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September 2008 · kostenlos Ausgabe Baden-Württemberg

#34

Die Jugendzeitung Jungs vs. Mädchene:z-

ya Die große udie t Jugends S. 18

Seite 5

 Ab wann ist es Liebe – und was wir von uns und unseren Partnern erwarten 

 Wie funktioniert die Liebe?   US-Wahlkampf 

 Mia.-Interview 

 Buch-Newcomerin 

Wie Barack Obama YouTube nutzt 17

Mieze: In Mathe in der letzten Reihe 12

Abenteuer einer Berliner Schülerin 6


Auf H2Ochtouren forschen?

Anmeldeschluss: 31. Oktober 2008 Einsendeschluss: 15. Januar 2009

Beim Siemens Schülerwettbewerb 2009 in Mathematik, Naturwissenschaften und Technik. Wir suchen junge Forscherinnen und Forscher ab Jahrgangsstufe 11 mit innovativen Lösungsansätzen rund um die Ressource Wasser. Die Besten präsentieren ihre Arbeiten vor Professoren der Partner-Universitäten RWTH Aachen, TU Berlin und TU München. Gewinnen Sie Geldpreise im Gesamtwert von 111.000 Euro! Ein Projekt des weltweiten Bildungsprogramms Siemens Generation21. www.siemens.de/generation21/schuelerwettbewerb

Antworten.


intro 03

Inhalt dieser Ausgabe Liebe ist ein großes Gefühl – vielleicht eine Nummer zu groß für den Anfang? Ich glaube nicht, dass man für das Gefühl Liebe erst Janos Burghardt ein gewisses Alter erreichen Chefredakteur muss. Warum sollten Schüler denn nicht echte Liebe spüren? Aber ich glaube auch nicht an die Liebe auf den ersten Blick. Der erste Blick ist nur Sympathie – oder eben Antipathie. Erst wenn zwei Menschen Freunde geworden sind, finde ich, können sie Gefühle füreinander entwickeln. Und wenn die Gefühle nach einer Weile immer noch da sind – dann muss es wohl Liebe sein.

In eigener Sache: Die Jugendzeitung yaez gibt es schon seit 2003, doch bisher nur in Süddeutschland. Mit dieser Ausgabe erscheinen wir jetzt an über 5000 Schulen in ganz Deutschland. Für diesen Schritt haben wir der Jugendzeitung yaez ein frisches Gewand verpasst. Wie gefällt dir die neue yaez? Wir sind auf deine Meinung gespannt. redaktion@yaez.de

06 Die Abenteuer einer Schülerin

05 Die große yaez-Jugendstudie

Titel: Liebe Ab wann man wirklich lieben kann – zwei Schüler erzählen.................................................................04 So ticken Jungs und Mädchen: Was sie trennt und was sie verbindet..........................................................05 Wie Rebecca Martin einen Roman über das Erwachsenwerden schrieb................................................06 Wie und wo sich Promis kennen lernen................................................................................................07 Fünf Fakten zum Küssen, die man nicht fürs Küssen braucht............................................................07

Rubriken+Standards Schule....................................................................................................................................................09 Chance...............................................................................................................................................10 Musik...................................................................................................................................12 Fernsehen.............................................................................................................................................13 Film....................................................................................................................................14 Zoom: Internet........................................................................................................................................16 Regionales...........................................................................................................................................18 Pausenhof und Gewinnspiele...................................................................................................................21 Impressum...........................................................................................................................................13

Covergirl #34

Titelfoto für yaez:

Jan Kopetzky

meets

Theresa

Randnotiz

Fotos Titelseite (klein): Reuters, R.O.T, Henrik Jordan

Auf der Titelseite dieser Ausgabe fragen wir: »Wie funktioniert die Liebe?« Eine allgemeingültige Antwort können auch wir nicht liefern. Doch wir erzählen die Geschichte von Rebecca Martin, einer Berliner Schülerin, die ganz ungezwungen über ihre Erfahrungen mit Gefühlen und Liebe schreibt (Seite 6). Wir haben mit zwei Schülern darüber gesprochen, was für sie Liebe bedeutet (Seite 4). Und wir haben 3500 weitere Schüler befragt, wie sie sich ihren Traumpartner vorstellen (Seite 5). Das sind ganz unterschiedliche Aspekte des großen Themas Liebe, die zusammen genommen viel über das größte der Gefühle aussagen.

Fotos: Henrik Jordan, Marie Cevey

Liebe Leserin, lieber Leser,

yaez-Kolumnistin Kira-Katharina Brück mit Rebecca Martin (Seite 6)

Rebecca Martin (18) hat ein einfühlsames Buch über Liebe und Sex geschrieben. Kira hat die Nachwuchsautorin in München getroffen.

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04 liebe

ove Lyrics  L    Statt »ich liebe dich«   Nora-Eugenie GomringeR 

Riechst gut Hast schöne Augen Dein Mund – der Wahnsinn Na gut, dann zu deinen Alten Bewegst dich toll Ich brauch dich Ich brauch dich nicht Zu mir oder zu dir? Verse für Verliebte. Gesammelt von Anton G. Leitner. 6,95 Euro (dtv)

Ich liebe dich (noch nicht) Ab wann man wirklich lieben kann – zwei Schüler erzählen Text: Anne Allmeling Foto: Jan Kopetzky

A

ls sie zum ersten Mal zu jemandem »ich liebe dich« gesagt hat, war sie zwölf. Ein bisschen jung, findet Leonie heute, denn eigentlich sei das damals noch keine echte Liebe gewesen. Aber das habe sie erst später gemerkt, erzählt die 17-Jährige: als sie Sebastian kennengelernt hat. Da war sie 15 und unendlich in ihren gutaussehenden Schulkameraden verliebt. Mit Sebastian war Leonie sieben Monate zusammen – und ungefähr nach drei Monaten hat sie zum zweiten Mal in ihrem Leben »ich liebe dich« gesagt. Diesmal aber richtig, sagt Leonie. »Wenn man mit seinem Freund über alles reden kann, dann ist es Liebe«, meint die 17-Jährige. Mit Sebastian war das so: Mit ihm zusammen hat Leonie auch schwierige Zeiten erlebt – und darüber

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reden können. Trotzdem hat ihre Beziehung nicht gehalten. »Nach ein paar Monaten ist Sebastian umgezogen. Sein Leben hat sich verändert, er hat ein anderes Mädchen kennengelernt.« Entfernung und Eifersucht waren dann doch zu viel für die beiden. Dass man mit seinem ersten Freund oder seiner ersten Freundin ein Leben lang zusammenbleibt, ist ohnehin ziemlich unwahrscheinlich. Das findet jedenfalls Max. Der 16-Jährige ist überzeugt, dass man in der Schulzeit erst einmal herausfinden muss, wer eigentlich zu einem passt. Und das sei längst nicht immer der erste Freund oder die erste Freundin. Die Schwierigkeit bestehe darin, den Schritt vom Verliebtsein in eine echte Partnerschaft zu meistern. »Liebe heißt, dass man auch Krisen übersteht«, sagt Max, der bisher noch keine Freundin hatte. »Wenn

man nur verliebt ist, reicht das nicht für eine Partnerschaft. Das ist dann wie eine Sandburg: Wenn die erste Welle kommt, ist alles vorbei.« Für Max bedeutet Liebe vor allem gegenseitiges Vertrauen. »Dazu gehört auch, dass man nicht die ganze Zeit zusammenklebt«, sagt der Gymnasiast. »Man sollte auch ohne die Freundin etwas unternehmen können, ohne dass sie gleich eifersüchtig wird.« Kicken gehen, findet er, mache mit seinen Kumpels einfach am meisten Spaß. Die meisten Mädchen hätten dazu sowieso keine Lust. Dafür kann Max auf typische Mädchenaktivitäten verzichten: »Stundenlang zu shoppen – das kann ich mir nicht vorstellen«, sagt er. »Einkaufen gehen ist der absolute Beziehungskiller.« Und noch etwas nervt ihn: dass Mädchen immer gleich beleidigt sind, wenn Jungs sagen, dass ihnen die Hauptdarstellerin in einem Kinofilm gefällt. »Die fühlen sich immer gleich schlecht gemacht, wenn man sagt: ›Die Schauspielerin ist hübsch.‹«, sagt Max. »Dabei sind Mädchen, wenn es um Filmschauspieler geht, selber kräftig am Schwärmen.« Wenn es nach Max geht, hat Freundschaft einen noch höheren Stellenwert als Liebe. In seinem Freundeskreis hat er beobachtet, dass sich manche Jungs komplett abkapseln, wenn sie eine Freundin haben – und umgekehrt. »Für eine Freundschaft ist das ein schwerer Schlag«, sagt Max. »Vor allem, wenn die Beziehung der beiden dann zerbricht. Dann ist nicht nur die Partnerin weg, sondern auch der Freundeskreis.« Das findet auch Leonie. »Wenn man eine Beziehung hat, sollte man sich nicht täglich sehen. Das ist tödlich«, sagt sie. »Man verliert Freunde dadurch, weil man sie vergisst.« Leonie ist mittlerweile mit Philipp zusammen. Philipp wohnt in Hamburg, Leonie in Köln – die beiden können sich also gar nicht täglich sehen. »Uns verbindet etwas anderes«, sagt Leonie. »Wir denken gleich. Dabei hat Philipp zum Beispiel einen ganz anderen Musikgeschmack als ich und andere Hobbys. Aber es wäre ja auch langweilig, wenn er wäre wie ich.« Leonie hat Philipp in einem Workcamp in Frankreich kennengelernt – und ist noch immer bis über beide Ohren verliebt. »Die letzte Nacht in Frankreich haben wir durchgemacht«, erzählt sie. »Wir sind an den Strand gegangen, haben über alles mögliche geredet und Sterne gezählt. Es war wie im Film.« Für Leonie ist die Sache mit Philipp Liebe. Aber ob Liebe oder nicht: »Hauptsache, es fühlt sich gut an«, findet Leonie.


liebe 05

20,4% 5,9%

63,8% 82%

8,5% 5,4%

34,5% 30,7%

10,5% 9,4%

28% 25,5%

yaez hat 3500 Jugendliche befragt, welches auf den Fotos verkörperte Lebensgefühl sie am sympathischsten finden: Die Mehrheit entschied sich für das natürlich aussehende Mädchen, bei den abgebildeten Jungs fiel der HipHopper durch

Antworten der männlichen Befragten Antworten der weiblichen Befragten

So unterschiedlich ticken

Jungs und Mädchen Die große Jugendstudie: yaez hat 3500 Jugendliche befragt, was ihnen wichtig ist

S

ie ist immer gut gelaunt, hat witzige Ideen und sieht verdammt gut aus: Das ist Anna. Eine fiktive Person, mit der viele gerne befreundet wären. Denn Anna vereint alle Eigenschaften, die Jugendlichen wichtig sind: Humor, Hilfsbereitschaft und Intelligenz. Doch wenn Anna nach der Schule nur Hausaufgaben machen würde, wäre sie ziemlich unbeliebt – angesagt sind Jugendliche, die Skaten und Extremsport betreiben. Doch nur jeder zehnte Schüler rechnet sich einer dieser Jugendkulturen angehörig. Dass Leute wie Anna gut ankommen, geht aus der HdM-yaez-Jugendstudie hervor. Mehr als 3500 Schüler haben im August daran teilgenommen und im Internet angegeben, was ihnen bei sich selbst und bei anderen wichtig ist. Die meisten Jugendlichen wären demnach gerne ähnlich wie Anna. Das heißt aber nicht, dass alle Jungs mit einem Mädchen wie Anna zusammen sein wollen. Denn in einer Beziehung stehen nicht Intelligenz oder Hilfsbereitschaft im Vordergrund, sondern Ehrlichkeit und Treue. Und eines geht gar nicht: Schüchtern darf der Partner nicht sein. Einer muss schließlich den Stein ins Rollen bringen. Was wollen Jungs? Jungs ticken nicht so simpel, wie manche vielleicht annehmen: Als wir ihnen die drei Mädchen auf dem Foto vorgelegt und sie gefragt haben, welches sie am sympathischsten finden, tippten die meisten auf das natürlich aussehende Mädchen – am schlechtesten schnitt das Mädchen im Minirock ab. Tussis sind

www.yaez.de

Text: Janos burghardt, Anne Allmeling

Fotos: Marie Cevey

bei den Jungs von heute nicht angesagt. Auch auf sich bezogen überraschen sie in den Antworten: persönliche Eigenschaften wie aggressiv, dominant und muskulös zu sein sind ihnen nicht wichtig. Dafür wollen sie lieber immer einen guten Spruch parat haben und schlau sein, denn der Studie zufolge schätzen die meisten an sich selbst Humor und Intel-

Schlau ist neue »Cool« Schülern ist es wichtiger, dass ihr Partner intelligent statt cool ist ligenz. Typisch für die Jungs: Sie finden LAN-Partys und Computerspieler sympathisch. Und wie sieht das Traumgirl der Jungs aus? Jungen stehen nicht so sehr auf zierliche, schüchterne oder sexy aussehende Mädchen, diese Eigenschaften gaben weniger als 10 Prozent der Jungs an. Sie wollen vor allem eine Partnerin, die treu, ehrlich und fair ist. Was wollen Mädchen? Mr. Perfect ist ein treuer Skateboarder, darauf würden nämlich die meisten Mädchen abfahren. Sie schätzen Eigenschaften wie Ehrlichkeit und Treue – doch am wichtigsten ist den Mädchen, dass ihr Partner gut zuhören kann. Das haben immerhin 97 Prozent der Mädchen als wichtige Eigenschaft bei ihrem Traumpartner angegeben. Und er sollte Musik hören, Sport machen und auch noch gut angezogen sein. Neben den Skateboardern haben also auch Rocker, Modebewusste und Punker gute Chancen bei den Mädchen. Andere Jugendszenen sind weniger

beliebt. Doch mixen sollte man all die Szenen nicht – das wäre unnatürlich, und darauf stehen die Mädchen nun mal gar nicht. An sich selbst stellen die Mädchen auch hohe Ansprüche. 90 Prozent wollen gerne erfolgreich sein, genauso viele wollen auch hilfsbereit sein. In einer Beziehung wollen sie sich nicht einschränken. Weniger als die Hälfte der Mädchen würden persönliche Interessen und Freiheiten für eine Beziehung aufgeben wollen. Mädchen sind dazu weniger bereit als Jungs. Doch in einem überbieten sie die Jungen: Sie stellen mehr Fotos von sich ins Internet. „Fraglich ist allerdings, ob sie sich immer der Risiken wie CyberMobbing und dem Missbrauch persönlicher Daten bewusst sind“, gibt Petra Grimm zu bedenken, Professorin an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Passen die Vorstellungen zusammen? Die Jungs fühlen sich den Szenen Rock, HipHop und LAN-Gamern zugehörig – die Mädchen stehen aber auf Extremsportler und Skateboarder. Selbst rechnen sie sich den Jugendszenen Rock, Fashion und HipHop zu. Mit Rock und HipHop gibt es also schon einen gemeinsamen Nenner zwischen den Geschlechtern. Ihre Werte verbinden sie sowieso – treu und ehrlich sein wollen Jungs und Mädchen gleichermaßen. Da machen auch Computerspiele und Fashion-Leidenschaft nichts mehr aus.

