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B E E T H O V E N F E S T B O N N

6. 9. B I S 3. 1 0. 2 0 1 4 G Ö T T E R F U N K E N


Das Beethovenfest Bonn 2014 steht unter der Schirmherrschaft der Ministerpr채sidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft.

Wir danken unseren Hauptsponsoren:


I N H A LT

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4 Grußworte 9 »Freude schwebt wie Sternenklang« Zum Motto des Beethovenfestes Bonn 2014 von Barbara Stach

17 Gravitationszentrum Beethoven Internationale Solisten, Dirigenten und Orchester von Annette Semrau

29 »Den Höhen und Tiefen des Lebens stellen« Interview mit Andris Nelsons zum Beethoven-Symphonien-Zyklus von Christine Lemke-Matwey

35 »So Strange, so Radical« Interview mit Leif Ove Andsnes zum Beethoven-Klavierkonzerte-Zyklus von Tom Service

40 Krönender Abschluss Finale des Beethoven-StreichquartettZyklus mit dem Borodin Quartet 43 Wochenende der Quartette Streichquartette 1814 – 1914 – 2014 von Habakuk Traber

51 Vom Zauber des ersten Males Uraufführungen und Kanonisierung damals und heute von Rainer Nonnenmann


56 Der Winterwanderer und die Engel Burkhard Kehring über seinen Zyklus »Divan of song« von Christoph Vratz

63 Vom Schüler zum Manager und zurück Schülermanager beim Jungen Beethovenfest Bonn 2014 von Elisa Miebach

66 »Mein schönstes Erlebnis« Projekte des Jungen Beethovenfestes Bonn 2014 von Annette Semrau

71 An die Freu(n)de Orchestercampus von Deutsche Welle und Beethovenfest Bonn 2014 von Thomas Scheider

72 »Er ist kreativ, eigensinnig und in jeder Hinsicht zukunftsweisend« Preisträgerkonzerte 2014 von Annette Semrau

75 Solo for Cult Götterfunken mit Jazz, Brass und ­Vocals 81 84 86 88 90 91

Werkliste Künstlerliste Karten und Allgemeine Hinweise Ausgewählte Saalpläne Vorverkaufsstellen Spielstätten


F reude, schöner Götterfunken«: Es gibt nur wenige Musikstücke, die so populär sind wie Beethovens Vertonung von Schillers Ode »An die Freude«. Den »Götterfunken« hat das Beethovenfest Bonn 2014 zu seinem Motto gewählt und liegt damit genau richtig. Denn das älteste Musikfest, gegründet von Franz Liszt, dem Ur-Urgroßvater der neuen Intendantin Nike Wagner, wird mit ­Sicherheit auch in diesem Jahr wieder Funken schlagen. Beethovenfans und Musikliebhaber aus Nah und Fern dürfen gespannt sein auf internationale Spitzenorchester, prominente Solisten und vielversprechende Nachwuchskünstler.

Glücklicherweise wird Beethoven nicht mehr als Klangtitan wahrgenommen, auf dem Sockel stehend und vom bürgerlichen Weihrauch umwabert, sondern als Komponist, dessen Werke zum Menschheitserbe gehören und damit allen Menschen, die Musik lieben. Dementsprechend ist das Beethovenfest Bonn in den vergangenen Jahren, »unter die Leute gegangen« und hat seine Spielstätten auf die gesamte Innenstadt und das Bonner Umland ausgeweitet. Ich freue mich besonders über die Programmteile für Kinder und Jugendliche und deren Begegnung mit Musik, mit der sie nicht vertraut sind. Kulturelle Bildung und interkulturelle Begegnungen sind wichtige Anliegen der Landesregierung. In diesem Sinn fördern wir in diesem Jahr erneut den Orchestercampus des Festes. Von Anfang September bis Anfang Oktober sind in Bonn große Musikerlebnisse garantiert. Ich wünsche dabei viel Freude und der neuen Intendantin viel Erfolg und ein herzliches Glückauf.

Ihre

Hannelore Kraft Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen


D as Beethovenfest Bonn 2014 steht un­ter dem Motto »Götterfunken«. Man braucht kein Beethoven- oder SchillerKenner zu sein, um sofort zu wissen: damit ist die Freude – »Tochter aus Elysium« – gemeint, die funkelnd überspringt, wenn sich eine Gemeinschaft zusammenfindet. Das kann in menschheitsverbrüdernder Begeisterung geschehen, aber besser noch: im Zeichen der Musik. Die Ode »An die Freude« aus der neunten Symphonie Beethovens – die in diesem Jahr zweimal beim Beethovenfest erklingt – ist nicht zufällig zu Breitenwirkung gelangt.

Viele weitere »Götterfunken« bevölkern unseren Kosmos 2014 – darunter west-östliche L i e d e r p ro j e k t e u n d christlich-islamischmeditative Erkundungen, einige Urauffüh­ rungen, Recitals, Preist r ä g e r ko n z e r t e u n d Brass­­-­E nsembles – über allen aber dreht sich der Feuerball Beethoven: Neben seinen Symphonien erklingen sämtliche Violinsonaten und sämtliche Klavierkonzerte!

Dass Funken sprühen mögen, gilt für die insgesamt 60 Veranstaltungen der Festival-Saison 2014. Dafür stehen wunderbare Künstler und bedeutende Werke ein. Der eigenwillige Sir John Eliot Gardiner kommt mit dem London Symphony Orchestra und der ewig junge Lorin Maazel mit den Münchner Philharmonikern, der brillante Yannick Nézet-Séguin dirigiert ein Kultwerk wie Dvoˇráks »Aus der Neuen Welt« und der mitreißende Andris Nelsons gibt uns »alle Neune« Beethovens mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra. Funkeln werden Stars wie Arcadi Volodos, Waltraud Meier, Thomas Zehetmair und Herbert Schuch – und gleichsam eine Milchstraße bilden unsere Streichquartette: das Kuss Quartett, das Tetzlaff Quartett und das Borodin Quartet. Nordische Orchester werden Nordlicht verbreiten und ein türkisches Jugendorchester strahlt an der Spitze unserer vielfachen Education-Bemühungen.

Ich präsentiere Ihnen dieses reichhaltige Programm im Namen meiner Vorgängerin Ilona Schmiel; sie hat es noch konzipiert, bevor sie das Beethovenfest Bonn nach zehnjähriger Intendanz verließ. Wir danken ihr dafür. Zwei kleine Zeichen nur wollte ich setzen, bevor »mein« Beethovenfest 2015 beginnt: eine Eröffnungsmatinee mit »zeitgenössischem Beethoven« und eine Zusammenarbeit mit dem hiesigen Theater – wir werden gemeinsam der Idee einer »Weltrettungsstation Bonn« nachgehen. Mein herzlichster Dank geht an die Bundesstadt Bonn, an alle Förderer, Sponsoren und die Stiftungen sowie an unsere Schirmherrin Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.

Nike Wagner Intendantin des Beethovenfestes Bonn


L i ebe Besucherin­­­nen und Besucher des Beethovenfestes, wieder heiße ich Sie herzlich willkommen zum Beethovenfest. Das Programm, das noch die deutliche Handschrift von Ilona Schmiel trägt, bringt Bonn auch in diesem Jahr mit den Stars der Klassikszene zum Funkeln.

Besonders spannend sind daher in diesem Jahr der einführende Vortrag unserer neuen Intendantin und die musikalisch auf ihren Vortrag abgestimmte Matinee, in dem sie ihre Perspektiven für das Beethovenfest aufzeigen wird. Sicher ist, dass sie das in den vergangenen Jahren erfolgreich e ntwickelte Konzept weiterführen wird und wir uns auch in Zukunft auf große Orchester und berühmte Künstlerinnen und Künstler freuen können.

Schon jetzt ist klar, dass die neue Intendantin Dr. Nike Wagner für eine Akzentverschiebung steht, indem künftig auch verstärkt die anderen Sparten der Künste einen integralen Bestandteil des Festes bilden werden. Dabei soll aktuellen Fragen mit künstlerischen Mitteln, aber auch unter gesellschaftlichen und – zum Beispiel in Zusammenarbeit mit der Universität – wissenschaftlichen Gesichtspunkten nachgegangen werden.

Nicht nur das Beethovenfest, sondern die gesamte Stadt bewegt sich auf das Beethoven-Jubiläum 2020 zu. Dazu gehört die erforderliche Infrastruktur, um das Festjahr in würdigem Rahmen feiern zu können. Wir wollen versuchen, Beethoven nicht nur als genialen Musiker, sondern auch als den großen Geist, für den er weltweit verehrt wird, in die Köpfe und Herzen aller Menschen zu bringen, die in Bonn leben oder sich mit Beethovens Musik verbunden fühlen.

Ihr

Jürgen Nimptsch Oberbürgermeister der Stadt Bonn


M usik ist seit Jahrhunderten ein ­ usgezeichneter Botschafter Deutscha lands in aller Welt. Sie ist eine universelle Sprache – und als solche eine ge­ radezu »natürliche Sendesprache« der Deutschen Welle. Die Bedeutung, die wir der Musik beimessen, zeigt sich auch in unserer Rolle beim Beethovenfest Bonn: Als Mitgesellschafter sorgen ­wir für die weltweite Verbreitung des Festivals – in Fernsehbeiträgen und auf Sonderseiten im Internet, als AudioMitschnitte und Podcasts. An der Resonanz unseres internationalen Publikums erleben wir immer wieder, dass die Botschaft der »Lingua franca« Musik weltweit verstanden wird. Das diesjährige Motto des Beethovenfestes – »Götterfunken« – zeigt das sehr eindrücklich. Der vierte Satz aus Beethovens neunter Symphonie ist zur Europa-Hymne geworden. Sein »Götterfunke« steht für Freude, Vielfalt, Frieden. Es sind Ideale Beethovens, die vor dem Hintergrund aktueller politischer Entwicklungen – nicht nur in Europa – von ungebrochener Relevanz sind.

dass wir die Musik als Botschafter verstehen und mit »Götterfunken« ein klares Signal senden: für ein starkes, offenes, liberales Europa – und für unsere gemein­ samen europäischen Werte. Auch dies ist ein Grund, weshalb sich die DW als Deutschlands Stimme in der Welt beim Beethovenfest mit Leidenschaft engagiert. Eine Kooperation, die wir unter neuer Führung intensiv fortführen werden – darauf haben Nike Wagner und ich uns bereits verständigt. Ich freue mich auf die künftige Zusammenarbeit und viele wunderbare Musik-Projekte.

Ich wünsche mir nicht nur, dass das Beethovenfest Bonn und die Deutsche Welle Musikfreunden auf allen Kontinenten wieder viele unvergessliche Hörerlebnisse schaffen, sondern auch,

Ihr

Peter Limbourg Intendant der Deutschen Welle


» F R E U D E

S C H W E B T

W I E

S T E R N E N K L A N G « Zum Motto des Beethovenfestes Bonn 2014

K ein Künstler ist während der ganzen vierundzwanzig Stunden seines täglichen Tages ununterbrochen Künstler; alles Wesentliche, alles Dauernde, das ihm gelingt, geschieht immer nur in den wenigen und seltenen Augenblicken der Inspiration ( … ) Entsteht aber in der Kunst ein Genius, so überdauert er die Zeiten; ereignet sich eine solche Weltstunde, so schafft sie Entscheidung für Jahrzehnte und Jahrhunderte.« 1927 gab Stefan Zweig die erste Fassung seiner so eingeleiteten »Sternstunden der Menschheit« heraus und versammelte darin »historische Miniaturen« über folgenreiche Ereignisse aus Politik und Kultur, ausgelöst durch den Genius einzelner Menschen. Hundert Jahre vorher war Beethoven gestorben, drei Jahre nach der Uraufführung seines letzten großen symphonischen Werkes, der neunten Symphonie. Wie die Skizzenbücher dokumentieren, reifte sie über lange Zeit heran. Tatsächlich entstanden ist die neunte Symphonie dann zwischen Herbst 1822 und Frühjahr 1824 – eine zu große Spanne, um rein zeitlich von einer Sternstunde zu sprechen, aber ein künstlerischer Wurf, der seit fast zweihundert Jahren mit einer Vielfalt an individuellen, kulturellen und poli­t ischen Bedeutungen aufgeladen ­w u­r­­de und weiterhin eine

Wirkkraft ausübt ­w ie kaum ein anderes Kunstwerk. In Sternstunden sprühen Götterfunken. Provokativ dichtet Friedrich Schiller schon 1782 auf die genialen Menschen: »Unglükselig! Unglükselig! Die es wagen / Götterfunken aus dem Staub zu schlagen.« Soweit sprachhistorisch nachzuvollziehen, ist der Götterfunken eine Wortschöpfung Schillers. Drei Jahre später greift er das Bild wieder auf, nicht ahnend, dass er es damit unsterblich machte. Durch die erste Zeile seiner berühmten Ode, die Beethoven im vierten Satz der neunten Symphonie vertont und damit zum ersten Mal den Gesang in die symphonische Musik bringt, sind Götterfunken und Freude untrennbar verbunden. Schiller schuf die­poetische Vorstellung, dass Freude die Emanation einer himmlischen Energie sei, und verbildlicht ihre Dynamik und Leuchtkraft. Götterfunken springen über, wo Kreativität am Werk ist, wo schöpferische Authentizität begeistert aufgenommen wird – zum Beispiel im Konzertsaal. Zwischen Werk, Interpret und Publikum kann ein elektrisches Feld entstehen, das alle Beteiligten verwandelt. Erinnerungen, die wach werden, Ideen, die aufflackern, Stimmungen, die sich

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bilden … Ob es etwa Beethovens neun Symphonien sind, die beim diesjährigen Beethovenfest an vier aufeinanderfolgenden Tagen mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra und seinem Dirigenten Andris Nelsons zu hören sind, oder seine sämtlichen Klavierkonzerte in origineller Kombination mit weniger bekannten Werken Igor Strawinskis durch das Mahler Chamber Orchestra und den Dirigenten und Pianisten Leif Ove Ands­nes – die Programme dieses Festivals werden jeden Abend Gelegenheiten schaffen, dass der Götterfunken zündet. Mit Schillers Gedicht dürfte Beethoven schon in seiner Bonner Zeit als Mitglied der »Lesegesellschaft« in Berührung gekommen sein; erste Pläne zur Vertonung entstehen. Und auch in den folgenden Jahrzehnten ist ihm Schillers Werk mit seinem revolutionären, idealistischen und zutiefst menschlichen Impetus ein treuer Begleiter. Dabei ent­ spricht der Schillersche Freude-Enthusiasmus weniger seiner eigenen Gemütsverfassung als vielmehr einem Zu­ stand der Sehnsucht. »O Vorsehung – laß einmal einen reinen Tag der Freude mir erscheinen! – So lange schon ist der wahren Freude inniger Widerhall mir fremd (…) «, schreibt Beethoven 1802 im »Heiligenstädter Testament«. Auf ihn trifft eher zu, was Schiller in befremdlicher Kälte am Ende der zweiten Strophe seiner Ode schreibt: »Ja – wer auch nur eine Seele / Sein nennt auf dem Erdenrund / Und wers nie gekonnt, der stehle / Weinend sich aus diesem Bund.« Das hat Beethoven dann doch nicht getan, sondern Zeit seines Lebens

gegen seine gesellschaftliche Ausgeschlossenheit opponiert. Eine schlichte, den Strophen der Schillerschen Ode folgende Vertonung wäre unter diesen Vorzeichen nicht denkbar gewesen; Beethoven wählt nur wenige Strophen und Zeilen aus, er fragmentiert das Gedicht und stellt damit auch dessen Jubel­botschaft in Frage. Als Schiller sein als Gelegenheitsgedicht verfasstes und von ihm gar nicht so sehr geschätztes Opus erstmals 1786 veröffentlichte, war Europa bis zur Uraufführung von Beethovens letzter Symphonie 1824 Schauplatz größter politischer Umwälzungen. Nach den Wirren der Französischen Revolution, der nachfolgenden Kriege und dem Aufund Niedergang Napoleons bemühten sich die herrschenden Kräfte seit dem Wiener Kongress 1814 um eine Re­ installierung der vorrevolutionären Strukturen und beförderten ein Klima der Repression. Das Beethovenfest 2014 schaut mit einem besonderen Projekt auf diese Zeitspanne der vergangenen zweihundert Jahre, wenn es drei junge Streichquartette zusammen mit dem renommierten Kuss Quartett in unterschiedlichen Mischungen und Besetzungen an sechs Veranstaltungen entlang der Achse »1814 – 1914 – 2014« mit entscheidenden Werken der Gattung präsentiert. 1814 ist das Jahr der Uraufführung von Beethovens Streichquartett op. 95 und seiner achten Symphonie sowie der Aufführung der endgültigen Fassung der Oper »Fidelio« mit ihrem unverhohlenen Bekenntnis zur Freiheit. Noch


mehr als der Funke der Freude ist es wohl der Funke der Freiheit, der Beethoven in seinem Individualismus und seiner Weigerung, sich vereinnahmen zu lassen, immer wieder befeuert haben mag. Auch hier wird die Seelenverwandtschaft mit Schiller deutlich, durch dessen Werk sich das Lob der Freiheit wie ein roter Faden zieht und der dies nicht anders als Beethoven mit seiner Biographie beglaubigt hat. Es gibt eine kuriose, mittlerweile wohl doch beigelegte Diskussion, ob es nicht ursprünglich »Freiheit, schöner Götterfunken« geheißen habe und die »Freiheit« zugunsten der »Freude« vom vorrevolutio­n ären Zensor gestrichen worden sei. Wie nah aber Freiheit und Freude beieinander liegen und die Funken überspringen, veranschaulicht eine Passage aus Schillers Vorrede zur »Braut von Messina«: »Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft. Der höchste Genuß aber ist die Freiheit des Gemütes in dem lebendigen Spiel aller seiner Kräfte.« Als Beethoven, schon lange gänzlich ertaubt, zehn Jahre nach der achten Symphonie der begierigen Wiener Öffentlichkeit zum ersten Mal seine Neunte vorstellt, muss er sich wohl, bei aller Freiheitsliebe, wie in einem Gefängnis gefühlt haben. Dieter Hildebrandt schreibt in seiner Studie »Die Neunte« über den Komponisten, dass die Freude »sein Schillersches Erbe und Trauma war, sie war die Fehlstelle


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seines Lebens, ein ›Ziel, aufs innigste zu wünschen‹, Chiffre für einen seligen Zustand in einer unseligen Welt, sie war in Musik gesetzte Utopie«. Dieser Nicht-Ort, das Traumland, wird im Konzertsaal zu einem realen Ort. Wenn Menschen beisammen sitzen, um Musik zu hören, kann das entstehen, was am idealistischen Horizont der Visionen Schillers und Beethovens aufleuchtet: »Alle Menschen werden Brüder« – wenn auch zunächst nur im gemeinsamen ästhetischen Erlebnis. Dass das musikalische Kunstwerk auch in jedem Einzelnen imaginäre Räume aufschließt, erhellt durch den wahrnehmbaren Funken der künstlerischen Inspiration, widerlegt diese Idee einer »societas aesthetica« nicht, sondern ermöglicht sie erst. Vielbeschworen ist die Fähigkeit der Musik, über Grenzen hinweg – sprachliche, politische, kulturelle – Menschen anzusprechen. Der Pianist und Liedbegleiter Burkhard Kehring hat für das diesjährige Beethovenfest mit der Konzertreihe »Divan of song« ein Programm für drei Abende konzipiert, das den Beziehungen zwischen dem mitteleuropäischen romantischen bis zeitgenössischen Kunstliedrepertoire und der Literatur und Musik des Nahen und Fernen Ostens nachgeht und nach Persien, Indien und Korea schaut. Und noch ein weiteres Projekt blickt aus dem abendländischen Kulturkreis gen Osten. Das internationale Ensemble Sarband unter der Leitung von Vladimir Ivanoff widmet sich unter dem Motto »Passio – Compassio« den Spu-


ren von Leid und Leidenschaft in der Musik Johann Sebastian Bachs einerseits und in frühchristlichen aramäischen Liedern und mystischen Hymnen des Islam andererseits – sublimiert in ein Mitleiden und eine Sensibilität für den Anderen durch die musikalische Darstellung. Tänzerisch ­illustriert wird dieser Übergang von Erdenschwere in geistige Entrückung durch die kreisenden, meditativen Bewegungen der Mevlevi-Derwische, die damit auch sicht­­bar machen, was man der Kunst, und der Musik im Besonderen, grundsätzlich zutraut: Grenzen zu überwinden. Birgt aber dieser hehre Anspruch einer Grenzüberwindung durch Musik nicht auch die Gefahr, zum wohlmeinenden Klischee zu werden, zum naiven Trugbild oder gar zum marketingstrategischen Trick? Wirkt das Vertrauen in eine höhere ästhetische Harmonie nach den Katastrophen ­­des Ersten und Zweiten Weltkrieges und den zahllosen weiteren Konflikten nicht weltfremd? ­Entzündet der Götterfunken womöglich nur herzerwärmende Selbsttäuschung? Unerbittlicher als Adrian Leverkühn in Thomas Manns Roman »Doktor Faustus« eine solche Desillusionierung formuliert hat, lässt es sich kaum denken: » ›Ich habe gefunden‹, sagte er, ›es soll nicht sein.‹ « Und der Icherzähler Serenus Zeitblom, Biograph und Jugendfreund des Protagonisten, fragt nach: » ›Was, Adrian, soll nicht sein?‹ ›Das Gute und Edle‹, antwortete er mir, ›was man das Menschliche nennt, obwohl es gut und edel ist. Um was die Menschen gekämpft, wofür sie Zwingburgen gestürmt, und was die Erfüllten jubelnd

