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April/Mai 2012 · kostenlos · www.yaez.de

DIE MINT-TOUR Unterwegs auf der Technik-Straße

Warum es sich lohnt, Mathe, Informatik und Co eine Chance zu geben – und wie vielseitig Technik-Berufe sein können

Gerührt: Lehrer zeigen ihre liebsten Experimente Gezockt: Die Lieblingsspiele der Game-Nerds Gelernt: Endlich die Quantentheorie erkären können

Ausgabe

#59


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intro 03 Durchblick dank Rechenschieber – ab Seite 4: Die MINT-Tour.

Aus der Redaktion YAEZ macht MINT! Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – die sogenannten MINT-Fächer sind nicht gerade beliebt an der Schule. Die sind nur was für Nerds, Physik-Cracks oder Mathe-Genies, lauten die gängigsten Klischees. Wir sagen: Quatsch, MINT kann auch Spaß machen und vor allem tolle Zukunftsperspektiven bieten. Deshalb widmen wir den ungeliebten Fächern eine ganze Ausgabe und hoffen, dass wir unsere Leser mit ungewöhnlichen Studiengängen, explosiven Experimenten und spannenden Jobporträts für MINT begeistern können. Wenn du sowieso schon angefixt bist und die Chemie-AG an deiner Schule leitest oder im Technikunterricht die schnellsten Flugzeuge baust, umso besser – an alle anderen: MINT ist wirklich spannender als sein Ruf – versprochen! Wenn euch unsere MINT-Ausgabe Spaß gemacht hat: Online geht’s weiter: Auf YAEZ.de/MINT findest du Clips zu Artikeln aus der Ausgabe und viele zusätzliche Infos.

MINT Zukunft schaffen

Die MINT-Reporter Für diese Ausgabe hat sich unsere Reporterin Ciara mit ihrem Team zur großen MINT-Tour aufgemacht und spannende Technik-Standorte besucht: den Wissenschaftstruck der Ostfalia Hochschule, die School_Labs des DLR und das e-Skills-Camp in Dortmund. Einen ersten Vorgeschmack findet ihr im Bericht von der großen MINTTour, weiter geht es dann online auf YAEZ.de/MINT mit Clips und vielen Infos.

Titelfoto: Jan Kopetzky

YAEZ kooperiert mit der Initiative »MINT Zukunft schaffen«, die sich dafür einsetzt, dass die MINT-Fächer bei Schülern beliebter werden und es in Zukunft mehr Absolventen von technischen Ausbildungen und Studiengängen gibt. Denn schon jetzt berichten viele Unternehmen über Fachkräftemangel in Bereichen wie der IT-Branche oder der Metall- und Elektroindustrie. Das heißt für alle, die sich für ein Studium oder eine Ausbildung in diesen Bereichen interessieren: tolle Karrierechancen und zahlreiche Möglichkeiten in vielen spannenden Berufsfeldern – einfach mal auf mintzukunftschaffen.de vorbeischauen, dort gibt es jede Menge Infos und Ideen für deine MINT-Orientierung.

Unterwegs: Die große MINT-Tour.................................................................4 Gewusst: So funktioniert Quantentheorie.....................................................10 Versucht: Lehrer zeigen ihre Lieblings-Experimente.....................................12 Beraten: Personaler sagen, was wirklich zählt..............................................14 Erklärt: Was macht eigentlich ein Hacker?...................................................15 Vorgestellt: Die neuen Studiengänge............................................................16 Zufrieden: MINT-Studenten über ihr Fach..................................................16 Gezockt: So spielen die Nerds......................................................................21 Gewinnspiele........................................................................................23 Impressum..............................................................................23

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04 mint-tour

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DIE MINT-TOUR

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Spannende Orte für Tüftler und Techniker gibt es in Deutschland jede Menge. Wir haben uns eine Karte geschnappt, sind einmal quer durch das Land gefahren und haben uns an Universitäten, bei Unternehmen und spannenden Projekten umgeschaut. Denn egal ob du dich eher für IT, Technik oder Mathe interessierst – für jeden gibt es die passende MINT-Location und vielleicht sogar die Inspiration für die zukünftige Ausbildung oder das Studium. TEXTE: INeke HAUG Und ciara hanson

2 Unsere Reporterin

10

Name:

9 8

Ciara

Einsatzort: Ganz Deutschland

Mission: Fazit:

Technik für Alle MINT ist das neue Schwarz

5 4 3 dien­experten werden 2 eSkills-Camps: Spielend zum Me 1 0 1 9 8 7 6 Ort:

Dortmund, Signal Iduna Park.

n. Technik wunderbar zusammenpasse die Camps zeigen, dass Sport und le ien und Teamgeist gestärkt – idea Im Camp werden Umgang mit Med Zukunfts-Faktor:  f voll durchzustarten. Voraussetzungen, um später im Beru

Spannend, weil:

Die Camps

ling2010 haben das Lernzentrum Wel deAca ng orki Netw o hofen und die Cisc und rOste den in s amp mys die eSkills-C Die Sommerferien ins Leben gerufen. für nur t nich dort Teilnehmer werden ern sond , acht gem fit die neuen Medien en umlernen auch, wie sie mit Konflikt t, ein heiß es was gehen können und alle, für also l Idea . Teamplayer zu sein n scho sich und egen die sich gern bew ten erei vorb en fsleb jetzt auf das Beru möchten. Clip ansehen! lsDu möchtest mehr über die eSkil bei Camps wissen? Dann schau YAEZ.de/MINT vorbei, denn MINT en klein einen hat und Ort vor Reporterin Ciara war Film mitgebracht.

Die Termine ste Vom 17. bis 20. Juli findet das näch und 14 Camp statt: 100 Schüler zwischen gebung 18 Jahren aus Dortmund und Um Signal im sind in das BVB-Lernzentrum eromm Iduna Park zum IT-Fitness-S gibt n urse camp eingeladen. Neben IT-K dung, es Informationen zur Berufsfin gezu , zum richtigen Umgang mit Geld ge Men sunder Ernährung und jede ein sind ps Sport. Höhepunkte des Cam amer Kletterparcours und ein gemeins . AnPark a Disco-Abend im Signal Idun nt kön p meldungen zum Sommercam ms datu urts ihr mit Angabe eures Geb fanund eurer Adresse per E-Mail an h Nac . cken projektdortmund@gmx.de schi eine ihr t der Anmeldung bekomm schriftliche Bestätigung.

Erlebe It: Die e-Skills Week ist ein Das eSkills-Camp in Dortmund eiten paw euro der men Rah Projekt im den wer igt geze der in k, e-Skills Wee d den chei ents z gan lls eSki soll, warum Wäh . sind ive pekt Pers e für die beruflich Län 38 in en find k Wee ills rend der e-Sk und gen ltun nsta Vera e dern Hundert n und Wettbewerbe für Schüler, Studente Week ills e-Sk Die . statt te junge Fachkräf simis Kom en isch opä Eur wurde von der ist land tsch Deu in fen, geru on ins Leben die r Übe ner. Part le ona nati BITKOM der auf Angebote für Schüler kannst du dich . eren rmi info t.de www.erlebe-i www.erlebe-it.de www.bitkom.org


mint-tour 05

m zum Mitmachen eu us M : um ik at m he Mat

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ßen. thematik Ort: Gie komplexe Welt der Ma t über 150 Exponaten die mi m seu Mu sem die sich in Spannend, weil:  spielend erkunden lässt. sich schon lange für Besucher geeignet, die für r nu ht nic ist um die bisher nichts dafür Das Mathematik Zukunfts-Faktor:  em auch für diejenigen, all vor n der son n, ere dere hier seine Liebe zu Mathe interessi entdeckt der ein oder an cht llei vie iß, we r we übrig hatten – Zahlen? Vinci Künstlers Leonardo da n auen die Genialität des nb Zahlen zum Anfasse cke nur Brü ht nic her pt vor au s an: Wa Mathe überh n hier plötzlich Gestalt d merkt schnell, dass un ren spü the Konstruktionen nehme Ma wird im em Blatt Papier stand, eorie ist. noch als Formel auf ein n man beim graue Th kan ise we iels isp Be t. etz ges um sch matikum prakti

6 7 8 9 10 .de www.mathematikum

5 4 3 2 1 Schülerwettbewerb: Jugend forscht 10 9 8 7 6

Ort: Bundesweit mit Sitz in Hamburg.

können und die  chüler in ganz Deutschland ihren Erfindergeist unter Beweis stellen S wird. gen eingetra Zeugnis ins g Leistun re Teilnahme sogar als besonde gen in den BeJugend forscht zeichnet Schüler für besondere Leistungen und Begabun Zukunfts-Faktor:  dern lässt Preisgel den Mit aus. reichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik e Kontakt erste können m außerde sich dann später ein Teil des Studiums finanzieren, zu Unternehmen geknüpft werden.

Spannend, weil:

www.jugend-forscht.de

1 2 3 4 5 Navigator: MINT Zukunft schaff en 6 7 8 9 10

Ort: Deutschlandweit

Spannend, weil:

Der MINT-Navigator

mit Sitz in Berlin.

es mit dem Navi besser durch die

MINT-Landschaft geht. Zukunfts-Faktor:  Mit dem richtigen Stipendium, eine m außergewöhnlichen Ausbildung sberuf oder Wettbewerben könnt ihr euren Lebe nslauf aufpeppen und so eure Zuk unft sichern.

Naturwissenschaften, Technik, oder Mathe – damit beschäftigen sich viele Stiftungen, Unterne hmen, Schulen oder andere. Damit man den Durchblick beko mmt, gibt es den MINTNavigator. Über 1100 Einträge, die man zum Beispiel nach Bundesländern oder Interessen sort ieren kann, führen direkt zu dem passenden Ansprechpartne r im MINT-Bereich. www.mintzukunft.de/navigat or

Die Angebote Stipendienprogramm gefällig? Ein MINT-Feriencamp in Bayern? Alles zu MINT in Berlin finden? Mit dem MINT-Navigator ist das kein Problem. Deutschland weite Wettbewerbe sind dort genauso zu finden wie Programme, mit denen man interessante Menschen aus Unternehmen kenn enlernen und über ihre Berufe sprechen kann. Natürlich gibt es auch direkte Links zu MINT-Berufen oder Materialien für das Lieblings-MINTFach, mit denen man in der Schu le so richtig glänzen kann.


