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D A S PAT I E N T E N M A G A Z I N #7 – SOMMER 16

HAND AUFS

HERZ

Traumjob Arzt Mit der neuen Basisausbildung zum beruflichen Erfolg

Hoch hinaus OA Dr. Linzmeier unterstĂźtzt seit Jahren die Bergrettung

Schau auf dein Herz! Der Herzinfarkt, die Behandlung und die Vorbeugung im Fokus

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Inhaltsverzeichnis

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Hand aufs Herz Kann man sterben lernen? Arzt von morgen Rauchen rächt sich Dem Blutdruck auf der Spur Schutz vor Keimen und Stromausfall Kurz und knapp Hoch in den Bergen und im Helikopter Zur Gaude Drei Fragen an… –––––– Herzstück

–––––– in bAlAnce

–––––– Arbeitswelten

–––––– stAnDpunkte

–––––– zuGeHÖrt

–––––– unter Der lupe

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–––––– lkH koMpAkt

–––––– Grenzenlos

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luag a! wird klimaneutral gedruckt. Das Papier ist PEFC-zertifiziert, das verwendete Holz also aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. Mehr unter www.pefc.de – Die Folie LDPE ist recyclebar. Impressum - Verleger, Medieninhaber und Herausgeber: Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft , Carinagasse 41, 6800 Feldkirch, www.khbg.at; Redaktionsleitung: Mag. Ulrike Delacher, MSc, Email: ulrike.delacher@khbg.at, Unternehmenskommunikation Vlbg. Krankenhaus-Betriebsgesellschaft Redaktionsteam: Mag. Andrea Marosi-Kuster, Prok. Mag. Markus Schuler, Prim. Univ.-Prof. Dr. Christian Huemer, Andreas Lauterer, BSc MA, Chefarzt Prim. Dr. Wolfgang Elsäßer, Harald Maikisch, MSc, MAS, DGKP Michael Scheff knecht MSc, Dipl. KH-Bw. Dietmar Hartner, Verena Schönfelder, DGKP Elke Kovatsch, Dr. Franz Freilinger, Monika Haack, Mag. Harald Bertsch, Dipl.KH-Bw. DGKP Erich Gantner Kontakt: luag-a@khbg.at Texte: wiko prevent|k, Luag a!-Redaktionsteam, u.v.m. Foto: Christina Scheiderbauer, Ulrike Delacher, Monika Haack, Manfred Waldner, Andrea Deutschl, Matthias Weissengruber (www.weissengruber-fotografi e.at), Dietmar Mathis (www.fotovideo.at), stocksy.com, unsplash.com, Lukas Hämmerle (Heizzentrale Hohenems), u.a. Konzept und Umsetzung: Unternehmenskommunikation Vlbg. Krankenhaus-Betriebsges.m.b.H., www.khbg.at, Zeughaus Designagentur, www.zeughaus.com, wiko preventIk Bregenz, www.wikopreventk.com Druck: Buchdruckerei Lustenau GmbH, Millennium Park 10, 6890 Lustenau, www.bulu.at Aufl age: 10.000 Stück, gedruckt auf umweltfreundlichem Papier ––– Bei personenbezogenen Ausdrücken sind selbstverständlich Frauen und Männer gleichermaßen gemeint.

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inHAlt iMpressuM


Am Puls

Liebe Leserin, lieber Leser, Sie halten die neueste Ausgabe unseres Patientenmagazins in der Hand – und bekommen damit einen Einblick in ein facettenreiches Unternehmen mit wichtigen gesellschaftlichen Aufgaben: die Betreuung und Behandlung von Patienten. Um dieser besonderen Aufgabe gerecht zu werden, braucht es Finanzmittel und Infrastruktur, aber was wäre ein Gesundheitsunternehmen wie die Vorarlberger Landeskrankenhäuser wert, wenn sich nicht über 4000 motivierte und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund um die Uhr mit besonderer Hingabe für Patienten, Angehörige und Besucher einsetzen würden? Danke!

Mit diesem Patientenmagazin möchten wir insbesondere die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Vordergrund rücken, die immer größeren Herausforderungen ausgesetzt sind. Die hohe Arbeitsverdichtung in einigen Bereichen, die demographische Entwicklung und die zunehmende Pflegebedürftigkeit der Patienten sind für das Personal oft sehr belastend. Aber auch die medizinische, medizintechnische und pflegerische Entwicklung, Überreglementierung und die damit verbundene Belastung ist für sie tagtäglich eine Herausforderung. Nicht zu vergessen ist das teilweise überhöhte Anspruchsdenken einiger Patienten und Angehöriger, die dem Personal die Arbeit

luag a!

schwer macht. Mit dieser Ausgabe möchten wir die täglichen Leistungen und die Professionalität aller unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Mittelpunkt rücken. Gute Infrastruktur für Patienten und Fachkräfte

Die Vorarlberger Landeskrankenhäuser dürfen sich auf Grund der weitsichtigen Finanzpolitik des Landes Vorarlberg über hervorragende Krankenhausbauten, über medizinische Topausstattung und über ein für jeden zugängliches, hochqualitatives Gesundheitssystem freuen. Das ist eine gute Grundvoraussetzung für Sie als Patient – und auch für die Rekrutierung von Top-Mitarbeitern: vom Turnusund Facharzt über das Fachpflegepersonal bis zu Mitarbeitern des medizinisch-technischen Dienstes wie auch sonstigen Fachkräften, die für das Betreiben eines Krankenhauses wichtig sind und sich um unsere Patienten kompetent und professionell kümmern.

Vielfalt in der Aufgabe

Die Vorarlberger Landeskrankenhäuser umfassen zwei Standardkrankenanstalten (Bregenz und Bludenz), zwei Sonderkrankenhäuser (Rankweil und Hohenems) und das Vorarlberger Schwerpunktkrankenhaus (Feldkirch), die beiden Pflegeschulen Feldkirch und Rankweil sowie die Tochterunternehmungen Medizinprodukte-Aufbereitung Vorarlberg zur Sterilisation medizinischer Instrumente und die Firma Clinic Service Vorarlberg, unser Reinigungs- und Dienstleistungsunternehmen. Zudem dürfen wir mit Stolz berichten, dass die Vorarlberger Landeskrankenhäuser inzwischen als Gesamtunternehmen auf universitätsklinischem Niveau agieren. Wir wünschen uns, dass Sie als Patient, Angehöriger oder Besucher schätzen, auf welchem Niveau die Vorarlberger Landeskrankenhäuser agieren und sind für konstruktive Anregungen dankbar.

GF Dr. Gerald Fleisch GF Prim. Dr. Peter Fraunberger Geschäftsführung Vlbg. Krankenhaus-Betriebsges.m.b.H.

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Herzstück

Hand aufs Herz 4

Herzstück


Unser Herz arbeitet rund um die Uhr, ein Leben lang. Was aber passiert, wenn eine wichtige Arterie, die das Herz mit Blut versorgt, verstopft? Mit Hilfe der modernen Medizin und einer schnellen Rettungskette können die Ärzte und Pfleger der Vorarlberger Landeskrankenhäuser auf Herzinfarkte reagieren. Sie zeigen auf, wie es zum Infarkt kommt, an welchen Symptomen sie ihn erkennen und wie die Therapie aussieht.

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s schlägt jeden Tag etwa 100.000 Mal, dabei pumpt unser Herzmuskel bis zu 10.000 Liter Blut durch die Blutgefäße. Nur so gelangen Sauerstoff, Nährstoffe, Vitamine, Mineralien, Hormone und andere wichtige Substanzen in jede Zelle des Körpers. Was aber, wenn das Herz krank ist? Die Störungen des Herz-Kreislauf-Systems sind vielfältig und verlaufen in vielen Fällen schleichend. Oft viel zu spät merken wir, wenn mit dem lebenswichtigen Muskel etwas nicht stimmt. „Mehr als 40 Prozent der Todesfälle sind auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen. Der Herzinfarkt liegt bei den Todesursachen ganz vorne“, erklärt Prim. Priv.Doz. Dr. Matthias Frick, Leiter des Instituts für Interventionelle Kardiologie in Feldkirch. Gefährliche Ablagerungen

Die Blutgefäße der meisten Betroffenen von HerzKreislauf-Erkrankungen sind über einen längeren Zeitraum geschädigt. „Gesunde Arterien haben glatte, elastische Innenwände. Durch sie fließt das Blut ungehindert durch den Körper. Die koronare Herzkrankheit beginnt mit Ablagerungen von Fett, Bindegewebe und Blutbestandteilen an den Innenseiten der Arterien. Diese sogenannten Plaques kann sich durch Einlagerung von Kalk zudem verhärten“, erklärt Frick. „Im Volksmund nennen wir es Arterienverkalkung. Je mehr sich davon in den Herzkranzgefäßen ablegt, desto schlimmer.“ Denn die Ablager-ungen verengen nach und nach die Gefäße. Außerdem besteht die Gefahr, dass diese aufplatzen. Wenn das passiert, lagern sich Blutplättchen ab und ballen sich zu kleinen Klumpen, die die Arterien verstopfen. Diese können die Herzkranzgefäße vollständig verschließen und das führt letztendlich zum Infarkt.

luag a!

