Ex-Skirennfahrer Carlo Janka war zu Gast in der Bibliothek Ottenbach und las dort aus seiner Biografie. Seite 3
Drei Wochen auf Entzug
Schülerinnen und Schüler aus Hausen testeten ein Leben ohne Handy. Die Erfahrungen waren unterschiedlich. Seite 8
«Wohnen im Alter» nimmt Form an
In Stallikon gibt es am 8. März eine Urnenabstimmung zur Aufwertung des Dorfzentrums
Florian HoFer
Die Gemeinde Stallikon steht vor einem weiteren wichtigen Schritt in Zusammenhang mit der Aufwertung des Dorfzentrums. «Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, an dem sich alle Generationen begegnen können – mit zeitgemässen und bezahlbaren Wohnungen für Familien sowie Seniorinnen und Senioren», heisst es im Beleuchtenden Bericht der Gemeinde, der seit Kurzem auf der Webseite aufgeschaltet ist.
Begonnen hatten die ersten Planungen bereits 2014 mit der Gründung der Projektgruppe «Wohnen im Alter», um ein Wohnangebot für ältere Menschen im Zentrum von Stallikon zu ermöglichen. 2020 plante die Gemeinde das Projekt Landgarten, mit 40 Wohneinheiten in der Kernzone und 15 Alterswohnungen. Verschiedene weitere Abklärungen und Planungsschritte waren allerdings nötig, sodass das ursprüngliche Richtprojekt überarbeitet werden musste. Zuletzt beugte sich Ende August 2025 eine Jury über das Projekt. Das Fazit: «Durch die Überarbeitung konnte
«Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, an dem sich alle Generationen begegnen können.»
Gemeinderat Stallikon
das Wohnungsangebot substanziell gesteigert sowie die Kosten pro Quadratmeter Wohnfläche gesenkt werden, ohne die Qualität des Entwurfs massgeblich einzuschränken. Das Projekt fügt sich weiterhin gut in die Umgebung ein, gewinnt durch die Überarbeitung an Klarheit und ermöglicht die Realisierung der Überbauung innerhalb der gesteckten Kostenziele.» Die Grundstücke sollen in das Projekt integriert und von
Mit der Aufwertung des Dorfzentrums will die Gemeinde Stallikon einen Ort für alle Generationen schaffen. Im Bild die aktuelle Situation beim Gemeindehaus. (Bild Daviprasad Rao)
der Genossenschaft Hofgarten (Geho) im Baurecht übernommen werden. Dies ermöglicht es, die Bauten für das «Wohnen im Alter» näher an der Bushaltestelle zu positionieren, was eine attraktivere und barrierefreie Erschliessung der Wohnungen sowie eine Erhöhung der Alterswohnungszahl auf nun 36 mit sich bringt. Mit 39 geplanten Familienwohnungen gäbe es insgesamt 75 Wohnungen. Geplant sind ausserdem ein Gemeinschaftsraum, Gewerbeflächen und ein Dorfplatz.
Das führt nun zu einer Anpassung des sogenannten «Letter of Intent». Dabei handelt es sich um eine Absichtserklärung, die die wesentlichen Eckpunkte der Vereinbarung zwischen der
Eine Stadt aus Lego
Viele kleine Baumeister am Werk
In Bonstetten konnten sich 8- bis 12-jährige Kinder am vergangenen Wochenende für einmal mit Legosteinen so richtig austoben. Bereits zum zweiten Mal organisierte die Reformierte Kirchgemeinde Knonauer Amt in Zusammenarbeit mit dem Bibellesebund Winterthur einen Lego-Event. Das Prinzip ist schnell erklärt: Zusammen wird eine zehn Meter lange Lego-Stadt mit vielen verschiedenen Häusern gebaut. In kleinen Gruppen bauen erst alle ein kleines Haus, danach kann frei gewählt werden, was für Bauprojekte noch umgesetzt werden sollen. Für jedes Projekt konnten die kleinen Baumeister einen Bauplan beziehen, die nötigen Teile wurden zur Verfügung gestellt – ein riesengrosser Spass. (red)
Seite 3
Gemeinde und der Genossenschaft Hofgarten festhält. Damit verbunden ist ein Verpflichtungskredit in Höhe von 1.89 Millionen Franken. Gemeinderat und Rechnungsprüfungskommission empfehlen die Annahme der Vorlage. Was passiert bei einer Ablehnung Würde die Vorlage von den Stimmberechtigten an der Urnenabstimmung vom 8. März abgelehnt, bliebe der Letter of Intent in der von der Gemeindeversammlung am 2. Dezember 2020 genehmigten Fassung gültig, schreibt die Gemeinde im Beleuchtenden Bericht. Damit wäre die Wirtschaftlichkeit des Projekts jedoch nicht mehr gegeben. Der
Gemeinderat geht davon aus, dass sich die Genossenschaft Hofgarten vom Vorhaben zurückziehen würde. Dies hätte weitreichende Folgen: keine Alterswohnungen in Stallikon auf Jahre hinaus, Wegzug älterer Einwohnerinnen und Einwohner mangels passender Angebote, ein faktischer Neustart ohne Aussicht auf realistische Alternativen, erhebliche Kosten zulasten der Gemeinde ohne jeglichen Nutzen und Stillstand bei den Plänen für eine Aufwertung des Dorfzentrums, so der Bericht.
Im Vorfeld der Urnenabstimmung vom 8. März findet am Mittwoch, 4. Februar, um 19 Uhr in der Turnhalle Loomatt eine Informationsveranstaltung statt
Start in die Fasnacht
Kinderumzug und Maskenball in Obfelden
Am vergangenen Samstag waren mehrere hundert Fasnächtlerinnen und Fasnächtler am Kinderumzug in Obfelden mit dabei. Begleitet wurde der farbenfrohe Tross von den Affoltemer Säuli-
guuggern und den Hedinger Vollgashöcklern, welche dann auch am Abend am «Füürball» für Stimmung sorgten. (dst)
Seite 5
Neumitglieder vermeldet der Musikverein Maschwanden – ein Rekord. Seite 4
«Eisen ist gar nicht so hart.»
Seite 13 Moritz Häberling, Metallbauschlosser, Uerzlikon. (Bild Regula Zellweger)
Wahlkampf in Ottenbach
In der Gemeinde Ottenbach stehen für den Gemeinderat und das Präsidium mehrere Kandidierende zur Wahl. Für die fünf Sitze gibt es acht Bewerber. Aber auch bei der Wahl des Präsidiums bekommt Gaby Noser Fanger, welche eine vierte Amtszeit anstrebt, Konkurrenz. Ernst Diethelm möchte neu die Geschicke der Gemeinde steuern. Die Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich heute Dienstag an einer Podiumsdiskussion vor. Ottenbach selbst hat sein Entwicklungsziel bis 2030 mit 3000 Einwohnerinnen und Einwohnern bereits erreicht. Dies ohne die Nutzung von Baulandreserven, sondern durch die innere Verdichtung. Zu mehr Anonymität führte dies aber gemäss Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger nicht, sondern es habe nach Corona einen Schub bei der Partizipation am Dorfleben gegeben. Sie verweist dabei auf eine breite Zahl an Veranstaltungen. (red)
Seiten 9 bis 12
Neue Präsidien in Aeugst
Für den Gemeinderat haben sich für die sechs Sitze auch die gleiche Zahl an Kandidierenden gemeldet. Anders bei den fünf Sitzen für die Primarschulpflege und bei der Rechnungsprüfungskommission. Dort kommt es zu einem Wahlkampf. Im Gegensatz zu anderen Gemeinden im Bezirk erwartet Aeugst kein massives Wachstum. Die Einwohnerzahl von 2000 Personen ist in der Gemeinde mit attraktivem Steuerfuss und mit wenig Nebel seit zwölf Jahren nahezu stabil. «Aeugst ist gebaut», erklärt dann auch die abtretende Gemeindepräsidentin Nadia Hausheer. Man rechne bis in zehn Jahren mit einer Einwohnerzahl von zirka 2300. Es gebe auch nur noch wenige Baulandparzellen. (red)
Seiten 17 bis 19
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Bauprojekte
Planauflage:
Die Pläne liegen auf den betreffenden Gemeindekanzleien zur Einsicht auf. Dauer der Planauflage: 20 Tage vom Datum der Ausschreibung an. Erfolgt die Ausschreibung im Amtsblatt des Kantons Zürich später, gilt das Datum der letzten Ausschreibung.
Rechtsbehelfe:
Begehren um die Zustellung von baurechtlichen Entscheiden sind innert 20 Tagen seit der Ausschreibung bei der Baubehörde schriftlich einzureichen; elektronische Zuschriften (EMails) erfüllen die Anforderungen der Schriftlichkeit in der Regel nicht. Wer das Begehren nicht innert dieser Frist stellt, hat das Rekursrecht verwirkt. Die Rekursfrist läuft ab Zustellung des Entscheides (§§ 314–316 PBG).
Für die Zustellung baurechtlicher Entscheide wird eine geringfügige Kanzleigebühr erhoben.
Ottenbach
Bauherrschaft: Cornelia Beck Schneebeli und René Schneebeli, Pfaffächerstrasse 50, 8913 Ottenbach
Projekt: Abbruch Assek.-Nr.357 und Neubau Mehrfamilienhaus, Jonenstrasse 22, 8913 Ottenbach
GustiwareinleidenschaftlicherOL-LäuferunddurfteimLaufevieler Jahre an unzähligenWettkämpfen im In- undAusland teilnehmen, bei denenerimmerwiederschöneErfolgefeiernkonnte.InunseremVerein engagierte er sich über Jahrzehnte hinweg regelmässig als Helfer in verschiedensten Funktionen. Mit seiner grossen Begeisterung für den OL-Sport sowie seinem bescheidenen und stets positiven Wesen war er für viele von uns eine Inspiration und ein Vorbild.
Seiner Familie und allen Angehörigen sprechen wir unser tief empfundenes Beileid aus.
OLG Säuliamt
Davidé Bové
21. November 1986 bis 10. Januar 2026
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In Dankbarkeit und stiller Trauer nehmen wir Abschied von unserem lieben
Peter Erwin Stooss
18 Januar 1945 – 13 Januar 2026
In seinem geliebten Tessin erlag er unerwartet einem Herzversagen Alle, die ihn gekannt haben, wissen, was wir verloren haben
Trotzdem sind wir dankbar dass er nach einem reich erfüllten
Leben so friedlich einschlafen konnte
Regina Stooss
Werner Stooss
Viktor und Priska Stooss mit Daniel und Tamara
Stefan Stooss mit Severin Adrian und Fabienne Verwandte und Freunde
Die Urnenbeisetzung findet am Freitag 23 Januar um 13:30 Uhr auf dem Friedhof in Hedingen statt
Anschliessend Trauerfeier um 14 Uhr in der reformierten
Kirche in Hedingen
Anstelle von Blumenspenden empfehlen wir die Schweizer Berghilfe, 8134 Adliswil, IBAN CH44 0900 0000 8003 2443 2, Vermerk: Trauerfall Peter Stooss zu berücksichtigen
Traueradresse: Regina Stooss, Unterdorfstr 7, 8908 Hedingen
Stiftung Solvita Götschihof Bewohnerinnen und Bewohner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Die Beisetzung findet am Mittwoch, 21. Januar 2026, um 14.30 Uhr auf dem Friedhof in Obfelden statt. Die Gedenkfeier findet anschliessend in der katholischen Kirche Obfelden statt.
Bonstetten
Am 6. Januar 2026 ist gestorben:
Reinhard Schreier geboren am 10. April 1935, von Zürich und Biberist, wohnhaft gewesen in Bonstetten.
Bestattungsamt Bonstetten
Knonau
Am 11. Januar 2026 ist in Baar gestorben: Sidler-Huber, Margrith geboren am 25. November 1945, von Küssnacht SZ, wohnhaft gewesen in Knonau.
Obfelden
Am 10. Januar 2026 ist in Zürich gestorben:
Davide Bove geboren am 21. November 1986, wohnhaft gewesen in Obfelden. Die Erdbestattung findet am Mittwoch, 21. Januar 2026, 14.30 Uhr, in Obfelden statt, mit anschliessender Abdankungsfeier in der katholischen Kirche Obfelden. Bestattungsamt Obfelden
Wettswil am Albis Am 16.Januar 2026 ist in Zürich gestorben: Caldarone-Recupido Giuseppa Maria geboren am 28. Januar 1951, wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis. Abdankungsgottesdienst am Freitag, 23. Januar 2026, 15.00 Uhr, in der Kath. Kirche Bonstetten. Bestattungsamt Wettswil am Albis Wettswil im
Die Abdankungsfeier findet am Mittwoch, 28. Januar 2026, um 14.00 Uhr, in der reformierten Kirche Knonau (nach katholischem Ritus) statt. Die Beisetzung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis. Bestattungsamt Knonau
Spezialseiten des Anzeigers
WIR GRATULIEREN
Zum 80. Geburtstag
Am nächsten Donnerstag, 22. Januar, feiert Laura De Luca-Dal Farra in Obfelden ihren 80. Geburtstag. Der Jubilarin wünschen wir viel Freude und alles Gute und Liebe fürs neue Lebensjahr. Herzliche Gratulation!
Gratulationen sind willkommen!
Für die Rubrik «WIR GRATULIEREN» sind wir auf die Einsendungen der Leserinnen und Leser angewiesen.
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Aufgetauter «Ice Man» in Ottenbach
Das dreiköpfige Bibliotheksteam lud zur Lesung mit dem Ex-Skirennstar Carlo Janka
SandRa ISabél ClauS
Die Zeiten, in denen Carlo Janka als «Ice Man» galt, gehören der Vergangenheit an. Am vergangenen Mittwochabend unterhielt er die rund 50 Gäste in der Bibliothek Ottenbach mit Charme und auch Witz – als hätte er nie etwas anderes gemacht. Die drei Organisatorinnen der Veranstaltung – Alexandra Meier, Melanie Häberling und Stefanie Batur – wollten den Anlass bewusst im überschaubaren Rahmen halten, auch der Atmosphäre wegen. Und vielleicht war genau dies der Schlüssel, um das Eis bereits von Beginn an zu brechen.
Karriere verlief alles andere als geradlinig
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Mit einem kurzen Video als Einstieg wurde den Anwesenden vor Augen geführt, welche Höhepunkte Carlo Janka in seiner Karriere als Skirennfahrer feiern durfte. Es waren Triumphe, die sich sehen lassen konnten: Im zarten Alter von 22 Jahren wurde er 2009 Weltmeister im Riesenslalom von Val d’Isère. Ein Jahr später holte er Olympiagold in Vancouver und kürte sich im selben Winter zum Gesamtweltcupsieger. Als erst vierter Schweizer überhaupt.
Nach zwölf Jahren mit rund 300 Weltcup-Rennen, davon 100-mal in den Top Ten sowie elf Siegen, trat der Bündner im Januar 2022 von der Skirennbühne ab. Trotz dieser eindrücklichen Erfolgsbilanz verlief seine Karriere alles andere als geradlinig. 2011 kam es zur Krise: Wegen Herz- und Rückenproblemen lief plötzlich nichts mehr. Dazu gesellten sich auch noch Probleme mit dem Material. Für das Meistern dieses
Leidensweges brauchte es Hartnäckigkeit, Wille und viel Zuversicht, um Jahre später wieder an frühere Erfolge anzuknüpfen. Der Befreiungsschlag gelang schliesslich 2016 mit dem Sieg in Wengen.
Ein Buch schreiben nach der Karriere war eigentlich nie geplant
Nach seiner Karriere stand das Schreiben eines Buches eigentlich nicht auf seiner Liste. «Ich dachte, es sei schon alles über mich gesagt», meint er. Doch als der Autor Philipp Gurt über Umwege mit der Idee auf ihn zukam und hartnäckig blieb, liess sich Carlo Janka überzeugen. Der Bündner Schriftsteller, der in seinem Leben selbst als sogenanntes «Schattenkind» mit grossem Leid konfrontiert war, ist vor allem als Krimiautor bekannt.
Für das Buch «Durchbruch – mein Weg, dein Erfolg» brauchte es einen regen Austausch zwischen den beiden –zahlreiche E-Mails und rund 250 Tele-
fonate. «Und das ist für mich, der nicht oft und auch nicht besonders gern telefoniert, eine beachtliche Leistung. Zum Schluss war ich dann aber doch froh, nicht mehr täglich einen Anruf von ihm zu bekommen», gesteht der ehemalige Skirennstar augenzwinkernd.
