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Meinung, Tipps & mehr für volle 14 Tage

Ausgabe 239 am 3. Februar 2018

An erster Stelle Kultur

Tolle Mentalität

Soja-Gärtner gesucht

Interview

SC Freiburg

Leben

Ulrich Wickert erklärt uns in seinem neuen Buch „Frankreich muss man lieben, um es zu verstehen“ die Identitätskrise Frankreichs. Seite 2

Spektakulär war nicht nur das Tor von Nils Petersen in Dortmund aus über 40 Metern, sondern die vier Punkte gegen zwei Topfavoriten, jeweils nach Rückstand. Seite 9

Für ein Soja-Experiment suchen die Universität Hohenheim und der Freiburger Tofu-Hersteller Taifun Hobby-Gärtner, die Saatgut testen wollen. Seite 13

Parteipolitisches Blendwerk Das großartige Ausschlachten von SPD und CSU in der Frage des Familiennachzugs für Flüchtlinge mit subsidärem Schutz ist schon mehr als peinlich. Die eigentliche Herausforderung für eine neue Regierung ist nämlich viel größer. Von Michael Zäh

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s ist ein wahrhaft kleinliches Geschacher, das als große Sache verkauft wird. Bei der sogenannten Einigung von SPD und Union in der Frage des Familiennachzugs für Flüchtlinge mit subsidiärem Schutzstatus handelt es sich nur um Symbolpolitik, die dann beide Lager, links wie rechts, als Sieg verkaufen wollen. Das ist angesichts der Sache, um die es dabei geht, mehr als peinlich für alle Akteure. Der „subsidiäre Schutz“ ist für Flüchtlinge aus Kriegsgebieten gedacht. Der Schutz ist befristet, weil sich die Lage in der Heimat wieder ändern könnte. Im Gegensatz zu anderen Flüchtlingen dürfen Flüchtlinge mit subsidärem Schutz seit März 2016 keine Familienangehörigen nach Deutschland nachholen. Das beschloss die alte Groko, an der dieselben Parteien beteiligt waren wie es nun bei der neuen Groko auch wieder sein soll. So gesehen konnte Martin Schulz und seine SPD den bereits im Sondierungspapier ausgehandelten neuen Kompromiss schon als einen Farbtupfer seiner Partei ansehen. Und diese Woche hat der Bundestag den neuen Kompromiss auch schleunigst verabschiedet (weil die alte Regelung sonst im März ganz ausgelaufen wäre). Bis zum 31. Juli soll der Nachzug für Flüchtlinge mit subsidiärem Schutzstatus ausgesetzt bleiben, anschließend soll er auf 1000 Menschen pro Monat begrenzt werden. Für den von der Unionsfraktion eingebrachten Gesetzentwurf stimmten 376 Abgeordnete. Dagegen stimmten 298 Bundestagsmitglieder; vier enthielten sich. CDU, CSU und SPD haben

HALLO ZUSAMMEN

Falls wir einen Hamster haben

zusammen im Bundestag 399 Sitze. Doch wie ist der somit schon mal verabschiedete Gesetzentwurf denn nun zu interpretieren? Ist es etwa so, wie Martin Schulz in gewohnt prahlerischer Weise verkündet hat? Die SPD habe sich durchgesetzt: „Wir haben jetzt eine Regelung 1000 plus“, jubilierte Schulz. Oder ist es so, wie es der CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt verkaufen mochte? „Mit der Neuregelung wird der Anspruch auf Familiennachzug für subsidär Geschützte endgültig abgeschafft“, so der CSU-Hardliner. Also was nun? Wenn künftig 1000 Familienangehörige pro Monat nach Deutschland nachkommen dürfen, ist dies tatsächlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Derzeit sind es zwischen 50.000 und 100.000 Angehörige, um die es geht. Für die Betroffenen muss die

neue Regelung völlig willkürlich erscheinen. Denn es geht in diesem Falle ja tatsächlich um Kinder und deren Eltern, um Ehemänner und deren Ehefrauen, was übrigens allen Expertisen nach auch gut für die Integration der Flüchtlinge wäre. Also warum gerade 1000 und nicht 2000? Dies fragte FDP-Chef Lindner in der Bundestagsdebatte nach. Die FDP hatte übrigens einen Entwurf eingebracht, nachdem der Nachzug für weitere zwei Jahre komplett ausgesetzt geblieben wäre. Schulz kann also sagen: Die 12.000 Menschen, die dann pro Jahr ihre Familien zusammen führen können, sind immerhin nicht null. Dobrindt kann sagen: Da die Zahl eng begrenzt ist, heißt das eben im Umkehrschluss, dass es keine grundsätzliches Recht auf Nachzug mehr gibt. Es ist in jedem Falle für die Betroffenen eine bittere Pille.

Völlig lächerlich ist diesbezüglich das parteipolitische Ausschlachten von Schulz und Dobrindt, was die Härtefallregelung angeht. Diese gab es ja schon und hat 2017 nur ein paar Dutzend Menschen betroffen. Wenn nun Schulz wegen der noch folgenden Abstimmung der SPD-Basis zum möglichen neuen Koalitionsvertrag so tut, als habe die SPD dort ein großes „Plus“ heraus geholt, ist das ebenso unsinnig wie umgekehrt die hartherzige CSU-Rhethorik, nur weil in Bayern demnächst gewählt wird. Und man die AfD weit rechts bekämpfen will. Die hier hochgespielte Frage des Familiennachzugs ist im Vergleich zur eigentlichen Herausforderung nur Blendwerk. Diese besteht in der Integration der in Deutschland lebenden Flüchtlinge.

Es gibt für alles einen Tag, wenn man so will. Zwischen dem „Tag der Straßenkinder“ (der ist am 31. Januar) und dem weltweiten „Welttag der Feuchtgebiete“ (2. Februar) wurde der 1. Februar zum Passwortwechseltag erkoren. Da wird also jedermann daran erinnert, dass er nicht wie sonst auch die meisten sein Passwort 123456 oder qwertz (Tastatur-Reihenfolge von links oben, falls wir hier jetzt den Hackern, die in Wahrheit Rechner sind, nicht allzuviel verraten) nennen soll. Und man soll außerdem an diesem Tag mal wieder sein Passwort wechseln, selbst wenn es nicht 123456 heißt, sondern nur den Namen des Haustieres enthält... Oje! Denn das Problem ist ja nicht das Passwort, sondern wie man es sich merkt. Die Lösung wäre nur dann einfach, wenn also das Haustier, dessen Namen das Passwort ja nicht sein soll, der Sprache so mächtig wäre, dass es uns bei Bedarf und Nachfrage gleich das Passwort sagen könnte. Also klar: „Bello-bell“, „miez-miez“ – falls wir einen Hamster haben.Michael Zäh


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U N D D I E W E LT

INTERVIEW

Samstag, 3. Februar 2018

Samstag, 3. Febru

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r ist der bekannteste Frankreich-Experte Deutschlands: Ulrich Wickert hat viele Jahre lang als Auslandskorrespondent in Paris gearbeitet, bevor er von 1991 bis 2006 Moderator der Tagesthemen wurde und mit seinem Abschiedsgruß „wünsche ich einen angenehmen Abend und eine geruhsame Nacht“ eine ganze Generation Deutsche ins Bett schickte. Inzwischen hat er einige Bücher geschrieben, sowohl Sachbücher wie auch Krimis. Gerade ist sein neues Buch „Frankreich muss man lieben, um es zu verstehen“ erschienen. Barbara Breitsprecher sprach mit dem Autor über Identitätskrise und Selbstverständnis der Franzosen.

ZaS: Warum muss man den Deutschen erklären, dass Frankreich ein tolles Land ist? Ulrich Wickert: Naja, ich will den Deutschen erklären, was hinter den Franzosen steckt. Es gibt immer wieder Zeitungen und Wochenmagazine, die etwas despektierlich von der „Grande Nation“ sprechen. Und da sagen die Franzosen, wen meinen die? Denn die wissen seit langem, dass sie keine Grande Nation mehr sind. Und darin liegt eine Identitätskrise der Franzosen. Die Deutschen haben auch eine Identitätskrise, aber ganz anders. Deshalb fand ich es wichtig zu erklären, warum die Franzosen ganz anders sind als die Deutschen es sich vorstellen. ZaS: Können Sie erklären, worin sich die Identitätskrise der beiden Nationen begründet? Wickert: Die Identitätskrise der Deutschen liegt darin, dass beim Blick auf die Geschichte durch das Dritte Reich, durch die Konzentrationslager und die Vernichtung von Millionen von Menschen in Gaskammern, ein Strich gemacht wurde. Bei uns beginnt theoretisch unsere Identität erst 1950 oder danach. Gleichzeitig sind wir unglaublich belastet durch die Zeit des Nationalsozialismus. Die Identität der Franzosen wiederum basiert auf ihrer jahrtausendealten Geschichte. Sie haben über Jahrhunderte hinweg mit ihrer Sprache Europa beherrscht und waren die führende Großmacht Europas. Dies lastet auf ihnen, weil es nun nicht mehr so ist. ZaS: Liegt hier auch eine kulturelle Kränkung vor? Wickert: Für Deutschland steht die Wirtschaft an erster Stelle. In Frankreich steht die Kultur an erster Stelle. Deswegen sprechen die Franzosen auch von der „exception culturelle française“. In Frankreich definiert man sich über die Sprache, über die Geschichte und über die Kultur. Ich glaube, das ist etwas ganz wichtiges. Der französische Präsident Emmanuel Macron hat in seinem Buch „Révolution“ darauf hingewiesen, wie wichtig die Sprache für die Identität ist. Und er hat bei seiner Rede zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse, bei der Frankreich in diesem Jahr der Ehrengast war, gesagt: Man ist Franzose nicht nur, wenn man in Frankreich geboren ist, sondern auch dann, wenn man auf Französisch Bücher schreibt.

An erster Stelle steht die Kultur Ulrich Wickert erklärt in seinem neuen Buch die Identitätskrise Frankreichs. Ein Interview.

ZaS: Welches Gewicht haben bei diesem Sprachverständnis regionale Dialekte? Wickert: Der französische Historiker Jules Michelet hat mal gesagt: Es gibt La France française. Damit meinte er eigentlich die Île-de-France, also Paris und die Region um Paris herum. Natürlich gibt es heute in Südfrankreich, das man früher Okzitanien

„Ich glaube, dass die Franzosen ein großes Glück haben, dass sie Emmanuel Macron als Präsidenten gewählt haben.“ nannte, auch wieder Straßenschilder auf französisch und auf okzitanisch. Und natürlich ist es heute in der Bretagne so, dass man in manchen Schulfächern das Abitur auch auf bretonisch machen kann. Aber die Amtssprache ist und bleibt Französisch. ZaS: Auch bei uns ist die Amtssprache Deutsch. Aber in Frankreich zentriert sich alles auf Paris…

Wickert: Das ist eine Frage der Geschichte! ZaS: Verhindert das eine gewisse Diversität? Wickert: Frankreich war bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts das Land mit den meisten Regionalsprachen. Bei uns gibt es Dialekte, in Frankreich waren es richtige eigene Sprachen. Erst nach der französischen Revolution ist Frankreich so zentralistisch geworden. Und wir dürfen nicht vergessen, bereits unter Ludwig XIV wurde eingeführt, dass alle Finanzentscheidungen in Paris getroffen werden. Paris war immer das Zentrum der Kultur, da lebten die Autoren, da wurden die Bücher hergestellt, bis heute sitzen hier die Verlage. ZaS: Ist Frankreich als stabiler Stützpfeiler Europas durch den Front National in Gefahr? Wickert: Nein, das gar nicht. Ich glaube, dass die Franzosen ein großes Glück haben, dass sie Emmanuel Macron als Präsidenten gewählt haben, denn er verändert Frankreich sehr. Ich habe vor kurzem in der französischen Tageszeitung Le Monde gelesen, dass die Franzosen selbst sagen, wir spielen endlich in der Weltpolitik wieder eine Rolle. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass

die Engländer ausfallen und die Deutschen im Moment mit ihrer Regierungskrise auch. Macron war sehr mutig, als er im Wahlkampf gesagt hat, er möchte mit Deutschland zusammen Europa modernisieren. ZaS: Es gab jedoch viele Wähler, die antieuropäisch gestimmt haben… Wickert: 60 Prozent der Wähler haben für Kandidaten gestimmt, die entweder gegen Europa oder gegen Deutschland waren. Das war im ersten Wahlgang. Im zweiten Wahlgang hat dann Macron gewonnen, weil die Menschen den Front National nicht wollten. Der Front National ist im Augenblick in einer riesigen Krise, weil sie gemerkt haben, der Macron dreht in Frankreich das Denken um. Die Franzosen bekennen sich in der Mehrheit zum Euro und inzwischen auch zu Europa. Das hat Macron geschafft! Und das stabilisiert natürlich Frankreich. ZaS: Macron setzt die von ihm angestrebten Reformen knallhart durch… Wickert: Er hat ein Wahlprogramm gehabt und setzt dieses durch. Das Zentrum, die Linksliberalen und die liberalen Konservativen haben ihn gewählt. Deswegen haben sich die

