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Graz

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vorwort Back to the Future

Relikte, Spuren und andere Hinterlassenschaften

„Back to the Future“: Der steirische herbst blickt 2015 gleichzeitig intensiv zurück und nach vorne. Dass die Zukunft ohne eine profunde Analyse von Gegenwart und Vergangenheit gefährlich werden kann, wird in einer ganzen Reihe von Science-Fiction- und Zeitreise-Filmen wie „Metropolis“, „Terminator“ und der „Back to the Future“-Trilogie evident. Deren futuristische und utopische Filmästhetik hat unsere heutige Lebensrealität damals erschreckend genau getroffen. Allerdings heben wir mit unseren Autos heute nicht vom Boden ab, wie es US-Regisseur Robert Zemeckis 1985 voraussehen wollte. Vielmehr sind einstige Visionen einer als bedrohlich empfundenen Zukunft Bestandteil unseres Alltags geworden: die Beschleunigung aller Lebensbereiche, die gesellschaftlichen Entwicklungen, die durch Gewalt und Radikalisierungen aller Art gekennzeichnet sind. Oder auch Szenarien globaler Umweltkatastrophen, die uns in den 80er-Jahren des vorigen Jahrhunderts noch realitätsfern und übertrieben erschienen sind. Gemeinsam ist vielen dieser Filme der Zeitensprung von Menschen, die aus der Zukunft in die Vergangenheit reisen und in der Gegenwart die Weichen neu stellen, um die Zukunft positiv zu verändern. Zeitreisen wie jene von Marty McFly (prognostizierte Landung in der Zukunft ist der 21. Oktober 2015) entspringen Veronica auch gegenwärtig noch einer vor uns liegenden, futuristischen Kaup-Hasler Idee. Wer vorausschauen und -denken, sich gewissermaßen zukunftskompatibel machen und gleichzeitig das Erbe nicht zu einem sentimentalen Dispositiv verkommen lassen will, muss das Vergangene neu entdecken, das Alte genau studieren, sichten und kritisch befragen. Der steirische herbst nimmt diese Überlegung spielerisch auf und beschäftigt sich auf vielfältige Weise mit dem Begriff des „Erbes“– unsere Gegenwart ist die Zukunft von gestern. Dabei greifen wir nicht nur tief in die Retrowellen der Populärkultur hinein. Vielmehr sind aktuelle Diskussionen rund um ein – wie auch immer definiertes – gemeinsames kulturelles Erbe längst Teil eines Diskurses über die tradierten Wertvorstellungen der westlichen Gesellschaft im Dialog zu anders funktionierenden Gemeinschaften. Was erben wir und wie gehen wir damit um? Was archivieren wir und was geben wir an zukünftige Generationen weiter? Wovon müssen wir uns endgültig verabschieden? Nach welchen Kriterien setzen wir die Prioritäten für die Zukunft? Was wird die heutige Generation ihren Kindern hinterlassen können? All diese Fragen tauchen in unterschiedlichsten Formen im steirischen herbst auf und spiegeln sich in mannigfaltiger Form im Programm. 1


vorwort Wie Vergangenheit und Zukunft einander durchdringen, manifestiert sich bereits im zentralen Ort der Begegnung: im Festivalzentrum des steirischen herbst, das sich heuer im GrazMuseum ansiedelt, einem Ort, der dem Bewahren und der ständigen Neuinterpretation des vergangenen und gegenwärtigen urbanen Raumes gewidmet ist. Seine Räumlichkeiten im Erdgeschoß werden von der römischen Architektengruppe orizzontale in eine Raumstation verwandelt. „Star Trek“, diese großartige Phantasie der Zukunft aus dem letzten Jahrhundert, mit ihren Pappmaché-Planeten und enganliegenden Reißverschluss-Stretch-Kostümen, lässt grüßen. Aber keine Science Fiction ohne Außerirdische und die Kommunikation mit fernen Welten. Diese Fragestellung – wie wir denn eine Sprache, ein Zeichensystem für die Zukunft finden können – ist Ausgangspunkt der herbst-Ausstellung „Hall of Half-Life“, die von der neuseeländischen Kuratorin Tessa Giblin im GrazMuseum präsentiert wird. Das ist jenseits eines schönen Gedankenexperiments eine durchaus ökologische wie politische Frage – allein wenn man bedenkt, wie viel atomarer Müll vergraben liegt, der irgendwann, womöglich lang vor Ende der Halbwertszeit, entdeckt wird und zukünftige Zivilisationen bedroht. Und weil das Bewahren immer auch mit einer Neuinterpretation des Vorhandenen zu tun hat, wird der irische Künstler Gerard Byrne die permanente Ausstellung des GrazMuseums auf seine Weise überschreiben und kommentieren. Einen Blick auf künstlerisches Erbe wirft das Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien in einer Retrospektive auf das Werk von Jörg Schlick, der eine schillernde und zentrale Figur für die bildende Kunst in Graz war und dessen Spuren im Schaffen nachfolgender Künstlergenerationen noch immer zu finden sind. Ganz anders wiederum findet die Auseinandersetzung mit dem Thema des Erbes im Kunstverein <rotor> statt, der in seiner Ausstellung den Zusammenhang von politischer Macht mit der jeweiligen nationalen Geschichtsschreibung und Mythenbildung untersucht. Das Thema Erbe beschäftigt auch die Camera Austria, wo die Frage nach einer möglichen Geschichtsschreibung ohne nationale Interessen gestellt wird. Apropos künstlerisches und politisches Erbe: Die Dokumentartheater-Gruppe Rimini Protokoll wird sich mit Adolf Hitlers Propagandaschrift „Mein Kampf“ beschäftigen, die ab 2016 (zumindest in Deutschland) wieder der Öffentlichkeit zugänglich wird. Zudem zieht der steirische herbst auch heuer wieder weite Kreise in der Steiermark und legt künstlerische Achsen: Gerade in Zonen, die besonders betroffen sind von Abwanderung – in der Gemeinde Vordernberg und in der Region Leoben –, wird sichtbar, wie sehr die Verschiebung der demografischen Plattentektonik durch Abwanderung in größere Städte ein globales und zugleich lokales Phänomen ist, mit dem wir uns auseinandersetzen müssen. Welches geschichtliche Erbe 2


vorwort tragen diese Regionen in sich und wie werden ihre Orte in 50 Jahren aussehen? Wie können Begriffe wie Neunutzung, Redimensionierung oder Recycling gedeutet werden? Wird die Natur ihren ursprünglichen Raum wieder einfordern und wild wuchern? Welche Strategien zum Erhalt von Arbeitsplätzen und Gemeinschaften werden zurzeit erprobt? Wenn das Theater im Bahnhof ein Stück über den Alltag in Vordernberg und das Leben mit dem umstrittenen Anhaltezentrum erarbeitet, dann eben auch, um jenseits medialer Debatten unterschiedlichste Aspekte dieses Projekts mit den Mitteln des Theaters zu untersuchen. Eine andere künstlerische Feldforschung verspricht die Gruppe Nesterval, die zu einer Art performativen Schnitzeljagd durch den geschichtsreichen Ort Vordernberg einlädt. Und in Leoben verwandelt die bildende Künstlerin Ulla von Brandenburg die leerstehende Porubsky Halle in einen Kunstraum, der von lokalen wie internationalen Künstlern gekapert und bespielt wird. Unter anderem auch von der herbst-Konferenz, die unter dem Titel „Future Perfect“ unsere Gegenwart als zukünftige Vergangenheit befragt. Den Auftakt zu diesem reichhaltigen Programm, das hier nur angerissen werden kann, macht eine Uraufführung, der eine jahrelange Vorbereitung vorausgegangen ist. Der Komponist Johannes Maria Staud trifft auf den Autor Josef Winkler. Ihr gemeinsam eigens für den steirischen herbst entwickeltes Werk „Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen“ ist ein subtiles Wechselspiel von Musik, Text und Film. Keine Oper, sondern eine installative Konzertperformance, die auch auf das Leitmotiv „Back to the Future“ beziehbar ist – mit Rückblicken in die Kindheit von Josef Winkler sowie ahnungsvollen Blicken in eine gefährdete Zukunft. Apropos Musik und Zukunft: Auch das musikprotokoll blickt in seinem diesjährigen Programm „Future Vintage“ zurück und nach vorne, zum Beispiel im Rahmen einer Vintage-Konzertreihe mit zahlreichen elektroakustischen Raritäten aus vergangenen Jahrzehnten und einem Großaufgebot an historischen Lautsprechern. Oder im Rahmen von „Nixe“, einer Reihe neuer Klanginstallationen auf der Murinsel, die dem Mittelmeerforscher und Lebenskünstler Ludwig Salvator Reverenz erweisen. Das Ende des Festivals ist eine getanzte Hommage der Choreografin Anne Teresa De Keersmaeker an den Song „Golden Hours“ von Brian Eno, der das Verrinnen der Zeit besingt. Zwischen diesen beiden künstlerischen Polen zündet der steirische herbst auch heuer wieder ein Feier- und Feuerwerk zeitgenössischen Kunstschaffens. Wie immer mit vielen Ur- und Erstaufführungen, Laboren, Prozessen und Experimenten in allen Sparten der Kunst. Wir – die Künstlerinnen und Künstler, das Team, die Partner des steirischen herbst – freuen uns auf viele Erlebnisse und Ereignisse, auf viele Begegnungen und auf den intensiven Austausch mit Ihnen!

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inhalt

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Vorwort

stöbern

Lassen Sie sich inspirieren. Hier präsentieren und beschreiben wir jeden einzelnen Programmpunkt des Festivals – ausführlich und nach bestem Wissen und Gewissen – mit Hinweisen auf das Genre (G) und den Veranstaltungsort (O). ➜ 6-75

Eröffnung 7

Johannes Maria Staud / Josef Winkler Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen

Festivalzentrum 9 orizzontale Spin-Off 10 Phoebe Davies Influences 11 Joachim Hainzl Recycled History 12 Gerard Byrne Bright Sign 12 Big Draw Graz 13 hoelb / hoeb Close Link 13 plan b herbst-Fragmente

Theater / Performance / Tanz

15 Fourdummies Flash Forward 16 Mette Ingvartsen 7 Pleasures 17 Rotozaza / Ant Hampton / Silivia Mercuriali Etiquette 18 Rimini Protokoll / Helgard Haug / Daniel Wetzel Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2 19 Die Rabtaldirndln Luise 37 20 Tom Struyf Vergeetstuk 21 Nesterval Die Heimkehr der Eleonore Nesterval 22 Anna Peschke Ophiopogon 23 Theater im Bahnhof Black Moonshine 24 Nature Theater of Oklahoma Life and Times – Episodes 7 - 8 - 9 25 The Loose Collective The Music of Sound 26 Mariano Pensotti / Grupo Marea Cuando vuelva a casa voy a ser otro 27 copy & waste Knick-Knack to the Future – Ruckzuck in die Zukunft 28 Encyclopédie de la parole / Joris Lacoste Suite n°2

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29 Friðgeir Einarsson / Kriðpleir Theatre Group Tiny Guy 30 Anne Teresa De Keersmaeker / Rosas Golden Hours (As you like it) 31 Jochen Becker / Christian Hanussek / Daniel Kötter / metroZones Chinafrika. Under Construction

Bildende Kunst

33 Festivalzentrum Hall of Half-Life 34 Forum Stadtpark Speech Acts 35 Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien Jörg Schlick 36 esc medien kunst labor What Remains 37 Grazer Kunstverein AA Bronson 38 Kulturzentrum bei den Minoriten / QL-Galerie Reliqte, Reloaded 39 the smallest gallery – collaboration space An artist is an artist is an artist is a female artist 40 Haus der Architektur Spielräume 41 Camera Austria To What End? 42 Kunsthaus Graz Corporate 43 < rotor > Das ist nicht meine Geschichte! 44 Radwerk III Vordernberg Saint Jude’s Leftovers 45 Porubsky Halle Leoben Wolken lösen sich in Wasser 46 ORF Landesstudio Steiermark Off the Records 47 Kunsthalle Graz Es ist so, wie es scheint 48 Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz Heritage 49 Ausstellungseröffnungen


inhalt

Theorie / Diskurs

Sollten Sie bereits wissen, was Sie wollen – hier können Sie das vollständige Programm anhand konkreter Kriterien durchsuchen: Egal ob Sie persönlichen Vorlieben folgen (Genre, Namen von A bis Z) oder reiner Pragmatik (wo und wann). ➜ 76-85

jagen

51 Future Perfect 52 herbst-Akademie 54 Grundrechtstag 2015 – Armut 54 Ideenschmiede

Film 55 Retrokino 55 herbst remixed

Literatur 56 Randnotizen 56 herbst. Theorie zur Praxis 2015 57 Dead or Alive 57 Modezirkus Kleidertausch, der fröhlich macht

64 musikprotokoll 2015 65 Nigredo 66 Nixe 67 Reshaping Club Music 68 Pure Elektronik 69 musikprotokoll to go 70 Christian Fennesz / Jorge E. López ORF Radio-Symphonieorchester Wien 71 Ackermann / Meier / Sánchez-Chiong 71 Teresa Carrasco Radiazione di corpo nero 72 ensemble recherche 73 Scelsi Projekt 74 Ulrich Troyer Dolomite Dub 75 Hildur Guðnadóttir / The International Nothing

Musik 59 Soundtracks 62 Der Nino aus Wien / Natalie Ofenböck 63 Soundtracks / DJs

finden

Hier finden Sie Informationen rund um das Programm: Adressen, Anreisemöglichkeiten, Ermäßigungen, Kartenpreise, Kunstvermittlungsangebote, Partner und den Kalender. ➜ 86-128

76 Index Genre 78 Index Ort 79 Index Name

86 Service & Karten 87 Kartenpreise 88 Kunstvermittlung 92 Adressen Graz & Shuttle Service 96 Adressen Steiermark & Shuttle Service 98 Impressum 120 Kalender

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stรถbern


Johannes Maria Staud / Josef Winkler (AT) Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen

stöbern

herbst-Eröffnung

G Musik / Literatur / Theater / Performance O Graz

Der steirische herbst 2015 eröffnet mit einer installativen Konzertperformance. Der Komponist Johannes Maria Staud und der Dichter Josef Winkler wagen mit dem Ensemble Modern ein Experiment zeitgenössischen Musiktheaters.

Uraufführung Fr 25/09 & Sa 26/09, 19.30 Helmut List Halle 90’ 24 €

Die Festivaleröffnung 2015 ist erneut ein künstlerisches Wagnis: Der Komponist Johannes Maria Staud trifft auf den Schriftsteller Josef Winkler. Ihr gemeinsam und eigens für den steirischen herbst entwickeltes Werk ist ein subtiles Wechselspiel von Musik und Text. Keine Oper, sondern eine installative Konzertperformance. Ein Experiment zeitgenössischen Musiktheaters.

In deutscher Sprache Talk nach der Vorstellung am Sa 26/09 „ensemble recherche“ ➜ 72 Shuttle Service ➜ 93

„Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen“ – die Skulptur des Surrealisten Marcel Jean inspirierte Josef Winkler zu einem eigensinnigen surrealistischen Monolog. Sein Text besteht formal aus drei Elementen: litaneihafte Anrufungen eines imaginären Gegenübers wechseln sich mit Rückblicken auf eine katholische Kindheit in Kärnten und sprachmächtigen Weltklagen über die Gesellschaft unserer Zeit ab. „Ihr Erdöl-Gesellschaft, ihr Aufpasser unserer Tragödie, mit dem eintätowierten Modell eines Galgens in Euren sprunghaften Kniekehlen, den abgeschriebenen Plastikrosen auf Euren fadenscheinigen Totenkränzen, die Ihr das Grabeslächeln beim Wort nehmt mit dem Geruch der frischen, sich mit menschlichem Herzblut vermischenden Tinte – Ölhand aufs Herz! –, wie viele Äxte braucht eigentlich Euer Himmel?“ Der Österreicher Johannes Maria Staud ist einer der international renommiertesten Komponisten. In enger Zusammenarbeit mit Büchner-Preisträger Josef Winkler entwickelte er die Komposition für die 22 Instrumentalistinnen und Instrumentalisten des Ensemble Modern. Die tragende Sprechrolle des Abends übernimmt der Schauspieler Johannes Silberschneider, der für seine zahlreichen Film- und Fernsehrollen mehrfach prämiert und 2012 mit dem Großen Diagonale-Schauspielpreis ausgezeichnet wurde. Das künstlerische Team rund um die junge Regisseurin Sofia Simitzis überträgt die künstlerische Montage ins Räumliche, in eine Art Bild- oder Weltmaschine. Großformatige Projektionen, ungewöhnlich anmutende Objekte, Licht, Bilder sowie die Aktionen des Sprechers und des Ensembles gehen ineinander – und auf alle Sinne zu. 38%

Musik Johannes Maria Staud Text Josef Winkler Mit Ensemble Modern Sprecher Johannes

Silberschneider Dirigent Emilio Pomàrico Regie Sofia Simitzis Bühne und Kostüme Inga Timm Video Heta Multanen Licht Voxi Bärenklau Eröffnungsfest Fr 25/09, 22.00 Helmut List Halle Eintritt frei Mit DJ Kira Kirsch &

DJ Norman Palm Auftragswerk steirischer herbst Projektsponsor AVL Cultural Foundation

lismus

rrea 24% Su e Musik

eu 38 % N elten Sprachw

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orizzontale (IT) Spin-Off

stöbern

Festivalzentrum im GrazMuseum G Architektur / Installation / Treffpunkt O Graz

Das Festivalzentrum des diesjährigen steirischen herbst wird vom italienischen Architekturkollektiv orizzontale als retro-futuristische Raumstation inszeniert. Das italienische Architekturkollektiv orizzontale greift mit seiner Adaptierung des GrazMuseums als Festivalzentrum nach den Sternen: Unter dem Titel „Spin-Off“ erschaffen sie eine retro-futuristische Raumstation – samt Kommando­ zentrale und Bar. Dieser auch als Metapher zu verstehende Eingriff spiegelt das diesjährige Festivalthema „Back to the Future“ und wirft den Blick sowohl in eine ferne Zukunft als auch zurück in eine Zeit, in der der Weltraum noch als Ort unbeschränkter Möglichkeiten galt. Die Raumfahrtbegeisterung der 1960er- und 1970er-Jahre hat zwar bislang noch zu keiner Kolonisation fremder Planeten geführt, allerdings haben NASA-Technologien das Leben auf der Erde oftmals revolutioniert – mit unzähligen Nebenprodukten und Zweitverwertungen, den sogenannten Spin-Offs: Digitalkameras, gefriergetrocknete Nahrung, Solarzellen und wasserabweisende Stoffe sind heute selbstverständlicher Bestandteil unseres Alltags und gleichzeitig Erbstücke des Wettlaufs zum Mond.

Eröffnung Sa 26/09, 13.30 Festivalzentrum Eintritt frei

„Bright Sign“ ➜ 12 „Hall of Half-Life“ ➜ 33 Von und mit orizzontale (Jacopo

Ammendola, Juan Lopez Cano, Giuseppe Grant, Margherita Manfra, Nasrin Mohiti Asli, Roberto Pantaleoni & Stefano Ragazzo)

Die Nutzung des Museumsgebäudes für die Raum(station)installation von orizzontale steht symbolisch für die Neubetrachtung von Vergangenheit und Zukunft. Interaktive Displays zeigen, was einst als futuristisch galt – so kann man sich etwa an Computerspielen vergangener Dekaden versuchen oder historische Filme aus den NASA-Archiven sehen. Außerdem wird auf dem Platz vor der Dreifaltigkeitskirche eine sechs Meter hohe Rakete als temporäres Wahrzeichen in Stellung gebracht, von der begehbaren Raketenkapsel aus kann man mit der Kommandozentrale im Festivalzentrum kommunizieren. Und während im Innenhof des GrazMuseums eine Reise zu bislang unerforschten Sonnensystemen visualisiert wird, kann man im Bauch der Raumstation bei einem galaktischen Mixgetränk darüber sinnieren, was ferne Welten vielleicht noch für uns bereithalten. 36% Rau msta

tion 35% buntes Tre iben

27/09 – 18/10 Mi & Do 12.00 – 01.00, Fr & Sa 12.00 – 03.00 & So & Mo 12.00 – 22.00 Festivalzentrum Eintritt frei

29% Bar

Herrn Manfreds Kalaschnikows Sa 17/10, 23.00 Festivalzentrum Eintritt frei Mit Manfred Goger (AT) &

Lahsen Lalej (AT) Last Brunch So 18/10, 12.00 Festivalzentrum Eintritt frei

Auftragswerk steirischer herbst In Zusammenarbeit mit GrazMuseum Projektsponsoren Steirischer Verband Selbstständig Wirtschaftstreibender, Industriellenvereinigung Steiermark, Gaulhofer Industrie-Holding, XAL, Synthesa & Attensam

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stöbern

Phoebe Davies (GB) Influences G Treffpunkt / Diskurs O Graz

Erstaufführung im deutschsprachigen Raum 26/09 – 28/09 & 01/10 – 03/10, ab 14.00 Festivalzentrum Eintritt frei

Gemeinsam mit jungen Frauen aus Graz eröffnet die britische Künstlerin Phoebe Davies im Festivalzentrum ein temporäres feministisches Nagelstudio.

In deutscher und englischer Sprache Von und mit Phoebe Davies Produktion Sam Trotman Künstlerische Assistenz und Recherche Andrea Günther Design Stripeland Produktion Artsadmin Mit Unterstützung durch die National Lottery & Arts Council England In Zusammenarbeit mit Mafalda, tag.werk & Nagelstudio French Kiss

Die Künstlerin Phoebe Davies beschäftigt sich seit Jahren mit weiblichen Role Models und dem alltäglichen Verhältnis junger Frauen zu Feminismus und Geschlechter­ungleichheit. Ganz alltagspragmatisch in Workshops mit verschiedensten Communitys und Gruppen. Vor diesem Hintergrund entstand „Influences“ als Kunstprojekt und Begegnungsort, wo es nicht nur um schöne Fingernägel und properen Style geht, sondern auch um die Frage, wie politisch der popkulturelle Mainstream sein kann. Für das Projekt recherchiert Davies in Graz zusammen mit jungen Frauen soziale, politische und persönliche Geschichten, Erfahrungen und vor allem Biografien von Frauen, die als weibliche Role Models jenseits von Beyoncé und Pink funktionieren. Daraus entwickeln sie eine Serie bedruckter Nageldesigns – sogenannte Nail Wraps. Diese fingernagelgroßen Portraits werden im temporären Nagelstudio im Festivalzentrum angeboten. Während der Maniküre und dem Applizieren des gewünschten Nagelbilds informieren die Grazerinnen über die Geschichte und Bedeutung der jeweils abgebildeten Frau, aber auch über ihre eigenen Erfahrungen und Haltungen. Darüber hinaus betreiben Phoebe Davies und die Teilnehmerinnen einen informellen Salon im Wartebereich des Nagelstudios, in den sie Gäste zu Gesprächen und kurzen Vorträgen einladen. Das Projekt wurde bereits an renommierten Orten wie der Tate Britain realisiert, aber auch in Magazinen wie der Vogue vorgestellt und wird jetzt erstmals im deutschsprachigen Raum präsentiert.

45% Nagelstudio

10

23% Feminismus

19% Interaktion

13% Popkultur


Joachim Hainzl (AT) Recycled History

stöbern

Eine kuratierte Privatsammlung geretteter Alltagsgeschichte(n) G Literatur / Dokumentation / Treffpunkt O Graz

Gerettete Alltagsgeschichte(n) und entsorgtes Wissen – in einer im Festivalzentrum untergebrachten Privatsammlung kann man verworfene Erinnerungen wiederentdecken.

08/10 – 12/10, 13.00 – 21.00 Festivalzentrum Eintritt frei

In den letzten drei Jahrzehnten hat Joachim Hainzl ein Archiv entsorgten Wissens und verworfener Erinnerungen aufgebaut. Alle Teile dieser Zufallssammlung wurden von ihren Besitzern nicht mehr gebraucht und von Privatsammler Hainzl geborgen, geordnet und vor dem Vergessen gerettet. Da findet sich bürgerlich-konservative Literatur neben Ratgeberbüchlein der Nachkriegszeit, Blut-und-Boden-Schwarten neben bunten Illustrierten der 1960er-Jahre. Persönliche Briefe, Fotoalben, Zeitdokumente und Krimskrams machen Menschen und ihre Geschichte(n) wieder lebendig.

In deutscher Sprache

Für fünf Tage wird ein Großteil der Privatsammlung ins Festivalzentrum verlegt: als persönlich betreute Freihand­bibliothek, als zur Schau gestelltes Archiv, in dem geschmökert werden kann. In Lesungen aus Feldpost- und Liebesbriefen sowie in Diskussionen wird in menschliche Schicksale eingetaucht, um diese Alltagsgeschichtssplitter bleibend in der kollektiven Erinnerung einzuschreiben.

Von und mit Joachim Hainzl Lesungen Do 08/10, 18.00

Der Wert von Alltagsgeschichte. Eine Einführung in das Konzept der Sammlung „Recycled History“ Fr 09/10, 18.00

„Unterm Hemd.“ Zu Erotik, Sexualität und Geschlechterrollen Sa 10/10, 18.00

„Wir hoffen auf ein Jahr wunderbarster, deutscher Kraftentfaltung“ – Einblicke in das Denken und Fühlen eines Grazer Nazis Mo 12/10, 18.00

„Und so muß ich Ihnen dann die traurige Mitteilung machen …“ – Der Zweite Weltkrieg in Feldpostbriefen Diskussion So 11/10, 13.00

Wie soll man die Geschichte Grazer Migrantinnen und Migranten dokumentieren? Diskussion mit Joachim

Hainzl (AT) Otto Hochreiter (AT), Ali Özbaş (AT) & Maryam Mohammadi (IR/AT) Auftragswerk steirischer herbst 62% Sammelsurium

38% Graz

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stöbern

Gerard Byrne (IE) Bright Sign

100% Perspektivenwechsel

G Bildende Kunst / Film / Installation O Graz

27/09 – 11/01/2016 Festivalzentrum 27/09 – 18/10 Mi – Mo 10.00 – 17.00 5 €, sonntags Eintritt frei 22/10 – 16/01/2016 Mi – Mo 10.00 – 17.00 5€ Eröffnung Sa 26/09, 13.30

„Spin-Off“ ➜ 9 „Hall of Half-Life“ ➜ 33 Mit Gerard Byrne (IE) Kuratiert von

Tessa Giblin (IE/NZ)

Der irische Künstler Gerard Byrne greift für seine multi­ medialen Arbeiten auf verschiedene Quellen wie Literatur, Popkultur, Kunst- und Zeitgeschichte zurück, entlehnt gezielt Bilder und Geschichten, analysiert und bearbeitet sie nach heutigen Maßstäben – um so ein Verständnis für die Konstruktion von Gegenwart im Allgemeinen zu bekommen. Seine Interpretationen umfassen ein weites Spektrum und reichen von Samuel Beckett über André Breton und Donald Judd bis zum Playboy Magazin und sogar zum Mysterium von Loch Ness. Der steirische herbst ist mit seinem Festivalzentrum ins GrazMuseum gezogen, wo die dortige Dauerausstellung „360 Graz. Die Stadt von allen Zeiten“ die Geschichte von Graz aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Gerard Byrne bekam nun die Carte blanche, ganz nach seinen Vorstellungen nicht nur auf die Dauerausstellung mit ihrem außergewöhnlichen Display einzugehen, sondern auch auf die umfangreiche Sammlung des Hauses zu reagieren.

