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Galerie

2006 - 2011


Galerie KunstRaum BernusstraĂ&#x;e Marina GrĂźtzmacher 2006 - 2011


KunstRaum Bernusstrasse


Ausstellungen 2006 - 2011

14. März 2006 bis 6. Mai 2006

15. November 2007. bis 5. Januar 2008

Horst Hamann

Dagmar Roederer

8. Juni 2006 bis 22. Juli 2006

24. Januar 2008 bis 5. April 2008

stay vertical

Chinoiserien

Nele Waldert

Michael Morgner

Heimat

Bilder und Skuplturen

8. September - 11. November 2006

17. April 2008 bis 21. Juni 2008

Stefan Pietryga

Ingrid Hartlieb

30. November 2006 bis 20. Dezember 2006

5. September 2008 bis 18. Oktober 2008

Hubertus von der Goltz

Peter Ruehle

18. Januar bis 10. März 2007

5. November 2008 bis 20. Dezember 2008

Das System der Dinge

Haupt- und Nebenwege

Balance

Stadt-Land-Fluß-Himmel

Richard Bram

Hans Scheib

Street Photography

Kalte Nadel, Radierungen 1977-2004

12. April 2007 bis 26. Mai 2007

28. Januar 2009 bis 28. März 2009

Hans Scheib

Wirklichkeit + Anschauung

Skulpturen

31. Mai 2007 bis 30. Juni 2007

8. April 2009 bis 16. Mai 2009

kg eiland

Hubertus von der Goltz

1. September 2007 bis 13. Oktober 2007

3. Juni 2009 bis zum 18. Juli 2009

Gundula Schulze Eldowy

Ottmar Hörl

Hängen Sie sich Bilder an die Wand!

Berlin in einer Hundenacht

„Überquerung“ 2008

Meisterstücke


Ausstellungen 2006 - 2011

4. September 2009 bis 18. Oktober 2009

2. Februar 2011 bis 12. März 2011

Li Jin

Hubertus von der Goltz und Detlef Waschkau

Reisen nach Deutschland

Mensch im Raum

27. Oktober 2009 bis 14. November 2009

Henry Moore

Fotos und Lithographien 25. November 2009 bis 16. Januar 2010

Menschen - Tiere - Editionen 31. Januar 2010 bis 27. März 2010

Stefan Szczesny vis–à-vis

Kommende Ausstellungen

14. April 2010 bis 22. Mai 2010

KUNST_WERK_BUCH

2. Juni 2010 bis 10. Juli 2010

Künstlerbücher, Buchobjekte, Multiples, Bilder und Skulpturen zum Thema Buch

Horst Hamann abseits

13. April bis 15. Mai 2011

FLÄCHE_RAUM

Über das Relief in der zeitgenössischen Kunst 8. Juni bis 2. Juli 2011

PageArt – ein Sammlerprojekt

1. September 2010 bis 10. Oktober 2010

Peter Vogel

Interaktive Objekte 3. November 2010 bis 18. Dezember 2010

Gerhard Altenbourg – Carlfriedrich Claus– Michael Morgner– Thomas Ranft Arbeiten auf Papier

31. August bis 1. Oktober 2011

Gundula Schulze Eldowy

Das unfassbare Gesicht – Fotografie 5. Oktober bis 12. November 2011

Peter Ruehle und Peter W. Schindler Island, Malerei – Fotografie


14. März 2006 bis 6. Mai 2006

Horst Hamann stay vertical

Die Frankfurter Galerieszene ist um eine Adresse reicher geworden. Am 14. März 2006 eröffnete der KunstRaum Bernusstraße mit einer Ausstellung des international renommierten Fotografen Horst Hamann: STAY VERTICAL.

zum Kultobjekt für alle Foto- und Design-Liebhaber, - und ein „musthave“ für alle New-York Fans!

Diese erste Präsentation von Horst Hamann in Frankfurt umfasst eine kleine Gruppe bisher unpublizierter Aufnahmen in der für Horst Hamann typischen vertikalen Sicht, die neue, überraschende und faszinierende Perspektiven auf die Stadt erlaubt. Vervollständigt wird die rund 60, zum Teil großformatige Exponate umfassende Ausstellung mit Beispielen aus Horst Hamanns legendären Werkreihen „New York“ und „Paris“.

Mit genau dieser Neugier für ungewöhnliche Perspektiven hat Hamann sich auch Mainhattan genähert, seine Fotos zeigen uns ein atemberaubendmodernes Frankfurt.

Berühmt wurde der in New York lebende deutsche Fotograf mit seinen extremformatigen Fotos von New York. Mit seiner Panorama-Kamera lichtete er die Architektur der Stadt in starken schwarz-weiß Kontrasten ab. Dazu wählte er Standpunkte, die nur durch äußerst riskante und nicht immer legale Kletterpartien erreichbar sind. Von dort aus zeigt uns Hamann die Metropole in ihrer bis dahin völlig unbekannten geometrischen Schönheit. Kein Wunder: Der Bildband „New York vertical“ wurde

Die Finanz- und Werbemetropole zeigt ihr zukunftsgewandtes Gesicht: vertikal!


