ERDnachrichten 2014

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THEMEN Vom Weglassen Nachhaltige Entwicklung Coverstory: Arctic 30 Klimawandel Food-Lovestory Was gibt’s Neues?

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© Foto: Denis Sinyakov, Greenpeace

Offizielle Zeitung der:


DAS WAREN DIE ERDGESPRÄCHE 2013

www.fairfair.at

Fotos: © Andreas Edler und Rupert Pessl

Bild : Arnold Pöschl

11.–13.07. 2014


VORWORT

DER PREIS DER

WAHRHEIT Roman David-Freihsl

720 Gäste 37 Volunteers 5 Vortragende

Für uns ist es zur Selbstverständlichkeit geworden – aber wissen wir es noch wirklich zu schätzen? Dieses wertvolle Gut, jederzeit aufstehen zu können, in Freiheit sagen zu können: Es reicht. Da mache ich nicht mehr mit. Wir können die Stimme erheben, gegen den Weg in die Sackgasse, gegen die gedankenlose Zerstörung, gegen den von Werbung so schmeichelweich beschönigten Konsumwahn. Doch ist das wirklich so selbstverständlich? Ab und an wird uns deutlich und auch schmerzhaft bewusst gemacht, wo Grenzen sind. Wo gewaltsam Grenzen gezogen werden. Wenn es ans Eing‘machte geht und es drauf ankommt: Bleibe ich aufrecht? Bleibe ich in der Freiheit meiner Überzeugung, meiner Wahrheit – auch dann, wenn der Preis ein sehr hoher ist und mit der persönlichen Freiheit bezahlt werden muss? Der internationale Aufschrei war groß, als uns die Arctic 30 von Greenpeace genau das vorlebten und vom russischen Justizsystem mit dem Äußersten bedroht wurden. Es war ein weiterer „Versuch, in der Wahrheit zu leben“, wie ihn Václav Havel in seinem Werk beschrieb. Mehr als 45 Jahre sind vergangen, seit diese Schrift über die freie Meinungsäußerung im kommunistischen System erschien. Der Ostblock ist längst Geschichte – Courage und Mut sind heute wie damals gefragt. Sei es beim arktischen Protest, um gegen eine drohende neuerliche Katastrophe anzukämpfen – eine Katastrophe wie vor genau 25 Jahren nach dem Schiffbruch der Exxon Valdez vor Alaska oder vor 4 Jahren bei der Ölpest im Golf von Mexiko. Dabei müssen wir den anerkennenden Blick längst nicht in diese weit entfernten Winkel der Welt richten, um beherztes Einstehen gegenüber einer massiven Bedrohung der persönlichen Meinungsfreiheit erleben zu müssen. Was für Russland die „Arctic 30“ waren – sind für Österreich das „Wiener Neustädter Dutzend“. Wurden den Greenpeace-Aktivisten terroristische Aktivitäten vorgeworfen – wurde im Tierschützerprozess den Angeklagten die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Ein Anschlag auf die persönliche Freiheit, in der Wahrheit zu leben war es da wie dort. „Wir müssen manchmal bis auf den Abgrund des Elends fallen, um die Wahrheit zu begreifen – so wie wir erst auf dem Grund des Brunnens die Sterne sehen“, schrieb Václav Havel in seinem Essay.

JOURNALIST UND REDAKTEUR BEI DER STANDARD


SPRECHER

ROLAND DÜRINGER (AUT) NACH SEINER TECHNISCHEN BERUFSAUSBILDUNG ENTSCHIED SICH ROLAND DÜRINGER, DOCH SEINER BERUFUNG ZU FOLGEN, UND ERLERNTE BEI HERWIG SEEBÖCK DIE SCHAUSPIELEREI. GEMEINSAM MIT ALFRED DORFER WAR ER IN DEN 80ER JAHREN MITGLIED DER THEATER-GRUPPE SCHLABARETT. MIT DEM KINOFILM „MUTTERTAG“ UND DER TV SERIE „MA2412“ MACHTEN SIE SICH EINEN NAMEN. 1992 STARTETE DÜRINGER SEINE SOLOKARRIERE. MIT „HINTERHOLZ 8“ UND „DIE BENZINBRÜDER“ ERREICHTE ER EIN BREITES PUBLIKUM. NACHDEM ABER WENIGER OFT MEHR IST, HAT ER SICH IN LETZTER ZEIT VOM TRUBEL ZURÜCKGEZOGEN, HÄLT SATIRISCHE VORTRÄGE UND BETREUT SEINEN GARTEN. WWW.GUELTIGESTIMME.AT


VOM WEGLASSEN

LEB WOHL, SCHLARAFFENLAND

SOCIAL ENTREPRENEUR UND GRÜNDER VON „FAIR INVESTIEREN“

von Valentin Heppner

© Andreas Edler

WIE KÖNNEN WIR EIN SELBSTBESTIMMTERES LEBEN FÜHREN? WIE WERDEN WIR GLÜCKLICHER? WAS BEDEUTET SELBSTVERWIRKLICHUNG? WIE GESTALTEN WIR UNSER LEBEN NACHHALTIGER, BEWUSSTER UND GESÜNDER? Diese und ähnliche Fragen behandelt Roland Düringer in seinem neuesten Buch „Leb wohl, Schlaraffenland. Die Kunst des Weglassens“. Das nächste Selbsthilfe-Buch? Nein! Ein spannender Bericht über einen Selbstversuch, den Roland Düringer weg vom „Größer“ und „Mehr“ hin zum „Besser“ und „Weniger“ unternommen hat. In einem lockeren Interview-Stil mit Clemens G. Arvay, den viele von seinen Büchern „Der Bio-Schmäh“ und „Friss oder stirb“ kennen, spricht Roland Düringer über banale und tiefgründige Themen des Alltags. Über Fragen, die wir uns alle immer wieder stellen, und immer öfter stellen sollten. Denn die Spannungen und Ungleichgewichte, die unsere Lebensweise weltweit aufwirft, werden irgendwann nach einem Ausgleich streben. Wir stehen vor der Wahl, uns selbst zu ändern oder von der Welt geändert zu werden. Dabei geht es Roland Düringer nicht darum, zu missionieren und den Lesern und Leserinnen seinen Weg als den Weg „aufs Aug zu drücken“, sondern um die Beschreibung seines Experiments, sich in der Kunst des Weglassens zu üben. Wir erhalten Einblicke in seine Überlegungen, Erfahrungen und Versuche. Wir erfahren, warum er gewisse Änderungen in seinem Leben vorgenommen hat, wie es ihm damit geht und was sich für ihn verbessert hat. Fangen wir von vorne an: Was war der Auslöser für diesen Lebenswandel? Fangen wir vorne an: am Beginn seiner Karriere lieferte er Elektronikbauteile für eine Handelsfirma aus, um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Mit der Kabarett-Gruppe „Schlabarett“ spielte er vor sehr überschaubaren Zuschauerzahlen. Mitte der Achzigerjahre verdiente Roland Düringer dann ausreichend, um sich mit

