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IMAGE NR.1 _ NOVEMBER 2004

URNER FORUM FÜR WIRTSCHAFT UND KULTUR


Wir kennen unsere Kunden. Gotthardstrasse 85, Telefon +41 (0)41 870 50 40, E-Mail: info@muoser.ch, www.muoser.ch


EDITORIAL

Uri mit neuem IMAGE 1850 zählte Uri rund 15 000 Einwohnerinnen und Einwohner. Die mehrheitlich arme Bevölkerung war vorwiegend in der Landwirtschaft tätig. Die Industrie fehlte gänzlich. Viele muss­ten auswandern. Kurz vor 1900 brachte die Gotthardbahn die entscheidende Wende. Uri wurde touristisch entdeckt, und allmählich liessen sich grössere Industriebetriebe nieder. Während und nach den beiden Weltkriegen wurden zudem in Uri aus militärstrategischen Überlegungen zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen. Der Grossteil der in den letzten hundert Jahren entstandenen Arbeitsplätze war vorwiegend geografisch bedingt und wurde praktisch «von aussen» geschaffen. Bis vor gut zwanzig Jahren galten all diese Bundesarbeitsplätze als sicher. Die Bahn rollte im Wesentlichen noch auf dem Trasse, das vor 100 Jahren erstellt worden war. Die Militärarbeitsplätze «profitierten» immer noch vom Kalten Krieg. Nach und nach begann aber der geografisch strategische Vorteil Uris zu bröckeln. Heute gibt der ausserhalb Uris beschlossene Bau der Neat einen gewissen Schub. Was geschieht, wenn in gut zehn Jahren auch diese Arbeitsplätze nicht mehr vorhanden sind? Wird ein neues europäisches Grossprojekt Uri wieder für weitere zehn Jahre retten? Oder wird die volkswirtschaftliche Situation den Pendlerstrom nach aussen noch mehr ansteigen lassen oder gar einen vermehrten Bevölkerungsrückgang verursachen? Uri braucht langfristig einen inneren Motor, der die wirtschaftliche Entwicklung fördert. Ratschläge, wie dieser Motor zum Laufen gebracht werden soll, gibt es genug. Gefordert sind jetzt Taten. Wenn die erste Ausgabe des IMAGE, das Sie gerade in der Hand halten, ein erster kleiner Anstoss mit Signalwirkung ist, haben wir schon ein wichtiges Ziel erreicht. Tony Z’graggen Präsident Kant. Gewerbeverband Uri, Geschäftsführer BDO Visura, Altdorf, Urner Botschafter.

TITELBILD: Swiss-Re-Tower in London mit Baukomponenten aus Urner Unternehmen. (vgl. Seite 10 und 16)

IMPRESSUM: IMAGE wird verlegt von Baumann & Fryberg AG, Heinz Baumann, Atelier für Grafik und Text, CH-6460 Altdorf. Offizielle Partner: Bauwirtschaftskonferenz Uri, Dätwyler Holding AG, Elektrizitätswerk Altdorf AG, Industrievereinigung Uri, Kanton Uri, Kant. Gewerbeverband Uri, Merck (Schweiz) AG, RUAG Components, Urner Kantonalbank. Verlags-, Redaktions- und Inserateadresse: Baumann & Fryberg AG, Gitschenstrasse 9, CH-6460 Altdorf, Telefon 041 874 16 99, Fax 041 874 16 98, baumann@ baumann fryberg.ch, www.baumannfryberg.ch. Redaktioneller Beirat: Luzia Baumann, Heinz Baumann, Karl Bissig und Guido Unternährer. Fotos/Bezugsquellen: Alpentöne, Heinz Baumann, Brun und Bürgin, Zürich, Dätwyler Holding AG, Elektrizitätswerk Altdorf, Keystone, RUCH Griesemer AG, Swiss Re, Sportbahnen Gotthard Andermatt, Urner Wochenblatt. Gestaltung/Layout: Cornel Betschart, Baumann & Fryberg AG. Korrektorat, Belichtung und Druck: Gisler Druck AG, Altdorf. Publikation: zweimal jährlich. Auflage: 20 000. Abonnement: Fr. 40.– (inkl. MWSt. und Versandkosten) für vier Ausgaben, Bestellung beim Verlag. Dank: Baumann & Fryberg AG dankt dem Kanton Uri, den Partnern und Sponsoren für ihre Unterstützung. Liebe Leserinnen: Im IMAGE ist in verschiedenen Artikeln nur in männlicher Form die Rede. Selbstverständlich ist in solchen Fällen auch stets die weibliche Form mitgemeint, die jedoch wegen der Lesefreundlichkeit nicht ausdrücklich erwähnt wird. Wir hoffen auf Ihr Verständnis.


BOTSCHAFTER

Mission zu erfüllen – das Urner Botschafternetz Mit Uri soll es vorwärts gehen. Wie andere Kantone kämpft auch Uri mit grossen Problemen. Resignation aber bringt niemanden weiter. Mit einem Netzwerk von Personen aus Wirtschaft, Politik, Sport und Kultur, die sich für die Urner Interessen stark machen, betritt Uri neue, engagierte Wege.

A

m 5. Juni 2004 ernannte die Urner Regie-

wickeln. Das Urner Botschafternetz wird in Zukunft laufend erweitert,

rung in Altdorf 40 Botschafterinnen und Bot-

um noch mehr Wirkung zu entfalten. Der Urner Regierungsrat setzt mit

schafter, die sich gemeinsam der Aufgabe

der Lancierung des Botschafternetzes ein deutliches Zeichen gegen die

stellen, den Urner Wirtschafts- und Lebensraum

negativen wirtschaftlichen Tendenzen in der Region: zunehmende Ab-

zu stärken. Bereits 2001 wurde das Botschafter-

wanderung gerade von Höhergebildeten (Brain Drain), Stellenabbau in

konzept im Regierungsrat erstmals thematisiert

der Wirtschaft und etwa bei den Bundesbetrieben sowie Schwierigkeiten

und anschliessend anhand ähnlicher Netzwerke

bei der Ansiedlung neuer Firmen sind nur drei Stichworte in diesem Zu-

im In- und Ausland eingehend geprüft. Nicht ein

sammenhang. Dagegen will der Kanton Uri – unter anderem – mit dem

nach dem Zufallsprinzip zusammengewürfeltes

Botschafternetz tätig werden und einen positives Zeichen zur drohenden

«Grüppchen», sondern ein sorgfältig ausge-

Resignation und Frustration setzen.

wähltes Gremium soll die Durchsetzungs- und Ausstrahlungskraft des Netzwerks garantieren.

Die Ziele sind hoch gesteckt

Es handelt sich bei den Botschafterinnen und

Die Urner Regierung verbindet mit dem neuen Konzept klare Vorstellun-

Botschaftern um Persönlichkeiten mit starker

gen. Ein ganzer Katalog von Zielen weist dem Netzwerk deshalb bereits

Beziehung zum Kanton Uri – sei es, dass sie hier

vom Start weg die Richtung: Die Botschafterinnen und Botschafter sind

leben und arbeiten oder aber im Gotthardkan-

bereit, ihre Erfahrung, ihr fachliches Know-how und ihre persönlichen

ton ihre Wurzeln pflegen. Sie haben in der Wirt-

Kontakte untereinander auszutauschen und weiter auszubauen. Sie zei-

schaft, der Politik, im Sport oder in der Kultur

gen aktiv ihre Verbundenheit zu Uri und arbeiten – in Ergänzung zur

beachtliche Leistungen erreicht und wollen die-

bestehenden Wirtschaftsförderung – so als eigentliche Werbeträger für

se mit anderen Personen gemeinsam weiterent-

den Kanton. So soll das Potenzial von mit dem Kanton Uri verbundenen Persönlichkeiten nachhaltig zugunsten einer ausgeglichenen und regional ausgewogenen Wirtschaftsentwicklung genutzt werden. Es entsteht mit dem Netzwerk eine Drehscheibe für nutzbringende Kontakte von Entscheidungsträgern aus den verschiedensten Bereichen. Der Wissenstransfer untereinander soll gefördert und die Verknüpfung der Urner KMUWirtschaft mit der übrigen Schweiz und dem Ausland auf innovative Weise unterstützt werden. Für die strategischen Entscheide im Netzwerk zuständig ist ein Botschafterrat unter der Leitung des Volkswirtschaftsdirektors Isidor Baumann und mit den Mitgliedern Doris Russi Schurter, Dr. Franz-Xaver Brücker, Silvio A. Magagna und Franz Steinegger. Die Bot-

Isidor Baumann 04–05

Regierungsrat, Wassen. Vorsteher der Volkswirtschaftsdirektion.


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Urner Botschafterinnen und Botschafter 1. Bruno Arnold; 2. Franzsepp Arnold; 3. Mario Bachmann; 4. Andreas Bilger; 5. Dr. Franz-Xaver Brücker; 6. Alex Clapasson; 7. Sabine Dahinden; 8. Hans-Ulrich Dätwyler; 9. Dr. Max Dätwyler; 10. Carlo Dittli; 11. Dr. Jean-Claude Dubacher; 12. Markus Exer; 13. Dr. Allen Fuchs; 14. Dr. Andreas Furger; 15. Dr. Christian Furrer; 16. Ambros Gisler; 17. Erich Herger; 18. PD Dr. Rolf Inderbitzi; 19. Dr. Hansheiri Inderkum; 20. Robert Lombardini; 21. Silvio A. Magagna; 22. Prof. Dr. Urs Marbet; 23. Carl Müller; 24. Franz Pfister;


BOTSCHAFTER

schafter treffen sich grundsätzlich einmal jährlich zu einem Intensiv-Workshop, während des Jahres erfolgt die Zusammenarbeit über eine Internetplattform, Mailinglisten sowie einen Newsletter.

Motoren für ein starkes Uri Die erreichten Erfolge und spezifische Projekte des Botschafternetzes werden in den kommenden Monaten und Jahren aktiv kommuniziert, damit das neue Konzept der kantonalen Wirtschaftsförderung in der Wirtschaft und in der breiten Bevölkerung bekannt ist. «Mit Mut, Einsatz und Engagement brechen wir auf, mit und für Uri» – so lauteten die motivierenden Schlussworte des Landammanns Josef Arnold am Ernennungsanlass. Die Schlussworte wurden unterstützt durch die Ausführungen des Walliser Direktors der Industrie- und Handelskammer, Thomas Gsponer, der überzeugt ist, dass die Urner Botschafterinnen und Botschafter zu erfolgreichen «Wachstumsmotoren» für eine wichtige Schweizer Randregion und zu kraftvollen Bindegliedern zwischen Politik und Wirtschaft werden können. Dass solche Randregionen nicht nur Standortnachteile aufweisen, sondern gerade durch die hier typische KMU-Wirtschaft auch Vorteile nutzen können, legte Dr. Pierre Triponez, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes, in einem weiteren Referat am Ernennungsakt dar. Einfache Führung, unkomplizierte Administration, persönlicher Kontakt zwischen Mitarbeitern und Kunden, lokale Verwurzelung können und sollen gekoppelt werden mit Qualität, Kreativität und Innovation, dann stehen auch unter schwierigeren wirtschaftlichen Bedingungen viel versprechende Tore offen.

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25. Markus Regli; 26. Walter Regli; 27. Bruno Risi; 28. René Röthlisberger; 29. Bernhard Russi; 30. Doris Russi Schurter; 31. Carlo Schenker; 32. Ivo Schillig; 33. Dr. Martin Schön; 34. Dr. Albert Sommerauer; 35. Dr. Hansruedi Stadler; 36. Franz Steinegger; 37. Tino Steinemann; 38. Heinz Würsch; 39. Tony Z’graggen; 40. Peter Zgraggen.


