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DIE INDUSTRIE-ZEITUNG

BETRIEBSTECHNIK INSTANDHALTUNG

Das Dialogsystem bei Caterpillar, das eigene Schlüsse bei der Fehleranalyse zieht, basiert auf mehr als 27 Millionen Texten, die Reparaturen beschreiben und Ursachen schildern. Bild: Caterpillar

Vorausschauend warten mit KI In keinem anderen Bereich der Industrie 4.0 werden KI und maschinelles Lernen so stark vorangetrieben wie in der Wartung und Instandhaltung. Nicht ohne Grund: Die Auswertung von IoT-Daten durch smarte Algorithmen hat das Zeug, Predictive Maintenance in die nächste Liga zu befördern. Zwei aktuelle Beispiele von Caterpillar und Michelin zeigen, was möglich ist. KI fängt dort an, wo Daten zusammenfließen, ausgewertet und für intelligente Entscheidungen genutzt werden. Die vorausschauende Instandhaltung, die Prozess- und Maschinendaten für Prognosen heranzieht, kann demnach als natürliches Habitat von KI angesehen werden. Je größer die Datenbasis, desto höher die Intelligenz des Analysealgorithmus und die Qualität der Erkenntnisse. KI-gestützte Lösungen arbeiten nicht nur selbstständig, sondern können schlichtweg schneller mehr Informationen verarbeiten.

Lkw-Reifen werden getrackt und überwacht, um Reifendruck, Traktion und allgemeine Abnutzung über Tausende von Kilometern zu kontrollieren. Bild: Michelin

Dabei fischen sie immer tiefer im Datenpool. Neben IoT- und Sensordaten werden so auch Audio- und Bildmaterial sowie Textdateien ausgewertet. Insbesondere in historisch gewachsenen Datensilos kann es schwierig sein, relevante Informationen herauszufiltern. Hersteller besitzen in der Regel einen enormen Datenfundus aus technischen Dokumenten, die genaueste Auskunft über Wartungsmaßnahmen geben - vom Ausfall einer Maschine über die Fehleranalyse bis hin zur technischen Lösung. Aus den jahrelang von Servicetechnikern pflichtbewusst angelegten Wartungsberichten lässt sich heute echtes Kapital schlagen, vorausgesetzt sie können vom System verarbeitet werden. Text ist nach wie vor die dominanteste Form, in der Wissen in Unternehmen weitergegeben wird, sei es in Serviceheften, Help-Desk-Protokollen oder Garantie-Urkunden. Umso wichtiger ist es, dass PredictiveMaintenance-Systeme die natürliche Sprache verarbeiten und verstehen. Die Stichwörter lauten hier Natural Language Processing (NLP) und Natural Language

Understanding (NLU). NLP beschreibt relativ „einfache“ Techniken, um Texte maschinell zu verarbeiten und beispielsweise nach Schlüsselwörtern zu durchsuchen. NLU geht einen Schritt weiter und versucht, die Bedeutung einer Frage oder einer Aussage im Detail zu verstehen. Um die richtige Beziehung zwischen Subjekt, Verb, Objekt herzustellen und die Bedeutungen von Wörtern nach ihrem Kontext zu entschlüsseln, wird der Satz auf seine logische Struktur heruntergebrochen. Ein NLU-fähiges System kann so einen Text verstehen, relevante Informationen filtern, Fragen beantworten und im Idealfall konkrete Handlungsempfehlungen geben. Eine solches intelligentes Dialogsystem hatte auch Caterpillar vor Augen. Der Baumaschinenhersteller erprobt seit Jahren, wie neue Technologien für die Instandhaltung eingesetzt werden können. Ausgangspunkt der Überlegungen stellten mehr als 27 Millionen Texte dar, die Reparaturen beschreiben und Ursachen schildern. Ein typischer Bericht setzt sich aus kurzen, informellen Sätzen zusammen. Weiter auf Seite 20

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Wolff Publishing ISSN

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Februar 2020

Cloudbasierte Zustandserfassung ermöglicht Predictive Maintenance in der Druckluftversorgung. Seite 21

TOP NEWS maintenance Dortmund 2020 B&I Messezeitung ab Seite M1 Problem: Fachkräftemangel Vorbildliches Projekt: Bildungspartner und Industriedienstleister ziehen an einem Strang Seite 06 Smarte Instandhaltung dank KI Asset Performance Management bietet 360-Grad-Ansicht von Maschinen und Anlagen Seite 09 Automatisiertes Prüfsystem Wie sich die Arbeit bei der Werkstoff- und Materialprüfung effizient automatisieren lässt Seite 23

THEMEN Nachrichten

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Antriebs- & Steuerungstechnik

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Arbeitssicherheit

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Condition Monitoring & 17 Mess- & Überwachungstechnik Drucklufttechnik

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Energie-Effizienz

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Facility Management

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Fertigungstechnik

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Industrieservice

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Management & Technologie

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Reinigung

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Wartungs- & Werkstattbedarf

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Zulieferteile

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Messen & Events

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Impressum be in motion

1864-4554

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NACHRICHTEN

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Es gibt (zukünftige) Fachkräfte ...

Wie das in der Praxis aussieht, verdeutlicht Ludger Boeck, Geschäfts„Zwar gibt es in Deutschland derzeit führer eines Industriedienstleisters: keinen flächendeckenden Fach- „Der Arbeitsmarkt ist praktisch leerkräftemangel, allerdings können gefegt: Industriemechaniker, Zerschon heute in bestimmten Regio- spanungsmechaniker, Schlosser nen und Branchen offene Stellen oder auch Maschinen- und Anlanicht mit geeigneten Fachkräften genführer gibt es so gut wie keine besetzt werden”, schreibt das auf dem Arbeitsmarkt und wenn, Bundesministerium für Wirtschaft dann nicht in der Menge, wie wir und Energie auf seiner Webseite in sie eigentlich benötigen und gerne einem Artikel zum Thema „Fach- einstellen würden.” Auch andere Industriedienstleister kräfte in Deutschland”.

können ebenfalls ein Lied davon singen. Dabei gibt es hierzulande viele Menschen, die nicht vernünftig in den Arbeitsmarkt integriert sind - Menschen, die ihre erste Ausbildung versäumt oder abgebrochen haben, Studienabbrecher, Einwanderer oder Migranten, deren Berufsausbildung nicht anerkannt wird. Hier schlummern enorme Potenziale, die bisher einfach übersehen wurden. Wie man diese nutzt, zeigt ein vor-

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bildhaftes Projekt, das sich deutschlandweit ausrollen lässt. Im genannten Projekt ziehen ein Bildungspartner und ein Industriedienstleister gemeinsam an einem Strang. Das gemeinsame Interview der Projektpartner, nämlich der Geschäftsführerin des IZB, Christiane Siebert, und von Ludger Boeck, mit dem Titel „Win-win-win-Situation statt Fachkräftemangel”, auf Seite 6 in dieser Ausgabe verdeutlicht die Vorgehensweise. Volker Zwick

Neuausrichtung beim FDBR, WVIS und SET Dr. Dietmar Kestner übernahm vor Kurzem die Geschäftsführung der Verbände Dr. Dietmar Kestner ist seit Dezember 2019 der Nachfolger von Dr. Martin Eckert, der selbst erst zum Mai 2019 die Geschäftsführung des WVIS und des FDBR übernommen und nun seine Ämter wieder niedergelegt hat. Dr. Dietmar Kestner bringt seine Expertise aus zwanzig Jahren operativer Managementerfahrung im internationalen Maschinen- und Anlagenbau sowie im Bereich der technischen Dienstleistungen in das neue Amt ein. Die Aufgaben, die vor ihm liegen, sind groß. Der 63-jährige Dr. Dietmar Kestner sammelte seine Erfahrungen unter anderem bei der Vereinigte Kesselwerke AG, der Riley Stoker Corp. USA, der Babcock Omnical Industriekessel GmbH, der Nordex AG, der TÜV Rheinland Group sowie als Geschäftsführender Gesellschafter der Rhein-Ruhr Management + Consulting GmbH. Aufgrund seiner langjährigen operativen Tätigkeit in Projektierung und Abwicklung im Energieanlagenbau und -service ist er also mit den Märkten, Produkten und Leistungen der im FDBR und WVIS organisierten Unternehmen vertraut. Der Personalwechsel begleitet die Neuausrichtung des FDBR-Fachverbands Anlagenbau, des WVIS Wirtschaftsverbands für Industrie-

service sowie des gemeinsamen Dachverbands SET. Hierzu haben die Mitglieder der Verbände im Dezember 2019 im Rahmen von außerordentlichen Mitgliederversammlungen die Verschmelzung und künftige Ausrichtung eines gemeinsamen Verbandes auf den Weg gebracht. „Die Schaffung eines neuen LifeCycle-Verbandes ist der erste und wichtige Schritt, die relevanten Themen nachhaltiger einbringen zu können und die Mitgliedsunternehmen als technisch innovative Lösungsanbieter für die Herausforderungen der deutschen Industrie sichtbar zu positionieren: Die Menschen im Industrieservice halten die Industrie in Bewegung“, so Dr. Lothar Meier, Vorsitzender des Vorstandes des

WVIS. Ziel der strategischen Neuausrichtung ist es, auf die geänderten Rahmenbedingungen und Marktanforderungen bei Energie- und Industrieanlagen und deren Services angemessen zu reagieren. Dr. Lothar Meier ergänzt seine Stellungnahme: „Wir benötigen ein effizientes Netzwerk innerhalb der serviceorientierten Zielbranchen sowie in Berlin und Brüssel, um die Sorgen, aber auch die Lösungsangebote unserer Mitglieder besser in der Wirtschaft und gegenüber politischen Entscheidungsträgern adressieren zu können. Eine Verbindung mit FDBR und SET stärkt unsere Aktivitäten und führt uns schneller zum Ziel.“ www.wvis.eu

Für den neuen Geschäftsführer Dr. Dietmar Kestner stehen jetzt die Begleitung des beabsichtigten Verschmelzungsprozesses zum neuen Life-Cycle-Verband sowie die Umsetzung der Strategie für den geplanten neuen Verband auf der Agenda. Bild: FDBR

Zellcheming-Expo mit Straße der Instandhaltung Die Zellcheming-Expo bietet der europäischen Zellstoff- und Papierindustrie eine Plattform für Kontaktpflege, Innovation und Wissensaustausch. Hier treffen jedes Jahr spezialisierte Anbieter auf Fachbesucher u.a. aus den Bereichen Papierherstellung, Papier-

Wir sind der originale Serviceanbieter für die Marken Konecranes und Demag.

technik, Chemischer Industrie, Forschung und Entwicklung. Damit ist die Fachmesse eine gute Gelegenheit, um sich über Produkte, Dienstleistungen und aktuelle Trends in der Zellstoffund Papierindustrie zu informieren und ermöglicht dazu einen umfassenden Marktüberblick. Ein Gemeinschaftsstand auf der Messe, nämlich die „Straße der Instandhaltung“ mit Produkten und Lösungen speziell zu diesem Thema, fungiert als Treffpunkt und Marktplatz für Instandhalter. Angereichert wird das Angebot für diese Zielgruppe durch Kurzvorträge, Livereparaturen und Use-Cases zu aktuellen Instandhaltungsthemen. Besuchertickets für die nächste Messe am 24. bis 25. Juni 2020 in Frankfurt gibt es ab Februar. www.zellcheming-expo.com

Zusammenführung unserer Serviceorganisationen Konecranes und Demag OEM-Service – wir sind für Sie vor Ort. Egal welche Marke, egal welcher Kran, egal welches Hebezeug – der Service muss stimmen. Konecranes und Demag Industrial Service sind jetzt eins. Mit dem umfangreichsten OEM-Serviceportfolio am Markt – und erstklassigen Technikern. Darauf können Sie bauen. Wir haben alles für ein langes Kranleben. Korrektive und vorbeugende Instandhaltung, Generalüberholung und Modernisierung sowie Datenfernübertragung und vieles mehr – wir haben immer das passende Serviceangebot - ab jetzt noch schneller und umfangreicher, damit Ihre Krananlagen lange und sicher für Sie arbeiten. konecranes.de

Die Zellcheming-Expo findet am 24. und 25.06. in Frankfurt a.M. statt. Bild: B&I


Houston, we have a problem.

Servparc: Smart Factory trifft auf Smart Maintenance.

Hotspot für Zukunftstrends in Facility Management, Industrieservice und IT Messe Frankfurt 17. – 18.06.2020

Tickets ab Mitte Februar verfügbar. servparc.de

Ideeller Träger:

Veranstalter:


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NACHRICHTEN

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Servparc 2020: Die Themen stehen Spannende Fokusthemen und interessante Keynote-Speaker locken In diesem Jahr stehen die Fokusthemen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Arbeitsmarktentwicklung im Mittelpunkt der Servparc. Die Veranstaltung, die sich als Hotspot für die Themen Facility Management (FM), Industrieservice und IT versteht, findet vom 17. bis 18.06. in Frankfurt am Main statt. Die Keynote von Frank Thelen - dem Investor und Gründer, unter anderem bekannt aus der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ - dürfte in diesem Jahr auf ein reges Interesse stoßen. „Technologien wie KI, Robotics und Sensoren werden in Zukunft jede Branche tief greifend verändern. Wir sollten dies als Chance und nicht als Gefahr ansehen“, erklärt Frank Thelen und ergänzt: „Ich freue mich darauf, auf der Servparc über genau diese technologischen Chancen zu sprechen.“ Weitere Keynotes und Programmpunkte werden in den nächsten Wochen sukzessive veröffentlicht. Die Themenschwerpunkte in diesem Jahr orientieren sich an einer Umfrage, die unter Vertretern aus Anwenderunternehmen durchgeführt wurde. Wichtigstes Thema

für die Teilnehmer der Servparc ist nach wie vor Digitalisierung im FM. Hierfür interessieren sich 77 Prozent der Befragten. Neu ist dagegen Platz zwei des Rankings: 61 Prozent der Umfrageteilnehmer wünschen sich Vorträge und Lösungen zur Nachhaltigkeit - und so hat es auch dieses Thema auf die Agenda geschafft. Damit bilden diese beiden

Megatrends gemeinsam mit dem Thema Arbeitsmarktentwicklung den inhaltlichen Kern des StageProgramms im Rahmen der bevorstehenden Veranstaltung. Zum erweiterten Themenspektrum zählen außerdem Betreiberverantwortung, Beschaffungsmanagement, Gebäudeautomation und New Work/Workplace. www.servparc.de

„all about automation” jetzt bei Easyfairs Easyfairs erwarb im Dezember des vergangenen Jahres sämtliche Anteile der Stuttgarter Untitled Exhibitions GmbH und verstärkt mit den regionalen Industriefachmessen „all about automation“ nun sein Messeportfolio in der DACH-Region. 2019 konnten die Messen in Hamburg, Essen,

Die Ausstellerliste der Servparc 2020 ist Stand Januar 2020 auf mehr als 70 Unternehmen angewachsen. Bild: Mesago

Leipzig und Friedrichshafen zusammen über 600 Aussteller verzeichnen. Das Team, das die Fachmessen bis dato organisierte, wird auch zukünftig unter dem Dach von Easyfairs den Ausbau und die Weiterentwicklung des Messekonzepts verantworten. www.all-about-automation.com

Schnellere Entwicklung, höhere Innovationskraft Studie: Digitalisierung sorgt für nachhaltige Innovationen Eine neue IDC-Studie mit dem Titel „Industrieunternehmen auf dem Weg in das datenbasierte Tagesgeschäft“ beschäftigt sich mit der Entwicklung im Bereich Digitalisierung von produzierenden Unternehmen in Deutschland und der Schweiz. Befragt wurden insgesamt über 200 Unternehmen zum Status quo ihrer Digitalisierungsbestrebungen sowie zu konkreten Wünschen und Bedürfnissen an das eigene Business. Die Studie von International Data Corporation (IDC) - beauftragt von

Kosten senken ... Den Hintergrund der Studie boten die weltweite Abkühlung der Konjunktur und entsprechend geringe Wachstumsprognosen. Industrieunternehmen müssen durch den steigenden Wettbewerbsdruck vermehrt Produktinnovationen entwickeln, um Kosten und Ressourcen einzusparen und zeitgleich Kundenbedürfnisse mitzutragen. Bild: IDC

Dassault Systèmes - zeigt, dass Unternehmen den Stellenwert

eines digitalen Wandels heute erkennen, denn mehr als die Hälfte aller befragten IT-Verantwortlichen gaben an, dass die Digitalisierung ihres Unternehmens für sie die wichtigste Aufgabe darstelle. Grund hierfür stellen die veränderten Bedingungen an die Unternehmen dar.

Innovationen müssen beschleunigt und Kosten gespart werden, um einen langfristigen unternehmerischen Erfolg gewährleisten zu können. Die Top-Prioritäten der befragten Unternehmen lauteten entsprechend „Kosten senken“ (55 Prozent) sowie „Innovation von Produkten und Services“ (49 Prozent).

... und Innovationen voranbringen

Fachmesse mit 115. Jahrestagung Zellstoff-, Papier- und Zulieferindustrie sowie faserbasierte Werkstoffe Frankfurt am Main, 24.–25.06.2020

Aussteller werden: zellcheming-expo.com

Zukunft in jeder Faser Sie sind spezialisiert auf Instandhaltung? Buchen Sie jetzt Ihren Stand auf der »Straße der Instandhaltung« und präsentieren Sie sich TopEntscheidern aus der Papier- und Zellstoffindustrie zum attraktiven Komplettpreis!

Ideeller Träger:

# ZELLEXPO

Veranstalter:

Der digitale Alltag in vielen Unternehmen steht jedoch erst noch bevor. 42 Prozent der Befragten gaben an, erst am Anfang eines Digitalisierungsprozesses zu stehen und sich zumindest mit der Evaluierung und Planung zu beschäftigen. Entsprechend werden auch die ITAusgaben prognostiziert: IDC erwartet, dass in den kommenden fünf Jahren über 50 Prozent der Investitionen in digitale Innovation und Transformation fließen werden. Im Hinblick auf die kommenden zwölf Monate haben IT-Entscheider ihre Prioritäten entsprechend klar formuliert. Über die Hälfte der Befragten sehen die Digitalisierung als Aufgabe Nummer eins. 42 Prozent gaben zudem an, dass sie Cloudmodelle zur Optimierung einführen und gleichzeitig die IT-Sicherheit stärken wollen. Für weitere 31 Prozent stehen die bereichsübergreifende Prozessoptimierung sowie die Konvergenz von IT und OT (Operational IT) im kommenden Jahr besonders im Fokus. www.3ds.com/de


INDUSTRIESERVICE

Februar F 2020

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Instandhaltungs-Know-how hoch sieben Sieben Robur-Unternehmen stellen gemeinsam auf der maintenance Dortmund aus Im Jahr 2015 wurde Robur gegründet. Mit mittlerweile 20 Unternehmen, einem Umsatz von rund 200 Millionen Euro und über 2.000 Mitarbeitern gehört die Firmengruppe nach eigenen Angaben zu den Top Ten der Industrieservicedienstleister in Deutschland. Die Unternehmen profitieren dabei von der Größe und Internationalität der Gruppe und können Vertriebs-, Auslastungs- und Managementsynergien nutzen, so die Idee. Sieben der 20 Unternehmen sind auf der maintenance in Dortmund vertreten. „Robur vereint Spezialisten in der Instandhaltung“ - unter diesem Motto werden die Robur-Firmen APE, EAM, Fluidserv, GIS, MLB, PTS und TEC im Februar auf der maintenance, der Leitmesse für industrielle Instandhaltungslösungen in Halle 4, Stand B13 und in Halle 5 Stand H13 vertreten sein. Das neueste Mitglied der Gruppe, die APE Engineering GmbH, fokussiert sich dabei auf ihre mobile Service-App „GetIT“, eine mobile Anwendung, bei der das Knowhow für den Maintenance-Zweck zusammenfließt. Über ein Dashboard ist hier der Zustand der Maschinen/Komponenten ad hoc ersichtlich, mögliche Alarme werden visualisiert, Arbeitsanweisungen oder Schritt-fürSchritt-Anleitungen für Wartungszwecke oder Bedienungsanlei-

tungen sind für das Servicepersonal griffbereit und auch Servicetickets werden verwaltet. Die Service-App kann aber auch ganz schlank gehalten und nur zum Registrieren der Maschinen bzw. Komponenten, also der sogenannten Assets über einen QRCode, und deren Wartungsintervalle genutzt werden. Auf diese Weise lassen sich automatische Wartungspläne und/oder Ersatzteillisten generieren. Die EAM Software GmbH wiederum positioniert sich als Systemintegrator für Instandhaltungssysteme, Datenaustausch und Digitalisierung mit Schwerpunkt IBM Maximo Enterprise Asset Management. Eine umfassende Datenintegration ist dabei eines der Spezialgebiete der EAM. Beispiel - die nachträgliche Ausrüs-

tung mit Sensorik: Sie hat ein enormes Optimierungspotenzial und erlaubt ein Condition Monitoring, was zur Minimierung von Ausfällen, einer Erhöhung der Produktivität und Planungssicherheit sowie zu einem Effizienzgewinn führt. Mit Demos zu Predictive Maintenance und zur DGUV V3 Prüfdatenintegration werden die EAM-Experten auf der Messe präsent sein. Ihre Wartungslösungen für Pumpen stellt die Fluidserv GmbH vor. Dazu gehören neben der Pumpeninstandsetzung von Engineered Maschine, die vom Hersteller selber nicht mehr gewartet und revisioniert werden, auch ReverseEngineering-Leistungen und 3DVermessung von Bauteilen und deren Reproduktion, unabhängig vom Werkstoff.

Schnelle Eingreiftruppe … ist rund um die Uhr und weltweit bei mechanischen Schäden zur Stelle Unvorhergesehene Ausfälle durch mechanische Schäden stellen Betreiber vor große Probleme. Da Stillstandszeiten so gering wie möglich gehalten werden müssen und es sich in den meisten Fällen um nicht bewegliche Komponenten handelt, bleibt nur die Lösung vor Ort - und oftmals geht es dann nicht ohne die Unterstützung von externen Spezialisten. Solche Spezialisten hat Metalock Engineering Germany. Das Unternehmen mit 230 Mitarbeitern bietet Dienstleistungen rund um anspruchsvolle Reparaturen und Instandhaltungen im Bereich des Maschinenbaus an - und das in allen Branchen. Außerdem übernehmen die Experten auch geplante Maßnahmen, zum Beispiel wenn normaler Verschleiß die Produktionstoleranzen überschreitet. Das Spektrum an Reparatur- bzw. Bearbeitungseinsätzen, das die Profis in den unterschiedlichsten Branchen abdecken, ist groß: Drehen, Fräsen, Bohren, Honen, Sägen, Ausspindeln usw. Derartige Arbeiten werden beispielsweise an Dampf-, Gas- und Wasserturbinen, Windkraftanlagen, Karosseriepressen oder Schiffsmotoren durchgeführt. Aber es gibt auch ausgefallene Einsätze: So wurde auch schon einmal ein Einsatz per Helikopter zu einem Polarforschungsschiff organisiert, das mit Motorschaden nur mehr „halbe Kraft“ fahren konnte und damit vor allem sein Backup-System verloren hatte. „Die Anforderungen an die Bearbeitungsqualität sind meist sehr hoch, die erlaubten Toleranzen oft gering“, so die Experten, und ergänzen: „Aus diesem Grund kommt in vielen Fällen unser Team aus Laservermessern zum Einsatz, die im Vorfeld der Vor-Ort-Bearbeitung die Anlage oder Komponente exakt vermessen und da-

mit den Grundstein für eine präzise Bearbeitung und spätere Verschleißkontrollen legen.“

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maintenance Dortmund Halle 4, Stand B35 www.metalockengineering.com

APE Engineering zeigt auf der Messe die mobile Service-App „GetIT“, eine Anwendung, bei der das Know-how für den MaintenanceZweck zusammenfließt. Bild: Robur

Pumpen können damit herstellerunabhängig gewartet und instand gesetzt werden - auf Wunsch auch vor Ort in der Anlage. Abgerundet wird das Portfolio von einem allgemeinen Anlagenservice und ergänzenden Wartungsdienstleistungen. Neben ihren EAM-Lösungen, basierend auf den Plattformen IBM Maximo und Infor EAM, stellt der Digitalisierungsspezialist GIS Gesellschaft für integrierte Systemplanung mbH auch die mobile Instandhaltungslösung „Insight Mobile“ vor, eine Zusatzlösung aus dem im eigenen Hause entwickelten Instandhaltungsportal „Insight Control Panel“. Die Module des Insight Control Panel wurden entwickelt, um den Umgang mit komplexen EAM-Systemen zu vereinfachen. Sie optimieren und erweitern die Performance, die Funktionalitäten und Möglichkeiten von EAM-Systemen. Die MLB Manufacturing Service GmbH fokussiert sich auf ihre

Kompetenzen in der Instandhaltung, im Anlagenbau und der Maschinenbearbeitung. Dazu gehört die Anfertigung von Sondermaschinen, Prototypen und ganzen Anlagen nach speziellen Kundenwünschen - bei Bedarf auch inklusive Transport und Inbetriebnahme vor Ort. Die PTS Anlagenservice GmbH stellt schließlich ihre Kompetenzen in den Bereichen Schweißarbeiten, Stahlbau, Instandsetzung und der allgemeinen Metallverarbeitung vor. Durch die neue Zertifizierung nach DIN EN ISO 3834 wurde das Leistungsangebot an Schweißarbeiten noch einmal deutlich ausgeweitet. Im Stahlbau konnte die PTS ihre Zertifizierung nach DIN EN 1090-2 erfolgreich verlängern. Die TEC GmbH, die Projektspezialisten für die Wartung, Installation und Verlagerung von Maschinen und Anlagen, präsentiert auf der Messe ihre Lösungen für die Aufnahme von Instandhaltungs- und Wartungsbedarf mithilfe von Drohnen. Die Drohnenpiloten der TEC sind dabei sowohl über der Erde (zum Beispiel an Windkraftanlagen) als auch in unterirdischen Tunnel- und Rohrleitungssystemen unterwegs und optimieren so die Aufnahme und Dokumentation von Instandhaltungsbedarf an den Anlagen und Systemen. maintenance Dortmund Halle 4, Stand B13 Halle 5, Stand H13 www.robur-industry-service.com www.ape-engineering.de www.eam-software.de www.fluidserv.com www.gis-systemhaus.de www.mlb-is.de www.pts-anlagentechnik.de www.tec-gmbh.com

INDUSTRI ESERVI CE

Kompetenz für außergewöhnliche Lösungen Lobbe Industrieservice ist führend im Bereich der Automatisierung von technischen Dienstleistungen. Dazu zählen eine Reihe automatisierter Vorgänge, Fachpersonal, technisches Know-how und hohe Flexibilität. Anstehende Projekte werden unter Berücksichtigung aller für die Sicherheit relevanten Aspekte realisiert. Damit gewährleistet Lobbe Industrieservice eine höchstmögliche Verfügbarkeit der technischen Ressourcen von Industrieunternehmen. Lobbe Industrieservice GmbH & Co KG Stenglingser Weg 4 − 12 D-58642 Iserlohn Telefon 0 23 74 - 504 - 0 info@lobbe.de www.lobbe.de

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www.lobbe.de/leistungen/industrieservice


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INDUSTRIESERVICE

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Win-win-win-Situation statt Fachkräftemangel Bildungspartner und Industriedienstleister ziehen an einem Strang Schon heute fehlen in vielen Unternehmen, Branchen oder Regionen Fachkräfte mit beruflicher Qualifikation. Und der Fachkräftemangel wird sich unabhängig von konjunkturellen Entwicklungen durch den demografischen Wandel noch weiter verstärken. Deshalb versucht die Bundesregierung beispielsweise mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz, das am 1. März in Kraft treten wird, einen rechtlichen Rahmen für eine erleichterte Einwanderung qualifizierter Arbeitskräfte aus Drittstaaten zu schaffen. Doch es gibt auch hierzulande noch zahlreiche Menschen, die noch nicht vernünftig in den Arbeitsmarkt integriert sind. Derer nimmt sich beispielsweise das IZB an. Dass und wie es funktioniert und warum unterm Strich wirklich alle profitieren, erklären die Geschäftsführerin des IZB, Christiane Siebert, und Ludger Boeck, der Geschäftsführer des Industriedienstleisters Maschinenbau Ludger Boeck GmbH, im gemeinsamen Interview. Herr Boeck, wie wirkt sich der Fachkräftemangel aus? Im Oktober 2019 lag in Bayern die Arbeitslosenquote bei 2,7 Prozent. Hier im Landkreis Augsburg - der Stammsitz unserer Firma ist in der Stadt Bobingen (Landkreis Augsburg) - war diese Quote mit 2,3 Prozent noch einmal deutlich niedriger, sodass man praktisch von einer Vollbeschäftigung sprechen kann. Der Arbeitsmarkt ist also praktisch leergefegt: Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker, Schlosser oder auch Maschinenund Anlagenführer gibt es so gut wie keine auf dem Arbeitsmarkt und wenn, dann nicht in der Menge, wie wir sie eigentlich benötigen und gerne einstellen würden. Ist dies ein neues Problem? Eigentlich nicht. Der Facharbeitermangel hat sich bereits in den 1980er-Jahren angekündigt, denn wir bilden bereits seit Jahren viel zu wenige Facharbeiter aus. Allerdings hatten wir in der Vergangenheit das Glück, dass mit dem Zusammenbruch der DDR viele ausgebildete Personen in den Arbeitsmarkt gekommen sind, die diese Lücken füllen konnten. Was kann man heute gegen den Fachkräftemangel tun? Nun, es gibt mehrere Personengruppen, die wir in der Vergangenheit vernachlässigt haben. Die Rede ist beispielsweise von Erwachsenen, die ihre erste Ausbildung versäumt oder abgebrochen haben, von Studienabbrechern, von Migranten, deren Berufsausbildung nicht anerkannt wird, oder von Einwanderern mit entsprechendem Potenzial und Vorbildung.

Ludger Boeck, Geschäftsführer von Maschinenbau Ludger Boeck, bestätigt: „Für uns ist dieses Ausbildungskonzept ein optimaler Weg, um damit unseren Stamm an qualifizierten Facharbeitern weiter auszubauen.“

Hier schlummern enorme Potenziale, die in der Vergangenheit einfach übersehen wurden. Sie alle haben ein großes Interesse, als Facharbeiter tätig zu werden.

Die Geschäftsführerin des IZB, Christiane Siebert, betont: „Das Pilotprojekt hier in Bobingen ist sehr gut angelaufen. Nun sind wir auch in Köln und Düren als IZB damit aktiv. Das Konzept ist landesweit übertragbar.“

Ist das der Punkt, an dem die IZB ins Spiel kommt, Frau Siebert? Richtig, wir sind ein Bildungspartner, der sich gezielt um diese Personengruppen kümmert - und zwar ganzheitlich. Das bedeutet beispielsweise, dass wir uns um die Bewerbersuche und die Auswahl ebenso kümmern wie um die eigentliche Ausbildung und sofern notwendig - um den Sprachunterricht. Bildungsträger gibt es ja viele. Wodurch unterscheidet sich ihr Ansatz? Wir nehmen sowohl den zukünftigen Arbeitgeber als auch die Arbeitsagentur mit ins Boot. Das bedeutet, dass nach der Auswahl der Bewerber diese in aller Regel bereits vom zukünftigen Arbeitgeber angestellt werden und zwar mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag, allerdings mit der Voraussetzung, dass am Ende der Ausbildung die IHK-Prüfung bestanden wird. Das bietet Sicherheit für beide, also für den Auszubildenden als auch für den Arbeitgeber. Der eine weiß, wo und zu welchen Bedingungen er später arbeiten wird und der andere weiß, mit welchen Mitarbeitern er zukünftig rechnen kann. Die Arbeitsagentur respektive die Jobzentren sind übrigens bei der Bewerbersuche mit integriert. Außerdem suchen wir beispielsweise in passenden Arbeitsmarktportalen nach geeigneten Be-

werbern, wobei wir hier in der Region beispielsweise aufgrund von positiver Mundpropaganda mehr Bewerber als Stellen haben. Welche Zugangsvoraussetzungen sollten Bewerber mitbringen? Handwerkliches Geschick, Freude am praktischen Arbeiten, ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen und Sorgfalt sowie eine entsprechende körperliche Beweglichkeit sind unabdingbar. Wichtig ist auch, dass die deutsche Sprache verstanden wird, wobei wir hier im Rahmen der Ausbildung ebenfalls weiterqualifizieren. Ein Hauptschulabschluss ist empfehlenswert, aber nicht zwingend notwendig. Herr Boeck, können Sie von Ihren Erfahrungen mit diesem Konzept berichten? Wir haben mittlerweile 30 neue Facharbeiter auf diese Art und Weise bekommen, die diese Art der Ausbildung bei der IZB durchlaufen haben und weitere befinden sich gerade noch in der Ausbildungsphase. Das sind alles Stellen, die wir sonst kaum hätten mit adäquatem Personal besetzen können. Doch nicht nur wir profitieren: Auch unsere neuen Mitarbeiter haben Vorteile. Sie haben einen sicheren Arbeitsplatz, eine gute Bezahlung und Aufstiegsmöglichkeiten. Viele waren in der Vergangenheit immer nur kurzfristig beschäftigt, beispielsweise als Versandmitarbeiter im Logistikzentrum eines großen Onlineversandhändlers hier in der Region. Sie wurden häufig nach dem Weihnachtsund Umtauschgeschäft wieder ausgestellt. Andere mussten aufstocken, weil sie mit dem Geld, das sie bis dato in ihren Jobs verdienten, keine Familie unterhalten konnten. Das ist jetzt anders. Als Facharbeiter verdienen sie gut. Da Sie das Thema Geld ansprechen. Wie sieht es mit dem Verdienst aus? Wir zahlen bereits während der Ausbildung 12 Euro die Stunde. Nach bestandener IHK-Prüfung geht es hier im Unternehmen mit 15 Euro pro Stunde los, wobei gute Mitarbeiter auch 5.000 Euro und mehr pro Monat verdienen können. Das ist also deutlich über dem Mindestlohn, sodass niemand von unseren Mitarbeitern zum Aufstocken gezwungen ist - und

Christiane Siebert und Ludger Boeck stellen im gemeinsamen Interview einen Ausbildungsansatz vor, mit dem man dem Fachkräftemangel entgegenwirken kann. Bilder: B&I

das bei einer sicheren Arbeitsstelle. Frau Siebert, wie ist Ihr Projekt gegenfinanziert? Wir arbeiten ja mit den Arbeitsagenturen zusammen und nutzen hier die Fördermöglichkeiten des Qualifizierungschancengesetzes. Hiermit fördert die Agentur für Arbeit die Ausbildung von Menschen, die keinen oder keinen verwertbaren Berufsabschluss haben, wobei wir hier zum Teil Förderquoten von bis zu 100 Prozent der Weiterbildungskosten sowie des Arbeitsentgelts an den Tagen der betrieblichen Ausbildung erreichen. Das bedeutet für den Betrieb deutlich niedrigere Kosten, oder, Herr Boeck? Das ist richtig. Eine normale IHKAusbildung zum Industriemechaniker dauert beispielsweise 42 Monate. Mit dem Arbeitgeberanteil entstehen hier Kosten in Höhe von 50.000 Euro für das Unternehmen, sodass eine betrieblich genutzte Arbeitsstunde mit rund 25 Euro zu Buche schlägt. Bei der IZB-Ausbildung mit QCG liegen die Kosten für die gesamte Ausbildung, die hier nur 28 Monate dauert, für das Unternehmen bei rund 11.000 Euro. Doch es ist nicht die Kostenersparnis, die hier im Vordergrund steht, sondern dass wir über dieses Konzept neue, qualifizierte und motivierte Facharbeiter bekommen, die wir dringend benötigen - und das in relativ kurzer Zeit. Wo und wie findet die Ausbildung statt, Frau Siebert? Wir haben hier in der Stadt Bobingen an einem ehemaligen Standort der Höchst AG, der heute als Industriepark von mehreren Firmen genutzt wird, eine eigene Ausbildungshalle. Hier können wir das notwendige theoretische und praktische Wissen vermitteln. An den Praxistagen arbeiten die Auszubildenden direkt bei den Firmen vor Ort, bei denen sie später sowieso tätig sein werden. Insgesamt können hierbei maximal 15 Personen, gegebenenfalls auch aus unterschiedlichen Unternehmen, pro Ausbildungsgruppe teilnehmen.

Wichtig ist, dass unsere Teilnehmer auch nicht in eine Berufsschule müssen, sondern dass wir als Bildungspartner auch diesen Teil übernehmen. Schließlich haben wir Teilnehmer, die bis zu 50 Jahre alt sind, sowie Familienväter, denen es wichtig ist, dass sie nicht mit lauter Jugendlichen in einer Klasse sitzen müssen. Zudem können wir durch dieses Konzept sehr gut durchmischen. Wir bilden beispielsweise immer Zweiergruppen, wobei einer der beiden gut Deutsch spricht und so dem anderen, der hier Defizite hat, helfen kann. Bei Auszubildenden, die noch Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache haben, binden wir zusätzlich eine externe Sprachschulung mit ein. Die reguläre Abschlussprüfung findet dann nach 28 Monaten als externer Teilnehmer bei der IHK statt. Derzeit bilden wir zum Maschinen- und Anlagenführer, zum Industriemechaniker und zum Zerspanungsmechaniker aus. Das Ganze ist aber doch ein eher regionales Konzept. Das Pilotprojekt lief wirklich hier in Bobingen und hier sind wir auch immer noch aktiv. Doch mittlerweile sind wir genau mit dem gleichen Konzept als IZB auch in Düren und in Köln aktiv. Diese Art der Ausbildung ist praktisch deutschlandweit einsetzbar und auch nicht nur auf diese drei genannten Berufe begrenzt. Herr Boeck, wie bewerten Sie als Arbeitgeber das Konzept? Es ist eine Lösung, bei der alle gewinnen - wir als Arbeitgeber, weil wir gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter bekommen, die Auszubildenden, weil sie einen zukunftsfähigen Beruf erlernen und damit ohne Unterstützung ihren Lebensunterhalt verdienen können. Und davon profitieren dann natürlich auch die Sozialsysteme und beispielsweise die Agentur für Arbeit, da Personen ohne abgeschlossene Ausbildung nur schwer zu vermitteln sind - auch in Zeiten einer praktischen Vollbeschäftigung. In der Summe kann man also wirklich von einer Win-win-winSituation sprechen. www.iz-b.de www.maschinenbau-lb.de


MANAGEMENT & TECHNOLOGIE

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Mit einem ganzheitlichen Ansatz überzeugen GS-Group zeigt Lösungen für das Field Service Management und die Telematik Die GS-Group ist ein europäischer Anbieter von Dienstleistungen und Lösungen im modernen Field Service Management sowie von branchenübergreifenden Telematik- und Sensorik-Technologien. Die Gesellschaft wurde 1992 als Guard Systems gegründet. Sie hat ihren Sitz im norwegischen Sandefjord und verfügt über insgesamt 14 Büros in neun Ländern - unter anderem auch in Deutschland (Dortmund). Das hierzulande angebotene Produktportfolio umfasst mehrere Produkte und Lösungen. Auf der maintenance-Messe in Dortmund werden unter anderem die Lösungen Handyman und Fleetsystem präsentiert. Handyman wurde bereits vor über 20 Jahren als mobile Lösung für norwegische Elektriker entwickelt und wird seit dem Jahr 2018 für die Plattformen MS Windows 10, Android und Apple iOS angeboten. Der Fokus der Anwendung liegt längst nicht mehr nur im klassischen Handwerksdienst, sondern sie lässt sich auch für das Field Service Management im industriellen Bereich einsetzen. Die Software, die über das Telefon, Tablet oder Notebook genutzt werden kann, erleichtert laut Entwickler die Erstellung von Angeboten, neuen Bestellungen und Ablaufplänen. Außerdem integriert sie eine Zeiterfassung sowie ein Vertrags- und Instandhaltungsmanagement. Konkret bedeutet dies, dass die Erfassung von Stunden, Materialverbrauch, Kapazitäten, Instandhaltungs- und Wartungsaufträgen sowie die Dokumentationen der abgeschlossenen Projekte einfach und schnell erledigt werden können. Zudem unterstützen individuell konfigurierte Checklisten und Arbeitsabläufe dabei, Routinefehler zu eliminieren und einen korrekten Abschluss des Auftrags sicherzustellen. Die Informationen werden dabei in Echtzeit erfasst und ohne Ver-

zögerung an das ERP-System zur Faktura übermittelt. Ebenso ist eine grafische Ressourcenplanung für die Disposition verfügbar. Die Anwendung Handyman kann außerdem mit der herstellerspezifischen Lösung im Bereich Flottenmanagement kombiniert werden, beispielsweise um schnell den Techniker zu finden, der dem aktuellen Auftragsort am nächsten ist oder zur einfachen GPSbasierten Erfassung der Fahrzeit auf dem mobilen Endgerät. Für die Anbindung von Fahrzeugen, Werkzeugen und Maschinen an das Internet der Dinge (Internet of Things, kurz: IoT) bietet die GSGroup mit dem Fleetsystem eine Lösung, die laut Entwickler im Instandhaltungsumfeld ebenfalls hilfreich ist. Das sensorgestützte Tracking wird zur Inventarisierung, Lager- und Standortverwaltung sowie für Einsatzplanung und digitales Geräteund Flottenmanagement eingesetzt. Nutzer erhalten dabei zeitnah alle kritischen Daten der überwachten Geräte und bekommen so einen besseren Überblick, was wiederum die Verwaltung und Einsatzplanung der Ressourcen erleichtert. Herzstück sind Sensoren, die über Mobilfunk und RFID angebunden

werden. Sie machen mobile Geräte oder Anlagen ohne Internetanschluss IoT-fähig. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise Servicefahrzeuge, Flurförderfahrzeuge, mobile Hebebühnen, Spezialwerkzeuge für die Instandhaltung oder Anlagen im Außenbereich an das IoT anbinden. Ein breites Spektrum an Sensoren, welche das Unternehmen unter der Marke Flextrack produziert, ermöglicht dabei mehr als eine Aussage zur Position eines Objekts: Temperatur, Bewegung und andere Informationen können nämlich ebenfalls in Echtzeit verfolgt und registriert werden. Die vom Sensor gesammelten Daten können über ein Webportal abgerufen werden. Mit dem Fleetsystem erhält der Anwender also schnell einen Überblick über Position und Status seiner Objekte

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Unter der Marke Flextrack produziert die GSGroup die Hardware und forscht im Bereich der Sensortechnologie. Dadurch kann das Unternehmen ganzheitliche Lösungen anbieten. Täglich nutzen Tausende von Industriemechanikern und IT Service- und Facility-Management-Technikern Handyman an ihren mobilen Endgeräten. Bild: GS-Group

und kann die installierte Basis verwalten sowie Auswertungen zu den Meldungen der Sensoren abrufen. Auch eine benutzerfreundliche Kartenansicht steht zur Verfügung. Alternativ ist eine Übertragung an Drittsysteme über Schnittstellen möglich. „Darüber hinaus verfügen wir über ein einzigartiges GPS/GSM- und RFID-basiertes System für Echtzeit- und Langzeitortung zur Objektwiederbeschaffung im Falle eines Diebstahls“, betonen die Verantwortlichen der GS-Group

und ergänzen: „Fortschrittliches sensorgestütztes Tracking bietet einen besseren Überblick und eine unkomplizierte Verwaltung der Ressourcen. Das Ergebnis dessen ist ein höherer Effizienzund Qualitätsstandard der erbrachten Leistungen. An diesem Punkt bildet es die effiziente Schnittstelle zu unserem Produkt Handyman, das problemlos integriert werden kann.“ maintenance Dortmund Halle 4, Stand A20 www.gsgroup.de

SEW-EURODRIVE–Driving the world

Sorgt für eine spannungsfreie Wartung Pilz bietet mit dem Spannungswächter PNOZ s60 eine nach Herstellerangaben elegante Möglichkeit, den spannungsfreien Zustand von Maschinen und Anlagen nach der Norm UL6420 zu überwachen. Der Spannungswächter erfüllt die Anforderungen zur Umsetzung von SLS-Anwendungen, die in den USA gesetzlich vorgeschrieben sind, und überwacht spannungsfrei geschaltete 1- bzw. 3-PhasenNetze mit Neutralleiter. Dabei können zwei Schaltschwellen eingestellt werden, nämlich 12 V oder die im Food-and-Beverage-Bereich üblichen 6 V. Erst beim Unter-

schreiten der konfigurierten Schaltschwelle wird der Sicherheitskreis freigegeben. Mit einer Versorgungsspannung von 24-48/110-240 V AC/DC kann das sichere Spannungsüberwachungsgerät PNOZ s60 flexibel und in einem breiten Anwendungsbereich eingesetzt werden. Die frontseitig angebrachten LEDs ermöglichen eine einfache Diagnose und unterstützen bei der Fehlersuche. Die kompakte Baubreite von 90 Millimetern erlaubt eine platzsparende Installation im Schaltschrank. www.pilz.com Der Spannungswächter PNOZ s60 eignet sich für den Einsatz in Anwendungen, die ein Safety Lockout System (SLS), also die Wartung von Anlagen im sicher elektrisch energielosen Zustand erfordern. Bild: Pilz

Modernisierung

Retrofit

Ihre altbewährte Anlage bringen wir auf den neuesten Stand der Technik. Steigern Sie mit unserem Service Retrofit Ihre Produktivität und Energieeffizienz, senken Sie Ihre Instandhaltungskosten und profitieren Sie von langfristiger Teileverfügbarkeit. Alles aus einer Hand: persönliche Beratung und Engineering, modernste Antriebstechnik, Programmierung und Visualisierung sowie die komplette Installation und Inbetriebnahme.