8. Juni 2006 bis 22. Juli 2006

Nele Waldert Heimat

Die zweite Ausstellung im KunstRaum Bernusstrasse ist der in Düsseldorf lebenden Bildhauerin Nele Waldert gewidmet. Nele Waldert (*1964 in Düsseldorf ) studierte zwischen 1986 und 1995 an den Kunstakademien in Graz, München und Düsseldorf. Dort schloss sie ihr Studium 1993 als Meisterschülerin bei Fritz Schwegler ab. 2001 erhielt sie den Radschlägerpreis Düsseldorf, 2002 gewann sie den Skulpturenwettbewerb des Landeshörfunkpreises NRW und 2004 bekam sie den Förderpreis der Darmstädter Sezession zugesprochen. Seit 2004 hat Nele Waldert einen Lehrauftrag für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf inne. Der KunstRaum Bernusstrasse präsentiert erstmals in Frankfurt eine umfassende Werkschau der Künstlerin. Mit genauer Beobachtungsgabe, Ernsthaftigkeit und manchmal auch mit ironischem Augenzwinkern sucht sich die Künstlerin Dinge, die sie in Plastiken und Installationen umsetzt. Ob

die Dinge aus der Kunst oder aus Alltagsbeobachtungen resultieren, hat keine unterschiedliche Wertigkeit mehr, wenn sie in den Plastiken Nele Walderts ihre neue Form gefunden haben. Sie kommen zusammen zu einer neuen Welt, die erzählerisch erscheint und doch streng ist, offene Geschichten in uns auszulösen vermag und doch formal und farblich durch große Stringenz und Klarheit überzeugt.


8. September - 11. November 2006

Stefan Pietryga

Haupt- und Nebenwege

Der KunstRaum Bernusstrasse zeigt in seiner dritten Ausstellung Arbeiten des in Potsdam lebenden Bildhauers Stefan Pietryga und nimmt zum ersten Mal am Saisonstart der Frankfurter Galerien teil. Die blaue Pappel ist zu Stefan Pietrygas Markenzeichen geworden. Die hoch aufragenden Stelen, in der Landschaft oder im Innenraum positioniert, sind Indikatoren, die uns zum eigentlichen Thema seiner bildhauerischen Arbeit führen. Pietrygas Skulpturen berichten von Volumen, Maßstäblichkeit, Rhythmus und Farbwirkung. Seine Installationen lassen Raumspannungen von Körper zu Körper entstehen. Der Raum wird als verbindender Teil der Plastik einbezogen und erhält eine neue Bedeutung. Für den Betrachter wird das Kunsterleben auch zum Raumerlebnis. Für Stefan Pietryga war die Farbwahl am Anfang nicht von grundsätzlicher Bedeutung, es gibt auch Werkstücke in anderen Farben. Erst nach und nach wurde ihm bewusst, dass er zu einer Art der Befreiung der Farbe Blau nach Yves Klein mit beigetragen hat. Kein Künstler hat ein Farbmonopol, aber das tatsächliche Interesse galt der Struktur der vertikalen

Pappel und den Brechungen der Farbe auf der heterogenen Fläche. Beim Motiv des Baumes knüpft Pietryga ähnlich seinen anderen Themen (Stier) auch an die alten ikonographischen Bedeutungen an, ohne anekdotisch zu werden. Pietryga ist konzeptuell mit den bildnerischen Mitteln der figurativen Plastik. Darüber hinaus sind in der Ausstellung von Stefan Pietryga Arbeiten aus Glas und ebenfalls eine Werkgruppe von Aquarellen zu sehen, die erstmals in Frankfurt vorgestellt werden. Insgesamt ergibt die Ausstellung eine vom Künstler auf den KunstRaum hin entwickelte Raumskulptur, in der alle Aspekte seines Werkes als plastischer Dialog erlebbar werden.


30. November 2006 bis 20. Dezember 2006

Hubertus von der Goltz Balance

Hubertus von der Goltz hat in den letzten Jahren durch zahlreiche große Außenplastiken wie in Darmstadt, Berlin, Seoul, Chicago und Vence oder in dem unweit von Amsterdam gelegenen Harderwijk seinen Wirkungskreis als Bildhauer mit internationalem Renommee erweitert. Er gehört zu den wenigen figurativen Bildhauern unserer Zeit, die es verstehen, in ihrem Werk inhaltliche Aktualität und formale Zeitlosigkeit zu einer kontinuierlichen Formensprache zu legieren. Sein figurativer Minimalismus schöpft aus der Ausdrucksqualität einer elementaren Form - der menschlichen Figur. Aus dem ästhetischen Dialog von Figur und Raum, Figur und Architektur, Figur und Betrachter erwächst die Eindrücklichkeit seiner Arbeiten. Im Kontext des jeweiligen Ausstellungsortes definiert er mit seinen Arbeiten ein neues Raumgefüge. Seine Figuren wirken als Zeichen im Raum und als polyglott gleichnishaftes Bild jenseits aller kulturellen Unterschiede. In der Simplizität ihrer öffentlichen Erscheinung, die alle statischen und tektonischen Bedingungen scheinbar so spielerisch leicht überwunden haben, begründet sich auch die metaphorische Wirkung seiner Arbeiten als prägnantes existentielles Zeichen. Die mensch-

liche Figur ist immer auch ein gleichnishaftes, auf das eigene Selbst des Betrachters zurückweisendes Bild, mit dem man sich bewusst oder unbewusst identifiziert. Es entsteht ein Dualismus von künstlerischer Idee und aktiver Rezeption: ein Abwägen zwischen dem klar Artikulierten und dem Unausgesprochenen. Die Arbeiten von Hubertus von der Goltz sind in ihrer Erscheinungsweise ein in sich geschlossenes, bildhauerisches Konzept. Auf der Ebene der Wirkungsästhetik bleiben sie aber ein offenes System - ein Angebot zur Wahrnehmung.


