Page 1

Avtorji prispevkov v trinajsti knjigi iz zbirke Slovenske germanistične študije:

1.

2.

3. 4.

5.

6. 7. 8.

9. 10.

11.

12. 13.

Vesna Kondrič Horvat (ur.) (2007): Nekoč se bodo vendarle morale sesuti okostenele pregrade med ljudstvi. Spominski zbornik ob sedemdesetletnici rojstva Draga Graha. Mira Miladinović Zalaznik (2008): Deutsch-slowenische literarische Wechselbeziehungen II. Leopold Kordesch und seine Zeit. Neva Šlibar (2009): Rundum Literatur I: Der literarische Text. Marija Javor Briški, Mira Miladinović Zalaznik, Stojan Bračič (ur.) (2009): Sprache und Literatur durch das Prisma der Interkulturalität und Diachronizität. Festschrift für Anton Janko zum 70. Geburtstag. Mira Miladinović Zalaznik, Irena Samide (ur.) (2010): »Zur Linde hier, sich dort zur Eiche wende…« 90 Jahre Germanistik an der Universität Ljubljana. Neva Šlibar (ur.) (2010): Ingeborg Bachmann weiter lesen und weiter schreiben. Janja Polajnar (Hrsg.) (2012): Emotionen in Sprache und Kultur. Kristian Donko, Neva Šlibar (ur.) (2012): Gefühlswelten und Emotionsdiskurse in der deutschsprachigen Literatur. Brigita Kosevski Puljić (ur.) (2012): Gefühlswelten in der fremdsprachlichen Didaktik. Mira Miladinović Zalaznik, Tanja Žigon (ur.) (2014): Stiki in sovplivanja med središčem in obrobjem. Petra Kramberger (2015): »Alle guten Oesterreicher werden unser patriotisches Unternehmen unterstützen« – Südsteirische Post (1881–1900), nemški časopis za slovenske interese Urška Valenčič Arh, Darko Čuden (ur.) (2015): V labirintu jezika/ Im Labyrinth der Sprache Stojan Bračič, Mateja Petrovčič (Hg.): Partikeln überall. Deutsch – Slowenisch – Chinesisch

Partikeln_naslovka_FINAL.indd 1

Die vorliegende Monographie umfasst sieben Beiträge zu Partikeln in drei Sprachen, und zwar im Deutschen, Slowenischen und Chinesischen. Die Partikeln sind ein sprachliches Phänomen, das von der sprachwissenschaftlichen Forschung bekanntlich lange vernachlässigt wurde, sich aber, nachdem es aus seinem Dornröschenschlaf erweckt worden ist, eines nach wie vor steigenden Interesses der Linguistik erfreut, nicht nur, weil die Partikeln quasi „überall“ vorkommen, sondern weil sie ein sprachliches Mittel darstellen, mit dem man stilistisch und kommunikativ viel mehr zustande bringen kann, als dass man sie nur als „Würzwörter“ verwendet. Pričujoča monografija obsega sedem prispevkov o členkih v treh jezikih, in sicer v nemščini, slovenščini in kitajščini. Členki so jezikovni pojav, ki ga je, kot je znano, jezikoslovje dolgo zanemarjalo, je pa, odkar je bil »odkrit«, deležen nezmanjšane pozornosti, ne le, ker so členki pravzaprav vseprisotni, temveč, ker predstavljajo jezikovno sredstvo, s katerim je mogoče v stilističnem in komunikativnem smislu doseči dosti več, kot da so le neke vrste mašilo.

ISBN 978-961-237-911-7

9 789612 379117

Stojan Bračič, Mateja Petrovčič (Hg.): Partikeln überall. Deutsch – Slowenisch – Chinesisch

V zbirki Slovenske germanistične študije so doslej izšle naslednje knjige:

Maria Thurmair Teodor Petrič Stojan Bračič Andrej Bekeš Mojca Smolej Andreja Žele Mateja Petrovčič

Stojan Bračič, Mateja Petrovčič (Hg.)

Partikeln überall Deutsch – Slowenisch – Chinesisch 28.3.2017 8:11:56


Stojan Bračič, Mateja Petrovčič (Hg.)

Partikeln überall: Deutsch – Slowenisch – Chinesisch

Ljubljana, 2017

Die_Partikeln_FINAL.indd 1

27.3.2017 14:47:07


Partikeln überall: Deutsch – Slowenisch – Chinesisch Zbirka: Slovenske germanistične študije; 13 Uredniški odbor zbirke: Darko Čuden (Ljubljana), Primus-Heinz Kucher (Celovec), Almut Hille (Berlin), Marija Javor Briški (Ljubljana), Brigita Kosevski Puljić (Ljubljana), Mira Miladinović Zalaznik (Ljubljana), Irena Samide (Ljubljana), Neva Šlibar (Luzern/Ljubljana), Harald Tanzer (Regensburg), Monika Unzeitig (Greifswald), Špela Virant (Ljubljana), Elisabeth Waghäll Nivre (Stockholm), Christian Norbert Wolf (Salzburg).

