Millionen CHF gesprochen. Damit werden verschiedene Teilprogramme im Sinne eines MatchingFund finanziert. Die BFH ist in diesem Rahmen gemeinsam mit der HES-SO am Projekt «elop*» beteiligt: Multinational und multidisziplinär zusammengesetzte Teams arbeiten über die Lehr- und Lernplattform elop* gemeinsam an realen Architekturprojekten. Zudem hat die BFH im Teilprojekt «Kommunikation» unter der Leitung von Dr. Lukas Rohr den Lead. Es geht darum, mit welcher «Message» wir als Fachhochschulen im Ausland oder gegenüber ausländischen Delegationen auftreten. Wer sind wir? Welches sind unsere Tätigkeiten, unsere Ausrichtungen, unsere Ideale? Es sollen konkrete Instrumente bereitgestellt werden, damit wir z.B. an internationalen Konferenzen als anwendungsund praxisorientierte Hochschulen mit einem eigenen Profil wahrgenommen werden. Zurzeit ist es nämlich schwierig, die Idee der «SWISS UNIVERSITIES OF APPLIED SCIENCES AND ARTS» klar zu transportieren. Diese Erfahrung habe ich Anfang Juli letzten Jahres während einer Reise nach Südkorea und Shanghai selbst gemacht. Ich war mit einer wissenschaftlichen Delegation mit Bundesrat Schneider-Ammann unter-

Eine Delegation des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation zu Besuch in Shanghai.

wegs. Da habe ich einerseits das Potenzial gesehen, das in der Zusammenarbeit der Schweiz mit einem südostasiatischen Land liegt. Andererseits musste ich als Vertreter der Fachhochschulen feststellen, dass die Marke Fachhochschule ausserhalb von Mitteleuropa schlecht oder gar nicht bekannt ist. Oft sind andere Staaten dann aber sehr interessiert an unserem System, und wir geben unsere Erfahrungen auch gerne weiter. Es stellt sich mir jedoch auch die Frage nach dem eigenen «Return on Investment». Daran können wir im Zusammenhang mit internationalen Partnerschaften noch arbeiten. Welches sind im Bereich «Internationales» Ihre Ziele bis 2020? Auf der Ebene der individuellen «Student and Staff Mobility» gilt es, weitere Anreize zu schaffen, um den internationalen Austausch zusätzlich zu fördern. Daneben müssen wir uns vermehrt auf Forschungspartnerschaften mit ausländischen Universitäten konzentrieren. Dies geschieht in erster Linie über die Forschungsstrategie der BFH: Hier definieren wir departementale und interdepartementale «Profilierungsthemen». Diese schweizweiten Alleinstellungsmerkmale werden es uns dann erleichtern, internationale Forschungspartnerschaften voranzutreiben. Auch sollte jedes Departement wenn möglich ein oder höchstens zwei Länder als «pays prioritaire» für solche Partnerschaften festlegen. Im Rahmen der Strategie 2020 haben wir auf der BFH-Führungsebene sogenannte Handlungsfelder de-

finiert, eines davon ist «Internationales». Mir ist es ein Anliegen, die strategischen Ziele nicht top-down vorzugeben. Wir werden strategische Grundsätze formulieren, und in Anlehnung daran wird die Kommissi-

«Die BFH ist national und international vernetzt. Mit individueller Mobilität und in Forschungsprojekten können wir von dieser Vernetzung profitieren.» Dr. Herbert Binggeli

on Internationales strategische Ziele ausarbeiten. Das Fachwissen ist bei den Kommissionen, wo viele kompetente Leute mitwirken. Auch die Mitwirkung in die Breite wird gewährleistet sein. Besten Dank für das Gespräch. Interview Diego Jannuzzo Kontakt – herbert.binggeli@bfh.ch – Infos: bfh.ch


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Focus / Student and Staff Mobility

Focus / Student and Staff Mobility

Mobilität an der BFH

im Vergleich

Peter Eigenmann Leiter International Relations Office BFH

Die Berner Fachhochschule kann als regional verankerte Hochschule, mit einem guten, zweckmässig ausgerichteten Netzwerk an Partnern im europäischen Hochschulraum, wie auch ausserhalb Europas (=international) charakterisiert werden. Die Förderung der Mobilität und die Unterstützung der entsprechenden Abläufe ist einer der Kernaufträge des «International Relations Office» (IRO).

Der wissenschaftliche Diskurs erfolgt eng vernetzt und global. Wissen ist dank moderner Kommunikationsmittel zunehmend frei verfügbar. Die Rolle der Bildungsinstitutionen verändert sich mit dem Takt der technischen Möglichkeiten, der Kommunikationsgewohnheiten und der Bedürfnisse des sich zunehmend schneller verändernden Umfeldes. Eine aktive Teilnahme in den entsprechenden Netzwerken gehört für eine moderne, gut positionierte Hochschule zum Alltag. Sie ist Teil des Grundauftrags und darf nicht von externen Anreizen und Zuschüssen abhängig gemacht werden. Nach über 10 Jahren Internationalisierungsdiskussion sollten Mobilitätshindernisse für Studierende, Dozierende und Mitarbeitende weitgehend beseitigt sein. Studierende werden zur Mobilität ermutigt, sowohl horizontal (während eines Studiengangs) wie auch vertikal (zwischen den Stufen Bachelor und Master). Dozierende und Mitarbeitende werden bei entsprechenden Aktivitäten unterstützt und deren Resultate wertgeschätzt.

Es dürfte erwartet werden, dass das Projekt Internationalisierung nach gut 10-jähriger Laufzeit bald beendet werden kann. Dann nämlich, wenn die Vernetzung in der europäischen Wissensgemeinschaft etabliert und zur Selbstverständlichkeit geworden ist.

Mobilitätsförderung in der EU

Die europäische Politik drückt eine starke Überzeugung aus, dass den Hochschulen ein wichtiger Stellenwert für die Bewältigung der aktuellen Krise zukommt. Nur für die Bildungsprogramme werden in der kommenden Programmperiode 2014–2020 um 40% mehr Mittel budgetiert. In allen andern Bereichen werden angesichts der aktuellen Finanzkrise Einsparungen vorgenommen. 63% des Budgets der europäischen Bildungsprogramme wird für die Förderung der Mobilität vorgesehen. Die europäische Hochschulpolitik verfolgt verschiedene Zielwerte bis 2020. So sollen beispielsweise 20%

Entwicklung an der BFH

BSc in Physiotherapie: Adaptieren der Vorgehensweise an veränderte Rahmenbedingungen während des Praktikums in Addis Abeba. Foto: C. Greter

aller Hochschulabsolventen während ihrem Studium eine Studienphase im Ausland absolviert haben. Dies sind deutliche Signale: Die Personenmobilität wird weiterhin als zentrales Werkzeug in der laufenden aktiven Gestaltung des europäischen Hochschulraumes verstanden.

Entwicklung in der Schweiz

Im Vergleich unter den Fachhochschulen lag die Mobilitätsquote an der Berner Fachhochschule eher tief – siehe Tabelle. Sie unterscheidet sich auch deutlich nach Fachbereichen – bei «Technik und IT» erreichten die Fachhochschulen immerhin eine Quotensteigerung von 4,7% (2008) auf 7,5% (2011) (Absolvierendenbefragung BfS 2009/11).

Anhand der verfügbaren Zahlen (ERASMUS-Abschluss/BFH-Controlling) haben sich die absoluten Mobilitätszahlen seit 2008 an der BFH kontinuierlich positiv entwickelt. Innerhalb Europa hat sich die Zahl der Outgoings von 23 auf 110 knapp verfünffacht, und im Bereich der Incomings ist sie von 27 auf 75 knapp um das Dreifache angestiegen. Eine ähnliche Entwicklung hat sich bei tieferen Ausgangswerten bei der Mobilität der Mitarbeitenden ergeben: Die Zahl der Outgoings stieg von 8 auf 37, jene der Incomings von 6 auf 22 (Zahlen inkl. EHSM und HAFL). Das BFH-Controlling gibt Auskunft über die europäische und die internationale Mobilität der Jahre 2009– 2012 (ohne EHSM und HAFL). Hier stieg die Studierendenmobilität (In und Out) im entsprechenden Zeitraum um 22%. Die Dozierendenmobilität hat im selben Zeitraum um 46% zugenommen – siehe Grafik 1.

Kontakt – peter.eigenmann@bfh.ch – Infos: bfh.ch/international

Mobilitätshindernisse

Trotz moderater Steigerung der Mobilitätsquote in den letzten Jahren, liegt diese an der BFH noch deutlich von der europäischen Zielgrösse 2020 entfernt. Das Bundesamt für Statistik (BfS) schloss in der Absolvierendenbefragung 2008 die Frage nach Mobilitätshindernissen ein. Häufig genannte Mobilitätshindernisse werden in der untenstehenden Liste dargestellt. Eine analoge Analyse der Situation heute an der BFH würde es erlauben, zielgerichtet Massnahmen zur weiteren Steigerung der Mobilität zu ergreifen.

