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Perú

ReiseMagazin 2016

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BIENVENIDOS A PERÚ

Herzlich Willkommen in Perú, im Land der verborgenen Schätze! Entdecken Sie die Schätze der Inka Kultur und tauchen Sie in die faszinierende Geschichte dieses einst sehr mächtigen Volkes ein. Ob in einem der fantastischen Museen Limas oder an einer der unzähligen Ausgrabungsstätten – Volksfeste, Gräber, Mumien, Ruinenstädte, Textilund Keramikkunst sowie Goldschmiedearbeiten belegen den historischen und kulturellen Reichtum des Landes. Tahuantinsuyo, das Inka Reich, das vier Himmelsrichtungen vereinte, hält viele Erlebnisse und Eindrücke für Sie bereit. Seine Hauptstadt Cusco ist auch heute noch Veranstaltungsort des Inti Raymi – ein buntes Fest zu Ehren des Sonnengottes. Von Cusco aus haben Sie die Möglichkeit auf den Wegen der Inka bis nach Machu Picchu zu wandern, um die Magie dieses besonderen Ortes zu erleben. Schätze birgt aber nicht nur Perús Vergangenheit, auch die Gegenwart kann sich sehen lassen! So zählt die Peruanische Küche heute zu den Highlights des Landes und ist weit über seine Grenzen hinaus bekannt. Schlemmen Sie sich durch die Spitzenrestaurants in Lima und genießen Sie traditionelle Küche in einfachen Lokalen auf dem Land. Das Nationalgericht Ceviche und der Cocktail Pisco Sour stehen nahezu überall auf den Menükarten. Die Mystik des kargen Altiplano, die schneebedeckten Gipfel der Cordillera Blanca, die weitläufige Küste mit ihren langen Wellen und der dichte Amazonasregenwald zählen zu den Naturschätzen Perús. Kein Wunder, dass so viele unterschiedliche Landschaften eine einzigartige Vielfalt an Flora und Fauna bieten. Von den unzähligen Meerestieren bis hin zum König der Lüfte, dem Andenkondor, die Tierwelt Perús ist eindrücklich. Aber sehen Sie selbst und entdecken Ihren ganz persönlichen Schatz – in Perú! Bienvenidos!

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Amazonien

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Anden

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Perús Küste

Titicacasee

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4 Perús Höhepunkte 8 Die Geschichte des Inka-Reiches 10 Veranstaltungskalender 14 15 16 18 19 20

Natur & Abenteuer Paracas Die Nordküste Perús Limas Museen Weltklasse Küche Sportliche Hauptstadt Nasca - Maria Reiches Geheimnis der Wüste


Mario Vargas Llosa Von Wein, Schnaps und einem saueren Cocktail Perús ganzer Stolz: Ceviche

28 Der Inka Trail 30 Salcantay Lodge Trekking 31 Das Bier der Anden 32 Die Eisjungfrau vom Ampato 33 Eine alte Knolle von großer Bedeutung 34 Welcher Gipfel darf es sein? 34 Gemeindebasierter Tourismus am Titicacasee 36 Chachapoyas 38 40 41 42 44 46

Das Fest zu Ehren des Sonnengottes Geschmacksexplosion - Inca Kola Die Kultur der stolzen Inka Cusco - Auf zum Nabel der Welt! Machu Picchu Ein Wasserfall umgeben von Mythen und Legenden

50 Dschungel-Metropole Iquitos 52 Zu Hause am Amazonas 54 Manú Nationalpark 56 Geheimtipp Tambopata 57 Schlammball 58 Impressum 60 Perú von A-Z

INHALT 44

Machu Picchu

22 24 24

Gastronomie

24

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K U LT U R

Einzigartig: Machu Picchu Seit 2007 hat Perú sein eigenes Weltwunder: Machu Picchu. Überzeugen Sie sich persönlich davon, wie berechtigt dieser Titel ist! Wundervolle Inka-Architektur, kultureller Reichtum und einzigartige Wanderungen erwarten Sie in und um die geheimnisvolle Ruinenstadt, die knapp vier Jahrhunderte lang sich selbst überlassen war. Noch immer weiß man sehr wenig über Machu Picchu, das wie eine verwunschene Festung in der märchenhaften Landschaft des heiligen Tales der Inka aufragt. Gewiss ist allerdings eines: In seinen Bann wird Sie das Weltwunder garantiert ziehen! 4


PERÚS HÖHEPUNKTE

Rundflug über die Nasca-Linien Packen Sie Ihre Angst ein und den Abenteuergeist aus! Der Flug in einer kleinen Propellermaschine über die NascaLinien bietet Ihnen einen großartigen Blick auf diese fantastischen Bodenzeichnungen. Wie konnten die Menschen der Nasca-Kultur vor über 1.500 Jahren diese Geoglyphen in den Boden ritzen und wie haben sie den Überblick behalten? Warum wurden Motive wie ein Affe oder ein Kolibri ausgewählt und an wen

waren die Abbilder gerichtet? Vielleicht finden Sie bei Ihrem Rundflug die Antwort auf die Fragen, die das größte Astronomiebuch der Welt aufwirft. Um alle Figuren und geometrischen Formen gut erkennen zu können, fliegen die Piloten recht scharfe Kurven – wer dies nicht verkraftet, kann von einem Aussichtsturm zumindest drei der über 70 Figuren erkennen.

Kolonialflair in Cusco Cusco ist viel mehr als bloßer Ausgangspunkt nach Machu Picchu, in den Nationalpark Manú und zu anderen lohnenswerten archäologischen und sportlichen Angeboten mitten im Andenhochland. Die ehemalige Hauptstadt der Inka lockt heute nicht mehr mit goldenen Tempeln, sondern mit Kolonialflair, hübschen Gassen, bunten Märkten sowie einem beachtenswerten Nachtleben. Außerdem wird in der sympathischen Stadt zur Sonnenwende am 24. Juni das wohl schönste Fest Perús begangen: Inti Raymi, ein farbenprächtiges Spektakel, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten! Begeben Sie sich auf die Spuren der Inka, Sie werden es nicht bereuen! 5


K U LT U R

Schwimmen auf einer Insel im Titicacasee Wie Sie auf einer Insel schwimmen können? Ganz einfach – besuchen Sie die Uros-Inseln auf dem Titicacasee! Diese Islas Flotantes (schwimmende Inseln) werden aus dem Wurzelstock des Schilfs sowie den elastischen Totora-Ruten gebaut. Der Binsen muss immer wieder nachgelegt werden, da die unterste Schicht im kalten Wasser des Sees mit der Zeit fault und die Insel so auf Dauer ihre Schwimmfähigkeit verlieren würde. Das Laufen auf einer solchen Insel ist ein ungewohntes Gefühl, aber ein besonderes Erlebnis. Hier erfahren Sie mehr über das Volk der Uros, das sich auf dem höchstgelegenen (schiffbaren) See der Welt, auf 3.800 Metern, ein einzigartiges Zuhause geschaffen hatte. Ganz besonders empfehlenswert ist eine Übernachtung bei einer Familie auf einer der schwimmenden Inseln. 6


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Wanderung im Colca Canyon Erleben Sie auf einer Trekking-Tour durch eine der tiefsten Schluchten der Welt faszinierende Landschaften, geprägt von Vulkanen und scheinbar unendlichen Terrassenfeldern. Auf den hochgelegenen Pässen haben Sie die Möglichkeit den König der Lüfte, den Andenkondor, zu erspähen. Die abwechslungsreiche

Szenerie des 100 Kilometer langen Einschnitts hat noch jeden Besucher in ihren Bann gezogen. Das Angebot rund um die Erkundung des Colca Canyons umfasst sowohl gemütliche Tageswanderungen, als auch anspruchsvolle 5-Tages-Touren, bei denen einige Höhenmeter zurück gelegt werden, sich aber jeder Schritt lohnt!

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Gleich mit zwei Superlativen kann Chan Chan aufwarten. Es handelt sich bei dieser UNESCO Weltkulturstätte sowohl um die größte präkolumbische Siedlung des südamerikanischen Kontinents, als auch um die größte aus Lehm errichtete Stadt der Welt. Einst beherbergte die Hauptstadt des Chimú Volkes 60.000 Menschen. Auf 26 km² errichteten sie Tempel, Plätze, Terrassen und Wohngebäude. Nach den Plünderungen der Spanier und einer großen Überschwemmung blieb leider nicht viel vom früheren Glanz der Stadt erhalten. Dennoch beeindrucken Größe der Anlage und die erhaltenen Reliefs. Wie hat das Chimú-Volk hier um 1300 gelebt? Besuchen Sie diese außergewöhnliche archäologische Stätte und erfahren Sie die Antwort!

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Die Geschichte des

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Inka-Reiches

Die Inka sind zweifellos die bekannteste indigene Kultur Südamerikas, obwohl der Gipfel ihrer Macht nur ein gutes Jahrhundert währte. In dieser Zeit eroberten die Inka dank der größten Armee des Kontinents ein gigantisches Gebiet, was sie mit ihrer überirdischen Herkunft als Söhne der Sonne legitimierten. Um das Jahr 1200 soll Sonnengott Inti die ersten Inka vom Titicacasee aus entsandt haben, um die Welt zu verbessern. Unter Pachacútec ab 1438 und Túpac Yupanqui ab 1471 kam es dann zur wahrhaftigen Expansion des Reiches und seiner Aufteilung gemäß der vier Himmelsrichtungen mit Cusco als Knotenpunkt. Tahuantinsuyo, das Reich, das vier Regionen vereint, erstreckte sich vom heutigen Südkolumbien bis nach Chile, vom Amazonas über die Anden bis zum Pazifik. Für ihre rasanten Feldzüge erschufen die Inka unglaubliche 40.000 Kilometer befestigte Straßen mit komplizierten Tunnelbauten und Hängebrücken. Eine gewisse Stabilität in diesem Kaleidoskop aus Ethnien, Sprachen und Kulturen gewährleisteten die Inka durch großzügige Geschenke an besiegte Stämme, deren Umerziehung und die Einbindung lokaler Autoritäten in einen straffen Beamtenstaat. Außerdem erleichterten ein komplexes Dezimalsystem zur Einteilung der Haushalte und Ressourcenplanung sowie strenge Gesetze die Verwaltung des gewaltigen Reiches. Da die Inka kein Geld kannten, wurden Abgaben in Form von kollektiver Landwirtschaft geleistet, welche durch Terrassen- und Bewässerungssysteme modernisiert wurde. Ein Drittel der Er-

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träge war für Sonnengott Inti bestimmt, eines für die herrschenden Inka und ein Drittel für die Ayllus (Dorfgemeinschaften). Innerhalb der Ayllus exisitierte kein Privateigentum. Obwohl den unter-

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1438 bis 1532 n.Chr.

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hinterhältig ab. Sie waren gegen die europäische Waffentechnik und die für sie unbekannten, angsteinflößenden Kampfhunde und Pferde wehrlos.

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worfenen Urvölkern ein gewisses Maß an Selbstbestimmung gewährt wurde, herrschte in vielen Regionen Unzufriedenheit und so fanden die Spanier bei ihrer Ankunft ein bröckelndes Reich vor. Daher hatte Pizarro ein leichtes Spiel, viele Völker zur Auflehnung gegen die Inka zu überzeugen, die zudem durch einen erbitterten Bruderkrieg bereits geschwächt waren. Inka-König Huayna Cápac hatte vor seinem Tod 1527 das Gebiet zwischen seinen Söhnen aufgeteilt: Atahualpa sollte den Norden von Cajamarca und Huáscar den Süden von Cusco aus regieren. Doch 1532 besiegte Atahualpas Armee zunächst die seines Bruders, bevor er mit 8.000 Mann am 14. November Pizarro in Cajamarca empfing. Angesichts dieser Übermacht ließ Atahualpa auf Wunsch von Pizarro die Waffen seiner Soldaten niederlegen. Dies stellte sich als fataler Fehler heraus, denn die nur 159 Spanier metzelten daraufhin seine Gefolgsleute

Atahualpa wurde gefangen genommen und wollte sich gegen einen unermesslichen Schatz freikaufen. Aus allen Teilen des Reiches ließ er angeblich 180 Tausend Kilo Gold und 16 Millionen Kilo Silber heranschaffen, die er den Spaniern zu Füßen legte. Atahualpa wurde trotzdem umgebracht und Cusco widerstandslos eingenommen.

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Die Wiedereroberung Cuscos von den Spaniern vier Jahre später unter Manco Cápac scheiterte knapp und besiegelte den endgültigen Untergang der einst schillernden Inka. Ihr letztes Rückzugsgebiet Vilcabamba wurde 1572 von den Spaniern eingenommen und der letzte Inka-König Túpac Amaru enthauptet.

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K U LT U R

Veranstaltungskalender Perús Festlichkeiten sind eine bunte Mischung aus indigener Kultur und christlichem Glauben. Bauen Sie eines dieser Feste in Ihre Reise ein und Sie werden Perú authentisch erleben! JANUAR

FEBRUAR/MÄRZ

Fiesta de la Marinera

Carneval

Trujillos nationales Tanzfest

Der Karneval ist aus den Städten und Dörfern Perús ebenso wenig wegzudenken wie aus Köln oder Mainz. So steht das Land in den letzten Tagen vor der Fastenzeit (Februar oder März) quasi

Ica und Pisco) ein eigenes, großes Fest rund um die afro-perúanische Kultur. Ende Februar/Anfang März wird hier mit viel Musik und Tanz gefeiert.

Fiesta de la Vendimia Weinfest

Das wichtigste und größte Weinanbaugebiet Perús liegt in der Region rund um Ica und Pisco. Da ist es nicht verwunderlich, dass es auch ein Fest zur Weinernte Anfang März gibt. Der Erntekönigin kommt die Ehre des Weinstampfens in einem großen Fass zuteil. Während der

In der letzten Januarwoche findet in Trujillo, der Kolonialstadt an der nördlichen Pazifikküste, ein Tanzwettbewerb statt. Hier messen sich die Besten des Landes im Marinera, einem traditionellen Paartanz der Region. Romantisch und graziös stellt er die Umwerbung des Herrn gegenüber der Dame dar.

Kopf. Stellen Sie sich auf ausgiebige Wasserschlachten – eine besonders im Altiplano gepflegte Tradition - ein. Der wohl bekannteste Ort, um Karneval zu feiern, ist Cajamarca im nördlichen Hochland. An neun Tagen wird hier ausgelassen gefeiert und getanzt. Es gibt diverse Paraden mit bunten Wagen und Kostümen. Aber egal, wo Sie zur Karnevalszeit in Perú sind, es wird bestimmt bunt, laut und lustig!