der Kunst einigermaßen über Wasser zu halten. In den 90ern entwickelte sich rund um seine Kabarett-Programme und Filme eine Eigendynamik , die ihm mehr und mehr Publikum bescherte, zu mehr und mehr Auftritten verhalf und ihm mehr und mehr Geld verschaffte. Aber ab einem bestimmten Zeitpunkt – mit 30 Autos in der Garage und jeder Menge Kohle in der Tasche – bemerkte Roland Düringer, dass der ganze materielle Reichtum nichts mehr zu seiner Lebensqualität beitrug. Irgendwann erschien ihm all der Überfluss zu wenig. Also begann er sich Gedanken über „das gute Leben“ zu machen und begab sich auf eine Reise, die ihn dahin geführt hat, wo er heute steht. Hier ein paar wichtige Gedanken aus seinem Buch: Er unterscheidet zwischen „glücklich sein“ und „sich glücklich fühlen“: Als „glücklich sein“ beschreibt er langfristiges, tiefgreifendes, erfüllendes Gefühl, das wir haben, wenn wir unserer Berufung folgen. Mit „sich glücklich fühlen“ bezeichnet er ein kurzfristiges, angenehmes Gefühl, das wir nach dem Kauf von Produkten, der Konsumation von Lebensmitteln (zB. Schokolade) haben, das aber nicht anhaltend ist. Wir können auf der individuellen Ebene ein an sich unglückliches Leben führen (weil wir eine Arbeit verrichten, die uns sinnlos erscheint, weil wir uns nicht weiterentwickeln) und uns trotzdem in einzelnen Momenten glücklich fühlen, weil wir etwas kaufen, etwas essen oder das dumpfe Gefühl der Unzufriedenheit durch Fernsehen oder Alkohol unterdrücken. Genauso verhält es sich auf der gesellschaftlichen Ebene mit vielen Herausforderungen, vor denen wir heute stehen: etwa der weltweiten Schuldenthematik, dem Klimawandel

IRGENDWANN ERSCHIEN IHM ALL DER ÜBERFLUSS ZU WENIG.


VOM WEGLASSEN

LEB WOHL, SCHLARAFFENLAND DIE KUNST DES WEGLASSENS ROLAND DÜRINGER UND CLEMENS G. ARVAY VERLAG: EDITION A

„REDEN GILT NICHT, NUR TUN! MIT ALL UNSEREN STIMMEN VERFÜGEN WIR ÜBER EINE MACHT, DIE VIEL GRÖSSER IST, ALS WIR GEMEINHIN ANNEHMEN.“

oder industrieller Landwirtschaft – unmittelbar ist in unserem Leben zur Zeit alles paletti. Wir haben 70 Käsesorten im Supermarktregal, bekommen Erdbeeren im Jänner und haben mit unseren Handys Zugang zu Informationen, Unterhaltung und allen Ausprägungen von Pornos weltweit. Im Hintergrund läuft aber ziemlich viel schief. Die Schuldenberge häufen sich, die Böden sind ausgelaugt, die Bienen sterben. Mit Nahrungsmittelspekulation kann man reich werden, hungern müssen aber andere, weil sie sich „das tägliche Brot“ nicht mehr leisten können. Ein Beispiel, das vielen vielleicht näher liegt: CO2-Emissionen, die wir in die Atmosphäre blasen und die die Meeresspiegel steigen lassen, spülen die Bevölkerung von flachen Inseln weg - nicht die der Alpenrepublik. Die Aufgabe unserer Zeit liegt also darin, wieder das rechte Maß zu finden. Für Roland Düringer ist paradoxerweise Motorradfahren eine gute Methode, das rechte Maß zu finden. Weil er sofort Feedback erhält, wenn er übertreibt: lernen durch Schmerzen. Am Motorrad ist man – im Vergleich zum Auto – relativ ungeschützt. Die Auswirkungen vom falschen Maß können schnell schwerste Verletzungen oder den Tod bedeuten. Also besser viel zu langsam als ein bisschen zu schnell. Was können wir tun? Reflexion, Ruhe und Reduktion ermöglichen den Ausstieg aus dem Hamsterrad. Sie erlauben uns, unseren Wahnsinn einmal von außen zu betrachten und darüber nachzudenken, was wir wirklich wollen. Sehr ausführlich beschreibt Roland Düringer sein Projekt „Gültige Stimme“, das er im Jänner 2013 startete. Mit „Gültige Stimme“ ist gemeint, dass wir jeden Tag unsere Stimme abgeben können. Wählen können, was wir im Leben fördern wollen und was nicht: Wir müssen nicht

jeden Tag vor dem Fernseher hängen und uns über das Programm aufregen, wir können den Fernseher auch verkaufen. Wir müssen nicht unreife Lebensmittel aus den Glashäusern anderer Länder kaufen, wir können auch zum nächsten Bauern oder Bauernmarkt gehen. Wir müssen nicht unser Leben lang am Weg zur Arbeit im Stau stecken, wir können auch daran arbeiten, unsere Autofahrten zu reduzieren und immer mehr mit dem Zug oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Unter „gültig“ versteht Roland Düringer „umsetzen“. Reden gilt nicht, nur tun! Mit all unseren Stimmen verfügen wir über eine Macht, die viel größer ist, als wir gemeinhin annehmen. Der Akkupunkturpunkt von Konzernen ist der Konsum: wenn wir all das Zeug, dass sie uns permanent aufschwatzen wollen, nicht mehr kaufen, machen sie kein Geschäft mehr. Wir haben es also in der Hand! Der Hintergedanke des Experiments „Gültige Stimme“ war, dass Roland Düringer mit dem auskommen wollte, was er als Kind in den 70er Jahren besaß. Nach heutigen Maßstäben wäre sein Leben damals – auf 45 Quadratmetern, zu dritt, mit Toilette am Gang – eindeutig unter der Armutsgrenze. Roland Düringer empfand es aber nicht so. Er hatte alles, was er brauchte. Er dachte nicht „oh, hätte ich doch nur ein Handy, eine Kreditkarte oder einen Computer ...“ Er genoss sein Leben mit dem Wenigen, was er hatte. Aus dem Selbstversuch ist inzwischen ein neuer Lebensabschnitt entstanden! „Leb wohl, Schlaraffenland“ bedeutet also nicht, dass ab nun alles schlechter wird. Im Gegenteil! Weglassen befreit. Weglassen schafft Freiräume. Weglassen lässt uns zum Wesentlichen vordringen. • VALENTIN HEPPNER


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oekostrom® Hiermit stelle ich an die oekostrom GmbH („oekostrom“), Laxenburger Str. 2, 1100 Wien, zu den AGB der oekostrom (siehe www.oekostrom.at) das Angebot auf Lieferung von elektrischer Energie durch oekostrom. Die Geltung von Vertragsbedingungen und/oder AGB des Kunden, die den AGB der oekostrom und/oder den Bestimmungen des Angebotsformulars widersprechen, ist ausdrücklich ausgeschlossen. Herr Frau

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Bitte wählen Sie Ihr Produkt – die aktuellen Preise und Tarifbestandteile finden Sie im jeweiligen Produktblatt und auf www.oekostrom.at oekostrom® basic – ich erkläre mich mit der Zahlung per Bankeinzug sowie dem Online-Service (siehe Produktblatt) ausdrücklich einverstanden. oekostrom® premium – ich kann Zahlungsart und Service frei wählen: Monatlich (im Nachhinein) Quartalsweise (im Nachhinein) SEPA-Lastschrift Creditor-ID: AT77ZZZ00000032209 Mandatsreferenz: Bei Bankeinzug / oekostrom® basic bitte unbedingt ausfüllen: Ich ermächtige oekostrom, Zahlungen von meinen Konto mittels SEPA-Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die von der oekostrom auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. BIC