06 mint-tour

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Ostfalia Hochschule: Angewandte Wissenschaft Suderburg,

Wolfsburg, Salzgitter, Ort:  Wolfenbüttel, ndte Wissenschaften. Ostfalia Hochschule für angewa

e hier ein Fremdwort ist: An der Spannend, weil: graue Theori iert sich die Lehre an konkreten Ostfalia orient Wirtschaft und Forschung. Beispielen aus prung erleichtert den Einstieg Zukunfts-Faktor:  Der Praxisvors en ungemein. ins Arbeitsleb

Hochschule n in den Städten WolfenDie Ostfalia ist mit zwölf Fakultäte Suderburg zu Hause. Zum büttel, Wolfsburg, Salzgitter und Studiengänge, darunter Studienangebot gehören über 70 ildungsstudiengänge. terb zahlreiche Fern- und Wei rdisziplinäres Lehinte Besonders im Fokus stehen elle Betreuung der vidu ren und Lernen und die indi Der Wissenschaftstruck t sind die techDank diesem Gemeinschaftsprojek er auf Tour: imm nischen Fakultäten der Ostfalia enten und Stud en Im Inneren des Trucks zeig interaktive e den Hochschul-Mitarbeiter verschie ingeniein auf Mitmach-Experimente, die Lust n. Ob solle hen mac eurwissenschaftliches Studium Praxisbezug – Verbindungen neue »Wissen-schaf(f)t n wen Ostfalia, Science@Work« ist das Motto der ng Entwicklu es um angewandte Forschung und Praxisbezug t heiß ule hsch Hoc geht. Für die ng, konkrete in der Forschung und Entwicklu Fragestellungen schule Handlungsprobleme und aktuelle tfalia Hoch Fotos: Os aftlichen Praxis aufzuaus der betrieblichen und gesellsch fundierte, umsetzbare greifen und dazu wissenschaftlich Perspektiven en und Männer an der Derzeit sind rund 10.000 junge Frau 75 Prozent der AbsolOstfalia immatrikuliert. Mehr als spätestens drei Monate ventinnen und Absolventen haben

. Eine Reihe von dualen Studenten in kleinen Lerngruppen die Möglichkeit, gleich m Studiengängen bietet außerde sse zu machen: einen zwei berufsqualifizierende Abschlü chluss einer betrieblichen Hochschulabschluss und den Abs nternehmen der Ostneru Part Berufsausbildung bei einem falia.

Brennstoffzelle, Wärmepumpe oder schwebende Kugel, im Wissenschaftstruck findet jeder Forschungseinsteiger das passende Experiment. www.ostfalia.de

etzung dafür ist Lösungen zu erarbeiten. Vorauss ituten der HochschuInst den in das fachliches Know-how, mt. Während die Ostfalia le gebündelt zur Anwendung kom Fachwissen den Handmit technischer Ausstattung und n erweitert, profitiert sie lungsspielraum von Unternehme weiteren Forschungsvorsowohl in der Lehre als auch bei is. haben vom direkten Bezug zur Prax

einen Job gefunden, der nach ihrem Hochschulabschluss e von ihnen haben bereits ihrer Ausbildung entspricht. Viel luss einen Arbeitsvertrag vor ihrem formalen Studienabsch die Ostfalia über 100 inunterschrieben. Außerdem hat nen aufgebaut, was den ternationale Hochschulkooperatio et, internationale ErfahStudierenden die Möglichkeit biet ein Semester im Ausland rungen zu sammeln. Sie können lvieren, Sprachkenntnisstudieren, ein Praxissemester abso ienabschlüsse erwerben se verbessern, ausländische Stud . und andere Kulturen kennenlernen Clip ansehen!

lia Hochschule und den Du möchtest mehr über die Ostfa schau bei YAEZ.de/ Dann en? wiss truck Wissenschafts war vor Ort und Ciara MINT vorbei, denn MINT-Reporterin t. brach mitge hat einen Film


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1 2 3 4 5 6 7 8Der Girls’ Day: Mädchen entdecken MINT-Berufe 9 10

land. Die Heimat der Initiative Ort: An Schulen und in Unternehmen in ganz Deutsch ist Bielefeld. Ausbildungsstätten aus dem MINTSpannend, weil: beim Girls’ Day jedes Jahr Unternehmen und Berufsorientierung oft nicht in ihrer bei Mädels Bereich vorgestellt werden, die übrigens am 26. April statt, Day Girls’ der Betracht ziehen. Dieses Jahr findet danach. Lehrern erkundige dich doch mal bei deinen ssenschaftliche Schülerinnen bekommen erste Einblicke in technische und naturwi Zukunfts-Faktor:  t gar vielleich vorher sie Berufe und können dabei Stärken entdecken, von denen

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nichts wussten.

www.girls-day.de isiert kannst du auf YAEZ.de lesen, Ein Interview mit Carmen Ruffer, die den Girls’ Day mitorgan einfach den Webcode @Girlsday ein.

gib

0 1 VDI: technik-welten.de 9 8 7 6 Ort:

Online und in Düsseldorf, wo der Verein Deutscher Ingenieure sitzt.

Spannend, weil: Nachwuchs-Ingenieure voll auf ihre Kosten komme n. Hier findest du News aus der Luft- und Raumfahrt, Logistik oder Energiegewinnung. Im tectv-Ch annel bei YouTube werden außerdem spannende Phänomene erklärt, zum Beispiel , wie Erdwärme zum Heizen genutzt werden kann. Zukunfts-Faktor:  Ob Geophysiker oder Anlagenmechaniker, hier kannst du testen, welcher MINTBerufzudirpasstundwelcheQualifikationendudafürbrauchst.DieSeiteisteine tolleHilfefürden Einstieg in einen Technik-Beruf.

1 2 3 4 5 Genius: Die junge WissensCommunity von Daimler www.technik-welten.de

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ist. Ort: Online und in Stuttgart, wo Daimler zu Hause kann man mit es hier um unsere Zukunft geht: Was tanken wir in zehn Jahren? Wie Spannend, weil:  Fragen auch der Entwicklung von Autos die Umwelt schützen? Wenn du dir solche hauen. schon gestellt hast, dann solltest du in der Genius-Community vorbeisc alten und In der Community kannst du die Themen als Genius-Reporter mitgest Zukunfts-Faktor:  Sachen in lungen Entwick und weißt immer genau über die neuesten Trends Technik Bescheid.

Jetzt auch in 6D! 3D kennt jeder aus dem Kino – aber was ist mit 6D? Das gibt’s wirklich – bei Daimler wird zurzeit an der 6D-Vision geforscht, die helfen soll, den Straßenverkehr sicherer zu machen. Diese Technologie reagiert schneller, als wir gucken können, und bildet blitzschnell mögliche Gefahren auf einem Mini-Bildschirm ab. Anschauen könnt ihr euch den cleveren Fahrassistenten üb-

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rigens auch auf dem YouTube-Channel von Genius, dort gibt es auch noch andere spannende Videos, beispielsweise zu Ausbildungsmöglichkeiten bei Daimler. Oder wie wäre es mit einem Ausflug ins Mercedes-Benz Museum nach Stuttgart, wo ihr euch viele Themen aus der Genius-Community live anschauen könnt.

www.genius-community.com www.youtube.com/GeniusCommunityTeam

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Experimenta: entdecken, erleben, erkennen Ort: Heilbronn, im Science Center. Spannend, weil:

ch, wenn ein in dieser Lern- und Erlebniswelt Fragen wie »Was passiert eigentli . Vier können werden erlebt auch Luftballon platzt?« nicht nur gestellt, sondern . möglich ’s machen Ateliers zwei verschiedene Themenwelten, drei Labors und

ist eine Voraussetzung für ein erfolgreiches naturwissenschaftliches Studium Zukunfts-Faktor:  gewisse Neugier – vielleicht wird die ja hier geweckt? www.experimenta-heilbronn.de


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DLR: Dem Weltall ganz nah dshausen und andere Städte, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). wir bisher das DLR uns eine Welt zeigt, die Spannend, weil:  nen. nur aus Science-Fiction-Filmen ken en – in der Vom IT-Experten bis zum Biolog Zukunfts-Faktor:  eressante Jobs. Forschung gibt es jede Menge int

Ort: Köln, Lampol

Realität oder Science-Fiction? Im Fernsehen erkunDas Weltall – unendliche Weiten. n Antrieben das Uniden Raumschiffe mit futuristische und moderne Märversum. Alles nur Science-Fiction ist längst Teil unseres chen? Nicht ganz! Die Raumfahrt iert nur mithilfe von Alltags: Das Navi im Auto funktion

fremde Planeten wie Satelliten. Raumsonden erforschen en auf der internatioden Mars. Und Astronauten führ enschaftliche Experinalen Raumstation ISS viele wiss mente durch.

Was macht das DLR? ren will, muss naWer Raumfahrt-Projekte durchfüh men. Und dazu kom m trau türlich erst mal in den Wel die europäische Wie g. nöti sind leistungsstarke Raketen poldshausen Lam in DLR im Ariane 5, deren Triebwerke e Zentrum tsch Deu das ist das getestet werden. DLR – dorten Stan 16 an t esam Insg für Luft- und Raumfahrt. t und entwickelt. Nicht in Deutschland wird da geforsch Jobchancen sind auch die Berufe So unterschiedlich wie die Projekte re arbeiten da, aber im DLR. Viele Physiker und Ingenieu iziner und Biologen. auch IT-Experten, Geografen, Med fen kommen viele Zu diesen wissenschaftlichen Beru kaufmännischen wie Ausbildungsberufe hinzu – im Die Schülerlabore Forschungsalltag zu Um Schülern einen Einblick in den ein ganz besonderes DLR das ermöglichen, macht ihnen gibt es Schülerlarten ndo Angebot: An vielen DLR-Sta ool_Labs. Da könnt bors – die sogenannten DLR_Sch eren und Schweenti rim expe ihr einen ganzen Tag lang relosigkeit, Flammenforschung oder Sonnenener– ug belfl Para ten nann soge Eine Doktorandin beim gie selbst erkunden. Da sigkeit. dabei entsteht kurzzeitig Schwerelo wird Unsichtbares plötzlich durch Wärmebild-Kameras sichtbar gemacht, da kann man seine eigene Wasserrakete bauen: Die Experimente sollen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Spaß machen und für Forschung begeistern. Zugleich lernt Clip ansehen!

und die DLR_School_ Du möchtest mehr über das DLR .de/MINT vorbei, YAEZ bei schau Labs wissen? Dann vor Ort und hat einen war Ciara rterin -Repo MINT denn Film mitgebracht.

sondern auch in Luftnur zu Fragen der Raumfahrt, chung. Da geht es um fahrt, Energie- und Verkehrsfors eration, die möglichst die Flugzeuge der nächsten Gen n. Oder um Kraftwerleise und spritsparend fliegen solle n werden – völlig abke, die mit Sonnenenergie betriebe eines Tages tanken, gasfrei! Und um die Frage, was wir wenn es kein Benzin mehr gibt. im DLR-Webportal im technischen Bereich. Und auch findet ihr unter »Ausfür junge Leute, dem DLR_next s. Schaut mal unter bildung & Beruf« jede Menge Tipp www.DLR.de/next rein!