Konservativen gespalten, deswegen gibt es die Sozialistische Partei239 quasi am Ausgabe nicht mehr. Und deswegen hat er in Frankreich etwas geschafft, was noch keiner in der Fünften Republik Samstag, 3. Februar 2018 geschafft hat: Er hat das Zentrum so weit gefasst, dass er auch in den Parlamentswahlen die absolute Mehrheit bekommen hat und es in Frankreich keine wirkliche Opposition mehr gibt. Das ist unglaublich! Deswegen kann er jetzt sein Wahlprogramm durchführen – und das macht er sehr gut und sehr konsequent. ZaS: Sind Macron und Merkel für Sie das politische Idealpaar? Wickert: (Denkt eine Weile nach.) Wissen Sie, das ist schwer zu sagen. Die beiden verstehen sich gut, das ist gar keine Frage. Macron leidet darunter, dass es in Deutschland im Augenblick keine handelnde Regierung gibt. Ich bin mir sicher, dass Macron – auch was Europa betrifft, ein paar andere Vorstellungen hat als Frau Merkel. Aber die beiden haben von Anfang an sehr gut zusammen gearbeitet. Macron hat zwei große Reden zum Thema Europa gehalten, in Athen und in Paris an der Sorbonne, und er hat die Reden inhaltlich vorher mit Frau Merkel abgesprochen. Das ist schon ein ganz wichtiges Zeichen, dass die beiden ein sehr gutes Paar abgeben. ZaS: Ein politisches Paar, das Garant ist für ein stabiles Europa? Wickert: Ja, wenn Deutschland endlich mal eine Regierung hat. Wobei ja schon in den Sondierungspapieren vorneweg Europa steht. Und die SPD, sowohl Herr Schulz als auch Herr Gabriel, sind gut befreundet mit Macron und unterstützen ihn – eigentlich mehr als es die CDU tut. ZaS: Die Tagesthemen, die Sie so lange moderiert haben, sind 40 Jahre alt geworden. Sie selbst sind 75. Werden Sie nach all den Jahren nicht manchmal ungeduldig mit der Politik? Wickert: Es erfasst mich eigentlich keine Ungeduld, höchstens dann, wenn ich sehe, wie entsetzlich die SPD da rumeiert. Und mich hatte auch Ungeduld erfasst, als die FDP so rumgeeiert hat und man plötzlich merkte, denen geht es nicht ums Land, sondern denen geht es um Parteiinteressen. Das finde ich absolut schrecklich. ZaS: Wie oft pendeln Sie zwischen Ihren zwei Wohnorten in Hamburg und in Südfrankreich? Wickert: Wissen Sie, ich bin verheiratet mit einer Frau, die in Hamburg einen wichtigen Job hat. Und wir haben zwei Kinder. Da können Sie nicht einfach so pendeln. Hauptsächlich sind wir hier in Hamburg und zum Urlaub in Südfrankreich. Aber ich bin auch immer wieder mal ein paar Tage in Paris. Interview: Barbara Breitsprecher ■■Ulrich Wickert, Frankreich muss man lieben, um es zu verstehen, Hoffmann und Campe Verlag Hamburg 2017, 20 Euro

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HINTERGRUND

Samstag, 3. Februar 2018

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am 3. Februar 2018

Samstag, 3. Februar 2018

Über Lügen Affen- und Menschenversuche mit Stickoxiden. Die Luft in 20 deutschen Städten ist so dreckig, dass dies sogar zu einer Klage der EU-Kommission vor dem Europäischen Gerichtshof führen wird. Und jetzt? Von Michael Zäh

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agen wir es mal so: Längst sind die Menschenversuche üblich. Und zwar in mindestens 20 deutschen Städten, denen die EU nun mit Konsequenzen droht. Weil nämlich die Luft in diesen deutschen Städten um ein vielfaches dreckiger ist, als es EU-Grenzwerte erlauben, wird es höchstwahrscheinlich demnächst sogar eine Klage vonseiten der EU-Kommission gegen Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof geben, der dann zu einer empfindlich hohen Geldstrafe führen kann. Das zeigt ja wohl deutlich, wie hierzulande Politik und Autoindustrie verstrickt sind. Autokanzlerin Merkel hat ja auch nach dem Abgasskandal mittels manipulierter Software bei VW (und inzwischen auch Audi) nix wirklich unternommen, um die Menschen zu schützen. Dagegen mutet nun also die Empörung aus Politik und Wirtschaft über Versuche mit Affen (in den USA) und Menschen (in Aachen), die Stickoxiden mit dem Ziel ausgesetzt wurden, zu zeigen, dass diese gar nicht so schlimm sind, nun etwas heuchlerisch an. Denn in Wahrheit lügen alle gemeinsam.

Die Autoindustrie hatte nun also Wissenschaftler eingespannt, um mit der von BMW, Daimler, VW und Bosch gegründeten Lobbyorganisation EUGT (Europäische Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor) gezielt Gesundheitsgefahren von Dieselabgasen zu verharmlosen. Dabei waren auch Affen und Menschen Tests ausgesetzt worden. Allerdings waren die verabreichten Konzentrationen bei den Tests weit unter denen, die Menschen in Stuttgart an einer Kreuzung täglich einatmen (was offenbar weder von der Politik noch der Automobil-Wirtschaft zu verhindern ist). Wesentlich brisanter als diese Versuche selbst war Ziel und Zweck dieser sogenannten „Forschungen.“ Das Täuschungsmanöver begann ja schon mit der Gründung der EUGT. Die „Europäische Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor (EUGT)“ sollte ursprünglich anders heißen. Aber ein Gericht in Charlottenburg (Berlin) untersagte damals den Gründern, dass sie den Verein

„Europäisches Institut für Umwelt und Gesundheit“ nennen durften. Mit dem Namen „Institut“ wäre noch mehr der Eindruck einer universitären oder staatlichen Einrichtung erweckt worden. BMW, Daimler und VW hatten den Verein 2007 zusammen mit dem Autozulieferer Bosch gegründet (Bosch

Einmal tief durchatmen, so als Mensch in Stuttgart ist 2013 wieder ausgestiegen), also noch vor dem Bekanntwerden des deutschen Dieselskandals aufgrund von Schummel-Software, aber womöglich bereits mit dem Hintergrundwissen, dass es einen solchen Skandal geben könnte. Im Vorstand des „Forschungsvereins“ (der wenigstens nicht „Institut“ heißen durfte) saßen Manager von BMW, Daimler und Volkswagen sowie ein Vertreter der Frankfurter

Flughafengesellschaft Fraport. Den Forschungsbeirat bildeten sieben Professoren und Doktoren, angeführt von Prof. Dr. Helmut Greim von der TU München. Der auf diese Weise wissenschaftlich bemäntelte IndustrieVerein machte kräftig Werbung für den „Clean Diesel“. In einem Newsletter durfte ein Vertreter des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) gar unwidersprochen behaupten, der Dieselmotor sei aus Umweltsicht unproblematisch. Denn Feinstaub-Partikel und Stickstoffdioxid gingen wegen der modernen Abgasreinigung ja auf ein „homöopathisches Niveau“ zurück. Man könnte sogar fast sagen, fügte der VDA-Vertreter hinzu, „dass ein moderner Diesel sozusagen die Luft reinigt“. Lobbyarbeit eben. Als das Schreiben im Juni 2013 entstand, wusste man in der Autoindustrie nämlich längst, dass dies überhaupt nicht stimmte. Motorenentwickler von „Audi“ hatten ja bereits 2010 auf den zu hohen Schadstoffausstoß beim Stickstoffdioxid (NO2) hin-

gewiesen. Der Grenzwert werde in vielen Städten massiv überschritten. Dann kam der Abgasskandal ans Licht, bevor jetzt die Versuche mit Affen und Menschen bekannt wurden, die nur dem einen Ziel dienten, den Dieselmotor zu vermarkten. Jetzt sagt der Autokonzern Daimler: „Wir distanzieren uns ausdrücklich von der Studie der EUGT.“ VW erklärt: „Der Volkswagen-Konzern distanziert sich klar von allen Formen der Tierquälerei.“ Auch BMW lässt wissen, dass man Tierversuche verurteile. Alle drei Gründungsmitglieder des EUGT sind sich also einig, dass sie mit der Sache nichts zu tun haben. Die Autoindustrie geht auf Distanz zu ihrem eigenen Forschungsverein. Wie geht denn das? „Alle von der EUGT beauftragten Forschungsarbeiten wurden von einem Forschungsbeirat aus Wissenschaftlern von namhaften Universitäten und Forschungseinrichtungen begleitet und geprüft“, heißt es jetzt. Ach so? Nun sollen die Professoren schuld sein! Einmal tief durchatmen bitte, so als Affe.

DREI AUSSCHUSSPOSTEN FÜR DREI ÜBLE MÄNNER

Keiner ist auf die Finte der AfD reingefallen Es ist so, dass drei AfD-Männer nun im Parlament den Segen bekamen, dass sie jeweils wichtige Ausschüsse leiten dürfen. Sie heißen Stephan Brandtner, Peter Boehringer und Sebastian Münzenmaier. Bemerkenswert dabei ist nicht so sehr die Tatsache, dass damit die AfD als mutmaßlich stärkste Oppositionspartei (falls die Groko wie erwartet kommt) das zugestanden bekommt, was auch andere unter den selben Umständen bekommen hätten. Die AfD hat bei der Bundestagswahl 12,6 Prozent der Stimmen erhalten und damit selbstverständlich Anspruch auf solche Ämter im Parlament. Bemerkenswert ist vielmehr der offensichtliche Versuch der AfD, sich mal wieder über eine Provokation profilieren zu wollen. Denn die AfD hatte wohl gehofft, dass sie mit den drei von ihr vorgeschlagenen Männern auf erbitterten Widerstand bei den anderen Parteien stoßen würde und sich dann erneut als „Opfer“ dargestellt hätte, um

umgehend alle etablierten Parteien (und am besten gleich auch noch die Medien) der Lüge zu bezichtigen. Brandtner war früher aufgefallen, als er Merkel eine „Kampf-Fuchtel“ nannte und 15 Jahre Haft für sie gefordert hatte. Und auf einen im Internet leicht zugänglichen Auftritt aus dem Bundestagswahlkampf in Jena, rief er politischen Gegnern zu: „Eure Eltern waren wohl Geschwister, und wenn ich mir die Gesichter ansehe, waren die Haustiere auch nicht weit.“ Nun wurde dieser Mann also Vorsitzender des Rechtsausschusses des Bundestags. Boehringer bezeichnete die Kanzlerin in einer e-mail als „Merkelnutte“ und ist jetzt Vorsitzender des Haushaltsausschusses. Und Münzenmaier wurde kürzlich wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt und darf jetzt den Ausschuss „Tourismus“ leiten. (Hooligans reisen ja gerne.) Und das ist deshalb gut gelaufern, weil man nicht auf die

Finte der AfD reingefallen ist, die mit der Nominierung ihrer Kandidaten einfach nur provozieren wollte. Denn natürlich gäbe es auch bei der AfD viele andere Leute, die etwas Anstand und Manieren haben. So wurde dem alten Trick der AfD auf eine Art begegnet, die angemessen ist. Es wurde einerseits durch die Abstimmung über diese Kandidaten (die normalerweise nicht üblich ist) ein kleines Zeichen gesetzt (Seht her, wen die AfD da ins Rennen geschickt hat), aber auf das große Aufhebens dann verzichtet, das nur der AfD genützt hätte. Man hat die extra üblen AfD-Kandidaten durchgewunken, die sich ja schon in der klassischen Masche geübt hatten, dass etwa Boehringer sich beklagte, ihm würden Aussagen unterstellt, die er so nie gemacht habe. Na klar, das kennen wir schon. Aber jetzt darf der Mann sich als Vorsitzender in Ausschüssen versuchen, deren Treiben öffentlich keinen interessiert. miz


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MARKT

FASNET

Samstag, 3. Februar 2018

Samstag, 3. Febru R V F - M O B I LT I C K E T- A K T I O N

Ausgabe 239 am 3. Febr

„Einer für alle“: Närrisch gutes Gruppenangebot für Bus und Bahn

Samstag, 3. Februar 2018

des öffentlichen Nahverkehrs. Als Kleingruppe kostet die per Smartphone gekaufte REGIO24 in der Preisstufe 1 dann nur 6,20 statt 12,40 Euro. Einfach mit der RVFApp FahrPlan+ oder der App VAG mobil per Smartphone eine REGIO24-Fahrkarte für eine Person kaufen. Dies ist bis zu sieben Tage im Voraus möglich. Das Angebot gilt nur am Rosenmontag für mobil gekaufte REGIO24-Fahrkarten. Apps kostenlos im Apple Store, bei Google Play oder über die QR-Codes.

