Programmheft 3. Abo-Konzert Saison 2022/23

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3. ABO-KONZERT

KLANG MYSTERIUM

ANNA SOWA

GLOBE URAUFFÜHRUNG

HENRI DUTILLEUX

LOUIS ANDRIESSEN

ERSTAUFFÜHRUNG

SONNTAG, 19 UHR

15.01.23

MUSEUM TINGUELY, BASEL

PLUS-SQUARE SCHWEIZER
PABLO RUS BROSETA LEITUNG

SUBVENTIONSGEBER

GEMEINDEN

KULTUR-POOL DER PLATTFORM LEIMENTAL Biel-Benken, Binningen, Bottmingen, Burg, Ettingen, Oberwil, Schönenbuch, Therwil

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WEITERE PARTNER

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Sehr geehrte Abonnentinnen und Abonnenten

Liebes Publikum

Ein neues Jahr beginnt. Und wie bei jedem Neuanfang stellen wir uns die Frage, was nun kommen wird. In der Hoffnung, dass unsere gemeinsame Zukunft ein Stückchen lebenswerter und friedlicher wird, wünsche ich uns allen das Allerbeste für 2023.

Das neue Jahr mit Ihnen an diesem für Basel so emblematischen Ort – dem Museum Tinguely – zu begehen, ist von besonderer Bedeutung für die Basel Sinfonietta. Denn nicht alle Tage hat ein grosses Orchester wie das unsere hier Platz: So öffnet uns grosszügigerweise Roland Wetzel, Direktor des Museum Tinguely, in einer seltenen Umbauphase das Gebäude, um diese Begegnung zwischen kinetischer Kunst und Musik zu ermöglichen. Ihm gilt mein herzlichster Dank.

Mysterien sind der Leitfaden des heutigen Programms, in dem Musik zweier Altmeister, nämlich Henri Dutilleux und Louis Andriessen, zum Klingen kommt. Dass die Nachlässe beider Komponisten am Münsterplatz in der Paul Sacher Stiftung liegen, trägt besonders zur Relevanz des Projekts bei. Erfrischend konfrontiert werden sie mit dem neuen Werk «Diversions» der jungen, in Basel lebenden Komponistin Anna Sowa, in welchem sie sich von den technisch-mystischen Werken Tinguelys inspirieren liess.

Mein besonderer Dank gilt Mirjam Zegers, die Louis Andriessen als persönliche Assistentin über viele Jahre begleitete und grundlegend zu diesem Konzertprojekt beigetragen hat.

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MYSTERIUM KLANG

Im inspirierenden Ambiente des Museum Tinguely setzt sich die Basel Sinfonietta mit geheimnisvollen Aspekten von Musik und Klang auseinander. Denn auch die Kunst des Komponierens ist eine Art Zeremonie.

In seinem Orchesterwerk «Mystère de l’instant» nahm sich der französische Komponist Henri Dutilleux vor, das Geheimnis des Augenblicks zu erfassen. Zehn Sequenzen stellen eine Folge von Momentaufnahmen dar, die sich jeweils auf einen Aspekt des Klangmaterials fokussieren. Der Begriff «Mysterium» muss dabei im weitesten Sinne verstanden werden. Durch welches Geheimnis im kreativen Prozess gelingt es einer Idee sich zu manifestieren?

Louis Andriessen, eine Schlüsselfigur in der zeitgenössischen Kunstszene der Niederlande, schrieb seine «Mysteriën» für das Concertgebouw-Orchester zu dessen 125-jährigem Bestehen. Das war eine Sensation, denn Andriessen gehörte 1969 zu einer Gruppe von Unruhegeistern, die ein Konzert des Orchesters störten, weil sie dessen Programmpolitik antimodern und reaktionär fanden. Den mehrfach an ihn herangetragenen Kompositionsauftrag nahm Andriessen erst an, nachdem er einen Traum von seinem verstorbenen Vater Hendrik hatte, der früher selbst Werke für das bedeutendste Orchester der Niederlande komponiert hatte.

Eröffnet wird das Konzert – nach einem kurzen Hors d’oeuvre aus der Feder von Henri Dutilleux – durch ein von der Basel Sinfonietta bei der jungen, in Basel lebenden polnischen Komponistin Anna Sowa in Auftrag gegebenes Stück, das darauf abzielt, den Live-Klang bestimmter Orchesterinstrumente mit Elektronik zu konfrontieren.

Wir wünschen Ihnen einen spannenden Konzertabend!