Fotos: DLR

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mint-tour 09

DLR-Forscherin in Almeria prüft die Reflexions­ eigenschaften eines Parabolspiegels.

fsbilder kennen – das ihr auch die verschiedenen Beru nen Lebensweg. Infos gibt oft Anregungen für den eige schoollab. findet ihr unter www.DLR.de/dlr für junge Leute, dem Und auch im DLR-Webportal ung & Beruf« jede sbild »Au r DLR_next, findet ihr unte R.de/next rein! .DL www r unte Menge Tipps. Schaut mal


10 schule

Schwierig? Alles relativ ... Das wär’s doch: Endlich dem doofen Physik-Lehrer um die Ohren hauen, was eigentlich so bahnbrechend an Einsteins Erkenntnissen war. Wir haben Wissenschaftler gebeten, uns Relativitätstheorie und Co mal so zu erklären, dass man sie wirklich versteht. protokolle: ciara hanson illustration: nadine prange

Phänomen: Die Relativitätstheorie Erfinder: Albert Einstein wurde 1879 in Ulm gebo-

ren und machte sein Abitur in der Schweiz. Nach einer kurzen Phase als Lehrer nahm er eine Stelle im Patentamt an, die ihm viel Zeit ließ, ausführlich über die Physik nachzudenken.

Ausgangspunkt: Der Wissenschaftler beschäftigte sich mit der Frage: Was passiert mit Licht, wenn man sich nicht mehr mit konstanter Geschwindigkeit bewegt und beispielsweise von der Massenanziehungskraft beschleunigt oder abgebremst wird? Mathematisch stellte sich dieses Problem der allgemeinen Relativitätstheorie als äußerst anspruchsvoll heraus, sodass Einstein sich erst das nötige Handwerkzeug aneignen musste, bevor er auch dieses Problem nach zehn Jahren intensiver Arbeit löste. Vereinfacht gesagt: Nehmen wir mal an, James Bond fährt in einem extrem schnellen Auto, das nahezu mit Lichtgeschwindigkeit fährt, und schießt gleichzeitig mit einer Laserpistole. Für eine am Straßenrand stehende Polizistin wäre klar, dass die Geschwindigkeit des Laserstrahls der Summe der Geschwindigkeiten von Bonds Wagen und des Laserlichts entspricht. Nach Einstein ist das aber nicht mehr der Fall: Die Geschwindigkeit des Laserlichts bleibt gleich. Allerdings wird die Zeit im fahrenden Auto etwas langsamer vergehen als bei der stehenden Polizistin. Merken tut man dies allerdings erst, wenn die Geschwindigkeiten sehr hoch sind, es sei denn, man hat extrem genaue Uhren. So hat die Theorie die Welt verändert: Einstein war der erste Popstar der Wissenschaft. Dazu trug sicher bei, dass er seine Ergebnisse »einfach, aber nicht zu einfach« darstellen konnte. Trotzdem beruht ein Großteil seiner Popularität auf einem Missverständnis: »Relativitätstheorie« bedeutet nicht, dass man alles »so oder so sehen kann«, seine Theorie ist mathematisch eindeutig und lässt keinen Raum für Interpretationen, nur der Begriff der Gleichzeitigkeit muss überdacht werden. Erklärt von Herr Prof. Dr. Lutz Köpke von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Phänomen: Die Quantentheorie Erfinder: Max Planck hat 1900 bemerkt, dass es Quantensprünge in der Natur gibt, anschließend haben viele Physiker fast drei Jahrzehnte benötigt, um daraus eine Quantentheorie zu machen, die endlich erklären kann, warum Atome und damit alle Dinge stabil sind. Ausgangspunkt:

Planck wollte verstehen, warum ein Festkörper, den man erhitzt (zum Beispiel ein Stück Eisen), andere Farben (hier rot- und weißglühend) annimmt. Wie er zu seinem Leidwesen bemerkte, funktionierte das nicht ohne Quantensprünge.

Vereinfacht gesagt: Wenn ein Festkörper (ein Stück Eisen) Energie in Form von Licht abgibt, müssen seine Atome Quantensprünge ausführen. So hat die Theorie die Welt verändert: Vor Planck galt, dass

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die Natur keine Sprünge macht. Jetzt wissen wir, dass sie stabil ist, solange sie keine Sprünge macht (Quantensprünge).

Und so findet sie im Alltag Anwendung:

Quantentheorie zeigt sich im Alltag dadurch, dass es den Alltag – also die Dinge um uns herum – überhaupt gibt. Ohne Quanten keine stabilen Atome, ohne Atome keine Dinge. Ohne Quanten keine chemische Bindung, ohne chemische Bindung keine Stoffe und so weiter. Ohne Quantentheorie gäbe es keine Transistoren, ohne Transistoren keine Chips, ohne Chips keine Computer – also: ohne Quantentheorie keine moderne Computer-Technik und keine elektronischen Bauteile. Erklärt vom Wissenschaftshistoriker Ernst Peter Fischer

Phänomen: Die Wahrscheinlichkeitstheorie Erfinder: Erst im 20. Jahrhundert begründete Andrey N. Kolmogorov die Wahrscheinlichkeitstheorie als Teilgebiet der Mathematik. Ausgangspunkt: Gegenstand der Wahrscheinlichkeitstheorie ist die Erforschung der Natur und der Gesetze des Zufalls, wobei zu Beginn vor allem die Analyse von Glücksspielen die Entwicklung vorantrieb. Die Wahrscheinlichkeitstheorie ermöglicht es, zufällige Ereignisse und Phänomene mathematisch zu formalisieren und zu modellieren. Vereinfacht gesagt: Bei der häufigen Wiederholung von Zufallsexperimenten treten durchaus Gesetze in Kraft. Die Wahrscheinlichkeitstheorie umfasst solche Gesetze des Zufalls und kann helfen, Vorhersagen über unsichere Geschehnisse zu treffen, und damit zu bestimmen, wie wahrscheinlich ein gewisser Ausgang ist. So hat die Theorie die Welt verändert: Das moderne Versicherungswesen mit Prämien, die mit Risikoeinschätzungen verbunden sind, basiert auf wahrscheinlichkeitstheoretischen Modellen. Sie machen Risiken kalkulierbar. Und so findet sie im Alltag Anwendung: Die einfache Frage, ob man einen Schirm mit auf den Weg nehmen sollte, kann als Zufallsexperiment gesehen werden – nicht umsonst wird im Wetterbericht von einer »Regenwahrscheinlichkeit« gesprochen. Erklärt von Dr. Markus Bibinger von der Humboldt-Universität Berlin

Stimmt es, dass ... Bleistifte Blei enthalten?

»Es ist wirklich so, dass die frühen Schreibgeräte des 13. Jahrhunderts aus Bleilegierungen hergestellt wurden. Im 16. Jahrhundert wurden dann in England große Vorkommen eines Materials entdeckt, das wegen seines metallischen Glanzes erst mal für ein Bleimineral gehalten wurde. Daraus ließen sich wunderbar Schreibgriffel herstellen, die konsequenterweise weiterhin Bleistifte genannt wurden. Erst 1789 wies der Chemiker Carl Wilhelm Scheele nach, dass es sich bei dem Material um eine Form des Kohlenstoffs handelt, das er Graphit nannte. Unsere Bleistifte sind also streng genommen keine Blei-, sondern Graphitstifte.« Prof. Oliver Reiser (Universität Regensburg) und Gründer www.chemie-im-alltag.de


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Fach: Chemie Lieblingsexperiment:

Fach: Biologie Lieblingsexperiment: Blattabdrücke mit farblosem Nagellack Was man braucht: farblosen Nagellack, eine Pinzette, eine Pflanze der Familie Tradescantia (z. B. Rhoeo discolor), eine Präpariernadel, ein Deckglas, einen Objektträger und ein Mikroskop Durchführung: Man bestreicht die Unterseite eines Blattes mit dem Nagellack über eine daumennagelgroße Fläche. Danach lässt man das Ganze einige Minuten trocknen, löst die Lackstelle vorsichtig am Rand an und zieht das Häutchen mit einer Pinzette ab. Das Ganze gibt man auf den Objektträger (möglichst, ohne das Präparat zu falten) und deckt es mit einem Deckglas ab. Extra-Tipp: Wenn man das Deckglas mit Tesafilm festklebt, hat man ein Dauerpräparat, das fast unendlich lange haltbar ist. Ergänzt jede Briefmarkensammlung ganz hervorragend. Beobachtung: In diesem spitzenmäßigen Abdruck der Blattunterseite erkennt man sehr gut die meist sechseckigen Zellen. Außerdem sieht man kaffeebohnenartige Gebilde, die sogenannten Schließzellen, in deren Mitte sich eine Spaltöffnung befindet. Zusammen mit den vier Nebenzellen bilden sie den Spaltöffnungsapparat. Aha-Erlebnis: Die Schließzellen sind quasi das Security-Personal der Pflanze – zumindest, wenn es um den Einlass von den unliebsamen Gästen Hitze oder Kälte geht. Wenn es zu heiß ist, können die Security-Zellen erschlaffen, dann schließen sich die Spaltöffnungen, und die Pflanze trocknet nicht so schnell aus. Bei kühlem Wetter und genügend Feuchtigkeit füllen sich die Schließzellen, verkürzen sich, und die Spaltöffnung geht auf. So kann Wasser abgegeben werden, und der Wasserkreislauf der Pflanze funktioniert so, wie er soll. Damit schwitzt und atmet die Pflanze vor sich hin – genau wie wir.

Fach: Physik Lieblingsexperiment: ein Schokokuss im Vakuum Was man braucht: Vakuumpumpe, Glasglocke, Schokokuss Versuchsaufbau: Man stellt den Schokokuss unter die Glasglocke und schließt eine Vakuumpumpe an. Durchführung: Man zieht mithilfe der Pumpe die Luft aus der Glasglocke. Beobachtung: Der Schokokuss bläht sich immer weiter auf. Anmerkung: Das sieht wahnsinnig witzig aus. Deutung: Der Sahneschaum im Schokokuss enthält viele kleine Gasblasen, und wie könnte es bei diesem Versuch anders sein: Die bestehen aus Lachgas. Wenn man nun also ein Vakuum erzeugt, sinkt der Druck immens. Das Volumen dieser LachgasBläschen hängt aber genau von diesem ab, und weil sich Druck und Volumen entgegengesetzt verhalten, dehnen sie sich aus, wenn der Umgebungsdruck abnimmt. Klar, oder? Aha-Erlebnis: Da auch Menschen und Tiere Gas enthalten (hauptsächlich in der Lunge, aber auch in gelöster Form im Blut), sollte man es tunlichst vermeiden, sich in einem Vakuum aufzuhalten. Glücklicherweise gibt es das in unserem Lebensraum auch eher selten. Zu Zeiten der wissenschaftlichen Revolution, vor ein paar Hundert Jahren hat man allerdings – hauptsächlich zur Belustigung gelangweilter junger Damen zu Hofe – gern mal den Schokokuss unter der Glasglocke durch einen Spatz ersetzt. Was passiert ist, kann man sich denken.