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verkündigt haben, das soll nicht sein. Es wird zurückgenommen. Ich will es zurücknehmen.‹ ›Ich verstehe dich, Lieber, nicht ganz. Was willst du zurückneh men?‹ ›Die Neunte Symphonie‹, erwiderte er. Und dann kam nichts mehr, wie ich auch wartete.« Die neunte Symphonie ist hier eine Chiffre. Mit Blick auf die Botschaft des vierten Satzes steht sie für die Möglichkeit von Freude, Hoffnung und Versöhnung auf der Welt. Angesichts von staatlicher Machtgier und Skrupellosigkeit, von persönlicher Selbstsucht und Vorteilsdenken ist es für den Komponisten Leverkühn nicht mehr statthaft, in Wohlgefühl über die philantropische Aussage von Beethovens Symphonie zu baden. Stattdessen entwirft er in seinem letzten Werk »Dr. Fausti Weheklag« eine »Gegen-Neunte«: »Kein Zweifel, mit dem Blick auf Beethovens ›Neunte‹, als ihr Gegenstück in des Wortes schwermütigster Bedeutung, ist es geschrieben. Aber nicht nur, daß es diese mehr als einmal formal zum Negativen wendet, ins Negative zurücknimmt: es ist darin auch eine Negativität des Religiösen.« Wir heutigen Konzertbesucher betreten den Saal mit anderen Voraussetzungen und Erfahrungen als das Publikum vor zweihundert Jahren. Wir sind den sogenannten »Götterfunken« gegenüber eher skeptisch gestimmt, nicht nur bei Beethovens letzter Symphonie. Dass ein Ausschnitt aus dem vierten Satz mittlerweile zur Europahymne arrangiert und monumentalisiert worden ­­­ist, erschwert eine Hingabe an Text und

Musik. Dennoch wird sich jeder Musikfreund an Momente erinnern, in denen ihn die Klänge fortgetragen haben in Räume der Inspiration und Imagination. Theodor W. Adorno, der Thomas Mann bekanntlich in nicht unerheblicher Weise bei den Abschnitten über Musik im »Doktor Faustus« assistierte, hat sein über Jahrzehnte projektiertes Buch über Beethoven leider nie geschrieben. In den zahlreichen überlieferten Fragmenten und Notizen dazu findet sich ein Zitat aus Goethes Skizzen zu »Faust I«, das Adorno als »mögliches Motto eines Kapitels« über Beethovens Humanität in Betracht zog und das die pessimistische Kunstauffassung Leverkühns und den idealistisch-affirmati­ven Anspruch einer ästhetischen Läuterung fein ausbalanciert: »Und Freude schwebt wie Sternenklang / Uns nur im Traume vor.« Bei den Konzerten des Beethovenfestes Bonn können die »Sternenklänge der Freude« Wirklichkeit werden. Barbara Stach Autorin des Beethovenfestes Bonn

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S I R

J O H N

E L I O T

G A R D I N E R


G R AV I TAT I O N S Z E N T R U M BEETHOVEN

Internationale Solisten, Dirigenten und Orchester beim Beethovenfest Bonn 2014

G ötterfunken« ist ein Begriff, der seit Beethovens Neunter für viele Deutungen herhalten musste. Den Bezug auch auf die ausführenden Künstler selber herzustellen, scheint nicht abwegig, werden diese doch gerne als »Stars« oder »Sternchen« bezeichnet. Ihre Kunstfertigkeit und Virtuosität scheint ja oft übernatürlichen Ursprungs zu sein. Was wiederum das Werk, dem der »Götterfunken« seinen Ruhm verdankt, für die Künstler bedeutet, kann nur vermutet werden. In jedem Fall ist Ludwig van Beethovens neunte Symphonie eine schillernde und faszinierende Komposition: Geniales Spätwerk, Gipfel sowohl von Beethovens Ruhm als auch der symphonischen Gattungsgeschichte, Weltkulturerbe, politisch genutzt und missbraucht – die Geschichte der Neunten füllt ganze Bücher. Doch ist sie tatsächlich politisch? Aus der Sicht ihrer Wirkungsästhetik mag Beethovens Opus 125 eher als »global« bezeichnet werden. Von der Philharmonic Society of London in Auftrag gegeben, in Wien im Kärntnertortheater uraufgeführt (7. Mai 1824) und dem Preußischen ­König Friedrich Wilhelm III. gewidmet, hat ­das Werk einen Siegeszug über die ­ganze Welt angetreten.

Hinzu kommt die unkonventionelle Verbindung von Wort beziehungsweise Chor und Symphonie, die Beethoven erstmals in seiner Neunten verwendet. Schillers Ode »An die Freude« entsprach Beethovens bürgerlich-revolutionären Ideen und seinem Wunsch nach Unabhängigkeit von jeder politischen Macht. Das Werk hat mit Staatsmusik nichts zu tun, sondern dient der Verherrlichung der Freiheit. Es ist idealistisch, aber nicht politisch. ZYKLEN, RESIDENCIES UND DIE FESTIVALFAMILIE Dies ist der Grund für die Anziehungskraft, die Beethovens Neunte, aber auch sein gesamtes Schaffen auf Musiker und Publikum ausübt. Bonn profitiert davon, zumal das Beethovenfest Bonn das einzige Beethoven-Festival an authentischem Ort ist. Auch dieses Jahr machen sich wieder zahlreiche Künstler aus aller Welt auf den Weg nach Bonn, um am Geburtsort des Komponisten aufzutreten. Viele Programme entstehen im Vorfeld exklusiv für das Beethovenfest, wobei es sich nur in wenigen Fällen um reine Beethoven-Programme handelt. Viele Programmkonzepte und Werke weisen jedoch Bezüge zum Namensgeber auf. Schon das Eröffnungskonzert hält ein

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Werk bereit, das sich in Form und Inhalt eng auf die Neunte bezieht: In seiner »Reformations-Symphonie« verzichtet Felix Mendelssohn Bartholdy zwar auf einen Chor, zitiert Luthersche Choräle aber instrumental – die Texte waren den (protestantischen) Hörern im Geiste präsent. Die Interpreten dieses Schwesterwerks der Neunten sind das London Symphony Orchestra (LSO) und der britische Dirigent Sir John Eliot Gardiner, die beide seit vielen Jahren eine enge Partnerschaft mit dem Beethovenfest Bonn pflegen. Solist des Konzertes ist der französische Cellist Gautier Capuçon, der ebenfalls bereits mehrfach in Bonn zu Gast war. Das Cellokonzert von Robert Schumann, das im Oktober 1850 innerhalb von zwei Wochen entstand, ist die erste bedeutende Komposition dieser Gattung und von Schumanns enthusiastischer Aufbruchstimmung als neuer Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf geprägt.

Neben den Symphonien wird auch der Gattung der Klavierkonzerte ein eigener Zyklus gewidmet, Protagonisten sind das Mahler Chamber Orchestra (MCO) und der norwegische Pianist Leif Ove Andsnes, Artistic Partner des MCO. Gegründet wurde das Orchester von dem kürzlich verstorbenen Dirigenten Claudio Abbado, von dem die Musiker »das feine Aufeinander Hören und das demokratische Miteinander in einer Gruppe von selbstständigen musika­ lischen Persönlichkeiten lernten« (Mark Hampson, Orchestervorstand). Der Klavierkonzerte-Zyklus ist ein ­zentrales Projekt des MCO: Unter dem Titel »The Beethoven Journey« gelangen von 2012 bis 2015 Beethovens fünf Klavierkonzerte sowie die »Chorfan­ tasie« in über zehn Ländern zur Aufführung, in Bonn erstmals als Zyklus an drei aufeinander folgenden Abenden (siehe auch Interview auf den Seiten 35 bis 38).

Ein weiteres britisches Gastorchester ist das City of Birmingham Symphony Orchestra (CBSO) mit seinem Music Director Andris Nelsons. Bereits zur Eröffnung des Beethovenfestes Bonn 2012 dirigierte Nelsons Beethovens Neunte – 2014 kommt er mit einem Beethoven-Symphonien-Zyklus zu­ rück. Andris Nelsons, seit 2008 Chefdiri­gent des CBSO, wird für seinen energie­g eladenen, romantisch dominierten ­Zugriff auf Beethoven von der Presse überschwänglich gelobt. Dem Bonner Publikum bietet diese Interpretation eine weitere Lesart dieser großartigen Werke (siehe auch Interview­ ­a uf den Seiten 29 bis 33).

Ebenfalls »Orchestra in residence« ist das Rotterdams Philharmonisch Orkest (RPO), das 2014 nach dem großen Erfolg beim Beethovenfest Bonn 2011 mit seinem jungen Chefdirigenten ­Yannick Nézet-Séguin für zwei Konzerte nach Bonn zurückkehrt. Yannick – wie der kanadische Dirigent in Rotterdam liebevoll genannt wird – hat mit seiner Offenheit und seinem Charisma bereits zahlreiche Konzertpodien der Welt erobert. Mit dem RPO präsentiert Yannick Nézet-Séguin zwei sehr unter­schied­ liche Programme: Am ersten Abend wird das Orchester durch ein Klaviertrio verstärkt, eine Besetzung, an die sich seit Beethoven nur wenige Komponisten


gewagt haben. Mit der Geigerin Isabelle Faust, dem Cellisten Jean-Guihen Queyras und dem Pianis­ten Kristian Bezuidenhout stellen ­sich drei Künstler vor, die solistische Brillanz mit kammermusikalisch präzisem Zusammenspiel verbinden. Das zwei­­te Werk des Abends ist das 1898 vollende­te, ­üppig besetzte Tongedicht »Ein Helden­ leben« von Richard Strauss, dessen 150. Geburtstag sich am 11. Juni 2014 jährt. Der zweite Abend des RPO widmet sich der sechsten Symphonie von Gustav Mahler, die 1903 und 1904 in Wien ent­ stand, wo Mahler als Hofopern­direk­tor arbeitete. Mahler selber behauptete, dass die Symphonie »Rätsel aufge­ben« werde. Der tragische Ton zumindest scheint zur Lebenssituation eines glück­ lich verheirateten Vaters von zwei Kindern und erfolgreichen Wiener Dirigenten und Komponisten nicht zu passen.

Y A N N I C K

N É Z E T- S É G U I N

Ein ganz bewusst autobiographisch angelegtes Werk ist die symphonische Dichtung »Sinfonia Domestica« von ­Richard Strauss, die kurz nach der Tondichtung »Ein Heldenleben« entstanden ist. Die Partitur trägt die Widmung: »Meiner lieben Frau und unserem Jungen«, ihre vier Abschnitte sind nach häuslichen Situationen benannt. Die Uraufführung fand am 31. März 1904 ­in der New Yorker Carnegie Hall unter der Leitung des Komponisten statt, der 1907 als einer der ersten Gastdirigenten das neu gegründete Städtische ­O rchester Bonn (heute Beethoven ­Or­ches­ter Bonn) dirigierte. Im Jubiläumsjahr von Richard Strauss ist es ­des­halb folgerichtig, dass das Orchester

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unter der Leitung seines General­ musikdirektors Stefan Blunier die »Sinfonia Domestica« präsentiert. ­Vorab erklingen zwei Werke, die nur unwesentlich jünger, aber stilistisch wesentlich avantgardistischer sind: Rudi Stephan zählt zu den Vertretern der frühen neuen Sachlichkeit und hinterließ ein kleines, aber beeindruckendes Œuvre, darunter seine 1912 entstandene »Musik für Orchester« in ­e inem Satz. Sie leitet über zu Paul Hindemiths »Kammermusik ­N r. 5«, deren anspruchsvollen Solopart der norwegische Bratscher Lars Anders Tomter übernimmt. Wie die Werke von Strauss und Mahler ist auch die neunte Symphonie von Dvoˇ rák biographisch motiviert. Der Beiname »Aus der Neuen Welt« verweist auf Dvoˇráks Aufenthalt in New York, wo er drei Jahre als Direktor des National Conservatory of Music of America arbeitete. Über die Inspirationsquellen seiner Symphonie äußerte er sich selber wie folgt: »Aber den Unsinn, dass ich indianische oder amerikanische Motive verwendet hätte, lassen Sie aus, weil das eine Lüge ist. Ich habe nur im Geiste dieser amerikanischen Volkslieder geschrieben.« Die Komposition, inzwischen ein echtes Kultwerk der Symphonik, entstand 1893, im Gründungsjahr der Münchner Philharmoniker, die das Werk unter der Leitung von Lorin Maazel in Bonn aufführen. Wie Dvoˇrák wirkte Lorin Maazel ebenfalls in New York, wo er von 2002 bis 2009 Musikdirektor des New York Philharmonic war, das Dvoˇráks Neunte am ­­1­6. Dezember 1893 in der Carnegie Hall uraufgeführt

hatte. Lorin Maazel, seit über 50 Jahren einer der meist geschätzten Dirigenten weltweit, leitete bereits von 1993 bis 2002 das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. 2012 kehrte er als Chef­dirigent der renommierten Münchner Philharmoniker in die bayerische Hauptstadt zurück. JUNGE ORCHESTER Wie die Münchner Philharmoniker so sind fast alle der bisher genannten Orchester traditionsreiche Institutionen. Orchesterneugründungen sind in den letzten Jahren selten geworden – unter anderem bedingt durch finanzielle Schwierigkeiten. Umso erstaunlicher ist es, dass in den letzten Jahren zwei neue, öffentlich finanzierte Sympho­ nieorchester gegründet wurden. Oberhalb des Polarkreises ist in Norwegen 2009 das nördlichste Orchester der Welt entstanden: Das Norwegian Arctic Philharmonic Orchestra, verwaltet von den Städten Bodø und Tromsø, wird von dem Schweden Christian Lindberg geleitet, der dem Beethovenfest-Publikum von seinem Konzert mit dem Beethoven Orchester Bonn 2013 bekannt ist. Wie im Vorjahr tritt Lindberg auch in diesem Jahr als Komponist, Posaunist und Dirigent in Erscheinung und setzt seine musikalische »Kundraan«-Erzählung fort. Zwei symphonische Werke der Spätromantik – eine Komposition des Norwegers Ole Olsen sowie die vierte Symphonie von Peter Tschaikowski – runden das Programm ab. Das zweite neu gegründete Orchester ist ebenfalls im Norden Europas beheimatet: »100 Musicians, 10 Countries,


1 Idea: BSYP – A New Voice in the North!« Das Baltic Sea Youth Philharmonic (BSYP), das 2008 von dem Esten Kristjan Järvi gegründet wurde, kennt keine Grenzen, weder geographisch noch zwischen Gattungen. Und so nimmt es das Bonner Publikum mit auf eine Reise durch die Herkunftsländer der Orchestermitglieder: Von Russland aus geht es über Norwegen und Finnland nach Litauen und Lettland. Als Solist wurde der polnisch-kanadische Pianist Jan Lisiecki eingeladen, der bereits 2012 beim Beethovenfest Bonn zu Gast war. Jan Lisiecki, Jahrgang 1995, wird in der Presse wegen seiner brillanten und musikalisch souveränen Interpretationen sowie seiner natürlichen Spiel­ weise gelobt, die ihn für Griegs hochromantisches Klavierkonzert geradezu prädestinieren.

L O R I N

M A A Z E L

FAMILIENBANDE Kristjan Järvi stammt aus einer berühm­ ten estländischen Musikerfamilie – Vater Neeme und Bruder Paavo sind ebenfalls Dirigenten, letzterer den Bonnern bestens bekannt. Zusammen mit der Deutschen Kammerphilharmonie ­Bremen, dessen künstlerischer Leiter er ist, ist Paavo Järvi seit 2003 »Artist in Residence« beim Beethovenfest Bonn. Gemeinsam mit der Kammerphilharmonie hat er hier bereits zahlreiche großartige Konzerte dirigiert. Für das Abschlusskonzert 2014 hat Paavo Järvi Werke vereinigt, die besonders auf den durchsichtigen und kammersymphonischen Orchesterklang des Ensembles zugeschnitten sind. Neben der D-Dur-Serenade von Johannes Brahms, die mit gut 40 Minuten

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Spieldauer und ihrer großen Besetzung die Grenzen zur Symphonie streift, erklingt Krzysztof Pendereckis »Sinfo­ n­ietta per archi«, ein reines Streichorchesterstück. Solist des Abends ist der russische Pianist Arcadi Volodos, der nach seinem umjubelten Soloabend beim Beethovenfest 2011 mit Beethovens drittem Klavierkonzert nach Bonn zurückkehrt. Familienbande auch bei Tanja und Christian Tetzlaff, die dem Tetzlaff Quartett seinen Namen gaben: Sie sind Geschwister. Die Leidenschaft für Kammermusik führte sie mit Elisabeth Kufferath und Hanna Weinmeister 1994 zu einem Streichquartett zusammen. Und obwohl die als Solisten erfolgreichen Streicher nur phasenweise zusammenarbeiten, entwickelte sich das Ensemble schnell zu einer der gefragtesten Streichquartettformationen dieser Tage. Auf dem Programm in Bonn stehen zwei anspruchsvolle Spät­­­­werke: Schuberts letztes Streichquartett und Beethovens Opus 132, beide gleichzeitig entstanden. Es sind radikale Werke, die die Summe aus allen Klang- und Formexperimenten ihrer Schöpfer ziehen.

K R I S T J A N

J Ä R V I

Weitere Spätwerke Beethovens für diese Besetzung erklingen beim Beethoven-Streichquartett-Zyklus des tradi­ tionsreichen Borodin Quartet (siehe auch Seite 40 bis 41), dessen langjähri­ ge Erfahrung im Zusammenspiel einen besonders homogenen Eindruck entstehen lässt: »Hier spielen nicht vier Individualitäten zusammen, sondern einer bedient hochvirtuos ein einziges


Instrument mit sechzehn Saiten.« (14.10.2013, FAZ, Gerhard Rohde) In direktem Verwandtschaftsverhältnis stehen Wolfgang und Sebastian ­K nauer, die gemeinsam ein äußerst erfolgreiches Konzertformat entwickelt haben: Während Vater Wolfgang Konzept und Textauswahl verantwortet, greift Sohn Sebastian in die Tasten. Das erste ihrer beiden diesjährigen »Wort trifft Musik«-Programme widmet sich dem Wiener Kongress, dessen Beginn sich in diesem Jahr zum 200. Mal jährt. Mit Dokumenten aus dem Jahr 1814 und modernen politisch-literarischen Texten erzählen beide die Geschichte des Wiener Kongresses neu, mit dem nicht ganz unpolitischen Komponisten Ludwig van Beethoven mittendrin. ­H annelore Elsner, vielfach preisgekrönte Schauspielerin, leiht der Welt des Wiener Kongresses ihre Stimme. In der gleichen Besetzung, verstärkt durch das dänische Ensemble Carion, findet ein weiteres »Wort trifft Musik«Programm statt, das der Gattung der Bagatelle gewidmet ist, die seit Beethoven nicht mehr aus dem Konzert­ leben wegzudenken ist.

