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Mai 2011 ⋅ Die Jugendzeitung für Kirchheim und Umgebung

Kirchheim:

Irgendwas mit Mode – Ungewöhnliche Klamotten – Mode im Laufe der Zeit

land – Ab ins Aus ? s für mich ist das wa

fos zum S. 18 Alle In nt YAEZ-Eve rt in Stuttga Seite 14

Warum Freundschaft manchmal ein Verfallsdatum hat – und was man tun kann, damit sie hält

Praktikums-ABC: Wie dein Einsatz ein Erfolg wird Fußball-WM: Spielerinnen erzählen von ihrem Sport Sommer 2011: Insider geben die besten Urlaubstipps

#53


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Making of #53

Freunde auf Zeit? Ab Seite 4

Im Musikunterricht eigene Rapsongs schreiben? An der Geschwister-Scholl-Schule in Hannover kommt im Wahlpflichtkurs Musik Hip-Hopper Spax in den Unterricht und zeigt, wie’s geht. Danach geht es dann ins Studio, wo die Schüler ihre selbstgeschriebenen Zeilen einsingen können. Auf dem Foto bekommt der 15-jährige Emre (links) noch letzte Tipps für seinen Rap von Spax. Die ganze Geschichte über das Projekt kannst du auf Seite 10 lesen.

Lieblinge der Redaktion Der letzte Kindergeburtstag ist schon eine Weile her aber an Muttis leckeren »Kalten Hund« aus viiiiiiel Schokolade und knusprigem Keks erinnern wir uns immer noch gerne zurück. Wie schön, dass neulich der Eismann in der YAEZ-Redaktion vorbeikam und uns drei Familienpackungen der eiskalten Version des DessertKlassikers vorbeibrachte. So macht Arbeiten Spaß und beim nächsten Geburtstag darf der »Eiskalte Hund« auf keinen Fall fehlen...

Doppeljahrgänge: Genug Studienplätze für alle?............8 Unterricht: Rappen als Schulfach..................................10 Fußball: Mädchen über ihren Lieblingssport..................11 Sommerurlaub: Wohin sich eine Reise wirklich lohnt.....12 Praktika: So wird das Probearbeiten ein Erfolg.............15 Praxis-Check: Mechatronik............................................17 Gewinnspiele............................................................22

Fußball-WM Titelfoto: Jan Kopetzky / Illustrationen: Julia Humpfer

Freunde: So hast du lange was von deinen Freunden.......4

Impressum...............................................................23

Ab dem 26. Juni kann Deutschland auf ein neues Fußball-Sommermärchen hoffen. Dann geht nämlich die Weltmeisterschaft der Damen los, bei der unsere Mannschaft als klarer Favorit gehandelt wird. Wir haben die Nationalspielerin Alexandra Popp interviewt, wollten aber auch von ganz normalen Mädels wissen, was für sie die Faszination ihrer Sportart ausmacht. Mehr über die Leidenschaft Fußball gibt’s auf Seite 11.

Interview mit einem Model.............................................18 Fashion-Showroom.....................................................19 Mode im Laufe der Zeit....................................................20

Die Jugendzeitung YAEZ ist die Jugendbeilage des Teckboten und liegt an vielen Schulen in Kirchheim und Umgebung aus.

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Weil der Himmel uns braucht!


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Durch dick und dünn Während wir im Internet problemlos »Freunde« gewinnen, fällt es uns im richtigen Leben oft ganz schön schwer, einer zu sein. Unser Freundschafts-Guide erklärt, wie ihr am besten mit gemeinsamen Krisen, Enttäuschungen und Gefühlsschwankungen umgeht. TEXTE: ERIK BRANDT-HÖGE FOTO: JAN KOPETZKY

Unser Experte: Heiko Ernst ist Chefredakteur von »Psychologie Heute« und Fachmann in Sachen Freundschaft

Wie kann ich prüfen, ob ich meinem neuen Freund vertrauen kann?

Vertrauen ist das Wichtigste in einer Freundschaft – aber wie findet man heraus, ob der neu gewonnene Freund genauso denkt? Schließlich lernt man ihn gerade erst kennen, weiß noch nicht viel über seine Prinzipien und schon gar nicht, was für ihn die Basis einer guten Freundschaft bedeutet. »Vertrauen ist ein Vorschuss, den man geben muss – und meistens wird Vertrauen auch belohnt«, sagt Heiko Ernst. Man würde zwar dazu neigen, immer wieder zu vertrauen, bekäme aber keine Garantie dafür, dass dieses Vertrauen nicht auch mal missbraucht wird. Vertrauen, so Ernst, könne man nicht prüfen, sondern nur erfahren. Das gilt natürlich für alle zwischenmenschlichen Beziehungen.

Was mache ich, wenn es tatsächlich zu einem Vertrauensbruch kommt?

Erst einmal sollte man versuchen, den Vertrauensbruch richtig einzuordnen. Wenn daraus keine schwerwiegenden Folgen für die Freundschaft entstehen, sollte man sein allgemeines Vertrauen in den Freund nicht vorschnell verlieren. Zudem sollte man nicht nur den Vertrauensbruch, sondern auch sich selbst prüfen. Es könne hilfreich sein, erklärt Ernst, wenn man sich fragt, ob die Erwartungen an den Freund womöglich zu groß und die eigenen Maßstäbe zu hoch angelegt sind. Ob man vielleicht überreagiert, wenn man in seiner Enttäuschung über Kleinigkeiten das große Ganze infrage stellt – und dadurch die Freundschaft selbst gefährdet. Wenn man einen Vertrauensbruch richtig einstuft, kann man damit auch leichter umgehen.

Wenn ein Freund von Mitschülern mies behandelt wird, kann man ihm schon dadurch helfen, dass man vor den anderen zur Freundschaft mit ihm steht. »Er fühlt sich dadurch aufgewertet und zumindest zum Teil integriert«, sagt Ernst. »Man kann ihn dann auch zu beispielsweise Geburtstagspartys mitnehmen und sich mit ihm öffentlich zeigen, um klar zu machen, dass einem diese Freundschaft etwas wert ist – auch wenn viele darüber die Nase rümpfen.« Hält man in schwierigen Phasen zu seinem Freund, wird dadurch nicht nur sein Selbstwertgefühl gesteigert, sondern auch die Bereitschaft der anderen, ihren Mitschüler zu integrieren.

Wie schaffe ich es, mit meinem Ex nach der Beziehung eine Freundschaft aufzubauen?

»Lass uns Freunde bleiben« – einer der meist gebrauchten Sätze am Ende einer Liebesbeziehung. Leider bleibt es oft bei der Hoffnung auf eine Freundschaft danach, wenn nicht beide Ex-Partner die gleiche Distanz zur vorhergegangenen Beziehung halten können. Eine weitere Hürde auf dem Weg zur Freundschaft kommt hinzu, wenn auch nach der Beziehung noch ein gewisses Begehren vorhanden ist und sich die Ex-Partner weiterhin sexuell attraktiv finden. »Das bringt Schwierigkeiten mit sich«, so Ernst, »denn ein sexueller Unterton kann eine Freundschaft schnell belasten. Deshalb sollte man vor einer Freundschaft nach einer Beziehung sorgfältig prüfen, ob es dabei auch wirklich keine Hintergedanken gibt. Freunde können sich zwar auch lieben, aber eben nicht sexuell. Das ist ein Tabu.«

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Mein Freund ist ein Außenseiter in der Klasse. Wie kann ich ihn in seiner Situation unterstützen?


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Wie beende ich am besten eine Freundschaft?

Immer wieder kommt es vor, dass sich Freunde auseinanderentwickeln. Interessen verändern sich mit jeder Lebensphase, die man durchläuft. Dabei entstehen neue Möglichkeiten – und neue Freundeskreise. Wie aber erklärt man einem alten Freund, dass man nicht mehr so eng wie einst mit ihm befreundet sein möchte? Oft umgeht man in einer solchen Lage die direkte Konfrontation und benutzt teils faule Ausreden, wenn man mal wieder ein Treffen absagt. Dabei kann ein gemeinsames Gespräch hier am ehesten helfen. Das ist nicht einfach, aber fair. Außerdem schafft man dadurch die Voraussetzungen dafür, sich weiterhin mit jemandem verstehen und unangenehme Begegnungen in Zukunft vermeiden zu können.

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Wie verhalte ich mich, wenn sich der beste Freund nicht mit meinem Partner versteht?

Die Liebe für den Partner trifft im Freundeskreis nicht immer auf Begeisterung. Manchmal wird der Partner selbst von besonders guten Freunden nicht akzeptiert. Neid, Eifersucht oder einfach nur fehlende Sympathie – es gibt viele Gründe, weshalb die eigenen Freunde den Partner ablehnen. »Man kann sich in solchen Fällen darüber hinweghelfen, indem man seine Zeit aufteilt«, rät Ernst. Schließlich müsse man nicht immer alles zusammen machen und nicht ständig versuchen, Freunde und Partner an einen Tisch zu bringen. Bei bestimmten Gelegenheiten wie Geburtstagsfeiern ist ein Zusammentreffen natürlich unvermeidbar. Diese Situationen müsse man entweder lernen auszuhalten – »oder aber man verzichtet des lieben Friedens darauf, den Freund oder die Freundin zu bestimmten Anlässen einzuladen, wenn man weiß, dass es den Partner kränken könnte«, so Ernst. »Allerdings ist dieser Zwang – ›Den bring’ besser nicht mit, mit dem will ich nichts zu tun haben‹ – auch nicht gerade fair.« Generell täte allen Parteien ein bisschen mehr Gelassenheit gut: »denn in jeder Clique und später auch in jedem Arbeitsteam müssen sich nicht alle gleich gut verstehen«.

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Wenn ich mich in meinen besten Freund verliebe, muss ich ihm das gestehen?

»Man sollte beobachten, ob diese Gefühle von Dauer sind und es nicht nur eine kurzzeitige Verliebtheit ist, die sich wieder verflüchtigt«, sagt Ernst. »Wenn es dann mehr ist, ganz deutlich gefunkt hat und man die Freundschaft benutzt, um dem anderen nah zu sein, sollte man seine Gefühle ansprechen.« Wenn die Freundin oder der Freund nicht genauso fühlen sollte, ist es wichtig, auch wieder auf Distanz zu gehen, ihr oder ihm Luft zum Atmen zu lassen und niemanden zu bedrängen. Eine solche Ungleichheit der Gefühle ist schließlich für beide nicht leicht. Wenn man versucht, die Freundschaft auf eine andere Ebene zu heben, und dabei auf Widerstände trifft, sollte man außerdem darauf verzichten, die Freundin oder den Freund unnötig in Verlegenheit zu bringen, indem man sie oder ihn zum Beispiel ständig mit schmachtenden Augen ansieht.

• Die Qual der Fächerwahl: Welches Studium passt zu mir? • Wo studieren? Uni, Fachhochschule, staatlich oder privat? • Stipendien für alle: Finanzierungshilfe finden

Sind Jungs-Jungs-Freundschaften weniger kompliziert als Mädchen-MädchenFreundschaften?

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»Angeblich sind Jungs-Jungs-Freundschaften einfacher, weil Jungs immer ein gemeinsames Projekt wie zum Beispiel Sport haben«, sagt Ernst. »Mädchen dagegen bauen Freundschaften eher über Vertrauen und ein Sich-Einsicht-Geben in die Seele auf.« Jungs seien sehr viel zögerlicher, wenn es darum ginge, etwas aus ihrem Innenleben preiszugeben, und würden sich häufig darüber wundern, wie viele private Dinge Mädchen untereinander ausplaudern. »Das heißt nicht, dass Jungs das nicht können«, so Ernst weiter, »aber es gehört zum männlichen Rollenklischee dazu, dass man eher den lockeren, lustigen Typen gibt, mit dem alles einfach ist und mit dem man Spaß haben kann.« Mädchen hingegen fänden manchmal eher Spaß daran, vertiefende Gespräche zu führen.