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ABO3 2023

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Abo-Konzerte 2022/23

4 AUS DER TIEFE

So, 02.04.23, 19 Uhr

Stadtcasino Basel

5 PANDORA PARANOIA

So, 07.05.23, 19 Uhr

Stadtcasino Basel

6 MADE IN USA

So, 11.06.23, 19 Uhr

Stadtcasino Basel

NORMALPREIS AHV / IV / GGG U25 / STUD. / KULTURLEGI KINDER I 169 147 68 23 CHF CHF CHF CHF II 119 104 48 23 III 74 65 30 23
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Principal

MUSEUM TINGUELY

Konzertort

Das Museum Tinguely wurde 1996 anlässlich des 100-jährigen Bestehens von Roche als Dank an die Bevölkerung eröffnet. Niki de Saint Phalle, die Witwe von Jean Tinguely, hatte aus dem Nachlass des Künstlers über 50 Maschinenskulpturen und eine grosse Anzahl an Zeichnungen sowie Archivalien in die eigens dafür gegründete Jubiläumsstiftung von Roche eingebracht. Roche übernahm den Bau des Museums, brachte Werke aus eigenen Beständen ein und finanzierte die Erweiterung der Sammlung. Der Betrieb des Museums sowie der Unterhalt des Solitude-Parks wird seit 1996 exklusiv von Roche finanziert.

Das Gebäude wurde vom Tessiner Architekten Mario Botta erbaut. Allein in der zentralen Halle finden bis zu zwanzig Werke Tinguelys Platz. Eine Besonderheit bildet die Südseite des Museums – ein langgestreckter, erhöhter Bau, der vom Hauptteil losgelöst scheint und eine Art Promenade über dem Rheinufer bildet.

Die hohe Fassade an der Ostseite, die mit drei Ausstellungsetagen den höchsten Bereich des Gebäudes bildet, wirkt wie eine Lärmschutzbarriere zur benachbarten Strassenbrücke. Die Nordseite verläuft parallel mit der Grenzacherstrasse. Hier wurde zwischen der Strasse und dem Museum ein überdachter Raum als Zugang zum Park und zum Museum geschaffen. Das Museum besteht aus fünf zusammenhängenden Baukörpern, von denen sich drei über grosse Fensterflächen zum Park hin öffnen.

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PROGRAMM

3. ABO-KONZERT

MYSTERIUM KLANG

SONNTAG, 15.01.23, 19 UHR

MUSEUM TINGUELY, BASEL

HENRI DUTILLEUX (1916-2013)

Trois Strophes sur le nom de Sacher für Violoncello solo (1976)

1. Satz: Un poco indeciso

ANNA SOWA (*1987)

Diversions für Orchester und Elektronik (2022) GLOBE

Auftragswerk der Basel Sinfonietta

HENRI DUTILLEUX

Mystère de l’instant für Streichinstrumente, Zymbal und Schlagzeug (1986-89)

I Appels, II Échos, III Prismes, IV Espaces lointains, V Litanies, VI Choral, VII Rumeurs, VIII Soliloques, IX Métamorphoses (sur le nom Sacher), X Embrasement

PAUSE

LOUIS ANDRIESSEN (1939-2021)

Mysteriën für Orchester (2013) PLUS-SQUARE

MARTINA BRODBECK, Violoncello

PABLOS RUS BROSETA, Leitung

17.45 Uhr Konzerteinführung

Mit Mirjam Zegers, ehemalige persönliche Assistentin von Louis Andriessen und Koordinatorin Curatorial Practices in Music an der ArtEZ University of the Arts in Arnhem, und Anna Sowa, Komponistin. Moderation: Dr. Matthias Kassel, Kurator der Sammlung Louis Andriessen der Paul Sacher Stiftung.

GLOBE Uraufführung

PLUS-SQUARE Schweizer Erstaufführung

In Kooperation mit dem Museum Tinguely und der Paul Sacher Stiftung und mit freundlicher Unterstützung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und der Fondation Nicati-de Luze.

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TROIS STROPHES SUR LE NOM DE SACHER

Henri Dutilleux

Zahlreiche Komponisten des 20. Jahrhunderts sowie mehrere aufführende Musiker verdanken dem Schweizer Dirigenten und Musikmäzen Paul Sacher entscheidende Impulse für ihre Karriere. Zu Sachers 60.,70. und 80. Geburtstag taten sich jeweils einige dieser Geförderten zusammen, um für den verehrten Mäzen ein musikalisches Ständchen zu komponieren.

Der anspruchsvollste Hommage-Zyklus entstand 1976. In Vorbereitung auf Sachers 70. Geburtstag bat Mstislaw Rostropowitsch zwölf international angesehene Komponisten um Beiträge für Solocello, die er selbst aufzuführen versprach.

Grundlage der Werke sollte die Umschrift von Sachers Namen in Tonbuchstaben sein, wobei die direkten Äquivalente a-c-h-e von es für «S» und re = d für «R» eingerahmt sein würden. Die sechstönige Folge (e)S-A-C-H-E-R(e) ist als «Sacher-Hexachord» bekannt geworden.

