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DAS MAGAZIN DER

luag a!

Fr端hjahr 14

DIE HELFER IM HINTERGRUND

Vom Schreibb端ro bis zur Haustechnik

U.V.M.


Mit Herz und Verstand Kinderbetreuung in den Vorarlberger Landeskrankenhäusern

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Der Arzt, dem die Frauen vertrauen 16 Prim. Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Rimbach im Gespräch

Im Notfall 12 Was hinter den Kulissen geschieht

z�rieda 46

Kommunikation und Teamwork im LKH Hohenems

Schritt für Schritt ein bisschen Freiheit 38 Pflegerische Beziehungsarbeit

Projekt- und Redaktionsleitung: Mag. Michaela Sonderegger-Polster, E-Mail: michaela.sonderegger@khbg.at Redaktionsteam: Prok. Mag. Markus Schuler, Mag. Andrea Marosi-Kuster, Prim. Univ. Doz. Dr. Christian Huemer, Andreas Lauterer, BSc MA, Prim. Dr. Michael Rohde, Dipl. KH-Bw. Dietmar Hartner, Hildegard Höss, DGKS Elke Kovatsch, Dipl.KH-Bw. Harald Maikisch, Prim. Dr. Wolfgang Elsässer, OÄ Dr. Martina Türtscher, DGKP Dieter Morscher, DGKP Michael Scheffknecht MSc, Mag. Franz Streit, DGKP Erich Gantner Text: Mag. Michaela Sonderegger-Polster, Mag. Andrea MarosiKuster, Mag. Christiane Mähr, Heike Montiperle, Martina Nussbaumer, Maria Thalmayr Foto: Mag. Michaela Sonderegger-Polster, Christina Scheiderbauer, Erik Bont, Alexander Ess, Dietmar Mathis, Marcel Hagen, Marco Huber, KHBG, Land Vorarlberg, Johannes Maier, Mike Hamel, Fotolia.com (vege, kreativloft GmbH) Lektorat: Daniela Plattner Impressum: Verleger, Medieninhaber und Herausgeber: Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft, Carinagasse 41, 6800 Feldkirch, www.khbg.at Konzept und Umsetzung: Zeughaus GmbH, Johannitergasse 2/2, 6800 Feldkirch, www.zeughaus.com Druck: Buchdruckerei Lustenau GmbH, Millennium Park 10, 6890 Lustenau, www.bulu.at Auflage: 10.000 Stück, gedruckt auf umweltfreundlichem Papier Erscheinungsweise: 2 x jährlich Titelbild: Fridolin Bawart, fotografiert von Erik Bont, www.erikbont.com


Editorial Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Liebe Leserinnen und Leser, 04 Brennpunkt 05 Bilderstrecke: Schmerz ade! 06 Aus den Häusern 10 Patientenabrechnung Kunst am Bau 11 Neues Vorarlberger Kinder- und Jugendpsychiatrie Konzept 12 Im Notfall 14 LKH Hohenems: Einblicke ins frisch sanierte Spital 17 Interview: Primar Dr. Stefan Rimbach 20 Mitarbeitergesundheit: Fit2Work Projekt 21 Neue Stent-Technologie 22 Mit Herz und Verstand 23 Interview: LR Dr. Christian Bernhard 24 Titelthema: Die Helfer im Hintergrund 28 Katastrophenschutz: Üben für den Notfall 29 Mit flexiblen Arbeitszeiten hoch hinaus 30 Lob tut immer gut 31 Stromsparen beim Liftfahren 32 Dank an Jubilare und Neopensionisten 34 Aus unseren Schulen 36 Empfehlung vom Küchenchef Mitarbeitertipps 38 Schritt für Schritt ein bisschen Freiheit 40 Fit im LKH: Piz Buin Tour 42 Mitarbeiter tun mehr: Smile4 Madagaskar 44 Trinken soll gesund sein 46 Zfrieda 48 Immer ein offenes Ohr: Mitarbeitereinführung neu 50 Im Vordergrund: Das Dreamteam 51 Betriebsausflüge

ich darf Sie zur vierten Ausgabe des luag a! Magazins einladen und freue mich besonders, dass wir mit der Coverstory „Die Helfer im Hintergrund“ endlich ein paar Beispiele der unzähligen und essenziellen, teils für den Patienten nicht sichtbaren Arbeitsleistungen, aufzeigen dürfen. Diese Beispiele decken bei weitem nicht die Vielzahl der wertvollen Dienste im Verborgenen ab – zeigen aber auf, dass ein gut funktionierendes Spital weitaus mehr braucht als alleinig die Kompetenz von Ärzten und Pflegern. Die Gesundheit und Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist das wertvollste Gut überhaupt. Lesen Sie mehr über das Pilotprojekt der HNO-Abteilung in Zusammenarbeit mit Betriebsarzt und fit2work, in dem es darum geht, Faktoren, die die Arbeitsfähigkeit und Gesundheit beeinflussen, aufzudecken. Mit dieser Ausgabe möchte ich mich von Ihnen verabschieden. In den fünf Jahren meiner Tätigkeit in der Unternehmenskommunikation war das luag a! Magazin eine Aufgabe, die mir immer sehr viel Freude bereitete, da ich Einblicke in unzählbar viele Bereiche erhielt. Nun wage ich die Veränderung und lasse bekannte Ufer hinter mir. Ich wünsche dem gesamten Redaktionsteam sowie meiner Nachfolgerin viel Erfolg und bin mir sicher, dass das Magazin mit ebenso viel Herzblut weitergeführt wird.

Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen

Mag. Michaela Sonderegger-Polster Chefredakteurin

luag a! wird klimaneutral gedruckt. Das Papier von luag a! ist PEFC-zertifiziert, das verwendete Holz also aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. Mehr dazu unter www.pefc.de Wir sind um einen geschlechtergerechten Sprachgebrauch bemüht. Allerdings konnte dies im Sinne einer verbesserten Lesbarkeit nicht immer umgesetzt werden. Selbstverständlich sind Frauen und Männer gleichermaßen angesprochen.


Brennpunkt

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein für unser Unternehmen ereignisreiches, mitunter sogar turbulentes, aber sicher auch ein sehr erfolgreiches Jahr 2013 liegt hinter uns. Mit 2014 sehen wir einem Jahr entgegen, das für uns alle in den Landeskrankenhäusern wieder mit viel Herausforderung, aber auch mit Freude verbunden sein wird. Wir alle haben gemeinsam die vielleicht erfüllendste Aufgabe in unserer Gesellschaft: Wir dürfen und können Menschen helfen, die in einer Ausnahmesituation sind und die Professionalität und Geborgenheit unseres Unternehmens brauchen.

Sie als Mitarbeiterin und Mitarbeiter haben für das kleine Land Vorarlberg eine sehr wichtige Mehrfachfunktion: Neben der unmittelbaren medizinischen, pflegerischen, technischen und administrativen Betreuung der Patienten sind Sie vielfach auch eine wichtige gesellschaftliche und soziale Unterstützung der Patienten und der Angehörigen. Im Gespräch, in der Zuwendung zum Patienten, im Hoffnungmachen, in Offenheit bei unangenehmen Diagnosen, leisten Sie viel nicht unmittelbar messbare Arbeit, die oft im Stillen erfolgt. Wir danken Ihnen dafür. Wir laden Sie herzlich zur Lektüre des „luag a!“ ein, das in gewohnt kreativer Weise das pulsierende Leben unseres Unternehmens wiedergibt und bedanken uns beim hervorragenden Redaktionsteam. Ein besonderer Dank gilt dabei der Chefredakteurin Mag. Michaela Sonderegger-Polster, die das Magazin zu einem spannenden und ansprechenden Medium entwickelt hat.

Wie im vergangenen Jahr rechnen wir auch heuer mit rund 400.000 Patientenkontakten – das heißt, 400.000 Mal suchen Erkrankte unsere Hilfe, 400.000 Mal haben wir die Möglichkeit, die Gesundheit und die Lebensqualität unserer Patienten zu verbessern. Dir. Dr. Gerald Fleisch

Dir. Dr. Till Hornung

Geschäftsführung Vlbg. KrankenhausBetriebsgesellschaft m.b.H

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Schmerz ade! Die wertvolle Arbeit des Schmerzdienstes Oberstes Ziel der MitarbeiterInnen im Schmerzdienst ist es, in interdisziplinärer Zusammenarbeit Schmerzen zu lindern, Mobilität und Lebensqualität zu verbessern, um somit die schnelle Genesung der PatientInnen zu fördern. Das Team besteht aus erfahrenen ÄrztInnen und Pflegekräften, die die Schmerzarmut als wichtigstes Behandlungsziel sehen. Am Wochenende wird der Schmerzdienst von der Pflege allein bewältigt. Um Kontinuität in dieser sensiblen Phase zu gewährleisten, hat der Schmerzpflegedienst immer zwei bis drei Tage hintereinander Dienst. Im Durchschnitt werden 15 PatientInnen pro Tag behandelt; gegen Ende der Woche ist stets mit einem PatientInnenanstieg zu rechnen. Luag a! durfte den Schmerzdienst im Landeskrankenhaus Feldkirch einen Tag lang begleiten und bekam spannende Einblicke.

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Um 7:30 Uhr findet die Schmerzdienstübergabe statt: der diensthabende Intensivmediziner aus dem Nachtdienst, OA Dr. Wolfgang List, übergibt an den diensthabenden Schmerzdienst vom Tag, OÄ Dr. Erb-Linzmeier und die Schmerzdienstpflege, DGKS Elisabeth Gärtner. Das Tagesprogramm wird eingehend besprochen (1). Eine sehr wirkungsvolle Methode besteht in der intravenösen Gabe von Schmerzmedikamenten. Die Schmerzmedikamente werden kontinuierlich über eine Medikamentenpumpe abgegeben. Routinemäßig kontrolliert der Schmerzdienst den Erfolg der Therapie und passt die Dosis dem Bedarf an (2). Die Schnittstelle der Arbeit des Schmerzdienstes bilden der Stationspfleger, der Schmerzpflegedienst und die Physiotherapeutin. Ohne interdisziplinären Austausch wären die Erfolge der Schmerztherapie nicht zu erzielen (3). Die Patientin zeigt der Diplomkrankenschwester mithilfe des Schmerzschiebers, wie stark sie ihre Schmerzen momentan empfindet. Die Skala differiert zwischen 0 und 10 (4). Die Kommunikation zwischen den einzelnen Disziplinen steht in der Schmerztherapie absolut im Vordergrund. Physiotherapeut und Krankenschwester beraten, wie die weitere Behandlung zielführend fortgesetzt werden soll. Die kontinuierliche Überprüfung des Behandlungsergebnisses perfektioniert die Therapie und trägt dazu bei, die Zufriedenheit der PatientInnen stetig zu verbessern (5). Die Ärztin, OÄ Dr. Martina Jochum, bereitet die Gebärende im Kreißsaal für die Lokalanästhesie vor. Die PDA (Periduralanästhesie) stellt eine häufig eingesetzte Maßnahme zur Schmerzlinderung während der Geburt dar (6).


Aus den Häusern Umbauarbeiten LKH Bregenz Mit den Umbauarbeiten im LKH Bregenz geht es zügig voran. Man ist nun erfolgreich bei der „Bauetappe 7/8 - Außenanlagen“ angelangt. Diese beinhaltet die Sanierung der Stationsbereiche im Hauptgebäude und zusätzlich die Renovierung der Kapelle und des Speiseraumes im ersten Geschoß. Die Kosten für den Gesamtumbau belaufen sich auf rund 25 Mio €. Behindertenvertrauensperson (BVP)

Auf Initiative des Betriebsrates fand Ende 2013 die Wahl einer Behindertenvertrauensperson (BVP) im LKH Hohenems statt. Gewählt wurde DGKP Wolfgang Hohenberger, Stationsleiter der Anästhesie. Sein Stellvertreter wurde Portier Kurt Böckle. Ab 2015 wird die Wahl der BVP zugleich mit der Betriebsratswahl durchgeführt. Neuer Chefarzt am LKH Rankweil Seit Anfang des Jahres steht das LKH Rankweil unter neuer ärztlicher Leitung: Mit Jahresende hat Prim. Dr. Albert Lingg seine langjährige Funktion als Chefarzt an Prim. Dr. Jan Di Pauli übergeben. Dieser wurde von der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsges.m.b.H., dem Rechtsträger der fünf Landeskrankenhäuser, für die nächsten drei Jahre bestellt.

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Neue ärztliche Leiterin des LKH Bludenz: Prim. Dr. Ruth Krumpholz  Seit Anfang Juli steht das Landeskrankenhaus Bludenz unter neuer ärztlicher Leitung: Prim. Dr. Mathias Schey-

„Wichtig wird sein, mit der kollegialen Führung die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Hierzu zählen insbesondere der Ausbau der Jugendpsychiatrie und die Planung des Neubaus“, so der neue ärztliche Leiter des LKH Rankweil. „Mit seiner kollegialen Art als Chefarzt hat Prim. Lingg das ganze Haus geprägt, es ist ein hervorragendes Erbe, welches ich in diesem Sinne weiterführen möchte“, fügt Prim. Di Pauli bei der Übergabe des Amtes hinzu. er hat nach sechs erfolgreichen Jahren die Funktion als Chefarzt an Frau Prim. Dr. Ruth Krumpholz, Leiterin der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin, übergeben. Diese wurde vom Aufsichtsrat der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft für die nächsten drei Jahre mit dieser Aufgabe betraut. Vor fünf Jahren war Frau Prim. Krumpholz die erste Primarärztin Vorarlbergs, nun ist sie die erste Chefärztin des Landes. Positiv gesinnt Grümpelturnier tritt sie ihr Amt an und möchte vor alZum zweiten Mal veranstaltete der Be- lem dem Ärztemangel entgegenwirken triebsrat des LKH Bregenz ein Grümpel- und die Vereinbarkeit von Familie und turnier. Trotz des starken Regens und der Beruf weiterhin steigern. kalten Temperaturen war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Von den Schülern LKH Bregenz: der KPS bis hin zu einer eigenen Ärzte- Neuer Verwaltungsdirektor mannschaft war alles vertreten. Von 10 bis 16 Uhr spielten die neun Mannschaf- Seit Anfang Oktober liegt die Führung ten in direkten Begegnungen um den Po- der Verwaltung im LKH Bregenz in den kal. Den Turniersieg konnte die Mann- Händen von Andreas Lauterer, BSc, MA. Der neue Verwaltungsdirektor bringt schaft „Real OP“ für sich verzeichnen. lange Erfahrung im Krankenhauswesen mit, hat er doch eine steile Karrie-


re hinter sich: Nach der Diplomkrankenpflegeausbildung und mehreren Jahren Erfahrung am Patient wechselte er in die Verwaltung, wo er sich durch nebenberufliche Studien wie Wirtschaftsingenieurswesen und Betriebswirtschaft

Erneut Hans-Krister-Stummvoll Preis Gedenkgottesdienst für Dr. Emanuel Zitt Im November fand im LKH Rankweil Anlässlich der Jahrestagung 2013 der Ös- ein Gedenkgottesdienst statt, bei dem terreichischen Gesellschaft für Nephro- für die Verstorbenen des vergangenen logie erhielt Dr. Emanuel Zitt, der an der Jahres gebetet wurde. Die Arbeitsgrup-

Prof. Erich Pohanka, Präsident der ÖGN, und Dr. Emanuel Zitt bei der Preisverleihung

weiterentwickeln konnte. Die Funktion als Personalleiter im LKH Bregenz verschaffte ihm gute Einblicke in alle Berufsgruppen. Auf die Frage nach seinen Zielen in der neuen, verantwortungsvollen Tätigkeit antwortete Herr Lauterer: „Ich freue mich auf meine neue Herausforderung. Mein Ziel ist die bestmögliche Versorgung unserer  Patienten und gleichzeitig die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel optimal einzusetzen.“

Abteilung für Nephrologie und Dialyse am Landeskrankenhaus Feldkirch tätig ist, die Auszeichnung für die beste international veröffentlichte nephrologische Publikation aus Österreich. Die Arbeit beschäftigt sich mit einer seltenen, aber lebensbedrohlichen Komplikation bei Dialysepatienten, der Calziphylaxie. Als Grund für dieses Krankheitsbild gelten die Gefäßverschlüsse, die durch Kalziumablagerungen verursacht werden.

Durig–Böhler–Preis 2013

Neuer Chefarzt im LKH Hohenems

pe Viaticum hatte dazu die Angehörigen eingeladen. Beim Verlesen der Namen der Verstorbenen wurde für jeden eine Kerze als Zeichen der Erlösung und Auferstehung entzündet. Umbau UG1

Der Jungmediziner Dr. Johannes Cip, tä- Seit Anfang Oktober steht das frisch satig an der Abteilung für Orthopädie am nierte und umgebaute LKH Hohenems

Landeskrankenhaus Feldkirch, erhielt für seine wissenschaftliche Arbeit „Autologes Retransfusionssystem“ für die Knietotalendoprothetik den Durig–Böhler–Preis 2013, der ihm von der Gesellschaft der Ärzte in Vorarlberg verliehen wurde.

unter neuer ärztlicher Leitung: Prim. Univ. Doz. Dr. Günter Höfle übergab die Funktion des Chefarztes nach sechs erfolgreichen Jahren an Prim. Dr. Peter Cerkl. Dieser wurde von der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsges.m.b.H. für die nächsten drei Jahre bestellt.

Der Bereich der ehemaligen Küche (UG1) im LKH Feldkirch wurde komplett bis auf die statisch tragende Struktur abgebrochen. Anschließend wurden zwei Wäscheausgabeautomaten (Unimaten) installiert und mehrere Umkleideräume mit Nasszellen eingebaut. Mit diesem Umbau wurden die bisher verstreut liegenden Umkleiden zentral zusammengefasst. Im Zentrum wurden vier attraktive Besprechungsräume für insgesamt rund 120 Personen, die mit modernster Präsentationstechnik ausgestattet sind, errichtet. Die Kosten für den Gesamtumbau belaufen sich auf ca. 3,9 Mio €.


Aus den Häusern über: Mangelernährung, Mobilität, Selbstfürsorge, Sturz, Schluckstörungen, Wundmanagement. Das Interesse war groß und der Panoramasaal des LKH Feldkirch mit über 240 TeilnehmerInnen aller Landeskrankenhäuser sehr gut gefüllt. Neuer Primar für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie Begrüßung der Lehrgangsstudenten durch Vw.-Dir. Harald Maikisch.

Erfolgreiche Studienkooperation Fernstudierende des Studienganges Medizinische Physik der TU Kaiserslautern profitieren von einer neuen Zusammenarbeit mit dem LKH Feldkirch. Viele Studierende aus Österreich nutzen das Studienangebot der TU Kaiserslautern. Die neue Kooperation mit dem Landeskrankenhaus Feldkirch ermöglicht auch Studierenden aus Österreich, die als Medizinphysiker/in tätig werden möchten, neben dem deutschen auch den für die österreichische Grundausbildung notwendigen Strahlenschutzkurs studienbegleitend zu absolvieren. Im Herbst 2013 fand die erste Präsenzphase im LKH Feldkirch statt und beinhaltete die Fächer Strahlenschutz, Anatomie und Physiologie. UPGRADE Pflege Basics Der Ländlepflegetag 2013 lockte einmal mehr mit spannenden Themen. Auf die BesucherInnen warteten informative und praxisnahe Vorträge unter anderem

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Anfang 2014 hat Univ.-Doz. Dr. Christian Bach, MSc, die Leitung der Abteilung für Orthopädie am LKH Feldkirch übernommen. Im Bewerbungsverfahren um das

Primariat konnte sich der in Wien geborene Wirbelsäulenspezialist durch seine breite Expertise in allen Teilgebieten der Orthopädie sowie Führungserfahrung in orthopädischen sowie unfallchirurgischen Abteilungen gegen 18 Bewerber durchsetzen. Vor seinem Wechsel nach Feldkirch war Dr. Bach am Wirbelsäulenzentrum in Leverkusen tätig, wo er auch die Funktion als stv. Ärztlicher Direktor innehatte. Im LKH Feldkirch möchte er insbesondere die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Orthopädie und Unfallchirurgie fördern, da „die Überschneidungen groß sind und beide Bereiche sich perfekt ergänzen“, so Bach. „Auch im Spezialgebiet der Wirbelsäulenchirurgie können sich die Disziplinen mit Einbezug der Neurochirurgie gut ergänzen“, ist sich Bach sicher.

AHOP-Förderpreis 2013 Frau DGKS Christine Mössinger von der Internen E erhielt 2013 den Förderpreis der Arbeitsgemeinschaft der hämato-onkologischen Pflegepersonen in Österreich (AHOP). Unter 13 anderen Einreichungen wurde die Arbeit von Frau Mössinger „Hilfe – meine Leber brennt! Kann mehr Wissen über fremde Kulturen helfen, Pflege individuell und bedürfnisorientiert bereitzustellen?“ im Rahmen der AHOP-Frühjahrstagung in Linz prämiert.

Von Kindern für Kinder: ein Bild für die Pädiatrie Anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Musikschule Feldkirch wurden im Foyer des LKH Feldkirch zahlreiche Kunstwerke von Kindern, die das Fach „Kreativwerkstatt“ an der Musikschule Feldkirch besuchen, ausgestellt. Im Anschluss an die begehrte Ausstellung wurde der Kinderstation ein farbenfrohes Bild geschenkt, um den kranken Kindern Freude zu spenden und sie abzulenken.