Mobilitätshindernisse

2008 2010

ZHAW

11.0 %

10.9 %

FHNW

9.0 %

13.3 %

FHZ (HSLU)

9.1 %

9.0 %

HES-SO

4.9 %

8.1 %

FHO

7.8 %

9.4 %

BFH 4.3 % 6.3 % SUPSI Grafik 1: Mobilität an der BFH von 2008–2012

3.6 %

2.4 %

Tabelle: Mobilitätsquote an den FHs pro Abschlussjahr (Quelle BfS )

Finanzielle Mehrbelastung Verlängerung Studiendauer Zeitaufwand Organisation Unvereinbarkeit mit Erwerbstätigkeit Trennung Partner/Kinder Vertraute Umgebung verlassen Kaum Plätze (Möglichkeiten) vorhanden Unzureichende Sprachkenntnisse Kein Interesse Studienaufbau/-struktur Absolvierendenbefragung des BfS (Abschlussjahrgang 2008 – ­Gesamtschweiz)

Nennungen 49.8 % 29.7 % 29.0 % 24.6 % 23.7 % 21.5 % 19.5 % 11.5 % 20.4 % 16.9 %


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Focus / Student and Staff Mobility

Focus / Student and Staff Mobility

«Horizon 2020» fördert den internationalen Personalaustausch mit RISE

«Die EU zahlt eine Pauschale pro Austauschmonat von 4500 Euro.»

«Horizon 2020» heisst das neue Rahmenprogramm der Europäischen Union für Forschung und Innovation, das im Januar 2014 lanciert wurde. Mit RISE (Research and Innovation Staff Exchange) bietet es neu auch Massnahmen für den Austausch von Personal zwischen Einrichtungen aus dem akademischen und nicht-akademischen Sektor (speziell KMU) sowie zwischen Einrichtungen innerhalb und ausserhalb Europas. Der Austausch erfolgt im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts der beteiligten Organisationen.

Maddalena Tognola Wissenschftliche Mitarbeiterin Kontaktstelle für die BFH bei Euresearch

Das Rahmenprogramm für Forschung und Innovation «Horizon 2020» läuft von 2014 bis 2020 und umfasst drei Förderschwerpunkte: Exzellente Wissenschaft (Excellent Science), Industrielle Führungsrolle (Industrial Leadership) und Gesellschaftliche Herausforderungen (Societal Challenges). Für Horizon 2020 ist ein Budget von insgesamt etwa 70 Mrd. Euro vorgesehen. Ein wesentlicher Teil des Förderschwerpunkts «Excellent Science» ist das «Marie Skłodowska-Curie-Programm». Es umfasst Förderprogramme, die insbesondere die Karriereentwicklung und Mobilität von Forscherinnen und Forschern unterstützen – eines davon ist RISE. Dr. Juliane Sauer gibt Auskunft über den neuen «Research and Innovation Staff Exchange».

Maddalena Tognola: Frau Sauer, was sind die Ziele der RISE-Projekte? Juliane Sauer: Mit RISE möchte die EUKommission die Zusammenarbeit zwischen dem akademischen und dem nicht-akademischen Bereich sowie zwischen Europa und Drittländern – also von ausserhalb Europas – stärken. Der gegenseitige Austausch von Angestellten dient dem Wissenstransfer zwischen Forschung und Markt. Die Begegnung der unterschiedlichen Kulturen soll dazu beitragen, kreative Ideen in innovative Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse umzusetzen.

Wie sieht ein RISE-Projekt konkret aus? Der Antrag umfasst 30 Seiten und wird von einem Konsortium eingereicht. Im Minimum braucht es Institute aus drei Ländern, davon mindestens zwei aus Europa. Die BFH könnte z.B. mit einer Ingenieurschule aus Schweden und einer Hochschule aus Indien eingeben oder mit einer Firma aus Deutsch-

land und einer Institution aus Spanien. Wenn alle Partner in der EU sind, müssen zwingend sowohl der akademische wie der nicht-akademische Sektor vertreten sein. Für reine «Hochschulkonsortien» braucht es die «internationale» Komponente: Einer von den drei Partnern muss dann zwingend aus einem Drittland sein. Wichtig ist auch, dass man ein innovatives gemeinsames Projekt realisieren will.

Welche Gruppen der BFH spricht RISE an? Am interessantesten ist es wohl für Gruppen, die schon Kontakte mit (grösseren) KMUs oder Firmen im europäischen und im weiteren Ausland haben. Wenn sie gemeinsam ein Projekt verfolgen, das von Personalaustausch profitieren kann, dann bietet sich RISE an. Wenn man eine längerfristige Kooperation aufbauen möchte, ist das sicher von Vorteil für die Evaluation des Gesuchs.

Wer kann beim Austausch mitmachen? Grundsätzlich alle Mitarbeitenden: Forschende, administratives und technisches Personal, welches sich an den Forschungsund Innovationstätigkeiten beteiligt. Auch das Management kann mitmachen, sofern die Personen Zeit für den Austausch haben! Bedingung ist, dass Mitarbeitende seit mindestens sechs Monaten mit den Forschungsund Innovationstätigkeiten der Institution vertraut sind, bevor sie den Austausch beginnen. Und sie sollen nach dem Austausch in die heimische Institution zurückkehren.

Was wird finanziert? Bei RISE werden Pauschalbeträge pro Austauschmonat ausgerichtet: 2000 Euro/ Monat sind für die zusätzlichen Personalkosten (Flug, Unterkunft) gedacht, 1800 Euro/Monat für die Forschung & Entwick-

lung sowie Ausbildungskosten und 700 Euro/Monat für die Verwaltung des Programms und die Öffentlichkeitsarbeit. Den Teilnehmenden steht es aber frei, diese Pauschalen (total 4500 Euro pro Austauschmonat) anders aufzuteilen. RISE ist also kein Instrument für Kurzbesuche: Aufwand und Ertrag würden nicht stimmen.

Die Eingabefristen sind bereits am 24. April 2014 und voraussichtlich wieder Ende April 2015: Wie sollen Interessierte vorgehen? Sie sollten den «Guide for applicants» von der offiziellen EU-Seite lesen, wo man auch den Antrag online eingeben kann . Wir Dr. Juliane Sauer Nationale Kontaktstelle Marie Skłodowska-CurieProgramm bei Euresearch

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empfehlen allen, sich ebenfalls rechtzeitig bei Euresearch zu melden, weil unser Hintergrundwissen die Schweizer Anträge noch wettbewerbsfähiger macht.

Kontakt – maddalena.tognola@euresearch.ch oder bfh@euresearch.ch – Infos: euresearch.ch/en/msca

Bei Euresearch gibt es mehr Informationen

Euresearch ist das Schweizer Informationsnetzwerk über die EU-Programme für F&E und Innovation. Das Regionalbüro Bern berät und unterstützt alle Akteure aus dem Kanton Bern. Die Dienstleistung ist gratis. Seit Januar 2014 ist Maddalena Tognola auch der lokale Kontakt für die Berner Fachhochschule. Wir beraten Sie gerne über RISE und andere Möglichkeiten unter «Horizon 2020»: bfh@euresearch.ch oder telefonisch: 031 631 48 09.


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Focus / Student and Staff Mobility

Focus / Student and Staff Mobility

Mobilitätsaufenthalte

Prof. Dr. Alexander Leu Dean International Relations BFH-TI

mit Erasmus+

Internationale Mobilität in der Ausbildung kennt eigentlich nur Gewinner: Ob Forschende, Lehrende oder Studierende – alle profitieren vom Austausch mit anderen Kulturen. Man kann vom Wissensangebot anderer Hochschulen profitieren und verbessert seine Sprachkenntnisse.

Die BFH-TI pflegt die im Bundesgesetz (FHSG) und im kantonalen Gesetz über die Berner Fachhochschule (FaG) geforderte Zusammenarbeit und den Austausch mit in- und ausländischen Hochschulen in verschiedenen Bereichen. Am weitesten entwickelt ist die internationale Zusammenarbeit im Bereich der angewandten Forschung und Entwicklung. Dies erstaunt nicht, da Innovationsfähigkeit stark von gegenseitigen Impulsen abhängt. Die Institute der BFH-TI sind von Forschungsteams geprägt, die sowohl interdisziplinär wie auch international zusammengesetzt sind.

