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Ausgabe 18 • Oktober 2017

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+++ STARKE FRAUEN BEI DEN SCHÜTZEN +++ INTERVIEW +++ DJT 2017 +++ TERMINE +++ WEIHEÄMTER FÜR FRAUEN +++ FAHNENSCHWENKEN +++ BJT+++ +++ HAUSGEMACHTES +++ BILDER +++ BERICHTE +++ UND VIELES MEHR...


„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 18 • Oktober 2017 • Seite 2

Inhalt

Impressum Herausgeber: Bund der Sankt Sebastianus Schützenjugend Diözesanverband Köln e.V. (BdSJ Köln) Kontakt: BdSJ Köln Steinfelder Gasse 20-22 50670 Köln Telefon: 0221 16426562 Fax: 0221 16426565 Mail: dasheft@bdsj-koeln.de http://www.bdsj-koeln.de Mitarbeiter dieser Ausgabe: Sarah Garnies, Jaqueline Spicker, Andreas Diering, Andreas Förster, Florian Wagner Gestaltung/Design: Christian Klein (Layout) Mail: design@vektorpixel.de Vito Spalluto (Satz) Mail: vito.spalluto@bdsj-koeln.de Bilder: siehe Seite 9 Druck: www.flyeralarm.com Auflage: 2.500 Stück Erscheinungszyklus: halbjährlich Redaktionsschluss Ausgabe 19: 31.01.2018

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t a D Un drin Esalt): (Inh Seite Thema

Seite Thema

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Impressum/Inhalt

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JLS 2/2017

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Grußwort

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AFS 1/2017

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Titelthema

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Wallfahrt 2017

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Gleichberechtigung in

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Termine

der Kirche

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Bastian on Tour

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Bastian erklärt

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Hausgemachtes

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Buchtipp

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Männerdomäne Kirche

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JLS 4/2017

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DJT 2017

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Steckbriefe


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Grußwort

Vertraut auf Euch!

Grußwort der Diözesankönigin Regina Reiz

DAS aktuelle HEFT beleuchtet „Starke Frauen bei den Schützen“. Da habe ich mich erst einmal gefragt: „Bin ich eine starke Frau?“ Eine klare Antwort habe ich auf Anhieb nicht finden können. Da muss ich schon etwas tiefer schauen, wenn auch mein erreichter Titel „Diözesankönigin 2016/17“ dies vermuten lässt. Aber wieso habe ich eigentlich diesen Titel erreicht? In den Schoß gefallen ist er mir jedenfalls nicht. Ich habe hart und viel trainiert und alle Unwägbarkeiten mit Gottes Hilfe – manch einer sagt auch Glück dazu – gemeistert. Der Glaube daran, dieses Ziel

erreichen zu können, hatte mir schon beim Erreichen des Bezirkskönigstitels geholfen. Dabei ist die Wettkampf-Disziplin Kleinkaliber angestrichen auf 50 Meter gar nicht meine Stärke. Ich bin eigentlich Luftpistolenschütze und das seit dem Jahr 2000. Hier wartete damals eine Männerdomäne auf mich und ich werde nie vergessen, wie ich bei einem meiner ersten Wettkampf-Einsätze den Schießstand verlassen habe und ein Gespräch mithörte, indem ein Schütze meinte: „Ich habe es erst gar nicht bemerkt. Aber da stand ja eine Frau neben mir!“ Ja, es stimmt. Frauen können durchaus in vielen Disziplinen gute Ergebnisse erzielen. Sie können sich behaupten und ich meine, in vielen Bruderschaften geht ohne die Frauen heute oft nichts mehr. Sie können nicht nur Kuchen backen für die vielen Schützen-Veranstaltungen, sie können nicht nur adrett in ihren Ball-Kleidern aussehen, sie können auch Titel gewinnen und Verantwortung übernehmen.

Als Brudermeisterin – der Name hört sich vielleicht für manch einen seltsam an – habe ich viel Verantwortung und muss stark sein. Also bin ich vielleicht doch eine starke Frau bei den Schützen. In diesem Sinne möchte ich allen Schützenschwestern Mut machen, auf sich zu vertrauen und den Weg zu gehen, den sie gehen wollen. Eure

Diözesankönigin des Diözesanverbandes Köln Brudermeisterin St. Hubertus Schützenbruderschaft Sinnersdorf e.V.

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Schützenschwester... ... Königsanwärterin oder Spülkraft? Anfang August, noch 7 Wochen bis zum Schützenfest. Eine kleine Bruderschaft sitzt beieinander und plant das Schützenfest, alles wie immer, nichts ändert sich, die Männer bauen auf, die Frauen gehen in die Küche und bedienen die Ehrengäste.

Ich liebe meine Bruderschaft, bin gerne dort, übernehme Verantwortung, will lernen und beibringen, lachen und weinen über die Generationen hinweg. Seit Beginn des Jahres bin ich sogar die 2. Brudermeisterin und Jugendleiterin. Ich bin angekommen.

Alles wie immer, oder?

Aber verdammt nochmal, warum muss ich in die Küche zum Spülen? Weil ich eine Frau bin? Weil das meine Aufgabe im Leben ist? Nein! Nur weil ich immer wieder folgendes hören muss: „Draußen ist Männerarbeit, drinnen ist Frauenarbeit.“ Ja zugegeben, es gibt diese Generation, die sich selber als schwaches Geschlecht sieht und so versteht, das darf auch so sein. Aber ich möchte mich nicht auf meine Biologie reduzieren lassen. Warum darf ich nicht den Getränkewagen aufstellen, den Schießstand aufbauen, den Rasen mähen, die Hecke schneiden oder die Regenrinne sauber machen?

Die Frauen der Bruderschaft, alle samt vollwertige Mitglieder, halten sogar eine eigene Frauenversammlung ab. Themen: Wer backt die Kuchen zum Verkauf? Wer kümmert sich um die Deko? Haben wir noch genug Kaffee? Jeder geht mal in die Küche zum Spülen! Jeder? Nein, eigentlich ist JEDE gemeint.

Ich darf, weil ich einfach mache. Mein Kleid hält mich nicht davon ab, es ist nur ein Kleidungsstück, welches mir nichts vorschreiben kann. Seit 1994 dürfen Frauen bei uns Mitglied werden, mit allen Rechten und Pflichten. Nicht weil es uns sonst nicht mehr gegeben hätte, sondern weil es eine Bereicherung

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sein kann. Sorry liebe Männer, aber wir wollen euch nichts wegnehmen, wir wollen einfach nur teilhaben. Wir finden gut was ihr macht, wollen unterstützen und vielleicht hier und da mal ein paar Lorbeeren abbekommen. Und trotzdem sind wir auch gerne eure Königin im langen Kleid und mit glitzerndem Diadem.

Sarah Garnies


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Aktuell

Schützenfrau...