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Der Service Retrofit ist Teil unseres Serviceangebots entlang des Anlagenlebenszyklus. www.sew-eurodrive.de/life-cycle-services Gerne beraten wir Sie auch persönlich. edg.marktmanagement@sew-eurodrive.de Besuchen Sie uns: maintenance, Dortmund 12.02. – 13.02.2020


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F Februar 2020

Nachschub in der vollautomatischen Fabrik Wie man die Sicherheit der Fertigung in einer vollautomatischen Produktion sicherstellt Bei vielen deutschen Autobauern laufen die Planungen für vollautomatische E-Mobil-Fertigungsstraßen bereits auf Hochtouren. Die Systeme funktionieren autark, denn in den künftigen Fertigungsstraßen der großen Autobauer arbeiten fast ausschließlich Roboter. Dass beim Materialnachschub in diesen Fabriken ein Rädchen reibungslos ins andere greifen muss, ist offensichtlich. Genau dafür sorgt das Spezialunternehmen CSP mit Sitz im schwäbischen Pfronstetten. „Menschen sind an den Produktionslinien fast nicht mehr anzutreffen“, weiß Harald Späth, einer der Geschäftsführer der CSP GmbH. Das Unternehmen aus BadenWürttemberg ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von Sondermaschinen und Anlagen für die innerbetriebliche Logistik. Vor allem die Automotive-Branche setzte laut CSP auf diese robusten, zuverlässigen und langlebigen Individuallösungen. Zu den jüngsten Entwicklungen der Schwaben gehört eine Sicherheitsschleuse, mit denen ein großer deutscher Autobauer seine vollautomatischen E-Mobil-Fertigungsstraßen absichert. Dabei geht es in erster Linie darum, das Eindringen von Menschen in die Sicherheitszone zu verhindern, wie Harald Späth betont.

FTS trifft auf Schleusensytem „In der Fertigung arbeiten große Robotersysteme, die ihre programmierten Bewegungsabläufe zum Teil mit erheblichem Kraftaufwand abspulen.“ Dass sich dabei kein Mensch in deren Bereich aufhalten sollte, versteht sich von selbst. Also haben Späth und sein Team ein Materialzuführungssystem entwickelt, das den hohen Sicherheitsanforderungen des Autobauers gerecht wird. Es besteht aus einem fahrerlosen Transportsystem (FTS), welches das Material aus dem Hochregallager vollautomatisch an die Fertigungslinie bringt, und einem Schleusensystem. Diese Lösung sorgt nicht nur dafür, dass die angelieferten Teile dort landen, wo sie gebraucht werden, sondern eben auch dafür, dass weder Personen noch unerwünschtes Material in die Nähe der Fertigungsstraße gelangen.

Harald Späth, einer der Geschäftsführer der CSP GmbH, betont: „Mit diesem System, dessen Prozessschritte exakt aufeinander abgestimmt sind, sorgen wir dafür, dass definitiv nichts die Schleuse passiert, was dort nichts zu suchen hat.“

Mit dieser Sicherheitsschleuse hat ein großer deutscher Autobauer seine vollautomatischen E-Mobil-Fertigungsstraßen abgesichert. Bilder: CSP

Entscheidend für die Funktionadass jetzt eine Palette durchfährt, lität des Gesamtsystems ist die aber sie löst keinen Alarm aus. datentechnische Vernetzung aller Dieses automatische Abschalten Komponenten - Stichwort IoT. der Sicherungsfunktion für einen Zum einen kommunizieren die genau definierten Zeitraum heißt einzelnen Komponenten via in Fachkreisen „Muting“. WLAN miteinander, zum anderen Unmittelbar nachdem die Fracht generiert jeder Vorgang einen den Eingang zur Schleuse Datensatz, der zentral gespeipassiert hat, schaltet das System chert und dokumentiert wird. das Lichtgitter wieder autoSo weiß das Lagersystem, wann matisch scharf. Nun senkt sich welcher Roboter an der Ferdas FTS ab, stellt die Palette samt tigungslinie welches Material beBodenroller auf den Boden und nötigt. Das wird automatisch von fährt selbsttätig unter der Palette seinem Platz geholt und an das hindurch rückwärts aus der dafür bestimmte FTS übergeben. Schleuse. Das mechanische RollUnd natürlich weiß die Schleuse, tor schließt sich wieder. wenn ein FTS unterwegs ist und wie groß dessen Ladung ist. Exakt Genau abgestimmt auf in dem Moment, in dem das Fahrdie Prozessschritte zeug eintrifft, fährt das Rolltor am Eingang zur Schleuse automatisch hoch - und zwar genau „Mit diesem System, dessen Proso weit, dass das FTS mit seiner zessschritte exakt aufeinander abFracht durchpasst. gestimmt sind, sorgen wir dafür, Damit ist sichergestellt, dass kein dass definitiv nichts die Schleuse auf der Palette liegender Gegenpassiert, was dort nichts zu suchen stand oder Mensch in die hat“, erklärt Harald Späth. „Und wir Schleuse gerät. „Die Schleuse ist realisieren damit erstmalig ein nur so breit, dass eine Palette Muting-System, das für seine genau durchpasst - und nichts lückenlose Überwachung Lichtmehr dazwischen“, bestätigt der schranken ebenso einbezieht wie Geschäftsführer von CSP. Lichtgitter und Rolltor.“ Als zweite Sicherung unmittelbar Übrigens: Die CSP-Systeme sind hinter dem Rolltor hat CSP ein durch die datentechnische VerLichtgitter installiert. Es sichert netzung seiner Komponenten den Eingang ab etwa 20 Zentiauch für Predictive-Maintenancemeter Höhe über dem Boden. Szenarien vorbereitet. Das PraxisDarunter überragt die „Schnauze“ beispiel zeigt, die sich selbst des fahrerlosen Transportsystems organisierende Fabrik wird - nein, den Untersatzwagen plus Fracht sie ist bereits Realität. um einige Zentimeter. www.csp-laser.de Das Lichtgitter sorgt dafür, dass die Systemsteuerung sofort merkt, wenn etwas in die Schleuse eindringen will, das nicht dorthin gehört. Zunächst fährt das FTS die Schleuse so weit an, dass seine Schnauze in die Schleuse hineinragt, der Untersatzwagen jedoch noch vor dem Tor positioniert ist. Im nächsten Schritt wird die Harald Späth erklärt stolz: „Wir realisieren daAlarmfunktion des Lichtgitters mit erstmalig ein Muting-System, das für genauso lange „stumm“ geschaltet, wie die Palette braucht, seine lückenlose Überwachung Lichtschranken ebenso einbezieht wie Lichtgitter und um in die Schleuse einzufahren. Rolltor.“ Übrigens sind die CSP-Systeme auch Das Lichtgitter bleibt zwar aktiv, für Predictive-Maintenance-Szenarien vordie Steuerung registriert also, bereitet.

Wie der österreichische Skihersteller Blizzard die Maschinendatenerfassung für sich nutzt Die Salzburger Skifirma Blizzard setzt für die Produktion ihrer Skier auf Peak2pi. Mit dem Gerät zur Maschinendatenerfassung wird der Produktionsprozess an vier Anlagen optimiert. Hintergrund: Etwa 200.000 Paar Ski verlassen jährlich das Produktionsgebäude von Blizzard in Mittersill (A). Dabei ist es essenziell, dass die Produktion reibungslos abläuft und möglichst wenig Ausschuss entsteht. Um dies zu gewährleisten, werden insgesamt vier Anlagen mithilfe von Peak2pi auf Laufzeiten, Takteinhaltung und Produktionsmengen analysiert. Peak2pi erlaubt Overall-Equipment-Effectiveness-Berechnungen (OEE) in Echtzeit, zeigt Trends in der Maschinenperformance und hilft bei der Ursachenforschung von Problemen. Blizzard konnte damit die Effizienz seiner Produktion maßgeblich steigern und hat die Möglichkeit, jederzeit die Performance seiner Produktion einzusehen. Der große

Vorteil dieser Lösung liegt in der einfachen Anwendung und den geringen Anschaffungskosten. „Unser Ziel war es, kleinen und mittleren Unternehmen den Einstieg in die digitale Industrie 4.0Welt zu erleichtern und die Produktion mit geringem Aufwand spürbar effizienter zu machen“, erklärt Manfred Ausserbichler, Geschäftsführer von Icosense, dem Hersteller von Peak2pi. Andreas Dankl von Dankl + Partner Consulting weiß, dass in vielen kleinen und mittleren Produktionsunternehmen derzeit „eine transparente Darstellung der Gesamtanlageneffektivität beziehungsweise der Verlustfaktoren und eine systematische Steigerung der Anlagenproduktivität kaum möglich ist. Peak2pi kann hier unkompliziert und kostengünstig Abhilfe schaffen.“ Tipp: Die Lösung wurde bereits in der B&I 5/2019 vorgestellt. Der Artikel steht online zum Abruf bereit (Suchwort: Peak2pi). www.peak2pi.info

Bild: Icosense

RWTH-Zertifikatskurs Chief Maintenance Manager Seit 2014 findet der RWTHZertifikatskurs „Chief Maintenance Manager“ im Rahmen eines zertifizierten Weiterbildungsprogramms der RWTH Aachen statt. Der Kurs wurde auf Initiative des FVI e.V. und des FIR e.V. ins Leben gerufen, da die Experten des FVI und die Wissenschaftler des FIR dringenden Handlungsbedarf feststellten, insbesondere für die Zielgruppe Instandhaltungs- beziehungsweise Produktionsleiter, Geschäftsführer, leitender Angestellter oder eine Führungskraft in einem instandhaltungsnahen Bereich. „Daran hat sich bis heute nichts geändert“, wie der FVI-Vorstand André Wötzel konstatiert, denn das Spektrum der Instandhaltung beziehungsweise des Service an Hochschulen und Universitäten habe sich seitdem nicht erweitert, sondern eher verringert, weshalb ein Schulungsprogramm speziell für die genannte Zielgruppe konzipiert wurde und ständig den aktuellen Anforderungen angepasst wird. Mit diesem Kurs möchte das FVI insbesondere den Nachwuchs

von Experten und Führungspersonen fördern und ihnen höchstmöglichen Nutzen vermitteln. Was ist der Nutzen des Zertifikatskurses? Darüber berichten Teilnehmer beispielsweise so: Der Kurs bringt mir täglichen Nutzen, weil ich als Leiter der Instandhaltung mit all diesen Themen ständig zu tun habe. Er hilft mir konkret beim Aufbau von Instandhaltungsstrategien und beispielsweise bei der Einführung eines Risikomanagements im Unternehmen. Man lernt, worauf es ankommt. Dabei habe ich viele Anregungen mitgenommen, was ich ausbauen und verbessern kann und habe Ansatzpunkte erfahren, wie man wo handeln kann bzw. muss. Mein Wissen wurde erweitert, meine Betrachtungsart wurde deutlich verändert und es wurde wichtiger Input gegeben, um Prozesse zu verbessern und um Projekte voranzubringen. http://zertifikatskurs-chiefmaintenance-manager.de/


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Smarte Instandhaltung dank KI Asset Performance Management bietet 360-Grad-Ansicht von Maschinen und Anlagen Moderne Fertigungsanlagen liefern heute riesige Mengen an Sensordaten und laufen mit autonomen Systemen. Für die Wartung der Anlagen wird jedoch nur ein Bruchteil dieser Informationen herangezogen. Weil das auf Dauer zu teuer wird, sind innovative Methoden gefragt. Die Vernetzung von Maschinen und Anlagen im Internet der Dinge ermöglicht es Unternehmen, den Zustand und die Leistung ihrer Anlagen in Echtzeit zu überwachen. Diese zu warten und instand zu halten, ist jedoch ein komplexer Balanceakt: Zu häufige Wartungen reduzieren die produktive Zeit der Maschine, zu seltene Wartungen erhöhen das Risiko eines Ausfalls. Technologien wie fortschrittliche Analyseverfahren und künstliche Intelligenz (KI) können helfen, dem Ausfall zwei Schritte voraus zu sein. Mithilfe von Asset Performance Management (APM) erhalten Unternehmen eine 360Grad-Ansicht ihrer Maschinen und Anlagen und können dadurch Störquellen automatisch identifizieren, Fehler erkennen sowie den optimalen Zeitpunkt für eine Wartung voraussagen. Unnötige, teure Stillstände werden so vermieden und Serviceeinsätze besser planbar.

Wartung nach tatsächlichem Bedarf Kerngedanke von Asset Performance Management (APM) ist zunächst einmal die Formalisierung von Wartungsprozessen. Dem schließt sich eine computergestützte Plattform für die Verknüpfung der einzelnen Messwerte an, die auch in der Cloud betrieben werden kann. Das Asset Performance Management besteht dabei aus mehreren Komponenten: Asset Health Insights: eine zustandsbasierte Instandhaltung auf Basis von IoT-Daten, die von vernetzten Maschinen, Anlagen, Sensoren und Cyberphysikalischen Systemen (CPS) erzeugt werden. Predictive Maintenance: auf den Daten basierende Analysen zur Vorhersage von benötigten Ersatzteilen, Wartungsbedarf und Ausfällen, bevor diese akut eintreten. Equipment Maintenance Assistant: die umfassende Unterstützung der Wartungstechniker mithilfe von künstlicher Intelligenz. Damit räumt das APM mit einigen Schwachpunkten bei heutigen Maschinen und Anlagen auf. Bislang wurden diese typischerweise nach festgelegten Wartungszyklen gewartet, die sich an rechtlichen Vorgaben orientierten, oder nach Verbrauchs- und Zeitintervallen. Das Alter und der im Vorfeld definierte Zeitintervall bestimmten die Planung dieser vorbeugenden Wartungsroutine (Preventive Maintenance). Die einfache Gleichung: Je älter die Anlage, desto häufiger muss diese gewartet werden.

Die Wartung ist aufwendig, denn trotz der zunehmenden Digitalisierung werden in vielen Unternehmen weiterhin umfangreiche Wartungshandbücher gelesen sowie Anlagen- und Maschinenzustände mit Stift und Zettel dokumentiert. Ein Teil der schriftlichen Dokumentation findet vielleicht heute bereits elektronisch statt, dann jedoch zumeist ohne Verknüpfung mit anderen Prozessschritten im Lebenszyklus der betroffenen Anlagen. Das heißt, die Serviceleistung wird zwar vom Papier oder vom Tablet für die elektronische Dokumentation und die Abrechnung der Servicearbeiten verwendet, die Verknüpfung zurück zur Produktentwicklung oder hin zur Prognose künftiger Wartungsfälle fehlt jedoch. Die Königsdisziplin ist, Wartungsintervalle nicht noch enger, sondern nach tatsächlichem Bedarf zu takten. Bei dieser vorausschauenden Wartung (Predictive Maintenance) werden mithilfe von Datenanalyse und ausgefeilten Algorithmen Vorhersagen zu drohenden Stillständen getroffen und der optimale Zeitpunkt für die entsprechenden Wartungsarbeiten errechnet. So können Ausfallzeiten verhindert werden, bevor sie überhaupt entstehen. Kombiniert man im Zuge eines Asset Performance Managements

das Wissen aus früheren Wartungsvorgängen mit den Analysen der aktuellen Daten für die vorausschauende Wartung, entsteht die computer- und KI-gestützte Vorhersage von Wartungseinsätzen. Durch dieses vorausschauende Denken eines Systems über die Gesamtheit aller Anlagen können die Techniker von vornherein mit den passenden Ersatzteilen ausgestattet werden.

Bestmöglicher Zeitpunkt für Reparaturen Das Ersatzteilmanagement ist ein massiver Kostentreiber in Unternehmen, denn die Fertigung, Lagerung und der Transport von Ersatzteilen sind aufwendig. Ein Grund dafür ist, dass in Wartungssituationen typischerweise einige Teile gleich mit ausgewechselt werden, weil die Anlage ohnehin gerade stillsteht. Das zugrunde liegende Prinzip der „Schrotflinte“ basiert auf Erfahrungswerten und einer Grobabschätzung des Technikers. Man kennt das vielleicht von der KfzWerkstatt: „Wenn wir das Getriebe einmal draußen haben, machen wir die Kupplung und Wellendichtringe gleich mit.“ Der Auftrag wird dann nicht nur doppelt so teuer, sondern es ist auch nicht klar, ob die Baugruppen überhaupt in absehbarer Zeit kaputtgegangen wären.

Ein virtueller Wartungsassistent sorgt dafür, dass die Techniker ein umfassendes Bild aller relevanten Informationen zu dem Defekt erhalten und unterstützt vor Ort. Bild: Gerd Altmann, Pixabay

Erfahrungswerte definieren hier zwar Körnung und Ladung der „Schrotflinte“, aber dies ist vor allem bei komplexeren Anlagen nicht immer standardisiert und dokumentiert. Das heißt in der Realität: Der klassische Reparaturvorgang ist häufig teuer, kostet mehr Zeit als erforderlich und bringt den unnötigen Austausch von Teilen mit sich. Asset Performance Management bietet bereits viele Funktionalitäten, mit denen Anwender die Daten ihrer Maschinen und Anlagen verknüpfen und auswerten können. Die KI-Lösung Watson kann aber noch mehr als eine bloße Auswertung: verstehen, einschätzen und Schlussfolgerungen ziehen. So wird nicht nur festgestellt, ob die Maschine gut oder schlecht läuft, sondern darüber hinaus ein vollständiges Bild des Gesundheitszustandes ermittelt, inklusive Rückschlüssen auf den Verschleiß von Komponenten und den bestmöglichen Zeitpunkt für

den Austausch. Anhand der hinterlegten Dokumentationen oder der gesammelten Erfahrungen aus früheren Wartungseinsätzen können Techniker gezielt angeleitet werden.

Wissensmanagement und Demografie Egal, für welche Wartungsstrategie sich Unternehmen entscheiden, viele von ihnen werden durch den demografischen Wandel in den nächsten Jahren mit neuen Herausforderungen konfrontiert: Das über Jahrzehnte in den Köpfen erfahrener Mitarbeiter gesammelte Wissen wird durch deren Renteneintritt verloren gehen. Versuche, dieses Wissen weiterzugeben, scheitern nicht nur an der schieren Menge und am fehlenden Fachpersonal, dem das Wissen weitergegeben werden könnte, sondern auch am technisch Möglichen. Weiter auf Seite 10

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F Februar 2020

Feuerwehrstrategie kostet ein x-Faches Instandhaltung wird von vielen immer noch als Kostentreiber gesehen Aktuelle Statistiken zeigen, dass noch mehr als 50 Prozent aller KMUs in Deutschland mit einer Feuerwehr-Strategie arbeiten. „Es wird erst repariert, wenn es zu ungeplanten Stillständen und Ausfällen kommt“, so Falk Pagel, Geschäftsführer der IAS Mexis GmbH. Er ergänzt: „Wenn man sich vor Augen führt, dass dies ein Mehrfaches kostet als eine digitale, intelligente Instandhaltung, kann man froh sein, dass die Industrie 4.0-Themen wachrüttelnde Impulse aussenden.“ Trotz dieser positiven Effekte auf das Maintenance Management sind immer noch viele Entscheider zurückhaltend, da Industrie 4.0 häufig gleichgesetzt wird mit IoT und Condition Monitoring. „Hohe Investitionen gepaart mit unklaren ROI-Effekten führen dazu, dass Deutschland im internationalen Digitalisierungsvergleich keine Spitzenposition einnimmt“, betont der Geschäftsführer der IAS Mexis GmbH, Falk Pagel, und ergänzt: „Allerdings gibt es grundlegendere und kostengünstigere Methoden, um zu einem intelligenten Maintenance Management zu gelangen und deshalb ist Aufklärungsarbeit gefragt.“ Diese Aufklärungsarbeit wollen die Experten von IAS Mexis auf der maintenance leisten. Sie zeigen in diesem Zusammenhang das DivaEcosystem, das folgende Lösungen beinhaltet: die CMMSLösung Diva Dynamics, die App Diva Go und das Meldesystem Diva Note. Diva Dynamics ist eine Instandhaltungsplanungs- und Analysesoftware, die ein Expertensystem beinhaltet, welches 40

Fortsetzung von Seite 9 Wie kann man auch das „Bauchgefühl“ von erfahrenen Technikern in einer Tabelle oder einem Handbuch festhalten? Einen Ausweg bildet hier der neue, KI-basierte Equipment Maintenance Assistant (EMA), der Techniker im Wartungseinsatz intelligent unterstützt. Der virtuelle Wartungsassistent wird mit historischen Daten zu vergangenen Einsätzen und mit den Erfahrungen der Techniker trainiert und lernt auf diese Weise ständig dazu. Ein Interface in natürlicher Sprache macht die Formulierung von Fragen einfach, und der Assistent findet dank KI in Sekundenschnelle die richtige Reparaturempfehlung.

standhaltung getan werden muss, um ungeplante Stillstände zu minimieren. Ferner verfügt die Software über eine künstliche Intelligenz, die Instandhaltungszyklen proaktiv auf den jeweiligen Standort optimiert. „Im Klartext heißt das, dass Anwender keine Zeit mehr für die Erstellung von Inspektions- und Wartungsplänen und eine standortspezifische Optimierung der Zyklen aufwenden müssen“, erklärt Pagel.

Die App Diva Go „Instandhaltung ist kein Kostentreiber, sondern sichert - richtig umgesetzt - klare Wettbewerbsvorteile in jeder Branche“, so Falk Pagel, Geschäftsführer der IAS Mexis GmbH.

Die Experten zeigen auf der Messe in Dortmund das Diva-Ecosystem. Bilder: IAS Mexis

amortisiert“, verdeutlicht Pagel die Vorteile dieser Lösung. Ergänzt wird dies durch das webbasierte Meldesystem Diva Note für eine effiziente und bedienerfreundliche Anlage von Störmeldungen in Echtzeit.

Anwendern genau sagt, was wann und wo im Bereich der In-

Diva Go ist eine mobile App, die sowohl im On- als auch im Offlinebetrieb die Anforderung an eine papierlose und mobile Instandhaltung abbildet. „Bedienerfreundlich zugeschnitten für den Mann an der Maschine berichten Anwender von einer Reduktion zwischen 70 Prozent und 80 Prozent im Bereich der administrativen Tätigkeiten, was zu nachhaltigen ROI-Effekten führt und Investitionen unter einem Jahr

Hierbei werden Prozesse digital getriggert und können in Diva Dynamics auf das passende Team beziehungsweise den passenden Mitarbeiter zugeordnet werden. „Prozesse von ungeplanten Instandhaltungstätigkeiten und Stillstandszeiten können um bis zu 60

Aus der Analyse des Gesundheitszustands, den neuen Methoden für die Vorhersage von Wartungsfällen und durch eine ständig verfügbare Unterstützung der Techniker bei ihren Einsätzen, etwa durch die automatische Anzeige von Informationen zum konkreten Servicefall, entsteht damit ein neuer Ansatz für das nachhaltige Management von Maschinen und Anlagen. Mit einem jederzeit präsenten intelligenten Kollegen an der Seite der Wartungstechniker profitieren Unternehmen von einer reduzierten Zeitspanne zwischen dem Ausfall und der Reparatur (Mean Time to Repair, MTTR), indem die Fehlerursache schnell identifiziert und automatisch Empfeh-

lungen für Maßnahmen, Teile und Werkzeuge geliefert werden, einem geringeren Wissensverlust beim Renteneintritt erfahrener Mitarbeiter und einer besseren werksübergreifenden Zusammenarbeit, einer höheren Effizienz der Wartungstechniker, der verlängerten Betriebsdauer einer Anlage bis zu einem Fehler (Mean Time Between Failure, MTBF) durch die rechtzeitige Empfehlung geeigneter Maßnahmen und höheren Erfolgschancen für eine Reparatur beim ersten Versuch (First Time to Fix, FTTF). Ein Praxisbeispiel macht klar, was heute bereits möglich ist. So spielen die Themen Industrie 4.0

und IoT zur Erneuerung von althergebrachten Wartungszyklen beim Aufzugshersteller Kone bereits eine wichtige Rolle. Aufzüge werden immer komplexer, sodass auch hier vernetzte Lösungen gefragt sind, um einen optimalen Personenfluss zu gewährleisten. Damit Kone eine möglichst durchgängige Verfügbarkeit seiner Aufzüge und Rolltreppen erreicht, werden AssetPerformance-Management-Methoden angewendet. Die von KI unterstützten Systeme verknüpfen nicht nur die eingehenden Signale, sondern analysieren die Informationen, die zusammen einen Sinn ergeben. So wird beispielsweise die Temperatur der Maschinen ausgewertet, weil diese einen guten

Jahre Grundlagenforschung zu Bauteilverhalten abbildet und den

Die CMMS-Lösung Diva Dynamics

21. Jahrestagung | 17. – 18. März 2020, Berlin

MAINDAYS

Das Meldesystem Diva Note

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» Instandhaltungsstrategien im Zeitalter der Digitalisierung –Einsatzszenarien von RBM, RCM und Predictive Maintenance » Digitalisierung: Welche 4.0-Technologien bringen einen echten Mehrwert für die Instandhaltung? » Der „Wiki-Effekt“: Wissenstransfer, Qualifizierung und Nachwuchs-schulung unter Einsatz von Wissensplattformen und AR/VR Bitte geben Sie bei Ihrer Anmeldung unter www.maindays.de folgenden Code ein und Sie erhalten 10% Rabatt: BIMD2020

Prozent verkürzt werden“, so Pagel. Das Ergebnis ist eine steigende OEE. Besucher der Messe maintenance können sich bei IAS Mexis außerdem über deren Beratungsleistungen und Workshops informieren. „Im Rahmen von Potenzial-, Schwachstellen- und ROI-Analysen zeigen wir unseren Kunden die Möglichkeiten und Effekte von Smart Maintenance auf“, betont Pagel. Außerdem berichtet das Unternehmen in einem Fachvortrag über die Effekte des Diva-Ecosystems bei der Einführung bei der Daimler AG in Mannheim. maintenance Dortmund Halle 4, Stand B29 www.ias-mexis.de

Mit ihrer Wartungslösung 24/7 Connect kann Kone Aufzugsbetreiber von der sogenannten Inaugenscheinnahme entlasten, denn das System macht die bislang notwendigen täglichen Vor-Ort-Kontrollen der Aufzüge zum großen Teil überflüssig, zu denen Betreiber rechtlich verpflichtet sind und für die sie eigenes Personal abstellen müssen. Bild: Kone

Indikator für mögliche Ausfälle liefert. Watson prüft jedoch auch, ob es generell ein heißer Tag ist, was die Relevanz des Messwerts an der Maschine verändert. Auch die Position der Kabine beim Halt kann ein Indikator für einen künftigen Fehler sein. Stoppt die Kabine einen Millimeter zu hoch oder zu tief, werden weitere Werte in die Analyse einbezogen - und dienen so der Vorhersage von Wartungsfällen. Kone will mit Watson IoT bei Kone nennt sich die Lösung 24/7 Connect - Totalausfälle der Systeme vermeiden. Esther Henoch, Senior Solution Sales Professional, IBM Watson IoT www.ibm.com/de-de/ internet-of-things www.kone.de


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Kommunikation über alle Grenzen hinweg Wie Komponenten von verschiedenen Herstellern „die gleiche Sprache sprechen“ In den Anlagenkomponenten stecken wertvolle Informationen, die in vielen Fällen dabei helfen, Ausfälle zu vermeiden und kritische Situationen frühzeitig zu erkennen. In immer mehr Industriebetrieben hält deshalb Industrie 4.0 Einzug und ermöglicht stummen Anlagenkomponenten, mit dem Betreiber zu kommunizieren und somit die Verfügbarkeit der Anlage zu steigern. Auf der maintenance zeigt Inevvo Solutions, wie die eigens entwickelten, digitalen Identifizierungskonzepte Conexo und Conexo Lite mithilfe von RFID-Tags und QR-Codes Unternehmen unterstützen, die ersten Schritte in Richtung Industrie 4.0 zu gehen. Das Ziel, das viele Industriebetriebe mit Predictive Maintenance vor Augen haben, ist eindeutig: Sie wollen Planungssicherheit und eine Begrenzung wirtschaftlicher Risiken, denn ungeplante Ausfallzeiten können mehrere Tausend Euro pro Stunde kosten. Durch geplante Reparaturen während unproduktiver Zeiten lassen sich aber kritische Ausfälle vermeiden und Ausrüstungs- und Arbeitskosten reduzieren, wenn anstelle der gesamten Anlage nur die defekten Komponenten ausgetauscht werden müssen. Die Rechnung ist einfach: Eine geringere Reparaturhäufigkeit reduziert die Anzahl der kritischen Shutdowns. Laut einer Studie der Unternehmensberatung Bearing-Point wird die digital unterstützte, vorausschauende Wartung in den Unternehmen zwar regelmäßig diskutiert, aber nur wenige leiten konkrete Projekte zur Umsetzung in die Wege. Trotz der Vorteile der Digitalisierung scheuen nämlich noch viele Anlagenbetreiber die hohen Aufwände für die Implementierung. Sie haben Bedenken bezüglich der IT-Sicherheit sowie bei der Datenauswahl und -verfügbarkeit. Dabei stößt vor allem Letzteres auf Widerspruch, denn dank des hohen Automatisierungsstandes, der schon heute im produzierenden Gewerbe herrscht, sind viele Daten in den Maschinen, Anlagen und Komponenten bereits vorhanden. Sie müssen nur zum Sprechen gebracht werden. „Die Ergebnisse der Studie decken sich mit den Erfahrungen, die wir mit unseren Kunden machen“, erklärt Marcus Ripsam, Leiter der Inevvo Solutions, und ergänzt: „Die Umsetzung von Predictive Maintenance und die Einführung der Digitalisierung wird häufig mit hohen Kosten für Hardware und Software in Verbindung gebracht. Auch scheuen die Anlagenbetreiber den einmaligen Aufwand, der durch die Digitalisierung der alten, analogen Daten entsteht. Dass diese Aufwände mit reduzierten Wartungs- und Servicekosten belohnt werden und schließlich auch einer effizienteren Fertigung zugutekommen, sollte aber unbedingt in die Gesamtbetrachtung einfließen.“ Hier setzt das Conexo-System an. Die Komponenten werden mit RFID-Tags ausgestattet. Diese erhalten eine eindeutige Seriennummer. Anhand dieser wird in der von Inevvo Solutions entwickelten App der im Portal hinterlegte Datensatz angezeigt. Damit ist die Komponente elektronisch identifizierbar geworden. Sie

kann dem Nutzer „sagen“, was für eine Komponente sie ist und der Anwender der App kann durch diese eindeutige Identifizierung die passenden Ersatzteile für die Komponente verbauen. Das erhöht nicht nur die Lebensdauer der verbauten Komponente, sondern bietet dem Anlagennutzer auch eine höhere Prozesssicherheit.

System ist offen für alle Hersteller Wenn für die Wartung der Anlagen und Komponenten externes Personal eingesetzt wird, kommen noch weitere Themen hinzu. So muss bei externem Wartungspersonal beispielsweise beachtet werden, dass es immer wieder einen Wechsel der durchführenden Mitarbeiter gibt. Das bedeutet: Die Mitarbeiter kennen die Eigenheiten und Besonderheiten der Anlage und Komponenten nicht. Dass beispielsweise eine Schraube sich schwer festziehen lässt, beim Ausbau einer bestimmen Komponente ein besonderer Trick die Arbeit deutlich erleichtert, dass bei der letzten Überprüfung etwas festgestellt wurde, was noch mal geprüft werden sollte oder Ähn-

liches - durch Conexo ist es jetzt möglich, dass Komponenten dem externen Servicepersonal ebensolche Besonderheiten und Hinweise selbst mitteilen. Ebenso kann der Servicetechniker seine Notizen und Bemerkungen zu der jeweiligen Komponente digital hinterlegen. In der Regel ist es so, dass in einer Anlage Produkte verschiedener Hersteller verbaut sind. Damit hier nicht für jeden Hersteller ein eigenes System verwendet werden muss, ist das Conexo-System offen für alle Hersteller. Dadurch kann von jedem Produkt ein Datensatz im Portal anlegt werden. Conexo Lite vereint die elektronische Identifikation mit den Portalen der unterschiedlichen Komponentenhersteller. Der Grundgedanke ist, dass alle Datensätze in einem Portal gesammelt werden und dadurch für jeden Conexo-Lite-Nutzer zugänglich gemacht werden. Dieses Portal wird bei Inevvo Solutions gehostet und ist daher für alle verfügbar, die die Daten benötigen. „Wir kennen die Sorgen der Kunden in Bezug auf Datensicherheit, Datenhoheit und Datendiebstahl. Daher übernehmen wir das Datenhosting für die Conexo Lite“, betont Marcus Ripsam. Während in der Vollversion des Systems die

Trotz regelmäßiger Wartung kann es durchaus vorkommen, dass Geräte, Maschinen und Anlagen sowie deren Bauelemente ausfallen, obwohl sie scheinbar in einwandfreiem Zustand waren. Einen Lösungsansatz verspricht die ganzheitliche Informationsbereitstellung, die als Kerngedanke der Industrie 4.0 gilt. Bild: Inevvo Solutions

Produktdaten nicht nur eingesehen, sondern auch bearbeitet sowie Wartungen und Standortstrukturen hinterlegt werden können, können mit der Lite-Version die Produkt- und Komponentendaten nur eingesehen werden. Die Funktionen zur Wartungsunterstützung, Übersicht der Anlagenhistorie und Offlinefähigkeit sind hier nicht vorhanden. Dafür können auch mit der Lite App Daten nicht nur per RFID-Tag, sondern zudem über einen QRCode angezeigt werden, sofern die Produkte des Herstellers einen Conexo-QR-Code besitzen. Ein Komponentenhersteller, der seine Produkte auf diese Weise identifizierbar machen möchte, installiert ein Conexo-Portal bei Inevvo und stattet seine Produkte mit RFID-Tags oder eindeutigen QR-Codes aus. Wenn der Endkund das Produkt mittels der Lite-App ausliest, kann er die dahinter in der Datenbank gespeicherten Daten einsehen. Der Endkunde benötigt daher kein eigenes Portal mehr, da er auf

das Portal des Herstellers zugreift. Um die Erstellung der Datensätze automatisiert vorzunehmen, kann Inevvo einen Datacreator zur Verfügung stellen, der auf die Daten des ERP-Systems des Herstellers zugreift und sie anschließend für Conexo aufbereitet. Wenn gewünscht, kann die Conexierung der Produkte auch durch Inevvo Solutions vorgenommen werden. Somit kann der Hersteller sich weiterhin auf sein Kerngeschäft konzentrieren und die digitale Identifikation durchführen lassen. Jeder Komponentenhersteller kann Conexo Lite auf sein eigenes Corporate Design anpassen lassen, z.B. sind Farben, Bilder oder AppIcon individualisierbar. Außerdem kann der Hersteller auch festlegen, welche Daten der Endnutzer einsehen kann. Auf Wunsch können beispielsweise die Zeugnisse oder spezielle Daten weggelassen werden. maintenance Dortmund Halle 5, Stand H01 www.inevvo-solutions.com

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MANAGEMENT & TECHNOLOGIE

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Smarte Wartungsplanung dank Software Was darunter zu verstehen ist, erklärt Ulrich Hoppe im Interview Wartungsarbeiten in Betrieben sind essenzieller Bestandteil eines perfekt funktionierenden AssetManagements. Trotzdem werden vielerorts Wartungsintervalle nicht eingehalten, zum einen, weil sich keiner der Mitarbeiter richtig zuständig fühlt und zum anderen, da oft ein praktischer Überblick über die Vielzahl an gesetzlich vorgeschriebenen Wartungen fehlt. „Dabei kann auch hier die fortschreitende Digitalisierung viel für eine verbesserte Struktur und Effizienz tun, zum Beispiel durch eine Software für Wartungsplanung“, betont Ulrich Hoppe von der Hoppe Unternehmensberatung. Der Entwickler der Software „Wartungsplaner“ gibt im Interview Tipps zur Einführung eines effizienten und vor allem rechtskonformen IT-gestützten Systems. Herr Hoppe, als Dienstleister sind Sie in vielen Betrieben unterwegs. Mit welchen Schwierigkeiten hinsichtlich der Organisation und Erfassung von Betriebsmitteln kommen Unternehmer auf Sie zu? Angesichts der unzähligen Vorschriften für die Wartung, Überprüfung und Instandhaltung von Maschinen und Anlagen, der unterschiedlichen Prüfintervalle und der Anforderungen an die Dokumentation von durchgeführten Inspektionen stellt sich immer wieder die Frage: Wie lässt sich diese Vielzahl an Aufgaben effizient, überschaubar aber auch rechtssicher erledigen? Oftmals treffen wir auf handschriftliche Listen, Excel-Tabellen oder eigenentwickelte Datenbanken. Das ist eine gute Basis, aber fehleranfällig und oft recht unübersichtlich. Viele wissen nicht, dass sie mit einer passenden Software sämtliche Aspekte im Rah-

men der Betriebsmittelwartung abdecken können. Die so erreichte Automatisierung ermöglicht ein sehr angenehmes Arbeiten, vor allem hinsichtlich der Dokumentation. Für welche Betriebsmittel ist die Verwendung einer Software für Wartungsarbeiten sinnvoll? Für alle Betriebsmittel, die per Gesetzgebung regelmäßig gewartet werden müssen. Nur wenn alle vollständig mit ihren dazugehörigen Intervallen erfasst und geprüft werden, ist der Unternehmer nämlich bei eventuellen Arbeitsunfällen geschützt. Der Gesetzgeber sieht eine ganze Reihe von Arbeitsschutzregelungen und Prüfrichtlinien vor. Sie umfassen nahezu sämtliche Betriebsmittel, von der überwachungsbedürftigen Produktionsanlage über Türen und Tore bis hin zur Steckdosenleiste im Büro. Der Bruch einer Leitersprosse

Kostenlose Softwaredemo erhältlich Im Internet finden sich auf den Webseiten von Hoppe zahlreiche Informationen und nützliche Tipps zum Thema Wartungsplanung und Prüffristenmanagement im Arbeitsschutz.

Außerdem besteht hier online die Möglichkeit, sich eine kostenlose Demo-CD der Software „Wartungsplaner“ anzufordern, sodass man in aller Ruhe ausprobieren kann, was diese kann.

hört sich zwar relativ harmlos ein, verletzt sich dabei aber ein Mitarbeiter und die Leiter wurde nicht wie in der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) vorgeschrieben überprüft, kann das richtig teuer werden, da keine Versicherung dafür haften wird. Außerdem werden Bußgelder fällig, wenn es zu solchen Versäumnissen kommt. Mal ganz abgesehen von dem entstandenen Schaden für den Mitarbeiter. Auch Regale müssen jedes Jahr nach den berufsgenossenschaftlichen Regeln (BGR) 234 und der DIN EN 15635 gecheckt werden. Angesichts der Vielzahl von Leitern, Tritten und Regalen in einem Unternehmen kein leichtes Unterfangen, bei dem schnell mal etwas vergessen werden kann. Auch Steckdosenleisten müssen überprüft werden? Das hört sich ja nach sehr umfangreicher Wartung an. Ja, das ist auch so, deswegen ist es empfehlenswert, auf eine Software zurückzugreifen. Gerade elektrische Anlagen und Geräte sind eine ganz besondere Herausforderung bei der Wartungsplanung. Denn nicht nur die Vorgaben der Unfallverhütungsvorschrift der Berufsgenossenschaften (DGUV Vorschrift 3) müssen beachtet werden, sondern auch die des Verbands der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE). Überprüft werden müssen also alle Geräte, die über eine Steckdose mit Strom versorgt werden und damit ist sogar die Kaffeemaschine in der Küche inkludiert. Wie kann denn eine Smart Maintenance mittels Software praktisch aussehen?

