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Beliebte kolumbianische Souvenirs


WILLKOMMEN BIENVENIDO

IN KOLUMBIEN, IM LAND DER WAHREN MAGIE! Wir möchten Sie in dieser Ausgabe unseres Kolumbien-Magazins mitnehmen auf eine Reise durch eines der vielfältigsten und artenreichsten Länder Südamerikas. Das Amazonasgebiet, der größte zusammenhängende tropische Urwald mit dem wasserreichsten Fluss der Welt, ist eine wahre Schatzkammer der Natur. Bei Leticia haben Sie ebenso Zugang zu den anderen beiden Staaten, die am Amazonas-Fluss liegen. Länderkombinationen und Grenzübertritte sind denkbar einfach. An der Pazifikküste Kolumbiens treffen von Juli bis Oktober jeden Jahres Hunderte von Buckelwalen ein, um in den warmen tropischen Gewässern ihre Jungen zu gebären. Über 300 traumhafte Strände am Pazifik und in der Karibik bieten Erholung pur. Ob Rafting, Tauchen, Schnorcheln, Trekking, Bergsteigen oder Gleitschirmflug – Kolumbien ist ein wahres Eldorado für Aktivurlaub und Extremsport – ein Jeder kommt hier voll auf seine Kosten. Für Liebhaber der Kultur und Architektur hat das Land ebenso viel zu bieten. Medellin, als eine moderne und aufstrebende Stadt, Bogotá oder Cartagena de Indias, deren kolonialer Altstadtkern zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurden und viele kleine Städtchen, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Einfach magisch! Aufgrund seiner geografischen Lage finden sich in Kolumbien zahlreiche unterschiedliche Klimazonen. Feinsandige Wüsten, Nebel- und Trockenwälder und ausgedehnte Regenwälder sowie Savannen lassen sich in Kolumbien ausmachen. Jedes dieser Ökosysteme beheimatet eine unglaubliche Vielfalt an Flora und Fauna. Kolumbien lässt keine Wünsche offen… vielleicht nur einen: nämlich zurückzukehren! Auf dem offiziellen Tourismusportal www.colombia.travel halten wir Hinweise und Insidertipps rund um Land und Leute, Sehenswürdigkeiten und die vielen unterschiedlichen und kontrastreichen Regionen für Sie bereit.

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Kolumbien | Das erwartet Sie

Cabo San Juan im Tayrona Nationalpark

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ÜBERSICHT RESUMEN

GASTRONOMIE GASTRONOMIA

4-5 6-7 8-9

26 CEVICHE – DIE KUNST AM FISCH 27 RINDSLENDE IN ESPRESSO 28 RUM 29 ROSENBLÄTTER 30-31 ENZYKLOPÄDIE DER FRÜCHTE 32-33 EXPRESS-ESPRESSO

HÖHEPUNKTE DES LANDES LANDKARTE MEINUNGEN

KULTUR CULTURA 12-13 14 15 16 18-19 20 21 22

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VERANSTALTUNGSKALENDER FERNANDO BOTERO – EIN KÜNSTLER SMARAGDE – GRÜNES GOLD DIE HÄNGEMATTE UNESCO-STÄTTEN RHYTHMUS IM BLUT INDIGENE KULTUREN BEISPIEL: KULTURRUNDREISE


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NATUR NATURALEZA

STRÄNDE PLAYAS

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48-49 50 52 53 54

VERZAUBERTE BERGE DER GUAINIA SCHNEE IN DEN ANDEN DER COCUY DIE VERLORENE STADT MYTHOS AMAZONAS TIERBEOBACHTUNGEN IM CASANARE SAN GIL – EIN ABENTEUERPARADIES NEBELWÄLDER IN DER NÄHE BOGOTÁS EIN FLUSS AUS FARBEN IM CAÑO CRISTALES BEISPIEL: FOTOREISE

PAZIFIK-TRÄUME KARIBIK-KÜSTE SEGELN VOR CARTAGENA LA GUAJIRA – EIN PARADIS FÜR KITESURFER BEISPIEL: KARIBIKRUNDREISE

INFORMATIONEN

INFORMACIONES

58-61 INFORMATIONEN ZU KOLUMBIEN 62-63 VERANSTALTERVERZEICHNIS

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Kolumbien | Wissenswertes

Kolumbien selbst erleben VIVIR COLOMBIA

KAFFEETRINKEN AUF EINER KOLUMBIANISCHEN FINCA 1

Kaffeeanbau auf höchstem Niveau Inmitten der grünen Hügel der kolumbianischen „Zona Cafetera“ (Kaffeezone) auf einer im Kolonialstil erbauten Finca sitzen und dort die Aussicht und den Duft von frisch gemahlenen Kaffee genießen. Im UNESCO-Weltkulturerbe Kaffeedreieck wird seit über 100 Jahren der Hochlandkaffee „Arabica“ angebaut. Um den Geheimnissen der Kaffee-Kultur auf die Spur zu kommen, kann man die Region auf einfachen Tagestouren durchwandern und das Leben der „Paisas“ (Bewohner der Zona Cafetera) hautnah erleben. Das angenehme frühlingshafte Klima rundet den Aufenthalt ab.

aus, dass die Anlage etwa 700 n.Chr. mit ihren etwa 250 Terrassen, steingepflasterten Wegen und Treppen errichtet wurde, um zwischen 1400 und 3000 Einwohnern Platz zu bieten. Die Sierra Nevada ist bis heute Heimat verschiedener indigener Volksstämme (Kogi, Arhuaco und Wiwa). Die exotische Flora und Fauna, die vielen Hängebrücken, Wasserfälle und Flussdurchquerungen sowie das einheimische Urvolk machen die Tour zu einem ganz besonderen Erlebnis.

FLUSS DER VIELEN FARBEN: CAÑO CRISTALES 3

TREKKING ZUR VERLORENEN STADT „CIUDAD PERDIDA“ 2 Bunter Canyon

Das Plataeu – höchster Punkt der Anlage Die Wanderung zur Verlorenen Stadt ist ein aufregender mehrtägiger Trek durch eine der wundersamsten tropischen Landschaften des Landes. Teyuna, wie die verlorene Stadt auch genannt wird, liegt inmitten der Sierra Nevada de Santa Marta am Ufer des Buritaca Flusses. Im Jahr 1975 wurde der archäologische Park entdeckt. Forscher gehen davon

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Eines der faszinierendsten Naturwunder Kolumbiens liegt in der Serrania La Macarena, einer isolierten Bergkette und Heimat für Ameisenbären, Pumas und Primaten. Das Naturwunder findet jährlich in den Monaten Juli bis November statt, wenn die Algen im Fluss aufblühen und das Wasser in roten und pinken Farbtönen leuchten lassen. Wasserfälle, Stromschnellen, kleine Gumpen und meterhohe Felswände werden von der Algenpracht überzogen. Eine Reise in ein wahres Farbenmeer.


TÜRKISBLAUES WASSER UND ENDLOSE SANDSTRÄNDE AUF SAN ANDRES & PROVIDENCIA

Areal direkt im archäologischen Park in San Agustín, aber noch viele mehr lassen sich auf Wanderwegen zu Fuß oder ganz klassisch auf einer Pferdetour quer durch die grünen Hügel, vorbei an Wasserfällen, Flüssen und Canyons entdecken. 4

CARTAGENA - KARIBISCHES FLAIR UND HEISSE SOMMERNÄCHTE 6

Providencia Nach zwei bis drei Stunden Flugzeit befinden Sie sich bereits auf den weit abgelegenen Inseln San Andres und Providencia, die geographisch eigentlich zu Nicaragua gehören, politisch und historisch aber eng mit Großbritannien und Kolumbien verbunden sind. Neben den zahllosen Sandstränden, den angenehmen Temperaturen und dem karibischen Flair, locken die Korallenriffe mit bis zu 40 Meter Sichtweite beim Tauchen und Schnorcheln. Neben den farbigen Korallen gibt es Rochen und Wasserschildkröten sowie zahlreiche buntgemusterte Fische zu entdecken.

EINZIGARTIGE STEINSKULPTUREN IN SAN AGUSTÍN 5 Verstreut in den sanft geschwungenen grünen Hügeln rundherum um San Agustín stehen antike Statuen vergangener präkolumbianischer Kulturen. Mehr als 500 dieser aus Vulkangestein geritzten Monumente wurden ausgegraben. Die Darstellungen reichen von heiligen Tieren bis zu menschenähnlichen Wesen. Einige befinden sich in einem kleinen

Cartagena de Indias Das Betreten der Altstadt Cartagenas ist ein Schritt zurück in längst vergangene Tage, als Piraten die Karibik unsicher machten. Gegründet wurde die Stadt im Jahr 1533 und war somit eine der ersten spanischen Städte im Norden Südamerikas. Das historische Zentrum ist komplett von einer riesigen Mauer umgeben. Die engen Gassen schlängeln sich quer durch die altehrwürdige Stadt, vorbei an vielen historischen Kolonialbauten, die bis zu 400 Jahre alt, aber liebevoll restauriert sind. Auf den vielen Plätzen (Plazas) treffen Touristen auf Einheimische - lokale Spezialitäten und Früchte werden verkauft und die vielen Straßencafés und Restaurants laden zu einem kühlen Getränk oder Kaffee ein. Wer in Cartagena verweilt sollte nicht vergessen, einmal die typischen Süßigkeiten (Dulces) zu probieren und auf eine abendliche Tour durch die Stadt zu gehen, dabei einen kühlen Cocktail zu trinken und ein spätes Abendessen einzunehmen. Hier werden karibische Sommernächte zu wahren Träumen.

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Kolumbien | Wissenswertes

HÖHEPUNKTE des Landes LUGARES DE INTERES

DIE WUNDERBARE PFLANZEN- UND TIERWELT DES REGENWALDES 7

Pfeilgiftfrosch Kolumbiens Anteil am Amazonas ist etwa doppelt so groß wie die Fläche von Österreich. Das endlose Dschungeldickicht und die vielen Flüsse sorgen für eine große Artenvielfalt (Vogelarten: 1 Platz weltweit, Amphibien: 1.Platz weltweit, Orchideen: 1.Platz weltweit), die sich am besten von Leticia im Süden Kolumbiens erkunden lässt. Neben traditionellen Märkten und geschützten Nationalparks gibt es die Möglichkeit auf die Sichtung von Flussdelfinen, Seekühen, Kaimanen, Schildkröten und unzähligen Vogelarten.

SIERRA NEVADA DEL COCUY – WEITE TÄLER UND ZAHLLOSE GLETSCHER 8

Pulpito del Diablo Mit einer Fläche von 3.062 km2 gehört der Nationalpark in der Sierra Nevada del Cocuy zu den vielleicht beein-

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druckendsten und größten Nationalparks in Südamerika. Ein gutes Dutzend der Gipfel in der Sierra Nevada sind Fünftausender, unter anderem Ritcuba Blanco mit 5330 m und Ritacuba Negro mit 5290 m. Zahlreiche Lagunen, Seen und Gebirgsflüsse durchziehen den Nationalpark. Das große Naturerlebnis findet man im Parque Nacional Cocuy auf jeden Fall: feuerrote Sonnenaufgänge über schroffen Bergspitzen, die wie von Puderzucker mit weiß-glänzenden Gletschern überzogen sind. Hautnah das Ökosystem des Paramo erleben, das umrandet wird von türkisblauen und smaragdgrünen Lagunen und Bächen - an keinem anderen Ort in Kolumbien lässt sich so leicht Höhenluft mit tollen Aussichten schnuppern.

ES GIBT NOCH VIEL MEHR ZU ENTDECKEN… Heiße Rhythmen in Cali Bogotá und das Goldmuseum 11 Schachtgräber von Tierradentro 12 Koloniale Architektur in Villa de Leyva und 13 Barichara 14 Salzkathedrale von Zipaquirá 15 Pazifik-Region – Dschungel und Meer 16 Casanare – das Tierparadies des Tieflandes 17 La Guajira – wo die Wüste auf den Regenwald trifft 18 Silvia – der indigene Markt der Guambianos 19 Sierra Nevada de Santa Marta 20 Heilige Lagunen von Siecha, Guatavita und Iguaque 21 Karneval von Barranquilla 22 Mompóx – das heimliche Macondo 23 Chicamocha-Canyon 24 Jirijirimo – die Iguazu-Fälle Kolumbiens 25 Schlammvulkane Totumo und 26 San Antero 27 Medellin – Verwandlung einer Stadt 28 Gorgona und 29 Malpelo – Tauchen mit Walen und Haien 30 Puerto Inírida – Regenwald und Tafelberge 31 Tupparo NP – Savanne und Regenwald 9

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K o l u m b i e n

Providencia

San Andres

17 La Guajira

Karibisches Meer

Tayrona NP Santa Maria

21 Barranquilla

2 m) 25 (5775 Pico 19

6 Vulkan Totumo Cartagena

Bolívar

Ciudad Perdida

Sierra Nevada de Santa Marta

26 Vulkan San Antero

PANAMA

22 Mompóx

VENEZUELA Rio Cauca

Cúcuta

Rio Magdalena

23 Bucaramanga Barrancabermeja 8 Chicamocha-Canyon 27

Bahía Solano

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Medellín

Barichara

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Cocuy NP Ritacuba Blanco 16

(5330 m)

Cordillera

12 Oriental Villa de Leyva

Nuquí

1

Pazifik

Manizales (5321 m)

Nevado del Ruiz Armenia

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Honda

31

14

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Zipaquirá 20

Tupparo NP

Bogotá

Cordillera Central

Malpelo

Casanare

Rio Meta Puerto Inírida

9 Cali

28 Gorgona

Cordillera Occidental

11 Neiva 18 Silvia Tierradentro

Popayán

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Rio Guainía

Caño Cristales

5 San Agustín

Pasto

24

Mocoa

Las Lajas

Jirijirimo

Äquator

Rio Caquetá

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ECUADOR 7

Amazonas-Tiefland

co

Rio Putumayo

PERU

BRASILIEN Amazonas

Marasha NR Leticia

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Kolumbien | Interviews

Mein Kolumbien MI COLOMBIA » Wenn ich Kolumbien höre, schlägt mein Herz sofort höher! Drei Jahre sind es her, seit meine Leidenschaft für das Land entfachte und drei Mal habe ich das Land mittlerweile besucht.