... Unterstützung oder nur Deko? Ich dachte immer, es gibt keine Frauen bei den Schützen. Damit meine ich auch ganz allgemein Frauen oder Mädchen bei den Jungschützen, also im BdSJ. Höchstens im Musikcorps. Oder als Begleitung, quasi als Dekoration. Dekoration für Schützenfeste und andere Veranstaltungen mit Umzug und Festzelt. Ratet mal, in welchem Bezirksverband ich wohne! Das Schützenfest gehört in meinem Heimatort zur festen Tradition – und es wird groß gefeiert. Für vier Tage steht alles still. Aber Frauen? Klar sind Frauen hier wichtig. Wir schmieren Brötchen, bügeln Hemden in letzter Minute oder finden verloren gegangene Orden oder Handschuhe gerade noch rechtzeitig wieder. Ansonsten gilt für mich: „Ich bin nur die Deko.“

Auf meiner ersten Veranstaltung des BdSJ, einem Diözesanjungschützentag, war ich echt überrascht. Wirklich: Frauen bei den Schützen – gibt es doch. Seit ich das erste Mal eine Veranstaltung des BdSJ besucht habe, sind noch viele, viele dazu gekommen. Und immer standen mehr Frauen auf dem Siegertreppchen der Schießwettbewerbe, viele waren im Organisationskomitee und haben hinter den Kulissen für einen reibungslosen Ablauf gesorgt. Die Umzüge dort sind immer viel bunter, abwechslungsreicher, als ich es gewohnt bin. Frauen im BdSJ sind also nicht die Dekoration, sie sind Organisatorinnen mit tollen Ideen, sie sind treffsicher in Wettbewerben und mit viel Begeisterung dabei - egal ob in

Uniform, Tracht oder im glitzernden Abendkleid. Im BdSJ gibt es sie wirklich, die große Schützenfamilie. Und sie ist vollständig, mit Müttern, Schwestern, Omas und Tanten. Da ich jetzt so lange über Frauen und Schützen nachgedacht habe, werde ich in Zukunft wohl nicht mehr sagen: „Ich bin nur die Deko.“. Denn für Schützen ist doch Dekoration wichtig, auf Orden oder geschmückte Straßen wird nie verzichtet. Also: „Lasst mich durch, ich bin die Deko!“. Und vielleicht kann ich ja auch bei mir zuhause irgendwann sagen Frauen bei den Schützen – gibt es doch.

Nadine Orgas

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Gleichberechtigung in der Kirche Was kannst Du dafür tun?

liche als auch weibliche Interessierte für die Gremienämter zu suchen und gezielt geeignete Personen des unterrepräsentierten Geschlechts anzusprechen. Außerdem kann er bei der Bekanntmachung und Werbung für die Wahlen zu einem Gremium unterstützen.

Es gibt zahlreiche Gremien in katholischen (Jugend-)verbänden und in der katholischen Kirche. Sie prägen und gestalten den Verband, die Gemeinde und die Kirche in ihrer Gesamtheit. Die gewissenhafte Besetzung von Gremien ist deshalb ganz entscheidend. Frauen sind in zahlreichen Laiengremien der katholischen Kirche deutlich unterrepräsentiert. Aktuelle Zahlen zum Geschlechterverhältnis in den Kirchenvorständen des Erzbistums Köln verdeutlichen dies: Der Anteil der Frauen in den Kirchenvorständen liegt derzeit bei 418 Frauen (16 Prozent) im Verhältnis zu 2197 Männern (84 Prozent). Es ist aufgrund der geringeren Vertretung von Frauen in vielen Gremien insbesondere wichtig neben den Männern vor allem Frauen in den Blick zu nehmen, damit diese sich für die Kandidatur in Gremien aufstellen und schließlich auch gewählt werden. Du möchtest was dafür tun, damit die Anzahl von Frauen und Männern in Gremien der Katholischen Kirche möglichst ausgeglichen ist? Hier sind ein paar Anregungen: Es ist zielführend eine Geschlechterparität in den Satzungen der Gremien in der Kir-

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che festzuschreiben. Das heißt, dass gleich viele Männer wie Frauen in einem Gremium zusammenarbeiten müssen oder zumindest sollen. Hierdurch werden Männer wie Frauen gleichmäßig angesprochen. Ein Wahlausschuss kann helfen, sowohl männ-

Werden nicht ausreichend geeignete Personen eines bestimmten Geschlechts gefunden, die für ein Gremium kandidieren möchten, könnt ihr gemeinsam reflektieren, ob das Gremium aus bestimmten Gründen für ein Geschlecht nicht so attraktiv ist. Es gibt die unterschiedlichsten Gründe, weshalb Personen sich gegen ein bestimmtes Amt entscheiden. Neben persönlichen Gründen spielen auch Faktoren eine Rolle, die im Gremium beeinflussbar sind. Gibt es zum Beispiel eine angemessene Gesprächskultur, bei der alle Mitglieder ernst genommen werden und zu Wort kommen können? Werden Diskussionen sachlich geführt? Eine ordentliche Moderation kann bestimmt werden, die auf diese Faktoren achtet. Zusätzlich können Moderationstechniken wie „Redefluss im Reißverschluss“ (hierbei kommen Frauen und Männer, die sich zu Wort melden, abwechselnd dran) angewendet werden, damit alle gleichmäßig Gehör bekommen.


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Andere Faktoren, die in einer Reflexion zur Attraktivität des Gremiums zu bedenken sind, sind die Sitzungszeiten. Die Sitzungszeiten sind so zu wählen, dass alle Interessierten teilnehmen können. Termine tagsüber unter der Woche sind für junge Menschen, die zur Schule gehen, studieren oder arbeiten, im Regelfall unmöglich wahrzunehmen. Ebenso wie Termine in den frühen Abendstunden für Familienverantwortliche. Interessierten muss es möglich sein, trotz Betreuungsverpflichtung zu Hause an den Sitzungen teilzunehmen. Eine Unterstützung kann eine Kinderbetreuung vor Ort sein. Grundsätzlich ist ein Ungleichgewicht von Männern und Frauen in Gremien anzusprechen, um für das Thema sensibel zu machen. Gehen die Verantwortlichen offen und bewusst an das Thema heran, ist es nicht mehr weit zu einer geschlechterausgewogenen Vertretung in den Gremien der Kirche.

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oder ihn gedruckt kostenfrei in der Dienststelle (info@bdkj-dv-koeln.de) bestellen.

gumentation der Amtskirche, nur Männern ihre Sendung weitergegeben.

Beim Thema Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Kirche kommt häufig auch die Frage der Zulassung von Frauen in Weiheämtern auf. Auch der BDKJ stellt sich die Frage, welche Argumente für und welche gegen eine Zulassung von Frauen zu Weiheämtern sprechen. Auf der BDKJ-Diözesanversammlung 2014 haben die Delegierten beschlossen, dass sie im Dialog zu der Fragestellung bleiben möchten und hierzu Argumente aufgezeigt bekommen wollen. Gegen die Zulassung von Frauen zu Weiheämtern spricht zum Beispiel, dass laut kirchlichen Dokumenten2 die Kirche keine Vollmacht habe, Frauen die Priesterweihe zu spenden, denn Jesus habe nur zwölf Männer, die zwölf Apostel, erwählt und gesandt. Diese wiederum hätten, so die Ar-

Ein Argument für die Zulassung hingegen ist, dass in biblischen Zeugnissen gar nichts über eine Weihe gesagt wird und selbst Jesus ein Laientheologe war - kein Priester. Vielmehr zeigen die Texte, dass im Neuen Testament noch jeder Gedanke an ein sakrales Priestertum fehlte. Dieses hat sich erst im 2. Jahrhundert entwickelt. Du möchtest mit deiner Gruppe noch weitere Argumente für einen Dialog zum Thema Frauen in Weiheämter hören? Dann lade unsere Referentin für Theologie und Jugendpastoral, zu euch ein (theologie@ bdkj-dv-koeln.de).

Elena Stötzel BDKJ-Diözesanvorsitzende

Der BDKJ im Erzbistum Köln hat einen Handlungsleitfaden zum Thema „Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Kirche“ erstellt. Ihr könnt ihn bei uns auf der Homepage unter www.bdkj-dv-koeln.de/ material/gerechte-kirche.html runterladen

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Bastian erklärt...