Auftragswerk steirischer herbst In Zusammenarbeit mit GrazMuseum Projektförderer Culture Ireland

Big Draw Graz Das große Zeichnen G Treffpunkt O Graz

Sa 03/10, 13.00 – 18.00 Festivalzentrum Eintritt frei Mit Ute Baurecker (AT) &

Ulla Klopf (AT) In Zusammenarbeit mit Kunsthaus Graz, Bruseum, heidenspass, Verein DruckZeug, Kindermuseum FRida & freD, Galerie Kunst am Kai, Galerie Artepari, Haus der Architektur, Forum Stadtpark, GIBS, Saiko Events, Kombüse, ausreißer – Die Grazer Wandzeitung & Styrian Summer Hartberg

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Gemeinsam mit dem Kunsthaus Graz initiiert der steirische herbst auch heuer wieder den „Big Draw“ in Graz, der dieses Mal unter dem Motto „every drawing tells a story“ steht. Menschen aller Altersklassen sind eingeladen, sich beim Projekt „zoom in – zoom out“ zu beteiligen: Ausgehend von einem vorgegebenen Motiv knüpft jede Zeichnung oder Skizze an eine bereits vorhandene an und wird so Teil einer großen netzwerkartigen Bildgeschichte. Entsprechend dem Leitmotiv regen also gezeichnete Hinterlassenschaften die Phantasie an, die sich ihrerseits wieder auf dem Papier manifestiert und das Storytelling ohne zeitliche oder räumliche Grenzen fortsetzt. 53% Zeic hne

n 47% P artizipati on


hoelb / hoeb (AT) Close Link Buchpräsentation

58%

Buch präs enta tion

stöbern 28%

G Literatur / Diskurs / Dokumentation O Graz

Was beim Ausstellungsprojekt „Close Link“ von hoelb/hoeb beim steirischen herbst 2013 sichtbar wurde: Die zeitgenössische Forderung nach Inklusion ergibt sich nicht aus den Erkenntnissen moderner Sozialpolitik oder den Anforderungen des eigenen Gewissens, sondern gerade aus jener Einsamkeit, die uns selbst zugemutet wird – in Augenblicken des Kommunikationsabbruchs und des Perspektivenwechsels, in denen wir als Ausgeschlossene wahrgenommen werden. Darin besteht das „Unheimliche“ (im Sinne Freuds), mit dem die Ausstellungsarbeit von Barbara Hölbling und Mario Höber konfrontiert: In der Begegnung mit dem Sprachlosen, dem Kranken und Lahmen erfahren wir die eigene Verletzlichkeit und eine Sterblichkeit, die verbindet. Aus dem Projekt „Close Link“ ist nun eine Publikation hervorgegangen, die im Festivalzentrum präsentiert wird.

Kun stpr ojek t

14%

Inkl usio n

So 04/10, 13.00 Festivalzentrum Eintritt frei

In deutscher Sprache Diskussion mit Barbara

Hölbling (AT), Mario Höber (AT), Thomas Macho (AT), Anja Quickert (DE), Christian Reder (AT) u. a. Mit Textbeiträgen von Julius Deutschbauer (AT), Veronica Kaup-Hasler (AT), Thomas Macho (AT), Sandra Noeth (DE), Anja Quickert (DE) & Christian Reder (AT)

plan b (GB/DE) herbst-Fragmente

Wenn eine Stadt von ihrem Festival erzählen könnte … G Dokumentation / Treffpunkt O Graz

„herbst-Fragmente“ ist eine App für Android und iPhone, die dem Benutzer nicht nur den Zugriff auf über 100 Interview­ ausschnitte ermöglicht, sondern auch originales Tonmaterial zu Projekten im öffentlichen Raum zugänglich macht, die seit der Gründung des steirischen herbst im Jahr 1967 in Graz umgesetzt wurden. Die App, die mittels GPS gesteuert wird, aktualisiert und erweitert das Projekt „Fortysomething“, das ursprünglich zum 40-jährigen Jubiläum des Festivals im Jahr 2007 konzipiert wurde.

App Start Sa 26/09 Konzept plan b (Sophia New &

Daniel Belasco Rogers) Recherche, Interviews und Redaktion Anna-Katharina

Laggner & Johann Puntigam App Design und Programmierung

Bei einem Spaziergang durch die Stadt besteht nun Sebastian Dressler & die Möglichkeit, den Stimmen aus der Vergangenheit zu Peter Vasil lauschen – natürlich ortsspezifisch, je nachdem, wo man 50% Stadtrundgang sich gerade befindet. An der einen Ecke wird von einer Frau berichtet, die verkleistert von Menschenhaar und Honig die 25% Festivalgeschichte Straße entlangspazierte. An der anderen von einem Künstler, der seine Hose öffnete und Raketen steigen ließ. 13 25% App


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Fourdummies (AT) Flash Forward

stöbern

Ein Fotolabor für Zukünftiges G Performance / Bildende Kunst / Treffpunkt O Graz / Leoben / Vordernberg

Das Künstlerkollektiv Fourdummies fährt mit dem herbst-Vehikel übers Land, sammelt und sichert in Graz, Leoben und Vordernberg Zukunftsvisionen der Bewohnerinnen und Besucher des Festivals, die für 20 Jahre in einer Zeitkapsel aufbewahrt werden.

Uraufführung Phase 1: Bild-Prophezeiung Sa 26/09, ab 14.00 Festivalzentrum Eintritt frei So 27/09, 14.00 – 17.00 Porubsky Halle Leoben Eintritt frei

Fourdummies stellt sich auf anarchisch anmutende Weise den großen Fragen der Zukunft: Was bleibt, was kommt und was verschwindet? Um vagen Vermutungen etwas Handfestes entgegenzusetzen, entwickelt das Kollektiv in der ersten Phase des Projekts mit Bewohnern und Festivalbesucherinnen in Graz, Leoben und Vordernberg gemeinsam Visionen und Szenarien, die sich aus Zukunftsängsten aber auch Wunschvorstellungen speisen. Diese erfahren als Foto-Future-Montage in einem improvisierten Fotoatelier eine Visualisierung und lassen die Zukunft in verheißungsvollen Bildern erahnen. Fourdummies manövriert sich mit dem vom britischen Künstler Luke Morgan entworfenen herbst-Vehikel durch Zeit, Raum und die Obersteiermark und nachdem für jede Prophezeiung eine visuelle Übersetzung gefunden wurde, folgt die zweite Phase des Projekts: In einer feierlichen Prozession werden die Prognosen in einer Zeitkapsel verschweißt und in Leoben und Vordernberg unter die Erde gebracht. 2035 kehrt Fourdummies mit Spaten und Schaufel zurück, um die verkapselten Visionen wieder auszugraben und sie ans Licht der tatsächlichen Zukunft zu bringen. Back to the Future oder Forward to the Past! 35% Z ukunf t

Sa 03/10 & So 04/10, 14.00 – 17.00 Barbarasäle Vordernberg Eintritt frei Phase 2: Bild-Prozession Sa 10/10, 14.00 Treffpunkt: Porubsky Halle Leoben Eintritt frei Sa 17/10, 13.00 Treffpunkt: Barbarasäle Vordernberg Eintritt frei

In deutscher Sprache Shuttle Service ➜ 97 Idee und Konzept Waltraud

Brauner & Georg KlüverPfandtner Von und mit Wilhelm Binder, Waltraud Brauner, Georg KlüverPfandtner & Johanna Moder Künstlerische Mitarbeit Lisa Schwalb Fotomontage Stefan Beer

svisio n 35 % In Auftragswerk steirischer herbst szenie rung 30% F otogr afie 15


Mette Ingvartsen (DK) 7 Pleasures

stöbern

G Performance / Tanz O Graz

Uraufführung Sa 26/09, 21.30 & So 27/09, 19.30 Dom im Berg 90’ 18 €

Talk nach der Vorstellung am So 27/09 Konzept und Choreografie

Mette Ingvartsen Mit Sirah Foighel Brutmann, Johanna Chemnitz, Katja Dreyer, Bruno Freire, Elias Girod, Dolores Hulan, Ligia Manuela Lewis, Danny Neyman, Norbert Pape, Pontus Pettersson, Hagar Tenenbaum & Marie Ursin Ersatz Ghyslaine Gau Licht Minna Tiikkainen Lichtassistenz Nadja Räikkä Ton Peter Lenaerts Dramaturgie Bojana Cvejić Technische Leitung Joachim Hupfer Produktion Kerstin Schroth Produktion Mette Ingvartsen / Great Investment Koproduktion steirischer herbst, Kaaitheater, HAU Hebbel am Ufer, Festival d’Automne, Les Spectacles vivants – Centre Pompidou, Théâtre National de Bretagne, PACT Zollverein, Dansens Hus, Tanzquartier Wien, Kunstencentrum BUDA, BIT Teatergarasjen & Dansehallerne Gefördert von The Flemish Authorities, Hauptstadtkulturfonds (Berlin) & The Danish Arts Council Eine House on Fire Koproduktion mit Unterstützung durch das Programm Kultur der Europäischen Union

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44% Tan z

In „7 Pleasures“ der dänischen Choreografin und Tänzerin Mette Ingvartsen ist hautnah mitzuerleben, wie sich Konzepte von Nacktheit und Sexualität durch die Zeit verändert haben. Die Auseinandersetzung mit dem Körper – dem eigenen, aber auch dem fremden – zieht sich wie ein roter Faden durch die international beachteten Arbeiten von Mette Ingvartsen. Dabei steht immer auch der politische Aspekt des Körpers im Fokus, seine Wahrnehmung und seine Funktion als Statement an sich. Im Zentrum ihres neuen Werks „7 Pleasures“, das beim steirischen herbst uraufgeführt wird, stehen verschiedene Aspekte des Vergnügens, des Hedonismus und der Sinnlichkeit. Zwölf Performerinnen und Performer vollziehen als Bühnenkollektiv eine große, kontinuierliche Bewegung in sieben Etappen. Sie tasten sich an die anderen Körper heran, an deren Haut, testen ihre Grenzen aus, nehmen unvermutete Konstellationen ein und gehen nicht zuletzt der Frage nach: Wie kann die lustvolle Kraft des Vergnügens genutzt werden, um Klischeebilder rund um Nacktheit und Sexualität aufzubrechen? Denn wenn Ingvartsen, die beim steirischen herbst 2009 „evaporated landscapes“ und „Giant City“ zeigte, in das mitunter unheimliche Reich des Vergnügens vordringt, geht es nicht bloß darum, den Empfindungen freies Spiel bei ihrer Suche nach Ausdruck zu lassen. Das Thema wirft auch brisante und letztlich politische Fragen auf: Wie können andere Formen des Vergnügens zelebriert werden als jene, die das Alltagsleben, die gesellschaftlichen Konventionen und eine Normierung auf den politisch-korrekten Umgang zwischen den Geschlechtern bereithalten?

32% Körp er

24% Poli tik


Rotozaza / Ant Hampton / Silvia Mercuriali (GB) Etiquette

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G Performance / Treffpunkt O Leoben

Zwei Personen sitzen an einem Tisch und folgen Regie­ anweisungen über Kopfhörer – „Etiquette“ ist eine Aufführung, in der zwei Festivalgäste aufeinandertreffen.

Österreichische Erstaufführung So 27/09, Fr 09/10, Sa 10/10, So 11/10, Fr 16/10 & Sa 17/10, 14.30 – 21.00 Porubsky Halle Leoben 30’ Eintritt frei

Wahlweise in deutscher oder englischer Sprache „Wolken lösen sich in Wasser“ ➜ 45 Von Ant Hampton & Silvia

Ausgerüstet mit zwei Kopfhörern und zwei MP3-Playern setzen sich zwei Personen an einen Tisch mit Requisiten und spielen ein Stück, das sie nicht kennen, das ihnen aber doch seltsam vertraut erscheint. Die beiden werden Teil einer Inszenierung, die nicht selten Erinnerungen an bekannte Film- oder Theaterszenen wachruft. „Etiquette“ ist eine Aufführung, eine Performance, die aber ausschließlich für und mit zwei Personen entsteht. Geleitet durch die Anweisungen per Kopfhörer, wird eine seltsam bruchstückhafte Geschichte umgesetzt. Aber ist es denn überhaupt nur eine Geschichte? Hört das Gegenüber vielleicht etwas ganz anderes? Warum die ernsten Blicke, das plötzliche Lachen?

Mercuriali Künstlerische Projektleitung

Katja Timmerberg

Englische Version Produktion Paul Bennun (Somethin‘ Else) Gefördert von Arts Council England Deutsche Version Produktion HAU Hebbel am Ufer

Im Jahr 1998 gründete der britische Autor und Regisseur Ant Hampton gemeinsam mit Silvia Mercuriali das Performance-Projekt Rotozaza. Gemeinsam haben sie seitdem mehr als 20 Produktionen umgesetzt und das Format des „Autoteatro“ entwickelt, für das Besucherinnen und Besucher zu Performern ihres eigenen Stückes werden. Den Auftakt für dieses Format gab „Etiquette“ – die Produktion wurde in mehr als 20 Ländern gezeigt und in 14 Sprachen übersetzt.

45%

40% ne to O e n O

15% örer h f p Ko

en Knet

17


stöbern

Rimini Protokoll / Helgard Haug / Daniel Wetzel (DE) Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2 G Theater / Performance O Graz

Österreichische Erstaufführung Do 01/10, Fr 02/10 & Sa 03/10, 19.30 Schauspielhaus Graz 120’ 33 – 3,5 €

In deutscher Sprache Talk nach der Vorstellung am Fr 02/10 Konzept, Regie und Text

Helgard Haug & Daniel Wetzel Mit Sibylla Flügge, Anna Gilsbach, Matthias Hageböck, Alon Kraus, Christian Spremberg, Volkan Türeli u. a. Dramaturgie und Recherche

Sebastian Brünger Bühne und Video Marc

Jungreithmeier Interaction Design Grit Schuster Musik Volkan T Company Management

Heidrun Schlegel „herbst-Akademie“ ➜ 51 „Geschichte im Spiegel der Kunst“ ➜ 88 Produktion Kunstfest Weimar, Deutsches Nationaltheater Weimar & Rimini Apparat Koproduktion steirischer herbst, Münchner Kammerspiele, Nationaltheater Mannheim, Gessnerallee Zürich & HAU Hebbel am Ufer Mit Unterstützung durch das Düsseldorfer Schauspielhaus Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes & Regierender Bürger­meister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten

In Zusammenarbeit mit Schauspielhaus Graz 18

Rimini Protokoll nimmt die Spur von Adolf Hitlers Hetzschrift auf und versucht zu ergründen, worauf der Mythos von „Mein Kampf“ eigentlich beruht. „Mein Kampf“ von Adolf Hitler wurde 1925/26 erstmals veröffentlicht und bis Kriegsende in einer Millionenauflage vertrieben. Seit Jahrzehnten haftet der Propagandaschrift die Aura des „verbotenen Buches“ an. Dadurch übt sie bis heute einen gewissen Reiz aus. Ende 2015 laufen die vom Freistaat Bayern verwalteten Urheberrechte aus. Die Debatte, ob und in welcher Form das Buch neu veröffentlicht werden darf, hat längst begonnen – obwohl es in Österreich antiquarisch erhältlich und im Internet verfügbar ist, es zudem in vielen Ländern einen stabilen Absatzmarkt hat. Was wird durch das symbolische Verbot verhindert? Und worauf gründet eigentlich der Mythos von „Mein Kampf“? Was steht darin überhaupt geschrieben? Geht Gefahr davon aus? In ihrer neuen Produktion suchen die Theatermacher Helgard Haug und Daniel Wetzel nach Antworten auf diese Fragen – in universitären Giftschränken, auf heimischen Dachböden oder ausländischen Flohmärkten haben sie die Spur eines Buches aufgenommen, das seine geschichts­ politische Brisanz bis heute nicht verloren hat. Haug und Wetzel arbeiten unter dem Label Rimini Protokoll in unterschiedlichen Konstellationen und zählen zu den renommiertesten Theatermachern im deutschsprachigen Raum. Ihre Arbeiten basieren auf umfassenden Recherchen und der Probenarbeit mit Experten, die auch in diesem Projekt auf der Bühne stehen. 2011 wurde das Gesamtwerk von Rimini Protokoll mit dem Silbernen Löwen der Theaterbiennale Venedig ausgezeichnet.

45% Experten 35% Theater

20% Giftschrank


Die Rabtaldirndln (AT) Luise 37

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G Theater / Performance O Hart bei Graz

Die Rabtaldirndln schnüren die Fußballschuhe, legen Schienbeinschützer an und brechen in brachialfeministischer Manier aus der Komfortzone aus. Die Rabtaldirndln stammen aus dem Rabtal, einem imaginären Territorium in der Steiermark. Das fünfköpfige Theaterkollektiv mit ruralen Wurzeln sucht aber stets die Nähe zur Großstadt. Das geht allerdings nicht immer gut aus – aber desillusionieren lassen sie sich deswegen nicht. Schauplatz von „Luise 37“ ist ein zu Wohlstand gekommener Ort im direkten Umland von Graz, dem sogenannten Speckgürtel. Dort hat sich für viele Jungfamilien der Traum vom eigenen Haus oder dem Leben in einer adretten Wohnsiedlung erfüllt – inklusive Autobahnanschluss und Pendlerpauschale. Auch Luise und ihr Mann haben dort ihr Eigenheim. Nur, die ländliche Idylle in Stadtnähe ist nicht so traumhaft, wie sie auf den ersten Blick erscheint – er pendelt täglich in die Stadt, sie arbeitet Teilzeit und plagt sich nachmittags mit den Kindern: Baby-Yoga, Musikschule, Ballett und ... Fußball. Die Rabtaldirndln legen nun die Schienbeinschützer und ihre Performance als Fußballtraining an: „Raus aus der Komfortzone!“, brüllen sie mit brachial-feministischem Zug zum Tor. „Nimm dein Leben wieder in die Hand und definiere dich nicht über deine Kinder!“ Denn während der Nachwuchs am Fußballplatz trainiert, erledigt Luise die Einkäufe und führt den Haushalt – und das Leben fährt an ihr vorbei wie die Pendler auf der Bundesstraße.

62% Performance

Uraufführung Fr 02/10, Sa 03/10, Fr 09/10 & Sa 10/10, 19.30 Kulturhalle Hart bei Graz 75’ 18 €

Inklusive Fahrkarte für die öffentliche Anreise, Ausgabe in den Info- und Kartenbüros In deutscher Sprache Talk nach der Vorstellung am Fr 09/10 Konzept und Umsetzung

Die Rabtaldirndln Mit Barbara Carli, Rosi Degen, Bea Dermond & Gudrun Maier Bühne und Ausstattung

Georg Klüver-Pfandtner Choreografische Beratung

Milli Bitterli Dramaturgie Gerda Strobl &

Georg Klüver-Pfandtner Technische Leitung

Nina Ortner Produktion Gudrun Maier

Auftragswerk steirischer herbst

19 36% Frauenpower

2% Landluft


Tom Struyf (BE) Vergeetstuk

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[Stück vom Vergessen]

G Theater / Performance O Graz

Österreichische Erstaufführung Fr 02/10 & Sa 03/10, 21.30 Festivalzentrum 80‘ 8€

In einem berührenden Plädoyer für die Liebe versucht sich der belgische Theatermacher Tom Struyf zu erinnern, warum er von seinem Gedächtnis im Stich gelassen wird.

In flämischer Sprache mit deutschen Übertiteln Talk nach der Vorstellung am Sa 03/10 Von und mit Tom Struyf Dramaturgie Willem de

Maeseneer Kamera und Schnitt Geert De

Vleesschauwer Produktion MARS vzw, detheatermaker Koproduktion kultuurfaktorij Monti

In seinem „Stück vom Vergessen“ findet der junge Flame Tom Struyf in einer Schublade ein altes Foto. Nur kann er sich weder an das Ereignis noch an die Personen erinnern, die neben ihm abgelichtet sind. Er sieht sich selbst, wie er in einem Anzug neben einer Frau im Brautkleid steht. Hat er geheiratet? Da ihm die Erinnerung daran vollkommen fehlt, will er in Erfahrung bringen, warum ihn die Memorierungsfähigkeiten seines Gehirns derart im Stich lassen – es ist nämlich nicht das erste Mal, dass sein Gedächtnis aussetzt. In Gesprächen mit einem Neurochirurgen, einem Rückführungstherapeuten, einer Philosophin, einer Psychologin, einem Tai-Chi-Lehrer und seiner eigenen Großmutter versucht er, der Sache auf den Grund zu gehen. Erst hoch oben in den Schweizer Bergen dämmert ihm schließlich, warum er so vergesslich ist.

50%

20

Verg esse n 4 6%

Tom Struyf arbeitet an der Schnittstelle von Theater, Vortrag und Performance. Mit unverblümter Aufrichtigkeit und dabei verblüffend charmant versucht Struyf nachzuzeichnen, wie unser Denken das Handeln bestimmt – daraus entwickelt sich ein berührendes Plädoyer für die Liebe.

Spu rens uch e

4%

Erin nern


Nesterval (AT) Die Heimkehr der Eleonore Nesterval

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G Theater / Performance O Vordernberg

Ein dunkles Geheimnis überschattet Vordernberg. In einem Abenteuerspiel gilt es, ans Tageslicht zu bringen, was es mit der verlorenen Tochter des Ortes auf sich hat. Vordernberg ist ein kleines Dorf mit großer Geschichte, aber auch vielen kleinen Geschichten. Eines Tages macht ein Gerücht die Runde: Eleonore kommt zurück. Es ist lange her, dass Eleonore Nesterval das letzte Mal im Ort war. Auch wenn die Bewohner es verdrängt haben, so sind damals Dinge passiert, die nun mit der Rückkehr von Eleonore die Gegenwart einholen. Das Dorf und vor allem die Teilnehmenden des interaktiven Performance-Abenteuers sehen sich mit einem dunklen Geheimnis aus der Vergangenheit konfrontiert. Es gibt eine offene Rechnung und Eleonore Nesterval will Rache. In einer Welt zwischen Fiktion und Realität, mit merkwürdigen Charakteren und ungewöhnlich gewöhnlichen Schauplätzen erleben die Besucher die brüchige Idylle des einst so wohlhabenden Ortes. Sie werden zu Abenteurer­ innen und gehen in einer rund dreistündigen Verfolgungsjagd dem Rätsel um die verlorene Tochter des Dorfes auf den Grund. Das österreichische Performance- und Spielkonzept „Nesterval – Ein Abenteuer in der Stadt“ macht den öffentlichen Raum sowie verborgene Orte erlebbar und ermöglicht einen neuen Blick auf eine vertraute Umgebung. In einem Zusammenwirken von Performance, sozialer Interaktion und klassischen Spielmethoden tauchen die Teilnehmenden in den sozialen und kulturellen Alltag des Dorfes ein und werden zu Protagonisten ihres eigenen Abenteuers.

Uraufführung Sa 03/10, So 04/10, Fr 16/10 & Sa 17/10, 14.30 Hauptplatz Vordernberg 180’ 18 €

In deutscher Sprache Die Vorstellung findet bei jedem Wetter statt. Warme, regenfeste Kleidung sowie gutes Schuhwerk werden empfohlen. Shuttle Service ➜ 97 Konzept Nesterval Regie Herr Finnland Mit Alexandra Desmond, Maggo

Gorfer, Laura Hermann, Romi Hrubeš, Dutzi Ijsenhower, Denise Kottlett, Alkis Vlassakakis u. a. Dramaturgie Herr Walanka Script Frau Löfberg Regieassistenz Roman Schneeberger Kostüme und Make-up House of Butter – Gerhard Prügger Grafik Der Trafikant. Handel mit Gestaltung Auftragswerk steirischer herbst

33,3% Fiktion 33,3% Realität 33,3% Abenteuer 21


Anna Peschke (DE) Ophiopogon

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G Installation / Performance O Vordernberg

Mit einer sehnsuchtsvollen Innenwelt voller Pflanzen und Gräser bietet die Künstlerin Anna Peschke Schutz vor der Außenwelt und lädt zum Verweilen ein.

Sa 03/10 & So 04/10, Fr 16/10 & Sa 17/10, 16.00 – 20.00 Raithaus Vordernberg Eintritt frei

Randnotizen ➜ 56 Shuttle Service ➜ 97 Regie und Szenografie Anna

Peschke Assistenz Produktion Uwe

Lehr Auftragswerk steirischer herbst

Das Raithaus in Vordernberg wurde 1840 erbaut, um die damals neu gegründete Montanuniversität zu beheimaten. Bereits wenige Jahre nach ihrer Eröffnung wurde sie allerdings erweitert und nach Leoben verlegt. Das beeindruckende Haus in Vordernberg und der angrenzende Garten blieben zurück – und existieren bis heute. Die junge deutsche Künstlerin Anna Peschke nähert sich diesem Ort nicht über seine vielbeschriebene Geschichte, sondern über seine Leere. Im ersten Stock des Hauses – der einen wunderbaren Blick über den Garten bietet – schafft sie mit „Ophiopogon“ ein kleines Universum mit eigenen Regeln und Gesetzen, das Besucherinnen und Besucher dazu einlädt zu verweilen, sich auf Betten aus Gräsern zu legen oder beim Blättern in Herbarien die Zeit zu entschleunigen. Es ist eine beryll-grüne Innenwelt voller Pflanzen und Gräser, ein sehnsuchtsvoller und aus der Welt gefallener Ort.

40% Pflanzenwelt 30% Verlassensch aft

22

30% Geborgenhe it


Theater im Bahnhof (AT) Black Moonshine

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Die Essenz der Freiheit

G Theater / Performance O Vordernberg

Das Grazer Theater im Bahnhof erzählt die Geschichte einer Gemeinde, in der ein Schubhaftzentrum und eine Schnapsbrennerei das Leben der Bewohner verändert.

Uraufführung Sa 03/10 & So 04/10, Fr 16/10 & Sa 17/10, 19.30 Barbarasäle Vordernberg 90’ 18 €

In deutscher Sprache

Vor hundert Jahren war eine Wohnung im obersteirischen Vordernberg teurer als eine an der Wiener Ringstraße. Noch vor siebzig Jahren war die Gemeinde eine der reichsten Österreichs. Heute ist das postindustrielle Vordernberg von Abwanderung betroffen. Aber es gibt Menschen, die sich gegen den prognostizierten Niedergang auflehnen. In diesem Tal, in dem die Sonne stets nur kurz scheint, steht das schönste Gefängnis, das je gebaut wurde. Das neue Schubhaftzentrum steht als Symbol für den Aufbruch in eine verheißungsvolle Zukunft. Es ist gut für die Gefangenen, die Sicherheitsleute, die Privatwirtschaft und die Steuereinnahmen. Eigentlich ist dieses Gefängnis ja gar kein Gefängnis, sondern bloß ein Übergangsort, an dem Menschen darauf warten, in ein neues Leben entlassen zu werden. Darf Österreich nicht einmal besser sein als die strebsamen skandinavischen Länder, die sonst immer die schönsten Vorzeigeprojekte haben? Im Lichte dieses Gefängnisses erzählt das Theater im Bahnhof eine Geschichte über Unternehmertum in seiner ursprünglichsten Form. Jemand kommt in die Gemeinde und startet eine illegale Schnapsbrennerei, die 500 Euro Ansiedelungsgeld dienen als Startkapital. Bald floriert das Geschäft, denn der Schnaps schmeckt höllisch gut – nach und nach entstehen Liebe und Bewunderung für den Ort und die persönlichen Geschichten seiner Bewohnerinnen und Bewohner.

42% Volkstheate r

33% Überlebensst rate

gie 19% Politik

Talk nach der Vorstellung am Fr 16/10 Shuttle Service ➜ 97 Von und mit Jacob Banigan, Ed.

Hauswirth, Johanna Hierzegger, Gabriela Hiti, Eva Maria Hofer, Markus Klengel, Helmut Köpping, Rupert M. Lehofer & Christina Helena Romirer Auftragswerk steirischer herbst Koproduktion steirischer herbst & Theater im Bahnhof

Der letzte Tanz Sa 17/10, 21.00 Gasthof Schwarzer Adler Vordernberg Eintritt frei

6% Schnaps

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Nature Theater of Oklahoma (US) Life and Times – Episodes 7 - 8 - 9 G Film / Performance O Graz

Uraufführung So 04/10, 16.00 Schubertkino 300’ mit Pause 18 €

Das Performance-Kollektiv Nature Theater of Oklahoma hat für die drei neuen Episoden seines alle Genregrenzen überschreitenden Langzeitprojekts „Life and Times“ auf Film umgesattelt.

