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daniel moore baritone

master of music degree recital Institute of Sacred Music • Martin Jean, Director December 16, 2013 • Morse Recital Hall

Robert Blocker, Dean


Master of Music Recital

daniel moore baritone with Holly Chatham, piano Monday, December 16, 2013 • 8:00 pm •Morse Recital Hall Franz Schubert 1797–1828

Die Schöne Müllerin Das Wandern Wohin? Halt! Danksagung an den Bach Am Feierabend Der Neugierige Ungeduld Morgengruß Des Müllers Blumen Tränenregen Mein! Pause Mit dem grünen Lautenbande Der Jäger Eifersucht und Stolz Die liebe Farbe Die böse Farbe Trockne Blumen Der Müller und der Bach Des Baches Wiegenlied

This performance is in partial fulfillment of the requirements for the Master of Music degree.


Texts & Translations Die Schöne Müllerin I. Das Wandern Das Wandern ist des Müllers Lust, Das Wandern! Das muss ein schlechter Müller sein, Dem niemals fiel das Wandern ein, Das Wandern. Vom Wasser haben wir’s gelernt, Vom Wasser! Das hat nicht Rast bei Tag und Nacht, Ist stets auf Wanderschaft bedacht, Das Wasser! Das sehn wir auch den Rädern ab, Den Rädern! Die gar nicht gerne stille stehn, Die sich mein Tag nicht müde drehn, Die Räder. Die Steine selbst, so schwer sie sind, Die Steine! Sie tanzen mit den muntern Reihn Und wollen gar noch schneller sein, Die Steine. O Wandern, Wandern, meine Lust, O Wandern! Herr Meister und Frau Meisterin, Lasst mich in Frieden weiterziehn Und wandern.

Roving Roving is a miller’s delight, roving! He’d be a bad miller, who never thought of roving, roving! We learnt it from the water, from the water! It never rests by day or night, is always rushing on its way, the water! We learn it too from the mill-wheels, the mill-wheels! They never can be still; all day they never tire of turning, the mill-wheels! The mill-stones themselves, heavy as they are, the mill-stones! They join in the merry dance and would go yet faster, the millstones! O roving, roving, my delight, roving! O master and mistress mine, just let me go in peace on my way, roving! Whither?

II. Wohin? Ich hört’ ein Bächlein rauschen Wohl aus dem Felsenquell. Hinab zum Tale rauschen So frisch und wunderhell. Ich weiss nicht wie mir wurde, Nicht, wer den Rat mir gab, Ich musste auch hinunter Mit meinem Wanderstab.

I heard a little brook rushing from out a rocky spring, rushing down into the valley, so cool and wondrously clear. I do not know what compelled me, who put it into my head; I had to go down there too, my staff in hand.


Hinunter und immer weiter, Und immer dem Bache nach, Und immer frischer rauschte Und immer heller der Bach.

Texts & Translations Down and ever further, ever following the brook; and ever cooler it rushed and ever clearer the brook.

Ist das den meine Strasse? O Bächlein, sprich, wohin? Du hast mit deinem Rauschen Mir ganz berauscht den Sinn.

Is this then my path? O little brook, tell me, whither does it lead? With your babbling you have quite bewitched my mind.

Was sag ich denn vom Rauschen? Das kann kein Rauschen sein: Es singen wohl die Nixen Tief unten ihren Reihn.

Why do I speak of babbling? That it cannot be; it must be the water-nymphs who sing and dance there far below.

Lass singen, Gesell, lass rauschen, Und wandre fröhlich nach! Es gehn ja Mühlenräder Im jedem klaren Bach.

Let them sing, let the brook babble, and follow merrily, my friend for mill-wheels surely turn in each clear brook!

III. Halt!

Halt!

Eine Mühle seh ich blinken Aus den Erlen heraus, Durch Rauschen und Singen Bricht Rädergebraus.

I see a mill gleaming through the elders; the roaring of mill-wheels breaks through the babbling and singing.

Ei, willkommen, ei willkommen, Süsser Mühlengesang! Und das Haus, wie so traulich! Und die Fenster, wie blank!

Oh welcome, welcome, sweet song of the mill! How friendly the house looks! How sparkling the windows!

Und die Sonne, wie helle Vom Himmel sie scheint! Ei, Bächlein, liebes Bächlein, War es also gemeint?