Unterstützung für „Projekt Albanien“

Weitere akademische Lehrabteilungen

Seit 21 Jahren gibt es nun bereits die Vorarlberger Privatinitiative, gegründet von Pfarrer Franz Winsauer. Vorwiegend ist das „Projekt Albanien“ im Norden Albaniens tätig. Genau dorthin wurden nun auch 70 gebrauchte Spitalsbetten samt Matratzen aus dem LKH Feldkirch gebracht. Eine Spende, die helfen soll, ein neu umgebautes Krankenhaus einzurichten und eine gute medizinische Versorgung zu bieten.

Seit 1999 ist das Landeskrankenhaus Feldkirch in den Unterrichtsbetrieb der medizinischen Universität Innsbruck integriert. Als „Akademisches Lehrkrankenhaus“ erfüllt das Schwerpunktspital Feldkirch die hohen Qualitätsanforderungen der akademischen Lehre in der Medizinausbildung. Somit können MedizinstudentInnen an den Abteilungen im Haus Teile des praktischen Unterrichts, die während des Studiums vorgeschrieben sind, absolvieren. Kürzlich wurden nun auch die Abteilungen Augenheilkunde, Dermatologie und Venerologie, Gefäßchirurgie, Gynäkologie, Unfallchirurgie und Urologie erfolgreich akkreditiert. „Ich geh mit“ - Kinder erkundeten das LKH Bregenz 47 Kinder und 2 Lehrpersonen konnten im Rahmen des „Ich geh mit“-Tages das LKH Bregenz erkunden. Nach einer Jause und Begrüßung durch den Chefarzt Prim. Doz. Dr. Huemer ging’s los: an einer Demonstrationspuppe wurde die Wie-

Neuer Seelsorger im LKH Feldkirch Seit Anfang September ist Bruder Thomas Miczek neuer Seelsorger im LKH Feldkirch. Er ist Mitglied des Kapuzinerordens und gehört dem Kapuzinerkloster Feldkirch an. Der gebürtige Pole arbeitet bereits seit 20 Jahren in der Seelsorge an verschiedenen Orten Österreichs. Er hat bereits Erfahrung in der Kranken- derbelebung geübt, dann wurde der OP besichtigt. Weiter ging es in den Gipshausseelsorge in Kärnten gesammelt. raum, wo jedes Kind einen farblich nach seinen Wünschen abgestimmten Gips erhielt. Danach standen Ultraschall und eine Blutabnahmeübung auf dem Programm. Das Highlight war sicherlich die interdisziplinäre Ambulanz, bei dem die Kinder realen kleinchirurgischen Eingriffen zuschauen durften. Nach dem Mittagessen im Personalrestaurant ging es weiter in die Intensivstation und danach in die Radiologie. Dort wurde den Kindern gezeigt, wie ein Röntgenbild entsteht, was eine Computertomographie ist und welche Funktionen die diversen Geräte haben. Ohne das Mitwirken der zahlreichen Stationen und Bereiche wäre so ein Tag nicht möglich gewesen. Ein ganz besonderer Dank gilt der Stv. BRV Patricia Zangerl, die hauptverantwortlich für die Organisation und Umsetzung dieses Tages zeichnete.

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Patientenabrechnung erfolgreich umgestellt Ein wichtiger Baustein zur Umsetzung der IT-Strategie der Vorarlberger Landeskrankenhäuser wurde erfolgreich gesetzt. Seit Januar 2014 steht die Patientenabrechnung auf neuen Beinen. In allen Landeskrankenhäusern sowie dem Sanatorium Mehrerau wird seither das EDV-Programm ISH (industry solution for healthcare) der Firma SAP eingesetzt. Damit der „Go Live“ auch möglichst reibungslos vonstatten ging, waren in den Monaten davor umfangreiche Vorbereitungsarbeiten notwendig. Gemeinsam mit dem externen Partner, der Firma Systema Human Information Systems GmbH mit Sitz in Steyr, waren zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung aller Landeskrankenhäuser sowie der IT-Abteilung in das Projekt involviert. Dabei mussten die Prozesse für die Kommunikation mit den Kostenträgern (z.B. GKK, Privatversicherungen), für die ambulante und stationäre Abrechnung (z.B. für Sozialversicherte, Selbstzahler, zwischenstaatliche Abkommen), für die LKF-Datenmeldung und die Spitalbeitragslistenerstellung sowie für die Honorarabrechnung unternehmensweit standardisiert werden. Die Patientenaufnahme erfolgt nach wie vor in den Projekt SAP ISH KrankenhausinformatiProjektlaufzeit: Januar 2013 – März 2014 onssystemen PATIDOK und Projektkosten: 1 Mio € medico/s. Über eine EDVProjektorganisation Schnittstelle werden die Kernteam: Mag. (FH) Harald Keckeis (Projektleiter, KHBG), für die Abrechnung notGerald Furgler (LKH Feldkirch), Alexander Moser (LKH Rankweil), Manfred Woisetschläger (IT@VLKH), wendigen Informationen Vertreter der Firma Systema an das SAP-System übertragen. Fehlerhafte oder Verantwortlich für die einzelnen Arbeitspakete: GKK-Kommunikation: Lisa Helbock (LKH Bregenz) unvollständige Daten müsAmbulante Abrechnung: Brigitte Berthold (LKH Bludenz) sen in SAP entsprechend Stationäre Abrechnung: Brigitte Ebert (LKH Feldkirch) nachbearbeitet werden. Honorarabrechnung: Brigitte Ebert (LKH Feldkirch) Spitalbeitragsausweis: Gernot Engl (LKH Hohenems) Nach Abschluss der korLKF-Datenmeldung: Wolfgang Bell (LKH Rankweil) rekten Datenübernahme überprüft das System, ob der Patient/die Patientin bereits in einem Landeskrankenhaus behandelt worden ist. Wenn dies der Fall ist, dann wird die vorhandene Patienten-Identifikationsnummer (PID) verwendet. Mit dieser Vorgangsweise ist es möglich, unternehmensweit einen Master-Patient-Index aufzubauen. Insgesamt werden in den Vorarlberger Landeskrankenhäusern jährlich über 85.000 stationäre und knapp 400.000 ambulante Patientinnen und Patienten abgerechnet. Dabei belaufen sich die Einnahmen aus der Verrechnung von stationären und ambulanten Aufenthalten jährlich auf rund 250 Mio €. 10

Kunst am Bau:

Warten im Kunstraum Im Landeskrankenhaus Bludenz wird den PatientInnen nach den Um- und Erweiterungsbauten das Warten mit Kunst versüßt. Über 50 Zitate Vorarlberger und internationaler AutorInnen werden gemeinsam mit 40 ausgewählten künstlerischen Videos nach dem Zufallsprinzip an den vermutlich prominentesten Ort im ganzen Gebäude, an die Wand im Foyer, projiziert. Komische, spannende, berührende, skurrile, nachdenkliche, auch ergreifende Momente sind dabei, Kurzgeschichten treffen auf Lyrik, Stop-Motion-Animationen auf Romanauszüge oder Experimentalfilme und Fiktion auf Realität. Im Frühjahr 2012 wurden über Empfehlung der Kommission für „Kunst und Bau“ zwei Kuratorinnen beauftragt, eine ansprechende Auswahl zu treffen. Die Projektion beginnt täglich um 7:00 Uhr und endet um 20:00 Uhr. Die Tonspur kann nur in der „Sitzecke“ gehört werden, um beispielsweise den Portier nicht zu stören. In dem Projekt „Kunst und Bau“ ist es hervorragend gelungen, Gesundheit, Literatur und Videokunst in Einklang zu bringen. Die Kulturinsel im Foyer des LKH Bludenz lädt ein innezuhalten und verkürzt die Wartezeit. Das Kunstprojekt ist vorerst auf drei Jahre befristet.


Neues Vorarlberger Kinder- und Jugendpsychiatrie Konzept

standortübergreifend für alle Vorarlberger Einrichtungen im Spitalswesen verantwortlich. Dies betrifft neben der Abteilung am LKH Rankweil die KJPP Carina mit ihren Tageskliniken in Feldkirch und Bregenz sowie die kinder- und jugendpsychiatrische Ambulanz am LKH Feldkirch“, sagt Dr. Till Hornung, Geschäftsführer der KHBG. Interimistisch übernimmt Dr. Maria Veraar, leitende Oberärztin der Jugendpsychiatrie im LKH Rankweil, die Leitung.

Zwei Jahre lang haben das Land Vorarlberg und die Vorarlberger Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG) gemeinsam mit den betroffenen Institutionen intensiv an einer Verbesserung der kinder- und jugendpsychiatrischen Behandlungsleistungen im Spitalswesen in Vorarlberg gearbeitet. Alle Planungs- und Verhandlungsrunden konnten nun positiv abgeschlossen werden.

Mit dieser neuen Struktur wird erstmals eine Abteilung mit Vollversorgungsfunktion geschaffen, die auch den Zielen des „Österreichischen Strukturplan Gesundheit“ entspricht. Denn durch die bessere Koordination einzelner Leistungsbereiche können die Kinder und Jugendlichen altersgerecht und problemadäquat behandelt werden. Zudem ist durch den am LKH Rankweil vorgesehenen Akutbereich eine 24-Stunden AufEin Schwerpunkt des neuen Konzepts ist die enge Verzahnung nahme gewährleistet. Damit diese Ziele auch mit der entspreder Carina – Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie und chenden Qualität erreicht werden können, sind mittelfristig Psychosomatik (KJPP) – mit den Vorarlberger Landeskran- 10 zusätzliche Mitarbeiterstellen im Budget vorgesehen. kenhäusern: Die KHBG übernimmt spätestens ab dem 1. April 2014 die ärztliche Leitung sowie ab 1. April 2014 die Betriebs- Drei Fachabteilungen für Psychiatrie führung der KJPP Carina. Dieser Schritt ist die Basis für ein Über Jahrzehnte waren die Psychiatrie I und die Psychiatrie Vorarlberger Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie mit II für die Untersuchung und Behandlung der psychiatrischen Vollversorgung. Durch die gemeinsame Führung werden Patienten am Landeskrankenhaus Rankweil zuständig. Mit medizinische und organisatorische Synergien für eine bes- Anfang 2014 wurden aus diesen beiden Primariaten drei mesere Patientenversorgung genutzt. dizinische Fachabteilungen: Die Erwachsenenpsychiatrie (vormals Psychiatrie I) unter der Leitung von Prim. Dr. Jan Di Eigenes Primariat Pauli, die Gerontopsychiatrie (vormals Psychatrie II) unter Als weiterer wichtiger Schritt wird erstmals eine Abteilung der Leitung von Prim. Dr. Albert Lingg und die Kinder- und mit eigenem Primariat für die Kinder- und Jugendpsychiatrie Jugendpsychiatrie unter der interimistischen Leitung von OÄ gegründet. „Diese wird am LKH Rankweil angesiedelt und ist Dr. Maria Veraar. luag a Frühjahr 14

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Im Notfall Ein Unfall auf der Straße, ein Zusammenstoß auf der Piste, ein schmerzlicher Ausrutscher während der Arbeit oder sonst ein Unglück, das innerhalb weniger Sekunden das Leben zum Notfall macht. Nun muss alles schnell gehen. Die Frage ist nur: Wer sorgt dafür, dass es auch so ist? Dem Verunfallten erscheint jede Minute wie eine endlos dauernde Stunde. Für die Helfer zählt hingegen gerade nach einem Unfall jede Sekunde. Freilich müsse man unterscheiden, denn Notfall sei nicht Notfall, weiß der geschäftsführende OA Univ. Doz. Dr. Matthias Hohlrieder, Schockraumkoordinator und Bereichsleiter Anästhesie am LKH Feldkirch: „Selbstverständlich ist auch ein gebrochener Fuß ein Notfall. Allerdings besteht keine Lebensgefahr und der Patient wird demzufolge nicht in Begleitung eines Notarztes ins Krankenhaus gebracht.“ Anders schaut die Sache aus, wenn potenziell lebensgefährliche Symptome auftreten: Im Handbuch „Schockraummanagement“ sind die Indikationen, wann ein Patient in den Schockraum eingeliefert werden muss, klar festgelegt. Die Entscheidung selbst obliegt jedoch dem Notarzt vor Ort, der den Patienten an der Unfallstelle nicht nur erstversorgen muss, sondern aufgrund von Unfallmechanismus, Vitalparameter und Verletzungsmuster eben auch entscheidet, ob es sich um einen Fall für den Schockraum handelt oder nicht. Werden die entsprechenden Kriterien erfüllt, kontaktiert der Notarzt den diensthabenden Leiter des Schockraumteams, der immer unter derselben Nummer erreichbar ist und bei dem es sich stets um einen Anästhesieoberarzt handelt. 12

Schockraum-ABC „Noch bevor der Patient im Schockraum eintrifft, steht das Ärzteteam ebendort bereit. Da bei einem Schockraumpatienten interdisziplinär behandelt werden muss, besteht das Basisteam aus Fach- und Oberärzten der verschiedensten Disziplinen, das kurzfristig um weitere Spezialisten ergänzt werden kann“, erklärt Hohlrieder, selbst Notarzt und leitender Flugrettungsarzt. Übrigens ist es Aufgabe des Portiers, anhand eines Notfallprotokolls, die fachspezifische Schockraumalarmierung vorzunehmen – mit anderen Worten: Er trommelt das jeweils passende Schockraumteam zusammen. Im Schockraum selbst gilt es, in erster Linie die bedrohlichsten Verletzungen und Störungen der Vitalfunktionen schnell zu erfassen und zu behandeln. Gemäß Schockraumhandbuch geschieht dies nach dem sogenannten ABCDE-Schema: Erst werden die Atemwege gesichert (A für Airway), dann bzw. wenn notwendig wird eine Beatmung durchgeführt (B für Breathing). Im Anschluss wird der Kreislauf stabilisiert (C für Circulation) und eine neurologische Untersuchung durchgeführt (D für Disability). Schließlich wird der Patient vollständig entkleidet, chirurgisch untersucht und aufgewärmt


(E für Exposure). Laut Hohlrieder kommt es dabei vor allem auf die interdisziplinären und vernetzten Abläufe an: „Alles muss Hand in Hand gehen, ohne dabei den vorgeschriebenen Schockraumalgorithmus bzw. das ABCDE-Schema zu vernachlässigen. Verantwortlich dafür ist der Teamleiter.“ Auf dem schnellsten Weg nach... Um aber noch einmal an den Ort des Unfallgeschehens zurückzukommen: In welchen Fällen wird eigentlich „nur“ ein Krankenwagen gerufen und wann braucht es den Hubschrauber? Das sei Sache der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) in Feldkirch, so Hohlrieder: „Der Disponent weiß anhand einer ihm vorliegenden Liste von Stichworten, ob ein Krankenwagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug oder ein Hubschrauber benötigt wird.“ In der Folge muss der Notarzt vor Ort beurteilen, wie es weitergeht – wobei es hier neben der „Entscheidung Schockraum“ noch zwei weitere Möglichkeiten gibt: So kann es sein, dass der Notarzt den Patienten, nachdem er diesen erstversorgt hat, mit der Rettung in die Ambulanz schickt, ohne ihn dabei jedoch zu begleiten. Bei schwerwiegenderen Verletzungen wird der Notarzt indes zusammen mit dem Verunfallten ins Krankenhaus fahren. Was uns zur nächsten Frage führt: In welches Krankenhaus wird ein Notfallpatient eigentlich gebracht? Prinzipiell in das nächstgelegene adäquate Haus. Das heißt: Wenngleich jedes Haus über einen Schockraum verfügt, kann es sehr wohl vorkommen, dass manche Patienten ausschließlich in einem Schwerpunktkrankenhaus behandelt werden können. „Liegt beispielsweise eine komplexe Verletzung der Wirbelsäule vor, muss der Betroffene auf dem schnellsten Weg nach Feldkirch gebracht werden“, erklärt Primar Dr. Reinhard Folie, Leiter der Anästhesie am LKH Bregenz. Zu diesem Zweck wird der Notarzt unter Umständen zusätzlich den Hubschrauber anfordern. Ein Beispiel: Nach einem folgenschweren Unfall in Gaissau muss der Notarzt darüber entscheiden, ob der Patient in Bregenz behandelt werden kann oder ob er nach Feldkirch gebracht werden muss. Nach Bregenz kommt man mit dem Krankenwagen, nach Feldkirch bedarf es gegebenenfalls des Hubschraubers, der im Übrigen ebenfalls jeweils mit einem Notarzt fliegt.

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GF OA Univ. Doz. Dr. Matthias Hohlrieder

Primar Dr. Reinhard Folie

Nicht immer möglich Abgesehen davon kann es jedoch vorkommen, dass das jeweils nächstgelegene adäquate Haus überlastet ist, was etwa im Winter an sogenannten Eskalationstagen der Fall sein kann. So wacht ein Bludenzer, der etwa einen Skiunfall am Arlberg hatte, mitunter im LKH Feldkirch oder gar im LKH Bregenz auf – obwohl die Behandlung von der Ausstattung des Hauses her in Bludenz durchführbar gewesen wäre, aber aufgrund der außerordentlichen Auslastung eben nicht möglich war.

Noch bevor der Patient im Schockraum eintrifft, steht das Ärzteteam ebendort bereit.

Eine akute Erstversorgung ist natürlich immer gewährleistet – selbst dann, wenn das jeweilige Haus nicht über entsprechende Geräte bzw. Spezialisten verfügt und/oder es im Hinblick auf die Kapazität Probleme gibt. Folie: „Wird zum Beispiel ein Schwerverletzter aus dem Raum Bregenz bei uns eingeliefert, wird er vom hiesigen Schockraumteam erstversorgt. Kann die Endversorgung aber ausschließlich in Feldkirch stattfinden, wird er, sobald transportfähig, weitertransferiert – in der Nacht am Boden, untertags per Hubschrauber.“ Letzteres müsse allerdings gut organisiert sein: Dauert der Anflug des Hubschraubers länger als 15 Minuten, ist man per Krankenwagen womöglich schneller – schließlich zählt (immer noch) jede Sekunde.

Zahlen für den Notfall Bregenz, Dornbirn, Hohenems und Bludenz verfügen je über einen Schockraum. Im LKH Feldkirch gibt es zwei, wo jährlich rund 300 Patienten behandelt werden. In den genannten Regionen hat jeweils ein diensthabender Notarzt Bereitschaft. In den Tälern (Bregenzerwald, Kleinwalsertal usw.) sind die niedergelassenen Praktiker für Notfälle verantwortlich.

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Das LKH Hohenems präsentierte sich im Zuge des Tages der offenen Tür im Oktober 2013 zahlreichen neugierigen Besuchern in neuem Glanz. Zeitgerecht zum Jubiläum des Spitals konnten die anspruchsvollen Modernisierungsarbeiten beendet werden und das Krankenhaus im Zentrum des Rheintals gab Einblicke in unzählige Bereiche. Der Andrang war groß und das Interesse rege. Dank des großen Engagements aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde dieser Tag zum vollen Erfolg. Die Besucher bekamen viel geboten und informierten sich ausführlich. Fünf verschiedene Gesundheitsstraßen, eingeteilt in Themenbereiche, führten quer durch das Spital.

Willkommen im LKH Hohenems: Die Chronik-Fotoausstellung im Foyer begeisterte die Besucher: ausgestellt wurden Fotos, die den baulichen Wandel des LKH Hohenems zeigten (1). Jung und Alt waren beeindruckt. Die Fotos informierten über das ursprüngliche Kaiserin-Elisabeth-Krankenhaus von 1908, den Neubau des Spitals der Stadt Hohenems 1974, bis hin zum heutigen Umbau (2). Die CliniClowns durften natürlich an diesem Tag nicht fehlen. Sie sorgten für Abwechslung und Spaß bei Groß und Klein (3). In der Tageschirurgie durften sich neugierige Schülerinnen unter Anleitung von OA Dr. Skof im Umgang mit dem Laparoskop üben und damit den Inhalt der roten Box erkunden (4). Gastroskopie einmal anders: OA Dr. Alexander Kopf erhielt Unterstützung von jungen Interessierten (5).In der Gesundheitsstrasse 1 wurde zur Blutzuckermessung eingeladen. Dieses verlockende Angebot wurde von zahlreichen Gästen sehr gerne angenommen (6). Die Schülerin nutzte die Möglichkeit und ließ ihre Lungenfunktion in der pulmologischen Ambulanz messen (7). Im Anschluss daran warteten alle gemeinsam auf das Ergebnis des Lungenfunktionstests und hörten den Interpretationen des Arztes aufmerksam zu (8). Sehr begehrt war auch das Angebot der Vitalwertmessungen. Zahlreiche Besucher ließen ihren Blutdruck, ihre Temperatur und ihre Pulsfrequenz messen (9).

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Einblicke ins frisch sanierte Spital! Der Andrang bei der Arthroskopie war groß. Die Kinder fanden vor allem das OP-Instrumentarium faszinierend (10). Am Tag der offenen Tür bekamen die Anwesenden einen Einblick in einen Operationsraum. Das Publikum war sichtlich gefesselt (11). Wie Erste Hilfe professionell ablaufen sollte, konnte man bei der Vorführung lernen (12). Eine junge Patientin lässt sich vom leitenden Oberarzt Dr. Otto Gehmacher schallen. Gespannt blicken alle auf den Monitor (13). Sehr konzentriert blickte der junge Mann ins Mikroskop: was er da wohl gesehen hat? Bestimmt spannender als Fernsehen (14) Insight, die Berufsinfoecke im Foyer des LKH Hohenems, war heiß begehrt und gut besucht (15). Umarmt werden von einem Skelett ist zweifellos eine besondere Erfahrung. Auch junge Besucher fanden großen Gefallen an der Medizin, insbesondere am Skelett (16). Welches Kind träumt nicht davon, einmal in einem Rettungsauto zu stehen und sich umzuschauen? Am 19. Oktober 2013 bot sich vor dem LKH Hohenems die Möglichkeit für Jung und Alt (17). Es war wirklich für jeden etwas dabei an diesem perfekten Tag! Selbst für Kinderbetreuung war gesorgt. Die Kinder konnten sich an verschiedenen Brettspielen genauso erfreuen wie an den CliniClowns und am Kinderschminken (18).

