Umweltbericht Bayerische Zugspitzbahn 2025

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UMWELTBERICHT 2025

5.3.6.

5.3.7.

1. VORWORT

Liebe Leserinnen und Leser,

wir freuen uns über Ihr Interesse an unserem Unternehmen und unserer Umwelterklärung!

Die Umwelterklärung ist ein fundamentaler Teil unseres Umweltmanagementsystems gemäß EMAS (Eco-Management and Audit Scheme), ein von der Europäischen Union entwickeltes Rahmenwerk zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung. Im Rahmen dieser Umwelterklärung möchten wir Sie gerne über unser Unternehmen informieren, unsere Leistungen im Umweltbereich transparent darstellen und unsere Leitlinien, Ziele und Maßnahmen bezüglich der Verbesserung unserer Umweltleistung erläutern.

Warum beteiligen wir uns an EMAS? Mit der Einführung von EMAS setzen wir auf ein umfassendes, transparentes und überprüfbares Umweltmanagementsystem. EMAS verpflichtet uns, unsere Umweltleistung regelmäßig zu überprüfen, offen zu kommunizieren und die Mitarbeitenden aktiv einzubeziehen. Damit schaffen wir die Grundlage für einen offenen Dialog mit unseren Gästen, Partnern und der Öffentlichkeit und stärken das Vertrauen in unser nachhaltiges Wirtschaften.

Die Teilnahme an EMAS ist für uns ein wichtiger Schritt, um die touristische und verkehrliche Erschließung der Alpenregion im Einklang mit den Prinzipien der Nachhaltigkeit zu gestalten. Als einziges deutschlandweites Seilbahnunternehmen mit EMAS-Registrierung sind wir sehr stolz darauf, nicht nur unseren ökologischen Fußabdruck zu minimieren, sondern auch ein Vorbild für die Seilbahnbranche zu sein.

Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!

2. FIRMENPORTRAIT

Die Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG (BZB) ist ein führendes Unternehmen der Tourismus- und Freizeitbranche mit Sitz in Garmisch-Partenkirchen, Bayern. Als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen sind wir tief in unserer Heimatregion verwurzelt und fühlen uns ihr besonders verpflichtet. Unser Tätigkeitsbereich umfasst die markante Zugspitze, das Gebiet Garmisch-Classic (mit Alpspitze, Kreuzeck und Hausberg) sowie den Wank.

Unser Kerngeschäft ist die nachhaltige Entwicklung und der Betrieb von Bergbahn- und Freizeitanlagen. Dazu gehören der Bau, die Instandhaltung und der Betrieb unseres Netzes aus 27 Bergbahnen, Sesselbahnen und Schleppliften. Zu unseren wichtigsten Anlagen zählen die Zahnradbahn auf die Zugspitze sowie die moderne und weltrekordverdächtige Seilbahn Zugspitze, die eine schnelle und spektakuläre Auffahrt auf den höchsten Berg Deutschlands ermöglicht. Wir betreiben eine vielfältige Infrastruktur für das Ski- und Wandergebiet Garmisch-Classic mit der bekannten Kandahar-Abfahrt. Die Wankbahn bietet zudem einen Panoramaausblick auf die umliegende Bergwelt. Neben der Personenbeförderung mit unseren Bahnen gehört ein breites Freizeitangebot mit zwei Skigebieten, Wander- und Erlebnispfaden, Aussichtsplattformen sowie Gletscherwegen zu unseren Kernleistungen. Wesentlicher Bestandteil unseres Leistungsangebots sind außerdem neun Gastronomiebetriebe an unseren Berg- und Talstationen. Daneben stellen wir Parkflächen bereit (u. a. einen Caravan-Parkplatz am Wank). In den Bereichen Bahnbetrieb, Gästeservice, Gastronomie, Technik und Verwaltung beschäftigen wir rund 450 Mitarbeiter (FTE).

Unsere Anlagen befinden sich in der alpinen Bergregion zwischen Garmisch-Partenkirchen und Grainau. Unsere Verwaltung liegt in Garmisch-Partenkirchen, ebenso wie der Zugspitzbahnhof Garmisch-Partenkirchen. Das Gebiet Zugspitze umfasst den Gipfel auf 2.962 Metern Höhe und das Gletschergebiet Zugspitzplatt auf 2.600 Metern mit den dazugehörigen gastronomischen Einrichtungen. Am Fuße der Zugspitze liegen der Zugspitzbahnhof Eibsee und die Talstation der Seilbahn Zugspitze. Die von uns angebotene “Zugspitz-Rundreise” ist ab dem Zugspitzbahnhof Garmisch-Partenkirchen über weitere Haltestellen möglich. Das Gebiet Garmisch-Classic erstreckt sich über Alpspitze, Kreuzeck und Hausberg und bietet ein ausgedehntes Areal an Skipisten und Wanderwegen, ergänzt um ein kulinarisches Angebot in den eigenen BZB-Gaststätten. Mit der Wankbahn und ihrer Gastronomie im Tal und am Berg ergänzt der Wank das familienfreundliche Gesamtangebot für unsere Gäste.

Die BZB ist sich ihrer ökologischen Verantwortung bewusst und arbeitet unter Einhaltung aller relevanten Umweltvorschriften. Wir streben eine kontinuierliche Optimierung in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht an. Die Beschneiung findet ausschließlich unterhalb der Baumgrenze im Gebiet Garmisch-Classic statt. Bei der Beschneiung verwenden wir ausschließlich Kaltluft und Kaltwasser gemäß den deutschen Vorschriften, die den Einsatz jeglicher Zusatzstoffe verbieten. Dies wird vom Landratsamt Garmisch-Partenkirchen streng überwacht. Das für die Beschneiung verwendete Wasser stammt aus Reservoirs, die mit Regen- und Quellwasser gespeist werden, und fließt beim Abschmelzen in den natürlichen Wasserkreislauf zurück. Dies unterstreicht unser nachhaltiges Wassermanagement. Im Skigebiet Zugspitze gibt es keine Beschneiung, sondern nur Naturschnee, der mit Snowfarming über den Sommer bewahrt wird. Das ehemalige Skigebiet auf dem Wank wurde renaturiert. Wir stellen sicher, dass unsere Geschäftstätigkeit in den Gebieten, die als Flora- und Fauna-Habitate ausgewiesen sind, keine langfristigen negativen Auswirkungen auf die Artenvielfalt hat. Um die Emissionen zu reduzieren, haben wir außerdem alle Pistenraupen auf Shell GTL-Alpine Fuel umgestellt - einen synthetischen Kraftstoff, der sauberer verbrennt und weniger lokale Emissionen verursacht. Diese und auch viele weitere Aktivitäten spiegeln unser anhaltendes Engagement wider, die einzigartigen Qualitäten unserer örtlichen Berge, der Natur und der Betriebsgebiete zu bewahren.

2.1. Geschäftseinheiten

Im Rahmen unserer Berichterstattung unterteilen wir unsere Geschäftstätigkeit in drei Geschäftseinheiten (GE): - GE Zugspitze - GE Garmisch-Classic - GE Wank

Die erste GE, Zugspitze, beinhaltet alle Aktivitäten rund um Deutschlands höchsten Berg. Diese umfasst den Zugspitzbahnhof Garmisch-Partenkirchen, wo sich unser Verwaltungssitz befindet, über die historische Zahnradbahn mit all ihren Haltestellen, das Zugspitzplatt bis hin zum Zugspitzgipfel und den dazugehörigen Einrichtungen, wie der modernen Seilbahn Zugspitze sowie den Seilbahnen und Liften auf dem Platt. Die Zahnradbahn spielt zudem eine entscheidende Rolle bei der Verbindung des Gebietes Garmisch-Classic mit der Zugspitze, indem sie ein nahtloses Reisen zwischen diesen wichtigen Zielen ermöglicht. Ein wesentlicher Vorteil für unsere Gäste ist die gute Erreichbarkeit mit der Deutschen Bahn (DB), da die Hauptbahnhöfe der Zahnradbahn und der Deutschen Bahn in Garmisch-Partenkirchen nur wenige Gehminuten voneinander entfernt sind. Darüber hinaus verfügt die Haltestelle Hausberg über parallele Bahnsteige für DB- und Zugspitzbahn-Verbindungen, was den Umstieg für Bahnreisende vereinfacht.

Die zweite GE Garmisch-Classic widmet sich dem vielseitigen Ski- und Wanderparadies mit Alpspitze, Kreuzeck und Hausberg sowie der berühmten Kandahar-Abfahrt.

Die dritte GE betreibt die Wankbahn mit der Talstation im Ortsteil Partenkirchen, die über zwei Sektionen zum “Sonnenberg” Wank führt, der für seinen 360° Panoramablick und die familienfreundlichen Wanderwege bekannt ist.

In all diesen GEs sind unsere Restaurants meist direkt in den Stationsgebäuden der Bergbahnen untergebracht, was den Komfort für unsere Gäste erhöht. Die GEs bilden integrale Bestandteile unseres Gesamtbetriebs und arbeiten eng zusammen, um unseren Gästen ein umfassendes Bergerlebnis zu bieten. Wichtige Funktionen wie Verwaltung, Marketing und Vertrieb, IT, Einkauf, Stromversorgung, Bautechnik und Logistik stehen zentral allen drei GEs zur Verfügung, was die Effizienz und eine einheitliche Steuerung im gesamten Unternehmen gewährleistet.

Abbildung 1 - GE Zugspitze (blau); GE Garmisch-Classic (grün); GE Wank (gelb)

2.2. GE Zugspitze

Die Zugspitze ist das ganze Jahr über in Betrieb.

- Zu den ganzjährigen Attraktionen gehören die Zahnradbahn von Garmisch-Partenkirchen zum Zugspitzplatt, die Seilbahn Zugspitze vom Eibsee zum Zugspitzgipfel, Rodeln auf dem Gletscher und die Restaurants Panorama 2962, Gletscherrestaurants Sonnalpin und Gletscher 2600.

- Zu den reinen Winteraktivitäten gehören alle Aufstiegsanlagen und Deutschlands höchstgelegenes Skigebiet mit 20 Pistenkilometern.

- Zu den Aktivitäten nur im Sommer gehört u. a. der Gletscherweg mit Gletscherführungen.

Erzeugungskapazität

- Die Seilbahn Zugspitze ist an der Berg- und Talstation, die Wetterwandeck-Sesselbahn an der Talstation mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, deren erzeugter Strom vor Ort genutzt wird.

- Die Seilbahn Zugspitze hat an der Bergstation eine Photovoltaikanlage, die den Gemeindewerken Garmisch-Partenkirchen gehört und in das öffentliche Netz einspeist.

- Die Seilbahn Zugspitze und neuere Doppeltriebwägen nutzen Rekuperation und speisen den Strom in das BZB-Stromnetz ein.

Am Parkplatz der Seilbahn Zugspitze sowie am Parkplatz Zugspitzbahnhof Garmisch-Partenkirchen befinden sich jeweils vier fremdbetriebene Ladestationen für Elektrofahrzeuge.

Fläche

80,3 ha insgesamt. Davon:

- 59,0 ha Skipiste (ohne Beschneiung)

- 66,6 ha Landschaftsschutzgebiet

- 0,2 ha Wasserschutzgebiet

Höchstgelegener Punkt 2.962 m ü. NHN

Aufstiegsanlagen

Seilbahn Zugspitze 580 Pers./Std.