And how brightly the sun shines in the sky! Why, little brook, little brook is this what was meant?

IV. Danksagung an den Bach

Thanks to the brook

War es also gemeint, Mein rauschender Freund? Dein Singen, dein Klingen, War es also gemeint?

Is this what was meant, my rushing friend? Your singing, your babbling, is this what was meant?


Texts & Translations Zur Müllerin hin! So lautet der Sinn. Gelt, hab’ ich’s verstanden? Zur Müllerin hin!

To the maid of the mill! That is what it means. Is it that, have I understood it? To the maid of the mill!

Hat sie dich geschickt? Oder hast mich berückt? Das möcht ich noch wissen, Ob sie dich geschickt.

Was it she who sent you? Or have you caught me in a spell? I should so like to know: Was it she who sent you?

Nun wie’s auch mag sein, Ich gebe mich drein: Was ich such, hab ich funden, Wie’s immer mag sein.

Well, however it may be, I’ll give myself into it. I’ve found what I sought, Whatever it may be.

Nach Arbeit ich frug, Nun hab ich genug, Für die Hände, furs Herze Vollauf genug.

I asked to find work, and now I have enough, for my hands, and my heart, more than enough!

V. Am Feierabend

Evening rest

Hätt ich tausend Arme zu rühren! Könnt ich brausend Die Räder führen! Könnt ich wehen Durch alle Haine! Könnt ich drehen Alle Steine! Daß die schöne Müllerin Merkte meinen treuen Sinn!

If I had a thousand arms to move, and could make the millwheels roar! And blow like the wind through the woods, and make the mill-stones turn, so the miller’s fair maiden could know my true mind!

Ach, wie ist mein Arm so schwach! Was ich hebe, was ich trage, Was ich schneide, was ich schlage, Jeder Knappe tut’s mir nach. Und da sitz ich in der großen Runde, In der stillen kühlen Feierstunde, Und der Meister spricht zu allen: Euer Werk hat mir gefallen; Und das liebe Mädchen sagt Allen eine gute Nacht.

Alas, my arm is so weak! What I can lift, and carry, and chop, and fell, so can every other miller’s boy. There I sit in the big family circle, in the still, cool hour when work is done. And the master says to us all, ‘Your work has pleased me’, and the sweet maid bids us all good-night.


Texts & Translations VI. Der Neugierige

Curiosity

Ich frage keine Blume, Ich frage keinen Stern, Sie können mir alle nicht sagen, Was ich erführ so gern.

I do not ask the flowers, I do not ask the stars; none of them can tell me what I so long to know.

Ich bin ja auch kein Gärtner, Die Sterne stehn zu hoch; Mein Bächlein will ich fragen, Ob mich mein Herz belog.

I am indeed no gardener, and the stars are too high; I will ask my little brook if my heart deceives me.

O Bächlein meiner Liebe, Wie bist du heut so stumm? Will ja nur eines wissen, Ein Wörtchen um und um.

O little brook of my love, how silent you are today! I only want to hear one thing, one little word all around.

Ja heißt das eine Wörtchen, Das andre heißet Nein, Die beiden Wörtchen Schließen die ganze Welt mir ein.

That one little word is ‘yes’ the other is ‘no’. These two little words enclose my whole world.

O Bächlein meiner Liebe, Was bist du wunderlich! Will’s ja nicht weitersagen, Sag, Bächlein, liebt sie mich?

O little brook of my love, how strange you are! I will tell no one else but say, little brook, does she love me?

VII. Ungeduld

Impatience

Ich schnitt es gern in alle Rinden ein, Ich grüb es gern in jeden Kieselstein, Ich möcht es sä’n auf jedes frische Beet Mit Kressensamen, der es schnell verrät, Auf jeden weißen Zettel möcht ich’s schreiben: Dein ist mein Herz und soll es ewig bleiben.

I’d like to carve it on every tree, on every stone! I’d like to sow it in cress-seeds on every bed, on white scraps of paper that would all reveal: my heart is yours, and will be so for evermore!

Ich möcht mir ziehen einen jungen Star, Bis daß er spräch die Worte rein und klar, Bis er sie spräch mit meines Mundes Klang, Mit meines Herzens vollem, heißen Drang; Dann säng er hell durch ihre Fensterscheiben: Dein ist mein Herz und soll es ewig bleiben.

