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- 2024
Galerie 2006
Galerie 2006 - 2024

Künstler der Galerie

Gerhard Altenbourg

Martine Andernach

AVTO (Avantil Berdznishvili)

Max Baur

Richard Bram

Emil Cimiotti

Carlfriedrich Claus

Eric Decastro

Alwin Dorok

Ursula Edelmann

Dietz Eilbacher

Menno Fahl

Erich Franke

Eckhard Froeschlin

Hubertus von der Goltz

Horst Hamann

Ingrid Hartlieb

holgerherrmann

Ottmar Hörl

Heinz Jahn

Michael Jastram

Li Jin

Corinna Krebber

Lotte Laserstein

Ev Loehr

Uschi Lüdemann

Franz Mon

Michael Morgner

Sigrún Ólafsdóttir

Stefan Pietryga

Thomas Ranft

Ann Reder

Dagmar Roederer

Reinhard Roy

Peter Ruehle

Torsten Ruehle

Aloys Rump

Victor Sanovec

Hans Scheib

Peter W. Schindler

Julia Steinberg

Hans Steinbrenner

Gundula Schulze Eldowy

Michael Schuster

Otfried Schütz

Claus Tittmann

Werner Tübke

Max Uhlig

Peter Vaughan

Peter Vogel

Claude Wall

Nele Waldert

Detlef Waschkau

Gisela Weber

Margarete Zahn

„Die Frankfurter Galerieszene ist um eine Adresse reicher geworden“ – so wurde vor 17 Jahren die Eröffnung der Galerie KunstRaum Bernusstraße dem Publikum angezeigt. Schon die erste Ausstellung begeisterte viele Besucher: „Stay vertical“ im März 2006 mit Arbeiten von Horst Hamann. Seine Fotografien der neuen Frankfurter Architektur wurden gefeiert als Ergänzung seiner großen Werkreihen „New York“ und „Paris“.

Was vor 17 Jahren mit großem Elan und Engagement begann, hat sich nach nahezu 100 Ausstellungen mit zeitgenössischen Künstlern, Vorträgen und weiteren Veranstaltungen als feste Institution in Frankfurt etabliert.

Auf einer Ausstellungsfläche von über 200 qm wurden umfangreiche Werkschauen für die Künstler der Galerie präsentiert, ebenso Gemeinschaftsausstellungen und kleinere Kabinettausstellungen.

Über das Programm der Galerie und ihre Künstler soll diese Broschüre informieren. Das Programm umfasst zeitgenössische Malerei, Fotografie und Grafik mit einem Schwerpunkt auf Bildhauerarbeiten – für die Dauerausstellung von Skulpturen sind mehrere Räume reserviert.

Dazu gehören Kleinskulpturen ebenso wie die raumgreifenden Großskulpturen in den wechselnden Ausstel-

lungen. Anschauliches Zeugnis dafür geben die Skulpturen im Außenbereich vor der Galerie von Hubertus von der Goltz, Michael Morgner, Stefan Pietryga, Wanda Pratschke, Hans Scheib. Sie stehen für die Philosophie des KunstRaums: an das Bewährte der klassischen Moderne anknüpfen, weitere Entwicklungen aufzeigen und Entdeckungen vorstellen, die das Interesse von Publikum und Sammlern verdienen.

Wie in den vergangenen 17 Jahren wird es weiterhin Aufgabe meiner Galerie sein, mit gleicher Philosophie und fortentwickeltem Programm Kunst zu vermitteln – Künstler und ihre Werke allen Besuchern und Freunden der Galerie, Kunstliebhabern und Sammlern näher zu bringen. Zu dieser Aufgabe ermutigt mich das persönliche Verhältnis zu den Künstlern, das mir besonders wichtig ist, die Resonanz des Publikums und nicht zuletzt die helfenden Hände bei der Galeriearbeit, auf die ich bauen kann. Ihnen allen möchte ich herzlich danken.

Die Galerie
Ihre Marina Grützmacher

Ausstellungen 2006 - 2008

14. März bis 6. Mai 2006

Horst Hamann

Stay Vertical

8. Juni bis 22. Juli 2006

Nele Waldert

Heimat

8. September bis 11. November 2006

Stefan Pietryga

Haupt- und Nebenwege

30. November bis 20. Dezember 2006

Hubertus von der Goltz

Balance

18. Januar bis 10. März 2007

Richard Bram

Street Photography

12. April bis 26. Mai 2007

Hans Scheib

Figuren

31. Mai bis 30. Juni 2007

kg eiland: Peter Ruehle, Torsten Ruehle, Daniel M. Thurau

Hängen Sie sich Bilder an die Wand!

31. August bis 13. Oktober 2007

Gundula Schulze Eldowy

Berlin. In einer Hundenacht

15. November 2007 bis 5. Januar 2008

Dagmar Roederer

Chinoiserien

24. Januar bis 5. April 2008

Michael Morgner

Bilder und Skuplturen

17. April bis 21. Juni 2008

Ingrid Hartlieb

Schöner Wohnen – Das System der Dinge

5. September bis 18. Oktober 2008

Peter Ruehle

Universal: Stadt – Land – Fluss – Himmel

5. November bis 20. Dezember 2008

Hans Scheib

Kalte Nadel – Radierungen 1977 – 2004

28. Januar bis 28. März 2009

Wirklichkeit + Anschauung - Fünf figurative Positionen

Ottmar Hörl, Stefan Pietryga, Hubertus von der Goltz, Michael Morgner, Andreas von Weizsäcker

8. April bis 16. Mai 2009

Hubertus von der Goltz

Im Raum

3. Juni bis 18. Juli 2009

Ottmar Hörl

Meisterstücke

4. September bis 18. Oktober 2009

Li Jin

Reisen nach Deutschland

27. Oktober bis 14. November 2009

Henry Moore

Farblithografien und Fotos (Prométhée)

25. November 2009 bis 16. Januar 2010

Menschen - Tiere - Editionen

Druckgrafiken, Skulpturen, Fotografien, multiple Objekte

Ausstellungen 2009 - 2011

31. Januar bis 27. März 2010

Stefan Szczesny

Karibische Träume

14. April bis 22. Mai 2010

KUNST_WERK_BUCH

Künstlerbücher, Buchobjekte, Multiples, Bilder und Skulpturen zum Thema Buch

2. Juni bis 10. Juli 2010

Horst Hamann Abseits

1. September bis 10. Oktober 2010

Peter Vogel

Interaktive Objekte

3. November bis 18. Dezember 2010

Gerhard Altenbourg, Carlfriedrich Claus, Michael Morgner, Thomas Ranft

Arbeiten auf Papier

2. Februar bis 12. März 2011

Hubertus von der Goltz und Detlef Waschkau

Mensch im Raum

Ausstellungen 2011 - 2012

13. April bis 21. Mai 2011

FLÄCHE_RAUM

Das Relief in der zeitgenössischen Kunst

8. Juni bis 2. Juli 2011

PageArt – Ein Sammlerprojekt von Carsten D. Siebert und Jutta Ziegler

31. August bis 1. Oktober 2011

Gundula Schulze Eldowy

Das unfassbare Gesicht – Fotografie

5. Oktober bis 12. November 2011

Peter Ruehle, Sigrún Ólafsdóttir, Peter W. Schindler

Island zur Buchmesse – Malerei, Skulptur, Fotografie

16. November bis 17. Dezember 2011

Verschollene Generation

Expressionisten der zweiten Generation

18. Januar bis 18. Februar 2012

Eric Decastro

Picaelatura

29. Februar bis 15. April 2012

Michael Morgner

Werke 1960 - 2012

15. April bis 20. April 2012

Men Duri Melcher

Deep Sea Light

14. April bis 28. April 2012

Neue Deutsche Grafikgemeinschaft Edition 2011

2. Mai bis 2. Juni 2012

Michael Jastram

Skulpturen und Zeichnungen

20. Juni bis 21. Juli 2012

Julia Steinberg

Stadt - Land - Fluss - Bildnis | Bilder und Reliefs

29. August bis 29. September 2012

Martine Andernach – Skulpturen und Wandobjekte

Aloys Rump – Bilder und Objekte

3. Oktober bis 3. November 2012

Max Uhlig

Max Uhlig in Frankfurt

14. November bis 20. Dezember 2012

Victor Sanovec

Arbeiten 1984 - 2012

30. Januar bis 2. März 2013

Hubertus von der Goltz und Detlef Waschkau

Stadtmotive und Begegnungen

20. März bis 20. April 2013

Heinz Jahn und Stefan Pietryga

Märzbauten

24. April bis 4. Mai 2013

Neue Deutsche Grafikgemeinschaft

Edition 2012 / Thomas Ranft: Hyperion

22. Mai bis 22. Juni 2013

Claus Tittmann

Skulpturen, Zeichnungen und Reliefs

28. Juli bis 3. August 2013

Chang Kui Cai

Pferde

14. August bis 24. August 2013

Franz Mon

Sprechende Bilder

4. September bis 9. Oktober 2013

Uschi Lüdemann

Malerei und Objekte 1983 - 2013

16. Oktober bis 16. November 2013

Hans Scheib und Peter Herrmann

Dies und Das – Oskar und die Beine von Dolores

27. November 2013 bis 11. Januar 2014

Menno Fahl

Plastik und Malerei

19. März bis 23. März 2014

Neue Deutsche Grafikgemeinschaft

Edition 2013

29. März bis 4. April 2014

Men Duri Melcher

Deep Sea Light II: The Creatures

9. April bis 10. Mai 2014

Peter Ruehle und Torsten Ruehle

Malerei

14. Mai bis 14. Juni 2014

Heinz Jahn, Stefan Pietryga, Claude Wall

Eine andere Wirklichkeit

25. Juni bis 19. Juli 2014

Michael Schuster

CUT OUT Ausstellungen 2013 - 2014

Ausstellungen 2014 - 2016

10. September bis 18. Oktober 2014

CLARA MOSCH

Carlfriedrich Claus, Thomas Ranft, Dagmar Ranft-Schinke, Michael Morgner, Gregor-Torsten Kozik

9. November bis 6. Dezember 2014

I am - We Are

Eine Familie reflektiert in Film & Fotografie

10. Dezember 2014 bis 10. Januar 2015

das kleine format

Gruppenausstellung

11. Februar bis 14. März 2015

holgerherrmann

Lithografien, Radierungen und Farbstücke

18. März bis 21. März 2015

Neue Deutsche Grafikgemeinschaft

Edition 2014

16. April bis 9. Mai 2015

Christiana Protto

A Taylor’s Garden

16. April bis 9. Mai 2015

Alwin Dorok – Jumping Squares

Konkrete Malerei und Papierarbeiten

20. Mai bis 20. Juni 2015

Ursula Edelmann

Treppen - Fotografie

1. Juli bis 22. August 2015

Wanda Pratschke und Ann Reder

Bronze und Farbe

9. September bis 24. Oktober 2015

Emil Cimiotti

Ein Pionier der Nachkriegsskulptur mit neuen Arbeiten

25. November 2015 bis 17. Januar 2016

Uschi Lüdemann, J. Raitz v. Frentz, Reinhard Roy

Drei Handschriften – Ein Weg

24. Februar bis 2. April 2016

Martine Andernach

Skulpturen und Papierarbeiten

13. April bis 17. April 2016

Neue Deutsche Grafikgemeinschaft

Edition 2015

27. April bis 11.Juni 2016

Ursula Edelmann - Fotografie

Stefan Pietryga - Installation Potsdam

31. August bis 2. Oktober 2016

Heinz Jahn, Uwe Jahn, Claude Wall

Keine Wunder - keine Lügen

5. Oktober bis 29. Oktober 2016

Gerhard Altenbourg

Wanderer zwischen den Welten

9. November bis 10. Dezember 2016

Hubertus von der Goltz und Detlef Waschkau

Cities _&_Spaces_

18. Januar bis 5. Februar 2017

PageArt - Ein Sammlerprojekt, 4. Station von Carsten D. Siebert und Jutta Ziegler

15. Februar 2017

Neue Deutsche Grafikgemeinschaft

Edition 2016

1. März. bis 1. April 2017

Corinna Krebber – Leerelose Leere Papierarbeiten und Installationen

19. April bis 20. Mai 2017

Michael Jastram

Schmaler Pfad

Ausstellungen 2016 -2018

31. Mai bis 1. Juli 2017

Aloys Rump und Gisela Weber

Vom Licht gestreift: Himmelskörper und Erdenstele

30. August bis 30. September 2017

Michael Morgner zum Fünfundsiebzigsten

Bilder und Skulpturen

11. Oktober bis 30. Oktober 2017

Martine Andernach/Eric Decastro/Peter W. Schindler

Skulpturen – Malerei – Fotografien – Zur Buchmesse

22. November 2017 bis 6. Januar 2018

Michael Schuster

Wieder Sehen

24. Januar bis 24. Februar 2018

Wanda Pratschke

Bronzen 1980 bis 2005

14. März bis 14. April 2018

Alwin Dorok, Malerei – Dietz Eilbacher, Plastiken

Reduktionen

25. April bis 26. Mai 2018

Heinz Jahn und Stefan Pietryga

Ins Blaue

Ausstellungen 2018 - 2020

2. Juni bis 3. Juni 2018

Neue Deutsche Grafikgemeinschaft

Edition 2017

27. Juni bis 28. Juli 2018

Julia Steinberg

Spaziergang nach K.

28. September bis 20. Oktober 2018

AVTO (Avantil Berdznishvili)

Transformationen

9. November bis 12. Januar 2019

Lotte Laserstein - Laternenkinder

Intervention von Stefan Pietryga

27. Januar bis 1. März 2019

Raimund Fraas – Robert Steidl – Wolfgang Ritter

Einfach

15. März bis 13. April 2019

Erich Franke (1911 - 2008)

Zeitwende

19. Mai 2019

Martine Mosebach: „Westend“

Frankfurt liest ein Buch

22. Mai bis 22. Juni 2019

Claus Tittmann

Die Sprache der Materialien

4. September bis 5.Oktober 2019

Hans Scheib

Septembersong

23. Oktober bis 24. November 2019

Werner Tübke

Radierungen und Lithografien

22. Januar bis 22. Februar 2020

Ev Loehr –Schwebende Papierarbeiten

Raumzeichen als Erinnerungsspuren

1. April bis 2. Mai 2020

Peter W. Schindler – Otfried Schütz – Ann Reder

Fotografie – Malerei – Plastik

27. Mai bis 27. Juni 2020

Ursula Edelmann & Stefan Pietryga

Die Inspiration – zwei Blicke / Fotografie und Skulptur

26. August bis 26. September 2020

Thomas Ranft und Peter Vaughan

Allegorie und Komposition

Ausstellungen 2020 -2024

4. November bis 12. Dezember 2020

Martine Andernach – Dietz Eilbacher – Hans Steinbrenner

Skulpturen in der Nachfolge des Kubismus

15. Mai bis 12. Juni 2021

Michael Morgner

Verletzlich

16. Juni bis 10. Juli 2021

Ursula Edelmann

Ein Leben für die Fotografie

25. August bis 25. September 2021

Claus Tittmann zum Achtzigsten

Skulptur – Zeichnung – Grafik

27. Oktober bis 4. Dezember 2021

Uschi Lüdemann

Gemaltes Licht

22. Februar bis 26. März 2022

Stefan Pietryga – Claude Wall

– multiple comments –

23. April bis 21. Mai 2022

Michal Morgner

Archäologische Bilder zu seinem 80. Geburtstag

1. Juni bis 16. Juli 2022

Michael Jastram

Auf dem Weg

24. August bis 1. Oktober 2022

Alwin Dorok und Reinhard Roy Spektrale

26. Oktober bis 10. Dezember 2022

Sezessionen

Hamburg/Darmstadt/Frankfurt

18. Januar bis 25. Februar 2023

125 Jahre Max Baur

Es gibt nur eine Sonne

29. März bis 6. Mai 2023

Martine Andernach - Ann Reder

Zeichnungen/Skulpturen

23. August bis 30. September 2023

Margarete Zahn

Zeichnungen/Skulpturen

15. November 2023 - Januar 2024

Detlef Waschkau

Urban Vibes

14. März bis 6. Mai 2006

Horst Hamann Stay Vertical

Diese erste Präsentation von Horst Hamann in Frankfurt umfasst eine kleine Gruppe bisher unpublizierter Aufnahmen in der für Horst Hamann typischen vertikalen Sicht, die neue, überraschende und faszinierende Perspektiven auf die Stadt erlaubt. Vervollständigt wird die rund 60, zum Teil großformatige Exponate umfassende Ausstellung mit Beispielen aus Horst Hamanns legendären Werkreihen „New York“ und „Paris“.