Die HdM-yaez-Jugendstudie erscheint im Oktober unter www.hdm-stuttgart.de

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06 liebe

Vom Abenteuer der Liebe Rebecca Martin ist 18 Jahre alt, im Oktober wird ihr erster Roman veröffentlicht. Kira-Katharina Brück traf die junge Autorin. Text: Kira-katharina Brück

Mit einem feuchten Tuch wische ich mir die Träume von der Seele, die noch sekundenlang im Wachzustand an mir festhalten.

I

ch sitze in der U-Bahn und frage mich, was man eine 18-Jährige fragt, die solche Worte schreibt. Eine, die einen Roman übers Erwachsenwerden und über die große Unsicherheit in dieser Zeit verfasst hat, ohne pathetisch zu werden. Eine, die knallhart hinschreibt, was andere in diesem Alter noch nicht einmal erleben: »Tobias steckt einen Finger in mich. Ich atme aus. Ich frage mich, warum das alle Männer immer wieder tun, den Finger reinstecken.« Was fragt man so eine Person? Auf dem Weg von der U-Bahn-Station zum Café entscheide ich mich, Rebecca Martin alles zu fragen, was ich über mich wissen wollte, als ich in ihrem Alter war. Ob sie an die große Liebe glaubt oder ob sie Angst vor der Zukunft hat. Ob sie selbstbewusst oder unsicher ist. Und was sie nach dem Abitur geplant hat. Romane über das Erwachsenwerden sind für jede Generation so etwas wie sinnstiftend. Angefangen bei Goethes »Werther«, Hesses »Unterm Rad« und Salingers »Catcher in the Rye«. In der Literaturwissenschaft nennt sich das »Adoleszenzroman«. In den Neunzigern waren Benjamin von StuckradBarre und Christian Kracht diejenigen, die mit ihren Texten das Erwachsenwerden erklärten. Und nun also Rebecca Martin. Das Thema ist klar: Jemand fühlt sich überfordert vom Leben, der Umwelt – und Männern. Endlich also mal aus der Sicht einer Frau, dachte ich, als ich die ersten Seiten von »Frühling und so« las. Endlich erklärt mir ein Mädchen, wie es ist, jetzt und heute Liebeskummer zu haben, verliebt zu sein und One-Night-Stands zu haben. Rebecca Martin macht das großartig. Ihre Protagonistin Raquel ist nicht unbedingt eine Sympathieträgerin, aber in jedem Fall eine Figur, mit der sich Teenager

yaez • september 2008

FOTOS: HENRIK JORDAN

identifizieren können. Sie lebt und liebt sich durch das Berlin der Gegenwart und ist irgendwie auf der Suche nach einem festen Freund – aber dann auch wieder nicht. Das scheint sie selbst nicht genau zu wissen. Rebecca Martin ist also nicht Raquel, aber Raquel erlebt vieles, was auch die Autorin vor noch nicht allzu langer Zeit durchlebt hat. Mit einer Zigarette in der Hand erzählt Rebecca, wie es zu ihrem ersten Roman kam: »Ich denke, besonders wenn man noch so jung ist wie ich, kann man am besten darüber schreiben, was einen selbst betrifft. Wenn ich davon erzähle, wie Raquel sich zum ersten Mal unsterblich verliebt, ist es natürlich hilfreich, dass ich mich vor nicht allzu langer Zeit selbst zum ersten Mal verliebt habe.« Sie erklärt, dass sie eine Geschichte schreiben wollte, mit der sich junge Mädchen identifizieren können. »Und vor allem wollte ich von der Sehnsucht erzählen, jede Sekunde des Lebens so intensiv wie Karamellbonbons zu schmecken«. »Frühling und so« erinnert an ein Tagebuch und genau so hat es auch begonnnen. Denn die brünette Rebecca nahm sich immer wieder ihr Tagebuch vor und hat Erlebnisse aus ihrer Vergangenheit modifiziert, damit sie in Raquels Leben passen. Teilweise habe sie sich dann so in das Vergangene hineingedacht, dass sie starke Gefühle wie Liebeskummer noch einmal durchlebt habe und tagelang schlecht gelaunt war. »Aber manchmal habe ich auch nachts um drei geschrieben, wenn ich von einer Party kam und das Erlebte sofort zu Papier bringen wollte«, erklärt die Schülerin. Rebecca und ich sitzen in einem Münchner Café und reden über die Liebe und das Leben. Und die Sehnsucht nach dem Richtigen. Rebecca glaubt, dass man Liebe nicht erzwingen darf und dass es die große Liebe geben kann, aber nicht muss. Für sie ist es kein Lebensziel, für immer mit einem Mann zusammen zu bleiben. Ein paar Minuten später erzählt Rebecca, dass sie sich mit 30 eine Familie vorstellen kann, ein Haus in England, aber dass sie auch Angst vor dem Scheitern hat. Das ist es, was Rebecca Martin zu einer Persönlichkeit macht: Sie scheut sich

nicht davor, in einem Interview nicht mehr und nicht weniger als eine Abiturientin zu sein, die nebenher einen Roman geschrieben hat. Sie ist widersprüchlich, mal lustlos und skeptisch und dann wieder voll bei der Sache. Im Gespräch ist sie cool, dann aber erzählt sie davon, dass sie Angst vor Kritik an ihrem Buch hat. Rebecca Martin ist authentisch und genau so, wie ein Mensch sein sollte, der nicht mehr ganz Mädchen und noch nicht ganz Frau ist. Ein Hybridwesen. Wenn nächstes Jahr das Abitur geschafft ist, möchte Rebecca ihre Heimatstadt Berlin verlassen und die Welt kennen lernen. Ein »konventionelles« Studium kann sie sich nicht vorstellen, kreativ sollte alles sein, mit dem sie sich beschäftigt. »Vielleicht schreibe ich ein Drehbuch oder arbeite beim Film«, sagt Rebecca und nimmt einen Schluck aus ihrer Tasse. Auf jeden Fall möchte sie Gas geben, nicht erst ein halbes Jahr rumhängen. So, wie sie schreibt, lebt Rebecca Martin auch: »Ich haue alles raus, was ich zu bieten habe!« »Frühling und so« ist keine Handlungsanweisung und soll dem Leser auch nichts mitgeben. »Wenn ich einen Film sehe und der will mir etwas mit auf meinen Weg geben, kriege ich das Kotzen. Ich möchte nicht belehrt werden.« Und so kommt es, dass auch Rebecca keine Position einnehmen will. Mit ihren 18 Jahren stünde ihr das nicht zu, findet Rebecca. Zurück in der U-Bahn denke ich, dass das Erwachsenwerden sich nie verändern wird. Und wahrscheinlich wird sie nie aufhören, die Unsicherheit, die Sehnsucht nach der Liebe und die Angst vor dem Scheitern. Egal, wie alt man ist.

Raquel liebt Männer und Kuchen – ein Jahr im Leben einer jungen Frau auf dem Weg zu sich selbst.

Rebecca Martin

»Frühling und so« 320 Seiten, Paperback ISBN 978-3-89602-547-0 Schwarzkopf & Schwarzkopf (Anais) 9,90 €, erscheint am 01.10.2008


liebe 07

Ich (reich und berühmt) suche einen Partner

Titelnotizen Marc und die Mädchen

Wie und wo Promis sich kennen lernen TEXT: Sandra Petersen

Foto: dpa/picture alliance

Singlebörse bei den Schönen und Reichen: Auch Promis wird der perfekte Partner nicht in die Wiege gelegt. Brad Pitt und Angelina Jolie lernten sich am Fimset kennen

B

rangelina, das Mega-Promi-Pärchen. So sehr vereint, dass es nur noch einen Namen braucht. Wer will schon Angelina Jolie und Brad Pitt wenn es Brangelina gibt. Kennengelernt haben sich die Stars 2005 beim Dreh zum Film »Mr. & Mrs. Smith«. Sie spielen dort ein Ehepaar mit Doppelleben: Beide arbeiten als Auftragskiller, ohne das der Partner davon weiß. Im wirklichen Leben sind die beiden gerade Über-Mama und Über-Papa – ihre Kinderschar hält die ganze Klatschpresse in Atem. Nicht weniger glamourös sind Victoria und David Beckham. Die beiden trafen sich 1997. Sie kam zu einem Fußballspiel von ihm, er kam dann später zu ihr auf die Tribüne. Da kann man nur sagen: Glück gehabt. Wäre es anderes herum gewesen, und David hätte Victoria, ehemaliges Spice-Girl, bei einem ihrer Konzerte besucht – wer weiß, ob er auch da die Bühne betreten hätte. Denn böse Zungen behaupten, dass das Gesangstalent von Mrs. Beckham weit hinter ihrem Vermarktungstalent liegt. Zwei andere hatten es da einfacher, die mussten sich gar nicht erst kennenlernen. Sie kannten sich schon: Boris Becker (40) und Sandy Meyer-Wölden

(24), das neue deutsche Traumpaar. Sandys verstorbener Vater war früher Manager von Boris Becker. Als Boris auf dem Höhepunkt seiner Karriere war, spielte Sandy noch mit Barbie-Puppen. In Sachen Tennisstar hat sie aber Erfahrung, sie war bis vor kurzem mit Tennisprofi Tommy Haas liiert. Noch näher als die beiden, kannten sich Woody Allen und seine 35 Jahre jüngere Frau Soon-Yi Previn. Soon-Yi war die Adoptivtochter von Allens Exfrau Mia Farrow. Sie lebten so einige Jährchen als Papa und Tochter zusammen, bis dann Mama Mia Farrow die Affäre zwischen Zieh-Papa und Tochter entdeckte. Farrow trennte sich von Woody Allen, 1997 heiratete der dann Soon-Yi Previn. Die beiden adoptierten wiederum zwei Kinder. Hoffen wir, dass die Familiengeschichte sich nicht wiederholt. Was jetzt noch offen bleibt: Wie lernt man als Hochwohlgeborener seine Traumpartnerin kennen? Da gibt es folgende Taktiken: Nach Südafrika reisen und dort die Tochter eines Multimillionärs kennenlernen (Prinz William und Chelsy Davy), eine berühmte Schwimmerin zur Freundin nehmen (Prinz Albert von Monaco und Charleen Wittstock) oder bei der Kuppelshow »Graf sucht Gräfin« auf Sat.1 mitmachen. Aber es kann alles auch ganz unaufgeregt gehen: Kronprinz Haakon von Norwegen lernte seine bürgerliche Ehefrau Mette-Marit auf einem Musikfestival in Norwegen kennen – wie ein ganz Normalsterblicher.

Marc Röhlig marc@yaez.de

N

a prima. Ein Schelm, der meint, er könne mal eben über Liebe schreiben. Mal fluggs das größte aller Gefühle erklären. Mal eben Experte in Sachen Herz sein. Wie geht man so ein Thema an? Worüber schreiben? Ich könnte von ihr erzählen und wie sie zu meiner ersten großen Liebe wurde. Wie ich, noch nie auf einem Pferd gesessen, sie auf eine Reittour einlud, um ihr meine Liebe zu beweisen. Wie wir, in lauten wie ganz leisen Momenten, uns ungezwungen in den Armen liegen konnten, die ganze Welt vergessen konnten. Oder ich erzähle, wie diese Liebe, trotz ihrer Größe, daran zerbrauch, dass sie von Beginn eine Fernbeziehung, später eine noch Fernerbeziehung war. Nein, vielleicht schreibe ich lieber von ihr, und wie sie mir meinen ersten Kuss bescherte, damals im Tierpark, auf dem Klettergerüst. Wir waren schon viel zu groß dafür. Unser erstes Date. Das Wort kam damals gerade erst in Mode. Ich könnte auch von ihr schreiben, und wie sie mich im Skiurlaub verzauberte. Ich hing ihr beinahe ein Jahr in Gedanken nach. Wie groß war der Schmerz, zu erkennen, dass sie, trotz aller heißen Küsse im kalten Schnee, nie mehr als ein Urlaubsflirt werden würde. Aber nein, Liebe ist doch, wenn ich von ihr schreibe, wie sie mir mit einem einzigen Blick den Boden unter den Füßen wegreißt. Wie ihr zartes Lächeln bei mir Bauch und Kopf so heillos durcheinanderwirbelt. Wie ich – nun schon und immer wieder – bis über beide Ohren verliebt bin. Aber dann würde ich ja plötzlich über mich schreiben. Und ich bin ja nun wirklich kein Experte in Sachen Herz...