In englischer Sprache Regie, Konzept und Drehbuch Kelly Copper & Pavol

Liska Nach Telefongesprächen mit

Kristin Worrall Mit Ilan Bachrach, Asli Bulbul, Elisabeth Conner Skaervold, Kelly Copper, Gabel Eiben, Daniel Gower, Robert M. Johanson, Dany Naierman, Peter Nigrini, Kristin Worrall u. a. Produktion Dany Naierman Kamera und Design Peter Nigrini Musik Daniel Gower & Robert M. Johanson Produktion Nature Theater of Oklahoma Episode 7: Auftragswerk und Residenz bei Live Arts Bard at the Richard B. Fisher Center for the Performing Arts at Bard College Mit Unterstützung durch King’s Fountain Episode 8: Residenzen bei Live Arts Bard at the Richard B. Fischer Center for the Performing Arts at Bard College Mit Unterstützung durch Fondation d‘entreprise Hermès / New Settings Episode 9: Koproduktion steirischer herbst & Nature Theater of Oklahoma

56% großes Kino 18% Popcorn 17% Gangsta-Rap 24

9% Graz

Eine neue Ära im Schaffen des Nature Theater of Oklahoma ist angebrochen: Die New Yorker Off-Off-Broadway-Truppe um Kelly Copper und Pavol Liska wird bei diesem einmaligen Gala-Abend zwar vor Ort sein, im Mittelpunkt aber stehen drei filmische Uraufführungen. Alles begann auf der Bühne und hatte als Fundament die während eines 16-stündigen Telefonats protokollierte Lebensgeschichte des Ensemblemitglieds Kristin Worrall. Nun darf man sich auf einen Abend, eine große Erzählung, ein Ensemble und drei ganz unterschiedlich angelegte Filme freuen. Sogar mit lokalem Bezug – Episode 9 ist ein irrwitziges Gangsta-Rap-Video, das letztes Jahr beim steirischen herbst in Graz auf Rollerskates gedreht wurde. Doch zuvor nimmt die Episode 7 ihren Verlauf: Dabei folgt das Ensemble den Konventionen alter Holly­woodSchwarzweißfilme, erweist formal dem Filmklassiker „Citizen Kane“ von Orson Welles seine Reverenz und setzt die einst protokollierte Lebensgeschichte nochmals ganz neu in Szene – mit 9 Schauspielerinnen und Schauspielern, die mehr als 100 Charaktere verkörpern. Zudem wird in dieser Episode auch eine Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse im Stil einer Wochenschau geboten. Episode 8 ist ein visuell beeindruckender Streifen, gehalten im Stil eines frühen Cinemascope-Farbfilms und im Umland von NYC und des Hudson River Valley entstanden. Abermals werden neue Perspektiven auf die Lebensgeschichte von Worrall entwickelt – in einer durchgängig gesanglichen Darbietung. Nicht minder ungewöhnlich schließt sich der Reigen – Episode 9 verdichtet fünf Jahre im Leben der Protagonistin im Stil eines Rap-Videos auf kompakte 17 Minuten.


The Loose Collective (AT) The Music of Sound

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G Performance / Tanz O Graz

Der Film „The Sound of Music“ ist für die steirischinternatio­nale Künstlerformation The Loose Collective Inspiration, um über nationale Identität und Zugehörigkeit zu reflektieren.

Uraufführung

Geht es darum, die inter­ nationale Wettbewerbsfähigkeit zu wahren, werden heute Agenturen damit beauftragt, ein marktfähiges Image für Land und Leute einer Nation herzustellen – das sogenannte Nation Branding pfercht diese dann in einem am Reißbrett entworfenen Identitätshabitat zusammen. „The Sound of Music“ zählt zu den erfolgreichsten Filmen der Kinogeschichte, er und die Trapp-Familie tragen seit 50 Jahren weltweit und ungefragt zum Nation Branding für Österreich bei. Mit zahlreichen Bezügen zum österreichischen und deutschen Heimatfilm verbreitet der US-amerikanische Musicalfilm romantische Ideen über das Land, präsentiert grüne Almwiesen, die Architektur der Aristokraten und bezaubernde Kinder, die unter der Anleitung einer singenden Nonne gemeinsam musizieren. In Österreich weitgehend unbekannt, transportiert „The Sound of Music“ auf internationalen Handelsrouten ein verkitschtes, leicht wiedererkennbares Bild des Landes. Vor diesem Hintergrund nimmt The Loose Collective postnationale Haltung an und schraubt Textsamples, Choreografien, Technicolor-Bilder, Lieder und Souvenirs zu einem vielschichtigen Patchwork-Stück zusammen. Gefangen in der tückischen Kluft zwischen Repräsentation und Selbstwahrnehmung stellt sich die grundsätzliche Frage: Was ist eine Nation überhaupt? Und warum sollen wir uns mit einer artifiziellen und willkürlich übergestülpten Identität anfreunden, wenn wir sie als peinlich oder befremdlich empfinden? 40 %

0% und 3 30% So z n a T

Do 08/10, 19.30 & Sa 10/10, 21.30 Dom im Berg 75’ 18 €

In deutscher und englischer Sprache Talk nach der Vorstellung am Sa 10/10 Konzept, Musik und Performance Guenther Berger,

Alex Deutinger, Alexander Gottfarb, Hanna Hollmann, Thomas Kasebacher, Anna Maria Nowak, Marta Navaridas, Stephan Sperlich & Teresa Vittucci Licht Roman Streuselberger Ton Stefan Ehgartner Kostüme Hanna Hollmann Koproduktion steirischer herbst, tanzquartier Wien, Kunstverein Archipelago & Performanceinitiative 22 Mit Unterstützung durch D.ID. danceidentity Burgenland, La Briqueterie, CDC du Val-de-Marne, Bundeskanzleramt Österreich, MA 7 – Kulturabteilung der Stadt Wien, Stadt Graz Kultur & Kultur Land Steiermark

olz % St olor 0 ic n h c e T

25


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Mariano Pensotti / Grupo Marea (AR) Cuando vuelva a casa voy a ser otro [Wenn ich zurückkomme, bin ich ein anderer] G Theater / Performance O Graz

Österreichische Erstaufführung Fr 09/10 & Sa 10/10, 19.30 MUMUTH 80‘ 18 €

Der international renommierte argentinische Autor und Regisseur Mariano Pensotti verknüpft in seinem neuen Stück Geschichten von Menschen, die von ihrer Vergangenheit eingeholt werden.

In spanischer Sprache mit deutschen Übertiteln Talk nach der Vorstellung am Sa 10/10 Text und Regie Mariano

Pensotti Mit Santiago Gobernori, Mauricio Minetti, Andrea Nussembaum, Agustín Rittano & Julieta Vallina Bühne Mariana Tirantte Musik Diego Vainer Licht Alejandro Le Roux Produktion Florencia Wasser Bühnenassistenz Carlos Etchevers & Manuel Guirao Produktion Grupo Marea Koproduktion Cultural San Martín, Festival Internacional de Buenos Aires, Kunstenfestivaldesarts, Festival D’Avignon, Festival Theaterformen, Mousonturm, HAU Hebbel Am Ufer Berlin, Maison des Arts Scène Nationale de Créteil et du Val-de-Marne & Theatre Nanterre Amandiers

64% Theater 23% Beziehungsgeflecht 13% Biografien 26

Was geschieht, wenn wir plötzlich aus dem Hier und Heute gerissen werden und uns dem stellen müssen, was früher einmal geschehen ist? Der formidable Geschichtenerzähler Mariano Pensotti hat mit „Cuando vuelva a casa voy a ser otro“ ein Stück über Menschen geschrieben, die von ihrer Vergangenheit heimgesucht werden und erkennen müssen, dass sie im Laufe der Zeit jemand anderer geworden sind. Eine wahre Begebenheit war der Ausgangspunkt: Ende der 70er-Jahre vergräbt ein argentinischer Revolutionär belastende Gegenstände. Nach dem Ende der Militärdiktatur kann er sie nicht mehr wiederfinden, erst Jahre später tauchen sie unerwartet wieder auf und der einstige Revolutionär muss sich seiner Vergangenheit stellen. Vor diesem Hintergrund verknüpft Pensotti drei illustre Lebensgeschichten – ein ehemaliger Theaterdirektor versucht sein einzig erfolgreiches Stück wiederaufzuführen, das Leben einer Musikerin erfährt durch eine politische Kampagne eine Wendung und ein erfolgloser Politiker erfindet sich neu. Um diese Identitätskrisen in Szene zu setzen, nutzt Pensotti Erzähltechniken des Kinos und wartet zudem mit einer ungewöhnlichen Bühnenkonstruktion auf. Der Argentinier inszenierte bereits beim steirischen herbst 2008 das Kurzstück „kollege von niemand“ von Johannes Schrettle, 2010 brachte er die „Enzyklopädie des ungelebten Lebens“ zur Uraufführung. Damals galt er noch als Geheimtipp, heute ist er international gefragt. Jetzt kommt er erstmals mit einem eigenen Stück und seiner Grupo Marea nach Graz.


copy & waste (DE) Knick-Knack to the Future – Ruckzuck in die Zukunft

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G Theater / Performance / Treffpunkt O Graz

copy & waste ziehen mitten in Graz einen Concept Store hoch. Damit thematisieren sie nicht nur die Gentrifizierung, sondern ermöglichen auch Zeitreisen, um die Stadt der Zukunft zu gestalten. Die Story dürfte bekannt sein: Im Film „Back to the Future Part II“ reist der Teenager Marty McFly in die Zukunft und landet im Jahr 2015. Dort trifft er nicht nur auf Hologramme, fliegende Skateboards und sein dreißig Jahre älteres Ich, auch die Stadt Hill Valley sieht komplett anders aus. Ganz so futuristisch ist die reale Gegenwart 2015 nicht, aber die Städte haben sich dennoch drastisch verändert. Die einen Viertel sind verarmt, die anderen wurden im Zuge der Gentrifizierung extrem aufgewertet – erst kommen Künstler und Ateliers, dann Studierende und Wohlfühl-Cafés, schließlich Gutverdienende und Boutiquen. Ein Prozess, der in immer kürzerer Zeit vor sich geht.

Österreichische Erstaufführung 14/10 – 17/10, 19.30 tag.werk 90’ 18 €

In deutscher und englischer Sprache Talk nach der Vorstellung am Do 15/10 Von und mit Jörg Albrecht,

Daniel Brunet, Lisa Flachmeyer, Roman Hagenbrock, Steffen Klewar, Laura Landergott, Caspar Pichner & Daniel Sauermilch Produktion ehrliche arbeit – freies Kulturbüro Cupcakes & Time Travel 14/10 – 17/10, 15.00 – 19.00 tag.werk Eintritt frei Produktion copy & waste Koproduktion steirischer herbst, uniT Graz, English Theatre Berlin | International Performing Arts Center & Ringlokschuppen Ruhr Gefördert vom Regierenden Bürger­ meister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten & Konzeptionsförderung des Fonds Darstellende Künste e.V. – aus Mitteln des Bundes

Auch copy & waste ziehen mitten in Graz einen Concept Store hoch. Im „Cupcakes & Time Travel“ kann man sich tagsüber in „Back to the Future“-Atmosphäre verköstigen lassen. Wenn es dunkel wird, hat der Laden zudem auch Zeitreisen im Angebot – wie McFly können die Gäste wahlweise in die Vergangenheit oder in die Zukunft flitzen. Um zu verhindern, dass bestimmte Dinge geschehen – oder um zu bewirken, dass sie eben doch nicht geschehen. Was müssen wir in der Vergangenheit verändern oder aus der Zukunft in die Gegenwart holen, damit es nicht so wird, wie es jetzt ist? Wie würden Sie das Viertel, in dem sich der Concept äre Store befindet, verändern? Welche Art von Stadt wollen wir mosph lfühlat h eigentlich? Und was wird sich nie verändern, egal, was wir o W ,3% ng 33 unternehmen? rifizieru

ent 33,3% G eisen r it e Z 33,3%

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Encyclopédie de la parole / Joris Lacoste (FR) Suite n°2 G Performance O Graz

Erstaufführung im deutschsprachigen Raum Do 15/10, 19.30 & Fr 16/10, 21.30 Orpheum 90’ 18 €

Der französische Theatermacher Joris Lacoste übersetzt Sprache spielerisch und humorvoll in Musik. Unser Kommunikationsalltag wird dabei in ein neues Licht gerückt.

In diversen Sprachen mit englischen Übertiteln Talk nach der Vorstellung am Fr 16/10 Konzept Encyclopédie de la

parole Komposition und Regie Joris

Lacoste Musik Pierre-Yves Macé Mit Vladimir Kudryavtsev,

Emmanuelle Lafon, Nuno Lucas, Barbara Matijevic & Olivier Normand Licht, Video und Technik

Florian Leduc Sound Stéphane Leclercq Produktion Dominique Bouchot, Judith Martin & Marc Pérennès Produktion Echelle 1:1 (unterstützt durch das Ministère de la Culture et de la Communication / DRAC Île-de-France) Koproduktion steirischer herbst, T2G Théâtre de Gennevilliers / Festival d’Automne à Paris, Asian Culture Complex - Asian Arts Theater Gwangju, Kunstenfestivaldesarts, Théâtre VidyLausanne, Théâtre Agora-Seinendan, La Villette - résidences d’artistes 2015 & Théâtre national de Bordeaux en Aquitaine Mit Unterstützung durch Institut Français Kopräsentation NXTSTP, unterstützt durch das Kulturprogramm der Europäischen Union

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Wie bringt man eigentlich ein Tonarchiv auf die Bühne? Joris Lacoste hat zuerst seine reichhaltige Audiokollektion nach spannendem Material durchforstet: Nachrichten­ meldungen, Interviews, Lautgedichte, Sportnachrichten oder politische Ansprachen. Versatzstücke daraus hat er dann nicht nur sprachspielerisch, sondern auch musikalisch und rhythmisch aufbereitet – die „Suite n°2“ ist gewissermaßen Theater zum Hören. Im Jahr 2013 startete die vom französischen Theatermacher Joris Lacoste gegründete Gruppe Encyclopédie de la parole, ein Kollektiv aus Künstlern unterschiedlicher Sparten, den ambitionierten Zyklus der „Suites Chorales“, um Sprache zu erforschen und gleichzeitig in Musik zu übersetzen. Während in der Suite n°1 unter dem Titel „ABC“ die Rede als solche – ob politisch oder literarisch – Thema eines chorischen Gesamtwerks war, werden in „Suite n°2“ Ausdrucksformen der Sprache kammermusikalisch von fünf Darstellern als virtuoser polyphoner Chor dargeboten. Dabei geht es um jene Ausdrucksformen, die über das Potenzial verfügen, die Welt zu verändern. Um Worte, die beschwören, versprechen, Liebe erklären oder sie vergiften, die vielleicht sogar Kriege auslösen und tödlich sein können. In Zusammenarbeit mit dem Komponisten Pierre-Yves Macé erschafft Joris Lacoste einen vielstimmigen Text bestehend aus über 15 Sprachen, den man vielleicht nicht immer versteht, der aber prächtig unterhält und Sprache völlig neu hören lässt. 39% Sprechen 36% Archiv

17% Chor

8% Handeln


Friðgeir Einarsson / Kriðpleir Theatre Group (IS) Tiny Guy

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G Performance O Graz

Mit einer humorvollen Lecture-Performance enthüllt die isländische Kriðpleir Theatre Group überraschende Erkenntnisse zu den Steuerungsmechanismen des menschlichen Gehirns. Stellen Sie sich vor, Sie schlendern ohne bestimmtes Ziel umher. Plötzlich finden Sie sich in einem Einkaufszentrum wieder. War das tatsächlich Ihre Absicht? Und schon stehen Sie mit einem Stück Torte an der Kassa. Dabei haben Sie gar nicht an Süßes gedacht. Schuld daran ist Tiny Guy, der kleine Kerl. Während Sie noch in Gedanken sind, hat er sie bereits genötigt, die Kreditkarte zu zücken und zu bezahlen. Wer ist er? Mit einer humorvollen Lecture-Performance zwischen Anarchie, Sitcom und Samuel Beckett versuchen der vielseitige isländische Theatermacher Friðgeir Einarsson und seine Mitstreiter, dem Antrieb menschlichen Handelns auf die Schliche zu kommen. Denn Tiny Guy ist unser wahrer Meister und ein Synonym für das äußerst komplexe System, das Gehirn und Unbewusstes kontrolliert. Es ist nun an der Zeit, die Wahrheit darüber ans Licht zu bringen. Nach intensiver Beschäftigung mit dem menschlichen Gehirn ist Einarsson zu dem Schluss gekommen, dass die Menschheit nur deshalb von Klimaerwärmung und Kriegen gebeutelt wird, weil sie Tiny Guy nichts entgegenzusetzen hat. Einarsson und seine 2012 gegründete Kriðpleir Theatre Group haben bislang drei Produktionen umgesetzt und klären nun beim steirischen herbst darüber auf, wie unser Gehirn wirklich funktioniert und wie wir wieder die Herrschaft über unsere Gedanken und Wünsche zurückgewinnen können.

58% Identifikationspotenzial

Erstaufführung im deutschsprachigen Raum Do 15/10 & Sa 17/10, 21.30 Dom im Berg 75’ 18 €

In englischer Sprache Talk nach der Vorstellung am Sa 17/10 Randnotizen ➜ 56 Konzept Friðgeir Einarsson Mit Friðgeir Einarsson, Ragnar

Ísleifur Bragason & Árni Vilhjálmsson Text Friðgeir Einarsson & Bjarni Jónsson Dramaturgie Bjarni Jónsson Produktion LÓKAL - International Theatre Festival Reykjavík & Kriðpleir Theatre Group

42% Lecture-Performance

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Anne Teresa De Keersmaeker / Rosas (BE) Golden Hours (As you like it)

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G Tanz / Performance O Graz

Erstaufführung im deutschsprachigen Raum Fr 16/10 & Sa 17/10, 19.30 Helmut List Halle 140’ 24 €

Talk nach der Vorstellung am Sa 17/10 Choreografie Anne Teresa De

Keersmaeker Mit Aron Blom, Linda Blomqvist, Tale Dolven, Carlos Garbin, Tarek Halaby, Mikko Hyvönen, Veli Lehtovaara, Sandra Ortega Bejarano, Elizaveta Penkova, Georgia Vardarou & Sue-Yeon Youn Musik Brian Eno „Another Green World“ (1975) Arrangements Carlos Garbin Künstlerische Beratung Ann Veronica Janssens Dramaturgische Beratung

Bojana Cvejić Licht Luc Schaltin Kostüme Anne-Catherine Kunz Künstlerische Koordination und Planung Anne Van Aerschot Technische Leitung Joris Erven Ton Alexandre Fostier Produktion Rosas Koproduktion steirischer herbst, De Munt / La Monnaie, Kaaitheater, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg, Théâtre de la Ville, Sadler’s Wells, Opéra de Lille, Ruhrtriennale, Concertgebouw Brugge & Festival Montpellier Danse 2015 Mit Unterstützung durch die Botschaft von Belgien - Generaldelegation der Regierung Flanderns Projektsponsor AVL Cultural Foundation

30

76% Tan z

Die Belgierin Anne Teresa De Keersmaeker ist eine der einflussreichsten Choreografinnen unserer Zeit. Brian Eno und William Shakespeare waren ihr nun Inspiration, das Phänomen der Vergänglichkeit zu erkunden. In den 35 Jahren ihres Schaffens hat Anne Teresa De Keersmaeker mit ihrer Kompanie Rosas immer wieder neue Wege beschritten, um Tanz und Musik in ein spannungsvolles Verhältnis zu setzen. Dabei ist ihre Musikauswahl so präzise wie variantenreich – das Spektrum reicht von früher Musik der Ars Subtilior, wie in „Cesena“, mit der sie den steirischen herbst 2011 eröffnete, bis hin zu Arbeiten, die sich mit Ikonen der Popmusik beschäftigen. Mit ihrer neuen Arbeit „Golden Hours (As you like it)“ spürt sie nun dem schwer fassbaren Phänomen Zeit und Vergänglichkeit nach. Inspiriert wurde sie von einem Song von Brian Eno, Pionier der Ambient Music. Mit den Worten „The Passage of Time“ wird „Golden Hours“ eröffnet – ein zentraler Song des Albums „Another Green World“ (1975), der letzten Rockplatte von Eno, bevor er sich zu neuen Ufern aufmachte. Dieser und andere Songs durchziehen leitmotivisch Keersmaekers wundersam-schimmernde, ironisch sanft gebrochene Welt, in der Intensität und Sinnlichkeit herrschen. Eine weitere Inspirationsquelle ist William Shakespeares märchenhafte Komödie „As You Like It“ („Wie es euch gefällt“) – Liebende fliehen vor den Machenschaften des Hofs in die goldene Welt des Waldes von Arden. De Keersmaeker übersetzt die sprach­ liche Rhythmik und poetische Bildwelt des englischen Dichters in Tanz und Bewegung. Auf dem schmalen Grat zwischen formaler Abstraktion und konkreter Gestik wandeln elf junge Tänzerinnen und Tänzer durch eine verzauberte Welt, werden durch die Songs von Eno wieder in ein Jetzt geholt und suchen nach der Zeit der goldenen Stunden.

17% Wie es euch

gefällt

7% Bria n En

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Jochen Becker / Christian Hanussek / Daniel Kötter / metroZones (DE) Chinafrika. Under Construction

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G Performance / Film / Diskurs O Graz

Erkundungen zum kulturellen und ökonomischen Austausch zwischen China und Afrika, an dem Europa längst nicht mehr aktiv beteiligt ist. Die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen der Volksrepublik China und zahlreichen Ländern auf dem afrikanischen Kontinent haben sich in den letzten beiden Jahrzehnten stark intensiviert. Die ökonomischen und geopolitischen Konsequenzen dieser Entwicklung werden schon seit Längerem international diskutiert. Allerdings sind die damit verbundenen kulturellen Folge­ erscheinungen bisher weitgehend ignoriert worden. Die Kuratoren und Theoretiker Christian Hanussek und Jochen Becker haben nun gemeinsam mit dem Experimentalfilmer Daniel Kötter, dessen Werk „Kredit“ im steirischen herbst 2013 uraufgeführt wurde, kulturelle Umschlagplätze zwischen China und Afrika aufgesucht und Feldforschungen betrieben.

Fr 16/10, 21.30 Festivalzentrum 60’ Eintritt frei

In deutscher Sprache Konzept Jochen Becker, Christian

Hanussek & Daniel Kötter Mit Jochen Becker & Daniel Kötter Mit Unterstützung durch TURN & Goethe-Institut Lagos

In ihrer Präsentation zeigen sie erste Rechercheergebnisse, Theorien, Anekdoten und Videoarbeiten aus Lubumbashi oder Lagos, sie beleuchten die „chinafrikanische“ Geschäftigkeit im Copperbelt, dem Kupfergürtel im Grenzgebiet von Sambia und der Demokratischen Republik Kongo und berichten von den Märkten Hongkongs oder rund um Johannesburg. Der Blick auf chinesische Minenarbeiter in Chingola oder afrikanische Garküchen-Besitzer auf der Baohan Zhijie, der „African Street“ in Guangzhou, komplettieren die Bestandsaufnahme eines globalen Prozesses, der nicht zuletzt das kulturelle Selbstverständnis von Europa grundlegend verändern wird.

45% Globalisierung 33% Zusammenhänge 22% Präsentation 31


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Hall of Half-Life

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G Bildende Kunst O Graz

Wir sind von Zeugnissen der Vergangenheit umgeben. Auf der Folie dieser Hinterlassenschaften zeichnet die herbst-Ausstellung eine Archäologie der Zukunft.

herbst-Ausstellung 27/09 – 11/01/2016 Festivalzentrum

Tief in der Erde vergraben, werden atomare Abfälle noch tausende Jahre radioaktive Strahlung abgeben. Werden künftige Generationen die heutigen Atommülllager als solche erkennen? Welche Materialien und Botschaften könnten Bestand haben, selbst wenn sie dem Wandel der Zeit und der Evolution des Lebens unterworfen sind? Heute stellen uns die Zeugnisse der Vergangenheit oft vor ein Rätsel, wobei natürlichen und menschengemachten Objekten sowohl nachgewiesene als auch imaginierte Bedeutungen zukommen, in denen sich die im Wandel begriffenen Erkenntnisse und Ideologien der Menschen widerspiegeln. „Hall of Half-Life“ konfrontiert uns mit einer Entwicklung von Formen, Bedeutung und Sprache und zeigt Kunstwerke im Sog eines sich ändernden Stroms an geologischen und planetarischen Wirkkräften, dessen Wucht im noch jungen Zeitalter des Anthropozäns nur erahnt werden kann. Ein Großteil der gezeigten Arbeiten wurde eigens in Auftrag gegeben, die Künstlerinnen und Künstler haben dafür nach den Knochen der Vergangenheit gegraben, sich die einstigen Korallenriffe imaginiert, auf denen das heutige Graz steht, den Geschichten gelauscht, die mit vermeintlich banalen Alltagsgegenständen verknüpft sind, oder alte Reliquien und sogar Moorleichen inspiziert. „Hall of Half-Life“ erkundet das Terrain jener Markierungen, Bedeutungsträger, Monumente, Ruinen und Brachen, die man als die Inschriften der heutigen Zeit verstehen kann.

27/09 – 18/10 Mi – Mo 10.00 – 21.00 5 €, sonntags Eintritt frei 22/10 – 11/01/2016 Mi – Mo 10.00 – 17.00 5€ Eröffnung Sa 26/09, 13.30

Führungen ➜ 89 „Spin-Off“ ➜ 9 „Saint Jude’s Leftovers“ ➜ 44 „Future Perfect“ ➜ 51 herbst-Akademie ➜ 52 Lange Nacht der Museen ➜ 87 Kunst im Gespräch ➜ 89 „Worte finden“ ➜ 90 Geführter Rundgang ➜ 90 Shuttle Service ➜ 93 Mit Lara Almarcegui (NL/ES),

Mikala Dwyer (AU), Geoffrey Farmer (CA), Peter Galison (US) & Robb Moss (US), Sam Keogh (IE), Lonnie van Brummelen (NL) & Siebren de Haan (NL) u. a. Kuratiert von

Tessa Giblin (IE/NZ) Auftragswerk steirischer herbst 33% Bil dend

e Kunst

Projektförderer Culture Ireland

27% Zu kunft

21% Arc häo

logie 1 9% Kom munikati on

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Speech Acts

Vom Sprechen als politischem Handeln G Bildende Kunst O Graz

26/09 – 18/10 Forum Stadtpark Di – So 11.00 – 18.00 Eintritt frei

Große Proteste schreiben Geschichte. Aber auch in persönlichen Gesprächen oder Diskussionen wird Politik gemacht. Wie kann die Unmittelbarkeit solcher Ereignisse bewahrt werden?

Eröffnung Sa 26/09, 10.00

Im Fokus von „Speech Acts“ stehen nicht die demokratischen Massenphänomene der letzten Jahre wie politische Proteste oder revolutionäre Reden, sondern persönliche Gespräche und Interviews, in denen sich politische Haltung manifestiert. Die künstlerischen Beiträge reflektieren Sprechen und Zuhören, Begegnung und Wahrnehmung – es geht darum, die nicht immer sichtbare Unmittelbarkeit politischen Denkens und Handelns lesbar zu machen.

Kunst im Gespräch ➜ 89 Geführter Rundgang ➜ 90 Mit Michael Baers (US), Ricarda

Denzer (AT), Sharon Hayes (US) & Elske Rosenfeld (DE) Kuratiert von Georgia Holz (AT) Koproduktion steirischer herbst & Forum Stadtpark

45% Oral History 28% Politik 27% Video

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Die Ausstellung nimmt Hannah Arendts Paradigma vom „Handeln“ als eine der drei menschlichen Grundtätigkeiten zum Ausgangspunkt. Anders als „Arbeiten“ und „Herstellen“ versteht Arendt das „Handeln“ als Interaktion, die das Zusammenleben der Individuen lenkt und dabei die Einzigartigkeit, Verschiedenheit und Pluralität der Menschen zum Vorschein bringt. Handeln ist somit konstituierend für das Politische, es besteht im Wesentlichen aus Sprechen, Kommunikation und Austausch von Information. Für Arendt ist „das Finden des rechten Wortes im rechten Augenblick“ bereits Handeln. Welche Strategien der künstlerischen Übersetzung können solche Handlungen und die Unmittelbarkeit der Sprache greifbar machen, ohne dabei gängigen Dokumentarismen oder hegemonialer Geschichtsschreibung zu folgen?