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Vollmacht: Ich erteile hiermit der oekostrom GmbH (oekostrom) die Vollmacht, mich gegenüber Dritten (v. a. anderen Marktteilnehmern, Behörden) in allen Angelegenheiten zu vertreten, die notwendig und/oder zweckmäßig sind, elektrische Energie nach Maßgabe des Vertrags von oekostrom zu beziehen. Die Vollmacht umfasst Maßnahmen und Erklärungen, welche zur Durchführung eines marktüblichen Wechselprozesses erforderlich sind und die Abwicklung des Vertrags sicherstellen. Ich bin für die notwendige Datenbekanntgabe (zB Kündigungsfristen) an oekostrom verantwortlich. Die Vollmacht kann insbesondere die Datenprüfung, die Kündigung oder den Abschluss von Verträgen, die Erteilung der notwendigen Informationen, die Anzahlung auf Forderungen von Netzbetreibern als meine Zahlstelle (ohne Einlösung der Forderungen der Netzbetreiber), die Empfangnahme und die Gestaltung von Rechnungen über Forderungen von Netzbetreibern und den Abschluss des Vorleistungsmodells gemäß Rz 1536 der Umsatzsteuerrichtlinien 2000 i.d.g.F. umfassen. Bei Abwicklung des Vorleistungsmodells verrechnet oekostrom dem Kunden die ihr jeweils für die Netznutzung bekannt gegebenen Entgelte und leitet diese zur Erfüllung des Netznutzungsvertrags des Kunden an den Netzbetreiber weiter. Ich bleibe in allen Fällen weiterhin Schuldner des Netzbetreibers und kann unmittelbar selbst zur Zahlung herangezogen werden. oekostrom trägt nicht das Insolvenz-/Ausfallsrisiko bezüglich der den Netzbetreibern geschuldeten Entgelte. Die Vollmacht besteht bis zur allfälligen Ablehnung des Vertragsangebots durch oekostrom bzw. ist bei Annahme des Vertragsangebots durch oekostrom auf die Dauer des Vertrags grundsätzlich unwiderruflich. Ausschließlich die Bevollmächtigung und die Beauftragung in Bezug auf die Abwicklung von Forderungen der Netzbetreiber kann von oekostrom unter Einhaltung einer angemessenen Frist aufgelöst werden. Ich nehme die AGB der oekostrom zur Kenntnis und erkläre mich mit dieser Vereinbarung und den AGB einverstanden. Preis und Tarifbestandteile bestimmen sich nach dem aktuellen Produktblatt (siehe auch www.oekostrom.at). Ort

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NACHHALTIGE ENTWICKLUNG NACH 2015

ZIELE FÜR DR. HANS R. HERREN, PRÄSIDENT DER STIFTUNG BIOVISION IN ZÜRICH UND DES MILLENNIUM INSTITUTE IN WASHINGTON

PROF. OLIVIER DE SCHUTTER, UNOSONDERBERICHTERSTATTER FÜR DAS RECHT AUF NAHRUNG

NACHHALTIGE ENTWICKLUNG Hans Herren, Olivier de Schutter, Jochen Flasbarth

JOCHEN FLASBARTH, PRÄSIDENT DES UMWELTBUNDESAMTS DEUTSCHLAND

JEDES 5. KIND WÄCHST HUNGRIG AUF, UND DAS IN EINER WELT, DIE NAHRUNG FÜR 14 MILLIARDEN MENSCHEN PRODUZIERT!

JÄHRLICH VERURSACHT DER VERLUST FRUCHTBARER BÖDEN VOLKSWIRTSCHAFTLICHE KOSTEN VON RUND 40 MILLIARDEN DOLLAR UND BEEINTRÄCHTIGT DAS LEBEN VON 1,5 MILLIARDEN MENSCHEN WELTWEIT.

1,9 MILLIARDEN HEKTAR LAND SIND BEREITS VON DEGRADIERUNG BETROFFEN.

WELTWEIT PRODUZIEREN KLEINBETRIEBE 70 % DER NAHRUNGSMITTEL AUF INSGESAMT 40 % DER GLOBALEN ACKERFLÄCHE.

Den Anteil der unterernährten Menschen bis 2015 um die Hälfte zu reduzieren, war eines der acht Milleniumsziele, die sich die Staatengemeinschaft im Jahr 2000 gesetzt hatte. Es wird nicht mehr zu erreichen sein: Es hungern immer noch 870 Millionen Menschen weltweit; jedes fünfte Kind wächst hungrig auf, und das in einer Welt, die Nahrung für 14 Milliarden Menschen produziert. Noch bleiben ein paar Monate, um dem Ziel zumindest näher zu kommen, doch stellt sich bereits jetzt die Frage, wie es danach weitergehen soll. Die Diskussion über die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs), die bis 2030 erreicht werden sollen, ist im Gang. Bereits am 25. September treffen sich dazu Staats- und Regierungschefs in New York. Den Hunger zu besiegen bleibt ein vorrangiges Ziel. Dabei geht es nicht allein darum, alle Menschen ausreichend mit Nahrung zu versorgen; entscheidend für die Zukunft der Menschheit ist auch, wie dies geschehen soll. „Nahrungssicherheit durch nachhaltige Landwirtschaft“ muss als oberstes globales Entwicklungsziel gesetzt werden. Es gilt, den Kurswechsel in der Landwirtschaftspolitik, der vom Weltagrarrat schon 2008 gefordert und in der Rio +20 Deklaration „The Future We Want“ wiederholt wurde, endlich zu vollziehen. Was macht eine nachhaltige Landwirtschaft aus? Die industrielle bzw. konventionelle Landwirtschaft ist nicht zukunftsfähig. Mit Hochertragssorten und forciertem Einsatz von Dünger, Wasser, Pestiziden und Energie erbrachte sie zwar eindrucksvolle Ertragssteigerungen, zehrt aber langfristig an ihren eigenen Grundlagen. Sie ist nicht nur von hohen Vorleistungen abhängig, sondern hinterlässt degradierte Böden, belastete Gewässer und eine verminderte Arten- und Sortenvielfalt. Gemäss dem oft zitierten Weltagrarbericht „International Assessment of Agricultural Knowledge, Science and Technology for

Development“, kurz IAASTD, sind heute bereits rund 1.9 Milliarden Hektar aufgrund unsachgemässer Nutzung von Degradierung betroffen. Jährlich verursacht dieser Verlust fruchtbarer Böden volkswirtschaftliche Kosten von rund 40 Milliarden Dollar und beeinträchtigt das Leben von 1.5 Mrd. Menschen weltweit. Auch am Klimawandel ist die Landwirtschaft – insbesondere industrielle bzw. konventionelle, aber auch gewisse traditionelle Formen – massgeblich beteiligt. Und die Landbevölkerung in den Entwicklungsländern steckt weiterhin in der Armutsfalle. Diese Form der Nahrungsmittelproduktion muss abgelöst werden durch eine nachhaltige Landwirtschaft, welche die natürliche Bodenfruchtbarkeit erhält und restauriert, die Gewässer schont und die Biodiversität fördert. Eine nachhaltige Landwirtschaft verfolgt ökonomische und soziale Ziele innerhalb der von unserem Planeten vorgegebenen Leitplanken. Angestrebt wird dabei nicht der maximal denkbare, sondern der dauerhaft umweltverträglich zu erzielende Ertrag. Dieser reicht durchaus, um die 9 Milliarden Menschen zu ernähren, die Mitte dieses Jahrhunderts die Erde bevölkern werden. Gemäss dem 2012 publizierten „Green Economy Report“ des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) liessen sich mit nachhaltigen Methoden die Nahrungsmittelverfügbarkeit pro Kopf bis 2050 um 14 % steigern, Millionen von neuen Arbeitsplätzen in ländlichen Regionen schaffen und so die Armut lindern. Zugleich könnte die Landwirtschaft ihren ökologischen Fussabdruck reduzieren. Die wichtigsten Akteure dabei sind die Kleinbäuerinnen und -bauern. Weltweit produzieren Kleinbetriebe 70 % der Nahrungsmittel auf insgesamt 40 % der globalen Ackerfläche. Sie wären in der Lage, die Menschen in den Entwicklungsländern zu ernähren, doch sie müssen darin unterstützt werden. Sie brauchen Sicherheit bezüglich der Eigentumsoder Nutzungsrechte für ihr Land, besseren Zugang zu Bildungsangeboten, Informationen und Märkten, sowie