E! M S IS  K 5 Fakten zum Küssen, die man nicht fürs Küssen braucht

• Ein Mensch verbringt im Durchschnitt zwei Wochen seines Lebens mit Küssen • Beim Küssen werden in fünf Minuten bis zu 130 Kalorien verbrannt, das entspricht einem Glas Cola • Für einen Zungenkuss müssen bis zu 38 Gesichtsmuskeln arbeiten • Zwei Drittel aller Menschen drehen beim Küssen ihren Kopf nach rechts • Der längste Kuss der Welt dauerte 30 Stunden, 59 Minuten und 27 Sekunden (2001 in New York)


SONDERVERÖFFENTLICHUNG

Vorbeugen durch Impfung Fachleute empfehlen die HPV-Impfung allen Mädchen und jungen Frauen im Alter von 12 bis 17 Jahren. Möglichst vor dem »ersten Mal« sollte die Impfung abgeschlossen sein. Aber auch zu einem späteren Zeitpunkt kann die Impfung durchaus noch sinnvoll sein. Denn erstens steckt man sich ja nicht zwangsläufig beim »ersten Mal« mit den Viren an. Zweitens ist die Möglichkeit sehr gering, dass bereits eine Infektion mit allen Virustypen stattgefunden hat, gegen die der HPV-Impfstoff wirksam ist. HPV-Impfung – wie funktioniert’s? Für einen verlässlichen Impfschutz sind drei Einzelimpfungen in den Oberarm in einem Zeitraum von maximal 12 Monaten notwendig. Der Impfschutz hält laut Studienergebnissen mindestens fünf Jahre an. Geimpft wird beim Arzt der Wahl. Also egal, ob beim Kinder- und Jugendarzt, Frauenarzt oder Hausarzt. Für die empfohlene Altersgruppe, d. h. für Mädchen und junge Frauen im Alter von 12 bis 17 Jahren, übernehmen die Krankenkassen die Kosten. Ältere sollten bei ihrer Krankenkasse nachfragen, ob die Kosten für die Impfung übernommen werden.

Du kannst Gebärmutterhalskrebs vorbeugen – mit der HPV-Impfung und regelmäßiger Krebsfrüherkennung

 So kannst du Gebärmutterhalskrebs vorbeugen 

Die erste Liebe genießen und auf die Gesundheit achten Schmetterlinge im Bauch, auf Wolke sieben schweben, die ganze Welt umarmen: Das erste Verliebtsein ist das schönste und aufregendste Gefühl überhaupt. Mitten in diesem Gefühlschaos ist es wichtig, auch auf sich und das eigene Wohlbefinden zu achten. Dazu gehört auch, sich rechtzeitig über Erkrankungen wie Gebärmutterhalskrebs und Genitalwarzen sowie die Möglichkeit der Vorbeugung zu informieren.

Das »erste Mal« ist oft ungeplant und überraschend. Das birgt nicht nur das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft, sondern auch die Gefahr, sich mit Viren wie beispielsweise humanen Papillomviren (kurz: HPV) anzustecken. Sie können Gebärmutterhalskrebs und andere Erkrankungen wie Genitalwarzen verursachen. Gebärmutterhalskrebs gehört zu den häufigsten Krebsarten bei jungen Frauen zwischen 15 und 44 Jahren in Europa. Doch es gibt mittlerweile Impfstoffe, mit denen sich Mädchen und Frauen frühzeitig schützen können. HPV – weit verbreitet und ansteckend Fachleute schätzen, dass sieben von zehn sexuell aktiven Menschen im Laufe ihres Lebens mit den HP-Viren in Kontakt kommen – häufig schon als Jugendliche oder junge Erwachsene. In den meisten Fällen kann das Abwehrsystem des Körpers die Erreger beseitigen. Übertragen wird das Virus durch direkten Hautkontakt,

wie beim Sex oder auch schon beim Petting. Wichtig zu wissen: Kondome können vor vielen sexuell übertragbaren Erkrankungen schützen. Im Fall humaner Papillomviren bieten sie aber keinen zuverlässigen Schutz. Vielfältige Übeltäter Da es von den humanen Papillomviren über 100 verschiedene Typen gibt, hat man ihnen Nummern gegeben. Vier davon sind besonders wichtig: Die gefährlichen HPV-Typen 16 und 18 sind für die meisten Fälle von Gebärmutterhalskrebs und dessen Vorstufen verantwortlich. Die weniger gefährlichen HPV-Typen 6 und 11 führen zu Warzen im Intimbereich von Frauen und Männern. Diese sogenannten Genitalwarzen sind zwar nicht gefährlich, aber äußerst unangenehm und psychisch sehr belastend. Die Behandlung dauert meist sehr lange und ist oft schmerzhaft. Häufig kommen die Warzen nach einiger Zeit wieder.

Umfassende medizinische Untersuchungen haben die gute Verträglichkeit der Impfung bestätigt. Die häufigsten Nebenwirkungen waren Hautrötungen an der Einstichstelle und leichtes Fieber. Das ist nach einer Impfung nicht ungewöhnlich und kein Grund zur Beunruhigung. Die Anzeichen klingen schnell wieder ab. Ärzte raten, generell vor Impfungen ausreichend zu trinken und zu essen. Wer Angst vor Spritzen hat, kann sich auch auf die Behandlungsliege legen. Ganz wichtig: Auch nach der Der Ratgeber im PocketImpfung sollte sich jede Frau reFormat »Infos zur HPV-Impgelmäßig von ihrem Frauenarzt fung – für Mädchen« kannst du kostenlos bestellen auf checken lassen. Nur dadurch www.tellsomeone.de oder können Krebsvorstufen erkannt unter 06151-3608791 werden, die durch Virustypen verursacht werden, die nicht durch die Impfung abgedeckt sind. Mit dem Duo aus Impfung und jährlicher Krebsfrüherkennung (ab dem Alter von 20 Jahren) wird der bestmögliche Schutz vor Gebärmutterhalskrebs erreicht. Weitere Infos findest du im Internet unter folgenden Adressen: www.tellsomeone.de, www.mach-denimpfcheck.de, www.maedchen-checken-das.de, forum.hpvinfo.de, www.dgk.de oder bei deinem Arzt.

Checkbox 

Experten empfehlen die HPV-Impfung für alle Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren. Für diese Altersgruppe übernehmen die Krankenkassen die Kosten.

Die Impfung besteht aus 3 Einzelimpfungen, die innerhalb von 12 Monaten in den Oberarm verabreicht werden.

 Geimpft wird beim Arzt der Wahl.  Wichtig: Optimalen Schutz bietet das Duo

aus HPV-Impfung und jährlichem Check beim Frauenarzt.


schule 09

Kuscheleinrichtung Schule

Online-Nachhilfe

Nach Auffassung des baden-württembergischen Wissenschaftsministers Peter Frankenberg verteilen Lehrer zu gute Noten

Tutoria gründet Initiative zur Erstberatung bei Schulproblemen

Foto: Bernhard Frei

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er Druck auf Schüler wird immer größer: Um einen guten Beruf zu finden, werden Schulnoten immer wichtiger. Nach Ansicht des baden-württembergischen Wissenschaftsministers Peter Frankenberg ziehen Lehrer jedoch die falschen Konsequenzen aus dieser Entwicklung. Sie würden viel zu gute Zensuren verteilen – um den Schülern den Weg zur Universität nicht zu versperren. In einem Interview mit den Badischen Neuesten Nachrichten hatte Frankenberg gesagt, dass insbesondere seit der Einführung von Zulassungsbeschränkungen für die Hochschulen die Schulnoten immer besser würden. »Die Lehrer wollen ihren Schülern nicht die Zukunft verbauen.« Dies sei ein Prozess, der sich »unbewusst« über Jahrzehnte zugespitzt habe. Deshalb könne man durchaus die Frage stellen, ob das Notensystem an den deutschen Schulen noch funktioniere. »Jede Generation denkt ja, die nachfolgende sei dümmer als die eigene«, so der Minister, »aber die Schulnoten werden immer besser.« Diese Inflation guter Noten sei für Studienbewerber nicht unbedingt hilfreich.

Lehrervertreter wollen diese Kritik nicht auf sich sitzen lassen. Horst Günther Klitzing, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Philologenverbandes, wies Frankenbergs Vorwürfe als »reinen Populismus« zurück. »Rein statistisch« habe Frankenberg zwar Recht, denn die Noten seien tatsächlich besser geworden. »Aber nicht weil die Lehrer zu gute Noten geben, sondern wegen der Vorgaben der Kultusminister«, so Klitzing. Durch eine Veränderung bei der Berechnung der Abiturnoten könnten inzwischen schlechte Zensuren in einigen Fächern durch gute Leistungen in anderen Fächern ausgeglichen werden. Das habe den Notendurchschnitt nach oben gebracht. Mit der Einzelentscheidung von Lehrern habe die Veränderung nichts zu tun, ist Klitzing überzeugt. Ähnlich äußerte sich Josef Kraus vom Deutschen Lehrerverband: Die Aussagen des Ministers seien »Pauschalkritik«. Er räumte aber ein, dass es bei der Benotung von Bundesland zu Bundesland erhebliche Unterschiede gebe. job

English Exercises School Shopping

Foto: iStockphoto

The new school year has started – and everybody who loves shopping now has an excellent excuse to do so. It’s not only that you need new pens and shirts and shoes. The good news is: If you buy these things in Germany, you can save a lot of money. According to a recent internet survey, cool schoolbags and boring exercise books are much cheaper in Germany than in Britain or France – as long as you take the trouble to check prices and buy your items via the internet. For a basket of goods including erasers, folders and calculators, you could save up to 40 per cent of the original price. Your friends in London and Paris would have to pay a lot more for the same selection of goods – even if they bought their stuff via the internet, too, says the survey. So – choose something different for the new school year, and watch out for the best bargain! Your neighbour will hate you... ana Translations: recent internet survey aktuelle Studie im Internet to check prices Preise vergleichen item Artikel basket of goods Warenkorb selection Auswahl bargain Schnäppchen

www.yaez.de

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iele Schüler leider unten Prüfungsangst oder Mobbing. Da ist schulpsychologische Hilfe dringend gefragt. Die Betreuungssituation in Deutschland ist aber erschreckend schlecht: Derzeit kommen im Bundesdurchschnitt 16.000 Schüler auf einen Schulpsychologen, in den Großstädten ist das Verhältnis etwas günstiger. Lange Wartezeiten sind deshalb keine Seltenheit. Damit Betroffene in Notfällen dennoch schnelle Unterstützung erhalten, hat der Online-Nachhilfeservice Tutoria die Initiative »Aufgeben geht nicht« ins Leben gerufen. »Unser Ziel ist, eine zeitnahe Erstberatung zu bieten«, sagt Tutoria-Geschäftsführer Matthias Ick. »Daher stellen wir Eltern und Kindern ein Team von Schulpsychologen zur Verfügung, das sie kostenlos im Internet kontaktieren können.« Die Betroffenen tragen dazu anonym ihr Anliegen und eine E-MailAdresse in ein Kontaktformular ein. Nach kurzer Zeit erhalten sie eine erste Einschätzung des Problems und Lösungsvorschläge. Außerdem verweisen die Schulpsychologen auf Spezialisten, die für eine weiterführende Betreuung in Frage kommen. »Die Idee zur Initiative entstand aufgrund der täglich eingehenden Anrufe bei unserer pädagogischen Hotline«, erklärt Melanie Rausch, pädagogische Leiterin von Tutoria. »Da Aufgeben für keinen dieser Hilfesuchenden eine Alternative ist, wollen wir mit unserer Initiative eine schnelle erste Unterstützung bieten«, so Matthias Ick. job www.tutoria.de

Respektlos, rotzfrech, ruppig Zum Schuljahresbeginn fragen sich viele Oberstufenschüler und Lehrer: Werden die Fünftklässler immer frecher?

