Page 1

BIBEL NEUELUTHER

Leseprobe


Der Brief an die

Galater

Anschrift und Gruß

1

Paulus, ein Apostel nicht von Menschen, auch nicht durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott, den Va­ ter, der ihn von den Toten aufer­ weckt hat, 2 und alle Brüder, die bei mir sind, an die Gemeinden in Ga­ a 1. Kor. 16,1 latien a: 3 Gnade sei mit euch und Frie­ a de von Gott, dem Vater, und unserem Herrn Jesus Christus, a Röm. 1,7 4 der sich selbst für unsere Sün­ den gegeben hat, um uns von die­ ser gegenwärtigen, bösen Welt zu erretten nach dem Willen unse­ res Gottes und Vaters, 5 dem Ehre gebührt von Ewig­ keit zu Ewigkeit! Amen.  

 

9 Wie wir zuvor gesagt haben, so sage ich noch einmal: Wenn euch jemand ein anderes Evan­ gelium predigt als das, welches ihr empfangen habt, der sei ver­ flucht! 10 Rede ich denn jetzt Menschen oder Gott zu Dienst? Oder will ich Menschen gefällig sein a? Denn wenn ich noch Menschen ge­ fällig wäre, dann wäre ich nicht Christi Knecht. a 1. Thes. 2,4  

Die Berufung des Paulus

11 Ich

möchte aber, dass ihr wisst, Brüder, dass das Evangeli­ um, das von mir gepredigt wurde, nicht von menschlicher Art ist. 12 Denn ich habe es weder von einem Menschen empfangen noch gelernt, sondern durch die Offenbarung a Jesu Christi. a Eph. 3,3 13 Denn ihr habt ja von mei­ nem Lebenswandel einst im Judentum gehört, wie ich die Gemeinde Gottes über die Ma­ ßen verfolgte und sie zerstörte a a Apg. 8,3 14 und im Judentum viele mei­ ner Altersgenossen in meinem Volk übertraf und über die Maßen für meine väterlichen Überlieferungen eiferte. 15 Als es aber Gott gefiel, der mich von Mutterleib an ausge­ sondert und durch seine Gnade berufen hat,  

Warnung vor falschem Evangelium

6 Mich wundert, dass ihr euch so schnell von dem abbringen lasst, der euch in die Gnade Christi berufen hat, zu einem andern Evangelium, 7 das doch kein anderes ist; nur, dass es einige gibt, die euch ver­ wirren a und das Evangelium Christi verdrehen wollen. a Apg. 15,24 8 Aber wenn auch wir oder ein Engel vom Himmel euch ein an­ deres Evangelium predigen wür­ den als das, welches wir euch ge­ predigt haben, der sei verflucht!  

 