faire Preise für ihre Produkte. Ländliche Infrastruktur und Dienstleistungen sind dabei Schlüsselfaktoren und müssen von staatlicher und internationaler Seite viel Entsprechend diesen Ausführungen sollte ein nachhaltiges stärker gefördert werden. Entwicklungsziel folgende Elemente enthalten: Aufgewertet werden muss namentlich die Position der Frauen. Frauen spielen eine tragende Rolle bei der Nah1. Hunger und Fehlernährung müssen in allen Formen rungsmittelproduktion, doch sie verdienen weniger und bekämpft werden, so dass alle Menschen das Recht haben weniger Rechte. Gemäss Schätzungen der FAO zu ausreichender Ernährung jederzeit ausüben können. erbrächte ein gleichberechtigter Zugang der Frauen zu Bildung und landwirtschaftlichen Ressourcen in Afrika 2. Eine menschenwürdige Lebensgrundlage und gerechtes eine Steigerung der Ernten um 20 bis 30 %. Einkommen für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern und Ein Problem, das dringend angegangen werden muss, ist andere ländliche Gemeinschaften, vor allem für Frauen auch die Nahrungsmittelverschwendung. Weltweit geht und benachteiligte Bevölkerungsgruppen, muss sicher- über ein Drittel der Produktion nach der Ernte verloren. Die gestellt werden. Ihre Rechte auf den Zugang zu produk- Industrieländer sind hier speziell gefordert: Jährlich landen tiven Ressourcen wie Boden, Samen und Wasser sowie 222 Millionen Tonnen Nahrungsmittel im Abfall, was annä auf ihren Besitz müssen überall geschützt werden. hernd der Jahresernte Afrikas südlich der Sahara entspricht. Und schliesslich braucht es gerechte Handelsbeziehungen. 3. Der Kurswechsel hin zu einer nachhaltigen, vielfältigen Die Regeln des Agrarhandels sind so zu gestalten, dass und resilienten Landwirtschaft und Nahrungskette muss auch die Kleinbauern berücksichtigt werden. Das ist zurzeit realisiert werden, um unsere natürlichen Ressourcen und nicht der Fall. Die Industrieländer müssen ihre Subventions Ökosysteme zu schützen. Der Verlust fruchtbarer Böden und Handelspolitik ändern. An die Produktion gekoppelte und Wälder ist nicht weiter hinnehmbar. Stattdessen staatliche Zahlungen, sowie Exportsubventionen setzen muss Bodendegradation und Walrodungen entschieden die Bauern in den Entwicklungsländern unfairer Konkurrenz minimiert und unvermeidbare Degradationsprozesse aus und hemmen so die Produktion. Sie müssen umgewan durch Regenerations- und Restaurationsmaßnahmen delt werden in Zahlungen für Ökosystemleistungen und auf ein positiven Trend gebracht werden. öffentliche Güter. Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass weder fruchtbare Böden noch Nahrungsmittel selber 4. Nahrungsmittelverluste und -verschwendung von der als Spekulationsobjekte missbraucht werden. Das Land Ernte bis zum Konsum müssen minimiert werden. grabbing, also das Aneignen von fruchtbaren Boden von finanzstarken Investoren über die Interessen der eigent5. Umfassende, transparente und faire Entscheidungslichen, lokalen Landnutzer hinweg, muss gestoppt und prozesse für Nahrung und Landwirtschaft mit allen künstlich bewirkte Fluktuationen bei den Nahrungsmittel Mitbeteiligten auf globaler, regionaler, nationaler und preisen, etwa durch Spekulation mit Nahrungsmittel lokaler Ebene müssen etabliert werden. Futures, müssen eingedämmt werden. • HANS HERREN, OLIVIER DE SCHUTTER, JOCHEN FLASBARTH

HANS HERREN (CH) DER PRÄSIDENT VON BIOVISION UND DES MILLENIUM INSTITUTE ERHIELT 2013 DEN ALTERNATIV-NOBELPREIS (RIGHTLIVELIHOOD AWARD) FÜR SEINEN EINSATZ FÜR DIE ÖKOLOGISCHE LANDWIRTSCHAFT UND WELTERNÄHRUNGSFRAGEN. 1977 ERHIELT HERREN SEIN DOKTORAT AN DER ETH ZÜRICH MIT EINER ARBEIT ÜBER BIOLOGISCHEN PFLANZENSCHUTZ. 1995 ERHIELT ER FÜR SEINE ARBEIT IN AFRIKA, WO ER IN DEN 1980 ER JAHREN ERFOLGREICH ZUR VERHINDERUNG EINER HUNGERSNOT BEITRUG, DEN RENOMMIERTEN WORLD FOOD PRIZE. HERREN LEITETE DIE WELTWEITE ERHEBUNG ZUR NACHHALTIGKEIT DER LANDWIRTSCHAFT IAASTD (INTERNATIONAL ASSESSMENT OF AGRICULTURAL KNOWLEDGE, SCIENCE & TECHNOLOGY) DIE 2008 VERÖFFENTLICHT WURDE. HERREN GEWANN ZAHLREICHE PREISE FÜR SEINE ARBEIT UND IST UND WAR MITGLIED VIELER RENOMMIERTER ORGANISATIONEN, WIE ETWAS DES CONSORTIUM OF INTERNATIONAL AGRICULTURAL RESEARCH CENTERS (CGIAR) SCIENCE COUNCIL. WWW.BIOVISION.CH

© Foto: Biovision

Ernährungssicherheit durch nachhaltige Landwirtschaft und Nahrungsketten

SPRECHER

OFFIZIELLES ERDGESPRÄCHE SIDE-EVENT NEONGREEN NETWORK LÄDT ZUM „NGN-FORUM“ MIT HANS HERREN. THEMA: „RETTET BIO DIE WELT, DAS LAND, DEN HOF, DAS WIRTSHAUS, DEN MENSCHEN?“ WANN: FREITAG, 16. MAI 2014, 10.00 IMPACT HUB, 1070, LINDENGASSE 56. ANMELDUNG: WWW.ERDGESPRAECHE.NET


COVERSTORY: ARCTIC 30

WARUM HABILITIERTER SOZIOLOGE, GELERNTER MÜNCHNER UND BEKENNENDER WIENER. WISSENSCHAFTLICHER LEITER DES INSTITUTS FÜR RECHTSUND KRIMINALSOZIOLGIE UND DER IRKS RESEARCH GMBH

WIDERSTAND

WICHTIG IST UND WIE ER FUNKTIONIERT Reinhard Kreissl

„DIE HOHE SCHULE DES KAMPFES FÜR DAS GUTE UND GEGEN DAS BÖSE, DER AUF DEM FELD DIESER GLOBALEN MEDIALEN ÖFFENTLICHKEIT AUSGEFOCHTEN WIRD, ERFORDERT DEN EINSATZ KLUGER STRATEGIEN.“