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Fasnet 2018 in Freiburg: Samstag und Sonntag, 10./11. Februar, Straßenfasnet und Rosenmontag, 12. Februar, Großer Umzug

D

ie Fasnet 2018 ist bereits in vollem Gange, seit die 33 Zünfte und die Breisgauer Narrenzunft sie am 13. Januar eröffnet haben. Doch nun nähert sich die hoch-närrischen Tage: Rathaussturm am Schmutzigen Dunschdig und Straßenfasnet am Samstag und Fasnetsonntag sowie großer Kinderball im Friedrichsbau. Und am Fasnetmendig dann der Große Umzug mit über 100 Zünften, Musikkapellen, Fanfarenzügen und Guggenmusiken. Rund 4000 Narren aus der Ortenau, dem Breisgau, Hochschwarzwald, Dreiländereck, dem Bodenseeraum und aus der Schweiz haben sich angemeldet.

Schmutzige Dunnschdig, 8. Februar: Belagerung des Rat-

hausplatzes ab 15.30 Uhr, Sternmärsche der Hästräger um 16.15 und 16.30 Uhr, Sturm des Rathauses um 16.45 Uhr, Hemdglunkerumzug um 17 Uhr mit Stellen des Narrenbaumes.

©Foto: Alle Fotos C. Schüßler, fotolia

Am Rosenmontag, 2. Februar, können clevere Narren und Besucher im Regio-Verkehrsverbund Freiburg (RVF) mit Bus und Bahn unterwegs sein: Unter dem Motto „Einer für Alle“ können Kunden des MobilTickets mit der Tageskarte „REGIO24 für eine Person“ bis zu vier weitere Personen kostenlos mitnehmen. Erlaubt ist zudem die unentgeltliche Mitnahme von bis zu vier Kindern bis einschließlich 14 Jahren. Sie gilt 24 Stunden ab Kauf und ermöglicht eine flexible Nutzung

Fasnet-Samschdig, 10. Februar: Straßenfasnet von 10 bis 19 Uhr, Elferratssuppe in der „Wodan-Halle“ um 11.11 Uhr, (geschlossene Gesellschaft).

Fasnet-Sunndig, 11. Februar: Hästrägermesse um 11 Uhr, in der St. Martinskirche, Rathausplatz, Große

Breisgauer Narrenzunft

Straßenfasnet um 14.00 Uhr, Kinderumzug des BNZ-Narresome um 15.45 Uhr.

Leitbild der Breisgauer Narrenzunft:

Fasnet-Mendig, 12. Februar:

• Wir sind uns unserer Verantwortung für Brauchtum und Tradition bewusst und handeln nachhaltig • Wir entwickeln unsere Freiburger Fasnet weiter und haben Mut zur Veränderung • Wir begegnen einander offen mit Vertrauen und Respekt, ein wertschätzender Umgang miteinander ist uns wichtig • Wir engagieren uns wirkungsvoll und zielstrebig für den Erfolg unserer starken Gemeinschaft Folgende Zünfte feiern Fasnet 2018 ihr Jubiläum: Die Ranzengarde Concordia wird 160 Jahre, der Reitercorps Freiburg 90 Jahre, die Herdermer Lalli 88 Jahre, die Haslacher Dickköpf 80 Jahre, die Schnogedätscher 80 Jahre, die Freiburger Hexen 55 Jahre, die Friburger Bobbili 55 Jahre, die Wetterhexen Freiburg 30 Jahre alt

Empfang der auswärtigen Zünfte in der „Gerichtslaube“ um 11.11 Uhr, Großer Fasnet-Mendig-Umzug um 14 Uhr, bereits ab 13.00 Uhr beginnt die Umzugsaufstellung auf dem Schloßbergring. Der Umzugsweg beginnt am Schwabentor und führt über Herrenstraße – Münsterplatz – Kaiser-Joseph-Straße über die Schiffstraße - Merianstraße – Rathausplatz - Rathausgasse – Kaiser-Joseph-Straße – Bertholdstraße – Rotteckring - Rempartstraße zum Holzmarktplatz.


STADT

Samstag, 3. Februar 2018

FREIBURG

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ZauberflĂśten in Ost und West

Konzert mit chinesischen FlĂśten, Klavier und Violoncello

Krieg oder Frieden Siegesdenkmal: Eine Initiative plädiert fßr einen neuen Namen fßr den Platz, der den friedlichen Aspekt hervorhebt. Von Barbara Breitsprecher

Sonntag, 18. Februar 2018 - 18:30 Uhr Historisches Kaufhaus â‚Ź16,00 / â‚Ź9,00 ermäĂ&#x;igt inkl. Garderobe Kartenverkauf: www.reservix.de / Tourist Information / BZ / Abendkasse. Veranstalter: Konfuzius-Institut Freiburg/China Forum Freiburg, www.ki-freiburg.de

IMPRESSUM

Herausgeber: Michael Zäh und Christopher Kunz Verlag: Zeitung am Samstag Verlags GmbH, BenzstraĂ&#x;e 22, 79232 March. Tel. 076 65/9 34 58-0, Fax -286, e-mail: info@zas-freiburg.de GeschäftsfĂźhrer: Christopher Kunz, RĂźdiger van der Vliet Chefredakteur: Michael Zäh (visdp), Tel.: 0170 / 739 17 87, m.zaeh@zas-freiburg.de Redaktion: Barbara Breitsprecher, Michael Metzger redaktion@zas-freiburg.de

ŠFoto: Achim Keller

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ach wie vor ohne zusätzliche Infotafel steht es wieder da, das Siegesdenkmal. Es bildet nun, da leicht versetzt wieder aufgestellt, eine direkte Achse mit der Kaiser-Joseph-StraĂ&#x;e. Ein Anachronismus? Vielleicht aber auch eine Chance, den Deutsch-FranzĂśsischen Krieg unter Kaiser Wilhelm gezielt kritisch zu beleuchten. DafĂźr plädiert auch die Freiburger Initiative Platzbenennung. Sie wĂźnscht sich einen neuen Namen fĂźr den neugestalteten Platz am Siegesdenkmal, der eine kritische, zeitgemäĂ&#x;e Antwort auf nationale kriegerische Identitätsfindungen sein kĂśnnte. „Es ist wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer Ăźber Leid und Verlust ausdrĂźcken, dem Gedenken an alle Opfer des Krieges gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken“, formuliert Basti-

an Gabel fĂźr die Initiative. Aus dem Siegesdenkmal-Platz kĂśnnte beispielsweise ein „Platz des Friedens“ werden, so ihre Idee, fĂźr die sie auch mittels einer Online-Petition auf www.openpetition.de UnterstĂźtzer und UnterstĂźtzerinnen suchen.

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Ein Alternativvorschlag lautet „Platz der VersĂśhnung“. Von 1876 bis 1961 stand das Siegesdenkmal vor der Karlskaserne. SiegesgĂśttin Victoria war nach SĂźden auf die Kaiser-Joseph-StraĂ&#x;e ausgerichtet. Bei der Umgestaltung des Friedrichrings wurde das Denkmal 1962 rund 100 Meter in Richtung Fahnenbergplatz versetzt. Fortan schaute die Statue nach Osten. Mit dem Bau der neuen Stadtbahn ist das Denkmal nun wieder zur ehemaligen Kaserne zurĂźck gekommen, in dem Gebäude befindet sich heute das Amt fĂźr Kinder, Jugend und Familie. Am Samstag, 3. Februar, findet auf Einladung der Initiative zwischen 11 und 13.30 Uhr eine Kundegebung fĂźr einene neuen (friedlichen) Namen vor dem Siegerdenkmal statt. Unter anderem wird Johannes Remmer, Rektor des Deutsch-FranzĂśsischen Gymnasiums eine Rede halten.

TICKER

Von Kirchbach ist Stefan Breiter neu 1. BĂźrgermeister als BĂźrgermeister

Sexueller Attacke in Gundelfingen

Mit groĂ&#x;er Mehrheit hat der Freiburger Gemeinderat Ulrich von Kirchberg erneut als BĂźrgermeister fĂźr Kultur, Integration, Soziales und Senioren gewählt. Zudem wurde er zum Nachfolger von Otto Neideck als Erster BĂźrgermeister gewählt und ist damit der ständige Stellvertreter des OberbĂźrgermeisters. Der 61-jährige Ulrich von Kirchbach ist Jurist und seit 2002 BĂźrgermeister der Stadt Freiburg. Seit 1999 sitzt er fĂźr die SPD im Freiburger Gemeinderat. 2010 hatte er sich fĂźr die Wahl zum OberbĂźrgermeister aufgestellt und diese gegen Dieter Salomon verloren.

Im Anschluss an den Fastnachtsumzug in Gundelfingen am 28. Januar kam es zwischen 18.30 und 18.45 Uhr im Bereich der Alten BundesstraĂ&#x;e/BahnhofstraĂ&#x;e zu einem sexuellen Ăœbergriff auf ein 15-jähriges Mädchen. Die Jugendliche war zuvor in Begleitung von drei jungen Männern gewesen, die nun gebeten werden, sich als Zeugen bei der Polizei zu melden. Der Tatverdächtige war etwa 20 Jahre alt, 175 bis 180 cm groĂ&#x;, schlank, mit heller Hautfarbe. Er war nicht kostĂźmiert oder maskiert. Die Kripo bittet Zeugen sich unter Tel. 0761/882-5777 zu melden.

Stefan Breiter (CDU) wurde vom Freiburger Gemeinderat zum BĂźrgermeister fĂźr Finanz-, Wirtschafts- und Wohnungswesen sowie zentrale IT, Ăśffentliche Ordnung, Feuerwehr, BĂźrgerservice, Sport, Standesamtswesen, Stadtentwässerung, FriedhĂśfe und Vermessung gewählt. Der 50-jährige gebĂźrtige Freiburger war zuletzt BĂźrgermeister der Gemeinde Remshalden im Rems-MurrKreis, davor unter anderem persĂśnlicher Referent der damaligen baden-wĂźrttembergischen Ministerpräsidenten GĂźnther Oettinger und Stefan Mappus. AuĂ&#x;erdem ist er Schiedsrichter bei Eishockeyspielen.

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MARKT

SENIOREN

Samstag, 3. Februar 2018

Samstag, 3. Febru

Selbstbestimmt oder Rundum-Betreuung

Ausgabe 239 am 3. Febr

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enn Senioren Hilfe oder Pflege benötigen ist der Moment gekommen, wo über eine ambulante oder stationäre Versorrgung nachgedacht werden sollte. Durch das Pflegegesetz sind die verschiedenen Pflegegrade der Pflege geregelt. Die Pflegeintensität ist vom körperlichen und geistigen Zustand der jeweiligen Person abhängig. Es wird in ambulante Pflege, häusliche Pflege mit 24 Stunden Betreuung und stationäre Pflege unterschieden. Die Pflegeintensität hängt von dem körperlichen als auch geistigen Zustand der jeweiligen Person ab. Danach entscheiden die Gutachter, in welche Pflegestufe der betreffende Senior eingestuft wird. Die erste Form der Pflege ist die ambulante Pflege. Sie ist auch für die Senioren meist die Angenehms-

te, da sie in dieser Pflegestufe nicht umziehen müssen. Die ambulante Pflege findet zu Hause in der eigenen Wohnung statt. Die Betreuung der Senioren findet in der eigenen Wohnung stundenweise statt. Der ambulante Pflegedienst kommt immer zu festgelegten Zeiten zu den pflegebedürftigen Senioren. Allerdings haben diese in den seltensten Fällen Einfluss auf den Zeitpunkt der Besuche des Pflegepersonals. Die ambulante Pflege beinhaltet die Hilfe bei den Aufgaben des täglichen Lebens, welche die Senioren nicht mehr allein erledigen können. Der Unterschied zwischen der ambulanten Pflege und der häuslichen Pflege mit 24 Stunden Betreuung liegt darin, dass die häusliche Pflege eine Betreuung über 24 Stunden beinhaltet. Die Betreuung für häusliche Pflege

©Foto: Gerhard Seybert, fotolia

©Foto: Kzenon, fotolia

Drei Pflegemodelle: ambulante Pflege, häusliche Pflege mit 24-Stunden-Betreuung und stationäre Pflege Samstag, 3. Februar 2018 in einem Seniorenwohnheim oder einem Pflegeheim.

übernehmen vielfach Pflegekräfte aus den osteuropäischen Staaten. Diese bewohnen in der Wohnung der Senioren ein eigenes Zimmer und sind somit den ganzen Tag über verfügbar. Sie helfen den betroffenen Senioren bei den täglichen Aufgaben im Haushalt wie auch beispielsweise beim Einkaufen oder begleiten sie zu Arztbesuchen. Der Vorteil für die pflegebedürftige Person liegt darin, dass die Hilfe immer da ist. Die häusliche Pflege des Personals bezieht sich dabei auch auf leichte pflegerische Tätigkeiten wie Maßnahmen zur körperlichen Hygiene. Dieses Personal darf aber aus rechtlichen Gründen keine medizinischen Pflegemaßnahmen vornehmen, auch dann nicht, wenn sie in ihrem Heimatland eine Ausbildung in diesem Beruf durchlaufen haben.