Was man braucht: ein paar feinen Sand, Spiritus oder A Pipette, ein Glasgefäß und ei Durchführung: Die Blätter g Teelöffel Sand in den Mörse Danach gibt man 5–10 ml Spi sert weiter, bis sich die Flüssi Sand-Gemisch muss dann fil Rundfilter ausgekleidet und papier legt man in die Glassc der entstandenen Blattlösung ist. Das wiederholt man, bis muss das Papierchen trockne Beobachtung: Das Filterpap Batik-Shirts, das Väter nur n bildet nämlich Ringe in versc Deutung: Pflanzenblätter se verschiedenen Farbstoffen. D setzungsfähiger, und deshalb Farbstoffe unterschiedliche L tografie die Farbstoffe mit de löst und dadurch am weitest Farben bleiben dagegen nahe Aha-Erlebnis: Das Grün de und lässt die anderen Farben Wie sollte man sich denn so Chlorophyllbildung nach, un


protokolle: daniela kurtz illustrationen: till hafenbrak

Die Menschen, die euch Physik, Chemie oder Bio beibringen, hatten viele Gründe, sich für ihre Fächer zu entscheiden – einer davon war sicherlich die Aussicht auf wilde Explosionen und spontane Tischfeuerwerke. Wir haben fünf Lehrer gebeten, uns ihre Lieblingsexperimente zu erklären.

Chromatografie von Farbstoffen

r grüne Blätter, Mörser und Stößel, ganz Aceton, zwei Rundfilterpapiere, Trichter, ine flache Glasschale grob zerkleinern, mit etwa einem halben er geben und mit dem Stößel verreiben. iritus (oder Aceton) zu dem Gemisch und mörigkeit grün gefärbt hat. Das Pflanzen-Spiritusltriert werden: Dafür wird der Trichter mit dem auf das Glasgefäß gesetzt. Das andere Filterchale, gibt dann mit der Pipette einen Tropfen g in die Mitte und wartet, bis dieser aufgesaugt das Papier fast bis zum Rand nass ist. Danach en. pier sieht aus wie ein Fetzen eines alten Hippienoch zum Schlafen tragen. Das grüne Gemisch chiedenen Farbtönen aus. ehen zwar grün aus, bestehen aber aus ganz Der grüne (Chlorophyll) ist allerdings durchb sind Blätter normalerweise grün. Da alle diese Löslichkeiten besitzen, werden bei der Chromaen leichtesten Löslichkeiten am schnellsten geten an den Rand transportiert. Schwer lösliche e am Mittelpunkt zurück. er Blätter ist also der absolute Farb-Champion n gar nicht zum Zuge kommen? Nicht immer. onst den Herbst erklären? Da lässt nämlich die nd die anderen Farben kommen auch mal dran.

Fach: Biologie Lieblingsexperiment: Nachweisen von Pflanzenbewegung Was man braucht: frische geschlossene Tulpenblüten, zwei Bechergläser (500 ml), eine Stecknadel, eine Styroporscheibe (Ø 5 cm), Wasser Versuchsaufbau: Eine Tulpenblüte wird von ihrem Stängel abgetrennt und mit der Stecknadel von oben durchstochen. Das Ganze wird dann in Totempfahl-Style aufrecht auf die Styroporscheibe gesteckt. Ein Becherglas füllt man mit heißem Wasser (60–70 °C), das andere mit kaltem Wasser. Durchführung: Ganz einfach: Erst setzt man die aufgespießte Blüte in das warme Wasser und schaut, was passiert, nach ca. 10 Minuten wird die Blüte in das andere Becherglas (mit kaltem Wasser) gesetzt, und man schaut noch mal ganz genau hin. Beobachtung: Im warmen Wasser öffnet sich die Blüte langsam, und im kalten Wasser schließt sie sich wieder. Deutung: Die Öffnungsbewegung der Tulpenblüte beruht darauf, dass die Oberseite der Blütenblätter bei Wärme quasi in Rekordzeit wächst und sich die Blüte so öffnet. Bei niedrigeren Temperaturen wächst die Unterseite der Blüten schneller, und die Blüte schließt sich wieder. Aha-Erlebnis: Um es mal mit den Worten aus schlecht übersetzten TanzFilmen zu sagen: Pflanzen haben echt coole und heiße Moves drauf.

Fach: Biologie Lieblingsexperiment: das Kitzel-Experiment Was man braucht: Falls man gerade keine professionelle Kitzelmaschine zur Hand hat (ja, die gibt es wirklich), reichen zwei Menschen und ein paar Federn. Versuchsaufbau: Die zwei Personen sitzen sich gegenüber und haben je eine Feder in der Hand. Durchführung: Zuerst lässt man sich mit den Federn von seinem Gegenüber an den Füßen kitzeln, danach versucht man, sich auf diese Weise selbst zum Lachen zu bringen. Beobachtung: Sich selbst zu kitzeln ist nicht nur skurril, sondern auch völlig unspannend. Es passiert gar nichts. Deutung: Von jedem Bewegungskommando, das wir selbst ausführen, wird von unserem Gehirn eine Kopie (die sog. »Efferenzkopie«) abgezweigt, die uns vorhersagt, was passiert. Diese Erwartung wird dann mit der tatsächlichen Empfindung (der »neuronalen Afferenz«) verrechnet. Tritt das ein, was wir ohnehin erwartet haben (dass wir uns also selbst kitzeln würden), müssen wir nicht lachen. Wenn uns hingegen ein anderer mit den Federn berührt, fehlt uns diese Erwartungshaltung und – na was? Es kitzelt. Ein kleiner Extra-Trick: Berührt man die Hand des Mitschülers, von dem man gekitzelt wird, kann die passive Armbewegung ebenfalls eine Afferenz an das Gehirn senden und die Kitzelempfindung abschwächen. Aha-Erlebnis: Ganz schön schade, dass das Selbstkitzeln nicht funktioniert. Ein morgendlicher Lachanfall beim Anziehen der Socken wäre doch eigentlich ein ganz guter Start in den Tag, oder nicht?


14 zukunft

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Wann können Sie anfangen? Klar, wer in seinem Fachgebiet glänzt, hat gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, aber für den Traumjob reicht das allein oft nicht. Wir haben in den Personalabteilungen nachgefragt, was Unternehmen sonst noch von ihren Bewerbern erwarten. protokolle: michael metzger illustration: till hafenbrak

Praktika absolvieren

Eigenverantwortlich handeln

»Bei Volkswagen haben Ingenieurinnen und Ingenieure gute Einstiegschancen, die mehr als ›Technik‹ können. Wir erwarten von Bewerbern ausgeprägte analytische Fähigkeiten, lösungsorientiertes Vorgehen sowie Offenheit für andere Kulturen und Begeisterung für das Auto. Zudem arbeiten Ingenieure und Techniker immer enger mit anderen Unternehmensbereichen zusammen, beispielsweise mit der Beschaffung, Qualitätssicherung und Produktion an unterschiedlichen Standorten. Diese Schnittstellenarbeit verlangt zudem ein hohes Maß an Kommunikations- und Teamfähigkeit. Junge Frauen und Männer können diese Fähigkeiten während des Studiums in kleinen Schritten erlernen, indem sie bei Volkswagen ein Praktikum machen oder ihre Abschlussarbeit schreiben. Ein Praktikum ist das längste und aussagekräftigste Assessment Center – für beide Seiten. Besonders gute Einstiegschancen haben Hochschulabsolventen der Fachrichtungen Maschinenbau, Elektround Fahrzeugtechnik sowie Wirtschaftsingenieurwesen und Informatik.«

»Über 70 Prozent unserer Neueinstellungen haben einen technisch-naturwissenschaftlichen Hintergrund. Denn Bayer benötigt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die dazu beitragen, dass mit innovativen Produkten und Lösungen die Stellung als Erfinderunternehmen von Weltrang weiter gestärkt werden kann. Unsere Ansprüche sind hoch. Wir setzen nicht nur auf gute Abschlussnoten, ausgezeichnetes Englisch und Teamgeist, sondern wir legen Wert darauf, dass unsere künftigen Führungskräfte bereit sind, schon recht früh Verantwortung zu übernehmen. Sie sollen erkennen können, wo nachhaltiger Einsatz notwendig ist und wie sie ihr Team für die gesteckten Ziele einbinden und begeistern können. Dazu sind natürlich eine hohe Motivation und viel Engagement notwendig. Dies honoriert Bayer mit attraktiven finanziellen Leistungen und einer guten Altersversorgung. Aber es wird auch dafür gesorgt, dass Arbeits- und Familienleben miteinander in Einklang zu bringen sind. Dazu zählen flexible Arbeitszeiten und Möglichkeiten der Kinderbetreuung. Wir fördern unsere jungen Beschäftigten mit einer zielgerichteten Personalentwicklung und bieten internationale Einsätze an, damit sie vielfältige Erfahrungen im Konzern sammeln können.«

Kai-Steffen Linnenkohl (Volkswagen)

Elke Ickenstein (Bayer)

Teamfähigkeit sein »Siemens ist in mehr als 190 Ländern aktiv und baut alles vom Windrad über Hochgeschwindigkeitszüge bis hin zu Computertomografen fürs Krankenhaus. Da erwarten wir ein hohes Maß an Teamfähigkeit. Das gilt natürlich auch für MINT-Absolventen: Hard- und Software eines Produkts gehören zusammen, ein Ingenieur muss also mit einem Informatiker kommunizieren können, beide sollten Ahnung haben von dem, was der andere macht. Wer beispielsweise bei uns im Research forscht, muss die Bedürfnisse des Kunden ebenso im Auge behalten wie die Wirtschaftlichkeit seiner Arbeit. Um die Teamfähigkeit von Bewerbern zu testen, haben wir mehrstufige Bewerbungsverfahren entwickelt, die jeder Bewerber durchlaufen muss.« Michael Friedrich (Siemens)