1695 Galater 1,2 ich unter den Nationen predi­ baren, damit ich ihn als Evan­ ge, besonders aber den ange­ gelium unter den Nationen sehenen Männern, damit ich verkündete, da besprach ich nicht etwa vergeblich arbeitete mich nicht sofort mit Fleisch oder gearbeitet hätte. 3 Aber nicht einmal Titus, der und Blut, 17 ging auch nicht hinauf nach mit mir war, wurde gedrängt, Jerusalem zu denen, die vor sich beschneiden zu lassen, ob­ mir Apostel waren, sondern wohl er ein Grieche ist. reiste nach Arabien und kehrte 4 Das nämlich wollten einige wieder nach Damaskus zurück. falsche Brüder a, die sich einge­ 18 Dann, nach drei Jahren, ging drängt und nebenher einge­ ich nach Jerusalem hinauf, um schlichen hatten, um unsere Petrus kennenzulernen, und blieb Freiheit auszukundschaften, die fünfzehn Tage bei ihm. wir in Christus Jesus haben, um 19 Von den andern Aposteln uns dadurch wieder zu knechten. a 2. Kor. 11,26 aber sah ich keinen außer Ja­ kobus a, den Bruder des Herrn. 5 Denen gaben wir nicht eine a Mt. 13,55 Stunde nach, uns ihnen unter­ 20 Was ich euch aber schreibe, zuordnen, damit die Wahrheit schreibe ich vor Gott und lüge des Evangeliums bei euch be­ a Röm. 9,1 stehen bliebe. nicht a! 21 Danach kam ich in die Ge­ 6 Die angesehenen Männer – genden von Syrien und Zilizi­ was sie einst gewesen sind, da­ en. ran liegt mir nichts; denn Gott 22 Aber den Gemeinden in Ju­ achtet das Ansehen der Men­ däa, die in Christus sind, war schen nicht a; mir haben die an­ gesehenen Männer nichts wei­ ich persönlich unbekannt. 23 Sie hatten nur gehört: »Der ter auferlegt; a 5. Mo. 10,17 7 sondern im Gegenteil, als sie uns einst verfolgte, der predigt jetzt den Glauben, den er einst sahen, dass mir das Evange­ lium an die Unbeschnittenen ausrotten wollte«, 24 und priesen Gott um mei­net­ anvertraut war, genauso wie willen. dem Petrus das Evangelium an die Beschnittenen Gegenseitiger Respekt 8 – denn der in Petrus wirkte zum Dann, nach vierzehn Jah­ Apostelamt unter den Beschnit­ ren, reiste ich wieder nach tenen, der wirkte auch in mir un­ Jerusalem hinauf mit Barna­ ter den Unbeschnittenen –, bas a und nahm auch Titus mit. 9 und als sie die Gnade erkann­ a Apg. 9,27 ten, die mir gegeben war, gaben 2 Ich ging aber aufgrund einer Jakobus und Kephas und Jo­ Offenbarung hinauf und legte hannes, die als Säulen angese­ ihnen das Evangelium vor, das hen werden, mir und Barnabas

16 seinen Sohn in mir zu offen­

 

 

 

 

2  


Galater 2,3 1696 die rechte Hand der Gemein­ Werke des Gesetzes; denn schaft, dass wir unter die Na­ durch Werke des Gesetzes wird tionen, sie aber unter die Be­ kein Mensch gerechtfertigt. a 3,24; Röm. 3,28 schnittenen gingen. 10 Nur sollten wir an die Armen 17 Sollten wir aber, die wir su­ denken, was ich mich auch be­ chen, durch Christus gerecht­ müht habe zu tun. fertigt zu werden, auch selbst als Sünder erfunden werden, Paulus und Petrus in Antiochia ist dann Christus ein Diener 11 Als aber Petrus nach Antio­ der Sünde? Auf keinen Fall! chia kam, widerstand ich ihm 18 Denn wenn ich das, was ich ins Angesicht, weil er im Un­ abgebrochen habe, wieder auf­ baue, dann mache ich mich recht war. 12 Denn bevor einige von Ja­ selbst zu einem Übertreter. kobus kamen, aß er mit denen 19 Denn ich bin durchs Gesetz aus den Nationen; als sie aber für das Gesetz gestorben, da­ kamen, zog er sich zurück und mit ich für Gott lebe. Ich bin sonderte sich ab, weil er die aus mit Christus gekreuzigt. 20 Ich lebe; doch nicht mehr der Beschneidung fürchtete. 13 Und mit ihm heuchelten ich, sondern Christus lebt in auch die andern Juden, so­ mir. Denn was ich jetzt im dass auch Barnabas durch ihre irdischen Leib lebe, das lebe ich im Glauben des Sohnes Heuchelei angesteckt wurde. 14 Als ich aber sah, dass sie ihr Gottes, der mich geliebt und Leben nicht aufrichtig führten sich selbst für mich dahin­ nach der Wahrheit des Evan­ gegeben hat a. a Eph. 5,25; Tit. 2,14 geliums, sagte ich zu Petrus öf­ 21 Ich verwerfe die Gnade Got­ fentlich vor allen: »Wenn du, tes nicht; denn wenn durch der du ein Jude bist, heidnisch das Gesetz die Gerechtigkeit lebst und nicht jüdisch, warum kommt, dann ist Christus ver­ zwingst du denn die Nationen, geblich gestorben. jüdisch zu leben?« Die Gerechtigkeit aus Glauben 15 Wir sind von Natur Juden O ihr unverständigen Gala­ und nicht Sünder aus den Na­ ter, wer hat euch bezaubert, tionen; 16 doch weil wir wissen, dass der Wahrheit nicht zu gehor­ der Mensch nicht durch Wer­ chen a, denen Jesus Christus ke des Gesetzes gerechtfertigt vor Augen gemalt wurde als un­ a 5,7 wird, sondern durch den Glau­ ter euch gekreuzigt? ben a an Jesus Christus, haben 2 Das allein will ich von euch auch wir an Christus Jesus ge­ wissen: Habt ihr den Geist durch glaubt, damit wir gerechtfer­ die Werke des Gesetzes empfan­ tigt werden durch den Glauben gen oder durch das Hören auf an Christus und nicht durch die Botschaft vom Glauben?  