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Aus den Häusern 30. ÖGRO Jahrestagung Die 30. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Radio-Onkologie fand in Bregenz statt und wurde von der Abteilung für Radio-Onkologie und Strahlentherapie unter der Leitung von Prim. Univ.Doz. Dr. Alexander De Vries ausgerichtet. Die angebotenen Weiterbildungsveranstaltungen wie dESO Kurse über Ernährung in der Onkologie und gynäkologische Onkologie, Kurse für Pflege, technische Assistenten, Medizinphysiker etc., wurden sehr gut von zahlreichen Fachbesuchern angenommen.

Studienabschlüsse Pflegewissenschaft

Kinder richtig Spaß an der Bewegung. Dazwischen wurden etwas ruhigere Passagen, wie Aufwärmen und Dehnen, Luag a! gratuliert zum Abschluss des be- gemacht. So lernen die Kinder gleich rufsbegleitenden Bachelorstudiums der was beim Sport wichtig ist, um VerletPflegewissenschaft an der UMIT in Hall. zungen zu vermeiden. DGKS Katja Hornung, BScN, Dipl. Pflegewirtin (FH), Lehrerin an der GKPS Feldkirch, wählte die pflegepädagogische Vertiefung und verfasste die Bachelorarbeit mit dem Titel: „Das Intensivtagebuch - welche Effekte sind messbar?“ und Frau DPGKS Anna Hartmann, BScN, aus dem LKH Rankweil untersuchte die Aus-

Für ihre hochwertigen Kongressbeiträge durfte sich die Pflege der Radio-Onkologie und der Strahlenambulanz des LKH Feldkirch über einen Preis freuen - die Vorträge von DGKS Regina Pixner, DGKS Maria Lhotta und DGKS Andrea Frick zeugten von hoher Qualität und Aktualität. Auch die Berufsgruppe der RadiologietechnologInnen wurde mit einem Preis für ihr Engagement beim Kongress wirkungen einer PEG-Sonde auf die Legeehrt. bensqualität von Menschen mit einer Demenzerkrankung. Den Schwerpunkt auf Pflegemanagement legte Frau DGKS Claudia Egger, BScN, aus dem LKH FeldDie Abteilung Krankenhaushygiene und Infektionsvorsorge informiert: kirch, sie absolvierte erfolgreich die Sonderausbildung zur Pflegeleitung. Sie befasste sich in ihrer Bachelorarbeit mit den Effekten des Führungsverhaltens von Vorgesetzten auf das Pflegepersonal. Tanzwoche im Kindergarten Feldkirch

N RE EN E DE FIZI EB N N L HÄ ESI N N! D AN TE K ET R 16

Im August 2013 fand die erste Tanzwoche im Betriebskindergarten Feldkirch statt. Die von Sarah Koch, Kindergartenpädagogin im Kindergarten Feldkirch, und Theresa Sommer organisierte Tanzwoche fand großen Anklang. Etwa 18 Kinder freuten sich jeden Vormittag aufs Tanzen. Mit toll einstudierten Choreografien und vielen guten Songs hatten die

Tatort-Dreh Mit dem schaurigen Titel „Die Toten vom Bodensee“ wurde im Herbst 2013 ein neuer Tatort-Krimi in Bregenz gedreht. Dabei wurden Teilaufnahmen im LKH Bregenz gemacht, bei denen Pädiater Dr. Andreas Kurringer als Komparse mitspielte. Ausgestrahlt wird die deutsch-österreichische Koproduktion noch dieses Jahr im ORF und ZDF.


Interview

Der Arzt, dem die Frauen vertrauen Führungspersönlichkeiten im Gespräch: Prim. Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Rimbach


Der neue Primar der Gynäkologie und Geburtshilfe am LKH Feldkirch will keine Wald- und Wiesenmedizin betreiben. Vielmehr verfolgt Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Rimbach kontinuierlich den Pfad hochqualifizierter Medizin und dazu gehöre es, „dass wir mit den Patientinnen kommunizieren, ihnen zuhören und sie offen und ehrlich über verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, aber auch potenzielle Risiken aufklären.“ Was Rimbach, der nach Heidelberg, Aachen, Konstanz und Saarlouis erstmals dem Ruf aus dem Ausland gefolgt ist, noch am Herzen liegt, erzählt er im Gespräch mit luag a!.

Herr Primar Rimbach, was hat sich an der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe getan, seit Sie im Februar nach Feldkirch gekommen sind? Sehr viel. Zum Beispiel bieten wir ein ganz anderes operatives Spektrum. Beispielsweise können wir sämtliche Krebserkrankungen operieren und therapieren. Das heißt: Frauen mit Gebärmutterhalsund Gebärmutterkörperkrebs, Eierstockkrebs oder Krebs im Bereich der Scheide und des Scheideneingangs müssen nicht mehr wie bisher nach Innsbruck gehen. Außerdem wird nun auch bei der Gebärmutter minimalinvasiv operiert. Für die Patientinnen bedeutet das unter anderem, dass sie weniger bis gar keine Schmerzen haben, sich schneller erholen und das Krankenhaus bereits nach wenigen Tagen wieder verlassen können. Das Know-how haben Sie mitgebracht. Wie schaut es mit Instrumenten und Geräten aus? Auch in dieser Hinsicht sind wir mittlerweile hervorragend ausgestattet. Zwar operieren wir noch nicht mit 3D-, sondern in HD-Technik. Aber schon das ist ein Quantensprung.

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Die minimal-invasive Operationstechnik ist ja nur eines Ihrer vielen Spezialgebiete. Welches liegt Ihnen noch am Herzen? Im Prinzip alle, das kann man nicht differenzieren. Wichtig ist mir allerdings, dass wir im gynäkologischen Bereich nun einen großen Schwerpunkt auf Erkrankungen legen, unter denen zahlreiche Frauen leiden, die aber immer noch viel zu selten erkannt und therapiert werden. Ein Beispiel ist die Endometriose, eine zwar gutartige, jedoch chronische und sehr schmerzhafte Erkrankung, bei der sich Herde der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter befinden. Da sie dem hormonellen Zyklus unterliegen, kommt es regelmäßig zu Blutungen, was Zysten, Verwachsungen und Entzündungen verursachen kann. Dies alles verursacht eben starke Schmerzen. Im Zentrum steht hier die Diagnosestellung. Und dazu bedarf es einer guten Kommunikation und Kooperation mit den niedergelassenen Fachärzten, schließlich führt der erste Weg der Patientinnen zum Gynäkologen. Wollen wir uns als Zentrum für Endometriose etablieren, müssen wir bei dieser umfangreichen Operation außerdem mit anderen Fachgebieten zusammenarbeiten. Die Möglichkeiten für einen interdisziplinären Ansatz sind im Haus hervorragend und werden stetig intensiviert. Ebenfalls am Herzen liegt mir die Behandlung von Myomen, insbesondere im Hinblick auf die „Angst vor der Totaloperation“.

Was sind denn Myome? Vereinfacht gesagt sind es gutartige Muskeltumore, die unter anderem bei der Gebärmutter auftreten. Viele Frauen haben dadurch starke Schmerzen, tun allerdings nichts dagegen, weil es viel zu oft passiert, dass im Zuge einer Operation die gesamte Gebärmutter entfernt wird.

Und das muss nicht sein? Nicht immer, sofern man über die entsprechende Technik verfügt. Und ist die Entfernung doch die sinnvollste Lösung, können wir durch ein neues Operationsverfahren zumindest den Gebärmutterhals und dadurch die Beckenbodenarchitektur erhalten. Abgesehen davon ist es mir ein besonderes Anliegen, dass eine entsprechende Beratung stattfindet. Nur so können wir optimal und ganzheitlich behandeln.


Zur Person Primar Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Rimbach Geboren am 5.1.1964 in Saarbrücken Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Seit 1.2.2013 Leiter der Abteilung Gynäkologie & Geburtshilfe in Feldkirch Wohnort Verheiratet, zwei Kinder, wohnt in Feldkirch Hobbys Rennradfahren, Skifahren, Volleyball

Wie lange werden Patientinnen nach einer Operation von Ihnen und Ihrem Team betreut? Bis wir sie wieder an den niedergelassenen Kollegen überweisen können, ohne dass eine Lücke in der medizinischen Versorgung entsteht. Zu diesem Zweck haben wir Spezialsprechstunden für die prä- und postoperative Betreuung von Krebserkrankungen, Endometriosen, Myomen und im Bereich der Beckenbodenchirurgie eingeführt. Wir sehen uns als fachliche Ergänzung zum niedergelassenen Gynäkologen und wollen den Patientinnen die Möglichkeit der Zweitmeinung bieten. Das bringt mich zu einem weiteren Punkt, den ich intensivieren möchte: das wissenschaftliche Arbeiten. Als akademisches Lehrkrankenhaus gilt es, die klinische Forschung und den fachlichen Austausch zu forcieren. Und das kommt unseren Patientinnen zugute, da wir nur dann die besten Ergebnisse erzielen können, wenn wir neue Therapieverfahren mitentwickeln.

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Sind Schwangere eigentlich Patientinnen? Nicht, wenn es sich um normale Geburten handelt. Obwohl es auch dann einer kompletten perinatalen Betreuung bedarf, die es in enger Zusammenarbeit mit den Hebammen gestattet, eine familienorientierte und natürliche Geburt zu

operation mit den niedergelassenen Gynäkologen wären. Sie sind es nämlich, die Schwierigkeiten wie Hochdruckerkrankungen oder Schwangerschaftsdiabetes früh erkennen und die Frauen für eine weitere Behandlung an uns überweisen sollten, sodass die Kinder in einem möglichst reifen Zustand geboren werden.

erleben. Und es ist mir ein Anliegen, dass wir dies auch bei den Risikoschwangerschaften ermöglichen – so gut es eben geht. Die Geburtshilfe ist ja ein großer Schwerpunkt unserer Abteilung und es freut mich, dass uns durch die gute Zusammenarbeit mit der Kinderabteilung alle Möglichkeiten der Intensivmedizin zur Verfügung stehen, wodurch die frühesten Frühgeburten behandelt werden können. Allerdings muss die Betreuung bei Risikoschwangerschaften rechtzeitig beginnen – womit wir wieder bei der Ko-

Gerade im Hinblick auf Diabetes sind wir mit Primar Drexel hervorragend aufgestellt. Zudem gibt es nun auch im Perinatalbereich eine Spezialsprechstunde sowie eine Ambulanz für Risikoschwangerschaften und eine Hebammenambulanz.

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Oberarzt Dr. Bernhard Münst, LKH Feldkirch: „Voraussichtlich läuft das Pilotprojekt 18 bis 24 Monate. Ein erfolgreicher Abschluss aus meiner Sicht wäre, wenn bei der abschließenden Wirksamkeitsprüfung getroffener Maßnahmen ähnlich viele Mitarbeiter mitmachen wie zu Beginn. Dann ist es gelungen, unser Team am Erhalt der Arbeitsfähigkeit zu beteiligen, das Vertrauen zu stärken sowie vom Arbeitgeber gehört und anerkannt zu werden. Anerkennung ist sicher einer der wirksamsten, positiven Einflüsse auf die Arbeitsfähigkeit aller!“

Mitarbeitergesundheit wird großgeschrieben Die Hals-Nasen-Ohren-Abteilung (HNO) des LKH Feldkirch engagiert sich seit März im bundesweiten Projekt fit2work. „Die Gesundheit und Arbeitskraft der Mitarbeiter ist ein wichtiger Faktor für den reibungslosen internen Ablauf, aber auch speziell im Leben jedes Einzelnen. Mit dem Programm fit2work wollen wir dies unterstützen“, verdeutlicht Oberarzt und Interventionsbeauftragter Dr. Bernhard Münst.

Arbeitsbedingungen ändern sich fortwährend. Um ein Gleichgewicht zwischen Anforderungen und den eigenen Ressourcen zu erhalten, setzt die HNO das Mitarbeiterprojekt fit2work aktiv um. „Unsere Station ist durch den Mix aus Bettenstation, Ambulanz und Operationsbereich ein passender Repräsentant für das ganze Landeskrankenhaus. Viele unserer Mitarbeiter arbeiten gerne auf freiwilliger Basis an Verbesserungen mit. So zeigt sich nachhaltig, ob das Projekt fruchtet“, beschreibt Münst. Die Krankenhausleitung und der gegenwärtige Chefarzt Primar Elsässer interessieren sich sehr für Gesundheits-Projekte und hoffen auf einen aussagekräftigen Verlauf von fit2work. Es verspricht deutlich aufzuzeigen, welche Faktoren die Arbeitsfähigkeit und Gesundheit beeinflussen. Unter die Lupe genommen werden klassische Arbeitsbedingungen, die Arbeitsorganisation, soziale Faktoren wie Team und Führung, Gesundheit, aber auch Ausbildung sowie Werte und Einstellung der Mitarbeiter zu ihrer Arbeit und dem Arbeitsumfeld. Prävention für gefährdete Mitarbeiter Zu Beginn misst ein anonymer Fragebogen (94 Prozent Beteiligung der HNO), den fit2work zentral auswertet, die gegenwärtige Arbeitssituation. Der Arbeitsmediziner des LKH Feldkirch, Dr. Stephan Konzett, erhält in der Funktion eines externen Beraters die Auswertung über die Ar20

beitsfähigkeit der Mitarbeiter und deren Einfluss auf Gesundheit, Befinden und Arbeitskraft. Nach dem Auswerten der Ergebnisse zeigen sich belastende Bereiche und gefährdete Mitarbeitergruppen. Gemeinsam beschließt man in Folge Maßnahmen zur Unterstützung der Arbeitsfähigkeit. Im Falle einer Überlastung oder vorbeugend wird innerbe-

Die Probleme der einzelnen Berufsgruppen sind unterschiedlich und benötigen individuelle Lösungen.

trieblich Hilfe vorgeschlagen sowie mit externen Unterstützungs- und Behandlungsangeboten ergänzt. Dr. Bernhard Münst: „Mit fit2work wollen wir unsere Mitarbeiter in verschiedensten belastenden Arbeitssituationen unterstützen und ihre Arbeitsbedingungen verbessern. Die Probleme der einzelnen Berufsgruppen sind unterschiedlich und benötigen individuelle Lösungen. In Hinsicht auf eine verlängerte Lebensarbeitszeit und individuelle Arbeitsmodelle ist es ein zusätzliches Instrument, für die gute Gesundheit unserer Mitarbeiter zu sorgen.“


Neue Stenttechnologie am LKH Feldkirch Die Stents der neuen Generation lösen sich im Körper vollständig auf

Arbeitsmediziner Dr. Stephan Konzett, LKH Feldkirch: „Wir hoffen, durch dieses gesundheitsfördernde Projekt und die Ausweitung auf das gesamte LKH Feldkirch, wertvolle Strukturen zu etablieren. Diese versetzen uns in die Lage, bei schlechter werdender Arbeitsfähigkeit unserer Mitarbeiter, frühzeitig Hilfe anzubieten und damit einen Verbleib bis zur regulären Alterspension zu ermöglichen.“ MMag. Annette Berthold, Praxis für psychologische Diagnostik und Beratung: „Speziell unsere „Sicht von außen“ bietet Vorteile. Wir agieren fernab von hierarchischen Strukturen und nehmen Dinge wahr, die im Arbeitsalltag nicht mehr erkannt oder zur Gewohnheit geworden sind.“

Arbeitspsychologie am LKH Speziell im Gesundheitsbereich trifft man tagtäglich wichtige Entscheidungen, oft unter Zeitdruck und mit weitreichenden Konsequenzen. Solche Situationen können überfordern und die Arbeitsleistung beeinträchtigen. Ähnlich quälend wirken sich mögliches Mobbing im Team, Führungsdruck sowie permanente Unterbrechungen auf die Berufstätigkeit aus. Hierfür hat das LKH Feldkirch für die Mitarbeiter (bei Bedarf) eine professionelle Unterstützung installiert. „Meine Kollegin, Dr. Maria Uhl, und ich spezialisierten uns auf arbeitspsychologische Beratung beispielsweise bei  Teamkonflikten, Burnout, Coaching von Führungskräften, Stressmanagement usw. Zuerst analysieren wir mit den betroffenen Personen die Belastungssituation. Wir filtern mögliche Lösungen und erarbeiten gemeinsam, wo strukturelle Schwierigkeiten liegen. Es ist immer wieder erstaunlich – vorausgesetzt es wird früh genug interveniert – wie mit relativ wenig Beratungszeit eine hohe Entlastung erzielt wird. Die heutige Arbeitswelt bringt uns manchmal an unsere Grenzen. Es ist kein Tabu mehr, sich für diese Anforderungen phasenweise mit einem Profi zu stärken“, ist sich MMag. Annette Berthold, Praxis für psychologische Diagnostik & Beratung, sicher.

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Während in den 70er-Jahren noch Operationen am offenen Herzen notwendig waren, um PatientInnen mit verengten Herzkranzgefäßen zu behandeln, gibt es heute weit weniger eingreifende Methoden, wie zum Beispiel die Stentimplantation, um Engstellen dauerhaft offen zu halten. Die stetige Weiterentwicklung in diesem Bereich hat einen Durchbruch erzielt: einen Stent, der sich vollständig auflöst. Dieser wird wie sein Vorgänger, der Metallstent, in die verengten Herzkranzgefäße eingesetzt, bleibt aber nicht dauerhaft im Körper zurück. Dieser innovative Stent wird nun seit einiger Zeit auch in der Interventionellen Kardiologie am LKH Feldkirch bei geeigneten PatientInnen eingesetzt. Vom Metallröhrchen zum bioresorbierbaren Gefäßgerüst Ein Stent ist eine Stütze, die in die Herzkranzgefäße eingepflanzt wird und somit die verengten Blutgefäße offen hält. Die aus Metall bestehenden Stents, die man sich wie kleine Metallröhrchen mit Gitter vorstellen kann, können seit geraumer Zeit auch Medikamente freisetzen, Prim. Univ.-Doz. Dr. Werner Benzer: Mit der Einführung des ABSORB-Stents in die interventionelle Kardiologie gelang ein weiterer Durchbruch in der Behandlung von Engstellen in den Herzkranzgefäßen. Der ABSORB-Stent ist die erste biologisch resorbierbare Gefäßstütze, die sich nach einiger Zeit komplett auflöst. Dies gibt den Herzkranzgefäßen die Möglichkeit, ihre ursprüngliche Funktion im behandelten Gefäßsegment ungestört von einer dauerhaften metallischen Fixierung wieder zurückzugewinnen.

die helfen, die Verengungen zu lösen und somit die Engstelle dauerhaft offen zu halten. Dennoch bleibt dieser Metallfremdkörper lebenslang im Körper. Genau darin liegt nun der Vorteil des neuen Stents: dieser ist bioresorbierbar, das heißt, er löst sich nach ein paar Jahren vollständig auf. Der Stent ist besonders für PatientInnen unter 75 Jahren geeignet, die keine zu starken Verkalkungen der Gefäße aufweisen. Auch DiabetikerInnen und jüngere PatientInnen mit drohendem Herzinfarkt zählen zur Zielgruppe der fortschrittlichen Methode.

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Mit Herz und Verstand

Eltern können nur dann mit gutem Gefühl ihrer Arbeit nachgehen, wenn sie ihre Kinder bestens aufgehoben wissen. Die Vorarlberger Landeskrankenhäuser unterstützen junge Familien aktiv, indem sie darauf bedacht sind, eine gute Betreuungssituation für Kinder zu schaffen. Der Krankenhaus-Betriebsgesellschaft sind „ihre“ Kinder ein Herzensanliegen, weswegen ständig in Kinderbetreuungseinrichtungen investiert wird bzw. Kooperationen mit privaten oder öffentlichen Kinderbetreuungseinrichtungen ausverhandelt werden. Vereinbarkeit von Beruf und Familie „Es ist uns wichtig, Eltern bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu unterstützen. Eine verlässliche Kinderbetreuung ist hierbei ein wesentlicher Faktor“, betont Prok. Mag. Schuler, Leiter der KHBG-Personalabteilung. Die Betriebskindergärten in den Landeskrankenhäusern Feldkirch und Rankweil bieten Kindern von 18 Monaten bis 10 Jahren Platz zum Wohlfühlen. Die Kleinen und Großen können ganztags und auch in den Ferien kommen. Darüber hinaus nimmt der Kindergartenbetrieb in punkto Flexibilität und Öffnungszeiten ganz auf die Bedürfnisse der arbeitenden Eltern Rücksicht. Ansprechendes, pädagogisches Angebot Die Betriebskindergärten der Vorarlberger Landeskrankenhäuser bieten einen ansprechenden Tagesablauf, der sich an der Entwicklung und dem Interesse der Kinder orientiert. Genügend Zeit für freies Spielen, ein gut abgestimmtes, pädagogisches Angebot, ein ausgewogenes Mittagessen, gemeinsames Zähneputzen, eine entspannende Ruhephase und der tägliche Aufenthalt in der Natur gehören zum vielfältigen Programm. Am Kinderlachen, an den bunten Zeichnungen und kreativen Basteleien und am insgesamt sehr angenehmen, fröhlichen Ambiente kann man spüren, dass die Kinder sichtlich Spaß haben und sich fast wie zuhause fühlen. „Die Investitionen in eine gut funktionierende, zeitgemäße betriebliche Kinderbetreuung ist wesentlich“, meint Dr. Fleisch, Geschäftsführer der KrankenhausBetriebsgesellschaft. „Das Kind von heute ist die Welt von morgen“, betont er. 22

Kooperationen in Bludenz, Bregenz, Hohenems Für die Kinder der MitarbeiterInnen im LKH Bludenz wurde im Herbst eine neue Kooperationsvereinbarung mit dem SusiWeigel-Kindergarten unterzeichnet. Somit  stehen zusätzlich zu den unmittelbar neben den LKH Bludenz bereits vorhandenen Ganztagesbetreuungsplätzen ab Herbst 2014 weitere Plätze  zur Verfügung. Für das Wohl der Kleinen ist somit auch in Bludenz bestens gesorgt. In Bregenz besteht für die MitarbeiterInnen des LKHs die Möglichkeit, ihre Kinder je nach Alter in einer Kleinkindgruppe bzw. Kindergartengruppe im Studieninternat Marianum liebevoll betreuen zu lassen. Der Verein „Englischer Kindergarten“, der für die Betreuung verantwortlich ist, bietet unter anderem sehr mitarbeiterfreundliche Öffnungszeiten an. Das LKH Hohenems arbeitet eng mit dem Sozialzentrum SeneCura zusammen und gewährleistet damit professionelle Kinderbetreuung vor Ort.