Senioren, die eine medizinische Pflege benötigen, sollten in diesem Falle anstreben, die ambulante Pflege durch einen Pflegedienst und die häusliche Pflege mit 24 Stunden Betreuung zu kombinieren. Die stationäre Pflege unterscheidet sich wiederum in zwei Stufen. Senioren, welche Hilfe bei Tätigkeiten im Haushalt sowie leichte medizinische Pflege benötigen, haben die Möglichkeit, in ein Seniorenheim oder Seniorenwohnheim zu ziehen. Dort können sie immer noch in einem eigenen Appartement wohnen, in welchen ihnen die benötigte Hilfe zuteil wird. Steigt der Pflegebedarf, wird der Umzug in ein Pflegeheim notwendig. Diese Art stationäre Pflege garantiert die Betreuung über 24 Stunden, da das Pflegepersonal im Schichtbetrieb arbeitet. Damit

ergeben sich für die Senioren aber auch immer wieder wechselnde Ansprechpartner. Das Personal für stationäre Pflege übernimmt die komplette medizinische und pflegerische Betreuung der Senioren. Somit ist auch in Notfällen immer Pflegepersonal vor Ort. Die stationäre Pflege benötigt durch die Vielzahl der Heimbewohner natürlich einen geregelten Tagesablauf. Die Finanzierung der Pflege ist durch das Pflegegesetz geregelt. Gutachter legen die Pflegebedürftigkeit der einzelnen Senioren fest. Danach richtet sich der Zuschuss der Pflegekassen. Es gibt zudem Möglichkeit, die gesetzliche Pflegeversicherung durch eine private Pflegeversicherung zu erweitern. Hier besteht auch die Möglichkeit, eine zusätzliche Förderung (Pflege Bahr) in Anspruch zu nehmen.

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MARKT

BERUF & KARRIERE

Samstag, 3. Februar 2018

8.000 neue Pflegestellen in Heimen Fßr die Alten- und Krankenpflege soll es mehr Geld und Personal geben: Bei den Koalitionsverhandlungen sind sich CDU und SPD in dieser Frage einig. Kritik kommt jedoch von den Verbänden.

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Auch die pflegenden AngehÜrigen sollen gestärkt sowie Leistungen zusammengefasst und besser zugänglich gemacht werden. Die Krankenkassen fordern von einer kßnftigen Bundesregierung verbindliche Vorgaben fßr die Pflege am Krankenbett. Fßr die Pflege am Bett stellt das Gesundheitsministerium ßber das Krankenhausstrukturgesetz 2016 bis 2018 FÜrdermittel von insgesamt bis zu 660 Millionen Euro bereit. Ab 2019 sollen dauerhaft bis zu 330 Millionen Euro pro Jahr zur Verfßgung stehen. Der bisherige Versorgungszuschlag von 500 Millionen Euro wird in einen Pflegezuschlag umgemßnzt. Er wird nach den Pflege-

ŠFoto: drubig-photo, fotolia

ie Unterhändler bei den derzeit laufenden Koalitionsverhandlungen haben sich auf folgende Punkte geeinigt, was die Pflegeberufe angeht: Zusammen mit den Tarifpartnern solle dafßr gesorgt werden, dass Tarifverträge in der Pflege flächendeckend zur Anwendung kommen. Zudem soll eine Angleichung des Mindestlohns in der Pflege zwischen West- und Ostdeutschland erreicht werden. Fßr die medizinische Behandlungspflege in Heimen sollen in einem ersten Schritt 8000 neue Fachkraftstellen geschaffen werden. Mehr Personal ist in der Alten- und Krankenpflege nÜtig. Die kßnftige Bundesregierung will aufstocken – aber reicht das?

personalkosten der Krankenhäuser verteilt. Fast drei Millionen Menschen in Deutschland sind pflegebedĂźrftig, brauchen zuhause Hilfe, leben in Wohngruppen, in Pflegeheimen oder in Hospizen, und es werden jedes Jahr mehr. Schon jetzt fehlen Zehntausende Fachkräfte in der Kranken- und Altenpflege. Geht es nach den potenziellen GroĂ&#x;koalitionären, soll dieses Sofortprogramm helfen. Kritiker monieren, dass der tatsächliche Bedarf weit hĂśher sei als die beschlossenen

8000 zusätzlichen Stellen. Das mache rein rechnerisch grade mal eine halbe Zusatzkraft fĂźr jedes der rund 13.600 Pflegeheime in Deutschland. Der Deutsche Berufsverband fĂźr Pflegeberufe nannte die Verhandlungsergebnisse „vĂśllig unzulänglich“. Der dramatische Pflegenotstand in Krankenhäusern, Heimen und ambulanten Diensten werde „mit minimalsten MaĂ&#x;nahmen“ kaschiert, so Verbandspräsidentin Christel Bienstein. Es sei „kaum zu glauben, dass die Politik noch

immer nicht versteht, wie brisant die Pflegesituation in Deutschland tatsächlich ist. Mit Ansätzen, die schon in den vergangenen Jahren ins Leere liefen, wird gar nichts

bewegt.“„Schwer enttäuscht“ ist auch der Deutsche Pflegerat. Wenn Union und SPD nicht nachbessern wĂźrden, wäre das aus der Sicht ihres Präsidenten Franz Wagner „ein Politikversagen vor der Krise der Pflegeberufe und eine Gefährdung der Versorgung“. Und als „einen schlechten Witz“, bezeichnete der Paritätische Wohlfahrtsverband das Ergebnis. NĂśtig seien nicht 8000, sondern 100.000 zusätzliche Pflegekräfte. Das Bundesinstitut fĂźr Berufsbildung rechnet fĂźr 2035 mit 270.000 fehlenden Fachkräften in Pflege- und Gesundheitsberufen. Die Bertelsmann Stiftung beziffert die LĂźcke gar auf 500.000. Im März 2017 kamen auf 14.600 offene Altenpflegestellen nur 3000 arbeitslos gemeldete Fachkräfte.

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Naturheilkundliche Kurse Die Freie Heilpraktikerschule Freiburg bildet seit 18 Jahren erfolgreich Heilpraktiker/-innen aus, darĂźber hinaus werden auch fĂźr Menschen ohne medizinische Vorkenntnisse naturheilkundliche Kurse und Seminare angeboten. Am 12. April beginnt zum Beispiel die Ausbildung zum/zur „Entspannungstherapeut/-in, Entspannungsberater/-in“. Die Wirkung, der Aufbau und die DurchfĂźhrung von Entspannungssitzungen werden in Theorie und Praxis an 20 Abendterminen anschaulich vermittelt. Methoden wie Aromamassage, Einreibungen und Wickeltechniken mit ätherischen Ă–len, Meditation- und Atemtechniken, Visualisierungen, Autogenes Training und weitere Methoden der kĂśrperlichen und psychisch-seelischen Tiefenentspannung werden hier von einem erfahrenen Dozententeam vermittelt. Die Ausbildung ist fĂźr alle geeignet, die neue Wege der Entspan-

nung erfahren, beziehungsweise ihre Grundkenntnisse Ăźber Stress und Entspannungsverfahren vertiefen, oder als Therapeuten/-innen mit Heilerlaubnis die Entspannungstherapie als Heilmethode in ihre Arbeit integrieren mĂśchten. Spannend wird es bei der „Expedition ins Paarreich“ am Samstag, 24. Februar von 9 bis 16 Uhr. Das Zusammenleben als Paar kann auf der einen Seite beglĂźckend und inspirierend sein, auf der anderen Seite gibt es oft Schwierigkeiten, Missverständnisse und Konflikte. KĂśnnen Paare daran etwas verändern? Der Paarberater Enno Kastens erforscht mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern an diesem Tag die HintergrĂźnde sowie Muster und Gewohnheiten die es aufzudecken gilt. Auch ohne Vorkenntnisse ist ein Besuch naturheilkundlicher Kurse, beispielsweise der Heilpflanzenkunde (mit Infoabend am 5. Februar, 18 Uhr), HomĂśopathie, Ernährung oder Massage mĂśglich. Zudem lohnt es sich, einen Blick auf den jährlich wechselnden Ver-

anstaltungskalender zu werfen. Dort finden sich Vorträge, wie zum Beispiel „Wendepunkte – aus der Sackgasse zurĂźck in ein erfĂźlltes und zufriedenes Leben“, am 24. Februar, 18 – 20 Uhr, oder „Autoimmunerkrankungen“, am 26. Februar, 19.30 – 21 Uhr. In diesem Vortrag werden einige Autoimmunkrankheiten wie Hashimoto, Psoriasis, Diabetes Typ 1 und ihre begleitende Therapien aus der Naturheilkunde vorgestellt. Infoabend der Freien Heilpraktikerschule Freiburg: 5. März, 19 Uhr. Gerne kann ein Termin fĂźr ein persĂśnliches Beratungsgespräch vereinbart werden. Informationen oder Anmeldungen: Montag bis Donnerstag von 9 bis 13 Uhr, Dienstag und Mittwoch auch von 17 bis 19 Uhr. â– Freie Heilpraktikerschule Freiburg, Marie-Curie-Str. 1, 79100 Freiburg (Vauban) Tel: 0761-401 44 52 www.freie-heilpraktikerschule.de

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Samstag, 3. Februar 2018

Fotos: Witters

Jung, schon wieder weg: Hannes Wolf, der VfB-Aufstiegstrainer bekam wenig Kredit von seinem Verein

Unfassbare Mentalität Bundesliga. Sensationell an den überraschenden vier Punkten gegen die Favoriten aus Leipzig und Dortmund war die Tatsache, dass jeweils ein Rückstand noch gedreht wurde. Jetzt gegen zweitplatzierte Leverkusener und nach Hannover. Von Michael Zäh

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as wahrhaft Unfassbare der völlig überraschenden vier Punkte gegen Leipzig (2:1) und in Dortmund (2:2) ist die Tatsache, dass das Streich-Team in beiden Spielen gegen die klaren Favoriten gar nicht den optimalen Spielverlauf erwischte, sondern jeweils sogar in Rückstand geraten war. Und diese Fähigkeit, nach Rückstrand gegen beide Teams aus dem Spitzendrittel doch noch zu punkten, überwiegt alles andere, da es für Qualität und Mentalität der SC-Mannschaft steht. Nun stehen nach acht (!) Spielen ohne Niederlage die Partien gegen den Zweitplatzierten aus Leverkusen (am Samstag, 3.Februar, 15.30 Uhr) sowie beim starken Aufsteiger aus Hannover (am Samstag, 10. Februar, 15.30 Uhr) an, die jeweils eine große Herausforderung darstellen dürften. Der Urknall im Spiel gegen die hoch favorisierte Elf aus Leipzig war gar nicht einmal das (eher erwartbare) starke defensive Auftreten des SC mit den sogar deutlich bessseren

Neue Rolle: Robin Koch wurde auf die „Sechs“ beordert und spielte klasse

Chancen bei Nadelstichen nach vorne. Nein. Als nämlich Timo Werner in der 66. Minute die erste (vom SC selbst, durch Abrashis Übereifer dargeboten) Gelegenheit des freien Raumes eiskalt zur 1:0-Führung für Leipzig nutzte, gab es wohl kaum noch Fans im Schwarzwaldstadion, die sich nicht bereits in Herz-Schmerz ergingen, nach dem Motto: Alles gut gemacht, bis zu der einen Szene, die uns halt die Punkte kostete. Schade eigentlich. Aber mit der Reaktion der SC-Spieler hätte nun doch keiner gerechnet. Von dem überragenden Christian Günther angetrieben (nicht nur in diesem Spiel hat er einen immensen Sprung nach vorne gemacht) sorgten dann zwei Ecken von Günther durch die Tore von Janik Haberer (72. Minute) und Robin Koch (76.) dafür, dass die Partie komplett gedreht wurde. Ein Dreier, den nach eigenem Bekunden selbst Christian Steich kaum für möglich gehalten hatte.

Schnell auf den Beinen: Marc Oliver Kempf hat viel geholfen

Nun ja, aber dann in Dortmund hat es sich wiederholt. Als Kagawa schon in der neunten Minute das 1:0 für die Gastgeber erzielte, war erneut ein kleines Wunder von den Freiburgern gefordert, an das keiner so recht glauben mochte, bevor Nils Petersen (siehe auch Seite 10) mit seinen zwei tollen Toren (21. und 68. Minute) die Partie drehte und es am Ende sogar ein bisschen frustig war, dass in der Nachspielzeit noch das 2:2 für Dortmund fiel (das aber nach allen sonstigen Werten echt in Ordnung ging). Mit 24 Punkten und somit sieben Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz geht es jetzt in die erneut schweren Aufgaben gegen Leverkusen (die Mannschaft der Stunde) und in Hannover. Gut, dass die Konkurrenten nun ja auch nicht gerade leichte Kost vor sich haben. Bremen etwa auf Schalke und dann gegen Wolfsburg (die ja ebenfalls hinter dem SC stehen). Derweil hat der VfB Stuttgart mal wieder den Trainer gewechselt: für Aufstiegstrainer Wolf kommt Tayfun Korkut.