«Es scheint mir, als wäre an meiner Stelle ein anderer gefahren»
Das fertige Buch hält Carlo Janka nun in den Händen. Er eröffnet die Lesung und gewährt den Gästen im ersten Teil Einblicke in ein tragisches Kapitel seines Lebens als Skirennfahrer. Man fühlt sich hautnah dabei, wenn er berichtet, wie er als unerfahrener Newcomer nach dem fürchterlichen Unfall seines ebenfalls jungen Teamkameraden Daniel Albrecht beim Abschlusstraining 2009 in Kitzbühel hadert. Wie er zweifelt und ihm die blanke Angst vor der bevorstehenden Abfahrt auf der berühmten und noch viel berüchtigteren «Streif» im Nacken sitzt. Er erinnert sich daran, wie er
Kinder bauen Lego-Stadt in Bonstetten
sich mit den überwältigenden Emotionen und dem enormen Druck völlig allein fühlte. Doch ohne Angst gäbe es keinen Mut. Und so stürzt er sich an jenem Samstag mit der Startnummer 28 und weit über 100 Kilometern pro Stunde wagemutig die Unfallstrecke am Hahnenkamm hinunter. Ohne das Gefühl zu haben, es wirklich zu erleben. «Ich finde es rückblickend noch heute verrückt, dass ich, wenn ich mich an das damalige Rennen zu erinnern versuche, einfach ins Leere laufe. Es scheint mir, als wäre an meiner Stelle ein anderer gefahren. Da gibt es keinerlei Erinnerungen daran», liest Carlo Janka vor. Er fuhr damals auf Platz 20. Nach den ergreifenden Zeilen beantwortet der Obersaxner ungezwungen und sympathisch Fragen der Moderatorin, Stefanie Batur, sowohl zu seiner aktiven Zeit als Skirennfahrer als auch zum heutigen Alltag als dreifacher Familienvater und zu seinen beruflichen Zielen. Eine Frage aus dem Publikum bringt Carlo Janka kurz zum Grübeln: Würde er seine Abfahrt-Bronzemedaille bei den Ski-Weltmeisterschaften 2009 in Val d’Isère gegen einen Sieg in Adelboden eintauschen? Mit einem Schmunzeln und den Worten «Das ist mal eine neue Frage» verschafft er sich einen Moment zum Überlegen, bevor er gesteht: «Ja, ich glaube schon, das würde ich. Denn das Ambiente in Adelboden, die Einfahrt in den Zielhang, das Raunen des Publikums – das ist einfach einmalig.»
Auch die Stimmung in der Bibliothek Ottenbach hätte nicht besser sein können. Und so klang der Abend aus, wie er begonnen hatte: persönlich, nahbar und getragen von Gesprächen, signierten Büchern und einem gemeinsamen Apéro.
Reformierte Kirchgemeinde Knonauer Amt organisierte Event für 8- bis 12-Jährige
Konzentriert setzen die Kinder nach einem Plan gemeinsam ein Bauwerk aus Legosteinen zusammen. (Bild Regula Zellweger)
Regula ZellwegeR
Es brennt. Ein Feuerwehrauto hat bereits die lange Leiter für die Löscharbeiten ausgefahren, Feuerwehrleute tun ihre Arbeit. Zum Glück liegt das kleine, brennende Haus gleich neben dem grossen Feuerwehrdepot. Flammen züngeln – Lego-Flammen aus Plastik. Im Vorgarten eines schmucken Reihenhauses liegt Hausrat verstreut im Vorgarten. Was ist geschehen? Nichts Bedrohliches: Frühlingsputz im Lego-Haus. Im Garten pflegen unterschiedlichste Tiere ein friedliches Nebeneinander, denn im Lego-Einfamilienhaus wohnen Tierfreunde. Ein einzelnes Haus überragt alle umstehenden Häuser, es ist das höchste. Eigentlich war es anders geplant, aber die «Architekten» wollten hoch hinaus. Kinder erzählen Geschichten mit Lego-Bausteinen – und ihre Geschichten erzählen auch etwas über die kleinen
Baumeister selbst. All dies geschah im Rahmen eines Anlasses, der am vergangenen Wochenende im Kirchgemeindehaus Bonstetten für Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren stattfand.
Perfekte Organisation
Der Lego-Event wurde von der Reformierten Kirchgemeinde Knonauer Amt bereits zum zweiten Mal in Zusammenarbeit mit dem Bibellesebund Winterthur organisiert. Für die Organisation vor Ort war Eva Sanz, sozialdiakonische Mitarbeiterin und Katechetin der Reformierten Kirchgemeinde Knonauer Amt, verantwortlich. Für die Organisation des Ablaufs des Workshops, also für Material, Transport, Vorbereitung, Workshopleitung und Abtransport der Lego-Stadt, war Marc Lendenmann vom Bibellesebund zuständig. Freiwillige Helfer wurden von der Reformierten
Kirchgemeinde beigezogen. Die Kinder trafen sich am Freitagabend im Kirchgemeindehaus in Bonstetten. Rund die Hälfte der 32 teilnehmenden Kinder kam aus Bonstetten, die anderen aus weiteren Gemeinden der Region. Schätzungsweise zwei Drittel der «Baumeister» waren Jungs. Am Freitagabend lernten sich die Kinder, die Organisierenden und Mithelfenden gegenseitig kennen. Das Prinzip der Lego-Stadt wurde erklärt: Kleine Gruppen bauen zuerst ein kleines Haus, danach sind sie frei in der Wahl ihrer Bauprojekte. Für jedes einzelne Projekt beziehen sie einen Bauplan mit Angaben, in welchen gut beschrifteten Behältern die benötigten Teile zu finden sind. Danach nahm man zusammen das Nachtessen ein. Anschliessend wurde während rund 20 Minuten eine Geschichte aus der Bibel erzählt.
Spannendes Programm Am Samstagnachmittag wurden die Bauarbeiten mit grosser Begeisterung weitergeführt. Die Kinder entschieden sich beispielsweise für den Bau eines Flughafens inklusive Flugzeuge, eines Bahnhofs, eines Feuerwehrdepots oder von Häusern mit unterschiedlichsten Funktionen. Bereits vorbereitet und beschriftet war die Fläche, auf der die Stadt Bauwerk für Bauwerk entstand. Die Kinder wussten, wo ihre einzelnen Werke im Gesamtgefüge der Stadt stehen würden. Das Ziel war es, dass die Stadt bis zum Abend vollendet sein würde. Es gab eine Pause mit Zvieri und erneut einer Geschichte aus der Bibel. Am Sonntag wurde der Anlass mit einem Abschlussgottesdienst für Klein und Gross mit anschliessender Lego-
Stadt-Besichtigung und einem Apéro abgerundet.
Die Kinder waren mächtig stolz auf ihre Bauwerke. Während des Bauens herrschte eine lebendige, konzentrierte und friedliche Stimmung, da die Kinder auf ihre Bauvorhaben fokussiert waren und konstruktiv in ihren Gruppen zusammenarbeiteten.
Begeisterte Zusammenarbeit
Die Kinder schmückten ihre Bauwerke fantasievoll mit Lego-Blumen, -Bäumen, -Männchen, -Werkzeugen und weiteren Spezialteilen. Auf dem Dach eines Reihenhauses konnte man beispielsweise einen Helikopterlandeplatz sowie einen Swimmingpool entdecken. «Unser Ziel war es auch dieses Jahr, eine Plattform zu schaffen, damit Kinder gemeinsam etwas Grösseres mit Lego erstellen konnten», erklärt Eva Sanz. Sie buchte den Workshop beim Bibellesebund Winterthur. Auflage war die Integration der beiden biblischen Geschichten. Es galt, den Kindern im Kontext der Reformierten Kirchgemeinde Knonauer Amt ein besonderes Erlebnis zu ermöglichen. Die Zusammenarbeit mit dem Bibellesebund war in der Ausschreibung transparent kommuniziert worden. Die Kinder hatten sichtlich Spass am gemeinsamen Bauen in einer lockeren Atmosphäre. Zum Schluss mussten die Bauwerke abgebrochen und jedes einzelne Teil wieder seinem bestimmten Behälter zugeordnet werden. Mit Blick auf die ganze Stadt eine Riesenaufgabe. Eva Sanz meinte aber mit einem wissenden Lächeln: «Das täuscht – wir sind schnell. Es dauert ein bis eineinhalb Stunden. Über 20 Personen haben sich gemeldet, um mitzuhelfen.»
Carlo Janka – der einstige «Ice Man» – umgeben vom Bibliotheksteam Melanie Häberling, Alexandra Meier und Stefanie Batur (von links). (Bild Sandra Isabél Claus)
ÄMTLER KANTONSRÄTINNEN MEINEN
Tamara Fakhreddine, FDP, Bonstetten
Ja zur Individualbesteuerung
Psst, ich verrate Ihnen ein Geheimnis: Mein Mann lässt unsere Steuererklärung von einem Treuhänder machen. Das ist seine Aufgabe, da halte ich mich raus. Ich will mich ja nicht in seine To-dos einmischen – davon habe ich selbst genug.
Aber ehrlich gesagt: Ich würde sie lieber selber ausfüllen, es ist ja immer echli ähnlich. Hoffentlich werde ich das schon bald tun können. (Unter uns: Ich werde sicher schneller sein als er.)
Es ist an der Zeit, dass wir bei der Abstimmung vom 8. März ein klares Ja an die Urne bringen für gleiche Rechte
und Pflichten zwischen Frau und Mann, verheiratet oder nicht verheiratet. Ich bin sicher, die Schweizer Bevölkerung ist bereit, dass wir einen weiteren Schritt in Richtung Gleichberechtigung machen und die Heiratsstrafe endlich abschaffen, und ich zähle auf Sie, dass Sie abstimmen gehen und so auch Ihren Beitrag leisten.
Als ich Mutter wurde, habe ich ein klein wenig reduziert und 80 bis 90 Prozent gearbeitet. Meine Kinder waren am Anfang zwei Tage in der Krippe und zwei Tage bei meinen Eltern. Als das meiner Mam zu viel wurde, hatten wir für zwei Tage eine Nanny. Ich wurde
oft gefragt, ob es sich lohne. Gelohnt hat sich das Arbeiten für mich vor allem ausserhalb des finanziellen Aspekts. Meine Kinder haben sich jeden Abend richtig gefreut, mich zu sehen, und das «Maaaaami» bei der Begrüssung in der Krippe oder zu Hause ist unbezahlbar. Beim genauen Hinschauen und Rechnen war das Bild ein anderes. Was nach Ausgaben für die Kinderbetreuung, Steuern, Essens- und Kleiderauslagen übrigblieb, hat nicht mehr so wahnsinnig begeistert. Ich habe mir in dieser Zeit oft überlegt, wie das Familien machen, die keine Grosseltern haben oder bei denen der Verdienst der Frau kleiner ist. Dann ist
Separatsammlung von Wertstoffen
Bonstetten: Teilnahme an koordinierter Submission der Dileca 2026
Die Dileca bietet den Träger- und Verbandsgemeinden die Möglichkeit, sich an koordinierten Separatsammlungen von Wertstoffen zu beteiligen. Stand heute ist Bonstetten nicht Teil dieses Vertrages, sondern hat für den Wertstoffverkauf eigene Verträge ausgehandelt. Der bestehende Vertrag läuft Ende Jahr aus, weshalb 2026 eine Submission für die koordinierte Sammlung seitens Dileca durchgeführt wird. Der Beginn des neuen Vertrages ist auf den 1. Januar 2027 festgelegt.
Zukunftsgerichtete
Abfallbewirtschaftung
hinsichtlich koordinierter Separatsammlung von Wertstoffen zwischen der Dileca und den Vertragsgemeinden, anzuschliessen. Er hat beschlossen, an der von der Dileca Anfang 2026 durchzuführenden Submission für die koordinierten Separatsammlungen von Wertstoffen teilzunehmen.
ein klares Bekenntnis der Gemeinde zu nachhaltigen, effizienten und regional abgestimmten Lösungen im Bereich der Wertstoffsammlung.
Im Weiteren hat der Gemeinderat:
• Einem SLA-Updatevertrag und einem Zusatztool für die elektronische Geschäftsverwaltung zugestimmt.
Sitzung der Primarschulpflege vom 13. Januar 2026
Die Primarschulpflege hat an ihrer Sitzung vom 13. Januar 2026:
Arbeiten finanziell gesehen ein Hobby, und das hilft weder uns Frauen noch unserer Wirtschaft.
Mir gefällt das traditionelle Konzept vom Verheiratetsein. Ich habe auch gerne den Namen meines Mannes angenommen. Aber ich zahle nicht gerne mehr Steuern, nur weil wir verheiratet sind. Familien haben mit Kinderbetreuung, Organisation und Weiterem genug um die Ohren, und Sie können sich kaum vorstellen, wie oft ich «verurteilt» wurde, weil ich arbeiten gehe – da braucht es nicht auch noch eine steuerliche Mehrbelastung.
Fördern wir also das Modell der Ehe und gleichzeitig auch die Gleichberechtigung und die Selbstverantwortung der Frauen. Es ist eine Massnahme, um den Verbleib in Erwerbstätigkeit von Frauen mit Kindern zu erhöhen und deren Altersarmut zu verkleinern. Es ist wichtig für unsere Wirtschaft, für unsere Rechte als Frauen und für eine Modernisierung des Konzepts Ehe. Mit einem Ja zur Individualbesteuerung am 8. März können wir dies erreichen. Übrigens habe ich mit meinem Mann eine Wette laufen zur Wahlbeteiligung und den Resultaten im Säuliamt… er ist pessimistischer als ich, so viel kann ich verraten.
Präsident Michi Salzmann (rechts), umgeben von den fünf Neumitgliedern und «Friends». (Bild zvg)
Erdrutsch in der Mitgliederbewegung
Stephan Sandhofer, Gemeindeschreiber a.i., Bonstetten Neuigkeiten vom Gemeinderat und der Primarschulpflege Bonstettens. (Bild cle)
• die Anpassung zweier Sonderschulsettings bewilligt.
• eine aussergemeindliche Beschulung genehmigt.
• Subventionen für Musikunterricht an der Musikschule Knonauer Amt im Frühlingssemester 2026 gesprochen.
Bericht von der GV des MV Maschwanden
Der Gemeinderat hat die Absicht, sich ab 1. Januar 2027 dem neuen Vertrag,
Die Teilnahme an der koordinierten Separatsammlung der Dileca ist ein wichtiger Schritt für eine zukunftsgerichtete Abfallbewirtschaftung. Die bevorstehende Submission bietet der Gemeinde die Möglichkeit, sich frühzeitig in die Ausgestaltung der Wertstoffsammlungen ab 2027 einzubringen und von einheitlichen, professionellen Lösungen zu profitieren. Der Entscheid ist
• die Kostenabrechnung des Volksschulamtes (VSA) für die integrierte Sonderschulung in der Verantwortung der Regelschule (ISR) zur Kenntnis genommen.
• über die Asylkostenabrechnung des Schulzweckverbands (SZV) diskutiert.
• die Neubesetzung dreier vakanter Stellen bewilligt.
Präsident Michi Salzmann zeigte sich daher sichtlich erfreut, hiess die «Neuen» herzlich willkommen und verteilte sogleich allen die Vereinsstatuten als Bettlektüre.
Das grosse Highlight im ersten Halbjahr sind sicher die beiden Konzerte am 11. und 12. April in Maschwanden und Knonau, wo wieder ein unterhaltsames Märli musikalisch umgesetzt wird und Gross und vor allem Klein begeistern wird.
Der Musikverein Maschwanden konnte am vergangenen Freitag seine 74. Generalversammlung in der «Osteria dei Poeti» in Maschwanden abhalten. Präsident Michi Salzmann konnte pünktlich um 19.30 Uhr die Generalversammlung eröffnen und begrüsste alle anwesenden Aktiv- und Ehrenmitglieder, die Dirigentin Karin Züger, sowie sieben Friends, die aus dem Projekt, das vor einem Jahr startete, zum Verein gestossen sind. Die GV verlief ohne grosse Überraschungen bis zum Traktandum 5, Mitgliederbewegung. Ein erdrutschartiger Zuwachs von fünf Neumitgliedern und drei Friends, die dem Verein als Unterstützung erhalten bleiben. Seit der Gründung am 2. Januar 1952 hat es wohl keine GV mehr gegeben mit solch einem erfreulich hohen Zuwachs.
Rolf Fahrni, Musikverein Maschwanden
Erfolgreiche Weihnachtsaktion der Pinnwand Säuliamt
Die Mitglieder der Facebook-Gruppe spendeten 5575 Franken für zwei Stiftungen im Bezirk
Am 31. Dezember 2025 verkündete
Pinnwand-Administrator Niki Greco, er habe die Weihnachtsaktion offiziell be-
endet und die Überweisungen an die Stiftung Solvita und die Stiftung W.F.J.B. getätigt. Stolze 5575 Franken waren
dank der Spenden der Mitglieder zusammengekommen.
Begünstigt wurden mit 2165 Franken das Wohnhuus Meilihof Ebertswil und mit 3410 Franken der Götschihof (davon 300 Franken für die Ausflugskasse des Wohnheims Urdorf, 800 für die Ausflugskasse des Wohnheims Götschihof und 2310 für Ausbau des Therapiegartens Götschihof).
Diese Woche fand bei strahlendem Sonnenschein die symbolische Checkübergabe an Volker Kessler, Leiter des Götschihofs Aeugstertal, und an Nathalie Mannino, Hausleitung Meilihof Ebertswil, statt. Beide zeigten sich hocherfreut über den unverhofften Zustupf und richteten im Namen der Bewohner ihren Dank der Säuliämtler Bevölkerung und dem Initianten der Spendenaktion. Niki Greco
Hocherfreut nahm Volker Kessler (links) den Check von Niki Greco entgegen
Niki Greco überreicht den Check an die glückliche Nathalie Mannino. (Bilder zvg)
«Sun, Fun und Luftmatratze»
Obfelden eröffnete am Samstag mit dem Kinderumzug und dem Füürball die Fasnachtssaison im Säuliamt
Dominik Stierli
In Obfelden fand am Samstag traditionsgemäss der Auftakt der Säuliämtler Fasnacht statt. Die Kinderfasnacht am Nachmittag zog dabei mehr Leute an als der Maskenball am Abend.