Mareen Gersch Touristin (Backpacker)

Mit Fernweh im Blut und auf der Suche nach einem außergewöhnlichen, weitestgehend unbekannten Reiseziel, das noch nicht so extrem vom weltweit zunehmenden Tourismus heimgesucht wird, besuchte ich 2012 einem Vortrag zum Thema Kolumbien, der von der Vielfältigkeit des Landes und der Herzlichkeit der Menschen handelte. Ich ließ mich überzeugen: Wenige Monate später stand ich bereits auf dem Flughafen von Bogotá, umringt von mindestens 15 Kolumbia-

Nicole Bee Journalistik-Studentin

Kerstin Nindel Touristin (Gruppenreise)

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nern, die mir helfen wollten, den Weg zu finden. Jeder von ihnen hatte wenigstens drei Tipps, was ich unbedingt gesehen haben muss. Ein herzlicheres Willkommen habe ich mir nicht träumen lassen. Von der Lebensfreude des kolumbianischen Völkchens ließ ich mich schnell anstecken. So viel Wärme, Gastfreundschaft und Zufriedenheit habe ich bisher in keinem anderen Land erlebt. Dabei ist es ganz gleich, ob man Spanisch spricht oder nicht: Hier ist jeder willkommen. Kolumbien ist irgendwie anders: Ich wöllte am liebsten das ganze Land sehen und plane schon die nächste Tour! «

» Kolumbien ist mein zweites Zuhause. Nach sieben aufregenden Jahren lässt mich – trotz der Rückkehr nach Deutschland – der Zauber dieses Landes nicht los. Kolumbien fasziniert, fesselt und macht süchtig. Die Gastfreundschaft der Kolumbianer ist überwältigend, ebenso wie die unterschiedlichen Landschaften. Ob Regenwald, Meer, Wüste oder Berge

– Kolumbien vereint all das in einem einzigen Land voller bunter Lebensfreude. Wer die Natur und die Einsamkeit liebt, sollte an die kolumbianische Pazifikküste reisen – das Paradies auf Erden. Hier reicht der dichte Regenwald bis an die einsamen Strände – einzigartig! «

» Wie kann man Kolumbien auf wenige Zeilen reduzieren? Einfach ein wunderschönes, abwechslungsreiches, vielseitiges Land, in dem man einen herrlichen Urlaub erleben kann. Aber das sagt noch gar nichts aus über dieses Land, das seinen eigenen Weg geht und über die Menschen, die fröhlich, gastfreundlich und

stolz auf ihr Land sind. Kolumbien, das sind auch Shakira, Gold, Smaragde, Vulkane und sooo vieles mehr. «


» Jahre lang hat Kolumbien mit dem Slogan geworben „Das einzige Risiko ist, dass du bleiben willst“. Darin liegt sehr viel Wahrheit, denn dieser Gefahr konnte ich nicht entrinnen und bin ich schon sehr viele Jahre in diesem wundervollen Land! Kolumbien ist ein Land der Gegensätze! Man kann in der hohen Andenbergwelt frieren oder sich in den heißen Dschungelregionen vor Hitze kaum bewegen. Man kann ebenso mit dem Fahrrad über die Berge strampeln, tagelang wandern oder reiten, aber auch relaxen und in einer Hängematte liegen und glücklich einfach gar nichts tun.

Man kann stundenlang an menschenleeren Stränden laufen oder tagelang mit Menschenmassen tanzend den Karneval von Barranquilla genießen. Man kann sich mit einer "zorra" (ein traditionelles Transportmittel mit Pferd und Holzwagen) zu seiner Farm bringen lassen und dabei mit seinen Eltern in Deutschland skypen.

Frank Schatz Reiseleiter in Kolumbien

Man kann in einem angenehmen Restaurant den besten Kaffee der Welt trinken oder auf der Straße einen süßen "tinto" zu sich nehmen (traditionelles Getränk: Zuckerwasser mit einem Schuss Kaffee). All das und noch viel mehr ist in diesem schönen, abwechslungsreichen Land mit seinen tollen Menschen möglich! «

» Kolumbien – das ist ein Land voller Schätze, das alle Besucher in seinen Bann zieht! Die Sicherheitslage hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich und merklich verbessert und alle unseren Kunden kommen begeistert von der Vielfalt des Landes und der Gastfreundschaft der Bewohner zurück. Da sind zum einen farbenfrohe Städte, nicht zu missen und ein Höhepunkt jeder Reise ist die einzigartige Kolonialstadt Cartagena an der Karibikküste, von der ein ganz besonderer Charme ausgeht.

Sagenhaften Nebelwälder, die unberührte Natur des Amazonasgebietes, die Kaffeezone mit ihrer reizvollen Landschaft und die karibischen Traumstrände zählen zu den vielen Naturparadiesen in diesem südamerikanischen Land. Und hier schlummern noch unzählige weitere Ecken, die darauf warten, entdeckt zu werden – ein authentisches Reiseerlebnis! «

» Ganz besonders fasziniert mich der ursprüngliche Charme von Land und Leuten. Obwohl mir die Kolumbianer selbst als ein sehr reisefreudiges Volk vorkamen, ist Massentourismus kaum vorzufinden. Auch wenn mancherorts eine sehr gute touristische Infrastruktur vorhanden ist, stellt man oft fest, weit und breit der einzige Fremde zu sein. Die unübertroffene Herzlichkeit und fast schon familiäre Gastfreundschaft der Menschen lässt im Allgemeinen nur einen Rückschluss zu: Der Kolumbianer ist immer darauf bedacht, einem mehr zurückzugeben! Und das ist sehr häufig

mehr, als wir üblicherweise erwarten würden. Meine Freundin versucht dies mit folgenden Worten zu vermitteln: "In Kolumbien gewinnt man jedes Mal den Glauben an das Gute im Menschen zurück, nachdem man ihn hier in Europa binnen kurzer Zeit wieder verloren hat!" Ich persönlich habe noch kein authentischeres Land erlebt und wer mich fragt, wo’s am schönsten war, sage ich: KOLUMBIEN! «

Martina Beeken MEIER'S WELTREISEN

Marc Sturm Tourist (Backpacker)

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Biblioteca España

Biblioteca Virgilio Barco

Medellín

Bogotá

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Carriel

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Chiva

KULTUR CULTURA

Libro

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Sombrero Aguadeño

Mariposas Amarillas

Gabriel García Márquez

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Sombrero Llanero

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Rafael Pombo

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Sombrero Vueltiao

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Poporo Quimbaya

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Teatro

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Yipao

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Karneval von Barranquilla


Kolumbianer-H端te

Buntes Treiben beim Karneval Palenquera

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Kolumbien | Feste und Events

VERANSTALTUNGSKALENDER CALENDARIO DE EVENTOS

Damit Sie wissen, wo Sie die fröhlichsten Menschen mit dem schönsten Lächeln finden, stellen wir Ihnen nachfolgend einige der wichtigsten und interessantesten Feste und Festivals Kolumbiens kurz vor.

JANUAR „Carnaval de Blancos y Negros“ – geistiges Kulturerbe der UNESCO Am Fuße des Vulkans Galeras wird der zweitgrößte Karneval Kolumbiens sowie einer der wichtigsten Lateinamerikas gefeiert. Bereits am 28. Dezember startet der Prä-Karneval, um Wasser und Umwelt zu danken, gefolgt von Umzügen am 31. Dezember, sowie am 3. und 4. Januar. Eingerieben mit schwarzem Fett feiert man dann am 5. Januar den „Tag der Schwarzen“. Am 6. Januar schließt sich der „Tag der Weißen“ an, an dem sich die Teilnehmer die Gesichter mit weißem Mehl schminken. „Feria de Manizales“ – Volksfest von Manizales Vom 2. bis 3. Januar verwandelt sich Manizales in eine farbenfrohe Arena: Stierkämpfe, Pferdeprozessionen, typische Tänze und Musik erfüllen die Straßen. Ein weiteres Highlight ist die Wahl der Internationalen Kaffeekönigin.

FEBRUAR „Carnaval de Barranquilla“ Einer der besten und bekanntesten Karnevals weltweit! Aufgrund seiner Einmaligkeit, der Vielfalt sowie des kulturellen Reichtums wurde der Karneval von Barranquilla mit sei-

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ner über einhundertjährigen Geschichte von der UNESCO im Jahre 2003 ebenfalls zum geistigen Kulturerbe der Menschheit erklärt.

MÄRZ/APRIL „Festival de la Leyenda Vallenata“ – Festival der Legende des Vallenatos In der letzten Aprilwoche, manchmal auch in den ersten Maitagen, wird durch verschiedene Wettbewerbe der beste Akkordeonspieler des Jahres in Valledupar auserkoren. Zahlreiche Vallenato-Gruppen sowie Begeisterte dieser traditionellen Musikrichtung treffen sich in dessen klassischer Heimatstadt, um die Legende des Vallenato zu zelebrieren. „Semana Santa“ – Ostern Wie auch in Spanien oder anderen lateinamerikanischen Ländern werden um Ostern herum in Kolumbien riesige ausgelassene Feste gefeiert und Prozessionen veranstaltet. Die wohl beeindruckendsten Feierlichkeiten kann man in Mompóx, Popayán oder Pamplona erleben, die zu den prächtigsten ganz Südamerikas gehören. „Festival Iberoamericano de Teatro“ – Theaterfestival Alle zwei Jahre findet das weltweit größte Theaterfestival in der Hauptstadt Kolumbiens statt. Während dieser Zeit erwachen die Straßen in Bogotá zum Leben: Bekannte Darsteller und Schriftsteller aus der ganzen Welt zeigen dem Publikum ihr Können und auch junge Künstler probieren sich aus und bekommen Tipps in Seminaren und Workshops. Bogotá wird so zu einer der buntesten Städte in dieser Zeit!


Tänzer in Cali

JUNI „Festival Folclorico y Reinado Nacional del Bambuco“ – Folklore-Festival und Wahl der Nationalen Bambuco-Schönheitskönigin Neiva, im Süden Kolumbiens, wird zum Schauplatz von Rhythmus, Farbe und Freude. Rumba wird von den zahlreichen Karnevalstruppen auf traditionelle und feurige Art dargeboten. Grillfeste und Aguardiente (Schnaps) sorgen für noch heitere Stimmung! Schönheitsköniginnen werden gewählt und es finden Festumzüge an Land und zu Wasser statt.

JULI „Rock al parque“ – Internationales Rockfestival In Bogotá wird kräftig gerockt, wo es Hunderttausende Anhänger aus der ganzen Welt in den Parque Simon Bolivar zieht. Auf dem größten Rockfestival Lateinamerikas werden den Zuschauern namhafte Sänger und Gruppen der ganzen Welt geboten – und das zu freiem Eintritt.

AUGUST “Feria de las Flores” – Blumenfest von Medellin Während zehn Tagen im August blüht die Stadt Medellin zu einem kleinen Highlight auf. Ein Meer aus Blumen, bunten Kostümen, Paraden und freudigen Gesichtern erfüllt dann die Straßen.

Karneval von Barraquilla

SEPTEMBER „Festival de Salsa“– Salsafestival Im September treffen sich einige der besten Salsa-Tänzer in Cali, um ihr Können zu zeigen und um auf das große Fest im Dezember einzustimmen.

OKTOBER „Festival de Tambores” – Tamborinfestival In Palenque de San Basilio wird getanzt und Musik sowie Traditionen im afrikanisch-kolumbianischen Stil gezeigt. Bullerengue heißt der Musikstil, der im ersten „Pueblo libre“ Amerikas zelebriert wird.

NOVEMBER „Fiestas del 11 de Noviembre” – Fest des 11. November Cartagena feiert an den Tagen um den 11. November jedes Jahr im großen Stil die Unabhängigkeitserklärung Kolumbiens von Spanien im Jahre 1811. Mehrere Tage lang wird dieses Ereignis mit Paraden und verschiedenen Veranstaltungen ausgelassen bejubelt.

DEZEMBER „Feria de Cali“ – Volksfest in Cali Aneinanderreihung unzähliger Großereignisse: Stierkämpfe, die Wahl der „Miss Colombia“ und Live-Konzerte. Die Musikgruppen kommen aus ganz Amerika und laden mit ihren Rhythmen des Merengue, Vallenato, Salsa, Cumbia oder Reggaeton zum Tanzen ein.

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Kolumbien | Kunstschätze

FERNANDO BOTERO EIN KÜNSTLER

UN ARTISTA

Als Kolumbiens bekanntester Vertreter gilt der Maler und Bildhauer Fernando Botero, Jahrgang 1932. Seine dickleibigen Motive genießen weltweit Wiedererkennungswert. Das Botero-Museum in Bogotá bietet eine exzellente Werkschau, die durch Meister aus Europa bereichert wird, während die Plaza Botero in seiner Heimatstadt Medellin automatisch die Blicke anzieht. Guatapé bei Medellin Über die Weiten des Platzes verteilen sich mehr als 20 Gigantenfiguren, ob Römersoldat oder kopflose Dame. Teils unbekleidet, immer üppig. Typisch Botero eben – und das in Form eines kostenlosen Freilichtmuseums, um das herum der Alltag pulsiert. Blumenfestival, Medellin Die Originale des Künstlers sind kaum erschwinglich, Repliken gibt es daher in Kolumbien an nahezu jeder Ecke. Vor allem in Cartagena und Medellin lässt sich das Bild oder die Skulptur für Zuhause finden.

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Impressionen vom Plaza Botero in Medellin


SMARAGDE – GRÜNES GOLD ESMERALDAS – ORO VERDE

Schätze der Natur, das sind nicht nur Pflanzen und Tiere, das sind auch all die Gesteine, aus denen sich die Berge auftürmen, die die Küstenstrände formen, die so unglaublich viel von der Vergangenheit der Erde erzählen und uns mit Rohstoffen und Edelsteinen versorgen. Und davon gibt es in Kolumbien jede Menge!