Distanz 0–99 km

Das neue EU-Austauschprogramm Erasmus+ (2014– 2020) basiert nach wie vor auf dem Grundsatz der Gegenseitigkeit. Die Studierenden bleiben bei der ursprünglichen Hochschule immatrikuliert und haben an der Gasthochschule einen Besucherstatus. Dieser erlaubt es ihnen, Prüfungen zu absolvieren und die ECTS an der Heimhochschule anrechnen zu lassen. Das Programm wird an der BFH-TI noch zurückhaltend wahrgenommen. Sowohl auf der Seite der Studierenden wie auch bei den Dozierenden hält sich die Mobilitätsbereitschaft in Grenzen. Dies soll sich in den nächsten Jahren ändern. Dafür müssen aber gewisse Rahmenbedingungen erfüllt sein. Einerseits braucht es ein Fächerangebot in englischer Sprache, wenn man ausländische Studierende anziehen will. Andererseits ist die Mobilitätsbereitschaft auch abhängig von der Bereitschaft der einzelnen Studiengänge, Module anderer Hochschulen anzuerkennen. Studierende können neu 12 Monate pro Ausbildungsstufe (Bachelor-, Master- und Doktorandenstufe) im Studienaustausch in Anspruch nehmen. Dies ist eine substantielle Erhöhung, man darf auf die Umsetzung und die daraus folgenden Konsequenzen gespannt sein. Die Stipendien für das Studium betragen zwischen 200–250 € pro Monat. Eine andere Neuerung verlangt vor und nach dem Studienaustausch je ein Assessment in der Unterrichtssprache (sofern es nicht die Muttersprache ist). Dies betrifft aber nur die Sprachen Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch. Die zwei Tests sind nicht als Zutrittsschranken zu verstehen, sondern bilden eine Form der Selbstkontrolle – sie sind aber obligatorisch. Man hat bei Bedarf auf Online-Sprachkurse Zugriff. Die EU will damit sprachliche Verbesserungen ausweisen können, um so die gesprochenen Mittel politisch zu rechtfertigen.

Entschädigung 0€

100–499 km

180 €

500–1999 km

275 €

2000–2999 km

360 €

3000–3999 km

530 €

4000–7999 km

Ausbau der Mobilität als Schwerpunkt

Neuerungen unter Erasmus+

Praktikum in Ecuador. Foto: IAESTE

Auch für Dozierende und Hochschulpersonal sind einige Neuerungen zu beachten. So werden ab 2014 vorbereitende Besuche nicht mehr unterstützt. Es gibt zwei Formen der Personalmobilität: den Lehrauftrag (für Dozierende und Personal von Unternehmen) und

8000–19 999 km

820 € 1100 €

Tabelle: Reiseentschädigungen für Dozierende und Personal

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die Weiterbildung (für Dozierende und übriges Personal). Beide Programme erlauben Aufenthalte zwischen zwei Tagen und zwei Monaten. Beim Lehrauftrag wird ein Minimum von acht Lektionen pro Woche verlangt. Der Besuch von Konferenzen wird nicht unterstützt, jedoch die Teilnahme an Kursen, Schulungen und «JobShadowing» (Beobachtung). Die finanzielle Unterstützung beinhaltet eine Tagespauschale (100–160 €) und eine Reiseentschädigung abhängig von der Distanz.

Kontakt – international.ti@bfh.ch – Infos: ti.bfh.ch/international


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Focus / Student and Staff Mobility

Focus / Student and Staff Mobility

Au-delà du «Röstigraben»

la BFH-TI. Il y a pourtant bien des différences entre la HE-ARC et la BFH : à Neuchâtel, par ex., on ne choisit pas deux orientations sur cinq, mais une sur trois. Comme nous avons tous les deux opté pour la Microtechnologie et Électronique, nous passons deux jours par semaine dans des laboratoires situés à La Chaux-de-Fonds, où nous nous occupons de revêtements, d’analyse des sur-

et plus loin

Josef Timoteo Jenni Étudiant BSc en Microtechnique et technique médicale

Daniel Kaufmann Étudiant BSc en Microtechnique et technique médicale

Toulouse – automne 2012

Nous, Hanspeter Hess, Josef Jenni et Daniel Kaufmann – qui étudions dans la division Microtechnique et technique médicale – avons eu l’opportunité de passer notre troisième semestre à Toulouse. Diverses raisons nous ont motivés pour partir en France. Nous étions curieux de nous familiariser avec une culture qui n’était pas la nôtre et ce, autrement qu’en tant que touristes, et nous avions aussi envie de découvrir la vie au quotidien propre à une autre région de l’Europe. Le programme ERASMUS nous a donné l’opportunité de faire cette expérience pendant nos études, sans pour autant en prolonger la durée. Grâce aux bonnes relations entretenues par la BFH avec l’Institut universitaire technologique Paul Sabatier IUT de l’Université de Toulouse et à l’aide active de quelques professeurs de notre haute école spécialisée, nous n’avons quasiment rien dû organiser nous-mêmes. Il nous a juste fallu oser le pas vers l’inconnu.

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Vivre ailleurs, dans un autre pays, dans une autre ville – parler une autre langue. C’est ce qu’un semestre d’échange ERASMUS offre aux étudiant-e-s de la Haute école spécialisée bernoise sur un plateau d’argent. Quitter la maison pour un foyer d’étudiants, la BFH pour un institut technique et nos bonnes vieilles habitudes pour une vie exigeant beaucoup d’ouverture et de flexibilité – tels étaient les défis de notre émigration de Suisse en France; sans parler de la langue, bien évidemment. Nous avons été confrontés à des situations complètement nouvelles: une autre infrastructure, d’autres méthodes d’enseignement, des examens le samedi … qu’il fallait réussir sans le soutien d’aucun livre de formules. Et à côté des études, nous avons dû nous créer un nouveau cercle d’amis et découvrir comment on vit à Toulouse. Cerise sur le gâteau, nous avons aussi pu faire un stage au « Laboratoire Plasma et Conversion d’Energie » (LAPLACE) qui s’occupe de recherche en physique des plasmas. Notre retour en Suisse n’a pas marqué la fin de ce semestre d’échange. Le semestre qui a suivi était empreint de ses conséquences. « Vous avez vu ça le semestre dernier » – cette phrase n’était que peu souvent valable pour nous ! Par chance, nous avions de l’avance dans certaines matières et, surtout, nous avions pris de l’assurance : nous savions que nous étions capables de surmonter des phases difficiles. Or Toulouse avait éveillé notre intérêt pour les expériences externes à la BFH. Ainsi, quand au quatrième semestre, la question des branches d’approfondissement s’est posée, deux d’entre nous, Josef Jenni et Daniel Kaufmann, ont eu l’idée d’aller effectuer leur spécialisation dans une autre haute école spécialisée de Suisse. Du point de vue linguistique et géographique, la Haute Ecole Arc HE-ARC de Neuchâtel tombait sous le sens.

Neuchâtel – année académique 2013–2014

Salle blanche dans les laboratoires de La Chaux-de-Fonds

Continuer nos études à Neuchâtel était une suite logique de Toulouse. Il n’y a toutefois que peu de points communs entre la HE-Arc et l’IUT ! À Neuchâtel, l’enseignement est certes dispensé en français, mais nous nous retrouvons dans une école « suisse », structurée comme

« ll est certain que ces échanges ont marqué notre histoire tant sur le plan personnel que professionnel. » faces et de traitement de barreaux (wafers) de silicium destinés aux systèmes microfluides. Les points forts de la Haute école spécialisée de Neuchâtel étant différents de ceux de Bienne, nous sommes persuadés que cette dernière année d’études à Neuchâtel va élargir notre horizon de compétences en nous pourvoyant de nouvelles techniques, procédures et méthodes.

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Bilan

Étudier dans trois écoles différentes, dans deux pays différents, et le tout en trois ans peut donner l’impression d’études fragmentées. Si on compare ce cursus à des études conventionnelles, cette impression est certainement justifiée ; toutefois on ne peut pas ne pas en déduire aussi quelque chose de très positif. En effet, en plus des contacts noués au Sud de la France et en Suisse romande, de telles études stimulent le travail autonome et la flexibilité d’esprit. Nous ne savons bien évidemment pas encore quelles seront les répercussions exactes de ces deux échanges sur nos vies. Il est toutefois certain qu’ils ont marqué notre histoire tant sur le plan personnel que professionnel. Nous souhaitons remercier ici tous ceux qui nous ont permis de vivre ces expériences uniques, qu’ils soient de la BFH de Bienne, de l’IUT de Toulouse ou de la HE-Arc de Neuchâtel.

Contact – joseftimoteo.jenni@students.bfh.ch – daniel.kaufmann@students.fh.ch – Infos: ti.bfh.ch, iut.ups-tlse.fr, he-arc.ch


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Focus / Student and Staff Mobility

Focus / Student and Staff Mobility

Ein ERASMUS-Semester

in Hagenberg (AT)

Helen Loosli Studentin Bachelor of Science in Medizininformatik

In einer anderen Umgebung studieren, neue Leute kennenlernen, herumreisen, Partys feiern und neue Gerichte probieren – dies sind nur einige der schönen Dinge, die ein Auslandsemester zu bieten hat. Es ist eine einmalige Erfahrung, die ich allen Studierenden nur herzlich empfehlen kann.

Zurück aus den langen Sommerferien kam ich auf die Idee, das nächste Semester im Ausland zu verbringen. Bei den Vorbereitungen stellte sich heraus, dass Hagenberg die einzige ERASMUS-Partnerhochschule ist, welche Medizininformatik anbietet. Die Entscheidung war somit gefallen und ich konnte mich erfolgreich für das Frühjahrsemester anmelden.