Henri Dutilleux ergänzte seine «Hommage à Paul Sacher» später um zwei Sätze und legte 1982 eine Komposition vor, die nun den Titel «Trois Strophes sur le nom de Sacher» trägt. Eine Besonderheit, die den Klang des ganzen Werkes wesentlich prägt, ist die Scordatura: Die tiefste Cellosaite wird um einen Ganzton, die zweittiefste um einen Halbton herabgestimmt. Die beiden auf nun leeren Saiten erklingenden Töne B' und Fis dienen zahlreichen Passagen als eine Art moderner Bordun, ein unveränderliches Bassintervall, das hier klanglich zudem durch die Spieltechniken quasi col legno und pizzicato hervorgehoben ist. Über diesem augmentierten Intervall errichtet Dutilleux einen Akkord, der der sechstönigen SACHER-Tonfolge als zweite thematische Komponente gegenübersteht. Die heute auf dem Programm stehende erste «Strophe», die ursprüngliche Hommage, besteht aus zwei Abschnitten unterschiedlicher Länge: einer metrisch freien, improvisatorisch wirkenden Einleitung und einem Hauptteil, dessen rhythmische Segmente wiederholt von kurzen Kadenzen unterbrochen werden.

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Paul Sacher-Büste von Alexander Zschokke (1971) auf dem Campus der Musik-Akademie Basel

HENRI DUTILLEUX

Komponist

Henri Dutilleux wurde am 22. Januar 1916 im französischen Angers geboren. Noch zu seiner Schulzeit begann er Klavier, Harmonielehre und Kontrapunkt bei Victor Gallois am Konservatorium in Douai zu studieren. Von 1933 bis 1938 besuchte er das Pariser Konservatorium, wo er bei Jean und Noël Gallon (Harmonie und Kontrapunkt) sowie bei Henri Paul Busser (Komposition) und Maurice Emmanuel (Musikgeschichte) studierte. Nach kurzem Militärdienst kam Dutilleux 1940 nach Paris zurück. Zunächst verdiente er seinen Unterhalt als Pianist, Arrangeur und Lehrer, bis er 1942 Chorleiter an der Pariser Oper wurde.

Von 1945 bis 1963 hatte er den Posten des Leiters der Musikproduktionen beim französischen Rundfunk ORTF inne. An der École Normale de Musique de Paris lehrte er von 1961 bis 1970 Tonsatz, bis er anschliessend für zwei Jahre als Gastprofessor ans Pariser Konservatorium zurückkehrte. Wenn auch persönliche Kontakte zu Kollegen wie André Jolivet, Darius Milhaud, Francis Poulenc und Georges Auric ihm immer wieder Anregungen gaben, so hat Henri Dutilleux doch nie einer bestimmten Kompositionsrichtung oder Gruppe angehört. Seit seinem internationalen Durchbruch mit der ersten Sinfonie (1951) komponierte Dutilleux Werke verschiedener Gattungen: neben sinfonischen Werken schrieb er Kammermusik, Solokonzerte und Ballettmusik.

Zu den zahlreichen Auszeichnungen, die Henri Dutilleux erhielt, zählen u.a. der Grand Prix de Rome (1938), der französische Grand Prix National de la Musique (1967) und der Praemium Imperiale in Anerkennung seines Gesamtwerkes (1994). Im Jahr 2005 erhielt Dutilleux den Ernst von Siemens Musikpreis. Zudem war Henri Dutilleux seit 1981 Ehrenmitglied der American Academy and Institute of Arts and Letters und gehörte der Académie Royale de Belgique an.

Henri Dutilleux starb am 22. Mai 2013 in Paris.

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DIVERSIONS

Wie interpretieren wir eine andere Person, deren Worte und ihr Verhalten? Wenn sich alles, worauf wir uns stützen können, auf unsere Vorstellungskraft oder das Spiel des Scheins beschränkt.

Wie gehen wir mit Problemen um, während wir in der Gesellschaft funktionieren und uns an ihre Erwartungen anpassen?

Wie reagieren wir auf nicht-standardisiertes Verhalten von Nonkonformistinnen und Individualisten? Denn jede und jeder von uns benötigt Aufmerksamkeit und Verständnis.

Jeden Tag loten wir die Grenzen unserer Belastbarkeit aus, indem wir versuchen, über unsere vermeintliche Komfortzone hinauszugehen oder aber wir errichten eine immer dickere Mauer um uns herum.

Verfügen wir in uns über die Kapazität, einen anderen Menschen nicht einfach als Objekt zu behandeln? Denn jede und jeder von uns betrachtet die Welt aus einer anderen Perspektive.

Am Schluss sind wir immer auf unser eigenes Selbst zurückgeworfen.

Lassen wir uns bei der Suche nach der wahren Natur der Dinge nicht von Ablenkungen beirren.