Berühmt wurde der in New York lebende deutsche Fotograf mit seinen extremformatigen Fotos von New York. Mit seiner Panorama-Kamera lichtete er die Architektur der Stadt in starken Schwarz-WeißKontrasten ab. Dazu wählte er Standpunkte, die nur durch äußerst riskante und nicht immer legale Kletterpartien erreichbar sind. Von dort aus zeigt uns Hamann die Metropole in ihrer bis dahin völlig unbekannten geometrischen Schönheit. Kein Wunder: Der Bildband „New York Vertical“ wurde zum Kultobjekt für alle Foto- und Design-Liebhaber, - und ein „must-have“ für alle New-York-Fans! Mit genau dieser Neugier für ungewöhnliche Perspektiven hat Hamann sich auch Mainhattan genähert, seine Fotos zeigen uns ein atemberaubend modernes Frankfurt.

Die Finanz- und Werbemetropole präsentiert ihr zukunftsgewandtes

Gesicht: vertikal!

Die zweite Ausstellung im KunstRaum Bernusstraße ist der in Düsseldorf lebenden Bildhauerin Nele Waldert gewidmet. Es ist die erste umfassende Werkschau der Künstlerin in Frankfurt.

Mit genauer Beobachtungsgabe, Ernsthaftigkeit und manchmal auch mit ironischem Augenzwinkern sucht sich die Künstlerin Dinge, die sie in Plastiken und Installationen umsetzt. Ob die Dinge aus der Kunst oder aus Alltagsbeobachtungen resultieren, hat keine unterschiedliche Wertigkeit mehr, wenn sie in den Plastiken Nele Walderts ihre neue Form gefunden haben.

Nele Waldert Heimat

Sie kommen zusammen zu einer neuen Welt, die erzählerisch erscheint und doch streng ist, offene Geschichten in uns auszulösen vermag und doch formal und farblich durch große Stringenz und Klarheit überzeugt.

8. Juni bis 22. Juli 2006

8. September bis 11. November 2006

Stefan Pietryga

Haupt- und Nebenwege

Die blaue Pappel ist zu Stefan Pietrygas Markenzeichen geworden. Wie hoch aufragende Stelen, in der Landschaft oder im Innenraum positioniert, sind sie Indikatoren, die uns zum eigentlichen Thema seiner bildhauerischen Arbeit führen. Pietrygas Skulpturen berichten von Volumen, Maßstäblichkeit, Rhythmus und Farbwirkung. Seine Installationen lassen Raumspannungen von Körper zu Körper entstehen. Der Raum wird als verbindender Teil der Plastik einbezogen und erhält eine neue Bedeutung. Für den Betrachter wird das Kunsterleben auch zum Raumerlebnis.

Beim Motiv des Baumes knüpft Pietryga ähnlich seinen anderen Themen (Stier) auch an die alten ikonographischen Bedeutungen an, ohne anekdotisch zu werden. Pietryga arbeitet konzeptuell mit den bildnerischen Mitteln der figurativen Plastik.

Darüber hinaus sind in der Ausstellung von Stefan Pietryga Arbeiten aus Glas und ebenfalls eine Werkgruppe von Aquarellen zu sehen, die erstmals in Frankfurt vorgestellt werden. Insgesamt ergibt die Ausstellung eine vom Künstler auf den KunstRaum hin entwickelte Raumskulptur, in der alle Aspekte seines Werkes als plastischer Dialog erlebbar werden.

Hubertus von der Goltz hat in den letzten Jahren durch zahlreiche große Außenplastiken wie in Darmstadt, Berlin, Seoul, Chicago und Vence oder in dem unweit von Amsterdam gelegenen Harderwijk seinen Wirkungskreis als Bildhauer mit internationalem Renommee erweitert. Er gehört zu den wenigen figurativen Bildhauern unserer Zeit, die es verstehen, in ihrem Werk inhaltliche Aktualität und formale Zeitlosigkeit zu einer kontinuierlichen Formensprache zu verbinden.

Sein figurativer Minimalismus schöpft aus der Ausdrucksqualität einer elementaren Form: der menschlichen Figur.

Aus dem ästhetischen Dialog von Figur und Raum, Figur und Architektur, Figur und Betrachter erwächst die Eindrücklichkeit seiner Arbeiten.

Im Kontext des jeweiligen Ausstellungsortes definiert er mit seinen Arbeiten ein neues Raumgefüge. Seine Figuren wirken als Zeichen im Raum und als polyglott gleichnishaftes Bild jenseits aller kulturellen Unterschiede. In der Simplizität ihrer öffentlichen Erscheinung, die alle statischen und tektonischen Bedingungen scheinbar so spielerisch leicht überwunden haben, begründet sich auch die metaphorische Wirkung seiner Arbeiten

30.

November bis 20. Dezember 2006

Hubertus von der Goltz Balance

als prägnantes existentielles Zeichen. Die menschliche Figur ist immer auch ein gleichnishaftes, auf das eigene Selbst des Betrachters zurückweisendes Bild, mit dem man sich bewusst oder unbewusst identifiziert. Es entsteht ein Dualismus von künstlerischer Idee und aktiver Rezeption: ein Abwägen zwischen dem klar Artikulierten und dem Unausgesprochenen.

Richard Brams Bilder sind charakteristische Motive aus unserer Alltagswelt. Seine Aufnahmen sind humorvoll, skurril, manchmal sarkastisch und ironisch, doch immer voller Sympathie für die Protagonisten seiner Szenen. Richard Brams Studio ist die Straße. Gerade hier zählen die Kunst des selektiven Blickes und eine Gabe zur Antizipation des Kommenden. In Bruchteilen eines Augenblicks muss der Fotograf auf ein kommendes Motiv vorbereitet sein, von dem der zu Fotografierende selbst womöglich noch nicht mal ahnt, dass es nun so kommen wird. Diesen flüchtigen Augenblick zu bewahren und ihn ins Zeitlose zu überführen –darin knüpft Richard Bram nahtlos an die großen Namen der klassischen Fotografie an. Henri Cartier-Bresson hat diese Strategie als ein Vorgehen wie „auf Samtpfötchen und mit Argusaugen“ beschrieben. In der Hektik der Großstadt hält Richard Bram mit seinen Aufnahmen die Zeit an.

Seine szenischen Bilder sind eine ungewöhnliche Erzählfotografie, die uns anekdotisch Heiteres bis erkenntnisbildend Kritisches über den Zustand

unserer Gesellschaft eindringlich vor Augen führt. Seine Aufnahmen sind ehrlich und ungekünstelt. Das zählt viel in unseren Tagen, in der authentische Fotografie zu einem seltenen Gut geworden ist.

18. Januar bis 10. März 2007
Street Photography

Hans Scheib gehört zu den prägenden deutschen Holzbildhauern der Gegenwart. Sein Werk gründet in der Tradition einer expressiven Formensprache und eines vitalistisch-skeptischen Denkens, das man bei ihm als Ausdruckskunst einer singulären, über Jahre geprüften künstlerischen Haltung begreifen muss. Nicht dem Abbild gilt die Suche: Hans Scheib lotet den Ausdruck, die innere Natur seiner Themen aus. Seine Menschenund Tierbilder, seine Ausflüge in literarische und historische Szenerien lassen eine differenzierte Bildsprache erkennen.

eine Form von Wahrnehmungssensibilisierung, die nonverbale Einladung an den Betrachter, sich auf seine Arbeiten einzulassen, ist ein Angebot zur Wahrnehmung.

In seinem Werk handelt es sich immer um eine grundsätzliche, in die Form der Figur gebundene Auseinandersetzung um Inhalte, die auch auf zeitgeschichtliche und aktuelle Herausforderungen reagieren. Die Figuren von Hans Scheib reflektieren das Lebensgefühl der Gegenwart und sind doch auch von überzeitlichem Charakter. Skulptur ist immer auch eine Wirkungsform, die in den Alltag eingreift, Position bezieht und in ihrer starken physischen Präsenz unmittelbar auf den Betrachter wirkt. Für Hans Scheib ist das

12. April bis 26. Mai 2007
Hans Scheib Figuren

31. Mai bis 30. Juni 2007

kg eiland: Peter Ruehle, Torsten Ruehle, Daniel M. Thurau

Hängen Sie sich Bilder an die Wand! Es geht hierbei um drei junge Künstler aus Ostdeutschland - Peter Ruehle, Torsten Ruehle und Daniel M. Thurau, die sich 1998 zu der Gruppe kg (kunstgesellschaft) eiland zusammen geschlossen und seither zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland bestritten haben.

Peter Ruehle (Studium in Dresden und Florenz) hat für seine ausgefallenen Stadtpanoramen, von denen einige jetzt hier zu sehen sind, im Frühjahr 2007 den Preis der Darmstädter Sezession erhalten.

Torsten Ruehle war Meisterschüler von Arno Rink in Leipzig und von Hanns Schimansky in Berlin, während Daniel M. Thurau sein Studium u.a. auf Burg Giebichenstein in Halle absolvierte.

Gundula Schulze Eldowy gehört zu den bekanntesten Fotografinnen der ehemaligen DDR. Die Ausstellung präsentiert erstmals in Frankfurt ihre frühen, vor dem Mauerfall entstandenen SchwarzWeiß-Zyklen.

Ausgebildet an der Fachschule für Werbung und Gestaltung in Berlin und geprägt durch ihr Studium an der Hochschule für Graphik und Buchkunst in Leipzig trat Gundula Schulze Eldowy zunächst mit in Schwarz-Weiß gehaltenen dokumentarischen

Porträt des DDR-Alltags in Erscheinung.

Trotz aller offiziellen Einschränkungen gelingen ihr provozierende, den Betrachter zwischen Ablehnung und Begeisterung polarisierende Ansichten aus der Arbeits- und Lebenswelt, in der Grau die vorherrschende Farbe ist.

Ihre Bilder sind für uns heute eine Zeitreise, dokumentarisch wie emotional.

Gundula Schulze Eldowy

Berlin. In einer Hundenacht

31. August bis 13. Oktober 2007

Dagmar Roederer Chinoiserien

Dagmar Roederer malt Vasen. Die Gefäße auf ihren Bildern sind reich an Ornamenten und vielszenigen Erzählungen. Malerei ist für Dagmar Roederer ein offenes System. Die Geste des Malens überwindet die Vorlage. Räume werden verflochten, Ornamente verselbständigen sich und wuchern eigenständig über die Leinwand. Figuration und Abstraktion bilden in ihren Bildern eine Synthese im Gleichklang. Ästhetische Brüche sind gewollt. Sie resultieren aus dem Kontrast des neuzeitlichen Blicks auf den antiken Gegenstand, die Umsetzung eines dreidimensionalen Gegenstandes in die Flächigkeit der Malerei, die europäische Deklination einer ostasiatischen Farbästhetik und die Auflösung des tradierten Sujets in eine neue, zeitgenössische Stilisierung.

Dagmar Roederers Bilder stehen für die Möglichkeit, solch scheinbare Gegensätze zu einer neuen ästhetischen Einheit ohne Widerspruch zu legieren.

15. November 2007 bis 5. Januar 2008

Michael Morgner zählt zu den wichtigsten deutschen Künstlern der Gegenwart. Seit 1966 arbeitet er als freischaffender Künstler. Standen zu Beginn seines Schaffens noch Landschaften, Porträts und Stillleben im Vordergrund, bestimmten im Laufe der Jahre zunehmend klassische Körperformen sein Werk: der Mensch wurde zum Mittelpunkt seiner Kunst.

1977 gehört er zu den Mitbegründern der legendären Produzentengalerie CLARA

MOSCH, die außerhalb des Kulturbundes und des Staatlichen Kunsthandels eine eigene Position formulierte. Schon zu DDR-Zeiten zählte

Michael Morgner trotz Repressionen zu den über die Staatsgrenzen hinaus bekannten Künstlern. In seinem Werk thematisiert er Erfahrungen wie Geburt, Liebe und Leid. Seine abstrahierten Figuren wurzeln in der christlichen

Bilder und Skuplturen

Ikonographie und in der eigenen Biographie.

Die Figurentypen, die in seiner Plastik, Malerei und Grafik zu finden sind, verweisen auf existentielle Grenzsituationen, antizipieren aber auch Befreiung und Hoffnung. „Es war das schwierigste künstlerische Problem meiner Entwicklung, die Figur, die Natur und die Abstraktion zusammenzubringen. Daraus hat sich dann auch die Reduktion der Farbe ergeben, als Möglichkeit der Konzentration.“

24. Januar bis 5. April 2008
Michael Morgner

Schöner Wohnen – Das System der Dinge

„Meine Arbeiten sind Versuche, psychische Situationen: Ängste, Zwänge sinnbildlich und allgemeingültig zu formulieren. Sie sind Mitteilungen über meine Existenz und über den Menschen. “

Als Bildhauerin geht Ingrid Hartlieb den schmalen Grat zwischen Verletzen und Heilen. Der expressive, aus der Behandlung der Hölzer resultierende Gestus, erhält in der Oberflächenbehandlung ihrer Werkstücke eine kurative Haut aus Pigment und Wachs. „Das System der Dinge“ ist ein offenes ästhetisches Tableau, das dem Betrachter unterschiedliche Möglichkeiten des Zugangs bietet. Eine assoziative, interpretierende Annäherung erfolgt über die Titel oder eine sinnlich-haptische Betrachtung der reduziert abstrahierenden Formensprache, in der die Bildhauerin ihre Themen fasst.

Letztlich muss man aber ihr Werk als eine Ordnung von symbolhaften Zeichen begreifen, Symbole,

die Aufschluss geben über das Unbewusste, über die geheimen Träume, die oft sorgfältig hinter Fassaden verborgen werden – auch, oder gerade in der Kunst.

April bis 21. Juni 2008
17.

Raum und Zeit, Stille - die Themen in Peter Ruehles Malerei. Jede Farbe ist als Synthese aus vielen ein Unikat, keine taucht mehrmals auf. Jedes Bild bedient sich anderer Töne, keine Farbe ist gleich. Die neben- und nicht übereinander gesetzten Farbflächen verschwimmen mit zunehmendem Abstand im Auge des Betrachters und bilden neue Farben, während die Komposition bestehen bleibt. Die für sich abstrakten Farbflächen vereinigen sich zur Landschaft, zu Stadtansichten oder Wolkenbil-

5. September bis 18.

Peter Ruehle

Universal: Stadt – Land – Fluss – Himmel

dern. Die atmosphärische Wirkung der gewählten Farben steigert die irrationale Ferne in seinen Bildern.

Peter Ruehles Arbeiten sind Farb- und Raumerlebnis in einem - kontemplativ und ohne Hektik, eine Oase der Besinnung für das betrachtende Auge.