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11.04.2011 10:04:28 Uhr


06 freunde

Paul (15)

Wir sind nicht nur Freunde, sondern auch Nachbarn. Jeden Tag, wenn der Eismann klingelt und durch unsere Straße kommt, sehen wir uns. Wir kennen uns nun seit fast acht Jahren, und auch wenn wir nicht auf dieselbe Schule gehen, sehen wir uns oft. Unsere Partner sind zum Glück nicht eifersüchtig, denn sie wissen ja, dass uns nur eine gute Freundschaft verbindet. Es ist toll, einen Freund so in der Nähe zu haben, vor allem wenn man auf dem Land lebt und man zu vielen Freunden erst immer hinfahren muss.

Hannah (14) Wir unternehmen viel, gehen paddeln, hören die gleiche Musik und können über viele Dinge reden. Wir haben viel Spaß, so wie gestern, als wir im Garten Trampolin springen waren und danach eine Wasserschlacht gestartet haben. Wir denken, dass wir auch in Zukunft befreundet sein werden und uns später zumindest immer dann sehen werden, wenn wir unsere Eltern besuchen.

»Wir werden auch in zwanzig Jahren noch befreundet sein« Skrollan (18)

Trotz der Distanz hat unsere Freundschaft bisher super funktioniert, vielleicht ja sogar auch gerade deswegen. Wir leben schon immer an verschiedenen Orten, und im Sommer letztes Jahr ist Momo dann nach Japan gezogen. Nun ist Momo wegen der Katastrophe in Japan seit Ende März wieder zurück in Hamburg und wird bis zu ihrem Abitur hier bleiben. Wir können wirklich über alles reden, auch der Altersunterschied ist überhaupt kein Problem.

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Momo (16) 2008 haben wir uns bei einer Sprachreise in Oxford kennengelernt. Skrollan ist ihrem Koffer auf dem Laufband hinterhergerannt, das fand ich total witzig, und im Flugzeug haben wir uns dann gleich nebeneinandergesetzt und die ganze Zeit geredet. Zurück zu Hause haben wir uns dann in Briefen und Mails viele Dinge anvertraut und eine enge Freundschaft aufgebaut. Im Moment sehen wir uns vielleicht zweimal im Monat. Wir werden auch in zwanzig Jahren noch befreundet sein – egal an welchen Orten in der Welt wir leben!


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Wie Liebe, nur ohne Knutschen Niemand will allein durchs Leben gehen. Wir haben nachgefragt: Wie wird man eigentlich ein guter Freund, und gibt es Freundschaften, die für immer halten? TEXT UND FOTOS: ANNE ACKERMANN Wenn Felix eine Freundin hat, dann hat die neben ihm auch noch einen zweiten Partner in der Beziehung: Seinen besten Freund Philip, mit dem den 18-Jährigen eine fast lebenslange Freundschaft verbindet. Die beiden sind sich sicher, dass ihre Freundschaft auch in zwanzig Jahren noch bestehen wird. Das ist keinesfalls selbstverständlich, denn Freundschaften haben einen ähnlichen Verlauf wie die Liebe und haben damit auch öfters mal ein Verfallsdatum. Genau wie in einer Beziehung beginnt nämlich irgendwann die Alltagsphase. Man muss sich überlegen, was man für die Freundschaft tun kann, um sie am Leben zu erhalten. Kommt es zu Konflikten, bedeutet das oft schon das Ende einer Freundschaft. Das muss aber nicht unbedingt negativ sein, im Gegenteil: Es ist ganz normal, dass man im Laufe seines Lebens neue Freunde findet und alte Verbindungen zu Bruch gehen. Schließlich verändern wir uns – und damit ändern sich auch die Erwartungen, die wir an unsere Freunde haben. So erneuern sich laut

Freundschaftsexperte Wolfgang Krüger innerhalb von sieben Jahren rund 50 Prozent aller Freundschaften. Die meisten Freundschaften beginnen schon in der Kindheit und der Pubertät. Besonders Mädchenfreundschaften können in dieser Zeit sehr intensiv werden. Studien zeigen, dass zwei Drittel aller Frauen enge Verbindungen pflegen, jedoch nur ein Drittel aller Männer. Jungs haben eher Freizeitfreundschaften und verabreden sich gezielt für Aktivitäten wie Fußball, Kickern oder Skaten, die Gespräche bleiben dabei oft auf der Strecke. »Die Bindungen bleiben weniger stark, und das Vertrauen fehlt: Der Freund bleibt in seiner Funktion als Freizeitpartner ersetzbar. Dagegen kann man sagen, dass bei Frauen der Grad der emotionalen Bindung fast doppelt so stark ist«, sagt der Psychologe Dr. Wolfgang Krüger, der schon mehrere Bücher zum Thema Freundschaft veröffentlicht hat. Diese emotionalen Geständnisse, die wir unseren Freunden gegenüber machen, sind der Beziehungskitt, der Tiefe schafft und zusammenschweißt. Solche

»Freundschaft heißt für uns, sich alles zu erzählen«

Felix (18)

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Das Besondere an unserer Freundschaft ist das Vertrauen, das wir zueinander haben. In jedem Moment unseres Lebens wissen wir, dass der andere für einen da ist. Selbst unsere Freundinnen müssen loyal sein und unsere Freundschaft respektieren, das haben wir irgendwann mal abgemacht. Unsere Freundschaft beruht darauf, dass wir uns für den anderen interessieren. Wir erzählen uns alles und halten zusammen, egal was für Probleme es gibt.

Philip (17) Kennengelernt haben wir uns über unsere Eltern, das ist nun schon 17 Jahre her. Wir kamen dann in denselben Waldorfkindergarten, aber in getrennte Gruppen. Später sind wir dann zum Glück durch eine Sondergenehmigung in dieselbe Klasse gekommen. Auch wenn wir in Zukunft einmal getrennt sein werden, ist das nicht weiter schlimm, in dem Moment, in dem wir uns wieder treffen, ist es bestimmt wieder wie vorher.

Beziehungen halten auch dann, wenn wir uns nicht mehr jeden Tag sehen oder in verschiedenen Städten leben. Doch es gibt auch die Kehrseite: Gerade weil diese Freundschaften sehr emotional sind, beinhalten sie auch die Angst vor dem Verlust. Wenn andere Menschen als potenzielle Freunde auf der Bildfläche erscheinen, kann es zu Eifersucht und Rivalität kommen. In so einem Fall kann eine gewisse Distanz also sogar von Vorteil sein. Distanz oder Nähe, jede Freundschaft ist anders, vor allem in Zeiten sozialer Netzwerke. Auch wenn Facebook und Co das Kennenlernen erleichtert haben und eine neue Art der klassischen Brieffreundschaft darstellen, sind sie natürlich kein Ersatz für echte Kontakte. Der Schriftsteller Georg Christoph Lichtenberg hat einmal gesagt: »Es ist nur eine gute Freundschaft, wenn man vom anderen träumt.« Letztlich ist ein guter Freund so sehr Teil des eigenen Innenlebens geworden, dass er einfach zu einem gehört und Teil der inneren Welt ist. Wer es einmal so weit geschafft hat, den wird diese Freundschaft mit Sicherheit nicht enttäuschen. •


08 schule

Alle mal zusammenrücken Die Bundesländer stellen um auf das achtjährige Gymnasium. Wir haben uns umgehört, was das für die Doppeljahrgänge bedeutet. Text: johanna blees

große Räume wie etwa das Congress Centrum anmieten müssen.« Die Schüler sind ebenso unruhig. In Baden-Württemberg ist der Doppeljahrgang zwar erst nächstes Jahr an der Reihe, doch auch Michael, der in Böblingen zur Schule geht, hat Bedenken: »Ich denke, dass es auf jeden Fall mehr Konkurrenz geben wird. Nicht nur beim Studienplatzangebot, sondern auch bei der Suche nach Wohnungen, Nebenjobs oder Stipendien.« Deswegen legt er sich nicht auf eine Uni und ein Fach fest, sondern will sich mehrere Alternativen offenhalten.

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Doch was ist eigentlich dran an all der Panikmache? Zunächst einmal muss man sagen, dass die von Anfang bis Mitte der Neunzigerjahre geborenen Schüler, die in den nächsten Jahren Abitur machen werden, generell eher aus geburtenschwachen Jahrgängen kommen. Obwohl es anteilsmäßig gesehen immer mehr Erstsemester gibt, sank die Zahl der Studienanfänger bis zum Aufkommen der Doppeljahrgänge, ganz einfach weil es wegen des demographischen Wandels immer weniger Schulabgänger gibt. Außerdem ist der Anstieg der Studienanfängerzahlen nicht so dramatisch, wie viele befürchten. Nach Schätzungen der Kultusministerkonferenz wird es bis zum Jahr 2015 275.000 zusätzliche Studienanfänger geben. Am höchsten wird die Zahl wahrscheinlich 2013 sein, wenn mit Hessen und Nordrhein-Westfalen zwei der bevölkerungsreichsten Bundesländer ihre Doppeljahrgänge entlassen und außerdem diejenigen aus den vorhergehenden Jahrgängen, die beispielsweise noch ein Auslandsjahr eingelegt haben, an die Universitäten gehen. Dann wird die Quote nach Hochrechnungen um etwa zehn Prozent über der von 2008 liegen. »Bis 2020 wird die Zahl dann wieder auf rund 375.000 zurückgehen und bewegt sich damit wieder auf dem Niveau der vergangenen Jahre«, sagt Dr. Joachim Welz, Vorsitzender des Hochschulausschusses der Kultusministerkonferenz. Zehn Prozent klingen nach viel, doch es wird vorgesorgt. Im Hochschulpakt sind von der Bundesregierung bis 2015 4,7 Milliarden Euro vorgesehen, die allein in die Schaffung neuer Studienplätze investiert werden sollen. Interessant dabei ist, dass die neuen Bundesländer wie beispielsweise Sachsen sogar einen Rückgang ihrer Studienanfänger befürchten, obwohl ihre Universitäten modern und gut ausgestattet sind. Für alle, die um ihren Studienplatz fürchten, wäre »Fernost«, wie sich die neuen Bundesländer in einer Kampagne scherzhaft selbst nennen, also eine gute Alternative. Auch auf dem Ausbildungsmarkt sieht es für die Abiturienten sehr gut aus, da viele Betriebe die Doppeljahrgänge als eine Chance sehen, ihre Lehrstellen qualifiziert zu besetzen. Die Wartesemester, die man dadurch vor dem Studium sammelt, könnten für einige Abiturienten mit schlechterem Notendurchschnitt nützlich sein. Alles in allem: Keine Panik! Wer einfach sein Bestes gibt, hat sich hinterher in keinem Fall etwas vorzuwerfen. Und vielleicht kann man die ganze Diskussion um die Doppeljahrgänge auch zum Anlass nehmen, seine Zukunft etwas flexibler zu planen, statt sich von vornherein festzulegen. • Demographischer Wandel bedeutet hier, dass das Durchschnittsalter der Deutschen steigt, weil immer weniger Kinder geboren werden. Der Hochschulpakt ist eine Initiative von Bund und Ländern zur Verbesserung der Forschung und Lehre in Deutschland.

