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Mit der App nach Chicago. Eine Forschungsreise an die University of Illinois, USA Jens Alvermann Aus der Luft betrachtet erscheint Chicago bei Nacht wie ein unendlicher Teppich aus flackernden Lichtern. Deutlich erkennbar sind die schachbrettartig angeordneten Straßen und die dunkle, lichterlose Kontur des Lake Michigan, an dem sich die Stadt mit seiner Skyline aufreiht. Ich sitze im Flugzeug zurück nach Deutschland und schaue aus dem Fenster, als die Stadt langsam unter mir verschwindet und habe Zeit, die letzten fünf Wochen Revue passieren zu lassen, die ich hier an der University of Illinois verbracht habe. Noch immer halte ich mein Smartphone in der Hand, das ich vor dem Start des Flugzeugs ausgeschaltet habe. Irgendwie komisch, denke ich mir, denn ohne diese Innovation der letzten Jahre wäre ich vermutlich nie für einen Forschungsaufenthalt hergeflogen. Einladung an die UIC Ein Smartphone hat heute fast jeder in der Tasche und für scheinbar alles gibt es eine App. Doch wie steht es um deren Verwendung im Museum? Mehr und mehr Museen setzen heute eine Vielzahl neuer

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Jahrbuch der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne 2015/16  

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