Oktober 2008

Hans Scheib

Kalte Nadel – Radierungen 1977 – 2004

Hans Scheib hat neben seinem bildhauerischen und zeichnerischen Werk im Laufe der Jahre eine Fülle von Radierungen geschaffen, die nun erstmals in ihrer Gesamtheit publiziert und in einer Auswahl von rund 80 Blättern begleitend zur Veröffentlichung seines Werkverzeichnisses vorgestellt werden.

Die Kaltnadelradierung ist eine der faszinierendsten und persönlichsten Formen des druckgraphischen Ausdrucks, da der Künstler dabei unmittelbar und direkt in die Platte arbeitet. Diese lineare, an sich zeichnerische, Vorgehensweise geschieht jedoch immer in der Auseinandersetzung mit dem

Material, und hier verbindet sich der Graphiker mit dem Holzbildhauer Hans Scheib. Beide Techniken fordern eine vehemente Verletzung der Oberfläche und tragen deutliche Spuren ihrer Bearbeitung. Dabei kann die zarte Geste neben brutalem Hieb, der feine Strich neben tiefsten Gräben stehen und vom Betrachter am Werk nachempfunden werden.

5. November bis 20. Dezember 2008

Wirklichkeit + Anschauung – Fünf figurative Positionen

Hubertus von der Goltz, Ottmar Hörl, Michael Morgner, Stefan Pietryga und Andreas von Weizsäcker

Die Ausstellung zeigt fünf singuläre Beiträge des zeitgenössischen Kunstschaffens. Die Skulpturen, Bilder und multiplen Objekte von Hubertus von der Goltz, Ottmar Hörl, Michael Morgner, Stefan Pietryga und Andreas von Weizsäcker stehen für eine authentische künstlerische Bildsprache. Bei aller Individualität in ihren ästhetischen Positionen ist ihnen der Blick auf unsere Gegenwart gemeinsam. In ihren bildnerischen Strategien stellen die Künstler den Menschen mit seinen individuellen Aktionen und Reaktionen in den Mittelpunkt ihrer

Arbeit. Die Ausstellung unternimmt den Versuch, den Besucher in Bezug zu den künstlerischen Werken zu setzen. „Wirklichkeit und Anschauung“ meint künstlerisches Erfassen von Wirklichkeit aus der Anschauung und Gewinn von Wirklichkeit in der Anschauung durch den Betrachter.

28. Januar bis 28. März 2009
Bernusstraße 18 (über Zeppelinallee) 60487 Frankfurt a .M. tel 0049 (0) 69 977 836 56 fax 0049 (0) 69 977 836 57 Öffnungszeiten: Donnerstag von 13 20 Uhr Freitag von 13 19 Uhr Samstag von 10 15 Uhr und nach Vereinbarung
KunstRaum Bernusstraße

Hubertus von der Goltz Im Raum

Über seine Arbeiten sagt Hubertus von der Goltz: „Mein Thema zielt auf den Einzelnen und seine Balance zwischen Denken, Handeln und Sein. Für mich ist es ein symbolischer Akt: Derjenige, der balanciert, muss sich auf sich selbst und seinen Weg konzentrieren. Dies ist eine grundmenschliche Erfahrung.“

Die Skulpturen von Hubertus von der Goltz sind minimalistische Raumzeichen von hohem Wiedererkennungswert. Der Dialog von Figur und Raum ist überraschend, faszinierend und irritiert unsere Sehgewohnheiten.

April
16. Mai
8.
bis
2009

Ottmar Hörl studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt und an der Kunsthochschule Düsseldorf. Die künstlerischen Ausdrucksformen des Bildhauers und Konzeptkünstlers Ottmar Hörl sind vielfältig und lassen sich nicht auf eine bestimmte Stilrichtung festlegen. Das Prinzip der Serialität, der Respekt vor der Integrität des Objekts, die Frage nach Regeln der Ordnung und dem Bildpotential der Dinge, gepaart mit dem ihm ganz eigenen Humor, sind Leitmotive seiner künstlerischen Arbeit. Seine Vorgehensweise beinhaltet gleichzeitig Organisations- wie Interventionsprinzipien, die in unseren Alltag eingreifen und unsere Wahrnehmung verändern.

Mit seinen Installationen im Innenraum wie im öffentlichen Raum erweitert Ottmar Hörl den Begriff des Plastischen.

In dieser Ausstellung präsentiert der KunstRaum Bernusstraße unikate Arbeiten von Ottmar Hörl aus den letzten Jahren, die noch nicht zu sehen waren.

3. Juni bis 18. Juli 2009
Ottmar Hörl Meisterstücke

Li Jin

Reisen nach Deutschland

Li Jin gehört zu den herausragenden chinesischen Künstlern der Gegenwart. Er ist einer der wenigen Kunstschaffenden seines Landes, in dessen Werk sich Traditon und Innovation verschränken. Als Zeitgenosse erlebt Li Jin tagtäglich den rapiden Wandlungsprozess Chinas. Als Künstler bekennt er sich zu den bewahrenswerten malerischen und literarischen Traditionen der chinesischen Kultur. In seiner Kunst ist Li Jin ein Schilderer. Die Themen in seinen Blättern sind eher persönlicher, prosaischer Natur. Sein Blick richtet sich auf das alltägliche Leben, auf Begebenheiten und Ereignisse, die er im Anekdotischen selbst beschreibt. Die Leichtigkeit und das Spontane seiner Tuschmalerei sind virtuos und offenbaren zugleich seine innere Sammlung und Konzentration im Moment des Malens. Li Jins

Bilder sind ein gelebtes Bekenntnis zur Tradition chinesischer Tuschmalerei, die er für den Betrachter in ganz undogmatischer Manier in eine nachvollziehbare Zeitgenossenschaft führt.

In den letzten Jahren hat Li Jin zwei Reisen nach Deutschland unternommen.

Die Ausstellung zeigt 28 Blätter, die während seiner Reisen entstanden sind. In der für ihn typischen Bildsprache aus Melancholie, Ironie und Hintergründigkeit schildert er seine Begegnung mit der für ihn unbekannten Kultur.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreiches Buch (chinesisch/englisch/deutsch) mit zahlreichen Abbildungen und einer Reiseschilderung des Künstlers.

4. September bis 18. Oktober 2009

Die einzigen Illustrationen, die Henry Moore (1898-1986) für eine Dichtung der Vergangenheit schuf, sind seine Farblithografien von 1950 zu den Prometheus-Dichtungen des jungen Goethe. Als Textvorlage diente Moore die französische Übersetzung von André Gide.

Im KunstRaum Bernusstraße sind jetzt diese selten gezeigten Prometheus-Lithografien zu sehen, ergänzt durch Fotos aus den Sammlungen der Henry Moore Foundation, dem LehmbruckMuseum (Werner Hannappel) und von Professor Eduard Trier sowie Erika Schmied und weiteren namhaften Fotografen.

Sie geben einen umfassenden Einblick in das bildhauerische Schaffen Henry Moores.

Zur Vernissage stellt Prof. Dr. Christa Lichtenstern, eine der international renommiertesten MooreExperten, ihre kürzlich im Deutschen Kunstverlag erschienene Henry Moore-Monographie „Werk –Theorie – Wirkung“ vor.

Henry Moore

Farblithografien und Fotos

27. Oktober bis 14. November 2009

25. November 2009 bis 16. Januar 2010

Menschen - Tiere - Editionen

Druckgrafiken, Skulpturen, Fotografien, multiple Objekte

Menschen - Tiere - Editionen ist eine illustrative Accrochage zum Jahresausklang mit ausgewählten Arbeiten von Künstlern aus dem Programm der Galerie und zahlreichen Gästen. Gezeigt werden druckgraphische Blätter, Skulpturen, Fotografien und multiple Objekte, die den Betrachter zum Entdecken einladen. Vertreten sind Künstler wie Richard Bram, Hubertus von der Goltz, Horst Hamann, Ottmar Hörl, Hans Scheib, Nele Waldert und Andreas von Weizsäcker, in deren Werk das Menschenbild und/oder die Tierdarstellung einen festen Platz haben.

Anhand exemplarischer Beiträge werden unterschiedliche, individuelle Positionen und mediale Möglichkeiten in der Darstellung der beiden klassischen Sujets im Bereich der zeitgenössischen, edierten Kunst vorgestellt.

1985 hat Stefan Szczesny die ersten Übermalungen eigener Fotografien geschaffen. Diese Fotoarbeiten sind eine Fortsetzung seiner Malerei mit anderen Mitteln.

Mit dem Auge des Künstlers fotografiert er die von ihm ausgewählten Motive im Hinblick auf eine spätere malerische Vollendung. Das Ergebnis ist ein zum Bild gewordener Ausdruck zwischen der geschauten Wirklichkeit im Dialog von Formen und Farben und der malerischen Fantasie des Künstlers, die das fotografierte Bild vollendet.

Die Ausstellung zeigt exemplarische Arbeiten aus den letzten Jahren.

Stefan Szczesny

Karibische Träume

31. Januar bis 27. März 2010

KUNST_WERK_BUCH

Künstlerliste:

Künstlerbücher, Buchobjekte, Multiples, Bilder und Skulpturen zum Thema Buch In dieser Ausstellung steht das Buch als Kunstwerk im Mittelpunkt.

Antonio Calderara

Carlfriedrich Claus

Lutz Fritsch

Sabrina Hohmann

Martin Holler

Ottmar Hörl

Dirk Hupe

Heinz Jahn

Michael Jäger

Kubach-Wilmsen

Lázló Lakner

Helge Leiberg

Michael Morgner

Philipp Orschler

Jürgen Paas

A.R. Penck/ Wolf Kahlen

Stefan Pietryga

Christoph Rust

Klaus Schiffermüller

Timm Ulrichs

Franz Erhard Walther

Detlef Waschkau

Andreas von Weizsäcker

Frank M. Zeidler

Vorgestellt wird eine Auswahl von Büchern, Objekten, Skulpturen und Multiples, die exemplarisch für verschiedene, zum Teil wegweisende, künstlerische Positionen der letzten 40 Jahre stehen.

Die Exponate in den Räumen des KunstRaum Bernusstraße sind Werke, die das Buch als Gegenstand „von allen Seiten“ bearbeiten: sei es in Stein gemeißelt oder als Material benutzt, um es zu übermalen, zu schreddern oder plastisch in eine Skulptur einzubinden. Neben diesen Buchobjekten wird eine Reihe von ausgewählten künstlerisch gestalteten Büchern mit bildnerischen Interpretationen literarischer Texte gezeigt.

Der Aspekt „Buch“ ist in allen Arbeiten integraler Bestandteil und eröffnet ein breites Spektrum von Betrachtungsebenen und Lesarten, bis hin zu einzelnen Kunstprojekten und Installationen.

14. April bis 22. Mai 2010

Horst Hamann fotografiert Fußballerinnen und Fußballer, deren Fotos im KunstRaum Bernusstraße Premiere haben.

Im Auftrag des DFB entstanden die Porträts der Frauen-Nationalmannschaft – der Weltmeisterinnen 2003 und 2007 – als freies Projekt des fußballbegeisterten Fotografen. Wer nun Sportfotografie in Form von spektakulären Schnappschüssen erwartet, die uns Freud und Leid, Artistik und Missgeschick, Triumph und Niederlage der Ballkünstlerinnen auf dem Feld ins Bild gebannt vorführen, wird umdenken müssen. Horst Hamann porträtiert die Sportlerinnen abseits vom Getümmel, auf und um das Spielfeld herum. Seine Aufnahmen stellen den Menschen in den Mittelpunkt, ganzfigurig in dem zu seinem Markenzeichen gewordenen vertikalen Format oder als losgelöste Bewegungsstudien vor schwarzem Hintergrund.

Horst Hamann fokussiert die Individualität der Protagonistinnen in Mimik und Gestik, Ausdruck und Haltung, auch im Bewusstsein ihrer Rolle, die sie als Aktive oder auch als Botschafterinnen des deutschen Fußballs einnehmen. Die Liebe zum

Fußball eint Akteurinnen und Fotograf. Es ist diese emotionale Grundstimmung, die seine Aufnahmen prägen. Die Gratwanderung des Künstlers zwischen Fan und Fotograf, die den Bildern eine subjektive Qualität der Nähe verleihen und den Betrachter das Unverfälschte im Moment der Aufnahme spüren lassen.

Die Aufnahmen sind Hommage und Dokumentation in einem. Die Sportfotografie ist um eine bemerkenswerte Facette reicher geworden.

2. Juni bis 10. Juli 2010
Horst Hamann Abseits

Interaktive Objekte

Peter Vogel setzt seine interaktiven Skulpturen, Wandobjekte und Installationen aus elektronischen Bauteilen zusammen. Die Arbeiten reagieren auf Bewegungen und Schallimpulse des Betrachters, die in Licht und Töne umgesetzt antworten. 1969 begann der in Freiburg lebende Künstler mit seinen „Kybernetischen Plastiken“, die ausgehend von Modellen der Neurophysiologie, den stummen Dialog zwischen Kunstwerk und Betrachter in eine individuell seh- oder hörbare Interaktion umsetzen.

Die Ausstellung zeigt eine Auswahl typischer Arbeiten von Peter Vogel aus den letzten 40 Jahren.

1. September bis 10. Oktober 2010

Gerhard Altenbourg, Carlfriedrich Claus, Michael Morgner, Thomas Ranft Arbeiten auf Papier

Anlässlich des 20. Todestages von Gerhard Altenbourg, dem 80. Geburtstag von Carlfriedrich Claus und dem 65. Geburtstag von Thomas Ranft thematisiert die Ausstellung den Tiefdruck. Ranft, einer der eigenwilligsten und zugleich fantasievollsten Radierer, hat die beiden großen Außenseiter zur Radierung gebracht, einem Medium, das für beide eine wichtige Ergänzung in ihrem Werk war. Für die Verbreitung der Clausschen Sprachblätter – und damit die Popularisierung dieses Künstlers – war die Radierung unbedingt notwendig. Für Altenbourg ergab diese neue Drucktechnik eine wunderbare Erweiterung seines Schaffens: Nach dem jahrelangen Arbeiten an den „Wund-Denkmalen“, einem der wohl schönsten Künstlerbücher des 20. Jahrhunderts, verfiel er förmlich in einen Schaffensrausch und radierte mit der „Schnepfenthaler Suite“ ein „…großangelegtes erotisches Welttheater en miniature“. Die vier Künstler zeigen

außerdem unikate Arbeiten, wobei vor allem Morgners Lavagen über Prägedrucken auf Japan- oder Büttenpapier hervorgehoben werden müssen: eigenwillig und einzigartig!

Gerhard Altenbourg und Carlfriedrich Claus hingegen, beide schon damals international ebenso berühmt wie in der DDR quasi nicht existent, standen den jungen Künstlern neugierig und positiv gegenüber und ließen sich – bei ihrem Einzelgängerdasein gar nicht so selbstverständlich – sogar auf das gemeinsame Projekt ein: CLARA MOSCH.

3. November bis 18. Dezember 2010

2. Februar bis 12. März 2011

Hubertus von der Goltz und Detlef Waschkau

Mensch im Raum

Wo von der Goltz mit Metallobjekten den realen architektonischen Raum besetzt, geht Waschkau in die unterschiedlichen Tiefen des hellen Pappelsperrholzes.

farblich betont werden. So entstehen Reliefs, die eine neue, eigene Welt erschließen.

Hubertus von der Goltz erlangt seit den 80er Jahren mit seinen raumgreifenden Metallkonstruktionen im öffentlichen Raum internationale Aufmerksamkeit, zuletzt 2010 mit einer Arbeit auf der Expo in Shanghai. Die Auseinandersetzung mit dem Menschen als einem Wesen, das stets seine Existenz ausbalanciert, lässt ihn immer neue Raumbezüge suchen.

Detlef Waschkau sammelt fotografisch

Augenblicke in den Metropolen der Welt und übersetzt diese in seinem Atelier in dekonstruierte Räume, die durch Strukturmuster und eingravierte Umrisse

13.