...die Unterschiede der Schützengruppierungen Heute hab ich mir mal ein interessantes Thema ausgesucht, denn neulich fragte mal wieder jemand: „Mensch Bastian, was ist denn der Unterschied zwischen Euch und anderen Schützenvereinen oder Gilden?“ Meine Antwort ist meist: „ Da gibt es einige, aber es gibt viel mehr was uns alle verbindet!“. Alle Schützen, egal ob sie nun Bruderschaft / Schützenverein / Gesellschaft oder Gilden heißen, haben alle ähnliche Wurzeln,. Die einen entstanden aus historischen Bürgerwehren, andere als kulturelle Vereinigung (sogenannte Kirchbauvereinen) in Städten und Dörfern andere aus alten (Handwerks-) Gilden oder (Jagd-) Gesellschaften. Aufgrund ihrer Geschichte und aus Traditionen nennen sich heute noch viele unserer Schützenbruderschaften Schützen-Gilde oder Schützen-Gesellschaft. Damit hätten wir das ja schon mal geklärt. Verschiedener Name aber gleicher Inhalt ;-) Bei Schützenbruderschaften und Schützenvereinen ist das schon etwas schwie-

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riger. Da gibt es zwei große Unterschiede, diese kann man mit kirchlich und weltlich gut differenzieren. Die Bruderschaft

Trotzdem gibt es bei uns die große Vielfalt, denn wir haben in unserem großen Verband alle Arten von Schützenbruderschaften, -vereinen, -gesellschaften und -gilden. Und alle haben sich unserem Leitspruch: Für Glaube, Sitte und Heimat angeschlossen. Vielleicht muss man heute auch den Begriff „Bruderschaft“ neu überdenken, denn schließlich sind wir heute ein offener, moderner und attraktiver Verband, zu dem nicht nur Männer, sondern lange schon Frauen, Kinder und Jugendliche gehören.

Euer Bastian Besserwisser

hat sich den christlichen Werte verschrieben, hier spielt zum Teil das sportliche Schießen eine traditionelle kleinere Rolle, hinter Ihren sozialen und kirchlichen Aufgaben. Im Gegensatz zu Schützenvereinen, bei denen oft das sportliche Schießen im Vordergrund steht.


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Tipps

Starke Frauen in starker Science Fiction Unser Buchtipp zum Titelthema Die Solarian-Reihe wurde in diesem Jahr mit dem sechsten und letzten Band zu Ende geschrieben. Der Autor Martin Langner (Künstlername: Thariot) lebt in Solingen und schreibt Romane in unterschiedlichen Genres: Thriller, Fantasy, Science Fiction. Es geht häufig um Macht, Intrigen, Weltuntergang, Endzeit, fremde Welten, Zeitreisen und Wissenschaft. Martin Langner spart dabei nicht an Humor, Aktion, Liebe, Zerstörung, Politik sowie dem Kampf für Gerechtigkeit und eine bessere Welt. Auch eine gehörige Portion Gesellschaftskritik und philosophische Denkanstöße findet man immer wieder in seinen Werken. Auffallend dabei ist, dass in vielen seiner Geschichten Frauen bedeutende Charaktere spielen. So auch in der Solarian-Reihe. In einer nicht allzu fernen Zukunft kämpft die Menschheit ums Überleben auf der Erde. Viele Überlebende gibt es nicht mehr und eine Idee ist die Umsiedlung der letzten Überlebenden auf eine „zweite Erde“ in einer fernen Galaxie. Verschiedene Interessen, Machtgier, Umweltverschmutzung, eine fremde Kultur und die unterschied-

Fazit: Eine spannende und abwechslungsreiche Reihe in sechs Bänden, vollgestopft mit jeder Menge Intrigen, Romantik, Gewalt, Kampf für Gerechtigkeit und gegen Sexismus, Politik, Gesellschaftskritik, Liebe und dem Aufruf mit der uns anvertrauten Schöpfung und den Menschen auf diesem Planeten pfleglich umzugehen…für eine bessere Zukunft. lichen politischen Intentionen machen dieses Vorhaben nicht gerade leicht. Hier spielt Tara eine wichtige Rolle, eine starke Frau die sich mitten in einer zerstörten, sexistischen, rücksichtslosen und von Politikern ausgebeuteten Welt durchkämpfen muss. Sie stammt aus armen Verhältnissen und hat den Wunsch nach Abschluss der Militär-Akademie einen Job bei der Weltraumflotte der Föderation zu bekommen um die Sterne zu bereisen. Hierbei läuft so einiges schief, sie muss sich durchkämpfen, gegen Männer behaupten und ihren eigenen Weg finden. Dabei muss sie jedoch auch ihrem Herzen folgen, sich um ihre Schwester kümmern und so manche schwere Entscheidung treffen.

Leseempfehlung: ab 16 Jahre

Bilder dieser Ausgabe: Seite 3: Seite 4: Seite 5: Seite 6/7: Seite 22: Seite 23: Rest:

© Regina Reiz © BdSJ Bödingen/ BdSJ Rheinkassel-L. © Geseke News © BDKJ DV Köln © Gertrud Strahl © BdSJ Voreifel/ © BdSJ Ersdorf-Altendorf © BdSJ DV Köln

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Männerdomäne Kirche? Ein theologischer Blick auf die Frau in der Bibel Warum es noch immer keine Gleichstellung von Frau und Mann in der kath. Kirche bei Weiheämtern gibt, aber in anderen christlichen Kirchen schon. Wenn du am Sonntag in eine katholische Kirche zu einem Gottesdienst gehst, fällt dir sicher etwas auf. Im Altarraum steht, neben den Messdiener*innen, ein Mann: der Priester. Hast du dich auch schon mal gefragt, warum das immer ein Mann ist und keine Frau? Dabei spielen Frauen im kirchlichen Leben eine genauso wichtige Rolle und zwar schon seit der Zeit Jesu. Auch in den ersten Jahren des organisierten Christentums finden wir in der Bibel Hinweise darauf, dass es z.B. zurzeit von Paulus Diakoninnen gab die auch Gemeinden leiteten, wie z.B. die Diakonin Phöbe. Doch warum gibt es dann heute nur Diakone und Priester und keine Frauen in diesen Ämtern? Und warum ist das –„gefühlt“– nur in der katholischen Kirche so? Darüber wird zumindest in der katholischen Kirche rege diskutiert. Vor allem das Argument, dass der Priester in der Hl. Messe „in persona Christi“, also an Stelle von Christus handelt, und dass es deshalb auch nur ein Mann sein darf der diese Messe hält, ist in der katholischen Kirche das wichtigste Ar-