3

 

 


1697 Galater 3 ihr so unverständig? Mensch, der es ganz erfüllt, Im Geist habt ihr angefangen, wird dadurch leben. a 3. Mo. 18,5; Röm. 10,5 wollt ihr es nun in eigener Kraft 13 Christus hat uns erlöst vollenden? 4 Habt ihr denn so vieles ver­ vom Fluch des Gesetzes, in­ geblich erlebt? Wenn es auch dem er für uns zum Fluch ge­ worden ist, denn es steht ge­ vergeblich war: 5 Der euch nun den Geist schrieben a: Verflucht ist jeder, schenkt und solche Wunder­ der am Holz hängt!, a 5. Mo. 21,23 taten unter euch wirkt, tut er es 14 damit der Segen Abrahams durch die Werke des Gesetzes unter die Völker käme in Chris­ oder durch das Hören auf die tus Jesus und wir durch den Glauben die Verheißung des Botschaft vom Glauben? 6 Genau wie Abraham Gott ge- Geistes empfingen. glaubt hat, und es wurde ihm Das Gesetz und die Verheißung zur Gerechtigkeit gerechnet a. a 1. Mo. 15,6 15 Brüder, ich will nach mensch­ 7 Erkennt also, dass die, die licher Weise reden: Niemand aus Glauben leben, Abrahams verwirft doch das Testament ei­ Kinder sind. nes Menschen, wenn es bestätigt 8 Die Schrift aber hat es voraus­ ist, oder fügt etwas hinzu. 16 Nun sind aber die Verheißun­ gesehen, dass Gott die Natio­ nen durch den Glauben recht­ gen Abraham und seinem Nach­ fertigen würde; darum hat sie kommen a zugesagt. Er spricht dem Abraham zuvor verkün­ nicht von »den Nachkommen«, det a: In dir sollen alle Völker als von vielen, sondern von ei­ a 1. Mo. 12,3 nem: »und deinem Nachkom­ gesegnet werden. 9 So werden nun die, die glau­ men«, der ist Christus. a 1. Mo. 17,7 ben, mit dem gläubigen Abra­ 17 Ich sage aber dies: Das Tes­ tament, das von Gott zuvor ham gesegnet. 10 Alle, die auf Werke des Geset­ bestätigt ist auf Christus hin, zes vertrauen, sind unter dem wird nicht aufgehoben durch Fluch. Denn es steht geschrie­ das Gesetz, das vierhundert­ ben a: Verflucht ist jeder, der dreißig Jahre danach gegeben nicht in allem bleibt, was im wurde, sodass die Verheißung Buch des Gesetzes geschrieben zunichte würde. steht, indem er es tut! a 5. Mo. 27,26 18 Denn wenn das Erbe durch 11 Dass aber durchs Gesetz nie­ das Gesetz erworben würde, mand vor Gott gerechtfertigt dann würde es nicht mehr durch wird, ist klar; denn der Gerech- Verheißung gegeben; Gott aber te wird durch Glauben leben a. hat es Abraham durch Verhei­ a Hab. 2,4 ßung frei geschenkt. 12 Das Gesetz aber ist nicht aus 19 Was soll dann das Gesetz? Glauben, sondern a: Nur der Es ist hinzugekommen der