Verano Negro Auch wenn der Anteil der Afro-Perúaner nur auf vier Prozent der Bevölkerung geschätzt wird, gibt es in Chincha (nahe

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Festlichkeiten in Ica oder im kleinen, nahegelegenen Dorf Lagunillas gehören ebenso Umzüge, Hahnenkämpfe, die Wahl der Erntekönigin und Pferdeshows zum Programm. Dazu gibt es viel Musik und natürlich reichlich Pisco (Brandwein).


APRIL

Semana Santa Karwoche

Die Karwoche wird im ganzen Land mit feierlichen Prozessionen begangen. Die prächtigsten Zeremonien finden in Arequipa, Huancayo und Ayacucho statt, zu denen Besucher aus allen Teilen Perús anreisen. MAI/JUNI

Inti Raymi

Fest zu Ehren des Sonnengottes Inti Raymi ist das wohl bekannteste Fest und größte Spektakel in Perú. Es wird zu Ehren des Sonnengottes am 24. Juni in Cusco gefeiert. Mehr erfahren Sie auf den Seiten 38 und 39. JULI

Fiestas Patrias

SEPTEMBER/OKTOBER

Mistura Perús kulinarische Highlights können Sie geballt in einer Woche auf der Gastronomiemesse Mistura in Lima genießen. Von einfachen Straßengerichten bis zu exklusiven Kreationen der Sterneköche des Landes, erleben Sie hier einige der Köstlichkeiten, die wir auch in diesem Magazin vorstellen, z.B. das Nationalgericht Ceviche (Seite 24).

Nationalfeiertag

Qoyllurit’i

Great Amazon River Raft Race

Wallfahrt der indigenen Bevölkerung Im Rahmen des Qoyllurit’i Festes scheinen zwei widersprüchliche Religionen nebeneinander zu existieren, denn es beinhaltet sowohl christliche Aspekte als auch den Glauben der indigenen Kulturen an verschiedene Gottheiten. Mehr als 10.000 Menschen treffen sich jährlich Ende Mai/Anfang Juni am Fuße des Berges Ausangate (nahe Cusco), wo dem Volksglauben nach einem indigenen

Die Unabhängigkeit Perús hat eine lange Geschichte und vielleicht genau deshalb wird der dazugehörige Feiertag im ganzen Land gleich an zwei Tagen zelebriert. Am 28. Juli gedenken die Perúaner der Unabhängigkeitserklärung durch José de San Martin, auch wenn diese erst durch die Freiheitskämpfe von Simón Bolivar und Antonio José de Sucres drei Jahre später besiegelt wurde. Die Feiern des 29. Juli jeden Jahres finden zu Ehren des Peruanischen Militärs und der Polizei statt. AUGUST

Jungen das Jesuskind erschien. Eigentlich gilt die Besteigung des Ausangate jedoch den Apus (Götter). Diese Berggötter sollen mit der viertägigen Feier auf 4.750 Metern Höhe besänftigt werden. Nur wer den Berg in den frühen Morgenstunden zu Fuß hinaufsteigt, darf an den Feierlichkeiten mit viel Musik und Tanz teilnehmen. Ein wenig bekanntes Fest und ein Insider-Tipp, denn viele Reisende haben sich noch nicht hier hin gewagt.

Yaku Raymi An vier Tagen am Ende des Monats werden in Ayucucho (350 km östlich von Pisco) mittels traditioneller Zeremonien die Wasserkanäle gereinigt. Das Wasserfest macht einmal mehr die Beziehung zwischen Mensch und Mutter Erde deutlich, denn ihr werden Opfergaben als Dank erbracht. Das Yaku Raymi ist ein sehr fröhliches Fest, bei dem garantiert niemand trocken bleibt.

Ende September/Anfang Oktober findet zwischen Nauta und Iquitos das längste Floßrennen der Welt statt. An drei Tagen messen sich unzählige nationale und internationale Vierer-Teams auf 180 Kilometern Strecke. Das einzigartige Event wurde von einem Engländer, der 1998 nach Iquitos auswanderte, ins Leben gerufen, um den Tourismus in der Region zu stärken. DEZEMBER

Navidad Weihnachten

Weihnachten wird in Perú am 25. Dezember gefeiert und ist mehr religiös als weltlich, besonders im Andenhochland. Wie in vielen Ländern Lateinamerikas steht als Symbol für Weihnachten eine Krippe in jedem Haushalt. Oft sind es schön geschnitzte Kunstwerke, die Sie u.a. auf dem Santuranticuy Markt („Heilige zu verkaufen“) in Cusco erwerben können. Der Kunsthandwerksmarkt findet jedes Jahr am 24. Dezember statt und ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

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Perú liegt am Pazifischen Ozean und zeichnet eine Küste die sich über eine Länge von 2.400km erstreckt. Aride Küstenstreifen, gewaltige Sanddünen, kleine Oasen und mächtige Wellen sorgen für spektakuläre und abwechslungsreiche Landschaften. Begrenzt wird das Küstengebiet im Osten durch die Anden. Dank des Humboldtstroms und der damit einhergehenden fischreichen Gewässer sind besonders viele Seevögel an Perús Küsten heimisch.

Perús Küst

Pisco – Ort des berühmten Weinbrandes Koloniale Stadt Trujillo Die Welle zum Träumen bei Chicama Strände von Mancora Archäologische Stätte Chan Chan Nationalpark Paracas und die Islas Ballestas Hauptstadt Lima 13


PERÚS KÜSTE

Natur & Abenteuer

Paracas

Die Region rund um die Städte Ica und Pisco ist ein wahres Naturwunder, denn innerhalb weniger Kilometer finden Besucher neben einer fantastische Tierwelt auf der Halbinsel Paracas und den umliegenden Inseln auch Sanddünen und Oasen im Landesinneren. Das Meeresnaturschutzgebiet Paracas umfasst über 330.000 Hektar, 35 % davon liegen auf der Paracas Halbinsel, 65 % sind Gewässer und Inseln. Während auf dem Festland nur wenige Pflanzen- und Tierarten präsent sind, ist die Tierwelt im Meer umso reicher.

Ausscheidungen tatsächlich einen wesentlichen Teil zur Peruanischen Wirtschaft bei. Der Vogeldreck, Guano genannt, ist ein erstklassiges Düngemittel und wird seit Mitte des 19. Jahrhunderts exportiert, damals ca. 200.000 Tonnen jährlich – alleine nach Großbritannien. Ein Highlight auf der Bootsfahrt zu den Islas Ballestas ist sicherlich El Candelabro, ein riesiger Geoglyphe. Das Scharrbild aus präkolumbischer Zeit ist 180 Meter hoch und 70 Meter breit.

Die Sanddünen von Huacachina (nur 75 km südwestlich von Aufgrund der starken SonnenParacas) sind ein starker Koneinstrahlung und der durch die trast zur üppigen MeerestierBucht geschützten Lage haben welt der Küste. Hier treten das sich hier an der Küste über Abenteuer und der Funsport 250 Plankton- und Algenarten in den Vordergrund, denn die gebildet. Sie sind Nahrung für Dünen eignen sich perfekt zum unzählige Fisch-, Vogel- und Sandboarden. In 20 anstrenSäugetierarten. genden Minuten erklimmen Sie TIPP: Wer Natur und Abenteuer zusätzlich noch mit Ardie Sanddüne und gleiten über chäologie verbinden möchte, kann dies tun, denn in und Große Kolonien von Seelöwen die einzigartige Landschaft in um das Naturschutzgebiet herum gibt es insgesamt 100 bevölkern vor allem die Balgoldgelben und rostfarbenen kleinere Ausgrabungsstätten, an denen Sie mehr über lesta Inseln. Der einzige PinguFarbtönen hinunter zur surreal die 2.000 Jahre alte Kultur der Paracas erfahren. in Perús – der Humboldtpinguwirkenden Oase. Wer sich das in – ist hier ebenso anzutreffen Sandboarden nicht zutraut, wie die Inkaseeschwalbe, der Chileflamingo (Juni bis August) kann auch Buggytouren unternehmen – die allerdings nicht und der schwarze Guanay Komoran. Letzter trägt mit seinen weniger rasant sind. 14


Mehr als ein Surferparadies!

Die Nordküste Perús

In einer extrem kargen Umgebung, vor den felsigen und sandigen Küstenstreifen, lassen die Wellen bei Chicama jedes Surferherz höher schlagen. Nicht etwa, weil es hier besonders hohe oder schnelle Brecher gibt – nein, hier an der Pazifikküste im Norden Perús treffen sich Wellenreiter aus den verschiedensten Erdteilen, um auf der längsten Welle der Welt zu gleiten.

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Vier Kilometer Länge auf der „Welle zum Träumen“ erlauben Ritte von bis zu drei Minuten. Die Nordküste Perús ist aber nicht nur bei Profis bekannt. An insgesamt über 30 Stränden finden auch Anfänger, z.B. in dem kleinen, verschlafenen Küstenort Huanchaco, perfekte Bedingungen, um sich an diesen fantastischen Sport heranzutrauen. Am besten lernen Sie natürlich bei den einheimischen Surfschulen vor Ort. Einen grandiosen Anblick auf dem Wasser bieten auch die sogenannten caballitos (Pferdchen), kleine Boote, die schon zu Zeiten der Moche Kultur aus Schilf gebaut wurden. Am Abend, zum Sonnenuntergang, kehren die Fischer mit ihren traditionellen Booten zurück in die Bucht und der frisch gefangene Fisch kann ihnen direkt abgekauft werden. Neben fantastischen Wellen, hübschen Küstenorten und exzellenten Fischgerichten hat die Region um Trujillo, Huanchaco und Chicama noch mehr zu bieten: Hier finden sich einige der ältesten archäologischen Stätten des Landes. Die bekannteste unter ihnen ist Chan Cahn, ca. fünf Kilometer westlich von der Kolonialstadt Trujillo gelegen. Die größte aus Lehmziegeln errichtete Stadt der Welt war einst die Hauptstadt des Chimú Volkes (900 bis 1470 nach Chr.) und gehört heute zum Weltkulturerbe der UNESCO (siehe Seite 7). TIPP: Die Nordküste Perús ist touristisch noch wenig erschlossen und daher ein Geheimtipp. Sie bietet eine perfekte Kombination aus Strand, Archäologie und kulinarischen Highlights.

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PERÚS KÜSTE

Perú ist ein Land mit einem unglaublich großen kulturellen Reichtum und so ist es kaum verwunderlich, dass Lima mit unzähligen interessanten Museen aufwartet. Sie bieten einen perfekten Einstieg für Ihre Perú-Reise, denn hier tauchen Sie in die Geschichte des Landes aus historischen archäologischen oder künstlerischen Blickwinkeln ein. Im Folgenden geben wir einen Überblick über die interessantesten Museen Limas.

MALI – Museo de Arte de Lima

LIMAS MUSEEN

Limas Kunstmuseum, das Museo de Arte, kurz MALI gilt als bedeutendstes Kunstmuseum Perús. Schon das imposante Gebäude, inspiriert durch das Schloss Versailles, ist einen Besuch wert. 1869 beauftragte der damalige Präsident José Balta den Architekten Gustave Eiffel mit den Plänen für den Palacio de la Exposición, der zur Weltausstellung 1872 fertiggestellt wurde. Perú wollte nach 50 Jahren der Unabhängigkeit zeigen, welche Entwicklungen und Fortschritte das Land in dieser Zeit getan hatte. Nach der Weltausstellung diente das Gebäude im Neo-Renaissance-Stil als Krankenhaus, Geschichtsmuseum und Sitz des Ministeriums für Öffentliche Arbeit. Erst 1961 öffnete der Palacio de la Exposición als Kunstmuseum MALI seine Türen.

TIPP: Im Amphitheater finden regelmäßig Aufführungen und Konzerte statt – informieren Sie sich vor ihrem Besuch, auch über temporäre Ausstellungen, unter: www.mali.pe.

Die Sammlung der ausgestellten peruanischen Kunst reicht über einen Zeitraum von 3.000 Jahren, von präkolumbischer Keramik und Textilien, über Kolonialkunst bis hin zu zeitgenössischen Ausstellungen. Zu den Höhepunkten des Museums gehören u.a. die Gemälde von Juan de Santa Cruz Pumacallao, Diego Quispe Tito sowie Juan Zapata, die in ihrer Kunst Andenmythologie und katholische Symbole verbinden.

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Der Maler Carlos Baca Flor (1867 – 1941) wurde für seine Portraits von berühmten Persönlichkeiten wie Papst Pius XII oder dem amerikanischen Bankier J.P. Morgan bekannt. Seine Bilder sind hier ebenso ausgestellt wie die Avantgardewerke von Jesus Ruiz Durand. Wer das MALI besucht, sollte sich sehr viel Zeit nehmen, denn es steht in einem der schönsten Parks der Stadt, dem Parque de la Exposición. Hier können Sie dem Trubel der Stadt etwas entkommen, auf einer der Wiesen oder Parkbänke Sonne tanken und den plätschernden Brunnen zuhören. Lassen Sie sich in die Zeit zurückversetzen, in der in den wunderschönen Pavillons die Elefanten trompeteten, denn der Park beheimatete viele Jahre Limas Zoo.

Museo de Arqueología, Antropología e Historia de Perú

Das Museum für Archäologie, Anthropologie und Geschichte wurde 1822 eröffnet und ist damit das älteste Museum des Landes. Aber es kann mit weiteren Superlativen aufwarten: Das Museum ist zudem auch das größte und wichtigste Perús. Es besitzt eine umfassende Sammlung von Keramiken, menschlichen Gebeinen und Mumien. Diese Zeitzeugen, aufwendig und ansprechend ausgestellt, machen die Landesgeschichte von der präkolumbischen Zeit über die Kolonialisierung bis hin zur Republik sichtbar. Eines der ältesten Exponate (1.800 v. Chr.) ist die Skulptur zweier Hände, die Manos Cruzados, aus dem gleichnamigen Tempel der archäologischen Stätte Kotosh. Versäumen Sie nicht die durch eine Panzertür gesicherte Schatzkammer mit ihren Silber- und Goldfunden der alten Kulturen zu besuchen. Das Gebäude des heutigen Nationalmuseums für Archäologie, Anthropologie und Geschichte war fast zwei Jahre lang der Sitz der beiden Freiheitskämpfer José de San Martin und Simón Bolivar. Der weitläufige Bau besitzt Einflüsse des späten Kolonialstils und des republikanischen Stils. Mehrere Innenhöfe und die mit Liebe kuratierten Ausstellungen machen das Museumserlebnis perfekt.