Volkstheater pur vor der einmaligen Kulisse des Gotthard­gebiets:

Freilichtspiele D’Gotthardposcht Juli bis August 2005 in Andermatt 2005 steht das Urserntal wieder ganz im Zeichen des Freilichtspek­takels «D’Gotthardposcht». Das Volks­ stück von Roger Rau zog in den b­ isherigen drei Spielzeiten rund 41 000 begeisterte Zuschauer­innen und Zuschauer in seinen Bann. Gönnen Sie sich, Ihrer Familie sowie Freunden und Bekannten ein einzigartiges Theaterspektakel.

Infos bei: Heidi Danioth, Postfach 32, 6490 Andermatt, Telefon 041 887 12 84, www.gotthardposcht.ch


> Im Herzen der Schweiz – inmitten der imposanten Urner Bergwelt und nicht weit vom Vier­wald­stät­ ter­see liegt an der A2 die Gott­ hard Rast­stätte. Die beidseits der Autobahn ge­le­genen gemütlichen Res­tau­rants mit je 250 Sitz­plätzen und die gros­se Terrasse auf der Nordseite mit einer grandiosen Rundsicht auf die Urner Berge sind der ide­a­le Ort, um sich innert kür­ zester Zeit von einer lan­gen und an­streng­enden Fahrt zu erholen. Gotthard Raststätte A2 Uri AG Erstfeld in CH-6467 Schattdorf Telefon +41 (0)41 875 05 05 Fax +41 (0)41 875 05 00 www.gotthardraststaette.ch info@gotthardraststaette.ch

Auftanken …

... und entspannen


«In dieser schwierigen Zeit

L

die

Chancen nutzen»

iebe Leserinnen und Leser. Ich möchte Sie

eine oder andere Kanton, ob Deutschland oder die Schweiz besser ist. Sondern:

herzlich einladen, das neue Urner Magazin

Wie bestehen wir gemeinsam gegenüber der wirklichen Konkurrenz, nämlich

IMAGE kennen zu lernen. Denjenigen unter

Asien und Nordamerika?

Ihnen, die Uri noch nicht kennen, will sich meine

Ich bin überzeugt, dass IMAGE den richtigen Ansatz gewählt hat. Es präsentiert

Heimat so darstellen, wie sie ist: tüchtige und

Uri über seine Menschen, die im Kanton, in der Schweiz und in der Welt etwas

bodenständige Menschen im geschichtsverbun-

leisten, sei es als Unternehmer, Kulturschaffende, Politiker, Sportler – als zupa-

denen Gotthardkanton, der zugleich ein attrakti-

ckende Urnerinnen und Urner. Was könnte glaubwürdiger sein?

ver Wirtschaftsstandort ist. Den Urnerinnen und

Zwar befinden wir uns sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland zurzeit im

Urnern unter Ihnen kann ich zu diesem Magazin

wirtschaftlichen Kriechgang, wir erwarten den Aufschwung, den die Ökonomen

nur gratulieren. Denn es bietet eine anziehende

jeweils für das nächste Quartal vorhersagen. Zugleich werden wir uns in beiden

Plattform, um Wirtschaft, Tourismus und Kultur

Ländern unserer Strukturprobleme bewusst. In meiner Zeit in Asien haben mich

unseres Kantons zu präsentieren.

die Chinesen beeindruckt, wie sie derartige Herausforderungen bewältigen. Den

Als Schweizer Botschafter in Deutschland bin ich

besten Ausdruck dafür hat einmal der frühere deutsche Bundespräsident von

mir bewusst, dass wir alle im weltweiten Wett-

Weizsäcker gefunden: Im Chinesischen lässt sich der Begriff der «Krise» mit zwei

bewerb zu bestehen haben. Investoren bestim-

verschiedenen Schriftzeichen ausdrücken: Während das eine «Gefahr» bedeutet,

men mit ihren Füssen, wohin sie Kapital, Wissen,

drückt das andere «Chance» aus. Deshalb wünsche ich Ihnen, uns allen, dass

Ideen und Arbeitsplätze bringen. Und gerade

wir in dieser schwierigeren Zeit die Chancen nutzen. Das Bewusstmachen der

hier ist es wichtig, sich als Kanton, Land und

eigenen Stärken ist ein Schritt dazu.

Region einzubringen und die eigenen Vorteile aufzuzeigen. Dabei geht es nicht darum, ob der

Ihr Dr. Werner Baumann

Werner Baumann 08-09

Dr. iur., Berlin. Aufgewachsen in Altdorf, 1998–2002 Botschafter der Schweiz in der Republik der Philippinen, seit Juli 2002 Botschafter der Schweiz in der Bundesrepublik Deutschland.


INDUSTRIE

Londoner Wahrzeichen dank Urner Industrie-Know-how Neues

geobjekt. Dazu haben gleich zwei innovative Urner Unternehmen

U

beigetragen: Von Dätwyler Gummi+Kunststoffe stammen die Dicht-

Swiss-Re-Tower in London. Für dieses markante, 180

Der neue Swiss-Re-Tower in London gilt als städtebauliches Vorzei-

rner Unternehmen überzeugen immer wieder mit innovativen Produkten und Angeboten, die in a­ ller

Welt im Einsatz stehen. Aktuelles Beispiel dafür ist der

profile und von RUCH Griesemer die geschweissten Stahlkonstruk-

Meter hohe Bürohochhaus des Schweizer Rückversi-

tionen als Unterkonstruktion für die gewölbte Metall-Glas-Fassade.

cherers haben gleich zwei Urner Unternehmen wichtige Bestandteile geliefert: Dätwyler Gummi+Kunst­ stoffe und RUCH Griesemer AG (vgl. Bericht auf Seite 20). Auftraggeber der beiden Urner Betriebe war das Basler Unternehmen Schmidlin, einer der weltweit führenden Fassadenbauer für Metall-Glas-Konstruktionen.

Firmenadresse 10-11

Dätwyler Holding AG Gotthardstrasse 31, CH-6460 Altdorf Telefon 041 875 11 22, Fax 041 875 12 05 www.daetwyler.ch E-Mail: info@daetwyler.ch


250 Kilometer Dichtprofile aus Schattdorf Bei dieser Vielfalt kam auch der Logistik eine spezielle Bedeutung zu. Entsprechend dem Baufortschritt musste Dätwyler die Dichtprofile mit den richtigen Ecken, zur richtigen Zeit am richtigen Ort ausliefern. In der technologisch anspruchsvollen Fassade wurden rund 250 Kilometer Dichtprofile aus dem Dätwyler-Werk in Schattdorf verarbeitet. Diese übernehmen für die Dichtigkeit der gewölbten Metall-Glas-Fassade gegen Regen und Wind eine wichtige Funktion. Die spezifische Materialbeschaffenheit und die Geome­t­rie der Dichtprofile minimieren je nach Jahreszeit den Wärme- oder Kälteverlust der Fassade und leisten so einen Beitrag zu den umweltfreund-

Ästhetischer Wolkenkratzer Der neue Wolkenkratzer des Stararchitekten Sir Norman Foster prägt mit seiner Tannenzapfen-Form die Skyline der englischen Hauptstadt. «Es ist nicht der höchste, aber zweifellos der einprägsamste und schönste Wolkenkratzer Londons», schrieb die «Neue Zürcher Zeitung» zur Eröffnung im Frühling 2004. Und für das «Wall Street Journal» ist der neue Swiss-Re-Tower sogar «... der raffinierteste und eleganteste Wolkenkratzer, der in den letzten 30 Jahren weltweit gebaut worden ist». Beeindruckt waren die Architekturkritiker vor allem von der aussergewöhnlichen Form. Die NZZ meinte dazu: «In der so entstandenen modischen, aber im Windkanal aerodynamisch gestrafften Blob-Form finden das Klassische und das Barocke, das Minimalistische und das Organische zusammen.» Die Aussenfassade dieser einzigartigen Form misst rund 22 000 Quadratmeter, was mehr als vier

lichen Eigenschaften des Swiss-Re-Towers. Auch unter anspruchsvollen klimatischen Bedingungen zeichnen sich die Dätwyler-Dichtprofile durch ihre dauerelastischen sowie alterungs- und witterungsbeständigen Eigenschaften aus.

Dätwyler-Dichtprofile: Weltweit im Einsatz Der Dätwyler-Konzernbereich Gummi+Kunststoffe bietet innovative, kundenspezifische Lösungen bei Dichtungs- und Dämpfungsproblemen für qualitativ hoch stehende Anwendungen im Automobilbau sowie in Bauund Industriesystemen. Das Entwicklungslabor für Gummimischungen, das Mischwerk sowie der Formenbau bilden das technologische Fundament, das Dätwyler Gummi+Kunststoffe weltweit zum kompetenten Entwicklungspartner macht. Weitere markante Gebäude mit Gummi-Dichtprofilen von Dätwyler umfassen das exklusivste Hotel der Welt, das segelförmige Burj Al Arab in Dubai, St. Katherines Estate und das British Airways Terminal in London oder das markante Münchner Tor in Schwabing-München.

Fuss­ ballfeldern entspricht. Zur Verkleidung dieser Fläche wurden rund 760 Tonnen Aluminiumprofile, 34 000 Qua­ dratmeter Aluminiumblech, 46 000 Quadratmeter Glas und 250 000 Meter Gummidichtungen eingesetzt.

Urner Spitzenleistungen für Spitzenarchitektur Die von den Kritikern beklatschte Form bildete für die Bauzulieferer eine grosse Herausforderung: Durch die Tannenzapfenform verlangte jedes Stockwerk nach ­einer anderen Geometrie und eigenen Winkeln. Das bekam auch das Altdorfer Unternehmen RUCH Griesemer zu spüren. Von ihm stammen die geschweissten, hoch präzi­sen Stahlkonstruktionen als Unterkonstruktion für die Glasfassade. Wegen der komplexen Gebäudeform m ­ uss­ten die zehn Meter langen Träger in drei Dimensionen ge-

Dätwyler – internationaler Konzern mit Urner Wurzeln • Hauptsitz: Altdorf

krümmt zusammengebaut werden – und das mit Toleran-

• Gegründet: 1915

zen im Millimeterbereich. Für das zweite beteiligte Urner

• Umsatz 2003: 1004 Millionen Franken

Unternehmen, Dätwyler Gummi+Kunststoffe, verlangte

• Mitarbeiter in Uri: 960 Personen

die eigenwillige Form des Swiss-Re-Towers vor allem bei der Fertigung – der so genannten Vulkanisation – der Ecken der Dichtprofile aus EPDM-Kautschuk besondere Aufmerksamkeit: Diese wiesen für jedes Stockwerk einen anderen Winkel auf.

• Mitarbeiter weltweit: 4300 Personen • Konzernbereiche: Kabel+Systeme, Gummi+Kunststoffe, Präzisionsrohre, ­ Phar­ma­­zeu­tische Verpackungen, Technische Komponenten • Kernmärkte: Automobil, Telecom, Pharma sowie Maschinen- und Bauindustrie

Webtipps

Silvio A. Magagna

www.rubber-plastic.ch www.ruchgriesemer.ch www.30stmaryaxe.com

lic. oec. HSG, Altdorf. Mitglied der Konzernleitung und Chief Fi­nancial Officer der Dätwyler Holding AG, Urner Botschafter.


BAUGEWERBE

BWK Uri – gemeinsam die

Interessen vertreten zur Bauwirtschaftskonferenz Uri (BWK Uri) zusammen. Ziel des

H

Vereins ist, geschlossener aufzutreten und die Zusammenarbeit

renz Uri. Insgesamt sind in diesen Betrieben rund

unter den Mitgliedern zu fördern.

