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2019

AUSGABE TIROL Architektur & Projektierung // Gebäudehülle // Haustechnik // Mensch & Umwelt // Erneuerbare Energien // Mobilität // Wohnraum

Bauen, wirtschaften & leben in der Energiewende Titelstory Bildungshaus St.Michael

Ausgezeichnet mit dem Tiroler Holzbaupreis 2019 Architektur: teamk2 / Seite 54

Passivhaus Award 2019

Gemeinsam Qualität liefern

ursachen und folgen des Kimawandels ein Buchprojekt

zertifizierte passivhausprojekte ein wichtiger beitrag zum klimaschutz

mobilität

im gespräch mit Unternehmer Michael Doppelmayr


Kuschelrock war gestern. Ich will ein Haus von dir. So baut Österreich!

Wenn es wirklich ernst wird, dann sind wir da. Die beste Qualität für das Leben zu zweit kommt aus der Natur – und aus Österreich. Setzen Sie beim Hausbauen auf natürliche Baustoffe und ein gesundes Wohnklima. Der innovative Porotherm W.i Ziegel hat hochdämmende Mineralwolle bereits integriert. Sie sparen damit Zeit beim Bauen und ein Leben lang Energiekosten. Das nennen wir Bauen mit Wohlfühl-Garantie.

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editorial

Schaffen Roboter in Zukunft leistbare Wohnräume? Sehr geehrte Leserinnen und Leser! Seit einer gefühlten Ewigkeit denken wir nun schon darüber nach, wer den Klima­ wandel wohl verur­ Foto: eli / www.zweiraum.eu sacht. Ich denke diese Diskussionen können wir schon bald als abgearbeitet betrach­ ten. Die Natur wird das schneller regeln als wir Menschen. Wir Menschen reagieren auf mögliche Veränderungen zu­ erst mal mit Ablehnung. Es folgt dann meist eine gezielte Be­ kämpfung und sollte dies alles nicht den gewünschten Erfolg erzielen, passen wir uns irgendwie an mit dem Ergebnis, jetzt einfach das Beste aus der Situation machen zu müssen. Dasselbe passiert gerade mit den Themen Digitalisierung und Automatisierung - ist der Computer Fluch oder Segen? Dies werden wir wahrscheinlich erst in ein paar Jahren, wenn nicht sogar erst in einigen Generationen sehen und erleben können.   Auch auf anderen Gebieten ist Ähnliches zu beobachten: Die Arbeitswelt lechzt seit Jahren nach Handwerkern, es gibt aber fast keine mehr. Viele Jahrzehnte wurde eine handwerk­ liche Ausbildung in der Gesellschafft wenig geschätzt - nur wer nichts kann macht eine Lehre, hieß es häufig. Die große Mehrheit besucht(e) also eine höhere Schule. Nun erleben wir tagtäglich die Auswirkungen dieser Entwick­ lung in unserer Arbeitswelt. Einen Lehrling zu finden, ist für die meisten Unternehmen fast unmöglich. Auf einen Gesellen

zu stoßen, grenzt für viele Firmen fast schon an ein Wunder. Gespannt werden wir in den kommenden Jahren beobachten dürfen, wie wir die Wohn- und Arbeitsräume der Zukunft er­ bauen bzw. sanieren werden. Jedes gute Handwerk braucht motivierte und gut ausgebildete Menschen. Ich glaube nicht daran, dass in Zukunft alles von Computern und Robotern erledigt wird. Schaffen wir hier nicht schnellstens einen Imagewandel sowie die Anerkennung des Handwerks in der Gesellschaft, so dürfen wir gespannt sein, wer die kommenden energieeffizienten, ökologischen Gebäude auf dem letzten Stand der Technik, bauen bzw. sa­ nieren wird. Die Herausforderungen der Zukunft werden und sind vielfäl­ tig. Sei es der Klimawandel oder der Wandel in der Arbeitswelt und auch in der Gesellschaft. Das heurige PASSIVHAUSmagazin zeigt wiederum eine bun­ te Vielfalt an Themen und interessanten Projekten und span­ nenden Geschichten. Ich möchte allen Leserinnen und Lesern viel Spaß beim Schmökern in unserem diesjährigen Magazin wünschen. Wir freuen uns über jedes Feedback, das wir erhalten.

Herzlichst Euer

Markus Regensburger Herausgeber

Information: Am 25. Mai 2018 ist die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten. Wir möchten Sie auf Folgendes hinweisen: Sollten Sie in Zukunft keine kostenlose Zusendung des Magazins „PASSIVHAUS“ wünschen, so bitten wir Sie uns dies mitzuteilen. Einfach ein Mail an: info@zweiraum.eu senden und wir löschen Ihre Adresse aus unserer Datenbank.

I M P RESSU M

Offenlegung: Gem. § 25 MedienGesetz unter www.passivhaus.at/impressum Medieninhaber: zweiraum GmbH Werbeagentur, info@passivhaus.at Firmenbuch FN 322705 t, Gerichtsstand Innsbruck Firmensitz: Postfach 11, 6020 Innsbruck, Tel.: +43 (0)676/66 86 173 Geschäftsführender Gesellschafter und Projektleitung: Markus Regensburger, zweiraum GmbH Werbeagentur Die grundlegende Richtung: Die Förderung des energieeffizienten Bauens und Sanierens auf Basis eines schonenden Ressourcen-Umganges mit Fokus auf Klimaschutz, CO2-Einsparung sowie Stärkung der Regionalität VERLEGER / VERLAGSLEITUNG: zweiraum GmbH Werbeagentur, Postfach 11, 6020 Innsbruck, info@zweiraum.eu, www.zweiraum.eu

REDAKTION: DI Caterina Molzer-Sauper (CMS), c.molzer-sauper@zweiraum.eu Elisabeth Zangerl (lisi), info@zweiraum.eu ANZEIGENVERKAUF: Markus Regensburger, zweiraum GmbH LAYOUT, GRAFIK DESIGN & SATZ: Eli Krismer, www.zweiraum.eu, Heide Stadler-Wolffersgrün, www.le-shop.at FOTOGRAFIE: Titelbild/Artikel Seite 54: Eli Krismer, www.zweiraum.eu DRUCK: Druckerei Berger, 3580 Horn, www.berger.at ERSCHEINUNG: September 2019 Wir weisen darauf hin, dass im Interesse der besseren Lesbarkeit auf die Schreibweise der weiblichen Form teilweise verzichtet wurde. Wir legen jedoch Wert auf die Feststellung, dass diese Publikation weiblichen und männlichen Benutzern gleichermaßen gerecht wird.

Alle im Magazin erscheinenden Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte sind vorbehalten. Reproduktionen, gleich welcher Art, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages.

ein Produkt von

in Kooperation mit dem


Netzwerk Passivhaus

Ein starkes Netzwerk

07

Intro

10

Interview

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ze stitut •

06

t • pas

mensch & Umwelt

in

Editorial

er

v haus

Ein ausführlicher Überblick

INFOS & NEWS 03

Zertifizierte Passivhäuser

si

inhalt

89

186 Klimawandel

111

Nachhaltig Sanieren

Wohnen & Arbeiten unter einem Dach

112

Das Glück der Pferde

Pferdehof

118

Bauen in großen Dimensionen

Großprojekte

Kleine Gase – große Wirkung

194 Energiesysteme Interview Dr. Gerfried Jungmeier

200 Landwirtschaft

Erdbeeren im Winter

205 Religionen

209 Experteninterview

GEBÄUDEHÜLLE

Gemeinsam zum Ziel

er

Fenster und Türen

131

Bauschäden vor Gericht

Bauschäden und deren Auswirkungen

ze

v haus

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i

13/14 Fotogalerie Netzwerk Passivhaus Wok-Race

si

Passivhaus in Italien

in

stitut •

134

Seilbahnen als Teil zukünftiger Mobilität

216 Dorfleben

t • pas

122

und Sommernachtsfest 2019

House of One

Autarkie auf kleinem Raum

222 Klimaschutz

Wir entscheiden Klima

Luftdichtigkeit

Blower-Door-Test

ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG 16

139 Naturbaustoff Holzbeton Innovative Lösungen von ISO SPAN

Holzbauplaner-Kurs Netzwerk Passivhaus

Award 2019

20

Wohnhaus aus Massivholz

HAUSTECHNIK

26

Wohnen im Holzhaus

Behagliches Personalhaus

Qualität für alle Mitarbeiter

36

Tiroler Holzhaus in Niederösterreich Ökologisches Bauen

Blick hinter die Holzfassade

62

rtifiz

ze stitut •

Titelstory

in

54

t • pas

v haus

Betriebsgebäude als Passivhaus

er

si

Gewerblicher Holzbau

i

Herausforderungen beim Bauen und Sanieren

50

Forschungsprojekt Haus

Vitalbox

148 Lichtwelten

Ein Wohnhaus im Wienerwald

45

Verkehrsclub Österreich

wohnraum

147 Trinkwasserhygiene

Ein schwebender Bungalow

30

142 Nachhaltig Sanieren

25  Sanierungsprofis am Werk Zubauten, Anbauten und Aufstockungen im Trend

Flüssige Wasserstoffspeicher

232 Mobilität der Zukunft

Eigenheim eines Holzbaumeisters

226 Wasserstoffrevolution

Universität Innsbruck

18

mobilität

236 Wohncoaching

Wohnen ist Leben

Klimakonzept

151

Hotelneubau

Energieeffiziente Haustechnikplanung

154

Gesunde Raumluft

Durchatmen

160

Innovatives Bürogebäude

Alpinschule Innsbruck

164

Komplettsanierung

Forstverwaltung Erpfendorf

166

Gemeindeprojekt

Volksschule Barwies

fachbeirat 215

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Bernhard Nutz, Stiebel-Eltron

245

Macht der Kunden(ein)bindung

Verena Lung-Schmid, Marketing illwerke vkw

KLEINE GASE – GRO SSE WIRKUNG DER KLIMAWANDE L

DAVID NELLES & CHRISTIAN SERRER

174

Energie im Gespräch

open energy AG

kurz lich anschau lich verständ

Sanieren & Aufstocken

Modernes Mehrgenerationen Wohnhaus

66

ERNEUERBARE ENERGIEN

Atriumhaus

Innen und Außen im Einklang

70

Wohnen in Holz

Traumhaus

176 Klimaziele

Bundesverband Photovoltaic Austria

78

Baustoff Ziegel

Hoch hinaus

182

Wasserkraft

Die neue Energiewelt

83

Serielles Sanieren

Mehrfamilienhäuser

188

Gewinnspiel Das PASSIVHAUSmagazin verlost diesmal ein spannendes Buch. Nähere Informationen zur Teilnahme finden Sie auf der Seite 188 im Magazin.


200

Klimawandel Drei Exemplare des Buches „Kleine Gase – große Wirkung: Der Klimawandel“ zu gewinnen!

LEUTE 176 DI Vera Immitzer Foto: Bundesverband Photovoltaic Austria

Landwirtschaft Der Bergbauer Hannes Royer bringt den Konsumenten die Landwirtschaft näher

186 Baustoff Holz

Die Geschäftsführerin des Bundesverbandes Photovoltaic Austria über realistische Chancen, die Klimaziele auch zu erreichen.

Wohnhausbau im Zillertal

Zukünftige Mobilität Urbane Seilbahnprojekte eröffnen neue Verkehrs­ebene

194 Dr. Gerfried Jungmeier Foto: Markus/zweiraum.eu

20 112

Von der Joanneum Research Forschungsgesellschaft in Graz, begeisterte mit seinem Vortrag über zukunftsfähige Energiesysteme.

209 Michael Doppelmayr

Pferdeglück

Foto: Doppelmayr

Nachhaltiger Fohlenhof in Ebbs

Dorfleben Start-up-Gründerin Theresa Steininger versucht das nachhaltige Lebensmodell Wohnwagon.

216 Schwebender Bungalow

House of One Drei Religionen unter einem Dach

Fotonachweise im Blattinneren

Geschäftsführender Direktor der Doppelmayr Holding SE über Seilbahnen als Bestandteil zukünftiger Mobilität.

209

Wohnhaus auf kleinen Stelzen

205

26


06 Netzwerk Passivhaus infos & news

Ein starkes Netzwerk Das gute Miteinander im Sinne einer lebenswerten Zukunft ist oberstes Ziel unseres stabilen Netzwerkes, das laufend wächst. (CMS) Im Jahr 2005 wurde das kleine Pflänzchen mit sieben Firmen gesetzt, daraus ist bis heute ein großer Verein entstanden. Mit rund 170 Mitgliedsbetrieben aus den Bereichen Architektur, Bauhaupt- und Baunebengewerbe, Bauträger und der Industrie versuchen wir gemeinsam einen Beitrag für eine nachhaltige Zukunft zu leisten.

Planen, Bauen, Wohlfühlen Unter diesem Motto stehen alle Projekte, ob Neubau oder Sanierung, die gemeinsam mit unseren Part­ nerbetrieben entstehen. Einen großen Wert für die Mitgliedsbetriebe stellen die ständigen Weiterbil­ dungsveranstaltungen dar. Die Bauträger im Netz­ werk schrauben ihre Vorgaben und Innovationsan­ sprüche laufend nach oben und sie sind bestrebt, leistbare und höchst komfortable Wohnräume für ihre Nutzer zu schaffen. Dies ist Ansporn und He­ rausforderung für alle Mitgliedsbetriebe zugleich.

Innovation durch Zusammenarbeit Ein großer Vorteil für die Mitglieder ist es, dass sich alle Gewerke, sowie auch Planer, im selben Vortrag bzw. Seminar einfinden. Die Breite, Tiefe und Viel­ falt der Fragen und Antworten sind für alle Part­ nerbetriebe ein großer Fundus für deren Weiterent­ wicklung. Eine offene und ehrliche Kommunikation schafft viel Vertrauen untereinander und bringt einen enormen Wissensvorteil für die tägliche Arbeit. Die Partner­ betriebe sind nicht fehlerfrei, aber sehr lernfreudig.

Der Spaß bei den diversen Veranstaltungen und Se­ minaren ist der beste Nährboden für eine gute Zu­ sammenarbeit bei diversen Projekten und dem Ent­ stehen von nachhaltigem Wissen. Der Verein wird von einem siebenköpfigen Vorstand geführt. Um nachhaltige Projekte bauen zu können, braucht es dieses tägliche Lobbying und das hartnäckige Aufzei­ gen, dass Qualität und Komfort für ALLE leistbar sein müssen und können. Passivhäuser sind Gebäude mit sehr geringen Betriebskosten und einem Wohlfühl­ faktor der besonderen Art.

Bauherrn sind der Schlüssel zum Erfolg In die meisten Bundesländern wird derzeit der Bau­ standard, trotz hochgesteckter Klimaschutzziele, nach unten argumentiert. Die Definition von leist­ barem und nachhaltigem Wohnen heißt vielerorts leider nur noch billiges Bauen. Zum Bauen und Sanieren von energieeffizienten Gebäuden bedarf es natürlich einer gewissen Bereitschaft und eines Weitblicks der Bauherrn, Konsequenz bei der Pla­ nung und in der anschließenden Umsetzung. Nur durch das Zusammenspiel von Bauherrn, Planern und Ausführenden ist es möglich, diese komfortlie­ fernde und nachhaltige Bauweise auch zu erreichen. Unzählige Projekte wie Lebensmittelmärkte, Wohnund Pflegeheime, Schulen, Bürogebäude, Wohnan­ lagen, Einfamilienhäuser, Hotels, Kliniken, Sport­ stätten, Haus der Musik, usw. zeigen diesen hohen Komfort bei laufenden, sehr geringen Betriebsko­ sten auf. Die Energieeinsparung bei den Gebäuden kann bis zu 90 Prozent betragen. Noch wichtiger ist aber die Zufriedenheit der Bewohner, und dies be­ stätigen Bauträger wie z.B.: die Neue Heimat Tirol,


Intro

Foto: privat

v.l.n.r: Obmann Netzwerk Passivhaus DI (FH) Dieter Herz, Bereichsleiter GU Ing. Christian Kirchner und Mag. Ing. Thomas Bodner, Ing. Hans Bodner Baugesmbh & Co KG, Vorstand Netzwerk Passivhaus Ing. Alexander Zlotek

DI Caterina Molzer-Sauper, Redaktionsleiterin

Das Nachdenken hat begonnen

Fotos: Markus/zweiraum.eu

DI (FH) Dieter Herz (Obmann Netzwerk Passivhaus), Manuel Salchner (Einrichtungsberater, Schuler GmbH)

Geschäftsführung Firma Freund GmbH: li. Gerhard Freund und re. Ing. Herbert Freund.

Foto: Freund GmbH

Die meisten großen Umdenkprozesse im Laufe der Geschichte haben durch neue Ideen, Erkenntnisse und das Engagement idealistischer Vorreiter, Querdenker oder gar Spinner eingesetzt. Erst eine ganze Weile später stellte sich oft heraus, wie wichtig und richtig diese Schritte und Entwicklungen für ein Weiterleben auf der Erde waren und sind. Wir stecken im Moment zwischen den Phasen Nachdenken und Umdenken, was man an mehr oder weniger effektiven Aktivitäten von Seiten der Politik, der Wirtschaft und der Bevölkerung im Alltag erkennen kann. Die Sinnhaftigkeit von Plastik in jeder Lebenslage wird überdacht, an neuen Formen der Mobilität wird gearbeitet oder an effektiven Speichersystemen geforscht. Das neue PASSIVHAUSmagazin zeigt auf, was noch alles möglich wäre bzw. schon ist, um den vielzitierten Klimazielen ein Stück weit näher zu kommen.

Auf eine starke Marke setzen

Das Bauen und Sanieren energiesparender Gebäude ist ein wichtiger Teil der Entwicklung hin zu einer umweltschonenderen Zukunft. Viele Beispiele auf den nächsten Seiten zeigen deutlich, was gute Planung, qualitätsvolle Produkte und Menschen, die gemeinsam an einem Strang ziehen, bewirken können. Mittlerweile zählen längst großvolumige Bauten mit zur Klasse der Passivhäuser und Niedrigstenergiegebäude. Deren hochwertige Ausstattung bringen nicht nur beeindruckend niedere Energiekennzahlen, sondern auch ein hohes Maß an Wohlgefühl für deren Benutzer. Das Bewegen aus der Komfortzone ist also inzwischen eine reine Kopfsache geworden – wer will, der kann auch! Je mehr Planer, Ausführende, Produkthersteller und natürlich nicht zuletzt Bauherren sich für ein klimaschonendes Bauen begeistern können, desto mehr überzeugende Referenzprojekte können andere zum Umdenken bewegen. Der Mensch braucht Beispiele, Vorbilder und Emotionen, die ihn dazu bewegen, über Innovationen nachzudenken. Bilder von brennenden Stadtteilen, von Eisbären, die vergeblich nach Nahrung suchen und von Fischen mit Unmengen von Plastik im Körper zeigen langsam ihre Wirkung.

Das Netzwerk Passivhaus setzt auf die Zusammenar­ beit und den Erfahrungsaustausch von innovativen, auf Nachhaltigkeit setzende Unternehmen und lädt alle Gleichgesinnten dazu ein, sich daran zu beteiligen und damit gesellschaftspolitische Verantwortung mit zu übernehmen.

Im neuen PASSIVHAUSmagazin zeigen unsere Netzwerkbetriebe positive Beispiele, die ebenfalls Wirkung zeigen werden und Sie liebe Leser, dazu animieren sollen, gemeinsam mit uns an einer lebenswerten Zukunft zu bauen. Lassen Sie sich inspirieren und genießen Sie die folgenden Seiten!

die Innsbrucker Immobiliengesellschaft, die Diözese Innsbruck, die Alpenländische Heimstätte, welche alle­ samt auf diese Bauweise setzen.

Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft Ein großes Potenzial für Passivhaus-Produkte sowie für entsprechende Dienstleistungen liegt in der Sanierung von Projekten. Die Partnerbetriebe haben in den letz­ ten Jahren zahlreiche Produkte entwickelt, welche bei vielen Projekten bereits erfolgreich eingesetzt wurden. Die Zukunft gehört eindeutig der Sanierung und hier liegt die besondere Herausforderung in der Umset­ zung. In der Sanierung spricht man von Faktor 10. Das heißt, der Energieverbrauch eines Gebäudes sollte um das 10-fache gesenkt werden. Dabei helfen PassivhausProdukte wie z.B.: Fenster, Wärmepumpen, Brennstoff­ zellen, Dämmung, Lüftungsanlagen, ect.

Caterina Molzer-Sauper c.molzer-sauper@zweiraum.eu


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Fotos: Hypo Tirol Bank

Hypo TIROL BANK 09

Eine starke Kooperation von Hypo Tirol Bank und dem Netzwerk Passivhaus. Vorne: Ing. Alexander Zlotek, Vorstand Netzwerk Passivhaus, Mag. Johannes Haid, Vorstand Hypo Tirol Bank; Hinten: Markus Regensburger, Geschäftsführer Netzwerk Passivhaus, Wolfgang Schönfelder, Leiter Hypo WohnVision Center (v. l. n. r.)

Tirolweites Netzwerk

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10 Interview infos & news

Gemeinsam zum Ziel Im Gespräch mit Alexander Zlotek, dem Bereichsleiter der gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft Alpenländische Tirol und Vorstandsmitglied des Netzwerkes Passivhaus

Foto: Markus/zweiraum.eu

Ing. Alexander Zlotek, Technischer Leiter Alpenländische & Vorstandsmitglied des Netzwerkes Passivhaus

(CMS) Alexander Zlotek hat sich im Laufe der letzten Jahre intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit und den Möglichkeiten, Chancen und Auswirkungen des energieeffizienten Bauens auseinandergesetzt. Im Rahmen seiner Tätigkeit bei einer Wohnbaugesellschaft, die große Bauvolumen umsetzt und als wichtiger Partner im Netzwerk Passivhaus, trägt er wesentlich zur Weiterentwicklung innovativer Ideen und technischer Neuerungen im Sinne des Klimaschutzes und der Behaglichkeit vieler Bewohner bei. Ein Netzwerk braucht starke Persönlichkeiten und Visionen, um wirklich etwas bewegen und umsetzen zu können. In einem umfassenden Gespräch verriet uns Alexander Zlotek die Beweggründe für sein Denken und Handeln.

PASSIVHAUSmagazin: Mit welchen Erwartungen und Vorstellungen ist die Alpenländische im Jahre 2015 dem Netzwerk Passivhaus beigetreten? Alexander Zlotek: Nach anfänglicher Skepsis gegenüber dem Passivhaus hat schon vor Jahren ein Umdenken inner­ halb der Alpenländischen stattgefunden. Positive Entwicklungen in Sachen Low

Tech, die wachsende Produktvielfalt und auch die at­ traktiven Fördermöglichkeiten von Seiten des Landes haben dazu geführt, dass wir schon seit einigen Jah­ ren im Passivhaus- bzw. Niedrigstenergiestandard bauen und sanieren. Der Erfahrungsaustausch in­ nerhalb eines perfekt funktionierenden Netzwerkes mit ähnlich denkenden und handelnden Partnerun­ ternehmen war und ist für uns enorm wichtig. Neben viel Geselligkeit und Information ist auch das Briefen beteiligter Fachplaner beispielsweise ein großer Ge­ winn für uns. Mittlerweile haben wir firmeninterne Standards entwickelt, die unsere Projekte zu echten Vorzeigeobjekten in Sachen Energieeffizienz und Be­ haglichkeit machen. PASSIVHAUSmagazin: Welche Stärken und welchen Nutzen hat, bzw. bringt das Netzwerk Passivhaus für Bauträger und Firmen im Allgemeinen? Alexander Zlotek: Wie gesagt, ist der Erfahrungsaus­ tausch unter den Mitgliedern aus unterschiedlichsten Bereichen höchst interessant und nützlich für jedes Unternehmen. Zusätzlich bringen die Fachvorträge und Workshops zu vielen Themen des Bauens, Le­ bens und Wirtschaftens jedem Einzelnen einen Vor­ sprung im täglichen Berufsalltag. Das Hinausblicken über den eigenen Tellerrand hat noch niemandem geschadet und echte Qualität und Know-how über­ zeugen schließlich alle. Nicht zuletzt funktioniert ein Netzwerk nur, wenn auch das gesellige Miteinander gepflegt wird und dazu gibt es im Netzwerk Passiv­ haus ausreichend Gelegenheit. Highlights, wie das jährliche Sommernachtsfest, das WOK-Rennen auf der Igler Bobbahn oder auch der kulinarisch beglei­ tete Ausklang der gut besuchten Netzwerktreffen sind jedes Mal höchst willkommen bei den Mitgliedern. Ich möchte mich bei der Gelegenheit auch ausdrück­ lich und ganz herzlich beim Geschäftsführer des Netzwerkes, Markus Regensburger, und seinem en­ gagierten Team für die Organisation all dieser Events


PASSIVHAUSmagazin: Warum braucht es Netzwerke dieser Art und wo liegen die besonderen Herausforderungen für das Entwickeln, Planen und Bauen energieeffizienter Gebäude? Alexander Zlotek: Unser Netzwerk geht weit über die Ge­ bäudehülle hinaus und endet nicht bei einer luftdichten Hülle. Ökologisch verträgliche Baustoffe und der verstär­ kte Einsatz der E-Mobilität sind beispielsweise Themen, die hier ebenso mit hereinspielen. Hochwertiges Bauen im Sinne von Nachhaltigkeit und Energieeffizienz sind in Zeiten des Klimawandels eine echte Qualitätssicherung einer Immobilie. Ein Gebäude über seinen gesamten Le­ benszyklus hinweg zu bewerten ist eine Notwendigkeit, die sich schön langsam in fast allen Köpfen manifestiert hat. Mit Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit und funk­ tionierenden Referenzprojekten kann ein Netzwerk mit erfahrenen Mitgliedern viel Innovatives und Sinnvolles bewirken. Verantwortung übernehmen ist nicht immer der Weg des geringsten Widerstandes, und die Auseinan­ dersetzung mit dem einen oder anderen Hardliner, kann auch mal zu heftigen Diskussionen führen. Aber Visionen brauchen Zeit zum Reifen und Innovationen beleben das Geschäft, davon bin ich überzeugt. Begegnungen und eine Kommunikation auf Augenhöhe tragen fast immer Früch­ te und die ernten wir im Netzwerk zur Genüge. PASSIVHAUSmagazin: Welche Visionen und Ziele haben Sie als Vorstandsmitglied des Netzwerkes Passivhaus? Alexander Zlotek: Das politisch völlig unabhängige Netz­ werk Passivhaus hat sich inzwischen in der Tat ein eigenes Netzwerk-Qualitätssiegel nach seinen eigenen Kriterien geschaffen. Eine Art „Haus der Zukunft“ wäre unser Ziel – damit könnten wir Trends und Parameter setzen und end­ lich durchsetzen, dass Qualität nicht nur von Förderungen abhängen darf. Gerade in der Sanierung von Altbeständen wird die Latte beispielsweise oft zu hoch gesetzt, um mit sinnvollen Mitteln eine offizielle Zertifizierung zu erlan­ gen. Ich vergleiche das gerne mit einem Boulderparcour, der einfach unbezwingbar gesetzt ist und damit auch für den motiviertesten Kletterer uninteressant wird - das darf nicht unser Ziel sein. Flexibilität und das Ausloten aller Möglichkeiten sind hier bestimmt der vernünftigere Weg. Wir versuchen gemeinsam einen hohen Gebäudestandard zu entwickeln, immer mehr vorbildhafte Referenzprojekte zu verwirklichen und natürlich neben all der produktiven Arbeit im Sinne einer lebenswerten Zukunft die Gesellig­ keit innerhalb des Netzwerkes weiterhin zu pflegen.

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und dem Verfassen des jährlich erscheinenden PASSIV­ HAUSmagazines bedanken, denn ohne Motor passiert gar nichts.

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Die Firma Ramsauer ist seit über 140 Jahren ein kompetenter Partner für Dichtstoffe. Durch geprüfte Produkte (DIN 18545, Gruppe E), enge Zusammenarbeit mit Farbherstellern und Prüfinstituten können wir auch für Ihren Betrieb einen optimal abgestimmten Dichtstoff anbieten. Wir haben es uns zur Aufgabe gestellt, die Bedürfnisse und Probleme unserer Kunden zu erkennen und auf den jeweiligen Fall bezogen, die optimale Lösung zu erarbeiten.

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AUTARC Die Sprache der Architektur, Individualität des Bauplatzes, sowie Ideen und Träume der Bauherren lassen Spielraum für jede Art von Material, sei es Holz, Beton oder Ziegel. Mit diesen Zutaten entwirft das AUTARC, Team ein maßgeschneidertes, individuelles Bauwerk. In der planerischen Aufgabenlösung ist das Thema Bauökologie und Nachhaltigkeit fest verankert, um kosteneffiziente und energetisch sparsame Gebäude auszuführen. Mit diesem Gedankengut lassen unsere kreativen Köpfe Form und Funktion sprechen, und bringen die Ideen als Symbiose zwischen Architektur und Nachhaltigkeit zu Papier.

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Zusammen mit dem Auftraggeber werden städtebauliche bis private bauliche Problemstellungen gelöst. Unser Kompetenzbereich deckt alle Planungsphasen vom Vorentwurf bis zur Einreich- und Detailplanung sowie die Bauaufsicht ab, ebenso entwickeln wir Bebauungsstudien. Im Team stehen dafür zertifizierte Energieberater und ausgebildete Passivhausplaner zur Verfügung.

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Am Samstag, den 9. Februar 2019, fand das dritte Netzwerk Passivhaus WOK-Race statt. Mitglieder aus ganz Österreich folgten der Einladung zu einem spektakulären Erlebnis. Mit bis zu 99.8 km/h rasten die 29 Teams mit ihren WOK-Schüsseln die Olympia Bobbahn herunter. 01 Team Mondo Therm: Christian Vogl, Karl Hassel, Martin Lehner, Michael Zoller

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02 Christian Kitzmüller Internorm / Michael Unterweger, Lamilux 03 Siegerpokale WOK-Race 04 Team Hypo Bank: Wolfgang Schönfelder, Carina Unterkirchner, Markus Egger, Johannes Rachel, Lukas Tush 05 Team Holzbau Erler: David Erler, Patrick Kreidl, Lukas Gleisch, Hannes Fankhauser 06 Team IIG: Martin Franzmair, Hannes Gstrein, Daniel Acs, Wilhelm Dietl

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07 Team Stiebel Eltron: Stephan Samitz, Manuel Pilz, Thomas Mader, Stefan Karrer

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08 Team Josko: Peter Wakolbinger, Wolfgang Gritsch, Milas Vasic, Florian Lamp 09 Team Bodner: Christian Kirchner, Thomas Lanbach, Franz Wiesflecker, Martin Perfler 10 Team NHT2, Sieger des Netzwerk Passivhaus WOK Race 2019: Elmar Draxl, Matthias Schöpf, Hannes Gschwentner, Fabian Ulsamer

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11 Team Wienerberger, zweite des Netzwerk Passivhaus Wok Race 2019: Josef Hollerer, Anton Pichlmann, Evelyn Zirngast, Klaus Kurzbauer 12 Team Alpenländische, dritte des Netzwerkes Passivhaus Wok Race 2019: Jürgen Breimann, Alexander Zlotek, Simon Smekal, Martin Schneebauer 13 Siegerinterview: Hannes Gschwentner, Moderatorin Marina Herzmayer 14 ReCycle the Band


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6. Sommernachtsfest 09

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Fotos: zweiraum.eu

Das Netzwerk Passivhaus lud auf die Bergisel-Sprungschanze. Beim sechsten Sommernachtsfest am 27.6.2019 ging es hoch hinauf. von links nach rechts: 01 Nina Wolfsberger, Markus Gundendorfer, MY-PV GmbH; Martin Kreilmair, Kreilmair GmbH; Simon Grutsch, Energie-Atelier; Werner Radmüller, Radmüller OHG; Sandra und Marco Casotti, Energie-Atelier 02 Roland Schafferer und Gaby Stecher, Scharo GmbH; Martin Gamper teamk2 architects; 03 Theresa und Robert Fagschlunger, Holzbau Schafferer GmbH; Franziska Ewerz, teamk2 architects; Andrea Kleinlercher, teamk2 architects 04 Werner und Doris Picker, Jannach & Picker GmbH; Verena Krismer und Hermann Glatzl, Holzbauprojekte KG; Peter Kaltenhauser, Tischlerei Kaltenhauser 05 Dietmar Janicki, Viessmann GesmbH; Elmar Draxl, NHT; Thomas Eberl, Spechtenhauser GmbH 06 Christian und Angela Eder-Stöffler, FS1 Fiedler Stöffler GmbH, Hannes und Isabella Erler, Holzbau Erler GmbH 07 Jürgen Melis, Melis+Melis Architecten; Klaus Adamer, Adamer Ramsauer ZT GesmbH; Hannes Gschwentner, NHT; Johann Schwaighofer, Best Wood Schneider 08 Anton Kraler Universität Innsbruck; Dieter Herz und Florian Lang, Herz&Lang GmbH, Alexander Zlotek Alpenländische; Dieter Saulder, Knaus Insulation 09 Tiziano und Sandra Miedler-Chiodi, Hausplus GmbH 10 einfach nur Mmmmm 11 Robert Ehrlich, Architekturbüro Ehrlich; Martin und Alexandra Federa, Camfil GmbH; Harald Taxer Baumeister und Christina Krimbacher, Krimbacher Energieeffiziente Projekte 12 Markus Wenisch und Matthias Burkert, Alpsolar GmbH 13 Katharina und Markus Mungenast, Isobox Isoliertechnik GmbH; Martina und Martin Hofer, Technische Büro Hofer; Admir Music, Alpsolar GmbH; Gerhard Freund und Daniela Gruber, Freund GmbH 14 Dieter Herz, Obmann Netzwerk Passivhaus; Klaus Lechner Diözese Innsbruck 15 Alexander Zlotek, Alpenländische; Markus Regensburger, Geschäftsführer Netzwerk Passivhaus; Elmar Draxl, NHT 16 Band Stringpower 17 Roland Farka, Farkalux GmbH; Thomas Eberl, Spechtenhauser GmbH 18 Noah und Nina Flir, Elektro Flir GmbH 19 Lukas Krackl, Stadt Innsbruck; Maria Ringler Stadt Innsbruck; Markus Regensburger Geschäftsführer Netzwerk Passivhaus 20 Andreas Plunser, Holzbau Aktiv; Martin Lehner, Mondo Therm GmbH 21 Peter und Birgit Knauseder, Knauseder Event Concept


Dietmar Gotsch Selbständiger Josko Vertriebspartner ONE im Vergleich. Rundum symmetrische Ansicht an allen 4 Seiten. Nur 5 cm sichtbare Rahmenansichtsbreite, kaum 3 Finger breit.

Mit ONE beginnt eine neue Ära bei Josko ONE ist anders als alle anderen Fenster- und Schiebetürsysteme. ONE vereint die schmalen und eleganten Fensterrahmen früherer Epochen mit den technischen Errungenschaften der Moderne. Damit begeistert ONE die Fachwelt und avanciert zur Speerspitze der heutigen Fenstertechnologie. Kompromisslose Symmetrie ONE by Josko ist die Wiedergeburt der Symmetrie: mit Rundumsymmetrie an allen vier Seiten, auch bei mehrteiligen Elementen – außen wie innen.

Symmetrisch wie ein Bilderrahmen: Je mehr der Stock bei herkömmlichen Systemen seitlich eingeputzt wird, desto asymmetrischer ist die Ansicht – unten bleibt der Fensterrahmen breit. Bei ONE hingegen ist die 5 cm sichtbare Rahmenansichtsbreite an allen 4 Seiten symmetrisch.

Fotos: Josko

Maximale Materialfreiheit ONE by Josko lässt sich auf nahezu jeden Wohnstil perfekt abstimmen – mit innovativen Innen-Applikationen in vielen Materialien: von gebürstetem Aluminium und edlem Holz bis hin zu Glas und echtem Stahl. Minimalistische Schlankheit ONE by Josko überzeugt mit extrem schlanken Rahmen: kaum 3 Finger breit – nur 5 cm sichtbare Flügelbreite.

FA. DIETMAR GOTSCH Josko Oberland IMST A-6460 Imst, Gewerbepark 14 Tel.: +43 (0)5412 / 61312 info@joskooberland.at www.joskooberland.at, www.josko.at

www.joskooberland.at


16 Holzbauplaner-Kurs infos & news

Holzbauplanung will gelernt sein Qualitätsvoller Holzbau bedingt eine perfekte Planung im Vorfeld. Die Universität Innsbruck leistet mit einem speziellen Kurs unter dem Titel IQ HOLZ PLAN einen wertvollen Beitrag zu diesem Thema. (CMS) Mit Jänner 2020 besteht für alle Interessier-

Die Zielgruppen

ten mit einschlägiger Berufserfahrung die Chance,

Der Kurs ist facheinschlägig und richtet sich an Ar­ chitektinnen und Architekten, Bauingenieurinnen und Bauingenieure. Weiters steht der Kurs auch für Ingenieurinnen und Ingenieure (HTL-Abschluss) sowie Zimmerinnen und Zimmerer, Holzbau­ meisterinnen und -meister mit einer mindestens drei-jährigen einschlägigen Berufserfahrung offen. Nachdem auch Schwerpunkte je nach Ausbildung der Teilnehmer gesetzt werden, ist der Kurs für je­ den Planer interessant.

echte Experten auf dem Gebiet der Holzbauplanung zu werden. Durch die Kooperation aus den Arbeitsbereichen Holzbau und energieeffizientes Bauen der Universität Innsbruck, proHolz Tirol, der Ziviltechnikerkammer für Tirol und Vorarlberg, der Wirtschaftskammer Tirol und dem Netzwerk Passivhaus ist es gelungen, hochkarätige Vortragende mit Erfahrung, für den sechs-tägigen Universitätskurs mit Zertifikats-Abschluss zu gewinnen. Foto: Lukas Schaller

Das Lernziel Die TeilnehmerInnen sollen fähig sein, Gebäude mit den verschiedenen Holzbausystemen zu planen. Ebenso wissen sie nach Abschluss des Kurses wie man bei Holzbauten eine Ausschreibung verfasst, Ausführungs-/Polierpläne erstellt und materialge­ rechte Details entwickelt. Sie werden zudem über Kenntnisse im Bereich der Tragwerksplanung und -entwicklung, Holzbaustatik nach Eurocode 5, des Holzschutzes sowie materialtechnologischer Eigen­ schaften von Holz und ausgewählten Holzwerk­ stoffen verfügen. Wohnanlage in Holzbauweise, Kaspar-Weyrer-Straße Innsbruck, Bauherr: Diözese Innsbruck, Architekt: Werner Burtscher


infos & news Holzbauplaner-Kurs 17

Foto: colourbox.com

Der Universitätskurs erstreckt sich von Jänner bis Anfang April 2020 und endet mit dem Erlangen des Zertifikates „Holzbauplanerin“ bzw. „Holzbauplaner“. Nähere Information und Anmeldung unter: www.bit.ly/iq-holzplan

Die verschiedenen Möglich­ keiten von Wärmeschutz und Wärme­b ereitstellung, Schall­ schutz durch Luft- und Körper­ schall, Lüftung und Luftdicht­ heit, Brandschutz, Ökologie und Behaglichkeit werden ebenfalls behandelt. Weiters erfahren die TeilnehmerInnen einiges über Gütesiegel für Gebäude (z. B. Passivhaus). Im Rahmen einer Exkursion besuchen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einem vierten Block einen Holzbaubetrieb bzw. eine Baustelle und erfahren un­ mittelbar vor Ort die Umsetzung eines Holzbaus. Den Abschluss des Universitäts­ kurses bildet die Präsentation der ausgearbeiteten Projekte, die im Anschluss mit den Lehrenden bzw. auch externen Expertinnen und Experten diskutiert und be­ wertet werden.

Die Kursinhalte Im Kurs werden die dem Baustoff Holz entsprechenden Anforderungen und das notwendige Wissen im Holzbau auf dem materialunabhängigen Wissen in den Bereichen der Gebäudeplanung, der Berechnung und der Bemessung, bis hin zur Ausführung, aufgebaut und erweitert. Der Kurs besteht aus drei Themenschwerpunkten, welche jeweils von Experten aus Theorie und Praxis begleitet und betreut werden: Foto: privat

1) Planung und Ausschreibung

assoz. Prof. DI Dr. Anton Kraler, Universität Innsbruck DI Dietmar Ewerz, Teamk2 [architects] ZT GmbH DI Matin Gamper, Teamk2 [architects] ZT GmbH DI (FH) Hermann Glatzl, Glatzl Holzbauprojekt KG

2) Statik und Materialtechnologie

DI Dr. Roland Maderebner, Universität Innsbruck DI Philipp Zingerle, Universität Innsbruck DI Dr. Christian Stöffler, FS1 Fiedler Stöffler Ziviltechniker GmbH

3) Bauphysik und Haustechnik Univ.-Prof. DI Dr. Wolfgang Streicher, Universität Innsbruck assoz. Prof. DI Dr. Anton Kraler, Universität Innsbruck DI (FH) Dieter Herz, Herz & Lang

Kursleiter: assoz. Prof. DI Dr. Anton Kraler, Institut für Konstruktion und Material­ wissenschaften, AB Holzbau


18 Netzwerk Passivhaus Award 2019 infos & news

Netzwerk Passivhaus

Award

2019

AWARD Champion 2019

Unsere Partnerbetriebe liefern gemeinsam Qualität und Innovation Wir leben unser Netzwerk! Aus diesem Grund wird im heurigen Jahr erstmals der Netzwerk Passivhaus Award verliehen. Integrales Planen und gewerksübergreifendes Arbeiten sind wichtige Säule des Netzwerkes Pas­ sivhaus und verstärken die gemeinsamen Interessen und Anliegen der Partnerbetriebe. Um dies zu un­ terstreichen und ein gutes Beispiel vor den Vorhang zu holen wurde die Idee des Netzwerk Passivhaus Awards geboren und nun wurde kürzlich dieser Preis auch erstmalig verliehen. Wir sind sehr stolz darauf, alle Partnerbetriebe, die an der Planung und Umsetzung des Bildungshauses St. Michael mitgewirkt haben, mit diesem Award auszeichnen zu dürfen. Im Rahmen des beliebten Sommernachtsfestes wur­ de der Preis feierlich an die beteiligten Mitglieds­ unternehmen des Netzwerkes Passivhaus verge­ ben. Rund 18 Netzwerk-Partnerbetriebe waren an diesem preisgekrönten Projekt beteiligt, wobei für alle Qualität, Innovation und Teamgeist im Vorder­ grund standen. Die Kriterien für diesen neuen Award sind ganz einfach erklärt: Jenes energieeffiziente und nach­

haltige Projekt, bei welchem die meisten Partner­ betriebe an der Umsetzung beteiligt waren, gewinnt diesen Preis. Ein ganz besonders großer Dank gilt natürlich dem Bauträger, der Diözese Innsbruck und dem Architekturbüro TeamK2. Beide Mitglie­ der sind bei diesem Projekt als Fundament für eine gute Zusammenarbeit ganz wichtig gewesen. Netzwerken heißt auch miteinander feiern, und darum gab es als Preis einen besonderen Abend spendiert. Alle beteiligten Partnerbetriebe wurden zu einem Bowling-Abend eingeladen. Mit viel Spaß und bei gutem Essen wurden an diesem Abend die Kegel umgerollt. Wir wollen mit diesem, jährlich zu vergebenden, Preis unsere Netzwerk-Passivhaus-Partner noch mehr dazu motivieren und begeistern, bei Projekten eng zusammenzuarbeiten. Wir gratulieren allen beteiligten Partnerbetrieben recht herzlich und wünschen weiterhin viel Spaß bei der Errichtung schöner, qualitätsvoller Projekte. Der nächste Netzwerk Passivhaus Award wird beim kommenden Sommernachtsfest 2020 verliehen.


infos & news Netzwerk Passivhaus Award 2019 19

Netzwerk Passivhaus Award Gewinner 2019 Foto: Markus/zweiraum.eu

Am Foto: Bauträger: Klaus Lechner, Diözese Innsbruck Planende Gewerke: Architektur, Entwurfs- und Eingabeplanung, Polier- und Detailplanung, Holzbauplanung: Martin Gamper und Dietmar Ewerz, teamk2 [architects] ZT GMBH Planung der Haustechnik und Lüftung, Energieausweis, Gebäudesimulation: Admir Music, Matthias Burkert, Markus Wenisch, Alpsolar Klimadesign OG Bauphysik, Planung Brandschutz, Planung Statik, Blower Door Messung: Christian Stöffler, FS1 Fiedler Stöffler Ziviltechniker GmbH, Klimaaktiv Zertifizierung: Christina Krimbacher, Krimbacher Energieeffiziente Projekte Ausführende Gewerke: Holzbau: Robert Fagschlunger, Holzbau: Schafferer Holzbau GmbH Heizung, Sanitär, Lüftung: Gerhard Freund, Firma Freund GmbH Lüftung bzw. Heizungshersteller: Christian Obmascher, J. Pichler Ges.m.b.H. Dämmstofflieferanten: Siegfried Walser, Isocell GmbH, Fenster und Türen, Sonnenschutz: Andreas Kittelmann, Zoller-Prantl GmbH & Co. KG, Trockenbaulieferant: Bernd Sailder, Knauf Insulation GmbH Nicht am Foto: Bauphysik, Planung Brandschutz, Planung Statik, BlowerDoor Messung: Kraler Anton, Universität Innsbruck, Arbeitsbereich Holzbau Klimaaktiv Zertifizierung: Ingenieurbüro Tassenbacher GmbH Lichtplanung: Christian Ragg, Lichtplanung

Fotos: eli/zweiraum.eu

Gewinnerprojekt 2019 Bildungshaus St. Michael

Elektroplaner: Rendl Planungs GmbH Elektro/Beleuchtung, Photovoltaik, Solarthermie: Fiegl+Spielberger GmbH Dämmstofflieferanten: Capatect Baustoffindustrie GmbH Fensterhersteller: Internorm


20 Wohnhaus aus Massivholz ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Eigenheim für einen Holzbaumeister Der traditionelle Baustoff Holz bereichert in moderner Formensprache den Wohnhausbau im Zillertal (CMS) Wenn der junge, aufstrebende Chef eines Holzbaubetriebes sein Eigenheim plant und baut, muss das Ergebnis ein ganz besonderes sein. Johannes Erler hat mit seiner Familie in einem kleinen Weiler bei Tux ein schönes, ebenes Grundstück gefunden und dort gebaut. Das moderne Haus im Holzmantel beherbergt sowohl die Wohnräumlichkeiten als auch die Physiotherapie-Praxis seiner Frau. Bei der Gestaltung des Hauses griff der Bauherr und Holzbaumeister auf ein großes Spektrum an Möglichkeiten des modernen Holzbaus zurück und hat sich damit selbst ein perfektes Referenzprojekt geschaffen.

Das Raumprogramm im Überblick Im betonierten Keller des Hauses sind die gesamte Haustechnik, allgemeine Kellerräume und die Phy­ sio-Praxis untergebracht. Ein Geschoß höher liegt das Herzstück des Gebäudes, mit Foyer, offenem Küche-Ess-Wohnbereich, einem Gäste-WC, einem Abstellraum und dem Aufgang zur Galerie wie den privaten Schlafräumen der Familie im Obergeschoß. Der große Esstisch mit gemütlicher Sitzbank und ein Ofen als Raumteiler, bilden den Übergang zwischen Kochbereich und Wohnbereich. Vor einem riesen­ großen Fenster, das sich über die gesamte Fassade zieht kann man auf und einer gepolsterten Bank per­ fekt entspannen und die Seele baumeln lassen. Über ein Glas-Schiebeelement gelangt man hinaus auf die überdachte Terrasse und in den Garten. Neben den drei Zimmern finden im Obergeschoß auch noch zwei Bäder, ein Schrankraum und eine Sauna Platz.

Bestens ausgestattet

Die Kombination aus Altholz mit modernen Formen und Materialien gibt dem Wohnhaus das gewisse Etwas

Der Massivholzbau mit Lehmanteil im Innenbereich birgt viele Blickfänge. Die Altholz-Holzfassade mit Zirben- und Lärchenanteilen ist absichtlich nicht farbsortiert, fleckig gestaltet und wirkt im Spiel mit den Fassadenplatten in Steinoptik äußerst modern und raffiniert. Die dunkelgraue Glasbrüstung am Balkon unterstützt diese Wirkung zusätzlich. Auch im Innenraum gibt Holz den Ton an – Böden und Fenster sind aus Eichenholz gemacht, an Wänden und Decken strahlt heimisches Fichtenholz viel Be­ haglichkeit aus. >>


Fotos: eli/zweiraum.eu


22 Wohnhaus aus Massivholz ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Foto: eli/zweiraum.eu

Johannes Erler: „Mit unserem modernen Wohnhaus sind wir für die Zukunft bestens gerüstet und auch in Sachen Energieeffizienz gut aufgestellt.“

Technische Daten Wohnnutzfläche: 210 m2 + 130 m2 Keller

Die gesamte Möblierung stammt aus Tischlerhand und ist bis ins Detail perfekt ausgetüftelt und aus­ geführt. Die hölzernen Sicht- und Schallschutzlamellen in Richtung Straße sind sowohl optisch, als auch funk­ tionell sehr wirkungsvoll und sorgen für mehr Pri­ vatsphäre. Das Dach wurde extensiv begrünt und verändert so je nach Jahreszeit sein Erscheinungsbild.

GrundstücksgröSSe: 550 m2 Bauweise: Massivholzbau Fassade: Altholz, Fassadenplatten Dach: extensiv begrünt Haustechnik: LW-Pumpe, kontrollierte Wohnraumlüftung, Solarkollektoren

Haustechnik vom Feinsten In Sachen Haustechnik und Elektronik hat Johannes Erler sein Interesse für modernste Technik und Energieeffizienz voll ausgelebt. Das Niedrigstenergiehaus im Passivhausstandard ist mit einer Luft-Wärmepumpe, Kollektoren am Dach und einer kontrollierten Wohnraumlüftung ausgestat­ tet. Sogar ein zukunftsweisender Batteriespeicher ist vorhanden. Über ein BUS- bzw. smart-home-System funktio­ niert die gesamte Elektronik im Haus, auch über das Handy sind die einzelnen Bereiche steuerbar. Ein wohldurchdachtes Beleuchtungssystem run­ det das technische Gesamtpaket ab und sorgt für ausreichend Helligkeit und Stimmung in den ein­ zelnen Räumen.

Beteiligte Firmen des netzwerkes passivhaus Planende Gewerke: Architektur, Holzbauplanung, Bauleitung, Planung Statik: Zimmerei-Holzbau Erler GmbH Bausachverständiger: Arch. DI Christian Kotai Ausführende Gewerke: Holzbau: Zimmerei-Holzbau Erler GmbH Lüftung: KL-Lufttechnik OG Dämmung: best wood SCHNEIDER GmbH


Johannes Erler Geschäftsführer

Ihr verlässlicher Partner im Holzbau Die Zimmerei-Holzbau Erler GmbH mit Sitz in Tux ist Ihr perfekter Partner in Sachen Holzbau. Von der Planungsphase bis hin zu einer qualitativ hochwertigen Ausführung stehen Können und Verlässlichkeit an erster Stelle. Ein junges, dynamisches und vor allem laufend geschultes Team sorgt bei der Zimmerei-Holzbau Erler GmbH dafür, dass kein Wunsch aus Holz unerfüllt bleibt. Die Produktpalette spannt einen Bogen vom Gartenzaun bis zum Holzhaus – dabei werden auch komplette Projekte abgewickelt. Gerade in der Massivholzbauweise verzeichnet das Zillertaler Unternehmen eine steigende Nachfrage. Kein Wunder, handelt es sich doch um eine der besten und gesündesten Bauweisen. Sie zeichnet sich in sehr vielen Bereichen aus, wie z.B. im Brandschutz, bei Luftdichtheit und Schall. Die Verwendung natürlicher Baustoffe garantiert ein Maximum an Wohlbehagen im Wohngefühl – zudem wird dadurch unsere Umwelt für nachfolgende Genera­ tionen geschützt. Profitieren auch Sie vom enormen Knowhow und genießen Sie die Vorzüge der breiten Produkt- und Servicepalette der Zimmerei-Holzbau Erler GmbH.

Fotos: eli/zweiraum.eu

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Zimmerei-Holzbau Erler GmbH A-6293 Tux, Voderlanersbach 7a Tel.: +43 (0)664 / 42 47 556 info@holzbau-erler.at www.holzbau-erler.at

www.holzbau-erler.at


Ing. Jürgen Hiesel Geschäftsführer

Willkommen zu Hause! „Der Mensch steht für uns im Mittelpunkt“ Seit unserem Bestehen geht es uns um unsere Kunden, um ihre Wünsche und Bedürfnisse bei der Planung, Sanierung und Beschaffung von Wohnraum. Unsere Aufgabe sehen wir darin, auf diese Wünsche und Bedürfnisse einzugehen und sie real werden zu lassen. Dabei legen wir im Interesse unserer Kunden sehr großen Wert darauf, intensiv auf wichtige Bereiche wie z. B. Energieeffizienz, Umweltschutz, Wohngesundheit, Wohnkomfort, Lebensqualität usw. einzugehen. Bei allem was wir tun und wofür wir stehen, ist der Mensch stets der Mittelpunkt. Deshalb sind Vertrauen, Verlässlichkeit und Verantwortung gegenüber Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten für uns besonders wichtig.

Fotos: eli/zweiraum.eu

Family-Haus Wohnraumbeschaffungs GmbH A-6460 Imst, Floriangasse 13 Tel.: +43 676 / 33 55 003 office@familyhaus.eu, www.familyhaus.eu

Wir würden uns freuen, auch für Sie Ihren Wohntraum bauen zu dürfen.

www.familyhaus.eu


ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG Sanierung 25

Nachverdichtung im Vormarsch vorher

Aufgrund der steigenden Grundpreise in Tirol sind Sanierungen, Zubauten und Aufstockungen immer häufiger gefragt.

nachher

(CMS) Das Family-Haus-Team aus Imst ist seit vielen Jahren im Baugeschäft tätig und hat schon Hunderten von Bauherren ihre Wohnträume erfüllt. In den letzten Jahren stieg die Nachfrage an Zubauten, Anbauten und Aufstockungen deutlich. Wir haben Geschäftsführer Jürgen Hiesel um ein Gespräch zu diesem Thema gebeten. PASSIVHAUSmagazin: Welchen Stellenwert haben Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen an Bestandsgebäuden für das Team von Family-Haus? Jürgen Hiesel: Wir haben in den letzten Jahren ei­ nen deutlichen Anstieg an Nachfragen in dieser Richtung verspürt und auch schon viele schöne Pro­ jekte fertig stellen dürfen. Im Moment liegen wir bei ca. 50/50, was den Prozentsatz bei Neubauten und Nachverdichtungen betrifft. Fast immer geht auch eine Sanierung des Bestandsobjektes Hand in Hand mit einer Erweiterung, was natürlich die Qualität des gesamten Objektes enorm steigert. PASSIVHAUSmagazin: Wo liegen die besonderen Herausforderungen beim Sanieren und Dazubauen im Vergleich zum Neubau?

Fotos: Family-Haus, eli/zweiraum.eu

Jürgen Hiesel: Sanierungen und Anbauten sind meistens deutlich komplizierter und aufwendiger, da man auf den Bestand eingehen muss und zu Be­ ginn nie genau weiß, was alles unter der Oberfläche daherkommt. Eine genaue Kostenschätzung ist aus diesem Grund auch nicht immer so leicht möglich. Eine genaue Planung mit allen kniffligen Punkten und Details ist daher im Vorfeld unerlässlich. Jahre­ lange Erfahrung und ein gutes Netzwerk an verläss­ lichen Partnern sind daher ein großer Vorteil.


26 Wohnen im Holzhaus ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Ein schwebender

Bungalow ganz aus Holz

Das L-förmig angelegte Wohnhaus auf kleinen Stelzen, von Holzbau Aktiv, zieht interessierte Blicke an und bietet dennoch viel Privatsphäre. (CMS) Wenn Bauherr, Planer und die ausführende Firma die annähernd gleiche Philosophie teilen und sich ganz bewusst für ökologisches, nachhaltiges Bauen entscheiden, kann das Ergebnis nur höchst erfreulich sein. Der Bungalow in Holz-Ständerbauweise steht in Silz, wurde von einer sensiblen Architektin und Künstlerin entworfen und vom Team von Holzbau Aktiv aus Ranggen gebaut. Die junge, vierköpfige Bauherrenfamilie war von Beginn an offen und flexibel für einen Prozess, der schließlich zum gewünschten, erfreulichen Ergebnis führte.

Die Entwurfsphase Die Familie erstand das ebene, sonnige Grundstück in Silz, mit dem Wissen, dass in Richtung Westen zukünftig mit einer weiteren Bebauung zu rechnen sein wird, deren Ausmaße nicht konkret abschätzbar waren. Mundpropaganda führte zu einem Treffen mit der Architektin und Künstlerin Petra Dorner aus Wildermieming, welche sich sehr bewusst mit der Umweltproblematik und individuellem Gestalten auseinandersetzt. Ursprünglich gingen die Bauherren von einem klassischen zweigeschoßigen Gebäude in Massivbauweise aus, die intensiven Entwurfsge­ spräche führten jedoch schließlich zu einem völlig anderen Ziel. Fragen wie: „Was brauchen wir eigent­ lich wirklich?“ und die Devise: „So klein wie möglich und so groß wie nötig“, gepaart mit dem Wunsch nachhaltig zu bauen, verstärkten die Entscheidung für ein Holzhaus im Bungalowstil. Das gewünschte Raumkonzept war auch auf einer Ebene gut unterzu­ bringen, zu dem war für ausreichend Freiflächen laut dem Entwurf gesorgt. Um das Gebäude von der Straße deutlich abzu­ heben und es etwas erhöht über der Wiese schwe­ ben zu lassen, wurde die Idee einer Aufstelzung


ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG Wohnen im Holzhaus 27

Fotos: Holzbau Aktiv

Die beiden Bereiche „privat“ und „gemeinschaftlich“ sind sowohl im Innen- als auch im Außenbereich auf zwei leicht versetzten Ebenen angeordnet.

geboren. So ersparte man sich einen Keller bzw. eine betonierte Bodenplatte, und kam mit Streifenfun­ damenten aus. Auch das Gelände im Gartenbereich wurde etwas aufgeschüttet, um eine deutlich spür­ bare Kante zum Straßenniveau schaffen zu können.

Das Raumkonzept Ein Spalt zwischen der vorgesetzten, betonierten Ga­ rage und dem Wohnhaus führt Bewohner und Be­ sucher geschützt über ein paar Stufen zum Eingang ins Haus. Von der kleinen Diele aus geht es entweder über einen Gang und zwei Stufen hinunter in die pri­ vaten Schlafräume mit Schrankraum und Bad, und zum Technikraum, oder man gelangt direkt weiter in den offenen Küchen-Ess-Wohnbereich. Die Couch­ zone ist von der Küche durch eine große Schiebetüre und einen Kamin leicht abgrenzbar und so als per­ fekte Rückzugsoase zu genießen. Über große Glaselemente gelangt man zur schönen Terrasse, die sich als Holzsteg bis vor die Schlafzim­ mer fortsetzt. Die L-Form des Grundrisses ergibt eine heimelige Hofsituation in Richtung Südwesten und schirmt die Familie so ideal vom Umfeld ab. >>


28 Wohnen im Holzhaus ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Foto: Holzbau Aktiv

Die Erhöhung auf den betonierten Sockeln hat wirtschaftlich-konstruktive und gestalterische Vorteile und macht das Gebäude einzigartig.

„Hier ist ein stimmiges Projekt entstanden, das in jeder Hinsicht dem Nachhhaligkeits­ gedanken entspricht und der Familie ein schönes Zuhause bietet.“ Andreas Plunser Das Werk des Holzbaumeisters Mit Holzbau Aktiv haben die Bauherren den idea­ len Partner für die Umsetzung ihres Wohntraumes gefunden. Mit seiner großen Erfahrung und viel Können hat das Team rund um Firmenchef Andreas Plunser die Ausführungsplanung, die Bau­ leitung, den gesamten Holzbau samt Innenausbau und auch die Fensterherstellung übernommen und das Projekt pünktlich und malfertig übergeben können. Die gestalterisch und konstruktiv wichtigsten Ele­ mente sind die paarweise angeordneten Deckenträ­ ger, die ein Rastersystem ergeben und die Raum­ höhe optimieren. Die verwendeten Holzarten sind vorwiegend Lärche und Fichte, die Bodenplatte wurde als Sandwichelement ausgeführt. Natürliche Dämmmaterialien, naturbelassene Holzoberflächen und die energieeffiziente Haustechnik mit einer Luft-Wärmepumpe spiegeln den Nachhaltigkeits­ gedanken aller Beteiligten wider. Im Inneren ergeben die Sichtholzflächen in Lärche an Decke und Böden einen schönen Kontrast zu den weiß gemalten Wänden, während das äußere Erscheinungsbild komplett in Holz besticht.

Technische Daten Bauzeitraum: 2017 Wohnfläche: 135 m2 Bauweise: Holz-Ständerbau auf Streifen­ fundamenten Fassade: sägerauhe Fichtenbretter, Lärchen­oberflächen Bodenplatte: Sandwichelemente Heizung: Luft-Wärmepumpe Dachdeckung: Bitumen

Beteiligte Firmen des netzwerkes passivhaus Planende & ausführende Gewerke: Holzbauplanung, Bauleitung, Holzbau, Innenausstattung: Holzbau Aktiv GmbH


Andreas Plunser Inhaber

Bauen mit Weitsicht: Holzbau Aktiv Tirol ist lebens- und liebenswert. Achten wir darauf! Der Einsatz des Rohstoffes Holz ist für unser Land nicht nur ökologisch, sondern logisch.

Fotos: Holzbau Aktiv

Holz gilt als rasch nachwachsende Ressource. Als Baustoff bietet es einzigartige Vorteile und ist schnell verfügbar. Warum sollten Bauherren auf ein anderes Material zurückgreifen? Andreas Plunser, Geschäftsführer von Holzbau Aktiv, ist sich seiner Verantwortung als Anbieter von Holzbauten bewusst. Nicht nur gegenüber der Umwelt, sondern auch gegenüber seinen Kunden: Basis für den Hausbau muss eine umsichtige Planung sein. Das gesamte Team nimmt sich von Beginn an ausreichend Zeit – für ein komplettes Angebot und für transparente Investitionen. Was ist machbar? Welche Bauweise spart am meisten Energie? Es ist sinnvoll, heute beim Hausbau schon an die übernächste Generation zu denken. Holzbau Aktiv realisiert Holzbauten und Aufstockungen für Privathäuser ebenso wie für den gewerblichen Bau, Hütten und Almen. Holzbau Aktiv realisiert Holzbauten und Aufstockungen für Privatkunden ebenso wie für gewerbliche Bauten. Das Programm reicht von herkömmlichen Zimmermannsarbeiten über Passivhäuser und das „Öko.Aktiv”-Haus.

Holzbau Aktiv GmbH A-6179 Ranggen, Ranggerstraße 12 Tel.: +43 (0)5232 / 20022, Fax: DW 8 Mobil: +43 (0)664 / 851 6220 office@holzbau-aktiv.at, www.holzbau-aktiv.at

www.holzbau-aktiv.at


30 Personalhaus ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Qualität für alle Mitarbeiter

Holzbau Lindner sorgt für ein behagliches Personalhaus für die Mitarbeiter eines Gesundheits-Hotels (CMS) Das exklusive Gesundheitshotel „Das Sieben“ in Bad Häring bietet seinen Gästen Genuss, Authentizität und Nachhaltigkeit. Als 4* Superior Gesundheits-Ressort war es dem Unternehmen ein Anliegen, auch allen Mitarbeitern Wohlbefinden und Lebensfreude in deren Unterkunft zu bescheren. Den vermeintlich einfachen Dingen des Lebens, wie beispielsweise dem Schlaf, der Erholung, der Natur und der Gesundheit zuliebe, ist ein Personalhaus mit Qualität entstanden.

Foto: Christoph Stöckl

Das Projekt Das neu entstandene Personalhaus in Bad Häring besteht aus insgesamt fünf Ebenen, wobei ein un­ terirdisches Geschoß in Stahlbetonbauweise und die vier oberirdischen Geschoße als mehrschaliger Holzrahmenbau errichtet wurden. Das Gebäude fasst 46 Einzelzimmer, 20 Doppelzimmer und neun Appartements, sowie einen Gemeinschaftsbereich, einen Fitnessraum und einen Wellnessbereich. Die 20 Doppelzimmer wurden so konzipiert, dass sie je nach Bedarf in Einzelzimmer umgewandelt werden können. Der Betonkern in der Mitte des Gebäudes dient zu Erschließung und zur Aussteifung, eben­ so wie die Sicht-Massivholzwände im Gangbereich. Brettsperrholzplatten bilden die Geschossdecken mit klassischem Estrichaufbau. Die Decken wur­ den ebenfalls in Sicht ausgeführt und bieten den Bewohnern ein angenehmes Raumklima. Die Ferti­ gung der Wände im Werk, mit allen nötigen Instal­ lationen und Beplankungen, ermöglichte einen rei­ bungslosen und schnellen Ablauf auf der Baustelle. Sämtliche Außenwände wurden auf der Innenseite mit einer Holzplatte beplankt, um die Bewohner den wertvollen, angenehmen Baustoff Holz spüren und genießen zu lassen. Ein Sichtdachstuhl mit mi­ neralischer Aufdachdämmung bildet den Abschluss des Gebäudes.


Fotos: Christoph Stöckl

Für auSSergewöhnliche Projekte bietet Holzbau Lindner auSSergewöhnliche Leistungen.