18. Januar bis 10. März 2007

Richard Bram

Street Photography

Richard Bram kam nach eigenem Bekunden erst mit 32 Jahren zur Fotografie. Besser spät als nie möchte man angesichts der großen Zahl von herrlichen Aufnahmen und Werkgruppen meinen, die ihm in seiner bisherigen Fotografenkarriere gelungen sind. Entweder hat er beim Erkunden seiner Motive sehr viel Glück oder Richard Bram hat einen untrüglichen fotografischen Instinkt für außergewöhnliche Situationen. In jedem Fall sind seine Bilder charakteristische Motive aus unserer Alltagswelt. Seine Aufnahmen sind humorvoll, skurril, manchmal sarkastisch und ironisch, doch immer voller Sympathie für die Protagonisten seiner Szenen. Richard Brams Studio ist die Straße. Gerade hier zählen die Kunst des selektiven Blickes und eine Gabe zur Antizipation des Kommenden. In Bruchteilen eines Augenblicks muss der Fotograf auf ein kommendes Motiv vorbereitet sein, von dem der zu Fotografierende selbst womöglich noch nicht mal ahnt, dass es nun so kommen wird. Diesen flüchtigen Augenblick zu bewahren und ihn ins Zeitlose zu überführen - darin knüpft

Richard Bram nahtlos an die großen Namen der klassischen Fotografie an. Cartier-Bresson hat diese Strategie als ein Vorgehen wie „auf Samtpfötchen und mit Argusaugen“ beschrieben. In der Hektik der Großstadt hält Richard Bram mit seinen Aufnahmen die Zeit an. Seine szenischen Bilder sind eine ungewöhnliche Erzählfotografie, die uns anekdotisch Heiteres bis erkenntnisbildend Kritisches über den Zustand unserer Gesellschaft

eindringlich vor Augen führt. Seine Aufnahmen sind ehrlich und ungekünstelt. Das zählt viel in unseren Tagen, in der authentische Fotografie zu einem seltenen Gut geworden ist.


12. April 2007 bis 26. Mai 2007

Hans Scheib Skulpturen

Hans Scheib gehört zu den prägenden deutschen Holzbildhauern der Gegenwart. Sein Werk gründet in der Tradition einer expressiven Formensprache und eines vitalistisch-skeptischen Denkens, das man bei ihm als Ausdruckskunst einer singulären, über Jahre geprüften künstlerischen Haltung begreifen muss. Nicht dem Abbild gilt die Suche, Hans Scheib lotet den Ausdruck, die innere Natur seiner Themen aus. Seine Menschenund Tierbilder, seine Ausflüge in literarische und historische Szenerien lassen eine differenzierte Bildsprache erkennen. Inhalte sind nicht nur eine intellektuelle Größe, sie sind vielmehr Anlass und Ausgangspunkt für Figuren oder Figurengruppen. Inhalte stehen bei Hans Scheib immer für eine bildhauerisch einmalige Lösung, die nur so und nicht anders sein kann. Seine Arbeiten künden künstlerisch von Extremzuständen der Liebe, des Glücks, von Leid oder dem Tod. Als Bildhauer scheut sich Hans Scheib auch nicht vor extremen psychischen und physischen Exzessivitäten. Seine Arbeiten lassen aufmerken. Oftmals sind seine Ensembles raumgreifend theatralisch, manchmal aber auch in sich gekehrte, schmale Figuren auf engem Raum. Aber immer sind sie emotional besitzergreifend. Wer Hans Scheib kennt, weiß, dass

es ihm in seiner Arbeit nie um die vordergründige Ästhetik des schönen Scheins geht. In seinem Werk handelt es sich immer um eine grundsätzliche, in die Form der Figur gebundene Auseinandersetzung um Inhalte, die auch auf zeitgeschichtliche und aktuelle Herausforderungen reagieren. Die Figuren von Hans Scheib reflektieren das Lebensgefühl der Gegenwart und sind doch auch von überzeitlichem Charakter. Skulptur ist immer auch eine Wirkungsform, die in den Alltag eingreift, Position bezieht und in ihrer starken physischen Präsenz unmittelbarer auf den Betrachter wirkt. Für Hans Scheib ist das eine Form von Wahrnehmungssensibilisierung, die nonverbale Einladung an den Betrachter, sich auf seine Arbeiten einzulassen – ein Angebot zur Wahrnehmung.


31. Mai 2007 bis 30. Juni 2007

kg eiland

Hängen Sie sich Bilder an die Wand!

Es geht hierbei um drei junge Künstler aus Ostdeutschland - Peter Ruehle, Torsten Ruehle und Daniel M. Thurau, die sich 1998 zu der Gruppe kg (kunstgesellschaft) eiland zusammen geschlossen und seither zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland bestritten haben. Peter Ruehle (Studium in Dresden und Florenz) hat für seine ausgefallenen Stadtpanoramen, von denen einige jetzt hier zu sehen sind, gerade vor sechs Wochen den Preis der Darmstädter Sezession erhalten. Torsten Ruehle war Meisterschüler von Arno Rink in Leipzig und von Hanns Schimansky in Berlin, während Daniel M. Thurau sein Studium u.a. auf Burg Giebichenstein in Halle, absolvierte.