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s ist ein altes Spiel: Wenn man mal in der Elternhaus eine Rolle, aber auch im Fernsehen und Oberstufe angekommen ist, findet man die in Musiktexten werden oft Vorbilder gezeigt, die agneuen Fünftklässler von Jahr zu Jahr fregressiv auftreten, so dass sich Jugendliche daran oricher. Man selbst hatte noch Respekt vor älteren entieren. Sie halten ein solches Verhalten für normal Schülern, und vor Lehrern sowieso. Doch ist das und ahmen es nach.« nur eine subjektive Wahrnehmung älterer Schüler Diese Beobachtung hat auch Uta Scheirle, Leh– oder ist wirklich etwas dran? Werden Fünftklässrerin im baden-württembergischen Weinstadt, geler immer dreister? Waltraud Böhme ist Lehrerin im macht. Doch sie schränkt ein: »Man kann es nicht südhessischen Alsbach-Hähnlein. pauschal sagen.« Es seien imSie unterrichtet seit 32 Jahren mer einzelne Schüler dabei, die »Das war aber Deutsch, Latein und Geschichte. besonders auffallen. »Das war Ihr ist eine Veränderung aufgeaber schon immer so, nur sind schon immer so« fallen: »Es sind mehr Schüler sie heute vielleicht unverfroverhaltensauffällig als noch vor rener.« Sie habe aber auch nette ein paar Jahren.« Freche Fünftklässler habe es schon und höfliche Fünftklässler. Die Musik- und Deutschimmer gegeben, aber mittlerweile sei die Anzahl hölehrerin kann gewisse Anfangsschwierigkeiten auch her. Der Grund dafür: »Kinder machen heute schon verstehen: »An der Grundschule waren sie die Großfrüh die Erfahrung, dass man mit starkem Auftreten en – und nun sind sie wieder die Kleinsten. Das ist gut bei Gleichaltrigen ankommt. Je mehr man sich ein gravierender Einschnitt.« Sie selbst unterrichte traut, umso cooler ist man und umso mehr Aneraber sehr gerne Fünftklässler. »Bei denen kann man kennung bekommt man.« Auch ihre älteren Schünoch viel erreichen und ein gutes Verhältnis aufbauler beschwerten sich immer wieder über die frechen en«, erklärt sie. Das würde sich oft auszahlen, wenn Fünftklässler. Für Böhme sind mehrere Ursachen man die Schüler später – »in der schwierigen Zeit dafür verantwortlich: »In vielen Fällen spielt das der Pubertät« – wiederbekomme. job

september 2008 • yaez


10 chancen

Die Qual der Wahl mit dem Studium Schüler sollten die Entscheidung für das Studienfach gut vorbereiten

Foto: dpa

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s gibt im Leben ein paar grundsätzliche Weichenstellungen. Die Wahl des Studienfachs gehört ganz sicher dazu. Einfach war das noch nie. Und schon immer haben Fehler dabei einen Haufen Probleme bereitet. Die Frage, ob es eher Psychologie oder Kunstgeschichte, Volkswirtschaft oder Geodäsie sein soll, will daher gut überlegt sein. Damit fängt das Grübeln erst an. Denn schließlich stellt sich auch die Frage, wo studiert werden sollte und mit welchem Abschluss. Und schon um die Eltern zu beruhigen, findet sich besser auch eine Antwort auf die Frage, wozu das alles gut sein soll – mit Blick auf spätere Berufschancen. »Solche Entscheidungen sind noch schwieriger geworden«, sagt Gero Federkeil vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh. Das hat viele Gründe, ein wichtiger ist die Veränderung der Studienlandschaft, die der »Bologna-Prozess« mit sich gebracht hat – die Umstellung der bisherigen Studiengänge mit Abschlüssen wie Diplom, Magister und Staatsexamen auf den europaweit bekannten Bachelor und den darauf aufbauenden Master. Die Hochschulen in Deutschland haben allerdings nicht einfach die alten Studiengänge mit neuen Abschlüssen versehen, sondern erstens das Studium neu strukturiert und zweitens das Spektrum der Angebote ausgeweitet.

»Die Zahl der Studiengänge ist deutlich gestiegen«, sagt Gero Federkeil. »Und die Fächergrenzen sind zum Teil schwammiger geworden.« Allein die riesige Menge an Studienmöglichkeiten macht es schwierig, sich zu entscheiden: »Das ist schwer zu durchschauen«, ergänzt Franz Muschol, Leiter der Studienberatung an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Bei bundesweit inzwischen mehr als 12.000 Studienangeboten sei es selbst für die Berater nicht möglich, den Überblick zu behalten.

Gero Federkeil rät, als erstes die Frage zu klären, was genau man denn studieren möchte. Dann stellt sich die Frage, an welcher Hochschule: »Soll es eher eine kleine oder eine große sein oder eine international ausgerichtete?« Letzteres ist vor allem interessant, wenn man sich sicher ist, später noch im Ausland studieren oder arbeiten zu wollen. »Der Entscheidungsdruck, der auf Jugendlichen lastet, ist noch größer geworden«, sagt Franz Muschol. »Wir merken, dass dadurch auch der Beratungsbedarf zunimmt.« Das Problem seien nicht fehlende Informationen über Studienmöglichkeiten. Im Gegenteil: Die Unmengen an Informationen zu Hochschulen, Studiengängen und Abschlüssen seien häufig wenig strukturiert. Die gleichen Erfahrungen machen Berufsberater bei den Arbeitsagenturen: »Die Ratsuchenden haben heute eher ein Entscheidungs- als ein Informationsproblem«, sagt Thomas Vielhauer vom Beraterteam für akademische Berufe bei der Arbeitsagentur in Hamburg. Dank des Internets sei es heutzutage viel einfacher, sich umfassend über die Studiengänge, die in Frage kommen, zu informieren. Andreas Heimann (dpa)

www.hochschulkompass.de www.wege-ins-studium.de

Zum Glück gibt’s Glück-Unterricht An der Heidelberger Willy-Hellpach-Schule gibt es das Fach »Glück«

Nachwuchsforscher werden gesucht!

S

chule macht glücklich. Davon ist man an der Willy-HellpachSchule in Heidelberg überzeugt. Als erste Schule in Deutschland setzte sie 2007 das Fach »Glück« auf den Stundenplan. Nach einem Jahr Pilotphase zieht Schulleiter Ernst Fritz-Schubert ein positives Fazit. »Die Persönlichkeit der Schüler wurde durch den Unterricht gestärkt«, berichtet der 60-Jährige, »sie sind selbstbewusster und sensibler geworden.« Im Unterrichtsfach Glück sollen die Schüler vor allem eines: Lebenskompetenz erwerben. »Es war nie unsere Absicht, alle glücklich zu machen«, sagt Fritz-Schubert. »Unser Ziel ist, den Schülern gute Gründe mit auf den Weg zum Glücklichsein zu geben.« An dem Projekt in der Willy-Hellpach-Schule beteiligen sich Theaterwissenschaftler, Psychologen, Sportwissenschaftler und Motivationstrainer. Erlebnispädagogik ist eine wichtige Stütze des Konzeptes. Sport, Klettern, Körpererfahrung beim Theaterspielen, Ernährung und Philosophie gehören zum Unterricht. Prominente Unterstützung bekommt das Fach vom Erfolgscoach und fünfmaligen Hockey-Weltmeister Bernhard Peters. Der Wiener OECD-Beauftragte für Sozialforschung, Ernst Gehmacher, und der Heidelberger Professor für Sportpädagogik, Wolfgang Knörzer,

yaez • september 2008

Foto: dpa

haben das Projekt ausgewertet. Ihre beiden Studien bescheinigen dem Fach positive Effekte. In zwei Testverfahren wurden 78 Schüler – die Glücksgruppe sowie eine Kontrollgruppe – abgefragt. Die «Glückskinder» schnitten weit besser ab. »Bei der Glücksgruppe gab es einen klar erkennbaren Zuwachs: Die Schüler haben die Zuversicht gewonnen, ihre Ziele erreichen zu können«, schildert Knörzer. Im Gegensatz zur Kontrollgruppe wüssten die jungen Leute bereits nach einem Jahr Glücksunterricht genau, was sie wollten und was nicht, berichtet Knörzer. Im neuen Schuljahr will sich die Schule nun verstärkt um die Berufsfachschüler kümmern und deren Selbstbewusstsein stärken. »Erschreckend war, dass am Anfang viele der Berufsfachschüler keine eigenen Stärken benennen konnten«, sagt Knörzer. Das soll künftig anders werden. Panja Schollbach (dpa)

Experimentierfreudige Jugendliche können sich jetzt wieder beim Wettbewerb »Jugend forscht« anmelden. Er geht in diesem Jahr unter dem Motto »Du willst es wissen!« in die 44. Runde. »Das Motto bringt deutlich zum Ausdruck, worauf es bei Jugend forscht ankommt«, erklärt Uta Krautkrämer-Wagner, Geschäftsführerin der Stiftung Jugend forscht e. V. »Die Jugendlichen sind gefordert, selbstständig eine interessante Fragestellung zu entwickeln, die sie mit wissenschaftlichen Methoden bearbeiten.« Mitmachen dürfen Schüler ab der vierten Klasse sowie Auszubildende und Studierende bis zum Alter von 21 Jahren. Themen geben die Veranstalter von »Jugend forscht« nicht vor. Die freigewählte Forschungsaufgabe muss aber aus einem der folgenden Fachgebiete stammen: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/ Informatik, Physik und Technik. Anmeldungen sind bis zum 30. November im Internet möglich. Eine kurze Beschreibung des geplanten Projekts muss der Bewerbung beiliegen. Die Teilnehmer müssen sich zunächst bei regionalen Wettbewerben durchsetzen. Wer das schafft, kann sein Projekt auf Landes- und dann vielleicht sogar auf Bundesebene vorstellen. Zu gewinnen gibt es Geld-, Sach- und Sonderpreise im Gesamtwert von mehr als 800.000 Euro. job  www.jugend-forscht.de


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»Bei uns in Argentinien gibt es keine Masern mehr mehr« Rahel (17)

»Baden-Württemberg schafft das auch« Sabrina (16)

www.mach-den-impfcheck.de E I N E I N I T I AT I V E VO N


12 musik

Für die Jonas Brothers verlief die Musikerkarriere nicht immer so steil wie jetzt. Schon 2005 nahmen sie ein Album auf und tourten mit Kelly Clarkson und den Backstreet Boys durch die USA. Doch der Erfolg stellte sich nicht ein, ihr erster Plattenvertrag wurde gekündigt. Im Nachhinein machen die drei Brüder die Schuld am Songwriter fest: Ihr erstes Album wurde ihnen noch geschrieben, mittlerweile schreiben die Jonas Brothers ihre Songs selbst. Mit dem neuen Label und Starthilfe von Miley Cyrus schafften die Jungs den Sprung in die Charts. Ihr mittlerweile drittes Album ist in den USA auf dem ersten Platz. Auch in Deutschland muss man sich jetzt auf die Jonas Brothers einstellen. js

Die Jonas Brothers sind mit ihrem Album »A Little Bit Longer« auf dem ersten Platz der US-Charts

Foto: Universal

Mit eigenen Songs zum Erfolg 

Foto: H. Flug

präsentiert von www.dasding.de

Rap Universal VÖ: 22.08.2008

Pop Universal VÖ: 08.07.2008

Mieze: »Bringt uns zum Lachen« Wie Mieze von Mia. als Schülerin war und was man machen sollte, wenn man sie datet Interview: Janos Burghardt

Ihr habt euch während der Schulzeit kennengelernt. Habt ihr schon damals die gleiche Musik wie heute gemacht? Mieze: Natürlich nicht. Veränderung ist der einzige rote Mia.-Faden. Obwohl wir seit 10 Jahren im selben Team arbeiten, langweilt uns die Wiederholung. Uns lockt das Abenteuer! Außerdem macht es uns Spaß immer noch tiefer ins Detail zu gehen oder einfach mal einen Walzerpart in ein Stück mit einzubauen, so wie zum Beispiel bei »Mein Freund«. Mieze als Schülerin – Besonders strebsam oder besonders laut? Mieze: Wenn mich etwas interessiert hat, saß ich in der ersten Reihe (Kunst, Musik, Biologie, Deutsch und Englisch). Wenn nicht, dann in der letzten (Mathe, Physik, Chemie und Russisch). Euer Bandnamen »Mia.« steht erstmal für nichts Bestimmtes. Worin seht ihr den Vorteil in so einem Fantasienamen? Mieze: Mia ist das, was wir daraus machen. Mia steht für Energie, geballte Lebensfreude, Musik aus Berlin, Teamwork und unvergessliche Konzerte. Gerade habt ihr euer neues Album »Willkommen im Club« veröffentlicht: Was ist das besondere an diesem Album? Mieze: Es dreht sich um drei Dinge: Tanzmusik, Freundschaft und Fehlbarkeit. Jedes der elf Lieder stellt eine Frage auf die ich keine Antwort weiß. Wenn ein Fan sich in einen von euch verguckt und euch datet: Wie müsste man sich verhalten, um eine Chance auf ein zweites Treffen zu haben? Mieze: Bringt uns zum Lachen.

yaez • september 2008

Black Kids – Partie Traumatic

The Game – L.A.X.