© Univerza v Ljubljani, Filozofska fakulteta, 2017 Urednika/Herausgeber: Stojan Bračič, Mateja Petrovčič Recenzentki/Rezensentinnen: Mateja Gaber, Urška Valenčič Arh Lektoriranje/Lektorieren: Johann Georg Lughofer Fotografija na naslovnici: Stock photo © zybr Oblikovanje in prelom/Gestaltung und Layout: Jure Preglau Oblikovna zasnova naslovnice: Janez Zalaznik Založila: Znanstvena založba Filozofske fakultete Univerze v Ljubljani Izdal: Oddelek za germanistiko z nederlandistiko in skandinavistiko Za založbo: Branka Kalenić Ramšak, dekanja Filozofske fakultete Ljubljana, 2017 Prva izdaja Tisk: Birografika Bori, d. o. o. Naklada: 200 izvodov Cena: 14,90 EUR Raziskovalni program št. P6-0243 je sofinancirala Javna agencija za raziskovalno dejavnost Republike Slovenije iz državnega proračuna.

CIP - Kataložni zapis o publikaciji Narodna in univerzitetna knjižnica, Ljubljana 811.112.2'367.635(082) 811.163.6'367.635(082) 811.581'367.635(082) PARTIKELN überall : Deutsch - Slowenisch - Chinesisch / Stojan Bračič, Mateja Petrovčič (Hg.). - 1. izd. - Ljubljana : Znanstvena založba Filozofske fakultete, 2017. - (Slovenske germanistične študije ; 13) ISBN 978-961-237-911-7 1. Bračič, Stojan 289593600

Die_Partikeln_FINAL.indd 2

27.3.2017 14:47:07


Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis Vorwort 5 Maria Thurmair

Modalpartikeln, Satzmodus und Konstruktionen

9

Teodor Petrič

Zum Gebrauch von Modalpartikeln im Deutschen als Fremdsprache slowenischer Schüler und Studenten Stojan Bračič

Zu einigen Aspekten der Intensivpartikeln im Deutschen

27 49

Andrej Bekeš

Ful is not so kul anymore: Appearance and Development of Uses of a New Lexeme in Slovene Mojca Smolej

Partikeln und Lexeme in der Rolle von Partikeln

61 73

Andreja Žele

Die slowenischen Partikeln: Funktionssyntaktische Darstellung ihrer Erfassung im Wörterbuch Mateja Petrovčič

Traditional and Contemporary Approaches to Chinese Particles

89 103

Summary 123 Namenverzeichnis 129 Sachregister 133

3

Die_Partikeln_FINAL.indd 3

27.3.2017 14:47:07


Die_Partikeln_FINAL.indd 4

27.3.2017 14:47:07


Vorwort

Vorwort

D

ie vorliegende Monographie umfasst sieben Beiträge zu Partikeln in drei Sprachen, und zwar im Deutschen, Slowenischen und Chinesischen. Die Partikeln sind ein sprachliches Phänomen, das von der sprachwissenschaftlichen Forschung bekanntlich lange vernachlässigt wurde, sich aber, nachdem es aus seinem Dornröschenschlaf erweckt worden ist, eines nach wie vor steigenden Interesses der Linguistik erfreut, nicht nur, weil die Partikeln quasi omnipräsent sind, sondern weil sie ein sprachliches Mittel darstellen, mit dem man stilistisch und kommunikativ viel mehr zustande bringen kann, als dass man sie als „Würzwörter“ verwendet. Maria Thurmair als führende germanistische Expertin für Partikelfragen beschäftigt sich in ihrem Beitrag mit den Modalpartikeln im Deutschen. Sie geht dabei vor allem auf deren Satzmodusabhängigkeiten ein und setzt sie in Verbindung mit konstruktionsgrammatischen Ansätzen. Besonders wertvoll sind auch ihre Ausführungen zu Vermittlung und Erwerb von Modalpartikeln. Sie hebt hervor, dass Partikeln keine isolierten Einzellexeme sind, sondern derart „kontextsensitiv“, dass sie in formelhaften Sequenzen (chunks) memoriert werden sollten. Teodor Petrič widmet sich in seinem Artikel dem Problem der Vermittlung von Modalpartikelkenntnissen an Zweit- oder Fremdsprachenlerner. Er vergleicht in seinem Aufsatz die Verwendung von Modalpartikeln im Deutschen bei slowenischen Mittelschülern und Germanistikstudenten sowie bei deutschen Muttersprachlern. Zu diesem Zweck werden Gesprächstranskriptionen und Lückentests statistisch ausgewertet und mit Bezug auf die eingangs aufgestellten Hypothesen inhaltlich interpretiert. Stojan Bračič beschränkt sich in seinem Beitrag auf die Intensivpartikeln im Gegenwartsdeutsch und behandelt ihre morphologische, syntaktische und stilistische Vielfältigkeit sowie die Paraphrasierungsmöglichkeiten. In einer kurzen Textanalyse versucht er die synergetische Wirkung verschiedener Ausdrucksmittel des Steigerns in einem onomasiologisch angelegten sprachlichen Feld zusammenzufassen. 5