Hunderte Fasnachtsbegeisterte
Ganz so viel Sonne, wie das Motto «Sun, Fun und Luftmatratze» versprach, zeigte sich am Samstagnachmittag nicht, als sich der Tross in Bewegung setzte. Das kühle, aber trockene Wetter lockte trotzdem mehrere hundert Fasnachtsbegeisterte an dem Mitmach-Umzug. Angeführt von den Affoltemer Säuliguggern, bewegten sich die Fasnächtlerin-
nen und Fasnächtler durch den Weiler Wolsen bis zum Schulhausplatz Chilefeld. Neben dem Auto der Ratlosen-Clique war dieses Mal auch ein weiteres Gefährt mit dabei, welches nicht mit Konfetti sparte und auf dem gefeiert wurde. Auch die Hedinger Guggenmusik Vollgashöckler waren im farbenfrohen Konvoi mit unterwegs. Von den Sujets her herrschte eine grosse Vielfalt: Tintenfische, Bademeister, Hawaii-Mädchen, Superhelden, Dinosaurier, Bienen, Pinguine und sogar Flip-Flops waren zu entdecken.
Beim Schulhaus Chilefeld ging das Programm drinnen weiter. Die Guggenmusiken spielten, und für die Kinder gab es ein Animationsprogramm mit Spielen und Musik. Das Team präsen-
tierte sich dabei im bekannten Outfit der Badewachen vom Obfelder Freibad, passend zum sommerlichen Motto. Eine Kinderbar lockte mit Drinks mit stimmigen Namen wie Coco Lopo, Hollu Lullu oder Progecco an.
Angepasstes Konzept Organisiert wurde die Kinderfasnacht vom Füürball-Team und der ElternMitWirkung der Primarschule Obfelden. Und wie es OK-Mitglied Sandra Bossard ausdrückte, ohne die Familie Meister würde das alles gar nicht stattfinden. Luzia Meister war dann auch gerührt vom grossen Auflauf, auch bei dieser vierten Durchführung der Neuauflage der Obfelder Fasnacht. Am Abend folgte
mit dem Füürball der erste Maskenball der Saison im Amt. Vom Aufbau her verzichteten die Organisatoren in diesem Jahr darauf, den grossen Saal zu nutzen. Man konzentrierte sich auf die Aussenbereiche im Zelt. Das funktionierte so weit, dass trotz mässigen Andrangs tolle Stimmung aufkam. Dafür sorgten auch die vier auftretenden Guggenmusiken. Den Start um 21 Uhr machten die Affoltemer Säuligugger. Diese waren schon an der Kinderfasnacht am Nachmittag im Einsatz und standen nach ihrem Auftritt in Obfelden um 1.20 Uhr auch noch am Scampiball in Zug auf der Bühne. Auch die Vollgashöckler liefen schon an der Kinderfasnacht mit und spielten am Füürball um 22 Uhr. Mit
dabei dort auch die Familie Meister, welche schon die ganze Organisation des Maskenballs bewerkstelligte. Die zugerischen Las Moränos und um Mitternacht die Väntilwörger aus dem aargauischen Sins komplettierten das Programm. Letztere traten mit gegen 40 Personen auf, was ziemlich beeindruckend aussah und ohrenbetäubend war. Zwischen den fasnächtlichen Klängen sorgte DJ Tutti für Stimmung. So war der Füürball einmal mehr Treffpunkt für Jung und Alt, welche sich unter anderem als Sträflinge, Kletterer, Vampire, Indianer, Engel oder Teufelinnen verkleideten. Die Stimmung war gemütlich, und mit dem neuen Konzept fiel der Aufwand für die Organisatoren auch etwas kleiner aus.
Luftmatratze als Kostüm.
Der Fasnachtstross zog durch den Obfelder Weiler Wolsen, angeführt von der Ratlosen-Clique. (Bilder Dominik Stierli)
Bequemes Fortbewegungsmittel für die Kinder.
Bunt gemischte Truppe am Obfelder Maskenball.
Die Vollgashöckler aus Hedingen bei ihrem Auftritt am Füürball. Zwei Teufelchen und ein Engelchen
Fantasievoll verkleidete Familie. Sieger der Prämierung: Flip-Flops. Dinosaurier-Familie. Tintenfisch mit eigener Insel.
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Hausemer Schülerinnen und Schüler testen den Handy-Entzug
Insgesamt 32 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe Hausen nahmen am Experiment teil. (Bild zvg)
Wie abhängig sind Jugendliche von ihrem Smartphone? Dieser Frage gingen Schülerinnen und Schüler der Sekundar-
schule Hausen in einem besonderen Experiment nach. Im Rahmen des Unterrichtsfaches EL (Erforschendes Ler-
nen) nahmen 32 von insgesamt 62 Jugendlichen der 2. Oberstufe am Projekt «Handy-Entzug» teil. Das Experiment
dauerte vom 24. November bis zum 15. Dezember 2025.
Während dieser drei Wochen gaben die Teilnehmenden ihr Smartphone entweder bei einer Lehrperson oder bei ihren Eltern ab. Ziel war es, den eigenen Handy-Konsum kritisch zu hinterfragen. Fragen wie «Bin ich süchtig?», «Habe ich Entzugserscheinungen?», «Wird mir langweilig?» oder «Verändert sich mein Handy-Konsum langfristig?» standen dabei im Mittelpunkt. Besonders der Verzicht auf soziale Medien wie Snapchat, TikTok, Whatsapp und Instagram stellte für viele eine grosse Umstellung dar. Auch alltägliche Anwendungen fehlten plötzlich. So empfanden einige den Verzicht auf die SBB-App und andere ÖV-Apps als schwierig. Malou und Romina schildern ein konkretes Problem: «Das Busticket muss man am PC lösen und ausdrucken, da man nicht mehr beim Busfahrer Tickets kaufen kann.»
Die Umsetzung des Experiments war unterschiedlich. Einige Schülerinnen und Schüler brachten ihr Handy mit in die Schule, schalteten es gemeinsam aus und legten es in eine Box, die sicher bei einer Lehrperson aufbewahrt wurde. Andere gaben ihr Smartphone zu Hause bei den Eltern ab oder legten es ausgeschaltet an einen festen Ort.
Viele Teilnehmende blickten positiv auf das Projekt zurück. Aussagen wie «Es war nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt habe» oder «Ich komme gut ohne Handy zurecht» zeigen, dass der
Ski Club Bonstetten auf Kunstexkursion in Herrliberg
Christoph Blocher öffnete seine Kunstsammlung für die
Die Ü60er konnten eine der raren Gelegenheiten nutzen, die beeindruckende Kunstsammlung von Christoph Blocher zu besuchen. Mit der maximal zugelassenen Teilnehmerzahl von 24 Personen erreichte die Gruppe gemütlich mit Zug und Bus den Wohnort der Familie Blocher in Herrliberg, Zürich. Der Gastgeber führte sie durch seinen gepflegten Garten, erklärte auf seiner Terrasse hoch über dem Zürichsee das unglaubliche Bergpanorama und gab verschiedene Anekdoten aus seinem Leben zum Besten. So unterhalten erreichte die Gruppe das «Lager», wie Christoph Blocher liebevoll die exquisiten Ausstellungsräume für seine Kunstsammlung bezeichnet.
Christoph Blocher und seine Frau sammelten bereits als junges Ehepaar Schweizer Kunst, dabei setzten sie einen
klaren Fokus auf das 19. Jahrhundert und ausschliesslich auf einheimische
Ü60er
Maler. Folgerichtig finden sich in der Sammlung Maler wie Anker, Giacomet-
Biblio Olympics: Endspurt im Wettlesen der Ämtler Bibliotheken
Bis 24. Januar ausgefüllte Lesepässe in der Bibliothek abgeben Bereits seit zwei Wochen kämpfen 13 Bibliotheken im Säuliamt um den Sieg im Lesewettbewerb Biblio Olympics. Teilnehmen darf Jung und Alt. Jedes gelesene – oder vorgelesene – Buch darf auf dem Lesepass eintragen werden. Die Bibliothek mit den meisten gelesenen Titeln pro aktive Nutzerin oder aktiven Nutzer gewinnt. Der Wettbewerb startete in den einzelnen Bibliotheken sehr unterschiedlich: Vor allem in den Schulbibliotheken wurden schon viele Lesepässe mitgenommen, jedoch erst wenige zurückgebracht. In anderen Bibliotheken häufen sich bereits die gelesenen Titel. Besonders gut sichtbar ist das in der Bibliothek der Schule Wettswil, in der pro vollständig ausgefülltem Lesepass ein Flämmchen der olympischen Fackel angemalt werden darf. Werden am Ende wohl alle Flammen leuchten? Ebenfalls vorne in der Spitzengruppe kämpft
Jeder ausgefüllte Lesepass beschert dem Monster ein zusätzliches Auge.
Maschwanden, wo die Schule am 22. Januar noch eine Lesenacht veranstaltet.
Das Rennen wird sich also auf der Zielgeraden entscheiden. Bis Samstag, 24. Januar, können die Lesepässe in der jeweiligen Bibliothek abgegeben werden. Die Teilnahme lohnt sich für alle Lesenden, da unabhängig vom Erfolg der eigenen Bibliothek Gutscheine für Kino, Bowling oder Indoor-Minigolf verlost werden. Auch nicht vollständig ausgefüllte Lesepässe nehmen an der Verlosung teil. Siegehrung und Verlosung finden am Mittwoch, 28. Januar, um 16 Uhr in der Regionalbibliothek Affoltern statt. Anschliessend sind alle zu einem Apéro eingeladen.
Pia Kinner, Regionalbibliothek Affoltern
Lesepass in folgenden Bibliotheken erhältlich: Aeugst, Affoltern, Bonstetten, Hausen, Hedingen, Kappel, Maschwanden, Mettmenstetten, Obfelden, Ottenbach, Rifferswil, Wettswil, Lesezentrum der PS Affoltern
Alltag auch ohne Smartphone funktionierte. Mathilda berichtet sogar von einem klaren Gewinn: «Ich habe viel mehr Zeit fürs Zeichnen und meine Familie, seit ich mein Handy nicht mehr habe.»
Doch nicht alle waren überzeugt. Einige Schülerinnen und Schüler empfanden den Entzug als wenig nachhaltig. «Es hat mir nichts gebracht. Jetzt, da es vorbei ist, habe ich denselben HandyKonsum wieder», lautet eine kritische Rückmeldung.
Für Liam war vor allem die Kommunikation eine Herausforderung: Es sei schwieriger gewesen, seine Kollegen zu erreichen, und auch das Lösen von Bustickets ohne Handy habe ihn gestört. Trotzdem kamen die meisten insgesamt gut ohne ihr Mobiltelefon aus.
Das Experiment zeigt deutlich, wie präsent Smartphones im Alltag geworden sind. Gerade bei Jugendlichen ist der Handy-Konsum oft sehr hoch, ohne dass sie ihr eigenes Suchtverhalten bewusst wahrnehmen. Häufig sitzen mehrere Personen zusammen, ohne miteinander zu sprechen – stattdessen blickt jede und jeder auf den eigenen Bildschirm. Das Projekt an der Sekundarschule Hausen machte vielen bewusst, wie stark das Smartphone den Alltag beeinflusst – und dass es sich lohnen kann, es ab und zu bewusst zur Seite zu legen und Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen.
Isabelle Girardet, Sekundarschule Hausen
ti, Segantini, Koller, Hodler oder Amiet. Begeistert und mit viel Sachkenntnis führte der Gastgeber von Bild zu Bild, verweilte lange bei seinem persönlichen Lieblingskünstler Albert Anker. Die Einmaligkeit und Schönheit der ausgestellten Ölgemälde konnten in ihrer ganzen Ausdruckskraft bewundert werden, da die sonst übliche Verglasung fehlte. Die Ü60er konnten frei in den eleganten, indirekt beleuchteten Räumlichkeiten der Sammlung zirkulieren, sich die Kunstwerke beliebig lange ansehen und immer wieder zu Christoph Blochers Erklärungen zurückkehren, während andere fasziniert den Ausführungen und Anekdoten im Sitzen lauschten. So erfuhren die Ü60er, dass Christoph Blochers Urgrossvater, Wolfram Blocher, unter anderem als reformierter Pfarrer (1924–1932) in Bonstetten amtete. «Mei-
ne Wurzeln sind also in Bonstetten», scherzte Christoph Blocher, während er immer noch im Albert-Anker-Raum stand und ein weiteres Bildmotiv erklärte, und warum es ihn tief beeindrucke. Der sehr persönliche Einblick in eine lange Sammlertätigkeit endete nach zweieinhalb Stunden mit den besten Wünschen für die Zukunft. Die Ü60er machten sich zufrieden über diesen gelungenen Ausflug auf den Heimweg und wünschten sich gegenseitig «beste Wünsche fürs neue Jahr» und weitere derartige Highlights im Rahmen der Ü60er im Jahr 2026.
Rosette Wurzer
Ü60 Ski Club Bonstetten, Link zum Jahresprogramm, Infos und tolle Fotos der Anlässe auf der Homepage: www.skiclub-bonstetten.ch
Spannendes Jassturnier
Überraschendes Siegerduo holte auf
Das traditionelle Jassturnier lockte erneut zahlreiche Teilnehmende an die Tische. Viele der Jasserinnen und Jasser sind Stammgäste und haben bereits mehrfach am Wettbewerb teilgenommen. Am Ende des Abends standen die Gewinner fest: Den ersten Platz sicherten sich Annemarie Kaelin und Hans-Heiri Winkler mit insgesamt 5128 Punkten. Auf Rang zwei folgten Simone Durrer und Alain Bollschweiler mit 5065 Punkten. Den dritten Platz belegten Ruth Eisenring und Regine Kaiser mit 5045 Punkten. Für besondere Spannung sorgte die Geschichte der Sieger: Wegen des intensiven Schneefalls drohten sie, das Turnier fast zu verpassen. Nach einer verspäteten Ankunft starteten sie durch und spielten sich an die Spitze. Die Veranstaltung endete mit der obligaten Preisverleihung. Ein gut gefüllter Gabentisch, ein feines Nachtessen und die disziplinierte Spielweise trugen zur guten Atmosphäre bei. Der Spielnachmittag war geprägt von viel
Sieger der 41. FCA-Jassmeisterschaft: Annemarie Kaelin und Hans-Heiri Winkler. (Bild zvg)
Spass und wenig Ehrgeiz – genau so, wie es die Teilnehmenden schätzen. Alex Roshardt
Die Rangliste kann auf der Homepage http://www.fcaffoltern.ch eingesehen werden
Der Ü60 Skiclub Bonstetten mit Christoph Blocher in dessen «Lager». (Bild zvg)
Wachstum – in Ottenbach gut für das Dorfleben
Grosse Partizipation in Gremien und Interesse an der Dorfgemeinschaft
Ottenbach
Gemeindefläche: 5,02 km2
Anzahl Einwohner: 2973 (per Ende 2024)
Besonderheit: Spräggele
Das wird am 8. März gewählt:
Gemeinderat:
5 Mitglieder, inklusive Präsidium
Primarschulpflege:
5 Mitglieder, inklusive Präsidium (ex officio das sechste Gemeinderatsmitglied)
Rechnungsprüfungskommission:
5 Mitglieder, inklusive Präsidium
Sekundarschulpflege Obfelden-Ottenbach:
5 Mitglieder, inklusive Präsidium
Werner Schneiter
3000 Einwohnerinnen und Einwohner bis 2030 – dieses Entwicklungsziel hat Ottenbach bereits 2025 erreicht. Und das ohne Baulandreserven, sondern dank innerer Verdichtung, die auch durch Abreissen und Neubau von Einfamilienhäusern entstanden ist. Das entspricht einer Bevölkerungszunahme von 20 Prozent innert zehn Jahren – eine Steigerung, die künftig kaum mehr getoppt werden kann – nicht nur, weil Bauland fehlt, sondern auch deshalb, weil Ottenbach gemäss kantonalem Richtplan als «ländlich» gilt und im Säuliamt 80 Prozent des Wachstums im Gebiet Affoltern/Hedingen stattfinden soll. Das jüngste Wachstum hat in Ottenbach nicht – wie in Agglo-Gemeinden –in die Anonymität geführt. Das Gegenteil ist der Fall: Die Bevölkerung partizipiert mehr denn je am Dorfleben. «Die Nach-Corona-Zeit hat da einen weiteren Schub ausgelöst, unser Dorfleben ist voll intakt», sagt Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger, auch unter Verweis auf eine breite Veranstaltungspalette. Über 40 Spräggele und sehr viel Volk am Spräggele-Määrt im vergangenen Dezember bedeuten eine Rekordteilnahme, ebenso beliebt ist der RäbeliechtliUmzug. Neu gibt es eine Kinderfasnacht mit Umzug. Und für das 2027 angesagte Dorffest ist bereits ein Organisationskomitee tätig. Auch die Beteiligung an Workshops der Gemeinde, das Mitmachen in Arbeitsgruppen sind klare Hinweise auf ein lebendiges Dorfleben. Das zeigt, dass die Bevölkerung an der Entwicklung der Gemeinde grosses Interesse zeigt. Das frühzeitige Einbinden der Stimmberechtigten hat sich bisher mit Blick auf die Abstimmungen an der Gemeindeversammlung und an der Urne gelohnt. Die vom Gemeinderat aufgegleisten Projekte, die auch im Zusammenhang mit dem Bevölkerungswachstum stehen, wurden allesamt mit grossen Mehrheiten akzeptiert: der Schulhaus-Neubau, die Sanierung des über 50-jährigen Hallenbades und die Erweiterung der Sportanlage. Wegen der
gestiegenen Schülerzahlen – in Ottenbach heute rund 260 – wurde auch das Gebäude am Schulhausweg 1 langfristig gemietet und umgebaut. Dort sind eine Kita und ein Kindergarten untergebracht. Erwähnenswert ist auch, dass es da sogar noch zu einer Steuersenkung gereicht hat. Dank der Reduktion bei der Oberstufe Obfelden-Ottenbach hat Ottenbach den Gesamtsteuerfuss in der laufenden Legislatur um zwei Prozent reduzieren können.