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BUNDESLIGA

FUSSBALL

Samstag, 3. F

Auf Flügeln SC Freiburg. Nils Petersen erzielt in Dortmund zwei tolle Tore. Zum Glück ist er nicht mehr nur der Joker. Von Michael Zäh

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s gibt eben Tore, die reißen einfach jeden Fußballfan von den Sitzen. Der Treffer von Nils Petersen in Dortmund hat also nicht nur Freiburger Anhänger in Entzücken versetzt, sondern auch die (ja ohnehin etwas verunsicherten) BVB-Fans auf der legendären Südtribüne zu einem Moment des Zungenschnalzens animiert. Nils Petersen ahnte einen Rückpass von Sahin, bekam den Ball in die Füße und zog aus über 40 Metern sofort ab. Ohne groß zu schauen, ohne eine Sekunde zu zögern, weil er instinktiv ahnte dass der Dortmunder Keeper Roman Bürki in einer solchen Situation womöglich bis vor an den eigenen Sechzehner gelaufen war. Auch wenn Nils Petersen später sagte, dass er „mit Roman ja zusammengespielt“ habe und er ihn deshalb kenne, also seine Ambition, den Spielaufbau seines Teams mit gestalten zu wollen, war dieses Tor ein magischer Moment, der nur zum kleineren Teil rational erklärbar war. Denn diesen Ball in Sekundenbruchteilen genau so zu treffen, dass er über 40 Meter dann genau hinter Bürki ins Netz fällt, ist einfach wunderbar. Und eigentlich sollte man solche Geniestreiche, die auf den Flügeln des Fußballgottes daher kommen, nicht durch triviale Statements entwerten. Weil Nils Petersen ja in Dortmund schon zuvor ein spektakuläres Tor zum völllig überraschenden 1:1 Ausgleich erzielt hatte, steht der SC-Torjäger inzwischen bei zehn Treffern

und damit auf dem vierten Platz der Bundesliga-Torjägerliste. Und kaum jemand mag sich noch erinnern, das Nils Petersern vor nicht allzu langer Zeit das Etikett angeklebt wurde, zwar der beste „Joker“ aller Zeiten zu sein, aber eben auch nur als solcher noch zu Toren zu kommen (wenn also Gegenspieler zuvor ausgelaugt wurden). Wie sein super Tor in Dortmund nun von einer Portion Glück begleitet war, so darf man wohl auch sagen, dass es für den SC ein Fingerzeig der etwas besonderen Art war, dass Nils Petersen aus der Rolle des Jokers befreit wurde. Wir ziehen natürlich erst recht den Hut vor einem Spieler, der sich ohne großes Murren lange in das Konzept der Trainer gestellt hat, dass er eben als Joker am wertvollsten sei, obwohl das ja immer auch eine kleine Ohrfeige (in Sachen Selbstbewusstsein und Karriere) war. Aber nachdem Nils Petersen (leider auch durch die schwere Verletzung von Florian Niederlechner) nun den Beweis des Gegenteils früher kursierender Theorien antreten darf, fällt erst so richtig auf, wie falsch manche in ihren Urteilen liegen. Christian Streich hat Petersen nach dem Ausfall von Niederlechner als seine Nummer eins im Zentrum unterstützt, was er aber wohl sonst eher nicht getan hätte. So ist das also mit der Flugkurve eines Balles aus über 40 Metern und mit der Entwicklung eines Teams, das einen Nils Petersen dafür braucht.

Magischer Moment: Nils Petersen zieht nach Balleroberung aus über 40 Metern ab, direkt aus dem Flow heraus, ohne weiter zu schauen. Es wird ein spektakuläres Tor werden

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Samstag, 3. Februar 2018

Februar 2018

BUNDESLIGA

FUSSBALL

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Februar 2018

Fotos: Witters

Samstag, 3. Februar 2018


Samstag, 3. Februar 2018

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Ausgabe 239 am 3. Februar 2018

Soja-Gärtner gesucht! Samstag, 3. Februar 2018

Samstag, 3. Februar 2018

Für ein zweites Soja-Experiment suchen die Universität Hohenheim und der Freiburger Tofu-Hersteller Taifun Hobby-Gärtner, die robustes Versuchssaatgut testen wollen. Von Barbara Breitsprecher

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um zweiten Mal ruft die Universität Hohenheim und der Freiburger Tofu-Hersteller Taifun das „1000 Gärten – Das Soja-Experiment“ aus. Bereits 2016 waren Hobby-Gärtner aufgerufen worden, die einen Beitrag leisten konnten, um Soja-Kreuzungen zu identifizieren, die sich dafür eignen auch im kühleren Klima Deutschlands zu wachsen. 2500 Anmeldungen kamen damals rein und aufschlussreiche Daten konnten erhoben werden. Nun geht das Projekt weiter und neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gesucht.

© Taifun-Tofu | Fotos: Silvia Wolf

Bei Soja denken viele an eine exotische Pflanze, die vor allem dort wächst, wo großflächig Regenwald gerodet wird. Weit weniger bekannt ist, dass der Sojaanbau mittlerweile

auch in Europa Fuß gefasst hat. So bezieht zum Beispiel Taifun-Tofu 100 Prozent seiner Bio-Sojabohnen aus Deutschland, Österreich und Frankreich. Doch die bestehenden Sojasorten gedeihen nur in Regionen mit mildem Klima. Um in Deutschland mehr Gegenden für den heimischen Sojaanbau zu erschließen, werden neue klimatisch passende Sojasorten benötigt. Die erste Auflage des Soja-Projekts 2016 habe gezeigt, dass partizipative Pflanzenforschung einen wichtigen Beitrag leisten kann, so Dr. Volker Hahn, Leiter des Arbeitsgebiets Sonnenblumen und Leguminosen der Landessaatzuchtanstalt an der Universität Hohenheim. Diesmal konnte dafür auch die Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gewonnen werden. Nun werden Teilnehmer und Teilnehmerinnen gesucht, die Lust haben, im kommenden Gartenjahr auf rund sechs Quadratmetern Sojabohnen auszusäen und diese zu pflegen, zu beobachten und schließlich zu ernten. Hobbygärtner mit und ohne Schrebergarten sind dabei genauso willkommen wie Schulklassen und Landwirte.

Jeder der Teilnehmer erhält Versuchssaatgut von zwölf verschiedenen Sojakreuzungen, die an die jeweilige Klimazone angepasst sind. So werden insgesamt im Projekt rund 1000 verschiedene Sojastämme getestet. Die Daten über Größe der Pflanzen, Ertrag und Reife erfassen die Sojagärtner auf einer eigenen Online-Plattform, damit sie wissenschaftlich ausgewertet werden können. Anhand der eingesandten Ernte werden schließlich Eiweiß- und Fettgehalt der Sojabohnen sowie Tofu-Eigenschaften untersucht. Die ganze Zeit steht das 1000 Gärten-Team den Teilnehmern mit Rat und Tat zur Seite. Sojagärtner auf einer eigenen Online-Plattform, damit sie wissenschaftlich ausgewertet werden können. „In keiner anderen Leguminose konzentrieren sich so viele wertvolle und essentielle Inhaltsstoffe wie in der Sojabohne“, erklärt Volker Hahn. Trotzdem werden aus über 90 Prozent des weltweit angebauten Sojas lediglich Tierfutter oder Soja-Öl hergestellt. Durch den direkten Verzehr in Form von Tofu- und Sojaprodukten würde uns im Vergleich zu tierischem Eiweiß das Doppelte bis Dreifache an Nahrungsmitteln zur Verfügung stehen. Der heimische Anbau von Soja ist damit eine Chance, Menschen nachhaltig mit pflanzlichem Eiweiß zu versorgen. n www.1000gärten.de


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LEBEN

TIPPS

Samstag, 3. Februar 2018

Theater

Kriminacht

AUSSTELLUNG

Wunderbare Welt Dissozia

Ladies Crime Night mit fünf Autorinnen

StageFried führt ein Drama im Theatersaal der Alten Uni Freiburg als erste studentische Theatergruppe nach der Wiedereröffnung als Literaturhaus auf: „Wunderbare Welt

Dissozia“ entführt die Zuschauer in eine Fantasiewelt, deren schöne Fassade nur allzu schnell bröckelt. Die junge Lisa hat eine Stunde ihres Lebens verloren und will sie mit Hilfe des windigen Uhrmachers in dem fremden, bizarren Land Dissozia wiederfinden. ■ StageFried mit „Wunderbare Welt Dissozia“, 3./4./5. Februar, jeweils 19.30 Uhr, Theatersaal Literaturhaus, Eintritt: 6/4 Euro

Urbane Landschaften und Videoinstallationen: Vier Fotografen und Fotografinnen aus Süddeutschland und der Schweiz zeigen im Kulturaggregat einen Querschnitt Ihrer Werke. Zu sehen sind Video-Installationen, urbane Landschaften, Momentaufnahmen und Strasßenportaits. Isabelle Bapté fotografiert bewusst mit analogen Kameras, denn es geht ihr auch um den Wert und die Wichtigkeit der Zeit. Der 20-jährige Felix Brauner gewann im Alter von 13 den Freiburger Jugend-Fotopreis, inzwischen hat er sein Hobby

zum Beruf gemacht und gestaltet auch Musikvideos. Der Basler Demain Bichsel ist Spezialist für Skate- und Snowboardfilme und liebt es Großstädte zu fotografieren. Raphael Fischer dagegen schätzt die kleinen Details, die er auf seinen Stadt-Spaziergängen festhält. ■ Ausstellung „Im Fokus“ – Fotografie und Bewegtbild, noch bis 21, Februar, Mo,Mi, Sa von 13-18 Uhr und immer wenn die Türe offen steht, Kulturaggregat Hilda 5, Freiburg, Hildastraße 5

Frauen morden anders – davon sind zumindest die fünf Autorinnen Anne Grießer, Susanne Hartmann, Renate Klöppel, Alexa Rudolph und Ute Wehrle tüberzeugt. Die „Mörderischen Schwestern“, wie sie sich auch nennen, gestalten zusammen einen besonderen Krimiabend beim „Tag der offenen Tür“ im Paulussaal, mal humorvoll, mal atemlos und zeigen, dass sie es faustdick hinter den Ohren haben. jeweils sieben Minuten lang entführen sie die Zuhörer in die Welt ihrer Geschichten. ■ Krimiabend Ladies Crime Night, 3. Februar, 19.30 Uhr, Paulussaal Freiburg, Dreisamstr. 3, Eintritt frei

Film

Vortrag

Vortrag

Ausstellungen

Lesung

„Phantom Thread“ mit Einführung

Ein demokratisches Weltparlament

Trainings-Tipps von der Laufexpertin

Bunt ist meine Lieblingsfarbe

Viereinhalb Stunden Lesung mit Maier

In der monatlichen Filmreihe „Monday Nite At The Movies“ zeigt das Carl-Schurz-Haus am 5. Februar um 19 Uhr im Originalton mit Un-

Jo Leinen veröffentlichte 2017 zusammen mit Andreas Bummel das Buch „Das demokratische Weltparlament“, in dem er unter anderem für die Einrichtung eines UN-Parlaments plädiert. Dieses Projekt wartet eigentlich schon seit Gründung der Vereinten Nationen im Jahre 1945

Die Läuferin Sonja von Opel hält einen Motivationsvortrag zum Thema „Das Erfolgssystem – Trainingsprinzipien für Clevere!“ in der Messe Freiburg. Auf anschauliche Art und Weise wird sie erläutern, wie Läuferinnen und Läufer fünf maßgebliche Trainingsprinzipien anwenden können und wie diese im Detail wirken. Gerade in den letzten Wochen vor dem großen Tag X beim Marathon lauern viele Fehlerquellen, die sowohl Profiläufer, als auch Hobbyathleten unbe-

Familien mit Kindern ab 5 Jahren können am Sonntag, 11. Februar, von 14 bis 16 Uhr im Augustinermuseum am Augustinerplatz die farbenfrohe Welt der Kunst kennenlernen. Sie entdecken einen begehbaren Farbkreis, betrachten die Welt durch farbige Glasscheiben

Wer das nötige Sitzfleisch hat, für den bietet sich die Lesung von Andreas Maier im neuen Literaturhaus an. Der Autor liest aus seinem

tertiteln im Friedrichsbau Freiburg das schwelgerische Kostümdrama, mit dem Oscar-Gewinner Daniel Day-Lewis seine Hollywood-Karriere beschließen will: „Phantom Thread“ lässt den erfolgreichen Damenschneider Reynold Woodcock, der die britische Oberklasse in den 1950ern mit opulenten Roben ausstattet, auf die eigensinnige Kellnerin Alma treffen, die zur Muse und Hausgefährtin des exzentrischen Genies wird und die beide eine intensive Hassliebe verbindet. Das neueste Werk des Regisseurs Paul Thomas Anderson (Magnolia) ist sechsfach für die anstehenden Academy Awards nominiert. Mit Einführung durch den US-Filmexperten Rolf Luchs.

auf seine Realisierung. Mit der fortschreitenden Globalisierung aber stellen sich die Fragen nach Bürgerpartizipation und Demokratie in den internationalen Institutionen sowie die Frage nach einer gerechteren und nachhaltigeren Umsetzung der UN-Charta und der UN-Menschenrechts-Konvention immer dringlicher. Jo Leinen ist Präsident der Internationalen Europäischen Bewegung, engagiert sich im Europaparlament der Umweltpolitik und für die konstitutionellen Fragen europäischer Politik. Im Anschluss an den Vortrag gibt es eine Diskussion.