Jörg Schlick

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G Bildende Kunst O Graz

Vor zehn Jahren ist der steirische Universalkünstler Jörg Schlick verstorben. Das Künstlerhaus widmet sich seinem künstlerischen Erbe in einer breit angelegten Retrospektive. Anlässlich des bevorstehenden zehnten Todestages von Jörg Schlick (1951–2005) widmet sich das Künstlerhaus dessen überbordendem Werk. Schlick war einer der produktivsten steirischen Künstler von internationaler Wirkung, er war zugleich Autor, Konzept­künstler, Musiker, Maler, Kurzfilmregisseur, Video- und Performance­ künstler, Ballett-Choreograf sowie Bühnenbildner. Sein intelligentes Spiel mit sämtlichen Formen künstlerischen Ausdrucks führte er mit den verfügbaren medialen Mitteln seiner Zeit sowie einem ausgeprägt kreativen Gespür für Aneignungspotenziale und Kontroversen.

26/09 – 22/11 Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien Di – So 10.00 – 18.00 & Do 10.00 – 20.00 4€ Eröffnung Sa 26/09, 11.00

Kunst im Gespräch ➜ 89 Geführter Rundgang ➜ 90 Kuratiert von Sandro Droschl

(AT) & Christian Egger (AT) Koproduktion steirischer herbst & Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien

Die breit, umfangreich und retrospektiv angelegte Schau versucht nun, Stichproben aller Werkphasen des multimedialen Schaffens von Schlick zu bündeln sowie Mythos und Werk des unbeugsamen Konzeptkünstlers unter dem Gesichtspunkt künstlerischer Fragestellungen der Jetztzeit zu durchleuchten. Zudem greift die Retrospektive auf eine Fülle von lange nicht zugänglichen Arbeiten zurück und wird von einer umfangreichen Publikation mit einem ersten Werk­ verzeichnis des Künstlers begleitet. Im Zuge des Rahmenprogramms kommen nicht nur Wegbegleiter und Zeitzeugen zu Wort, auch jüngere Semester werden über Leben und Werk von Jörg Schlick reflektieren. % 33,3 iner e k ,3%

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What Remains

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Strategies of Saving and Deleting G Bildende Kunst O Graz

26/09 – 18/10 esc medien kunst labor Di – So 12.00 – 19.00 und nach Vereinbarung Eintritt frei 20/10 – 27/11 Di – Fr 14.00 – 19.00 und nach Vereinbarung Eintritt frei Eröffnung Sa 26/09, 12.00

Kunst im Gespräch ➜ 89 Geführter Rundgang ➜ 90 Workshop Do 08/10, 14.00 – 17.30

Credible fictions – deceptive realities Artist talk Do 08/10, 19.00

Anti-fraud activism as artistic practice Mit Kairus Collective (FI)

Schier unendliche Datenmengen warten darauf, von den Forschern einer fernen Zukunft entdeckt zu werden. Doch was wird tatsächlich bleiben und lesbar sein? Was wird in ferner Zukunft ein adäquates Bild unserer gegenwärtigen Kultur vermitteln? Wenn heutige Datenträger bei archäologischen Grabungen wieder zum Vorschein kommen, ist es fraglich, ob ihre Informationen lesbar und verständlich sein werden. Kann es sein, dass dereinst vielleicht bloß ausrangierte Hardware Zeugnis von uns ablegen wird? Unsere Gesellschaft produziert enorme Datenmengen, die weder vollständig noch dauerhaft archiviert werden können. Trotzdem speisen wir immer mehr und mehr Informationen in immer neue Datenkörper ein. Metaphorische Konstruktionen wie die Cloud versprechen Erleichterung, es scheint, als würde die Speicherung unserer digitalen Exzesse damit einem endlosen Raum überantwortet. Tatsächlich aber lassen unzählige Rechenzentren nicht zuletzt die CO2-Emissionen kontinuierlich ansteigen. Ein Wesenszug gegenwärtiger Kultur wird künftigen Forschern wohl kaum verborgen bleiben – der Informationsfetischismus. Aber was wollen wir eigentlich bewahren? Warum sind wir so versessen darauf, der Nachwelt Zeugnis unseres Tuns zu hinterlassen? Diesen Fragen wird „What Remains“ nachgehen.

In englischer Sprache Anmeldung bis Do 01/10: esc@mur.at Mit Kairus Collective – Linda

Kronman (FI) & Andreas Zingerle (AT), Michaela Lakova (BG), La Société Anonyme (Dušan Barok, Danny van der Kleij, Aymeric Mansoux & Marloes de Valk) (NL) & Fränk Zimmer (AT/LU) Koproduktion steirischer herbst, esc medien kunst labor & kunst@werk

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AA Bronson

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G Bildende Kunst O Graz

Der kanadische Künstler, Herausgeber und Heiler AA Bronson überträgt das Erbe schamanistischer Traditionen in ein gemeinschaftliches Großprojekt und sorgt für mehr Spiritualität.

26/09 – 29/11 Grazer Kunstverein Mi – So 11.00 – 18.00 3,5 € Eröffnung Sa 26/09, 12.30

Kunst im Gespräch ➜ 89 Geführter Rundgang ➜ 90 Mit AA Bronson (CA) u. a. Koproduktion steirischer herbst & Grazer Kunstverein

Der Grazer und der Salzburger Kunstverein haben AA Bronson (geboren 1946, Vancouver) eingeladen, ein umfangreiches Projekt in beiden Institutionen zur gleichen Zeit zu entwickeln. Dabei sollen alternative, avantgardistische Kunstpraktiken – wie etwa okkulter oder queerer Spiritualismus – im Kontext zeitgenössischer Kunst neu entdeckt und kurzgeschlossen werden. AA Bronson wird oft als Pate einer Kunstpraxis gesehen, in der die Bedeutung des Kollektivs im Vordergrund steht. Als Gründungs- und einziges überlebendes Mitglied der Gruppe General Idea (1967–1994), dominierten lange Zeit politische Themen wie Schwulenrechte oder AIDS seine Kunst. Dabei legte er stets darauf Wert, nicht nur im Kollektiv, sondern auch mit Künstlern verschiedenster Disziplinen zu arbeiten. Unlängst hat Bronson die spirituelle Praxis als Schlüssel­moment in seine Arbeit eingeführt. In der Ausstellung nimmt er nun die Figur eines Schamanen ein und wird gemeinsam mit jungen, vor allem queeren Künstlern, Denkern und Performern an einer umfangreichen Aufführung und Abbildung seiner hybriden Kunstpraxis zwischen Spiritualismus und gemeinschaftlichen Praktiken arbeiten.

56% Queer Theory 44% Schamanismus

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Reliqte, Reloaded

Zum Erbe christlicher Bildwelten heute G Bildende Kunst O Graz

26/09 – 17/01/2016 Kulturzentrum bei den Minoriten Di – Fr 10.00 – 17.00 & Sa & So 11.00 - 17.00 5€ Eröffnung Sa 26/09, 15.00 QL-Galerie Mo – So 9.00 – 20.00 Eintritt frei

Kunst im Gespräch ➜ 89 Geführter Rundgang ➜ 90  Mit Siegfried Anzinger (AT/DE), Anna & Bernhard Blume (DE), Gor Chahal (RU), Dorothee Golz (DE/AT), Hermann Glettler (AT), Thomas Henke / Joachim Hake (DE), Edgar Honetschläger (AT), Lena Knilli (AT), Zenita Komad (AT), Nina Kovacheva (BG), Julia Krahn (IT), Alois Neuhold (AT), Adrian Paci (AL/IT), Werner Reiterer (AT), Keiko Sadakane (JP), Michael Triegel (DE), Norbert Trummer (AT), Claudia Schink (DE), Lidwien van de Ven (NL), Matta Wagnest (AT), Eduard Winklhofer (DE/AT), Daniel Amin Zaman (AT) u. a. Kuratiert von Alois Kölbl (AT) & Johannes Rauchenberger (AT) Koproduktion steirischer herbst & Kulturzentrum bei den Minoriten

49% Kunst 26% Religion

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25% Gegenwart

Selten zuvor war es so schwer wie heute, Religion zum Thema zu machen. Wie steht es eigentlich um unseren Umgang mit den Hinterlassenschaften einer christlich geprägten Bildkultur? Was ist eigentlich von der religiösen Bildwelt geblieben, die Europa über Jahrhunderte geprägt hat? Lange Zeit hat man Relikte davon vor allem in popkulturellen Zusammenhängen finden können, im besonderen im Bereich der Musik. Mittlerweile scheint das Thema der christlichen Ikonografie und Motivwelt als passé, als überwunden oder jenseits eines ironischen Zugriffs zumindest als nicht gestaltbar zu gelten. Eine ernsthafte Auseinandersetzung damit findet offenbar jenseits eines akademischen oder theologischen Rahmens kaum statt. In der Öffentlichkeit weicht man dem Thema Religion aus, verengt es auf den Fundamentalismus, allenfalls bedient man sich des allgemeinen Begriffs der Spiritualität oder verfrachtet das Erbe überhaupt aufs Abstellgleis der Geschichte. Und doch haben sich in den letzten Jahren wieder andere und neue Formen der künstlerischen Auseinandersetzung mit diesem Fundus ausmachen lassen. Dementsprechend stellt sich die Frage, was diese Künstler motiviert, sich erneut mit diesen Hinterlassenschaften aus dem sogenannten Keller der Geschichte auseinanderzusetzen. In der Ausstellung „Reliqte, Reloaded“ widmet sich das Kulturzentrum bei den Minoriten gemeinsam mit der QL-Galerie diesem Phänomen und stellt die Frage nach dem Versäumnis, die aktuelle Religionsdebatte mit den Relikten, Spuren und Hinterlassenschaften der europäisch-christlich geprägten Kultur anzureichern.


An artist is an artist is an artist is a female artist

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G Bildende Kunst O Graz

Die österreichische Künstlerin Maria Anwander greift in die Kunstgeschichte ein, um für eine feministische Umverteilung von Aufmerksamkeit, Erfolg und Ruhm zu sorgen.

26/09 – 30/11 the smallest gallery – collaboration space Mo – So 00.00 – 24.00 Eintritt frei

Maria Anwander nimmt in ihren Arbeiten immer wieder eine feministische Sicht auf die Kunstgeschichte ein, untersucht Protagonisten und die ungleiche Verteilung von Aufmerksamkeit, Erfolg und Ruhm. Männer dominieren seit Jahrhunderten die Kunstwelt und ihre Wahrnehmung, Künstlerinnen kommen entweder selten oder nur als Randfiguren vor. Ein Zustand, der bis heute hartnäckig anhält – Künstlerinnen sind nach wie vor in wichtigen Museen und Ausstellungen unterrepräsentiert. Der Ausstellungsbetrieb wie auch der Kunstmarkt werden noch immer von männlichen Akteuren bestimmt, die ihr Revier entschieden verteidigen.

Eröffnung Sa 26/09, 16.00

Kunst im Gespräch ➜ 89 Geführter Rundgang ➜ 90 Mit Maria Anwander (AT) Kuratiert von Clemens Mair

(AT) & Karin Oberhuber (AT) Koproduktion steirischer herbst & the smallest gallery – collaboration space

Hier setzt Anwander in ihrer Arbeit an und kommentiert ironisch den Kunstbetrieb, vor allem in Hinblick auf die Situation ihrer Kolleginnen. Sie adaptiert ungeniert das Erbe weltberühmter Künstler, um es in einen neuen und zugleich feministischen Kontext zu setzen. Nicht ohne Humor greift sie dabei in die Kunstgeschichte ein und eliminiert virile Aspekte, um Platz für eine kommende Generation an Künstlerinnen zu schaffen.

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37%

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15%

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Spielräume G Bildende Kunst / Architektur O Graz

26/09 – 13/11 Haus der Architektur Di – So 10.00 – 18.00 Eintritt frei Eröffnung Sa 26/09, 16.30

Kunst im Gespräch ➜ 89 Geführter Rundgang ➜ 90 Kuratiert von Gabu Heindl (AT)

im Zusammenspiel mit Gabriela Burkhalter (CH), Willi Dorner / Lisa Rastl (AT), ibini (AT) & Liane Lefaivre / Isben Önen (FR/AT) Koproduktion steirischer herbst & Haus der Architektur

54% Spielplatz 46% Stadtplanung

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In Zeiten neoliberaler Stadtentwicklung stellt sich die Frage: Wann und wo gibt es im öffentlichen Raum Zeit und Platz für Spiel – und für wen? Die moderne Einteilung des Raums kannte neben dem Wohnen und der Arbeit gleichermaßen die Freizeit – dementsprechend wurden auch die Räume des Spielens in funktionalistischer und rationalisierender Form geplant. Bis heute sind umzäunte Kinderspielplätze, Sportkäfige und dezentrale Freizeitgelände ein Teil des Kulturerbes der fordistischen, modernistischen Stadtplanung, während das wohlfahrtsstaatliche Versprechen der Nachkriegszeit am Verschwinden ist. „Spielräume“ führt vom Konzept des Spielens hin zu städtischen Spielräumen für Groß und Klein, zu öffentlichen Räumen und noch bestehenden Brachen – an internationale Schauplätze, von Aldo van Eyck’s Amsterdam ins gegenwärtige Graz. Die Ausstellung geht Spielregeln und Normen sowie nicht zuletzt der Frage nach, wie sich die Forderung nach einem Recht auf Spiel auch in der zukünftigen Stadt umsetzen lässt. Zudem werden verschiedene Interventionen im Stadtraum durchgeführt. Auf Basis eines Mappings unterschiedlicher Orte des Spiels wird ein Archiv städtischer Spielräume in Graz angelegt. Dabei geht die Schau auch dem Verschwinden kleiner Spiel-Räume in der Stadt als Kollateralschaden des großen Spiels mit der Stadt in Zeiten neoliberaler Stadtentwicklung kritisch nach.


To What End?

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G Bildende Kunst O Graz

Historisch gewachsenes Bewusstsein ist immer auch brüchig. Anhand dieser Bruchstellen kann allerdings das kulturspezifische Vermächtnis neu und kritisch bewertet werden.

26/09 – 22/11 Camera Austria Di – So 10.00 – 17.00 9€ Eröffnung Sa 26/09, 17.00

„Future Perfect“ ➜ 51 herbst-Akademie ➜ 52 Kunst im Gespräch ➜ 89 Geführter Rundgang ➜ 90 Mit Heba Y. Amin (EG), Takashi

Arai (JP), Mohamed Bourouissa (DZ/FR), Hrair Sarkissian (SY) & Vangelis Vlahos (GR) Kuratiert von Gülsen Bal (GB/TR/AT) & Walter Seidl (AT) Brüche im kulturspezifischen Vermächtnis und die Folgen – damit setzt sich die Ausstellung „To What End?“ auseinander und versteht die Brüche darin als Resultat unterschiedlicher globaler Machtverhältnisse. Um zu erkunden, welche Formen post-nationaler Zugehörigkeit möglich sind, reflektieren die Künstlerinnen und Künstler soziokulturelle, politische und vor allem historische Paradigmenwechsel der jüngsten Vergangenheit. Die Ausstellung verhandelt also historisch gewachsenes Bewusstsein in unterschiedlichen Ländern und übt Kritik am dort vorherrschenden Verständnis der jeweiligen politischen und ökonomischen Entwicklungen. Die unterschiedlichen Erfahrungen des Selbst, die auf diesen Entwicklungen basieren, werden in „To What End?“ analysiert. Die Künstlerinnen und Künstler beziehen sich dabei auf einschneidende politische und soziale Ereignisse in ihren Ländern sowie deren Auswirkungen auf aktuelle Lebensverhältnisse. Darüber hinaus setzt sich die Ausstellung auch mit der Diversität und Marginalisierung sozialer Gruppen auseinander. Daraus resultieren nicht nur kritische Aussagen über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, sondern auch neue Denkansätze bezüglich historischer und aktueller Begebenheiten.

Koproduktion steirischer herbst & Camera Austria

61% Kunst 27% Politik 12% Heritage

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Corporate G Bildende Kunst O Graz

26/09 – 10/01/2016 Kunsthaus Graz Di – So 10.00 – 17.00 9€

„Corporate“ ist die erste Personale des chinesischen Künstlers Xu Zhen in Österreich. Eine Ausstellung über kulturelle Identität in einer sich global angleichenden und marktwirtschaftlich orientierten Gesellschaft.

Eröffnung Sa 26/09, 18.00

Xu Zhen ist für seine grenzüberschreitenden Arbeiten zwischen konzeptuellem Kunstdiskurs, Politik und frivoler Popkultur bekannt. Bei der Biennale Venedig 2001 sorgte der chinesische Künstler mit einer selbstzerstörerischen Filmarbeit für internationales Aufsehen. Für seine Skulpturen, Filme, Performances und Bilder arbeitet er wie ein DJ, überblendet und kopiert kulturelle Versatzstücke mit größter handwerklicher Präzision. Er nimmt bei kunsttheoretischen Diskursen ebenso Anleihen wie bei den Auswüchsen einer konsumorientierten Gesellschaft. Seine Vorgangsweise basiert auf den Regeln der Konzeptkunst, bedient sich eines theatralischen Humors und ist im erweiterten Sinne auch performativ – Sozialkritik gerät dabei weder offensichtlich ernst noch ironisch.

Kunst im Gespräch ➜ 89 Geführter Rundgang ➜ 90 Mit Xu Zhen (CN) u. a. Kuratiert von Katrin Bucher

Trantow (AT) & Peter Pakesch (AT) Produktion Kunsthaus Graz In Kooperation mit steirischer herbst

„Corporate“ ist eine Ausstellung über Vorurteile, Identität und Kulturgut – und deren Aufarbeitung in einer sich globalisiert angleichenden und marktwirtschaftlich getriebenen Gesellschaft. Zudem möchte Xu Zhen das gewagte Vorhaben realisieren, mit dem Auto und einer Gruppe von Künstlern über Sibirien nach Österreich zu reisen. Der Trip durch die Kulturen soll sich dabei zu einer performativen Arbeit ent­ wickeln, die schließlich in Graz präsentiert wird. 61% China 27% Konzept 12% Ironie

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Das ist nicht meine Geschichte!

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G Bildende Kunst O Graz

Geschichtsschreibung ist Definitionssache, nicht selten gewinnen Nationalismus oder Imperialismus dabei die Oberhand. Eine Ausstellung über Gegenentwürfe. Die Lesart und Interpretation von geschichtlichen Ereignissen sind einem stetigen Wandel unterworfen. Die Einschätzung wie auch die Wertschätzung des Vergangenen resultiert vor allem aus den politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen – das gilt auch für jüngst Stattgefundenes. Der Wechsel von Regimen kann zu einem gänzlich anderen Verständnis von Historie führen – bis hin zu einer vollständigen Neudefinition. Demnach ist Geschichte ebenso eine Konstruktion wie sämtliche gesellschaftlichen Vereinbarungen, die immer wieder neu verhandelt und tradiert werden. Die Künstlerinnen und Künstler dieser Ausstellung hinterfragen dieses Erbe kritisch und wollen scheinbar Festgeschriebenes nicht so ohne Weiteres hinnehmen: „Das ist nicht meine Geschichte!“ Was in der Vergangenheit unter bestimmten Vorzeichen formuliert wurde, wird nun umformuliert und ermöglicht künftigen Generationen eine neue Lesart. Die Arbeiten machen deutlich, dass ihre Urheber in Opposition zu jenen Geschichtsschreibungen stehen, die von Nationalismus, Imperialismus, Xenophobie oder Sexismus geprägt sind. Die Künstlerschaft wird hier zu einer zivilen Bewegung, die mit den Mitteln der Kunst Widerstand leistet.

26/09 – 18/10 Mo – Fr 10.00 – 18.00 & Sa & So 12.00 – 18.00 Eintritt frei 19/10 – 28/11 < rotor > Mo – Fr 10.00 – 18.00 & Sa 12.00 – 16.00 Eintritt frei Eröffnung Sa 26/09, 19.00

Kunst im Gespräch ➜ 89 Geführter Rundgang ➜ 90 Mit Kiluanji Kia Henda (AO/PT),

Jakob Lena Knebl (AT), Marina Naprushkina (DE/BY) u. a. Kuratiert von Anton Lederer (AT) & Margarethe Makovec (AT) Koproduktion steirischer herbst & < rotor >

55% Nationalgeschichte 45% Kritik

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Saint Jude’s Leftovers G Bildende Kunst / Installation O Vordernberg

herbst-Ausstellung 27/09 – 17/10 Radwerk III Vordernberg Mo – So 00.00 – 24.00 Eintritt frei Eröffnung So 27/09, 12.00

„Hall of Half-Life“ ➜ 33 Shuttle Service ➜ 97 Mit Mikala Dwyer (AU) Kuratiert von

Die australische Künstlerin Mikala Dwyer bahnt sich einen Weg zwischen dem bergmännischen Erbe von Vordernberg und dem heutigen Anhaltezentrum und schafft eine temporäre Pilgerstelle.

Tessa Giblin (IE/NZ) Auftragswerk steirischer herbst

62% Botschaft 24% Hoffnung 8% Ex-Bergbau 6% Ausweg

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Mikala Dwyers künstlerische Praxis ist nicht nur vom Glauben an eine von Objekten ausgehende Kraft bestimmt, sondern auch von der Annahme, dass Materie und Energie in einem wirkungsvollen Wechselverhältnis stehen. Während sich die Künstlerin für ihren Beitrag zur herbst-Ausstellung im GrazMuseum mit der Mineraliensammlung des Grazer Naturkundemuseums beschäftigt hat, arbeitet sie bei der für Vordernberg konzipierten Arbeit „Saint Jude’s Leftovers“ mit vor Ort gefundenem Material – Hinterlassenschaften aus einer Zeit, in der Bergbau aktiv betrieben wurde – und schlägt so eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart. Das Radwerk III, das mit den erstarrten Resten von Roheisen an die industrielle Vergangenheit der Gemeinde erinnert, ist aufgelassener Überrest einer einst glanzvollen Industrie und Monument zugleich. Für den neuen Wirtschaftszweig des Ortes – ein Anhaltezentrum, in dem Menschen untergebracht sind, die auf ihre Abschiebung aus Österreich warten – wird Dwyer ein Denkmal zu Ehren des Heiligen Judas Thaddäus gestalten, des Schutzpatrons in ausweglosen Situationen. Das Radwerk wird die Relikte der Bergbauära würdigen und zugleich jenen Stimmen Beachtung schenken, die sonst kein Gehör finden: Dwyer möchte Botschaften jener Menschen abbilden, die des Landes verwiesen werden, und verwandelt das Radwerk III in einen Sendemasten für die Botschaften an den heiligen Judas.


Wolken lösen sich in Wasser

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G Bildende Kunst / Treffpunkt / Performance / Architektur / Installation O Leoben

Die deutsche Künstlerin Ulla von Brandenburg schafft einen hybriden Ort für die Koexistenz von Kunst und Publikum – einen Raum, der gleichzeitig Skulptur, Plattform und Bühne ist.

herbst-Ausstellung 27/09 – 17/10 Porubsky Halle Leoben Di – Do 16.00 – 21.00 & Fr – So 14.00 – 21.00 Eintritt frei Eröffnung So 27/09, 14.00

Führungen ➜ 89 Mit Ulla von Brandenburg (FR/DE)

u. a. Kuratiert von

Tessa Giblin (IE/NZ) Für die Porubsky Halle in Leoben schafft Ulla von Brandenburg ein Kunstwerk, das zugleich Skulptur, Plattform sowie Bühne und Ausstellung ist. Die deutsche Künstlerin kreiert einen vielgestaltigen Ort, der als autonome Arbeit an sich zu verstehen ist und zudem Bezüge zur herbst-Ausstellung „Hall of Half-Life“ im Festivalzentrum in Graz herstellt und künstlerische Werke dieser Schau in das multifunktionale Setting integriert. Durch das Auflösen der imaginären Grenzen zwischen Theater und Ausstellungsraum wird eine Umgebung geschaffen, die Besucher als ungewöhnliche Bühne nutzen und sich zu eigen machen können. Während des Festivals wird die Installation Schauplatz zahlreicher Veranstaltungen sein, die einerseits mit dem Programm des steirischen herbst und andererseits mit der zukünftigen Umgestaltung der Porubksy Halle verknüpft sind. Die Leobnerinnen und Leobner sowie eine Reihe von Initiativen werden eingeladen, „Wolken lösen sich in Wasser“ als Thinktank, Labor oder Bühne zu nutzen. So werden das Kunstwerk und die ehemalige Industriehalle zu einem Treffpunkt, an dem Performances, Symposien und Diskussionen abgehalten, wo Vorträge, Konzerte, Filmvorführungen, ein Tauschmarkt und eine Poetry Slam stattfinden werden. Willkommen an einem Ort im stetigen Wandel!

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Live Performances So 27/09, 14.30 & 18.00, Fr 09/10, 19.30 Porubsky Halle Leoben Eintritt frei Mit Marcio Carvalho (DE/PT),

Mikala Dwyer (AU), Sam Keogh (IE), Gustav Troger (AT/US) u. a. „Etiquette“ ➜ 17 „Hall of Half-Life“ ➜ 33 „Future Perfect“ ➜ 51 „Ideenschmiede“ ➜ 54 „Retrokino“ ➜ 55 „Kleidertausch, der fröhlich macht“ ➜ 57 „Dead or Alive“ ➜ 57 „Der Nino aus Wien / Natalie Ofenböck“ ➜ 62 „Spielraum“ ➜ 88 „Upcycling Workshop“ ➜ 90 Shuttle Service ➜ 97 Auftragswerk steirischer herbst

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Off the Records G Bildende Kunst O Graz

27/09 – 18/10 ORF Landesstudio Steiermark / Funkhausgalerie Mo – So 09.00 – 18.00 Eintritt frei

Der Künstler Werner Reiterer macht sichtbar, was der Öffentlichkeit ansonsten vorenthalten wird – bisher Ungesagtes, Verborgenes von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ORF.

Eröffnung So 27/09, 18.00

Kunst im Gespräch ➜ 89 Mit Werner Reiterer (AT) Kuratiert von Gernot Rath (AT) Koproduktion steirischer herbst & ORF Landesstudio Steiermark

Was Erdöl für das 20. Jahrhundert war, ist die Ware Information für das 21. Jahrhundert – eines der wichtigsten und deshalb global umkämpften Produkte. Interessant ist dabei vor allem der Paradigmenwechsel, der sich vollzieht, wenn der begrenzt vorhandene einem nahezu unbegrenzten Stoff weichen muss, der auf ein historisches Erbe aufbaut und ständig an Umfang und Komplexität gewinnt. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist in diesem Zusammenhang ein wesentlicher Verwalter, Filter und Produzent.

100% ORF-Leaks

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Im Zuge des Projekts wurden nun ORF-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter gebeten, etwas bisher Ungesagtes von ihnen, etwas Verborgenes schriftlich festzuhalten – Gedanken, Botschaften, Informationen, vielleicht sogar Geheimnisse. Das anonymisiert zur Verfügung gestellte Textmaterial wird von Werner Reiterer mit einer speziellen Substanz händisch auf die Wände der Funkhausgalerie geschrieben. Diese „Tinte“ verhält sich allerdings wie die wahre Information selbst – sie ist für das menschliche Auge vollkommen unsichtbar. Während Informationen gemeinhin von Medien in die Welt geholt werden, obliegt bei „Off the Records“ diese Aufgabe dem Besucher. Mit Schwarzlichtleuchten lassen sich die unsichtbaren Texte in eine für das menschliche Auge sichtbare Wellenlänge übersetzen.