P A A V O

J Ä R V I

Den Wiener Kongress thematisiert ein weiteres Konzert, für das der ­W iener Dirigent und Organist Martin Haselböck drei Werke aus Beethovens mittlerer Schaffensperiode vereint hat: In Anlehnung an ein Konzert vom 27. Februar 1814 kombiniert das ­Orchester Wiener Akademie das musi­ kalische Schlachtengemälde »Wellingtons Sieg oder die Schlacht bei Vittoria« mit der achten Symphonie, die in dem

23


24

dama­ligen Konzert uraufgeführt wurde. Beiden wird die ebenfalls politisch bedeutsame Schauspielmusik zu Goethes »Egmont« vorangestellt. In Bonn wird die Rolle des Egmont von dem amerikanisch-österreichischen Schauspieler August Zirner gesprochen, der als Film- und Fernsehdarsteller auch in Deutschland bestens bekannt ist. RECITALS UND LIEDERABENDE Seine solistischen Fähigkeiten stellt der Pianist Sebastian Knauer in einem dritten Konzert unter Beweis, für das er Klassiker des Klavierrepertoires vereint. Sie sind um das »Gravitationszentrum« Beethoven angeordnet, dessen zweite »Sonata quasi una fantasia« auch chronologisch im Zentrum des Programms steht. Sowohl die letzte Sonate Beethovens – ebenfalls ein Klassiker – als auch seine Bagatellen op. 119 hat der 1979 in ­Rumänien geborenen Herbert Schuch in sein raffiniertes Programm aufgenommen. Schuch gewann 2005 drei erste Preise bei internationalen Klavierwettbewerben – eine Leistung, die höchste Anerkennung verdient und ihm den Weg an die Spitze ebnete. Keine drei Wettbewerbe, sondern drei komplette Neuanfänge prägen den Weg Josef Bulvas: Mit nur 21 Jahren wurde ˇ er zum Staatssolisten der CSSR ernannt, 1972 emigierte er nach Luxemburg, um als Pianist jenseits des Eisernen Vorhangs eine Karriere aufzubauen. Im März 1996 stürzte Josef Bulva auf eisglatter Straße und verletzte seine linke Hand, so dass seine Karriere

beendet schien. Nach einer 13-jährigen Abstinenz hat sich Josef Bulva dank eines kleinen medizinischen Wunders und eiserner Disziplin wieder auf die Bühne zurückgespielt. Einen beeindruckend stringenten Weg ist Thomas Zehetmair gegangen, der als Geiger und Dirigent weltweit bekannt und erfolgreich ist. In Bonn spielt er die hochvirtuosen 24 Capricen op. 1 von Niccolò Paganini, die er 2009 eingespielt hat: »Diese Stücke sind keine Etüden und keine emotionslose Pyrotechnik, sie sind improvisierte Charakterstücke voller Poe­sie und Fantasie.« Einen besonderen Bezug zu Paganini hat auch der griechische Geiger Leonidas Kavakos, der den Paganini-Wettbewerb 1988 gewann. In Bonn spielt er gemeinsam mit dem Pianisten Enrico Pace alle zehn Beethoven-Violinsonaten an drei Abenden. Die beiden Musiker kombinieren sie mit jeweils einem der 24 Préludes für Violine und Klavier op. 46 der russischen Komponistin Lera Auerbach. Kavakos, der die Sonaten vor kurzem mit Erfolg eingespielt hat, beschreibt seinen Zugang zu Beethovens Musik: »Man muss immer etwas Neues entdecken – nicht, um buchstäblich etwas zu erfinden, sondern um dem Werk noch besser zu dienen.« Eine extrem emotionale Künstlerpersönlichkeit ist die Mezzosopranistin Waltraud Meier, die im Juli 2013 als »leidenschaftliche Wagnerinterpretin« den Sonderpreis des neu geschaffenen Bayerischen Musikpreises erhielt. Richard Wagner und Gustav Mahler sind


zwei Fixsterne in ihrem Repertoire – im Bonner Konzert vereint sie drei große Liederzyklen der beiden Komponisten, die in spätromantischer Sprache von Schmerz und Sehnsucht erzählen und in ihrer radikalen Offenheit weit ins 20. Jahrhundert reichen. Waltraud Meier, die 2014 erstmals beim Beethovenfest Bonn auftritt, bekräftigt in einem Interview: »Gesang ist der vollendete Ausdruck einer Persönlichkeit. Ein Spiegel von einem selbst.« Annette Semrau Dramaturgin des Beethovenfestes Bonn

2

SA 6.9.

20 UHR

BEETHOVENHALLE ERÖFFNUNGSKONZERT

Gautier Capuçon Violoncello London Symphony Orchestra Sir John Eliot Gardiner Dirigent Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann 10

MI 10.9.

20 UHR

BEETHOVEN-HAUS

Leonidas Kavakos Violine Enrico Pace Klavier Werke von Ludwig van Beethoven und Lera Auerbach 14

FR 12.9.

20 UHR

BEETHOVEN-HAUS

Leonidas Kavakos Violine Enrico Pace Klavier Werke von Ludwig van Beethoven und Lera Auerbach

W A L T R A U D

M E I E R


17

SA 13.9.

20 UHR

BEETHOVEN-HAUS

203 S A 2 0 . 9 .

Leonidas Kavakos Violine Enrico Pace Klavier Werke von Ludwig van Beethoven und Lera Auerbach 18

26

SA 13.9.

20 UHR

KURSAAL BAD HONNEF

Münchner Philharmoniker Lorin Maazel Dirigent Werke von Antonín Dvoˇrák und Johannes Brahms 38

Kölner Kammerorchester Alexander Janiczek Konzertmeister Werke von Igor Strawinski, Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Xaver Süßmayr 26

DI 16.9.

20 UHR

39

20 UHR

Isabelle Faust Violine Jean-Guihen Queyras Violoncello Kristian Bezuidenhout Klavier Rotterdams Philharmonisch Orkest Yannick Nézet-Séguin Dirigent Werke von Ludwig van Beethoven und Richard Strauss 28

DO 18.9.

30

43

FR 19.9.

46

19 UHR

PETERSBERG

DI 23.9.

20 UHR

BEETHOVEN-HAUS

FR 26.9.

20 UHR

BEETHOVENHALLE

Jan Lisiecki Klavier Baltic Sea Youth Philharmonic Kristjan Järvi Dirigent Werke von Modest Mussorgski, Edvard Grieg, Jean Sibelius und anderen

20 UHR

47

FR 26.9.

20 UHR

BEETHOVEN-HAUS

Tetzlaff Quartett Werke von Ludwig van Beethoven und Franz Schubert

20 UHR

BEETHOVENHALLE

Lars Anders Tomter Viola Beethoven Orchester Bonn Stefan Blunier Dirigent Werke von Richard Strauss, Rudi Stephan und Paul Hindemith

SO 21.9.

Herbert Schuch Klavier Werke von Ludwig van Beethoven, György Ligeti und Frederic Rzewski

BEETHOVENHALLE

Rotterdams Philharmonisch Orkest Yannick Nézet-Séguin Dirigent Gustav Mahler: Symphonie Nr. 6 a-Moll

18 UHR

BURG NAMEDY

Josef Bulva Klavier Werke von Ludwig van Beethoven, Frédéric Chopin und Karol Szymanowski

Thomas Zehetmair Violine Niccolò Paganini: 24 Capricen für Violine solo op. 1

BEETHOVENHALLE

SO 21.9.

Sebastian Knauer Klavier Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven und Franz Schubert

S T. H I L D E G A R D M E H L E M

202 M I 1 7 . 9 .

20 UHR

BEETHOVENHALLE

205

SA 27.9.

20 UHR

OPERNHAUS

Waltraud Meier Mezzosopran Joseph Breinl Klavier Werke von Gustav Mahler und Richard Wagner


52 S O 2 8 . 9 .

11 UHR

HOTEL KÖNIGSHOF

Hannelore Elsner Rezitation Ensemble Carion Sebastian Knauer Klavier Wolfgang Knauer Textzusammenstellung Werke von Ludwig van Beethoven und György Ligeti 55 D I 3 0 . 9 .

20 UHR

S TA D T M U S E U M S I E G B U R G

Hannelore Elsner Rezitation Sebastian Knauer Klavier Wolfgang Knauer Textzusammenstellung Werke von Ludwig van Beethoven 56 M I 1 . 1 0 .

20 UHR

BEETHOVENHALLE

August Zirner Rezitation Kirsten Blaise Sopran Orchester Wiener Akademie Martin Haselböck Dirigent Werke von Ludwig van Beethoven 58

DO 2.10.

20 UHR

BEETHOVENHALLE

Norwegian Arctic Philharmonic Orchestra Christian Lindberg Posaune, Dirigent Werke von Ole Olsen, Christian Lindberg und Peter Tschaikowski 60

FR 3.10.

18 UHR

BEETHOVENHALLE ABSCHLUSSKONZERT

I S A B E L L E

F A U S T

Arcadi Volodos Klavier Die Deutsche Kammer­philharmonie Bremen Paavo Järvi Dirigent Werke von Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms und Krzysztof Penderecki

27


A N D R I S

N E L S O N S


» D E N D E S

H Ö H E N L E B E N S

U N D

T I E F E N

S T E L L E N «

Interview mit Andris Nelsons zum Beethoven-Symphonien-Zyklus

C hristine Lemke-Matwey (CLM): Wer ist Ludwig van Beethoven für Sie, persönlich? Andris Nelsons (AN): Ich weiß nicht, ob man zu einem solchen Genie, ­einem solchen Giganten eine persönliche Beziehung haben kann … CLM: Immerhin waren es Werke von Beethoven, die Sie sich für Ihr Debüt als Dirigent ausgesucht haben … AN: Ich muss damals verrückt ge­ wesen sein: die »Coriolan-Ouvertüre« und seine zweite Symphonie. Wer ist Beethoven? Ein Revolutionär. Ein Kämpfer. Einer, der über den ­Dingen steht – politisch, ästhetisch, historisch. Beethoven lässt sich nicht reduzieren, man kann ihn extrem schlecht auf den Begriff bringen. ­Sicher, er war von Geburt Deutscher, aber schreibt er deswegen deutsche Musik? Nein. Natürlich hat er die »Eroica« anfangs Napoleon gewidmet, aber ist seine Musik deswegen poli­tische Propaganda? Nein. Außer­ musikalische Kate­gorien taugen nicht, um ihn zu ver­stehen – und inner­musikalische ­eigentlich auch nicht! In seiner Musik ist alles auf­ gehoben, Liebe, Glück, Tod, Verzweiflung, für alle Zeiten.

CLM: Der sprichwörtliche Klassiker. AN: Ja, aber nicht, um auf dem Sofa zu sitzen und es kuschelig zu haben. Beethoven lässt uns keine Ruhe, er fordert uns ständig heraus. Wer sich mit seiner Musik beschäftigt, mit den Symphonien, den Streichquartetten, den Klaviersonaten, der muss Stellung beziehen. Das ist jetzt gar nicht negativ gemeint, aber es gibt Kom­ ponisten, bei denen kann man es als Dirigent auch einmal ein bisschen laufen lassen. Bei Beethoven geht das nicht. Er nimmt uns – die Musiker wie das Publikum – dauernd in die Pflicht: Entscheide, wähle, gestalte! Das ist anstrengend, aber lohnend. CLM: Haben Sie eine Vorstellung von dem Menschen? AN: Ich weiß nicht, ob ich eine haben will … (lacht). Er muss kein besonders angenehmer Zeitgenosse gewesen sein, nach allem, was ich gelesen habe. Ein schwieriger, ruppiger, rauer Geselle. Auch sehr männlich, auf seine Weise. Vielleicht waren sich Beethoven und Richard Wagner gar nicht so unähnlich. Nur: Beethoven ist eine tragische Gestalt, das ist Wagner nicht. Ein Komponist, der schon in jungen Jahren sein Gehör verliert?

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Was für eine bittere Ironie des Schicksals! Und was für ein Lebenskampf! CLM: Wo sehen Sie Spuren dieses Kampfes in seinen Symphonien?

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AN: Oh, überall! Im Finale der Fünften zum Beispiel. Dieser Satz lässt sich als individueller Triumph interpretieren, im Sinne von: Ich habe eine Symphonie komponiert, obwohl ich sie nie werde hören können. Meiner Ansicht nach steckt darin viel mehr (singt ein paar Takte des Hauptmotivs): nämlich die Kraft des Universums. Der Mensch­ kann sich selbst überwinden, sagt Beethoven. Oder die Pastorale: Da geht es nicht ums Illustrieren von ­Natur, sondern um intimste, fragilste Gefühle. Beethoven war alles andere als offenherzig, und das hört man hier. Wie Pan kauert er im Gebüsch und spricht mit Gott. Das klingt jetzt vielleicht pathetisch, aber er war ein Auserwählter. Solche Gespräche sind nicht jedem gegeben, das gilt auch ­­­für den dritten Satz der Neunten, ­seine Weltabschiedsmusik, oder das Klarinettensolo im Trauermarsch ­­­der ­Siebten. Das ist für mich reine Me­taphysik, eine Vision vom Paradies, mehr noch als »Freude, schöner Götterfunken«. CLM: Wenn Sie sich Beethovens symphonische Entwicklung vorstellen, von der Ersten bis zur Neunten: Ist das ­logisch und konsequent? Oder schlägt das Werk Haken? AN: Die ersten beiden Symphonien suggerieren noch, da kommt der

nächste Klassiker – zumindest vom Gestus her. Wobei, wenn man genauer in die Noten schaut: Gleich die erste Symphonie beginnt mit einer Dissonanz, das hätte Haydn nie gemacht! Auch das Allegro könnte niemals von Haydn oder Mozart sein, dieser raue militärische Rhythmus. Die Dritte macht dann einen Riesensprung, damit katapultiert Beethoven sich in eine andere Welt hinein. In eine Welt, die natürlich von Napoleon und den politischen Zeitläuften geprägt ist und die gleichzeitig sagt: Der wahre Held ist der Künstler. Das lässt sich schon ­ am Namen ablesen, »Eroica«, und auch an der Länge der Symphonie. Der Komponist ergreift Besitz von der Wirklichkeit. 1803/1804 war aber auch die Zeit, in der Beethovens Gehör nachließ. Da hat er verstanden, dass er kein glückliches Leben haben würde, was für eine Erkenntnis! CLM: Aber schreibt er mit der Vierten nicht genau dagegen an? Eine kleinere, leichtere Symphonie in lichtem B-Dur? AN: Da bin ich anderer Meinung. Die Einleitung zum ersten Satz: Gibt es eine dunklere, finsterere Musik? Für mich ist das die pure Depression. Doch dann packt Beethoven sich selbst am Schopf: Hört her, wie ich kämpfen kann! Dieses erste Thema mag nach Haydn oder sogar nach Rossini klingen – und ist doch alles andere als nur munter oder fröhlich. Es schmeckt bitter und es ist höchst ungemütlich zu spielen für das ­Orchester. Auch was das Fagott im Finale leisten muss, ist nicht nett


­ eschrieben! Als wollte Beethoven ­die g Musiker etwas von seinem eigenen Unbehagen spüren lassen. CLM: Ein Unbehagen, das die Fünfte ein Jahr später auf den Begriff bringt? Die sogenannte »Schicksalssymphonie«, in c-Moll, mit einem Motiv im Kopfsatz, das bis heute die ganze Welt kennt und das wie eine Signatur wirkt für alles Dramatische schlechthin? AN: Die Popularität dieser Symphonie ist sicher nicht unproblematisch, e ­ inerseits. Wie will man dagegen jemals andirigieren? Andererseits wirft Beethoven mit diesem Beginn, diesem emblematischen Ta-ta-ta-tam seine Fackel sehr weit in die Zukunft hinein – das sollten wir nicht vergessen. Das gilt in besonderer Weise auch für den Übergang vom dritten zum vierten Satz: Was wir da hören, ist nicht Pathos, sondern Trotz, Zorn, Wut, Ungestüm. Heute würde man denken, der Komponist stand unter Drogen. Oder er war schizophren, was er nicht war. Der Sieg, den die Musik am Ende ­davonträgt, ist kein Triumph, sondern ein Bekenntnis: Der Künstler kennt die Pose des Siegers, aber er weiß auch, dass es nur eine Pose ist. So wie er alle Tänze kennt, natürlich, und in der Siebten tanzt, als bräuchte er eine neue Hüfte! CLM: Sie werden beim Beethovenfest Bonn alle neun Symphonien in chro­ nologischer Reihenfolge dirigieren. Es gibt Kollegen, die bevorzugen ­­eine Einteilung in Gruppen, kürzere mit ­längeren Symphonien, frühere mit ­späteren …

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AN: Gruppen zu bilden, mag besser für den Verkauf der Konzerte sein (lacht) … Ich verstehe die Chronologie als eine Art Reise. Wir bleiben Beethoven auf den Fersen, durch die ­Höhen und Tiefen seines Lebens hindurch. Und wir stellen uns den Höhen und Tiefen unseres eigenen Lebens. Darum geht es – und nicht um das richtige oder falsche Tempo, um historisch informierte oder moderne Spielweisen. Beethoven zu interpretieren heißt, in Konfrontation mit ­­ sich selbst zu gehen. Das muss man aushalten.

Annette Dasch Sopran (10.9.) Lioba Braun Alt (10.9.) Toby Spence Tenor (10.9.) Vuyani Mlinde Bass (10.9.) CBSO Chorus (10.9.) City of Birmingham Symphony Orchestra Andris Nelsons Dirigent 3

19 UHR

BEETHOVENHALLE

Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21 Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 36 Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 (»Sinfonia eroica«)

Das Interview führte Christine Lemke-Matwey

SO 7.9.

5

am 16. Januar 2014.

MO 8.9.

20 UHR

BEETHOVENHALLE

Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 4 B-Dur op. 60 Symphonie Nr. 5 c-Moll op. 67 7

DI 9.9.

20 UHR

BEETHOVENHALLE

Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68 (»Pastorale«) Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92 9

MI 10.9.

20 UHR

BEETHOVENHALLE

Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 8 F-Dur op. 93 Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125

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L E I F

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A N D S N E S


» S O S O

S T R A N G E , R A D I C A L «

Interview mit Leif Ove Andsnes zum Beethoven-Klavierkonzerte-Zyklus

T om Service (TS): By the time you get to Bonn, Leif Ove, your »Beethoven Journey« will been under way for m ­ ore than two years – but these concerts will be the first time you will have played all five concertos and the »Choral ­Fantasy« in such a short space of time. Will that be a special experience, even in the context of all of the perform­ ances of Beethoven’s concertos you have given since 2011? Leif Ove Andsnes (LOA): I’m really l­ooking forward to playing the concertos ­­in just four days. But I don’t see the pieces as a cycle. And Beethoven never intended them that way, because they are such wonderfully diverse pieces, as I have been discovering. But in Bonn, playing these six masterpieces, includ­ ing the »Choral Fantasy«, it will give audiences a chance to see the fantastic development in all of them, from Number 2, the first he wrote, to the Fifth. TS: So how do you think of, and interpret, that development, in terms of Beethoven’s personal achievement and the bigger story of the history of the concerto? LOA: I think the B flat major concerto, No. 2, is much influenced by both Haydn and Mozart: in all those short

phrases, those surprising contrasts, especially in the first movement, and the humour in the finale, I feel very much the influence of Haydn. But there’s also a legacy of how Mozart had developed the piano concerto in the way Beethoven has the piano in­ troduce a new theme into the argument in the first notes I play. That’s exactly what Mozart did in his last few concertos – a musical technique that also introduces the idea that the soloist is an individual, playing against the masses. That was a new psychology for the concerto, and that’s what Beethoven follows and continues. And through the five concertos, his ambition be­ comes greater and greater. He creates ­­a kind of epic musical story-telling in the rest of the concertos: you really feel that he starts in the Third Concerto, the C minor piece, with a differ­ ent approach to what’s gone before; there’s a feeling in that piece of some­ thing very important that needs to be ­­ said and communicated. The Fourth has a unique quality of lyricism, and the completely revolutionary idea of starting the piece with the piano solo. And then, of course, there’s the Fifth, which is so important for what we

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know as the romantic heroic piano concerto. The piece was so loved in the 19th century – Liszt made his debut with the E flat major concerto in Paris – and because of the Fifth, suddenly there was this idea of the piano concerto as a kind of gladiator stage for the piano, which continued through the rest of the 19th century – for better or for worse! Everything that came later and that we love so much, from Brahms to Rachmaninov, is influenced by how Beethoven developed the form. TS: Part of your own story over the last few years has been to play the concertos – including of course the First, the C major piece, that you hadn’t played before this Journey began – in different contexts, with large symphony orches­ tras and conductors, as well as working with the Mahler Chamber Orchestra, with whom you direct the concertos from the keyboard. What have those ­diverse situations and ways of playing these pieces revealed to you? LOA: I’ve learnt a lot from playing them with big symphony orchestras and conductors like Herbert Blom­ stedt, who I performed with in Philadelphia. Naturally, that was very, very different to the way I play these pieces with the MCO. But it’s been worth­ while to look at this music from dif­ ferent angles. You can really wrestle with these pieces because they have such a strong spine. But that doesn’t mean I don’t have clear ideas about what I want to do with them. And my ideal comes pretty close to being re­ alised with the MCO. That’s because

they have a combination of lightness, of contrast, as well as being able to bring out the revolutionary aspect of these pieces without ever becoming heavy. They respond so wonderfully to the different demands of sound in these pieces, and they give me ideas that I had never thought of. TS: Fundamentally, how do you think of these pieces in performance? Are you attempting to put them in the context of the time and place of their composition, or playing them, as it were, out of time? LOA: For me, it’s always most important that the concertos are relevant to us now. But of course we have learnt a lot from the new approaches to this music over the last 30 or 40 years. ­My generation grew up with Harnon­ court’s set of Beethoven’s symphonies, for example, rather than Kara­ jan’s – or maybe both! For me, we’re now at a very interesting point in the history of performance. All of these new ideas, of the early music movement, have been integrated into ­an ­orchestra like the MCO, so it’s not ­something one has to talk about much ­s in rehearsal. They are really awake a musicians, so it’s all available to them, questions of vibrato, of colour, of lightness. That means we’re not trying to recreate something from 1799, but simply making the pieces alive for here and now. For example, there was never a question whether or not I would play on a Steinway or a ­ fortepiano. I feel that we live in such a different society now, and our halls


we’re playing in are so much bigger, that it’s very difficult to imagine the pieces working on a fortepiano. And simply, I love the possibilities of a Steinway. I can’t help it! And I think that Beethoven would have done too. It’s a cliché to say so, but I really think that’s true: he was so delighted with all of the improvements to the piano during his lifetime. I have a feeling that all those obsessions with trills and vibrations in his later piano music mean that he wanted more sound from the piano. So he would have been thrilled with a good Steinway. TS: As well as the concerts and the ­residencies with the MCO as part of the »Beethoven Journey«, you’ve also been working together on an education ­project with deaf children around these ­pieces called »Feel the Music«. LOA: When I first heard about it, I thought: that’s so strange, so radical, how can it work? What will these profoundly deaf children take from the experience? But they get so much from it, and they are delighted to be part of a creative musical project: we show them our instruments, and they play a little bit themselves, and I make them sit under the piano and feel ­­ the vibrations of the soundboard and the strings. They sit with us during the ­orchestral rehearsals, and they can feel so much through the floor, it’s a ­ stonishing. And at the end, we ­invite them to conduct, and we improvise with chords and improvise to their gestures. And what is amazing, and humbling – especially thinking

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about Beethoven’s own deafness – is that the kids sit through a whole twohour concert, and are completely fascinated. It’s a wonderful project, and I’m very touched to have been part of it: »Feel the Music« has expanded my horizons of how music is perceived. 38

WDR Rundfunkchor (27.9.) Mahler Chamber Orchestra Leif Ove Andsnes Klavier, Dirigent 204 D O 2 5 . 9 .