Er studierte Medizin, war Amtsarzt und zuletzt Landessanitätsdirektor. Trotzdem betrat Dr. Christian Bernhard Neuland, als er am 6. Juni 2012 das Amt des Landesrates für Gesundheit übernahm. Ein Gespräch über politische Abläufe, warum Wertschätzung so wichtig ist und wie der Landesrat seine spärliche Freizeit verbringt.

Patient in den Mittelpunkt Herr Landesrat, wie schnell gewöhnt man sich an den politischen Alltag? Aufgrund meiner früheren Tätigkeit stellten verwaltungstechnische Abläufe kein Problem für mich dar. Auch kannte ich die handelnden Personen im Gesundheitsbereich. Mit den politischen Abläufen musste ich mich allerdings erst einmal anfreunden: Anfragen, Entschließungsanträge, überhaupt die Debatten im Landtag sind für einen Neuling durchaus eine Herausforderung. Es hat sich aber recht schnell gezeigt, dass partei-

übergreifende Diskussionen oft auf sachlicher Ebene stattfinden – eine sehr positive Erkenntnis. Wussten Sie, welche Probleme auf Sie zukommen? Zum Teil. Problemstellungen des medizinisch-fachlichen Bereichs waren mir zum Beispiel bekannt. Die Situation in den Spitälern war mir jedoch neu. Daher war es mir ein besonderes Anliegen, neben den regelmäßigen Kontakten mit den Führungskräften der KHBG, sämtliche Häuser zu besuchen, mit den Chefärzten und Pflegedirektoren zu sprechen und

so einen guten Einblick in die gesamte Spitalslandschaft zu gewinnen. Unsere Spitalsversorgung steht und fällt mit dem Personal. Umso mehr freut es mich, dass in unseren Häusern hoch qualifizierte und engagierte Menschen zum Wohle unserer Patienten arbeiten. Soll das heißen: Alles ist gut? Es gibt immer Optimierungspotenzial. Während wir die bauliche Infrastruktur mehr oder weniger selber gestalten können, sind Personalmangel bzw. zu wenig Nachwuchs Probleme, die von äußeren Umständen abhängig sind und deren Beeinflussung nur indirekt und beschränkt möglich ist. Mit der Gehaltsreform haben wir ein zeitgemäßes Lohnsystem geschaffen. Nun müssen neue Arbeitszeitmodelle folgen, die aber wiederum mehr Personal erfordern, das derzeit leider nur eingeschränkt verfügbar ist. Deshalb bauen wir in den nächsten Jahren im Pflegebereich die Ausbildungskapazität aus. Im ärztlichen Bereich kann ich nur an den Bund appellieren, die Zahl der Studienplätze für angehende Medizinstudenten zu erhöhen. Durch Vorbereitungskurse versuchen wir, möglichst vielen Vorarlbergern beste Startbedingungen für die Aufnahmeprüfung mitzugeben.

Und was kann man tun, damit ehemalige Medizin-Studenten nach Vorarlberg zurückkehren? Mitarbeiter müssen sich wohlfühlen. Dafür braucht es einen wertschätzenden Umgang – womöglich der wichtigste Aspekt eines attraktiven Arbeitsplatzes. Hier sind insbesondere die Führungskräfte durch Vorbildwirkung gefordert. Welche Aufgaben stehen nun an? Mein Amtsantritt ist mit dem Ende der Verhandlungen zur Gesundheitsreform zusammengefallen. Diese ist zwischenzeitlich beschlossen, nun geht es an die Umsetzung. Und es freut mich sehr, dass die Ziele dieser Reform – Ausbau der Gesundheitsförderung und Prävention, Verbesserung des Zugangs und Verfügbarkeit aller notwendigen Leistungen, bessere Abstimmung des Leistungsangebotes in allen Sektoren und Sicherstellung einer hohen Behandlungsqualität – den Patienten in den Mittelpunkt rücken. Das klingt nach viel Arbeit. Wo finden Sie Ausgleich? Die zeitliche Belastung eines öffentlichen Amtes wird wahrscheinlich oft unterschätzt. Viel Freizeit bleibt da nicht. Aber wenn, verbringe ich diese mit klassischer Musik, englischsprachiger Literatur und Reisen – dabei bekomme ich den Kopf frei.

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Die Helfer im Hintergrund Titelthema

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Viele Bereiche des täglichen Lebens laufen unbewusst ab. Andere Dinge passieren, ohne dass wir uns überhaupt darüber Gedanken machen, was und vor allem wer eigentlich dahintersteckt. Die Rede ist von den „Helfern im Hintergrund“: Jenen Menschen, ohne die der Spitalsalltag aller Wahrscheinlichkeit nach zusammenbrechen würde. Von den Abteilungshelferinnen bis zum Prosekturassistenten, von den Damen im Schreibbüro bis zu den Männern der Haustechnik, von der internen Post bis zum Transportdienst, von der Finanzbuchhalterin bis zu den Seelsorgern – um nur jene Berufsgruppen zu nennen, die hier in den Vordergrund gestellt werden. Sie jedoch sollen auch stellvertretend für andere stehen, denn: Was wären wir nur ohne all diese Helfer im Hintergrund?

„Der Aufschneider“ Es geht zwar nicht so makaber zu wie im Film „Der Aufschneider“ mit Josef Hader. Den Zettel am großen Zeh des Leichnams gibt es jedoch sehr wohl und für Edgar Jäger, Prosekturassistent im Institut für Pathologie am LKH Feldkirch, besteht eine der ersten Aufgaben des Tages darin, Fußzettel und Obduktionsbericht auf

Übereinstimmung zu kontrollieren. Danach bereitet er den Leichnam für die Autopsie vor, indem er diesen aufschneidet und die Organe entnimmt – schließlich kommt Prosektur vom Lateinischen pro für „vor“ und secare für „schneiden“.

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Man müsse physisch und psychisch stabil sein, so der Vater einer Tochter: „Der Umgang mit Toten jeglichen Alters und mit jeglicher dahintersteckenden Tragik ist sicher nicht jedermanns Sache. Da muss man abschalten können. Für mich ist aber vor allem der Mensch interessant, die Anatomie.“ Übrigens: Bereits 1997 übte dieser Job einen Reiz auf den

gelernten Fliesenleger aus. Damals nämlich verlegte der heute 45-Jährige den Boden im Spital, unter anderem eben auch in der Pathologie. Vor zweieinhalb Jahren hat sich der Feldkircher dann tatsächlich für den beruflichen Umstieg entschlossen und soeben erfolgreich eine umfassende theoretische und praktische Ausbildung zum Obduktionsassistenten abgeschlossen.

Für alle Seelen Sorge tragen „Wir sind für alle da – für Patienten, Angehörige und das Personal, egal welcher oder ob Sie überhaupt einer Glaubensgemeinschaft angehören, egal mit welchen Krankheiten bzw. Problemen sie zu kämpfen haben“, sagt Diakon Johannes Christoph Heil, Leiter der Seelsorge am LKH Bregenz. Die Aufgaben des 20 Köpfe umfassenden Teams sind vielfältig. Manche von ihnen sind einfach nur zum Reden da – wobei „einfach nur“ freilich alles andere als „einfach nur“ ist, bringen sie doch eine spezielle Ausbildung in den Bereichen Seelsorge, Krankenbegleitung und Kommunikation mit. Besonders wichtig ist dem ausgebildeten Krankenpfleger und gebürtigen Schweizer, der seit 31 Jahren in Vorarlberg lebt, die „Offene Kirche“ – jener interreligiöse Gebets- und Andachtsraum im LKH Bregenz, der allen offenstehe, wie der 59-jährige Familienvater betont: „Zum gemeinsamen Friedens- und manchmal auch Heilungsgebet finden sich am Montagabend Menschen ganz unterschiedlicher Glaubensrichtungen ein und bringen ihre Anliegen mit.“ →

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Schlüsselstelle Hauswirtschaft „Hauswirtschaft und die Abteilungshelferinnen sind zentrale Bereiche im Krankenhaus“, so Marco Huber, Leiter Etagendienst und Hauswirtschaft, mit 94 Mitarbeitern die größte Abteilung am LKH Feldkirch. Angegliedert an den Pflegedienst unterstützen die Abteilungshelferinnen die Pflege, bestücken Essen und Getränke nach, erledigen aber auch den einen oder anderen Laborgang. „Sie schauen, dass auf den Stationen alles zur rechten Zeit am rechten Ort ist“, bringt es Huber auf den Punkt, der darüberhinaus für die gesamte Wäschebeauftragung verantwortlich zeichnet. Dabei geht es nicht nur darum, dass die extern aufbereitete Wäsche wieder sauber zurückkommt. Ferner müssen Budget und Abrechnung der CSV (Clinic Service Vorarlberg GmbH) im Auge behalten werden. Der 31-jährige Harder ist übrigens Quereinsteiger: Durch Erzählungen seiner Frau – selbst Krankenschwester in Bregenz – erfuhr der gelernte Bäcker mit Führungserfahrung im Hygienebereich von diesem Job. Der Umstieg vor drei Jahren klappte auf Anhieb, was den zweifachen Familienvater heute noch freut.

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Trara, die Post ist da! Wenn Margot Scheiber um neun Uhr ihren Dienst im LKH Rankweil antritt, wartet die externe Post schon auf ihrem Tisch. Eine Stunde später macht sich die gelernte Bürokauffrau mit dem Postwagen auf den Weg, verteilt Briefe sowie Pakete an die Mitarbeiter des Hauses, aber ebenso an Patienten und sammelt im Gegenzug wieder Post ein. Nach der Mittagspause dreht die 43-jährige Göfnerin noch ein-

Der Transporteur: Stets zu Diensten Auch Fridolin Bawart ist tagein tagaus im LKH Rankweil unterwegs, bringt Speis und Trank auf die Stationen und holt die leeren Essenswagen danach wieder ab, stellt überdies Rollstühle, (Reserve-)Betten und anderes Mobiliar sowie Pakete und Waren im Haus zu. Kurz und gut: Der 39 Jahre alte Klauser ist Teil des sogenannten Transportdienstes, der auch dann zur Stelle ist, wenn beispielsweise

mal ihre Runde. „Danach muss ich die Post versandfertig machen, damit sie kurz vor 14 Uhr von einem Fahrer zum Postamt Rankweil gebracht werden kann“, erzählt die zweifache Mutter, die nicht nur sichtlich Spaß an ihrem Job hat, sondern auch täglich an die 4.000 Schritte zurücklegt. In gewisser Weise leitet Margot Scheiber ein kleines Postamt – mit dem Unterschied, dass sie vom Sortierer über den Zusteller bis zum Poststellenleiter alles in einer Person ist.

ein Fahrer des Kranken- und Warentransports ausfällt. „Außerdem haben wir in unserem Lager im Keller eine Werkstatt eingerichtet, wo wir kleinere Reparaturen, wie etwa das Wechseln von Reifen, selbst vornehmen können“, erzählt Bawart, der vor einem knappen Jahr den Job als Schichtleiter in einer Druckerei gegen den des „Transporters“ im LKH Rankweil tauschte. Auf die Frage, ob es denn die richtige Entscheidung war, antwortet der Vater von drei Kindern: „Absolut!“


Wo Finanzen keine trockenen Angelegenheiten sind... Von der monatlichen Steuermeldung und Kostenrechnung über die Rechnungsabschlüsse nach Spitalsbeitrag, die Bearbeitung der Investitionsbeiträge und der Krankenhausdokumentation für das Bundesministerium, bis zur Erstellung des Voranschlages sowie des Kostenrechnungsplans fürs kommende Jahr und das Controlling – um nur einige Aufgabenbereiche von Andrea Witzemann zu nennen. Sie mögen trocken klingen, sind es jedoch nicht, insbesondere wenn man, wie die Leiterin des Bereichs „Finanz- und Rechnungswesen“ am LKH Bludenz, den Kontakt zu den Stationen pflegt: „Natürlich beschäftigen meine Mitarbeiterin und ich uns so gut wie den ganzen Tag mit Zahlen. Doch der Kontakt zum Personal – von den Pflegefachkräften bis zu den Primaren – ist mir enorm wichtig“, so die ehemalige Zolldeklarantin. Und so werden vermeintlich reine „Zahlenspiele“ zu, wenn man so will, persönlichen Angelegenheiten.

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Die Schreiberlinge von Hohenems Seit 14 Jahren arbeitet Daniela Marik in den Vorarlberger Landeskrankenhäusern. War sie bis vor eineinhalb Jahren als Sekretärin auf der Pulmologie tätig, hat die gelernte Hotelfachfrau nun die Leitung des medizinischen Schreibdienstes am LKH Hohenems inne. „Wir schreiben die von den Ärzten diktierten Befunde, sortieren und scannen aber auch die einzelnen Krankengeschichten“, erklärt

Bei der Haustechnik ist immer etwas los Am LKH Bludenz kümmern sich Thomas Zudrell und sein Haustechnik-Team um 1.470 medizinische Geräte und 1.980 sonstige Geräte, Anlagen und um das Gebäude. „Pro Jahr bearbeiten wir an die 1.250 Wartungsaufträge für medizinische und rund 1.500 für andere Geräte und Anlagen“, weiß der diplomierte Wirtschaftsingenieur. Hinzu kommen die Anliegen der rund 360 „internen“ Kunden, denn trotz vorbeugender Wartung und laufender Inspektion melden die Mitarbeiter des Hauses täglich Störungen via Intranet, woraus sich wiederum circa 2.000 Instandsetzungsaufträge pro Jahr ergeben. Außerdem ist das gesamte Haustechnik-Team auch in das Neubauprojekt integriert. „Bei uns ist immer etwas los“, so der 46-jährige dreifache Familienvater aus Stallehr.

die 34-jährige Dornbirnerin, der die Koordination zwischen den Ärzten, den Arztund Dokumentationsassistenten sowie der Patientenaufnahme und den 22 „schreibenden Damen“ obliegt. Dass heutzutage sämtliche Diktate digitalisiert sind, erleichtert freilich die Organisation und obwohl jeder Abteilung fixe Schreiberinnen zugewiesen sind, könne es hin und wieder zu Engpässen kommen: „Dafür haben wir Springer, die ich kurzfristig einteilen muss“, so Marik.

Im Übrigen hat jeder Haustechniker sein „Spezialgebiet“: So gibt es einen Medizinund Kommunikationstechniker, zwei Elektrotechniker, einen GWH-Installateur und einen Fliesenleger, Maler und Tapezierer in einer Person. Zudrell selbst ist Abfall-, Ökoprofit-, Legionellen- und technischer Sicherheitsbeauftragter sowie Sicherheitsfachkraft.

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Bregenz und Rankweil üben für den Notfall Am 23. September, um 19.30 Uhr, traf die (Übungs-)Katastrophe ein. Auf dem Areal des LKH Bregenz, vorwiegend im Gebäude 1, brannte die Innere Medizin im dritten Stock und die Endoskopie im Erdgeschoss. Auf dem Hubschrauberlandeplatz stand ein Hubschrauber in Flammen und in der Trafostation im Wirtschaftshof, erstes Untergeschoß, entwickelte sich ein Schwelbrand. 120 Frauen und Männer von den Feuerwehren Bregenz Stadt, Vorkloster, Fluh, Rieden sowie die Betriebsfeuerwehren von VKW und Wolford trafen sich am Unglücksort. Unterstützt wurden sie von der Brandschutzgruppe des LKH Bregenz, Rot-Kreuz-Mitarbeitern, Personal der Information, dem Verwaltungsdirektor und 20 Jungfeuerwehrlern, die als Verletzte agierten. Erfolgreiche Brandbekämpfung Die kritische (Übungs-)Situation erforderte höchstes Koordinationsgeschick und den vollen Einsatz aller. Mit schwerem Atemschutz bargen die Feuerwehrmänner und -Frauen im dritten Stock Personen, verschoben die Betten in sichere Brandabschnitte und bekämpften die Flammen. Im Erdgeschoss entwickelte sich aufgrund von Bauarbeiten ein Brand. Auch hier bezwangen die Männer und Frauen mit schwerem Atemschutz das Feuer und bargen die Verletzten. Den brennenden Hubschrauber auf dem Landeplatz löschte man nach gelungener Personenbergung mit Schaum. Ein weitaus weniger spektakulärer, aber nicht minder gefährlicher Schwelbrand entwickelte sich in einer Trafostation. Hier drohte erhöhte Gefahr aufgrund des Mittelspannungsbereichs von 10.000 Volt. Alle Brandherde waren dank perfekter Zusammenarbeit bald unter Kontrolle und gelöscht. Herbert Feurstein, Technischer Leiter, stolz über die tolle, reibungslose Zusammenarbeit: „Wir freuen uns über das tolle Ergebnis. Die technischen und organisatorischen Details passten und es gab keinerlei Verletzungen. Es ist für Feuerwehr-Frauen und -Männer sowie das Hauspersonal speziell wichtig, die besonderen Gegebenheiten eines Krankenhauses zu kennen und zu beherrschen. Deshalb findet jedes Jahr eine Übung am LKH Bregenz statt.“

Herbert Feurstein, Technischer Leiter, LKH Bregenz: „Wir beschäftigen uns momentan intensiv mit der Überarbeitung unseres Katastrophenplanes. Dieser hat den Zweck, externe und interne Ereignisse schnell, sicher und kontrolliert abwickeln zu können. Im verbesserten Plan wird beispielsweise eine komplette Gebäuderäumung beschrieben. Wichtig ist auch das Planen und Umsetzen von Übungen, in denen das Zusammenspiel von externen Rettungskräften (Feuerwehr, Rotes Kreuz, Polizei etc.) und der hausinternen Einsatzleitung möglichst realitätsnah erfolgt.“ Manuela Baumann, Katastrophenschutzbeauftragte, LKH Rankweil: „Es zeigte sich wieder, wie eine gut funktionierende Kommunikation Zeit spart, die im Ernstfall lebenswichtig sein kann. Diese Übungen helfen, möglichst vielen Personen den Katastrophenplan näher zu bringen und zeigen, welche Bereiche gezielter bearbeitet werden müssen, um die Aufgaben jedes Einzelnen optimal zu vermitteln.“

Katastrophenschutzübung im LKH Rankweil Am 7. November ging im LKH Rankweil die Katastrophenschutzübung über die Bühne. 20 Personen waren im Einsatz, neun Probanden und 12 Mitglieder der Betriebsfeuerwehr LKH Rankweil (BTF) übten eine Brandannahme auf der Station O2: Der Brandmelder auf der Psychiatriestation O2 schlägt im Aufenthaltsraum an. Alles ist stark verraucht – auch der Quergang in Richtung Ambulanz. Mögliche Fluchtwege gibt es nur über das Stiegenhaus oder über die Stationen O3 und O4. Neun Patienten befinden sich auf der Station, drei davon nicht mobil. Diese müssen mit Unterstützung der Betriebsfeuerwehr mittels Evakuierungstüchern über das Stiegenhaus gerettet werden. Manuela Baumann, Katastrophenschutz-Beauftragte des LKHRankweil: „Der praktische Einsatzablauf bei der Übung war der Schwerpunkt nach dem Konzept des Räumungs- und Evakuierungsplanes des LKH Rankweil. Das Ergebnis freute mich, die Verantwortlichen der Station reagierten richtig und äußerst schnell, wodurch der Übungsablauf etwas anders als geplant verlief. Der Großteil der gefährdeten Patienten stand bereits am Sammelplatz, von wo wir die interne Verlegung rasch und reibungslos organisierten.“


Fotos: Johannes Maier

Mit flexiblen Arbeitszeiten hoch hinaus Barbara Zangerl ist eine der wenigen weiblichen Kletterprofis in Österreich

Der Beobachter LKH Hohenems schenkt den CliniClowns Vorarlberg ein Lachen Lachen ist die beste Medizin. Das wissen vor allem die CliniClowns und setzen sich deshalb dafür ein, dieses Heilmittel in die Spitäler Vorarlbergs zu tragen. Das LKH Hohenems unterstützt diese Mission mit über € 2.400,- aus Einnahmen vom Tag der offenen Tür im Oktober.