» Am bekanntesten sind die kolumbianischen Smaragde, die in ihrer Reinheit weltweit unübertroffen sind. « Smaragde werden von vielen Kulturen der Erde als besonders wertvolle Schmucksteine geschätzt. Etwa 60% der Smaragdweltproduktion stammen aus Kolumbien! Das Hauptfund- und Gewinnungsgebiet, aus dem bereits die Ureinwohnern Smaragde aus der Erde geborgen haben, liegt ca. 100 km nördlich von Bogotá in Muzo. Hier befinden sich die Edelsteine im Kalkstein und nicht wie üblich in Granit-Adern und metamorphen Gesteinen wie Gneis. Das ist auch ein Grund für ihre Reinheit.

von Kerstin Nindel

Abbaubedingungen in den Gruben von Muzo. Anschließend geht es durch einen nachgebauten Abbaustollen, in dem Smaragdgänge zu bewundern sind, in die größte öffentliche Smaragdausstellung der Welt. Wirklich beeindruckend! In Bogotá findet man durchaus ungeschliffene Smaragd-Mineralstücke, die auch für einen kleinen Geldbeutel erschwinglich sind: im Museum oder in kleinen Läden. Aber Achtung: Ist der Preis zu verlockend niedrig, könnte es auch grünes Glas sein. Mit einem kurzen Ritz auf einer Glasfläche lässt sich jedoch schnell und zuverlässig feststellen, ob die angebotenen Stücke echt sind. Da Smaragd härter als Glas ist, ritzt er Glas ganz sicher ein. Falls kein Ritz entsteht, ist es kein Smaragd.

Die schönsten unter ihnen sind wertvoller als vergleichbare Diamanten, haben eine fantastisch grüne Farbe, die durch Beimengungen von Chrom-Ionen im Kristallgitter entsteht. Daher stammt auch der Name: Smaragdos (griechisch) – grüner Stein. Unbedingt einen Besuch wert ist das Smaragdmuseum in Bogotá, in der Altstadt direkt gegenüber dem Goldmuseum gelegen. Ein kleiner Kurzfilm veranschaulicht die

Natürliches Vorkommen von Smaragden im Gestein

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Kolumbien | Lifestyle

DIE HÄNGEMATTE LA HAMACA In Kolumbien gibt es sogar in der Begrifflichkeit des hängenden Bettes eine Differenzierung. Üblicherweise redet man von der „Hamaca“. Im Norden Kolumbiens, in der Guajira, gibt es noch die sogenannten „Chinchorros“. Sie unterscheiden sich im Wesentlichen in der Textilart. Erstere ist elastisch und mit einem offenen Geflecht versehen, wohingegen der „Chinchorro“ aus festem und kompaktem Stoff besteht. Beide werden in Handarbeit hergestellt und sind das perfekte Bett – aufgehängt zwischen zwei Pfosten ist es eine sichere Übernachtungsmöglichkeit, um sich vor kleinen und gefährlichen Tieren im Dschungel oder der Wüste zu schützen. Ursprünglich auch als platzsparende Schlafgelegenheit genutzt, hat die Hängematte heute vor allem den ultimativen Relax-Charakter inne.

Südamerikaner liegen traditionell diagonal in ihren Hängematten, in dieser Position ist der Rücken gerade und die Hängematte wird vom Körper geöffnet. Je breiter die Hängematte, desto größer der Liegekomfort! Die Hängematte ist ein fantastisches Mitbringsel aus Kolumbien. Für all diejenigen, die aber schon jetzt eine tolle kolumbianische Hängematte erwerben möchten, denen sei lasiesta.com empfohlen. Das Familienunternehmen vertreibt Hängematten-Klassiker aus Lateinamerika und arbeitet an der Entwicklung, Vermarktung und am Vertrieb spezieller Hängematten für Babys, Kinder und Reisende. Dabei wird sehr stark auf Nachhaltigkeit gesetzt und Familien in Kolumbien werden intensiv einbezogen.

Amazonas Lodge in Puerto Nariño

Strand in der Guajira

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Kolumbien | Kultur erleben

UNESCO-STÄTTEN Kolumbiens PATRIMONIOS CULTURALES UNESCO EN COLOMBIA

Beim Stichwort Kolumbien denkt man sofort an das mannigfaltige Kulturerbe des Landes. Die drei Kulturen, die über Jahrhunderte hinweg in Kolumbien gelebt haben, die einheimische, die europäische und die afrikanische, haben allesamt deutliche Spuren hinterlassen. Die Verschmelzung dieser Einflüsse bringt ein Ergebnis eines faszinierenden kulturellen Reichtums hervor, vielseitig an Geschichten, Mythen und Überraschungen. Kein Wunder, dass Kolumbien eine lange Liste an UNESCO-Welterbestätten aufweist, die die Augen eines jeden Kulturfreundes zum Leuchten bringen:

CARTAGENA DE INDIAS (SEIT 1984) Cartagena de Indias ist der Inbegriff einer karibischen Stadt: Kolonial, farbenfroh und tropisch. Die Altstadt lädt dazu ein, sich in den engen Pflastersteingassen zu verlieren, sich an den bunten Häusern mit ihren gedrechselten Balkonen sattzusehen und sich in die Zeit der Kolonialisierung zu träumen.

NATIONALPARK LOS KATJOS (SEIT 1994) Der Nationalpark Los Katjos im Nordwesten des Landes ist ein Naturparadies der Superlative: Der schnellste Fluss der Welt, der Atrato, donnert durch das Gebiet des Nationalparks. Die Hügel, Wälder und Feuchtebenen beherbergen eine biologische Vielfalt, die weltweit ihresgleichen sucht. Neben den 450 Vogelarten, die hier zu Hause sind, kann einem auch schon mal ein Tapir oder ein Riesenameisenbär vor die Linse laufen.

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HISTORISCHES ZENTRUM VON SANTA CRUZ DE MOMPÓX (SEIT 1995) Santa Cruz de Mompóx wurde 1540 am Ufer des Flusses Magdalena gegründet und hat sich durch die strategisch günstige Lage schnell zu einem Transport- und Wirtschaftszentrum entwickelt. Mompóx ist eine reiche und florierende Stadt, was sich auch in der Architektur widerspiegelt: Majestätische Bauten und großzügige Alleen zeugen vom einstigen Wohlstand und verleihen dem Stadtzentrum Harmonie und Stil. Im 19. Jahrhundert wendete sich das Blatt: Durch die Verschlammung des Flusses wich der Schiffsverkehr auf alternative Routen aus, Mompóx geriet langsam, aber sicher in Vergessenheit. In der Stadt florierten schnell Kriminalität und Gewalt statt Handel und Verkehr. Heute ist Mompóx wieder sicher und beliebter denn je: Statt Kaufleuten wandeln heute Touristen über die Avenidas und Alleen und lassen sich den Geruch des Wohlstands um die Nase wehen.

ARCHÄOLOGISCHER PARK TIERRADENTRO (SEIT 1995) Tierradentro, Land im Inneren – der Name ist Programm. Auch heute muss man eine Portion Abenteuerlust mitbringen, um den archäologischen Park im Südwesten des Landes zu besuchen. Doch die Mühe lohnt sich, denn beim Entdecken der über 2000 Quadratkilometer großen Region mit ihren unterirdischen Grabkammern und Statuen fühlt man sich ein bisschen wie Indiana Jones.


» Kolumbien intensiv erleben, das bedeutet Kultur und Geschichte erfahren, mit den Einheimischen Gespräche führen und intakte Natur beobachten, sogar riechen können. « Markus Recknagel Kolumbien.de La Guajira

ARCHÄOLOGISCHER PARK SAN AGUSTÍN (SEIT 1995) Unweit von Tierradentro wachen im archäologischen Park San Agustín 500 imposante Statuen aus Stein über ihr Territorium und blicken geheimnisvoll in die Ferne. Auf den ersten Blick erinnern die steinigen Gesellen an ihre Brüder auf der Osterinsel. Zwar weniger bekannt als die chilenischen Moai, sind die Statuen in San Agustín dennoch nicht weniger spannend – gerade, weil ihre Geschichte auch heute noch Archäologen zahlreiche Rätsel aufgibt. Man geht davon aus, dass sie zwischen 555 vor und 1630 nach Christus entstanden sind, Tiere oder maskierte Monster darstellen und während Beerdigungen und spirituellen Zeremonien zum Einsatz kamen. Hier sind Hobbyforscher gefragt – vielleicht gelingt es Ihnen, das Geheimnis der namenlosen Gesellen zu lüften?

PALENQUE DE SAN BASILIO (SEIT 2004) Beim Wort „Palenque“ denkt man zunächst an die Ausgrabungsstätte in Mexiko. Aber tatsächlich gab es früher in ganz Südamerika Palenques. Das Wort bedeutet schlicht und ergreifend „Stadt mit Mauern“ und bezeichnete die Notunterkünfte der entflohenen Sklaven. Hier bildeten sie Gemeinden und begannen ein neues, freies Leben aufzubauen. San Basilio war nicht nur die erste freie Stadt in Amerika, sondern ist auch die einzige „Palenque“ in Kolumbien, die noch existiert. Heute leben dort ca. 3500 Menschen, meist afrokolumbianischer Herkunft. San Basilio wirkt daher gelegentlich wie ein lebendiges Freiluftmuseum.

NATURRESERVAT MALPELO (SEIT 2006) Das Naturreservat Malpelo besteht aus der felsigen Hauptinsel Malpelo und elf kleinen Klippen, die 500 Kilometer vor der Hafenstadt Buenaventura aus dem Pazifik ragen. Nackte Berghänge dominieren die Optik des Archipels, die einzigen Bewohner sind Blaufußtölpel. Dafür ist im umliegenden Gewässer richtig viel los: Riesenzackenbarsche, Marline und seltene Hai-Arten sorgen für ein exotisches Tauchvergnügen.

Barranquilla Cartagena NP Los Katjos Medellin Nuquí Malpelo Cali Popayán

Ciudad Perdida Palenque de San Basilio Mompóx Bucaramanga Barichara

Bogotá Salento

Puerto Inírida

Tierradentro San Agustín

Las Lajas

Leticia

KAFFEE-KULTURLANDSCHAFT (SEIT 2011) Der kolumbianische Kaffee ist nicht nur besonders lecker, die Kaffee-Kulturlandschaft Kolumbiens, hügelig und immergrün, ist auch eine der landschaftlich schönsten Regionen des Landes. Hier wird noch alles von Hand erledigt. Der Kaffeeanbau geschieht auch heute noch auf den meisten der inzwischen 24.000 Kaffeefarmen des Landes auf traditionelle Weise, nach uralten, lange erprobten Techniken. Die Kaffeeproduktion in Kolumbien ist außerdem eine wichtige Säule des nachhaltigen Tourismus: Viele Fincas sind für Reisende geöffnet. Sie können dort einige Tage verbringen, kräftig mit anpacken und ganz tief in die Welt des schwarzen Goldes eintauchen! Die beliebte Kaffeeregion Salentogehört zum UNESCO Weltkulturerbe

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Kolumbien | Lebensart

Headline dolupti en espagnol

RHYTHMUS IM BLUT EL RITMO EN LA SANGRE

Karneval in Barraquilla von Nicole Bee

Nicht selten fängt im Bus oder Taxi spontan jemand an, mitzusingen oder sich rhythmisch zu den verschiedensten Klängen zu bewegen. Für die » Ob auf der Straße, im SuperKolumbianer ist Musik markt, im Bus oder bei der Arbeit viel mehr als der Klang – der stetige Begleiter der Kolum- einer Party – Musik ist der Ausdruck bianer ist die Musik. « ihrer Seelen, ihrer Geschichte, ihres Lebens – und das spürt man bei jeder Gelegenheit. Um die kolumbianische Musik wirklich zu verstehen, muss man nicht nur den spirituellen, sondern auch den geschichtlichen und kulturellen Hintergrund des Landes kennen. Sie ist das Ergebnis indigener Traditionen, der Geschichte der Sklaven und der europäischen Einflüsse, die mit den Spaniern nach Kolumbien kamen. Kolumbianerin in Feierlaune

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Cumbia und Vallenato waren die ersten Musikstile dieser Art: Cumbia ist die perfekte Mischung aus den Flöten der Indigenen und den Trommeln der schwarzen Bevölkerung, und erst sehr viel später kam mit dem

westlichen Einfluss der Gesang dazu. Der Vallenato besticht durch das Akkordeon. Meist verbindet er fröhliche Melodien mit tragischen, aufregenden Texten – er diente an der Karibikküste lange Zeit als eine Art Minnegesang; Nachrichten wurden so von Ort zu Ort getragen. Diese traditionellen Musikstile entwickelten sich mit der Zeit immer weiter, beeinflussten sich gegenseitig und übernahmen neue Klänge wie z. B. den Salsa aus der Karibik. Heute ist nicht nur die Pop- und Rockmusik von Shakira und Juanes über Kolumbiens Grenzen hinaus bekannt, sondern auch die Elektro-Cumbia Musik von Bomba Estereo oder die mitreißenden Songs von QuocQuibTown, eine Mischung aus der Musik der Pazifikküste und Hip-Hop – mit durchaus kritischen Texten zur kolumbianischen Gesellschaft. Kolumbien hat einfach den Rhythmus im Blut, der jeden Besucher inspiriert und zum Singen und Tanzen animiert.