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Die Information kann auch auf Tablets und Smartphones eingepflegt werden. „Das ist besonders praktisch, weil erfahrungsgemäß die Verantwortlichen für den Arbeitsschutz viel im Betrieb unterwegs sind“, betont Ulrich Hoppe im Interview. Bilder: Hoppe

Zuallererst werden alle Betriebsmittel mit ihren Zyklen für die Wartungen im System erfasst. In die Softwarelösung werden dann sämtliche Wartungs- und Instandhaltungsvorschriften sowie ein Kalender zur Planung anstehender Wartungsaufgaben eingepflegt. So bekommt der Verantwortliche zum Beispiel per EMail eine Erinnerung, wenn Wartungen anstehen. Zudem verfügt sie über eine Funktion, mit der in Prüfberichten entsprechende Wartungsaufträge generiert werden können. Die Software für das Wartungsmanagement ermöglicht den Fachkräften für Arbeitsschutz und -sicherheit sowie EHSManagern, mit wenigen Klicks Dokumente zu erstellen, zu archivieren und zu pflegen. Werden die aus der Software generierten Berichte auch von den Prüfbehörden akzeptiert? Absolut. Dass Prüfberichte und sonstige Dokumente in digitaler

„In die Softwarelösung werden sämtliche Wartungs- und Instandhaltungsvorschriften sowie ein Kalender zur Planung anstehender Wartungsaufgaben eingepflegt“, erklärt Ulrich Hoppe von der Hoppe Unternehmensberatung, und ergänzt: „So bekommt der Verantwortliche zum Beispiel eine E-Mail ‘Erinnerung’, wenn Wartungen anstehen.“

Form vorliegen und gegebenenfalls auch per Mail verschickt werden können, ist ein großer Vorteil und erleichtert die Arbeit ungemein. Bei Betriebsprüfungen sind alle Unterlagen schnell verfügbar und auch sehr anschaulich, da wichtige Instandhaltungskennzahlen grafisch aufbereitet werden. Noch ein wichtiger Aspekt: Das proaktive Instandhaltungsmanagement beugt ungeplanten Ausfällen der Produktion vor und Ressourcen werden so wirtschaftlich eingesetzt. Wenn ein Stapler zum Beispiel ausfällt, beeinflusst das den Tagesablauf ungemein. Das müssen sich Unternehmer bewusst machen. In der Industrie 4.0 ist auch immer wieder von digitaler Ressourcenplanung mit mobilen Endgeräten die Rede. Inwieweit unterstützt die Software für die Wartungsplanung diesen Prozess? Die Information kann auch auf Tablets und Smartphones eingepflegt werden. Das ist besonders praktisch, weil erfahrungsgemäß die Verantwortlichen für den Arbeitsschutz viel im Betrieb unterwegs sind. Mit einem papierlosen Prüffristenmanagement, das zudem noch kompatibel für mobile Endgeräte ist, ist also ein sehr effizientes Arbeiten möglich. Zudem können eventuelle Mängel auch gleich mit einem Foto dokumentiert werden, welches dann in der Software an das entsprechende Betriebsmittel angehängt wird. Digitalisierung hört sich für viele Mittelständler immer noch sehr abstrakt an. Eignen sich die Softwarelösungen für Wartungsplanung für einen Einstieg ins Smart Maintenance der Industrie 4.0? Dem würde ich auf jeden Fall zustimmen. Das Tool ist äußerst bedienerfreundlich und die Vorteile liegen auf der Hand. Termine können nicht mehr vergessen werden und ein Audit ist sehr schnell vorbereitet, weil alle Unterlagen zur Verfügung stehen. Die Mitarbeiter können sich so den wirklich wichtigen Aufgaben widmen und verlieren keine Zeit mehr mit Bürokratie. www.hoppe-net.de/ wartungsplaner.htm www.wartungsplaner.de


REINIGUNG

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Von digitalen Reinigungsplänen profitieren Software von Tork unterstützt bei Reinigungsroutinen Eine effiziente Planung, eine präzise Abstimmung mit dem Reinigungspersonal sowie eine transparente Darstellung der Leistungen gegenüber Kunden gehören zu den wirtschaftlichen Erfolgsgrundlagen von Facility-Service-Anbietern. Mit den digitalen Reinigungsplänen hat Tork nun eine Reinigungsmanagementsoftware entwickelt, die genau bei diesen Aufgaben unterstützt. Die digitalen Reinigungspläne von Tork ermöglichen, wie der Softwarehersteller betont, eine genaue Planung und Auswertung von Reinigungsleistungen. Das hat unter anderem folgende

Vorteile: Facility Manager können damit nicht nur das Reinigungspersonal effizienter einsetzen, sondern sie bekommen darüber hinaus auch einen besseren Überblick über geleistete Rei-

Die Software unterstützt auch bei der Einsatzplanung - die einfache Erstellung von Stundenplänen sowie die Personalsteuerung gehören nämlich zu den Basisfunktionen.

nigungsaufgaben. Zudem haben sie die Möglichkeit, schnell und direkt mit dem Personal zu kommunizieren. Doch auch das Reinigungspersonal profitiert, denn über die Software hat es rund um die Uhr Zugriff auf Anleitungen, was eine bessere Abstimmung der Arbeitsabläufe ermöglicht. Auch die Übergabe beim Schichtwechsel oder die Einarbeitung von neuen Mitarbeitern wird dadurch stark vereinfacht. Die Software übermittelt außerdem umgehend Problemstellungen an das Personal. Umgekehrt ist bei Störfällen eine Berichterstattung an die Führungsebene durch einen einfachen Upload von Bildern möglich. Die zielgerichtete Überprüfung von Reinigungsergebnissen und das simple Erstellen von Dokumentationen erleichtert auch die Kommunikation mit Auftraggebern. „Wir wollten eine Anwen-

Das Reinigungspersonal profitiert auch von den digitalen Reinigungsplänen. So hat es unter anderem einen ständigen Zugriff auf Anleitungen, wodurch Abstimmungen untereinander erleichtert werden, zum Beispiel beim Schichtwechsel. Bilder: Tork

dung entwickeln, die die Arbeit des Reinigungspersonals erleichtert, denn sie sind ein Schlüsselfaktor für den Unternehmenserfolg“, erklärt Hazel Wenzel, Segment Manager Commercial und Public Interest von Tork. Sie verdeutlicht: „Kunden fordern günstige und schnelle Arbeitsabläufe mit perfekten Reinigungsergebnissen. Dafür ist ein gut geplanter Einsatz von Rei-

nigungspersonal und -mitteln notwendig. Mit den digitalen Reinigungsplänen stellt Tork eine Software zur Verfügung, die die Koordinierung aller anfallenden Arbeiten optimiert und die es ermöglicht, Zeit und Ressourcen besser zu nutzen. Die Anwendung ist sehr intuitiv und unkompliziert.“ www.tork.de/services/ digitale-reinigungsplaene

Aerosolfreie Abluft bei Industrie-Ölsaugern Reinigungstechnik · Kommunaltechnik

von circa 0,005 Millimetern nahezu vollständig herausgefiltert; das entspricht der HEPA Klasse E11, womit bis zu 99 Prozent aller lungengängigen Aerosole abgedeckt sind. Die spezielle Konstruktion des neuen Industriesaugers erlaube außerdem einen schnellen wie einfachen Filterwechsel. Der Filter ist nämlich über einen Deckel zu erreichen, der werkzeuglos geöffnet werden kann. Dadurch ist der Austausch bequem möglich. Der Hersteller verweist aber auch auf die robuste und großflächige Bauweise des Filters, denn sie verspricht eine lange Standzeit - bis hin zu einem Jahr bei täglichem Einsatz. Ein transparenter Ablassschlauch zeigt darüber hinaus an, ob sich Öle oder Kühlschmiermittel in der Filterwanne gesammelt haben. Dies kann über den vorhandenen Kugelhahn einfach abgelassen werden. www.matzek.de

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Vorfahrt für Sauberkeit

Stuttgart, 10. – 12.03.2020 Halle 10, Stand A05

Scrubmaster Ride-on-Scheuersaugmaschinen Arbeitsbreiten von 55 bis 123 cm. Scheuersaugen oder Kehren und Saugen in einem Arbeitsgang. Mit ergonomischem Arbeitsplatz, bestem Bedienkomfort und optimaler Sicht auf das Arbeitsumfeld. Ride-on-Scheuermaschinen von Hako schaffen zwischen 3.000 und 8.600 m² pro Stunde. Hako – Sauberkeit ohne Kompromisse

Die neue SG150-SP Industriesaugmaschine verfügt über den unternehmenseigenen Turbinenverdichter. Bild: Matzek

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Fräs- und Drehmaschinen müssen regelmäßig gereinigt, beziehungsweise die unterschiedlichsten Kühlschmiermittel und Öle mit speziellen Industriesaugmaschinen abgesaugt werden. Das Problem: Durch die Nutzung immer dünnflüssigerer Kühlschmierstoffe und Öle können beim Absaugen lungengängige und entsprechend gesundheitsschädliche Abluftnebel (Aerosole) entstehen. Mit den neuen Industriesaugern des Typs „SP“ bietet Matzek nun einen Industriesauger an, der über einen integrierten Aerosolfilter verfügt. „Beim Drehen oder Fräsen werden immer innovativere Schmier- und Kühlmittel verwendet“, weiß Ingolf Schreiber, Geschäftsführer von Matzek, und verdeutlicht: „Diese teilweise sehr dünnflüssigen Medien werden mit herkömmlichen Industriesaugern weiterhin gut abgesaugt. Mit den neuen Industriesaugern SG150-SP (150Liter) und SG300-SP (300-Liter) mit integriertem Aerosolfilter aber vermeiden wir Aerosolnebel und helfen so, die Gesundheit der Mitarbeiter, aber auch die Funktionsfähigkeit der Maschinen zu bewahren.“ Damit dies möglich ist, bieten die neuen „SP“ (Spezialfilter)-Saugmaschinen eine neue Qualität der Abluftfiltration über einen HEPAAerosolfilter mit großer Filterfläche, welcher bisher nur in Lüftungsanlagen Verwendung fand. Laut dem Hersteller werden damit alle Staubteilchen und Nebeltröpfchen bis zu einer Größe

Erteilt für das Gesamtmaschinenkonzept aus Komfortsitz und cleveren Details für ermüdungsfreies Arbeiten. www.agr-ev.de

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REINIGUNG

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„Ein guter Sitz allein reicht nicht aus …“ Reinigungsmaschinen von Hako überzeugen (nicht nur) durch ergonomische Aspekte Für ihr rückengerechtes Gesamtmaschinenkonzept wurden vor Kurzem die Ride-on-Scrubmaster von Hako mit dem Gütesiegel des Aktion Gesunder Rücken e. V. (AGR) ausgezeichnet. B&I sprach mit Ricardo Ruiz Porath, Produktlinienleiter Reinigungstechnik bei Hako, über die Details und was eine Maschine leisten muss, damit sie sich diese Auszeichnung verdient. Herr Ruiz Porath, welche Produkte können mit diesem Gütesiegel aufwarten? Im Bereich der Reinigungstechnik wurden aktuell unsere Ride-onScheuersaugmaschinen Scrubmaster B75 R, B120 R, B175 und B260 R - und damit Hako als erster Hersteller - mit dem AGR-Gütesiegel ausgezeichnet. Diese Produktfamilie bietet Flächenleistungen von 3.000 bis 8.600 Quadratmetern pro Stunde. Wer vergibt dieses Siegel? Eine unabhängige Prüfkommission aus medizinischen und therapeutischen Experten unterschiedlichster Fachrichtungen bewertet dazu, inwieweit die Prüfobjekte die Wirbelsäule entlasten und den Bewegungsapparat stützen.

„Der Faktor Mensch hat einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung unserer Produkte: Mit dem AGR-Gütesiegel wurde unsere Entwicklungsarbeit ausgezeichnet“, freut sich Ricardo Ruiz Porath, Produktlinienleiter Reinigungstechnik bei Hako.

Nur Produkte, die die strengen Prüfkriterien erfüllen, erhalten das AGR-Gütesiegel. Das Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken e.V. ist eine wichtige Entscheidungshilfe beim Kauf rückengerechter Produkte.

Ergonomie bedeutet mehr als einen guten Sitz. Um das Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken zu bekommen, muss das Gesamtmaschinenkonzept überzeugen - und zwar hinsichtlich der Bedienerfreundlichkeit, der Ergonomie und natürlich auch in Bezug auf die Schonung des Rückens.

Was müssen die Geräte für diese Auszeichnung erfüllen? Provokant gesprochen: Reicht ein guter Sitz allein aus? Um vor dem Prüfungsausschuss zugelassen zu werden, wurden alle Ride-on-Scheuersaugmaschinen nach einem festgelegten Krite-

www.ruwac.de

rienkatalog bewertet und nur wer diese strengen Kriterien erfüllt, wird überhaupt erst zur Prüfung angenommen. Um Ihre Frage konkret zu beantworten: Natürlich reicht ein guter Sitz allein nicht aus. Der Arbeitsplatz besteht nicht nur aus einem komfortablen Sitz - der ,,Arbeitsplatz“ ist die gesamte Maschine und diese wird in ihrer Gesamtheit bewertet. Die oben genannten Ride-onScheuersaugmaschinen überzeugten das Prüfungsgremium mit einem besonders bedienerfreundlichen, ergonomischen und rückenschonenden Gesamtmaschinenkonzept. Nun wurde unter anderem ja auch der ganz neue Scrubmaster B260 R ausgezeichnet. Was zeichnet diese Maschine in ergonomischer, wirtschaftlicher und technischer Sicht sonst noch aus? Mit Arbeitsbreiten von 108 und 123 Zentimetern, 260 Liter Tankvolumen und einer Flächenleistung von bis zu 8.600 Quadratmetern in der Stunde ergänzt der neue Scrubmaster B260 R das Angebot der Ride-on-Scheuersaugmaschinen von Hako. Ein Maximum an Wirtschaftlichkeit erreichen wir auch mit der Reinigungsgeschwindigkeit: Ob bei geringer oder maximaler Geschwindigkeit, wir erzielen immer das perfekte Reinigungsergebnis. Damit steht der Scrubmaster B260 R für Leistungsstärke und einen langen Arbeitseinsatz auf großen Flächen - zum Beispiel in Einkaufszentren, in Warenlagern und im industriellen Bereich. Mit ihrer modularen Erweiterbarkeit bietet die Maschine außerdem eine hohe Flexibilität in der Anwendung. Alle Bedienelemente sind gut erreichbar und für die intuitive Bedienung angeordnet. Dank der Einknopfbedienung starten alle Funktionen mit nur einem Tasten-

Dank Optionen wie seitlichem Anfahrschutz, Arbeitsscheinwerfer und Fahrerschutzdach erfüllt die Ride-on-Maschine umfangreiche Anforderungen an die Arbeitssicherheit. Außerdem kann sie bei Steigungen bis 15 Prozent eingesetzt werden.

druck. Genauso leicht sind auch die Befüllung, Reinigung und Wartung auszuführen: beispielsweise durch das System für die Schnellbefüllung des Frischwassertanks, den manuell hochklappbaren Saugfuß mit patentierter Selbstreinigung und den automatisierten, werkzeuglosen Bürstenwechsel. Dem Bediener werden ebenso alle relevanten Wartungs- und Servicepunkte an der Maschine angezeigt.

beispielsweise mit dem Kehrsaugvorsatz, der Kehren und Nassreinigen in nur einem Arbeitsschritt ermöglicht. Ein Problem in Bezug auf die Belastung der Mitarbeiter ist ja auch die Feinstaubentwicklung beim trockenen Kehrvorgang. Gibt es hier Verbesserungen? Bei stark verschmutzten und staubigen Untergründen lässt sich die Staubentwicklung im Kehr-

Der Vergleich zeigt die Wirkung von Dust Stop deutlich. Hako verspricht, dass durch die Ummantelung der Seitenbesen die Staub- und Feinstaubentwicklung um mehr als 90 Prozent reduziert wird - und das ohne den Einsatz von Wasser.

Rückenlehne, Armlehnen und Sitzposition des optionalen Komfortsitzes lassen sich optimal für den jeweiligen Anwender individuell einstellen. Mit optionalen Anbaugeräten lässt sich das Leistungsspektrum der Maschine um zusätzliche funktionale Eigenschaften erweitern:

„Der neue Scrubmaster B260 R begegnet den ganz unterschiedlichen Anforderungen der professionellen Gebäudereinigung mit seinem modularen Maschinenkonzept und vier verschiedenen Arbeitsdecks für jeden Anspruch: von der Walzenbürste über das 2- oder 3-Tellerbürsten-Deck bis hin zum Heavy-Duty-3-Tellerbürsten-Deck für den Einsatz zum Beispiel auf rauen, besandeten Böden“, so Ricardo Ruiz Porath. Bilder: Hako

saugeinsatz schwer vermeiden. Denn die Seitenbesen von Kehrsaugmaschinen liegen offen und sammeln durch ihre Rotationsbewegung effektiv Schmutz ein, wirbeln dabei aber feineren Umgebungsstaub auf. Abhilfe schafft eine einfache und zugleich geniale Erfindung, die Ummantelung des Seitenbesens: Dust Stop. Das System arbeitet trocken, ohne Wassereinsatz, ohne Schlieren. Wie wirkt sich das in der Praxis aus? Mussten in der Vergangenheit bei starker Staubentwicklung die Seitenbesen bei der Reinigungsfahrt angehoben werden, so kann man sie heute nutzen. Dadurch steigern wir die Wirtschaftlichkeit unseres Produkts in Form von mehr Flächenleistung und durch Einsparung von Wasser. Und das auf so innovative Weise, dass Dust Stop auf der CMS 2019 in Berlin mit dem Purus Innovation Award in der Kategorie Equipment ausgezeichnet wurde. www.hako.com www.agr-ev.de


ARBEITSSICHERHEIT

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Sicheres Arbeiten auf Baustellen BGHM informiert über die notwendigen Präventionsmaßnahmen Tätigkeiten bei Bauarbeiten sind mit hohen Unfallrisiken verbunden: Etwa ein Drittel der tödlichen Arbeitsunfälle in der gewerblichen Wirtschaft ereignen sich auf Bau- und Montagestellen. Eine durchdachte Planung, die Umsetzung von Maßnahmen als Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung sowie regelmäßige Unterweisungen wirken den Gefährdungen entgegen. Die Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) zeigt im Detail auf, wie das in der Praxis funktioniert. Ein reibungsloser und sicherer Ablauf des Bauvorhabens wird gewährleistet durch eine wirkungsvolle Koordination, eine effektive Montageplanung, den Einsatz sicherer Arbeitsverfahren, die Nutzung geeigneter Arbeitsmittel sowie geeigneter Persönlicher Schutzausrüstung (PSA). Die obligatorischen Unterweisungen vor Ort üben einen positiven Einfluss auf das Verhalten der Beschäftigten aus.

Planung und Koordination Die Beachtung der Rangfolge bei der Auswahl von Schutzmaßnahmen, wenn möglich nach dem STOP-Prinzip (Substitution der Gefährdung, dann technische, organisatorische und erst danach persönliche Schutzmaßnahmen) und die Erstellung eines Sicherheitsund Gesundheitsschutzplans tragen dazu bei, Unfallrisiken auf Baustellen zu reduzieren. Für Baustellen, auf denen Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber gleichzeitig oder nacheinander tätig werden, ist rechtzeitig ein Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordinator zu bestellen. Dieser trägt bereits während der Planungsphase dazu bei, dass das Bauvorhaben und der Bauablauf jederzeit sicher gestaltet sind.

Montageplanung und Vorbereitung Im Planungsprozess der Montage müssen insbesondere die Aufgabenstellung sowie die baustellen- und firmenspezifischen Voraussetzungen eindeutig geklärt werden. Dabei sind neben den Leistungsbeschreibungen und vertraglichen Lieferbedingungen auch Gesetze, öffentlich-rechtliche Vor-

schriften und Regeln der Technik zu berücksichtigen. Grundlage aller Entscheidungen im Arbeitsschutz ist die Gefährdungsbeurteilung. Für die Baustelle bedeutet das, wechselnde Arbeitsplätze, Verkehrswege und viele verschiedene Tätigkeiten zu berücksichtigen. Es ist Aufgabe der Unternehmensleitung, die damit verbundenen Gefährdungen zu bewerten, Schutzmaßnahmen festzulegen und deren Einhaltung und Wirksamkeit zu kontrollieren. Die Gefährdungsbeurteilung ist zu dokumentieren und stellt eine wichtige Grundlage für die Einund Unterweisung der Beschäftigten dar. Mit einer Montageanweisung erhält der Aufsichtführende vor Ort wichtige sicherheitsrelevante Informationen wie Montagefolge, Gewicht, Transport, Lagerung und Einbau der Teile, Tragfähigkeit von Hebezeugen, Bauteilen und deren Standsicherheit, Sicherungseinrichtungen für Arbeitsplätze und Verkehrswege, Hinweise zur Baustellenordnung und zum Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan. Die Montageanweisung muss als Dokument auf der Baustelle vorliegen.

Projektbezogene Unterweisung vor Ort Jeder Beschäftigte muss vor Aufnahme seiner Tätigkeit und danach in regelmäßigen Abständen unterwiesen werden. Bei Bau- und Montagearbeiten sollte zusätzlich eine projektbezogene Unterweisung vor Ort erfolgen. Dabei sind insbesondere die spezifischen Gefährdungen und Schutzmaßnahmen zu vermitteln. Beim Einsatz von PSA gegen Absturz müssen die dafür erforderlichen Unterweisungen durch praktische Übungen ergänzt werden.

Demontage- und Abbrucharbeiten bedürfen einer sorgfältigen Planung. Das Abbruchobjekt muss auf eventuell noch vorhandene Versorgungsleitungen und die Kontamination mit Gefahrstoffen untersucht werden. Die Abbruchanweisung enthält wichtige Hinweise zum Abbruchverfahren und zur Standsicherheit des Gebäudes in den einzelnen Abbruchstadien sowie der angrenzenden Gebäudeteile. Bild: Gerhard Gellinger auf Pixabay

Unterweisungen sind grundsätzlich zu dokumentieren.

Einrichtungen, Arbeitsmittel und PSA Um das Ausrutschen, Stolpern oder Stürzen auf Verkehrswegen zu Arbeitsplätzen zu vermeiden, müssen die Zugänge dazu sicher begehbar und befahrbar, ausreichend tragfähig sowie die Breite des Weges der Benutzung angepasst sein. Sichere Zugänge zu hoch gelegenen Arbeitsplätzen führen über Treppen oder Laufstege. Treppen werden dem Baufortschritt entsprechend angepasst und ermöglichen den jeweils nachfolgenden Gewerken einen sicheren Aufstieg. Auf hoch gelegenen Arbeitsplätzen und Verkehrswegen kommt der Absturzgefahr eine besondere Bedeutung zu. Die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen sind dabei abhängig von

Wesentliche Gefährdungen für die Werker sind unpräzise Aufgabenstellungen und ungenügende Planung der Arbeiten, unklare Verantwortlichkeiten und fehlende Beaufsichtigung, Mängel an eingesetzten Arbeitsmitteln wie beschädigte Kabel, defekte Leitern oder unvollständige Gerüste, fehlende Absturzeinrichtungen, elektrische Gefährdungen sowie Brand- und Explosionsgefahren. Bild: Leeroy Agency auf Pixabay

der Art des Arbeitsplatzes oder des Verkehrsweges und von der möglichen Absturzhöhe. Es sind zunächst Einrichtungen und Arbeitsmittel einzusetzen, die den Absturz von Personen verhindern oder abstürzende Personen sicher auffangen. Dazu gehören unter anderem Gerüste, Seitenschutz, fahrbare Arbeitsbühnen, fahrbare Hubarbeitsbühnen und Schutznetze. Wenn es nicht möglich ist, technische Maßnahmen gegen den Absturz zu ergreifen, müssen Persönliche Schutzausrüstungen

gegen Absturz (PSAgA) benutzt werden. Diese können den Absturz zwar nicht immer verhindern, fangen aber Personen nach einem Sturz sicher auf und begrenzen die Fallhöhe und auf den Körper einwirkende Kräfte. Der Einsatz von PSAgA ist sorgfältig vorzubereiten: Bei der Auswahl eines geeigneten Auffangsystems gehört neben der Unterweisung mit praktischen Übungen immer die Erstellung eines wirksamen Rettungskonzeptes dazu. www.bghm.de

Sicher gehen, aber wie auf Wolken Arbeitsschuhe mit Dämpfungstechnologie und unterschiedlichen Passformtypen Der Sicherheitsschuhhersteller Elten baut seine Wellmaxx-Serie weiter aus und bietet nun in diesem Bereich auch Damen- und Berufsschuhe an. Alle Schuhe aus dieser Serie zeichnen sich durch eine spezielle Dämpfungstechnologie aus, die auf einem von BASF entwickelten Partikelschaum basiert. Die Ergonomie steht auch bei der zweiten Ergo-Active-Generation des genannten Schuhherstellers im Fokus. Angeboten werden hier drei Passformtypen, um den verschiedenen Fußformen gerecht zu werden und den Tragekomfort zu optimieren. Die Wellmaxx-Serie von Elten hat sich bereits am Markt etabliert. Herzstück dieser Schuhe ist eine spezielle Dämpfungstechnologie., die auf einem von BASF entwickelten Partikelschaum mit der Bezeichnung Infinergy, der einerseits elastisch wie Gummi, aber auch gleichzeitig federnd und leicht ist, basiert. Das bedeutet: Das Material dämpft nicht nur den Aufprall beim Laufen, sondern federt ihn auch wieder zurück. Durch das hohe Rückstellungsvermögen erhält der Träger des Schuhs laut Hersteller den Großteil seiner eingesetzten Energie beim Laufen wieder zurück. Für diejenigen, die im Job ständig auf den Beinen sind, ist dies eine spürbare Erleichterung. Diese Produktreihe wurde nun um Damenmodelle erweitert. Zudem wird es alle Wellmaxx-Sohlen nach und nach als Berufsschuhvariante geben, etwa für die Bereiche Gastronomie oder das Gesundheitswesen. Berufsschuhe verfügen im Gegensatz zu Sicherheitsschuhen weder über Schutzkappe noch über Durchtritthemmung, dafür aber über Details wie Rutschhemmung. Die Modelle sind flacher und leichter als Sicherheitsschuhe. Wer

beim Laufen ein Barfußgefühl erleben möchte, für den eignen sich laut dem genannten Anbieter Berufsschuhe mit einer ultraleichten Sohle aus dem Material EVA. Neu ist zudem die zweite ErgoActive-Generation von Elten. Sie verspricht durch die angebotenen drei Passformtypen einen hohen Tragekomfort, da diese den verschiedenen Fußformen gerecht werden. Konzipiert mit den Universitäten Tübingen und Göteborg und erstmals auf Basis einer dynamischen Fußvermessung wurden die drei Typen der ersten Generation für schmale, durchschnittlich breite und besonders kräftige Füße als

Grundlage zur Weiterentwicklung genutzt. Nun fand die Vermessung erstmals in Bewegung statt. Mit den gewonnenen Erkenntnissen über die Veränderung der Füße in Bewegung wurden die drei Passformtypen weiterentwickelt. Beispiele dafür sind zwei verschiedene Kappenweiten, die die Auswahlmöglichkeiten für die Träger noch einmal erhöhen. Die Modelle können sich zudem an bestimmten Stellen weiten und an anderen mehr Halt geben. Die Sohle passt sich nach Herstellerangaben dabei der natürlichen Fußabrollbewegung an - wie etwa beim Modell Matthew Pro GTX. www.elten.com

In den Wellmaxx-Modellen hat sich die Dämpfungstechnologie mit dem Material Infinergy von BASF bereits bewährt. Bild: Elten


Wolff Publishing

Sonderteil Condition Monitoring

ISSN

1864-4554

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Februar 2020 DIE INDUSTRIE-ZEITUNG

Die Prüfung der metallenen Verankerungen von Offshorewindenergieanlagen am Meeresgrund, der sogenannten Gründungsstrukturen, ist bislang noch aufwendig und gefährlich.

Einmal installiert, immer im Blick Am Dresdner Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS wurde ein Messsystem entwickelt, das an der Gründungsstruktur von Offshoreanlagen fest installiert wird und diese dauerhaft überwacht. Das reduziert nach Entwicklerangaben den Aufwand für kostenintensive Vor-Ort-Einsätze und damit die Wartungs- und Stromentstehungskosten. In 2018 kostete eine auf See erzeugte Kilowattstunde Windstrom mit durchschnittlich elf Cent fast doppelt so viel wie eine an Land generierte. Zu den größten Kostentreibern gehören die Wartungskosten. Der Gesetzgeber fordert hier, dass mindestens 25 Prozent der Anlagen eines Windparks pro Jahr gewartet werden. So muss rein rechnerisch jede Windkraftanlage alle vier Jahre kontrolliert werden. Vor allem die Prüfung der metallenen Verankerungen am Meeresgrund, der sogenannten Gründungsstrukturen, ist aufwendig und gefährlich. Da enorme Kräfte wie das Eigengewicht der Windkraftanlage, die Strömung des Wassers oder die Kraft der Wellen in Verbindung mit dynamischen Lasten während des Betriebs der Anlage auf die Gründungsstruktur wirken, können Schäden wie

zum Beispiel Risse in Schweißnähten entstehen. Allerdings lassen die erschwerten Bedingungen auf hoher See eine Detektion von Schäden mit konventionellen Prüftechniken nur sehr begrenzt zu. Um Schäden und Risse zu detektieren, hat das Dresdner Fraunhofer IKTS nun speziell für den Offshorebereich eine Sensormanschette entwickelt. „Die Baltic-Taucher aus Rostock sind an uns herangetreten, da es keine praktikable Möglichkeit der Schweißnahtüberwachung von Windenergieanlagen gab“, berichtet Dr. Bianca Weihnacht vom Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS, Dresden. Entwickelt wurde nun ein Messsystem, das an der Gründungsstruktur von Offshoreanlagen fest installiert wird und diese dauerhaft überwacht.

Herzstück ist die Sensormanschette. Diese wird wie ein Ring direkt und dauerhaft an stark belasteten Bereichen von Gründungsstrukturen - beispielsweise Schweißnähten - angebracht. „Damit beeinflusst von außen aufwachsendes Biomaterial die Messungen weit weniger und die kräftezehrende und zeitaufwendige manuelle Säuberung der Messstellen durch Taucher entfällt“, zählt IKTS-Forscherin Weihnacht ein paar Vorteile der als Comobelt bezeichneten Manschette auf. In die Manschette sind Sensoren integriert, die abwechselnd jeweils als Sensor oder Aktor agieren. Das heißt, sie sind in der Lage, spezielle Ultraschallwellen auszusenden oder zu empfangen. Durch das Reflektionsmuster dieser Wellen im Material lassen sich Schädigungen erkennen. Weiter auf Seite 18

Ein neuer Adapter sorgt dafür, dass auch ältere Kühlgeräte von Rittal fit für die Anforderungen von Industrie 4.0 werden - Zustandsüberwachung inklusive. Bild: Rittal

Kühlgeräte einfach IoT-fähig machen Die Digitalisierung erfordert Maschinen und Anlagen, die über Kommunikationsschnittstellen verfügen. Doch viele bestehende Anlagen haben diese nicht. Ein digitaler Retrofit kann hier die Lösung sein. Wie das in der Praxis funktioniert, zeigt Rittal: Das Unternehmen hat für seine Kühlgeräte der Serie „Blue e“ nämlich einen Adapter auf den Markt gebracht, mit dem sich die Geräte an smarte Condition-Monitoring- und IoTSysteme anbinden lassen. Mit dem neuen Adapter ist eine Zustandsüberwachung von bis zu zehn Kühlgeräten im MasterSlave-Verbund möglich. Neben der Aufzeichnung der Daten lassen sich so auch Effizienzanalysen der Kühllösung durchführen. Auch eine Überwachung auf Störungen oder Überschreiten von Grenzwerten mit automatischer Benachrichtigung lässt sich damit darstellen. Dies sorgt für eine höhere Verfügbarkeit und vermeidet teure Maschinenstillstände. Die Einbindung von Kühlgeräten der Serie „Blue e“ in übergeordnete Systeme geschieht in Kombination mit dem IoT-Interface, das Rittal für die Geräte der Nachfolgeserie „Blue e+“ auf den Markt gebracht hat. Da eine direkte Kommunikation des IoT-Interface mit den älteren Blue-e-Geräten aber nicht möglich ist, hat Rittal einen entsprechenden Adapter entwickelt. Die Konfiguration und Inbetriebnahme erfolgt nach Herstellerangaben schnell und völlig programmierfrei über den im IoTInterface integrierten Webserver. www.rittal.de


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CONDITION MONITORING

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Fortsetzung von Seite 17 Neben Biomaterial werden auch das korrosive Salzwasser und die enormen Kräfte der Wellen zur Belastung für die sensorischen Messsysteme. Bianca Weihnacht erläutert die Herausforderungen: „Um dauerhaft unter Wasser messen zu können, muss die Sensormanschette den harschen Umweltbedingungen standhalten. Deshalb werden die Sensoren einlaminiert. Die entstehenden Barriereschichten schützen die Sensoren vor eindringendem Meerwasser. Das funktioniert jedoch nur mit flachen elektronischen Komponenten, die wir eigens dafür entwickelt haben. So werden in die Sensormanschette beispielsweise flache Spulen für die Energieübertragung integriert.“

„Mit der Sensormanschette leisten wir künftig einen aktiven Beitrag zur Erhöhung der Betriebssicherheit und Senkung der Wartungskosten von Offshorewindenenergieanlagen“, betont sie. „Durch intelligente Wartungskonzepte wie die Sensormanschette wird es gelingen, die Attraktivität der Windkraft weiter zu stärken“, ist Weihnacht überzeugt. Damit rückt auch das große Ziel der Bundesregierung für 2030 in greifbare Nähe: Der Anteil der erneuerbaren Energien am Strommix soll auf 65 Prozent steigen ein Großteil davon wird Windenergie sein. Dazu kommt der Aspekt des Return-on-Invest. Ein Tauchschiff zur visuellen Inspektion der Anlagen durch Taucher kostet etwa 65.000 Euro am Tag. „Aus unserer Sicht ist ein Potenzial von 5 bis 10 Prozent der Kosten für die Sensormanschette im Vergleich zum Tauchschiff vorhanden. Dafür suchen wir jedoch noch die richtigen Investoren, mit denen wir diese Ziele erreichen können.“

Attraktivität der Windkraft stärken

Dr. Bianca Weihnacht, IKTS Dresden: „Um dauerhaft unter Wasser messen zu können, muss die Sensormanschette den harschen Umweltbedingungen standhalten. Deshalb werden die Sensoren einlaminiert. Die entstehenden Barriereschichten schützen die Sensoren vor eindringendem Meerwasser. Das funktioniert jedoch nur mit flachen elektronischen Komponenten, die wir eigens dafür entwickelt haben.

Zu den weiteren Vorteilen der IKTS-Manschette zählen die permanente Installation (wächst ein), perspektivisch keine Taucher mehr im Einsatz (weniger Risiken) sowie kürzere Prüfintervalle an kritischen (reparierten) Hotspots. Zudem ist die Manschette „deutlich sensitiver und objektiver als derzeit eingesetzte Standardverfahren mit Sichtprüfung“, so Weihnacht.

Serienreife haben die IKTSWissenschaftler bisher noch nicht erreicht. Hier fehlen insbesondere noch die Zuverlässigkeitsuntersuchungen, dass die Manschette auch zehn Jahre hält. „Begonnen haben wir vor etwa sieben Jahren mit diesem Thema und den ersten Entwicklungen. Bisher wird die Manschette noch in Einzelfertigung hergestellt. Zukünftig sehen wir die Notwendigkeit der Serienfertigung, für die wir - wie bereits gesagt - noch Partner und Investoren suchen“, so Bianca Weihnacht zum aktuellen Stand. Die Manschette wird derzeit ausschließlich im F+E-Bereich eingesetzt. „Wenn es uns gelingt, zukünftig Unternehmen für die Technologie zu begeistern, könnte die Entwicklung zügig in zwölf bis 24 Monaten final abge-

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Der Ausbau von Windenergieanlagen an Land stockt. Das liegt vor allem an zu wenig geeigneten Flächen und Protesten von Anwohnern. Eine Alternative sind Windenergieanlagen auf hoher See - allerdings ist die Erzeugung von Offshore-Energie derzeit noch viel teurer als an Land. Das liegt auch an den höheren Wartungskosten. Bilder: Fraunhofer IKTS

schlossen werden.“ Die Überwachungstechnologie ist derzeit noch nicht final in den VDI-Regelwerken für Offshorebereiche verankert. Der aktuelle Entwurf zeigt potenziellen Anwendern jedoch schon die Möglichkeit: Die VDIRichtlinie 4551 - bis jetzt noch als Entwurf - trägt den Titel „Strukturüberwachung und -beurteilung von Windenergieanlagen und Offshorestationen” und enthält Beurteilungs- und Bewertungskriterien sowie Handlungsanleitungen für die Überwachung der Tragstrukturen von Onshore- und Offshorewindenergieanlagen sowie von Offshoreplattformen.

Auch für die Öl-, Gas- & chemische Industrie Das IKTS hat dieses Offshorekonzept auch für Kunden aus der Öl-, Gas- und chemischen Industrie adaptiert und ist aktuell dabei, kundenspezifisch die Lösung da-

Kontrolle durch Roboter statt durch Taucher Das Auslesen der gemessenen Daten an der Sensormanschette erfolgt nicht mehr durch Taucher, sondern durch „Remote Operating Vehicle” (ROV) - per Kabel ferngesteuerte Unterwasserroboter. Die Daten werden dabei drahtlos (WLAN) von der Sensormanschette auf das Diagnosegerät am Roboter übertragen und anfür anzupassen. Hier steht jedoch noch nicht die Unterwassertauglichkeit im Fokus. Für den Unterwasserbereich sieht Bianca Weihnacht heute schon Möglichkeiten der Weiterentwicklung: „Die Manschette wird an kritischen Stellen angebracht. Ein Autonomous Underwater Vehicle fährt diese ab und sammelt autonom Daten, die dann an Land gebracht werden.“ Die Verarbeitung erfolge ebenfalls automatisch und der Windparkbetreiber erhalte per App eine Nachricht - rot, gelb oder grün über den Zustand seines Parks.

Machine Learning und KI auf dem Radar

Die Sensormanschette wird wie ein Ring direkt und dauerhaft an stark belasteten Bereichen von Gründungsstrukturen - beispielsweise Schweißnähten - angebracht. Damit beeinflusst von außen aufwachsendes Biomaterial die Messungen weit weniger und die kräftezehrende und zeitaufwendige manuelle Säuberung der Messstellen durch Taucher entfällt, wie die Entwickler betonen.

„Damit wäre den Regelwerken Genüge getan, diese Vehicles brauchen keine Pause und können immer dann arbeiten, wenn die Wetterbedingungen es zulassen. Vernetzte Autonomous Underwater Vehicles wären einer Schwarmintelligenz ähnlich damit in der Lage, auch ihre Mission selbstständig zu planen und somit optimal die Offshorezeit zu nutzen“, wie Dr. Weihnacht weiter erklärt. Für die Integration sucht das IKTS derzeit innovationsfreudige Anwender, die die Manschette schon werkseitig einbauen. Aber auch Themen wie KI und Machine Learning hat das IKTS auf dem Radar, dazu Bianca Weih-

schließend über das Kabel zu den Technikern auf dem Schiff transferiert. Zukünftig soll auch dieser Arbeitsschritt optimiert werden, indem sowohl die Messdaten als auch die benötigte Energie über weite Entfernungen von der Sensormanschette zur Wartungsstation drahtlos übertragen werden. nacht: „Wir haben eine Arbeitsgruppe zum Machine Learning an den Autonomous Underwater Vehicles ist dieser Trend bereits heute erkennbar. Wir arbeiten zudem an Cloudlösungen für unsere Überwachungskonzepte, das wird von den Kunden vorausgesetzt: Die Daten unserer Messsysteme können dann in Augmented-Reality-Umgebungen beispielsweise in eine HololensBrille - übertragen werden und bieten Anwendern auf einfache Art und Weise verständliche Messergebnisse in komplexen Geometrien und Anwendungen.“ Tino Böhler, Fachjournalist www.ikts.fraunhofer.de

Mit dieser neuen Lösung lassen sich Offshoregründungsstrukturen sogar komplett autonom überwachen.


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Optische Lösung für Predictive Maintenance AMS Technologies stellt einen kontaktlosen Vibrationssensor vor AMS Technologies bietet mit dem neuen optischen Vocalzoom-Sensor auf Laserbasis nun eine Lösung an, die Vibrationen - z.B. von Maschinenteilen - auf eine Distanz von bis zu drei Metern berührungslos sowie in einem breiten Frequenzbereich messen und analysieren kann. Die Ausgangsdaten des Sensors erlauben nach Herstellerangaben eine kontinuierliche Überwachung des Zustands von Maschinen in Szenarien wie Industrie 4.0, IIoT und Predictive Maintenance. Um Ausfälle vorausschauend zuverlässig erkennen zu können, müssen die Betreiber Vibrationen von Antrieben, Maschinen oder Anlagen kontinuierlich erfassen und Veränderungen erkennen können. Für die Aufnahme dieser Vibrationen kommen bisher herkömmliche Techniken wie MEMS- oder Piezosensoren sowie Mikrofone zum Einsatz. Für deren aufwendige Montage und Verkabelung müssen die Betreiber die Anlagen jedoch meist stilllegen. Zudem sind die Sensoren selten empfindlich genug und

Für die effiziente Überwachung großer Areale lässt sich der Sensor - hier im Evaluation Kit an einem Roboter oder einer Drohne montieren und sequenziell auf unterschiedlichste Ziele ausrichten. Bilder: AMS Technologies

Zustandsüberwachung von Reduziergetrieben Das Portfolio ABB Ability Condition Smart Sensor für mechanische Monitoring für den Antriebsstrang Kraftübertragungsprodukte könwurde erweitert und umfasst nun nen laut Hersteller potenzielle Proauch Dodge Reduziergetriebe, die bleme anhand der gesammelten mit dem Smart Sensor für mechaVibrations- und Temperaturdaten nische Kraftübertragungskompofrühzeitig erkannt werden. nenten ausgerüstet sind. Der Smart Sensor lässt sich einfach Der elektrische Antriebsstrang eram Reduziergetriebe montieren möglicht laut ABB die Zustandsund kommuniziert drahtlos, beiüberwachung der kritischen Komspielsweise über das Smartphone. ponenten eines Industrieprozesses Anlagen in schwer zugänglichen wie Antriebe, Motoren, Pumpen, und potenziell gefährlichen BeLager und Getriebe in Echtzeit. So reichen könnten so problem- und hat der Anwender direkten Zugriff gefahrlos aus der Ferne überauf die wesentlichen Daten, um wacht werden. die optimalen Bedingungen für „Mithilfe der anlagenübergreifenmaximale Produktivität und den Fernüberwachung von TemSicherheit aufrechtzuerhalten. peratur- und Vibrationsdaten könDodge Reduziergetriebe sitzen als nen sich Wartungsteams einen geschlossene Getriebe zwischen Überblick über den Gesamtzudem Motor und den angetriebestand ihrer Ausrüstung verschafnen Maschinen. Sie reduzieren die fen”, betont Tobias Schmidt, ProAusgangsdrehzahl und erhöhen duktmanager Digitalisierung bei dabei das Drehmoment. ABB Automation Products. Die ZuDiese Funktion spielt bei einer standsanzeige ermögliche es, poVielzahl von Industrieausrüstuntenzielle Probleme schnell zu ergen eine wichtige Rolle, wie bei kennen, sodass InstandhaltungsFörderbändern im Bergbau oder in maßnahmen rechtzeitig umgeder Gesteins- und der Zementsetzt und ungeplante Stillstände industrie. Durch die Ausrüstung vermieden werden können. der Reduziergetriebe mit dem www.abb.de Das Portfolio ABB Ability Condition Monitoring für den Antriebsstrang umfasst nun auch Dodge Reduziergetriebe, die mit dem Smart Sensor ausgerüstet sind. Die damit mögliche Zustandsüberwachung der Reduziergetriebe sorgt für eine längere Lebensdauer der Anlagen. Bild: ABB

anfällig gegen Umgebungsgeräusche oder -vibrationen. Ein jetzt vom israelischen Unternehmen Vocalzoom gemeinsam mit AMS Technologies vorgestellter optischer Sensor auf Laserbasis erlaubt hingegen die präzise, berührungslose Messung von Vibrationen aus einer Distanz von bis zu drei Metern - und das ohne aufwendige und teure Verkabelung. Für die Applikation des nur 15 x 6 Millimeter großen Sensors sind Stillstandszeiten für die Sensormontage ebenso wenig nötig wie zertifizierte Maschinentechniker. Weil der Sensor berührungslos arbeitet, kann er jede Oberfläche und jedes Material vermessen auch sehr kleine, unzugängliche oder sich bewegende Ziele sowie heiße oder nasse Oberflächen. Mit dem Sensor lassen sich Vibrationsfrequenzen bis 6 kHz ebenso erfassen wie sehr lang-

Der Vocalzoom-Sensor ist eine schnelle und einfache Lösung, um PredictiveMaintenance-Lösungen in einem bestehenden Maschinen- und Anlagenpark umzusetzen - und das in den unterschiedlichsten Industriezweigen.

same Schwingungsvorgänge in einem ultraniedrigen Frequenzbereich. Darüber hinaus ist das Messverfahren unempfindlich gegen Umgebungs- und Hintergrundlicht oder -rauschen. Für einen schnellen Test der neuen Technik stellt AMS Technologies übrigens ein Evaluation Kit bereit. Hier ist der Sensor in einem geschlossenen Gehäuse untergebracht, das über eine Standard-Stativbuchse (1/4“ UNC) verfügt und so die Montage der Einheit an einer Vielzahl handels-

üblicher Stative und Halterungen erlaubt. Ein 150 Zentimeter langes MicroHDMI-Kabel verbindet das Sensorgehäuse mit der Schnittstelleneinheit, die ihrerseits eine USB-Schnittstelle zu einem PC bereitstellt. Im Lieferumfang des EVK ist eine Software enthalten, mit welcher sich die Daten des Sensors (Geschwindigkeit und Entfernung) auf dem PC erfassen, anzeigen, analysieren und abspeichern lassen. www.amstechnologies.com

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Graphmodell: Grundbausteine aus Knoten und Kanten

Fortsetzung von Seite 1 Solche Sätze lauten zum Beispiel: Kundenreklamation: kaputter Adapter am Schaufelrad, Analyse: Inspektion durch Kundenservice, Ergebnis: Materialfehler, Reparaturmaßnahme: Ersatzteil eingebaut, Notiz: Fotos des kaputten Adapters abgelegt. Vom Standpunkt der Computerlinguistik aus erfüllt der Datenpool bei Caterpillar alle wichtigen Kriterien für NLP: Die Texte sind relativ kurz und stichpunktartig. Sie folgen einer natürlichen Unterteilung in Kategorien (Reklamation, Analyse), die als Metadaten in ein Datenmodell übernommen werden konnten. Und schließlich beziehen sich die Berichte auf eine sehr spezifische Domäne, nämlich die Wartung und Instandhaltung von Maschinen, sodass nur ein kleiner „Wortschatz“ nötig ist.

Datenarchitektur für natürliche Sprache Ziel des Dialogsystems war es, Fragen von Servicemitarbeitern und Technikern zu beantworten. Welche Reparaturen wurden beim Maschinentyp XY häufig durchgeführt? Wo liegen die Ursachen? Welche Lösung hat sich als erfolgreich herausgestellt? Dazu mussten die Textfragmente zunächst in ein Datenmodell überführt werden. Graphen geben hier eine natürliche Architektur vor, um die einzelnen Bestandteile eines Satzes (z.B. Verben, Nomen) abzubilden und miteinander zu verknüpfen. Ein Graph setzt sich aus Knoten (z.B. Maschine, Kunde) sowie den Verbindungen zwischen ihnen zusammen (z.B. gefertigt, ausgeliefert). Beiden kann eine beliebige Anzahl von qualitativen oder quantitativen Eigenschaften zugewiesen werden, z.B. Termin. Algorithmen können dieses Modell in jede erdenkliche Richtung abfragen, den Verzweigungen in

Echtzeit folgen und Muster aufdecken. Der Graph schafft einen semantischen Kontext, der die Informationen einordnet und Interpretationen möglich macht. Das Dialogsystem kann so eigene Schlüsse bei der Fehleranalyse ziehen. Einmal verwendete Tags wie „Ursache“ werden automatisch vom System auf andere Daten übertragen.

Knowledge Graph für das IIoT Graphen sind zudem dynamisch und verstehen, was die einzelnen Knoten miteinander verbindet, sodass neue Informationen nicht jedes Mal manuell programmiert werden müssen. Das System lernt und nutzt jede Lerneinheit, um den Graphen weiter mit Informationen zu füllen. Dabei importiert Caterpillar neben den Millionen Textfragmenten auch Daten aus ERP und CMS in den Graphen und liest Dokumente im großen Umfang ein. Graphtechnologie hat sich in den letzten Jahren nicht nur in der Sprachverarbeitung als ideale Architektur herauskristallisiert. Vielmehr kommen Graphdatenbanken überall dort zum Einsatz, wo vernetzte Datenmengen ausgewertet werden sollen. Das Potenzial von Graphtechnologie für das IIoT ist damit riesig. Big Data Analytics spielt hier eine Schlüsselrolle, wobei die Unmenge an IIoT- und Produktdaten nicht mehr nur gesammelt, sondern tatsächlich genutzt werden. Die eine Anwendung für Graphtechnologie in der fertigenden Industrie gibt es nicht. Die Einsatzszenarien finden sich entlang des ganzen Produktlebenszyklus vom Produktdesign über die Fertigung und Qualitätskontrolle bis hin zu Supply Chain und Aftersales Services. Letztendlich geht es immer darum, auf Basis vernetzter Daten

Unternehmensanwendungen zu entwickeln und Systeme für die Smart Factory fit zu machen. Der Einsatz von Predictive („Was wird passieren?“) und Prescriptive Maintenance („Was muss geschehen, damit es nicht passiert?“) ist für viele Hersteller der erste Schritt in diese Richtung. Wohl auch, weil der Druck auf Maschinen- und Anlagenbauer steigt, ungeplante Stillstandszeiten auf ein Minimum zu reduzieren und Kosten zu senken. Je höher die Komplexität der Maschine, desto wichtiger die Investition in die smarte Instandhaltung. Zumal Hightechmaschinen im Tagebau, Flugzeugturbinen oder auch Industrieanlagen längst nicht mehr im eigentlichen Sinne an Kunden verkauft werden. Bezahlt wird lediglich die Nutzung, die minutengenau überwacht und abgerechnet wird. Steht eine Anlage aufgrund technischer Probleme still, kostet also jede Minute Geld.