800 Personen beschäftigt, davon sind mehr als 50

1996 schlossen sich Urner Firmen aus dem Bauhauptgewerbe

eute sind 22 Bauunternehmungen, 22 Planer (Architekten und Ingenieure) sowie 3 Betonwerke Mitglieder der Bauwirtschaftskonfe-

junge Frauen und Männer in der Ausbildung.

Die Bauunternehmungen

Die Hauptziele

Die Hälfte der Urner Baubetriebe beschäftigt 30

Die BWK Uri vertritt einen der wichtigsten Wirtschaftszweige im Kanton Uri. Die Hauptziele der BWK Uri sind:

und weniger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nur zwei Firmen haben 100 oder mehr Mitarbeitende angestellt. Der Anteil an Teilzeitangestellten

• gemeinsam und koordiniert die Interessen der Bauwirtschaft im Kan­ton zu vertreten

ist sehr klein, nämlich weniger als 3 Prozent. Der Tiefbau ist mit Abstand die Hauptsparte der Urner

•d  ie Zusammenarbeit unter den Mitgliedern zu fördern. Gemeinsam sind

Bauunternehmungen. Bei über der Hälfte der Firmen ist der Anteil über 50 Prozent. Der Hochbau

wir stark. •g  ünstige Rahmenbedingungen für den Baumarkt zu schaffen und •d  ie Behörden und die Öffentlichkeit über die Belange der Bauwirtschaft zu orientieren. •M  itsprache bei Gesetzesvorlagen und Verordnungen welche die Urner Witschaft betreffen.

ist vor allem bei kleineren Betrieben wichtig und kann bis 100 Prozent des Umsatzes ausmachen. Weitere wichtige Sparten sind der Untertagbau und Elementbau.

Die Hauptauftraggeber Die Urner Bauunternehmungen sind hauptsächlich vor Ort, im eigenen Kanton tätig. Nur wenige Firmen erwirtschaften mehr als die Hälfte ihres Umsatzes ausserhalb der Kantonsgrenzen. Etwas grösser ist der Anteil derer, die ausschliesslich innerhalb des Kantons tätig sind. Hauptauftraggeber des Urner Baugewerbes ist die öffentliche Hand. Nur drei Firmen erwirtschaften mehr als 50% des Umsatzes bei privaten Kunden. Etwa die Hälfte der Aufträge aus der öffentlichen Hand stammt vom Kanton, je ein Viertel vom Bund und den Gemeinden. Der Anteil an Aufträgen von Seiten der Korporation ist verschwindend klein. Insgesamt schwankt diese Verteilung aber von Jahr zu Jahr stark. Trotz vermehrter Zusammenarbeit der Baumeister werden über 50% der Leistungen von Einzelfirmen erbracht.

Cornelius Koot 12-13

dipl. ing. HTL, Altdorf. Seit 1999 Präsident der BWK Uri und seit 1988 Geschäftsleitungsmitglied der Projekta AG.


JB BAU

150 Jahren

– seit über einen festen Platz in der Baubranche Seit der Firmengründung Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Josef Baumann AG (JB BAU) ein zuverlässiger Partner in allen Sparten des Hoch- und Tiefbaus. Heute beschäftigt das unabhängige Unternehmen rund 65 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, davon neun Lehrlinge.

I

m Altdorfer Winkel-Quartier gründete 1845 Ni-

Bereit für Aufträge von klein bis ganz gross

kolaus Baumann eine kleine Baufirma, die in den

Der Blick in die Firmengeschichte zeigt, dass sich das Unternehmen in all

Folgejahren von seinem Schwiegersohn und da-

den Jahrzehnten seinen Kernkompetenzen – den klassischen Sparten des

nach von dessen Sohn Josef Baumann senior beherzt

Hoch- und Tiefbaus – zwar bewusst treu geblieben ist. Gleichzeitig scheute

er­ weitert wurde. Unter Peter und Josef Baumann

JB BAU jedoch nie davor zurück, sich in neuen Tätigkeitsfeldern Kompetenz

junior erlebte das Unternehmen Mitte des 20. Jahr-

zu erarbeiten, wenn sich in der aktuellen Marktentwicklung entsprechende

hunderts turbulente Jahre mit schönen «Up’s» (Per-

Bedürfnisse abzeichneten. Durch diese Auffächerung ihrer Tätigkeitsfelder

sonalhöchststand) und schwierigen «Down’s» (Re-

ist JB BAU wendig genug für Klein- und Kleinstaufträge. Das Unternehmen

zession in den Siebzigerjahren). Ihr Image als seriöse

verfügt aber zugleich über das Know-how und die Kapazität für Grosspro-

Anbieterin blieb der Firma indes stets erhalten. Seit

jekte wie etwa im Zusammenhang mit der Umfahrung Flüelen oder der

1990, mit dem Eintritt des heutigen Geschäftsleiters

Nationalstrassensanierung. Mit Überzeugung verpflichtet sich die JB BAU

Stefan Baumann, verstärkte JB BAU ihr Engagement

dem Qualitätszertifikat nach ISO 9001:2000. Dadurch hat der Kunde die

in Tiefbau-Arbeitsgemeinschaften, um so auch bei

Gewähr, in allen Baufragen beraten und jederzeit kompetent und langfris-

Grossaufträgen konkurrenzfähig zu bleiben. Dem-

tig unterstützt zu werden. Dieser Grundsatz wird von den 65 Mitarbeitern

selben Ziel diente 2004 die Integration der Infanger

und Mitarbeiterinnen der JB BAU täglich umgesetzt – unterstützt von einer

Hoch- und Tiefbau AG, mit der JB BAU schon seit

Firmenleitung, die mit Vertrauen und permanenter Schulung auf eine hohe

Jahren erfolgreich kooperierte.

­Eigenverantwortung ihres Teams zählt.

Baugeschäft Josef Baumann AG, JB BAU Flüelerstrasse 12, CH-6460 Altdorf Kirchstrasse 104, CH-6454 Flüelen Telefon 041 874 81 81, info@jb-bau.ch, www.jb-bau.ch  Geschäftsführer: Stefan Baumann, dipl. ing. HTL


WIRTSCHAFT

Win-Win dank Sponsoring bank rund 200 Sponsoringanfragen, die

S

alle sorgfältig geprüft sein wollen. Unter-

einen Beitrag leisten. Von einem erfolgreichen Sponsoringprojekt

stützungsbeiträge von knapp einer halben

profitiert zudem auch die Urner Wirtschaft – eine eigentliche Win-

Million Franken jährlich werden für Non-

Win-Situation entsteht. Die Urner Kantonalbank unterstützt insbe-

Jahr für Jahr erhält die Urner Kantonal-

Profit-Projekte aus Kultur, Sport und dem

ponsoring bedeutet für die Urner Kantonalbank langfristige Zusammenarbeit. Wir sehen unsere Engagements als Partnerschaft, zu der sowohl der Gesuchsteller als auch wir als Sponsor

sondere sportliche, kulturelle und soziale Projekte, wie die folgenden aktuellen Beispiele aufzeigen.

sozialen Bereich gesprochen. Unterstützungsbeiträge für kulturelle ... «Alpentöne» ist ein Musikfestival der ganz besonderen Art. Es zeigt Musikprojekte aus dem gesamten Alpenraum, die sich mit der hiesigen Tradition auf innovative Weise auseinandersetzen. Die Einwohnergemeinde Altdorf als Veranstalterin führt das Festival alle zwei Jahre durch. Vom 12. bis 14. August 2005 erklingen die «Alpentöne» in ihrer vierten Ausgabe. Bereits zum dritten Mal ist die Urner Kantonalbank Hauptsponsor und ermöglicht mit ihrem finanziellen Beitrag von 70 000 Franken die Durchführung dieses kulturellen Anlasses. «Alpentöne» ist für Altdorf und den Kanton Uri ein wichtiger Imageträger mit inzwischen internationaler Ausstrahlungskraft. Davon zeugen auch direkte wirtschaftliche Auswirkungen: Gastronomie und Hotellerie profitieren in beträchtlichem Masse vom Konsum der Fes­tivalbesucher. An einheimisches Gewerbe konnten Aufträge von über 140 000 Franken vergeben werden.

... und sportliche Initiativen Der Rollhockey-Club Uri wurde 1988 in Seedorf gegründet und ist mit über 80 aktiven Mitgliedern einer der grössten Rollhockeyvereine der Schweiz. Seit Jahren spielt der Verein mangels anderer Möglichkeiten auf einem Platz im Freien und musste im Winter fast ganz aufs Trainieren verzichten. Der RHC Uri hat sich als Ziel gesetzt, in die Nationalliga A aufzusteigen. Bedingung für ein NLA-Team ist aber eine eigene Trainingshalle. Im Frühling 2003 suchte deshalb die Planungsund Finanzierungskommission des RHC das Gespräch mit der Urner Kantonalbank. Mit einem Sponsoringbetrag von 25 000 Franken hat sich die Urner Kantonalbank einen branchenexklusiven Auftritt in der Halle sowie Bandenwerbung und Medienpräsenz in den nächsten fünf Jahren gesichert. Am 28. November 2003 war es dann so weit:

Peter Zgraggen 14-15

Direktor Urner Kantonalbank, Altdorf. Bankfachmann, Direktor der Bank seit 1990, Urner Botschafter.


Die neue Halle wurde offiziell eingeweiht und vom RHC begeistert in Be-

Aussichtsreiche «AlpenBank»

trieb genommen. Die Urner Kantonalbank hat dazu beigetragen, den Rollhockeysport – der auch international immer mehr an Bedeutung gewinnt – im

Die «AlpenBänke», die anlässlich des Musikfestivals «Alpen-

Kanton Uri langfristig zu fördern.

töne» 2003 geschaffen wurden, stehen heute an neun ver-

Ein ebenfalls nachhaltig orientiertes Projekt hat der Handballclub KTV Alt-

schiedenen Standorten im Kanton Uri. Wirtschaft und Touris-

dorf an uns herangetragen. Seit seiner Gründung 1962 ist dieser Sportverein

mus profitieren somit auf sympathische Weise weiterhin vom

kontinuierlich gewachsen und startete die Saison 2004/2005 mit 13 Mann-

Engagement der Urner Kantonalbank.

schaften. Dieses Jahr ist der HC KTV Altdorf eine Partnerschaft mit dem Unihockeyclub Floorball Uri eingegangen. Die vorhandenen Trainingsmöglichkeiten in den Turnhallen der Gemeinden Altdorf und Umgebung lassen eine gezielte Sportförderung auf hohem Niveau nicht mehr zu. Damit die Zukunft als leis-tungsorientierter Verein gesichert ist, plant der HC KTV Altdorf zusammen mit dem Unihockeyclub den Bau einer eigenen Trainingshalle. Die

Kennzahlen der UKB

Projektgruppe hat uns das Vorhaben präsentiert und um finanzielle Unter-

• Bilanzsumme*: 1 927 287

stützung angefragt. Nach sorgfältiger Prüfung hat die Urner Kantonalbank

• Ausleihungen*: 1 738 755

einen Sponsoringbeitrag von 30 000 Franken gesprochen und erhält dafür ähnliche Gegenleistungen wie im Falle des RHC-Engagements. Die beiden hier erläuterten sport­lichen Initiativen lösten und lösen bei der Urner Wirtschaft Aufträge von gut ­einer Million Franken aus.