1. September 2007 bis 13. Oktober 2007

Gundula Schulze Eldowy Berlin in einer Hundenacht

Gundula Schulze Eldowy (*1954) gehört zu den bekanntesten Fotografinnen der ehemaligen DDR. Die Ausstellung präsentiert erstmals in Frankfurt ihre frühen, vor dem Mauerfall entstandenen schwarz-weiß Zyklen. Ausgebildet an der Fachschule für Werbung und Gestaltung in Berlin und geprägt durch ihr Studium an der Hochschule für Graphik und Buchkunst in Leipzig trat Gundula Schulze Eldowy zunächst mit in schwarz-weiß gehaltenen dokumentarischen Portraits des DDR-Alltags in Erscheinung. Trotz aller offiziellen Einschränkungen gelangen ihr provozierende, den Betrachter zwischen Ablehnung und Begeisterung polarisierende Ansichten aus der Arbeits- und Lebenswelt, in dem Grau die vorherrschende Farbe war. Ihre Bilder sind für uns heute eine Zeitreise, dokumentarisch wie emotional.


15. November 2007. bis 5. Januar 2008

Dagmar Roederer Chinoiserien

Dagmar Roederer (*1951) malt Vasen. Die Gefäße auf ihren Bildern sind reich an Ornamenten und vielszenigen Erzählungen. Malerei ist für Dagmar Roederer ein offenes System. Die Geste des Malens überwindet die Vorlage. Räume werden verflochten, Ornamente verselbständigen sich und wuchern eigenständig über die Leinwand. Figuration und Abstraktion bilden in ihren Bildern eine Synthese im Gleichklang. Ästhetische Brüche sind gewollt. Sie resultieren aus dem Kontrast des neuzeitlichen Blicks auf den antiken Gegenstand, die Umsetzung eines dreidimensionalen Gegenstandes in die Flächigkeit der Malerei, die europäische Deklination einer ostasiatischen Farbästhetik und die Auflösung des tradierten Sujets in eine neue, zeitgenössische Stilisierung. Dagmar Roederers Bilder stehen für die Möglichkeit, solch scheinbare Gegensätze zu einer neuen ästhetischen Einheit ohne Widerspruch zu legieren.


24. Januar 2008 bis 5. April 2008

Michael Morgner

Bilder und Skuplturen

Michael Morgner (*1942, Chemnitz) zählt zu den wichtigsten deutschen Künstlern der Gegenwart. Seit 1966 arbeitet er als freischaffender Künstler. Standen zu Beginn seines Schaffens noch Landschaften, Portraits und Stillleben im Vordergrund, bestimmten im Laufe der Jahre zunehmend klassische Körperformen sein Werk - der Mensch wurde zum Mittelpunkt seiner Kunst. 1977 gehört er zu den Mitbegründern der legendären Produzentengalerie „CLARA MOSCH“, die außerhalb des Kulturbundes und des Staatlichen Kunsthandels eine eigene Position formulierte. Schon zu DDR-Zeiten zählte Michael Morgner trotz Repressionen zu den über die Staatsgrenzen hinaus bekannten Künstlern. In seinem Werk thematisiert er Erfahrungen, wie Geburt, Liebe und Leid. Seine abstrahierten Figuren

wurzeln in der christlichen Ikonographie und in der eigenen Biographie. Die Figurentypen, die in seiner Plastik, Malerei und Grafik zu finden sind, verweisen auf existentielle Grenzsituationen, antizipieren aber auch Befreiung und Hoffnung. ... „Es war das schwierigste künstlerische Problem meiner Entwicklung, die Figur, die Natur und die Abstraktion zusammenzubringen. Daraus hat sich dann auch die Reduktion der Farbe ergeben, als Möglichkeit der Konzentration.“


17. April 2008 bis 21. Juni 2008

Ingrid Hartlieb

Das System der Dinge

„Meine Arbeiten sind Versuche, psychische Situationen: Ängste, Zwänge sinnbildlich und allgemeingültig zu formulieren. Sie sind Mitteilungen über meine Existenz und über den Menschen“. Als Bildhauerin geht Ingrid Hartlieb den schmalen Grat von verletzen und heilen. Der expressive, aus der Behandlung der Hölzer resultierende Gestus, erhält in der Oberflächenbehandlung ihrer Werkstücke eine kurative Haut aus Pigment und Wachs. „Das System der Dinge“ ist ein offenes ästhetisches Tableau, das dem Betrachter unterschiedliche Möglichkeiten des Zugangs bietet. Eine assoziative, interpretierende Annäherung erfolgt über die Titel oder eine sinnlich-haptische Betrachtung der reduziert abstrahierenden Formensprache, in der die Bildhauerin ihre Themen fasst. Letztlich muss man aber ihr Werk als eine Ordnung von symbolhaften Zeichen begreifen, Symbole,

die Aufschluss geben über das Unbewusste, über die geheimen Träume, die oft sorgfältig hinter Fassaden verborgen werden – auch, oder gerade in der Kunst.