3 Seid

 

 

 

 

 

 

 


Galater 3,4 1698 Übertretungen wegen, bis der 29 Seid ihr aber Christi, dann Nachkomme käme, dem die Ver­ seid ihr ja Abrahams Nachkom­ heißung gegeben wurde, und es men und nach der Verheißung ist von Engeln a verordnet durch Erben. Ich sage aber: Solange der die Hand eines Mittlers. a Apg. 7,53 20 Ein Mittler aber ist nicht Erbe unmündig ist, ist zwi­ Mittler eines einzigen; Gott schen ihm und einem Knecht aber ist einer. kein Unterschied, obwohl er 21 Ist denn das Gesetz gegen Herr ist über alles; die Verheißungen Gottes? Auf 2 sondern er ist unter den Vor­ keinen Fall! Wenn aber ein mündern und Verwaltern bis Gesetz gegeben wäre, das le­ zu der Zeit, die der Vater be­ bendig machen könnte, dann stimmt hat. käme die Gerechtigkeit wirk­ 3 So auch wir: Als wir unmün­ dig waren, waren wir unter der lich aus dem Gesetz. 22 Aber nach der Schrift unter­ Knechtschaft der Elemente der liegt alles der Sünde, damit die Welt. Verheißung durch den Glauben 4 Als aber die Zeit erfüllt war, an Jesus Christus denen zuteil sandte Gott seinen Sohn, ge­ boren von einer Frau und wird, die glauben. 23 Bevor aber der Glaube kam, unter das Gesetz getan, 5 damit er die, die unter dem wurden wir unter dem Gesetz verwahrt und eingeschlossen Gesetz waren, erlöste, damit auf den Glauben hin, der offen­ wir die Sohnschaft empfin­ gen. bart werden sollte. 24 Also ist das Gesetz unser 6 Weil ihr nun Söhne seid, hat Erzieher gewesen auf Chris­ Gott den Geist seines Sohnes in tus hin, damit wir durch den eure Herzen gesandt, der ruft: Glauben gerechtfertigt wür­ »Abba, Vater a!« a Röm. 8,15 den a. a 2,16 7 So bist du also kein Knecht 25 Nachdem aber der Glaube mehr, sondern Sohn; wenn aber gekommen ist, unterstehen wir Sohn, dann auch Erbe Gottes a a Röm. 8,17 durch Christus. nicht mehr dem Erzieher. 26 Denn ihr seid alle Gottes Paulus’ Sorge um die Galater Kinder durch den Glauben 8 Aber zu der Zeit, als ihr Gott an Christus Jesus. 27 Alle von euch, die in Christus nicht kanntet, dientet ihr de­ getauft sind, die haben Chris­ nen, die in Wirklichkeit keine tus angezogen. Götter sind. 28 Da ist weder Jude noch Grie­ 9 Nun aber, nachdem ihr Gott er­ a che , weder Knecht noch Freier, kannt habt, ja vielmehr von Gott weder Mann noch Frau; denn erkannt worden seid, wie wendet ihr seid alle einer in Christus Je­ ihr euch wieder zu den schwa­ a Röm. 10,12; Kol. 3,11 chen und dürftigen Elementen, sus.  

