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Die Zunge: Herrscher 端ber Leben und Tod

Ulf Ekman


Originally published in Sweden under the title: Liv och död är på din tunga copyright © 1989 Ulf Ekman. All rights reserved. Published by Word of Life Publications, Box 17, S-751 03 Upsala, Sweden. www.ulfekman.org German translation, copyright © (2007):

Adullam Verlag St.-Ulrich-Platz 8 85630 Grasbrunn Tel: 089/468801 www.adullam.de ISBN 978-3-931484-70-5 Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags.


Weil wir aber denselben Geist des Glaubens haben, wie geschrieben steht: „Ich glaube, darum rede ich“, so glauben wir auch, darum reden wir auch. 2. Korinther 4, 13 (Luther)

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1 Du hast Glauben In der Bibel lesen wir: „Ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt“ (Hebr. 11, 6; Luther). Es ist selbstverständlich, dass Glaube für das Leben als Christ wichtig ist, aber in der Bibel lesen wir auch, dass der Gerechte aus Glauben leben wird (siehe Hab. 2, 4 und Röm. 1, 17). Es steht sogar geschrieben, dass das, was nicht aus Glauben geschieht, Sünde ist (siehe Röm. 14, 23). Jeder Gläubige hat Glauben. In Römer 12, 3 wird klar gesagt, dass dir ein bestimmtes Maß an Glauben zugeteilt worden ist. Gott hat dir das Maß des Glaubens gegeben, das so groß ist, dass es dir in jeder Situation hilft, in die du gerätst. Es spielt keine Rolle, welche Versuchungen oder Prüfungen dir begegnen, Gott ist treu und lässt nicht zu, dass du über deine Kraft geprüft, erprobt oder versucht wirst. Diese Kraft steht in Beziehung zu dem Maß des Glaubens, das Gott dir gegeben hat. „Bisher hat euch nur menschliche Versuchung getroffen. Aber Gott ist treu, der euch nicht versuchen lässt über eure Kraft, sondern macht, dass die Versuchung so ein Ende nimmt, dass ihr’s ertragen könnt“ (1. Kor. 10, 13; Luther). 4


Der Glaube ist dir bereits gegeben worden. Er befindet sich in deinem Geist und ist wie ein Muskel in deinem geistlichen (oder inneren) Menschen, aber er muss wachsen. Er muss Nahrung erhalten und gestärkt werden. Er wächst, indem du das Wort hörst und annimmst, denn „der Glaube [kommt] aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi“ (Röm. 10, 17; Luther). Gott will, dass das Wort in dir wirkt und Glauben erzeugt. Du sollst deinen Glauben wecken, stärken und unterstützen. Du sollst dein Leben lang aus Glauben und durch Glauben leben. Jesus sprach viel über Glauben und predigte den Menschen: „Dem Glaubenden ist alles möglich“ (Mk. 9, 23), „bei Gott ist kein Ding unmöglich“ (Lk. 1, 37; Luther) und „bei Gott aber sind alle Dinge möglich“ (Mt. 19, 26).

Großer und kleiner Glaube Jesus machte seinen Jüngern Vorwürfe wegen ihres Unglaubens, wenn sie zweifelten. Er sagte: „Ihr Kleingläubigen“ (Mt. 8, 26; Luther), „Habt ihr noch keinen Glauben?“ (Mk. 4, 40). Jesus sprach über kleinen Glauben, wachsenden Glauben und über großen Glauben. Er sagte über die kanaanäische Frau, dass sie großen Glauben hätte. Sie stand zwar außerhalb des Bundes, den Gott mit Abraham geschlossen hatte, aber sie wusste, dass die Hunde (d. h. die Heiden) das Recht hatten, die Krumen zu essen, die vom Tisch der Kinder fielen. Sie beanspruchte die Krumen für sich, als Jesus zu ihr sagte: „Es ist nicht schön, das Brot der 5


Kinder zu nehmen und den Hunden hinzuwerfen.“ Sie antwortete: „Ja, Herr; doch es essen ja auch die Hunde von den Krumen, die von dem Tisch ihrer Herren fallen.“ Jesus antwortete ihr: „Dein Glaube ist groß.“ Und ihre Tochter wurde von ihrer Krankheit geheilt (Mt. 15, 22–28). Wir können häufig beobachten, dass Jesus Glauben bestätigt, zum Glauben ermutigt, den Glauben unterstützt, stärkt und festigt, denn der Glaube setzt die Kraft Gottes in Bewegung. Glaube setzt die Kraft Gottes auf Erden frei! „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht“ (Hebr. 11, 1, Luther). Das ist die klassische Definition von Glauben. Glaube ist ein Nichtzweifeln an etwas, das man nicht sieht. Es existiert, du kannst es nur gerade nicht sehen. Der Glaube sieht es und behandelt es wie etwas, wie etwas Reales. Auch wenn es deine natürlichen Augen nicht sehen und deine Gefühle nicht wahrnehmen, so weißt du trotzdem, dass es existiert. Du bist davon überzeugt und hast eine feste Zuversicht, weil Gott es in seinem Wort sagt. Der Glaube gründet sich auf das Wort, auf das, was Gott sagt. Abraham wurde gerecht durch den Glauben, als er das glaubte, was Gott gesagt hatte, und nicht auf seinen eigenen Körper oder seine Fähigkeiten blickte, sondern mit Gott und seinen Möglichkeiten rechnete. Gott betrachtete Abraham als gerecht, weil er glaubte, was Gott sagte. 6


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