I’d like to train a young starling to say like me, in words pure and clear, and all my heart’s passion, and then at her window to brightly sing: My heart is yours, and will be so for evermore!


Texts & Translations

Den Morgenwinden möcht ich’s hauchen ein, Ich möcht es säuseln durch den regen Hain; O, leuchtet’ es aus jedem Blumenstern! Trüg es der Duft zu ihr von nah und fern! Ihr Wogen, könnt ihr nichts als Räder treiben? Dein ist mein Herz und soll es ewig bleiben.

I’d like to whisper it into the morning breeze, and murmur it in every stirring wood. O if it but shone from every starry flower, whose fragrance could bear it to her from near and far! You waves, can you move nothing but millwheels? My heart is yours, and will be so for evermore!

Ich meint, es müsst in meinen Augen stehn, Auf meinen Wangen müßt man’s brennen sehn, Zu lesen wär’s auf meinem stummen Mund, Ein jeder Atemzug gäb’s laut ihr kund, Und sie merkt nichts von all dem bangen Treiben: Dein ist mein Herz und soll es ewig bleiben.

I thought it must be shining in my eyes, be seen on my burning cheeks. I thought it must be read on my silent lips, that each breath must betray it. Yet she saw nothing of all this anxious stirring, My heart is yours, and will be so for evermore!

VIII. Morgengruß

Morning greeting

Guten Morgen, schöne Müllerin! Wo steckst du gleich das Köpfchen hin, Als wär dir was geschehen? Verdrießt dich denn mein Gruß so schwer? Verstört dich denn mein Blick so sehr? So muß ich wieder gehen.

Good morning, lovely maid of the mill! Why do you turn your face away, as if you were troubled? Does my greeting so vex you, my glances so trouble you? Then I must go away.

O laß mich nur von ferne stehn, Nach deinem lieben Fenster sehn, Von ferne, ganz von ferne! Du blondes Köpfchen, komm hervor! Hervor aus eurem runden Tor, Ihr blauen Morgensterne!

O let me but stand and gaze from afar at your dear window, just from afar! Fair little head, come forth! Blue morning star, in your rounded gateway come forth!

Ihr schlummertrunknen Äugelein, Ihr taubetrübten Blümelein, Was scheuet ihr die Sonne? Hat es die Nacht so gut gemeint, Daß ihr euch schließt und bückt und weint Nach ihrer stillen Wonne?

You slumber-filled eyes, dew-laden flowers, why do you shrink from the sun? Was the night so good that you close them, bow down, and weep for her silent ecstasy?   Now shake off the veil of dreams, and fresh and free, lift up your head to God’s bright morning! A lark trills high in the air, and from the depths of my heart, love declares its pain and grief.

Nun schüttelt ab der Träume Flor Und hebt euch frisch und frei empor In Gottes hellen Morgen! Die Lerche wirbelt in der Luft, Und aus dem tiefen Herzen ruft Die Liebe Leid und Sorgen.


Texts & Translations IX. Des Müllers Blumen

The miller’s flowers

Am Bach viel kleine Blumen stehn, Aus hellen blauen Augen sehn; Der Bach, der ist des Müllers Freund, Und hellblau Liebchens Auge scheint, Drum sind es meine Blumen.

By the brook are many little flowers that look up from clear blue eyes. The brook is the miller’s friend, and my sweetheart’s eyes are bright blue Therefore they are my flowers.

Dicht unter ihrem Fensterlein, Da will ich pflanzen die Blumen ein; Da ruft ihr zu, wenn alles schweigt, Wenn sich ihr Haupt zum Schlummer neigt, Ihr wißt ja, was ich meine.

Close beneath her window I will plant the little flowers. And when all is silent, and her head nods off to sleep, you can call to her then, for you know what I say.

Und wenn sie tät die Äuglein zu Und schläft in süßer, süßer Ruh, Dann lispelt als ein Traumgesicht Ihr zu: Vergiß, vergiß mein nicht! Das ist es, was ich meine.

And when her eyes are closed, and she sleeps in sweet repose, then whisper into her dreams: ‘forget, forget me not!’ For that is what I would say.

Und schließt sie früh die Laden auf, Dann schaut mit Liebesblick hinauf: Der Tau in euren Äugelein, Das sollen meine Tränen sein, Die will ich auf euch weinen.