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Von Hobby kann man schon lange nicht mehr sprechen, wenn man von Barbara Zangerls Leidenschaft – dem Klettern – spricht. Die Röntgenassistentin im Landeskrankenaus Bludenz betreibt diese Sportart inzwischen als Zweitberuf. Seit elf Jahren klettert die 25-jährige gebürtige Tirolerin. Anfangs war es die Kletterhalle, inzwischen hat sie sich dem Sport- und Alpinklettern verschrieben. „Eine für mich attraktive Wand von unten bis oben zu durchsteigen – das hat einen besonderen Reiz“, erklärt Barbara Zangerl. Bei ihrer Leidenschaft geht es nicht um Wettkämpfe, sondern um das fehlerfreie Bezwingen einer Felswand, sprich: ohne Hilfsmittel – Seil und Haken dienen dabei nur als Sicherung. Flexibles Arbeitszeitmodell Im LKH Bludenz arbeitet die sportliche Röntgenassistentin zu 50 Prozent. „Ich arbeite ganztägig und habe dann für meine Projekte immer wieder längere Zeit frei.“ Die Kombination ist das, was ihr gefällt. Zumal ihr das Team und die Chefin Margrit Hermann sehr entgegenkommen. „Ohne diese großartige Unterstützung ginge das nicht.“Das Klettern finanziert Barbara Zangerl durch Sponsoren: Adidas, Black Diamond, Sterling und 5.10. „Klettern ist mit vielen Reisen verbunden, die kosten eine Menge Geld“, weiß Barbara Zangerl. Ihr persönlich größter Erfolg ist die Alpentrilogie: „Der Silbergeier“ im Rätikon, „Kaisers neue Kleider“ am Wilden Kaiser und „End of Silence“ in Berchtesgaden. Diese drei Mehrseillängenrouten zählen zu den schwierigsten alpinen Routen weltweit.

Mit Ausdauer zum Erfolg Barbara ist die einzige Frau neben insgesamt vier Männern, die sich eine freie Begehung dieser Trilogie holen konnte. Viele Versuche waren nötig, um die drei 200 bis 300 m hohen Wände zu durchsteigen –

Foto: Mike Hamel

schlussendlich schaffte es Barbara Zangerl diesen Sommer. Kennt sie keine Angst? „Doch, natürlich“, lacht die Sportlerin. „Aber zum Glück ist die persönliche Angst meist größer als die tatsächliche Gefahr.“ www.barbara-zangerl.at

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Von: Betreff: Datum: An:

luag a! <luag-a@khbg.at> Lob tut immer gut… Wenn die Glocken in Prag für das LKH Feldkirch läuten… 08.05.2013 09:36:47 MESZ Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vorarlberger Landeskrankenhäuser

Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vorarlberger Landeskrankenhäuser leisten erstklassige Arbeit zum Wohle der Patienten. luag a! veröffentlicht in diesem Sinne Auszüge aus Briefen und Fragebögen von zufriedenen Patientinnen und Patienten, für die eine sehr gute medizinische Behandlung und Betreuung keine Selbstverständlichkeit ist. Weitergeleitet von: LKH Feldkirch (22. April 2013) Dear ladies and gentlemen, I do hope you remember Czech freerider in his early 50s who while thinking he is 20 years younger had a bad accident in Damüls more than two months ago. I could not say anything else than thank you so much for saving not only my left leg, but my life. Thank you so much for your great health care (which was fully confirmed by the Czech top "trauma" team in FN Motol hospital, Prague) hospitality and positive atmosphere which kept me in good mood. I´m still in that hospital in Prague after four more surgeries - on my spine, leg and hand. But feel much better now, starting intensive rehabilitation and ready for going home soon. Thanks so much to your team in Feldkirch hospital, which will be forever in my memories as a real safe heaven. Best regards, Petr P., Czech freerider, husband and father of three boys and two girls. Weitergeleitet von: LKH Feldkirch (13. Juni 2013) Dear friends! My husband Petr finally got back home after nearly four months from hospital after his skiing accident in February. This weekend we went through a great spiritual experience - the bells in St. Vitus cathedral. They guide us from the first moments after the accident. Our good friends are volunteer bell-ringers and they called me in February to LKH Feldkirch in Austria that they are ringing in Prague for Peters awaking, when he was three days unconscious. After return to Prague, they visited him immediately in Motol hospital and since then they let him listen to the bells through phone. Well, and this Sunday it ended up all by Peter, as another life motivation, climbed up 200 stairs to the belfry and could pull the bells with them. It is quite hard job to do. Men often take off their shirts and look like after running a marathon when they "bow" in front of the bells (because for effectively ringing the bell, the ringer must pull the rope all the way to the ground). Trust me, that not many things are so emotional as the sound of bells in the St. Vitus cathedral, when you are with a man, that could not walk for three months, only laying down. So I send these bells also to you, to be healthy and achieve anything you want in your life. Thank you for everything in ours horrible days! Dana P.E.,
wife of Petr P.


P.S.: Wenn auch in Ihrer Station Lob eingeht, das Sie teilen möchten, leiten Sie es bitte weiter an luag-a@khbg.at -Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsges.m.b.H. Carinagasse 41, A-6800 Feldkirch T +43 (0)5522 303-5018 F +43 (0)5522 303-765018 www.khbg.at

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Die Prager Glocken läuten für das LKH Feldkirch


Stromsparen beim Liftfahren Runter mit den überschüssigen Pfunden

Keine Angst! Um den Stromverbrauch ihrer Aufzüge zu reduzieren, verordneten die Technikverantwortlichen des Landeskrankenhaus Bregenz nicht etwa Ärzten, Pflegern und Patienten Schmalspurkost. Stattdessen rückten sie den Gegengewichten auf den Pelz. Viel zu schwer seien die in aller Regel, so die Messergebnisse vom Bodensee, und verbrauchen deshalb unnötig viel Energie. Wenn man sich im Rahmen einer Sanierungsmaßnahme schon Gedanken über den Einsatz neuer Technologien mache, dann doch bitte richtig, fordert Herbert Feurstein. Dem Technischen Leiter des Landeskrankenhauses Bregenz reichte es nicht, zwei in die Jahre gekommene Aufzüge nur den Forderungen der neuen Verordnung entsprechend auf den aktuellen Stand zu bringen. Die neuen Aufzüge sollten in jeder Hinsicht neuesten Standards genügen und damit nicht zuletzt möglichst energieeffiziente Fahrten zwischen den sieben Stockwerken des Gebäudes ermöglichen. Bevor man mit dem Stromsparen beginnen konnte, verschaffte man sich in Bregenz zunächst Klarheit über das Verbrauchsverhalten der bestehenden Lifte. Verschiedene Messungen – mal mit nur zwei Personen, mal mit einem Gewicht von 1800 Kilogramm in der Kabine – ergaben ein klassisches M-Profil mit hohen Anlaufströmen, einem geringeren Stromverbrauch während der Fahrt und wiederum hohen Bremsströmen. Bei den sogenannten Leerfahrten mit nur zwei Personen stach der hohe Stromverbrauch beim Runterfahren und vor allem beim Bremsen ins Auge, berichtet Hubert Baldauf, der in Bregenz den sicheren und reibungslosen Betrieb der elektrotechnischen Anlagen verantwortet. Die Gegengewichte mussten bei diesen Fahrten mit viel Energie beschleunigt und gebremst werden.

schen Kabine und Gegengewicht. Bei 99 Prozent aller Fahrten befinden sich in Bregenz jedoch nur ein Patient in einem Bett und eine Pflegekraft im Aufzug. Sie bringen alles in allem rund 250 bis 300 Kilogramm auf die Waage beziehungsweise in den Lift. In 99 Prozent aller Aufzugbewegungen waren damit die Gegengewichte viel zu groß für die Last in den Kabinen. Und so wurde bei allen Fahrten – ungefähr 1.000 am Tag, 350.000 im Jahr - unnötig viel Energie aufgewendet, um diese zu beschleunigen und zu bremsen. Feurstein und Baldauf erwogen deshalb, die Gegengewichte zu reduzieren und stattdessen einen etwas stärkeren Antrieb zu wählen. Von ihrem Aufzugshersteller, der ganz offensichtlich erstmals mit dieser Frage konfrontiert war, wollten sie wissen, ob das technisch machbar und die Aufzüge dann immer noch sicher wären. Nach viel Nachdenken, Rechnen und Hin und Her wurden die Gegengewichte in den Bregenzer Aufzügen schließlich tatsächlich angebohrt wie ein Wie gemessene 74% Stromeinsparung beim LiftSchweizer Käse und betrieb erreicht worden sind, konnten die Techniker vom LKH Bregenz im Rahmen der Veranstaldadurch um jeweils tung „Live im Betrieb“, die vom Vorarlberger Ener600 Kilo abgespeckt, gieinstitut ausgerichtet wurde, präsentieren. so dass die Aufzüge nun in der Balance sind, wenn 300 Kilogramm zugeladen werden. 50 Prozent der bisher benötigten 85 kWh pro Tag für beide Lifte sollen auf diesem Weg eingespart werden. Energie zurückgewinnen Und weil man schon am Nachdenken und Sparen war, wollten die Bregenzer dann auch noch die Bremsenergie ihrer Aufzüge zurückgewinnen. Auch um diese Aufgabe zu lösen, musste sich der Hersteller der in Bregenz eingesetzten Aufzugsanlage erst einmal ins Zeug legen und recherchieren, ob es dazu bereits Techniken gibt und wie man sie umsetzen kann. Das Fazit: Es gibt sie und man kann problemlos. Um einen Vergleich zu haben, wurde in Bregenz vorerst nur einer von den zwei zu sanierenden Aufzügen mit der Rückgewinnung für die Bremsenergie ausgestattet. Die tatsächlichen Einsparungen übertreffen die im Vorfeld angestellten Berechnungen bei weitem. Der Lift ohne Energierückgewinnung braucht nun noch 16 bis 17 kWh pro Tag, der mit Energiegewinnung sogar nur mehr 11 kWh. Zusammen sind das 25 kWh am Tag im Vergleich zu vorher 85.

Ein Balanceakt Hier setzt die energiesparende Lösung für die neuen Aufzüge in Bregenz an: Normalerweise werden die Gegengewichte nach der Formel Kabinengewicht plus halbe Nennlast errechnet. Für den konkreten Fall in Bregenz ergab das zwei ansehnliche Betonklötze von stolzen 2500 Kilogramm, die – egal wie voll oder leer die Kabinen waren – immer mit beschleunigt, bewegt und gebremst werden mussten. So könne man den kleinstmöglichen Antrieb wählen, erklärt Baldauf diese bisVerfasser: Maria Thalmayr, den kompletten Artikel finden Sie im her bei fast allen Aufzügen übliche rechnerische Balance zwi- „KMA – Das Gesundheitswirtschaftsmagazin“, Ausgabe: März 2013 luag a Frühjahr 14

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Danke luag a! gratuliert zu Jubiläen und Pensionierungen 2013 Landeskrankenhaus Bludenz

Landeskrankenhaus Bregenz

10 Jahre Dr. Bischof Wilfried, Dr. Länge-Simma Regine, Dr. Schallenberg Ekkehard, Prim. Dr. Krumpholz Ruth, Bitschnau Elisabeth, Burtscher Manuela, Burtscher Nadine, Csencsits Karin, Ebner Claudia, Fritz Monika, Härtl Angelika, Lancee Bianca, Nekola Carola, Orlainsky Daniela, Pellini Michael, Riedmüller-Barbisch Sabine, Saxenhammer Nina, Schmid Gebhard, Stückle Waltraut, Ujetz Sabine, Kröll Andrea

10 Jahre Stiehle Isolde, Dr. Gimpl-Ortner Alexandra, Dr. Ebner Stefan, Lippold Beatrice, Rummer, Martina, Holzner Claudia, Dr. Kurringer Andreas, Schwarzenböcl Anja, Deschler Claudia, Feichtenböck Helmut, Loitz Claudia, Pescoll Agnes, Witzemann Thomas, Dr. Schöneberg Oliver, Mitterhuber Sandra, Walder Verena, Mennel Alexandra, Winkel Silvia

15 Jahre Dr. Brotzge Lothar, Dr. Kasper Martin, Dr. Schnetzer Oliva, Dr. Seeber Alexandra, Burghuber Günter, Galehr Elisabeth, Hrachovina-Boca Eva, Stüttler Yvonne, Naier Markus, Nessler Annett, Seeburger Birgit

15 Jahre Pedrazza Christine, Dr. Sillaber Ursula, Oyugi Monika, Kremmel Ingeborg, Schubitz Brigitte, Finkel Berta, Dr. Pointner Josef, Schmölzer Sonja, Bayer Gisela, Platter Nina, Schuchter Klaudia, Klagian-Schmelzenbach Sylvia, Dr. Haderer-Matt Ingeborg

20 Jahre Dr. Stephan Hans-Gerhard, Bickel Evelyn, Gugele Jörg, Radl Andreas, Zint Maria Christine, Zugelj-Reindl Marija, Schuchter Beatrix 25 Jahre Bickel Ingo, Werner Birgit, Wimmer Thomas 30 Jahre Prim. Dr. Striberski Dietmar, C. Calcana Merlinda, Gantner Erich, Haupt Franz Pensionen Kleineberg Elisabeth, Hepberger Sonja, Dr. Sucher Rosa, Malli Sieglinde, Prim. Dr. Hinterauer Lorenz, Türtscher Ingrid

20 Jahre Dr. Bargehr Margit, Nährer Gerald, Trailovic Monika, Dr. Reichert-Schuhwerk Carmen, Sturm-Haumer Julia, Marxgut Gerlinde, Dr. Müller Werner, Röser Sandra, Finkel Reinhard 25 Jahre Kränzl Christine, Dr. Steurer Robert, Correoso-Carcelen Beata, Konzett Johann, Dr. Schlachter Kurt, Wuitz Huberta, Röthel Frank, Zündel Rosmarie, Felder Carmen, Andorfer Jutta, Jungblut Maria, Walch Elisabeth, Balogh Birgit, Ritlop Elisabeth, Unterweger-Angerer Birgit, Feichtinger Beatrix, Hörburger Josefine, Jurisic Tatjana, Geißhüttner Gabriele, Schindler Karin, Gerhalter Angelika 30 Jahre Sapper Daniela, Loser Brigitta, Spratler Maria, Schmid Arabella, Hammerle Christine, Fink Georg 40 Jahre Wurst Eva Maria, Prim. Dr. Concin Hans, Pechlaner Helga

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Pensionen Schlager Maria-Elisabeth, Gsöllradl Sieglinde, Baur Peter, Yilmaz Salehe, Kleiner HansGeorg, Köfel Margit, Österle Heidemarie, Pechlaner Helga, Ritter Gabriele, Höpperger Kurt, Kaufmann Ursula, Kreil Walter, Heinz Erika Maria, Hendrikse Johanna, Stiehle Isolde

Landeskrankenhaus Hohenems

10 Jahre Gutschner Gabriele, Nesensohn Nicole, Pfefferkorn Josef, Gmeiner Ursula, Kraxner Ruth, List Dietmar, Pfefferkorn Christine, Plut Elisabeth, Prock Karin, Bargehr Margit, Mathis Ines, Müller Andrea, Jussel Simone, Dr. Wüstner Alois, Dr. Hernler Tamara, Adilovic Martina, Mayer Martin, Geiger Arno, Bilgeri Karin, Calugas Ninfa, Mathis Judith, Schwarzmann Elfriede, Vögel Barbara 15 Jahre Dr. Bayat Ramin, Ellensohn Margarete, Martin Cornelia, Halbeis Barbara, Pedevilla Helene, Feiel Martin, Djordjevic Daniela 20 Jahre Vaschauner Wilhelmine, Vonbrül Christine, König Sieghard, Sohm Renate, Dr. Tumler Stefan, Gächter Michaela, Heiseler-Zerlauth Eveline, Dr. Diem Wolfgang, Dr. Skof Helmut 25 Jahre Weigel Christa, Vögel Ingrid, Sparr Erich, Dr. Jenny Thomas, Kurrent Manuela, Strasser Maria 35 Jahre Vögel Hermann Pensionen Schriebl Irmgard, Burtscher Roman, Vögel Ingrid, Plut Elisabeth, Latzelsberger Lydia


Landeskrankenhaus Feldkirch

10 Jahre Bader Sonja Theres Maria, Bargetz Undine Ulrike, Battlogg Nicole, Dr. Beer Stefan, Bickel Sabine, Bobic Elvira, Bogensberger Christina Atanassova, Böhler Karin Maria, Brandauer Kornelia, Cimen Gülcan, Dogan Fadime, Ehrenberger Wolfgang, Ellensohn Dora, Friesli Elisabeth, Ganahl Barbara, Dr. Goldmann Kerstin Astrid, Haller Nadine, Hämmerle Christine Anna, Haug Sieghard, Heinzle Bettina, OÄ Dr. Horn Eva, Huchler Julia, Irgang Angelika, Jankovsky Julian, Kainz Christa Johanna, Katanic Jasmine, Kaya Sevil, Kick Patrizia, Knafl Rene, König Susan, Lampert Mareika Maria, Letmaier Angela, Maierhofer Martina, Marte Cornelia Monika Maria, Dr. Marte Sonja, Nesensohn Juliane, Reichart Gerlinde, Schellhorn Jörg, Schlatzer Elke Ursula, Schmid Bettina Sonja, Schmidt Martina, Spangenberg Katharina Maria, Stenzel Brigitte, Strolz Monika Anna, Dipl.-Ing. Tiefenthaler Barbara Elise, Tiefenthaler Hildegard, Tschabrun Michaela, Tschugmell Nicole, Türtscher Karin, Dr. Unterweger Robert, Vaschauner Verena, Wolter Nicole, Zaiss Verena, Zweimüller Katrin 15 Jahre Agic Maria, Benzer Isabel Catrin, Breuß Alexander, Enzinger Kerstin Marion, Gau Claudia, Gelbmann-Fasching, Heike Birgit, Giesinger Ruth, Gmeinder Peter, Graf Nadja, Gstach Tanja Helga, Heinzle Jasmine, Injac Sanja, Jäger Marion, Jäger Ulrike, Jerbic Mara, Knauder Claudia Melanie, Mag. Köchle Maria, Lässer Alexandra, Linder Claudia, Ljevar Ilija, Loverain Spomenka, Malin Elisabeth, Mangard Monika, OA Dr. Mayr Christoph Martin, Meyer Marcel, Müller Sandra, OÄ Dr. Nemes Constanze Maria, Nitz Ursula, Pedot Karin, Platzer Marina, Prettenhofer Gabriele, Prugger Heidi, Rachbauer Bettina, Recopuerto Dante, Schmidt Alexandra, Schrott Bianca Christine, Stoß Ursula, Summer Norbert, Sutter Kirstin, Türtscher Carmen, Türtscher Markus, Vondrovec Sonja, Wäger Heike, Walla Alexander, Walter Gottlieb, Weichselbraun Ingrid, Zelzer Christoph, Zizer Gerhard 20 Jahre Bickel Peter, Bleiner Monika, Bonmassar Michaela Nicola, Brunner Judith Maria, Butzerin Sigrid, Dellagiacoma Gerda Marion, Dirschl Manfred, Ebert Brigitte, Erhart Isabella, Fehr Christian Emil, Fischer Regina BSc, Fitsch Martin, Flatz Gertrud, Hofer Elke, Jasarevic Zerina, Kilga Marina, Mähr Diana,

luag a Frühjahr 14

Maier Andrea, Mathies-Lessmann Irene, Milosevic Miodrag, Mughal Biju, Mylonas Maria Ruth, Nicolussi Wolfgang, Nidetzky Andreas, Nitz Dietmar, Pfister Johanna, Polovina Ismet, Radikovic Mirjana, Rudic Petar, Schallner Maria, MSc Scheffknecht Michael, Schellhorn Birgit Doris, Schnetzer Sabine, Seewald Silvia, Seinader Ines, Stampfer Irmgard, Strojnik-Enenkel Petra, Sturn Kurt, Wille Sabine, Wohlgenannt Othmar 25 Jahre Assion Isabella Anna, Böckle Doris, Burgstaller Brigitte, OA Dr. Flatz, Thomas Eugen, Gsteu Monika, Holbach Gertrud, Kailath Aleykutty, Kitzelmann Gudrun, Köchle Andrea, Prim. Doz. Dr. Kompatscher Peter, Mathies Martha, Pichler-Jäger Dietmar, Renk-Stotz Ingrid, Schmidt Bernhard, Tiefenthaler Silvia Roswitha, Unterschweiger Dolores, OA Dr. Weiser Rudolf, WieserBeck Margit, Zint Florian Martin 30 Jahre Carlin Judith, Enzenhofer Karin, Hellberger Irmgard Aloisia, Hierzer Josef, Lampert Gerhard Josef, OA Dr. Maier Roland Michael, Pachner Wolfgang Anton, Prünster Silvia, Taucher Carmen Eva, Weißenbacher Dagmar Irene 35 Jahre Assmann Birgit Maria, OA Dr. Fae Peter, Lacanlale Catalina, Lederle Günther, Loidl Anna-Maria, Marchetti Yvonne, Siebmacher Margarethe, Steu Helma, Vogt Elisabeth, Franziska Andre, OA Dr. Wöß Erich 40 Jahre Horvat Franc, Kehldorfer Ida Friederike, Mair Dietmar, Müller Evelina, Paulitsch Elmar Erich, Riedler-Kiessler Renate Maria, Schrei August Johann Maria, Schrei Janina Wladyslawa Pensionen Amann Konrad, Amann Monika, Baerenzung Sonja, Burger Claudia M.M., Dr. Dönz Helmut, Holbach Gertrud Maria, Kitzelmann Gudrun, Kraher Annegret, Krenn Christine, Lacanlale Catalina, Mair Dietmar, Mathies Elisabeth, Prim. Dr. Menz Wolfgang, Murer Majda, Paulitsch Monika, Paulitsch Peter Eugen Johann, Petersen Monika, Schäfer Elisabeth, Schallert Johanna, Schneider Brigitte, Schrammel Christa Maria, Vith Ernst, Vogel Hildegard Maria