Museo Rafael Larco Herrera Dem Archäologen Rafael Larco Herrera und seinem Vater ist dieses einmalige Museum zu verdanken, denn ein Großteil der Sammlung stammt aus dem Eigentum der beiden passionierten Sammler, die ihre Funde über Jahrzehnte akribisch kategorisierten. Das Museum wurde 1926 in Trujillo gegründet und 1962 nach Lima verlegt, wo sich die Ausstellungsräume seither in einer herrschaftlichen Villa aus dem 18. Jahrhundert befinden. Hier wird die größte Keramikausstellung, mit ca. 50.000 Gefäßen, präsentiert. Besucher bewundern Keramiken aus den verschiedenen Kulturen Perús, z.B. der Chimú, Nasca und Inka sowie die außergewöhnlichen Portraitgefäße der MocheKultur. Viele Besucher sind überwältigt von der Menge und Vielfalt der Exponate und empfinden das Larco Museum als Geheimtipp… vielleicht auch, weil es nach wie vor ein Familienprojekt ist, denn heute wird das Museum von Rafael Larco Hoyles Enkelsohn Andrés Alvarez Calderón geführt, der sich der Erhaltung des Familienerbes widmet.

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GASTRONOMIE

Weltklasse Küche Lange wurde die Küche Lateinamerikas unterschätzt, doch langsam aber sicher entdecken Experten und Gourmets die Vorzüge der Multi-Kulti-Küche dieses wunderbaren Kontinents. Auch Perús Gerichte sind durch verschiedenste Kulturen beeinflusst und gehören zu den absoluten Highlights des Landes! In Perús Hauptstadt gibt es mittlerweile eine beachtliche Anzahl Restaurants mit Spitzenqualität. Vier Restaurants in Lima schafften es unter die besten 50 der Welt, die regelmäßig von einer hochkarätigen, internationalen Jury gewählt werden. Auf dem vierten Platz befindet sich das Central im Stadtteil Miraflores von Chefkoch Virgilio Martinez. Der 36-jährige gilt nicht nur als Vertreter der neuen Generation peruanischer Küche, er ist viel mehr einer derjenigen, der die kulinarischen Vorzüge des Landes in die Welt hinaus trägt. Für sein Restaurant „Lima“ in London erhielt er 2013 einen Michelin Stern. Seine Inspiration holte sich der kreative Chefkoch unter anderem bei seiner Arbeit im Astrid y Gaston in Madrid und Bogotá. Das gleichnamige Restaurant von Gastón Acurio y Astrid Gutsche in Lima landete auf Platz 14. Die beiden Spitzenköche könnte man bereits als Urgesteine der peruanischen Gastronomie verstehen. Mehrere Restaurants in neun verschiedenen Ländern, Kochbücher und TV-Shows machen das Ehepaar zu einem Erfolgsteam und Botschafter der peruanischen Küche. Im Cebichería La Mar überlassen Gastón und Astrid dem Chefkoch Anthony Vásquez das Zepter. Der talentierte, mehrfach ausgezeichnete Koch richtet in lockerem Ambiente das Nationalgericht des Landes, Ceviche, in seinen verschiedensten Varianten an. Mit einem Pisco Sour dazu das perfekte peruanische Mahl!

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Lust auf Bewegung und Nervenkitzel? Lima hat einiges an Fun-Sport zu bieten!

Sportliche Hauptstadt Seit gut einem Jahrzehnt schießen in Lima Skateparks wie Pilze aus dem Boden. Hier können sich Skater, BMX-Freestyler und Scooter so richtig austoben. Skateparks verkörpern Jugend, Modernität, Urbanität und soziale Inklusion und werden in Lima immer ausgefallener gestaltet. Je nach Lage findet man sie mal mit Meerblick z.B. Skatepark San Miguel, mal als Skate-Plaza, d.h. perfekt in die weitere Umgebung integriert wie der Plaza Tacna oder Plaza Pueblo Libre.

für Anfänger. Erfahrenere Wellenreiter zieht es zum Strand La Herradura (12km südlich von Lima) mit Wellen bis zu drei Meter Höhe oder zu den Spots um Punta Rocas, Punta Hermosa und San Bartolo. Hier geht die Wüste direkt in den Ozean über – wunderschön! Am OffshoreRiff reiten Experten auf vier Meter hohen Traumwellen, an anderen Stellen geht es bei sauberen Tube-Wellen von ein bis zwei Meter Höhe etwas moderater zu. Im Sommer werden außerdem am Strand die Nächte durchgetanzt!

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Die größte Halfpipe Perús befindet sich auf dem Skatepark La Molina und auch der Skatepark Surco Loma Amarilla ist

besonders anspruchsvoll. In und um Lima sind Top-Locations für Wellenreiter angesiedelt. Dank der Vielzahl an guten Spots kann man ganzjährig unbelebte Strände mit ausgezeichneten Wellen finden. In Miraflores sind die Strände Waikiki und Makaha ideal

Für ein Erlebnis der besonderen Art empfehlen wir, die Hauptstadt einmal aus einem anderen Blickwinkel kennen zu lernen, nämlich von oben! Paragliding ist unvergesslich, gleichzeitig aufregend und herrlich entspannend. Tandemflüge starten direkt am Strand von Miraflores und sind wegen der ruhigen Winde ausdrücklich für Einsteiger geeignet. Der Himmel ruft!

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PERÚS KÜSTE

NASCA

Maria Reiches Geheimnis der Wüste

„Die Menschen jener Kultur waren intelligent genug, um die Werke selber zu fertigen. Dazu bedurfte es nicht dem Einwirken Fremder.“ Maria Reiche Archeologin (1903 - 1998)

Als die deutschstämmige Maria Reiche zum Fegen in die Wüste von Nasca kam, schmunzelten zunächst die Bewohner der nahgelegenen Kleinstadt über „die Frau mit dem Besen“.Sie wurden aber schnell eines Besseren belehrt. Denn sie kehrte das Phänomen frei, an dem sie über 50 Jahre lang (1941 – 1998) forschen sollte.

Heute faszinieren nicht nur die Nasca-Linien, sondern auch die Persönlichkeit Maria Reiche. Sie war eine Frau, die sich in jener Zeit als Forscherin durchsetzte, in der die Emanzipation noch nicht weit fortgeschritten war. Sie lebte bis zu ihrem 80. Lebensjahr unter sehr einfachen Bedingungen in der Wüste bei Nasca.

Als Assistentin an der Seite des amerikanischen Forschers Dr. Paul Kosok, reift Maria Reiche von der Übersetzerin zu einer der weltweit bekanntesten Archäologinnen.

Ihre Verbundenheit zu der Region und dem präkolumbischen Vermächtnis wird in ihren Aussagen und ihrer Arbeit immer wieder sehr deutlich. So ist es ihr zu verdanken, dass der Bau eines Bewässerungssystems, durch das die Linien großen Schaden genommen hätten, verhindert wurde. Sie engagierte sich für den Schutz und den Erhalt der Linien, besonders als die Touristenzahlen, nach Ernennung zum UNESCO Weltkulturerbe (1994), stark zunahmen.

Mit Leiter, Sextant, Kompass und Maßband vermisst sie die Nasca-Linien – eines der wohl größten Rätsel Lateinamerikas. Die in der Wüste nur von oben erkennbaren Scharrbilder haben einen Durchmesser von bis zu 180 Metern. Vor ca. 1.500 bis 1.800 Jahren entstanden hier auf 500 Quadratkilometern zahlreiche Geoglyphen. Kolibri, Kondor, Eidechse, Affe, Spinne sowie unzählige Dreiecke und Trapezoide gehören zu den Abbildungen in der Wüste. Mittels Pflöcken und Seilen konnten exakte Kreise und Linien in den Boden gezogen werden. Bis heute gibt es diverse Theorien zur genauen Entstehung und dem Zweck der Linien. Maria Reiche kam zu dem Ergebnis, dass sie als astronomischer Kalender genutzt wurden. 20

Für ihren unermüdlichen Einsatz erhielt Maria Reiche das Bundesverdienstkreuz. In Nasca sind u.a. eine Straße und das Planetarium nach ihr benannt. INSIDER INFO: Der Aussichtsturm am km 420 der südlichen Panamericana wurde von einem Team um Maria Reiche finanziert und 1976 gebaut. Ihr Haus lag nur drei Kilometer weit entfernt.


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K U LT U R

MARIO VARGAS LLOSA „Es war ein Viertel mit kleinen, ein- oder höchstens zweigeschossigen Häusern, in deren Gärten nie die Geranien fehlten, dazu Poinsettien, Lorbeer, Bougainvilleen, Rasenflächen und ebenerdige Terrassen… mit Schaukelstühlen, in denen die Bewohner, umgeben von Duft nach Jasmin, plaudernd die Nacht erwarteten.“ So beschreibt Mario Vargas Llosa den Parque Kennedy im Stadtteil Miraflores in Lima. Er schwärmt von dem perfekten Ort, um mit einem Mädchen den Sonntagnachmittag zu verbringen und so trifft sich dort auch der Protagonist Ricardo in „Das böse Mädchen“ mit seiner großen Liebe. 22


authentisch – facettenreich – intensiv

Heute ist der Hauptplatz des reichen Stadtteils sehr viel belebter. Geschäftsleute verbringen hier ihre Mittagspause, Mütter gehen mit ihren Kindern Eis essen und die Schuhputzer versuchen Passanten auf ihre Bank zu locken. Auch unter den Reisenden ist der Parque Kennedy beliebt, denn er gehört zu einem der Schauplätze auf der Stadtteiltour „Litera Tours“. Auf diesem Rundgang erleben Sie Orte, die Mario Vargas Llosa in seinen Romanen immer wieder erwähnt. „Ich kann nicht aufhören über Miraflores zu schreiben“ sagte der Weltenbürger in einem Interview über die Faszination, die dieser Ort auf ihn ausübt. 1936 in der kleinen Stadt Arequipa, im Süden des Landes, geboren, verbrachte Vargas Llosa einen Großteil seiner Jugend in Lima. Er studierte Jura und Literatur an der Universität San Marcos, bekam seinen ersten Job bei einer Lokalzeitung und inszenierte in der peruanischen Hauptstadt sein erstes Theaterstück. Sein Erstlingswerk „Die Anführer“ öffnete Vargas Llosa 1959 die Türen nach Madrid, wo er in Philosophie und Literatur promovierte und verhalf ihm zu einer Auszeichnung. Schon damals reichte seine Gesellschaftskritik so weit, dass das Buch 1964 in Lima öffentlich verbrannt wurde. „Die Stadt und die Hunde“ leitet 1962 den Aufschwung der lateinamerikani-

schen Literatur ein, zu dem auch Autoren wie Gabriel Garcia Marquéz (Kolumbien), Carlos Fuentes (Mexiko) und Julio Cortázar (Argentinien) beitrugen. Man kann Mario Vargas Llosa als markante Persönlichkeit bezeichnen, die keine Angst hat, auch einmal anzuecken – ganz im Gegenteil. So hat er sich mit seinem früheren Freund, Gabriel Garcia Marquez, aufgrund politischer Differenzen, die er in der Öffentlichkeit austrug, überworfen. Seine politische Überzeugung bindet Vargas Llosa unverblümt in Romane, Kriminalgeschichten und politischen Thriller ein. Aber auch sein Privatleben integriert der temperamentvolle Peruaner in seinen Geschichten. So verarbeitet er in „Tante Julia und der Kunstschreiber“, einem humorvoll geschriebenen Roman, seine erste Ehe. Nach einigen Jahren in Paris, London und Barcelona kehrte der mittlerweile zum zweiten Mal verheiratete Vargas Llosa 1974 zurück in seine Heimat, um Leiter und Moderater eines politischen Fernsehprogramms zu werden. Die Politik ließ ihn nicht mehr los und so gründete er die liberale Partei „Movimiento Libertad“ (Bewegung Freiheit). Obwohl ihn seine radikalen liberalen Ansichten in der lateinamerikanischen Intellektuellenszene zum Außenseiter machten, schaffte er es 1990 in die letzte Runde der Präsidentschaftswahl. Im zweiten Durchgang gewann allerdings Alberto Fujimori die Stichwahl und Vargas Llosa widmete sich wieder der Literatur. Nach mehreren erfolgreichen Veröffentlichungen und Preisen erhielt Vargas Llosa 2010 die höchste Auszeichnung in der Literatur, den Nobelpreis.

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Von Wein, Schnaps und einem

Sauren Cocktail Die Region um die Stadt Ica im Südwesten Perús ist das wichtigste und größte Weinanbaugebiet des Landes.

eigene Wirtschaft zu schützen. Daraufhin begannen die Winzer den Pisco, einen schmackhaften Traubenschnaps, zu brennen. 1920 entstand in der Morris Bar in Lima Perús Nationalgetränk, der Pisco Sour, der ebenso wie das Ceviche seinen eigenen Feiertag hat. Seit 2004 steht der erste Samstag im Februar jeden Jahres im Zeichen des Pisco Sour – eine Diskussion mit den Chilenen, ob die Idee für den Cocktail nun aus Perú oder Chile stammt, bleibt auch an diesem Tag nicht aus.

Bereits 1560 gab es, dank der von den Spaniern importierten Weinreben, 40.000 Hektar Rebfläche. Perú gilt damit als erstes Land Lateinamerikas, in dem Weinbau systematisch betrieben wurde – und das mit großem Erfolg.

Die Weingüter und einige Schnapsbrennereien stehen Besuchern das ganze Jahr über offen. Eine Reise in die Region zur Erntezeit zwischen Ende Februar und Anfang April lohnt sich. Falls Ihre Perú-Reise noch etwas auf sich warten lässt, genießen Sie schon einmal vorab – vielleicht beim Schmökern in einem Reiseführer – das Nationalgetränk Perús.