Gletscherbahn 1.000 Pers./Std.

Zahnradbahn 560-720 Pers./Std.

Skigebiet Zugspitze

- 6er-Sesselbahn Sonnenkar 2.200 Pers./Std.

- Schlepplift Weißes Tal 1.200 Pers./Std.

- 6er-Sesselbahn Wetterwandeck 2.200 Pers./Std.

- Schlepplift Brunntal 1.400 Pers./Std.

Anzahl

Liegenschaften/ Gebäude

Umweltrelevante

Einrichtungen

1 Verwaltungsgebäude | 3 Restaurants

- Panorama 2962 450 Plätze innen, bis zu 850 außen

- Gletscherrestaurant Sonnalpin 290 Plätze innen, 500 außen

- Gletscher 2600 115 Plätze innen, 130 außen

8 Zahnradbahn-Bahnhöfe und -Haltestellen

- 4 Bahnhöfe mit Personal und Fahrkartenverkauf: Garmisch-Partenkirchen, Grainau, Eibsee, Zugspitzplatt

- 4 Haltestellen: Hausberg, Kreuzeck-/Alpspitzbahn, Hammersbach, Riffelriß

2 Werkstätten | 3 Lager/Garagen

Gefahrstofflager im Freien

Gefahrstofflager in den Restaurants und Werkstätten (insbesondere Schmierstoffe und Werkstattprodukte)

Restaurants: Fettabscheider | Werkstätten: Ölabscheider

Sonnalpin: Lagertanks und Tankanlage für Diesel und Heizöl

Dieseltanks (Shell GTL-Alpine)

- Sonnalpin

10.000 l

- Betriebswerkstatt Grainau 40.000 l

- Seilbahn Zugspitze Tal 1.500 l

- Tankcontainer für den Schienentransport

5.000 l

- Mobiltankstelle 300 l

Heizöltanks (Shell GTL-Heating)

- Sonnalpin

25.000 l & 3.630 l

- Zugspitzbahnhof Eibsee 14.500 l

- Unterwerk Eibsee

4.500 l

- Gipfel 31.080 l & 1.500 l

- Betriebswerkstatt Grainau 5.000 l & 40.000 l

- Seilbahn Zugspitze Tal 2x 10.000 l

Benzintanks

- Mobiltankstellen 6x 235 l

Fuhrpark

Strukturen

Tabelle 1 - GE Zugspitze Überblick

- Zugspitzbahnhof Eibsee mit Leitzentrale

- Zugspitzbahnhof GarmischPartenkirchen mit Verwaltung

- Zugspitzbahnhof Grainau

- Betriebswerkstatt

- Blockhütte Suppenkar

- Restaurant Gletscher 2600

- Seilbahn Zugspitze Berg, Gletscherbahn Berg & Panorama 2962 Restaurant

- Seilbahn Zugspitze Tal

- Sonnalpin: Zahnradbahn Berg, Gletscherbahn Tal & Gletscherrestaurant Sonnalpin

- Sonnenkarbahn Tal & Berg

- Unterwerk Eibsee

- Wetterwandeck Tal & Berg

- Wohnhaus Gumpenau

2.2. GE Garmisch-Classic

Das Gebiet Garmisch-Classic ist ganzjährig geöffnet.

- Zu den ganzjährigen Attraktionen gehören die Zubringerbahnen Alpspitzbahn und Kreuzeckbahn mit der Verbindung Hochalmbahn, die den Gästen einen Zugang zu den Bergen bieten, sowie die Restaurants Osterfelder 2000 in der Bergstation der Alpspitzbahn und Kandahar 2 in der Talstation der Kreuzeckbahn, die Aussichtsplattform AlpspiX und diverse Startplätze für Paragliding und Drachenfliegen.

- Zu den Winterattraktionen gehören alle Aufstiegsanlagen im Skigebiet Garmisch-Classic mit 40 Pistenkilometern, vier Talabfahrten, darunter die berühmte Kandahar-Abfahrt, Ixis-Kinderland und Skitourenrouten für Anfänger und Fortgeschrittene. Ergänzt wird das Angebot durch zusätzliche, ausschließlich im Winter betriebene Restaurants Garmischer Haus und Drehmöser 9.

- Zu den Sommer-Highlights gehören der Natursteig Osterfelder und viele familienfreundliche Wanderwege.

Beschneiungsanlagen

- Die Beschneiungsanlage besteht aus Propellermaschinen und in tieferen Lagen auch aus Schneilanzen.

- Zwei Speicherteiche erhöhen die Beschneiungskapazität: Der Speicherteich Bödele wird von einer natürlichen Quelle gespeist. Der Speicherteich Hausberg wird durch Wasserpumpen aus dem Speicherteich Bödele befüllt.

- Das Wasser wird über drei Pumpstationen – Pump-/Kompressorstation Kreuzeck Tal, Pumpstation Bödele und Pump-/Kompressorstation Adamseck – an die Beschneiungsanlage verteilt.

- Die Druckluftversorgung erfolgt über zwei Kompressorstationen – Kompressorstation Horn Garage und Pump-/Kompressorstation Kreuzeck Tal.

Erzeugungskapazität

- Die Talstation der Hochalmbahn ist mit einer BZB-Photovoltaikanlage ausgestattet, deren erzeugter Strom direkt vor Ort genutzt wird.

- Das Wasserkraftwerk an der Kreuzeckbahn nutzt Überlaufwasser aus Speicherteichen zur Stromerzeugung mit Einspeisung des Stroms aus Wasserkraft ins Netz und kann zur vollständigen Stromversorgung der Kreuzeckbahn verwendet werden.

An der Talstation der Alpspitz-/Kreuzeckbahn befindet sich eine fremdbetriebene Ladestation für Elektrofahrzeuge mit zwei Anschlüssen.

Höchstgelegener Punkt

Aufstiegsanlagen

108,8 ha insgesamt. Davon:

- 90,7 ha Skipiste (69 % mit Beschneiung)

- 98,9 ha Landschaftsschutzgebiet

- 6,7 ha Wasserschutzgebiet

2.050 ü. NHN

Alpspitzbahn

Hochalmbahn

Anzahl Liegenschaften/ Gebäude

Umweltrelevante Einrichtungen

500 Pers./Std.

750 Pers./Std.

Kreuzeckbahn 1.700 Pers./Std.

Hausbergbahn 2.400 Pers./Std.

Skigebiet Garmisch-Classic

- Schlepplift Adamswiese 1.200 Pers./Std.

- 8er-Sesselbahn Kreuzwankl 3.400 Pers./Std.

- Seillift Übungslift 600 Pers./Std.

- Schlepplift Rimmler-Moos 1 700 Pers./Std.

- Schlepplift Rimmler-Moos 2 680 Pers./Std.

- Förderband Kinderland 1.200 Pers./Std.

- Schlepplift Trögl 1.200 Pers./Std.

- 4er-Sesselbahn Kandahar-Express 1.700 Pers./Std.

- 2er-Sesselbahn Hexenkessel 1.400 Pers./Std.

- 2er-Sesselbahn Längenfelder 1.100 Pers./Std.

- Schlepplift Osterfelderkopf 1.000 Pers./Std.

- Schlepplift Bernadein 1.000 Pers./Std.

- Förderband Kreuzeckzubringer 1.200 Pers./Std

4 Restaurants

- Osterfelder 2000

- Kandahar 2

- Garmischer Haus

- Drehmöser 9

3 Werkstätten | 6 Lager/Garagen

Beschneiungsanlagen

55 Plätze innen, 80 außen

30 Plätze innen, 90 außen

400 Plätze innen, 170 außen

180 Plätze innen, 180 außen

Gefahrstofflager in den Restaurants und Werkstätten (insbesondere Schmierstoffe und Werkstattprodukte)

Gefahrstofflager im Freien

Restaurants: Fettabscheider | Werkstätten: Ölabscheider

Drehmöser 9: Gastank

Umweltrelevante Einrichtungen

Dieseltanks (Shell GTL-Alpine)

- Alpspitzbahn Tal 20.000 l

- Alpspitzbahn Berg 10.000 l

- Hausbergbahn Berg 60.000 l & 2x 40.000 l

- Kreuzeckbahn Tal Pumpstation 2x 40.000 l

- Hausberg Kompressor Station 40.000 l & 50.000 l

- Hochalmbahn Tal 8.700 l

- Mobiltankstelle 2x 300 l

Heizöltanks (Shell GTL-Heating)

- Alpspitzbahn Tal 7.000 l

- Alpspitzbahn Berg 9.600 l

- Garmischer Haus 10.000 l

- Hausbergbahn Berg 20.000 l

- Kompressorsstation Horn 20.000 l

- Hochalmbahn Tal 1.000 l Fuhrpark

Strukturen *gepachtet

- Alpspitzbahn Berg & Restaurant Osterfelder 2000

- Alpspitzbahn Tal

- AlpspiX Aussichtsplattform

- Bernadeinlift Tal & Berg

- Restaurant Drehmöser 9

- Eishangstadl

- Füllpump-/ Kompressorstation Kreuzeckbahn Tal

- Restaurant Garmischer Haus*

- Hausberg 4c Streckendienst

- Hausberg Tal & Berg*

- Hexenkessel Tal & Berg

- Hochalmbahn Tal & Raupengarage

- Kandahar-Express Tal & Mitte & Berg

- Kompressorstation Horn Garage

- Kreuzwankl Tal & Berg

- Kreuzeckbahn Berg

- Kreuzeckbahn Tal & Restaurant Kandahar 2

- Kreuzwankl Tal & Berg

- Längenfelder Tal, Mitte & Berg

- Osterfelderkopf Lift Berg

- Osterfelderkopf Lift Tal

- Pump-/ Kompressorstation Adamseck

- Pumpstation Bödele

- Rimmler-Moos Lift I Tal

- Rimmler-Moos Lift II Tal

- Trafostation Kreuzeck

- Zubringer Bernadein Tal

- Kreuzeckzubringer

Tabelle 2 - GE Garmisch-Classic Überblick

2.3.

GE Wank

Die Wankbahn und die Restaurants sind hauptsächlich in der Sommersaison sowie in der Weihnachtszeit in Betrieb. Unsere Gäste können bei der Bergfahrt von der Talstation auf 740 m Höhe bis zum Gipfel auf 1.750 m (und analog bei der Talfahrt) optional an der Mittelstation auf 1.175 m ein- oder aussteigen. Zu den weiteren Angeboten gehören ein Kinderspielplatz, Wander- und Trailrunning-Möglichkeiten, zwei Restaurants, Startplätze für Paragliding und Drachenfliegen sowie ein ganzjährig betriebener CaravanParkplatz an der Talstation der Wankbahn. Der Skibetrieb im Wank-Gebiet wurde bereits in 2002 eingestellt und die Anlagen rückgebaut.