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Global denken »In einem global aufgestellten Unternehmen wie IBM sind auch die Entwicklungsprojekte weltweit aufgestellt. Manche Projekte folgen sozusagen im Laufe eines Tages der Sonne: Die Kollegen in Asien beginnen, übergeben an die USA, die wiederum an Europa weiterreichen, von wo aus der Kreislauf wieder beginnt. Wer bei IBM arbeiten möchte, der braucht deshalb vor allem internationale Kompetenzen. Das gilt natürlich zum einen sprachlich: Flüssiges Englisch ist ein Muss. Es gilt aber auch kulturell: Sich in andere Nationalitäten und Gepflogenheiten hineinversetzen zu können ist in multikulturellen Teams sehr wichtig. Technisch ist es heutzutage möglich, in internationalen Projekten via Chat und Videotelefonie eingebunden zu sein. Reisen gehört aber durchaus auch dazu.« Michael Kieß (IBM)


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Teamarbeit bei Tageslicht Wer kennt sie nicht, die Witze über Computernerds mit gesunder Kellerbräune, die tagelang allein vor ihren Rechnern sitzen? Die Realität sieht anders aus: Wir haben zwei Informatikerinnen getroffen, die uns von ihrem Berufsalltag zwischen Server und Spyware erzählen. text und interview: birk grüling

nik (kurz BSI). Seine Behörde ist unter anderem für die IT-Sicherheit der Regierungsstellen zuständig. »Die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien und damit auch die IT-Sicherheit spielen in Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft eine immer größere Rolle, und dementsprechend braucht es Fachkräfte.« Eine von ihnen ist Selma Jabour. Anders als Britta Walkenhorst ist die 30-Jährige keine Quereinsteigerin, sondern hat Informatik mit Schwerpunkt »ITSicherheit« studiert. Beim BSI »Mein ganzes Leben lang nur beschäftigt sie sich mit der Bewertung und Bereitstellung von Studien auszuwerten konnte ich mir Cyber-Sicherheitsprodukten für irgendwann nicht mehr vorstellen.« Behörden und Regierungsstellen. »Meine Arbeit ist unglaublich spannend und vielseitig. Mit IT hat schließlich jeerzählt die 26-Jährige. Heute, knapp anderthalb der von uns täglich zu tun, und dementsprechend Jahre später, ist sie Junior Flasherin bei Bigpoint, ist auch die Sicherheit einfach ein wichtiges Theeinem der größten Unternehmen für Browser- und ma«, erklärt die Diplom-Informatikerin. »Gerade Onlinespiele überhaupt. in den letzten Jahren haben die Bedrohungen durch Wie kam es dazu? Eine Frage, die die ProgrammieMalware oder Cyber-Kriminelle zugenommen. Unrerin schon öfter beantworten musste. »Ich wollte wissenheit und Sicherheitslücken können für Prietwas Handfestes machen. Mein ganzes Leben lang vatleute, Unternehmen und Regierungsstellen gleinur Studien auszuwerten konnte ich mir irgendchermaßen schwere Folgen haben.« wann nicht mehr vorstellen«, sagt Britta. KurzerHartnäckig halten sich allerdings die Klischees hand entschloss sie sich, ihr Studium abzubrechen, über eigenbrötlerische Nerds, die im Dunkeln pround bewarb sich um einen Ausbildungsplatz als Fachinformatikerin bei ihrem heutigen Arbeitgeber. Schon nach den »Meine Arbeit ist unglaublich ersten drei Ausbildungsmonaten wurde ihr eine Stelle im Programspannend und vielseitig. Mit IT hat mierer-Team für das Spiel »Ramacischließlich jeder täglich zu tun.« ty« angeboten. Dort sitzt sie heute als Junior Flasherin im Frontend-Team grammieren und sich von Pizza ernähren. Ist da und sorgt für neue Animationen und Features bei was dran? »Na ja, ein bisschen verschroben sind der beliebten Städtebausimulation. Warum beim wir schon. Ich entspanne natürlich zu Hause gern Einstieg in die Spielbranche auch manchmal ein vor der Playstation und beschäftigte mich viel mit paar Karrierestufen übersprungen werden können, digitalen Trends«, lacht Britta Walkenhorst. »Aber erklärt Katharina Lohse, PR Managerin bei Bigdas machen andere auch!« Auch mit dem Klischee point. »Der Stellenmarkt ist abgegrast. Gute und vom Einzelkämpfer zwischen Pizza und Programbezahlbare Leute zu finden ist schwer. Darum vermiersprache kann die 26-Jährige aufräumen: »Wir suchen wir, junge Talente so schnell wie möglich arbeiten immer im Team, anders geht es bei der zu binden.« Den hohen Bedarf an gut ausgebildeten Komplexität der Spiele auch gar nicht.« ITlern kennt auch Tim Griese, Pressesprecher beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstech»Fachkräftemangel« – dieses Wort hört man im Zusammenhang mit der IT-Branche immer wieder, mehrere 10.000 Stellen sind derzeit unbesetzt. Dadurch sind die Karrierechancen für junge ITTalente natürlich so gut wie nie. Wie einfach der Einstieg derzeit ist, zeigt die Geschichte von Britta Walkenhorst. »Ich habe meinen Bachelor in Psychologie gemacht und bin für den Masterstudiengang ›Kriminologie‹ nach Hamburg gekommen«,

Trainieren wie die Profis: Die DB Fußball Camps Jeder Fußballfan träumt davon, ganz nah an den Stars der Bundesliga dran zu sein – die Deutsche Bahn macht‘s möglich und schickt Jungs und Mädels ins DB Fußball Camp zu bekannten Vereinen wie Eintracht Frankfurt oder Hertha BSC. Die Teilnehmer werden während der Camps von hochqualifizierten Trainern betreut, sie bekommen jede Menge Profi-Tipps von den Starspielern und dürfen bei BundesligaSpielen zuschauen. YAEZ ist für euch live dabei und berichtet auf www.yaez.de/fussballcamps von den spannenden Begegnungen im Stadion. Dort bekommt ihr auch Infos zu den Teilnahmebedingungen – und wer weiß, vielleicht seid ihr ja bald selbst in einem der DB Fußball Camps dabei! Alle Informationen zu den Camps gibt’s auf www.db-fussballcamps.de

Arbeitsmarktexperte Dr. Stephan Pfisterer (IT-Branchenverband BITKOM) Wie stehen die Chancen für junge Berufseinsteiger in der IT-Branche? Dr. Pfisterer: Es sieht gut aus. In der Branche ist die Arbeitslosigkeit sehr niedrig und der Stellenzuwachs konstant gut. Im Herbst letzten Jahres hatten wir 40.000 offene Stellen. In welchen Bereichen wird am meisten gesucht, und wo sieht es mau aus? Games und IT-Sicherheit sind definitiv große Wachstumsgebiete, aber auch die IT-Beratung und IT-Services sind stark nachgefragt. Schlechter steht es um die Hardware-Entwicklung, die ist in Deutschland kaum noch vorhanden. Auch bei den Netzbetreibern stagnieren die Mitarbeiterzahlen. Ist es heute besser, auf ein Studium oder auf eine Ausbildung zu setzen? In vielen Ausschreibungen wird noch ein Hochschulstudium verlangt, gerade bei Jobs, die sehr viel Prozessverständnis erfordern. Andererseits hat die Ausbildung aufgeholt, und inzwischen haben wir rund 40.000 Azubis. So speziell kann ich also keine Empfehlung geben. Wenn ich jetzt eine Ausbildung oder ein Studium beginne, sehen meine Chancen auch in fünf bis sechs Jahren noch so rosig aus? Ohne Frage. Auch noch 2020 werden Informatiker händeringend gesucht. Dann beenden nämlich die geburtenschwachen Jahrgänge die Schule, und die ersten Softwareexperten, die in den 90ern auf den Berufsmarkt gekommen sind, gehen in Rente. Unsere Branche wird also auf absehbare Zeit kaum mit konjunkturellen Schwankungen zu kämpfen haben. Gerade aktuelle Entwicklungen wie die Cloud oder die immer größere Nachfrage nach ITSicherheit stimmen uns sehr positiv.


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MINT-Studiengänge: Ist der neu? Ob Umweltschutz, Elektromobilität oder virtuelle Welten, ohne die Entwicklungen in den MINT-Bereichen wären solche Entdeckungen nicht vorstellbar. Kein Wunder also, dass hier Bachelor- und Masterstudiengänge wie Pilze aus dem Boden schießen. Wir stellen die Neuen vor und haben drei Erstsemester gefragt, warum sie sich für ihr Fach entschieden haben. texte: michael metzger Interviews: Erik Brandt-Höge

Umweltingenieurwissenschaften an der TU Darmstadt Warum jetzt? Umweltbewusst leben ist nicht nur gesellschaftlich im Trend – für Unternehmen ist es auch zunehmend finanziell lohnenswert, nachhaltig zu produzieren. Da ist es nur konsequent, dass Ingenieurstudiengänge mit Umweltschwerpunkt angeboten werden. Für wen? Solide Kenntnisse in Mathematik, Mechanik und Physik bilden die Basis des Bachelors »Umweltingenieurwissenschaften« an der TU Darmstadt, weitere Grundlagen sind Bereiche wie Chemie, Geologie oder Recht. Klar ist: Der angehende Umweltingenieur soll in der Lage sein, seine Projekte innerhalb der gesellschaftlichen, regionalen und juristischen Rahmenbedingungen umsetzen zu können. Ab dem vierten Fachsemester muss sich der angehende Umweltingenieur spezialisieren. Zur Wahl stehen beispielsweise die »Analyse, Bewertung und Modellierung« von Umweltrisiken, die Problematik der Trinkwasserversorgung oder auch der Umgang mit Abfall und Boden. Und später? Im Berufsleben wird der Umweltingenieur interdisziplinär mit Bauingenieuren, Maschinenbauern, Architekten oder Landschaftsplanern zusammenarbeiten. Die TU Darmstadt bietet jedoch auch die Möglichkeit, sich direkt nach dem Bachelor in einem gleichnamigen Masterstudiengang weiter zu spezialisieren. www.ui.tu-darmstadt.de

Elektromobilität an der Universität Stuttgart Warum jetzt? Die Elektromobilität wird den Automobilmarkt des kommenden Jahrzehnts ordentlich durchschütteln: Autos sollen künftig Strom aus der Steckdose statt Benzin tanken. Bundes- und europaweit muss ein einheitliches System an StromAufladestationen etabliert und der Stromverbrauch der Elektroautos gedrosselt werden.