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Zu große Klassen, zu viel Unterricht und Hausaufgaben bis zum Abwinken. Die Liste an Beschwerden über die G8/G9Doppeljahrgänge ist lang. Dabei hören die Probleme nach dem Abitur nicht auf: Viele Schüler fragen sich, wo die Studienplätze für doppelt so viele Abiturienten wie üblich herkommen sollen. Dieses Jahr sind erst mal Niedersachsen und Bayern dran, und für sie kommt es doppelt dicke: Es machen nicht nur die zwölfte und die dreizehnte Klasse gemeinsam Abitur, sondern es wurde außerdem im Oktober vergangenen Jahres die Aussetzung des Wehrdienstes beschlossen. Also rüsten sich die Universitäten für den erwarteten Ansturm: In Osnabrück zum Beispiel sind mittlerweile die Bänke im Hörsaal gegen Stühle ausgetauscht worden, um Platz zu schaffen, an der KU Eichstätt-Ingolstadt sollen einige Studiengänge schon zum Sommersemester angeboten werden. Prof. Dr.-Ing. Erich Barke, Präsident der Leibniz-Uni Hannover, rechnet mit enormen Platzproblemen: »Es kann sein, dass wir für Lehrveranstaltungen ein Zelt im Park aufstellen oder andere


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Keine zweite Wahl Klar, zur Schule gehen müssen in Deutschland alle. Unterschiede gibt es trotzdem. YAEZ stellt ungewöhnliche Lernmodelle vor. TEXT: JOHANNA BLEES ILLUSTRATION: CHRISTOPH RAUSCHER

Folge 3: Abi auf dem zweiten Bildungsweg »Ich werde niemals Abi machen!« Das hat sich die 22-jährige Lea Schmitz geschworen, als sie ihren Realschulabschluss in den Händen hielt und sich damit für eine Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste in einer Mediathek entschied. Die Ausbildung lief gut, und Lea wäre damals auch übernommen worden. Aber sie war gerade mal zwanzig Jahre alt und auf einmal war da der Drang, noch mal etwas Neues anzufangen. Gesagt, getan: »Ich bewarb mich bei mehreren Kollegs, die ein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg anbieten, und landete im Berlin Kolleg Schöneberg«, erzählt sie. Die Aufnahme war einfach, die Finanzierung stellte dank eines elternunabhängigen BAföGs auch kein großes Problem dar. Die Fächer waren die gleichen wie an jedem anderen Berliner Gymnasium auch. »Meine Schwerpunkte habe ich auf Deutsch und Politik gelegt, ansonsten belege ich dieses Halbjahr Mathe, Englisch, Geschichte, Rhetorik und Biologie.« Ganz anders als an einer normalen Schule ist hingegen die Klassengemeinschaft: »Ich bin mit Abstand die Jüngste in meiner Klasse. Jeder bringt seine eigene Vergangenheit mit und seine eigenen Probleme: Da ist ein 60-jähriger ehemaliger Chemie-Laborant, der jetzt noch mal was anderes machen will. Ein 30-Jähriger, der bislang sein ganzes Leben ohne irgendeinen Abschluss gejobbt hat. Menschen mit gescheiterter Familiengründung, mit einer Drogenvergangenheit.« Jeder am Kolleg bringt seinen Grund mit, weshalb er neu anfangen und das Abitur nachholen will. Es sei schwer, sich da einen Freundeskreis aufzubauen, klagt Lea. »In den Pausen bin ich oft allein und bereite die Aufgaben für die nächste Stunde vor. Klassenausflüge gibt es auch nicht. Andere Abijahrgänge haben gemeinsame Partys, ihre ersten gemeinsamen Besäufnisse, schließen in der Zeit Freundschaften fürs Leben. Das wird mir nicht passieren.« Die Schüler am Kolleg sehen das wohl einfach pragmatischer: Jeder will in erster Linie sein Abitur bestehen – deshalb ist man nun einmal da. Diese Einstellung habe aber auch etwas Positives, findet Lea. Die Menschen seien alle sehr vernünftig: »Man mobbt sich nicht gegenseitig, auf den Lehrer werden keine Papierflieger geworfen, und solche Seiten wie »isharegossip.com« sind bei uns niemals Gesprächsthema.« Ob sie im Rückblick lieber das Abi auf dem herkömmlichen Bildungsweg gemacht hätte? »Vielleicht, das wäre sicher einfacher gewesen. So ein Kolleg ist ganz schön anspruchsvoll. Aber ich blicke lieber in die Zukunft. Damals war ich einfach noch nicht weit genug für das Abitur.« •

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Für das Abi auf dem zweiten Bildungsweg gibt es in Deutschland verschiedene Möglichkeiten. Die bekannteste ist sicher die Abendschule, wo der Unterricht abends stattfindet und das Abitur neben dem Beruf nachgeholt werden kann. In einem Kolleg dagegen ist der Unterricht wie in der normalen Schule vormittags und man kann nebenbei höchstens jobben, um sich ein bisschen Geld zu verdienen. Eine dritte Alternative ist die Fernschule, wo man sich komplett allein auf den Abschluss vorbereitet und das Studienmaterial zugeschickt bekommt. Sowohl staatliche als auch private Anbieter haben den Schulabschluss auf dem zweiten Bildungsweg im Programm, also gibt es erhebliche Preisunterschiede. Für jede Variante kann man aber BAföG beantragen, das macht die Finanzierung um einiges leichter.

Bundeswettbewerb Fremdsprachen Du solltest mitmachen, wenn: r alle von dir abschreiben in Englisch- und Französischarbeiten imme hrift auf der Aufsc wollen und du findest, die mehrsprachige t zum enhei Geleg super eine Frühstücksflockenpackung ist Vokabelnlernen. Du darfst mitmachen, wenn: le besuchst. du in der 5.–13. Klasse bist oder eine Berufsschu Das gibt’s zu holen: dien. Geld- und Sachpreise, Sprachreisen und Stipen emdsprachen.de 6. Oktober 2011 | www.bundeswettbewerb-fr

Nachwuchsjournalisten gesucht Du solltest mitmachen, wenn: du immer und überall denkst, du hast was zu sagen, und es liebst, Sachen nachzurecherchieren, die du ausnahmsweise mal nicht weißt. Du darfst mitmachen, wenn: du zwischen 16 und 25 bist und eine DIN-A4-Seite mit klugen Gedanken zu deinem Traumberuf füllen kannst. Das gibt’s zu holen: Ein zweiwöchiges Praktikum bei der »FAZ«, die Veröffe ntlichung deines Textes in einer Sonderbeilage der »FAZ« und im »EINSTIEG Abi Magazin«, Zeitungsabonnements und Büchergutsche ine. 15. Juni 2011 I www.einstieg.com

»Impfcheck«-Filmwettbewerb Du solltest mitmachen, wenn: Steven Spielberg dein großes Vorbild ist und du schon . immer wolltest, dass mal alle nach deiner Pfeife tanzen Du darfst mitmachen, wenn: du in der 5.–9. Klasse bist. Das gibt’s zu holen: Der »Impfcheck«-Werbespot des Gewinners wird von einem professionellen Filmteam umgesetzt, mit dir als Regie-Assistent. 30. Juni 2011 I www.mach-den-impfcheck.de

TEXTE: JOHANNA BLEES

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10 schule

Vierte und fünfte Stunde: Rappen Rap ist für viele die schmuddelige Sprache der Straße. Doch es geht auch anders: An einer Schule in Hannover gibt es HipHop als Wahlpflichtfach. text und fotos: birk grüling Gerade hat es zur großen Pause geklingelt, als Rafael Szulc, wie Spax im richtigen Leben heißt, mit seinem Auto auf den Lehrerparkplatz einbiegt. Wie ein großer dunkler Klotz erhebt sich die Realschule in einem sozial schwachen Viertel Hannovers. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, und die Häuserblocks der Nachbarschaft sind grau. Schon beim Aussteigen fällt Spax auf, mit seinen knallgrünen Sneakern und dem nicht weniger grellen T-Shirt wirkt er wie ein belebender Farbklecks im Straßengrau. Mit einem breiten Grinsen und einer kleine Mappe unterm Arm steuert er auf den Eingang zu. Hier und da einen Schüler grüßend, geht er hoch zum Musikraum. Auf dem Flur riecht es nach Putzmittel, und ein paar Kinder aus der Klasse warten schon vor der Tür. Alles wirkt wie ganz normaler Schulalltag, außer dass hier hinter der weißen Tür des Klassenraums nicht Mathe oder Deutsch unterrichtet wird, sondern Rap.

»Rap ist nicht nur Beleidigung«

Nach dem zweiten Klingeln trudeln die Schüler langsam ein. »Hallo, Herr Spax«, grüßt ein Junge und wirft seinen Rucksack auf den Tisch. Schon eine Minute später herrscht völlige Stille, und Spax fragt nach den Erkenntnissen der letzten Wochen. »Ich hasse und ich liebe« ist das Thema, dazu sollen die 17 Schüler des

Wahlpflichtkurses einen Rapsong schreiben. Der Text ist schon fast fertig, gemeinsam mit ihrem rappenden Lehrer soll heute nur noch an Feinheiten gearbeitet werden. Die Reime kommen von den Schülern, Spax selbst gibt nur die Hilfestellungen beim Finden der richtigen Worte. Auf die Frage, was sie gelernt hätten, kommt die Antwort eines Schülers: »Wir haben gelernt, dass Rap nicht nur Beleidigung ist.« Sein Sitznachbar fügt hinzu: »Wir haben versucht, unsere Gefühle zu erkennen.« Spax nickt zustimmend: »Ich sage immer, es gibt keine schlimmen Worte, entscheidend ist nur der Umgang mit ihnen. Ich vergleiche das gern mit einem Messer: Man kann jemanden damit verletzten, aber gleichzeitig auch Brot schneiden.« »Ich hasse Eltern, die ihre Kinder schlagen und die Zukunft stören und eine Sünde tragen« – über diese Zeilen brüten die Schüler, als es zur Pause klingelt. Spax unterbricht die Arbeit und verkündet: »Pause! In fünf Minuten sind wir wieder fresh.« Während die Schüler aus dem Raum eilen oder sich auf den Tisch des Nachbarn legen, ist Spax zufrieden: »Jede Stunde ist anders, man muss sich immer wieder auf die Schüler einlassen. Zum Glück habe ich einen Vorteil. Ich bin flapsiger als ein normaler Lehrer und darf ganz anders mit den Schülern umgehen.« Obwohl es bereits die sechste Stunde ist, kommen die Schüler erstaunlich motiviert in die Stunde zurück. Immerhin geht es ja um ihr eigenes Lied. »Ich hasse es, mich selbst unter Druck zu setzen und mein wahres Ich falsch einzuschätzen«, reimt Emre (15) gleich drauflos. Für die Zeile bekommt er Lob von seinen Mitschülern. »Bist du auf einem Wörterbuch eingeschlafen?«, fragt auch Spax begeistert. Damit ist der Song fertig, und schon bald soll er im Studio aufgenommen werden. »Ich finde, dass die Studiosituation eine gute Erfahrung für die Schüler ist. Sie sehen, wie CDs aufgenommen werden, und hören einmal ihre eigene Stimme über das Mikrofon«, beschreibt der Rapper. »Nebenbei werden noch Dinge wie Reimschema und Betonung von Gedichten erarbeitet.«

»Schule muss sich an der Lebenswelt orientieren«

Mitmachen, Spaß haben, tolle Preise gewinnen. Bei den Bw-Beachen 2011 im Beachvolleyball und Beachsoccer geht es für die über 1.000 erwarteten Jugendlichen aus ganz Deutschland um attraktive Preise, wie z. B. Wochenendtrips fürs ganze Team nach London oder Sardinien. Teilnehmer: Mädchen und Jungs im Alter von 16 und 17 Jahren. Termine: 20. bis 22. Mai 2011 in Ingolstadt (Süd) 27. bis 29. Mai 2011 in Warendorf/Münster (Nord) Die Teilnahme ist kostenlos (inkl. Anreise, Unterbringung und Verpflegung). Jetzt bis zum 10. Mai 2011 anmelden unter www.bw-beachen.de

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Meet & Compete!