Schon in den alten Handbüchern des kleinen Revolutionärs war zu lesen, dass nach dem Palast des gestürzten Herrschers als nächstes die Rundfunkstation und das Telegrafenamt zu besetzen seien. Die Kontrolle über die Verbreitung der guten und schlechten Nachrichten zu erhalten – das hielten die Kämpfer der Guerilla für wichtig. Heute sind die Angriffe auf die Präsidentenpaläste obsolet geworden und Telegrafenämter gibt es auch nicht mehr. Aber Zugriff auf die Massenmedien und Kampf um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit sind nach wie vor Betätigungsfelder der Guerilla oder ihrer gewaltgebremsten Nachfolger: der sozialen Bewegungen. Gehör zu finden, aufzurütteln, zu informieren über Missstände und Ungerechtigkeiten erfordert aber die Resonanz einer medialen Öffentlichkeit. Und die ist nur schwer zu erzeugen. Das Publikum zur Öffentlichkeit versammelt vor den großen und kleinen Bildschirmen wird überschüttet mit Nachrichten und Sensationen, Skurrilem und Bedrohlichem, hört irgendwann nicht mehr hin, Information wird zum Rauschen und der Skandal von heute ist morgen vergessen. Die hohe Schule des Kampfes für das Gute und gegen das Böse, der auf dem Feld dieser globalen medialen Öffentlichkeit ausgefochten wird, erfordert den Einsatz kluger Strategien. Das Problem dabei ist, die Gegner in diesem Kampf sind eigentlich Verbündete. Auch sie werben für Anliegen mit hohem moralischen Erregungswert und so entsteht die unangenehme Situation einer Konkurrenz zwischen der Ausbeutung von Kindern, der Unterdrückung von Frauen, Bauern, Arbeitern, ethnischen Minderheiten und der Zerstörung der natürlichen Grundlagen menschlichen Lebens in allen Ausprägungen von Walen bis Regenwäldern. Früher fasste man das Alles mal unter dem Begriff Kapitalismuskritik zusammen. Das ist heute nicht mehr en vogue.

In der Konkurrenz um das knappe Gut öffentliche Aufmerksamkeit gibt es nun mehrere Strategien: Man präsentiert Schäden und Opfer in Ton und Bild. Das erzeugt Mitleid und schafft eine gewisse Aufmerksamkeit für eine gewisse Zeit. Als Verstärker lassen sich die passenden Täter oder Profiteure zusätzlich ins Rampenlicht stellen. „Seht her die leidenden Armen und dort die feisten Bonzen.“ Die avancierte Variante kombiniert den Aufruf zur Empörung mit dem Hinweis auf mögliche negative Folgen vor der eigenen Haustüre. Das funktioniert besonders gut bei Erregungen über die Beschädigung der Umwelt, die man irgendwann auch mal am eigenen Leib erfahren wird. Wahre Könnerschaft aber beweisen Akteure wie die ARCTIC 30, geschult in der Tradition von Greenpeace. Sie stören – gewaltfrei aber robust – die Kreise derjenigen, an denen sie Kritik üben wollen. Dergleichen ist für sich genommen bereits eine spektakuläre und medienaufmerksamkeitswerte Aktion. Darüber hinaus schlagen sie aber dann auch noch aus der Reaktion der Attackierten auf die moralisch berechtigte Attacke mediales Kapital. Hier zeigt sich die wahre Meisterschaft. Rekapitulieren wir die Ereignisse (und zeigen damit zugleich, dass die Strategie des Widerstands aufgeht). Am 18.9.2013 verlassen Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten in Schlauchbooten das Schiff Arctic Sunrise, um als Protestaktion auf eine von Gazprom in der Arktis betriebene Bohrplattform zu klettern. Es kommt zu einer Konfrontation mit russischen Sicherheitskräften und am Ende wird die Arctic Sunrise mehr oder weniger von der russischen Küstenwache gekapert und nach Murmansk geschleppt. Der Vorfall fand in internationalen Gewässern statt, war somit also durch internationales Recht nicht gedeckt. Die Besatzung landet schließlich in Haft, das Schiff selbst wird beschlagnahmt,


Fotos: ©Greenpeace/Denis Sinyakov und Dmitri Sharomov

FAIZA OULAHSEN (NL) DIE STUDIERTE POLITIKWISSENSCHAFTLERIN (SCHWERPUNKT: INTERNATIONALE BEZIEHUNGEN) NAHM 2011 IHRE ARBEIT IM KLIMABÜRO VON GREENPEACE INTERNATIONAL IN AMSTERDAM ALS KLIMA- UND ENERGIE CAMPAIGNER AUF. SIE IST MIT 26 JAHREN EINE DER JÜNGSTEN AKTIVISTINNEN DER GREENPEACE GESCHICHTE. IM SPÄTSOMMER 2013 WURDE SIE ALS MITGLIED DER ARCTIC 30 VON RUSSISCHEN SICHERHEITSKRÄFTEN VERHAFTET, ALS SIE VERSUCHTEN EINE GAZPROM BOHRINSEL ZU BESETZEN. NACH GUT 2 MONATEN HAFT IN MURMANSK WURDEN FAIZA UND DIE ANDEREN BESATZUNGSMITGLIEDER WIEDER IN FREIHEIT ENTLASSEN. DIE AKTION DER ARCTIC 30 WAR LAUT FAIZA, „JUST THE BEGINNING!“ WWW.GREENPEACE.ORG

„DIESES RISIKO MÜSSEN SOZIALE BEWEGUNGEN EINGEHEN. IHR KAPITAL IST DER INDIVIDUELLE MUT, GEZIELT GELTENDES RECHT ZU BRECHEN, UM AUF SKANDALE HINZUWEISEN.“

©Foto: Greenpeace | Dmitri Sharomov

SPRECHERIN

der Vorwurf lautet auf Piraterie. Bis Ende Dezember beginnt nun eine Auseinandersetzung zwischen den russischen Justizbehörden und diversen internationalen Institutionen, Staats- und Regierungschef beziehen Position gegen das Vorgehen Russlands und diverse gut platzierte spektakuläre Aktionen halten das Thema an prominenter Stelle in den Medien. Der explizite Hinweis auf das eigentliche Anliegen steht bei diesen Aktionen im Vordergrund: sie zielen gegen das Unternehmen Gazprom, Betreiber der Bohrplattform und aktiv als Sponsor in diversen europäischen Ländern. Ansonsten aber konzentriert sich die Berichterstattung und internationale mediale Aufmerksamkeit auf die Sekundärfolgen der ursprünglichen Protestaktion gegen eine ökologisch unvertretbare Ölbohrplattform in arktischen Gewässern. Genial ist diese Strategie vor allen Dingen deswegen, weil sie das Gegenüber in den Protest einbezieht. Es waren die Reaktionen der russischen Obrigkeit, die das Thema auf die weltpolitische Bühne katapultierten und es somit für einen erstaunlich langen Zeitraum ins Rampenlicht der medialen Aufmerksamkeit stellten. Aktionen von Greenpeace sind auf mediale Wirkung ausgelegt, sie liefern mediengängige Bilder mit knappen Botschaften. In diesem Fall aber ermöglichte der nicht ganz risikolose Einsatz der beteiligten Aktivisten die wirkungsvolle Ausdehnung des Konflikts. Der Versuch, die Ölplattform zu besteigen war eine Form von zivilem Widerstand, eine gezielte kalkulierte Verletzung einer geltenden Norm (die Plattform ist Eigentum des Unternehmens und das unerlaubte Besteigen damit strafbar). Dieses Risiko müssen soziale Bewegungen eingehen. Ihr Kapital ist der individuelle Mut, gezielt geltendes Recht zu brechen, um auf Skandale hinzuweisen. Dabei kann es passieren, wie im Fall der ARCTIC 30, dass sie nicht unerhebliche Konsequenzen in Kauf nehmen. Sie unterscheiden sich damit von jenen low-risk Radikalen, die per Mausklick sich ohne weitere Verpflichtung für das Gute und gegen das Böse äußern, ohne das Sofa zu verlassen oder von jenen Anhängern des modernen Ablasshandels, die ein paar Euro für die gute Sache spenden und dann weiterhin ihrem Alltag nachgehen. Ob allerdings auf Dauer mit rein symbolischen Akten die Welt zu einem Ort wird, an dem die Missstände weniger, die Ungerechtigkeit geringer und die Schäden kleiner werden, bleibt eine offene Frage. Was bleibt ist die Hoffnung, das dem so ist und Aktionen wie der ARCTIC 30 ihr Ziel erreichen. • REINHARD KREISSL