Indigene Kulturen CULTURA INDIGENA

In Kolumbien leben knapp 1,4 Millionen Menschen, die den Anteil der kolumbianischen Indianerstämme ausmachen. Durch die Verfassung sind den indigenen Völkern umfassende Landrechte garantiert, deren Einhaltung durch den Verband kolumbianischer Indianervölker gewährleistet wird. Die indianischen Stämme organisieren sich in selbstverwalteten Gebieten, sogenannten Resguardos, mit eigener Verwaltung und Rechtsprechung. Die größten indigenen Stämme sind die Wayu, deren 280.000 Angehörige auf der Guajira-Halbinsel an der Karibikküste nahe der Grenze zu Venezuela leben, die Embera im Grenzgebiet zu Panama mit 60.000 Mitgliedern und die Sinu (34.000), welche ebenfalls an der Karibikküste beheimatet sind.

meisten Männer und Frauen haben langes, dunkles Haar und indianische Gesichtszüge. Auch die Familien der Arhuaco wohnen jeweils in mehreren Häusern, die sie je nach Lust und Laune abwechselnd beziehen. Die Indigenas im Amazonasgebiet verteilen sich auf 50 verschiedene Ethnien. Die Makuna beispielsweise, noch ca. 600 Individuen, leben heute in der Region Vaupes am Ufer des Flusses Comena an der Grenze zu Brasilien und pflegen zu den Maku und Tukano ein freundschaftlich friedliches Verhältnis. Ein jedes Dorf hat ein eigenes Oberhaupt, Lehrer und Priester. Schamanismus und Naturreligionen werden hier großgeschrieben. Sie leben von Jagd, Fischerei und Landwirtschaft.

3,5 % INDIEGENE KULTUREN

102 VOLKS-STÄMME

14 SPRACHEN

Die Kogui-Gemeinde beispielsweise bewohnt das nördliche Gebiet der Sierra Nevada, schon seitdem sie vor den Spaniern in die Berge geflohen ist. Die Kogui-Indianer leben in runden Hütten, ihre höchste Autorität ist der Mamo, ein weiser Greis, der das Wissen der Ahnen in sich verkörpert und eine Art Brücke zwischen dem Spirituellen und dem Materiellen darstellt. Eines der obersten Ziele der Kogui ist es, nach Einsicht zu streben und Weisheit zu erlangen. Dies ist nur nach einem langen Gespräch mit einem der weisen Männer, die weit oben in den Bergen leben, möglich. Deshalb verlässt jeder Mann für eine längere Zeit sein Dorf und seine Familie, um Lehrzeit mit einem Mamo zu verbringen. Ein weiteres indianisches Bergvolk sind die Arhuaco, ein 4000 Mann starker Stamm. Die

Nabusimake

Arhuaco-Indigenas bei Nabusimake in der Sierra Nevada de Santa Marta auf dem Weg in die nächstgelegene Stadt, welche mehrere Stunden entfernt liegt

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Kolumbien | Reisebeispiel

KULTURRUNDREISE VIAJE CULTURAL

MYTHOS EL DORADO BUCARAMANGA 15 TAGE KULTURRUNDREISE Que viva Colombia – erleben Sie den Zauber Kolumbiens: Authentizität, Einzigartigkeit, Exotik, tolles Klima, viele Kontraste und freundliche Menschen. Diese Reise bringt Ihnen zahlreiche Highlights nahe: Es erwarten Sie ein spektakuläres Panorama über die Hauptstadt Bogotá, das koloniale Erbe der „Weißen Stadt“ Popayán und mit San Agustín eine der eindrucksvollsten Ausgrabungsstätten Südamerikas. Sie erkunden den Tayrona Nationalpark, wo sich hinter üppigem Grün karibisches Flair gepaart mit traumhaften Stränden und sattblauem Meer versteckt. Um Land und Leuten näher zu kommen besuchen Sie einen indigenen bunten Markt, lernen beim Kaffeebauern viel Wissenswertes über die wertvolle Bohne und verbringen einen Abend in einer typischen Salsa-Schule. Das hübsche Cartagena mit seiner einzigartigen Symbiose aus karibischem Charme und kolonialem Erbe bildet den krönenden Abschluss der Reise – erfahren Sie Kolumbien!

Tayrona NP Santa Marta

HÖHEPUNKTE • Koloniales Erbe von Popayán bis Cartagena • Mystische Salzkathedrale von Zipaquirá • Ausgrabungsstätte San Agustín • Traumstrände im Tayrona Nationalpark • Besuch einer Kaffeefarm

REISEVERLAUF 1 2 3 4 5 6

Ankunft in Kolumbien Bogotá Bogotá – Zipaquirá – Villa de Leyva Villa de Leyva – Bogotá Bogotá – San Agustín San Agustín 7 San Agustín 8 San Agustín – Popayán 9 Popayán 10 Popayán – Silvia – Cali 11 Cali – Bogotá – Santa Marta 12 Tayrona Nationalpark 13 Santa Marta – Cartagena 14 Cartagena 15 Cartagena – Bogotá – Heimreise

Cartagena

Bogotá Villa de Leyva Zipaquira Bogota Cali Popayan

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Silvia

San Agustin

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Guten Appetit BUEN PROVECHO

Ajiaco – beliebtes Gericht

Fischer in Nuquí


Obstverk채uferin in Cartagena

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Kolumbien | Kulinarisches

CEVICHE – DIE KUNST AM FISCH CEVICHE, PESCADO HECHO ARTE von Markus Recknagel

Ich hänge durch, bin müde und der Kopf brummt. Ich fühle mich schlapp und dennoch… was war das für eine tolle Party gestern Abend! Gegen die Symptome nach einer durchtanzten langen Nacht gibt es ein Rezept: Ceviche. Schon beim Gedanken daran geht es mir ein Stück besser und ich mache mich auf den Weg zu meinem Stammlokal und bestelle einen Cocktail, der mir die Lebensgeister zurückgeben wird.

Ich habe die Wahl zwischen Seezunge, Shrimps, Krake und Muscheln und entscheide mich für den Fisch. Mir läuft das Wasser im Munde zusammen…

Ich bekomme nach ca. 20 Minuten einen üppigen Teller serviert, der mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Roher Fisch in Limette mariniert, mit Ingwer, Salz und Pfeffer abgeschmeckt und feinen Chilistücken und Zwiebelringen garniert. Dazu ein Stück Süßkartoffel und einen Maiskolben. Alle Geschmacksknospen werden bedient – süß, sauer, scharf, salzig und bitter (vom Bier). Ich setze die Gabel an und genieße. Ceviche gehört zu meinen Lieblingsgerichten und steht auf jeder guten kolumbianischen Speisekarte . Ceviche geht immer! Zum Glück ist die Zubereitung recht einfach.

» Buen provecho! « Ceviche

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RINDSLENDE IN ESPRESSO LOMO CON ESPRESSO

Ich esse gern, ich liebe gute Küche und es darf gern lecker sein. Kolumbien liefert die besten Zutaten für ein Gericht, welches ich in einem kleinen niedlichen Restaurant in Barichara, dem schönsten Kolonialstädtchen des Landes, ausprobiert habe. Lomo con Espresso stand auf der Speisekarte – das musste ich als Kaffeeliebhaber und bejahender Fleischesser ausprobieren. Als ich dann am Nachbartisch schon erspähen konnte, was mich da erwartet, war die Entscheidung endgültig gefallen.

ZUBEREITUNG 1

 Portwein, Espresso, Chilischote, Salz und Pfeffer verrühren und bei mittlerer Hitze etwa fünf Minuten köcheln lassen.

2

 Fleisch waschen, trocken tupfen und in 5 cm große Würfel schneiden

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Fleisch auf die Spießer schieben

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 Kaffee-Marinade abkühlen lassen und das Fleisch über Nacht einlegen

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 Fleisch aus der Marinade nehmen und in der heißen Pfanne (ideal ist auch ein Kontaktgrill) von jeder Seite etwa 4 bis 5 Minuten braten

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 Sesam kurz anrösten  Fleischspieße in geröstetem Sesam wälzen

Kolumbianer kochen für ihr Leben gern

ZUTATEN 600g Rindslende Fleischspieße an einem Salat aus Cocktailtomaten, Mango- und Avocadostücken servieren. Mit der groben Pfeffermühle darüber gehen und etwas Fleur de Sal dazugeben. Limettenspritzer. Fertig!

Kaffee-Marinade 50ml Portwein 1 Doppelter Espresso ½ Chilischote (moderate Schärfe) 1/3 TL Salz 1/3 TL Pfeffer Sesam Fleischspieße

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RON

RUM

Kolumbien | Spezialitäten

» Der Rum gehört zur Karibik wie die Palme zum perfekten Strand. «

Ron Medellin

Beides hat Kolumbien vorzuweisen, auch wenn Kolumbien nicht gerade zu den Ländern gehört, die insbesondere durch ihre Rumproduktion auf sich aufmerksam machen. Ein guter Freund bittet mich immer, Rum von meinen Reisen mitzubringen. Dieser Bitte komme ich gern nach, lässt sich so auch immer ein Stück Gefühl des jeweiligen Landes mit nach Hause nehmen. So auch bei Kolumbien.

Ron Viejo de Caldas

Ron Dictador Solera

Aus feinstem Zuckerrohr produziert und frisch verarbeitet werden die fruchtigen Nuancen und die Karamellsüße in Eichenholzfässern ausgebaut und verleihen dem edlen Tropfen die goldbraune Farbe. Holzaromen und Vanillegeschmack entfalten sich beim Genuss auf der Zunge. Insgesamt gibt es vier gute verschiedene Marken kolumbianischen Rums, welche in unterschiedlichen Reifegraden angeboten werden. „Ron Medellin“, „Ron Viejo de Caldas“, „Ron Dictador Solera“ und „Ron Hemingway“ sind ideale Mitbringsel. Die beiden ersten zeigen sich sogar in einem recht besonderen Gewand und sind in kleinen Tetra-Packs zu 250 ml zu bekommen. Zum Verschenken wirklich außergewöhnlich!

Ron Hemingway

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ROSENBLÄTTER PETALOS DE ROSAS

Kolumbien ist zweitwichtigster Schnittblumenproduzent der Welt . Exportschlager aus dem lateinamerikanischen Land ist die Rose, welche in 90 Länder verkauft wird. Mehr als 50.000 registrierte Schnittrosensorten gibt es weltweit! Hierbei sind es vor allem die roten Rosen, welche verrückte Namen wie „Black Magic“ oder „Bloody Mary“ tragen und zum Valentinstag 15% des gesamten Jahresumsatzes ausmachen. 450 Mio. Blumen verlassen für den „Tag der Liebenden“ ihre Heimat Kolumbien, wo ideale Wachstumsbedingungen vorherrschen. Das besondere Klima am Äquator sichert Temperaturen zwischen 12 und 27 Grad – Jahreszeiten kennt man in Kolumbien nicht, lediglich die Unterscheidung zwischen Regen- und Trockenzeit. Die Blumenproduktion hat deshalb das ganze Jahr über Konjunktur. Mit 200.000 Tonnen Blumen generiert Kolumbien einen Umsatz von ca. 1,3 Mrd. US-Dollar. Die langen Reihen der Gewächshäuser unweit von Bogotá bilden somit ein beträchtliches wirtschaftliches Standbein der kolumbianischen Ökonomie. Es gibt mehr als 500 Blumenzüchter und ca. 120.000 direkte und indirekte Jobs werden dank der Rosen in Kolumbien geschaffen.

Die Mehrheit der bei uns erhältlichen Rosen kommt also aus Kolumbien, mitunter auch aus dem Nachbarland Ecuador oder neuerdings auch aus Kenia – beides sehr starke Wachstumsmärkte.

Kandierte Rosenblätter

 OSEN KANN MAN ABER R AUCH ESSEN! Rosenblätter riechen wunderbar und können ihr süßliches, feines Aroma auch an Speisen und Getränke abgeben. In der modernen Küche wird mit der Rose gezaubert – Gerichte und Drinks mit Rosenblüten sind einfach, unkompliziert und lecker. Wichtig: Die Rosen dürfen nicht gespritzt oder behandelt sein. Am besten schmecken die Blätter von weißen Rosen. Sie haben einen süßen und nussigen Geschmack. rosendelikatessen.de

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Kolumbien | exotisches Obst

ENZYKLOPÄDIE DER FRÜCHTE ENCICLOPEDIA DE LAS FRUTAS von Nicole Bee

LULO

LULO (Solanum quitoense) Die Lulo ist eine der beliebtesten Früchte, um Saft zu machen. Gemischt mit Wasser und etwas Zucker schmeckt Lulosaft sehr erfrischend. Wer es schafft, eine Lulo pur zu essen, bekommt das Lachen sicher nicht mehr aus dem Gesicht, denn sie ist extrem sauer. Das Innere der runden Frucht ist orange-grün. Die orange, lederartige Schale ist mit einer pelzigen Hülle, ähnlich der der Kiwi, ummantelt. Den Geschmack der Lulo zu beschreiben ist schwer, denn sie ähnelt keiner uns geläufigen Frucht. Ich persönlich finde, sie schmeckt ein wenig nach Stachelbeere.

ANANAS

PIÑA

Wer in Kolumbien in eine Ananas beißt, hat gleich zwei Geschmäcker auf einmal im Mund, denn sind sie reif, schmecken sie durch ihre Süße nicht nur nach Ananas, sondern auch ein wenig nach Kokos. Oft wird die Piña in Scheiben geschnitten und portionsweise auf der Straße verkauft. Einen Frucht-Snack in Kolumbien zu bekommen ist sehr leicht – egal, wo man sich gerade befindet. Wussten Sie, dass die Zeit vom Pflanzen bis zur Ernte einer Ananas – je nach Anbauregion – bis zu 20 Monaten betragen kann?

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GUAVE

GUAYABA (Psidium guajava) Die Guave ist das wahrscheinlich meist genutzte Obst in Kolumbien. Die Kolumbianer essen die innen rosafarbene Frucht komplett, inklusive ihrer gelben Schale. Ebenso beliebt wie der Guavensaft ist der sogenannte „Bocadillo“, eine feste, geleeartige Süßigkeit, die aus der Frucht gewonnen wird und mit einem Glas kalter Milch dazu ein echter Energiebringer ist. Außerdem werden süße Kochbananen mit Bocadillo und Käse gefüllt und im Ofen gebacken – eine Köstlichkeit, die Sie nicht verpassen sollten!