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Pregerson Interchange in Los Angeles, USA

ANNA SOWA

Komponistin

Anna Sowa ist eine experimentelle Komponistin und Künstlerin, die sich hauptsächlich mit elektronischer Musik und Bereichen der darstellenden Kunst beschäftigt. Sie interessiert sich für die Überschneidung von Bewegung, Geste und Theatralität in Verbindung mit elektronischer und instrumentaler Musik.

Anna Sowa wurde 1987 in Limanowa (Polen) geboren und ist zurzeit in Basel wohnhaft. Sie schloss ihr Studium an der Bacewicz Academy of Music in Łódź mit einem Master in Eurythmie (2011) und in Komposition (2016) bei Zygmunt Krauze ab. Im Rahmen des Erasmus-Programms studierte sie in den Jahren 2014/15 Komposition und Visualisierung bei Dietrich Hahne an der Folkwang Universität der Künste in Essen (Deutschland). Als Stipendiatin der chinesischen Regierung war sie in den Jahren 2017/18 Studentin am Shanghai Conservatory of Music. 2021 schloss sie ein spezialisiertes Masterprogramm in Komposition bei Johannes Kreidler und Caspar Johannes Walter an der MusikAkademie Basel mit Auszeichnung ab.

Anna Sowas Werke wurden bereits in Polen, der Slowakei, der Tschechischen Republik, Deutschland, der Schweiz, Brasilien, Israel, Italien und Belgien aufgeführt. 2021 gewann sie gemeinsam mit der Kompanie Anomalia ETS die 3. Auflage des zeitgenössischen Musiktheaterwettbewerbs der Stiftung Haydn in Bozen. In der Folge wurde Anna Sowas Oper Silenzio/Silence im März 2022 am Opernfestival in Bozen uraufgeführt.

Anna Sowa erhielt u.a. ein Witold Lutosławski Stipendium (2019) sowie Stipendien der Nicati-de Luze Foundation (2020 und 2021). Sie ist Mitglied der International Alliance for Women in Music (IAWM), der Young Polish Composer Society und des Polish Institute of World Art Studies. 2011 bis 2017 war sie Lehrerin an der Musikschule in Radom (Polen) und Dozentin für Klavierimprovisation an der Musikakademie in Łódź.

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MYSTÈRE DE L’INSTANT

Henri Dutilleux

«Mystère de l’instant» (Mysterium des Augenblicks) für Streichorchester, Zymbal und Schlagzeug war ein Kompositionsauftrag des Schweizer Dirigenten und Mäzens Paul Sacher und entstand in den Jahren 1985 bis 1989. Das Zymbal, dessen Saiten mit Klöppeln angeschlagen werden, gibt dem Streicherklang eine zusätzliche, metallische Farbe wie auch die Schlaginstrumente: die hängenden Becken, der kleine chinesische Gong und das Tamtam. Und die Pauken, von denen Dutilleux auch Glissandi verlangt, akzentuieren den ansonsten vorherrschenden Streicherklang.

Mystère de l’instant besteht aus zehn Sequenzen, die ineinander übergehen, von denen die kürzeste («Choral») kaum eine Minute und die längste («Métamorphoses») zweieinhalb Minuten dauert. Henri Dutilleux bezeichnete sein Werk daher auch als eine Folge von «Augenblicken» oder «Momenten», wobei jede dieser Sequenzen einen besonderen Aspekt behandelt, der sich meist aus dem Titel erschliesst und durch ein bestimmtes Klangmaterial charakterisiert ist. Das Wort «Mystère» wollte Dutilleux weit gefasst wissen bis hin zu einer religiösen Konnotation in den Abschnitten «Litanies» und «Choral».

«Es war Ende Juni in Candes-Saint-Martin gegen 23 Uhr abends», beschrieb Henri Dutilleux den ersten Impuls zur Komposition. «Ich war auf einem Spaziergang am Ende eines Weges mit Blick auf den Zusammenfluss von Loire und Vienne stehengeblieben. In der grössten Stille, bei kaum wahrnehmbaren Naturgeräuschen, gab es plötzlich einen fremdartigen Ruf, eine Mischung aus fast beunruhigenden Tönen, die in aufeinanderfolgenden Wellen widerhallten und immer näherkamen. Es waren zahlreiche, nicht auseinanderzuhaltende Vögel […]. Aus der verklärten

Erinnerung heraus habe ich versucht, dieses Erlebnis auf den ersten Seiten von «Mystère de l’instant» auszudrücken.»

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Der Zusammenfluss der Flüsse Loire und Vienne in Candes-Saint-Martin (Val de Loire, Frankreich)

I. Appels (Anrufungen): Der zwei Minuten dauernde Satz setzt sich aus Klangschichtungen der vielfach aufgeteilten Streicher zusammen, die sich wellenartig wiederholen.