© Hundertwasser Architekturprojekt

Rogner Bad Blumau Steiermark · Österreich

Wohltuend berührend. www.blumau.com


WIR SAGEN DANKE

2008

ANDRÉ,THE TROUBLESHOOTER

2009

2010

André wurde in Judenburg in der Steiermark geboren. Er studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Universität Klagenfurt. Schon während seines Studiums arbeitete er bei IRONMAN Austria. Nach zwei Jahren als Communications Manager bei Triangle in Klagenfurt wechselte er zu Triangle Events in Monaco, wo er Ende 2006 zum General Operations Manager wurde. 2006 bis 2009 war André zunächst als Production Assistant, dann als Production Manager bei der IRONMAN Weltmeisterschaft in Hawaii tätig. 2009 machte er sich mit seiner Agentur KASEE in Wien selbständig. André liebt Sprachen – er spricht fließend deutsch, englisch, ungarisch und französisch – begiebt sich gerne auf Reisen und mag nach eigenen Angaben „good vibes“.

2011

André ist schon von Anfang an bei den ERDgesprächen dabei. Zu seinen Arbeitsbereichen zählen die Koordination aller Aufgaben am Tag der Veranstaltung, samt des gesamten Auf- und Abbaus sowie die Koordination der jährlich ca. 40 Freiwilligen. Wir nennen André liebevoll „Trouble-Shooter“, weil er für jedes Problem immer eine Lösung parat hat. Eigentlich gibt es für André überhaupt keine Probleme, er sieht Schwierigkeiten vielmehr als Herausforderungen. Genau das macht auch seine gewinnende Art und positive Lebenseinstellung aus.

„ André ist für mich das organisatorische Mastermind hinter den ERDgesprächen. Mit ihm zu arbeiten heißt: Spaß haben und die eigenen Stärken einsetzen können, immer wieder Neues dazulernen und über seine Kreativität und Gelassenheit staunen.“ MARIA LETTNER, LONGTIME-VOLUNTEER

Fotos: ©Andreas Edler, Ruper Pessl, Michael Krebs

Danke für alles, André! Ohne Deine Hilfe hätten wir‘s nicht geschafft! Auf viele weitere, erfolgreiche Jahre! Deine neongrünen Freunde.

2012

2013

2014


KLIMAWANDEL

BETRACHTUNG DES GESCHÄFTSFÜHRER DES KLIMA- UND ENERGIEFONDS

KLIMAWANDELS Ingmar Höbarth

„JE MEHR ZEIT VERGEHT, DESTO DRAMATISCHER MÜSSEN DIE REDUKTIONEN AUSFALLEN, UM NOCH IRGENDEINE CHANCE AUF DAS 2-GRAD-ZIEL ZU HABEN.“

„AKTIVER KLIMASCHUTZ UND ANPASSUNG AN DEN KLIMAWANDEL GEHEN HAND IN HAND.“

Rajendra Pachauri, Vorsitzender des Weltklimarats IPCC, spricht aus, was keiner hören will: „Ich fürchte, wir werden über die 2 Grad hinausgehen.“ Der Ökonom redet von dem von ihm und vom IPCC empfohlenen Ziel, die Obergrenze der Erderwärmung bei diesem Wert zu halten. Die Berechnungen der Klimaforscher sind komplex, aber unter dem Strich klar und deutlich: Je mehr Zeit vergeht, desto dramatischer müssen die Reduktionen ausfallen, um noch irgendeine Chance auf das 2-Grad-Ziel zu haben. Und die Zeit drängt, warnt Fatih Birol, Chefökonom der Internationalen Energieagentur (IEA): „Die Chancen, den Temperaturanstieg auf 2 Grad zu begrenzen, werden immer geringer.“ Die Umsetzung gestaltet sich zäh, die globalen Klimaschutzmaßnahmen greifen nicht rasch genug. Fatih Birol bringt es auf den Punkt: „Verdrängen und Ignorieren ist keine Option. Wenn wir nichts tun, bekommen wir alle ein Problem.“ In Österreich schärft sich das Bewusstsein für den Klimawandel und seine Auswirkungen zusehends. CO2-Emissionen reduzieren, Energie sparen, erneuerbare Energiequellen ausbauen und nutzen, energieeffizient arbeiten, bauen und sanieren – so sieht der von Klimaexperten skizzierte Fahrplan aus, der dringend umgesetzt werden muss, um die global angepeilten Ziele auch nur ansatzweise einhalten zu können. Als wichtigster Impulsgeber für die österreichische Wende unterstützt der Klima- und Energiefonds seit mehr als sechs Jahren die Bundesregierung bei der Umsetzung der nationalen Klimastrategie. „Zero Emission Austria“ lautet die Botschaft, ein emissionsfreies Österreich bis 2050 wird angestrebt – mit tausenden neuen green jobs und einer wettbewerbsfähigen, aber sauberen grünen Wirtschaft.

Umbruch im Energie- und Mobilitätssystem Österreichs Mit mehr als 60.000 initiierten Projekten verfügt der Klima- und Energiefonds über eine kritische Masse an Pionier- und Vorzeigemaßnahmen, die die Basis für den Umbau des österreichischen Energie- und Mobilitätssystems darstellen. Die 22 Förderprogramme finden international Anklang: Arnold Schwarzenegger nimmt beispielsweise die Klima- und Energiemodellregionen zum Vorbild für sein 2010 gegründetes Netzwerk „Klima-Initiative R20“. Der politische Wille zum Klimaschutz ist hoch, die angestrebten Ziele sind bekanntermaßen höher: Emissionsreduktion, Energieeffizienz und der Ausbau erneuerbarer Energiequellen reichen vermutlich längst nicht mehr aus. Das Gebot der Stunde lautet: Aktiver Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel gehen Hand in Hand. Viele Fragen sind allerdings nicht ausreichend geklärt: Wie unterscheiden sich die Folgen, wenn die globale Durchschnittstemperatur bis 2050 um fünf statt um 2 Grad steigt? Was passiert, wenn wir das 2-Grad-Ziel verfehlen? Wie geht man damit um? Und was bedeutet eine Anpassung an den Klimawandel speziell für Österreich? Ganzheitliche Betrachtung des Klimawandels Antworten auf diese Fragen liefert das „Austrian Climate Research Program (ACRP)“. Das vom Klima- und Energiefonds entwickelte international beachtete Forschungsprogramm leistet einen wesentlichen Beitrag zum Umgang mit den Langzeitfolgen des Klimawandels. Das ACRP erarbeitet stichhaltige wissenschaftliche Daten und Fakten für adäquate Maßnahmen, betrachtet das Thema Klimawandel ganzheitlich und beleuchtet alle Aspekte – von den

© Klimafonds | Ringhofer

EINE GANZHEITLICHE


Einen ersten Praxistest hat FAMOUS schon bestanden: Als erstes Bundesland Österreichs erarbeitete Oberösterreich auf Basis des Handbuchs eine regionale Anpassungsstrategie. Die Entwicklung der Strategie war eine logische Konsequenz aus den Erfahrungen der letzten Jahre: 2 Jahrhundert-Hochwasser in 10 Jahren, Dürreperioden, Einbußen im Tourismus und in der Landwirtschaft zeigten den dringenden Handlungsbedarf auf. Das gebündelte Wissen der oberösterreichischen Forschungsaktivitäten fließt nun nicht nur in die eigene Strategie ein, sondern erweitert auch den Handlungskatalog von FAMOUS. Entscheidungsträger auf kommunaler und landespolitischer Ebene verfügen mit dem Know-how aus der oberösterreichischem Pionierarbeit sowie den wissenschaftlich untermauerten Leitfäden aus dem Handbuch über die richtigen Konzepte, um selbst die regional passenden Vorbereitungen zu treffen. Unter anderem arbeitet man im Waldviertel bereits an der Umsetzung einer eigenen regionalen Anpassungsstrategie.