April bis 15.

Über das Relief in der zeitgenössischen Kunst

Die Ausstellung unterschiedlicher Positionen zeigt eine Palette von historischen Beispielen, über ausgewählte Werke aus der klassischen Moderne bis zu Arbeiten, die unter dem Aspekt Relief eine neue Sicht auf die Ursprünge dieser Kunstgattung geben können, darunter Karl Hartung, Hans Steinbrenner, Andreas Slominski, Stefan Pietryga, Hubertus von der Goltz, Detlef Waschkau, Michael Morgner u.a. Mai 2011
FLÄCHE_RAUM

Juni bis 2. Juli 2011

PageArt – Ein Sammlerprojekt von Carsten D. Siebert und Jutta Ziegler

Das Sammlerprojekt PageArt begreift sich als „work in progress“: Die im Entstehen befindliche Sammlung umfasst 2011 ca. 60 Werke zeitgenössischer Kunst und beruht auf der an Künstler herangetragenen Bitte zweier Sammler, auf einem vorgegebenen Format ein typisches Werk anzufertigen. So entstand die Basis einer Kunstsammlung, die einen breiten Überblick über die verschiedenen Strömungen der zeitgenössischen Kunst bietet und bereits jetzt kleine Werkgruppen

erkennen lässt. Ein besonderer Reiz liegt auch darin, zu sehen, wie die Künstler mit der ihnen überlassenen Vorlage umgingen, sich mehr oder weniger stark von ihr lösten, sie in das Werk integrierten und in der jeweils selbst gewählten Technik damit arbeiteten. In einer ersten öffentlichen Ausstellung präsentieren wir Arbeiten von Boris Becker, Katharina Bosse, K. O. Götz, Heinz Kreutz, E. R. Nele, Ben Patterson, Werner Pokorny, Peter Ruehle, Daniel Spoerri, Klaus Staeck, Beat Streuli, Dorothee von Windheim, Bernd Zimmer u. v. a.

8.

31. August bis 1. Oktober 2011

Gundula Schulze Eldowy

Das unfassbare Gesicht – Fotografie

Gesichter – Gesichte und Geschichten – sind das große Thema der international renommierten Fotografin (Lyrikerin, Erzählerin, Filmerin u.a.) Gundula Schulze Eldowy, das ihr stilistisch wandlungsreiches Werk bestimmt. Die Künstlerin lebt in Berlin und Peru, wo auch die ausgestellten Arbeiten entstanden, und auf Reisen.

5. Oktober bis 12. November 2011

Peter Ruehle, Sigrún Ólafsdóttir und Peter W. Schindler

Island – Malerei, Skulptur, Fotografie

Zum Buchmesseschwerpunkt Island zeigt der KunstRaum Bernusstraße Malerei von Peter Ruehle.

Seine Arbeits- und Studienreise 1999 nach Island hat Spuren in seinem Werk hinterlassen. Dort wurde er zu dem Bild Reykjavik und den reduzierten Universallandschaften inspiriert.

Ergänzt wird diese Malerei durch die Fotografie von Peter W. Schindler, der dieses Land mehrfach bereist und seine Eindrücke in fotografischen Kompositionen festgehalten hat.

Die Isländerin Sigrún Ólafsdóttir gibt der zeitgenössischen Skulptur ganz eigene Impulse. Ihre Themen sind Bewegung, Fragilität und Gleichgewicht.

Verschollene Generation

Expressionisten der zweiten Generation

Hierzu gehören die Künstler, die zwischen den beiden Weltkriegen bereits ihre ersten Erfolge hatten, aber durch die Naziherrschaft in ihrem künstlerischen Schaffen eingeschränkt wurden oder emigrieren mussten - wie der Künstler Richard Ziegler, der von der Kunstgeschichte der Nachkriegszeit fast vergessen, in den 80er Jahren sein Comeback in England und New York erlebte und auch hierzulande bereits wieder entdeckt wurde.

Ebenso finden die Werke von Rudolf Möller - Schüler von Lovis Corinth - sowie von Franz Heckendorf, Maria Caspar-Filser, Emil van Hauth, Otto Herbig, Werner Scholz und Erich Waske mittlerweile die ihnen gebührende Anerkennung.

16. November bis 17. Dezember 2011

18. Januar bis 18. Februar

Picaelatura

2012

Jede der unverwechselbaren Ausdrucksweisen, die Eric Decastro entwickelt hat, ist von der eigenen Choreografie begleitet: schnell, langsam, abgehackt, synkopisch, aggressiv, feinfühlig, abrupt, sinnlich. Die Ergebnisse, die mit nicht weniger als 30 Farbschichten erzielt werden, folgen häufig dem "All-over-Prinzip" in Form von Wirbeln, schwungvollen Linien und feinen Netzen. In den typischeren Arbeiten bewegt sich jedoch alles um ein Zentrum. Manchmal scheint die hier freigesetzte Energie nach innen zu ziehen, ein anderes Mal zu den Rändern der Leinwand zu drängen und auch darüber hinaus zu stoßen. In beiden Fällen wird der Betrachter von einem pulsierenden Farbwirbel aufgesogen (man kann hier auch an die Begriffe Implosion und Explosion denken). Für Decastro wird das Zentrum zum Fokus und zu einem Ort der meditativen Ruhe.

Michael Morgner zählt zu den wichtigsten deutschen Künstlern der Gegenwart. Er ist der Preisträger des renommierten Altenbourg-Preises und wird 2012 mit einer umfangreichen Ausstellung im Sprengel Museum Hannover geehrt. Landschaftserfahrungen und existentielle Grenzsituationen drängen den Künstler schon seit Schaffensbeginn zu einer ins Ekstatische gehenden Beschäftigung mit Materialien wie Papier, Tusche, Holz und Eisen.

Eine humanistische Grundhaltung und sein selbstbewusstes Mitgefühl ließen ihn auch während der Repressalien durch die Stasi unbeirrt seinen Weg

eines zunehmend emotionalen Ausdrucks fortsetzen.

In seinen frühen Landschaften hebt er mit wenigen Tuschestrichen die wesentlichen Formationen nicht nur seiner Heimat, sondern auch der besuchten Wolgaregion hervor. Seine späteren Figuren am Strand berühren mit ihrer Körpersprache und vereinigen sich durch die Materialität der grafischen Technik mit den dargestellten Elementen.

Das fortwährende Experimentieren mit seinen gestalterischen Mitteln gipfelt in der zwischen Transparenz und Dichte ausbalancierenden großformatigen Serie zu den „Sieben letzten Worten“, angeregt durch die Komposition von Sofia Gubaidulina. In diesen Arbeiten macht auch Morgner christliches und individuell erlebtes Leid erfahrbar. Andererseits sind seine mit Tusche und Asphalt aufgebrachten Schriftzüge „Ich kann nicht mehr“, reduziert bis zum „Ich“, ein trotziges Zeugnis von Zuversicht, die versöhnlich stimmen.

29. Februar bis 15. April 2012
Michael Morgner Werke 1960 – 2012

15. April bis 20. April 2012

Deep Sea Light

Anlässlich der Luminale 2012 verwandelt Men Duri Melcher den linken „unterirdischen“ Raum der Galerie mit seiner Installation in eine geheimnisvolle Unterwasserwelt. Fantastische, aus buntem Glas, Wurzelwerk, anderen Materialien und Licht gebildete Meereswesen, begleitet von simuliertem Meeresrauschen und Nebeln, scheinen ein- und aufzutauchen: verzauberte Geschöpfe, zugleich Metaphern für die vom Menschen stark bedrohte Tiefsee.

Neue Deutsche Grafikgemeinschaft

Edition 2011

Die Neue Deutsche Grafikgemeinschaft in Chemnitz, unter Leitung von Michael Windesheim und Thomas Ranft stellt ihre Edition 2011 vor. Sie zeigt Druckgrafik in begrenzter Auflage und exklusiv für Mitglieder sowie für die, die es werden wollen: Radierungen, Holzschnitte, Lithografien, und neuerdings Fotografie - von insgesamt 27 Künstlern. Insbesondere das Nebeneinander von Werken etablierter und weniger bekannter, oft junger Künstler, mit unterschiedlichen Handschriften, soll das Verständnis für die grafischen Künste wecken bzw. weiter vertiefen.

14. April bis 28. April 2012

Skulpturen und Zeichnungen

Die figürlichen Arbeiten von Michael Jastram zeigen Mensch und Tier, Wagen, Brücken und Häuser als Metaphern für unsere Gegenwart. Mit archaischem Vokabular schafft der Künstler seine eigene Mythologie. Seine Werke sind Archetypen und Urbilder, die ebenso alt wie modern erscheinen und einen Bogen von den Anfängen bis in die Gegenwart spannen.

2. Mai bis 2. Juni 2012

Julia Steinberg

Stadt - Land - Fluss - Bildnis | Bilder und Reliefs

In ihrer ebenso farbenfrohen wie formal konzentrierten Malerei gestaltet Julia Steinberg bevorzugt Naturmotive neben Interieurs und Architekturen.

Kubische Formen und beruhigte Bildaufbauten prägen die Komposition ihrer Arbeiten. Formale Abstraktion und erzählende Gegenständlichkeit entführen den Betrachter in eine merkwürdig unwirkliche Welt, die doch wieder vertraut erscheint.

In ihrer neuen Werkgruppe der Gesichter konfrontiert uns die Künstlerin mit fiktiven, en face gehaltenen Porträts, die nah und zugleich auch in einer unwirklichen Distanz verharren wie der Blick in einen Spiegel auf das andere „Ich", das der Kunst.

20. Juni bis 21. Juli 2012

29. August bis 29. September 2012

Martine Andernach – Skulpturen und Wandreliefs

Aloys Rump – Bilder und Objekte

Martine Andernach ist eine Bildhauerin im klassischen Sinn. Ihr Thema ist die menschliche Gestalt als dreidimensionale Skulptur. Trotz fortschreitender Reduktion auf die strenge Form wird sichtbar, dass es sich um Menschenbilder mit eigener künstlerischer Ausdruckskraft handelt.

Aloys Rump ist ein Maler in der Tradition des deutschen Informel. Seine reliefhaften Bilder der Werkgruppen „Der Staub der Türme“ und „Die Stille danach“ entstehen aus Schieferstaubpaste und darüber gesiebtem Marmorstaub mit gelegentlich beigemischten Pigmentspuren. Sie erscheinen wie Fotografien von Kraterlandschaften oder aus großer Höhe gesehene, allerdings imaginäre, Landschaften. Diese Arbeiten, ebenso wie die jüngste Bilderfolge aus Ton und Kunstharz, die freskohaften „Fragmente“, sind Zustandsbeschreibungen der Zeit, in der wir leben. Ruhe und Unruhe, Zerstörung und Veränderung prägen den künstlerischen Ausdruck im Werk von Aloys Rump.

Max Uhlig gehört heute unbestritten zu den wichtigsten deutschen Gegenwartskünstlern. Viele Sammlungen beherbergen seine Arbeiten in Deutschland und weltweit. Seine Themen Figur und Landschaft gestaltet er in Farbe oder in Schwarz-Weiß - immer in der ihm ganz eigenen Handschrift einer gesteuerten Spontanität, deren Gerüst grafisch ist: Pinselhiebe, die als gekrümmte Linien seine Subjekte und Objekte beschreiben.

3. Oktober bis 3. November 2012
Max Uhlig Max Uhlig in Frankfurt

14. November bis 20. Dezember 2012

Arbeiten 1984 - 2012

Die Ausstellung mit Werken von Victor Sanovec umfasst einen Zeitraum von 1984 bis 2012 mit Werken auf Leinwand, Papier und Holz.

Die „Faltungen“, bestehend aus Stoffbahnen, die nach einem bestimmten Prinzip zunächst gefaltet, dann bemalt und entsprechend der Farbaufteilung wiederum gefaltet und installiert werden, wurden 1985 im Städelschen Kunstinstitut gezeigt. Dass die Prinzipien der Stoffarbeiten auch auf eine regelrechte Skulptur übertragbar sind, zeigt seine Wandskulptur. Ergänzt werden diese Arbeiten durch Siebdrucke und Lithogafien, darunter auch Grafiken, die sich auf seine Landschaftsprojekte in Deutschland und Spanien beziehen.

Hubertus von der Goltz hat die gewohnt strenge Linearität seiner bisherigen Gestaltungsweise um einen neuen, naturhaften Aspekt erweitert. Die im Werk vorherrschende Struktur von Geraden und Kurven erfährt eine nichtlineare Akzentuierung.

Detlef Waschkau thematisiert in seinen gleichermaßen malerisch und bildhauerisch erarbeiteten zeitgenössischen „Tafelbildern“ Stadtansichten und Straßenszenen, Stadt und Mensch, einzelne Städter und ihr Zusammentreffen - Motive, die er in den Metropolen fotografierte. Seine neuesten Arbeiten zeigen Eindrücke, die er in Peking gesammelt hat.

30. Januar bis 2. März 2013
Hubertus von der Goltz und Detlef Waschkau Stadtmotive und Begegnungen

20. März bis 20. April 2013

Heinz Jahn und Stefan Pietryga

Märzbauten

Heinz Jahn und Stefan Pietryga haben zusammen in den 70er Jahren an der Kunstakademie Düsseldorf studiert und sind immer in Kontakt geblieben. In der Ausstellung treffen beide Künstler wieder aufeinander.

Skulptur und Farbe, Material und Raum sind Konstanten in den Werkgruppen beider Künstler.

In der Ausstellung werden neue Arbeiten in raumbezogenen Installationen unter Einbeziehung malerischer Strukturen inszeniert.

Die Neue Deutsche Grafikgemeinschaft in Chemnitz stellt Druckgrafik in limitierter Auflage vor. Die Vielfalt des Angebotes unterschiedlicher Drucktechniken wie Radierungen, Holzschnitte und Lithografien soll für die Tradition des Druckens und Sammelns von Grafik sensibilisieren. Namhafte Künstler wie Franz Mon, Michael Morgner, Thomas Ranft, Günther Uecker, Max Uhlig haben sich an der Edition 2012 beteiligt, die in der Ausstellung gezeigt wird.

Ergänzend dazu zeigt Thomas Ranft seine Radierungen zum „Hyperion“ von Friedrich Hölderlin, die zeitgleich im Hölderlin-Turm in Tübingen ausgestellt werden.

Neue Deutsche Grafikgemeinschaft

Edition 2012 / Thomas Ranft: Hyperion

24. April bis 4. Mai 2013

Skulpturen, Zeichnungen und Reliefs

Was Claus Tittmann mit seinen Plastiken schafft, sind eigenartige und doch seltsam vertraute Bilder. Indem sie am Erbe der Figur festhalten und es neu interpretieren, nehmen sie eine für die Kunst des 20. Jahrhunderts bedeutsame Entwicklungslinie auf und geben ihr eine neue Wendung.

Das Relief bietet Fläche für die Reflexionen auf die Vielfältigkeit zwischenmenschlicher Konstellationen. Von 2008 bis 2012 entstand eine Folge von Wandreliefs, die im Sandgussverfahren aus Aluminium und Bronze gegossen wurden.

22. Mai
bis 22. Juni 2013

Das Folklore Museum von Tian Jin (V.R. China) ist zu Gast im KunstRaum Bernusstraße mit dem in China hoch geschätzten Künstler Chang Kui

Cai. Nach seinem Studium 1973 – 1976 an der Kunstakademie Tian Jin sammelte Cai zahlreiche

Erfahrungen im Kunstbetrieb durch verschiedene

Tätigkeiten im Tianjin Folkloremuseum, zu dessen hauptverantwortlichem Direktor er inzwischen aufgestiegen ist. Cai ist ein Könner der traditionellen Chinesischen Malerei, der sich auch modernen westlichen Techniken nicht verschließt. Er nahm an zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen teil. Besonders bekannt wurde er durch seine Pferdedarstellungen.