Landeskrankenhaus Rankweil

10 Jahre Böhler Claudia, Calugas Jovito, Forstner Ingrid, Frick Johannes, Geiger Andrea, Kuster Cornelia, Malin Dagmar, Matthä, Sabine, Pichler Michael, Porod Günter, Rainer Irmgard, Rüscher Petra, Schwarz Jutta, Schwarz Renate, Speckle Alexandra, Dr. Steger-Adami Petra, Witzemann Monika, Zimmermann Thomas, Zucol-Dorn Birgit 15 Jahre Burtscher Karlheinz, Diem Andrea, El-Noweim Gerald, Feistl Karin, Frick Roland, Hummer Gerda, Lampert Stefan, Schiener Reinhard, Summer Edgar, Summer Erna, Waldner Gabriele 20 Jahre Biermann Reinhard, Burtscher Marco, Egermann Silvia, Fehr Christian, Fink Ernst, Gayer Sylvia, Gröbner Manfred, Gsteu Elena, Jehle Alexandra, Keckeis Josef, Kovacic Renate Pfefferkorn, Ulrike Sieberer, Alfred Trajkovska, Ivanka Tripolt, Roland Otmar, Dr. Troy Annelies, Wucher Helene 25 Jahre Amann Roland, Andrich Johannes, Büchele Ursula, Fleisch Gerd, Heindl Ralph, Ilko Thomas, Kathan Eva Maria, Ludescher Isabell, Mangold Alexandra, Mathis Gerhard, Dr. Palli Rosemarie, Schwärzler Albrecht, Dr. Weiser Vera 30 Jahre Dünser Anita, Gobber Sonja, Huber Manuela, Dr. Jugl Peter, Kessler Gerhard, Dr. Künz Arno, Summer Franz 35 Jahre Bell Wolfgang, Böttiger Helmut, Fritsch Wilhelm, Lais Karl-Heinz, Mathes Gottfried, Pertl Manfred, Prettenhofer Helmut, Reinalter Zita, Stark Josef 40 Jahre Mylonas Perikles, Prpic Etelka, Wieseneder Walter Pensionen Draxler Gerhard, Fritsch Wilhelm, Gsteu Elena, Hubinger Reinhard, Lettinger Edith, Luggin Brigitte, Petschenig Elisabeth, Prpic Etelka, Zimmermann Anna Elfriede

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Aus unseren Schulen

47 frisch diplomierte Krankenschwestern und Krankenpfleger

Berlin – immer eine Reise wert, das dachten sich auch die Schülerinnen und Schüler des Diplomkurses der Krankenpflegeschule Feldkirch: Nach einer neunstündigen Busreise erreichen wir Berlin und in kleine Gruppen wird die größte Stadt Deutschlands vorerst im Selbststudium erkundet. Die gemeinsame dreistündige Schifffahrt auf der Spree am Nachmittag ist zwar etwas langatmig, aber doch sehr informativ. Die Wege in Berlin sind trotz der Größe der Stadt mittels S- und U-Bahn in kurzer Zeit zurückzulegen. Am folgenden Tag steht die Führung „Dem Leben auf der Spur“ mit einer anschließenden Führung durch das Gelände der Charité auf dem Programm. Am späten Nachmittag besuchen wir dann noch den deutschen Bundestag. Auch hier haben wir wiederum das Glück, eine ausgezeichnete Führung mit Einblicken in das Regierungsgebäude zu bekommen. In der Freizeit kann jede/jeder „sein“ Berlin erkunden und davon gibt es genug. Finden doch zur selben Zeit die IFA, die Berlin Music Week mit 80 Bands an vier 34

Im September konnten 47 Diplomandinnen und Diplomanden der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Feldkirch stolz ihr Abschlussdiplom durch Landesrat Dr. Christian Bernhard und ihrem Klassenvorstand Dr. Kurt Vonblon im Rahmen eines Festakts im VorTagen, die Pyronale, immerhin die in- arlberger Landeskonservatorium in offizielle Weltmeisterschaft der Pyro- Empfang nehmen. techniker und weitere Events statt. Nach vier Tagen sind dann jedoch alle gesät- Festakt für diplomierte Krankentigt von Alexanderplatz, Berliner Funk- pflegerInnen in Rankweil turm, Brandenburger Tor, Friedrichstrasse, Kurfürstendamm und KDW. Einzig dem Nachtleben wird auf der Rückfahrt noch etwas nachgetrauert, denn die Großdiscos wie MATRIX, FELIX, JWD oder die HAFEN Bar gibt es halt bei uns im Ländle nur in den Schmalspurversionen… Diplomkurs JG 2010 Am 6. September erhielten 29 DiplomandInnen der psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflegeschule in der Kapelle des LKH Rankweil in Anwesenheit von Direktor Mario Wölbitsch, MSc. ihr Abschlusszeugnis. Sechs Personen absolvierten die Ausbildung mit ausgezeichnetem Erfolg. Im Anschluss an die Überreichung des Diploms wurde in gebührendem Rahmen gefeiert.


Informationsvormittage zur Lungengesundheit

Rund 50 SchülerInnen der Krankenpflegeschule Feldkirch führten ein Projekt zum Thema Lungengesundheit durch. An zwei aufeinanderfolgenden Vormittagen im Zimbapark in Bürs und im Messepark in Dornbirn informierten die SchülerInnen interessierte Besucher über die Lungengesundheit und identifizierten schädliche Einflussfaktoren. Die Besucher konnten kostenlos Atemtests und CO-Messungen durchführen lassen. Das von DGKS Katja Hornung, Dipl. Pflegewirtin (FH), geleitete Projekt erfreute sich großer Beliebtheit bei den Besuchern. Pflege? Schlau! Ebenso schlau ist der neue Internetauftritt der Pflegeschulen der Vorarlberger Landeskrankenhäuser. Die Webseiten der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Feldkirch und der Psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflegeschule Rankweil wurden unter www.krankenpflegeschulen.at auf einem Portal zusammengefasst und bieten alle wichtigen Infos rund um die Pflege in einem neuen ansprechenden Design.

Bildungsreise der DiplomandInnen PGKPS Rankweil nach Hamburg Frühmorgens ging die Fahrt mit dem Bus Richtung Hamburg los und gegen 19 Uhr konnten wir unser Hotel in der Nähe des Hauptbahnhofes erreichen. Nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten, stand schon um 20 Uhr unser erster Programmpunkt, nämlich die Nachtwächterführung durch St. Pauli, auf dem Plan. Begleitet von anekdotenreichen Geschichten schlenderten wir zwischen Millerntor und Altona, dem größten Amüsierund Rotlichtviertel Europas, umher.

Am nächsten Tag starteten wir nach einem ausgiebigen Frühstück zu unserer ersten Exkursion in das Heinrich-Sengelmann-Krankenhaus. Wir wurden vom Verwaltungsdirektor und dem Pflegedienstleiter sehr herzlich willkommen geheißen. Das Heinrich-SengelmannKrankenhaus ist eine Einrichtung für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. In den verschiedenen Vorträgen bekamen wir interessante Einblicke in die jeweiligen Behandlungs- und Pflegemethoden der einzelnen Fachbereiche. Besonders beeindruckt hat uns die neu errichtete Station, in welcher Patienten und Patientinnen mit Abhängigkeitserkrankungen behandelt werden. Nach dem Mittagessen besichtigten wir ein weiteres Highlight der Fachklinik, den so genannten „Garten für die Sinne“. Hierbei handelt es sich um einen Garten, welcher angelegt wurde, um die Räume der Gerontopsychiatrie in die Natur zu erweitern. Ziel ist es, den Patienten und

luag a Frühjahr 14

Patientinnen – ältere Menschen mit seelischen und dementiellen Erkrankungen – die Möglichkeit, die Natur mit allen Sinnen zu erfahren, zu geben. Der Abend wurde dann für einen Musicalbesuch, einen Bummel auf der Reeperbahn oder sonstige Aktivitäten genutzt. Die Fachklinik Bokholt, eine Klinik für Kurzzeitrehabilitation und qualifizierten Entzug, war der Fixpunkt des nächsten Tages. In dieser Einrichtung erfuhren wir Wissenswertes über den qualifizierten Entzug von legalen und illegalen Drogen sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen. Bei diesem wird nach einer somatischen Abklärung durch den Arzt ein so genannter „kalter Entzug“ durchgeführt, welcher durch Massagen, Bäder und Akupunktur unterstützt wird. Wie man sich bei einem „kalten Entzug“ fühlt, schilderte uns auf sehr eindrucksvolle Weise ein Patient, der bereits den dreizehnten Entzug hinter sich hat. Im Anschluss an die Erzählungen ließen sich auch einige von uns akupunktieren. Der Samstagvormittag wurde für eine Barkassenrundfahrt durch den Hafen und die Speicherstadt genutzt. Sehr beeindruckend und für uns völlig fremd waren die riesigen Frachtschiffe und Containerverladestellen, welche wir dabei zu Gesicht bekamen. Bevor wir am nächsten Morgen die Heimreise antraten, konnten Frühaufsteher und solche, die noch nicht im Bett waren, um 5 Uhr den Altonaer Fischmarkt besuchen. Noch sehr müde, jedoch begeistert von der sehr schönen Stadt, starteten wir pünktlich um 8 Uhr unsere Heimreise nach Vorarlberg. Klassenvorstand, Annemarie Jost

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Mitarbeitertipps

Mein Buchtipp Vorarlberger Skitouren-Adventures

Reinhold Haingartner, Küchenchef am LKH Bregenz, liebt Lammgerichte. Er hat ein ganzes Buch mit Lammgerichten verfasst und verrät den LeserInnen von luag a! zwei seiner Lieblingsrezepte.

Das eBook „Vorarlberger SkitourenAdventures“ macht zehn ausgewählte Vorarlberger Skitouren erstmals interaktiv erlebbar. Es bietet enorm viele nützliche Hinweise und Tipps. Beispielsweise wird die Route mittels interaktiven Elementen besonders übersichtlich und informativ dargestellt. Neben vielen schönen und hilfreichen Bildern zu den Touren gibt´s auch Videos, interaktive Karten

Empfehlung vom Küchenchef Lammsuppe mit Safran

Lammcurry

500g Lammknochen 150g Lammfleisch 1 Zwiebel 1 Bund Suppengrün 5 Pfefferkörner 2 Knoblauchzehen je 1 Zweig Rosmarin und Thymian 1 Briefchen Safran 100g Zucchini 100g Sahne 4 Eigelb Salz

500g Lammschulter 3 Knoblauchzehen 1 Becher Joghurt 3 Tomaten 1 Zwiebel Ingwer, Salz, Pfeffer 1 TL Kümmel 1/2 TL Koriander 1 Prise Chilipulver 2 Gewürznelken 1 Zimtstange Curry

Mit Knochen und Fleisch eine Suppe ansetzen und ca 1,5 Stunden köcheln. Wenn das Fleisch weich ist, herausnehmen und mit Zucchini in kleine Würfel schneiden. Suppe abseihen und mit Sahne-Eigelbmischung legieren. Fleisch und Zucchiniwürfel in die Suppe geben und servieren. Knoblauchbrot passt gut dazu.

Fleisch in kleine Würfel schneiden, mit Knoblauch und Joghurt mischen und 2 Stunden ziehen lassen. Tomaten häuten, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Zwiebel, Kümmel, Koriander, Ingwer, Chili, Gewürznelken, Zimtstange glasig anrösten, Fleisch in Marinade dazugeben und mitrösten. Curry dazugeben und aufgießen. Fertig dünsten und mit Petersilie bestreut servieren. Als Beilage passt Naturreis oder Salat.

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und Tipps vom Alpenverein. Zu den Tourenklassikern, die im ganzen Land Vorarlberg liegen, zählen etwa die Schesaplana, die Kanisfluh oder die Rotbühelspitze. Das Preis-/LeistungsVerhältnis ist absolut fair. Das eBook ist erhältlich im Apple Store oder auf Amazon.

DI Peter Reinisch, Leitung Einkauf, KHBG


das jeden Samstagabend ab 18:00 Uhr angeboten wird. Mit diesem Lokal habe ich mitten im Herzen Vorarlbergs einen Ort gefunden, an dem man die Vorarlberger Lebensart auf einzigartige Weise erleben kann.

Auf den Spuren der Aborigines wandernd, dringen wir zu den heiligen Stätten der Ureinwohner vor. Ayers Rock, Kings Canyon und Olgas sind ein riesiges Naturspektakel, diese Gesteinsformationen regen zum Staunen und auch zum Wandern an. Fast am Ziel der Reise angelangt, kommt es zu einem technischen Gebrechen unseres Busses, beim Warten

Mag. Andrea Marosi-Kuster Pressereferenz, KHBG

Mein Ausgehtipp Freihof Sulz: Gastkultur und Lebenswert Als gebürtige Burgenländerin Anfang des Jahres 2013 mit Kind und Kegel von Wien nach Vorarlberg gezogen, hatte ich anfänglich Schwierigkeiten, mich zu akklimatisieren: die Berge so hoch, der Winter so lang, die Sprache etwas schwer verständlich… Sehr oft begaben wir uns auf Entdeckungsreise quer durchs Land. Eines schönen Nachmittags fanden wir uns im wunderschönen, mit viel Liebe gestalteten Gastgarten des „Freihof Sulz“ ein. Das Kastanien-Blätterdach bietet Schutz vor der Sommersonne, lässt Kinderherzen höher schlagen und lädt einfach zum Genießen ein. Ein Zufallstreffer sozusagen und seither fester Bestandteil unsres Vorarlberger Alltags. Der Freihof Sulz ist ein Ort, an dem man Gastfreundschaft und Ruhe finden kann. In der neu umgebauten Stube fühlt man sich wie zuhause, gerade als säße man im eigenen Wohnzimmer. Das Konzept „Natürlich und frisch“ zieht sich sowohl durch das Essensangebot als auch durch den integrierten, sehr ansprechenden Bioladen. Hervorzuheben ist das Mutterland-Buffet,

luag a Frühjahr 14

Freihof Sulz SchützenstraSSe 14 A-6832 Sulz T 05522 45808 info@freihofsulz.at www.freihofsulz.at

Mein Reisetipp Mit dem Abenteuerbus durch die Wüste von Australien Australien ist nicht nur ein riesiges Land, sondern auch ein Kontinent. Ein Kontinent von unbeschreiblicher Weite und eigenständiger Vegetation, welche es in Europa nicht gibt – mit mehreren Klimazonen und den giftigsten Tieren der Welt. Nach einer 24-stündigen Reise und einem Inlandsflug beginnt ein 7-Tages-AbenteuerTrip mit dem Bus von Adelaide direkt durch die unwirtliche Wüste. Wir sind ca. 3.500 km auf der Straße zum Endpunkt Alice Springs unterwegs. Auf der Strecke immer weiter ins Landesinnere vordringend, liegt eine Stadt unter der Erde – die Opalstadt „Coober Pedy“, was so viel heißt wie „weißer Mann im Loch“. In den Häusern unter der Erde hat es konstante 25°C im Sommer wie im Winter.

auf Hilfe wird uns begreiflich, wie gefährlich die Sonne und die Natur hier draußen sein können. Der Guide des Trips telefoniert hektisch herum. Nach mehreren Stunden eilt uns ein Busfahrer einer fremden Reisegesellschaft zu Hilfe. Ende gut, alles gut. Die unendliche Weite dieses Landes zieht einen in seinen Bann und man wird belohnt für die Strapazen der weiten und langen Reise. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Dr. Verena Linder, AEE, LKH Bregenz

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DPGKS Pia Halbeisen

Schritt für Schritt ein bisschen Freiheit Wie Daniela durch pflegerische Beziehungsarbeit kleine, aber stetige Fortschritte macht

Beziehungsarbeit als Basis Die Aggression ihrer Ausbrüche richtet sich ausschließlich gegen das Personal, nicht gegen Mitpatienten. Deshalb ist Danielas Zimmer tagsüber unSeit über 20 Jahren lebt Daniela ständig im Landeskran- versperrt und sie kann sich im Flur frei bewegen. kenhaus Rankweil. Krankenschwester Pia Halbeisen und ihr Kollege Basis ist die Beziehung zwischen den PflegepersoMichael Kühny haben sich gemeinsam mit dem Team der Station M1 zum Ziel gesetzt, Daniela Schritt für Schritt ein bisschen Autonomie zu ermöglichen. Ein Weg, der nicht immer leicht ist. Daniela wurde „Aufgrund der Erfolge 1974 bereits im siebten Schwangerschaftsmonat geboren. Sie erlebte haben wir uns getraut, eine schwere Kindheit, die von Pflegefamilien, BetreuungseinrichAusflüge mit Daniela tungen und Krankenhäusern geprägt war. Seit 1992 lebt Daniela im zu machen.“ Landeskrankenhaus Rankweil. Unkontrollierte Gewaltbereitschaft Welche Ursache für ihre Diagnose „Schwere Verhaltensstörung bei Intelligenzminderung“ verantwortlich ist, konnte nicht exakt festgestellt werden. Aufgrund der unkontrollierten Gewaltbereitschaft musste die Patientin von anderen isoliert und vielfach fixiert werden. Die Fortschritte in der Psychiatrie sowie der persönliche Einsatz des Personals machten es möglich, dass seit rund drei Jahren kleine Schritte in die Freiheit möglich wurden. „Die Fixierung ist nun endgültig Geschichte“, erklärt Pia Halbeisen. „Das war anfangs nicht leicht, Daniela verlangte immer wieder danach, weil sie ihr Sicherheit gab.“

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nen und der Patientin. Pia Halbeisen und Michael Kühny sind die wichtigsten Bezugspersonen der Frau. Daneben besitzt die Stationskatze für sie einen besonderen Stellenwert. „Aufgrund der Erfolge haben wir uns getraut, Ausflüge mit Daniela zu machen.“ Schwimmen, Rodeln oder ein Besuch im Wildpark waren bereits möglich. „Daniela muss danach die Eindrücke verarbeiten, was kurzfristige Aggressionsausbrüche zur Folge hat.“ Diese werden vom gesamten Team der M1 getragen, weil die Fortschritte, die Daniela macht, die oft schmerzhaften Rückschläge in den Schatten stellen.