In allen drei Gebäuden (Tal-, Mittel- und Bergstation) sind Photovoltaikanlagen installiert. Diese Anlagen gehören den Gemeindewerken Garmisch-Partenkirchen. Der erzeugte Strom wird in das Netz eingespeist. In jedem der drei Hauptgebäude befinden sich kleine Werkstätten, die der Wartung der Wankbahn und der Anlagen dienen. Diese Werkstätten verfügen über Lagerräume für Öle und andere benötigte Materialien. An der Talstation der Wankbahn befindet sich eine fremdbetriebene Ladestation für Elektrofahrzeuge mit zwei Anschlüssen

Fläche 3,9 ha insgesamt. Davon:

- 3,6 ha Landschaftsschutzgebiet

Höchstgeleger Punkt

1.750 m ü. NHN

Aufstiegsanlagen Wankbahn: 1.000 Pers./Std.

Anzahl Liegenschaften/ Gebäude

Umweltrelevante Einrichtungen

2 Restaurants

- Sonnenalm

- Wankstüberl

Strukturen

Tabelle 3 - GE Wank Überblick

147 Plätze innen, 250 außen

20 Plätze innen, 75 außen

2 Werkstätten | diverse kleinere Lager/Garagen

Gefahrstofflager in den Restaurants und Werkstätten (insbesondere Schmierstoffe und Werkstattprodukte)

Restaurants: Fettabscheider | Werkstätten: Ölabscheider

Dieseltanks (Shell GTL-Alpine)

- Wankbahn Tal 1.000 l

Heizöltanks (Shell GTL-Heating)

- Wankbahn Tal 14.000 l

Fuhrpark

- Wankbahn Berg & Sonnenalm

- Wankbahn Mitte

- Wankbahn Tal & Wankstüberl

3. UMWELTLEITLINIEN

In unseren Umweltleitlinien haben wir unsere Handlungsgrundsätze für eine nachhaltige Entwicklung unseres Unternehmens festgelegt. Wir kommunizieren die Umweltleitlinien nicht nur an unsere Belegschaft, sondern auch an Geschäftspartner, Lieferanten und Auftragnehmer sowie an alle weiteren interessierten Parteien (über Aushang im Besucherzentrum und unsere Homepage). Unsere Umweltleitlinie lautet:

Umweltleitlinie der Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG Garmisch-Partenkirchen

Die Bayerische Zugspitzbahn verpflichtet sich, den Betrieb nachhaltig und umweltbewusst zu gestalten, um die Schönheit und den Wert der Zugspitzregion für kommende Generationen zu erhalten. Unsere Umweltleitlinie basiert auf der Verantwortung gegenüber der Natur, der Gesellschaft und den zukünftigen Generationen. Wir setzen uns für einen respektvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen und eine kontinuierliche Verbesserung unserer Umweltleistung ein.

Wir wollen Verantwortung für den Erhalt des hochalpinen Ökosystems übernehmen. Die Umweltleitlinie wird deshalb gleichwertig mit den wirtschaftlichen und sozialen Belangen behandelt, nicht zuletzt, weil im Schutz der natürlichen Ressourcen auch die Sicherung der Zukunft unseres Unternehmens liegt und gerade die naturräumliche Ausstattung dem Gebiet die ausgesprochene touristische Attraktivität verleiht. Wir halten die für uns relevanten bindenden Verpflichtungen ein und verpflichten uns darüber hinaus, unsere Umweltleistung stetig zu verbessern.

Schutz der Natur und Biodiversität

Die Zugspitzregion ist ein einzigartiges Naturerbe, das wir aktiv schützen und bewahren möchten. Wir fördern den Erhalt der lokalen Flora und Fauna und minimieren die Umweltauswirkungen unserer Aktivitäten auf die Natur. Unsere Geschäftsprozesse werden stets unter Berücksichtigung ökologischer Fragestellungen geplant, um die Umwelt zu schonen.

Nachhaltige Mobilität und Klimaschutz

Wir engagieren uns für die Reduktion von CO2-Emissionen durch den Einsatz innovativer, energieeffizienter Technologien und den Ausbau umweltfreundlicher Anreiselösungen. Die Förderung nachhaltiger Verkehrsmittel und die kontinuierliche Senkung unserer Emissionen stehen dabei im Mittelpunkt unserer Strategie.

Energieeffizienz und erneuerbare Energien

Unser Ziel ist es, den Energieverbrauch kontinuierlich zu optimieren und den Anteil unserer Energie aus erneuerbaren Quellen stetig zu erhöhen. Durch den Einsatz moderner, energieeffizienter Infrastruktur und Anlagen tragen wir aktiv zur Reduktion der Schadstoffbelastung in der Atmosphäre bei.

Abfallvermeidung und Ressourcenschonung

Wir setzen auf Abfallvermeidung, Recycling und eine effiziente Nutzung von Ressourcen. Durch den Einsatz von Mehrwegprodukten, die Reduzierung von Einwegplastik und eine nachhaltige Abfallwirtschaft möchten wir unseren ökologischen Fußabdruck minimieren.

Aufklärung und Umweltbewusstsein

Wir fördern das Umweltbewusstsein sowohl bei unseren Mitarbeitern als auch bei unseren Gästen, Lieferanten und Geschäftspartnern. Durch Sensibilisierung und Informationskampagnen für ökologischnaturkundliche Themen möchten wir alle Beteiligten dazu anregen, sich aktiv an der Schonung der natürlichen Ressourcen und dem Umweltschutz zu beteiligen.

Innovation und kontinuierliche Verbesserung

Wir streben ständig nach innovativen Lösungen, um unsere Umweltleistung weiter zu verbessern. Unsere Bemühungen werden regelmäßig überprüft und angepasst, um sicherzustellen, dass wir unsere Umweltziele erreichen und noch weiter voranschreiten.

Verantwortung für zukünftige Generationen

Als verantwortungsbewusstes Unternehmen sehen wir es als unsere Pflicht an, die Zugspitzregion auch für zukünftige Generationen zu bewahren. Wir setzen uns für eine nachhaltige Entwicklung ein, die sowohl ökologisch als auch ökonomisch ausgewogen ist.

4. UMWELTMANAGEMENTSYSTEM

Umweltmanagementsystem bedeutet für unser Unternehmen systematische Regelungen einzuführen, die Umweltschutz genauso selbstverständlich machen wie Qualität, Service und Wirtschaftlichkeit.

In unserer Umweltleitlinie sind die übergeordneten Ziele definiert, die uns und unseren Mitarbeitenden Orientierung geben, was wir mit dem Umweltmanagementsystem erreichen möchten. Durch eine umfassende Umweltprüfung wurden wichtige Daten wie Energieverbrauch, Wasserverbrauch und Abfallmengen ermittelt, sowohl auf Geschäftseinheitsebene als auch übergreifend. Zusätzlich haben wir geprüft, ob alle Umweltvorschriften eingehalten werden.

Die systematischen Regelungen unseres Managementsystems sind im Umwelthandbuch festgehalten, das als Leitfaden für die Einhaltung der EMAS-Verordnung und für eine kontinuierliche Verbesserung des Umweltschutzes dient. Falls erforderlich wurden auch Verfahrens- und Arbeitsanweisungen bzw. Prozessbeschreibungen erstellt.

Umweltmanagement umfasst auch die Festlegung von Verantwortlichkeiten. Wir haben einen Umweltmanagementbeauftragten ernannt, der für alle Aufgaben rund um den Umweltschutz zuständig ist. Zudem wurden weitere Beauftragte für Arbeitssicherheit und Umweltschutz benannt. Das Umweltteam besteht aus den einzelnen GE-Leitern und Abteilungsleitern sowie dem Betriebsrat und der Geschäftsführung. In regelmäßigen Abständen im Rahmen von Jour-Fixe-Meetings beraten die Beauftragten mit der Geschäftsführung über Fortschritte und Maßnahmen.

Die Rezertifizierung durch einen Umweltgutachter erfolgt planmäßig alle drei Jahre. Interne Audits und eine Management-Review werden jährlich durchgeführt.

Assistenz

Technische Leitung / Gesamtbetrieb*

Betriebsrat Vorstand

Anton Huber*

Leitung Standbahn*

Leitung BetriebBetriebsdienste Verkehrslenkung*

Leitung Seilbahn/ Lifte Classic & Wank*

Leitung Bauabteilung

Leitung Stromversorgung*

Leitung Seilbahn/ Lifte Zugspitze*

Abbildung 2 - Organigramm | Stand 26.05.2025

Kaufmännische Leitung*

Leitung Personal

Umweltmanagementbeauftragter*

Externer Dienstleister: Sicherheitskraft

Betriebsärztin

Leitung Gastronomie*

Leitung Finanzen & Controlling*

Leitung Verrechnung/ Kasse Leitung Einkauf*

Leitung Vertrieb, Marketing & Kommunikation*

Leitung

IT

*Mitglied Umweltmanagement-Team

Ein wichtiger Erfolgsfaktor für unser Managementsystem ist die aktive Einbindung der Belegschaft, da wir davon überzeugt sind, dass alle Mitarbeitenden einen Beitrag zum Umweltschutz leisten müssen. Verantwortungsbewusstes Handeln wird dabei durch regelmäßige Schulungen und Unterweisungen sichergestellt. So wird gewährleistet, dass die festgelegten Verfahren optimal in die tägliche Arbeit integriert werden. Zudem können Mitarbeitende über das betriebliche Vorschlagswesen aktiv zum Umweltschutz beitragen. Alle Mitarbeitenden werden regelmäßig über die Umweltziele und die erzielten Erfolge informiert.

5. UMWELTASPEKTE

Umweltaspekte sind die Aspekte unserer Tätigkeiten und unseres Kerngeschäfts, die positive oder negative Auswirkungen auf die Umwelt haben.

Tätigkeiten/Dienstleistungen

Direkte und indirekte Umweltaspekte

Umweltauswirkungen

Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen direkten und indirekten Umweltaspekten. Bei direkten Umweltaspekten handelt es sich z. B. um Emissionen, Abfallaufkommen oder Wasserverbrauch. Sie entstehen als unmittelbare Folge der Tätigkeiten an unseren Standorten und können von uns selbst kontrolliert und beeinflusst werden. Indirekte Umweltaspekte entstehen mittelbar durch unsere Tätigkeiten, ohne dass wir die vollständige Kontrolle darüber haben, z. B. durch die Anreise unserer Mitarbeitenden und Gäste oder den Einkauf von Produkten.

Als Ergebnis einer dreidimensionalen Bewertung mit den Kriterien (1) quantitative Relevanz, (2) zukünftige Entwicklung und (3) Gefährdungspotenzial für die Umwelt werden die Umweltaspekte in drei Kategorien eingeteilt:

A = Besonders bedeutender Umweltaspekt von hoher Handlungsrelevanz

B = Umweltaspekt mit durchschnittlicher Bedeutung und Handlungsrelevanz

C = Umweltaspekt mit geringer Bedeutung und Handlungsrelevanz

Nach der Einstufung der Umweltaspekte in diese Kategorien werden die Umweltaspekte im Hinblick auf die Einflussmöglichkeit bewertet, wozu auch die Verfügbarkeit von Daten als Kriterium herangezogen wird. Die Bewertung erfolgt in den folgenden Kategorien:

I = Auch kurzfristig größeres Steuerungspotenzial vorhanden

II = Der Umweltaspekt ist nachhaltig zu steuern, jedoch erst mittel- bis langfristig

III = Steuerungsmöglichkeiten sind für diesen Umweltaspekt nicht nur sehr langfristig oder nur in Abhängigkeit von Entscheidungen Dritter gegeben.