Ursula, 20, studiert Mathematik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Wann hast du angefangen, dich für Mathematik zu interessieren? Ich war schon in der Grundschule gut in Mathe und fand es immer spannend, was man damit alles machen kann. Das Interesse ist dann während der Schulzeit immer größer geworden und ich habe

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Für wen? Gefragt sind Experten, die sich gleichermaßen mit Automobil-, Elektro- und Netzwerktechnologien auskennen. An der Uni Stuttgart können Studierende des Bachelors »Elektrotechnik und Informationstechnik« einen eigenen Schwerpunkt »Elektromobilität« belegen, der sich mit genau solchen Fragen auseinandersetzt. Zum Wintersemester 2012/13 ist außerdem ein Master in Vorbereitung, in dem sich die Studierenden noch intensiver mit drängenden Fragen der Elektromobilität beschäftigen sollen. Und später? Elektromobilität ist längst nicht nur auf das Auto beschränkt: Wenn so ein Elektroauto in der Garage parkt, kann in dessen Akku tagsüber die Energie der Solaranlage auf dem Dach zwischengelagert werden – und es entsteht ein komplexes Netz aus stationären und mobilen Energiequellen. Dafür braucht es vielseitige Experten, die über den eigenen Tellerrand blicken können. www.uni-stuttgart.de

Informatik: Games Engineering an der TU München Warum jetzt? Fast ein Drittel aller Deutschen ab 14 Jahren spielen mit PC, Smartphone, TV-Gerät oder Konsolen. Das sind 21 Millionen Personen, Tendenz steigend. Bezüglich des Finanzvolumens liefert sich der Markt der digitalen Spiele gerade ein Kopf-anKopf-Rennen mit der Filmindustrie. Für wen? Angehende Spieleentwickler können sich an der TU München im Studiengang »Informatik: Games Engineering« ausbilden lassen. Schwerpunkte des Studiums sind neben klassischen Informatikgrundlagen Bereiche wie Computergrafik, Simulation, künstliche Intelligenz, Interaktion und Social Gaming. In speziellen Veranstaltungen beschäftigen sich die Studierenden mit Problemen wie dem Tanzen und Schauspielen in virtuellen Studios oder der Konzeption komplexer Planspiele.

Firmen und Forschungslaboren konzipiert. Absolventen dieses Bachelor-Studiengangs landen später oft in Spieleentwicklungs-Abteilungen, aber nicht zwangsläufig: Mechanismen aus digitalen Spielen finden mehr und mehr Anwendung in Wirtschaftszweigen wie dem Automobil-, Flugzeug- und Anlagenbau, der Medizin, dem Bankwesen und Management. www.in.tum.de

Nanoelectronic Systems an der TU Dresden Warum jetzt? Ein Nanometer, das ist ein millionstel Teil eines Millimeters. In dieser Größenordnung operieren Forscher nanoelektronischer Systeme, wenn sie beispielsweise Oberflächentexturen Wasser abweisend oder hitzebeständig gestalten oder Computerchips effizienter designen wollen. Für wen? Die komplexen und schwierigen Arbeitsbedingungen, mit denen man auf Nanometer-Ebene zu kämpfen hat, werden im Master-Studiengang »Nanoelectronic Systems« an der TU Dresden behandelt. Es ist ein komplett englischsprachiger Studiengang, der vor allem auch internationale Spezialisten nach Ostdeutschland locken soll. Bestandteil des Studiums ist daher auch ein Kulturteil, der die Studierenden mit dem neuen regionalen Umfeld vertraut machen soll. Und später? Neben den theoretischen Grundlagen von Herstellung, Entwurf und Anwendungen nanoelektronischer Systeme kommt auch die praktische Forschungsarbeit bei diesem Studiengang nicht zu kurz – bereits am Ende des ersten Semesters baut jeder Student seine eigene Solarzelle. Der Einstieg ins Berufsleben dürfte daher nicht schwerfallen. www.et.tu-dresden.de

Und später? Das Studium ist in engem Kontakt mit

mich dafür entschieden, Mathelehrerin zu werden. Ständig diese Zahlen – ist das nicht langweilig? Im Mathematik-Studium hat man damit wenig zu tun. Da geht es eher darum, Zusammenhänge zu finden und sie zu verstehen, verschiedene Theorien miteinander zu verknüpfen und durch logisches Denken Beweise zu finden. Wem würdest du das Studium empfehlen? Man muss einen Hang zum logischen und systematischen Denken haben und Lust, sich mit Proble-

men zu beschäftigen. Außerdem braucht man eine gewisse Frustrationstoleranz. Deshalb ist in diesem Studium auch Teamwork ganz wichtig, man macht vieles in kleinen Gruppen. Hast du dein Studium auch mit konkreten Jobvorstellungen angefangen? In erster Linie war es mein Interesse an Mathe. In der Mathematik kann man ungewöhnliche Dinge machen und zeigen, dass teils total abstrus wirkende Ideen doch wahr sind. Das finde ich einfach spannend.


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ANZEIGE Katja, 23, studiert Life Science Engineering (Naturwissenschaft & Technik) an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin Hast du schon in der Schule viel über Technik gelernt oder eher in deiner Freizeit experimentiert? Sowohl als auch. Ich hatte in der Schule Leistungskurse in Mathe und Bio und zusätzlich Chemie und Informatik belegt. Zu Hause habe ich dann auch eigene Experimente gemacht und viel mikroskopiert. Fiel dir die Wahl eines Technik-Studiengangs nach der Schule leicht? Als ich in der 11. Klasse war, habe ich am Tag der offenen Tür eine Technische Hochschule besucht und dabei schon den passenden Studiengang für mich entdeckt. In der 13. Klasse habe ich dann ein Schnupperstudium mitgemacht. Da war ich sicher, dass ich die richtige Wahl getroffen hatte. Du hast zunächst Biosystemtechnik studiert. Was macht man da so? Man arbeitet viel in Labors, untersucht menschliche DNA und Erbgut. Dadurch kann man vorhersagen, ob der Betroffene in Zukunft an Krankheiten leiden wird, und dient damit beispielsweise der Krebsforschung. Was braucht man, um Spaß an einem solchen Studium zu haben? Interesse an Mathe, Bio und Chemie. Und man sollte keine Angst vor Neuem haben, auch wenn es mal um gesellschaftliche Dinge geht. Es gibt ja große Streitigkeiten im Bereich der Gene und genmanipulierten Pflanzen und Lebensmittel. Solchen Themen sollte man kritisch gegenüberstehen und sie aus verschiedenen Perspektiven beleuchten können. Mittlerweile studierst du den Master-Studiengang Life Science Engineering. Ist der so zukunftsorientiert angelegt, wie er klingt? Ja, auf jeden Fall. Es geht dabei beispielsweise um saubere Luft in Krankenhäusern, es werden Inhaltsstoffe von Lebensmitteln diskutiert und auch der Dioxin-Skandal und die EHEC-Krise analysiert. Es geht auch um die Entwicklung von neuen Medikamenten, was ich ziemlich spannend finde. Steuerst du ein bestimmtes berufliches Ziel an? Life Science Engineering muss sich nicht nur um Gesundheit drehen. Man kann damit auch im Kosmetikbereich arbeiten und nach dem Master einen Platz in der Industrie finden. Ich habe nach dem Studium aber vor, zu promovieren. Später würde ich dann gern im Bereich der Arzneimittelentwicklung bleiben und könnte mir vorstellen, selbst in die Lehre einzusteigen.

Stephan, 21, studiert Informatik an der Westfälischen WilhelmsUniversität Münster Worum geht es im Informatik-Studium? An der Uni werden einem die Konzepte sehr theoretisch nähergebracht, wodurch die Zusammenhänge klarer werden. Letztlich geht es im Informatik-Studium darum, die Dinge verständlich verpackt herunterzubrechen, sodass man sie dem Computer erklären kann. Was sollte ein zukünftiger Informatik-Student alles können? Analytisches Denken ist wichtig, genauso wie Geduld, weil man teilweise sehr lange an einer Aufgabe sitzt und den Fehler einfach nicht findet. Man sollte Spaß am Lösen von Problemen und Rätseln mitbringen. Steuerst du auch eine bestimmte Karriere im IT-Bereich an? Da ich allein beim Übergang von der Schule zum Studium gemerkt habe, dass es doch immer anders kommt, als man denkt, lege ich mich da noch nicht fest. Es gibt mehrere IT-Bereiche, die ich persönlich sehr spannend finde, zum Beispiel den Datenschutz. Das Ausloten von Sicherheitslücken finde ich sehr interessant. Tolle Jobs gibt es aber auch in der Bio- und der medizinischen Informatik.

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Die MINT-Kaderschmieden Ingenieurwissenschaften oder Chemie kann man überall studieren, aber die Studienbedingungen sind nicht überall gleich. Wir haben mithilfe des CHE-Hochschulrankings herausgefunden, wo MINT-Studenten besonders zufrieden sind und welche Hochschulen in Sachen Ausstattung, Forschung und Praxisbezug besonders gut abschneiden. texte: erik brandt-höge

6. Schulwettbewerb zur Nanotechnologie

Interessant für: alle Forscher unter euch, die sich auf informative, aufklärende, witzige oder innovative Weise mit den Themen der Nanotechnologie befassen wollen. Du darfst mitmachen, wenn: du ein Gymnasium, eine Berufs- oder Fachoberschule oder eine Realschule in Bayern besuchst. Das gibt’s zu holen: Geldpreise von insgesamt 4250 Euro 29.6.2012 | www.initiative-junge-forscher.de

Chemie macht Spaß

Interessant für: alle, die was für Chemie übrig haben, gern experimentieren und von chemischen Reaktionen nicht abgeschreckt werden. Du darfst mitmachen, wenn: du eine Schule besuchst und die Fächer Naturwissenschaften und Chemie dich begeistern. Das gibt’s zu holen: Geld- und Buchpreise sowie Gutscheine für Geräte und Chemikalien. Außerdem werden die besten der ausgewählten Arbeiten alle zwei Jahre im Rahmen der Stuttgarter Chemietage vorgestellt. Laufend bis 31.12.2012 | www.chemie-macht-spass.de

Club Apollo 13

Interessant für: alle, die gern tüfteln und sich mit mathematisch-naturwissenschaftlichen, technischen oder wirtschaftswissenschaftlichen Problemen auseinandersetzen wollen. Du darfst mitmachen, wenn: du die 9.–13. Klasse eines norddeutschen Gymnasiums oder einer Gesamtschule besuchst und noch zwei bis vier Klassenkameraden für das Projekt begeistern kannst. Das gibt’s zu holen: Geld-, Sach- und weitere Preise. 1.9.2012 | www.unikik.uni-hannover.de/apollo13.html