Leitfaden zur regionalen Klimaanpassungsstrategie Wegweisend ist dabei das jüngste Projekt im Rahmen des ACRP mit dem bezeichnenden Namen „FAMOUS – Factory for Adaption Measures Operated by Users at different Scales“: Das vom Klima- und Energiefonds finanzierte und vom Umweltbundesamt durchgeführte Projekt hat zum Ziel, die öffentliche Hand durch konkrete Werkzeuge und Methoden bei der Entwicklung von regionalen Klimaanpassungsstrategien zu unterstützen. Ein wichtiges Resultat von FAMOUS ist ein Handbuch, eine Art Leitfaden für Entscheidungsträger zur Umsetzung von Klimaschutzund vor allem Anpassungsmaßnahmen.

Gutes Miteinander als Basis für eine Veränderung Die Erfahrung aus dem Entwicklungsprozess von FAMOUS zeigt vor allem eines: Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Anpassung an den Klimawandel basiert auf einem guten Miteinander – auf regionaler Ebene ebenso, wie auf Bundes- und EU-Ebene. Die Ergebnisse der intensiven Projektarbeit des Klima- und Energiefonds beweist: Österreich geht mit gutem Beispiel voran. • INGMAR HÖBARTH

RAJENDRA PACHAURI (IN) SEIT 2002 CHAIRMAN DES „UN-WELTKLIMARATS“ (IPCC), CEO DES „ENERGY & RESOURCES INSTITUTE“ IN NEU DELHI UND VON 2009 BIS 2012 DIREKTOR DES „YALE CLIMATE AND ENERGY INSTITUTE“. 2007 ERHIELT ER STELLVERTRETEND FÜR DEN IPCC GEMEINSAM MIT AL GORE DEN FRIEDENSNOBELPREIS. PACHAURI IST AUTOR VON 27 BÜCHERN UND MEHR ALS 130 ARTIKELN. DER STUDIERTER INGENIEUR ERHIELT 1972 SEIN DOKTORAT IN „ENGINEERING AND ECONOMICS“ AN DER UNIVERSITÄT VON NORTH CAROLINA. PACHAURI HÄLT 23 EHRENDOKTORATE UND SITZT IM RAT ZAHLREICHER ORGANISATIONEN, WIE ETWA DER „CLINTON GLOBAL INITIATIVE“, DER „UNESCO INTERNATIONAL SCIENCE COOPERATION“ ODER DES „PRIME MINISTER‘S ADVISORY COUNCIL ON CLIMATE CHANGE“ IN INDIEN. WWW.IPCC.CH

© Foto: TERI

naturwissenschaftlichen Grundlagen, über das Ökosystem und die Gesundheit bis hin zum Wirtschafts-, Politik- und Gesellschaftssystem. Die Ergebnisse des ACRP sind direkt in die Entwicklung der österreichischen Klimaanpassungsstrategie eingeflossen. Mit dem nationalen Fahrplan, der bereits 2012 – ein Jahr vor der Anpassungsstrategie der Europäischen Kommission – präsentiert wurde und viele EU-Anforderungen vorweggenommen hatte, geht Österreich einen wegweisenden Schritt in die richtige Richtung. Denn die Anpassung an den Klimawandel bildet eine äußerst komplexe Herausforderung. Sie betrifft nahezu alle maßgeblichen Bereiche unserer Gesellschaft: Wasserund Energieversorgung, Tourismus, Land- und Forstwirtschaft, Gesundheit, Verkehr, selbst das Versicherungswesen. Die Auswirkungen des Klimawandels sind zudem regional sehr unterschiedlich. Tragfähige nachhaltige Lösungen zur Anpassung müssen daher regional verwurzelt sein und auf den regionalen Bedürfnissen aufbauen.

SPRECHER

Mit dem Forschungsförderprogramm ACRP leistet der Klimaund Energiefonds einen wegweisenden Beitrag zum Umgang mit den Langzeitfolgen des Klimawandels. Im jüngsten Projekt FAMOUS wurde ein „Tool-Kit“ für die öffentliche Hand zur Erarbeitung regionaler Anpassungsstrategien entwickelt. Oberösterreich nutzte den Leitfaden für die eigene regionale Strategie und leistete maßgebliche Pionierarbeit.


ERDGESPRÄCHE · BUFFET · TESTKOCHEN

THE

FOOD-LOVESTORY

agen .... M n e d h c r u Liebe geht d

Weil uns gutes und gesundes Essen wichtig ist, könnte dieser Abschnitt keine bessere Überschrift haben. Die „FOOD-LOVESTORY“ dokumentiert einen wichtigen Teil der ERDgespräche-Vorbereitungen: Das Testkochen. Mit viel Liebe bereitete ERDgespräche-Cateringmanager Saša Asanović in Kooperation mit „Jugend am Werk“, „Zoba-Eck“-Küchenchef Markus Arzberger die besten Biohäppchen zu. Wir waren live dabei. FEEL THE LOVE!

10

1

7

4

let the show begin!

qua

palatschinken-marke: rote rüben rosa (=rrr)

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lity

-ch

eck

no a bisserl pfeffern...

Fotos: © Andreas Edler

Mmmhh!

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hier wird

12

rrr s mit frischkäse

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9 13

die arzberger’sche rolltechnik


PROTAGONISTEN

SAŠA

MARKUS

KARINA

RONALD

die neuen kicherbällchen

video in kürze auf facebook 17

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net lachen, hackeln! nichts dem zufall überlassen. garnichts. 14

mit essen spielt man nicht. wer trotzdem wissen möchte, was mr. ciabatta zu sagen hat, findet das kurzvideo auf facebook.

ronald skalpiert die paprika. Autsch!

VIELEN DANK AN ALLE MITWIRKENDEN SAŠA ASANOVIC MARKUS ARZBERGER KARINA & RONALD DEN REST DES KÜCHENTEAMS UND FOTOGRAF ANDREAS EDLER!

eine runde sache unsere veganen kicherbällchen! 19

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schmeckt so gut wie es aussieht! 16 20

sasa und der käse-muffin.

küchenchef markus arzberger bei der befüllung des selbst gebackenen ciabatta-brötchens mit pesto-antipasti-gemüsemischung. mmmmhhh...!

die jugend am werk “gang”: bereit für die erdgespräche


ERDGESPRÄCHE 2014 / KALENDER

Grüner geht’s nicht Nachhaltigkeit ist eine konti­ nuierliche Reise ohne Ende. Bei Mondi arbeiten wir ständig an der Verbesserung der Ökoeffizienz unserer Produkte und Papierfabriken. Schon heute erfüllen alle Mondi Markenpapiere die Kriterien der Green Range.

Eco Pecha Kucha - Kurzvorträge Im Rahmen der ERDgespräche 2014 findet die erste “Eco-Pecha-Kucha” statt. Im bewährten Format, 20 Bilder x 20 Sekunden, erwarten wir 10 spannende Kurzvorträge! Ein guter Start in die ERDgespräche-Woche!