II. Échos: Im Pianissimo spielen die Ersten Violinen ein Motiv, das von den anderen Streichern auf anderen Tonhöhen als Echo wiederholt wird.

III. Prismes: Dieser Satz setzt sich aus zahlreichen Dreitongruppen zusammen, die im Notenbild mit ihrer Oktavverdopplung tatsächlich an die geometrischen Körper von Prismen erinnern.

IV. Espaces lointains (Ferne Räume): Wie der Titel ankündigt, sind die Violinen und die Celli mit den Kontrabässen Antipoden: Die Violinen im Flageolett und die tiefen Töne der Bassinstrumente ergeben eine ungeheure Spannung, die von schnellen Tonrepetitionen auf dem Tamtam und den Bratschen gegliedert werden.

V. Litanies: Die Streicher bilden im Unisono eine Klangfläche mit litaneiartigen Tonrepetitionen und Schlussformeln, wie dem religiösen Ritus entlehnt, in den das Zymbal viermal die immer gleiche Tonfolge wie eine Frage in den Raum stellt.

VI. Choral: Dieser Satz, traditionell vierstimmig geschrieben, ist vier Solo-Celli anvertraut, die fast ohne Vibrato ganz am Steg spielen und einen etwas angerauten, herben Ton produzieren. Die anderen Streicher ergänzen passagenweise den Cello-Choral.

VII. Rumeurs: Der Titel bezieht sich auf ein überirdisches Raunen. Der Satz wird durch Quasi-Glissando-Abschnitte charakterisiert, die eine sich permanent verändernde, wie verwischende, auf- und absteigende Klangfläche ergeben.

VIII. Soliloques (Monologe oder Selbstgespräche): Es erklingen zwei Soli, zunächst eines in der Violine über einem durch schnelle Akkordwechsel wie vibrierenden Klanggrund, das später im Cello fortgeführt wird.

IX. Métamorphoses (sur le nom Sacher): Die neunte Sequenz stellt, so wie es sich der Auftraggeber des Werkes gewünscht hatte, dessen Namen – eS-A-C-H-E-Re – in den Mittelpunkt. Zuerst lässt die Pauke die Tonreihe anklingen, dann greifen die Streicher und das Zymbal sie auf. Der Satz kulminiert in einem Zwölftonakkord im Fortissimo – als Symbol für den Mäzen, der sich zeitlebens der Neuen und Neusten Musik verschrieben hatte.

X. Embrasement (Glut): Kein Wunder, dass die letzte Sequenz im Titel diesen besonderen Charakterzug Sachers beschreibt, der für die Neue Musik brannte und durch seinen Auftrag den Impuls zu «Mystère de l’instant» gab.

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Paul Sacher und Henri Dutilleux während der Entstehung von «Mystère de l’instant» (1989)

MYSTERIËN

Louis Andriessen

Noch 2009 schien Andriessens Skepsis gegenüber dem traditionellen Orchesterapparat als adäquatem Vermittlungsmedium seiner Klangvorstellungen ungebrochen: «Jedes Jahr kommt der Intendant des ConcertgebouwOrchesters [...] weil er ein Stück für Orchester haben will. Und ich versuche ihm immer wieder zu erklären, dass das nie funktionieren wird.» Andriessens hartnäckige Vorbehalte wurden schliesslich doch ad acta gelegt:

Zur 125-Jahr-Feier des Royal Concertgebouw Orchestra

Amsterdam bekam Mariss Jansons vom einstigen Verächter symphonischer Emphase (der vibratogesättigte Streicherpassagen verabscheute) eine grossdimensionierte und sehr persönliche Orchesterpartitur in Erinnerung an seinen Vater (Andriessen stammt aus einer KomponistenFamilie und schon Vater Hendrik schrieb für das Concertgebouw!): Mysteriën (2013) nach sechs Kapiteln aus «De imitatione Christi» des Mystikers Thomas von Kempen, eines der Lieblingsbücher seines Vaters.

Kantige, dissonanzgesättigte Akkordsäulen der Bläser, mikrotonal irisierende Streicherflächen und massive Verdichtungen konstituieren dramatische Klangbilder zu den spirituellen Grundfragen menschlicher Existenz, die in ihrer expressiven Unmittelbarkeit überraschen. Bei aller Zugänglichkeit ihrer Sprach- und Organisationsformen ist Andriessens Musik eines jedoch nie gewesen: gefällig. Die kraftvolle Energetik seiner heterogenen Klangprozesse, oft von einer ausgesprochen unkomfortablen Physiognomie gekennzeichnet, trägt das Ungenügen an der Welt, in der sie erklingen, hörbar mit sich.