MANGO

MANGO

Mangos gibt es in Kolumbien in Hülle und Fülle. Während der Erntezeit kostet eine ganze Kiste so viel wie eine einzige Flugmango in Deutschland. In Kolumbien werden aber nicht nur die reifen, süßen Mangos gegessen, sondern auch die unreifen. Mit etwas Salz und Limettensaft sind sie wunderbar erfrischend. Bei einer Busreise durch wärmere Gebiete kommt es nicht selten vor, dass an einer Mautstation Straßenverkäufer ans Busfenster klopfen und eine Portion „Mango biche“ für 1000 Pesos feilbieten.


Kolumbien ist das Land der exotischen Früchte und vor allem der frischen Fruchtsäfte. Ob im Supermarkt, an den Verkaufsständen in der Stadt oder auf dem Marktplatz eines jeden Dorfes – überall duftet es nach Mango, Orangen und Ananas. In Kolumbien gibt es keine einzige Familie, in deren Küche nicht mindestens ein Standmixer steht, um zum Mittagessen einen leckeren Saft – ob mit Wasser oder mit Milch – zuzubereiten. Probieren Sie einmal einen Saft aus…

Getränke aus frisch gepressten Früchten

SÜSSE GRANADILLA

GRANADILLA (Passiflora ligularis) Mein Bruder nennt die Granadilla “Fischfrucht”, nicht weil sie so schmeckt, sondern weil sich in der runden Frucht, die mit der Maracuja verwandt ist, kleine graue, glibberige Kerne befinden. Zum Essen bricht man die harte Schale in der Mitte auf und schlürft die Kerne heraus. Das ist sehr erfrischend und im Gegensatz zur Maracuja gar nicht sauer. Auch die Curuba (Passiflora tripartita) ist mit der Maracuja verwandt. Ihr Saft ist mein absoluter Favorit – probieren Sie ihn mit Milch!

PHYSALIS

UCHUVA

Eine Frucht, die Sie in Deutschland leicht bekommen können, ist die Uchuva (Physalis). Die kleine, orange Kapstachelbeere ist mit papierartigen Blättern umhüllt. Achten Sie im Supermarkt einmal darauf: Die Physalis kommt fast immer aus Kolumbien. Aus ihr wird ebenso Saft gewonnen wie aus der Tomate de Arbol, der Baumtomate, die kein Gemüse ist und auch überhaupt nicht nach unserer herkömmlichen Tomate schmeckt. Probieren Sie einmal den Saft dieser außergewöhnlichen Frucht!

STACHELANNONE

GUANABANA (Annona muricata) Die Guanabana sieht für mich aus wie ein kleines Monster. Sie ist außen grün und mit breiten Stacheln versehen. Für eine Frucht ist sie recht groß, denn die Guanabana kann bis zu 40 cm hoch und bis zu 5 Kilo schwer werden. Ihr Fruchtfleisch ist weiß und lamellenartig. In jeder der vielen Lamellen steckt ein großer, schwarzer Kern, der für die Gewinnung des Saftes herausgedrückt wird. Das ist sehr aufwendig, lohnt sich aber – besonders mit Milch ist der Saft empfehlenswert.

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Kolumbien | Kaffeeland

EXPRESS-ESPRESSO ESPRESSO EXPRESO

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MONATE REIFEN DIE KAFFEEKIRSCHEN

Bis wir einen leckeren Espresso in der Tasse haben, müssen so einige Prozesse durchlaufen werden – so ganz express läuft dies nämlich nicht ab. Von der Ernte bis zur Röstung sollen einmal die einzelnen Schritte kurz beschrieben sein:

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TAGE TROCKNEN DIE BOHNEN

12,5

MIO. SÄCKE (À 60 KG) ERNTEVOLUMEN

95

% EUROP. KAFFEEIMPORTE MIT CONTAINERN

200

KAFFEERÖSTEREIEN RÖSTEN DIE BOHNEN

165

LITER KAFFEE PRO KOPF VERBRAUCH IM JAHR

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Kaffeekirschen werden nach wie vor von Hand geerntet

ERNTE Die Grundlage eines Spitzenkaffees sind ideale Anbaubedingungen (perfektes Klima, schattenspendende Bäume und reiche Böden). Die entsprechende Sorgfalt der reifen Kaffeekirsche sowie der Zeitpunkt der Ernte sind ebenso essenziell. Um die Kerne (Bohnen) dieser Kaffeekirschen, welche einen Reifeprozess von ca. 10 Monaten durchlaufen, geht es letztendlich. Die Kirschen ändern ihre Farbe von grün über gelb zu rot. Erst wenn sie rot sind, werden sie geerntet. Dies geschieht von Hand, um den perfekten Reifegrad zu erwischen. Nur so lässt sich Qualität garantieren.

VERARBEITUNG Nach der Ernte muss eine rasche Verarbeitung erfolgen, denn die Bohne ist so nicht lagerungsfähig. Die „pulpa“, das Fruchtfleisch, wird in einer dazu entworfenen Maschine abgequetscht und trennt die Bohnen heraus. Diese kommen nun in einen Wassertank, wo sie absinken und jene mit zu kleinem Kern oben schwimmen bleiben und aussortiert werden können. Für die nächsten 36-48 Stunden verbleiben die Bohnen im Tank. Restliches Fruchtfleisch und die schleimige Pektinschicht fermentieren und werden vom „Pergament-Kaffee“ getrennt. In den folgenden 10 Tagen werden die Bohnen nun gleichmäßig und unter ständigem Wenden von der Sonne getrocknet. Lediglich nachts werden die Bohnen abgedeckt. Die verbleibende Restfeuchte liegt dann bei ca. 13%. Die Pergamenthaut, mit darunter liegendem Silberhäutchen, muss als Schutz auf der Bohne verbleiben, Bohnen mit beschädigter Pergamenthaut werden daher aussortiert. Erst kurz vor dem Export werden die Pergamenthaut und Teile der Silberhaut entfernt.

TRANSPORT EUROPA In Kolumbien angebaut, gepflückt, gewaschen und sortiert, gelangen sie zunächst in ein Zentrallager und werden auf Schiffe verladen. Der Großteil der Ware erreicht Hamburg und wird nach Ankunft auf Qualität und Menge geprüft. Erfahrene Röstmeister kümmern sich nun um die weitere Verarbeitung der Bohne.


Kaffeebauer im Kaffee-Dreieck (Manizales - Perreira - Armenia)

RÖSTUNG Ein qualitativ hochwertiger Kaffee wird im Trommelröstverfahren schonend bei ca. 200°C etwa 20 Minuten geröstet, wobei die aggressiven Fruchtsäuren abgebaut werden. Die feinen Fruchtsäuren, die dem Kaffee Körper und Charakter verleihen, bleiben dabei erhalten. Espresso-Bohnen werden in der Regel etwas länger geröstet – dadurch entstehen sehr kräftige Aromen und der Säuregrad wird auf ein Minimum reduziert.

VERPACKUNG Kaffee gehört zu den Luxusgütern und ist ein sehr sensibles Produkt. Die richtige Verpackung und damit einhergehende Lagerung bestimmen zu einem sehr hohen Grade, dass der Geschmack lange erhalten bleibt. Der Geschmack kann wesentlich von folgenden Faktoren beeinflusst werden: Feuchtigkeit, Sauerstoff, Temperatur, Fremdgerüche und Licht. Die Ventilpackung ist daher die perfekte Lösung und zugleich Indikator für edle Ware. Nach der Röstung wird über das Aromaventil freigesetztes Kohlendioxid abgegeben und kann entweichen – was für die Kaffeearomen sehr wichtig ist.

Salento

LAGERUNG Nur eine gut verschlossene Kaffeeverpackung erhält die Aromen. Kaffee sollte an einem kühlen, lichtgeschützten Ort gelagert werden. Vermieden werden sollten Fremdgefäße, da diese Restaromen enthalten könnten. 6-8 Wochen kann ein Kaffee problemlos gelagert werden.

ZUBEREITUNG Unterschiedlichste Zubereitungsarten und technische Hilfsmittel – vom Siebträger bis zum einfachen Aufbrühen – lassen eine sehr breite Palette an Varianten zu. Ich liebe meinen Espresso heiß, mit einer schaumigen Crema und ein wenig Zucker!

Kaffeevariationnen

traditionsreiche Kaffeemarke

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5

NATUR

Delfín Rosado

9

Oso de Anteojos

NATURALEZA

3

4

6

1

Bogotá 2

5

7

1

 Pferde in den Llanos

2

Wachspalmen im Cocoratal

3

 Tayrona

4

Laguna de Los Patos in der Guajira

1


3

2

4

5

6

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5

 Caño Cristales

6

 Pelikan vor der Küste von Tolú

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 Totenkopfäffchen im Amazonasgebiet

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Kolumbien | Draußen zu Hause

VERZAUBERTE BERGE DER GUAINIA

Puerto Inírida

MONTAÑAS ENCANTADAS DEL GUAINIA

Vom Dschungel bis auf die Bergspitzen; überall beeindruckende Natur

Seit mehreren Jahren bin ich dem Mythos, der Lebensfreude und den landschaftlichen Kontrasten Kolumbiens verfallen. Mein bester Freund in Kolumbien weiß das und forderte mich heraus....

„Ich wusste es, diese Reaktion habe ich erwartet!“ sagt er und wir schmieden sofort den Plan, eine kleine Expedition dahin zu starten.

Wir saßen abends gemütlich bei Rum und leckeren Empanadas (kleine Teigtaschen) und redeten über die positive Entwicklung des Landes, die Möglichkeiten, die sich ergeben haben und über Reiseziele, welche auf der touristischen Landkarte auftauchen. Plötzlich steht René auf und sagt zu mir: „Ich werde Dir jetzt ein Foto zeigen“. Gesagt, getan!

DIE CERROS MAVECURE,

Beim Anblick der Fotografie kommt mir sofort ein Gedanke in den Kopf – da muss ich hin! Ich spreche den Gedanken aus und René fängt an zu lachen.

Tafelberge, die mitten im Regenwald aus der Ebene ragen und von denen einer sogar erklommen werden kann, sind also unser nächstes Ziel. Seit kurzem gibt es wieder eine Flugverbindung von Bogotá nach Puerto Inírida und bei der Ankunft am Mini-Flughafen schaue ich mir das Verzeichnis der internationalen Ankünfte in den Unterlagen der Migrationsbehörde an. 2 Touristen im letzten Jahr (wir registrieren den Monat November)! Es ist tatsächlich eine kleine Expedition, denn es gibt noch keinerlei touristische Infrastruktur in diesem Gebiet. Wir müssen Zelte mitnehmen, ein Boot und einen Bootsführer organisieren sowie Proviant besorgen. Oben auf dem Gipfel angekommen, genieße ich den Blick über die Weite des Amazonastieflandes und strahle meinen Begleiter an. »

Kolumbien ist wahre Magie «

Die Berge sind ca.150 m hoch und man hat einen wunderbaren Blick auf den Regenwald

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SCHNEE IN DEN ANDEN DER COCUY NIEVE ANDINA EN EL COCUY Trekking in Kolumbien ist dank der abwechslungsreichen Landschaften, den kulturellen Höhepunkten und der vielfältigen Flora und Fauna ein ganz besonderes Erlebnis. Touren mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden ermöglichen es Reisenden aller Fitnesslevel, Kolumbien wandernd zu entdecken. Ein Name, der beim Thema Trekking immer wieder fällt, ist der Nationalpark Cocuy in der östlichsten Gebirgskette der Anden. 25 Berge reihen sich dicht aneinander und bilden die Kordillere von nur 30 Kilometern Länge. Die abwechslungsreiche Umgebung mit ihren schneebedeckten, majestätischen Gipfeln, kristallklaren Seen und tiefgrünen, üppig bewachsenen Tälern bietet eine reizvolle Kulisse – an dem endlosen Blick über das Andenpanorama mag man sich oft gar nicht sattsehen! Leuchtend gelbe Frailejones säumen den Weg, während immer wieder Kondore und Brillenbären vor die Linse huschen. Auch Elche, Raubkatzen und zahlreiche Vogelarten sind hier Zuhause.

Vor allem während der Hauptsaison von Dezember bis Februar sind die Wandermöglichkeiten schier endlos. Schon eine Tagestour führt zum Gipfel des Pulpito de Diablo. Wer den Nationalpark in seiner ganzen Pracht erkunden möchte, sollte die klassische 6-tägige Rundwanderung ab Güican oder El Cocuy wählen (aktuell unter Nationalpark-Reglementierung). Schneewanderungen sind in Cocuy ebenso möglich wie das Baden in den heißen Thermalquellen in Güican oder in einer der Lagunen am Wegesrand. Ein Besuch des U’wa-Reservates bietet Einblicke in die Kultur der indigenen Bewohner der Region und ist eine lohnenswerte Ergänzung zum Trekking.

Nationalpark Sierra Nevada del Cocuy

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Kolumbien | Natur

DIE VERLORENE STADT CIUDAD PERDIDA

Ciudad Perdida

Die verlorene Stadt „Ciudad Perdida“ – nach Machu Picchu die größte wiederentdeckte präkolumbianische Stadt Südamerikas – liegt im Norden Kolumbiens in der Sierra Nevada de Santa Marta, welches zugleich das höchste Küstengebirge der Welt ist. Lediglich 13 km Luftlinie trennen schneebedeckte Gipfel vom karibischen Meer! Auf wilden Pfaden gelangt man durch den undurchdringlichen Regenwald im Territorium der Kogui zur Stadt der Tayrona-Indianer. Es geht 3 Tage über Berge und Täler, durch reißende Flüsse, vorbei an Wasserfällen, Kokaplantagen, seltenen Tierarten und Indianerdörfern bis zum finalen Aufstieg der 1200-stufigen Felstreppe. Oben angekommen, beeindrucken sowohl das Panorama als auch die faszinierende Ausgrabungsstätte selbst, die erst 1975 wiederentdeckt wurde. Der Komplex liegt auf einer Höhe von 900 m bis 1300 m und besteht aus 200 Brücken, Terrassenund Bewässerungsanlagen. Die hölzernen Rundhäuser, in denen die Tayrona einst lebten, wurden vom Zahn der Zeit besiegt und sind heute nicht mehr zu sehen. Die Anlage war einst das politische und wirtschaftliche Zentrum der Tayrona und beherbergte zeitweise bis zu 4000 Menschen. Wer sich etwas genauer umsieht, erkennt an den zahlreichen Überresten von Werkzeugen und Hilfsmitteln für den Alltag, dass die Tayrona ein äußerst hoch entwickeltes Volk waren. Tipp: Im Tayrona-Nationalpark kann man sich einen Eindruck von den ehemaligen Rundhäusern verschaffen. Das luxuriöse Ecohab Hotel, direkt am Strand gelegen, wurde diesen Behausungen nachempfunden.