Smarte Reifen für Lkws und Maschinen Im Tagebau kommt dieses Geschäftsmodell schon länger zum Einsatz. Hier zahlt sich die intelligente Wartung gleich doppelt aus, denn die hochpreisigen Maschinen arbeiten auf extremem Gelände und es kann Tage und Wochen dauern, ehe Ersatzteile ankommen. Der Reifenhersteller Michelin startete vor zehn Jahren seinen Service „Tire Asset Management“ zunächst im Premiumsegment von Bergbaumaschinen, die auf Rädern mit bis zu vier Meter Durchmesser fahren. Dabei testete er unterschiedliche Technologien, um das Monitoring von Luftdruck oder Temperatur zu messen und Ausfälle auf ein Minimum zu reduzieren.

Tire Asset Management von Michelin Seit 2018 weitet Michelin das Tire Asset Management sukzessive auch auf andere Geschäftsfelder aus. Insbesondere Lkw-Reifen werden getrackt und überwacht, um Reifendruck, Traktion, Haftung und allgemeine Abnutzung

Beispielhafter Graph zum Thema „Reklamation Baumaschine“

in regelmäßigen Abständen und über Tausende von Kilometern zu kontrollieren. Das ist nicht nur eine Frage der Sicherheit, sondern auch der Kosten, denn der optimale Reifendruck wirkt sich wesentlich auf den Treibstoffverbrauch und die Fahrleistung aus. Die auszuwertende Datenmenge wächst von Kilometer zu Kilometer. In jedem Reifen befindet sich ein RFID-Chip, der über eine Entfernung von mehreren Metern wichtige Sensordaten wie Luftdruck, Temperatur oder Reifenprofil in Echtzeit überträgt - selbst

Um die Daten der rund elf Millionen Sensoren zu speichern, setzte Michelin ebenfalls eine Graphdatenbank ein. Der Graph bildet das komplexe Netzwerk aus Reifen, Lkw, RFIDTag und Reader, Sensordaten und externen Systemen (z.B. Bestandsmanagementsystem) realitätsnah ab. Neue Rohdaten einzelner Sensoren lassen sich als Knoten-Kanten-Modell dem Graphen hinzufügen und fließen in die Gesamtauswertung ein, ohne die Performance zu beeinflussen.

Um die Daten der rund elf Millionen Sensoren zu speichern, setzte Michelin ebenfalls eine Graphdatenbank ein. Bild: Michelin

wenn der Datenträger verschmutzt ist oder sich wie bei Michelin von Gummi ummantelt direkt im Reifen befindet. Bei der der Ein- und Ausfahrt aus dem Lkw-Fuhrpark wird der Reifenzustand an Flottenbetreiber und Wartungstechniker übermittelt. Dabei können sie wichtige Indikatoren sowie End-ofLife-Daten, Identifikationsdaten, Berichte und Meldungen direkt über eine Plattform beziehungsweise APIs abfragen.

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Manchmal sind es die kleinen Details die den Unterschied ausmachen. Egal wie klein oder groß die Prüfherausforderung ist, die Prüfmaschine zwickiLine eignet sich für die Forschung und Entwicklung genauso hervorragend wie für die laufende Qualitätssicherung.

Darüber hinaus ist die Graphdatenbank in der Lage, Zwischenergebnisse zu speichern, um so auch nicht angeschlossene Sensoren zu berücksichtigen. Die verschiedenen Parameter und Zwischenberechnungen werden in der Datenbank sequenziell abgelegt. Ändert sich ein Parameter, wird nur dieses Teilergebnis neu berechnet und nicht das ganze Modell. Lesende Dialogsysteme und smarte Reifen sind nur ein kleiner Vorgeschmack, wie Künstliche Intelligenz, Machine Learning, NLU, Knowledge Graphen & Co. die Wartung und Instandhaltung mitbestimmen werden. Sie zeigen jedoch deutlich, welches Potenzial in den neuen Technologien steckt. Nach einer Studie von McKinsey nutzt die Mehrheit der Unternehmen gerade einmal 10 Prozent der erfassten IIoT- und Sensordaten effektiv für ihre Geschäftsprozesse; 90 Prozent bleiben ungenutzt. Die Aufgabe der Zukunft wird für Hersteller darin bestehen, dieses Verhältnis umzudrehen. Dirk Möller von Neo4j, Area Director of Sales CEMEA, https://neo4j.com


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Richtige Information zum richtigen Zeitpunkt Cloudbasierte Zustandserfassung ermöglicht Predictive Maintenance bei der Druckluft Mit „iConn“ hat Gardner Denver eine cloudbasierte Plattform entwickelt, die den Blick auf beziehungsweise in den Kompressor und seine Leistungsdaten ermöglicht - und zwar ganz komfortabel vom Rechner oder vom iPad aus. Diese Lösung gehört bei neuen Compair-Kompressoren zur Standardausstattung, sie kann aber auch nachträglich als Retrofit in bestehende Kompressoranlagen und sogar in Fremdfabrikate integriert werden. Wer sich mit der Instandhaltung von Kompressoren beschäftigt, sollte sich der Tatsache bewusst sein, dass die Wartungskosten über den gesamten Produktlebenszyklus gerechnet - ähnlich hoch sind wie die Anschaffungskosten. Deshalb wechselten viele Druckluft-Anwender ihre Servicestrategie von „Teileaustausch bei Bedarf“ zur „vorbeugenden Instandhaltung“. Das bedeutet: Sie tauschten nun Verschleißteile, bevor sie ausfielen. Damit erhöhen sie ohne Zweifel die Verfügbarkeit der Druckluftstation, bewegen sich aber in einem Dilemma: Zu wenig Wartung kann nämlich zu teuren Ausfällen, Stillstand der Produktion und zu höheren Energiekosten führen. Ein zu früher Service hingegen treibt die Kosten unnötig nach oben, unter anderem durch die Vorratshaltung teurer Teile. Die zentrale Frage lautet also: Wie findet man das richtige Maß an Service - nach dem Motto „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“? Wie sich diese Frage durch den Einsatz der digitalen Plattform iConn besonders wirtschaftlich beantworten lässt, zeigt die Wille GmbH in Delmenhorst. Als eines der führenden Druckluftserviceunternehmen in Norddeutschland werden seit April 2018 bei über 20 Kunden die Compair-Kompressoren durch iConn überwacht. Michael Kaiser, Technische Leitung und Kompressoren-Verkauf bei Wille, verdeutlicht die Vorteile: „iConn hilft uns bei der Verwaltung des Service und steigert so die Effektivität der Bearbeitung unserer Kunden. Warnungen und vorausschauende Analysen erlauben eine bessere Planung auch der Ersatzteilverfügbarkeit.“ Den besonderen Vorteil sieht Michael Kaiser in der einfachen Implementierung der Basisversion, deren Nutzung für die Kunden sogar kostenfrei ist: „Die bei uns aufgeschalteten Kompressoren in den Leistungsklassen von 7,5 bis 90 kW übermitteln zuverlässig täglich alle Daten, die den aktuellen Zustand und die Leistung

Bei der Überwachung von Kompressoren mit iConn ist bereits in der Basisversion ohne zusätzliche Investitionskosten - eine smarte Instandhaltung darstellbar.

Marius Breusers, Aftermarket Produkt Manager bei Gardner Denver, verdeutlicht: „Wir betrachten die Druckluftversorgung in den produzierenden Unternehmen unabhängig von deren Größe ganzheitlich. Und wir haben sehr früh mit unseren Aktivitäten in Ländern mit geringer Dichte der industriellen Infrastruktur gelernt, welche entscheidende Bedeutung dabei die vorausschauende Wartung hat. Dies hat dazu geführt, dass wir sehr früh mit iConn eine digitale Plattform für IoTund Industrie-4.0-Lösungen zur proaktiven Überwachung und Information von Druckluftanlagen in Echtzeit entwickelt haben.“

dokumentieren.“ Während die meisten Kompressoren bereits serienmäßig mit der notwendigen Sensorik ausgestattet waren, wurden von Wille aber auch bereits einige kleinere Anlagen für die iConn-Nutzung nachgerüstet. Für Michael Kaiser ist dies besonders wichtig, denn „die Unternehmen waren schnell von den Vorteilen unseres Überwachungskonzeptes zu überzeugen und wurden auch nicht enttäuscht. Es gab keine Maschine, die sich nicht direkt starten ließ und die Datenübertragung erfolgt auch zuverlässig bei schwachen Netzanbindungen in ländlichen Regionen oder Abschirmungen in schwierigen Gebäudesituationen. Da die Datenerfassung und Übermittlung von den IT-Systemen der Kunden völlig getrennt ist, bestehen selbst bei den Unternehmen mit hohem Sicherheitslevel keine Datenschutzbedenken.“ Wie sich dies in der Praxis auswirkt,

Bilder: Compair

erklärt Kaiser an einem Fall aus der Praxis: „Wir bekamen einen Warnhinweis vom Kompressor eines Stahlbaubetriebes, der auf eine Überhitzung schließen ließ. Der Fall konnte ohne Einsatz unseres Notdienstes gelöst werden - und zwar am Telefon. Es stellte sich nämlich heraus, dass ein Lieferant mit einer palettierten Ladung den Abluftausgang des Kompressors zugestellt hatte.“ Bei Wille geht man mithilfe dieser Lösung auch eine der problematischsten Seiten der Druckluftversorgung an, nämlich den Energieverlust durch Leckagen. Wie wichtig es ist, hier nachzubessern, erklärt Prof. Alexander Sauer, Bereichsleiter Ressourceneffiziente Produktion beim Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA. Er stellte fest, dass sich die Energiekosten für die Druckluftversorgung um bis zu 30 Prozent senken lassen. Das sind über fünf Terawattstunden Strom, die jährlich eingespart werden könnten, wenn die rund 60.000 Druckluftanlagen, die in Deutschland arbeiten, die Effizienzpotenziale besser ausschöpfen würden. Bei Wille sieht man das pragmatisch. Michael Kaiser dazu: „Stellen wir bei der Überprüfung der Daten Ausreißer bei der Leistungsabnahme fest, die nicht mit dem normalen Verbrauchsszenarien der Kompressoren übereinstimmen, so können wir reagieren und nach dem Fehler, also zum Beispiel nach Leckagen suchen. Ein typisches Beispiel in der letzten Zeit war ein fehlerhaftes Magnetventil, über das viel teure Luft verloren ging.“ Die Einstiegslösung iConn gibt einen detaillierten und regelmäßigen Überblick über die Betriebsstunden. Unregelmäßigkeiten und Wartungshinweise werden dem Anwender in Echtzeit selbsttätig gemeldet. Mit dem iConn Universal Modus kann es in jedes Fremdfabrikat nachgerüstet werden und dieses auch überwachen. Dabei kann man wählen, ob die Meldungen als E-Mail auf den Rechner der Wartungszentrale oder als SMS auf das Smartphone des aktuell Verantwortlichen gesendet werden. In jedem Fall steht die Störmeldung unmittelbar nach ihrem Eintritt zur Verfügung. So können bereits Schritte eingeleitet werden, bevor Auswirkungen wie zum Beispiel ein Druckabfall negative Konsequenzen für die Produktion haben. Gehen die autorisierten Personen über die webbasierte iConn-Seite auf die gespeicherten Daten, so lässt sich der Lebenszyklus eines jeden Kompressors effektiv verfolgen. Weiter auf Seite 22

Bei Wille geht man mithilfe von iConn auch den Energieverlust durch Leckagen auf den Grund.


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Kurzfristig gespart - oftmals teuer bezahlt Originalteile sichern optimalen Betrieb und Effizienz einer Druckluftanlage Eine vermeintlich günstigere Alternative bei Ersatz- oder Wartungsteilen entpuppt sich oft als Kostenfalle, denn nur für den Einsatz getestete und vom Hersteller freigegebene Originalteile stellen den optimalen Betrieb einer Druckluftanlage sicher, betonen die Experten Boge. Nur mit Originalteilen werden die vom Hersteller vorgegebenen Wartungsintervalle der Anlage erreicht sowie ihre Lebensdauer und Zuverlässigkeit erhöht, ergänzen sie und weisen auf einen weiteren Aspekt hin: den Energieverbrauch. Die Anschaffung, die Wartung und die Kosten für die Ersatzteile einer Druckluftanlage fallen gegenüber den Energiekosten finanziell kaum ins Gewicht. Deswegen erklärt der Druckluftexperte Boge auch die Energieeffizienz zur obersten Priorität. Doch sie ist nur dann gewährleistet, wenn alle Komponenten optimal aufeinander abgestimmt und regelmäßig getauscht oder gewartet werden. Erfüllen nämlich Ersatz- und Verschleißteile beispielsweise die Spezifikationen des Herstellers nicht, kommt es in der Folge häufig zu einem erhöhten Energieverbrauch, einer niedrigeren Liefermenge oder sogar zu

Zu dichtes Filtermaterial im Ölabscheider bringt hohe Abscheideraten, aber auch hohe Druckverluste.

Schäden am Kompressor selbst. Zu beachten ist dies etwa bei der Wahl von Ölabscheidern, Luftund Ölfiltern sowie Kompressorenölen.

Besser original: Filter, Ölabscheider und Öle Die Öle in ölgeschmierten Kompressoren erfüllen wichtige Aufgaben: Sie kühlen einerseits die Bauteile im Verdichter, dichten aber auch die Spalte zwischen Rotoren oder Kolben und Zylinder ab, entfernen gleichzeitig Ablagerungen und schmieren auch die Komponenten, um den Verschleiß zu reduzieren. Die vom Hersteller empfohlenen Wechselintervalle, die je nach Ölsorte und Umgebungsbedingungen stark variieren, sollten angesichts dieser Anforderungen unbedingt eingehalten werden. Sonst drohen etwa Ölschlammablagerungen, Säurebildung und damit

Korrosion, verstopfte Filter und Ventile. Ebenso bedeutend sind die Qualität des Filtermaterials und ein regelmäßiger Austausch. Der Ölfilter entfernt vom Öl aufgenommene Schmutzpartikel und Abrieb. Ist er durch zu viel Schmutz verstopft, öffnet sich das Bypassventil, um die Verdichterstufe weiterhin mit Öl zu versorgen. So gelangen aber auch die schädlichen Partikel in den Ölkreislauf. Die Wahl des Filtermaterials ist auch beim Ölabscheider von entscheidender Bedeutung: Ist das Filtermaterial zu dicht, steigt mit einer hohen Abscheiderate auch der Druckverlust. Ein zusätzlicher

Auch nicht clever: Zu dünnes Filtermaterial lässt einen zu hohen Ölübertrag in das Druckluftnetz zu.

Service - aber auf den Punkt genau Sigma Smart Air ermöglicht den Einstieg in vorausschauenden Service In vielen Fällen erfolgt die Wartung der Kompressoren und Druckluftstationen heute immer noch entweder spontan oder in festgelegten Zeitintervallen. Dabei gibt es allerdings immer das Risiko, dass gemäß der tatsächlichen Betriebsweise der Service zu früh oder - und dann wird es wirklich kritisch - zu spät durchgeführt wird. Beides verursacht zusätzliche Kosten für den Betreiber und erhöht unter Umständen auch das Ausfallrisiko. Kaeser Kompressoren ermöglicht mit Sigma Smart Air nun einen Einstieg in eine vorausschauende Wartung und unterstützt gleichzeitig bei der schrittweisen Digitalisierung der Druckluftanlage. vestitionen. Hierfür verbindet der Service die physische mit der virtuellen Welt anhand eines Strukturmodells. Auf diese Weise entsteht also parallel zur realen Konstruktion jeder einzelnen Druckluftanlage nach den Bedürfnissen des Betreibers ein digitaler Zwilling. Durch die Echtzeitverfügbarkeit der Betriebsdaten von der realen Station ist es dann möglich, den Gesundheitszustand einer Druckluftanlage zu erkennen. Dadurch werden Wartungsbedarfe frühzeitig erkennbar und entsprechende Maßnahmen können automatisiert zum richtigen Zeitpunkt eingeleitet werden. Dies führt letztendlich zur Reduzierung

Bild: Kaeser Kompressoren

Voraussetzung für Sigma Smart Air ist, dass die Druckluftstation über das Ethernet-basierte Sigma Network (alternativ Profibus) vernetzt ist und von der maschinenübergreifenden Steuerung Sigma Air Manager 4.0 gesteuert wird. Dies ist die Grundlage, denn nur so sind Betriebs-, Service- und Energiedaten der Druckluftanlage in Echtzeit verfügbar. Durch das Echtzeitdatenmanagement wird dann von Sigma Smart Air Expertenwissen mit vorausschauendem Service kombiniert. Auf diese Art ist es möglich, die Druckluftversorgung zu optimieren und gleichzeitig niedrige Life-Cycle-Kosten zu bieten und das ohne zusätzliche In-

der Drucklufterzeugungs- und Betriebskosten sowie zur Verbesserung der Druckluftverfügbarkeit. Sigma Smart Air spart aber nicht nur Kosten im Bereich Beschaffung, Schulung, Logistik und Wartung, sondern sorgt außerdem für Kostentransparenz über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Gewährleistet wird dies durch einen Servicepreis auf Basis der tatsächlich erzeugten Druckluftmenge, der ähnlich wie bei der Stromabrechnung flexibel an Mehr- und Minderabnahmen angepasst wird. Festpreise über lange Zeiträume bieten eine sichere Planbarkeit. Sigma Smart Air umfasst zudem das Monitoring von Kennzahlen wie Servicekosten, Reservegrad und spezifische Leistung. Zusätzlich wird ein Energie- und LifeCycle-Management der Druckluftstation über den gesamten Lebenszyklus hinweg möglich. Die immer aktuellen Kennzahlen der Energiedaten aus einer Hand bieten außerdem die Basis für ein Energiemanagement nach ISO 50001. www.kaeser.com

Luftfilter-Originalteile nehmen viel Schmutz auf, halten den Differenzdruck konstant niedrig und dichten bestmöglich zwischen Filtergehäuse und -element ab. Bei schlechtem Filtermaterial wie hier in der Darstellung - sieht es anders aus. Bilder: Boge

Differenzdruck von 1 bar führt beispielsweise zu 6 Prozent höheren Energiekosten. Ist das Filtermaterial dagegen zu dünn, ist die Abscheidung schwach und der Ölübertrag ins Druckluftnetz zu hoch.

Der Luftfilter in der Druckluftanlage wiederum hält Partikel, Stäube und Pollen aus der Umgebungsluft vom Verdichter fern,

wo sie unter anderem Schäden an Rotoren und Lager verursachen können. Originalteile mit hochwertigem Filtermaterial nehmen viel Schmutz auf und besitzen einen konstant niedrigen Differenzdruck. Denn am Ansaugfilter reduziert schon ein Differenzdruck von 0,1 bar die Liefermenge des Kompressors um bis zu 8 Prozent. Tipp: Alles Wissenswerte rund um Originalteile beschreiben die Experten von Boge in einem neuen Whitepaper. www.boge.com/de/whitepaper

Fortsetzung von Seite 21 Kurz gesagt: Smart Maintenance bei der Überwachung von Kompressoren ist mit iConn in der Basisversion ohne Investitionskosten erreichbar. Aber auch die Aufschaltung von weiteren Funktionen ist kein Luxus, sondern in vielen Fällen eine wirtschaftlich sinnvolle Investition, mit der ein reibungsloser Produktionsablauf sichergestellt wird. Durch weitere Funktionalitäten ergänzt wird das System zu iConn HD und ermöglicht eine vorausschauende Wartungsplanung mit einem Frühwarnsystem für Maschinenstörungen. Damit realisiert der Anwender eine vorausschauende,

bedarfsgerechte Werterhaltung (Predictive Maintenance), die dem Ziel „Wartung genau dann, wenn die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls steigt“ entspricht. Eine webbasierte Fernüberwachung mit Dashboard-Steuerung ist zusätzlich verfügbar. Bei diesem digitalisierten Service sind sowohl die vorausschauende Wartungsplanung als auch die Wartung und eine periodische Energieanalyse eingeschlossen, um den Druckluftanwender zu entlasten; Energieeinsparung und damit ein nachhaltiger Umgang mit dem Produktionsmittel Druckluft eingeschlossen. www.compair.de

Differenzdruck hoch Energiekosten hoch

Mit weiteren Features ergänzt, ermöglicht das System eine vorausschauende Wartungsplanung mit einem „Frühwarnsystem“ für Maschinenstörungen.


FERTIGUNGSTECHNIK

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Automatisiertes Prüfsystem für Kleinserien Wie sich die Arbeit bei der Werkstoff- und Materialprüfung automatisieren lässt Eintönige und zeitaufwendige Aufgaben, wie es sie zum Beispiel in der Werkstoff- und Materialprüfung gibt, können in der Regel gut von Robotern bearbeitet werden. Aufgrund des hohen Einrichtungs- und Programmieraufwands war das aber bislang nur für größere Probenaufkommen effizient umsetzbar. Mit dem smarten Leichtbauroboter Robotest N von Zwick-Roell sind nun auch Kleinserienprüfungen schnell und einfach automatisierbar. Fest installierte Robotersysteme haben schon seit Langem ihren festen Platz in der Werkstoff- und Materialprüfung. Ihre Vorteile liegen auf der Hand: Magazin für Magazin bearbeiten sie selbstständig Hunderte Einzelproben großer Prüfserien. Dabei erledigen sie diese monotonen Standardarbeiten sicher, ohne Bedienereinflüsse und damit wiederholbar. Ein Nachteil ist der hohe Einrichtungs- und Programmieraufwand: Jeder einzelne Bewegungsablauf muss von Spezialisten programmiert und mit den Prüfmaschinen koordiniert werden.

Automatisieren ohne Progammieren Zudem werden umfangreiche Sicherheitssysteme - häufig in Verbindung mit physisch abgetrennten Arbeitsbereichen für die Robotersysteme - benötigt, um Unfälle bei der Zusammenarbeit mit Menschen zu verhindern. Ein Aufwand, der den Einsatz von Roboterprüfsysteme bislang nur für Großserien effizient machte. Mit dem Leichtbauroboter Robotest N können laut Hersteller Zwick-Roell zum ersten Mal auch Kleinserien im Prüflabor wirtschaftlich automatisiert werden. Das System ist vollständig in die herstellereigene Autoediton 3 Automatisierungssoftware und die Prüfsoftware Testxpert III integriert. Anwender bleiben somit in der vertrauten Softwareumgebung und können das automatisierte Prüfsystem ohne Roboterbedienterminal nutzen. Das bedeutet: Spezielle Roboterprogrammier- und Bedienkennt-

Angebunden an Autoediton 3 und die Prüfsoftware Testxpert III lässt sich der Leichtbauroboter nahezu beliebig mit Prüfmaschinen kombinieren. So können laut Hersteller kleine wie große Prüflabore die Effizienz ihres bestehenden Maschinenparks erhöhen und die Möglichkeiten ihrer Maschinen voll ausnutzen. Bilder: Zwick-Roell

nisse sind nicht erforderlich, denn die Programmierung erfolgt schnell und einfach direkt aus dem Prüfprogramm heraus. Das System ist dabei auf eine unmittelbare Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern im Prüflabor eingerichtet. Um Unfälle zu verhindern, sorgen dabei Sensoren für einen sofortigen Stopp und eine Stilllegung des Systems, falls es zu Berührungen kommt. Aus diesem Grund sind Absperrungen oder andere Sicherheitseinrichtungen, wie man sie von klassischen Industrierobotern kennt, in den meisten Fällen unnötig. Lediglich bei scharfkantigen oder spitzen Proben oder Bauteilen, die eine potenzielle Verletzungsgefahr darstellen, ist erhöhte Vorsicht geboten. Solche Prüfungen sollte das System in einem Bereich durchführen, der nicht versehentlich von Das Anlernen des Robotest N, hier die Automatisierung eines Kerbschlagbiegeversuchs an einem HIT-Pendelschlagwerk, geschieht, indem das Roboterprüfsystem im wahrsten Sinne des Wortes „an die Hand genommen“ wird, um die nötigen Bewegungen zu lernen.

Personal betreten werden kann. Der Roboter lässt sich zum einen fest an einem eigenen Ständer oder am Rahmen einer Prüfmaschine montieren, um beliebige Kleinserien wechselnder Proben zu prüfen, kann aber auch in der fahrbaren Ausführung flexibel im Prüflabor eingesetzt werden. Die bewegliche Basis bietet zusätzlichen Platz für individuelle Probenmagazine, z.B. aus dem 3D-Drucker, und kann leicht vor der jeweiligen Prüfmaschine positioniert werden. Mit arretierten Rollen fixiert, kann er an das System angebunden und für die jeweilige Aufgabe trainiert werden.

Der Robotest N bei der Probenzuführung für einen DreiPunkt-Biegeversuch.

D Ü S S E LD O R F, 10. – 13 . M ÄR Z

POWER YOUR BUSINESS

Training erfolgt „Hand in Hand” Das Training setzt kein Vorwissen über die Programmierung von Robotern voraus, denn das Roboterprüfsystem wird im wahrsten Sinne des Wortes „an die Hand genommen“, um die nötigen Bewegungen zu lernen. Nach dem Anlernen des Roboters führt dieser die gewünschten Prüfungen im Zusammenspiel mit der jeweiligen Prüfmaschine selbstständig aus: von Zug-, Druck- oder Kerbschlagbiegeversuchen über Drei-Punkt-Biegeprüfungen bis hin zu Härteprüfungen. Der Roboter ist variabel in der Anwendung und auch für zukünftige Versuche einsetzbar. Softwareseitig wird der Vorgang in der Prüfsoftware Testxpert III durchgeführt. Da der Anwender im gewohnten Programm weiterarbeiten kann, entfallen damit Berührungsängste und Einarbeitungszeiten. Durch seine flexible Einsatzmöglichkeiten und den fehlenden Programmieraufwand ist Robotest N für die Prüfung von Kleinserien an verschiedenen Prüfmaschinen geeignet. Offensichtliche Vorteile sind der Zeitgewinn und die Möglichkeit, qualifizierte Mitarbeiter von öden Standardaufgaben zu befreien. Sie können sich komplexeren Aufgaben widmen und das System über den eigentlichen Arbeitstag hinaus mit zeitaufwendigen Prüfungen betrauen. Weniger offensichtlich, aber ebenfalls bedeutsam ist die Bedienerunabhängigkeit während der Prüfung. Das gleichmäßige Bestücken der Prüfmaschinen und die identische Positionierung des Prüflings schließt Ungenauigkeiten durch Nutzerfehler aus. Auf diese Weise trägt der Roboter maßgeblich zum Erhalt sicherer Prüfergebnisse bei. www.zwickroell.com

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ANTRIEBS- & STEUERUNGSTECHNIK

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F Februar 2020

Retrofit - das bringt das Beste in die Spindel So funktioniert die Runderneuerung von Motorspindeln richtig Die Servicespezialisten der Siemenstochter Weiss Spindeltechnologie zeigen und erläutern auf der maintenance in Dortmund, wie die Runderneuerung von Motorspindeln richtig funktioniert. Zu sehen ist dies exemplarisch am Stand E11 in Halle 4 mithilfe eines geteilten Spindelmodells, und zwar mit einer alten und einer runderneuerten Hälfte. Hochwertige Spindeleinheiten erreichen bei richtiger Auslegung und regelmäßiger Wartung hohe Laufzeiten - doch letztendlich sind auch diese endlich. Ist das Lebensende schließlich erreicht, kann die alte einfach durch eine neue Spindel ersetzt werden - oder man

bringt durch ein professionelles Retrofit die alte Spindel wieder auf neuwertigen Stand. Weiss Spindeltechnologie bietet zwar grundsätzlich beide Möglichkeiten an, die Experten empfehlen aber die Runderneuerung, denn sie hat in den meisten Fällen keine

Nachteile, aber zwei entscheidende Vorteile: Die Kosten sind gegenüber einer gleichwertigen Neuspindel durchschnittlich zwischen 30 und 70 Prozent geringer und die Lieferzeiten um 30 bis 90 Prozent kürzer. Bei einem solchen Retrofit besteht die Möglichkeit, die Motorspindel mit sämtlichen digitalen Features auszustatten, die im aktuellen Weiss-Portfolio angeboten werden. Dazu zählt beispielsweise das Spindel-Sensor-Modul SMI 24, mit dem zahlreiche Betriebsdaten wie Laufzeit, Drehzahlen, Werkzeugspannungen etc. erfasst werden. Auf dieser Basis lassen sich letztlich präzise Analysen durchführen, die den Zustand der Spindel beschreiben.

Die Siemenstochter bietet für eine überholte Spindel die gleichen Gewährleistungsmodalitäten wie für eine neue. Bilder: Weiss Spindeltechnologie

Ebenso interessant kann die Integration des sogenannten SIS (Span in Spindel) sein. Das Modul erkennt und signalisiert, wenn Werkzeuge nicht richtig gespannt sind, weil beispielsweise Verunreinigungen in der Werkzeugaufnahme das verhindern. Die Retrofit-Spindeleinheiten lassen sich zudem mit einem QR-

Code versehen, der auf zahlreiche Informationen verlinkt wie etwa wichtige Anschlussdaten für die Inbetriebnahme oder Anleitungen zur Wartung. Über die Weiss-App „Spindle Identifier“ lassen sich diese direkt abrufen. maintenance Dortmund Halle 4, Stand E11 www.weissgmbh.de

Wälzlagerplagiate per Smartphone erkennen NSK stellt eine App vor, die gefälschte Wälzlager enttarnt In den vergangenen Jahren hat sich NSK, zusammen mit der World Bearing Association (WBA) und dem Japanischen Verband der Wälzlagerhersteller (JBIA) sowie internationalen Behörden, intensiv dafür engagiert, Fälschern das Handwerk zu legen und gefälschte Wälzlager vom Markt zu nehmen. Nun wurde in Zusammenarbeit mit der WBA eine App entwickelt, die den Anwender beim Erkennen gefälschter Wälzlager unterstützt. Anbieter, die gefälschte Wälzlager in Verkehr bringen, bringen nicht nur ihr eigenes Geschäft in Gefahr, sondern auch das der gutgläubigen Käufer, die davon ausgehen, hochwertige Markenlager zu einem günstigen Preis zu erwerben. Denn gefälschte Lager können frühzeitig ausfallen und dabei erhebliche Schäden anrichten. Deshalb handelt es sich hier um ein klares Sicherheitsrisiko. Aus diesen Gründen engagiert sich NSK in verschiedensten Initiativen, die zum Ziel haben, die Produktion und Verbreitung gefälschter Lager zu bekämpfen.

Dazu gehört nun auch eine App und zwar die NSK Verify App. Sie erlaubt es, die Echtheit der Lager zu überprüfen, indem man den QR-Code auf der Lagerverpackung einscannt. Darüber hinaus hat NSK in Zusammenarbeit mit anderen eine weitere App entwickelt, nämlich den „WBA Bearing Authenticator: WBA Check“. Mit dieser App lässt sich die Echtheit der Wälzlager von Herstellern überprüfen, die Mitglied der WBA sind. Auch hier braucht der Kunde nur einen QRCode zu scannen. Diese neue App steht auf der WBA-Homepage zum Download bereit.

Von wegen Markenqualität: Gefälschte Verpackungen von Wälzlagern, die NSK in China beschlagnahmen ließ.

So können Anwender, die Wälzlager mehrerer Hersteller beziehen, die Verwendung von Originalteilen sicherstellen. Wenn die App ein nicht registriertes Lager erkennt, wird sie automatisch NSK benachrichtigen. Die Verfolgung von Wälzlager-

Mit der NSK Verify App kann der Anwender durch das Scannen des 2-D-Barcodes auf der Verpackung die Echtheit des Wälzlagers überprüfen. Bilder: NSK

fälschern ist zeitaufwendig und kostenintensiv. NSK nimmt diese Aufgabe sehr ernst. Denn die Kunden weltweit sollen stets darauf vertrauen, dass sie

echte NSK-Produkte kaufen und einsetzen. www.nskeurope.com/en/ media/apps.html www.stopfakebearings.com

Gewappnet für die vernetzte Industrieautomation: Switches für OT, IT, IIT Maschinen und Anlagen sind immer stärker vernetzt und in komplexe Netzwerke eingebunden. In diesen organisieren Switches als intelligente Infrastrukturkomponenten den Datenverkehr. Je weiter die Vernetzung voranschreitet, desto höher werden jedoch auch die Anforderungen: Nur Daten verteilen reicht heute nicht mehr. Switches müssen die Maschinen- und Anlagenbetreiber zunehmend beim Netzwerkmanagement und der Diagnose unterstützen. Um diesen veränderten Anforderungen Rechnung zu tragen, hat der Netzwerkausrüster InduSol die Switches der Baureihe Promesh entwickelt. Sie eignen sich je nach Ausführung nicht nur für den Einsatz in Maschinen- und Anlagennetzwerken (Operational Technology/OT), sondern können zum Teil auch in IT-Netzen und als verbindende Elemente zwischen IT und OT in der Industrial IT (IIT) eingesetzt werden. So verfügt beispielsweise der Promesh P20 über eine integrierte

Bild: Indu-Sol

NAT-Routing-Funktion, dank derer angeschlossene Geräte vom übergeordneten Netzwerk separiert oder eben auch einzelne Verbindungen zugelassen werden können. Die vier SFP-Ports ermöglichen zudem verschiedene Verbindungsarten sowie Kommunikation bis in den Gigabitbereich. Wie auch der Promesh P9 funktioniert der P20 dank seiner

Zertifizierung nach Netload Class III auch bei hohem Datenaufkommen stabil. Beide Switches verfügen laut Hersteller als bislang Einzige über eine Ableitstromüberwachung, mit deren Hilfe die Summe aller Schirmströme auf den angeschlossenen Leitungen erfasst und bewertet wird. maintenance Dortmund Halle 4, Stand C30 www.indu-sol.com


Wolff Publishing

Sonderteil Energie-Effizienz

ISSN

1864-4554

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Februar 2020

DIE INDUSTRIE-ZEITUNG

Neue Großwasserraumkessel mit 33,3 Megawatt thermischer Leistung versorgen nun rund 40 Prozent der Bevölkerung von Chemitz mit Wärme. Alle Details auf Seite 26.

Kosteneinsparung, Nachhaltigkeit, Service: Von diesen Vorteilen profitiert Rosenberger Hochfrequenztechnik, seit in der Teilereinigung statt Frischware Lösemittel-Destillate eingesetzt werden.

Recyceln und dreifach profitieren Rosenberger Hochfrequenztechnik hat einen Wandel in der Teilereinigung vollzogen: Statt auf Frischware setzt der führende Hersteller von Verbindungslösungen in der Hochfrequenztechnik in seinen Entfettungsanlagen auf hochreine Lösemittel-Destillate - und spart sich damit bis zu 40 Prozent an Kosten. Zudem hat diese Vorgehensweise noch weitere Vorteile. Die Rosenberger Hochfrequenztechnik GmbH & Co. KG ist ein mittelständisches Industrieunternehmen in Familienbesitz. Gegründet 1958, zählt es heute zu den weltweit führenden Anbietern von standardisierten und kundenspezifischen Verbindungslösungen in Hochfrequenz-, Hochvolt- und Fiberoptik-Technologie. Diverse Unternehmen aus dem Bereich der Mobil- und Telekommunikation, der Datentechnik, der Medizin- und Industrieelektronik sowie der industriellen Messtechnik bzw. der Luft- und Raumfahrt sowie der Automobil-Elektronik verlassen sich auf die Präzision und Qualität der Produkte. Rosenberger, zertifiziert nach IATF 16949: 2016, DIN EN 9100, ISO 9001 und ISO 14001, beschäftigt im Stammwerk in Oberbayern rund 2.200 Mitarbeiter - in der Rosenberger-Gruppe sind es mehr als 11.000.

Als gewachsenes Familienunternehmen setzt Rosenberger auf langjährige Geschäftsbeziehungen. „Bis wir einen Lieferanten wechseln, muss schon viel passieren und beim neuen Geschäftspartner muss dann auch alles einwandfrei passen“, bestätigt Helmut Mühlberger, der seit 15 Jahren die Abteilung im Bereich Oberflächentechnik bei der Rosenberger Hochfrequenztechnik leitet. Vor Jahren wagte das mittelständische Industrieunternehmen dennoch einen Wechsel bei der Lösemittelbelieferung: weg von Frischware hin zu hochreinen Destillaten der Richard Geiss GmbH. „Mit den Destillaten sparen wir uns bis zu 40 Prozent der Kosten im Vergleich zum Frischwarekauf und bekommen bei Geiss als regionalem Partner alles aus einer Hand“, erklärt Mühlberger.

Zu den Details: Auf dem ca. 133.000 Quadratmeter großen Firmengelände in Fridolfing werden Steckverbinder für die Hochfrequenztechnik entwickelt, gefertigt, montiert und beschichtet. Diese kommen in den unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz: ein Drittel im Bereich Automotive, ein Drittel in der Kommunikationstechnik und ein Drittel in anderen Bereichen, wie Medizin- und Industrieelektronik, Datentechnik oder Luft- und Raumfahrt. Bei solchen Einsatzgebieten sind die Qualitätsanforderungen erwartungsgemäß besonders hoch. Bevor die Teile das Werk in Fridolfing verlassen, müssen sie sorgfältig von Öl und Schmutz gereinigt werden, um dauerhaft und zuverlässig die geforderten elektrischen und mechanischen Werte zu gewährleisten. Weiter auf Seite 26

FST hat eine Beschichtung entwickelt, die mit dem Elastomer der Dichtung eine flexible Verbindung eingeht und die Benetzung mit synthetischen Schmierstoffen verbessert. Bild: FST

Weniger Reibung in der Dichtung Radialwellendichtringe zur Abdichtung drehender Wellen lassen sich dank verschiedener Materialien und Formen in ganz unterschiedlichen Bereichen der Industrie einsetzen. Allen gemeinsam ist die Forderung nach möglichst geringer Reibung, geringem Verschleiß und zuverlässiger Dichtwirkung. Eine optimale Schmierung des gesamten tribologischen Systems hängt ab von der dauerhaften Benetzung der Dichtlippe. Dies stellt besonders bei schlecht benetzenden Schmierstoffen auf Basis von Polyglykol, die in der Antriebstechnik zum Beispiel in Schneckengetrieben zum Einsatz kommen, eine Herausforderung dar. Eine zu geringe Benetzung erhöht den Verschleiß der Dichtlippe und kann durch den Kontakt zur Welle auch zu einem verstärkten Welleneinlauf führen, der letztendlich einen Austausch der Maschinenteile nötig macht. Um in Getrieben und Pumpen mit synthetischen Schmierstoffen eine optimale Schmierung zu erreichen, hat Freudenberg Sealing Technologies (FST) die neue Beschichtung 75 FKM 585 plus entwickelt. „Es ist uns gelungen, die Dichtlippe so zu beschichten, dass sich polare Öle deutlich besser verteilen“, so Dr. Matthias Adler aus der Materialentwicklung im Bereich Simmerringe Industrie von FST. „Die Mechanik der Schicht ist so modifiziert, dass sie mit dem elastischen Material des Elastomers eine flexible Verbindung über eine lange Lebensdauer eingeht - auch unter dynamischer Belastung.“ www.fst.com www.freudenberg.com


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ENERGIE-EFFIZIENZ

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F Februar 2020

Viessmann liefert jetzt Wärme für Chemnitz Neue Großwasserraumkessel versorgen rund 40 Prozent der Bevölkerung Der Energieversorger Eins Energie in Sachsen betreibt im Süden der Stadt Chemnitz das Heizwerk Altchemnitz. Nach 40 Jahren Betrieb musste die Anlage von Grund auf modernisiert werden. Den Auftrag für die Umrüstung erhielt die Viessmann Industrial Boiler Solutions GmbH. Die Spezialisten haben dort in einem Bestandsgebäude ein komplett neues Heizsystem errichtet. Mit zwei Kraftwerken betreibt der Energieversorger Eins Energie in Sachsen mit einer Gesamtlänge von rund 300 Kilometern eines der größten Fernwärmenetze in Deutschland. Das unlängst komplett modernisierte Heizkraftwerk Altchemnitz kommt dabei als Spitzenheizwerk nur bei Bedarf zum Einsatz, etwa in einer besonders kalten oder lang anhaltenden Winterperiode oder während Wartungsarbeiten im Hauptwerk.

Die Basis für die neue Heizanlage bilden drei baugleiche Großwasserraumkessel mit jeweils einer Leistung von 33,3 Megawatt thermisch. Diese versorgen rund 40 Prozent der Haushalte in der Region mit Warm- und Heizwasser. Durch die modulare Bauweise können die drei Kessel flexibel zugeschaltet werden. Viessmann lieferte nicht nur die Kessel, sondern auch den Brenner, die Kamine, die Rauchgasanlage, die elektrische Verkabelung, die Rohrleitungsverlegung und die

Neben Fridolfing beliefert die Richard Geiss GmbH zwei weitere Rosenberger-Standorte: Radeberg in Sachsen und ein Werk in Ungarn.

Fortsetzung von Seite 25 Das übernehmen am Stammsitz sechs Entfettungsanlagen des Anlagenherstellers Vapic. Zwischen 120 und 130 Millionen Steckverbinder laufen pro Monat durch die Entfettungsanlagen - von großen Teilen mit Maßen von 20 Millimeter x 50 Millimeter x 20 Millimeter bis hin zu Kleinstteilen mit gerade einmal 0,5 Millimeter x 0,2 Millimeter x 0,2 Millimeter. Das Lösemittel für die Entfettung kommt mittlerweile von der

Richard Geiss GmbH, die sich auf die fachgerechte Aufbereitung der Altware und die Rückführung der hochreinen Destillate in ein funktionierendes Kreislaufsystem spezialisiert hat. Konkret bezieht Rosenberger jährlich einige Tonnen des Destillats Geiss PER HS (Perchlorethylen hochstabilisiert) für die Oberflächenreinigung seiner Teile. Die Versorgung ist so bequem und unkompliziert wie möglich geregelt. „Am Anfang eines Monats

Die eingesetzten Destillate kommen von der Richard Geiss GmbH aus Offingen (Bayern). Die Profis übernehmen auch den kompletten Service: von der Belieferung mit Destillaten über die Entsorgung der Altware bis hin zu regelmäßigen Laboranalysen und Schulungen der Mitarbeiter.

Isolierung. Außerdem kümmerten sich die Spezialisten der Viessmann Industrial Boiler Solutions um die gesamte Projektabwicklung - vom Engineering über die Montage bis hin zur Inbetriebnahme. Bevor es allerdings so weit war, dass die Anlage in Betrieb genommen werden konnte, mussten die Kessel, die in dieser Größenordnung bei der Viessmann-Tochter HKB in den Niederlanden produziert werden, nach Chemnitz gebracht werden.

werden wir automatisch beliefert. Die Belieferung erfolgt durch eigene Fahrer und Fahrzeuge der Richard Geiss GmbH. Sollten wir einmal mehr oder weniger Perchlorethylen benötigen, genügt ein Anruf“, so Mühlberger, der den guten Kontakt und die kurzen Dienstwege schätzt. Auch die Entsorgung einiger Tonnen Altware jährlich sowie die anschließende Aufbereitung übernehmen die Recycling-Profis aus Offingen. „Die Altware, die wir von Rosenberger abholen, enthält zwischen 10 und 20 Prozent Perchlorethylen. Diesen Lösemittelanteil können wir unendlich oft wieder zu hochreinen Destillaten aufbereiten“, erklärt Lech Andrzejewski-Eser, der betreuende Außendienstmitarbeiter im Bereich Oberflächenreinigung bei der Richard Geiss GmbH. Dabei stehen die Destillate der Frischware in nichts nach - im Gegenteil: Sie erreichen 100 Prozent der Qualität der Originalware bei gleichzeitiger CO2-Einsparung von bis zu 92 Prozent.