Projekte wie an der Geschwister-Scholl-Schule in Hannover sollte es durchaus häufiger geben, dieser Meinung ist auch Musikpädagogik-Professor Hans Bäßler von der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover: »Alle Genres der Musik können Gegenstand des Unterrichts sein. Als Musiklehrer müssen wir viel stärker danach schauen, in welchen musikalischen Welten die Schüler leben. Musik selbst ist in der Freizeit emotional so positiv besetzt und gleichzeitig der Musikunterricht so unbeliebt, aus diesen beiden Fakten erkennt man schon, wie viel Potenzial ungenutzt bleibt.« Ein Eindruck, der sich schnell bestätigt, so ist Spax zwar als Dozent gefragt und gibt in ganz Deutschland HipHop-Workshops, doch Geld- und Auftraggeber sind meist keine Schulen, sondern Jugendzentren und Vereine. Kontinuierliche Schulprojekte wie in Hannover sind derzeit noch eine Seltenheit. Nur HipHop im Unterricht zu fördern, wäre natürlich zu einseitig, viel eher geht es um mehr Offenheit im Unterricht für die Lebenswelt der Schüler. »Von Workshops mit Experten, sei es nun zum Thema HipHop oder auch Klassik, profitieren nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrer. Das Gemeinschaftsgefühl ist gerade in der Kunst, ohne richtig oder falsch, sehr gewinnbringend«, erklärt Bäßler. Auch für Spax selbst sind die Ziele klar: »Einen eigenen Song zu schreiben, ist für die Schüler ein großartiges Gefühl und sich selbst Rappen zu hören, etwas ganz Neues. Mir geht es nicht darum, dass die Schüler alle Rapper werden, sondern vielmehr darum, dass sie etwas Neues kennenlernen.« •


schule 11

»Die Anerkennung wächst« Fußballerin Alexandra Popp ist zwar erst 20, hat aber schon einen EM- und einen WM-Titel in der Tasche. Mit YAEZ hat sie über ihre eigene Laufbahn und die bevorstehende WM gesprochen. INTERVIEW: BIRK GRÜLING ILLUSTRATION: JAKOB HINRICHS

Die Nationalspielerin Alexandra Popp wurde am 6. April 1991 in Witten geboren und startete ihre Fußballkarriere beim FC Silschede. Im Moment spielt sie beim FCR 2001 Duisburg, mit dem sie auch bereits den UEFA- und den DFB-Pokal holte. Außerdem wurde sie als beste Spielerin und Torschützenkönigin der U20-WM 2010 ausgezeichnet. Nach ihrem Fachabitur im vergangenen Jahr konzentriert sie sich jetzt erst mal hauptsächlich auf den Fußball, möchte aber in Deutschland bleiben. 2007 schlug sie ein Angebot von Olympique Lyon aus und wohnt noch bei ihren Eltern in Grevelsberg im Ruhrgebiet.

Wie bist du zum Fußball gekommen? Ich bin mit Fußball groß geworden. Mein Vater und mein Bruder haben auch gespielt. Insofern lag es für mich nahe, dass ich auch damit angefangen habe. Was macht den Reiz der Sportart aus? Ich mag dieses Mannschaftsgefühl, in einer Gruppe etwas zu leisten. Bei mir hat sich ganz schnell eine Leidenschaft für diesen Sport entwickelt. Das hat vornehmlich damit zu tun, dass es mir sehr viel Spaß macht, Fußball zu spielen. Gab es schon mal blöde Kommentare, weil du als Mädchen professionell Fußball spielst? Nicht weil ich jetzt in der Bundesliga oder der Nationalmannschaft spiele. Aber früher, als ich das einzige Mädchen in unserer Mannschaft war, haben die Jungs aus dem gegnerischen Team schon mal gefrotzelt, dass sie schon gewonnen hätten, weil bei uns ja ein Mädchen dabei ist. Aber das ist an mir abgeperlt und auch an meinen Mitspielern, wir haben denen dann auf dem Platz gezeigt, wer besser ist.

Lena (19): »Beim Fußball kann ich mich richtig auspowern, das ist ein guter Ausgleich für den Schulstress. Und der Teamgeist ist richtig klasse, dieses Gefühl, für ein gemeinsames Ziel zu arbeiten und es dann auch noch zu erreichen.«

Ist es für dich überhaupt möglich, neben dem Fußball noch etwas anderes zu machen? Das geht ganz gut, weil mein Arbeitgeber großes Verständnis für meine Situation hat. Ich mache ein Praktikum in einer Praxis für Physiotherapie. Das funktioniert so gut, weil meine Chefin auch die Physiotherapeutin beim FCR 2001 Duisburg ist. Insofern besteht da ein hohes Maß an Verständnis für mich. Wie wird sich der Frauenfußball deiner Meinung nach in den nächsten Jahren verändern? Die Entwicklung ist schon sehr gut. Es geht eigentlich in allen Bereichen nach oben. Die Anerkennung wächst und wächst. Ich finde, wir haben auch in den Medien gute Partner. Das Fernsehen überträgt schon viele Spiele, gerade die Länderspiele. Ich hoffe, das geht so weiter.

Fotos: Horst Hamann (DFB), Privat

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Was ist dein persönlicher Wunsch für die WM? Ich hoffe, dass die WM ein kleines Sommermärchen wird. Wir werden alles geben, um gute Spiele zu zeigen. Und vielleicht gelingt es uns ja tatsächlich, am Ende den Titel zu holen.

Denise (19): »Ich spiele in der zweiten Bundesliga und war also schon bei vielen Partien dabei. Mädels spielen einfach einen schöneren Fußball als Männer! Langsamer zwar, aber man kann die Spielzüge deutlicher erkennen. Und Schwalben oder unfaire Fouls gibt es eigentlich nie.«

Nina (15): »Ich finde es toll, Teil einer Mannschaft zu sein, in der man füreinand er einsteht. Außerdem ist Fuß ball total abwechslungsreich, wir rennen nicht nur durch die Gegend , sondern trainieren auch noch Techni k und Geschicklichkeit.«

Chiara (15): »Ich glaube, dass bei Mädels de r Teamgedan ke stärker ausgeprägt is t. Wenn ich vor dem Tor stehe, dann überlege ich mir, ob es Si macht, den B nn all nochmal abzuspielen. Ein männlich er Spieler zieh t das eher durch, weil er selbst de r Torschütze se in will.«

Die Frauenfußball-WM 2011 in Deutschland Anstoß Am 26.6. werden Nigeria und Frankreich mit dem ersten Spiel des Turniers in Sinsheim die WM 2011 eröffnen. 16 Mannschaften haben sich qualifiziert und werden bis zum Finale am 17.7. in 32 Spielen um den Titel kämpfen. Aufstellung Teilnehmen werden die Teams von Deutschland, Kanada, Nigeria, Frankreich (Gruppe A), Japan, Neuseeland, Mexiko, England (Gruppe B), USA, Nordkorea, Kolumbien, Schweden (Gruppe C), Brasilien, Australien, Norwegen, ÄquatorialGuinea (Gruppe D) Heimspiel Gespielt wird in Augsburg, Berlin, Bochum, Dresden, Frankfurt, Leverkusen, Mönchengladbach, Sinsheim und Wolfsburg. Hattrick Die deutsche Nationalmannschaft gilt als großer Favorit, da sie bereits die vergangenen beiden Weltmeisterschaften für sich entscheiden konnte und ebenso 2009 die Europameisterschaft zum fünften Mal in Folge gewann. Jetzt ist das Ziel der dritte WM-Sieg in Folge, denn dann würde das Team von Trainerin Silvia Neid zum alleinigen Rekord-Weltmeister aufsteigen.


Wegfahren möchte jeder. Aber wo Schönsten? Wir haben die gefragt, Die Bewohner der beliebtesten Urla

Anja Sadlowski (29) London, UK

PROTOKOLLE: CHRISTIAN FAHREN ILLUSTRATION: TILL HAFENBRAK

Großbritannien ist das beste Reiseziel überhaupt, weil das

Land wunderschön ist, die Leute extrem freundlich sind und es als Insel unendlich viel Küste gibt. Das ist sowieso das Beste überhaupt: Fahr nach Croyde in North Devon, miete dir ein Surfboard, und stürz dich ins kalte Nass. Iss danach ein Cornish Pasty, und misch dich unter die lokalen Surfer. Und ein echter Klassiker ist natürlich Camden Town Market in London. Ein Muss! Verpass aber auch Spitalfields, Portobello und Borough Market nicht.

Cécile Apert (21), Toulouse, Frankreich

Frankreich ist einfach das

Leonardo degli Angeli (19), Cesenatico, Italien

Italien ist ein tolles Reiseziel für junge Leute, weil man so

viel draußen unternehmen kann: Radfahren, Segeln, Windsurfen. Und im Sommer gibt’s viele Lokale, in denen Bands kostenlos Konzerte geben. Manchmal kann man sogar an Jamsessions teilnehmen, denn viele Lokale bieten ihren Gästen die Möglichkeit an, selbst live zu spielen. Zwei besondere Tipps sind die »Rosa Nacht« in der Emilia Romagna mit 10.000 rosaroten Liegestühlen, 3000 rosa Straßenlaternen und vielen Konzerten und Theaterstücken überall am Strand, da kommen über 1,5 Millionen Menschen. Da kannst Du dann super eine Piadina essen, eine Teigtasche wie eine halbe Pizza.

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tollste Land zum Reisen, weil es so vielseitig ist und so viele Möglichkeiten bietet. Wir haben Strände zum Baden, Berge zum Skifahren oder Klettern und viele interessante Städte. Natürlich solltest du Paris und Versailles gesehen haben, aber die sind im Sommer vollkommen von Touristen überlaufen. Wer mehr auf Party steht, sollte nach Cap d’Agde fahren, das ist sozusagen unser kleines Ibiza am Mittelmeer. Beim Essen heißt es zwar immer, dass wir Froschschenkel und Schnecken essen, aber ich empfehle natürlich die Spezialität meiner Heimatstadt: Cassoulet, ein Eintopf mit Bohnen und Fleisch.


Schweden ist das beste Reiseland in Europa, weil es bei

ist denn nun am die es wissen müssen: aubsländer.

NBACH

uns hübsche Menschen, tolle Mode und großartiges Design gibt. Am besten erkundest du das Land mit dem Zug. Ich liebe es, an der Westküste von Malmö nach Norden zu fahren, du bist so nah am Strand. Auch wenn du nach Stockholm fährst, sorg dafür, dass du zehn Minuten vor dem Bahnhof deine Sachen gepackt hast und dann aus dem Fenster schauen kannst. Wenn du aus den Tunnels kurz nach der Sodra-Haltestelle hinausfährst, taucht links und rechts die ganze Stadt vor dir auf. Probier unbedingt Kartoffelbrei mit Hotdog, manche essen den bei uns sogar mit Shrimp-Salat. Kaijsa Cornelia (24), Stockholm, Schweden

Natürlich ist die Türkei das tollste Reiseland überhaupt. Die Türken genießen ihr Leben in vollen Zügen, das liegt in der Luft, das liegt im Essen, überall. Wenn man einmal einen guten Kebab gegessen hat, weiß man doch, warum das so ist. Ich finde, selbst die Tomaten schmecken bei uns besser, weil vieles noch naturbelassener ist. Für junge Leute ist in Istanbul auf jeden Fall der Stadtteil Cihangir interessant. Da leben fast nur Künstler, viele Musiker, die ganze hippe Szene der Türkei trifft sich dort.

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Funda Doghan (24) Tokat, Türkei


14 zukunft YAEZ stellt die beliebtesten Möglichkeiten für einen Auslandsaufenthalt vor und sagt, worauf du achten solltest.