5. September 2008 bis 18. Oktober 2008

Peter Ruehle

Stadt-Land-Fluß-Himmel

bildern. Die atmosphärische Wirkung der gewählten Farben steigert die irrationale Ferne in seinen Bildern. Peter Ruehles Arbeiten sind Farb- und Raumerlebnis in einem - kontemplativ und ohne Hektik, eine Oase der Besinnung für das betrachtende Auge.

Raum und Zeit, Stille - die Themen in Peter Ruehles Malerei. Jede Farbe ist als Synthese aus vielen ein Unikat, keine taucht mehrmals auf. Jedes Bild bedient sich anderer Töne; keine Farbe ist gleich. Die neben- und nicht übereinander gesetzten Farbflächen verschwimmen mit zunehmendem Abstand im Auge des Betrachters und bilden neue Farben, während die Komposition bestehen bleibt. Die für sich abstrakten Farbflächen vereinigen sich zur Landschaft, zu Stadtansichten oder Wolken-


5. November 2008 bis 20. Dezember 2008

Hans Scheib

Kalte Nadel, Radierungen 1977-2004

Hans Scheib (*1949) hat neben seinem bildhauerischen und zeichnerischen Werk im Laufe der Jahre eine Fülle von Radierungen geschaffen, die nun erstmals in ihrer Gesamtheit publiziert und in einer Auswahl von rund 80 Blättern begleitend zur Veröffentlichung seines Werkverzeichnisses vorgestellt werden. Die Kaltnadelradierung ist eine der faszinierendsten und persönlichsten Formen des druckgraphischen Ausdrucks, da der Künstler dabei unmittelbar und direkt in die Platte arbeitet. Diese lineare, an sich zeichnerische, Vorgehensweise geschieht jedoch immer in der Auseinandersetzung mit dem

Material, und hier verbindet sich der Graphiker mit dem Holzbildhauer Hans Scheib. Beide Techniken fordern eine vehemente Verletzung der Oberfläche und tragen deutliche Spuren ihrer Bearbeitung. Dabei kann die zarte Geste neben brutalem Hieb, der feine Strich neben tiefsten Gräben stehen und vom Betrachter am Werk nachempfunden werden.


28. Januar 2009 bis 28. März 2009

Wirklichkeit + Anschauung

Hubertus von der Goltz, Ottmar Hörl, Michael Morgner, Stefan Pietryga und Andreas von Weizsäcker

KunstRaum Bernusstraße Bernusstraße 18 (über Zeppelinallee) 60487 Frankfurt a .M.

tel 0049 (0) 69 977 836 56 fax 0049 (0) 69 977 836 57 Öffnungszeiten: Donnerstag von 13 - 20 Uhr Freitag von 13 - 19 Uhr Samstag von 10 - 15 Uhr und nach Vereinbarung

Die Ausstellung zeigt fünf singuläre Beiträge des zeitgenössischen Kunstschaffens. Die Skulpturen, Bilder und multiplen Objekte von Hubertus von der Goltz, Ottmar Hörl, Michael Morgner, Stefan Pietryga und Andreas von Weizsäcker (19562008) stehen für eine authentische künstlerische Bildsprache. Bei aller Individualität in ihren ästhetischen Positionen ist ihnen der Blick auf unsere Gegenwart gemeinsam. In ihren bildnerischen Strategien stellen die Künstler den Menschen mit seinen individuellen Aktionen und Reaktionen in

den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Die Ausstellung unternimmt den Versuch, den Besucher in Bezug zu den künstlerischen Werken zu setzen. „Wirklichkeit und Anschauung“– meint künstlerisches Erfassen von Wirklichkeit aus der Anschauung und Gewinn von Wirklichkeit in der Anschauung durch den Betrachter.


8. April 2009 bis 16. Mai 2009

Hubertus von der Goltz „Überquerung“ 2008

Über seine Arbeiten sagt Hubertus von der Goltz: „Mein Thema zielt auf den Einzelnen und seine Balance zwischen Denken, Handeln und Sein. Für mich ist es ein symbolischer Akt: derjenige, der balanciert, muss sich auf sich selbst und seinen Weg konzentrieren. Dies ist eine grundmenschliche Erfahrung…“. Die Skulpturen von Hubertus von der Goltz sind minimalistische Raumzeichen von hohem Wiedererkennungswert. Der Dialog von Figur und Raum ist überraschend, faszinierend und irritiert unsere Sehgewohnheiten. Der KunstRaum Bernusstraße präsentiert nach 2006 den Künstler zum zweiten Mal mit aktuellen Arbeiten in Frankfurt.


3. Juni 2009 bis zum 18. Juli 2009

Ottmar Hörl Meisterstücke

Ottmar Hörl (*1950 Nauheim) studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt und an der Kunsthochschule Düsseldorf. Die künstlerischen Ausdrucksformen des Bildhauers und Konzeptkünstlers Ottmar Hörl sind vielfältig und lassen sich nicht auf eine bestimmte Stilrichtung festlegen. Das Prinzip der Serialität, der Respekt vor der Integrität des Objekts, die Frage nach Regeln der Ordnung und dem Bildpotential der Dinge, gepaart mit dem ihm ganz eigenen Humor, sind Leitmotive seiner künstlerischen Arbeit. Seine Arbeitsweise beinhalten gleichzeitig Organisations- wie Interventionsprinzipien, die in unseren Alltag eingreifen und unsere Wahrnehmung verändern. Mit seinen Installationen im Innenraum wie im öffentlichen Raum erweitert Ottmar Hörl den Begriff des Plastischen. In der Ausstellung „Meisterstücke“ präsentiert der Kunstraum Bernusstraße unikate Arbeiten von Ottmar Hörl aus den letzten Jahre, die noch nicht zu sehen waren.