Für ein Plus an Nachhaltigkeit „Wir fertigen unter anderem für die Medizintechnik. Einige unserer Steckverbinder sind zum Beispiel in Herzschrittmachern verbaut. Hier sind die Reinheitsanforderungen extrem hoch. Auch im Bereich Luft- und Raumfahrt haben wir strenge Auflagen. Da müssen wir uns auch auf die hohe Qualität des Lösemittels verlassen können“, betont Mühlberger. Die Entfettungsanlagen bei Rosenberger in Fridolfing werden deshalb auch streng überwacht und engmaschig kontrolliert. Auch hier vertraut das mittelständische Industrieunternehmen auf den Service und das Know-how der Recycling-Profis. Alle drei Monate werden Proben aus den Entfettungsanlagen im Labor am Firmensitz der Richard Geiss GmbH analysiert. Sollte mit den Lösemittelwerten etwas nicht stimmen, wird Mühl-

Das Einbringen der jeweils 70 Tonnen schweren Kessel in das enge Kesselhaus war eine Herausforderung. Bild: Viessmann

Hierfür wurden die Kessel extra so konstruiert, dass sie über die Straße transportiert werden konnten. Dennoch waren der Transport und vor allem die Installation keine leichte Aufgabe: Eine be-

sondere Herausforderung war beispielsweise das Einbringen der jeweils 70 Tonnen schweren Kessel in das enge Kesselhaus. Dafür wurden speziell für diesen Einsatz Kran- und Transportvorrichtungen installiert, um die Kessel an ihre finalen Standorte zu bringen. Seit der Inbetriebnahme Ende 2018 speisen die drei Doppelflammrohr-Kessel je nach Bedarf bis zu 100.000 Kilowatt in das Fernwärmenetz ein. Die Emissionswerte liegen dabei unter den gesetzlichen Vorgaben. Für die Betreiber war nicht zuletzt die bedien- und beobachtungsfreie Fahrweise ein wichtiges Kriterium bei der Vergabe des Auftrags an Viessmann. Das Kraftwerk wird von einer zentralen Leitwarte aus gesteuert. www.viessmann.de

Helmut Mühlberger, Abteilungsleiter im Bereich Oberflächentechnik bei Rosenberger, entnimmt regelmäßig Proben aus den Entfettungsanlagen. Diese werden anschließend im Labor analysiert. Bilder: Richard Geiss GmbH

berger sofort informiert. Er kann dann alle weiteren Maßnahmen in die Wege leiten: mit dem Anlagenhersteller Rücksprache halten und eventuell auch den Kunden in Kenntnis setzen. „Wir haben einen sehr stabilen Prozess und der PerAltwarengehalt liegt bei ca. 15 Prozent. Genau da wollten wir hin“, ist der Abteilungsleiter für Oberflächenbehandlung bei Rosenberger zufrieden. Die wöchentliche Lösemittelüberwachung und Badpflege nehmen Mühlberger und sein 17köpfiges Team mithilfe des DreiStufen-Testkoffers und der Stabilisatoren von Richard Geiss selbst in die Hand. Der Testkoffer für Perchlorethylen ist mit allen notwendigen Messgeräten, Testreagenzien sowie einer Arbeitsanleitung für die selbstständige Lösemittelüberwachung vor Ort ausgestattet. So können die Mitarbeiter bei kleineren Unregelmäßigkeiten schnell selbst nachjustieren. Einmal im Jahr wird Mühlbergers Team von Lech Andrzejewski-Eser im Umgang mit dem Testkoffer und den Stabilisatoren geschult. „Gerade auch in Bezug auf Circular

Economy und Nachhaltigkeit ist der Wechsel zu den recycelten Lösemitteln von der Richard Geiss GmbH ein wichtiger Schritt für uns gewesen. Der Schutz der Umwelt ist fest in unserer Firmenphilosophie verankert“, erklärt Mühlberger. Vor allem will das mittelständische Industrieunternehmen den unnötigen Verbrauch von notwendigen Rohmaterialien reduzieren. Diesem Ziel trägt die Umstellung auf Destillate Rechnung. Denn die LösemittelDestillate lassen sich unendlich neu aufbereiten, was den Bedarf an neu produzierten Lösemitteln senkt. Die Kreislaufwirtschaft wirkt sich zudem positiv auf die CO2-Bilanz aus: Wenn Industrieunternehmen auf Frischware verzichten und stattdessen auf recycelte Lösemittel setzen, spart das je nach Produkt zwischen 46 und 92 Prozent an CO2-Emissionen ein - bei Perchlorethylen werden zum Beispiel 92 Prozent erreicht. Das bestätigt die Studie „Carbon Footprints of Recycled Solvents“. www.rosenberger.com www.geiss-gmbh.de


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Verbrauchsreduktionen durch Rekuperation Schwungmassenspeicher senkt den Stromverbrauch in industriellen Anwendungen Ein Schwungmassenspeicher kann mehr sein als nur eine unterbrechungsfreie Stromversorgung. Das Münchener Start-up Gerotor hat die Technologie zu einem Hochleistungs-Schwungmassenspeicher weiterentwickelt. Damit lassen sich nicht nur Kostensenkungen durch ein Spitzenlastmanagement erzielen, sondern mithilfe von Rekuperation lassen sich auch der Stromverbrauch und somit der CO2-Ausstoß signifikant senken, erklärt Marcel Werner, Mitgründer der Gerotor GmbH. Die Industrie ist hierzulande unter allen Sektoren diejenige mit dem höchsten Stromverbrauch: Mit rund 230 Terrawattstunden macht ihr Bedarf knapp die Hälfte (2018: 47 Prozent) des gesamten Verbrauchs aus. Maßnahmen zur Reduktion lohnen sich daher insbesondere bei industriellen Prozessen. Mit etwa 70 Prozent entfällt der Großteil des industriellen Verbrauchs auf elektrische Antriebe und Motoren, die unter anderem Industrieroboter, Servopressen, CNC-Anlagen, Regalbediengeräte, Aufzüge oder Kräne bewegen. Die meisten dieser Maschinen und Anlagen sind rekuperationsfähig und ermöglichen somit beim Abbremsen die Umwandlung der Bewegungsenergie in elektrische Energie. Da die Motoren in diesen Anwendungen permanent zwischen Abbremsen und Beschleunigung wechseln, müssen die Energiespeicher kurzfristig ein hohes Leistungsvermögen aufweisen. Bremsenergie kann daher nur von extrem zyklenfesten und leistungsstarken Energiespeichern genutzt beziehungsweise rekuperiert werden. Schwungmassenspeicher (engl. Flywheel Energy Storage Systems, kurz FESS), aus der Formel 1 auch als KERS bekannt, weisen die passenden Eigenschaften für diese Anwendungen auf. Die Technologie beruht auf elektromechanischen Kurzzeitspeichern, die nach dem Gesetz der Erhaltung des Drehimpulses arbeiten und Energie in rotierenden Massen speichern.

Vorteile dieser Technologie Sie bestehen aus einem integrierten High-Speed-Elektromotor, der sowohl motorisch als auch generatorisch betrieben wird. Durch die Rotation wird Strom kinetisch gespeichert, weshalb Schwungmassenspeicher auch als kinetische Batterie bezeichnet werden. Der Speicher kann die elektrische Energie für den angeschlossenen Verbraucher, in der Regel Antriebsmotoren, liefern. Dabei ermöglicht er eine hohe Leistungsabgabe für kurze Zeiträume; innerhalb von Millisekunden wird volle Leistung typischerweise für etwa circa 30 Sekunden erbracht. Je höher und je häufiger die Lastzyklen, desto effizienter ist das System. Dieses Prinzip hat das bayerische Start-up Gerotor in den Hochleistungsspeicher Gerotor HPS für industrielle Anwendungen integriert. Der Stromspeicher ist als

Aufgrund ihrer Leistungs- und Energiedichte sowie ihrer Zyklenfestigkeit decken Schwungmassenspeicher von Gerotor die Anforderungen an ein aktives Energiemanagement in der Industrie dort ab, wo Batteriespeicher physikalisch ungeeignet sind. Gerotor optimiert dabei diejenigen Anwendungen, bei denen der Großteil des Stromverbrauchs entsteht.

mechanisches Bauteil verschleißund wartungsarm und lässt während seiner 20 Jahre Lebensdauer im Gerotor HPS nahezu unendlich viele Lade- und Entladezyklen unabhängig von der Entladungstiefe zu. Ein Schwungmassenspeicher unterliegt nämlich keinem chemischen Alterungsprozess. Von Haus aus erreicht er einen Wirkungsgrad von bis zu 95 Prozent. Beim Gerotor werden Ruheverluste, die durch Reibung an den Lagern und an den Schwungmassen entstehen, durch eine Vakuumkammer verringert, in der die Schwungmasse läuft. Zudem sind Schwungmassenspeicher weitestgehend unempfindlich gegenüber Umgebungsbedingungen: Der Gerotor kann bei Temperaturen von minus 25 Grad Celsius bis plus 60 Grad Celsius betrieben werden. Dank integrierter Algorithmen ist er außerdem in der Lage, sich selbst im Hinblick auf ein Maximum an Energieeffizienz zu optimieren. Als selbstlernender Speicher misst er für den effizienten Eigenbetrieb präzise

das Stromverhalten der zugrunde liegenden Anwendung. Diese Verhaltensdaten über Maschinen und Anlagen können nur nach Freigabe durch alle Beteiligten - für dritte Energiemonitoring-Systeme im Rahmen von IIoT erfasst, vorverarbeitet und über OPC UA zur Verfügung gestellt werden. Die Energiemenge eines Schwungmassenspeichers hängt von der Masse des Rotors und seiner Drehgeschwindigkeit ab. Sogenannte Low-SpeedSchwungräder setzen auf Masse, wobei die Energie sich mit der Masse verdoppelt. Beim Hochgeschwindigkeits-Gerotor HPS, der sich mit bis zu 60.000 Umdrehungen pro Minute dreht, ist die Rotationsgeschwindigkeit ausschlaggebend. Dies ist im Hinblick auf die speicherbare Energiemenge vorteilhafter: Die Geschwindigkeit geht mit der Drehzahl ins Quadrat. Ein schnelleres Schwungmassensystem kann also relativ klein ausfallen, und mit kleinen Schwungrädern können kompakte Speicher-Designs realisiert werden.

Kompaktes Design Die Gerotor-Einheiten lassen sich mit einem Durchmesser von 220 Millimetern, einer Höhe von circa 250 Millimetern und einem Gewicht von circa 20 Kilogramm direkt an den DC-Zwischenkreis der Anlage oder Maschine koppeln. Je nach Kundenanforderungen kann beliebig skaliert werden, indem mehrere der HPS-Einheiten mit einer Lade-/Entladeleistung von jeweils 50 kW Nennleistung und 60 kW Spitzenleistung sowie einem Energieinhalt von derzeit 135 bis 300 kJ parallel geschaltet oder für Anlagengruppen und ganze Werke in Power-Racks oder Power-Contai-

Je nach den Kundenanforderungen können mehrere der Power-Module für höhere Leistung in Power-Racks zusammengefasst werden. Ein solches HPS-System hilft dabei, durch intelligentes Spitzenlastmanagement, gezielte Rekuperation und verbesserte Stromqualität die Energieeffizienz von Maschinen und Anlagen zu steigern. Bilder: Gerotor

nern (AC) zusammengefasst werden. Mit diesen Eigenschaften eignet sich der Gerotor HPS für unterschiedliche Aufgaben. Grundsätzlich verbessert er durch die Kompensation von Oberwellen, Flicker und Blindleistung die Strom- und Netzqualität sowohl in internen Gleichstromnetzen als auch bei der Netzversorgung und verhindert negative Auswirkungen auf sensible Komponenten. Zudem dient er als kurzfristige unterbrechungsfreie Stromüberbrückung bei Ausfällen des Netzstroms für bis zu 15 Sekunden. Da 97 Prozent aller Stromausfälle im Bereich von bis zu drei Sekunden liegen, reicht diese Überbrückungszeit in den meisten Fällen aus, um Anlagen in einen neutralen Arbeitsmodus zu überführen. In instabilen Stromnetzen können damit kostenintensive Produktionsausfälle vermieden werden, was letztlich die Produktivität steigert. Beim Einsatz für das Spitzenlastmanagement in volatilen industriellen Prozessen werden mit Gerotor HPS erhebliche Kostenreduktionen bei Anschlussleistung und Bereitstellung durch die Glättung von Lastspitzen und die Bereitstellung von Spitzenleistung erreicht. Über die Lastspitzenkappung hinaus, bei der die Kostenreduktion beim Netzentgelt im Vordergrund steht, mindert das System Energieverschwendung durch die Rekuperation von Bremsenergie. Sie verringert den

Stromverbrauch mit der Folge, dass beim immer noch stark auf fossilen Energieträgern basierenden Strom-Mix der CO2-Ausstoß sinkt und Klimaziele schneller erreicht werden können.

Weniger Verbrauch, weniger Kosten Kosteneinsparungen durch das Spitzenlastmanagement mit Gerotor HPS können sich in mittelständischen Betrieben auf ca. 80 Euro pro Kilowatt Anschlussleistung summieren, wodurch schnell Tausende von Euro eingespart werden können. Dazu kommen Verbrauchsreduktionen von durchschnittlich 15 bis 20 Prozent durch die Rekuperation. Je nach Anwendung sind auch deutlich höhere Einsparungen von bis zu 30 Prozent möglich, beispielsweise bei Produktionsmaschinen im Drei-Schicht-Betrieb in der Serienfertigung der Automobilindustrie. Dabei wird neben den Energiekosten zudem CO2 im Umfang von mehreren Tonnen pro Jahr eingespart. Unterm Strich rechnet sich die Anschaffung des Gerotor HPS durch die Einsparungen innerhalb von ein bis drei Jahren. Häufig kann durch das Downsizing anderer Komponenten und die Senkung des Grundlastbezugs die Amortisation noch schneller erreicht werden. Marcel Werner, Gerotor http://gerotor.tech/


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FA C I L I T Y M A N A G E M E N T

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Insektenfreundlich und hell zugleich „Gelbes“ LED-Licht: Ökologisch vorteilhafte Lösung in sensiblen Außenbereichen Die öffentliche Beleuchtung von Straßen und Bauwerken steigt kontinuierlich an - und somit auch die Lichtverschmutzung. Durch die Umrüstung von den Quecksilberdampflampen hin zur LED genießt man zwar bereits technologische Vorteile in Sachen Effizienz, Lichtausbeute und Wartungs- bzw. Energiekosten, doch die negativen Einflüsse auf Menschen, Tiere und sogar kleinste Organismen nehmen helligkeitsbedingt weiter zu. Zur Wahrung der Sichtbarkeit des nächtlichen Himmels kommt daher immer häufiger die Lichtfarbe Amber (1.800 K) zum Einsatz. Dass Licht einen großen Einfluss auf alle Lebewesen hat, steht außer Frage und dass dieser Einfluss nicht nur positiver Natur ist, ebenso. Bereits 1997 hat die Deutsche Lichttechnische Gesellschaft (LiTG) die Einwirkung von Außenbeleuchtungsanlagen auf nachtaktive Insekten näher betrachtet und festgestellt, dass von allen Tierarten insbesondere flugfähige Insekten durch Außenbeleuchtungsanlagen in ihrem Lebensrhythmus gestört werden. Um die Außenbeleuchtung ökologisch vorteilhafter zu gestalten, formulierte die LitG zusammen mit dem Naturschutz Empfehlungen, deren Gültigkeit bis heute anhält: So sollen nur Lichtquellen eingesetzt werden, die vorwiegend langwelliges Licht emittieren. Gleichzeitig soll auf den Einsatz von Quecksilber-Hochdruck- und Mischlichtlampen sowie Leuchtstofflampen verzichtet werden. Ferner sollten Leuchten nach oben und zur Seite abgeschirmt sein, die Leuchtenoberseite keine Kühlschlitze aufweisen und sich nicht über 60 Grad Celsius erhitzen. Zudem empfiehlt die LiTG, die Beleuchtungsstärke und Lichtpunkthöhe auf das Minimum nach DIN 5044 (diese Norm wurde zurückgezogen und durch DIN EN 13201 ersetzt) zu reduzieren. Die LED-Technologie hat sich in der

Zwischenzeit als Lichtquelle in der Außenbeleuchtung durchgesetzt. Umrüstungen von Altanlagen werden sogar vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) in Form der „Kommunalrichtlinie“ gefördert.

Eine Lichtfarbe viele Möglichkeiten Doch LED-Licht ist nicht gleich LED-Licht: In jüngeren Untersuchungen hat sich gezeigt, dass es auch hierbei quantitative Unterschiede im Anflugverhalten von Insekten gibt, die insbesondere auf die Lichtfarbe und Bauart des verwendeten Leuchtmittels zurückzuführen sind. Bei einem Vergleich von unterschiedlichen Hochdrucklampen mit kalt- und warmweißen LEDs stellte sich heraus, dass warmweiße LEDs die geringste Anlockwirkung haben - gut 40 Prozent weniger als kaltweiße LEDs und sogar knapp 70 Prozent weniger als Halogenmetalldampflampen. Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz verweist auf die Verwendung von „gelbem LED-Licht“, wenn es um das Thema insektenfreundliche Leuchtmittel geht. Leicht gelb und demnach auch warm erscheint das Licht ab einem Farbtemperaturwert unter-

halb von 3.300 Kelvin. Gängige Außenbeleuchtung strahlt allerdings meist im Bereich von 4.000 Kelvin. Dieses Problem hat die Beleuchtungsindustrie erkannt. Hersteller wie Schuch bieten deshalb ihre Leuchten mittlerweile auch in der Sonderlichtfarbe Amber an. Das bernsteinfarben gelbe Licht ist mit einer Farbtemperatur von 1.800 Kelvin sehr insektenfreundlich und sorgt dabei trotzdem noch für eine ausreichende Helligkeit. Jede Beleuchtung hat ihren Grund und Nutzen. Bei der Straßenbeleuchtung spielt in erster Linie der Aspekt der Sicherheit eine große Rolle. Hell ausgeleuchtete Straßen tragen zur Reduzierung von Unfällen bei, großräumig ausgeleuchtete Plätze und Parkanlagen zur Vermeidung von Übergriffen. Doch auch hier ist die Lichtfarbe Amber eine gute Alternative, ohne die normativen Anforderungen außer Acht zu lassen. In verkehrsärmeren Bereichen kann beispielsweise sehr gut auf den Einsatz von 4.000 Kelvin verzichtet werden. Der gezielte Einsatz des gelben Lichts kann im Straßenverkehr sogar zur Sicherheit beitragen. So führt die farbliche Abhebung bei der Verwendung an Fußgängerüberwegen zu einer gesteigerten Aufmerksamkeit und der Einsatz in

Damit man keine kalten Füße bekommt Heizgeräte und Bautrockner von Wilms nehmen der kalten Jahreszeit den Schrecken Bei Wilms stehen Hunderte Heizgeräte in unterschiedlichen Leistungsstufen für alle erdenklichen Einsatzzwecke bereit. Sie können gekauft oder teilweise auch angemietet werden. Ergänzt wird dieses Angebot durch Bautrockner, die ebenfalls erworben oder, beispielsweise für ein bestimmtes Projekt, angemietet werden können. Wie umfangreich das Angebot von Wilms, einem Hersteller von Heiz-, Trocknungs- und Reinigungsgeräten, alleine im Bereich Heizen ist, zeigt ein Blick in das aktuelle Produktprogramm. So bietet der Hersteller beispielsweise Ölheizgeräte ohne Kaminabzug an. Sie sind zum Enteisen oder Auftauen von Materialien, Fahrzeugen und Rohrleitungen geeignet; eine ausreichende Belüftung vorausgesetzt. Ölheizer mit Kaminabzug hingegen eignen sich gut zur Beheizung von Baustellen, Betriebsräumen, Lagerhallen, Werkstätten, Zelten etc. Gasheizer wiederum sind leicht und leistungsstark. Sie lassen sich schnell und einfach als Schnellheizer an unterschiedlichen Orten nutzen. Elektroheizer hingegen werden überall dort eingesetzt, wo öloder gasbetriebene Geräte nicht

Bei der hier eingesetzten Heißluftturbine mit Abgasführung handelt es sich um einen ölbetriebenen vollautomatischen Warmlufterzeuger mit Wärmetauscher. Das Gerät eignet sich zum Beheizen und Belüften von Werkstätten, Hallen, Ausstellungs- und Veranstaltungszelten sowie für das Bauwesen.

zulässig oder unerwünscht sind. Sie benötigen als Energiequelle lediglich eine Steckdose. Das Radialgebläse erlaubt dabei auch den Betrieb dieser Geräte mit Warmluftschläuchen. Elektro-Infrarotstrahler schließlich werden drinnen wie draußen zur gezielten zugluftfreien Punktbeheizung z.B. an Arbeitsplätzen, Containern oder Bauwagen eingesetzt. Ergänzt wird dieses Angebot im Bereich des Heizens durch diverse Bautrocker, die immer häufiger zum Einsatz kommen. Die Gründe dafür sind offensichtlich: Konnten früher die Rohbauten während der Winterperiode nämlich richtig durchtrocknen, fehlt heute die Zeit dazu. Nun stellt sich aber die Frage, wie das Wasser, das über den Beton, Mörtel, Estrich und Putz in den Rohbau eingebracht wird, wieder herauskommen soll, vor allem,

Mittlerweile ist nahezu das gesamte LED-Außenleuchtenprogramm des Herstellers Schuch auch in der Sonderlichtfarbe Amber erhältlich. Bild: Schuch

Hafengebieten aufgrund der geringeren Lichtstreuung zu einer verbesserten Sicht. Auch auf uns Menschen haben die Beleuchtung und insbesondere ihre Intensität und Farbe eine Wirkung, die man oft nur unterbewusst wahrnimmt. „Gelbes Licht“ wird dabei als warm und behaglich empfunden und sorgt schnell für eine stimmungsvolle und gemütliche Atmosphäre.

Mehr Sicherheit höhere Lebensqualität Ein Aspekt, der speziell bei der Altstadtbeleuchtung besondere Beachtung und hohe Akzeptanz bei Anwohnern und Touristen findet. Nicht zuletzt bietet das amberfarbene Licht Stadtplanern die Möglichkeit, gelbes und weißes Licht gezielt einzusetzen, um Bereiche optisch gegeneinander abzugrenzen und zu inszenieren. Nicht nur das Licht selbst soll ansprechend und auf den jeweiligen

Bedarf ausgerichtet sein, auch die Leuchten sollen sich optisch harmonisch in ihre Umgebung einfügen. Deshalb ist nahezu das gesamte LED-Außenleuchtenprogramm des Herstellers Schuch auch in der Sonderlichtfarbe Amber (1.800 Kelvin) erhältlich. Die meisten Baureihen werden dabei den Anforderungen der International Dark-Sky Association (IDA) gerecht und eignen sich somit für den Einsatz in geschützten Dark-Sky-Gebieten. Dies bedeutet im Detail, dass die Leuchten einen Upward Light Ratio von null Prozent haben. Das heißt, sie geben im montierten Zustand kein Licht gen Himmel ab. Außerdem weisen sie nur einen geringen Blauanteil (max. 3.000 Kelvin) auf. Eine weitere Bedingung der IDA ist die bedarfsorientierte Steuerung der Lichtmenge, die eine Reduzierung in der Nacht ermöglicht. Auch dies ist mithilfe des Lichtmanagementsystems Limas von Schuch umzusetzen. www.schuch.de

Der Wasseranteil beim Estrich beträgt rund 20 Prozent. Für eine Bodenfläche von 100 Quadratmetern werden bei einem sechs Zentimeter dicken Estrich rund 1.200 Liter Wasser verwendet. Wasser wird aber für die Wände benötigt, beispielsweise für den Putz. In der Summe sind dies bei einem Neubau mehrere Tausend Liter Wasser - das verdeutlicht, warum Bautrockner heute so wichtig sind. Bilder: Wilms

wenn der Bau luft- und winddicht ausgeführt wird. Eine gute Bautrocknung ist hier die Lösung, denn sie verhindert Schäden durch Korrosion und Schimmelbildung. Sie verkürzt außerdem die Bauzeit, da auf getrocknetem Estrich der Boden-

belag zügig aufgebracht werden kann und reduziert deutlich die Heizkosten in den ersten Jahren nach Bezug. Wilms vermietet für diesen Zweck Luftentfeuchter bereits ab einem Tag Mietdauer. www.wilms.de


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Hebezeuge (nicht nur) für die Instandhaltung Kito Europe stellt gemeinsam mit Glettenberg Hebezeug-Service in Dortmund aus Ob bei alltäglichen Abläufen in der Wartung, Sanierung und Instandsetzung oder bei der Planung der digitalen Zukunft: Die richtigen Hebezeuge sind notwendig für reibungslose und sichere Arbeitsprozesse. Grund genug für Kito, auf der maintenance in Dortmund einige Modelle zu zeigen, die Instandhaltungsprozesse ergänzen und optimieren. Fachbesucher der maintenance bekommen am Gemeinschaftsstand von Kito Europe und Glettenberg Hebezeug-Service einen Überblick über diverse wichtige Hebezeuge für Instandhaltungarbeiten in allen Branchen - von der Automobilproduktion über Gießereien, Freileitungsbau, Stahlwerke bis

hin zur Lebensmittelindustrie, Pharmaindustrie und Offshore. Zu sehen sein wird unter anderem der Kito LB-Hebelzug, der mit einem robusten Stahlblechgehäuse aufwarten kann. Er verfügt über eine universelle Kettenfreilaufschaltung und eignet sich besonders für schwere Zug-, Hebe- und Spannanwen-

Sowohl die LB- und die LX-Hebelzüge als auch die CB- und CX-Handkettenzüge sind seit 2007 nach DGUV-GS „Geprüfte Sicherheit“ zertifiziert.

dungen. Traglasten bis 9.000 Kilogramm sind damit möglich ohne die Sicherheit des Bedieners außer Acht zu lassen. Der leichtere, kompaktere LXHebelzug positioniert geringere Lasten von bis zu 250 Kilogramm beziehungsweise 500 Kilogramm. Er wird überwiegend dort eingesetzt, wo auf begrenztem Raum gearbeitet wird. Kompakt und leicht ist auch der CB-Handkettenzug, ebenso wie sein kleinerer Bruder, der CXHandkettenzug. Er ist konzipiert für Reparaturen oder Montagearbeiten, wenn der Monteur das Gerät bei sich tragen muss. Den Mini-Kettenzug gibt es in zwei Versionen mit einer Tragfähigkeit von 250 Kilogramm beziehungsweise 500 Kilogramm. Ein Überlastungsschutz durch die serienmäßige Rutschkupplung gehört zur Standardausrüstung. Außerdem präsentiert das Unternehmen als Neuheit den EQSElektrokettenzug, der an jede 230 Volt Steckdose angeschlossen werden kann. Er weist Traglasten von 500 Kilogramm bzw. 1.000 Kilogramm auf. Zu den technischen Eigenschaften: Dank Frequenzumrichter und „No-load Highspeed“Funktion erreicht der EQS laut Hersteller eine 1,3-fach schnellere Hubgeschwindigkeit bei bis zu 30 Prozent der Nennlast am Haken. Die Technik sorgt außerdem für ein sanftes, punktgenaues Platzieren der Last. Ein Überlastschutz wird elektronisch durch den Frequenzumrichter und mechanisch durch die eingebaute Rutschkupplung

Der einphasige EQS-Elektrokettenzug ist für eine Stromversorgung von 230 Volt ausgelegt. Durch das geschlossene AluminiumDruckgussgehäuse ist er in der Schutzklasse IP55 eingestuft. Bilder: Kito

gewährleistet. Das Gerät bietet zwei Hubgeschwindigkeiten und erreicht 15 Meter Hubhöhe. Außerdem kommt der EQS ohne empfindliche Transformatoren oder elektromagnetische Bauteile wie Schütze und Relais aus. Nach FEM ist er bei 500 Kilogramm Traglast mit FEM 3m und bei 1.000 Kilogramm Traglast mit FEM 2m klassifiziert. Gut zu wissen: Die verwendete Kito-Lastkette der Güteklasse T, Ausführung DAT (G80), wird stromlos vernickelt, um die Wasserstoffversprödung zu verringern und eine höhere Korrosionsbeständigkeit zu erzeugen. Die Bruchfestigkeit der verbauten Lastkette liegt bei 800 N/mm². Je nach Kundenwunsch kann der EQS-Elektrokettenzug anstelle der serienmäßigen Bügelaufhängung mit einem Oberhaken oder einem Rollfahrwerk ausgestattet werden. Am unteren Ende ist ein selbstschließender Sicherheitslasthaken optional erhältlich. Zudem kann auf Wunsch eine Funkfernsteuerung verwendet werden. maintenance Dortmund Halle 4, Stand C29 www.kito.net

Filterstatus in Echtzeit überwachen ... und so per Softwarelösung inklusive Sensorik ungeplante Stillstände verhindern Informationen über den Status der Fahrzeuge sind ein wertvolles Gut für Flottenbetreiber von Baumaschinen und schweren Nutzfahrzeugen, denn ein reibungsloser Betrieb ist nur möglich, wenn diese ordnungsgemäß gewartet werden. Bisher mussten sich die Betreiber in der Regel auf ihre Erfahrung oder feste Intervalle verlassen, um den richtige Zeitpunkt für die Wartungen der im Fahrzeug verbauten Filter zu ermitteln. Mit einer umfassenden Softwarelösung inklusive Sensorik bietet Mann+Hummel nun eine technische Lösung für die präzise Überwachung des Filterstatus. Bereits im Jahr 2017 führte Mann+Hummel den Senzit Luftfiltermonitor als Nachrüstlösung für Land- und Baumaschinen ein. Die bisher bei der Entwicklung und dem praktischen Einsatz von Senzit gewonnenen Erfahrungen haben es dem Unternehmen nun ermöglicht, die prädiktive Instandhaltung auch auf andere Filter zu übertragen. Und das ist auch gut so, denn bislang mussten Flottenbetreiber meist den Filterzustand über zeitaufwendige Sichtkontrollen ermitteln, wodurch es zu Fehleinschätzungen kommen konnte. Die Alternative waren starre

Wartungsintervalle - auch nicht mehr zeitgemäß. Die neue Lösung verspricht, dass Instandhalter nun jederzeit den genauen Status ihres Fuhrparks einsehen und einen Filterwechsel zum richtigen Zeitpunkt vornehmen können. Auf diese Weise werden Wartungszeiten auch genau auf den Maschinenplan abgestimmt, ungeplante Stillstandszeiten reduziert und das Risiko einer Überschreitung der Lebensdauer ausgeschlossen. Dies wirkt sich in der Summe positiv auf die Effizienz der Fahrzeuge aus und reduziert dadurch die Gesamtbetriebskosten.

Damit dies möglich ist, überwachen nun verschiedene Sensoren den Lastzustand von Luft- und Innenraumfiltern, von Öl- und Getriebeölfiltern sowie Kraftstoffvor- und Hauptfiltern. Darüber hinaus kann der Zustand von Hydrauliköl, Motoröl und Kraftstoff beobachtet werden. Diese so gewonnenen Messdaten werden vom jeweiligen Fahrzeug in eine OEM-Cloud übertragen, dort anonymisiert und anschließend an die Mann+HummelCloud weitergeleitet. In dieser analysieren Algorithmen die Daten der einzelnen Sensoren und ermitteln präzise Kennzahlen

Die proaktive Überwachung, die mit dieser neuen Lösung nun möglich ist, bietet zahlreiche Vorteile im Vergleich zu gängigen reaktiven Maßnahmen. Bild: Mann+Hummel

für die vorausschauende Instandhaltung. Diese Informationen werden aufbereitet und digital an den OEM zurückgegeben, der sie Endkunden im Telematiksystem oder über eine App zur Verfügung stellt. www.mann-hummel.com

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Worauf man im Winter unbedingt achten muss Über den Einfluss niedriger Temperaturen auf Hydraulikschlauchleitungen Im Winter sind die Hydraulikschläuche an Mobilmaschinen besonderen Umweltbedingungen ausgesetzt. Inwieweit die spezifischen Witterungsbedingungen Material und Funktionalität der Hydraulikschläuche beeinträchtigen und worauf im Winter besonders zu achten ist, ist vielfach unbekannt und auch die DGUV 113-020 (Hydraulik-Schlauchleitungen und Hydraulik-Flüssigkeiten - Regeln für den sicheren Umgang) gibt keine Auskunft. Die DGUV 113-020 empfiehlt lediglich, dass „HydraulikSchlauchleitungen […] vor schädigenden äußeren und inneren Temperatureinwirkungen zu

schützen“ sind, sie geht aber inhaltlich nicht ins Detail. Die Experten des Hydraulikservices Pirtek, die unter anderem auf der maintenance in Dortmund vor Ort Rede und Antwort stehen, kennen die Details und wissen von den besonderen Herausforderungen der kalten Jahreszeit. Vorab die gute Nachricht: Gängige Hydraulikschlauchleitungen sind auch im Winter sehr robust. Die Gummimischungen dieser Schläuche halten Temperaturen im Bereich von minus 40 Grad Celsius bis plus 100 Grad Celsius ohne nennenswerte Beeinträchtigungen stand. Bei einer Temperatur von weniger als minus 40 Grad Celsius (je nach Gummimischung und Härte) erreichen die Gummimischungen dann ihren sogenannten Glaspunkt. Dieser beschreibt eine Temperatur, bei der das elastische Verhalten des Werkstoffs gegen null geht. Konkret bedeutet dies, dass der Gummi derart versprödet, dass er bei mechanischen Belastungen wie Glas bricht. Ein typisches Merkmal einer durch Glasbruch zerstörten Schlauchleitung sind feine radiale Risse an der Ober-

fläche der Schlauchinnen- und Außenschicht. Da hierzulande derart niedrige Außentemperaturen nicht erreicht werden, sind die Gefahren für Hydraulikschläuche bei Kälte in der Folge also auch kein großes Thema. Dennoch gilt: Wenn Gummi sehr kalt wird, verändern sich seine Materialeigenschaften. Die Schlauchinnenschichten und Außenschichten bestehen nämlich zum Teil aus Elastomeren, die sich bei dauerhafter Kälte verändern im schlimmsten Fall sogar zersetzen, so die Experten. Dann wird der Gummi zäh und ledrig, die Schläuche werden hart, steif und unelastisch. Das bedeutet: Das Biegeverhalten der Leitungen verliert an Flexibilität, was besonders kritisch bei Stoßbelastungen wird. Brüche und Risse im Gummi entstehen nun leicht. Dabei gilt: Je tiefer die Temperaturen sinken und je länger die Schläuche extremer Kälte ausgesetzt sind, desto gravierender die Folgen. Während Schnee und Nässe zunächst kein Problem für die Gummiummantelung darstellen, bringt der Winter eine Beson-

Kälte, Frost, Schnee, Nässe, Wind, Sturm sowie Streusalz und Sole: Im Winter sind die Hydraulikschläuche an Mobilmaschinen besonderen Herausforderungen ausgesetzt. Bild: Pirtek

derheit mit sich, die den Witterungsbedingungen geschuldet ist: Streusalz und Sole für die Verkehrssicherheit im öffentlichen Raum. Diese Streugüter greifen nämlich sowohl den Gummi als auch die Armaturen an. Vor allem im Winterdienst stellen diese eine Gefahr für die Hydraulikschlauchleitungen dar. Besonders fatal: Bereits wenn Streusalz kleine Schäden an den Leitungen verursacht, werden Nässe und Schnee zur Gefahr, da Feuchtigkeit zu den innen liegenden Druckträgern der Schlauchleitung vordringen kann und diese angreift. Rost entsteht und zwar relativ flott. Für diese Fälle von nicht völlig

intakten und unversehrten Schläuchen sind Schnee und Nässe also durchaus ein Problem. Die Experten von Pirtek empfehlen daher, dass die Fahrzeuge und die mobilen Maschinen vor einem Kälteeinbruch überprüft werden entweder von entsprechend geschulten Instandhaltern oder von externen Profis wie z.B. von Pirtek. Eine systematische Prüfung und Erneuerung der Leitungen (nach DGUV 113-020) sind aber nach wie vor der beste Weg, um plötzliche Defekte und damit verbundene Ausfallzeiten zu vermeiden. maintenance Dortmund Halle 4, Stand A11 www.pirtek.de

Doppelte Geschwindigkeit, halbes Personal, volle Sicherheit Flanschverschraubung: Neue Hydraulikpumpe verspricht große Effizienzsteigerung Der Anbieter von hydraulischer, pneumatischer und elektrischer Verschraubungstechnik der Marke Hytorc bietet eine neue Hydraulikpumpe mit der Produktbezeichnung Vector mit Softwareunterstützung an. Diese Software überwacht jeden Schraubvorgang individuell. Durch ihren Einsatz soll sich der Zeitaufwand für Flanschverschraubungen halbieren - bei voller Sicherheit.

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Zumeist nutzen die Monteure für Flanschverschraubungen bis zu vier Werkzeuge parallel, um Zeit zu sparen. Das Problem dabei: Alle vier Werkzeuge hängen dann gemeinsam an einer „dummen“ Pumpe, die alle Werkzeuge, unabhängig von den äußeren Bedingungen, mit dem Hydraulikdruck beaufschlagt.

Werkzeug einzeln die Ölmenge. „Statt vier Schraubdurchläufen brauchen wir nur noch zwei. Wie drastisch das die Montagezeiten verkürzt, zeigte kürzlich ein Feldversuch an einem großen Flansch mit 56 Bolzen. Mit Vector arbeiteten die Monteure nur 40 Minuten, dann war der Flansch dicht. Vormals waren sie für die gleiche Arbeitsleistung satte eindreiviertel Stunden beschäftigt“, erklärt Patrick Junkers, Geschäftsführer der Barbarino & Kilp GmbH.

Statt vier Schraubdurchläufen ... Da beispielsweise durch unterschiedliche Reibung auch an ein und demselben Flansch keine Schraubverbindung exakt der anderen gleicht, sind aus Sicherheitsgründen vier Durchgänge für eine Flanschverschraubung empfohlen: zunächst mit 50 Prozent, dann mit 75 Prozent und schließlich mit 100 Prozent des benötigten Drehmoments. Abschließend muss nochmals mit 100 Prozent ein Kontrollgang erfolgen. Ein für Mensch und Maschine ermüdender Vorgang, der bei großen Flanschen Stunden dauert. Die neue Vector Pumpe der Marke Hytorc, hergestellt von

... reichen jetzt zwei

Hytorc stellt der neuen Pumpe eine Palette kalibrierter Werkzeuge zur Seite. Zum ganzheitlichen Flanschkonzept gehören aber auch eine Leckageprüfung, Schulungen der Monteure, sowie Schmier- und andere Hilfsmittel. „Greifen diese Konzeptbausteine ineinander, bleibt der Flansch dicht“, so Patrick Junkers, der Geschäftsführer der Barbarino & Kilp GmbH - Marke Hytorc. Bild: Hytorc

der Barbarino & Kilp GmbH, verfügt nun über Sensoren an jedem ihrer vier Schlauchanschlüsse. Mit ihnen misst sie bei jedem

Die Pumpe kann aber noch mehr: Defekte, undichte Werkzeuge führen in der Regel dazu, dass eine Verschraubung nicht ordnungsgemäß beendet werden kann. Vector misst aber an jedem der vier Ausgänge separat die Ölmenge. Durch die Analyse der aufgezeichneten Telemetriedaten können also solche Leckagen identifiziert und entsprechend reagiert werden. Noch mehr einsparen lässt sich durch die kombinierte Nutzung:

der Vector und die verdrehsicheren Unterlegscheiben „zWasher“ und „BackUp-Washer“. „zWasher“ machen das Gegenhalten beim Anziehen der Schraubverbindung überflüssig und sparen damit den zweiten Mann. „BackUp-Washer“ verhindert ein Mitdrehen der Schraube und macht den Einsatz von Gegenhalteschlüsseln überflüssig. In der Praxis bedeutet dies: Flanschverschraubung in der Kombination des Vectors mit den verdrehsicheren Unterlegscheiben sind damit doppelt so schnell und benötigen nur die halbe Manpower. Generell werden die Werkzeuge mit Vector weniger belastet, da die Montagezeiten nur halb so lang sind. Oder andersherum: Mit Vector kann ein Werkzeug rund doppelt so viele Flanschverbindungen verschrauben, bis seine Verschleißgrenze erreicht ist. Die Pumpe Vector dokumentiert zudem die Arbeit. Die Daten stehen per USB zur Verfügung. Mit ihnen kann jederzeit der Nachweis geführt werden, dass Vorschriften und Gesetze wie die TA Luft eingehalten wurden. www.hytorc.de


ZULIEFERTEILE

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Art der Lagerung und Dauer sind relevant Wie man Elastomer-Schläuche und Schlauchleitungen fachgerecht lagert Wenn Schlauchleitungen falsch gelagert werden, kann dies zu einer vorzeitigen Alterung und zu Schlauchschäden führen. Was man für eine korrekten Lagerung beachten muss, um dies zu verhindern, wissen die Spezialisten der Fachgruppe „Schlauch- und Armaturentechnik” (SAT) des VTH Verband Technischer Handel e.V. und erklären im Detail, worauf es ankommt. Das zuverlässige Funktionieren von industriellen Schlauchleitungen hängt nicht nur von technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen während des Gebrauchs ab, sondern auch von einer korrekten Lagerung. Aufgrund der Anfälligkeit von Gummi gegenüber Sauerstoff, Ozon, Infrarot- und UV-Strahlung sowie gegen Hitze gelten nämlich bei der fachgerechten Aufbewahrung von Elastomer-Schläuchen und Schlauchleitungen besondere Regeln. „Schläuche und Schlauchleitungen aus Gummi und Kunststoff sollten grundsätzlich in einem dunklen, kühlen und trockenen Raum gelagert werden, der mäßig belüftet und frei von Zugluft ist. Die Temperatur sollte bei einem stabilen Wert zwischen minus 10 und plus 25 Grad Celsius liegen, die relative Luftfeuchtigkeit weniger als 65 Prozent betragen. Eine Bildung von Kondenswasser auf den Schläuchen ist zu vermeiden“, empfiehlt Alexander Ruckdeschel,

Managing Director bei Trelleborg Industrial Products Germany GmbH, Qualitätspartner des VTH. Außerdem sind Schläuche und Schlauchleitungen mindestens zwei Meter von jeglicher Wärmequelle entfernt zu lagern und sie sind zudem vor direkter Sonneneinstrahlung und vor Kunstlicht zu schützen. Da Ozon besonders schädlich ist, dürfen in den Lagerräumen auch keinerlei ozonerzeugende Geräte, wie z.B. Elektromotoren, arbeiten. Verbrennungsgase und Dämpfe, die durch photochemische Vorgänge zu Ozonbildung führen könnten, müssen beseitigt werden. Auch Lösungsmittel, Treibstoffe, Schmierstoffe oder chemische Produkte dürfen laut DIN EN ISO 8331 nicht im gleichen Raum wie Schläuche oder Schlauchleitungen gelagert werden, so die Fachberater des Technischen Handels. Grundsätzlich sollten Schläuche und Schlauchleitungen einzeln gelagert und nicht gestapelt werden.

One-Stop-Shopping für Wellenringe Bei Misumi können Konstrukteure zwischen einer Vielzahl von Spezifikationen bei den Wellenringen wählen und sich so das für sie optimale Bauteil modellieren. Und wenn es schnell gehen soll: Neben präzise konfigurierbaren Make-to-Order(MTO)-Komponenten bietet Misumi in seinem OneStop-Shop auch Standardbauteile aus Eigen- und Fremdproduktion an, von denen ein Großteil noch am Tag der Bestellung in den Versand geht. Hintergrund: Wellenringe sind mechanische Anschläge zum Sichern und Ausrichten von Bauteilen auf Wellen. Die Besonderheit am Angebot von Misumi: Die Wellenringe dieses Herstellers sind mit Spezifikationen erhältlich, die - wie das Unternehmen betont - über die Marktstandards hinausgehen: mit Klemmhebel, mit Schnellspannung, mit Exzenterschraube, mit Spannfutter, mit abgesetzter Planfläche, mit Elastomerauflage, einseitig abgeflacht (D-Form), zweiseitig abgeflacht, geschlitzt, geteilt, mit Scharnier oder mit seitlichen Montagebohrungen. Außerdem bietet Misumi MTOBauteile, die in 0,01-MillimeterSchritten konfiguriert werden können sowie DIN-genormte Standardkomponenten aus Eigenund Fremdproduktion, die in großer Zahl im Zentrallager in Frankfurt verfügbar sind und innerhalb kurzer Zeit nach Bestellung beim Kunden eintreffen. „Die Vielfalt unseres Angebots ist eine unserer großen Stärken. Als

One-Stop-Shop sind wir in der Lage, alle Kundenanforderungen in vielen unterschiedlichen Produktfamilien umzusetzen. Das gilt auch für Wellenringe“, betont Alexander Straube, Manager Business Development. So sind im Onlineshop viele unterschiedliche Typen von Wellenringen verfügbar: Stellringe mit Passbohrung, Klemmringe in einoder zweiteiliger Ausführung mit unterschiedlichen Klemmmechanismen und Wellenringe mit Gewindebohrung. Darüber hinaus können Konstrukteure bei den MTO-Bauteilen den Innendurchmesser der Wellenringe im Bereich zwischen drei und 100 Millimetern frei wählen. Beim Außendurchmesser reicht die Spanne von sieben bis 150 Millimeter. Als Materialien sind normaler sowie rostfreier Stahl, Aluminium und Kunststoff verfügbar. Zudem sind unterschiedliche Oberflächenbehandlungen möglich: brüniert, vernickelt, klar und schwarz eloxiert. www.misumi-europe.com Wellenringe dienen zum Sichern und Ausrichten von Bauteilen auf Wellen. Bild: Misumi

Soweit möglich sind sie in der Originalverpackung aufzubewahren, außerdem mit den mitgelieferten Kappen an den Schlauchenden, die sie vor Staub und Verschmutzung schützen. Tipp: Alle wichtigen Informationen zur richtigen Auswahl, Lagerung, Verwendung und Wartung von Schläuchen und Schlauchleitungen aus Gummi und Kunststoff stellt die VTH-Fachgruppe SAT in einer Lageranleitung bereit. Sie ist bei 74 Herstellern von Schlauchlei-

Kühl, trocken und einzeln - dies sind einige der Lagerempfehlungen der VTH-Fachgruppe „Schlauch- und Armaturentechnik“. Generell sollte aber die Lagerzeit so kurz wie möglich gehalten werden, da eine lange Lagerdauer zu einer Verschlechterung der physikalischen Eigenschaften führen kann. Bild: VTH/Kollaxo

tungen im VTH (siehe Händlersuche im VTH-Webportal) erhältlich.

www.vth-verband.de/ mitgliederverzeichnis

Dichtungen müssen nicht schwarz sein EPDM-Dichtungen gibt es auch in individuellen Farben Mithilfe der Thin-Layer-Technologie kann Trelleborg nun kundenspezifische Farbwünsche umsetzen. Dabei bleiben, wie das Unternehmen betont, sämtliche technischen und funktionalen Vorteile der Dichtungen erhalten. Aufgrund dieser Eigenschaften kommen die Profile auch bei zahlreichen anspruchsvollen Anwendungen und Bauprojekten zum Einsatz. Dichtungen, die besondere Anforderungen wie Langlebigkeit und Formbeständigkeit erfüllen müssen, werden in der Regel aus schwarzen EPDM-Mischungen hergestellt. EPDM steht als Abkürzung für das Basispolymer „Ethylen-PropylenDien-Kautschuk“. Die dunkle Farbgebung wird dabei durch den aktiven Füllstoff Ruß erzielt. Letzterer ist wichtig, denn er verbessert die physikalischen Eigenschaften der Dichtung und schützt das Material vor UV-Strahlen. Werden jedoch helle oder farbige EPDM-Dichtungen gewünscht, wird der Ruß in vielen Fällen durch helle, aber inaktive Füllstoffe ersetzt. Die haben einen entscheidenden Nachteil: Inaktive Füllstoffe erzielen nämlich nicht gleich gute physikalische Eigenschaften wie aktive. Deshalb müssen teure chemische Additive und UV-Stabilisatoren hinzugefügt werden. Trelleborg setzt in diesem Fall auf eine andere Technik, die - so das Unternehmen - beide Anforderungen erfüllt: Stabilität und Farbgebung.