4

 

 

 

 


1699 Galater 4 Hagar und Sara denen ihr von neuem dienen 21 Sagt mir, die ihr unter dem wollt? 10 Ihr haltet Tage und Monate Gesetz sein wollt: Hört ihr das und Festzeiten und Jahre. Gesetz nicht? 11 Ich fürchte um euch, dass 22 Denn es steht geschrieben, ich vielleicht vergeblich an dass Abraham zwei Söhne hat­ euch gearbeitet habe. te, einen von der Magd und ei­ 12 Seid doch wie ich, denn auch nen von der Freien. ich bin wie ihr, Brüder, ich bit­ 23 Aber der von der Magd ist te euch. Ihr habt mir kein Leid durch die natürliche Zeugungs­ kraft geboren; der aber von der getan. 13 Ihr wisst aber, dass ich euch Freien durch die Verheißung. das erste Mal das Evangelium 24 Das hat einen bildlichen Sinn. in körperlicher Schwachheit Denn diese sind die zwei Bünd­ nisse: eins vom Berg Sinai, das gepredigt habe. 14 Und meine Anfechtung, die zur Knechtschaft gebiert, das ist ich in meinem Körper erleide, Hagar; habt ihr weder verachtet noch 25 denn Hagar bezeichnet den verschmäht, sondern wie einen Berg Sinai in Arabien und ist Engel Gottes nahmt ihr mich ein Bild für das jetzige Jerusa­ lem, das mit seinen Kindern in auf, ja wie Christus Jesus. 15 Wie wart ihr da so selig! Denn Knechtschaft ist. ich bezeuge euch, dass, wenn es 26 Aber das Jerusalem a, das möglich gewesen wäre, ihr eure droben ist, das ist die Freie; das Augen ausgerissen und sie mir ist die Mutter von uns allen. a Hebr. 12,22 gegeben hättet. 16 Bin ich denn euer Feind ge­ 27 Denn es steht geschrieben a: worden, weil ich euch die Wahr­ Sei fröhlich, du Unfruchtbaheit vorhalte? re, die du nicht gebierst! Brich 17 Sie bemühen sich um euch in Jubel aus und rufe laut, die nicht rechtschaffen, sondern du nicht schwanger bist! Denn sie wollen euch von mir abwen­ die Einsame hat viel mehr Kinden, damit ihr ihnen nacheifert. der, als die, die den Mann hat. 18 Eifern ist gut, wenn es al­ a Jes. 54,1 lezeit um das Gute geschieht, 28 Wir aber, Brüder, sind wie und nicht nur, wenn ich bei Isaak Kinder der Verheißung. 29 Aber genauso wie zu je­ euch anwesend bin. 19 Meine Kinder, die ich wieder ner Zeit der natürlich Gebore­ mit Ängsten gebäre, bis Chris­ ne den verfolgte, der nach dem tus in euch Gestalt gewinnt, Geist geboren war, so geht es 20 ich wollte aber, dass ich auch jetzt. jetzt bei euch wäre und meinen 30 Aber was sagt die Schrift a? Tonfall ändern könnte; denn Stoße die Magd und ihren Sohn hinaus; denn der Sohn der ich bin ratlos über euch.  

 

 