Die unruhige, sägeraue Lärchen-Stulpschalung in unterschiedlichen Breiten gibt der einfachen Grundform das gewisse Extra. Die dunkle Fassadengestal­ tung im 4. Obergeschoss und die einzelnen dunk­ len Trennungen verleihen der natürlichen Farbe der Lärche den nötigen Kontrast. Ein rundum gelun­ genes Projekt, dass sich perfekt in die Umgebung eingliedert und dem Personal des Gesundheitsho­ tels optimale Erholung bietet. Das Team von Holzbau Lindner hat – nach den Ar­ beiten am Hotelgebäude „Das Sieben“ – auch bei diesem Projekt von der Beratung zu Beginn, über die detailgenaue Holzbau-Planung, bis hin zur Kon­ struktion und fertigen Ausführung, alle Bauphasen miterlebt und unterstützt. Qualitativ hochwertiger Holzbau erfordert viel Erfahrung, Präzision und die gute Zusammenarbeit aller Professionisten. Be­ wusster Materialeinsatz und Können in der detail­ genauen Umsetzung, Abstimmung von Ökologie und Ökonomie verlangen Gefühl und Wissen. Gute Ideen und Leistungen kennen bei Holzbau Lindner eben keine Grenzen.

Materialverbrauch: • • • • • • • • • • •

Außenwände: 1500m2 (KVH 30m3, 4.000lfm) Sichtwände: 1000m2 (KLH 12cm3 ) Trennwände: 1800m2 (KVH 45m3, 9.200lfm) Holzdeckenelemente: 2.600m2 Sichtdachstuhl 1.000m2 Holz: 630m3 OSB: 3.200m2 Gutex 1.400m2 Wandverkleidungen Holz 3S 800m2 Rigips: 5.000m2 Mineralwolle: 800m3

Fakten: • Baubeginn: Juli 2017, Bezug: April 2018 • Haustechnik: Fernwärme, kontrollierte Wohnraumlüftung • Fassade: Lärche sägerauh, unbehandelt • Bauherr: Privatstiftung Künig


Perfektes Zusammenspiel: Effizienz mit modernster Systemtechnik

Wärmepumpen und Wohnraumlüftungssysteme

Wärmepumpen mit Eisspeicher

Luft/Wasserwärmepumpen

Alle Produkte können zu einem perfekt aufeinander abgestimmten System kombiniert werden und lassen sich komfortabel über die Vitotronic-Regelung sowie der ViCare App zu jeder Zeit, von jedem Ort aus bedienen.

Next Generation Family Business Die Viessmann Group Die Viessmann Group ist einer der international führenden Hersteller von Heiz-, Industrie und Kühlsystemen. Das 1917 gegründete Familienunternehmen beschäftigt 2019 mehr als 12.000 Mitarbeiter. Umweltpionier und technologischer Schrittmacher Viessmann liefert seit Jahrzehnten besonders schadstoffarme und effiziente Systeme für Wärme, Kälte und dezentrale Stromerzeugung. Viele Viessmann Entwicklungen gelten als Meilensteine der Heiztechnik Digitalisierung und Energiewende Viesmann geht die digitale Transformation innovativ und mutig an und ist sich seiner Verantwortung für Mitarbeiter, Kunden sowie künftiger Generationen bewusst. Neben den innovativen Energiesystemen ist dies ein entscheidender Beitrag zum Gelingen der Energiewende.

Viessmann Ges.m.b.H. Viessmannstr. 1 4641 Steinhaus bei Wels info@viessmann.at www.viessmann.at

Solarsysteme

Brennstoffzellentechnologie, Photovoltaik- und Stromspeicher-Systeme


Anton Lindner Geschäftsführer

Wohnen um zu leben Bauen mit Holz bedeutet, Lebensqualität und Werte zu schaffen. Innovation, anspruchsvolles Design und höchste Qualität sind Attribute, die unmittelbar mit Holzbau Lindner verbunden sind.

Fotos: Holzbau Lindner, Christoph Stöckl

Holzbau Lindner GmbH A-6363 Westendorf, Mühltal 52 Tel.: +43 (0)5334 / 24 42 office@hb-lindner.at, www.hb-lindner.at

Was wir bauen, bauen wir mit Freude. Wir, das sind rund fünfzig erfahrene Facharbeiter aus Tirol und ein flexibles Team in Planung und Organisation. Für Sie sind wir vom Anfang bis zum Ende Ihres Bauvorhabens im Einsatz. Alle Arten von Zimmermannsarbeiten, sowie die Kombination von Holz mit verschiedensten Materialien gehören zu unseren Kompetenzen. Holzbau Lindner ist für Beratung, Planung und Konstruktion seiner Häuser bekannt, wahlweise vom Rohbau bis hin zum schlüsselfertigen Haus, aber auch in der Rolle eines verlässlichen Bauträgers. Der Erfolg der Firmengruppe besteht neben perfekter Ausführung darin, dass man sich gerne und konsequent neuen Herausforderungen stellt. Für außergewöhnliche Projekte bieten wir außergewöhnliche Leistungen.

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Es gibt viele Wege, das Klima zu schützen. Eine gute Wärmedämmung gehört zu den effektivsten – vor allem, wenn sie auch noch umweltfreundlich produziert wird. Kein Wunder also, dass wir von Austrotherm uns als einziger Produzent über das Österreichische Umweltzeichen für Austrotherm XPS® freuen dürfen. Und unsere Partner mit uns.

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TekTalan machT Schule

Schule am See, Volks- und mittelschule in hard am Bodensee

Die Deckendämmplatte Tektalan A2-SD bewährt sich nicht nur in der Tiefgarage durch hohe Wärmedämmung und optimalen Brandschutz. Speziell ihre sehr gute raumakustische Wirkung überzeugt ebenso im Schulbau und sorgt in den Klassenräumen, Sälen und Gängen für angenehme Ruhe. Eingesetzt als sichtbare Deckenplatte macht diese HolzwolleMehrschichtdämmplatte mit Steinwollekern auch optisch was her. Sie wird einfach in die Schalung eingelegt und mitbetoniert. Für gestalterische Akzente kann die Platte auch eingefärbt werden. Heraklith® ist eine registrierte Marke von


Arch DI Hagen Pohl

Individuelle Lösungen beim umweltbewussten Bauen Die bestmögliche Qualität der uns anvertrauten Projekte egal ob groß oder klein – in der Raumwirkung, dem handwerklichen Detail, dem gewählten Material, dem Licht und der Nutzung – dafür setzen wir uns ein. Energieeffizienz und Ökologie sind dabei wichtiger und selbstverständlicher Teil unserer Büroidentität. Unsere Bauwerke erzählen eine eigene unverwechselbare Geschichte von ihrem Bauherrn, ihrer Nutzung und ihrer grundsätzlichen Entwurfsidee. Dabei stehen sie in direktem Bezug zu ihrer Umgebung, auf die sie reagieren und mit der sie harmonieren. Durch die sorgfältige Betreuung von den ersten Entwurfskizzen bis zur Fertigstellung vor Ort, sichern wir stimmige Aufenthaltsqualitäten, technisch einwandfreie Umsetzung vor Ort und sowohl finanzielle als auch energetische Effizienz mit einfachen, technisch ausgereiften und ökologischen Komponenten.

Fotos: David Schreyer, Rendering: Renderwerk

Pohl ZT Gmbh Architektur - Ingenieurbüro A-6430 Ötztal Bahnhof T +43 (0) 5266 88473-0 www.pohl-gmbh.com

Architektur

Tschirgantstraße 10 a F +43 (0) 5266 88473-30 office@pohl-gmbh.com

bauaufsicht

gutachten

Architektur Niedrigenergie-/ Passivhäuser Projektentwicklung Projektmanagement Generalplanung Schwimmbadtechnik

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36 Tiroler Holzhaus in NÖ ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Ein Tiroler im Wienerwald Wenn ein Team einen Bauherren überzeugt, kann es passieren, dass dieser es kurzerhand zu sich nach Niederösterreich holt. (CMS) Eine Familie aus Niederösterreich hat bei einem Radausflug durch den Wienerwald ein schönes, in Richtung Süden geneigtes Grundstück ganz nach ihrem Geschmack gefunden und sich bei einem zufälligen Besuch im Musterhaus von Holzbau Schafferer in Innsbruck sofort in dieses verliebt. Wie es der Zufall will, ist bei dieser Gelegenheit auch Architekt Martin Gamper von teamk2 architects dort erschienen und schon war das perfekte Planungs- und Ausführungsteam gefunden.

Das Bauherrenpaar hat es gerne auf sich genom­ men, immer wieder zu Planungsgesprächen nach Tirol aufzubrechen um gemeinsam mit Martin Gamper und Dietmar Ewerz seine Träume auf Pa­ pier zu bringen. Dass es ein Haus aus Holz werden sollte, war längst klar, und dass es von Holzbau Schafferer sein sollte, ebenfalls. Auf die eindeutige und knappe Frage der Architekten: „Was wollt ihr?“ kam von den Bauherren als Antwort: „Eine Galerie, einen Schrankraum, große Fensterflächen, welche die herrliche Natur rundum ins Haus holen, ein Lümmelfenster und ein offenes, helles Wohnen sind Träume, die wir uns mit diesem Haus erfüllen möchten.“ Noch konnten sie nicht ahnen, dass ihre Wunsch­ vorstellungen noch übertroffen werden sollten.

Die ersten Schritte am Bau Moderne Wohnhäuser in Holzbauweise sind in Niederösterreich noch eher exotisch. Umso mehr wurde das Entstehen des Hauses – neben den Bau­ herren – auch von Nachbarn und Bekannten mit großer Neugierde erwartet. >>


Das Wohnhaus ist an der hinteren Grundgrenze positioniert und lässt viel Platz fßr Natur und herrliche Ausblicke.

Fotos: eli/zweiraum.eu


38 Tiroler Holzhaus in NÖ ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Fotos: eli/zweiraum.eu

Materialien, Farben und Lichtquellen sind harmonisch aufeinander abgestimmt und verbreiten viel Behaglichkeit und Wärme.


ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG Tiroler Holzhaus in NÖ 39

Fotos: eli/zweiraum.eu

„Für ein perfekt eingespieltes Team ist es kein Problem, sondern eine schöne Herausforderung, von Tirol aus auch in entfernteren Regionen zu bauen.“ Architekt Martin Gamper + Dietmar Ewerz, teamk2 architects

Für das erfahrene Team von Holzbau Schafferer, mit Projekt- und Bauleiter Robert Fagschlunger und sei­ nen Kollegen Georg Kerschbaumer, ist das Errichten qualitativ hochwertiger, individuell geplanter Projekte aus dem nachhaltigen und ökologischen Werkstoff Holz jedoch ein alltägliches Unterfangen. Mehrere Wochen verbrachte das Holzbauteam insge­ samt – von Beginn bis zur Übergabe – auf der Bau­ stelle. Der Bauherr selbst war auch regelmäßig vor Ort und so bei jeder wichtigen Entscheidung mit da­ bei. Das Kellergeschoß und die Doppelgarage wurden im Mai 2018 von einer Baufirma aus der Umgebung ausgeführt und somit war alles vorbereitet für die An­ lieferung und Montage der Holzelemente aus Tirol.

Ein Rundgang durch das Haus Direkt an der Grundgrenze des geneigten Bau­ platzes, zur Erschließungsstraße hin, liegt die Ga­ rage und ein integrierter Zugang zu einer Rampe, die zum Haupteingang des Wohnhauses hinauf­ führt. Die beiden getrennten Bauteile sind geschickt so gestaltet, dass sie wie ein Ensemble miteinander kommunizieren. Oben angekommen, gelangt man in einen freundlichen Garderobenbereich, von dem aus eine Treppe in den Keller führt. Dort befinden sich die Haustechnikzentrale, ein Hobby- und ein Lagerraum. Geht man im Erdgeschoß weiter durch eine große Glas-Schiebetüre, öffnet sich der helle, freundlich Küchen-Ess-Wohnbereich mit einer an­ schließenden großzügigen, überdachten Terrasse. >>


40 Tiroler Holzhaus in NÖ ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Ein moderner Holzbau ist in dieser Region eher selten und daher etwas ganz Besonderes Eine leichte Holztreppe mit Glasgeländer führt vom Herz des Hauses hinauf ins oberste Geschoß, wo sich ein Schlafzimmer mit wunderschönem Ausblick, ein Gästezimmer, ein Arbeitszimmer, ein Schrankraum, ein Wellnessbad mit Saunabereich und ein Wirtschaftsraum befinden. Auch hier kann man eine großen Terrasse genießen. Alle Räume im Haus sind natürlich belichtet und wirken freund­ lich und hell. Besonders ins Auge springt die Ga­ lerie, welche auf zwei Seiten Blicke ins Erdgeschoß freigibt und wie ein Steg aus Holzlatten mit kleinen Abständen gestaltet ist.

Gestaltungselemente

Fotos: eli/zweiraum.eu

Der ökologisch gedämmte, energieeffiziente HolzRiegelbau zeigt in den Innenräumen beinahe zur Gänze seine unbehandelten Holzoberflächen, wäh­ rend an der Fassade die Holzuntersichten in einer Kombination mit pflegeleichten Fassadenplatten in Anthrazit, weißem Silikatputz, einer lebendigen Natursteinverkleidung im Haus-Zugangsbereich und viel Glas optisch überzeugen. Für die stimmige Möblierung hat Familie Kreutzer selbst gesorgt , das gut durchdachte Lichtkonzept mit viel indirekter Be­ leuchtung stammt von einem Lichtplaner. Ein Schwedenofen im Wohnbereich sorgt für wohlige Stunden in kälteren Zeiten und lässt die Holzscheite knistern. Durch die zahlreichen Abstell- und Neben­ räume wirkt das Haus insgesamt sehr übersichtlich und die Einrichtungsgegenstände und Deko-Ideen können ungestört wirken. Eine große Wand hinter der Couch ist noch frei und wartet auf ein Kunstwerk aus der Hand des kreativen Sohnes der Familie. Nachdem die Sonne von Tagesbeginn an bis zur Dämmerung durch die großen Fensterflächen ins Haus fallen kann, mangelt es auch nicht an unzäh­ ligen Lichtspielen. Die herrlichen Ausblicke in den Wienerwald verleihen dem modernen Wohnhaus zusätzlich ihren Reiz. >>


Die Geschäftsführer Arch. Martin Gamper und Arch. Dietmar Ewerz mit ihrem Team.

Passion für den Holzbau Bei all ihrer Vielseitigkeit hegen die Architekten von teamk2 seit Jahren eine große Leidenschaft für den Holzbau in all seinen Facetten. Neben einer Vielzahl an Einfamilienhäusern sind auch Projekte in großen Dimensionen Teil ihrer bemerkenswerten Referenzliste.

Fotos: eli/zweiraum.eu, danske/Synthesa Chemie Gesellschaft m.b.H., Visualisierungen: we (wohnungseigentum tirol), Viewture e.U.

teamk2 [architects] ZT GMBH A-6020 Innsbruck, Maria-Theresien-Str. 40 Tel.: +43 (0)512 / 57 24 65, Fax: DW 15 office@teamk2.com, www.teamk2.com

Neben innovativen Wohnbauten für bekannte Wohnbauträger ist heuer vor allem das Bildungshaus St. Michael, welches nun seit einem Jahr in Betrieb ist, zu erwähnen. Das komplexe Projekt wurde auch mit dem Holzbaupreis 2019 ausgezeichnet. Ein Netzwerk an erfahrenen, verlässlichen Partnern im Holzbau sorgt in enger Zusammenarbeit mit den teamk2 Architekten für qualitätsvolle, reibungslos funktionierende Planungs- und Bauphasen. Denn gerade der nachhaltige Holzbau mit all seinen überzeugenden Vorteilen erfordert perfekte Teamarbeit mit hoher Präzision. Zeitgemäße Architektursprache, Einfühlungsvermögen und Können zeichnen das Architektenteam aus Innsbruck aus, was die große Anzahl an gelungenen Projekten und zufriedenen Kunden deutlich zeigt.

www.teamk2.com


Ansicht NW

Architekt Siegfried Hybner

Blick auf Terrassen; Ansicht SW

Glas, Holz und Aussicht Die Lage und Aussicht auf dem Grundstück hatten die Bauherren sofort überzeugt. Es folgte eine intensive Planungsphase mit Architekt Siegfried Hybner, in der die Entwicklung der Familie eine wichtige Rolle einnahm.

Fotos: Bauherr, Architekt

Die Erschließung von der höherliegenden Straße aus ermöglichte, die Wohnflächen uneingesehen nach Westen zu orientieren, die Aussicht wurde damit zum zentralen Element der Gestaltung. Auf das Sockelgeschoss wurde ein zweigeschossiger Holzbau mit vorgefertigten Modulen errichtet, wobei jede Etage eine Wohneinheit aufnimmt. Die unterste Einheit hat direkten Zugang zum Garten, bei den beiden oberen Wohneinheiten gehen Wohn- und Schlafräume in eine großzügige Terrasse über. Die Fassade aus unbehandeltem Lärchenholz umhüllt den gesamten Baukörper. Lehmverputzte Wände, 3-fach verglaste Fenster, eine Wohnraumlüftung sowie eine Wärmepumpe als zentrales Heizsystem schaffen eine moderne und angenehme Wohnatmosphäre.

A-6020 Innsbruck, Leopoldstraße 30 Tel.: +43 (0)664 / 911 87 34 office@nachhaltig-planen.at www.nachhaltig-planen.at

www.nachhaltig-planen.at


ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG Tiroler Holzhaus in NÖ 43

Fotos: eli/zweiraum.eu

FAKTEN: • Baubeginn: Mai 2018 Fertigstellung: Frühjahr 2019 • Wohnnutzfläche: 174m2 Grundstücksfläche: 772m2

• Außenwand: Holz-Riegelwand mit Fassadenplatten bzw. Silikatputz • Dacheindeckung: Flachdach bekiest • Fenster: Holz-Alufenster

Ein perfektes Netzwerk Damit ein solches Projekt über die Landesgrenzen hinweg so reibungslos funktioniert, bedarf es eines gut organisierten Ablaufes und einer perfekten Zu­ sammenarbeit aller Professionisten. Ist der Bauherr selbst auch noch ein wichtiger Teil des hoch qualifi­ zierten Teams, kann kaum noch etwas schief gehen. Die Mitarbeiter von Holzbau Schafferer haben sich neben ihren eigenen Leistungen auch noch um die Auswahl von Firmen aus der Region gekümmert und diese bestens in den Bauablauf integriert. „Es herrsch­ te immer eine harmonische, angenehme Stimmung auf der Baustelle. Jeder wollte das Beste geben und im Laufe der Zeit sind sogar echte Freundschaften entstanden“, erzählt die Bauherrin begeistert. Die Energie des Werkstoffes Holz nahm die Handwerker in ihren Bahn und war für so Manchen eine neue, positive Erfahrung. Ein guter Holzbau braucht ein Netzwerk an Könnern und dass hier ein solches am Werk war, ist bei diesem Projekt von der Planung bis zur letzten Leuchte spürbar.

• Heizung/Lüftung: Wasser-Luft-Wärme pumpe, kontrollierte Wohnraumlüftung

Beteiligte Firmen des netzwerkes passivhaus Planende Gewerke: Architektur: teamk2 [architects] ZT GMBH Ausführende Gewerke: Holzbau: Schafferer Holzbau GmbH Energieausweis: Glatzl Holzbauprojekte KG Lüftung bzw. Heizungshersteller: Stiebel Eltron GesmbH Dämmstofflieferant: Isocell GmbH Fassadenanstrich: Synthesa Chemie Gesellschaft m.b.H.


DI Christina Krimbacher, planende Baumeisterin

Holzbau und Ökologie aus Leidenschaft Für die Planung und Errichtung ökologischer Holzbauten schlägt das Herz von Christina Krimbacher. Hier hat sie seit über 12 Jahren Erfahrung gesammelt.

Foto oben: Fa. Hauschild/Foto Felsch, Portraitfoto: Michael Gasser, Rendering: Christina Krimbacher, Foto Innenraum: Brigitte Tassenbacher

DI Christina Krimbacher, energieeffiziente Projekte A-6020 Innsbruck, Mentlgasse 10/29 Tel.: +43 / (0)699 / 170 701 75 Fax: +43 / (0)512 / 573 255 info@christina-krimbacher.at www.christina-krimbacher.at

Die ökologische Gestaltung endet nicht bei der Außenhülle, auch bei der Innenraumgestaltung setzt sich dieser Gedanke immer mehr durch. Ökologische Sanierungen kommen immer häufiger zur Ausführung. Egal ob kleiner Zubau, Einfamilienhaus oder Firmengebäude: Bauen soll immer ein Erlebnis sein. Christina Krimbacher plant individuelle Passivhäuser in Holzbauweise und hochwertige Sanierungen für Kunden, denen eine ökologische Bauweise sehr am Herzen liegt. Gemeinden, Bauträger oder konfessionelle Institutionen nutzen ihr Knowhow auch in Form einer kompetenten Projektbegleitung. „Ich arbeite am liebsten mit Menschen, denen neben ihren eigenen Wünschen auch ihre Umwelt und die Nachhaltigkeit ihres Gebäudes ein echtes Anliegen sind. Ein Haus zu bauen, welches Energie spart ist heute den meisten Kunden nicht mehr genug – auch die Materialwahl ist ausschlaggebend für ein sehr gutes Raumklima.“

www.christina-krimbacher.at


ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG ökologisches Bauen 45

Herausforderungen beim ökologischen Bauen und Sanieren Christina Krimbacher ist planende Baumeisterin und eine echte Expertin, wenn es um das Bauen und Sanieren mit ökologisch wertvollen Materialien geht. (CMS) Der Begriff „Greenwash“ bedeutet sinngemäß „sich ein grünes Mäntelchen umhängen“ und ist eine kritische Bezeichnung für PR-Methoden, die darauf zielen, einem Unternehmen oder Produkt in der Öffentlichkeit ein umweltfreundliches und verantwortungsbewusstes Image zu verleihen, ohne dass es dafür eine hinreichende Grundlage gibt. Genau diesem Problem stehen viele Bauherren gegenüber und so sind diese oftmals überfordert mit der Beurteilung und Auswahl von gewünschten Baustoffen. Mit der Unterstützung eines fachund materialkundigen Planers wird schnell klar, was wirklich ökologisch ist und was nicht.

PASSIVHAUSmagazin: Mit welchen Mitteln werden Konsumenten beispielsweise in die „grüne Falle“ gelockt? Christina Krimbacher: Manche Hersteller brüsten sich mit Produkten von besonders ökologischem Wert, obwohl deren Beschaffenheit ohnehin schon längst gesetzlich vorgeschrieben ist und diese daher nicht extra hervorzuheben sind. Auch erzeugen be­ stimmte Farben bei den Konsumenten Öko-Gefühle, obwohl das Produkt dahinter nicht hält was es ober­ flächlich betrachtet verspricht. Glaswolle wird bei­ spielsweise seit einigen Jahren ohne seine typische gelbe Färbung verkauft. Dadurch schaut sie aus wie Schafwolle und wirkt einfach ökologischer. So wird versucht, ein „grünes“ Image zu erzeugen. PASSIVHAUSmagazin: Welche bedenklichen Produkte lassen sich besonders leicht durch ökologische Alternativen ersetzen? Christina Krimbacher: Inzwischen gibt es sowohl für den Neubau als auch für Sanierungen beina­ he alle notwendigen Baumaterialien in ökologisch >>

Foto: Michael Gasse

DI Christina Krimbacher, Expertin in Sachen Bauen und Sanieren mit ökologisch wertvollen Materialien.

„Mit Vorträgen und Kursen für Planer und Bauherren kann ich mein Wissen und meine Erfah­ rungen anschaulich weitergeben.“


46 ökologisches Bauen ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Foto: Freisinger Fotos: Krimbacher

Die biologische Lehmwand bringt wenig, wenn rund­herum schadstoffbelastete Materialien verwendet wurden.

wertvoller Zusammensetzung. Ich verwende bei­ spielsweise gerne Holzfasermatten statt der gängigen Glaswolle oder spezielle Putze wie den Rotkalkputz. Besonders bei den Dämm-Materialien gibt es eine Vielzahl an Alternativen, wie z.B. die Hanfdäm­ mung, die Zellulosedämmung oder den Schaum­ glasschotter. Kunststoffdämmungen sind eigentlich nur im Spritzwaserbereich notwendig. Unbehan­ delte Vollholzoberflächen und Möbel sowie Verflie­ sungen ohne die schädliche Epoxyabdichtung sind für mich alltägliche Dinge. PASSIVHAUSmagazin: Wie sieht es mit möglichen Maßnahmen auf diesem Gebiet bei der Sanierungen von bestehenden Objekten aus? Christina Krimbacher: Bei vielen Projekten ist eine Schadstofferkundung vorteilhaft, um feststellen zu können, ob problematische Stoffe vorliegen. Das macht man etwa mithilfe einer Staubanalyse, mit der Asbestanteile oder giftige Anstriche erkennbar wer­ den und in der Folge entsorgt werden sollten. Ein Gebäude oder einen Raum ökologischer und damit gesünder zu machen, ist durch gezielte, sinnvolle Maßnahmen grundsätzlich immer möglich. Die neu gewählten Materialien müssen natürlich auch zum Bestand passen, was eine ökologische Sanierung im­ mer zu einer spannenden Herausforderung macht.

Hanfdämmung an der Außenwand

Schaumglasschotter als Bodendämmung


Ing. Daniel Hafele, Geschäftsführer

Architektur und Raumgestaltung Am Beispiel seines eigenen Wohnhauses zeigt Daniel Hafele seine Qualitäten als Planer und Innenarchitekt.

Fotos: Christof Simon, Andreas Amplatz

Ing. Daniel Hafele Architektur & Raumgestaltung A-6406 Oberhofen, Graberweg 10 Tel. +43 (0)664 / 73 80 04 78 office@danielhafele.at, www.danielhafele.at

Daniel Hafele begleitet seine Kunden von der ersten Idee eines Wohnhauses bis zur geschmackvollen Einrichtung im Innenraum. Besonderes Augenmerk legt er dabei auf die individuellen Bedürfnisse und Abläufe der Bauherren. Ansprechende Formensprache im Kontext mit der Umgebung, stimmige und ressourcenschonende Materialwahl und pfiffige Detaillösungen bilden dabei die Schwerpunkte. „Jedes Haus, jeder Raum muss dem Benutzer dienen, sein Leben unterstützen und bereichern“, erläutert der Planungsprofi. Seine Leidenschaft liegt vor allem im hochwertige Holzbau, wobei er mit seiner jahrelangen Erfahrung von der präzisen Planung bis zur fachmännischen Umsetzung alle Aufgaben übernimmt. Nachhaltiges und energieeffizientes Bauen ist für Daniel Hafele dabei von besonderem Stellenwert.

www.danielhafele.at


48 Internorm Verbundfenster

Ein wahres Multitalent: Das Verbundfenster KV 440 4-fach-Schutz. Photovoltaik-Jalousie. Vollintegriertes Lüftungssystem. (PR) Das Kunststoff-Verbundfenster KV 440 von Europas führender Fenstermarke Internorm ist ein wahres Multitalent. Es bietet den 4-fachSchutz eines Verbundfensters und ist optional mit energieautarker Beschattung und vollintegriertem Lüftungssystem erhältlich. Für zusätzlichen Komfort sorgt auf Wunsch die Bedienung über die SmartWindow Steuerungs-App. Mit integriertem Sonnen- und Sichtschutz sowie er­ höhtem Wärme- und Schallschutz bietet das Kunst­ stoff-Verbundfenster KV 440 von Internorm 4-fachSchutz in einem einzigen Fenstersystem vereint. Vor Wind, Wetter und Staub geschützt, liegt der Sonnen- und Sichtschutz zwischen den Scheiben – mühsames Reinigen der Lamellen entfällt damit ebenso wie unangenehmes Klappern der Jalousien im Wind.

riertes Photovoltaik-Modul gewonnen. Da keine externe Stromzuleitung notwendig ist, eignet sich das KV 440 mit I-tec Beschattung besonders gut in der Sanierung.

Frischluft und Energiesparen mit integrierter Lüftung Das KV 440 ist zudem mit dem intelligenten, voll in den Fensterrahmen integrierten I-tec Lüftungssys­ tem erhältlich, das den Innenraum bedarfsgerecht und komfortabel mit Frischluft versorgt und dabei Energie spart. Ausgestattet mit einem hocheffizien­ ten Wärmetauscher erreicht die I-tec Lüftung ei­ nen Wärmerückgewinnungsgrad von bis zu 93 %, womit sich die Energieverluste beim Lüften auf ein Minimum reduzieren.

Bequeme Steuerung per Smartphone oder Tablet

Energieautarke Beschattung

Mit der I-tec SmartWindow GebäudesteuerungsApp lässt sich das KV 440 komfortabel und über­ sichtlich per Tablet oder Smartphone bedienen.

Das KV 440 ist optional mit energieautarker, moto­ risch betriebener I-tec Beschattung erhältlich – die benötigte Energie für den Antrieb wird dabei direkt am Fenster durch ein in die Jalousieblende integ­

Mehr Informationen erhalten Sie bei Ihrem Internorm-Partner und auf www.internorm.at Fotos: Internorm

Verbundfenstersystem mit 4-fach-Schutz Die I-tec SmartWindow App steuert Ihre I-tec Lüftung und I-tec Beschattung.


DI Stefan Schrott

Ökologisch denken und bauen Ich sehe Architektur ganzheitlich, und zwar in räumlicher, ökologischer und soziologischer Hinsicht. Erst nach dem genauen Ausloten aller Gegebenheiten, Bedürfnisse und Wünsche kann ein qualitätsvolles Gebäude entstehen. Das gekonnte Wechselspiel zwischen dem Innen- und Außenraum lässt ein Gebäude mit der Umgebung eins werden. Ein Projekt wird höchstens durch das Blickfeld und nicht durch das eigene Grundstück begrenzt. Selbiges „Spiel“ lässt sich auch im Innenraum fortsetzen – Blickbeziehungen und die Innenausstattung sind Teil des architektonischen Konzepts, da Einrichtung immer raumbildend wirkt. Auch der viel zitierte „ökologische Footprint“ spielt in meiner Arbeit eine große Rolle und zwar stets mit „Hausverstand“. Ich plane und baue am liebsten mit natürlichen Werkstoffen, bevorzugt mit Holz und anderen ökologischen Materialien. Die Frage nach dem „Was brauchen wir wirklich zum Leben“ ist in meiner Arbeit von zentraler Bedeutung, da in der Einfachheit so viel Reiz liegen kann. Die effektive Nutzung vorhandener Ressourcen bedeutet für mich Ökologie pur. Mir Abläufe und Bedürfnisse der späteren Nutzer immer wieder vor Augen zu führen und dabei möglichst unkonventionell und uneingeschränkt zu denken, ist das Werkzeug meiner täglichen Arbeit.

Fotos: Watzek Photografie

DI Stefan Schrott A-6422 Stams, Hauptmann-Kluibenschedl-Str. 19 stefan.schrott@tirol.com, +43 (0)664/4650255

www.stefanschrott.at


t • pass

(CMS) Seit vielen Jahren gilt die Firma Freisinger als Experte im Bereich des Passivhausbaues. Nun hat das Unternehmen mit dem Bau des neuen Bürogebäudes selbst in diesem Bereich ein deutliches Zeichen gesetzt. Der Massivholzbau, der sich sowohl mit seinen inneren als auch äußeren Werten sehen lassen kann, ist auch ein perfektes Referenzprojekt für alle Kunden.

Das architektonische Konzept durch DI Hans-Peter Freisinger – Architekt Die ständig fortlaufende Produktentwicklung und Expansion in der Sparte Holz- und Fensterbau er­ fordern im Bereich Produktion, Verwaltung, Mar­ keting sowie Weiterbildung die Schaffung entspre­ chender Räumlichkeiten. Transparenz, Helligkeit und Wohlbefinden für die Mitarbeiter in einem zeitgemäßen und darüber hi­ naus flexibel zu gestaltendem Ambiente zu bewerk­ stelligen, war die Zielsetzung der Planung. Holz als nachhaltiger und nachwachsender Rohstoff wurde für die Herstellung der Grund-, als auch der

Ausbaukonstruktionen verwendet und entstammt der hauseigenen Produktion. Der in drei Geschoße gegliederte Bürotrakt be­ herbergt im Erdgeschoß die Ausstellung und Schulungsflächen, sowie in den Obergeschoßen großzügige Büroräumlichkeiten und Kommunika­ tionsflächen. Der durch eine Brandwand getrennte Produktionsund Lagerbereich ist ebenfalls in Massivholzbau­ weise errichtet. Bestandteile, wie eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung, eine kombinierte Heizund Kühldecke, betrieben mit Grundwasser über einen Tiefbrunnen, erhöhen den Komfort und dienen der Behaglichkeit und gewährleisten einen sorgsamen Energieverbrauch. Für die Beleuchtung wurden ausschließlich LED-Beleuchtungskörper gewählt. Die Abdeckung des Restwärmebedarfes erfolgt über eine nachhaltige, energieeffiziente und klimaschonende Versorgung mittels Fernwärme, erzeugt durch die eigene Biomasse- Hackschnitzelanlage, der Biowärme Ebbs. Eine adäquate, auto­ matisierte Regelungstechnik gewährleistet einen modularen und effizienten Betrieb der haustech­ nischen Anlagen.

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Freisinger Holzbau GmbH und Freisinger Fensterbau GmbH können zurecht mit Stolz die Errichtung und den Betrieb ihres neuen Betriebsgebäudes in Passivhausstandard präsentieren

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als zertifiziertes Passivhaus aus Holz

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Fotos: Freisinger Holzbau GmbH

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50 Gewerblicher Holzbau ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG


ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG Gewerblicher Holzbau 51

„Obwohl wir seit Jahrzehnten Passivhäuser mit Passivhausfenstern fertigen, ist es mir erst mit dem eigenen Neubau bewusst geworden, welche Behaglichkeit – Sommer wie Winter – ein solches Passivhausbüro mit mechanischer Be- und Entlüftung bietet. Zusätzlich bleibt die Leistungsfähigkeit der Büromitarbeiter auch an den heißesten Tagen erhalten bzw. konstant. Durch die Be- und Entlüftung ist das Raumklima keinesfalls mit dem stark gekühlten Luftstrom einer Klimaanlage vergleichbar. Versuchen Sie´s… durch einen Passivhausbau mit Freisinger.“ JOSEF FREISINGER, Geschäftsführer Freisinger Holzbau GmbH und Freisinger Fensterbau GmbH

Tiroler Passivhausteam realisierte Wohnbauprojekt in London Das Tiroler Unternehmen Freisinger Holzbau GmbH realisierte als Generalunternehmer, mit Beteiligung der Freisinger Fensterbau GmbH, eine der ersten gemeinnützigen Passivhaus-Wohnanlagen mit zwölf Wohneinheiten in der Hauptstadt Englands.

Der im sozialen Wohnbau tätige Auftraggeber „She­ perds Bush Housing Group“ zählt mit mehr als 5.000, Einheiten in London zu den großen Playern der Hauptstadt. Die Regierung in England ist daran interessiert, die Einkommen der Bewohner durch niedrige Betriebs- und Heizkosten zu entlasten. Au­ ßerdem wird in großen Städten wie London Wert auf höhere Luftqualität und besseren Lärmschutz gelegt. Diese Eigenschaften sprechen deutlich für die Pas­ sivhaus-Bauweise, die dank einer energieeffizienten Gebäudehülle die Zukunft nachhaltig gestalten soll. Aufgrund der ansprechenden Herausforderungen bei den ersten Passivhausprojekten im sozialen Wohnbau in England, war der Auftraggeber um Risi­ kominimierung bemüht und hat trotz intensiver Su­ che keine lokalen Partner mit entsprechender Erfah­ rung gefunden. „Durch unsere langjährige Präsenz auf dem englischen Baumarkt und entsprechenden Auftritten auf Messen ist der Auftraggeber auf uns aufmerksam geworden“, so Geschäftsführer Josef Freisinger. Englische Experten und Führungskräfte reisten mehrmals nach Tirol, um dort sowohl den Ebbser Betrieb als auch realisierte Passivhauspro­ jekte zu besichtigen. So konnten sie sich vor Ort von der langjährigen Erfahrung überzeugen und holten das Team von Freisinger an Bord, um mit deren Hil­ fe die Passivhausbauweise in England zu etablieren. Die Montageteams der Freisinger Holzbau GmbH und der Freisinger Fensterbau GmbH waren für die gesamte thermische Hülle des Gebäudes verant­ wortlich, welches aus 14 Wohneinheiten besteht. Mit einem Partner wurde zusätzlich auch die Lüftungs­ anlage implementiert. Das Bauprojekt wurde mit Massivholzwänden aus der Tiroler Produktion er­ richtet und im Frühjahr 2017 fertig gestellt.


BV Fieberbrunn

Josef Freisinger geschäftsführender Gesellschafter Fabian Freisinger Gesellschafter

Innovation, entstanden aus Tradition Freisinger kann auf eine über 85-jährige Firmengeschichte zurückblicken, die mittlerweile in vierter Generation erfolgreich geführt wird. Vor mehr als 25 Jahren spezialisierte sich Freisinger Fensterbau auf die Herstellung von innovativen und energieeffizienten Fenstern und Türen, die alle vom Passivhaus Institut Darmstadt als A-Komponenten Passivhaus zertifiziert sind. Ein Beleg für die hohe Qualität ist der begehrte Passivhaus Component Award, mit dem wir 2014 und 2015 in Folge ausgezeichnet wurden. Durch die stetige und konsequente Entwicklungsarbeit wurden die Qualitätsfenster und -türen laufend modernisiert und den aktuellen Entwicklungen am Passivhausmarkt angepasst. In der neuen Produktlinie steckt das gesammelte Know-how der OPTWIN-Gruppe, welcher Freisinger Fensterbau federführend vorsteht. Für OPTImalen Weitblick können hier großformatige Gläser mit schlankem Rahmen kombiniert werden.

BV Ebbs

Gemeinsam international stark Im Jahr 2016 realisierten die Freisinger Fensterbau und Holzbau in London gemeinsam ein Passivhausprojekt. Dabei wurden für einen großen gemeinnützigen Wohnbauträger 14 Wohneinheiten im Passivhausstandard errichtet.

Fotos: Freisinger

Dafür steht der Name Freisinger. Heute, morgen und übermorgen. Freisinger Fensterbau GmbH A-6341 Ebbs, Wildbichler Str. 1 Tel.: +43 (0)5373 / 46046 Fax: +43 (0)5373 / 46046-40 office@freisinger.at www.freisinger.at

Freisinger Holzbau GmbH A-6341 Ebbs, Wildbichler Str. 1a Tel.: +43 (0)5373 / 42209 Fax: +43 (0)5373 / 42209-23 info@freisinger-holzbau.at www.freisinger-holzbau.at

www.freisinger.at, www.freisinger-holzbau.at


Innovative Lösungen für den Holzbau.

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zertifiziert nach DIN EN ISO 50 001

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54 Titelstory ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Ein Blick hinter die Holzfassade Das mehrfach ausgezeichnete Bildungshaus St. Michael hat seinen Platz am Titelblatt mehr als verdient. Ein Jahr nach seiner Eröffnung warfen wir einen Blick hinter die Fassade und durften vor Ort mit vier wichtigen Beteiligten plaudern. (CMS) Nachdem das Gebäude mit Gebäudeklasse 5 und einer klimaaktiv Gold-Zertifizierung zu Beginn des Jahres auch noch mit dem Holzbaupreis Tirol ausgezeichnet wurde, hat uns interessiert, wie es sich im Laufe des letzten Jahres bewährt hat. Mit dem Neubau des Gebäudes setzte die Diözese Innsbruck ein deutliches Zeichen für Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Vom Entwurf bis hin zum kleinsten Detail hat das Architekturbüro teamk2 hier ein Musterbeispiel für großvolumigen Holzbau entwickelt. In einem angeregten Gespräch mit den Architekten Martin Gamper und Dietmar Ewerz, Klaus Lechner, dem Abteilungsleiter des Bischöflichen Bauamtes und Angelika Hofherr, der Geschäftsführerin des Bildungshauses, erfuhren wir so Einiges über das besondere Haus und das Leben und Arbeiten darin.

Eine kurze Projektbeschreibung Das neue Bildungshaus ist in Form von zwei mar­ kanten Baukörpern in Holzbauweise errichtet, wobei für den Bildungsbetrieb 12 Seminarräume und 58 Zimmer zur Verfügung stehen. Es gilt laut Energieexperten als „Paradebeispiel für das Tiro­ ler Haus der Zukunft”, da innovativste Ansätze zu ökologischem Bauen zur Anwendung kamen. Alle Mitarbeiter sind in den Prozess der Planung und Materialwahl einbezogen worden. Dass es möglich wurde, ein großvolumiges Gebäude in Holzbauweise in Gebäudeklasse 5 und mit einer klimaaktiv Gold-Zertifizierung zu errichten, ist ein Meilenstein für die zukünftige Baukultur. Zu verdanken ist dieser Umstand nicht zuletzt al­ len engagierten, höchst qualifizierten Beteiligten, welche auf beeindruckende Weise gezeigt haben, dass der Wille und die Bereitschaft um- bzw. neu zu denken, neue Dimensionen in Sachen Energieein­ sparung bringt. In enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, darunter zahlreiche Mitglieder des Netzwerk Pas­ sivhaus, ist hier ein komplexes Gebäude mit vielen >> Inhalten geschaffen worden.


Fotos: eli/zweiraum.eu


Fotos von oben nach unten: Dietmar Ewerz und Martin Gamper (teamk2 architects) im Gespräch mit Klaus Lechner (Abteilungsleiter des Bischöflichen Bauamtes) und Angelika Hofherr (Geschäftsführerin des Bildungshauses).

Das komplexe Projekt hat seine Testphase bestens überstanden Das Gespräch PASSIVHAUSmagazin: Das Architekturbüro teamk2 hat bereits viel Erfahrung im Holzbau gesammelt. Wo liegen die großen Unterschiede und Herausforderungen in der Planung und beim Bau von Holzbau- im Vergleich zu Massivbau-Projekten? Dietmar Ewerz: Der Holzbau verlangt eine exakte Planung und Ausführung. Bereits in der Entwurfsphase muss bis ins Detail voraus und dreidimen­ sional ums Eck gedacht werden. Die Kommuni­ kationsbereitschaft und Lösungsorientierung aller Beteiligten ist immens wichtig, um ein qualitäts­ volles Holzbauprojekt umsetzen zu können. Martin Gamper: Neben den vielen Pluspunkten des Holzbaues – wie Nachhaltigkeit, regionale Wert­ schöpfung und Wohlgefühl – bringt der größere Planungsaufwand auch eine höhere Kosten- und Terminsicherheit. Wir sind überzeugte Vertreter des Holzbaues, vorausgesetzt die Bauweise passt zum Bauherren und dessen Anforderungen. Das Bil­ dungshaus ist für uns ein perfektes Referenzprojekt für den Stellenwert des Holzbaues auch in großen Dimensionen. PASSIVHAUSmagazin: Worin lagen die größten Herausforderungen beim Planen und Errichten eines Holzbaues dieser Größe in der Gebäudeklasse 5 und der Klimaaktiv-Zertifizierung? Dietmar Ewerz: Der Brandschutz ist eigentlich im­ mer die größte Herausforderung im Holzbau. Das Regelwerk hinkt der Technik nach und erprobte Brandschutzlösungen aus dem Ausland sind oft­ mals bei uns nicht gültig. Das bedeutet, dass auch hier die Kommunikation und die Zusammenarbeit mit den Behörden an erster Stelle stehen. Prinzipiell fehlt es in dieser Frage an mehr Mut und dem Wil­ len, sich neuen Herausforderungen zu stellen. >>

Fotos: Markus/zweiraum.eu

56 Titelstory ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG


Bildungshaus St. Michael

Bischof Hermann Glettler Wohnanlage Kaspar Weyrer Straße

Das Bischöfliche Bauamt Die Kirche hat eine lange Bautradition. Im Sinne dieser sorgt sie auch heute noch für die Errichtung moderner, wertiger, nachhaltiger und nutzerfreundlicher Objekte. Zu den Aufgabenstellungen des Bauamtes zählen unter anderem: • die Vorbereitung von Entscheidungsgrundlagen für Gremien der Diözese Innsbruck in bautechnischen Angelegenheiten

Integrationshaus Innsbruck

• die Abwicklung von Baumaßnahmen und Renovierungsvorhaben bei Gebäuden • die Mitarbeit bei der Erstellung des diözesanen Budgets • das Erstellen von Renovierungsprotokollen für beabsichtigte Bauvorhaben bei pfarrlichen Gebäuden • die Beratung der Pfarren bei der Durchführung von Bauvorhaben, die Hilfestellung bei konkreten baulichen Problemen in den Pfarren

Fotos: Schreyer David, Lukas Schaller, beaufort Architekten

Diözese Innsbruck A-6020 Innsbruck, Riedgasse 9-11 Tel.: +43 (0)512 / 2230 3701 bauamt@dibk.at, www.dibk.at

All diese Punkte geschehen stets im respektvollen, gemeinschaftlichen Umgang aller Beteiligten untereinander, um Kommunikation, Vertrauen und Handschlagqualität hochzuhalten.

www.dibk.at


Karl Schafferer Geschäftsführer

All-in-One Wir bieten die Komplettlösung: Alles aus einer Hand – durch unser All-in-One-Paket erfüllen wir Ihren Wohntraum – stressfrei und zum Fixpreis. Durch unsere jahrelange Erfahrung als Komplettanbieter verwirklichen wir Ihr Bauvorhaben in kürzester Zeit und zum Fixpreis. Ob ein Schafferer „natürlichMassivHolzHaus“, Gewerbebauten oder Wohnbauprojekte. In jedem Fall bieten wir Ihnen ein umfassendes Service und eine professionelle Beratung durch unser engagiertes „All-in-One“-Team. Unser seit 1958 als Familienbetrieb geführtes Traditionsunternehmen mit hunderten realisierten Projekten bietet Ihnen Sicherheit und Gewährleistung für Ihr persönliches Bauprojekt.

Fotos: Schafferer Holzbau, eli/zweiraum.eu

Vereinbaren Sie gleich Ihren Beratungstermin und erleben Sie die Zukunft des Bauens hautnah in unserem Schafferer „natürlichMassivHolzHaus“-Musterhaus im Musterhauspark Innsbruck (Ausfahrt DEZ)! Terminvereinbarung: info@schafferer.at / 05273-6434-60

Schafferer Holzbau GmbH A-6145 Navis, Außerweg 61b Tel.: +43 (0)5273/6434

Öffnungszeiten: Mo-Fr: 10.00 - 17.00 Uhr Samstag: nach Terminvereinbarung Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Schafferer natürlichMassivHolzHaus A-6020 Innsbruck, Bleichenweg 15c Musterhauspark beim DEZ Öffnungszeiten: Mo-Fr: 10 - 17 Uhr Sa: nach Terminvereinbarung info@schafferer.at, www.schafferer.at

www.schafferer.at


ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG Titelstory 59

Foto: eli/zweiraum.eu

Klaus Lechner: Die Zertifizierung ging problem­ los über die Bühne. Christina Krimbacher hat alle erforderlichen Punkte perfekt vorbereitet und die Bewusstseinsbildung aller beteiligten Firmen mit exakten Vorgaben geschärft. Admir Music zeichnet mit seinem Klimatechnik-Büro Alpsolar für die Haustechnik verantwortlich und überwacht jetzt weiterhin mit einem speziellen Monitoring-Pro­ gramm die Abläufe im Gebäude. PASSIVHAUSmagazin: Warum hat man sich von Seiten der Diözese für einen Holzbau entschieden und was waren die wichtigsten Erfahrungen während der Planungs- und Bauphase? Klaus Lechner: Nachhaltigkeit und Energieeffizi­ enz nicht nur zu predigen, sondern auch danach zu handeln war uns von Seiten der Kirche von Beginn an wichtig. Wir möchten selbst eine Art Vorbildwir­ kung leben, Hilfe und Anleitung dazu bot die zweite Enzyklika von Papst Franziskus. Die Verlautbarung mit dem Titel „Über die Sorge für das gemeinsame Haus“ befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Umwelt- und Klimaschutz und der damit verbundenen Erschöpfung der natürlichen Res­ sourcen. Die kurze Bauzeit durch den hohen Vorfer­ tigungsgrad und das hohe Vertrauen dem gesamten Team gegenüber haben uns zusätzlich in unseren Plänen gestärkt. Herausforderungen haben uns eher gereizt als gestoppt und die regionale Wertschöp­ fung war immer wichtiger als Kostendiskussionen. Das Bauen ist in vielen Bereichen zu aufwändig geworden und nicht jeder technische Aufwand ist sinnvoll und notwendig. Angelika Hofherr: Wir alle haben uns von Beginn

an im Team gut aufgehoben und betreut gefühlt. Die Einjustierungsphase betreffend der Haustech­ nik ist immer noch im Gange, aber wir können uns mit jeder Frage und jedem Anliegen an die jewei­ ligen Experten wenden. Ein klassischer Hausmeister reicht in einem derart komplexen Gebäude nicht aus und so freuen wir uns beispielsweise über das professionelle Monitoring der Firma Alpsolar. PASSIVHAUSmagazin: Wie kann man sich eine so enge und intensive Zusammenarbeit aller beteiligten Firmen und Mitarbeiter des Hauses vorstellen? Martin Gamper: Ein Gebäude dieser Dimension mit all seinen unterschiedlichen Funktionen als Holzbau auszuführen, geht nur in Zusammenarbeit mit einem Netzwerk, das von Beginn an zusammen­ hält und miteinander funktioniert. Exakte Vorga­ ben und ständige Kommunikation sorgen für einen reibungslosen Ablauf und ein lösungsorientiertes Denken aller Beteiligten. Wir haben das Gebäude bis ins kleinste Detail durchgeplant und zwar im­ mer in Absprache mit Ausführenden und Nutzern. Klaus Lechner: Wenn man aus Überzeugung ver­ mitteln kann, dass es um eine gemeinsame Sache geht, bei der alle Verantwortung tragen und mit Respekt behandelt werden, ist eine intensive Zu­ sammenarbeit immer fruchtbar und zielführend. Es wird von unserer Seite immer auf einen ange­ nehmen Umgangston geachtet und Wert gelegt und das hat sich noch nie als falsch erwiesen. Die Fra­ ge: „Wie geht man mit Menschen und Ressourcen verantwortungsvoll um?“ ist für uns als Bauherr bei jedem Projekt entscheidend und demgemäß wählen wir auch unsere Partner beim Bauen aus. >>


60 Titelstory ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Die gute Teamarbeit zwischen allen Beteiligten war höchst erfolgreich und beispielgebend Angelika Hofherr: Mich hat besonders beeindruckt, dass wirklich jeder Arbeiter am Bau als Partner auf Augenhöhe behandelt und in das Projekt miteinbe­ zogen wurde. Eine solche Zusammenarbeit ist wohl beispielgebend und zeigt, wie wertvoll und zielfüh­ rend ein Miteinander sein kann. PASSIVHAUSmagazin: Die KlimaAKTIVHAUS-Auszeichnung in Gold und der gewonnene Holzbaupreis 2019 machen bestimmt stolz und Lust auf weitere Projekte dieser Art. Wie kommunizieren sie diese Prädikate und wie werden sie auch im Alltag gelebt? Dietmar Ewerz: Natürlich machen Auszeichnungen stolz, weil sie eine Art Wertschätzung bedeuten und auch über die Grenzen hinweg ihre Kreise ziehen. Wir werden beispielsweise zu Vorträgen über Holz­ bau eingeladen und haben mit diesem Gebäude ein Referenzprojekt für den großvolumigen Holzbau geschaffen. In diesem Falle sind neben der Bauwei­ se auch der Standort und der Inhalt des Bildungs­ hauses, sowie die Regionalität Teil der Gesamtphi­ losophie. Angelika Hofherr: In unseren Zimmermappen, auf der Homepage und mit Hausführungen lassen wir interessierte Gäste auch hinter die Fassade blicken. Die Menschen sind durchwegs interessiert und ge­ nießen ganz bewusst das angenehme Flair und das behagliche Raumklima. Selbstverständlich verwen­ den wir auch im täglichen Gebrauch nur ökolo­ gische Reinigungsmittel und biologisch wertvolle Produkte in der Küche. Klaus Lechner: Nachhaltigkeit wird hier nicht als Marketing-Gag gesehen und daher auch nicht pla­ kativ und oberflächlich vermittelt. Das Handeln der Kirche muss in allen Belangen glaubhaft bleiben. Wenn nur die Rendite zählt, dann leidet die Qua­ lität darunter.

Foto: eli/zweiraum.eu

Beteiligte Firmen des netzwerkes passivhaus Bauträger: Diözese Innsbruck Planende Gewerke: Architektur, Entwurfs- und Eingabeplanung, Polier- und Detailplanung, Holzbauplanung: teamk2 [architects] ZT GMBH Planung der Haustechnik und Lüftung, Energieausweis, Gebäudesimulation: Alpsolar Klimadesign OG Bauphysik, Planung Brandschutz, Planung Statik, Blower Door Messung: FS1 Fiedler Stöffler Ziviltechniker GmbH, DI Dr. techn. Anton Kraler klimaaktiv Zertifizierung: DI Christina Krimbacher, Ingenieurbüro Tassenbacher GmbH Lichtplanung: Christian Ragg Lichtplanung Elektroplaner: Rendl Planungs GmbH Ausführende Gewerke: Holzbau: Schafferer Holzbau GmbH Elektro/Beleuchtung, Photovoltaik, Solarthermie: Fiegl+Spielberger GmbH Heizung, Sanitär, Lüftung: Firma Freund GmbH Lüftung bzw. Heizungshersteller: J. Pichler Ges.m.b.H. Dämmstofflieferanten: Isocell GmbH, Capatect Baustoffindustrie GmbH Fenster und Türen, Sonnenschutz: Zoller-Prantl GmbH & Co. KG, Internorm Fenster GmbH Trockenbaulieferant: Knauf Insulation GmbH


DI (FH) Admir Music, Matthias Burkert B.Eng, die Geschäftsführer

Gesamtheitliches

Gebäudetuning

für höchsten Nutzerkomfort Das Zusammenspiel von Bauphysik, Gebäudenutzungsart und Gebäudetechnik bildet für das Ingenieurbüro aus Innsbruck das Fundament einer gesamtheitlichen Gebäudeplanung. Neben der eigentlichen Planung der Gebäudetechnik (HKLS), wobei der Einsatz erneuerbarer Energien niemals zu kurz kommt, setzt das Ingenieurbüro darüber hinaus auf dynamische Berechnungstools, wie standort- und klimabezogene Gebäudesimulation und erzielt dabei höchsten Nutzerkomfort bei möglichst geringen Betriebs- und Investitionskosten. Beim Passivhaus-Projekt „Bildungshaus St. Michael“ wurden folgende Leistungen umgesetzt: • Gebäudeklima- und Energiekonzept Fotos: alpsolar

• Wirtschaftlichkeitsberechnungen • Haustechnikplanung bzw. Planung technische Gebäudeausrüstung • Energieausweisberechnungen • Thermisch-dynamische Gebäudesimulation • Förderungswesen

Alpsolar Klimadesign OG Ingenieurbüro für energieeffiziente Klimakonzepte, Haustechnikplanung & Thermisch-Dynamische Gebäudesimulation

• Objektüberwachung und Ausführungsbegleitung

A-6020 Innsbruck, Salurner Straße 15 Tel.: +43 (0)512 / 238185 office@alpsolar.com www.alpsolar.com

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62 Sanieren & Aufstocken ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

saniert und aufgestockt Ein klassisches Einfamilienhaus aus den Achzigern wurde zu einem modernen Mehrgenerationen-Wohnhaus Auszeichnung in klimaaktiv Gold. (CMS) Wenn sich eine Familie mit erwachsenen Kindern dafür entscheidet die jeweiligen Wohnträume auf benachbartem Grund bzw. im eigenen Haus gemeinsam zu verwirklichen, sind viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung bei der Planung und Ausführung gefordert. Architekt Matthias Wegscheider aus Inzing war in diesem Falle der richtige Partner und konnte nach einer intensiven Ideenfindungs- und Entwurfsphase für alle Beteiligten ein rundum perfektes Zuhause mit bestem Wohnkomfort und höchster Energieeffizienz schaffen.

Foto: Christoph Simon

Die Entscheidungsfindung Vor einigen Jahren war Matthias Wegscheider schon als Architekt für den Neubau der Tochter und de­ ren Familie auf dem benachbarten Bauplatz ver­ antwortlich und schon damals wurden sowohl das neue Objekt und auch die zukünftige Sanierung und Aufstockung des Elternhauses miteinander entwickelt. Die bestehende Garage musste damals der Zufahrt für den Neubau Platz machen und wur­ de demnach schon in die weiteren Planungen der kommenden Jahre miteinbezogen. Die besonderen Herausforderungen bei der Sanie­ rung und Aufstockung lagen in einer kostenop­ timierten, qualitätsvollen und energieeffizienten Ausführung des Projektes, und das bei bewohntem Zustand während der Bauphase, was von der Bau­ herrschaft so einiges abverlangte. „Das Bauen und Sanieren in Passivhaus-Qualität im Rahmen der Budgetmöglichkeiten sind mir extrem wichtig. In intensiver und enger Zusammenarbeit mit den Bauherren wurden mehrere Varianten entwickelt, durchgerechnet und sämtliche Fördermöglichkeiten miteinbezogen. Die positiven Erfahrungen der Toch­ ter im neuen Haus und die schlussendlich minimal invasive Herangehensweise. überzeugten schließlich die Bauherren für eine Sanierung im klimaaktivGoldstandard“, so Matthias Wegscheider. >>


ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG Sanieren&Aufstocken 63

Fotos: Christoph Simon

Der Altbestand und die neue Bausubstanz verschmelzen zu einer harmonischen Einheit und erfüllen allen Bewohnern ihren persönlichen Wohntraum

„Die Entscheidungsfindung im Sinne von Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit, und die Logistik während der Bauphase waren die gröSSten Herausforderungen.“ Architekt Matthias Wegscheider


64 Sanieren & Aufstocken ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

zu leben und zu genießen. In diesem Falle gibt es einen wunderschönen Schwimmteich als Treff­ punkt, der schon vor der Sanierung und Aufsto­ ckung des Elternhauses bestanden hat und während der Bauphase nicht in Mitleidenschaft gezogen wer­ den sollte. Hier trifft sich heute die gesamte Familie im gepflegten Garten mit altem Baumbestand und freut sich über die gelungenen Projekte. Unterschiedliche Ansprüche und zahlreiche Vor­ gaben unter einen Hut zu bringen kann zwar mit­ unter mühsam sein, führt jedoch oft zu einzig­ artigen Ergebnissen.

FAKTEN:

Foto: Christoph Simon

Mit minimalen Eingriffen und viel Rücksichtnahme auf die Bauherrenfamilie ist ein modernes Mehrfamilienwohnhaus entstanden

Der Fortschritt auf der Baustelle Im Frühjahr 2016 begann man damit, das Erdge­ schoß neu zu strukturieren. Während die Bauherren ins Obergeschoß übersiedelten, wurde ihre zukünf­ tige Wohneinheit darunter durch das Versetzen ei­ ner Zwischenwand mit einem neuen Schlafzimmer, einem neuen Bad, einer neuen Küche und neuen Fenstern ausgestattet. Nachdem das Erdgeschoß wieder bewohnbar war, siedelten die Eltern wieder nach unten und die Treppe wurde mit einer vorü­ bergehenden Staubwand ausgestattet. Nun konnten die Bauarbeiten im Obergeschoß starten. Die Decke über dem Obergeschoß musste aus statischen Grün­ den durch eine Brettsperrholzdecke ergänzt werden und bildet gleichzeitig die Überdachung der neuen Außentreppe und des Balkons. Die vorgestellte, süd­ seitige Balkonkonstruktion für die neue Wohneinheit wird außerdem von zarten Stützen getragen. Im ersten Obergeschoß konnten zwei bestehende Kinderzimmer und ein weiterer Raum zur Gänze er­ halten bleiben, während ein neues Bad und die Trep­ pe ins Dachgeschoß, das in Massivholz-Bauweise errichtet wurde, dazu kamen. Hier oben lässt es sich im hellen, offenen Wohn-Küchen-Essbereich mit herrlicher Terrasse so richtig genießen.

Gemeinsam und doch jeder für sich Nebeneinander wohnen bedeutet, gegenseitige Wünsche und die jeweilige Privatsphäre zu re­ spektieren und trotzdem nach Wunsch gemeinsam

• Wohnnutzfläche: EG: 76 m2, OG+DG: 129 m2 Doppelgarage + Abstellräume Sanierung mit Passivhauskomponenten Gebäudedeklaration klimaaktiv Gold • Heizung: Bestand Komfortlüftung in beiden Wohneinheiten • Sanierungsförderung EG: ökostufe 3 + Bundesförderung • Neubauförderung OG+DG: WBF Passivhaus • Bestand EG+OG massiv Fassade verputzt (Wärmedämmverbundsystem) • Aufstockung DG in Holzmassivbauweise Fassade DG: Blech bzw. Lärche natur

Beteiligte Firmen des netzwerkes passivhaus Planende Gewerke: Planung, Energieausweis und Gebäudedeklaration: Architekt DI Matthias Wegscheider Blower Door Messung: Siegfried Walser Zellulose Einblasdämmung Ausführende Gewerke: Holzbau: Holzbau Aktiv GmbH Installationen: Hartwig Gstrein GmbH Lüftung: J.Pichler GmbH


Neubau Passivhaus Schatz: klimaaktiv GOLD

Architekt DI Matthias Wegscheider

Alles aus einer Hand Alle Kunden von Architekt DI Matthias Wegscheider können auf eine kompetente Rundum-Betreuung zählen. Die persönliche Begleitung vom Entwurf bis zur Fertigstellung sichert den Bauherren eine energieeffiziente und kostenoptimierte Umsetzung und somit maximale Wohnqualität.

Neubau Kneisl-Ganahl: klimaaktiv GOLD

Sanierung Wohnhaus Spiegl: klimaaktiv GOLD, Nennung Tiroler Sanierungspreis 2018

Seine Arbeitsschwerpunkte bilden neben der Planung von Neubau- und Sanierungsprojekten, vor allem im Bereich Wohnbau, auch die Baubegleitung und Bauleitung, sowie umfassende Beratungsleistungen. Energie- und Sanierungskonzepte, Energieausweisberechnung, Förderungsabwicklung und Gebäudezertifizierungen (klimaaktiv) zählen ebenfalls zum Leistungsspektrum. Dabei kann DI Matthias Wegscheider auf jahrelange Erfahrung und ein höchst qualifiziertes Netzwerk zurückgreifen. Weiters hält er Vorträge zum Thema energieeffizientes Bauen und unterrichtet an der HTL in Imst. Vom Entwurf bis zur Einreichung der maximal möglichen Förderungen liegen sämtliche Aufgaben eines Bauvorhabens in einer Hand. Matthias Wegscheider ist zudem klimaaktiv-Kompetenzpartner.

Fotos: Christof Simon, Matthias Wegscheider

Architekt DI Matthias Wegscheider Staatl. befugter und beeideter Ziviltechniker

A-6401 Inzing, Angerweg 28c Tel.: +43 (0)5238 / 86156 Mobil: +43 (0)699 / 1020 7727 kontakt@matthiaswegscheider.com www.matthiaswegscheider.com

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66 Atriumhaus ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Innere und äußere Werte

im Einklang Ein modernes Wohnhaus im Passivhausstandard für eine 4-köpfige Familie, das schön und praktisch sein soll – so lautete der Auftrag an das Architekturbüro Melis + Melis aus Hall in Tirol. (CMS) Das Grundstück für das Einfamilienhaus liegt zwischen einer viel befahrenen Hauptstraße auf der einen und unbebauten Feldern auf der anderen Seite. Die perfekte Erfassung der Situation war ausschlaggebend für den Entwurf. Annick und Jürgen Melis erdachten ein Gebäude, das sich in Richtung Norden eher geschlossen zeigt, während sich die Wohnräume nach Süden durch große Panorama-Fenster und ein geschütztes Atrium öffnen. Wohl durchdachte Blickbeziehungen, Energieeffizienz, Funktionalität und ein hoher Wohlfühlfaktor zeichnen das Wohnhaus in allen Bereichen aus. Foto: diefotografen

Ineinander verschachtelte, kubische Formen prägen das äußere Erscheinungsbild des Familiendomizils. „Wir wollten ein praktisches, pflegeleichtes und en­ ergieeffizientes Haus“, erzählen die Bauherren und erfreuen sich daran, dass ihr modernes Zuhause noch dazu ein wahrer Blickfang geworden ist. Auf allen drei Ebenen des von Melis + Melis architecten entworfenen Hauses in Telfs behalten Bewohner und Besucher die absolute Übersicht. Die Verwur­ zelung mit dem Standort macht ein Gebäude erst zu einem individuellen Gesamt(kunst)werk. „Schon zu Planungsbeginn stellte sich die wichtige Frage nach Sichtachsen und Blickbeziehungen“, erläutert Archi­ tekt Jürgen Melis. „In diesem Haus rahmen die ver­ glasten Flächen die Tiroler Gebirgswelt in Bilder“.

Schöne Aussichten Ein attraktiv gestalteter Vorplatz wird von den bei­ den eigenständigen Gebäudeteilen, Garage und Schuppen, definiert. Das Haus wird über einen Zwischenstock erschlossen, was Gangfläche spart und wenige Stufen über dem offenen Wohnraum einen atemberaubenden Blick freigibt. >> Die zwei äußersten Kuben, Garage und Geräte­schuppen, sind in Anthrazit gehalten, der Rest der Fassade erstrahlt in Weiß. Ein „Bügel“ umrahmt die Terrasse und dient als Sonnen- und Windschutz, die Terrasse scheint leicht über dem Garten zu schweben.