Es ist so, wie es scheint

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G Bildende Kunst O Graz

Die Künstlerin Anita Witek bedient sich der visuellen Sujets von Werbung oder Magazinen und entwirft mit den gefundenen Bildfragmenten räumliche Collagen. Das Material, mit dem die Künstlerin Anita Witek ihre räumlichen Collagen entwirft, sind Fundstücke, die sie Magazinen entnimmt, in aktuellen wie alten Büchern findet oder auf Werbeplakaten entdeckt. Dem ursprünglichen Kontext entnommen, werden einzelne Elemente fotografisch sowie druckgrafisch reproduziert, in ihren Proportionen dem neuen Konzept angepasst und in verschiedenen Konstellationen arrangiert. Es entstehen simulierte Räume, Installationen und Raumbilder, die das Wechselspiel von Mensch und Ding im Feld der Fotografie neu inszenieren. Mit dem Philosophen Jean Baudrillard könnte man sagen, es entstehen „Simulakren“, also Bilder zwischen Realität und Fiktion.

27/09 – 18/10 Kunsthalle Graz Di – Fr 16.00 – 19.00 & Sa 11.00 – 15.00 Eintritt frei Eröffnung So 27/09, 19.00

Kunst im Gespräch ➜ 89 Geführter Rundgang ➜ 90 Mit Anita Witek (AT) Kuratiert von Wenzel Mraček

(AT), Arnold Reinisch (AT) & Jani Schwob (AT) Koproduktion steirischer herbst & Kunsthalle Graz

Für „Es ist so, wie es scheint“ orientiert sich die Künstlerin einerseits an gegenwärtigen Konzepten der Grazer Stadtplanung sowie an der unmittelbaren Umgebung der Kunsthalle Graz. Den Massenmedien entnommene Bildteile und Sujets werden zu einer polyfokalen, räumlichen Collage zusammengefügt und schaffen so einen Raum im Raum mit lokalen Bezügen.

58% Raumcollage 42% Installation

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Heritage

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Schaumbad, das Freie Atelierhaus, erbt ein Arme-Leute-Viertel G Bildende Kunst O Graz

27/09 – 31/10 Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz Di – So 14.00 – 19.00 Eintritt frei

Das Grazer Triesterviertel, ein Stadtteil mit geringer Attraktivität, wird vermessen. Was passiert nun mit dieser Hinterlassenschaft? Ein Projekt um Herkunft, Identität und Besitz.

Eröffnung So 27/09, 20.00

Kunst im Gespräch ➜ 89 Geführter Rundgang ➜ 90 Mit Martin Behr (AT) & Martin

Osterider (AT), Cedes (AT), Martina Edelmüller (AT), Elisabeth Gschiel (AT), Gudrun Lang (AT), Stefan Lozar (AT), Christof Neugebauer (AT), Keyvan Paydar (IR/AT) & The Lindy Cats (AT), Karin Petrowitsch (AT), Robert Riedl (AT), Gregor Schlatte (AT), Stroblak (Edda Strobl, Renate Oblak, AT), Myriam Thyes (DE/ CH), Eva Ursprung (AT), Markus Wilfling (AT), zweite liga für kunst und kultur (AT), Studierende des Instituts für Sprachkunst / Univ. für Angewandte Kunst, Wien & Studierende des Instituts Hyperwerk / FHNW, Basel Kuratiert von Orhan Kipcak (AT) Redaktion Max Spielmann (CH) & Andrea Itten (CH) Produktion Bettina Gjecaj (AT) Koproduktion steirischer herbst & Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz Projektpartner Stadtteilprojekt Denggenhof, Stadtteilzentrum Triesterstraße, kunstGarten, StyriaArtists-in-Residence (St.A.i.R.), Institut für Sprachkunst (Univ. für Angewandte Kunst, Wien) & Institut Hyperwerk (Hochschule für Gestaltung und Kunst, FHNW, Basel)

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33,3% Sta dtteil

Die Ateliergemeinschaft Schaumbad hat vor mehr als einem Jahr eine alte Industriearchitektur im Grazer Triesterviertel bezogen – in Stadtrandlage mit wenig attraktiver Nachbarschaft: Schlachthof, Müllverwertung, Gefängnis, abgewohnte Siedlungen. Um die eigene Rolle in dieser städtebaulich, ökonomisch und sozial exponierten Umgebung zu finden, begannen die Mitglieder des Atelierhauses das Viertel zu erfassen und in Projekte mit lokalem Bezug einzubetten. Dieser Aneignungsvorgang wird nun im steirischen herbst fortgesetzt – „Heritage“ soll den Prozess des Erbens beleuchten, also der Entdeckung und Annahme von Hinterlassenschaften. Umgesetzt wird das Projekt in Form von Recherchen und Interpretationen, dies mit selbstkritischer Haltung und dem Ziel einer (Neu-)Erfindung von Herkunft, Identität und Besitz. Das Projekt fasst zahlreiche Einzelbeiträge zu einem „Archiv der fiktionalen Realitäten“ des Triesterviertels zusammen. Es bildet Kern, Grundlage und Hintergrund sowohl einer Ausstellung als auch von Führungen, Lesungen, Kleinvorträgen und szenografischen Miniaturen, die mit den Motiven der Ausstellung abgestimmt werden. Man stelle sich einen Kongress der fröhlichen Wissenschaft vor. 33,3% Fe ldforsch

ung 33,3 % Kun st


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Ausstellungseröffnungen

Sa 26/09 10.00 Forum Stadtpark Speech Acts 11.00 Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien Jörg Schlick 12.00 esc medien kunst labor What Remains 12.30 Grazer Kunstverein AA Bronson 13.30 Festivalzentrum Spin-Off / Hall of Half-Life / Bright Sign 15.00 Kulturzentrum bei den Minoriten Reliqte, Reloaded 16.00 the smallest gallery – collaboration space An artist is an artist is an artist is a female artist 16.30 Haus der Architektur Spielräume 17.00 Camera Austria To What End? 18.00 Kunsthaus Graz Corporate 19.00 < rotor > Das ist nicht meine Geschichte! Shuttle Service ➜ 93

So 27/09 12.00 Radwerk III Vordernberg Saint Jude’s Leftovers 14.00 Porubsky Halle Leoben Wolken lösen sich in Wasser 18.00 ORF Landesstudio Steiermark Off the Records 19.00 Kunsthalle Graz Es ist so, wie es scheint 20.00 Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz Heritage Shuttle Service ➜ 97

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Future Perfect

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Dystopie und Alternativen: Wofür wir werden gesorgt haben müssen G Theorie / Diskurs / Workshop O Graz / Leoben

Nicht jede Zerstörung ist kreativ – die Konferenz des steirischen herbst geht der Frage nach, was es zu bewahren gilt und wofür gekämpft werden muss. Unsere Hinterlassenschaft für die Archäologen der Zukunft reduziert sich zunehmend auf zwei Dinge: unseren Müll und die Cloud. Wir werden die Meere mit Plastik zugeschüttet, die Böden mit Plutonium verseucht und Yottabytes längst unlesbarer Daten gespeichert haben. Grammatikalisch heißt diese Zeit interessanterweise Futurperfekt – „Future Perfect“. Dass wir die vollendete Zukunft nur noch als Dystopie denken, liegt daran, dass wir uns das Morgen als verlängertes Heute vorstellen. Tatsächlich aber kann die Zukunft ganz anders werden. „Future Perfect“ will dieses Andere imaginieren. Ohne Forderung nach radikalen Brüchen und permanenter (Selbst-)Neuerfindung, sondern mit Blick auf die Zusammenhänge, in denen wir uns befinden. Anders als der Kapitalismus behauptet, ist nämlich nicht jede Zerstörung kreativ. Manchmal ist danach einfach etwas weg – Ressourcen, Lebensformen, Zukunftsoptionen. In Vorträgen, Künstler-Präsentationen, Diskussionen und einer großen Expedition fragt „Future Perfect“ nach materiellem und immateriellem Erbe, das es zu bewahren, zu entdecken oder endlich zu realisieren gilt. Wofür werden wir gesorgt, wofür gekämpft haben müssen, damit die Zukunft auch jenseits unseres Zeithorizonts wenn schon nicht perfekt, so doch eine gute wird? Welche Rolle spielen kulturelles Gedächtnis, Digitalisierung, Rechtsordnung und Vermögen, aber auch Spekulation, Subversion und künstlerische Praxis dabei? Und wie kommen wir eigentlich darauf, dass für künftige Generationen unsere Werte noch von Belang sind?

Sa 10/10, 11.00 – 19.00 Heimatsaal im Volkskundemuseum Eintritt frei So 11/10, 12.00 – 18.00 Porubsky Halle Leoben Eintritt frei

In deutscher und englischer Sprache „Hall of Half-Life“ ➜ 33 „To What End? “ ➜ 41 „Wolken lösen sich in Wasser“ ➜ 45 herbst-Akademie ➜ 52 Shuttle Service ➜ 97 Mit Lara Almarcegui (ES/NL),

Aleida Assmann (DE), Heba Y. Amin (EG/DE), Gülsen Bal (TR/ UK/AT), Regine Dura (DE), Marina Fokidis (GR), Silvia Fehrmann (AR/DE), Tessa Giblin (IE/NZ), Stefan Heidenreich (DE), Charles Heller (GB) & Lorenzo Pezzani (IT) / Forensic Architecture, HansWerner Kroesinger (DE), Madeline Ritter (DE), Manfred Schneider (DE), Michael Seemann (DE), Walter Seidl (AT), Liam Young / Tomorrows Thoughts Today (GB) u. a. Kuratiert von

Christiane Kühl (DE)

38%

32% rie Theo

16% ition d e p Ex

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14%

n ussio Disk

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herbst-Akademie G Theorie / Diskurs / Workshop O Graz

Bewerbung und weitere Informationen unter academy@steirischerherbst.at Anmeldeschluss Fr 31/07 „Future Perfect“ ➜ 51

Gülsen Bal (GB/TR/AT) / Walter Seidl (AT) To What End?

Do 08/10 & Fr 09/10

Die Ausstellung „To What End?“ untersucht mit dem Begriff „Erbe“ die Wiederaneignung historischer Erinnerungen und damit die Möglichkeit, eine Kritik dominanter Narrative und kultureller Vorstellungen zu ermöglichen. Wie kann das Konzept des „Erbes“ verstanden werden, wenn es darum geht, verschiedene Stimmen aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten widerzuspiegeln, ihnen Gehör zu verschaffen? Welches Potenzial liegt in postnationalen Formen der Zugehörigkeit, die die landläufigen Strategien der Globalisierung konterkarieren? Und wie manifestieren sich die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Veränderungen im Kreativbereich, wie können sie in die Sphären der Kunst integriert werden? In Künstlervorträgen, Gesprächen und mit einem Filmprogramm wird das Themenfeld im Schnittpunkt sozialer, politischer und ökonomischer Codes erweitert und experimentell erforscht.

In englischer Sprache Von Gülsen Bal (GB/TR/AT) &

Walter Seidl (AT) „To What End?“ ➜ 41

Regine Dura / Hans-Werner Kroesinger (DE) United States of Europe – Europa als Standort oder als Idee? Do 08/10 & Fr 09/10

In englischer Sprache Von Regine Dura (DE) & Hans-

Werner Kroesinger (DE)

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Das heutige Europa, das wir gerne aus dem Geist der französischen Revolution geboren sehen, entstand 1950 als Kohle- und Stahl-Union: Wer zusammenarbeitet, kämpft nicht gegeneinander. Wirtschaftlichkeit und Sicherheitsdenken leiteten also die Geburt der Europäischen Union ein. Die Grenzen nach innen werden für den Warenverkehr aufgelöst, die Grenzen nach außen dichtgemacht. Ist Europa überhaupt eine Wertegemeinschaft und wenn ja, um welche Werte geht es? Für wen gelten sie? Und welche Rolle spielt das gemeinsame Kultur­erbe dabei, welche die EU-Agentur Frontex? Der Regisseur Hans-Werner Kroesinger und die Dramaturgin und Dokumentarfilmerin Regine Dura nähern sich Europa mithilfe von Dokumenten. Als Dokument gilt im Workshop alles, was die Teilnehmenden in diesem Kontext für relevant halten, sei es politisch, philosophisch oder persönlich. Aus dem Recherche­pool wird Material für eine Präsentation entwickelt.


50% Th eorie

stöbern 50% Pra xis

Lara Almarcegui (NL/ES) Mineral Rights Lara Almarcegui erkundet in ihrer Arbeit immer wieder brachliegende Orte. Um ihre Auseinandersetzung mit dem Land – Symbol der Vergangenheit und Grund des „Gebauten“ – zu vertiefen, hat sie sich nun dem Darunterliegenden zugewandt. „Mineral Rights: Acquisition of the mineral rights of an iron deposit“ ist ein fortlaufendes Projekt in verschiedenen Staaten, in dem Almarcegui Grund und Boden zu erwerben versucht. Nicht um Mineralien zu entnehmen, sondern um offenzulegen, wie das Land auf geologischer Ebene geformt und wie es zur Verwertung ausgebeutet wird. Mit Blick auf die Geschichte des Bergbaus respektive des Landbesitzes untersucht der Workshop, mit welchen Argumenten es Bürgern in unterschiedlichen Ländern verwehrt wird, Rechte an Bodenschätzen zu erwerben. Dabei wird auch die Situation um Graz einer Analyse unterzogen. Begleitend werden verschiedene Formen der Landschaftsdarstellung erforscht.

Mo 12/10 & Di 13/10

In englischer Sprache Von Lara Almarcegui (NL/ES)

„Hall of Half-Life“ ➜ 33

Daniel Wetzel / Rimini Protokoll (DE) Orte der Überschreibung Der Akt des Erinnerns, gemeinhin ein Verfahren gegen das Vergessen, wird in den Aufführungen des Theaterkollektivs Rimini Protokoll als Akt der Über- und vor allem der Einschreibung sichtbar – von persönlichen, politischen und gesellschaftlichen Vergangenheiten in die Gegenwart. Auch für „Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2“, koproduziert vom steirischen herbst, sind 90 Jahre nach Erscheinen des Buches die Expertisen und Erfahrungen der Protagonisten mit der Propagandaschrift zentrales Material. Die unabgeschlossene Spurensuche macht die Bühne zum Spielfeld zwischen Fakt und Fiktion. Bei anderen Projekten nutzt die Gruppe spezifische Orte quasi parasitär als Bühne zur Wahrnehmung der Gegenwart – bei „Hausbesuch Europa“ (2015) sind es beispielsweise die Wohnzimmer der Zuschauer. Der Workshop beleuchtet ausgewählte Arbeiten von Rimini Protokoll anhand praktischer Versuchsanordnungen.

Mo 12/10 & Di 13/10

In englischer Sprache Von Daniel Wetzel / Rimini

Protokoll (DE) „Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2“ ➜ 18

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Grundrechtstag 2015 – Armut

stöbern

dr

G Theorie / Diskurs O Graz

Do 01/10, 9.30 – 18.00 Heimatsaal im Volkskundemuseum Eintritt frei Fr 02/10, 9.00 – 13.00 Hörsaal 15.04 (Bauteil E) im ReSoWi-Zentrum der Universität Graz Eintritt frei

In deutscher Sprache Mit Vorträgen von Jens S.

Dangschat (AT), Franz Merli (AT) & Magdalena Pöschl (AT) Diskussionen mit Tanja Domej (CH), Jörg Flecker (AT), Oliver Frey (AT), Nora Melzer-Azodanloo (AT), Michaela Moser (AT), Lyane Sautner (AT), Herbert Schoibl (AT), Joachim Stern (AT) & Barbara Weichselbaum (AT)

41%

ssion

isku 28% D echte

g Vortra

run 31% G

Armut ist erblich, sie ist weiblich, sie trifft vor allem ältere Menschen und zunehmend auch solche, die im Arbeitsleben stehen. Armut ist teuer, sie verschlingt staatliche Budgets und destruiert die Wirtschafts- und Sozialdynamik. Sie ist nicht bloß ein individuelles Schicksal, das auf karitative Organisationen abgewälzt werden darf, so unverzichtbar deren Leistungen auch sind. Die EU-Grundrechte-Charta hält im Artikel 34 ein Grundrecht auf soziale Sicherheit und soziale Unterstützung fest. Die Gesellschaft und ihre staatlichen Institutionen sind also gefordert, Armut entgegenzutreten. Das interdisziplinäre Symposium soll nicht nur einen Überblick über Erscheinungsformen von Armut geben, sondern sich auch mit den grundrechtlichen und demokratischen Dimensionen des Themas beschäftigen – um eine umfassende Diskussion anzustoßen und vor allem auf die gesamtgesellschaftliche Verantwortung bei der Bekämpfung von Armut hinzuweisen.

Eine Veranstaltung der Fachgruppe Grundrechte in der RichterInnen­ vereinigung, Universität Graz – Rechtswissenschaftliche Fakultät & Bundesministerium für Justiz In Kooperation mit steirischer herbst

Ideenschmiede

Sa 10/10, 15.00 – 21.00 Porubsky Halle Leoben Eintritt frei

Wissen und Kreativität werden heutzutage als wesentlicher Rohstoff für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung angesehen. Die sogenannte Kreativwirtschaft besitzt im postindustriellen Zeitalter eine besondere Bedeutung für die Förderung der Standortqualität, Kunst und Kultur sind entscheidend für die Schaffung von Lebensqualität. Im Rahmen der „Ideenschmiede“ wird der Frage nachgegangen, wie die Porubsky Halle zu einem Ort werden kann, in dem Experimente und Spielräume ihren Platz finden, um so Kreativität in der Gesellschaft zu fördern. Im Anschluss: DJ-Line und Interventionen der Karawane Schabernack.

In deutscher Sprache Von und mit Karawane

Schabernack (AT), Franz Lammer (AT), Rainer Rosegger (AT) u. a. „Wolken lösen sich in Wasser“ ➜ 45 54

G Theorie / Diskurs / Treffpunkt O Leoben

63% Ged ankenau

stausch 37 % Gese lligkeit


Retrokino G Film / Diskurs

100 %

O Leoben

Die Reihe „Retrokino“ ist auf dem Weg, eine fixe Einrichtung in Leoben zu werden. In Anlehnung an das diesjährige Leitmotiv wird der sowjetische Science-Fiction-Klassiker „Solaris“ (1972) von Andrei Tarkowski gezeigt. Der Film führt die Hybris unseres traditionellen Fortschrittsglaubens vor Augen. Damals wie heute erfordert das Werk ein gewisses Einfühlungsvermögen, da ihm die Erzählweise des konventionellen Kinos fremd ist. Die Diskussion im Anschluss an das Screening beleuchtet bereits gezeigte Zukunftsszenarien im Medium Film und deren Korrespondenz mit der Gegenwart.

Film per len

stöbern

0%

Cin epl exx

Fr 16/10, 19.30 Porubsky Halle Leoben Eintritt frei

„Wolken lösen sich in Wasser“ ➜ 45 Konzept Michael Domian (AT) &

Felix Leitner (AT) In Kooperation mit MuseumsCenter Leoben

herbst remixed

Eine Bildersammlung in progress G Installation / Film / Dokumentation O Graz

Die Video-Dokumentation „herbst remixed“ begleitet den steirischen herbst, hält alles fest, was geschieht. Sie dokumentiert Geschehenes, mischt Gesehenes neu, greift Unbeobachtetes auf und schafft neue Bezüge. Man erfährt nicht nur, was war, sondern auch, was kommt. Und was man verpasst hat.

25/09 – 18/10 Festivalzentrum & ORF 2 Von Ulrich A. Reiterer (AT) Mitarbeit Stephan Bergmann

(DE) & Julian Stampfer (AT)

Es ist eine Bildersammlung in progress, ein Mashup, eine Collage. So vermittelt sich der steirische herbst jeden Tag neu, zu sehen im Festivalzentrum, im Netz oder an verschiedenen Spielorten. Zudem setzt die „herbst remixed“TV-Edition ausgewählte herbst-Projekte auf ORF 2 (kurz vor „Steiermark heute“) in Szene – eine Minute Videoexperiment im dicht gedrängten Fernseh-Werbefenster. 38% Super 8 36% Information 26% Dokumentation

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Randnotizen

Ein virtuelles Tagebuch G Literatur / Dokumentation O //randnotizen.steirischerherbst.at

ge 34% Momentaufnahme 34% Colla 26/05 – 18/10 //randnotizen. steirischerherbst.at

In deutscher und englischer Sprache Aktuelle Einträge können auch als E-Mail abonniert werden. „Ophiopogon“ ➜ 22 „Tiny Guy“ ➜ 29 Von und mit Christoph Dolgan

(AT), Friðgeir Einarsson (IS), Anna Peschke (DE), Marleen Leitner (AT) & Michael Schitnig (AT)

32% Text

Sie sind Tagebuch- und Stadtschreiber, Protokollanten und Beobachtende. Sie notieren, skizzieren, fotografieren. Sie formulieren flüchtige Gedanken, die heute aktuell und morgen schon von gestern sein können. In diesem Jahr führen erneut fünf Autoren und Künstlerinnen für den steirischen herbst ein sehr subjektives Tagebuch im Netz: Der isländische Performer Friðgeir Einarsson, der mit „Tiny Guy“ den Grundlagen menschlichen Denkens auf den Grund gehen wird, der Grazer Schriftsteller Christoph Dolgan und die beiden österreichischen Architekten Marleen Leitner und Michael Schitnig aka studio Asynchrome sowie die deutsche Künstlerin Anna Peschke, die mit ihrer bespielten Installation „Ophiopogon“ auch Vordernberg verzaubern wird. Ihre ersten Notizen haben sie bereits im Mai veröffentlicht und in Folge beständig ergänzt. Und wenn alle Autoren während des Festivals für jeweils eine Woche in Graz zugegen sind, wird sich ihre Aufzeichnungstätigkeit verdichten – und so zu einer parallelen Vorgeschichte und literarischen Fortsetzung des steirischen herbst zusammenfügen.

herbst. Theorie zur Praxis 2015 Magazin

G Literatur / Dokumentation O Graz

Mit Beiträgen von Arno

Böhler (AT), Bojana Cvejić (BE/RS), André Eiermann (DE), Othmar Plöckinger (AT), Marloes de Valk (NL), Helena Vilalta (IT), Vina Yun (AT) u. a. In deutscher und englischer Sprache Diese und vergangene Ausgaben können bestellt werden unter www.steirischerherbst.at 56

Hurra: Das herbst-Magazin feiert Jubiläum! Bereits zum zehnten Mal erscheint es heuer begleitend zum Festival. Und wie immer ist es kein Programmheft, das einzelne Arbeiten, Ausstellungen oder Projekte zusammenfassend erklärt. Vielmehr sucht es eine andere Art der Nähe – und findet sie durch Beiträge, die auch von Autoren stammen, die selbst am Festival mitwirken. Durch Künstlerporträts und künstlerische Beiträge. Durch theoretische Ausführungen, die aus den unterschiedlichsten Perspektiven das Leitmotiv „Back to the Future“ beleuchten. Durch die zahlreichen Essays, Reportagen oder Bildstrecken wird „herbst. Theorie zur Praxis“ ein eigenständiges Projekt des Festivals.

Porträts 15% Interviews 12% 50% Essays 23% Fotos


Dead or Alive

50%

Poetry Slam

G Literatur / Performance

Dea d 5 0%

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Alive

O Leoben

Die regelmäßige Durchführung von Poetry Slams in Leoben konnte sich etablieren, bislang wurden sie in den unterschiedlichsten Formaten auf die Bühne gebracht. In der Porubsky Halle bekommt nun die hiesige Slammer-Szene um den Lokalmatador Tschif Windisch knallharte Konkurrenz aus dem Jenseits: Bei „Dead or Alive“ duellieren sich lokale Slam-Poeten mit etablierten Schauspielerinnen und Schauspielern. Die Slammer werden, wie das so üblich ist, ihre eigenen Texte zum Besten geben. Die Schauspieler allerdings werden mit Texten bereits verstorbener Autorinnen und Autoren antreten. Am Ende entscheidet das Publikum, wer den Sieg davonträgt – die Lebenden oder die Toten.

Sa 17/10, 19.30 Porubsky Halle Leoben Eintritt frei Mit Der Koschuh (AT), Manuel

Girisch (AT), Yasmin Hafedh (AT), Klaus Lederwasch (AT), Christoph Steiner (AT), Viktoria Steiner (AT), Susanne Zöllinger (AT) u. a. Moderation Markus Köhle (AT) & Tschif Windisch (AT) „Wolken lösen sich in Wasser“ ➜ 45

Modezirkus (AT) Kleidertausch, der fröhlich macht G Treffpunkt O Leoben

Der Modezirkus des steirischen herbst zieht weiter – und zwar nach Leoben. In der Porubsky Halle kann man alte Schrankhüter, Kleider, Hemden und Hosen loswerden, dafür im Gegenzug neue Modeschätze mit nach Hause nehmen. Der Kleidertausch macht nicht nur gute Laune, sondern versteht sich auch als Statement gegen die Konsum- und Wegwerfgesellschaft. An zwei Annahmetagen können Tauschfreudige bis zu fünf Kleidungsstücke vorbeibringen, die würdig sind, von anderen ausgeführt zu werden. Für jedes angenommene Stück bekommt man einen Stempel. Wenn dann die große Tauschparty stattfindet, kann man mit seinem Stempelpass neue Teile erwerben und vielleicht auch in Erfahrung bringen, wer die einstigen Lieblingsexemplare aus dem eigenen Kleiderschrank künftig tragen wird.

16% Erbe 50% Tauschen 34% Fashion

Annahmetage So 04/10 & So 11/10, 14.00 – 18.00 Tauschparty Sa 17/10, 14.00 – 18.00 Porubsky Halle Leoben Eintritt frei Von und mit Elisa Teichtmeister

(AT) & Jasmin Teichtmeister (AT) „Wolken lösen sich in Wasser“ ➜ 45

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Soundtracks G Musik

100% Samstagabend

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O Graz

Die Buben im Pelz Mit der Neueinspielung von Velvet Undergrounds legendärem Bananenalbum („The Velvet Underground & Nico“) bleiben Christian Fuchs und David Pfister, zuvor bei der inzwischen aufgelösten Neigungsgruppe Sex, Gewalt & Gute Laune, der einstigen Marschrichtung treu. Die beiden wagen zwar abermals das Spiel mit Pop und Trash, begegnen dem Originalmaterial aber respektvoll und meistern die beinahe absurde Unternehmung, die Songs einer der einflussreichsten Bands der Popgeschichte als Wienerlied anzutragen – von „Sunntag Morgn“ bis „Olle Faden Parties“. Ist das Wien von heute das New York von damals? Zur Graz-Premiere des wagemutigen Projekts hat sich neben dem Multiinstrumentalisten Sir Tralala und Schlagzeuger Ralph Wakolbinger eine illustre Schar an Gästen angekündigt.

Sa 26/09, 22.30 Kunsthaus Graz / Space04 8€ Mit Die Buben im Pelz (AT)

Anschließend DJ Sir Tralala (AT) im Festivalzentrum

Pollyester Um irdische Kräfte geht es der Münchner Band Pollyester vier Jahre nach ihrem Debütalbum „Earthly Powers“ nun nicht mehr. „City of O“ heißt der Nachfolger, benannt nach der mystischen Stadt des Orion, einer paleo-futuristischen Installation des Künstlers Hannsjörg Voth in der marokkanischen Wüste. Auch Pollyester haben sich von den Weiten des Alls inspirieren lassen – in einem atemberaubenden Stilmix mit kosmischen Synthesizern und dadaistischem Einschlag lässt das Quartett um die in Minsk geborene Münchnerin Polina Lapkovskaja Funk auf Italo-Pop und Krautrock auf Disko treffen. Das Überirdische? Pollyester sind auch wunderbar tanzbar!

Sa 03/10, 22.30 Kunsthaus Graz / Space04 8€ Mit Pollyester (DE)

Anschließend DJ Trees Traumhaft (AT) im Festivalzentrum

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Soundtracks G Musik O Graz

100% Samstagabend

Young Fathers Sa 10/10, 22.30 Kunsthaus Graz / Space04 8€ Mit Young Fathers (GB)

Anschließend DJ Friendly Galaxy (AT) im Festivalzentrum

Die drei schottischen Musiker mit Wurzeln in Liberia, Ghana, Nigeria und den USA lernten sich im Alter von 14 Jahren in einem Jugendclub in Edinburgh kennen und arbeiten seitdem an einer ganz eigenen Auslegung von Hip-Hop. Ihre musikalischen Einflüsse sind vielfältig, das Trio kennt kaum stilistische Grenzen und bündelt die historischen Stränge von Soul, Rap, Dub, Rave und R’n’B zu zeitgemäßer PopMusik – kompromisslos und avantgardistisch, zugleich auch zugänglich. „White Men Are Black Men Too“ heißt das aktuelle Album, es ist der Nachfolger des mit dem britischen Mercury Prize prämierten Albums „Dead“. Die Texte der Young Fathers sind schlau, provokant und politisch, ihre Live-Auftritte mehr als energisch.