Mitte des 17. Jahrhunderts jedoch verboten die Spanier den selbst begonnen Export peruanischen Weins, um die

Perús ganzer Stolz:

Ceviche

Für 4 Personen: · 800 – 1.000 Gramm frischer weißer Fisch z.B. Seebarsch, Steinbeißer, Kabeljau · 8 – 10 Limetten · 2 rote Zwiebeln · 1 Bund frischer Koriander · 1 rote Chilli · 1 daumengroßes Stück frischer Ingwer · 1 Knoblauchzehe · Salz und Pfeffer Als Beilage: · gekochter Maiskolben · gekochte Süßkartoffel 24


GASTRONOMIE

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Eis 1 Eiweiß 2 cl Zuckersirup 3 cl Limettensaft 4,5 cl Pisco

Alle Zutaten in einen Cocktail- oder Standmixer geben. Durch das Eiweiß hat der Cocktail eine Schaumkrone. In einem Glas servieren und mit ein paar Tropfen Angostura Bitter und einer Prise Zimt verfeinern. Salud!

Mindestens sieben Theorien über die Herkunft des Wortes Ceviche, fünf verschiedene Schreibweisen und ein eigener Feiertag lassen auf die Bedeutung von Perús Nationalgericht schließen. Wohl kaum ein anderes Land identifiziert sich so sehr mit einer Speise wie Perú! Das Konzept ist simpel, der Geschmack großartig: roher Fisch und/oder Meeresfrüchte (Garnelen werden vorher erhitzt) und durch die Säure des Limettensaftes gegart und mariniert.

Die Geschichte des Ceviche beginnt lange vor dem Inkareich, um 100 bis 700 n. Chr. legte das Küstenvolk der Mochica ihren frisch gefangenen Fisch in den Saft der sehr säuerlichen Frucht Tumbo ein. Die Inka ersetzten später den Saft der mit der Maracuja verwandten Frucht durch Chicha – ein fermentiertes Getränk aus Mais. Dank der Spanier, die im 16. Jahrhundert u. a. Zwiebeln und Zitrusfrüchte einführten, entstand das heutige, moderne Gericht des Ceviche.

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Den Fisch in kleine Würfel schneiden, mit Meersalz und weißem Pfeffer würzen. Für den Sud die Chilli (ohne Kerne) und den Koriander fein hacken, frischen Ingwer und Knoblauch reiben. Alles in eine Schüssel geben und mit dem Limettensaft vermengen. Den Fisch darin 10 bis 20 Minuten marinieren lassen, bis die Stücke außen wie gegart und innen noch fest sind. Zum Schluss geschnittene Zwiebeln dazu geben (vorab kurz in Eiswasser einlegen, das nimmt etwas die Schärfe der Zwiebel). Serviert wird das Ceviche mit dem gekochten Maiskolben und Süßkartoffeln.

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Die Anden

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Die Anden, die längste Gebirgskette der Welt besteht in Nordperú noch aus drei Kordilleren, welche sich am Gebirgsknoten Cerro de Pasco dann mit den beiden Südlichen vereinigen. In den zwei parallel verlaufenden Hauptketten in deren Mitte das zentrale Hochland, das Altiplano, eingeschlossen ist, befindet sich der höchste schiffbare See der Welt – der Titicacasee. Cusco, die ehemalige Inkahauptstadt, nördlich des Altiplanos gelegen, ist wohl der bekannteste Ort in den peruanischen Anden. Als Ausgangspunkt für Wanderungen auf dem Inka Trail und Tor zu Machu Picchu zudem die am häufigsten besuchte Stadt des Landes. Die zerklüfteten Bergregionen des zentralen Hochlandes sind touristisch noch sehr rudimentär erschlossen und liefern eindrückliche Einblicke in ein Leben der Einheimischen. Feste und Bräuche wie sie seit Jahr-

Auf den Wegen der Inka: Inka Trail

hunderten gefeiert und

Die weiße Stadt Arequipa

gelebt werden, zeigen

Trekking Paradise Cordillera Blanca & Colca Canyon

ein ursprüngliches Peru voller Folklore.

Kolonialstadt Cusco & das Inti Raymi Fest Ruinenstadt Kuélap Weltwunder und UNESCO Weltkulturerbe Machu Picchu Titicacasee: höchstgelegener, schiffbarer See der Welt 27


DIE ANDEN

DER INKA TRAIL Der Inka Trail ist der wohl berühmteste Teil des gigantischen Wegenetzwerks des Inka-Imperiums. Über eine Strecke von 38 Kilometern führt der Pfad durch mystische Nebelwälder und über bis zu 4.000 Meter hohe Pässe mit faszinierenden Ausblicken bis zur bedeutendsten Attraktion Perús – der Ruinenstadt Machu Picchu. Der Ausgangspunkt der klassischen 4-Tages-Tour ist Cusco, die damalige Hauptstadt des Inka Reiches. Von dort aus gelangen Sie mit dem Bus oder Zug zum Kilometer 82 an der Bahnstrecke Richtung Aguas Calientes, wo die meisten Wanderungen beginnen. Je nach Reiseagentur überwinden Sie bereits am ersten Tag den Warmiwañusca Pass von 4.200 Metern. Andere übernachten nach der Überquerung des Rio Urubamba und dem Besuch der Ruinenanlagen von Llactapata in Huayllabamba. Während des Aufstiegs durch dichte Nebelwälder zum ersten Pass überwinden Sie ca. 1.200 Höhenmeter, die Sie am gleichen Tag auch wieder absteigen. In den nächsten zwei Tagen überwinden Sie weitere Pässe mit Höhen um knapp 4.000 Metern, aber keine Angst – Sie werden mit atemberaubenden Ausblicken belohnt! Auf Ihrem Weg besuchen Sie bedeutende archäologische Stätten, z.B. die Inka-Ruinen von Runkurakay. Sie Puente Ruinas geben immer noch Rätsel Aguas Calientes km 112 2000 m Huayna Picchu Bahnhof km 111 auf, denn es ist nicht 2000 m Bus Station klar, ob sie als Lagerhaus MACHU PICCHU km 126 für Nahrungsmittel, als 2430 m INTI PUNCO Sonnentor 2700 m Inka Brücke Wachturm oder RaststaMACHU PICCHU tion genutzt wurden. BERG km 104 Beim AbINTIPATA 2000 m NP Kontrollpunkt Pylon

CHACHABAMBA

WIÑAY WAYNA

Neue Route (500 m Inkastufen)

2700 m

INKA TUNNEL

stieg von Runkurakay passieren Sie drei kleine Seen und wandern entlang eines immer noch funktionierenden Bewässerungssystems aus der Inka-Zeit. Die Stadt Sayaqmarka ist direkt an einem Bergvorsprung gebaut und bietet einen hervorragenden Blick über einen Nebenfluss des Rio Aobamba. Der dritte Tag auf dem Inka Trail führt Sie zur Stadt über den Wolken, Puyupatamarka in rund 3.600 Metern Höhe, deren Anlage sechs sehr gut erhaltene Zeremonialbecken umfasst. Von dort aus geht es über steile Inka-Treppen durch den Nebelwald zu den faszinierenden Ruinen von Wiñay Wayna. In die Hänge wurden unzählige Terrassenfelder gebaut. Zu Zeiten der Inka wurden hier hauptsächlich Mais und Getreide, welches zur Versorgung der Bevölkerung von Machu Picchu diente, angepflanzt. Dann, am vierten Tag, ist es endlich so weit. Hinter dem Sonnentor öffnet sich der Blick auf eines der eindrucksvollsten Bauwerke der Welt. Eine Gänsehaut bei Ankunft in Machu Picchu ist vorprogrammiert – ebenso wie die Entlohnung nach einer mehrtätigen, aufregenden und manchmal auch herausfordernden Wanderung. Machu Picchu und der Inka Trail erfreuen sich eines großen Interesses, daher ist es notwendig, Ihre Wanderung sechs bis acht Monate im Voraus zu buchen. Um das wertvolle Erbe der Inka zu schützen sind die Gästezahlen heute beschränkt. Auf dem Inka Trail sind nur noch noch 500 Personen, davon 170 Touristen, täglich zugelassen. Wem das trotzdem noch zu viel Trubel ist, kann auch alternative Routen, die ebenso abwechslungsreich und spannend sind, aber weniger frequentiert, buchen. Ebenfalls werden 2-Tages-Touren angeboten, auf der Sie neben Machu Picchu die Ruinen von Wiñay Wayna und den Ort Aguas Calientes besuchen.

PUYUPATAMARCA 3600 m

OPTIONAL TRAIL Ürsprüngliche Route (länger und schöner)

ABRA PUYUPATAMARCA

DRITTER PASS km 116 3650 m

ABRA RUNKURACAY

3500 m

SAYACMARCA

kleine Seen

3600 m

RUNKURACAY 3800 m

PACAYMAYU 3500 m Campsite

aym Pac

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Ur u b

MACHU QUENTE LLACTAPATA

Tote Frauen Pass

ERSTER PASS

2650 m

km 104 4200 m

3750 m

Bergnebelwald

Llulluchayoc

Cu s

Stro m

TRES PIEDRAS Drei weiße Steine

Trail vom

SALCANTAY-TREK

Ollantaytambo km 68 2600 m

am b

s lus aF

Strauch- und Graslandschaft

ABRA WARMIWAÑUSCA

LLULLUCHAPAMPA

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NP Kontrollpunkt

i

ro aca St

WILCA RACAY

Miskay km 85 2700 m

m

ch

km 110 3950 m

ss Flu

ZWEITER PASS

CHAUQUICOCHA

km 88 2500 m

Chilca km 77 2600 m

NP Kontrollpunkt

Corihuayrachina

Uruba mba

INKA TUNNEL

START km 82 2750 m

HATUNCHACA

Huayllabamba km 95 3000 m

letzter bewohnter Ort auf dem InkaTrail

TIPP: Wenige Reiseagenturen bieten den Inka Trail auch mit einer 5-tägigen Wanderung an, um nicht mit allen anderen Gruppen zur gleichen Zeit am gleichen Ort zu sein.


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DIE ANDEN

SALCANTAY

Lodge-Trekking

Sie möchten auf den Spuren der Inka nach Machu Picchu wandern, übernachten aber nicht gerne im Zelt? Mountain Lodges of Perú macht dies nun möglich. Malerisch gelegene Lodges mit hohem Komfort lassen die Anstrengungen des Trekkings spätestens am Abend vergessen. Wandern Sie z.B. entlang des Salcantay Massivs an fünf oder sieben Tagen bis zur Ruinenstadt Machu Picchu. Diese Route ist eine der Alternativen zum Inka Trail, die ihm – außer in seiner Bekanntheit – in nichts nachsteht. Vorbei an Gletscherseen, majestätischen Andengipfeln und bekannten Ruinenanlagen, wandern Sie bequem, nur mit Tagesgepäck, zwischen vier und acht Stunden täglich über Pässe von bis zu 4.600 Metern Höhe. Am Abend kehren Sie in die jeweilige Lodge ein. Die Architektur ist eine Kombination aus traditionellem Erbe und zeitgenössischem Design – so fügen sich die Häuser harmonisch in das Landschaftsbild ein. Die vier Lodges Salcantay (3.896 m), Wayra (3.906 m), Colpa (2.870 m) und Lucna (2.135 m) wurden mittels traditioneller ökologischer Bauweise und Bautechnik der Inka errichtet. Die exklusiven Speisen mit Zutaten aus der Region bringen Ihnen Ihre Energie zurück und ein Bad im Whirlpool – mit einem fantastischen Panorama – sorgt für Muskelentspannung. Mountain Lodges of Perú bietet mit diesem neuen Modell auch anspruchsvollen Gästen die Möglichkeit, sich auf die Spuren der Inka zu begeben. Die Menschen der Gemeinden, in der die Lodges errichtet wurden, sind in dieses Projekt einbezogen und lassen das Lodge Trekking zu einem authentischen Erlebnis werden. 30


GASTRONOMIE

Das Bier der Anden Die Chicha hat eine traditionsreiche Geschichte, denn schon lange vor der Kolonialisierung wurde dieses Getränk in den Anden Lateinamerikas produziert. Wie die meisten Kulturen der Welt, haben auch die indigenen Einwohner Südamerikas alkoholhaltige Getränke hergestellt. Die Chicha wird aus fermentiertem Obst oder Getreide hergestellt und enthält ein bis sechs Prozent Alkohol. Während die Fermentierung ganz traditionell durch das Kauen und die Speichelenzyme in Gang gesetzt wurde, nutzt man heute Gärhefen. Je nach Region werden Quinua, Maniok oder Palmenfrüchte genutzt, jedoch ist der Mais die am meisten verwendete Zutat für das Anden-Bier, denn dieser wächst in allen lateinamerikanischen Ländern und spielte bzw. spielt in der indigenen Kultur und Ernährung eine tragende Rolle. Auch in Perú wird die Chicha aus Mais gewonnen. Dieser wird gekocht und anschließend zwei bis drei Tage stehen gelassen. Dazu gibt man keimende Maiskörner oder Reste der vorher produzierten Chicha – die Stärke wird so in Zucker umgewandelt und der Gärungsprozess beschleunigt.

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Die Chicha gab es zu Zeiten der Inka als „Alltagsvariante“ mit wenig Alkohol und etwas hochprozentiger zu Feierlichkeiten wie dem Inti Raymi, dem wichtigsten Fest der Inka, zu Ehren des Sonnengottes.

CHICHA

Eine köstliche, alkoholfreie Variante, die so tatsächlich nur in Perú existiert, ist die Chicha morada. Dunkelroter Mais wird gekocht und die Flüssigkeit mit Zucker, Limettensaft, Zimt und Nelken verfeinert. Auf Eis serviert eine erfrischende Limonade, die Sie unbedingt einmal probieren sollten!