(per 31.12.2003)

• Spar- und Anlageformen*: 680 489 • Kassenobligationen*: 205 787 • Verwaltete Vermögen*: 1 060 721 • Bruttogewinn*: 19001

Engagements mit Überzeugung

• Jahresgewinn*: 8641

Die wirtschaftliche Struktur Uris mit vielen Kleinbetrieben führt dazu, dass die

• Ablieferung an Kanton*: 5654

wenigen grösseren Unternehmen vor Ort mit Sponsoringanfragen überhäuft werden. Die Urner Kantonalbank ist sich indes bewusst, dass viele zukunfts­ trächtige Initiativen ohne namhafte Unterstützung scheitern müssten. Deshalb setzen wir uns weiterhin gerne für eine kulturelle, soziale und sportliche Vielfalt im Kanton Uri ein.

Firmenadresse Urner Kantonalbank Bahnhofstrasse 1, 6460 Altdorf Telefon 041 875 60 00, Fax 041 875 63 13 www.urkb.ch E-Mail: info@urkb.ch

• Mitarbeiter im Vollpensum: 81 • Mitarbeiter im Teilpensum: 30 • Lehrlinge: 13 *Zahlen in tausend Franken


INDUSTRIE

erhält

RUCH Griesemer AG

Anerkennungspreis für Innovationskraft

fertigt in Altdorf Stahl-Glas-Konstruktionen,

W

die in Projekten von renommierten Architek-

und Schweiss-Know-how des Urner Unternehmens RUCH Griesemer

Das Urner Unternehmen RUCH Grie­semer AG

ten im In- und Ausland eingesetzt werden. Mit einer innovativen Lösung für die Erneuerung von Gepäckablagen hat das Unternehmen

as haben das Kunsthaus Aarau, der Bahnhof Zug, der Swiss-ReTower in London (vgl. Beitrag auf Seite 14) und SBB-Gepäckab-

lagen gemeinsam? Bei allen vier Projekten gelangte das Glas-, StahlAG zum Einsatz.

Zuschlag bei internationaler SBB-Ausschreibung Die Erneuerung der Gepäckablagen für die Intercity-Wagen der SBB

einen international ausgeschriebenen SBB-

ist kein klassischer Metallbauauftrag. Umso mehr zeigt dieses Projekt,

Auf­­ trag und den Anerkennungspreis 2004

dass eine innovative KMU auch heute im stark umkämpften Markt mit

der Zen­­tral­schweizerischen Han­dels­kam­mer gewonnen.

guten Ideen und umsetzbaren Lösungen schöne Aufträge generieren kann. Das Projekt umfasst neben der Fabrikation die ganze technische Entwicklung und die Logistik. Aus welcher Art von Profilen, Verbindungen und Befestigungen die Gepäckablage besteht, hat die RUCH Griesemer AG in ihrem technischen Konzept erarbeitet. Damit hat sie die SBB überzeugt und den Auftrag in einem international ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen. Neben dem SBB-Auftrag hat die RUCH Griesemer AG für ihre innovative Lösung im Herbst 2004 auch noch den Anerkennungspreis der Zentralschweizerischen Handelskammer erhalten. Für die 6500 neuen Gepäckablagen mit einer Länge von fast 60 km verarbeitet die RUCH Griesemer AG in Altdorf rund 145 Tonnen Aluminium.

Spezialist für Stahl-Glas-Konstruktionen

Facts zur RUCH Griesemer AG

Die eigentlichen Spezialitäten der RUCH Griesemer AG sind Glasfassaden, Stahl-Glas-Konstruktionen und Architektur-Stahlbau jeder Art.

• Gegründet: 1910

Als innovatives Fachunternehmen hat sie sich dabei einen ausgezeich-

• Übernahme durch Andreas Ruch: 1999

neten Namen gemacht. Die moderne Architektur ist geprägt durch

• Umsatz: rund 8 Millionen Franken • Geschäftsbereiche: Planung, Stahlbau, Fassadenbau, Komponenten • Referenzobjekte: Kunsthaus Aarau, Bahnhof Zug,

Stahl und Glas. Bei der Realisierung solcher Bauten ist Präzisionsarbeit gefragt – sowohl in der Planung als auch in der Ausführung. Aktuelle Beispiele aus der erfolgreichen Tätigkeit der RUCH Griesemer AG umfassen unter anderem das Kunsthaus Aarau und das neue Bahnhofsgebäude in Zug. Für das Kunsthaus Aarau (Bild) hat das Unternehmen die

Swiss-Re-Tower London, Messe Basel, Emmen Center,

von den renommierten Architekten Herzog & De Meuron entworfene

Kaufm. Bildungszentrum Zug.

Glasfassade in die Realität umgesetzt. Und im neuen Bahnhofsgebäude in Zug trägt das eindrückliche Glasdach die Handschrift der RUCH Griesemer AG.

16-17


Wachstum dank Leistungsbereitschaft Neben dem Fassadenbau ist die RUCH Griesemer AG auch im Stahl- und Apparatebau sowie

Nachgefragt bei Andreas Ruch, Inhaber und Geschäftsführer der RUCH Griesemer AG

in der Komponentenfertigung tätig. Unter dem Namen Griesemer 1910 gegründet, hat Andreas

Was bedeutet für Sie der Anerkennungspreis der Zentralschweizerischen Handelskammer?

Ruch 1999 als Auswärtiger das Urner Traditions-

Andreas Ruch: «Für mich persönlich ist es eine Wertschätzung für die unternehmerische

unternehmen erworben. Die RUCH Griesemer AG

Tätigkeit. Für das Unternehmen und die Mitarbeiter ist es eine Bestätigung der Strategie

stellt nicht Grösse, sondern Leistungsbereitschaft

und Motivation für die Zukunft.»

und Kompetenz in den Vordergrund. Mit dem Anspruch, präzise Hand­werksarbeit zu erhalten und mit neuen High-Tech-Produkten zu verbinden, sichert sich das Unternehmen seine Marktkom­ ­ petenz. Dass dies gelingt, zeigt die Zunahme von 28 auf 40 Mitarbeiter seit der Übernahme des ­Betriebs durch Andreas Ruch. Über 80 Prozent des Umsatzes von rund 8 Millionen Franken erwirt-

Sie haben Anfang 1999 als Luzerner ein Urner Unternehmen erworben. Wo sehen Sie die Vorteile des Standortes Uri?

Andreas Ruch: «Uri verfügt über sehr gute Handwerker, die qualitativ auf  höchstem Niveau arbeiten. Darüber hinaus identifizieren sie sich überdurchschnittlich mit ihrem Unternehmen und sind zu flexiblen Einsätzen bereit. In Verbindung mit einem vernünftigen Lohnniveau können wir so in Uri für Spezialanwendungen zu international wettbewerbsfähigen Konditionen produzieren.»

schaftet das Unternehmen ausserhalb des Kantons

Wo hat der Kanton Uri noch Verbesserungspotenzial?

Uri. Andreas Ruch, der Luzerner mit Zürcher Wur-

Andreas Ruch: «Dem Kanton Uri mangelt es meines Erachtens an Selbstvertrauen. Die

zeln, stellt seine Erfahrung und sein Beziehungs-

Urner Unternehmen sollten sich auf ihre Stärken besinnen und diese schweizweit selbstbe-

netz auch als Mitglied der Geschäftsleitung des

wusst vermarkten. Dies bedingt aber, dass man hinausgeht und aktiv und offensiv Kontakte

­Urner Gewerbeverbandes zur Verfügung.

knüpft.»

Firmenadresse

Andreas Ruch

RUCH Griesemer AG Bahnhofplatz 3, 6460 Altdorf Telefon 041 874 80 50, Fax 041 874 80 51 www.ruchgriesemer.ch E-Mail: info@ruchgriesemer.ch

dipl. Metallbautechniker SMT-TS, Luzern. Inhaber und Geschäftsleiter der RUCH Griesemer AG, Vorstandsmitglied des Kant. Gewerbeverbands Uri.


GEWERBE

Bereicherung Hinsicht

Eine

in vielerlei

Der Verkaufsladen ist das Gesicht der Elektrizitätswerk Altdorf AG. Für ein Unternehmen, dessen Kerngeschäft die Erzeugung und der Handel mit elektrischer Energie ist, bietet er Gewähr für den direkten Kontakt mit der Kundschaft. Mit den neuen Räumlichkeiten am Lehnplatz 9 in Altdorf kann nun noch besser auf Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden eingegangen werden.

S

amstag, 2. Oktober 2004. Grossandrang auf

Fachgeschäft für Tele- und mobile Kommunikation ist somit weiterhin in

dem Lehnplatz in Altdorf. Die Kundinnen und

unmittelbarer Nähe zum Verkaufsgeschäft zu finden.

Kunden strömen zu Hunderten ins neue Ver-

kaufsgeschäft der Elektrizitätswerk Altdorf AG.

Eine Erfolgsgeschichte

Der erste Eindruck ist durchwegs positiv. Auf

Im Mai 2004 hat die Elektrizitätswerk AG Altdorf bekannt gegeben, dass

rund 500 Quadratmetern Verkaufsfläche finden

die Räumlichkeiten des Verkaufsgeschäfts und des Tochterunternehmens

sich Haushalt- und Elektroartikel – vom Kühl-

ComDataNet vom Dettlinghaus ins neu erbaute Wohn- und Geschäfts-

schrank über Kaffeemaschinen bis zu Telefonan-

haus Krone AG verschoben werden. Grund für den Umzug ist eigentlich

lagen – in gewohnter Qualität und mit kompe-

eine Erfolgsgeschichte: Die ComDataNet hatte mit akutem Platzmangel zu

tenter Beratung. Das wird geschätzt. Das neue

kämpfen. Vor fünf Jahren war die damalige EWA-Telematikabteilung vom

EWA-Verkaufsgeschäft ist eine Bereicherung für

EWA-Hauptsitz an der Herrengasse ins Dettlinghaus gezogen. Schon bald

den Einkaufsort Altdorf. Ein Stockwerk höher ist

muss­te zusätzliche Bürofläche hinzugemietet werden.

die ComDataNet, ein Tochterunternehmen der

Heute beschäftigt die ComDataNet 21 Personen und betreibt Filialen in

Elektrizitätswerk Altdorf AG, untergebracht. Das

­Altdorf, Brunnen und Sarnen. Das Marktgebiet umfasst die Kantone Uri, Schwyz, Zug, Ob- und Nidwalden. Die ComDataNet ist einer der grössten Telematikdienstleistungsanbieter der Zentralschweiz und in der Lage, alle Kundenwünsche der Kommunikationstechnik kompetent durch einen ­Ansprechpartner abzudecken und zu erfüllen. Für den Kanton Uri ist vor ­allem das Angebot von Arbeitsplätzen und Lehrstellen im Informatik- und Telematikbereich von unschätzbarem Wert. 2003 wurde das Unternehmen von der Swisscom mobile als erfolgreichster Fachhandelspartner in der Schweiz ausgezeichnet. Die wichtigsten Kriterien dabei waren Strate-

EWA – Energie und Dienstleistungen

gie, ­Innovation, Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Kundenzufriedenheit. Letztere wurde von der Swisscom durch wöchentliche

• Gesamtumsatz: 60,3 Mio. Franken

telefonische Umfragen ermittelt. Das ComDataNet-Motto «Alles aus einer

• Stromabgabe total: 393,3 Millionen kWh

Hand» hatte sich bewährt.

• Konzessionsgemeinden: 17 • Direkt oder indirekt versorgte Einwohner: 46 100

18-19

Shopping-Erlebnis im Herzen Altdorfs Doch nicht nur die Platzprobleme der ComDataNet waren ausschlaggebend

• Leitungen total: 1367 Kilometer

für den Entschluss, den Standort des Verkaufsgeschäfts zu wechseln. Wer

• Arbeitsstellen: 156

heute einkaufen geht, will nicht nur qualitativ hoch stehende Produkte und

• Lehrstellen: 46

kompetente Beratung, sondern auch ein besonderes Shopping-Erlebnis.