Bei der genutzten Thin-Layer-Technologie werden die meist schwarzen Dichtungen nämlich mit einer sehr dünnen Deckschicht in der gewünschten Farbgebung ausgeführt. Durch die Reduzierung des kostenintensiven Farbanteils auf die Sichtbereiche lässt sich die gewünschte hochwertige Optik erzielen und das Budget gleichzeitig maßgeblich entlasten. Für die Beschichtung kommen

spezielle EPDM-Compounds zur Anwendung, die vielfältigen Ansprüchen Rechnung tragen: Neben individuellen Farbwünschen von Architekten, Planern und Kunden lassen sich je nach Einsatzbereich auch Eigenschaften wie die Verträglichkeit mit Silikon oder Plexiglas sowie Anforderungen bezüglich des Fogging-Verhaltens berücksichtigen. www.trelleborg.com/de/ sealing-profiles

Dichtungen von Trelleborg in Thin-Layer-Ausführung wurden unter anderem in den Londoner Fassadenprojekten „The Shard“ und „Shard Place“ verwendet. Dabei wurden alle sichtbaren Flächen der Dichtungen in einem Fenstergrau (RAL 7040) ausgeführt und stehen so im Einklang mit dem architektonischen Gesamtkonzept. Bild: Trelleborg

Vierteldreh-Schnellverschlüsse: Vibrationsresistent und unverlierbar Eine Alternative zu herkömmlichen Schraubverbindungen sind die Southco DZUS VierteldrehSchnellverschlüsse von KVTFastening. Diese lassen sich unverlierbar in Stahl- und Aluminiumkomponenten oder Verbundwerkstoffe integrieren und mit nur einer 90-Grad-Drehung werkzeuglos sicher anbringen sowie lösen. Aufgrund der festen Verbindung beider Teile mit dem Trägermaterial kann keine der am Schließvorgang beteiligten Komponenten herunterfallen oder verloren gehen (Unverlierbarkeit).

Bild: KVT-Fastening

Arbeiten aller Art und insbesondere über Kopf können dadurch ermüdungsfreier und zeitsparender durchgeführt werden.

Die Option zur farblichen Kennzeichnung erlaubt zudem die klare Identifikation unterschiedlicher Zugangspunkte, beispielsweise bei Wartungsarbeiten an Elektrik-, Schalt- und Telekommunikationsanlagen. Je nach Einsatzbereich verfügen die DZUS Vierteldrehverschlüsse über eine hohe Korrosions- sowie Temperaturbeständigkeit. Die besondere Geometrie des Verschlusszapfens bietet laut Hersteller zudem Vibrationssicherheit über die gesamte Lebensdauer. www.kvt-fastening.de


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MESSEN & EVENTS

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Zukunftsfähige Intralogistik Die 18. internationale Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement stellt neue Rekorde auf: So sind alle Hallen und das gesamte Ausstellungsgelände von 1.650 Ausstellern belegt. Neu ist diesmal unter anderem der Ausstellungsbereich „fahrerlose Transportsysteme”. Wachsende Bedeutung in der Intralogistik kommt den autonomen, fahrerlosen Transportfahrzeugen (FTF) zu. Um dieser aktuellen Entwicklung gerecht zu werden und dem Fachpublikum neue Technologien und Innovationen in diesem Bereich vorzustellen, ist für die mobilen Transport- und Pickroboter erstmals ein eigener Ausstellungsbereich in der Halle 2 eingerichtet worden - man darf also gespannt sein. Gespannt sein darf man auch darauf, wie die digitale Transformation die Intralogistik verändern wird. „Das Thema Digitalisierung

Bild: Euroexpo

Das additive Manufacturing

FMB-Süd Augsburg

... zu sehen auf der Logimat 2020 vom 10. bis 12. März

ist in den Unternehmen inzwischen angekommen“, meint Messeleiter Michael Ruchty vom Veranstalter Euroexpo und ergänzt: „Jedoch zögern viele Unternehmen bei der konkreten Umsetzung der digitalen Transformation. Das belegen eine Vielzahl aktueller Untersuchungen. Viele Entscheider sind sich bei den Technologieentwicklungen noch nicht im Klaren darüber, wohin die Reise geht. Sie haben hohen Informationsbedarf und halten sich mit ihren Investitionen bei den Lösungsangeboten entsprechend zurück.“ Vor diesem Hintergrund erfüllt die Messe als weltweit führende Plattform eine doppelte Aufgabe: Die Exponate ihrer Aussteller - darunter zahlreiche Premieren - repräsentieren einen Querschnitt durch das aktuelle Lösungsspektrum der führenden Entwickler und Anbieter. Parallel dazu bietet das Rahmenprogramm ein fundiertes Informationsangebot für die zukunftsfähige Ausrichtung der Intralogistik. www.logimat-messe.de

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Die Phase der Hochkonjunktur im Maschinen- und Anlagenbau hat ihren vorläufigen Endpunkt erreicht. Das ist zunächst zwar keine gute Nachricht, aber hinter vorgehaltener Hand sehen Entscheider im Maschinenbau auch positive Aspekte nach mehreren Jahren extremer Auslastung: Jetzt, so der Tenor, haben die Unternehmen endlich wieder mehr Zeit, Produkte zu optimieren, neue Technologien zu erproben und die Zusammenarbeit mit neuen Zulieferern zu suchen. Die FMB-Süd, die am 12. und 13. Februar 2020 in Augsburg stattfindet, ist ein Forum, um mit der Umsetzung dieser Pläne zu beginnen. Mehr als hundert Aussteller werden dort in kompakter Form ihr Produkt- und Dienstleistungsangebot für den Maschinenbau präsentieren. Thematisch deckt die Veranstaltung die gesamte Zulieferkette des Maschinenbaus ab - von der Metallbearbeitung über die Antriebs-, Elektro- und Steuerungstechnik und die Montage- und Handhabungstechnik bis zu Dienstleistungen und Robotik. www.fmb-sued.de

... ist ein Hauptthema der Metav (Düsseldorf, 10. bis 13.03) Zahlreiche Betriebe haben in Maschinen für die additive Fertigung investiert und sich an diesem Herstellungsverfahren probiert. Nach diversen Testläufen gibt es nun belegbare Erfolge; die Technologie dringt immer weiter in das zerspanende Produktionsumfeld vor, was auch die Metav thematisiert. Um beim additiven Manufacturing (AM) ein optimales Ergebnis zu erzielen, gilt es bereits von Beginn an die komplette Prozesskette zu betrachten. Schließlich wird nicht mehr aus einem Metallblock heraus konstruiert, sondern von der Funktion des Bauteils aus. „Im Umfeld der Zerspanung ist zurzeit die Kühlung der Werkzeuge interessant“, weiß beispielsweise Jürgen Förster, Mitglied der Geschäftsleitung von AMF Andreas Maier aus Fellbach. Der 3-D-Druck gestattet hier den Einbau konturnaher Kühlkanäle, auch bei sehr kleinen Zerspanungs- oder Gussund Spritzgusswerkzeugen. Die Integration optimierter Kühlkanäle in den Werkzeugen sorgt dabei für eine schnellere Abkühlung der Werkstücke und bringt damit enorme Zeitersparnisse. Seiner Meinung nach werde es vor allem im Metall-3-D-Druck zukünftig ein großes Wachstum geben. Nach einer Phase des Ausprobierens rücke nun der Wunsch nach Prozesssicherheit und Automatisierung in den Vordergrund.

„Hier bieten wir heute schon als Lösungsanbieter serienreife Produkte an, die den kompletten Prozess optimieren und wirtschaftlicher gestalten“, so Förster - zu sehen sind diese auf der Metav 2020. Klar ist: Kaum eine Fertigungstechnologie hat in den vergangen fünf Jahren eine solch rasante Entwicklung erfahren wie das AM. Der Schwerpunkt in den Fortschritten liegt hierbei nicht nur beim Verfahren selbst - auch konstruktive Fähigkeiten, Berechnungsmodelle und Analysetools stehen im Fokus. www.metav.de

Bild: Messe Düsseldorf

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MESSEZEITUNG

Wolff Publishing ISSN

1864-4554

info@b-und-i.de www.b-und-i.de Westfalenhallen 12. bis 13. Februar

DIE INDUSTRIE-ZEITUNG

Maria Soloveva ist Projektleiterin der maintenance Dortmund 2020.

Herzlich willkommen zur maintenance Dortmund, der Leitmesse für industrielle Instandhaltung Das laseroptische Ausrichtsystem Rotalign touch EX, das auf die Single-Laser-Messtechnik setzt, vereinfacht das anspruchsvolle Ausrichten in explosionsgefährdeten Bereichen. Bilder: Prüftechnik

Wellenausrichten in Ex-Bereichen Das neue Rotalign touch EX ist nach ATEX/IECEX für die Zone 1 zugelassen und vereinfacht dadurch das Wellenausrichten in ATEX-Zonen deutlich. Für die Wartungsspezialisten bedeutet dies, dass sie sich, wenn sie das eigensichere Ausrichtsystem von Prüftechnik nutzen, endlich von den langwierigen Formalitäten einer Heißarbeitsgenehmigung verabschieden können. Mithilfe des neuen laseroptischen Ausrichtsystems von Prüftechnik, des Rotalign touch EX, ist eine schnelle und sichere Arbeitsweise für alle Instandhalter sichergestellt, die oft an Maschinen und Anlagen in explosionsgefährdeten Umgebungen arbeiten. Typische Einsatzorte und -branchen sind beispielsweise die Erdöl-, Gas-, Petrochemie- und Chemieindustrie. Hierbei setzt das Ausrichtsystem auf die herstellereigene Single-Laser-Technologie, die sich, wie die Experten von Prüftechnik betonen, durch eine besonders hohe Messgenauigkeit und Wiederholbarkeit in allen Situationen auszeichnet. Da die Messanordnung mit einem Single-Laser-Ausrichtsystem außerdem schneller erfolgt und das

Das neue Ausrichtsystem Rotalign touch EX, vereinfacht das anspruchsvolle Ausrichten von Wellen in explosionsgefährdeten Bereichen.

Vorausrichten dabei entfällt, wird zudem kostbare Arbeitszeit eingespart. Darüber hinaus ist bei dieser Technologie unabhängig vom Abstand oder der Länge der Zwischenwelle eine gleichbleibende Messgenauigkeit gewährleistet. Sichergestellt wird diese durch die Projektion auf zwei Detektorflächen im Sensor. Diese haben einen zueinander unveränderlichen Abstand - ein großer Vorteil gegenüber herkömmlichen Doppellasersystemen. Zahlreiche, herstellerspezifische Ausrichtfunktionen zeichnen das System weiterhin aus. Zu den Besonderheiten gehören beispielsweise der kontinuierliche SWEEPMessmodus und die Live-Move-Funktion. Sie ermöglichen simultane Maschinenkorrekturen in Echtzeit - und das sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung. Die Funktion „vertiSWEEP“ wiederum erlaubt die Messung von vertikalen Maschinen anhand einer einzigen Wellendrehung. Dank der Kardanwellen-Drehvorrichtung wird auch das Ausrichten von Kardanwellen deutlich leichter, denn die Messung kann ohne den Ausbau der Welle durchgeführt werden. Der Kippfuß-Assistent und der Bewegungssimulator, mit

dem der Bediener vor dem Bewegen der Maschine Ausgleichswerte und horizontale Korrekturen simulieren kann, runden das Paket ab. Benutzer des neuen Systems profitieren außerdem von der mobilen Anbindung. So unterstützt das System nicht nur WLAN und RFID, sondern bietet auch eine integrierte Kamera. Die Auswertung erfolgt über die Version 4.0 der Alignment Reliability Center Software. In der Praxis bedeutet dies, dass sich die Anwender mit dem Tablet über das WLAN innerhalb des Unternehmensnetzwerks oder über die Cloud - direkt mit der PC-Ausrichtsoftware verbinden können. Diese wiederum erlaubt es beispielsweise den Experten, anlagenbasierte Ausrichtdaten für Programme zur Steigerung der Leistung und Zuverlässigkeit der Anlagen zu archivieren, zu analysieren und zu verarbeiten. In Verbindung mit dem RFID-Leser ermöglicht eine automatische Maschinenerkennung die fehlerfreie wechselseitige Übertragung von Anlagendaten. maintenance Dortmund Halle 4, Stand B06 www.pruftechnik.com

Am 12. und 13. Februar ist es wieder so weit: die gesamte Instandhaltungsbranche trifft sich auf der maintenance in Dortmund, der führenden Geschäftsplattform Deutschlands. Über 200 Aussteller präsentieren Ihnen sämtliche Facetten der digitalen und industriellen Instandhaltung. Das breite Spektrum der Aussteller spiegeln auch die Premiumpartner der Messe wider. Mit Hansa-Flex, SAP und Carl Werthenbach sind ein Hydraulik-Spezialist, ein weltweit führender Software-Anbieter und ein servicestarkes Handelshaus dabei. Zusätzliche Impulse setzt traditionell das vielfältige Rahmenprogramm, das Ihnen aktuelle und zukünftige Top-Themen der Instandhaltung in unterschiedlichen Formaten nahebringt - zum Beispiel mit Vorträgen auf den Science- und SolutionCenter-Bühnen, Diskussionsrunden und geführten Messerundgängen. Eines der wichtigsten Schwerpunktthemen des Vortragsprogramms sind dieses Jahr künstliche Intelligenz und Digitalisierung. Unser Anliegen als Veranstalter ist es, den Messebesuchern einen kompletten Überblick über die moderne Instandhaltung anzubieten: von visionären Ideen bis zu Produkten und Lösungen, die sich sofort in den Instandhaltungsalltag integrieren lassen. Parallel findet wieder die Fachmesse für industrielle Pumpen, Armaturen und Prozesse, die PUMPS & VALVES statt. Hier können sich die Besucher über die Kernkomponenten Ihrer Produktionsanlagen umfassend und aus erster Hand informieren. Messebesucher, die sich für zukunftsorientierte Instandhaltungslösungen von Pumpen und Armaturen interessieren, profitieren besonders von den Synergieeffekten der beiden Messen.


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Instandhaltung im Hosentaschenformat Apps sorgen für Effizienz und Produktivität in der Instandhaltung Die Instandhaltung steht vor mehreren Herausforderungen: Neben dem demografischen Wandel (Generationswechsel) herrscht ein Fachkräftemangel. Somit ist ein produktives und effizientes Arbeiten nicht nur gewünscht, sondern unumgänglich, zumal das Arbeitsaufkommen ohnehin schon kaum mehr zu bewältigen ist. Neue Technologien bieten eine hilfreiche Unterstützung. Die Hauptaufgabe der Instandhaltung ist es, eine möglichst hohe technische Verfügbarkeit von Anlagen zu gewährleisten. Dazu bedarf es reibungsloser Instandhaltungsprozesse. Sogenannte unproduktive Sternläufe müssen zwingend vermieden werden. Der Instandhalter muss deshalb jederzeit alle notwendigen Informationen zur Hand haben und benötigt Zugriff, beispielsweise auf das Ersatzteillager - und das in Echtzeit.

Papierlos … Trotz der fortschreitenden Digitalisierung ist bei vielen Unternehmen aber die Bearbeitung von Instandhaltungsaufträgen immer noch ein analoger Prozess. Dabei wird sehr viel Papier durch den manuellen Prozess des Ausdruckens, Verteilens und Bearbeitens der jeweiligen Aufträge verbraucht. Das ist nicht nur sehr aufwendig, sondern außerdem auch noch sehr fehleranfällig und nicht transaktionssicher. Hinzu kommen die langen Wege und die unnötigen Wartezeiten verbunden mit unklaren (Maschinen-)Zuständen. Denn sobald ein Mitarbeiter einen Auftrag abgearbeitet hat, muss er zurück ins Instandhaltungsbüro, um sich einen neuen Auftrag zu holen.

Erschwerend kommen noch die schlechte Erreichbarkeit der Mitarbeiter, die Komplexität der Auftragszuteilungen und -rückmeldung sowie der enorme Verwaltungsaufwand hinzu. Diese Abläufe können mit Apps deutlich optimiert werden.

… durch mobile Instandhaltung Insbesondere bei der Instandhaltung, der Wartung und im Service sorgen Apps für deutlich optimierte Abläufe und Prozesse, für eine verbesserte Datenqualität und -verfügbarkeit sowie für mehr Produktivität. Eine große Herausforderung ist allerdings die Anbindung an ein System oder eine Datenbank sowie der bidirektionale mobile Zugriff auf die jeweiligen Daten und Informationen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei, wie bei allen Digitalisierungsprojekten, auf der Effizienzsteigerung sowie auf einer kurzen Reaktionszeit auf Ereignisse wie Stillstände, Störungen etc., möglichst in Echtzeit. Außerdem gilt es, manuelle, meist papiergebundene Prozesse, medienbruchfrei zu ersetzen. Automatisierte Prozesse gewährleisten, Daten transaktionssicher ins führende ERP System zu bringen und das nicht zuletzt mit einer hohen Bedienfreundlichkeit.

Denn nur einfach und intuitiv zu nutzende Applikationen (Apps) genießen die Akzeptanz der Anwender und entscheiden letztlich über den Erfolg eines Digitalisierungsprojektes. Speziell dort, wo man auf manuelle und nicht IT-gesteuerte Prozesse trifft, bietet das Arbeiten mit mobilen Apps aber ein deutliches Verbesserungspotenzial.

Integrierter Softwareansatz Digitalisierung hilft dabei, den großen Anteil von sich ständig wiederholenden manuellen Aufgaben mithilfe von Technologien zu automatisieren und auf ein Minimum zu reduzieren. Die dabei freigewordenen Ressourcen können dann wiederum für anspruchsvolle Aufgaben mit entsprechend höherer Wertschöpfung gewinnbringend eingesetzt werden. Oberstes Ziel ist hierbei, ein unterbrechungsfreies und schnelles Arbeiten zu gewährleisten. Wichtig dabei ist allerdings, dass die Digitalisierungsstrategie einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt. Denn Insellösungen mit Medienbrüchen eliminieren keine menschlichen Fehler und schaffen somit nur punktuelle Effizienzsteigerung, aber keine durchgehende Digitalisierung mit einer vollumfänglichen Wertschöpfungskette. Ein integrierter Softwareansatz ist für mobile Apps aber entscheidend, denn nur eine integrierte Lösung auf Basis einer modularen Softwarearchitektur ermöglicht eine lückenlose Rückverfolgbarkeit sowie hundertprozentige Transaktionssicherheit ins führende System. Echtzeitfähigkeit gewährleistet dabei, immer den tatsächlichen Stand für alle relevanten Bereiche im Unternehmen verfügbar zu machen. Ein Hybrid-Modus (On- und Offlinebetrieb) ermöglicht außerdem ein unterbrechungsfreies Arbeiten. So ist ein zuverlässiges

Wichtige Anforderungen an Apps, die in der industriellen Instandhaltung zum Einsatz kommen, sind eine Transaktionssicherheit ins ERP-System, ein unterbrechungsfreies Arbeiten, die lückenlose Rückverfolgbarkeit und die Vermeidung von Fehlern sowie das Sicherstellen von Workflows.

und kontinuierliches Arbeiten bei schlechter oder sogar ohne Internetverbindung (mobile Daten, WLAN) garantiert. Letztlich ermöglicht die Verwendung von Standardkomponenten ein „Go-Live“ innerhalb weniger Tage und macht somit eine teure IT-Projektberatung zu einem großen Teil überflüssig.

ERP als führendes System Bei mobilen Business Apps müssen sämtliche Daten zeitnah aus einem führenden ERP-System (z.B. SAP, MS Navision, Oracle etc.) einer Anwendung zur Verfügung stehen. Viele Anbieter setzen dabei auf Punkt-zu-Punkt-Ansätze, wie auch SAP mit Fiori, geraten aber damit schnell an ihre technologischen und budgettechnischen Grenzen. Benötigt wird deshalb eine Kommunikationsplattform, die Daten aus sämtlichen Backends auf die Smartphones überträgt und umgekehrt. Hierbei muss es völlig unerheblich sein, woher die Daten kommen (SAP, Oracle, MS Dynamics etc.) und wohin sie gehen (Android, iOS etc.). Die modulare Softwarearchitektur von Membrain (MembrainRTC - mobile Plattform 4.0) bietet diese Art von Datendrehscheibe, da eine problemlose und integrierte Anbindung von Drittsystemen, wie

Es bedarf einer flexiblen Softwarearchitektur, einer modularen Plattform, Echtzeitfähigkeit, Skalierbarkeit sowie eines integrierten Ansatzes, damit ein mobiles Instandhaltungsprojekt zum Erfolg wird. Bilder: Membrain

Web Services, Exchange oder auch Steuerungen (Industrie 4.0), bereits vorhanden ist. Der Kommunikationsserver ist plattformunabhängig und verfügt über eine zertifizierte SAPSchnittstelle. Daten werden bidirektional vom führenden ERPSystem verwaltet und beliebigen Front-Ends wie mobilen Geräten, Terminals oder Maschinen zur Verfügung gestellt. Das ERPSystem wird hierbei als steuernde Instanz verwendet.

Native Apps für mehr Sicherheit Um sämtliche stationären Prozesse für alle mobilen Plattformen abzubilden, ist eine intuitive und einfache zu bedienende App die Grundvoraussetzung. Dem Anwender werden alle Hardware-Features (wie Handykamera, Mikrofon, GPS-Informationen, Touch-ID usw.) des mobilen Geräts zur Verfügung gestellt, um eine höhere Produktivität zu gewährleisten. Wichtig ist zudem der Einsatz von nativen Apps, da diese PushFunktion sowie ein unterbrechungsfreies Arbeiten im Offlinemodus bei schlechter oder abgebrochener Internetverbindung bieten. Besonders für den industriellen Einsatz spielt dies eine entscheidende Rolle, da so ein transaktionssicheres und unterbrechungsfreies Arbeiten gewährleitet wird. In puncto Security bieten native Apps durch Datenverschlüsselung außerdem ein besonders hohes Maß an Sicherheit. Neben der Datenverschlüsselung erlaubt der Offlinemodus ein sicheres und ungestörtes Arbeiten, bei Bedarf ohne irgendeine Verbindung zum Internet oder zu jeglichen Systemen. Des Weiteren unterstützen native Apps die Zwei-Faktor-Authentifizierung und gewährleisten somit ausschließlich einen Zugriff für berechtigte Personen. maintenance Dortmund Halle 5, Stand H02 www.membrain-it.com


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Dortmund: Ein Ort, drei Fachmessen Am 12. und 13. Februar - und damit einige Tage früher als gewohnt - findet die maintenance in Dortmund zum elften Mal statt. In dieser Zeit hat sie sich zur Leitmesse der industriellen Instandhaltung entwickelt. Die Gründe dafür sind vielfältig. So ist die Instandhaltungsbranche derzeit massiven Veränderungen unterworfen - und das Informationsbedürfnis entsprechend hoch. Zwar sind Schraubenschlüssel und Schmierstoffe weiterhin notwendig, aber es kommen ganz neue Werkzeuge und Techniken hinzu: KI-Lösungen, Smart Maintenance, Augmented-Reality-Lösungen, die Digitalisierung der Industrie im Rahmen von Industrie 4.0 - das sind nur einige Themen, welche die Branche derzeit umtreiben und die die Messe in diesem Jahr wieder aufgreift -, und zwar einerseits mit einem großen Informationsangebot vonseiten der Aussteller, aber auch im Rahmenprogramm. So gibt es wieder informative Thementouren, interessante Vorträge im ScienceCenter beziehungsweise im SolutionCenter und eine StartUp-Area, in der sich junge und besonders innovative Unternehmen präsentieren. Ein Besuch der Messe lohnt sich also mit Sicherheit, zumal zeitgleich die Pumps & Valves stattfindet. Hier dreht sich alles um die industrielle Pumpen- und Ventiltechnik sowie um Industrie-Armaturen. Mit einer einzigen Eintrittskarte ist nicht nur der Besuch dieser beiden Fachmessen, sondern auch der Logistics & Distribution, einer regionalen Fachmesse für Intralogistik und Materialfluss, die ebenfalls zeitlich abgehalten wird, möglich. Eine Zusammenstellung einiger der zahlreichen Messehighlights finden Sie in dieser Messezeitung. Veranstaltungsort: Messe Westfalenhallen, Rheinlanddamm 200 44139 Dortmund Anreise: Vom Dortmunder Hauptbahnhof gelangen Sie mit der U-Bahn U 45 (Richtung Westfalenhallen) bis zur Haltestelle „Westfalenhallen“. Aus der Innenstadt brauchen Sie mit der U 46 (Richtung Westfalenhallen) fünf Minuten. Für alle, die mit dem Auto anreisen, stehen Parkplätze in ausreichendem Maß zur Verfügung. Eintritt: Das Zweitagesticket für die maintenance Dortmund 2020 kostet regulär 30 Euro. Leser der B&I erhalten aufgrund der Medienkooperation mit dem Messeveranstalter kostenlosen Eintritt und zwar mit dem persönlichen Einladungscode 1023.

Neuestes Release live in Dortmund erleben Mobilex zeigt die Version 8.1 ihrer Field Service Management-Suite Die Version 8.1 der Field Service Management-Suite bietet unter anderem einige Neuerungen für die App zur mobilen Auftragsabwicklung in der Instandhaltung und für die Lösung zur Einsatzplanung von Monteuren. Neu ist auch Mobilex-Subconnect, die webbasierte Lösung für Subunternehmer. Am Messestand können sich Interessenten in Livedemos die Dispositionslösungen und den Einsatz mobiler Lösungen zeigen lassen. Viele Unternehmen im Bereich der Instandhaltung arbeiten mit Subunternehmern zusammen. Diese sind jedoch meist nicht in die digitalen Prozesse ihres Auftragsgebers integriert. Das bedeutet: Die Beauftragung ist aufwendig und langwierig. Außerdem fehlen Transparenz über die Auftragsabwicklung und Rückmeldungen. Mit Mobilex-Subconnect, einer webbasierten Lösung für die Einsatzplanung und für die mobile Auftragsabwicklung, lassen sich hingegen Subunternehmer einfach integrieren, betonen die Experten von Mobilex. Disponenten können Aufträge auf

Subunternehmer genauso einfach wie auf eigene Ressourcen verplanen. Nimmt der Subunternehmer einen Auftrag an, vereinbart er anschließend den Termin mit dem Kunden und verplant einen seiner Techniker für den Auftrag. Der Techniker erhält den Auftrag auch über diese Lösung und zwar zusammen mit den Auftragsdetails und Kundendaten. Er kann darüber sogar den Abschluss des Auftrags zurückmelden. Auf diese Weise unterstützt Mobilex-Subconnect also Unternehmen bei der Vermeidung von Medienbrüchen und bei der durch-

gängigen Digitalisierung von Serviceprozessen. Neu ist beim Release 8.1 der Field Service Management-Suite auch, dass erstmalig eine Pooldisposition in Mobilex-Dispatch möglich ist. Dabei weist der Disponent einen oder mehrere Aufträge einer bestimmten Gruppe, also einem Pool von Technikern zu. Aus dieser Gruppe kann ein Techniker den Auftrag übernehmen und mit dem Kunden einen Termin vereinbaren. Diese Funktion eignet sich besonders für Unternehmen, die pro Tag und Techniker mehrere kurze Aufträge bearbeiten, die aber keine spe-

Die Monteurseinsätze lassen sich mit Mobilex-Dispatch planen. Bild: Mobilex

ENTERPRISE ASSET MANAGEMENT SOFTWARE In der Welt von Ultimo dreht sich alles um Managementprozesse und die Software, die Sie dazu benötigen. Wenn Sie die Verantwortung für Assets oder Instandhaltung tragen, möchten Sie nichts lieber, als dass Ihre Assets Ihnen kontinuierlich erzählen, wann die nächste Wartung fällig ist, welche Aufgaben zu erledigen sind, welche Vertragspflichten einzuhalten sind oder was die genauen Standorte Ihrer Assets sind. Sie möchten zudem Ihre Uptime gewährleisten und die Kosten unter Kontrolle halten. Auch auf dem Gebiet Health, Safety & Environment möchten Sie natürlich keine wichtige Information vermissen. Ultimo sorgt dafür, dass die entscheidenden Signale weiter gegeben werden. So dass Sie sie erkennen und tatkräftig handeln können. Are you listening?

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zielle Qualifikation erfordern. Die integrierte grafische Dispositionslösung bietet dem Disponenten außerdem alle Informationen über die Verfügbarkeit und den aktuellen Status auf einen Blick und zwar entweder in einem Gantt-Diagramm oder auf der Karte. So behält der Disponent den aktuellen Fortschritt immer im Blick und kann bei Ausfällen sofort steuernd eingreifen, Tagestouren um- oder Störungseinsätze hinzuplanen oder fremdvergeben. Die App zur mobilen Auftragsabwicklung in der Instandhaltung, Mobilex-Crossmip, wurde ebenfalls optimiert und bietet nun ab dem Release 8.1 die Möglichkeit, PDF-Formulare zum Beispiel zur Erfassung von Mess- oder Stammdaten zu erstellen. Damit werden Formulare auf Basis von PDFForms am mobilen Client mit Daten aus dem Auftragskontext vorbefüllt und vom Techniker während der Wartung oder Inspektion vervollständigt. Die Nutzung von digitalen Signaturen ist ebenfalls möglich. Die Formulare oder Checklisten werden nach Abschluss des Auftrags in das Backoffice übertragen und dort archiviert. Mit den beiden mobilen Lösungen Mobilex-Crossmip und Mobilex-MIP for Field Service können Monteure in der Instandhaltung ihre Aufträge auf beliebigen mobilen Endgeräten erhalten und bearbeiten - egal ob Smartphone, Tablet oder Laptop. Auch die parallele Nutzung der beiden Lösungen auf mehreren Plattformen ist möglich. maintenance Dortmund Halle 5, Stand K26 www.mobilexag.de

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Die 1.0 Philosophie für die Industrie 4.0 Statt über IoT reden, einfach mal Sensoren installieren Die Einführung neuer Technologien zieht immer unerwartete Komplikationen mit sich. Unvorhergesehene Zusammenhänge treten auf, Inkompatibilitäten werden sichtbar oder mögliche Entscheidungsträger wurden zu Anfang nicht miteinbezogen und erfordern eine Änderung der geplanten Strategie. Gerade bei der Einführung von Software und Digitalisierungsthemen gibt es häufig den Anspruch, dass von vornherein alles geplant, durchdacht und abgebildet wird; dass es eine Definition für jeden Prozess und einen klaren Projektablauf gibt, um diese abzubilden. Das Problem bei dieser Denkweise liegt auf der Hand: Während der Projektanlaufphase kommen Planänderungen dazwischen, die Prioritäten ändern sich oder personelle Umstrukturierungen werfen alles über den Haufen. Um dieses Risiko zu minimieren, arbeiten die Experten von Maintmaster intern und nach Möglichkeit auch mit den Kunden nach der v1.0 Philosophie mit dem folgenden Grundsatz: Nur gelieferte Arbeit kann verbessert werden. Konkret bedeutet dies, bei einem neuen Projekt immer mit der Zielsetzung zu arbeiten, möglichst schnell messbare Resultate zu erreichen. Im ersten Anlauf eines neuen Projekts wird somit der Schwerpunkt verlegt. Er muss nicht jeder Anforderung gerecht werden und nicht alle möglichen Teilbereiche müssen miteinbezogen werden. Das Wichtigste ist stattdessen: möglichst schnell und kostengünstig Erfahrungen zu sammeln, um diese zum richtigen Zeitpunkt in v2.0 einzuarbeiten. Für die Integration von Sensoren bedeutet

das ein System der kontinuierlichen Verbesserung: Klein anfangen, um viel zu lernen: „Wir starten mit kleinen Projekten, um für unsere Kunden den maximalen Lerneffekt zu erzielen“, erklären die Experten von Maintmaster. Hierbei ist es wichtig, dass die Sensoren so schnell wie möglich angeschlossen werden und anfangen, Daten zu liefern. Sind die ersten Sensoren installiert, kommen die Ideen: Wo könnten noch weitere Sensoren angebracht werden? Welche Daten können noch genutzt werden? Und vieles mehr. Eigenständig anschließen und selber konfigurieren: „Unsere Sensoren sind so unkompliziert zu handhaben, dass Instandhaltungsmitarbeiter diese selber konfigurieren können“, betonen die Spezialisten von Maintmaster und ergänzen: „Auch das Anschließen der Sensoren geschieht in Eigenregie und aus den Daten der Sensoren werden eigenständig Trigger, Aktionen und Benachrichtigungen konfiguriert.“ Dies hat den Vorteil, dass der Anwender selber testen kann, wo Sensoren besonders nützlich sind - und das ganz ohne externe Berater und Programmierer. Neue Ideen sammeln und sich inspirieren lassen: Die Integration von Sensoren kann an

den ungewöhnlichsten Orten große Mehrwerte bieten. So lassen sich Sensoren für das Loggen von Temperaturen oder Feuchte nutzen, aber beispielsweise auch zur Überwachung von kritischen Kugellagern. „Unsere Sensoren sind aufgrund der Preisstruktur perfekt geeignet, um periphere Anlagen zu überwachen, die bisher aus wirtschaftlichen Gründen eher dem Prinzip RTF (Run to Failure) unterliegen. Besonders gut eignen sich Förderbänder, Rolltore, Antriebssätze oder Pumpen. Je nach Anforderungen bezüglich Auflösung und Genauigkeit lassen

Die beschriebene Arbeitsweise zusammen mit der Instandhaltungssoftware Maintmaster ermöglichen es, eine IoT-Basis zu schaffen, auf die man langfristig durch die Einbindung weiterer Sensoren, Maschinen, Anlagen oder gar Unternehmensbereiche aufbauen kann. Bild: Maintmaster

sich Routinemessungen komplett automatisieren - und all dies, ohne in bestehende Systeme wie beispielsweise Schaltschränke oder SPS Controller einzugreifen“,

betonen die Experten von Maintmaster abschließend. maintenance Dortmund Halle 4, Stand B05 www.maintmaster.com/de

Wie man Gutes immer noch besser macht Ultimo zeigt die Weiterentwicklung ihrer Enterprise Asset Management Software Die neueste Version der Ultimo Enterprise Asset Management Software enthält wieder zahlreiche Erweiterungen, die die Instandhalter auch bei den sich ändernden Tätigkeitsanforderungen unterstützen. Eine Auswahl davon zeigen die Experten auf der Messe in Dortmund. Nichts bleibt, wie es ist: Das gilt auch für das Arbeitsumfeld des technischen Dienstes. Viele verlagern beispielsweise aktuell den Schwerpunkt weg von der korrektiven und hin zur präventiven Wartung. Auch die Sicherung von Informationen über die Assets ist ein wichtiges Thema, ebenso wie beispielsweise eine Verlängerung von Betriebszeiten von Anlagen. Wichtig ist, dass sich diese Veränderungen auch in der Enterprise Asset Management Software widerspiegeln. Deshalb ergänzen die Spezialisten von Ultimo auch die Funktionalität ihrer Enterprise Asset Management Software durch neue Module. So führte Ultimo bereits vor einem Jahr die „Smart Images“ ein. Damit lassen sich nicht nur Abbildungen in der Software hinzufügen, sondern diese können darüber hinaus mit

Markierungen versehen werden. Beispiel: Das Foto der Seitenansicht einer Produktionslinie, der Grundriss einer Etage oder Produktionshalle oder eine Darstellung (plot plan) eines Grundstücks. Mit den Markierungen lassen sich in diesen Fotos Objekte oder Räume verknüpfen. Damit ist es nun möglich, grafisch von einer Abbildung zu einem Objekt zu navigieren, um beispielsweise eine Störung zu erfassen. „Anhand des Feedbacks unserer Kunden haben wir dem Modul weitere wichtige Funktionen hinzugefügt, damit wir sicher sind, dass die Funktionalität den Anforderungen aus der Praxis noch besser gerecht wird“, so die Experten von Ultimo. Welche neuen Funktionen dies im Einzelnen sind, wird auf der Messe gezeigt. Ein weiterer Schwerpunkt ist das mobile Arbeiten mit Ultimo.

Ultimo bietet bereits seit Jahren eine App, um Störungen zu erfassen oder zu bearbeiten. Mit der jüngsten Version ist es jetzt möglich, QR-Codes, GPS-Koordinaten oder eine digitale Unterschrift einzubinden - und das bereits im Basispaket. Bild: Ultimo

Immer mehr Anwender möchten nämlich nicht mehr an einen Arbeitsplatz gebunden sein, wenn sie Störungen erfassen oder bearbeiten möchten. Ultimo hat deshalb bereits vor ein paar Jahren eine App entwickelt, die dies ermöglicht. Diese App wird ebenfalls ständig weiterentwickelt. Mit der neuesten Version ist es nun beispielsweise auch möglich, standardmäßig QR-Codes, GPS-Koordinaten oder eine digitale Unterschrift zu verwenden - und das bereits mit dem Basispaket.

Ultimo spricht jetzt mit Sensoren Einen breiten Raum am Messestand dürfte auch das Thema Smart Maintenance für sich beanspruchen. „Wir bewegen uns in die vierte industrielle Revolution: Industrie 4.0. Die traditionelle Fabrik wird zunehmend zu einer Smart Factory, in der Systeme miteinander verbunden sind und autonom arbeiten können“, so die Experten von Ultimo. Sie ergänzen: „Menschliche Denkprozesse werden übernommen und Störungen können vorhergesagt werden.“ Unternehmen, die bereit sind, diesen nächsten Schritt zu wagen, können Ultimo jetzt mit Sensoren kommunizieren lassen. Die Sensoren können die Enterprise Asset Management Software zum Beispiel benachrichtigen, wenn eine Abweichung in Bezug auf Vibrationen oder Temperatur festgestellt wird - zu sehen ist dies auch auf der Messe. maintenance Dortmund Halle 4, Stand A26 www.ultimo.com


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Premiere Cloudbasierte auf der Wartung maintenance und Instandhaltung 2020 J.D. Warum Neuhaus auch und stelltgerade die Druckluft-Hebezüge kleine Firmen vonMini dieser in der Technologie Food-Grade-Ausführung profitieren vor

nigers stellt kein Problem dar. Ein weiterer Vorteil: Dank des Antriebsmediums Druckluft sind die Hebezeuge ex-geschützt. Damit können sie auch in Bereichen eingesetzt werden können, in denen entzündliche organische Stoffe auftreten. Für die Motorschmierung kommt ein physiologisch unbedenkliches vollsynthetisches, also mineralölfreies Spezialfett zum Einsatz, das für die Nahrungsmittelindustrie und Pharmazie besonders geeignet ist.InstandhaltungsDer Schmierstoff für Der Einsatz der und Wartungssoftware TOM ist durch die Cloudanbindung die Kette ist ebenfalls lebensauch für kleine Betriebe effizient. Hohe Kosten für Hardware-Erstanschaffungen und steigende Betriebskosten für die IT entfallen. Bild: Wynn Pointaux auf Pixabay mittelverträglich. Abgesehen von dieser Produktneuheit thematisiert Dabei werden die Daten J.D. aufNeuden einer Netzwerkstruktur und deren haus auf Servern der Messe auch die eigenen verschlüsselt, Systemadministration nicht notThemenbereiche Gesamtbetriebsgesichert sowie Bedrohungen und wendig sind, auch Serverausfälle, kosten den Service. Endgeräte oder feste Lokalitäten Viren (TCO) mithilfeundprofessioneller Dieser reicht von abgewehrt. der Installation Antivirensoftware wirken sich nicht mehr nachteilig und Anlage Die Inbetriebnahme Einrichtung, daseiner Monitoring auf die Instandhaltung aus. Dazu Der Schmierstoff für die Kette ist bei der Foodüber die Instandhaltung bis hin der Server und die Administration sind alle sensiblen Daten ständig Grade-Ausführung lebensmittelverträglich. zur der Generalüberholung. Plattform kann die IT-Abteiverfügbar und mehrfach gesichert. Bild: J.D. Neuhaus Für gungoder, hat falls der lungdie des Teileversor Unternehmens Kurz gesagt: Die Instandhaltung Hebezeughersteller beispielswei keine solche vorhanden ist, einekann von allen Standorten de-nungs anleitungen und aus Zertifi se ErsatzteileIT-Firma leisten.und BeiGeneralüberTOM überzentral Schulungen verwaltet werden, katen. runden ohne das holungskits die dem nimmt das realisiert, beispielsweise die das Vorhandensein eigenen Serviceprogramm ab.einer Ergänzt wird Kunden eine Computertechnik wesentliche ErWeiser & Lorenz Netzwerkder Serviceund durch Projekt- und Serverinfrastruktur. leichterung beiauch der Bestellung Engineering-Leistungen, GmbH, welche innerhalb von wemaintenance Dortmund die das Ersatzteilen bieten. gesamte niger Stunden Support leisten Halle 4, StandProjektmanagement C18 Oder einer Anlage umfassen. kann. ein anderes Beispiel: Beim www.mop-zwickau.de JDN-Mini mit die integriertem NFCmaintenance Dortmund Nicht nur, dass kostenintensive www.tom-instandhaltungsTag hat der Anwender mittels Halle 4, Stand C29 Hardwareanschaffung, der Aufbau software.de Smartphone beispielsweise einen www.jdngroup.com direkten Zugang zu den Bediewww.glettenberg.de

