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1. Auflage 2012 ISBN 978-3-906959-26-9 © 2012 by MOSAICSTONES und Oliver Berlin Alle Rechte vorbehalten Abdruck von Texten nicht ohne schriftliche Genehmigung

Text: Oliver Berlin Illustration: Andrés Rodriguez Bilder »Die Geschichte der Bestecke«: www.istockphoto.com Gesamtgestaltung: OHA Werbeagentur GmbH | www.oha-werbeagentur.ch Druck: Schönbach-Druck GmbH | www.Schoenbach-Druck.de Link zum Autor: www.OliverBerlin.ch Weitere interessante Medien können Sie beziehen bei: MOSAICSTONES Postfach | CH-3604 Thun Tel./Fax +41 33 336 00 36 info@mosaicstones.ch www.mosaicstones.ch Onlineshop: www.TextundTon.ch


Unsere Geschichte beginnt in einer Besteckschublade. Ja, richtig, in einer Schublade mit Essbesteck. Alles liegt ruhig und geordnet in den Fächern: die Gabeln, die Messer und die Löffel. Es ist noch früh am Morgen, und alles schläft.


Gustav der Löffel erwacht als Erster. Das ist meistens so, denn keiner freut sich so auf jeden neuen Tag wie er. Na ja, er gibt gerne damit an, so früh am Tag gebraucht zu werden. »He, aufwachen ihr Schlafmützen! Bald kommt das Frühstück«, ruft Gustav in die Runde.


Verschlafen schaut die Gabel zu Gustav und murmelt: »Jaja Gustav. Wir wissen, dass du dich auf das Frühstücksmüsli freust. Jetzt lass uns noch ein wenig schlafen.« »Bin ich froh, dass ich kein Löffel bin«, sagt das Messer und dreht sich nochmals zum Schlafen um, »sonst müsste ich jeden Tag viel zu früh aus der Schublade.«


»Der Löffel ist genau genommen auch das wichtigste Besteck«, ist Gustav überzeugt. »Man beginnt ja schließlich jedes Essen mit einem Löffel ...« Nun entgegnet das Messer entnervt: »Haltet euch die Ohren zu – jetzt fängt das wieder an! Ich hoffe, es gibt heute eine dicke, fette Scheibe Brot mit Butter und Honig. Dann komme ich als Erster hier raus!«


Die Geschichte der Bestecke Unser Gustav war wirklich ein bisschen eingebildet, nicht wahr? Nun, als er von sich sagte: »Der Löffel ist genau genommen auch das wichtigste Besteck«, hatte er nicht ganz Unrecht. Doch mit Messer und Gabel kommt man trotzdem weiter als »nur« mit einem Löffel.

Saucenlöffel

Schauen wir uns dazu die Geschichte der Bestecke an:

Der Löffel Das Wort Löffel entsprang aus dem althochdeutschen Wort laffan. Es bedeutet schlürfen oder lecken. Der Löffel ist das älteste Essbesteck und sieht ein bisschen aus wie eine hohl geformte Hand. Man fand bei Ausgrabungen geschnitzte Löffel aus Holz oder gar Knochen, die viele Hundert oder Tausend Jahre alt waren. Selbst heute ist der Löffel bei vielen Naturvölkern der Erde das wichtigste Essbesteck. Es gibt den Löffel in allen erdenklichen Formen und Materialien, wie zum Beispiel aus Holz, Silber, Blech, Porzellan oder Kunststoff.

Kaffee- oder Teelöffel Honiglöffel

Schaumlöffel


Ein schöner Brauch ist bis in unsere Zeit erhalten geblieben: Zur Taufe eines Kindes erhält dieses von seinem Taufpaten einen silbernen Löffel mit feiner Verzierung und Inschrift seines Taufnamens. Je nach Gebrauch hat jeder Löffel eine spezielle Form. So gibt es zum Beispiel den Schaumlöffel (er hat einen langen, breiten Stiel und eine große, durchlöcherte Laffe; der Schaumlöffel dient zum Abschäumen, aber auch zum Herausnehmen, zum Beispiel von Kartoffeln), den Honiglöffel (gedrechselt, ohne die typische Mulde), den Kaffee- oder Teelöffel, den Saucenlöffel löffel (zum Vorlegen von Saucen, neben der heute bekannteren Kelle) und viele andere Arten von Löffeln. Das Messer Genauso alt wie der Löffel ist das Messer. Zuerst aus Stein, diente es dem Zerkleinern von Fleisch und Gemüse, das dann im Suppentopf landete. Es wurde während des Essens meist in der Küche liegen gelassen, da der Löffel ideal für das Löffeln der Suppe geeignet war. Das Messer kam erst etwa vor 2100 Jahren als Essbesteck auf den Tisch. Mit der

Tafelmesser

Fischmesser

Steakmesser

Tortenmesser

Filetiermesser


»Der Löffel Gustav« erzählt die Geschichte eines Löffels, der von sich sehr überzeugt ist und denkt, dass es außer ihm kein anderes Besteck braucht. Gustav erklärt: »Niemand löffelt sich so gut aneinander wie frisch polierte Löffel. Wer rettet die Eier aus dem kochenden Wasser? Ein Koch kostet seine köstliche Sauce immer mit einem ...? Ja, genau!« Doch die anderen Bestecke spielen dem eingebildeten Gustav einen Streich. Ob er wohl zur Einsicht kommt?

Text: Oliver Berlin Illustration: Andrés Rodriguez

ISBN 978-3-906959-26-9

www.mosaicstones.ch


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