Partizipation weiter stärken
Auch mit kommenden Projekten will die Gemeinde die Partizipation der Bevölkerung aufrechterhalten beziehungsweise weiter stärken: nach einer Umfrage, einem Workshop, einer E-Mitwirkung beim Regionalen Entwicklungskonzept (REK), nach dem Workshop «Wohnen im Alter» sowie der Kern-/Begleitgruppe für die Zentrumsgestaltung. Interesse und Engagement widerspiegeln sich aber auch bei Initiativen, etwa beim Feuerwerksverbot, der Windkraft oder Unterschriften für Tempo 30 an der Zwillikerstrasse. Für «Woh-
nen im Alter» ist Ende Januar eine InfoVeranstaltung angesagt. Zur Sprache kommt da auch die Absicht von drei Ärzten, in Ottenbach eine Familienpraxis zu eröffnen. Ausserdem steht die Frage nach der Zukunft des Restaurants Post im Raum, weil Wirtin Biljana Krstanovic nach über 25 Jahren Ende 2026 aufhören will. Gibt es eine Nachfolge, und was passiert mit dem Gelände des grossen Parkplatzes? Fragen, die die Bevölkerung natürlich interessieren.
Neugestaltung Dorfzentrum erst 2028 Aber es «knirscht auch im Gebälk», etwa bei der Zentrumsplanung, nachdem die Stimmberechtigten dazu im Mai 2022 einen Kredit von 2.2 Millionen Franken bewilligt hatten – mit einem Ja-Anteil von 75 Prozent. Nachdem Kanton und Gemeinde den Planer auswechseln müssen, verzögern sich Strassen-Instandsetzung und Neugestaltung des Dorfzentrums um ein Jahr. «Das ist sehr bedauerlich», fügt Gaby Noser Fanger bei. Sie sagt aber auch, dass die Autobahnzubringer-Eröffnung im Juni eine Reduktion des Verkehrs durch das Dorf
bewirkt hat. «Mir sagen Einwohnerinnen und Einwohner, dass es seit der Einführung von Tempo 30 im Dorf spürbar ruhiger geworden ist», fügt sie bei, auch überzeugt davon, dass der Kanton nach dem Ja zur Mobilitätsinitiative im November 2025 das Tempo-30-Regime nicht einfach rückgängig machen könne oder werde.
Dieses Mal ein Wahlkampf Wichtige Vorhaben sind in Ottenbach also nach Zustimmung des Souveräns vor ihrer Realisierung oder bereits in Angriff genommen. In der kommenden Legislatur wartet aber nochmals ein grosser Brocken: der Ausbau der ARA Kelleramt in Unterlunkhofen oder ein Anschluss an die ARA in Bremgarten. Da ist auch Ottenbach mit von der Partie und wird sich mit der Frage der Mitfinanzierung beschäftigen müssen. Ihr Wunsch für die anstehende Legislatur 2026 bis 2030, für die das Motto «Innovatives, nachhaltiges und lebendiges Ottenbach» gilt, soll auch künftig gelten: ein weiterhin engagierter und kompetenter Gemeinderat mit ausgepräg-
tem Teamgeist. «Wie das in den letzten Legislaturperioden der Fall gewesen ist», ergänzt die Gemeindepräsidentin, die nun eine vierte Amtsdauer anstrebt, aber nun bei den Wahlen mit Ernst Diethelm einen Herausforderer hat. Auch im Gemeinderat gibt es – anders als vor vier Jahren – acht Bewerber für fünf Sitze; die separat gewählte Schulpräsidentin ist 6. Mitglied des Gemeinderates. Die Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich im Rahmen der Podiumsdiskussion von heute Dienstag vor. Was macht für sie Ottenbach aus? «Das intakte Dorfleben, das Wir-Gefühl, der gute Umgang und der Einsatz der Bevölkerung für die Gemeinschaft machen mich stolz auf unsere Gemeinde.» Dabei hebt sie auch die altersmässige Durchmischung der Bevölkerung, die aktiven jungen Familien hervor – und natürlich die Lebensqualität, die durch die Natur, die Naherholung, den gut erschlossenen ÖV und die Lage zwischen den Zentren Zug und Zürich begünstigt wird. Gaby Noser streicht auch die gute Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden heraus. Dazu zählen unter anderem die Sekundarschulgemeinde ObfeldenOttenbach, die Sozialsekretärin in Obfelden, die im Auftrag der Gemeinde Ottenbach Fälle aus Ottenbach prüft, die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren Affoltern/Aeugst und die Obfelder Fachunterstützung bei der HallenbadSanierung.
Vor den Gemeindewahlen vom 8. März stellt der «Anzeiger» vom 6. Januar bis 17. Februar in einer Serie die Ausgangslage in den einzelnen Gemeinden vor und lässt die Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten zu Wort kommen. Bisher erschienen: Wettswil (6.1.), Bonstetten (9.1.), Mettmenstetten (13.1.) und Rifferswil (16.1.). (red)
Das Restaurant Post – auch wichtig für das Dorfleben. Was passiert, wenn Wirtin Biljana Krstanovic Ende Jahr nach über 25 Jahren aufhört? (Bilder Werner Schneiter)
Ottenbach
Die Kandidierenden für die
In Ottenbach treten 8 Kandidierende für 5 Sitze bei den Erneuerungswahlen an.
Welche Fähigkeiten und Eigenschaften befähigen Sie für das Gemeinderatsamt?
«Im Gemeinderat Brücken schlagen»
Serge Bonvin (57), parteilos, neu
Aus meiner beruflichen Tätigkeit bin ich es gewohnt, Verantwortung zu übernehmen, Entscheide herbeizuführen und sie auch zu vertreten. Mit meiner offenen, lösungsorientierten Art gehe ich auf unterschiedliche Anliegen ein und vermittle zwischen verschiedenen Sichtweisen. In Ottenbach aufgewachsen, konnte ich im Laufe der Jahre
ein «Gschpüri» für unser Dorf entwickeln. Ich möchte im Gemeinderat Brücken schlagen – zwischen Tradition und Moderne sowie zwischen angestammter und zugezogener Bevölkerung.
Wachstum, Nachhaltigkeit und Modernisierung verstehe ich nichtnuralsHerausforderungen, sondern als Chance für ein lebenswertes Ottenbach von morgen. Demografische und technologische Veränderungen erfordern umsichtiges Handeln. Ich möchte mich zukunftsorientiert, teamfähig und mit Augenmass dafür einsetzen, dass die Bedürfnisse der Bevölkerung, des Gewerbes und der Landwirtschaft gehört und in Einklang gebracht werden.
Das Projekt Dorfzentrum erfolgreich abzuschliessen und mit Leben zu füllen, hat hohe Priorität. Themen wie Siedlungsentwicklung, Verkehrsführung, Nachhaltigkeit, Hochwasserschutz und Ortsbild erfordern weiterhin Sensibilität und Dialogbereitschaft. Gleichzeitig gilt es, Wohnraum für Seniorinnen und Senioren zu schaffen und den Bedürfnissen jüngerer Generationen gerecht zu werden – im Sinne einer gelebten Solidarität. Ebenso ist die nachhaltige Entwicklung von lokalem Gewerbe und Landwirtschaft sicherzustellen, da sie
Welche Ziele möchten Sie in der kommenden Amtszeit für Ottenbach erreichen? 1 2 2
«Ottenbach soll eine engagierte, vielfältige und kulturell lebendige Gemeinde bleiben.»
einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität und zur Identität Ottenbachs leisten.
Ottenbach soll eine engagierte, vielfältige und kulturell lebendige Gemeinde bleiben, die ihre Traditionen pflegt und offen für Fortschritt ist. Das aktive Vereinsleben ist ein zentraler Pfeiler unseres Zusammenhalts und darf nicht verloren gehen. Genauso wichtig ist der ländliche Pragmatismus, der uns hilft, auch auf künftige Fragen gemeinsam und lösungsorientiert Antworten zu finden.
«Für eine enge Zusammenarbeit von Schule und Gemeinde»
Gioia Schwarzenbach Wälti (50), parteilos, bisher
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Ich bringe langjährige Führungserfahrung, Fachwissen und Kontinuität mit. Seit zwölf Jahren engagiere ich mich aus Überzeugung in der Schulpflege, davon acht Jahre als Präsidentin. Ich arbeite analytisch, lösungsorientiert und mit Weitblick. Mir ist wichtig, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und tragfähige Entscheide zu fällen. Als Schulpräsidentin und damit Mitglied des Gemeinderats verbinde ich Bildungsund Gemeindethemen und setze mich sachlich, verlässlich und verantwortungsbewusst für Ottenbach ein.
Mein zentrales Ziel ist Stabilität und eine nachhaltige Weiterentwicklung unserer Gemeinde. Im Bildungsbereich möchte ich gute Rahmenbedingungen für Kinder, Schule und Mitarbeitende sichern, damit Ler-
«Im Bildungsbereich möchte ich gute Rahmenbedingungen für Kinder, Schule und Mitarbeitende sichern, damit Lernen gut gelingen kann.»
de ein. Wichtig ist mir, vorausschauend auf Herausforderungen zu reagieren, ohne Bewährtes zu verlieren, und Entscheidungen stets im Interesse der Be-
Gestaltung der Lernräume, drinnen wie draussen. Diese sollen gezielt weiterentwickelt werden, um nachhaltige Lernerfahrungen zu fördern.
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Ottenbach soll seine Überschaubarkeit, den starken Zusammenhalt und das Vertrauen zwischen Bevölkerung, Schule und Behörden bewahren. Dass Kita und Spielgruppe Teil der Schule sind, ermöglicht es, Kinder früh kennenzulernen und bei Bedarf Unterstützung oft
«Ottenbach soll seine Überschaubarkeit, den starken Zusammenhalt und das Vertrauen zwischen Bevölkerung, Schule und Behörden bewahren.»
völkerung und insbesondere der Kinder zu treffen.
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nen gut gelingen kann. Als Gemeinderätin setze ich mich für eine enge Zusammenarbeit von Schule und Gemein-
Ottenbach steht im Bildungsbereich wie viele Gemeinden vor wachsenden Anforderungen. Der bewusste Umgang mit der Digitalisierung und die Förderung von Medienkompetenz gewinnen ebenso an Bedeutung wie die frühzeitige Unterstützung von Kindern mit erhöhtem Förderbedarf. Dazu braucht es klare Strukturen, frühzeitiges Hinschauen und gut abgestimmte, tragfähige Lösungen. Zunehmend wichtig wird auch die
schon vor dem Kindergarteneintritt einzuleiten. Diese frühe Begleitung stärkt Kinder, Familien und die Schule als Ganzes. Die Schule soll weiterhin ein respektvolles Miteinander pflegen und eine wertschätzende Lernumgebung bieten. Sie muss ein sicherer Ort bleiben, an dem alle Kinder sich wohlfühlen, sich gesund entwickeln und erfolgreich lernen können.
«Als klassischer Dienstleister stehen für mich Menschen und ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt»
Marcel Niederer (61), parteilos, neu
In meinen über 40 Jahren Tätigkeit in der Finanzbranche sammelte ich wertvolle Erfah-
Marcel Niederer, parteilos
rungen aus verschiedenen Branchen wie auch Institutionen. Durch meine
Beratertätigkeit lernte ich, unterschiedliche Probleme je nach Situation pragmatisch oder individuell und detailliert zu lösen. Als klassischer Dienstleister und mit 20 Jahren Führungserfahrung stehen für mich Menschen und ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt. Zudem wohne ich seit 30 Jahren in Ottenbach, und unsere Kinder haben hier ihre Schulzeit verbracht.
Da es meine erste Amtszeit ist, stehen für mich Zuhören, Lernen und Verstehen im Vordergrund. In einem zweiten Schritt setze ich mich abhängig vom Bedarf für Optimierungen der Prozesse und Digitalisierung ein. Generell gilt es wie überall, dass wir uns Stillstand nicht leisten können. Dies ist auch verbunden dem Wunsch, die Attraktivität von Ottenbach für die heutigen wie auch für zukünfti-
«Ottenbach steht mit der Sanierung des Hallenbades und der Zentrumsentwicklung vor grossen Herausforderungen.» 4
ge Bewohnerinnen und Bewohner weiter steigern zu können.
Ottenbach steht mit der Sanierung des Hallenbades und der Zentrumsentwicklung vor gros-
Ich denke, dass in diesen Aufgaben die Kräfte gebündelt werden müssen, bevor weitere Projekte angepackt werden können. Ein Thema, dass ich in meinem Umfeld feststelle, ist die «Abwanderung» von jüngeren Generationen. Da ich jedoch keine konkreten Zahlen über die demografische Entwicklung in Ottenbach habe, ist diese Wahrnehmung rein subjektiv.
auch so bleiben. Das ist auch ein Wink auf die geplanten Windräder, welche den Wald und die Landschaft dauerhaft schädigen.
sen Herausforderungen. Daneben stehen auch weitere wichtige Themen an.
Der Charakter und das Dorfbild von Ottenbach sind sehr liebenswürdig. Ottenbach ist für mich eine Ruheoase. Ich bin überzeugt, das geht anderen Menschen auch so. Das (meist) friedliche Miteinander zieht sich von der Nachbarschaft, über die Gemeinde bis hin an gesellige Veranstaltungen. Man kennt sich und man grüsst sich noch. Spaziergänge in Ottenbach sind für alle Sinne ein Genuss. Das soll
Vor den Gemeindewahlen vom 8. März stellt der «Anzeiger» vom 6. Januar bis 17. Februar in einer Serie die Ausgangslage in den einzelnen Gemeinden vor und lässt die Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten zu Wort kommen. Bisher erschienen: Wettswil (6.1.), Bonstetten (9.1.), Mettmenstetten (13.1.) und Rifferswil (16.1.). (red)
Serge Bonvin, parteilos
Gemeinderatswahlen in Ottenbach
Gemeinderatskandidat Willy Pfäffli hat sich entschieden, nicht anzutreten
KI gegen Arbeitskräftemangel
In welchem Bereich hat Ottenbach besonderen Entwicklungsbedarf?
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«Einen spürbaren Mehrwert erzeugen»
Ronald Alder (56), GLP, bisher
Ich wohne zusammen mit meiner Ehefrau seit 25 Jahren in Ottenbach, unsere vier Söhne sind hier zur Schule gegangen. Seit zehn Jahren darf ich nun die Geschicke der Gemeinde Ottenbach als Gemeinderat, Gesundheits- und Sozialvorsteher, mitgestalten. Nach meinem Studium in Umweltnaturwissenschaften an der ETH Zürich habe ich mich beruflich während 20 Jahren in der Biotech- und Pharmaindustrie engagiert, in Forschung, Marketing, Verkauf und in der Geschäftsleitung. Seit sechs Jahren bin ich beim Verband Zürcher Krankenhäuser tätig und seit acht Jahren Kantonsrat für die GLP. Die vielfältigen Erfahrungen und das grosse Netzwerk ermöglichen es mir, für die Gemeinde Ottenbach einen spürbaren Mehrwert zu erzeugen.
Neben dem Erhalt der hohen Lebensqualität in Ottenbach liegt mir das Ressort Gesundheit und Soziales besonders am Herzen. Bei der Gesundheitsversorgung haben wir eine sehr hohe Qualität erreicht, die für alle gut und schnell zugänglich ist.
«Als Gemeinderat möchte ich mithelfen, dass unser Motto ‹nachhaltig, innovativ und lebendig› weiterhin gelebt wird.»
Ronald Alder, GLP 4 1 2 3
Was darf sich in Ottenbach auf keinen Fall ändern?
«Haushälterischer
und weitsichtiger Einsatz»
Franz Zeder (65), FDP, bisher
Die wichtigsten Eigenschaften bei den Finanzen sind eine solide und transparente laufende Finanzplanung über vier Jahre sowie ein seriöses Jahresbudget unter Einhaltung der finanzpolitischen Ziele. Infolge meiner langjährigen Tätigkeit in den Gemeindefinanzen (zehn Jahre RPK und vier Jahre Finanzvorstand in Ottenbach) kenne ich die Rechnungslegung nach HRM2 bestens und die finanzpolitischen Herausforderungen von Ottenbach. Mein Fokus liegt beim haushälterischen und weitsichtigen Einsatz der finanziellen Mittel in allen Bereichen sowie einer umsichtigen und machbaren Investitionsplanung. Bei den Liegenschaften lege
Projekte angestossen und vorangetrieben (Kinder- und Jugendarbeit, Altersleitbild, Wohnen im Alter), die ich gerne weiterführen möchte.
Das geplante neue Dorfzentrum muss Realität werden. Die Verkehrsberuhigung führt zu weniger Lärm, mehr Sicherheit und steigert die Aufenthaltsqualität. Der Fachkräftemangel macht auch vor der Gemeindeverwaltung nicht Halt. Es wird immer schwieriger, kompetente, engagierte Mitarbeitende zu finden. In Zukunft müssen wir uns Gedanken machen, wie wir mit anderen Gemeinden mehr kooperieren können. Nur so wird es uns gelingen, die Lebensqualität hochzuhalten und die Aufgaben der öffentlichen Hand effizient zu erbringen.
Unser Dorf wird geprägt von ganz vielen Personen, die sich in irgendeiner Weise engagieren. Ihnen allen gebührt ein sehr grosser Dank. Als Gemeinderat möchte ich mithelfen, dass unser Motto «nachhaltig, innovativ und lebendig» weiterhin gelebt wird.