Fotos: diefotografen

„Wir haben versucht, die herrlichen Ausblicke wie Kunstwerke ins Haus zu holen.“ Annick Melis


68 Atriumhaus ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Durch die kluge Strukturierung der einzelnen Zo­ nen, die raumhohen Verglasungen und die über­ dachte Terrassenlösung wirkt das Atriumhaus wesentlich großzügiger als 150 Quadratmeter. Ab­ gehängte Decken mit extrabreiter Fugung verstär­ ken den Loft-Eindruck zusätzlich. Die schwebende Terrasse dient als zweites Wohnzimmer im Sommer. Von hier aus genießt man Ausblicke vom Venet über die Hohe Munde bis hin zum Patscherkofel. Fotos: diefotografen

Der wohl durchdachte Grundriss Verbindungswege, die als Arbeitsplatz dienen, Wohnmöbel mit mehrfachem Nutzen, das Atrium als Spielplatz im Freien – viele ausgeklügelte Details verleihen dem kompakten Haus das gewisse Etwas. Auf der schwebenden Südterrasse lässt es sich aus­ gezeichnet bis weit nach Sonnenuntergang sitzen. Danach spenden die dimmbaren Led-Streifen de­ zentes Licht und setzen die Architektur in Szene, während die weißen Kuben im Blau der Dämme­ rung leuchten. Für das perfekte Raumklima im Pas­ sivhaus sorgt die neueste Haustechnik-Generation von Stiebel Eltron - eine Wärmepumpe, die Heizen, Lüften, Warmwasser-Erzeugung und Kühlen in einem kompakten Gerät vereint.

Das Splitlevel-Raumgefühl Das Zentrum des Familienlebens bilden der fast drei Meter lange Esstisch aus Eiche und die raffi­ nierte Bank. Das obere Ende der Rückwand dient zugleich eine Sitzbank im Zwischenstock, die man im Eingangsbereich zum Schuhe anziehen ver­ wenden kann. An beiden Seiten verbinden wenige Stufen die einzelnen Ebenen. Die Stirnwand der Couchzone ist die einzige massive Wand im Holzriegelhaus. Der sorgfältig geschalte Sichtbeton bildet einen passenden Kontrast zum massiven Eichenholzboden. Eine elegante Treppe mit Aussicht und Glasbrüstung führt ins Oberge­ schoss. Die beiden Kinderzimmer sind gleich groß und nach Süden ausgerichtet. Sie werden durch ein eigenes Kinderbad miteinander verbunden. Der Elternbereich mit angeschlossenem Bad und Sauna­bereich gleicht einer Wellnessoase vom Feinsten. Ein großes Fenster holt die Natur ins Innere. In der​​ Badewanne lässt sich die Aussicht perfekt genießen.

FAKTEN: • Baubeginn: Oktober 2013 Fertigstellung: November 2014 • Wohnfläche: 150 m2 • Bauweise: ausgeflockte HolzriegelBauweise in Passivhausstandard • Fassade: Wärmedämmverbundsystem verputzt • Dach: Flachdachsystem dreilagig geflämmt • Decken- & Wandoberfläche: Rigips gemalt • Fußboden: 20 mm Eichenmassivholzdielen, Feinstein-Fliesen in Holzoptik • Energie: Wärmepumpe Stiebel Eltron, Kompakt-Lüftungs-Integralgerät mit Inverter-Regelung

Beteiligte Firmen des netzwerkes passivhaus Planende Gewerke: Architektur, Entwurfs- und Eingabeplanung: Melis + Melis architecten – baumeister Energieausweis: Arch. DI Robert Ehrlich Blower Door Messung: Siegfried Walser Zellulose Einblasdämmung AUSFÜHRENDE GEWERKE: Lüftung bzw. Heizungshersteller: Stiebel Eltron GesmbH


DI Jürgen Melis, DI BM Annick Melis

Gut geplant ist halb gebaut Ob Einfamilienhaus, Wohnanlage, Aufstockung oder Renovierung – der klare Stil von Melis + Melis zieht sich durch alle Projekte. Dabei sind Architektur und Alltagstauglichkeit maßgebliche Elemente. Unsere Bauten sollen nicht nur hell, großzügig und schön, sondern auch leistbar, praktisch und energieeffizient sein.

Fotos: diefotografen

Melis + Melis Waldaufstrasse 8 6060 Hall in Tirol tel: +43.5223.22525 mail: amelis@gmx.at

Wir arbeiten in drei einfachen Schritte: gut überlegen, genau planen und effizient bauen. Als Architekturbüro übernehmen wir das Design, die 3D-Visualisierung, die Ausführungsplanung und das Baumanagement. Wir errichten je nach Anforderung der Bauherren moderne Neubauten in Holzbau- oder Massivbauweise. Energie sparen durch Passivhausstandard ist für uns selbstverständlich. Unser Planungsbüro betreut auch Umbauten, Sanierungen und Aufstockungen. Abhängig vom Projekt übernehmen wir entweder nur eine professionelle Beratung, einen Entwurf oder die gesamte Planung und Bauabwicklung. Als Wohncoach sind wir der richtige Ansprechpartner für alle Fragen rund ums Bauen und Wohnen. Egal, ob Sie eine Immobilie kaufen, ihre Wohnung optimieren oder vielleicht nur das Wohnzimmer umgestalten wollen. Wir beraten Sie gerne!

www. holzbau-tirol.com


70 Wohnen in Holz ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

aus Holz Ein perfekt funktionierendes Netzwerk an Planern und Ausführenden in Kombination mit einer engagierten Bauherrenfamilie kann nur zu einem gelungenen Ergebnis führen. (CMS) Theresa und Hannes Wisiol, die jungen Bauherren dieses schönen Wohnhauses in Absam, haben sich genau überlegt, wie und mit wem sie sich die Erfüllung ihrer persönlichen Wohnträume im Rahmen ihres Budgets vorstellen könnten. Mit Hilfe von Fachmagazinen haben sie sich Ideen gesucht und sind bei einem Messebesuch in Innsbruck auf einige interessante Anbieter in Sachen Holz gestoßen. Nach einigen Kontakten zu verschiedenen Planern und Holzbaufirmen hatten sie ihre Entscheidung für das ideale Team schließlich getroffen und es konnte los gehen.

Elegant und übersichtlich präsentiert sich das moderne Wohnhaus in Holzbauweise

Gute Planung zahlt sich aus Ein moderner, unkomplizierter Holzbau auf einem länglich geschnittenen Grundstück mit 800m² nahe dem Elternhaus sollte es werden und dazu leistbar für die junge Familie. Nach einigen Gesprächen und dem Sammeln von Ideen fanden die zukünf­ tigen Bauherren die richtige Planerin und fühlten sich sofort gut verstanden. Architektin Karin Höck übernahm das gewünschte Raumkonzept, konnte mit ihren Entwürfen punkten und übergab nach der Einreichplanung das Projekt an Hermann Glatzl von Glatzl Holzbauprojekte, der schon eine Viel­ zahl an Holzbau-Projekten erfolgreich unter seine Fittiche genommen hat. Der Holzbauexperte über­ nahm die Detailplanung sowie die Bauaufsicht für das 150m² große Niedrigstenergiehaus und holte für die Gewährleistung einer hochwertigen Ausfüh­ rung des Gebäudes weitere erfahrene Netzwerkbe­ triebe mit ins Boot. In Zusammenarbeit mit Holz­ bau Posch und dem Statiker Christian Stöffler von FS1 wurde der Entwurf technisch adaptiert und die Statik optimiert. Ein perfekter Holzbau setzt eine perfekte Planungsphase voraus und schützt so vor bösen Überraschungen während der Bauphase.

Materialien und Technik Der betonierte Keller wurde mit viel Eigenleistung der Bauherren, deren Familien und Freunde gefertigt und beherbergt die Technikzentrale mit einer >>


Fotos: eli/zweiraum.eu

Das perfekt in das GrundstĂźck eingepasste Haus bietet herrliche Ausblicke in alle Himmelsrichtungen


72 Wohnen in Holz ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Hermann Glatzl, Glatzl Holzbauprojekte KG: „Schon in der Detail- und Polierplanung mit den Gewerken abgestimmte Konstruktionen und Details, sowie eine regelmäßige Bauleitung während dem Bau des Hauses, führen zu hoher Qualität ohne Nacharbeiten und zu keinen Mehrkosten.“

Luftwärmepumpe inklusive Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung. Eine moderne, zukunfts­ weisende Haustechnik war den Bauherren von Beginn an sehr wichtig. Der Anschluss einer Pho­ tovoltaikanlage am Dach ist vorbereitet und kann jederzeit in Betrieb genommen werden. Die Garage und der Geräteraum im Erdgeschoß sind ebenfalls in Massivbauweise entstanden. Auf den Keller wur­ de dann der zweigeschoßige Holzbau in Riegelbau­ weise mit Massivholzdecken gesetzt. Die Deckenun­ tersicht wurde im Obergeschoß auf Sicht gestaltet, während im Erdgeschoß nur der Eichenboden und die Holzfenster aus astfreier Fichte das nachhaltig, warme Material erkennen lassen. Die Wände sind durchwegs in Weiß gehalten, die Nassräume zieren großformatige Fliesen in Betongrau. Die Elektro-, und Sanitärinstallationen wurden großteils ebenfalls im kompetenten Familien- und Freundeskreis erledigt.

Ein Rundgang durch das Haus Man betritt das Wohnhaus an der Westseite über das geschützte Carport und gelangt in einen geräu­ migen, hellen Vorraum mit Gäste-WC. Am Weg zum offenen Wohn-Ess-Küchenbereich kommt man an der Treppe ins Obergeschoß vorbei. Die schöne, weiße Küche mit Kücheninsel öffnet sich einerseits zum gemütlichen Essplatz mit Eckbank und ande­ rerseits über die großen Glas-Schiebe-Elemente zur überdachten Terrasse hin. Ein leichtes Flugdach mit Holzuntersicht schützt die wohnliche Sitzgelegen­ heit im Freien. Hinter der Eckbank trennt ein Ka­ min den Essbereich von der intimen Couchzone, in die sich die Familie nach Wunsch fein zurückziehen kann. Im Obergeschoß finden sich drei Zimmer und zwei Bäder, die von einem Gangbereich mit Oberlichtband und wunderschönem Blick auf die Nordkette erschlossen werden.

Fotos: eli/zweiraum.eu


ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG Wohnen in Holz 73

Fotos: eli/zweiraum.eu

Das Spiel mit verschiedenen Farben, Oberflächen und Formen macht aus dem schlichten Haus einen echten Hingucker Die Erschließungsbeziehungen zwischen den Außen- und Innenräumen sind sehr gut durchdacht und lassen immer wieder Durchgangsmöglich­ keiten zu, wie beispielsweise zwischen Garten und Carport. An das Haus angeschlossen ist auch eine Garage, die als Kontrast in Anthrazit gehalten ist.

Gestaltungselemente Viele kleine Ideen und Gestaltungselemente verlei­ hen dem Haus in seiner überschaubaren Klarheit das gewisse Etwas. Von der Einrichtung bis hin zu den Beleuchtungskörpern wurde mit viel Gefühl ausgesucht und gestaltet. Das große Lümmelfenster im Obergeschoß in Richtung Westen etwa spielt sowohl für die Fassadengestaltung, als auch für das Wohngefühl im Raum eine bedeutende Rolle. Weiß, Anthrazit und natürliche Holzoberflächen sind im Innen- wie auch im Fassadenbereich tonangebend und wirken gleichermaßen modern und wohltu­ end. Für die Innenraumgestaltung zeichnet Familie >>


74 Wohnen in Holz ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Josef Posch, Geschäftsführer der Erwin Posch Baugesellschaft m.b.H „Mit Fachkompetenz, ständiger Weiterbildung und Kreativität können wir auf individuelle Kundenwünsche optimal eingehen.“

Technische Daten: • Baubeginn: Juli 2016 • Fertigstellung: September 2017 • Wohnfläche: 150m2 • Bauweise: Keller und Garage betoniert, EG & OG gedämmter Holz-Riegelbau • Fassade: Putzfassade, teilweise Maxplattenfassade • Decken: Holzdecken, im OG mit Holzuntersicht • Fußböden: Eiche, Steinzeug-Fliesen •

Fotos: eli/zweiraum.eu

„Eingebunden zu sein in ein perfekt funktionierendes Netzwerk an verlässlichen Fachbetrieben ist für jeden Bauherren das größte Glück“, berichtet Familie Wisiol begeistert.

Wisiol selbst verantwortlich und hat sich dafür auch Zeit genommen: „Wir haben insgesamt mehr Zeit für die Planungsphase als für den Bau selbst ge­ braucht und das hat sich voll ausgezahlt. Es lief alles reibungslos ab, da die regionalen Betriebe perfekt zusammengearbeitet haben. Wir haben bis heute keine einzige Entscheidung bereut und würden alles genau wieder so machen.“, meinen die zufriedenen Bauherren. Das Haus Wisiol zeigt wieder deutlich, welche Vor­ teile ein gut funktionierendes Netzwerk mit erfah­ renen Planern und Professionisten bringt. Jeder am Bau Beteiligte weiß genau, was der Kollege kann und braucht, wo sich die einzelnen Gewerke über­ schneiden und worauf besonders geachtet werden muss. Die gute Kommunikation und der Wunsch nach einem perfekten, gemeinsam erschaffenen Endprodukt stehen im Vordergrund.

Heizung: Luft-Wärmepumpe mit Wohnraumlüftung und Wärmerückgewinnung, Photovoltaikanschluss vorgesehen

Beteiligte Firmen des netzwerkes passivhaus Planende Gewerke: Architektur, Entwurfs- und Eingabeplanung: Firma Holzbau Höck GesmbH Holzbauplanung: Glatzl Holzbauprojekte KG, Firma Erwin Posch Baugesellschaft m.b.H Bauleitung, Polier- und Detailplanung, Holzbauplanung, Planung der Haustechnik, Planung Lüftung, Energieausweis, Bauphysik: Glatzl Holzbauprojekte KG Planung Statik: FS1 Fiedler Stöffler Ziviltechniker GmbH Blower Door Messung: Isocell GmbH Ausführende Gewerke: Holzbau: Firma Erwin Posch Baugesellschaft m.b.H Fenster und Türen, Sonnenschutz: Tischlerei Garzaner GmbH, Josko-Partner


Hermann Glatzl, Verena Krismer Firmeninhaber

Planen und Bauen mit Holz Die Überzeugung vom nachhaltigsten Werkstoff Holz weiter zu geben und mit gleichgesinnten Bauherren zu teilen, ist das oberste Ziel für das Team von GLATZL Holzbauprojekte!

Fotos: Glatzl Holzbauprojekte KG

Glatzl Holzbauprojekte KG A-6020 Innsbruck, Neuhauserstraße 10 Tel.: +43/(0)664/88 5 11 547 glatzl@holzbauprojekte.at krismer@holzbauprojekte.at www.holzbauprojekte.at

Die Projektierung, Planung und Gesamtabwicklung inkl. der Bauüberwachung unserer Bauprojekte bilden die Schwerpunkte unseres Unternehmens. Unser profundes Fachwissen im Hinblick auf Energie und Ökologie, speziell im Holzbau, gewährleistet die perfekte Umsetzung und eine hohe Qualität bei Neubau- oder Sanierungsprojekten. Glatzl Holzbauprojekte erschafft durch bewusste Reduktion von Material- und Technikmix möglichst klare und einfache Lösungen für Neubauten und Sanierungen. Weniger ist mehr! Ein durchdachtes Konzept sollte sich unserer Meinung nach in behaglichen Räumen, schöner Haptik und ökologischer Wertigkeit widerspiegeln.

www.holzbauprojekte.at


Ihr Bau- und Holzbaumeister DI (FH) Josef Posch, Geschäftsführer

Erfahrung im Holzbau seit vielen Jahren Unser ehemaliger Bau- und Zimmermeisterbetrieb wurde 2007 in einen reinen Holzbaubetrieb umstrukturiert. Bei Neubauten und besonders bei Sanierungen, Aufstockungen sowie Umbauten ist unser Know-how von enormem Vorteil.

Fotos: Tanja Cammerlander, Stefan Voitl, M. Lukasser, Erwin Posch Baugesellschaft m.b.H.

Erwin Posch Baugesellschaft m.b.H A-6111 Volders, Lange Gasse 14 Tel.: +43 (0)664 / 4405036 info@poschbau.at, www.poschbau.at

Durch die jahrelange Erfahrung sind wir für Sie der ideale Partner zur Umsetzung Ihres Projektes. Unser Ziel ist es, ein Bauprojekt so zu planen und abzuwickeln, dass die vereinbarten Termine und Kosten eingehalten werden. Die Qualität des Bauwerks soll eine optimale Nutzung unter Berücksichtigung der ästhetischen, energetischen und ökologischen Anforderungen des Bauherrn und des Gesetzgebers gewährleisten. Element-Leichtbauweise und Massivholz-Elementbauweise sind der neue Trend im Wohnungsbau. Diese Bauweisen sind ideal für Neubauten sowie Aufstockungen und bieten hohe Energieeffizienz, extrem kurze Bauzeiten und ein natürliches, gesundes, behagliches Wohnklima.

www.poschbau.at


Meco Wärmepumpen 77

WÄRMEPUMPE MIT PV-Anlage und THERMOBATTERIE 4 Punkte, die Ihr Wärmepumpensystem zum PV-Star machen! (PR) Das Ziel bei der Anschaffung einer PV-Anlage ist ein möglichst hoher Eigenverbrauch. Was liegt näher, als den kostenlosen PV-Strom zum Heizen und zur Warmwasserbereitung zu nutzen. Viele Wärmepumpensysteme werden mittlerweile mit der Möglichkeit, eine PV-Anlage einzubinden, angeboten. Um PV-Strom optimal nutzen zu können, sollte Ihr System die folgenden vier Punkte erfüllen. 1.) Die Modulation: Wärmepumpen werden entwe­ der nach dem EIN/AUS-Prinzip oder bei modernen Anlagen modulierend (d.h. stufenlos) betrieben. Bei modulierenden Anlagen passt sich die Leistung der Wärmepumpe in der Regel dem Bedarf des Gebäu­ des oder des Warmwassers an. Ideal ist eine modu­ lierende Wärmepumpe, die ihre Leistung nicht nur an den Bedarf, sondern auch an das momentane PVAngebot anpassen kann. 2.) Die tiefe Integration der PV-Überstromnutzung in die Wärmepumpensteuerung: Für eine optimale Nutzung des kostenlosen Photovoltaik-Überstroms mit der Wärmepumpe ist eine tiefe Integration dieser Funktion in der Wärmepumpensteuerung erforder­ lich. Nur die Wärmepumpe weiß, wo Wärme benö­ tigt wird oder wo Wärme gespeichert werden kann. Nur sie kann entscheiden, ob die Drehzahl (Leistung) der Wärmepumpe ohne Komfortverlust erhöht oder reduziert werden kann. Externe Optimierungssteue­ rungen führen hier in der Regel zu keinem Erfolg. 3.) Ein großer Warmwasserspeicher: Ein durch­ schnittlicher Vier-Personenhaushalt benötigt pro Tag ca. 180-200 ltr Warmwasser. Will man nun das Warmwasser mit kostenlosem PV-Überstrom berei­ ten, ist dies nur möglich, wenn man einen Warmwas­ serspeicher mit der zweifachen Bedarfsmenge ins­

talliert hat. Solch ein Speicher kann mit­ tags mit kostenlosem Strom geladen wer­ den und reicht mü­ helos für die nächsten 24 Stunden. Hat man nur einen 200-300 ltr Warm­ wasserspeicher, ist eine PV-Überstromsteuerung nicht möglich. Der Sensor im Speicher spricht hier bereits nach ca. 100 ltr. an und die Nachladung kann nicht bis zur nächsten PV-Phase warten. 4.) Ein Frischwassersystem: Bei einem Frisch­ wassersystem wird im Trinkwasserspeicher nicht direkt Trinkwasser, sondern nur die Energie ge­ lagert. Das Trinkwasser wird über einen Wärme­ tauscher in Sekundenschnelle erwärmt und somit frisch und hygienisch bereitet. Neben den hygieni­ schen Vorteilen bietet dieses System bei einer PVAnlage einen wertvollen zusätzlichen Nutzen. Auf Grund der effizienteren Basistemperatur von 50 °C besteht noch zusätzliche Speicherkapazität auf bis zu 60 °C.

Schon gewusst? Die Wärmepumpe kann aus 1 kWh PV-Strom 4 kWh Wärmeenergie produzieren. Ein Heizstab benötigt die 4-fache PV-Fläche für dasselbe Ergebnis.

Gerne beraten wir Sie bei Ihren individuellen Anforderungen an ein modernes Heizsystem: www.meco.at, office@meco.at, Tel.: 05332/81604

Foto: www.ovum.at

Beispiel einer modulierenden Kompaktwärmepumpe mit einem großen 500Liter-Speicher. Heizen, Kühlen, Frischwarmwasser, Lüftung und PV-Speicherung in einem Gerät.


78 Baustoff Ziegel ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Hoch hinaus mit Ziegeln von Wienerberger

Ein neues Klagenfurter Mietwohnhaus bietet höchsten Komfort auf sechs Geschossen. Inmitten des Stadtzentrums wurde Anfang 2019 ein sechsgeschossiges Neubauprojekt mit Mietwohnungen und attraktiven Gewerbeflächen schlüsselfertig übergeben. Dabei handelt es sich um einen der aktuell höchsten Ziegelbauten Österreichs (CMS) Insgesamt kamen 3.900 m2 des Porotherm 38 W.i-Ziegels aus dem Hause Wienerberger zum Einsatz. Der eingesetzte Planziegel mit integriertem Dämmstoff besticht nicht nur durch seine hervorragenden U-Werte, die hohe Druckfestigkeit des Baustoffes ermöglicht auch den Einsatz in mehrgeschossigen Wohn- und Objektbauten. Kärntens Hauptstadt pulsiert. Seit Anfang dieses Jahrtausends stieg die Einwohnerzahl in Klagenfurt kontinuierlich auf rund 100.000 Personen, und wo viele Menschen sind, braucht es auch Raum zum Leben, Wohnen und Arbeiten.

Das multifunktio­ nale Gebäude zeigt alle Vorzüge des neuen Ziegels

Entstanden sind insgesamt 91 Mietwohnungen mit gut durchdachten Raumkonzepten auf einer ge­ samten Wohnnutzfläche von 5.350 m² sowie geräu­ mige Gewerbeflächen im Erdgeschoss, und das nur rund zehn Gehminuten vom historischen Stadtkern entfernt. Beeindruckend ist dabei nicht nur die Architektur des Neubaus, sondern auch die Höhe. Sie zeigt, wohin der Trend in der Baubranche geht: Denn wenn der Platz am Boden nicht mehr reicht, wird immer häufiger nach oben gebaut und wer mehrgeschossig bauen möchte, tut dies zunehmend mit Planziegeln. Bestens dafür geeignet und daher auch in Klagenfurt eingesetzt, ist der Porotherm 38 W.i Objekt Plan des österreichischen Ziegelherstel­ lers Wienerberger. Der Baustoff macht den moder­ nen Wohnkomplex zu einem weiteren heimischen Ziegel-Vorzeigeprojekt in großer Höhe.

Ein Ziegel, der mehr ist als nur ein Ziegel Der Porotherm W.i 38 Objekt Plan ist ein massiver, mit Mineralwolle verfüllter Planziegel für 38 cm di­ cke Außenwände, der ganz ohne Zusatzdämmung auskommt und sich durch optimale baubiologische und bauphysikalische Eigenschaften auszeichnet.


Die Lochbilder des Ziegels sind so aufeinander abgestimmt, dass die Längsstege mit dem glei­ chen Achsabstand angeordnet sind und sich so­ mit decken. Durch diese Stegdeckung ist eine ent­ sprechende Kraftübertragung auch im Übergang zwischen Sockelstein und aufgehender Wand ge­ währleistet. Die hohe Mauerwerksdruckspannung schafft ein Höchstmaß an Tragfähigkeit und Statik des Gebäudes – eines der wichtigsten Kriterien im mehrgeschossigen Hochbau. Der Porotherm W.i wird den Anforderungen im Objektbau punkto Druckfestigkeit, Wärmeschutz und Flächeneffizi­ enz somit mehr als gerecht. Er ist zudem einfach, schnell und komfortabel zu verarbeiten, was ein zügiges und preiswertes Bauen, das von Dauer und über Generationen beständig ist, ermöglicht. „Ziegelbauwerke mit sechs Geschossen wurden in den vergangenen Jahren selten gebaut, doch mitt­ lerweile gehören sie fast schon zum Standard. Mit dem Porotherm W.i-Ziegel mit mineralischer In­ nendämmung können wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Durch die hohe Druckfestigkeit können wir Gebäude immer höher ziehen und die innenliegende Mineralwolle sorgt für perfekte U-Werte”, erklärt Mike Bucher, Geschäftsführer Wienerberger Österreich, und verweist auf wei­ tere mehrgeschossige, monolithische Büro- und Wohnbauprojekte in Österreich: So befindet sich das aktuell höchste Ziegel-Bauwerk Österreichs in der Seestadt Aspern in Wien, einem der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas der 2010er Jahre. Und auch der Interpark Focus in Röthis in Vorarlberg erreicht mit sechs Geschossen eine be­ achtliche Höhe. Diesbezüglich zählt nun auch das Objekt in der Enzenbergstraße in Klagenfurt zu den „Goliaths“ in der Alpenrepublik.

Fotos: Wienerberger Österreich GmbH / Christian Schellander

Insgesamt wurden für das Außenmauerwerk rund 3.900 m² Ziegel der Marke Wienerberger von der Baufirma Granit Bau Klagenfurt verbaut. Errich­ tet wurde das Gebäude von der ARE-Development GmbH unter der Federführung von Kurt Zoglau­ er und den technischen Projektleitern Günther Reinisch und Ulrike Steibl. Für die Planung ver­ antwortlich zeichneten Müller & Hohenwarter Architekten aus Klagenfurt unter der Leitung von Gerhard Santer.

Ziegel-Wohn(t)raum in Klagenfurt Die 91 Mietwohnungen in der Enzenbergstraße be­ stechen zum einen durch ihre günstige Lage und zum anderen durch ihre attraktiven Raumkonzepte und durchdachten Grundrisse. Mieter können zwischen Garconnieren, 2-, 3- oder 4-Zimmerwohnungen und mehreren Penthouses mit großzügigen Terrassen wählen. Allen gemeinsam: Höchster Komfort und hochwertige Ausstattung – innen wie außen. >>


80 Baustoff Ziegel ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Daten und Fakten • Standort: Enzenbergstraße, 9020 Klagenfurt, Kärnten • Auftraggeber: Bundesimmobilien gesellschaft m.b.H. • Bauherr: ARE-Development GmbH • Architekturbüro: Müller & Hohenwarter Architekten • Planung: Müller & Hohenwarter Architekten, Ing. Gerhard Santer • Fertigstellung: Dezember 2018 • Nutzfläche: 600 m2 Geschäftsflächen, 5.350 m2 Wohnnutzfläche Fotos: Wienerberger Österreich GmbH / Christian Schellander

So wurde in Bezug auf die Außenhülle von den Bau­ herren großer Wert auf Qualität gelegt und daher der Porotherm 38 W.i für den Wandaufbau gewählt, wie Günther Reinisch von der ARE-Development GmbH beschreibt: „In der Planungsphase wurden für die Außenhülle mehrere Varianten geprüft und schlussendlich Ziegel ausgeschrieben. Bei den An­ geboten – durchaus mit interessanten Alternativen – haben wir uns klar für den besseren Baustoff ent­ schieden. Der Einsatz des Porotherm 38 W.i mit seinen hervorragenden Dämmeigenschaften hat in weiterer Folge für die Nutzer große Vorteile. Durch die hohe Qualität der verwendeten Materialien konnten wir attraktive, mehrgeschossige Mietwoh­ nungen schaffen.“ Gerhard Santer, Müller & Hohenwarter Architekten, ist vom Einsatz von Ziegeln im mehrgeschossigen Objektbau ebenfalls überzeugt: „Bei mehrgeschos­ sigen Wohnbauten hat sich der Porotherm W.i ab­ solut bewährt. Die tragenden Wände wurden wegen der Schallschutzwerte aus Mantelbeton gefertigt. Aber überall, wo thermische Anforderungen we­ sentlich waren, setzten wir auf Ziegel. Generell ist man bemüht, von den Fassadenflächen aus Poly­ styrol wegzukommen. Die mit Mineralwolle ge­ dämmten Planziegel sind eine saubere Alternative.“ Die ersten Mieterinnen und Mieter sind bereits ein­ gezogen und konnten sich selbst von den Vorzügen ihres neuen Heims überzeugen. Für sie ist im wahrs­ ten Sinne des Wortes ein wahrer Ziegel-Wohntraum in Erfüllung gegangen.

• Bauart: Massivbau • Baustofflösung: Porotherm 38 W.i Objekt Plan von Wienerberger • Mengenverbrauch: Außenmauerwerk ca. 3.900 m2, Innenmauerwerk ca. 3.700 m2 (tragend & nicht tragend)

Porotherm W.i von Wienerberger Die zurzeit innovativste Wienerberger-Ziegelgeneration ist der Porotherm W.i – das W.i steht dabei für „Wärmedämmung inklusive“, denn der Ziegel verfügt über eine bereits integrierte Dämmung aus Mineralwolle, die einen um bis zu 25 % höheren Wärmeschutz ermöglicht. Eine monolithisch errichtete Wand mit integrierter Wärmedämmung zeichnet sich durch optimale bauphysikalische und baubiologische Eigenschaften aus und stellt somit eine zeitgemäße und nachhaltige Wandlösung dar. Denn: Ziegelwände sorgen dank ihrer wärmespeicherwirksamen Masse für ein ganzjährig behagliches Raumklima – sie verhindern ein rasches Auskühlen im Winter, schützen vor Überhitzung im Sommer und wirken somit wie eine integrierte Klimaanlage. Feuchtigkeit und Hitze werden dabei direkt vom Ziegel aufgenommen und zeitversetzt wieder abgegeben. All das macht sich nachhaltig in den niedrigen Betriebskosten bemerkbar.


Hermann Dagn Geschäftsführer

Zukunftsorientiertes Familienunternehmen Das heimische Familienunternehmen DAGN ist einer der größten Dachdecker- und Spenglereibetriebe Tirols und immer auf dem neuesten Stand der Technik. Die Qualität des Meisterbetriebes aus Kössen im Kaiserwinkl ist weit über die Grenzen des Landes hinaus gefragt. Zu den Aufgabenbereichen des erfahrenen Teams zählen Dachdeckerei, Spenglerei, Fassaden, Flachdachabdichtungen, Neueindeckungen sowie Sanierungen. Investitionen in modernste Maschinen (Industriestandard 4.0) sowie die ständige Erweiterung des fachlichen Know-hows garantieren termingerechte Qualitätsarbeit, eine optimale Baustellenorganisation und maßgeschneiderte Problemlösungen. Das umfangreiche Kundenspektrum reicht vom privaten Bauherren über Hotels, Wohnbaugesellschaften und Seilbahnbetreiber bis hin zu Globalplayern aus der Industrie.

Fotos: Hermann Dagn GmbH

Kundenzufriedenheit steht bei DAGN an oberster Stelle, und wird durch termingerechte Ausführung und höchste Fachkompetenz sichergestellt. Das Dagn-Team freut sich auf Ihre Anfrage!

Hermann Dagn GmbH Dachdeckerei & Spenglerei Kaltenbach 33, A-6345 Kössen Tel: +43 5375 6279, Fax: DW 15 info@dagn.at, www.dagn.at

www.dagn.at


Kindergarten der Stadtgemeinde tabernig zierl architekten: KindergartenImst. in Fulpmes, Fertigstellung 2020

Architekt Dipl.-Ing. Martin Tabernig, Geschäftsführer

Moderne Akzente Kompetente Betreuung Lebensräume zu schaffen, die Komfort und anspruchsvolles Design mit modernsten Materialien und Technik vereinen, ist ein Spezialgebiet von Architekt Martin Tabernig der ARGE Tabernig Zierl Architekten.

Fotos: Tabernig, Mario Rabensteiner

dipl.ing. arch. martin tabernig

Architektur ist etwas, das ursächlich mit dem Menschen zu tun hat. Bauen heißt, Beziehungen herzustellen – zur Umgebung und zu anderen Menschen. In der Planung und Konzeption ist es daher notwendig, zukünftige Entwicklungen möglichst schon früh genug im Planungsprozess mitzudenken und mit einzubeziehen. Ein Haus ist aus dieser Sicht kein Objekt, sondern ein Konzept, das die individuellen Bedürfnisse und Vorstellungen der Nutzer erfüllt. Ein besonderes Augenmerk für die Gestaltung und die hohe Qualität der Ausführung mit Baubegleitung zeichnet die Projekte der ARGE Tabernig Zierl Architekten aus.

Arch. DI Martin Tabernig A-6460 Imst , Palmersbachweg 53 tabernig zierl architekten Arch. DI.Martin Tabernig, Arch. DI. Alois Zierl A-6020 Innsbruck, Maximilianstraße 2 / 103 Tel.: +43 / (0)650 / 311 09 63 martin@tabernig.com, www.tabernig.com

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ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG Serielle Sanierung 83

Serielles Sanieren von Mehrfamilienhäusern

In Deutschland sind industrielle Ansätze bei der Gebäudesanierung noch weitgehend unbekannt. Um den Markt für die Komplettsanierung aus einer Hand zu entwickeln, startet die Deutsche Energie-Agentur GmbH, kurz dena, das Projekt „Serielle Sanierung von Mehrfamilienhäusern“ nach dem Vorbild des holländischen Pilotprojektes „Energiesprong“ (CMS) Auch wenn Deutschland im Klimaschutz vielfach Vorreiter, ist ist der Weg zu einem klimaneutralen Gebäudebestand noch weit, denn der Großteil ist noch nicht oder nur kaum energetisch saniert. Bestandsgebäude verbrauchen das Drei- bis Fünffache dessen, was technisch heute möglich ist. Zudem findet energetische Sanierung bisher mit einem sehr hohen Anteil handwerklicher Arbeit auf der Baustelle statt.

Fotos: dena.de

Das Video zum Projekt: auf www.energiesprong.de wird das Projekt „Energiesprong“ in einem anschaulichen Video kurz erklärt.

Durch die Komplexität des etablierten Bauprozesses ist selbst bei kleinen Gebäuden kaum eine Kosten­ sicherheit zu Beginn der Maßnahmen gegeben. In Summe bedeuten diese Aspekte ein erhebliches Hin­ dernis für die schnellere energetische Sanierung des Gebäudebestandes. Um diese Punkte aufzulösen, mit den relevanten Akteuren gemeinsam den Markt für hocheffiziente, innovative Komplettsanierungen zu bereiten und da­ mit die Sanierung zum klimaneutralen Gebäudebe­ stand weiter anzutreiben, startet die dena gemeinsam mit der Bauindustrie und der Immobilienwirtschaft unter Einbindung des BMWi und der holländischen Initiative „Energiesprong“ das Projekt „Serielle Sa­ >> nierung von Mehrfamilienhäusern“.


84 Serielle Sanierung ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Was ist Energiesprong?

Foto: Frank Hanswijk

Dieses Mehrfamilienhaus in Tilburg, Niederlande, ist eines der ersten mehrgeschossigen Häuser, die nach dem Energiesprong-Prinzip saniert wurden. Es gilt als Prototyp für die gesamte Nachbarschaft.

Komfortable, architektonisch ansprechende Häu­ ser mit NetZero-Standard, die für jedermann er­ schwinglich und innerhalb weniger Wochen Bauzeit umsetzbar sind: Das Energiesprong-Prinzip revolu­ tioniert den Sanierungsmarkt. Energiesprong ist ein neuartiges Sanierungskonzept, das für hohen Wohnkomfort, kurze Sanierungs­ zeiten und ein innovatives Finanzierungsmodell steht. Ziel ist eine warmmietenneutrale Sanierung mit NetZero-Standard, nach der das Gebäude über das Jahr so viel Energie für Heizung, Warmwasser und Strom erzeugt, wie benötigt wird. Und das, ohne dass die Mieter mit langen Bauzeiten belastet werden. Dazu setzt das Energiesprong-Prinzip auf hochwertige, standardisierte Lösungen mit vorge­ fertigten Elementen und eine langjährige Perfor­ mance-Garantie. Energiesprong wurde in den Nie­ derlanden entwickelt und dort bereits in mehr als 4.500 Gebäuden umgesetzt. Zusammen mit innova­ tiven Wohnungs- und Bau- und Zulieferunterneh­ men bringt die dena das Energiesprong-Prinzip auf den deutschen Markt.

Was ist geplant Während der Projektlaufzeit sollen in engem Aus­ tausch mit Wohnungswirtschaft und Bauindustrie Markthemmnisse beseitigt und Vertrauen zwischen den Akteuren aufgebaut werden. Angestrebt ist die gemeinsame Entwicklung von Prototypen, die auf­ zeigen sollen, welche seriellen Sanierungslösungen sich in Deutschland umsetzen lassen. Eine industrielle Fertigung ist grundsätzlich für alle Gebäudetypen denkbar. Für die nächsten drei Jahre wird der Fokus jedoch auf den Bestand von Woh­ nungsunternehmen (meist Mehrfamilienhäuser) gerichtet sein, da bei ihnen nur eine relativ kleine Zahl von Entscheidern über die Sanierung einer sehr großen Zahl von Gebäuden befinden kann. Eine große Zahl von Sanierungsobjekten ist Voraus­ setzung, um wirtschaftlich attraktive Produktions­ bedingungen erreichen zu können. Foto: Monique Wüstenhagen

Auch dieses Mehrfamilienhaus (Utrecht, NL) wurde zu einem komfortablen und bezahlbaren Zuhause umgebaut, das keine fossilen Brennstoffe mehr benötigt und als Prototyp für andere Gebäude in der Nachbarschaft dient. Interessantes Detail: Hier wurden die Balkone vor die Schale gelegt.

Was bringt das Ganze Die in serieller Fertigungsweise sanierten Gebäude heben sich durch niedrigere Kosten, eine kurze Sanie­ rungsdauer von ca. 3-10 Tagen, ansprechendes Design und eine Funktions- und Einspar-Garantie grundle­ >> gend von bisherigen Sanierungsangeboten ab.


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86 Serielle Sanierung ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Bei diesem Einfamilienhaus in Nieuwbuinen verstecken sich alle Installationen in der Fassade. Die Sanierungszeit lag bei rekordverdächtigen drei Tagen.

• Hoher Wohnkomfort: Das Energiesprong-Prinzip steht für hohen Wohnkomfort und hochwertige architektonische Lösungen. Mit Industrie 4.0 sind auch bei Serienfertigung umfangreiche individuelle Anpassungen möglich. So kann das Erscheinungs­ bild der Gebäude den jeweiligen gestalterischen An­ forderungen angepasst werden.

Team Energiesprong Foto: Frank Hanswijk

Ziel des Projektes ist es, innovative Wohnungs­ gesellschaften mit smarten Bauunternehmen zu verbinden, Quartiere zu transformieren und die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewoh­ ner zu verbessern. Die dena wird bei dem dreijäh­ rigen Projekt von der Non-Profit-Organisation Energiesprong unterstützt, die in den Niederlan­ den bereits erfolgreich diesen Sanierungsmarkt entwickelt hat. • Hohe Qualität: Die hochwertige EnergiesprongSanierung gibt eine langjährige Qualitäts-, Funk­ tions- und Einspargarantie auf den NetZeroStandard. So sind die Energiekosten langfristig planbar. • Kurze Sanierungszeit: Die Sanierungszeit ver­ kürzt sich auf wenige Wochen, so dass die Be­ wohner nur noch minimal beeinträchtigt werden. Möglich wir das durch vorgefertigte Fassadenund Dachelemente sowie standardisierte, vorge­ fertigte Haustechnikmodule. • Bezahlbare Sanierungskosten: Durch den hohen Grad an Vorfertigung und optimierte Prozesse sinken die Baukosten. Zudem entsteht ein attrak­ tiver Business Case für Wohnungsunternehmen, bei dem die Sanierungskosten über die eingespar­ ten Energiekosten finanziert werden. Ziel ist eine warmmietenneutrale Umsetzung, mit der ein NetZero-Standard in der Breite für Eigentümer und Mieter bezahlbar wird.

Es handelt sich um ein unabhängiges Marktent­ wicklungsteam, das gemeinsam mit innovativen Unternehmen aus der Wohnungswirtschaft und Bauindustrie einen neuen Standard für komforta­ ble, energieeffiziente Sanierungen entwickelt und in der Praxis umsetzt. Das Team setzt sich aus denaExperten und externen Beratern zusammen und wird vollständig durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) finanziert. Markteintritte gibt es bereits in den Niederlanden, Großbritannien, Frankreich, USA sowie Kanada.

Stimmen aus der Branche: Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der denaGeschäftsführung (Deutsche Energie Agentur): „Energiesprong ist enorm wichtig und inspirierend für die dena – wir wollen damit einen Massenmarkt für neuartige Sanierungen etablieren, damit Gebäude im Bestand in Zukunft so viel Energie erzeugen, wie sie verbrauchen.“ Frank Steffens, Geschäftsführer der Brüninghoff GmbH & CO. KG: „Wir freuen uns über den Impuls durch die Energiesprong-Initiative für unsere Branche. Am Ende könnte daraus ein attraktiver Markt für die Bestandssanierung werden.“ Axel Gedaschko, Präsident des GDW: „Wir unterstützen die Energiesprong Initiative, weil modulares Bauen nicht nur im Neubau, sondern auch in der Sanierung große Potenziale bietet.“


Patrick Weber Bau- und Zimmermeister Geschäftsführer

Intelligente Architektur Bei Baupuls steht stets der Mensch mit seinen speziellen Bedürfnissen und Wünschen im Mittelpunkt. Im engen Zusammenspiel mit den Bauherren entstehen so individuelle Lösungsansätze für innovative und unkonventionelle Architektur. In unserer Arbeit geht es uns neben dem Schaffen ansprechender Formen um hohe Funktionalität, Qualität, Wirtschaftlichkeit und das Gespür für das Wichtige. Vom Einfamilienhaus über Reihenhäuser bis hin zur Wohnanlage planen und begleiten wir Sie verlässlich bei der Schaffung Ihres neuen Zuhauses. Kundenzufriedenheit entsteht durch Kompetenz und gegenseitiges Vertrauen von der ersten Idee bis zur Ausführung. Neben dem Wohnbau ist Baupuls auch in den Bereichen Gewerbebau und Industriebau Ihr professioneller und starker Partner.

Fotos: Baupuls GmbH + Co. KG, Christian Vorhofer, Werner Gstrein

Unser Tätigkeitsfeld umfasst: Machbarkeitsstudien, sämtliche Planungsschritte bis hin zur Detailplanung, Visualisierungen, Baumanagement, Ausschreibung, Projektsteuerung, Kostenkontrolle, SV Gutachten und Betriebsanlagengenehmigungen.

Baupuls GmbH + Co. KG Architektur Baumanagement Sachverständige A-6401 Inzing, Schießstand 1a Tel.: +43 (0)5238 / 52325 office@baupuls.at, www.baupuls.at

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Passivhaus ist bei der NEUEN HEIMAT TIROL Standard Visualisierungen: DINA4

Leistbaren Wohnraum für die Tirolerinnen und Tiroler zu schaffen und dabei nachhaltig und ressourcenschonend zu bauen hat die NEUE HEIMAT TIROL vor vielen Jahren veranlasst, ihre Wohnbauprojekte im Passivhausstandard zu errichten – so auch das Haus der Generationen, das im Ortszentrum von Volders entsteht. Im Rahmen eines großen Realisierungs-Wettbewerbs ging das, von der NHT, gemeinsam mit dem Innsbrucker Architekturbüro DIN A4 und der Firma Ing. Hans Bodner als GU-Auftragnehmer, eingereichte Projekt als Sieger hervor. Das Investitionsvolumen liegt bei 11,2 Mio. Euro. Der Baustart ist bereits erfolgt. Bis zu vier Kinderkrippengruppen im Erdgeschoß sowie acht Kindergartengruppen im ersten Stock sollen in dem Neubau Platz finden. Im zweiten Stock werden 13 Mietwohneinheiten für betreubares Wohnen sowie Starterwohnungen errichtet. Im Untergeschoß ist ein Vereinsraum geplant, zudem entsteht eine Tiefgarage mit 35 Stellplätzen. Zusätzlich entsteht auf einer Fläche von 3.000 m2, die nicht bebaut werden darf, ein öffentlich zugänglicher Park.

NEUE HEIMAT TIROL Gemeinnützige WohnungsGmbH A-6020 Innsbruck, Gumppstraße 47 Tel: +43 (0)512 / 3330 nht@nht.co.at www.neueheimat.tirol

Mehr Infos zu den Wohnbauprojekten unter www.neueheimat.tirol


ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG Zertifizierte Passivhäuser 89

Zertifizierung als Qualitätsgarantie

Ein ausführlicher Überblick zeigt ausgesuchte, zertifizierte Passivhausprojekte unserer Mitgliedsbetriebe und damit deren besondere Qualitäten. (CMS) Ein energieeffizientes Gebäude mit Passivhauskomponenten auszustatten ist eine Sache, es offiziell zertifizieren zu lassen eine andere. Wir haben uns auf die Suche nach zertifizierten Objekten unserer Mitgliedsbetriebe gemacht, sie aufgelistet und Experten um ihre Meinung zum Thema Zertifizierung gebeten. Besonders großvolumige Projekte werden häufig zertifiziert und erhalten dadurch eine offizielle Qualitätsbestätigung. Im Bereich der Sanierung kann mit dem Erreichen einer EnerPHit-Klasse von Classic bis Premium ein Altbau zu einem höchst energieeffizienten Gebäude werden. Die Zertifikate „Zertifiziertes Passivhaus“ und „EnerPHit – Zertifizierte Modernisierung mit Passivhaus-Komponenten“ werden ausschließlich nach genauer Prüfung durch das Passivhaus Insti­ tut oder anderen akkreditierten Stellen vergeben. Sie sind Qualitätszeichen für das gesamte Ge­ bäude. Im Netzwerk Passivhaus findet man zahl­ reiche zertifizierte Passivhaus-Planer, -Berater und -Handwerker mit dem nötigen Fachwissen zum Thema Passivhaus. Dies wird durch praktische Erfahrung bei einem Passivhaus- oder EnerPhitProjekt erworben oder durch das Ablegen einer Prüfung nachgewiesen.

Die Verwendung von Komponenten, die vom Pas­ sivhaus Institut zertifiziert sind, erleichtert die Pla­ nung von Gebäuden und trägt wesentlich dazu bei, die einwandfreie Funktion des entstehenden Passiv­ hauses zu gewährleisten. Um die 50 Personen bzw. Unternehmen wurden durch das Passivhaus Institut akkreditiert, in dessen Namen Passivhäuser, EnerPHit-Modernisierungen und Energiesparhäuser nach den Kriterien des Pas­ sivhaus Instituts weltweit in jedem Land zu zertifi­ zieren. Für die nachfolgend genannten Projekte sind folgende erwähnenswert: • Herz & Lang GmbH - Die Planer für energieeffizientes Bauen, Deutschland, • Passivhaus Institut - Standort Innsbruck Nach den geforderten Berechnungen durch einen befähigten Planer oder die Zertifizierungsstelle selbst, gelangt das jeweilige Projekt zur Vorprü­ fung. Bis zur endgültigen Zertifizierung müssen alle Detaillösungen, verwendeten Materialien und der Nachweis der Luftdichtigkeit vorgelegt werden und können noch Verbesserungen vorgenommen wer­ den. Das Zertifikat ergeht schließlich an den Bau­ herren selbst. >>


90 Zertifizierte Passivhäuser ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Foto: NHT/Hueber

Wohnanlage O3, Innsbruck Die Wohnbebauung auf dem Areal der ehemaligen Eugenkaserne besteht aus 13 quaderförmigen Bau­ körpern mit wechselnden Höhen von sechs bis acht Geschoßen. 12 Häuser versammeln sich in vier Dreiergruppen um gemeinsame Vorplätze. In der Mitte der Anlage ist der große gemeinsame Grün­ bereich mit Spielplatz. Bei den Balkonen wurde auf größtmögliche Privatheit Wert gelegt. Befragt man die Bewohner heute nach ein paar Jahren in der Wohnanlage, schwärmen diese ganz

besonders vom guten Infrastruktur-Angebot, dem schönen Grünbereich, dem angenehmen Raumkli­ ma und den geringen Betriebskosten. • Passivhaus Neubau 2012 • Mischbauweise, 444 Wohneinheiten • Bauherr: Neue Heimat Tirol Gemeinnützige WohnungsGmbH (NHT) • Architekten: DIN A4 Architektur ZT GmbH, Reitter architekten ZT GesmbH • Energiekennzahl: 18 kWh/m2a

Wohnanlage Lodenareal, Innsbruck Am 33.000 m² umfassenden Lodenareal errichtete die NHT Passivhaus Mietwohnungen auf einem EG + 5 Obergeschoßen. Jeweils zwei L-förmige Gebäu­ deflügel bilden je einen Anlagenblock und umschlie­ ßen einen Innenhof. Die Architekturbüros team k2 / din a4 entwarfen je einen Anlagenblock. Zusätzlich wurdeeine ca. 8.200 m² große Grünanlage errichtet. Wichtig waren als Projektziel folgende Punkte: gute Hülle, wenig Technik, einfache Bedienung, geringe Heiz- und Betriebskosten, Umweltschonung, Unab­ hängigkeit von Energielieferanten. t • pas

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• Passivhaus Neubau, 2009 • Massivbauweise, 361 Wohneinheiten • Bauherr: Neue Heimat Tirol Gemeinnützige WohnungsGmbH (NHT) • Architekten: DIN A4 Architektur ZT GmbH, teamk2 [architects] ZT GMBH • Energiekennzahl: 14 kWh/m2a

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Foto: NHT


Foto: NHT

Sanierung Wohnanlage Bruckner Straße, Innsbruck

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Hannes Gschwentner, Geschäftsführer Neue Heimat Tirol

„Gemäß einem Geschäftsführerbeschluss vor einigen Jahren baut die Neue Heimat Tirol nur mehr im Passivhaus-Standard. Wir haben es uns außerdem zum Ziel gemacht, den Ausstieg aus fossilen Energieträgern bis zum Jahre 2030 zu schaffen. Als Tirols größter gemeinnütziger Bauträger verstehen wir uns als soziales Bollwerk gegen die Wohnungsnot in einem Bundesland mit überdurchschnittlich hohen Wohnkosten. Unsere Mieter sollen zu verträglichen Kosten in einem gesunden Umfeld leben dürfen, in dem sie sich auch wohlfühlen. Mit unseren 5-Euro-Wohnungen (Miete pro m2 inklusive Betriebskosten) haben wir neue Maßstäbe für leistbares Wohnen gesetzt und nehmen damit nicht nur österreichweit eine Vorreiterrolle ein.“

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Foto: NHT

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• EnerPHit-Sanierung 2018 • 90 Einheiten • Bauherr: Neue Heimat Tirol Gemeinnützige WohnungsGmbH (NHT) • Energiekennzahl: 27 kWh/m2a

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Im Rahmen einer Gebäudeaufstockung errichtete die NEUE HEIMAT TIROL in Innsbruck 32 neue Miet­ wohnungen. Zusätzlich wurden die Bestandsobjekte mit insgesamt 95 Wohnungen energetisch saniert. Die NEUE HEIMAT TIROL errichtete durch eine architektonisch und energetisch gelungene Gebäude­ aufstockung im Innsbrucker Stadtteil Saggen 32 neue Mietwohnungen. Die bestehenden Wohnhäuser mit 90 Wohnungen wurden umfassend saniert. Die bei­ den Bauteile erreichen klimaaktiv Bronze Standard. „Die NHT hat erstmals eine bestehende Liegen­ schaft aufgestockt. Baugrundsparend Wohnraum zu schaffen war hier der Hauptbeweggrund für die Umsetzung. Die kostentechnischen, bautechnischen sowie die infrastrukturellen Herausforderungen wa­ ren enorm, konnten jedoch im Sinne unserer Kun­ dinnen und Kunden gemeistert werden“, sagt Hannes >> Gschwentner, Geschäftsführer der NHT.

Bmst. Ing. Elmar Draxl, Projektleiter Neue Heimat Tirol

Foto: NHT

„Seit meinem Einsatz als Projektleiter beim Projekt Lodenareal, einem österreichweiten Meilenstein in Sachen Passivhaus-Wohnbau, haben wir alle viele wertvolle Erfahrungen und Wissen gesammelt. Zertifizierte Leitprojekte sind sehr wichtig für die Entwicklung einer technisch und wirtschaftlich hochqualitativen, energieeffizienten Bauweise. Es wird bei der Neuen Heimat Tirol ständig weiter optimiert, sowohl im Bereich Neubau, als auch bei der Sanierung bestehender Objekte. Fortschritte in der Haustechnik und der Produktentwicklung sorgen für höhere Effizienz bei zunehmender Bedienerfreundlichkeit.“


92 Zertifizierte Passivhäuser ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Foto: NHT

Wohn- und Pflegeheim S13, Innsbruck Die Stadtbau Innsbruck GmbH errichtet für die Stadtgemeinde Innsbruck ein Wohn- und Pflege­ heim mit 118 Pflegebetten und 23 Tiefgaragenstell­ plätzen, das von den Innsbrucker Sozialen Diensten ISD betrieben wird. Das Gebäude ging aus einem Ar­ chitektur- und Städtebauwettbewerb hervor, den das Büro ARTEC aus Wien gewann. Die herausragende Qualität der Architektur und die Nachhaltigkeit des Projektes als Passivhaus zeichnen das Projekt aus. Aufgrund der Passivhauserfahrung der Neuen Hei­ mat Tirol, deren Tochter die Stadtbau Innsbruck GmbH ist, wurde bei diesem Projekt der Passivhaus­ standard mit Zertifizierung als Zielmarke festgelegt >> und ein bewährtes Passivhausteam aufgestellt.

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• Passivhaus Neubau, 2015 • Mischbauweise, 118 Betten • Bauherr: Stadtbau Innsbruck (NHT) • Energiekennzahl: 14,6 kWh/m2a

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Bei einem Jahres-Heizwärmebedarf des „S13“ von ca. 100.000 kWh wird die enorme Energieeinsparung deutlich: 28 Ölfässer wären es monatlich, würde es als herkömmliches Gebäude errichtet, lediglich vier im Monat sind es beim vorherrschenden Passivhausstandard. Die Einsparung liegt damit bei ca. 600.000 kWh/a oder umgerechnet 168 Tonnen CO2 pro Jahr.

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Foto: Netzwerk Passivhaus


Foto v.l.n.r.: PV-Südfassade, Haus PSP, PV-Anlage, Mittelschule Olympisches Dorf, PV-Anlage, IIG Firmengebäude

Ing. Dr. Franz Danler Geschäftsführer Innsbrucker Immobilien GmbH & Co KG

Fotos: IIG, Portraitfoto: Die Fotografen

IIG – Motor für innovative PV-Anlagen Die IIG, die Immobiliengesellschaft der Stadt Innsbruck, besteht aus mehreren Gesellschaften und steht zu 100 % im Eigentum der Stadt Innsbruck. Als Umsetzerin von innovativen Projekten ist die IIG Teil einer nachhaltigen Stadtentwicklung und spielt eine zentrale Rolle beim Klimaschutz. Seit der Installation der ersten PV-Anlage im Jahr 2014, setzt die IIG verstärkt auf die Nutzung von Sonnenstrom. Dadurch wird eine saubere und emissionsfreie Stromerzeugung ermöglicht und ein wichtiger Beitrag zur Vermeidung von CO2 geleistet. In den letzten Jahren wurden mehrere Schul- und Kindergartengebäude in Innsbruck mit PV-Anlagen ausgestattet, z.B. die Neue Mittelschule O-Dorf. Es wurde eine 50 kWp Anlage (295 m2) errichtet, mit einem Eigenverbrauchsanteil von ca. 95%. Ein besonders innovatives Projekt stellt das „Haus für psychosoziale Begleitung und Wohnen“ (PSP) dar: Die Süd-Fassade ist als eine 200 m2 große PV-Anlage ausgebildet, der erzeugte Überschussstrom wird in PV-Batterien gespeichert. Auch das IIG-Firmengebäude ist mit einer PV-Anlage ausgestattet (65 kWp, 379 m2). Der Strom vom eigenen Dach kann direkt zur Ladung der beiden E-Firmenautos sowie von mitarbeiter­ eigenen Fahrzeugen genutzt werden. Insgesamt verfügt die IIG über 11 PV-Anlagen mit einem jährlichen Ertrag von ca. 360.000 kWh. Das entspricht einem Energiegehalt von ca. 36.000 Litern Heizöl.

IIG Innsbrucker Immobilien GmbH & Co KG A-6020 Innsbruck, Rossaugasse 4 Tel.: +43 (0)512 / 4004 info@iig.at, www.iig.at

www.iig.at


94 Zertifizierte Passivhäuser ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Wohnbau Roseggerstraße, Innsbruck Anstelle des Bestandsgebäudes mit ursprünglich 12 Wohnungen, wurde eine Wohnanlage im Passiv­ haus-Standard mit 25 Wohnungen und Tiefgarage errichtet. Architektonisch besticht das Objekt durch eine robuste, intelligente städtebauliche Situierung, indem der Schwerpunkt der Baumasse an die Stra­ ßenecke rückt. Durch den leicht gedrehten Baukör­ per reagiert das Projekt, trotz Massivität, sensibel auf die heterogene Nachbarbebauung. Mit diesem Bauvorhaben wurden Wohnungen, welche den heutigen Anforderungen nicht mehr entsprachen, durch einen zeitgemäßen und leistbaren Wohn­ raum ersetzt, der auch architektonisch überzeugt.

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• Passivhaus Neubau, 2017 • Massivbau, 25 Einheiten • Bauherr: IIG Innsbrucker Immobilien GmbH & Co KG • Architekt: teamk2 [architects] ZT GMBH • Energiekennzahl: 14,7 kWh/m2a

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Foto: Christian Flatscher

Sanierung Volksschule Angergasse, Innsbruck

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Foto: IIG

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• EnerPHit Sanierung, 2016 • Massivbau • Bauherr: IIG Innsbrucker Immobilien GmbH & Co KG • Energiekennzahl: 24kWh/m2a

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Das Gebäude umfasst vier bestehende Bauteile, wo­ von die Bauteile eins und zwei saniert wurden. Das Ziel der Sanierungsarbeiten war es, das bestehende Gebäude ökologisch, ökonomisch und wirtschaft­ lich dem Stand der Zeit bzw. der Technik anzupas­ sen. Das Gebäude erhielt eine neue Hülle mit zu­ sätzlicher Wärmedämmung. Die Raumaufteilungen wurden der Nutzung angepasst und eine Komfort­ lüftung installiert. Das Sanierungsprojekt wurde im Rahmen des EU-Programms „Sinfonia” durchge­ führt, welches die energieeffiziente Instandsetzung von Objekten vorsieht.


Foto: Die Fotografen

Kletterhalle Innsbruck

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• Passivhaus Neubau, 2017 • Massivbau • Bauherr: IIG Innsbrucker Immobilien GmbH & Co KG • Energiekennzahl: 23 kWh/m2a

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Das neu errichtete Innsbrucker Kletterzentrum ge­ hört zu den größten und modernsten weltweit. Es liegt im Geviert zwischen Viaduktbögen und Sill und wurde als räumlich offenes Baukörperensemble, mit einem arenaartigen Außenraum und offenem Veranstaltungsort zwischen den einzelnen Bauteilen konzipiert. Errichtet wurde eine barrierefreie Ge­ samtanlage mit dem kubusförmigen Neubau einer Seilkletterhalle, einer Boulderhalle in der bestehen­ den WUB-Halle sowie einer frei stehenden turmar­ tigen Kletteranlage für das Seilklettern im Freien. >>

Bmst. Markus Schöpf, IIG Geschäftsbereichsleiter Technik

„Die große Herausforderung bei der IIG ist die große Bandbreite an Projekten. Wir sind von der Almhütte über große Wohnanlagen bis hin zu Sportanlagen, und ganz aktuell dem Haus der Musik, für Objekte jeder Größenordnung verantwortlich. Da uns die Klimaschutzziele sehr am Herzen liegen, möchten wir bei jedem Projekt das Maximum an technisch Möglichem herausholen. Enerphit-Sanierungen und Passivhaus-Zertifizierungen sind deshalb wichtige Säulen auf unserem Weg in die Zukunft des Bauens. Mit wirtschaftlich vertretbaren Qualitätssteigerungen liegen wir immer richtig.“

Foto: Die Fotografen

Ing. Franz Danler, Geschäftsführer IIG

„Der Passivhaus-Standard ist für die IIG mittlerweile schon zum Standard geworden und kann bei Neubauten und Sanierungen auf einem hohen Niveau umgesetzt werden. Der Weg hin zu erneuerbaren Energieformen wird bei uns bereits seit vielen Jahren konsequent verfolgt. Als 100%ige Tochter der Stadt Innsbruck ist es auch unser politische Wille, im Sinne des Klimaschutzes zu handeln. Der hohe technische Standard mit Lüftungsgeräten ist aber auch im Sinne der zufriedenen Bewohner und des besseren Gebäudeschutzes ein großer Vorteil. Anwendungsfehler, wie etwa beim Lüften der Wohnräume, werden damit großteils vermieden. “ Fotos: IIG


96 Zertifizierte Passivhäuser ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Fotot: © www.guentheregger.at

Haus der Musik, Innsbruck

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• Passivhaus Neubau, 2018 • Massivbau • Bauherr: IIG Innsbrucker Immobilien GmbH & Co KG • Energiekennzahl: 14,9 kWh/m2a

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Mit dem Haus der Musik entstand ein energiesparendes Kulturzentrum si

Das Haus der Musik ist ein modernes und effizientes Herzstück des Kulturquartiers in Innsbruck. An historisch bedeutender und prominenter Stelle, ist zwischen Tiroler Landestheater und der Hofburg das neue Herzstück im Kulturquartier, das „Haus der Musik“, im Oktober 2018 eröffnet worden. Die kulturelle Großeinrichtung führt die musikalischen Ausbildungsstätten der Tiroler Landeshauptstadt an einem Standort zusammen. Insgesamt sind zehn verschiedene Nutzer untergebracht, die das Gebäu­ de ganzjährig mit Leben füllen. Die Innsbrucker Im­ mobilien Gesellschaft war als Bauträger neben den komplexen hochbautechnischen Angelegenheiten natürlich auch für die Energieeffizienz des Gebäudes verantwortlich und hat diese Aufgabe sehr ernst ge­ >> nommen.


DI Markus Lechleitner, Mag. Gerhard Feistmantl, Geschäftsführung

Wir planen und bauen ihre Wohnträume Seit der Gründung vor 80 Jahren ist die Alpenländische bemüht, qualitativ hochwertigen und leistbaren Wohnraum in Tirol und Vorarlberg zu schaffen. In enger Zusammenarbeit mit heimischen Architekten und Fachplanern entstehen Projekte, die im Sinne von Qualität, Regionalität und Nachhaltigkeit errichtet werden. Ansässige Unternehmen sind maßgeblich in die Umsetzung der Bauvorhaben eingebunden und die Vergabe der Wohnungen obliegt der Gemeindeverwaltung vor Ort. Die regionale Wertschöpfung und die Belebung der lokalen Wirtschaft sind dabei wichtige Werte, auf die sich das Unternehmen beruft. Neben dem Bau neuer Wohnanlagen gehört auch die Umsetzung von Sanierungs- und Revitalisierungsprojekten zu den Aufgaben der Alpenländischen. Pro Jahr werden rund 200 Wohnungen fertig gestellt, die sich durch ihren individuellen und familiären Charakter auszeichnen. Besonderes Augenmerk wird bei der Projektierung auf einen möglichst geringen Gesamtenergiebedarf und den Einsatz von ausschließlich ökologischen und lösungsfreien Produkten gerichtet.

Fotos: Alpenländische

Daten und Fakten: Gesellschafter: Neue Heimat Oberösterreich Holding GmbH Österreichischer Gewerkschaftsbund Geschäftsführung: DI Markus Lechleitner Mag. Gerhard Feistmantl

Alpenländische Gemeinnützige Wohnungsbauund Siedlungsgesellschaft m.b.H.

Mitarbeiter:

42 Angestellte Firmensitz Innsbruck 15 Angestellte Büro Feldkirch

A-6020 Innsbruck, Viktor-Dankl-Straße 6 u. 8 Tel.: +43 (0)512 / 571411 tirol@alpenlaendische.at A-6800 Feldkirch, Vorstadt 15 Tel. +43 (0)5522 / 75981 vorarlberg@alpenlaendische.at

www.alpenlaendische.at


98 Zertifizierte Passivhäuser ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Visualisierungen: Haselsberger Architekten

Wohnanlage, Wörgl Im Tiroler Unterland entsteht eine besondere Wohn­ anlage. Es werden drei Bauabschnitte verwirklicht, zwei davon mit spezieller Passivhaus-Bauphysik, Passivhausberatung und Qualitätssicherung erfolgen durch das Büro Herz&Lang. Direkt an der Hauptstraße entsteht das Townhouse II, geplant von den Architekten Adamer&Ramsauer

aus Kufstein. Nach OIB-Kriterien berechnet wird es ein Gebäude im spezifisch Tiroler Passivhaus Stan­ dard, mit einem Heizwärmebedarf nach OIB < 10 KWh/m².a. Sowohl die Alpenländische als Bauträger, als auch das Planungsteam waren offen für alle Bera­ tungen und setzten die Optimierungen in die Aus­ führungsplanung um. Durch das Projekt wird es möglich sein, die Kenn­ werte nach OIB und PHI, am selben Standort sowohl im berechneten Bedarf beider Verfahren, als auch im realen Verbrauch, nach einer Monitoringphase zu vergleichen. Eine Reihe aktueller Studien zeigen deutlich, wie wichtig eine bessere Qualitätssicherung der Planung und Ausführung, wie sie es die Passivhauszertifizie­ rung einfordert, für den effizienten, nachhaltig gün­ stigen und komfortablen Betrieb eines Gebäudes ist. Das komplexe Projekt „Fischerfeld“ muss vielen ver­ schiedenen Herausforderungen gerecht werden, so­ wohl in städtebaulicher als auch in technischer und architektonischer Hinsicht. Eine lange Projektent­ wicklungsphase mit dem Einsatz von Arbeitsgrup­ pen beschäftigte sich gleich zu Beginn mit wichtigen Fragen zum Verkehrs- und Energiekonzept. Behörd­ liche Vorgaben und Auflagen sowie Kosten- und Wirtschaftlichkeitsanalysen nehmen zum Entstehen


Foto: Alpenländische

Ing. Alexander Zlotek, Technischer Leiter Alpenländische

„Es werden zwar nicht alle unsere Projekte PHI-zertifiziert, aber wir probieren jährlich zumindest 1 BV nach den Kriterien des PHI auszuführen. Der Vorteil liegt dabei natürlich bei der Qualitätssicherung in der Ausführung und das fördert und fordert mehr „Gefühl“, in der Detail­ ausführungen. Auch der „Volkswagen“ profitiert von Techniken und Entwicklungen aus der Formel 1, jedoch kann sich nicht jeder ein Formel1-Auto für den Alltagsverkehr leisten. Leider ist es uns im objektgeförderten Wohnbau auf Grund der reglementierten Baukostenvorgaben nicht immer möglich zertifizierte Passivhäuser zu bauen, aber wir tun unser Bestes!“

Visualisierung: Haselsberger Architekten

Foto: Michael Gasser

„Beim Bauen und Sanieren muss ein massives Umdenken im Sinne des Klimaschutzes stattfinden.“

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• Passivhaus Neubau, 2019 • Massivbau, 3 Bauabschnitte • Bauherr: Alpenländische Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft • Architekt: Architekten Adamer°Ramsauer, Architekturbüro Moritz & Haselsberger • Energiekennzahl: 10kWh/m2a

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dieses Projektes natürlich ebenfalls großen Einfluss. Hohe Dämmstärken sind bei hoher Dichte auch im­ mer eine riesige Herausforderung, daher ist die Con­ sultingberatung durch ein Expertenteam umso wich­ tiger und bringt neue Erkenntnisse und Ansätze. Es gilt also viele Wünsche und Vorgaben zu bewältigen und das funktioniert nur innerhalb eines engagierten >> Teams an Gleichgesinnten.