Liima Sa 17/10, 22.30 Kunsthaus Graz / Space04 8€ Mit Liima (DK/FI)

Anschließend DJ 800 % Elfenklang (DK) im Festivalzentrum

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Das erfolgreiche dänische Pop-Experiment Efterklang hat sich neu erfunden und heißt nun Liima. Mit neuem Namen und neuem Bandmitglied, dem finnischen Perkussionisten Tatu Rönkkö, setzt das Quartett einen Befreiungsschlag, tritt sein eigenes Erbe nicht an und findet nach Welttourneen und Orchesterkollaborationen zurück zur freien Form – Improvisation und Liebäugelei mit den repetitiven Mustern der Minimal Music definieren das Klangbild. Und doch wollen die vier Skandinavier auf die großen Gesten nicht ganz verzichten, rufen Erinnerungen an Kraftwerk, Brian Eno oder die Talking Heads wach, also an Pop mit Intellekt.


100% Mitt woc

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habe nd

Lambert Lambert trägt eine auffällige hölzerne Maske, wenn er seine originellen wie minimalistischen Pianostücke vorträgt. Er ist ein Grenzgänger zwischen Klassik, Jazz und Pop, oszilliert zwischen Erik Satie und Keith Jarrett und hat sich darüber hinaus auch des Erbes zeitgenössischer Pop-Musiker angenommen. Songs von José Gonzales, Tocotronic oder Ja, Panik verleiht er ein neues Antlitz, während sein eigenes im Verborgenen bleibt und die Grenzen zwischen Autor und Interpret verschwimmen.

Mi 30/09, 21.30 Festivalzentrum 8€ Mit Lambert (DE)

Molly Nilsson Ausgerüstet mit Mikrofon und CD-Spieler, ganz in Schwarz gekleidet und als Haartracht ein silberblonder Pony – so betritt Molly Nilsson die Bühne, egal ob in Istanbul, New York, Athen oder Moskau. Molly Nilsson gilt ihrer Fangemeinde als Diva, als Internet-Goth ist sie ein globales Phänomen. Jeder ihrer Songs ist ein Hit, ihre feierliche Stimme wird begleitet von billigen Keyboards und unpräzisen Rhythmusmaschinen, bescheiden und zugleich ergreifend. Nilsson beherrscht das Spiel von Authentizität und Inszenierung, visualisiert ihren hyperromantischen DIY-Pop mit nostalgischen Video-Clips und zieht mit ihrem eigenen Label Dark Skies Association auch hinter den Kulissen die Fäden.

Mi 07/10, 21.30 Festivalzentrum 8€ Mit Molly Nilsson (SE)

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Soundtracks

100% Mittwochabend

G Musik O Graz

Joanne Robertson Mi 14/10, 21.30 Festivalzentrum 8€ Mit Joanne Robertson (GB)

Die Sängerin, Songschreiberin und Malerin Joanne Robertson lebt und arbeitet in London. Ihre Songs sind vielmehr Skizzen, umrissen von Stimme und Gitarre – verstörende Wachträume, festgehalten mit den Mitteln einer Folkmusikerin, flüchtige Tagebucheinträge ins Laptop-Mikrofon. Der Titel ihres aktuellen Albums „Black Moon Days“ nimmt zwar Bezug auf die träumerische Melancholie eines Nick Drake oder einer Judee Sill, doch die Lieder von Robertson fußen auf einem beklemmenden Realismus, weit davon entfernt, einer vermeintlich idyllischen Vergangenheit hinterherzusingen.

Der Nino aus Wien / Natalie Ofenböck 100% Sonntagabend

So 27/09, 19.00 Porubsky Halle Leoben Eintritt frei Mit Der Nino aus Wien (AT) &

Natalie Ofenböck (AT) „Wolken lösen sich in Wasser“ ➜ 45

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G Musik O Leoben

Nino Mandl (Der Nino aus Wien) und Natalie Ofenböck betreiben schon seit einiger Zeit das Musikprojekt Krixi, Kraxi und die Kroxn. Für das Album „Die Gegenwart hängt uns schon lange zum Hals heraus“ komponierten und texteten sie gemeinsam alle Lieder. Und im Arthur-Schnitzler-Jahr 2012 brachten sie das Hörbuch „Fräulein Gustl“ heraus. Für die Eröffnung des steirischen herbst in der Porubsky Halle präsentiert das Duo nun sein Liedgut in guter alter Singer/ Songwriter-Manier.


Soundtracks / DJs

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100% Freitagabend

G Musik O Graz

Anastasia Filipovna Das Berlin Community Radio, ein von Anastasia Filipovna zusammen mit Sarah Miles gegründetes Non-ProfitInternetradio, gilt als Institution der Berliner Musikszene. So aufregend und eklektisch wie das Sendungsprogramm sind auch die DJ-Sets der Polin: Inspiriert von karibischer Club-Kultur treffen Dancehall, Ragga, Soca und Raggaeton auf Grime und Afrobeat – stilecht auffrisiert mit Sirene, Hupe und Lasersounds.

Fr 02/10, 22.30 Festivalzentrum Eintritt frei Mit Anastasia Filipovna (PL)

DJ Obstsalat Der Künstlername DJ Obstsalat weist auf die saftig-bunte Mischung von Club-Sounds hin, die Tatiana Saphir servieren wird. Die in Buenos Aires geborene Künstlerin, Autorin und Produzentin ist Expertin in Sachen Electropical Bass Vibes, Digital Cumbia, Kwaito, Dancehall und Dub. Auf den Plattentellern drehen sich ihre Favoriten aus Südafrika, Peru, Kolumbien und natürlich aus ihrem Heimatland Argentinien.

Fr 09/10, 22.30 Festivalzentrum Eintritt frei Mit DJ Obstalat (AR)

Anika Mit einem von Geoff Barrow produzierten Album, dem Gründer der legendären Portishead, vollzog die Journalistin Annika Henderson im Jahr 2010 einen Karrierewechsel. Anika interpretiert auf diesem nach ihr benannten Album Songs von Yoko Ono oder Bob Dylan, in unterkühlten Neubearbeitungen zwischen Dub, No Wave und Post-Punk. Dieser Ästhetik bleibt sie in ihren DJ-Sets treu – mit einer Mischung aus Berlin Electronic, House, Techno und UK Dub.

Fr 16/10, 22.30 Festivalzentrum Eintritt frei Mit Anika (GB)

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musikprotokoll 2015 Future Vintage Vorwort Elke Tschaikner G Musik O Graz

08/10 – 11/10 Festivalpass 64 € Tagespass Do 08/10 18 € Tagespass Fr 09/10 24 € Tagespass Sa 10/10 18 € Tagespass So 11/10 14 €

Es wird einmal ein steirischer herbst gewesen sein, damals in der Zukunft, der hatte „Back to the Future“ als Motto und Marty McFly als Wappentier. „Shit“, sagt Marty McFly, als er auf der Murinsel aus dem DeLorean, Baujahr 1981, aussteigt. „What the f*** is this?“, fragt sich Doc. „Wir haben doch Oktober 2015 als Reiseziel eingegeben. Obwohl.

Leitung Elke Tschaikner (AT) Kuratiert von Susanna

Niedermayr (AT), Elke Tschaikner (AT), Christian Scheib (AT) & Fränk Zimmer (AT/LU) //musikprotokoll.orf.at Produktion steirischer herbst, ORF Radio Österreich 1 & ORF Landesstudio Steiermark In Kooperation mit ECAS / ICAS – Networking Tomorrow’s Art For An Unknown Future, Europäische Union – Programm Kultur 2007–2013, Kunstuniversität Graz, Institut für Elektronische Musik und Akustik, Kunsthaus Graz, Universalmuseum Joanneum, Naturkundemuseum Joanneumsviertel & SHAPE – Sound, Heterogeneous Art and Performance in Europe Gefördert durch das Programm „Creative Europe“ der Europäischen Union

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Das Ding, auf dem wir gelandet sind, ist tatsächlich seltsam. Eine künstliche Insel?“ „Eine futuristische Signalstation?“, mutmaßt Marty McFly. „Schau! Da ist ein Hinweis, ein Plakat! Aus Papier, wie aus der alten Zeit! Aber seltsam: http://musikprotokoll.orf.at ... eine Art Labor ... aktuelle Tendenzen ... field recordings.“ „Was?“ Doc ist schon wieder empört. „Felder aufnehmen? Das war schon 1985 langweilig!“ Marty McFly liest unbeirrt weiter. „Klangkunst ... RSO Wien ... Christian Fennesz ... Science, Research and the Arts ... Internet ... was für ein Zwischennetz? Und Nixe? Hat das was mit diesem Inselschiff hier zu tun?“ Auch Doc rätselt: „Und was heißt eigentlich diese Buchstabenkombination: O.R.F.? Wofür steht das schon wieder?“ „Na, vielleicht O.hne R.adio F.unktion?“, witzelt McFly. Doc verspürt endlich Zuversicht. „Manches klingt ja etwas sehr eigenartig. Jedenfalls scheint man sich an diesem Ort mit Dingen zu beschäftigen, die in irgendeiner Form mit Zukunft zu tun haben. Vielleicht sind wir hier gar nicht so falsch. Vielleicht ist das wirklich ein verrücktes Laboratorium. Vier Tage Experiment. Lassen wir uns mal überraschen. Let’s get back to the future!“ [Der Director’s Cut dieses Filmskripts erscheint im Sommer 2015 im musikprotokoll Magazin.]


Nigredo

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Nigredo. Als Cyborg ganz Mensch sein G Musik / Installation O Graz

„Nigredo“ ist die Erfahrung der veränderten Selbstwahrnehmung mittels biophysischer Medien – dabei werden die Besucher auf das nackte Menschsein zurückgeworfen.

Österreichische Erstaufführung 08/10 – 11/10 Do – So 10.00 – 17.00 Kunsthaus Graz Eintritt frei Konzept und Umsetzung

Marije Baalman (NL) & Marco Donnarumma (IT) Anmeldung erforderlich unter: //musikprotokoll.ORF.at/2015/ service/nigredo

„Nigredo ist nichts für schwache Nerven“, sagen die einen. „Nigredo ist absolut entspannend“, sagen die anderen. Nigredo ist die Erfahrung der veränderten Selbstwahrnehmung für jeweils einen Besucher mittels biophysischer Medien, entwickelt von Marco Donnarumma und Marije Baalman. Behutsam, aber bestimmt treiben sie die Besucher an ihre individuellen Grenzen. Von dem bunten Treiben der Außenwelt komplett abgeschnitten, verkabelt und verschaltet mit allerlei Sensoren und technologischen Gerätschaften werden diese für acht Minuten zu Cyborgs und dabei auf das nackte Menschsein zurückgeworfen. Unmittelbar und punktgenau platzierte auditive, visuelle und taktile Reize werden durch das Pulsieren des eigenen Körpers in einem Biofeedback-Verfahren in Gang gesetzt, lösen instinktiv Empfindungen aus, die erst im Nachhinein rational eingeordnet werden können. Nigredo erinnert gleichermaßen an unsere Gleichförmigkeit wie an unsere Einzigartigkeit – denn bei aller Direktheit vermag dieser mal als zu kurz und mal als zu lang empfundene Selbsterfahrungstrip sowohl in die gedankliche Weite als auch in die Beengtheit führen.

Koproduktion ORF musikprotokoll & Kunsthaus Graz In Kooperation mit SHAPE – Sound, Heterogeneous Art and Performance in Europe Marco Donnarumma ist SHAPE Künstler Gefördert durch das Programm „Creative Europe“ der Europäischen Union

50% Selbsterfahrung 50% Feine Töne

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stöbern

Nixe

Mediterranean Measures – Science, Research, and the Arts Hommage à Ludwig Salvator in Wissenschaft, Forschung und Kunst G Musik / Installation O Graz

Uraufführungen Nixe / Das Schiff 08/10 – 18/10 Do – So 10.00 – 19.00 Murinsel Eintritt frei

Der Mittelmeerforscher Ludwig Salvator war sein Leben lang ein Reisender. Eine Hommage mit Beiträgen aus Klang, Kunst und Wissenschaft möchte diesem Freigeist gerecht werden.

Vernissage Do 08/10, 19.00 Finissage So 18/10, 18.30 Nixe / Der Hafen 08/10 – 18/10 Do – So 10.00 – 19.00 Lesliehof im Joanneumsviertel Eintritt frei Vernissage Do 08/10, 18.00 Mit Klanginstallationen von

Peter Ablinger (AT), Stanislav Abraham (CZ), Peter Brandlmayr (AT), die audiotapete (AT), Josef Klammer (AT), Marcus Maeder (CH), Mateu Malondra (ES), Hannes Rickli (CH), Christine Schörkhuber (AT), Valentina Vuksic (CH), Jana Winderen (NO) u. a. Projektidee Christian Scheib (AT), Elke Tschaikner (AT) & Fränk Zimmer (AT/LU) Auftragswerk musikprotokoll In Kooperation mit Universalmuseum Joanneum, Naturkundemuseum Joanneumsviertel & SHAPE – Sound, Heterogeneous Art and Performance in Europe Stanislav Abraham ist SHAPE Künstler Mit Unterstützung der Pro Helvetia – Schweizer Kulturstiftung, Lambda Labs

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Er hätte das Zeug zu einer Ikone der freien Wissenschaft, jenseits von Academia und zugleich voller leidenschaftlicher Präzision: Der Mittelmeerforscher Ludwig Salvator war ein Leben lang unterwegs, reiste von Insel zu Insel, schlussendlich von Kontinent zu Kontinent. Er richtete von seiner Dampfyacht Nixe aus sein Forschungs-Radar auf unerforschte, damals weitgehend unbekannte Inseln des Mittelmeeres und deren ursprüngliche, kulturell gesehen auch urtümliche Flora und Fauna, Sitten, Gebräuche und Lebensumstände. Über Jahrzehnte hinweg veröffentlichte er Dutzende hoch angesehene Fachpublikationen. Der vor genau hundert Jahren, im Oktober 1915, verstorbene Erzherzog aus der toskanischen Linie der Familie Habsburg war ebenso in großem Stil praktizierender Naturschützer wie Lebenskünstler und Pazifist. Mit mehreren künstlerischen Beiträgen aus dem fruchtbaren Grenzland von Klang, Kunst und Wissenschaft wird diesem freien Geist eine Hommage gewidmet. Spielorte und zugleich Instrumente dieses Unterfangens sind ORF-Korrespondenten­ kabinen im Lesliehof des Joanneumsviertels sowie die Murinsel als fiktiv wiederauferstandenes Forschungsschiff Nixe samt Klangkulisse.

80% So und

20% Fo rscherg

eist


Reshaping Club Music

stöbern

G Musik O Graz

„Reshaping Club Music“ ist ein Konzertabend im Spannungs­ feld von Vergangenheit und Zukunft, der allerdings in endzeitliche Stimmung getaucht wird. Es ist eine postapokalyptische Welt, die Stefan Senf aka Assimilation Process mit seinen Performances aufspannt, in der die Erinnerung an durchfeierte Nächte auf dem Dancefloor nur mehr gelegentlich durchblitzt. In der Musik von Pasajera Oscura verschmelzen daraufhin die nicht minder dystopisch anmutenden Klanglandschaften von Christina Nemec aka chra mit den auf quantenphysikalischen Gesetzmäßigkeiten aufbauenden Beatstrukturen von Patricia Enigl aka irradiation. Und noch einmal wird die den Raum nun gänzlich ausfüllende Endzeitstimmung weitergetragen, wenn Yair Elazar Glotman aka Ketev seinen bleiernschweren post techno spinnt, bevor wir von Lorenzo Senni in einer seiner seltenen ATT (Advanced Abstract Trance) Performances in die frühen beschwingten Tage der Ravekultur zurückkatapultiert werden. „Reshaping Club Music“ bewegt sich im Spannungsfeld von Vergangenheit und Zukunft. Der Titel dieses Konzertabends verweist nicht zuletzt auf die Plattform SHAPE, die das musikprotokoll Ende letzten Jahres mit fünfzehn weiteren Festivals des Netzwerkes ICAS (International Cities of Advanced Sound) zum Austausch neuer und spannender Projekte im Bereich der Musik und audiovisuellen Kunst gegründet hat.

Do 08/10 generalmusikdirektion 20.00 Assimilation Process (DE) 21.00 Pasajera Oscura (AT) 22.00 Ketev (DE) 23.00 Lorenzo Senni (IT) Tagespass 18 € In Kooperation mit SHAPE – Sound, Heterogeneous Art and Performance in Europe Assimilation Process, Pasajera Oscura, Ketev, Lorenzo Senni sind SHAPE Künstlerinnen und Künstler Gefördert durch das Programm „Creative Europe“ der Europäischen Union

55% Beats 25% Klangflächen 20% Dark Night 0% Rave

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stöbern

Pure Elektronik Vintage Concerts G Musik O Graz

Fr 09/10, 15.00 – 17.00 Kasematten Eintritt frei Mit Kompositionen von Dieter

Kaufmann (AT), Wolfgang Musil (AT) & Vinzenz Schwab (AT) Künstlerische Leitung

Wolfgang Musil (A) Sa 10/10, 15.00 – 17.00 Kasematten Eintritt frei

Sein 50-jähriges Bestehen feiert das Institut für Elektronische Musik und Akustik IEM im Zeichen von Tonbandstücken und Schallwandlern mit purer Musik am Schloßberg.

Mit Kompositionen von Hans

Graz 1965 – eine Stadt im musikalischen Aufbruch. An der damaligen Akademie für Musik und darstellende Kunst wird eines der europaweit ersten Institute für Jazz gegründet. Im selben Jahr entsteht das Institut für Elektronische Musik und Akustik, kurz IEM, als Teil der heutigen Kunstuniversität Graz.

So 11/10, 15.00 – 17.00 Kasematten Eintritt frei

Über fünf Jahrzehnte hinweg war und ist das IEM – im personellen und künstlerischen Austausch mit befreundeten Instituten in aller Welt – ein hochspannendes Laboratorium an den trans- und interdisziplinären Schnittstellen zwischen Kunst und Naturwissenschaft, Technologie und musikalischer Praxis, elektronischer Musik, Akustik, Tontechnik, Klang- und Medienkunst. Der Geburtstag des IEM wird auf den Kasematten des Schloßbergs bei mehreren „Vintage Concerts“ und mit einem riesigen Aufgebot an Lautsprechern und Vintage-Elektronik gefeiert.

G. Feichtinger (AT), Katharina Klement (AT), Gottfried Martin (AT) & Günther Rabl (AT) Künstlerische Leitung Günther Rabl (AT)

Mit Kompositionen von

Helmut Dencker (AT), Andrzej Dobrowolski (PL/AT), Klaus Hollinetz (AT), Heinz Hönig (AT) & Bernhard Lang (AT) Künstlerische Leitung Klaus Hollinetz (AT) Gesamtleitung Winfried

Ritsch (AT) Koproduktion steirischer herbst, musikprotokoll, Kunstuniversität Graz & IEM – Institut für Elektronische Musik, Graz In Kooperation mit SHAPE – Sound, Heterogeneous Art and Performance in Europe (Vinzenz Schwabs Kompositionsauftrag wurde im Rahmen von SHAPE 2015 vergeben.) Gefördert durch das Programm „Creative Europe“ der Europäischen Union

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Legendäre und absolut rare elektroakustische Stücke aus den 1970er- bis 1990er-Jahren werden mithilfe von historischem Equipment und auch mit prominenten Akteuren von damals endlich wieder einmal werkgetreu aufgeführt. Die historische Aufführungspraxis mit Tonbandmaschinen, Elektronik und absolute pure Musik mit Mehrkanal-Lautsprecheranlagen als Klangmaschine. Oder: „Back to the Future“ mit Tonband und Synthesizer.

43% pure Musik

% Klangpioniere 33% Lautsprecher 24


musikprotokoll to go G Musik / Treffpunkt

stöbern

O Graz

Das musikprotokoll ist nicht nur ein konkret in Graz verortbares Festival, alle Konzerte werden auch via Ö1, Internet und der European Broadcasting Union ausgestrahlt. Das musikprotokoll strahlt aus. Nicht nur in Graz, sondern auch im Radio und im Netz. Und somit ist das musikprotokoll an vielen Orten ganz nah – in unseren Wohnzimmern, Autos und Smartphones. Es ist nämlich in die Gründungs-DNS dieses Festivals eingeschrieben, dass es vom ORF produziert wird und somit alle Konzerte und Performances gesendet werden – entweder live oder als Aufzeichnung. Seit 1968 hat sich so ein riesiges, wunderbares Archiv des klingend Zeitgenössischen entwickelt, eine Art repräsentativer Querschnitt aus bald 50 Jahren avantgardistischer und stets neuer musikalischer Positionen aus allen Himmelsrichtungen.

Ö1 Kulturjournal Live Fr 09/10, 17.00 Lesliehof im Joanneumsviertel Eintritt frei Ö1 Spielräume Live Fr 09/10, 17.15 Lesliehof im Joanneumsviertel Eintritt frei Ö1 Klassiktreffpunkt Live Sa 10/10, 10.05 Murinsel Eintritt frei

Auch im Jahr 2015 werden die Konzerte via Radio, Internet und European Broadcasting Union einem großen Publikum auch abseits der Spielorte des musikprotokoll präsentiert. Neben den Konzertübertragungen gibt es mehrere Termine, an denen die Besucherinnen und Besucher des Festivals bei Ö1-Live-Sendungen dabei sein können. Das „Ö1 Kulturjournal“ und die „Spielräume“ am Freitag sowie der „Ö1 Klassiktreffpunkt“ am Samstag freuen sich auf Ihren Besuch!

en Air 80% On Air 20% Op 69


Christian Fennesz (AT) / Jorge E. López (CU) ORF Radio-Symphonieorchester Wien

stöbern

G Musik O Graz

Uraufführung und Österreichische Erstaufführung

Das Beste aus zwei Welten – der österreichische Gitarrist und Elektronikmusiker Christian Fennesz überträgt seine Musik auf das RSO, das Radio-Symphonieorchester Wien.

Fr 09/10, 19.30 Helmut List Halle Tagespass 24 €

Das Beste aus zwei Welten: Von der „unverstellten Schönheit reinen Klangs“ schwärmte ein Kritiker der Berliner Zeitung, als der österreichische Gitarrist und Elektronikmusiker Christian Fennesz im Jahr 2008 sein Soloalbum „Black Sea“ veröffentlichte. Fennesz, ein internationaler Star seines Genres, dessen Musik zwischen Experiment und Pop, zwischen Atmosphärischem und Querstrebendem oszilliert, wird beim musikprotokoll seine musikalische Arbeit erstmals auf ein großes, klassisches Symphonieorchester übertragen.

Mit Kompositionen von

Christian Fennesz (AT) & Jorge E. López (CU) Mit RSO Wien (AT) Dirigent Johannes Kalitzke (DE) „Symphonie Fleuve pour cor et orchestre“ ist ein Auftragswerk der Klangspuren und des ORF. Das Werk von Christian Fennesz ist ein Auftragswerk des RSO Wien.

Basierend auf den Tracks des Albums „Black Sea“ hat er für das RSO Wien ein Stück geschaffen, das die für seine Welt so typisch atmosphärische Klangmagie in den Orchesterkosmos überträgt. Eine überraschende wie ungewöhnliche und eigentlich sensationelle Konstellation. Auch weil eines der besten Orchester Österreichs spielen wird – das ORF Radio-Symphonieorchester Wien. Außerdem ist ein Soloauftritt von Fennesz im Rahmen dieses Konzerts in der Helmut List Halle geplant. Grandios beendet wird das Gastspiel schließlich von der österreichischen Erstaufführung der riesig besetzten „Symphonie fleuve“ des Komponisten Jorge López. Ein Abend zwischen den elegischen Soundwelten von Christian Fennesz und den gigantischen Klangarchitekturen von Jorge López. 50% K ompo sitio 70

n 50 % K langk örper


40 %

Ackermann / Meier / Sánchez-Chiong G Musik

Ko mp os itio n

30 %

O Graz

Die Bratschistin Petra Ackermann und der Pianist Philipp Meier formierten sich im Jahr 2009 in Zürich zu einem Duo, mit dem Ziel, das bescheidene Repertoire für die Besetzung Viola und Klavier zu erweitern. Mittlerweile sind zahlreiche neue Werke entstanden, darunter auch Uraufführungen von Klaus Lang, Germán Toro-Pérez, Christoph Herndler, Arturo Fuentes, Martin Jaggi und anderen. Mit dem Komponisten und Turntablisten Jorge Sánchez-Chiong erarbeiteten sie im Jahr 2014 das multimediale Projekt „jupiter analogs II“. Die Folgen dieses einmaligen Projekts? Eine neue unkonventionelle Trio-Formation: Viola, Klavier und Turntables.

stöbern Kla ssi sch es Tri o

30 %

Uraufführungen

Tu rnt ab les

Fr 09/10, 22.00 Helmut List Halle Tagespass 24 € Mit Kompositionen von

Arturo Corrales (SV/CH), Jorge Sánchez-Chiong (VE/AT) & Arturo Fuentes (MX/AT) Mit Petra Ackermann (AT), Philipp Meier (CH) & Jorge Sánchez-Chiong (VE/AT)

Ackermann/Meier/Sánchez-Chiong präsentieren Uraufführungen von drei Komponisten mit lateinamerikanischen Wurzeln, die im hiesigen Musikleben seit längerer Zeit wichtige Impulse setzen: Arturo Corrales, Arturo Fuentes und Jorge Sánchez-Chiong. Alle drei Komponisten finden unkonventionelle und erfrischende Zugänge zur traditionellen Duo-Besetzung Streichinstrument/Klavier und erweitern diese durch Turntables und Elektronik.

Teresa Carrasco (ES) Radiazione di corpo nero G Musik O Graz

Der Pianist und sein schwarzes Instrument agieren und fungieren bei der Umsetzung der Komposition „Radiazione di corpo nero“ als ein „idealer schwarzer Körper“, um es sprachlich in die Nähe der Planck’schen Quantenphysik zu rücken – darauf beruht auch das Konzept der Aufführung. Diese „Schwarzkörperstrahlung“ benennt in der Physik ein bestimmtes Strahlenspektrum. „Radiazione di corpo nero“ will allerdings keine neuen physikalischen Erkenntnisse zutage fördern, sondern Musik. „Alle Frequenzspektren des Stückes“, schreibt Teresa Carrasco und subsumiert darunter auch die Raumverteilung der Klänge, „werden durch die Temperatur, Position, Bewegung des Pianisten und durch das experimentelle Arbeiten mit den multiplen Möglichkeiten des Flügels als Resonanzkörper beeinflusst.“

Uraufführung Fr 09/10, 23.00 Helmut List Halle Tagespass 24 € Mit Teresa Carrasco (ES) Ein Auftragswerk zum 50-Jahre-Jubiläum des IEM – Institut für elektronische Musik Graz In Kooperation mit dem ORF musikprotokoll

33,3% usik %M

66,6

ik Phys 71


stöbern

ensemble recherche G Musik O Graz

Uraufführungen Sa 10/10, 19.30 Helmut List Halle Tagespass 18 €

„Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen“ ➜ 7 Mit ensemble recherche (DE) Mit Kompositionen von

Milica Djordjević (DE/RS), Brian Ferneyhough (GB), Johannes Maria Staud (AT) & Wen Liu (AT/CN) Das Werk von Wen Liu ist der musikprotokoll Emil Breisach Kompositionsauftrag 2015. Das Werk von Johannes Maria Staud ist ein Kompositionsauftrag des ensemble recherche und des ORF musikprotokoll, gefördert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung.