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gument für das Weiheamt nur für Männer. Die frühchristliche Tradition, dass auch Frauen in den ersten Jahrhunderten Gottesdienste hielten und Gemeinden leiteten, hat aber auch Gewicht. Papst Franziskus hat wegen dieser offenen Frage im Herbst 2016 eine Kommission zur „Untersuchung des Diakonat von Frauen“ eingesetzt, die untersuchen soll, welche Stellung die Frauen im frühen Christentum hatten. Sechs Frauen und Sechs Männer diskutieren in dieser Kommission über dieses „Tabu-Thema“, zumindest in der Frage eines Diakoninnen-Amtes. Eine Frage bleibt noch offen: Warum dürfen Frauen in anderen christlichen Kirchen, wie in der evangelischen Kirche, z.B. Pastorinnen werden, aber in der katholischen Kirche nicht? Die Reformation hat im Spätmittelalter die kirchlichen Lehrstrukturen zum Teil neu geordnet, aus ihr entstanden viele christliche Kirchen. Doch sind Frauen auch dort erst seit dem 19./20. Jahrhundert in solchen Ämtern eingesetzt. Begründet wird dieses unterschiedliche Verständnis mit der Auffassung von der Tradition der Schrift, also der Bibel. Die Beauftragung von Frauen für Leitungsämter in Gemeinden wird in diesen christlichen Kirchen mit der Tradition die wir in der Bibel finden, wie z.B. die Diakonin Phöbe, gerechtfertigt. Jedoch

ist die katholische Kirche nicht die einzige, die Priesterinnen und Diakoninnen ablehnen. Auch in den Ostkirchen, z.B. den Orthodoxen Kirchen, sind diese Ämter auf Männer beschränkt. Seit einiger Zeit kann man aber auch hier innerkirchliche Diskussionen und zum Teil Veränderungen beobachten. In der griechisch-orthodoxen Kirche wurden dieses Jahr fünf Frauen zur Diakonin zwar nicht geweiht, so wie es auch in den orthodoxen Kirchen bei Männern üblich ist, jedoch beauftragt und dürfen nun bei Taufen und bei Eheschließungen anstatt des Priesters assistieren. Es gibt also in dieser Richtung in vielen christlichen Kirchen Entwicklungen und das wichtigste ist: man kommt ins Gespräch und eröffnet so Raum für Diskussionen über die Tradition der Bibel und die Lehrtradition der Kirche. Miriam Leidinger-Mussinghoff Referentin für Theologie u. Jugendpastoral


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Info

Liebe Schützenschwestern,

Liebe Schützenbrüder, verehrte Gäste... die JLS 4/2017

… MIT DIESEN ODER ÄHNLICHEN WORTEN STARTEN ÜBLICHERWEISE DIE REDEN, DIE ICH ALS BRUDERMEISTER HALTE … … DOCH MANCHMAL KOMMT ES AUCH MAL ANDERS … … JEDER KANN NOCH DAZULERNEN … … Es begab sich in diesem Jahre, dass ich im 44. Lebensjahr als gestandener, sogenannter Stammschütze, nach etlichen Jahren im Schießsport und in der Vorstandsarbeit, zur Überzeugung gelangte, dass es auch als Brudermeister durchaus sinnvoll ist, nochmal an einer Jugendleiterschulung teilzunehmen. Die Schulungstermine in diesem Jahr waren bereits ausgebucht, doch gab es glücklicherweise noch einen Zusatztermin. Ich entschied mich recht zügig diesen zu nutzen.

Somit waren nun 2 Wochenenden fest verplant. Ich zog am ersten Wochenende nach Bonn aus, um mich Freitag abends im Haus Venusberg einzufinden und Quartier zu beziehen. Es war schön, dass einige Teilnehmer des eigenen Bezirkes dabei waren und man sich schon etwas kannte. Ich war der Meinung, dass das Schulungsteam nach einer kurzen Vorstellungsrunde sicher den Abend ausklingen lassen würde. Aber sehr schnell wurde klar, dass das nicht der Fall sein würde. So saßen wir den ersten Abend bis 22:30 zusammen in der Schulung. Wer auf „Gnade hofft“, weil er Jemanden aus dem Schulungsteam als Mitglied in seiner Bruderschaft hat, wird schnell enttäuscht. Auch am nächsten Tage wurde es relativ spät. Das zweite Wochenende reihte sich nahtlos an das Erste an. Lediglich der jeweils letzte Tag des Wochenendes wurde etwas kürzer gestaltet und wir wurden nachmittags entlassen. Wer bereits vorher Verantwortungsträger in seinem Verein war, hierdurch gewisse Erfahrungen hat und glaubt er „schaukelt das einfach locker durch“: Vergesst es. Ich war an allen Tagen sprichwörtlich „gerädert“ und der Kopf „rauchte“.

Wer meint, das Schulungsteam, welches in großen Teilen aus Ehrenamtlern unseres Bundes (also Mitgliedern der Bruderschaften) besteht, sieht es Alles etwas „lockerer“: Vergesst es. Das vorgeschriebene Schulungsprogramm wird komplett durchgezogen bis zum Ende. Ich möchte nicht detailliert auf die Inhalte eingehen, diese könnt Ihr in den umfangreichen Informationen des BdSJ nachlesen. Ich kann Euch aber sagen, das Programm ist weit gefächert: Pädagogik, Organisation, Struktur, Führungsstile, Konfliktmanagement, Moderation, Rhetorik, Recht & Verantwortung, Präventionsarbeit, Finanzierungmöglichkeiten, Veranstaltungsmanagement, Mitgliedergewinnung, Gruppendynamik… u.v.m. Wirklich Jeder nimmt neues Wissen mit. Und ich möchte Euch sagen: Zwei Wochenenden mit einem sehr motivierten Teilnehmerkreis und einem hoch professionell aufgestellten Schulungsteam waren sehr anstrengend, haben aber auch einen riesen Spaß gemacht. … meldet Euch an … macht mit!!!

Ralf Jung

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„Da schlägt mein Herz, da geh ich hin“ 1. Ökologischer Diözesanjungschützentag in Gymnich Der diesjährige Diözesanjungschützentag fand in diesem Jahr unter dem Motto „ Da schlägt mein Herz, da geh ich hin“ bei der St. Kunibertus Schützengesellschaft Gymnich, deren Jugendabteilung gleichzeitig ihr 85jähriges Bestehen feierte, statt. Da Präsident Thomas Müller sich bei der Planung und Ausrichtung großer Feste auf die langjährige Erfahrung und das großes Engagement der Mitglieder verlassen kann, zögerte er nicht wirklich, diese Veranstaltung nach Gymnich zu holen.

Nach Tagen intensiver Vorbereitungsarbeiten startete der DJT mit einer von dem Diözesanjungschützenpräses Pfr. Stefan Ehrlich zelebrierten Hl. Messe in der Kirche St. Kunibert. Als Konzelebranten standen ihm Pastor Joseph Pikos und Diakon Recker zur Seite. In der von Frank Axer vor-

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bereiteten Messe wurde das Motto des DJT aufgegriffen und in der Predigt thematisiert. Als Kernaussage bleibt festzuhalten, dass das Horten von Reichtum nicht so wichtig ist, wie das Pflegen von Freundschaften und gemeinsames Miteinander, was in vielen Schützengesellschaften so auch gelebt wird. Die Kollekte ergab einen Betrag von 800 € und wurde noch in der Kirche an Michael Rogge, stellv. Pflegedienstleiter der Kinder-Intensivstation der Uniklinik Köln, übergeben. Mit diesem Geld kann ein dringend benötigter Fernseher auf der Intensivstation angeschafft werden, der die Kinder von den Begleitumständen einer intensivmedizinischen Behandlung ablenken soll. Im Anschluss an die Heilige Messe startete ein imposanter Festzug der Schützenjugend von der Schützenstraße aus. Über 1400 Schützen marschierten unter musikalischer Begleitung vieler Musikkapellen und Tambourcorps durch die Straßen Gymnichs. Am Ende des Festzuges erfolgte der Vorbeimarsch an der Tribüne mit einer Ehrenabordnung sowie den Ehrengästen, zu denen der stellv. Landrat Bernhard Ripp, der Bürgermeister der Stadt Erftstadt Volker Erner sowie der Schirmherr des DJT und Protektor der St. Kunibertus Schützengesellschaft Gerd Overlack gehörten. Weiter-

hin waren die amtierenden Diözesan- und Bundesjugendmajestäten anwesend. Nach dem Festzug wurden die neuen Majestäten auf Diözesanebene ausgeschossen, an deren Ende als neuer Diözesanbambiniprinz Sven-Sebastian Schönesseiffen (BV Bonne), als neuer Diözesanschülerprinz Thorben Garlip (BV Köln-Nord) und als neue Diözesanprinzessin Tamara Rix (BV Bergheim-Süd) feststanden. Parallel zu den Schießwettbewerben wurden die Besucher durch ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm geführt, das Jung und Alt begeisterte. Als Höhepunkt fand in der Zeit von 15-18 Uhr ein Mitsingkonzert statt, bei dem die 4 jungen Musiker die anwesenden Gäste zu Begeisterungsstürmen mitrissen. Weiterhin bot sich den Gästen die Möglichkeit, sich an Infoständen über die Arbeit auf der Kinderintensivstation der Uniklinik Köln oder über das Schützenwesen in Gymnich zu informieren. Bei Austragung der Fahnenschwenkerwettbewerbe wurde unter anderem in diesem Jahr erstmalig ein Fahnenschwenker-Hochwurf-Wettbewerb durchgeführt, den mit einer Wurfhöhe von 9,50m Nils Vogel aus Erftstadt-Ahrem für sich entscheiden konnte.