Firmenadresse

Reto F. Brunett

Elektrizitätswerk Altdorf AG Herrengasse 1, 6460 Altdorf Telefon 041 875 08 75, Fax 041 875 09 75 www.ewa.ch E-Mail: mail@ewa.ch

Elektroningenieur HTL/ Wirtschaftsingenieur STV, Schattdorf. Vorsitzender der Geschäftsleitung seit 1997.


Dem trug die EWA-Geschäftsleitung Rechnung, als sie den Entscheid fällte,

Neubau. Mit Erfolg, wie sich herausgestellt hat. Auch

im Wohn- und Geschäftshaus Krone AG zwei Stockwerke zu erwerben und

die ehemaligen EWA-Verkaufsräume im Dettlinghaus

die Räumlichkeiten im Dettlinghaus zu verkaufen.

standen nicht lange leer: Mittlerweile ist das Sport-

Der neue Standort des EWA-Verkaufsladens hat eine wechselhafte

fachgeschäft Franz Heinzer Sports dort beheimatet.

Geschichte hinter sich. Ende des 19. Jahrhunderts stand an dieser Stelle das Hotel Krone. Der Kronen-Saal war eines der schönsten Lokale in Altdorf.

Die Elektrizitätswerk Altdorf AG hat mit dem neuen

Im Zuge des Niedergangs des Tourismus wurde das Gebäude von August

Verkaufsgeschäft einen Ort der Begegnung im Zent-

Hauser zu einem Warenhaus umgebaut. In der Nacht auf den Schmut-

rum von Altdorf geschaffen und ein klares Bekenntnis

zigen Donnerstag 1995 brannte das Haus vollständig aus und musste

zum Wirtschaftsstandort Uri abgegeben. Mit diesem

abgerissen werden. Die Familie Hauser verzichtete aus familiären Gründen

optisch wahrnehmbaren Neuauftritt wurde ein weite-

auf einen Wiederaufbau. Im Dorfkern klaffte lange Zeit eine hässliche Lücke.

rer Schritt in Richtung modernes und zukunftgerichte-

Eine Gruppe von Altdorfer Gewerbetreibenden realisierte schliesslich den

tes Unternehmen vollzogen.


GESCHICHTE

Spannungsfeld zwischen Rütli und Gotthard Im ewigen

Gewisse Ortsnamen bedeuten mehr als simple geografische Bezeichnungen. Sie rufen in uns Gefühle und Erinnerungen wach, die wir andernorts nie haben. Das Rütli ist mehr als eine verträumte Waldwiese am Westufer des Urner Sees, und der Gotthard mehr als ein viel befahrener Passübergang.

W

er das Rütli besucht, fühlt sich in eine andere

Rang eines königlichen Gebirges». In der Tat: Der Gotthard über-

Welt versetzt. Hektik, Stress und Alltagssor-

ragt, auch wenn er bei weitem nicht der höchste Alpenübergang ist,

gen sind plötzlich weg. Nur, weil hier angeblich 1291

majestätisch alle anderen Pässe. Mit ihm setzen wir nicht nur den

der Bund der Eidgenossenschaft geschlossen wurde?

internationalen Verkehr gleich. Er ist Symbol der Weltoffenheit, der

Wohl kaum. Es ist die einmalige Natur mit dem wei-

Aufgeschlossenheit und des Offenseins dem Fremden gegen­über.

ten Blick auf den Urner See und die imposante Berg-

Und wen überkommt auf der Passhöhe nicht immer wieder die Ur-

kette, die uns in eine erhabene Stimmung versetzt.

sehnsucht nach der Ferne, dem Drang zum Weggehen und der uns

Und gleich verhält es sich mit dem Gotthard. Wer nur

allen im Tiefsten schlummernde Wunsch, endlich wieder einmal aus

ein bisschen Zeit zum Verweilen hat, den wird die

der Enge auszubrechen?

mys­tische Landschaft der Pass-Seelein mit den seltsam glatten Steinhöckern stets wieder neu in ihren

Urner Pioniergeist

Bann ziehen.

Das Rütli und der Gotthard haben auch entscheidend die Urner Geschichte, Kultur und Wirtschaft geprägt. Zeiten ängstlichen Ab-

Sinnbild des Schweizer-Seins

wehrens und Auflehnens allem Neuen gegenüber folgten solche

Wenn zwei Orte die Schweiz bildhaft repräsentieren,

mutigen Aufbruchs. Kaum hatte sich Uri in den Vierzigerjahren des

dann sind es das Rütli und der Gotthardpass. Sie sym-

19. Jahrhunderts erfolglos zusammen mit sechs anderen katholi-

bolisieren zwei Grundelemente, die uns Schweizerin-

schen Kantonen im Sonderbund gegen das liberale Ansinnen zur

nen und Schweizer seit Jahrhunderten unbewusst,

Wehr gesetzt, einen modernen Nationalstaat zu errichten, ging der

aber massgeblich begleiten. Das beschaulich oberhalb

Bergkanton im Innern selber entschlossen ans Erneuerungswerk.

des Urner Sees gelegene Rütli steht für Heimat, Be-

Schlag auf Schlag folgten sich die «Jahrhundertwerke»: Bereits von

ständigkeit und das Auf-sich-selbst-bezogen-Sein. Ja,

1818 bis 1834 hatte Uri für teures Geld die Strasse über den Gott-

es ist Symbol des Abschlusses gegen aussen und der

hard ausgebaut und befahrbar gemacht. In den Fünfzigerjahren

Abwehr fremder Einflüsse.

wurde mit einem der grössten je in Uri ausgeführten Bauprojekte

Ganz anders der Gotthard. Schon Johann Wolfgang

begonnen – mit der Reusskorrektion zwischen Amsteg und dem

Goethe, der dreimal den Pass bestieg, gab ihm «den

Urner See. Knapp zehn Jahre später folgte der Bau der Axenstrasse. Gleichzeitig wurden von 1862 bis 1863 der Saumpfad über die Oberalp und von 1864 bis 1866 jener über die Furka ausgebaut. Und schliesslich hatte im Mai 1861 die Landsgemeinde beschlossen, sich mit der für damalige Zeiten horrenden Summe von einer Million Franken am Bau der Gotthardbahn zu beteiligen. Überdies wagte sich der hoch verschuldete Kanton in den Neunzigerjahren noch an den Bau der Klausenstrasse. Chapeau, was Uri in diesen wenigen Jahrzehnten geschafft hat.

Besitzverhältnisse 20-21

Das Rütli gehört seit 1859 als unveräusserliches Natio­ nal­eigentum der Eidgenossenschaft. Bis 1815 war der Gotthard fest in Urner Händen. Seither ver­läuft die Grenze zwischen Uri und Tessin rund einen Kilometer nörd­­lich der Passhöhe.


Uri in Zahlen Bodenfläche in ha: 107 659 davon Wirtschaftsraum in %: 6,79 Wohnbevölkerung 2000 gemäss ESPOP: 34 091 davon Ausländer in %: 8,5 Anzahl Arbeitsstätten gem. Betriebszählung 1998/2000: 2350

Arbeitslose per September 2004: 181 Steuerertrag 2001 in 1000 Fr.: 52 722 Steuerertrag pro Kopf der Bevölkerung in Fr.: 1488 Stimmberechtigte am 3.3.2002: 25 443 Gastbetten in Hotels 2001: 2611


Wir verschönern Ihren Aufenthalt in Uri.

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Gotthardbahn – der grösste Wirtschaftsimpuls A propos Gotthardbahn: Nichts ist so falsch wie die immer wieder vorgebrachte Behauptung, die Urnerinnen und Urner hätten sich mit Händen und Füssen gegen das Bauvorhaben gewehrt – im Wissen darum, dass sie die Bahn um Arbeit und Brot aus dem Transportgeschäft über den Gotthard bringen werde. Erstens hatten sich die Urner (die Urnerinnen hatten damals noch wenig zu sagen) von Beginn an gegen ernsthafte Konkurrenten – wie Lukmanier und Splügen – entschlossen für die Linienführung durch den Gotthard eingesetzt. Und zweitens war ihnen aus jahrhundertealter Erfahrung sehr bewusst, dass sie ohne Anschluss an eine der wichtigsten NordSüd-Verbindungen wohl endgültig weg vom Fenster wären. Wie Recht sie damit hatten. Ohne Gotthardbahn hätte es Uri bestimmt nie – gemessen an der Bevölkerungszahl – zu einem der höchst industrialisierten Schweizer Kantone gebracht. Und auch der Aufschwung des Tourismus am Ende des 19. Jahrhunderts ist in erster Linie eine Folge der Gotthardbahn. Doch all diese für Uri lebenswichtigen wirtschaftlichen Entwicklungen haben gleichzeitig einschneidende Veränderungen gebracht: Plötzlich war die seit Jahrhunderten in der Übermacht befindliche Bauernsame in der Minderheit. Familien reformierten Glaubens liessen sich nieder. Oppositionelle Gruppierungen rüttelten erfolgreich an der Vormachtstellung alteingessener Familien. Kurz: Das über Jahrhunderte gefestigte Uri begann sich innert kürzester Zeit grundlegend zu wandeln. Wen wunderts, dass einzelne Kreise der «guten alten Zeit» nachtrauerten und in der Bahn das einfach zu benennende Übel aller Veränderungen sahen?

Klug bedachtes Mittelmass Und heute? Steht Uri nicht wieder einmal mehr im Spannungsfeld zwischen Rütli und Gotthard? Wie kaum einem anderen Kanton stellen sich Uri zurzeit gewaltige Probleme. Nur einige Stichworte: Der Bau der Neuen Alpentransversale Neat mit der wichtigen Frage der Linienführung im Urner Talboden, der zunehmende Transitverkehr auf der Strasse, der massive Abbau von Bundesstellen, die Abwanderung und, wobei Uri hier keineswegs ein Sonderfall ist, die Schieflage der Kantonsfinanzen. Was ist zu tun? Sicher nützen uns – so sehr das Rütli im «TellSommer» 2004 im Mittelpunkt stand – das Abschotten und Verharren an Ort kaum etwas. Aber ebenso wenig ein kopfloses, voreiliges Vorpreschen oder das Aufgeben ureigenster Urner Interessen. Ein kluges Mittelmass und der mutige Pioniergeist der jüngeren Urner Geschichte sind notwendig. Dann bleibt Uri auch in Zukunft das aufgeschlossene, tatkräftige und erfolgreiche Land zwischen Rütli und Gotthard.

Stefan Fryberg 22-23

lic. phil. I, Altdorf. Seit 2004 Urner Regierungsrat, Vorsteher der Gesundheits-, Sozialund Umweltdirektion.


TOURISMUS

Ein Skigebiet der

Superlative Für Johann Wolfgang Goethe, den Weitgereisten, war das Urserntal unter allen Gegenden, die er kannte, die «liebste und interessanteste». Auch heute hat das Hochtal am Gotthard viel zu bieten – das ganze Jahr hindurch, für Alt und Jung und für Kurzaufenthalter ebenso wie für Feriengäste.