Alle Umweltaspekte wurden anhand dieses Schemas bewertet, um ihre Umweltrelevanz und den Handlungsbedarf zu ermitteln. Die Bewertung der Umweltaspekte dient uns als Grundlage für die Entwicklung von Umweltzielen und -maßnahmen.

Umweltaspekte, die mit A I bis A III bewertet wurden, stellen für uns aufgrund ihrer Gewichtung bedeutende Umweltaspekte dar. Bedeutende Umweltaspekte stehen für unser Handeln besonders im Fokus. Dabei suchen wir für diese Umweltaspekte kontinuierlich nach Verbesserungsmaßnahmen, die wir umsetzen können. Die als bedeutend bewerteten Umweltaspekte sind in den folgenden Tabellen hervorgehoben (Fettschrift).

5.1. Direkte Umweltaspekte

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über unsere direkten Umweltaspekte, die im Rahmen einer Umweltaspekte-Bewertung identifiziert worden sind. Um einen besseren Überblick über die Umweltauswirkungen unserer Geschäftstätigkeiten zu geben, wurden die direkten Umweltaspekte separat für unsere drei Geschäftsgebiete ermittelt. Die Auflistung der Umweltaspekte erfolgt nach Themenbereichen.

DIREKTE UMWELTASPEKTE

UMWELTASPEKT

ENERGIE

Stromverbrauch (Beleuchtung, Lüftung, Kühlung, Anlagenbetrieb)

Stromverbrauch (Beschneiungsanlagen)

Wärmeverbrauch: Erdgas

UMWELTAUSWIRKUNG

Bei nicht erneuerbarem Strom: Verbrauch von fossilen Ressourcen zur Energieproduktion, Verstärkung des Treibhausgaseffektes

Bei nicht erneuerbarem Strom: Verbrauch von fossilen Ressourcen zur Energieproduktion, Verstärkung des Treibhausgaseffektes

Ressourcenverbrauch zur Erdgasproduktion, Emissionen bei der Verbrennung von Erdgas

BEWERTUNG (RELEVANZ/STEUERBARKEIT)

GARMISCHCLASSIC WANK ZUGSPITZE

DIREKTE UMWELTASPEKTE BEWERTUNG (RELEVANZ/STEUERBARKEIT)

UMWELTASPEKT

ENERGIE

Wärmeverbrauch: Fernwärme

Wärmeverbrauch: Heizöl

UMWELTAUSWIRKUNG

Emissionen und Ressourcenverbrauch zur Fernwärmeproduktion

Ressourcenverbrauch zur Erdgasproduktion, Emissionen bei der Verbrennung von Erdgas

Kraftstoffverbrauch (Fuhrpark) THG-Emissionen, Luftverschmutzung

EMISSIONEN

Treibhausgasemissionen

Verstärkung des Treibhausgaseffektes, Klimaerwärmung

Feinstaub, SO2, NOx Luftverschmutzung

Lärm

Lärm

WASSER

Wasser für die Beschneiung

Frischwasser

Abwasser

Störung der Fauna, Verlagerung von Schneemassen durch Sprengstoff

Störung der Fauna durch Pistenraupen, Baustellen, Zug

Verlagerung von Wasser

Ressourcenverbrauch zur Wasseraufbereitung (Gastronomie, Büro, Sanitäranlagen)

Ressourcenverbrauch zur Wasserreinigung

GARMISCHCLASSIC WANK ZUGSPITZE

DIREKTE

UMWELTASPEKT

ABFALL

Gefährliche Abfälle

Ungefährliche Abfälle: Speisereste

Ungefährliche Abfälle: Restmüll, Kunststoffe, Papier, Glas etc.

MATERIAL

Lebensmittel für Restaurants

Einsatz von Büromaterialien (z. B. Papier, Toner, IT-Geräte)

Einsatz von Gefahrstoffen bzw. wassergefährdenden Stoffen bei Reinigung und Werkstätten

Materialverbrauch für Instandhaltung in den Werkstätten

BIOLOGISCHE VIELFALT

Nutzung naturnaher Flächen

Nutzung naturnaher Flächen

UMWELTAUSWIRKUNG

Kraftstoff- und Energieverbrauch sowie Emissionen im Entsorgungsprozess

Kraftstoff- und Energieverbrauch sowie Emissionen im Entsorgungsprozess, Ressourcenverbrauch

Kraftstoff- und Energieverbrauch sowie Emissionen im Entsorgungsprozess

GARMISCHCLASSIC WANK ZUGSPITZE

Bedarf an Boden, Wasser, Energie, Dünger, Futtermittel zur Herstellung der Lebensmittel

Ressourcenverbrauch zur Produktion und Transport der Materialien

Einleitung in Gewässer und Boden, Gesundheitsrisiken

Ressourcenverbrauch zur Produktion und Transport der Materialien

Flächenversiegelung, Veränderung von Ökosystemen durch Skibetrieb

Flächenversiegelung, Veränderung von Ökosystemen durch Wanderbetrieb und Flächenbewirtschaftung

Tabelle 4 - Direkte Umweltaspekte

5.2. Indirekte Umweltaspekte

Die Bewertung der indirekten Umweltaspekte wurde für die gesamte Organisation mit allen drei Geschäftseinheiten durchgeführt.

INDIREKTE UMWELTASPEKTE

UMWELTASPEKT

MOBILITÄT

Anreise der Fahrgäste/ Besucher*innen

Anreise der Mitarbeitenden

Dienstreisen

EINKAUF

Herstellung von eingesetzten Produkten und Materialien

UMWELTAUSWIRKUNG

Kraftstoffverbrauch und THGEmissionen durch Verkehrsmittel

Kraftstoffverbrauch und THGEmissionen durch Verkehrsmittel

Kraftstoffverbrauch und THGEmissionen durch Verkehrsmittel

BEWERTUNG

RELEVANZ/ STEUERBARKEIT

Ressourcenverbrauch, Energieverbrauch, THG-Emissionen durch Produktion, Anlieferung und Entsorgung bzw. Recycling

WIRKUNG DER EIGENEN DIENSTLEISTUNG

Wissensvermittlung zu Natur, Umweltschutz und Biodiversität

Förderung des Umweltschutzgedankens und -handelns bei Kindern und Besucher*innen

LIEFERANTEN UND DIENSTLEISTER (AUSGELAGERTE PROZESSE)

Energie- und Wasserverbrauch und Emissionen durch Aktivitäten von Dienstleistern

Tabelle 5 - Indirekte Umweltaspekte

Energie-, Ressourcenverbrauch, Abfälle und Emissionen von Dienstleistern, z.B. durch eingesetzte Materialien, Transport etc

5.3. Umweltleistung & Kennzahlen

Im Folgenden finden sich Verbrauchsdaten zu den wesentlichen Umweltaspekten. Diese sind pro Geschäftsjahr (01.11. – 31.10.) analog zur Berichterstattung im BZB-Geschäftsbericht dargestellt. Um die Entwicklung unserer Umweltleistung beurteilen zu können, bilden wir Kennzahlen mit folgenden Bezugsgrößen:

20-Jahres-Mittel Heizgradtage (15 °C)

Heizgradtage (15 °C)

Verhältnis der Heizgradtage (15 °C) zum 20-Jahres-Mittel

Tabelle 6 – Überblick Bezugsgrößen 2021/2022 bis 2023/2024

Bei der Auswahl der Bezugsgrößen ist es uns wichtig, einen Bezug zu unserem Kerngeschäft sowohl im Sommer als auch im Winter herzustellen, um unsere Umweltleistung über das Jahr hinweg gut darstellen zu können. Die Anzahl der Fahrgäste stellt für uns daher eine zentrale Bezugsgröße dar, da diese bspw. eng mit dem Ski- und Restaurantbetrieb verknüpft ist. Diese Kennzahl ist zudem für Gäste leichter verständlich, die die Auswirkungen ihres Besuchs besser verstehen und unsere Leistung möglicherweise sogar mit anderen Skigebieten oder anderen Freizeitaktivitäten vergleichen möchten. Außerdem vergleichen wir die Wassernutzung für Beschneiung mit beschneiten Flächen, da die Beschneiung und Pistenpräparierung zu unseren ressourcenintensivsten Tätigkeiten zählen.

5.3.1. Energie

Der Energieverbrauch der BZB setzt sich zusammen aus Strom-, Wärmeenergie- und Kraftstoffverbräuchen. Tabelle 7 gibt zunächst einen Überblick über die Entwicklung des gesamten Energieverbrauchs in den vergangenen drei Berichtsjahren sowie die Entwicklung der Kennzahlen für die Energieverbräuche. Die nachfolgenden Tabellen zeigen dann detaillierter die Entwicklungen für die Bereiche Strom, Wärme und Kraftstoffe.

In der Saison 2021/2022 war ein Blockheizkraftwerk (BHKW) im Einsatz, durch das Strom sowohl für die Eigennutzung als auch für die Einspeisung ins Netz generiert worden ist. Die BZB betrieb in der Breitenau ein BHKW im Rahmen eines bis zum 31. Oktober 2022 gültigen Pachtvertrags mit den Gemeindewerken Garmisch-Partenkirchen. Die BZB erzeugte in dem BHKW, das sowohl an das interne Verteilnetz als auch an das allgemeine Stromnetz angeschlossen war, eigenen Strom. Der überschüssige Strom wurde in das allgemeine Stromnetz eingespeist. Die erzeugte Wärme wurde zu 100 % an die Gemeindewerke verkauft (keine Eigennutzung durch die BZB). Die maßgeblich durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine ausgelöste Energiekrise führte jedoch zu einem dramatischen Anstieg der Gasbeschaffungskosten für den Betrieb des BHKW. Dieser sprunghaft gestiegene Betriebsaufwand sowie die steigenden Kosten für zusätzlich benötigten Strom (über die Leistung des BHKW hinaus) machten einen weiteren Betrieb unwirtschaftlich. Daher wurde der Pachtvertrag nach seinem Ablauf nicht verlängert und das BHKW an seinen Eigentümer zurückgegeben.

Der Gesamtenergieverbrauch lag 2021/2022 um 1,3 GWh höher als 2022/2023 und um 0,9 GWh höher als 2023/2024. Diese Abweichung ist fast ausschließlich auf den höheren Stromverbrauch zurückzuführen.

Der Gesamtenergieverbrauch lag in der Saison 2023/2024 bei 20.080 MWh. Dies ist ein Anstieg von 2,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Anstieg ist vor allem auf einen um 5,5 % gestiegenen Diesel-/ Shell-GTLVerbrauch und einen um 1,7 % gestiegenen Stromverbrauch zurückzuführen.