■ Kinofilm „Phantom Thread“ (OmU) mit Einführung, 5. Februar, 19.30 Uhr, Friedrichsbau, Eintritt: 8/7,50/7 Euro

■ Vortrag „Das demokratische Weltparlament“, 6. Februar, 20 Uhr, Uni Freiburg, KG I, HS 1098, Eintritt frei

dingt vermeiden sollten, damit das gesteckte Ziel auch erreicht wird. Sonja von Opel lädt darüber hinaus vor dem Vortrag zum gemeinsamen Lauf ein. Start ist um 9 Uhr an der Messe mit zwei Laufgruppen mit unterschiedlichem Tempo (erste Gruppe mit dem Tempo 6 min/km, zweite Gruppe 7min/km). ■ Vortrag Sonja von Oper, „Das Erfolgssystem – Trainingsprinzipien für Clevere!“, 4. 2., 12 Uhr, Messe Freiburg, Eintritt: 5 Euro/ angemeldete Marathonläufer frei

und erfahren viele Geschichten rund um die Kunst. Die Teilnahme kostet 3 Euro; für Erwachsene zuzüglich Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Und die Direktorin des Freiburger Museums für Neue Kunst, Christine Litz, führt am 9. Februar, um 17.30 Uhr durch die Ausstellung „Im Laboratorium der Moderne. Hölzel und sein Kreis“ im Augustinermuseum. Die Teilnahme kostet 2 Euro; zuzüglich Eintritt von 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Bereits am 7. Februar um 12.30 Uhr dreht sich eine Kurzführung um die „Verkündigung Mariens“ von Wilhelm Stetter.

neuen Roman „Die Universität“– der sechster Band seiner autobiographischen Erinnerungschronik. Er wird lesen und lesen und lesen, viereinhalb Stunden, bis zur letzten Seite. „Die Universität“ (Suhrkamp, 2018) führt nach Frankfurt, in die Jahre 1988/89. Damals noch ein ganz anderes Studium: Magister, Freiheit. Es droht der völlige Verlust der eigenen Person. Aus der Matratzengruft rettet den Studenten ausgerechnet ein Pflegefall: Gretel Adorno, die uralte Witwe des Philosophen, bei der er durch seinen Studentenjob Dienst schiebt. Er lässt sich von ihr zerkratzen und beschimpfen, aber eigentlich versteht er sich mit ihr besser als mit seiner restlichen Umwelt.

■ Führungen durch Ausstellungen im Augustinermusem Freiburg, 7.2., 12.30 Uhr, 9.2., 17.30 Uhr sowie 11.2., 14 Uhr

■ Lesung Andreas Maier, 23. Februar, 19.30 bis 00 Uhr, Literaturhaus Freiburg, Bertoldstr. 17, Eintritt frei


GESUNDHEIT

Samstag, 3. Februar 2018

KOMPETENZEN

IN MEDIZIN

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Wenn der Ellenbogen schmerzt Schleimbeutelentzündung, Tennisarm und Co.: Viele Ellenbogenschmerzen plagen nicht nur Sportler, sondern auch Handwerker und Menschen, die viel am Computer arbeiten.

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so kann eine Operation erforderlich werden. „Zur Vorbeugung sollten stark gefährdete Tennisspieler ihre Technik überprüfen“, rät Dr. Marquaß. Der Experten-Tipp: Um die Unterarmmuskulatur gezielt zu trainieren und zu dehnen, genügt die Anwendung eines Powerballs zuhause. Aber auch eine kleine Plastikflasche kann für ein gezieltes Training der Strecksehnen genutzt werden. Diese mit Wasser füllen und auf die Innenfläche der nicht erkrankten Hand legen. Dann mit der vom Tennisarm betroffenen Hand die Flasche greifen, ein paar Zentimeter hoch heben und anschließend wieder auf die Innenfläche der anderen Hand ablegen. Am besten diese Übung mehrfach täglich zehn- bis fünfzehn Mal wiederholen. Etwas irreführend ist der Begriff Golferellenbogen. Denn diese Erkrankung wird eigentlich nur selten durch den Rasensport ausgelöst. Sie ist meist Folge übermäßiger Belastungen des Sehnenansatzes

Funktionelle und ästhetische Störungen der Nasenatmung sowie der Nasenform können heutzutage minimal-invarsiv, das heißt, durch sehr viel schonendere Techniken als früher, behandelt werden. Die Schnarchtherapie kann operativ oder konservativ, also im Einzelfall auch ohne Operation, durch sogenannte Schnarcherschienen erfolgen, die individuell angepasst werden. Für die genaue Beurteilung, ob ein operatives, ein konservatives Vorgehen oder sogar das Tragen einer nächtlichen Atemmaske zu bevorzugen ist, ist immer eine genaue Untersuchung des nächtlichen Schlafs erforderlich. Die HNO-Praxis Dr. Rossbach passt den Unterkiefer vorverlagernde Schienen in Zusammenarbeit mit einem auf Schnarchern spezialisierten Zahnarzt an. Es werden verschiedene Modelle für

der langen Hand- und Fingerbeugemuskeln an der Innenseite des Ellenbogens. „In diesem Fall ist eine frühzeitige Behandlung durch den Physiotherapeuten sehr wichtig“, rät der Experte. „Regelmäßige Dehnungsübungen der Muskeln und Sehnen des Unterarms wirken zudem vorbeugend.” Wie beim Tennisellbogen können auch hier Kälte- und Wärmebehandlungen, Ultraschall, Stoßwellen- und Dehnungstherapie Linderung bringen. Immer wiederkehrende, monotone Bewegungsabläufe führen vielfach

Foto: Gelenk-Klinik Gundelfingen

PD Dr. Bastian Marquass

Ob beim Handwerken oder beim Handballspielen – ohne die fein aussteuerbare Motorik unserer Ellenbogen wären unsere Schultergelenke ziemlich aufgeschmissen: „Erst durch die bewegliche Verbindung von Ober- und Unterarm sind wir in der Lage, eine Vielzahl von Wurf- oder Schlagbewegungen auszuführen“, erklärt Dr. Bastian Marquaß, Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin der Gelenk-Klinik-Gundelfingen. „Bei jeder Bewegung des Ellenbogens werden Teile von ihnen mehr oder weniger stark belastet. Vielfache Folge: Überlastungen der Gelenkflächen sowie schmerzhafte Sehnenansatzentzündungen.“ Häufigste Sehnenansatzentzündung ist der Tennisellbogen. Wie der Name schon andeutet, sind oft Anhänger des „weißen Sports“ betroffen. Aber auch Heimwerken, stundenlanges Arbeiten am Computer oder andere einseitige oder sich wiederholende Bewegungen können diese Erkrankung auslösen. Außer Ruhigstellung sind Kühlung oder Wärmebehandlungen hilfreich. Zur Schmerzlinderung eignen sich Kombinationstherapien mit Reizstrom, Ultraschall oder Stoßwellen. Bringen diese Therapieansätze keine Besserung,

Foto: t.paisit, fotolia

rthritis, Schleimbeutelentzündung, Tennisarm - Ellenbogenschmerzen können viele Ursachen haben. Privatdozent Dr. Bastian Marquaß, Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin der Gelenk-Klinik-Gundelfingen, erklärt die Beschwerden und bewährte Behandlungsmöglichkeiten.

auch zu einer Schleimbeutelentzündung (Bursitis) am Ellenbogen. Schleimbeutel dienen sozusagen als Dämpfer zwischen zwei Gelenken und schützen diese vor Reibungsschäden. Alleine im Schulterbereich gibt es acht davon. „Werden die mit Gelenkflüssigkeit gefüllten Polster zu lange einem Druck ausgesetzt, so können sie sich entzünden“, erklärt Dr. Marquaß. Möglicherweise ist eine Bursitis aber auch Folge einer Prellung oder einer bakteriellen Infektion. Normalerweise heilt sie von selbst aus. Spürbare Besserung bringen oft bereits das Hochlagern und Ruhigstellen mit Gips oder Schiene sowie kühlende Salben. Entzündungshemmende Schmerzmittel und Kortison sind ebenso eine Option wie Antibiotika bei einer bakteriellen Schleimbeutelentzündung. Hilfreich ist zudem auch hier die Stosswellentherapie. Klingen die Beschwerden trotzdem nicht ab, ist die arthroskopische Entfernung des Schleimbeutels angezeigt. Für gefährdete Berufsgruppen wie

Fensterputzer oder Fliesenleger empfehlen sich Gelenkschoner. Problematisch sind auch Brüche – oft Folge eines Sturzes auf den ausgestreckten Arm. Betroffen davon sind vielfach Skateboard-Fahrer oder Inline-Skater. Meist erfordern die schweren Verletzungen einen operativen Eingriff, häufig auch ein künstliches Ellenbogengelenk. Nicht selten sind auch schmerzhafte Ellenbogendislokationen in Folge eines Sturzes. Dabei wird das Ellenbogengelenk zwischen Oberarm- sowie beiden Unterarmknochen vollständig ausgerenkt. „Bei Kleinkindern passiert dies auch häufiger, wenn man sie an den Unterarmen hochhebt oder herumschwingt“, erläutert der Ellenbogen-Spezialist. Viele Arten von Ellenbogenschmerzen haben keine orthopädische Ursache. Dahinter stecken vielmehr Störungen des Stoffwechsels oder des Immunsystems wie etwa einer Arthritis im Ellenbogen. Dabei wird das gesunde Gewebe des Körpers vom körpereigenen Immunsystem angegriffen. Dies führt zu stechenden Schmerzen sowie zu Entzündungen, Schwellungen und Überwärmung im Gelenk. Basis der ganzheitlichen Behandlung sind hochwirksame Medikamente (unter anderem Antirheumatika), die die Symptome lindern und den Entzündungsprozess hemmen. ■ Orthopädische Praxis und Gelenk-Klinik, Zentrum für Arthrosetherapie und Endoprothetik Tel: (0761) 55 77 58 0 Alte Bundesstrasse 58 79194 Gundelfingen E-Mail: patienten@gelenk-klinik.de

Diagnose zu Hause Die HNO-Praxis Dr. Rossbach beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Problemen rund um die Nase und des Schnarchens. Moderne Diagnostik und moderne Therapie für erholsamen Schlaf Schnarcher ohne Schlafapnoe und für Schnarcher mit Schlafapnoe angepasst. Dr. Rossbach setzt mit dem Watchpat200 ein besonders anwenderfreundliches und genaues Gerät zur Beurteilung nächtlicher Atemstörungen und des Schnarchens ein. Mit dem WatchPAT200 steht eine durch viele internationale Studien klinisch geprüfte diagnostische Technik zur Verfügung, die

eine akkurate Erfassung schlafbezogener Atemstörungen zu Hause ambulant ermöglicht und ebenso erkennen lässt, ob der Schlaf genügend erholende Tiefschlafanteile und Traumphasen enthält. Dabei werden geringste Veränderungen der Gefäßspannung und Volumenänderungen in den Fingerarterien registriert und die Sauerstoffsättigung im Blut gemessen. Eine kleine Messelektrode, die auf die Haut in die Grube unterhalb des Kehlkopfs geklebt wird, bestimmt die Zahl der Atemverzögerungen und Aussetzer. Ei-

ne Sonde, die auf der Brust geklebt wird, bestimmt die Abhängigkeit der Körperlagen in der Atemstörungen auftreten. Das am Handgelenk befestigte WatchPAT200 führt zu sehr zuverlässigen Ergebnissen und kann oft unbequemen Messmethoden vorgezogen werden, bei denen Geräte bedingt häufiger die Rückenlage eingenommen wird, was zu einer Verschlechterung der Ergebnisse führt . ■ Dr. med. Thomas Michael Rossbach, HNOArzt- Allergologie - Plastische Operationen Günterstalstraße 44, 79100 Freiburg Tel. 0761/74055, www.schnarchzentrum.com


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KOMPETENZEN

IN MEDIZIN

GESUNDHEIT

Samstag, 3. Februar 2018

Samstag, 3. Febru

Höchste Priorität für Patientensicherheit

Ausgabe 239 am 3. Febr

In der Apotheke des Josefskrankenhauses des RKK Klinikums werden Arzneimittel wie Zytostatika nach Samstag, 3. Februar 2018 höchsten Hygiene- und Qualitätsansprüchen hergestellt.

Für die Herstellung von sterilen Arzneimittel wie Zytostatikazubereitungen gelten besondere Anforderungen, denn hier handelt es sich um den kritischsten Prozess der Arzneimittelherstellung.