And early when she opens the shutters, gaze up with looks of love, for the dew in your blue eyes will be the tears I weep upon you.

X. Tränenregen

Rain of tears

Wir saßen so traulich beisammen Im kühlen Erlendach, Wir schauten so traulich zusammen Hinab in den rieselnden Bach.

We sat so close under the alder-roof, and together we looked down at the rippling brook.

Der Mond war auch gekommen, Die Sternlein hinterdrein, Und schauten so traulich zusammen In den silbernen Spiegel hinein.

The moon had appeared, and then stars, and they too looked into the silvery mirror.

Ich sah nach keinem Monde, Nach keinem Sternenschein, Ich schaute nach ihrem Bilde, Nach ihren Augen allein.

I looked at no moon, nor shining stars, but only at her image, at her eyes alone.


Texts & Translations Und sahe sie nicken und blicken, Herauf aus dem seligen Bach, Die Blümlein am Ufer, die blauen, Sie nickten und blickten ihr nach.

I saw them twinkling from the joyful brook; on the bank the blue flowers nodded, as they glanced up at her.

Und in den Bach versunken Der ganze Himmel schien Und wollte mich mit hinunter In seine Tiefe ziehn.

The whole sky appeared to be deep in the brook, and seemed to draw me down into its depths.

Und über den Wolken und Sternen Da rieselte munter der Bach, Und rief mit singen und klingen: ‘Geselle, geselle, mir nach!’

Above the clouds and stars the brook rippled merrily, calling in its singing, ‘friend, friend, follow me!’

Da gingen die Augen mir über, Da ward es im Spiegel so kraus; Sie sprach: Es kommt ein Regen, Ade, ich geh nach Haus!

Then the tears in my eyes overflowed, and the mirror was blurred; ‘It’s beginning to rain,’ she said, ‘goodbye, I’m going home!’

XI. Mein!

Mine!

Bächlein, laß dein Rauschen sein! Räder, stellt euer Brausen ein! All ihr muntern Waldvögelein, Groß und klein, Endet eure Melodein! Durch den Hain, Aus und ein, Schalle heut ein Reim allein: Die geliebte Müllerin ist mein! Mein! Frühling, sind das alle deine Blümelein? Sonne, hast du keinen hellern Schein? Ach, so muß ich ganz allein Mit dem seligen Worte mein Unverstanden in der weiten Schöpfung sein!

Little brook, stop your rushing! Mill-wheels, cease your roaring! Merry birds in the woods, great and small, hush your songs! Today in the wood, let one refrain alone sound far and wide: the miller’s beloved daughter is mine! Mine! Spring, have you no more little flowers? Sun, have you no brighter light? Alas, I alone, in the breadth of unheeding creation proclaim this blessed word: mine!

XII. Pause

Pause

Meine Laute hab ich gehängt an die Wand, Hab sie umschlungen mit einem grünen Band Ich kann nicht mehr singen, mein Herz ist zu voll, Weiß nicht, wie ich’s in Reime zwingen soll.

I have hung my lute on the wall, and twined a green ribbon round it I can no longer sing, my heart is too full. I no longer know how to make it rhyme.


Texts & Translations Meiner Sehnsucht allerheißesten Schmerz Durft ich aushauchen in Liederscherz, Und wie ich klagte so süß und fein, Glaubt ich doch, mein Leiden wär’ nicht klein.

I wanted to ease the burning pain of my longing in light-hearted song, yet in my sweet and gentle lament, I felt my suffering far from small.

Ei, wie groß ist wohl meines Glückes Last, Daß kein Klang auf Erden es in sich faßt?

Oh, how great is the burden of my joy, that no sound on earth can contain it?

Nun, liebe Laute, ruh an dem Nagel hier! Und weht ein Lüftchen über die Saiten dir, Und streift eine Biene mit ihren Flügeln dich, Da wird mir so bange, und es durchschauert mich.

Dear lute, now rest on this nail! But when a gentle breeze stirs you, or a bee’s wings brush over you, I am uneasy, and a shiver runs through me.

Warum ließ ich das Band auch hängen so lang? Oft fliegt’s um die Saiten mit seufzendem Klang. Ist es der Nachklang meiner Liebespein? Soll es das Vorspiel neuer Lieder sein?

Why did I let the ribbon hang so long? Often it touches the strings with a sighing sound. Is it the echo of love’s pain? Can it be the prelude to new songs?