20 UHR

BEETHOVENHALLE

Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 19 Igor Strawinski: »Apollon Musagète« Ballettmusik für Streichorchester Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58

Das Interview führte Tom Service am 15. Januar 2014 in London.

206 S A 2 7 . 9 .

20 UHR

BEETHOVENHALLE

Igor Strawinski: »Dumbarton Oaks« Concerto in Es für Streichorchester Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll op. 37 Arnold Schönberg: »Friede auf Erden« für gemischten Chor a cappella op. 13 Ludwig van Beethoven: Fantasie für Klavier, Chor und ­Orchester c-Moll op. 80 (»Chorfantasie«) 207

SO 28.9.

18 UHR

BEETHOVENHALLE

Igor Strawinski: Concerto in D für Streichorchester Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur op. 15 Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73 (»The Emperor«)


M A H L E R

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K R Ö N E N D E R A B S C H L U S S Finale des Beethoven-Streichquartett-Zyklus mit dem Borodin Quartet

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D a die hohe künstlerische Qualität des Borodin Quartet für sich spricht, sollen an dieser Stelle Zitate aus Konzertkritiken zum Beethoven-Streichquartett-­ Zyklus der Beethovenfeste Bonn 2012 und 2013 als Vorgeschmack auf die vier diesjährigen Konzerte des Zyklus stehen. »Das seit 65 Jahren bestehende Borodin Quartet, das jetzt natürlich in verän­ derter Besetzung auftritt (…), agiert unverändert auf einem sehr hohen ­Niveau – ein kraftvoller, sonorer und durchaus auch farbiger Klang lässt den Eindruck entstehen: Hier spielen nicht vier Individualitäten zusammen, sondern einer bedient hochvirtuos ein einziges Instrument mit sechzehn Saiten.« (14.10.2013, FAZ, Gerhard Rohde)

»Auffällig stets: der schöne, homogene Klang, der nie aus der Rolle fiel und den die vier Musiker – die Contenance stets wahrend – nie über Gebühr ins Extreme wandelten.« (28./29.9.2013, GA, Guido Krawinkel)

»(…) mit packender Expressivität (…) « (30.9.2013, GA, Jan Crummenerl)

»Wenn am Ende des achten Streichquartetts von Dmitri Schostakowitsch der letzte von insgesamt drei LargoSätzen leise sterbend verklingt, wird dies für den Hörer zu einer beinahe transzendenten Erfahrung. Zumindest dann, wenn der Klang so körperlos im Raum schwebt, wie es durch das ­Moskauer Borodin Quartet in der voll besetzen Bad Godesberger Redoute zelebriert wird.« (26.9.2012, GA, Bernhard Hartmann)

»Natürlich hat sich im Laufe der langjährigen Geschichte des Borodin Quartet die Besetzung geändert (…). Der herausragend rein intonierte Klang und die den Partituren ergebenen, fast die eigene Persönlichkeit zurücknehmenden Interpretationen sind geblieben.« (27.9.2012, Bonner Rundschau, Felicitas Zink)

»(…) diese Interpretation hatte Format, Leidenschaft und Contenance.« (2.10.2012, Bonner Rundschau, Jürgen Bieler)


Borodin Quartet Quartet in Residence 2012–2014

Ruben Aharonian Violine Sergey Lomovsky Violine Igor Naidin Viola Vladimir Balshin Violoncello

6

MO 8.9.

20 UHR

BEETHOVEN-HAUS

Streichquartette von Ludwig van Beethoven, Dmitri Schostakowitsch und Nikolai Miaskowski

8

DI 9.9.

20 UHR

LA REDOUTE

Streichquartette von Ludwig van Beethoven, Igor Raykhelson und German Galynin

12

DO 11.9.

20 UHR

S TA D T M U S E U M S I E G B U R G

Streichquartette von Ludwig van Beethoven und Dmitri Schostakowitsch

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SO 14.9.

18 UHR

S T. H I L D E G A R D M E H L E M

Streichquartette von Ludwig van Beethoven und Dmitri Schostakowitsch

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WOCHENENDE DER QUARTETTE

Streichquartette 1814 – 1914 – 2014

D as Streichquartett durchlief eine denk- und merkwürdige Geschichte. Seine Anfänge lagen im Milieu der guten Unterhaltung, an der sich in der Mitte des 18. Jahrhunderts meist adlige Musikliebhaber hörend oder selbst spielend beteiligten. Joseph Haydns Leistung war es, aus der Praxis des »Divertimento« durch gesteigerten kompositorischen Anspruch und ästhetische Experimente jene Gattung zu formen, die bis heute als Inbegriff aller Kammermusik gilt. Beethoven verwirklichte mit seinen Kompositionen ein Niveau, das professionelle Musiker zur Aufführung verlangte. Franz Schubert mo­bilisierte in seinen letzten Werken für vier Streicher die Energie der Grenz­­erfahrung: Er beanspruchte die Möglichkeiten der Formation bis an das Leistungslimit, drängte sie in Klang­ bereiche, in denen ein Orchester gefordert wäre. Seine letzten Quartette sind Symphonien, die vier Individuen über­ antwortet werden, so wie die Last der Zeit für den Komponisten und seine Freunde oft den kreativen, vorausschauenden Einzelnen aufgebürdet schien. Nicht weniger bemerkenswert als die Entstehungsgeschichte ist jedoch die Tatsache, dass sich das hohe Ansehen des Streichquartetts bis heute ungebrochen erhielt – durch die Epochen

der Moderne, des avantgardistischen Experiments und der Entdeckung elektronischer Schaffensmöglichkeiten hindurch. Dass sich gegenwärtig mehr junge Quartettformationen als je zuvor gründen und im Konzertleben behaupten, spricht für zweierlei: für das Verlangen der Künstler nach musikalischer Intensität, aber auch für die Tendenz der Hörer, im vorgeblich »elitären« Charakter der Kammermusik ein Geschenk zu entdecken, in dem sich geistige Konzentration mit intuitivem Genuss verbindet. KOOPERATION STATT KONKURRENZ Drei junge Ensembles hat das Beethovenfest Bonn für das dritte Septemberwochenende nach Bonn eingeladen. Sie stammen aus verschiedenen Regionen Europas: Das Bennewitz Quartet gründete sich 1998 an der Prager Musik­ akademie, das Heath Quartet 2002 am ­Royal Northern College in Manchester, das Quatuor Zaïde 2009 in Paris. Sie em­pfahlen sich durch ihre klug disponierten Programme, durch ihr engagiertes Spiel und ihren Willen zu musikalischer Vollendung, mit dem sie ­j edem Werk in seiner Besonderheit gerecht werden wollen. So erspielten sie sich Preise, die etwas gelten, so wussten sie Publikum und Rezensenten für sich einzunehmen.

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B E N N E W I T Z

Q U A R T E T


Sie arbeiten mit dem Berliner Kuss­ Quartett zusammen. Dieses besteht seit 25 Jahren, die Geiger Jana Kuss und Oliver Wille gründeten es als 14-jährige Schüler 1989, im Jahr der deutschen und europäischen Hoffnungen. Mit ihren Studien bei Walter Levin und ihrer einjährigen Arbeit mit dem Cleveland Quartet schufen sie wichtige Perspektiven für ihre eigene künstle­ rische Entwicklung. Ihre Erfahrungen geben sie nun ihrerseits an jüngere Kollegen weiter. Darin drückt sich ein neuer Geist unter Spitzenensembles aus: Sie bestimmen ihr gegenseitiges Verhältnis nicht aus der Konkurrenz, sondern aus dem gemeinsamen An­ liegen und der wechselseitigen Anregung – zum eigenen Nutzen, vor allem aber zum Vorteil für das Publikum. WEGE DER VERMITTLUNG Dem neuen Kommunikationsstil entsprechen auch die Konzertkonstella­ tionen während des Bonner Quartettwochenendes. Die Ensembles spielen nicht ihre je eigenen Konzerte, sondern sie wirken in verschiedenen Gruppierungen zusammen, jedes von ihnen übernimmt pro Veranstaltung ein Werk (oder zwei kürzere Stücke), bei größeren Besetzungen wie in Ralph Vaughan Williams’ »Phantasy Quintet« oder in Arnold Schönbergs Sextett »Verklärte Nacht« ergänzen Musiker aus einer anderen Formation das Haupt-Ensemble. Auch in der Vermittlung beschreiten sie differenzierte Wege. Neben der bewährten Konzertform, die durch eine Einführung vorbereitet wird, bieten sie ein Konzert für Schüler an, das dem gegenseitigen Dialog hinreichend Zeit

einräumt. Das »Teatime Concert« am Sonntagnachmittag nähert sich mit seinem Programm dem Charakter der Serenadenmusiken, aus denen sich das Streichquartett historisch emanzipierte und mit denen Komponisten gerne kokettierten. Besonderes verspricht der Interpretationsvergleich, bei dem das Bennewitz Quartet und das Quatuor Zaïde ihre Auffassungen von Leoš Janᡠceks erstem Quartett vorstellen und im Gespräch begründen. Sie vertiefen damit die wichtige Einsicht, dass es für kein musikalisches Kunstwerk eine Klanggestalt an sich gibt: Sie entsteht immer durch die Subjektivität der Interpreten, die sich die Objektivität des Geschriebenen zu eigen machen und weitergeben. Mit Valentin Erben, dem Cellisten des Alban Berg Quartett, übernimmt ein erfahrener Kenner der Materie die Moderation dieser seltenen Kunsteinsichten. GESCHICHTLICHE EREIGNISKREISE Das Repertoire konzentrieren die vier Ensembles in drei Jahrhundertschritten, für die in diesem erinnerungsvollen Jahr die Daten 1814, 1914 und 2014 sinnbildlich einstehen. Aus der Quartettgeschichte betrachtet, stammt die älteste Werkgruppe aus der ersten Hochphase des Genres, der Entwicklung von Haydn zu Schubert. Beethoven repräsentiert ihr Zentrum. Sein f-MollQuartett op. 95, das im Mai 1814 uraufgeführt wurde, bildet die Schwelle ­einerseits zum eigenen Spätwerk, andererseits zu Schuberts quasi orchestralem Kammermusikdenken. Den

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Über­­gang in die Moderne umkreist die zweite Werkgruppe. Moderne heißt hier vor allem Neubestimmung des Verhältnisses von Kunst und Leben: in der individuellen Existenz (Schönbergs Sextett »Verklärte Nacht«), im Zusammenleben von Gruppen und Völkern (Josef Suks »Meditation«, Béla Bartóks und Ralph Vaughan Williams’ Quartette, Janᡠceks Studien des Sprachmelos als kompositorische Grundlagen), in der Öffnung gegenüber internationaler ­Unterhaltungskultur (Erwin Schulhoff) und im Anspruch der Kunst gegenüber der Gesellschaft. In einer Studie über die Verfolgung von Musik und Musikern unter der nationalsozialistischen und stalinistischen Diktatur prognostizierte der russischamerikanische Musiker und Wissenschaftler Boris Schwartz, man werde das 20. einmal das Jahrhundert der Migration nennen. Er behielt Recht – weit über den Zeitraum und die Berufsgruppe hinaus, von denen er sprach. Die neuen Werke für Streichquartett bei diesem Festival im Festival thematisieren Schwartz’ Erkenntnis aus verschiedenen Blickwinkeln. Als der Prager Komponist Slawomír Hoˇrínka an seinen »Songs of Immigrants« zu arbeiten begann, erprobte er »musikalische Stationen, in denen ich die reiche Vielfalt verschiedener volkstümlicher Überlieferungen zu einer kompakten Aussage verdichten könnte. Die Tragödie vor Lampedusa am 3. Oktober 2013 änderte meine Konzeption von Grund auf. Von den 370 Opfern stammten mehr als die Hälfte aus Eritrea. Entsprechend besteht das Material der Komposition

nunmehr aus traditioneller Musik verschiedener Bevölkerungsgruppen aus Eritrea, Naturlauten aus Lampedusa und Momentaufnahmen in ihrer ganzen Härte«. Für Oliver Schneller war Migration der­ Weg ins Leben. In Köln geboren, in Dublin, Khartum, Brüssel, Bonn und Manila aufgewachsen, studierte er erst in Bonn, dann in Boston und an der Columbia University in New York. Offenheit zeichnet ihn aus, Offenheit für verschiedene musikalische Sprachen, gegenüber anderen Künsten wie der Literatur, der Bildenden Kunst und der Architektur. Sofia Gubaidulina zählt zu den Emi­g ranten, von denen ­Boris Schwartz sprach. 1992 zog sie aus Russland in die Nähe von Hamburg. In ihren Werken greifen Hören und Sehen oft ineinander. Die Lichtpartitur im vierten Streichquartett erinnert an Komponisten der Ersten Moderne, die, wie Alexander Skrjabin, die Entgrenzung der Künste suchten. Die Zusammenschau der Künste schlägt die Verbindung ­zwischen den verschiedenen Epochen. Habakuk Traber Freier Autor und Musikwissenschaftler, Berlin


H E A T H

Q U A R T E T


Q U A T U O R

Z A 誰 D E


Kuss Quartett Jana Kuss Violine Oliver Wille Violine William Coleman Viola Mikayel Hakhnazaryan Violoncello Bennewitz Quartet Jakub Fišer Violine Štˇ epán Ježek Violine Jiˇrí Pinkas Viola Štˇ epán Doležal Violoncello Heath Quartet Oliver Heath Violine Cerys Jones Violine Gary Pomeroy Viola Christopher Murray Violoncello Quatuor Zaïde Charlotte Juillard Violine Pauline Fritsch Violine Sarah Chenaf Viola Juliette Salmona Violoncello FR 19.09.

15 UHR

BEETHOVEN-HAUS KONZERT FÜR SCHÜLER

Streichquartette von Joseph Haydn, Erwin Schulhoff, Belá Bartók, John Bennett und Harrison Birtwistle

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FR 19.09.

20 UHR

BEETHOVEN-HAUS

Streichquartette von Franz Schubert, Josef Suk, Oliver Schneller und Arnold Schönberg

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SA 20.09.

16 UHR

BEETHOVEN-HAUS I N T E R P R E TAT I O N S V E R G L E I C H

Streichquartett Nr. 1 (»KreutzerSonate«) von Leoš Janᡠcek, moderiert von Valentin Erben

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SA 20.09.

20 UHR

BEETHOVEN-HAUS

Streichquartette von Ludwig van Beethoven, Antonín Dvoˇrák und Slavomír Hoˇrínka 36

SO 21.09.

16 UHR

BEETHOVEN-HAUS T E AT I M E C O N C E R T

Werke von Hugo Wolf, Belá Bartók und Ralph Vaughan Williams 40

SO 21.09.

20 UHR

BEETHOVEN-HAUS

Streichquartette von Joseph Haydn, Sofia Gubaidulina und Franz Schubert

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P A R A M

V I R


VOM ZAUBER DES ERSTEN MALES

Uraufführungen und Kanonisierung damals und heute

M an liest Neuerscheinungen der Literatur, besucht Ausstellungen moderner Kunst, geht in aktuelle Film- und Theaterproduktionen und interessiert sich für zeitgenössische Architektur. Doch mit Neuer Musik tut man sich schwer. Warum? Schließlich ist man auch hier Zeitgenosse und ist Neue Musik nicht minder vielfältig, spannend, erhellend, sinnlich und lustvoll erlebbar? Warum also in Sachen Musik so mutlos und vergangenheitsverliebt? Müssen wir das Publikum beneiden, das als erste Augen- und Ohrenzeugen die Geburtsstunden unsterblicher Meisterwerke von Mozart, Beethoven, Schumann, Verdi und Wagner erleben durfte? Wie erging es den Hörerinnen und Hörern bei der »Großen musikalischen Akademie«, die Ludwig van Beethoven am 22. Dezember 1808 im Theater an der Wien veranstaltete, bei der sowohl seine fünfte und sechste Symphonie als auch Teile der Messe C-Dur sowie die »Chorfantasie« und sein viertes Klavierkonzert mit ihm selber als Solisten zur Uraufführung gelangten? Dies war zweifellos eine Sternstunde der Musikgeschichte, mit Folgen für die gesamte weitere Entwicklung der Gattungen Symphonie und Instrumentalkonzert. Doch das Publikum war durch dieses Mammutprogramm heillos über­fordert, weshalb wir uns vor vor-

schnellen Verklärungen der Vergangenheit hüten sollten. Denn was wir heute als »Klassik« bewundern, war damals Neue Musik und wurde auch so erlebt. Beethovens Spätwerke erlebten die Zeitgenossen – wie zahlreiche Rezensionen belegen – als »fremd, dunkel, verworren«, »das Gewöhnliche weit überschreitend«, »schwer fasslich«, »zerklüftet«, »riesenhaft«, »wunderlich«, »exzentrisch« und »unverständlich, wie Chinesisch«. Das gibt zu denken und legt die Einsicht nahe: Wer von Neuer Musik nichts wissen will, versteht auch von der alten nichts, weil er das Innovationspotential verkennt, das diese einst zur Neuen Musik ihrer Zeit machte. Es gehört zum Wesen der europäischen Kunstmusik der letzten achthundert Jahre, dass sich ihre Mittel permanent verändert, erweitert und erneuert haben. Binnen längerer oder kürzerer Zeiträume wurden geltende Ideen, Normen und Regeln immer wieder durch neue, oft geradezu gegenteilige Vorstellungen ersetzt, die dann ihrerseits wieder durch andere verdrängt wurden. Gerade Beethoven war ein herausragender Vertreter dieser »Tradition des Revolutionären« (Carl Dahlhaus), deren Wirken sich über Wagner, Brahms und Mahler bis zur Neuen Musik des 20. und