Internationaler Fotowettbewerb »Energie im Fokus« der TU Darmstadt

Interessant für: Kreative HobbyFotografen, die sich für das Thema Nachhaltigkeit interessieren. Bei dem Wettbewerb im Rahmen des EU-Projekts 10Action werden Fotos gesucht, die den Einsatz erneuerbarer Energien und Ressourcen im

täglichen Leben zeigen. Du darfst mitmachen, wenn: du zwischen 10 und 19 Jahre alt bist und eine Schule besuchst. Das gibt’s zu holen: Zu gewinnen gibt es in Deutschland Preise zwischen 150 und 600 Euro, wer ins Rennen der internationalen Runde kommt, dem Winken zusätzlich bis zu 1.000 Euro und eine Reise nach Madrid zu der Veranstaltung »Solar Decathlon Europes«. Verlängert bis 20.5.2012 | ee.architektur.tu-darmstadt.de

Hochschule Amberg-Weiden Wer einen Studiengang im Bereich Technik anpeilt, für den bieten sich kleinere Hochschulen wie die Hochschule Amberg-Weiden im ostbayerischen Amberg an. Sie landet in Hochschulrankings regelmäßig auf den vorderen Plätzen und wird vor allem für ihr Studienangebot in der Elektro- und Informationstechnik, der Umwelttechnik und im Maschinenbau gelobt. Dass ein Technik-Studium oft verstaubter klingt, als es in Wirklichkeit ist, beweist die HAW auch mit dem 2003 eingeführten Studiengang »Medienproduktion und Medientechnik«, wobei es um die Produktion von audiovisuellen und computergestützten Medien und die Schulung gestalterischer und journalistischer Fähigkeiten geht. www.haw-aw.de

Jacobs University Bremen Die private und englischsprachige Jacobs University wurde 2001 in Bremen eröffnet und gilt unter anderem in Bezug auf das naturwissenschaftliche Studienangebot bundesweit als Elite-Hochschule. Wer mit Kommilitonen aus aller Welt auf einem Campus leben und bestens ausgestattet und betreut studieren will, ist hier genau richtig. Ob Mathematik, Chemie oder Biologie: Die Studiensituation wird in vielen MINT-Fächern an der Jacobs University von Studenten, Profs und Prüfern gleichermaßen als vorbildlich empfunden. Kleiner Haken: Elite kostet. Und zwar 20.000 Euro pro Studienjahr in einem der Bachelor-Programme. Allerdings wird jedem Studienbewerber zuerst auf die Noten und danach in die Taschen geschaut. Wer gut genug, aber nicht gut betucht ist, wird dank verschiedener Finanzierungsmodelle eine Möglichkeit finden, sein Studium zu absolvieren. www.jacobs-university.de

Karlsruher Institut für Technologie Das Besondere am Karlsruher Institut für Technologie ist nicht nur seine immer wieder guten Platzierungen in den Technik- und Informatik-Rankings für deutsche Hochschulen. Das KIT hat zum Wintersemester 2011/2012 zusammen mit der Universität Stuttgart außerdem das MINT-Kolleg Baden-Württemberg eingerichtet. Hier gibt es verschiedene Einstiegsprogramme für alle, die ein MINT-Studium interessant finden, aber den richtigen MINT-Studiengang noch nicht gefunden oder in diesem noch Nachholbedarf haben. Zwischen Schule und Fachstudium ist das MINT-Kolleg die perfekte Vorbereitung für eine Hochschulkarriere in den Natur- und Ingenieurwissenschaften. Studiengebühren: keine, denn die wurden vom Bundesland Baden-Württemberg abgeschafft. www.kit.edu

Hasso-Plattner-Institut in Potsdam Genauer: Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH. Klingt kompliziert, ist aber vor allem modern. Wem das herkömmliche InformatikStudium zu trocken vorkommt, kann hier praxisnah und zukunftsorientiert studieren. Das HPI bietet als einziges Universitätsinstitut in Deutschland den Bachelor- und Master-Studiengang »IT-Systems Engineering« an. Der soll die Fähigkeiten zu Konzeption, Entwurf und Einsatz großer komplexer und vernetzter IT-Systeme vermitteln. Und über die sogenannte Tele-Teaching-Technik tele-TASK macht es das HPI sogar möglich, Vorlesungen und Vorträge online live zu verfolgen. Das HPI wird privat über die Hasso-Plattner-Stiftung finanziert, gehört aber zur Universität Potsdam. Semesterbeitrag: 250 Euro. www.hpi.uni-potsdam.de

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20 freistunde

»Handbuch für Zeitreisende« von Charles Yu

Worum geht’s? Charles Yu ist Reparateur für Zeitmaschinen im Kleinuniversum 31. Eines Tages stößt er auf ein Handbuch für Zeitreisende, das er selbst in der Zukunft geschrieben hat. Nerd-Faktor: Der ausgetüftelte Techniker darf in diesem Buch der Retter sein. Er hilft Leuten aus der Patsche, die mit Zeitmaschinen in ihre Vergangenheit reisen und beim Versuch, sie zu ändern, scheitern. 272 Seiten, 13,95 Euro, Rowohlt Polaris Verlag

»Version 5 Punkt 12« von Reinhold Ziegler

Worum geht’s? Im Jahr 2025 werden alle Daten der Menschen in einem Riesencomputer gespeichert und kontrolliert. Als Tubor Both versucht, diesem Computer den Strom abzudrehen, endet alles anders als geplant. Nerd-Faktor: Dieses Buch lässt EDV-Freaks aufblühen. Aber auch Nicht-PC-Interessierte sollten diesen Science-Fiction-Roman lesen, denn er regt zum Nachdenken darüber an, wie gläsern die Welt sein darf, ehe sie zum Überwachungsstaat wird.

»Die Physiker« von Friedrich Dürrenmatt Bücher:

»Quantentheorie: ein Sachcomic« von J. P. McEvoy

Worum geht’s? In witzig gestalteten Comics und kurzen Texten bringt der Autor uns die komplexe Welt der Elementarteilchen auf verständliche Weise näher. Nerd-Faktor: Mithilfe dieses Info-Comics macht das Lernen Spaß. Schon nach ein paar Seiten hat man, ohne großen Aufwand, schlaue Antworten parat und kann zum Beispiel im Chemieunterricht glänzen.

Worum geht’s? Wie viel Wissen kann die Menschheit vertragen? In einem Irrenhaus treiben drei Physiker ihr Unwesen, weil sie um die Entdeckung ihrer Geheimnisse fürchten. Nerd-Faktor: Spannend und zugleich komisch kritisiert Friedrich Dürrenmatt den Wandel der Gesellschaft. Sein Klassiker entpuppt sich als Verwirrspiel, in dem Wissen Macht bedeutet – oder etwa doch nicht? 96 Seiten, 7,90 Euro, Diogenes Verlag

175 Seiten, 10 Euro, TibiaPress Verlag

Fünfminutenpause Ein buntes Nerdpourri Auch Mathe-Genies und Technik-Asse wollen unterhalten werden, deshalb haben wir ein Best-of erstellt – mit Filmen und Büchern, bei denen jeder MINT-Typ auf seine Kosten kommt. Texte: Ciara hanson

240 Seiten, 7,95 Euro, Beltz Verlag

A Beautiful Mind

Worum geht’s? Der Film skizziert das Leben des exzentrischen Mathematikers und Nobelpreisträgers John Nash, der von seiner Paranoia, Teil einer Verschwörung zu sein, in die Schizophrenie getrieben wird. Nerd-Faktor: Regisseur Ron Howard veranschaulicht mit seinem Werk den schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn und schafft es, ein für Außenstehende kaum verständliches Thema begreiflich darzustellen.

Matrix

Worum geht’s? Der junge Computerhacker Neo soll die Welt retten, aber wie rettet man eine riesige Illusion, die von einem Computer kontrolliert wird? Nerd-Faktor: »Matrix« lässt die Filmfigur des nerdigen Hackers in einem mystischen Licht erscheinen, das sonst nur für Killer und Kommissare reserviert war. Mit Neo erschufen die Filmemacher erstmals eine InformatikIkone für alle Computerfreaks.

USA 2001, 135 Minuten, DVD

Filme:

USA 1999, 131 Minuten, DVD

Worum geht’s? Mathematikprofessor Micky Rosa bildet eine Gruppe hochbegabter Studenten im Kartenzählen aus, eine Methode, mit deren Hilfe man in Kasinos zu viel Geld kommt. Nerd-Faktor: Der Film zeigt unterhaltsam, was passiert, wenn Spezialisten ihre Begabung missbrauchen und versuchen, mit Wahrscheinlichkeitsrechnungen ihre Gewinnchancen im Glücksspiel zu erhöhen. USA 2008, 118 Minuten, DVD

Worum geht’s? Auf dem Mond Pandora hat man damit begonnen, Avatare zu klonen, eine Mischung aus menschlicher DNA und Genen der Ureinwohner Na’vi. Was passiert, wenn sich ein solcher Avatar in eine Na’vi verliebt? Nerd-Faktor: Hier wird ein gigantisches Science-Fiction-Märchen in bahnbrechender Animationstechnik dargestellt. Ein beeindruckendes visuelles Erlebnis.

Worum geht’s? Im Jahr 2003 hackt sich der Harvard-Student Mark Zuckerberg in die Netzwerke seiner Universität ein und stellt Informationen über weibliche Studentinnen ins Netz. Ein Porträt über das weltweit größte soziale Netzwerk Facebook. Nerd-Faktor: Mark Zuckerberg wird vom Nerd zum jüngsten Milliardär aller Zeiten und beweist, dass auch Informatiker cool sein und die tollen Mädels abkriegen können.

USA 2009, 155 Minuten, DVD

USA 2010, 115 Minuten, DVD

Avatar

Foto: iStockphoto.com; Illustrationen: Julia Humpfer

The Social Network

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Die MINT-Olympiade Wer viel lernt, darf auch viel spielen. Aber welches Game passt am besten zum Mathe-Ass und wo kann der Informatik-Crack punkten? Unser Experte hat sich mal quer durch den Spielewald gedaddelt. texte: Mark Heywinkel illustrationen: christoph rauscher

Mathematiker

Ständig Flächen und Strecken auszumessen geht selbst dem emsigsten Mathe-Nerd mal auf die Nerven. Spätestens bei der nächsten Runde Wii Sports zahlt sich das GeometrieBüffeln allerdings aus: Während die Sportler beim Bowling zwar mit Schmackes werfen, nach zehn Runden aber immer noch nicht den Winkel gefunden haben, in dem die Kugel optimal übers Parkett rollt, feiern die Mathematiker einen Strike nach dem anderen. Auch den KnobelShooter Portal knacken sie mit links. Denn wer in Stochastik und Algebra täglich an Zahlenrätseln herumfrickelt, erkennt auch in Nullkommanichts, wo welcher Laserstrahl auf ein Schloss treffen muss, damit die Tür zum nächsten Level aufspringt. Wenn Präzision und Logik gefragt sind, liegen Mathematiker weit vorn.