Persönliche Beziehungen zählen Stefan Kreiner leitet seit sechs Jahren die Hypo-Bank im LKH Feldkirch und kümmert sich gemeinsam mit acht Kolleginnen und Kollegen um die finanziellen Belange von Krankenhausmitarbeitern, Patienten, Besuchern und externen Kunden. Im „luag a!“-Interview erzählt er, was seine Arbeit besonders macht und wie er mit seinem Team einen Mehrwert für jeden Kunden schafft.

luag a!: Herr Kreiner, nächstes Jahr feiert die Hypo-Bank im LKH Feldkirch ein rundes Jubiläum. Wenn Sie zurückblicken, was gibt es über die Entwicklung der Filiale zu erzählen? Stefan Kreiner: Die Filiale im LKH Feldkirch war einer der ersten Standorte, den die Hypo Landesbank im Laufe ihres Filialausbaus eröffnet hat. Wir gehören nun bereits seit 40 Jahren zur LKH-Familie und sind inzwischen ein gut integrierter Bestandteil des Krankenhauses. Gemeinsam kümmern wir uns um die finanziellen Belange von rund 4.500 Kunden. Wir haben uns unter anderem auf die Bedürfnisse von Ärzten, Pflegepersonal, Patienten und Besuchern spezialisiert, der größte Teil unserer Kunden kommt aber von außerhalb des Krankenhauses. Durch unseren Standort direkt im LKH Feldkirch profitieren unsere Kunden, genauso wie wir, von der unmittelbaren Nähe zueinander. Insbesondere die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses sparen sich die Fahrt in eine Bankfiliale und können ihre Bankgeschäfte direkt am Arbeitsplatz erledigen.

sein, wir versuchen auch, einen guten Draht zu ihnen aufzubauen, denn die wichtigste Grundlage für jede Geschäftsbeziehung ist Vertrauen, gerade im Umgang mit finanziellen Angelegenheiten. Wir konzentrieren uns auf unsere Stärken und versuchen Bereiche, in denen wir noch Potenzial sehen, zu Zur Person Stefan Kreiner, geboren am 30.10.1973 Familienstand: verheiratet, 3 Kinder Seit 2007 Filialleiter in der Hypo Filiale LKH Feldkirch

verbessern. Dass wir damit auf dem richtigen Weg sind, zeigen die zahlreichen Weiterempfehlungen Wenn Sie auf das Hier und Jetzt blicken – was ist in Ihren Augen die von Kunden und diverse Auszeichnungen: So wurden wir beispielsweise als beste Bank Österreichs größte Herausforderung? Die Finanzbranche hat nach wie vor mit den Nachwirkungen der des Jahres 2013 ausgezeichnet. Schuldenkrise zu kämpfen. Dennoch ist unser Ausblick für das kommende Jahr positiv und auch die Stimmung bei unseren Kunden ist über- Was bedeutet diese Auszeichnung für Sie und wiegend gut. Wir müssen uns heute mehr denn je als verlässlicher Part- wie profitieren Ihre Kunden davon? ner mit hoher Qualität in allen Finanzangelegenheiten profilieren. Ich Ende November wurde die Hypo Landesbank bin nur so gut wie mein Team. Aus diesem Grund lege ich großen Wert Vorarlberg von „The Banker“ als „Bank of the Year auf engagierte, motivierte und kompetente MitarbeiterInnen. Im Durch- 2013 in Austria“ ausgezeichnet. Das Finanzmagazin schnitt ist mein Team 37 Jahre alt bzw. jung und die durchschnittliche der Financial Times hat nach denjenigen Banken Betriebszugehörigkeit beträgt 13 Jahre. Gut ein Drittel unserer Lebens- gesucht, die die Herausforderungen aus Politik und jahre sind wir also bereits ein Teil der Hypo-Familie. Unser Einsatz ge- Wirtschaft erfolgreich gemeistert haben. Die Jury nauso wie die jahrelange Erfahrung und Leidenschaft zum Unternehmen hat unsere guten Ertrags- und Effizienzkennzahlen, zeigt eindringlich, wie wohl wir uns fühlen und dass wir gerne hier ar- Maßnahmen zur Stärkung unserer Kapitalbasis, beiten. Wir glauben, dass das auch unsere Kunden spüren und schätzen. ebenso wie gezielte Produktinnovationen sowie Entscheidend bei jedem Dienstleistungsunternehmen sind gute Mitar- unser ausgezeichnetes Rating honoriert. Es war beiterInnen. Und zum Glück habe ich solche. nicht nur eine Premiere für unsere Bank, gleichzeitig ging dieser Award zum ersten Mal nicht an Wie unterscheidet sich die Hypo Landesbank von anderen Banken? eine österreichische Großbank, sondern an eine Die Hypo Landesbank ist eine Bank, die bewusst Regionalbank ist Regionalbank. Unseren Kunden zeigt diese Ausund es auch bleiben will. Der direkte Kontakt zum Kunden steht bei uns zeichnung, dass die Hypo Vorarlberg entsprechenstets im Vordergrund. Daneben legen wir großen Wert auf persönlichen de Vorkehrungen trifft, damit sie auch in einem heService und kompetente Beratung. So auch in unserer Filiale im LKH rausfordernden Umfeld jederzeit ein starker, zuverFeldkirch, wo sich unsere Kunden eine breite Dienstleistungspalette lässiger Partner für sie ist. und gleichzeitig hohe Kompetenz und Erfahrung in der Beratung erwarten können. Wir wollen aber nicht nur räumlich nahe an den Kunden Vielen Dank für das Gespräch. luag a Frühjahr 14

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Fit im LKH: Piz Buin Tour Jedes Jahr haben die MitarbeiterInnen der Landeskrankenhäuser über die Gesundheitsinitiative „Fit im LKH“ die Möglichkeit, im Rahmen von geführten Touren den höchsten Berg Vorarlbergs, den Piz Buin, zu besteigen. Marco Huber, Leiter der Hauswirtschaft am LKH Feldkirch, berichtet luag a! von der 2-tägigenTour am 30. u. 31. 8. 2013: Bei der Ankunft auf der Bielerhöhe auf 2037m wurden wir von einem wunderschönen blauen Himmel empfangen. Voller Vorfreude beginnt der Wanderspaß. Vorbei am Silvrettastausee und einem kleinen Wasserfall, haben wir den Piz Buin (Höhe: 3312m) vor Augen. Nach ca. 1,5 Stunden Fußmarsch erreichten wir die Wiesbadener Hütte auf 2443m. Der Empfang der Servicedamen war sehr herzlich und kurz darauf bekamen wir ein feines Abendessen serviert. Unser Guide gab uns für den nächsten Tag ein spannendes Briefing, nachdem es schon um 21:30 Uhr ins Bett ging, da der Wecker pünktlich um 06:00 Uhr klingelte. Nach dem Frühstück bereiteten wir uns auf den Abmarsch vor. Wir wurden in zwei

4-er-Gruppen eingeteilt und nochmals auf die uns bevorstehende Route vorbereitet. Die Anspannung war sehr hoch, aber wir waren voller Vorfreude auf die bevorstehende Besteigung. Der Weg führte anfänglich über einen Geröllweg und einige Gletscherrinnsale. Nach einem kurzen Aufstieg standen wir am Fuße des Ochsentaler Gletschers und mussten uns erstmalig die Steigeisen anziehen, um sicher über den Gletscherfuß zu kommen. Nun war die Größendimension des Gletschers und des Piz Buin das erste Mal richtig ersichtlich. Wir bildeten die erste Seilschaft, die den Gletscher erklomm. Nach ca. drei Stunden brachten wir den Gletscher hinter uns und machten eine kurze Pause, um uns für den Piz Buin Aufstieg vorzubereiten. Wieder ging es aufwärts über einen sehr schmalen Geröllweg, der voller Schnee und Eis war, zum Kamineinstieg.

Nun kam der Moment, wo unser Puls etwas schneller schlug, weil Klettern in über 2600 m Höhe bevorstand. Unser Guide kletterte voraus, um uns an der Seilschaft zu sichern. Alles war mit Eis und Schnee bedeckt, überall gab es nur sehr kleine und schmale Haltemöglichkeiten. Dennoch war der Drang nach oben ungebremst. Die letzten paar Höhenmeter, das Gipfelkreuz sichtbar vor uns und plötzlich waren die Akkus wieder voll, jeder wollte schnellstens auf dem höchsten Berg Vorarlbergs ankommen. Nach ca. vier Stunden Marsch und knapp 1000 zurückgelegten Höhenmetern hielten wir uns am Gipfelkreuz und waren überwältigt von der Situation. Der Ausblick war einfach grandios und unbeschreiblich. Nach einer Pause und dem Eintrag im Gipfelbuch starteten wir auch schon wieder mit dem Abstieg. Der Abstieg gestaltete sich teilweise etwas angenehmer als der Aufstieg und so kamen wir um 14:00 Uhr wieder an der Wiesbadener Hütte an. Nach einem verdienten „Radler“ setzten wir unsere Wanderung zurück in Richtung Bielerhöhe fort. Diese Bergtour ist wirklich ein absolutes Highlight für alle Bergfreunde.

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Aus unseren Schulen Rückblick - Praktische Diplomprüfungen Dass die praktischen Diplomprüfungen am Prüfungsplan stehen, ist ein sicheres Indiz dafür, dass sich die Ausbildungszeit an der Psychiatrischen Gesundheitsund Krankenpflegeschule Rankweil dem Ende zuneigt. Im Juni 2013 fanden die praktischen Diplomprüfungen des Kurses 2010 statt. Auf den Gebieten Gerontopsychiatrie, Psychiatrie, Neurologie und Onkologie wurden von den Schülern und Schülerinnen außerordentliche Pflegesituationen ausgewählt. Nicht nur die pflegerischen Situationen in den genannten Bereichen wurden optimal und mit viel Engagement und Motivation gestaltet und dargestellt, sondern teilweise wurden auch sehr aufwendige Projekte, welche einer tagelangen Vorbereitung bedurften, vorgestellt. Hierbei seien beispielhaft „das kreative Gestalten einer Stationswand“, im Rahmen des „Gemeinsamen praktischen Tuns“, die „Psychoedukation“., die „Volleyball-Reflexionsgruppe“ im Suchtbereich oder „10 Minuten Aktivierungen mit Demenzerkrankten“ erwähnt.

eine Kräuteroase in der psychiatrischen Wohngruppe in Hard geplant, gebaut und gestaltet hat. Neben der eigentlichen Arbeit an der Planzeichnung der Kräuterspirale und der Umsetzung derselben vor Ort, mussten Sponsoren für Transporte, das Baumaterial sowie die Bepflanzung gefunden werden. Sowohl die beiden von ihr betreuten Personen als auch die Schülerin arbeiteten an dienstfreien Wochenenden, um die Kräuteroase bis zum Prüfungstag fertig zu stellen. Mit ihrem Projekt zeigte Jasmine Lutz eindrucksvoll, wie in der häuslichen Umgebung „aktivierende, ressourcenorientierte Pflege und Betreuung“ gestaltet werden kann.Auf diesem Wege möchten wir Lehrpersonen und Kommissionsmitglieder uns bei allen Diplomanden und Diplomandinnen des Kurses 2010 für ihr Engagement bei den praktischen Diplomprüfungen bedanken Klassenvorstand Annemarie Jost Exkursion der SAB Intensivpflege zu SANITAS nach Salzburg

An zwei Exkursionstagen im Trainingsund Fortbildungszentrum der Firma SAEines der Projekte gilt es besonders her- NITAS in Salzburg wurde wieder bewievorzuheben, da es an Ausdauer und Nach- sen, dass Unterrichtsinhalte auch außerhaltigkeit nicht zu überbieten ist. Es han- halb der Klassenräume gut vermittelt werden können. Die TeilnehmerInnen der SAB-Intensivpflegeausbildung konnten ihr Wissen über Themen wie etwa Pflegeprozess, Gerätekunde sowie volatile Narkosen vertiefen. Neben dem herzlichen Empfang mit einem Mittagessen wurden die Unterrichtsinhalte den Ausbildungsteilnehmern von Florian Heffeter, Mario Heil und Jochen Lechner praxisnah und überzeugend dardelt sich dabei um das Projekt der Schü- gestellt. Beim Hands-on-Training in Kleinlerin Jasmine Lutz, welche gemeinsam gruppen wurde dann die Theorie in die mit einer Klientin und einem Klienten Praxis umgesetzt. luag a Frühjahr 14

Neuer Standort für die Psychiatrische Gesundheitsund Krankenpflegeschule Mit unendlich vielen Umzugskartons und großem Engagement hat sich die psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflegeschule (PGKPS) vom Landeskrankenhaus ins ehemalige Herz-JesuHeim begeben. Die Räume des ehema-

ligen Herz-Jesu-Heims wurden neu adaptiert und entsprechen nun den Bedürfnissen der SchülerInnen sowie des Lehrpersonals. Alle am Umzug Beteiligten waren hoch motiviert und perfekt organisiert – der Ortswechsel ging flüssig und ohne Probleme über die Bühne. Seit 1. Oktober 2013 stehen die neu renovierten Klassen- und Demonstrationsräume zur Verfügung. „Obwohl es sich um ein Provisorium handelt, ist der Umzug ein Gewinn für die SchülerInnen, da die Räume bestens adaptiert wurden und somit gute Möglichkeiten für den Unterricht bieten“, so Mario Wölbitsch, Direktor der PGKPS Rankweil. Auch der neue Aufenthaltsraum der Schule ist gut gelungen und lädt zum Entspannen und Lernen ein. Es herrscht Einigkeit, was die sinnvolle Nutzung des Gebäudes im Herzen Rankweils betrifft. Die zentrale Lage der neuen Schule und das beeindruckende Panorama sorgen zusätzlich für einen hohen Wohlfühlfaktor in neuer Umgebung. 41


Mitarbeiter tun mehr

Smile4 Madagaskar „Smile4 Madagaskar“ ist das ehrgeizige Projekt von Dr. Ingo Plötzeneder, plastischer Chirurg am LKH Feldkirch. Fünf Mal war der engagierte Arzt schon vor Ort, um den Menschen das Leben zu erleichtern. Er selbst bemüht sich um Spenden, hält Vorträge und plant die Hilfseinsätze für Madagaskar – gelebte Hilfe, die berührt. Die im indischen Ozean gelegene „Perle der Natur“ Madagaskar besticht mit vielfältiger Flora und Fauna sowie einer phantastischen Unterwasserwelt. Getrennt von Afrika durch den Kanal von Mosambik leben die rund 20 Millionen Madagassen auf der viertgrößten Insel der Welt. Leider zählt Madagaskar nicht nur zu den schönsten, sondern auch zu den ärmsten Ländern der Welt. Das durchschnittliche Monatseinkommen von umgerechnet zirka 30 Euro sichert gerade so das Nötigste – manchmal nicht mal das. Gute Planung ist alles Als bekennender Afrika-Fan reiste der plastische Chirurg mit einem Ärzteteam aus Deutschland 2008 erstmals auf die Insel. Er erkundete die medizinische Situation vor Ort und knüpfte Kontakte zum Krankenhaus in Tuléar. Nach intensiver Vorbereitungszeit flog im Herbst 2010 erstmals ein vorwiegend vorarlbergerisches Team nach Madagaskar: 42

Dr. Plötzeneder reiste gemeinsam mit dem Anästhesisten Dr. Martin Dorner aus dem LKH Bregenz, Anästhesiepfleger Markus Bitsche, OP-Pflegerin Eva-Maria Bergsteiner aus dem LKH Feldkirch und Dr. Volkhart Krekel, plastischer Chirurg aus Deutschland, um zwei Wochen lang chirurgische Hilfe zu leisten. 2013 engagierten sich insgesamt neun Ärzte sowie hoc hqua l i f i zier tes Pflegepersonal für Madagaskar. Zwei vollständige OP-Teams traten die 36-stündige Reise im September an, teilten sich auf zwei Städte (Tuléar und Tamatave) auf und konnten 191 Menschen das Leben erleichtern. „Ich kann mir durchaus vorstellen, zwei Mal im Jahr mit einem Team nach Madagaskar zu fliegen. Der Bedarf sowie die Dankbarkeit der Bevölkerung sind unendlich“, so der engagierte Arzt.

Weiterbildung von Ärzten vor Ort Medizinische Behandlungen, vor allem Operationen in Madagaskar, sind teuer. Krankenversicherungen gibt es nicht und Dr. Ingo Plötzeneder, plastischer Chirurg, LKH Feldkirch: „Materialspenden, Geldspenden, 36 Stunden Reisezeit, selbst Medikamente einnehmen (z.B. Malaria Prophylaxe), den Urlaub opfern. - Während der kompletten Vorbereitung und Organisation fragt man sich schon manchmal, warum man das tut. Vor Ort stellt sich die Frage nie! Es ist einfach selbstverständlich und notwendig.

professionelle Versorgung können sich nur wenige leisten. Dr. Ingo Plötzeneder sieht ebenfalls Schwierigkeiten im Ausbildungsniveau madagassischer Ärzte: „Es werden keine Spezialisten ausgebildet, das lässt spezielle Eingriffe vielfach erst gar nicht zu. Ein wichtiger Punkt unserer Einsätze ist die Hilfe zur Selbsthilfe - das heißt Wissenstransfer von europäischen Operationsmethoden. Die Ärzte vor Ort lernten beispielsweise nie, wie


DGKS Kerstin Posch, OP-Schwester, LKH Feldkirch: „Jahrelang traute ich mich nicht, bei einem Auslandseinsatz dabei zu sein. Zu groß war die Angst, selber zu erkranken. Da mir das Team von Smile4 sehr gefiel, entschloss ich mich dieses Jahr doch mitzugehen. Unbeschreiblich sind die schönen Eindrücke von Land und Team in meiner Erinnerung. Man sieht viel Leid, Krankheiten und hygienische Missstände, dennoch überwiegt die „ansteckende“ Lebensfreude und Gastfreundschaft der Madagassen.“

DGKS Markus Bitsche, Anästhesie-Pfleger, LKH Feldkirch: „Im September reiste ich zum vierten Mal mit nach Madagaskar. Beim ersten Mal war ich vor allem neugierig und interessiert, wie in einem vollkommen fremden Land unser Einsatz abläuft und ankommt. Bei den letzten drei Malen ging ich mit, weil ich erkannt und gesehen habe, dass es oft nur wenig braucht, um viel zu helfen.“ Dr. Martin Dorner, Anästhesist, LKH Bregenz: „Ich wollte schon immer einmal in einem Land arbeiten, in welchem die medizinische Versorgung mangelhaft ist. Es war eine Herausforderung, unter derart einfachen Verhältnissen Narkosen optimal durchzuführen. Wir bewirkten tatsächlich durch unsere Arbeit mit relativ einfachen Mitteln eine nachhaltige Verbesserung im Leben der Menschen. Hauttransplantationen – essentiell für die Wiederherstellung Dies vor Ort und als Team erleben zu dürfen ist beeindruckend und nach Verbrennungen – durchgeführt werden. Genau hier set- letztendlich unbeschreiblich.“

zen wir an. Wir bringen keine teuren Geräte, die später nicht gewartet werden können. Wir versuchen, mit vorhandenem Material zu arbeiten und den dortigen Ärzten zu zeigen, wie buchstäblich von der Straße in den Operationssaal. Dort wersie auch ohne unsere Unterstützung den Menschen vor Ort den sie narkotisiert, gewaschen und operiert. Zwischendurch werden neue Patienten gesichtet und eingeteilt. Zusätzlich effektiver helfen können.“ wird alles haargenau fotodokumentiert. Zwischen 16 und 17 Uhr enden die Operationen, gegen 18 Uhr geht’s ins Hotel. Gaumenspalten, Weichteiltumore, Verbrennungen… Dem eindrucksvollen Einsatz von Dr. Plötzender und seinem Nach einem gemeinsamen Abendessen freut sich jeder auf Team liegt ein straffer Tagesplan zugrunde. Um sechs Uhr ist die schwer verdiente Nachtruhe. Dr. Plötzeneder über die anTagwache. Die OP-Schwestern und -Pfleger machen sich auf strengende, aber lohnende Arbeit: „Es ist auch für mich immer den Weg ins Krankenhaus und bereiten alles für den Tag vor. wieder eine Herausforderung, mit einfachsten Mitteln und Beispielsweise kontrollieren und richten sie die sterilisierten viel Einfallsreichtum die Tage zu meistern. Aber die Dankbarkeit und glückliche Patienten, Angehörige und Familien sind der beste Motivator.“ Dr. Stefan Winsauer, Assistenzarzt, Plastische Chirurgie, LKH Feldkirch: „Für mich sind diese „Arbeits-Urlaube“, neben der Verbesserung der Lebensqualität unserer Patienten, vor allem fachlich interessant. Wir sehen viele Krankheitsbilder bei Erwachsenen, die beheben wir bei uns schon im Neugeborenen-Alter. Wir führen die Operationen oft mit einfachsten Mitteln durch – 100 Prozent Erfindungsreichtum ist gefragt.“

Mona hat wieder eine Zukunft „Manche Patienten wachsen einem einfach ans Herz“, so der Chirurg über die kleine Mona. „Wir betreuen Mona nun seit vier Jahren. Sie kam als siebenjähriges Mädchen mit einer Gesichtsspalte zu uns ins Krankenhaus. Die Spalte zog sich vom rechten Auge bis zum Mund. Sie konnte ihr rechtes Auge nicht schließen, das dadurch trübte und kämpfte mit den Folgen eines permanent geöffneten Mundes. Ihr entstelltes Gesicht machte es ihr unmöglich, die Schule zu besuchen. Heute, nach drei Operationen, ist Mona elf Jahre, spricht recht gut französisch und eigentlich steht ihrem größten Ziel – in die Schule zu gehen – nichts mehr im Weg.

Instrumente. Die Anästhesie-Pflege sichtet die ersten Patienten des Tages und bereitet sie mit einer Prämedikation auf die kommende OP vor. Darauf folgt beim gemeinsamen Frühstück die Besprechung des Tagesablaufs. Die meisten Patienten leiden an Lippen-/Kiefer-/Gaumenspalten, Weichteiltumoren, angeborene Syndaktylie (beispielsweise zusammenWenn Sie spenden möchten: gewachsene Zehen oder Finger) oder Verbrennungen. Smile4 Madagaskar Von der Straße in den Operationssaal Während die Ärzte auf Visite die Ergebnisse des Vortags kontrollieren, trägt man die bereits vorbereiteten Patienten

Raiffeisenbank am Hofsteig, BLZ: 37482, Konto: 86173 IBAN: AT213748200000086173, BIC: RVVGAT2B482 Verwendungszweck: Madagaskar Mehr Informationen: www.smile4.at

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Prim. Doz. Dr. Karl Lhotta spricht im folgenden Interview über das Trinken beim Sport. Dabei erteilt der Leiter der Abteilung Nephrologie und Dialyse am LKH Feldkirch sowohl den Sportdrinks wie auch dem übermäßigen Trinken eine klare Absage.

Trinken soll gesund sein In den 1970iger Jahren war Trinken beim Sport verpönt, beim Marathon zum Beispiel wurde empfohlen nichts zu trinken. Welche Auswirkungen hatte diese Empfehlung auf den menschlichen Körper? Dr. Lhotta: Über Schäden wird nicht berichtet. Der beste Indikator für die Flüssigkeitsausnahme ist der Durst. Den hat man ignoriert und übergangen. Später hat das Ganze eine Fehlentwicklung in die andere Richtung genommen. Getrieben von der Getränkeindustrie und von ihr abhängigen „Experten“ wurde Sportlern empfohlen: trinken, trinken, trinken. Der Irrtum der Botschaft lautet: wenn man Durst hat, ist es schon zu spät. Das ist grundfalsch: Der Durst ist das natürliche Frühwarnsystem gegen Wassermangel.

Während des Sports kann die Niere über- Welche Getränke soll der Sportler schüssiges Wasser nicht gut ausscheiden. unbedingt vermeiden? Dadurch kann es zu einer WasservergifAlkohol und sehr zuckerhaltige Getung mit Schwellung des Gehirns (Hirn- tränke. Achtung! Bei großer Hitze sollte man Ausdauersport aber überhaupt vermeiden.