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Blatt aus Thomas von Kempens Schrift «De imitatione Christi» (Florenz, ca. 1495)

LOUIS ANDRIESSEN

Komponist

Der niederländische Komponist Louis Andriessen wurde 1939 in Utrecht in eine musikalische Familie hineingeboren. Sowohl sein Vater Hendrik (1892–1981) als auch sein Bruder Juriaan (1925–1996) waren profilierte Komponisten. Andriessen studierte unter anderem bei seinem Vater, dann bei Kees van Baaren am Konservatorium von Den Haag und bei Luciano Berio. Nach kompositorischen Anfängen im Zeichen des politischen Protests und der Polemik gegen die Routine des Konzertbetriebs gelang ihm 1976 mit «De Staat» für Frauenstimmen und ein grosses Bläserensemble der internationale Durchbruch als eine der gewichtigen Stimmen der zeitgenössischen Musik. In dem mehrfach ausgezeichneten und in aller Welt nachgespielten Werk setzt sich Andriessen musikalisch mit einem Grundlagentext der abendländischen Philosophie und Staatslehre auseinander, Platons «Politeia».

In seinem umfangreichen, vielfältigen Œuvre, das auch sechs musikdramatische Werke umfasst, hat sich Louis Andriessen von ganz verschiedenartigen Quellen von der Antike bis zu den abstrakten Gemälden von Piet Mondrian anregen lassen und dabei immer wieder philosophisch geprägte Begriffe thematisiert.

Nur all zu leicht ordnet man Louis Andriessen in die Strömung der Minimal Music ein. Von vielen, vor allem amerikanischen Kollegen dieser Stilrichtung unterscheidet er sich aber durch eine weniger gefällige, widerborstigere, dabei unmittelbar zugängliche Tonsprache. Andriessens Musik zielt nicht auf die Üppigkeit des spätromantischen Orchesters, sondern ist vielmehr von dem gehärteten Klang der Musik Strawinskys beeinflusst und hat zudem auch deutliche Impulse vom Jazz erhalten.

Louis Andriessen, der als Schlüsselfigur der zeitgenössischen niederländischen Kunstszene galt, starb am 1. Juli 2021 in Weesp bei Amsterdam.

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MARTINA BRODBECK

Violoncello

Martina Brodbeck wurde 1976 in Basel geboren und studierte Cello an der Musik-Akademie Basel bei Thomas Demenga. Nach einer Weiterbildung am Koninklijk Conservatorium in Den Haag bei Michael Müller erlangte sie das Konzertdiplom mit Auszeichnung an der Hochschule für Musik und Theater Biel/Bern bei Conradin Brotbek.

Martina Brodbeck ist Solocellistin der Basel Sinfonietta, Mitglied des Ensembles Contrechamps Genf sowie des Nouvel Ensemble Contemporain La Chaux-de-Fonds. Sie beschäftigt sich intensiv mit zeitgenössischer Musik und tritt in verschiedenen Kammermusikformationen in Europa, China und in den USA auf. Zahlreiche Radio- und CD-Aufnahmen.

Seit 2017 verbindet sie eine intensive Zusammenarbeit mit dem Schlagzeuger Fritz Hauser, der sie 2018 im Rahmen des Lucerne Festivals zu einem Duokonzert einlud.

Martina Brodbeck unterrichtet seit 2013 an der Freien Musikschule Zürich.

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PABLO RUS BROSETA

Dirigent

Pablo Rus Broseta studierte Komposition und Saxophon am Konservatorium seiner Heimatstadt Valencia und absolvierte weitere Studien im Fach Dirigieren in Lyon, am Conservatorium van Amsterdam und an der Universität der Künste Berlin. Er erhielt wertvolle Anregungen von Bernard Haitink, Pierre Boulez, David Zinman, Kurt Masur und Steven Sloane.

In der Saison 2009/10 war er Assistenzdirigent des Orchestre Philharmonique de Liège, im Jahr 2010 der Niederländischen Nationalen Opernakademie und von 2010 bis 2013 des Jove Orquestra de la Generalitat Valenciana, dem er seit 2017 als künstlerischer Leiter vorsteht. Im Jahr 2011 gründete er das Künstlerkollektiv Grup Mixtour, das er bis heute leitet. 2015 bis 2019 war er zunächst Assistent und dann stellvertretender Dirigent des Seattle Symphony Orchestra.

Pablo Rus Broseta arbeitet regelmässig mit Orchestern wie dem WDR Sinfonieorchester, dem SWR Symphonieorchester, dem Orquestra Sinfónica de Porto oder dem Ensemble

Modern zusammen und tritt bei Festivals wie den Klangspuren Schwaz, dem Festival Musica in Strasbourg, den Donaueschinger Musiktagen oder den Wittener Tagen für Neue Kammermusik auf.