Die_Partikeln_FINAL.indd 5

27.3.2017 14:47:07


Vorwort

Der Japanologe Andrej Bekeš befasst sich in seinem Aufsatz mit der Partikel ful in der modernen slowenischen Sprache. Er zeigt, dass dieses, aus dem Englischen entlehnte und ursprünglich nur als Intensivpartikel verwendete Lexem sich nicht mehr nur im Jargon der Jugendlichen, sondern in fast allen Verwendungsbereichen des Slowenischen verbreitet und dass deren Gebrauch nicht mehr nur auf die Modifikation von Adjektiven und Adverbien begrenzt ist. Mojca Smolej schließt an eine kurze Einführung zu der Partikel als Wortart in der slowenischen Sprache, in der sie die Probleme rund um die Definition von Partikeln und ihrer Abgrenzung von anderen Wortarten (Konversion) thematisiert, das Kapitel zu Partikelsätzen (des Typs Ne smem, če ti rečem/Ich darf nicht, wenn ich es dir sage) und zu Konjunktionen in der Rolle von Partikeln an. Dabei trifft das lexikalische Prinzip auf das syntaktische. Formalsyntaktisch pseudohypotaktische Konstruktionen erweisen sich in ihrer Modifikationsrolle als den Partikeln gleichwertig. Andreja Žele geht in ihrem Beitrag auf die Voraussetzungen ein, die in der slowenischen Grammatikographie den „Modifikator“ Partikel festlegen. Das beleuchtet sie unter dem wortartmäßigen, dem wortbildenden und dem syntaktisch-semantischen bzw. textfunktionalen Aspekt. Dabei unterscheidet sie zwischen der modalen (emotionalen, auffordernden, wertenden, verneinenden) und der verknüpfenden Rolle von Partikeln. Lexikographisch wird abschließend die slowenische Partikel samo (nur) als modellhaft im aktuellen slowenischen Korpusmaterial vorgestellt. Die Publikation rundet der Beitrag von Mateja Petrovčič ab. Sie präsentiert verschiedene Arten der Partikeln im Standardchinesisch und bringt einen historischen Überblick über die Verwendung von Partikeln im Chinesischen seit dem 13. Jahrhundert. An der Partikel le demons­ triert sie die Polyfunktionalität von Partikeln, die sich offenbar auch für das Chinesische einer exakten Beschreibung entzieht. Der Artikel ist so konzipiert, dass er auch denjenigen, die kein Chinesisch können, interessante Einblicke in diese nicht mehr so exotische, aber nach wie vor schwierige Sprache ermöglicht. Wir danken dem Wissenschafltichen Verlag der Philosophischen Fakultät der Universität Ljubljana (Znanstvena založba Filozofske fakultete Univerze v Ljubljani) dafür, dass sie diese Publikation finanziell und 6

Die_Partikeln_FINAL.indd 6

27.3.2017 14:47:07


Vorwort

technisch ermöglicht hat. Unser Dank gilt auch dem zuständigen Redaktionsausschuss der Abteilung für Germanistik mit Niederlandistik und Skandinavistik der Philosophischen Fakultät der Universität Ljubljana dafür, dass er die vorliegende Monographie in seine Reihe „Slowenische Germanistische Studien“ (SGS) aufgenommen hat. Nicht zuletzt danken wir den Autorinnen und Autoren für ihre Beiträge und hoffen, damit bei einer möglichst breiten Leserschaft neues Interesse für die behandelte Thematik zu wecken. Stojan Bračič Mateja Petrovčič

7

Die_Partikeln_FINAL.indd 7

27.3.2017 14:47:07


Die_Partikeln_FINAL.indd 8

27.3.2017 14:47:07


Modalpartikeln, Satzmodus und Konstruktionen

Maria Thurmair (Regensburg)

Modalpartikeln, Satzmodus und Konstruktionen

1 Modalpartikeln: allgemeine Charakterisierung

M

odalpartikeln (also Ausdrücke wie aber, auch, bloß, denn, doch, eben, eigentlich, einfach, etwa, halt, ja, mal, nur, ruhig, schon, vielleicht, wohl) weisen eine Reihe von Charakteristika auf, über die in der Literatur (z. B. Helbig 1988, Thurmair 1989: 21ff., Meibauer 1994: 29ff., Petrič 1994, Diewald 2007: 124ff., Müller 2014: 9ff.) weitgehend Einigkeit herrscht: sie sind unflektiert, unbetont bzw. unbetonbar, fakultativ, nicht satzgliedfähig/ nicht phrasenfähig, nicht erfragbar und nicht pronominalisierbar, haben Satzskopus, stehen nur im Mittelfeld und dort im Allgemeinen vor dem Rhema, sind untereinander kombinierbar. Als besonders wichtige Eigenschaft gilt, dass sie satzmodusabhängig sind. Semantisch-pragmatisch wird den Modalpartikeln u.  a. die Eigenschaft zugeschrieben, Äußerungen in den Kontext oder in die Situation einzubinden, weshalb sie auch als metapragmatische Instruktionen bezeichnet werden; sie sind Einstellungsausdrücke, die die Einstellung des Sprechers zur Äußerung kennzeichnen. Konkret können Sprecher durch den Gebrauch von Modalpartikeln auf gemeinsames Vorwissen (im Sinne eines Common Ground) verweisen, Erwartungen oder Annahmen andeuten, das Gesagte verstärken oder abschwächen. Sie können auch den Illokutionstyp modifizieren, also z.  B. aus Aufforderungen Warnungen oder Drohungen oder permissive Äußerungen machen. In den zahlreichen Analysen zur Semantik und Pragmatik wird immer wieder hervorgehoben, dass Modalpartikeln ausgesprochen kontextsensitiv sind. Nicht immer wird aber bei der Bedeutungsbeschreibung die Satzmodusabhängigkeit hinreichend berücksichtigt, so dass oft die Modalpartikelbedeutung nicht streng genug von der Satzmodusbedeutung getrennt wird. 9