Beim Louvre Kunstsalon 2006 in Paris wurde er mit einer silbernen Medaille ausgezeichnet.

Seit 2007 ist er Mitglied der „Société Nationale des BeauxArts“. 2009 Veröffentlichung einer Forschungsarbeit über buddhistische Kunst und Ma-Zu-Kultur.

Chang

28. Juli bis 3. August 2013
Pferde
Kui Cai

Sprechende Bilder

Die Ausstellung ist bevorzugt den jüngsten Arbeiten Franz Mons gewidmet – den Wortbildern: Konstruktion aus den Lineamenten der Lettern, die die Bedeutung eines Wortes verrätseln und beim Entziffern seinen Begriff ins Nichtvertraute erweitern. In der Serie der „Passionsblume ultraviolett“ werden die Wortbilder zur Basis von collagierten Bildpartikeln, die beim Wahrnehmen ihre erzählerischen Impulse entfalten. Eine andere Gruppe dieser Blätter gilt „Hommage an Letraset“ – der Macht und Würde des Einzelbuchstabens. Mit dessen struktureller Variabilität befassen sich bereits die frühen Schnitt- und Reißcollagen. Zufallsbeglückte Schreibverläufe zeigen die von Mon in der Werkstatt des Papiermeisters John Gerard hergestellten Papiergüsse. In den „Doppelgesichtern“ werden die Beziehungen zwischen heterogenen Implikaten aus den medial vermittelten Realitäten variiert.

August bis 24. August 2013
14.

Malerei und Objekte 1983 - 2013

In den großformatigen Bildern von Uschi Lüdemann geht es um Raum und Licht, Tiefe und Weite, um grenzenlose Räume, um die Beziehung der Farben zueinander, auch um die Beziehung der Farbe zum „gemalten Licht“. Zu sehen sind von der ehemaligen Schülerin von Joseph Beuys und Raimer Jochims Arbeiten aus allen Schaffensperioden.

„Mich interessiert der Umgang mit den Materialien, der Prozess der Bildfindung, die Expressivität der Farbe, des Materials, der Linie .... malerisches Erforschen und Assoziieren. Denken, wahrnehmen, sehen, sich bewusst werden, erinnern, finden, erfinden, empfinden, sich entscheiden. Übermalen, zerstören, neu schaffen, neu entdecken, sich annähern, sehen, sichtbar machen.“ (Uschi Lüdemann)

September bis 9. Oktober 2013
4.
Uschi Lüdemann

16. Oktober bis 16. November 2013

Hans Scheib und Peter Herrmann

Dies und Das – Oskar und die Beine von Dolores

Hans Scheib gehört zu den prägenden deutschen Bildhauern der Gegenwart. Seine Figuren leben von der dramaturgischen Geste im Wechselspiel von Form und Farbe. Die Skulpturen sind bei ihm sinnlicher, sinnstiftender Genuss zwischen Schock und Anmut.

Peter Herrmann teilte 10 Jahre ein Atelier mit Hans Scheib. Peter Herrmanns expressiv-naive Malerei beinhaltet seine Sicht der Dinge des Alltäglichen, von Mensch und Natur. Sie bezeugt einen scharfen Blick, Anteilnahme und Respekt. „So ist er ganz nah bei sich, bei seinem Sujet, ja direkt in seiner Malerei zu finden.“ (Hans Scheib).

Die Tradition der Moderne ist in den Figuren des Lothar-Fischer-Schülers Menno Fahl äußerst lebendig. Seine farbigen Assemblagen, Bilder und Objekte der letzten Jahre sind Zeugen eines frischen Dialoges zwischen Malerei und Plastik.

Die freie Farbsetzung auf Holz, Metall und anderen Materialien führt dazu, dass realer Raum und Farbraum gleichzeitig zur Wirkung kommen und sich dabei kontrapunktisch ergänzen. In seinen Plastiken entwickelt sich dabei ein gelassenes Spiel zwischen Masse und Fläche mit überraschenden Kombinationen und Erfindungen. In seinen Bildern und Grafiken wird das Thema „Figur und Raum“ in der Fläche entwickelt.

Plastik und Malerei

27. November 2013 bis 11. Januar 2014
Menno Fahl

5. Februar bis 8. März 2014

Max Baur

fotografien 1925 - 1960 im geist des bauhaus

Max Baur (1898 - 1988) begann seine fotografische Laufbahn in den 20er Jahren in Wernigerode. Neben seinem herausragenden Potsdam-Werk entstehen Architektur- und Industrieaufnahmen, Landschafts- und Pflanzenstudien sowie seine wegweisende Werbephotographie, „die stark von der Avantgarde und dem Bauhaus beeinflusst war, und in der es ihm gelang, die formalen Ausdrucksmittel

heutiger zeitgenössischer Fotografen vorwegzunehmen, dabei immer Meister der schlichten Eleganz mit einem begnadeten Gefühl für die Schönheit der einfachen Form“ (William Ewing). Seine Arbeiten sind in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten. Die von Karin Steins, Max Baur Archiv, kuratierte Ausstellung beinhaltet 70 s/w Photographien.

fotografien

5. Februar
8. März
bis
2014
Max Baur 1925 - 1960 im geist des bauhaus

19. März bis 23. März 2014

Neue Deutsche Grafikgemeinschaft

Edition 2013

Präsentation der Grafikreihe 2013

namhafter Künstler, u.a. von Angela

Hampel, Gregor-Torsten Kozik, Franz Mon, Michael Morgner, Thomas

Ranft, Dagmar Ranft-Schinke, Klaus

Staeck, Max Uhlig, Timm Ulrichs.

In der Ausstellung taucht man ab zum Ursprung des Lebens. Die Tiefsee erwartet den Besucher mit ihren Bewohnern. Werkstoffe aus Wegwerfmaterial stehen als Parabel des Kreislaufs aus Werden und Vergehen.

„The Creatures“ sind dadurch ein Resultat der künstlerischen Evolution des Ökosystems Meer.

Die Ausstellung findet im Rahmen der Luminale 2014 statt.

29. März bis 4. April 2014

Men Duri Melcher

Deep Sea Light II: The Creatures

9. April bis 10. Mai 2014

Malerei

Die Größe eines Bildes ist zunächst nur eine Frage seiner räumlichen Distanz zum Betrachter. Gegenständlich oder abstrakt, in Öl, collagiert oder gezeichnet, zeigen vornehmlich kleinformatige Arbeiten der Ruehle – Brüder jeweils ganz konkrete Ausschnitte der Zeit - sie werden zur Zeitlupe. In ihrer speziell reduzierten Weise, die bei Peter Ruehle vor allem durch horizontale Streifen und bei Torsten Ruehle oft durch schwarze Umrisslinien gekennzeichnet ist, kommen die Bilder zum jeweiligen Punkt.

Die drei Künstler Heinz Jahn, Stefan Pietryga und Claude Wall verbindet über viele Jahre eine Freundschaft, die sich u. a. durch gemeinsame Ausstellungen entwickelt hat. Jeder hat für sich eine eigene Bildsprache gefunden, die immer wieder in neuen Werkgruppen reflektiert und interpretiert wird. Im Kontext dieser kleinen Gruppe werden durch eine offene installative Inszenierung die Werke in den konstruktiven Dialog eines Themas gestellt: eine andere Wirklichkeit. Die Wiederverwendung von Materialien, die in einen bestimmten Kontext gebunden waren, bekommen durch die Aneignungs- und Arbeitsprozesse der Künstler eine Neufindung, eine eigene Sprache, wobei der Umgang mit dem Farb- und Trägermaterial ein wesentliches Mittel bei allen drei Künstlern ist. Transformation und Rezeption von Erinnerungsbildern treten hier in den Vordergrund. Entlehnungen aus der Kunstgeschichte, Zitate und Metaphern bilden in den Bildprogrammen ein vielschichtiges und abwechslungsreiches Kontinuum, das die Galerieräume in einer ‚anderen Wirklichkeit‘ erscheinen lässt.

14. Mai bis 14. Juni 2014
Heinz Jahn - Stefan Pietryga - Claude Wall Eine andere Wirklichkeit

Michael Schuster lebt und arbeitet in Berlin. In seinem Werk setzt er sich mit der Konservierung und Speicherung von Erinnerungen auseinander. Dabei dienen ihm Fotografien aus dem privaten Umfeld als Vorlage. Schnappschüsse und Momentaufnahmen entnommen aus Familienalben, ganz banale, gleichwohl zeitlose Motive, wie Kinder auf Skiern, die Familie am Strand, oder Straßenszenen, verwandelt er vom Privaten ins Allgemeine und macht einen vergangenen Zeitpunkt neu erlebbar. Die aus getrocknetem und gepresstem Laub bestehenden filigranen Collagen sind von einer poetischen Kraft durchsetzt, die den Betrachter unmittelbar berühren.

25. Juni bis 19. Juli 2014
Michael
CUT OUT

CLARA MOSCH – Künstlergruppe und Galerie in Karl-Marx-Stadt. Der Name ist ein Akronym aus den Anfangsbuchstaben der Künstler: Carlfriedrich

CLAus, Dagmar RAnft-Schinke und Thomas RAnft, Michael MOrgner und Gregor-Torsten SCHade (Kozik).

30.05.1977 Eröffnung der Galerie in der Adelsbergstraße 298 - Ziel sollte eine unabhängige Ausstellungstätigkeit von vor allem experimenteller, nonkonformistischer Kunst sein. Das gelang, obwohl man die als private Produzentengalerie konzipierte Idee durch eine zu DDR-Zeiten unumgängliche „offizielle“ Anbindung, hier an den Kulturbund, akzeptierte.

Bis zur Schließung am 27.11.1982 wurden insgesamt 29 Ausstellungen gezeigt. Diese wurden durch eine Vielzahl von Veranstaltungen, Plakaten, Editionen und anderen Aktivitäten begleitet.

Im Einzelnen erschienen 26 originalgrafische Plakate, 4 Kataloge, 15 Editionen, 22 weitere Drucksachen und zahlreiche originalgrafische Postkarten.

September
18. Oktober 2014
10.
bis
CLARA MOSCH
Carlfriedrich Claus, Thomas Ranft, Dagmar Ranft-Schinke, Michael Morgner, Gregor-Torsten Kozik

9. November bis 6. Dezember 2014

I am – We Are

Eine Familie reflektiert in Film & Fotografie

Die Mitglieder der Familie Hamann sind immer in Bewegung. Unterwegs zwischen den Welten. Ob in Frankreich (Heimat der Mutter) in Deutschland (Heimat des Vaters) oder der Ostküste der USA. Ob New York City, wo Mateo geboren wurde, oder Portland, Maine, Geburtsort des jüngsten Sohnes Paolo. Heimat ist, wo Familie ist. Im Moment ist Frankfurt der Lebensmittelpunkt der Hamanns. Jeder Ort wird reflektiert, fotografiert, gefilmt. Jeder mit der eigenen Wahrnehmung. Paolo ist auf Spurensuche am Willard Beach in Maine, wo er aufgewachsen ist. Der Teenager Mateo entdeckt mit dem Fahrrad die neue Skyline von Mainhattan. Marie Préaud, eine Französin in Deutschland mit Wurzeln in Amerika, beschäftigt sich mit Herkunft und Identität. Horst Hamann fotografiert seit vier Jahrzehnten seine Wahlheimat New York sowie das Thema „Ameri-Car“.

Die Familie Hamann: Moderne Nomaden aus unterschiedlichen Himmelsrichtungen kommend, nutzen sie die Kunst als Werkzeug zur Verarbeitung und als Ausdrucksform - jeder auf seine eigene Art.

Die Ausstellung zeigt ein Kaleidoskop zeitgenössischer Werke aus den klassischen Gattungen Malerei, Grafik, Skulptur und Fotografie von Künstlern der Galerie und Gästen, u.a. Eric Decastro, Uwe Dörnenburg, Dao Droste, Dietz

Eilbacher, Menno Fahl, Horst Hamann, Rainer Henze, Corinna Krebber, Uschi

Lüdemann, Franz Mon, Stefan Pietryga, Wanda Pratschke, Peter Ruehle, und

Torsten Ruehle, Aloys Rump, Hans Scheib, Michael Schuster, Claus und Julia

Tittmann, Guenther Uttecht, Peter Vaughan, Claude Wall, Detlef Waschkau und Gisela Weber.

10. Dezember 2014 bis 10. Januar 2015 das kleine format
Gruppenausstellung

11. Februar bis 14. März 2015

holgerherrmann

Lithografien, Radierungen und Farbstücke

Nach seinem Studium der Kunstgeschichte an der Universität Mainz besuchte holgerherrmann von 1965 bis 1968 die Städelschule. Es folgte von 1971 bis 1973 ein viersemestriges Studium an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. In seinem Werk führt die Beschäftigung mit der menschlichen Figur zu einer mehr oder weniger starken Abstraktion, deren emotionale Spannung des Schöpfungsaktes im besonderen Maß noch im Werk unvermittelt zu spüren ist. Die Ausstellung zeigt kraftvolle großformatige Kaltnadelradierungen aus den späten Achtzigerjahren neben zarten luftigen, „verführerischen“

Tuschlithografien aus den letzten Jahren sowie farbige Druckstöcke, die nicht nur seine Arbeitsweise erahnen lassen, sondern sich autonom zwischen den Formaten behaupten.

Neue Deutsche Grafikgemeinschaft

Edition 2014

Mit ihrer Edition 2014 ist die Neue Deutsche Grafikgemeinschaft das vierte Mal zu Gast im KunstRaum Bernusstraße. Die Neue Deutsche Grafikgemeinschaft wurde gegründet, um in enger Verbundenheit zwischen den Künstlern und Kunstsammlern die Tradition des Druckens und Sammelns von Grafik zu beleben und neue Freunde für diese Kunstform zu gewinnen. Zu den Künstlern der Galerie gesellen sich Neuentdeckungen.

Die Künstler der Edition: Carlfriedrich Claus, Markus Daum, Felix Droese, Uwe Esser, Rainer Henze, Angela Hampel, Gunther Huniat, Franz Mon, Michael Morgner, Rolf Münzner, Osmar Osten, Karin Pietschmann, Dagmar Ranft-Schinke, Klaus Staeck, Ulrich Tarlatt, Max Uhlig, Claus Weidensdorfer, Haya Weisshaus, Baldwin Zettl u. a.

März bis 21. März
18.
2015

Alwin Dorok – Jumping Squares

Konkrete Malerei und Papierarbeiten

Seit Anfang 2006 arbeitet Alwin Dorok an der Bildserie Jumping Squares. Die „springenden Quadrate“ sind ohne die Faszination von Zahlenverhältnissen und Experimenten mit geometrischen Formen nicht denkbar. Dazu kommt ein ständiges Erproben unterschiedlicher Pigmente und Trägermaterialien auf Grundlage derselben Form.

Während des Malens spürt er mit vielschichtigem Farbauftrag in Eitemperaund Enkaustiktechnik „den Phänomen der Farbe in all ihren Facetten, der flüchtigen Erscheinung“ sowie deren Wechselwirkungen untereinander nach. So erhalten die zunächst streng geometrisch wirkenden Tafelbilder und Papierarbeiten eine abwechslungsreiche Farbund Materialspannung.