Studieren im Ausland

Der Campus Hagenberg liegt in Bundesland Oberösterreich und ist nicht weit von Linz und der tschechischen Grenze entfernt. Anfangs Semester reiste ich an und wurde zusammen mit weiteren Austauschstudierenden aus Italien, Schweden, Russland, Mexico, USA usw. herzlich begrüsst. Wir alle sowie auch die meisten einheimischen Studierenden lebten im Studentenheim direkt neben den drei modernen Schulgebäuden. Meine neue Klasse, die «MBI11», setzte sich aus Medizin- und Bioinformatikstudenten zusammen. Neben den Vorlesungen und dem Studienprojekt hatten wir Übungsstunden mit Anwesenheitspflicht. Daran, wie auch an die pünktliche Abgabe der Übungen, musste ich mich zu Beginn des Semesters gewöhnen. Mit dem Lösen der vielen praktischen Aufgaben haben sich jedoch meine Java- und XML-Kenntnisse sehr verbessert. Stoff-

umfang und Schwierigkeitsgrad waren mit den Anforderungen in der Schweiz vergleichbar. So konnte ich dem Unterricht wegen der fehlenden Sprachbarriere stets folgen und mich gut in die Klasse integrieren. Meine Englischkenntnisse konnte ich im Kontakt mit den anderen Austauschstudenten vertiefen und mittels eines Japanischkurses meine Sprachkenntnisse sogar noch weiter ausbauen. Die spezifischen Medizininformatikfächer ermöglichten mir zudem einen Einblick in das Gesundheitswesen über unsere Landesgrenzen hinweg. Unter anderem fand auch eine Exkursion ins Unfallkrankenhaus Linz statt, wo wir Studentinnen und Studenten eine Knieoperation im Operationssaal live mitverfolgen durften.

Freizeit

Das kleine Dorf Hagenberg mit seinen zweieinhalbtausend Einwohnern hat an sich nicht viel zu bieten. Wo aber so viele Studentinnen und Studenten unter der Woche zusammenleben, ist es natürlich nie langweilig. Neben diversen Sportmöglichkeiten traf man sich im Campuspub, an legendären Heimpartys, zu Grillabenden und alle zwei Wochen zu einem grossen Studentenfest. Die meisten Wochenenden verbrachte ich allerdings, wie auch die meisten Studenten, die nach Hause fahren, nicht im ruhigen Hagenberg. Ich nützte vielmehr diese Zeit, um – mit anderen Austauschstudenten oder auch alleine – Österreich und seine Nachbarländer (Deutschland, Slowenien, Tschechien, Slowakei) zu bereisen. Zurück in Biel fühle ich mich um viele neue Eindrücke und Erlebnisse reicher. Ich bin sehr motiviert, mein letztes Studienjahr erfolgreich abzuschliessen.

Work experience in Poland

A journey to self-confidence

Margaux Hinni Student Bachelor of Science in Computer Science

I wanted to get a traineeship abroad during my summer holidays. So I applied for an IAESTE traineeship in Cracow, Poland, and was luckily accepted. IASTE is a wonderful opportunity for everyone who wishes to gain first work experience abroad.

The flight from Zurich airport to Cracow took only 2 hours. Three girls from IAESTE Poland met me at the airport and showed me the student campus. I lived there in a room with a Bosnian girl. On the 4th and the 5th floor we were about 30 IAESTE-trainees from all over the world: Switzerland, Austria, Serbia, Croatia, Bosnia, Macedonia, Spain, Russia, China and Columbia among others. On some evenings we had our «international evenings». Two or more trainees cooked a couple of traditional meals and presented their own country. On the Swiss evening what could have been more traditional than a Swiss cheese fondue?

Guided work experience

For 8 weeks I worked in a company called Grupa Onet. pl SA in Cracow, which calls itself a leader in media queries and mobile solutions in Poland. Around 200 employees are working in the company. I worked 40 hours a week and 8 hours a day in the Unix Administration Team. One member of the team was my tutor. On the one hand he was really challenging me but on the other hand he was answering all my questions and gave me enough time for the completion of my tasks. The team I was

working in was using a mix of both project methods Scrum and Kanban. Every team-member knew exactly what they had to do and what the others were doing thanks to the Kanban board. And we held daily Scrum meetings, so called «stand-ups». Every morning at about 10am the whole team met in front of the Kanban board and everyone explained in one minute what he had done the day before and what he was going to do during the day. I worked on virtual Ubuntu servers in Oracle Virtual Box and learned the basic Linux skills. I learned how to install and configure Apache2, PHP5, phpMyAdmin, Wordpress, Pure-FTPd and a lot more. Finally I was able to install two monitoring systems «Zabbix» and «graphite». The latter monitoring system was also used in the productive system in the Data Center. At the end of my stay my team showed me the Data Center buildings on the other side of the city. We visited all the different parts of the Data Center. The fuel tank, which operates continuously for 36 hours and can be refuelled while the generators are in operation, the gas detector, the server rooms and the Data Centre office. I chose IAESTE for my traineeship, because everything was well organized. I am happy for the work experience I made and for all the people I met. I would recommend this experience to everyone. All in all I became a much more self-confident and independent person.

Contact – margaux.hinni@students.bfh.ch

About IAESTE

IAESTE is an organization for the exchange of students at higher education institutions wishing to obtain technical experience abroad. Info: iaeste.ch

Kontakt – helen.loosli@students.bfh.ch – Infos: www.fh-ooe.at/campus-hagenberg > International International Evening

Wawel Cathedral and Castle in Cracow


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Focus / Student and Staff Mobility

Focus / Student and Staff Mobility

Mobilität als Mehrwert beim

Master of Science in Engineering

Prof. Dr. Roger Filliger Studiengangleiter MSE

Mobilität ist einer der Grundpfeiler unseres Studiengangs Master of Science in Engineering (MSE). Ist er doch als Kooperationsmaster aller sieben Schweizer Fachhochschulen ein räumlich gestreutes Bildungs­ angebot, bei dem nationaler Austausch und soziale Vernetzung als erstrebenswerter Mehrwert gehandelt werden.

Im MSE sind wir intensiv bestrebt, persönliche Studiengestaltungen zu fördern. So wird nicht nur Zugang zu Schweizer Fachhochschulen ermöglicht, sondern auch Auslandsemester werden organisatorisch unterstützt. Auch in Sachen Mobilität verlangt das Masterdiplom  – der höchste akademische Grad, den die Schweizer Fachhochschulen vergeben – hohe Flexibilität und die individuelle Bereitschaft, das Bestmögliche zu geben. So absolvieren die Studierenden den MSE-Kooperationsmaster an der Fachhochschule ihrer Wahl, besuchen Theoriemodule in Bern, Lausanne, Lugano-Manno oder Zürich und arbeiten im Blockmodul in Sursee während einer Woche mit weit über 200 Master-Studierenden aus allen Regionen der Schweiz.

Schweizweite Vernetzung

Bei so viel Mobilität verschiebt sich während eines Vollzeitstudiums über drei Semester oder eines Teilzeitstudiums über fünf Semester zwangshalber der Blick-

winkel auf das Studium und auf das schweizerische Arbeitsgefüge. Die Schweiz wird kleiner, die Adressdatei grösser und die jungen Ingenieurinnen und Ingenieure knüpfen mit studentischer Leichtigkeit Verbindungen zu industriellen Entscheidungsträgern von morgen – ein Plus mit kaum überschätzbarem Potential.

«Unterwegs zum international gültigen Titel ‹Master ­ of Science in Engineering> (MSc) verbinden sich ­Mobilität und geistige Flexibilität. Das eröffnet neue Karrierewege!» Dr. Roger Filliger

Fester Anker des Studiums ist die Fachvertiefung vor Ort und die ständige Betreuung der Studierenden durch Advisors. Diese verleihen der Weiterbildung die nötige Stabilität, die nachhaltiges Lernen fördert. Advisors sind Dozierende und Forschende der BFH, welche die Studierenden in der Studiengestaltung beraten und mit ihnen den Inhalt der fachlichen Vertiefung und der Master Thesis festlegen. Nicht selten beeinflusst die Wahl des Advisors – und somit auch die Thematik der MasterThesis – den weiteren Verlauf der beruflichen Karriere ganz entscheidend. Geistig und physisch mobil zu bleiben, ist dabei ein Leichtes.

Kooperation zwischen

Fachhochschule und Uni beim BME-Master

Prof. Dr. Volker M. Koch Abteilungsleiter Master und verantwortlich für den BME-Master auf Seite BFH

Der Master of Science in Biomedical Engineering (BME-Master) ist ein gemeinsames Angebot der Universität Bern und der Berner Fachhochschule. Er richtet sich vor allem an Ingenieure, Physiker und Informatiker von Fachhochschulen und Universitäten, welche sowohl ihre technischen und naturwissenschaftlichen Kenntnisse erweitern, als auch zusätzliches Wissen im Bereich medizinischer Anwendungen erwerben möchten.

Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester (120 ECTS). Während der ersten drei Semester werden vor allem Vorlesungen besucht. Im letzten Semester arbeiten die Studierenden an einem Projekt, welches mit einer Masterarbeit abgeschlossen wird. Nach dem ersten Semester können sich die Studierenden für eine von drei Vertiefungsrichtungen entscheiden: Biomechanical Systems, Electronic Implants oder Image-Guided Therapy. Obwohl es sich um ein Vollzeitstudium handelt, werden Nebentätigkeiten unterstützt. So finden die meisten Kurse nur an drei Wochentagen statt und eine Verlängerung der Regelstudienzeit ist – insbesondere bei nebenberuflicher Tätigkeit – möglich. Das Besondere an diesem universitären Studiengang ist, dass Fachhochschulabsolvierende mit geeignetem Profil ohne Auflagen zugelassen werden. Diesem Personenkreis wird ein Weg in die Wissenschaft angeboten, da anschliessend grundsätzlich eine Doktorarbeit begonnen werden kann. Natürlich haben unsere Absolven-

Kontakt – roger.filliger@bfh.ch – Infos: ti.bfh.ch/master

tinnen und unsere Absolventen auch gute Berufsaussichten in der Medizintechnikindustrie. Im Gegensatz zum MSE findet der Unterricht im BMEMaster nur im Kanton Bern statt. Die meisten Kurse werden an der Universität Bern, einzelne Veranstaltungen in der Vertiefungsrichtung «Electronic Implants» in Biel angebo-

«Nach dem Masterabschluss eröffnen sich neue ­Perspektiven: ob in einer spannenden Fach- oder ­Leitungsfunktion in einem Unternehmen oder als ­Doktorand an einer Hochschule. Vieles ist möglich.» Dr. Volker M. Koch

ten. Eine spätere Mobilität der Studierenden wird dadurch unterstützt, dass der Unterricht fast ausschliesslich auf Englisch stattfindet. Hierzu gehören drei Semester Vorlesungen sowie die anschliessende sechsmonatige Masterarbeit, welche von den meisten Studierenden auf Englisch verfasst wird. In besonderen Fällen kann diese auch im Ausland stattfinden. Fast alle Studierenden können ihre Sprachkenntnisse in Englisch während des Studiums deutlich verbessern. Dies erleichtert es den Absolvierenden später auch, international mobil zu sein. Aufgrund des englischsprachigen Angebots ist der BME-Master auch sehr interessant für Studierende aus dem Ausland. Diese sind eine Bereicherung für unser Programm und es ergeben sich oft Freundschaften über die Schweizer Grenzen hinaus – berufliche sowie private.

Kontakt – volker.koch@bfh.ch – Infos: bme.master.unibe.ch Das MSE-Studium vernetzt.

Der BME-Master schlägt eine Brücke zwischen Wissenschaft und praktischer Umsetzung.


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Focus / Student and Staff Mobility

Rubrik / Thema

My Swiss experience

A dip into the unknown The day that I came to Switzerland was definitely the changing point of my life. It changed my future, my character and education.

Sanaz Aryan Soroush Working at the «Human Interface Technology (HIT)» Laboratory.

After having finished my bachelor’s thesis in Teheran, I somehow was curious about the world outside of Iran and decided to accept the challenge and start the biggest adventure of my life. Without a lot of preparation, I packed my suitcases and came to Switzerland, after having received a student’s visa.

Arriving at BFH-TI

At the beginning, I did not know anyone here. I could not speak, nor understand German or, even worse, Swiss German. I started the Master of Science studies in Electrical Engineering at BFH. My semester and master’s thesis was supervised by Prof. Dr. Lorenz Müller, in the field of Cryptography and embedded systems. He helped and supported me a lot during all my studies with his advice and experience. Within my semester, I was the only female foreigner student with black hair and eyes in the classroom with more than 30 male students. Apparently, I looked so exotic that my classmates assumed I came from the French part of Switzerland, and thus tried to communicate with me in French. When they realized that I am Iranian, they were very surprised and were curious to learn more about my background. The good thing was that we had one common point with each other: our curiosity to discover new things. So we started to exchange our cultural aspects, ideas, languages and studies.

Learning the language

Very soon I found a lot of friends here at BFH who wanted to help me to learn their language. It was very funny, because I could not understand the language very well, so sometimes I did the opposite of what was expected from me. After one year, I was able to communicate in German, most of my friends were from Switzerland and I spent most of my time with them. I did not want to be only among international friends, living mainly their separate lives parallel to the Swiss, and thus decided to integrate as much as possible and to be part in both worlds. My Master’s education did not only have educational benefits for me. Besides education, I learned much about myself and became a much more self-confident person. When you are alone in another country, you learn how to communicate with a new culture, people and environment. Switzerland is very beautiful country, with amazing people, who want to share with you their time and ideas, if only you try to communicate with them.

Contact – sanaz_aryan_soroush@yahoo.com – Info: huce.bfh.ch


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Focus / Student and Staff Mobility

Focus / Student and Staff Mobility

International networks for

the next generation of engineers

PD Dr. Eva Schüpbach Lecturer for Sustainability in Engineering Sciences

Urs Muntwyler Professor for Photovoltaics Head of PV LAB

On-site learning during an ISES Solar World Congress

ISES is the International Solar Energy Society and was founded in 1954 (www.ises.org). Today, members from more than 100 countries form a global alliance to work towards the advancement and use of renewable energy technology. ISES visions are sustainability for the planet through the use of sustainable energy and the rapid transition to a renewable energy world. The Society is recognized by the United Nations as an NGO with consultative status. The official journal of ISES is «Solar Energy» (ISSN 0038-092X) published monthly by Elsevier Ltd. ISES organizes a bi-annual «Solar World Congress» for knowledge sharing, the latest in 2013 in Cancún, Mexico (www.swc2013.org).

In order to address the challenges associated with shifting towards new renewable energy, educational efforts need to strengthen the competences among the next generation in the field. The Photovoltaic Laboratory (PV LAB) collaborates with institutions of higher education around the globe to offer engineering students a unique insight into worldwide efforts towards implementing the energy transition. Examples of evolving good practice are described below. The Global Master Course

During ISES 2011 in Kassel, Germany (www. swc2011.org), an accredited «Global Master Course in Renewable Energies» was conducted. The scientific lead was with Kassel University (Germany; Prof. Dr. Klaus Vajen) and the Universities of Applied Sciences in Kufstein (Austria; Prof. Dr.-Ing. Tobias Schrag) and Bern (Switzerland; Prof. Urs Muntwyler, PD Dr. Eva Schüpbach). Following an international call for application, 15 candidates studying towards a Master degree were selected based on their knowledge in renewable energy or energy related issues of buildings (see Photo 2). The two female and thirteen male students originated from Chile, France, Germany, India, Iran, Mexico, Nigeria, and Switzerland1 and were offered financial support to attend the course. They were encouraged to use the informal setting of the Congress to learn about the state-of-the-art in the field and develop their own international network. All candidates were awarded a Certificate and 3 ECTS points after successful completion of all course tasks.

The lessons learned

Photo 1. Solar car port and PV rooftop installation at the Tiergarten building, Bern University of Applied Sciences (BFH), Departement of Engineering and Information Technology in Burgdorf.

During the Congress, the students had a chance to focus and carry out group work on selected topics. The groups chose (i) grid integrated PV-systems/PV-components, (ii) grid integration of renewable electricity, (iii) daylighting/SolarCities, (iv) solar architecture and building integration, (v) testing, certification and quality assessment in simulation and engineering tools, and (vii) solar thermal power. All course participants reported on the Congress being an excellent opportunity to gain a global overview of renewable energy research and technology. They also expressed the need for involvement in more implementation and knowledge transfer projects in addition to research.

One of the participants from Switzerland was a Master student in engineering from Bern University of Applied Sciences BFH.

1

Photo 2: Participants in the «Global Master Course in Renewable Energies» during ISES 2011 join for a picture in front of Kassel University, Germany.

IEA Student Exchange Progamme

The International Energy Agency (IEA) was founded in 1973/4 in response to the oil crisis; Switzerland is one of the founding members. The IEA is an autonomous organisation and aims at ensuring reliable, affordable and clean energy for its 28 member countries and beyond. It is committed worldwide to sustainable energy strategies (www.iea.org/) and promotes secure and sus-

EUREC trains students to become tomorrow’s energy specialists (www.eurec.be) tainable energy provision across the energy mix. IEA member countries collaborate in so-called «Implementing Agreements» (IA), one of which is the co-operation on «Hybrid and Electric Vehicle Technologies and Programmes» (IA-HEV; www.ieahev.org) launched in 1993. The 18 member countries contributing to the IA-HEV (IA-HEV, 2013) also actively take part in the IEA Student’s Exchange Programme. In 2013, a Master student from Fachhochschule Technikum Wien (Austria; www. technikum-wien.at) conducted her research thesis at the PV LAB (directed by Prof. Urs Muntwyler, Chair of the

IEA-HEV). The student’s research work concentrated on modelling the influence of electric vehicles and stationary batteries on the energy consumption of a PV house (Photo 1).

Contact – eva.schuepbach@bfh.ch IEA-HEV, 2013: Annual Report 2012, 226 p. (download from: www.ieahev.org/assets/1/7/IA-HEV_Annual_Report May_2013_3MB.pdf).