Jede Minute zählt

»Mehr als 40 Prozent der Todesfälle sind auf HerzKreislaufErkrankungen zurückzuführen.«

Prim. Priv.-Doz. Dr. Matthias Frick

Herzstück

Schnelles und richtiges Handeln ist beim akuten Herzinfarkt entscheidend: Denn verschließt sich eines der drei großen Herzkranzgefäße, wird dieser Teil des Herzmuskels nicht mehr mit Sauerstoff versorgt. Wenn es nicht gelingt, das Gefäß innerhalb weniger Stunden zu öffnen, stirbt das Muskelgewebe ab. „Generell sprechen wir von der ‚goldenen‘ ersten Stunde, um Folgeschäden und Komplikationen zu vermeiden. Behandeln wir den Patienten innerhalb einer Stunde nach dem Infarkt, können wir viel Gewebe retten“, informiert Frick und ergänzt: „Alles, was zeitlich über sechs bis zwölf Stunden liegt, wird schwierig.“ Deswegen müssen die Behandlungswege möglichst rasch ablaufen. Dies wird mit dem Herzinfarktnetzwerk Vorarlberg bestens abgedeckt, erläutert der Kardiologe: „Handelt es sich um einen akuten Herzinfarkt, dann nimmt der Notarzt direkt mit unserem Herzteam Kontakt auf und schickt den EKG-Befund auf unser Handy. So stehen wir bereit, wenn der Patient bei uns im LKH Feldkirch eingeliefert wird.“ Das Team, bestehend aus einem Arzt und zwei Pflegern, leitet umgehend die Herzkatheter-Untersuchung ein. „Der Herzkatheter ist ein dünner biegsamer Kunststoffschlauch, den wir über die Arterie in der Leiste oder der Hand in den Körper einführen. Mit diesem können wir einen Ballon zum verstopften Gefäß bringen und aufblasen, dadurch löst sich die Verstopfung. Um dafür zu sorgen, dass das Gefäß offen bleibt, setzen wir einen Stent – das ist eine kleine, gitterförmige Gefäßstütze, die dauerhaft im Körper bleibt“, schildert Frick. Zur Beobachtung bleiben die Patienten über Nacht auf der Station. Die weitere Versorgung findet im Heimatkrankenhaus statt.

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1972 wurde der Grundstein für ein Schwerpunktkrankenhaus gelegt – dafür wurde die Medizin durch neue Abteilungen und Institute neustrukturiert: Prim i.R. Univ.-Prof. Dr. Gert Mähr erhielt am ehemaligen Krankenhaus der Stadt Feldkirch den Auftrag, eine Interne Abteilung aufzubauen. Zwei Jahre später wurde die Herzüberwachungsstation adaptiert und die medizinischen Geräte erneuert. Ende der 70er-Jahre folgten die ersten Herzschrittmachertransplantationen. Die Herzkathetertechnik etablierte sich mit der Eröffnung eines Herzkatheterlabors am LKH Feldkirch im Jahr 1990.

Gute Zusammenarbeit

und Pfleger die Körperwerte, die beim Patienten gemessen werden, auf einen Blick erfasst und können im Notfall rasch reagieren.

Wie ausgezeichnet die medizinische Versorgung in Zusammenarbeit mit den Landeskrankenhäusern funktioniert, zeigt sich am Beispiel mit dem LKH Bludenz. „Wenn ein Herzkranzgefäß nur teilweise verschlossen ist, ist eine sofortige Behandlung nicht unbedingt erforderlich“, erklärt Prim. Dr. Dietmar Striberski, Leiter der Internen Abteilung am LKH Bludenz. „Wir behalten den Patienten zunächst bei uns, behandeln ihn nach den neuesten Erkenntnissen und bringen ihn dann spätestens innerhalb von 48 bis 72 Stunden ins Herzkatheterlabor nach Feldkirch, bei Instabilitätszeichen sofort. Gibt es einen Hinweis auf einen kompletten Herzarterienverschluss, erfolgt die sofortige Überstellung nach Feldkirch.“ Nach der Behandlung kommt der Patient zurück ins LKH Bludenz. Diese Vorgehensweise hat wesentliche Vorteile für die Patienten: Sie sind nah am Wohnort – das gibt den Patienten Sicherheit – und sie können somit gut von Freunden und Verwandten besucht werden. Was vielen nicht bekannt ist: „Die medizinische Ausstattung in unseren Häusern entspricht der einer Universitätsklinik. Wir haben eine moderne Herzüberwachungsstation, die uns rund um die Uhr eine genaue Kontrolle des Gesundheitszustandes des Patienten ermöglicht, da wir die Zimmer mit transportablen Monitoren ausgestattet haben“, so Striberski. Auf der ganzen Station haben die Ärzte

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Risiko senken

Wer Herz-Kreislauf-Erkrankungen minimieren möchte, sollte sich über die Risikofaktoren bewusst sein, erläutert Matthias Frick: „Das Alter, das Geschlecht und die genetische Veranlagung kann der Patient aber nicht beeinflussen.“ So steige das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, mit dem Alter für gewöhnlich an. „Interessant ist, dass die Zahl der erkrankten Männer höher als die der Frauen ist. Das hängt auch mit den Hormonen zusammen.“ Liegen in der Familie Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, dann ist die Gefahr, einen Herzinfarkt zu bekommen, besonders hoch. Dennoch gibt es zahlreiche Faktoren, auf die der Patient positiv einwirken kann: Dazu gehören Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht, Bewegungsmangel und ein erhöhter Cholesterinspiegel. „Eine große Gefahr bringt das Rauchen mit sich, da es vor allem die Innenseiten der Blutgefäße schädigt und Plaques fördert“, betont Prim. Prof. Dr. Günter Höfle, Leiter der Abteilung Innere Medizin in Hohenems. Die Folgen zeigen sich rapide: „So konnte man bereits bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen Gefäßverkalkungen nachweisen.“ Die Mediziner gehen davon aus, dass ein Drittel der Herzin-

Herzstück


Interview

Auf der Herzüberwachung Der 53-jährige Thomas Schirmer trainiert nebenberuflich die Skimannschaft der Schwäbischen Alp. Am Samstag, 11. Juni, plant er mit dem Team einen Ausflug zur Lindauer Hütte. Beim letzten Anstieg vor dem Ziel bemerkt er, dass etwas nicht stimmt…

Herr Schirmer, welche Symptome haben Sie bemerkt? Ich wurde kurzatmig und es hat ein Stechen in der linken Brust begonnen, das nach rechts gewandert ist. In der Hütte angekommen, sind mir Hände und Füße eingeschlafen und kalter Schweiß Seit dem Jahr 2008 hat sich viel entwickelt: Das Institut

ist ausgebrochen. Später wurde mir schwindlig. Da habe ich es

für Interventionelle Kardiologie wurde eröffnet,

geahnt… ein Herzinfarkt. Schon mein Vater und mein Großvater

neue Ärzteteams mit Spezialisten nominiert und neue

hatten Infarkte.

Therapiemethoden eingeführt.

farkte ohne Rauchen vermutlich nicht auftreten würden, da es zudem auch den Fettstoffwechsel beeinflusst, die Herzfrequenz und den Blutdruck erhöht und das Blut verdickt. „All das sind Mechanismen, die die Krankheitsentstehung fördern“, sagt Höfle, „Des Weiteren schädigt das Rauchen die Nieren, was das Risiko steigert, einen Herzinfarkt zu erleiden.“ Teufelskreis Diabetes

Ein weiterer Faktor, der Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigt, ist das Übergewicht. „Es betrifft immer mehr Menschen und führt unter anderem zu Bluthochdruck und Diabetes. Besonders gefährlich ist das Bauchfett, da es Stoffe freisetzt, die sich auf den Blutdruck auswirken, das Hormon Insulin beeinflussen und Entzündungen auslösen können“, erklärt Höfle. Zurzeit gibt es in Österreich 600.000 Menschen, die an Diabetes erkrankt sind. Schätzungen zufolge wird es im Jahr 2030 mehr als 800.000 Diabetiker geben. Zwei Gründe nennt Primar Univ.-Prof. Dr. Bernhard Föger, Leiter der Internen Abteilung am LKH Bregenz, wenn es um den Anstieg der Erkrankten geht: „Die Bevölkerung wird immer älter, zudem ist die Zahl der Übergewichtigen stark gestiegen. Ungesunde Ernährung, wenig Bewegung und Rauchen erhöhen das Risiko, an Diabetes zu erkranken.“ Meist geht damit auch das Metabolische Syndrom

luag a!

Wie hat die Rettungskette funktioniert? Ein Bergwächter hat den Notarzthubschrauber alarmiert. Der Notarzt konnte mich binnen kurzer Zeit stabilisieren und informierte das Herzkatheter-Team rund um OA Dr. Marlon Walter im LKH Feldkirch. Wie ging es dann weiter? Im LKH haben Dr. Walter und seine Mitarbeiter bereits auf mich gewartet und ich wurde ins Herzkatheterlabor gebracht. Gleich nachdem Dr. Walter den Ballonkatheter aufgeblasen hatte und die Gefäße wieder erweitert waren, war der Druck auf der Brust weg und mir ging es schlagartig besser. Was müssen Sie jetzt nach der Behandlung beachten? Dr. Walter empfiehlt, eine Reha zu machen. Es ist wichtig, dass ich nach dem Infarkt weiß, wo meine Belastungsgrenze liegt. Generell kann ich aber mein Leben normal fortführen. Wie fühlen Sie sich jetzt? Heute, vier Tage nach dem Infarkt, fühle ich mich nur noch ein wenig schwach. Die Behandlung war top. Auch der Umgang mit meinen Angehörigen war großartig.