Die »Black Kids« haben ihre Bandgründung angeblich vor etwa zwei Jahren im Jugendgottesdienst beschlossen. Von den fünf Freunden aus Florida sind drei gar nicht »black«, nur Sänger Reggie Youngblood und seine Schwester Ali (auch Gesang) rechtfertigen den Bandnamen. Den könnte man natürlich auch mit »Schmutzige Kids« übersetzen, und dann passt’s wieder komplett, zumindest was die Texte angeht: In den zehn extrem auf Tanzbarkeit getrimmten Indie-Pop-Songs auf »Partie Traumatic« reimt sich schon mal »grits« (Grütze) auf »tits«. 80er-Synthies und Melodien, die an »The Cure« erinnern: Die »Black Kids« klingen retro, bleiben dabei aber hübsch frech. Deshalb ist »Partie Traumatic« ein gelungenes Debut, auch wenn sich viele Songs sehr ähnlich sind. Bastian Schneeberger

»The Game«, der angeblich aus über 100 Tracks die krassesten 16 (ohne Interludes) für »L.A.X.« ausgewählt hat, hat sich dieses Mal etwas vergriffen. Sein Statement, das Album wäre absolut sommertauglich, trifft nicht wirklich zu. Vor allem am Anfang hört man The Game über düstere Sounds rappen, die eher die Bäume zum frühzeitigen Blattfall anregen, als Menschen zum Bouncen zu bringen. Da helfen auch große Featuregäste wie Lil Wayne, Raekwon oder Keishia Cole nur bedingt weiter. Die Beats sind ganz nett, auch eine Dr. Dre-Produktion ist dabei, letztendlich hört man aber nichts, was es nicht schon vorher gab. Kann aber auch sein, dass man »L.A.X.« einfach nur etwas reifen lassen muss, so dass man es dann zum Herbst hin wieder zum Leben erweckt. Oliver Stendke

Pop EMI VÖ: 22.08.2008

Pop Import VÖ: 27.06.2008

The Verve – Forth

Yoav – Charmed & Strange

Nach zwei offiziellen Trennungen und zwei Soloalben des Frontmanns und Songwriters Richard Ashcroft gibt es jetzt endlich neues Material der vier Engländer. Zehn brandneue Songs haben »The Verve« aufgenommen und die sind deutlich psychedelischer und melancholischer geworden, als man es nach dem letzten Album erwartet hätte. Die Britpopper geben rein instrumentalen und experimentellen Parts mehr Raum als früher, wodurch einige Songs etwas langatmig sind. Dennoch ist »Forth« ein abwechslungsreiches Album. So klingt die erste Single »Love Is Noise« recht poppig, »Judas« dagegen hat schon fast etwas Manisches. Auf eine Nummer wie »Bitter Sweet Symphonie« wartet man allerdings vergebens. Friederike Bruns

Er ist der Inbegriff des Singer-Songwriter-Klischees. Yoav Sadan ist 29, kommt aus Kapstadt, ist eigentlich Israeli und lebt jetzt in New York. Auf der Bühne steht er ganz gerne barfuß, nur mit seiner Akustikgitarre. Und genau mit der hat Yoav jeden einzelnen Ton seiner Platte selbst eingespielt, Drums, Beats und Hooklines zaubert er auf seiner unglaublich wandlungsfähigen Gitarre zusammen. Die Melodien sind eingängig, gefühlvoll, die Stimme von Yoav der Mittelpunkt. Sie verbreitet eine hypnotische Atmosphäre, mal düster erhaben, mal soulig, mal groovig. In einer Lounge könnte die Platte wunderbar hoch- und runterlaufen. Ein melancholisch angehauchtes Pop-Elektro-Album, das einfach schön vor sich hinplätschert. Mira Blickle


fernsehen 13

Das flegelnde Klassenzimmer MTV scheitert beim Versuch, Badboys zu Musterknaben umzuerziehen TEXT: marc röhlig

Illustration: Tanja Meier

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A U Z E N S U S E B B E C I A R A S C R A C H H E R R I A S B R I T G E I G E I T M S T E P R E E S E N R L

L K I E R E N B A K L U S L K E I E L N K A H N V A N E Y E R A N K O P E H S A R A T Z

A K N N E GN U L A T S E E C R A H B R U E L T R A E U G N T E N A A A U E R D E B E N T E

Z W E C K

S C H E R C E A G E E I N B I G O E R N

Impressum und Redaktion yaez erscheint jeden Monat (außer Schulferien) und liegt kostenlos an über 5000 weiterführenden Schulen in ganz Deutschland aus. ISSN: 1612-8257 HERAUSGEBER: Janos Burghardt, Simon Keller, Michael Hartung REDAKTION & VERLAG: Yaez Verlag · Burghardt, Keller, Hartung GbR Arminstraße 15, 70178 Stuttgart Tel: (0711) 13 77 80-20, Fax: (0711) 13 77 80-22 E-Mail: redaktion@yaez.de, www.yaez-verlag.de Chefredakteur: Janos Burghardt (ViSdP) ART DIRECTOR: Simon Keller Redaktion dieser ausgabe: Janos Burghardt, Simon Keller, Frank Wendel, Jochen Blind, Kira-Katharina Brück, Anne Allmeling, Maria-Janine Steiner, Marc Röhlig, Sandra Petersen, Sarah Stocker, Josephine Kroetz, Oskar Piegsa, Niko Burger (Illustration), Thorsten Trantow (Popel) Film und Regional: Jochen Blind Fotos: Jan Kopetzky, Marie Cevey, dpa, PR HERSTELLUNG: Simon Keller AnzeigenLEITUNG: (verantwortlich für den Anzeigenteil) Michael Hartung (13 77 80-16, mh@yaez-verlag.de) verbreitete auflage: 172.210 Exemplare (IVW QII/2008) Ab September 2008: 300.000 Exemplare (Verlagsangabe) Die Auflage wird regelmäßig von der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) geprüft. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 8 vom 01.05.2008. abo & vertrieb: Tel: (0711) 13 77 80-20, Fax: (0711) 13 77 80-22 E-Mail: vertrieb@yaez.de Der Bezug der Jugendzeitung ist für Vertriebsstellen kostenlos. Das Abo im Einzelbezug kostet 2,99 Euro/Jahr. Abo-Bestellung über vertrieb@yaez.de Druck: Bechtle Verlag&Druck, Esslingen Die Jugendzeitung yaez arbeitet mit Landesschülervertretungen und SMVen zusammen. Die namentlich gekennzeichneten Beiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Nachdruck von Beiträgen, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung.

www.yaez.de

nsere Gesellschaft überaltert, doch das Fernsehen hat nur Augen für die schrumpfendste aller Zielgruppen: uns, die Jugend. Wir werden gecastet, verkuppelt, durchgedailysoapt und nun endlich auch erzogen. MTV hat eine neue US-Serie zwischen sein Musikprogramm geklebt. »From Gs to Gents“» – oder eingedeutscht »Vom Krawallmachern zu Kavalieren« – soll 14 junge Taugenichtse zu wahren Kniggeknaben umerziehen. Das flegelnde Klassenzimmer wird von Fonzworth Bentley angeführt. Fonzworth? Äh, der, da mal was mit P.Diddy zu tun hatte, sein Butler, CoProduzent oder ähnliches, sagen wir: Fonzworth Bentley ist die Tatjana Gsell des US-Fernsehens. Und Fonzworth Bentley will nun den 14 Jungspunden in »Gs to Gents« Manieren beibringen. Diese Jungspunde sind laut Eigenbeschreibung richtige »Gangsta«, hart im Nehmen und noch härter im Austeilen. »Bitte« und »Danke« heißt in deren Wortschatz »Bitch« und »Dude«. Tatsächlich wirken die zurechtgecasteten Badboys wie ein Griff ins Sozio-Klischee: Der Latino mit Pomadenfrisur drückt in »Gs to Gents« genauso seine Sprüche wie der mit viel Bling-Bling behangene »Nigga«. Der Fonzworth soll es ihnen austreiben. Es gibt Sprechunterricht, Schulungen in Etikette und sogar Geschäftstermine werden gepaukt. Wer zu sehr Flegel bleibt, fliegt. Wer zum Schluss Anstand bewahrt, gewinnt 100.000 Dollar. Die sollen dann auch bitte hart erarbeitet sein: Ein Typ namens »Pretty Ricky« stellt sich als der neue Michael Jackson vor, trägt Sonnenbrille im IMAX-Format und weiße Handschuhe. Schon bald wird er mit seinen Gangsta-Freunden in Nadelstreifenanzüge und Krawatte gesteckt. Den Windsorknoten zur Krawatte knüpft vor Sendebeginn die Regieassistenz. Bei laufender Kamera reißt’s dann die Etikette-Erkenntnis: »When it’s business, man… it’s business, man«. Eigentlich sollten die MTV-Musterknaben voll den Zeitgeist treffen. In der großen yaez-Jugendstu-

die (Seite 5) gaben drei von vier Mädchen an, sie wollen einen anständigen Kerl. Und »Hilfsbereitschaft« gaben 90 Prozent aller befragten Hauptschüler als wichtigste persönliche Eigenschaft an. Anstand und Hilfsbereitschaft, das sind die must haves der Stunde! Das ist Business, man! Aber bei »From Gs to Gents« leider auch nicht mehr; der Sinn dieser Sendung geht nie tiefer als die Hosen seiner Protagonisten hängen. Es ist Business, feinstes TVBusiness, aber in keiner Sekunde glaubwürdig. Was immer der Gewinner zum Schluss mit seiner Kohle macht, es wird wenig Investmentsfonds, Gala-Dinern und Manschettenknöpfen zu tun haben. Eher, und es sei den Gangstern nach so viel Stillhalten im TV gegönnt, mit nackten Ärschen, weiten T-Shirts und noch mehr Bling Bling. Sorry, Fonz …äh… worth, aber wenn ich wissen will, wie er nun geht, der Krawattenknoten, dann brauche ich dazu kein MTV. »From Gs to Gents«, da guckt sich keiner mehr was ab.

TV übers Internet beliebt bei Jugendlichen

Aufklärung 2008: Die Sexgeheimnisse

Viele Jugendliche schauen Serien und Filme nicht mehr im Fernsehen, sondern online. Mehr als 50 Prozent der 15- bis 19-Jährigen greifen auf StreamingPortale im Internet zurück, um ihre Lieblingsserie zu verfolgen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsinstituts tfactory in Hamburg hervor. Auch für viele junge Erwachsene ist das Netz mittlerweile das Medium der ersten Wahl: Deutsche zwischen 11 und 39 Jahren nutzen den Angaben zufolge 40 Prozent ihrer «Medienzeit» für das Internet. Für das Fernsehen bleiben nur noch 25 Prozent, für Radio und Print je 10 Prozent. Für die Studie wurden 1200 Menschen im Alter zwischen 11 und 39 Jahren befragt. dpa

Wie aufgeklärt sind wir wirklich? Das haben Pro7 und die Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung herausgefunden. Pate für die bisher größte Sex-Studie ist der Aufklärer der 70er Jahre Oswalt Kolle. Eine der Erkenntnisse: Bis zum 40. Lebensjahr haben deutsche Frauen und Männer im Schnitt 18,6 verschiedene Geschlechtspartner. Und: 61 Prozent der Männer und 50 Prozent der Frauen wünschen sich häufigeren Geschlechtsverkehr. »Sexreport 2008 – So lieben die Deutschen« wird ab dem 20. September, 22.15 Uhr auf ProSieben ausgestrahlt. Ab 0.15 Uhr gibt’s dann jeweils noch die legendären Aufklärungsfilme von Oswalt Kolle – im Original. js

Foto: MTV

september 2008 • yaez


14 film

filmstarts Texte: Jochen Blind

Actionspaß vom Feinsten mit Heath Ledger (†)

4.9.

Wanted

11.9.

Nobody’s Perfect

18.9.

Friedliche Zeiten

The Dark Knight Action

Bewegende Doku über ein ungewöhnliches Projekt: Der Contergangeschädigte Regisseur Niko von Glasow-Brücher sucht andere Menschen mit schweren Missbildungen, um mit ihnen einen Akt-Kalender zu machen.

Warmherzige Dramödie über eine Familie, die Ende der 60er Jahre aus der DDR in den Westen flieht.

Die Kunst des negativen Denkens

USA 2008, 152 Minuten R: Christopher Nolan D: Christian Bale, Heath Ledger, Sir Michael Caine, Maggie Gyllenhaal, Morgan Freeman Start: 21.08.

Ende Januar wurde Heath Ledger tot in seiner New Yorker Wohnung gefunden – mit gerade mal 28 Jahren. Nicht erst seit seiner einfühlsamen Darstellung eines schwulen Cowboys in Ang Lees »Brokeback Mountain« galt der gebürtige Australier als einer der hoffnungsvollsten Schauspieler seiner Generation. Von seinem großen Talent kann man sich nun nochmals im Kino überzeugen. In »The Dark Knight« spielt er den diabolisch-charismatischen Joker, der in Gotham City sein Unwesen treibt – und nur von Batman (Christian Bale) gestoppt werden kann. Schon allein die Joker-Darstellung Heath Ledgers ist das Eintrittsgeld wert. Auch Kino-Legende Sir Michael Caine adelte den verstorbenen Mimen: »Das gehört zu den furchteinflösendsten Schauspielleistungen, die ich je gesehen habe.«

Wesley (James McAvoy) fristet in dieser Comicadaption ein tristes Dasein – bis ihm die kurvenreiche Killerin Fox (Angelina Jolie) offenbart, dass er Sohn einer jüngst ermordeten Hitman-Legende sei.

Rabenschwarze Komödie aus Norwegen: Geirr ist nach einem Unfall an den Rollstuhl gefesselt. Seine Freundin will ihm mit Hilfe einer Gruppentherapeutin neuen Lebensmut geben.

Tropical Thunder Spaßvogel Ben Stiller zieht in dieser herrlichen Komödie Hollywood gehörig durch den Kakao

2.10.

Berlin Calling Trip durch die Berliner Techno-Szene – von der Filmbewertungsstelle mit dem Prädikat »Wertvoll« versehen.

Burn after Reading Hochkarätig besetztes Drama – unter anderem mit Brad Pitt, George Clooney, John Malkovich und Tilda Swinton.

KINO-KASTEN Mit der Schule ins CinemaxX Ab dem 29. September können Schulklassen die Verfilmung von Stefan Austs Standardwerk über den RAF-Terrorismus »Der Baader Meinhof Komplex« am Vormittag zur Unterrichtszeit zu Sonderpreisen besuchen. Alle Infos zum Film findest du hier auf der Kinoseite. Anmeldungen im Internet unter www.cinemaxx.de oder direkt im Kino.

Lemon Tree Drama Israel/Deutschland/Frankreich 2007, 100 Minuten R: Eran Riklis D: Hiam Abbass, Ali Suliman, Doron Tavory, Rona Lipaz-Michael Start: 02.10.