Galater 4,5 1700 Magd soll nicht erben mit dem verwirrt, der wird sein Urteil a 1. Mo. 21,10 tragen, er sei, wer er wolle. Sohn der Freien. 31 So sind wir nun, Brüder, nicht 11 Ich aber, Brüder, wenn ich Kinder der Magd, sondern der die Beschneidung noch predige, Freien. warum leide ich dann noch Ver­ folgung? Dann hätte ja das Är­ Die Freiheit in Christus gernis des Kreuzes aufgehört. So steht nun in der Freiheit, 12 Wollte Gott, dass sie auch zu der uns Christus befreit selbst abgeschnitten würden, hat, und lasst euch nicht wie­ die euch in Unruhe bringen! der unter das Joch der Knecht­ 13 Ihr aber, Brüder, seid zur Freiheit berufen! Nur betrach­ schaft bringen. 2 Seht, ich, Paulus, sage euch: tet nicht die Freiheit als Gele­ Wenn ihr euch beschneiden genheit für das Fleisch; son­ lasst, dann wird euch Christus dern dient einander in Liebe. 14 Denn das ganze Gesetz ist nichts nützen. 3 Ich bezeuge nochmals jedem in einem Wort erfüllt, näm­ Menschen, der sich beschnei­ lich a: Liebe deinen Nächsten a 3. Mo. 19,18 den lässt, dass er schuldig ist, wie dich selbst. 15 Wenn ihr euch aber unterei­ das ganze Gesetz zu erfüllen. 4 Ihr habt Christus verloren, nander beißt und fresst, dann die ihr durch das Gesetz ge­ seht zu, dass ihr nicht vonei­ rechtfertigt werden wollt; ihr nander verzehrt werdet. seid aus der Gnade gefallen. Leben durch den Geist 5 Wir aber warten im Geist durch den Glauben auf die Hoff­ 16 Ich sage aber: Lebt im Geist, dann werdet ihr euren natürli­ nung a der Gerechtigkeit. a Röm. 8,24.25 chen Begierden nicht nachgeben. 6 Denn in Christus Jesus gilt 17 Denn unsere selbstsüchtige weder Beschneidung noch Un­ Natur kämpft gegen den Geist beschnittensein etwas a, son­ und der Geist gegen unsere dern der Glaube, der durch die selbstsüchtige Natur; und die­ a 6,15 selben sind gegeneinander, so­ Liebe tätig ist. 7 Ihr lieft gut. Wer hat euch auf­ dass ihr nicht das tut, was ihr gehalten, der Wahrheit nicht zu wollt. a 3,1 18 Regiert euch aber der Geist, gehorchen a? 8 Solches Überreden ist nicht dann seid ihr nicht unter dem von dem, der euch berufen hat. Gesetz. 9 Ein wenig Sauerteig durch­ 19 Klar erkennbar sind die Auswirkungen unserer na­ säuert den ganzen Teig a. a 1. Kor. 5,6 türlichen Begierden, näm­ 10 Ich vertraue auf euch im lich: Ehebruch, Unzucht a, Herrn, ihr werdet nicht anders Unreinheit, Ausschweifung, a Eph. 5,3; Kol. 3,5 gesinnt sein. Wer euch aber

5

 

 

 

 

 

 


1701 Galater 5,6 sei etwas, obwohl er doch nichts Feindschaft, Streit, Eifer­ ist, der betrügt sich selbst. sucht, Zorn, Zank, Zwie­ 4 Jeder aber prüfe sein eigenes tracht, Spaltungen, Werk; und dann wird er allein 21 Neid, Mord, Trunkenheit, an sich selbst den Ruhm haben Völlerei und dergleichen, und nicht an einem andern. von denen ich euch voraus­ 5 Denn jeder wird seine eigene sage, wie ich auch früher Last tragen. schon gesagt habe, dass die, 6 Wer aber im Wort unterrich­ die so etwas tun, das Reich tet wird, der gebe dem, der ihn Gottes nicht erben werden a. unterrichtet, Anteil an allen a a 1. Kor. 6,9.10 Gü­tern . a Röm. 15,27 22 Die Frucht aber des Geis­ 7 Irrt euch nicht! Gott lässt a tes ist Liebe, Freude, Frie­ sich nicht spotten. Denn was de, Geduld, Freundlichkeit, der Mensch sät, das wird er Güte, Treue, Sanftmut, Selbst­ auch ernten. beherrschung. a Eph. 5,9 8 Denn wer auf sein Fleisch 23 Gegen all das ist das Gesetz sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer nicht. 24 Die aber Christus angehö­ sich aber auf den Geist ver­ ren, die haben ihr natürliches lässt, der wird vom Geist das Wesen mit allen Leidenschaf­ ewige Leben ernten. ten und Begierden gekreuzigt. 9 Lasst uns aber Gutes tun und 25 Wenn wir durch den Geist nicht müde werden a; denn zu leben, dann lasst uns auch un­ seiner Zeit werden wir ernten, ser Leben im Geist führen a. wenn wir nicht ermatten. a 5,16 a 2. Thes. 3,13 26 Lasst uns nicht nach eitler 10 Lasst uns also, wie wir Ehre a trachten, einander nicht Gelegenheit haben, Gutes herausfordern, einander nicht tun an allen, am meisten a Phil. 2,3 aber an den Glaubensge­nos­ beneiden. sen.