4. September 2009 bis 18. Oktober 2009

Li Jin

Reisen nach Deutschland

Li Jin, (*1958 Tianjin) gehört zu den herausragenden chinesischen Künstlern der Gegenwart. Er ist einer der wenigen Kunstschaffenden seines Landes, in dessen Werk sich Tradition und Innovation verschränken. Als Zeitgenosse erlebt Li Jin tagtäglich den rapiden Wandlungsprozess Chinas. Als Künstler bekennt er sich zu den bewahrenswerten malerischen und literarischen Traditionen der chinesischen Kultur. In seiner Kunst ist Li Jin ein Schilderer. Die Themen in seinen Blättern sind eher persönlicher, prosaischer Natur. Sein Blick richtet sich auf das alltägliche Leben, auf Begebenheiten und Ereignisse, die er im Anekdotischen selbst beschreibt. Die Leichtigkeit wie das Spontane seiner Tuschmalerei sind virtuos und offenbaren zugleich seine innere Sammlung und Konzentration im Moment des Malens. Li Jins Bilder sind ein gelebtes Bekenntnis

zur Tradition chinesischer Tuschmalerei, die er für den Betrachter in ganz undogmatischer Manier in eine nacherfahrbare Zeitgenossenschaft führt. In den letzten Jahren hat Li Jin zwei Reisen nach Deutschland unternommen. Die Ausstellung zeigt 28 Blätter, die während seiner Reisen entstanden sind. In der für ihn typischen Bildsprache aus Melancholie, Ironie und Hintergründigkeit schildert er seine Begegnung mit der für ihn unbekannten Kultur. Zur Ausstellung erscheint ein umfangreiches Buch, (chinesisch/englisch/deutsch) mit zahlreichen Abbildungen und einer Reiseschilderung des Künstlers.


27. Oktober 2009 bis 14. November 2009

Henry Moore

Fotos und Lithographien

Die einzigen Illustrationen, die Henry Moore für eine Dichtung der Vergangenheit schuf, sind seine Farblithographien zu den Prometheus-Dichtungen des jungen Goethe (1950). Als Textvorlage diente Moore die französische Übersetzung von André Gide. Im KunstRaum Bernusstraße sind jetzt diese selten gezeigten Prometheus-Lithographien zu sehen, ergänzt durch Fotos aus den Sammlungen der Henry Moore Foundation, dem LehmbruckMuseum (Werner Hannappel) und von Prof. Dr. Eduard Trier sowie Erika Schmied und weiteren namhaften Fotografen. Sie geben einen umfassenden Einblick in das bildhauerische Schaffen Henry Moores. Zur Vernissage stellt Prof. Dr. Christa Lichtenstern, eine der international renommiertesten MooreExperten, ihre kürzlich im Deutschen Kunstverlag erschienene Henry Moore-Monographie „Werk – Theorie – Wirkung“ vor.


25. November 2009 bis 16. Januar 2010

Menschen - Tiere - Editionen

Richard Bram, Hubertus von der Goltz, Horst Hamann, Ottmar Hörl, Hans Scheib, Nele Waldert und Andreas von Weizsäcker

Menschen - Tiere - Editionen ist eine illustrative Accrochage zum Jahresausklang mit ausgewählten Arbeiten von Künstlern aus dem Programm der Galerie und zahlreichen Gästen. Gezeigt werden druckgraphische Blätter, Skulpturen, Fotografien und multiple Objekte, die den Betrachter zum Entdecken einladen. Vertreten sind Künstler wie Richard Bram, Hubertus von der Goltz, Horst Hamann, Ottmar Hörl, Hans Scheib, Nele Waldert und Andreas von Weizsäcker, in deren Werk das Menschenbild und/oder die Tierdarstellung einen festen Platz haben. Anhand exemplarischer Beiträge werden unterschiedliche individuelle Positionen und mediale Möglichkeiten in der Darstellung der beiden klassischen Sujets im Bereich der zeitgenössischen, edierten Kunst vorgestellt.


31. Januar 2010 bis 27. März 2010

Stefan Szczesny vis–à-vis

Die ersten Übermalungen eigener Fotografien hat Stefan Szczesny 1985 geschaffen. Diese Fotoarbeiten sind eine Fortsetzung seiner Malerei mit anderen Mitteln. Mit dem Auge des Künstlers fotografiert er die von ihm ausgewählten Motive im Hinblick auf eine spätere malerische Vollendung. Das Ergebnis ist ein zum Bild gewordener Ausdruck zwischen der geschauten Wirklichkeit im Dialog von Formen und Farben und der malerischen Phantasie des Künstlers, die das fotografierte Bild vollendet. Die Ausstellung zeigt exemplarische Arbeiten aus den letzten Jahren.