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21. Jahrhunderts verfolgen lässt. Neues und Altes standen und stehen dabei stets in engem Wechselverhältnis, denn »neu« ist ein relativer Begriff, der keinen absoluten Wert benennt. Neues ist schlechterdings nicht ohne Altes denkbar, weil sich Neues von Altem abhebt und das Alte erst durch Aufkommen des Neuen zum Alten wird, nachdem es selbst einmal neu war. Im Unterschied zu traditionell statischen Musikkulturen, wie den asiatischen, kennt die europäische Musikgeschichte eine Tradition des fortgesetzten Bruchs mit der Tradition. Dieses von Beethoven entscheidend geprägte Erbe trägt das Beethovenfest Bonn weiter, nicht zuletzt durch die Vergabe von Komposi­ tionsaufträgen an zeitgenössische Komponisten. Wie zu Beethovens Zeiten geben auch heute Uraufführungen neuer Werke unterschiedlicher Strömungen, Sparten und Stilistiken reichlich Gelegenheit sowohl zu Unverständnis und Ratlosigkeit als auch zu erfüllten, beglückenden und erhellenden Hörerfahrungen. Stellvertretend für die internationale Ausdifferenzierung und Vielstimmigkeit der gegenwärtigen Neuen Musik bietet das Beethovenfest 2014 neben mehreren Werken des 20. Jahrhunderts acht Novitäten von Komponisten der jüngsten und mittleren Generation aus Indien, Korea, Deutschland, Frankreich, Tschechien und der Türkei: von Param Vir, Hannah Hanbiel Choi, Myung-Sun Lee, Philipp Maintz, Helmut Oehring, Alexandre Ouzounoff, Martin Smolka und Tolga Yayalar. In seinem Essay »Neue Musik, veraltete Musik, Stil und Gedanke« (1930/1946)

warf Arnold Schönberg die grundsätzliche Frage auf »Was ist Neue Musik?«, um sie – erstaunlich für einen der Gründerväter der Neuen Musik – ausgerechnet mit Verweisen auf alte Musik zu beantworten: »Was ist Neue Musik? Offensichtlich muss das Musik sein, die, obwohl sie immer noch Musik ist, sich in allem Wesentlichen von früher komponierter Musik unterscheidet. Offensichtlich muss sie etwas ausdrü­c­ken, was bisher noch nicht in der Musik ausgedrückt worden ist. Offensichtlich ist in der höheren Musik nur dasjenige darstellenswert, was nie zuvor dargestellt worden ist. Es gibt kein großes Kunstwerk, das nicht der Menschheit eine neue Botschaft vermittelt; es gibt keinen großen Künstler, der in dieser Hinsicht versagt. Dies ist der Ehrenkodex aller Großen in der Kunst, und folglich werden wir in allen großen Werken der Großen jene Neuheit finden, die niemals vergeht, sei sie von Josquin des Prés, von Bach oder Haydn, oder von irgendeinem anderen großen Meister. Denn: Kunst heißt Neue Kunst.« Schönberg beantwortete die Frage »Was ist Neue Musik?« zwar mit den Kriterien Andersheit, Originalität, Erstmaligkeit und menschheitsgeschichtlicher Relevanz, weitete seine Antwort aber zugleich zu einer Definition von Kunst überhaupt, indem er denselben Neuheitsanspruch bei allen »großen Meistern« entdeckte und Neuheit überhaupt mit Kunst gleichsetzte: Denn wirkliche, sprich »große« Kunst ist für Schönberg immer »neue« Kunst. Deswegen ist aber umgekehrt nicht automatisch jede »neue« Kunst schon »große«. Darüber entscheiden erst komplexe Selektions-


mechanismen, die unter anderem dazu führten, dass von der Gesamtheit der im 18. und 19. Jahrhundert entstandenen Musik gegenwärtig nur noch verschwindend wenige Opern, Symphonien, Konzerte, Quartette, Lieder, Chor-, Orgel- und Klavierwerke im Repertoire übrig blieben. Demselben Auswahlprozess unterliegt die Neue Musik, auch wenn sich durch die technischen Aufnahme-, Speicherund Wiedergabemöglichkeiten bis hin zu Massenmedien und Internet im 20. und 21. Jahrhundert das aktive Auswählen und passive Vergessen von ­M usik grundlegend gewandelt hat. ­A ußerdem sind musikgeschichtlich ­kanonisierte Werke nicht zwangs­läufig identisch mit den im Musikleben ­besonders präsenten, weil besonders beliebten Werken. Kanonisierung und Repertoirebildung sind vielmehr zwei verschiedene, wenn auch verwandte Wertungsvorgänge: kollektiv, dynamisch und prinzipiell nicht abschließbar. Mit verschiedener Wirkung daran beteiligt sind sämtliche Akteure des Musiklebens, das Publikum ebenso wie Komponisten, Interpreten, Ver­ anstalter, Institutionen, Bildungs­ einrichtungen, Wissenschaft, Publi­ zistik, Medien, Musikindustrie und technolo­g ische Entwicklungen. Wie jede Geschichtsschreibung ist auch jede Kanonisierung ausgewählter ­M eister- oder Schlüsselwerke zeit­ bedingt. Neben ästhetischen und aufführungspraktischen Kriterien spielen auch soziale, politische, ideolo­ gische, ökonomische, nationale und regionale Faktoren eine Rolle, deren

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M A I N T Z


unterschiedlicher Einfluss zwangsläufig zu Differenzen bei der Einschätzung von Komponisten, Werken und Interpreten führt und ständig Revisionen des Kanonisierten provoziert. Richtig verstanden ist ein Kanon letztlich Ausdruck lebendiger Musikgeschichte, denn er ist das vorläufig formulierte Ergebnis eines von unterschiedlichen gesellschaftlichen Kräften vielstimmig geführten Diskurses über die Qualität und Bedeutung von Musik. An diesem Diskurs kann sich prinzipiell jeder beteiligen. Seien wir also Zeitgenossen! Hören wir die Musik unserer Tage ebenso wie die der Vergangenheit. Lassen wir uns dadurch bewegen, berühren, verstören wie seinerzeit das Publikum durch die neue Musik Beethovens. Denn in Fortführung von Schönbergs Gedanken gilt: Ist Kunst eine Erfahrung des Neuen, so eröffnet sie stets auch neue Erfahrungen. Das sollten wir uns nicht entgehen lassen: Nutzen wir jetzt die Kunst der Stunde! Rainer Nonnenmann Freier Autor und Musikwissenschaftler, Köln

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O E H R I N G


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SO 14.9. 11 UHR SCHUMANNHAUS PREISTRÄGERKONZERT 1

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MO 22.9.

20 UHR

BUNDESKUNSTHALLE, FORUM

Sophie Dartigalongue Fagott Anna Kirichenko Klavier Alexandre Ouzounoff: Neues Werk für Fagott und Klavier (Uraufführung, Auftragswerk von Sophie ­Dartigalongue)

Ensemble Resonanz Helmut Oehring: GOYA III. Veía la mano, pero como ­alelado für 18 Streicher (Uraufführung, Auftragswerk von Beethovenfest Bonn, Ensemble ­Resonanz und Alte Oper Frankfurt)

SO 14.9.

DI 23.9.

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18 UHR

BUNDESKUNSTHALLE, FORUM

Solisten musikFabrik Studio musikFabrik Peter Veale Dirigent Philipp Maintz: Neues Werk für Bassklarinette, Violine, Violoncello, Klavier und Ensemble (Uraufführung, Auftragswerk des Beethovenfestes Bonn)

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SO 14.9.

20 UHR

BEETHOVEN-HAUS

Christiane Iven Sopran Sangeeta Bandyopadhyay Gesang Pandit Sankha Chatterjee Tabla Burkhard Kehring Klavier, Konzeption Param Vir: Songs from Tagore’s »Gitanjali«. Liederzyklus auf Texte von Rabindranath Tagore in der Übersetzung von William Radice (Uraufführung, Auftragswerk des Beethovenfestes Bonn)

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SO 21.9.

18 UHR

S T. E V E R G I S L U S B R E N I G

Singer Pur Martin Smolka: »Alma redemptoris mater« für Vokalensemble (Uraufführung)

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20 UHR

BEETHOVENHALLE

Bilkent Youth Symphony Orchestra Isın ‚ Metin Dirigent Tolga Yayalar: Neues Werk für Orchester ­(Uraufführung, Auftragswerk ­­der Deutschen Welle)

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DO 2.10.

20 UHR

BEETHOVEN-HAUS

Kwangchul Youn Bass Burkhard Kehring Klavier, Konzeption Hannah Hanbiel Choi: »Engel I« und »Engel III« für Klavier (Uraufführung) Myung-Sun Lee: »Engel II« und »Engel IV« für Klavier (Uraufführung)


D E R

W I N T E R WA N D E R E R U N D

D I E

E N G E L

Burkhard Kehring über seinen dreiteiligen Liederabend-Zyklus »Divan of song«

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A ls Goethe im Sommer 1814 erstmals nach 17 Jahren wieder in seine hessische Heimat reiste, hatte er ein Buch im Gepäck, das ihm kurz zuvor der Verleger Cotta zugeschanzt hatte: eine Sammlung mit persischer Lyrik, übersetzt nach Vorlagen des Dichters Hafis. Die fast magnetische Anziehung, die dieses Büchlein auf Goethe ausübte, wurde Initialzündung für seinen »West-östlichen Divan«. Hinter Goethes Versen schimmert das Psychogramm eines faszinierten wie irritierten Künstlers durch, der sich eine neue Welt erschließt: die Welt Persiens, die Welt des Orients. Der »Divan« ist ein Brückenschlag zwischen den Kulturen – und genau an diesem Punkt setzt der Pianist Burkhard Kehring mit seinem neuen, mehrteiligen Lied-Projekt an. »Die Idee dazu verfolgt mich schon seit Jahrzehnten«, gesteht er, »auch aufgrund meines familiären Hintergrundes, da ich aus einer deutschindischen Beziehung hervorgegangen bin. Die Verhältnisse waren jedoch nicht immer konfliktfrei und sind von Kommunikationsproblemen begleitet. Insofern sind nicht nur Asien und Europa in meiner Familie vertreten, sondern auch verschiedene Religionen.«

Die Kunst als Brückenschlag. Die Musik als Steg. Das Lied als Bohle. »Ich versuche, die divergierenden kulturellen Strömungen zu bündeln und immer wieder neu zusammenzubringen.«, erklärt Kehring, der bereits beim Beethovenfest Bonn 2006 mit einem Schumann-Zyklus seine Vorliebe für Großprojekte bewiesen hat. Auf dem Hintergrund seiner Erfahrungen als Liedbegleiter und geprägt durch die Jahre, in denen er mit Dietrich Fischer-Dieskau Melodramen aufführte, möchte Kehring nun seine neue Idee vorantreiben. »Fischer-Dieskaus Kulturpessimismus, besonders gegen Ende sei­­nes Lebens, galt auch der Frage: Wie überlebensfähig ist das Lied? Er sah die einzige Chance in der Erneuerung des Etablierten, also auch des herkömm­ lichen Liederabends, einschließlich neuer Kompositionen.« Angestachelt durch diese Anregungen und genährt durch die eigene Über­ zeugung, dass man die Gegenwart ­stärker in die Gattung Lied einbringen müsse, hat Kehring drei Konzerte ­kon­zipiert, die die Lust am Experiment und das sichere Fundament der Tradition miteinander verbinden. »Ich bin ein Sammler und habe schon seit ­l angem ein ­O hr für asiatische Musik. Dabei gibt es ­immer wieder seltsame


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­ erührungspunkte. So hatte etwa B ­Wilhelm Müller, der Dichter der Vor­ lagen zu ›Winterreise‹ und ›Schöner Müllerin‹, einen Sohn namens Max. Der wiederum hat die moderne Indo­ logie begründet. Als ich 1991 erstmals im ›Max Mueller Bhavan‹, dem GoetheInstitut von Mumbai, spielte, schloss sich für mich erstmals dieser Kreis.« Für seine drei Bonner Lieder-Programme hat Burkhard Kehring unter dem Titel »Divan of song« jeweils unterschiedliche Abläufe gewählt. Das erste Konzert hat Einstiegscharakter, ausgehend von Goethe und Hafis. »Es geht dabei nicht nur um West und Ost, sondern zugleich um Übergänge, auch um die Übergänge zwischen Generationen. Mit Robert Holl ist einer der reifen, erfahrenen Sänger dabei, mit Christiane Karg eine erfolgreiche Repräsentantin der jüngeren Generation. Zufällig spiegelt sich in dieser Besetzung auch etwas vom Altersunterschied wider, der seinerzeit zwischen Goethe und Marianne von Willemer, seiner Muse zum ›Divan‹ bestand.« Im ersten Teil stehen zwei Themen im Fokus: Scheherazade und Hafis, unter anderem mit Werken von Ravel und Liedern der Romantik; im zweiten Teil liegt der Schwerpunkt auf Vertonungen aus dem »West-östlichen Divan«. Diese dialogische Struktur wird auch im zweiten Konzert fortgeführt. Im Mittel­punkt steht »Indien«, im ersten Teil des Abends mit Tagore-Vertonungen von Szymanowski und Zemlinsky. »Da Tagore ein Dichter des späten 19. und vor allem des 20. Jahrhunderts ist,

B U R K H A R D

K E H R I N G


ändert sich an diesem Abend auch die Musiksprache. Wir verlassen die Romantik und schlagen den Bogen zur Moderne, bis in die Gegenwart, da auch Vertonungen nach einer Neuübersetzung von Tagore-Texten durch William Radice erklingen werden. Radice ist einer der wichtigsten Bengali-Forscher, jener Sprache, die in und um Kalkutta gesprochen wird. Seine neuen Übersetzungen kommen dem Tagore-Original deutlich näher als die teils schwülstigen, pathosgeladenen früheren Übersetzungen.«, so Kehring. Der in Delhi geborene Komponist Param Vir hat im Auftrag des Beethovenfestes Bonn eini­ ge dieser Texte vertont. So schließt sich ein weiterer Kreis, denn Virs erste Begegnung mit westlicher Musik war 1968 die fünfte Symphonie Beethovens. 1971 hat er als Student das Beethoven-Haus besucht (und dort die »Sturm-Sonate« gespielt), nun kehrt er 43 Jahre später mit eigener Musik in dieses Haus zurück. Im zweiten Konzertteil werden indische Musiker auftreten. »Doch Vorsicht«, warnt Kehring. »Ich bin kein Freund von geschäftsüblichem Cross-Over. Wir werden uns also nicht krampfhaft die Bröckchen zuwerfen und sie verwursten, sondern an einem spannenden dia­ logischen Ablauf feilen.« Bei diesem Dialog werden ausgewählte Lieder aus Olivier Messiaens Liederzyklen »Chants de terre et de ciel« und »Harawi« eine tragende Rolle spielen. Der dritte Abend: Die Reise führt weiter gen Osten, nach Korea. Kehrings Reisebegleiter ist der Bassist Kwangchul Youn. »Immer wenn ich in Seoul seinen

Namen in den Mund nehme, erstarren alle in Ehrfurcht. Youn ist dort ein Star, während er sich hier immer ganz bescheiden geben kann. Seine Eltern kommen vom Land und erahnen bis heute nur, was für ein Sohn ihnen da in die Wiege gelegt worden ist.« In diesem dritten Konzert wird Schuberts »Winterreise«, die einem stark symmetrischen Aufbau folgt, an vier Stellen aufgebrochen durch kürzere Klavierzwischenspiele, die von jungen südkoreanischen Komponistinnen stammen und in Bonn uraufgeführt werden. »Der poetische Gedanke ist, dass dem einsamen Wanderer – und im übertragenen Sinne dem Wanderer zwischen Ost und West – vier engelartige Wesen zur Seite gestellt werden. In Korea ist übrigens die Zukunft weiblich, wie ich an mehreren rein weiblichen Universitäten erfahren habe.« Kehring weiß, dass er mit diesem neuen Lied-Projekt nicht nur Vielfalt abbildet, sondern auch Risiken eingeht: Wie wird das Publikum reagieren? Woran lässt sich der Erfolg einer solchen Idee überhaupt bemessen? »Mehrere Faktoren kommen hier zusammen. Es ist sicher die Stille im Saal, vor allem wenn es eine ergriffene Stille beim Zuhören ist. Aber auch die Begeisterungsfähigkeit des Publikums zählt dazu. Bei mir selbst stellt sich unmittelbar nach Konzerten oft eine Leere ein, und der Grad an Leere ist für mich ebenfalls ein Gradmesser.« Burkhard Kehrings »Divan of song« setzt Neugierde voraus und eine

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­ emphatische Sehnsucht nach dem » Fremden in uns selbst und im An­ deren«. Daher möchte er mit diesen Konzerten zugleich ein jüngeres Publikum ansprechen. »Das funktioniert aber nur, wenn man auch etwas ­P ersönliches von sich preiszugeben bereit ist. Das versuche ich an diesen Abenden.« Christoph Vratz

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Freier Autor und Journalist, Köln

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SO 7.9.

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BEETHOVEN-HAUS

Christiane Karg Sopran Robert Holl Bass Burkhard Kehring Klavier, Konzeption »Divan of song – Persien« Lieder von Franz Schubert, Robert Schumann, Othmar Schoeck, Viktor Ullmann, Hugo Wolf u. a. auf Texte von Johann Wolfgang von Goethe und des persischen Dichters Hafis, aus dessen Werken auch in persischer Sprache rezitiert wird.

SO 14.9.

20 UHR

BEETHOVEN-HAUS

Christiane Iven Sopran Sangeeta Bandyopadhyay Gesang Pandit Sankha Chatterjee Tabla Burkhard Kehring Klavier, Konzeption »Divan of song – Indien« Param Vir: Songs from Tagore's »Gitanjali«. Liederzyklus auf Texte von Rabindranath Tagore in der Übersetzung von William Radice ­(Uraufführung, Auftragswerk des Beethovenfestes Bonn) Olivier Messiaen: Ausgewählte Lieder sowie Lieder von Karol Szymanowski und Alexander Zemlinsky und tradi­ tionelle indische Lieder auf Texte ­ von Rabindranath ­Tagore und Tabla-­ Improvisationen

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DO 2.10.

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BEETHOVEN-HAUS

Kwangchul Youn Bass Burkhard Kehring Klavier, Konzeption »Divan of song – Korea« Hannah Hanbiel Choi: »Engel I« und »Engel III« für Klavier (Uraufführung) Myung-Sun Lee: »Engel II« und »Engel IV« für Klavier (Uraufführung) Franz Schubert: Liederzyklus »Die Winterreise« D 911


C H R I S T I A N E

I V E N


B R A N D T

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E N S E M B L E


VOM SCHÜLER ZUM MANAGER UND ZURÜCK

Schülermanager beim Jungen Beethovenfest Bonn 2014

S ophia, Sula und Leon sind 16 Jahre alt. Doch ihre Gesprächsthemen sind nicht die letzte Party am Wochenende oder die nächste Matheklausur, sie reden über Marketingkonzepte, Teamkonferenzen und Künstlerbesuche in Berlin. Das ist nichts Ungewöhnliches für die drei, denn sie sind ehemalige Schülermanager beim Jungen Beethovenfest, die 2013 im Team mit neun Schülern das Konzert des weltberühmten Organisten Cameron Carpenter organisierten.

intensiven Blick hinter die Kulissen an klassische Musik heranzuführen«, erklärt Lena Geisen, Mitarbeiterin des Beethovenfestes im Education-Bereich und damit Hauptansprechpartnerin für die Schülermanager.

»Es war eine unglaubliche Erfahrung, und ich habe sehr viel gelernt.«, erzählt Sophia, die für die Intendanz und die Kaufmännische Direktion zuständig war. Über acht Monate hinweg arbeiteten die Schüler zusammen auf das Konzert hin. Dazu gehörten eine eigene Pressekonferenz, Marketingaktionen, Mikrofontrainings, Filmdrehs und noch vieles mehr. Ob die Schüler in der Intendanz, im Marketing, im Künstlerischen Betriebsbüro oder in der Presse und Dramaturgie tätig waren – jeder arbeitete selbstständig, aber keiner wurde alleingelassen. Die Mitarbeiter des Beethovenfestes standen den Schülern stets mit Rat und Tat zur Seite.

Im letzten Jahr gab es mit dem fünften Schülermanager-Jahrgang sogar schon ein kleines Jubiläum zu feiern. Angefangen hat alles 2009 mit einer ungewöhnlichen Mischung: Beim Schülermanager-Konzert spielten sowohl die Hip-Hop-Band einshoch6 als auch das klassische Minguet Quartett. Seitdem konnte man jedes Jahr erfolgreiche Konzerte bestaunen – 2010 mit dem Geiger Daniel Hope und der Rockband Bakkushan, 2011 mit Goran Bregovi´ c und seinem Wedding and Funeral Orchestra, 2012 mit dem Rapper Samy Deluxe und seiner Band, 2013 schließlich mit dem Organisten Cameron Carpenter und dem Medienkünstler Daniel Rossa. Auch wichtige Preise durften die Schülermanager schon entgegennehmen: 2011 wurden sie Bundespreisträger bei »365 Orte im Land der Ideen«, bereits 2010 erhielten sie durch die Kulturstiftung der Länder den »Kinder zum Olymp!«-Preis.