Ein Zitronenhain in der Westbank, unmittelbar an der Grenze zu Israel – das ist alles, was Salma (Hiam Abbass) besitzt. Voller Hingabe pflegt die palästinensische Witwe die Zitronenbäume und verarbeitet die Früchte zu köstlicher Limonade. Doch als der israelische Verteidigungsminister ein Haus direkt am Hain kauft, ist es mit der Idylle vorbei: Die alten Bäume sollen abgeholzt werden, weil sich Terroristen zwischen ihnen verstecken könnten. Salma zieht gemeinsam mit dem jungen Anwalt Ziad Daud (Ali Suliman) bis vor den Obersten Gerichtshof Israels. Eran Riklis erzählt ein universales Märchen über den Kampf gegen Ungerechtigkeit. Die zupackende, mutige Palästinenserin Salma ist David, der es mit dem Goliath Israel aufnimmt – und zumindest moralisch gewinnen kann.

yaez • september 2008

Die CinemaxX-Kinos in Baden-Württemberg

CinemaxX Stuttgart

CinemaxX Freiburg

Bertoldstraße 50 Programm: 0761 / 20 28 14 10 Reservierung: 01805 / 24 63 62 99 ÖPNV: Stadttheater Schüler- und Studententarif: tägl. außer Di, ab 5 € zzgl. Zuschlägen

CinemaxX Heilbronn

Robert–Bosch–Platz 1, im Bosch–Areal Programm: 0711 / 22 00 7978 Reservierung: 01805 / 24 63 62 99 ÖPNV: U–Bahn–Station Berliner Platz Schüler- und Studententarif: täglich ab 4,50 € zzgl. Zuschlägen

Berliner Platz, im K3 Programm: 07131 / 91 90 929 Reservierung: 01805 - 24 63 62 99 ÖPNV: Berliner Platz Schüler- und Studententarif: täglich 4,50 € zzgl. Zuschlägen

MaxX Stuttgart

CinemaxX Sindelfingen

Plieninger Str. 111, SI–Centrum Programm: 0711 / 72 78 278 Reservierung: 01805 / 24 63 62 99 ÖPNV: U–Bahn–Station Salzäcker Schüler- und Studententarif: täglich ab 4,50 € zzgl. Zuschlägen

Mercedesstr. 12, im Stern Center Programm: 07031 / 611 81 25 Reservierung: 07031 / 611 81 - 25/22 ÖPNV: ZOB Sindelfingen Schüler- und Studententarif: täglich 4,50 € zzgl. Zuschlägen

Fotos: Verleih

Symbolträchtiges Drama aus dem Nahen Osten


film 15

Deutsche Geschichte, überzeugend in Szene gesetzt

Der Baader Meinhof Komplex Drama

Die Entdeckung der Currywurst Drama

Deutschland 2008, 140 Minuten R: Uli Edel D: Moritz Bleibtreu, Martina Gedeck, Johanna Wokalek, Bruno Ganz, Alexandra Maria Lara Start: 25.09.

Deutschland 2007, 108 Minuten R: Ulla Wagner D: Alexander Khuon, Barbara Sukowa, Wolfgang Böck, Branko Samarovski Start: 11.09.

Am Anfang war der Vietnam-Krieg: Weil die westdeutsche Elite diesen unterstützte, erklärten Linksextreme der jungen Bundesrepublik den Krieg. Sie gründeten die Rote Armee Fraktion – und verbreiteten schnell Angst und Schrecken. An der Spitze standen Andreas Baader (Moritz Bleibtreu), Ulrike Meinhof (Martina Gedeck) und Gudrun Ensslin (Johanna Wokalek). Horst Herold (Bruno Ganz), Präsident des BKA, jagte die Gruppe, deren brutaler Terror zum Deutschen Herbst 1977 führte. Dem Kinofilm von Regie-Veteran Uli Edel (»Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo«) liegt Stefan Austs Standardwerk über Deutschlands berüchtigste Terrorzelle zu Grunde. Gedreht wurde mit großem Staraufgebot an Originalschauplätzen – unter anderem im Gefängnis Stuttgart-Stammheim.

Uwe Timm gehört zu den renommiertesten deutschen Schriftstellern. Spätestens mit seiner 1993 veröffentlichten Novelle »Die Entdeckung der Currywurst« wurde er einem breiten Publikum bekannt. Regisseurin Ulla Wagner hat die Geschichte nun verfilmt. Hamburg im Frühjahr 1945: Kurz vor Kriegsende lernt Kantinenköchin Lena (Barbara Sukowa) vor einem Kino den Marinesoldaten Hermann (Alexander Khuon) kennen. Er ist fahnenflüchtig. Beherzt versteckt ihn Lena in ihrer Wohnung. Zwischen den beiden beginnt ein gefährliches Abenteuer. Uwe Timm verbindet in seinen Geschichten meisterlich wichtige politische Ereignisse mit den privaten Entwicklungen seiner Figuren. Trotz leichter Veränderungen gelingt es dem Film, diesen besonderen Charme einzufangen.

»It’s a love story« Interview with Andrew Stanton, director of the new science fiction film »WALL-E« The new Pixar-film »WALL-E« will be released on september 25 in the German cinemas. The computer-animated film by director Andrew Stanton follows the story of a robot named »WALL-E« who is designed to clean up a polluted Earth. He eventually falls in love with another robot and follows her into outer space on an adventure. The film doesn't have much dialogue – since many of the robots don´t speak. Did that ever seem like a problem? Andrew Stanton: There was never any resistance to the idea of the film, just maybe some hesitation. To me the point was that people would end up being so caught up in the story they wouldn’t even notice it, and I think that’s the case with audiences who have seen the film. Was this a kind of pure filmmaking? Andrew Stanton: Exactly, because for a long time that’s how films were made, with literally no sound. In fact »WALL-E« does have sound and dialogue, but there is certainly something pure about it I think and something very direct. It sort of speaks to the heart without needing too many words. I mean, in the end it´s a love story, and all good love stories are pretty universal.

Interview: Walt Disney

Kurzweilige Verfilmung eines Kult-Buches

Is it difficult to create a robot character that people will care about? Andrew Stanton: The challenge was to come up with a character who you know isn’t human but still really empathize with. Translations: director Regisseur; polluted verschmutzt; eventually schließlich; outer space das Weltall; since weil; hesitation Zögern; literally buchstäblich; challenge Herausforderung; empathize with sich in jmd. einfühlen

www.yaez.de

dvd-tipp Keinohrhasen Komödie Deutschland 2007, 115 Minuten R: Til Schweiger D: Til Schweiger, Nora Tschirner, Matthias Schweighöfer, Jürgen Vogel, Rick Kavanian Preis: ca. 13 Euro

Hinreißende Liebeskomödie mit Soundtrack zum Dahinschmelzen

Eines muss man Til Schweiger lassen: Was er anfasst, wird (meistens) zu Gold. Über sechs Millionen Zuschauer haben die kurzweilige Liebeskomödie »Keinohrhasen«, bei der er Drehbuchautor, Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller in einem war, in den Kinos gesehen. Schweiger spielt darin den halbseidenen Boulevardreporter Ludo, der zusammen mit dem Paparazzo Moritz (Matthias Schweighöfer) hinter den Sternchen und Sternen in der Hauptstadt hinterher jagt – mit nicht immer ganz sauberen Methoden. Eines Tages bringt ihm das jedoch gewaltigen Ärger ein: Eine resolute Richterin verdonnert ihn zu 300 Stunden Sozialarbeit in einem Kinderhort. Dessen Leiterin Anna (Nora Tschirner) hat mit Ludo noch eine alte Rechnung offen. Doch aus dem heftigen Gegeneinander wird bald ein inniges Miteinander. Die spritzige Komödie bietet herrliche Dialoge, ganz viel Gefühl, einen stimmigen Soundtrack und ein großes Staraufgebot. Und in die hinreißende Nora Tschirner muss man sich einfach verlieben!

september 2008 • yaez


16 zoom › internet

 Josephine Kroetz 

Foto: Detlev Schneider

Achtung, fiktiv!

 Die 19-jährige Autorin und Enkelin von Maria Schell schreibt in yaez spannende Geschichten über aktuelle Themen

ohne Gefahr genutzt werden konnte, ist heute eine öffentliche Datenbank für Kriminelle geworden. Gestern starb die 15-jährige Schülerin Elisa M. an den Folgen des Web 2.0. Sie hatte in einem öffentlichen Chat die Bekanntschaft mit Eros666 gemacht, einem angeblich 16-jährigen Fußballspieler aus Hannover. Die Polizei konnte durch die vorhandenen E-Mails nachweisen, dass Eros666 und Elisa eine virtuelle Liebesbeziehung führten. Am 05.06. fragte er, ob sie ihn nicht in Hannover besuchen kommen wolle. Sie antwortete, dass ihre Eltern dies vermutlich nicht erlauben würden, versprach aber, sie zu fragen und sich dann zu melden. »Da Elisa uns weder eine Telefonnummer noch einen vollständigen Namen nennen konnte, haben wir es nicht zugelassen«, sagte ihre Mutter unter Tränen im Interview mit »yaez«. Deshalb bot ihr Eros666 am 08.06. an, nach Hamburg zu kommen. Als sie auch diesen Vorschlag

Elisabeth starb am Web 2.0 Neues Opfer in Hamburg, vom Täter fehlt jede Spur

E

es ist der 24.07.2012 – das Web 2.0 hat sich zu einer virtuellen Welt entwickelt, auf die wir nicht mehr verzichten wollen und die wir wie selbstverständlich nutzen. Einkäufe werden dort getätigt, Freundschaften und Liebesbeziehungen gemacht und gepflegt. Doch was in den ersten Jahren

ablehnte, wurde er sauer und behauptete: »Du liebst mich nicht wirklich.« Sie versuchte ihn zu beschwichtigen, aber ohne Erfolg. Tage nach dieser Diskussion erhielt Elisa einen Brief, Absender unbekannt: »Bald werde ich dir einen Besuch abstatten... In Liebe Eros666«

Per Zufall bekamen Elisas Eltern diesen Brief zwischen die Finger, wurden skeptisch und verboten ihr jeden weiteren Kontakt mit ihm. Das war am 10.06. Es wurde nachgewiesen, dass Eros666 Elisa in der Zeit vom 12.06. bis zum 23.07. digital überwacht hatte. Er hörte ihre Skype-Gespräche ab und las ihre ICQ-Chats mit. Er fand sie in dem Forum ihrer Schule, bekam über ihre online gestellten Fotos ihre genaue Adresse heraus und recherchierte über ihre Eltern. Er erkundschaftete mit Google Maps ihre Wohngegend, erfuhr über ihre Statusnachrichten bei SchülerVZ, wo sie sich überwiegend aufhielt und welchen Bus sie benutzte, um nach Hause zu fahren. Schlussendlich nahm er im Schulforum mit ihren Freunden Kontakt auf und kam so zu ihrer Telefonnummer. Am 23.07. war Elisa allein zu Hause. Sie loggte sich wie gewöhnlich im Internet ein, um mit Freunden zu quatschen. Dann klingelte ihr Handy, eine Nachricht auf der Mailbox: »Ich bin da, mach mir die Tür auf!« Was dann geschah, ist nicht nachweisbar, da keine technischen Geräte mehr benutzt wurden. Aber sicher ist, dass Elisa die Tür öffnete. Der Täter trug einen Hammer bei sich und schlug sie damit bewusstlos. Dann rammte er ihr einen so genannten Jesusnagel (20 cm lang) durch die Kehle und hämmerte sie damit auf dem Holzboden fest. Elisa wurde drei Stunden nach dem Mord von ihren Eltern gefunden. Sie war verblutet. Vom Täter fehlt jede Spur. Zu geschickt nutzte Eros666 das Web 2.0 für seine text: josephine kroetz Zwecke.


zoom › internet 17

Aufschieberitis

Foto: Sascha Lobo

Er hat keine Festanstellung und schreibt Bücher, deren Titel sich nach »faul sein und trotzdem Erfolg haben« anhören: Werber Sascha Lobo (33). yaez hat mit der InternetIkone gesprochen.

Obama, der Online-Präsident Wer Erfolg haben will, muss sich vernetzen. Das gilt auch für Politiker. Im US-Wahlkampf geht nichts mehr ohne das Internet. Wir erklären, wieso. TEXT: Oskar Piegsa

interview: janos burghardt

Was ist für dich Web 2.0? Sascha Lobo: Ein diffuser Begriff für die gegenwärtige Entwicklungsstufe des Internet, die vor allem die neue Möglichkeit für jeden beinhaltet, Inhalte aller Art im Netz zu publizieren. Was ist für dich nicht Web 2.0? Sascha Lobo: Wenn man die Kommentarfunktion zwischen 19 Uhr und 7 Uhr morgens abschaltet. Ist dein neues Buch ein Ratgeber für Schüler? Sascha Lobo: Das Buch ist eher eine Mischung: Einerseits eine Abrechnung mit der Pflicht jedes Einzelnen, um jeden Preis zu funktionieren. Andererseits der Ausruf, dass man auch ohne Selbstdisziplin einigermaßen erfolgreich sein kann. Was ist Prokrastination? Sascha Lobo: Aufschiebeverhalten. Also der süße Drang, wichtige und dringende und Aufgaben vor sich herzuschieben. Was für ein Schüler war Sascha Lobo: Streber oder Klassenclown? Sascha Lobo: Am ehesten beides gleichzeitig. Du bist nirgends fest angestellt. Hast du trotzdem Sommerferien gehabt? Sascha Lobo: Ich habe für das Goethe-Institut Kindern in Kroatien beigebracht, wie man Videocasts macht. Das war eine schöne Woche an der kroatischen Adria, leider war es auch sehr anstrengend und daher nicht mit dem Begriff »Ferien« vereinbar. Hast du in den Ferien deine Mails gelesen? Sascha Lobo: Ja, aber seltener, also ein-, zweimal am Tag. Grund dafür ist, dass ich das so möchte. Welches Thema im Internet beschäftigt dich gerade? Sascha Lobo: Webanwendungen, die unser Computerverhalten nachhaltig ändern werden, zum Beispiele wwww.google.com/docs und mogulus.com.