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Touristen bestaunen die Tierwelt entlang des Amazonas

Faultier


MYTHOS AMAZONAS MITOS DEL AMAZONAS

Das Amazonasgebiet – Gegenstand zahlreicher Geschichten, Mythen und Legenden – Urwald, Dschungel, die Lunge der Erde. Heimat für unzählige exotische Tier- und Pflanzenarten. Grün, feucht und schwül. Üppig, laut und von gigantischen Ausmaßen. Von überall her sirrt und schwirrt es, die unterschiedlichen Düfte überwältigen die Sinne und in jedem Baumwipfel kann man einen neuen Grünton entdecken. Da kommt schon mal der ein oder andere Moment des Nervenkitzels auf, wenn man sich auf dem Trek durchs dichte Gestrüpp plötzlich von Angesicht zu Angesicht mit einem Jaguar wähnt – doch keine Sorge, die Urwaldbewohner sind zwar laut, dafür aber scheu, sodass ein gebührender Sicherheitsabstand gewährleistet ist.

Tor zum Amazonas und Hauptstadt der gleichnamigen Region ist das hübsche Städtchen Leticia. Von hier aus führen zahlreiche Wege in den Dschungel hinein, Tagestouren und Ausflüge können von hier aus problemlos unternommen werden. Nach zwei Fahrtstunden mit dem Schnellboot gelangt man nach Puerto Nariño – in der Nähe der Tarapoto-Seen gelegen, bietet dieses Örtchen eine Zuflucht für all diejenigen, die der Zivilisation überdrüssig sind. Der Besuch der Affeninsel, Fahrten im Einbaum, Piranha-Fischen, Wanderungen durch den dichten Regenwald sowie das Kochen mit den Einheimischen machen aus diesem Erlebnis ein Bekenntnis zur Natur.

Bogotá

Puerto Nariño

Tukan

Jaguar

Leticia

Totenkopfaffe

Das kolumbianische Amazonasgebiet macht fast ein Drittel der Gesamtfläche des Landes aus und ist überraschend dicht bevölkert: von Kaimanen, Jaguaren und Tapiren, Seekühen, rosa Delfinen und natürlich Affen und Vögeln, soweit das Auge reicht.

Flussdelfin

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Kolumbien | Natur

TIERBEOBACHTUNGEN IM CASANARE

Yopal

OBSERVACION DE ANIMALES EN EL CASANARE

Safari

in Kolumbien?

Na klar!

Nur Wo?

Eule und Krokodil im Casanare

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Die meisten Menschen gehen davon aus, dass man im Amazonas viele Tiere sehen und beobachten kann. Prinzipiell stimmt das; es gibt eine sehr üppige Fauna im Regenwald, allerdings ist sie schwer zu entdecken. Grund dafür ist die dichte Vegetation, teilweise schlechte Lichtverhältnisse und das ungeschulte Auge.

In den weiten Ebenen der Llanos lassen sich unvergessliche Tierbeobachtungen garantieren: Anakonda, Ameisenbär, Kaiman, Wasserschwein, Brüllaffe, Eule, Ibis und Schildkröte und jede Menge mehr!

Ideale Bedingungen findet man hingegen in den Llanos vor, ein Gebiet welches mit regelmäßigen Überschwemmungen und Dürreperioden versehen ist. Offenes Land mit relativ wenig hohem Vegetationsbewuchs ermöglichen fantastische Erlebnisse. Exkursionen in diesem Gebiet finden daher in Allradfahrzeugen, Booten oder hoch zu Ross statt.

Tipp: Die Haciendas der Region mit enormen Ausdehnungen, wo ursprünglich Weiderinder und Pferde gezüchtet wurden, haben sich seit vielen Jahren durch privates Engagement in ein Schutzgebiet verwandelt, in dem sich unzählige Tiere ihren natürlichen Lebensraum zurückerobert haben. Als Zugabe erfahren Sie von den ehemaligen Farmern viel über deren Traditionen und Bräuche.


SAN GIL – EIN ABENTEUERPARADIES

San Gil

SAN GIL – UN PARAISO DE AVENTURA Stalagmiten. Ein Bad in einem der unterirdischen Stauseen wird zum unvergesslichen Erlebnis! Wer nach diesem Gastspiel als Indiana Jones noch Energie übrig hat, der sollte Santander aus der Vogelperspektive erkunden, beispielsweise beim Gleitschirmfliegen odermit einem Bungee-Jump. Der Naturpark El Gallineral im Süden von San Gil ist mit seinem botanischen Garten, dem Curiti-Wasserfall und dem großen Badesee ein beliebtes Ziel für gemächlichere Ausflüge. Abseiling am Wasserfall

San Gil – allein der Klang dieses Namens bringt die Augen von Adrenalinjunkies zum Leuchten. Immerhin gilt der hübsche Kolonialort in der Provinz Santander als das Outdoor-Mekka schlechthin in Kolumbien.

Trotz aller aktiven Verlockungen sollte ein Bummel durch San Gil selbst nicht unter den Tisch fallen, denn völlig zu Recht gilt der sehenswerte Kolonialort als

„San Francisco in Miniatur“.

Rafting auf dem Rio Suarez

Ob zu Land, zu Wasser, in der Luft oder sogar unterirdisch: Den Abenteuern sind hier keine Grenzen gesetzt. Beim Rafting oder Kajaking auf dem „Hausfluss“ Rio Fonce oder dem etwas wilderen Rio Suarez geht es spritzig-erfrischend zu, während einem Mountainbike- oder Trekkingtouren in der umliegenden hügeligen Landschaft schon eher den Schweiß ins Gesicht treiben. Nicht entgehen lassen sollte man sich einen Abstecher in die berühmten Höhlen in der Umgebung, allen voran die Cueva Indio oder die Cueva de la Vaca. Nach einer waghalsigen Abseiling-Aktion belohnt der Anblick der atemberaubenden Tunnelsysteme mit seinen spektakulären Stalaktiten und

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Kolumbien | Natur

NEBELWÄLDER IN DER NÄHE BogotáS PÁRAMO CERCA DE BOGOTÁ So manchen „Reisenden“ verschlägt es mehr oder weniger zufällig nach Kolumbien – zum Beispiel im Rahmen einer Geschäftsreise. Gern möchte man das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden und sich etwas im Lande umschauen. Kolumbien ist unwahrscheinlich groß und hat extrem viel zu bieten. Was tun? Das Angebot ist vielfältig groß, die Zeit begrenzt. Zum Glück gibt es in der Nähe Bogotás mehrere National- bzw. Naturparks.

Laguna Siecha im Chingaza Nationalpark

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Die Nationalparks Chingaza und Sumapaz sind innerhalb ca. einer Stunde Fahrt von der Hauptstadt aus zu erreichen. Eindrucksvolle Landschaften liegen vor Ihnen. Unzählige

Frailejones enormen Ausmaßes schmücken die Landschaft und geben ihr einen Hauch von Mystik. Hier befinden sich heilige Lagunen, in welchen die Muisca-Indianer ihre Zelebrationen veranstalteten, Götter verehrten und Opfer brachten. Landschaftliche Schönheiten, kulturelle Einblicke und Lebensader Bogotás zugleich...

... und das alles vor den Toren der größten Stadt Kolumbiens.


EIN Fluss AUS FARBEN – CAñO CRISTALES CAÑO CRISTALES, UN RIO DE COLORES Es gibt viele Orte innerhalb Kolumbiens, die ich schon mehrfach besucht habe, der Caño Cristales gehört ebenso dazu. Ein Ort, der seinesgleichen sucht, ein Ort, den es kein zweites Mal gibt. Um es mit einem Wort auszudrücken, würde ich wahrscheinlich MARAVILLOSO (wundervoll) wählen.

Fahrt aufnimmt und mehr und mehr Gäste Kolumbien und seine Naturschätze entdecken und damit auch das Bewusstsein wächst, die natürlichen Ressourcen entsprechend zu schützen. Ich bin begeistert!

Eine Alge gedeiht in den Flussauen und vielzähligen Kaskaden und verwandelt, ja verzaubert das Gesamtbild dieser Region. In den Monaten Juli bis November verändert die sonst grüne und unscheinbare Alge ihre Farbe und zeigt sich in einer Farbpalette, die von leichtem rosa über sattes rot, bis hin zu intensivem pink reicht. Schwüle Hitze und sengende Sonne lassen in mir den Wunsch keimen, mich in die Fluten zu werfen, ich brauche eine Abkühlung! Unser Guide sagt, dass ich mich noch etwas gedulden muss, denn seit letztem Jahr gibt es hier einige Neuerungen und damit einhergehende Regulierungen. Ich bin überrascht, denn bei meinem letzten Besuch vor vier Jahren gab es keinerlei Einschränkungen.

Ein Paradies aus Farben: die weitverzweigte Canyon-Landschaft des Caño Cristales

Verantwortungsvoller Umgang mit der Natur und Nachhaltigkeit werden in Kolumbien groß geschrieben und so lässt sich einerseits feststellen, dass der Tourismus langsam

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Kolumbien | Reisebeispiel

FOTOREISE

VIAJE FOTOGRÁFICO

Bogotá

Pfeilgiftfrösche im Dschungel von Nuquí

DIE KONTRASTE IM FOKUS 14 TAGE FOTOREISE Ihr Reiseleiter hat acht Jahre lang in Südamerika gelebt und gearbeitet. Seiner „alten Heimat“ und ihren Bewohnern ist er bis heute tief verbunden, was ihn regelmäßig auf Foto-Exkursionen nach Kolumbien führt.

Eine unterirdische Kirche aus Salz, das koloniale Kleinod Cartagena, die Traumstrände der Karibik, die Kolibris im dichten Nebelwald, der „Caño Cristales“, ein bunt blühender Fluss, die Pazifikküste, wo Wale ihre Jungen zur Welt bringen, der üppig grüne Dschungel und einzigartige Tierbeobachtungen: all das ist Kolumbien und offenbart sich Ihnen in Form einer außergewöhnlichen Vielzahl an erlesenen Fotomotiven -

» Willkommen im Paradies! «

Salzkathedrale Zipaquirá

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HÖHEPUNKTE

REISEVERLAUF

• Nebelwald Chiquaque – Kolibri-Beobachtung und kurze Verschlusszeiten • Caño Cristales – intensive Farbkontraste, Arbeit mit Filtern • Zipaquirá – Fotografie unter Tage mit Stativ • Nuquí – Pfeilgiftfrösche und die Makrofotografie • Islas del Rosario – Unterwasserfotografie in der Karibik

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Ankunft in Bogotá Bogotá Nebelwald Chiquaque – 6 Caño Cristales 7 Zipaquirá 8 – 10 Nuquí 11 Medellin 12 Cartagena 13 Islas del Rosario 14 Cartagena – Bogotá – Heimreise


Strand & Meer MAR Y PLAYA

Johnny Key, San Andres

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San Andres

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Kolumbien | Meer

PAZIFIK-TRÄUME SUEÑOS DEL PACIFICO von Nicole Bee

Es ist Januar, der kalte Wind hat mein Gesicht schon tiefgekühlt. Ich schaue auf die Schiffe im Hafen, wie sie herausfahren und Fernweh überkommt mich. Der Wind hört auf zu pfeifen und die Sonne kommt hinter den Wolken hervor. Ich schließe die Augen, spüre die Sonnenstrahlen und höre die Wellen, wie sie gegen das Boot platschen: Pozo ist wie immer gekommen, um mich persönlich in Empfang zu nehmen.

»Bien, bien – Nico?« begrüßt mich Pozo. Mit diesem Satz beginnt die Zeit, ihre Bedeutung zu verlieren – ich bin in meinem Paradies angekommen: Nuquí – am kolumbianischen Pazifik.

Abendstimmung am Strand

Am Bootsanleger laden wir unser Gepäck ein. Eduardo, Pozos Bruder, ist auch mitgekommen. Er sitzt an der Spitze des Bootes, um die Richtung weisen zu können. Das ist

Vorschrift, denn Pozo könnte den Weg sicher mit verbundenen Augen finden. Im Boot sprechen wir nicht viel – wir grinsen uns an – voller Freude, uns wiederzusehen und ich genieße die Ruhe, das Meer, das warme Spritzwasser und die Sonne.

» Das Wasser hat hier sieben Farben, sagt man«. Von smaragdgrün über dunkelgrün bis leuchtend türkis – je nach Gebiet und Sonneneinstrahlung wechseln die Farbtöne. Mein Blick schweift vom Meer an die Küste. Der dichte Regenwald reicht bis an den feinen, grauen Sandstrand. So oft habe ich es schon gesehen, aber sattsehen? Niemals! Das Wasser sieht so wunderbar klar, warm und einladend aus, dass ich am liebsten schon vom Boot aus hereinspringen würde. Bei dem Gedanken muss ich unweigerlich grinsen und erinnere mich an meine

»Geldwäsche-Aktion«. Ich war als Reiseleiterin mit zwei Familien unterwegs. Zwei Elternpaare mit ihren fünf pubertierenden Jungs, die ich von Beginn unserer dreiwöchigen Tour an versuchte zu beeindrucken – ohne Erfolg. Also überlegte ich mir, dass es doch cool wirken könnte, wenn ich mich während der Bootsfahrt in die Fluten stürze. Vielleicht könnte ich ihnen damit imponieren – schließlich wollte ich nicht den Rest der Reise die langweilige Reiseleiterin sein. Also präparierte ich mich, legte die Kamera zur Seite, nahm meine Brille ab... und sprang samt Kleidung vor den Jungs einfach so aus dem Boot ins Wasser.