Auslandsschuljahr Für dieses Abenteuer solltest du möglichst nicht anfällig für Heimweh sein. Denn wie der Name schon sagt, bist du in der Regel ein ganzes Jahr an deiner Gastschule und lebst dort bei einer Familie. Die meisten Schüler entscheiden sich für ein Auslandsjahr in Frankreich und Osteuropa oder für ein Highschool-Jahr in den USA oder Neuseeland, deutsche Schulen unterstützen die Aufenthalte in der Regel. www.schueleraustausch-international.de, www.newzealandeducated.com, www.auslandszeit.de

Auslandspraktikum Für alle, die eine neue Sprache lernen und gleichzeitig ihre sozialen Fähigkeiten ausbauen wollen, sind Auslandspraktika ideal. Im Internet findest du viele Vermittlungsagenturen gerade für Praktika im Ausland, von denen aber einige hohe Gebühren verlangen. Vergleichen lohnt sich auf jeden Fall. www.praktikum.info, www.praktikum-im-ausland.de, www.im-ausland-arbeiten.de

Auslandspraktikum Für alle, die eine neue Sprache lernen und gleichzeitig ihre sozialen Fähigkeiten ausbauen wollen, sind Auslandspraktika ideal. Im Internet findest du viele Vermittlungsagenturen gerade für Praktika im Ausland, von denen aber einige hohe Gebühren verlangen. Vergleichen lohnt sich auf jeden Fall. www.praktikum.info, www.praktikum-im-ausland.de

Ab ins Ausland

Au-pair Du bist kostenlos in einer Familie untergebracht, und im Gegenzug hütest du Kinder und verrichtest leichtere Tätigkeiten im Haushalt. Dazu gibt’s ein kleines Taschengeld und nebenbei bleibt oft Zeit, einen Sprachkurs zu besuchen. Logischerweise ist ein Au-pair-Aufenthalt nur geeignet, wenn du Kinder magst und dir vorstellen kannst, in einer fremden Familie zu leben. www.aupair.com. www.aupairzentrale.de, www.first-aupair.de

Work & Travel Das ist eine beliebte Form des Auslandaufenthalts, weil du mit Gelegenheitsjobs wie Obstpflücken oder Kellnern die Reisekasse aufbessern kannst. Die beliebtesten Reiseziele sind Australien, Neuseeland und die USA. Vergleiche auf jeden Fall die verschiedenen Agenturen, denn es gibt erhebliche Preisunterschiede. www.aifs.de, www.auslandsjob.de, www.travelworks.de

Doch wie wurde unser Leben so mobil, wie es heute ist? Welche Entwicklungen und Erfindungen waren dafür nötig, und wie wirkt sich all das eigentlich auf uns aus? Diesen Fragen will die ARD-Themenwoche in Radio, Fernsehen und zahlreichen lokalen Aktionen auf den Grund gehen. Vom 22. bis zum 29. Mai sind im ARD-Programm Dokumentationen, Shows und auch Spielfilme zum Thema geplant. Auch dieses Jahr wieder ist YAEZ als Kooperationspartner bei der Themenwoche dabei – mit dieser Themenseite im Heft, einem umfangreichen OnlineSpecial und der Schülerveranstaltung in Stuttgart. themenwoche.ard.de, www.yaez.de/ausland

TEXTE: JOHANNA BLEES, INEKE HAUG FOTO: JAN KOPETZKY

und vor Ort auch gleich anzuwenden. Besonders beliebte Ziele sind Frankreich, Spanien, Malta und Großbritannien, weil sich dort auch die Kosten in Grenzen halten. Damit es einen Lerneffekt gibt, solltest du mindestens 15 Unterrichtsstunden pro Woche einplanen. www.fdsv.de, www.languagecourse.net, www.auslandsjahr.org

Deine Fragen an Susanne Holst Patin der ARD-Themenwoche ist die bekannte Moderatorin und Buchautorin Susanne Holst, die selbst jahrelang gleichzeitig in Hamburg, Heidelberg und auf Hawaii lebte und jeden Morgen über Skype mit ihrem Mann frühstückt. Ab sofort könnt ihr in der Fragestunde auf YAEZ.de eure Fragen zur Themenwoche an sie loswerden. www.yaez.de/fragestunde

Als Schüler ins Ausland – ist das was für mich?

Jetzt für das YAEZ-Even t anmelden !

Wenn du mehr über die Möglichkeiten, als Schüler ins Ausland zu gehen, wissen willst, dann melde dich auf YAEZ.de an und komm am 27. Mai nach Stuttgart. Dort kannst du bei einer Diskussionsrunde mit Auslandsexperten ins Gespräch kommen und viele verschiedene Organisationen kennenlernen, die Auslandsaufenthalte anbieten. Ihr könnt euch auf der Infomeile auch direkt bei den Anbietern informieren. Wann: 27. Mai 2011, 10 bis 14 Uhr | Wo: SWR Funkhaus Stuttgart, Studiosaal | Anmeldung: www.yaez.de/ausland

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Von unterwegs der Freundin im Auslandsjahr noch schnell per Facebook alles Gute zum Geburtstag wünschen, dann Mama oder Papa nach der Geschäftsreise vom Flughafen abholen und abends gemeinsam den nächsten Urlaub planen – Situationen, die viele kennen und die zeigen, wie alltäglich Mobilität und globale Vernetzung für uns sind.

Sprachreise Diese Variante ist perfekt, um eine Sprache zu lernen

Kleines Foto: SWR/André Poling

ARD-Themenwoche: »Der mobile Mensch«

Workcamps Für alle, die nicht so lange weg wollen. Ähnlich wie beim Freiwilligendienst arbeitest du an gemeinnützigen Projekten mit, jedoch dauern die meisten Workcamps nur zwischen zwei und vier Wochen, einige aber auch mehrere Monate. Du mit anderen Freiwilligen aus aller Welt zusammen. workcamps.kolping.de, www.ibg-workcamps.org


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Kontakte knüpfen statt Kaffee kochen In den Sommerferien oder nach dem Abi ist ein Praktikum die beste Möglichkeit, das Berufsleben kennenzulernen. Hier sagen Experten, wie dein Einsatz ein voller Erfolg wird. PROTOKOLLE: INEKE HAUG ILLUSTRATION: JULIA HUMPFER dann auch der Praktikumsvertrag, wenn man beispielsweise für Aufgaben eingesetzt wird, die dort nicht vermerkt sind oder die abgesteckten Lernziele nicht angegangen werden. Ändert sich danach nichts, sollte man das Praktikum abbrechen.

Wie finde ich den richtigen Praktikumsplatz? Zunächst musst du dir darüber im Klaren sein, was du von dem Praktikum erwartest: Willst du in eine Branche reinschnuppern, erste Erfahrungen in einem neuen Berufsfeld sammeln, oder willst du Erfahrungen, die du bereits hast, ausbauen? Als nächsten Schritt solltest du dir überlegen, was du im Praktikum genau lernen möchtest. Sind die Ziele abgesteckt, kannst du dich auf die Suche machen. Susanne Schneider Woran erkenne ich ein faires Praktikum? Zum Beispiel an der Dauer des Praktikums: Ein langes Praktikum ist für den Arbeitgeber besonders sinnvoll, da nach der Einarbeitungszeit der Praktikant mit voller Arbeitskraft zur Verfügung steht. Der Erkenntnisgewinn nimmt für den Praktikanten mit der Dauer des Praktikums hingegen ab. Praktika über drei Monate bringen dem Unternehmen billige Arbeitskräfte, für den Praktikanten sind sie ab dem Punkt, wo nichts mehr gelernt wird, reinste Zeitverschwendung. Jessica Heyser

Susanne Schneider

Was sollte in einem Praktikumszeugnis auf jeden Fall stehen? Du hast das Recht auf ein qualifiziertes Zeugnis, in dem deine Leistung und Führung während des Praktikums bewertet werden. Das Zeugnis sollte zeitnah zum Praktikum ausgestellt und am besten vom Vorgesetzten unterschrieben werden. Es sollte die Lern- und Tätigkeitsschwerpunkte während des Praktikums aufführen und eine mindestens wohlwollende Bewertung des Praktikanten enthalten. Jessica Heyser

Soll ich auf einen Praktikumsvertrag bestehen? Auf jeden Fall, denn im Vertrag ist genau abgesteckt, welche Lernziele erreicht werden sollen bzw. für welche Aufgabengebiete man eingesetzt wird. Im Streitfall kann man sich dann auf den Vertrag berufen. Susanne Schneider

Muss ich als Praktikant Aufgaben wie Auf Seiten wie ww Geschirr spülen und -work.de und e ht ric www.students-at be Kaffee kochen übergs hrun de kannst du Erfa www.prakti-test. nehmen? ! aktikanten lesen von ehemaligen Pr Nein. Natürlich sind das Dinge, die jeder Mitarbeiter mal übernimmt, auch im richtigen Job, Bezahlung: »Leider keine« steht bei den meisten und man sollte sich als Praktikant dem nicht verPraktikaangeboten unter dem Punkt Bezahlung. weigern. Aber es soll nicht zur Hauptbeschäftigung Ein fairer Arbeitgeber zahlt aber mindestens 300 werden. Schließlich sind das nicht die Tätigkeiten, Euro pro Monat, für Absolventen mindestens das die man erlernen wollte, und in einem fairen PrakDoppelte. Je länger das Praktikum dauern soll, tikum steht immer der Lerneffekt im Vordergrund. desto höher sollte das Praktikantengehalt sein. Da Susanne Schneider man als Praktikant keine Zeit hat, nebenbei noch zu jobben, ist das Geld nicht nur eine Anerkennung der Arbeitsleistung, sondern auch wichtig für den Jessica Heyser ist Politische Lebensunterhalt. Jessica Heyser Referentin des DGB für Jugend und Jugendpolitik Was tun, wenn ich das Gefühl

Habe ich ein Recht auf Gehalt oder muss ich mich mit einem unbezahlten Praktikum abspeisen lassen?

habe, ich werde ausgenutzt? Zunächst das Gespräch mit dem Mentor oder mit dem direkten Vorgesetzten suchen und die Kritik auf einer sachlichen Ebene loswerden. Dabei hilft

Was mache ich, wenn sich niemand für mich verantwortlich fühlt? Dann ist das kein Praktikum! Es muss immer einen Mentor geben, der den Praktikanten anleitet, Feedback gibt und helfend zur Seite steht. Ist das nicht der Fall, ist es kein faires Praktikum, und man sollte es abbrechen. Susanne Schneider

: YAEZ-Extratipp w.fairwork.de,

Susanne Schneider leitet die Interessenvertretung fairwork e.V.

13./14. MAI 2011 t trit! n i E rei f

MESSE STUTTGART, Halle 8, 9 -16 Uhr Direkter Kontakt zu rund 150 regionalen und überregionalen Ausstellern: Unternehmen, Hochschulen, weiterführende Schulen, Berufskammern Über 200 Berufsausbildungen und 400 klassische und duale Studiengänge

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Virtuelle Reise in die Zukunft Spannende Berufe im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Das DLR ist mit rund 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine der größten Forschungseinrichtungen Europas. So etwas wie eine moderne Denkfabrik. Und gedacht wird dabei vor allem an eines: an die Zukunft. Hier geht es darum, mit neuer Technik und wissenschaftlichen Erkenntnissen die großen Fragen unserer Zeit zu beantworten. Was das heißt? Nun, unternehmen wir doch mal in Gedanken eine kurze „virtuelle Reise“ durch einige der 13 Standorte des DLR.

Kollege Roboter Wir starten in Oberpfaffenhofen bei München. In einem Labor bewegt sich ein Roboter auf Zuruf der Mitarbeiter, die ihn konstruiert haben. Er soll Astronauten bei gefährlichen Arbeiten im Weltraum unterstützen. Seine Augen: eine Stereokamera. Sie überträgt, was der Roboter „sieht“. Auch der Rest hat fast menschliche Züge: Arme, Hände und Finger mit Tast-Sensoren und vieles mehr. Solche Hochleistungs-Roboter können natürlich auch auf der Erde von Nutzen sein: von der Industrie bis hin zum Entschärfen von Bomben. Nicht weit vom Robotik-Zentrum stehen in einem großen Hangar mehrere DLR-Forschungsflugzeuge. Mit besonderen Instrumenten ausgerüstet untersuchen sie die Atmosphäre. Noch ein „Stockwerk“ höher kreisen Satelliten um die Erde. Ihre Daten, die wichtige Hinweise auf den „Gesundheitszustand“ unseres Planeten geben, werden ebenfalls in Oberpfaffenhofen ausgewertet.