Sein Repertoire reicht von Rameau bis John Adams, mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem sinfonischen Repertoire. In den vergangenen Jahren hatte er Gelegenheit, eng mit Komponisten wie Wolfgang Rihm, Hans Zender, Thomas Adès, Magnus Lindberg, Francisco Coll und Pierre Boulez zusammenzuarbeiten.

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BASEL SINFONIETTA

Musik am Puls der Zeit

Die Basel Sinfonietta ist ein auf zeitgenössische Musik spezialisiertes Orchester mit sinfonischer Besetzung – und insofern ein in der klassischen Musikszene einzigartiger Klangkörper. Principal Conductor der Basel Sinfonietta ist Baldur Brönnimann.

Die Basel Sinfonietta hat seit ihrer Gründung im Jahr 1980 über die Grenzen der Schweiz hinaus in Europa und bis nach Asien musikalische Akzente gesetzt, wie zahlreiche Gastspiele und Einladungen zu renommierten Festivals wie den Salzburger Festspielen, den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt, dem Huddersfield Contemporary Music Festival in England, dem Festival für zeitgenössische Musik «rainy days» in Luxemburg, dem Kunstfest Weimar, dem Festival d’Automne à Paris, dem Festival de Música Contemporánea de Alicante, dem Pacific Music Festival in Japan, dem Kunstfest Weimar, dem DialogeFestival der Stiftung Mozarteum Salzburg, dem Warschauer Herbst oder dem Festival Musica in Strasbourg belegen.

Zu den Höhepunkten der Saison 2022/23 der Basel Sinfonietta gehören Gastspiele am Festival «Acht Brücken» in der Kölner Philharmonie sowie in zwei der renommiertesten Konzertsälen Belgiens – im Kunstzentrum deSingel in Antwerpen und im Musikzentrum De Bijloke in Gent – und am Festival Archipel in Genf, zudem die Teilnahme an der Basel Composition Competition; die Zusammenarbeit mit den Komponistinnen Anna Sowa, Asia Ahmetjanova und den Komponisten Mauro

Hertig, Simon Steen-Andersen und Michael Pelzel; mit der Sopranistin Ilse Eerens, dem Pianisten Nicolas Hodges, der Violinistin Carolin Widmann und der Klarinettistin Boglarka Pecze; sowie mit der Dirigentin Jessica Cottis sowie den Dirigenten Pablo Rus Broseta und Peter Rundel.

Die Basel Sinfonietta wird u.a. durch den Kanton Basel-Stadt finanziell unterstützt.

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VIOLINE I

Simone Zgraggen 1

Leonie Flaksman

Marzena Treiber-Toczko

Lisa Rieder

Cornelius Bauer

Claudine Ostermann

Martina Albisetti

Ulrich Bürgi

Delphine Granges

Urs Haas

Sylvia Oelkrug

Livia Schwartz

VIOLINE II

David Caflisch Sontòn 2

Mirka Šćepanović

Renate Hofstetter

Zoé Pouri

Friedemann A. Treiber

Simone Flück

Franziska NémetiMosimann

Sandra Schütz

Sabine Schädelin

Iliana Hristova-Schierer

VIOLA

Guy Ben-Ziony 2

Marie Stockmarr Becker

Anna Pelczer

Mariateresa Pagano

Dominik Klauser

Tatiana Kunz

Sara Barros

Andrea Cagnin

VIOLONCELLO

Martina Brodbeck 2

Josep-Oriol Miró Cogul

Aude Pivôt

Barbara Weishaupt

Elisabeth RamseierHohler

Anna Karolina Egger

KONTRABASS

Benedict Ziervogel 2

Pierre Dekker

Claudia Brunner

Philippe Dreger

FLÖTE

Julian Cawdrey

Regula Bernath

Marina Tantanozi

OBOE

Valentine Collet

Sylvain Faucon

Eduardo Olloqui

KLARINETTE

Guido Stier

Hanna Langmeier Stenz

Mariella Bachmann

Donna Molinari

SAXOPHON

Sascha Armbruster

HORN

Christian Schweizer

Simon Kissling

Carl-Philipp Rombach

Romain Flumet

TROMPETE

Friederike Huy

Simon Menin

POSAUNE

Stephen Menotti

Artur Smolyn

Rudi Hermann

TUBA

Sophia Nidecker

KLAVIER

Ludovic Van Hellemont

Miguel Pisonero

HARFE

Julia Wacker

Manon Pierrehumbert

PAUKEN

Thomas Waldner

SCHLAGZEUG

Fran Lorkovic

Kai Littkopf

Matthias Würsch

1 Konzertmeisterin

2 Stimmführer/in

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FÖRDERVEREIN

Supporter, Club & Lab

Damit die Basel Sinfonietta weiterhin als einzigartiges Orchester mit mutigen und innovativen Programmen voller zeitgenössischer Musik aufhorchen lassen kann, haben wir für Sie neue attraktive Vorteile und Möglichkeiten der Unterstützung geschaffen. Genauso wie das Orchester entwickelt sich auch der Förderverein am Puls der Zeit weiter.