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Aktuell

Ein voller Erfolg!

Bericht der „Fahnenlappen“ zum DJT Auf den grünen T-Shirts vieler Jugendlicher und Helfer stand der Schriftzug „I love green!“ Neben dem Bekenntnis zu ihren Vereinsfarben soll dieser Schriftzug auch als Bekenntnis zur Natur und Umweltschutz verstanden werden. Dies hatte zur Folge, dass bei der Planung und Durchführung dieser Veranstaltung ökologische Ansätze (Müllvermeidung, Nutzung von kompostierbarem Einweggeschirr pp.) mit berücksichtigt wurden und zukünftig auch in unserer Schützengesellschaft eine Rolle spielen werden. Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass diese Zusammenkunft der Schützengesellschaften der Diözese Köln als starkes Bekenntnis zu ihren Werten und Traditionen gewertet werden kann. Auch wenn die Vorbereitung und Durchführung unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit erforderte und am Tag selbst alleine 150 Helfer zum Einsatz kamen, so ist doch das Ergebnis Belohnung und Ansporn genug, Feste dieser Art für die Jugend im Sinne von „Da schlägt mein Herz, da geh ich hin“ künftig fortzuführen. Jugendabteilung der St. Kun. Schützengesellschaft Gymnich (Bilder siehe Rückseite)

Fahnenhochwerfen? Eine neue Disziplin beim DJT! Was Fahnenhochwerfen mit Fahnenschwenken zu tun hat? NICHTS! Deshalb heißt es ja auch Fahnenhochwerfen. Die Resonanz der Zuschauer auf diesen neuen Wettbewerb war für uns überwältigend! So viele Zuschauer hatten wir jahrelang nicht. Mit jeder neuen Höhe wurde die Anzahl der Teilnehmer kleiner und der Beifall der Zuschauer größer, für die, die es geschafft haben. Gerechnet hatten wir mit einer maximal zu erreichenden Höhe von ca. 7-8 Metern, aber wir wurden eines Besseren belehrt. Tatsächlich wurde eine maximale Höhe von 9,50m erreicht. Leider scheiterte der Versuch, die 10m Marke zu knacken. Jeder Sieger erhielt eine extra entworfene Medaille und ein Preisgeld in Höhe von € 50,00. Im nächsten Jahr wird es allerdings eine kleine Regeländerung geben. Frauen und Männer werden aus Gründen größerer Fairness zukünftig

getrennt starten. Als zusätzliche Erweiterung des Programmes planen wir für 2019 die Einführung einer Meisterschaft im Duett-Schwenken, wie es seit mehreren Jahren in Aachen praktiziert wird. Diesen Wettbewerb werden wir erstmalig auf dem DJT2018 vorstellen. Wir hoffen, mit diesen zusätzlichen Wettbewerben das Fahnenschwenken wieder erfolgreicher im Diösesan-Verband Köln anzusiedeln. Last, but not least gilt ein großer Dank allen Wertungsrichtern und natürlich dem gesamten Diözesanfahnenschwenkerlehrstab. Andreas Förster

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Info

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Diözesanprinzessin Steckbrief von Tamara Rix

Mein Name: Tamara Rix Mein Spitzname: Tami Meine Bruderschaft: St. Sebastianus Kerpen Mein Bezirksverband: Bergheim-Süd Ich bin Mitglied seit: 2011 Ich bin im BdSJ, weil...: ...ich meine Leute mag! So bin ich zum BdSJ gekommen: Durch einen Freund.

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Das macht mir bei den Schützen am meisten Spaß: Schießen Darauf freue ich mich in meinen Diözesanprinzessinnenjahr: Neue Leute kennenlernen. Hobbys und Interessen neben dem BdSJ: Fußball Lieblingsesssen: Pizza Mein Vorbild: Meine Eltern Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich... ...mir ganz viel Glück für alle Menschen wünschen. Das möchte ich erreichen: Bundesprinzessin! Mein Motto/Lieblingszitat: Lebe jeden Tag! Das wünsche ich allen BdSJ´lern: Weiterhin viel Spaß. Das möchte ich noch sagen: Danke an alle, die mich unterstützt haben.

Diözesanbam

Steckbrief von Sven-Sebast Mein Name: Sven-Sebastian Schöneseiffen Meine Bruderschaft: St. Sebastianus Poppelsdorf Mein Bezirksverband: Bonn Schütze seit: 2006 Ich bin Bambini-Schütze weil...: ...ich Spaß habe! So bin ich zum BdSJ gekommen: Durch meinen Vater Das macht mir im BdSJ am meisten Spaß: Schießen


„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 18 • Oktober 2017 • Seite 15

mbiniprinz

tian Schöneseiffen Hobbys und Interessen neben dem BdSJ: Fußball Lieblingsessen/Lieblingssüßigkeit: Steak Mein Vorbild: Yann Sommer Das möchte ich werden: Elektriker Das wünsch ich allen BdSJ´lern: Viel Glück.

Info

Diözesanschülerprinz Steckbrief von Thorben Garlip Mein Name: Thorben Garlip Meine Bruderschaft: St. Johann Bapitist Roggendorf/Thenhoven Mein Bezirksverband: Köln-Nord Ich bin Mitglied seit: 2013 Ich bin im BdSJ, weil: ein Freund auch Mitglied geworden ist. So bin ich zum BdSJ gekommen: Durch meine Mutter. Das macht mir bei den Schützen am meisten Spaß: Trommel spielen und feiern. Darauf freue ich mich in meinen Diözesanschülerprinzenjahr: Auf schöne und lustige Schützenfeste Hobbys und Interessen neben dem BdSJ: Judo, lesen, klettern Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich... ...mir schönes Wetter für die Schützenfeste wünschen. Das möchte ich erreichen: So viele Würden wie möglich. Das wünsche ich allen BdSJ´lern: Eine schöne Schützenzeit.

Das möchte ich noch sagen: Ich hoffe, dass es ein schönes Jahr wird und freue mich schon auf die Zusammenarbeit mit den anderen Diözesen.