Die stärksten Motoren der Welt Doch wer in den Weltraum will, muss logischerweise erst mal dort hin kommen. Dazu braucht man Raketen wie die europäische Ariane 5. Im DLR Lampoldshausen werden ihre Antriebe getestet: mit vielen Millionen PS die stärksten „Motoren“ der Welt! Um Motoren – jetzt aber ganz „irdisch“ – geht es auch im DLR in Stuttgart. Und zwar um neue Antriebe fürs Auto von morgen. Etwa mittels Brennstoffzellen. Völlig umweltfreundlich: Nicht einmal einen Auspuff haben die Zukunfts-Autos, die außerdem dank moderner Werkstoffe

in Leichtbauweise gefertigt werden können und deshalb weniger Energie benötigen. Apropos Energie: Auch die Solarenergie ist hier ein wichtiges Forschungsgebiet. Die Stuttgarter Experten sind zudem an der größten Solar-Testanlage Europas in Spanien beteiligt. Auch im DLR in Köln steht ein großer Sonnenofen. Dabei wird die Sonne aber nicht zur Stromerzeugung genutzt. Vielmehr bündelt man hier ihre Kraft, um mit hohen Temperaturen Materialien zu bearbeiten. Und auch um Wasser „solarchemisch“ zu reinigen. Schon beachtlich, was Ingenieure aus der Sonne so alles herausholen! Daneben kümmern sich mehrere Kölner DLR-Institute um das Flugzeug von morgen: neue Werkstoffe, leise und sprit-sparende Triebwerke – daran wird hier geforscht.

Testflug vor dem Start? Die Luftfahrt ist auch in Göttingen und Braunschweig ein zentrales Thema. Das Flugzeug der nächsten Generation startet da schon zum Testflug, bevor es überhaupt gebaut wird. Wie das geht? In der virtuellen Welt der Hochleistungsrechner. Da kann man schon vorab die Flugeigenschaften eines geplanten Flugzeugtyps simulieren und die Entwürfe verbessern. Dann werden Modelle im Windkanal getestet – und erst danach die neuen Flugzeuge wirklich gebaut. In Braunschweig – und auch in Berlin – geht es aber nicht nur hoch hinaus in die Luft. Auch hier ist der Verkehr am Boden ein wichtiges Zukunftsthema. Das Stichwort heißt Mobilität. Und die große Frage: Wie kann man vermeiden, dass es bei immer mehr Fahrzeugen nicht permanent zu Staus kommt? Außerdem sollen unsere Autos noch sicherer werden – etwa durch Assistenzsysteme, die den Fahrer unterstützen. Da können künftig Autos sogar miteinander „sprechen“: Wenn dann Autos etwa hinter einer Kurve im Stau stehen, senden sie an nachfolgende Fahrzeuge automatisch Signale aus – und deren Fahrer werden so rechtzeitig vor Unfallgefahren gewarnt. An solchen und vielen anderen spannenden Themen arbeiten die Ingenieure im DLR – und übrigens auch viele Expertinnen und Experten aus ganz anderen Berufen: Physiker, Mathematiker, IT-Fachleute, aber auch Mediziner, Biologen oder Geowissenschaftler.

Das Beste zum Schluss! Und nun das Beste zum Schluss: Du kannst vielleicht sogar selbst daran mitwirken! Das DLR sucht immer wieder Nachwuchskräfte. Also: Wenn du neugierig geworden bist, schau dich näher im DLR um: In unserem Jugendportal – genannt DLR_next – findest du unter www.DLR.de/next weitere Infos zu faszinierenden Berufen und auch zu den entsprechenden Ausbildungswegen. V1-16

Hast du schon mal darüber nachgedacht, wer sich um eine möglichst umweltfreundliche und sichere Energieversorgung kümmert? Wie wir also in Zukunft zum Beispiel die Kraft der Sonne noch besser nutzen können? Und wer entwickelt besonders leise Flugzeuge? Oder neue Antriebe fürs Auto, die ganz ohne schädliche Abgase funktionieren? Und wer baut Roboter und High-Tech-Kameras, die andere Planeten untersuchen – etwa um die spannende Frage zu klären, ob es auch dort einmal Leben gab oder vielleicht sogar noch gibt? Das alles sind nur einige Beispiele aus dem Arbeitsalltag der Ingenieure – und natürlich auch Ingenieurinnen – im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, kurz DLR.


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Studiengänge im PraxisCheck: Mechatronik Wer sich für ein Studium entscheidet, der weiß oft nicht so richtig, was ihn damit später im Berufsleben erwartet. Deshalb nimmt YAEZ in jeder Ausgabe ein Berufsfeld unter die Lupe. PROTOKOLLE: KATA KOTTRA

Man sollte sich nicht von einem Mechatronik-Studium abschrecken lassen, bloß weil man Physik schon vor dem Abitur abgewählt hat. Die Begeisterung für das Fach ist wichtiger als die Frage, in welchem Schulfach man gut war. Mechatronik ist ein relativ junges Fach, das sich aus Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik zusammensetzt. In Dresden liegt der Schwerpunkt auf Elektrotechnik, aber das ist an jeder Uni anders. In den ersten beiden Jahren des Studiums haben wir viel Theorie gemacht, Mathe, Elektrotechnik und technische Mechanik. Das lief ein bisschen nach dem Prinzip »Friss oder stirb«. Ich habe die Erklärungen vermisst, wofür das alles gut sein soll. Mindestens die Hälfte der Studenten bricht während des Grundstudiums ab. Später habe ich dann aber gemerkt, wofür man die Theorie braucht: Momentan schreibe ich meine Diplomarbeit über mathematische Modelle für die Quellung von Holz. Die Ergebnisse kann man dann beispielsweise benutzen, um Laminate stabiler und haltbarer zu machen. Aber das ist eine eher untypische Abschlussarbeit für einen Mechatroniker. Zum Studium gehören auch Praktika: Ich habe sie beispielsweise bei einem Tischler, in einer Metall- und in einer Motorradwerkstatt absolviert. Dabei geht es darum, dass wir auch handwerkliche Fähigkeiten erwerben. Beim Tischler haben wir eine Spielecke für einen Kindergarten gebaut, das war toll! Aber es geht auch darum, dass wir als zukünftige Diplomingenieure lernen, welche theoretischen Konstruktionen überhaupt in der Praxis umsetzbar sind. Man hat an den Zeichnungen gleich gesehen, wer noch nie in einer Werkstatt gearbeitet hat: Die Leute haben Bauteile entworfen, die man nie hätte herstellen können. • Raimund Sprick (35) studierte Mechatronik an der Fachhochschule Bochum. Heute arbeitet er bei dSPACE als Teamleiter in der Softwareentwicklung.

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Gleich nachdem ich mein Studium 2002 beendet hatte, habe ich angefangen, bei dSPACE zu arbeiten. Unser Unternehmen stellt beispielsweise Anwendungen her, mit denen Autofirmen ihre Steuergeräte entwickeln und testen. In modernen Autos findet man bis zu 70 solcher Steuergeräte: Sie sind wie kleine Computer und steuern die Zündung des Motors, das Antischleudersystem ESP oder die Türschlösser. In den ersten fünf Jahren bei dSPACE habe ich als Ingenieur Systeme entwickelt, mit denen man solche Steuergeräte testen und verbessern kann. Ich bin viel herumgereist, um bei unseren Kunden aus der Automobilbranche die Systeme anzupassen – in Deutschland und auch in Japan. Inzwischen arbeite ich als Teamleiter in der Software-Entwicklung. Bei der Firma arbeiten viele Mechatroniker. Unser Vorteil ist: Wir sind Generalisten. Auch wenn ich momentan in der Software-Entwicklung arbeite, weiß ich noch sehr genau, wie Mechanik und Elektronik im Auto funktionieren. Das hilft, um größere Zusammenhänge zu verstehen. Weil wir im Studium sowohl Maschinenbau als auch Elektrotechnik und Informatik gemacht haben, fehlte zwar manchmal die Tiefe. Aber im Job muss man sich sowieso ständig in neue Themen einarbeiten. Wie man im Team zusammenarbeitet oder Projekte leitet, wurde uns an der Uni nicht beigebracht. Dabei gibt es kaum noch Ingenieure, die allein vor sich hinbrüten. Bei uns werden die meisten Projekte von Teams betreut. Ich denke, dass Mechatronik auf jeden Fall ein Studium mit Zukunft ist. In den Autos wird immer mehr Elektronik verbaut – zum Beispiel, um die Antriebe sparsamer oder die Fahrzeuge sicherer zu machen. Das ist ein riesiger Wachstumsmarkt. •

Fotos: Privat

Uwe Jaschke (25) schreibt gerade seine Diplomarbeit in Mechatronik an der Universität Dresden.

Rhetoriktrainer Nicolas Matt gibt Tipps, wie du dein Bewerbungsgespräch meisterst.

»Wer sich wohl fühlt, kriegt den Job« Egal ob für das Praktikum oder den Ausbildungsplatz: Wer eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommt, ist der Traumstelle schon einen Schritt näher. Rhetoriktrainer Nicolas Matt verrät, wie du beim Jobinterview punktest. INTERVIEW: INEKE HAUG Wie bereitet man sich am besten mental auf ein Bewerbungsgespräch vor? Wichtig ist, eine positive Ausstrahlung zu haben. Rationale Entscheidungen gibt es nicht. Es entscheiden immer die Gefühle, wirklich immer! Der folgende Trick ist so einfach wie effizient: Denk vor dem Gespräch an deinen Freund oder deine Freundin, an den letzten Sommerurlaub oder sonst eine schöne Erinnerung. Das verleiht dir ein natürliches Lächeln. Und wie ein altes chinesisches Sprichwort bereits sagt: »Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln.« Wie kann man mit seinem Äußeren punkten? Wichtig ist, dass man sich in seinen Kleidern wohlfühlt. Du musst glaubwürdig sein und auch so auftreten. Das erreichst du aber nicht, wenn du dich unwohl fühlst. Nur übertreiben sollte man es nicht, denn zu viel Farbe erschlägt – genauso wie zu viel Schmuck oder ein zu starkes Parfum. Versuche auf keinen Fall, deinen potenziellen Chef in Sachen Kleidungsstil zu überbieten. Der Schuss geht in den meisten Fällen nach hinten los. Wie verbirgt man durch Körpersprache seine Nervosität? »Wie du gehst, so geht es dir – wie du stehst, so steht es um dich!« Dieses Sprichwort beschreibt treffend, wie wichtig eine aufrechte und selbstbewusste Körperhaltung ist. Denn diese wirkt sich sofort auf das Gemüt aus. In den USA gibt es eine Klinik für depressive Menschen, wo die Patienten als erste Maßnahme eine Halskrause bekommen, die sie einige Wochen tragen müssen, um nicht mehr »den Kopf hängen zu lassen«. So einfach funktionieren wir.

Nicolas Matt wurde 1990 in Heilbronn geboren und machte 2009 sein Abi am Schelztor-Gymnasium Esslingen. Derzeit studiert er Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste in Berlin und arbeitet nebenbei als Rhetoriktrainer. Er ist Mitbegründer von »Social Skills Development – die junge Rhetorikakademie«. www.social-skills-development.de

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THEMA: MODE

Irgendwas mit Mode Interviews: Viele Menschen träumen davon, im Modebereich zu arbeiten. Berthold aus Kirchheim und Jutta aus Neuhausen haben es geschafft.

Guten Abend Berthold. Wie war dein Tag? Hallo liebe Linda. Mein Tag war gut. Ich bin gemütlich aufgestanden und habe mich zum Frühstück mit einer Freundin in einem Pariser Café getroffen. Gegen 12 Uhr hatte ich mein erstes Casting für ein großes Kampagnenshooting, danach noch ein GoSee bei einem Fotografen und einen weiteren Termin bei einer PR-Agentur. Klingt aufregend. Du schreibst mir also aus Paris – bist du geschäftlich viel auf Reisen? Immer. Ich pendle ständig zwischen Paris, Mailand, London und New York. Das sind die vier Hauptmärkte. Daneben gibt es noch »kleinere Märkte« wie Portugal, Spanien, Österreich und auch Deutschland. Bist du international bekannt? Wie hast du das geschafft? In der Fashionszene habe ich mir einen Namen gemacht und man kennt mein Gesicht. Das liegt vor allem daran, dass mein Look unverwechselbar ist. Niemand sieht so aus wie ich.