Mit den Gefässen «Supporter», «Club» und «Lab» möchten wir Ihnen innovative Möglichkeiten der Unterstützung bieten, die Ihnen nicht nur vertieftere Einblicke hinter unsere Kulissen, sondern auch eine engere Beziehung zum Orchester ermöglichen sollen.

Wir möchten Ihnen als Unterstützerinnen und Unterstützer ermöglichen, noch näher am Orchester dabei sein zu können und unsere Freude an der zeitgenössischen Musik hautnah miterleben zu dürfen.

Ihre freundschaftliche Unterstützung ist für unseren Weg in die Zukunft sehr bedeutend, so dass wir gerne auf Sie zählen würden. Dabei möchten wir aber auch Ihnen etwas zurückgeben, indem Sie mit den neuen Fördermöglichkeiten am Wirken der Basel Sinfonietta teilhaben können und im engen Austausch mit uns stehen.

JETZT MITGLIED WERDEN!

Anmeldung unter www.baselsinfonietta.ch oder foerderverein@baselsinfonietta.ch

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UNSER PROGRAMM IM JANUAR/FEBRUAR

FR 20.01.23 | 20 UHR

BELCEA QUARTET

WERKE VON SCHUBERT, DEBUSSY

UND SCHOSTAKOWITSCH

SO 29.01.23 | 20 UHR

FAMILIE FLÖZ

FESTE

MI 08.02.23 | 20 UHR

COMPAGNIE KÄFIG

CARTES BLANCHES

FR 10.02.23 | 20 UHR

THE UKULELE ORCHESTRA OF GREAT BRITAIN

SA 11.02.23 | 20 UHR

ERWIN PELZIG

DER WUNDE PUNKT

WWW.BURGHOF.COM
Familie Flöz/Foto: Simon Wachter Reihensponsor Musik Reihensponsor Kabarett und Tanz

19.1.

22.1.

VORSCHAU

4. ABO-KONZERT 2022/23

AUS DER TIEFE

SONNTAG, 2. APRIL 2023, 19 UHR STADTCASINO BASEL

Aus der Tiefe des Orchesters rücken im 4. Abo-Konzert im Stadtcasino Basel die Bässe der Basel Sinfonietta in den Vordergrund. Bögen schwingen über die Saiten wie Vögel über dem Wasser. Und das Spiel der Musikerinnen und Musiker wird zu einer choreographischen Erfahrung.

ASIA AHMETJANOVA (*1992)

Neues Werk für Orchester (2023) GLOBE

Auftragswerk der Basel Sinfonietta

OSCAR BIANCHI (*1975)

6 db Konzert für sechs Kontrabässe und Orchester (2021) PLUS-SQUARE Auftragswerk von Radio France, Festival Archipel, Basel Sinfonietta und Russian Concert Agency

ASHLEY FURE (*1982)

Bound to the Bow für Orchester und Elektronik (2016) PLUS-SQUARE

LUKAS BURRI / PIERRE DEKKER / PHILIPPE DREGER / MARIONA

MATEU CARLES / SIMON WALLINGER / BENEDICT ZIERVOGEL, Kontrabass BALDUR BRÖNNIMANN, Leitung

GLOBE Uraufführung

PLUS-SQUARE Schweizer Erstaufführung

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Basel Sinfonietta

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IMPRESSUM

REDAKTION

Werner Hoppe

CARTOON S. 3

Magi Wechsler

TEXTE

teilweise von Künstlerinnen und Künstlern, Agenturen und Verlagen zur Verfügung gestellt, von der Redaktion gekürzt und/oder übersetzt.

FOTOS

S. 1: Christophe Caffier;

S. 4: Lucia Hunziker;

S. 10: Daniel Spehr;

S. 15: EinDao;

S. 17: AFP;

S. 19: Interfoto;

S. 21: Michal Mikulski;

S. 23: Chinon, Vienne & Loire;

S. 25: dutilleux2016.com;

S. 27: Drouot;

S. 29: Marco Borggreve;

S. 31: Marc Doradzillo;

S. 33: Yuen Lui Studio;

S. 34/35: Marc Doradzillo

GESTALTUNG

www.onclame.com

Urheberinnen oder Urheber, die nicht erreicht werden konnten, werden zwecks nachträglicher Rechtsabgeltung um Nachricht gebeten.

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Eigenständigkeit, Mut und lokales Engagement verbinden uns mit der Basel Sinfonietta.

Darum geniessen wir ein frisches Ueli Bier nach dem Konzert. www.uelibier.ch

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