April
Mai
16.
bis 9.
2015

Treppen sind mehr als nur funktionale Konstruktionen zur Überwindung von Höhenunterschieden. Treppen können einladend oder einschüchternd wirken. Für Architekten sind sie Kulminationspunkte der Raumgestaltung. Sie veranschaulichen

Materialität und deren Auflösung, Handwerklichkeit oder Serialität, räumliche Spannung und bauliche Details. Die Fotografin Ursula Edelmann ist seit langem von Treppen fasziniert. In ihren Farb- und Schwarz-Weißaufnahmen hat sie Treppen in der offenen Landschaft an und in Bauten neu gesehen, von einzelnen Stufen über Treppenhäuser bis zu Rolltreppen im Einkaufszentrum. Besonders dem Wechselspiel von Licht und Architektur ist sie dabei auf der Spur.

20. Mai bis 20. Juni 2015
Ursula Edelmann Treppen – Fotografie

Wanda Pratschke und Ann Reder

Bronze und Farbe

In der Ausstellung treffen sich zwei Frankfurter Bildhauerinnen. Wanda Pratschke formt in ihren Figuren und Fragmenten zunehmend expressivere Volumen und Oberflächen. Ihre klassischen Themen wie Figur und Kopf schafft sie immer wieder neu.

Ann Reders Plastiken leben ganz allein aus der Form und der Farbe. Die Materialität, die sonst den Reiz einer Plastik mitbestimmt oder sogar dominiert, ist durch die Farbe zum Verschwinden gebracht.

Juli
1.
bis 22. August 2015

Ein Pionier der Nachkriegsskulptur mit neuen Arbeiten

Emil Cimiotti hält bis heute erstaunliche Überraschungen bereit. Seine in weichem Wachs gearbeiteten BronzeUnikate unterlaufen gängige Form- und Volumenvorstellungen. Dabei bieten sie aus strengem Kalkül neue „durchlässige“ Raumerfahrungen. Von daher bleibt Cimiottis plastischer Ansatz hart und artikuliert, seine Metaphorik klar und seine Gestik von immanenten geometrischen Grundformen bestimmt.

In den späten, weitgehend unbekannten Papierreliefs hat Cimiotti sein Hauptthema der „Strukturen“ nochmals über den Weg kühner Papierbehandlungen – Risse, Falten, amorphe Knautschung und gelenkte Stege – erweitert. Eine für ihn ungewohnte starke Farbigkeit unterstützt zusätzlich den Ausdruck neuer Intensität und Lebensfülle.

September
24. Oktober 2015
9.
bis

25. November 2015 bis 17. Januar 2016

Uschi Lüdemann, Jürgen Raitz von Frentz, Reinhard Roy

Drei Handschriften – Ein Weg

Der Ausstellungstitel verweist auf ein Spektrum unterschiedlicher, wenn nicht sogar diametral zu sehender Arbeitsweisen. Das Verbindende ist jedoch die gestalterisch-künstlerische Qualität, welche das Werk der drei Malerfreunde charakterisiert, das bereits in vielen privaten Sammlungen und Museen Einzug gefunden hat.

Lüdemanns expressive Bildsprache, die Gestik und lichtstrahlende Farbgebung zuweilen als Klangrevolution aber auch meditativ erleben lässt, trifft auf die aus Spontanität und dem gesteuerten Zufall Raum gebende, meist skriptural gehöhte Malerei Raitz von Frentz‘ und steht als melodisches Gegengewicht zu dieser wie auch zu Roys konkreter Farbästhetik, die sich dem Wechselspiel von definierter Fläche und homogener Struktur zuwendet und den meditativen Aspekt auch mit optischen Irritationen erreicht.

Natur und Geometrie sind durchgehende Konstanten in Martine Andernachs Arbeiten, die sich seit Jahrzehnten mit Themen wie Kopf, Stehende, Sitzende und Torso auseinandersetzt. Es entsteht formale Vielfalt im strengen plastischen Aufbau – ein wesentliches Merkmal, das sich in vielen Meisterwerken der Kunst äußert. Zeitlosigkeit erhalten die Arbeiten durch das stille Gleichgewicht zwischen Statik und Dynamik, das Andernach ihnen verleiht. Mit sicherer Intuition und Verständnis für Volumen und Form erreicht sie eine unverwechselbare, in Geschichte und Moderne verankerte Position, die die Idee der menschlichen Figur auf zeitlose Weise in Materialien wie Bronze, Marmor und harten Gesteinen herausbildet. Hier spürt sie den Geheimnissen des natürlichen Materials nach und bringt das Lebendige in eine strenge, reduzierte Form.

In den neuen Papierarbeiten überrascht es, wie sie mit unterschiedlichen Farben und Texturen in mal zarten, mal starken Collagen eine eindrucksvolle Dreidimensionalität erreicht.

24. Februar bis 2. April 2016

Martine Andernach

Skulpturen und Papierarbeiten

13. April bis 17. April 2016

Neue Deutsche Grafikgemeinschaft

Edition 2015

Der KunstRaum Bernusstraße zeigt auch 2016 die aktuelle Edition der Neuen Deutschen Grafikgemeinschaft von hochwertiger Originalgrafik mit einer großen Bandbreite an Stilen und Techniken u. a. von Markus Daum, Peter Graf, Angela Hampel, Rainer Henze, Günther Huniat, Gregor-T. Kozik, Franz Mon, Rolf Münzer, Osmar Osten, Thomas Ranft, Dagmar Ranft-Schinke, Klaus Staeck, Edition Staeck (A. R. Penck), Ulrich Tarlatt, Claus Tittmann, Max Uhlig, Claus Weidensdorfer.

Ansichten von Park-Landschaften mit ihren Skulpturen, von öffentlichen und privaten Bauten sowie ihrer Bauplastik zeigt Ursula Edelmann in den hier ausgewählten fotografischen Aufnahmen, von Dokumenten der Zeit und von hervorragenden Monumenten im alten und im neuen Potsdam, immer wieder in ihrer Sicht: im Licht und im Schatten.

Stefan Pietryga nimmt die historischen Strukturen auf und transformiert sie in seine neuen Arbeiten. Hierbei ist die architektonische Gestalt der Fassade, insbesondere die Applikationen mit allegorischen Figuren, ein Thema seiner neuen Holzskulpturen. Das Steuben-Projekt, ein künstlerisches Abarbeiten an einem Bronzedenkmal in der Stadt Potsdam, wird in Ausschnitten ebenfalls vorgestellt.

27. April bis 11. Juni 2016
Ursula Edelmann - Fotografie | Stefan Pietryga - Installation Potsdam

31. August bis 2. Oktober 2016

Heinz Jahn, Uwe Jahn, Claude Wall

Keine Wunder - keine Lügen

Kein Kalkül, keine künstlerische Strategie, keine Provokation: Die Bilder und Materialcollagen bzw. dreidimensionalen Konstruktionen der drei befreundeten Künstler kommen mit weniger aus, um ihr optimales Ziel zu erreichen. Bei Uwe Jahn sind es ungezählte feine Lasuren und ein letztendlich offener, unvollendeter Bildaufbau, die seiner Malerei atmosphärische Dichte und Schwingung verleihen, was Claude Wall durch die Mittel halbtransparenter Farbschichtung und zusätzlicher Collage-Elemente gelingt. Seine Bilder sind Bilder in Bildern, rätselhaft und assoziationsreich. Heinz Jahn wiederum benutzt bunt bemalte Hölzer und Metallstreifen, um daraus seine Skulpturen und Objekte zu fertigen. Spielerisch spürt er einer variablen Geometrie nach.

Er war ganz sicher einer der schimmerndsten und zugleich schemenhaftesten Künstlerpersönlichkeiten der BRD und DDR in den Zeiten deren Bestehens. Über diese Zeit spannt sich auch die Ausstellung zu seinem Neunzigsten: von den frühen Lithografien, in denen er die Verletzungen des Krieges verarbeitet hatte, über die Landschaftsblätter, in denen er seiner Thüringer Heimat huldigte, über die zauberhaften Farbholzschnitte bis hin zur Quintessenz in seinem grafischen Schaffen: den Radierungen im – unfreiwilligen – Spätwerk. Ein kleiner Exkurs durch das Werk eines Künstler, der wohl mit Paul Klees Worten: „Im Diesseits bin ich gar nicht fassbar...“ zu beschreiben ist.

Gerhard Altenbourg

Wanderer zwischen den Welten

15. Oktober bis 29. Oktober 2016

9. November bis 10. Dezember 2016

Hubertus von der Goltz und Detlef Waschkau

_Cities _&_Spaces_

Hubertus von der Goltz‘ Thema zielt auf den Einzelnen und seine Balance zwischen Denken, Handeln und Sein. Derjenige, der balanciert, muss sich auf sich selbst konzentrieren. Diese Erfahrung öffnet dem Betrachter seine eigenen Gedankenräume und unverwechselbaren, eigenen Assoziationen.

Detlef Waschkau lässt sich von Städten und ihren Menschen inspirieren.

In diesen Räumen sucht er Strukturen und Zusammenhänge, die ihn eine neue und eigene Welt erschließen lassen. Seine teils farblich bearbeiteten Reliefs eröffnen unterschiedliche Möglichkeiten des Sehens, die dem Thema Mensch und Stadt neue Bedeutungen geben.

18. Januar bis 5. Februar 2017 PageArt Ein Sammlerprojekt
4. Station von Carsten D. Siebert und Jutta Ziegler

15. Februar 2017

Neue Deutsche Grafikgemeinschaft

Edition 2016

Die Künstler der Edition: Lea Atir, Nora Mona Bach, Markus Daum, Gerhild Ebel, Eckhard Froeschlin, Angela Hampel, Rainer Henze, Madelein Heublein, Gregor-Torsten Kozik, Irini Mavromadidou, Franz Mon, Rolf Münzer, Osmar Osten, Thomas Ranft, Dagmar Ranft-Schinke, Edition Staeck (A.R. Penck), Klaus Süß, Klaus Staeck, Ulrich Tarlatt, Max Uhlig, Claus Weidensdorfer, Uta Zaumseil.

Texte von John Cage, Hisamatsu und anderen sind Ausgangspunkt der Arbeiten von Corinna Krebber im Raum, an der Wand und im Buch: es entstehen filigrane Strukturen, die sich an der Grenze zur Nichtsichtbarkeit bewegen und damit das reine Denken zum Gegenstand haben.

Corinna Krebber

Leerelose Leere

1. März. bis 1. April 2017

Schmaler Pfad

Michael Jastrams Figuren scheinen mit der Beschreibung existentieller menschlicher Situationen alten Mythen entwachsen zu sein. Sie wecken beim Betrachter schnell Assoziationen zu Bekanntem, obwohl sie ihre Bedeutung nicht sofort preisgeben.

Neben neuen Bronzen zeigt die Ausstellung Zeichnungen, die sich an den Plastiken orientieren aber eigene Schöpfungen sind.

19. April bis 20. Mai 2017

31. Mai bis 1. Juli 2017

Aloys Rump und Gisela Weber

Vom Licht gestreift: Himmelskörper und Erdenstele

Aloys Rumps Blick geht zu den Lichtern und Gestirnen des Weltalls. In seinen "Himmelskörpern" und "Fragmenten" materialisiert er ferne Welten oder Ausschnitte des Mikrokosmos.

Gisela Weber strebt mit ihren Stelen himmelwärts. Die schmalen Körper aus ausgewähltem Marmor fangen Licht und geben es an den Raum weiter.

Michael Morgner zum Fünfundsiebzigsten

Seit Jahren schon prägt eine Plastik Michael Morgners die Eingangssituation des KunstRaum Bernusstraße und selbstverständlich nimmt man den 75. Geburtstag des Chemnitzer Künstlers zum Anlass, ihm eine Retrospektive einzurichten.

Morgner ist Zeichner, Maler und Bildhauer. Er ist im Sächsischen verwurzelt, den vorerzgebirgischen Bergen hält er die Treue – wie auch dem Darß: dem offenen Meer und den Buhnen, an denen es sich bricht, und die zu Initialzeichen seiner Kunst wurden.

Von Anbeginn entwickelte Morgner ein strenges Figurenreservoir. Seine Metaphorik ist so knapp wie die Figuren reduziert sind: Über die Wirklichkeitserfahrung findet er christliche Sprachbilder, die einen weiten menschheitsgeschichtlichen Horizont eröffnen. Der Künstler reduziert sie auf lineare Strukturen, lässt die Figuren schweben, aufsteigen, versinken, in Bewegungslosigkeit erstarren und inszeniert mythische Räume. Dabei dringt er in Grenzbereiche von Reflexion und Imagination vor.

Morgners Formverdichtungen führen in die Ver-

gangenheit, zu den säkularisierten Urmustern für die Opfer dieser Welt: zu Kreuzen und Quadraten, Dreiecken, Pfeilen, Sternen. Begegnungen mit Werken von Marées, Corinth, Rouault, Chagall, Morandi, Beuys, mit Rembrandts Verlorenem Sohn, einem spätgotischen Christus in der Rast von Peter Breuer, der Dreifaltigkeit von Andrej Rubljow inspirierten und bestätigten ihn.

In den frühen 1990er Jahren nahm der Künstler die Eroberung der Freiräume wörtlich – die ersten Skulpturen entstanden. Er entwickelte die Idee aus den Druckplatten und Abzügen der Radierungen – seiner bevorzugten druckgrafischen Technik – indem er ihre Möglichkeiten ausschöpfte: Kaltnadel, Aquatinta, Aussprengtechnik mit Prägungen und Schablonen kombinierte, das Papier so lange bearbeitete, bis es nur noch eines Schrittes bedurfte von den reliefartigen Strukturen hin zu frei stehenden, aus dem Eisen geschnittenen Skulpturen, die sich aus der Fläche in den Raum erhoben.

Diesen Weg soll die Ausstellung beispielhaft verdeutlichen: von der Fläche zum Raum – so auch der Titel dieser Exposition.

30. August bis 30. September 2017

11. Oktober bis 30. September.2017

Martine Andernach – Eric Decastro – Peter W. Schindler

Rendez-vous des Artistes – Frankreich gibt sich die Ehre – Zur Buchmesse

KunstRaum Bernusstraße lädt aus Anlass der Buchmesse den Ehrengast Frankreich zum „Rendez-vous des Artistes“ ein. Französische und frankophile Künstler haben auf allen Gebieten der modernen Kunst immer wieder außerordentliche Impulse für die Moderne Kunst gegeben, die bis heute kraftvoll nachwirken. Die Galerie zeigt drei unterschiedliche Positionen dieser lebendigen Tradition: Martine Andernachs mit ihren von der menschlichen Figur inspirierten geometrischen Skulpturen, den höchst experimentierfreudigen Eric Decastro, der mit Farbe und Materialien Leinwände wie Reliefs erschafft, und den Frankreichreisenden Peter W. Schindler mit seinen von Eugène Atget beeinflussten Schwarzweißfotografien.

22. November 2017 bis 6. Januar 2018

Wieder Sehen - Bilder tauchen auf, dringen ins Bewusstsein. Bilder verschwinden wieder, sind scheinbar weg. Doch sie sind gespeichert. Bilder, in der Vorstellung, innere Bilder. Ein Kommen und Gehen.

In der Zwischenzeit entsteht Erinnerung. Der Moment, das Bild, aus der Nähe betrachtet, verändert sich in der Ferne. Ein ständiges Entstehen und Werden, aber auch ein Vergehen und bei jedem Erinnern verändert sich das Bild, da Zeitpunkt und Kontext Einfluss nehmen. Jedes wieder sehen wird damit auch immer eine neue Begegnung.

Der Ausgangspunkt der Arbeiten von Michael Schuster sind Fotografien aus dem privaten Umfeld. Schnappschüsse und Momentaufnahmen entnommen aus Familienalben verwandelt er vom Privaten ins Allgemeine und macht einen vergangenen Zeitpunkt neu erlebbar. Die filigranen Arbeiten sind aus getrocknetem und gepresstem Laub.