DI Markus Lechleitner, Geschäftsführer Alpenländische

Seit ihrer Gründung ist die Alpenländische darum bemüht, qualitativ hochwertigen und leistbaren Wohnraum in Tirol und Vorarlberg zu schaffen. Die anfängliche Skepsis gegenüber dem Bauen im Passivhaus-Standard ist längst einer Begeisterung dafür gewichen. Klimaaktives Bauen und Sanieren stehen für Energieeffizienz, ökologische Qualität, Komfort und Ausführungsqualität. Diese Gebäudestandards sind deshalb so wichtig für uns, weil sie die Qualität eines Gebäudes messbar und vergleichbar machen. Sie zeichnen Gebäude aus, die besonders hohen Anforderungen entsprechen.“

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100 Zertifizierte Passivhäuser ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Fotos: Alpenländische

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• Passivhaus Neubau, 2009 • Massivbau, 68 Einheiten • Bauherr: Alpenländische Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft • Architekt: Architektur Walch und Partner ZT GmbH • Energiekennzahl: 15kWh/m2a

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„Der hohe technische Standard von Passivhausprojekten steigt stetig und unaufhaltsam.“

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Die Alpenländische Heimstätte errichtete 2009 in der Allgäuerstraße in Reutte Tirol, eine neuen Wohnanla­ ge mit drei Gebäudekomplexen. Zwei Wohngebäude mit je 20 Wohnungen und ein Gebäude (betreubares Wohnen) mit 28 Wohnungen sind dort entstanden. Durch die thermisch hochwertige und luftdichte Ge­ bäudehülle, den Einsatz einer Komfortlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und die Verwendung von „passivhaustauglichen“ Komponenten sind die ent­ scheidenden Verbesserungen der Raumluftqualität, bei deutlich gesteigerten Komfort- und Behaglich­ keitszuständen und gleichzeitig stark verringerten Energieverbräuchen realisiert worden.

Das Projekt zeigt anschaulich, dass die Alpenlän­ dische Heimstätte schon vor Jahren auf das Bauen im Passivhaus-Standard gesetzt hat und bis heute damit auf dem richtigen Weg in eine energieeffiziente, leist­ bare Wohnzukunft ist. Die Bewohner dieser Anlage sind nach wie vor begeistert von der Wohnqualität in >> ihrem Zuhause.

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Wohnanlage, Reutte


Architektur nach Maß Das Team von Haselsberger Architekten, seit Jänner 2019 mit neuem Bürositz in Wörgl, steht für umfassende, engagierte und kreative architektonische Dienstleistungen für alle Bauaufgaben. Das 12-köpfige Architektenteam betreut und begleitet seine Bauherren im privaten und öffentlichen Bereich als verlässlicher und erfahrener Partner in einem engen Dialog. Beginnend bei der Grundstückssuche und Projektentwicklung über die Erstellung von individuellen architektonischen Konzepten, Einreichungen mit Behördenabklärung, Detailplanungen, Innenarchitektur, Ausschreibungen über die Bauleitung mit strenger Kosten- und Terminkontrolle bis hin zur Umsetzung und Übergabe des Projektes. Dabei steht für jedes Projekt die richtige, optimierte Symbiose zwischen Bauplatz, Funktion, Wirtschaftlichkeit, Energieeffizienz und technisch richtiger Detaillösung und Kreativität mit zeitgemäßem Design im Vordergrund.

Renderings (Bild 1+3): Haselsberger Architekten Foto Team sowie Fotos 4+5: Florian Mitterer

Das Credo von Haselsberger Architekten: „Gute Architektur braucht individuelle Lösungen – jedes Projekt ist einzigartig und ein Prototyp – WIR BAUEN ARCHITEKTONISCHE MASSANZÜGE!“

HASELSBERGER ARCHITEKTEN HASELSBERGER ARCHITEKTEN A - 6300 Wörgl, Karl-Schönherr-Strasse 25 Tel.: +43 (0)5332 / 72000 office@h-architekten.at www.h-architekten.at

www.h-architekten.at


102 Zertifizierte Passivhäuser ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Visualisierungen: wörner-traxler-richter

Klinikum Frankfurt

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• Passivhaus Neubau, 2020 • Massivbau • Bauherr: Zentrale Errichtungsgesellschaft mbH • Energiekennzahl: 15kWh/m2a

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Die Stadt Frankfurt am Main hat sich als Vorreite­ rin bei der Errichtung von Passivhausbauten dazu entschlossen, auch das neue Klinikum Frankfurt Höchst als Passivhaus zu errichten. Für Kranken­ häuser existieren noch keine Passivhauskriterien. Diese waren im Zuge der Planungen zu ermitteln und festzuschreiben. Der Rohbau ist bereits seit Herbst 2017 fertig ge­ stellt, die Arbeiten am Innenausbau laufen. Der Stromverbrauch in einem Krankenhaus ist nor­ malerweise drei bis vier Mal so groß wie in einem Wohngebäude vergleichbarer Größe. Das liegt nicht nur an den vielen elektrischen Apparaten, sondern auch am 24-Stunden-Betrieb in einem Kranken­ haus. Der Bau der weltweit ersten Passivhausklinik stößt auf großes Interesse und zieht Fachbesucher aus dem In- und Ausland an.

„Hier entsteht ein Pionierprojekt der absoluten Sonderklasse.“


ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG Zertifizierte Passivhäuser 103

Fotos: Explorer Hotels

Explorer Hotels Die Explorer Hotels in Deutschland und Österreich sind nicht nur innovative Design-Budgethotels, sondern haben es sich zur Aufgabe gemacht, höch­ sten ökologischen Anforderungen gerecht zu wer­ den. Als erste Passivhotels sind sie im wahrsten Sinne des Wortes Green Buildings, die nach einem ökonomisch nachhaltigen Prinzip leben. Mit Hilfe der erfahrenen Planer und Consulter für energieef­ fizientes Bauen der Herz&Lang GmbH geht dieses Konzept auch voll auf. Alle Explorer Hotels sind zertifizierte PassivhausHotels und dank umweltfreundlicher Energiever­ sorgung zu 100% klimaneutral – das ist bisher ein­ >> zigartig in der Hotellerie.

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• Passivhaus Neubau, 2016, Massivbau • Bauherr: Explorer Hotels • Energiekennzahl: 15kWh/m2a

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Explorer Hotel St. Johann in Tirol:

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Die Explorer Hotels haben sich der Nachhaltigkeit verschrieben. Dazu gehören Ökonomie, Ökologie und Soziales


Schule in Passivhausbauweise, Nürnberg

Dipl.-Ing.(FH) Dieter Herz und Dipl.-Ing.(FH) Florian Lang, Geschäftsführer

Haus der Musik, Innsbruck

Zielsicher zum Passivhaus Unsere Erfahrung im Passivhaus seit 1998 und das in dieser Zeit gesammelte Know-how, verleihen uns Expertenstatus. Aktuell liegt die Bausumme unserer international betreuten, zertifizierten Passivhausprojekte bei ca. 1 Milliarde Euro.

wagnisART München: Ein Mega-Wohnbauprojekt in Passivhausbauweise als ökologisch wertvoller Fußabdruck

Schule in Nürnberg (Foto: © Zooey Braun) Haus der Musik, Innsbruck (Foto: zweiraum.eu) wagnisArt München (Foto: bogevischs buero architekten & stadtplaner GmbH)

akkreditiert durch: Passivhaus Institut Dr. Wolfgang Feist Rheinstr. 44/46 D-64283 Darmstadt

Herz & Lang GmbH D-87480 Weitnau, Ritzensonnenhalb 5a Tel.: +49 (0)8375 / 921133-0, Fax: DW 55 info@herz-lang.de, www.herz-lang.de

Gewerbliche, kommunale Gebäude und große Wohnbauten unterliegen hohen Ansprüchen an die Qualität, dem Diktat der Termine und vor allem der Kosten. Dies erfolgreich zu realisieren ist nicht einfach. Mit unserer Kompetenz in der Planung und Umsetzung stellen wir die Richtung für energieeffizientes Bauen sicher, im Besonderen unter der Berücksichtigung der Leistbarkeit und nachhaltig positiv wirksamer Eigenschaften. Unser 15-köpfiges Team mit zehn zertifizierten Passivhausplanern und -praktikern (Techniker, Meister) verfügt über die Erfahrung in der Gesamtplanung von Passivhäusern verschiedenster Nutzungen, Kategorien (Classic, Plus, Premium, EnerPHit), Bauweisen und Techniklösungen im Neubau sowie in der Sanierung. Diese ganzheitliche Erfahrung setzen wir in der PH-Bauphysik und im PH-Consulting zum Vorteil unserer Auftraggeber ein. Zusammen mit der Passivhaus-Zertifizierung wird die Qualität der Planung, Ausführung und Nutzung objektiv gesichert und damit die Nachhaltigkeit gewährleistet. Sonderleistungen zur Gebäudeoptimierung wie z.B. thermodynamische Gebäudesimulation in der Planung, Monitoring in den ersten Jahren der Nutzung sind mittlerweile unser Standard. PH-Berechnungen, -Consulting, -Zertifizierung, -Schulungen Bauphysik, Energieausweise Simulation (Raumklima + WUFI) Baumessungen, Gutachten Monitoring (Wärme, Feuchte, CO2) Projektentwicklung, Machbarkeitsprüfung Projektsteuerung Energieeffizienz Integrale Planungskonzepte (BIM) Weitere Standorte: Kaufbeuren, Schongau, Innsbruck

www.herz-lang.de


Foto: Herz & Lang

Projekt Dubai

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• Passivhaus Neubau, 2016 • Holzrahmenbau • Bauherr: Mohammed Bin Rashid Space Center (MBRSC) • Energiekennzahl: 14,3 kWh/m2a

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Das „Erste nachhaltig autonome Haus der Vereini­ gten Arabischen Emirate“, wurde 2016 als bahnbre­ chendes Pilotprojekt für die MBRSC, einer staatli­ chen Forschungseinrichtung in Dubai, realisiert. Es handelt sich hierbei um das erste PHI-zertifizierte Gebäude im arabischen Raum. Neben höchsten An­ forderungen an die Dämmung und die hocheffizi­ ente Gebäudetechnik, versorgt sich das Gebäude mit einer 40 kWp Photovoltaikanlage sowie eines Spei­ >> chersystems (25 kWh) selbst.

DI Dieter Herz, Geschäftsführer Herz & Lang GmbH

„Nach dem ersten Jahr des Betriebs in Dubai wurde festgestellt, dass im Passivhaus Temperaturen von 22°-24° C eine vorher nicht gekannte Behaglichkeit liefern und dass im nur tagsüber genutzten Gebäude lediglich 1°C an Raumtemperatur steigt, wenn nachts Lüftung und Kühlung ausbleiben. Der Kühlbedarf ist genauso um 90% geringer, wie in unseren Breiten der Heizwärmebedarf entsprechend geringer ist. Das Space Center in PH Standard zeigt deutlich die Riesenchancen für den weltweiten Klimaschutz, aber auch für die Behaglichkeit und den Komfort durch das Passivhaus. Im Grunde war es ein zu 99% europäisches Projekt und wird es auch für Künftige so bleiben, da das Know-how, die Verfügbarkeit der Produkte, die Qualifizierung der Baubeteiligten und die Baukultur vor Ort noch große Veränderungen braucht, wenngleich es am Kapital nicht fehlen würde.“ Foto: Herz & Lang

DI Florian Lang, Geschäftsführer Herz & Lang GmbH

Fotos: Mohammed Bin Rashid Space Center, MBRSC

„Für eine sichere und wirtschaftliche Umsetzung des Klinikprojektes im Passivhausstandard ist eine integrale Planung und ein Passivhaus-Consulting zwingend notwendig. Am Projekt in Dubai erkennt man deutlich, dass ein Passivhaus in allen Klimazonen ein Gebäude mit höchster Energieeffizienz darstellt. Es ist der zukunftsfähige Standard für energiesparende und nachhaltige Häuser. Sowohl bei extremer Kälte als auch bei Hitze bieten die Gebäude einen enormen Komfort und eine hohe Behaglichkeit. Die gleichmäßigen Oberflächentemperaturen, die sich nahe an der Raumtemperatur bewegen, ermöglichen im sehr heißen Klima höhere Raumtemperaturen und reduzieren damit den Kühlbedarf erheblich.“


Passivhaus-Wohnanlagen in Kirchberg, Bauherr NHT

Experten – Wissen von Adamer°Ramsauer Auf den Passivhausstandard setzt die Architekten Adamer°Ramsauer ZT Gesellschaft OG in verstärktem Maße. Energieeffizienz in Kombination mit gelungener Architektur ist das Ergebnis.

Fotos: Adamer Ramsauer, NHT

DI Peter Ramsauer, Mag. Klaus Adamer

Seit mehr als 55 Jahren besteht das erfolgreiche Unternehmen. Sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich setzt die Architekten Adamer°Ramsauer ZT Gesellschaft OG die innovative Passivhaus-Technologie ein. Vor allem in Sanierungen liegt großes Potenzial, um die Energieeffizienz von Gebäuden (bis Null-Energie-Häuser) und die Arbeitsqualität zu erhöhen und zudem auch Lebenszykluskosten zu minimieren. Es ist ihnen wichtig, diese Vorgabe zu berücksichtigen, denn wer diesen heute nicht folgt, wird in einigen Jahren Immobilien besitzen, die durch mangelnde Energieeffizienz ihren Wert verlieren werden.

A R C H I T E K T E N ADAMER ° RAMSAUER

6330 kufstein - oberer stadtplatz 5a tel 05372/64784 - office@aar.at

www.aar.at

www.aar.at


Mag. Klaus Adamer, Architekten Adamer°Ramsauer

Foto: Adamer Ramsauer

Kindergarten-Kindertagesstätte, Kramsach Tirol

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• Passivhaus Neubau, 2007 • Mischbauweise • Architekt: Architekten Adamer°Ramsauer • Energiekennzahl: 14kWh/m2a

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Der zweigeschossige Neubau beherbergt im Erdgeschoss zwei Gruppenräume samt Nebenräumen. Im Oberge­ schoss, welches mit dem Eingangsbereich des neuen Kin­ dergartens verbunden ist, ist der Schülerhort als auch der Kleinkinderbetreuungsbereich situiert. Von Westen her wird erbenerdig/behindertengerecht sowohl der Klein­ kinderbereich, der aus Spiel- und Teilungszimmer mit da­ zugehörigem Büro besteht, als auch der Hort erschlossen.

Foto: Alpenresort Schwarz

Mitarbeiterhaus Hotel Schwarz, Mieming Tirol

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Das Teamhaus für die Hotelangestellten hat Einbett-, Zweibettapartments, Wohngruppen für Lehrlinge und Penthousewohnungen für leitende Angestellte. Das Gebäude Süd wurde zertifiziert. Durch die nachhaltige Passivhaus-Bauweise, innovative Architektur, exzellente Wärmedämmung, Vermeidung von Wärmebrücken und Nutzung passiver Wärmegewinne (Solare Ein­ strahlung, Abwärme von Personen und Gerätschaften, uvm.) setzt das „Schwarz Teamhaus“ neue Maßstäbe in der Hotelier-Branche, im nachhaltigen, umweltfreund­ lichen Tourismus und Umweltschutz. >>

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• Passivhaus Neubau, 2015, Massivbau • Bauherr: Franz Pirktl, Alpenressort Schwarz • Energiekennzahl: 15 kWh/m2a

„Ich darf mich als Passivhaus-Architekt der ersten Stunde bezeichnen und habe immer schon an diese qualitativ hochwertige Art des Bauens geglaubt. Ich nehme die Herausforderungen an die Planung immer wieder gerne an und bin mir Foto: Architekten Adamer°Ramsauer sicher, dass der Weg des energieeffizienten, nachhaltigen Bauens der richtige ist. Ein Neubau, der mit seiner Form, Funktion und Effizienz überzeugt, ist ein gelungenes Projekt. Ein verantwortungsvoller Planer muss heutzutage so denken und auch danach handeln.“

MBA DI (FH) Rainer Krißmer, Geschäftsführer Energy-Consultants

„Ein gut durchdachtes und sorgfältig ausgeführ tes Passivhaus funktioniert wie ein gesunder, natürlicher Organismus: Angepasst an die klimatische Umgebung und individuelle Nutzungsstruktur reguliert es seinen EnFoto: eli/zweiraum.eu ergiehaushalt selbständig. Damit ein Passivhaus-Konzept einwandfrei funktioniert, ist eine ganzheitliche Betrachtung sämtlicher Einflussfaktoren und eine genaue Kontrolle aller Planungs- und Bauphasen unerlässlich. Die integrale Planung sowie eine Gewerk-übergreifende Ausführung haben dabei oberste Priorität.“

Franz Pirktl, Hotelier Alpenressort Schwarz, Mieming

„Nach reiflicher Überlegung entschieden wir uns aus tiefster Überzeugung für die PassivhausBauweise. In Bezug auf Energieeffizienz, Mobilität, betrieblichem Gesundheitsmanagement und Nachhaltigkeit wollten wir ein stimmiges Foto: Passivhausmagazin Konzept kreieren. Nach dem Motto der nachhaltigen betrieblichen Gesundheitsförderung wurde in der Planung auch großer Wert auf ein angenehmes Wohnklima gelegt.“


Dipl. Ing. (FH) Kurt Zoller Geschäftsführer

Ein etabliertes Familienunternehmen mit Qualität und Weitblick Die Firma Zoller-Prantl – ein Unternehmen in zweiter Generation – ist seit mittlerweile 30 Jahre bekannt für seine Professionalität und Qualität. Egal ob Neubauten, Renovierung oder Sanierung, durch die langjährige Erfahrung im Bereich Fenster und Türen und die mittlerweile sehr vielfältige Produktpalette, wird der Kunde vom ersten bis zum letzten Schritt mit höchster Kompetenz und Zuverlässigkeit in seiner Umsetzung zu seinem Wohn- und Lebens(t)raum begleitet.

Fotos: Brabetz, eli/zweiraum.eu, Zoller-Prantl GmbH

Zoller-Prantl, Gesellschaft m.b.H. A-6425 Haiming, Kalkofenstraße 20 Tel.: +43 (0)5266 / 88564, Fax: DW 616 office@zp-system.at, www.zp-system.at

Die Kernkompetenz der Firma liegt im eigens entwickelten und patentierten ZP-System. Das ZP-System bietet eine optimale Lösung für eine nachhaltige und qualitativ hochwertige Renovierung bzw. Instandhaltung von Altbaufenstern und Türen. Um einen langanhaltenden Schutz gewährleisten zu können, wird das Patent laufend weiterentwickelt und an die neuesten Anforderungen an Material und Technik angepasst. Neben der Renovierung und Sanierung hat sich die Firma ZollerPrantl auch im Neubau etabliert. Der Wunsch nach mehr Frei-Raum hat die Maßstäbe an Architektur und Technik in den letzten Jahren verändert und den Werkstoff Glas in den Mittelpunkt gestellt. Die daraus sich ergebenen Wünsche und Ideen benötigen innovative und individuelle Beratung und Ideen, eine fachgerechte Montage und die richtige Auswahl der Produkte und genau das zeichnet das Team von Zoller-Prantl aus.

www.zp-system.at


Foto: Glatzl Holzbauprojekte KG

Foto: eli/zweiraum.eu

Wohnhaus Glatzl, Tirol

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• Passivhaus Neubau, 2012, Holzbau • Bauherren: Verena und Hermann Glatzl • Architekt: teamk2 [architects] ZT GMBH • Energiekennzahl: 13 kWh/m2a

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Das Gebäude umfasst eine Wohnnutzfläche von 140m² und eine Büroeinheit mit ca. 30m². Es war das erste zertifizierte Passivhaus in Holzbauweise in Tirol. Das klimaaktiv Gold Gebäude ist als unterkellertes Massiv­ holzhaus mit angebautem Carport samt Abstellräumen ausgeführt.

DI Hermann Glatzl, Geschäftsführer Glatzl Holzbauprojekte KG

„Sogenannte Niedrigstenergie-Gebäude gibt es mittlerweile einige. Durch eine Zertifizierung wird die Qualität eines Gebäudes aber erst garantiert und auch genau geprüft. Mit diesem Schritt ist die hochwertige Ausführung auch zu 100% erreicht und unbestreitbar. Die Zertifizierung bei Einfamilienhäusern ist eher selten, kommt aber durchaus vor, da manchen Bauherren eine geprüfte Qualität mit schriftlichem Beleg wichtig ist. Die Beratung durch Fachleute ist bei allen Auszeichnungen und Zertifizierungen ratsam und erspart viel Arbeit.“

Foto: Holzbau Aktiv GmbH

Foto: Holzbau Aktiv

Firmengebäude Holzbau Aktiv, Ranggen, Tirol

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• Passivhaus Neubau, 2012, Holzbau • Bauherr: Andreas Plunser, Holzbau Aktiv GmbH • Architekt: DI Stefan Schrott • Energiekennzahl: 15 kWh/m2a

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Das als Passivhaus konzipierte und ausgeführte Büroge­ bäude der Firma Holzbau Aktiv versteht sich aus gestalte­ rischer Sicht als „kleine Schwester“ der großen Fertigungs­ halle daneben. Es sitzt thermisch komplett entkoppelt auf einem Sockel, den Lager- und Magazinräumen der Anla­ ge. Nicht zuletzt ist der überdurchschnittliche Einsatz von ökologischen Baumaterialien, wie Massivholz, Holzwolle, Cellulose oder Lehm zu erwähnen. Die Lärchenbretter an der Fassade werden den Baukörper mit der Zeit in ein sil­ bergraues Kleid hüllen, und somit auch optisch wieder in jene natürliche Umgebung des Waldes einbetten, aus der das Passivhaus für Holzbau Aktiv entstanden ist.

Andreas Plunser, Geschäftsführer Holzbau Aktiv GmbH

„Wenn man als Unternehmer glaubwürdig sein will, muss man zu seinen Ideen stehen und auch selbst nach seinen Prinzipien leben. Der ökologische Gedanken ist nur dann wirksam, wenn man authentisch bleibt und Taten folgen lässt. Die Zertifizierung unseres Firmengebäudes erfolgte nach klar definierten Regeln und Ausführungskriterien und macht es damit auch zu einem Vorzeigeobjekt für unsere Kunden. Glaubwürdigkeit und eine Kommunikation auf Augenhöhe ist uns in allen Belangen sehr wichtig und schafft das nötige Vertrauen zwischen uns und unseren Kunden.“


Inhaber Norbert Hinterlechner

Ihr verlässlicher Partner rund um das Thema Boden „Alles aus einer Hand” heißt die Devise einer der wenigen Firmen in Tirol, die sowohl die Verlegung des Estrichs, als auch die Verlegung des Oberbodens anbietet. Norbert Hinterlechner und seine langjährigen Mitarbeiter begleiten seit der Geschäftsübernahme im Jahre 2006 ihre Kunden vom Start des Unterbaues an, über die Estrichverlegung bis hin zur Fertigstellung des Oberbodens jeglicher Art. Vorrangig werden Parkettböden in Form von Landhausdielen verlegt, wobei vor allem Wert auf qualitativ hochwertige Produkte ausgewählter österreichischer Hersteller gelegt wird. Seit einigen Jahren werden vom hauseigenen Tischler auch Stiegen, passend zu den Holzböden, eigens gefertigt und montiert.

Fotos: Firma Plattner

Für das gesamte Team zählt nur beste Qualität in Beratung und Ausführung in allen Bereichen – egal, ob Neubauprojekt, Niedrigenergie- oder Passivhaus, Umbauten oder Sanierungen. Das Plattner-Team freut sich auf ihre Anfrage und berät sie gerne im neu gestalteten Schauraum.

Firma Plattner, Norbert Hinterlechner A-6142 Mieders, Porzens 21 Tel.: +43 (0)5225 / 63803 Mobil: +43 (0)664 / 4265284 kontakt@nh-plattner.at www.nh-plattner.at

www.nh-plattner.at


ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG Nachhaltig sanieren 111

Wohnen &  Arbeiten

unter einem Dach Das Projekt „LandLuft“ ist nicht nur in haustechnischer Hinsicht ein Vorzeigeprojekt, es besticht auch mit seiner schlichten Schönheit. (CMS) Das liebevoll sanierte Bauernhaus in Wildermieming der Familie Strasser-Krißmer verbindet Mehrgenerationenwohnen und das Büro der EnergyConsultants perfekt unter einem Dach. Es erfüllt damit als Referenzprojekt für ein zukunftsweisendes HaustechnikKonzept mehrere Funktionen und bietet der jungen Familie samt deren Oma ein heimeliges Nest zum Wohlfühlen.

Alt und neu in perfekter Harmonie Andrea Strasser hat Innenarchitektur studiert und sich nun im eigenen Haus ganz nach ihren Vorstellungen verwirklichen können. Der alte Hof wurde behutsam saniert und nach dem modernsten Stand der Technik ausgestattet. Die neuen Räumlichkeiten sollten sich zur herrlichen Umgebung hin öffnen und die Natur durch großzügige Verglasungen mit ins Haus holen. Während man in das vertraute Umfeld der über 90-jährigen Großmutter nur ganz sanft eingegriffen hat, erstrahlen der Bürobereich und vor allem der neue Wohnbereich der Familie in völlig neuem Glanze. Der Dachraum wurde geöffnet und gibt dem Küchen-Ess-Wohnbereich eine atemberau­ bende Großzügigkeit und Helligkeit. „Mir waren die Reduktion auf das We­ sentliche, die Materialechtheit und eine klare Linienführung sehr wichtig“, meint Andrea Strasser. „Unser Alltag und Tagesablauf sollen sich im Haus widerspiegeln und abbilden.“

Ein Mehr-Generationen & Funktionen-Haus, das durch seine Nachhaltigkeit und schlichte Raffinesse überzeugt

Im Zeichen von Nachhaltigkeit und Ökologie Das gesamte verwendete Kiefernholz stammt aus dem Waldbesitz der Familie und wurde zur Gänze wieder aufgeforstet. Ökologische Dämmma­ terialien wie Zellulose oder Hanf, ein natürlicher Kalkputz und geölte Holz­ oberflächen verströmen Behaglichkeit und Wärme. Ergänzt mit dunklen Oberflächen wie beispielsweise Schwarzstahl und weißen Wänden, wirken die Räume höchst modern, klar und dennoch kuschelig gemütlich. Be­ wusst gewählte Deko-Elemente und Möbelstücke wirken auf der schlichten „Bühne“ besonders edel. Kurzum ein Gesamtkunstwerk, das in jeder Phase besticht und überzeugt. Informationen zum Projekt: Energy Consultants, www.en-con.at Fotos: www.julianraggl.com


112 Pferdehof ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Das Glück der Pferde Der neue Fohlenhof in Ebbs ist ein wahrer Blickfang aus Holz und sorgt für eine artgerechte Tierhaltung (CMS) Holzbau HÖCK aus Kundl war als eingesessener Holzbaubetrieb mit einem erfahrenen Team für die Errichtung dieses bemerkenswerten Projektes verantwortlich. Als Mitglied der BODNER-Gruppe konnte die Firma Höck bei ergänzend notwendigen Maßnahmen, wie beispielsweise sämtlichen Betonierarbeiten, auf einen verlässlichen Partner setzen. Im Jurybericht des Tiroler Holzbaupreises heißt es: „Die Holzkonstruktion spiegelt bekannte Lösungsansätze aus dem Gewerbebau für die landwirtschaftlichen Zwecke des Fohlenhofes wider. Die Einfügung in das bestehende Gelände mit seinen Niveauunterschieden ist gelungen. Das Windschutzgewebe verleiht dem Bau von innen und außen eine wohltuende Leichtigkeit.“

Form und Funktionalität sind bei diesem Projekt perfekt im Einklang

Projektbeschreibung Ein parallel zu den bestehenden Stallungen errich­ teter, länglicher Baukörper bildet das städtebauliche Rückgrat für den als Konglomerat von Gebäuden wirkenden Fohlenhof und grenzt das benachbarte Schloss Wagrain ab. Der fast als Solitär in Erschei­ nung tretende zweigeschossige Bauteil mit zentral situiertem Museum und Verwaltung definiert die Außenräume der Plätze und zur Koppel neu, der Vorplatz hat aufgrund der gegebenen Zufahrten in etwa das Niveau des bestehenden Spielplatzes. Die nordwestlich situierten Stallungen werden im 1.Ge­ schoss über eine nordseitige, überdachte Rampe er­ schlossen, das Zurücksetzen des Obergeschosses ge­ währleistet weiterhin eine gute Belichtungssituation des bestehenden Stallgebäudes und schränkt die Ausblicke des benachbarten Grundstückes nur mi­ nimal ein. Die neue Reithalle wird zur optimalen An­ bindung des Vorplatzes um einen Meter abgesenkt und löst die unbefriedigende Böschungssituation des Haupteinganges mittels einer zugeschalteten, überdachten und behindertengerechten Rampe, mit der auch die offene bzw. mit Windnetzen aus­ gestattete Lamellenfassade abschließt. Für Großver­ anstaltungen kann beim Eingang ein Ticketschalter vorgesehen werden, die Wand neben der Rampe bietet eine Präsentationfläche für den Fohlenhof. Der Besucherstrom wird über die Rampe zum Vor­ platz geführt, der vom ebenerdig zum Platz ange­ ordneten Verwaltungsgebäude aus gut einsehbar ist. >>


ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG Pferdehof 113

Fotos: defrancesco

Der komplexe Holzbau erforderte hohe fach­ liche Kompetenz seitens des gesamten Teams


114 Pferdehof ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Foto: defrancesco

Der Platz funktioniert als Verteiler für Museum, Verwaltung, Kartenverkauf, Nummernausgabe und Zugänge zu den Reithallen sowie als Aufenthaltsort mit bestehendem Kinderspielplatz, sämtliche War­ te-und Erschließungsbereiche sind überdacht. Die Haflingerpferde als eigentliche Attraktion des An­ wesens sind durch die zum Platz orientierte Koppel im Westen stetig präsent.

Funktionen des Gebäudes Die Stallungen sind zweigeschossig angelegt, wobei die Stallgasse bis zu einer Höhe von ca. drei Meter befahrbar bleibt. Tiefe Vordächer schützen Pferd und Reiter vor dem Ausritt und beim Gang zur allgemein einsehbaren, zentral situierten Sattelkammer mit Putzplatz vor Regen, das Vordach des bestehenden Stalles wird nach Westen und Norden verlängert und garantiert eine gute Belichtung und Belüftung. Das Museum ist als Attraktion zentral situiert und ist direkt oder über die Treppe vom Vorplatz zugäng­ lich. Angedacht wird neben der Dauerausstellung eine multifunktionale Nutzung mit der Möglichkeit, das Dach auch als Aussichtsterrasse zu verwenden. Die neue Reithalle ist durch die Rampenführung mit einem überdachten Eingangsbereich für Zuseher versehen, über der Rampe ist ein zusätzliches Lager angelegt und optional ein Tribünenausbau sowie Kojen für Preisrichter möglich. Die Fassade wird mit Holzlamellen und dazwischen eingespannten, trans­ parenten Windnetzen ausgeführt. Der Blick auf das Kaisergebirge und die Wallfahrtskirche St.Nikolaus bleibt durch das zweiachsig geneigte Pultdach erhal­

ten. Die Mitarbeiterwohnungen werden im Bestands­ gebäude ausgebaut, dieses bleibt zur Erinnerung an die Gründung des Hofes vollständig erhalten.

Die Herausforderungen für den Holzbau Zimmermeister Andreas Hollrieder von Holzbau Höck berichtet: „Bei den einhüftigen Doppeltrag­ bindern aus Brettschichtholz (2 x 18/200 cm mit einer Länge von ca. 29,5 m) war die Ausführung des Anschlusses der Pendelstütze an die Tragbinder eine besondere Herausforderung. Hier musste aus statischen Gründen abgeschnitten und mit Schlitz­ blechen wieder verbunden werden. Vor der Mon­ tage der Tragbinder mit einem Gewicht von ca. 8 Tonnen auf die Stützen, musste die komplette Stüt­ zenreihe vormontiert werden. Eine exakte Ausfüh­ rung der Betonfundamente war hier eine besonders wichtige Voraussetzung. Diese wurden durch die Firma Bodner trotz des großen Zeitdrucks perfekt ausgeführt. Durch die im Vorfeld der Planung er­ stellte Statik durch das Büro fs1 konnten die Aus­ führungs- und Detailpläne des Architekten sehr gut für die Ausführungsphase adaptiert werden. Für die Reithalle wurden die zehn Zwillingsträger mit einer Spannweite von ca. 22 m und ca. 6 m Auskra­ gung im Werk vormontiert und in einem Stück auf die Stützenreihe montiert. Auf die eingehängten Nebenträger wurde eine 6 cm starke Dachschei­ be aus Brettsperrholz montiert. Durch den hohen Vorfertigungsgrad konnte die komplette Tragkon­ struktion innerhalb von nur zehn Arbeitstagen fer­ tig gestellt werden.“


Georg Siedler, Betriebsleiter, gewerberechtlicher Geschäftsführer

Tradition und Moderne Die Holzbau Höck Ges.m.b.H. mit Sitz in Kundl besteht seit drei Generationen und wurde stets mit Weitblick modernisiert und vergrößert. Wir haben uns von der Zimmerei zu einem Gesamtanbieter für die Umsetzung baulicher Projekte im privaten und kommerziellen Bereich entwickelt.

Fotos: Holzbau Höck

Holzbau Höck Ges.m.b.H. A-6250 Kundl, Möslbichl 80 Tel.: +43 5 06999 4700 info@hoeck.at, www.hoeck.at Ein Unternehmen der BODNER Gruppe

Kein Baustoff ist so lebendig wie Holz. Seine Nachhaltigkeit, seine Widerstandskraft und seine Natürlichkeit machen Holz seit jeher zum Maß für sinnvolles Bauen und Gestalten. Längst ist Holz zum Inbegriff von ‚Wohlfühlen‘ beim Wohnen geworden. Für uns wesentlich ist das Zusammenspiel von traditionellen Techniken des Holzbaus und den modernen, kreativen Möglichkeiten des Baustoffes Holz. Wir wollen die Besten unseres Faches sein, mit Freude an die Arbeit gehen und unser Engagement jeden Tag aufs Neue beweisen. Termintreue, Preisgarantie, Verlässlichkeit und Service sind wichtige Faktoren, die für uns selbstverständlich sind und für unsere Kunden das Bauen in einem sehr komplexen Umfeld kalkulierbar und angenehm machen. Wir wollen die Begeisterung am Baustoff Holz an unsere Kunden weitergeben.

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TAUCHEN SIE EIN IN FRISCHE LUFT. LG 350 / LG 450. Hocheffiziente und unerhört leise Kompaktlüftungsgeräte für Einfamilienhäuser, Büros und Ordinationen. Innovative Ventilatortechnologie: Radialventilatoren der nächsten Generation machen die brandneuen PICHLER-Kompaktlüftungsgeräte besonders energieeffizient und extrem leise. Erhältlich in zwei Leistungsbereichen, mit vielen smarten Optionen.

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Jahre Lüftung mit System.

ErP 2018

in Zulassung

Lüftung mit System.

Energieeffizienz liegt in ihrer Natur (PR) PICHLER präsentiert: die neuen Kompaktlüftungsgeräte LG 350 und LG 450 mit innovativer Ventilatortechnologie. Der österreichische Qualitätshersteller setzt mit ihnen ein deutliches Zeichen für mehr Nachhaltigkeit auf dem Bau.

Komfortlüftung vom Einfamilienhaus bis zur Arztpraxis Mit dem LG 350 und dem LG 450 erweitert der österreichi­ sche Qualitätshersteller PICHLER seine passivhausgeprüfte Geräteserie um zwei Größen. Mit seinen neuen Kompakt­ lüftungsgeräten trifft PICHLER exakt den Zeitgeist. Sie zäh­ len zu den energieeffizientesten und leisesten Geräten auf dem Markt. Möglich wird das unter anderem durch eine ganz neue Ventilatorgeneration. Das LG 350 wurde speziell für die Komfortlüftung in Einfamilienhäusern konzipiert und deckt Volumenströme von 50 bis 350 m³/h ab. Stärke­ re Ventilatoren erweitern den Einsatzbereich auf bis zu 450 m³/h und machen das LG 450 zu einem Allrounder, der sich darüber hinaus ideal für die kontrollierte Lüftung in kleinen Büro- und Geschäftslokalen oder Arztpraxen eignet.

Innovative Ventilatortechnologie und smarte Optionen Die Gehäusegröße beider Geräte ist identisch. Und in ihrem Innenleben geht es rund: Hier sind brandneue, leistungsstarke, leise und hocheffi­ ziente Radialventilatoren in EC-Technologie im Einsatz. Zusätzlich heben ausgetüftelte Wärme­ rückgewinnungssysteme mit Luft/Luft-Gegen­ stromwärmetauscher aus recyclebarem Kunststoff die Energieeffizienz auf ein noch höheres Level. Beide Kompaktlüftungsgeräte sind optional mit integriertem stufenlos geregelten Elektrovorheiz­ register, Enthalpietauscher, CO2-Sensor oder Feuchtesensor zur Bedarfsregelung des Volumen­ stroms erhältlich. Und auch die Bedienung ist denkbar komfortabel. Entweder per Knopfdruck, per Touchscreen oder über die smarte PICHLERApp. Die Schnittstelle für die Internetanbindung ist dabei bereits serienmässig integriert. Die in­ telligente Regelung bietet standardmässig Mög­ lichkeiten zusätzlich externe Komponenten anzu­ schliessen, wie z.B. Kombiregister für Heizen oder Kühlen sowie einen (Sole-)Erdwärmetauscher. www.pichlerluft.at


Entwurf Wohnanlage Grins

Arch. DI Michael Goidinger, Geschäftsführer

Bauen mit Weitblick Neben den Parametern Funktionalität und Gestaltung, gewinnt sowohl die ökologische Qualität als auch die gesamtheitliche Kostenbetrachtung für eine erfolgreiche Planung zunehmend an Bedeutung.

Wohnanlage Imst Fotos: legos

legos Architektur ZT GmbH A-6511 Zams, Hinterfeldweg 8 Tel.: +43 (0)5442 / 68 645-0 Fax: +43 (0)5442 / 68 645-20 office@legos.at, www.legos.at

Unsere Überzeugung ist es, dass Gebäude nicht nur als zeitlich begrenzte Objekte zu sehen sind, daher bemühen wir uns mit Weitblick und Feingefühl auch an nachfolgende Generationen zu denken. Schließlich werden unsere Kinder sich in Zukunft mit der Umgestaltung oder Entsorgung unserer Bauwerke auseinandersetzen müssen. Neben guten energietechnischen Werten bedeutet dies vor allem die gewissenhafte Auswahl der Materialien, welche zu einem späteren Zeitpunkt wiederverwendet oder zumindest umweltschonend entsorgt werden können. Solche Möglichkeiten bietet beispielsweise der Holzbau schon seit einigen Jahren, und daher können die daraus gewonnen Erfahrungen vielfach bereits als „Stand der Technik“ angesehen werden. Wir beschäftigen uns darüber hinaus auch intensiv damit, die etwas höheren Kosten dieser Bauweise durch diverse Einsparungen, sei es in der Haustechnik oder durch eine perfekt durchdachte Planung, zu kompensieren und diese Bauweisen vom „Luxus-Bio-Hype“ zum leistbaren Standard zu entwickeln.

www.legos.at


118 Großprojekte ARCHITEKTUR & PROJEKTIERUNG

Bauen in großen

Dimensionen Mit der Vision von einer zeitgemäßen, individuellen und vor allem ressourcenschonenden Architektur geht das Team von DIN A4 Architektur an Projekte jeder Größenordnung heran. (CMS) Eine Auswahl an Großprojekten, die während der letzten Jahre entstanden sind bzw. sich im Moment in Bau befinden, zeigt anschaulich, welche Blickfänge mit gut durchdachten Inhalten entstehen können, wenn von der Planung bis zur Ausführung alles perfekt abgestimmt wird.

Visualisierung: © renderwerk

Visualisierung: © renderwerk

Visualisierungen des Produktions- und Verwaltungsgebäudes der Firma Swarovski Optik in Absam.

Swarovski Optik, Produktion Ost Auf dem Firmengelände der Firma Swarovski Optik in Absam entsteht ein neues Produktionsgebäude, das den bestehenden Produktionsteil funktional und räumlich erweitert. Um das Projekt realisieren zu können, müssen Teile vom Bestandsgebäude ab­ gebrochen werden. Die interne Straßenführung des Werkgeländes wird Richtung Osten verschoben. Der Neubau umfasst insgesamt sechs Geschosse und gliedert sich direkt an das bestehende Produkti­ onsgebäude an. Das neue Gebäude soll die logische Erweiterung des Firmengeländes der Firma Swarov­ ski Optik werden und das Werksgelände funktional und gestalterisch in die gegebene Situation einglie­ dern. Auch eine mögliche Erweiterung ist in Form einer Aufstockung möglich.

Swarovski Optik, Verwaltung Süd Ebenfalls auf diesem Gelände entsteht auch ein neues Verwaltungsgebäude, das den bestehenden Verwaltungstrakt funktional und räumlich erwei­ tert. Zudem wird der Versand vergrößert und neu organisiert. Ein kleiner Technikaufbau auf dem be­ nachbarten Bestandsgebäude soll den neuen Zubau versorgen. Das neue Verwaltungsgebäude bildet eine Spange zwischen zwei bestehenden Gebäude­ teilen. Dadurch wird ein von außen direkt zugäng­ licher Innenhof gebildet und der bestehende Ge­ bäudekomplex verbindet sich durch den Zubau.


IST Austria Laborgebäude für Life Science und Seminarzentrum in Klosterneuburg

Visualisierung: DIN A4 Architektur

IST Austria Laborgebäude, Klosterneuburg DIN A4 Architektur hat gemeinsam als ARGE mit ILF Consulting Engineers den 1. Preis beim Wett­ bewerb für die Generalplanung des IST Austria La­ borgebäudes für Life Science und Seminarzentrum erhalten. Auszug Juryprotokoll: „Unter Ausnutzung der Ge­ ländeanschlusskante entwickelt sich ein anspre­ chender viergeschossiger Baukörper in L-Form. Durch die eingeschossige Rahmung des Eingangs­ bereiches und einem eingeschossigen Seminarzen­ trum wird die Kubatur optisch relativiert, wodurch eine angenehme sensible und sympathische städte­ bauliche Einbindung in das Areal des Campus ent­ steht. Die geschickte Ausnutzung der Baukörper am Bauplatz lässt zukünftigen Erweiterungsbauten viel Platz.“ Auch die nutzergerechte Funktionalität des Gebäu­ des konnte die Jury überzeugen.

Wie auch schon beim F&E Gebäude der Fa. MED-EL wurde auch das neue Manufacturing Gebäude von den Architekten von DIN-A4 Ar­ chitektur, BIM (Building Information Modeling) – unterstützt, geplant und umgesetzt. Das virtu­ elle Gebäudemodell wird dabei sozusagen zusätz­ lich mit Informationen injiziert und funktioniert schlussendlich als umfassende Datenbank, auf die alle Projektbeteiligten zugreifen können.

MED-EL Innsbruck MED-EL Elektromedizinische Geräte GmbH, füh­ render Produzent von Hörimplantaten, wächst kon­ tinuierlich und baut den Standort Innsbruck weiter aus. Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit bei der Realisierung des F&E Gebäudes (Fertigstellung 2013) beauftragte das international tätige Unterneh­ men DIN A4 Architektur mit der Planung und Um­ setzung eines neuen Produktionsgebäudes. Die Verwaltungs- und Produktionszentrale von MED-EL liegt im Bereich südlich des Fürstenwegs, westlich der Bachlechnerstraße. Auf dem inzwischen abgesiedelten Areal des städtischen Bauhofes wurde ein neues Produktionsgebäude mit hochwertigen Arbeitsplätzen errichtet. Auf fünf Geschoßen und einer Nutzfläche von rund 13.000 m² werden künftig Rein-, Fertigungs- und Büroräume sowie Lager- und Allgemeinflächen untergebracht. Das Gebäude dient vor allem der Fertigung der High-Tech-Produkte.

Foto: © MED-EL

Foto: © MED-EL

Im Westen von Innsbruck liegt der Hauptsitz des international agierenden Unternehmens MED-EL, dem weltweit führenden Hersteller von Hörimplantatsystemen.


Dorfzentrum Münster © renderwerk

Dipl.-Ing. Conrad Messner und Dipl.-Ing. Markus Prackwieser © Norbert Freudenthaler

Haus der Generationen, Volders © DIN A4 Architektur

ANSPRUCHSVOLLE ARCHITEKTUR RESSOURCENSCHONEND UMGESETZT DIN A4 Architektur steht für höchste Qualität, neue Ideen und Verlässlichkeit, darüber hinaus für herausragende Expertise im Bereich energieeffizientes Bauen. Das Interesse gilt den ökologischen Parametern eines Projektes sowie den damit verbundenen technischen und ästhetischen Anforderungen. Als Generalplaner garantiert DIN A4 Architektur die Einhaltung von Philosophie und Standard eines Bauwerkes in allen Phasen des Planungs- und Bauverlaufes und übernimmt die charakteristische Umsetzung gemeinsam mit kompetenten Fachplanern. Ein typisches DIN A4 Architektur-Projekt lässt qualitätsvolle Präzision, erstklassige Planung, ortsbezogene Stimmigkeit sowie Originalität einfließen und Bewohner, beziehungsweise Nutzer, sich wohlfühlen.

Ortszentrum Brixlegg © renderwerk

Generalplanung inkl. Reinraum | Laborplanung Einrichtung | Innenraumgestaltung Museumstraße 23 6020 Innsbruck Austria

TEL +43 512 56 05 63 FAX +43 512 56 05 63 10 MAIL architekten@din-a4.at WEB www.din-a4.at

www.din-a4.at


GMBH

Zimmerei - Holzbau Lehrlings-CARD

Bei Unterzeichnung des Lehrvertrages erhält der Lehrling die Lehrlingscard von Holzbau Erler.

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ARD

Lehrlings-C

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Mit dieser Lehrlingscard sind folgende Leistungen für die oder den Auszubildenden verbunden:

• Bei erfolgreicher Lehrabschlussprüfung bekommt der Lehrling den Führerschein der Klasse B bezahlt. • Überzahlung des Stundenlohns um 1,50 Euro pro Stunde • Zusatzleistungen nach Beendigung der Berufsschule: „Guten Erfolg“: einen Urlaubstag zusätzlich „Ausgezeichneten Erfolg“: drei Urlaubstage zusätzlich •

Es besteht für alle Lehrlinge die Möglichkeit, sich bei Veranstaltungen in den Netzwerken der htt15 und dem Netzwerk Passivhaus weiterzubilden. In diesen Vereinen ist Holzbau Erler als aktives Mitglied tätig.

• Volle Unterstützung seitens der Firma Holzbau Erler bei der Berufswelt-Meisterschaft.

JETZT ch u aus-B h z l o H nlos e t s o k dern: anfor -erler.at u

holzba

info@

• Die Arbeitszeit wird an den Öffentlichen Verkehr im Zillertal angepasst. Dienstbeginn und Dienstende richten sich nach den Fahrmöglichkeiten in der Früh bzw. abends. • Der Lehrling erhält jährlich das LehrPlus-Ticket. • Es besteht auch die Möglichkeit, morgens und abends in der Region Zillertal mit dem Firmenfahrzeug abgeholt bzw. nach Hause gebracht zu werden.

Zimmerei – Holzbau Erler GmbH A-6293 Tux, Vorderlanersbach 7a Tel. 0664 / 42 47 556 info@holzbau-erler.at

www.holzbau-erler.at


122 Fenster und Türen GEBÄUDEHÜLLE

Passivhaus in Italien

Auch bei unseren südlichen Nachbarn steigt die Nachfrage nach energieeffizienten Produkten (CMS) Wir befinden uns im wunderschönen toskanischen San Gimignano, wo ein verantwortungsbewusster Bauherr nach dem Projekt des Passivhausberaters die Planung und Lieferung der Fenster und Eingangsgtüren der Firma Tiziano Chiodi Hausplus anvertraut hat. In der gesamten Umsetzung mussten die Vorgaben der Gemeinde bzgl. des Landschaftsbaus mit den PassivhausKriterien abgestimmt werden. Hier war die enge Zusammenarbeit des Teams gefragt. Das Resultat ist ein Haus im toskanisch-modernen Stil, dessen einzige Heizquelle ein kleiner Holzfeuerofen ist.

Fotos: Tiziano Chiodi

Tiroler Know-how und Produkte überzeugen vermehrt auch im benachbarten Ausland und tragen damit zum Klimaschutz über die Grenzen hinweg bei.

Fenster- und Türen nach Passivhausstan­ dard und mit Dreifachverglasung stammen aus der Serie RESISTA (Sieger „Component Awards 2015“) des Herstellers OPTIWIN Freisinger aus Tirol. Mit einer Wohnflä­ che von 108 m² und herrlichem Blick auf die Altstadt von San Gimignano wurde das Wohnhaus in gedämmter Massivbauwei­ se mit vorgesetzter Steinverkleidung vor Kurzem errichtet. Mit einer Energiekenn­ zahl von 13 KWh/m²a wird es demnächst auch als Passivhaus zertifiziert.


Tiziano Chiodi, Geschäftsführer

Ein Plus für jedes Bauvorhaben Tiziano Chiodi ist mit seiner Firma Hausplus nicht nur Vertreiber von Fenstern. Vielmehr versteht er sich als Berater und Begleiter von Planern und Käufern in den Phasen der Entwicklung und Umsetzung von energieeffizienten Projekten und in diesem Sinne als Verbindungspunkt zwischen Herstellern und Endverbrauchern.

Fotos: Hausplus

HAUSPLUS Austria, Tiziano Chiodi A-6068 Mils, Lindrain 23 Tel.: +43 (0)699 / 19149826 info@hausplus.at tizianochiodi@hausplus.at www.hausplus.it

Meine Begeisterung für die Möglichkeiten des sparsamen und nachhaltigen Umgangs mit Baumaterialien und natürlichen Ressourcen ist groß. Die enge Zusammenarbeit mit hochspezialisierten Firmen wie beispielsweise der internationalen Gruppe OPTIWIN, deren Vertreter ich in Italien bin, Holitsch Tarredo und Beck&Heun ermöglicht es meiner Firma, die in vielen Jahren Forschung und Planung von Passivhäusern gesammelten Erfahrungen zu teilen und an meine Kunden weiterzugeben. Durch den ständigen Austausch mit Fachleuten aus Bioarchitektur, Baubranche, Fensterproduktion und Tischlerei erfreue ich mich einer konstanten Dynamik der Erweiterung meines Fachwissens und meiner Kompetenzen. Ein erweitertes Produktangebot sowie neue Netzwerkpartnerschaften befinden sich im Aufbau.

www.hausplus.it


Stefan Holtgreife, Solarlux Geschäftsführer

Solarlux: Glas in Bewegung Als Experte für bewegliche Glasfassaden schafft Solarlux fließende Übergänge zwischen Innen und Außen und erweitert Räume durch großflächige Öffnungen. Seit über 35 Jahren überzeugt das Familienunternehmen mit Qualität auf höchstem Niveau. Das Portfolio reicht von GlasFaltwänden, Schiebefenstern und Balkonverglasungen bis hin zu Wintergärten, Glashäusern und Terrassendächern. Sämtliche Produkte sind Eigenentwicklungen, die auf Maß produziert werden und dem Anspruch „Made in Germany“ entsprechen. In der Unternehmenszentrale im niedersächsischen Melle sowie in 45 Vertriebsstandorten weltweit, wirken rund 850 Mitarbeiter am Erfolg mit. Als partnerschaftlicher Begleiter bei der Planung und Umsetzung von Bauvorhaben ist Solarlux auf die umfassende Unterstützung von Architekten, Bauherren und Handwerksbetrieben spezialisiert.

Fotos: Solarlux

Solarlux Austria GmbH A-6020 Innsbruck, Grabenweg 64 Tel.: +43 (0)512 / 20 90 23 info@solarlux.at, www.solarlux.at

www.solarlux.at


Josko 125

WIR LEBEN HOLZ. IN JEDER FASER. Über den Weg des Werkstoffs Holz bei Josko und die Liebe zur Kraft der Natur (PR) Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit steigt in allen Lebensbereichen. Für viele Bauherren sind daher heutzutage nachhaltige und ökologische Materialien für ihr Bau- oder Renovierungsprojekt besonders wichtig. Eine Tatsache, die nicht nur der Umwelt guttut, sondern auch dem Werkstoff Holz zu neuer Beliebtheit verhilft. Bei Josko gehört Holz seit Beginn der Unternehmensgeschichte vor fast 60 Jahren zur DNA und die Liebe zum natürlichsten Werkstoff von allen ging über all die Zeit nicht verloren. Wer einmal bei Josko war und den Weg des Holzes in einer Werksführung erlebt hat, der weiß: Bei Josko lebt man die Faszination für Holz in jeder Faser.

Vom Baumstamm zu Josko Fenstern und Türen Der Weg, den das Holz bei Josko nimmt, bis es in Form von edlen Fenstern oder Türen an die Kunden ausgeliefert wird, zeigt sich an ins­ gesamt 17 eindrucksvollen Stationen im Werk am Hauptsitz Kopfing. Vom Holzlager über den Fensterprüfstand und die Aluminiumpro­ duktion bis zur Auslieferung der fertigen Produkte. Besonders beein­ druckend ist für viele Besucher Station Nr. 14: die Furnierhalle. Die Furnierqualität (mit Eiche, Ahorn, Birke, Nuss und Fichte als Haupt­ blättern) bestimmt die Wertigkeit der Türblätter. Nur wenigen aber ist bekannt, dass nach Möglichkeit für jede Tür Furnier aus einem ein­ zigen Stamm gefertigt wird, um so die reinste Harmonie zu erzeugen.

Wer beim Holz spart, der spart am falschen Platz Denn die Josko Experten wissen aus jahrelanger Erfahrung: Ohne beste Rohstoffe kann kein perfektes Endprodukt entstehen. Wer beim Holz spart, der spart am falschen Platz. „Wenn wir Gästen in Kopfing erzäh­ len, dass unsere Eichen-, Fichten- und Lärchenhölzer aus nachhaltiger Forstwirtschaft und aus kontrollierten, zertifizierten heimischen Wäl­

dern stammen, und wenn wir ihnen zudem sagen, dass für jeden ge­ fällten Baum in Oregon in Kanada drei neue Bäume gepflanzt werden, dann staunen unsere Besucher“, sagt CEO Johann Scheuringer. Und sie staunen über den enormen Wert des Holzes, das in Kopfing lagert. Allein der durchschnittliche Mate­ rialwert am sogenannten Nasslager (rund 4.500 Kubikmeter) beträgt 1,7 Millionen Euro.

Fotos: Josko

Josko Wohn(T)Räume – Schön wie die Natur selbst Mit viel Liebe zum Detail und zu natürlichen Werkstoffen entstehen in Kopfing Produkte, die mehr sind, als nur Fenster und Türen. Die Far­ ben und Oberflächen von Josko Fen­ stern, Haus- und Innentüren, Ganz­ glas-Systemen und Naturholzböden passen harmonisch zueinander und lassen sich außerdem auf das Inte­ rieur abstimmen. Smart Mix heißt diese einzigartige Produktphiloso­ phie, die die Herzen von Wohnindi­ vidualisten höherschlagen lässt und die sicherstellt, dass Bauherren kei­ ne schlechten Kompromisse einge­ hen müssen, sondern immer genau die Harmonie im eigenen Zuhause bekommen, die sie sich wünschen.


126 Solarlux Schiebefenster

Freiraum ohne Grenzen Schiebefenster cero von Solarlux (PR) Raumhohe Verglasungen, dezente Profile, neue Perspektiven: Kaum einem anderen Schiebefenster gelingt es so wie cero, großflächiges Glas mit den Ansprüchen moderner Architektur zu kombinieren.

Das nahezu rahmenlose Schiebefenster cero von So­ larlux beweist ein einmalig offenes Raumgefühl und technische Raffinesse. Einzelne Scheibenelemente

können bei schmalsten Profilansichten von 34 Mil­ limeter bis zu 15 m² groß sein. Der Glasanteil bzw. Tageslichtanteil liegt bei 98 Prozent und ermöglicht großflächige Transparenz – wie geschaffen, um grö­ ßere und kleinere Panoramablicke in den Wohn­ raum miteinzubeziehen. Die großzügigen Scheibenelemente und die kombi­ nierbaren Systemkomponenten in Form von Schie­ be-, Fest- und Eckelementen bieten Architekten ei­ nen beeindruckenden Gestaltungsspielraum. Foto: Solarlux GmbH

Die raumhohen cero-Verglasungen wirken großzügig und setzen die prägnante Architektur des Hauses in Szene.


Solarlux Schiebefenster 127

Als gestalterisches Element wird mit dem Schiebefenster cero eine einzigartige Innen-Außenbeziehung geschaffen.

Technische Raffinesse Neben der maximalen Transparenz bietet das Schiebefenster auch den maximalen Komfort eines Premiumproduktes für Hausbau und Modernisierung. Bei einem zeitgemäßen Bauvorhaben sind vor allem drei Punkte in Bezug auf Fenster wich­ tig: Die energetische Dichtigkeit, die cero durch eine dreifache ESG-Verglasung auf Passivhausstandard erfüllt, die Barriere­ freiheit der Übergänge, bei dem das Schie­ befenster mit eingelassener Bodenschiene alle europäischen Standards übertrifft so­ wie der Einbruchschutz.

Eine barrierefreie Bodenschiene verbindet Innenund Außenraum miteinander – ganz ohne Stolperfalle.

Maximale Sicherheit Trotz hoher Transparenz bietet cero eine hohe Einbruchhemmung, was die RC3Zertifizierung unterstreicht. Mit einer elektrischen Verriegelung kann das Schie­ befenster auch von außen mittels Finger­ abdrucksensor betätigt und sicher ver­ schlossen werden.

Einfache Handhabung Motoren vereinfachen die Bedienung des Schiebefensters bei großen Glaselemen­ ten. Die komfortable Bedienung wird mit einem Laserscanner ergänzt, der dafür sorgt, dass der Öffnungs- oder Schließvor­ gang sofort stoppt, wenn sich eine Person oder ein Gegenstand im Fahrweg befindet. Dank intelligenter Technik ist die Motori­ sierung aber kein Muss. Denn sogar Glas­ elemente mit einem Gewicht von bis zu 1.000 kg lassen sich per Hand bewegen.

Mehr zum Schiebefenster cero: www.solarlux.at

Fotos: Solarlux GmbH


Ing. Dr. Thomas Eberl Vertriebsleiter

GENEO®-PHZ-ALUFENSTER

GENEO®-FENSTER

ALU-HOLZFENSTER

HOLZFENSTER

Vier Kompetenzen beim Fensterbau

Fenster von Spechtenhauser – Top-Qualität in jeder Hinsicht Vom optimalen Schallschutz über hohen Einbruchschutz bis hin zur 1a-Energieeffizienz Wer bei Fenstern die ideale Lösung sucht, vertraut auf das Tiroler Traditionsunternehmen Spechtenhauser. Mit bewährter Qualität, Präzisionsarbeit und einem RundumService erfüllt der Spezialist für Fensterbau höchste Anforderungen wie auch individuelle Wünsche des Kunden. Spechtenhauser bietet als heimisches Fensterbauunternehmen sämtliche Fenstervarianten aus eigener Produktion – ob aus Holz, AluHolz, Kunststoff oder Kunststoff-Alu – und steht für über 85 Jahre Tiroler Handwerkskompetenz und modernste Technik dank steter Neu- und Weiterentwicklung.

Fotos: spechtenhauser / 2quadrat

Spechtenhauser Holz- und Glasbau GmbH A-6020 Innsbruck, Scheuchenstuelgasse 4 Tel.: +43 (0)512 / 2202 info@spechtenhauser.com www.spechtenhauser.com

Die Kompetenz von Spechtenhauser beruht auf dem umfassenden Know-how der bestens qualifizierten, langjährigen Mitarbeiter und ist bei Denkmalschutz ebenso wie bei Spezialanfertigungen oder Sanierung gefragt. Ob Renovierung – mit raschem und perfektem Komplettaustausch, samt Sonnenschutz – oder Neubau: Spechtenhauser-Fenster überzeugen auf allen Linien – vom optimalen Schallschutz über hohen Einbruchschutz bis hin zur Energieeffizienz auf Passivhausniveau!

www.spechtenhauser.com


Capatect Hanfdämmung 129 Besonders für Holzbauten eignet sich die neu entwickelte Capatect Hanf-Flex-Gefachdämmung aus Hanf. Weiteres Einsatzgebiet: als schalldämmende Hanf-Putzträgerplatte für den Ziegelbau. Fotos: Capatect

Hanfdämmung Perfekte Vereinigung von Ökologie und Hightech (PR) Effektiv, nachwachsend, natürlich, leistungsstark – die neue Hanfdämmung von Capatect erfüllt mit Bravour alle wesentlichen Anforderungen für einen zukunftsfähigen Dämmstoff. Hanfdämmung ist die perfekte Vereinigung von Ökologie und Hightech. Die vorbildliche Wärmedämmung begeistert mit außergewöhnlichen Produkteigenschaften und ermöglicht intelligentes, verantwortungsvolles Bauen. Nutz- oder Industriehanf ist eine der faszinierends­ ten und vielseitigsten Rohstoff-Pflanzen, die man sich vorstellen kann. Sie wächst sehr rasch (bis zu zehn Zentimeter an sonnigen Tagen), braucht kei­ nen Dünger und keine Pestizide und hinterlässt ei­ nen lockeren und unkrautfreien Boden. Ihre Fasern sind extrem widerstandsfähig und damit perfekt geeignet für die Herstellung eines umweltfreund­ lichen Dämmstoffes. Dämmplatten aus Hanf sind hochgradig diffusi­ onsoffen, was für ein ausgesprochen gutes Raum­ klima sorgt. Mit einer Wärmeleitfähigkeit λ D von nur 0,040 W/mK ist das Material vergleichbar mit herkömmlichen Dämmstoffen. Was das alternative Produkt aber so besonders macht, ist sein ausge­ zeichneter Schallschutz. Der Hanf für diese Dämmung kommt ausschließ­ lich von österreichischen Feldern. Übrigens: Nur 0,8 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzflächen in Österreich würde ausreichen, um den gesamten hei­ mischen Bedarf an Wärmedämmung ausschließlich aus Hanf abzudecken. Ein ausbaufähiger Zukunfts­ markt für die heimische Agrarwirtschaft! Durch die Doppelnutzung von Hanf einerseits als Hanf­ stroh für die Dämmplatten-Erzeugung, andererseits als Lieferant von Hanfnüssen zur Herstellung von Hanföl mit seinen wertvollen Omega-3-Fettsäuren, gehen keine Agrarflächen für Lebensmittel verloren.

Vielfach ausgezeichnet Die ökologischen Hanffaserdämmplatten von Capatect wurden vielfach mit Umweltpreisen aus­ gezeichnet, unter anderem mit dem österreichi­ schen Umweltzeichen, dem EnergieGenie und dem Klimaschutzpreis. Nominiert zum Österreichischen Staatspreis, 2. Platz beim europäischen GreenTec Award, um nur einige zu nennen.

Weitere Einsatzmöglichkeiten der Capatect Hanfdämmplatte Hanf Massiv: die hoch schalldämmende nachhaltig produzierte Putzträgerplatte für den porosierten Ziegelbau. Hanf Flex: die ökologische, hautfreundlich zu verarbeitende Gefach- und Zwischensparren-Dämmung speziell für den Holzbau. Förderung für Hanf: Zusätzlich zu den jeweiligen Landesförderungen gibt es jetzt die neue Bundesförderung zur thermischen Gebäudesanierung. Für die Verwendung einer Hanfdämmung gibt es 1000 Euro zusätzlich! Infos dazu finden Sie unter www.hanfdämmung.at/förderung


KlimathermFirmenchef Ing. Franz Reinhart

Klimatherm setzt auf innovative Technik Eine Komfortlüftung mit Kaskade gehört im Passivhausbau mittlerweile zum Stand der Technik. Innovation kann aber auch entstehen, wenn bewährte Technik neu miteinander kombiniert wird, wie etwa beim Projekt Campagne-Areal in Innsbruck.