100% Komposition

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Pure Neugier ist das Markenzeichen des Freiburger ensemble recherche. Es kommt mit einem Sextett des britischen Grandseigneurs Brian Ferneyhough und mit drei Uraufführungsstücken. Seit mittlerweile 30 Jahren ist die zielgerichtete Klangrecherche, das stete, konzentrierte Erforschen immer wieder neuer kompositorischer Denkweisen und Strukturen, das Aufspüren von Spannendem, ist also pure Neugier das Markenzeichen des Freiburger ensemble recherche. Heuer besuchen die neun Instrumental-Forscher Graz mit einer reichhaltigen Mischung aus verschiedenen Himmels- und Klangrichtungen: Mit einem kraftvollen Sextett des britischen Grandseigneurs Brian Ferneyhough und mit gleich drei Uraufführungsstücken. Neben einem druckfrischen Ensemblestück von Johannes Maria Staud, der auch für die musikalische Eröffnung des heurigen herbst verantwortlich zeichnet, werden Stücke zweier junger Komponistinnen uraufgeführt – der in Wien lebenden Chinesin Wen Liu sowie der in Berlin lebenden Serbin Milica Djordjević.


Scelsi Projekt

stöbern

G Musik O Graz

Auf Basis der sogenannten „Improvisationen“ von Giacinto Scelsi nähert sich der Musiker Uli Fussenegger der Welt des italienischen Komponisten an.

Sa 10/10, 21.00 Helmut List Halle Tagespass 18 € Mit Uli Fussenegger (AT),

Andreas Lindenbaum (DE), Ernesto Molinari (CH) & Martin Siewert (DE)

„Scelsi, c’est moi“, so lautete 1989, ein Jahr nach dem Tod von Giacinto Scelsi, eine Schlagzeile der italienischen Musikzeitschrift Il Giornale della Musica. Der Komponist Viero Tossati, der in den letzten Lebensjahren von Scelsi Notationen für ihn anfertigte, behauptete, die Kompositionen von Scelsi seien eigentlich die seinen. Daraufhin entbrannte ein Streit über Original und Autorenschaft, der die Musikwelt beschäftigte. Scelsi, lange einer größeren Öffentlichkeit kaum bekannt, wurde in Insiderkreisen schnell zum Idol. Bereits in den 1970er-Jahren gab das italienische Ensemble von Ennio Morricone, die Gruppo di Improvvisazione Nuova Consonanza, eine „Ommagio a Scelsi“ heraus. Die Ensemble­mitglieder hingen der Utopie einer spontanen Komposition während experimentellen Musizierens nach, mit der Hommage huldigten sie dem Eigenbrötler Scelsi und seiner musikalischen Vorgabe. Diese beiden historischen Ereignisse beruhen auf der von Giacinto Scelsi gepflegten, sehr speziellen Art, sich in und innerhalb eines Klangs, eines Tons zu bewegen und diesen zu phrasieren, zu gestalten. Auch heute noch üben die Mitschnitte der sogenannten „Improvisationen“, die Scelsi auf der Ondiola eingespielt hat, eine hypnotische Faszination aus. Uli Fussenegger hörte im Archiv der Fondazione Isabella Scelsi in Rom diese alten Tonbänder, näherte sich danach behutsam wie respektvoll dieser Scelsi-Welt und findet nun gemeinsam mit seinen Mitmusikern zeitgemäße Wege durch diesen Zauberwald an eintönig Vielklanglichem und vieltönig Einklanglichem.

42% Tondokumente 42% Klang 16% Improvisation

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stöbern

Ulrich Troyer (AT) Dolomite Dub G Musik O Graz

Uraufführungen Sa 10/10, 22.30 Helmut List Halle Tagespass 18 €

Das „Zuhörkino“ von Ulrich Troyer setzt auf die große Wirkung der kleinen Irritation – er versetzt seine Hörer gerne in eine Schräglage, ohne sie dabei das Gleichgewicht verlieren zu lassen.

Mit Ulrich Troyer (AT), Susanna

Gartmayer (AT) & Jürgen Berlakovich (AT) In Kooperation mit SHAPE – Sound, Heterogeneous Art and Performance in Europe Ulrich Troyer ist SHAPE Künstler Gefördert durch das Programm „Creative Europe“ der Europäischen Union

Die große Wirkung der kleinen Irritation: Diesem Prinzip folgend hat Ulrich Troyer stets unterschiedlichste Wege gefunden, um auf neue akustische Formulierungen zu stoßen. Seien es nun skulptural gedachte Klangschichtungen, Optisches zum Hören, Tanzrhythmen fürs Hirn oder Raumvermessungen mit klanglichem Instrumentarium – Troyer versetzt seine Hörer gerne in eine leichte Schräglage, ohne sie dabei das Gleichgewicht verlieren zu lassen.

47% Bassfrequenzen 23% Dub 20% Crossover 10% Samples

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Das gelingt ihm, so heißt es in einer Kritik „with a nimble hand and a light heart“, also fingerfertig und mit leichtem Herzen. Gerade unlängst wurde festgestellt, sein „Zuhörkino“ und seine Abstraktion von Dance-Patterns hätten sich noch weiter ineinander verzahnt. Allerdings könnte man sich noch viel schlichter über seine Arbeit freuen, erinnert seine Musik doch stark an das legendäre Album „Iaora Thahiti“ der Elektroniker Mouse on Mars. Und das mache einfach gute Laune oder eben „ça nous fait plaisir“, wie ein französischer Kritiker über Troyer begeistert festhält. Für das musikprotokoll 2015 wird Ulrich Troyer an weiteren Überlagerungen und Schichtungen von Bass-Linien und Bass-Frequenzen arbeiten, der Arbeitstitel seines neuen Stücks hält geomorphologische Anklänge bereit: „Dolomite Dub“.


Hildur Guðnadóttir / The International Nothing Ómar und das internationale Nichts

stöbern

G Musik O Graz

Im Zentrum der Musik von Hildur Guðnadóttir steht das ungewöhnliche Instrument Ómar, die Klarinettisten Kai Fagaschinski und Michael Thieke experimentieren mit mikrotonalen Strukturen.

Hildur Guðnadóttir So 11/10, 19.30 Dreifaltigkeitskirche Tagespass 14 € Mit Hildur Guðnadóttir (IS) The International Nothing So 11/10, 20.30 Dreifaltigkeitskirche Tagespass 14 € Mit Kai Fagaschinski (DE) &

Michael Thieke (DE)

Musik, Raum, Zeit, Bewegung – das Zusammenspiel dieser Elemente hat die Cellistin und Komponistin Hildur Guðnadóttir immer schon fasziniert. Seit geraumer Zeit arbeitet sie gemeinsam mit dem Instrumentenbauer Hans Jóhannsson an der Entwicklung eines neuen Instruments: Ómar ist eine Art Surround-Cello mit eingebautem Filter-Chip, das über keinen eigenen Korpus verfügt, aber mit verschiedensten Resonanzkörpern verbunden werden kann. In der Musik von Guðnadóttir treten der in ständig neuen Farben schillernde Klang von Ómar und ihre Stimme in einen intensiven Dialog. Ein musikalisches Zwiegespräch werden auch die beiden Klarinettisten Kai Fagaschinski und Michael Thieke führen, wenn sie ihre stets gemeinschaftlich komponierten Stücke präsentieren. Das jeweils individuell ausgeprägte Vokabular zweier Musikerpersönlichkeiten verbindet sich zu einer gemeinsamen musikalischen Sprache, die so puristisch wie vielschichtig ist. Im Zentrum des Forschungsinteresses von Fagaschinski und Thieke steht das Experimentieren mit Multiphonics und mikrotonalen Strukturen – wie bei Hildur Guðnadóttir geht es also um das bewusste Arbeiten mit der Bewegung von Klang im Raum.

In Kooperation mit SHAPE – Sound, Heterogeneous Art and Performance in Europe Hildur Guðnadóttir ist SHAPE Künstlerin Gefördert durch das Programm „Creative Europe“ der Europäischen Union

52% Klangfarbe 28% Komposition 20% Elektronik

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jagen Genre

THEATER copy & waste Knick-Knack to the Future – Ruckzuck in die Zukunft ➜ 27 Nesterval Die Heimkehr der Eleonore Nesterval ➜ 21 Mariano Pensotti / Grupo Marea Cuando vuelva a casa voy a ser otro ➜ 26 Die Rabtaldirndln Luise 37 ➜ 19 Rimini Protokoll / Helgard Haug / Daniel Wetzel Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2 ➜ 18 Johannes Maria Staud / Josef Winkler Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen ➜7 Tom Struyf Vergeetstuk ➜ 20 Theater im Bahnhof Black Moonshine ➜ 23 PERFORMANCE Jochen Becker / Christian Hanussek / Daniel Kötter / metroZones Chinafrika. Under Construction ➜ 31 copy & waste Knick-Knack to the Future – Ruckzuck in die Zukunft ➜ 27 Dead or Alive ➜ 57 Friðgeir Einarsson / Kriðpleir Theatre Group Tiny Guy ➜ 29

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Encyclopédie de la parole / Joris Lacoste Suite n°2 ➜ 28 Fourdummies Flash Forward ➜ 15 Mette Ingvartsen 7 Pleasures ➜ 16 Anne Teresa De Keersmaeker / Rosas Golden Hours (As you like it) ➜ 30 Nature Theater of Oklahoma Life and Times ➜ 24 Nesterval Die Heimkehr der Eleonore Nesterval ➜ 21 Mariano Pensotti / Grupo Marea Cuando vuelva a casa voy a ser otro ➜ 26 Anna Peschke Ophiopogon ➜ 22 Die Rabtaldirndln Luise 37 ➜ 19 Rimini Protokoll / Helgard Haug / Daniel Wetzel Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2 ➜ 18 Rotozaza / Ant Hampton / Silvia Mercuriali Etiquette ➜ 17 Johannes Maria Staud / Josef Winkler Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen ➜7 Tom Struyf Vergeetstuk ➜ 20 Theater im Bahnhof Black Moonshine ➜ 23 The Loose Collective The Music of Sound ➜ 25 Wolken lösen sich in Wasser Porubsky Halle Leoben ➜ 45

TANZ Mette Ingvartsen 7 Pleasures ➜ 16 Anne Teresa De Keersmaeker / Rosas Golden Hours (As you like it) ➜ 30 The Loose Collective The Music of Sound ➜ 25 BILDENDE KUNST AA Bronson Grazer Kunstverein ➜ 37 An artist is an artist is an artist is a female artist the smallest gallery – collaboration space ➜ 39 Gerard Byrne Bright Sign ➜ 12 Corporate Kunsthaus Graz ➜ 42 Das ist nicht meine Geschichte! < rotor > ➜ 43 Es ist so, wie es scheint Kunsthalle Graz ➜ 47 Fourdummies Flash Forward ➜ 15 Heritage Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz ➜ 48 Off the Records ORF Landesstudio Steiermark ➜ 46 Reliqte, Reloaded Kulturzentrum bei den Minoriten / QL-Galerie ➜ 38 Saint Jude’s Leftovers Radwerk III Vordernberg ➜ 44

Jörg Schlick Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien ➜ 35 Speech Acts Forum Stadtpark ➜ 34 Spielräume Haus der Architektur ➜ 40 Hall of Half-Life Festivalzentrum ➜ 33 To What End? Camera Austria ➜ 41 What Remains esc medien kunst labor ➜ 36 Wolken lösen sich in Wasser Porubsky Halle Leoben ➜ 45 INSTALLATION Gerard Byrne Bright Sign ➜ 12 herbst remixed ➜ 55 Nigredo musikprotokoll ➜ 65 Nixe musikprotokoll ➜ 66 orizzontale Spin-Off ➜9 Anna Peschke Ophiopogon ➜ 22 Saint Jude’s Leftovers Radwerk III Vordernberg ➜ 44 Wolken lösen sich in Wasser Porubsky Halle Leoben ➜ 45


Genre

ARCHITEKTUR orizzontale Spin-Off ➜9 Spielräume Haus der Architektur ➜ 40 Wolken lösen sich in Wasser Porubsky Halle Leoben ➜ 45 TREFFPUNKT Big Draw Graz ➜ 12 copy & waste Knick-Knack to the Future – Ruckzuck in die Zukunft ➜ 27 Phoebe Davies Influcences ➜ 10 Fourdummies Flash Forward ➜ 15 Joachim Hainzl Recycled History ➜ 11 Ideenschmiede ➜ 54 Modezirkus Kleidertausch, der fröhlich macht ➜ 57 musikprotokoll to go ➜ 69 orizzontale Spin-Off ➜9 plan b herbst-Fragmente ➜ 13 Rotozaza / Ant Hampton / Silvia Mercuriali Etiquette ➜ 17 Wolken lösen sich in Wasser Porubsky Halle Leoben ➜ 45

DOKUMENTATION Joachim Hainzl Recycled History ➜ 11 herbst remixed ➜ 55 herbst. Theorie zur Praxis 2015 ➜ 56 hoelb / hoeb Close Link ➜ 13 plan b herbst-Fragmente ➜ 13 Randnotizen ➜ 56 WORKSHOP Future Perfect ➜ 51 herbst-Akademie ➜ 52 FILM Jochen Becker / Christian Hanussek / Daniel Kötter / metroZones Chinafrika. Under Construction ➜ 31 Gerard Byrne Bright Sign ➜ 12 herbst remixed ➜ 55 Nature Theater of Oklahoma Life and Times ➜ 24 Retrokino ➜ 55 MUSIK Ackermann / Meier / Sánchez-Chiong musikprotokoll ➜ 71 Anastasia Filipovna Soundtracks / DJs ➜ 63 Anika Soundtracks / DJs ➜ 63 Teresa Carrasco Radiazione di corpo nero musikprotokoll ➜ 71

Der Nino aus Wien / Natalie Ofenböck ➜ 62 Die Buben im Pelz Soundtracks ➜ 59 DJ Obstsalat Soundtracks / DJs ➜ 63 ensemble recherche musikprotokoll ➜ 72 Christian Fennesz / Jorge E. López ORF RadioSymphonieorchester Wien musikprotokoll ➜ 70 Hildur Guðnadóttir / The International Nothing musikprotokoll ➜ 75 Lambert Soundtracks ➜ 61 Liima Soundtracks ➜ 60 musikprotokoll to go ➜ 69 Molly Nilsson Soundtracks ➜ 61 Nigredo musikprotokoll ➜ 65 Nixe musikprotokoll ➜ 66 Pollyester Soundtracks ➜ 59 Pure Elektronik musikprotokoll ➜ 68 Reshaping Club Music musikprotokoll ➜ 67 Joanne Robertson Soundtracks ➜ 62 Scelsi Projekt musikprotokoll ➜ 73 Johannes Maria Staud / Josef Winkler Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen ➜7 Ulrich Troyer Dolomite Dub musikprotokoll ➜ 74 Young Fathers Soundtracks ➜ 60

jagen

LITERATUR Dead or Alive ➜ 57 Joachim Hainzl Recycled History ➜ 11 herbst. Theorie zur Praxis 2015 ➜ 56 hoelb / hoeb Close Link ➜ 13 Randnotizen ➜ 56 Johannes Maria Staud / Josef Winkler Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen ➜7 THEORIE / DISKURS Jochen Becker / Christian Hanussek / Daniel Kötter / metroZones Chinafrika. Under Construction ➜ 31 Phoebe Davies Influcences ➜ 10 Future Perfect ➜ 51 Grundrechtstag 2015 – Armut ➜ 54 herbst-Akademie ➜ 52 hoelb / hoeb Close Link ➜ 13 Ideenschmiede ➜ 54 Retrokino ➜ 55

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GRAZ AA Bronson Grazer Kunstverein ➜ 37 Ackermann / Meier / Sánchez-Chiong musikprotokoll ➜ 71 An artist is an artist is an artist is a female artist the smallest gallery - collaboration space ➜ 39 Anastasia Filipovna Soundtracks / DJs ➜ 63 Anika Soundtracks / DJs ➜ 63 Jochen Becker / Christian Hanussek / Daniel Kötter / metroZones Chinafrika. Under Construction ➜ 31 Big Draw Graz ➜ 12 Gerard Byrne Bright Sign ➜ 12 Teresa Carrasco Radiazione di corpo nero musikprotokoll ➜ 71 copy & waste Knick-Knack to the Future – Ruckzuck in die Zukunft ➜ 27 Corporate Kunsthaus Graz ➜ 42 Phoebe Davies Influcences ➜ 10 Das ist nicht meine Geschichte! < rotor > ➜ 43 Anne Teresa De Keersmaeker / Rosas Golden Hours (As you like it) ➜ 30 Die Buben im Pelz Soundtracks ➜ 59 DJ Obstsalat Soundtracks / DJs ➜ 63 Friðgeir Einarsson / Kriðpleir Theatre Group Tiny Guy ➜ 29 Encyclopédie de la parole / Joris Lacoste Suite n°2 ➜ 28

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Orte

ensemble recherche musikprotokoll ➜ 72 Es ist so, wie es scheint Kunsthalle Graz ➜ 47 Christian Fennesz / Jorge E. López ORF RadioSymphonieorchester Wien musikprotokoll ➜ 70 Fourdummies Flash Forward ➜ 15 Future Perfect ➜ 51 Hildur Guðnadóttir / The International Nothing musikprotokoll ➜ 75 Grundrechtstag 2015 – Armut ➜ 54 Joachim Hainzl Recycled History ➜ 11 herbst-Akademie ➜ 52 herbst remixed ➜ 55 herbst. Theorie zur Praxis 2015 ➜ 56 Heritage Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz ➜ 48 hoelb / hoeb Close Link ➜ 13 Mette Ingvartsen 7 Pleasures ➜ 16 Lambert Soundtracks ➜ 61 Liima Soundtracks ➜ 60 musikprotokoll to go ➜ 69 Nature Theater of Oklahoma Life and Times ➜ 24 Nesterval Die Heimkehr der Eleonore Nesterval ➜ 21 Nigredo musikprotokoll ➜ 65 Molly Nilsson Soundtracks ➜ 61 Nixe musikprotokoll ➜ 66 Off the Records ORF Landesstudio Steiermark ➜ 46

orizzontale Spin-Off ➜9 Mariano Pensotti / Grupo Marea Cuando vuelva a casa voy a ser otro ➜ 26 plan b herbst-Fragmente ➜ 13 Pollyester Soundtracks ➜ 59 Pure Elektronik musikprotokoll ➜ 68 Reliqte, Reloaded Kulturzentrum bei den Minoriten / QL-Galerie ➜ 38 Reshaping Club Music musikprotokoll ➜ 67 Rimini Protokoll / Helgard Haug / Daniel Wetzel Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2 ➜ 18 Joanne Robertson Soundtracks ➜ 62 Scelsi Projekt musikprotokoll ➜ 73 Jörg Schlick Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien ➜ 35 Speech Acts Forum Stadtpark ➜ 34 Spielräume Haus der Architektur ➜ 40 Johannes Maria Staud / Josef Winkler Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen ➜7 Tom Struyf Vergeetstuk ➜ 20 Hall of Half-Life Festivalzentrum ➜ 33 The Loose Collective The Music of Sound ➜ 25 To What End? Camera Austria ➜ 41 Ulrich Troyer Dolomite Dub musikprotokoll ➜ 74 What Remains esc medien kunst labor ➜ 36 Young Fathers Soundtracks ➜ 60

HART BEI GRAZ Die Rabtaldirndln Luise 37 ➜ 19 LEOBEN Dead or Alive ➜ 57 Der Nino aus Wien / Natalie Ofenböck ➜ 62 Fourdummies Flash Forward ➜ 15 Future Perfect ➜ 51 Ideenschmiede ➜ 54 Modezirkus Kleidertausch, der fröhlich macht ➜ 57 Retrokino ➜ 55 Rotozaza / Ant Hampton / Silvia Mercuriali Etiquette ➜ 17 Wolken lösen sich in Wasser Porubsky Halle Leoben ➜ 45 VORDERNBERG Fourdummies Flash Forward ➜ 15 Nesterval Die Heimkehr der Eleonore Nesterval ➜ 21 Anna Peschke Ophiopogon ➜ 22 Saint Jude’s Leftovers Radwerk III Vordernberg ➜ 44 Theater im Bahnhof Black Moonshine ➜ 23


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Namen A Ablinger, Peter Nixe ➜ 66 Abraham, Stanislav Nixe ➜ 66 Ackermann, Petra Ackermann / Meier / Sánchez-Chiong ➜ 71 Albrecht, Jörg Knick-Knack to the Future – Ruckzuck in die Zukunft ➜ 27 Almarcegui, Lara Hall of Half-Life / Future Perfect / herbst-Akademie ➜ 33 / 51 / 53 Amin, Heba Y. To What End? / Future Perfect ➜ 41 / 51 Ammendola, Jacopo Spin-Off ➜9 Anastasia Filipovna Soundtracks / DJs ➜ 63 Anika Soundtracks / DJs ➜ 63 Anwander, Maria An artist is an artist is an artist is a female artist ➜ 39 Anzinger, Siegfried Reliqte, Reloaded ➜ 38 Arai, Takashi To What End? ➜ 41 Assimilation Process Reshaping Club Music ➜ 67 Assmann, Aleida Future Perfect ➜ 51

B Baalman, Marije Nigredo ➜ 65 Bachrach, Ilan Life and Times ➜ 24 Baers, Michael Speech Acts ➜ 34 Bal, Gülsen To What End? / Future Perfect / herbstAkademie ➜ 41 / 51 / 52 Banigan, Jacob Black Moonshine ➜ 23 Bärenklau, Voxi Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen ➜7 Barok, Dušan What Remains ➜ 36 Baurecker, Ute Big Draw Graz ➜ 12 Becker, Jochen Chinafrika. Under Construction ➜ 31 Beer, Stefan Flash Forward ➜ 15 Behr, Martin Heritage ➜ 48 Bergmann, Stephan herbst remixed ➜ 55 Belasco Rogers, Daniel herbst-Fragmente ➜ 13 Berger, Guenther The Music of Sound ➜ 25 Berlakovich, Jürgen Dolomite Dub ➜ 74 Binder, Wilhelm Flash Forward ➜ 15 Bitterli, Milli Luise 37 ➜ 19 Blom, Aron Golden Hours ( As you like it) ➜ 30

Blomqvist, Linda Golden Hours ( As you like it) ➜ 30 Blume, Anna Reliqte, Reloaded ➜ 38 Blume, Bernhard Reliqte, Reloaded ➜ 38 Böhler, Arno herbst. Theorie zur Praxis 2015 ➜ 56 Bouchot, Dominique Suite n°2 ➜ 28 Bourouissa, Mohamed To What End? ➜ 41 Bragason, Ragnar Ísleifur Tiny Guy ➜ 29 Brandenburg, Ulla von Wolken lösen sich in Wasser ➜ 45 Brandlmayr, Peter Nixe ➜ 66 Brauner, Waltraud Flash Forward ➜ 15 Bronson, AA AA Bronson ➜ 37 Brunet, Daniel Knick-Knack to the Future - Ruckzuck in die Zukunft ➜ 27 Brünger, Sebastian Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2 ➜ 18 Bucher Trantow, Katrin Corporate ➜ 42 Bulbul, Asli Life and Times ➜ 24 Burkhalter, Gabriela Spielräume ➜ 40 Byrne, Gerard Bright Sign ➜ 12

C Cano, Juan Lopez Spin-Off ➜9 Carli, Barbara Luise 37 ➜ 19 Carvalho, Marcio Wolken lösen sich in Wasser ➜ 45 Carrasco, Teresa Radiazione di corpo nero ➜ 71 Cedes Heritage ➜ 48 Chahal, Gor Reliqte, Reloaded ➜ 38 Chemnitz, Johanna 7 Pleasures ➜ 16 Conner Skaervold, Elisabeth Life and Times ➜ 24 Copper, Kelly Life and Times ➜ 24 copy & waste Knick-Knack to the Future – Ruckzuck in die Zukunft ➜ 27 Corrales, Arturo Ackermann / Meier / Sánchez-Chiong ➜ 71 Cvejić, Bojana 7 Pleasures / Golden Hours ( As you like it) / herbst. Theorie zur Praxis 2015 ➜ 16 / 30 / 56 D Dangschat, Jens S. Grundrechtstag 2015 – Armut ➜ 54 Davies, Phoebe Influences ➜ 10 de Haan, Siebren Hall of Half-Life ➜ 33 De Keersmaeker, Anne Teresa Golden Hours ( As you like it) ➜ 30 de Maesneer, Willem Vergeetstuk ➜ 20 de Valk, Marloes What Remains / herbst. Theorie zur Praxis 2015 ➜ 36 / 56

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Namen

De Vleesschauwer, Geert Vergeetstuk ➜ 20 Degen, Rosi Luise 37 ➜ 19 Dencker, Helmut Pure Elektronik ➜ 68 Denzer, Ricarda Speech Acts ➜ 34 Der Koschuh Dead or Alive ➜ 57 Der Trafikant Die Heimkehr der Eleonore Nesterval ➜ 21 Dermond, Bea Luise 37 ➜ 19 Desmond, Alexandra Die Heimkehr der Eleonore Nesterval ➜ 21 Deutinger, Alex The Music of Sound ➜ 25 Deutschbauer, Julius Close Link ➜ 13 die audiotapete Nixe ➜ 66 Die Buben im Pelz Soundtracks ➜ 59 DJ 800% Elfenklang Soundtracks ➜ 60 DJ Friendly Galaxy Soundtracks ➜ 60 DJ Kira Kirsch Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen / Eröffnungsfest ➜7 DJ Norman Palm Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen / Eröffnungsfest ➜7 DJ Obstalat Soundtracks / DJs ➜ 63 DJ Sir Tralala Soundtracks ➜ 59

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DJ Trees Traumhaft Soundtracks ➜ 59 Djordjević, Milica ensemble recherche ➜ 72 Dobrowolski, Andrzej Pure Elektronik ➜ 68 Dolgan, Christoph Randnotizen ➜ 56 Dolven, Tale Golden Hours (As you like it) ➜ 30 Domej, Tanja Grundrechtstag 2015 – Armut ➜ 54 Domian, Michael Retrokino ➜ 55 Donnarumma, Marco Nigredo ➜ 65 Dorner, Willi Spielräume ➜ 40 Dreyer, Katja 7 Pleasures ➜ 16 Dressler, Sebastian herbstFragmente ➜ 13 Droschl, Sandro Jörg Schlick ➜ 35 Dura, Regine Future Perfect / herbst-Akademie ➜ 51 / 52 Dwyer, Mikala Hall of HalfLife / Saint Jude’s Leftovers / Wolken lösen sich in Wasser ➜ 33 / 44 / 45

E Edelmüller, Martina Heritage ➜ 48 Egger, Christian Jörg Schlick ➜ 35 Ehgartner, Stefan The Music of Sound ➜ 25 ehrliche arbeit – freies Kulturbüro Knick-Knack to the Future – Ruckzuck in die Zukunft ➜ 27 Eiben, Gabel Life and Times ➜ 24 Eiermann, André herbst. Theorie zur Praxis 2015 ➜ 56 Einarsson, Friðgeir Tiny Guy / Randnotizen ➜ 29 / 56 Encyclopédie de la parole Suite n°2 ➜ 28 Eno, Brian Golden Hours (As you like it) ➜ 30 Ensemble Modern Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen ➜7 ensemble recherche ensemble recherche ➜ 72 Erven, Joris Golden Hours (As you like it) ➜ 30 Etchevers, Carlos Cuando vuelva a casa voy a ser otro ➜ 26

F Fagaschinski, Kai Hildur Guðnadóttir / The International Nothing ➜ 75 Farmer, Geoffrey Hall of Half-Life ➜ 33 Fehrmann, Silvia Future Perfect ➜ 51 Feichtinger, Hans G. Pure Elektronik ➜ 68 Fennesz, Christian ORF RadioSymphonieorchester Wien ➜ 70 Ferneyhough, Brian ensemble recherche ➜ 72 Flachmeyer, Lisa Knick-Knack to the Future - Ruckzuck in die Zukunft ➜ 27 Flecker, Jörg Grundrechtstag 2015 – Armut ➜ 54 Flügge, Sibylla Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2 ➜ 18 Foighel Brutmann, Sirah 7 Pleasures ➜ 16 Fokidis, Marina Future Perfect ➜ 51 Forensic Architecture Future Perfect ➜ 51 Fostier, Alexandre Golden Hours (As you like it) ➜ 30 Fourdummies Flash Forward ➜ 15 Frau Löfberg Die Heimkehr der Eleonore Nesterval ➜ 21 Freire, Bruno 7 Pleasures ➜ 16 Frey, Oliver Grundrechtstag 2015 – Armut ➜ 54 Fuentes, Arturo Ackermann / Meier / Sánchez-Chiong ➜ 71 Fussenegger, Uli Scelsi Projekt ➜ 73