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Nuquí

Leider hatte ich vergessen, dass ich unter meinem T-Shirt noch den Bauchgurt mit Geld und EC-Karte trug. Als ich glücklich aus dem Wasser auftauchte, schrien alle schon vom Boot aus „Nicooole – das Geld!“ Zum Trocknen haben wir dann die vielen Geldscheine bei unserer Ankunft mit Steinen beschwert und ich musste mir den Rest der Reise anhören, dass ich den Begriff „Geldwäsche“ eindeutig nicht verstanden habe :) Aber die nachfolgenden Erlebnisse ließen allen Spott schnell vergessen. Nicht nur die Jungs waren happy, sich im Regenwald an den Lianen – wie Tarzan – über den Fluss schwingen zu können, auch ihre Eltern hat-

ten wahre Freude daran, den Regenwald zu erkunden. Bei einer langen Wanderung durch das dichte Grün, vorbei an riesigen Bäumen und Farnen, gelangten wir zum „Carrezalito“, einem Hügel übersäht mit Epiphyten, in denen die Pfeilgiftfrösche zu Hause sind. Die kleinen, bunten Frösche sondern ein Gift ab, das indigene Völker zur Jagd an ihren Speerspitzen verwandten. Beim Mittagessen konnten wir uns einmal wieder den Bauch mit frischem Fisch und Kokosreis vollschlagen und waren so konzentriert auf diese wunderbaren, exotischen Geschmäcker, dass wir alle fast vom Stuhl fielen, als Pozo plötzlich rief:

»Balleeeenaaaaas!« (Wale). Und tatsächlich – vor uns auf dem Meer schraubte sich einer der Riesen aus dem Wasser und ließ sich auf die Wellen platschen. Pozo bereitete so schnell wie möglich das Boot vor und wir fuhren hinaus aufs Meer. Direkt neben uns tauchten die Buckelwale immer wieder auf und stießen Wasser aus ihrem Blasloch. Ein einzigartiges und faszinierendes Spektakel! Die Sonne scheint auf mein Gesicht. Ich höre die Wellen gegen das Boot platschen…und schaue auf den Hafen, wie die Boote herausfahren.

StandUp Paddeling mit Walen vor der Küste von Nuquí

BAHIA SOLANO Der Nationalpark Enseñada de Utria ist an Artenreichtum unübertroffen, da sich auf einer Fläche von 10 km² schon allein vier verschiedene Ökosysteme befinden. Von Bahia Solano aus ist der Nationalpark gut zu erreichen.

Bahia Solano

Utria NP

Tägliche Bootsexkursionen zur Walbeobachtung in der Paarungszeit zwischen Juli und Oktober

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Kolumbien | Strand

Providencia San Andres NP Tayrona Santa Marta Ciudad Perdida Cartagena

KARIBIK-Küste COSTA CARIBE

Bogotá

Die Strände südlich von Cartagena und rund um den Parque Tayrona bieten dagegen noch viel Platz: Ein Glücksfall für alle Wassermänner, Urlaubsnixen und Sonnenanbeter.

San Andres – El Acuario

Nahezu 1000 Kilometer Karibikküste weist Kolumbien auf. Das sind jede Menge Korallenriffe, Buchten, Sandstreifen, sanfte und bewegte Wellen. Die unzähligen Strände des Landes bieten für jeden Geschmack etwas. Wer nach dem Tag im Wasser reges Nachtleben sucht, sollte bei der Ortswahl Cartagena, Santa Marta oder San Andres ins Auge fassen. Sehen und Sich-sehen-lassen heißt es hier, bei heißer Musik und kühlen Drinks.

Tayrona Nationalpark

San Andres – Strandpromenade

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Dicht unter der Wasseroberfläche kann man mit Rochen und Schildkröten schnorcheln, während Taucher bei Taganga und Capurgana auch auf Zackenbarsche und Muränen treffen können. Eine Welt für sich bilden die Karibikinseln San Andres, Providencia und Santa Catalina. Fast 800 km von Kolumbien entfernt, dienten sie vielen Piraten einst als Unterschlupf. San Andres lockt mit weißen Sandstränden und kristallklarem Wasser, seine Korallenriffe sind ideal zum Schnorcheln. Eher beschaulich geht es auf den beiden anderen Inseln zu: Karibische Gelassenheit statt aufgeregter Trubel. Das Korallenriff vor Providencia ist das drittgrößte der Welt, eine farbenprächtige Unterwasserwelt mit unzähligen Drückerfischen, Seeanemonen und Zackenbarschen.


KolumBien

aB FranKFurt

münchen

düsseldorF

hamBurg

hannover

Berlin

Bogotá – traditionsreiche stadt und tor ins atemBerauBende KolumBien 1945–2015

WORLD TRAVEL AWARDS 2014

WORLD TRAVEL AWARDS 2014

Europe´s Leading Airline to Africa

Europe´s Leading Airline to South America

Companhia Aérea Líder Europeia para África

Companhia Aérea Líder Europeia para a América do Sul

flytap.com


Kolumbien | Meer

SEGELN VOR CARTAGENA

Segelromantik

NAVEGACION EN CARTAGENA

Die Stadt Cartagena de Indias, auch bekannt als „La Heroica“ (die Heldenhafte Stadt) bietet weit mehr als die magische Geschichte ihrer Stadtmauern vermuten lässt. Cartagena ist die zweitälteste Stadt Kolumbiens und liegt inmitten einer der breitesten, tiefsten und schönsten Buchten der Welt, die jährlich von Hunderten Handelsund Kreuzfahrtschiffen angesteuert wird. Hier finden Sie im seichten Gewässer ein ideales Ziel um sich während Ihres Aufenthaltes in dieser spannenden Stadt einmal so richtig zu erholen –

»die koloniale Perle der Karibik erwartet Sie!«

Rosario Archipel

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Neben dem geschichtsträchtigen Ambiente der Altstadt bietet Cartagena mehrere vorgelagerte Inselgruppen, Islas del Rosario und die San Bernardo Islas, die man wunderbar mit dem Segelschiff oder dem Katamaran erobern kann.

Außerhalb der beeindruckenden Bucht von Cartagena befinden sich die paradiesischen Inseln des natürlichen Unterwassernationalparks Corales del Rosario und das unglaubliche Archipel von San Bernardo, mit 37 exotischen Inseln, reich an Vogelarten, Mangroven und einer attraktiven Meeresfauna für Taucher und Schnorchel-Liebhaber; der perfekte Ort für Groß und Klein, um die tolle Natur von Bord eines Segelschiffes zu entdecken und zu genießen. Täglich durchqueren einige Schiffe diese Gewässer und versuchen dabei den besten Platz zu ergattern um die Szenerie der Stadtlichter perfekt einzufangen. Die Stadt stellt sich zur Schau und offenbart von der Bucht aus prahlerisch ihren Charme, in welchen sich schon so mancher Einheimische und Besucher verguckt hat. Das Segeln ermöglicht Ihnen den direkten und exklusiven Kontakt zum Meer, lässt Raum zum Sportsegeln, Angeln, Entspannen oder für Ausflüge auf die verschiedenen Inseln. Verlieren Sie sich für eine Weile auf dem Meer und in der Natur.


LA GUAJIRA – EIN PARADIS FÜR KITESURFER LA GUAJIRA - PARAISO PARA LOS SURFISTAS DE KITE

La Guajira, die Heimat der Wayu-Indianer, der größten indigenen Gemeinschaft Kolumbiens liegt im Grenzgebiet zu Venezuela und markiert zudem den nördlichsten Punkt des Landes. Die Wayu sind unglaublich stolz, schätzen ihre Kultur und pflegen die alten Traditionen. Auf der Halbinsel gibt es Wüsten, riesige Sanddünen, karibische karge Strände, die ein ganz anderes Kolumbien zeigen. Inmitten dieser Wüstenlandschaft erhebt sich ein Gebirge, welches ein Rückzugsgebiet für unglaublich viele Pflanzen und Tiere darstellt. Der Regenwald trifft hier auf die Wüste – Kontraste auf engstem Raum.

Zugleich ist das Cabo de la vela, eine langgestreckte Bucht in der Guajira, ein Mekka für Kitesurfer, steter Wind und flaches Wasser schaffen hier ideale Bedingungen für den Trendsport. Die Infrastruktur für Liebhaber dieses Sports ist perfekt. Das Equipment ist tadellos und kann ausgeliehen werden, für Anfänger gibt es Surfschulen und das Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten ist üppig. Trendsport, archaische Kultur und Allradexpeditionen in die entlegensten Gebiete Kolumbiens zeichnen ein Bild für außergewöhnliche Erlebnisse. Tipp: Kitesafari über die Schweizerin Christina Varveris an den besten Spots Kolumbiens buchen. Let´s rock the wave! www.encolombiakitesurf.com

Kitesurfen im Cabo de la Vela

Guajira alta

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Kolumbien | Reisebeispiel

KARIBIKRUNDREISE VIAJE CARIBEÑO

HÖHEPUNKTE • Vom Norden Kolumbiens nach Zentralpanama entlang der Küste • Indigene Kulturen der Wayu, Kogi, Kuna und Embera • Minca – Kaffeeplantagen im Nebelwald • Bilderbuchstrände auf den Islas San Bernardo und San Blas • Afrokolumbianische Traditionen in Cartagena • Cabo de la Vela und Palomino – Kontraste der Strandparadiese • Wanderung im Tairona Nationalpark zu Hinterlassenschaften der Ureinwohner • Bogotá Cabo San Juan im Tayrona Nationalpark

 IE INDIGENEN KULTUREN D ENTLANG DER KARIBIK 17 TAGE KULTURREISE Schon allein der Begriff „Karibik“ zaubert den Gedanken von Urlaub in unsere Köpfe. Die Küste Kolumbiens ist so facettenreich, dass diese per Allradfahrzeug, zu Fuß und mit dem Segelboot entdeckt werden sollte, um sich ein komplettes Bild dieser tropischen Region zu verschaffen, welche zugleich Heimat verschiedener indigener Gemeinschaften ist, die sich ihre authentische Lebensweise erhalten haben und uns Einblicke gewähren. Wanderungen, die durch Wüstenlandschaften, traumhafte Badebuchten, endlose palmengesäumte Strände, zu Siedlungen der Ureinwohner und in Kaffeeplantagen im Nebelwald führen, runden das Erlebnis ebenso ab wie Inselarchipele, die so klein und paradiesisch sind und Robinson Crusoe lebendig werden lassen.

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REISEVERLAUF 1 – 2 Bogotá 3 Bogotá – Riohacha – Cabo de la Vela 4 Cabo de la Vela – Punto Faro – Ojo del Agua und Pilon de Azucar 5 Cabo de la Vela – Uribia - Manaure Palomino 6 Palomino 7 Palomino – Nationalpark Tayrona 8 Nationalpark Tairona - Cartagena 9 Cartagena 10 Inseln von San Bernardo 11 Inseln San Bernardo 12 Inseln von San Bernardo - Carpurgana 13 Capurgana 14 Capurgana – Kuna Pueblo – San Blas Inseln (New Edingburg - Caledonia) 15 San Blas Inseln (Caledonia) 16 – 17 optionale Verlängerung möglich – Rückflug


INFORMATIONEN

ARCHIVO POTENCIADORES DE MARCA

FAUNA

INFORMACION 2

1

Aves

Ballena

5

6

Delfín Rosado

9

Oso de Anteojos

Flamenco Rosado

10

Rana

3

4

Bichofué

Colibrí

7

8

World Games Cali 2013

Guacamaya

Iguana

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Tucán

Herausgeber: PROCOLOMBIA

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Gestaltung: 7o7 MARKETING

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Auflage: 10.000 (Februar 2015)

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Nevado del Ruiz

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Kolumbien | Informationen Das erwartet Sie

Kolumbien von A–Z COLOMBIA DE LA A A LA Z

ANREISE Nach Bogotá fliegt Lufthansa nonstop von Frankfurt, Air France über Paris, Iberia und Avianca via Madrid bzw. Barcelona, KLM über Amsterdam, und TAP über Lissabon. Weitere Verbindungen führen über die USA, Kanada, Costa Rica, Panama, Ecuador und Venezuela. Kolumbien wird von vielen Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Die Einreise über Land aus Ecuador, Venezuela, Brasilien, Peru und Panama ist möglich.

INFORMATIONEN Ausführliche Landesinformationen mit Fotos, Videos und digitalen Broschüren bietet die Webseite von Procolombia. Kontakt: Tel. 069 / 13 02 38 32, E-Mail: alemania@procolombia.co, Internet: www.colombia.travel/de, www.procolombia.co

EINREISEBESTIMMUNGEN Bei Einreise deutscher Staatsangehöriger nach Kolumbien ist für einen Aufenthalt von bis zu 180 Tagen und zu touristischen Zwecken kein Visum erforderlich. Es genügt ein gültiger Reisepass. Von der Immigrationsbehörde wird per Stempel im Reisepass die Aufenthaltsdauer festgelegt. Reisende sollten daher bei der Einreisekontrolle die Grenzbeamten bitten, eine Dauer zu genehmigen, die den angestrebten Aufenthaltszeitraum abdeckt. Aktuelle Informationen erhalten Sie bei Auswärtigen Amt.

ZOLLBESTIMMUNGEN Bei Ankunft müssen in einem Formular persönliche Gegenstände, Waren und mitgeführtes Geld deklariert werden. Bei Zigaretten und Alkoholika gelten die üblichen Freimengen. Für die Ausfuhr von Edelsteinen sowie Edelmetallen ist eine Kaufbestätigung erforderlich. Die Ausfuhr original kolumbianischer Kulturgüter ist streng untersagt.