The inspiring «Global Master Course in Renewable Energies» during ISES 2011 was developed as part of the collaboration within the «Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie» (DGS). Collaboration activities of the ca. 120 teaching staff from Germanspeaking countries assembled in DGS include an annual meeting to exchange ideas, experiences, new educational programmes and trends in higher education in renewable energy. The PV LAB at BFH, Department of Engineering and Information Technology in Burgdorf also applied for membership in EUREC, the European Association of Renewable Energy. As part of the formal evaluation process associated with this application, a site visit by designated EUREC institutions is expected at the PV LAB in spring 2014.


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Focus / Student and Staff Mobility

Focus / Student and Staff Mobility

Deep Dive China

Market studies for Swiss enterprises

Dr. Paul Ammann Manager Executive MBA in International Management Management Center BFH-TI

Michael Zhao General Manager CBC Business Consulting, Shanghai

The proportion of Swiss exports to BRIC states is expected to increase from its current level of 15% to 45% by 2030 (fig. 1). For students of the Executive MBA program it is vital to be prepared for this development. They have to learn how to create and develop businesses in these emerging markets not only based on theoretical knowledge but rather on practical understanding. «Learning by doing» is the most promising approach. So far students of the Executive MBA program have developd market studies for: ABB, Comet, Ribcap, Wenger Swiss Army Knife, Brugg Cable, Traser Watches, Wyssen Avalanche Control, Z.E.C., Telsonic Ultraschalltechnik AG and Solarmax.

The project

The study project is divided into three phases. In the first phase in Bern the basic international subjects are taught, which include all contents necessary for a successful project as well as for the information gathering /

Swiss Export markets 2011 - 2030 100% BRIC 13%

Share of Swiss Exports

BRIC 45%

50%

EU 70% EU 28% 

USA 6% South Asia 8% USA 11% 0%

South Asia 3% GCC/Gulf 4%

2011

GCC/Gulf 8% Others 6%

BRIC: Brazil, Russia, India, China

The strategic decision of international market entry and expansion is based on country specific market studies. Students enrolled in the Executive MBA in International Management at the management center BFH-TI carry out, in parallel with their lectures, a China market study for Swiss enterprises. The studies deal with the market entry or the improvement of the current business development in the Chinese market. Both enterprises and students profit from this practical study approach. interviews in China: International Strategy, Market Research, Supply Chain Management and Intercultural Management. Parallel to this the students prepare the market studies based on the requirements and goals of the involved enterprises by analyzing secondary data and preparing the primary data collection.

Deep Dive China

During the Deep Dive China – a two-week stay in Shanghai – potential customers and partners in the market segments of the companies requesting the market study are interviewed. The consulting firm CBC (www. cbcnow.com) is responsible for the organization of contacts for the interviews in China. CBC was originally established in Bern by the China expert Charles Merkle and the company is now active in Bern, Shanghai, Beijing, Guangzhou and Mumbai. CBC Shanghai recruits interpreters who support the students during the interviews. Furthermore CBC provides logistical support such as the option to conduct phone interviews with interview partners in other regions of China. The good contacts CBC maintains with many companies in Shanghai significantly contribute to the success of the interviews. CBC also conducts review meetings with the students during their stay in China and supports them with its experience based on many years of doing business in China. Once back in Bern the students formulate the newly gained knowledge for the market study and work on the business case, i.e. the estimation of the payback, the potential revenue and costs for the next five years. At the end of the module the students present the results to the company that requested the market study.

The market studies contain the results of an interview-based customer-, partner- and competitive analysis in China. Opportunities and risks of the market as well as strengths and weaknesses of the enterprise are documented in the study paper. The core of the market study is a concrete action plan with recommendation for market development, the optimal form for market entry, appropriate distribution channels and potential distribution partners. The business case contains projections for revenue and costs as well as a payback-calculation for five years (fig. 2).

Example ABB

The basic objective of a market study may include the preparation of the market entry for enterprises that are not active in China yet. Today a second option is more important for many businesses: Companies that are already active in China are interested in a «Second Opinion». The students have to determine the strengths and weaknesses of the market presence in China and they develop concrete suggestions for improvements based on their analysis. An example is ABB. ABB has been active in China for a long time but especially in such a case the question whether the potential has truly been tapped is important. In ABB, this question had often been analyzed and discussed internally. The market study project offered ABB the opportunity to get a well-founded opinion from a neutral third party – the students. CBC Shanghai was able to arrange interviews with many important energy providers and industry companies in Shanghai and other cities of China. Based on secondary and primary analysis the students were able to show real options for improvement.

GCC: Gulf Cooperation Council

2030

Fig. 1: The BRIC Countries will become the main export markets for Swiss enterprises1. 1

The Market Study

Source: Exportindustrie Schweiz – Erfolgsfaktoren und Ausblick, Credit Suisse Economic Research, 2011

Fig. 2 The market studies include analysis, concept, business case and proposal for implementation (SWOT: Strengths, Weaknesses, Opportunities, and Threats).

These were presented at the Chinese headquarters of ABB Transformer Service in Hefei, Anhui province, receiving very good feedback by the general manager and the management team. The feedback of students is overwhelmingly positive

«This learning experience cannot be reproduced in a classroom in Bern.» as some examples show: «It was a perfect semester». «The introduction and support during and before the stay in Shanghai were very good». «Together with the interpreters we felt safe and had no problems traveling around Shanghai». The preparation work and research by CBC were excellent». «The learning experience we were able to make simply cannot be reproduced in a classroom in Bern». The concrete project of a market study for a Swiss export enterprise with the Deep Dive Module China prepares future managers for the enormous importance which emerging markets such as China will hold in the future for the Swiss economy.

Contact – paul.ammann@bfh.ch – michael.zhao@cbc.sh.cn – Info: ti.bfh.ch/emba-im, cbcnow.com

Going International Together with three colleagues Paul Ammann published the textbook «Going International – methods and concepts to develop export markets». It is based on yearlong research and development in cooperation with internationally operating SMEs. It deals with practically relevant questions of the process of internationalizing, provides knowledge based on scientific research, illustrates this using real case studies and provides methods and tools for the implementation of the acquired understanding in the enterprise. The tools for interna­ tionalizing introduced in the book are available at: going-international.ch.


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Focus / Student and Staff Mobility

Focus / Student and Staff Mobility

Viajar es

abrir la mente

Rebeca Valledor Gonzales Collaboratrice scientifique de l’institut ALPS.

La recherche est un monde où les échanges sont très importants, tant au niveau scientifique que personnel. Dans ce contexte, il est extrêmement enrichissant de voyager, d’établir des collaborations internationales, ainsi que de partager des expériences et d’en tirer profit.

J’ai étudié la physique dans les Asturies, une petite région du nord de l’Espagne. À la fin de mes études de Master, j’étais passionnée par le monde de la recherche, ce qui m’a poussée à me lancer dans une thèse de doctorat à l’Université d’Oviedo. Le sujet de cette thèse concernait le diagnostic des plasmas de décharge luminescente par spectrométrie d’émission (GDOES). C’est une technique qui est aussi utilisée à la BFH-TI pour l’analyse des matériaux.

Ouverture sur l’Europe

La bourse que j’ai obtenue pour mon doctorat m’a donné une opportunité fantastique: compléter ma formation et préparer mes travaux de thèse en accomplissant des séjours à l’étranger. J’ai d’abord été accueillie, pendant cinq mois, au Centre de Formation et de Recherche Jean François Champollion à Albi (France). Puis, j’ai poursuivi mes recherches en Suisse, à l’EPFZ, où je suis restée trois mois. Ces séjours dans des laboratoires européens m’ont permis de collaborer avec le Dr. Thomas Nelis et, en 2011, de faire la connaissance des membres de l’institut ALPS de la BFH-TI. Depuis mars 2013, je suis l’une des collaboratrices scientifiques de cet institut.

La recherche d’un point de vue différent

Travailler à la BFH-TI ne me donne pas seulement l’opportunité de faire la recherche fondamentale, mais aussi de la recherche appliquée orientée vers les applications industrielles. Ce sont deux domaines que j’ai découvert être absolument complémentaires. La recherche appliquée à la pratique est un secteur à développer dans un pays comme l’Espagne où cette interaction contructive entre le monde universitaire et celui de l’industrie fait complètement défaut. Qui plus est, les buts de ce type de recherche étant définis et pratiques, elle serait certainement très motivante pour les chercheurs et les chercheuses. D’autre part, l’insertion d’étudiant-e-s ingénieur-e-s dans des groupes de recherche offre la possibilité aux premiers de compléter au mieux leur formation et permet aux collaborateurs scientifiques de développer des compétences techniques utiles pour leur travail quotidien en laboratoire. Cette intégration n’était pas suffisamment exploitée dans les groupes de recherche dans lesquels j’avais travaillé auparavant. Elle constitue une toute nouvelle approche dont je m’efforcerai de tenir compte dans mon travail futur. En effet, suite à mon expérience à la BFH-TI, je suis convaincue qu’une telle approche permet de résoudre les problématiques techniques d’une manière bien plus efficace. Les différences essentielles entre mes expériences précédentes et mon travail actuel en tant que collaboratrice scientifique à la BFH-TI ne se résument donc pas au seul changement d’horaire des repas (!), mais contribuent largement à mon enrichissement professionnel – ainsi qu’à mon enrichissement personnel à travers les échanges culturels qui en découlent.