14. April 2010 bis 22. Mai 2010

KUNST_WERK_BUCH

Künstlerbücher, Buchobjekte, Multiples, Bilder und Skulpturen zum Thema Buch

In dieser Ausstellung steht das Buch als Kunstwerk im Mittelpunkt. Vorgestellt wird eine Auswahl von Büchern, Objekten, Skulpturen und Multiples, die exemplarisch für verschiedene, zum Teil wegweisende, künstlerische Positionen der letzten 40 Jahre stehen. Es wird aber weniger das Kunstbuch vorgestellt, das als künstlerisch gestaltetes Druckwerk Ausstellungen begleitet. Die Exponate in den Räumen der Bernusstrasse sind vielmehr Werke, die das Buch als Gegenstand „ von allen Seiten“ bearbeiten: sei es in Stein gemeißelt oder als Material benutzt, um es zu übermalen, zu schredern oder plastisch in eine Skulptur einzubinden. Neben diesen Buchobjekten wird eine Reihe von ausgewählten künstlerisch gestalteten Büchern mit bildnerischen Interpretationen literarischer Texte gezeigt. Der Aspekt „Buch“ ist in allen Arbeiten integraler Bestandteil und eröffnet ein breites Spektrum von Betrachtungsebenen und Lesarten, bis hin zu einzelnen Kunstprojekten und Installationen.

Künstlerliste: Antonio Calderara Carlfriedrich Claus Lutz Fritsch Sabrina Hohmann Martin Holler Ottmar Hörl Dirk Hupe Heinz Jahn Michael Jäger Kubach-Wilmsen Lázló Lakner Helge Leiberg Michael Morgner Philipp Orschler Jürgen Paas A.R. Penck/ Wolf Kahlen Stefan Pietryga Christoph Rust Klaus Schiffermüller Timm Ulrichs Franz Erhard Walther Detlef Waschkau Andreas v. Weizsäcker Frank M. Zeidler


2. Juni 2010 bis 10. Juli 2010

Horst Hamann abseits

Horst Hamann fotografiert Fußballerinnen und Fußballer, die im KunstRaum Bernusstraße Premiere feiern. Im Auftrag des DFB entstanden die Porträts der Frauen-Nationalmannschaft - der Weltmeisterinnen - als freies Projekt des fußballbegeisterten Fotografen. Wer nun Sportfotografie in Form von spektakulären Schnappschüssen erwartet, die uns Freud und Leid, Artistik und Missgeschick, Triumph und Niederlage der Ballkünstlerinnen auf dem Feld ins Bild gebannt vorführen, wird umdenken müssen. Horst Hamann porträtiert die Sportlerinnen abseits vom Getümmel, auf und um das Spielfeld herum. Seine Aufnahmen stellen den Menschen in den Mittelpunkt, ganzfigurig in dem zu seinem Markenzeichen gewordenen vertikalen Format oder als losgelöste Bewegungsstudien vor schwarzem Hintergrund. Horst Hamann fokussiert die Individualität der Protagonistinnen in Mimik und Gestik, Ausdruck und Haltung, auch im Bewusstsein ihrer Rolle, die sie als Aktive oder auch als Botschafterinnen des deutschen Fußballs einnehmen. Die Liebe zum Fußball eint Akteurinnen und Fotograf. Es ist diese

emotionale Grundstimmung, die seine Aufnahmen prägen. Die Gratwanderung des Künstlers zwischen Fan und Fotograf, die den Bildern eine subjektive Qualität der Nähe verleihen und den Betrachter das Unverfälschte im Moment der Aufnahme spüren lassen. Die Aufnahmen sind Hommage und Dokumentation in einem. Die Sportfotografie ist um eine bemerkenswerte Facette reicher geworden.


1. September 2010 bis 10. Oktober 2010

Peter Vogel

Interaktive Objekte

Peter Vogel (*1937) setzt seine interaktiven Skulpturen, Wandobjekte und Installationen aus elektronischen Bauteilen zusammen. Die Arbeiten reagieren auf Bewegungen und Schallimpulse des Betrachters, die in Licht und TĂśne umgesetzt antworten. 1969 begann der in Freiburg lebende KĂźnstler mit seinen Kybernetischen Plastiken, die ausgehend von Modellen der Neurophysiologie, den stummen Dialog zwischen Kunstwerk und Betrachter in eine individuell seh- oder hĂśrbare Interaktion umsetzen. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von typischen Arbeiten von Peter Vogel aus den letzten 40 Jahren.


3. November 2010 bis 18. Dezember 2010

Gerhard Altenbourg – Carlfriedrich Claus– Michael Morgner– Thomas Ranft Arbeiten auf Papier

Anlässlich des 20. Todestages von Gerhard Altenbourg, dem 80. Geburtstag von Carlfriedrich Claus und dem 65. Geburtstag von Thomas Ranft thematisiert die Ausstellung den Tiefdruck. Ranft, einer der eigenwilligsten und zugleich phantasievollsten Radierer, hat die beiden großen Außenseiter zur Radierung gebracht, ein Medium, das für beide eine wichtige Ergänzung in ihrem Werk war. Für die Verbreitung der Clausschen Sprachblätter – und damit die Popularisierung dieses Künstlers – war die Radierarbeit unbedingt notwendig! Für Altenbourg ergab diese neue Drucktechnik eine wunderbare Erweiterung seines Schaffens: nach dem jahrelangen Arbeiten an den „Wund- Denkmalen“, einem der wohl schönsten Künstlerbücher des 20. Jahrhunderts, verfiel er förmlich in einen Schaffensrausch und radierte mit der „Schnepfenthaler Suite“ ein „…großangelegtes erotisches Welttheater en miniature“. Alle Künstler zeigen außerdem unikate Arbeiten, wobei vor allem Morgners Lavagen über Prägedrucken auf Japan oder Bütten hervorgehoben werden müssen: eigenwillig und einzigartig! Gerhard Altenbourg und Carlfriedrich Claus hingegen, beide schon damals international ebenso be-

rühmt wie in der DDR quasi nicht existent, standen den jungen Künstlern neugierig und positiv gegenüber und ließen sich – bei ihrem Einzelgängerdasein gar nicht so selbstverständlich! - sogar auf das gemeinsame Projekt ein: CLARA MOSCH