In den vergangenen beiden Jahren konnten wir den Anteil erneuerbarer Energien an unserem Energiebedarf im Vergleich zum Berichtszeitraum 2021/2022 deutlich steigern. Dies war eine direkte Folge der Abkehr von unserem gasbetriebenen BHKW, das im Jahr 2021/2022 mehr als 60 % unseres Strombedarfs deckte. Durch die Umstellung auf einen neuen Strommix mit rund 10 % erneuerbaren Energien konnten wir den Anteil erneuerbarer Energien an unserem Energieverbrauch deutlich steigern.

der erneuerbaren Energien am Gesamtverbrauch (Eigennutzung)

Gesamte Eigenerzeugung erneuerbarer

Tabelle 7 – Überblick Energieverbrauch 2021/2022 bis 2023/2024

Strom

Strom ist eine wichtige Ressource für unseren gesamten Betrieb. Er versorgt alle wichtigen Transportsysteme, darunter Seilbahnen, Lifte und die Zahnradbahn. Darüber hinaus nutzen wir Strom für die Beleuchtung und teilweise auch für die Heizung und Kühlung unserer Gebäude, darunter Tal- und Bergstationen, Restaurants, Lager, Werkstätten und Verwaltungsbüros. Neben dem Gebäudebetrieb ist Strom auch für die Lagerung und Zubereitung von Speisen in unseren neun Restaurants, den Betrieb unserer Beschneiungsanlage und den Betrieb von Werkzeugen für Reparatur und Wartung in unseren Garagen und Werkstätten unerlässlich. Im Vergleich zur Vorsaison 2022/2023 ist der Stromverbrauch des gesamten Unternehmens in der Saison 2023/2024 von 11.719 MWh auf 11.915 MWh angestiegen. Dies bedeutet einen prozentualen Anstieg um 1,7 %, im Vergleich zur Saison 2021/2022 stellt dies jedoch eine Reduzierung von 8 % dar. Dieser Rückgang war ein Ergebnis vieler Einzelmaßnahmen zur Energieeinsparung während der weltweiten Energiekrise 2021/2022.

Der Stromverbrauch der BZB ist grundsätzlich vom Verlauf der jeweiligen Wintersaison abhängig. So kann der Stromverbrauch in Wintern mit höherem Beschneiungsbedarf höher liegen. Im Geschäftsjahr 2023/2024 war das trotz des ausgewiesenen 1,7 %igen Anstiegs zum Vorjahr nicht der Fall. Der Winter 2023/2024 war in höheren Lagen mit Naturschnee (ohne Beschneiung) über den gesamten Verlauf außergewöhnlich schneereich, während die Talabfahrten in Garmisch-Classic bereits Mitte- bis Ende Februar 2024 aufgrund der milden Temperaturen sehr früh aufgegeben werden mussten. Damit konnten die Bahnen und Lifte sowohl im oberen Alpspitzgebiet (darunter der Osterfelderkopflift) als auch im Zugspitzgebiet (darunter der Brunntallift) ungewöhnlich früh in Betrieb gehen und fast bis zum Ende der Skisaison betrieben werden. Daraus resultierte der höhere Strombedarf 2023/2024 im Vergleich zum Vorjahr.

Da der Stromverbrauch von der Anzahl der Fahrgäste beeinflusst wird, wurde eine entsprechende Kennzahl geschaffen, die den Verbrauch im Verhältnis zur Anzahl der Fahrgäste berücksichtigt. Im Vergleich zu Vorsaison ist der Stromverbrauch pro Fahrgast von 9,6 kWh auf 9,9 kWh gestiegen. Das entspricht einem Anstieg von 3,2 %. Dieser Anstieg des Stromverbrauchs pro Gast ist das Ergebnis einer Steigerung des Gesamtstromverbrauchs um 1,7 % und einer Verringerung der Zahl der Fahrgäste um 1,5 % im gleichen Zeitraum.

Strombezug Gemeindewerke

Tabelle 8 - Überblick Stromverbräuche 2021/2022 bis 2023/2024

Wärme

Folgende Wärmeenergieträger kommen in den drei GEs der BZB zum Einsatz (Auflistung vom größten zum kleinsten Anteil):

- Garmisch-Classic: Shell GTL-Heating, Erdgas, und Propangas

- Wank: Shell GTL-Heating

- Zugspitze: Shell GTL-Heating, Erdgas, Fernwärme, und Heizöl

Einige Gebäude nutzen elektrische Wärmepumpen oder elektrische Heizkörper zur Beheizung. Dieser Verbrauch wird als allgemeiner Stromverbrauch pro GE ausgewiesen. Zur zusätzlichen Beheizung und für ein angenehmes Ambiente sind in der Drehmöser 9 und der Sonnenalm Holzöfen installiert. Auch für Grillveranstaltungen in der Kandahar 2 wird Holz verwendet.

Der Erdgasverbrauch ist im Vergleich zu 2022/2023 in 2023/2024 um 4,2 % gesunken. Im Vergleich zu 2021/2022 konnte der Erdgasverbrauch sogar um 12,7 % gesenkt werden. Das war einerseits der milderen Winter geschuldet, anderseits lag das an der verbesserten “Disziplin” im Umgang mit den Energieressourcen in der Betriebswerkstätte Grainau (bei Zugausfahrt und Einfahrt wurden z. B. die Tore zeitnah geschlossen).

Die Fernwärme wird ausschließlich für das Beheizen des Verwaltungsgebäudes/Zugspitzbahnhof GarmischPartenkirchen eingesetzt. Nach der überwundenen Energiekrise, in der die Raumtemperatur maximal gedrosselt wurde, ist der Fernwärmeverbrauch 2023/2024 im Vergleich zum Vorjahr um 12 % gestiegen.

Im Gegensatz dazu konnte der Heizölverbrauch in den letzten Jahren kontinuierlich gesenkt werden. Wir haben in den letzten drei Jahren einen deutlichen Rückgang des Heizölverbrauchs beobachtet. Diese Entwicklung spiegelt den erfolgreichen Ersatz von Heizöl durch Shell GTL-Heating im nahezu gesamten Unternehmen wider.

Shell GTL-Heating stellt für uns einen bedeutenden Wärmeenergieträger mit einem Anteil von 68 % am gesamten Wärmeverbrauch dar. Shell GTL-Heating ist ein alternativer Wärmeenergieträger für Heizölanlagen, der lokale Emissionen (z. B. Feinstaub, Stickoxide, Kohlenwasserstoffe und Kohlenmonoxid) senken kann.

Die Gas-to-Liquids-Technologie (GTL) von Shell wandelt Erdgas als saubersten fossilen Brennstoff in flüssige Produkte um, die sonst aus Rohöl hergestellt würden. GTL ist ein synthetischer Kraftstoff, der sauberer verbrennt und weniger lokale Emissionen verursacht. Zusätzlich ist Shell GTL wesentlich weniger wassergefährdend als Heizöl. Im Vergleich zu 2022/2023 ist der Verbrauch um 0,8 % gesunken, befindet sich jedoch immer noch 18 % über dem Verbrauch von 2021/2022.

In einem unserer Gebäude wird weiterhin Heizöl anstelle des saubereren Shell GTL-Heating verwendet. Der Heizkessel in diesem Gebäude wurde nicht auf Shell GTL-Heating umgerüstet, da die erforderlichen Umrüstkomponenten für diese spezielle Marke und dieses Modell nicht verfügbar waren. Diese Heizanlage wird voraussichtlich noch etwa zwei Jahre in Betrieb bleiben und danach vollständig ersetzt. Kombiniert man Heizöl und Shell GTL-Heating, stieg der Gesamtverbrauch vom Berichtszeitraum 2021/2022 zum Berichtszeitraum 2022/2023 um 16 %, gefolgt von einem leichten Rückgang im Folgejahr.

Der Propangasverbrauch stieg von 2022/2023 auf 2023/2024 um 14 %, liegt aber immer noch 12 % unter dem Wert von 2021/2022. Dieser allgemeine Rückgang seit 2021/2022 ist unter anderem auf die Umstellung des Grills auf der Terrasse von Propangas auf Holz zurückzuführen.

Die in 2021/2022 im BHKW erzeugte Wärme wurde vollständig in das Fernwärmenetz der Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen eingespeist und daher aus der Berechnung des Gesamt-Wärmeverbrauchs herausgenommen.

Wärmeverbrauch (Eigennutzung)

Wärmeverbrauch witterungsbereinigt

aus BHKW (Einspeisung)

Wärme aus BHKW (Eigennutzung)

(Eigennutzung) pro Fahrgast

Tabelle 9 - Überblick Wärmeverbräuche 2021/2022 bis 2023/2024

Shell GTLHeating (Endenergie)

Erdgas Fernwärme Heizöl (Endenergie) 2021-2022 2022-2023 2023-2024

Propangas

Wärmeenergieträger Energie

Abbildung 3 - Überblick Wärmeverbräuche 2021/2022 bis 2023/2024

Kraftstoffe

Der Kraftstoffverbrauch ist von der Saison 2022/2023 auf die Saison 2023/2024 um 6,4 % von 4.641 MWh auf 4.937 MWh angestiegen. Besonderen Anteil am gesamten Kraftstoffverbrauch hat der Shell GTL-Alpine Dieselkraftstoff. Shell GTL-Alpine, vergleichbar mit Shell GTL-Heating, ist ein alternativer Kraftstoff für Dieselmotoren. Dieser wird vorwiegend für Pistenraupen, aber auch für Geländefahrzeuge, Baufahrzeuge, Traktoren, Muldenkipper usw. von Unternehmen verwendet. Im Berichtszeitraum 2023/2024 lag der Shell GLT-Alpine Verbrauch bei 4.723 MWh und somit 7 % über dem Verbrauch im vorherigen Zeitraum. Im Vergleich zu 2021/2022 ist der Verbrauch nahezu konstant geblieben (-0,4 %).

Der Diesel-/Shell GTL-Alpine- und Benzinverbrauch bezieht sich hauptsächlich auf Fahrzeuge und motorisierte Geräte. Dazu gehören die Pistenraupen zur Pistenpräparierung, die den Großteil des Shell GTL-Alpine verbrauchen sowie verschiedene Nutzfahrzeuge für Transport-/Wartungsaufgaben und Baumaschinen. Weitere Kraftstoffverbraucher sind Notstromgeneratoren und stationäre Notmotoren, die bei einem Stromausfall die Bergbahnen und Lifte mit Strom versorgen oder direkt antreiben.

Der Dieselverbrauch in 2023/2024 konnte im Vergleich zu 2022/2023 um 57 % signifikant gesenkt werden. Der Rückgang des Dieselverbrauchs kann mit einem Anstieg des Verbrauchs von Shell GTL-Alpine erklärt werden, das in vielen Fahrzeugen der BZB den Diesel ersetzt hat. Vergleicht man die Summe aus Diesel, Shell GTL-Alpine und HVO 100 Diesel, zeigen die Geschäftsjahre 2022/2023 (4.520 MWh) und 2023/2024 (4.805 MWh) jeweils einen Verbrauchsrückgang von 6,3 % bzw. 0,5 % gegenüber 2021/2022 (4.826 MWh). Die Veränderungen beim Benzinverbrauch waren hingegen geringfügig und im Gesamtkontext wenig relevant.

Tabelle 10 - Überblick Kraftstoffverbräuche 2021/2022 bis 2023/2024

5.3.2. Wasser und Abwasser Wasser spielt bei der BZB eine große Rolle, da die Nutzung im direkten Zusammenhang mit der Beschneiung im Skigebiet Garmisch-Classic steht. Das für die Beschneiung verwendete Wasser stammt aus Reservoirs, die mit Regen- und Quellwasser gespeist werden, und fließt beim Abschmelzen in den natürlichen Wasserkreislauf zurück. Die für die Beschneiung verwendete Wassermenge hängt stark vom natürlichen Schneefall sowie von der Außentemperatur in Verbindung mit der Luftfeuchtigkeit ab. Von 2022/2023 bis 2023/2024 sank die Verwendung von Beschneiungswasser um 8,2 %. Der Frischwasserverbrauch und das Abwasseraufkommen sanken im gleichen Berichtszeitraum ebenfalls (im Zeitraum 2023/2024 im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 % bzw. 3,0 %). Der Anstieg der Verwendung von Beschneiungswasser in 2022/2023 zum Vorjahr um 1,6 % ist mit dem sehr heißen und trockenen Sommer 2022 zu erklären. Dadurch konnten die Speicherteiche nicht im gleichen Umfang mit Regen- und Quellwasser gefüllt werden.