B

egonnen hatte alles vor gut achthundert

schaften zusammen und begannen, die fremden Gäste zu bewirten

Jahren. Vielleicht gar mit Hilfe des Teu-

und zu beherbergen. Nicht umsonst ist der erste Wirt des Kantons Uri

fels. Die gefitzten Urschner bauten über die

bereits im 13. Jahrhundert für Andermatt bezeugt.

wilde Schöllenenschlucht eine Brücke und ermöglichten so die kürzeste Verbindung vom

Gutes Essen und Trinken

süddeutschen Raum nach Oberitalien. Schnell

Gastwirtschaft wird noch heute im Urserntal gross geschrieben. Fast

wussten sie den Passverkehr für sich zu nut-

jedes zweite Haus in Andermatt ist ein Hotel oder Gasthaus. Und wer

zen. Sie schlossen sich zu Säumergenossen-

es lieber privat hat, findet eine reiche Auswahl an Ferienwohnungen

600 Gipfel 24–25

Auf dem 3000 Meter hohen Gemsstock geniesst man eine einmalige Rundsicht auf ein impo­santes Panorama von mehr als 600 Alpengipfeln.


und Privatzimmern. Alles in allem bietet das Tal in 49 Hotels und Gasthäusern 1140 Betten an. Hinzu kommen weitere 7640 Betten in Ferienwohnungen und Lagerhäusern. Im Durchschnitt verzeichnet das Urserntal rund 100 000 Logiernächte. Die Hälfte der Gäste kommt aus der Schweiz und weitere vierzig Prozent aus Deutschland. Im Gegensatz zu anderen Tourismusorten hat Andermatt bis heute seinen dörflichen Charakter bewahren können. Ob es mit der sprichwörtlichen Gemütlichkeit der Urschner zu tun hat? Wie auch immer: Dank ihres Temperaments, das stark vom Süden geprägt ist, lieben die Urschner gutes Essen und Trinken, die Geselligkeit und das fröhliche Beisammensein.

Vielseitiges Freizeitangebot

Sportregion Andermatt Gotthard Mit Gemsstock, Nätschen, Winterhorn und Realp bietet das Urserntal seinen Gästen eine einzigartige Wintersportarena. 80 Kilometer Pisten und Abfahrten sowie 13 Anlagen ermöglichen höchstes Sportvergnügen. Vor allem der Gemsstock, der zu den schneesichersten Skigebieten der Alpen gehört, lässt mit seinen unzähligen Runs, Couloirs und den alpinen Klassikern jedes Sportlerherz höher schlagen. Auch die Variantenfahrer sind in der Gotthardregion gern gesehene Gäste. Und dass das

So unterschiedlich die Gastronomie ist, so vielseitig ist

Gemsstockgebiet für Snowboardfahrer und Carver zum ausgesprochenen Geheim-

auch das Freizeitangebot. Mit Gemsstock, Nätschen,

tipp gehört, braucht nicht eigens erwähnt zu werden.

Winterhorn und Realp besitzt das Urserntal eine ein-

Die Wintersaison dauert vom 30. Oktober bis zum 1. Mai. 18 Kilometer der Skipiste

zigartige Wintersportarena. Über 13 Anlagen mit ins-

werden technisch ohne Zusatz durch ein Wasser-Luft-Gemisch besdchneit. Im Her-

gesamt 80 Kilometern Piste aller Schwierigkeitsgrade

zen der Alpen gelegen, nur gut neunzig Minuten von Zürich oder Lugano entfernt, ist das Urserntal ein Skigebiet der Superlative.

Informationen kurz und bündig

Peter Heinzer

Andermatt Gotthard Sportbahnen AG: 041 887 14 45 www.gemsstock.ch Schnee- und Pistenbericht: 041 887 01 81 Andermatt Gotthard Tourismus: 041 887 14 54

Kaufmann öffentlicher Verkehr, Andermatt. 30 Jahre Direktor der Fiesch-EggishornBahn, seit 1. Juni 2001 Direktor der Andermatt Gotthard Sportbahnen AG.

www.andermatt.ch


bieten tolles Sportvergnügen. Geradezu sensationell ist die Gletscherabfahrt am Gemsstock. Sicher nicht nur für den Andermatter Bernhard Russi. «Das ist meine Lieblingspiste und eine der schönsten Abfahrten im Alpenraum», lobt er die vier Kilometer lange Strecke. Sehr beliebt ist auch die 40 Kilometer lange Langlaufloipe, und auch für weitere Schneesportarten wie Schneeschuhwandern, Skitouren, Freeride oder Schlitteln ist Andermatt wie geschaffen. Auch im Sommer und Herbst bietet das Urserntal zahlreiche Sportund Freizeitmöglichkeiten – angefangen von einfachen Spaziergängen bis hin zu anspruchsvollen Touren. Bergsportlerinnen und -sportler treffen im Urserntal beste Bedingungen und Herausforderungen im legendären Gotthardgranit. Überaus ideal ist die Gegend rund um den Gotthard auch für Radsportler und Biker. Idyllisch ist eine Fahrt in der historischen Reisepost über den Gotthard oder mit der nostalgischen Furka-Dampfbahn. Und was gibt es Erfrischenderes, als auf 1500 Metern über Meer in gesunder Alpenluft dem Golfsport zu frönen? Kurz: Ursern hat viel zu bieten und setzt alles daran, dass sich die Gäste wohl fühlen.

Sportcenter Gotthard Andermatt Wie viele Bergregionen hat auch Ursern seit einiger Zeit mit grossen wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Doch die Urschner schauen entschlossen vorwärts und glauben an die Zukunft des Tals. Bester Beweis dafür ist das geplante «Sportcenter Gotthard Andermatt» – ein Gemeinschaftswerk des Urserntals, des Kantons und des Bundes. Zurzeit ist eine Arbeitsgruppe daran, die finanziellen Mittel für das 8-Millionen-Vorhaben sicherzustellen. Das Projekt ist modulartig aufgebaut und sieht ein Schwimmbad sowie im Winter ein Natureisfeld vor. Das «Sportcenter Gotthard Andermatt» ist eine gezielte Investition in den Tourismus. Es schliesst eine Lücke im vielseitigen Sportangebot und wertet das Urserntal als beliebtes Freizeit- und Erholungsgebiet wesentlich auf.

Sportcenter Gotthard Andermatt Das Projekt besteht aus einzelnen Modulen. In einer ers­ten 26-27

Phase sind neben einer Snackbar ein Planschbecken und eine Schwimmhalle vorgesehen. Je nach Bedürfnissen kann die Anlage später erweitert werden.


Die Heli Gotthard wurde 1984 gegründet und schöpft aus einer Erfahrungs­­­­quelle von über 20 000 Flugstunden. Mehr als 2000 Firmen und Privatpersonen zählen zu unseren zufriedenen Kunden. Unser Auftragsgebiet: Beton- und Baumaterialtransporte, Lawinen- und Bachverbauungen, Leitungs- und Mastenbau, Skilift- und Bergbahnbauten, Rundholztransporte, Alpversorgungen und Tiertransporte, Versorgung von SAC-Hütten, Brandbekämpfung, Taxi-, Ski- und Rundflüge, Foto- und Filmflüge, Ambulanz- und Polizeiflüge, Umschulungen, Transport- und Gebirgsausbildung. Geschäfts- und Taxiflüge werden wegen Staus und überlasteter Verkehrswege immer beliebter. Ob vom Flug­hafen, bei Ihnen im Geschäft oder direkt bei Ihnen zu Hause: Wir holen Sie ab und bringen Sie schnell, sicher und be­quem an fast jeden Ort im In- oder nahen Ausland.

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Bruno Risi 28-29

Radrennfahrer, Urner Botschafter. 1969 geboren und in Erstfeld aufgewachsen. Bruno Risi ist mit Sandra Arnold verheiratet und Vater des dreij채hrigen Corsin und der halbj채hrigen Shellyann. Seit kurzem wohnt er mit seiner Familie im neu errichteten Einfamilienhaus in B체rglen.


SPORT

Die olympische Krönung Mit Bruno Risi hat erstmals ein Urner eine Medaille an den olympischen Sommerspielen gewonnen. Der Weg dazu war hart und lang. Im vierten Anlauf hats geklappt – ein gewaltiger Erfolg für Bruno Risi und den Urner Radrennsport.

B

undesrat Schmid ist für ihn jetzt der Sämi.

Und wurde Weltmeister. Für Trainer Markus Nagel war danach

Als ihm der Verteidigungsminister Anfang

sofort klar: Risi und Marvulli mussten bis Athen zusammenblei-

Oktober beim Empfang der erfolgreichen

ben.

Olympia- und Paralympics-Teilnehmer im Berner Rathaus das Du anbot, merkte Bruno erst

Während Jahren hatte für Bruno Risi das oberste Gebot gelau-

richtig, wie gross der Unterschied zwischen

tet: Nicht ohne meinen Kurt. Jeder Versuch von Hallendirekto-

Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen

ren, die beiden zu trennen, scheiterte. Erst der Zufall – und die

ist. Fünfmal hat er in seiner langen Karriere das

Hoffnung auf eine Olympiamedaille schaffte es. Mit Betscharts

Regenbogentrikot im Punktefahren gewon-

Segen. Und so wurde der Sport für Risi nach Jahren des blinden

nen, einmal wurde er zusammen mit Franco

und manchmal auch stummen Verständnisses mit seinem Partner

Marvulli Weltmeister im Madison, doch das hat

noch einmal zum «Abenteuer», wie er selber sagt. Ein Abenteuer

für die joviale Anerkennung aus Bern genau so

der besonders intensiven Art, bei dem sich ein stilles Wasser und

wenig genügt wie der Rekord der 35 Sechsta-

ein Vulkan zur Gemeinschaft fanden und schliesslich sogar Freun-

gesiege, die er zusammen mit seinem Erstfelder

de wurden.

Freund Kurt Betschart feierte. Es musste Olympia sein.

Leicht war es für Risi allerdings nicht, den olympischen Fluch, der ihn so lange begleitet hatte, zu bezwingen. Am Vortag gab die-

Dabei hatte Risi Olympia längst abgehakt.

ser Fluch noch einmal alles: Er sorgte dafür, dass der Motor des

Viermal hatte er olympisch Anlauf genommen,

Derny-Motorrades, hinter dem Risi seine Trainingsrunden drehte,

meist stand er als Favorit am Start, doch der

unvermittelt ins Stocken geriet und so den Blondschopf bei Tem-

9. Platz, den er als 20-Jähriger im Punkte­fahren

po 65 zu Fall brachte. Der Schreck war zum Glück grösser als der

von Seoul 1988 herausfuhr, blieb bis in diesem

Schaden. Ein leichtes Dehnen in der Wade konnte den Urner nicht

Sommer sein bestes Ergebnis. Im Punktefahren

bremsen. Risi tat, was von ihm verlangt wurde, zog Marvulli in

von Atlanta zerbrach er an der Belas­tung und

den entscheidenden Momenten den Spurt an und stopfte, wenn

wurde nur 17., in Sydney ging es ihm nicht viel

sein vom Sprint ermüdeter Partner abreissen liess, die Löcher –

besser. Dem 12. Platz im Punktefahren folgte

so wie nur er es kann. Mit dem letzten Sprint sicherten sich die

ein 11. mit Kurt Betschart im Madison.

Schweizer die Silbermedaille. Risis Karriere hatte ihre olym­pische Krönung.

Es war Zeit, Jüngeren Platz zu machen. Betschart hatte genug, Risi konzentrierte sich

Es war Risis letztes Rennen im Leibchen der Nationalmannschaft.

aufs Punktefahren, Alexander Aeschbach und

Das Kapitel ist abgeschlossen, die Karriere geht weiter. Der Sil-

Fran­co Marvulli wurden als potenzielles Olym-

bermedaillengewinner wird wieder zum Teil der Erfolgsgeschichte

piapaar aufgebaut. Alles lief nach Plan – bis

mit dem Titel «Risibetschart». Für ein paar Jahre noch will er die

Aesch­ bach wenige Tage vor der WM 2003

Welt der verrauchten Hallen, der wilden Jagden und langen Fei-

in Stuttgart von einem Auto über den Haufen

ern geniessen. Es ist «seine» Welt. Ein Zirkus, den er als letzter in

gefahren wurde. Bruno Risi, der Nette, der so

einer langen Reihe grosser Sixday-Stars mit seiner Ausstrahlung

schlecht Nein sagen kann, sprang als Ersatz ein.

am Leben erhält.