Detlef Waschkaus Bilder bringen die weite Welt in den KunstRaum Bernusstraße, nicht nur Motive aus Berlin, dem Ausgangspunkt seiner vielen Reisen. In den letzten Ausstellungen waren es hauptsächlich Bilder aus der Hauptstadt und aus China. Sie thematisieren als zeitgenössische „Tafelbilder“ Städte und Menschen.

26.

November bis 6.

In einer Kabinettausstellung in der Bibliothek zeigt Detlef Waschkau nun neue größere und kleinere Papierarbeiten, die in New York während eines Aufenthaltes in Verbindung mit seiner vielbeachteten Ausstellung im Deutschen Generalkonsulat entstanden sind. Die Faszination für die einmalige Architektur ist in jedem der Blätter zu spüren. Januar
2018
Detlef Waschkau
New York - Frankfurt

Wanda Pratschke

Bronzen 1980 bis 2005

Was Wanda Pratschke schafft, ist gefügt, klar und fest. Seit Jahrzehnten formt sie Frauenfiguren, die Orientierung geben. Es sind Sitzende, Hockende und Liegende, die fern jeder Idealisierung den Kontakt zu uns suchen, zu einem vertrauten Dialog auffordern und uns das Du anbieten. Ihre selbstbewussten, in sich ruhenden Figuren haben eine unprätentiöse, natürliche Präsenz. Auch wenn sie kleineren Formates sind, ist ihnen eine gewisse Monumentalität eigen.

Die Ausstellung zeigt anhand von vielen früheren Plastiken, wie Wanda Pratschke über die Jahre hinweg Vitalität und Sinnlichkeit in den Figuren einfängt. Zeichnungen ergänzen den Reigen.

24. Januar bis 24. Februar 2018

Alwin Dorok, Malerei – Dietz Eilbacher, Plastiken Reduktionen

Alwin Dorok (1961) ist ein Vertreter der Konkreten Kunst. Innerhalb dieser Kunstrichtung ist er der reduktiven Malerei zuzurechnen. Wir zeigen Arbeiten aus verschiedenen Werkgruppen, sie beziehen sich alle auf das Quadrat.

Dietz Eilbacher (1952–2014) gehört zu jenen Künstlern des 20. Jahrhunderts, deren Werk die Spannung zwischen hoher Handwerklichkeit mit der Negierung einer gegenstandbezogenen Aussage aufrechtzuerhalten sucht.

14. März bis 14. April 2018

Heinz Jahn und Stefan Pietryga Ins Blaue

Denn die Palette der blauen Pigmente, insbesondere des Ultramarinblaus als Material für das künstle-

Werkpositionen aus früheren Zeiten in die Rauminstallationen mit eingefügt, als Dokumente einer intensiven Auseinandersetzung mit einer Farbe, die begrifflich mit Worten kaum zu fassen und daher immer wieder der Auslöser ist für eine Reise „ins Blaue“ mit der den beiden Künstlern eigenen Sprache.

rische Schaffen, ist eine Verbindung in den Werken der beiden Künstler, die sich seit ihrem Studium an der Akademie in Münster kennen und hierüber einen intensiven Austausch führen.

Das Blau in seiner puren Reinheit ist auf vielfältige Weise in den Bildern, Objekten und Skulpturen der beiden Künstler präsent. Neben den neuen Arbeiten werden auch passende

25. April bis 26. Mai 2018

Der KunstRaum Bernusstraße zeigt auch 2018 die aktuelle Edition von hochwertiger Originalgrafik mit einer großen Bandbreite an Stilen und Techniken.

2. Juni - 3. Juni 2018
Neue Deutsche Grafikgemeinschaft Edition 2017

Julia Steinberg

Spaziergang nach K.

Formen und Farben in Julia Steinbergs Landschaften ziehen mit ihrer wohlgesetzten Farbigkeit in den Bann. Sie nutzt Farbqualitäten und –kombinationen, sowie mitunter auch kommentierende Worte, um die Motive mit kraftvollen Emotionen und belebenden Anregungen zu füllen. In ihren Reliefs gewinnen die monochromen Architekturen erstaunliche haptische Qualitäten.

27. Juni bis 28. Juli 2018

Nach dem Zerfall der Sowjetunion ist auch die Kaukasusregion Georgien in ein erneutes Ringen um ihre Staatlichkeit eingetreten. Politikwissenschaftler sprechen von der Aufgabe der postkommunistischen System-Transformation. Deren Ergebnis freilich ist, getrieben von widerstreitenden Interessen, offen. Unsicherheit prägt das tägliche Leben, setzt alle Gewissheiten außer Kraft. Die Turbulenzen, welche die Gleichzeitigkeit der politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Transformationen begleiten, resonieren in der Kunst. AVTOs Malerei ist ein Versuch, das Unfassbare der Umbrüche, Abbrüche und kriegerischen Ausbrüche zu erfassen. Eingespannt zwischen Graphik und Malerei, transformieren seine Arbeiten beunruhigende Ereignisse in eine eigene Bild-Sprache, welche die Lücke zwischen dem Erleben und dem Bewusstsein schließen will.

Transformationen

28. September bis 20. Oktober 2018
AVTO (Avantil Berdznishvili)

9. November. bis 12. Januar 2019

Lotte Laserstein

Laternenkinder - Intervention von Stefan Pietryga

Stefan Pietryga transformiert Lotte Lasersteins „Abend über Potsdam“ von 1930 in die Gegenwart. Das wiederholte Kopieren des Bildes schafft, über den Zeitsprung von 88 Jahren, eine zeitgenössische Sicht auf das Dargestellte und zeigt gleichzeitig eine neue Interpretation und Lesbarkeit auf. Begleitet werden die neuen Arbeiten des Projekts von Originalen Lotte Lasersteins aus einer Privatsammlung, die teilweise zum ersten Mal öffentlich gezeigt werden.

Raimund Fraas – Robert Steidl – Wolfgang Ritter Einfach

Die Malerei von Robert Steidl fängt mit seinem opulenten Pinselstrich mikroskopisch präzise die Emotionen der gemalten Menschen ein. In seinen Bildern ist Farb- und Formgestaltung immer auch Erzählen – der einfache Blick wird komplex.

Wolfgang Ritters Bodenskulpturen aus Dolerit bestechen das Auge und betören das Gehirn, so klar und einfach kommen seine Formen daher. Es ist als ob Philip Glass plötzlich in die Bildhauerei gewechselt hätte.

Die Arbeiten der drei Künstler aus Oberfranken vereinigen sich unter einem Paradox – das Einfache im Komplizierten. Wenn Raimund Fraas malt, dann erzählt er einfache Geschichten aus dem Alltag. Ein Essen mit Freunden und ihren Kindern wird so zur großen Szene voller Details, die selbst schon wieder eigene Geschichten sind.

27. Januar bis 1. März 2019

15. März bis 13. April 2019

Erich Franke (1911 - 2008)

Zeitwende

Beeinflusst von den Kunstströmungen der Zwanziger- und Dreißigerjahre und dem Studium bei Otto Fischer-Trachau und nach 1945 bei Karl Hubbuch an der Akademie in Karlsruhe schuf Erich Franke (1911-2008) früh abstrakte Arbeiten, die sich durch eine ganz persönliche Farbgestaltung auszeichnen. In über 70 Schaffensjahren entwickelte Erich Franke seinen eigenen Stil, wobei der Blick immer auf die Linie „ausgerichtet“ war. Die Umsetzung seiner Kompositionen erfolgte unter der Verwendung von neuen Techniken und unterschiedlichsten Materialien. Alle gezeigten Arbeiten sind nach 1945 entstanden und spiegeln eine Zeitwende und einen Neuanfang in seinem Werk wider.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Frankfurt liest ein Buch“ liest die Schauspielerin Sibylle Nicolai Passagen aus Martin Mosebachs Roman „Westend“ im KunstRaum Bernusstraße.

Westend

Die Stadt Frankfurt ist der eigentliche Gegenstand dieses Romans, der in der Tradition der großen europäischen Gesellschaftsromane steht. Eine ganze Epoche deutscher Nachkriegsgeschichte wird im Schicksal der Figuren lebendig: Spekulanten und Kunsthändler, Müllsammler, Hausmeister und Putzfrauen, die letzten Vertreter Altfrankfurter Bürgerlichkeit und ein jugendliches Liebespaar, das an den Sünden der Väter trägt und sie zu überwinden lernt. Ein fulminantes Epos aus den Aufbaujahren der Bundesrepublik – und ein Hauptwerk Martin Mosebachs.

Frankfurt liest ein Buch

Martin Mosebach: „Westend“

Eduard Has und der Expressionismus – zunächst eine Zufallsbekanntschaft. Doch weil es Has dürstet, mehr sein zu wollen als nur ein Sandkorn im Getriebe der ererbten

Immobilienfirma, wird er zum Sammler der Gemälde von Ernst Ludwig Kirchner.

19. Mai 2019

Claus Tittmann

Die Sprache der Materialien

Im Zentrum des skulpturalen Werks von Claus Tittmann stehen abstrahierte Menschen- und Tiermotive.

Dabei achtet er auf eine angemessene Auswahl der verwendeten Materialien, die von Bronze und Eisen bis hin zur Keramik reicht, was sich besonders in den Farben und Oberflächentexturen zeigt. Weitere Ausdrucksmöglichkeiten findet er in Reliefs, die im offenen Sandguss entstehen.

Bilder mit informel anmutenden Gründen, die zwischen Relief und Tafelbild angesiedelt sind, sowie Monotypien auf Papier zeigen die unermüdliche Beschäftigung mit neuen Materialien und deren Ausdrucksformen.

22. Mai
22. Juni
bis
2019

Hans Scheib entlehnt seine mit expressiver Formensprache ausgeführten Figuren, die teils aus der Mythologie, dem Alltag und der Kulturgeschichte stammen, einen Ausdruck von Lebensweisheit und unschuldiger Klugheit. Und immer überspielt er humorvoll eine sich andeutende Tragik, zu der sich passend zum Song im September ein gehöriger Schuss philanthropische Altersironie gesellt. Hans Scheibs still bewegte Tierfiguren sind liebevoll beobachtet und im Detail ausgearbeitet. In ihrer wesenserfassenden Körperhaltung changieren sie zwischen äußerer Sinnlichkeit und innerer Tiefe.

Septembersong

4. September bis 5. Oktober 2019
Hans Scheib

3. Oktober bis 24. November 2019

Werner Tübke

Radierungen und Lithografien

Werner Tübke, der „öffentliche Monumental- und Historienmaler, sublime Zeichner und esoterische Miniaturist“ zählt zu den bekanntesten Künstlern der Gegenwart.

Neben dem Panoramabild in Bad Frankenhausen, neben der unvorstellbaren Anzahl von Gemälden, Aquarellen und vor allem Handzeichnungen stellt die Druckgraphik zwar die kleinste Werkgruppe in Tübkes Schaffen dar, nichtsdestotrotz sind vor allem die Lithografien Zeugnis seiner überragenden Zeichenkunst und wurden auch auf Grund der vervielfachten öffentlichen Wirkung in den vergangenen Jahrzehnten zum gefragten Sammelobjekt. Für die Ausstellung im Kunstraum Bernusstraße konnte die Galerie aus verschiedenen Quellen rund drei Viertel des druckgrafischen Oeuvres zusammentragen.

Neben den normalen Ausstellungen finden in der Galerie in unregelmäßigen Abständen Kunstauktionen statt.

So wurden am Samstag, dem 30. November 2019 in der Galerie KunstRaum Bernusstraße Werke von Max Beckmann und Max Liebermann über Hermann Glöckner, Moritz Götze, Gerhard Altenbourg, Carlfriedrich Claus und Eberhard Göschel bis zu Tilo Baumgärtel und Mathias Weischer versteigert.

Verantwortlich für die Leipziger Auktionen ist:

Volker Zschäckel

Galerie am Sachsenplatz

Dantestraße 6

04159 Leipzig

30. November 2019

30. Leipziger Auktion

Schwebende Papierarbeiten / Raumzeichen als Erinnerungsspuren

Loehrs luzide Chiffrensprache wirkt zugleich deutungsoffen und rätselhaft.

Viele ihrer Arbeiten lassen an organische Mikrostrukturen denken: hauchzarte Algengewächse, Steinflechten als Urformen floralen Lebens - auch wenn konkrete Assoziationen keineswegs gewollt sind. Im Gegenteil.

Unbenennbar, unfixierbar wollen diese Organismen sein. Inspiriert von der strukturellen Vielfalt der Natur, lässt Ev Loehr in ihrer Arbeit persönliche und unpersönliche Erinnerungszeichen, Privates und Universelles ineinander fließen.

Intuitiv ist diese Arbeit, die keinem zeichnerischen Plan, keinem Kalkül folgt, sich aber einem formalen Purismus verpflichtetet weiß.

Zu Ihren neueren Arbeiten gehört der Zyklus „Gesichter“, in dem sie aus Alltagsbeobachtungen beeindruckende Charaktere aus Leim und dünnem Papier formt.

22. Januar bis 22. Februar 2020

Den unverkennbaren künstlerischen Ausdruck erhalten die verschiedenen Arbeiten der DreierAusstellung durch klare Formen und einer gerade auch im Informellen stimmigen Gestaltgebung. In der Kombination der unterschiedlichen Ansätze

ergeben sich erhellende Gegensätze wie auch unerwartete Ergänzungen.

Von Otfried Schütz, den die Galerie zum ersten Mal ausstellt, werden Arbeiten auf Papier gezeigt, die von Gestus und duftiger Farbigkeit gekennzeichnet sind. Darunter befinden sich auch Collagen, die diverse Papierstrukturen einbeziehen und sie zu Kompositionen mit sowohl zarten als auch schroffen Partien vereinigen.

Der Fotograf Peter W. Schindler bevorzugt das ausgeglichene Quadrat für seine Schwarzweißfotografien, in das er Motive setzt, die einerseits alltäglich und vertraut erscheinen, andererseits durch den ausgewählten Blick überraschen. Mit Bildern im Bild arbeitet auch er mit mehreren Ebenen.

Ann Reder fasst ihre Plastiken bevorzugt monochrom in einer der Elementarfarben. Dabei unterstützt

die kräftige Farbigkeit die klaren Geometrien der Form. Oft sind die konkav gerundeten Raum- und Wandplastiken mit den Zahlen der Fibonacci-Folge gebaut. Der Schwung und Energiefluss der Formen lassen diese materielos erscheinen.

1. April bis 2. Mai 2020

Ursula Edelmann & Stefan Pietryga

Die Inspiration – zwei Blicke / Fotografie und Skulptur Ein anderer Blick trägt viel zum Verständnis und zur Wirkung eines Kunstwerks bei. In ihren Fotografien führt uns Ursula Edelmann mit einem sowohl auf Material als auch auf Transzendenz gerichteten Blick zum Wesen der Skulpturen, zeigt uns beispielsweise die Sinnlichkeit einer Ariadne, die konzentrierte Kraft eines Bogenschützens oder die Flüchtigkeit eines Momentes in der Architektur. Es sind Augenblicke, die die Erinnerung an das Werk prägen. Als ein in der Kunsthistorie bewanderter und mit Originalen und Abbildungen vertrauter Künstler sieht Stefan Pietryga Verwandtschaften und lässt sich mit seiner eigenen künstlerischen Sprache auf Interpretationen und Transformationen der Werke der Kunstgeschichte und ihrer Abbilder ein. Sie ergänzen die Fotografien von Ursula Edelmann und spiegeln die Erinnerungen in die Gegenwart. Die Auswahl seiner Skulpturen orientiert sich an den Bildsujets von Ursula Edelmann.