Nicht Wie sich nureine in der cloudbasierte NahrungsmittelWartung undund in der Instandhaltung Getränkeindustrie, auswirkt, sondern zeigtauch ein fiktives bei ChemieBeispiel: und Paul Pharmaunternehmen ist der Leiter des werden technischen besonders Dienstes hohe in einem Anforderungen Pflegebetrieb an die für Sauberkeit betreutes und WohHygiene nen. SeingeVerantwortungsbereich stellt. Um den Anforderungen umfasst dieser vier Gebäudekomplexe, Branchen gerecht zudie werden, über das bietet gesamte J.D. Neuhaus Stadtgebiet nun die verund Instandhaltung Heizanlagen, Treppenliften, Gemeinschaftskü teilt Druckluft-Hebezüge sind. Die Wartung der Serie Mini in einer von Food-Grade-Ausführung an. Zu sehen sind diese erstchen, derder Fahrzeuge und der einzelnen Wohnungen gehören zum Aufgabenbereich des technimals auf maintenance in Dortmund. schen Dienstes. Dabei sind die vorgegebenen Wartungsintervalle zu berücksichtigen sowie medizinische, Bei der Serie Mini hygienische handelt es sich, und gesetzliche gesamte Serie Vorschriften besteht einzuhalten. aus insKilogramm, 500 Kilogramm und der Name lässt es erahnen, um ein gesamt vier Typen mit Tragfähig980 Kilogramm. äußerst Bis datokompaktes regelt Paul Hebezeug. das Facility Die keiten werkinfrastruktur von 125 Kilogramm, aufbauen und 250 Die ihre Geräte Anwendungen können nicht oftmals nurbein Management über manuell geredundante Sicherungen einrichnassen reits kompatibel und extrem verschmutz zu Cloud-führte Excel-Tabellen und Listen, ten - keine leichte Aufgabe, zumal ten systemen Umgebungen entwickelt, betrieben wie zumwer Bei-welche er in seiner iCloud das hierfür notwendige IT-Knowden, spiel die sondern Firma sie M.O.P funktionieren für die Insammelt, um ortsunabhängig darhow in vielen, vor allem kleineren auch standhaltungssoftware in der Kälte und beiTOM. Hitze. Sie auf zugreifen zu können. Durch Firmen nicht vorhanden ist. lassen Und dies sich geht deseinher Weiteren mit einigen in Bedie personengebundene Nutzung Doch was passiert, wenn Lampen reichen Vorteilen: nutzen, Durchin eine denen dezentrale Wert auf sind trotzdem persönliche Überblinken, es im Serverschrank piept, Sauberkeit Serverinfrastruktur gelegt wird, und das oderKnowaber gaben im Schichtwechsel und ProNetzwerkfehler auflaufen und auch how in desUmgebungen Dienstleistersmitwer einer den tokolle über die verschiedensten keiner mehr einen Plan über die explosiven beispielsweise Atmosphäre die (Zone laufenden 2). Maßnahmen notwendig. Das verDatensicherungen hat, fragt sich Nachdem Kosten reduziert J.D. Neuhaus und der auf Ander schlingt nicht nur Zeit, sondern sein Chef. Natürlich gibt es maintenance wender spart gleichzeitig 2019 diesebeiSerie den oftmals gehen hierbei auch Spezialisten hierfür. Das Problem: erstmalig Erstinvestitionen. gezeigt hat, folgt in wichtige Informationen verloren. diesem Eine solche JahrLösung die Food-Grade-AusEine Fachkraft für Systemadmiwäre also auch führung. Diese Management bietet ein MotorEin weiteres Problem: Auch die Aknistration lohnt sich erst ab einer für das Facility des gehäuse aus unbeschichtetem tualisierung erfolgt manuell und gewissen Unternehmensgröße zitierten mittelständischen PflegeAluminiumguss. Kette, die ist damit abhängig vom Nutzer und bedeutet eine nicht unerhebbetriebes sinnvoll,Die denn es kann Kettenführung, Lasthülse und und vom Endgerät. Hinzu kommt, liche finanzielle Belastung für das auf eine eigenedie aufwendige Serder Haken wiederum aus dass die Gefahr von Ausfällen, Unternehmen. verinfrastruktur verzichtetsind werden. Edelstahl Das macht die einem eingeschränkten Zugriff Paul verfolgt einen anderen AnDie Cloudgefertigt. liegt in einem RechenHebezeuge oder von Computerviren groß ist. satz. Er nutzt privat einen zentrum mitkorrosionsbeständig einer etablierten und unempfindlich Um die Wartung und InstandhalCloudanbieter, beispielsweise für digitalen Infrastruktur gegenüber und bietet hoher Luftfeuchtigkeit. tung effizienter und sicherer zu seine Fotos. Und das kann auch ständige Verfügbarkeit sowie Außerdem die Produkte leicht gestalten, hat der Leiter des techmit einer Instandhaltungssoftware langfristigesind Ausfallsicherheit. zu reinigen. Selbst die Vernischen Dienstes deshalb die Anfunktionieren. Verfügt ein Prowendung eines Hochdruckreischaffung einer Instandhaltungsgramm nämlich über eine Cloudanbindung, werden alle Aktualisoftware für das Facility Management vorgeschlagen. Doch sein sierungen, Funktionen, ÄndeChef ist skeptisch, selbst wenn rungen und Algorithmen online eine modular aufgebaute Softstatt in der lokalen IT-Infrastruktur … fragt René Noël von Abus und erklärt die wichtigsten sechs Fragestellungen dazu ware zum Einsatz kommen sollte, durchgeführt. Ein weiterer Vorteil: Viele Unternehmen in Deutschland wie auch in Europa erkennen die Notwendigkeit für ein Lockso ist doch eine ortsunabhängige, Man kann von überall aus auf Sonotec zeigt zentrale Datenplattform für Sonaphone-Ultraschallprüfgeräte out/Tagout-System (LoTo), das die Arbeit im Bereich der Instandhaltung sicherer macht. Durch zentrale Informationsplattform für diese Daten zugreifen. den Das digitale Einsatz eines Ultraschallprüfgerät solchen SystemsSonaphone ist nämlichunterstützt gewährleistet, bei der dassErfüllung in oder an von einer InstandhaltungsMaschine alle Häuser die Basis für ein Paul schlägt deshalb vor, einen beziehungsweise aufgaben in verschiedenen Anlage gefahrlos Bereichen. gearbeitet Als Erweiterung werden kann, zur Hardware eben weilofferiert diese nicht der aus Hersteller Versehen effizientes Facility Management, solchen Ansatz für die systemaeingeschaltet Sonotec mit der werden neuenkann modularen und derSoftwareplattform Medien- und Energiefluss Sonaphone unterbrochen Datasuite nun sind.ein Doch zentrales was ist so seine Meinung. tisierte Instandhaltung und bei Daten-Hub der Einführung für Ultraschallprüfungen. eines derartigen Systems Dieses dient zu beachten? der Organisation Dies erklärt vonRené Wartungsprozessen Noël, Business und Und das bedeutet wiederum SerWartung zu nutzen. Viele SoftDevelopment dem umfassenden Manager Datenaustausch und Safety Speaker mit mehreren Deutschland dieser Ultraschallprüfgeräte. bei Abus, anhand von sechs Punkten. verhardware beschaffen, Netzwareentwickler haben nämlich

Ist Ihr Unternehmen LoTo-ready? Sicherung der Anlagenverfügbarkeit

„Am Die Sonaphone Anfang steht Datasuite immerist die als Webanwendung Frage: Ist Ihr Unternehmen konzipiertLoTound somit ready?“,alssoDesktop-, René Noël, Serverundoder erCloudlösung gänzt: „Um diese nutzbar. Frage korrekt Die beantworten Software zu zeichnet können,sich hilftlaut es, Hersteller die sechs wichtigsten durch eine Aspekte detaillierte für Anlagenbaumstruktur ein Lockout/Tagout zusowie kennen ein modernes und diese Informationen Routenplanungstool dann in aus, den das eigenen alle relevanten Handlungsprozess Anlagen und zu integrieren.“ deren Messpunkte darstellt Der erste Punkt heißt „Wann“. Es geht also um die Frage, wann ein Unternehmen überhaupt einen LoTo-Prozess durchführen muss. In der Praxis regelt dies die Gefährdungsbeurteilung, die hierbei von der Standbohrmaschine bis hin zu prozessverketteten Anlagen alles zu berücksichtigen hat. „Doch welche Faktoren hier im Detail einfließen, ist nicht immer klar“, warnt Noël. Danach geht es um das „Wer“. Wer oder besser gesagt welcher Personenkreis soll denn Anlagen, Antriebe und generelle Energieprozesse ab- bzw. wieder zuschalten? Reicht es hier, nur nach Qualifikationsgrad zu entscheiden, oder spielen andere Faktoren ebenso eine wichtige Rolle? Beim „Wie“, dem dritten Aspekt, Die App deutlich, Sonaphone Assetexpert ist eine Erwird wie verschieden weiterung für die Ultraschallprüfgeräte und Unternehmen mit dieser Fraunterstützt bei der routenbasierten Datengestellung umgehen. „Wie”desbe erfassung, Inspektion und Bewertung An-deutet in vor diesem lagenzustands Ort. Bilder:ZusammenSonotec

heitsverordnung schreibt vor, dass die Arbeitsmittel, bezogen auf Paragraf 10, nach dem Stand der Technik sicher sein müssen. „Diese Frage beschäftigt Unternehmen derzeit in ganz Deutschland, da hier oft die richtigen Informationen eher eine Bringals eine Holschuld sind“, weiß der Experte René Noël aus Erfahrung. Die Spreu vom Weizen trennt schließlich der Aspekt Nummer sechs. Wer lebt denn ein System „Selbst bei bester Planung und einem Bestdas ist die entscheidende Frage. Practice-System steht und fällt jedes LockHier gilt es, so Noël, „über out/Tagout-System mit den Menschen, die es bewusstseinschaffende Trainings, leben sollen“, weiß René Noël, Business Die Datasuite liefert unter anderem Informationen zu denSystem unterschiedlichen Messpunkten. zu das zur Herzenssache Development Manager und Safety Speaker machen schließlich geht es um Deutschland, aus Erfahrung. Bild: Abus und so die Planung von Instanddas Leben und die Gesundheit Instandhaltungsmaßnahmen sihaltungsaktivitäten hang die Beantwortung unterstützt.der jedesgestellt Einzelnen.“ cher werden. Dabei folgender werden Fragen: Messpunktin Welche Verfor- „Hinterfragen Sie sich und Ihr Zu sehen sein wird auf der Messe mationen fahren sind und sinnvoll? Kennzahlen Ab wann ist in Unternehmen sechs aber auch dienach Appdiesen Sonaphone ein benutzerfreundlichen LoTo-Prozess nurFenstern eine Ansätzen fürSieeinunterstützt erfolgreiches Assetexpert. bei „Gängelung“? dargestellt. Darüber Wo setzt hinaus der erLockout/-Tagout-System“, emp-der routenbasierte Datenerfas möglicht gesetzlichedie Rahmen Software ein? die Anfiehlt der undund betont: sung, derExperte Inspektion der „Ein BeNun zeigegeht und es Analyse um das von „Wo“, Ultraschallalso um Lockout/Tagout-System ist nämwertung des Anlagenzustands signalen die Frage: zur Wo kann Anlagenverfügbarich meine Anlich Ort. mehr als nur ein einfaches vor keit lagen anhand sichervon abschalten? Schwellenwerten, Wichtig Schloss.“ Die App ermöglicht eine einfache Spektrogrammen ist hierbei, dass alle undAbschaltTrendTipp: Entsprechende Seminare Synchronisation mit dem zenpunkte bekannt sind, um die bietet Sonaphone in diesem Zusammenhang parametern. tralen Datasuite SoftEnergien an den Anlagen- und die Firma und Abus an. Zudem Das Instandhaltungsteam ist ware-Hub unterstützt eine Maschinen sicher zu verriegeln. informieren die Experten und am durch die fortlaufende DokumenVielzahl von Anwendungen Die Frage nach dem „Womit“ Messestand. tation des Anlagenzustands also Messgrößen. spielt spätestens seit demStand. Jahr jederzeit auf dem neuesten maintenance Dortmund 2015 eine elementare Rolle,priori dennB36 Zudem können Aufgaben Halle 4, Stand E25 die und geänderte Betriebssicherwww.abus.com siert die Nachverfolgung von www.sonotec.de/maintenance


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Modulare Strategie für schnelle Ergebnisse Wie der Einstieg in die IT-gestützte Betriebsführung und Instandhaltung funktioniert Die Einführung eines Instandhaltungs-Planungs- und Steuerungssystems (IPS-System) ist augenscheinlich zeitintensiv und mit hohem personellem Aufwand verbunden. Aber ist dem wirklich so? Die MVA Müllverwertungslange Bonn GmbH (MVA Bonn) beweist, dass es auch anders geht. Dabei wählte das Unternehmen bei der Implementierung eines entsprechenden Systems einen äußerst pragmatischen Weg. Damit dies aber auch funktionierte, musste die IT-Lösung einige entscheidende Voraussetzungen erfüllen. Die MVA Bonn verwertet seit 1992 rund 255.000 Tonnen jährlich an Hausmüll aus Bonn und der Region sowie Gewerbeabfälle. „Wir haben unter anderem einen langfristigen, länderübergreifenden Vertrag mit dem Abfallzweckverband Rheinische Entsorgungskooperation (REK), der die Auslastung unserer Anlage sicherstellt. So können wir mit drei Verbrennungslinien im Jahr rund 500.000 MW/h an Dampf erzeugen, den wir an das benachbarte Heizkraftwerk zur Erzeugung von Strom und Fernwärme liefern“, erklärt Felix Wagner, der bei der MVA Bonn für die Unternehmensentwicklung verantwortlich ist.

Flexibel statt standardisiert Die Entscheidung, ein neues IPSSystem für die MVA Bonn einzuführen, ist nach Aussagen von Felix Wagner über einen längeren Zeitraum gereift. „Das Ziel bestand darin, eine abteilungsübergreifende Lösung nicht nur für die Instandhaltung, sondern für das gesamte Betriebsmanagement zu erhalten, die beispielsweise unsere bis dato noch physisch vorhandenen Schichtbücher ersetzt, eine bessere Kommunikation zwischen den einzelnen Abteilungen ermöglicht und somit die Transparenz auf verschiedensten Ebenen erhöht sowie letztendlich auch die Kosten senkt“, so Wagner. Zwar hatte die MVA Bonn bereits ein IPS-System im Einsatz, das jedoch aufgrund der standardisierten Systemarchitektur zu unflexibel agierte. Mit Blick auf ein ganzheitliches System, das auch individuelle Wünsche berücksichtigt, ließ sich dieses nicht anpassen. „Vor mehreren Jahren wurden wir während eines Besuchs einer Müllverwertungsanlage in Krefeld

auf SI/PAM aufmerksam und informierten uns anschließend bei Steag Energy Services in Essen näher über das modulare, flexibel einsetzbare IT-System. Nachdem wir alle Module und Leistungsmerkmale von SI/PAM zufriedenstellend für unsere Zwecke überprüft hatten, entschieden wir uns für das System“, berichtet Wagner.

Ergebnisorientierte Projektstrategie Verfolgt man bei der Implementierung eines solchen Systems eine eher klassische Projektstrategie, die die Zielsetzungen der IT-Lösung als Ganzes im Blick hat und arbeitet die Einführung mit einem großen Projektteam von Beginn an im Detail aus, geht das in der Regel mit erheblichem zeitlichem und personellem Aufwand einher. „Wir haben diesen Ansatz von Anfang an verworfen und stattdessen ein Kernteam bestehend aus dem Betriebsleiter, dem Leiter der Arbeitsvorbereitung und Störungsbeseitigung, dem Leiter der Elektrotechnik und meiner Person als Projektleiter und Vertreter des kaufmännischen Bereichs gebildet“, so Wagner. Dieses Team sollte die sukzessive Implementierung einzelner Module von SI/PAM erarbeiten, wobei anhand des Train-theTrainer-Prinzips die Verantwortlichen einzelner Abteilungen zu verschiedensten Projektzeiten an der Planung beteiligt wurden. Hierzu Felix Wagner: „Diese Vorgehensweise schafft Erfolgserlebnisse im Projektteam, fördert das Verständnis für Veränderungen und mindert Widerstände. Darüber hinaus bietet sie vielfältige Möglichkeiten zur Partizipation und zu einem Feedback der User.“ Anfang 2016 begann der Roll-out des Testsystems mit der Migration des Anlagenverzeichnisses in SI/PAM.

Die Anlage und das Heizkraftwerk gehören zum Stadtwerke Bonn Konzern, einem kommunalen Unternehmen mit insgesamt 2.300 Mitarbeitern, spezialisiert auf die Geschäftsfelder der Daseinsfürsorge: Energieversorgung, Nahverkehr und Abfallverwertung.

Hierbei wurden zum Beispiel auf Basis einer bestehenden Datenbank rund 16.000 Einträge gemäß KKS nach Excel exportiert, umfassende Anpassungen zur Aktualisierung des Datenbestandes vorgenommen und schließlich nach SI/PAM portiert. „Wir sind gemäß unserer Prioritäten Schritt für Schritt vorgegangen. Hierbei kam uns der modulare Aufbau von SI/PAM sehr entgegen. Das Testsystem wurde zudem in verschiedensten Abteilungen vor Ort auf PCs installiert, damit sich die Mitarbeiter mit der Software vertraut machen konnten“, berichtet Wagner. Während der Erarbeitung der Anforderungen an die einzelnen Module informierte das Projektteam die jeweiligen Verantwortlichen kontinuierlich über den ak-

Es wurden mehrere Schichtbücher angelegt, wie zum Beispiel ein Schichtbuch „Neuigkeiten“ für allgemein relevante Mitteilungen. Hinzu kamen abteilungsspezifische Schichtbücher wie für die Warte oder die Störungsbeseitigung, die nur bestimmten Personengruppen zugänglich sind.

tuellen Status und bat um Feedback aus den Abteilungen.

Einbeziehung aller Verantwortlichen „Auf diese Weise erhielten wir auch neue Perspektiven auf verschiedenste Aufgaben. Einzelne Rückmeldungen flossen zu eventuell erforderlichen Anpassungen der Software in die Workshops

mit Steag Energy Services ein. Wir waren in der Lage, sehr schnell ein Testsystem auf die Beine zu stellen, das aufgrund der vorangegangen Feedbackschleifen eine breite Akzeptanz fand“, so Wagner. Im zweiten Schritt wurden die elektronischen Schichtbücher eingeführt, um in der Folge die gesamte Instandhaltung in das neue System einzubinden. Weiter auf Seite M8


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Nicht nur 250.000 Artikel, sondern auch Service Werthenbach Gruppe ist mehr als nur ein Lieferant für technische Produkte Seit mehr als 85 Jahren ist die Werthenbach Gruppe ein Lieferant für technische Produkte in der Region Ostwestfalen Lippe und darüber hinaus. Als Systemanbieter stellt das Unternehmen neben dem reinen Produktsortiment auch zusätzliche Serviceleistungen zum Beispiel im Rahmen eines Wartungs- und Installationsservice für Industrietechnik und Hydraulik oder durch passende E-Business-Angebote zur Verfügung. Auf der diesjährigen maintenance stehen bei der Firma Carl Werthenbach Konstruktionsteile GmbH & Co. KG ihre E-BusinessAngebote im Bereich von elektronischen Versorgungskonzepten im Fokus. Diese elektronischen Versorgungskonzepte sind smarte Lösungen, um die internen Beschaffungsprozesse im Unternehmen hinsichtlich der Kosten, der Geschwindigkeit und Effizienz zu optimieren. Die Experten setzen in diesem Zusammenhang auf den Einsatz

der RFID-Technik. Die Details erklären die Spezialisten von Werthenbach am Messestand. Ebenfalls auf dem maintenanceMessestand zu sehen sein wird der digitale Leitstand, der bereits in der Praxis zum Einsatz kommt. Er ermöglicht den Instandhaltungsabteilungen von Industrieunternehmen, unter Einbeziehung von Produktionsdaten und Assistenzsystemen (Sensoren) den Zustand von Anlagen oder Aggregaten ganzheitlich zu überwachen.

Die Intelligenz dahinter liefert im Alarmfall Klartextmeldungen auf mobile Endgeräte beziehungsweise direkt in das ERP-System. Ein weiteres Highlight am Messestand stellt ein Exponat speziell für die Lebensmittelindustrie dar. Werthenbach bietet nämlich nach eigenen Aussagen eine große Anzahl an Produkten, die speziell für den Einsatz in der Lebensmittelbranche entwickelt worden sind und in diesem Exponat zum Einsatz kommen. Weiterhin präsentiert Werthen-

Fortsetzung von Seite M7 Da das Modul „Schichtbuch“ in SI/PAM die strukturierte Erfassung von Ereignissen und Meldungen aller Art ermöglicht und hierzu auch frei definierbare Datenfelder sowie beliebig viele Meldungsarten je Schichtbuch bietet, eignet es sich laut Felix Wagner hervorragend als transparente Kommunikationsplattform. Daher wurden gleich verschiedenste Schichtbücher für die MVA angelegt, darunter ein Schichtbuch „Neuigkeiten“ für allgemein relevante Mitteilungen an alle Mitarbeiter, etwa geplante Umbaumaßnahmen. Hinzu kamen abteilungsspezifische Schichtbücher wie für die Warte oder die Störungsbeseitigung, die nur bestimmten

Personengruppen zugänglich sind. Zur Erfassung beispielsweise von Arbeitsaufträgen sowie einer zielgerichteten Informationsverteilung werden die Module „Aufgaben“ und „Infobox“, die zentrale Kommunikationsplattform von SI/PAM, genutzt.

die sich während der Schicht beheben lässt, so wird ein Schichtbucheintrag mit der Meldungsart ,Störung Schichtintern’ vorgenommen. Lässt sich die Störung jedoch nicht in der Schicht beseitigen, kann die Meldungsart ,Störung mit Störungsbeseitigung’ gewählt werden. Die entsprechende Infobox benachrichtigt automatisch die Verantwortlichen der Arbeitsvorbereitung, die ihrerseits im Modul ,Aufgaben’ die Störungsbeseitigung instruieren.“

Automatischer Informationstransfer Die Benachrichtigung der jeweils verantwortlichen Personen respektive Abteilungen erfolgt in diesem Zusammenhang bei Bedarf automatisch über die Infobox. Felix Wagner macht dies an einem Beispiel klar: „Angenommen die Warte verzeichnet eine Störung,

Der digitale Leitstand für die Zustandsüberwachung wird bereits in der Praxis eingesetzt. Bild: Werthenbach

bach auf der diesjährigen maintenance Artikel der Fachbereiche Antriebstechnik, Pneumatik, Wälzund Gleitlagertechnik, Dichtungs- und Schwingungstechnik,

Schmierstoff- und Klebstofftechnik sowie Hydraulikkomponenten. maintenance Dortmund Halle 4, Stand C19 www.werthenbach.de

Abwicklung wiederkehrender Aufgaben Nun ist die Betriebsführung sowie Instandhaltung einer MVA nicht nur von der Organisation, Planung und Durchführung tagesaktueller Tätigkeiten bestimmt, sondern auch von wiederkehrenden Maßnahmen (WKM), die in mehr oder weniger regelmäßigen zeitlichen Abständen zu berücksichtigen sind. „Daher haben wir im Modul ,Aufgaben’ auch die Funktion ,Termin-

Ab einem bestimmten Stichtag für die Produktivsetzung des neuen IT-Systems sollte ausschließlich mit SI/PAM gearbeitet werden. „Die Mitarbeiter freuten sich schon im Vorfeld auf diesen Termin, da ihnen der Umgang mit der Software durch die Prototypphase bereits vertraut war und die Lösung eine erhebliche Arbeitserleichterung bedeutete. Physische Schichtbücher konnten unter anderem endgültig abgeschafft werden“, erinnert sich Felix Wagner. Bilder: Steag

serien’ für WKM wie zum Beispiel Prüfungen, Rundgänge oder Wartungsarbeiten integriert. Solche Terminserien sind im System mit einer Ampelfunktion gekennzeichnet, durch die sich die Dringlichkeit der jeweiligen Tätigkeit sehr gut darstellen lässt.

Die Verantwortlichen werden außerdem proaktiv und damit rechtzeitig über die Infobox über anstehende WKM informiert“, erklärt Wagner die Vorgehensweise. maintenance Dortmund Halle 4, Stand E16 www.steag-energyservices.com

Eine schlanke, ergebnisorientierte Projektstrategie verfolgten die Verantwortlichen bei der Einführung des IPS-Systems. Die einzelnen Module von SI/PAM wurden nämlich sukzessive implementiert.


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Ersatzteilmanagement: the lost world Millioneneinsparungen in der Königsdisziplin, so Greengate-Vorstand Martin Gerwens Martin Gerwens, Vorstand der Greengate AG und Lehrbeauftragter an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, äußert sich im Interview zum Wertschöpfungssteigerungspotenzial durch ein optimiertes Ersatzteilmanagement. Auf der Suche nach Effizienzpotenzialen hat die Industrie nahezu jeden Stein umgedreht. Hat sie dabei das eigene Ersatzteillager schlichtweg vergessen? Das Optimierungspotenzial beim Ersatzteilmanagement ist teils erheblich. Das ist insofern erstaunlich, als man Ineffizienzen relativ einfach detektieren und beheben kann. Die Optimierung selbst ist im Regelfall keine OP am offenen Herzen, wir sprechen hier über eine zeitnahe Umsetzung und schnellen Return on Invest. Wo liegen Schwachstellen? Das fängt bei den Zuständigkeiten an. Wartungspersonal und Ersatzteile sind beide als Instandhaltungsressourcen zu begreifen. Sie zu trennen und primär den technischen Einkauf mit der Ersatzteilorganisation zu betrauen, ist eine erste strategische Fehlentscheidung. Inwiefern? Ersatzteilmanagement funktioniert nur, wenn der Instandhalter und die technische Infrastruktur wie Maschinen und Anlagen miteingebunden werden. Der Instandhalter weiß genau, wofür man welches Ersatzteil in etwa wann benötigt. Die Maschinen und Anlagen können Auskunft darüber geben, was wann benötigt wird. Wenn man dieses Wissen digitalisiert, strukturiert und peu à peu anreichert, lassen sich in manchen Fällen Millionen einsparen. Tatsächlich Millionen? Wir hatten schon Kunden - Anwender unserer Instandhaltungssoftware GS-Service -, die allein durch eine fundierte Volumenanpassung im Ersatzteillager über 1,2 Millionen Euro an gebundenem Kapital freischaufeln konnten. Und das in nur einem Jahr. Ein weiteres Unternehmen erzielte 80.000 Euro Einsparungen oder 15 Prozent des Bestandsvolumens in wenigen Monaten. Und wir reden hier nur vom Lagervolumen, kritische Faktoren wie Anlagenverfügbarkeit und Instandhaltungsaufwände sind noch nicht einmal verrechnet. Was sind denn Symptome für Ineffizienzen im hauseigenen Ersatzteillager? Erstens: Lassen Sie das Lager aufräumen. Zweitens: Lassen Sie die Wege-, Warte- und Reparaturzeiten der Instandhalter dokumentieren. Drittens: Lassen Sie einen Externen ein Ersatzteil suchen. Dann wird es offensichtlich. Was wird offensichtlich? Räumen Sie das Lager auf, finden sich im Regelfall teure Teile und

anderem dazu führen, dass als Notstandsmaßnahme Ersatzteile beschafft werden, weil durchaus vorhandene nicht gefunden werden. Es muss ja schnell gehen. Überflüssige Wege- und Wartezeiten - ein erheblicher Kostentreiber - sind ein weiteres Kennzeichen ineffektiver Ersatzteilhaltung. Bei weit verteilten Infrastrukturen etwa in der Ver- und Entsorgerbranche, der chemischen Industrie oder in großen Produktionsumgebungen potenziert sich das Verlustpotenzial. Martin Gerwens, Vorstand der Greengate AG, weiß aus Erfahrung: „Schon hoher Zeitaufwand bei der Ersatzteilsuche führt zu insgesamt längeren Reparaturzeiten, in Folge zu längeren Maschinen- beziehungsweise Produktionsausfällen.“ Bild: Greengate

Komponenten, die niemand zuordnen kann, die altersbedingt nicht mehr nutzbar sind oder die beispielweise unter dem Aspekt Anlagenverfügbarkeit erworben, aber dann doch nie verwertet wurden. Selbst dann nicht, wenn die entsprechende Maschine ausgemustert und das Teil noch hätte verkauft werden können alles Lagerverluste. Fatal ist auch Mehrfachlagerhaltung durch Unkenntnis des tatsächlichen Bestands. In Summe totes Kapital. Sie sprechen explizit nicht wertschöpfende, unnötige Prozesse der Instandhalter selbst an. Was hat das Ersatzteilmanagement damit zu tun? Schon hoher Zeitaufwand bei der Ersatzteilsuche führt zu insgesamt längeren Reparaturzeiten, in Folge zu längeren Maschinenbeziehungsweise Produktionsausfällen. Teils ist es ja sogar so, dass noch nicht einmal die Lagerorte jedem bekannt sind. Das kann unter

Wozu eigentlich das Experiment mit dem Externen, der ein Ersatzteil suchen soll? Gegenfrage: Was passiert, wenn Instandhalter Herr Mustermann krank wird, wenn er im Urlaub ist oder gleich ganz kündigt und mit ihm das personell konzentrierte Ersatzteilwissen das Unternehmen verlässt? Dann wird der externe Techniker oder der neue Mitarbeiter ohne digital gespeicherte Systematik nur Zufallstreffer landen. Wie sieht die Roadmap zum Gegenentwurf aus? Schritt eins wäre die Grundsatzentscheidung, die Materialwirtschaft für Ersatzteile dort anzusiedeln, wo sie hingehört: in der Instandhaltung. Schritt zwei wäre die Erfassung des Ist-Zustandes. Wie wurde bisher organisiert, eingekauft und dokumentiert: Auf Zuruf? Auf Papier? Hybrid? Oder wurden vielleicht bisher im ERP bestandsgeführte Artikel auf Erfahrungswerten basierend eingekauft, eingelagert und in Excel hinterlegt? Zur Bestandsaufnahme zählt natürlich auch die Erfassung von real verfügbaren Ersatzteilen im Lager.

Martin Gerwens berichtet von einem Anwender der Instandhaltungssoftware GS-Service, der allein durch eine fundierte Volumenanpassung im Ersatzteillager über 1,2 Millionen Euro an gebundenem Kapital freischaufeln konnte. Bild: Jens P. Raak auf Pixabay

Schritt drei wäre der gemeinsame physische und digitale Neustart. Können Sie eine schlichte, neue Lösung skizzieren? Viele Anwender von GS-Service haben zunächst einmal die Lagerstätten selbst optimiert, indem sie mehrere Lager zusammengefasst und räumlich an die tatsächlichen Instandhaltungsprozesse angepasst haben. Den Einsatz einer Instandhaltungssoftware wie GS-Service vorausgesetzt, geht es dann ans Wesentliche: Alle Artikel werden zunächst klassifiziert und digital dokumentiert, also für alle verständlich in GS-Service eingepflegt. Sind Lagerort, Foto und Bestandshöhe hinterlegt, findet in Zukunft jeder die benötigten Ersatzteile schon auf dem Smartphone, dem Tablet oder stationären PC. Er sucht sie nicht mehr im Lager selbst, sondern entnimmt sie nur noch und verbucht die Entnahme, fertig. Fehlt noch die Intelligenz. Wirklich intelligent wird die Lösung durch die in GS-Service realisierbare Vernetzung und Verschneidung von Informationen zu Akteuren und Prozessen der Instandhaltung mit Informationen zur Anlage selbst. Dann lassen sich nicht nur Standards

und Automatismen einrichten, dann wird auch klar, wann welches Ersatzteil tatsächlich benötigt wird. Mehr noch: Endlich lässt sich basierend auf validem Zahlenmaterial - die richtige Bestandshöhe bestimmen, im Regelfall reduzieren und gebundenes Kapital liquidieren. Ein Weiteres: Nur wenn Unternehmen über dieses Wissen verfügen, können sie Predictive Maintenance mit all seinen Vorzügen betreiben. Wie realisiert man die Kopplung zu anderen Systemen? Ein Kundenbeispiel macht dies klar: Hier wurden die Lagersätze wie oben beschrieben sauber definiert und Bestellzeiten in GSService hinterlegt, die auf einer Minimum-Maximum-Bestandsführung basieren. Über eine Schnittstelle zum ERP erfolgt der Abgleich und die Bestellungen werden automatisch ausgelöst. Stichwort Vernetzung: Die Instandhaltungssoftware sollte nicht nur ein hübsches Bild des Ersatzteils verwalten können, sondern auch die Parameter und Druckfiles für den 3-D-Drucker. Oder CNC-Programme. Oder 2D/3-D-Pläne. maintenance Dortmund Halle 4, Stand B42 www.greengate.de

Berührungslose und verlustfreie RFIDDruckmesstechnik Druckaufnehmer der Baureihe PT-RF nutzen neueste RFID-Technologie, um kontaktlos mit dem handlichen Lesegerät zu interagieren — ohne Batterie oder aufwändige Verkabelung.

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Sie liefern unmittelbare Messergebnisse mit einem Höchstmaß an Zuverlässigkeit und Sicherheit für Mensch, Maschine und Umwelt. Dieses wartungsfreie System kann einfach in bestehende Anlagen integriert werden. Es vereinfacht nicht nur Service- und Instandhaltungsabläufe bis hin zur Dokumentation der Messergebnisse, sondern hilft auch, die Effizienz und Leistungsfähigkeit zu steigern.

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12.  13. FEBRUAR 2020

DORTMUND


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Elektrostatische Ölreinigung im Praxiseinsatz Friess demonstriert, wie Ölpflege im Zeitalter von Industrie 4.0 aussehen kann Das Praxisbeispiel von einem Automobilzulieferer aus Süddeutschland zeigt, was technisch möglich ist, wenn der Schmutzanteil im Hydrauliköl deutlich zu hoch ist und in der Folge die Servotechnik immer wieder Ausfälle hat. Ein weltweit tätiger Zulieferer für die Automobilindustrie fertigt in einem Werk in Süddeutschland hochfeste Blechteile für die Automobilindustrie auf modernen Pressenlinien. Aufgrund der engen Toleranzvorgaben der Kunden und der hohen Anforderungen beim Umformen der hochfesten Stähle müssen die einzelnen Parameter beim Pressen überaus exakt eingehalten werden. Daher sind die vier vorhandenen Pressen mit sehr hochwertiger Servoventiltechnik ausgerüstet. Darüber hinaus wurde von der Instandhaltung durchgesetzt, dass ein sehr hochwertiges Hydrauliköl eingesetzt wird. Dennoch kam es immer wieder zu Überschreitungen der vorgegebenen Toleranzen. Bei einer Fehleranalyse wurde dann festgestellt, dass der Schmutzanteil im Hydrauliköl deutlich höher lag, als es für die präzise Servotechnik zulässig war. Nach einer längeren Recherche entschied sich die Instandhaltung dafür, die elektrostatische Ölreinigungsanlage Modell D16 des Herstellers Friess einzusetzen, um den Schmutzgehalt im Hydrauliköl zu reduzieren und um Oxidationsprodukte und Verharzungen im Öl abzubauen. Um sicherzugehen, dass die gewünschten Ergebnisse erreicht werden, wurde die Anlage zunächst gemietet. Während des Einsatzes der Ölreinigungsanlage wurden immer wieder Ölproben entnommen und das Öl wurde sorgfältig analysiert. Die Analyseergebnisse zeigten eine deutliche Reduktion des Schmutzgehaltes im Öl an. Gleichzeitig konnten Oxidationsprodukte und Verharzungen im Öl abgebaut werden. Parallel zu den guten Analyseergebnissen stellte man fest, dass die Störungen im Hydrauliksystem der Presse erheblich reduziert wurden. Außerdem wurde die Maschinenpräzision verbessert, sodass auch der Ausschuss zurückging. Aufgrund dieser deutlichen Verbesserung in der Prozesssicherheit entschied sich das Team für die Anschaffung der elektrostatischen Ölreinigungsanlage. Da die bisherige Überwachung der Ölreinheit und Ölqualität mit sehr großem Aufwand wie Entnahme und Versand der Ölprobe verbunden war, wurde die Ölreinigungsanlage mit dem neuen vollautomatischen Partikelmonitor von Friess ausgerüstet. Dieser überwacht die Reinheit des eingesetzten Hydrauliköls vollautomatisch während des Betriebs der elektrostatischen Ölreinigungsanlage. Die ermittelten Reinheitswerte sind auf dem Display der elektrostatischen Ölreinigungsanlage

Modell D16 ersichtlich. Konkret zeigt das Display die aktuell ermittelten Reinheitsklassen gemäß ISO 4406 für Partikel > 4 µm, Partikel > 6 µm und Partikel > 14 µm an. Gleichzeitig wird der Durchfluss durch den Partikelmonitor angezeigt, um fehlerhafte Messergebnisse auszuschließen. Auf Wunsch kann die Anzeige in weiteren Größenklassen erfolgen. Zusätzliche Daten wie Öltemperatur, Feuchtigkeitsgehalt usw. können auf einer speziellen passwortgeschützten Serviceseite eingesehen werden.

Während des Betriebes der Ölreinigungsanlage fließt kontinuierlich eine kleine Ölmenge durch den Partikelmonitor. Alle zehn Minuten wird der Schmutzgehalt im Hydrauliköl gemessen und auf Wunsch auf dem Display der Ölreinigungsanlage angezeigt. Da die Daten der letzten 2.000 Messungen gespeichert werden und die letzten Messungen auf Wunsch auf dem Display grafisch angezeigt werden, ist die Reinheit des Öles ohne manuellen Eingriff stets dokumentiert und einsehbar. Anhand der Daten, die der InDie ermittelten Reinheitswerte werden auf dem Display der elektrostatischen Ölreinigungsanlage mit den Partikelzahlen und der Reinheitsklasse nach ISO 4406 angezeigt.

Mittels der nun verwendeten elektrostatischen Ölreinigungsanlage ist es dem Automobilzulieferer möglich, mit einem hohen Maß an Prozesssicherheit zu produzieren, die einzelnen Parameter des Öles ständig zu überwachen und mittels dieser Daten korrekte und frühzeitige Instandhaltungsmaßnahmen einzuleiten. Bilder: Friess

standhaltung nun sofort zur Verfügung stehen, können gezielt Maßnahmen ergriffen werden, um vorzeitige Stillstände oder Schäden zu verhindern. Wird beispielsweise ein schlagartiger Anstieg in der Verschmutzung festgestellt, deutet dies auf ein Bauteil hin, das kurz vor einem Ausfall steht. Die Instandhaltung kann sofort tätig werden, um dieses Bauteil ausfindig zu machen und so einen Produktionsstillstand an

Verschmutzungsanzeige für Hydraulikfilter mit erweiterten Funktionen So spät wie möglich, so früh wie nötig: Das ist, auf den Punkt gebracht, die Formel für den optimalen Zeitpunkt des Austauschs von Filterelementen in den Hoch- und Mitteldruckfiltern von Hydraulikanlagen. Eine neue zweistufige Verschmutzungsanzeige von Stauff mit fünf optischen Alarmstufen und weiteren Funktionen hilft, genau diesen Zeitpunkt zu bestimmen. Dies wiederum senkt die Kosten für die Anwender von Hydraulikanlagen. Tauscht der Anwender ein Filterelement zu früh aus, verursacht er dadurch unnötige Instandhaltungskosten und verschwendet zudem Ressourcen. Wartet er aber zu lange, muss er mit Leistungseinbußen im Hydraulikkreislauf rechnen, weil der Differenzdruck im Filter auf ein Niveau ansteigt, das die Gesamtperformance des Systems negativ beeinträchtigt. Schlimmstenfalls büßt der Filter seine Leistung sogar vollständig ein, was die Funktion einzelner Komponenten gefährden und zum kostenintensiven Stillstand des gesamten Systems führen kann. Genau deshalb ist die Kontrolle des Verschmutzungszustands von Filterelementen von entscheidender Bedeutung, wobei die überarbeitete Variante der Verschmutzungsanzeige des Typs HI-D024, die Stauff jetzt vorstellt, ebendiese Kontrolle deutlich vereinfacht.

Im Zuge der Weiterentwicklung konnte Stauff auch die Abmessungen der Verschmutzungsanzeige HI-D024 minimieren trotz der zusätzlichen Funktionen. Auch deshalb können bestehende Anlagen, in denen Druckfilter bislang gänzlich ohne oder mit herkömmlichen, einstufigen Verschmutzungsanzeigen zum Einsatz kommen, problemlos nachgerüstet werden. Bild: Stauff

dieser Presse zu verhindern. Auf diese Weise lassen sich negative Auswirkungen auf den Fertigungsprozess durch verschmutztes Öl in Zukunft reduzieren. maintenance Dortmund Halle 5, Stand H19 www.friess.info

Impressum BETRIEBSTECHNIK & INSTANDHALTUNG B&I Die Industrie-Zeitung ISSN: 1864-4554 18. Jahrgang Erscheinungsweise 6 x jährlich Herausgeber und Gesamtanzeigenleitung: Wolff Publishing Andreas Wolff e.K. Lothringer Str. 32 58091 Hagen Postfach 5105 58101 Hagen Tel.: +49 (0) 2331.910 8660 Fax: + 49 (0) 2331.910 8668 www.b-und-i.de / info@b-und-i.de Auflage und Verbreitung sind ivw-geprüft. Chefredaktion: Volker Zwick (V. i. S. d. P.) Meierhofstr. 19, 86473 Ziemetshausen Tel. +49 (0) 8284.929-90 Fax: +49 (0) 8284.929-91 redaktion@b-und-i.de Lektorat: Dr. Gotlind Blechschmidt, Augsburg

Im Vergleich zum Vorgängermodell kann die neue Version vier statt bisher zwei optischer Alarmmeldungen ausgeben - von grün („alles im grünen Bereich“) über gelb und orange bis zum roten Blinken (Filtersättigung erreicht). Der Anwender erkennt somit frühzeitig, dass sich der Differenzdruck einem kritischen Wert nähert, und hat die Möglichkeit, entsprechend zu reagieren. Für den Fall, dass er nicht handelt und der werkseitig eingestellte Differenzdruckwert von 5 bar zu 75 Prozent erreicht wird, wird ein Signal abgesetzt, das zum Beispiel dem Maschinenbetreiber oder der zuständigen Wartungsfachkraft als Vorwarnung dient. Bei Erreichen von 100 Prozent des definierten Differenzdrucks kann über ein zweites Ausgangssignal die automatische Abschaltung der Anlage veranlasst werden.

Darüber hinaus wird parallel die Temperatur der Hydraulikflüssigkeit ermittelt. Das verhindert Fehlalarme, die durch die hohe Ölviskosität in der Kaltstartphase bedingt sein können. Diese Thermostopp-Funktion wird - und das ist ebenfalls eine Neuheit - als weiterer optischer Alarm (in Blau) ausgegeben. Der Verschmutzungsgrad, das heißt der Differenzdruck vor und hinter dem Filter, wird von einem mikroprozessorgesteuerten Druckschalter ermittelt. Um einen Schaltvorgang auszulösen, muss der entsprechende Druck für mindestens vier Sekunden überschritten werden. Fehlfunktionen aufgrund von kurzzeitigen Druckspitzen können somit effektiv vermieden werden. maintenance Dortmund Halle 4, Stand A01 www.stauff.com

Abonnement und Bezugspreise Einzelausgabe 13,00 Euro (zzgl. Versand) Jahresabonnement Inland 45,00 Euro inkl. 7 Prozent MwSt., Europa 54,00 Euro, Übersee 65,00 Euro (Luftpost auf Anfrage) Probe-Abo: abo@b-und-i.de Studenten erhalten einen Rabatt von 50 Prozent bei Vorlage der Immatrikulationsbescheinigung. Abonnements für die Zeitung BETRIEBSTECHNIK & INSTANDHALTUNG werden für ein Jahr abgeschlossen und sind mit einer Frist von 6 Wochen vor Ablauf des Bezugsjahres schriftlich kündbar. Eine Abonnement-Bestellung kann innerhalb einer Frist von 10 Tagen widerrufen werden. Gültig ist die Anzeigenpreisliste 2020. Vertrieb Vertriebsunion Meynen GmbH & Co. KG Postfach 1153 . 65331 Eltville Tel. +49 (0) 6123.9238-251 Fax: +49 (0) 6123.9238-252 E-Mail: b-und-i@vertriebsunion.de Druck Bonifatius GmbH, 33100 Paderborn Diese Zeitung wurde auf 100 % chlorfreiem Recyclingpapier und klimaneutral gedruckt.

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Eine Box für alle (Instandhaltungs)-Fälle Wie ein Hol- und Bringservice die Ersatzteillogistik in einer Großbrauerei erleichtert Der finnische Getränkehersteller Sinebrychoff Supply Company Oy nutzt aus dem Service-Portfolio von SEW-Eurodrive, das unter dem Schlagwort „Life Cycle Services“ zusammengefasst wird, eine Pick-Up-Box im Rahmen des Hol- und Bring-Service. Dank der Eillieferungen werden, wie die Praxis belegt, Stillstandszeiten signifikant reduziert. Zusätzlich spart der Reparaturservice für Fremdantriebe dem Kunden Zeit und Geld. Sinebrychoff gehört zur internationalen Carlsberg-Gruppe. Das Unternehmen beschäftigt etwa 700 Mitarbeiter und ist in Finnland führend in der Herstellung von Bier, Cider, Erfrischungsgetränken und Energy Drinks. 2017 betrug der Umsatz 295 Millionen Euro. Die Brauerei verlässt sich bereits seit dem Jahr 1992 auf die Life Cycle Services von SEW-Eurodrive. Der Getränkehersteller war sogar einer der ersten Kunden in Finnland, der die knallrote Pick-Up-Box nutzte. In der öldichten Transportbox mit den standardisierten Maßen der Europalette landen defekte Ge-

triebemotoren, die bei SEW-Eurodrive in Finnland zu reparieren sind, sowie Antriebe älterer Bau-

jahre, die von den Motorenspezialisten einer Grundüberholung unterzogen werden. Defekte Getriebemotoren und ältere Antriebe landen in der roten Sammelbox, wobei es keinen Unterschied macht, von welchem Hersteller diese ursprünglich stammen. Die Spezialisten von SEWEurodrive reparieren und überholen nämlich nicht nur ihre eigenen Produkte, sondern auch Fremdfabrikate. Bild: SEW-Eurodrive

Wichtig hierbei: Bei beiden Arbeiten ist es völlig unerheblich, ob SEW auf dem Typenschild steht oder ein anderer Hersteller. Für Sinebrychoff haben die Reparaturleistungen in Kombination mit dem Hol- und Bring-Service unter anderem den Vorteil, dass sich die Werkstatt lediglich auf einen Partner einstellen und nicht erst überlegen muss, welches Motorfabrikat in welche Service-

werkstatt geht. Die Pick-Up-Box holen SEW-Mitarbeiter auf Anfrage des Kunden oder in regelmäßigen Abständen ab und bringen sie nach der Reparatur wieder zu ihm zurück. Somit reduzieren sich durch die Nutzung der Box die administrativen und logistischen Aufwände deutlich. maintenance Dortmund Halle 4, Stand C10 www.sew-eurodrive.de

Der Akku-Drehschrauber

DA2

4-Gang High-Speed-Performer

Eine wirklich „blitzschnelle“ Sichtprüfung SKF zeigt auf der maintenance Stroboskope, die auch in der Instandhaltung punkten Nicht alle Maschinen müssen zum Zweck einer Sichtprüfung abgeschaltet werden. Manche lassen sich nämlich auch im laufenden Betrieb unter die Lupe nehmen - und zwar etwa mit den TKRS-Stroboskopen von SKF. Diese Geräte feuern Lichtblitze in einer Frequenz, die der Umdrehungsgeschwindigkeit der rotierenden Maschinenteile entspricht. Optisch wird die Bewegung dadurch quasi „eingefroren“. Und eben dieses „Standbild“ ermöglicht ganz neue Einsichten. Das aktuelle TKRS-Programm umfasst vier Stroboskope mit unterschiedlichen Funktionsumfängen: TKRS 11 (kompakt, preiswert), TKRS 21 (kompakt, leistungsstärker), TKRS 31 (kompakt, automatisiert) und TKRS 41 („high end“). Damit steht ein passendes Modell für jeden Bedarf und jeden Geldbeutel zur Verfügung, so die Experten von SKF, wobei alle vier Modelle am Messestand gezeigt und ausprobiert werden können. Dank ihrer hohen Leuchtkraft und zwar selbst bei kürzesten Blitzintervallen - liefern aber alle TKRSStroboskope scharfe „Standbilder“. Die Synchronisation der Blitze mit dem Tempo der Maschine kann der Nutzer per Daumenrad am TKRS-Stroboskop vornehmen. Noch einfacher läuft diese Abstimmung in den höheren Ausstattungsvarianten: TKRS 31 und 41 tasten die rotierende Komponente per Laser ab und justieren die erforderliche Blitzfrequenz automatisch. Abgesehen davon verfügen sie auch über einen Trigger-Eingang, der entsprechende Signale der Maschine auslesen und diese zur automatischen Synchronisation nutzen kann.