Dieses hohe Niveau wird in den nächsten Jahren zunehmend herausgefordert, weil immer mehr Menschen immer älter werden. Dieser sogenannte demografische Wandel hat zur Folge, dass ein Mehrbedarf an Gesundheitsversorgung entsteht, der mit einem immer grösseren Fachkräftemangel konfrontiert wird. Im Bezirk Knonauer Amt haben wir mit der Alters- und Gesundheitsstrategie Bezirk Affoltern (AGSBA), die nun in das Forum Gesundheit der Standortförderung überführt wurde, wichtige Vernetzungsarbeit geleistet. So werden unser Bezirk und auch die Gemeinden attraktiver für Gesundheitsfachpersonen, zum Beispiel Hausärzte. Im Jugendund Altersbereich haben wir wichtige
«Als eher kleine Gemeinde hat Ottenbach eine anspruchsvolle Kostenstruktur.»
ich Wert auf eine nachhaltige Entwicklung mit einer kostenbewussten und wirtschaftlichen Betriebs- und Unterhaltsplanung der gemeindeeigenen Liegenschaften.
Meine wichtigsten Zielsetzungen für die nächste Legislatur sind a) die Erreichung der finanzpolitischen Ziele, insbesondere einer positiven Selbstfinanzierung, der Reduktion der Nettoverschuldung nach den geplanten Investitionen unter Beibehaltung des stabilen Gesamtsteuerfusses und b) die erfolgreiche Umsetzung der beiden Sanierungsprojekte (Hallenbad und Sportanlage) im Rahmen der genehmigten Kredite. Daneben streben wir in der kommenden Legislatur die Zertifizierung als Energiestadt an, um Ottenbach auf dem Weg zum Klimaziel Netto-Null zu halten.
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Als eher kleine Gemeinde mit 3000 Einwohnern hat Ottenbach eine anspruchsvolle Kostenstruktur. Die direkt beeinflussbaren Kosten und Ausgaben sind sehr limitiert. Es gilt daher, die Kostenentwicklung in allen Bereichen und Abteilungen laufend zu überwachen, die Verwaltungsprozesse zu optimieren und Kostensenkungspotenziale zu realisieren sowie die Investitionen konsequent auf Notwendigkeit, Priorität und Wirt-
schaftlichkeit zu prüfen. Daneben gilt es, basierend auf dem neuen räumlichen Entwicklungskonzept (REK) die kommunalen Richtpläne sowie die Bau- und Zonenordnung zu revidieren, als Grundlage für ein nachhaltiges Wachstum.
Die hohe Qualität der Lebens-, Erholungs-, Bildungs- und Arbeitsräume soll in Ottenbach im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung erhalten bleiben. Ebenso die hohen Kulturwerte, die wir in Ottenbach seit vielen Jahren pflegen, wie der aktive Dialog zwischen allen Ottenbacherinnen und Ottenbachern mit den Behörden und der Verwaltung und wie das vielfältige Vereinsleben in unserem schönen und lebenswerten Ottenbach, insbesondere mit der Realisierung des neuen Dorfzentrums in der nächsten Legislatur.
«Ich bin bereit, Neues zu lernen und mich zu engagieren»
Armin Töngi (63), parteilos, neu
Durch meine fast 30-jährige Tätigkeit im selbstgegründeten Unternehmen konnte ich nebst dem Aufbau und der Führung des Unternehmens zahlreiche Projekte im natio-
«Der ländliche Charakter, die hohe Lebensqualität, die Freundlichkeit der Menschen möchte ich nicht mehr missen.»
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Aufgrund der demografischen Alterung werden dem Kanton Zürich in den nächsten Jahrzehnten Arbeitskräfte fehlen. Die Wirtschaftsleistung könnte um bis zu 20 Prozent tiefer ausfallen und damit den Wohlstand im Kanton Zürich bedrohen. Dies teilte die Zürcher Volkswirtschaftsdirektion vergangene Woche in einer Medienmitteilung mit. Eine gemeinsame Studie des Amts für Wirtschaft und des Beratungsunternehmens Deloitte zeigt auf, welche Wirkung einzelne Hebel gegen den Mangel an Arbeitskräften haben können. Künstliche Intelligenz dürfte dank Effizienzgewinnen das grösste Potenzial haben. Was derzeit punktuell erst in einigen Branchen sichtbar ist, droht in den nächsten Jahrzehnten zu einem grossen Problem für die Zürcher Wirtschaft zu werden: der Arbeitskräftemangel, gepaart mit der zunehmenden Alterung der Gesellschaft. Mit gravierenden Auswirkungen auf den allgemeinen Wohlstand: Im Jahr 2050 könnte das Wachstumsdefizit im Kanton Zürich im Vergleich zu heute fast 50 Milliarden Franken betragen. Das entspricht einer um rund einen Fünftel geringeren Wirtschaftsleistung. Bis 2050 könnte sich die BIP-Lücke auf rund 600 Milliarden Franken summieren.
Die Studie analysiert, wie stark die Alterung der Gesellschaft die Zürcher Volkswirtschaft ausbremst und welche politischen und unternehmerischen Entscheide nötig sind, um Gegensteuer zu geben.
Bis zu 300000 Arbeitskräfte könnten fehlen
nalen und internationalen Umfeld realisieren. Im interdisziplinären Team pragmatische Lösungen unter Zeit- und Kostendruck umzusetzen, war mein täglich Brot. Ich denke, dass diese Erfahrungen im Gemeinderat nützlich wären. Nachdem ich nun meine berufliche Tätigkeit stark reduziert habe, bin ich bereit, Neues zu lernen und mich zu engagieren.
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In erster Linie sollen die bereits hohe Lebensqualität und Sicherheit im Dorf erhalten bleiben. Weiter liegen mir solide Gemeindefinanzen am Herzen. Die Ausgaben dürfen mittelfristig die Einnahmen nicht überschreiten. Es stellt sich also die Frage, wo kann optimiert werden, was ist dringend notwendig und wo muss verzichtet werden. Diese Entscheidungen muss die Bevölkerung jeweils an der Urne treffen. Der Gemeinderat muss hier proaktiv mit höchstmöglicher Transparenz informieren, sodass die Entscheidungen fundiert erfolgen können.
Ottenbach ist eine Wohngemeinde und soll dies auch bleiben. Im Bereich Wohnen im
Alter sehe ich einen gewissen Bedarf, aber auch bei attraktiven Wohnmög-
lichkeiten für Familien, sodass das Dorf lebendig bleibt. Obwohl Ottenbach im regionalen Arbeitsmarkt sehr gut integriert ist, wäre eine Stärkung des lokalen Gewerbes sehr wünschenswert. Hier sollte die Gemeinde möglichst attraktive Rahmenbedingungen schaffen.
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Der ländliche Charakter, die hohe Lebensqualität, die Freundlichkeit der Menschen, welche ich in den acht Jahren, seit ich in Ottenbach lebe, kennenlernen durfte, das möchte ich nicht mehr missen. Besonders schätze ich auch die Naherholungsgebiete an der Reuss und im Wald beim Spaziergang mit meinem Hund. Ich könnte nicht akzeptieren, dass der Wald als Natur- und Wasserreservoir durch die geplanten 220 Meter hohen Windräder zerstört würde.
Grund für den zunehmenden Arbeitskräftemangel ist der demografische Wandel: Die Menschen werden älter, gleichzeitig sinkt die Geburtenziffer –im Kanton Zürich liegt sie aktuell bei nur noch rund 1,23 Kindern pro Frau (Schweizer Durchschnitt: 1,29). Die Zahl der Personen im Rentenalter wächst deutlich schneller als jene der Erwerbstätigen. Ohne Gegenmassnahmen würden dem Kanton Zürich bis 2050 je nach Szenario bis zu 300000 Arbeitskräfte fehlen, während die Finanzierungslast für Renten, Gesundheit und Pflege zunimmt. «Die demografische Entwicklung ist kein abstraktes Zukunftsszenario, sondern muss uns jetzt mit Hochdruck beschäftigen», sagt Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh: In der Studie haben die Autorinnen und Autoren drei zentrale Hebel identifiziert, mit denen der demografisch bedingte Wohlstandsverlust reduziert werden kann. Bei allen drei Hebeln sind grosse Anstrengungen vonnöten, um die BIP-Lücke und den damit verbundenen demografisch bedingten Wohlstandsverlust gänzlich zu reduzieren. «Es gibt kein Allheilmittel gegen die Folgen der alternden Gesellschaft auf die Verfügbarkeit von Arbeitskräften», sagt Reto Savoia, CEO von Deloitte. «Aber zwei Dinge sind klar: Wir müssen uns von der starren Altersgrenze 65 lösen und ein flexibles Rentenalter einführen. Und wir müssen die Chancen von KI konsequent nutzen. Der Kanton Zürich mit seiner dienstleistungsorientierten Wirtschaft ist dafür bestens positioniert.»
In der Studie wurden zu diesen drei Hebeln zehn konkrete Massnahmen untersucht und ihre Wirkung den erwarteten Kosten gegenübergestellt. Die Spannweite reicht von einer Erhöhung des Rentenalters, steuerlichen Anreizen für mehr Erwerbsarbeit und der Subventionierung der Kinderbetreuungskosten über einen Kulturwandel im Recruiting bis zu einer beschleunigten Digitalisierung von KMU und der verstärkten Nutzung von KI.
Die Analyse zeigt: Künstliche Intelligenz (KI) bietet grosses Potenzial zur Schliessung der BIP-Lücke. Eine ebenfalls grosse Wirkung hätte die Erhöhung des Rentenalters – ohne direkte monetäre Kosten. Im Unterschied zu KI lässt sich deren Wirkung mit viel grösserer Sicherheit voraussagen. (red)
Franz Zeder, FDP
Armin Töngi, parteilos
Umkämpftes Präsidium in Ottenbach
Gaby Noser Fanger (bisher) und Ernst Diethelm (neu) möchten das Gemeindepräsidium übernehmen
Welche Fähigkeiten und Eigenschaften befähigen Sie für das Gemeinderatsamt?
Welche Ziele möchten Sie in der kommenden Amtszeit für Ottenbach erreichen?
In welchem Bereich hat Ottenbach besonderen Entwicklungsbedarf?
Was darf sich in Ottenbach auf keinen Fall ändern?
Zusätzliche Fragen zum Gemeindepräsidium
Wo sehen Sie Chancen in der Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden, und wo soll sich Ottenbach die Autonomie bewahren?
Wie stellen Sie als Gemeindepräsident sicher, das Beste aus dem Gemeinderat herauszuholen?
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«Das Dorf liegt mir sehr am Herzen»
Gaby Noser Fanger (52), parteilos, bisher
In Ottenbach stehen komplexe Vorhaben an. Da ist es wichtig, wenn diese ein erfahrenes und gut vernetztes Team betreut. Seit 14 Jahren im Gemeinderat und 12 Jahren im Präsidium kenne ich die relevanten Dossiers im Detail und stehe in Kontakt mit den involvierten Personen und Ämtern. Daneben bringe ich durch meine Erfahrung in Planungs- und Umweltbüros die notwendige Fachkompetenz mit. Ich bin in Ottenbach aufgewachsen und hier verankert – das Dorf liegt mir sehr am Herzen. Mit 52 Jahren habe ich genügend Elan und Ausdauer, diesen anspruchsvollen Job auszuüben.
Hohe Priorität hat ein engagierter und kompetenter Gemeinderat mit ausgeprägtem Teamgeist. Er trägt die Verantwortung für die Umsetzung der anspruchsvollen Strassenprojekte. Ebenso stellen die Sanierungen des Hallenbades und des Sportplatzes wichtige Meilensteine für die Gemeinde dar. Trotz dieser notwendigen Investitionen soll der Gesamtsteuerfuss stabil bleiben. Grundlegende Voraussetzungen dafür sind auch eine gut funktionierende und nachhaltig aufgestellte Verwaltung sowie ein weiterhin lebendiges Dorfleben.
Die Werkleitungen, welche im Zuge der Strassenprojekte erneuert werden, zählen sicherlich dazu. Zudem wünschen sich viele im Dorf zusätzlichen Wohnraum für die ältere Bevölkerung, was mit dem Projekt WohnenPLUS adressiert wird. Dann
müssen wir punktuelle Anliegen angehen, wie öffentliche E-Ladestationen, einen neuen Spielplatz oder die Überarbeitung des Verkehrsrichtplans. Und natürlich würden wir uns freuen, wenn sich in Ottenbach wieder eine Arztpraxis ansiedeln lässt.
Die Befragung der Bevölkerung und Workshops zum REK (Räumliches Entwicklungskonzept) haben klar aufgezeigt, das Wachstum soll moderater ausfallen als bisher. Die Bevölkerung will, dass zum Dorfbild und «Grün» Sorge getragen wird. Aus meiner Sicht müssen die Behörden die Bevölkerung weiterhin bei der Meinungsbildung und Erarbeitung von Lösungen konsequent einbeziehen – Stichwort Partizipation. Und wie oben bereits erwähnt, müssen wir das Dorfleben hegen und pflegen.
Ottenbach soll eigenständig bleiben. Das stiftet für viele Identität und Heimat und ermöglicht bürgernahe Lösungen und Entscheidungen. Gleichzeitig müssen wir anerkennen: Ottenbach ist mit 3000 Einwohnerinnen und Einwohnern eine relativ kleine Gemeinde, während die Aufgaben durch neue Gesetze und Verordnungen zunehmend komplexer werden. Diese Entwicklung zusammen mit dem Fachkräftemangel macht es notwendig, gezielt Bereiche zu identifizieren, in denen eine Zusammenarbeit im Verbund sinnvoll ist. Dabei gilt es auch, die Chancen der Digitalisierung konsequent zu nutzen.
Welches ist die grösste Herausforderung für Ottenbach und wie ist sie zu lösen?
Es braucht einen Rahmen, in dem alle ihr Wissen und ihre Meinungen offen einbringen können. Ebenso wichtig ist eine professionelle und vorausschauende Organisation des Ratsbetriebs – mit effizienten, strukturierten Sitzungen und Klausur-
«Wir müssen das Dorfleben hegen und pflegen.»
tagungen, klaren gemeinsamen Legislaturzielen sowie einer rollenden Finanzplanung. Zentral ist zudem eine Ressortund Aufgabenverteilung, die sich an den Kompetenzen und Stärken der einzelnen Mitglieder orientiert. Darüber hinaus lässt sich der Teamgeist auch ausserhalb der Sitzungen pflegen, etwa beim gemeinsamen Umtrunk oder einem Ausflug.
Bei den Strassenprojekten handelt es sich um fünf Projekte, bei denen entweder der Kanton
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«Voraussetzungen schaffen, um weitere
Unternehmungen
Ernst Diethelm (68), SVP, neu
Ich habe ausgewiesene Führungserfahrung (strategisch und operativ) und bringe Erfahrung im Krisenmanagement mit. Damit verbunden, innert nützlicher Frist unterschiedliche, komplexe Themen zu analysieren und zu beurteilen. Das Wichtigste dabei ist, Entscheide zu treffen und umzusetzen.
Ein grosses Anliegen ist mir, dass wir die Voraussetzungen schaffen, um weitere Unternehmungen, seien es Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe, in der Gemeinde ansiedeln zu können. Damit errei-
chen wir auch ein qualitatives Bevölkerungswachstum und Voraussetzungen für gesunde Gemeindefinanzen. Dies beeinflusst natürlich die aktuelle Ortsplanung und die Finanzierung der Infrastrukturen.
ansiedeln zu können»
Die gesellschaftliche Ortsförderung soll gepflegt und weiter ausgebaut werden. Die Lebens-/ Aufenthaltsqualität und der soziale Zusammenhalt sind weiter zu stärken. Wo man sich wohlfühlt, werden bekanntlich auch Engagement, Zusammenarbeit und Wertschöpfung grösser. Das heisst, die Zusammenarbeit mit Behörden, Organisationen und Vereinen ziel- und lösungsorientiert entwickeln.
Die Gemeinde soll ihre Zukunft auch weiterhin eigenständig und autonom gestalten können. Vorgaben des Kantons und Interessengruppen sollen auch in Zukunft selbstbestimmt und unabhängig entschieden werden können. Aber auch das gelebte Brauchtum soll weiter gepflegt und unterstützt werden.
Die interkommunale Zusammenarbeit bietet grosse Chancen zu mehr Transparenz über Effizienz, Kostenstrukturen und, wo möglich, die Qualität der Leistungserbringung. Ein Benchmarking bringt auch eine Vergleichsebene ins Spiel. Es liefert objektive Grundlagen für politische und fachliche Diskussionen. Sie zeigt Unterschiede und deren Ursachen, man lernt voneinander und fördert die Strategiefähigkeit der beteiligten Gemeinden.
Jede Gemeinde ist autonomiebedürftig und soll es auch bleiben. Die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden ist
kein Zeichen von Schwäche, sondern von Kraft und Grösse.
«Die Gemeinderatsmitglieder müssen jederzeit Zugang zum Präsidenten haben.»
Die Gemeinderatsmitglieder müssen jederzeit Zugang zum Präsidenten haben. Dialog, Teamfähigkeit und Sozialkompetenz des Präsidenten sind Voraussetzung dafür, dass sie sich in ihrer Tätigkeit wohlfühlen und ihren Aufgabenbereich in hoher Eigenständigkeit erledigen können.
Eine der wohl grössten Herausforderungen ist das prognostizierte Bevölkerungswachstum im Kanton Zürich. Dieses fällt im Kanton Zürich deutlich höher aus als im Schweizer Durchschnitt. Das zeugt von der hohen Attraktivität, dem Wohlstand und der Standortqualität des Kantons. Es ist aber auch mit Herausforderungen bei der Finanzierung von Infrastruktur verbunden. Dies trifft somit auch Ottenbach.
Ich möchte daher nochmals auf die Erläuterungen unter Punkt 2 verweisen.
Ansiedlung von Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben und damit Voraussetzungen für ein qualitatives und nicht quantitatives Bevölkerungswachstum schaffen.