Herzstück

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einher. Das heißt, es treten zur Zuckerkrankheit beispielsweise noch Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck auf. „Hier genügt natürlich nicht, wenn der Patient nur den Zucker reduziert, sondern er muss auch abnehmen“, so Föger. Er appelliert: „Generell ist es wichtig, dass die Patienten das Gewicht, den Blutdruck, den Blutzucker und die Blutfette regelmäßig kontrollieren lassen.“ Wer sich wöchentlich mehrmals bewegt, kann das Gewicht verringern und trägt zur Prävention bei. „Der Fettstoffwechsel wird verbessert, der Blutdruck fällt ab und die bessere Muskelfunktion beugt Diabetes mellitus Typ 2 vor. Außerdem reduzieren sich auch Entzündungen im Körper“, so Höfle. Individuelle Beratung

Eine angepasste Ernährungsweise kann sich sehr positiv auf zu hohe Cholesterinwerte, die Blutzuckereinstellung und Übergewicht auswirken. „Damit können wir eine medikamentöse Therapie unterstützen oder unter Umständen sogar eine Dosisreduktion erreichen“, erläutert Lucia Jörg, Diätologin am LKH Feldkirch. Es ist ihr ein Anliegen, Patienten individuell zu beraten und bei der Umsetzung von Ernährungsempfehlungen zu unterstützen. „Bekanntlich zeigt sich vor allem beim Essen und Trinken, wie schwer die Umstellung von

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»Eine gesunde Ernährung wirkt sich immer direkt und positiv auf die Gefäße und das Herz aus«

Herzstück

Gewohnheiten ist.“ Ein bis zwei konkrete Ziele zu vereinbaren, bringen ihrer Erfahrung nach den größten Erfolg bei Lebensstiländerungen. Ein wichtiger Bestandteil der Zellen und Grundsubstanz für Hormone ist vor allem das Cholesterin. Überschüssige Mengen davon können sich jedoch in den Arterien ablagern. „Wir unterscheiden zwischen ‚gutem‘ und ‚bösem‘ Cholesterin“, erläutert Bernhard Föger. Damit ist das LDL-Cholesterin gemeint, welches für die Arterienverkalkung mitverantwortlich ist. Auf eine positive Art wirkt das HDL-Cholesterin, betont Föger, „denn diese hingegen schützen die Blutgefäße vor Verkalkung. Ihr Anteil im Blut steigert sich ebenfalls durch gute Ernährung und Sport.“ Um den Cholesterinspiegel günstig zu beeinflussen, ist unter anderem die Art und Menge an Fetten entscheidend, die gegessen werden. Gesättigte Fettsäuren finden sich vor allem in tierischen Lebensmitteln wie Wurst, fettreichen Fleischsorten oder tierischen Fetten. Sie sorgen dafür, dass sie den Cholesterinspiegel ansteigen lassen, was die Arterienverkalkung fördert. Gesättigte Fettsäuren sollten daher vermehrt durch ungesättigte Fettsäuren ausgetauscht werden, so die Diätologin: „Diese sind beispielsweise in Oliven-, Raps- und Walnussöl enthalten.“


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Herzinfarkte behandelten die LKH im Jahr 2015 mit einem Herzkatheter.

Wussten Sie, dass…

… sich der Herzinfarkt bei Mann und Frau unterschiedlich zeigt? Bei Männern äußert sich der Infarkt für gewöhnlich in starkem Schwitzen, Druck in der Brust und Übelkeit. Frauen hingegen leiden dabei meist an Atemnot und haben eher Schmerzen im Bauch oder Rücken. Diabetiker spüren den Schmerz ebenfalls fast immer im Rücken.

Bewegungstipp

Sport beugt vor Ein gesunder Lebensstil kann vor HerzKreislauf-Erkrankungen schützen. Dazu zählt die regelmäßige Bewegung, da sie unter anderem den Fettstoffwechsel verbessert, Übergewicht und Blutdruck reduziert und den Blutzucker senkt. „In der Rehabilitation unterstützen wir Patienten dabei, durch Bewegung das Fortschreiten der Krankheit zu begrenzen oder umzukehren“, erklärt Barbara Rick, MSc, von der Sporttherapie im LKH Rankweil. „Wir empfehlen drei- bis viermal wöchentlich für 30 bis 45 Minuten ein moderates Ausdauertraining wie Walking, Radfahren und Schwimmen. Wer ein Krafttraining bevorzugt, kann auch zwei-

Woher kommt…

bis dreimal für ca. 30 Minuten Übungen mit dem eigenen Körpergewicht bzw. mit

…eigentlich der Stent?

leichten Hilfsmitteln machen.“ Auch koordinatives Training und Beweg-

Der Stent wurde in den 70er-Jahren zur Erweiterung verengter Herzkranzgefäße entwickelt. Zu Beginn war das Material grob, häufig traten Komplikationen auf. Mittlerweile gelten Stents als gute Alternative zu Bypass-Operationen. Heute gibt es medikamentenbeschichtete Stents, welche das Wachstum von Vernarbungsgewebe verhindern und Stents, die sich nach einem gewissen Zeitraum selbst auflösen.

luag a!

Herzstück

lichkeit haben einen positiven Einfluss auf den Körper.

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In Balance

Kann man sterben lernen?

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leich vorweg: Nein, Sterben kann man nicht lernen – wohl aber den Umgang mit diesem Teil des Lebens. Wobei dies oftmals weniger für den Sterbenden gilt, als vielmehr für die Angehörigen. Insgeheim hegen viele den Wunsch, zuhause zu sterben, doch darüber nachdenken oder gar reden möchten nur die Wenigsten. Im Gegenteil: Wir klammern den Tod aus, drängen ihn an den Rand der Gesellschaft. Sterben sollte möglichst rasch, im Spital oder im Altersheim, auf alle Fälle aber in Abgeschiedenheit stattfinden. Dass Tote wie einst in den eigenen vier Wänden aufgebahrt werden, ist sowieso unvorstellbar. Dabei sei das Sterben ein wesentlicher Teil des Lebens, betont Oberarzt Dr. Otto Gehmacher, ärztlicher Leiter der Palliativstation am LKH Hohenems. Und fügt hinzu, dass „die Auseinandersetzung mit der Endlichkeit einen wichtigen Stellenwert im Leben einnimmt. Auf der Station versuchen wir genau das zu vermitteln – den Patienten und ihren Angehörigen. Bei uns wird nicht nur auf das Sterben gewartet, sondern es herrscht auch intensives Leben bis zuletzt.“

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Gemeinsam auf dem letzten Weg

»Viele tun sich schwer im Ablösen und Loslassen. Daher versuchen wir, die Menschen durch Gespräche dort abzuholen, wo sie gerade stehen.«

in bAlAnce

Gefordert ist vor allem die Pflege, immerhin ist sie rund um die Uhr beim Patienten. Und speziell bei der Betreuung von sterbenden Personen gilt es, einen Spagat zwischen Gefühl und Distanz zu machen. Es braucht ein Feingefühl und Gespür für die Menschen und deren Situation, die so unterschiedlich sein können wie das Leben selbst. Ob Pflegefachkräfte mit der Zeit „besser“ mit dem Sterben umgehen können, darf bezweifelt werden. Mit dem richtigen Rüstzeug wird es aber immerhin ein wenig leichter. „Die Betreuung sterbender Patienten ist zwar Teil des theoretischen Unterrichts. Die Praxis schaut allerdings meist ganz anders aus“, weiß DPGKP Arthur Bertsch, MSc, aus eigener Erfahrung. Der pflegerische Leiter der neurologischen Abteilung am LKH Rankweil kann sich noch gut daran erinnern, wie es ihm am Anfang damit gegangen ist – nämlich alles andere als leicht. Nicht zuletzt aus diesem Grund wurde vor gut 20 Jahren die Arbeitsgruppe Viaticum gegründet. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, bei den Mitarbeitern des LKH Rankweil ein Bewusstsein für die Betreuung von schwerkranken


Lesetipp

Der Reisebegleiter für den letzten Weg: Das Handbuch zur Vorbereitung auf das Sterben Mit medizinischen infos und interviews mit Ärzten, pflegefachkräften und patienten, von Dorothea seitz, die ihre eltern zuhause begleitet hat, barbara stäcker, deren tochter mit 21 an krebs verstarb, und Dr. Dr. berend Feddersen, leiter der spezialisierten Ambulanten palliativversorgung, lMu München.

und sterbenden Menschen sowie deren Angehörigen zu schaffen. Viaticum – was übrigens so viel heißt wie letzte Wegzehrung – ist überdies Ansprechpartner für Angehörige in schwierigen Situationen und hilft etwa bei der Vermittlung von Hilfsdiensten (z.B. Hospizteam). Zwei bis vier Mal im Jahr trifft sich die fachübergreifende Arbeitsgruppe, die aus Pflegefachkräften, Medizinern und der Krankenhausseelsorge besteht. Dadurch wird sichergestellt, dass die gemeinsam erarbeiteten Inhalte jeden Mitarbeiter erreichen. Zudem organisiert Viaticum regelmäßig Fortbildungs- bzw. Informationsveranstaltungen – zuletzt Ende April, als rund 220 Interessierte, darunter auch einige Angehörige, über die Frage diskutierten, ob man sterben lernen kann. Wie schaut der Abschied aus?

spruch als die Betroffenen – insbesondere wenn es darum geht, sich mit dem nahenden Tod des geliebten Menschen auseinanderzusetzen. Dafür sei es wichtig, so Bertsch, „sich die Frage zu stellen, wie der Abschied ausschaut – und zwar der des Angehörigen wie der eigene.“ Auch in Hohenems wird die Familie mitbetreut: „Viele tun sich schwer im Ablösen und Loslassen. Daher versuchen wir, die Menschen durch Gespräche dort abzuholen, wo sie gerade stehen“, erklärt Dr. Gehmacher. Nein, sterben kann man nicht lernen. Aber man kann lernen, damit umzugehen – nicht nur mithilfe von Symptomkontrolle und Schmerzlinderung, sondern indem der sterbende Mensch wie auch seine Angehörigen akzeptieren, dass der Tod sehr nah ist. Und vor allem, dass er genauso zum Leben gehört wie die Geburt.