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DIE ANDEN

Die Eisjungfrau vom Das südliche Hochland Perús beeindruckt mit spektakulären Landschaften. Die weiße Stadt, Arequipa, blitzt zwischen den umliegenden Vulkanen hervor. Die schneebedeckten Gipfel des Misti, des Chachani und des Ampato sind knapp 6.000 Meter hoch und gelten bereits seit der Inka Zeit bei der indigenen Bevölkerung als Wohnsitz der Apu. Dem Glauben nach sorgen diese Berggötter für die Menschen und für eine ertragreiche Ernte. Sie verkörpern das Männliche, das die Mutter Erde befruchtet. Daher sind Rituale wie z.B. Opfergaben an die Apu eng mit denen der Pachamama (Mutter Erde) verbunden. Die Inka fürchteten stetig den Zorn der Berggötter in Form von Vulkanausbrüchen oder Klimakatastrophen. Um sie zu besänftigen, bestiegen die obersten Priester regelmäßig die Gipfel der Vulkane und brachten den Apu Opfer dar. Die höchste Gabe war ein Kind und so ist es kaum verwunderlich, dass seit den Fünfziger Jahren zwei Dutzend KinderMumien auf den vereisten Gipfeln gefunden wurden. Die bekannteste unter ihnen ist Juanita, denn die Eisjungfrau hat sich über 500 Jahre sehr gut gehalten. 1995 wurde Juanita vom peruanischen Kletterer Miguel Zárate und dem Amerikaner Johan Reinhard auf dem Ampato entdeckt. Eingewickelt in Tüchern lag sie in einer Art Grabstätte auf 6.300 Metern Höhe. Eine Schlagwunde an der Schläfe des damals ca. 13-jährigen Mädchens, ließ die Archäologen auf ein Opfer schließen. 32

Ampato

Die Forscher transportierten Juanita auf tiefgefrorenen Lebensmitteln zuerst nach Cabanaconde, einem Dorf am Fuße des Ampato. Später wurde Juanita nach Arequipa gebracht, wo sie ihr eigenes Museum – das Museo Santuarios Andinos – bekam. Hier liegt die Eisjungfrau in ihrer Wohlfühltemperatur bei -20 Grad als Zeugin der Inka-Kultur und ihrer Rituale. Statten Sie Juanita einen Besuch ab und erfahren Sie mehr über ihre Entdeckung!


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Eine alte Knolle von großer Bedeutung

Gelb, rosa, lila, schwarz, bunt-gefleckt, weiß - länglich, rund oder knubbelig - in Perú gibt es geschätzte 3000 verschiedene Sorten der alten Knolle. Die Inka tragen sehr großen Anteil daran, dass die Kartoffel den Weg nach Europa schaffte. Die Kartoffel ist eigentlich eine Hochlandpflanze welche ursprünglich nur auf Höhen zwischen 3500-4500m wuchs und in diesen Gefilden und damit einhergehenden klimatypischen Verhältnissen ideale Bedingungen vorfand. Noch heute werden in diesen Bergregionen an steilen Hängen die Erdfrüchte angebaut und liefern den Andenbewohnern ihr Grundnahrungsmittel.

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Die Inka nutzen die Mittel der selektiven Züchtung um die widerstandsfähige Pflanze an niedrigere und daraus resultierend sehr viel wärmere Temperaturen anzupassen. Andere Pflanzen wurden neben der Kartoffel angebaut um so Schädlinge abzuwehren. Es gelang nachzuweisen, dass die Kartoffel auf den Terrassen von Winay Wayna, der Vorstadt zu Machu Picchu, welche auf einer Höhe von 2500m im subtropischen Vegetationsgürtel liegt, angebaut wurden. Ohne diese Züchtungen und Anpassungen hätte die Kulturpflanze niemals in Europa Fuß fassen können. Um die Kartoffel lange lagern zu können, entwickelten die Menschen bereits zu Präinka-Zeiten die Technik des Gefriertrocknens. Die Knollen wurden auf dem Boden ausgebreitet und über mehrere Tage und Nächte dem Frost ausgesetzt. Anschließend wurde das Wasser ausgepresst und die „Chunos“ konnten nun über einen langen Zeitraum gelagert werden. Noch heute wird diese Praxis angewandt. Probieren Sie einmal eine Suppe aus diesen Trockenfrüchten - eine sehr empfehlenswerte Delikatesse!

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TIPP: Ein traditionelles, sehr schmackhaftes Kartoffelgericht ist Papa a la Huancaina. Probieren Sie es einmal – das Gericht steht in nahezu allen Peruanischen Restaurants auf der Karte.

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DIE ANDEN

Welcher Gipfel darf es sein? Die Cordillera Blanca im nördlichen Hochland gilt als Paradies für Kletterer und Wanderer. Wo man auch hinschaut, nichts als Berge. Auf einer Fläche von nur 3.400 Quadratkilometern befinden sich hier 50 Berge mit Gipfelhöhen um 5.700 Meter und 18 Sechstausender! Während der Huascarán mit seinen 6.768 Metern mit dem Superlativ „höchster Berg Perús“ auftrumpft, erfreut sich der Pisco großer Beliebtheit, da für seine Besteigung keine technischen Kenntnisse erforderlich sind. Der Alpamayo gilt als Schönheitskönig unter den schneebedeckten Gipfeln, seit eine Jury ihm diesen Titel verliehen hat. Geschützt wird diese wunderbare Landschaft aus weißen Bergen und türkisblauen Seen seit 1975 vom Nationalpark Huascarán, dessen Schutzgebiet nahezu die gesamte Cordillera Blanca umfasst. Der Andenkondor und der Brillenbär sind hier

Insider-Info: Einer der Gipfel der Cordillera Blanca, der Artesonraju (6.025 m), gilt als Vorlage für den Berg im Logo von Paramount Pictures, eines der ältesten Markenzeichen der Filmindustrie.

Gemeindebasierter Tourismus am

Titicacasee

Die Region rund um den Titicacasee ist bekannt für ihren gemeindebasierten Tourismus, aber was bedeutet das eigentlich? Wie der Begriff schon sagt, ist die lokale Bevölkerung unmittelbar am Tourismus beteiligt. Besonders ländliche Gemeinden werden mit einem für sie neuen Wirtschaftszweig unterstützt. Übernachtungen bei Familien und Ausflüge mit lokalen Experten sorgen für ein authentisches Reiseerlebnis und einen interkulturellen Austausch. Der gemeindebasierte Tourismus beruht auf den Prinzipien der Nachhaltigkeit, das heißt er ist 34

sozial gerecht und kulturell angepasst, ökologisch tragfähig sowie wirtschaftlich sinnvoll und ergiebig. Besonders auf der Halbinsel Capachica im nordwestlichen Teil des Titicacasees, der touristisch noch recht unerschlossen ist, gibt es Angebote des gemeindebasierten Tourismus. Lassen Sie sich von der Magie des höchstgelegenen (schiffbaren) Sees der Welt beeindrucken und nehmen Sie am Leben in einer extremen Landschaft auf 3.800 Metern Höhe teil! In den kleinen Gemeinden Llachon und Chifrón haben Besucher die Möglichkeit bei einer Familie zu übernachten und die freund-


ebenso Zuhause wie das riesige Bromeliengewächs Puya Raimondii, das bis zu acht Meter hoch werden kann. In der trockenen Jahreszeit zwischen Mitte Mai und Mitte September ist die beste Zeit, um die Region zu bereisen. Von 1- bis 2-TagesTouren bis hin zu mehrwöchigen Abenteuertrips stehen dem Besucher alle Optionen offen. Geführt oder auch auf eigene Faust, als Anfänger oder erfahrener Bergsteiger – in der Cordillera Blanca findet jeder Reisende den passenden Berg und die ideale Route für sich. Beliebte mehrtägige Touren sind z.B. die Alpamayo-Umrundung oder die Olleros-Chavín Trekkingroute. Die bekannteste Route der Cordillera Blanca – und nach dem Inka Trail auch die meist bewanderte – ist die Santa Cruz-Trekkingroute, die durch die Polylepis Wälder, über den auf 4.750 Metern gelegenen Punta-Unión-Pass und vorbei an zahlreichen Bergriesen führt. Welcher Gipfel darf es für Sie sein?

TIPP: Buchen können Sie die Angebote des gemeindebasierten Tourismus am besten direkt bei der jeweiligen Gemeinde. Sollten Sie kein Spanisch sprechen, gibt es vor Ort ansässige Veranstalter, die sich auf nachhaltigen Tourismus spezialisiert haben wie z.B. www.edgaradventures.com oder www.titicacaPerú.com. Ebenfalls bieten einige deutsche Reiseveranstalter innerhalb ihrer Touren eine oder mehrere Übernachtungen bei Gastfamilien an.

liche, zurückhaltende Gastfreundschaft der Menschen Capachicas zu erleben. Als „Balsam für die Seele“ gelten ein paar Tage bei den liebevollen Menschen in ihren farbenfrohen Trachten. Hier steht das Leben im Mittelpunkt. Neben leichten Wanderungen und Besuchen von kleinen, archäologischen Stätten haben Sie in Llachon die einzigartige Möglichkeit den tiefblauen Titicacasee per Kajak zu erkunden. Am Abend genießen Sie ein typisches Essen mit ihrer Gastfamilie und genießen den Sonnenuntergang über dem See – ein Erlebnis, das Sie auf keinen Fall verpassen sollten!

Ihre Reise nach Lateinamerika soll genauso einzigartig sein wie Sie? Bei América Special Tours ist jede Reise ein Unikat, die ganz nach Ihren Wünschen und nur für Sie von unseren Experten zusammengestellt wird. Für höchsten Komfort und Sicherheit sorgen Ihr eigener Chauffeur und Ihr persönlicher Reiseleiter sowie luxuriöse Unterkünfte, in denen Sie sich entspannt zurücklehnen können.

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DIE ANDEN

Chachapoyas

Das Highlight im wenig bereisten Norden Perús Die Inka machen nur einen Bruchteil der präkolumbischen Kultur Perús aus. Zu ihren unzähligen, weitestgehend unbekannten Wegbereitern gehören unter anderem die Chachapoyas. Ihren Namen für Wolkenmenschen oder Nebelkrieger (frei übersetzt aus der Quechua-Sprache), verdanken sie den Inka, denn in der Tat lebten die Chachapoyas mitten im tiefsten Nebelwald. Über ihre Herkunft wird noch immer viel spekuliert aber wahrscheinlich entwickelte sich diese Kultur entlang der Handelswege zwischen dem Amazonas und den Anden aus mehreren Ethnien. Die Inka schafften es die Chachapoyas zu unterwerfen, doch diese wollten sich nicht gänzlich geschlagen geben und so verbündete sich eine Restgruppe mit den Spaniern. Leider war dieser Triumph nur vor kurzer Dauer, denn Mitte des 16. Jahrhunderts wurde das Volk der Chachapoyas durch Masern und Pocken ausgerottet.

Festung Kuélap Das imposanteste erhaltene Bauwerk der Chachapoyas, das in der Blütezeit ihrer Kultur (zwischen 900 und 1.000 v.Chr.) entstand, ist die 600 Meter lange, massive Festung Kuélap, die aus ebenso vielen Steinen errichtet wurde wie die drei Pyramiden von Gizeh. Die Mauern Kuélaps sind bis zu 20 Meter hoch und um in ihr Inneres zu gelangen, muss man sich durch eine enge Spalte quetschen – ein perfekter Schutz gegen Eindringlinge! Hier befinden sich die Reste von ca. 400 runden Steinhäusern. Eine besonders rätselhafte Struktur weist der „tintero“ auf, ein Tempel in Form eines umgedrehten Kegels. Seine unterirdische Kammer birgt die Überreste geopferter Tiere, weshalb Archäologen es als religiöses Gebäude deuteten. Seit 2011 gehört der gigantische Ruinenkomplex zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Ausblick von der Festung ist unbeschreiblich und die Atmosphäre kann nur als mystisch beschrieben werden. Spannend ist, dass inmitten dieser phänomenalen Landschaft noch immer neue Grabstätten und Ruinen entdeckt werden, wie die Stätten Karajía und Revash, wo man gut erhaltene Mumien bestaunen kann. Es lohnt sich sehr, ein paar Tage dort einzuplanen, wohin sich im Jahr weniger Besucher verirren als nach Machu Picchu an einem einzelnen Tag.

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K U LT U R

INTI RAYMI

Das Fest zu Ehren des Sonnengottes

Wenn die Sonne der Erde am nächsten steht, dann wird das Fest der Sonnenwende gefeiert. Dieser Zeitpunkt symbolisierte für die Inka die Verbindung zwischen Mensch und dem Sonnengott Inti, zu Ehren dessen das Fest Inti Raymi auch heute noch ausgerichtet wird. Da der Zeitpunkt der Sonnenwende auch mit der Erntezeit zusammenfiel, dankten die Inka den Göttern mit Opfergaben für die Ernteerträge. Das Symbol für „Inti“ ist eine große Sonne mit einem menschlichen Gesicht. Die Inka wurden als Kinder der Sonne, also als direkte Nachkommen des Sonnengottes Inti gesehen. So rechtfertigten sie u.a. ihren Anspruch über andere Völker zu herrschen und ihren Glauben zu verbreiten. Der Inka wurde als Gottheit verehrt, dem eigens Tempel errichtet wurden, wie z.B. Coricancha in Cusco, der bedeutendste Tempel des Inka-Reichs. Der sogenannte Sonnentempel war vollkommen mit Gold und 38

TIPP: Frühstücken Sie in einem der Restaurants mit Balkon am Plaza de Armas. So sichern Sie sich die besten Plätze, um den Beginn des Spektakels mitzuerleben.

Silber verkleidet, den Farben von Inti und seiner Frau Mamaquilla, der Göttin des Mondes. Coricancha war das religiöse Zentrum der Inka und natürlich Veranstaltungsort des Inti Raymi. Zu Beginn der Festlichkeiten wurde in den Räumen Coricanchas eine große, goldene Scheibe mit dem Sonnensymbol aufgestellt. Zu beiden Seiten der Darstellung Intis standen zwei Löwenstatuen, deren Gesichter zur Sonne gerichtet waren. Der Inka kniete – festlich gekleidet – mit dem Gesicht zur Sonne gerichtet, um zu beten und dem Sonnengott seine Opfer darzubringen. Vertreter des ganzen Inka-Reiches, die aus allen vier Teilen des Tahantinsuyu, des Reiches der vier Himmelsrichtungen, angereist waren, dankten Inti und brachten ihm Opfergaben. Der Höhepunkt des Festes war das Entfachen des „Neuen Feuers“. Der Inka befahl, alle brennenden Feuer in Cusco zu löschen. War dies geschehen, wurde durch die Reflektion von Sonnenlicht auf einen goldenen Spiegel ein neues

Feuer entfacht, mit welchem Fackeln aus Lamawolle entzündet wurden. Das vorab gelöschte Feuer konnte so, in allen Teilen Cuscos, wieder entfacht werden. Diese symbolische Handlung sollte einmal mehr die Bedeutung und Macht der Sonne und ihres Gottes sichtbar machen. Das letzte Inti Raymi in dieser Form fand im Jahr 1535 statt, danach wurde es von den spanischen Eroberern unterbunden. Erst seit 1942 wird das Inti Raymi wieder zelebriert. Am 24. Juni, dem Tag der Bauern, werden Bräuche und Zeremonien,


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lassene, fröhliche Stimmung. Neben den farbenprächtigen Aufführungen wird hier bei Chicha und Musik gefeiert. Eine bunte Reise in die Vergangenheit, die bei Einheimischen und Reisenden gleichermaßen beliebt ist. Besuchen Sie Cusco zum Inti Raymi und feiern Sie mit!