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Info

„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 18 • Oktober 2017 • Seite 16

Frühling in Walberberg Jugendleiterschulung 2/2017 Jugendleiterlehrgang…. Hmmmm klingt trocken und eher langweilig. An unseren zwei Wochenenden war das weniger der Fall. Am ersten Tag wurde sich erst einmal „beschnuppert“ ob man sich untereinander auch „riechen“ kann. Relativ schnell wurde klar, das passt und es werden zwei Lehrreiche und auch extrem lustige Wochenenden. Es wurden uns viele wichtige Inhalte vermittelt wie Prävention, Aufbau der einzelnen Verbände, Organisation von Freizeitveranstaltungen, Beantragung von Fördergeldern und vieles mehr. In vielen Gruppenarbeiten wuchsen wir als Gruppe immer weiter zusammen und konnten dadurch viele gute und schöne Ergebnisse erarbeiten und präsentieren. Uns wurde vermittelt wie wir Projekte Präsentieren und auf was wir im Umgang mit Kindern und Jugendlichen zu achten haben. Kennenlern- und Gruppenspiele wurden

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genauso gut angenommen und gespielt wie das gesamte Lernprogramm. Alles mit einem gewissen Spassfaktor und dem nötigen Ernst für die einzelnen teils sehr wichtigen Themen. Einer der Höhepunkte war gleich am ersten Wochenende das Ausprobieren der REDDOT Anlage (Lasersimulator). Bei der Gelegenheit wurde ein Vogelschießen simuliert und wir konnten unseren König Klaus I krönen.

Gottesdienste, ja auch die haben wir vorbereitet und gefeiert. Es wurden themenbezogene Fürbitten rausgesucht und geschrieben, schöne Lieder die möglichst alle kennen ausgesucht für alle Fälle noch die richtigen Instrumentalstücke für die Unterstützung der Gesangsstimmen im Internet herausgesucht und natürlich musste auch noch feierlich dekoriert werden. An unserem ersten Wochenende wurden wir dafür von Wolfgang Pütz (Bundesjungschützenpräses) und am zweiten Wochenende von

Stefan Ehrlich (Diözesanjungschützenpräses) besucht. Vielen lieben Dank dafür. Abends wurde es gemütlich und wir ließen die Tage mit einem kühlen Bier oder mit einer Limonade ausklingen, auch da war die Gemeinschaft super und es gab keine wirkliche „Grüppchenenbildung“. Wir haben viel gelacht und gesungen… ja richtig gelesen, wir haben gesungen, Lieder aus verschiedenen Disney Filmen wie z.B. „Die Eiskönigin“ oder aus dem Dschungelbuch, Ach alles Mögliche und jede Menge Blödsinn angestellt… wie gesagt sehr lustig. Auch unsere lieben Teamer (Schulungsteam) waren da immer mit dabei und wollten sich diesen Spaß nicht nehmen lassen. Am zweiten Wochenende hatten wir noch eine kleine mitternächtliche Überraschung für einen der Teilnehmer, der an dem Wochenende seinen 25. Geburtstag feierte.


„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 18 • Oktober 2017 • Seite 17

Info

Immer eine gute Wahl AFS 1/2017 Jugendarbeit auf dem Schießstand Eine Besondere Überraschung gab es für alle am Zweiten Wochenende, als wir von drei Teilnehmern, die ihre Tambourcorps Instrumente mitgebracht haben, Samstag und Sonntag Musikalisch geweckt wurden, damit nur keiner verschläft. Coole Aktion

einfach Knaller… Ja das waren zwei tolle und für alle Teilnehmer erfolgreiche Wochenenden und zum Abschied gab es dann noch ein fröhlich geträllertes Lied von uns Teilnehmern an die Teamer, „ Bye bye my Love… mach et jot…“! ich bin froh dass wir alle auch jetzt in Kontakt zueinander stehen und uns gegenseitig austauschen. In diesem Sinne zum Abschluss noch ein fröhliches…Tut Tut… piep piep… Tanja Sopora

Als ich mich für das Auffrischungsseminar am 14.5.2017 freute ich mich schon sehr, denn die AFS hatte den vielversprechenden Titel „Training und dann? - Jugendarbeit auf dem Schießstand.“

Am Ende des Tages haben wir kleine Schießspiele gemacht, um auch mal zu sehen das es nicht immer nach Leistung gehen muß, das man auch spielerisch Schießen kann.

Als ich Morgens im Verbändehaus ankam waren bereits einige Teilnehmer vor Ort, die meisten ein wenig verschlafen...denn es war ja noch früh am morgen. Nach einem kurzen Impuls und einem Kennenlernspiel ging es auch schon los. Das Thema war vielseitig ausgelegt, es war sehr spannend und informativ. Themen waren u.a. die richtige und abwechslungsreiche Vorbereitung fürs Schießtraining, Regeln für Jugendleiter und Jugendliche auf dem Schießstand, Grundlagen für´s Training, Schießspiele, uvm. Wir haben über gute Nachwuchsarbeit gesprochen, sowie über Alternativen zum Schießen.

Nach einer Reflektionsrunde erhielten wir unsere Ausweise. Ich muß sagen da ich ja auch einen Schießleiterausweis habe, erwartete ich das Thema vor Tagesbeginn eigentlich nicht sehr interessant und ich befürchtete, dass es “trocken” sein könnte. Nach der Auffrischung muß ich allerdings sagen, dass es eine gute Wahl war diese Schulung zu besuchen. die Verantwortlichen haben es sehr gut verpackt und abwechslungsreich gestaltet, sodass man Spaß am Thema hatte und keine Langeweile aufkam.

In der Mittagspause gab es leckere Hot Dogs und Gelegenheit sich auszutauschen und wer es versäumt hatte konnte noch neue Fotos machen lassen für seinen Ausweis. Nach der Mittagspause, wurde durch eine Schieß-Simulation mit einer RedDot-Anlage, das Thema vertieft.

Jörg Wiebusch

Danke an das Team.

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Aktuell

„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 18 • Oktober 2017 • Seite 18

„Menschen auf dem Weg“

18. Diözesanjungschützenwallfahrt in Hürth-Berrenrath

130 Schüler- und Jungschützen haben sich Ende April versammelt, um gemeinsam an der Diözesanjungschützenwallfahrt teilzunehmen. Mit dabei waren auch ihre Eltern und Betreuer. Ausgerichtet wurde die Wallfahrt von der St. Hubertus Schützenbruderschaft Berrenrath 1914 e.V. Unter dem Motto „Menschen auf dem Weg“ ging es zu vier Stationen im Hürther Ortsteil Berrenrath um dort die Geschichte zu diesem Ort zu erfahren. Traditionell begann die Wallfahrt mit einem Frühstückstückbuffet auf dem Schützenplatz. Nach einer kurzen Einführung und dem Wallfahrtssegen von Diözesanpräses Stefan Ehrlich machten sich die Jungschützen auf zur ersten Station an den Otto-Maigler-See. Hier befand sich von 922 bis zur Umsiedlung 1958 der Ort Berrenrath. Die Jungschützin Lea Marie Walker Erzählte die Geschichte unseres Dorfes. Von seiner ersten urkundlichen Erwähnung durch

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den Kölner Erzbischof Hermann I. bis zur Umsiedlung und den daraus resultierenden Umwälzungen. Zwar betrug der Weg in das neue Dorf nur 600 m, doch ging für viele das Zuhause für immer verloren. In ihrem Schlussgebet erinnerte Lea Marie Walker, dass kaum 20 km von dort auch heute noch Menschen dem Braunkohletagebau weichen müssen und ihr Zuhause verlieren. Ein Wallfahrtsteilnehmer aus Kerpen Manheim erzählte, dass auch die Menschen in seinem Ort derzeit das gleiche Schicksal, der Umsiedlung, erleiden. Viele der älteren Mitbürger zerbrechen an der Situation, dass sie ihre alte Heimat verlassen müssen und dort niemals mehr hin zurückkehren können. Der Ort Manheim muss dem Tagebau Hambach weichen.