Die Planungen für die Zentrumsentwicklung reichen bis zurück in das Jahr 2002. Für die Planungen wurde über diese Zeit sehr viel Geld ausgegeben. Man kann den einen oder anderen Punkt des aktuellen Projektes kritisch sehen. Allen ist nie recht getan. Das Projekt ist aus meiner Sicht absolut umsetzungsfähig. Die Realisierungsphase sollte daher zügig angegangen werden.
Vor den Gemeindewahlen vom 8. März stellt der «Anzeiger» vom 6. Januar bis 17. Februar in einer Serie die Ausgangslage in den einzelnen Gemeinden vor und lässt die Gemeinderatskandidatinnen und kandidaten zu Wort kommen. Bisher erschienen: Wettswil (6.1.), Bonstetten (9.1.), Mettmenstetten (13.1.) und Rifferswil (16.1.). (red)
Wie soll es mit der Zentrumsentwicklung in Ottenbach weitergehen? Wie sieht der Zeitplan dafür aus?
oder die Gemeinde die Federführung hat. Alle Projekte sind eng miteinander verknüpft. Neben der Strassenumgestaltung müssen Werkleitungen saniert werden, die tief unter der Dorfkreuzung verlaufen. Während der Bauphase muss der Verkehr, inklusive drei Postautolinien, jederzeit fliessen können. Gleichzeitig gilt es, den Hochwasserschutz des Lättenbachs sicherzustellen, und selbstverständlich soll zügig gebaut werden. Das wird gelingen, wenn an allen Stellen – auch bei Planern und Behörden – kompetente Personen eng und koordiniert zusammenarbeiten.
Die Zentrumsgestaltung Ottenbachs ist von der Instandsetzung der Kantonsstrassen abhängig. Zunächst muss die Affolternstrasse inklusive Kreuzung und Werkleitungen saniert werden. Im besten Fall können wir hier Ende 2026 starten. Zudem wird während der Bauarbeiten an der Affoltern- und Rickenbacherstrasse der Verkehr in einem Grosskreisel einspurig über die Muristrasse geführt werden müssen. Aus diesen Gründen kann die eigentliche Umgestaltung des Zentrums erst im Anschluss daran erfolgen – frühestens ab 2028.
FORUM
Die Kandidaten des 4er-Tickets für den Stadtrat Affoltern
Nach einer Amtsperiode, in welcher die rot-grüne Mehrheit mehrere politische Unfälle provoziert hat (zum Beispiel 38-Stunden-Woche, überteuerte Sportplatzsanierung, ungebremstes Wachstum der Schulden und der Ausgaben), haben sich die bürgerlichen Parteien SVP, FDP und Die Mitte zusammen mit Gewerbe und Arbeitgebern für den Wahlkampf aufgestellt.
Im gemeinsamen Schulterschluss stehen die vier Kandidatinnen und Kandidaten für eine verantwortungsvolle Finanzpolitik, eine verlässliche und effiziente Verwaltung sowie eine gewerbefreundliche und freiheitsorientierte Ausrichtung der Stadt Affoltern ein. Lernen Sie die Kandidatinnen und Kandidaten des 4er-Tickets persönlich kennen.
Am Donnerstag, 22. Januar, um 19.30 Uhr in der Meeting Cocktailbar (ehemaliges Restaurant Rosengarten an der unteren Bahnhofstrasse 33 in Affoltern) stellen sie sich vor. Claudia Spörri (SVP, bisher), Pascal Santi (FDP, neu), Ernst Beeler (Gewerbe, neu) und Franz Wipfli (Die Mitte, neu) zeigen, wie eine verantwortungsvolle, nachhaltige und solide Politik in Affoltern umgesetzt werden soll.
Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen.
Komitee Stadtratswahlen 2026 (SVP, FDP, Die Mitte), Orlando Rabaglio
Gaby Noser Fanger, parteilos
Ernst Diethelm, SVP
Be su ch en S ie un se re W eb sit e!
Regula ZellwegeR
«Ich nenne mich nicht Kunstschmied», erklärt Moritz Häberling. «Ich habe Metallbauschlosser gelernt.» Heute nennt man seinen Beruf «Metallbauer der Fachrichtung Metallgestaltung». Die Tätigkeiten sind vielfältig: Sie fertigen und montieren Bauteile wie Gitter, Geländer, Metalleinfassungen und -verzierungen oder auch Gebrauchsgegenstände. Meist stellen sie Einzelstücke her, sei es nach Kundenwunsch oder nach eigenen Entwürfen. Gern reparieren und restaurieren Moritz Häberling und sein Team kunstvolle Schmiedeerzeugnisse aus längst vergangenen Zeiten. Sucht man aber eine Esse mit loderndem Feuer und Blasebalg in der Werkstatt, findet man lediglich eine stillgelegte. Moritz Häberling ist Spezialist, wenn es um historisches Schmiedewerk geht, betreffend Arbeitsprozesse ist er aber auf dem neusten technischen Stand. Das Metall wird mittels Induktionsheizung erwärmt. Diese Methode mindert die Gefahren, die von offenem Feuer ausgehen. Die kontrollierbare Wärme schützt das Metall vor Überhitzung. Für Moritz Häberling spielen aber Umweltfragen eine grosse Rolle: Die Induktionsheizung reduziert die Emission von Treibhausgasen und unterstützt so eine sauberere und nachhaltigere Arbeitsumgebung. Er bezeichnet sich als «Energiefreak». Erneuerbare Energie wie Photovoltaik und ein E-Auto sind für ihn eine Selbstverständlichkeit.
Spuren seiner Tätigkeit
Gern würde man mit Moritz Häberling einen Stadtrundgang in Zürich machen. Man würde beispielsweise beim Barockportal und den Geländern beim Haus zum Rechberg über die originalgetreue, perfekte Schmiedearbeit staunen. Auch
Wandern im Alter
Griff in die Tasten
In Obfelden wird bei einem Vortrag gezeigt, was für Freuden das Wandern mit 65+ macht. Seite 15
Am Wochenende findet das 26. Klavierfestival der Musikschule Knonauer Amt statt. Seite 15
Moritz Häberling ist als Metallbauschlosser weitherum bekannt
Förderung des Sports Zürcher Gemeinden können sich für Unterstützungspakete in Sachen Sport bewerben. Seite 20
die Brückengeländer der Münsterbrücke und die gusseisernen Geländer
Jahre alt war Moritz Häberling, als er 1978 seine Werkstatt gründete. Buchen Siejetzt!
am Rathausquai, am Utoquai und am Stadthausquai zeugen von seiner Handwerkskunst – wie auch die Kirchenbeleuchtung am Fraumünster und
Kronleuchter im Opernhaus. Eine besonders beachtete Restaurationsarbeit sind Gusseisenveranda, Geländer, Zaun, Portal und Leuchten der Villa Tobler. Wirtshausschilder, Vordächer und sogar Kaltwasserduschen, designt von Max Frisch, im Freibad Letzi zeugen von seiner Kunstfertigkeit. Ein Paradestück sind Jugendstilgeländer, Zaun und Portal der Villa Seerose in Horgen. Auch auf der anderen Seeseite gibt es sehenswerte Arbeiten,
beispielsweise die Barockportale der Seehalde in Meilen. Metallbrücken hat Moritz Häberling mit seinem Team hochprofessionell restauriert. In Wettingen hat er 7500 Nieten entfernt, alle Teile sandgestrahlt und wieder zusammengesetzt. «Brücken werden oft falsch restauriert. Übermalen reicht nicht», kommentiert Moritz Häberling
Auch Neu- und Spezialanfertigungen entstehen in Uerzlikon und werden vor Ort montiert. Moritz Häberling realisierte Portale und Gitter beim CréditSuisse-Hauptsitz am Paradeplatz. Bei seiner Werkstatt in Uerzlikon findet man noch alte Portale der CS.
Sammler und Restaurator
Einst lagerten hier auch die Tore der alten Tonhalle Zürich, die 85 Jahre als verschollen galten. Moritz Häberling sammelt alte Metallarbeiten, von deren Schönheit er sich immer wieder zum Kauf verleiten lässt. Rund um seine Werkstätten in Uerzlikon stapeln sich seine Sammlerstücke, von kunstvollen Toren, Gittern und Laternen bis zur Dampfmaschine, die er aus Chile importiert hat. Man nennt ihn – mit einem Augenzwinkern – den «Rostkönig von Uerzlikon».
Berufliche Laufbahn
Moritz Häberling zeichnete bereits als Junge gern und interessierte sich für Geschichte. Seine Mutter war Modezeichnerin, der Vater Fabrikspengler. Im Berufswahlalter entschied er sich für den Werkstoff Eisen. «Eisen ist gar nicht so hart und – anders als Steinmetze –wir können fehlerhafte Stücke einschmelzen und wieder neu bearbeiten», erklärt er. Er absolvierte seine Lehre bei Werner Baur in Mettmenstetten und ist heu-
te noch voll des Lobes für seinen Lehrmeister. Bereits mit 23 Jahren gründete er 1978 seine Werkstatt bei den Liegenschaften seiner Familie in Uerzlikon, wo er auch aufgewachsen war. Ein Hausteil geht beispielsweise auf das Jahr 1720 zurück.
Der Betrieb wuchs mit den Jahren. Auch die Familie, sechs Kinder haben er und seine Frau Margrit grossgezogen. 18 Lernende absolvierten ihre Lehre bei Häberlings und drei der Kinder wählten teilweise ähnliche Berufe: Oliver, gelernter Kupferschmied, und Pauline, gelernte Silberschmiedin, arbeiten heute im elterlichen Betrieb.
Klare Ziele
Moritz Häberling hat Visionen, beispielsweise betreffend Energie. In Zukunft will er die Energie für den Betrieb der Werkstatt selbst herstellen und speichern. Visionen waren zuerst die Events, die er mit seiner Frau Margrit realisierte. So stellte er beispielsweise riesige Rohre aus dem Gaswerk in Schlieren, gefüllt mit Holz, in Uerzlikon auf und liess Feuer darin entfachen, das in den Himmel loderte. Dazu spielte das Sinfonieorchester Tifico mit 90 Musikern die Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel. Musik ist eine weitere Leidenschaft des «Metallers».
Visionen hat er betreffend die englische Dampfmaschine aus Chile. Sie soll – gekoppelt mit neun Jauchepumpen – ein Fast-Perpetuum-Mobile werden. Visionen hat der 70-Jährige auch betreffend seine Pensionierung: «Ich will nur noch Arbeiten ausführen, die mich interessieren.»
Dafür stimmen die Voraussetzungen. Er wird die florierende Firma nach einem Um- und Neubau der Werkstätten
«Ich bin kein SchnörkelSchmied.»
Moritz Häberling, Metallbauer der Fachrichtung Metallgestaltung
der nächsten Generation übergeben. Das Team mit langjährigen Mitarbeitenden, die ursprünglich als Grafiker, Koch und vor allem als Metallbauer arbeiteten, ist fest eingespielt. Er hat es über viele Jahre «an der langen Leine» auf Vertrauensbasis geführt. Seine Werte als Führungsperson und als Handwerker formulierte er stets klar, in seinem Sinne wird weitergearbeitet. «Ich bin kein SchnörkelSchmied.» Präzise und qualitativ getreu den historischen Vorlagen wird bei Moritz Häberling gearbeitet – auch in Zukunft.
Mit der Serie Unternehmerinnen und Unternehmer stellt der «Anzeiger» in lockerer Folge Unternehmerpersönlichkeiten vor und würdigt damit deren Engagement für den Wirtschaftsstandort Knonauer Amt. (red)
Moritz Häberling bearbeitet das glühende Eisen. (Bilder Regula Zellweger)
Das Team (von links): Oliver Häberling, Maik Götschi, Pauline Häberling, Dominik Peikert, Urs Benz, Jonathan Hunziker, Moritz Häberling.
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Was im Jahr 1985 mit einer Bewerbung auf eine befristete Stelle für 6 Monate begann, wurde zu einer beeindruckenden Lebensleistung: Vom 1. Mai 1985 bis zum 31. Januar 2026 war Othmar Gmür ein fester und unverzichtbarer Bestandteil unseres Familienbetriebes.
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Seniorennachmittag in Obfelden Mitttwoch, 21. Januar 2026 14.00 Uhr Singsaal Schmittenstrasse Obfelden
Vortrag von Reinard Böni «Meine schönsten Bergerlebnisse und -Touren mit 65+» Kaffee, Mineralwasser und Kuchen vorhanden.
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Das 26. Klavierfestival der Musikschule Knonauer Amt
Abwechslungsreiches Natur-Programm in allen Schattierungen
Zum 26. Mal geht am Wochenende des 24./25. Januar in Affoltern unter dem Motto «Natur in Moll und Dur» das Klavierfestival der Musikschule Knonauer Amt über die Bühne. Alle Veranstaltungen finden in der Aula des Schulhauses Ennetgraben statt – Klavierfans und interessierte Musikliebhaber sind herzlich eingeladen. In vier Konzerten präsentieren Klavierschülerinnen und
-schüler sowie Lehrpersonen der Musikschule Knonaueramt ein spannendes und abwechslungsreiches Natur-Programm in allen Schattierungen zwischen Dur und Moll. Die Zuhörer werden auf musikalische Wanderungen durch Berg und Tal mitgenommen, und auf einer nächtlichen Klangreise verschmelzen Gegenwart und Vergangenheit. Das Publikum
Jukebox-Band
Live-Sound, der mitreisst, im Ägerten
Am Samstag, 24. Januar, verwandelt sich der Mehrzwecksaal Ägerten in Wettswil in eine Bühne voller Energie, Leidenschaft und mitreissender Live-Musik. Die Jukebox-Band bringt die grössten
Hits der letzten Jahrzehnte auf die Bühne – von Rock’n’Roll über Pop bis zu Funk & Soul. Mit ihrem unverwechselbaren Groove, starken Stimmen und einer mitreissenden Bühnenpräsenz
darf den Jahreskreis klingend erleben und wird verwöhnt mit einem Projekt zu «Frozen», mit einer magischen Geschichte vom kleinen Eichhörnchen und der Meerjungfrau und mit Kompositionen für bis zu acht Hände an einem Konzertflügel. Als besonderer Höhepunkt werden unter den Händen von Lehrpersonen berühmte Werke von F. Liszt, C. Debussy und Ludwig van Beethoven erklingen.
Vor gut einem Vierteljahrhundert von engagierten Klavierlehrpersonen ins Leben gerufen, hat das Klavierfestival längst seinen festen Platz im Veranstaltungskalender der Musikschule. Jedes Jahr wird das Publikum unter einem neuen Motto mit spannender Klaviermusik und interessanten Projekten beschenkt und es wird Klavierschülerinnen und -schülern aller Stufen und Altersklassen die Gelegenheit geboten, miteinander zu musizieren und sich der Öffentlichkeit vorzustellen. Neben Einzelvorträgen kommt auch mehrhändige Klaviermusik nicht zu kurz, und immer wieder dürfen Schülerinnen und Schüler ihre Lehrpersonen in hochkarätigen Lehrerkonzerten erleben.
Helga Schnurrenberger, Musikschule Knonauer Amt
Samstag, 24. Januar, 14.30 bis 16.15 Uhr, Sonntag, 25. Januar, 14 bis 15.45 Uhr, Aula Ennetgraben, Affoltern. Die Detailprogramme der einzelnen Konzerte sind auf der Homepage der Musikschule Knonauer Amt (www.mska.ch) aufgeschaltet
Filmvorführung: «Wunderschön»
Kino in der Kirche Bonstetten
Julie hat nur einen Traum: Sie will als Model durchstarten. Dafür hungert sie bewusst, um dem Schönheitsideal der Branche zu entsprechen. Ihre Mutter Frauke träumt bescheidener – sie wünscht sich nur, dass ihr Mann Wolfgang sie wieder wahrnimmt. Auch Sonja kämpft in ihrer Ehe. Nach der Kinderpause will sie wieder arbeiten, doch ihr Mann Milan ist beruflich voll eingespannt und ignoriert ihre Wünsche. Sonjas Freundin Vicky ist ganz anders:
Selbstbewusst und unabhängig, wehrt sie die Annäherungen ihres Kollegen Franz halbherzig ab. Und dann ist da noch Leyla, ein Mädchen, das sich vor allem eins wünscht: endlich schön zu sein. Ein generationenübergreifendes Thema: Was ist eigentlich schön?
Amadeo Vergés
Freitag, 23. Januar, 20 Uhr, in der reformierten Kirche Bonstetten (Eintritt frei, Freigeben ab 10 Jahren)
«Z’Berg gah» mit 65+ Ein Vortrag von Reinhard Böni
sorgt die Band für beste Stimmung und Gänsehautmomente.
An der Front stehen zwei herausragende Stimmen: Nadine Arnet, in der Region bekannt als Schauspielerin und Gesangslehrerin, sowie Sean, bekannt aus «The Voice of Germany» und «The Voice of Switzerland» (Team Gölä). Gemeinsam bringen sie das Publikum zum Tanzen, Mitsingen und Mitfeiern.
Ein Abend, der verbindet – Musik, Genuss und gute Laune
Neben der musikalischen Power erwartet die Gäste ein kulinarisches Highlight: Älplermagronen mit Apfelmus –hausgemacht, währschaft und einfach fein.
Also: Freunde einladen, Hunger und gute Laune mitbringen – und einen unvergesslichen Abend erleben. An der Kultur-Bar werden coole Drinks serviert.