Der Anstieg des Frischwasserverbrauchs in 2022/2023 im Vergleich zum Vorjahr ist abrechnungstechnisch bedingt. Im Drei-Jahresdurchschnitt lag der Frischwasserverbrauch auf dem Niveau des letzten Geschäftsjahres 2023/2024. Unser Wassermanagementsystem umfasst ein komplexes Ver- und Entsorgungsnetz in verschiedenen Betriebsbereichen. In einer wichtigen Region beziehen wir Frischwasser von einer Gemeinde, das wir dann an andere Betriebe sowie in Tanks über unsere Seilbahnen in andere Teile der BZB verteilen. Das an diese anderen Betriebe weitergeleitete Wasser wird von unserem Gesamtverbrauch abgezogen.

Das Abwasser in derselben Region wird von einer anderen Gemeinde auf Grundlage ihrer eigenen Zählerstände abgerechnet. Dabei schließen die von uns mit Wasser versorgten Unternehmen ihre Abwasserverträge mit den Versorgungsunternehmen direkt ab. Bis Mai 2023 wurde das von der BZB an das fremdbetriebene Restaurant an der Bergstation der Alpspitzbahn gelieferte Wasser nicht gemessen, sodass in unseren gemeldeten Werten geschätzte Abzüge erforderlich waren. Ebenso wurde für die Bergstation Alpspitzbahn/Hochalmbahn vor ihrem Anschluss an das neu errichtete Abwasserkanalnetz (Anschluss im Februar 2023) kein Abwasser erfasst. Daraus resultieren Differenzen zwischen den Wasser- und Abwassermengen, die durch unterschiedliche Ablese-/Abrechnungszyklen der verschiedenen Versorger zusätzlich verstärkt werden.

Die GE Wank wird in den nächsten zwei Jahren weiterhin Wasser über den Deutschen Alpenverein beziehen, bevor sie an die örtliche Wasserversorgung angeschlossen wird. Danach schließen wir einen Direktvertrag mit dem kommunalen Wasserversorger ab.

ha Skipiste

Tabelle 11 - Überblick Wassernutzung 2021/2022 bis 2023/2024

2021-2022

2022-2023

2023-2024

Abbildung 4 - Überblick Wassernutzung und Wasserverbrauch 2021/2022 bis 2023/2024

5.3.3. Abfall

Im Geschäftsjahr 2023/2024 verzeichneten wir eine höhere Menge an gefährlichen Abfällen als in den beiden Vorjahren. Dies ist größtenteils auf 10,8 Tonnen Schlamm aus Öl-Wasser-Abscheidern zurückzuführen, die an einem schwer zugänglichen und seltener geleerten Standort entsorgt wurden. Diese Abfallart macht 22 % aller in den letzten drei Jahren angefallenen gefährlichen Abfälle aus. Die nächstgrößere Kategorie gefährlicher Abfälle sind Abfälle aus Maschinen-, Getriebe- und Schmierölen. Diese Altöle, die bei der routinemäßigen und außerordentlichen Wartung unserer Fahrzeuge und Aufzüge anfallen, machten in den letzten drei Jahren 5 % unseres gesamten gefährlichen Abfalls aus. Es folgen Siedlungsabfälle mit 3 % des gefährlichen Abfalls.

Zusätzlich entsorgten wir im gleichen Zeitraum 155,9 Tonnen Eisenbahnschwellen, was mehr als der Hälfte aller gefährlichen Abfälle der letzten drei Jahre zusammen entspricht. Diese Schwellen wurden im Zuge der Gleiserneuerung zwischen den Zugspitzbahnhöfen Garmisch-Partenkirchen und Grainau entfernt und sind in den in Tabelle 12 ausgewiesenen Werten nicht enthalten.

Erde und Abraum machten in den letzten drei Jahren 41 % des gesamten Abfallaufkommens der Organisation aus. Gemischte Siedlungsabfälle machen den nächstgrößeren Anteil unseres gesamten Abfallaufkommens aus und betrugen in den letzten drei Jahren 14 % des gesamten Abfallaufkommens. Danach folgen biologisch abbaubare Abfälle und biologisch abbaubare Küchen- und Kantinenabfälle mit 7 % bzw. 6 % des gesamten Abfallaufkommens der letzten drei Jahre. 70 % der biologisch abbaubaren Abfälle stammten aus der jährlichen Entsorgung von Grassilage, die in den Biogasanlagen der Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen zur Stromerzeugung verwendet wurde. Die Grassilage entsteht bei der BZB als Ergebnis der Pflege von naturnahen Kulturlandschaften (Almwiesen und alpine Rasenflächen).

Tabelle 12 - Überblick Abfallverbräuche 2021/2022 bis 2023/2024

5.3.4. Materialeinsatz

Als Dienstleister im Tourismussektor unterscheidet sich unser Materialverbrauch grundlegend von dem eines produzierenden Unternehmens. Eine direkte Vergleichbarkeit hinsichtlich der Reduktionsziele ist eingeschränkt. Die Quantifizierung des gesamten Materialverbrauchs, die für Hersteller relevanter ist, ist für uns nicht aussagekräftig und würde über die tatsächlichen Umweltauswirkungen täuschen. Unser Hauptprodukt ist das Bergerlebnis, das maßgeblich auf Infrastruktur, Dienstleistungen sowie dem Verbrauch von Energie und Wasser basiert – Aspekte, die in anderen Kapiteln dieser Umwelterklärung detailliert beschrieben und bewertet werden.

Der Großteil unseres Materialverbrauchs steht im direkten Zusammenhang mit unseren Kerndienstleistungen und ist nur begrenzt reduzierbar, ohne die Qualität oder Sicherheit unseres Betriebs zu beeinträchtigen. Beispielsweise würde eine Reduzierung des Verbrauchs von Lebensmitteln in unseren gastronomischen Betrieben direkt zu einer reduzierten Versorgung unserer Gäste führen.

Die Beschaffung, Verarbeitung und Bereitstellung von Lebensmitteln stellt einen wesentlichen Umweltaspekt in unserem Unternehmen dar. Dabei sind insbesondere die Herkunft der Lebensmittel sowie das Verhältnis tierischer Produkte zu pflanzlichen im Hinblick auf Energieverbrauch, Treibhausgasemissionen, Flächenverbrauch und Biodiversität relevant. Aktuell liegen zu diesem Umweltaspekt nur eingeschränkt belastbare Daten vor. Insbesondere fehlen detaillierte Informationen zum Anteil regional bezogener Lebensmittel sowie zur Zusammensetzung des Speisenangebots bezogen auf pflanzliche und tierische Produkte. Diese begrenzte Datenlage erschwert derzeit eine vollständige Bewertung der Umweltwirkungen im Lebensmittelbereich. Ziel ist es daher, die Erfassung relevanter Kennzahlen systematisch auszubauen, um künftige Entwicklungen nachvollziehbar dokumentieren und gezielt steuern zu können.

Ein konkretes Umweltziel in diesem Zusammenhang ist die Erhöhung des Anteils vegetarischer und veganer Speisen auf mindestens 50 % im regulären Angebot. Damit wird ein Beitrag zur Ressourcenschonung und zur Minderung indirekter Umweltauswirkungen geleistet.

Materialflüsse im Büro, wie der Verbrauch von Druckerpapier oder das Verbreiten von Print Medien, sind im Vergleich zu unserem Gesamtbetrieb und unseren Umweltauswirkungen marginal. Da wir das als nicht relevanten Umweltaspekt bewerten, wird keine Datenerfassung vorgenommen. Die möglichen Einsparungen sind im Vergleich zu unserem Energie- und Wasserverbrauch vernachlässigbar. Obwohl maschinell erzeugter Schnee als „Produkt“ betrachtet werden könnte, werden die dafür benötigten Ressourcen – Wasser und Energie – bereits umfassend in den entsprechenden Verbrauchsstatistiken erfasst, sodass eine doppelte Berichterstattung unzulässig wäre.

Materialien wie Öle und Fette für die Wartung unserer Anlagen oder Reinigungsmittel sind für einen sicheren und hygienischen Betrieb unerlässlich. Eine Reduzierung des Verbrauchs dieser Materialien durch Verlängerung der Wartungsintervalle über die Herstellerempfehlungen hinaus oder durch seltenere Reinigung würde die Sicherheit unserer Anlagen sowie die Hygienestandards gefährden und ist für uns nicht akzeptabel. Wir konzentrieren unsere Anstrengungen daher auf Bereiche, in den signifikante Umweltauswirkungen erzielt werden können, wie z. B. die Steigerung der Effizienz des Energie- und Wasserverbrauchs sowie die sorgfältige Auswahl und Entsorgung der notwendigen Betriebsstoffe.

Tabelle 13 zeigt die Einkaufsmengen an Schmierstoffen für Werkstätten und Garagen. Zusätzlich sind die Mengen an Kältemitteln enthalten. Diese Kältemittel werden in großem Umfang in der gesamten Lebensmittel- und Getränkeabteilung sowie in geringerem Umfang in Heiz- und Kühlsystemen von Gebäuden und Waggons verwendet. Bei diesen Werten handelt es sich um Einkaufsmengen, die nicht unbedingt den Jahresverbrauch widerspiegeln. Lagerzugänge und -abgänge werden nicht berücksichtigt, daher kann es trotz konstantem Verbrauch zu Schwankungen zwischen einzelnen Jahren kommen. Der Verbrauch von Schmierfetten konnte 2023/2024 im Vergleich zu 2022/2023 um 17,8 % gesenkt werden. Im Vergleich zu 2021/2022 konnte der Verbrauch sogar um 21,4 % gesenkt werden. Der Verbrauch an Öl ist hingegen im letzten Jahr um 31 % angestiegen. Auch der Einsatz von Spezialreiniger und Schmierstoffen ist stark angestiegen.

Tabelle 13 - Überblick Materialverbräuche 2021/2022 bis 2023/2024

5.3.5. Emissionen

Lärmemissionen aus unserem Betrieb entstehen vor allem durch wichtige Aktivitäten wie Beschneiung, Schneepräparierung und Lawinensprengung sowie durch periodische Bauarbeiten. Die Beschneiung des Gebietes Garmisch-Classic und die Schneepräparierung sowohl auf der Zugspitze als auch im Garmisch-Classic erfolgen überwiegend nachts, wobei der Lärm auf die Arbeitsbereiche beschränkt ist. Auf der Zugspitze ist die Schneepräparierung in der Regel innerhalb weniger Stunden nach den normalen Betriebszeiten des Skigebiets abgeschlossen, entweder vor oder nach Schließung. Im Gebiet GarmischClassic dauern die Schneepräparierungsarbeiten länger. Lawinensprengungen sind eine wichtige Sicherheitsmaßnahme, die nach Bedarf zum Schutz unserer Gäste und der Infrastruktur durchgeführt werden. Diese Sprengarbeiten finden bei Tageslicht statt. Regelmäßig werden Bauarbeiten für Instandhaltungs- und Infrastrukturprojekte durchgeführt.