Wie bist du denn entdeckt worden? Ich hab zunächst ein Jahr Schauspiel in Wien studiert. Dann wurde ich nach New York zur Fashion Week eingeladen. Nachdem ich dort ein paar wichtige Casting-Direktoren von mir überzeugen konnte, habe ich einen Modelvertrag über drei Jahre unterschrieben. Grundsätzlich funktioniert das Business so: Man geht zum Casting und dann entscheiden sie, ob sie dich gut finden oder nicht. Es gibt mehrere Leute, die da was zu sagen haben: Modelagentur, Casting Director, Stylist. Das letzte Wort hat meistens der Designer. Wenn alle von dir überzeugt sind, bekommst du den Job. Sind männliche Models nicht so etwas wie die Stiefkinder des Model-Business, oder siehst du darin einen aufstrebenden Markt? Du hast schon recht. In diesem Business haben Frauen die Oberhand und Männer spielen nur die

Von welchem Teil kannst du dich einfach nicht trennen? (1) Michaela (42)

»Die Jacke kommt aus Pushkar in Indien. Es ist ein Hochzeitsgewand für Männer, zumindest wenn ich das richtig verstanden habe. Das Teil war unverschämt teuer, deshalb wollte ich mir ein paar Tage Zeit lassen, um den Preis runterzuhandeln. Mein Reisegefährte wollte mir etwas schenken. »Such dir was raus«, hat er gesagt, und ich habe gesagt: »Das Einzige, was ich will, ist das.« Am selben Abend lag die Jacke auf meinem Bett.

yaez

zweite Geige. Das hat vor allem damit zu tun, dass sich Frauen mehr für Mode interessieren als Männer. Aber ich glaube, dass wir in einer Zeit leben, in der Modebewusstsein auch bei Männern immer wichtiger wird. Kommst du noch ab und zu in deine Heimatstadt Kirchheim? An Weihnachten bin ich meistens zu Hause. Ansonsten schaue ich ab und zu auf einen Überraschungsbesuch vorbei, um meine Familie und Freunde von früher zu sehen. Wünschst du dir manchmal ein ganz normales Leben? Ich stelle es mir sehr schwierig vor, so viel unterwegs zu sein. Nein, ein Bürojob mit Acht-Stunden-Tag wäre mir viel zu langweilig. Ich bin ein Abenteurer und brauche diesen ständigen Wechsel, immer etwas Neues. Manchmal ist es schon sehr kräftezehrend, aber von nichts kommt nichts, und im Endeffekt bekommt man es doppelt und dreifach zurück.

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Berthold Rothas (23) aus Kirchheim reist als Fashion-Model um die Welt. Linda Heimisch hat mit ihm gechattet.

Wie bist du Model geworden? War das immer schon dein Wunsch? Nein. Als ich noch in der Schule war, habe ich immer gedacht, ich werde mal Manager von einem großen Unternehmen und verdiene richtig viel Kohle. Jetzt habe ich einen Weg gefunden, Geld zu machen ohne den ganzen Uni-Stress und allzu viel Verantwortung. Mein Job ist zwar auch anstrengend, wenn man an das viele Reisen denkt. Und man trägt ein hohes Risiko, denn man weiß vorher nie, ob es auch wirklich klappt. Aber mein Job macht mir so richtig Spaß und ich denke, das spiegelt sich in meiner Arbeit wider. Ich gehe jeden morgen mit einem Lächeln aus der Tür. Das ist, glaube ich, ein ganz wichtiger Baustein, der meinen Erfolg ausmacht.


THEMA: MODE

sind wir damit beschäftigt, Kunden einzuladen und die neuen Kollektionen für die Verkaufstage vorzubereiten. Dann kommt der Verkauf im Showroom, auf Messen und in den Showrooms unserer Designer (meist in Paris). Anschließend wird die Presse eingeladen, um die neuen Kreationen zu begutachten. Dann kümmern wir uns darum, dass die Ware gut und pünktlich geliefert wird. Später statten wir unseren Kunden auch mal einen Besuch ab.

Jutta Kurz (37) aus Neuhausen besitzt einen Fashion- Showroom in New York. Vanessa Frenz hat mit ihr gesprochen. Du besitzt einen Fashion-Showroom. Was genau ist das eigentlich? Ein Showroom vertritt Marken in einem bestimmten Gebiet. Wir arbeiten hauptsächlich mit französischen und italienischen Marken, haben aber auch Marken aus Australien, Japan, den USA und Thailand. Wie bist du zu diesem Job gekommen? Nachdem ich »Fashion Merchandising Management« in Chicago studiert hatte, habe ich beim Nobelladen »Ultimo« angefangen. Drei Jahre später war ich in New York bei Chloé und habe die Marke in den USA vertreten. Man kann aber auf vielen Wegen in die Modebranche einsteigen. Das Wichtigste ist, dass man von Mode begeistert ist, bereit ist, hart für seine Ziele zu arbeiten und sehr detailliert und korrekt arbeitet. Da die Modebranche sehr international ist, ist auch fließendes Englisch wichtig. Am besten sammelt man über Praktika erste Erfahrungen. Wie sieht dein typischer Arbeitstag aus? Das kommt auf den Tag an. Vor der Modewoche

Wie sind die Menschen im Modebusiness? Sehr unterschiedlich. Die Mode zieht oft sehr künstlerische Menschen an, aber auch Menschen, die vielleicht ein bisschen verrückt oder egozentrisch sind. Natürlich sind nicht alle so. Vor allem die Geschäftsleute der Modewelt müssen sehr professionell sein, um überleben zu können. Es ist kein leichtes Business. Hast du schon mit Stars oder bekannten Designern gearbeitet? In der Modebranche hat man immer wieder mit Prominenten zu tun. Sei es bei Modeschauen, über Stylisten, die Klamotten für eine Party oder ein Fotoshooting für ihren Star aussuchen, oder wenn die Stars mit den Designern befreundet sind. Man merkt aber, dass sie auch ganz normale Menschen und meist sehr nett sind. Wieso New York? New York ist DIE Stadt für Mode in den USA. Auch weltweit ist es, nach Paris und Mailand, worüber man sich streiten kann, die Mode-Metropole.

Von welchem Teil kannst du dich einfach nicht trennen? (2) Yasmin (16)

»Als ich sieben Jahre alt war, habe ich diesen Schäfchenpullover von meiner damaligen besten Freundin geschenkt bekommen. Früher war er mein Lieblingspullover. Er ist mir sehr wichtig und weckt Erinnerungen an früher. Deshalb schmeiße ich ihn nicht einfach weg, sondern schenke ihn meiner kleinen Cousine, sobald er ihr passt.«

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Texte und Fotos: Steffi Rosentreter und Vanessa Frenz

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Ist es schwierig, sich in einer solchen Metropole gegen die Konkurrenz zu behaupten? New York zieht sehr viele Menschen mit all ihren Träumen an. Aber nur wenige schaffen es. Das ist ein ständiger Kampf. Man wird hier zu einem echten Überlebenskünstler. Ich könnte sicher eine leichtere, ruhigere Arbeit finden, aber es ist eben auch eine sehr aufregende Branche. Man reist viel und lernt tolle Menschen kennen.


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THEMA: MODE

Sogar die Jacken waren haarig Bericht: Mode war schon immer mehr als ein paar Fetzen Stoff im Kleiderschrank. Schaut man zurück in die Vergangenheit, so kann man in der Kleidung einer Generation so einiges vom Leben und den Gefühlen in ihrer Zeit erkennen. Vanessa Frenz hat mit Kirchheimern aus verschiedenen Generationen gesprochen. ein schlichter Rock – ganz brav. »Es gab kaum ‚Schnickschnack’ wie Aufdrucke oder Pailletten«, erinnert sich Agnes-Maria. »Love, Peace & FlowerPower« setzte um 1970 der Spießigkeit ein Ende. Die Hippies kamen mit Farben, Mustern, Haarbändern, Jesus-Schuhen und Jute-Taschen. Man machte sich frei – in jeder Hinsicht. Es gab große Studentenrevolten. Joachim (58) erinnert sich: »Damals waren die Leute wie Beamte: Stur, strikt, streng nach Vorschrift. Homosexualität war strafbar. Wer nicht verheiratet war, durfte kein Hotelzimmer mieten. All das haben wir aufgebrochen.« Das neue Freiheitsgefühl zeigte sich auch in der Mode: Schlaghosen und Schlabberröcke brachten Beinfreiheit. Flügelärmel gestatteten einen luftigen Zug um die Ellenbogen. Und die Abschaffung der BHs und die Erfindung der Anti-Baby-Pille machte auch andere Dinge frei. »Späthippie« Susanne (50) aus Ötlingen lebte damals ganz nach dem Motto »Liebe ist, wenn man seine Lieblingsjeans immer und immer wieder

flickt«. Palitücher wurden zu Röcken, Taschentücher zu Tops umfunktioniert. Susanne häkelte rückenfreie Tops, bestickte Schlagjeans mit Blümchenmustern und strickte Elch-Pullis: »Man hat überall gestrickt: An der Bushaltestelle, in der Schule, auf Partys…«

Zeichnungen: Vanessa Frenz

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An ihre Jugend in den 1960erund 70er-Jahren erinnert sich Agnes-Maria (56) aus Kirchheim noch genau. »Wir haben uns die Haare perfekt glatt gebügelt, so wie Doris Day mit toupiertem Pony und Welle unten. Hauptsache war, dass der Kopf möglichst groß aussieht.« Auch Plateauschuhe kamen in Mode. Knöchelbruch vorprogrammiert, sollte man meinen, aber Agnes-Maria meint gelassen: »Die sind gar nicht so unbequem«. Die Schuhe wurden höher, die restliche Beinkleidung kürzer. »Wegen meinen Hotpants hatte ich zu Hause großen Ärger und meine Röcke waren ziemlich kurz, da war der Gürtel manchmal fast breiter«, lacht Agnes-Maria, »Würde meine Tochter so rumlaufen, wäre es mir schon peinlich.« Zu dieser Zeit wurde auch der Schulmädchen-Look geboren: Weiße Bluse, Halstuch, Strickpulli und


THEMA: MODE

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che tragen die glatten Haare der 60er, andere die Haarbänder der 70er, die Jeans der 80er, die Leggings der 90er. Aber was macht uns und unseren Stil aus? Was werden wir in 30 Jahren über unsere Mode denken? Wird sie uns peinlich sein? Werden wir sie uns zurückwünschen? Und noch viel interessanter: Wie werden wir in im Jahre 2040 herumlaufen? •