Wann: 13. Mai 2014 Zeitraum: 20.20 – 22.20 Wo: designforum MQ Museumsplatz Anmeldung: www.erdgespraeche.net Eintritt: Gegen eine Spende

Mit Beiträgen von: Wegwartehof (demeter), Harald Frey (Stadtplanung), Johannes Gutmann (Da wächst die Freude), Fred Luks (Sustainability@WU), Robert Rogner (Beziehungsethik), Ernst Gugler (Cradle 2 Cradle), Alexander Ehrmann (Right to the roots), Harald Gründl (Design Revolution), Lukas Stühlinger (Erneuerbare), Karo Sieberer (Recyclingmöbel). Moderation: Maximilian Kamenar und Stephanie Grace-Cox

NGN in Kooperation mit design austria, Meinklang und Pecha Kucha Night Vienna.

Wann: Zeitraum: Wo:

15. Mai 2014 13.00 – 23.00 Wiener Hofburg, Josefsplatz

Anmeldung: www.erdgespraeche.net Eintritt: Unkostenbeitrag VIP-Tickets: www.erdgespraeche.net

ERDgespräche 2014: Erstmals von 13.00 - 23.00 (plus Nachmittagsprogramm!) NEONGREEN NETWORK präsentiert anlässlich der 7. ERDgespräche vier großartige Vortragende: Rajendra Pachauri (IPCC Chairman), Alternativnobelpreisträger Hans Herren, Faiza Oulahsen (Mitglied Arctic 30) und Kabarettist Roland Düringer. Sie alle sind sowohl in die abendlichen Vorträge als auch in das neue Nachmittagsprogramm in Form von Gesprächsrunden und Diskussionen eingebunden. Im Anschluss an die ERDgespräche wird zum Austausch und Netzwerken an das von Jugend am Werk zubereitete Biobuffet geladen. Genauere Infos zum Programm unter: www.erdgespraeche.net oder im Programmheft. Moderation: Birgit Schacht NGN in Kooperation mit zahlreichen Partnern (siehe Heftrückseite).

Die Green Range von Mondi ist ein Symbol für Höchstleistung in der nachhaltigen Papier­ produktion. Die Papiere sind FSC® / PEFC™ zertifiziert und aus verantwortungsvoll bewirt­ schafteten Wäldern oder total chlorfrei gebleich­ te Papiere (TCF) oder 100 % Recyclingpapiere.

NGN-Forum mit Hans Herren Wer nach den ERDgesprächen noch nicht genug hat, kann am Freitag mit Hans Herren, Reinhard Gessl und Gerhard Zoubek über das Thema „Rettet BIO die Welt, das Land, den Hof, das Wirtshaus, den Menschen?“ diskutieren. Moderation: Jürgen Schmücking

LIMITIER PLÄTZETE

Wann: 16. Mai 2014 Zeitraum: 10.00 – 14.00 Wo: Impact Hub Vienna 1070, Lindengasse 56 Anmeldung: www.erdgespraeche.net Eintritt: Gegen eine Spende

NGN in Kooperation mit Impact HUB, Fibl Österreich, Biogenussmarketing und Adamah.

In touch every day www.mondigroup.com/gogreen

Änderungen vorbehalten: Bitte überprüfen Sie die Aktualität der Infos unter: www.erdgespraeche.net


WAS GIBT’S NEUES?

NEONGREEN-NEWS

OPEN:

VOLUNTEER Anmelden www.e

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DANKE!

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2014 starten wir bereits um 13 Uhr! Das neue Nachmittagsprogramm bietet Gespräche, Workshops und Diskussionsrunden – in sogenannten “Parallel Sessions” – von und mit unseren Vortragenden (Achtung: begrenzte Teilnehmerzahl!). Anschliessend werden die diesjährigen “NEONGREEN (ad)ventures”, junge Projekte und Initiativen mit ökosozialem Anliegen, vorgestellt.

IMPRESSUM

Unsere neuen Homepages sind online! Unter neongreen.net, erdgespräche.net und gebrauchsinformationen.net (coming soon) findet ihr alle Informationen rund um unsere Arbeit. Ein Event-Kalender und der Marketplace werden auch bald fertig sein!

Bei den ERDgesprächen 2013 stellten wir das Filmprojekt “Nuclear Lies” von Regisseur Praved Krishnapilla vor. Mit der tatkräftigen Unterstützung der oekostrom AG, von oekonews und dem Energiestammtisch Niederösterreich sowie vieler individueller Beiträge konnte das Projekt bis Jahresende finanziert werden. Im Februar und März war Praved in Indien, um den Film zu drehen. Wir sind auf das Ergebnis gespannt!

HERAUSGEBER: NEONGREEN NETWORK REDAKTION: ANGIE RATTAY ADAM PAWLOFF TEXTE: ROMAN DAVID-FREIHSL VALENTIN HEPPNER REINHARD KREISSL ADAM PAWLOFF HANS HERREN ET AL INGMAR HÖBARTH LEKTORAT: BARBARA KÖPPEL DESIGN: ANGIE RATTAY WWW.ANGIENEERING.NET COVERFOTO: DENIS SINYAKOV, GREENPEACE

Die Größe der ERDgespräche erfordert eine gewisse finanzielle Sicherheit. Um die Zukunft der ERDgespräche zu sichern, müssen wir ab 2014 für den Besuch der ERDgespräche einen Unkostenbeitrag von 20 Euro für das Abendprogramm und 10 Euro für das Nachmittagsprogramm einheben. Diese Beiträge helfen uns, die Kosten der Veranstaltung zu tragen. Für alle Menschen, die sich in einer finanziell schwierigen Situation befinden, gibt es ein Kontingent an “Social tickets”. Für Menschen, die uns besonders unterstützen möchten, können wie gewohnt VIP*Tickets (*VIP = Very Interested Person) bezogen werden. Danke für die Unterstützung!

DRUCK: GUGLER GMBH. 4.000 STÜCK MADE IN AUSTRIA PAPIER: GEDRUCKT AUF MONDI BIO TOP 3®, 90G WWW.NEONGREEN.NET


ERDGESPRÄCHE 2014 AM 15. MAI IN DER WIENER HOFBURG Bitte um Anmeldung für die ERDgespräche und Side-Events ab sofort unter: www.erdgespraeche.net

ALLE INFOS UNTER: WWW.ERDGESPRAECHE.NET Tickets für Nachmittagsund Abendprogramm Besonders Unterstützen und VIP**TICKETS bestellen Livestream zu Hause in deutsch | englisch ansehen Side-Event-Programm: Nachlesen + Anmelden Als Volunteer anmelden und im Team mithelfen!

13.00 bis 17.00

17.00 bis 23.00

NACHMITTAGSPROGRAMM

ABENDPROGRAMM

13.00 Eröffnung, Freda Meissner-Blau 13.30 - 15.00 Parallel Sessions mit Vortragenden Podiumsdiskussion* Rajendra Pachauri Podium: Helga Kromp-Kolb, Ulrich Brand, Helmut Hojesky Gespräch mit Hans Herren Im Gespräch: Franz Fehr, Anton Reinl tbc, Gerhard Zoubek Gespräch mit Roland Düringer Im Gespräch: Josef Zotter tbc, Horst Ebner 15.30 - 17.00 Vorstellung Neongreen Ad(ventures)

16.30 17.00 / 17.30 20.30 23.00

* In englischer Sprache, ** Very Interested Person

Änderungen vorbehalten

Vielen Dank an alle Partner der diesjährigen ERDgespräche!

Förderer

Sponsoren

oekostrom die saubere Alternative

Eventpartner

E H U Q K D U G D Y

Produktion

VIP**Empfang (mit Ticket) Einlass / Beginn Eröffnung Rajendra Pachauri Hans Herren PAUSE Faiza Oulahsen Roland Düringer Neongreen Ad(ventures) Buffet + Networking OFFIZIELLES ENDE

D X G L R Y L V X D O V \ V W H P V

Freunde

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