27. Mai bis 27. Juni 2020

Thomas Ranft ist ein Meister der Mappen. Unabhängig vom offiziellen Kunsthandel haben seine verspielten, ideenschweren aber leichten Blätter schon immer Sammler gefunden, die sich mit seinen Zeichnungen und Radierungen auf Reisen in fantasievolle Landschaften, Naturprozesse oder Literatur begeben. Mit feinem Strich nimmt er Rhythmus und Gesang der Lyrik auf und setzt sie in feine verrätselte Bilder und Welten um. Für die Ausstellung zum Saisonstart und zum Hölderlin-Jahr hat er sich nochmal mit einzelnen Blättern aus den zwei Hyperion-Zyklen befasst und diese bearbeitet. Idealismus und Natur verbinden sich zu Fragmenten einer reflektierenden Erzählung, die man sowohl intuitiv als auch rational erfassen kann.

Dazu kommen Mappen zu Rainer Maria Rilke, aus dessen starken Metaphern und Beobachtungen er einen neuen Kosmos entstehen lässt.

Thomas Ranft und Peter Vaughan

Allegorie und Komposition

Den feinen schwebenden Blättern sind Bronze- und Holzskulpturen von Peter

Vaughan gegenübergestellt. Mit ihrer Ausrichtung zum Boden und ihrem gleichzeitigen Drang in Höhe und Raum sind die abstrakten Kompositionen seelenverwandt und zugleich konträr. Unter der Oberfläche seiner geschlossenen

Skulpturen wachsen, zerren und ruhen Kräfte, die in den Kanten und Rundungen dem Volumen eine balancierte Form geben.

26. August bis 26. September 2020

4. November bis 12. Dezember 2020

Martine Andernach – Dietz Eilbacher – Hans Steinbrenner

Skulpturen in der Nachfolge des Kubismus

Mit Skulpturen von Martine Andernach, Dietz Eilbacher und Hans Steinbrenner gibt der KunstRaum Bernusstraße einen Einblick in ein Stück Skulpturgeschichte, wie sie für die Jahrzehnte nach der Jahrhundertmitte bezeichnend war und nachhaltig den öffentlichen Raum bestimmte.

Angestoßen durch kubistisches Formspiel entstehen Objekte zwischen Figuration und Abstraktion. Als kraftvolles Ausdruckselement tritt das Material

hinzu. Stein, Holz und Gips, später in Bronze abgegossen, bringen sich in einzigartiger Weise in die Formsprache ein. Die Kraft der von Feinheiten absehenden Form findet sich auch in den von den Künstlern geschaffenen Zeichnungen wieder.

Aus der im KunstRaum Bernusstraße präsentierten Gegenüberstellung von Zeichnungen und Skulpturen von Andernach, Eilbacher und Steinbrenner erhellt sich ein bildhauerisches Werk, das seine konzeptionellen Ansatzpunkte in der Zeichnung findet.

Inzwischen ist es zur Normalität geworden, dass Künstler kirchliche Räume gestalten. Auch Michael Morgner hat mit dem „Codex Morgner – ein moderner Kreuzweg“ die Leiden und Probleme der Menschheitsgeschichte in Bilder - in Kunst - verwandelt. Die 14 Stationen (Bilder in 3 x 5 m) standen bis vor Kurzem in einem Park in Premnitz /Brandenburg. Das Sammlerehepaar Behrens hat daraus die Idee einer Aufführung als Mahnung, des Aufrüttelns mittels temporärer Präsentation mit Text- und Orgelbegleitung entwickelt.

Corona lässt eine Aufführung des Codex während des Ökumenischen Kirchentages in der Frankfurter Frauenfriedenskirche nicht zu, deshalb zeigen wir in der Galerie Fotos der 14 Stationen mit einem Film der Uraufführung in der Berliner Gedächtniskirche im April 2019. Die Größe dieses Werkes besteht nicht in ihren Formaten, sie besteht in ihrem Inhalt!

Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung sind neue Werke Morgners, vor allem seine fragilen, aber mit kraftvollen Setzungen gearbeiteten „Schweißtücher“.

15. Mai bis 12. Juni 2021
Michael Morgner Verletzlich

16. Juni bis 10. Juli 2021

Ursula Edelmann

Ein Leben für die Fotografie

Den Themen Architektur, Maschinen und Skulptur widmet sich die Ausstellung der Frankfurter Fotografin Ursula Edelmann, die in diesem Jahr ihren 95. Geburtstag feiert. Ihr Werk gilt als herausragendes Beispiel deutscher Nachkriegsfotografie.

Zu sehen sind Fotografien aus den Aufbaujahren ab 1949, von Maschinen im Stil der Neuen Sachlichkeit, sowie von Skulpturen.

Aus dem Lichtbildarchiv Max Baur stammen Originalfotografien des Lehrmeisters von Ursula Edelmann.

25. August bis 25.September 2021

Claus Tittmann zum Achtzigsten

Skulptur – Zeichnung – Grafik

Zu den Jubiläumsjahren 2020/21 hat Claus Tittmann verschiedene Skulpturen - Köpfe und Torsi - zu Carl Maria von Weber (Uraufführung des „Freischütz“ 1821) und Hölderlin (250. Geburtstag) geschaffen. Material: Keramik und Bronze. Begleitend entstanden Skizzen, Monotypien und Holzschnitte. Ausgangspunkt waren historisch vorhandene Bilder oder Zeichnungen. Dem Künstler war es dabei wichtig, während des Arbeitsprozesses im Dialog mit dem jeweiligen Material (Ton/Gips) zu einer individuellen Form zu gelangen. Diese sollte einen zeitgemäßen, lebendigen Ausdruck finden.

27. Oktober bis 4. Dezmber 2021

Uschi Lüdemann

Gemaltes Licht

Uschi Lüdemann zeigt überwiegend Leinwand- und Papierarbeiten aus den letzten drei Jahren, die teilweise an der Pazifikküste entstanden sind und das kalifornische Licht einfangen.

Zu sehen sind aber auch einige großformatige Bilder, die Bezüge zu einer “absoluten Malerei“ aufweisen und zu einer immensen Raumwirkung führen, die sich nach allen Seiten erstreckt und weit in die Tiefe reicht.

Uschi Lüdemanns Bilder wurden in über 100 Einzelausstellungen in Galerien, Museen, Kunstvereinen, auf Kunstmessen und Biennalen in vielen Teilen der Welt gezeigt.

Auf der letzten OSTEN BIENNIAL of DRAWING Skopje 2020 erhielt sie den OSTEN AWARD, von der hessischen Kulturstiftung 2020 ein Arbeitsstipendium und 2021 das Brückenstipendium.

22. Februar bis 26. März 2022

Stefan Pietryga – Claude Wall

– multiple comments –

Die beiden befreundeten Künstler Stefan Pietryga und Claude Wall nehmen Fahrt auf, um die Passanten der Kunst wieder einmal in den Räumen des KunstRaum Bernusstraße in ihre Bilderwelten mitzunehmen.

In jedem Werk der Kunst liegt, verborgen oder offensichtlich, ein Kommentar der Zeit, aber immer im Rückspiegel auch die Verwandtschaft (vom schwarzen Loch bis zum schwarzen Quadrat, oder umgekehrt).

Claude Wall und Stefan Pietryga stellen dazu Kommentare in den Raum. Die Visionen beider, die sie in den letzten Jahrzehnten in der Kunstwelt ausbreiten durften und hier und da Spuren hinterlassen haben, sind vielschichtig, folgen aber immer einem erkennbaren Faden, den Passanten für einen Moment die Zeit zu stehlen.

23. April bis 21. Mai 2022

Archäologische Bilder zu seinem 80. Geburtstag

Archäologie - so heißt es im Lexikon - ist eine Wissenschaft, die mit naturwissenschaftlichen und geistes-wissenschaftlichen Methoden die kulturelle Entwicklung der Menschheit erforscht. Michael Morgner bezieht das ganz auf seine eigene Position und durchforscht sein Werk: ganz intuitiv und nur seinem eigenen Qualitätsanspruch verpflichtet. Aus alten Arbeiten, vor allem sogenannten Schweißtüchern und Prägeelementen, entstehen neue Bilder. Während Morgner früher vor allem mit dem Abtragen (der Decollage) gearbeitet hat, trägt er jetzt auf: Teile der Elemente, mit der er die für ihn unverwechselbaren Prägungen erzeugt hat, werden auf den Bildträger montiert und mit zahllosen Schichten von Schweißtüchern kaschiert. Deren Materialität - die Transparenz des Seidenpapiers - ermöglicht ein tiefes Eindringen in die einzelnen Schichten der Arbeit und legt so ihre Archäologie frei.

Fastentuch im Freiberger Dom

Für mich war und ist die Vorfreude des Ankommens, des sich auf den Weg machen, ein Quell von Lebendigkeit und spannender Neugier.

So ist seit über 20 Jahren, das auf dem Weg sein, was Jack Kerouac „On the road“ so einfühlend beschreibt, ein maßgebendes Thema in meiner künstlerischen Arbeit.

Waren es seit den frühen 2000er Jahren die verschiedensten „Karren“, die sich auf den Weg gemacht haben, sind es heute die Wasserwege, die ein „Fährmann“ beherrscht oder die „Menschen“ in ihrem Boot, die zu ihrem Ziel unterwegs sind. Sie bewegen sich auf den Flüssen, die in Meere enden und an einem dieser Orte, der rauen Nordsee, habe ich mein persönliches Ziel gefunden.

1. Juni bis 16. Juli 2022
Michael Jastram Auf dem Weg

24. August bis 1. Oktober 2022

Alwin Dorok und Reinhard Roy Spektrale

Eine Reduktion auf die Grundelemente in Form, Farbe, Fläche und Raum bestimmt das Werk beider Künstler, die dieses sowohl aus dem Experiment wie auch aus einem stringenten Prinzip heraus entwickeln… (Bruno Kümin, Zürich).

Zu sehen sind ausgesuchte Arbeiten der Hamburgischen Sezession aus der Gründerzeit (Gründung 1919) und aus späteren Jahren von Otto FischerTrachau, Emil Maetzel u.a. Ergänzt wird die Ausstellung noch durch Arbeiten von Künstlern der Darmstädter Sezession, wie Gottfried Diehl sowie von Frankfurter Künstlern der gleichen Zeit von Georg Heck und Umfeld.

26. Oktober bis 10. Dezember 2022
Szessionen Hamburg/Darmstadt/Frankfurt

18. Januar bis 25. Februar 2023

125 Jahre Max Baur

Es gibt nur eine Sonne

Anlässlich des 125. Geburtstages des Fotografen Max Baur präsentiert der KunstRaum Bernusstrasse eine Retrospektive seines Werkes.

Mit präziser Lichtführung setzte Baur Motive aus Architektur, Landschaft, Natur und Werbung meisterhaft in Szene.

Stilprägend sind die kühle Eleganz und schlichte Schönheit von Baurs Fotografien.

Das Lichtbild-Archiv Max Baur, Aschau, stellt für die Ausstellung Originalfotografien zur Verfügung.

Kuratoren sind Rudi Feuser und Stefanie Wetzel, Pangallery, Frankfurt am Main.

Martine Andernach - Ann Reder

Zeichnungen/Skulpturen

Ob in Marmor, Stahl oder Bronze, stets bleibt Martine Andernach der „clarté“ ihrer französischen Vorfahren verbunden. Bei ihr kann die Archaik ägyptischer Figuren oder die der liegenden etruskischen Paare (vgl. „Voyage“ ) bis in die strengen Holzschnitte hinein zu einer nachgerade abstrakten Setzung von Linie und Volumen führen.

Ann Reder fasst ihre Plastiken bevorzugt monochrom in einer der Elementarfarben. Dabei unterstützt die kräftige Farbigkeit die klaren Geometrien der Form. Oft werden die konkav gerundeten Raum- und Wandplastiken mit den Zahlen der Fibonacci-Folge gebaut.

29. März bis 6. Mai 2023

23. August bis 30. September 2023

Margarete Zahn

Bilder und Objekte

Seit mehr als 25 Jahren beschäftige ich mich mit dem Andreaskreuz und seiner Möglichkeit der künstlerischen Darstellung. Diese X-Form bilde ich in vielfältiger gestalterischer Variation ab - in unterschiedlichen Formaten sowohl als dreidimensionales Objekt aus Holz, als auch zweidimensional als Malerei auf Leinwand oder Papier. Im Laufe der Zeit hat sich die Kreuzform mehr und mehr verändert, ist fast gänzlich in den Hintergrund getreten und für den Betrachter nur noch schwer erkennbar.

Man kann sie jetzt nur noch in den hölzernen Kastenformen von unterschiedlicher Größe erkennen, die ähnlich einem Mosaik strukturübergreifend bemalt und aneinander fixiert sind.

Detlef Waschkau sieht seine Kunst als die Beziehung von Stadt und Mensch. Der Ausstellungstitel „Urban Vibes“ steht für zeitlose Schwingungen und Transformationen im urbanen Raum. Seine Werke spiegeln das Unvorhergesehene, das Experimentelle, Überschneidungen und Befreiungen.

Die Stadt wird zum Kraftwerk der Gefühle und Ankerpunkt für durch Straßen eilende Menschen. Er begreift das Urbane als Resonanzraum und verarbeitet das Alltägliche in Bildkonstruktionen aus Holz und Farbe. Farbstimmungen und Freiflächen ermöglichen Ruhepunkte und formen neue Narrative.

15. November bis Anfang Januar 2024 Detlef Waschkau
Urban Vibes

Ende Februar/März 2024

Julia Steinberg

Landschaft mit Wolken

Die Malerei der Dortmunder Künstlerin Julia Steinberg, Meisterschülerin bei Prof. Norbert Tadeusz/ Düsseldorf, verbindet die strenge, mathematisch-architektonische Linie des Konstruktivismus mit einem Hang zum Spielerisch Ornamentalen und der Heiterkeit des Impressionismus. Die Themenkreise der Künstlerin sind zahlreich, Architektur, Interieurs, Landschaften, Binnen-Wasser-Idyllen mit ruhendem Boots-Betrieb. Sonnentag und Sonntag, die Arbeit pausiert, Waffenstillstand, den die Ästhetik vermittelt, die Welt umfängt uns als reine Erscheinung, der Wille ruht. Die äußere reale Welt der Zwecke, Mittel und Bewegungen liegt still, auf ihre Silhouetten reduziert, vor uns, wir nehmen Farb-Form-Synthesen wahr, die in ihrem ursprünglichen Sinn als Fortbewegungsmittel kaum noch lesbar sind, sie treten als Äquivalente des menschlichen Seelenlebens in Erscheinung, in seinem Wesen liegt es, über die Ufer zu treten und sich auf Wegen jenseits von Logik und Kausalität zu bewegen.

Eckhard Froeschlin, geboren 1953 in Tettnang, zählt zu jenen Künstlern, die durch ihre Experimentierfreude und handwerkliche Virtuosität die Radierung maßgeblich weiterentwickelt und ihr zu neuer Ausdrucksform verholfen haben.

Der Künstler stellt das erste Mal im KunstRaum Bernusstraße aus und zeigt Radierungen aus seinen Arbeitsschwerpunkten: Überfahrt, Reiselandschaften, Dichterporträts und Künstlerbücher.

29. August bis 29. September 2024
Eckhard Froeschlin Radierungen
Martine Andernach Emil Cimiotti Ständige Ausstellung von Skulpturen in der unteren Etage

GALERIE

Marina Grützmacher

Impressum:

Texte und Fotos:

Martine Andernach: Heribert Schulz (Text)

Eric Decastro: David Galloway (Text)

Menno Fahl: Bernd Kuhnert (Fotos)

Franz Mon: Franz Mon (Text)

Ann Reder: Peter Sarowsky (Fotos)

Hans Scheib: Daniel Stemmrich, Sebastian Schobbert, u. a. (Fotos)

Claus Tittmann: Peter Schmitt (Text)

Layout / Produktion: Horst Ziegenfusz

© KunstRaum Bernusstraße und Autoren / 2006-2024

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