Die_Partikeln_FINAL.indd 9

27.3.2017 14:47:07


Maria Thurmair

2 Modalpartikeln und Satzmodus Satzmodusabhängigkeit, eines der charakteristischen Kennzeichen, besagt, dass eine bestimmte Modalpartikel nur in einer bestimmten Satzart, einem Satzmodus vorkommen kann – z. B. denn nur in Fragen, ja oder eben nicht in Fragen usw. Außerdem können Modalpartikeln im Zusammenspiel mit den einzelnen Satzmodi ganz spezifische Funktionen übernehmen. Zunächst soll ein Überblick über die Distribution der Modalpartikeln auf die einzelnen Satzmodi gegeben werden, wobei hier das Konzept der Satzmodi nach Altmann (insb. 1993) zugrunde liegt: Es ist somit davon auszugehen, dass Satzmodus ein komplexes sprachliches Zeichen mit Formseite und Funktionsseite ist, wobei jeder Formtyp eine bestimmte Funktion erfüllt, insofern als seine Strukturbedeutung in die Festlegung des sprachlichen Handlungstyps eingeht. Der Funktionstyp ist also die rein strukturelle Bedeutung; Altmann setzt hier propositionale Grundeinstellungen wie etwa sagen, dass oder fragen, ob/w, erreichen wollen oder sich wundern, dass usw. an, welche zunächst unabhängig vom Beitrag der jeweiligen lexikalischen Füllung und unabhängig vom Kontext sind. Die Formtypen werden durch verschiedene Kennzeichen bestimmt: zentral sind Verbstellung, Verbmodus und Vorfeldbesetzung, daneben bestimmte kategoriale Ausdrücke (w-Wörter und eben vielleicht die Modalpartikeln) und schließlich ist noch die Ebene der intonatorischen Merkmale relevant: etwa Intonationsverlauf am Satzende oder auch bestimmte Akzentuierungen. Die Äußerungsbedeutung (und damit die spezifische Illokution) entsteht im konkreten Äußerungskontext.

2.1 Distribution der Modalpartikeln auf die einzelnen Satzmodi Die folgende Übersicht zeigt die Distribution der weitgehend unstrittigen Modalpartikeln (wo nötig auch Kombinationen) auf die verschiedenen Satzmodi (Verb-Erst/Verb-Zweit-/Verb-Letzt-Typen; vgl. auch Altmann/Hahnemann 2010: 158, Kwon 2005: 181ff., Thurmair 2013: 631f.).

10

Die_Partikeln_FINAL.indd 10

27.3.2017 14:47:07


Modalpartikeln, Satzmodus und Konstruktionen

Satzmodus 1. Deklarativmodus

V-1-Satztypen V-1-Deklarativsatz: doch

2. Interrogativ(Frage-)modus

V-1-Fragesatz: auch, denn, eigentlich, etwa, mal, vielleicht, wohl

V-2-Satztypen V-2-Deklarativsatz: auch, doch, eben, halt, ja, mal, ruhig, schon, wohl

w-V-2-Fragesatz: auch, bloß, denn, doch, eigentlich, nur, schon, wohl 3. Imperativmodus V-1- (und V-2-)Imperativsatz: auch, bloß, doch, eben, halt, JA, mal, nur, ruhig, schon

4. Wunschmodus

V-L-Satztypen wo-V-L-Deklarativsatz: doch ob-V-L-Fragesatz: wohl w-V-L-Fragesatz: bloß, nur, wohl dass-V-L-Imperativsatz: auch, bloß, JA, nur ob-V-L-Imperativsatz: wohl wenn-V-LWunschsatz: bloß, doch, nur

V-1-Wunschsatz: bloß, doch, nur

5. Exklamativmo- V-1- und V-2-Exklamativsatz: aber, dus vielleicht

dass-V-LWunschsatz: doch dass-V-L-Exklamativsatz: (aber) auch, doch

w-V-2-Exklama- w-V-L-Exklamativsatz: (aber)auch, tivsatz: (aber)auch, bloß, doch, nur bloß, doch, nur