©Foto: Herrndorff, fotolia

Foto: RKK Klinikum

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ngesichts der Berichte über einen Apotheker aus Bottrop, der in über 50.000 Fällen mehr als 50 Zytostatika-Rezepturen falsch hergestellt, zu niedrig dosiert und teilweise sogar ganz ohne Wirkstoff an Patienten herausgegeben haben soll, betont das Freiburger RKK Klinikum die herausragende Bedeutung des Qualitätsmanagements in der Zytostatikazubereitung. In der Apotheke des St. Josefskrankenhauses erfolgt die Zubereitung durch spezialisiertes Personal in Reinraumräumen, die höchsten Hygieneansprüchen gerecht werden. Alle eingesetzten Rohstoffe werden direkt vom Hersteller bezogen, mengen- und chargenmäßig erfasst und unter der Kontrolle von drei fachlich qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hergestellt.

Chefapotheker Ralf Grüninger

Zytostatikazubereitung unterliegt in der Krankenhausapotheke des RKK Klinikums höchsten Qualitätsansprüchen. Schließlich werden die Substanzen, die das Zellwachstum beziehungsweise die Zellteilung hemmen, vor allem zur Behandlung von Krebs (Chemotherapie), teilweise auch bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen eingesetzt. In der Krankenhausapotheke des RKK Klinikums werden mit hohem personellem und technischem Einsatz unter Einhaltung höchster hygienischer

Sicherheitskriterien patientenindividuell Zytostatikazubereitungen von geschultem Fachpersonal nach ärztlicher Anweisung hergestellt. Die eingegangenen ärztlichen Anforderungen werden zunächst eingehend geprüft. Dazu gehört die Kontrolle von Dosierung und Medikation, Vollständigkeit der Verordnung, Zulassung und Zulässigkeit der eingesetzten Arzneimittel sowie

die Plausibilität und Vollständigkeit der Therapie-Schemata. Nach erfolgter Herstellung werden die Zubereitungen auf sichtbare Partikel, Mängel am Infusionsbeutel oder der Umverpackung kontrolliert. Nur einwandfreie Infusionen verlassen die Klinikapotheke in speziell gekennzeichneten, bruchsicheren Transportbehältern. Auch in allen anderen Bereichen der

Krankenhausapotheke werden dieselben Qualitätskriterien angelegt. Von der Herstellung patientenindividueller Ernährungslösungen für die Pädiatrie (Kinderheilkunde) bis zur Entwicklung und Zubereitung kindgerechter Darreichungsformen. „Die Qualitätssicherung ist von herausragender Bedeutung“, betont Chefapotheker Ralf Grüninger. Die Abteilung für klinische Pharmazie/Zentralapotheke im St. Josefskrankenhaus beliefert die Einrichtungen des Regionalverbundes kirchlicher Krankenhäuser (RKK Klinikum) und elf weitere Kliniken der Region Freiburg mit Arzneiund Verbandmitteln, Desinfektionslösungen, Sondennahrungen und Medizinprodukten. Die Apotheke betreut eines von fünf Notfalldepots im Auftrag der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg und stellt damit die Versorgung von öffentlichen Apotheken mit selten benötigten, jedoch im Notfall lebensrettenden Arzneimitteln sicher. ■ www.rkk-klinikum.de

Präziser, schneller und komfortabler Bundesweit modernstes PET/CT-Gerät in Betrieb genommen: Neues Gerät bietet optimierte Diagnostik, verbesserten Patientenkomfort und geringere Strahlenexposition.

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Mithilfe der Aufnahmen kann erkranktes Gewebe exakt lokalisiert und das Stadium der Erkrankung besser bestimmt werden. Hierauf basierend lassen sich individuell angepasste Behandlungspläne festlegen und deren Wirksamkeit im Verlauf auch kontrollieren. Die kompakte Bauweise des Scanners „Vereos Digital PET/CT“ der Firma Philips mit weiter Geräteöffnung vermindert das Engegefühl, so dass auch Patienten mit Platzangst untersucht werden können. Zu einer entspannten Untersuchungsatmosphäre tragen ferner spezielle Lichteffekte und Projektionen auf der Wand des Untersuchungsraums bei „Mit dem neuen Gerät erreichen wir eine höhere Bildauflösung und

Foto: Uniklini

ei Patientinnen und Patienten mit Krebserkrankungen wird häufig eine PET/CT-Untersuchung vorgenommen, um die genaue Lage und Ansiedlung eines Tumors zu erkennen. Das neueste Gerät seiner Art an der Klinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Freiburg ermöglicht den Ärzten und Ärztinnen durch eine volldigitale Technik Untersuchungen mit hoher räumlicherDetailgenauigkeit bei geringster Belastung für die Patienten.

Das neue PET/CT-Gerät der Uniklinik: Prof. Dr. Dr. Philipp T. Meyer (l.) untersucht einen Patienten. können gleichzeitig die Untersuchungsdauer beziehungsweise die Strahlenexposition mehr als halbieren“, sagt Prof. Dr. Dr. Philipp T. Meyer, Ärztlicher Direktor der Klinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Freiburg. Der Körper wird bei der PET in etwa einer Strahlungsmenge ausgesetzt, die der jährlichen natürlichen Strahlenexposition entspricht. „Angesichts des hohen diagnostischen Nutzens ist dies als unbedenklich anzusehen und beispielsweise für Verlaufskontrollen und bei der Untersuchung von Kindern und

Jugendlichen von großer Bedeutung“, sagt Prof. Meyer. Bei einer PET werden Stoffwechselvorgänge und Signalwege im Körper sichtbar gemacht, die bei Tumoren und anderen Krankheiten bereits im Frühstadium verändert sind. Mittels einer radioaktiven Substanz, die dem Patienten gespritzt wird – sogenannte Tracer oder Radiopharmaka – können zahlreiche Tumore und deren Metastasen im Körper sichtbar gemacht werden. Diese „funktionelle“ oder „molekulare“ Bildgebung wird durch die CT ergänzt, bei der Röntgenstrah-

len Organ- und Knochenstrukturen in hoher Auflösung darstellen. Mithilfe der übereinander gelegten Aufnahmen aus beiden bildgebenden Verfahren, einer sogenannten Bildfusion, entsteht eine dreidimensionale Landkarte des Körpers, auf der erkranktes Gewebe wie leuchtende Punkte auftaucht. Ärzte können so Operationen sowie Chemo- oder Strahlentherapie individualisiert planen. „Ziel ist es eine personalisierte, für den Patienten optimale Therapie mit geringsten Nebenwirkungen zu finden“, sagt Prof. Meyer.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Untersuchung ist die Ganzkörperdiagnostik mit PET und CT. „Weil wir zwei Untersuchungen gleichzeitig vornehmen, ersparen wir den Patienten die Zeit und Wege von Doppeluntersuchungen. Auch die Behandler erhalten die Resultate schneller. Zudem zeigen viele Studien, dass die kombinierte Untersuchung genauer und hilfreicher ist als die Summe der einzelnen Untersuchungen“, sagt Prof. Meyer. Nur etwa 15 Minuten dauern die hochaufgelösten Ganzkörperaufnahmen aus dem Scanner. Der Scanner ist etwa 500 Kilogramm leichter als herkömmliche Systeme, außerdem deutlich kürzer und kompakter. Anstatt zweier Öffnungsringe für CT und PET gibt es im neuen Scanner nur noch einen Ring. Die PET/CT-Untersuchung wird auch bei anderen, beispielsweise rheumatologischen, kardiologischen oder neurologischen Erkrankungen erfolgreich eingesetzt. ■ Prof. Dr. Dr. Philipp T. Meyer Ärztlicher Direktor Klinik für Nuklearmedizin Universitätsklinikum Freiburg Telefon: 0761/270-39160


GESUNDHEIT

Samstag, 3. Februar 2018

KOMPETENZEN

IN MEDIZIN

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ag, 3. Februar 2018

Bandscheibenvorfall, aber keine OP

am 3. Februar 2018

Warum ein Bandscheibenvorfall nicht operiert werden muss: Einseitige Tätigkeiten und langes Sitzen können die Muskeln Samstag, 3. Februar 2018 aus ihrer Bahn bringen. Es entstehen Kräfte, die zu einem Bandscheibenvorfall führen können.

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ernd Klein ist 50. Er arbeitet viel und gern – hauptsächlich am PC. In seiner Freizeit fährt er Rad und geht ins Fitnessstudio. Immer wieder plagen ihn leichte Rückenschmerzen direkt neben der Wirbelsäule, dort wo das Gesäss anfängt. Noch hilft eine Schmerztablette. Als er im Frühling einen schweren Blumenkübel anhebt, fährt es ihm in den Rücken. Diesmal lässt der Schmerz nicht nach – er strahlt jetzt sogar ins Bein aus. Bernd Klein bekommt Angst. Nach einem MRT steht die Diagnose: Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule. Der Kern der Bandscheibe sei verlagert, heißt es. Dieser drücke auf die Nerven, die an dieser Stelle aus dem Rückenmark austreten. Schmerzen und Lähmungen seien die Folge. Der Orthopäde rät, es zunächst mit Physiotherapie, Spritzen etc. zu versuchen. Wenn das nicht helfe, bliebe nur die Operation. Das klingt schlüssig. Denkt man darüber nach, tauchen jedoch Fragen auf.

Wodurch verlagert sich die Bandscheibe? Die Bandscheibe hat eine halbfeste, hochelastische Struktur. Sie lässt die Wirbelkörper, die sich oberhalb und unterhalb von ihr befinden, geschmeidig gleiten, wenn die-

Der geschädigte Muskel wird in den ursprünglichen Zustand zurück gebracht se bewegt werden. Eine Bandscheibe verlagert sich nicht von alleine. Ihre Bewegungen sind mit denen der benachbarten Wirbelkörper gekoppelt. Weicht sie irgendwohin aus, erfolgt dies im Zusammenhang mit entsprechenden Bewegungen der Wirbelkörper. Diese bewegen sich nicht von alleine. Wirbel sind Calciumphosphat-Apatitkristalle – also aus ähnlichem Material wie Steine. Es sind die Muskeln, welche die Knochen bewegen. An der Bandscheibe befinden sich keine Muskeln. Dafür gehen von den benachbarten Wirbelknochen umso mehr Mus-

keln aus. Wenn eine Bandscheibe, eingeklemmt zwischen zwei Wirbelknochen, sich nicht mehr bewegen kann, dann stellt sich die Frage: Welcher Wirbelsäulenmuskel ist so inaktiv geworden, dass es zur Bandscheibenverlagerung gekommen ist? Wenn man das weiß, dann weiß man auch, wieso der Bandscheibenvorfall entstanden ist. Folgerichtig muss es das Ziel sein, diesen Muskel zu therapieren, damit die Bandscheibe wieder rückverlagert werden kann. Die Muskulatur ist als arbeitendes Element anfällig für Störungen. Die entstehen, wenn ein aufeinan-

Biokinematik-Erfinder: Walter Packi der genau abgestimmtes System durcheinandergerät und beginnt, den eigenen Körper zu schädigen. Wie genau das abläuft – damit beschäftigt sich die Biokinematik.

Biokinematik – nachhaltige Hilfe ohne OP Die Biokinematik geht davon aus, dass jeder Muskel auf einer mathematisch definierten Bahn verläuft. Wird diese gestört, zum Beispiel durch einseitige Tätigkeit, kommt es zu einer Abweichung von dieser Bahn. Spannt der geschädigte Muskel jetzt an, entstehen im Körper

Kräfte, die vorher nicht da waren und den Körper schädigen. Um den eigenen Körper vor Schaden zu bewahren, generiert das Gehirn einen Schmerz, der die Bewegung, die schaden würde, bereits an ihrer Entstehung bremst. Im Falle des Bandscheibenvorfalls von Bernd Klein ist die Bauchmuskulatur betroffen, insbesondere der Musculus psoas major. Der verbindet die untere Wirbelsäule mit dem Oberschenkel und ist wegen des heutzutage üblichen andauernden Sitzens stark verkürzt. Er verlagert den Wirbelkörper geringfügig nach vorn, die Bandscheibe wird nach hinten gedrückt. Sie kann nun nicht mehr in ihre Ursprungsposition zurück, das verhindert die Spannung des Muskels. Die unausweichliche Folge: Der Bandscheibenvorfall. Die Therapie nach dem Ansatz der Biokinematik verfolgt das Ziel, den geschädigten Muskel wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu bringen. Dies geschieht durch ein gezieltes Training der geschädigten Muskulatur. Eine Operation ist überflüssig. ■ Klinik für Biokinematik Herbert-Hellmann-Allee 29-31 79189 Bad Krozingen Tel: 07633 93321-0 www.biokinematik.de PR-Anzeige

Für den Geschmack der Tischgäste Landhausküche trifft Geschmack: Privater Menübringdienst apetito bringt Wunschgerichte bis an die Haustür. Heiße oder tiefkühlfrische abwechslungsreiche Menüs werden direkt ins Haus gebracht.