Die gesamten Treibhausgasemissionen (Scope I und Scope II) sind in der Saison 2023/2024 im Vergleich zur Vorsaison um 1,9 % angestiegen. Insgesamt ist über den Berichtszeitraum ein Anstieg der Treibhausgasemissionen von 6,8 % zu beobachten. Der Anstieg ist auch zu beobachten, wenn man die Emissionen in Abhängigkeit der Fahrgastzahlen betrachtet. Wir arbeiten fortlaufend daran, unsere Treibhausgasemissionen zu senken und möchten zukünftig verstärkt daran arbeiten. Dafür haben wir uns das Ziel gesetzt, unseren Strombezug in den kommenden Jahren komplett auf Ökostrom umzustellen, wodurch wir uns eine starke Reduktion der Treibhausgasemissionen erwarten. Zusätzlich suchen wir fortlaufend nach Optimierungsmöglichkeiten, um unsere Verbräuche, und damit einhergehend unsere Emissionen, zu senken. Weitere Maßnahmen, die wir ergreifen wollen, werden in Kapitel 7 beschrieben.

Tabelle 14 – Überblick Emissionen 2021/2022 bis 2023/2024

5.3.6. Biologische Vielfalt

In Bezug auf Flächenverbrauchsdaten gab es in den letzten Jahren keine Veränderungen an den Standorten der BZB. Die Pistenflächen werden im Sommer nicht nur aktiv für die Almwirtschaft genutzt, der Bewuchs der alpinen Rasenflächen und Weiden ist so stark, dass das Unternehmen die Flächen teilweise mehrfach im Sommer mäht. Die gewonnene Wiesmahd wird in der örtlichen Biogasanlage verwertet und liefert Energie, um 17 Einfamilienhäuser ein ganzes Jahr zu versorgen.

2021 wurde eine Wiesenfläche im Garmisch-Classic (rund um den Kreuzwankl-Skilift) als FFH-Gebiet ausgewiesen. Diese hochrangige Klassifizierung bezieht sich auf die große Population des in Deutschland stark gefährdeten Blauschillernden Feuerfalters, der seine Eier ausschließlich auf der Blattunterseite des SchlangenKnöterichs ablegt und daher als Lebensraum die Offenhaltung der Wiesenflächen benötigt.

Unsere Flächennutzung besteht hauptsächlich aus Skipistenflächen, die größtenteils gepachtet sind. Als Pächter bewirtschaften wir diese Flächen, einschließlich der Sommermahd, um ihr ökologisches Gleichgewicht zu erhalten. Für die Berichterstattung kategorisieren wir diese Flächen in verschiedene Typen. Versiegelte Flächen sind undurchlässige Flächen, beispielsweise solche, die durch Gebäude, Straßen oder andere Infrastruktur bedeckt sind und das Eindringen von Wasser verhindern. Naturnahe Flächen am Standort sind ökologisch wertvolle Flächen direkt innerhalb unseres Betriebsgeländes, einschließlich Skipisten und umgebender Vegetationszonen, die unter Wahrung ihrer natürlichen Eigenschaften bewirtschaftet werden. Naturnahe Flächen abseits vom Standort sind Naturflächen, die nicht direkt innerhalb unseres Betriebsgeländes liegen, aber zu ökologischen Zwecken bewirtschaftet werden. Diese Kategorie wird im Geschäftsjahr 2024/2025 durch den Erwerb zusätzlicher Ausgleichsflächen für den Bau der neuen Kreuzwankl-Sesselbahn deutlich zunehmen.

Darüber hinaus haben einige unserer Flächen den Status eines Landschaftsschutzgebietes und sind somit gesetzlich zum Schutz ausgewiesen. Wichtig zu beachten ist, dass die Summe der versiegelten und naturnahen Flächen nicht die Gesamtfläche unserer bewirtschafteten Fläche darstellt, da auch andere Flächenarten, wie beispielsweise unsere Bahngleise, in unseren Gesamtflächenverbrauch fallen und nicht als versiegelt oder naturnah eingestuft werden können. Die Summe der Gesamtfläche in Tabelle 15 umfasst die eigene und gepachtete naturnahe Fläche am und abseits des Standorts, versiegelte Flächen sowie Flächen, die weder versiegelt noch naturnah sind.

In unserem Engagement für den Schutz und die Vermittlung der regionalen biologischen Vielfalt haben wir den Natursteig Osterfelder im Gebiet Garmisch-Classic ins Leben gerufen, der im Sommer 2024 eröffnet wurde. Dieser alpine Themenweg kombiniert Naturerlebnisse mit Bildungsaspekten und richtet sich besonders an Familien. Entlang des Weges vermitteln über 30 interaktive Stationen auf spielerische und kindgerechte Weise Wissen über die lokale Bergwelt und ihre Ökosysteme. Dieses Projekt, das vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt unterstützt wird, trägt maßgeblich zur Bewusstseinsbildung für Landschafts- und Naturschutz bei und fördert das Verständnis für die Wertigkeit unserer einzigartigen alpinen Umwelt bei unseren Gästen.

Die Bayerische Zugspitzbahn hat sich zudem gegen eine Beförderung von Gästen mit Mountainbikes entschieden, um die Umgebung und Biotopflächen abseits der Forststraßen zu schonen und die Natur so zu erhalten, wie sie ist.

Tabelle 15 - Überblick Flächenverbräuche 2021/2022 bis 2023/2024

5.3.7. Anreise von Mitarbeitenden und Fahrgästen

Dank des DB-Bahnhofs Garmisch mit guter Anbindung an das Schienennetz ist die Anreise mit der Bahn bequem und unkompliziert. An der Hausbergbahn Talstation betreiben wir zudem einen Bahnsteig am Gleis der Deutschen Bahn. So können unsere Gäste das Skigebiet Garmisch-Classic von München aus ohne Umsteigen erreichen.

Um umweltbewusstes Reisen zu fördern, bietet die BZB in Kooperation mit der DB Regio und der Bayerischen Eisenbahngesellschaft ihren Gästen Kombitickets an, die ihr Bahnticket mit dem Zugang zu unseren Liften, Zügen und Skigebieten auf der Zugspitze oder im Gebiet Garmisch-Classic kombinieren. Diese Initiative fördert die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, einer deutlich nachhaltigeren Alternative zur Anreise mit einem Kfz. In den ersten beiden Berichtsjahren machten diese Kombitickets 1,32 % bzw. 1,31 % unseres gesamten Ticketverkaufs aus. Leider wurde aufgrund von grenzüberschreitenden Komplikationen im Zugverkehr in der Region die Anzahl der verfügbaren durchgebundenen Züge im Zeitraum 2023/2024 um etwa die Hälfte reduziert. Dies führte direkt zu einem Rückgang des Verkaufs des Kombitickets um 55 %. Diese Zusammenarbeit ist uns weiterhin sehr wichtig und wir arbeiten aktiv an der Problemlösung, um möglichst vielen Gästen die Nutzung der umweltfreundlichen öffentlichen Verkehrsmittel zu ermöglichen.

Auch mit Flixbus und Oberbayernbus ist Garmisch-Partenkirchen bequem erreichbar. Beide Busse halten direkt am Bahnhof. Der Eibseebus und der Ortsbus halten jeweils an der Wankbahn, der Kreuzeckbahn und der Seilbahn Zugspitze.

Der Zugspitzbahnhof Garmisch-Partenkirchen befindet sich am Westausgang des DB-Bahnhofs, ca. 200 Meter entfernt. Auch die Weiterreise zur Zugspitze oder in das Gebiet Garmisch-Classic ist mit der Zahnradbahn unkompliziert möglich. Der Fahrplan der Zahnradbahn ist auf die Ankunft und Abfahrt der Regionalzüge abgestimmt, so dass keine langen Wartezeiten entstehen.

6. EINHALTUNG VON RECHTSVORSCHRIFTEN

Externe Anforderungen an unser Unternehmen und unser Managementsystem sind insbesondere durch die für uns geltenden rechtlichen Vorschriften sowie die unserem Managementsystem zugrunde liegenden Normen vorgegeben.

Hinsichtlich der rechtlichen Anforderungen haben wir ermittelt, welche Gesetze und Verordnungen sowie Vorschriften und Bescheide für uns relevant sind und wie sich diese auf uns auswirken. Im Rahmen eines Compliance Audits im Dezember 2024 wurden alle relevanten Anforderungen für die BZB geprüft. Zusätzlich wurden bei den internen Audits die Rechtsgrundlagen auf Basis unseres Rechtskatasters auf Einhaltung geprüft.

Damit wir auch in Zukunft sicherstellen können, die für uns geltenden rechtlichen Vorschriften einzuhalten, ermitteln wir laufend, welche rechtlichen Veränderungen uns betreffen. Neue Anforderungen werden durch geeignete Maßnahmen umgesetzt. Hierzu stehen über Internet (z.B. Newsletter der IHK) die erforderlichen Informationen zur Verfügung und eingehende rechtliche Dokumente werden hinsichtlich ihrer Relevanz für uns geprüft.

Uns liegen keine Hinweise auf Altlasten oder Altlastenverdachtsflächen vor. Tabelle 16 gibt einen Überblick über rechtliche Anforderungen in den Bereichen unserer bedeutenden Umweltaspekte.

MASSGEBLICHE

UMWELTRECHTSBEREICHE

ORGANISATORISCHE PFLICHTEN

Betriebssicherheit und Prüfpflichten

Genehmigungen und Erlaubnisse

Emissions- und Immissionsschutz

Baurechtliche Vorschriften

ENERGIE

Energieeffizienz und Energiemanagement (EnEfG, GEG)

Erneuerbare Energien und Eigenversorgung

ABFALLMANAGEMENT

Abfallvermeidung und -verwertung

Getrennte Abfallsammlung und Entsorgung

Umgang mit gefährlichen Abfällen

CHEMIKALIENMANAGEMENT

Chemikalien- und Gefahrstoffrecht (REACH, GefStoffV, CLP)

Gefahrguttransport

RELEVANTE EINRICHTUNGEN/AKTIVITÄTEN

Wiederkehrende Prüfungen technischer Anlagen und Einhaltung von Betriebsauflagen (z.B. Heizungen, Kälteanlagen, elektrische Anlagen, Tankstellen)

Erforderliche Bescheide, Erlaubnisse und Genehmigungen für umweltrelevante Betriebsabläufe (z.B. Wasser, Beschneiung, Sprengungen, Tankanlagen)

Einhaltung von Emissions- und Immissionsgrenzwerten (z.B. Luft, Lärm, Abwasser) aus dem Betrieb

Baurechtliche Genehmigungen und rechtmäßige Nutzung von Gebäuden und Liegenschaften

Durchführung von Energieeffizienzmaßnahmen, Energiemanagement oder -audits; energetische Anforderungen an Gebäude und Anlagen; Berichtspflichten zum Energieverbrauch

Förderung des Einsatzes erneuerbarer Energien; Betrieb von Eigenstromerzeugungsanlagen (z.B. BHKW); Nutzung von Elektromobilität und Ladeinfrastruktur