Eine Art Standardvorgehen bei der Begleitung von Sterbenden gibt es freilich nicht, denn jede Situation ist anders und hängt vom Patienten, seinem Alter, seiner Erkrankung, seiner Familiensituation und vielem mehr ab. Nicht selten benötigen ohnedies die Angehörigen weitaus mehr Zeit und Zu-

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Arbeitswelten

Arzt von morgen Insgesamt 232 Mediziner werden derzeit in den Vorarlberger Landeskrankenhäusern ausgebildet. Jonathan Weinberger ist der erste Arzt in Ausbildung, der die neue Basisausbildung im Ländle abgeschlossen hat. Warum es den 26-Jährigen Kärntner nach Vorarlberg zog, wie er von den Orientierungsmöglichkeiten profitiert, welche Sorgen ihn geplagt haben und warum diese unbegründet waren, erzählt er im Gespräch mit „Luag a!“.

Zwischen abgeschlossenem Medizinstudium und Berufsleben liegt der Turnus – mehrere Jahre, in denen Jungmediziner mit dem nötigen Rüstzeug ausgestattet werden, um künftig selbst Patienten behandeln zu können. Seit 2015 besteht nun eine neue Ausbildungsordnung in Form einer neunmonatigen Basisausbildung und dann Facharzt- oder Ausbildung zum Allgemeinmediziner, die in den Vorarlberger Landeskrankenhäusern bereits effizient organisiert ist. Sie bietet den Ärzten zahlreiche Möglichkeiten, um sich zu orientieren und unterstützt sie dabei, die passende Fachrichtung zu finden.

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Herr Weinberger, was verschlägt einen Kärntner für den Turnus nach Vorarlberg? Ich habe in Wien studiert, die letzten beiden Jahre des Studiums jedoch wieder zuhause gelebt, um meine Diplomarbeit zu schreiben. Parallel dazu habe ich am LKH Klagenfurt das „Klinisch-Praktische Jahr“ gemacht. Als es darum ging, mich für den Turnus umzusehen, zog es mich nochmal weg. Auch Familie und Freunde rieten mir dazu. Mir wurde dann eine Stelle in der Steiermark fix zugesagt, ich war in Vorarlberg aber noch zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Und schon bei diesem Gespräch hab ich mich wohlgefühlt. Nachdem es dann mit der Stelle geklappt hat, habe ich im Juni 2015 am LKH Feldkirch angefangen. Haben Sie sich hier schnell eingelebt? Vorarlberg bedeutete für mich schon eine Umstellung. Weniger von der Sprache her, weil gerade im Krankenhaus viel Personal aus anderen Teilen Österreichs oder aus Deutschland stammt. Aber im Vergleich

Arbeitswelten

zu meiner Heimatgemeinde ist Feldkirch schon fast eine Großstadt (lacht)! Bevor ich übersiedelt bin, habe ich mir schon ein bisschen Sorgen gemacht, wie es wird. Man kommt hierher, kennt niemanden, weiß nicht, was einen erwartet. Da waren mir die Mitarbeiter der Personalabteilung eine große Hilfe. Ich hab sofort eine Betriebswohnung bekommen, dem Krankenhaus direkt gegenüber, damit hatte ich echt eine Freude. Und für Fragen und Anliegen hatten alle auch immer ein offenes Ohr. Das hat es leichter gemacht, sich einzuleben. Als Turnusarzt wird man oft ins kalte Wasser geworfen. Wie haben Sie Ihr erstes Jahr als „Arzt in Ausbildung“ erlebt?

Total unterschiedlich. Im Turnus ist man immer „der Neue“, kennt die Abläufe in der Abteilung oder auch die verwendeten PC-Programme nicht. So war ich oft auf andere angewiesen. Von daher macht es einen Unterschied, ob ich in einer Abteilung arbeite, wo alle unter Druck stehen, weil die Personalressourcen knapp sind,


Ausgezeichnete Arztausbildung Die Ausbildung zum Allgemeinmediziner bzw. Facharzt in Österreich ist 2015 auf neue Der gebürtige Kärntner Jonathan Weinberger stammt aus Himmelberg, einer 2200-Seelen-Gemeinde im Bezirk Feldkirchen. Nach dem Medizinstudium an der Universität Wien zog der 26-Jährige im Juni 2015 nach Vorarlberg. Am LKH Feldkirch absolviert er seither seine Ausbildung zum Arzt der Allgemeinmedizin.

Beine gestellt worden. Auf das Studium folgt erst eine neunmonatige Basis-ausbildung. Angehende Allgemeinmediziner rotieren danach 27 Monate lang durch verschiedene Abteilungen im Spital. Anschließend arbeiten sie sechs Monate in einer Lehrpraxis mit. Wer eine Facharztkarriere einschlägt, absolviert stattdessen für insgesamt 54 Monate eine Grund- und Schwerpunktausbildung im jeweiligen Sonderfach. Vier der fünf Landeskrankenhäuser sind akademische Lehrkrankenhäuser – mit bestem Ruf: In einer österreichweiten Befragung zeichneten Turnusärzte Vorarlberg bei der Ausbildungsqualität mit der Bestnote 1,9 aus. Gute Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen liegen der KHBG am Herzen. So ist nach einer umfassenden Gehaltsreform für alle LKH-Mitarbeitenden jetzt auch für Ärzte die 48-Stunden-Woche auf Schiene. Neben umfassender Fort- und Weiterbildung werden auch zahlreiche Sozialleistungen geboten. Betriebswohnungen, Kinderbetreuungsplätze und flexible Arbeitszeitmodelle helfen, Familie und Beruf besser unter einen Hut zu bekommen. Mehr unter: www.arbeiten-in-vorarlberg.at

Zwei Fragen an Mag. Markus Schuler, Vlbg.Krankenhaus-Betriebsges.m.b.H Personalmanagement Was zeichnet die Basisausbildung aus? Neun Monate lang vermitteln die Krankenhäuser die Grundlagen der häufigsten Krankheitsbilder. Die Ausbildung erfolgt möglichst praxisbezogen am Patienten – unsere Turnusärzte verrichten nicht nur Routinetätigkeiten. Während der Ausbildung durchlaufen sie jeweils drei Monate lang ein chirurgisches Fach, ein konservatives Fach (nichtoperative Medizin) und ein Wahlfach. Was ist das Besondere der Ausbildung an den Vorarlberger Landeskrankenhäusern? Bei uns kann die Basisausbildung entweder in einem Haus oder im Verbund der Landeskrankenhäuser absolviert werden. Uns ist es sehr wichtig, dass wir die Ärzte bei der Ausbildung so gut wie möglich unterstützen können, daher bieten wir zu den geforderten Inhalten gezielte und organisierte Workshops an, die das Gelernte vertiefen. Diese werden von unseren eigenen Experten durchgeführt und kommen bei den Auszubildenden gut an. Die Ärzte in Ausbildung können sich auf unser fixes Ausbildungsangebot verlassen.

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oder ob die Menschen dort Zeit und Lust haben, mir was beizubringen. Bis jetzt war ich immer in Abteilungen, von denen ich viel mitnehmen konnte. Nur: Wenn man dann endlich mal in der Materie drinnen ist, sind die drei Monate schon wieder um und man wechselt in einen anderen Fachbereich. In welchen Abteilungen haben Sie bisher Praxis gesammelt?

Ich habe in der Orthopädie angefangen, war dann in der Gynäkologie, anschließend in der Inneren Medizin und in der dazugehörigen Nachsorgestation Maria Rast in Schruns. Momentan bin ich im Landeskrankenhaus Rankweil, denn mittlerweile sind für Turnusärzte auch drei Monate in der Psychiatrie verpflichtend. Von daher trifft es sich gut, dass die Krankenhäuser zusammengehören.

die sich noch nicht festgelegt haben, welche Richtung sie einschlagen möchten. Auch das ist hier gut organisiert: Ich werde in dieser Zeit weiterhin im Krankenhaus angestellt sein, mache beispielsweise auch Nachtdienste, und arbeite halbtags beim Hausarzt. Die Ausbildung zum Arzt ist sehr fordernd. Wie laden Sie Ihre Batterien wieder auf?

Nach dem Dienst fahre ich meist zu meiner Freundin, dann gehen wir ein bisschen spazieren. Außerdem habe ich eine Kirchengemeinde gefunden und dort neue Freunde kennengelernt. Gemeinsam fahren wir manchmal Rad oder gehen wandern. Und wo sehen Sie sich in Zukunft? Womöglich immer noch im Ländle?

Nach dem neuen Ausbildungsplan müssen Turnusärzte nicht nur im Spital, sondern auch ein halbes Jahr in einer Arztpraxis mitarbeiten.

Momentan könnte ich mir gut vorstellen hierzubleiben. Aber ich möchte zuerst den Turnus fertigmachen. Und ich will noch einiges kennenlernen, bevor ich mich entscheide, in welches Fach ich tatsächlich einsteige.

Ja, damit man sieht, wie es beim Hausarzt läuft. Das ist für diejenigen Gold wert,

Danke für das Gespräch.