Martin Born Sportjournalist, Rorbas. Von 1968 bis 1978 und von 1989 bis 1999 Mitarbeiter und zeitweise Chefredaktor des «Sports», von 1978 bis 1998 Redaktor beim «Tages-Anzeiger», seit Herbst 1999 freier Journalist.


KULTUR

Wo die Kunst

zuhause ist

Am 1. Mai konnte der Kanton Uri sein neues Haus für Kunst in den ehemaligen Räumlichkeiten der Druckerei Gamma in Altdorf einweihen. Die Dätwyler-Stiftung als Eigentümerin übergab den Schlüssel dem Kunstverein Uri, der das Haus für den Kunstbetrieb kostenlos nutzen darf.

B

ereits zum zweiten Mal innert knapp

des Kantons leisten. Zu diesem Zweck wollte er die Liegenschaft Gamma aus

zehn Jahren wird im Urner Hauptort ein

dem Besitze seines Grossvaters, des Landammanns und Nationalrates Martin

Haus für Kunst eröffnet. Es handelt sich da-

Gamma, der Öffentlichkeit zugänglich machen. Die von Max und Peter Dät-

bei um einen Umzug vom wenige Meter ent-

wyler gegründete Dätwyler-Stiftung erwarb die Liegenschaft und überlässt

fernten Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert

sie nun dem Kunstverein Uri zum Betrieb.

in die ehemaligen Räumlichkeiten der Dru-

30-31

ckerei Gamma. Am Anfang dieses Umzugs

Im völlig ausgekernten, alten Druckereigebäude der Buchdruckerei Gamma,

stand die Vision des Donators Dr. Max Dät-

einem 1845 erstellten, zweistöckigen Gartenpavillon mit einem lusthausarti-

wyler, der Kunst und Kultur in Uri ein neues

gen, offenen Loggienbau mit hölzernen Säulenarkaden, sowie im ehemali-

Zentrum zu geben. Es sollte einen Beitrag

gen Ökonomietrakt mit Stallung und Arbeitsräumen, entstanden neue Aus-

zur Identität, aber auch zur Standortqualität

stellungsräumlichkeiten. Ein kubusförmiger Annexbau mit einer sich farblich

Luzia Baumann

Adresse

Hausfrau und Arztsekretärin, Altdorf.

Haus für Kunst Uri Herrengasse 2 6460 Altdorf Telefon 041 870 29 29 www.museen-uri.ch

Von 1991 bis 2004 Mitglied des Urner Landrats, 2001/02 Landratspräsidentin, Vorstandsmitglied des Kunstvereins Uri.


Obwohl wir in Zeiten knapper Finanzen leben, haben öffentliche und private Institutionen, aber auch zahlreiche Privatpersonen regelmässige finanzielle Zuwendungen für den Kunstbetrieb gesprochen. Sie haben den Wert eines Hauses für Kunst für den Urner Lebens- und Wirtschaftsraum erkannt. Kunst kostet nicht nur, sie ist auch ein Wirtschaftsfaktor. In der Schweiz erwirtschaftete die Kultur 2003 einen Umsatz von insgesamt 17 Milliarden Franken, fast 3 Prozent der helvetischen Gesamtwirtschaft. Die öffentliche Hand wendete 1,8 Milliarden für die Kultur auf, und zur Zeit bietet der Kultursektor in der Schweiz rund 80 000 Personen eine Arbeit. Mehr als 8700 je nach Witterung verändernden Glasfassade fügt sich

steuerpflichtige Firmen sind im Kultur- und Kunstsektor tätig. In die Kultur

nahtlos ans sorgfältig restaurierte klassizistische Bijou.

investierte Mittel sind mittelfristig rentabel, dies in Form von zurückfliessen-

Während ein schlichter, gekiester Kunsthof mit Teich

den Steuereinnahmen, aber auch als weiche Faktoren bei der Beurteilung

nach wechselnden Kunstobjekten im Aussenbereich

der Standortqualität.

geradezu auffordert, verbreiten ein Rosenbeet und die für ein Kunsthaus ungewohnte Geranienbepflan-

Das neue Haus für Kunst in Uri fördert die Identität und damit auch Touris-

zung gewollt einen Hauch von Nostalgie. Auch hier

mus und Volkswirtschaft. Es zeigt augenfällig, dass es sich in Uri gut leben

spüren wir den für uns Urnerinnen und Urner stän-

lässt.

digen und schicksalshaften Spagat zwischen Tradition und Moderne. Im Innern des Hauses stehen dann modernste Infrastrukturen, Beleuchtungen, Klimatisierung, Arbeitsräume und Büros zur Verfügung, die

Was uns am Haus für Kunst beeindruckt

dem Vergleich mit grösseren Häusern absolut Stand halten.

«Das Haus für Kunst kann für Kader von Unternehmungen in Uri eine Schnittstelle zur Urner Gesellschaft werden. Hier zeigt sich die Essenz der Kultur in Uri

Trotz der zentralen Lage inmitten alter Herrenhäuser

und kann erschlossen werden. Das Unternehmen in der ehemaligen Gamma-

öffnet sich dem Besucher des Hauses für Kunst ein

Druckerei führt eine Tradition fort: Es denkt in der Kunst global und handelt

herrlicher Blick in die Urner Bergwelt. Und es kommt

lokal.»

nicht von ungefähr, dass der Kunstverein Uri in sei-

Samy Bill, den Bau begleitender Museologe, Basel

nem neuen Ausstellungskonzept Bezug nimmt zur ständigen Präsenz der Berge in seinem Lebensraum.

«Kunst in der Region hat eine eigene Dynamik, und ein Kunsthaus in Altdorf

Das Haus für Kunst Uri will sich nicht nur als Museum

hat die Chance, sich eigenständig zu qualifizieren. Es ist nicht der ländlich pro-

mit überregionaler Ausstrahlung und als Forum für

vinzielle Ersatz urbaner Kunstbetriebe mit ihrer Vielfalt und ihren Möglichkei-

junge Kunstschaffende positionieren. Es sieht sich ex-

ten. Zugespitzt und exquisit kann es sich ausnehmen als kreativer Kontrapunkt

plizit als Nischenmuseum mit Bezug zur Kultur des al-

im alpinen Raum.»

pinen Lebensraums. Es will unter anderem auch The-

Agathe Nisple, Kunsthistorikerin und Kunstvermittlerin, Appenzell

men wie Transit und Magie besetzen und sich damit innerhalb der schweizerischen Museumslandschaft

«Warum ein Kunsthaus für Uri? Warum wurden in Uri so viele Kirchen gebaut,

eigenständig darstellen.

steht doch in Rom ein grosser Dom? Warum ein Kantonsspital in Altdorf und die vielen Schulen, so nah bei Zürich? Genau darum braucht es in Uri auch

Unterdessen ist der Ausstellungsbetrieb im neuen Haus

Orte für die Kunst, die Literatur und die Musik, damit wir verstehen, warum es

angelaufen. Der jährliche Rhythmus von drei Ausstel-

das alles rundherum gibt.»

lungen pro Jahr soll beibehalten werden. Das neue

Hannes Vogel, Kunstschaffender, Mathon/GR und Village-Neuf/Frankreich

Ausstellungskonzept des Kunstvereins Uri bedeutet eine Abkehr von der projektorientierten Arbeit ohne

«Der Umbau der Liegenschaft Gamma hat für zahlreiche Urner Handwerker

gesicherte, regelmässige finanzielle Zuwendungen hin

und Unternehmungen in einer Zeit geringer Bautätigkeit Arbeit und Einkom-

zu professionellen Strukturen mit gesicherten Finanzen.

men geschaffen. Das Haus ist von wirtschaftlicher Bedeutung, wenn Gäste nach

Kuration, Sekretariat und Museumspädagogik werden

Altdorf kommen, um interessante Ausstellungen zu besuchen und hier zu ver-

in Zukunft als Teilzeitpensen die ehrenamtliche Arbeit

weilen.»

des Vorstandes des Kunstvereins Uri unterstützen.

Hans-Ulrich Dätwyler, Dätwyler-Stiftung, Altdorf

Öffnungszeiten Das Haus für Kunst ist geöffnet am Donnerstag und Freitag von 15 bis 19 Uhr und am Samstag und Sonntag von 12 bis 17 Uhr oder nach Vereinbarung.


VORSCHAU

theater(uri) –



JAZZ am Mittwoch

Das theater(uri) in Altdorf bietet das ganze Jahr hindurch ein breit gefächertes Kultur­ programm an. Im Februar 2005 startet das theater(uri) mit einem Angebot höchs­ter künstlerischer Feinkost.

M

it Jazz am Mittwoch wird ein neues Ereignis geschaffen. Abwechselnd mit dem Studiofilm wird jeden Mittwoch ein Kulturprogramm angeboten. Die

beiden Kunstrichtungen Film und Jazz haben viele Berührungspunkte. Da ist es naheliegend, dass die Organisatoren Cinema Leuzinger und theater(uri) auch ein gemeinsames Publikum haben. Daraus ist eine fruchtbare Zusammenarbeit entstanden. Die Filme werden erst im Januar bestimmt.

Zwei spannende Termine herausgepickt

23. Februar 2005, 20 Uhr: erb_gut featuring Peter Schärli Da ist etwas zupackend Entspanntes in ihrer Musik. erb_gut haben eine direk-

26. Februar 2005, 20 Uhr: The Alpinistos

te Verbindung zur Jazz-DNS. Sie reduzieren Überflüssiges, verbinden Tradition

Nahe liegend, wenn Polo Hofer und Hanery Amman gemein-

und Moment, werden heiss und kühlen ab. Der Sound lässt eine Gelassenheit

sam auf einer Bühne musizieren und singen, dass Rumpel-

erkennen, die Band eine klare Haltung. Motive und Harmonie-Module erhalten

stilz-Lieder erklingen ... «D‘ Rosmarie und I», «Rote Wy»,

Gewicht, ohne dass Zwischenspiele erdrückt werden. Elemente aus Jazz-Rock,

«Die gfallene Ängel» und «Alperose». Ein paar Lieder von

Free Funk und archaische Jazzmomente werden Kompositionen.