Tabelle 1: Distribution der Modalpartikeln An der angeführten Übersicht über die Verteilung der Modalpartikeln in den verschiedenen Satzmodi ist folgendes bemerkenswert (vgl. Thurmair 2013: 633): • alle hier aufgeführten Satzmodi lassen grundsätzlich Modalpartikeln zu; • es gibt keine Modalpartikel, die in allen Satzmodi zulässig ist; 11

Die_Partikeln_FINAL.indd 11

27.3.2017 14:47:08


Maria Thurmair

• • •

es gibt keinen Satzmodus, der alle Modalpartikeln zuließe; Modalpartikeln sind nicht „automatisch“ in allen Formtypen eines Satzmodus möglich: z. B. eigentlich oder denn nicht in allen Fragesätzen; die Menge der Modalpartikeln ist grundsätzlich in den Verb-Erst-/ Verb-Zweit-Sätzen größer als in den Verb-Letzt-Sätzen; dabei handelt es sich auch nicht immer um eine Teilmenge: vgl. wohl in obImperativsätzen oder doch in dass-Exklamativsätzen.

Um die Funktionen der Modalpartikeln als Kategorie im Zusammenhang mit der Satzmodusdistribution bzw. die Funktion einiger spezifischer Modalpartikeln analytisch genauer zu bestimmen, bietet es sich an, die Satzmodi in drei Gruppen zusammenzufassen (angelegt so auch bei Altmann 1993: 1027f. oder Altmann/Hahnemann 2010: 158ff.): die Grundtypen, die marginalen Satzmodi und die spezialisierten VerbLetzt-Typen. Entsprechend dieser Einteilung der Satzmodi lassen sich auch folgende unterschiedliche Funktionen der Modalpartikeln in Bezug auf den Satzmodus feststellen (vgl. Thurmair 2013): • satzmodusspezifizierend, • satzmoduskonstituierend, • satzmodusidentifizierend.

2.2 Die Grundtypen Zu den Grundtypen zählen Verb-Zweit-Deklarativsatz, also Aussagesatz, Interrogativsatz, also Fragesatz (Ergänzungs- und Entscheidungsfragesatz), und Imperativsatz (Verb-Erst oder Verb-Zweit). In diesen fünf Grundtypen sind – wie auch die Übersicht zeigt – relativ viele verschiedene Modalpartikeln zulässig (insgesamt alle der hier als Modalpartikel bezeichneten Elemente), und keine Modalpartikel ist obligatorisch. Die generelle Funktion der Modalpartikeln im Hinblick auf den Satzmodus ist eine satzmodusspezifizierende. So spezifizieren die unterschiedlichen Modalpartikeln etwa in den Aussagesätzen die damit verbundene Aussage in verschiedener, je spezifischer Hinsicht, indem sie insbesondere die kontextuellen Bezüge und die Einbettung sowie den Bezug auf gemeinsames

12

Die_Partikeln_FINAL.indd 12

27.3.2017 14:47:08


Modalpartikeln, Satzmodus und Konstruktionen

Wissen (Common Ground) verdeutlichen. Damit werden auch die möglichen Kontexte eingegrenzt. Vgl.: (1) (Heute gibt es Gemüseauflauf.) Eva ist ja Vegetarierin. (2) (Du kannst keinen Braten machen.) Eva ist doch Vegetarierin. (3) (Klar, dass sie die Wurst liegen lässt.) Eva ist eben Vegetarierin. Die Modalpartikel ja knüpft in Beispielen wie (1) an gemeinsames Wissen an, doch verweist ebenfalls auf gemeinsames Wissen, das aber dem Gesprächspartner momentan möglicherweise nicht präsent ist und enthält somit immer eine leichte Korrektur, eben markiert Wissen als offensichtlich. Aufgrund dieser je spezifischen Bedeutung der einzelnen Modalpartikeln können die entsprechenden Äußerungen dann speziellere Funktionen übernehmen, d. h. spezifische Illokutionen anzeigen: doch-Äußerungen z. B. Vorwürfe, eben-Äußerungen abschließende Begründungen usw. Bei Fragen kann z.  B. durch die Verwendung von entsprechenden Modalpartikeln die Antworterwartung angezeigt werden: (4) Rauchen Sie denn? (5) Rauchen Sie etwa? (6) Rauchen Sie eigentlich? Während (4) eine von der Antworterwartung her neutrale Frage ist, bewirkt die Verwendung von etwa in (5) eine negative Tendenz, insofern angezeigt wird, dass der Sprecher eine verneinende Antwort erwartet, bzw. genauer: ‚nein‘ erhofft, aber aufgrund bestimmter Kontextsignale eine bejahende Antwort befürchtet. Die Modalpartikel eigentlich in Beispiel (6) wiederum zeigt an, dass die Frage einen thematischen Übergang markiert. (7) Mach die Tür zu! (8) Mach mal die Tür zu! (9) Mach ruhig die Tür zu! (10) Mach doch die Tür zu! (11) Mach bloß die Tür zu! / Mach JA die Tür zu! (12) Mach eben die Tür zu! / Mach halt die Tür zu! In Imperativsätzen haben die Modalpartikeln generell ebenfalls eine spezifizierende Funktion: so verändern die Modalpartikeln, die in 13