»Die Idee des Projektes ist, Schüler durch aktive Beteiligung und einen

Der Veranstaltungsort der Schülermanagerkonzerte ist ebenso hochkarätig

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wie die Künstler. Seit 2011 ist dies das Telekom Forum in Bonn, das durch seine flexible und hochwertige Ausstattung großartige Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Bei den Konzerten werden durch kreative Lichtshows von professionellen Vee-Jays sogar zusätzlich visuelle Kunstwerke geschaffen. 64

»Ein so umfangreiches Projekt mitsamt dem Konzert selbst zu organisieren war natürlich schon viel Arbeit, aber es macht Spaß und das ist die Hauptsache.«, berichtet Sophia begeistert. Alle diese Erfahrungen erwarten die neun Schülermanager 2014 noch, die nun gespannt in den Startlöchern stehen. Die Bonner Jugendlichen von acht unterschiedlichen Schulen sind zwischen 15 und 17 Jahre alt. Sie organisieren in diesem Jahr ein Konzert für das zehnköpfige Brandt Brauer Frick Ensemble. Die Gruppe spielt Techno-Musik mit klassischen Instrumenten und tritt sowohl in Clubs als auch auf den Bühnen der klassischen Musikfestivals auf. Mit der Auswahl dieses Ensembles betritt das Beethovenfest Bonn Neuland und widmet sich erstmals der elektronischen Musik; durch die Verbindung von Klassik und Clubmusik ist der Pioniergeist des ersten Schülermanagerkonzertes jedoch immer noch zu spüren. Zusammen mit den Künstlern orga­ nisieren die Schülermanager auch Workshops für andere Jugendliche und können so ihre Begeisterung an ihre Altersgenossen weitergeben. Das Engagement von Jugendlichen in der klassischen Musikszene zu fördern ist auch das Ziel der treuen Förderer,

ohne die dieses Projekt gar nicht möglich wäre. Schon seit mehreren Jahren ­g ehören die Deutsche Telekom, die ­D eutsche Bank Stiftung und die ­Rhein­Energie Stiftung Kultur zu den festen Unterstützern des Jungen Beethovenfestes. Doch wie wird man überhaupt Schülermanager? »Jedes Jahr zwischen Oktober und Januar kann man eine schriftliche Bewerbung an uns senden. Einige der Bewerber laden wir dann zum Vorstellungsgespräch ein.«, erklärt Lena Geisen das professionelle Verfahren. Sie betont, dass man keine musikalischen Vorkenntnisse braucht und auch gute Noten keine Rolle spielen. »Alle Schüler zwischen 15 und 17 Jahren, die Lust haben, sich zu engagieren, sind eingeladen sich zu bewerben.« Bei der Auswahl der Kandidaten kommt es ihr besonders darauf an, dass die Jugendlichen als Team gut zusammenpassen. Das ist in den letzten Jahren anscheinend sehr gut gelungen, denn viele der ehemaligen Schülermanager sind immer noch eng mit dem Beethovenfest verbunden. Man sieht sie nicht nur als Besucher in Konzerten, sondern sie engagieren sich zum Beispiel als Moderatoren bei kleinen Veranstaltungen, als Autoren oder als Gastfamilien. Sophia, die jetzt auch zu den über 50 Ehemaligen gehört, gibt zu: »Jeder Künstler ist eine neue Herausforderung, eine neue Chance, Menschen für Musik zu begeistern, die Arbeit im Team zu meistern und dabei noch zu


genießen. Ich glaube, jeder von uns würde das ganze Projekt sofort noch einmal machen, wenn wir es könnten.« Elisa Miebach Schülerdramaturgin 2012

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SA 13.9.

20 UHR

TELEKOM FORUM

Brandt Brauer Frick Ensemble »Schülermanager-Projekt 2014« Techno und Clubmusik mit klassischen Instrumenten


»MEIN SCHÖNSTES ERLEBNIS«

Projekte des Jungen Beethovenfestes Bonn 2014

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E rfreulich ist, dass die Teilnehmer dieses Projektes den sehr komplexen Aufgabenbereich des Musikmanagements kennenlernten, der dem Konzertbesucher üblicherweise verschlossen ist. Sehr erfolgreich stellten sich die Schüler den enormen Anforderungen und überzeugten durch flexibles Arbeiten und Verantwortungsbewusstsein auf professionelle Weise.« Der Text – das Votum der Jury zur Verleihung des »Kinder zum Olymp!«-Preises an das Schülermanager-Projekt des Beethovenfestes Bonn – enthält zwei Schlüsselworte, die bis heute die Musikvermittlung und Jugendarbeit des Beethovenfestes bestimmen: »üblicherweise verschlossen« und »professionell«. PROFESSIONELL Aus der Anwesenheit zahlreicher hervorragender Künstler ergibt sich die Möglichkeit, dass diese ihr professionelles Wissen an Schüler weitergeben. Dabei sollen die Kinder und Jugendlichen die Künstler nicht nur in Proben oder im Konzert hören, sondern die Gelegenheit bekommen, den Künstlern zu begegnen, mit ihnen zu sprechen und zu arbeiten. Aus diesem Grund gibt es jedes Jahr Workshops für unterschiedliche Zielgruppen, in diesem

Jahr für Nachwuchs-Blechbläser-Formationen. Das Ensemble Canadian Brass wird gemeinsam mit jungen Musikern einen Nachmittag lang arbeiten und Tipps aus seinem reichen Erfahrungsschatz weiterreichen. Zwei weitere Künstler sprechen vor ihrem Konzert mit Schülern, um diese auf das Programm und den Konzertbesuch vorzubereiten: Musiker des Studio musikFabrik – dem Nachwuchsensemble des Ensemble musikFabrik, bestehend aus angehenden Musikstudenten – treffen sich mit Oberstufenschülern, um über Neue Musik und ihre Leidenschaft für Musik zu sprechen. Die Preisträgerin des TONALi-Wettbewerbs, Elisabeth Brauß, die bereits im Rahmen ­des Wettbewerbs ihr Programm vor Jugendlichen moderiert hat, stellt sich auch in Bonn den Fragen von Schülern. Im Rahmen von »Wie kommt’s …?« werden noch weitere Künstler am Tag nach dem Konzert Bonner Schulen besuchen, um ihr Instrument vorzustellen und Fragen zu beantworten. Speziell für Auszubildende hat das Beethovenfest Bonn den Workshop »Jung und neugierig – Beethoven für Azubis« kreiert, der im Finale für den »BKM-Preis Kulturelle Bildung 2012« war. Mit diesem Projekt bietet das Beethovenfest Bonn


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ansässigen Unter­nehmen die Möglichkeit, ihre Auszu­b ildenden zu einem Konzert einzu­l aden. Verbunden mit dem abendli­­­­­chen Konzertbesuch ist ein eintägi­ger ­Workshop, der mit Trainern von STOLLSTEINERart&business durch­geführt wird und der den jungen Teilnehmern die Möglichkeit bietet, sich praktisch mit Bausteinen wie Rhythmus, Klang und Ton auseinanderzusetzen. Darüber hinaus werden der Transfer in ihren Arbeitsalltag sowie Themen wie Zusammenarbeit, Engagement und Gestaltungswille angesprochen. Das Konzert und ein kurzes Zusammentreffen mit den Künstlern beschließen den Workshop. ÜBLICHERWEISE VERSCHLOSSEN Ein einmaliges Projekt widmet sich in diesem Jahr einer Zielgruppe, die von Natur aus kaum Zugang zu klassischer Musik hat: hörgeschädigte und gehörlose Kinder und Jugendliche. »Feel ­the Music« begleitet den Zyklus »The Beethoven Journey« mit dem Mahler Chamber Orchestra (MCO) und dem Pianisten Leif Ove Andsnes und lädt hörgeschädigte Kinder ein, die Welt der Musik mit allen Sinnen zu erkunden. Das Projekt knüpft an das Thema Musik und Gehörlosigkeit an, von dem Beethoven im Laufe seines Lebens zunehmend betroffen war. In Bonn begegnen sich erstmals hörgeschädigte Schüler (der MCO Partnerklassen) aus Dublin, Brescia, Prag und Köln und treffen auf einen Bonner ­Kinder- und Jugendchor. In einem mehrtägigen Workshop erarbeiten sie ­ein gemeinsames Konzertprogramm mit dem MCO.


Das Schülermanager-Projekt – inzwischen mehrfach ausgezeichnet und nachgeahmt – ist weiterhin aufgrund der Möglichkeit, Konzertorg­ani­sa­t ion hautnah mitzuerleben, bei Bonner Schülern sehr be­­liebt. In diesem Jahr werden neun Ober­s tufenschüler ein Konzert mit dem Brandt Brauer Frick­ Ensemble im Telekom Forum organisieren (weitere Informationen siehe Seite 63 bis 65) Daneben gibt es weitere EducationProjekte, die Schüler hinter die Kulissen schauen lassen: So bei dem Prak­ ti­kum »Backstage«, bei dem Schüler einen Tag lang einen Mitarbeiter aus dem Festivalteam begleiten, oder bei »Nachgefragt«, wenn Schüler vor oder nach dem Konzert ein exklusives Interview mit einem Künstler des Festivals führen können. Alle Interviews werden auf ­der Homepage des Beet­­hovenfestes Bonn abgedruckt, eini­­ge außerdem im General-Anzeiger Bonn. Auch für die Künstler ist es übrigens etwas Besonderes, mit Kindern in Kontakt zu kommen. Bei einem Interview im Rahmen des Festivals 2012 ant­ wortete Patricia Kopatchinskaja auf die Frage nach ihrem schönsten Erlebnis: »Wenn ich Kinder wie euch treffe. Das passiert viel zu selten, dass sich Kinder für Musik interessieren und sich damit beschäftigen, solche Fragen ­stellen und selbst ein Instrument spielen. Das ist eigentlich mein schönstes ­Erlebnis.« Annette Semrau Dramaturgin des Beethovenfestes Bonn

J U N G E S B E E T H O V E N F E S T 2 0 1 4 • Schülermanager Oberstufenschüler aus Bonn ­orga­­­ni­­sieren ein Konzert mit dem ­ Brandt ­Brauer Frick Ensemble. • Nachgefragt Schüler führen Interviews mit ­­ Künstlern des Beethovenfestes. • Backstage Ein Tag hautnah mit einem Mitarbei­ter aus dem Team des Festivals. • Wie kommt’s …? Künstler besuchen Bonner Schulen. • Probenbesuche Schüler besuchen Orchesterproben. • Mahler Chamber Orchestra (MCO): ­ »Feel the Music«-Festivalprojekt Hörgeschädigte Schüler erarbeiten ein eigenes Konzertprogramm. • Workshop mit Canadian Brass Für Nachwuchs-Blechbläser • Jung und neugierig – Beethoven für Azubis Workshoptag und Konzertbesuch • Campusbegegnungen 2014 Begegnungen mit Musikern des Bilkent Youth Symphony Orchestra • Studio musikFabrik trifft … Oberstufenschüler diskutieren ­ mit ­Musikern der musikFabrik ­ über ­zeitgenössische Musik. • Elisabeth Brauß trifft … Die Preisträgerin des TONALi-Wett­ bewerbs stellt sich Schülern aus Bonn. Weitere Informa­­tionen unter: www.jungesbeethovenfest.de geisen@beethovenfest.de Telefon: 0228 - 20 10 3 - 23

69


B I L K E N T S Y M P H O N Y

Y O U T H O R C H E S T R A


AN DIE FREU(N)DE

Orchestercampus von Deutsche Welle und Beethovenfest Bonn 2014

S eit vierzehn Jahren laden Deutsche Welle und Beethovenfest Bonn gemeinsam zum »Orchestercampus«, einem Forum für junge Orchester und Ort für Begegnung, Austausch und Inspiration. Im dritten Jahr des Türkei-Schwerpunktes sind junge Musiker des Bilkent Youth Symphony Orchestra aus Ankara zu Gast. Die 85 Studentinnen und Studenten der renommierten türkischen Privatuniversität werden eine Woche lang bei Bonner Gastfamilien wohnen, gemeinsam mit jungen Bonner Schülern in der Innenstadt musizieren und Konzerte für Kinder geben. Den Höhepunkt bildet ein Konzert mit Beethovens neunter Symphonie. Die Vokalpassagen werden von türkischen und deutschen Solisten und einem Bonner Chor übernommen – ein Projekt also, das sich ganz dem gegenseitigen Kennenlernen und freundschaftlichen Austausch widmet. Am Beginn des Konzertabends steht die Uraufführung eines Werkes des türkischen Komponisten Tolga Yayalar, ein Auftragswerk der Deutschen Welle. Yayalar, geboren in Istanbul und Dozent für Komposition an der Bilkent Universität, begann seine Musikerkarriere als Gitarrist in Rock- und Jazz-Formationen, konzentrierte sich jedoch bald ganz auf das Komponieren. Dabei legt er – inspiriert von den Werken des Schönberg-Schülers

Anton Webern – sein Hauptaugenmerk auf Struktur und Klangfarbe seiner Tonschöpfungen. Die musikalische Leitung des Abends hat I sın Metin, der seine Ausbildung ‚ zum Komponisten und Dirigenten an der Bilkent Universität Ankara erhielt. 2003 wurde er zum künstlerischen Leiter der Profi-Abteilung des Bilkent-Orchesters berufen, legt aber gleichzeitig großen Wert auf die musikalische Nachwuchsarbeit. Mit dem in Bonn gastierenden Bilkent Youth Symphony Orchestra arbeitet er seit 2005 zusammen. Thomas Scheider Projektreferent beim Beethovenfest Bonn

42

DI 23.9. 20 UHR BEETHOVENHALLE Deutsche Welle präsentiert: CAMPUS-KONZERT

Beethoven-Projekt-Chor Kreuzkirche Bonn Bilkent Youth Symphony Orchestra Isın ‚ Metin Dirigent Tolga Yayalar: Neues Werk für Orchester (Uraufführung, Kompositions­ auftrag der Deutschen Welle) Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125

71


» E R

I S T

J E D E R

K R E AT I V, H I N S I C H T

E I G E N S I N N I G

U N D

I N

Z U K U N F T S W E I S E N D «

Preisträgerkonzerte beim Beethovenfest Bonn 2014

72

M usikwettbewerbe sind Fluch und Segen für alle angehenden Profimusiker – gilt doch eine Auszeichnung bei einem internationalen Wettbewerb als Sprungbrett für die Karriere; gleich­zeitig fordern sie oft eine extrem lange Vorbereitungszeit sowie Konzentration und Kraft. Wie unterschiedlich Wettbewerbe sein können, zeigen die drei beim Beethovenfest Bonn 2014 vertretenen: Der Internationale Musikwettbewerb der ARD findet seit 1952 statt und zählt zu den renommiertesten Wettbewerben seiner Art. Jährlich treten etwa 200 Musi­ ker aus über 40 Ländern in wechselnden Kategorien gegeneinander an, 2013 waren dies Violine, Viola, Fagott und Klaviertrio. Im Fach Fagott wurde Sophie Dartigalongue aus Frankreich mit einem zweiten Preis – einen ersten Preis gab es nicht – sowie dem Publikumspreis ausgezeichnet. Die junge Musikerin, die mit ihrem eleganten, kantablen Ton überzeugte, studierte von 2008 bis 2011 am Konservatorium in Lyon, anschließend an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Seit Mai 2013 ist sie festes Mitglied der Berliner Philharmoniker. Die alle zwei Jahre stattfindende International Telekom Beethoven Competition Bonn ist zwar noch relativ jung (2013 fand der fünfte Durchgang statt), aber

nicht mehr aus der Wettbewerbslandschaft wegzudenken: Sie richtet sich ausschließlich an Pianisten und verlangt als Wettbewerbsrepertoire einen beachtlichen Teil der Klavierkompositionen Beethovens. Dieser Aufgabe stellte sich Stefan Cassomenos, der im Finale mit Beethovens Klavierkonzert Nr. 5 überzeugte und den zweiten Preis sowie den Kammermusikpreis erhielt. Pavel Gililov, Jurypräsident und künstlerischer Leiter des Wettbewerbs, lobte besonders Cassomenos’ »tief empfundene Interpretation der Werke Beethovens«. Wie Beethoven Pianist, Komponist und ­D irigent wusste der junge Australier genau, worauf es im Zusammenspiel mit dem Orchester ankommt. Der TONALi Grand Prix wurde 2009 ­g egründet und wird seitdem jährlich wechselnd in den Fächern Violine, ­Violoncello und Klavier durchgeführt. Austragungsort des Wettbewerbs ist Hamburg. Als jung beweist sich der Wettbewerb auch durch die Tatsache, dass neben dem Solospiel besonders Musikvermittlung eine Rolle spielt und damit über 10.000 junge Hörer in zwölf Hamburger Schulen angesprochen und an klassische Musik herangeführt werden. Und so war es nicht nur ihre beein­ druckende Interpretation von Beethovens drittem Klavierkonzert, sondern


auch ihre überzeugende Moderation und ihre sprühende Künstlerpersönlichkeit, die die damals 18-jährige Elisabeth Brauß zum Sieg führten: Im Finale des TONALi Grand Prix am 31. August 2013 gewann die junge Pianistin aus Han­no­ ver neben dem Hauptpreis auch den Publikumspreis, der von Schülerjuroren ermittelt wurde. »Er ist anders. Er ist kreativ, eigensinnig und in jeder Hinsicht zukunftsweisend.« (Christoph Eschenbach über TONALi)

Annette Semrau

Dramaturgin des Beethovenfestes Bonn

21

SO 14.9.

11 UHR

SCHUMANNHAUS

Sophie Dartigalongue Fagott (2. Preis (1. Preis nicht vergeben) und Publikumspreis ARD Musik­ wettbewerb 2013)

25

MO 15.9.

20 UHR

COLLEGIUM LEONINUM

Stefan Cassomenos Klavier (2. Preis und Sonderpreis Kammer­musik International Telekom Beethoven Competition Bonn 2013)

51

SO 28.9.

11 UHR

SCHUMANNHAUS

Elisabeth Brauß Klavier (1. Preis und Publikumspreis TONALi Grand Prix 2013)

S O P H I E D A R T I G A L O N G U E


H U G H

M A S E K E L A


S O L O F O R

C U LT

Götterfunken mit Jazz, Brass und Vocals

13

DO 11.9.

20 UHR

VOLKSBANK-HAUS

37

SIGNUMfive »Spirito latino – A Tribute ­ to Astor Piazzolla« Werke von Astor Piazzolla, Izidor Leitinger, Richard Galliano, Chick Corea und anderen

15

FR 12.9.

20 UHR

TELEKOM FORUM

DO 18.9.

20 UHR

HARMONIE ENDENICH

45

SA 20.9.

48

20 UHR

HARMONIE ENDENICH

FR 26.9.

20 UHR

RHEIN-SIEG-HALLE SIEGBURG

Canadian Brass »From American Tradition to ­Penny Lane« Kult-Werke von Ludwig van Beethoven, Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms, ­George Gershwin, den Beatles und anderen

20 UHR

STRASSENBAHNHALLE DRANSDORF

Rajaton A-cappella-Songs von Abba, Queen und Sting sowie finnische Traditionals

DO 25.9.

Hugh Masekela Trumpet, Vocal Larry Willis Piano »Hugh Masekela – The 75 Years Celebration Tour 2014«

Iiro Rantala Trio Wildes und Witziges für Piano, Bass und Drums

35

18 UHR

S T. E V E R G I S L U S B R E N I G

Singer Pur »Solo for cult« A-cappella-Werke von Giovanni Pierluigi da Palestrina, Johannes Brahms, John Cage, Arvo Pärt, Martin Smolka, Sting und anderen

Mnozil Brass »Happy Birthday« Angewandte Blechmusik für alle Lebenslagen

29

SO 21.9.

57

MI 1.10.

20 UHR

HARMONIE ENDENICH

Marialy Pacheco Trio feat. Joo Kraus Traditionelle kubanische und ­lateinamerikanische Komposi­ tionen, Eigenkompositionen und Jazzstandards im Latin Style

75


DIE SPONSOREN DES BEETHOVENFESTES 2014

76

Hauptsponsoren:

Eventsponsoren:


Ă–ffentliche FĂśrderer:

Eventsponsor des Rhein-Sieg-Kreises:

Stiftungen: 77

Automobilpartner:

Kulturpartner:

Medienpartner:

Bonner Partner des Beethovenfestes:

Bonner Partner des Beethovenfestes:


»Dialog vermeidet Missverständnisse. Offener Austausch kann Wege aufzeigen, wie wir Konflikte lösen.« Hala Mahdy, Redakteurin in Kairo, Ägypten

www.dw.de


80

Das Beethovenfest Bonn bietet Schülern und Studenten (bis 30 Jahre) bei ausge­wählten Kon­ zerten spezielle Abend­ kassen-Kontingente an. Bei diesen Konzerten werden garantiert Kartenkontingente freigehalten, die an der Abendkasse gegen Vorlage eines gültigen Schüler- oder Studentenausweises für jeweils 8 € erworben werden können. Die entsprechenden Konzerte sind in der beiliegenden Programmübersicht mit dem Logo gekennzeichnet.