XIII. Mit dem grünen Lautenbande

The lute’s green ribbon

Schad um das schöne grüne Band, Da�� es verbleicht hier an der Wand, Ich hab das Grün so gern! So sprachst du, Liebchen, heut zu mir; Gleich knüpf ich’s ab und send es dir: Nun hab das Grüne gern!

‘A pity about the fine green ribbon, fading here on the wall. I’m so fond of green!’ That is what you said to me today, my dear. At once I unbind it, and send it to you Now enjoy the green!

Ist auch dein ganzer Liebster weiß, Soll Grün doch haben seinen Preis, Und ich auch hab es gern. Weil unsre Lieb ist immergrün, Weil grün der Hoffnung Fernen blühn, Drum haben wir es gern.

Even if your sweetheart is white and pale, green still has its price, and I like it too. For our love is forever green, and distance enhances the green of hope and that is why we are so fond of green.

Nun schlinge in die Locken dein Das grüne Band gefällig ein, Du hast ja’s Grün so gern. Dann weiß ich, wo die Hoffnung wohnt, Dann weiß ich, wo die Liebe thront, Dann hab ich’s Grün erst gern.

Now twine the green ribbon around your locks, for you are so fond of green. Then shall I know where hope is dwelling, then shall I know where loved is enthroned only then shall I really love green.


Texts & Translations XIV. Der Jäger

The huntsman

Was sucht denn der Jäger am Mühlbach hier? Bleib, trotziger Jäger, in deinem Revier! Hier gibt es kein Wild zu jagen für dich, Hier wohnt nur ein Rehlein, ein zahmes, für mich, Und willst du das zärtliche Rehlein sehn, So laß deine Büchsen im Walde stehn, Und laß deine klaffenden Hunde zu Haus, Und laß auf dem Horne den Saus und Braus, Und schere vom Kinne das struppige Haar, Sonst scheut sich im Garten das Rehlein fürwahr.

What does the huntsman seek here by the mill-stream? Bold huntsman, stay in your own preserve! There’s no game to hunt, but a small, tame doe, that’s for me. If you would like to see her, then leave your gun in the wood, and your yelping hounds at home. And lay off the rush and roar of your horn, and shave off your shaggy beard or my doe in her garden will take fright.

Doch besser, du bliebest im Walde dazu Und ließest die Mühlen und Müller in Ruh. Was taugen die Fischlein im grünen Gezweig? Was will den das Eichhorn im bläulichen Teich? Drum bleibe, du trotziger Jäger, im Hain, Und laß mich mit meinen drei Rädern allein; Und willst meinem Schätzchen dich machen beliebt, So wisse, mein Freund, was ihr Herzchen betrübt: Die Eber, die kommen zur Nacht aus dem Hain Und brechen in ihren Kohlgarten ein, Und treten und wühlen herum in dem Feld: Die Eber, die schieß, du Jägerheld!

Better still, just stay in the woods and leave mills and millers alone. What use would fishes be in green branches, or squirrels in blue pools? Just stay in the woods, bold huntsman, and leave me alone with my three wheels. If you want to please my sweetheart, you should know, my friend, what troubles her heart: wild boars from the woods at night break into her cabbage patch, and root up her field - so just shoot those wild boars, you hunting hero!

XV. Eifersucht und Stolz

Jealousy and pride

Wohin so schnell, so kraus und wild, mein lieber Bach? Eilst du voll Zorn dem frechen Bruder Jäger nach? Kehr um, und schilt erst deine Müllerin Für ihren leichten, losen, kleinen Flattersinn.

Whither so fast, so ruffled and wild, little brook? Are you hurrying so angrily after that impudent brother huntsman? Turn back, and first scold your miller’s daughter for her light, wanton, fickleness.

Sahst du sie gestern abend nicht am Tore stehn, Mit langem Halse nach der großen Straße sehn? Wenn vom den Fang der Jäger lustig zieht nach Haus, Da steckt kein sittsam Kind den Kopf zum Fenster ‘naus.

Did you see her last night as she stood at the gate, craning her neck to see down the road? When the huntsman goes merrily home from the kill, no modest girl pokes her head out the window!