Entlang der alten Tagebaugrube, in dem sich der Otto Maigler See befindet, ging es durch einen Schachbrettmuster angelegten Wald zur zweiten Station in das Neubaugebiet Berrenrath Nord-Ost. Dieser Wald entstand als Wiederaufforstung in den 70 Jahren des letzten Jahrhunderts und ist nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten angelegt. Schneisen, Entwässerungsgräben sowie breite Waldwege auf denen Holztransporter fahren können prägen das Bild dieses Waldes. An der Kreuzung Erder Straße/Schützenstraße war die zweite Station. Hier erzählte der Jungschütze Dominik Zichel die Geschichte der Familie Erder. Diese polnische Familie jüdischen Glaubens kam auf der Suche nach Arbeit in das Dorf.


„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 18 • Oktober 2017 • Seite 19

Dort wurden sie zu angesehenen Geschäftsleuten. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde die Familie aus dem Deutschen Reich ausgewiesen. Sie mussten sich um zu überleben, auf den Weg machen. Über Spanien ging ihr Weg nach Frankreich. Dort wurde aber Mutter Maita und Vater Simcha, später auch Sohn Chaim, 1941 verhaftet und in Auschwitz ermordet. Der zweite Sohn Levi und die Tochter Santa überlebten den Holocaust. Auf Einladung der Stadt Hürth nahmen Santa Pelham geb. Erder mit ihrer Familie an der Einweihung der Straße im Jahr 2002 teil. Neben einem Treffen mit ehemaligen Mitschülern und Nachbarn war auch der Besuch der Kölner Synagoge zum Sabbatgebet Bestandteil des Besuchsrogramms. Im Impuls am Ende der Station bezogen sich die Wallfahrer auf die Geschichte der Familie Erder aus dem Dorf und beteten dafür, dass jeder Mensch einsehen mag, dass eine

andere Lebensweise die Welt nicht verdirbt sondern nur bunter macht und dass jeder das Recht auf Individualität hat. Entlang der Wendelinustraße führte der Weg zur dritten Station dem Schänzjeskriemer. An dieser Skulptur des armen Waldbauers beleuchtete Niklas Aussem „anhand“ der verschiedenen Nachnamen von den Bewohnern des Dorfes, dass auch diese meist zu Beginn der Industrialisierung des 19 Jhd. aus den östlichen Teilen des Deutschen Reiches sich auf den Weg machten und hierher gezogen sind. Sie flohen vor Armut und Hunger von Zuhause in die boomende Industierregion im Westen. Er erinnerte aber auch daran, dass aus Deutschland jährlich 140 Tsd. Menschen auswandern, weil sie am Wohnort keine Arbeit mehr finden oder es der Beruf erfordert. Am Schluss wurde für die Familien gebetet, die aufgrund von beruflichen Zwängen auseinander gerissen wurden. An der letzten Station auf dem Waldfriedhof in Berrenrath wurde an die Menschen gedacht, die sich auf den Weg gemacht haben, aber ihr Ziel nie erreichten. Zuerst schickte der Organisator der Wallfahrt Hermann Krott die Wallfahrer auf eine Reise durch die Zeit. Auf einer privaten Photographie aus dem Jahr 1960 sah man das große Friedhofskreuz und im Hintergrund

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einen Abraumbagger des Tagebaus. Dieses Bild entstand an diesem Ort vor 57 Jahren. Tim Hossdorf erinnerte daran, dass auch viele Deutsche nach dem zweiten Weltkrieg sich als Flüchtlinge und Heimatvertriebene auf den Weg machen mussten. Beim Familiensuchdienst des Roten Kreuzes würden täglich Anfragen zu Vermissten aus der Zeit eingehen. Zum Gedenken an diese unbekannten Menschen entzündeten die Jungschützen eine Kerze am Massengrab auf dem Friedhof. Ein gemeinsamer Gottesdienst in der Wendelinus Kirche beendete die diesjährige Diözesanjungschützenwallfahrt.

Für die Beteiligten war es eine gelungene Veranstaltung. Ein Wallfahrer sagte: “Da habe ich 30 Jahre in Knapsack gearbeitet und gar nicht gewusst, wie schön es auf der anderen Seite des Otto Maigler Sees ist.“

Hermann Krott

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Termine

„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 18 • Oktober 2017 • Seite 20

Termine 2018 schnell notiert...

BdSJ Köln: 23.-25.02.2018 Jugendleiterschulung Teil 1 (Walberberg) 03.-04.03.2018 Diözesanjungschützenrat 09.-11.03.2018 Jugendleiterschulung Teil 2 (Walberberg) 17.03.2018 Erste Hilfe Kurs (Köln/Verbändehaus) 17.03.2018 Bastian on Tour Teil 4 20.-22.04.2018 Jugendleiterschulung Teil 1 (Walberberg) 28.04.2018 Diözesanjungschützenwallfahrt (Bergheim-Nord) 04.-06.05.2018 Jugendleiterschulung Teil 2 (Walberberg) 01.07.2018 Diözesanjungschützentag (Norf) 07./08.07.2018 Auffrischungsseminar 1+2 (Köln/Verbändehaus) 22.09.2018 Auffrischungsseminar 3 (Köln/Verbändehaus) 30.09.2018 Fahnenbauseminar 07.10.2018 Historisches Fahnenschwenken 13.10.2018 Diözesanjungschützenrat BdSJ Bund: 26.-28.10.2018 Bundesjungschützentag (Stutenbrock-Senne) BHDS Bund: 12.-13.05.2018 Bundesköniginnentag (Westenholz) 14.-16.09 2018 Bundesfest (Xanten) EGS: 17.-19.08.2018 Europaschützenfest (Leudal/NL)

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Diözesanmeisterschaft 2018

Samstag 21.04.2018 Luftgewehr Schüler freistehend Luftgewehr Schüler aufgelegt Luftgewehr Senioren II aufgelegt Kleinkaliber Senioren II aufgelegt Ort: Seb. Gymnich Luftgewehr Damenklasse III aufgelegt Luftgewehr Altersklasse freistehend Kleinkaliber Damenklasse III aufgelegt Kleinkaliber 3 Stlg. Altersklasse OM Jugend Ort: Kunib. Gymnich Sonntag, 22.04.2018 Luftgewehr Senoirenklasse I aufgelegt Kleinkaliber Seniorenklasse I aufgelegt Ort: Seb. Gymnich Luftgewehr Jugendklasse freistehend Luftgewehr Schützenklasse freistehend Kleinkaliber 3 Stlg. Jugendklasse Kleinkaliber 3 Stlg. Schützenklasse Ort: Kunib. Gymnich Samstag 28.04.2018 Luftgewehr Altersklasse aufgelegt Luftpistole alle Altersklassen Damenklasse I u. II freistehend OM Schützenklasse OM Altersklasse Ort: Seb. Gymnich Luftgewehr Senioren I u. II angestrichen Kleinkaliber Senioren I u. II angestrichen Ort: Kunib. Gymnich Sonntag 29.04.2018 Luftgewehr Altersklasse aufgelegt Kleinkaliber Altersklasse aufgelegt Ort: Seb. Gymnich Luftgewehr Damenklasse II aufgelegt Kleinkaliber Damenklasse II aufgelegt Ort: Kunb. Gymnich Sonntag 15.04.2018 (noch nicht fest) Luftgewehr 3 Stlg. Schüler Ort: Bonn-Duisdorf


„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 18 • Oktober 2017 • Seite 21

Aller guten Dinge sind 3! Mit Bastian on Tour - Teil 3

Hausgemachtes

Breaking NEWS Wir sind Bundesschülerprinz! Drei Tage BJT auf einen einzigen Tag zu komprimieren war eine Herausforderung die die St. Seb. Schhützenbruderschaft Langenfeld-Richrath gemeinsam mit dem BdSJ-Diözesanvorstand erfolgreich gemeistert hat.