20 Götzendienst, ­Zauberei,

 

 

 

 

 

 

6

Gemeindeleben

Brüder, wenn ein Mensch von einem Fehler übereilt wird, dann bringt ihr, die ihr geistlich seid, einen solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht; und achte auf dich selbst, dass du nicht auch versucht wirst. 2 Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Chris­ ti erfüllen. 3 Denn wenn jemand meint, er

Eigenhändiger Briefschluss

11 Seht,

mit wie großen Buch­ staben ich euch mit eigener Hand geschrieben habe! 12 Alle, die nach menschlichen Maßstäben gut angesehen sein wollen, die zwingen euch zur Beschneidung, nur damit sie nicht um des Kreuzes Christi willen verfolgt werden. 13 Denn auch sie selbst, die sich


Galater 6 1702 beschneiden lassen, halten das entscheidend ist die neue Schöp­ a 5,6; b 2. Kor. 5,17 Gesetz nicht; sondern sie wollen, fungb. dass ihr euch beschneiden lasst, 16 Und alle, die nach dieser Re­ damit sie sich euretwegen rüh­ gel vorwärts gehen, Friede und Barmherzigkeit über sie und men können. 14 Es liegt mir aber fern, mich über das Israel Gottes. zu rühmen als nur des Kreuzes 17 Hinfort mache mir niemand unseres Herrn Jesus Christus, weiter Mühe; denn ich trage durch den mir die Welt gekreu­ die Malzeichen des Herrn Je­ sus an meinem Leib. zigt ist und ich der Welt. 15 Denn in Christus Jesus gel­ 18 Die Gnade unseres Herrn ten weder Beschneidung noch Jesus Christus sei mit eurem Unbeschnittensein etwas a, Geist, Brüder! Amen.  

 


Š La Buona Novella Inc.


Š La Buona Novella Inc.


BIBEL NEUELUTHER

Weitere Informationen


Taschenausgabe ca. 10,5 x 16,0 cm

Standardausgabe ca. 14,0 x 21,0 cm

Senfkornbibel ca. 8,0 x 12,0 cm

Neue Testamente Johannes-Evangelium BibelCarD

GroĂ&#x;ausgabe

ca. 17,0 x 24,0 cm


„Ziel war, möglichst nah am Urtext zu bleiben, die kraftvolle Sprache Luthers wirken zu lassen und doch eine gut verständliche, in unsere Zeit sprechende Übersetzung zu schaffen.“ (aus dem Vorwort zur NeueLuther Bibel)

