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Versorgung Frühgeborener „Werden im Rahmen der regulären Untersuchung oder der Pränataldiagnostik Auffälligkeiten entdeckt, werden die Eltern nach Feldkirch überwiesen“, erläutert Dr. Christoph Atzl, Oberarzt der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe am LKH Feldkirch. Dort befindet sich die einzige neonatologische Intensivstation (Frühgeborenen-Intensivstation) in Vorarlberg. „Wissen wir beispielsweise schon vor der Geburt, dass das Baby aufgrund unterschiedlicher Gründe viel zu früh auf die Welt kommen wird bzw. Operationen notwendig sein könnten, sind wir darauf vorbereitet und können das Baby sofort nach der Geburt bestmöglich und umfassend behandeln“, erzählt Dr. Wolfgang Dietz, Oberarzt an der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am LKH Feldkirch. Dabei arbeiten die Ärzte eng mit allen anderen am Landeskrankenhaus Feldkirch vorhandenen Fachabteilungen zusammen. „Natürlich kann es auch sein, dass Komplikationen erst nach der Geburt auftreten. “Wir haben ein Team, welches dann in das jeweilige Krankenhaus kommt und das Neugeborene und die Mutter abholen und in Feldkirch weiterbehandelt“, berichtet Dr. Wolfgang Stelzl, bereichsleitender Oberarzt der Ambulanz am LKH Feldkirch. Ab der 23. Schwangerschaftswoche sind Frühgeborene überlebensfähig. „Die Eltern sollen von Beginn an so viel Zeit wie möglich mit ihrem Baby verbringen können – die positiven Effekte sind wissen6

schaftlich erwiesen. Daher legen wir der Mutter oder dem Vater das Frühgeborene auch so schnell wie möglich auf die Brust und versuchen, die ganze Familie einzubinden“, so Dietz. „Der Hautkontakt stärkt die Beziehung und fördert u.a. das Stillen, was für alle Babys, aber insbesondere Frühgeborene in den ersten Lebensmonaten, die beste Ernährung darstellt.”

Wissen verbinden Babys, die zu früh, aber nach der 30. Schwangerschaftswoche auf die Welt kommen, werden auch im LKH Bregenz betreut. „Wir haben ebenfalls eine Neonatologie. Auf dieser Station werden Frühgeborene und kranke Neugeborene betreut“, erklärt Primar Dr. Michael Rohde, ärztlicher Leiter der Abteilung Frauenheilkunde und Geburtshilfe am LKH Bregenz. Damit die Betreuung der Neugeborenen auf höchstem Niveau möglich ist, arbeitet das LKH Feldkirch eng mit dem LKH Bregenz zusammen, um die Qualität bei den Behandlungen zu steigern, die Ausbildung für Jungmediziner zu erweitern und die Dienste und Fachexpertise der beiden Landeskrankenhäuser zu bündeln. Eltern gehören dazu Frühgeborenen-Medizin bedeutet rund um die Uhr eine Intensiv-Betreuung und -Behandlung, hochentwickelte Medizintechnik und viel Zuwendung von Eltern und dem Krankenhaus-Team. Wie schwer es für die Familie ist, wenn das Baby auf der Intensivstation liegt, sieht die diplomierte Kinderkrankenschwester Angelika Gerhalter, Stationsleiterin Pflege der Neonatologie im LKH Bregenz, jeden Tag: „Wir versuchen, es den Eltern so angenehm wie möglich auf unserer Station zu machen. Sie sollen sich wohl fühlen und Sicherheit im Umgang mit ihrem Kind bekommen. Was uns ganz wichtig ist – die Eltern kommen nicht auf Besuch, sondern sind Teil des Ganzen.“ Sie können frei entscheiden, ob sie im Krankenhaus bleiben Herzstück


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