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ine Woche lang habe ich die Menüs des Menübringdienstes Landhausküche von apetito getestet“, sagt Brigitte Albers. Ihr Fazit: „Sowohl das Schweinelendchen, die Rinderroulade als auch das Seelachsfilet haben mir sehr gut geschmeckt. Ich kann nur für mich sprechen und sagen, ich werde die Menüs und den Service weiterempfehlen“. Sie will auf jeden Fall weiterhin den Service der Landhausküche nutzen. Bereits seit über 60 Jahren wird bei apetito tagtäglich gekocht und dabei viel Wert auf ausgewählte Zutaten gelegt. Die Kuriere der Landhausküche bringen jedem, der nicht kochen möchte oder kann, das Wunschmenü direkt bis ins Haus. Der Service kann für einige Tage oder auch für längere Zeit in Anspruch genommen werden – ganz ohne Vertragsbindung. Je nach Wunsch bringt der Kurier der Landhausküche heiße oder tiefkühlfrische Menüs ins Haus. Soll das Essen heiß gebracht werden, steht den Kunden eine wöchentlich wechselnde Speisen-

karte mit täglich fünf verschiedenen Menüs zur Verfügung. Die Gerichte werden zur Mittagszeit gebracht, auch an Wochenenden und Feiertagen. Alle, die lieber spontan entscheiden, wann und welches Menü sie essen möchten, können aus über 200 tiefkühlfrischen Menüs ihr Lieblingsessen wählen. Zur gewünschten Zeit kann das Essen durch Erhitzen in der Mikrowelle oder im Backofen zu Ende gekocht werden. Neben Hausmannskost, Genießermenüs und regionalen Spezialitäten hält der Menübringdienst auch ein Angebot für besondere Ernährungssituationen, wie Schonkost und pürierte Menüs bereit. Abgerundet wird das Menüangebot jeweils durch Salate, Desserts und Kuchen.

Die Landhausküche bietet seinen Kunden leckere Mittagsgerichte.

Bild: © apetito

■ Für eine individuelle Beratung oder eine unverbindliche Menübestellung stehen die Mitarbeiterinnen der Landhausküche gerne zur Verfügung: Montag bis Freitag, von 8 bis 18 Uhr, Telefon: 07 61 – 51 56 92 37


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ZAHNGESUNDHEIT

Samstag, 3. Februar 2018

„Ich bin für totale Transparenz“ Kürzlich hat eine Patientin für ein Einzelimplantat knapp 26 Euro zuzahlen müssen: Dr. Kambiz Dibah bietet keine Festpreise an, sondern hat mit harter Arbeit seine hauseigenen Kosten minimiert. Und er hat namhafte Partner

D

r. Kambiz Dibah steht die Freude ins Gesicht geschrieben. Gerade kürzlich hat eine junge Patientin von ihm für ein Einzelimplantat im Frontbereich knapp 26 Euro (!) aus eigener Tasche zuzahlen müssen. „Das freut mich einfach riesig, denn als junge Auszubildende hätte die junge Frau auch gar nicht die finanziellen Möglichkeiten gehabt, diese für sie notwendige Versorgung teuer zu bezahlen“, sagte der Zahnarzt, den sie aufgrund seines sozialen Konzepts auch Robin Tooth nennen. Als Freiberufler hat der Zahnarzt messerscharf kalkuliert, „mit spitzem Skalpell“, wie er sagt. Seit über 15 Jahren betreibt er seine Praxis und verlangt keine Zuzahlung für Basisleistungen (etwa Wurzelbehandlungen oder Zahnreinigung). Dr. Kambiz Dibah will überdies eine maximale Transparenz für sein Konzept schaffen.

Zahnimplantat schon für rund 26 Euro Zuzahlung „Mit unserem Konzept, das auch die finanziellen Möglichkeiten aller Patienten berücksichtigt, wollen wir unseren Beitrag leisten entgegen einer Zweiklassenmedizin“. Sein Konzept richtet sich ausdrücklich nicht gegen andere Praxiskonzepte, sondern ist für all diejenigen gedacht, die aus finanziellen Gründen bisher ausgeschlossen waren. „Unsere Aufgabe als Freiberufler ist es, die Leistungen dann auch zu einem Preis zu ermöglichen, den sich die Leute leisten können. Sonst würden wir ja an unseren Kunden vorbei planen“, so Dr. Dibah. Er hat daher eine hauseigene Kalkulation aufgestellt. Nach dieser Kalkulation gelingt es ihm in der Regel, die Kosten für ein Implantat bei ca. 990 Euro anzusetzen (Einzelzahnversorgung auf ein Implantat okklusal verschraubt aus NEM (CoCrMo-Le-

gierung) und vollständig Keramik verblendet). Hiervon wird dann jeweils noch der Zuschuss, abgezogen den die Kassen übernehmen, und der je nach Situation verschieden hoch ausfällt. „Momentan liegt der gesetzliche Festzuschuss zwischen 336,50* Euro bis zu 973,06* Euro. Das bedeutet, dass der Eigenanteil für den Patienten zwischen ca. 25,94* Euro und ca. 662,50* Euro liegen kann“, erklärt Dr. Dibah. Und räumt auch mit dem Missverständnis auf, dass er den Patienten Festpreise anbietet. Die Zahlenangeben richten sich nach aktuellen Punktwerten der Krankenkassen und können geringfügig variieren. „Wir können lediglich unsere eigenen Kosten aufgrund unserer Erfahrung und aufgrund den Bedingungen beim Einkauf unserer Materialien definieren. Wie sich dies auf die Zuzahlung für den Patienten auswirkt, hängt dann ja von vielen anderen Faktoren ab, wie etwa den Anteil den die gesetzliche Krankenkasse im Einzelfall übernimmt“, erklärt Dr. Dibah.

Und klar, unser Konzept hat auch seinen Preis: Wir müssen eben ein paar Stunden länger arbeiten“, führt Dr. Dibah aus. Er hat für sein Konzept namhafte Partner gewonnen hat. Neben der Firma “Camlog“ hat er auch die weltweit renommierte Firma “Straumann” (mit Hauptsitz in Freiburg) und zuletzt die Firma „Nobel Biocare“ gewonnen. Dies ist der Ritterschlag für Robin Tooth! Generell ist Dr. Kambiz Dibah der Meinung, dass eine starke Gesellschaft den Blick besonders auf sozial schwächer gestellte Mitmenschen richten sollte. „Die Leute brauchen uns. Ich wüsste also nicht, weshalb und vor wem ich mich für mein Konzept entschuldigen sollte. Ich bin stolz darauf. Und ich bin für totale Transparenz“, führt Dr. Dibah aus. Zum Beispiel: „Oberkiefer oder Unterkiefer zahnlos, Versorgung mit 4 Implantaten und einer steggetragenen Oberkiefer oder Unter-

kiefer Versorgung gaumenfrei NEM (CoCrMo-Legierung) okklusal verschraubt. Hier gelingt uns in der Regel, die Versorgung für ca. 4.900 Euro zu ermöglichen abzüglich des gesetzlichen Festzuschusses der zwischen ca. 313,51 Euro und ca. 627,02 Euro liegen kann. Die Kosten für den Patienten für eine komplette Versorgung im Ober- oder Unterkiefer mit 4 Implantaten kann zwischen ca. 4.371,98 Euro und ca. 4.685,49 Euro liegen.“ * Ein Festpreis für einen Patienten kann nie pauschal angegeben werden, da die Kosten je nach Fall, Zuschuss und Behandlungsumfang individuell kalkuliert werden müssen.

n Zahnärzte Andrea Dibah und Kambiz Dibah, Telefon 0761-35594, mail@zahnarztpraxis-dibah.de www.robin-tooth.de

Hauseigenes Konzept messerscharf kalkuliert

Moderne Praxis mit Fensterblick: In der Habsburgerstraße 103 ist das Zahnarzt-Ehepaar Dibah seit Jahren tätig

Entscheidend ist jedoch, dass er die hauseigenen Kosten klar definiert hat, aus denen sich seine Preise ergeben. Schlanke Strukturen, geschickter Einkauf des hochwertigen Materials und ambitionierte Mitarbeiter sind die Basis seines Konzeptes. „Wir sind extrem straff organisiert und arbeiten effizient.

Eingespieltes Team seit Jahren: Zahnärzte Andrea Dibah (zweite von links) und Kambiz Dibah mit ihren Zahnarzthelferinnen


Samstag, 3. Februar 2018

SANIEREN

MARKT

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Trockene Mauern Ohne aufwändiges Aufgraben zu trockenen Mauern im Altbau. Horizontalsperren schßtzen gegen aufsteigende Feuchtigkeit

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iele Besitzer oder Kaufinteressenten eines Altbaus mĂźssen sich mit einem im wahrsten Sinne des Wortes grundlegenden Problem auseinandersetzen: feuchten Mauern. Feuchtigkeit zerstĂśrt die Bausubstanz, verursacht Schimmelbildung und SalzausblĂźhungen. Feuchte Mauern stellen auch ein gesundheitliches Risiko dar, sie kĂśnnen rheumatische Beschwerden, Allergien und Asthma auslĂśsen. Wer heutzutage aufsteigende Feuchtigkeit mĂśglichst rasch stoppen will, ist glĂźcklicherweise nicht mehr auf zeit- und kostenintensive bauliche MaĂ&#x;nahmen angewiesen. Die Ursache fĂźr die Durchfeuchtung von Bauteilen sind meistens schadhafte oder fehlende Horizontalsperren. Nachträglich angebrachte Horizontalsperren durch – je nach Gegebenheiten mit oder ohne Druck – ins Mauerwerk injizierte SilikonharzlĂśsungen sind eine schnelle, preiswerte und mehrfach zertifizierte LĂśsung. Werden sie Ăźber Bohrkanäle ins Mauerwerk injiziert, bildet

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"MFYBOEFS#BVNFJTUFS'FOTUFSCBV.POUBHF Vorbereitung zum Injizieren der SilkonharzlÜsung. sich in kßrzester Zeit eine hochwirksame, nicht verrottende Sperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit. Die Reaktionszeit beträgt nur circa 24 Stunden, das darßber liegende Mauerwerk beginnt ab diesem Zeitpunkt sofort mit der Austrocknung. Die Wirksamkeit dieser Methode wurde in zahlreichen Untersuchungsberichten belegt. Vor diesem Hintergrund werden Altbauten eine noch interessantere Option zur LÜsung des Wohnraumproblems. Wie fßr sieben Gemeinden in Unterfranken, die –

Foto: veinal.de/akz-o

wie viele ländliche Gemeinden in Deutschland – unter Landflucht und Ăœberalterung leiden. Sie haben sich zur Gemeinde-Allianz Hofheimer Land zusammengeschlossen. Diese fĂśrdert Investitionen in leerstehende Gebäude im Ortskern, um die Attraktivität der Gemeinden auch in Zeiten des demographischen Wandels zu bewahren. Je nach Situation ist ein Zuschuss von bis zu 10.000 Euro pro Anwesen mĂśglich und eine Vielzahl von Interessenten ist darauf aufmerksam geworden. Ein Weg, der Schule machen kĂśnnte.

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sollten sie sein? Woran erkenne ich gute Qualität? Welche Fensterformen, Farben und Oberflächen passen am besten zum Objekt und zum persÜnlichen

Geschmack? Welche Ausstattungsmerkmale sind relevant? Sollte ich jetzt oder vielleicht später zusätzliche AusrĂźstungsoptionen nutzen? Rund 80 Prozent aller EinbrĂźche erfolgen Ăźber das Aufhebeln des Fensters oder der FenstertĂźr, verrät die Kriminalstatistik. Deshalb werden alle modernen Kunststoffund Kunststoff-Aluminium-Fenster bereits in der Standardversion mit einer hochwertigen und umfangreichen Sicherheits-Grundausstattung angeboten. Diese besteht aus vier Pilzzapfen, vier SicherheitsschlieĂ&#x;stĂźcken und einem Spezialgriff. Mehr Sicherheit bieten unter anderem auch Kinderschutzfenster mit einer Technologie, die das Fenster vorsorglich in Kippposition arretiert. Zusätzlich zum Sicherheitsaspekt und der finanziellen Ersparnis an Heizkosten leistet man mit dem Einbau von Energiesparfenstern einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Aus diesem Grund ist es mĂśglich, sich die energieeffiziente AufrĂźstung eines Eigenheims Ăźber die KfW-Bank vor Beginn einer BaumaĂ&#x;nahme fĂśrdern zu lassen. Eine Ăœbersicht zu den verschiedenen KfW-FĂśrderungspaketen findet man unter www.kfw.de

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239. Ausgabe, ET 03.02.2018  

Parteipolitisches Blendwerk: Das großartige Ausschlachten von SPD und CSU in der Frage des Familiennachzugs für Flüchtlinge mit subsidärem S...

239. Ausgabe, ET 03.02.2018  

Parteipolitisches Blendwerk: Das großartige Ausschlachten von SPD und CSU in der Frage des Familiennachzugs für Flüchtlinge mit subsidärem S...

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