Texts & Translations Geh, Bächlein, hin und sag ihr das; doch sag ihr nicht, Hörst du, kein Wort von meinem traurigen Gesicht. Sag ihr: Er schnitzt bei mir sich eine Pfeif ’ aus Rohr Und bläst den Kindern schöne Tänz’ und Lieder vor.

Go, little brook, and tell her this; but no word, do you hear, of my melancholy face! Tell her: he made for himself a pipe out of reeds, and plays for the children pretty dances and songs.

XVI. Die liebe Farbe

The beloved color

In Grün will ich mich kleiden, In grüne Tränenweiden: Mein Schatz hat’s Grün so gern. Will suchen einen Zypressenhain, Eine Heide von grünen Rosmarein: Mein Schatz hat’s Grün so gern.

I will dress in green, in green weeping-willow: my love is so fond of green. I will seek a cypress grove, a heath full of rosemary: my love is so fond of green.

Wohlauf zum fröhlichen Jagen! Wohlauf durch Heid’ und Hagen! Mein Schatz hat’s Jagen so gern. Das Wild, das ich jage, das ist der Tod; Die Heide, die heiß ich die Liebesnot: Mein Schatz hat’s Jagen so gern.

Away to the merry hunt! Away through heath and meadow! My love is so fond of a hunt. The game I hunt is death, the heath I call ‘love’s grief ’: my love is so fond of a hunt.

Grabt mir ein Grab im Wasen, Deckt mich mit grünem Rasen: Mein Schatz hat’s Grün so gern. Kein Kreuzlein schwarz, kein Blümlein bunt, Grün, alles grün so rings umher! Mein Schatz hat’s Grün so gern.

Dig me a grave in the sward, and cover me with green turf; my love is so fond of green. No black cross, no gay flowers let all around be green, green. My love is so fond of green.

XVII. Die böse Farbe

The hateful color

Ich möchte ziehn in die Welt hinaus, Hinaus in die weite Welt; Wenn’s nur so grün, so grün nicht wär, Da draußen in Wald und Feld!

I’d like to go out into the world, out into the wide world. If only it were not so green, so green out there in forest and field!

Ich möchte die grünen Blätter all Pflücken von jedem Zweig, Ich möchte die grünen Gräser all Weinen ganz totenbleich.

I’d like to pluck all the green leaves from every bough, I’d like to weep on all the green grass, until it was pale as death.


Texts & Translations Ach Grün, du böse Farbe du, Was siehst mich immer an So stolz, so keck, so schadenfroh, Mich armen weißen Mann?

Ah, green, you hateful color! Why do you always look at me, so proud, so impudent, so gloating at me, a poor, pale man?

Ich möchte liegen vor ihrer Tür Im Sturm und Regen und Schnee, Und singen ganz leise bei Tag und Nacht Das eine Wörtchen: Ade!

I’d like to lie at her door in storm, and rain, and snow, and sing so softly, day and night, the one little word, ‘farewell!’

Horch, wenn im Wald ein Jagdhorn schallt, Da klingt ihr Fensterlein! Und schaut sie auch nach mir nicht aus, Darf ich doch schauen hinein.

Hark, when a hunting-horn sounds in the forest, you can hear her little window! And although she looks out not at me, I can look in at her.

O binde von der Stirn dir ab Das grüne, grüne Band; Ade, ade! Und reiche mir Zum Abschied deine Hand!

O unwind that green, green ribbon from your brow. Farewell, farewell! And as I part, give me your hand.

XVIII. Trockne Blumen

Withered flowers

Ihr Blümlein alle, Die sie mir gab, Euch soll man legen Mit mir ins Grab.

All you flowers that she gave me shall be laid in my grave.

Wie seht ihr alle Mich an so weh, Als ob ihr wüsstet, Wie mir gescheh?

How sadly you all look at me as if you know what has happened?

Ihr Blümlein alle, Wie welk, wie blaß? Ihr Blümlein alle, Wovon so naß?

All you flowers, how withered, how pale all you flowers, why are you so wet?

Ach, Tränen machen Nicht maiengrün, Machen tote Liebe Nicht wieder blühn.

Tears, alas, cannot bring the green of May, nor make dead love blossom again.


Texts & Translations Und Lenz wird kommen, Und Winter wird gehn, Und Blümlein werden Im Grase stehn.

Spring will come, and winter will go, and flowers will grow in the grass.

Und Blümlein liegen In meinem Grab, Die Blümlein alle, Die sie mir gab.