Informatiker

Informatiker sind die Gourmets unter den Zockern. Immerhin können sie mit C++ ganz locker eigene virtuelle Welten aus dem Ärmel schütteln. Von simplen Minispielen wie Robot Unicorn Attack fürs Smartphone lassen sie deshalb besser gleich die Finger und greifen zu den aufwendigen Brocken. Die ausgeklügelten

Spielmechaniken von Heavy Rain oder die fotorealistische Grafik von Crysis machen dem InfoGeek nicht nur mehr Spaß. Die Games befeuern auch seinen Ehrgeiz, die eigenen Codezeilen mit noch knalligeren Effekten und Welten zu füllen. Was in der Videospielwelt brandneu ist, ist für den Informatiker gerade gut genug.

Naturwissenschaftler

Bevor Physik-, Bio- und Chemieasse sich wie ein Sheldon Cooper am MIT an teurem Laborgerät austoben dürfen, ist es ein weiter Weg. Bis dahin vertreiben sich Naturwissenschaftler die Freizeit am besten mit Spielen, in denen viel herumexperimentiert und entdeckt werden kann. In der Simulation Spore können sie zum Beispiel der Evolution unter die Arme greifen und ihre eigenen kleinen Alienrassen heranzüchten. Aber auch in den weitläufigen Arealen von Mass Effect und The Elder Scrolls V: Skyrim kommen Naturwissenschaftler voll auf ihre Kosten. Hier ist das Motto: Wenn du nichts erkunden kannst, lass die Finger davon.

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Techniker

Angehende Ingenieure kennen sich mit Baumaterialien aus und wissen genau, wo das Eckige und wo das Runde hineingehört. Wenn in Minecraft ein Haus, eine Kathedrale oder ein Wall gegen nächtliche Zombie-Attacken zusammengezimmert werden muss, sollte daher immer ein Technikstudent die Bauleitung übernehmen. Auch in Strategiespielen wie Anno und Die Siedler, in denen aus Lehm, Stein und Holz große Imperien errichtet werden müssen, liegen sie weit vorn. Das Steckenpferd der Techniker sind allerdings Rennspiele: Wenn sie nicht wissen, wie ein Pixelauto aufgetunt werden muss, damit es alle Rennrekorde bricht, dann weiß es niemand. Wo ein digitaler Hammer geschwungen werden muss, fühlen sich Techniker zu Hause.


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Vorschau #60

Das gibt’s zu gewinnen!

Was isst du da? Das große Ernährungs-Spezial

Ein strahlender Abschluss Das Kleid ist gekauft und die Frisur steht fest. Beim Outfit für den Abschlussball überlässt du nichts dem Zufall. Es ist schließlich ein ganz besonderer Abend, an dem du richtig gut aussehen möchtest. Doch was, wenn der Frühling verregnet war und die Bräune noch in weiter Ferne liegt? Die Selbstbräuner-Produktserie »sun touch« von NIVEA SUN ist der Retter. Ob die Creme für Gesicht und Dekolleté, die Milch für den Körper oder das praktische Selbstbräunungs-Tuch – wenige Stunden nach dem Auftragen zaubern sie dir tolle Sommerbräune auf die Haut, die dann drei bis vier Tage hält. Damit die Bräune schön gleichmäßig wird, solltest du lose Hautschüppchen vor der Anwendung mit einem Peeling entfernen. Außerdem ist es wichtig, beim Auftragen Haaransatz, Knöchel, Ellbogen und Knie auszusparen und nach der Anwendung die Hände zu waschen. NIVEA SUN und YAEZ verlosen 2 x 2 Gutscheine für jeweils 75 Euro bei deinem Lieblingsfriseur für dich und deine Freundin sowie Sets der sun touch Serie. Vier weitere Gewinner erhalten je ein Set der sun touch Serie. Mit dem perfekten Outfit und schöner Bräune kann der Abschlussball kommen.

Wo ist die hohe Kante? Was du über Geld und Vorsorge wissen solltest Wohin soll’s gehen? So wird dein SommerUrlaub unvergesslich Die nächste YAEZ erscheint am 11. Juni 2012.

Überflieger für Technik-Fans Impressum Die Jugendzeitung yaez erscheint zweimonatlich und liegt kostenlos an 4.700 weiterführenden Schulen in ganz Deutschland aus. YAEZ ist Partner der Initiative »MINT Zukunft schaffen«

Carrera RC hebt ab – mit dem funkferngesteuerten Hubschrauber-Modell »Red Eagle« erweitert Carrera RC seine Flotte um einen weiteren Flugkünstler, der nicht nur Hobby-Techniker begeistern dürfte. Aufgrund seines geringen Gewichts ist der Hubschrauber ein absolutes Highlight im Indoor-Flugobjekt-Bereich. Ideal also, um das innere Spielkind mal wieder rauszulassen. Weitere Infos auf www.carrera-rc.com. YAEZ verlost einen Hubschrauber inklusive Controller mit Joystick!

ISSN: 1612-8257 HERAUSGEBER: Janos Burghardt, Simon Keller, Michael Hartung REDAKTION & VERLAG: Yaez Verlag GmbH Kornbergstr. 44, 70176 Stuttgart Tel: 0711 997983-0 Fax: 0711 997983-22 redaktion@yaez.de, www.yaez-verlag.de Chefredakteur: Janos Burghardt (ViSdP) ART DIRECTOR: Simon Keller Textchefin: Ineke Haug Redaktion dieser ausgabe: Erik Brandt-Höge, Birk Grüling, Ciara Hanson, Mark Heywinkel, Daniela Kurtz, Michael Metzger Maria Steiner, Lektornet (Schlussredaktion) Illustrationen / grafik: Melina Diener (Layout), Till Hafenbrak, Nadine Prange, Christoph Rauscher Fotos: Jan Kopetzky (Titelfoto), Presse/PR HERSTELLUNG: Simon Keller AnzeigenLEITUNG: (verantwortlich für den Anzeigenteil) Michael Hartung (0711 997983-01, mh@yaez-verlag.de)

flegelMädhafter chenMensch tag (ugs.) ugs.: amerikanischer Soldat

das Ich (lateinisch)

bestrafen getrocknetes Gras

abwertend: Tier

Weltmacht (Abk.)

9

wissenschaftl. Techniker Gotteshaus, große Kirche

5

Vorname von Einstein

die erste Frau (A. T.)

Abk. für Ruderclub

Fremdwortteil: unter

oberer Hausabschluss

griechienglisch: scher BuchAuto stabe

Wasser- Langvogel spieß

chem. Zeichen für Eisen

6

eine Spielkartenfarbe

Kfz-Z. Pforzheim u. Enzkreis

Theaterstück v. Dürrenmatt

griechische Insel in der Ägäis

größte Insel der Großen Antillen

süditalienische Hafenstadt

Signalfarbe

10

dt. Mittelgebirge (Schwäbische ...)

afrikanischer Strom

Handelsbrauch

7

NerdSerie (Abk.)

4 Erinne- virtuelle rungsbauwerk Figur

3

MINTSchulfach

französisch: Insel

niederl. Schiffstyp

1

Frau des Menelaos Abkürzung für Shilling

Auflösen von Gleichungen chem. WähZeichen rungsfür Calcium einheit

soziales Netzwerk

Fluss zur Wolga

benachbart, nicht weit

2

dickes Seil

11

Stellvertreter eines Abtes

Umwandlung von Teilchen

abo/vertrieb: Tel: 0711 997983-0, Fax: -22 E-Mail: vertrieb@yaez.de

kleinstes Teilchen frz.: Aussehen, Haltung; Fluidum

chemi- griechisches sche Zeichen Göttin für Titan

persönliches Fürwort

8

Betrieb, Unternehmen

Der Bezug der Jugendzeitung ist kostenlos. Druck: Bechtle Verlag&Druck, 73730 Esslingen Die namentlich gekennzeichneten Beiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Nachdruck von Beiträgen, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags.

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Am Gewinnspiel kannst du auf www.yaez.de teilnehmen! Webcode: »@17220348« Teilnahmeschluss: 10.06.2012. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Mit dem Nitro Schoolset kannst du in Mathe, Informatik und Co voll durchstarten, denn im Rucksack »Chase« von der Boardsportmarke Nitro bringst du locker alle Schulbücher, Hefte und Ordner unter. Ein gepolstertes LaptopFach gibt’s auch. Den Rucksack erhältst du in einer von 18 angesagten Farben und im Set mit dem »Nitro Pencil Case«. Weitere Infos auf www.nitro.de. YAEZ verlost drei Nitro Schoolsets!

Supersause für Info-Freaks

Streber bei den Simpsons

verbreitete auflage: 365.126 Exemplare (IVW Q4/2011) Die Auflage wird regelmäßig von der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) geprüft. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 14 vom 01.01.2012.

Experiment

Stauraum für Mathe-Asse

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Den ganzen Tag nur Pro g ra m m i e re n? Wird auf Dauer langweilig, deshalb haben wir ein lustiges Game parat: »Mario Party 9« ist die neuste Folge der kultigen Brettspiel-Serie von Nintendo und ist jetzt für die Wii erhältlich. In 80 Mini-Spielen können sich die Spieler beim Pizzabacken und Schneemobil-Wettrennen auslassen. YAEZ verlost eine Wii mit »Mario Party 9«, eine Party-Krone und einen Bart zum Ankleben!

A L V V H E U G I E V A Heimkino I N G E für N I E U R L D O M R C S U B Super-Nerds E M I L HOU S E Auch Nerds E N T E S C A Rbrauchen mal eine von L D A C H Pause T P F C A »The HBig LBang TheoD I E P H Y S Da I Kkönnen E R wir die ry«! K I E A U S O Geschichte um BlutD E N KMA L B B T und I I sauger L E AEdward O seiner A L G E B R ABella S empfehlen. H V A H jetzt E nämlich DieN sind F A C E B O O K A– Laber kann verheiratet T A U K A T E eine Ehe zwischen Vampir und Mensch A R E A K T I ON überhaupt P R funktionieren? I O R F I RInM A»Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht« gibt es die Antwort darauf. YAEZ verlost drei DVDs »Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht«!


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Jugendzeitung YAEZ  

Ausgabe April / Mai 2012

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