Tickets für 25 Franken online kaufen unter www.kultur8907.ch oder Abendkasse
Brettspielabend für Erwachsene
Verspielte Abende in der Regionalbibliothek Affoltern
Spielbegeistert? Lust, sich an einem Abend mit Gleichgesinnten in der Bibliothek zu alten und neuen Brettspielen zu treffen? Die Regionalbibliothek bietet zusammen mit freiwilligen Helferinnen und Helfern verspielte Abende an.
Einfach mitspielen
Für die Teilnahme gibt es keine Regeln. Es können einer oder alle Abende besucht werden, alleine oder in Begleitung, ob Deutsch oder eine andere Spra-
Das Lieblingsspiel gleich selbst mitbringen oder sich einfach überraschen lassen. (Bild zvg)
che sprechend, das Lieblingsspiel mitbringen oder sich überraschen lassen. Die Bibliothek Affoltern freut sich über alle, die sich mit an den Tisch setzen und mitspielen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Regionalbibliothek Affoltern
Freitag, 23. Januar, 19 bis 22 Uhr, Obere Seewadelstrasse 14, Affoltern, Teilnahme ist kostenlos. Weitere Daten: 6. und 20. Februar, Infos auf der Website: www.bibliotheken-zh.ch/Affoltern/Veranstaltungen
Reinhard Böni berichtet in seinem Vortrag mit Bildern und Videos über das «Z’Berg gah» im älteren Lebensabschnitt. (Bild zvg)
Wenn man als junger Mensch in den Bergen unterwegs ist, dann ist alles kein Problem – mit zunehmendem Alter indessen ändert sich dann aber halt doch einiges.
Biologische Veränderungen des Körpers machen das «Z’Berg gha» im älteren Lebensabschnitt um einiges beschwerlicher – und wahrscheinlich auch etwas risikobehafteter. Je nach individueller Ausgangslage kann man aber die Bergwelt auch mit 65+ noch in ihrer schönsten Form wahrnehmen und erleben.
Natur intensiver wahrnehmen
Grundsätzlich ist aus bergsportlicher Sicht trotz höherem Alter noch vieles möglich – halt einfach «etwas anders».
Als älterer Mensch hat Reinhard Böni persönlich die Fähigkeit entwickelt, die Natur und ihre Schönheit noch intensiver wahrzunehmen als in seinen «JungBergsteiger-Jahren». Gerne nimmt er das Publikum in seinem Vortrag im Rahmen eines Jahreszyklus mit auf eine Rundtour durch «seine Bergwelt». Er präsentiert dabei mit seinen Bildern und Videos sowohl die bergsportlichen als auch die landschaftlichen Schönheiten und Eindrücke seiner Tourenerlebnisse.
Werner Schlatter
Vortrag von Reinhard Böni am 21. Januar um 14 Uhr im Mehrzwecksaal Brunnmatt in Obfelden, Eintritt frei (Kollekte)
Das Motto ist «Natur in Moll und Dur». (Bild zvg)
Ein generationenübergreifendes Thema: Was ist eigentlich schön? (Bild zvg)
Die Jukebox-Band bringt musikalische Power nach Wettswil. (Bild zvg)
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Neue Präsidien für Gemeinderat und Primarschule
In den Aeugster Behörden stehen einige Wechsel bevor
Marianne Voss
Aeugst hat Verschiedenes zu bieten: einen attraktiven Steuerfuss, eine Lage mit traumhafter Aussicht und wenig Nebel, eine gute Infrastruktur und einen Dorfkern mit Tempo-30-Zone. In gemütlicher Gehdistanz befinden sich in diesem Dorfzentrum der Volg, ein Blumenladen, das Gemeindehaus, das Restaurant Eichhörnli, die Bibliothek, die Kinderkrippe, eine Secondhand-Kleiderecke und die Busstation. Zur Gemeinde Aeugst gehören auch die Weiler Wängibad, Habersaat, Obertal, Müliberg, Breiten und Aeugstertal. Aeugst kennt keine Infrastrukturprobleme. Ein massives Bevölkerungswachstum ist nicht zu erwarten, die Einwohnerzahlen von rund 2000 Personen sind seit zwölf Jah-
ren nahezu stabil. «Aeugst ist gebaut», erklärt Gemeindepräsidentin Nadia Hausheer. «Es gibt nur noch wenige Baulandparzellen, Aeugst kann praktisch nur noch durch verdichtetes Bauen wachsen. Wir rechnen in rund zehn Jahren mit einer Einwohnerzahl von zirka 2300.» Eine neue Siedlung mit grosszügigen Wohnungen wurde erst kürzlich fertiggestellt. «Diese Überbauung bewegt einzelne Gemüter im Dorf, da sie sich optisch stark vom ländlich geprägten Dorfkern abhebt.»
Die Gemeindepräsidentin wird nach zwei Amtsdauern, beziehungsweise dreieinhalb Amtsdauern im Gemeinderat, nicht mehr zur Wahl antreten. Für die sechs Sitze im Gemeinderat (der siebte wird durch das Schulpräsidium besetzt) stehen sechs Kandidierende zur
Verfügung. Auch in der Primar- und Oberstufenschulpflege kommt es zu einem Wechsel im Präsidium. Für die fünf Sitze in der Primarschulpflege haben sich jedoch sechs Kandidierende beworben, ebenso in der RPK. Es wird in Aeugst also in zwei Behörden zu einer Kampfwahl kommen.
Das Eichhörnchen auf der Kirchturmspitze
In Aeugst gehen zurzeit die Schülerzahlen zurück. Gemeindeschreiber Vit Styrsky erläutert dazu: «Die Bevölkerung besteht zu einem grossen Anteil aus Menschen in der zweiten Lebenshälfte.» Natürlich sei ein Grund dafür auch die nicht besonders günstige Wohnlage. Dies ist gerade für junge Fa-
milien eine Zuzugshürde. «Als Gemeinde bemühen wir uns in unseren eigenen Liegenschaften um bezahlbaren Wohnraum.»
Das Dorfleben in Aeugst ist geprägt von verschiedenen traditionellen Anlässen wie der Chilbi mit Klassenzusammenkunft, zwei Markttagen, dem Fasnachts- und dem Räbeliechtliumzug oder dem klassischen Fest zum ersten August auf dem Bolet. Das Gemeindegebiet umfasst viel Wald und zahlreiche Flurstrassen, die der Gemeinde gehören. Auch die Hälfte des Türlersees liegt in der Gemeinde Aeugst. Eine Besonderheit ist das Wappentier der Gemeinde, ein kauerndes rotes Eichhörnchen, das an einer goldenen Nuss nagt. Das Eichhörnchen kann Mut, Klugheit, Lebensfreude und die Verbindung zur Natur symboli-
sieren – was zu diesem Dorf passt. Das liebenswerte Tier sitzt nicht nur im Wappen, sondern auch in der Wetterfahne auf der Kirchturmspitze. Es ist weltweit wohl das einzige Eichhörnchen, das statt eines Hahns oder Kreuzes über die Kirche und das Dorf wacht.
Aeugst
Gemeindefläche: 7,9 km2
Anzahl Einwohner: 2052 (per Ende 2024)
Besonderheit: Höchst gelegene Gemeinde im Bezirk und weltweit der einzige Kirchturm mit einem Eichhörnchen in der Wetterfahne.
Das wird am 8. März gewählt:
Gemeinderat:
6 Mitglieder, inklusive Präsidium
Primarschulpflege:
5 Mitglieder, inklusive Präsidium
Rechnungsprüfungskommission:
5 Mitglieder, inklusive Präsidium
Sekundarschulpflege Affoltern/Aeugst:
5 Mitglieder, inklusive Präsidium
Vor den Gemeindewahlen vom 8. März stellt der «Anzeiger» vom 6. Januar bis 17. Februar in einer Serie die Ausgangslage in den einzelnen Gemeinden vor und lässt die Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten zu Wort kommen. Bisher erschienen: Wettswil (6.1.), Bonstetten (9.1.), Mettmenstetten (13.1.) und Rifferswil (16.1.).
Von Aeugst bietet sich oft ein traumhafter Blick in die Alpen.
(red)
Das Eichhörnchen in der Wetterfahne auf dem Kirchturm
Gemeindepräsidentin Nadia Hausheer und Gemeindeschreiber Vit Styrsky. Das Dorfzentrum von Aeugst ist verkehrsberuhigt.
Blick auf den Weiler Aeugstertal. (Bilder Marianne Voss)
Aeugst
Die Kandidierenden für die Wahlen
In Aeugst treten 7 Personen für 7 Sitze bei den Erneuerungswahlen an.
Welche Fähigkeiten und Eigenschaften befähigen Sie für das Gemeinderatsamt?
«Gemeinsam tragfähige Lösungen finden»
Pascal Hügi (45), parteilos, neu
Ich bin flexibel, offen, teamfähig und lösungsorientiert.
Anstehenden neuen Aufgaben begegne ich engagiert und pflichtbewusst. Als kommunikative Person ist es mir wichtig, zuzuhören, unterschiedliche Anliegen ernst zu nehmen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu finden und auch umzusetzen. Ich bringe zudem Führungserfahrung mit, bin belastbar und behalte auch in hektischen Situationen den Überblick.
Aeugst ist heute eine gut funktionierende Gemeinde. Mein Ziel ist es, aktiv dazu beizutragen, dass dies auch in Zukunft so bleibt. Ich setze mich für eine moderne und gut unterhaltene Infrastruktur, gesunde Gemeindefinanzen und ein aktives Dorfleben ein. Es ist mir wichtig, dass Aeugst auch in Zukunft eine attraktive und sichere Gemeinde mit hoher Lebensqualität bleibt.
Entwicklungsbedarf sehe ich vor allem beim Ausbau und beim nachhaltigen Unterhalt der bestehenden Infrastruktur, abgestimmt auf das Wachstum der Gemeinde. Dabei ist mir eine sorgfältige Koor
dination von Bevölkerungsentwicklung, Verkehr und Lebensqualität wichtig, damit Aeugst auch künftig ein attraktiver und lebenswerter Ort bleibt.
Aeugst soll seinen dörflichen Charakter bewahren – ein Ort, an dem man sich kennt und
wohlfühlt. Wichtig bleiben eine moderne Infrastruktur, eine gute Schule, gesunde Finanzen mit einem attraktiven Steuerfuss sowie ein vielseitiges Kulturund Freizeitangebot. Gleichzeitig soll Aeugst ein attraktiver Wohnort sowie ein moderner und zeitgemässer Arbeitgeber bleiben.
«Konstruktiv für die Bevölkerung einsetzen»
Oliver Märki (54), parteilos, neu
Meine berufliche Laufbahn ist vielseitig: Sie führte mich vom Küchenchef über die Tätigkeit als Ausbildungsleiter für Biologielaborantinnen und laboranten bis zu meiner heutigen Funktion als stellvertretender Praxisleiter. Zusätzlich bringe ich aus über zwölf Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit im Reitverein Swiss Working Equitation – davon aktuell als Vizepräsident – wertvolle Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Gremien, politischen Prozessen und der Vereinsführung mit. Diese Lebensstationen haben mir Einblicke in unterschiedliche Branchen und Perspektiven ermöglicht und meinen Blick für Zusammenhänge geschärft. Mit meiner analytischen und vernetzten Arbeitsweise, meiner digitalen Affinität sowie einer offenen, überzeugenden Persönlichkeit bin ich motiviert, mich konstruktiv für die Anliegen der Bevölkerung einzusetzen.
Meine Familie und ich geniessen seit bald elf Jahren die Annehmlichkeiten des Dorflebens in Aeugst. Der bisherige Gemeinderat hat viel Gutes dazu beigetragen, dass Aeugst zu einem derart lebenswerten Ort geworden ist. Als zukünftiges Mitglied des Gemeinderats möchte ich nun meinen Beitrag dazu leisten, dass Aeugst diesen Charakter auch in Zukunft bewahrt und weiterentwickelt. Als Neuling im Amt ist ein zentrales Ziel für mich die sorgfältige Einarbeitung in die Dossiers sowie das konstruktive Voranbringen laufender Projekte. Besonders am Herzen liegt mir die Zukunft der Kinder und Jugendlichen – natürlich auch meiner eigenen.
Welche Ziele möchten Sie in der kommenden Amtszeit für Aeugst erreichen?
In welchem Bereich hat Aeugst besonderen Entwicklungsbedarf?
Was darf sich in Aeugst auf keinen Fall ändern? 1 2 3 4
«Seit fast acht Jahren leite ich erfolgreich das Ressort Tiefbau»
Christoph Berberat (59), parteilos, bisher
Seit knapp 14 Jahren wohnen meine Frau und ich in der Gemeinde. Wir schätzen dieses Dorf und dessen aktives Dorfleben sehr. Ich möchte mich hier weiterhin als Gemeinderat aktiv für das Gemeinwohl engagieren. Seit fast acht Jahren leite ich erfolgreich das Ressort Tiefbau. In dieser Zeit konnte ich dazu beitragen, dass einige Tiefbauprojekte erfolgreich umgesetzt wurden. Bei den Projektumsetzungen halfen mir meine Eigenschaften Belastbarkeit, Fleiss, Ausdauer, Entscheidungsfreudigkeit, Kompromiss und Teamfähigkeit sowie mein Gespür für das Machbare. Diese Eigenschaften werden mir auch die kommenden Jahre helfen, Projekte erfolgreich umzusetzen.
Eines der wichtigsten Ziele im Tiefbau ist die Erneuerung der Quellkonzession für das Dorf. Die geänderten Bundesgesetze für bestehende Quellen stellen eine riesige Herausforderung für unsere Gemeinde dar. Das Awel des Kantons Zürich wird prüfen, ob die Gemeinde unter neuen strengeren Auflagen eine Verlängerung der Quellkonzession bis 2030 erhalten kann. Mit den Arbeiten für den Antrag wurde bereits letztes Jahr begonnen. Die weitere Nutzung unserer Quellen ist für die Versorgungssicherheit des Wassers der Gemeinde unabdingbar, besonders in möglichen Energiemangellagen, in
denen das Wasser vom Zürichsee nicht zu uns gepumpt werden könnte. Ansonsten müssen die Anlagewerte der Gemeinde in Strassen, Wasser und
Christoph Berberat, parteilos
Aus meiner Sicht decken die vom bisherigen Gemeinderat abgeschlossenen und laufenden
Projekte die zentralen Entwicklungsbereiche von Aeugst sehr gut ab. Mit einem frischen Blick von aussen werde ich neue Perspektiven einbringen und bestehende Ansätze kritisch, aber konstruktiv hinterfragen. So können bei Bedarf neue Ideen entstehen, um die Gemeinde gezielt, nachhaltig und verantwortungsvoll weiterzuentwickeln.
Auf keinen Fall verlieren darf
Aeugst seinen starken Gemeinschaftssinn. Die Schule ist aussergewöhnlich und ein grosser Gewinn für die Gemeinde. Ebenso wichtig ist das Gefühl von Zugehörigkeit im Dorf, wo man sich kennt, respektiert und unterstützt. Dieses Engagement vieler Menschen, die sich mit Herzblut für Aeugst einsetzen, macht den besonderen Charakter der Gemeinde aus und soll unbedingt erhalten bleiben.
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Abwasserleitung durch Investitionen erhalten bleiben.
Aeugst ist eine gut funktionierende Gemeinde mit aktiven Bürgerinnen und Bürgern. Die Gemeinde ist sehr gut erschlossen und bietet eine sehr hohe Lebensqualität. Durch die sehr gute Arbeit über viele Jahre in der Gemeinde sind die Anlagen in einem guten bis sehr guten Zustand. Die Gemeinde kann sich wie jede und jeder von uns weiter bezüglich Energie
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bedarf und Müllvermeidung verbessern. Hinsichtlich Abfallbeseitigung müssen wir uns wie andere Gemeinden im Amt mit der Einführung von Unterflurcontainer (UFC) beschäftigen. Die Dileca hat bereits ein allgemeines Konzept bezüglich UFC erarbeitet. Dieses Konzept gilt es nun für unsere Gemeinde weiterzuentwickeln, damit die Gemeinde auch zukünftig über eine tragbare und sichere Abfallentsorgung verfügt.
Das Dorf mit den Weilern sollte weiterhin eine attraktive Gemeinde mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern bleiben. Mit Bürger
«Die Gemeinde ist sehr gut erschlossen.»
wünschen sollte weiterhin offen umgegangen werden. Sie sollten möglichst sinnvoll mit den bestehenden Ressourcen umgesetzt werden. Bis jetzt hat die Gemeinde mit allen Beteiligten tragbare Kompromisse für Umsetzungen gefunden. Es sollte auch in der Zukunft so bleiben, dass Kompromisse für das Gemeindeleben gefunden werden können. 3
«Gemeinsam passende Lösungen entwickeln»
Corinne ErbSchärer (55), parteilos, neu
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Vor über zwanzig Jahren nach Aeugst gezogen, ist das Dorf über die Jahre zu unserem Zuhause geworden, dessen Alltag und Zukunft mir sehr am Herzen liegen. Ich engagiere mich schon seit vielen Jahren aktiv im Dorf. Ob als Mitglied der Planungs und Verkehrskommissionen (2011–2016), als Mitglied der Reformierten Kirchenpflege (bis 2018) oder aber
«Aeugst soll auch in Zukunft ein Dorf bleiben, in dem man gerne sein Zuhause hat.»
während der letzten eineinhalb Jahre als OKPräsidentin der Chilbi Aeugst 2025.
Beruflich bringe ich als studierte Betriebsökonomin rund 25 Jahre internationale Berufs und Führungserfahrung aus der Privatwirtschaft mit. Mein Studium mitfinanziert hatte ich damals mit einem HandelslehrerTeilzeitpensum an einer Zürcher Privatschule. Es ist mir ein grosses Anliegen, zuzuhören, unterschiedliche Interessen
ernst zu nehmen und gemeinsam passende Lösungen zu entwickeln.