Fotos: Klimatherm, IIG, Illustration: Hannah Kordes

Klimatherm GmbH A-6170 Zirl, Kaiserjägerstraße 11 Tel.: +43 / (0)5238 / 54 654 office@klimatherm.at www.klimatherm.at

Die Haustechnik wird vorwiegend mit Strom aus der objekteigenen Photovoltaikanlage gespeist. Leider hat sich gezeigt, dass der PVStrom, der nicht im eigenen Objekt verbraucht werden kann, nur zu einem unwirtschaftlichen kWh-Preis ins Stromnetz eingespeist werden kann. Aus diesem Grund sorgt Klimatherm dafür, dass der PV-Strom im eigenen Objekt verwendet werden kann. Die Wohnraumlüftung läuft zwar mit geringem Strombedarf, jedoch für 24 Stunden an 365 Tagen. Neben den haustechnischen Anlagenkomponenten im bauseitigen Technikraum, werden außerdem auch die Beleuchtung der Zugangsbereiche und Tiefgarage mit gewonnenem PV-Strom versorgt. Für die Wärmeversorgung werden beim Campagne Areal, je nach Baufortschritt, mehrere Wärmepumpen für die Heizwärme und für die Warmwasserversorgung die örtliche Fernwärme eingesetzt. Gebäudeintern werden für die Wärmeabgabe in Form einer Fußbodenheizung ein Niedertemperaturverteilnetz und für die Brauchwassererwärmung mittels Frischwassermodul bzw. Wärmetauscher ein Hochtemperaturverteilnetz vorgesehen. Durch die Trennung der jeweiligen Verteilnetze bleibt es für die Zukunft frei, eine eigene Grundwasserwärmepumpe für das Niedertemperaturverteilnetz auf dem Areal zu errichten.

www.klimatherm.at


GEBÄUDEHÜLLE Bauschäden vor Gericht 131

Wer hat den (Dach-)Schaden? Im Gespräch mit Mag. Alfred Tanczos, Richter am Oberlandesgericht Graz, zum Thema Bauschäden und deren Auswirkungen im Falle einer Auseinandersetzung vor Gericht. (CMS) Bei einem Vortrag im Rahmen eines Netzwerktreffens in Innsbruck, gab Mag. Tanczos vor einigen Monaten spannende Einblicke in die Welt der gerichtlich verhandelten Bauschäden und der möglicherweise folgenden Prozessabläufe im Verfahren bis hin zur Urteilsverkündung. Anhand einiger Fallbeispiele erläuterte der Vortragende, worauf es bei Prozessen bezüglich Bauschäden ankommt, welche Rolle der Richter, private und gerichtlich beeidete Sachverständige und Zeugen dabei spielen, und mit welchen Verhandlungsschritten alle Beteiligten im Verfahren bis zu einem Urteil rechnen müssen. Für das PASSIVHAUSmagazin hat er ein paar Fragen zum Thema beantwortet und die Prozessabläufe in Form einer Grafik anschaulich dargestellt.

Mag. Alfred Tanczos, Richter am Landesgericht Graz und Lehrbeauftragter an der Universität Graz.

Foto: Netzwerk Passivhaus

PASSIVHAUSmagazin: Welche vertraglichen Festlegungen sollten der Bauherr bzw. die ausführende Firmen vor Baubeginn treffen, um im Falle eines späteren Bauschadens bestmöglich gerüstet zu sein? Alfred Tanczos: Werkbesteller und Werkunter­ nehmer sollten Leistungen und Gegenleistungen (auch die nachträglich vereinbarten) in klarer, all­ gemein verständlicher Sprache vollständig (ohne „blackbox“ und „sideletter“) vereinbaren und do­ kumentieren. Für den Streitfall (Schadenersatz, Ge­ währleistung) sollten sie auf die bis ins Detail ausju­ dizierten gesetzlichen Regelungen vertrauen, deren Sinn und Ziel ein gerechter Interessenausgleich ist. >>


132 Bauschäden vor Gericht GEBÄUDEHÜLLE

„Baustellenbesuche sind im Schadensfall sowohl für Gutachter als auch für den Richter ratsam und hilfreich.“ Schaden

Behandlung

Kausalität FEHLER

KLAGE Rechtswidrigkeit

Beratung

Schuld

Urkunden Parteien

Außer Streit Tatfragen

Zeugen

VT Prozessprogramm

Beweis

Auswahl Auftrag

SV

Gutachten

Augenschein SV

Befund

SV

Bestreitung

Sachverhalt

Urteil

Subsumtion

+ Erörterung

Anfechtung

Rechtsfolge

Verfahren

Aufhebung

Tatfrage

Bestätigung

Rechtsfrage

Abänderung

Dann müssen sie nicht bei Ausbruch des Streits viel Zeit, Geld und Energie investieren, um herauszufinden, was sie eigentlich in kleingedruckten Texten ver­ einbart haben. PASSIVHAUSmagazin: Wie sollte sich ein Geschädigter bzw. ein Beschuldigter nach Feststellung eines Bauschadens verhalten und welche Schritte sollten gesetzt werden? Alfred Tanczos: Eine Beweissicherung in Anwesenheit aller Beteiligten durch Befundaufnahme eines neutralen und fachkundigen Sachverständigen, dem beide Streitpartner vertrauen, ist die be­ ste Grundlage für Lösungsvorschläge auf technischer und kaufmännischer Ebene. PASSIVHAUSmagazin: Welche Fehler werden aus Sicht eines Richters im Schadensfall von Seiten der am Bau Beteiligten am öftesten gemacht? Alfred Tanczos: Manche Werkunter­ nehmer wollen Ursachenforschung und Schadensbehebung durch Kosmetik er­ setzen. Bauherren wollen gelegentlich einen Sonderrabatt oder eine Insolvenz­ verzögerung durch Behauptung eines Schadens erreichen. Andere wiederum leben vor Gericht ihren (anfangs gerech­ ten) Zorn aus und übersehen dabei, dass es nichts mehr zu gewinnen gibt. PASSIVHAUSmagazin: Haben gegenseitiges Vertrauen und „Handschlagsqualität“ am Bau ausgedient und muss daher wirklich jeder Schritt dokumentiert werden? Alfred Tanczos: Diese Vertrauensfrage könnte man auch an (angehende) Ehe­ leute richten, denen die Scheidungsra­ te Angst macht. Auch am Bau soll man sich gegenseitig prüfen, ehe man eine längere Beziehung eingeht. Vertrauen (ohne Kontrolle und Dokumentation) ist akzeptierte Abhängigkeit. Ich jeden­ falls lasse mir mein optimistisches Men­ schenbild nicht von den schwarzen Scha­ fen zerstören.


Mag. Ing. Roland Farka, Geschäftsführer

Erfahrung zählt Seit mehr als 40 Jahren bieten wir unseren Kunden bei Fenstern und Sonnenschutz hohe Produktqualität und ein umfangreiches, hervorragendes Dienstleistungsangebot. Am Standort in Kematen in Tirol werden Kunststofffenster hergestellt – für den Neubau oder für den Fenstertausch ohne Schutt und Dreck, auf Wunsch auch mit Sonnenschutz. Die Anforderungen und individuellen Vorstellungen aller Kunden sind entscheiden für unser Team. Der hohe Kompetenzfaktor des heimischen Unternehmens Farkalux geht auf die Erfahrung und das Know-how bestens qualifizierter und langjähriger Mitarbeiter zurück und ist sowohl im Fensterbau, als auch im Bereich Sonnenschutz und Pergolen von großer Bedeutung.

Fotos: Farkalux

FARKALUX Fenster-& Elementbau GmbH A-6175 Kematen, Messerschmittweg 40 Tel.: +43 (0)5232 / 503-0, Fax: DW 28 office@farkalux.at, www.farkalux.at

Als heimischer Fensterproduzent können wir auf eine hohe Weiterempfehlungsrate verweisen. Dies beweist die Zufriedenheit sämtlicher Kunden mit den Produkten und Dienstleistungen von Farkalux. Unser Schauraum kann durchaus auch als „StaunRaum“ bezeichnet werden und bietet allen Kunden die Möglichkeit, sich von unseren Produkten in entspannter Atmosphäre zu überzeugen.

www.farkalux.at


134 Luftdichtigkeit GEBÄUDEHÜLLE

Mein Haus zeigt Schwächen Ein Blower-Door-Test liefert einen Weg zu mehr Sicherheit (CMS) Die Luftdichtigkeit von Gebäuden hat einen wesentlichen Einfluss auf die Behaglichkeit in den Innenräumen und beeinflusst maßgeblich die Höhe der Heizkosten. Zukunftsfähige Gebäude werden heute mit einer Wohnraumlüftung gebaut, deren korrekte Funktion ist aber nur mit einer luftdichten Gebäudehülle zu erreichen.

Foto: Christina Krimbacher

Möglichen Schwachstellen auf der Spur

Blower-Door-Test in der Praxis

Die Blower-Door-Messung sollte bei allen Gebäuden durchgeführt werden, da sie wichtige Aufschlüsse über die Bauqualität gibt. Bei gut ge­ dämmten Häusern geht bis zu 60% der Energie durch Fugen und Ritzen in der Gebäudehülle ver­ loren. Neben Kälte und Hitze dringt auch Lärm, Schall und Schadstoffe durch diese sogenannten Le­ ckagen. Zudem wird Zugluft als sehr unangenehm empfunden. Sehr oft führen diese unfreiwilligen Löcher in der Außenhaut auch zu Schimmelbildung und Bauschäden. Im Idealfall wird das Gebäude nach Fertigstellung des Rohbaus auf seine Dichtheit überprüft. In dieser Bauphase lassen sich eventuelle Mängel noch ein­ facher beheben als zu einem Zeitpunkt, zu dem das Gebäude bereits fertig gestellt und bewohnt ist. Alle Anschlüsse, Installationen und Leitungen können hier noch verbessert werden, um unkontrollierte Wärmeverluste sowie das Einströmen von kalter Außenluft zu verhindern.

Ob die Gebäudehülle allen Anforderungen ent­ spricht, wird von speziell ausgebildeten Experten mittels Blower-Door-Test (Luftdichtheitsmessung) ermittelt. Dabei wird mit Hilfe eines Ventilators eine Druckdifferenz (50 Pascal) zwischen Gebäudeinne­ rem und der Gebäudeumgebung erzeugt. Das ent­ spricht ungefähr der Windstärke 5. Vor der Messung werden alle Gebäudeöffnungen, wie Fenster, Kamine, Türen, etc. verschlossen. Undichte Stellen (Leckagen) verändern den Luftdruck und der Ventilator muss zu­ sätzliche Luft „nachschieben“. Diese Luftmenge wird gemessen und gibt Auskunft über den Luftverlust. Je nach Erfordernis des Projektes wird mit Unter- und/ oder Überdruck gemessen. Die Messung erfolgt entsprechend der ÖNORMEN ISO 13829. Die strengsten Anforderungen an die Qualität der Gebäudehülle werden bei Passivhäusern mit einem n50-Wert von kleiner als 0,6 gestellt. Der nachzuweisende n50-Wert muss für Niedrigenergie­ häuser kleiner 1,0 sein.

Mittels Ventilator wird eine Druckdifferenz erzeugt, die Auskunft über undichte Stellen in der Gebäudehülle gibt.


Verantwortung übernehmen heißt nicht Ziele bis 2050 definieren – sondern jetzt handeln! Passivhaus – sich wohlfühlen und dabei aktiv das Klima schützen Passivhäuser schaffen im Sommer angenehm kühle und im Winter behagliche Wohn- und Arbeitsräume! (Wohlfühl) Qualitäten eines Passivhauses: • • • • • • •

Kein Zuggefühl mehr Schimmelbildung wird vermieden Weniger Staubbildung Allergiker können frei atmen Immer saubere und frische Luft Bis zu 90 Prozent Energieeinsparung Enorme Co2 Reduktion

Die Partnerbetriebe des NETZWERKes PASSIVHAUS übernehmen schon heute Verantwortung und planen und bauen Projekte mit ZUKUNFT! Werd Partner e des NE betrieb TZW PASSIV ERKES HAUS. info@ passiv

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Foto: eli/zweiraum.eu, holzbauprojekte.at

Foto: eli/zweiraum.eu

Netzwerk Passivhaus c/o zweiraum GmbH, Postfach 11, 6020 Innsbruck , Tel. +43 (0)676 / 66 86 173, info@passivhaus.at


Geschäftsführer Herbert und Gerhard Freund

Gestatten: Wir sind „freund“! Verlässlich, kompetent, schnell – wir sind Ihr idealer Partner in den Bereichen Heizung & Energie, Sanitär & Wellness, Klima & Lüftung. Freund verbindet auf beeindruckende Art und Weise bewährte Werte mit innovativer Gesinnung. Das Familienunternehmen aus Thaur beschäftigt derzeit rund 60 Mitarbeiter und ist für Sie innerhalb Tirols und über die Landesgrenzen hinaus im Einsatz. Vom kleinen Umbau bis hin zu Gesamtlösungen bei Neuinstallationen, Umbauten oder Sanierungen für Einfamilienhäuser, über großen Wohnanlagen bis hin zu Industrie- und Gewerbebetrieben ist uns keine Aufgabe zu klein oder zu groß. Der 24h-Notdienst hilft bei Notfällen wie Wasserschäden, Heizungsstörungen oder Abflussverstopfungen, das Schadensmanangement übernimmt die komplette Schadensabwicklung von der Feststellung und Behebung des Defektes bis zur Erledigung sämtlicher Versicherungsgänge.

Fotos: Freund GmbH

freund GmbH A-6065 Thaur, Bert-Köllensperger-Straße 1 Tel.: +43 (0)5223/57412 info@freund-installationen.at www.freund-installationen.at

Wir sind die Experten in Tirol sowohl für Firmen- als auch für Privatkunden!

www.freund-installationen.at


Siegfried Walser und Michael Haider, Gebietsbeteuer Tirol

ERFAHRENE ENTWICKLER WAS ES WIEGT, DAS HAT ES AUCH

Unsere Kompetenz ist wie unsere Flexibilität und Kreativität unbestritten. Die vielen Jahre konstanter Marktpräsenz haben uns zu einem erfahrenen Partner gemacht auf den man sich zu 100% verlassen kann. Wir machen keine leeren Versprechen. Was es wiegt, das hat es auch. Unser Verantwortungsbewusstsein anderen gegenüber ist enorm hoch.

ISOCELL GmbH Gewerbestraße 9 5202 Neumarkt am Wallersee | Österreich Tel.: +43 6216 4108 | Fax: +43 6216 7979 office@isocell.at

Kleine Revolution mit großer Wirkung Im Mai 2018 gab ISOCELL den verbesserten Lambda Rechenwert von 0,038 W/mK für die gleichnamige Zellulosedämmung bekannt. Eine noch größere Auswirkung für die Energiekennzahl von Gebäuden könnte ein Salzburger Forschungsprojekt haben. Friedrich Egger ist Innungsmeister der Holzbaumeister in Salzburg und hat ein Forschungsprojekt vorangetrieben, das den Holzbau verändern wird. Ein Gespräch über eine bahnbrechende Erkenntnis, die erfolgreiche Umsetzung im Land Salzburg und die Hürden der Verbreitung in anderen Bundesländern. Herr Egger, Sie haben ein viel beachtetes Projekt mit dem Titel „Holzauf 2020+ initiiert. Was steckt dahinter? Die Grundlage ist, dass wir wissen, dass Holzhäuser in der Praxis einen wesentlich besseren Dämmwert haben, als es die Berechnungen der Energieausweise sagen. Das wissen wir einerseits aus Erfahrung und andererseits deshalb, weil wir bei Feldversuchen und bei Gebäuden, die in Holz gebaut werden, den Energieverbrauch aufgrund von Fernwärmeanschlüssen kontrollieren können. Und zwar sehr exakt. Wir wissen, dass wir durchwegs um 35 Prozent unter dem Wert des Energieausweises liegen. Diesen Fakten wollten wir auf den Grund gehen. Was sind die Gründe für den schlechten Wert? Einer der Gründe ist, dass der genormte Wert für Holz einen zu schlechten Ansatz hat. Der Wert wurde vor 40 Jahren zwar auch einmal untersucht und daraufhin festgelegt, aber die technische Dokumentation war auf einem ganz anderen Stand und man ist von einem anderen Holzfeuchtegrad ausgegangen. Dies sind die bekannten 0,13

bis 0,14 Watt pro Quadratmeter. Holz hat im verbauten Zustand in der Heizperiode aber einen wesentlich geringeren Feuchtigkeitsanteil. Also haben wir einen Feldversuch mit dem Titel „Holzauf 2020+“gestartet. Wie lief dieser ab? Es war ein Feldversuch mit 15 Gebäuden. Aufgeteilt auf alle Bezirke in Salzburg, Holzriegel wie Holzmassiv. Die Holzfeuchtigkeit wurde mittels Sonden im Kern gemessen – auf verschiedenen Ebenen und in allen Himmelsrichtungen über zwei Heizperioden. Das Ergebnis war, dass Holz im verbauten Zustand in der Heizperiode einen Durchschnittswert von 7,5 Prozent aufweist. Nachdem wir das herausgefunden haben, haben wir auf der Universität für Bodenkultur in Wien Laboruntersuchungen gemacht. Zusammen mit einem Sicherheitszuschlag wurde per Landesgesetz dann ein Wert von 0,1 W/mK fixiert.

Das Wohnhaus besticht durch seine von außen sichtbaren Holzelemente

Eggers Projekt „Haus Jauernik“ erhielt eine Anerkennung beim Holzbaupreis Salzburg 2015 Fotos: ISOCELL GmbH; Zimmer-Holzbau Egger Hier finden Sie das gesamte Gespräch...

www.isocell.com


Fotos: Isospan

ISO SPAN Holzbetonstein mit integrierter Dämmung Der Anspruch, ökologisches Bauen mit Kosteneffizienz zu koppeln, zeichnet ISO SPAN aus. Mit dem Außenwandstein ISOPUR bietet der Mauerwerksspezialist ISO SPAN ein zertifiziertes Produkt speziell für den Passivhausbau. ISO SPAN hat sich auf die Produktion von Mantelsteinen, Fertigwandmodulen und Dämmplatten aus Holzspanbeton spezialisiert. Das Unternehmen agiert erfolgreich am europäischen Markt und profitiert von dem zunehmenden Verantwortungsgefühl der Umwelt gegenüber und dem verstärkten Bedürfnis nach kosteneffizienter Bauweise. Die Intention von ISO SPAN, die Umwelt zu entlasten und gleichzeitig ein multifunktionales Betonprodukt zu bieten, treibt die firmeninterne Forschungsund Entwicklungsabteilung ständig an. Die Parameter Nachhaltigkeit in der Produktion, Gesundheitsschutz beim Einbau, ausgeglichenes Raumklima und Mehrwert in der Erhaltung des Gebäudes spielen bei der Wahl der Produkte eine tragende Rolle.

Isospan Baustoffwerk GmbH A-5591 Ramingstein, Madling 177 Tel.: +43 (0)6475 / 2510 office@isospan.at, www.isospan.eu

www.isospan.eu


GEBÄUDEHÜLLE Holzbeton 139

Fotos: Iso Span GmbH

Naturbaustoff Holzbeton Das Salzburger Unternehmen ISO SPAN GmbH zeichnet sich seit Jahrzehnten durch seine innovativen Lösungen und eine langfristig orientierte Firmenpolitik aus. Es ist europaweit tätig und hat sich auf die Bereiche: Holzspan-Mantelsteine, Holzspan-Fertigwände sowie Holzspan-Dämmplatten spezialisiert. (CMS) Ökologisch und gleichzeitig kosteneffizient zu bauen ist wohl der Wunsch eines jeden Bauherren. Holzspan-Mantelsteine sind die perfekte Synthese aus den Naturbaustoffen Holz und Stein und zwar auf moderne, zukunftweisende Art. ISO SPAN verfügt über eine Passivhaus-zertifizierte Komponente, ist KlimaHaus Partner und die Produkte führen auch das Natureplus Gütesiegel.

kostengünstiges und Schnelles Bauen mit holz und stein

Der mit integrierter Dämmung versehene Holzbe­ tonstein für Außenwände erfüllt alle erforderlichen Wärme- und Schallschutzfunktionen. Herkömm­ liche Beton- oder Ziegelwände müssen nach dem Aufbau gedämmt und mit zusätzlichen Vorrich­ tungen versehen werden, um die gesetzlich vorge­ schriebenen Werte für Schall- und Wärmeschutz zu erreichen. Das kostet wertvolle Arbeitszeit und meist teure Materialien. Die Elemente übernehmen neben ihrer tragenden Funktion als Außenwand auch Schall- und Wärmeschutz. Die Dämmwerte, bedingt durch die integrierte Zusatzdämmung aus Holzfaser, EPS oder PUR, sind optimal für Niedrig­ energie- und Passivhäuser.

Ökologische Fakten auf einen Blick Als zusätzliche Informationsgrundlage im Sinne des nachhaltigen Bauens hat ISO SPAN für die gesamte >>


140 Holzbeton GEBÄUDEHÜLLE

Atmungsaktive Wände durch ausgezeichnete Dampfdiffusionsfähigkeit und hohe Erdbebensicherheit durch den massiven Kern.

Produktpalette Umweltprodukt­ deklarationen (EPD) vorliegen. Die Erklärungen dienen sowohl als Nachweis für die Baupro­ dukteverordnung als auch als wichtige Grundlage für die öko­ logische Gebäudebewertung. Die Deklarationen machen Aussagen zum Energie- und Ressourcen­ einsatz und in welchem Ausmaß ein Produkt zu Treibhauseffekt, Versauerung, Überdüngung, Zerstörung der Ozonschicht und Smogbildung beiträgt. Außer­ dem werden Angaben zu tech­ nischen Eigenschaften gemacht, die für die Einschätzung der Performance des Bauproduktes im Gebäude benötigt werden, wie Lebensdauer, Wärme- und Schallisolierung oder den Ein­ fluss auf die Qualität der Innen­ raumluft.

Die Formel für Holzbeton Weichholzspäne und Restholz von der Holzverarbeitung sind Ausgangsmaterial für die Her­ stellung des Naturbaustoffes Holzspan-Beton. Mit minimalstem Energieauf­ wand werden die Holzspäne in Schlagmühlen auf die richtige Größe zerkleinert und dann mit den Naturstoffen Zement, Was­ ser und Mineralien versetzt und zu den Holzspan-Mantelsteinen und Dämmplatten geformt. Die Vermeidung von Umwelt­ belastungen, insbesondere die Reinhaltung von Luft und Was­ ser, sind das Leitbild für diese zukunftsweisende Produktions­ technologie.

Fotos: Iso Span GmbH

Beste Wärmedämmung und optimaler Schallschutz Vielfach eingesetzt und jahrzehntelang bewährt Der Wohnbau in Europa hätte ohne diesen Naturbaustoff eine aus­ gezeichnete Alternative weniger. Lärmschutz, Wärmespeicherung, Schalldämmung und Dampfdiffusion gehören neben Brandwider­ stand und Erdbebensicherheit zu seinen hervorstechendsten Merkma­ len. Viele sehen Holz als einen der typischen Naturbaustoffe an. Aber auch Beton als formbarer Baustoff aus Zement, Sand und Schotter hat dieselbe Zusammensetzung wie viele Gesteinsvorkommen in der Na­ tur. Zement mit seinen natürlichen Rohstoffen dient der ISO SPAN GmbH als Bindemittel für das Holz bei der Herstellung von HolzspanMantelsteinen. Die Holzspan-Mantelsteine und -Dämmplatten entzie­ hen der Umwelt durch das in den Holzspänen in Form von Kohlenstoff gespeicherte CO2 ein wirksames Treibhausgas. Dadurch bringen uns unsere Produkte dem Umweltziel der Reduzierung des CO2-Ausstoßes ein gutes Stück näher. Die umfassende Produktpalette erlaubt es außerdem, nahezu jede architektonische Herausforderung zu erfüllen.


Fotos: Schreyer David

Christian Höllwerth Geschäftsführer

Technik mit Nachhaltigkeit Das erfahrene Team der Rendl Planungs GmbH begleitet Sie über die gesamte Projektphase, um gemeinsam individuelle Lösungen zu entwickeln und auszuarbeiten. „Sei immer ein Teil der Lösung und nie ein Teil des Problems” lautet die Philosophie des Rendl-Planungs-Teams. Wir arbeiten effizient und versuchen, bereits mit kleinen Verbesserungen auch Ihre Effizienz zu steigern. Die Rendl Planungs GmbH wurde 2002 gegründet. Unser Ziel ist es, durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber und allen beteiligten Fachplanern und Firmen das bestmögliche Ergebnis für den Kunden zu erzielen. Energieeffizienz und Technik spielen dabei eine große Rolle. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung im Elektroinstallationsbereich bei ausführenden Installationsfirmen, laufenden Fortbildungsmaßnahmen und durch Planungsleistungen für unterschiedlichste Projekte in den vergangenen Jahren, können wir unseren Kunden eine innovative und moderne Elektroinstallationsplanung garantieren.

Fotos: Rendl Planungs GmbH

Rendl Planungs GmbH Ingenieurbüro für Elektrotechnik A-6370 Kitzbühel, Jochbergerstraße 8 Tel.: +43 (0)676 / 3752568 office@rendl-plan.at, www.rendl-plan.at

www.rendl-plan.at


142 Nachhaltig sanieren Haustechnik

Ein Haus als Forschungsprojekt Das mit viel Gefühl sanierte und mit energietechnischen Raffinessen ausgestattete Projekt „LandLuft“ ist fertig gestellt und kann hinsichtlich seiner Haustechnik als Pilotprojekt bezeichnet werden. (CMS) „Attraktive ländliche Räume brauchen zeitgemäße Rahmenbedingungen, damit die Menschen ihre Zukunft weiter in diesen lebenswerten Naturlandschaften sehen können“, meint die Bauherren-Familie Krißmer-Strasser, welche mit ihrer Firma „ENergy-CONsultants, Beratende Ingenieure“ für die Umsetzung dieses Projektes verantwortlich zeigt und damit die Vereinbarkeit von Beruf, Familie, zukunftsfähiger Infrastruktur, sowie die Erholungsmöglichkeit in einer intakten Naturlandschaft möglich macht. Der Projektname „LandLuft“ ist demnach in vielerlei Hinsicht bezeichnend für die Sanierung und Adaptierung des ehemals landwirtschaftlich genutzten Gebäudes am Sonnenplateau von Mieming.

Von der Idee zur Umsetzung Das zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Ortskern der Gemeinde Wildermieming errichtete Bauern­ haus wurde in seinen wesentlichen Bestandteilen erhalten und die nicht mehr landwirtschaftliche genutzten Einheiten so adaptiert, dass darin ne­ ben einem Mehr-Generationen-Haushalt auch das Ingenieurbüro der Besitzerfamilie zukunftssicher untergebracht werden konnte. Durch die Verwen­ dung von Baustoffen mit Umweltzeichen und die Nutzung des Eigenwaldes für den Holzbau, konnte Fotos: www.julianraggl.com


Haustechnik Nachhaltig sanieren 143

Alte und neue Bausubstanz wurden bei diesem Projekt vorbildlich im Sinne von gelebter Nachhaltigkeit und Energieeffizienz kombiniert und in die herrliche Naturlandschaft integriert.

die Sanierung nachhaltig und umweltschonend erfolgen. Die Sanierung und die damit einherge­ hende Effizienzsteigerung hat den Primärener­ gieverbrauch der Gesamtanlage um mehr als 75% reduziert (EnerPhit-Sanierungsstandard). Bei der klimaaktiv-GOLD-Verleihung konnte das Projekt als Einziges die max. möglichen 1.000 Punkte errei­ chen. Ungenutzte oder verpachtete Flächen der auf­ gelassenen Landwirtschaft wurden revitalisiert und nun ebenfalls nachhaltig genutzt.

Technische Details zum Gebäude Eine 8,8 KW-Luft-Wärmepumpe mit einem alter­ nativen Kältemittel versorgt das Gebäude neben einer 8,5 KW-Photovoltaikanlage und einer ther­ mischen Solaranlage mit 11m² mit der notwendigen

Energie. Die Implementierung einer Komfortlüf­ tung im Kaskadenprinzip ist einer der wesentlichen Bestandteile des energetischen Gesamtkonzeptes. Auch der Bedarf an elektrischer Energie wurde durch die Umstellung der Server- und Beleuch­ tungsstruktur deutlich verringert. Der erforderliche Strom wird nun zu einem hohen Anteil aus rege­ nerativen Systemen (PV-Anlage in Süd-West Orien­ tierung) gedeckt. Allfällige Erzeugungsüberschüsse werden zur Beladung des 10 kWh-Batteriespeichers oder der Elektroautos verwendet. Die PV-Anlage und die elektrischen Einheiten im Gebäude wurden in ein Prognose- und Regelsystem integriert, die Daten der 12 Wärmemengenzähler und 14 Strom­ zähler werden in einer Datenbank verwaltet und mittels Trendaufzeichnungen ausgewertet. >>


144 Nachhaltig sanieren Haustechnik

Foto: www.julianraggl.com

Andrea Strasser und Rainer Krißmer wohnen mit ihren beiden Töchtern und arbeiten als Energy Consultants in ihrem neuen Haus

Das energie­­​ ­effiziente Haus der Zukunft funktioniert vorausschauend, vernetzt und perfekt geregelt. Strom aus regene­ rativen Quellen wird immer mehr an Bedeutung gewinnen Rainer Krißmer, Energy Consultants

Hilfe, mein Haus geht fremd

Vier-Zonen-Kaskadenlüftung mit druckabhängiger Zonenregelung.

Das bis ins letzte Modul ausgetüftelte Haus­ technik-Konzept des multifunktionalen Gebäudes zeigt auf beeindruckende Art, wohin die Reise in Sachen „intelligentes Haus“ gehen wird. Für den Bauherren und Energieexperten Rainer Krißmer ist eine zentrale Regelung für alle Komponenten die Lösung der Zukunft. „Die E-Verteiler werden je nach Anforderung der Bewoh­ ner individuell maßgeschneidert ange­ fertigt und eingebaut. Strom und Wär­ mepumpen sind für mich die Zukunft“, meint der erfahrene Visionär. „Das Haus der Zukunft regelt selbstständig und ist mit anderen Gebäden vernetzt. Die tech­ nische Infrastruktur sollte gemeinschaftlich gesteuert werden und nach dem Prin­ zip, „Wer braucht wann was und woher“, könnten bestenfalls minimale Energiever­ bräuche mit maximalem Ergebnis erzielt werden.“ Sogenannte Local Energy Com­ munities werden entstehen und Koopera­ tive Prozesse und Regelungen enorm an Bedeutung gewinnen. Weitere detaillierte Projektinfos finden Sie unter: www.en-con.at

Wärmeverteilung mit Einspritzschaltungen, frei programmierbarer Heizungssteuerung und hygienisch einwandfreier Ladung des Warmwasserspeichers mit externem Plattentauscher in Fertigstellung.

Fotos: Rainer Krißmer


MBA DI (FH) Rainer Krißmer Geschäftsführer

Planen und Handeln mit Verantwortung Mit Weitblick planen, Strategien entwickeln, mit Engagement umsetzen, mit viel Ehrgeiz kontrollieren und verbessern – dieses Credo hat uns zu einem der führenden Energie-Consulter Tirols gemacht.

Fotos: Energy Consultants, Alpenresort Schwarz, Projekt LandLuft: www.julianraggl.com

Energy Consultants – Ingenieurbüro für Installationstechnik und Maschinenbau A-6413 Wildermieming, Dorfstraße 12 Tel. +43 (0)5264 / 43158 office@en-con.at, www.en-con.at

Neutrale, objektive und sachliche Berater in allen Fragen rund um Energieeffizienz und Bauphysik sind heutzutage bei Bauvorhaben aller Dimensionen unerlässlich. Die perfekte Dimensionierung haustechnischer Anlagen, die Erstellung eines Energieausweises, die Unterstützung bei Förderungseinreichungen und der Umsetzung von Energieeffizienzgesetzen, Messtechnik und Energiedatenmanagement sind nur einige unserer Kompetenzen. Besonders große Betriebe brauchen eine durchdachte Energieplanung, um wirtschaftlich und im Sinne echter, gelebter Nachhaltigkeit arbeiten zu können. Wir scheuen uns auch nicht vor neuen Herausforderungen und Innovationen, die wir mit kompetenten Partnern für Sie umsetzen können. Dynamische Wirtschaftlichkeitsberechnungen über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes oder einer haustechnischen Anlage geben uns dabei wertvolle Informationen für eine ausgewogene Energieplanung.

www.en-con.at


Gerhard Krahbichler Teamleiter West Österreich Fotos: mhs GmbH

Jederzeit und bei jedem Auslass FRISCHES WASSER MHS entwickelt und produziert innovative Installationssysteme für Fachbetriebe. Mit unseren Produkten, Systemen, Dienstleistungen und Innovationen sind wir ein starker Partner und sorgen gleichzeitig auch dafür, dass Wasser in bester Qualität zur Verfügung steht sowie verantwortungsvoll und effizient genutzt werden kann.

mhs GmbH Montagesysteme für Heizung und Sanitär A-8510 Stainz Gewerbepark 11 Tel.: +43 (0)3463/ 5650 Fax: +4 (0)3463/ 5726 office@mhs.at www.mhs.at

Die aktive Wasserführung mit der mhs-Vitalbox sorgt für frisches Wasser in Wohnungen, Häusern und Hotels. Kaltwasser und Warmwasser werden durch alle Anschlussboxen direkt, also ohne Stichleitungen, miteinander verbunden. Am Ende der Auslässe regelt ein Ventil den Spülvorgang bei wenigstes einer WCAnlage. Noch besser funktioniert das System dann, wenn mehrere WCs angeschlossen werden. Bei den vielen WC-Spülgängen pro Tag wird daher nicht Frischwasser, sondern ausschließlich abgestandenes Wasser aus dem Warm- und Kaltwassersystem verwendet. Zeitgleich läuft immer wieder frisches Trinkwasser nach. Bei vielen WCs kann die Drückergarnitur mit einer automatischen Steuerung ausgestattet werden. Diese löst nach einstellbaren Zeitabständen automatische Spülungen aus. Auch länger unbenutzten Sanitäreinrichtungen in Hotelzimmern oder Gewerbebetrieben können so aktiv gehalten werden.

www.mhs.at


Haustechnik Trinkwasserhygiene 147

Trinkwasserhygiene Die übliche Installationstechnik ist in vielen Bereichen problematisch, da sie ideale Bedingungen für das Wachstum von Bakterien liefert. Sämtliche Probleme der Installationstechnik lassen sich aber mit einem Schlag lösen. (CMS) Die sogenannte Vitalbox soll eine aktive Wasserführung ermöglichen und damit für frisches Wasser sorgen. In einem Gespräch mit Gerhard Krahbichler, dem Teamleiter der mhs GmbH für Westösterreich, erfuhren wir Details zu diesem wichtigen Thema. PASSIVHAUSmagazin: Was bedeutet eigentlich der Begriff Vitalsystem? Gerhard Krahbichler: Um vital und gesund zu blei­ ben, müssen wir einiges tun. Der Mensch fährt mit Wasser, nicht mit Softdrinks. Wir brauchen es täglich, um unsere Zellen zu reinigen. Wasser ist ein Hochleis­ tungsprodukt. Es kommt aus unseren Leitungen – es stellt sich aber die Frage: „Ist es dann immer frisch?“ PASSIVHAUSmagazin: Können Sie uns erklären, wie die Reinigung des Leitungswassers mit Ihrem Vitalsystem funktioniert? Gerhard Krahbichler: Bei der herkömmlichen In­ stallation gibt es zu jedem Auslass hin eine eigene Leitung. Wird über längere Zeit kein Wasser ent­ nommen, ist es „abgestanden“ und es entstehen Keime, welche die Gesundheit gefährden. Beim Vitalsystem werden alle diese Einzelleitungen mit­ einander verbunden, damit bleibt das Wasser im gesamten System in Bewegung und somit immer kühl und frisch. Außerdem gibt es überall Stellen, die wenig verwendet werden. Wasser muss fließen, DIEsich PROBLEME damit keine Keime bilden können. Am Ende

ÜBLICHER INSTALLATIONEN

steht das WC, ein Ventil sorgt dafür, dass Kalt– und Warmwasser gleichermaßen entnommen werden. PASSIVHAUSmagazin: Ist die Installation des Systems nicht mit einem großen zeitlichen und kostenrelevanten Aufwand verbunden? Gerhard Krahbichler: Der Zeitaufwand ist uner­ heblich, da die Box mit einem Wasser-Eingang und einem Wasser-Ausgang schon für den Anschluss vorgefertigt ist. Es wird nur jeder Anschluss mit dem nächsten verbunden. Der Aufpreis pro Wohn­ einheit liegt je nach Anzahl der Anschlüsse zwischen 950,- und 1.300,- Euro. Da die Installationen unter Putz gemacht werden, kann auch nachher nicht mehr eingegriffen werden. Im Durchschnitt wird die Installation ca.40 Jahre nicht mehr verändert. PASSIVHAUSmagazin: Ihr Vitalbox-System ist also nicht nur besser für die Gesundheit, sondern auch nur mit einem minimalen Mehraufwand hinsichtlich der Kosten und der Montagezeit verbunden. Warum hat man das nicht schon früher so gemacht? Gerhard Krahbichler: Früher hat man die Räume nicht so stark geheizt, auch oftmals nur einen oder zwei und man hatte weniger Anschlüsse. Heute gibt es häufig eine Raumtemperatur von 24 -26 Grad mit Fußbodenheizung. Wer also heute neu instal­ liert, sollte sich sehr genau überlegen, wie er sein Lebensmittel „Wasser“ transportiert und lagert. Schauen Sie sich dazu auch den Vital-Erklärfilm auf unserer homepage an. Bekommen tun Sie das mhsDIE LÖSUNG Vitalsystem bei Ihrem gewünschten Fachbetrieb.

HEISST VITALBOX

IM HAUSHALT OHNE VITALBOX WASSERKREISLAUF IM HAUSHALT MIT VITALBOX Links:WASSERKREISLAUF Die Probleme üblicher Installationen beim Wasserkreislauf im Haushalt ohne Vitalbox. Rechts: Die Lösung – Wasserkreislauf im Haushalt mit Vitalbox.

Detailansicht des „TOTARMPROBLEMS“

Bild: mhs GmbH

1 1

STEHENDES WASSER: LEGIONELLENBILDUNG IM TOTARM

2

Warmes Wasser Kaltes Wasser

1

Totleitungen

2

Rohrkreuzungen erwärmen Kaltwasser

Warmes Wasser Kaltes Wasser

1

2

Für die WC-Spülung wird zuerst das abgestandene und ausgekühlte Warmwasser genutzt.

3

Nach der Erneuerung des Warmwassers schaltet ein Ventil um und entnimmt für die WC-Spülung Wasser aus dem Kaltwassersystem.

Frisches Trinkwasser


148 Klimakonzept Haustechnik

Lichtwelten im neuen Umfeld Mit dem Bau ihres neuen Betriebsgebäudes hat die Firma LEDWORKS in Vomp ein entsprechend modernes Umfeld für ihre Mitarbeiter und diverse Beleuchtungskörper aus vorwiegender Eigenproduktion geschaffen.

Fotos: CMS

(CMS) Die Firma LED-WORKS hat sich seit ihrer Gründung im Jahre 1994 vom Leuchtenhändler zum Spezialisten für innovative Beleuchtungslösungen mit eigener Produktentwicklung und Produktion etabliert. Das neu errichtete Betriebsgebäude in Vomp wurde zu Jahresbeginn bezogen und bietet den 25 Mitarbeitern auf einer Fläche von 1.800 Quadratmetern Produktions- und Büroflächen optimale Arbeitsbedingungen. Mit der Huter Haustechnik GmbH fand man den perfekten Partner in Sachen Klimakomfort.

Das neue Gebäude

Im Technikraum sind der Heizungs- und Kältepuffer samt Kompressor untergebracht. Die Wärmepumpe steht außerhalb des Gebäudes.

LED-WORKS-Gründer Gerold Troger hat gemein­ sam mit seinem Sohn Christopher zum großen Teil selbst für die Planung der neuen Räumlichkeiten gesorgt. Besonders wichtig war den beiden, dass die Unternehmensphilosophie mit der Umgebung har­ moniert, um so allen Mitarbeitern und auch den Pro­ dukten den Raum zu geben, den sie verdienen. Das neue Gebäude bietet viel Ausstellungsfläche für das umfassende Leuchtensortiment und dient so auch als Schauraum für Kunden und Besucher. Sowohl die Werkstatt im unteren Geschoß, wie auch das helle, freundliche Großraumbüro im Obergeschoß


Foto: LED-WORKS

„Wir haben hier ein Konzept entwickelt, das genau auf die Be­ dürfnisse in den Werkstätten und den Büroräumlichkeiten zugeschnitten ist.“ Albert Lechner, GF Huter Haustechnik

sind nun modernst ausgestattet – sowohl technisch als auch architektonisch. Die Projektvielfalt des Unterneh­ mens reicht von Shopgestaltungen, über Officelösungen bis hin zur Schiffsausstattung.

Bei einem Rundgang durch das neue Gebäude kann man gleichzeitig die Produkte von LED-WORKS bewundern.

Speziell abgestimmte Haustechnik Im Sinne einer nachhaltigen Bewirtschaftung und der Wertschöpfung in der eigenen Region hat LED-WORKS in Zusammenarbeit mit den Haustechnikspezialisten der Firma Huter aus Matrei am Brenner ein höchst ef­ fizientes Konzept erarbeitet und installiert. Mittels Bau­ kernaktivierung speist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe die Fußbodenheizung, während eine effektive Photovol­ taikanlage am Tag für die Energie im Gebäude sorgt. Die überschüssige Energie kann gespeichert werden. Die 15 Grad in der Montagehalle wirken durch die Baukernak­ tivierung wie 18 Grad Raumtemperatur. Die Büros sind mit einer Heiz- und Kühldecke ausgestattet, an heißen Sommertagen schaltet die Wärmepumpe sehr schnell auf Kühlung um. Auch eine E-Tankstelle für das firmen­ eigene Elektroauto wurde installiert.

LED-WORKS-Gründer Gerold Troger mit Sohn und Geschäftsführer Christopher Troger.

Fotos: CMS


Fa. LED-WORKS in Vomp

Raumklimadesign von der Firma Huter Haustechnik.

Geschäftsführer Albert Lechner mit seinem Team

Huter Haustechnik GmbH steht für maximalen Klimakomfort Die Huter Haustechnik GmbH ist für ihre Innovationskraft bekannt. An neuen Deckenkühl- und Heizsystemen für Industrie und Gewerbe hat sie kräftig mitentwickelt.

Fotos: Huter Haustechnik GmbH, Harreither Ges.m.b.H, LED-WORKS

Huter Haustechnik GmbH A-6143 Matrei a. Brenner, Statz 42 Tel.: +43 / (0)5273 / 6400, Fax: DW 90 office@huter.co.at, www.huter.co.at

Kühl-Decken und -Heizungen finden vorwiegend in Büros, Banken, Ausstellungsräumen, Verkaufs- und Präsentationsflächen Einsatz. Dort herrscht nämlich ein besonderer Bedarf an angenehmem Raumklima – wirkt sich die Luft doch wesentlich auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter aus. Sie sollen acht Stunden lang in angenehmer Atmosphäre arbeiten können. Deckenkühl- und Heizsysteme glänzen in erster Linie durch Energieeffizienz, Gestaltungsfreiheit und Klimakomfort. Es gibt keine Luftbewegung im Raum. Flächen und Raumluft werden folglich gekühlt, ohne dass sich die Raumtemperatur messbar verändert.

www.huter.co.at


Haustechnik Hotelbau 151

Hotelneubau Energieeffiziente Haustechnikplanung für einen Betrieb am Haldensee durch das Ingenieurbüro Ruetz.

(CMS) Moderne Hotelbetriebe mit Wellnessbereichen und Komfortzimmern stellen einen entsprechend hohen Anspruch an den Haustechnikplaner. Edi Ruetz hat diese Aufgabe für das Haldensee Naturerlebnis- und Wellnesshotel (www.haldensee-hotel.com) in Nesselwängle im Tannheimertal, welches im Frühjahr 2019 eröffnet wurde, übernommen. Familie Barbist war es als Bauherren sehr wichtig, ihren Neubau auf möglichst energiesparende Art und Weise und auf hohem technischen Niveau aus­ zustatten. Nachdem Natur und Genuss für die Gäste im Vordergrund stehen sollen, muss auch das Wohl­ gefühl im Haus dementsprechend stimmen.

Sanitäre: Die getrennte Warmwasser­ bereitung für Zimmer und Küche/Wä­ scherei sorgt dafür, Verteilverluste zu re­ duzieren. Die Wärmerückgewinnungen aus der Schwimmbadentfeuchtung und dem Kleinkälteverbund wird für die Schwimmbadvorwärmung, die Heizung und die Warmwasservorwärmung ge­ nützt. Das Energie- und Förderungskonzept für den neuen Betrieb hat Netzwerk­ partner Rainer Krißmer übernommen.

Die vier HaustechnikSchwerpunkte im Überblick Heizung: Die Wärmeversorgung erfolgt über eine CO2-neutrale Pellets-Doppelkesselanlage mit 460 kW (statische Heizlast: ca. 110 kW, Warmwasserbe­ reitung: ca. 120 kW, Heizregister Lüftung/Pool: ca. 230 kW). Klima/Kühlung: Die sommerliche Überwärmung wird mit teilweise automatischer außenliegender Beschattung vermieden. Lüftung: Es gibt acht Be- und Entlüftungsanlagen mit gesamt ca. 46.000 m³/h, wobei alle 60 Zimmer mit einer Komfortlüftung ausgestattet sind. Dazu gesellen sich noch Brandrauch-, Jet- und Schleusen­ lüftungsanlagen mit gesamt ca. 80.000 m³/h.

Visualisierungen: Barbist/Zuchna

Foto: privat

Edi Ruetz, Firmen­gründer und Geschäftsführer des Ingenieurbüros Ruetz aus Grins. www.ib-ruetz.at


Das neue FLACHDACH FENSTER FE Funktionen, die auch optisch glänzen Produkt-Highlights: • Ästhetische, klassische und schlichte Designsprache • Homogenes Erscheinungsbild durch vermiedene sichtbare Verbindungsmittel und integrierte Komponenten • Ungehinderter Ablauf des Regenwassers auf allen vier Seiten durch stufenlose „Structural-Glazing“-Bauweise • Individuelle Vielfalt durch erweitertes Größenspektrum, vielfältige Verglasungsvarianten und vielseitige Antriebsvarianten • Wärmebrückenfreie Gesamtkonstruktion • Ergänzt durch das umfangreiche LAMILUX Service- und Beratungsangebot


Michael Unterweger Geschäftsführer Lamilux Austria GmbH

Tageslicht lässt Räume neu erstrahlen Lamilux berät, plant und montiert mit Kompetenz und Verlässlichkeit, liefert neue Belichtungslösungen aus einer Hand und damit mehr Wohlbefinden für seine Kunden. Mit seinen Tageslichtsystemen und als führender Produzent von faserverstärkten Kunststoffen zählt Lamilux europaweit zu den etabliertesten und erfahrensten Herstellern mit einer umfangreichen Produktpalette, wie Dachflächenfenstern, Glasdachkonstruktionen, Lüftungssystemen und Gebäudesteuerungen.

Fotos: Lamilux Austria

LAMILUX Austria GmbH A-5141 Moosdorf, Furkern 15 Tel.: +43 (0)7748 / 209 88 12 office@lamilux.at, www.lamilux.at

Energieeffizienter Tageslichteinfall, komfortable, natürliche Be- und Entlüftung, Verschattungseinrichtungen, sowie sich­ erer Rauch- und Wärmeabzug: Diese Aspekte modernen und nachhaltigen Bauens hat LAMILUX in drei kompakten, für Dachdecker schnell und einfach zu montierenden Tageslichtelementen umgesetzt. Eine hochwertige Verarbeitung, viele Verglasungsvarianten mit hohem Lichtdurchlass und herausragende Wärmedämmwerte sind die Markenzeichen diverser LAMILUX-Systeme . Ihre Anwendungsbereiche liegen in flachen und flach geneigten Dächern von Verwaltungsgebäuden, repräsentativen Objektbauten sowie Dachgeschosswohnungen und Wohnhäusern.

www.lamilux.at


154 Gesunde Raumluft Haustechnik

Gesundes Durchatmen Verunreinigte Raumluft kann unsere Gesundheit erheblich angreifen, bleibt aber häufig unerkannt. Als unsichtbarer Schädling kann sie aber mit den richtigen Mitteln bekämpft werden. (CMS) Ca. 90 % unserer Lebenszeit verbringen wir in geschlossenen Innenräumen. Gesunde Raumluft ist ein wesentlicher Faktor für unser Wohlbefinden, unsere Gesundheit und damit für eine hohe Lebensqualität. Deshalb ist es besonders wichtig, dass wir auf eine gute und gesunde Atemluft in unseren eigenen vier Wänden achten. Im Laufe unseres Lebens veratmen wir rund 600 Tonnen Raumluft. Unser Körper nimmt täglich etwa 200 mal so viel Atemluft auf wie Nahrung. Gesunde, frische Luft in Innenräumen sollte daher eine Selbstverständlichkeit sein. Untersuchungen zeigen, dass die Luft in geschlossenen Räumen häufig stärker mit Schadstoffen belastet ist als die Außenluft. Zahlreiche Störungen des Wohlbefindens und ernste Erkrankungen können auf schlechtes Raumklima zurückgeführt werden.

Projektbeschreibung Zur Erhaltung der Gesundheit ist eine belastungs­ arme Wohn- und Arbeitsumwelt und damit die Kontrolle der chemischen, biologischen und phy­ sikalischen Innenraumbelastung äußerst wichtig. Dies gilt im Besonderen für den unmittelbaren Arbeitsbereich sowie für den Schlafplatz. Für zahl­ reiche chemische und physikalische Einflüsse hat der Mensch im Lauf der Evolution zudem keine Sin­ nesorgane entwickelt. Daher soll gerade der Arbeitsund Schlafbereich frei von Störfaktoren sein – dies sind die Orte, an denen wir die meiste Lebenszeit ver­ bringen. Durch den Einsatz von neuartigen Materi­ alien geben Einrichtungsgegenstände und Baustoffe oft jahrelang Schadstoffe an die Raumluft ab und können die Ursache einer Reihe von Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen sein. Andererseits re­ agieren Menschen immer empfindlicher auf zusätz­ liche Stressfaktoren. Gerade durch das gemeinsame Einwirken mehrerer Einflüsse verstärkt sich oftmals die Gesamtbelastung. Hierdurch können beim Zu­ sammentreffen ungünstiger Faktoren ernsthafte Erkrankungen ausgelöst werden. Unser Interview­ partner zu diesem wichtigen Thema ist Dipl. Ing. Peter Tappler. Er ist Gerichts-Sachverständiger und als Experte bei der „Innenraumanalytik OG“, einem chemischen Labor und technischen Büro für Physik in Wien, tätig.


Haustechnik Gesunde Raumluft 155

Dipl. Ing. Peter Tappler, Gerichts-Sachverständiger

Fotos: Pixabay, Portrait privat

PASSIVHAUSmagazin: Wann sprechen wir von gesunder Raumluft und ab welchem Punkt ist sie eigentlich nicht mehr gesund? Peter Tappler: Von gesunder Raumluft sprechen wir dann, wenn sie in etwa der Außenluftquali­ tät entspricht, die vorhandenen Richtwerte für die Innenraumluft unterschreitet und weitgehend frei von anthropogenen (von Menschen selbst verur­ sachten Stoffen wie CO2 und sehr leicht flüchtigen Substanzen-VVOC) Luftverunreinigungen sowie untypischen Gerüchen ist. PASSIVHAUSmagazin: Was belastet die Raumluft im Allgemeinen hauptsächlich? Peter Tappler: Die Raumluft wird hauptsächlich von Geruchsstoffen, Lösungsmittelbestandteilen, natürlichen Holzemissionen, Formaldehyd und an­ thropogenen Luftverunreinigungen belastet. Dazu kommen mikrobielle Faktoren wie Schimmelspo­ ren, Zellwandbestandteile und Toxine. PASSIVHAUSmagazin: Wie kann man am besten testen, wie sehr die eigene Raumluft belastet ist? Peter Tappler: Einen guten Überblick über die Schadstoffsituation in den eigenen vier Wänden erreicht man durch eine sachverständige Begehung erfahrener Experten vor Ort, gegebenenfalls in Ver­

bindung mit Übersichtsmessungen, deren Umfang sich oftmals erst durch den Augenschein ergibt. Von billigen Do-it-yourself Analysekits, die im Internet erhältlich sind, ist abzuraten, sie sind durchwegs ihr Geld nicht wert. PASSIVHAUSmagazin: Was kann man selbst als Benutzer/Bewohner für eine bessere Raumluft tun? Peter Tappler: Eine genaue Produktauswahl vor allem bei Materialien der Innenausstattung und Lüften, im Idealfall verbunden mit einer Komfort­ lüftungsanlage haben sich als die besten Möglich­ keiten erwiesen, um erhöhte Schadstoffkonzentra­ tionen zu senken bzw. gar nicht entstehen zu lassen. PASSIVHAUSmagazin: Welche professionellen Schritte sind gegebenenfalls notwendig, um die Raumluft-Qualität zu verbessern? Peter Tappler: Bei dichten Häusern ist häufig eine Verbesserung der Lüftungssituation zielführend, bei Neukauf von Materialien der Innenausstattung oder Möbeln empfehlen sich Produkte mit Umwelt­ gütesiegel wie nature plus oder nationale Prüfsiegel. Gerüche haben in Innenräumen nichts verloren, man sollte daher auf geruchsarme Materialien ach­ ten – dies gilt vor allem für natürliche Materialien wie Linoleum.


Weltweit erstes und bisher einziges PHI-zertifiziertes Schulklassenlüftungsgerät

aeroschool 600

Schulklassenlüftungsgerät

• • • • • •

keine Geräuschbelastung hohe Architekturfreiheit kein Zugluftrisiko individuelle Steuerung höchste Energieeffizienz ständig frische Luft

www.drexel-weiss.at


Schulklassenlüftungsgerät 157

Fotos: drexel und weiss

Gesunde Luft in Schulklassen – nicht selbstverständlich (PR) In Schulklassen herrscht dicke Luft – im wahrs­ ten Sinne des Wortes. Gerade Kinder, denen Auf­ merksamkeit und Konzentration abverlangt wird, brauchen aber ein optimales Lernumfeld. Ist die Klasse voll, wird die Luft zunehmend stickig. Dau­ erlüften wäre angebracht, doch der Lautstärkepegel von draußen, Kälte oder Pollenflug machen eine ausreichende Frischluftzufuhr unmöglich. Die Kon­ sequenz ist, dass die Leistungsfähigkeit der Schüler abnimmt. Nicht nur das Raumklima, sondern auch die Stimmung kippt. Ein Zustand, der fürs Lernen kontraproduktiv ist und der Gesundheit schadet, schließlich verbringen Kinder wie Lehrer bis zu 50 % ihrer Tageszeit in der Schule. Zahlreiche Studien belegen, dass das Raumluftkli­ ma in Schulkassen als bedenklich bezeichnet wer­ den kann, werden doch regelmäßig stark überhöhte CO2-Konzentrationen mit einem Stickstoffgehalt von bis zu 5000ppm gemessen. Ein schwerwiegen­ des Problem, wenn man bedenkt, dass die Konzen­ trationsfähigkeit schon ab einem Wert von 1500 ppm nachlässt.

Fensterlüftung löst Problem nicht – schon 1916 erkannt Dass Fensterlüftung selbst in Form des häufig pro­ pagierten Stoßlüftens in Klassenzimmern hier keine Abhilfe schaffen kann, weiß man nicht erst seit unse­ re Gebäude immer dichter werden. Schon 1916 wies dies der damalige Chemnitzer Stadtschularzt Dr. M. Rothfeld in seinem Buch „Lüftung und Heizung im Schulgebäude“ eindeutig nach. Wissen, das verloren ging oder haben wir einfach nichts dazugelernt? Für eine eindeutige Abhilfe für schlechte Luft in Klassenzimmern kann nur eine mechanische Lüf­ tung sorgen. Mit dem speziell für Schulklassen entwickelten Lüftungsgerät aeroschool 600 brachte drexel und weiss ein Produkt auf den Markt, das die

Herausforderung „Gute Luft im Klassenzimmer“ gemeistert hat: Frischluft bei höchster Energieeffi­ zienz ohne Geräuschbelastung und ohne Zugluft. aeroschool 600 ist das bislang erste und weltweit noch immer einzige Schulklassenlüftungsgerät, das den strengen Prüfkriterien des Passivhaus Institut Darmstadt (PHI) für Schulklassenlüftungsgeräte entspricht – damit steht es für höchste unabhängig geprüfte Qualität.

Nähere Informationen: www.drexel-weiss.at

Vorteile des aeroschool 600 auf einen Blick: • Senken der Betriebskosten • Hohe Leistung – bis zu 850 Kubikmeter/Stunde bei hoher Stromeffizienz • Variable Kondensatabfuhr • Nachtauskühlung in der warmen Jahreszeit durch Bypass Funktion • Flexible Regelung durch CO2 Automatik, Zeitprogramm oder manuelle Bedienung • Einfache Wartung, Revisonsklappe seitlich • Lange Filterstandzeiten (1 x in den Sommerferien) • Geräuschlosigkeit durch leistungsfähige Schalldämpfer • Kein Zugluftrisiko • Hohe Architekturfreiheit – ideal für eine Verbauung • Optimales Raumklima – dadurch Steigerung der Leistungsfähigkeit • Schon über 600 verkaufte Geräte in Österreich, Deutschland und der Schweiz • Erstes und weltweit noch immer einziges PHI-zertifiziertes Schulklassenlüftungsgerät


158

DIE AUSGEZEICHNETE WÄRMEPUMPE MIT BIS ZU 100% PV-AUTONOMIE MECO Wärmepumpen präsentiert die revolutionäre Kompaktwärmepumpe NHWP – eine Energiezentrale auf nur 1 m2 Stellfläche. (PR) Die NiedrigenergieHausWärmePumpe, kurz NHWP, wurde beim Staatspreis Innovation 2017 als eine der Top 3 Innovationen ausgezeichnet. Egal ob Heizen, Kühlen, Lüften, Warmwasserbereitung oder bis zu 20 kWh PV-Speicherung, die NHWP vereint alles unter einer Hülle. Durch die perfekte Abstimmung eines integrierten Systems kann die NHWP kompakt, einfach und rasch installiert werden – eine Energiezentrale auf 1 m2 Stellfläche.

INFO: Dank des integrierten Speichers arbeitet die Wärmepumpe nicht nur effizient, sondern stellt auch die perfekte Speicherlösung in Kombination mit einer PV-Anlage dar.

Die sieben Effizienztechnologien der NHWP sind in dem steckerfertigen System perfekt aufeinander ab­ gestimmt. So ist die vollmodulierende Ausführung einerseits für den hohen SCOP von 5,33 verant­ wortlich, andererseits können dadurch auch geringe Energieangebote der PV-Anlage im 500 Liter-Behäl­ ter der NHWP gespeichert werden. Damit die wert­ volle Energie im Heizsystem bleibt, ist die NHWP mit dem patentierten Thermotresor ausgestattet und reduziert damit die Standby-Verluste um 50 %. Auch bei der Warmwasserbereitung ist die NHWP unschlagbar, denn Sie ist die weltweit erste Kom­ paktwärmepumpe mit Heißgastechnik und berei­ tet das Warmwasser um bis zu 34 % günstiger. Das

Warmwasser wird zudem mit einem Frischwasser­ system erwärmt, womit immer hygienisches, frisches Warmwasser zur Verfügung steht. Neben der Effizi­ enz spielt auch die Behaglichkeit eine wichtige Rolle. Der integrierte Lüftungsmanager der NHWP kühlt und entfeuchtet die Zuluft bei Bedarf im Sommer und wärmt die kalte Außenluft im Winter vor. Die Energie dafür wird aus der Erdsonde passiv entzogen, wodurch keine weitere Energie benötigt wird. Die Abstimmung aller Komponenten über­ nimmt der integrierte Energiemanager. In Kom­ bination mit den optionalen MECO-Raumthermostaten ist eine Regelung auf Raumebene mittels Taster oder APP einfach möglich. Wir beraten Sie gerne: 05332/81604, www.meco.at, office@meco.at Fotos: Ovum

Schon gewusst? Damit Sie mit einer PV-Anlage Ihr Warmwasser bereiten können, benötigen Sie mindestens ein Warmwasserspeichervolumen von der doppelten Verbrauchsmenge. Ein Vierpersonenhaushalt benötigt ca. 180 - 200 ltr WW/Tag. Die NHWP ist die einzige Kompaktwärmepumpe mit einem 5oo ltr-Speicher und bietet somit die Möglichkeit, das WW im Sommer mit bis zu 100 % kostenlosem PV-Strom zu bereiten.


Ing. Peter Krimbacher Geschäftsführer

Moderne Wärmepumpenlösungen vom Spezialisten! MECO Erdwärme ist der Wärmenpumpenspezialist in Tirol. Über 1450 installierte Anlagen von Landeck bis Kufstein und Kitzbühel. Heizen, Warmwasser und Kühlen. Smart und effizient. • Ob Erdwärme, Grundwasser oder Luftwärmepumpe – wir prüfen für Ihr Objekt die Möglichkeiten und bieten eine durchdachte Systemlösung. • Von der Planung, der Genehmigung, der Abwicklung einer Bohrung bis hin zur Installation der Wärmepumpe und der Fußbodenheizung. • Heizen, Kühlen, Warmwasser sowie eine durchdachte Kombination mit einer Wohnraumlüftung oder PV-Anlage. • Smarte Raumregelung für Heizen und Kühlen. Einfach in der Bedienung, über App steuerbar. • Wartung, Service und Vollgarantie für Ihr Heizsystem von bis zu zehn Jahren. • Systempartner für die revolutionäre Wärmepumpenlösung NHWP von .

Fotos: Meco

Fotos: Meco

Meco Erdwärme GmbH A-6322 Kirchbichl, Tirolerstraße 31 Tel.: +43 (0)5332 / 816040 office@meco.at, www.meco.at

Unser Erfahrungsschatz hilft uns, für individuelle Gebäude und Bedürfnisse die perfekte Lösung zu finden. Von der über Jahre hinweg optimierten Standardanlage bis hin zu neuen Systemlösungen für komplexe Herausforderungen. Unser Streben nach Qualität und Nachhaltigkeit spiegelt sich in unseren Anlagen wider und bildet die Grundlage unserer Geschäftsbeziehungen.

www.meco.at


160 innovatives Bürogebäude Haustechnik

Visualisierung: SONAAR

Ein Bürogebäude

im Grünen Die Alpinschule Innsbruck bekommt ein neues, höchst ressourcenschonendes Bürogebäude in Natters.

(CMS) In Natters entsteht derzeit ein neues Bürogebäude für 65 Mitarbeiter, welche in einem großen, sich über zwei Ebenen erstreckenden Raum zusammen arbeiten werden. Die Holzkonstruktion wird mit karbonisiertem Holz verkleidet, als Sonnenschutz für die großzügigen Glasfronten dient eine ganzjährig begrünte Stahlkonstruktion. Das Innsbrucker Team des international agierenden norwegischen Büros Snøhetta zeichnet für die Planung der Alpinschule Innsbruck (ASI) verantwortlich, während die Netzwerkbetriebe Alpsolar und Stiebel Eltron wichtige Beiträge zur Haustechnik liefern.

Ein Kellergeschoß und der aussteifende Gebäudekern in Stahlbeton ergänzen die vier Geschoße in Holz­ bauweise. Die materialverbrauchsoptimierte Kombi­ nation aus Holzrahmenbau und Massivholzbauweise zeugt wie der Gebrauch nachhaltiger Materialien, wie etwa Glasschaumschotter, Zellulosedämmung und naturbelassene Holzoberflächen, vom hohen Verant­ wortungsbewusstsein aller Beteiligten. Eine vorgelagerte grüne Fassade erfüllt unter­ schiedliche Funktionen und wirkt wie ein grüner Vorhang. Sie schützt die Gebäudehülle vor einer sommerlichen Überhitzung, direkter Sonnenein­ strahlung und erzeugt ein gebäudenahes Mikrokli­ ma. Des Weiteren dient sie als Blendschutz, ohne dabei die Büroräume vom Außenraum, der Natur, dem Wald, abzuschotten.


Foto: snohetta

Arch. DI Patrick Lüth, Leiter des Snøhetta Studios Innsbruck

Foto: Stiebel Eltron

Die Luft-Wasser-Wärmepumpen­kaskade von Stiebel-Eltron.

Die schwarze Holzfassade wird gemäß einer traditio­ nellen japanischen Methode der Holzkonservierung her­ gestellt. Durch ein leichtes Verkohlen der Holzoberfläche wird das Holz durch die Karbonisierung wasserdicht und somit haltbarer. Die karbonisierte Schicht schützt ebenfalls vor Insekten, keine chemische Behandlung des Holzes und kein weiterer Anstrich sind notwendig!

„Mit dem Entwurf für das neue Bürogebäude für die Alpinschule Innsbruck konnten wir ein offenes, flexibles Bürokonzept auf mehreren Etagen realisieren. Dieses offene Konzept findet sich nicht nur auf den einzelnen Stockwerken. Offene Galerieräume verbinden die verschiedenen Ebenen und schaffen so einen Raum über mehreren Etagen. Außerdem konnten wir für den Holzbau mit vorgehängter grüner Fassade auch ein innovatives Energiekonzept entwickeln.“ Visualisierung: @SONAAR

Die vorbildliche Haustechnik

Foto: alpsolar

Mittels einer Thermisch-Dynamischen-Gebäudesimu­ lation durch das erfahrene Team von Alpsolar wurde ein Energiekonzept entwickelt, das eine optimale Abstim­ mung zwischen Haustechnik und dem zweiseitig gänz­ lich verglasten Gebäude ermöglicht. Zu diesem Zweck wurden im Gebäude zonale Heizund Kühllasten, auftretende sommerliche und win­ terliche Überwärmungen, Raum- und empfundene Temperaturen, Luftfeuchte, u.v.m. dynamisch und realitätsnah, gemäß den lokalen Klimaverhältnissen errechnet und ausgewertet. Das neue Gebäude und das Bestandsgebäude werden über eine reversible Luft-Wasser-Wärmepumpenanlage der Firma Stiebel-Eltron (40 kW) in einer 3-er Kaskade geheizt und gekühlt. Die Wärme/Kälteverteilung erfolgt über das gemein­ same Heizungs- und Kälterverteilnetz. Die Belüftung von Büro- und sonstigen Aufenthaltsräu­ men im Gebäude erfolgt über mechanisch angetriebene Fensterflügel, welche über Raumtemperatur-, Feuchteund CO2-Fühler, sowie Windfühler vollautomatisiert angesteuert werden. Die natürliche Lüftung nutzt den thermischen Auftrieb sowie die Winddruckverhältnisse, um das Gebäude zu durchströmen. Der Öffnungsgrad des Fensterflügels und die Öffnungszeit sind abhängig von Umgebung und Raumklima, welches mittels Sollund Ist-Werten ständig überprüft wird.