Prim. Doz. Dr. Karl Lhotta

ödem) kommen. Wer genau wissen will, wie viel Flüssigkeit er beim Sport verliert, Von welchen Faktoren ist der Flüssig- kann sich auch vor und nach einer Stunkeitsverlust beim Sport abhängig? de Belastung bei etwas höherer TempeTemperatur, Luftfeuchtigkeit, Inten- ratur abwiegen. sität, Kleidung und angeborene Stärke der Schweißproduktion spielen eine zen- Was soll der Sportler trinken? trale Rolle über die Menge des FlüssigEs gibt keinen wissenschaftlichen Bekeitsverlustes durch Schwitzen. Der Ver- weis dafür, dass die diversen angeprieselust beim Sport beträgt – abhängig von nen Elektrolytgetränke auf die Leistungsdiesen Faktoren – zwischen 0,25 und mehr fähigkeit einen positiven Effekt hätten. Sie schützen auch nicht vor Wasserverals zwei Liter pro Stunde. giftungen. Der Zuckergehalt dieser GeGibt es eine Norm, wie viel ein tränke ist etwas problematisch. KohlehySportler trinken soll? drate und Elektrolyte kann man sich auch Die simple und einfach verständliche durch einen kleinen Snack, Bananen, Regel lautet: Trinken, wenn man Durst anderes Obst oder auch durch einen Müshat. Wer sich auf sein Durstgefühl ver- liriegel zuführen. Normales Wasser ist lässt, der liegt immer richtig. Auch wer durchaus ausreichend, es gibt durch anin der Stunde zwischen 0,4 und 0,8 Liter dere Getränke keinen bewiesenen Vorteil. Flüssigkeit zu sich nimmt, liegt grundsätzlich im sicheren Bereich. Umgekehrt besteht die Gefahr, dass ein Ausdauersportler zu viel an Wasser zu sich nimmt.

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Welche Auswirkungen hat die Getränkeaufnahme vor einem Wettbewerb oder auch vor einem Training? Es macht Sinn, vor einem Wettbewerb Flüssigkeit zu sich zu nehmen. O,25 bis 0,5 Liter sind ideal, der beste Zeitpunkt ist dabei ca. vier Stunden vor Beginn eines Wettkampfes. In dieser Zeit kann die Niere überschüssige Flüssigkeit rechtzeitig ausscheiden und man geht optimal hydriert an den Start. Trinken zu knapp vor dem Wettkampf kann bewirken, dass sich die Blase meldet – und man gezwungen wird, eine lästige Pinkelpause einzulegen. Was ist nach dem Sport richtig? Genau dem Durstgefühl folgen und den Flüssigkeitsverlust durch Trinken nach Durstgefühl wieder auffüllen. Höre auf deinen Körper und das Durstgefühl: das ist die Quintessenz der gesamten Flüssigkeitsaufnahme beim Sport und auch außerhalb des Sports im Alltag.

Das Interview führte: vsport.at

Das Video dazu auf: www.vsport.at

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z�rieda Am Landeskrankenhaus Hohenems sind rund 200 Personen im Berufsfeld „Pflege“ tätig. Pflegedienstleiter DGKP Arno Geiger kennt jeden davon persönlich, denn für ihn und seine Mitarbeiter sind Kommunikation und Teamwork das Um und Auf. Das gute Arbeitsklima und zufriedene Patienten geben ihnen Recht. Und damit dies so bleibt, lässt sich Geiger immer wieder etwas (Neues) einfallen.

Neu im Team Bereits zum dritten Mal waren auch heuer wieder neue Mitarbeiter von Arno Geigers Pflegeteam eingeladen, Ende September an einem Workshop im Sunnahof Tufers in Göfis teilzunehmen. Ganz nach dem Motto „Der gemeinsame Weg ist das Ziel“ wurden schon während der „Anreise“ mittels Bahn und Bus allfällige Kommunikationsbarrieren überwunden. Im Laufe des Tages ging es dann im Prinzip um drei Fragen: Wie war der Einstieg in den Beruf? Wo stehe ich jetzt? Und: Was brauche ich? „Interessant war, dass bei der letzten Frage immer hohe Wertschätzung, Vertrauen und eine gute Kommunikation untereinander genannt wurden“, so Arno Geiger, der bei der Organisation der Workshops von zwei Mitarbeiterinnen im Rahmen des Talentemanagements unterstützt wird. Neben verschiedensten Kommunikationsmodellen wurde die Thematik „Zufriedenheit am Arbeitsplatz“ unter anderem durch Beantwortung eines kleinen Fragenkatalogs behandelt. Und einmal mehr zeigte sich: Den Gesundheits- und Krankenpflegern des LKH Hohenems liegt das Arbeitsklima ganz besonders am Herzen. Und zwar durch die Bank, schließlich brachten alle drei bisher durchgeführten Workshops dasselbe Ergebnis. 46

Auf was es ankommt Modell hin, Fragen her – eigentlich sei der Inhalt gar nicht so wichtig: „Dass wir gemeinsam einen Tag verbringen, dass sich meine Mitarbeiter untereinander besser kennenlernen und vor allem dass sie offen über ihre Bedürfnisse und Probleme sprechen können – darauf kommt es an“, ist Geiger überzeugt, der auch im beruflichen Alltag versucht, immer ein offenes Ohr für seine Mitarbeiter zu haben. Am Ende eines Workshop-Tages stand schlussendlich die sogenannte „4 Z-Formel“: Zusammen – Zufrieden – Ziele – Zukunft. Denn: „Gute Ziele machen zufriedene Mitarbeiter“, weiß Geiger. Spagat zwischen Familie und Beruf An einem weiteren Workshop, der heuer erstmals abgehalten wurde, nahmen jene Mitarbeiter teil, die nach der Karenz wieder ins Pflegeteam zurückgekehrt sind. Der Wiedereinstieg bedeutet nicht nur für die betroffenen Mitarbeiter eine Umstellung, sondern beschäftigt das gesamte Pflegeteam – insbesondere im Hinblick auf die Dienstplangestaltung. Aufgrund der Regelung im Rahmen des Mutterschutz- bzw. Väter-Karenzgesetzes sieht sich Pflegedienstleiter Arno Geiger mit neuen Herausforderungen konfrontiert: „Per Gesetz haben Mütter bzw. Väter, die in Betrieben mit mehr als 20 Mitarbeitern beschäftigt sind und deren Arbeitsverhältnis zuvor ununterbrochen drei Jahre gedauert hat, Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung. Dabei können sie selbst entscheiden, wann und wie viel sie arbeiten, sieben Jahre lang.“ Die Regelung an sich ist für Geiger, selbst Vater von


zwei Kindern, nicht das Problem. Man müsse sich schlichtweg rechtzeitig damit auseinandersetzen: In Hohenems sind momentan 21 Personen in dieser Elternteilzeitvereinbarung, zusätzlich befinden sich 20 im Mutterschutz. Je besser alle Beteiligten vorbereitet sind, umso besser die Chance auf eine erfolgreiche Integration. Eine Bereicherung für das Team Marja Kovacevic ist 18 Jahre und seit Oktober dieses Jahres Teil der Abteilungshelferinnen der Pulmologie am LKH Hohenems.

Wertvolle Mamas Im Zuge des Workshops „Spagat zwischen Familie und Beruf“, der ebenfalls Ende September im Sunnahof Tufers stattfand, zeigte sich, dass berufstätige Mütter mitunter mit fehlender Wertschätzung vonseiten mancher Kollegen zu kämpfen haben. DGKP Bettina Schweiger kann hingegen Gegenteiliges berichten: „Wir Mütter werden dafür geschätzt, dass wir beispielsweise andere Ansichten einbringen, zum Teil ausgeglichener sind, aber auch dass wir unseren Kollegen Wochenend- oder Nachtdienste abnehmen.“ Für die Mutter von zwei Kindern ist es wichtig, zuhause zu sein. Gleichfalls will sie ihren Kindern mitgeben, „dass man Geld verdienen muss. Und dass auch die Mama für sich Zeit braucht und Dinge tun muss, die ihr Freude bereiten.“ Dass Schweiger ihren Beruf zu ihren Leidenschaften zählt, kann wohl nur als Gewinn fürs LKH Hohenems gewertet werden. Arno Geiger ließ die Teilnehmer übrigens auch einen Dienstplan erstellen. Und? „Keine Chance! Für mich stand dabei aber nicht der Dienstplan im Vordergrund. Vielmehr sollten die Mütter sehen und verstehen, was ihre Elternteilzeit für das Team bedeutet.“

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„Ich mach die Betten, bring den Patienten das Essen und räum die Wäsche ein. Das macht Spaß“, erzählt Marja sichtlich stolz. Es ist ihr erster Job und laut Arno Geiger meistert sie ihre Arbeit als Abteilungshelferin bzw. Stockmädchen mit Bravour. Marja ist eine engagierte und offene junge Frau, die mit jedem gut kann. Und: Marja gehört zu den Menschen mit erheblichen Behinderungen, denen durch das sehr erfolgreiche Integrations-Modell „Spagat“ des Instituts für Sozialdienste (ifs) der Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglicht wird.

Begleitet wird Marja von einer Mentorin, einer sehr erfahrenen Abteilungshelferin sowie langjährigen Mitarbeiterin des Hauses. Das macht Sinn, schließlich sind für die junge Lustenauerin Sicherheit und Vertrauen enorm wichtig. Bei der Entscheidung Marja einzustellen, ging es dem Pflegedienstleiter des LKH Hohenems übrigens nicht darum, irgendwelche gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Vielmehr sei Marja eine Bereicherung für das gesamte Team und für die Patienten, so Geiger: „Außerdem ist es meiner Meinung nach wichtig, dass wir es nicht als normal ansehen, wenn wir gesund sind. Vielmehr sollten wir es schätzen. Dass Marja uns aber auch zeigt, dass man trotz einer Beeinträchtigung viel erreichen kann, ist ein zusätzlicher Gewinn.“ 47


Immer ein offenes Ohr - Mitarbeitereinführung neu Bereichsleiter konservative Pflege Gerd Neururer, LKH Bregenz: „Das neue Mitarbeitereinführungskonzept ist ein Top-Service für alle ‚Neulinge‘. Mit diesem System geht keine Information verloren, jeder Prozess wir erklärt und der neue Pflegemitarbeiter, egal ob vom In- oder Ausland, fühlt sich gleich aufgenommen“. Pflegedirektor Johannes Drexel, LKH Bregenz: „Mitarbeiter rekrutieren und halten ist Chefsache. Eine, für alle geltende, homogene Pflegekultur, ist wie ein Skelett. – Es trägt und stärkt die Gemeinschaft und vereinfacht das Zusammenspiel“.

Die Pflegedirektion am LKH Bregenz erleichtert seit Beginn 2013 neuen Mitarbeitern den Einstieg ins LKH. Pflegedirektor Johannes Drexel weiß aus Erfahrung: „Jeder Neuanfang ist schwer. Wenn man zusätzlich aus einem anderen Land oder Kulturkreis stammt, ist es nochmals schwerer. Mit der neuen Mitarbeitereinführung können wir erfolgreich helfen.“

liche und private Fragen zur Seite steht“, erklärt Pflegedirektor Drexel. Jeden Monat findet ein verpflichtender Einführungsworkshop für alle Neueinsteiger statt. Dort erklären Personalleiter, Krankenhausleitung, Hygieneschwestern und der Betriebsrat vormittags das Unternehmen, dienstrechtliche Angelegenheiten und die Hygienevorschriften, nachmittags werden die Schockraumkriterien und die allgemeinen Pflegeinfos vorgestellt.

„Jeder Neuanfang ist schwer. Wenn man zusätzlich aus einem anderen Land oder Kulturkreis stammt, ist es nochmals schwerer.

14 verschiedene Nationalitäten sind mittlerweile im Landeskrankenhaus Bregenz in der Pflege anzutreffen. Die meisten stammen aus Deutschland oder dem Balkangebiet, darunter gesellen sich zudem exotischere Länder, wie zum Beispiel Israel, Ukraine oder Schottland. „Jeder Mitarbeiter erhält am ersten Arbeitstag einen Einführungsbogen mit einem Leitfaden, um sich möglichst schell und einfach einzugewöhnen. Zusätzlich erhält jeder für ein Jahr einen Mentor, der für fach48

Hilfreiche Tipps von Mentoren Innerhalb der ersten Woche spricht der Mentor und die Stationsleitung mit dem neuen Mitarbeiter über den Eintritt: Gibt es offene Fragen? Ist die Zielsetzung und der Aufgabenbereich klar definiert?, etc. Der Mentor erklärt vorrangig alle Aufgaben sowie Geräte und Bereiche. In zweiter Linie informiert er über das Umfeld. Welche Freizeitmöglichkeiten gibt es? Wo sind Schulen, Kindergärten, Wohnungsmarkt oder sonstige wichtige Tipps zur einfacheren Eingliederung in die neue Umgebung. Drexel über die Wichtigkeit der Mentoren: „Für mich ist essentiell, dass sich jeder neue Mitarbeiter bei uns von Anfang an wohl fühlt. Am besten klappt dies mit klaren, einheitlichen Richtlinien und erfahrenen Mentoren. Gemessen an den Reaktionen und dem Feedbackbogen (80 Prozent Rücklaufquote) ist die neue Mitarbeitereinführung ein voller Erfolg!“


Sport und Bewegung als therapeutische Maßnahme Wie sich Freude an Bewegung auf den Heilerfolg bei psychischen Krankheiten auswirkt

Ländle-Pflegepreis der Vorarlberger Landeskrankenhäuser Für diesen Pflegepreis kommen aktuelle Projekte, Fachbereichsarbeiten und innovative Impulse für die Pflegepraxis in Betracht, die von Krankenpflegepersonen sowie von Auszubildenden zur DGKS/DGKP und Schülerstudierenden im 3. AJ erstellt werden. Inhaltlich erwarten wir uns praxisrelevante Themen, die in die Pflegepraxis oder in der Pflegeorganisation umgesetzt werden können.

Bereits seit 16 Jahren werden am LKH Rankweil sportliche Aktivitäten im Rahmen der Sporttherapie angeboten. Durch das Training verbessert sich das psychophysiologische Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten. Die Sport- und Bewegungstherapie entstand aus dem Bedarf heraus. Gemeinsam mit Oberarzt Dr. Wolfgang Günther entwickelte Sporttherapeut Gerhard Flöss das bewegte Therapieangebot. Das Krankheitsbild bestimmt das Programm: Während bei Depressionen vor allem Ausdauertraining hilft, ist bei schizophrenen Patienten meist ein niedriges Aktvierungsniveau zu berücksichtigen. Alle Erkenntnisse für die Therapien stammen aus der empirischen Forschungsarbeit. „Bei vielen Patienten geht es darum, sich selbst wieder zu spüren“, erklärt Barbara Rick, „daneben erhalten sie eine Tagesstruktur und soziales Lernen findet statt.“ Neben ihr und Flöss sind Brigitte Flatz und Carola Walser in der Sporttherapie tätig. Das Wohlbefinden steht im Zentrum aller Aktivitäten. Da das Therapieprogramm intern sehr erfolgreich ist, sehen die Therapeuten einen Bedarf in der Nachbetreuung. Gerhard Flöss: „Hier wäre ein sporttherapeutisches Angebot sehr wichtig.“

Angebote Morgengymnastik, Schwimmen, Nordic Walking, Teamspiele, Fitnessstudio, Jogging, Bewegung für ältere Menschen sowie die Sportgruppe für die Jugendpsychiatrie

luag a Frühjahr 14

Die Durchführung des Ländle-Pflegepreises findet alle 2 Jahre mit anschließender Veröffentlichung und Preisverleihung auf dem ICP-Kongress im Kulturhaus in Dornbirn statt. Anforderungen und Einreichbedingungen: • Eingereicht werden können Einzelarbeiten, die nicht älter als ein Jahr sind und noch bei keinem anderen Wettbewerb eingereicht wurden. • Ausschreibung auf der Website der GuKPS Feldkirch, www.pflegewege.at, www.lkhf.at und www.icp-event.org • Einreichtermin bis zum 30. Juni 2014 • Formale Kriterien beinhalten den Umfang und das Layout, die Form, sowie die Struktur der Arbeit. Diese entnehmen Sie der Homepage www.pflegewege.at, www.lkhf.at oder www.icp-event.org • Eine unabhängige Jury (Lehrpersonen der GuKPS Feldkirch sowie den Pflegedirektoren der Vorarlberger Krankenanstalten) bewertet die eingereichten Arbeiten. Der Ländle-Pflegepreis beinhaltet • Ein Preisgeld von gesamt € 1500.- (500.-, 400.-, 300.-, 200.und 100.-) für die fünf besten Arbeiten. • Öffentliche Preisübergabe und Kurzpräsentation (10 min) durch die Preisträger der drei erstplatzierten Arbeiten im Rahmen des ICP Pflegekongresses am 2. und 3.10. 2014. • Die TLN stimmen einer Veröffentlichung der Arbeiten auf der Webseite www.icp-event.org zu. Einsendungen bis 30.6.2014 per Mail an dieter.morscher@lkhf.at

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Im Vordergrund

Das Dreamteam Vom Dach bis in den Keller – Hermann Müller „Hermännle“ und Pero Nikic sind im LKH Feldkirch für „alles Mögliche“, wie sie so schön sagen, zuständig.

„Mir gefällt die Arbeit sehr gut, weil ich gerne mit anderen Menschen zu tun habe – ich bin gerne unter Leuten und für ein Schwätzchen ist immer Zeit“, so Pero Nikic, der seit knapp vier Jahren im LKH Feldkirch angestellt ist. Unter anderem ist er mit Birgit Schnetzer für das Reinigen des Bachlaufs mit den vielen Grünpflanzen in der Glasspange zuständig. „Dies ist wie in einem Aquarium, alle 2-3 Wochen muss der Bachlauf komplett neu gereinigt werden, um die Algenbildung zu verhindern.“ Aber nicht nur die exotisch anmutende Glasspange mit der Lehmwand verdankt ihr Aussehen seinem Händchen, sondern auch alle anderen Pflanzen, quer durch alle Abteilungen, profitieren von seinem grünen Daumen.

Hermann kennt das LKH Feldkirch wie seine Westentasche. Der Gampelüner (Anm. d. Redaktion: Ortsteil von Frastanz) ist schon seit 28 Jahren für die schön gemähten Rasenflächen und sauberen Müllcontainer zuständig. Im Winter streut er Kies und Salz, damit Fußgänger und Autofahrer sicher in das Krankenhaus gelangen. An seiner Seite arbeitet Pero, der eigentlich gelernter Fliesenleger ist. Der zweifache Familienvater aus Nenzing lernte schon viele Jahre zuvor durch Fliesenlegerarbeiten im LKH Feldkirch das Team der Haustechnik kennen. Das freundliche Team der Feldkircher Technik ver- „Wenn Pero mal frei hat, dann fehlt mir anlasste ihn, sich auf die damals ausge- richtig was“, so Hermann, der glücklich schriebene Stelle zu bewerben. ist, wenn er die anfallende Arbeit im Duett erledigen kann. Privat arbeitet er jedoch lieber alleine - zu Hause in seiner Werkstatt ist Hermann ein richtiger Bast50

ler. Er restauriert gerne alte ausrangierte Möbelstücke, wobei seine richtige Liebe historischen Motorrädern gilt. Seit gut zwei Jahren werkt er schon an einer ukrainischen „Dnepr“, ein Beiwagen-Motorrad aus dem Jahre 1946. „Wenn alles gut geht, sollte ich die 750 Kubik-Maschine bis im Frühjahr fahrbereit haben“, so Hermann freudestrahlend.


Betriebsausflüge Erstes Halbjahr 2014

LKH Bludenz

LKH Feldkirch

25. Januar: Schitag nach Serfaus

25. Januar: Hahnenkammrennen

19. Februar: Schneeschuhwanderung

21. März: Schitag in Warth/Lech

März: Schievent mit Rennen auf der Tschengla (Bürserberg)

01. April: Schitag am Sonnenkopf

09. Mai: Radausflug

18. – 21. Mai: Städtereise nach Hamburg

09. Mai: Busausflug

13. Juni: Radausflug

21.Mai: Kräuterwanderung Tschengla 27. Juni: Wandertag

LKH Rankweil

05. Juli: Familientag im Hochseilpark Golm mit Grillen   

20. März: Skitag Warth - Lech/Zürs 08. Mai: Busausflug München

LKH Bregenz

12./13. Juni: Meran „Bus oder Rad“ Trautmannsdorf od. Markt

16. April: Einkaufsfahrt Luino

03. Juli: Wanderung Biosphärenpark, Bikeausflug

09. Mai: Freizeitpark Rust 18. Juni: SkyWalk Allgäu 27. – 29. Juni: 3 Tage Wien (Donauinselfest) LKH Hohenems 26. Februar: Skitag Lech/Zürs 14. Mai: Luino Markt 07. Mai: Haiming/Tirol „Raften“ 04. Juni: Königsschlösser „Neuschwanstein“ 20. – 22. Juni: Prag

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Bild oben: „Wildkirchli“ Wanderung zu finden auf www.tourenspuren.at Die aktuellen Betriebsausflüge sind im Intranet unter „Infos des Betriebsrats“ abrufbar. Weitere Informationen und Anmeldung zu den Betriebsausflügen im Betriebsratsbüro Ihres Hauses.

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Leidenschaftlich. Gut. Beraten.

Die Heimat für mein Erspartes. Hypo Landesbank Vorarlberg. Heimat ist dort, wo man sich sicher und verstanden fühlt. Das gilt auch für Geldangelegenheiten. Sprechen Sie noch heute mit uns. Wir zeigen Ihnen gerne den einfachsten Weg zu einer sicheren Heimat für Ihr Erspartes. Hypo-Bank Bregenz, Hypo-Passage 1, 6900 Bregenz, T 050 414-1000 Hypo-Bank Feldkirch LKH, Carinagasse 47-49, 6800 Feldkirch, T 050 414-2400 Hypo-Bank Rankweil LKH, Valdunastraße 16, 6830 Rankweil, T 050 414-2600 www.hypovbg.at


luag a! Frühjahr 2014