From MIT to BFH

Collaborating across the Atlantic

Research collaboration across institutions and cultures is increasingly important in the engineering discipline. International collaboration requires flexibility and an essential openness to other ways and views, as Lennon Rodgers demonstrates. Engineers with international experience are more in demand than ever, as universities of applied sciences pay increasing attention to international activities in teaching and research. Research networks are being built in Europe and beyond to advance innovation and scientific excellence.

Making the most of a conference

Lennon Rodgers, a postdoctoral researcher from Massachusetts Institute of Technology (MIT), recently relocated to Switzerland to take up a position as a research associate in the automotive engineering division at Bern University of Applied Sciences (BFH-TI). He arrived to Biel/Bienne through contact with Kurt Hug, professor of automotive engineering, whom he had met during an electric vehicle conference in Los Angeles. Lennon’s research at BFH will focus on small semiautonomous agricultural vehicles. He will be part of a team composed from engineers at BFH-TI, BFH-HAFL,

Contact – rebeca.valledorgonzalez@bfh.ch – Infos: alps.bfh.ch

Plasma d’argon à onde électromagnétique de surface à 2.45 GHz

Lennon Rodgers, PhD Research Associate

DTC and RUAG. The plan is to start with the related safety and regulation-related risks and subsequently move on to physical prototypes and testing. He will also work with students on thesis projects related to the agricultural vehicle project. Lennon Rodgers graduated from MIT in 2005 with an M.S. and, after working a few years in the aerospace industry, returned to MIT to pursue a PhD in mechanical engineering. Before coming to Switzerland, Lennon, his wife and their baby son spent some months in Moscow, Russia, where he taught design classes and helped buildup a student fabrication facility at Skoltech (a Russian university MIT is helping form).

Going abroad with the MIT mindset

For Lennon engineering is a truly international discipline. Engineers, he says, are very used to working internationally and in international teams. But going outside one’s own culture also means dealing with other ways of life. Cultures differ widely in the ways people get things done, how they make decisions. What are the rules of ‚engagement’? Is there a clear ‚chain of command’? Lennon comes from an American academic tradition which rewards self-motivation, ownership and fast decisionmaking. Hierarchies tend to be flat and everybody is invited to contribute to the work process, regardless of position and rank. This ‚MIT mindset’ to operate autonomously within given constraints and budgets may bring a fresh perspective to organizational cultures that adopt a more bureaucratic, top-down and conservative approach. Lennon is curious to find out how work in his field is organized in Switzerland. Lennon takes a personal interest in new cultures. Switzerland fascinates him not least because of its dual education system, combining higher education with work experience in a unique way. And Switzerland, Lennon finds, values engineering, which is seen in the excellent infrastructure, but also in the quality in design and building. Also Switzerland is home to renowned engineering schools such as the Federal Institute of Technology (ETH), he says. And, apparently, BFH-TI.

Contact – lennon.rodgers@bfh.ch


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Focus / Student and Staff Mobility

Focus / Student and Staff Mobility

Berufsbildung –

ein Sommer in Ägypten

Fausi Marti Historiker, Professor für Kommunikation und Politik

Bilder von Massendemonstrationen, Verletzten und Toten in Ägypten – diese Bilder gehen seit drei Jahren um die Welt. Im Sommer 2012 habe ich auch ein anderes Ägypten erlebt. Neben dem politischen Neubeginn haben die Menschen dort noch andere Probleme, und andere Freuden – ein Bericht von meinem Berufsbildungsprojekt.

Im 2. Halbjahr 2012 durfte ich mich für einen Bildungsurlaub von der Fachhochschule verabschieden. Für mich als Historiker und Sprachwissenschafter, der das Modul «Internationale Beziehungen» anbietet, war dieser Urlaub eine Chance, mein Wissen gleichzeitig theoretisch und praktisch zu vertiefen. Ägypten liegt für mich nahe, da ich ägyptische Wurzeln habe. Demokratieprozesse in Übergangsgesellschaften – das ist ein Thema, das ich schon in mehreren arabischen und lateinamerikanischen Ländern studiert und teilweise miterlebt habe. Nun hatte ich Gelegenheit, die Ereignisse in Kairo aus nächster Nähe zu verfolgen. Dann ist Ausbildung nicht nur mein Beruf, sondern ein Anliegen, für das ich mich auch privat einsetze. Daher setzte ich mir ein zweites, ganz praktisches Ziel: ein Berufsbildungsprojekt durchführen. Von diesem ist im Folgenden die Rede.

Ohne Berufsbildung keine Demokratie

30 Jahre Mubarak-Regime haben Ägypten eine prekäre Modernisierung beschert: einige moderne Unterneh-

men, einige Vorzeigeschulen und -spitäler, und im Übrigen ausgeblutete Volksschulen, eine Berufsbildung ohne qualifizierte Lehrmeister und ohne Maschinen, Spitäler ohne Medikamente. Ohne die vielen privaten Institutionen – geführt von Islamisten und von säkularen Kräften – hätten Millionen von Ägypterinnen und Ägyptern nichts zu essen, keine medizinische Versorgung, keine Schulbildung. Das Mubarak-Regime ist weg, aber die Demokratisierung Ägyptens hängt wesentlich davon ab, ob es für die vielen Millionen Jugendlichen Ausbildungsplätze und Jobs geben wird. Ägyptens Bevölkerung ist jung: 16 von 86 Millionen sind zwischen 15 und 24 Jahre alt, und sie alle suchen – viele vergeblich – nach Perspektiven. Eine der ägyptischen Entwicklungsorganisationen – SEKEM – kannte ich bereits. SEKEM liegt 60 Kilometer von Kairo entfernt mitten in der Wüste bei der Stadt Belbeis und vertreibt international biologische Produkte wie Tee, Medikamente und Kleider. Mit dem Gewinn subventioniert sie ihre sozialen Einrichtungen: ein Spital, eine Schule, ein Berufsbildungszentrum und neuerdings sogar eine Universität.

Ägypten hat eine junge und lebhafte Bevölkerung, das ist auch in einem Slum spürbar. (Bild: F. Marti)

Als ich Anfang 2012 erfuhr, dass in der Schweiz eine vollständige Schreinerei-Ausrüstung günstig zu kaufen war, hatte ich die praktische Idee für meinen Bildungsurlaub: die Schreinerei-Ausrüstung mit Spendengeldern aus der Schweiz beschaffen, nach Ägypten transportieren und dort neben einer bestehenden Produktionswerkstatt eine Lehrwerkstatt einrichten, danach mit Unterstützung der Swiss Development Cooperation (SDC) den Lehrplan anpassen und die Finanzierung der ägyptischen Ausbilder über zwei Jahre sichern.

Tee trinken in Kairo

Schon im Frühsommer 2012 bereitete ich mich von der Schweiz aus vor. Ich suchte Unterstützung für eine Spendenaktion, ferner ein Frachtunternehmen, dann musste ich einige Zollformalitäten abwickeln und Kontakt zum SDC-Büro in Kairo herstellen. In Kairo angekommen, studierte ich einige Wochen die politische Entwicklung und verbesserte meine Dialektkenntnisse – in Ägypten ist der Graben zwischen Hochsprache und Dialekten wesentlich tiefer als in der Schweiz. Gleichzeitig traf ich weitere Vorbereitungen für das Schreinerei-Projekt, oft in einem Café am legendären Tahrir-Platz. Der Fracht-Container traf rechtzeitig ein, aber es brauchte vier Wochen und mehrere Ägypter mit Einfluss, um die Unterschrift des Finanzministers unter die Einfuhrgenehmigung zu erhalten.

Schreinerei-Lehrwerkstatt mit dualer Ausbildung

Die kommerziellen Betriebe von SEKEM (hier: Nature-Tex) finanzieren die sozialen Institutionen der SEKEM-Gruppe: mehrere Schulen, ein Berufsbildungszentrum, ein Spital, neu auch eine Universität. (Bild: SEKEM)

Ägypten muss Qualitätsholz importieren. Deshalb sind die Versuche, ein einheim-isches Hartholz nutzbar zu machen, wichtig und lehrreich. (Bild: Francis Corbat)

Als die Schreinerei-Maschinen schliesslich in Belbeis abgeladen waren, fuhr ich mit dem ehemaligen Eigentümer hin, der eigens für die Einrichtung der Lehrwerkstätte und die erste Instruktion angereist war. Ein schönes Erlebnis, nach dem unruhigen Kairo mit einigen Dutzend fröhlichen Landeiern eine Werkstatt einzurichten!

Es gehört zu den Widersprüchen Ägyptens, dass auf dem Papier zwar fortschrittliche Gesetze gelten, die Realität aber ganz anders aussieht. Die duale Berufsbildung beispielsweise hat als «Kohl-Mubarak-Initiative» den Weg ins Nilland gefunden, ist aber kaum umgesetzt. SEKEM ist eine der wenigen Institutionen, die ernsthafte Schritte zur Einführung unternommen haben: Die Lehrlinge haben zwei Tage Berufsschulunterricht und vier Tage Arbeit in der Lehrwerkstatt, mit gelegentlichen Abstechern in die Produktionswerkstatt. Dank der neuen Lehrwerkstatt beginnen nun jedes Jahr 10 bis 12 neue Lehrlinge eine dreijährige fundierte Ausbildung, und sie sind vom Auftragsstand der Produktionswerkstatt unabhängig.