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Die Feierlichkeiten beginnen mit einer Prozession vom Hauptplatz Cuscos. Die Darsteller des Inka und seiner Frau werden auf Sänften zur Ruinenanlage von Sacsayhuaman (30 – 45 Minuten Fußmarsch) getragen. Sowohl am Haupt-

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die über Jahrhunderte hinweg hauptsächlich mündlich überliefert wurden, wiederbelebt. Der heutige Festort ist allerdings nicht mehr der Hauptplatz in Cusco, denn der Sonnentempel wurde durch die Spanier weitestgehend zerstört, ein Erdbeben 1650 tat sein Übriges.

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GASTRONOMIE

Geschmacksexplosion

Inca Kola

Bereits 1910 wurde die Inca Kola vom britischen Immigranten Joseph Lindley erfunden und ist seit Beginn seiner Vermarktung im Jahr 1935 DER Verkaufsschlager. Sie ist eine der wenigen Brausen weltweit, die in ihrer Heimat einen höheren Marktanteil haben als Coca Cola. Jeder Reisende, der etwas auf sich hält und zeigen will, dass er Perú authentisch kennengelernt hat, trägt ein T-Shirt mit dem gelbblauen Logo der Limo und hat das leuchtende Getränk mindestens einmal probiert. Mich hat die Farbe des Getränkes bisher etwas abgeschreckt – was mich aber dazu führte einmal etwas zu recherchieren und dabei herauszufinden, dass es sich bei dieser legendären

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Brause um den Zusatzstoff Zitronenverbene handelt, welcher für diese grelle gelbe Farbe verantwortlich ist. Zitronenverbene ist ein schmackhaftes Kraut was auch als Heilpflanze bei Sportverletzungen oder Erkältungen genutzt wird. Im Laden an der Ecke kaufe ich mir eine eisgekühlte Inka-Limo und verköstige das Getränk welches unausweichlich probiert werden muss, die Werbung ist ja allgegenwertig! LECKER, lecker und nochmal lecker – für meinen Geschmack etwas zu süß, aber das ist bei einer Brause in Südamerika auch nicht anders zu erwarten. Nun muss ich nach dem T-Shirt Ausschau halten und mich umsehen wo ich ein solches kaufen kann. Für meine Lieben zu Hause wäre dies obendrein doch auch noch ein tolles Mitbringsel… Die Inca Kola feierte im Jahr 2015 ihr 80 jähriges Bestehen. Herzlichen Glückwunsch!


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Die Kultur der stolzen

Inka

Das Inka-Credo Ama llula, ama quillqa, ama suwa (Quechua für „Das Volk der Sonne lügt nicht, stiehlt nicht und ist nicht faul“) ist bis heute eine gängige Begrüßung in Perú.

Schamanistische Produkte aus dem

Land der Inka

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Schriften und Informationen Mit der Zahlen-Knotenschrift „Quipu“ konnten Informationen verschlüsselt werden die nur die hohe Elite des Landes entziffern konnte. Lange Knotenschnüre enthielten Informationen die bis heute große Rätsel aufgeben. Einige von ihnen sind erhalten und in den Museen des Landes ausgestellt. Die Chaski-Läufer waren an sogenannten Tambos (Refugien die im ganzen Imperium verteilt waren) stationiert und warteten auf Neuigkeiten oder auch besondere Ware, die von einem Ort zum nächsten schnell transportiert werden musste. Jeder Läufer hatte Entfernungen zwischen 3-5km zurückzulegen und gab Information oder Ware wie ein Staffelläufer weiter. Ein ausgeklügeltes System mit hoher Effizienz. Mythologie der Inka In 3 „Mundos“ wurde die Weltordnung der Inka eingeteilt, jede durch ein Tier repräsentiert. Obere Welt (Kondor), aktuelle Welt (Puma) und Unterwelt (Schlange) werden in einem umlaufenden Symbol „Chakana“, welcher auch als Stein der Inka bezeichnet wird, dargestellt. An jedem Souvenir-Laden ist dieser Stein als Anhänger oder Briefbeschwerer erhältlich.

Mathematik und Astronomie Die Inka waren vielen anderen Völkern auf diesen Gebieten weit voraus. Sie wussten um die Konstellationen am Sternenhimmel und haben Saat-und Erntezeiten genauestens geplant. Viele Tempel und Gebäude sind nach Himmelsrichtungen ausgerichtet und an Sonnen- und Jahreszeitenwenden treffen Schatten und Licht an vorher berechneten Punkten haargenau aufeinander - unglaublich!

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Heilkunde und Schamanen-Kult Operationen am offenen Schädel, die Kenntnis über viele Heilpflanzen, Mumifizierungen und Bestatungs-Rituale sowie Zeugnisse der Nutzung von Thermalbädern beweisen, dass die Inka über ein hohes Maß an Wissen in der Medizin verfügten. Kult zur Mutter Erde Die Pachamama (Mutter Erde) wird heute noch verehrt. So ist es Brauch in den Anden, dass man vor jedem Essen ein wenig der Pachamama opfert und einen kleinen Schluck seines Getränks auf den Boden gießt. Die Berge Symbolisieren die Brüste Pachamamas und verbinden Unterwelt, Erde und Himmel.

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K U LT U R

Cusco

Auf zum Nabel der Welt!

Als um 1200 die ersten Inka einen Ort fanden, der würdig erschien, den stolzen Namen Qosq´o zu tragen („Nabel der Welt“ frei übersetzt aus der Quechua-Sprache), war die erste Inkastadt geboren. Im 15. Jahrhundert entwickelte sich Cusco zur Hauptstadt des gigantischen Reiches Tahuantinsuyo. Prächtige Paläste entstanden mit dem Sonnentempel Coricancha als größtes Heiligtum und die Stadt funkelte vor Gold und Silber, die als Schweißperlen der Sonne, bzw. Tränen des Mondes galten. Die Spanier rissen jedoch viele Gebäude ab und errichteten aus ihren Steinen Kirchen. Die Mischarchitektur aus schmucken Kolonialbauten auf massiven Inka-Fundamenten macht heute den Charme der malerischen Altstadt aus. Cusco verlor zwar nach der Gründung Limas an Bedeutung, war aber Schauplatz hitziger indigener Revolten 1536 und 1780. Zwei starke Erdbeben, 1650 und 1950 beschädigten große Teile des heutigen UNESCO-Weltkulturerbes. Lediglich die alten Inka-Mauern hielten stand. Mit der Wiederentdeckung Machu Picchus stieg das Interesse an Cusco wieder. Die lebensfrohe Stadt ist heute bei Reisenden beliebt für längere Sprachurlaube. Sogar Quechua können Sie hier lernen, z.B. in der Acupari-Sprachschule. Entspannen Sie auf einem hübschen Holzbalkon über dem belebten Plaza de Armas bei Koka-Tee! Bewundern Sie von hier die Kirche La Compañia 42

de Jesús, die die Kathedrale in Schönheit überragt. Auch das empfehlenswerte Museo Inka ist eine ruhige Option. Authentisch ist ein Bummel über den farbenprächtigen Markt San Pedro, geheimnisvoll die Gasse Callejón de Siete Culebras, wo Schlangen, Inbegriff der Weisheit, die Mauersteine schmücken. Oder wandern Sie auf die riesige Inkafestung Sacsayhuamán mit ihrer gewaltigen Zickzackmauer und kommen in den Genuss eines einmaligen Blickes auf Cusco!


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Machu Picchu

Zu Recht PerĂşs Nummer Eins

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Von dem UNESCO-Weltkulturerbe Machu Picchu geht eine besondere Magie aus. Der Anblick der imposanten, gut erhaltenen Inka-Bauten und die atemberaubende Landschaft versetzen den Besucher in eine andere Zeit. Die am Eingang noch sehr zahlreich wirkenden Besucher verstreuen sich über die weitläufige Anlage; gut informierte, freundliche Reiseleiter und die Anwesenheit einiger Lamas runden den Besuch der noch immer geheimnisumwitterten Stadt ab. Entdeckung Seit ihrer Wiederentdeckung 1911 durch eine Expedition der Yale University unter Hiram Bingham kursieren viele sagenumwobene Theorien um die fünf Quadratkilometer große Ruinenstadt. Sie war damals völlig überwuchert und wurde deshalb von den spanischen Kolonialherren nicht entdeckt. So ist sie vor der Zerstörung verschont geblieben. Entstehung Erbaut wurde Machu Picchu Mitte des 15. Jahrhunderts während der Blütezeit des Inka-Reiches, aber zu welchem Zweck? Handelte es sich um ein königliches Acclahuasi, also ein Haus der auserwählten Jungfrauen der Sonne? Diese Theorie stellten Wissenschaftler auf, da deutlich mehr weibliche als männliche Skelette aufgefunden wurden. War es eine strategische, uneinnehmbare Festung zur Unterwerfung anderer Völker oder ein spirituelles Zentrum zur astronomischen Beobachtung? Nicht zuletzt diese Ungewissheit ist es, die den Ort so besonders macht.

Abwasser- und Brunnenanlage sowie Tausende von Steinstufen verbinden die gut 200 erdbebensicheren Gebäude. Sie wurden ohne Mörtel aus massivem Granitstein errichtet und mit Sand mühevoll passgenau geschliffen. Die Sonnenuhr Intihuatana, möglicherweise astronomisch genutzt, der Sonnentempel für religiöse Zeremonien, der Tempel mit den drei Fenstern, der Mondtempel oberhalb des Königsgrabes und der Tempel des Condor sind eindrucksvolle Zeitzeugnisse der Inka-Architektur, neben denen das Wohnviertel vergleichsweise schlicht wirkt.

sich vorzustellen, dass der Anblick der gigantischen Ruinenstadt Feinde der Inkas gleichzeitig einschüchtern und faszinieren musste.

Ideal ist ein mehrtägiger Aufenthalt, um in den ruhigen Morgenstunden die volle Mystik des Ortes aufzusaugen. Tourismus Der Anstieg auf den zuckerhutförmigen Huayna Picchu, „junger Gipfel“, auf dem sich ebenfalls einige Ruinen befinden, lohnt sich sehr. Während aufgrund der negativen Umwelteinflüsse des Tourismus die Besucherzahl in Machu Picchu auf 2.500 Menschen täglich begrenzt wurde, schließen bei dem anspruchsvolleren etwa einstündigen Anstieg auf den Huayna Picchu bereits nach 400 Besuchern die Pforten. Hintergrund sind vermehrte Erdrutsche an beiden Hängen in jüngster Zeit. Es fällt nicht schwer,

Empfehlenswert ist ein abschließender Besuch in einer heißen Quelle in Aguas Calientes, dem netten, verschlafenen Bergdörfchen am Fuß des Machu Picchu. Gönnen Sie sich ein wenig Entspannung nach einer grandiosen Wanderung!

Name Der ursprüngliche Name Machu Picchu, zu Deutsch „alter Gipfel”, ist die Bezeichnung des Berges, auf dessen Rücken das archäologische Schmuckstück auf 2.360 Metern über steilen Hängen und dem tiefen Tal des Flusses Urubamba majestätisch thront. Architektur Machu Picchu beherbergte vermutlich 1.000 – 3.000 Menschen, die sich dank eines ausgeklügelten Terrassensystems für die Landwirtschaft selbst versorgten. Auch eine beeindruckend fortschrittliche 45


DIE ANDEN

TIPP: Gut kombinieren lassen sich die Besuche von Gocta, der Festung Kuélap und Chachapoyas. Mit etwas mehr Zeit können Sie zusätzlich das Valle de Luya oder die Kleinstadt Leymebamba sehen.

Ein Wasserfall umgeben von

Mythen & Legenden Inmitten üppiger Vegetation liegt der Gocta-Wasserfall. Die indigene Bevölkerung ist sich seiner Existenz seit langer Zeit bewusst, auf Karten und in Büchern erschien er allerdings erst vor wenigen Jahren zum ersten Mal. Der deutsche Entwicklungshelfer Stefan Ziemendorff entdeckte 2002 bei einer Expedition den imposanten Wasserfall und kehrte vier Jahre später mit einem Forschungsteam zur Vermessung zurück. Die Menschen der Region Chachapoyas mieden aus Aberglauben jahrzehntelang die Nähe des 771 Meter hohen Katarakts. Eine Sirene und Schlangen sollten dort leben und die Menschen, die ihre Ruhe störten, versteinern. Es heißt, der Bauer Juan Mendoza sei vor wenigen Jahren auf unerklärliche Weise im Becken des Wasserfalls verschwunden. Dem Glauben nach wurde er in einen Felsen verwandelt und stemmt nun mit seinen Schultern die gewaltigen Wassermassen, die von oben auf ihn hinab prasseln.

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Die Einheimischen haben seit der touristischen Entdeckung des Wasserfalls mehr und mehr die Angst vor ihm verloren und genießen, ebenso wie viele Besucher, das laute Rauschen und den spektakulären Anblick des Gocta. Per pedes oder zu Pferd erreicht man heute die verschiedenen Aussichtspunkte. Eine fünf- bis sechsstündige Wanderung durch den Nebelwald führt an 22 weiteren Wasserfällen vorbei zum natürlichen Schwimmbecken des Gocta. Ein einmaliges Erlebnis!


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Überquerung des Hängebrückenpfades am Rio Napo Regenwald Abenteuer im Manú Nationalpark Dschungel-Metropole Iquitos Bootsfahrt auf dem Rio Madre de Dios Geheimtipp Tambopata Naturreservat 48


Zwar ist Perús Anteil am Amazonasgebiet mit 16 Prozent relativ gering, doch seine Bedeutung für das Land ist groß. Der dicht bewachsene Regenwald ist die Heimat von über 1.800 Vogelarten sowie unzähligen Säugetieren, Amphibien und Süßwasserfischen. Darüber hinaus findet man hier auf einem Hektar mehr Pflanzenarten als in irgendeinem Land Europas. Diese Artenvielfalt zieht das ganze Jahr über Besucher aus aller Welt an.