DI Admir Music Alpsolar Klimadesign „Dieses Projekt zeigt, dass herkömmliche Fensterlüftungen sowie Fassadenbeschattungen durch Pflanzen durchaus als vollwertige Gebäude- und Technikkomponenten in der Planung berücksichtigt werden können, welche sich letztlich sehr effektiv auf das Raumklima auswirken. Die Tatsache, dass hier Außenluft als einzige Energiequelle für das Heizen, Kühlen und Belüften verwendet wird, macht das Projekt noch mehr attraktiv und ressourcenschonend.“


Fotos: Planungsbüro Lusser

Von der Haustechnik bis zum Brandschutz Die jahrelange Erfahrung im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes machte sich das Planungsbüro Lusser vor Jahren zu Nutzen und so wurde es zum Ansprechpartner Nummer eins, wenn es um das Erstellen von Brandschutzund Fluchtwegplänen geht. Das Leistungsspektrum des technischen Büros ist vielseitig. Neben der Planung von haustechnischen Anlagen, dem Abwickeln von Gewerbeeinreichprojekten und dem Erstellen von Energieausweisen ist das Anfertigen von Brandschutz- und Fluchtwegplänen ein wichtiger Punkt. Die geforderten und für den effizienten Feuerwehreinsatz erforderlichen Brandschutzpläne werden gemäß den Technischen Richtlinie für vorbeugenden Brandschutz erstellt. Diese Pläne müssen nach der Fertigstellung von den jeweiligen Bezirksfeuerwehrinspektoren vidiert werden. Das Planungsbüro steht in engem Kontakt mit den Verantworlichen, sodass schon während der Ausarbeitung Gespräche geführt werden und so eine reibungslose Umsetzung gewährleistet ist. Der Bereich „Brandschutz“ wird von speziell geschulten und motivierten Mitarbeitern betreut. Diese sind zum Teil auch ehrenamtlich bei der Feuerwehr engagiert und dort zum Teil in Führungspositionen tätig.

Planungsbüro Lusser GmbH A-6383 Erpfendorf, Rosenbühelweg 12 Tel.: +43 (0)5352 / 83050 office@planung-lusser.at www.planung-lusser.at

www.planung-lusser.at


FÜR JEDEN ANSPRUCH DIE PERFEKTEN FENSTER Unsere Architektenbetreuer stehen Ihnen als fachkundige Partner zur Seite und helfen Ihnen Zeit zu sparen – bei der Planung, Ausschreibung und Bauleitung. Mehr unter www.internorm.at

Alles spricht für Internorm


164 Sanierung Haustechnik

Komplettsanierung eines altehrwürdigen Gebäudes Die ehemalige Forstverwaltung Erpfendorf erstrahlt in neuem Glanz und mit modernster Haustechnik von Kracher Installationen (CMS) Das ehemalige Forstverwaltungsgebäude der K&K Domänendirektion Innsbruck wurde im Jahre 1893 erbaut und bis 1985 auch als Forstverwaltung der Österreichischen Bundesforste geführt. Die neuen Besitzer nahmen sich des erhaltenswerten Gebäudes an und verwandelten es in ein Wohnhaus der besonderen Art. Nach einer Komplettsanierung im Jahre 2018 konnten schließlich Wohneinheiten für die gesamte Bauherrenfamilie im Gebäude untergebracht werden. Die Firma Kracher Installationen aus Kirchdorf in Tirol übernahm bei der Generalsanierung alle wich­ tigen Aufgaben rund um die Haustechnik. Die ur­ sprünglichen Einzelöfen in den Räumen wurden im Jahre 2000 durch eine Erdgasheizung mit Heizkör­ pern ersetzt. Im Zuge der letzten Umbau- und Reno­ vierungsarbeiten wurde die gesamte Haustechnik auf neuesten Stand gebracht und eine Luft-Wärmepum­ pe, eine Fußbodenheizung, eine kontrollierte Wohn­ raumlüftung und eine aktive Kühlung eingebaut. Auch für die Ausstattung sämtlicher Bäder und WCs war die Firma Kracher Installationen zuständig. Aus dem alten Verwaltungsgebäude wurde so ein Wohn­ haus mit höchstem Komfort.

Aus dem Bestandsgebäude wurde ein schönes Wohnhaus mit modernster Haustechnik. Fotos: Gudrun Mitterhauser Photographie


Jochen Kracher (Geschäftsführer) mit Gattin Birgit

Viel Wohnkomfort für wenig Energie Das Team der Firma Kracher besteht aus echten Könnern. Themen wie dem „Passivhaus“ und „Energieeffizienz“ wird höchst aktiv und mit schlauen Strategien begegnet. In einem Passivhaus wird zwar an Energie gespart, nicht jedoch an Behaglichkeit. Sobald die Profis von Kracher am Werk sind, wird aus jedem Projekt ein Meisterwerk mit Wohlfühlcharakter. Von den mittlerweile 17 Mitarbeitern sind nicht weniger als vier geprüfte Meister ihres Faches. Das bedeutet für alle Kunden beste Qualität bei Betreuung, Planung und Ausführung – und das in allen Bereichen der Installation, wie erneuerbarer Energie, Bad, Gas, Wasser, Heizung, Lüftung, Schwimmbad, etc.

Fotos: Gudrun Mitterhauser Photographie, Rolart-Images, Kracher Installationen & Haustechnik GmbH

2864_Kracher-BadHeiz_2.pdf

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26.08.13

15:24

Chef Jochen Kracher selbst hat den Bereich Regelungstechnik über. Per Fernwartung steuert und regelt er die Hausanlagen seiner Kunden über das Handy oder den PC. Kracher installiert eben nicht nur Behaglichkeit, sondern auch Sicherheit – und das bereits seit über 60 Jahren.

Bad & Heizung A-6382 Kirchdorf/Tirol • Tel. 05352/77087 www.kracher-installationen.at

Kracher Installationen & Haustechnik Gmbh A-6382 Kirchdorf in Tirol, Salzburger Str. 1 Tel.: +43 (0)5352 / 77087 office@kracher-installationen.at www.kracher-installationen.at

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166 Gemeindeprojekt Haustechnik

Fotos: Markus/zweiraum.eu

So lässt sich’s lernen Die alte Volksschule der Gemeinde Mieming im Ortsteil Barwies wurde generalsaniert und um einen attraktiven Zubau erweitert. (CMS) Das alte Schulgebäude in Barwies wurde im Jahre 1988 eröffnet und entsprach nun nach 30 Jahren nicht mehr den Anforderungen eines modernen Schulbetriebes. Der Gemeinderat der aktiven e5-Gemeinde, die vor kurzem das dritte e erreichen konnte, hat sich also im Rahmen der Dorferneuerung und mittels eines geladenen Architektur-Wettbewerbes für eine Generalsanierung des Altbestandes und einen modernen Zubau entschlossen. Das siegreiche Innsbrucker Architektenteam Amann-Lutz nutzte als einziger Wettbewerbs-Teilnehmer den Hof neben der alten Schule an der Zufahrtsstraße für den Neubau und konnte so einen wunderschönen Freibereich im Süden des Gebäudes schaffen. Der moderne Zubau harmoniert perfekt mit dem Altbau und so werden beide gemeinsam zu einer stimmigen Einheit.


Foto: Markus/zweiraum.eu

Dr. Franz Dengg, Bürgermeister Mieming „Als e5 Gemeinde war es uns ein echtes Anliegen, höchste Qualität für unsere jüngsten Gemeindebürger zu schaffen.“ Fotos: Markus/zweiraum.eu

Foto: Markus/zweiraum.eu

Bmst. Ing. Elmar Draxl, Bauausschussobmann

Die Schüler betraten nach den Sommerferien erstaunt und höchst erfreut ihr neues Schulgebäude

„Die Zusammenarbeit innerhalb der Gemeinde, mit dem Planungsteam sowie mit den ausführenden Firmen hat bei diesem Projekt perfekt geklappt.“

Perfekt koordiniert und ausgestattet Foto: privat

Im Frühjahr 2018 begann man mit dem Zubau, in den Sommerferien darauf wurde der Altbau inner­ halb weniger Wochen saniert, sodass man schon mit Schulbeginn 2018 ins neue Gebäude einziehen konnte. Die Kinder und Lehrpersonen konnten „ihre“ Baustelle also hautnah miterleben und dem Unterricht über die gesamte Bauphase hinweg un­ gestört folgen. Im Zuge des Neubaues wurde sehr viel Wert auf ökologische Dämmstoffe und natür­ liche Oberflächen in den Innenräumen gelegt. Eine Photovoltaikanlage und eine Luft-Wasser-Wär­ mepumpe lösten die alte Gasheizung ab und so ist man auch umwelttechnisch gesehen fit für die Zukunft. Die Klassenräume sind mit einer Kom­ fortlüftung ausgestattet, was dem Wohlbefinden und dem Gesundheitszustand der Schüler in den letzten Monaten deutlich gut getan hat. >>

Ing. Dietmar Janicki, Energie- und Umweltausschuss-Stellvertreter „Das haustechnische Highlight ist zweifelsohne die Wärmepumpenkaskade, welche den höchsten Wirkungsgrad bei gleichzeitig niedrigen Schallwerten aufweist.“


168 Gemeindeprojekt Haustechnik

Fotos: Markus/zweiraum.eu

Das Herzstück der Haustechnik, die Wärmepumpen-Kaskade, befindet sich an der Hausfassade. So ist die Verbindung zwischen Alt- und Neubau bei diesem Projekt außen wie innen perfekt geglückt.

Einfach zum Wohlfühlen Neben den hellen, zweiseitig verglasten Klassen­ räumen gibt es viele freundliche, kindgerechte Aufenthalts- und Nebenräume, eine Bibliothek, eine Küche, eine Werkstatt und einen großzügigen Gartenbereich, welche den Schülern auch am Nachmittag Raum für Spiel und Spaß lassen. Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurde auch der un­ terirdische Turnsaal neu gestaltet und entspricht nun ebenfalls allen modernen Anforderungen. Mit nunmehr 6 Klassenräumen ist man mit der neuen Schule nun auch für eine wachsende Anzahl an Schülern in der Gemeinde gewappnet. Im Inne­

ren ist der Unterschied zwischen alt und neu kaum spürbar und so sind die Klassen im Bestandshaus keineswegs unattraktiver als die im Neubau. Die Idee vom offenen, kommunikativen Lernen ist in diesem neuen Schulgebäude perfekt umsetzund erlebbar und man fühlt sich auch als Besucher vom ersten Moment an willkommen und wohl. Ein intelligentes Lichtsystem, ein angenehmes Farbkonzept, viel Holz, Glas und gut durchdachte Blickbeziehungen runden das attraktive Erschei­ nungsbild der Innenräumen ab.


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170 VIESSMANN

Kompakter geht’s nicht! Neuheit: Ein Passivhaus-System auf nur 1,5 m2 Heizen, Kühlen, Lüften, Warmwasser und Waschen – so flüsterleise sowohl innen als auch außen. (PR) Aufgrund steigender Grundstückspreise wird der Platzbedarf der Haustechnik immer wichtiger bei der Auswahl des Heizsystems. Viessmann bietet eine kompakte Lösung, die auch in kleinsten Räumen Platz findet. Durch die Kombination aus Wärmepumpe und kontrollierter Wohnraumlüftung wird für ein dauerhaft behagliches Raum­ klima gesorgt. Die Wärmepumpe Vitocal 222-A/222-S nutzt die in der Außenluft enthaltene Wärme und ist absolut umweltfreundlich und kostengünstig – sie kann heizen und kühlen.

Innovatives Design, flüsterleise, flexible Platzierung Mit 30 dB in ca. drei Metern Abstand ist die Außen­ einheit eines der leisesten Geräte. Mit ihrem zeit­ losen Design integriert sich die Einheit perfekt in die Architektur eines Passivhauses und kann flexi­ bel platziert werden. Alle wichtigen Komponenten wie Pumpen, Umschaltventile, Hydraulik, Rege­ lung und Verrohung sind integriert und schaffen so freien Platz an den Wänden. Die kompakte Inneneinheit ist so flüsterleise, dass sie sogar in den Wohnräumen montiert werden kann.

Kurze Montagezeit Auf Grund vieler vorinstallierter Komponenten sinken die Kosten bei der Montage. Durch die per­ fekt abgestimmten Zubehörteile ist das Gerät ideal für Niedrigenergie- und Passivhäuser ausgelegt.

Höchster Warmwasserkomfort in der Kompakt-Geräteklasse Die Vitocal 222-A/222-S verfügt über einen großen integrierten 220-Liter-Speicher-Wassererwärmer. Durch eine patentierte Einström-Vorrichtung wird der Spitzenwert von 290 Litern warmen Wasser mit 40 °C erreicht.

Sicher und energieeffizient in Verbindung mit einer PV-Anlage Speziell für Niedrigenergie- und Passivhäu­ ser eignet sich die Vitocal 222-A/222-S ideal als Wärmeerzeuger. Immer mehr Hausbesitzer wollen den Strom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage für E-Mobilität und Wärmepumpe nutzen um sich damit ein Stück weiter unabhängig zu machen. Die Wärmepumpe Vitocal 222-A/222-S kann so­ fort mit einer PV-Anlage verbunden werden und den eigens produzierten Strom nutzen. Die Kombi­ nation modernster Wärmepumpen- und Lüftungs­ technik, in Verbindung mit einer intelligenten Re­ gelung sorgt für niedrige Betriebskosten und hoher Betriebssicherheit.

Online Service Vitoconnect – die Internetschnittstelle – er­ möglicht es, mit der ViCare-App die Anlage bequem von der Ferne selbst zu überwachen und zu bedienen. Auf Wunsch kann das System direkt beim Werkskundendienst von Viessmann aufgeschaltet werden. Systemoptimierungen und Wartungsmaßnahmen werden so erkannt und umgehend bearbeitet – außerdem sichert die Vitoconnect die Fünf-Jahres-Garantie.


Viessmann Vitocal 171

Fotos: Viessmann

INFO: Profitieren Sie von diesen Vorteilen • Gutschein für eine Miele Waschmaschine • Modulare Systemkombination mit geringem Platzbedarf • Hocheffiziente und leise Außeneinheit Vitocal • Zentrales Lüftungsgerät Vitovent 300-W mit modularem Luftverteilsystem für nahezu jedes Anforderungsprofi • Einfache Montage der gesamten Haustechnik-Zentrale • Systemlösung aus einer Hand (Heizen, Kühlen, Lüften, Warmwasser und Waschen)

Viessmann Gesellschaft m.b.H. Viessmannstrasse 1 A-4641 Steinhaus bei Wels Tel: +43 (0)7242 / 62381-110, Fax: -440 info@viessmann.at, www.viessmann.at

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172 solarelektrische Energie

Elektrische Direktheizung

mit Photovoltaik Fotos: @my-PV

Auch für Raumwärme geeignet? (PR) Wann ist es sinnvoll, eine solarelektrische Direktheizung auch für Raumwärme zu verwenden? Während diese Frage bei Bestandsgebäuden noch umstritten ist, ist die Antwort bei Passivhäusern schon längst klar. „Kabel statt Rohre“ vereinfachen nicht nur die Installation, mit dem AC•THOR PhotovoltaikPower-Manager von my-PV werden elektrische Wärmeerzeuger zudem auch noch photovoltaiktauglich! Das günstigste Einfamilienhaus in Holzriegelbauweise steht in Ried in der Riedmark (Oberösterreich).

für diese Art der Haustechnik. Die stufenlose Leis­ tungsregelung des AC•THOR gleicht Erzeugungs­ schwankungen der Photovoltaikanlage exakt aus und gibt die verfügbare Leistung präzise an einen EWarmwasserboiler und an die Raumheizung weiter. Dank der Ein­sparungen bei der Photovoltaik- und Heizungs­technik kostete das Haus unter 100.000 Euro.

Die Heiztechnik des AC•THOR von my-PV passt in einen kleinen Abstellraum

Nach unserer Empfehlung als Hersteller kommt eine solarelektrische Direktheizung für Raumwärme nur in Gebäuden mit sehr niedrigem Heizwärmebe­ darf in Frage. Passivhäuser sind somit prädestiniert

Die Art des Energieträgers, mit dem die Wärme in die Räume eingebracht wird, ist für my-PV uner­ heblich. So könnten auch konventionelle, wasserge­ führte Wärmeverteilsysteme durch einen E-Heiz­ stab im Pufferspeicher versorgt werden. Deutlich einfacher und preisgünstiger erweisen sich mittler­ weile allerdings elektrische Heizmatten im Fußbo­ den. Wie bei wassergeführten Fußbodenheizungen bieten auch sie den Vorteil, dass die Masse des Bo­ dens thermisch aktiviert werden kann. Dieser kann neben dem Warmwasserboiler somit als Wärme­ speicher für photovoltaische Überschüsse verwen­ det werden. Erzeugungsschwankungen gleicht der AC•THOR gut aus. Als „Backup“ kann – optional – das öffentliche Stromnetz fungieren. In einem Haus mit 120 Quadratmeter Nutzfläche kann der Estrich bei nur vier Grad Temperaturhub immerhin 25 kWh an Energie bevorraten. Das Pas­ sivhaus wird dadurch zum Photovoltaikspeicher!


Passiv- und Niedrigenergiehäuser sind prädestiniert für Heizung mit Photovoltaik.

Ing. Markus Gundendorfer, Vertriebsleiter

Mit my-PV wird die Haustechnik elektrisch Vor fünf Jahren erfand der Hersteller my-PV eine Lösung für Warmwasser mit Photovoltaik und positionierte sie sehr erfolgreich auf dem Markt. Jetzt geht das Unternehmen aus Neuzeug einen Schritt weiter und macht auch die Raumwärme solar-elektrisch.

mit Strom und Die innovative Produktneuheit AC•THOR regelt nicht nur die ••• Nutzen Sie die Energie der Sonne, um Ihr Passivhaus

Heizstäbe zurDas Warmwasserbereitung, sondern auch elektriWarmwasser zu versorgen sowie optional auch elektrisch zu beheizen: macht Heizmatten und Infrarotpaneele. Das Ergebnis: Der Überder neue Photovoltaik-Power-Manager AC•THOR möglich. Mit sche ihm wird die komplette schuss wird intelligent gemanagt, der Eigenverbrauch weiter erhöht und die Betriebskosten werden deutlich reduziert. AC•THOR ist ein innovatives, formschönes Gerät, das die PV-Energie regelt und steuert sich neue Speicherkapazitäten, die Gleichzeitig erschließen – und sie automatisch dorthin leitet, wo sie benötigt wird. Sie können zurücklehnen für diesich Energiewende dringend benötigt werden. Haustechnik elektrisch: Verlegen Sie Kabel statt Rohre. Einfach und wirtschaftlich! Der

und Strom, Warmwasser sowie Heizung aus umweltfreundlichem Solarstrom ganz ein-

Hersteller my-PV GmbH wurde 2011 von ehemaligen Fühfach genießen. Mehr Infos zum neuen AC•THOR finden Sie auf Der www.ac-thor.com

rungskräften eines Solarwechselrichterherstellers gegründet und hat sich seitdem zu einem bedeutenden Hersteller für die Warmwasserbereitung mit Photovoltaik entwickelt. 2013 hat my-PV die DC ELWA für Warmwasser mit Photovoltaik erfunden. 2015 folgte das Wechselstrom – Modell AC ELWA, das überschüssigen Strom netzgekoppelter Photovoltaikanlagen in Wärme umwandelt.

Fotos: my-PV GmbH

my-PV GmbH A-4523 Neuzeug, Teichstrasse 43 Tel.: +43 (0)7259 / 39 32 8 info@my-pv.com, www.my-pv.com

Bei Passivhäusern, welche fast keine Raumwärmeenergie benötigen passen diese PV-Wärmekonzepte perfekt, denn die Energieverbräuche für WW und Strom ist gleichmäßig über das Jahr verteilt. Leistbares Wohnen der einfachen Haustechnik ist bei gutem Gebäudestandard so möglich!

www.my-pv.com


174 Energie im Gespräch Haustechnik

Energie im Gespräch Die open energy AG mit Sitz in Wien und Innsbruck, verbindet innovative und leistbare Energie-Datenverarbeitung mit der dezentralen Energie-Erzeugung für Wärme, Kälte und Solarenergie.

Foto: open energy AG

(CMS) Das Team von open energy analysiert, errichtet, finanziert und betreibt dezentrale Wärme- und Kälteanlagen, Fernwärme Stationen, sowie Photovoltaik- und Solarthermieanlagen für Immobilien ab ca. 20 Einheiten, sowie für Gewerbebetriebe. Ein zusätzlicher Fokus ist das eigenentwickelte Energiemonitoring System, sowie alle dazugehörenden technischen Dienstleistungen. Im Gespräch mit Vorstandsmitglied Ingenieur Nicolas Tucan durften wir mehr über das innovative Unternehmen erfahren. PASSIVHAUSmagazin: Wie hat sich das Unternehmen seit seiner Gründung im Jänner 2015 Aufgabenspezifisch entwickelt und verändert? Nicolas Tucan: Anfangs konzentrierten wir uns auf den Firmenaufbau, die Strukturierung der Ge­ schäftsmodelle und die Entwicklung der EDV-Syste­ me. Unser Mitgründer Herr Ing. Martin Schweitzer, der seit 1986 ein Softwarehaus für individuelle Soft­ wareentwicklung mit Schwerpunkt Energiedaten­ verarbeitung und Logistik besitzt, ist für den Bereich New Economy bei uns zuständig. Er hat unser En­ ergiemonitoring System von Beginn an konzipiert und neu entwickelt. Eine weitere wesentliche Part­ nerschaft betrifft eine Kooperation für die Abrech­ nungsdienstleistungen gemäß Heizkostenabrech­ nungsgesetz und dem dazugehörigen Zählerwesen in den Wohnungen. Unser großes Know-how mit

der partnerschaftlichen Unterstützung schafft eine wesentliche Kompetenz, damit die Abrechnung ge­ setzeskonform, effizient und günstig durchgeführt werden kann. Unser Ziel ist es, unsere Kunden ge­ samtheitlich zu beraten und sämtliche Energie­ dienstleistungen „Alles aus einer Hand“ anbieten zu können. Von der Planungsunterstützung über Errichtung, Finanzierung, Betriebsführung, Abrech­ nung bis hin zu dem besten und professionellsten Energiemonitoring System im Markt als „Susi sorg­ los“ Paket. PASSIVHAUSmagazin: Wo liegen die größten Herausforderungen für das Team von „open energy“ in Zeiten des Klimaschutzes? Nicolas Tucan: Derzeit gibt es unterschiedliche Be­ wegungen bezüglich des Klimaschutzes und des ef­ fizienten Einsatzes von Primärenergieträgern. Die eine Seite betrifft die Politik mit ihren Vorgaben auf EU- und nationaler Ebene und reicht bis hin zu verschiedensten Fördermodellen für Wohnungs­ kompaktstationen, Pelletsanlagen, Solaranlagen und Fernwärmesystemen. Die andere Seite betrifft die Bauträger und Immobilienentwickler, wo langfri­ stige Lebenszykluskosten und die nachhaltige um­ weltfreundliche Nutzung immer relevanter werden und ein effizientes Energiemonitoring-System vo­ rausgesetzt wird. Es gibt einen Trend, die Gebäude mit der Energiever­ sorgung wesentlich effizienter als früher zu gestalten und auch die Kälteerzeugung in das Gesamtkonzept mit einzubeziehen. Die Herausforderung dabei ist


Haustechnik Energie im Gespräch 175

Fotos: open energy AG

„Im Zentrum unserer Leistungen steht immer der Kunde. Für jede Situation gibt es die optimale Lösung – wir finden sie.“ Das Gründerteam von open engergy: Ing. Nicolas Tucan (Vorstand Sales & Marketing), Dipl. Ing. Norbert Horvath (Vorstand Technik), Ing. Kurt Lechner (Prokurist und Leiter der Niederlassung für Westösterreich), Ing. Martin Schweitzer (Prokurist, Bereichsleiter New Economy & IT)

es, alle vorhandenen Primärenergieträger möglichst sinnvoll einzusetzen und effizient zu nutzen. open-energy beschäftigt sich mit all diesen Trends und wickelt die Projekte je nach Ökologiewunsch, Fördervorgaben und anderen Rahmenbedingungen individuell für seine Kunden unter Berücksichtigung aller sinnvoll nutzbaren Technologien ab. Fernwär­ meanlagen haben bereits jetzt einen sehr hohen Stel­ lenwert bei uns und die Photovoltaikanlagen werden vermehrt bei Neubauprojekten eingesetzt. Im Sanie­ rungsbereich von Altanlagen gilt der Grundsatz, jede Ölanlage, die ersetzt wird, ist ein ökologischer und ein wirtschaftlicher Vorteil. Jede Einsparung durch Effizienzsteigerung, Niedertemperatursysteme und geringerem Heizwärmebedarf durch bessere Gebäu­ deisolierung wirkt nachhaltig. Allerdings müssen wir uns auch mit der Realität auseinandersetzen, solange wir mehr Energie benötigen als ökologisch nutzbar ist, gibt es kein Gleichgewicht. Wir müssen einfach sorgsam, sparsam und effizient mit den vor­ handenen und begrenzten Ressourcen umgehen. PASSIVHAUSmagazin: Welche Art von Projekten betreut das Unternehmen und welche Aufgaben werden dabei von „open energy“ übernommen? Nicolas Tucan: Wir sind angetreten, um kundenori­ entiert dezentrale hocheffiziente Energieprojekte für Wärme-, Kälte- und Solarenergie zu realisieren. Ein

Schwerpunkt dabei ist die möglichst frühe Einbin­ dung von open energy bereits in der Planungsphase, um einen effizienten und wirtschaftlichen Einsatz der Primärenergieträger zu gewährleisten, Doppel­ gleisigkeiten zu vermeiden und die spätere Optimie­ rung des Energiehaushaltes vorzubereiten. Danach ist unsere Hauptleistung die effiziente Betriebsfüh­ rung neben der Wärme-, Kälte- und Solarenergielie­ ferung, sowie die Abrechnung mit den Wohnungs­ nutzern. Wir setzen bei der laufenden Überwachung der Anlagen auf einen größtmöglichen Automatisie­ rungsgrad und binden unser eigenes Energiemoni­ toring System zur Optimierung ein. Im Anlagencon­ tracting steht immer die Effizienz im Vordergrund, da auch der Wirkungsgrad durch den Arbeitspreis garantiert ist. Verkauft wir immer die erzeugte und gelieferte Energie gemessen nach der Erzeugungsan­ lage und nicht davor. Die Qualität der Anlage ist da­ bei maßgeblich entscheidend und eine effektive Be­ treuung reduziert die Störanfälligkeit. Jede Störung, die vermeidbar ist, ist ein Vorteil für Alle. Langfristig betrachtet gewährleistet das Anlagencontracting wesentlich günstigere Gesamtkosten über den Ob­ jektlebenszyklus mit der optimalen technischen Be­ treuung der Immobilie. Das Interview in voller Länge können Sie unter www.passivhaus.at nachlesen.

www.open-energy.at office@open-energy.at


176 Klimaziele ERNEUERBARE ENERGIEN

So erreichen wir die Klimaziele DI Vera Immitzer, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Photovoltaic Austria, erläuterte in einem Gespräch ganz klar und konkret ihre Standpunkte zum Erreichen der Klimaziele. (CMS) Der Bundesverband Photovoltaic Austria ist die Interessensvertretung, die sich für einen Ausbau der Sonnenstromtechnologien in Österreich einsetzt. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen eine aktive Öffentlichkeits- und Pressearbeit, Mitgliederbetreuung, Strategieentwicklung sowie Aufbau von Netzwerken und der Kontakt zur Politik. Dabei Vertritt der PVA die Interessen von rund 400 Firmen aus der Industrie, dem Handel und dem Gewerbe, um die Photovoltaik als entscheidende Zukunftstechnik zu platzieren. Unabhängigkeit und Überparteilichkeit sind selbstverständlich.

PASSIVHAUSmagazin: Wie schätzen Sie generell das Erreichen der geplanten Ziele bei der Umstellung der Stromerzeugung auf 100% erneuerbare Energie in Österreich ein und sind diese Pläne überhaupt realisierbar? Vera Immitzer: Die, in der Klima- und Energie­ strategie genannte, 100%ige Stromversorgung aus erneuerbaren Energiequellen (national bilanziell) – ist auf jeden Fall ambitioniert aber auch schaffbar, wenn endlich eindeutige und zielstrebige Wege ein­

geschlagen und nicht mehr nur schöne Worte ge­ sprochen werden. 15 GWp Photovoltaik sollen bis dahin in Summe installiert sein, um diesem Ziel zu entsprechen. Dieser PV-Ausbau ermöglicht damit die Versorgung aller österreichischen Haushalte mit Sonnenstrom. Um diesen Ausbau zu ermöglichen, arbeitet das zu­ ständige Ministerium unter Bundesministerin Eli­ sabeth Köstinger an einem Erneuerbaren-AusbauGesetz, das den Weg ebnen soll. Viel Zeit bleibt nicht mehr. Etwas weniger als 12 Jahre stehen zur Verfü­ gung, um die Ziele bis 2030 zu erreichen. Dem­ entsprechend soll das neue Gesetz bereits ab dem nächsten Jahr starten und die dringend notwendige Umstellung wesentlich vorantreiben. PASSIVHAUSmagazin: Wie sehen Sie die aktuellen Entwicklungen im Bereich des ErneuerbarenAusbau-Gesetzes? Welche Rolle spielt hier die Photovoltaik? Vera Immitzer: Die Überlegungen des Ministeriums zum Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz gehen teilweise in die richtige Richtung und die bisher bekannten Eckpunkte lassen durchaus Optimismus zu. Die ge­ nannten Punkte sind allerdings noch viel zu unkon­ kret und dementsprechend schwer ist zu bewerten, ob damit das Ziel von 100% Erneuerbare – oder laut unserer Rechnung eben 15 GWp PV – zu erreichen ist. Dafür müssen wir die installierte PV-Leistung


ERNEUERBARE ENERGIEN Klimaziele 177

DI Vera Immitzer, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Photovoltaic Austria über unsere realistischen Chancen, die Klimaziele auch zu erreichen. Foto: Bundesverband Photovoltaic Austria

in den nächsten zehn Jahren verzehnfachen. Das kann klarerweise nicht von null auf hundert gehen, sondern es braucht kontinuierliches Wachstum. Darauf muss sich die gesamte Branche vorbereiten. Ganz wichtig bei der Energiewende ist hier auch die Bevölkerung, die als Partnerin gewonnen wer­ den muss. Denn nur gemeinschaftlich ist die Abkehr von fossiler Energie, hin zu erneuerbarer En­ ergie möglich. PASSIVHAUSmagazin: In welcher Form können Sie und das Team von PV-Austria Einfluss auf die Pläne und Vorhaben seitens der Politik nehmen? Vera Immitzer: Als PV-Verband haben wir bereits 2018 ein ausführliches Konzept über die notwen­ digen Rahmenbedingungen und effiziente Anreiz­ systeme ausgearbeitet, die es braucht, um den Zu­ bauboom auszulösen. Seit Monaten stehen wir dazu auch im Austausch mit dem zuständigen Ministeri­

um. Das ist leider ein sehr langwieriger Prozess, und der Weg hin zu einer 100%igen Stromversorgung durch Erneuerbare scheint noch lang. Die PV wird mitunter einen der größten Beiträge für dieses Ziel liefern können, wenn das neue Gesetz auch wirklich zukunftsorientiert und effizient gestaltet wird. PASSIVHAUSmagazin: Was wären für Sie die wichtigsten Schritte und Maßnahmen zur Verbesserung der derzeitigen (klimatischen) Situation? Vera Immitzer: Oberste Priorität hat natürlich der Umstieg von fossiler auf erneuerbare Energie in al­ len Bereichen – Mobilität, Industrie und Haushalte. Hier bietet die Photovoltaik enorm viel Potenzial. Um dieses Potenzial vollständig nutzen zu können brauchen wir einerseits adaptierte Rahmenbedin­ gungen und andererseits finanzielle Anreize. Klas­ sische finanzielle Anreize sind weiterhin sinnvoll – in einem Fördersystem, das sicherlich zu größerer Effizienz auch in Richtung Investitionsförderungen kleinerer und mittelgroßer Anlagen umgestaltet werden muss. Bei großen Anlagen über 500 kWp sollte man dagegen zukünftig mit spezifischen Aus­ schreibungen arbeiten. Über allen steht aber die Adaption der Rahmenbedingungen, denn nur mit Förderungen allein wird der benötigte Ausbau nicht erreicht werden. Hier geht es etwa um Sensibilisie­ rung der Bevölkerung und auch um die Aus- und >> Weiterbildung von Fachkräften.

Grafik: Bundesverband Photovoltaic Austria


178 Klimaziele ERNEUERBARE ENERGIEN

15 GWp Photovoltaik 2030...

Zukünftig muss es auch möglich sein mit einer PVAnlage Personen in der Nachbarschaft zu versorgen. So sollte generell der Handel mit eigenerzeugtem Strom ermöglicht werden. Eine weitere längst über­ fällige Maßnahme ist die Streichung der Eigenver­ brauchssteuer für selbsterzeugten und selbstver­ brauchten Strom. PASSIVHAUSmagazin: Gibt es neben der Photovoltaik für Sie weitere Alternativen, die in Österreich sinnvoll nützbar wären? Vera Immitzer: Gemeinsam mit allen Erneuerbaren Verbänden haben wir eine Strategie zur Zielerrei­ chung erarbeitet, in der klar zu sehen ist, dass nur durch die Kombination aus allen Technologien – an­ gefangen bei Photovoltaik über Kleinwasserkraft und Windenergie bis hin zu Biomasse und Biogas – diese große Herausforderung bewältigt werden kann. Hier bieten die Spezifika und Stärken der unterschied­ lichen Technologien optimale Voraussetzungen für einen funktionierenden und gelungenen Energiemix.

Grafiken: Bundesverband Photovoltaic Austria

PASSIVHAUSmagazin: Strom ist längst nicht mehr nur zum Betreiben von Elektrogeräten verwendbar. Was gibt es für Anwendungsfelder? Vera Immitzer: Immer mehr Anwendungen werden auf Strombasis umgestellt. Die treibenden Kräf­ te dafür sind die elektrische Mobilität und die in­ dustriellen Prozesse, die zunehmend von fossil auf Strombasis umgestellt werden. Selbst produzierter Strom kann auch für die Wärmebereitstellung mit­ tels Heizstab, Infrarot oder Wärmepumpe genutzt werden. Dementsprechend wird der Stromver­ brauch, trotz steigender Effizienz, in den kommen­ den Jahren ansteigen. Die Umstellung macht aber nur Sinn, wenn der Strom ausschließlich aus erneu­ erbaren Quellen stammt. Hier kann der Strom aus der PV-Anlage vielseitig angewendet und in jede Energieform gewandelt werden. Das macht die PVAnlage zu so einer zukunftsorientierten und nach­ haltigen Möglichkeit Strom zu erzeugen. Auch wird die Raumkühlung in Zukunft vor dem Hintergrund des Klimawandels immer stärker an Bedeutung ge­ winnen und deckt sich optimal mit der Strompro­ duktion einer PV-Anlage. Durch den Aspekt der Stromspeicherung wird die Flexibilität der Strom­ nutzung weiter fokussiert. Bleibt dann noch ein Überschuss über, können Sie diesen an Ihren En­ ergieversorger verkaufen und zukünftig hoffentlich auch ihren Nachbarinnen und Nachbarn verkaufen.


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182 Wasserkraft ERNEUERBARE ENERGIEN

Die neue Energiewelt Neue Technologien und Ansätze werden die Energiewirtschaft prägen. Die Schweizer Axpo setzt auf Innovationen. (lisi) Die Axpo tätigt nachhaltige Investitionen in die Technologien der Zukunft und ist zudem der größte Produzent für erneuerbare Energien in der Schweiz. Im Interview mit dem PASSIVHAUSmagazin spricht der Energieexperte und Leiter der „Division Hydroenergie & Biomasse“, Jörg Huwyler, über Energielösungen der Zukunft, mögliche Zusatznutzen der Wasserkraft, den Umweltaspekt und die Vorteile der Ressource Wasser oder das kürzlich realisierte Vorzeigeprojekt des Pumpspeicherwerks Limmern.

Die Wasserkraft genieSSt nicht umsonst eine hohe Akzeptanz bei der Bevölkerung

PASSIVHAUSmagazin: Das Pumpspeicherwerk Limmern gilt als einer der bedeutendsten und auch modernsten Kraftwerksausbauten der Axpo. Können Sie uns Eckpunkte dieses Mega-Projektes nennen? Jörg Huwyler: Das Pumpspeicherwerk Limmern weist eine Pump- und Turbinenleistung von je 1.000 MW auf und wird damit einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit in der Schweiz leisten. Die Staumauer ist mit 1.054 Metern die längste der Schweiz. Sie steht auf rund 2.500 Metern über dem Meer und ist damit die höchst gelegene in Europa. Mit dem verbauten Beton könnte man rund 2200 Einfamilienhäuser bauen und das Volumen des auf­ gestauten Muttsees mit 23 Mio. m3, entspricht dem von 9.200 olympischen Schwimmbecken. PASSIVHAUSmagazin: Gibt es aus Ihrer Sicht vergleichbar innovative Projekte auch in Österreich? Jörg Huwyler: In Österreich gibt es diverse ähnliche Projekte, wenn auch nicht in dieser Größe. Beispiele sind hier das Kopswerk II bei den Vorarlberger Ill­ werken oder die Pumpspeicherwerke Häusling, Reisseck II und Limberg II beim Verbund. PASSIVHAUSmagazin: In Anbetracht an die Technologie: Worin liegt der Unterschied zwischen einem Pumpspeicherwerk und einem herkömmlichen Speicherkraftwerk?


ERNEUERBARE ENERGIEN Wasserkraft 183

Die neue Staumauer am Muttsee ist mit 1.054 Metern die längste der Schweiz. Sie steht auf rund 2.500 Metern über Meer und ist damit zugleich die höchstgelegene in Europa.

Fotos: Axpo

Jörg Huwyler: Im Gegensatz zu reinen Speicher­ kraftwerken können Pumpspeicherwerke wie das PSW Limmern nicht nur Spitzenenergie erzeugen. Sie können auch Stromüberschüsse, die während Schwachlastzeiten anfallen, in wertvolle Spitzen­ energie umwandeln. Die Pumpturbinen können je nach Laufrichtung Wasser in den höher gelegenen Speichersee zur Speicherung hochpumpen und dann bei Bedarf zur Stromerzeugung turbinieren. Sie funktionieren quasi wie eine riesige Batterie und helfen durch ihren flexiblen Einsatz, die teils mas­ siven Schwankungen im Stromnetz auszugleichen, die aufgrund der Produktion von unregelmäßig anfallendem Wind- und Solarstrom vermehrt auf­ treten. PASSIVHAUSmagazin: Auch wenn Kraftwerksanlagen einen Eingriff in die Natur bedeuten, überwiegen in Anbetracht an den Umweltaspekt die Vorteile der heimischen Ressource Wasser doch klar. Welche sind das aus Ihrer Sicht? Jörg Huwyler: Die Stromproduktion aus Wasser ist erneuerbar und praktisch CO2-frei, Wasserkraft ist speicherbar und kann damit bedarfsgerecht abgeru­ fen werden. Zudem ist die Technik ausgereift. Die Anlagen sind beständig, produzieren über mehrere Jahrzehnte zuverlässig und kontinuierlich Strom und erreichen einen sehr hohen Wirkungsgrad von bis zu 90 Prozent. Die Wasserkraft genießt nicht umsonst eine hohe Akzeptanz bei der Bevölkerung - auch weil dank Wasserzinsen Geld in die Bergge­ biete zurückfließt und dort zudem Arbeitsplätze ge­ schaffen werden.

PASSIVHAUSmagazin: In Zeiten, in denen Klimaschutz groß geschrieben wird: Wo und wie schauen aus Ihrer Sicht Energielösungen der Zukunft aus? Jörg Huwyler: Die Stromproduktion wird erstens dezentraler und die Stromspeicherung gewinnt an Bedeutung. Weil immer mehr Strom aus Windund Solarkraftwerken stammt und diese Produk­ tion schwankt und nicht zuverlässig planbar ist, werden Regelkraftwerke wie die Pumpspeicher immer wichtiger werden. Zudem werden neue Technologien und Ansätze wie Robotic Process Automation, Machine Lear­ ning, Big Data, Advanced Analytics, oder Block­ chain die Energiewirtschaft weiter prägen. Nur wer die Chancen der Digitalisierung wahrnimmt und aktiv nach besseren, schnelleren und effizi­ enteren Lösungen sucht, wird sich der neuen En­ ergiewelt erfolgreich behaupten können. PASSIVHAUSmagazin: Sehen Sie – abgesehen von der Stromerzeugung – auch weitere Zusatz>> nutzen bei der Wasserkraft?

Der Stausee des Pumpspeicherwerks Limmern.

Jörg Huwyler, Leiter Division Hydroenergie & Biomasse.


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Energieeffizientes Bauen mit dem Baumeister

Foto: Ch. Ascher

Energieeffizientes Bauen ist ein Weg, den Brennstoffverbrauch von Häusern zum Wohle des Klimas und des eigenen Geld­ beutels drastisch zu senken. Es ist daher nicht verwunder­ lich, dass die Anforderungen an die Energieeffizienz stetig erweitert werden. Laut der EULandesinnungsmeister DI Anton Rieder: Energieeffizienz-Richtlinie sol­ „Hoher Komfort erfordert keineswegs len künftig alle Privathäuser einen hohen Energiebedarf. auf Niedrigstenergiestandard Dank moderner Technologien und gebaut werden. Wer sich schon perfekter Wärmedämmung jetzt für diese hocheffiziente erzeugen gut durchdachte Häuser Bauweise entscheidet, sichert mehr Energie, als sie verbrauchen.“ damit den zukünftigen Wert des Hauses. In erster Linie spielt eine gute Wärmedämmung und Abdichtung der Gebäudehülle eine entscheidende Rol­ le. Nicht wegzudenken sind auch wärmedämmende Fenster samt Mehrfachverglasung und gut abgedichteten Türöffnun­ gen. Je dichter das Haus, desto geringer ist der Heizbedarf.

Foto: AdobeStock/guy

(PR) Wer energieeffizient baut, leistet nicht nur einen wesentlichen Beitrag für das Klima und die Umwelt, sondern profitiert darüber hinaus von einem innovativen und kostensparenden Zuhause.

Mit einem energieeffizienten Gebäude leisten Sie nicht nur einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz, Sie profitieren außerdem von niedrigeren Betriebskosten.

Neben dem Niedrig- und Niedrigstenergiehaus besteht die Möglichkeit, ein Passivhaus zu errichten, welches fast voll­ ständig luftdicht gebaut wird und mit einer modernen Kom­ fortlüftung ein gesundes Wohnklima schafft. Grundlegende Voraussetzung für eine nachhaltige Baukultur ist neben der Energieeffizienz auch die Gewinnung von erneuerbarer Ener­ gie. Nachhaltiges Bauen hat viele Facetten und braucht eine spezielle Planung, die richtigen Materialien und eine fachge­ rechte Ausführung. Tiroler Baumeister errichten dank ihres Know-hows innovative, energieeffiziente und kostensparende Häuser und stehen den künftigen Bewohnern vom Erstent­ wurf über die Beratung der Fördermöglichkeiten bis zur ter­ mingerechten Übergabe zur Seite.


ERNEUERBARE ENERGIEN Wasserkraft 185

Die Pumpturbinen funktionieren quasi wie eine riesige Batterie und helfen durch ihren flexiblen Einsatz, die teils massiven Schwankungen im Stromnetz auszugleichen, die aufgrund der Produktion von unregelmäßig anfallendem Wind- und Solarstrom vermehrt auftreten.

Jörg Huwyler: Die Talsperren in den Alpen wirken sich positiv auf den Hochwasserschutz aus. Sie hal­ ten bei starkem Niederschlag große Wassermengen zurück. Die Stauanlagen an Flüssen ermöglichen zudem vielen verschiedenen Tier- und Pflanzen­ arten einen attraktiven Lebensraum. So konnten sich das Umland einzelner Kraftwerke in der Schweiz in den vergangenen Jahrzehnten gar zu Amphibienlaichgebieten von nationaler Bedeu­ tung entwickeln. Nicht zuletzt wurden die impo­ santen Talsperren zu beliebten Schweizer Ausflugs­ zielen. Rund um die Stauseen entstanden zum Teil weitläufige Wandergebiete. PASSIVHAUSmagazin: Was glauben Sie: Warum spielt die Wasserkraft in der Schweiz und auch in Österreich eine deutlich größere Rolle als in anderen europäischen Ländern? Jörg Huwyler: Mit ihren beträchtlichen Wasser­ reserven in den Alpen verfügen die Schweiz und Österreich über eine kostbare Ressource zur Strom­ erzeugung. Die Alpen bieten dank der günstigen to­ pographischen Verhältnisse ideale Voraussetzungen für die Wasserkraftnutzung. Zum anderen verfügen beide Länder über beträchtliche Niederschlags­ mengen und in den Frühlings-/Sommermonaten Schmelzwasser, das die Flüsse und Stauseen füllt. In der Schweiz hat die Wasserkraft lange Tradition: Be­ reits im 19. Jahrhundert wurde erstmals in St. Mo­ ritz mittels Wasserkraft Strom erzeugt. Inzwischen zählt das Land 697 Wasserkraftwerke, die rund 60 Prozent der Schweizer Stromproduktion abdecken. PASSIVHAUSmagazin: Axpo ist der größte Stromproduzent der Schweiz – Sie werben mit einem „klimafreundlichen Strommix“. Woraus setzt sich dieser zusammen? Jörg Huwyler: Axpo betreibt mit ihren Partnern über 100 Kraftwerke. Unser klimafreundlicher Schweizer Strommix besteht aus Wasserkraft, Biomasse und Kernenergie und zeichnet sich durch einen sehr geringen CO2-Wert aus. Als größte Wasserkraft­ produzentin, aber auch dank ihrer Investitionen in

Foto: Axpo

Biomasse- und Vergärungsanlagen sowie Kleinwas­ serkraftwerke, ist Axpo die mit Abstand größte Pro­ duzentin von erneuerbaren Energien in der Schweiz. Im Ausland setzt Axpo mehr und mehr auf Wind­ energie und investiert dafür an technisch und wirt­ schaftlich geeigneten Standorten in Europa, allen voran Frankreich, Spanien, Italien und Nordeuropa. PASSIVHAUSmagazin: Die Axpo bringt ihre Expertise wie eben erwähnt auch bei der Planung und Projektierung von Windparks ein. Welche Standorte sind dafür geeignet? Welche Faktoren sind hier entscheidend? Jörg Huwyler: Windkraftanlagen sind dort sinnvoll, wo der Wind stark und regelmäßig weht. Axpo fo­ kussiert auf geeignete Standorte in Europa, etwa in Deutschland und Frankreich. In der Schweiz wür­ de Axpo gerne mehr Windprojekte realisieren. Die Windkraft im Alpenraum ergänzt sich ideal mit der Wasserkraft. Die Energie wird vorwiegend im Win­ ter produziert, während Wasserkraft mehrheitlich im Sommer produziert wird. Für sinnvolle Wind­ projekte in der Schweiz gibt es jedoch zwei haupt­ sächliche Herausforderungen. Zum einen gibt es wenige Standorte mit guten Windverhältnissen und guter Erreichbarkeit, wobei windexponierte Berg­ kämme oft nicht darunterfallen. Zum anderen sind die Bewilligungsverfahren sehr langfädig und die Erfolgschancen oft schlecht abschätzbar.


186 Klimawandel MENSCH & UMWELT

Kleine Gase – Große Wirkung Ein Buchprojekt zweier Studenten Die Geschichte hinter diesem Buch begann im Frühjahr 2017 in der Mensa einer Uni am Bodensee. David Nelles und Christian Serrer studieren beide Wirtschaftswissenschaften und haben beim Mittagessen über den Klimawandel diskutiert. Foto: Edmund-Möhrle-Photographie

Die zwei Autoren, David Nelles und Christian Serrer, mit ihrem anschaulich gestalteten Buch über die Ursachen und Folgen des Klimawandels.

(CMS) Wie leider allzu oft in der öffentlichen Debatte über die globale Erwärmung, ging es auch bei den beiden Autoren zunächst drunter und drüber. Die beiden mussten recht schnell feststellen, dass sie nicht konkret wussten was Sache ist. Wie groß ist der Beitrag des Menschen tatsächlich? Müssen wir jedes Jahr Ernteausfälle befürchten? Was bedeutet der Klimawandel für unsere Gesundheit? Was kostet uns der Klimawandel? Um diese und viele weitere Fragen zu beantworten, haben sich David und Christian etwas genauer über die globale Erwärmung informiert. Da sie außer „dicke Fachliteratur” kein leicht verständliches Material finden konnten, haben sie sich kurzerhand dazu entschieden, selbst ein wissenschaftlich fundiertes Bilderbuch zu schreiben. Die beiden haben uns vom Verlauf ihres Projektes erzählt und uns anschließend konkrete Fragen dazu beantwortet.


MENSCH & UMWELT Klimawandel 187

Von der Idee zum fertigen Buch „Kurz nachdem die Idee geboren war, haben wir uns in eine ziemlich umfangreiche Recherchearbeit ge­ stürzt. Angefangen bei den Berichten des Weltklima­ rates über dicke Fachbücher bis hin zu unzähligen wissenschaftlichen Artikeln, haben wir alles gelesen was uns in die Hände gefallen ist. Um Fehler zu vermeiden und offene Fragen, zu klären haben wir relativ schnell bemerkt, dass wir wissenschaftliche Unterstützung brauchen. Erfreulicherweise konnten wir viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für unser Buchprojekt begeistern, die uns während der gesamten Zeit mit Rat und Tat zur Seite standen. Gleichzeitig war uns aber auch klar, wenn wir viele Menschen erreichen wollen, muss unser Buch auch Spaß beim Lesen machen. Deshalb haben wir uns nach langer Zeit nochmal eine Packung Buntstifte gekauft und unzählige Skizzen gezeichnet, die drei Grafiker in anschauliche Illustrationen verwandelt haben. So haben wir es geschafft, komplexe Themen mit kurzen Texten und vielen Grafiken verständlich auf den Punkt zu bringen. Dadurch entstand ein, trotz wissenschaftlichem Inhalt, leicht verständliches Buch, das mit den vielen Grafiken sogar Spaß beim Lesen macht. Unser Ziel war es von Anfang an mit unserem Buch so viele Menschen wie möglich zu erreichen. Denn auch wir müssen offen und ehrlich gestehen, dass wir erst anfingen unser Verhalten zu hinterfragen, als wir verstanden haben, was der Klimawandel wirklich für uns bedeutet. Und genau darüber möchten wir mit unserem Buch informieren. Uns als Studenten war deshalb klar, dass unser Buch nicht mehr kosten darf als eine Pizza; auch wenn es als Hardcover erscheint und besonders umweltfreundlich gedruckt wurde. Deshalb haben wir unseren eigenen Verlag gegrün­ det, um Aufgaben wie Lektorat, Vertrieb, Marketing, Finanzierung und Druck selbst in die Hand zu neh­ men. Nur so konnten wir einen Buchpreis von genau 5 Euro ermöglichen. Rückenwind bekamen und be­ kommen wir nach wie vor von zahlreichen Unter­ nehmen wie den Elektrizitätswerken Schönau und der Munich Re, die unser Vorhaben mit Vorbestel­ lungen ermöglicht haben. Zur Finanzierung unseres Buches haben wir diesen angeboten, speziell für ihr Unternehmen die Rückseite unseres Buches nach ei­ genen Vorstellungen zu gestalten. Dadurch können Unternehmen gleichzeitig über den Klimawandel und ihr Unternehmen informieren und die Bücher

an ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder Kun­ dinnen und Kunden verteilen. So konnten wir be­ reits mehr als 80.000 Bücher verkaufen und schaffen es gemeinsam, noch mehr Menschen zu motivieren, sich aktiv für den Umwelt- und Klimaschutz einzu­ setzen. Auch konnten wir prominente Persönlich­ keiten wie Claus Kleber, Hannes Jaenicke und Marie Nasemann für unser Buch begeistern. So ist im Laufe des vergangenen Jahres unser Buch „Kleine Gase – Große Wirkung: Der Klimawandel“ entstanden, das wir am 4. Dezember 2018 mit einer Erstauflage von 100.000 Büchern in München veröffentlicht haben.“

Themen und Kapitel des Buches Was waren doch gleich die wichtigsten Treibhaus­ gase neben Kohlendioxid? Wie wirken Aerosole im Klimasystem der Erde? Was genau ist die „EisAlbedo-Rückkopplung“? Und wie hängen eigent­ lich tropische Wirbelstürme und menschenge­ machte Erderhitzung zusammen? Die Antworten auf solche Fragen hat wohl niemand parat, der nicht gerade Klimawissenschaftlerin oder Fachjournalist ist. In diesem kleinen Buch sind sie und viele weitere zu finden. Die Autoren zeigen, wie das System Erde funktioniert und wie alles zusammenhängt. Welche Kettenreakti­ on wird also ausgelöst, wenn nur ein einziger Faktor gestört wird? Nach der Lektüre von „Kleine Gase – große Wirkung: Der Klimawandel“ wird den Lesern der Klimawandel weniger abstrakt vorkommen. >>

• Das Klima der Erde – Treibhausgase und Co. • Die möglichen Ursachen des Klimawandels – Sonnenaktivität, Industrialisierung und Kühe • Die Kryosphäre – Verlust von Eisflächen und Anstieg des Meeresspiegels • Die Ozeane – Ozeane als Wärmetransporteure • Wetter- und Klimaextreme • Die Ökosysteme – Wechselbeziehung von Ökosystemen, Biodiversität und Leben des Menschen • Der Mensch – Gesundheit, Ernährungssicherheit und Klimamigration


188 Klimawandel MENSCH & UMWELT

Fragen und Antworten zum Buch PASSIVHAUSmagazin: Was war eure Motivation, ein solches Buch zu schreiben? David & Christian: Anfangs war die Motivation ganz einfach unsere eigene Unwissenheit. Denn als wir uns über den Klimawandel unterhalten haben, mussten wir ehrlich gesagt ziemlich schnell feststel­ len, dass wir nicht wirklich wussten, was Klimawan­ del konkret bedeutet. Um das zu ändern hatten wir jedoch keine Lust dicke wissenschaftliche Bücher zu lesen, sondern wir haben ein Buch gesucht, dass die Thematik kurz anschaulich und verständlich er­ klärt. Ein solches haben wir nicht gefunden und so haben wir uns kurzerhand dazu entschlossen dieses selbst zu schreiben. Als uns während der Recherche bewusst wurde wie dringend das Thema ist, haben wir uns zum Ziel gesetzt, so viele Menschen wie möglich über die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu informieren. PASSIVHAUSmagazin: Woher habt ihr eure Informationen bekommen? David & Christian: Wir haben jegliche Fachlitera­ tur gelesen, die uns in die Hände gefallen ist. An­

Gewinnspiel Das PASSIVHAUSmagazin verlost drei Exemplare des Buches „Kleine Gase – große Wirkung: Der Klimawandel“ Senden Sie uns ein E-Mail an: info@passivhaus.at, KENNWORT: Klimawandel Einsendeschluss: 30.11.2019 Die Gewinner werden schriftlich verständigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Nähere Infos zur Teilnahme finden Sie unter: www.passivhausmagazin.at

KLEINE GASE – GRO SSE WIRKUNG DER KLIMAWAND EL

DAVID NELLES & CHRISTIAN SERRE R

kurz h anschaulic ich verständl

gefangen beim Bericht des Weltklimarates, über dicke Fachbücher bis hin zu unzähligen Veröffent­ lichungen von Wissenschaftlern. Daraus haben wir dann versucht die wichtigsten Erkenntnisse heraus­ zufiltern und in kurzen Texten zusammenzufassen. Damit uns dabei kein Fehler unterläuft, haben wir Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen kontaktiert und versucht für unser Projekt zu begei­ stern. Letztendlich haben über 100 Wissenschaftle­ rinnen und Wissenschaftler – vom Doktoranden bis zum Institutsleiter – bei der Erstellung des Buches wertvolle Tipps gegeben, sind uns bei Fragen zur Sei­ te gestanden und haben unsere Texte gegengelesen. PASSIVHAUSmagazin: Wie sehen die Reaktionen auf euer Werk aus? David & Christian: Ehrlich gesagt sind wir von der positiven Resonanz überwältigt. In unzähligen Zei­ tungsartikeln sowie Radio- und Fernsehbeiträgen wurde bereits über unser Projekt berichtet. Aber das für uns schönste Kompliment sind die Anrufe auf­ gewühlter Buchhändler, die es nicht glauben kön­ nen, dass sich ihre Kunden auf einmal über den Kli­ mawandel informieren wollen – denn die Menschen erreichen zu wollen war ja genau unsere Motivation. PASSIVHAUSmagazin: Habt ihr nach dem großen Erfolg eigentlich Nachfolgeprojekte geplant? Es gäbe je viele Themen, die sich dafür anbieten würden, kurz und verständlich aufgearbeitet zu werden? David & Christian: Das Thema Klimawandel ist für uns mittlerweile eine Herzensangelegenheit gewor­ den, auf welche wir uns auch zukünftig fokussieren wollen. Daher ist es eher unwahrscheinlich, dass wir eine Art Buchreihe zu weiteren Themen he­ rausbringen. Aktuell geben wir viele Vorträge und Workshops rund um das Thema Klimawandel und haben mittlerweile einen sehr großer Drang, nicht nur über den Klimawandel informieren zu wollen, sondern auch selbst anzupacken und an Lösungsan­ sätzen mitzuarbeiten.

Kontakt: KlimaWandel GbR, Inhaber: David Nelles & Christian Serrer Starenweg 19, 88045 Friedrichshafen info@klimawandel-buch.de, Tel.: +49 1708406948


Martin Lehner Geschäftsführer

Alles unter einem Dach ...drückt treffend aus, wie wir denken und arbeiten. Wir versammeln 12 verschiedene Berufe in einem Unternehmen. Weil wir Ihnen das Leben so einfach wie möglich machen möchten. • Planer: Heizung, Sanitär, Lüftung und Geothermie • Installateur: Gas, Wasser, Heizung • Wärmepumpen-Installateure • Lüftungsbauer • Solarbauer (Thermische- und Photovoltaik-Anlagen) • Bohrtechniker (Erdwärme und Brunnenbohrung) • Geologen • Ofenplaner • Ofenbauer (Hafner) • Bad-Sanierer

Fotos: Mondo Therm / Florian Scherl / SCHARFSINN

• Fliesenleger • Fachhändler für Sanitär-, Heizungs- und Ofenbedarf Regionalität, Qualität und Wertebewusstsein sind seit jeher grundlegende Werte des unternehmerischen Handelns von Mondo Therm. Für dieses kontinuierliche Bemühen um Qualität und zufriedene Kunden wurden wir von der Wirtschaftskammer Tirol mit dem Siegel „Qualitätshandwerk Tirol“ in Doppel-Gold ausgezeichnet.

Mondo Therm Handels GmbH A-6430 Ötztal-Bahnhof, Olympstraße 23 Tel.: +43 5266 / 87101 info@mondotherm.at www.mondotherm.at

Erdwärme / Luftwärmepumpen Komplettbäder / Badsanierung Holzheizung, Ofen(selbst)bau Wohnraumlüftung, Energiekonzepte

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20 Jahre LWZ Integralgeräte –

Wir feiern, Sie profitieren Heizen, Kühlen, Warmwasser und Lüften – Multitalent LWZ 4.0 erstmalig mit Inverterregelung und Energielabel A++ Die LWZ 8 CS Premium

Foto: Stiebel Eltron

(PR) Zum Jahresbeginn 2019 hat Stiebel Eltron sein komplettes Integralgeräteprogramm umgestellt: Alle Produkte der erfolgreichen LWZSerie sind jetzt mit einem invertergeregelten Kompressor ausgestattet. Gleichzeitig wurde das Portfolio optimiert und die einzelnen Geräte haben neue Bezeichnungen erhalten. „On-Off-Wärmepumpen sind, zumindest wenn die Umgebungsluft als Wärmequelle genutzt wird, nicht mehr zeitgemäß“, sagt Key Account Manager Bernhard Nutz. „Da ist es nur folgerichtig, wenn wir unser äußerst erfolgreiches Integralgeräte­ programm komplett auf die deutlich effizientere

Technik umstellen. Durch die Leistungsregelung, die mit dem Inverter-Kompressor möglich ist, passt sich das Gerät stets dem aktuellen Wärmebedarf an.“ Dank der höheren Effizienz erhalten alle Inte­ gralgeräte das Energielabel A++. Das erste Integralgerät hat Stiebel Eltron bereits im Jahr 1999 auf den Markt gebracht. In nunmehr 20 Jahren haben sich die Luft-Wärme-Zentralen als „One-for-all-Geräte“ im Einfamilienhausneubau mehr als bewährt. Die Funktionen kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung, Heizung, Warmwasserbereitung und Kühlung sind in den Produkten integriert. Unser Multitalent vereint alle haustechnischen Bedürfnisse in einem einzigen Gerät. Dieser Vorteil, kombiniert mit mini­ malem Betriebsgeräusch, sowie die geringe benöti­ gte Aufstellfläche, machen die LWZ-Serie besonders bei Architekten und Hausherstellern, sowie dem komfort- und preisbewussten Hausbauer äußerst beliebt. Und das ohne Aussenventilator - für eine perfekte Gebäudeoptik. Mit der neuen Gerätegeneration erfolgt auch ein Namenswechsel. Die LWZ 504 - das Top-Produkt der Serie - heißt jetzt LWZ 8 CS Premium, wobei die „8“ für die gut 8 Kilowatt Heizleistung des Pro­ duktes bei A-7/W35 steht. Zusätzlich ist eine Vari­ ante mit 5 Kilowatt Heizleistung verfügbar - die als LWZ 5 CS Premium bezeichnet wird.

Im Jubiläumsjahr Systemtechnikbonus nutzen und € 400,- sichern: Jetzt bei Kauf eines LWZ 4.0 Premium-Systems im Jubiläumsjahr € 400,- in bar sichern! Mehr Infos unter: www.stiebel-eltron.at/LWZBonus


Martin Reinisch Gebietsverkaufsleitung Tirol

StoClimate

Natürlich bauen. Natürlich leben. „Bewusst bauen“ ist seit Jahrzehnten der Grundsatz von Sto. Dieses ökologische Bewusstsein erstreckt sich auf alle Bereiche des Unternehmens und ist geprägt von Ehrlichkeit und Verantwortungsbewusstsein.

StoTherm Wood – Dämmen mit einem natürlich nachwachsenden Rohstoff

Fotos: Sto Ges.m.b.H.

StoClimate ist das klare ökologische Statement des Unternehmens. Nachhaltigkeit wird bei Sto in allen Bereichen konsequent umgesetzt: optimierte Logistik, betriebsinterne Klimaschutzmaßnahmen, ressourcenschonende Produktion, umweltbewusstes Handeln aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – all das trägt dazu bei, dass der CO2-Fußabdruck des Unternehmens Sto immer kleiner wird. Betriebliches EnergieMonitoring, der Bezug von 100 % Ökostrom sowie Kooperationen mit Umweltpartnern stellen sicher, dass das tägliche Handeln an der Maxime der Nachhaltigkeit ausgerichtet wird. Mit der Reduktion des ökologischen Fußabdruckes auf null demonstriert Sto nachhaltiges unternehmerisches Handeln und Verantwortungsbewusstsein für zukünftige Generationen. Vom Klimaschutz zum Wohlfühlklima: Unter StoClimate vereint Sto nicht nur alle nachhaltigen Maßnahmen des Unternehmens, sondern entwickelt auch Produkte, die mit der Natur in Einklang stehen. Natürliche Materialien und energieeffiziente Produktion in Kombination mit höchster Effizienz und der bewährten Sto-Qualität haben einzigartige Produkte für Fassade und Innenraum hervorgebracht.

Bewusst bauen. Sto Ges.m.b.H. VerkaufsCenter Innsbruck A-6020 Innsbruck, Valiergasse 14 Tel.: +43 (0)512 / 342880 vc.innsbruck.at@sto.com, www.sto.at

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PM1 – die kleinsten Partikel in der Luft (PR) Wir wissen alle, dass Luftverschmutzung die menschliche Gesundheit schädigt. Eine weitaus weniger bekannte Tatsache ist, dass die kleinsten Partikel in der Luft auch die gefährlichsten sind. Die gesundheitlichen Auswirkungen schlechter Luft sind heutzutage sehr gut dokumentiert. Luftverschmutzung ist verantwortlich für den Tod mehrerer Millionen Menschen pro Jahr. Sie gilt als einer der größten Sterberisikofaktoren weltweit und als einer der entscheidenden Faktoren für eine Erkrankung durch Umweltrisiken.

Arten von Partikeln

PM1 ist am Schädlichsten

Die typischsten Partikel in der Luft sind: PM1 – Partikel <1 μm, wie z.B. Staub und Bakterien, PM2,5 – Partikel <2,5 μm, wie z.B. Pollen und andere organische Partikel, PM10 – Partikel <10 μm, wie z.B. gröberer Feinstaub, Grob – Partikel häufig 10 μm oder größer, wie z.B. sichtbarer Grobstaub oder Haare.