Eine lehrreiche Erfahrung

Die neue Lehrwerkstatt war für mich eine persönliche Bereicherung. Ich hatte erstmals intensiveren Kontakt mit Menschen ausserhalb Kairos und habe nebenbei gelernt, was ein «Kettenstemmer» ist. Ferner durfte ich als Gast an der Gründung der «Heliopolis University for Sustainable Development» von SEKEM teilnehmen. Dabei ist mir das komplexe Zusammenspiel von privater Initiative und autoritärem Staat klarer geworden. Auf jeden Fall kann ich nun meinen Studierenden weiter das vorleben, worauf sie Anspruch haben: aktuelle und lebendige, theoretische und praktische Kompetenz im eigenen Fachgebiet.

Kontakt – fausi.marti@bfh.ch Infos: – sekem.com – youtube.com > Schreinerei-Ausbildung bei SEKEM Ägypten – fausi.net – fausi.net/_blog/


29 Success Story

Mobile Internet

Online Users in the Multi-Screen World

Deependra Pandey, MSc BA Managing Partner, Muvacon

There are over 1.5 billion people using the internet from their mobile device. Global mobile traffic now accounts for 15% all internet traffic. To get a competitive advantage in reaching the mobile users, companies must implement an effective mobile strategy.

The company

Muvacon is a web & mobile solution company founded in 2011 and is located in Bern, Switzerland. In early 2013, Muvacon won the «High Flyer» startup package of BaseCamp4HighTech to provide cost effective and efficient mobile websites for SME. By mid of 2013, the company received funding from STI to develop Muvacon Mobile, a web platform to provide mobile websites. Currently, Muvacon is mentored and supported by CTI startup, BaseCamp4HighTech and InnoBe. Muvacon has a total of 10 employees in Switzerland with offices in Bern and Zurich. The company’s software development center is located near Bangalore, India.

Muvacon Mobile: Digital Mobile Solution Company

Muvacon Mobile underlines the company’s first mobile strategy by focusing on Mobile user experience through mobile friendly sites, page-load speed, thumbfriendly design with a focus on usability and mobile contents of the websites. Muvacon Mobile’s engagementbased mobile games and action module makes mobile marketing more effective.

Thumb friendly action modules in mobile © Muvacon GmbH

To date, Muvacon Mobile has served more than 60 customers who mainly belong to the area of consulting, education, gastronomy, recycling, real state, fashion, wellness and marketing.

Contact – info@muvacon.com – Info: muvacon.com

BaseCamp4HighTech’s Customised Support Services to Muvacon – Basecamp prepared Muvacon for pitching in front of the expert committee of the Basecamp and STI (Foundation for Technological Innovation). STI has granted Muvacon an interest-free loan. – Our dense network allowed Muvacon to acquire new business partners. – Our experts have observed that many start-ups need to prioritise: Usually, start-ups have numerous ideas for their business and try to accomplish too much in too little time. Prioritising (esp. during foundation and growth phase) is vital for future success, constant growth and internat- ional market entry. – Due to our «HighFlyer»-programme (a funding services), Basecamp is able to support promising start-ups like Muvacon with customised services and individual mentoring (mentor coordinates the necessary steps). This way, Muvacon has learned to focus on their main tasks. In fact, they are ready to start growing on the market. Basecamp supports hightech start-ups with coaching, financing and infrastructure services.


31 Events

News meisterschaften werden drei Schweizer Teams für das im Juni in Dresden stattfindende «Eurobot 2014 Final» qualifiziert. Angemeldet sind auch Mannschaften aus Frankreich, Österreich, Tschechien und Tunesien. Infos: swisseurobot.ch

CAS Big Data

20-jähriges Jubiläum

Die DTC Dynamic Test Center AG feiert am 14. Juni 2014 mit einem Tag der offenen Türe das 20-jährige Jubiläum. Feiern Sie mit uns und lassen sich überraschen. Weitere Infos: www.dtc-ag.ch

Big Data ist komplex und erfordert grosses Fachwissen. Analysten machen seit Langem auf den Fachkräftemangel im Bereich Data Science aufmerksam. Die Berner Fachhochschule bietet nun schweizweit das erste Ausbildungsprogramm dafür an. Infos: ti.bfh.ch/cas-bgd

CAS HTML5

La DTC Dynamic Test Center SA fête ses 20 ans d’existence le 14 juin 2014 avec une journée portes ouvertes. Venez fêter avec nous – nous allons vous surprendre ! Plus d’informations: www.dtc-ag.ch

Bis heute existieren kaum Standards für GUI-Anwendungen, welche mehrere Plattformen unterstützen. HTML5 ist ein grosser Schritt zu einer plattformunabhängigen Umgebung für die Software-Entwicklung. Das CAS startet am 24. April in Bern. Infos: ti.bfh.ch/weiterbildung

SwissEurobot Open 2014 in Burgdorf

Akkreditierung BSc Medizininformatik

Jubilé des 20 ans

Die Berner Fachhochschule führt am 23. und 24. Mai in Burgdorf den Robotik-Wettbewerb SwissEurobot Open 2014 durch. An diesen international offenen Schweizer-

Neuer Abteilungsleiter Informatik | Nouveau directeur de division en Informatique

Prof. Dr. Eric Dubuis leitet seit Februar 2014 die Abteilung Informatik mit dem BSc in Informatik und dem in der Schweiz einzigartigen BSc in Medizin­ informatik in Biel. Der 58-jährige Elektroingenieur ETH wird Nachfolger des in Pension gehenden Prof. Jean-Paul Dubois, welcher die Abteilung während sechseinhalb Jahren umsichtig und engagiert führte. | Depuis février, M. le Prof. Dr Eric Dubuis dirige la division Informatique qui comprend le BSc en Informatique et le BSc en Informatique médicale unique en Suisse. Cet ingénieur électricien ETH de 58 ans succède au Prof. Jean-Paul Dubois qui a dirigé la division pendant six ans et demi avec discernement et engagement.

Der Studiengang BSc Medizininformatik unterzieht sich im laufenden Jahr einer Programm-Akkreditierung. Akkreditierungspartner ist das Organ für Akkreditierung und Qualitätssicherung der Schweizerischen Hochschulen (OAQ). Kontakte: juergen. holm@bfh.ch und rolf.jufer@bfh.ch

Styner Masterthesis-Preise

Studienganges Master of Science in Engineering für ihre Masterarbeit mit einem Preis ausgezeichnet werden.Die beiden Preise sind mit CHF 10 000 und CHF 5000 dotiert. Die Preise gehen an innovative, wirtschafts- und umsetzungsnahe Arbeiten mit hervorragendem akademischem Gehalt. Kontakt: roger.filliger@bfh.ch

Prix Styner pour travaux de Master

Grâce au généreux soutien de la fondation Styner de Berne, des prix seront dorénavant décernés chaque année à deux étudiant-e-s de la filière d’études Master of Science in Engineering de la BFH pour leur travail de Master. Les deux prix sont dotés de CHF 10 000 et CHF 5000 et récompensent des travaux innovateurs orientés vers l’économie et la réalisation industrielle, et ayant un excellent caractère académique. Contact: roger.filliger@bfh.ch

Solarcarport im Betrieb

Das Labor für Photovoltaik des IEM hat in Burgdorf am Standort «Tiergarten» einen Solarcarport für bis zu drei Elektroautos in Betrieb genommen. Die Anlage wurde von Studierenden geplant und von der Firma Kummler+Matter AG offeriert. Studierende und Mitarbeitende können die Batterien ihrer E-Fahrzeuge nun mit Sonnenkraft laden. Der Zugangscode für den Ladekasten kann im Sekretariat oder bei Prof. Urs Muntwyler erfragt werden. Kontakt: urs.muntwyler@bfh.ch

Neu können aufgrund der grosszügigen Unterstützung durch die Styner-Stiftung, Bern, alljährlich zwei BFH-Studierende des

Infotage

Journée d’info HESB-TI

CAREER DAY 2014 Technik und Informatik

CAREER DAY 2014 Technique et informatique

13.03.2014 / 15.05.2014 / 12.06.2014 /  19.06.14 Infos und Anmeldung: ti.bfh.ch/infotage

Dienstag, 6. Mai 2014, 13h15–18h00 Berner Fachhochschule, Hauptgebäude, Quellgasse 21, Biel Weitere Informationen: ti.bfh.ch/careerday

13.03.2014 / 15.05.2014 / 12.06.2014 /  19.06.14 Informations et inscription : ti.bfh.ch/joursdinfo

Mardi 6 mai 2014, 13h15–18h00 Haute école spécialisée bernoise, Bâtiment principal, Rue de la Source 21, Bienne Plus d’informations: ti.bfh.ch/careerday



Hitech 1 | 2014