Die_Partikeln_FINAL.indd 13

27.3.2017 14:47:08


Maria Thurmair

Imperativsätzen auftreten, diese von allgemeinen, unmarkierten Aufforderungen (mal) hin zu Erlaubnissen (ruhig) oder Drohungen, Warnungen (bloß, JA) oder Ratschlägen (eben, halt). Verbunden mit der je spezifischen Leistung der einzelnen Modalpartikeln sind gegebenenfalls eine spezifische Intonation und auch je unterschiedliche Kontexte. Modalpartikeln sind in diesen Grundtypen satzmodusspezifizierend, d. h. ein vorhandener Satzmodus (z. B. Deklarativ, Interrogativ, Imperativ) wird spezifiziert.

2.3 Die marginalen Satzmodi Wunsch und Exklamativ Die Existenz der Satzmodi Wunsch und Exklamativ ist in der Literatur umstritten; dies soll hier nicht eingehender diskutiert werden. Die Distribution der Modalpartikeln allerdings liefert sehr plausible Argumente für die Existenz der beiden Satzmodi. Natürlich handelt es sich dabei – im Verhältnis zu den Grundtypen – um marginale Satzmodi. Die Funktion aller Wunschsätze besteht darin, dass der Sprecher wünscht, dass ein bestimmter Sachverhalt besteht oder bestanden hätte, weiß, dass er nicht bestanden hat oder besteht und weiß auch, dass es nicht in seiner Macht liegt, den Sachverhalt herbeizuführen. Anders gesagt: Der Satztyp dient bei Bezug auf die Vergangenheit zum Ausdruck eines irrealen Wunsches, bei Bezug auf die Gegenwart oder Zukunft als Ausdruck eines Wunsches, den der Sprecher für unerfüllbar hält (s. Altmann 1993). Wunschsätze liegen in einer Verb-Erst-Variante (Hätte ich (doch) mehr Geld!) und in einer mit wenn eingeleiteten Verb-Letzt-Variante (Wenn ich (doch) mehr Geld hätte!) vor. An Modalpartikeln treten bei den Wunschsätzen (und zwar in der Verb-Erst- oder Verb-Letzt-Variante gleichermaßen) doch, nur und etwas seltener bloß, oft auch in den Kombinationen doch nur und doch bloß auf (vgl. (13) und (14)). Funktionale bzw. semantische oder pragmatische Unterschiede zwischen diesen Modalpartikeln sind in den Wunschsätzen nicht überzeugend nachzuweisen. (13) Am nächsten Wochenende geht es aber nicht nur um ein kan tonales oder lokales Anliegen. Wenn nächste Woche viele Leute sagen müssten, „hätte ich doch nur Ja gestimmt“ oder „wäre ich

14

Die_Partikeln_FINAL.indd 14

27.3.2017 14:47:08


Modalpartikeln, Satzmodus und Konstruktionen

doch nur abstimmen gegangen“, wäre das wirklich eine Katastrophe. (Die Südostschweiz, 06.02.2009) (13a) Wäre ich doch/nur/bloß/doch nur/doch bloß abstimmen gegangen! (14) Freitag: Treffen mit Landtagsabgeordnetem, MIG und redenschwingender Abschluss. Im Regen nach Hause, Treffen in Peine. Ach hätte ich doch nur Schule! (Braunschweiger Zeitung, 13.07.2006) Es gibt also in den Wunschsätzen mit doch, nur und bloß relativ wenige mögliche Modalpartikeln, zwischen denen außerdem kaum ein Bedeutungsunterschied ausgemacht werden kann (vgl. (13a)). Andererseits sind die (wenigen) Modalpartikeln in den Wunschsätzen hoch frequent: die einschlägige Literatur (etwa Altmann 1993; Kwon 2005; Molnar 2002) bezeichnet das Vorkommen einer Modalpartikel in Wunschsätzen als fast obligatorisch, insofern andere Kennzeichen, etwa die intonatorische Gestalt oder Interjektionen wie ach, alleine zur Sicherstellung der Illokution offensichtlich nicht ausreichen. Der prototypische Wunschsatz enthält also mindestens eine Modalpartikel und diese konstituiert den Satzmodus mit. Für den zweiten marginalen Satztyp, den Exklamativ, soll hier mit (15) und (16) nur ein Typ (Verb-Erst-/Verb-Zweit-) angeführt werden: (15) Ist der vielleicht blöd! / Der ist vielleicht blöd! (16) Beim Teutates, du kannst aber viel essen! (Asterix VIII, 8) / Kannst du aber viel essen! Mit Äußerungen wie (15) und (16) bringt der Sprecher sein Staunen darüber, wie sehr etwas der Fall ist, zum Ausdruck. Auch hier ist der Bedeutungsunterschied zwischen den beiden möglichen Modalpartikeln aber und vielleicht relativ gering. In der Literatur wurde kein wesentlicher Bedeutungsunterschied überzeugend nachgewiesen, aufgrund dessen man von unterschiedlich spezifizierten Exklamativen sprechen könnte (die in Weydt/Hentschel 1983: 6 formulierten Bedeutungsunterschiede werden von anderen Autoren nicht bestätigt); Unterschiede deuten sich allenfalls im Hörerbezug und in der Tendenz an (vgl. Thurmair 1989: 190ff. und die 15