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Als Gemeinderätin möchte ich dazu beitragen, dass Aeugst mit seinen Weilern eine lebenswerte, zukunftsorientierte und finanziell gesunde Gemeinde bleibt, die auch den
die Oberstufe bildet. Es soll ein Ort sein, an dem sich Kinder, Lehrpersonen und Eltern gleichermassen wohl und ernst genommen fühlen.
Aeugst und die dazugehörigen Weiler bilden ein überschaubares Dorf. Der allgemeine Trend hin zu verdichtetem Bauen ist gerade für ein ländliches Dorf wie Aeugst ein schmaler Grat zwischen sinnvollem Wachstum und dem Verlust der ländlichen individuellen Einzigartigkeit. Aeugst steht – wie viele Gemeinden –vor der Herausforderung, Wachstum, Infrastruktur, Finanzen und Lebensqualität auch langfristig in ein ausgewogenes, unserem Dorf gerecht werdendes Verhältnis zu bringen.
Einbezug von Altbewährtem zulassen kann. Als Mutter von zwei in Aeugst aufgewachsenen Söhnen weiss ich, dass die Primarschule Aeugst funktioniert. Es ist für mich zentral, dass wir auch in Zukunft eine starke, qualitativ hochwertige Schule bieten können, die eine fundierte Plattform für den Weiterzug an
Aeugst soll seinen Dorfcharakter, die Akzeptanz zur Individualität und die hohe Lebensqualität bewahren. Das persönliche Miteinander, das Engagement der Vereine, die Überschaubarkeit unserer Gemeinde und die Nähe zur Natur sind grosse Stärken, die Aeugst ausmachen. Auch die Bereitschaft, sich für das Gemeinwohl einzusetzen, darf nicht verloren gehen. Diese Werte sind die Basis dafür, dass sich Menschen aller Generationen in Aeugst zu Hause fühlen. Aeugst soll auch in Zukunft ein Dorf bleiben, in dem man gerne sein Zuhause hat.
Oliver Märki, parteilos
Pascal Hügi, parteilos
in Aeugst stellen sich vor
Gisèle Stoller Laubi stellt sich als Einzige fürs Gemeindepräsidium zur Verfügung
Zusätzliche Fragen zum Gemeindepräsidium Wo sehen Sie Chancen in der Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden, und wo soll sich Aeugst die Autonomie bewahren?
«Aeugst
liegt mir am Herzen»
Nicole BeckTaubenest (62), GLP, bisher
Ich kandidiere erneut für den Gemeinderat, weil mir Aeugst am Herzen liegt und ich mich weiterhin verantwortungsvoll und engagiert für die Weiterentwicklung unserer
Gemeinde einsetzen möchte. Als Vorsteherin der Ressorts Forst und Landwirtschaft, Umwelt und Gesundheit und Energie konnte ich mit meinen Kollegen vom Gemeinderat, den Kommissionen
«In der kommenden Amtszeit möchte ich dazu beitragen, Aeugst als lebenswerte, überschaubare und gut organisierte Gemeinde weiterzuentwickeln.»
und mit der Bevölkerung Projekte im Bereich Naturschutz, Umwelt und Energie erfolgreich umsetzen. Zum Beispiel eine permanente Kleidertauschbörse, einen PermakulturDorfgarten, die Re
zertifizierung für das Label Energiestadt sowie diverse Anlässe mit der Bevölkerung zu Energiethemen. Ich arbeite lösungsorientiert, höre zu und suche den Dialog. Verlässlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und ein respektvoller Umgang miteinander sind mir sehr wichtig.
In der kommenden Amtszeit möchte ich dazu beitragen, Aeugst als lebenswerte, überschaubare und gut organisierte Gemeinde weiterzuentwickeln. Mir sind eine nachhaltige Planung und ein sorgfältiger Umgang mit finanziellen Mitteln besonders wichtig. Entscheidungen sollen nachvollziehbar sein und im Interesse der ganzen Gemeinde getroffen werden. Ich werde mich besonders für die Förderung der Biodiversität und die Umsetzung von auf erneuerbaren Energien basierenden Projekten einsetzen. Unser Energieleitbild wird weiterhin unsere Aktivitäten leiten.
Wir sind in Aeugst bereits auf gutem Weg, nun gilt es, diese lebendige und vorausschauende Ausrichtung zu bewahren. Den Fokus sehe ich vor allem in der langfristigen Planung von Infrastruktur und Dorfentwicklung sowie im Erhalt eines guten Gleichgewichts zwischen Wachstum, Natur und Lebensqualität. Nicht zuletzt liegen mir Energiethemen am Herzen, und da ist unsere Gemeinde mit der Umsetzung von Projekten seitens der Bevölkerung und der Gemeinde selbst ein gutes Beispiel.
Was sich in Aeugst auf keinen Fall ändern darf, ist der dörfliche Charakter, das starke Gemeinschaftsgefühl, die Nähe zur Natur und die Förderung der Nachhaltigkeit.
Das Engagement der Bevölkerung, der respektvolle Umgang miteinander und die hohe Lebensqualität machen Aeugst zu dem, was es ist. Und genau das gilt es zu bewahren.
Wie stellen Sie als Gemeindepräsidentin sicher, das Beste aus dem Gemeinderat herauszuholen?
Welches ist die grösste Herausforderung für Aeugst und wie ist sie zu lösen?
Was sollte die Dorfbevölkerung unbedingt noch wissen über Sie? 5 6 7 8
«Ich bin im Amt gut vernetzt und kenne die regionalen Herausforderungen»
Gisèle Stoller Laubi (54), parteilos, bisher
Seit beinahe zwei Amtsperioden leite ich erfolgreich das Ressort Soziales und habe mir in dieser Zeit fundierte Kompetenzen für den nächsten Schritt erarbeitet. Die lösungsorientierte Zusammenarbeit in unterschiedlichen Gremien ist mir ebenso vertraut wie die Abläufe und Entscheidungsprozesse innerhalb der Gemeindeverwaltung. Durch meine langjährige Tätigkeit bin ich im Amt gut vernetzt und kenne die regionalen Herausforderungen. Ich agiere und führe kooperativ und bin entscheidungsfreudig. Als Mitglied der Geschäftsleitung im KMU meiner Familie mit 25 Mitarbeitenden bringe ich zudem unternehmerisches Denken, Pragmatismus und Verantwortungsbewusstsein ein. Ich verstehe mich als teamfähige, loyale und umgängliche Persönlichkeit.
Angesichts von vier neu zu besetzenden Sitzen sehe ich eine wichtige Aufgabe darin, die neuen Gemeinderäte rasch und sorgfältig zu integrieren und das Gremium auf einen gemeinsamen Kurs auszurichten. Ein wesentliches Anliegen ist die Begleitung und Sicherstellung einer geordneten Übergabe (im Baurecht) der
«In unserer Gemeinde wird innerhalb der Behörden ein respektvoller und kooperativer Umgang gepflegt.»
Liegenschaft Chloster an die Genossenschaft Dorfkern. Weiter gilt es, die mittelfristige Planung für den Umzug des Werkhofs sowie die Erweiterung des Jugendraums vorausschauend anzugehen. Im Bereich Wohnen im Alter strebe ich einen massvollen Ausbau des Dienst
leistungsangebots an. In der Sozialhilfe sehe ich Potenzial bei der schnelleren Ablösung von Klienten. Ein kostenbewusster Mitteleinsatz, die konsequente Fortsetzung des Schuldenabbaus und
der Erhalt eines gesunden Finanzhaushalts bilden dabei die Grundlage für eine prosperierende Entwicklung unserer Gemeinde.
Der allgemeine Geburtenrückgang stellt insbesondere kleine Schulen vor spürbare Herausforderungen. Um schwachen Schülerzahlen und den Auswirkungen der demografischen Entwicklung zu begegnen, soll die Familienfreundlichkeit gezielt gestärkt werden. Mit der bereits eingesetzten Arbeitsgruppe «Frühe Kindheit» sollen Handlungsoptionen geprüft und Massnahmen entwickelt werden.
In unserer Gemeinde wird innerhalb der Behörden ein respektvoller und kooperativer Umgang gepflegt. Gleichzeitig dürfen wir auf das wertvolle, freiwillige Engagement vieler engagierter Bürgerinnen und Bürger zählen. Diese Qualitäten sind ausschlaggebend für eine lebendige und gut funktionierende Dorfgemeinschaft. Nennenswert ist auch die Förderung nachhaltiger und ökologischer Projekte.
«Nachhaltige und tragfähige Lösungen erarbeiten»
Michael Schäfer (58), parteilos, neu
Durch mein betriebswirtschaftliches Verständnis, meine unternehmerische Denkweise und meine langjährige Erfahrung in der Finanzbranche bin ich es gewohnt, Entscheidungen sorgfältig und verantwor
«Eine Herausforderung ist die sinkende Anzahl an Schulkindern.»
In Aeugst wurde in den vergangenen Jahren bereits vieles sehr gut gemacht. Daran möchte ich anknüpfen. Die Gemeinde soll sich weiterhin auf ihre Kernaufgaben konzen
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Die lokale Gestaltungsfreiheit und die Mitsprache der Bevölkerung stellen für mich zentrale Werte dar. Die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden wird bereits in verschiedenen Bereichen (Feuerwehr, Gesundheit, Soziales usw.) erfolgreich gehandhabt und soll bei Bedarf auch weiterhin als Variante geprüft werden. Ich sehe darin grundsätzlich keinen Widerspruch, solange wir diese Entscheide autonom fällen können.
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Indem ich den Ressortvorstehenden mit Respekt und Vertrauen begegne, ihnen Gestaltungsraum gewähre und unterstützend beistehe, wenn es die Situation erfordert. Gleichzeitig erwarte ich umgekehrt, dass sie sich als Teil eines Ganzen sehen und sich kollegial einbringen und wir gemeinsam tragfähige Lösungen erarbeiten.
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Die zentrale Herausforderung liegt in der sorgfältigen Priorisierung der zahlreichen und vielfältigen Aufgaben und deren Umsetzung mit den bestehenden Ressourcen. Dafür braucht es Aufmerksamkeit, Beweglichkeit und den Mut, klare Schwerpunkte zu setzen.
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Als aktive und erfahrene Gemeinderätin habe ich eine realistische Vorstellung davon, welche Verantwortung das Amt der Präsidentin mit sich bringt. Die enge Verbundenheit mit unserer attraktiven und lebenswerten Gemeinde sowie die Motivation, mich weiterhin für eine starke lokale Demokratie einzusetzen, prägen mein Engagement, und ich stelle mich deshalb sehr gerne zur Verfügung. Für das bisher entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich bei den Wählerinnen und Wählern herzlich und würde mich freuen, auch am 8. März auf ihre Unterstützung zählen zu dürfen.
persönliche Interessenspolitik. Wichtig sind mir ein sorgfältiger Umgang mit den Steuergeldern und Investitionen, die langfristigen Nutzen für die Gemeinde bringen. Und auch eine offene Kommunikation zwischen Bevölkerung und Gemeinderat, nur so kann Vertrauen entstehen und gemeinsam Gutes für Aeugst erreicht werden. Der soziale Zusammenhalt, Vereine, Freiwilligenarbeit und Begegnungsmöglichkeiten sind ebenfalls wichtige Pfeiler unseres Dorflebens.
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tungsbewusst zu treffen. Dabei ist mir wichtig, nachhaltige und tragfähige Lösungen im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde zu erarbeiten. Aufgaben gehe ich ganzheitlich und sachlich an. Ich höre aufmerksam zu, nehme unterschiedliche Meinungen ernst und beziehe sie in meine Überlegungen mit ein.
Michael Schäfer, parteilos
trieren und Aufgaben übernehmen, die dem Gemeinwohl dienen. Gemeindepolitik ist Sachpolitik, ohne Raum für
Eine Herausforderung ist die sinkende Anzahl an Schulkindern, da der Anteil an Familien mit jungen Kindern abnimmt. Entwicklungspotenzial besteht deshalb beim Wohnraum für Familien mit kleinen Kindern und für junge Erwachsene. Aeugst soll den idyllischen und familienfreundlichen Dorfcharakter beibehalten. Das vom Gemeinderat zusammen mit der Bevölkerung mitgestaltete Pro
jekt Workshop Vernetzung wird die Möglichkeit bieten, weitere Begegnungsräume mit unterschiedlichen Angeboten zu schaffen.
Als kleine Gemeinde hat Aeugst viele Vorteile. Der Dorfcharakter, die hohe Lebensqualität
«Der Dorfcharakter, die hohe Lebensqualität oder auch der moderate Steuerfuss machen hier das Wohnen besonders attraktiv.»
oder auch der moderate Steuerfuss machen hier das Wohnen besonders attraktiv. Dank der kurzen Wege zu den Be
hörden und eines offenen Austauschs zwischen Bevölkerung und Verwaltung können die Einwohnerinnen und Einwohner direkt mitgestalten. Allen diesen Pluspunkten muss Sorge getragen werden.
Vor den Gemeindewahlen vom 8. März stellt der «Anzeiger» vom 6. Januar bis 17. Februar in einer Serie die Ausgangslage in den einzelnen Gemeinden vor und lässt die Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten zu Wort kommen.
Bisher erschienen: Wettswil (6.1.), Bonstetten (9.1.), Mettmenstetten (13.1.) und Rifferswil (16.1.). (red)
Nicole Beck-Taubenest, GLP
Zürcher Gemeinden können sich für drei verschiedene Unterstützungspakete bewerben
Der Sport braucht vielfältige, passende und gut zugängliche Sportanlagen sowie attraktive Bewegungsräume. Das Sportamt unterstützt Gemeinden, Schulen und Sportorganisationen mit unterschiedlichen Angeboten und Projekten rund um das Thema Sportinfrastruktur. Im Rahmen des Impulsprogramms für Outdoor-Sportinstallationen 2026 können sich Gemeinden bis zum 31.März via Online-Formular für drei verschiedene Unterstützungspakete bewerben. Die Finanzierung des Impulsprogramms erfolgt mit Mitteln aus der Liquidation der Sport-Toto-Gesellschaft.
25000 Franken für Sportinstallationen
Das Sportamt vergibt an 15 Gemeinden mit weniger als 10000 Einwohnerinnen und Einwohnern je 25000 Franken für den Bau einer frei zugänglichen Sportinstallation. Zum Beispiel Outdoor-Fitnessanlagen, Boulder-Installationen, Parkour- oder Skater-Elemente und so weiter. Folgende Bedingungen müssen dabei erfüllt sein: Die Einwohnerzahl
5Unterschiede
So könnte die interaktive Torwand zum Beispiel neben einer klassischen Sporthalle installiert werden. (Visualisierung Lapset GmbH)
der Gemeinde liegt unter 10000, die Investitionskosten betragen mindestens 30000 Franken, die Realisierung erfolgt nach Möglichkeit im Jahr 2026, die An-
lage entspricht den Wünschen und Bedürfnissen der Bevölkerung und die Anlage muss öffentlich zugänglich und gut erreichbar sein. Wenn mehr als 15
Bewerbungen eingehen, die alle Kriterien erfüllen, entscheidet eine Jury der Sicherheitsdirektion über die Vergabe der Beiträge.
Interaktive Torwand für fünf Outdoor-Sportanlagen im Kanton
Die Sutu-Ballwand bringt das beliebte Wand-ab-Spiel auf das nächste Niveau und macht einfach Spass. Sie ist für verschiedene Ballsportarten geeignet und verfügt über 16 leuchtende Flächen, die registrieren, wenn sie mit einem Ball getroffen werden. Es können verschiedene Spielformen aktiviert werden. So eine interaktive Torwand wäre doch eine Bereicherung für jede OutdoorSportanlage und jeden Schulhausplatz. Damit eine solche interaktive Torwand jedoch betrieben werden kann, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein und die Gemeinde muss den Unterhalt und die Wartung sicherstellen. Interessenten melden sich für weitere Informationen bis 31. März per Mail beim Sportamt. Wenn mehr als fünf Bewerbungen eingehen, die alle Kriterien erfüllen, ent-
scheidet eine Jury der Sicherheitsdirektion über die Vergabe der Beiträge. Fünf Outdoor-Sportanlagen sollen interaktives Kleinspielfeld erhalten Das interaktive und innovative ToroKleinspielfeld (17m × 17m) bringt Spielspass für alle und sorgt für viel Bewegung im Spiel. Es verfügt über vier digitale Tore, Banden für die Spielfeldbegrenzung und farbige Bodenzeichnungen. Die digitalen Felder registrieren Tore und bieten auf Knopfdruck eine Vielzahl an verschiedenen Spielformen – geradezu revolutionär. Auch für den Betrieb dieses interaktiven Kleinspielfeldes ist es nötig, bestimmte Bedingungen zu erfüllen. Interessenten melden sich für weitere Informationen bis 31. März per E-Mail beim Sportamt. Wenn mehr als fünf Bewerbungen eingehen, die alle Kriterien erfüllen, entscheidet eine Jury der Sicherheitsdirektion über die Vergabe der Beiträge.
Sportamt Kanton Zürich
Sudokuknifflig
Buchstabensalat
HA US HE RR IN DA SG HM ES EH OE SAEGE SP AN LO EI N SK CR DH ST EV TUETCE KA SC GA LH CS DA RT ZGHE AE AU HL FI ESTAAESE TE IH KR DU MP FF AL NT ST OZ LR RD IB BS SH IT KRDE UI EW AH EA GF TT RI KO LO RE OE PC EK RN AB RO ET CH ENZ R SUEOE EU CC HT AIA NG ST GB KV TE SL HA ZT KN UP IT