And little flowers will lie in my grave, all those flowers, that she gave to me.

Und wenn sie wandelt Am Hügel vorbei Und denkt im Herzen: Der meint’ es treu!

And when she wanders by on the hill, and thinks in her heart, ‘his love was true’ -

Dann, Blümlein alle, Heraus, heraus! Der Mai ist kommen, Der Winter ist aus. XIV. Der Müller und Der Bach

Then, all you flowers, come forth, come forth! For spring has come, and winter has ended!   The miller and the brook

(Der Müller):

(The miller):

Wo ein treues Herze In Liebe vergeht, Da welken die Lilien Auf jedem Beet;

When a faithful heart dies of love, in every flowerbed the lilies fade;

Da muß in die Wolken Der Vollmond gehn, Damit seine Tränen Die Menschen nicht sehn;

The full moon must hide behind the clouds, that men should not see her tears;

Da halten die Englein Die Augen sich zu Und schluchzen und singen Die Seele zur Ruh’.

Then angels cover their eyes, and with sobs sing the soul to rest.

(Der Bach):

(the brook):

Und wenn sich die Liebe Dem Schmerz entringt, Ein Sternlein, ein neues, Am Himmel erblinkt;

And when love struggles free from its sorrow, a new star shines in the sky;


Texts & Translations Da springen drei Rosen, Halb rot und halb weiß Die welken nicht wieder, Aus Dornenreis.

Then spring three roses, half red and half white, that do not wither again, from the thorn-sprig.

Und die Engelein schneiden Die Flügel sich ab Und gehn alle Morgen Zur Erde herab.

And angels clip their wings and descend each day to the earth.

(Der Müller):

(the miller):

Ach Bächlein, liebes Bächlein, Du meinst es so gut: Ach Bächlein, aber weißt du, Wie Liebe tut?

Little brook, dear little brook, you mean, oh, so well but little brook, do you know what love does?

Ach unten, da unten Die kühle Ruh! Ach Bächlein, liebes Bächlein, So singe nur zu.

Ah below, there below, is cool peace! So, little brook, dear little brook, just sing on!

20. Des Baches Wiegenlied

20. The brook’s lullaby

Gute Ruh, gute Ruh! Tu die Augen zu! Wandrer, du müder, du bist zu Haus. Die Treu’ ist hier, Sollst liegen bei mir, Bis das Meer will trinken die Bächlein aus.

Sleep well, sleep well, and close your eyes! You are home now, weary wanderer, Fidelity is here, and with me you will find rest, until the sea swallows every stream.

Will betten dich kühl Auf weichem Pfühl In dem blauen kristallenen Kämmerlein. Heran, heran, Was wiegen kann, Woget und wieget den Knaben mir ein!

For your bed I’ll make a cool, soft pillow in my blue crystal chamber. Ever on, ever on, that which can lull, let my boy be lulled to sleep!

Wenn ein Jagdhorn schallt Aus dem grünen Wald, Will ich sausen und brausen wohl um dich her. Blickt nicht herein, Blaue Blümelein! Ihr macht meinem Schläfer die Träume so schwer.

When a hunting-horn sounds from the green woods, I’ll bluster and rage all around you. Do not peep in, little blue flowers, for you trouble my sleeper’s dreams.


Texts & Translations Hinweg, hinweg Von dem Mühlensteg, Hinweg, hinweg, Böses Mägdelein! Daß ihn dein Schatten nicht weckt! Wirf mir herein Dein Tüchlein fein, Daß ich die Augen ihm halte bedeckt!

Away, away, from the mill-path, away, away, wicked maid, lest your shadow should wake him! Throw in your fine handkerchief, that I may cover his eyes.

Gute Nacht, gute Nacht! Bis alles wacht, Schlaf aus deine Freude, schlaf aus dein Leid! Der Vollmond steigt, Der Nebel weicht, Und der Himmel da droben, wie ist er so weit!

Good-night, good-night! Till everything wakens, sleep away your joy, sleep away your grief! The full moon rises, and the mist is clearing: and the sky there above, how vast it is!

Lyrics composed by Wilhelm Müller (1794-1827) The English translation is from Lieder Line by Line (Lois Phillips) with slight, tactful alterations by Daniel Moore.

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Robert Blocker, Dean


Daniel Moore, baritone