Die_Partikeln_FINAL.indd 15

27.3.2017 14:47:08


Maria Thurmair

dort angegebene Literatur). Beide Modalpartikeln sind auf jeden Fall exklamativsatztypisch und dienen vor allem dazu, den Exklamativ als solchen zu identifizieren. In den marginalen Satzmodi Wunsch und Exklamativ ist also die Menge der jeweils zulässigen Modalpartikeln geringer als in den Grundtypen, die Bedeutungsunterschiede zwischen den einzelnen zulässigen Modalpartikeln sind denkbar gering; dafür identifizieren die Modalpartikeln jeweils den Satzmodus relativ deutlich. Modalpartikeln sind hier satzmoduskonstituierend (Wunschsätze) oder mindestens satzmodusidentifizerend (Exklamativsätze).

2.4 Die spezialisierten Verb-Letzt-Typen Bei den Verb-Letzt-Typen handelt es sich um Sätze, die von Subjunktoren wie dass, ob oder wenn eingeleitet werden und deshalb das Verb in Endposition haben, die aber syntaktisch und illokutiv als selbständig gewertet werden (vgl. dazu Oppenrieder 1989; Altmann 1993; Kwon 2005; Truckenbrodt 2013; Zimmermann 2013). Dabei handelt es sich – da ist sich die Literatur weitgehend einig – nicht um Ellipsen (s. dazu zuletzt Truckenbrodt 2013: 234ff.). Eine zentrale Rolle in der Argumentation hinsichtlich der selbständigen Verb-Letzt-Sätze spielen die Modalpartikeln: Einerseits sind sie in vielen Fällen (fast) obligatorisch, d. h. erst durch das Auftreten eines Elements der Klasse der Modalpartikeln sind die entsprechenden Strukturen unzweifelhaft als selbständig zu werten, andererseits gilt im Allgemeinen die Möglichkeit des Auftretens von Modalpartikeln als Indiz für illokutive Selbständigkeit. Modalpartikeln sind also generell einerseits nötig, um überhaupt die illokutive Selbständigkeit zu gewährleisten (wie (17) zeigt, das erst in der b)-Variante durch die Modalpartikel doch zweifelsfrei als selbständig markiert ist und einen Wunsch ausdrückt); zum anderen sind bestimmte Modalpartikeln nötig, um die jeweilige Illokution zu verdeutlichen, da die Einleitungselemente oft nicht klar genug sind (z. B. bei dass; vgl. Oppenrieder 1989: 194ff.): (17) a. Wenn der Willi käme (könnte er uns bestimmt helfen). b. Wenn der Willi doch käme!

16

Die_Partikeln_FINAL.indd 16

27.3.2017 14:47:08


Modalpartikeln, Satzmodus und Konstruktionen

Die Übersicht über die Distribution der Modalpartikeln (Tabelle 1 oben) zeigt, dass im Prinzip jedem Modus auch eine Verb-Letzt-Variante zugeordnet werden kann. Grundsätzlich gelten die Verb-Letzt-Typen (auf jeden Fall die, die den Grundtypen Deklarativ, Interrogativ und Imperativ zugeordnet werden), als spezialisiertere Varianten. Das spiegelt sich auch in der Distribution der Modalpartikeln: Es ist nur eine Teilmenge, die bei Deklarativ, Interrogativ und Imperativ in den jeweiligen Verb-Letzt-Formen zulässig ist. Im Folgenden soll an einigen ausgewählten Beispielen von VerbLetzt-Sätzen gezeigt werden, welche Charakteristika diese haben und welche Rolle dabei die Modalpartikeln spielen.

2.4.1

Fragesätze mit ob bzw. w-

In den ob-Fragesätzen kann als Modalpartikel nur wohl auftreten ((19) und (20)), bei den w-Verb-Letzt-Fragesätzen (das sind Beispiele wie (21), (22), (23)) sind als Modalpartikeln wohl, nur und bloß zulässig; und damit die Sätze wirklich illokutiv eindeutig und selbständig gedeutet werden können, sind die Modalpartikeln in beiden Fällen „nahezu obligatorisch“ (Kwon 2005: 183; Altmann/Hahnemann 2010: 163 und schon Oppenrieder 1989: 183). (18) Ob sie mich wohl liebt? (19) Ob der Papst wohl weiß, was er tut? (TAZ, Kwon 2005: 169) (20) Seit jeher fasziniert der Mond die Menschheit. Ob sich wohl auch Tiere für ihn interessieren? (St. Galler Tagblatt, 19.05.2011) (21) Wer das wohl/nur/bloß erfunden hat? (22) Was das wohl bedeuten mag? (TAZ, Kwon 2005: 168) (23) Wo die Spaziergänger nur bleiben? Es wird ihnen doch nichts passiert sein? (Kleine Zeitung, 27.11.1996) Bei beiden Typen ist die Verb-Letzt-Variante eine spezialisierte Form: Es handelt sich immer um deliberative Fragen, d. h. Fragen, die der Sprecher eher an sich selbst richtet, bei denen die Antwortverpflichtung für den Hörer aufgehoben ist; häufig wird dabei auch ein Problem formuliert (vgl. dazu genauer Oppenrieder 1989: 181ff.; Truckenbrodt 2004). 17