Allgemeine Vorschriften zur Abfallhierarchie; Reduzierung und Substitution von Abfällen

Pflichten zur getrennten Erfassung von gewerblichen und organischen Abfällen (z.B. Speisereste, Restmüll, Kunststoffe, Papier); Überwachung der Abfallbeseitigung

Kennzeichnung, Trennung, Nachweisführung und fachgerechte Entsorgung von gefährlichen Abfällen (z.B. Öle, Fette)

Einkauf, Lagerung, Verwendung und Entsorgung von Chemikalien und Gefahrstoffen; Kennzeichnung und Einstufung von Stoffen

Einhaltung von Gefahrgutvorschriften für den Transport gefährlicher Güter

MASSGEBLICHE

UMWELTRECHTSBEREICHE

WASSER UND ABWASSER

Gewässerschutz und Wassernutzung

Abwasserbehandlung und -einleitung

Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV)

SONSTIGES UMWELTRECHT

Umwelthaftung

Nachbarrechtlicher Immissionsschutz

Sprengstoffrecht

Fluorierte Treibhausgase und Kältemittelmanagement

Tabelle 16 - Rechtsvorschriften

RELEVANTE EINRICHTUNGEN/AKTIVITÄTEN

Anforderungen an die Gewässernutzung (Wasserentnahme); Vermeidung von Gewässerverschmutzung

Betrieb von Abwasserbehandlungsanlagen; Einhaltung von Vorschriften zur Abwassereinleitung in Kanalisation oder Gewässer; Betrieb von Abscheidern

Lagerung und Nutzung von wassergefährdenden Stoffen (z.B. Heizöl, Kraftstoffe, Schmierstoffe)

Einhaltung von Vorschriften zum Umweltschadensgesetz; Vermeidung von Umweltschäden

Regelungen zu Beeinträchtigungen von Anrainern durch Lärm oder Geruch

Einsatz und Lagerung von Sprengstoffen zur Lawinenkontrolle

Kälteanlagen, Klimaanlagen, Wärmepumpen und andere Anlagen, die fluorierte Treibhausgase enthalten (z. B. in der Gastronomie, in Gebäuden oder in Eisenbahnwaggons)

7. UMWELTZIELE

Ziele zu setzen ist für uns die Grundlage einer zukunftsorientierten Unternehmensführung. Im Bereich Umweltschutz legen wir jährlich neue Umweltziele fest, sowohl auf Standort- als auch auf Organisationsebene. Ein Umweltteam erarbeitet gemeinsam Maßnahmen, um diese Ziele zu erreichen. Diese Maßnahmen werden im Umweltprogramm dokumentiert und mit Terminen und Verantwortlichkeiten versehen.

Die Umsetzung dieser Ziele in die Praxis erfolgt durch Maßnahmen, die wir im Sinne einer kontinuierlichen Verbesserung des Umweltschutzes immer wieder neu planen. Diese sind sowohl für das gesamte Unternehmen als auch auf der Geschäftseinheitsebene festgelegt. Den Stand bzgl. Planung und Umsetzung dokumentiert unser Umweltprogramm. Es enthält für jedes Handlungsfeld Maßnahmen, Termine und Verantwortliche und ist in komprimierter Form nachfolgend abgebildet.

Der Erfolg der Umweltziele wird durch die Auswertung von Umweltdaten, wie Energieverbrauch oder Abfallmengen, überprüft. Wenn Ziele erreicht wurden, suchen wir nach weiteren Verbesserungsmöglichkeiten, um unsere Umweltleistung kontinuierlich zu steigern. Wird ein Ziel nicht erreicht, analysieren wir die Ursachen und bleiben an der Lösung dran. Wir streben unternehmensweit nach einer Verbesserung unserer Umweltleistung.

Gastronomie

Ein Beispiel hierfür ist unsere Lebensmittel- und Getränkeabteilung, in der wir erhebliche Fortschritte bei der Verbesserung der Umweltleistung erzielt haben, vor allem durch umfassende Abfallreduzierung und verbesserte Ressourceneffizienz. Ein Schwerpunkt lag auf der Minimierung von Verpackungsabfällen: Wir sind weitgehend von Einzelportionspackungen für Gewürze auf Großgebinde umgestiegen und haben digitale Speisekarten eingeführt. Zudem haben wir physische Kassenbons reduziert und digitale Abrechnungssysteme eingeführt, was zu erheblichen Papiereinsparungen führte.

Darüber hinaus haben wir Plastikmüll aktiv reduziert, indem wir auf Plastiktüten (zugunsten von JuteBeuteln) verzichten, Plastikstrohhalme abgeschafft haben und auf wiederverwendbare Plastikbecher umgestiegen sind. Gleichzeitig prüfen wir Papieralternativen für allgemeine Verpackungen. Zu den Bemühungen zur Reduzierung des Gesamtabfalls gehören auch der Einsatz von Müllverdichtern zur Optimierung der Transporteffizienz und die Zusammenarbeit mit Lieferanten bei der Umverpackung vor der Lieferung. Im Hinblick auf Lebensmittelabfälle haben wir die Planung und Kontrolle optimiert, indem wir das Gruppengeschäft auf Buffet umgestellt und eine „Nose-to-Tail“-Philosophie für die Verarbeitung ganzer Tiere eingeführt haben, um eine effizientere Ressourcennutzung zu gewährleisten.

Neben der Abfallreduzierung hat die Gastronomie-Abteilung Maßnahmen zur Steigerung der Energieund Chemikalieneffizienz umgesetzt. Dazu gehören die automatische Abschaltung von Systemtechnik wie Kassen und PCs in Ruhezeiten zur Energieeinsparung sowie die Ausstattung von Geschirrspülern mit Wärmerückgewinnungssystemen zur weiteren Energieeinsparung. Wir haben außerdem den Reinigungsmittelverbrauch durch Reduzierung, Vereinfachung des Produktsortiments und den Einsatz von Großbehältern mit Selbstbefüllsystemen für die Chemikalienbeschaffung optimiert. In der Zusammenarbeit mit der Firma Mamito werden die Frittiervorgänge und die Gerätereinigung effektiver gestaltet und die Lebensdauer des Frittieröls mit Einsatz moderner Frittierölfilter bei verbesserter Qualität verlängert. Das verdeutlicht unser Engagement für Ressourceneffizienz. Viele dieser Initiativen wirken sich direkt auf den Lebensmittel- und Getränkebetrieb aus.

Darüber hinaus tragen umfassendere Maßnahmen wie die aktive Förderung von Fahrgemeinschaften unter den Mitarbeitern über unsere interne Kommunikationsplattform Beekeeper auch zur Reduzierung indirekter Emissionen durch Pendelfahrten bei und unterstreichen unseren ganzheitlichen Ansatz für die Umweltverantwortung.

Betrieb

Das Unternehmen setzt auf eine Vielzahl innovativer Maßnahmen, um Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit im Betrieb zu fördern. So kommen in allen Pistenraupen GPS-datenbasierte SchneehöhenMesstechniken zum Einsatz, die eine präzise und ressourcenschonende Bearbeitung der Skipisten ermöglichen. Außerdem wurde der Kraftstoff- und Heizölverbrauch vollständig auf synthetische, biologisch abbaubare Alternativen umgestellt.

Zur Optimierung des Energieverbrauchs werden intelligente Stromzähler installiert, die einen überdurchschnittlich hohen Verbrauch frühzeitig anzeigen. Zudem ist das Unternehmen in der Lage, elektrische Energie bei generatorischem Betrieb – etwa an der Seilbahn Zugspitze und der Zahnradbahn – in das Stromnetz zurückzuspeisen. Auch bei verschiedenen Lift- und Seilbahnanlagen wird durch BremsenergieRückgewinnung wertvolle Energie gespart.

Im Bereich Landschaftspflege wird großer Wert auf den Erhalt naturnaher Kulturlandschaften wie Almwiesen und alpine Rasenflächen gelegt. Die bei der Wiesmahd anfallende Biomasse wird darüber hinaus in die regionale Biogasanlage eingebracht, wie bei den Pisten in Garmisch-Classic.

Zur weiteren Effizienzsteigerung und CO2-Reduzierung wird die Fahrgeschwindigkeit und der Einsatz der Fahrbetriebsmittel bei geringer Auslastung reduziert. Ebenso werden bei niedriger Nachfrage die Umfahrten von Pendelbahnen konsequent verringert, um zusätzliche Energie und Ressourcen zu sparen.

UMWELTPROGRAMM – ZIELE

1. Bezug von 100 % Ökostrom bis 2028

2. Reduktion des Stromverbrauchs um 10 % bis 2030 gegenüber 2023/2024

3. Reduktion des Wasserverbrauchs um 10 % bis 2030 gegenüber 2023/2024.

4. Erhöhung des Anteils vegetarischer und veganer bzw. fleischloser Gerichte in unserem Angebot auf mindestens 50 % in den nächsten zwei Jahren

5. Erhöhung des Anteils der Regionalzulieferbetriebe im Lebensmittelbereich bis 2027, um Transportemissionen zu reduzieren und die regionale Wertschöpfung zu fördern.

6. Weiterentwicklung und Verbesserung des Abfalltrennsystems bis zur nächsten Zertifizierungsperiode, um die Recyclingquote und die Abfalltrennung im Betrieb messbar zu verbessern.

7. Reduzierung der im Betrieb eingesetzten Gefahrstoffe um mindestens 25 % innerhalb von zwei Jahren, um Substitutionsmöglichkeiten zu fördern und das Gefährdungspotenzial zu verringern.

Tabelle 17 - Umweltziele

Bis zur nächsten EMAS-Umwelterklärung soll eine differenzierte Erfassung und Auswertung der Stromverbräuche im Bereich Beschneiung eingeführt werden.

2 Umbau Beleuchtung im Parkplatz Leger am Eibsee auf LED

3 Umstellung Beleuchtung inkl. Notbeleuchtung auf LED + Bewegungsmelder im BW Grainau

Bis zur nächsten EMAS-Umwelterklärung soll eine differenzierte Erfassung und Auswertung der Wasserverwendung im Bereich Beschneiung eingeführt werden.

4 9 Speisekarten Angebot auf 50+ % vegetarisch/vegan/fleischlos umstellen

Trennungsgrad bei Abfällen im Zugspitzbahnhof Garmisch-Partenkirchen erhöhen durch Hinzufügen von zwei weiteren Abfallfraktionen

Inbetriebnahme eines Wasserkleinkraftwerks zur Stromerzeugung

Herausgeber

Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG

Olympiastraße 31, 82467 Garmisch-Partenkirchen

vertreten durch den Vorstand Anton Huber

Telefon +49 8821 797 0 Internet zugspitze.de E-Mail zugspitzbahn@zugspitze.de

@zugspitze.de

@zugspitze.de

@zugspitze.de

Ansprechpartner für Fragen zur Umwelterklärung Umweltmanagementbeauftragter der BZB umwelt@zugspitze.de

Bilder

Brew Media | Oliver Heinl | Hinterschwepfinger - Michael Voit | AS Marketing

Erscheinungsjahr 2025

Die Vorlage der nächsten Aktualisierung/der nächsten Umwelterklärung ist im Jahr 2026 geplant.

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