Arbeitswelten

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Standpunkte

Rauchen rächt sich Dass Rauchen die Gesundheit enorm schädigt, ist allseits bekannt. Insgesamt 90 Prozent der bösartigen Lungentumore gehen auf das Rauchen zurück. Bei Männern ist es die zweithäufigste und bei Frauen die dritthäufigste Krebserkrankung. Am LKH Hohenems werden diese Krankheiten in der Abteilung für Pulmologie (Lungenheilkunde) behandelt – die einzige Fachabteilung ihrer Art in Vorarlberg. „Gibt es Funktionsprobleme bei der Atmung, sollte der Patient sich schnellstmöglich behandeln lassen“, erklärt Prim. Dr. Peter Cerkl, Leiter der Abteilung für Pulmologie am LKH Hohenems. Schwerpunkt in Hohenems sind neben der Diagnose und Therapie der obstruktiven Atemwegserkrankungen und Infektionen der Lunge auch die Behandlungen von Tumorerkrankungen des Atemapparates. „Am LKH Hohenems arbeiten wir unter anderem mit Experten des AKH Wien zusammen“, so Cerkl.

»Gibt es Funktionsprobleme bei der Atmung, sollte der Patient sich schnellstmöglich behandeln lassen.«

Individuelle Therapien

„Kommt ein Betroffener zu uns, klären wir zuerst ab, ob die Tumorerkrankung operabel ist oder nicht“, schildert Cerkl. Dabei arbeiten die Mediziner mit Therapien, die individuell auf die Patienten zuge-

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Standpu nkte

schnitten sind. Beispielsweise kommen auch Immuntherapien oder orale Tumortabletten zum Einsatz. „Das sind in der Forschung die neuesten Medikamente. Hier wird ein Antigen des Tumors blockiert, sodass die körpereigene Abwehr zum Einsatz kommen kann. Die Tumortabletten blockieren die Tumorrezeptoren und hindern damit das Zellwachstum des Krebses.“ Jährlich werden am LKH Hohenems bis zu 160 Neudiagnosen gestellt, österreichweit erkranken ca. 4.500 Menschen pro Jahr an Lungenkrebs. Leider werden aber 50 Prozent der Fälle erst in einem unheilbaren Stadium diagnostiziert. Trotz der zahlreichen Verbesserungen im Bereich der Therapien sind ein Jahr nach der Diagnose nur mehr etwa 30 bis 40 Prozent der Erkrankten am Leben. „Es ist nie zu spät, mit dem Rauchen aufzuhören“, betont Cerkl. Denn die Lunge kann sich auch von jahrelanger Belastung erholen: Nach zehn Jahren sinkt das Lungenkrebs-Risiko beispielsweise auf das Niveau eines Nichtrauchers.


Zugehört

Dem Bluthochdruck auf der Spur Bluthochdruck – rund 1,5 Millionen Österreicher sind betroffen, doch nur 500.000 Personen sind in regelmäßiger Behandlung. Die Hälfte der Betroffenen wissen gar nicht, dass sie daran leiden. Bluthochdruck ist eine der häufigsten Volkskrankheiten, doch nach wie vor werden die Folgen unterschätzt. Denn zu Beginn sind keine Beschwerden erkennbar. Auf Dauer führen die chronisch hohen Blutdruckwerte jedoch zu schweren Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Bei der Veranstaltung MedKonkret, die die Vorarlberger Landeskrankenhäuser in Kooperation mit den Vorarlberger Nachrichten durchführen, konnte das Publikum Prim. Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Heinz Drexel, Leiter der Internen Abteilung im LKH Feldkirch, Fragen dazu stellen. Welche Ursachen kann Bluthochdruck bei jungen Menschen haben?

In solchen Fällen handelt es sich meist um Erkrankungen der Organe, wie etwa der Nieren. Auch hormonproduzierende Tumore können eine Rolle spielen. Sie sind in der Regel gutartig, verursachen aber Bluthochdruck.

Wie merkt man eine Arterienverkalkung, bevor es gefährlich wird? Verursacht sie Schmerzen?

Nein, das ist eben das Heimtückische daran. Nicht jedes Organ hat eine Alarmglocke wie das Herz oder die Muskeln, die schmerzen, wenn etwas Probleme bereitet. Deshalb sollte bei jeder Gesundenuntersuchung ein Ultraschall der Halsarterien durchgeführt werden. Ich nehme zwar regelmäßig meine Medikamente, trotzdem ist der obere Blutdruck relativ hoch und der untere sehr niedrig. Warum?

Das hat mit dem Alter zu tun. Je älter ein Mensch, desto mehr verlieren die Blutgefäße ihre Elastizität. Wichtig ist darauf zu achten, dass der untere Blutdruck nicht zu stark absinkt. Gelten die Blutdruckwerte 130/80 für jede Altersstufe oder gibt es bei älteren Menschen eine Toleranz nach oben?

Früher hieß es tatsächlich 100 plus Alter. Doch davon ist man weggekommen. Hoher Blutdruck erhöht das Risiko für einen Schlaganfall. Da ist Schluss mit Toleranz.

Nächste Veranstaltungen MedKonkret D I , 1 3 . S E P T E M B E R , 19 U H R

D I , 1 1 . O K TO B E R , 19 U H R

D I , 8 . N OV E M B E R , 19 U H R

D I , 1 3 . D E Z E M B E R , 19 U H R ,

H E R Z A U S D E M TA K T

NEUE BEHANDLUNGS MÖGLICHKEITEN BEI GELENKSSCHMERZEN

VO N D E R H I R N S C H L AG A D E R B I S Z U R K R A M P FA D E R

D I E S E E L E L E I D E T, D E R KÖ R P E R S C H M E R Z T

PRIM . DR. WOLFGANG HOFM A N N , G E FÄ S S C H I R U R G I E PA N O R A M A S A A L L K H FELDKIRCH

PRIM . DR. GEORG WEINL Ä N D E R , P S YC H O S O M AT I K F OY E R M E S S E D O R N B I R N

P R I M . P R O F. D R . D R . h .c . HEINZ DREXEL, INNERE MEDIZIN PA N O R A M A S A A L L K H FELDKIRCH

P R I M . M AG . D R . C H R I S T I A N B AC H , O R T H O PÄ D I E F OY E R M E S S E D O R N B I R N

Medizin zum Angreifen: Einmal monatlich beantworten medizinische Experten medizinische Experten aus den Vorarlberger Landeskrankenhäusern Fragen zur Vorsorge, zum Erhalt der Gesundheit und liefern neue Erkenntnisse aus der Wissenschaft. Zudem zeigen sie auf, an welche Stelle sich jemand im Fall einer Erkrankung wenden kann. Moderiert wird MedKonkret von VN-Redakteurin Marlies Mohr, die die Fragen und Antworten der Veranstaltung für die Berichterstattung in den Vorarlberger Nachrichten und fürs „Luag a!“ festhält. Die Teilnahme ist kostenlos.

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zuGeHÖrt

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Unter der Lupe

Schutz vor Keimen und Stromausfall

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unter Der lupe


Keimarme Belüftung, mehrtägige Ausfallsicherheit bei der Stromversorgung oder eine ganzjährig konstante Luftfeuchtigkeit im OP-Bereich: Die Anforderungen an die Technik im Gesundheitswesen sind enorm. Damit für die Patienten ein Maximum an Sicherheit und Komfort gewährleistet ist, gibt es in den Vorarlberger Landeskrankenhäusern eine Technik-Abteilung. Zudem werden jedes Jahr hohe Summen investiert. Im LKH Hohenems wurde kürzlich die Heizzentrale erneuert.

I

n der Ambulanz im LKH Hohenems ist montags immer besonders viel los. Auch einen Stock tiefer, in den Räumlichkeiten der Technikabteilung, herrscht reges Treiben. Josef Pfefferkorn, technischer Leiter am LKH Hohenems, bespricht mit seinem Team, was in der laufenden Woche alles auf dem Plan steht. Und dies ist einiges: Denn kürzlich wurde die Heizzentrale komplett erneuert. Sie war die letzte Bauetappe bei der Sanierung des Krankenhauses. Die neuen Heizkessel sind inzwischen bereits in Betrieb, das Projekt ist jedoch noch nicht ganz abgeschlossen. Denn es müssen überdies die Technikschächte in den Stockwerken und Technikzentralen saniert werden. Für das Team der Technikabteilung bedeutet das: planen, Termine vereinbaren und Abläufe mit externen Dienstleistern koordinieren. All diese Aufgaben erfolgen neben den Tätigkeiten, die im Alltag anfallen. Vielseitiger Job

Die Aufgaben der Techniker im Gesundheitswesen sind sehr komplex, sie kümmern sich um die Instandhaltung der Heizung, Belüftung und Klimatisierung.