Trotz der schlechten Wetteraussichten ließen es sich rund 40 junge Menschen nicht nehmen einen tollen Ausflug ins Freilichtmuseum Lindlar zu unternehmen. Und siehe da: Entgegen der Wettervorhersage blieb es den gesamten Tag sonnig und trocken. Somit waren die besten Bedingungen für gute Laune und ein interessantes Pro-

gramm gegeben. Wir konnten die „Lehmwerkstatt“ besuchen oder als Detektive der „Natur auf die Spur“ kommen. Insgesamt hat an diesem Tage einfach alles geklappt: Der Busfahrer war echt ein lustiger und toller Zeitgenosse, Bastian hat für uns wahnsinnig lecker gegrillt, Michael Ludwig hat alle Teilnehmer das Fahnenschwenken schmackhaft gemacht und die An- und Abreise hat ohne große Probleme geklappt. Dank der großartigen Hilfe von tatkräftigen Unterstützern der St. Johannes Schützenbruderschaft Helling e.V. konnte der BdSJ DV Köln wieder mal eine super Tour mit Bastian umsetzen. Für das kommende Jahr steht das Programm bereits, also seit dabei wenn es wieder heißt: Mit Bastian on Tour.

Am Ende des Tages können wir alle auch auf einen sportlich erfolgreichen Tag zurückblicken, denn unser Diözesanschülerprinz Thorben Garlip (BV Köln-Nord) hat auch den Titel des Bundesschülerprinzen erreicht. Bundesprinzessin wurde Luisa Hanswillemenke aus dem Diözesanverband Paderborn. Wir gartulieren ganz herzlich!

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Hausgemachtes

„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 18• Oktober 2017 • Seite 22

Ein Zeichen der Solidarität Weihnachtspäckchen aus Bonn-Ippendorf für Soldaten in Afghanistan Seit sechs Jahren schicken die Jungschützen der St.Sebestianus Schützengesellschaft Ippendorf deshalb jedes Jahr zu Weihnachten ein Paket mit Süßigkeiten nach Mazar-e-Sharif.

2001 begann der Krieg gegen die Taliban am Hindukusch. Die Internationalen Truppen werden seitdem von unseren deutschen Soldaten unterstützt. Bis heute sind noch ca. 1000 Soldatinnen/ Soladaten des deutschen Einsatzkontingentes für die Afghanistan Mission „Resolute Support“ in Mazar-e-Scharif und in Kundus im Einsatz. Bewusst nimmt man den Einsatz der deutschen Soldaten erst wahr, wenn jemand aus den eigenen Reihen betroffen ist. Vor sechs Jahren wurde ein Jungschütze aus einem befreundeten Verein nach Afghanistan abkommandiert und wir dadurch sensibilisiert. Beruf hin oder her, und unabhängig davon, ob man den Einsatz gut findet oder nicht, uns wurde noch einmal bewusst, dass dort viele Menschen für Deutschland ihr Leben aufs Spiel setzen.

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tan schicken, damit sie noch rechtzeitig vor Heiligabend dort ankommen. Es ist nur eine Kleinigkeit, aber es sollte ein Zeichen sein, dass jemand in der Heimat an die Mädels und Jungs denkt. Denn hinter jedem Soldaten steht ein Mensch mit Familie. Zwar können Süßigkeiten ein gemütliches Zuhause vor dem Weihnachtsbaum nicht ersetzen, aber vielleicht die Zeit etwas versüßen. Aus sicherer Quelle haben wir schon die Rückmeldung aus Afghanistan erhalten, dass sich auch in diesem Jahr die Soldatinnen und Soldaten sehr über die Päckchen gefreut haben.

Gertrud Strahl

In einem Dankesschreiben eines Oberstabsfeldwebels erwähnte er, dass solche entgegengebrachte Solidarität und sichtbaren Zeichen aus der Heimat nicht selbstverständlich sind. Auch in diesem Jahr werden wir wieder Päckchen mit Süßigkeiten verpacken und Süßigkeiten für die kleine Weihnachtsfeier in Kunduz dazugelegen und nach Afghanis-


„Das Heft“ BdSJ DV Köln aktuell • Ausgabe 18 • Oktober 2017 • Seite 23

Hausgemachtes

Schützenjugend bei der Maus Ausflug des BdSJ Voreifel in das Kölner Odysseum

Der diesjährige Tagesausflug des Bundes der St. Sebastianus Schützenjugend (BdSJ) im Bezirksverband Voreifel führte 30 Teil-

nehmer am 7. Mai ins Odysseum Köln. Im einzigartigen Erlebnismuseum mit Maus und Elefanten gab es für Klein und Groß viel zu erleben. An 150 Erlebnisstationen begab sich der Schützennachwuchs auf Forschungsreise und lernte dabei viel. Auch das Maus-Museum lud zum Besuch ein und bei einer Live-Show zum Thema „Elektrizität und Spannung“ wurden die Kinder selbst mit eingebunden, um den Naturgesetzen auf die Spur zu kommen. Für Spaß sorgten auch der Flugsimulator,

der Astronautentrainer und der Kletterparcour. Das Team um die Bezirksjungschützenmeister Hendrik Beer (Seb. Ersdorf-Altendorf) und Kathrin Merzenich (Hub. Adendorf), hatte für die Schützenjugend ein lehrreiches und kurzweiliges Programm ausgearbeitet und so ging dieser erlebnisreiche Ausflug für alle viel zu schnell zu Ende.

Natur hautnah erleben!

Tagestour der Schützenjugend Ersdorf-Altendorf Einen spannenden und lehrreichen Erlebnisausflug nach Rheinbach hat die Schützenjugend Ersdorf-Altendorf im März organisiert. Das Angebot richtete sich an sechs bis vierzehnjährige Mädchen und Jungen und war, wie bereits die letzten beiden Angebote, komplett ausgebucht. Schon am Vormittag ging es unter dem Motto „Natur hautnah erleben“ los. Nach dem Eintreffen auf dem Altendorfer Schulhof und einem gemeinsamen Einstieg ins Thema, fuhren die Kinder mit dem Bus nach Rheinbach. Nach einem gemeinschaftlichen Mittagessen

machte die Gruppe Halt im Naturparkzentrum Himmeroder Hof. Dort lernten sie in einer Kräuterwerkstatt viel über heimische Kräuter und deren Wirkung. Außerdem ging es auch ganz praktisch zur Sache. Es wurde Kräuterquark gemacht, der allen mit selbstgemachter Kräuterlimonade und Crackern besonders gut schmeckte. Um zu gewährleisten, dass die Kinder abends gut einschlafen, bastelten sie gemeinsam Lavendelsäckchen. Doch damit war der Ausflug noch nicht zu Ende. Mit den Jugendleitern machten sich die

Kinder mit Entdeckerwesten, Becherlupe, Ansaugbechern und Bestimmungskarten ausgestattet, auf den Weg in den Stadtwald. Dort angekommen galt es, verschiedene Aufgaben und Suchaufträge in Kleingruppen zu erfüllen. Käfer und Spinnen wurden beobachtet, Blätter gesammelt und verschiedene Baumrinden unterschieden. Auch das Wetter spielte den ganzen Tag mit, so dass es am späten Nachmittag für alle gutgelaunt nach Hause ging.

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Das HEFT 18  

Verbandszeitschrift des BdSJ DV Köln

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