W E R K L I S T E 2 0 1 4

81

Ludwig van Beethoven Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21 (»Sinfonia eroica«)

3

  Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 36

3

  Symphonie Nr. 4 B-Dur op. 60

Nr. 6 F-Dur op. 68 (»Pastorale«) 9

56   Symphonie

7

42   Schauspielmusik

9

56   »Wellingtons

Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur op. 15

207

  Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55

  Symphonie Nr. 5 c-Moll op. 67

5

  Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92

Nr. 9 d-Moll op. 125

Trauerspiel »Egmont« op. 84

3

7

5

  Symphonie

  Symphonie Nr. 8 F-Dur op. 93

zu Johann Wolfgang von Goethes

Sieg oder die Schlacht bei Vittoria« op. 91

56   Konzert

für

  Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 19

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll op. 37

206 60

204

  

  Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4­

G-Dur op. 58 204   Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73 (»The Emperor«) 207   Konzert für Violine, Violoncello, Klavier und Orchester C-Dur op. 56 (»Tripelkonzert«)

202

Violinen, Viola und Violoncello Nr. 11 f-Moll op. 95 (»Quartetto serioso«)

34   Quartett

­Violinen, Viola und Violoncello Nr. 13 B-Dur op. 130 cello Nr. 14 cis-Moll op. 131 23 47   Quartett

41

  Quartett für zwei Violinen, Viola und Violoncello Nr. 15

für zwei Violinen, Viola und Violoncello Nr. 16 F-Dur op. 135

17

10

17

  Sonate für Vio­line und Klavier Nr. 10 G-Dur op. 96 21

10

25   Sonate

Klavier ­­Nr. 27 e-Moll op. 90 55   Polonaise

14

  Sonate für Violoncello und Klavier 55   Sonate

für Klavier Nr. 7 D-Dur

38   Sonate

für Klavier Nr. 32 c-Moll op. 111

für Klavier C-Dur op. 89 1

King« für Klavier C-Dur WoO 78

55   Fünf

55   Elf

39   Sonate

für

für Klavier Nr. 21 C-Dur op. 53

für Klavier Nr. 23 f-Moll op. 57 (»Appassionata«)

55   Sonate

­Bagatellen für Klavier op. 126 für Klavier D-Dur WoO 79

  Sonate für

  Sonate für Violine und

  Sonate für Klavier Nr. 13 Es-Dur op. 27/1 (»Sonata quasi una fantasia«)

(»Waldstein-Sonate«)

14

  »Marcia funebre sulla morte d’un Eroe«

Klavier Nr. 14 cis-Moll op. 27/2 (»Sonata quasi una fantasia«)

op. 51/1

  Sonate für Violine und

  Sonate für Violine und Klavier Nr. 6

(dritter Satz) aus der Sonate für Klavier Nr. 12 As-Dur op. 26 51

  Quintett

  Sonate für Violine und Klavier Nr. 9 A-Dur op. 47 (»Kreutzer-­

17

Nr. 2 ­g-Moll op. 5/2 (Fassung für Fagott und Klavier) op. 10/3

10

  Sonate für Violine und Klavier Nr. 7 c-Moll op. 30/2

Klavier Nr. 8 G-Dur op. 30/3 Sonate«)

14

8

für Violine und Klavier Nr. 1

  Sonate für Violine und Klavier Nr. 4 a-Moll op. 23

10

Violine und Klavier Nr. 5 F-Dur op. 24 (»Frühlingssonate«) A-Dur op. 30/1

52   Sonate

  Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 A-Dur op. 12/2

Klavier Nr. 3 Es-Dur op. 12/3

für zwei

  Quartett für zwei Violinen, Viola und Violon-

für Oboe, Klarinette,­Fagott, Horn und Klavier Es-Dur op. 16 D-Dur ­o p. 12/1

  Quartett für zwei

  Quartett für zwei Violinen, Viola und Violoncello Nr. 14 cis-Moll

12

op. 131 (Fassung für Streichorchester) a-Moll op. 132

6

8

43   Rondo

39   Sonate

für

für Klavier C-Dur

Bagatellen für Klavier op. 119

43   Sechs

  Sieben Variationen über das englische Volkslied »God save the

55   »Fidelio«.

Variationen über das englische Volkslied »Rule Britannia«

Oper in zwei Akten op. 72

und Orchester c-Moll op. 80 (»Chorfantasie«)

206

54 61

  Fantasie für Klavier, Chor


Kompositionen des 18. und 19. Jahrhunderts Johannes Brahms: Serenade für Orchester Nr. 1 D-Dur op. 11 A-Dur op. 16

203

60   Serenade

  Frédéric Chopin: Sonate für Klavier Nr. 2 b-Moll op. 35

­Symphonie Nr. 9 e-Moll op. 95 (»Aus der Neuen Welt«)

203

für Klavier und Orchester a-Moll op. 16

46   Joseph 40   Sonate

­Mahler: Symphonie Nr. 6 a-Moll

82

205

205

für Klavier h-Moll Hob. XVI:32

  Ouvertüre »Meeresstille und glückliche Fahrt«

2

für Violine und Orchester Nr. 5 A-Dur KV 219 (»Das Türkische«) 38   Modest

Dichtung für Orchester op. 10

58   Niccolò

46   Ole

Nr. 15 G-Dur op. 161 D 887 D 703 (»Quartettsatz«)

31

18   Sonate

Mussorgski: »Eine Nacht auf dem kahlen Berge«. Symphonische 26   Camille

Saint-Säens: Sonate für

Schubert: Quartett für zwei Violinen, Viola und Violoncello

21   Franz

40 47   Allegro

assai für zwei Violinen, Viola und Violoncello c-Moll

  Fantasie für Klavier C-Dur op. 15 D 760 (»Wanderer-Fantasie«)

Ungarische Melodie für Klavier h-Moll D 817 Allegretto für Klavier c-Moll D 915

38   Vier

Impromptus für Klavier op. 90 D 899

38   Liederzyklus

»Die Winterreise« D 911

­Schumann: Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129 und Klavier op. 73 (Fassung für Fagott und Klavier) bilder für Klavier ­­op. 26

18   Konzert

für Klavier Nr. 11 A-Dur

Olsen: »Aasgaardsreien«. Symphonische Dichtung für Orchester

Paganini: 24 Capricen für Violine solo op. 1

Fagott und Klavier G-Dur op. 168

25   Gustav

Liederzyklus für eine Singstimme und

  Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 35 D-Dur KV 385 (»Haffner-Sinfonie«)

KV 331 (»Alla turca«)

51

  

  Felix Mendelssohn Bartholdy: Symphonie Nr. 5

d-Moll op. 107 (»Reformations-Symphonie«) 2

203

Grieg: Konzert

  Fünf Lieder für eine Singstimme und Klavier auf Texte

von Friedrich Rückert (»Rückert-Lieder«) op. 27

34   Edvard

Haydn: Quartett für zwei Violinen, Viola und

28   »Kindertotenlieder«.

Klavier auf Texte von Friedrich Rückert

Dvoˇrák:

  Konzertouvertüre »Karneval« op. 92

Quartett für zwei Violinen, Viola und Violoncello Nr. 13 G-Dur op. 106 Violoncello Es-Dur op. 64/6 Hob III:64

für Orchester Nr. 2

39   Antonín

21

2

  Fantasiestücke für Klarinette

  Jean Sibelius: »Karelia«-Suite op. 11 30   Franz

202

46   Richard

Strauss: »Ein

  »Sinfonia Domestica«. Sympho-

Xaver Süßmayr: »Il Turco in Italia«. Sinfonia

Peter Tschaikowski: Symphonie Nr. 4 f-Moll op. 36

38   

59   Robert

  »Faschingsschwank aus Wien«. Fantasie-

Helden­leben«. Symphonische Dichtung für Orchester op. 40 nische Dichtung für ­Or­chester op. 53

25   

58   Richard

18   

Wagner: Fünf Gedichte für eine

Frauenstimme nach Gedichten von Mathilde Wesendonck WWV 91 (»Wesendonck-Lieder«)

205

Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts: Lera Auerbach: Prélude Nr. 20 c-Moll aus den 24 Préludes für Violine und Klavier op. 46 Prélude Nr. 23 F-Dur aus den 24 Préludes für Violine und Klavier op. 46 aus den 24 Préludes für Violine und Klavier op. 46 und Violoncello Nr. 3 Sz 85

36   Harrison

musicians in memory of Michael Vyner Orchester

1

17

10

  Belá Bartók: Quartett für zwei ­Violinen, Viola

Birtwistle: »Ritual Fragment«. A ceremony for fourteen

22   Reiner

Bredemeyer: »Bagatellen für B.« für Klavier und

  German Galynin: Quartett für zwei Violinen, Viola und Violoncello Nr. 2 f-Moll

Gediminas Gelgotas: »Never Ignore the Cosmic Ocean« für Orchester Quartett für zwei Violinen, Viola und Violoncello Nr. 4

40   Paul

für Solo-Bratsche und größeres Kammerorchester op. 36/4 ­Erlebnisse« für Klavier op. 15 und Violoncello Sonate«)

34   Leoš

32   Imants

51   Slavomír

46   Sofia

8

  

Gubaidulina:

Hindemith: Kammermusik Nr. 5

30   »In

einer Nacht … Träume und

Hoˇrínka: »Songs of Immigrants« für zwei Violinen, Viola

Janᡠcek: Quartett für zwei Violinen, Viola und Violoncello Nr. 1 (»Kreutzer-­

Kalninš: ‚ Erster Satz aus der Symphonie Nr. 4 (»Rock Sympho­­ny«)

46   Jo

»Under The Umbrella« for five players, 25 graduated cow-bells, 1 gong (very low) Ligeti: Sechs Bagatellen für Bläserquintett Lindberg: »Kundraan

14   

 Prélude Nr. 24 ­d-Moll

and

the

Arctic

52   »Musica

Light«

für

ricercata« für Klavier

Posaune

und

kleines

Kondo:

22   György

43   Christian

Orchester

58   


Olivier Messiaen: Liederzyklus »Chants de terre et de ciel« zwei Violinen, Viola und Violoncello Nr. 13 a-Moll op. 86 per archi«

60   Sergei

A-Dur op. 82

24   Nikolai

Miaskowski: Quartett für

  Krzysztof Penderecki: »Sinfonietta

6

Prokofjew: Sonate für Klavier Nr. 2 d-Moll op. 14

51

  Sonate für Klavier Nr. 6

Raykhelson: Quartett für zwei Violinen, Viola und Violoncello Nr. 1 f-Moll

25   Igor

8

  

Frederic Rzewski: »Winnsboro cotton mill blues« für Klavier (Nr. 4 aus »Four North American Ballads«)

43   Dieter

Schnebel: »Beethoven-Symphonie« für Kammerensem­ble

»Introjections« für zwei Violinen, Viola und Violoncello für zwei Violinen, zwei Violen und zwei Violoncelli a cappella op. 13

206

31

31

1

  Oliver Schneller:

  Arnold Schönberg: »Verklärte Nacht«

  »Friede auf Erden« für gemischten Chor

  Dmitri Schostakowitsch: Quartett für zwei Violinen, Viola und Violoncello

Nr. 13 b-Moll op. 138

  Quartett für zwei Violinen, Viola und Violoncello Nr. 14 Fis-Dur op. 142

6

Quartett für zwei Violinen, Viola und Violoncello Nr. 15 es-Moll op. 144

23   Gerhard

Stäbler:

»Fund.Stücke – Ein VabanqueSpiel«. Performance unter Einbeziehung des Publikums Rudi Stephan: Musik für Orchester Streich­o r­chester

204

30   Igor

18 207   Josef

206

  Concerto in D

Suk: Meditace na staroˇ ceský chorál »Svatý Václave« (Meditation

über den alten tschechischen Choral »St. Wenzel«) für zwei Violinen, Viola und Violoncello op. 35a Karol Szymanowski: »Masques« für Klavier op. 34 und Kla­v ier

21

22   

Strawinski: »Apollon Musagète«. Ballettmusik für

  »Dumbarton Oaks«. Concerto in Es für Streichorchester

für Streich­orchester

12   

39   Alexandre

31   

Tansman: Suite für Fagott

  Ralph Vaughan Williams: Quintett für zwei Violinen, zwei Violen und Violoncello

(»Phantasy Quintet«)

36   Carl

Vine: »Toccatissimo« für Klavier

­Serenade« für zwei Violinen, Viola und Violoncello G-Dur

25   Hugo

Wolf: »Italienische

36

Uraufführungen Hannah Hanbiel Choi: »Engel I« und »Engel III« für Klavier (Uraufführung) »Engel II« und »Engel IV« für Klavier (Uraufführung)

59   Philipp

59   Myung-Sun

Lee:

Maintz: Neues Werk für

­Bass­k larinette, Violine, Violoncello, Klavier und Ensemble (Uraufführung, Auftragswerk des Beethovenfestes Bonn)

22   Helmut

Oehring: GOYA III. Veía la mano, pero como alelado für 18

Streicher (Uraufführung, Auftragswerk von Beethovenfest Bonn, Ensemble Resonanz und Alte Oper Frankfurt)

41

  Alexandre Ouzounoff: Neues Werk für Fagott und Klavier (Uraufführung,

Auftragswerk von Sophie Dartigalongue) (Uraufführung)

37   Param

21

  Martin Smolka: »Alma redemptoris mater«

Vir: Songs from Tagore’s »Gitanjali«. Liederzyklus auf Texte von

­R abindranath Tagore in der Übersetzung von William Radice (Uraufführung, Auftragswerk des Beethovenfestes Bonn)

24   Tolga

werk der Deutschen Welle)

42

Yayalar: Neues Werk für Orchester (Uraufführung, Auftrags-

83


A L P H A B E T I S C H E K Ü N S T L E R L I S T E 2 0 1 4

A Andsnes, Leif Ove (Klavier, Dirigent)

84

204 206 207

B Baltic Sea Youth Philharmonic 46 Bandyopadhyay, Sangeeta (Gesang) 24 Beethoven Orchester Bonn 1 30 54 61 Beethoven-Projekt-Chor Kreuzkirche Bonn Bennewitz Quartet 31 32 34 36 Bezuidenhout, Kristian (Klavier) 202 Bilkent Youth Symphony Orchestra 42 Bindseil, Sven (Kostüme) 54 61 Blaise, Kirsten (Sopran) 56 Blunier, Stefan (Dirigent) 1 30 Borodin Quartet 6 8 12 23 Brandt Brauer Frick Ensemble 19 Braun, Lioba (Alt) 9 Brauß, Elisabeth (Klavier) 51 Breinl, Joseph (Klavier) 205 Bulva, Josef (Klavier) 39 C Canadian Brass 48 Capuçon, Gautier (Violoncello) 2 Cara, Selcuk (Bariton) 42 Cassomenos, Stefan (Klavier) 25 CBSO Chorus 9 Chatterjee, Pandit Sankha (Tabla) 24 Chor und Extrachor des Theater Bonn 54 City of Birmingham Symphony Orchestra 3

5

7

202

G Gardiner, Sir John Eliot (Dirigent)

24

2

H Haselböck, Martin (Dirigent) 56 Haug, Judith (Projektionen) 201 Heath Quartet 34 36 40 Hillebrand, Nikola (Sopran) 54 61 Holl, Robert (Bass) 4 I Iiro Rantala Trio 29 Inugai, Shinnosuke (Klavier) 1 Ivanoff, Vladimir (Leitung, Programm, Arrangements) 201 Iven, Christiane (Sopran) 24 J Janiczek, Alexander (Konzertmeister) Järvi, Kristjan (Dirigent) 46 Järvi, Paavo (Dirigent) 60 Juslin, Christian (Tenor) 54 61

61

9

D Dartigalongue, Sophie (Fagott) 21 Dasch, Annette (Sopran) 9 Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen  60 E Elsner, Hannelore (Rezitation) 52 Ensemble Carion 52 Ensemble musikFabrik 22 Ensemble Resonanz 41 Ensemble Sarband 201 Erben, Valentin (Moderation) 32

F Faust, Isabelle (Violine)

18

K Kanaris, Giorgos (Bariton) 54 61 Karayavuz, Asude (Mezzosopran) 42 Karg, Christiane (Sopran) 4 Kavakos, Leonidas (Violine) 10 14 17 Kehring, Burkhard (Klavier, Konzeption) 4 Kirichenko, Anna (Klavier) 21 Knauer, Sebastian (Klavier) 38 52 55 Knauer, Wolfgang (Textzusammenstellung) Kölner Kammerorchester 18 Kraus, Joo (Trumpet) 57 Kuss Quartett 31 40

55

L Lindberg, Christian (Posaune, Dirigent) Lisiecki, Jan (Klavier) 46 London Symphony Orchestra 2

58

24 59

52 55


M Maazel, Lorin (Dirigent) 203 Mahler Chamber Orchestra 204 206 207 Marialy Pacheco Trio 57 Masekela, Hugh (Trumpet, Vocal) 45 Meier, Waltraud (Mezzosopran) 205 Metin, Isın ‚ (Dirigent) 42 Mevlevi-Derwische 201 Mlinde, Vuyani (Bass) 9 Mnozil Brass 15 Modern String Quartet 201 Morouse, Mark (Bariton) 54 61 Münchner Philharmoniker 203

T Tarjányi, Tamás (Tenor) 54 61 Tetzlaff Quartett 47 Tomter, Lars Anders (Viola) 30 V Veale, Peter (Dirigent) 22 Vestmann, Hendrik (Dirigent) Volmer, Priit (Bass) 54 61 Volodos, Arcadi (Klavier) 60

N Nelsons, Andris (Dirigent) 3 5 7 9 Nézet-Séguin, Yannick (Dirigent) 202 28 Norwegian Arctic Philharmonic Orchestra O Orchester Wiener Akademie

58

Y Youn, Kwangchul (Bass)

59

Zirner, August (Rezitation) P Pace, Enrico (Klavier) 10 14 17 Peters-Messer, Jakob (Inszenierung) Petzold, Guido (Licht) 54 61

54 61

Q Quatuor Zaïde 31 32 34 36 40 Queyras, Jean-Guihen (Violoncello)

202

R Rajaton 35 Rotterdams Philharmonisch Orkest

202 28

S Schager, Andreas (Tenor) 42 Schuch, Herbert (Klavier) 43 SIGNUMfive 13 Singer Pur 37 Soyarslan, Çi˘ gdem (Sopran) 42 Spence, Toby (Tenor) 9 Studio musikFabrik 22

54 61

W Wagner, Nike (Vortrag) 1 WDR Rundfunkchor 206 Willis, Larry (Klavier) 45

Z Zehetmair, Thomas (Violine)

56

85

56

26


I H R

W E G

Z U M

T I C K E T

I N T E R N E T

86

Karten ab 12.04. erhältlich. Ihr Vorteil: Plätze selbst aus­suchen und ­ausdrucken.

www.beethovenfest.de

S C H R I F T L I C H

Bestellung ab sofort möglich, Bearbeitung in der Reihen­folge des Eingangs. Sie er­halten bei Bestellung bis zum 17.04. (Poststempel) Ihre Karten, sofern verfügbar, bis spätestens 02.05. gegen Rechnung. Ihr Vorteil: Bequem von zu Hause aus bestellen.

Per Post an: Beethovenfest Bonn Kurt-Schumacher-Straße 3 D-53113 Bonn

V O R V E R K A U F S S T E L L E N

Karten an allen bekannten Vorverkaufsstellen ab 03.05. erhältlich. Ihr Vorteil: Persönlicher Service in Ihrer Nähe.

Adressen ausgewählter Vorverkaufsstellen finden Sie auf Seite 90.

T E L E F O N

Karten ab 03.05. erhältlich. Ihr Vorteil: Schneller und unkomplizierter Service.

0228 – 50 20 13 13 (Mo-Fr 8-20 Uhr, Sa 9-18 Uhr, So 10-16 Uhr)

A B E N D K A S S E

Restkarten, soweit vorhanden, eine Stunde vor Kon­ zert­beginn an der Spielstätte erhältlich. Das Beet­ hovenfest Bonn bietet Schülern und Studenten (bis 30 Jahre) bei einigen Konzerten garantierte Abend­ kassen-Kontingente an. Die Konzerte sind ­in der Die Anschriften unserer Programmübersicht mit dem Logo Spielstätten gekennfinden Sie auf Seite 91. zeichnet. Bitte gül­tigen Ausweis mitbringen.