Unsere Lungen sind PM1 direkt ausgeliefert. Beim Einatmen dringen PM1-Partikel bis in die tiefsten Bereiche der Lunge vor, wo ein erheblicher Teil durch die Zellmembranen der Alveolen tritt, in den Blut­ strom gelangt, die Innenwände der Arterien schädigt, das Gewebe des Herz-Kreislauf-Systems durchdringt und sich potenziell bis in die Organe ausbreitet. Da­ her benötigen Lüftungsanlagen hochwertige Filter, die auch in der Lage sind, PM1-Partikel – die kleinste und schädlichste Fraktion – abzuscheiden, um eine wirklich gesunde und produktive Innenraumluftum­ gebung zu schaffen. Wohlfühlklima durch Luftfilter EcoPleat HomeSafe Der EcoPleat HomeSafe von Camfil ist die neue Luft­ filterlösung für Wohnraumlüftungen mit Wärme­ rückgewinnung. Der Filter schützt das Lüftungsgerät, spart Energie und verhindert, dass Verschmutzung in den Innenraum gelangt. Als Filter der Filterklasse ePM1 55 %, bietet er maximalen Schutz vor Partikeln der Größe PM1 und kleiner. Der EcoPleat HomeSafe ePM1 55% zeichnet sich durch einen sehr niedrigen Energieverbrauch und lange Lebensdauer aus. Die kompakte Faltung gewährleistet höchste Energieeffi­ zienz, eine große Filterfläche und einen sehr niedri­ gen Druckverlust. Geschützt durch einen zusätzliches Vorfilter-Medium ist seine Lebensdauer doppelt so lange wie bei einem Standardfilter. Mit dem EcoPleat HomeSafe ePM1 55% „City“, welcher mit einer Breit­ bandspektrum-Aktivkohleschicht ausgestattet ist, lassen sich auch Gerüche und Schadgase abscheiden. Durch das 2-in-1-Prinzip wird mit nur einem Filter eine effiziente Partikelfiltration bei gleichzeitiger Ad­ sorption von verschiedenen Gerüchen und gasför­ migen Belastungen gewährleistet. Mit dem neuem hochwertigen Ecopleat HomeSafe Filtern für Ihre Wohnraumlüftung, schützen Sie Ihre Gesundheit und sorgen für ein angenehmes Wohnraumklima.

PM (Particulate Matter oder Feinstaub) ist ein Gemisch aus Partikeln mit je nach Standort variie­ renden physikalischen und chemischen Eigenschaf­ ten. Quellen von Partikeln können natürlicher Art oder von Menschen gemacht sein. Beim Einatmen wirken sich Partikel auf unterschiedliche Weise auf den Körper aus. Ihre Fähigkeit, sich im Körper anzusammeln und Ablagerungen zu bilden, hängt von ihrer Größe ab und ob sie durch die Barrieren der Atemwege dringen können oder nicht.

Bedeutung guter Innenraumluftqualität Wie lässt sich verhindern, dass Feinstaub in Innen­ räume gelangt, in denen die Menschen ungefähr 90% ihres Lebens verbringen? Leider kann man der Außenluftverschmutzung nicht vollständig entge­ hen, indem man im Haus bleibt, da die Funktion der Lüftungssysteme so aufgebaut ist, dass sie Außenluft mit der Innenluft vermischt. Wenn Außenluft nicht effektiv gefiltert und gereinigt wird, bevor sie durch das Lüftungssystem verbreitet werden, besteht die Gefahr, dass die Innenraumluft eine große Menge an Schadstoffpartikeln enthält. Diese Partikel und andere Substanzen können sich mit den bereits in den Gebäuden vorhandenen verbinden und noch aggressiver und schädlicher werden, wodurch die Innenraumluft Verschmutzung weitaus gefährlicher wird als die Außenluft Verschmutzung.


194 Energiesysteme MENSCH & UMWELT

Zukunftsfähige

Energiesysteme und Lebensstile Im Rahmen des Grenzwerte Klimakongresses am Brenner, im Frühjahr dieses Jahres zog Dr. Gerfried Jungmeier von der Joanneum Research Forschungsgesellschaft in Graz, das Publikum mit seinem Vortrag in den Bann. Foto: Markus/zweiraum.eu

Dr. Gerfried Jungmeier, Joanneum Research Forschungsgesellschaft Graz

(CMS) Das Thema „Zukunftsfähige Energiesysteme und Lebensstile“ geht uns alle an und spätestens seit dem Klimaschutzabkommen von Paris muss sich die Gesellschaft die Frage stellen, mit welchen Maßnahmen sie diese wichtigen Ziele erreichen kann. Gerfried Jungmeier erläuterte sehr überzeugend, dass die Energiebilanz der Erde eigentlich stimmt, das Problem des Temperaturanstiegs allerdings sehr bedenklich ist. Die Treibhausgas-Emissionen sind von 16 Millionen Tonnen im Jahre 1993 auf 23 Millionen Tonnen im Jahre 2018 angestiegen. Die Entwicklung bis 2050 könnte sich durch den vermehrten Einsatz der Elektro-Mobilität zwar um ein Drittel verbessern, die alles entscheidende Frage ist jedoch: „Wo kommt der ganze Strom her?“

„Um die Fieberkurve der Erde in den Griff zu kriegen, müssen die Emissionen gegen Null gehen. Mit dem sogenannten „Paris-Lebensstil“, einem Low Carbon Lifestyle, ist das zu schaffen.“


MENSCH & UMWELT Energiesysteme 195

Abbildung aus dem Vortrag: the innovation company

Was (ver)braucht der Mensch Unser Energieverbrauch in Sachen Mobilität sinkt zwar, die Fahrleistung steigt aber extrem an. Vier Faktoren beeinflussen die Treibhaus-Emissionen entscheidend – die Formel lautet also: Emissionsfaktor x Energieeffizienz x Dienstleistung/ Person x Personenanzahl Es braucht demnach erneuerbare Energien und weitere Faktoren, um zu einem befriedigenden Klimaziel zu gelangen. Der Mensch hat bestimmte Mobilitäts-Bedürfnisse, die seinen Lebensstil indivi­ duell kennzeichnen. Grundsätzlich stellen sich drei Fragen: • Warum muss ich woanders sein? • Welche Wahlmöglichkeit habe ich? • Wie entscheide ich mich schließlich?

Der Paris-Lebensstil ist ein innovativer und zufrie­ dener „Low Carbon Lifestyle”, der sich durch ge­ ringe Treibhausgas-Emissionen auszeichnet und zu den Zielen des Paris-Abkommens beiträgt (globale Erwärmung < 2°C ). Der Paris-Lebensstil schafft neue wirtschaftliche Chancen, da die Nachfrage nach Low-Carbon-Produkten und Dienstleistungen stimuliert wird.

Global betrachtet Die Betrachtung nationaler Emissionen ist in Zeiten der Globalisierung komplett überholt. Life Cycle Assessments bzw. Lebenszyklusanalysen sind laut Gerfried Jungmeier die einzig richtige Antwort zu einer seriösen Umweltbewertung. Diese Betrachtungsweise ist inzwischen auch in der Politik angekommen. Die Forschung im Be­ reich der klimaverträglichen Lebensstile bzw. Ökobilanzen stellt sich Fragen wie: Wer ver­ >> braucht wie viel wovon und warum?


196 Energiesysteme MENSCH & UMWELT

Kennzeichen zukünftiger Energiesysteme

Die Ergebnisse zeigen, dass durchschnitt­ lich mehr Gehalt mehr Emissionen er­ zeugt. Der Lebenszyklus eines Produktes durch­ läuft drei Phasen, die allesamt zu betrach­ ten, abzuschätzen und zu bewerten sind: die Produktion, der Betrieb und die Ent­ sorgung.

Die zwei Schlüssel: Erneuerbare Ebnergien und Energieeffizienz Treibhausgas-Emissionen (g Co2-Äq/PKW-km)

Abbildungen aus dem Vortrag: the innovation company

Realer Energiebedarf Fahrzeuge (kWh/100km) Quelle: LGA von PKWs, Johanneum Research, *) ohne Landnutzungsänderung

Gibt es klimaneutrale Gebäude Die Errichtung und der Betrieb eines Gebäudes verursachen natürlich immer Emissionen. Im besten Falle können diese allerdings im Laufe des Lebenszyklus bis zur Entsorgung „negativ“ werden und so­ gar mehr Strom erzeugt werden, als ver­ braucht wird. In diesem Sinne ist also die Nachhaltigkeit eines Gebäudes über des­ sen Lebenszyklus gesehen extrem wichtig für die Umwelt, die Wirtschaft und damit für die Gesellschaft. Die Alternative Wasserstoff macht nur dann Sinn, wenn dieser klimaneutral pro­ duziert wird.

Konsumbasierte Treibhausgas-Bilanz Österreich

13–15 t CO2-Äq/(Kopf und Jahr) 50% Ausland + 50% Inland


Manfred Fink Geschäftsführer

MM Fassaden – Tiroler Qualität vom erfahrenen Fachbetrieb Wärmedämmung mit System seit mehr als 30 Jahren – das bietet der renommierte Fachbetrieb aus Kramsach.

Fotos: MM-Fassaden & Isolierungen GmbH, STO AG

Wärmedämmverbundsysteme sparen nicht nur Energie und Heizkosten, sondern bieten auch gesunden Wohnraum durch hohe Atmungsaktivität und innovative Dämmlösungen. Die Planung und Montage von solchen Systemen erfordert viel Fachwissen und Erfahrung, um die Funktion und eine ansprechende Optik langfristig sicher zu stellen und Schäden zu vermeiden. Eine gute Dämmwirkung und eine langfristig schöne Fassade hängen neben der gewählten Dämmstärke und dem Dämmmaterial vor allem von der Ausführungsqualität ab. Um die gewünschte Dämmwirkung zu erreichen und optische Mängel zu verhindern, muss besonders auf die Vermeidung von Wärmebrücken und auf die luft- und winddichte Montage geachtet werden. Es dürfen ausschließlich ETAG-geprüfte-Systeme mit aufeinander abgestimmten Komponenten verwendet werden.

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198 Heizen, Kühlen und Warmwasserbereitung im modernen Wohnbau

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Die TopEnergy-Heizzentrale setzt bei der Wärmeund Kälteversorgung von Gebäuden neue Maßstäbe. TopEnergy ist nicht nur eine einfache LuftwärmePumpe, sondern auch eine vollständige Heiz- und Kühlzentrale. Die komplette Wärme- und Kälte­ versorgung erfolgt über das vorgefertigte und z.B. am Dach aufstellbare TopEnergy-Modul, womit Heizleistungen von 30 bis 240 kW realisiert werden können. Durch die Kaska- dierung von bis zu vier OvumAir-Luftwärmepum- pen wird ein Maximum an Effizienz und Zuverläs- sigkeit erreicht.

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Der Kostenvorteil Umbauter Raum ist teuer. Mit der externen To­ pEnergy-Heizzentrale vor dem Gebäude oder am Dach entfällt der Heizraum. Alle erforderlichen Komponenten sind in der TopEnergy-Heizzentrale bereits enthalten.

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Montage einer TE-Heizzentrale am Dach einer Industriehalle in Kirchbichl. Die Box liefert Wärme, Kälte, versorgt die Betonkernheizung, die Fußbodenheizung sowie die Lüftungsanlage. Nennleistung: 120 kW Fotos: Ovum


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Wird zusätzlich zur Wärme auch Brauchwarmwasser be­ nötigt, kann das TE-System mit der Passivwarmwasserbereitung kombiniert werden. Die einfa­ che, normgerechte und effizien­ teste Lösung für Warmwasser im Wohnbau.

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OVUM, die Systemlösung inkl. der Warmwasserbereitung im Wohnbau!

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Die kompakte Energiezentrale für den modernen Wohn- und Gewerbebau. TE Energiezentrale • Aufstellung am Dach Die kompakte Energiezentrale für den • Ersetzt Heizzentrale modernen Wohn- und Gewerbebau. • Leistungsbereich kW bis 120 kW (240 kW) • Aufstellung15am Dach • Heizen• und Kühlen Ersetzt Heizzentrale • Hydraulische Weiche 15 kW bis 120 kW (240 kW) • Leistungsbereich • Primär-• und Sekundärpumpen Heizen und Kühlen • Hydraulische Weiche • Ausdehnungsanlage und Sicherheitseinrichtungen • Primär- und Sekundärpumpen • Entgasungsanlage • Ausdehnungsanlage und Sicherheitseinrichtungen • E-Backup • Entgasungsanlage • Höchste Effizienz- und Betriebssicherheit • E-Backup dank Multikaskaden-Regelungstechnik • Höchste Effizienz- und am Betriebssicherheit • Größter Modulationsbereich Markt dank Multikaskaden-Regelungstechnik von 15 kW bis 120 kW • Größter Modulationsbereich am Markt • Leistungsanpassung nach Gebäudebedarf von 15 kW bis 120 kW und PV-Angebot • Leistungsanpassung nach Gebäudebedarf • Durchfluss, undWärmemenge PV-Angebot und Druck des Heizkreises • E-Backup-Steuerung • Durchfluss, Wärmemenge und Druck des Heizkreises • E-Backup-Steuerung • Erfassung der Aufnahmeleistung und Ströme • Erfassung Aufnahmeleistung und Ströme • Visualisierung derder Kältekreisdaten der AirModule • Visualisierung der Kältekreisdaten der AirModule • Datenlogging • Datenlogging • E-Mailservice für Betreiber und Techniker • E-Mailservice für Betreiber und Techniker • Cloudanbindung • Cloudanbindung • Passivmanagement für die dezentrale • Passivmanagement für die dezentrale OVUM-Warmwasserbereitung OVUM-Warmwasserbereitung

OVUM Passivwarmwassersystem

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Die dezentrale WarmwasserlöOVUM Passivwarmsung für den Geschoßwohnbau wassersystem

stellt derzeitWarmwasserlödie effizienteste Die dezentrale Warmwasserlösung am Markt dar. sung für den Geschoßwohnbau Derderzeit Einsparungseffekt gegenüber stellt die effizienteste einer zentralen WarmwasserbereiWarmwasserlösung am Markt dar. tung oder zu Wohnungsstationen Der Einsparungseffekt gegenüber einer Warmwasserbereiliegtzentralen laut unabhängigen Messuntung Wohnungsstationen genoder der zu Universität Innsbruck bei liegt laut25%. unabhängigen Messunrund gen der Universität Innsbruck bei rund 25%.

System

Die TopEnergy-Heizzentrale stellt System

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fürTopEnergy-Heizzentrale die Wohneinheit NiedertemDie stellt fürNiedertemdas Fußbodenfürperaturwärme die Wohneinheit heizungssystem bereit. Der Ovum peraturwärme für das FußbodenPassivwarmwasserbereiter nützt heizungssystem bereit. Der Ovum diese Wärme und hebt nützt sie mittels Passivwarmwasserbereiter diese Wärme und hebt sie mittels Wärmepumpentechnik auf bis zu Wärmepumpentechnik auf bis zu 60°C an. Warmwasserbereitung 60°C Warmwasserbereitung aufan. höchstem Niveau: dezentral, auf höchstem effizient undNiveau: ohne dezentral, Verteilungseffizient und ohne Verteilungsverluste! verluste!

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1 TopEnergy-Box 1 TopEnergy-Box Fertigheizzentrale Fertigheizzentrale

5 5 Dezentrale DezentralePassivwarmwasserbereitung Passivwarmwasserbereitung

2 Air 2 Ovum Ovum Air Luftmodule 1-4 Einheiten Luftmodule 1-4 Einheiten

6 6 Installationsbox Installationsbox für Passivwarmwasserbereitung Passivwarmwasserbereitung

3 Heizungsvorund -rücklauf zuWohneinheiten den Wohneinheiten 3 Heizungsvorund -rücklauf zu den

Raumregler für für Heizen, Heizen, Kühlen 7 7 Raumregler Kühlenund undPassivwarmwasserPassivwarmwassermanagement, Ansteuerung Ansteuerung über je Wohnraum management, überTE-Einheit, TE-Einheit, je Wohnraum

4 Ovum Heizkreisverteiler für Fußbodenheizung mit WMZ 4 Ovum Heizkreisverteiler für Fußbodenheizung mit WMZ

8 Kein Technikraum erforderlich 8 Kein Technikraum erforderlich

Das TopEnergySystem ist eine fertige, effiziente und einfache Lösung für den Wohn- und Ge­ werbebau. Von der kompletten Heizzentrale, den Raumreglern bis hin zur Warmwasserberei­ tung. Vom Schema bis zu den Ausschreibungstexten, wir un­ terstützen Sie bei Ihrem Projekt.

Und so funktioniert´s: Die Heizenerg ie w ird auf Niedertemperaturniveau z.B. der Fußbodenheizung zur Ver­ fügung gestellt. In den Woh­ nungen wird diese Niedertem­ peraturwärme nicht nur zur Raumheizung verwendet, son­ dern auch von den Passivwarm­ wasserbereitern dezentral als Energiequelle genutzt. Mit den OVUM-Raumreglern stellt dieses Konzept zurzeit das effizienteste Wärmepumpensys­ tem für den Wohnbau dar.

OVUM Heiztechnik GmbH Tirolerstraße 31 A-6322 Kirchbichl Tel: 05332/81238-0 office@ovum.at www.ovum.at


200 Landwirtschaft MENSCH & UMWELT

Warum essen wir

im Winter Der Bergbauer Hannes Royer aus Schladming gründete im April 2016 den Verein „Land schafft Leben“, mit dem Ziel, den Konsumenten die Welt der Landwirtschaft wieder näherzubringen. Er versucht im immer härter geführten Match zwischen Landwirtschaft, Handel und Konsumenten zu vermitteln. (CMS) Der Verein „Land schafft Leben“ beschäftigt mittlerweile zwölf Vollzeit-Mitarbeiter, die unter anderem Filme für Schulen produzieren und die Produktionswege vom Schweinefleisch bis zu Essiggurkerln nachzeichnen. Finanziert wird der Verein von 60 Unternehmen, darunter Brauereien und milchverarbeitenden Betrieben, aber auch Fleischereien, Bäckereien und andere. Das Faktum, dass es Unterstützer aus den verschiedensten Bereichen der Lebensmittelproduktion gibt, soll garantieren, dass die Arbeit unabhängig erfolgt.

„Land schafft Leben“ ist ein Verein, der österreichi­ schen Lebensmitteln auf der Spur ist. Er zeigt den Konsumenten transparent und ohne zu werten, wie in Österreich Lebensmittel produziert werden, wie die Produktion vor Ort beim Bauern erfolgt, wie die Verarbeitung funktioniert und wie das fertige Pro­ dukt schließlich im Lebensmittelhandel landet. Für die Konsumenten ergibt sich durch die leicht nachvollziehbar und ausführlich aufbereiteten In­ formationen ein neues Verständnis für die Zusam­ menhänge innerhalb der Lebensmittelproduktion und damit ein höheres Wert-Bewusstsein für öster­ reichische Lebensmittel.

Wie alles begann Als Hannes Royer 2012 neben seiner Tätigkeit als Bergbauer die Regionalmarke „Heimatgold – Kost­ bares aus der Region“ gründete, um im Zuge der Ski-WM in Schladming bäuerliche Produkte an­ zubieten, stellte sich heraus, wie gering das Wissen


MENSCH & UMWELT Landwirtschaft 201

Der Verein „Land schafft Leben“ ist österreichischen Lebensmitteln auf der Spur.

Fotos: landschafftleben

der Konsumenten über Produktion und Verarbei­ tung von Lebensmitteln ist. Dass Verbraucher ihre Kaufentscheidungen primär über den Preis treffen, gab den Anstoß, etwas zu bewegen: Die Idee, „Land schafft Leben“ zu gründen, war geboren. „Meine Vi­ sion ist es, den Menschen den Wert österreichischer Lebensmittel bewusst zu machen und gemeinsam mit allen an der Produktionskette Beteiligten auf­ zuzeigen, was ein Lebensmittel ausmacht. Der Kon­ sument soll wissen, dass er über die Entscheidung für ein Produkt die Qualität und die gesamte Wert­ schöpfungskette von der Produktion beim Bauern über die Art der Verarbeitung bis hin zur Präsentati­ on im Handel mitbestimmen kann. Der Konsument hat es in der Hand!", meint er überzeugt. Grundvoraussetzung für Hannes Royer ist die Un­ abhängigkeit des Vereins. Gerade diese Unabhän­ gigkeit und der ganzheitliche Ansatz überzeugten zahlreiche Vertreter der Produzenten und Verarbei­ ter sowie aus dem Lebensmittelhandel „Land schafft Leben“ finanziell zu unterstützen, ohne inhaltlich Einfluss auf die Arbeit des Vereins zu nehmen. Ein aufschlussreiches Interview mit ihm gibt Einblicke in die derzeitige Situation der Landwirtschaft: PASSIVHAUSmagazin: Sie haben mit Ihrem Verein täglich mit Bauern, Industrie und Handelsketten zu tun. Wegen sinkender Preise stiegen Bauern zuletzt auf die Barrikaden. Wo drückt der Schuh und wo sehen Sie Auswege aus dieser Situation? Hannes Royer: Wir haben – und das sage ich als Bauer auch selbstkritisch – in vielen Bereichen viel zu lange auf Masse gesetzt und nicht auf Differen­ zierung. Wir haben aber leider auch viele Konsu­ menten, die genau diese Massenprodukte billig kaufen wollen und sich schon schwer damit tun, geschmackliche Besonderheiten zu erkennen. Es braucht daher eine Vision in der Landwirtschaft und endlich das Eingeständnis, zu sagen: Wir haben in der Masse keine Chance. Wenn wir gleich wie auf internationalen Produktionswegen und in densel­

Bergbauer Hannes Royer sind biologisch wertvolle Lebensmittel und eine gesunde Ernährung ein echtes Anliegen.

ben Mengen produzieren wollen, ist es das Aus für bäuerliche Familienbetriebe. Darauf zu hoffen, dass es irgendwo anders auf der Welt eine Dürre, Frost oder Ernteausfall gibt, damit zu Hause die Preise wieder ins Lot geraten, ist kein Zukunftsmodell. PASSIVHAUSmagazin: Österreich geht aber doch in vielen Bereichen einen anderen Weg mit höheren Qualitätsauflagen. Hannes Royer: Ja, aber zu welch paradoxer Situ­ ation das führt, sehen wir aktuell bei Kartoffeln. Aufgrund unserer gesellschaftlichen Entwicklung gibt es bei uns Vorgaben, auch abseits von Bio, fast keine Pflanzenschutzmittel mehr einzusetzen – durchaus auf Druck von NGOs. Das führt heuer dazu, dass derzeit 78 Prozent der Erdapfelernte in Österreich vernichtet werden müssen, weil sie vom Drahtwurm befallen ist. Wir schmeißen derzeit eine Menge weg, mit der man ein Jahr lang 2,5 Millionen Österreicher ernähren könnte. Wir werden wohl ab Frühling keine heimischen Erdäpfel mehr haben. Deshalb wird Österreich ab März aber nicht aufhö­ ren, Chips oder Pommes zu essen. Sie kommen halt aus Ägypten oder der Türkei – und fragt dort wer nach, wie produziert wird? Das ist so paradox: Was irgendwo auf der Welt aufs Essen gespritzt wird, ist fast jedem völlig wurscht. Nur in Österreich müssen >> wir am strengsten sein.


202 Landwirtschaft MENSCH & UMWELT

Foto: landschafftleben

Durch Information und Aufklärung versucht der Verein die Bewusstseinsbildung der Konsumenten anzukurbeln.

PASSIVHAUSmagazin: Ökologisch zu produzieren müsste aber doch in Ihrem Sinne liegen? Hannes Royer: Ja, aber gerade bei der heimischen Putenproduktion sieht man, dass es der Markt nicht honoriert. Wir haben hier die schärfsten Tierschutz­ vorschriften, aber kaum einer kauft’s. Im Regal liegt das ausländische Putenfleisch um 4,99 Euro je Kilo neben dem heimischen Qualitäts-Putenfleisch um 10,99 Euro. Da dürfen Sie dreimal raten, wo die Leute hingreifen. PASSIVHAUSmagazin: Wie schafft man es, dass der Kunde eben nicht zum Billig-Produkt greift? Hannes Royer: Es lässt sich ja ein BMW oder Mercedes auch verkaufen, es kauft nicht jeder nur einen günstigen Dacia. Warum? Weil mit PremiumAutos eine Wertigkeit vermittelt wird. Wir haben es bei Lebensmitteln versäumt, zu zeigen, wie wertvoll sie sind. In Autos wird meist nur das beste Motoröl gefüllt, und was in den Körper gefüllt wird, da ist nur der billigste Preis entscheidend. Die einzigen Botschaften, die viele Kunden hörten ist: minus 25 Prozent, 6 plus 6 gratis ... Wir haben einen Konsumenten gebastelt, der nur noch auf sol­ che Dinge reagiert – und dann wundern wir uns, dass keiner unsere höherwertigen Produkte kauft. PASSIVHAUSmagazin: Wie sehen Ihre persönlichen Lösungsvorschläge aus? Hannes Royer: Wichtig ist, dass es überhaupt eine Vision gibt. Als Bauer denke ich oft: Warum treibt uns die Gesellschaft vor sich her? Wir Bauern sind jeden Tag bei den Tieren und am Acker, niemand

kennt die Landwirtschaft besser als wir, aber solange wir selbst keinen fixen Weg haben, den wir verfol­ gen, müssen wir akzeptieren, dass andere vorgeben, wie wir produzieren müssen. Ein Salzburger Bergbauer hat natürlich andere Inte­ ressen als ein Marchfelder Ackerbauer. Das Problem ist: Der Konsument sieht nur einen Bauern, der un­ terscheidet nicht. Es ist essenziell, dass Bauern den ersten Schritt ge­ hen – hin zum Konsumenten. Wenn ich durch Ös­ terreich fahre, habe ich noch fast nie ein Schwein im Freien gesehen. Wie soll der Kunde wissen, wie das funktioniert und warum es dann vielleicht nach Landluft riecht? Unsere Produktion wurde viel zu lange eingebunkert hinter Mauern, damit ja nie­ mand was sieht oder gar riecht. Da ist auch die Poli­ tik massiv gefordert, völlig neue Wege zu gehen. PASSIVHAUSmagazin: Was soll die Politik tun und was können Sie mit ihrem Verein bewirken? Hannes Royer: Seit ich Bauer bin, hab ich von der politischen Bauernvertretung nur gehört: Uns geht’s schlecht. Dabei gibt es so viele schöne Seiten an die­ sem Beruf. In der Schweiz gibt es Gesetze, die ein­ fordern, dass Rad- oder Wanderwege nah an Bau­ ernhöfen vorbeiführen, damit die Konsumenten und Bauern näher aneinander gebracht werden. Warum nicht auch bei uns? Wir wollen zum Beispiel wieder Verständnis für Saisonalität erzeugen. Warum essen wir Erdbeeren im Winter? Das führt uns wieder zum Apfel: Es ist Haupterntezeit und keiner bekommt mit, dass es wieder erntefrische Äpfel gibt – weil sie eben das ganze Jahr aus allen Weltteilen erhältlich sind. Da wollen wir einen Schulterschluss zwischen Produ­ zenten und Handel, dass man erntefrische Ware bewirbt und weniger die Tomaten im Dezember. Nicht der Handel, der Konsument ist der absolut Mächtigste auf diesem Planeten. Und wir müssen den Konsumenten noch stärker klarmachen, dass es jeder Einzelne in der Hand hat, ob es künftig eine heimische Landwirtschaft gibt oder nicht.

weitere Infos zum Verein „Land schafft Leben” www.landschafftleben.at


Marco Casotti, M.A., B.Sc. Geschäftsführer

Energiezukunft gestalten Die Energiewirtschaft befindet sich im Wandel zu einem auf erneuerbaren Energien basierenden Gesamtsystem. Unser Energie-Atelier ist ihr perfekter Partner, wenn es um Haustechnikplanung geht.

Fotos: Energie Atelier

Energie Atelier e.U Ingenieurbüro für Installationstechnik A-6063 Rum, Siemensstraße 43c Mobil: +43 (0)676 / 959 91 39 office@energie-atelier.com www.energie-atelier.com

Der forcierte Ausbau der erneuerbaren Energien stellt uns vor neue Herausforderungen. Noch vor einigen Jahren zählten Öl- und Gasheizungen zum Standard, heute gewinnen Technologien wie die Wärmepumpe, die Brennstoffzelle, oder die Eigenstromerzeugung mittels Photovoltaikanlage zunehmend an Bedeutung. Als Ingenieurbüro für Installationstechnik haben wir uns, neben den klassischen Gewerken Heizung / Klima / Lüftung / Sanitär, vor allem auf die Planung neuer, innovativer Energiesysteme spezialisiert. Daher spielen die Themen Nachhaltigkeit, Effizienz und erneuerbare Energieerzeugung in unseren Überlegungen stets eine besondere Rolle. Unabhängig von der Objektgröße erarbeiten wir für unsere Kunden maßgeschneiderte Lösungen und begleiten sie in allen Projektphasen von der Idee bis hin zur Fertigstellung.

www.energie-atelier.com


Ihr Dach – unser Fach Das Team der Spenglerei Hendl mit GF Dietmar Hendl.

Mit ihrem gut ausgebauten Sitz in Zirl ist die Spenglerei Hendl als erfahrener Familienbetrieb seit jeher ein Garant für qualitätsvolle Arbeiten am und rund ums Dach. Spenglermeister Dietmar Hendl leitet als Geschäftsführer die Geschicke der Firma, in der viel Wert auf fachlich kompetente Mitarbeiter und eine gute Aus-, und Weiterbildung seines Teams gelegt wird. Wir arbeiten mit allen Arten von Blechen und bieten unter anderem folgendes Leistungsspektrum an:

Fotos: Spenglerei Hendl

Spenglerei Hendl Dietmar Dietmar HENDL A-6170 Zirl, Wenzel-Skop-Weg A-6170 Zirl · Werkstätte: Mühlgasse 18 · Büro:5Wenzel-Skop-Weg 5 Tel. 0 52 38 / 53 3 55 · Mobil 0664 / 200 46 76 Tel.: +43 (0)5238 / 53 2 60 Fax 0 52 info@spenglerei-hendl.at 38 / 53 2 60 · eMail: info@spenglerei-hendl.at www.spenglerei-hendl.at

www.spenglerei-hendl.at

• Spenglerarbeiten am Flach- und Steildach • Stehfalzdächer in Doppelfalztechnik • Gleitbügeldächer • Prefa-Dachsysteme • Velux-Dachflächenfenster

Die Bilder zeigen eine Dachsanierung mittels einem Prefa-Dachsystem aus Aluminium. Diese individuell gestaltbare, sturmsichere, pflegeleichte und langlebige Variante bieten wir unseren Kunden neben vielen anderen Leistungen gerne an.

www.spenglerei-hendl.at


MENSCH & UMWELT Religionen 205

House of One Drei Religionen unter einem Dach In Berlin entsteht ab 2019 etwas weltweit Einmaliges: Juden, Christen und Muslime bauen gemeinsam ein Haus, unter dessen Dach sich eine Synagoge, eine Kirche und eine Moschee befinden. (CMS) Treffen sich ein Rabbiner, ein Imam und ein Pfarrer – klingt wie der Auftakt zu einem ganz guten Witz, ist aber die Keimzelle des House of One in Berlin. Entstehen soll ein interreligiöses Begegnungszentrum, ein Haus des Gebets und der interdisziplinären Lehre. Ein Haus der Begegnung, für ein Kennenlernen und den Austausch von Menschen unterschiedlicher Religionen. Ein Haus auch für die, die den Religionen fernstehen.

Die Idee Unsere Welt braucht dringender denn je Orte des Friedens. Orte, an denen wir lernen, in unserem „einen Welthaus“ gemeinsam zu leben, wie Mar­ tin Luther King einst in Berlin sagte. Juden, Chris­ ten und Muslime haben sich deshalb in Berlin auf den Weg gemacht, für eine Verständigung unter den Religionen ein völlig neuartiges, zukunftsweisendes Sakralgebäude gemeinsam zu planen, zu bauen und mit Leben zu füllen. >> © Kuehn Malvezzi, Visualisierung: Davide Abbon


206 Religionen MENSCH & UMWELT

Foto: Klemens Renner, Visualisierungen: Kuehn Malvezzi, Davide Abbonacci

Präsidium der Stiftung House of One: Pfarrer Gregor Hohberg, Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama und Imam Kadir Sanci.

Religionen in ihrem Kult und im Austausch mit Wissen­ schaften, Kunst und Kultur können eine Bereicherung sein – allen Gräueltaten, die unter Berufung auf die Re­ ligionen begangen werden, ein Modell eines friedvollen Miteinanders entgegensetzend.

Der Weg 2011 begann der gemeinsame Weg mit der Schaffung von Strukturen für die Umsetzung der Idee des House of One im Sinne gleichberechtigter Beteiligung der Ini­ tiatoren. Seitdem ist vieles geschafft: ein weltweiter Ar­ chitekturwettbewerb 2012 und der Beginn einer welt­ weiten Spenden- und Beteiligungskampagne 2014, seit 2018 ein temporärer Pavillon für Veranstaltungen auf dem Petriplatz. Obwohl das House of One selbst erst ab 2020 gebaut werden kann, ist es schon jetzt ein Haus voller Leben, mit Partnerschaften in aller Welt, mit Veranstaltungen und Programmen für Kinder und Jugendliche, durch welche die Idee des House of One vermittelt und wei­ tergetragen wird.

Das gemeinsame Gebäude Als zeitgemäßer Ausdruck religiösen Lebens erfordert das House of One eine zeitgenössische Architektursprache. Dem Architekturwettbewerb kam demnach eine heraus­ ragende Bedeutung zu. Die Herausforderung bestand darin, einen neuen Bautyp für das bisher noch nirgends Versuchte zu entwickeln. Hierfür wurden 2012 weltweit Architekten eingeladen, im Rahmen des Wettbewerbs Ideen einzureichen. Als Sieger ging der Entwurf des Ber­ liner Architekturbüros Kuehn Malvezzi hervor. Ein Jahr lang hat der Pavillon auf dem Petriplatz als Platzhalter für das kommende House of One gedient. Mit dem Abbau des Holz-Plexiglas-Konstrukts beginnen die Vorberei­ tungen der Bauphase für diesen weltweit einzigartigen Sakralbau, unter dessen Dach sich – gruppiert um einen für alle zugänglichen Zentralraum – eine Synagoge, eine Kirche und eine Moschee befinden werden. Grundstein­ legung wird am 14. April 2020 sein. Aus den Fundamen­ ten der alten Petrikirchen wird ein Sakralgebäude der drei monotheistischen Religionen wachsen. Das Haus ermöglicht es gleichermaßen, sich zurückzu­ ziehen und in der je eigenen Tradition zu beten wie ei­ nander zu begegnen, von einander zu lernen und das Verbindende zu suchen.


Die bunte Welt von Micheluzzi Micheluzzi ist mehr als ein Maler. Wir sehen uns als Servicebetrieb rund um das Thema Farbe. Als Raumausstatter bieten wir ein breites Sortiment zur Innenraumgestaltung. Die Welt in bunten Farben malen – unter diesem Motto machen wir Malerarbeiten jeder Art & mehr. Unsere technische Ausrüstung ist auf dem neuesten Stand und ermöglicht uns qualitatives, schnelles und fantasievolles Arbeiten. Wir zeigen Ihnen mit unserem erfahrenen Team schon vorher mehrere Möglichkeiten, wie Ihr Projekt nachher aussehen könnte.

Fotos: Malerei Micheluzzi

Malerei Micheluzzi A-6542 Pfunds, Stuben 48 Tel.: +43 (0)5474 / 52 31 info@micheluzzi.com, www.micheluzzi.com

Unser Leistungsspektrum ist sehr umfangreich und reicht von Möbelbezügen über Flachglasfolien, Sonnenschutz, Vollwärmeschutz und Schilder- und Textilgestaltung bis hin zu sämtlichen Mal-, Spachtel- und Putztechniken im Innen- und Außenbereich. Sogar einen UV-Flachbettdrucker haben wir neu im Sortiment. Lassen Sie sich ihr Objekt von uns verschönern und kommen Sie uns in Pfunds besuchen. Wir beraten Sie gerne und machen Ihnen ein maßgeschneidertes Angebot.

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Entwicklung und Planung von Tragwerken Das elfköpfige Team rund um die beiden Geschäftsführer DI.Dr. Michael Fiedler und DI.Dr. Christian Stöffler ist spezialisiert auf den Entwurf und die Berechnung von Konstruktionen mit den Baustoffen Holz, Glas und Stahl. Ihr Ziel sind optimale, werkstoffübergreifende Lösungen im Hinblick auf Ästhetik und Wirtschaftlichkeit. Wir haben hervorragend ausgebildete und erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und verfügen über ein gutes Netzwerk zu Unternehmen in Tirol und darüber hinaus. Wir konnten unser Wissen seit dem Jahre 2005 bereits in zahlreichen Projekten im In- und Ausland unter Beweis stellen. Wir denken und arbeiten gerne interdisziplinär im Zusammenspiel mit Bauherren, Architekten, Fachplanern und den ausführenden Betrieben. Dr. Stöffler ist zudem Leiter des Geschäftsfeldes Technik und Qualität des Vereins htt15, während Dr. Fiedler auch als Berater für die Österreichische Glaserinnung tätig ist. Fotos: FS1, Christian Flatscher, Metallbau Saller, Matallbau Fill, eli/zweiraum.eu

Leidenschaftlich gerne erbringen wir die folgenden Leistungen für Sie: • Statische Berechnungen • Tragwerksplanung – vom Wettbewerbsentwurf bis zur Werkstattplanung • Gutachten / Sachverständigentätigkeit • Schulungen / Vorträge / Seminare

FS1 Fiedler Stöffler Ziviltechniker GmbH A-6020 Innsbruck, Anichstraße 17 Tel.: +43 (0)512 / 260440 office@fs1-gmbh.at, www.fs1-gmbh.at

• Forschung, Entwicklung und Lehre runden unsere Expertise ab und halten unser Wissen auf dem aktuellsten Stand

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MENSCH & UMWELT Experteninterview 209

Seilbahnen sind wichtiger Bestandteil zukünftiger Mobilität Unternehmer Michael Doppelmayr im Interview (lisi) Wie der Weltmarktführer im Seilbahnbau tickt, wie Innovationen entstehen und wie die Mobilität der Zukunft ausschauen könnte, erzählt Firmenchef Michael Doppelmayr im Interview mit dem PASSIVHAUSmagazin. Wie es dem Unternehmen gelang, in urbane Räume vorzudringen oder Wissenswertes über die weltweit erste Sesselbahn, die ins Stationsdach integrierte Solar-Module beinhaltet, kommen ebenfalls zur Sprache.

Michael Doppelmayr, Geschäftsführender Direktor der Doppelmayr Holding SE

PASSIVHAUSmagazin: Herr Doppelmayr – Ihr Unternehmen gilt als Weltmarktführer im Seilbahnbau. Können Sie uns Zahlen der Unternehmensgruppe nennen? In wie vielen Ländern der Welt sind sie präsent, wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie und wie viele Doppelmayr-Anlagen gibt es weltweit überhaupt? Michael Doppelmayr: Als Qualitäts-, Technologie- und Marktführer im Seil­ bahnbau betreibt unsere Unternehmens­ gruppe Produktionsstandorte sowie Ver­ triebs- und Serviceniederlassungen in >> mehr als 40 Ländern der Welt.

Fotos: Doppelmayr


210 Experteninterview MENSCH & UMWELT

einen immer höheren Stellenwert erhält, als notwendig bzw. werden diese heutzutage vom Kunden mehr oder weniger „erwartet“? Michael Doppelmayr: Sowohl für unsere Kunden, als auch für uns ist es wichtig, dass sich der Fahrgast während der Fahrt wohlfühlt. Daher geht ein großer Teil der Seilbahninvestitionen in den Komfort. Ob das nun die Sitzheizung oder der Bubble sind, Zu­ satzangebote wie WLAN-Entertainment in Kabinen oder aber technische Details wie barrierefreie Ein­ stiege oder angenehme Laufruhe während der Fahrt – der Fahrgast soll gern mit der Seilbahn fahren.

Foto: Doppelmayr

Seilbahnanlagen brauchen nur wenig Platz, können verhältnismäßig rasch umgesetzt werden und sind dank ihres Elektroantriebs sehr umweltfreundlich.

Bis heute durften wir über 14.900 Seilbahnsysteme für Kunden in 95 Staaten realisieren. Weltweit ar­ beiten 2.933 Mitarbeiter für die Doppelmayr/Gara­ venta Gruppe. PASSIVHAUSmagazin: Inwieweit hat sich die Seilbahntechnik in den letzten Jahren verändert, beziehungsweise weiterentwickelt? Michael Doppelmayr: Die Seilbahntechnik hat sich sehr stark entwickelt. Es ist für uns wichtig, die Wünsche unserer Kunden und die ihrer Gäste zu erfüllen oder sogar einen Schritt voraus zu sein. Das bedeutet, dass wir immer wieder neue Ideen umsetzen, aus der Erfahrung lernen und mit In­ novationen die Seilbahntechnik vorantreiben. Erst kürzlich haben wir einen großen Entwicklungspro­ zess abgeschlossen und die nächste Seilbahngenera­ tion, die D-Line, am Markt eingeführt. Wir haben sämtliche Seilbahnbauteile der kuppelbaren Einsei­ lumlaufbahn auf den Prüfstand gestellt, verbessert, neu konstruiert und in einem neuen Baukastensy­ stem aufgebaut. Fahrzeuge, Stationen, Rollenbatte­ rien sowie Klemmen sind an die Anforderungen am Markt optimiert worden. PASSIVHAUSmagazin: Seilbahnen werden immer komfortabler ausgestattet – Sitzheizungen und Windhauben zählen schon zu einer Standardausstattung bei Anlagen in österreichischen Skiorten. Nun direkt gefragt: Empfinden Sie diese Ausstattungen gerade in Zeiten, in denen Klimaschutz

PASSIVHAUSmagazin: Kürzlich wurde in der Schweiz die ersten Solar-Seilbahn eröffnet. Sehen Sie darin Potenzial und könnte es bald mehrere Seilbahnen mit Batteriebetrieb geben? Michael Doppelmayr: Doppelmayr hat bereits 2012 eine Sesselbahn gebaut, die Solar-Energie nutzt. Die Hüttenkopfbahn im Ski- und Wandergebiet Golm war die weltweit erste Sesselbahn, die ins Stations­ dach integrierte Solar-Module hatte. Mit dieser Photovoltaik-Anlage wird rund ein Drittel des Ge­ samtenergiebedarfs der Seilbahn generiert. Inzwi­ schen haben wir schon einige weitere unserer Seil­ bahnanlagen mit Photovoltaik ausgestattet. PASSIVHAUSmagazin: Doppelmayr-Anlagen gibt es ja nicht nur in Sommer- und Wintertourismusgebieten, es gibt auch urbane Seilbahnprojekte – können Sie uns konkrete Referenzprojekte aufzählen? Und inwieweit dienen solche urbanen Mega-Projekte der Verkehrsentlastung? Michael Doppelmayr: Wir durften in den letzten Jahren zahlreiche urbane Seilbahnprojekte realisie­ ren. Darunter auch das größte urbane Seilbahnnetz der Welt. Es verbindet die beiden bolivianischen Großstädte El Alto und La Paz. Viele Menschen, die in El Alto wohnen, arbeiten in La Paz. Das Pen­ deln war sehr zeitaufwändig, da der Verkehr an sei­ ne Grenzen gestoßen ist. Für Bus, Bahn und Co ist auch das Gelände dort eine Herausforderung. Die Seilbahn eröffnet nun eine neue Verkehrsebene: Sie schwebt ungehindert über die überlasteten Stra­ ßen hinweg und überwindet Höhenunterschiede ohne Weiteres. La Paz liegt nämlich in einem Tal­ kessel, El Alto ca. 500 Meter höher auf einem Pla­ teau. Wir werden die zweite Bauphase heuer noch fertig stellen, dann sind zehn Seilbahnlinien mit ei­ ner Gesamtlänge von 33 Kilometern und rund 26 Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten in Betrieb. >>


Michael Laiminger, Geschäftsführer

Das Alte erhalte, im neuen Geist walte Der Malermeisterbetrieb Laiminger wurde im Jahr 1968 von Erich Laiminger gegründet und seither kontinuierlich ausgebaut. Seit 2000 wird das Unternehmen nun in 2. Generation von Malermeister Michael Laiminger und seiner Frau Renate geführt. Mit unseren Kunden verbindet uns eine, auf Qualität und Zuverlässigkeit basierende, Partnerschaft. Zu unserem Kundenstamm zählen Privathaushalte, Hausverwaltungen, Firmen, Behörden, Hotels und viele mehr.

Fotos: Laiminger

Wir bieten das komplette Programm eines modern ausgestatteten Malereibetriebes. Von der weißen Wand bis zur italienischen Spachteltechnik, vom lackierten Türstock bis zur Beschichtung einer kompletten Blechfassade, vom modernen Einfamilienhaus bis hin zum denkmalgeschützten Stadthaus. In unserem „Schriftenstudio“ fertigen wir mit modernen Computeranlagen Schriften und Aufkleber jeder Art und für jeden Zweck. Seit mehr als 30 Jahren arbeiten wir in unserem Betrieb mit Hub-Arbeitsbühnen an Stelle von Gerüsten. Derzeit sind neun unterschiedliche Maschinen mit einer Arbeitshöhe bis 26 Meter im Einsatz, diese können auch von Firmen und Privatpersonen angemietet werden.

Malerei Laiminger A-6241 Radfeld, Innstrasse 17 Tel.: +43 (0)5337 / 63 6 07 office@malereilaiminger.at www.malereilaiminger.at

www.malereilaiminger.at


212 WPE-I H Premium von Stiebel Eltron

WPE-I H Premium von Stiebel Eltron: Erdreich-Wärmepumpen mit Inverterregelung für den großen Bedarf von bis zu 1,4 Megawatt.

Foto: Stiebel Eltron

Leistungsgeregelte Kraftpakete für den großen Bedarf von Stiebel Eltron Erdreich-Wärmepumpen erstmalig mit Inverterregelung (PR) Zwischen 20 und 1.400 Kilowatt ist alles drin: Die neue Produktreihe WPE-I H Premium zählt zu den ersten Erdreich-Wärmepumpen aus dem Hause Stiebel Eltron, die mit Invertertechnologie ausgestattet sind. Dadurch wird der Betrieb laufend optimiert und so die Effizienz erhöht. Zudem sind die Geräte auch für den KühlFoto: Stiebel Eltron betrieb geeignet. Ein weiterer Pluspunkt ist die Manuel Löscher Planungs­spezialist einzigartige Heißgastechnologie mit InverterErneuerbare steuerung, für ein effizientere, der TrinkwasserEnergien norm entsprechende, Warmwasserbereitung. Da diese über einen zusätzlichen Wärmetauscher parallel zum Heizbetrieb erfolgt, wird auch der Nutzerkomfort deutlich erhöht. Die WPE-I H Premium wurde für den Einsatz in größeren Wohnanlagen, Gewerbe- und Industrie­ bauten entwickelt. Sie kommt in vier Leistungs­

größen auf den Markt: Mit maximalen Wärme­ leistungen von rund 33, 44, 59 oder 87 Kilowatt (B0/W35). Dank der Inverterregelung passt sich die gewählte Maschine jederzeit dem aktuellen Bedarf des Gebäudes an, und ist auch für einen bivalenten Einsatz perfekt geeignet.

Kaskade mit bis zu 16 Geräten Die WPE-I H lässt sich problemlos kaskadieren: Bis zu 16 Einzelmodule können zu einer präzisen abgestuften Kaskade mit insgesamt 1.400 Kilowatt Leistung kombiniert werden. Was bei den Einzel­ geräten über die Invertertechnologie erreicht wird, gilt auch für die Kaskade: Die Regelung der Anlage sorgt für eine optimal abgestimmte Leistungsan­ passung an den Bedarf des Gebäudes. Selbstverständlich lassen sich auch die Wärmepum­ pen der neuen Serie WPE-I H mit dem bewährten Internet-Service-Gateway (ISG) von Stiebel Eltron über das Heimnetzwerk per Smartphone, Tablet oder PC einstellen und bedienen.


MENSCH & UMWELT Experteninterview 213

Urbane Seilbahnprojekte wie dieses in Singapur eröffnen eine neue Verkehrsebene.

Das Netz transportiert bereits jetzt ca. 250.000 bis 300.000 Fahrgäste pro Tag. Damit trägt es aktiv zur Verbesserung der Mobilität für die Bewohner bei. Ur­ bane Seilbahnen eignen sich sehr gut dafür, ein beste­ hendes Verkehrsnetz zu ergänzen. Sie können Lücken schließen, wichtige Knotenpunkte miteinander ver­ binden und Hindernisse überspannen. Sie brauchen nur wenig Platz, können verhältnismäßig rasch um­ gesetzt werden und sind dank ihrem Elektroantrieb sehr umweltfreundlich. Unser Hotspot für urbane Seilbahnen ist derzeit Südamerika, wir durften aber bereits weltweit erfolgreiche Referenzprojekte reali­ sieren – auch in unserer Nähe wie beispielsweise in Koblenz/Deutschland oder London/Großbritannien. Auch in Portland/USA oder Singapur haben wir be­ reits urbane Seilbahnlösungen installiert. Die Möglichkeiten sind also weltweit und überall gegeben. Aktuell wird in zahlreichen europäischen Städten die Seilbahn als urbanes Verkehrsmittel dis­ kutiert und überlegt. Wir sind bereit. PASSIVHAUSmagazin: Können Sie als Verkehrsexperte für uns einen Blick in die Zukunft wagen? Wie schaut – aus Ihrer Sicht – die Mobilität der Zukunft aus? Michael Doppelmayr: Ich sehe die Seilbahn als wich­ tigen Bestandteil der zukünftigen Mobilität. Insbe­ sondere in der Verbindung mit anderen Verkehrsmit­ teln. Jedes Einzelne – ob Bus, Straßenbahn, U-Bahn oder Seilbahn – hat seine Vorzüge aber auch seine Grenzen. In der sinnvollen Kombination steckt sehr großes Potenzial.

Foto: Doppelmayr

PASSIVHAUSmagazin: Wie schaut Ihrer Meinung nach eine wirtschaftlich sinnvoll betriebene „Verkehrslösung der Zukunft“ aus? Michael Doppelmayr: Wirtschaftlich ist eine Ver­ kehrslösung dann, wenn sie ihren Zweck erfüllt. Da­ her liegt es an der Planung – ganz egal auf welches Verkehrsmittel die Wahl schlussendlich fällt – sie muss ihrer Aufgabe angemessen sein. Eine Seilbahn kann nie die Kapazität einer U-Bahn erreichen, der Bus ist, im Unterschied zur Seilbahn, abhängig von anderen Verkehrsteilnehmern. Wichtig ist, die ver­ schiedenen Möglichkeiten zu prüfen und sich für das am besten geeignete Verkehrsmittel zu entschei­ den – , damit es den größten Nutzen für die Fahrgä­ ste erfüllt und die Mobilität verbessert. PASSIVHAUSmagazin: Können Sie uns ein persönliches „Highlight-Projekt“ aus Ihrer langen „Doppelmayr-Ära“ nennen? Michael Doppelmayr: Mein Highlight ist immer das nächste Projekt. Wir freuen uns auf jede neue Herausforderung, die wir mit unseren Kunden um­ setzen dürfen. PASSIVHAUSmagazin: Können Sie uns abschließend verraten, woran aktuell in Ihrem Unternehmen geforscht und was weiterentwickelt wird? Wie schaut die „Betriebslösung der Zukunft aus“? Michael Doppelmayr: Wir entwickeln uns stän­ dig weiter und überlegen, wie wir unsere Produkte besser machen und die Wünsche unserer Kunden erfüllen können. Was das allerdings genau ist, erfah­ ren Sie, wenn es so weit ist.


Gemeinsam Planen von Anfang an

Martin Hofer, Geschäftsführer

Das oberste Ziel einer innovativen Planung ist es für uns, ein Konzept zu entwickeln, welches zugleich in der Errichtung finanzierbar und nachhaltig im Betrieb ist. Durch die steigenden Anforderungen an die Haustechnik in modernen Gebäuden ist es sehr wichtig, dass die Einbindung der HKLS-Planung bereits zu einem frühen Stadium erfolgt. Das betrifft nicht nur die Wahl des Energiesystems, welches je nach Nutzung und Gebäude festgelegt werden muss, sondern auch die Situierung von Technikräumen, Schächten, etc., um Errichtungskosten und in weiterer Folge auch Betriebskosten sparen zu können. Dafür ist es sehr wichtig, dass seitens der Bauherren und Architekten auch die notwendige Akzeptanz für eine qualitativ hochwertige Haustechnik vorhanden ist. Durch unsere langjährige Erfahrung können wir gemeinsam mit unseren Projektpartnern solche Lösungen erarbeiten und effiziente Gebäude entwickeln. Durch den Einsatz von modernster Software sind auch 3D-Darstellungen zur besseren Vorstellung kein Problem.

Fotos: TB Martin Hofer

Heizung Sanitäre Lüftung Kühlung INGENIEURBÜRO Technisches Büro Martin Hofer office@tbhofer.at . Tel: 05238/87226 A-6401 Inzing, Peter-Anich-Weg 5b Planung . Ausschreibung Tel.: +43 (0)5238 / 87 .2Bauüberwachung 26 Mobil: +43 (0)650 / 36 44 186 martin@tbhofer.at

Alternativenergie Passivhaus


Die Luft-WasserWärmepumpe WPL 09/17 ICS/IKCS classic – perfekt für den Neubau Heizen und Kühlen mit der Luft-Wasser-Wärmepumpe – die neue kompakte Geräteserie von Stiebel Eltron benötigt wenig Aufstellungsfläche bei großer Wirkung. Die aktuelle Luft-Wasser-Wärmepumpenserie mit innovativer Inverter-Technik ist dann als Innenaufstellungs-Variante besonders geeignet, wenn es um geringe Schallemissionen geht. Durch die Leistungsregelung der WPL 09/17 passen sie sich exakt an den Leistungsbedarf des Gebäudes an. Darüber hinaus ist die neue Wärmepumpen-Serie auch sehr leise im Betrieb – dafür sorgen eine intelligente Luftführung im Gerät und die schallabsorbierenden Luftschläuche. Somit ist ein Betrieb bei enger Bebauung problemlos möglich. Intelligente Detaillösungen reduzieren den Installationsaufwand: Dazu gehört der einfache Anschluss der vorkonfektionierten Luftschläuche mit einem neuen Schnellanschluss-System. So ist eine schnelle und saubere Montage möglich. Es stehen zwei Varianten für maximale Flexibilität zur Verfügung. In der klassischen Variante ist eine flexible Luftführung nach oben vorgesehen. Bei der kompakten Variante ist ein Lüftungsmodul aufgesetzt, das einerseits den Luftanschluss seitlich oder nach hinten ermöglicht und andererseits die Schallemissionen im Außenbereich noch weiter reduziert. Der hohe Integrationsgrad notwendiger Heizungskomponenten unterstützt zudem die einfache und platzsparende Installation.

Fachbeirat

Bernhard Nutz, Key Account Management Erneuerbare Energien bei Stiebel Eltron

„Diese effiziente Geräteserie als Innenaufstellung in flüsterleiser Ausführung, erfüllt alle Ansprüche an ein modernes Luft- WasserWärmepumpen-System.“

HSBC 300 cool

Eine perfekte Ergänzung dieser Wärmepumpenserie ist der neue Integralspeicher HSBC 300 cool. Er vereint 270-Liter-Warmwasser- und 100-Liter-Pufferspeicher in einem Gehäuse. Die schlanke Bauform ermöglicht eine Aufstellung auf engstem Raum. Die Installation wird durch die Trennbarkeit in zwei Module für die Einbringung deutlich vereinfacht. Aufgrund der hochwirksamen Wärmedämmung bietet der Integralspeicher eine hohe Effizienz und kann auch für die Kühlung des Gebäudes eingesetzt werden. Dank des großen Warmwasserspeichers bietet der Integralspeicher hohen Warmwasserkomfort – und das auf kleinstem Raum. Stiebel Eltron vereint innovative platzsparende Technik und modernes Design für ein optimales Gebäudeklima. Fotos: Stiebel Eltron


216 Dorfleben MENSCH & UMWELT

Das Dorf im Ort Autarkes Leben auf kleinem Raum

Die Start-up-Gründerin Theresa Steininger ist mit Gleichgesinnten nach Gutenstein übersiedelt und arbeitet dort an einem nachhaltigen Lebensmodell im Wohnwagon. (CMS) Ein autarkes Dorf innerhalb einer bestehenden Ortsstruktur zu gründen und auch dort zu leben war vor einigen Jahren die Idee einiger engagierter junger Leute. Auf einer großen Wiese hinter dem ehemaligen Wirtshaus „Gutensteinerhof“ sollten nachhaltigeffiziente Einfamilienhäuser und Wohnwagen entstehen. Was bisher schon alles geschah ist bemerkenswert.

Die 28-Jährige zog Anfang Oktober 2018 mit elf Gleichgesinnten in den verlassenen „Gutensteiner­ hof“. Dort wird seitdem am eigenen Dorf getüftelt. Das ehemalige Gasthaus soll ein Dorfzentrum wer­ den. Rundherum möchte Steininger leerstehende Flächen und Wohnungen mieten und dem Ort neues Leben einhauchen. Die gebürtige Kremserin ist ambitioniert und verlegte den Standort ihres Unternehmens „wohnwagon“ von Wien nach Gutenstein. In ihrem Baumeisterbetrieb werden Wohnwagen gebaut - und das möglichst au­ tark und natürlich. „Wir wollen den Wohnraum aufs Wesentliche reduzieren. Dafür entstehen im Dorf viele große Flächen, die man gemeinsam nutzen kann.“ Ihr geht es um geschlossene Kreisläufe und erneuerbare Energie, das Wohnen soll die Natur so wenig wie möglich verschmutzen. Deswegen werden die Wohnwagen beispielsweise extern mit Wasser versorgt, das Gründach ist der Kanalersatz und rei­ nigt das Wasser, damit es etwa zum Gießen verwen­ det werden kann. Zu einem Umzug in dieses autarke Dorf haben sich bis jetzt 40 Menschen bei Theresa Steininger gemeldet. Es gehe um einen natürlichen, aber nachhaltigen Zuzug. Nachhaltiges Landleben bedeutet für sie: wenig Bodenverbrauch, natürliche Baustoffe, größtmögliche Selbstversorgung und eine gut funktionierende Gemeinschaft. Das autarke Dorf-Modell in Niederösterreich soll möglichst viele Menschen begeistern, überzeugen und zum Nachmachen animieren


Fotos: wohnwagon

Die Zukunft des Wohnens In Gutenstein arbeiten die Wohnwagon-Mitarbeiter nun ausgehend von ihrem Zentrum, dem Guten­ steinerhof, in diversen Produktionsstätten an der Entwicklung autarker Wohn- und Lebensräume. Wie wohnen wir 2050? Wie verändert sich unser Zu­ sammenleben und welche neuen Wohntrends sind auf dem Vormarsch? Das renommierte Zukunfts­ institut rund um den Trendforscher Matthias Horx veröffentlichte vor kurzem eine Studie zur Zukunft des Wohnens. Die zentralen Wohntrends für die kommenden Jahrzehnte sind: Dezentralisierung, Re­ duktion und eine starke Tendenz zu natürlichen, ge­ sunden Materialien und individuellen Möblierungs­ lösungen. Spannend ist, dass einige österreichische Start-ups, wie das junge Handwerksunternehmen Wohnwagon, bereits intuitiv den richtigen Weg ein­ geschlagen haben und schon heute an Lösungen ba­ steln, die den Wohntrends der Zukunft entsprechen. Wohnen betrifft alle - es wird Zeit darüber nachzu­ denken. Steigende Mietpreise, zunehmende Verstäd­ terung, Innenstadtmobilität, demographischer Wan­ del - es sind viele Aspekte, welche die Frage nach der richtigen Wohnform sehr vielschichtig machen. Was passiert, wenn immer mehr ältere Menschen neue Wohnformen suchen, die besser an ihre Bedürfnisse angepasst sind? Wie kombinieren wir urbane Wohn­ formen mit dem Bedürfnis nach Natur und Frei­ raum? Für Konsumenten, Politik und Unternehmen ist die Diskussion rund um künftige Wohnformen für jeden Einzelnen von uns wichtiger denn je.

unsere Wohnlandschaft prägen. Wichtig wird in Zu­ kunft also nicht sein wie groß man wohnt, sondern wie man wohnt. Der Wohnraum wird dabei durch neue Services und kollaborative Räume ergänzt, das Interieur und die Qualität und Natürlichkeit der Materialien werden in Zukunft stark an Bedeutung gewinnen. Dass Matthias Horx mit seiner Studie mal wieder genau den Nerv der Zeit getroffen hat, davon ist Theresa Steininger, die Geschäftsführerin des ös­ terreichischen Start-ups Wohnwagon, überzeugt: „Wir setzen absolut auf diese Trends. Es geht darum, auf kleinem Raum und in komprimierter Form all die Lieblingsplätze zu bieten, die das Wohnen eigent­ lich so toll machen. Gleichzeitig möchten wir mehr Freiheit und Naturnähe ermöglichen.“ Das österrei­ chische Start-up möchte Wägen bauen, die komplett aus Holz und anderen Naturmaterialien gefertigt >>

Der Blick in die Glaskugel – so sieht die Zukunft aus Wohnen dezentralisiert sich und schafft einen er­ höhten Bedarf für „dritte Orte“ und neue Wohn­ konzepte. Reduzierte, aber qualitativ hochwertige, kleine Räume werden in Zukunft immer stärker

Der Gutensteinerhof ist eine ideale Heimstätte und der Ausgangspunkt für sämtliche Aktivitäten des Teams.


218 Dorfleben MENSCH & UMWELT

Die Wohnwagons sind sehr energieeffizient, ökologisch durchdacht und damit Musterbeispiele für Autarkie und einen verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Ressourcen

sind und mit Hightech-Komponenten wie Photovol­ taik- und Wasseraufbereitungsanlagen ein autarkes Wohnen ermöglichen. Interessenten wollen den Wohnwagon als mobilen Zweitwohnsitz, Büro im Grünen, Ferienzimmer oder Weinverkost­ungs-Raum nutzen.

Das Mini-Loft zum Wohnen im Grünen Der Wohnwagon wird nach den Wünschen der Kun­ den individuell durch lokale Handwerker gefertigt. Die intelligente Möbelgestaltung im Innenraum schafft funktionale Raum-Definitionen, die sich den jeweiligen Bedürfnissen anpassen. Die Grundidee: 25 Quadratmeter fühlen sich dank „smarter Funkti­ onen" mindestens wie 50 Quadratmeter an - LoftCharakter im mobilen Wohnraum. „Wir haben uns die Frage gestellt, wie viel Platz man eigentlich zum Leben braucht. Unsere Antwort: 25 Quadratmeter Raum, der auf das Wesentliche reduziert ist und in dem wirklich Raum zum Leben ist. Da freut es uns natürlich umso mehr, dass Matthias Horx in seiner Studie zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind,“ so Christian Frantal, der Ideengeber und Designer hinter dem Wohnwagon.

Das neue Leben im Dorf Gutenstein hat eine lange Tradition an „Sommer­ frischlern“. Schon um die Jahrhundertwende kamen die Wiener in Scharen, um die heißen Monate in den Bergen zu verbringen. Doch in den vergangenen Jahren ist Gutenstein eine klassische Abwanderungs­ gemeinde geworden. Derzeit hat der Ort nur mehr 1300 Einwohner. Seit dem Antritt von Bürgermeister Michael Kreuzer hat sich die triste Stimmung gedreht. Die traditionsreichen Raimund-Spiele wurden neu ausgerichtet, das Schwimmbad auf Trab gebracht und Ideen für ein Selbstversorger-Konzept mit Obst und Gemüse geschmiedet – alles mit Beteiligung der Be­ völkerung. „Wir wollen die nachhaltigste Gemeinde Europas werden“, sagt Bürgermeister Kreuzer. Bei diesem Ziel kam die Truppe aus Wien mit ihren vielen Ideen gerade recht. „Bei der ersten Infoveran­ staltung im Gutensteinerhof kamen mehr als 200 Ein­ heimische. Es tut sich wieder was im Ort“, so Kreuzer.

Fotos: wohnwagon

Lust auf ein eigenes Projekt? Im Rahmen dieser Aktion ist auch ein eigenes Planungsbüro entstanden, welches innovative Lösungen für autarkes Wohnen, Wasserkreisläufe und nachhaltiges Bauen entwickelt. Die engagierten Planer und Baumeister begleiten Interessierte von der ersten Idee, bis zur fertigen Umsetzung eines Projekts, egal was sie vorhaben: Autarkes Einfamilienhaus/ Wohnbauten Autarke Siedlung oder Dorf Unabhängiges, mobiles Tiny House Gemeinschaftsprojekt Flexibles Hotelzimmer Wasserkreisläufe & Haustechnikkonzepte für zuverlässige, unabhängige Versorgung Autarkie-Aufrüstung im Bestand (Strom/Wasser/Wärme) Infos: www.wohnwagon.at


Hartwig Gstrein Geschäftsführer und Inhaber

Effizienz von der Hülle bis zur Technik Bauen Sie auf die Zukunft. Mit Wärmepumpen-Heiztechnik auf Basis erneuerbarer Energien legen Sie den Grundstein für die Zukunftssicherheit und Wirtschaftlichkeit Ihres Eigenheimes. Hartwig Gstrein empfiehlt für jeden Neubau, der schon aufgrund der Anforderungen der Wohnbauförderung in der Regel Niedrigenergiestandard aufweist, den Einbau modernster, effizienter Technik. Auch bei Sanierungen gibt es bereits Systeme, die leistbar sind und für mehr Lebensqualität sorgen. Vorbildliches Design für innovative Architektur liefert beispielsweise ein intelligentes Wärmepumpensystem, wie die LWZ von STIEBEL ELTRON.