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Wenn möglich, übernehmen sie viele der anfallenden Reparaturen selbst. Dazu kommt die regelmäßige Kontrolle und Wartung der gesamten medizintechnischen Geräte – vom Röntgengerät bis hin zu den höhenverstellbaren Betten. „Der breite Aufgabenbereich macht unseren Alltag sehr abwechslungsreich, ist aber zugleich auch sehr anspruchsvoll“, erklärt Pfefferkorn. Immer zur Stelle

Die Richtlinien für die Technik im Gesundheitsbereich sind zudem besonders streng. Die gesamten lüftungstechnischen Anlagen unterliegen beispielsweise den Vorgaben der ÖNORM H 6020. Durch diese soll sichergestellt werden, dass sich über die Luft keine Bakterien oder Viren verbreiten. Auch bei der Wasseraufbereitung werden allerhöchste Standards eingehalten, um eine Verunreinigung des Wassers mit Keimen auszuschließen. „Sicherheit und Hygiene haben oberste Priorität in allen Vorarlberger Landeskrankenhäusern“, erklärt Pfefferkorn. „Die Technik im Gesundheitsbereich nimmt daher viel mehr Zeit in Anspruch als in einem üblichen Unternehmen.“

Unter der Lupe

Dazu kommen noch die kurzfristigen Arbeiten, die die Techniker übernehmen: Funktioniert beispielsweise eine Lampe nicht mehr oder gibt es Probleme mit dem Schwesternnotruf, müssen die Techniker rasch zur Stelle sein. „Die Leistungen der Technik schätzt man oft erst, wenn etwas nicht klappt“, erklärt Pfefferkorn schmunzelnd. „Glücklicherweise sind wir ein eingeschweißtes Team und arbeiten sehr gut mit allen Stationen zusammen, sodass wir meistens sehr schnell eine Lösung finden.“ Hand in Hand

Auch die Erneuerung der Heizzentrale Hohenems ging nur dank der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten so reibungslos über die Bühne. „Die Umsetzung des Projektes bei laufendem Krankenhausbetrieb war schon eine ziemliche Herausforderung“, sagt der 33-Jährige. „Wir haben eng mit allen Dienstleistern zusammengearbeitet, damit der Tagesablauf und die Patienten nicht gestört wurden.“ Um Ausfälle bei der Heizung oder Warmwasseraufbereitung zu vermeiden, wurde die Dampfanlage vorübergehend in einem Container vor dem

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Krankenhaus untergebracht. Der Aufwand hat sich gelohnt: Die neue Heizzentrale, die an ein Biomasse-Heizwerk angebunden ist, erfüllt höchste Standards bei Sicherheit und Komfort. Moderner könnte eine Heizung nicht sein. Der Komfort soll vor allem den Patienten und der Umwelt zugute kommen. „Nun sind alle Patientenzimmer in Hohenems temperiert. Besonders in den südlich ausgerichteten Zimmern wurde es in den Sommermonaten öfters recht heiß“, so Pfefferkorn. Die zahlreichen Erneuerungen bringen zwar Erleichterungen – die Arbeit geht den Technikern in den Landeskrankenhäusern jedoch nie aus. Auch wenn sie sich am Ende eines langen Arbeitstages in den Feierabend verabschieden, dann nie ohne Bereitschaftstelefon. „Ein Techniker hat immer einen Piepser dabei“, sagt Pfefferkorn und fügt hinzu. ”Für alle Fälle.“

Neue Heizzentrale Hohenems ZEITRAUM

März 2015 bis November 2015

I N V E S T I T I O N S VO L U M E N

4,8 Millionen Euro

KURZBESCHREIBUNG

Im Zuge der Sanierung des LKH Hohenems wurde als letzte Projektetappe die Heizzentrale erneuert. Die frühere Heizung aus den 1970er-Jahren wurde ersetzt.

ANTRIEB

Um eine hohe Ausfallsicherheit von mehreren Tagen sicherzustellen, gibt es verschiedene Möglichkeiten zum Antrieb: Fernwärme · Gas · Öl

HERAUSFORDERUNGEN

die Umsetzung des Projektes während des laufenden Krankenhausbetriebs

TECHNISCHER LEITER

Josef Pfefferkorn

B A U M A N AG E M E N T VLBG. KRANKENHAUSBETRIEBSGESELLSCHAFT

Dr. Norbert Kathan, Ing. Reinhard Pössenberger

Vorarlberger Landeskrankenhäuser: Technik für die Gesundheit LKH Bregenz Neue Technik im Hauptgebäude

LKH Bludenz Wärmeenergielieferung auch für Andere

LKH Feldkirch Energieeffiziente und ausfallsichere Technik

Nicht nur das Hauptgebäude in Bregenz wird saniert und modernisiert, sondern auch die gesamte Technik. Denn die stammt genauso wie das Gebäude aus den 1970er-Jahren. „Bald ist unsere Technik wieder auf dem modernsten Stand“, freut sich Gerhard Rüdisser, technischer Leiter des LKH Bregenz.

Mehr als drei Millionen Euro hat das LKH Bludenz in den vergangenen drei Jahren in die Technik investiert. Die Energiezentralen wurden saniert und die Kälteanlage, der Großteil der Lüftungsanlagen sowie die Anlagen für die Wasser versorgung erneuert.

Seit Mai sind im Landeskrankenhaus Feldkirch neue Kältemaschinen in Betrieb. Kältemaschinen produzieren Kälte für die Klimaanlage und zur Kühlung von (medizinischen) Geräten wie beispielsweise eines Magnetresonanztomographen.

Beheizung umliegender Häuser

Kälteenergie nutzen

Vorteile für Mensch und Umwelt

Besonders großen Wert legt das Landeskrankenhaus auf eine effiziente Nutzung der Technik. Um die Heizung möglichst wirtschaftlich zu nutzen, entschied man sich, neben den eigenen Räumlichkeiten noch die nahegelegenen Gebäude des Pflegeheims, der Feuerwehr, des Roten Kreuzes, des „Betreuten Wohnens“ sowie einige Wohnungen zu beheizen. „Die vorhandene Infrastruktur bot beste Voraussetzungen für eine Wärmeenergielieferung an diese Gebäude“, sagt der technische Leiter Thomas Zudrell.

„Die neuen Maschinen bieten ein Maximum an Ausfallsicherheit“, schildert der technische Leiter des Landeskrankenhauses Feldkirch, Rainer Marte, und fügt hinzu: „Die Energieherstellung erfolgt zudem sehr umweltfreundlich.“ Dies stellt das „Freecooling System“ sicher. So ist es auch möglich, Kälteenergie aus der Umgebungsluft in das Kältenetz einzuspeisen. Dadurch kann über längere Kälteperioden hinweg komplett auf den Betrieb von Kältemaschinen verzichtet werden.

Besonders den Patienten soll die Investition zugute kommen: Beispielsweise können sie nun bequem über das Bildschirmterminal der Schwesternrufanlage den Fernseher, Radio und Telefon bedienen. Aber auch die Umwelt profitiert von der Erneuerung: Die Gebäudehülle wird thermisch saniert und die Be- und Entlüftung inklusive der Wärmerückgewinnung erneuert. „So können wir die Energie noch effizienter nutzen”, erklärt Gerhard Rüdisser.

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Unter der Lupe


CSV – Clinic Service Vorarlberg Als Tochterunternehmen der Krankenhaus-Betriebsges.m.b.H. ist die CSV vorwiegend im Auftrag der Landeskrankenhäuser für die Erbringung und Durchführung von nicht-medizinischen Serviceleistungen verantwortlich. Die Serviceleistungen der CSV sind vielfältig gestreut und beinhalten unter anderem Unterhalts-, Grundund Fensterreinigung, Ver- und Entsorgungslogistik und Stationsservice.

www.csv-gmbh.at

Medizinprodukteaufbereitung Vorarlberg Die MPAV GmbH ist eine Tochterfirma der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsges.m.b.H. In ihrer Verantwortung liegt die Aufbereitung wiederverwendbarer Medizinprodukte und Sterilgüter (z.B. OP-Instrumente) für die Landeskrankenhäuser sowie verschiedener Gesundheitsdiensteanbieter in Vorarlberg. www.mpav.at

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inserAt

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LKH Kompakt

Kurz und Knapp Info Lounge und Open House 2016: Berufe mit Zukunft

Balance zwischen Familie und Beruf Die drei Landeskrankenhäuser Bregenz, Bludenz und Hohenems freuten sich über die Auszeichnung „Ausgezeichneter familienfreundlicher Betrieb“, die im Rahmen einer Feier im Kulturhaus Dornbirn verliehen wurde. Flexible Arbeitszeiten, individuelle Teilzeitmodelle, eine Einschulungsphase nach längerer Karenz und die vorrangige Berücksichtigung der Urlaubsplanung sind Selbstverständlichkeiten in allen Vorarlberger Landeskrankenhäusern. Flexibilität beim Arbeitgeber ist dabei besonders gefordert. Ziel ist es, auf die jeweilige Situation der berufstätigen Eltern einzugehen. Das LKH Hohenems nahm bereits zum dritten Mal die Prämierung entgegen.

Die Gesundheits- und Krankenpflegeschule Feldkirch und die Psychiatrische Pflegeschule Rankweil öffneten ihre Pforten, luden zum Gesundheits-Check und stellten sich vor. Die große Vielfalt, die der Pflegeberuf bietet, zeigte sich auch zahlreichen Besuchern: Neben spannenden Vorträgen brachten die Pflegeschüler den Interessierten anhand unterschiedlicher Aktivitäten – ganz nach dem Motto „Gesundheit checken, Krankheit spüren!“ – ihren Schul- und Arbeitsalltag näher: Sie demonstrierten den Besuchern lebensrettende Reanimationsmaßnahmen und führten vor, wie man einen Gips oder Verband richtig anlegt. Zudem waren Auskünfte über Karrierechancen und neue Ausbildungsmodelle ein spannendes Thema. Neuheiten in der Pflegeausbildung (z.B. medizinische Assistenzberufe) sind auf großes Interesse gestoßen. Neben den fünf Landeskrankenhäusern gehören auch die beiden Pflegeschulen Feldkirch und Rankweil zur Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft. Factbox Diplomausbildung Pflege