Wie man erfolgreich sein kann, ohne ein gepflegtes Faulsein aufgeben zu müssen. Kathrin Passig und Sascha Lobo

»Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdisziplin« 272 Seiten, Gebundene Ausgabe ISBN 978-3871346194 (Rowohlt) 19,90 € (erscheint am 06.10.2008)

www.yaez.de

 Der US-Präsidentschaftsbewerber der   Demokraten, Barack Obama, in seinem Video-   blog auf YouTube. Seit dem 13. Juni sahen knapp   670.000 User dieses Video. 

U

m drei Uhr nachts klingelten in Amerika die Handys: SMS von Barack Obama. Bis dahin hatte der Präsidentschaftskandidat der Demokraten seine Anhänger zappeln lassen, jetzt wurde bekannt gegeben: er hat seinen Vizekandidaten ausgesucht, morgen Nachmittag gibt es das erste Video auf www.barackobama.com. Die SMS endete mit den Worten: »Weiter sagen!« Obama musste nicht zweimal bitten. Die nächtliche Nachricht, dass Senator Joe Biden sein Vize werden würde, verbreitete sich per E-Mail, Instant Message und Blog wie ein Grippevirus auf dem Pausenhof: rasend schnell, von einem zum nächsten. Websites, Online-Videos und »virales Marketing« – im US-Wahlkampf dreht sich alles um das Internet. Niemand beherrscht es so gut wie Barack Obama. Auf Facebook, der amerikanischen Version des StudiVZ, hat er über eine Million mehr Anhänger als sein Gegner John McCain. Auch bei MySpace-Freunden und YouTube-Abrufen liegt McCain weit zurück. Bei Computern braucht der 72-Jährige Hilfe von anderen, gestand er in diesem Jahr. In Deutschland bedeutet Wahlkampf, sich mit einem Tapeziertisch in die Fußgängerzone zu stellen und Flugblätter zu verteilen. In Amerika gibt es kaum Fußgängerzonen. Dafür aber sechs Zeitzonen, bis zu doppelt so viele Klimazonen und eine Gesamtfläche, in die Deutschland 27 mal hineinpassen würde. Wer hier Wähler informieren will, war bisher vor allem auf das Fernsehen angewiesen. Fernsehwerbung hat für Wahlkämpfer aber einen gewaltigen Nachteil: Sie ist sehr teuer. Beim Superbowl, dem Endspiel der Football-Liga, kostete eine halbe Minute Werbezeit rund zwei Millionen Euro. Und: in dieser kurzen Zeit ist es schwierig, Menschen von einer politischen Idee zu begeistern – zu-

mal niemand wegen der Werbung den Fernseher eingeschaltet hat, schon gar nicht wegen der politischen Werbung. Deshalb nutzen Obama (und auch McCain) das Internet. Zwar müssen auch Online-Clips und E-Mails kurz sein, schließlich will niemand die Leute überfordern, die surfen oder sich für einen Newsletter eingetragen haben. Aber es ist immer Platz für einen Link, der zu weiteren Infos führt. Anders als beim TV kann man im Netz kommentieren und sich über Politik unterhalten – so, wie wenn in Deutschland mal jemand am Stand in der Fußgängerzone stehen bleibt. Wahlkampf ist immer noch teuer, aber auch hier hilft Obama das Internet. Als er gegen Hillary Clinton um die Kandidatur der Demokraten antrat, hatte sie den besseren Draht zu reichen Spendern. Doch Obama gelang es, mehr Geld zu sammeln: von vielen Kleinspendern, die er über das Internet erreichte. So gewann er die Vorwahlen und ist seit Ende August der offizielle Kandidat seiner Partei. Das Netz hat aber auch einen Nachteil für Politiker: Weil heute bei fast jeder Wahlveranstaltung jemand mit Kamera (oder Kamera-Handy) dabei ist, ist es unmöglich, an verschiedenen Orten verschiedene Sachen zu sagen. Dass musste John McCain lernen: vor Kriegsveteranen machte er einen Witz darüber, Iran zu bombadieren. Die lachten. Doch eine Videoaufzeichnung kursierte im Internet und machte viele andere Wähler wütend. Seitdem ist McCain vorsichtiger geworden – und nimmt hoffentlich Computer-Kurse. www.youtube.com/user/BarackObamadotcom www.myspace.com/BarackObama www.twitter.com/BarackObama www.facebook.com/BarackObama

september 2008 • yaez


Fotos: Warner, SonyBMG (2)

18 baden-württemberg

James Blunt 23. Oktober | Stuttgart

Bushido 21. Oktober | Stuttgart

Revolverheld 15. Oktober | Stuttgart

Bereits wenn er zur Gitarre greift, beginnt das Herz ein bisschen schneller zu schlagen. Ein Akkord, seine Stimme – und man schmilzt dahin. James Blunt versteht sein Geschäft. Seine Balladen sind herzzerreißend schön, seine Gitarrenklänge tragen jeden davon, hinauf, auf Wolke sieben oder noch höher. Kaum zu glauben also, dass der gebürtige Brite nach der Schule erst einmal Luftfahrt-Ingenieurwesen studierte und schließlich sogar zur Armee ging. Nach einem Einsatz im Kosovo kehrte Blunt im Jahr 2002 der Armee aber schließlich den Rücken und wendete sich der Musik zu. Seine Debütalbum »Back to Bedlam« schlug überall ein wie eine Bombe: In England, Deutschland und den USA landete es auf Anhieb auf Platz 1 der Hitparaden, und auch die Auskopplung seiner dritten Single »You’re Beautiful« schaffte es bis an die Spitze der Charts. Am 23. Oktober in Stuttgart. sst

Er rappt vom Ghetto, erzählt von Janine und seinem abwesenden Vater. Seine Hosen sind weit, am Hals und an den Armen trägt er Tatoos, die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien schätzt einige seiner Lieder als jugendgefährdend ein. Bushido ist einer der ganz Großen, einer, der sagt was Sache ist. Er nennt sich selbst den King of Gangsta-Rap und sagt Sätze wie »Isch fahr ein 7er BMW« oder »Isch würd ja auch nich nackt in die Kirche gehen, weißte.« Seinen großen Durchbruch landete der Berliner Rapper im Jahr 2003 mit dem Album »Vom Bordstein bis zur Skyline«, das auf Anhieb auf Platz 88 der Charts landete. Seitdem hat der deutsch-tunesische Rapper keine Arbeit gescheut. Insgesamt acht Alben hat Bushido seither produziert und zahlreiche Singles wie »Endgegner/Staatsfeind Nr. 1«, »Janine« oder »Alles verloren« veröffentlicht. Am 21. Oktober in Stuttgart. sst

Erst im Sommer haben uns Revolverheld mit »Helden 2008« den ultimativen Song zur EM 2008 geliefert. Bis zum Finale haben Tausende von Fußballfans zu den Klängen der Hymne getanzt und gefeiert. Jetzt kommen die fünf Jungs auf Tour und beglücken in ganz Deutschland die Fans mit ihrer Musik. Schon im Jahr 2003 standen die fünf Hamburger zum ersten Mal gemeinsam in einem Proberaum der norddeutschen Großstadt. Doch erst zwei Jahre später veröffentlichten Niels, Johannes, Flo, Jakob und Kristoffer unter dem Namen Revolverheld ihre erste Single »Generation Rock«. Die Single landete auf Anhieb in den Deutschen Single Charts und machte auch MTV auf sich aufmerksam. Im Herbst 2005 folgte das Debütalbum »Revolverheld« sowie weitere Singles wie »Die Welt steht still«, »Ich werd die Welt verändern« oder »Unzertrennlich«. Am 15. Oktober in Stuttgart. sst

H: Daimler Stadion (Schleyerhalle) Bus 51, 56

H: Hedelfingerstraße U9

H: Hedelfingerstraße U9

Die Abfahrtszeiten zu Veranstaltungen sind bei der Fahrplanauskunft im Internet unter www.3-loewen-takt.de oder unter der Hotline 01805-77 99 66 (0,14 € /Min. aus dem Festnetz, ggf. anderer Tarif Mobilfunk) zu erfahren. Weitere Veranstaltungsempfehlungen findest du auf www.3tag.de, dem Activity-Portal des 3-Löwen-Takts.


baden-württemberg 19

»Ein Auslandsjahr ist ein Gewinn«

Ich funk dir was Keine Lust mehr, das Radio nur laufen zu lassen, sondern auch mal selbst am Mikro zu stehen? Dann ist der landesweite Schülerradiotag genau das richtige für dich. Am 19. September hast du die Möglichkeit, die Arbeit von Radioprofis kennen zu lernen und den Umgang mit der Radiotechnik und journalistischen Formen zu üben. In Workshop kannst du ein Podcastbeitrag, ein Jingle oder eine Radioreportage machen oder ein Sprechtraining absolvieren. Wenn du jetzt schon etwas am Computer rumprobiert hast und einen Radiobeitrag gebaut hast, kannst du ihn zum Schülerradio-Award einreichnen, der am gleichen Tag verliehen wird. In der Jury sitzt Jule von bigFM und Philipp Häusser von der Jugendpresse Baden-Württemberg. Der Schülerradiotag wird von der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung veranstaltet. www.lkjbw.de jb

Wie man trotz der neuen G8-Regelungen ins Ausland kommt

Das Bildungssystem im Südwesten gehört zu den besten. Baden-Württemberg behauptete im Bildungsmonitor 2008 seinen zweiten Platz vor Bayern. Die Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund bleibt aber ein Schwachpunkt. Dagegen stieg der Anteil der Studienanfänger in Bachelorstudiengängen. Weniger Schüler an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen wiederholten eine Klassenstufe. Außerdem hat das Land den niedrigsten Anteil der Schulabgänger ohne Abschluss in ganz Deutschland. Auch die berufliche Bildung und die Integration Jugendlicher in den Arbeitsmarkt gelingt Baden-Württemberg der Studie zufolge so gut wie keinem anderen Bundesland. js

Earworm Festival Das Earworm Festival rockt Ravensburg auch in diesem Jahr! Schon zum sechsten Mal kommen Bands aus ganz Deutschland zu dem Rockfestival in die Oberschwäbische Metropole. Das Event wird von den Jugendlichen der Gemeinde Dreifaltigkeit selbst veranstaltet. Die junge Ravensburger Eventagentur Alena4 Kreativpool organisiert das Festival zusammen mit den Jugendlichen. Das Line-up bietet sieben Bands mit sieben abgefahrenen Shows, z.B. „paulsrekorder“ die in diesem Jahr bei Stefan Raabs „Bundesvision Song Contest“ für Bremen an den Start gingen. Auch Bands aus der Region sind dabei, z.B. die Rockband TOS aus Ebersbach (nahe Ravensburg). Auf dem Earworm gibt‘s Alternative, Punk, Indie-Rock und Rock für alle – auch für jüngere Rockerinnen und Rocker ab 14 Jahren. Tickets kosten 10 Euro im Vorverkauf und 12 Euro an der Abendkasse. Los geht‘s am 20.09.2008 ab 14.30 Uhr, gerockt wird bis Mitternacht. Die Festival-Location erreichst du vom Bahnhof Ravensburg mit dem Bus (Linie 1 oder 2 bis zur Haltestelle HenriDunant-Straße, danach Beschilderung folgen). 1.200 Jugendliche sind jährlich dabei und wer von weiterweg anreist, kann unter www.earworm.de Tickets kaufen. Auf der Website des Veranstalters werden übrigens auch die Bands vorgestellt. Einfach auf die Links klicken, reinhören und Spaß haben. fw

www.yaez.de

Foto: Marie Cevey

In Schule die Nr. 2

B

islang war die zehnte Klasse das Schicksalsjahr: Dann packten viele Schüler ihre Koffer und gingen für ein Jahr ins Ausland. Doch zu diesem Zeitpunkt beginnt mit dem verkürzten Gymnasium (G8) die Qualifikationsphase für das Abitur. Bisher absolvierten viele Schüler das elfte Schuljahr im Ausland und ließen sich anschließend die Leistungen in Deutschland anerkennen. Sie konnten nach der Rückkehr direkt mit der zwölften Klasse anschließen. Das geht nun nicht mehr. Doch mit den neuen G8-Regelungen ist das nicht mehr möglich, weil die 11. Klasse schon in das Abitur hineinzählt. Deshalb müssen Schüler, die nach der zehnten Klasse ins Ausland wollen, dieses Jahr als zusätzliches Schuljahr betrachten und die

elfte Klasse in Deutschland absolvieren. Es gibt aber nach wie vor einen Weg, sich die im Ausland erbrachten Leistungen anrechnen zu lassen. Wem das wichtig ist, der muss dann eben schon nach der neunten Klasse das zehnte Schuljahr im Ausland verbringen. Sylvia Schill, Betreiberin der Internetseite schueleraustausch.de, hat im dortigen Forum eine Umfrage zum Auslandsjahr bei G8 gestartet. Von den 200 teilnehmenden Schülern würden 75 Prozent nicht auf das Jahr im Ausland verzichten und es zur Not als zusätzliches Schuljahr akzeptieren. Zwölf Prozent gaben an, dass sie nur ins Ausland wollen, wenn sie die Klasse überspringen könnten. »Man darf nicht von der falschen Vorstellung ausgehen, dass ein Auslandsjahr ohne Anerkennung auf die Schulzeit in Deutschland ein verlorenes Jahr wäre«, sagt Schill. Dem pflichtet Wiebke Bretting von der Austauschorganisation Youth for Understanding (YFU) in Berlin bei: »Ein Auslandsjahr ist ein Gewinn.« Zwar lerne man in dieser Zeit nicht unbedingt das Pensum an Mathe und Latein wie die Klassenkameraden in Deutschland. Dafür können die Schüler hinterher die Fremdsprache sprechen, und meist lernen sie im Ausland auch viel über sich selbst. Und wer am Schluss das Auslandsjahr nicht anerkannt kriegt, braucht schließlich nichtmals länger zum Abitur als Schüler im G9. Stefanie Hiekmann (dpa) www.schueleraustausch.de