Mit ihren energieeffizienten sowie leistungsstarken Leuchtdioden gehören die TKRS-Stroboskope laut Hersteller zu den hellsten Handheld-Angeboten am Markt. Trotzdem haben sie kompakte Abmessungen und können also leicht transportiert werden.

Zu ihrem ergonomischen Design gehören nicht zuletzt die großen Displays, über die viele Funktionen und Einstellungen komfortabel erreichbar sind. maintenance Dortmund Halle 4, Stand A27 www.skf.de

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WARUM SIE NICHT AUF UNSERE WELTWEITE SERVICE-PRÄSENZ VERZICHTEN SOLLTEN? LEITMESSE FÜR INDUSTRIELLE INSTANDHALTUNG

12.  13. FEBRUAR 2020

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Unser Vor-Ort-Service ist vorbildlich: AERZEN Service-Stützpunkte in Ihrer Nähe sichern einen weltweit zuverlässigen Betrieb Ihrer Aggregate und steigern die Langlebigkeit unserer Produkte noch weiter. Unsere erfahrenen Service-Techniker setzen ihr Know-how für die Diagnose, Wartung, Instandsetzung oder Inbetriebnahme Ihrer AERZEN-Produkte ein, so dass sie langfristig störungsfrei im Einsatz bestehen. Das weltweite Servicenetz ermöglicht schnellste Reaktionszeiten, in jedem Bedarfsfall. www.aerzen.com Bild: SKF 12:21


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PrĂźfservicedienste sorgen fĂźr die Sicherheit In welchen Abständen elektrische Betriebsmittel nach DGUV V3 geprĂźft werden Ein umfassender Arbeitsschutz ist kein Selbstzweck, sondern soll schwerwiegenden Personenund Sachschäden vorbeugen. Deshalb mĂźssen Unternehmen auch strenge Vorschriften einhalten, um die Sicherheit ihrer Mitarbeiter zu gewährleisten. Die UnfallverhĂźtungsvorschrift DGUV V3 beispielsweise normiert die wiederkehrenden PrĂźfungen aller elektrischen Betriebsmittel in einem Unternehmen. Doch in welchen Abständen mĂźssen ortsfeste Anlagen und ortsveränderliche Geräte denn nun geprĂźft werden? Die Experten von Piepenbrock geben hierauf Antworten. FĂźr die regelmäĂ&#x;ige Kontrolle aller elektrischen Betriebsmittel in einem Unternehmen hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) die UnfallverhĂźtungsvorschrift DGUV Vorschrift 3 (DGUV V3) erlassen. Diese beinhaltet Fristen fĂźr die PrĂźfung aller elektrischen Anlagen und Geräte. Hierbei wird grundsätzlich zwischen ortsfesten und ortsveränderlichen Betriebsmitteln unterschieden. „Unter ortsfesten elektrischen Anlagen versteht man solche, die aufgrund ihrer Masse nicht bewegt werden kĂśnnen, mechanisch befestigt oder während der Inbetriebnahme an ihren Aufstellungsort gebunden sind“, erklärt Hendrik Varelmann, Leiter Projektmanagement Instandhaltung bei Piepenbrock.

Ortsfest oder ortsveränderlich? Dazu zählen auch Betriebsmittel, die vorĂźbergehend fest angebracht werden kĂśnnen und Ăźber bewegliche Leitungen angeschlossen sind. Beispiele fĂźr ortsfeste Betriebsmittel sind Hausinstallationen, ProduktionsstraĂ&#x;en, Werkzeugmaschinen und Elektroverteilungen. Die PrĂźffristen legt der Unternehmer an Hand seiner Gefährdungsbeurteilung fest. „Das maximale PrĂźfintervall fĂźr ortsfeste Betriebsmittel legt die DGUV V3 auf vier Jahre fest. Die PrĂźfungen aller Betriebsmittel mĂźssen zwingend von einer geschulten durchgefĂźhrt Elektrofachkraft werden“, ergänzt Varelmann. Bei ortsveränderlichen Betriebsmitteln handelt es sich um Geräte, die während ihres Einsatzes

bewegt oder leicht von einem Platz zum anderen gebracht werden kĂśnnen, während sie an den Versorgungsstromkreis angeschlossen sind. Hierzu zählen in BĂźroräumen beispielsweise Drucker, Computer, Ladekabel, Netzgeräte, aber auch Wasserkocher und Kaffeemaschinen. In Werkstätten handelt es sich dabei unter anderem um handgefĂźhrte Elektrowerkzeuge, Kabeltrommeln, Sauger und Verlängerungskabel. „Im Fall der ortsveränderlichen Betriebsmittel sind die PrĂźfintervalle abhängig von den Betriebs- und Umgebungsbedingungen und kĂśnnen zwischen drei und 24 Monaten betragen“, ergänzt der Spezialist. Betriebsmittel, die einer starken Beanspruchung ausgesetzt sind,

mĂźssen im Abstand von drei Monaten geprĂźft werden, das gilt insbesondere auf Baustellen. „Dagegen kann die PrĂźffrist fĂźr Betriebsmittel in BĂźrogebäuden auf 24 Monate festgelegt werden, wenn die Fehlerquote bei der zurĂźckliegenden PrĂźfung 2,0 Prozent nicht Ăźberschritten hat“, ergänzt er und betont: „Andernfalls mĂźssen jährliche Kontrollen durchgefĂźhrt werden.“ Ăœbrigens: Seit dem vergangenen Jahr hat Piepenbrock seinen Service im Bereich der BetriebsmittelprĂźfungen und Wartungen erweitert. Neu hinzugekommen sind beispielsweise die PrĂźfung von kraftbetätigten Fenstern, TĂźren und Toren, LichtbogenschweiĂ&#x;geräten, elektrischen Ladestationen fĂźr Kraftfahrzeuge

„Mit unserem PrĂźfservice sind wir bundesweit im Einsatz. Die PrĂźfungen werden ausschlieĂ&#x;lich von ausgebildeten Fachkräften ausgefĂźhrt und rechtssicher dokumentiert“, betont Hendrik Varelmann, Leiter Projektmanagement Instandhaltung bei Piepenbrock. Ăœbrigens: Wurden die erforderlichen BetriebsmittelprĂźfungen nicht durchgefĂźhrt, kĂśnnen Versicherer unter Umständen in einem Schadenfall die Zahlung verweigern. Bild: Piepenbrock

sowie SchutzausrĂźstungen gegen Absturz. Auf der maintenance sind die Piepenbrock-Experten am Gemeinschaftsstand des Forums Vision Instandhaltung (FVI) zu finden. Hier beraten sie die Besucher zu modernen LĂśsungen fĂźr die Instandhaltung von Produktionsanlagen und fĂźr den

technischen Gebäudeservice sowie natßrlich auch zu Betriebsmittelprßfungen nach DGUV V3. Weitere wichtige Themen am Messestand sind die Industriereinigung, Maschinenumzßge und Services im Herstellerauftrag. maintenance Dortmund Halle 4, Stand D13 www.piepenbrock.de

Lager bequem aus dem Bßro ßberwachen UE Systems zeigt mit 4Cast ein neues Lagerzustandsßberwachungssystem 4Cast protokolliert kontinuierlich die Lagerdaten und Lagergeräusche. In vom Anwender vorgegeben Intervallen werden diese Daten und Geräuschdateien an einen Computer zur Berichterstellung und Analyse gesendet. Jede 4Cast Box ßberwacht dabei bis zu vier Lager. Das System 4Cast ßberwacht die Lagerzustände - und zwar rund um die Uhr und an sieben Tagen die Woche. Dabei kÜnnen die Instandhalter individuell festlegen, wie oft ein

bestimmtes Lager durch das System ĂźberprĂźft werden soll kontinuierlich, alle paar Minuten, Stunden oder Tage. AuĂ&#x;erdem sind die Ăœbertragungsrate der Daten und der Ge-

räuschaufnahmen anpassbar, sodass, während die Daten regelmäĂ&#x;ig auf die 4Cast Box aufgezeichnet werden, ein Bericht mit den aktuellen Informationen des Lagers an die Software UlMithilfe der Software Ultratrend DMS lassen sich u.a. die von 4Cast mitprotokollierten Daten und Geräuschdateien analysieren.

*OUVJUJWEBT3JDIUJHFUVO .JU(44FSWJDFBOT-JNJU 4PęXBSFTQF[JBMJTUGà S BOQBTTVOHTGÊIJHFVOETUSBUFHJTDIF *OTUBOEIBMUVOHTMÚTVOHFO

Jede 4Cast Box kann bis zu vier Lager ßberwachen und protokolliert stets die Lagerdaten und Lagergeräusche. Bilder: UE Systems

tratrend DMS (UE Systems Datenmanagement Analyse und Reporting Software) gesendet wird. Wie häufig diese Berichte geschickt werden, lässt sich ebenfalls festlegen, also zum Beispiel einmal wĂśchentlich, einmal pro Monat oder auch nur einmal im Jahr. Zudem unterstĂźtzt das LagerzustandsĂźberwachungssystem zwei unterschiedliche Alarmlevel - also einen niedrigen und einen hohen Alarm, die beide im Fall des Falles automatisch auslĂśsen. Wenn ein eingestellter Alarmlevel erreicht oder Ăźberschritten wird, sendet das System die zu diesem Zeitpunkt gespeicherten Daten und aufgenommenen Geräuschdateien zur ĂœberprĂźfung direkt an die Software Ultratrend DMS. So kann der Instandhalter analysieren, wie und warum der Alarm ausgelĂśst wurde. AuĂ&#x;erdem kĂśnnen nach dem ZurĂźcksetzen eines Alarms alle während der Alarmperiode gespeicherten Daten- und Tonaufzeichnungen fĂźr eine detailliertere Analyse und Berichterstattung auf einen Computer Ăźbertragen werden. maintenance Dortmund Halle 4, Stand A18 www.uesystems.eu


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Schutzschild für den Datentransport Automatisierte Kontrolle minimiert Sicherheitsrisiken Mit Ondeso DC bringt der Softwarehersteller Ondeso ein Produkt für den sicheren Einsatz von mobilen Datenträgern in Industrie- und Produktionsumgebungen auf den Markt. Es handelt sich um eine Datenschleuse etwa für USB-Speichermedien, die auf bereits bestehender Hardware eingesetzt werden kann. Sie verschlüsselt und signiert die Daten und bietet die netzwerkübergreifende Kontrolle über den ein- und ausgehenden Datenfluss sowie eine Protokollierung. Odeso DC ermöglicht, dass externe Daten etwa eines Servicetechnikers gefahrlos auch intern genutzt werden können. Die Datenschleuse ist dabei das erste System, an das USB-Datenträger angeschlossen werden dürfen - und zwar bevor diese in der jeweiligen Infrastruktur verwendet werden. Ondeso DC wird dabei genutzt, um eine inhaltliche Prüfung nach frei definierbaren Vorgaben durchzuführen. Ist diese Prüfung erfolgreich, kann eine Freigabe für bestimmte Endgeräte erteilt werden. Anderenfalls wird die Verwendung des USB-Datenträgers nicht gestattet. Dank der integrierten Protokol-

lierung der Prüfvorgänge behalten Anwender den aktuellen Status stets im Blick. Mit dieser Lösung kann zudem festgelegt werden, auf welchen Endgeräten die Verwendung eines USB-Speichermediums erlaubt ist und für welchen Zeitraum diese dedizierte Freigabe gültig sein soll. Damit wird die versehentliche oder willentliche Verwendung auf anderen Systemen verhindert. Die Freigabe bezieht sich zudem auf den zum Prüfzeitpunkt einsehbaren Datenbestand. Sollte dieser nach der Prüfung geändert werden, verliert die Freigabe ihre Gültigkeit.

Clever: Modernisieren statt neu anschaffen Viele Produktionsbetriebe kennen dies: Im Maschinenpark befindet sich eine ältere Anlage, die voll funktionstüchtig ist und die man ungern verlieren möchte - zumal sie abbezahlt ist und im täglichen Betrieb bedarfsgerechte Ergebnisse liefert. Wird aber der Support seitens des Herstellers abgekündigt, besteht Handlungsbedarf. Oftmals kann mit einem Modernisierungskonzept eine wirtschaftliche Lösung gegenüber Stilllegung beziehungsweise Neukauf realisiert werden, sodass die Anlage weiter produzieren und gute Renditen erwirtschaften kann. Gleichzeitig behält das Budget noch so viel Reserven, um über weitere Investitionen nachzudenken, so die Erfahrung der Experten von Belfor Dehade, einem auf die Sanierung, Modernisierung und Instandsetzung von Maschinen spezialisiertem Unternehmen. Ein Praxisbeispiel zeigt, was möglich ist: Im Werk eines deutschen Herstellers von Gasturbinen ist bei einer Portal-Fräsmaschine des italienischen Herstellers Jobs die bisherige Steuerung sowohl abgekündigt als auch, dass sie nicht mehr dem Stand der Technik entspricht. Auf der Maschine (Baujahr 1999) werden Teile für große Gasturbinen mit hoher Genauigkeit und in Mehrachsbearbeitung gefertigt. Hierfür besitzt sie mehrere Bearbeitungsköpfe, die automatisch gewechselt werden können, sowie eine Rundtischeinheit und einen automatischen Werkzeugwechsler. Um die Portal-Fräsmaschine trotz abgekündigtem Support weiter nutzen zu können, wurde Belfor Dehade mit der Entwicklung eines Konzepts beauftragt, um sowohl die Steuerungs- und Antriebstechnik als auch Bearbeitungsprozesse zu optimieren. Das Konzept beinhaltete unter anderem den Neubau eines kompletten Schalt-

schranks inklusive aller Steuerungs- und Antriebskomponenten sowie der Vorschubmotoren. Das Konzept sah zudem vor, die gesamte Elektroinstallation zu ersetzen. Für eine bessere Überwachung des Arbeitsraums wurde außerdem eine fernbedienbare Dom-Kamera im Arbeitsraum vorgesehen. Weitere Details zu diesem Fall erläutern die Experten auf der Messe in Dortmund. maintenance Dortmund Halle 4, Stand C09 www.belfor-dehade.com

Mithilfe der Datenschleuse Ondeso DC können beispielsweise externe Daten eines Servicetechnikers gefahrlos zur internen Nutzung bereitgestellt werden. Bild: Ondeso

Verschraubungssysteme für Wartung und Instandhaltung Plarad ist auf der Messe mit seinen Akku- und Elektroschraubern vor Ort, wobei das Unternehmen mit der Modellreihe der DA2docu Akkuschrauber eine umfassende Bandbreite an Drehmomentbereichen von 500 bis 4.800 Nm abdeckt. Im November 2019 ist noch ein weiteres Modell hinzugekommen, der DA2-80. Dieser Akkuschrauber der DA2Reihe kann bis zu 8.000 Nm verschrauben und ist damit, wie die Experten von Plarad betonen, der stärkste Akkuschrauber am Markt. In Kombination mit der Vierganghochgeschwindigkeitsschaltung kann mit diesem Werkzeug besonders schnell und effizient verschraubt werden. Der elektrischer Drehschrauber DE1 docu-plus, der ebenfalls auf am Messestand zu sehen sein wird, wartet mit einem Drehmoment-/Drehwinkel-Feature (kombiniertes Verfahren) auf. Die Win-

Bilder: Plarad

kelausführung ermöglicht dabei ein uneingeschränktes Arbeiten und zwar auch an schwer zugänglichen Stellen. Beide Schrauber sind übrigens mit einer neuen Dokumentationsfunktion ausgestattet. Schraubfälle können damit lückenlos erfasst und auf einem Endgerät gespeichert werden. So wird der Arbeitsvorgang nicht nur transparent, sondern auch nachvollziehbar und sicher. maintenance Dortmund Halle 4, Stand E13 www.plarad.de

Die Legitimität der Daten auf einem USB-Speichermedium wird zudem am jeweiligen Endgerät kontrolliert. Überprüft wird dabei die Gültigkeit der Freigabe für dieses Gerät sowie die Integrität der Daten. Falls diese Prüfung negativ ausfällt, wird das Medium unverzüglich blockiert. So wird verhindert, dass Daten unkontrolliert interne Unternehmenssysteme infiltrieren oder Daten aus den Systemen abfließen und dadurch die Produktion gefährdet werden könnte. maintenance Dortmund Halle 4, Stand E24 www.ondeso.com

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Premiere Cloudbasierte auf der Wartung maintenance und Instandhaltung 2020 J.D. Warum Neuhaus auch und stelltgerade die Druckluft-Hebezüge kleine Firmen vonMini dieser in der Technologie Food-Grade-Ausführung profitieren vor

nigers stellt kein Problem dar. Ein weiterer Vorteil: Dank des Antriebsmediums Druckluft sind die Hebezeuge ex-geschützt. Damit können sie auch in Bereichen eingesetzt werden können, in denen entzündliche organische Stoffe auftreten. Für die Motorschmierung kommt ein physiologisch unbedenkliches vollsynthetisches, also mineralölfreies Spezialfett zum Einsatz, das für die Nahrungsmittelindustrie und Pharmazie besonders geeignet ist.InstandhaltungsDer Schmierstoff für Der Einsatz der und Wartungssoftware TOM ist durch die Cloudanbindung die Kette ist ebenfalls lebensauch für kleine Betriebe effizient. Hohe Kosten für Hardware-Erstanschaffungen und steigende Betriebskosten für die IT entfallen. Bild: Wynn Pointaux auf Pixabay mittelverträglich. Abgesehen von dieser ProDabei werden die Daten J.D. aufNeuden einer Netzwerkstruktur und deren duktneuheit thematisiert eigenen verschlüsselt, Systemadministration nicht nothaus auf Servern der Messe auch die gesichert sowie Bedrohungen und wendig sind, auch Serverausfälle, Themenbereiche GesamtbetriebsViren kosten (TCO) mithilfeundprofessioneller den Service. Endgeräte oder feste Lokalitäten Dieser Antivirensoftware reicht von abgewehrt. der Installation wirken sich nicht mehr nachteilig und Die Inbetriebnahme Einrichtung, daseiner Monitoring Anlage auf die Instandhaltung aus. Dazu Der Schmierstoff für die Kette ist bei der Foodder Server und die Administration über die Instandhaltung bis hin sind alle sensiblen Daten ständig Grade-Ausführung lebensmittelverträglich. der Generalüberholung. Plattform kann die IT-Abteizur verfügbar und mehrfach gesichert. Bild: J.D. Neuhaus Für lungdie des Teileversor Unternehmens gungoder, hat falls der Kurz gesagt: Die Instandhaltung Hebezeughersteller keine solche vorhanden beispielswei ist, einenungs kann von anleitungen allen Standorten und aus Zertifi de-IT-Firma leisten.und BeiGeneralüberTOM überkaten. zentral Schulungen verwaltet werden, runden ohne das se Ersatzteilenimmt das realisiert, beispielsweise die Serviceprogramm das Vorhandensein ab.einer Ergänzt eigenen wird holungskits die dem Weiser & Lorenz der NetzwerkServiceund durch Serverinfrastruktur. Projekt- und Kunden eine Computertechnik wesentliche ErGmbH, welche innerhalb von weEngineering-Leistungen, maintenance Dortmund die das leichterung bei auch der Bestellung niger Stunden Support leisten gesamte Halle 4, StandProjektmanagement C18 Ersatzteilen bieten. kann. ein anderes Beispiel: Beim einer www.mop-zwickau.de Anlage umfassen. Oder Nicht nur, dass kostenintensive maintenance www.tom-instandhaltungsDortmund JDN-Mini mit die integriertem NFCHardwareanschaffung, der Aufbau Halle 4, Stand C29 Tag hat der Anwender mittels software.de www.jdngroup.com Smartphone beispielsweise einen www.glettenberg.de direkten Zugang zu den Bedie-

Nicht Wie sich nureine in der cloudbasierte NahrungsmittelWartung undund in der Instandhaltung Getränkeindustrie, auswirkt, sondern zeigtauch ein fiktives bei ChemieBeispiel: und Paul Pharmaunternehmen ist der Leiter des werden technischen besonders Dienstes hohe in einem Anforderungen Pflegebetrieb an die für Sauberkeit betreutes und WohHygiene nen. SeingeVerantwortungsbereich stellt. Um den Anforderungen umfasst dieser vier Gebäudekomplexe, Branchen gerecht zudie werden, über das bietet gesamte J.D. Neuhaus Stadtgebiet nun die verteilt Druckluft-Hebezüge sind. Die Wartung der und Serie Instandhaltung Mini in einer von Food-Grade-Ausführung Heizanlagen, Treppenliften, an. Zu sehen Gemeinschaftskü sind diese erstchen, mals auf derder Fahrzeuge maintenance und der in Dortmund. einzelnen Wohnungen gehören zum Aufgabenbereich des technischen Dienstes. Dabei sind die vorgegebenen Wartungsintervalle zu berücksichtigen sowie medizinische, Bei der Serie Mini hygienische handelt es sich, und gesetzliche gesamte Serie Vorschriften besteht einzuhalten. aus insKilogramm, 500 Kilogramm und der Name lässt es erahnen, um ein gesamt vier Typen mit Tragfähig980 Kilogramm. äußerst Bis datokompaktes regelt Paul Hebezeug. das Facility Die keiten von 125 Kilogramm, 250 Die können nicht nurbein werkinfrastruktur aufbauen und ihre Geräte Anwendungen oftmals Management über manuell genassen und extrem verschmutz redundante Sicherungen einrichreits kompatibel zu Cloud-führte Excel-Tabellen und Listen, ten - keine leichte Aufgabe, zumal ten Umgebungen betrieben Bei-systemen entwickelt, wie zumwer welche er in seiner iCloud das hierfür notwendige IT-Knowden, spiel die sondern Firma sie M.O.P funktionieren für die Insammelt, um ortsunabhängig darhow in vielen, vor allem kleineren auch standhaltungssoftware in der Kälte und bei TOM. Hitze. Sie auf zugreifen zu können. Durch Firmen nicht vorhanden ist. lassen Und dies sich geht deseinher Weiteren mit einigen in Bedie personengebundene Nutzung Doch was passiert, wenn Lampen reichen Vorteilen: nutzen, Durchin eine denen dezentrale Wert auf sind trotzdem persönliche Überblinken, es im Serverschrank piept, Sauberkeit Serverinfrastruktur gelegt wird, und das oderKnowaber gaben im Schichtwechsel und ProNetzwerkfehler auflaufen und auch how in desUmgebungen Dienstleistersmit wer einer den tokolle über die verschiedensten keiner mehr einen Plan über die explosiven beispielsweise Atmosphäre die (Zone laufenden 2). Maßnahmen notwendig. Das verDatensicherungen hat, fragt sich Nachdem Kosten reduziert J.D. Neuhaus und der auf Ander schlingt nicht nur Zeit, sondern sein Chef. Natürlich gibt es maintenance wender spart gleichzeitig 2019 diesebeiSerie den oftmals gehen hierbei auch Spezialisten hierfür. Das Problem: erstmalig Erstinvestitionen. gezeigt hat, folgt in wichtige Informationen verloren. Eine Fachkraft für Systemadmidiesem Eine solche JahrLösung die Food-Grade-Auswäre also auch führung. Diese bietet ein Motornistration lohnt sich erst ab einer für das Facility Management des Ein weiteres Problem: Auch die Akgehäuse aus unbeschichtetem gewissen Unternehmensgröße zitierten mittelständischen Pflegetualisierung erfolgt manuell und Aluminiumguss. Kette, die und bedeutet eine nicht unerhebbetriebes sinnvoll,Die ist damit abhängig vom Nutzer denn es kann Kettenführung, Lasthülse und und vom Endgerät. Hinzu kommt, liche finanzielle Belastung für das auf eine eigenedie aufwendige Serder Haken wiederum aus dass die Gefahr von Ausfällen, Unternehmen. verinfrastruktur verzichtetsind werden. Edelstahl Das macht die Paul verfolgt einen anderen Aneinem eingeschränkten Zugriff Die Cloudgefertigt. liegt in einem RechenHebezeuge satz. Er nutzt privat einen oder von Computerviren groß ist. zentrum mitkorrosionsbeständig einer etablierten und unempfindlich Cloudanbieter, beispielsweise für Um die Wartung und Instandhaldigitalen Infrastruktur gegenüber und bietet hoher Luftfeuchtigkeit. seine Fotos. Und das kann auch tung effizienter und sicherer zu ständige Verfügbarkeit sowie Außerdem die Produkte leicht mit einer Instandhaltungssoftware gestalten, hat der Leiter des techlangfristigesind Ausfallsicherheit. zu reinigen. Selbst die Verfunktionieren. Verfügt ein Pronischen Dienstes deshalb die Anwendung eines Hochdruckreigramm nämlich über eine Cloudschaffung einer Instandhaltungsanbindung, werden alle Aktualisoftware für das Facility Managesierungen, Funktionen, Ändement vorgeschlagen. Doch sein Chef ist skeptisch, selbst wenn rungen und Algorithmen online eine modular aufgebaute Softstatt in der lokalen IT-Infrastruktur … fragt René Noël von Abus und erklärt die wichtigsten sechs Fragestellungen dazu ware zum Einsatz kommen sollte, durchgeführt. Ein weiterer Vorteil: Viele Unternehmen in Deutschland wie auch in Europa erkennen die Notwendigkeit für ein Lockso ist doch eine ortsunabhängige, Man kann von überall aus auf Sonotec zeigt zentrale Datenplattform für Sonaphone-Ultraschallprüfgeräte out/Tagout-System (LoTo), das die Arbeit im Bereich der Instandhaltung sicherer macht. Durch zentrale Informationsplattform für diese Daten zugreifen. den Das digitale Einsatz eines Ultraschallprüfgerät solchen SystemsSonaphone ist nämlichunterstützt gewährleistet, bei der dassErfüllung in oder an von einer InstandhaltungsMaschine alle Häuser die Basis für ein Paul schlägt deshalb vor, einen beziehungsweise aufgaben in verschiedenen Anlage gefahrlos Bereichen. gearbeitet Als Erweiterung werden kann, zur Hardware eben weilofferiert diese nicht der aus Hersteller Versehen effizientes Facility Management, solchen Ansatz für die systemaeingeschaltet Sonotec mit der werden neuenkann modularen und derSoftwareplattform Medien- und Energiefluss Sonaphone unterbrochen Datasuite nun sind.ein Doch zentrales was ist so seine Meinung. tisierte Instandhaltung und bei Daten-Hub der Einführung für Ultraschallprüfungen. eines derartigen Systems Dieses dient zu beachten? der Organisation Dies erklärt vonRené Wartungsprozessen Noël, Business und Und das bedeutet wiederum SerWartung zu nutzen. Viele SoftDevelopment dem umfassenden Manager Datenaustausch und Safety Speaker mit mehreren Deutschland dieser Ultraschallprüfgeräte. bei Abus, anhand von sechs Punkten. verhardware beschaffen, Netzwareentwickler haben nämlich

Ist Ihr Unternehmen LoTo-ready? Sicherung der Anlagenverfügbarkeit

Die Sonaphone Datasuite als „Am Anfang steht immerist die Webanwendung konzipiertLoTound Frage: Ist Ihr Unternehmen somit alssoDesktop-, Serverready?“, René Noël, undoder erCloudlösung nutzbar. gänzt: „Um diese Frage korrekt Die Software zu zeichnet beantworten können,sich hilftlaut es, Hersteller durch eine Aspekte detaillierte für die sechs wichtigsten Anlagenbaumstruktur ein Lockout/Tagout zusowie kennen ein modernes und diese Informationen Routenplanungstool dann in aus, den das eigenen alle relevanten Handlungsprozess Anlagen und zu integrieren.“ deren Messpunkte darstellt Der erste Punkt heißt „Wann“. Es geht also um die Frage, wann ein Unternehmen überhaupt einen LoTo-Prozess durchführen muss. In der Praxis regelt dies die Gefährdungsbeurteilung, die hierbei von der Standbohrmaschine bis hin zu prozessverketteten Anlagen alles zu berücksichtigen hat. „Doch welche Faktoren hier im Detail einfließen, ist nicht immer klar“, warnt Noël. Danach geht es um das „Wer“. Wer oder besser gesagt welcher Personenkreis soll denn Anlagen, Antriebe und generelle Energieprozesse ab- bzw. wieder zuschalten? Reicht es hier, nur nach Qualifikationsgrad zu entscheiden, oder spielen andere Faktoren ebenso eine wichtige Rolle? Beim „Wie“, dem dritten Aspekt, Die App deutlich, Sonaphone Assetexpert ist eine Erwird wie verschieden weiterung für die Ultraschallprüfgeräte und Unternehmen mit dieser Fraunterstützt bei der routenbasierten Datengestellung umgehen. „Wie”desbe erfassung, Inspektion und Bewertung An-deutet in vor diesem lagenzustands Ort. Bilder:ZusammenSonotec

heitsverordnung schreibt vor, dass die Arbeitsmittel, bezogen auf Paragraf 10, nach dem Stand der Technik sicher sein müssen. „Diese Frage beschäftigt Unternehmen derzeit in ganz Deutschland, da hier oft die richtigen Informationen eher eine Bringals eine Holschuld sind“, weiß der Experte René Noël aus Erfahrung. Die Spreu vom Weizen trennt schließlich der Aspekt Nummer sechs. Wer lebt denn ein System „Selbst bei bester Planung und einem Bestdas ist die entscheidende Frage. Practice-System steht und fällt jedes LockHier gilt es, so Noël, „über out/Tagout-System mit den Menschen, die es bewusstseinschaffende Trainings, leben sollen“, weiß René Noël, Business Die Datasuite liefert unter anderem Informationen zu denSystem unterschiedlichen Messpunkten. zu das zur Herzenssache Development Manager und Safety Speaker machen schließlich geht es um Deutschland, aus Erfahrung. Bild: Abus und so die Planung von InstandInstandhaltungsmaßnahmen das Leben und die Gesundheit sihang haltungsaktivitäten die Beantwortung unterstützt.der cher jedesgestellt Einzelnen.“ werden. folgender Dabei werden Fragen: Messpunktin Welche Verfor- „Hinterfragen Zu sehen sein wird Sie sich auf der und Messe Ihr fahren mationen sind und sinnvoll? Kennzahlen Ab wann ist in aber Unternehmen auch dienach Appdiesen Sonaphone sechs ein benutzerfreundlichen LoTo-Prozess nurFenstern eine Assetexpert. Ansätzen fürSieeinunterstützt erfolgreiches bei „Gängelung“? dargestellt. Darüber Wo setzt hinaus der erder Lockout/-Tagout-System“, routenbasierte Datenerfas emp-gesetzliche möglicht die Rahmen Software ein? die Ansung, fiehlt der derExperte Inspektion undund betont: der„Ein BeNun zeigegeht und es Analyse um das von „Wo“, Ultraschallalso um wertung Lockout/Tagout-System des Anlagenzustands ist nämdie signalen Frage: zur Wo kann Anlagenverfügbarich meine Anvor lich Ort. mehr als nur ein einfaches keit lagen anhand sichervon abschalten? Schwellenwerten, Wichtig Die Schloss.“ App ermöglicht eine einfache Spektrogrammen ist hierbei, dass alle undAbschaltTrendSynchronisation Tipp: Entsprechende mit dem Seminare zenpunkte parametern. bekannt sind, um die tralen bietet Sonaphone in diesem Zusammenhang Datasuite SoftEnergien Das Instandhaltungsteam an den Anlagen- und ist ware-Hub die Firma und Abus unterstützt an. Zudem eine durch Maschinen die fortlaufende sicher zu verriegeln. DokumenVielzahl informieren von Anwendungen die Experten und am Die tationFrage des Anlagenzustands nach dem „Womit“ also Messgrößen. Messestand. spielt jederzeit spätestens auf dem neuesten seit demStand. Jahr maintenance Dortmund 2015 Zudem eine können elementare Aufgaben Rolle,priori dennHalle 4, Stand E25 B36 die siert und geänderte die Nachverfolgung Betriebssichervon www.sonotec.de/maintenance www.abus.com


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Hubarbeitsbühne kommt ohne Strom aus Zarges: Neuer Liftmaster U und überarbeiteter ZAP Safemaster S Montage-, Wartungs- und Reparaturarbeiten in der Höhe bergen ein besonderes Unfallrisiko. Für mehr Arbeitssicherheit im höheren Terrain zeigt Zarges, unter anderem Hersteller von Steigtechnik, gleich mehrere Innovationen auf der Leitmesse für industrielle Instandhaltung in Dortmund. So haben Besucher beispielsweise die Möglichkeit, den neuen Liftmaster U, die erste von Zarges entwickelte Hubarbeitsbühne, direkt am Messestand auszuprobieren. Zu sehen sein wird am Stand aber auch die überarbeitete Plattformleiter ZAP Safemaster S. Nicht immer und überall, wo Instandhalter aktiv werden müssen, steht auch ein Stromanschluss zur Verfügung. Mit dem neuen Liftmaster ist der aber auch gar nicht nötig, denn die Hubarbeitsbühne wird völlig autark von jeglicher Stromversorgung genutzt. Sie wird nämlich per Muskelkraft betrieben und auf diese Weise auf eine maximale Arbeitshöhe von 4,3 Metern ausgefahren. Durch die Unterstützung eines speziellen Hebemechanismus ist dabei, wie der Hersteller betont, nur ein geringer Kraftaufwand nötig - selber ausprobieren kann man dies am Messestand von Zarges.

„Mit dem neuen Liftmaster und der überarbeiteten ZAP Safemaster S bieten wir den Messebesuchern gleich zwei Neuheiten“, betont Höbke Thomssen, Produktmanagerin bei Zarges.

Ein Korb mit umlaufendem Geländer sorgt bei der Hubarbeitsbühne nicht nur für eine sichere Auf- und Abfahrt, sondern bietet außerdem die Möglichkeit, beidhändig Arbeiten durchzuführen. Anders als bei vielen herkömmlichen Bühnen ist der Liftmaster zudem äußerst mobil und leicht, sodass dieser auch auf Böden mit geringer Tragfähigkeit eingesetzt werden kann. Über Leichtlaufrollen mit einfach zu bedienenden Fixierbremsen lässt er sich aufgrund seiner kompakten Bauform problemlos auch durch enge Passagen bewegen. Auch die überarbeitete Plattformleiter ZAP Safemaster S ist am Messestand zu sehen. Die Plattform misst bei dem neuen Modell weiterhin 400 mal 400 Millimeter, aber das dreiseitige Geländer ist mit 1.000 Millimetern um 25 Prozent höher als beim Vorgängermodell. Hinauf gelangen Nutzer wie zuvor über rutschsichere Stufen. Neu ist indessen der eloxierte Handlauf. Oben angekommen, kann der Arbeiter hinter sich an der Aufstiegsseite ein Absperrband zuziehen und Werkzeuge und Kleinteile in einer Ablageschale deponieren. Ein weiteres eloxiertes Schutzgeländer ist als Zubehör erhältlich, das ohne Bohren angebracht werden kann. Für ein Optimum an Arbeitsschutz entspricht die Stufen-Plattformleiter zudem den Technischen Regeln für Betriebssicherheit hinsichtlich der TRBS 2121-2. Außerdem ist die ZAP

Safemaster S nach DIN EN 131 zertifiziert. Die Varianten mit zwei und drei Stufen bieten Standsicherheit nach den Vorschriften der DIN EN 131-7. Dank der Ausleger können alle Größen gemäß DIN EN 131-7 aufgerüstet werden. Ein optionaler oberer Schutzbügel sichert den Nutzer zudem vierseitig ab. maintenance Dortmund Halle 4, Stand B08 www.zarges.de

Die neue Hubarbeitsbühne wird per Muskelkraft betrieben und kommt in der Folge ganz ohne Stromanschluss aus. Bilder: Zarges

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Die günstige Alternative zum Retrofit Ecofit - so bezeichnen die Spezialisten von BVS Industrie-Elektronik GmbH ihren Service, den sie als effiziente und effektive Alternative zum herkömmlichen Retrofit der kompletten Maschinenelektronik verstehen. Im Rahmen eines geplanten Maschinenstillstandes stellt diese Leistung laut BVS einen schnellen und kostengünstigen Weg dar, die eingesetzte Industrie-Elektronik in Maschinen und Anlagen präventiv komplett zu überholen und somit die langjährige Maschinenverfügbarkeit sicherzustellen.

Dieser Ecofit, der im Reparaturwie auch im Austauschverfahren der Steuerungs- und Antriebselektronik einer Maschine angeboten wird, bietet neben der Kostenersparnis diverse weitere Vorteile. So müssen beispielsweise die Mitarbeiter nicht für die Benutzung einer neuen Steuerung angelernt werden. Gleichzeitig geht der Ecofit einher mit einer 24 Monate langen Gewährleistung. maintenance Dortmund Halle 4, Stand E22 www.bvs-cnc.de

Innovative Schmierlösungen inklusive Software Für große Aufmerksamkeit könnte am Messestand von Perma einem Spezialisten für die automatische Schmierung - die VRLounge sorgen. Hier erhalten Interessierte nämlich virtuelle Einblicke in reale Anwendungen dieser Schmierung. Dazu gibt es Informationen zur Montage und zu verwendeten Schmierstoffen aus der Praxis. Hintergrund: Seit mehr als 50 Jahren sind Perma-Schmiersysteme weltweit in allen Anwendungsbereichen und Industriezweigen im Einsatz. Die automatischen Schmiersysteme vereinfachen Wartungsarbeiten, erhöhen die Anlagenverfügbarkeit, reduzieren Kosten und Unfallrisiken - und sie werden immer weiterentwickelt. Neu sind beispielsweise die Apps für Instandhalter, die die Wartungsarbeiten vereinfachen. Dazu zählt die MLP-Webanwendung und MLP-APP. Hiermit können Schmierstellen ganz einfach zentral verwaltet werden. Die App Select wiederum dient zur Bestimmung erforderlicher

Schmiermengen von Anwendungen. Tipp: Wer mehr über diese Schmiersysteme und deren Anwendungen lernen will, kann sich an die Perma-Academy wenden. Auf der Messe wird diesbezüglich unter anderem ein neues Trainingsmodul vorgestellt, das jederzeit, auch von zu Hause aus, absolviert werden kann. maintenance Dortmund Halle 4, Stand A23 www.perma-tec.com

Am Messestand werden unter anderem auch Schmiersysteme mit SPS-Anbindung zu sehen sein. So können mehrere Schmiersysteme zentral überwacht werden. Bild: Perma


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Hilfreicher Chatbot und schlaue Datenbrille … ebnen den Weg zur Smart Maintenance Mit dem Lösungspaket „Smart for Maintenance“ kombiniert die T.Con unter anderem die Themen IoT und Machine Learning für die Instandhaltung mit SAP. Was dabei möglich ist und welche Vorteile sich für den Anwender ergeben, erklären die Spezialisten im Detail auf der maintenance. Viel Zeit zum Schreiben und zum Heraussuchen von relevanten Informationen haben Instandhaltungstechniker in aller Regel nicht. Wenn jedoch ein virtueller Assistent bei einer Spracheingabe wie „Pumpe“ gleich die richtigen Bauteildaten und sonstigen Informationen dazu liefert, spart dies Zeit und Nerven.

Informationen aus dem SAP EAM nutzen Der Chatbot Marvin des SAP Gold Partners T.Con ist solch ein Helfer. Auf mündliche oder per Tastatur eingegebene Fragen, wie zum Beispiel auf die Frage „Was steht heute an?“, recherchiert das Chatbot-Programm Informationen in SAP EAM. Dann zeigt das System dem Techniker die nächsten Wartungs- oder Instandhaltungsaufträge direkt auf seinem Mobilgerät an. Nach Abschluss einer Wartung werden Arbeitsschritte und Zeiten per Sprach- oder Texteingabe direkt in SAP verbucht. Der mit dem Maintainer Award von T.A. Cook ausgezeichnete

Chatbot ist nur ein - wenn auch besonders beeindruckendes - Beispiel dafür, wie sich die Instandhaltung weiterentwickelt hat: Seit einigen Jahren ist nämlich zu beobachten, wie Digitalisierung, Industrie 4.0 und Machine Learning neuartige Möglichkeiten für das Management industrieller Produktionsanlagen schaffen. Die Instandhaltung wird dadurch zunehmend aufgewertet, ihre Bedeutung für das Betriebsergebnis wächst. Die Antwort der T.Con auf diese Entwicklung ist „Smart for Maintenance“ - ein in SAP integriertes Lösungspaket. Durch die SAP-Integration ist sichergestellt, dass Unternehmen Innovationen direkt mit betriebswirtschaftlichen Prozessen in der Instandhaltung verknüpfen können. Umfangreiche Integrationsprojekte und Schnittstellenentwicklungen sind dafür nicht notwendig, so die Spezialisten von T.Con. Sie betonen: „Ansonsten laufen Unternehmen Gefahr, dass die Investitionen die Effizienzgewinne sofort wieder auffressen.“ Ein weiteres Beispiel für die Kombination aus Innovation und

Maintenance-Prozessen ist das Thema Augmented Reality. Datenbrillen ermöglichen nämlich völlig neue Anwendungsszenarien in der Instandhaltung. Mit einer Hololens beispielsweise können Techniker und Experten live über Video kommunizieren. „Effizient ist so ein Wartungsprozess vor allem dann, wenn die Beteiligten Daten direkt aus dem SAP ERP nutzen“, betonen die T.ConSpezialisten und verweisen auf eine entsprechende hauseigene Entwicklung, die dies möglich macht.

AR bedeutet: Hände frei zum Arbeiten Der Techniker hat damit die Hände frei für die Arbeit. Bildbearbeitung, Annotationen und Dateifreigaben ermöglichen es außerdem, ihn aus der Ferne zu unterstützen und anzuleiten - praktisch so, als würde man direkt neben ihm stehen. Doch nicht nur die Nutzung von technischen Lösungen aus der Consumer-Welt wie Chatbots und Datenbrillen verändern die Instandhaltung. Auf Grundlage von

Der preisgekrönte Chatbot Marvin, zu sehen auf der Messe, ist ein Beispiel dafür, wie eine technische Lösung aus der Consumer- auch in der Maintenance-Welt Fuß fasst. Bild: T.Con

Vernetzung und Machine Learning lässt sich das Thema Maintenance ganz neu denken: Aus Instandhaltung wird „Smart Maintenance“. Der Hintergrund: IoT-Plattformen (Internet of Things) erleichtern nämlich die Vernetzung von Maschinen und die massenweise Sammlung von Sensordaten. Algorithmen wiederum analysieren sie und erkennen Muster, die für die Instandhaltung von Bedeutung sind. Mit der Plattform Smart IOT bietet T.Con Unternehmen einen schnellen Start in die IoT-Wert-

schöpfung. Der IOT Connector erlaubt es dabei, Anlagen schnell und flexibel zu vernetzen. Er verknüpft zudem automatisch Produktionsstamm- und transaktionelle Daten aus SAP ERP mit Maschinen- und Sensordaten. Sie wiederum dienen als Grundlage für Echtzeitentscheidungen, Analysen und Auswertungen. Dabei setzt das Unternehmen je nach Anforderung auf unterschiedliche KI- und MachineLearning-Verfahren. Mithilfe individuell entwickelter Apps lassen sich auf dieser Basis mit geringem Aufwand Use Cases realisieren; beispielsweise lassen sich Produktionsdaten nutzen, um mithilfe von Machine-Learning-Verfahren im Voraus Wartungsbedarfe zu erkennen (Predictive Maintenance). Diese Innovationen lassen sich mit etablierten Maintenance-Lösungen kombinieren – etwa dem Enterprise Logboook, das als digitales Schichtbuch alle relevanten Ereignisse in Produktion und Instandhaltung übersichtlich aufbereitet. Bei Schichtwechseln sind alle Stakeholder über ungeplante Abschaltungen, Qualitätsprobleme oder Sicherheitsereignisse informiert. Die Auswertung der erfassten Ereignisse erleichtert die Fehlersuche. maintenance Dortmund Halle 5, Stand H05 www.team-con.de

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DORTMUND

B&I Die Industrie-Zeitung, Ausgabe 1, Februar 2020  

Die branchenübergreifende Zeitung für Produktions- und Produktivitätsverantwortliche in der Industrie. Mit praxisnahen Anwenderreportagen un...

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