DA U E R

3 Jahre (Vollzeit)

BEGINN

1. März, 1. Oktober

VO R A U S S E T Z U N G E N

17 Jahre, Unbescholtenheit, 10. Schulstufe oder Lehrabschluss, Deutsch Niveau B2, gesundheitliche Eignung

www.krankenpflegeschulen.at

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LKH Kompakt


In die Berufswelt Neuer Glanz schnuppern in Bregenz Verletzte Kuscheltiere behandeln Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren – denn die Teddyärzte und Teddypfleger wollen für ihren wichtigen Einsatz gewappnet sein! Am 22. und 23. September 2016 zeigt sich das Landeskrankenhaus Feldkirch in einem ganz anderen Licht: Kindergartenpädagogen werden eingeladen, mit den Kindergartenkindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren ins Spital zu kommen um ihr krankes oder verletztes Kuscheltier – im Stationsbetrieb – von Medizinstudenten und Schülern der Gesundheitsund Krankenpflegeschule behandeln zu lassen. Am Donnerstagnachmittag ist das Teddykrankenhaus auch für private Besucher geöffnet (Anmeldung auf der Website)! Die Teddyärzte- und pfleger setzen sich für die pelzigen Patienten besonders ein: Je nach Krankengeschichte wird untersucht, verbunden, abgehorcht und auch operiert. Dadurch sollen die Kleinen auf spielerische Art und Weise den Krankenhausaufenthalt erleben, ohne selbst Patient zu sein. Mehr Infos und Anmeldungen: www.teddy-krankenhaus-feldkirch.at und auf Facebook unter Teddybärkrankenhaus Feldkirch

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Aufregend und spannend ging auch in diesem Jahr der „Ich geh mit“Tag an den Vorarlberger Landeskrankenhäusern über die Bühne. Dabei nahmen Schüler im Alter von 10 -14 Jahren den Arbeitsalltag ihrer Eltern unter die Lupe und nutzten die Chance, die Abläufe im Krankenhaus genauer kennen zu lernen. Auch heuer gab es wieder die Möglichkeit, unterschiedliche Berufsgruppen kennen zu lernen und verschiedene Stationen zu durchlaufen: Der Nachwuchs durfte beispielsweise an einer Demonstrationspuppe eine Wiederbelebung nachstellen, sich den Arm eingipsen lassen und den Hubschrauberlandeplatz anschauen. Wir bitten um Verständnis, dass dort, wo direkter Patientenkontakt stattgefunden hat und die Spitalsabläufe gestört worden wären, die Schüler leider nicht mitkommen konnten. Der Tag wird vom bifo angeboten und trägt zur Berufsorientierung bei.

Die letzte Bauetappe am LKH Bregenz schreitet voran. Erst Anfang des Jahres wurde der Stationsbereich für Innere Medizin in Betrieb genommen. Dieser verfügt über vier Zweibett- und acht Dreibettzimmer. Alle Zimmer sind mit eigenen Nasszellen ausgestattet. Damit kann das LKH Bregenz den Patienten mehr Komfort und Privatsphäre bieten und gestattet zudem mehr Flexibilität in der Belegung. Der Umbau des Stationsbereichs ist Teil der letzten Bauetappe, die unter anderem auch die Sanierung weiterer Bettenzimmer sowie des Speisesaals, der Kapelle und die Neugestaltung der Außenanlagen beinhaltet. Bis Mitte des Jahres 2019 sollen die Erweiterung und Generalsanierung am LKH Bregenz vollendet sein.

www.ichgehmit.at

LKH Kompakt

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Saubere Umwelt, gesunde Mitarbeiter Die Vorarlberger Landeskrankenhäuser sind der größte Arbeitgeber im Land und tragen daher eine besondere Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern wie auch gegenüber der Umwelt: So entfallen beinahe 40 Prozent der gesamten CO2-Emissionen auf den Verkehr. Und auch die begrenzten Parkmöglichkeiten sorgen dafür, dass laufend nach Alternativen zum eigenen Auto gesucht wird. Deswegen bringen die Landeskrankenhäuser den Mitarbeitern nachhaltige Mobilität näher und arbeiten nach Möglichkeit eng mit den Städten zusammen, um Busfahrpläne für Mitarbeiter und Patienten angenehm zu gestalten. Doch auch die Turnusärzte am LKH Bludenz sind sehr engagiert und haben ein Carsharing-Projekt ins Leben gerufen. Mittlerweile haben sie sogar ein Elektroauto angeschafft - die in den Landeskrankenhäusern eingerichteten Ladestellen ermöglichen ein unkompliziertes eCarSharing. Um die Mitarbeiter zudem in ihrer Gesundheit zu unterstützen, lassen sich die Krankenhausleitungen auch einiges einfallen und erweitern beispielsweise Abstellmöglichkeiten für Fahrräder oder bieten zum Teil Werkzeugkästen vor Ort an. Am LKH Feldkirch werden in den Umkleideräumen auch Trockenschränke für die Bekleidung zur Verfügung gestellt.

Die Abteilung Krankenhaushygiene und Infektionsvorsorge informiert:

Vorarlberg hat wieder einmal die Nase vorne: Letztes Jahr fand der erste bundesweite TurnusÄrzteKongress (TÄK) statt – und war mit 85 Teilnehmern ein voller Erfolg. Die Inhalte des zweiten TÄK stehen bereits fest: Interprofessionelles Lernen – Kommunikation mit Schwerkranken und deren Angehörigen, Workshop gynäkologische Untersuchungen, Radiologie-Besprechung von Röntgenbildern, HNOUntersuchungen, EKG-Training, Untersuchungstechniken in der Orthopädie und Neurologie. Der Kongress wird gemeinsam von acht engagierten Jungmedizinern aus allen Vorarlberger Krankenhäusern organisiert. Mehr Infos und Anmeldungen: www.turnusaerztekongress.at taek@vlkh.net www.facebook.com/taekvorarlberg

EN IER EN! Z I INF RETT S E D DE LEBEN N HÄ NN KA 22

2. TurnusÄrzteKongress: 14. & 15. Oktober 2016

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Zuhören und Verstehen – Bedürfnisse mit Lösungen verbinden. So unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedlich sind auch ihre finanziellen Bedürfnisse. Der Anspruch der Hypo Landesbank Vorarlberg ist es, ihre Kundinnen und Kunden zu verstehen und individuelle Lösungen zu entwickeln.

Persönliche Beratung im Vordergrund

Trotz der Veränderungen der Bankenlandschaft hat sich die Hypo Vorarlberg ihr Fundament stets bewahrt: Kundennähe und regionale Verwurzelung. Dies gilt auch und vor allem für eine digitale Zukunft, in der die persönliche Beratung in den Filialen der Hypo Vorarlberg mit dem Ausbau digitaler Services ergänzt wird. Denn trotz aller Vorteile der Digitalisierung: Persönliche Beratung wird sie nie ersetzen können. Auch aus diesem Grund bleibt das Filialnetz der Hypo Landesbank Vorarlberg bestehen und die Kundinnen und Kunden können sich persönlich von der Handschlagqualität der Beraterinnen und Berater überzeugen.

Wer bereits auf der Suche nach einer Finanzierung fürs Eigenheim ist, sich über das Vorsorgen Gedanken macht oder sich für Möglichkeiten des Vermögensaufbaus interessiert, weiß, Oskar Schedler, BBA welche entscheidende Rolle die Be- Hypo-Bank Feldkirch LKH Tel.: 050 414 2417 ratung dabei spielt. Die Hypo VorarlSetzen wir uns zusammen. berg verfolgt ein klares Ziel: stabile und langfristige Kundenbeziehungen. In unseren Filialen oder bei Ihnen zu Hause. Auch auDoch das ist nur durch umfassende, ganzheitliche Beratung ßerhalb der Öffnungszeiten. Wir beraten Sie persönlich. Mit viel möglich. „Wir nehmen uns die Zeit, die wir brauchen, um Erfahrung, Engagement und flexiblen Lösungen. unsere Kunden und ihre Bedürfnisse zu verstehen. Im persönlichen Gespräch. Denn die besten Lösungen findet man Ihre Beraterinnen und Berater der Hypo Vorarlberg immer gemeinsam. Das Resultat sind ganzheitliche und maßgeschneiderte Lösungen, hinter denen wir auch langfristig stehen können.“, sagt Oskar Schedler, Private Banking Berater in der Hypo-Filiale LKH Feldkirch.

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HYPO

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Grenzenlos

Hoch in den Bergen und im Helikopter

In alpinen Regionen steht es so gut wie auf der Tagesordnung: Wanderer verirren sich in den Bergen, Skifahrer kommen abseits der Pisten zu Sturz. Immer dann, wenn  jemand in Not ist, rückt die Bergrettung aus – ganz egal, ob es regnet, stürmt oder schneit. Seit 21 Jahren ist Oberarzt Dr. Klaus Linzmeier bei der Flugrettung und seit 17 Jahren bei der Bergrettung dabei. Sein umfangreiches Wissen gibt er weiter und bildet die ehrenamtlichen Helfer aus.