A L L G E M E I N E

Unser Vertriebspartner ist Anfahrt zum Konzert (VRS-Berechtigung): Die Eintrittskarten gelten im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) als Fahrschein. Sie können alle Linien innerhalb des Verkehrsverbundes ab vier Stunden vor dem Beginn einer Veranstaltung nutzen, die Rückfahrt muss spätestens vier Stunden nach Ende der Veranstaltung abgeschlossen sein. Ermäßigungen: Kinder ab 3 Jahren, Schüler, S ­ tudenten bis 30 Jahre, Auszubildende, Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst, Arbeitslose, Bonn-Ausweis-Inhaber sowie Schwer­­ be­hin­derte erhalten eine Ermä­ßi­gung von 50 % auf den K ­ artenpreis. Bitte zeigen Sie einen gültigen Ausweis bei der Einlasskon­trolle unauf­gefordert vor. Warteliste: Bei ausverkauften Konzerten bietet ­das Beethovenfest einen besonderen Service an: Unter www.beethovenfest.de können Sie sich bei der jeweiligen Veranstaltung unverbindlich in einer Warteliste ein­­­tra­ gen. Sie erhalten eine Nachricht per ­E-Mail, wenn für das Konzert wieder Karten erhältlich sind. Gebühren: Die in diesem Heft abgedruckten Preise verstehen sich inkl. der Ticket-Systemgebühr und der für die VRS-Berechtigung erhobenen Gebühr in Höhe von insgesamt 1,62 € je Karte. Die Vorverkaufsstellen erheben eine zusätzliche Vorverkaufsgebühr in Höhe von 10 % des genannten Preises. Bei telefonischen oder schriftlichen Bestellungen (per Post oder per E-Mail) erhebt Bonnticket zusätzlich

H I N W E I S E

zu der 10%igen Vorverkaufsgebühr eine Bearbeitungs- und Versandkostenpauschale von 3,90 € je Bestellung. Die Eintrittskarten werden mit ein­facher Post zugeschickt, für das Verlustrisiko haftet der Käufer. Der Versand per Einschreiben (op­tional) kostet pauschal 6,90 € (5,90 € im Internet). Über www.beet­hovenfest.de können Sie Ihre Karten ­bequem zu Hause ausdrucken, für diesen Service berechnet Bonnticket eine Gebühr von 1,00 € pro Auftrag. Allgemeine Hinweise: Die Rückgabe und der Umtausch von Eintrittskarten sind auch bei nur teilweise erfüllten Bestellungen nicht möglich. Änderungen von Programmen, Besetzungen, Terminen und Spielstätten bleiben grundsätzlich vorbehalten. Änderungen berechtigen nicht zur Rück­gabe von Eintrittskarten. Lediglich bei genereller Absage einer Veranstaltung wird innerhalb einer Frist von zwei Monaten gegen Vorlage der Eintrittskarten der Kaufpreis er­stattet. Der Einlass verspäteter Besucher ist nur in der Konzertpause möglich. Ton- und Bildaufzeichnungen: Jegliche Ton-, Foto-, Film- und Videoaufnahmen, auch für den privaten ­Gebrauch, sind untersagt. Bild- und Tonmaterial kann, wenn gegen diese An­ ordnung ver­stoßen wird, eingezogen werden. Einzelne Konzerte werden vom Rundfunk und/oder Fernsehen aufgezeichnet. Der Konzertbe­sucher erklärt sich damit und mit der eventuellen ­Abbildung seiner Person im Voraus ein­ verstanden.

87


Saalpläne BEETHOVENHALLE B Ü H N E 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28

2

1

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1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28

1 2

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e: 2

1

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

3 4 5 6 7 8 9 10

BEETHOVEN-HAUS

Preiskategorie 1 Preiskategorie 2 Preiskategorie 3 Preiskategorie 4 Preiskategorie 5

einheitliche Preiskategorie


RHEIN-SIEG-HALLE B Ü H N E Parkett links

Parkett Mitte

Parkett rechts

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14

2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14

15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31

Empore links

2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13

1 2 3 4 5

8

14

15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31

Empore Mitte

1 2 3 4 5 6 7

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Empore rechts

1 2 3 4

1 2 3 4 5 6 7

5

8

Die hier dargestellten Saalpläne sind unverbindliche Muster. Abweichungen im ­ Umfang der Bestuhlung und in der Einteilung der Preis­kategorien sind möglich. Die Saalpläne weiterer Spielstätten des Beethovenfestes 2014 finden Sie im Internet unter www.bonnticket.de. Dort können Sie eine einzelne Veranstaltung auswählen. Über den Bestellbutton ­»Tickets bestellen« erhalten Sie einen grafischen Saalplan zu jeder nummerierten Veranstaltung. Die Anschriften sämtlicher Spielstätten finden Sie auf unserer Homepage www.beethovenfest.de oder auf Seite 91.


Ausgewählte Vorverkaufsstellen

90

(Vorverkauf ab 3. Mai 2014)

Bonn

Bergisch Gladbach

General-Anzeiger Bottlerplatz 7 53111 Bonn 0228 – 6 04 23 12

Bürgerhaus Bergischer Löwe Konrad-Adenauer-Platz 51465 Bergisch-Gladbach 02202 – 3 89 99

Konzertkasse Kaufhof Remigiusstr. 20 53111 Bonn 0228 – 69 79 80 Bundeskunsthalle Friedrich-Ebert-Allee 4 53113 Bonn 0228 – 9 17 12 16 Opern- und Konzertkasse Windeckstr. 1 53111 Bonn 0228 – 77 80 08

Bad Godesberg General-Anzeiger Koblenzer Str. 61 53177 Bonn 0228 – 3 50 50

Reise- und Ticketshop Hauptstr. 293 51465 Bergisch Gladbach 02202 – 93 25 14 und Straßen 51 51429 Bergisch Gladbach (Herkenrath) 02204 – 9 76 64 63

Theaterkasse Kaufhof Hohe Str. 1 50667 Köln 0221 – 2 57 88 11 Karten und Veran­staltungsservice KVS Wiener Platz 2a 51065 Köln 0221 – 9 62 42 41

Meckenheim Brühl brühl-info Uhlstr. 1, 50321 Brühl 02232 – 7 95 69

Ticket & KonzertShop Hauptstr. 75 53340 Meckenheim 02225 – 1 48 85

Sankt Augustin Düsseldorf

Schauspiel Bonn Theaterplatz/ Am Michaelshof 9 53177 Bonn 0228 – 77 80 22

Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH Immermannstr. 65 B ­(Hauptbahnhof) & Marktplatz 6 (Altstadt) 40210 Düsseldorf 0180 – 5 64 43 32

Bad Honnef

Euskirchen

General-Anzeiger Hauptstr. 38 53604 Bad Honnef 02224 – 90 20 80

Stadtverkehr Euskirchen Oststr. 1-5 53879 Euskirchen 02251 – 1 41 41 60

Bad NeuenahrAhrweiler

Köln

General-Anzeiger Bossardstr. 1–3 53474 Bad Neuenahr-­ Ahrweiler 02641 – 9 12 61

Köln Musik Ticket Roncalliplatz 50667 Köln 0221 – 20 40 81 60

Zeitungsgruppe Köln Service Center (DuMont-Carré) Breite Str. 72 50667 Köln 0221 – 2 24 22 92

Bücherstube Sankt Augustin Markt 25 53757 Sankt Augustin 02241 – 2 86 80

Siegburg Kartenhaus Würselen In der Rhein-Sieg-Halle Bachstr. 1 53721 Siegburg 02241 – 23 91 93 19 General-Anzeiger Markt 45a 53721 Siegburg 02241 – 1 20 10 Stadtmuseum Siegburg Markt 46 53721 Siegburg 02241 – 5 57 33


Die Spielstätten des Beethovenfestes Bonn 2014

BO NN

Aula der Universität Regina-Pacis-Weg 3 53113 Bonn Zugang über Arkadenhof U/S 16, 18, 63, 66 Universität/Markt Marktgarage Beethovenhalle Wachsbleiche 16 53111 Bonn Abendkasse: 0228 – 7 22 23 33 Bus 551, 600, 601 Beethovenhalle U/S 62, 65, 66, 67 Bertha-von-Suttner-Platz im Beethoven-Parkhaus, Theaterstraße Beethoven-Haus Kammermusiksaal Bonngasse 24–26 53111 Bonn U/S 63, 65, 66, 67 Bertha-von-Suttner-Platz in Marktgarage oder Stiftsgarage Bundeskunsthalle Forum Friedrich-Ebert-Allee 4 53113 Bonn U/S 16, 63, 66 und Bus 6 ­ 10, 611 Heussallee/­ Museumsmeile Parkhaus, Pkw- und Busparkplatz der Museumsmeile (Anfahrt über W.-Flex-­ Straße)

Collegium Leoninum Noeggerathstraße 34 53111 Bonn U/S/Bus Hauptbahnhof oder Stadthaus am Haus und um den Hauptbahnhof Halle Beuel Siegburger Straße 42 53229 Bonn-Beuel Abendkasse: 0228 – 778407 Bus 529, 538, 603, 608, 609 Schauspielhalle Beuel Harmonie Endenich Frongasse 28–30 53121 Bonn Telefon: 0228 – 61 40 42 Bus 606, 607, 631 Frongasse oder Brahmsstraße Hotel Königshof Adenauerallee 9 53111 Bonn U/S 16, 63, 66 Universität/Markt in der Tiefgarage des ­H otels Opernhaus Am Boeselagerhof 1 ­ 53111 Bonn Abendkasse: 0228 – 77 36 68 Bus 600, 601, 608, 609 Opernhaus U/S 62, 65, 66, 67 Bertha-von-Suttner-Platz Parkhaus der Oper Schumannhaus Sebastianstraße 182 ­ 53115 Bonn Bus 604, 605, 606, 607, 631 Alfred-Bucherer-Straße

Straßenbahnhalle Dransdorf Gerhart-Hauptmann-Straße 53121 Bonn U/S 18 Robert-Kirchhoff-Straße Telekom Forum Landgrabenweg 151 53227 Bonn-Beuel Bus 606, 607 T-Mobile U/S 62, 65 Schießbergweg Volksbank-Haus Heinemannstraße 15 ­ 53175 Bonn Bus 610, 611, 631 Volksbank-Haus direkt am Haus

91


Die Spielstätten des Beethovenfestes Bonn 2014 B A D

G O D E S B E R G

St. Hildegard Mehlem Im Meisengarten 47 53179 Bonn Bus 613, 615, 852, 857 Deichmanns Aue DB Bahnhof Mehlem

Stadtmuseum Siegburg Markt 46, 53721 Siegburg Abendkasse: 02241 – 5 57 33 DB, U/S, Bus Siegburg Bahnhof Parkplätze Mühlenstraße (P11), Rhenag (P22), Parkhaus Bahnhof (P10) St. Evergislus Haasbachstraße 2 53332 Bornheim-Brenig

im Wohngebiet La Redoute Kurfürstenallee 1 53177 Bonn Bus 615, 637, 855 Brunnenallee U/S 16, 63, 67 Bad Godesberg Bahnhof am Rathaus und ­K urfürstenbad

Steigenberger Grandhotel Petersberg 53639 Königswinter/ Petersberg Abendkasse: 02223 – 740 direkt am Haus

S O N S T I G E R H E I N - S I E G - K R E I S

Kursaal Bad Honnef Hauptstraße 28 53604 Bad Honnef U/S Linie 66 Bad Honnef

Burg Namedy 56626 Andernach Abendkasse: 02632 – 4 86 25 DB Namedy Bahnhof direkt vor der Burg

Tiefgarage des ­ EMINARIS avendi S Hotels (Hauptstraße 22) Rhein-Sieg-Halle Siegburg Bachstraße 1 53721 Siegburg DB, U/S, Bus Siegburg Bahnhof (zu Fuß ca. 5 Minuten) im Parkzentrum ­R hein-Sieg-Halle

W W W . B E E T H O V E N F E S T . D E T I C K E T S

0 2 2 8 - 5 0

2 0

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Schriftliche Vorbestellungen ab sofort möglich

1 3


B E E T H O V E N F E S T B O N N 2 0 1 4 + + + + K U R Z P R O G R A M M + + + + SA 6.9.

1 1 1 U H R ERÖFFNUNGSMATINEE: Nike Wagner, Beethoven Orchester Bonn, Stefan Blunier

2 2 0 U H R ERÖFFNUNGSKONZERT: London Symphony Orchestra, Gautier Capuçon,

Sir John Eliot Gardiner

SO 7.9.

3 1 9 U H R BEETHOVEN-SYMPHONIEN 1: City of Birmingham Symphony Orchestra, Andris Nelsons

4 2 0 U H R »Divan of song – Persien«: Christiane Karg, Robert Holl, Burkhard Kehring

MO 8.9.

5 2 0 U H R BEETHOVEN-SYMPHONIEN 2: City of Birmingham Symphony Orchestra, Andris Nelsons

6 2 0 U H R BEETHOVEN-STREICHQUARTETTE 1: Borodin Quartet

DI 9.9.

7 2 0 U H R BEETHOVEN-SYMPHONIEN 3: City of Birmingham Symphony Orchestra, Andris Nelsons

8 2 0 U H R BEETHOVEN-STREICHQUARTETTE 2: Borodin Quartet

M I 1 0 . 9 . 9 2 0 U H R BEETHOVEN-SYMPHONIEN 4: City of Birmingham Symphony Orchestra, Andris Nelsons

10 2 0 U H R BEETHOVEN-VIOLINSONATEN 1: Leonidas Kavakos Violine, Enrico Pace Klavier

D O 1 1 . 9 . 201 2 0 U H R »Passio – Compassio«: Ensemble Sarband, Modern String Quartet,

Fünf Mevlevi-Derwische u. a.

12 2 0 U H R BEETHOVEN-STREICHQUARTETTE 3: Borodin Quartet

13 2 0 U H R »Spirito latino«: SIGNUMfive

F R 1 2 . 9 . 14 2 0 U H R BEETHOVEN-VIOLINSONATEN 2: Leonidas Kavakos Violine, Enrico Pace Klavier

15 2 0 U H R »Happy Birthday« Mnozil Brass

S A 1 3 . 9 . 17 2 0 U H R BEETHOVEN-VIOLINSONATEN 3: Leonidas Kavakos Violine, Enrico Pace Klavier

18 2 0 U H R »Alla turca«: Kölner Kammerorchester, Alexander Janiczek 19 2 0 U H R »Schülermanager-Projekt 2014«: Brandt Brauer Frick Ensemble

S O 1 4 . 9 . 21 1 1 U H R

PREISTRÄGERKONZERT 1: Sophie Dartigalongue Fagott

22 1 8 U H R Studio musikFabrik, Peter Veale

23 1 8 U H R BEETHOVEN-STREICHQUARTETTE 4: Borodin Quartet

24 2 0 U H R »Divan of song – Indien«: Christiane Iven, Burkhard Kehring u. a.

M O 1 5 . 9 . 25 2 0 U H R PREISTRÄGERKONZERT 2: Stefan Cassomenos Klavier D I 1 6 . 9 . 26 2 0 U H R RECITAL: Thomas Zehetmair Violine M I 1 7 . 9 . 202 2 0 U H R Rotterdams Philharmonisch Orkest, Faust, Queyras, Bezuidenhout, Nézet-Séguin D O 1 8 . 9 . 28 2 0 U H R Rotterdams Philharmonisch Orkest, Nézet-Séguin

29 2 0 U H R JAZZ 1: Iiro Rantala Trio

M O 1 9 . 9 . 30 2 0 U H R Beethoven Orchester Bonn, Lars Anders Tomter, Stefan Blunier

31 2 0 U H R »Streichquartette 1814 – 1914 – 2014« I

S A 2 0 . 9 . 32 1 6 U H R »Streichquartette 1814 – 1914 – 2014« II

Münchner Philharmoniker, Lorin Maazel

203 2 0 U H R

34 2 0 U H R »Streichquartette 1814 – 1914 – 2014« III


+ + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + S A 2 0 . 9 . 32 2 0 U H R »Grenzenlos«: Rajaton S O 2 1 . 9 . 36 1 6 U H R »Streichquartette 1814 – 1914 – 2014« IV

37 1 8 U H R »Solo for cult«: Singer Pur

38 1 8 U H R RECITAL: Sebastian Knauer Klavier

39 1 9 U H R RECITAL: Josef Bulva Klavier

40 2 0 U H R

»Streichquartette 1814 – 1914 – 2014« V

M O 2 2 . 9 . 41 2 0 U H R Ensemble Resonanz DI 23.9.

42 2 0 U H R CAMPUS-KONZERT: Bilkent Youth Symphony Orchestra, Is˛ın Metin u. a.

43 2 0 U H R RECITAL: Herbert Schuch Klavier

D O 2 5 . 9 . 204 2 0 U H R BEETHOVEN-KLAVIERKONZERTE 1: Mahler Chamber Orchestra, Leif Ove Andsnes

45 2 0 U H R JAZZ 2: Hugh Masekela, Larry Willis

F R 2 6 . 9 . 46 2 0 U H R »Baltic Voyage«: Baltic Sea Youth Philharmonic, Jan Lisiecki, Kristjan Järvi

47 2 0 U H R Tetzlaff Quartett

48 2 0 U H R Canadian Brass

S A 2 7 . 9 . 205 2 0 U H R LIEDERABEND: Waltraud Meier Mezzosopran, Joseph Breinl Klavier

206 2 0 U H R

S O 2 8 . 9 . 51 1 1 U H R

BEETHOVEN-KLAVIERKONZERTE 2: Mahler Chamber Orchestra, Leif Ove Andsnes u. a. PREISTRÄGERKONZERT 3: Elisabeth Brauß Klavier

52 1 1 U H R Hannelore Elsner, Ensemble Carion, Sebastian Knauer

207 1 8 U H R

BEETHOVEN-KLAVIERKONZERTE 3: Mahler Chamber Orchestra, Leif Ove Andsnes

54 1 8 U H R Ludwig van Beethoven: »Fidelio« (Premiere)

D I 3 0 . 9 . 55 2 0 U H R Hannelore Elsner, Sebastian Knauer MI 1.10.

56 2 0 U H R »200 Jahre Wiener Kongress«: Orchester Wiener Akademie, Zirner, Blaise, Haselböck

57 2 0 U H R JAZZ 3: Marialy Pacheco Trio

D O 2 . 1 0 . 58 2 0 U H R Norwegian Arctic Philharmonic Orchestra, Christian Lindberg

59 2 0 U H R »Divan of song – Korea«: Kwangchul Youn, Burkhard Kehring

F R 3 . 1 0 . 60 1 8 U H R ABSCHLUSSKONZERT: Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen,

Arcadi Volodos, Paavo Järvi

61 2 0 U H R Ludwig van Beethoven: »Fidelio«

FR 3.10. – SO

5 . 1 0 . »Save the World«


Impressum I NTERNATI O N A L E B E E T H O V E N F E S T E B O N N gGmbH

Prof. Dr. Nike Wagner Intendantin und Geschäftsführerin Helmut Pojunke Kaufmännischer Direktor Kurt-Schumacher-Straße 3 53113 Bonn Telefon 0228 – 20 10 30 Fax 0228 – 20 10 333 info@beethovenfest.de www.beethovenfest.de

Graphische Gestaltung: parole Gesellschaft für Kommunikation mbH, München www.parole.de Druck: Druckerei Engelhardt, Neunkirchen www.druckerei-engelhardt.de

Marketing: Karin Stühn Friederike von Wittich Katharina Brünink Milena Seidel

Bildnachweise: photocase (Titel, Seiten 8, 11, 12/13, 14) Oliver Tjaden (Seite 4) Stephen Lehmann (Seite 5) Martin Magunia (Seite 7) Sheila Rock (Seite 16) Marco Borggreve (Seiten 19, 28, 31, 48) wildundleise (Seite 21) Peter Rigaud (Seite 22) Julia Baier (Seite 23) Nomi Baumgartl (Seite 25) Felix Broede (Seite 27) Neil Pugh (Seite 32) Oezguer Albayrak (Seiten 34, 37) Deniz Saylan (Seite 39) Neda Navaee (Seiten 42, 58) Pavel Ovsík (Seite 44) Sussie Ahlburg (Seite 47) Nick White (Seite 50) Paavo Blåfield (Seite 53) J. Oellermann (Seite 54) Gisela Schenker (Seite 57) Christine Schneider (Seite 61) Nico Stinghe & Park Bennett (Seite 62) Barbara Frommann (Seite 65) Holger Talinski: »Feel the Music in London«, November 2013 (Seite 67) Holger Talinski: »Feel the Music in Brescia«, Mai 2012 (Seite 68) Yelizatici (Seite 70) Dorothee Falke (Seite 73) Brett Rubin (Seite 74)

Presse: Silke Neubarth

Unbekannte Rechteinhaber bitten wir, sich zu melden.

Redaktion: Dr. Annette Semrau Dr. Tilman Schlömp Karin Stühn Silke Neubarth Heidi Rogge (Lektorat) Die Mitarbeiter des Beethovenfestes Bonn: Künstlerischer Betrieb: Dr. Tilman Schlömp (Leitung) Daniela Ebert Thomas Friedland Thomas Scheider Dramaturgie: Dr. Annette Semrau Barbara Stach

Ticketvertrieb/Controlling: Christian Eckhardt Sabrina Lahoud Intendanzbüro/Protokoll: Simone Schuck

www.beethovenfest.de

Education: Lena Geisen

Stand der Programminformation: 26. Februar 2014 Änderungen vorbehalten.


Programmbuch "Götterfunken" 2014  
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