Hauptsache dagegen Warum die Landespolitik ständig über Bildung redet aber doch nichts besser wird

D

ie Bildung ist das Dauerthema der Landespolitik: Dort ist die Landesregierung noch unabhängig vom Bund und muss sich von niemandem reinreden lassen. Da kann man sich profilieren, und entsprechend heftig streiten sich die Regierungs- und Oppositionsparteien im Landtag. Jeder widerspricht jedem, egal bei welcher Frage: Gegliedertes oder integriertes Schulsystem? Allgemeinbildung oder Kompetenzvermittlung anhand der Anforderungen aus der Wirtschaft? Mehr Erziehungs- und Pädagogikarbeit in den Schulen oder Konzentration aufs Wesentliche? Der aktuelle Coup: Kultusminister Rau schmückt sich mit 4200 neuen Lehrerstellen, die er trotz des Sparkurses der Landesregierung dem Finanzminister abgerungen hat. Außerdem startet das Prestigeprojekt »Qualitätsentwicklung« mit der nächsten Pha-

se, in der Experten von Außen die Schulen bewerten und ihnen ein Feedback zur Schulqualität geben. Bei solchen Lobeshymnen auf die Regierungsarbeit lässt sich die Opposition nicht lange bitten: Man müsste ja die 3500 Lehrerstellen abziehen, die z.B. durch Pensionierungen wegfallen. Und außerdem stehen nicht genügend Ressourcen für die Qualitätsentwicklung zur Verfügung, auch das geht zu Lasten der Unterrichtsqualität. Und in den Berufsschulen ist die Situation sowieso katastrophal: Dort ist nicht mal der Pflichtunterricht richtig abgesichert, deshalb müssen »Quereinsteiger« ohne pädagogische Ausbildung die Schüler unterrichten. Die ganzen Bildungsverbände haben dazu sowieso noch ihre eigene Meinung: GEW, LEB, AkGeb, LSBR, LSB und wie sie alle heißen – Fanta4 könnte dazu einen Song mit neuem Text covern. fw

september 2008 • yaez


20 baden-württemberg

Tüftler-Wettbewerb »mikromakro«

Bildungsmesse in Mannheim

Teste deinen Impfschutz im Internet

Die Landesstiftung Baden-Württemberg fördert junge Erfinderteams, die sich für Naturwissenschaften und Technik begeistern: Wer in der Schule ein eigenes Projekt auf die Beine stellt, kann bis zu 10.000 Euro für die Projektarbeit erhalten. Außerdem bietet die Landesstiftung Workshops zu Themen wie Kreativität, Projektmanagement und Schutzrechten an, damit die jungen Tüftler gut gerüstet sind für die Umsetzung ihrer Ideen. Gibt es akute Fragen, erhalten die Teams Unterstützung durch die mikromakro-Hotline 07721/8786553. Der Wettbewerb »mikromakro« ist das neue Programm der Landesstiftung, mit dem junge Talente in den Bereichen Naturwissenschaft und Technik gefördert werden. Teilnehmen können Teams von mindestens vier Schülern vorrangig aus den Klassen 5 bis 8. Das Thema ist frei wählbar und auch die Projektplanung übernehmen die Teams selbst – ein Erwachsener, wie z.B. ein Fachlehrer, darf aber mit Rat und Tat zur Seite stehen. Bewerbungsschluss für die Projektideen ist der 14. November 2008. Du hast noch keine geniale Idee und kein Team? Dann kannst du beim Kreativitäts-Workshop mitmachen. In dem kostenlosen Workshop werden Projektideen entwickelt, mit denen man später beim Wettbewerb »mikromakro« teilnehmen kann. Bewerbungsschluss für den Kreativitätsworkshop ist der 10. Oktober 2008. www.mikromakro-bw.de

Wer eine längere Zeit im Ausland verbringen will, hat eine riesige Auswahl an unterschiedlichen Programmen: zum Beispiel Schüleraustausch, Sprachreisen, Work and Travel, Au-Pair, internationale Freiwilligendienste oder Workcamps. Den Überblick zu behalten ist schwer – eine unabhängige Beratung ist da eine große Hilfe. Informieren kannst du dich am 27. September 2008 auf der Jugendbildungsmesse »JUBi« in Mannheim. Dort stellen Austauschorganisationen, Veranstalter und Agenturen aus dem gesamten Bundesgebiet ihre Angebote vor und informieren dich über alle Facetten von Auslandsaufenthalten, zum Beispiel über persönliche Voraussetzungen, das Bewerbungsverfahren und die Finanzierung eines Auslandsaufenthalts. Außerdem erzählen ehemalige Programmteilnehmer von ihren persönlichen Erfahrungen im Ausland. Die JUBi gehört zu den bundesweit größten Spezial-Messen zum Thema Bildung im Ausland. Veranstalter ist „weltweiser“, ein unabhängiger Bildungsberatungsdienst. „weltweiser“ bietet selbst keine Auslandsaufenthalte an, sondern nimmt die Angebote unterschiedlicher Veranstalter unter die Lupe und bewertet sieEine Liste der Aussteller kannst du vorab im Internet abrufen. Der Eintritt zur Messe ist frei (Ort: KarlFriedrich-Gymnasium). www.weltweiser.de

Bei Mumps kriegst du einen dicken Hals, bei Windpocken Streuselkuchen im ganzen Gesicht und bei Masern rote Augen und fiese Hautrötungen. Harmlos klingende Infektionskrankheiten setzen einen nicht nur außer Gefecht – sie sind auch gefährlich. Heute gibt es gegen nahezu alle gefährlichen »Kinderkrankheiten« Impfstoffe. Die Schutzimpfungen regen den Körper an, Abwehrkräfte zu bilden, damit er künftig Erreger abwehren kann. Dabei solltest du darauf achten, dass ein vollständiger Impfschutz aufgebaut wird und vor allem erhalten bleibt. Auf www.mach-den-impfcheck.de erfährst du, wogegen du geschützt bist und welche Impfungen du noch nachholen oder wieder auffrischen solltest. In Ländern wie Schweden und Argentinien ist die Bevölkerung bereits gegen Masern geschützt. In Ländern, in denen das nicht der Fall ist, kann sich die Infektionskrankheit weiter ausbreiten. Auch in BadenWürttemberg ist der Impfschutz der Bevölkerung gegen Masern noch nicht ausreichend. »Mach den Impfcheck« ist eine Kampagne des Sozialministeriums, Kultusministeriums, AOK BW, KVBW und der Jugendzeitung yaez. www.mach-den-impfcheck.de

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pausenhof 21

Beziehungskisten

Kira-Katharina Brück

kira@yaez.de

Die Liebe im Ausnahmezustand

Illustration: Niko Burger

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RÄTSELECKE Auszubildender (Kurzwort) beurteilen, eine Note geben

besitzanzeigendes Fürwort

eine der Gezeiten

orientalischer Markt

Verknüpfung im Internet

Horngebilde an Tierzehen

Sportfischer

Schneidegerät

Neuigkeiten (englisch) US-Basketballprofiliga (Abk.) Ausruf der Verwunderung

Kuhantilope

ameri- Küchenkanische gerät, R-&-BSängerin Raspel englischer Filmstar: ... Weisz

Fluss zur Donau

USFilmstar: ... Willis ausführen, verrichten

Wasserfahrzeug Handdruckgerät

hohler Rundkörper

www.yaez.de

Hühnerprodukt

Abschiedsgruß

Schulabschlussprüfung (Kzw.)

Eckzahn des Wildebers

Bruststück an Hose, Kleid

übereinkommen (sich ...)

Wundmal

englisch: oder heftiger Windstoß

Bewohner Sardiniens US-Filmstar: ... Witherspoon

schmelzen (Schnee)

Früchte einbringen

Mangel; Fehlbetrag

baumlose Graslandschaft

englisch: Alter

faul; langsam

USPopstar: ... Spears Brutstätte

USFilmstar (Nicolas)

jedoch, hingegen mexikanischer Filmstar (Salma)

Violine

Zimmerwinkel

engl. Filmstar: ... Knightley

engl. Filmstar (Daniel)

adliger Krieger im Mittelalter

Lehranstalt

langer Kerl (ugs.) unfreier Mensch

männliche Anrede

Sinn, Absicht, Ziel

Peitsche

ein Schiff stürmen

ommen wir zum Thema »Mein schönstes Ferienerlebnis«. Am Strand in Nizza mit Jean-Luc geknutscht oder in Florida mit Dave Jetski gefahren? Klingt eindeutig nach Ferienliebe. Und jetzt? Eben. Finito. Ihr dürft es mir nicht übel nehmen, aber wenn meine Freundinnen von ihren Liebesgeschichten im Urlaub erzählen, wird mir immer, nunja, ganz anders. Denn meistens leidet einer der Beteiligten an den Umständen nach der Romanze und das ist in der Regel eine meiner Freundinnen. Im Urlaub gibt es für die Liebe nämlich andere Regeln, die am allerbesten von Animateuren in Ferienclubs durchschaut werden (wahrscheinlich werden sie auch von eben diesen aufgestellt). Nur von meinen Mädels werden diese Spielregeln scheinbar nicht verstanden. Hier die Gebrauchsanleitung für die Liebe in Zeiten des Urlaubs: Du verliebst dich, hast eine tolle Zeit und trennst dich. Also wie bei einer normalen Beziehung auch. Nur in den Ferien passiert das alles wie beim Vorspulen. Fast Forward eben. Und das Entscheidende: Keiner muss einen Grund zum Schlussmachen erfinden. Die zwei Dauerbrenner, wenn einer gen Heimat abfährt: Die Distanz im realen Leben und die Freundin zuhause. Gute Gründe, denen man auch mit rationalen Argumenten nicht beikommen kann. Byebye und danke für die heißen Küsse am Strand, vielleicht bis nächstes Jahr. Sicher ist an dieser unverbindlichen Liebe nichts verwerflich. Außer vielleicht, dass es ein barbarisches Geschäft ist und das krasse Gegenteil von dem, was wir via Literatur, Werbung und Gesellschaft von Liebe erklärt bekommen. Die soll nämlich lange dauern, im besten Fall ein Leben lang. Eine Ferienliebe ist, wie wenn man bei der Fußball-WM nur das erste Vorrundenspiel anschaut. Zwar ganz aufregend, aber im Kern nicht das, worauf es ankommt. Das Schlimme ist aber auch, dass das Thema Ferienliebe mit dem Stau auf dem Rückweg oder der Zugfahrt nicht einfach gegessen ist. No way! Natürlich wird der komplette Freundeskreis wochenlang gequält und mit täglichen Sitzungen muss die Ferienliebe minutiös durchgekaut werden, bis der Liebeskummer gestillt ist. Ekelhaft ist das und definitiv vermeidbar. Ich sage dann meistens: »Beim nächsten Mal bist du bitte nicht mehr so naiv.« Aber es hilft nichts. Scheinbar ist Urlaub ohne Flirten und Knutschen nichts wert. Frei nach dem Motto: Wenn sich die Seele vom Alltag erholt, braucht auch das Selbstbewusstsein eine schöne Kur. Aber, liebe Freunde des leichten Ferienflirts, das alles soll euch nicht aufhalten. Liebet euch, auch und meinetwegen im Urlaub. Dass mir hinterher aber keiner heult, er hätte nicht gewusst, wie kaltherzig die Menschen plötzlich werden, wenn der Flieger zum letzten Mal aufgerufen wird. Auch wenn Luigi vorher zwei Wochen lang der süßeste Typ der Adriaküste war. So ist das eben, wenn die Liebe im Ausnahmezustand ist.

september 2008 • yaez


22 pausenhof Neue Schultasche nötig? Schick uns ein Bild deiner alten, verratzten Schultasche. Wer wirklich eine neue Tasche nötig hat, kann einen der drei Gutscheine im Wert von 100 €, 75 € oder 50 € vom Taschenkaufhaus gewinnen: www.Taschenkaufhaus.de

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Chat-Equipment Illustrationen: Niko Burger

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Eine E-Mail mit Name, Geburtsdatum, Adresse und dem Stichwort des Wunschpreises an gewinnspiel@yaez.de schicken. Oder eine SMS mit Alter und Stichwort an 0174 44 77 090 (normale SMS-Gebühren). Teilnahmeschluss: 30.09.2008. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Jugendzeitung YAEZ  

Ausgabe September 2008

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