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Sowohl Männer als auch Frauen liebten in dieser Zeit die »Mittelscheitel-Außenwelle« (ABBA), Stickereien und die Hotpant. An ein bezeichnendes Merkmal der Zeit erinnert sich Susanne lachend: »Haare, überall Haare!« Sogar Jacken waren haarig: Pullover aus Alpaka-Haar waren in. »Mann, haben die gejuckt!«, stöhnt Susanne. Die Mode der Hippies spiegelte aber vor allem ein Gefühl wider: das VW-Bus-Gefühl. Susanne drückt es so aus: »Wir haben im Auto hinten gepennt und sind einfach losgefahren«. Dann kam die Zeit, als der Vokuhila und so manch andere Modesünde begangen wurden. Nena war das große Vorbild. Man trug bedruckte Leggings und Segeltuchschuhe und ging zum »Schwofen« in die Disco. Die Jugendlichen waren von oben bis unten voll mit Lederbändeln, Schweißbändern, Freundschaftsbändern, Armringen und Buttons. Manuela (36) aus Ötlingen und Michaela (42) aus Nürtingen erinnern sich an die 1980er und 1990er: »Einmal haben wir Manuela Schnürsenkel in Lila und Pink in die roten Haare geflochten. Michaela bekam neongrüne und neongelbe als Stirnband umgebunden. Gefühlte 50 Stück hingen uns bis zur Schulter runter. Die Bänder hatten wir am Kirchentag in Stuttgart abgestaubt und es stand ganz fett »Aufbrechen mit Jesus« drauf.« Tiefe Ausschnitte wie heute waren nicht tragbar. Die Mode war eher verhüllt, aber »am Hintern richtig eng« betonen die beiden Zeitzeuginnen. Schulterpolster und Dauerwellen wie in »Dirty Dancing« waren zu dieser Zeit schwer angesagt. Manuela erinnert sich an ihr peinlichstes Teil: »Eine meergrüne Satinbluse mit Strasssteinen an den Brusttaschen. Ich habe sie geliebt!« Auch das starke Geschlecht blieb nicht verschont. Michaela hat den Unterschied zu heute lebhaft vor Augen: »Die Jungs besaßen kein Gel, keinen Kajal und keine Pickelcreme. Dafür aber plötzlich Ohrringe, Muskelshirts und einen Schnauzer.« Einige Parallelen zu den Hippies gab es auch. Michaela erinnert sich: »Alle konnten stricken. Man hat seinem Liebsten einen Schal gestrickt. Je länger der Schal, desto größer die Liebe.« Und auch eine andere Hippie-Sitte wurde fortgeführt: »Wir hatten eher keine BHs an«, meint sie. Und welchen Stil haben die Jugendlichen heute? Man-

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Das gibt’s zu gewinnen:

Wir schenken dir einen perfekten Sommer! YAEZ verlost zusammen mit DASDING Tickets für deine Lieblings-Festivals! Zu gewinnen gibt’s jeweils 2x2 Tickets.

Gewinne eine STABILO pointVisco Drum mit 10 Stiften!

Southside

Vielschreiber aufgepasst: Mit dem STABILO pointVisco zeigt sich der orange-weiße Klassiker von STABILO in neuem Gewand. Dank eines innovativen Gels gibt es kein Schmieren und Klecksen mehr, die rutschfeste Griffzone sorgt für perfekte Handhabung, und ein praktischer Clip macht ihn zu einem zuverlässigen Begleiter auch außerhalb des Klassenzimmers. YAEZ verlost 15-mal die STABILO pointVisco Drum mit jeweils 10 Stiften in allen erhältlichen Farben.

Hier ist für jeden was dabei, ob zum Beispiel Rock mit den Kaiser Chiefs und den Hives, Indie mit den Kooks und den Arctic Monkeys oder Electro mit Frittenbude und Digitalism. Neuhausen ob Eck, 17.–19.Juni

Rock am See

Nature One

Raven bis zum Gehtnichtmehr kannst du hier unter anderem mit Paul van Dyk, Sven Väth, Lexy & K-Paul und Moguai. Kastellaun im Hunsrück, 5.–7. August

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Baseballkappe noch mal zurechtgerückt und die Baggy runtergezogen, denn beim Splash! werden euch zum Beispiel Cypress Hill und Black Star stilsicher einheizen. Ferropolis in der Nähe von Leipzig, 8.–10. Juli (Ab 18!)

Openair Frauenfeld

Echte Fans fahren auch mal bis ins Ausland, um ihre Idole zu sehen, in diesem Fall in die Schweiz. Und vor allem für die HipHop-Fans unter euch lohnt sich die Reise, denn mit Snoop Dogg, Lil Wayne und dem Wu Tang Clan haben sich echte Größen des Genres angekündigt. Frauenfeld in der Schweiz, 10.–13. Juli

SWR Sommerfestival

Mama und Papa kannst du nebenan bei der SWR4-Schlagerparty abgeben, du hingegen rockst lieber zu Jan Delay und Herbert Grönemeyer und lässt dich vielleicht noch hinterher von David Garrett in den Erschöpfungsschlaf geigen. Stuttgart, 10.–14. Juni

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Wegweiser durch den Uni-Dschungel

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as Uni-Einmaleins umfasst alles, was man als Studienanfänger an einer Universität wissen muss: Wie finde ich mich zurecht? Welche organisatorischen und fachlichen Hürden gibt es und wie kann ich sie überwinden? Welche Abschlüsse gibt es? Was bedeuten die unterschiedlichen Abschlüsse für meinen Studienverlauf und meine Chancen im Beruf? Anhand von fiktiven Figuren und Beispielen werden Überlegungen zur Studienwahl und die ersten Schritte an der Universität sowie ein Fachwechsel nachgespielt. Interviews mit Studenten, Professoren, Absolventen und Studienberatern runden den Blick hinter die Kulissen ab.

Lesetipp

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Gewinnspiel & Festivalkarten: 1. Kreuzworträtsel lösen 2. Lösungswort unten eintragen 3. Auf YAEZ.de teilnehmen 3. Webcode: @25391199

Am Gewinnspiel kannst du auf www.yaez.de teilnehmen! Webcode: »@25391199« Teilnahmeschluss: 13.06.2011. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Seeed haben ihr Kommen bereits fest angekündigt, die sechs anderen Bands lassen uns noch ein bisschen zappeln. Egal, eine Riesenparty wird es so oder so bei einem der größten eintägigen Festivals in Süddeutschland. Konstanz am Bodensee, 27. August


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TEXTE: JOHANNA BLEES

BL O G WATCH

Emma Tiger Schweiger, bekannt aus Filmen ihres Papas Til wie »Keinohrhasen« und »Kokowääh«, hat bereits den ersten Preis abgeräumt! Mit gerade mal acht Jahren stolzierte sie selbstbewusst über den roten Teppich und holte sich den »New Faces Award« ab. YAEZ meint: Schauspielern kann die Kleine. Wir warten jetzt gespannt auf ihren ersten Auftritt in einem Film, den nicht der Papa produziert.

BLOGS GIBT ES WIE SAND AM MEER. WIR ZEIGEN EUCH, WO ES SICH LOHNT, VORBEIZUSCHAUEN. Diesmal: anouk-onthebrink.blogspot.com Anouk ist gerade mal 15 und schon eine feste Größe in der Welt der Mode-Blogger. Entstanden ist die Idee für einen eigenen Blog während einer Reise nach New York mit ihrer Mutter, da las sie in einem Magazin einen Artikel über Modeblogs – damals war sie zwölf. Anouk schreibt über Mode und Trends und ihre schönen, poetischen Fotos regen zum Träumen an und machen Fernweh. Anouk selbst liebt die Bilder von Annie Leibovitz, weil sie sie bunt, märchenhaft und perfekt findet. BBQ_Imageanzeige NEU ES+EM_92x130_04-11_4C DRUCK_Stellenanzeige

IMPRESSUM YAEZ erscheint jeden Monat (außer Schulferien) und liegt kostenlos an 4781 weiterführenden Schulen in ganz Deutschland aus. YAEZ liegt dem Teckboten als Jugendbeilage bei.

Azubis gesucht!

ISSN: 1612-8257

Du suchst einen Ausbildungsplatz?

HERAUSGEBER:

Das Ausbildungsmanagement von BBQ Berufliche Bildung gGmbH akquiriert und vermittelt Ausbildungsplätze.

J. Burghardt, S. Keller, M. Hartung, U. Gottlieb (Teckbote)

REDAKTION & VERLAG: Yaez Verlag GmbH Arminstraße 15, 70178 Stuttgart Tel: 0711 137780-20 Fax: 0711 137780-22 redaktion@yaez.de, www.yaez-verlag.de

Lass Dir die Liste der aktuell freien Ausbildungsplätze zuschicken!

CHEFREDAKTEUR: Janos Burghardt (ViSdP)

– Kostenlos und unverbindlich –

LOKALREDAKTION TECKBOTE: Antje Dörr (yaez@teckbote.de)

Wir kommen auch gerne an die Schule und informieren zum Thema „Wie überzeuge ich einen Ausbildungsbetrieb?“

ART DIRECTOR: Simon Keller TEXTCHEFIN: Ineke Haug

Pietro und Sarah von DSDS sind jetzt ein Paar und haben das auch direkt mit einer Bravo-Fotostrecke und der Ankündigung eines gemeinsamen Duetts dokumentiert. »Sie ist das beste Mädchen, das ich je getroffen habe«, schwärmt der 18-Jährige von seiner neuen Freundin. YAEZ fragt sich: Ob die Liebe der beiden wohl länger hält als der Ruhm der von RTL produzierten »Superstars«?

Kontakt BBQ Berufliche Bildung gGmbH Region Nord: Sybille Streil, Telefon 0711 310574-29 sstreil@bbq-online.de Region Süd: Heidrun Walter, Telefon 07641 46887-12 hwalter@bbq-online.de

REDAKTION DIESER AUSGABE: Erik Brandt-Höge, Birk Grüling, Anne Ackermann, Johanna Blees, Jochen Blind, Jannis Funk, Michael Metzger, Christian Fahrenbach, Kata Kottra, Maria-Janine Steiner, Lektornet (Schlussredaktion) ILLUSTRATIONEN / GRAFIK: Julia Humpfer, Till Hafenbrak, Christoph Rauscher FOTOS: Jan Kopetzky (Titelfoto), Anne Ackermann, Presse/PR

Der schreckliche Unfall bei »Wetten dass...?« ist schon einige Monate her, aber Kandidat Samuel Koch (23) liegt immer noch im Krankenhaus. Zumindest konnte 19.04.11 10:01 Seite 1 er jetzt die Intensivstation verlassen und gibt sich zuversichtlich: »Ich weiß, dass ich hier raus gehen will.« YAEZ sagt: Toll, was Samuel für einen Kampfgeist hat, weiter so!

Gefördert durch:

HERSTELLUNG: Simon Keller ANZEIGENLEITUNG: (verantwortlich für den Anzeigenteil) Michael Hartung (0711 137780-16, mh@yaez-verlag.de)

www.bbq-zukunftskurs.de

ANZEIGEN LOKAL: Aline Kaul (07021 9750-47)

Sido und Bushido, die Streithähne des deutschen HipHops: Jahrelang haben sie sich gegenseitig gedisst und verspottet. Doch nach der öffentlichen Versöhnung über twitter soll Bushidos neues Album »Jenseits von Gut und Böse« sogar einen gemeinsamen Rap der beiden enthalten. YAEZ glaubt: Wahrscheinlich alles reine Strategie, um sich endlich wieder ins Gespräch zu bringen, ihre Hass-Raps will schließlich keiner mehr hören!

VERBREITETE AUFLAGE: 392.819 Exemplare (IVW Q1/2011) Die Auflage wird regelmäßig von der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) geprüft. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 13 vom 01.02.2011. ABO/VERTRIEB: Tel: 0711 137780-20, Fax: -22 E-Mail: vertrieb@yaez.de Der Bezug der Jugendzeitung ist kostenlos. DRUCK: GO Druck Media GmbH & Co. KG, Kirchheim

Vorschau #54

Amerika ist empört: Es kursieren »Oben ohne«-Fotos von Glee-Star Lea Michele (24). Im Broadway-Musical »Spring Awakening« spielte sie vor drei Jahren jeden Abend eine Sexszene und sang mit vorn aufgeknöpftem Kleid. Jetzt wollen besorgte Eltern die TV-Serie verbieten lassen. YAEZ erklärt: Klar, so ein Paar nackte Brüste gefährdet Jugendliche auch viel mehr als frei erhältliche Schusswaffen.

Grün, grün, grün … kommt die nächste YAEZ daher! Die Sommer-Ausgabe wird eine »Green Issue«, das heißt, im Heft soll es vor allem um die Themen Nachhaltigkeit, Umweltschutz und gesundes Leben gehen

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Die nächste Ausgabe erscheint am 14.06.2011

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Jugendzeitung YAEZ  

Ausgabe #53 / Mai 2011 / Jugendbeilage Teckbote