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AMAZONIEN

Man sollte meinen, dass sich zwei Begriffe wie Dschungel und Metropole ausschließen. Iquitos ist jedoch das perfekte Beispiel, dass dem nicht so ist, denn die Stadt mit knapp einer halben Millionen Einwohner liegt mitten im peruanischen Amazonasgebiet. Abgeschirmt und dennoch dicht besiedelt, ist Iquitos die größte isolierte Stadt der Welt, denn sie kann nur auf Wasserwegen oder per Flugzeug erreicht werden. Autos gibt es in Iquitos kaum, das Haupt-Fortbewegungsmittel ist der Motorroller. Laut brummend jagen sie über die Straßen und quetschen sich durch jede erdenkliche Lücke. Das Leben in der Dschungel-Metropole ist quirlig, laut und bunt. Letzteres beginnt schon bei der Architektur: von prächtigen Kolonialbauten über mit Azulejos (bunte Fliesen) bestückten Villen aus der Zeit des Kautschukbooms bis hin zu einfachen Holzhütten. Ebenso farbenfroh, aber auch recht skurril geht es auf den Markplätzen zu, wo Tische und Theken mit Affen- bzw. Krokodilschädeln und Schlangenhaut dekoriert

werden. Nichts für schwache Nerven! Neben den gängigen Lebensmitteln gibt es hier diverse Zaubertränke, Kräuter und Gewürze zur Heilung von allerlei erdenklichen Krankheiten zu kaufen. In Iquitos dreht sich alles um den Rio Amazonas, denn das Leben der Menschen hier wird von ihm bestimmt. Der längste Fluss der Welt ist in der Dschungel-Metropole zwei Kilometer breit und führt über 3.700 Kilometer von hier aus ans Meer. Am engsten ist das Leben mit dem Fluss in der schwimmenden Barackenstadt, dem Stadtteil Belén verknüpft. Hier steht ein Labyrinth aus einfachsten Holzhäusern auf Stelzen, die bei steigendem Wasser auf der Wasseroberfläche aufliegen.

Dschungel-Metropole

Iquitos

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Aber Iquitos ist eben auch Metropole mit vielen, modernen Häusern zwischen denen unzählige Stromleitungen hängen, mit einem Flughafen, einer großen Universität und einem wichtigen Hafen (3.000 BRT). Neben großen Flusskreuzfahrtschiffen liegen hier die Einbaum-Boote im Wasser! Das ist Iquitos – herzlich willkommen in der Dschungel-Metropole!


Der Peruanische Amazonas aus einer anderen Perspektive...

Peruvian Amazon

treehouselodge.com 51


AMAZONIEN

Zu Hause am

Amazonas

Empfehlenswerte Lodges im Amazonasgebiet Reserva Amazónica am Rio Madre de Dios Manú Wildlife Center, Manú NP Bamboo Lodge, Manú NP Casa Matsiguenka, Manú NP Sandoval Lake Lodge Inkaterra Hacienda Concepción Treehouse Lodges Heath River Wildlife Center am Heath Fluss

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Den dichten Regenwald des Amazonas erkunden Sie in Perú im Norden bei Iquitos, und im südlichen Teil nahe der Stadt Puerto Maldonado sowie rund um den Nationalpark Manú. Auf Annehmlichkeiten wie warmes Wasser, Einzelzimmer und gutes Essen brauchen Sie dabei nicht zu verzichten, denn komfortable Dschungel-Lodges bieten Ihnen eine angenehme Atmosphäre und Raum um nach den abenteuerlichen Tagestouren zu entspannen.

Inkaterra Hacienda Concepción 45 Minuten per Boot von Puerto Maldonado entfernt, auf einem 800 Hektar großen Grundstück einer ehemaligen Kakao- und Kautschukplantage, liegt die Inkaterra Hacienda Concepción. Ihre 19 Bungalows sind perfekt in die Landschaft integriert, ihre „Seitenwände“ nur durch ein Moskitonetz geschlossen, so dass die Gäste aus ihrem Zimmer einen Blick in das dichte Grün des Urwaldes genießen. Die Hacienda wurde mehrfach, u.a. für ihre Nachhaltigkeit, ausgezeichnet.

Sandoval Lake Lodge Als einzige Lodge direkt an den Ufern des wunderschönen Sandoval Lake im Tambopata National Reserve gelegen, bietet die Lodge seinen Besuchern einen einzigartigen Seeblick. Die Abgeschiedenheit der Unterkunft sorgt für eine außergewöhnliche Atmosphäre und die Möglichkeit die Flora und Fauna dieses speziellen Ortes zu entdecken.

Treehouse Lodges Eine besondere Perspektive auf den Regenwald des Amazonas bieten die Treehouse Lodges in der Nähe von Iquitos, die hoch in die Wipfel der uralten Bäume gebaut wurden. Näher können Sie dem Urwald nicht sein, denn Sie wohnen hier in Baumhäusern in Höhen von 25 bis 65 Metern. Diese verfügen über zwei Etagen und sind offen gestaltet. Ein einmaliges Erlebnis! 53


AMAZONIEN

Manú Nationalpark „Von Cusco aus nehmen wir eine Tagesfahrt auf uns, um zum Manú Nationalpark im südlichen Amazonien zu gelangen. Unsere Route beginnt in der kahlen Welt des Altiplano auf Höhen bis zu 4.000 Metern. Nach ein paar Stunden kurvenreicher Fahrt, vorbei an kleinen Dörfern, wechselt die Landschaft abrupt. Vor uns liegt der Nebelwald mit seiner üppigen Flora an uralten Farnen, Orchideen und Epiphyten, überall zwitschern Vögel… und die Geräuschkulisse wird immer intensiver, je mehr wir uns dem Flussdorf Boca Manú nähern.“

Hochland des Parks fanden. Der „Noblella Pygmaea“ gehört zu den kleinsten Amphibien der Welt und passt bequem auf eine Fingerkuppe.

Boca Manú Boca Manú ist der Zugangsort zum Nationalpark Manú, dessen Schutzgebiet laut Biologen „ein absoluter Hotspot für Amphibien und Reptilien“ ist. 155 Amphibien- und 132 Reptilienarten sind hier im Primärurwald zu Hause, u.a. Schlangen, Eidechsen, Schildkröten und Kaimane.

Tierbeobachtung In dem 18.000 Quadratkilometer großen Gebiet, das von der UNESCO zum Biosphärenreservat ernannt wurde, leben ebenfalls mehr als 1.000 Vogel- sowie Schmetterlingsarten, 13 Affenspezies und eindrucksvolle Säugetiere wie Brillenbär, Puma, Tapir und Jaguar. Regelmäßig werden hier von Biologen neue Arten entdeckt, wie z. B. 2009 als Forscher den kleinsten Frosch der Anden im 54

Bunte Pflanzenwelt Auch die Flora ist artenreich, denn über 4.000 Pflanzenarten wurden bereits nachgewiesen. Auf einem Quadratmeter findet man teilweise bis zu 250 verschiedene Spezies! Der Fakt der stetigen Neuentdeckungen und die unglaubliche Artenvielfalt der Flora und Fauna sind sicherlich auch der Tatsache zu verdanken, dass die Kernzone des Parks – die Zona Intangible – die über 50% des gesamten Gebietes ausmacht, ausschließlich von Forschern betreten werden darf.


Ethnien & Kulturräume Im Nationalpark leben Indigene verschiedener ethnischer Gruppen wie z.B. der Matshiguenkas, Kugapacoris, Yoras, Mashco Piros und Amahuacas.

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Die Zona Cultural gilt als Puffer zwischen der Zona Intangible und der Zona Reservada, die für den Tourismus zugänglich gemacht wurde. Berge, Nebelwald und Regenwald gehören zur Zona Cultural, deren Flächen zur kontrollierten Land- und Forstwirtschaft genutzt werden. Die Zona Reservada erstreckt sich entlang des Rio Manú. Dieses Gebiet umfasst hauptsächlich Primärurwald und ist nur mit einem Guide oder innerhalb einer geführten Tour zu erkunden. So kann nachhaltiger Tourismus sichergestellt werden. Nutzen Sie die Chance das Leben am und mit dem Fluss kennenzulernen. Auf ausgedehnten Bootstouren bekommen Sie einen anderen Blickwinkel auf den dichten Regenwald und die Lebensweise in einem solchen Gebiet. Neben Tagestouren werden auch mehrtägige Erkundungsfahrten angeboten. Ob bei Tag oder bei Nacht – entdecken Sie die faszinierende Tierwelt des Manú Nationalpark, einem der weltweit besten Orte, um unberührten Urwald zu erleben.

Thorsten Hölscher

TIPP: Verpassen Sie auf keinen Fall eine Bootstour auf dem Rio Madre de Dios, der sich durch den dichten Regenwald schlängelt. Während der Tagestour über das schimmernde Wasser, in dem sich das Grün des angrenzenden Urwaldes spiegelt, können Sie Aras und viele andere tropische Vögel erspähen.

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AMAZONIEN

Geheimtipp

Tambopata Der Nebel hängt in den Wipfeln der Bäume, der Himmel ist hellrosa gefärbt, der Tau liegt auf den Blättern, die ersten Jaguare gehen auf die Pirsch...

Tierbeobachtungen von Großkatzen, Affen und Tapiren sind nun eine Auseinandersetzung der ich mich stellen muss. Ok – wir fahren in den Regenwald, Auf geht´s Schatz!

im Baum schlafen, stolpere beinahe über eine kleine Schildkröte und schaue den Leguanen zu, wie sie sich in der Morgensonne ausruhen.

Wir haben uns für die Region Tambopata entschieden da diese von Cuzco aus über Puerto Maldonado sehr gut zu erreichen ist und der Rückflug aus dem Dschungel direkt nach Lima erfolgen kann – logistisch betrachtet, lässt sich so Zeit und Geld sparen. Außerdem wird das Naturreservat als Geheimtipp für Tierbeobachtungen gehandelt.

Nach dem Frühstück starten die Exkursionen mit unserem Führer durch den Regenwald – vorbei an den mächtigen Bäumen, die bis zu 30m hoch wachsen und über und über mit Moosen und Bromelien bewachsen sind. Am Nachmittag unternehmen wir einen Ausflug zu den Oxbow-Lakes - das sind Schwarzwasser-Lagunen in denen wir Piranhas angeln und diese dann am Abend gegrillt serviert bekommen. Hierbei erfahren wir auch, dass all diese HorrorGeschichten über Piranhas großer Unsinn sind. Es wäre sogar möglich im See zu baden!

Nachdem wir die erste Nacht im Regenwald verbracht haben, erwache ich am frühen Morgen und lausche einer interessanten Geräuschkulisse: Vogelzwitschern, Grillenzirpen und die Rufe der Brüllaffen... In dem etwa 700.000 ha großen Reservat sind die Erkundungen nur mit einem Guide möglich. In der Nähe der Lodge, gibt es jedoch schon so viel zu erkunden und an Tieren zu sehen, dass dies am frühen Morgen auch ohne Begleitung möglich ist. Den Brüllaffen komme ich bis auf ca. 10 m nahe und kann ihr Verhalten sehr gut beobachten - sie turnen meisterhaft in den Bäumen und Büschen und betreten nie den Boden. Noch bevor ich den Rückweg zur Lodge antrete, treffe ich auf Kolibris die zwischen den Blüten schwirren, sehe ein Faultier 56

Bei unserer Nacht-Exkursion, welche wir auch im Boot unternehmen, finde ich die allerletzte Bestätigung dafür, dass ich mich für diesen Aufenthalt hier im Regenwald entschieden habe: Ein Jaguar steht am Ufer. Ich denke noch „ schau mal rüber zu mir“ und schon passiert genau das. Er wendet seinen Blick und ich bin einfach nur gefangen von diesem majestätischen Anblick. Die Zeitschrift National Geographic kürte das Tambopata Research Center zu einer der besten Lodges Südamerikas, weil Tierbeobachtungen so sensationell gut wären.


Gooooooooooaaalll José Alberto schafft es noch „Tor“ zu rufen, bevor er samt seines neuen Trikots in den Matsch fliegt. Freudestrahlend blickt der Achtjährige aus seiner Bauchplatscher-Position nach oben zu seinen Mannschaftskameraden, die ihm zujubeln. Eins zu null steht es nun – „Los Piranhas“ haben das erste Tor geschossen! Im Amazonasgebiet Fußball zu spielen, ist eine echte Herausforderung, besonders in der feuchten Jahreszeit, denn dann ist der Rasen mit Regenwasser durchtränkt. Die Nebenflüsse des Amazonas steigen über die Ufer und sorgen für viele Pfützen und Matsch. José und seine Freunde treffen sich fast täglich auf der Wiese am Rio Marañon, um hier zu kicken. Aus jeweils zwei dünnen Baumstämmen und einer Plane haben sie sich die Tore gebaut. Auf den Fußball passen die Jungs besonders gut auf, denn eine neuer lässt sich so leicht nicht besorgen. Josés großes Fussball-Vorbild ist Claudio Pizarro, der Peruanische Nationalspieler, der auch schon beim FC Bayern und Werder Bremen unter Vertrag war. „Wenn er groß ist, möchte er auch in einem deutschen Verein spielen“ – schwärmt José.

SCHLAMMBALL

Schon nach wenigen Minuten sind die Jungs der beiden Mannschaften von oben bis unten voll mit Matsch. Ihre Gesichter sehen aus, als hätten sie Tarnfarbe aufgetragen. Eckball für die Piranhas. José zielt, schießt mit all seiner Kraft, nur leider zu fest – der Ball landet im Fluss. Wie von der Tarantel gestochen rennen alle Kinder, auch die der gegnerischen Mannschaft, los und stürzen sich lachend und kreischend ins Wasser. Der Fußball muss gerettet werden!