– was ist das? Wie kaum ein anderes literarisches Werk hat die Bibelübersetzung von Martin Luther die deutsche Sprache geprägt. Lange Zeit war sie für protestantische Bibelleser die Bibelübersetzung schlechthin. Mittlerweile haben sich ihr etliche weitere Bibelausgaben zugesellt, die alle ihre Berechtigung haben und eine Alternative oder Ergänzung darstellen. Viele Leser griffen trotzdem gerne auf die Lutherbibel zurück, nicht zuletzt wegen ihrer prägnanten, kraftvollen Sprache, die vor allem in der Version von 1912 noch so unverkennbar durchklingt. Doch hat sich die Sprache innerhalb von 100 Jahren nach Erscheinen dieser Ausgabe stark gewandelt, so stark, dass sie dem heutigen Leser nicht mehr zumutbar, weil nicht mehr verständlich ist. Darum hat sich der Verlag La Buona Novella an die Arbeit gemacht und auf der Grundlage der 1912er-Version eine Überarbeitung dieser Lutherbibel erstellt, die beidem gerecht wird: Der „Luther“ ist unverkennbar, trotzdem stolpert der Leser nicht in jedem zweiten Vers über altertümlich anmutende Begriffe, die das Verständnis erschweren. Theologische Kernbegriffe wie etwa „Buße“ bleiben dabei unangetastet, aber statt z.  B. im Geist zu „wandeln“, wird der Christ jetzt aufgefordert, im Geist zu „leben“. Einer schon von Martin Luther selbst begründeten Tradition folgend, sind in dieser Bibelausgabe die sogenannten „Kernstellen“ fett gedruckt. Die bibeltreue Leserschaft wird zudem begrüßen, dass als Textgrundlage weiterhin der sogenannte „Textus receptus“ diente. Alle lieferbaren Ausgaben bedienen sich der Regeln der neuen deutschen Rechtschreibung von 2006. – welche Ausführungen gibt es? Sie können unter vier verschiedenen Formaten wählen:  Standardausgabe („A-Format“), ca. 14,0 x 21,0 cm  Taschenausgabe („C-Format“), ca. 10,5 x 16,0 cm  Senfkornbibel („E-Format“), ca. 8,0 x 12,0 cm  Großausgabe („B-Format“), ca. 17,0 x 24,0 cm Von allen Formaten finden Sie ein Lesemuster in Originalgröße. Das Schriftbild für die NeueLuther Bibel wurde extra dafür entwickelt. Alle Ausgaben sind zweispaltig gedruckt, die Verse einzeln abgesetzt, Verszählung jeweils am Zeilenanfang. Dies gewährleistet eine gute Lesbarkeit und schnelle Orientierung. Innerhalb der Formate können Sie ganz nach Ihrem Geschmack unter verschiedenen Einband-Arten, -Farben und -Materialien wählen.

Kleine Materialkunde Was ist „Bonded Leder“? „Bonded Leder“ ist ein Material, das in der Hauptsache aus zerkleinerten, pflanzlich gegerbten Lederresten der lederverarbeitenden Industrie unter Zugabe von Stoffen wie Naturlatex, natürlichen Fetten und Gerbstoffen hergestellt wird. Als Bucheinband verwendet, hat es praktisch alle Eigenschaften von Leder: Aussehen, Geruch und Anfassgefühl, ist dabei jedoch sehr viel preiswerter – somit die natürliche Alternative zu echtem Leder, zudem ressourcenschonend. Was ist Kunstleder? Für die Kunstleder-Umschläge der NeueLuther Bibel verwenden wir zumeist ein hochwertiges Polyurethan-Material. Dieses Material hat nichts mehr mit der üblichen Kunstleder-Anmutung gemein, vielmehr zeichnet es sich durch eine sehr griffige Haptik aus, fühlt sich also sehr angenehm an. Zudem sind diese Umschläge außergewöhnlich hochwertig verarbeitet, die Nähte sind in einer Weise ausgeführt, die eine sehr lange Haltbarkeit versprechen (und halten). Zudem bietet das Material bislang ungewohnte Möglichkeiten zur Farbgebung und -kombination. – Eine optisch und qualitativ überzeugende Alternative zu Lederoder Bondedleder-Bibelausgaben. Sonstiges Wissenswertes Die Bibeln verfügen über ein Lesebändchen, zudem – je nach Ausführung – über Gold- oder Silberschnitt, einen Reißverschluss und ein Griffregister. Die Griffregister sind aufwändig ausgestanzt, stehen also nicht, wie bei den eingeklebten Versionen, vor. Abgesehen vom Senfkorn-Format haben alle Ausgaben zudem einen Anhang mit Farbtafeln und Karten. Alle Ausgaben sind in aufwändiger Fadenheftung gebunden, was eine hohe Haltbarkeit und ein gutes Aufschlagverhalten gewährleistet. Alle Bibeln, außer die zweifarbigen und die Jugendausgaben, werden in einer Geschenkbox geliefert.


Einblicke in die Herstellung der NeueLuther Bibel


161015  

B IBEL N EUE L UTHER Leseprobe

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you