Die_Partikeln_FINAL.indd 17

27.3.2017 14:47:08


Avtorji prispevkov v trinajsti knjigi iz zbirke Slovenske germanistične študije:

1.

2.

3. 4.

5.

6. 7. 8.

9. 10.

11.

12. 13.

Vesna Kondrič Horvat (ur.) (2007): Nekoč se bodo vendarle morale sesuti okostenele pregrade med ljudstvi. Spominski zbornik ob sedemdesetletnici rojstva Draga Graha. Mira Miladinović Zalaznik (2008): Deutsch-slowenische literarische Wechselbeziehungen II. Leopold Kordesch und seine Zeit. Neva Šlibar (2009): Rundum Literatur I: Der literarische Text. Marija Javor Briški, Mira Miladinović Zalaznik, Stojan Bračič (ur.) (2009): Sprache und Literatur durch das Prisma der Interkulturalität und Diachronizität. Festschrift für Anton Janko zum 70. Geburtstag. Mira Miladinović Zalaznik, Irena Samide (ur.) (2010): »Zur Linde hier, sich dort zur Eiche wende…« 90 Jahre Germanistik an der Universität Ljubljana. Neva Šlibar (ur.) (2010): Ingeborg Bachmann weiter lesen und weiter schreiben. Janja Polajnar (Hrsg.) (2012): Emotionen in Sprache und Kultur. Kristian Donko, Neva Šlibar (ur.) (2012): Gefühlswelten und Emotionsdiskurse in der deutschsprachigen Literatur. Brigita Kosevski Puljić (ur.) (2012): Gefühlswelten in der fremdsprachlichen Didaktik. Mira Miladinović Zalaznik, Tanja Žigon (ur.) (2014): Stiki in sovplivanja med središčem in obrobjem. Petra Kramberger (2015): »Alle guten Oesterreicher werden unser patriotisches Unternehmen unterstützen« – Südsteirische Post (1881–1900), nemški časopis za slovenske interese Urška Valenčič Arh, Darko Čuden (ur.) (2015): V labirintu jezika/ Im Labyrinth der Sprache Stojan Bračič, Mateja Petrovčič (Hg.): Partikeln überall. Deutsch – Slowenisch – Chinesisch

Partikeln_naslovka_FINAL.indd 1

Die vorliegende Monographie umfasst sieben Beiträge zu Partikeln in drei Sprachen, und zwar im Deutschen, Slowenischen und Chinesischen. Die Partikeln sind ein sprachliches Phänomen, das von der sprachwissenschaftlichen Forschung bekanntlich lange vernachlässigt wurde, sich aber, nachdem es aus seinem Dornröschenschlaf erweckt worden ist, eines nach wie vor steigenden Interesses der Linguistik erfreut, nicht nur, weil die Partikeln quasi „überall“ vorkommen, sondern weil sie ein sprachliches Mittel darstellen, mit dem man stilistisch und kommunikativ viel mehr zustande bringen kann, als dass man sie nur als „Würzwörter“ verwendet. Pričujoča monografija obsega sedem prispevkov o členkih v treh jezikih, in sicer v nemščini, slovenščini in kitajščini. Členki so jezikovni pojav, ki ga je, kot je znano, jezikoslovje dolgo zanemarjalo, je pa, odkar je bil »odkrit«, deležen nezmanjšane pozornosti, ne le, ker so členki pravzaprav vseprisotni, temveč, ker predstavljajo jezikovno sredstvo, s katerim je mogoče v stilističnem in komunikativnem smislu doseči dosti več, kot da so le neke vrste mašilo.

ISBN 978-961-237-911-7

9 789612 379117

Stojan Bračič, Mateja Petrovčič (Hg.): Partikeln überall. Deutsch – Slowenisch – Chinesisch

V zbirki Slovenske germanistične študije so doslej izšle naslednje knjige:

Maria Thurmair Teodor Petrič Stojan Bračič Andrej Bekeš Mojca Smolej Andreja Žele Mateja Petrovčič

Stojan Bračič, Mateja Petrovčič (Hg.)

Partikeln überall Deutsch – Slowenisch – Chinesisch 28.3.2017 8:11:56

Partikeln überall. Deutssch–Slowenisch–Chinesisch  
Partikeln überall. Deutssch–Slowenisch–Chinesisch  

Pričujoča monografija obsega sedem prispevkov o členkih v treh jezikih, in sicer v nemščini, slovenščini in kitajščini. Členki so jezikovni...

Advertisement