Fotos: Hartwig Gstrein GmbH

Hartwig Gstrein GmbH Heizung-Sanitäre-Solar A-6473 Wenns, Unterdorf 51 Tel.: +43 (0)5414 / 860 48, Fax: DW 9 info@gstre.in, www.gstre.in

Aus der Ruhe kommt die Kraft Mit der zur Innenaufstellung konzipierten WPL ICS/IKCS classic bietet STIEBEL ELTRON eine ebenso elegante wie effiziente Systemlösung für den Neubaubereich. Durch die exzellente Schalldämmung der Luftführung ist von der Wärmepumpe selbst bei enger Bebauung kaum etwas zu hören. Der hohe Integrationsgrad der Geräte erlaubt eine schnelle Installation ohne aufwendige bauliche Maßnahmen. Zusätzlich sorgt die erstklassige Effizienz (A++) dafür, dass die InverterLuft | Wasser-Wärmepumpe WPL ICS/IKCS auch langfristig eine exzellente Wahl für die Zukunft ist.

www.gstre.in


Kompetent, kreativ & leistungsstark DIE BIOTOP & TECHNIK RATZESBERGER IN TIROL (PR) Als Fachbetrieb für die Planung, den Bau und die Nachbetreuung von individuell gestalteten Wasserlandschaften zählt die Biotop & Technik Ratzesberger GmbH in Bad Häring/Tirol heute zu den führenden Schwimmteichbauern in Österreich. In den letzten 25 Jahren realisierte das Unternehmen mehr als 900 private und öffentliche Schwimmteich- und NaturpoolAnlagen in ganz Europa. Zu einem seiner jüngsten Projekte zählt die Realisierung des Kleinbadeteiches des Hotels Adler in St. Gallenkirch im Montafon.

Fotos: Biotop & Technik Ratzesberger GmbH

Spezialisiert ist das Unternehmen auf die Planung und den Bau von Schwimmteichen, Naturpools, Biotopen und Wassergärten. Die Firmenphiloso­ phie von Biotop & Technik, ein Gesamtangebot von Planung, über Ausführung und Betreuung mit dem entsprechenden Know-how anzubieten, führt Jahr zu Jahr zu einem wachsenden Kreis zufriedener Kunden. Unter dem Markennamen RABAGS® ließ sich der Tiroler Fachbetrieb die von ihm entwickelte Schwimmteich-Klärtechnik europaweit patentieren.


Fotos: Biotop & Technik Ratzesberger GmbH

Badevergnügen in reiner Natur Vom RABAGS-Schwimmteich zum RABAGS-Naturpool (PR) Gerötete Augen, trockene, gereizte Haut – der Badespaß im Chlorpool wird schnell zum Verdruss. Es ist somit nicht verwunderlich, dass die gesunde natürliche Alternative immer beliebter wird. Vor 25 Jahren hatte die Firma Biotop & Technik Ratzesberger GmbH den Mut Neuland zu betreten. Die Vision vom natürlichen Baden im eigenen Garten hat sich mit dem Schwimmteich und Naturpool eindrucksvoll durchgesetzt.

Die Technik Es fing mit dem klassischen Schwimmteich an: Der Schwimmbereich wurde durch einen Regenerati­ onsbereich erweitert, in der sich das Wasser von selbst reinigte. Abgeschaut vom Funktionsprinzip der Pflanzenkläranlagen. Das Biotop zum Schwim­ men war geboren. Im Laufe der Jahre erweiterte sich die Kundengruppe immer mehr weg vom „Ökotyp der 80er Jahre“. So wurde der RABAGS-Naturpool erfunden. Verfeinerte Filtertechnik machte es mög­ lich. Und heute? „Die Grenze zwischen RABAGSSchwimmteich und RABAGS-Naturpool ver­ schwimmt immer mehr. Wobei wir jede Badeoase selbst und individuell auf die speziellen Bedürfnisse unserer Kunden planen und ausführen. Immer aber garantiert nachhaltig, ökologisch und chlorfrei“, sagt DI Hedwig Ratzesberger. „Heute liegen die Betriebskosten für einen RABAGS-Naturpool bei rund 135 Euro pro Jahr!“ „So wichtig uns die technischen Innovationen auch sind – Erfolg haben wir nur, wenn wir aus jedem Projekt ein individuelles Schmuckstück zaubern. Wie viel Individualität auch in RABAGS-Naturpool

Anlangen steckt, verrät ein Blick auf unsere Home­ page oder unsere Social-Media-Channels. Ob Was­ serspiele, Steineinfassungen, Poolabdeckungen, Treppeneinstiege, Heizsysteme, Bauweisen – es werden immer hochwertigste Materialen eingesetzt. Vom Wasserfall bis zur Gegenstromanlage, von der Unterwasserbeleuchtung bis zur Designerdusche – jede RABAGS-Anlage ist ein Unikat.“

25-JAHRM JUBILÄU

Biotop & Technik Ratzesberger GmbH Rettenbachstraße 12a, 6323 Bad Häring T: +43 (0)699 / 14298639 H: www.schwimmteich.com F: www.facebook.com/derschwimmteich G: www.plus.google.com/schwimmteich.com


222 Klimaschutz MENSCH & UMWELT

wir klima (CMS) Gemeinsam wollen die erfahrenen Initiatoren und Initiatorinnen aus Bereichen der Politik, der Wirtschaft und des Umweltschutzes mit vielen Menschen und unzähligen AkteurInnen, PionierInnen und VorkämpferInnen im Lande eine breite BürgerInnen-Bewegung in Gang setzen, um Österreich zu einem internationalen Vorreiterland im Bereich Klimaschutz und Ausstieg aus fossiler Energie bis ins Jahr 2040 zu machen. Wir haben mit Mag. Erwin Mayer, Klima- und Energieexperte, Gründer von „mehr Demokratie!“, Vorstand von Democracy international und einem der Initiatoren von „Wir entscheiden Klima!“ gesprochen und mehr über die Ideen, Forderungen und Ziele dieser wertvollen Initiative erfahren.

Der Klimawandel schreitet zügig voran. Es liegt jetzt an uns allen, ihn mit allen Mitteln zu stoppen.

Die Initiative „Wir entscheiden Klima!” setzt sich aus engagierten Bürgern und Bürgerinnen zusammen, die den Klimawandel und seine enormen Auswirkungen sehr ernst nehmen. Was die Bürgerinitiative will Eine Klimaschutz-Volksabstimmung zum Thema „Ausstieg aus fossilen Energieträgern bis 2040“ ist oberstes Ziel der Initiative. Wie vor 40 Jah­ ren bei der Volksabstimmung zum Atomkraftwerk Zwentendorf, sollen die Menschen in Österreich auch heute wieder über die Energie- und Klimazukunft ihres Landes entschei­ den. Diesmal geht es um den Ausstieg Österreichs aus der klimaschädlichen Fossilenergie bis 2040. Die über­ parteiliche BürgerInnen-Plattform fordert, dass der konkrete Text der Volksabstimmung von der Zivilge­ sellschaft mithilfe von repräsenta­ tiven Bürgerräten erarbeitet wird.


MENSCH & UMWELT Klimaschutz 223

• In Österreich gibt es bereits viele vom Klimawan­ del bewegte Bürgerinnen und Bürger. Wir entschei­ den Klima! macht diese Bürgerbewegung sichtbar und ermöglicht Klimaschutzpolitik von den Men­ schen für die Menschen. • Wir sind überzeugt, dass es heute, 40 Jahre nach der historischen Volksabstimmung zum AKW Zwentendorf, eine Volksabstimmung zur Klimaund Energiepolitik braucht. • Ein repräsentativer Bürgerrat soll die Gesetzestexte erarbeiten, über die im Anschluss eine Volksabstim­ mung entscheidet, deren Ergebnis bindend ist.

Beweggründe und Forderungen In Österreich gibt es bereits viele vom Klimawandel bewegte Bürgerinnen und Bürger. Wir entscheiden Klima! macht diese Bürgerbewe­ gung sichtbar und ermöglicht Klimaschutzpolitik von den Menschen für die Menschen. Die Beteili­ gten nehmen den Klimawandel und die enormen Auswirkungen auf die Menschen, auf unsere Kinder und Enkel, auf unsere Gesundheit und Lebensquali­ tät, sowie auf verschiedene Bereiche wie Land- und Forstwirtschaft, Wirtschaft und Tourismus, Ener­ gie- und Wasserversorgung, Artenvielfalt und Öko­ logie, sehr ernst. „Wir sind überzeugt, dass es heute, 40 Jahre nach der historischen Volksabstimmung zum AKW Zwen­

tendorf, eine Volksabstimmung zur Klima- und Energiepolitik braucht. Eine Volksabstimmung zum Klima­ schutz im Herbst 2019 entscheidet über den fertig ausgearbeiteten Vor­ schlag des Bürgerrates. Wie im Jahr 1978 sollte ein konkretes Gesetz zur Foto: Initiative „Wir entscheiden Klima!” Volksabstimmung vorgelegt wer­ Mag. Erwin Mayer ist den. Nach 1978 sollte der Souverän, Mitbegründer von die Bevölkerung, erneut die Chance „mehr demokratie!” und seit erhalten über die Energie- und Kli­ der Vereinsgründung 2010 mazukunft Österreichs zu entschei­ ehrenamtlicher Bundesden“, fordern die Initiatoren. sprecher der Initiative Die Frage an die Österreicherinnen „Wir entscheiden Klima!”. könnte lauten: „Soll Österreich bis 2040 aus der Verbrennung fossiler Energien aussteigen wie von dem BürgerInnenrat über Klimaschutz und Energiewende empfohlen.“ Ein repräsentativer Bürgerrat soll die Gesetzestexte erarbeiten, über die im Anschluss eine Volksabstim­ mung entscheidet, deren Ergebnis bindend ist. Ziel ist der Ausstieg aus Erdöl, Erdgas und Kohle bis 2040! Die Initiatoren von Wir entscheiden Klima! spre­ chen sich für einen Bürgerrat nach dem Vorbild ei­ ner irischen und kanadischen Citizens‘ Assembly in der ersten Hälfte 2019 in Österreich aus.

Warum wir etwas tun müssen Ob Rekordhitze, Überflutungen oder extreme Dür­ re: Klimawandel findet statt – mit zahlreichen Fol­ gen für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft. >>

Foto: pixabay.com


224 Klimaschutz MENSCH & UMWELT

Foto: Initiative „Wir entscheiden Klima!”

Die Initiatoren bei der Geburtsstunde von „Wir entscheiden Klima“.

Ob Rekordhitze oder Überflutung: Der Klimawandel hat gravierende Folgen für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft Zwei aktuelle Studien und Berichte zeigen erneut die Dringlichkeit, mit der Reduktion der Treibhaus­ gasemissionen zu beginnen. Aktuelle Fakten zum Klimawandel oder wie man den Klimawandel rich­ tig erklärt, zeigt Zeit Online auf. Im Auftrag der Staatengemeinschaft wurde das IPCC, der internationale Klimarat, beauftragt, Sze­ narien für eine Erwärmung um max. 1,5°C (im Ver­ gleich zu einer Erwärmung um 2°C) bezogen auf vorindustrielle Temperaturwerte, zu entwickeln. Die Kohlenstoffbudgets und die Reduktionserfor­ dernisse für Treibhausgase wurden diesem Bericht entnommen. Der Bericht der PNAS zeigt auf, wie sehr die ver­ schiedenen Kipppunkte des globalen Klimasystems schon zwischen 1°C und 3°C bedroht sind und ei­ nander in einem Dominoeffekt verstärken können. Es droht ein „runaway“-Effekt der Klimaerhitzung, in dem weitere Kipppunkte überschritten werden und ein Stabilisierung der globalen Durchschnitts­ temperatur erst bei über 6°C in einer Heißzeit er­ reicht wird. Das Thema Klimawandel bewegt viele Menschen in Österreich bereits seit Langem. Die Auswirkungen auf den Alltag der Menschen auf Bergen und in Tä­ lern, am Land und in Städten sind deutlich spürbar.

Darüber hinaus hat der Klimawandel Auswirkungen auf Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Wasserwirt­ schaft, Tourismus, Elektrizitätswirtschaft, Heizen und Kühlen, Gesundheit, Ökosysteme und Biodi­ versität, Verkehrsinfrastruktur, Handel und Ferti­ gung, Stadt und Raumordnung, Naturgefahren und Katastrophenmanagement. Die Kosten für Schäden schnellen in die Höhe. Die wetter- und klimabedingten Schäden belaufen sich bereits heute in Österreich auf jährlich durch­ schnittlich rund eine Mrd. Euro. Wird nicht ge­ gengesteuert, werden sie bis 2050 Schäden in einer Höhe von bis zu 8,8 Milliarden Euro jährlich verur­ sachen (laut Projekt COIN) Die Lebensqualität und die Gesundheit von Men­ schen in Österreich wird immer öfter massiv beein­ trächtigt. Es ist dringender denn je, mit politischen Rahmenbedingungen gegenzusteuern und interna­ tional Vorreiter zu werden im Klimaschutz.

Was sagen wichtige Entscheidungsträger Auf die Frage in einem ORF-Interview: „Muss es Ih­ rer Ansicht nach Ökosteuern geben, um auch hier in Österreich etwas bewirken zu können?“, mein­ te Bundespräsident Alexander van der Bellen: „Im Rahmen der Steuerreform wird es auch hier darauf ankommen, die richtigen Signale zu setzen. Das ist ja nicht neu, das gibt es in anderen Ländern auch. Je mehr wir die Steuern auf Arbeit senken wollen, desto mehr wird es darauf ankommen, in anderen Sektoren die entsprechenden Anreize für Verhal­ tensänderungen zu setzen.“ Und Ex-Agrarminister Josef Riegler brachte es mit einem Statement auf den Punkt: „Insgesamt ist es ein riesiges Problem der Verdrängung. Ein Teil verdrängt es bewusst aus Eigeninteresse unter dem Motto: Die paar Jahre, wo ich Verantwortung trage, betrifft es uns nicht. Beim anderen Teil ist es Uneinsichtigkeit.“

Initiative „Wir entscheiden Klima!” Wir verstehen uns als offene, integrierende und überparteiliche Initiative und freuen uns über ihre/deine Fragen, Kommentare oder Beiträge: www.wir-entscheiden-klima.at


Markus Santeler, Geschäftsführer

Immer auf dem neuesten Stand Wir sind ein Elektroinstallationsbetrieb, welcher sich auf die Errichtung von Photovoltaikanlagen, luftdichten Elektroinstallationen und Energiemanagementsystemen spezialisiert hat und ganz im Zeichen der Zeit, vermehrt auch im Bereich Elektromobilität tätig ist.

Fotos: Elektrotechnik Santeler, www.pixabay.com

Unsere Photovoltaikanlagen werden auf jeden Kunden individuell und exakt abgestimmt, jeweils unter Berücksichtigung der Lage, des Stromverbrauches im Haus und der Montagemöglichkeiten am Dach. Wir kombinieren die optimalen Geräte, damit ein höchst möglicher Eigenverbrauch erzielt wird. Auch im Bereich der Elektroinstallation planen und installieren wir Ihr Projekt genau nach Ihren Vorstellungen. Vom Massivhaus bis zum Holzhaus sind wir verlässliche Experten für alle Objekte. Unsere Kompetenzen im Bereich luftdichter Elektroinstallationen sind ebenso überzeugend.

Elektrotechnik Santeler A-6430 Ötztal Bahnhof, Waldstraße 20 Mobil: +43 (0)676 / 4365188 info@elektro-santeler.at www.elektro-santeler.at

www.elektro-santeler.at


226 Wasserstoffrevolution MobilitäT

Flüssige Wasserstoffspeicher Energie aus erneuerbaren Quellen bietet die Chance auf eine klimaschonende Versorgung mit elektrischem Strom, Wärme und alternativen Kraftstoffen. (CMS) Energie aus Wind oder Sonnenlicht steht nicht immer zur Verfügung, wenn sie benötigt wird. Eine Lösung dafür sollen Energiespeicher wie Wasserstoff sein, dessen Nutzung aber noch eine Herausforderung darstellt. Stellt man Überlegungen über ein CO2-freies Energiesystem der Zukunft an, ist Wasserstoff als Energieträger fast unumgänglich. Wasserstoff kann in einer Brennstoffzelle zu elektrischem Strom gewandelt werden und auf diese Weise als Kraftstoff in der Mobilität und in anderen Bereichen der Energiewirtschaft eingesetzt werden. Wird der verwendete Wasserstoff durch Zerlegung von Wasser mittels Sonnen- oder Windstrom gewonnen, entsteht ein Energiesystem, das komplett frei von CO2 und anderen schädlichen Emissionen funktioniert. Vor einigen Monaten fand im Deutschen Fernsehen im Rahmen des Deutschen Zukunftspreises ein höchst interessantes Gespräch zum Thema Wasserstoffspeicher statt. Das PASSIVHAUSmagazin hat die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst und für seine Leser aufbereitet.

Die Forscher hinter der Idee zum Erfolg Mit einer vielversprechenden Vision eines auf Wasserstoff ba­ sierenden nachhaltigen Ener­ giesystems im Kopf, haben Prof. Dr. Peter Wasserscheid von der FAU und vom Helmholtz In­ stitut Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien des For­ schungszentrums Jülich, Prof. Dr. Wolfgang Arlt von der FAU und Dr. Daniel Teichmann, Ge­ schäftsführer der Hydrogenious Technologies GmbH, einen Weg zur umfassenden Nutzung von Wasserstoff entwickelt, der ohne die aufwändige Handhabung von molekularem Wasserstoff auskommt. Stattdessen wird Wasserstoff an eine ungefähr­ liche und gut zu handhabende Trägerflüssigkeit chemisch ge­ bunden, die gefahrlos in der be­ stehenden Infrastruktur heutiger


MobilitäT Wasserstoffrevolution 227

Wasserstoff könnte schon in naher Zukunft einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten Kraftstoffe genutzt werden kann. Bei Bedarf wird der Wasserstoff wieder frei gesetzt, wobei die Träger­ flüssigkeit als „flüssige Pfandflasche“ erhalten bleibt und neu beladen werden kann. Die sogenannte LOHC-Technologie (liquid organic hydrogen car­ rier) ermöglicht damit eine einfache und effiziente Möglichkeit der Speicherung und des Transports von Wasserstoff.

Warum Wasserstoff Flüssige organische Wasserstoffträger – die einfache Speicherung von Wasserstoff in einem Öl

Die Energiegewinnung aus regenerativen Quellen schont das Klima und hat weltweit enormes Po­ tenzial. Doch sie ist abhängig vom Wetter und von den örtlichen klimatischen Gegebenheiten. Deshalb steht oft nicht genug elektrischer Strom aus Wind oder Sonnenlicht zur Verfügung, während er zu anderen Zeiten im Überfluss vorhanden ist. Hin­ zu kommt, dass viele dünn besiedelte Regionen die besten Voraussetzungen für den Bau ertragreicher Windkraft- oder Solaranlagen bieten, ihr Strom aber in Ballungsräumen gebraucht wird. Energie­ speicher können helfen, diese Lücke zu schließen. Dafür eignet sich zum Beispiel Wasserstoff. Das leichte und unter gewöhnlichen Bedingungen gas­ förmige Element lässt sich durch Elektrolyse von Wasser mit Wind- oder Solarstrom erzeugen. Die derart im Wasserstoff chemisch gespeicherte En­ ergie lässt sich bei Bedarf leicht zurückgewinnen – etwa in einer Brennstoffzelle, die wieder elektri­ schen Strom und als Nebenprodukt Wasser liefert. Bei der Energiespeicherung im Wasserstoff entsteht kein klimaschädliches Kohlendioxid. Eine Heraus­ forderung ist aber, dass Wasserstoff unter Normal­ bedingungen nur eine geringe Energiedichte hat. >>

Fotos: pixabay.com, Ansgar Pudenz (Deutscher Zukunftspreis)

Detailansicht der ReleaseBOX – Anlage zur Freisetzung von Wasserstoff aus LOHC.


228 Wasserstoffrevolution MobilitäT

Das hochkarätige Forscherteam ist ein überzeugter Vertreter der WasserstoffTechnologie

Foto: Ansgar Pudenz

Das Forscherteam (v.l.n.r.): Prof. i. R. Dr.-Ing. Wolfgang Arlt, Prof. Dr. rer. nat. Peter Wasserscheid, Dr.-Ing. Daniel Teichmann.

Zum Aufbewahren und Transport wird der Wasser­ stoff daher bislang als Gas unter hohen Druck bis 700 bar gesetzt oder bei unter minus 250 Grad Cel­ sius verflüssigt. Der Nachteil: Diese etablierten Spei­ cherformen sind technisch aufwändig und teuer, da neue Infrastrukturen notwendig sind.

Die vielversprechende Alternative Eine Alternative dazu bietet das Konzept der drei no­ minierten Forscher: Um regenerativ erzeugten Was­ serstoff sicher zu verwahren, wird er durch eine che­ mische Reaktion an eine organische Trägerflüssigkeit gebunden, aus der er sich durch eine umgekehrte Reaktion leicht wieder frei setzen lässt. Die Idee äh­ nelt dem Füllen und Leeren einer Pfandflasche, die danach für den nächsten Speicherzyklus bereitsteht. Die als „Liquid Organic Hydrogen Carrier“ (LOHC) bezeichnete Trägersubstanz wird nicht verbraucht, sondern lässt sich nach jedem Wasserstoff-Speicher­ kreislauf wiederverwenden. Als ideale Trägerflüssig­ keit erkannten die Forscher Dibenzyltoluol – einen Stoff, der bereits lange in der Industrie als ölartiger Wärmeträger dient und für seine Stabilität und un­ giftigen Eigenschaften bekannt ist. Gewinnen lässt er sich aus Toluol, das heute in großen Mengen als Ben­ zinbestandteil verbrannt wird.

Die von den Nominierten entwickelte Wasserstoff­ speichertechnologie bietet Vorteile für die stationäre Energiespeicherung, den Transport regenerativer Energie und neue Formen der Mobilität: Da sich die Trägerflüssigkeit problemlos wie ein heutiger Kraftstoff handhaben lässt, kann dafür die vorhan­ dene und bewährte Infrastruktur an Tankschiffen, Kessel- und Tankwagen sowie Tankstellen genutzt werden. Weder der teure Aufbau einer neuen Ver­ sorgungsinfrastruktur ist nötig noch eine aufwän­ dige Kühlung oder Kompression des Wasserstoffs.

Die Vision rückt näher Das nominierte Team hat das Stoffkonzept erarbei­ tet sowie die erforderlichen Katalysatoren, Apparate und Prozesse entwickelt. An Testanlagen belegte es die Machbarkeit und brachte die Technologie zur Marktreife. 2013 gründeten die Forscher die Hydro­ genious Technologies GmbH. Das Unternehmen entwickelt, baut und vermarktet Infrastrukturlö­ sungen für die LOHC-Technologie. Etliche Systeme sind bereits in Deutschland und anderen Ländern erfolgreich im Einsatz. Mittelfristiges Ziel ist es, die wasserstoffreiche Trägerflüssigkeit in Schiffen, Zü­ gen, Lkws und Bussen direkt als emissionsfreien Treibstoff zu nutzen. Ein groß angelegtes For­ schungsprojekt für einen sauberen Bahnantrieb auf Basis von LOHC läuft derzeit in Bayern. Das Markt­ potenzial der neuartigen Speichertechnik ist groß, der Umsatz damit soll dank des großen weltweiten Interesses rasch steigen. Das wahre Leistungsvermö­ gen der Innovation geht aber weit darüber hinaus: Die LOHC-Technologie schafft die Grundlage da­ für, Wasserstoff auf der ganzen Welt als sauberen Energieträger zügig zu etablieren – für Strom, Wär­ me und Verkehr. Die Vision einer erneuerbaren Wasserstoffgesellschaft rückt dadurch ein großes Stück näher.


Ing. Hubert Schipflinger, Geschäftsführer Fotos: TB Pro-Plan GmbH

Erneuerbare Energie im Fokus Das engagierte Team von PRO-PLAN plant ihre Gebäudetechnikanlage, angepasst auf Ihre Bedürfnisse, Wünsche und vorhandenen Ressourcen. Durch die Klima- und Energieziele Österreichs liegt unser Fokus auf erneuerbaren Energieträgern. Aufgrund langjähriger Erfahrung können wir uns mit ruhigem Gewissen Experten nennen. PRO-PLAN ist Spezialist in der Planung und Fachbauaufsicht im Fachgebiet Gebäudetechnik und Energieplanung. Im Jahre 1993 wurde das Unternehmen gegründet und beschäftigt sich seitdem intensiv mit innovativen Lösungen im Bereich der Heizungs-, Sanitär- Lüftungs- und Klimatechnik. Die Verwendung vorhandener Energieressourcen unter Einhaltung der wirtschaftlichen Faktoren ist eine Herausforderung, der wir zu 100% gewachsen sind. Wir schaffen für Sie als Kunden ein „Sorglospaket“ in der Haustechnik, ganz nach Ihren Wünschen und sind das Bindeglied von der Planung über die Bauausführung bis hin zur Inbetriebnahme und darüber hinaus. Jahrelange Erfahrung im Bereich Hotel,- Gewerbeund Wohnbau sowie Industriebereich sprechen klar für uns.

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UNSER LEISTUNGSSPEKTRUM: - unabhängige Planung und Beratung - Erstellung von Energiekonzepten und Simulationen - Erstellung von Machbarkeitsstudien und Wirtschaftlichkeitsberechnungen - Förderungsabwicklung - Fachbauaufsicht mit Qualitäts- und Kostenkontrolle - Wasserrechtseinreichoperate (Oberflächenentwässerung) - Energieausweiserstellung für Baueinreichung ohne bauphysikalische Betrachtung - gewerberechtliche Einreichoperate sowie Betriebsüberprüfungen

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Ladelösungen für Ihr E-Auto Mit einem Elektroauto erleben Sie Fahrvergnügen mit einem guten Gewissen. Sie fahren energieeffizient und schonen unsere Umwelt. Mit knapp 10 Jahren Erfahrung in der E-Mobilität bietet VKW VLOTTE maßgeschneiderte Ladelösungen. Alle Infos unter www.vlotte.at

Energiezukunft gestalten.

Elektrofahrzeuge wirtschaftlich einsetzen (PR) Der Umweltgedanke ist bei Weitem nicht mehr das einzige Argument für Unternehmen, auf elektrisch betriebene Betriebsfahrzeuge umzusteigen. Auch wirtschaftlich können sich E-Autos mit Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor messen. Während sich die Anschaffungskosten durchaus im Rahmen befinden, punkten die E-Autos vor allem durch einen geringen Wartungsaufwand, günstige Betriebskosten und steuerliche Vorteile.

Steuerliche Vorteile Generell sind Elektrofahrzeuge von der NOVA (Normver­ brauchsabgabe) und der motorbezogenen Versicherungs­ steuer befreit. Dazu kommt, dass reine Elektrofahrzeuge vorsteuerabzugsfähig sind, wenn sie als Firmenfahrzeug an­ geschafft werden. Ein weiterer Vorteil: Für die Privatnutzung von rein elektrischen Firmenfahrzeugen fällt der Sachbezug auf Null.

Wirtschaftlich darstellbar Die Kombination dieser steuerlichen Vorteile und der mög­ lichen Fördermaßnahmen für Betriebe sorgt dafür, dass Elektroautos für Unternehmen bereits heute wirtschaftlich einsetzbar sind. Für alle Anwendungsfälle bietet die VKW VLOTTE maßgeschneiderte Dienstleistungen von der Be­ ratung über Installation von Ladeeinrichtungen bis zu Con­ tractinglösungen für Schnellladestationen. In der ersten Modellregion Österreichs wurde mit dem VLOTTE-Projekt große Erfahrung zu Elektromobilität und Ladeinfrastruktur gesammelt. Die Vorarlberger Kraftwerke AG (VKW) hat sich federführend in diesem Projekt enga­ giert und ihr Know-how und ihre Angebotspalette in den letzten zehn Jahren konsequent ausgebaut. Für Produkte und Dienstleistungen im E-Mobilitäts-Bereich hat sich die Marke VLOTTE seither etabliert. Außerhalb Vorarlbergs steht die Vertriebsniederlassung in Salzburg für alle Fragen rund um die Elektromobilitätslösungen zur Verfügung.

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100 Jahre Energie-Innovation Die Vorarlberger Kraftwerke AG (VKW) steht für eine lange Tradition und eine spannende Entwicklung vom Energieversorger zum Energiedienstleister.

Fotos: VKW

„Energiezukunft gestalten“ – unter diesem Motto agiert die VKW seit mehr als einem Jahrhundert als innovativer Energiedienstleister. In den vergangenen Jahren schuf das Traditionsunternehmen ein umfassendes Leistungs-Portfolio und ist für seine Kunden erster Ansprechpartner für Produkte und Services rund um das Thema Energie. Mit einem eigenen Vertriebsbüro in Salzburg ist die VKW zentral positioniert, gut vernetzt und bereit, die Kunden in Westösterreich mit maßgeschneiderten Lösungen zu beeindrucken. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

VKW - Vorarlberger Kraftwerke AG Weidachstraße 6 A-6900 Bregenz Tel.: +43 (0)5574 / 9000 VKW Standort Salzburg Panzerhalle, Siezenheimerstraße 39A A-5020 Salzburg Tel.: +43 (0)59 110 / 9010 technischervertrieb@vkw.at www.vkw.at

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232 Mobilität der Zukunft Mobilität

Die Mobilität der Zukunft Der Verkehrsclub Österreich ist eine auf Mobilität und Transport spezialisierte, gemeinwohlorientierte Organisation. Ziel des VCÖ ist ein ökologisch verträgliches, ökonomisch effizientes und sozial gerechtes Verkehrssystem. (CMS) Eine intakte Umwelt als Lebensgrundlage auch für zukünftige Generationen ist dem VCÖ ein zentrales Anliegen. Die Sichtweise ist global orientiert, themenübergreifend und berücksichtigt die Interessen zukünftiger Generationen. Die Organisation arbeitet wissensbasiert und zeigt Lösungen auf, die auch langfristig zu mehr Nachhaltigkeit beitragen. Im Jahr 1988 gegründet, arbeitet der VCÖ auf europäischer Ebene gemeinsam mit dem Dachverband T&E (Transport & Environment) für ein klimaverträgliches Verkehrssystem. Finanziert wird er zum größten Teil durch die Spenden von mehreren tausend Privatpersonen. VCÖProjekte werden zudem von Bundesministerien, Bundesländern, Städten und Gemeinden sowie von Unternehmen unterstützt. Wir haben den Sprecher des VCÖ, Christian Gratzer, zum Interview gebeten und ihm ein paar Fragen zum Thema „Wie wird unsere Mobilität in naher Zukunft aussehen“ gestellt.

PASSIVHAUSmagazin: Welche Rahmenbedingungen würden Sie sich von Seiten der Politik wünschen, um zukunftsweisende Mobilitätskonzepte umsetzen zu können? Christian Gratzer: Acht von zehn Alltagswegen beginnen oder enden zu Hause. Wo wir wohnen und welche Mobilitätsangebote es in der Wohnum­ gebung gibt, hat also großen Einfluss darauf, wie viel Verkehr es auf den Straßen gibt. Aus Sicht des VCÖ ist es wichtig, die Zersiedelung zu stoppen, die Ortskerne und die Nahversorgung zu stärken. Das ermöglicht den Bürgerinnen und Bürgern, mehr Alltagserledigungen umweltfreundlich zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu machen. Zudem sollte die Wohnbauförderung auch den Mobilitätsbereich be­ rücksichtigen - also Wohnen im Ortskern und nahe vorhandener öffentlicher Verkehrsangebote stärker fördern. Wichtig ist auch, dass es in Zukunft im Wohnrecht einfacher gemacht wird, E-Ladestati­ onen in der Garage einzubauen. Die Pkw-Stellplatz­ verpflichtung verteuert den Wohnbau und damit das Wohnen und sollte abgeschafft werden. Besser wären integrierte Mobilitätsangebote, wie Carsha­ ring und Bike-Sharing. PASSIVHAUSmagazin: Welchen Mix an Individualverkehr und öffentlichem Verkehr bzw. welche Antriebsformen wird es in Zukunft geben?


MobilitäT Mobilität der Zukunft 233

Fotos: VCÖ

Christian Gratzer: Die Klimaziele geben die Rich­ tung vor, in die sich unsere Mobilität entwickeln wird. Die Bundesregierung hat beschlossen, dass der Verkehr im Jahr 2030 – also in elf Jahren – um ein Drittel weniger CO2 ausstoßen soll als heute. Dieses Ziel ist nur erreichbar, wenn der Anteil der Autofahrten sinkt und die Anteile von Öffentlichem Verkehr, Radfahren und Gehen steigen. Das Poten­ zial ist in Österreich groß: Jede zehnte Autofahrt ist in fußläufiger Distanz, jede zweite in Radfahr­ distanz. Und rund 70 Prozent der Autofahrer sind auch Radfahrer. Bezüglich Antriebsformen ist klar, dass die Ära des Verbrennungsmotors zu Ende geht. Auch hier ge­ ben die globalen Klimaziele die Richtung vor: Bis zum Jahr 2050 muss der Verkehrsbereich von Erdöl und anderen fossilen Energieträgern unabhängig sein. Bei Pkw wird die Zukunft wohl beim E-Motor liegen. Bei den großen Fahrzeugen, wie etwa Lkw, wird auch Wasserstoff eine Rolle spielen. Was bei Wasserstoff zu beachten ist: Die Herstellung kostet viel Energie, die Energieeffizienz ist in der Gesamt­ betrachtung schlecht. PASSIVHAUSmagazin: Geben Sie der E-Mobilität oder dem Wasserstoff-Fahrzeug die größeren Chancen? Christian Gratzer: Wie gesagt, bei Pkw werden batterieelektrische Antriebe die größeren Chancen haben, bei Lkw und auch Flugzeugen wird Wasser­ stoff eine größere Rolle spielen. Wichtig ist aber vor allem, dass wir E-Mobilität in ihrer Gesamtbreite betrachten. 99 Prozent der Kilometer, die e-mobil zurückgelegt werden, werden mit dem Öffentlichen Verkehr gefahren. Die Schienenfahrzeuge sind seit über 100 Jahren erfolgreiche E-Mobilität, und da­

„Entscheidend für eine funktionierende Mobilität ist das ausgewogene Miteinander aller Verkehrsteilnehmer.“ von braucht es in Zukunft noch viel mehr als heute. Das am häufigsten verkaufte E-Fahrzeug ist kein Auto, sondern das EFahrrad. Mehr als eine halbe Million gibt es bereits in Österreich. Das Potenzial der Elektro-Fahrräder ist groß. Umso wich­ tiger ist es, dass die Infrastruktur für den Radverkehr vor allem in den Regionen massiv verbessert wird. Dann können viele Autofahrten bis zehn Kilometer auf das im Vergleich zum Auto energiesparsamere, umweltfreundliche und platzsparendere Elektro-Fahrrad verlagert werden. PASSIVHAUSmagazin: Wo liegen die größten Probleme bei der Umsetzung moderner Verkehrskonzepte? Christian Gratzer: Die Infrastrukturen, die in den vergangenen Jahrzehnten errichtet wurden, sind auf veraltete Verkehrskon­ zepte ausgerichtet. Das Vorhandene zu ändern ist oft mit mehr Aufwand verbun­ den als Neues zu errichten. Die Zukunft der Mobilität wird deutlich vielfältiger als heute sein. Für viele unter 30-Jährige ist Sharing schon heute selbstverständlich. Die neue Freiheit der Mobilität ist, aus ei­ ner Vielzahl von Möglichkeiten wählen zu können, ohne dass man ein eigenes Auto besitzt. Ein großes Problem ist, dass nach wie vor Infrastrukturen für alte, überholte Verkehrsformen errichtet werden. Da wer­ den viele Ressourcen und auch viel Geld verschwendet. Ressourcen und Gelder, die für die Umsetzung zukunftsfähiger Mobi­ lität leider fehlen.

Christian Gratzer ist Sprecher des VCÖ – Mobilität mit Zukunft (www.vcoe.at)


09.–13. OKTOBER‘19 MESSE INNSBRUCK

AQUA LIFE BAUEN MESSESHOPPING WOHNLUST

31.01.–02.02.2020 Die Häuslbauermesse

tiroler-hausbaumesse.at

Gutes Klima. Gutes Leben. (PR) Austrotherm startet 2019 mit neuer Werbekampagne. Foto: Austrotherm

Austrotherm, führender Anbieter im Bereich qua­ litativer Wärmedämmung in Mittel- und Osteuropa, startet bei der Weltleitmes­ se für Architektur, Mate­ rialien und Systeme - der BAU in München - mit ei­ ner neuen Imagekampagne zum Thema Klimaschutz. Mit dem neuen Claim Von links: Stefan Hollaus (Leiter Marketing „Gutes Klima. Gutes Leben“ Austrotherm GmbH), Markenbotschafter unterstreicht Austrotherm, Andreas Jäger und Bernd Fliesser dass man mit der richtigen (Geschäftsführer JANDL Wien GmbH). und umweltfreundlichen Dämmung ein gutes und bewusstes Leben erreichen kann und lässt dabei den Wetter- und Klima-Experten Andreas Jäger zu Wort kommen. Der bekannte TV- und Hörfunk-Meteorologe Andreas Jäger veranschaulicht, wie wichtig ein gutes Klima in jeder Lebenslage ist und impliziert damit nicht nur das Raum­ klima, sondern auch das Weltklima. Entwickelt wurde die Kampagne von der Agentur Jandl Wien.

Klimaschutz aus Österreich mit Handschlag-Qualität DI Gerald Prinzhorn, Geschäftsführer der Austrotherm Grup­ pe skizziert seine Beweggründe für die neue Imagekampagne: „Dass wir den Klimaschutz kampagnisieren, ohne belehrend zu sein, ist hoch an der Zeit. In über 60 Jahren DämmstoffErfahrung haben wir mit unseren Innovationen einen beacht­ lichen Beitrag zur CO2-Reduktion geleistet. Als einziger XPSProduzent Österreichs wurden wir mit dem Österreichischen Umweltzeichen prämiert. Der Einsatz von Grünstrom in der Produktion und die Errichtung einer Photovoltaikanlage in Purbach belegen, dass uns als traditionelles Familienunter­ nehmen die Zukunft am Herzen liegt. Was wir von Austro­ therm versprechen, halten wir auch. Von der klimaschüt­ zenden Dämmleistung unserer Produkte bis hin zu kurzen Lieferzeiten inklusive bestem Service. Das alles sorgt für ein gutes Klima - und zwar in jeder Hinsicht.“

Über Austrotherm Die in österreichischem Familienbesitz befindliche Austro­ therm Gruppe erzielte 2017 mit 1030 Mitarbeitern einen Umsatz von 351 Mio. Euro. Aktuell verfügt Austrotherm in elf Ländern über insgesamt 22 Produktionsstandorte für Dämmstoffe.


Hans Wegscheider und Helmuth Mair Geschäftsführer

Gesundes Raumklima in Neubau und Sanierung Holzbau Wegscheider mit Sitz in Pill bei Schwaz, setzt verstärkt auf ökologische Baumaterialien wie Holz und Lehm. Die Spitzenwissenschaft bestätigt: Dadurch entsteht nachweislich gesundes Innenraumklima für die Bewohner.

Fotos: Holzbau Wegscheider

Holzbau Wegscheider, Innovative Bau GmbH A-6136 Pill, Innstraße 2 Tel.: +43 / (0)5242 / 62220 office@holzbau-wegscheider.at www.holzbau-wegscheider.at

Neubauten, Zu- und Umbauten, Sanierungen und Aufstockungen – sämtliche Bauweisen unterliegen bei Holzbau Wegscheider dem Aspekt natürlicher Materialien. Dass damit nachweislich gesundes Raumklima geschaffen wird, fördert unter anderem das Forschungsprojekt Bigconair der Uni Innsbruck zu Tage. Seit 25 Jahren setzt Holzbau Wegscheider auf ökologische Baumaterialien. Holz wird dabei in seinem natürlichen Zustand, also gänzlich unbehandelt, verwendet. Lehm hingegen punktet mit seinen bauphysikalischen Vorteilen: feuchtigkeitsregulierend, wärmespeichernd, Schadstoffe bindend, um nur einige zu nennen. Zahlreiche Auszeichnungen bestätigen den Weg von Holzbau Wegscheider, Wohnen im nachweislich gesunden Raumklima zu ermöglichen.

www.holzbau-wegscheider.at


236 Wohncoaching wohnraum

Wohnen ist Leben Coaching ist die lösungs- und zielorientierte Begleitung von Menschen. Der Wohn-Coach analysiert die derzeitige Situation, der Klient formuliert sein Ziel. Zusammen machen sie sich dann auf den Weg zum bestmöglichen Ergebnis. (CMS) Annick und Jürgen Melis von Melis + Melis architecten sind als Coaches neutrale Gefährten, die bei der Realisierung eines Wohn-Anliegens oder der Lösung eines Problems helfen. Unser Heim ist der Platz, wo wir Kräfte sammeln, Rückhalt finden und zur Ruhe kommen. Was aber, wenn dieses Heim nicht unseren Bedürfnissen entspricht? Wir werden unzufrieden und unsere Batterien laden nur mehr halbvoll. Unser Umfeld hat einen direkten Einfluss auf unser Wohlbefinden, daher muss es zu unseren Bedürfnissen passen bzw. passend gemacht werden.

Wer braucht Wohncoaching? Jeder der seine Wohnung, sein Haus, sein Geschäft, sein Büro oder sein Garten verändern möchte, aber nicht genau weiß wie. Vielleicht haben sich die ei­ genen Lebensumstände geändert oder man möch­ te einfach nur eine professionelle Beratung, ob die Idee vom Umbau oder der Aufstockung auch wirk­ lich gut ist, ob sich das mit dem Budget auch aus­ geht und ob die Einteilung auch wirklich optimal ist? Oder man braucht Hilfe bei der Suche nach der beste Immobilie, in der sich ein persönlicher Wohn­ traum am ehesten verwirklichen lässt? Veränderungen bieten die Chance, sein Leben und sein wohnliches Umfeld neu zu gestalten. Fehlinvestitionen entstehen oft aus dem mangeln­ den Bewusstsein, was wir eigentlich wollen oder brauchen. Man kauft Mobiliar oder eine Immobilie, und merkt dann, dass irgendwas nicht stimmt, man sich eigentlich nicht wohlfühlt und sich das alles irgendwie anders vorgestellt hat.

Was macht ein Wohncoach?

Fotos: Melis + Melis

Auf diese Frage meinen die beiden Wohnexper­ ten: „Ein Wohncoach hilft dabei, aus der Fülle der Optionen und Möglichkeiten die richtigen Ent­ scheidungen rauszufiltern. Dabei kombinieren wir das Wissen um die praktischen Abläufe im täglichen Leben mit unseren Kenntnissen aus der Architek­ tur. Dazu gehören räumliche Vorstellungskraft und ein gutes Gefühl für Proportionen, sowie der sach­ Diese Villa aus den 50er- Jahren wurde von Melis + Melis sensibel um zwei Wintergärten erweitert.


wohnraum Wohncoaching 237

„Jeder Mensch ist anders gestrickt – es gibt keinen uniformen Wohnstil“

Fotos: diefotografen

Mit relativ kleinen Eingriffen ließen sich bei diesen Wohnungen in Hall viele positive Effekte erzielen.

kundige Umgang mit Licht, Farben und Materi­ alien. Außerdem haben wir durch unsere langjährige Tätigkeit im Neubau und Umbau von Häusern ein gutes Gefühl für Baukosten und Preise. Wir können relativ schnell feststellen, ob sich eine Baumaßnahme lohnt oder was die Alternativen wären. Oft ist es bei­ spielsweise besser den Raum umzugestalten, als eine neue Küche zu kaufen.“ Ein Wohncoach hat eine unabhängige, objektive Sicht auf die Dinge. Diese frische Sichtweise kann uns die Augen für Lösungen öffnen, die eigentlich naheliegend sind. Die Kunst besteht darin, die ver­ schiedenen Möglichkeiten des Raums mit der Le­ benssituation der Menschen in Einklang zu brin­ gen. So entstehen Räume, die mit der Persönlichkeit ihrer Bewohner harmonieren. Übrigens haben Wohncoaching und schönes Wohnen nichts mit der Brieftasche oder der Größe der Wohnung zu tun. Mit guten Ideen, Liebe, Begeisterung und ein wenig Zeit kann man auch mit einem kleinen Budget tolle Wohnlösungen erreichen. Ein gelungener Wohn­ raum kombiniert den praktischen Nutzen mit der individuellen Geschichte des Menschen und den Dingen, die uns umgeben.

Egal ob Villa oder kleine Wohnung Die Bilder der ausgewählten Referenzprojekte zei­ gen, was man aus einer Wohnsituation herausholen kann, egal wie groß, hell, schräg, alt oder kompli­ ziert sich der Ist-Zustand präsentiert. Bei den gezeigten Beispielen wurden Farb- und Licht­ situationen optimiert, Eyecatcher gesetzt, Raum­atmosphären- bzw. Grundrisse optimiert, energe­ tische Verbesserungen gemacht und so neue Har­ monien und Wohnqualitäten geschaffen.


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Der Experte in Sachen Raumausstattung Seit nunmehr über 50 Jahren hat sich die Firma Jakschitz aus Innsbruck der perfekten Raumausstattung verschrieben. Böden aller Art – Stoffe – Vorhänge – Polsterungen – Sonnenschutz – JA! Jakschitz Service Das Team des innovativen und kreativen Tiroler Handwerksbetriebes kümmert sich um die komplette Raumausstattung und bietet folgende Leistungen für seine Kunden an: Unter der fachkundigen Leitung von Kurt Mayr (Inhaber) und Martin Schneebauer (Geschäftsführung) betreibt das Unternehmen mit der Zentrale in Thaur und einer Filiale in Innsbruck eine Verkaufsfläche von insgesamt 1.000m2. Eine Vielzahl an österreichischen Partnerbetrieben in allen Bereichen der Raumausstattung bereichert das große Produkt­ sortiment vom Bodenbelag, über den richtigen Sonnenschutz bis hin zu wunderschönen Vorhängen und Polsterungen.

Fotos: Jakschitz

Jakschitz Raumausstattungs GmbH A-6065 Thaur, Bert-Köllensperger-Straße 5 Tel.: +43 (0)720 / 50 60 20, Fax: DW 99 www.jakschitz.at

Natürlich wird auch für eine fachgerechte Demontage des Altbestandes und dessen richtige Entsorgung, die Verlegung oder Aufbereitung von Bodenbelägen und die Montage sämtlicher Gewerke gesorgt.

www.jakschitz.at


GEMEINSAM FÜR UNSER KLIMA! Unsere Mission ist es, einen Beitrag zur Lösung der weltweiten Klimaprobleme zu leisten. Orientierungslinie ist dabei das 2°C-Ziel der Vereinten Nationen. Zur Erfüllung dieser Mission haben sich seit Jänner 2015 mehr als 125 Unternehmen und Organisationen zum Klimaneutralitätsbündnis 2025 zusammengeschlossen, um ihren Unternehmensfußabdruck klimaneutral zu stellen und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten.

01 Messen Kommunizieren

05

M ITJETZT UND N M ACHE UTRAL NE KLIMA N! WERDE

02 Reduzieren

n infache In fünf eritten. Sch

Zertifizieren

04

03 Kompensieren www.klimaneutralitaetsbuendnis2025.at

Ein starkes Zeichen für den Klimaschutz (PR) Das Klimaneutralitätsbündnis 2025 ist eine Initiative mit Vorbildwirkung, mit der Unternehmen, Vereine und Organisationen aktiv einen Beitrag zur Lösung der weltweiten Klimaprobleme leisten. Das Klimaneutralitätsbündnis 2025 hat seinen Ursprung in Vorarlberg. Hier haben zehn renommierte Unterneh­ men beschlossen, nicht länger auf politische Vorgaben zu warten, sondern von sich aus tätig zu werden und sich ak­ tiv dem Klimaschutz zu widmen. Die Mission: Freiwillige Maßnahmen zur Minderung des CO2-Ausstoßes sollen das 2°C-Ziel der Vereinten Nationen noch erreichbar machen.

Produktmanagerin Dipl.-Ing. Anna Maierhofer. Nicht ver­ meidbare Emissionen werden durch die Unterstützung aus­ gewählter internationaler Klimaschutzprojekte kompensiert. Nicht zuletzt werden die Mitgliedsunternehmen auch dabei unterstützt, ihre Tätigkeiten und Initiativen zu kommunizie­ ren sowie das Netzwerk untereinander zu stärken.

In wenigen Schritten CO2-neutral

Mittlerweile ist das Klimaneutralitätsbündnis auf über 125 Mitglieder angewachsen. Quer durch Österreich haben sich Unternehmen dazu entschlossen, diesen aussagekräftigen Schritt zu setzen. Das Bündnis steht allen Unternehmen offen, die Verantwortung übernehmen, ein Zeichen setzen und ihr nachhaltiges Image stärken wollen. „Je mehr Un­ ternehmen teilnehmen, desto kraftvoller wird die Initiati­ ve und desto stärker profitieren wir alle vom gegenseitigen Austausch. Dabei ist es völlig egal, wie groß das Unterneh­ men ist“, so Anna Maierhofer.

Das Bündnis unterstützt seine Mitglieder aktiv auf ihrem Weg, CO2-neutral zu werden. Zuerst wird der individuelle Unternehmensfußabdruck berechnet, wodurch der Ener­ gie- und Ressourcenverbrauch bereits grob analysiert werden kann. Als Know-how-Träger fungiert dabei die Vorarlberger Kraftwerke AG (VKW). Die Experten des größten Energie­ dienstleisters Vorarlbergs beraten die Mitglieder individuell über Möglichkeiten, ihren CO2-Verbrauch nachhaltig zu senken. „Für weitergehende Analysen können wir unseren Kunden modernste Analyse- und Monitoring-Instrumente, wie beispielsweise das VKW-Energiecockpit, anbieten“, so

Bündnis wächst rasant

www.klimaneutralitaetsbuendnis2025.com


242 STO

Oberflächenvielfalt und Funktionalität in Bestform Harte Bekleidungen auf WDVS – von Sto mit bautechnischer Zulassung (PR) Naturstein, Klinker und Glas zählen zu den traditionellsten Baustoffen der Menschheit. Durch den Wunsch nach mehr Natürlichkeit und individueller Ästhetik entscheiden sich immer mehr Bauherren für die traditionellen Klassiker als Fassadenbekleidung. Fotos: Sto

Zeitlose Klassiker: Klinker Die organische, ansprechende und dennoch hoch­ moderne Ästhetik von Klinkern steht für Tradition, so wie die Ziegel-Optik ein Symbol für hochwerti­ ges Bauen darstellt. Sto hat das uralte Handwerk der Klinkerproduktion modernisiert und ausgefeilt. Neben den klassischen, alt bekannten Formaten, beinhaltet das reichhaltige StoBrick Klinker-Sor­ timent auch Lang- und Dünnformate, für eine moderne Architektur mit traditionellen Werkstoffen. Durch spezielle Oberflächenbearbeitung sowie un­ terschiedliche Zuschlagstoffe entstehen bei der Her­ stellung verschiedene Strukturen − glatt, glänzend, sandig, porig oder gekerbt − alles ist möglich. Von traditionellen Rot-Tönen bis modernen Beige- und Grau-Tönen bietet das StoBrick Klinkersortiment jeden Geschmack die passende Optik für charakter­ starke Fassaden an.

Seit Jahrtausenden bewährt: Naturstein Bei den Naturstein-Fliesen und Riemchen aus dem StoNatursteinsortiment handelt es sich um Kalk­ steine aus unseren eigenen Steinbrüchen. Schon von Natur aus besitzt der Stein eine große Palette an Farbigkeit und Texturen. Die ohnehin reichen Gestaltungsmöglichkeiten werden durch unter­ schiedliche Oberflächenbearbeitungen nochmals erweitert. Architekten und Planer können, dank unterschiedlicher Formatmöglichkeiten, ihre pla­ nerischen Vorstellungen in eigenständige Verbände und Fugenbilder umsetzen. Ein vielgenutzter Baustoff − der sich steigender Be­ liebtheit erfreut, ideal für die optische Aufwertung von Fassaden oder einzelner, stark beanspruchter Teilbereiche.


Die Fiegl+Spielberger Zentrale in Innsbruck

Ob Dach- oder Fassadenanlage, Fiegl+Spielberger bietet Photovoltaikanlagen und Speicherlösungen für alle Anforderungen.

Johannes und Wolfgang Leitner, Geschäftsführer Schauraum der Fiegl+Spielberger Zentrale in Innsbruck

Fiegl+Spielberger: Schließt Stromkreise mit guten Ideen – seit über 90 Jahren Zehn innovative Fachbereiche, über 400 Mitarbeiter, davon 58 Lehrlinge. Fiegl+Spielberger besteht seit 1927 und ist das größte private Elektrounternehmen Westösterreichs.

Einbrecher schlagen meinst an schlecht gesicherten Fenstern oder Terrassentüren zu. Seit Jahrzehnten ist Fiegl+Spielberger in Westösterreich führend in Sachen Sicherheitstechnik und verdiente dich für die Kundenberatung sogar die Note „Sehr Gut“ im Test von Konsument.at

Fiegl-Spezialisten bauen von der Photovoltaik-Anlage bis zur Sicherheitstechnik fast alles rund um unseren Strom. Mit Stark- und Schwachstromanlagen hatte damals alles begonnen, inzwischen ist die Liste der Dinge, um die sich das Unternehmen kümmert, lang geworden: Von der Hotel-EDV, zur Elektro-Technik, über Sicherheits-Technik, Audio/Video-Technik, Sprach/Daten-Kommunikation, Kassen/Schanksysteme, bis Brandmeldeanlagen, Automatiktüren, ElektromobilitätsLösungen und Photovoltaik – all diese verschiedenen Gewerke greifen hier ineinander. Diese Vielseitigkeit ist zur großen Stärke geworden – und zum Grundstein für die Philosophie der Firma: „Gesamtlösungen aus einer Hand“ möchte das Tiroler Erfolgsunternehmen seinen Kunden bieten.

Fotos: Fiegl+Spielberger

FIEGL + SPIELBERGER GmbH A-6020 Innsbruck, Langer Weg 28 Tel.: +43 (0)512 / 3333, Fax: DW37 info@fiegl.co.at, www.fiegl.co.at

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Hannes Thaler Gebietsverkaufsleitung Tirol

Hanf dämmt grüner! Das ökologische Dämmsystem für das perfekte Raumklima – ausgezeichnet mit dem Klimaschutzpreis 2013! Wer Dämmung sagt, muss künftig auch Hanf sagen. Capatect kann bereits auf mehr als 13 Jahre Erfahrung mit Hanf als Fassadendämmstoff zurückblicken und beweist mit seinem innovativen Öko-Line Hanffaser-Dämmsystem, wie man ressourcenschonend beste Dämm- und Schallschutzwerte erreicht. Bei Hanf handelt es sich um einen der wenigen Naturstoffe, der sich bei der Leistung mit konventionellen Dämmstoffen messen kann. Bezüglich Schallschutz setzt die HanffaserDämmplatte neue Maßstäbe. In Verbindung mit der Carbonfaser-Technologie entsteht ein äußerst umweltfreundliches und hochbelastbares System.

Fotos: CAPATECT

Hanf ist eine uralte und extrem vielseitige Nutzpflanze, die jetzt als umweltschonender Dämmstoff eine Renaissance erfährt. Die Platten werden ausschließlich aus österreichischem Hanf erzeugt. Es kommen weder Spritzmittel noch Dünger zum Einsatz.

Neu: Hanf Flex: ökologische Zwischensparren-Dämmung speziell für den Holzbau!

Capatect Baustoffindustrie GmbH A-6175 Kematen/Ibk., Industriezone 11 Tel.: +43 (0)5232 / 2929 Fax: +43 (0)5232 / 2930 kematen@capatect.at, www.capatect.at

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Die Macht der Kunden(ein)bindung Kennen Sie den Begriff – „die Crowd“ nutzen oder den Hashtag #Followerpower? Sie stehen nicht nur für den Zeitgeist der Social Media-Generation, sondern auch für einen neuen Pfad, den zunehmend mehr Unternehmen in der Produktentwicklung gehen. Das Prinzip: Die Masse weiß mehr und hat zumeist Recht. Dieses Prinzip ist weder neu noch besonders innovativ: Schon immer haben sich Unternehmen mehr oder minder stark der Meinung ihrer Kunden bedient. Doch das, was früher in mehr oder weniger repräsentativen Umfragen kompliziert und langwierig erfolgte, ist – der Digitalisierung sei Dank – heute schnell und einfach zu machen. Selbstverständlich ist es nicht immer möglich und vor allem sinnvoll, „die Crowd“ zu fragen. Vielmehr ist der eigentlich strategische Part in der Produktentwicklung jener, sich zu fragen, wie und wann man das Kundenwissen am besten generiert. Bei illwerke vkw erfolgt die Einbindung der Kunden in unterschiedlicher Tiefe in allen Phasen des Produktlebenszyklus. Zum einen wird der Kunde als Ideenquelle und als Mitgestalter, zum anderen aber auch als Tester und Endverbraucher um seinen Input gebeten. Auf diese Weise wird der Kunde ein aktiver Teil des Prozesses, bringt eine Außensicht mit ein und bindet sich bereits in dieser Phase emotional an das Produkt und das Unternehmen. Das große Plus für uns: Wir können unsere Produkte und Dienstleistungen frühzeitig optimieren und weiterentwickeln. Als Energiedienstleister arbeitet illwerke vkw mit einem internen und einem externen Kundenpanel. Die Integration der Kundensicht hat ihren Ursprung in einer klaren Positionierung der Marke. Warum ist uns das wichtig? Weil wir gleichzeitig durch die viel zitierte Kundenbrille blicken und unsere Beziehungen und Kontakte pflegen. Das passiert, indem wir einen Kundendialog schaffen, uns das Kundenfeedback sichern, auf diese Weise die Bedürfnisse unserer Kunden kennen und die Chance erhalten, Begeisterung zu schaffen.

Fachbeirat

Verena Lung-Schmid, Marketing illwerke vkw

„Ein Prinzip, das sich bewährt hat: Die Masse weiSS mehr und hat zumeist recht“

Bereits wenige Kunden in einem gut zusammengestellten Kundenpanel können die Mehrheitsmeinung einer „Masse“ widerspiegeln. Das interne illwerke vkw Kundenpanel ist aus einer Gruppe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammengestellt. Dabei wurde besonders darauf geachtet, eine hohe Vielfalt – sowohl nach Geschäftsfeldern, als auch nach Alter, Geschlecht, Interessen und Eigenschaften. zu erreichen. Für eine erste Richtungsentscheidung sind auf diese Weise rasche und unkomplizierte Testabfragen jederzeit möglich. Klassische Anwendungsfelder sind Auswahlmöglichkeiten im Bereich Optik und Design, Texte und Inhalte oder auch Feedback im Bereich von Variantentests. Auch mit externen Kunden ist der Dialog und die aktive Einbindung via Panel äußerst fruchtbar. Beide Panels sind jederzeit erweiterbar und aus der täglichen Entwicklung der Produkte und Dienstleistungen eines Energiedienstleisters nicht mehr wegzudenken. Fotos: VKW, pixabay


246 Küchenplanung

Küchenplanung vom Profi Persönliche Beratung, Planung und Ausführung auf höchstem Niveau zeichnen das Traditionsunternehmen Schuler aus (PR) „Wir arbeiten nicht für Schuler, sondern wir sind Schuler“ – diese Philosophie zieht sich wie ein roter Faden durch alle Bereiche der Firmengeschichte. Viele langjährige, erfahrene Mitarbeiter und junge engagierte Kollegen nehmen jeden Kunden an der Hand und betreuen ihn von der ersten Beratung bis zum fertigen Wohnprojekt. Ein gesunder Teamgeist und zahlreiche Weiterbildungsangebote zeichnen das Arbeitsklima bei Schuler aus und das bekommen auch alle Kunden deutlich zu spüren. In den beiden Filialen in Völs und Thaur wird viel Wert auf höchste Qualität bei Beratung, Pla­ nung, Montage und Service gelegt. Der Branchen­ mix von Handel und Handwerk garantiert zudem beste Kompetenz. Die perfekte Küchenplanung ist neben Elektroprodukten, Wohnraumgestaltungen und Lichtkonzepten ein besonders wichtiges The­ ma bei Schuler.

Ein persönlicher Berater ist vom ersten Gespräch bis zur Umsetzung an der Seite des jeweiligen Kunden und ist damit der einzige Ansprechpartner für alle Fragen.

Vom Küchentraum zur Traumküche Die Küche ist und bleibt das Herzstück des Heims, deshalb sollte man bei der Planung einen Profi mit ins Boot holen. Bei der Firma Schuler erwarten Sie perfekte Rahmenbedingungen: Ihre neue Küche wird von einem Tischler entworfen, der aus Er­ fahrung weiß, wie man aus den vorherrschenden räumlichen Gegebenheiten das Optimale heraus­ holt. Er ist Ihr einziger Ansprechpartner – von der Erstberatung bis zur Rechnungslegung. Lassen Sie sich vor Ihren Entscheidungen von den Schuler-Küchenausstellungen inspirieren. Ihre Wünsche sind bei der Planung Ihrer neuen Küche oberstes Gebot: Die Planung geschieht niemals über Ihren Kopf hinweg. Genaues Zuhören ist für das ge­ schulte Team der einzig richtige Ausgangspunkt auf dem Weg zu Ihrer Traumküche. Alle Tischler verfü­ gen über ein fundiertes Fachwissen – sei es bei der Materialauswahl, bei der Fertigung oder der Monta­ ge. Sie halten gerade für knifflige Fälle Detaillösun­ gen bereit. Bei den Kosten rangieren die Küchen bei Schuler vom Einstiegspreis bis hin zum exklusiven Segment. Egal welches Budget: Lassen Sie sich Ihre Küche vom Schuler-Team in Szene setzen.

Fotos: Schuler GmbH, CMS


Manuel Salchner Planung, Beratung, Verkauf, Filiale Thaur

Alles aus einer Hand Beim Tiroler Traditionsunternehmen SCHULER stehen fachkundige Beratung, individuelle Planung, hohe Qualität, bestmögliche Dienstleistung und perfekte Tischlerarbeit an erster Stelle.

Schauraum Filiale Thaur Fotos: Schuler GmbH

SCHULER

ELEKTRO KÜCHEN WOHNEN LICHT

Jahrelange Erfahrung im Bereich Elektro, Küchen und Wohnen haben das Unternehmen zu einem echten Allrounder in Sachen Einrichtung gemacht. Eine hohe Kundenzufriedenheit und die umfassenden Beratung aus einer Hand sind dem Schuler-Team in den Filialen Völs und Thaur extrem wichtig. Die kompetente Begleitung aller Kunden von der Idee bis zur Umsetzung durch ein und denselben Mitarbeiter schafft Vertrauen und gibt Sicherheit. Die hauseigene Tischlerei in Steinach am Brenner lässt keinerlei Wünsche offen und ermöglicht Wohnträume jeder Art. Das bedeutet für den Kunden, dass auch nach einem Einkauf bei Schuler für die Lieferung, die Montage oder für technische Unterstützungen immer bestens gesorgt wird.

Schuler GmbH Zentrale Völs: Gießenweg 1, Tel.: +43 (0)512 / 22550 Filiale Thaur: Bert-Köllensperger-Str. 5, Tel.: +43 (0)5223/52231

www.schuler.co.at


Schuler nimmt sich Zeit für Sie. Ihre Küchenund Wohnträume werden mit unserer Hilfe zur Realität.

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SCHULER Thaur Küchen, Wohnen

Gießenweg 1 1 6176Gießenweg Völs Tel. 0512 / 22550 voels@schuler.co.at Tel. 0512 22550

Bert-Köllensperger-Str. 5 Bert-Köllensperger-Str. 5 6065 Thaur Tel. 05223 / 52231 thaur@schuler.co.at Tel. 05223 52231

6176 Völs

Fax DW 77 Öffnungszeiten: Mo-Fr: 9.00-18.30 Uhr Sa: 9.00-17.00 Uhr

www.schuler.co.at

6065 Thaur

Fax DW 77 Öffnungszeiten: Mo-Fr: 9.00-18.00 Uhr, Sa: 9.00-12.30 Uhr

elektro@schuler.co.at

www.schuler.co.at • elektro@schuler.co.at


Schwimmbadbau vom Experten Der Familienbetrieb Schwimmbadbau Haselhofer besteht mittlerweile seit über 40 Jahren. Wir sind vor allem für unsere schönen Exklusivschwimmbecken bekannt, die wir in höchster Qualität für unsere Kunden bauen.

Fotos: Haselhofer

Schimmbadbau Haselhofer A-6065 Thaur, Prentenweg 12 Tel.: +43 (0)664 / 2612818 office@schwimmbadtechnik-haselhofer.at www.schwimmbadbau-tirol.at

Ein Schwimmbad in den eigenen vier Wänden ist ein schönes Gefühl, so frei und ungestört – das ganze Jahr ein idealer Ort zum Relaxen und Fallenlassen. Um die perfekte Verarbeitung für langanhaltende Freude am Badevergnügen kümmern wir uns für Sie. Der Pool im Freien lässt Sie die Sommerzeit vollends in Ihrer vertrauten Umgebung genießen. Keine überfüllten Liegewiesen und Becken mehr, kein Stress, einen Platz im Schatten zu ergattern. Genießen Sie ganz einfach die Badefreuden im eigenen Heim, laden Sie Ihre Freunde ein und trinken Sie ein Gläschen, während Sie einmal ganz entspannen können. Unser Angebot umfasst dabei neben unserem Spezialgebiet, dem Folienbecken, praktisch alle Arten von Becken: Egal, ob aus Polyester, Keramik, Edelstahl oder gar Sichtbeton- oder Fliesenbecken (Fliesenbecken nur als Indoor-Becken). Falls Sie sich einen chemielosen Pool wünschen, sind Sie ebenfalls richtig bei uns.

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