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KLIMA & BESTE REISEZEIT Da der Äquator durch Kolumbien verläuft, liegt das Land in der tropischen Klimazone. Je nach Meereshöhe wird unterschieden zwischen tropischem (0–1000 m), gemäßigtem (1000–2000 m), kalttropischem (2000–3000 m) und hochalpinem (ab 3000 m) Klima. Die Höhenlage hat erhebliche Auswirkungen auf die Temperaturen! Aufgrund der geringen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen können Sie nahezu alle Regionen Kolumbiens ganzjährig bereisen. Kolumbien ist das ganze Jahr über sehr regenreich. Von Dezember bis März sowie im Juli und August regnet es weniger. Dann sind auch die kleineren Straßen passierbar. Allerdings regnet es auch während der Regenzeit nicht ununterbrochen, sondern regelmäßig und meist nur einmal am Tag. Über Weihnachtsen bis in den Januar, zu Ostern und im Juli sind die Hauptferienzeiten der Kolumbianer.

VERSTÄNDIGUNG Offizielle Landessprache ist Spanisch, die indigenen Gemeinschaften haben eigene Sprachen und Dialekte. Außer auf den Inseln San Andres und Providencia ist Englisch wenig verbreitet; Spanischkenntnisse sind vorteilhaft.

SICHERHEIT Kolumbien ist ein größtenteils sicheres und angenehm zu bereisendes Reiseland. Doch auch hier gibt es Probleme mit Straßenkriminalität. Das beste Abwehrmittel ist es, den gesunden Menschenverstand walten zu lassen. Es ist empfehlenswert, von Ausweisen, Reisepässen und Kreditkarten Fotokopien anzufertigen und die Originale im Hotelsafe zu deponieren. Bei Überlandfahrten im Bus oder Auto sind Ausweiskontrollen sehr häufig. Geld vom Automaten möglichst in Einkaufszentren oder in der Bank abheben. Taxen sollte man immer telefonisch bestellen (lassen) oder Taxistände in Einkaufszentren nutzen.


GESUNDHEIT Die folgenden Tipps zu gesundheitlichen Risiken während der Reise sind nur ein erster Überblick. Sie ersetzen keinesfalls den Besuch des Haus- oder Tropenarztes – lassen Sie sich vor Ihrer Reise bitte ausführlich beraten! Schwerwiegende Tropenkrankheiten sind in den von uns bereisten Gebieten (außer Dschungel) normalerweise nicht zu befürchten. Da sich die Gesundheitssituation jedoch schnell ändern kann, möchten wir Sie bitten, diese Fragen mit Ihrem Hausarzt oder mit einem Tropenarzt abzuklären. Bitte besuchen Sie einige Wochen vor der Reise Ihren Zahnarzt – etwaige Zahnprobleme während der Reise führen nur zu unnötigen Komplikationen. Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren. Aufgrund der Höhenlage in den Anden sowie eines sehr großen Temperaturgefälles zwischen Tag und Nacht (ca. 20 °C) unterliegt der menschliche Körper einer wesentlich höheren Belastung als normal. Insbesondere bei Herz-Kreislauf-Problemen oder Asthma empfehlen wir dringend, den Hausarzt zu Rate zu ziehen. Malaria: Falls Sie Zeit in Dschungelregionen (z. B. im Amazonas) verbringen, besteht ein geringes Risiko, sich mit Malaria anzustecken. Tragen Sie lange, helle Kleidung, nutzen Sie Mückenspray! Bitte lassen Sie sich von einem Tropenarzt über die verschiedenen Medikamente beraten. Impfungen: Bitte überprüfen Sie, ob Sie die üblichen Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio und Tetanus auffrischen müssen. Eine Impfung gegen Hepatitis A und ggf. auch Hepatitis B ist zu empfehlen. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten! Bei Reisen in den Süden des Landes kann es zu Kontrollen des Gelbfieber-Impfnachweises kommen. Außerdem wird eine Impfung gegen Typhus empfohlen.

VERKEHRSMITTEL Wichtigstes Verkehrsmittel innerhalb Kolumbiens ist der Bus. Für lange Strecken werden moderne, komfortable Pullman-Busse eingesetzt (meist übermäßig klimatisiert). Auf kürzeren Strecken fahren Linienbusse (Corrientes) oder Mikrobusse (Aerovan, Colectivos). In ländlichen Regionen kommen meist umfunktionierte Lkws (Chivas) zum Einsatz, die keinen Komfort bieten. Taxen sind günstig und im Stadtverkehr das schnellste Transportmittel. Eine Buchung ist meist per Telefon oder übers Hotel möglich, Taxistände findet man in großen Einkaufszentren. In kleineren Städten (auch in Cartagena und Santa Marta) gibt es Festpreise je Zone, weshalb vorher der Preis ausgehandelt werden sollte.

Das Flugnetz im Land umfasst 74 Flughäfen. Die Preise liegen bei dem Drei- bis Fünffachen eines Überlandbus-Tickets für die gleiche Strecke. Mietwagen werden von vielen Firmen angeboten, die Kosten sind höher als in Europa. Das Mindestalter beträgt 21 Jahre; Reisepass, internationaler Führerschein und Kreditkarte sind nötig. Mietbedingungen prüfen – Unfälle oder Diebstähle sind oft nicht oder nur teils abgedeckt!

GELD Offizielles Zahlungsmittel ist der Peso Colombiano (COP oder $). Ein Euro entspricht derzeit ca. 2700 COP (Stand Februar 2015). Zur Mitnahme aus Deutschland sind Euro und US-Dollar zu empfehlen. In größeren Städten setzen sich zunehmend Geldautomaten durch, an denen mit jeder Maestro-Geldkarte Bargeld in Landeswährung bezogen werden kann. Mit Einschränkungen gilt dies auch für Kreditkarten. Die Reisekasse sollte sich aus einer gesunden Mischung aus Bargeld (max. 20 Prozent) und Karten zusammensetzen. Bargeld wird vor Ort in die Landeswährung umgetauscht. Ihr Tourenleiter ist Ihnen dabei behilflich.

TRINKGELD Taxifahrer erwarten in der Regel kein Trinkgeld. Gepäckträgern in Flughäfen und Hotels sollte man 1000 Pesos pro Gepäckstück geben. Restaurants, Bars und Cafés setzen 10 % Bedienungsgeld auf die Rechnung bzw. erwarten diesen Betrag. Wenn man mit den Leistungen zufrieden ist, kann man Fremdenführern und Chauffeuren 20.000 bis 40.000 COP pro Tag geben.

ESSEN & TRINKEN Zum Kennenlernen typisch kolumbianischer Gerichte bietet sich eine Vielzahl kleiner einheimischer Restaurants an. Ein Essen kostet dort ca. 5 bis 20 USD.

UNTERKUNFT In größeren Städten und touristischen Zentren gibt es eine breite Auswahl an Unterkünften. Zimmer in kleinen, meist einfachen Gästehäusern (Casas de Huespedes oder Hostales) kosten ab 15 €, einfache Hotels ab 35 €, gute Mittelklassehotels ab 65 € und luxuriöse Hotels ab 120 €. Abseits

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Kolumbien | Informationen Das erwartet Sie

Kolumbien von A–Z COLOMBIA DE LA A A LA Z

touristischer Routen ist man meist auf einfache Unterkünfte angewiesen, deren Ausstattung oft recht spartanisch, dafür landestypisch ist.

EINKAUFEN Beliebt sind Artikel aus Leder, Baumwolle sowie Schmuck. Smaragde und Imitate von präkolumbianischem Goldschmuck sowie die typischen „Guajira“-Trachten und Ponchos sowie Strickjacken aus roher Baumwolle werden gern als Mitbringsel erworben. Gleiches gilt für Keramikfiguren, Wandbehänge, Hängematten, kolumbianischen Rum oder Malereien. Geschäfte sind in Städten und Einkaufszentren meist von 10 bis 20 Uhr, sonntags nur bis 18 Uhr geöffnet.

FOTOGRAFIEN Wir möchten Sie bitten, Menschen überhaupt nur mit deren Einverständnis zu fotografieren. Manch Einheimischer lässt sich z. B. aus religiösen Gründen nie fotografieren, andere gestatten es nur gegen Bezahlung. Generell verboten ist das Fotografieren von militärischen Anlagen, Flugplätzen, Bahnhöfen, Brücken, Polizeistationen usw.

FOTO & FILM In größeren Städten kann man problemlos die gängigsten Speicherkarten kaufen. Oft besteht die Möglichkeit, in Internetcafés Urlaubsbilder direkt von der Speicherkarte auf CD/DVD zu brennen oder auf einen USB-Stick zu kopieren.

BEKLEIDUNG Männer in Kolumbien tragen häufig lange Hosen. Kurze Hosen sind eher ein Markenzeichen ausländischer Gäste. Kolumbianische Frauen geben sich hingegen oft mehr als freizügig, ausländische Frauen sollten sich jedoch zurück-

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halten. Bei Besuchen in Kirchen bzw. Klosteranlagen sollte dezente Kleidung getragen werden.

ZEITVERSCHIEBUNG Während der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ, Ende März bis Ende Oktober) beträgt der Zeitunterschied zu Kolumbien -7 Stunden, während der Winterzeit (MEZ, Ende Oktober bis Ende März) nur -6 Stunden.

STROMVERSORGUNG Die Spannung in Kolumbien beträgt 110 Volt. Ein Adapter für amerikanische Flachkontakte ist nötig. Deutsche Gerätestecker wie an Ladegeräten passen meist ohne Adapter.

TELEFONIEREN & INTERNET Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Kolumbien ist 0057. Das Telefonnetz funktioniert ausgezeichnet. Es gibt zahlreiche öffentliche Telefone. Wer ein 3- oder 4-Band-Handy besitzt, kann eine kolumbianische Prepaid-Karte für Inlandsgespräche kaufen. Internationale Gespräche werden von der staatlichen Telecom vermittelt. Das Internet ist gut ausgebaut. Es gibt viele Internetcafés; Hotels, Restaurants und Bars bieten oft kostenloses WLAN. NOTRUFNUMMERN: Polizei 112, Unfallrettung 231 90 08, Feuerwehr 119.

AUSREISESTEUER Wenn man weniger als 60 Tage in Kolumbien unterwegs war, muss man keine Ausreisesteuer bezahlen. Dafür muss man sich – am besten vor dem Einchecken – einen Stempel bei der Aeronautica Civil holen. In Bogotá befindet sich der Schalter gegenüber dem Lufthansa-Check-in im mittleren Teil der Haupthalle des Flughafens Eldorado.


Botschaften & Ämter www.botschaft-kolumbien.de www.Bogotá.diplo.de www.presidencia.gov.co

Kolumbianische Vertretung in Deutschland Deutsche Vertretung in Kolumbien Homepage des kolumbianischen Präsidenten

Reiseinformationen, Gesundheit & Sicherheit www.colombia.travel www.Bogotáturismo.gov.co www.auswaertiges-amt.de www.crm.de www.rki.de www.reisevorsorge.de www.dtg.org

Offizielles Tourismusportal Tourismusinformation von Bogotá Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise Zentrum für Reisemedizin Robert Koch-Institut Beratungsdienst Mosquito Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin

Airlines Air France Avianca Condor Iberia KLM Lufthansa TAP Portugal

01805/83 08 30 (14 ct./Min.) 01805/40 85 85 57 (14 ct./Min.) 01805/76 77 57 (14 ct./Min.) 01805/44 29 00 (14 ct./Min.) 069/29 99 37 70 (20 ct./Verbindung) 01805/805 805 (14 ct./Min.) 01806/000 341 (0,20 €/Verbindung)

www.airfrance.de www.avianca.com www.condor.com www.iberia.com www.klm.de www.lufthansa.com www.flytap.com

Reiseliteratur Kolumbien Reisekompass, Hella Braune, Frank Semper, SebraVerlag, 516 Seiten, 5. Auflage 2013, 22,90 € Reiseführer Kolumbien, Mike Power, Alex Egerton und Kevin Raub, Reihe Lonely Planet, Verlag Mairdumont, 377 Seiten, 1. Auflage 2013, 22,99 €; zahlreiche gut recherchierte Tipps KulturSchock Kolumbien, Oliver Schmidt, Reise Know-How Verlag Rump, 333 Seiten, 1. Auflage 2013, 14,90 € NATIONAL GEOGRAPHIC Traveler Kolumbien, Christopher P. Baker, Verlag National Geographic, 1. Auflage 2012, 19,99 € Reise durch Kolumbien, Christian Heeb, Dr. Andreas Drouve, Verlag Stürtz, 1. Auflage 2012, 16,95 €

Kolumbien fürs Handgepäck, Ingolf Bruckner u. a., Unionsverlag, 192 Seiten, 1. Auflage 2011, 12,90 €; eine bunte Mischung interessanter Autoren berichtet aus den verschiedensten Bereichen Kolumbiens

Kolumbien, Ingolf Bruckner, Reise Know-How Verlag Rump, 542 Seiten, aktualisierte Auflage 2012, 22,50 € Kleine Geschichte Kolumbiens, Hans-Joachim König; C.H. Beck, 176 Seiten, 1. Auflage 2008, 12,95 €; informativer Überblick zur Geschichte und den politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhängen Leben, um davon zu erzählen, Gabriel García Márquez; Fischer Verlag, 603 Seiten, 5. Auflage 2004, 9,95 €; spannende Autobiografie von Kolumbiens bedeutendstem Schriftsteller Kolumbien Bildband Höhepunkte und Geheimtipps, Autor: Markus Recknagel, 144 Seiten, vorauss. Erscheinungstermin Mai 2015, 35,90 € Karten Landkarte Kolumbien, Reise Know-How Verlag Rump, 8,90 € Tourismus- und Straßenkarte Kolumbien, www.mapas-naturismo.com, 8,– €

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Kolumbien | Informationen

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