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Herausgeber: Promperú | www.promPerú.gob.pe Text & Gestaltung: 7o7 Marketing | www.7o7.com Druck: Vetters, Radeburg | www.druckerei-vetters.de Erstauflage: 10.000 (November 2015) Bilder: Bilddatenbank Promperú | biip.promPerú.gob.pe 58

© sonstige Bilder: S. 13: jacek_kadaj - Fotolia | S. 14: Kseniya Ragozina - Fotolia, vitmark - Fotolia, vladislav333222 - Fotolia | S. 19: Fabien R.C. - Fotolia | S. 34: danimarco - Fotolia | S. 40: jjspring - Fotolia | S. 54: snaptitude - Fotolia | S. 57: Raul Sifuentes/STR - Getty Images


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Anreise

Klima & beste Reisezeit

Momentan gibt es keinen Direktflug von Deutschland nach Lima. Die schnellste Verbindung mit der Lufthansa führt über Bogotá (Kolumbien) oder Caracas (Venezuela). Mit anderen europäischen Fluggesellschaften gelangen Sie ebenso mit einem Zwischenstopp nach Lima. Gute Anschlüsse bieten KLM, Iberia und Air France an. Die Anreise über die USA z.B. mit American Airlines ist ebenfalls möglich. Bitte beachten Sie, dass Sie in diesem Fall in Visum für die USA benötigen, auch wenn es sich nur um einen Transit handelt. Über Land können Sie problemlos von Bolivien, Chile und Ecuador einreisen. Von Kolumbien (Leticia) und Brasilien (Tabatinga) aus gelangen Sie lediglich über den Flussweg durch das Amazonasgebiet nach Perú (Iquitos).

Zentral, im Westen Südamerikas gelegen, weist Perú eine hohe Vielfalt an Landschaften, Ökosystemen und damit auch Klimazonen auf. Das Küstengebiet wird beinahe vollständig von einer sehr trockenen Wüstenlandschaft eingenommen. Zwischen Pazifikküste und Amazonasbecken verlaufen die Anden und das Altiplano, eine Hochebene mit einer durchschnittlichen Höhe von 3.600 Metern.

Informationen Ausführliche Informationen über Perú als Reiseziel erhalten Sie bei Promperú, der Förderungskommission für Export und Tourismus des Landes. www.Perú.travel/de Postanschrift: Promperú c/o fame creative lab, Kontakt: Isabel Böck, Sandweg 94c, 30316 Frankfurt, E-Mail: Perú@fame-creativelab.com,

Einreisebestimmungen Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen zur Einreise nach Perú einen noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass. Ein Visum ist für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen nicht erforderlich. Bei der Ankunft legen Sie eine Touristenkarte vor, die normalerweise bereits im Flugzeug ausgehändigt wird. Die Durchschrift dieser Karte muss während des gesamten Aufenthaltes mitgeführt, und bei der Ausreise wieder abgegeben werden. Nach peruanischem Recht muss jeder Tourist seinen Reisepass ständig bei sich führen. Beim Aufenthalt in Städten sollten Sie Ihren Reisepass dennoch besser im Hotel lassen und nur eine Kopie mitnehmen. Um Komplikationen bei einem eventuellen Verlust des Reisepasses zu vermeiden, wird empfohlen eine Kopie anzufertigen und diese immer getrennt vom Originaldokument mitzuführen. Alternativ können Sie Ihren Pass auch einscannen und sich an Ihre eigene E-Mail- Adresse senden, um überall Zugriff darauf zu haben.

Zollbestimmungen Derzeit dürfen 400 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 Gramm Tabak und drei Liter Spirituosen nach Perú eingeführt werden. Der Gesamtwert darf 300 USD nicht überschreiten. Bitte informieren Sie sich über aktuelle Zahlen unter www.sunat.gob.pe. Bei der Rückreise ist dringend zu beachten, dass das Einführen von Koka-Blättern in die EU, egal in welcher Form, strengstens verboten ist. Auch kleinste Mengen, z.B. Beuteltee fallen in der EU unter das Betäubungsmittelgesetzt. 60

Prinzipiell empfiehlt es sich, während des peruanischen Winters von April bis Anfang November nach Perú zu reisen, da die Niederschläge zu dieser Zeit relativ gering sind. Während es von April bis November im Hochland tagsüber sehr sonnig ist, kann es nachts bei sternenklarem Himmel zu Temperaturen im Frostbereich kommen. Die Küstenregion ist in dieser Jahreszeit von einem feinen Hochnebel geprägt, wobei angenehme Tagestemperaturen von 20°C bis 25°C erreicht werden. Im Amazonastiefland herrscht ganzjährig ein feucht-heißes Klima. Das bedeutet tagsüber Temperaturen zwischen 30°C und 35°C und eine verhältnismäßig hohe Luftfeuchtigkeit. Mit starken tropischen Regenschauern ist jederzeit zu rechnen.

Sprache & Verständigung Die offizielle Landessprache ist Spanisch, die indigenen Kulturen haben ihre eigenen Sprachen und Dialekte. Vorherrschend ist hier Quechua mit einem Muttersprachler-Anteil von ca. 13 Prozent. Weitere 150 indigene Sprachen sind vor allem im Amazonasgebiet Perús anzutreffen. In größeren Hotels, in der Nähe von touristischen Attraktionen und am Flughafen wird zum Teil Englisch gesprochen.

Gesundheit Die medizinische Versorgung in Perú ist in den Städten besser als auf dem Land, aber auch dort findet man in Apotheken und Drogerien Medikamente gegen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Durchfall, Erkältungen, Insektenstiche etc. Es ist ratsam eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Außerdem wird empfohlen, sich beim Hausarzt oder bei einem


Tropenmediziner über Impfungen und Vorsorge zu informieren. Je nach Reisegebiet können Impfungen wie Hepatitis A und B, Gelbfieber und eine Malaria Prophylaxe von Vorteil bzw. sogar vorgeschrieben sein. Sollten Sie in die Anden oder das Altiplano reisen, beziehen Sie ausreichend Tage zur Akklimatisierung in Ihre Reiseplanung ein.

Sicherheit Perú ist ein größtenteils sicheres und angenehm zu bereisendes Reiseland. Doch wie in fast allen Ländern der Erde gibt es auch hier Probleme mit Straßenkriminalität, angefangen von kleineren Taschendiebstählen über organisierte Banden auf Märkten und in Fußgängerzonen bis hin zu bewaffneten Überfällen nachts in dunklen Seitenstraßen oder fragwürdigen Vierteln. Bitte konsultieren Sie für aktuelle Informationen die Seite des Auswärtigen Amtes unter: www.auswaertiges-amt.de

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Wir empfehlen Perú-Reisenden den Abschluss einer AuslandsKrankenversicherung. Diese sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rettungsflug nach Deutschland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit dessen ist zwar sehr gering, es können dabei jedoch Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen! Um einen optimalen Versicherungsschutz für Gepäck, Reiserücktritt, Abbruch, Krankheit und Unfall sowie Notfall zu gewährleisten, empfehlen wir Ihnen den Schutz der Lifecard Travel Assistance.

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Das gebräuchlichste Fortbewegungsmittel in Perú ist der Bus. Das Streckennetz ist relativ gut ausgebaut. Sie sollten nicht von deutscher Pünktlichkeit und genauen Zeitangaben ausgehen. Weiterhin sind reguläre Busse und Luxusbusse zu unterscheiden. Letztere sind am Preis oder an Namen wie Royal, Business oder Executive zu erkennen. Bei diesen Bussen handelt es sich um Reisebusse mit angenehmen, oft zurückklappbaren Sitzen, Toilette und Klimaanlage. Gute Busgesellschaften sind z.B. Cruz del Sur, Oltursa oder Ormeño. In Perú gibt es zwei Bahnlinien. Eine davon führt von Lima in das nord-östlich gelegene Cerro de Pasco bzw. in das südöstliche Hunancayo. Die zweite Linie bedient die Strecke von Cusco zum Titicacasee, entweder nach Puno oder Juliaca. Lohnenswerte Teilstrecken sind Puno – Cusco sowie Cusco – Machu Picchu.

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Die vier größten Fluggesellschaften, die Inlandsflüge anbieten sind: Lan Perú www.lan.com Avianca (Taca) www.avianca.com Star Perú www.starPerú.com Perúvian Airlines www.Perúvian.pe 61


Geld Die Landeswährung Perús ist der Nuevo Sol, unterteilt in 100 Centimos. Derzeit (Stand November 2015) ist 1 Euro = 3,61 Sol und 1 Sol dementsprechend = 0,27 Euro. Zur Mitnahme aus Deutschland sind Euro bzw. Dollar zu empfehlen, die in Banken und Wechselstuben größerer Städte getauscht werden können. Hier können Sie ebenfalls am Geldautomaten mit jeder Maestro-Karte Bargeld in Landeswährung abheben. Mit Einschränkungen gilt dies auch für Kreditkarten. Sie sollten sich jedoch nicht ausschließlich darauf verlassen, sondern genug Bargeld in Ihrer Reisekasse haben. Besonders in ländlichen Regionen ist Geldwechsel problematisch. Touristische Leistungen wie z.B. Trekkingtouren oder Hotelübernachtungen können oftmals auch in Dollar bezahlt werden.

die u.a. durch die spanische, chinesische und japanische Kultur beeinflusst wurden. Das Nationalgericht Ceviche schmeckt überall im Land, besonders gut ist es jedoch in den Küstenorten. Weitere kulinarische Highlights sind Lomo saltado, Papa a la huancaina, Rocoto relleno oder Ají de gallina. Außerdem empfiehlt es sich, den einheimischen Wein aus der Gegend von Pisco und Ica zu probieren und natürlich darf auch das peruanische Nationalgetränk, der Pisco Sour, nicht fehlen. Die Preise für Speisen und Getränke variieren stark. In einem der Michelin ausgezeichneten Restaurants in Lima kann ein Hauptgericht bis zu 90 Soles (ca. 25 Euro) kosten, wohingegen man auf dem Land oder in kleineren Städten schon für umgerechnet 3 Euro ein reichhaltiges Mittagessen bekommt.

Unterkunft

Trinkgeld Größere Restaurants, Bars und Cafés setzen 10 % Bedienungsgeld (propina oder servicio) direkt auf die Rechnung. In kleineren Lokalitäten ist dies nicht der Fall – hier dürfen Sie gerne etwas zusätzlich geben. Taxifahrer erwarten in der Regel kein Trinkgeld. Weitere Beispiele für Trinkgelder: Kofferträger 1 USD pro Koffer, lokaler Reiseleiter 4-5 USD pro Tag/Teilnehmer

Essen & Trinken Die Küche Perús gehört zu einer der besten weltweit. Probieren Sie also, soviel Sie können! Zudem ist sie sehr vielfältig, denn neben traditionellen Gerichten der indigenen Kulturen (geprägt durch Kartoffeln und Mais), genießen Sie Gerichte,

Perú bietet eine große Bandbreite an Unterkunftsarten. Von einfachen Hostels über Lodges verschiedenster Kategorien bis hin zu Luxushotels. Bitte setzen Sie jedoch bei keiner Kategorie europäische Maßstäbe an. In der Hochsaison (von Juni bis September) und zu bedeutenden Feiertagen/Festivitäten, z. B. zum Inti Raymi in Cusco oder in der Karwoche an Pilgerorten, sollten Sie unbedingt vor Reiseantritt ein Zimmer reservieren.

Fotografieren & Filmen Bitte fotografieren Sie Menschen nur mit deren Einverständnis. Manche lassen sich z.B. aus religiösen Gründen nie fotografieren, andere gestatten es nur gegen Bezahlung. Generell verboten ist das Fotografieren von militärischen Anlagen, Flugplätzen, Bahnhöfen, Brücken, Polizeistationen.

Zeitverschiebung Von Ende März bis Ende Oktober liegt Perú zeitlich sieben Stunden hinter der Mitteleuropäische Zeit. Während der Wintermonate beträgt die Zeitverschiebung lediglich sechs Stunden.

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Stromversorgung In Perú wird der Strom mit 220 Volt Spannung und 60 Hertz geliefert. Stecker und Steckdosen sind hauptsächlich Flachstecker (wie in den USA). Es empfiehlt sich, einen Adapter aus Europa mitzubringen. Nicht in allen Unterkünften (besonders in Dschungel-Lodges) gibt es Elektrizität.

Telefon & Internet Viele Hotels in Perú stellen ihren Gästen einen oder mehrere Computer zur Verfügung, an denen man das Internet nutzen kann. In modernen Hotels wird WIFI angeboten. Am günstigsten telefoniert man international mit Telefonkarten wie z.B. HolaPerú, die es meist an Kiosken zu kaufen gibt. Damit kann von jedem Telefon – auch von Telefonzellen aus – nach Europa angerufen werden. Das Mobilfunknetz Perús arbeitet immer mehr mit dem GSM-Netz, so dass Sie mittlerweile nicht nur in den Ballungszentren wie z.B. Lima, Arequipa und Cuzco Ihr heimisches Handy problemlos nutzen können.

Botschaften & Ämter

Reiseliteratur Reisehandbuch Perú Detlev Kirst, DuMont Verlag, 392 Seiten, 3. Auflage 2015, 24,99 Euro Perú kompakt Wolf und Nickoleit, Reise Know-How, 300 Seiten, 7. Auflage 2014, 14,90 Euro Reiseführer Perú Carolyn McCarthy, Lonely Planet, 600 Seiten, 3. Auflage 2013, 24,99 Euro

Peruanische Vertretung in Deutschland www.botschaft-Perú.de Deutsche Vertretung in Perú www.lima.diplo.de Peruanische Regierung www.Perú.gob.pe Förderungskommission für Export und Tourismus www.promPerú.gob.pe Reiseinformationen, Gesundheit & Sicherheit www.Perú-erleben.de Offizielles Tourismusportal www.Perú.travel/de Tourismusinformationen Lima ww.enlima.com Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise www.auswaertiges-amt.de Zentrum für Reisemedizin www.crm.de Robert Koch Institut www.rki.de Beratungsdienst Mosquito www.reisevorsorge.de Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin www.dtg.org

Perú Rob Rachowiecki, National Geographic, 319 Seiten, 2. Auflage 2014, 19,99 Euro Tourguide Perú Boll, Bergmann, Jakob und Mühl, Nelles Verlag, 1. Auflage 2015, 15,90 Euro Perú und Westbolivien Frank Hermann, Stefan Loose Travel Handbuch/DuMont Verlag, 716 Seiten, 5. Auflage 2015, 24,99 Euro Gebrauchsanweisung Perú Ulrike Fokken, Piper Verlag, 224 Seiten, 1. Auflage 2015, 14,99 Euro Perú fürs Handgepäck: Geschichten und Berichte – Ein Kulturkompass, Eva Kamofsky, Unionsverlag, 192 Seiten, 1. Auflage 2014, 13,95 Euro Liebeserklärung an Südamerika Andreas Drouve, Stürtz Verlag, 219 Seiten, 1. Auflage 2015, 12,99 Euro 63


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