Hanery Ammans letztem Album «Solitaire», Songs von Hank

Christoph Erb, Tenorsax; Peter Schärli, Trompete; Markus Stalder, Gitarre; Ralph

Shizzoe, den einen «Schlangelädergurt» oder anderen «Wys-

Sonder­egger, Kontrabass; Julian Diller, Schlagzeug

sebüehl», von Polo Hofer. Neben Eigenem werden Songs von Bob Dylan, Al Green, J.J. Cale, Prince, Bo Diddley, Creedence Clearwater Revival, Mark Knopfler, Sam Cooke, Willie Dixon, Tom Petty, Junior

23. März 2005, 20 Uhr: Elena Szirmai, NL/CH, Piano; Otmar Kramis, CH, Saxofone; Herbert Kramis, CH, Kontrabass Astor Piazzollas Tango Nuevo in ungewöhnlicher Besetzung. Die Musiker haben

Parker, Johnny Otis u.a. gespielt, kurz: Zur Ausrüstung ge-

die meist für Quintett geschriebenen Kompositionen für Piano, Saxofon und Kon­t­

hört ein nahrhaftes Blues-, Folk- und Rock-Paket. Gesungen

rabass bearbeitet, jonglieren virtuos mit den Stimmen, tauschen sie aus, verflechten

von Hank Shizzoe, Hanery Amman und Polo Hofer. Letzte-

sie. Hinzu kommen Qualitäten ihrer musikalischen Herkunft, straffes «bouncy»-

rer kann auch als Sänger seiner englischen Lieblingssongs

time-Empfinden des Jazz, subtile Agogik und farbige Klanggestaltung der Klassik.

erlebt werden. Dazu wird er an der Snare-Drum den Takt angeben und mithelfen, dass der Groove König ist. Wers gerne als Statistik hat und mit Zahlen bedroht werden

6. April 2005, 20 Uhr: Roberto Bossard und Band Roberto Bossard versteht sich als Gitarrist in der Tradition des Jazz – er pflegt

möchte: Ein Drittel des Programms wird in Mundart, der Rest

den bluesig-souligen Zugang zur Musik, hat sich intensiv mit dem Bop ausein-

in Englisch gesungen.

andergesetzt – ohne die Gegenwart mit ihrer aktuellen Spielweise zu vernachlässigen. Seit über zwanzig Jahren führt ihn sein Gitarrenspiel immer wieder mit

23. April 2005, ab 19 Uhr:

Grössen des Jazz zusammen: Vince Benedetti, Wiliam Evans, Reggie Johnson,

Theaterfest: Brasilianisch-Argentinische Nacht

Albert Mangelsdorff, Sal Nistico, Mark Soskin, um nur einige zu nennen. Roberto

Zum zweiten Mal findet im theater(uri) das Theaterfest statt.

Bossard arbeitet mit seinen eigenen Bands, ist aber auch ein begehrter Sideman,

Einerseits dient es der Finanzbeschaffung, andererseits will

Zuzüger in Orchestern und Studiomusiker.

es einen festen Platz im Kulturleben erobern. Mit der Orientalischen Nacht hat alles begonnen. Die Ausgabe 2005 wird

11. Mai 2005, 20 Uhr: Roland von Flüe, Saxophon und Band

dem südamerikanischen Kontinent gewidmet sein.

32-33

Musik, Essen und ein Markt werden wieder einen kulturellen

1. Juni 2005, 20 Uhr: Jazz up

Einblick in eine faszinierende Welt eröffnen.

Serge Bussinger und Band

Adresse

Musikfestival «Alpentöne»

theater(uri) Tellspielhaus, Schützengasse 1, 6460 Altdorf Telefon 041 870 01 01, Ticketline 041 872 01 70 Fax 041 870 02 00, www.theater-uri.ch E-Mail: mail@theater-uri.ch

Vom 12. bis 14. August 2005 steht Altdorf zum vierten Mal ganz im Bann des internationalen Musikfestivals «Alpentöne».


AGENDA

Wichtige Termine

aus Wirtschaft und Kultur 2004 bis 2005*

Datum

Event

Ort

07.11.2004 Malerei & Installationen von Maria Magdalena Z’Graggen Haus für Kunst, Altdorf 12.11.2004 Tell Data

theater(uri), Altdorf

14.11.2004 Konzert «Alpen-Brass»

Uristier-Saal, Altdorf

16.11.2004

Informationsveranstaltung Wirtschaftsförderung Uri

18.11.2004

Zentralschweizerische Regierungskonferenz

Altdorf

27.11.2004 5. Altdorfer Dezembertage

Altdorf

29.11.2004

Luzern

Standortpromotion Zentralschweiz: Hearing 2004

03.01.2005

Handelskammer Zentralschweiz - Neujahrs-Apéro

24.01.2005

Urner Kantonalbank: Bekanntgabe Jahresergebnis

UKB, Altdorf

26.01.2005

Generalversammlung EWA

theater(uri), Altdorf

05.03.2005

Jahreskonzert Brass Band Uri

theater(uri), Altdorf

12.03.2005

Übergabefeier der Kunst- und Kulturstiftung

Haus für Kunst, Altdorf

31.03.2005

Bilanzmedienkonferenz Dätwyler Holding AG

Hotel Savoy, Zürich

07.04.2005

Generalversammlung Gewerbeverband

08.04.2005

Eigenheimmesse

theater(uri), Altdorf

26.04.2005

Generalversammlung Dätwyler Holding AG

theater(uri), Altdorf

29.04.2005

Publikation Geschäftsbericht 04 der Urner Kantonalbank

01.05.2005

Avantgarde und Alltag am Klausen mit Erna Schillig

20.05.2005

1. Jahrestreffen der Urner Botschafter

Haus für Kunst, Altdorf

21.05.2005 Internationales Inline- und Radrennen

Schattdorf

09.06.2005

Generalversammlunge Autobahnraststätte A2 Uri

theater(uri), Altdorf

10.06.2005

Eröffnung Umfahrung Flüelen

Flüelen

10.06.2005

4. Urner Kantonales Musikfest

Flüelen

19.06.2005

84. Urner Kantonales Schwing- und Älplerfest

Andermatt

10.07.2005

99. Innerschweizerisches Schwing- und Älplerfest

Seedorf

14.07.2005

Bekanntgabe Halbjahreszahlen Urner Kantonalbank

26.08.2005

Erscheinung Halbjahresbericht, Dätwyler Holding AG

* Terminänderungen vorbehalten

Freilichtspiele «d’Gotthardposcht» Volkstheater pur vor der einmaligen Kulisse des Gotthard­gebiets. Vom 8. Juli bis 15. August 2005 fährt wiederum in Andermatt die legendäre Gotthardkutsche auf und bietet Jung und Alt ein spektakuläres Theatererlebnis.


ANSICHTEN

«Well»ness Uri I

ch sitze am Gartentisch, bereit am Notebook, und

Aber ich habe kürzlich eine neue Urner-CD gekauft, «Mäitäli, wenn dü witt» von

denke darüber nach, was ich denn nun für die Pre-

der Bläserformation «Urbrass». Es ist nicht die schöne Karina aus Kuba gemeint.

miere dieses Urner Hefts schreiben soll. Geschichten

Es ist das Urner Mädchen, das zum Tanzen aufbrechen will. Das ist für mich Uri.

über Uri? Anekdoten aus dem Sommer? Vielleicht

Aufbruch. Freude. Das ist auch Urner Engagement, eine CD zu produzieren für

eine Novelle aus meinem Lebensraum?

sich selbst aus Überzeugung und Stolz, etwas Originelles geschaffen zu haben, und für uns aus dem Gefühl, etwas Urnerisches festhalten und ausstrahlen zu wollen:

«WELL». Eigentlich möchte ich die Idee, die hinter

Mitverantwortung im «Schweizer Psalm», Tradition im «Bättrüäf», Spass mit der

diesem Heft steckt, loben. Ich empfinde das als star-

«Chatzämüüsig», Selbstbewusstsein in den Urner Volksliedern, Offenheit im «W.

ken Ausdruck unserer Identifikation. Und der Schritt

Nuss von Bümpliz».

ist mutig, wie uns die Schweiz seit 1291 kennt. Doch lassen wir die Geschichte und die Legenden. Und ich

«WELL». Jetzt habe ich einen Schluck am Gartentisch verdient. Schliesslich macht

verliere mich in Gedanken über mein Wohlbefinden ...

der Föhn warm, und er ist der beste Traubenkocher. Und ich gönne mir ein Gläschen «Pinot Grigio» aus dem Altdorfer Weinberg von Alois und Ursula Schuler. «Es wäre

«WELL». Der Föhn ist da, sonst könnte ich um diese

geradezu eine Todsünde, hier keine Reben zu pflanzen», sagte einst Rebbaufach-

Jahreszeit gar nicht mehr draussen sitzen. Er ist ruhig,

mann Beat Felder. Und sündigen wollen wir Urnerinnen und Urner wirklich nicht.

der Föhn, aber ich sehe ihn. Wir Urnerinnen und Ur-

Dazu würde jetzt ein Stück «Seedorfer Birewegge», an der ersten Swiss Bakery Tro-

ner spüren ihn auch. «Ich sehe das Föhnloch», wür-

phy im Sommer mit Gold belohnt, wohl ausgezeichnet schmecken.

de mein Freund in Birchwil sagen. Der aber sässe am Stubentisch, hätte die «Neue Zürcher Zeitung» aufge-

«WELL». Und geniessen. Als Urner bin ich auch ein halber Tessiner. Das klingt gut

schlagen und das Feuer im Cheminée entfacht.

und i(s)st gut. Wir sind der Sonne näher und dem schlechten Wetter nur halb aus-

Eigentlich hätte ich heute den Krimi fertig lesen wollen, «Handel der Gefühle» von Leonardo Padura. Es beginnt bei ihm im trockenen, heissen Frühlingssturm, der durch die Strassen Havannas fegt. Eine Art Föhn? – Teniente Mario Conde, Polizist also, hilft der schönen Karina, wechselt den platten Reifen ihres Autos und verliebt sich. Die Polizei, unser Freund und Helfer, denke ich, und das seit 200 Jahren im Kanton Uri. Doch Mario Conde wird mit einer heiklen Untersuchung beauftragt: Eine junge Chemielehrerin ist ermordet worden.

geliefert. Klärt der Föhn nicht und regnets im Norden, bin ich bald im Süden. Und schon vor vielen Jahren haben sich die Urnerinnen und Urner stets gerne dem Süden genähert. Polenta, «Ryys und Poor», «Maggroonä» und eine Flasche Borgomanero sind mit zurückgekommen. Ja, Uri liegt gut.

«WELL». Und Uri ist eine starke Lebensgemeinschaft. Das ist mir Anfang September mit einem Brief aus Zürich auf eindrückliche Weise bewusst geworden. Die Familie Marvulli hatte dem «Urner Wochenblatt» geschrieben. Der Dankesbrief ist beste Werbung für den Kanton Uri. Das Fest beim Telldenkmal in Altdorf zum Gewinn der Silbermedaille von Franco Marvulli und Bruno Risi an den olympischen Spielen auf der Radrennbahn in Athen werde in «wunderbarer Erinnerung» bleiben. «Wir Zürcher sind von Euch sehr herzlich aufgenommen worden. Wir haben uns super

Leonardo Padura schreibt wunderbare Kriminalroma-

wohl gefühlt und wären am liebsten noch viel länger geblieben.» Und er werde das

ne, die uns auch das Leben in Kuba unter die Haut

«Ürnerland» mit seinen «liebenswürdigen, festfreudigen und lebensfrohen» Einwoh-

bringen. Bekannt geworden ist er mit der Kriminal-

nerinnen und Einwohnern bestens weiterempfehlen. So hat das Urner Volk allein

romanreihe «Das Havanna-Quartett». Und sein Kom-

durch sein Wesen einen sympathischen Botschafter gewonnen.

missar, Mario Conde, will immer die «Beatles» hören. «Strawberry Fields Forever» ist für ihn der beste Song der Weltgeschichte.

Uri ist eine starke Sache, weil das Volk die beste Botschaft ist. Und so schliesse ich jetzt den Notebook, schenke «Pino Grigio» nach und lehne mich zurück. Well war heute meine Botschaft, nicht Tell. So lautet meine Frage noch zum Schluss:

«WELL». Ich habe an sich keinen Lieblingssong. Ja, vielleicht «Morning has broken» von Cat Stevens.

Wer hat eigentlich Wellness erfunden, die Urnerinnen und Urner 1291?

Erich Herger 34-35

Journalist, Bürglen. Seit 1988 Chefredaktor des «Urner Wochenblatts», Mitherausgeber und -autor der Bücher «Uri im Ge­spräch» (1985) und «Uri eine starke Sache» (2001), Urner Botschafter.


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