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Grenzenlos


OA Dr. Klaus Linzmeier geboren 1963 in Ravensburg verheiratet, zwei Kinder (21Jahre; 19 Jahre) seit 1989 in der Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin tätig seit 1995 im LKH Bludenz Hobbies: Familie, Berge, MTB, Kanu, Flug- und Bergrettung, Reisen

D

ie Leidenschaft für die Berge war in Klaus Linzmeiers Leben schon immer da. „Ich war von klein auf gerne in der Natur unterwegs. Ich gehe klettern, fahre Ski und mache Gletschertouren“, erklärt Klaus Linzmeier. So überlegte der Anästhesist nicht lange, als er als Ortsstellenarzt bei der Bergrettung angefragt wurde. „Die Notfallmedizin hat mich schon immer fasziniert und ist mein Steckenpferd“, schildert er. Seit dem Jahr 1998 ist er bereits im Team der Bergrettung, Ortsstelle Bludenz-Bürs. Zudem ist er leitender Notarzt bei der Flugrettung in Zürs: „Ich bin im Team am Stützpunkt Gallus 1. Dort organisiere ich den gesamten ärztlichen Bereich.“

Große Verantwortung

Wissen weitergeben

Von abgestürzten Wanderern und Paragleitern über die Suche nach Vermissten bis zur Pistenrettung: Das Aufgabengebiet der Bergrettung ist umfangreich. Wenn er nicht gerade Dienst im Landeskrankenhaus Bludenz hat, hat Linzmeier seinen Notfall-Pager der Bergrettung immer bei sich. „Natürlich trägt jeder, der bei der Bergrettung ist, eine große Verantwortung. Wer sich ehrenamtlich engagiert, sollte sich auch einbringen und bei Notfällen reagieren“, betont er. Im Sommer rückt das Bergrettungsteam Bludenz-Bürs durchschnittlich einmal im Monat aus. Im Herbst und im Winter sind die Einsätze öfter. „Vor allem bei Schlechtwetter und in der Nacht werden wir gerufen, wenn der Helikopter nicht fliegen kann“, schildert Linzmeier. Doch auch bei der Flugrettung gibt es im Sommer weniger Einsätze als im Winter. „Im Sommer habe ich ein bis zwei Dienste im Monat. Während der Winterzeit haben wir zwei Helikopter zur Verfügung und drei bis vier Dienste im Monat.“ Dazu kommen während dieser Zeit auch die Pistendienste im Skigebiet Brandnertal, welche die Bergrettung Bludenz-Bürs an den Wochenenden übernommen hat. „In unserer Ortsstelle sind vier Ärztinnen und Ärzte aus den Krankenhäusern Bludenz, Feldkirch und Dornbirn im Team. Das bringt natürlich eine große Entlastung“, freut er sich über das große Interesse der freiwilligen Helfer.

Klaus Linzmeier ist jedoch nicht nur bei den Einsätzen mit dabei, sondern bildet gemeinsam mit anderen Ärzten und Sanitätern („San-Kernteam“) die Notfallsanitäter der Bergrettung in Vorarlberg aus. „Wir haben ungefähr 60 alpine Notfallsanitäter im Land. Sie müssen alle zwei Jahre einen Auffrischungskurs belegen. Von den Kursen organisiere und leite ich immer einen.“ Die Lehrtätigkeit liegt ihm am Herzen. „Die Schulungen machen mir viel Freude, da die Teilnehmer immer sehr wissbegierig sind und mit Elan und Ehrgeiz dabei sind.“ Auch bei den Einsätzen gibt er seine langjährige Erfahrung als Mediziner an den Nachwuchs weiter. Dabei ist es ihm ein Anliegen, dass die Bergretter ein Gefühl für die Notsituationen bekommen. „Sie müssen einen Instinkt dafür entwickeln, die Lage richtig einzuschätzen bzw. schnell zu erkennen, ob der Patient schwer verletzt ist oder nicht“, erzählt Linzmeier. Und auch wenn die Bergungen nicht immer einfach sind: „Am Unfallort müssen wir die Ruhe bewahren. Es darf keine Panik aufkommen, wenn wir die Verunglückten versorgen.“ Das gibt den Patienten Sicherheit, die oftmals aus dem Ausland sind und nicht immer Deutsch sprechen. „Wenn wir ihnen das Gefühl vermitteln können, dass sie bei uns gut aufgehoben sind, haben wir unseren Job richtig gemacht“, meint Klaus Linzmeier.

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„Am Unfallort müssen wir die Ruhe bewahren. Es darf keine Panik aufkommen, wenn wir die Verunglückten versorgen.“

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Zur Gaude

MediQuiz

LKH-Lesetipp

Testen Sie Ihr Wissen rund ums Herz-Kreislauf-System.

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Wie viel Liter Blut pumpt das Herz durchschnittlich pro Tag durch den Körper? Wie nennen sich Ablagerungen von Fett, Bindegewebe und Blutbestandteilen an den Innenseiten der Arterien? Was ist ein Stent? Wie nennt man das Zusammenziehen des Herzens? Wie viele Herzkammern hat unser Herz? Wozu dienen die Blutplättchen? Was gehört zu den wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen? Wie viele Blutgruppen gibt es?

Die Lösungen finden Sie am Ende der Seite.

LKHaha #01

1. 10.000 Liter Blut / 2. Plaques / 3. eine kleine, gitterförmige Gefäßstütze, die dafür sorgt, dass das Blutgefäß offen bleibt / 4. Herzschlag / 5. Zwei Kammern (linke und rechte Herzkammer) / 6. Blutgerinnung / 7. Rauchen und Bewegungsmangel 8. Vier (A, B, AB, 0)

zur GAuDe

A:

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Kahled Hossini Tausend strahlende Sonnen Fischer Taschenbuch Das Buch habe ich dank meiner Frau gelesen. Sie hat es ausgeliehen und davon geschwärmt. Daher habe ich es auch in die Hand genommen – und konnte es so schnell nicht mehr weglegen. Die Handlung hat nämlich auch mich rasch gefesselt, sie behandelt ein aktuelles und kritisches Thema: Mit nur 15 Jahren wird Mariam nach Kabul geschickt. Die Zwangsheirat mit dem 30 Jahre älteren Rashid zieht für die Jugendliche, die aus ärmlichen Verhältnissen stammt, ein schwieriges Leben nach sich. Jahre später verliert Laila, ein gut behütetes Mädchen, ihre Familie bei einem Bombenangriff. Sie wird Rashids Zweitfrau. Mariam und Laila werden zu engen Vertrauten, wehren sich gegen Rashids Brutalität und planen die Flucht. Der Autor nimmt kein Blatt vor den Mund und kritisiert den Umgang mit Kultur und Religion. Die Thematik hat mich berührt – das Buch regt definitiv zum Denken an. Sehr lesenswert! von Andreas Lauterer Verwaltungsdirektor, LKH Bregenz


Drei Fragen an…

Landesrat Dr. Christian Bernhard

Welche Veränderungen im Spitalswesen bringt das Jahr 2016 mit sich?

Warum muss sich Vorarlberg in Bezug auf die stationäre Behandlung keine Sorgen machen?

Welche spannenden Projekte stehen für die VLKH dieses Jahr noch an?

Das heurige Jahr bringt sehr markante Neuerungen mit sich. Die Ausbildungsordnungen sowohl für die Ärzteschaft als auch für die Pflegeberufe wurden umfassend novelliert und stellen das Vorarlberger Spitalswesen nach der Umsetzung der Gehaltsreform und der neuen Arbeitszeitmodelle vor neue Herausforderungen. Die Ärzteausbildung wurde neu modulartig aufgebaut, sieht nach einer neunmonatige Basisausbildung die Trennung in eine 33-monatige Ausbildung für Allgemeinmediziner und eine 63-monatige Ausbildung für Fachärzte vor. Im Bereich der Pflege wird die Bachelorausbildung implementiert, das Berufsbild Pflegefachassistenz wurde neu geschaffen und die bisherige Pflegehilfe findet in der Pflegeassistenz ihre Fortführung.

Auch im nationalen und internationalen Vergleich ist die Vorarlberger Spitalslandschaft hervorragend aufgestellt. Neben einer modernen und gut erreichbaren Infrastruktur verfügen die Krankenhäuser über höchst qualifiziertes und engagiertes Personal. Nicht nur die landeseigenen Krankenpflegeschulen, sondern auch die Krankenhäuser als universitäre Lehreinrichtungen garantieren, dass auch für die Zukunft entsprechend qualifiziertes Personal in Vorarlberg tätig sein wird. Überdies verfolgen wir in der Politik permanent die klare Strategie, dass jede Frau und jeder Mann unabhängig von Alter, Einkommen, Vermögen, Herkunft und Bekenntnis einen niederschwelligen Zugang zum stationären Gesundheitswesen hat. Außerdem ist das Land Vorarlberg bereit, auch zukünftig die notwendigen Mittel für die Sanierung und Weiterentwicklung der Krankenhäuser zu investieren.

Das stationäre Gesundheitswesen ist durch eine ständige Weiterentwicklung und eine immerwährende Vielzahl an Projekten gekennzeichnet. Besonders hervorzuheben ist für 2016 der zügige Weiterbau am OP Zentrum Feldkirch (mit rund 58 Millionen Euro das historisch größte Hochbauvorhaben des Landes Vorarlberg), die Inbetriebnahme der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Rankweil sowie die Eröffnung der neuen kinder- und jugendpsychiatrischen Tagesklinik in Bregenz. Im Personalbereich sind zum Beispiel der Turnusärztekongress und der Abschluss des Großprojektes „Verbesserungsmaßnahmen“ im Rahmen von „Fit im LKH“ zu erwähnen.

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3 Fragen an

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Leidenschaftlich. Gut. Beraten.

Ich freue mich immer wieder, unsere Kunden persönlich kennenzulernen. So kann ich genau das anbieten, was sie brauchen, und sie bei der Erfüllung ihrer Wünsche bestmöglich unterstützen. Stefan Kreiner, EFA®, Filialleiter

v.l.n.r. Oskar Schedler, Nicole Morscher

Setzen wir uns zusammen. Hypo-Bank Feldkirch LKH Carinagasse 47–49, 6800 Feldkirch Stefan Kreiner, Filialleiter, T 050 414-2411 Oskar Schedler, Private Banking-Beratung, T 050 414-2417 Nicole Morscher, Service-Beratung, T 050 414-2415 28 www.hypovbg.at

Hypo Red

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luag a! Sommer16  

Das Patientenmagazin der Vorarlberger Krankenhäuser, Ausgabe #7

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Das Patientenmagazin der Vorarlberger Krankenhäuser, Ausgabe #7

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