2. Februar 2011 bis 12. März 2011

Hubertus von der Goltz und Detlef Waschkau Mensch im Raum

Wo von der Goltz mit Metallobjekten den realen architektonischen Raum besetzt, geht Waschkau in die unterschiedlichen Tiefen des hellen Pappelsperrholzes.

Beide Arbeitsweisen ergänzen sich in vielfältiger Weise. Detlef Waschkau sammelt fotographisch Augenblicke in den Metropolen der Welt und übersetzt diese in seinem Atelier in dekonstruierte Räume, die durch Strukturmuster und eingravierte Umrisse farblich betont werden. So entstehen Reliefs, die eine neue, eigene Welt erschließen. Hubertus von der Goltz erlangt seit den 80er Jahren mit seinen raumgreifenden Metallkonstruktionen im öffentlichen Raum internationale Aufmerksamkeit, zuletzt mit einer Arbeit auf der Expo in Shanghai. Die Auseinandersetzung mit dem Menschen, als einem Wesen, das stets seine Exi-

stenz ausbalanciert, lässt ihn immer neue Raumbezüge suchen.


Kommende Ausstellungen

13. April bis 15. Mai 2011

FLÄCHE_RAUM - Über das Relief in der zeitgenössischen Kunst Einführung: Stefan Pietryga

Die Ausstellung mit unterschiedlichen Positionen zeigt eine Palette von historischen Beispielen, über ausgewählte Werke aus der klassischen Moderne bis zu Arbeiten, die unter dem Aspekt Relief eine neue Sicht auf die Ursprünge dieser Kunstgattung geben können, darunter Karl Hartung, Hans Steinbrenner, Andreas Slominski, Stefan Pietryga, Hubertus von der Goltz, Detlef Waschkau, Michael Morgner u.a. 8. Juni bis 2. Juli 2011

PageArt – ein Sammlerprojekt Das Sammlerprojekt PageArt begreift sich als Work in progress: Die im Entstehen befindliche Sammlung umfasst zurzeit ca. 60 Werke zeitgenössischer Kunst und beruht auf der an Künstler herangetragenen Bitte zweier Sammler, auf einem vorgegebenen Format ein typisches Werk anzufertigen. So entstand die Basis einer Kunstsammlung, die einen breiten Überblick über die verschiedenen Strömungen der zeitgenössischen Kunst bietet und bereits jetzt kleine Werkgruppen erkennen lässt. Ein besonderer Reiz liegt auch darin, zu sehen, wie die Künstler mit der ihnen überlassenen Vorlage umgingen, sich mehr oder weniger stark von ihr lösten, sie in das Werk integrierten und in der jeweils selbst gewählten Technik damit arbeiteten. In einer ersten öffentlichen Ausstellung präsentieren wir Arbeiten von Boris Becker, Katharina Bosse, K. O. Götz, Heinz Kreutz, E. R. Nele, Ben Patterson, Werner Pokorny, Peter Ruehle, Daniel Spoerri, Klaus Staeck, Beat Streuli, Dorothee von Windheim, Bernd Zimmer u. v. a.


In Vorbereitung

31. August bis 1. Oktober 2011

Gundula Schulze Eldowy

Das unfassbare Gesicht – Fotografie Gesichter - Gesichte und Geschichten - sind das große Thema der international renommierten Fotografin (Lyrikerin, Erzählerin, Filmerin u.a.) Gundula Schulze Eldowy, das ihr stilistisch wandlungsreiches Werk bestimmt. Die Künstlerin lebt in Berlin, Peru - wo auch die ausgestellten Arbeiten entstanden - und auf Reisen.

5. Oktober bis 12. November 2011

Peter Ruehle und Peter W. Schindler

Island, Malerei – Fotografie

Zum Buchmesseschwerpunkt Island zeigt der KunstRaum Bernusstraße Malerei von Peter Ruehle. Seine Arbeits- und Studienreise in 1999 nach Island hat Spuren in seinem Werk hinterlassen. So wurde er zu dem Bild Reykjavik und den reduzierten Universallandschaften inspiriert. Ergänzt wird diese Malerei durch Fotografie von Peter W. Schindler, der dieses Land mehrfach bereist und seine Eindrücke in Bildern festgehalten hat.


Atelierbesuche


Š KunstRaum BernusstraĂ&#x;e und Autoren / 2011 Layout / Produktion: Horst Ziegenfusz


KunstRaum Bernusstraße Marina Grützmacher Bernusstraße 18 60487 Frankfurt am Main Telefon 069/977836 - 56 Telefax 069/977836 – 57 www.kunstraum-bernusstrasse.de mg@kunstraum-bernusstrasse.de

KunstRaum Bernuustrasse  

5 Jahre Kunstraum Bernusstrasse

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