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Namen

G Galison, Peter Hall of Half-Life ➜ 33 Gau, Ghyslaine 7 Pleasures ➜ 16 Garbin, Carlos Golden Hours (As you like it) ➜ 30 Gartmayer, Susanna Dolomite Dub ➜ 74 Giblin, Tessa Bright Sign / Hall of Half-Life / Saint Jude’s Leftovers / Wolken lösen sich in Wasser / Future Perfect ➜ 12 / 33 / 44 / 45 / 51 Gilsbach, Anna Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2 ➜ 18 Girisch, Manuel Dead or Alive ➜ 57 Girod, Elias 7 Pleasures ➜ 16 Gjecaj, Bettina Heritage ➜ 48 Glettler, Hermann Reliqte, Reloaded ➜ 38 Gobernori, Santiago Cuando vuelva a casa voy a ser otro ➜ 26 Goger, Manfred Spin-Off ➜9 Golz, Dorothee Reliqte, Reloaded ➜ 38 Gorfer, Maggo Die Heimkehr der Eleonore Nesterval ➜ 21 Gottfarb, Alexander The Music of Sound ➜ 25 Gower, Daniel Life and Times ➜ 24 Grant, Giuseppe Spin-Off ➜9 Grupo Marea Cuando vuelva a casa voy a ser otro ➜ 26 Gschiel, Elisabeth Heritage ➜ 48

Guðnadóttir, Hildur Hildur Guðnadóttir / The International Nothing ➜ 75 Guirao, Manuel Cuando vuelva a casa voy a ser otro ➜ 26 Günther, Andrea Influences ➜ 10 H Hafedh, Yasmin Dead or Alive ➜ 57 Hageböck, Matthias Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2 ➜ 18 Hagenbrock, Roman KnickKnack to the Future – Ruckzuck in die Zukunft ➜ 27 Hainzl, Joachim Recycled History ➜ 11 Halaby, Tarek Golden Hours (As you like it) ➜ 30 Hake, Joachim Reliqte, Reloaded ➜ 38 Hampton, Ant Etiquette ➜ 17 Hanussek, Christian Chinafrika. Under Construction ➜ 31 Haug, Helgard Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2 ➜ 18 Hauswirth, Ed. Black Moonshine ➜ 23 Hayes, Sharon Speech Acts ➜ 34 Heidenreich, Stefan Future Perfect ➜ 51 Heindl, Gabu Spielräume ➜ 40 Heller, Charles Future Perfect ➜ 51 Henda, Kiluanji Kia Das ist nicht meine Geschichte! ➜ 43

Henke, Thomas Reliqte, Reloaded ➜ 38 Hermann, Laura Die Heimkehr der Eleonore Nesterval ➜ 21 Herr Finnland Die Heimkehr der Eleonore Nesterval ➜ 21 Herr Walanka Die Heimkehr der Eleonore Nesterval ➜ 21 Hierzegger, Johanna Black Moonshine ➜ 23 Hiti, Gabriela Black Moonshine ➜ 23 Höber, Mario Close Link ➜ 13 Hochreiter, Otto Recycled History ➜ 11 hoelb / hoeb Close Link ➜ 13 Hofer, Eva Maria Black Moonshine ➜ 23 Hölbling, Barbara Close Link ➜ 13 Hollinetz, Klaus Pure Elektronik ➜ 68 Hollmann, Hanna The Music of Sound ➜ 25 Holz, Georgia Speech Acts ➜ 34 Honetschläger, Edgar Reliqte, Reloaded ➜ 38 Hönig, Heinz Pure Elektronik ➜ 68 House of Butter Die Heimkehr der Eleonore Nesterval ➜ 21 Hrubeš, Romi Die Heimkehr der Eleonore Nesterval ➜ 21 Hulan, Dolores 7 Pleasures ➜ 16 Hupfer, Joachim 7 Pleasures ➜ 16 Hyvönen, Mikko Golden Hours (As you like it) ➜ 30

I ibini Spielräume ➜ 40 Ijsenhower, Dutzi Die Heimkehr der Eleonore Nesterval ➜ 21 Ingvartsen, Mette 7 Pleasures ➜ 16 Itten, Andrea Heritage ➜ 48 J Janssens, Ann Veronica Golden Hours ( As you like it) ➜ 30 Johanson, Robert M. Life and Times ➜ 24 Jónsson, Bjarni Tiny Guy ➜ 29 Jorge Sánchez-Chiong Ackermann / Meier / SánchezChiong ➜ 71 Jungreithmeier, Marc Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2 ➜ 18 K Kairus Collective What Remains ➜ 36 Kalitzke, Johannes ORF Radio-Symphonieorchester Wien ➜ 70 Karawane Schabernack Ideenschmiede ➜ 54 Kasebacher, Thomas The Music of Sound ➜ 25 Kaufmann, Dieter Pure Elektronik ➜ 68 Kaup-Hasler, Veronica Close Link ➜ 1 / 13 Keogh, Sam Hall of Half-Life / Wolken lösen sich in Wasser ➜ 33 / 45 Ketev Reshaping Club Music ➜ 67

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Namen

Kipcak, Orhan Heritage ➜ 48 Klammer, Josef Nixe ➜ 66 Klement, Katharina Pure Elektronik ➜ 68 Klengel, Markus Black Moonshine ➜ 23 Klewar, Steffen Knick-Knack to the Future – Ruckzuck in die Zukunft ➜ 27 Klopf, Ulla Big Draw Graz ➜ 12 Klüver-Pfandtner, Georg Flash Forward / Luise 37 ➜ 15 / 19 Knebl, Jakob Lena Das ist nicht meine Geschichte! ➜ 43 Knilli, Lena Reliqte, Reloaded ➜ 38 Köhle, Markus Dead or Alive ➜ 57 Kölbl, Alois Reliqte, Reloaded ➜ 38 Komad, Zenita Reliqte, Reloaded ➜ 38 Köpping, Helmut Black Moonshine ➜ 23 Kötter, Daniel Chinafrika. Under Construction ➜ 31 Kottlett, Denise Die Heimkehr der Eleonore Nesterval ➜ 21 Kovacheva, Nina Reliqte, Reloaded ➜ 38 Krahn, Julia Reliqte, Reloaded ➜ 38 Kraus, Alon Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2 ➜ 18

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Kriðpleir Theatre Group Tiny Guy ➜ 29 Kroesinger, Hans-Werner Future Perfect / herbstAkademie ➜ 51 / 52 Kronman, Linda What Remains ➜ 36 Kudryavtsev, Vladimir Suite n°2 ➜ 28 Kühl, Christiane Future Perfect ➜ 51 Kunz, Anne-Catherine Golden Hours ( As you like it) ➜ 30 L La Société Anonyme What Remains ➜ 36 Lacoste, Joris Suite n°2 ➜ 28 Lafon, Emmanuelle Suite n°2 ➜ 28 Laggner, Anna-Katharina herbst-Fragmente ➜ 13 Lakova, Michaela What Remains ➜ 36 Lalej, Lahsen Spin-Off ➜9 Lambert Soundtracks ➜ 61 Lammer, Franz Ideenschmiede ➜ 54 Landergott, Laura KnickKnack to the Future – Ruckzuck in die Zukunft ➜ 27 Lang, Bernhard Pure Elektronik ➜ 68

Lang, Gudrun Heritage ➜ 48 Le Roux, Alejandro Cuando vuelva a casa voy a ser otro ➜ 26 Leclercq, Stéphane Suite n°2 ➜ 28 Lederer, Anton Das ist nicht meine Geschichte! ➜ 43 Lederwasch, Klaus Dead or Alive ➜ 57 Leduc, Florian Suite n°2 ➜ 28 Lefaivre, Liane Spielräume ➜ 40 Lehofer, Rupert M. Black Moonshine ➜ 23 Lehr, Uwe Ophiopogon ➜ 22 Lehtovaara, Veli Golden Hours (As you like it) ➜ 30 Lenaerts, Peter 7 Pleasures ➜ 16 Leitner, Felix Retrokino ➜ 55 Leitner, Marleen Randnotizen ➜ 56 Lewis, Ligia Manuela 7 Pleasures ➜ 16 Liima Soundtracks ➜ 60 Lindenbaum, Andreas Scelsi Projekt ➜ 73 The Lindy Cats Heritage ➜ 48 Liska, Pavol Life and Times ➜ 24 Liu, Wen ensemble recherche ➜ 72 López, Jorge E. ORF RadioSymphonieorchester Wien ➜ 70 Lozar, Stefan Heritage ➜ 48 Lucas, Nuno Suite n°2 ➜ 28

M Maeder, Marcus Nixe ➜ 66 Macé, Pierre-Yves Suite n°2 ➜ 28 Macho, Thomas Close Link ➜ 13 Maier, Gudrun Luise 37 ➜ 19 Mair, Clemens An artist is an artist is an artist is a female artist ➜ 39 Makovec, Margarethe Das ist nicht meine Geschichte! ➜ 43 Malondra, Mateu Nixe ➜ 66 Mandl, Nino Der Nino aus Wien / Natalie Ofenböck ➜ 62 Manfra, Margherita Spin-Off ➜9 Mansoux, Aymeric What Remains ➜ 36 Martin, Gottfried Pure Elektronik ➜ 68 Martin, Judith Suite n°2 ➜ 28 Matijevic, Barbara Suite n°2 ➜ 28 Meier, Philipp Ackermann / Meier / Sánchez-Chiong ➜ 71 Melzer-Azodanloo, Nora Grundrechtstag 2015 – Armut ➜ 54 Mercuriali, Silvia Etiquette ➜ 17 Merli, Franz Grundrechtstag 2015 – Armut ➜ 54 metroZones Chinafrika. Under Construction ➜ 31


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Namen

Minetti, Mauricio Cuando vuelva a casa voy a ser otro ➜ 26 Moder, Johanna Flash Forward ➜ 15 Mohammadi, Maryam Recycled History ➜ 11 Mohiti Asli, Nasrin Spin-Off ➜9 Molinari, Ernesto Scelsi Projekt ➜ 73 Moser, Michaela Grundrechtstag 2015 – Armut ➜ 54 Moss, Robb Hall of Half-Life ➜ 33 Mraček, Wenzel Es ist so, wie es scheint ➜ 47 Multanen, Heta Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen ➜7 Musil, Wolfgang Pure Elektronik ➜ 68

N Naierman, Dany Life and Times ➜ 24 Naprushkina, Marina Das ist nicht meine Geschichte! ➜ 43 Nature Theater of Oklahoma Life and Times ➜ 24 Navaridas, Marta The Music of Sound ➜ 25 Nesterval Die Heimkehr der Eleonore Nesterval ➜ 21 Neugebauer, Christof Heritage ➜ 48 Neuhold, Alois Reliqte, Reloaded ➜ 38 New, Sophia herbst-Fragmente ➜ 13 Neyman, Danny 7 Pleasures ➜ 16 Niedermayr, Susanna musikprotokoll 2015 ➜ 64 Nigrini, Peter Life and Times ➜ 24 Nilsson, Molly Soundtracks ➜ 61 Noeth, Sandra Close Link ➜ 13 Normand, Olivier Suite n°2 ➜ 28 Nowak, Anna Maria The Music of Sound ➜ 25 Nussembaum, Andrea Cuando vuelva a casa voy a ser otro ➜ 26

O Oberhuber, Karin An artist is an artist is an artist is a female artist ➜ 39 Oblak, Renate Heritage ➜ 48 Ofenböck, Natalie Der Nino aus Wien / Natalie Ofenböck ➜ 62 Önen, Isben Spielräume ➜ 40 orizzontale Spin-Off ➜9 Ortega Bejarano, Sandra Golden Hours (As you like it) ➜ 30 Ortner, Nina Luise 37 ➜ 19 Osterider, Martin Heritage ➜ 48 Özbaş, Ali Recycled History ➜ 11 P Paci, Adrian Reliqte, Reloaded ➜ 38 Pakesch, Peter Corporate ➜ 42 Pantaleoni, Roberto Spin-Off ➜9 Pape, Norbert 7 Pleasures ➜ 16 Pasajera Oscura Reshaping Club Music ➜ 67 Paydar, Keyvan Heritage ➜ 48 Penkova, Elizaveta Golden Hours ( As you like it) ➜ 30 Pensotti, Mariano Cuando vuelva a casa voy a ser otro ➜ 26 Pérennès, Marc Suite n°2 ➜ 28 Peschke, Anna Ophiopogon / Randnotizen ➜ 22 / 56

Pettersson, Pontus 7 Pleasures ➜ 16 Petrowitsch, Karin Heritage ➜ 48 Pezzani, Lorenzo Future Perfect ➜ 51 Pichner, Caspar Knick-Knack to the Future – Ruckzuck in die Zukunft ➜ 27 plan b herbst-Fragmente ➜ 13 Plöckinger, Othmar herbst. Theorie zur Praxis 2015 ➜ 56 Pollyester Soundtracks ➜ 59 Pomàrico, Emilio Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen ➜7 Pöschl, Magdalena Grundrechtstag 2015 – Armut ➜ 54 Prügger, Gerhard Die Heimkehr der Eleonore Nesterval ➜ 21 Puntigam, Johann herbstFragmente ➜ 13

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Namen

Q Quickert, Anja Close Link ➜ 13 R Rabl, Günther Pure Elektronik ➜ 68 Die Rabtaldirndln Luise 37 ➜ 19 Ragazzo, Stefano Spin-Off ➜9 Rastl, Lisa Spielräume ➜ 40 Rath, Gernot Off the Records ➜ 46 Rauchenberger, Johannes Reliqte, Reloaded ➜ 38 Reder, Christian Close Link ➜ 13 Reinisch, Arnold Es ist so, wie es scheint ➜ 47 Reiterer, Ulrich A. herbst remixed ➜ 55 Reiterer, Werner Reliqte, Reloaded / Off the Records ➜ 38 / 46 Rickli, Hannes Nixe ➜ 66 Riedl, Robert Heritage ➜ 48 Rimini Protokoll Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2 / herbst-Akademie ➜ 18 / 53 Ritsch, Winfried Pure Elektronik ➜ 68 Rittano, Agustín Cuando vuelva a casa voy a ser otro ➜ 26 Ritter, Madeline Future Perfect ➜ 51 Robertson, Joanne Soundtracks ➜ 62

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Romirer, Christina Helena Black Moonshine ➜ 23 Rosas Golden Hours (As you like it) ➜ 30 Rosegger, Rainer Ideenschmiede ➜ 54 Rosenfeld, Elske Speech Acts ➜ 34 Rotozaza Etiquette ➜ 17 RSO Wien ORF RadioSymphonieorchester Wien ➜ 70 S Sadakane, Keiko Reliqte, Reloaded ➜ 38 Sánchez–Chiong, Jorge Ackermann / Meier / SánchezChiong ➜ 71 Sarkissian, Hrair To What End? ➜ 41 Sauermilch, Daniel KnickKnack to the Future – Ruckzuck in die Zukunft ➜ 27 Sautner, Lyane Grundrechtstag 2015 – Armut ➜ 54 Schaltin, Luc Golden Hours (As you like it) ➜ 30 Scheib, Christian musikprotokoll 2015 / Nixe ➜ 64 / 66 Schink, Claudia Reliqte, Reloaded ➜ 38 Schitnig, Michael Randnotizen ➜ 56

Schlatte, Gregor Heritage ➜ 48 Schlegel, Heidrun Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2 ➜ 18 Schlick, Jörg Jörg Schlick ➜ 35 Schneeberger, Roman Die Heimkehr der Eleonore Nesterval ➜ 21 Schneider, Manfred Future Perfect ➜ 51 Schoibl, Herbert Grundrechtstag 2015 – Armut ➜ 54 Schörkhuber, Christine Nixe ➜ 66 Schroth, Kerstin 7 Pleasures ➜ 16 Schuster, Grit Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2 ➜ 18 Schwab, Vinzenz Pure Elektronik ➜ 68 Schwalb, Lisa Flash Forward ➜ 15 Schwob, Jani Es ist so, wie es scheint ➜ 47 Seemann, Michael Future Perfect ➜ 51 Seidl, Walter To What End? / Future Perfect / herbstAkademie ➜ 41 / 51 / 52 Senni, Lorenzo Reshaping Club Music ➜ 67 Siewert, Martin Scelsi Projekt ➜ 73 Silberschneider, Johannes Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen ➜7 Simitzis, Sofia Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen ➜7

Sperlich, Stephan The Music of Sound ➜ 25 Spielmann, Max Heritage ➜ 48 Spremberg, Christian Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2 ➜ 18 Stampfer, Julian herbst remixed ➜ 55 Staud, Johannes Maria Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen / ensemble recherche ➜ 7 / 72 Steiner, Christoph Dead or Alive ➜ 57 Steiner, Viktoria Dead or Alive ➜ 57 Stern, Joachim Grundrechtstag 2015 – Armut ➜ 54 Streuselberger, Roman The Music of Sound ➜ 25 Stripeland Influences ➜ 10 Strobl, Edda Heritage ➜ 48 Strobl, Gerda Luise 37 ➜ 19 Stroblak Heritage ➜ 48 Struyf, Tom Vergeetstuk ➜ 20 studio Asynchrome Randnotizen ➜ 56


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Namen

T Teichtmeister, Elisa Kleidertausch, der fröhlich macht ➜ 57 Teichtmeister, Jasmin Kleidertausch, der fröhlich macht ➜ 57 Tenenbaum, Hagar 7 Pleasures ➜ 16 The Loose Collective The Music of Sound ➜ 25 Theater im Bahnhof Black Moonshine ➜ 23 Thieke, Michael Hildur Guðnadóttir / The International Nothing ➜ 75 Thyes, Myriam Heritage ➜ 48 Tiikkainen, Minna 7 Pleasures ➜ 16 Timm, Inga Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen ➜7 Tirantte, Mariana Cuando vuelva a casa voy a ser otro ➜ 26 Tomorrows Thoughts Today Future Perfect ➜ 51 Triegel, Michael Reliqte, Reloaded ➜ 38 Troger, Gustav Wolken lösen sich in Wasser ➜ 45 Trotman, Sam Influences ➜ 10 Troyer, Ulrich Dolomite Dub ➜ 74 Trummer, Norbert Reliqte, Reloaded ➜ 38 Tschaikner, Elke musikprotokoll 2015 / Nixe ➜ 64 / 66 Türeli, Volkan Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2 ➜ 18

U Ursin, Marie 7 Pleasures ➜ 16 Ursprung, Eva Heritage ➜ 48 V Vainer, Diego Cuando vuelva a casa voy a ser otro ➜ 26 Vallina, Julieta Cuando vuelva a casa voy a ser otro ➜ 26 Van Aerschot, Anne Golden Hours (As you like it) ➜ 30 van Brummelen, Lonnie Hall of Half-Life ➜ 33 van der Kleij, Danny What Remains ➜ 36 van de Ven, Lidwien Reliqte, Reloaded ➜ 38 Vardarou, Georgia Golden Hours (As you like it) ➜ 30 Vasil, Peter herbst-Fragmente ➜ 13 Vilalta, Helena herbst. Theorie zur Praxis 2015 ➜ 56 Vilhjálmsson, Árni Tiny Guy ➜ 29 Vittucci, Teresa The Music of Sound ➜ 25 Vlahos, Vangelis To What End? ➜ 41 Vlassakakis, Alkis Die Heimkehr der Eleonore Nesterval ➜ 21 Vuksic, Valentina Nixe ➜ 66

W Wagnest, Matta Reliqte, Reloaded ➜ 38 Wasser, Florencia Cuando vuelva a casa voy a ser otro ➜ 26 Weichselbaum, Barbara Grundrechtstag 2015 – Armut ➜ 54 Wetzel, Daniel Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2 / herbst-Akademie ➜ 18 / 53 Wilfling, Markus Heritage ➜ 48 Winderen, Jana Nixe ➜ 66 Windisch, Tschif Dead or Alive ➜ 57 Winkler, Josef Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen ➜7 Winklhofer, Eduard Reliqte, Reloaded ➜ 38 Witek, Anita Es ist so, wie es scheint ➜ 47 Worrall, Kristin Life and Times ➜ 24

Y Youn, Sue-Yeon Golden Hours (As you like it) ➜ 30 Young Fathers Soundtracks ➜ 60 Young, Liam Future Perfect ➜ 51 Yun, Vina herbst. Theorie zur Praxis 2015 ➜ 56 Z Zaman, Daniel Amin Reliqte, Reloaded ➜ 38 Zhen, Xu Corporate ➜ 42 Zimmer, Fränk What Remains / musikprotokoll 2015 / Nixe ➜ 36 / 64 / 66 Zingerle, Andreas What Remains ➜ 36 Zöllinger, Susanne Dead or Alive ➜ 57 zweite liga für kunst und kultur Heritage ➜ 48

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Service & Karten

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16/09 – 25/09 Mo – So 10.00 – 18.00

Information & Karten t +43 316 81 60 70 tickets@steirischerherbst.at

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Info- und Kartenbüro im GrazMuseum Sackstraße 18 / 8010 Graz t +43 316 81 60 70

Vorverkaufsstellen

22/10 – 11/01/2016 Mi – Mo 10.00 – 17.00 Ausstellungskassa Sackstraße 18 / 8010 Graz

Graz

Vordernberg

www.steirischerherbst.at/tickets

Ticketzentrum Kaiser-Josef-Platz 10 / 8010 Graz t +43 316 8000

Hart bei Graz

Firma Bratl Josef Pachern-Hauptstraße 90 / 8075 Hart bei Graz

Leoben

Stadtinformation / Zentralkartenbüro Hauptplatz 12 / 8700 Leoben

Vordernberg

Gemeindeamt Hauptplatz 2 / 8794 Vordernberg

Wien

MQ Point / Info-Tickets-Shop im MuseumsQuartier Wien Museumsplatz 1 / 1070 Wien sowie bei sämtlichen oeticket-Vorverkaufsstellen

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26/09 – 18/10 Mi – Mo 10.00 – 21.00 & Di 10.00 – 18.00

Sa 03/10 & So 04/10, Fr 16/10 & Sa 17/10 13.00 – 19.30 Info- und Kartenbüro in den Barbarasälen Viktor-Zack-Straße 6 / 8794 Vordernberg t +43 316 81 60 70 Kreditkarten Wir akzeptieren Kreditkarten von American Express, Diners Club, MasterCard und Visa. Abendkassen Abendkassen öffnen 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn an den Spielorten. Im Vorverkauf erworbene und bereits bezahlte Tickets müssen bis spätestens 15 Minuten vor Vorstellungsbeginn abgeholt werden. Bei ausverkauften Vorstellungen werden nicht abgeholte Karten abgegeben. Wir bitten um Verständnis, dass kein Nacheinlass möglich ist.

Ermäßigungen Ermäßigte Eintrittspreise gelten für Schülerinnen und Schüler, Lehrlinge und Studierende bis zum vollendeten 25. Lebensjahr, Arbeitslose, Seniorinnen und Senioren, Präsenz- und Zivildiener und Mitglieder des Ö1-Clubs, Standard Clubs der Leser und Kleine Zeitung Vorteilsclubs. Wir bitten Sie, Ihren Ermäßigungsnachweis unaufgefordert vorzuweisen. Umtausch und Rückgabe von erworbenen Karten sowie nachträgliche Reklamationen von allfälligen Ermäßigungen sind nicht möglich. Bei Kooperationen und im Vorverkauf können nicht alle Ermäßigungsstufen zum Tragen kommen. Bei der Kartenabholung bzw. beim Einlass ist allenfalls die entsprechende Ermäßigungsberechtigung vorzuweisen. Hunger auf Kunst und Kultur Auch Menschen in finanziellen Schwierigkeiten haben ein Recht auf Kunst und Kultur. Die Aktion „Hunger auf Kunst und Kultur“ kommt jenen zugute, die gerne am kulturellen Leben teilnehmen möchten, es sich aber finanziell nicht leisten können. Durch den Verkauf der herbst-Schokolade der Schokoladen-Manufaktur Zotter in den Info- und Kartenbüros sowie an den Abendkassen werden Eintrittskarten finanziert, die gegen Vorlage des Kulturpasses unentgeltlich vergeben werden. Unterstützen auch Sie diese Aktion! Zimmerreservierungen Graz Tourismus Herrengasse 16 / 8010 Graz t +43 316 80 75 0 info@graztourismus.at //graztourismus.at


Exchange Steiermark° Besuchen Sie an zwei unterschiedlichen Orten in der Steiermark je eine Theater-, Tanz- und Performance-Vorstellung und erhalten Sie 20 % Rabatt auf ihre Tickets.

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Kartenpreise

Johannes Maria Staud / Josef Winkler Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen Mette Ingvartsen 7 Pleasures Rimini Protokoll Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2

Vollpreis

minus 20 %

ermäßigt

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Die Rabtaldirndln Luise 37

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Tom Struyf Vergeetstuk

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Nesterval Die Heimkehr der Eleonore Nesterval

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Theater im Bahnhof Black Moonshine

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Nature Theater of Oklahoma Life and Times – Episodes 7 - 8 - 9 18

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The Loose Collective The Music of Sound

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Mariano Pensotti / Grupo Marea Cuando vuelva a casa voy a ser otro 18

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copy & waste Knick-Knack to the Future – Ruckzuck in die Zukunft 18

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Encyclopédie de la parole / Joris Lacoste Suite n°2

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Friðgeir Einarsson / Kriðpleir Theatre Group Tiny Guy

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Anne Teresa De Keersmaeker / Rosas Golden Hours (As you like it) 24

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Soundtracks Einzelkarte 8 Soundtracks Package 40 musikprotokoll Festivalpass

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musikprotokoll Tagespass Do 08/10 & Sa 10/10

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musikprotokoll Tagespass Fr 09/10

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musikprotokoll Tagespass So 11/10

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herbst-Ausstellung Hall of Half-Life & Bright Sign

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Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien Jörg Schlick

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Grazer Kunstverein AA Bronson

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Kulturzentrum bei den Minoriten Reliqte, Reloaded

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Camera Austria To What End?

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Kunsthaus Graz Corporate Lange Nacht der Museen Sa 03/10

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° Diese Aktionen sind in allen Info- und Kartenbüros

bei gleichzeitiger Buchung gültig.

Double Feature° Besuchen Sie an einem Wochenende zwei Theater-, Tanz- und PerformanceVorstellungen und erhalten Sie 20 % Rabatt auf Ihre Tickets.

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Theater / Performance / Tanz

finden

Talks & Einführungen

Kunstvermittlung

Nach ausgewählten Vorstellungen laden wir Sie ein, gemeinsam mit dem dramaturgischen Team des steirischen herbst und den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern ihre Arbeit zu diskutieren. Für Gruppen organisieren wir bei rechtzeitiger Anfrage spezielle Einführungen zu allen szenischen Produktionen.

Workshops Die Kunstvermittlung des steirischen herbst möchte mittels vielseitiger Angebote und interdisziplinärer Formate eine Beziehung zwischen künstlerischen Positionen und dem Publikum herstellen, wobei sich das Programm sowohl auf Graz als auch auf ausgewählte Orte in der Steiermark erstreckt. Nicht nur das Gespräch zwischen Ihnen und den Künstlerinnen und Künstlern sowie Kuratorinnen und Kuratoren und anderen Beteiligten ist uns wichtig, wir bieten auch in entsprechenden Einführungen, Führungen und Diskussionsforen Raum für Ihre Fragen und Kritik. Darüber hinaus ermöglichen zahlreiche Workshops aktive Auseinandersetzungen mit den Projekten und Produktionen des steirischen herbst. Sowohl Schulklassen aller Altersstufen als auch Studierende, Vereine oder Unternehmen laden wir zu kulturellen Exkursionstagen ein und helfen bei der Zusammenstellung eines Programms und der Organisation von Begegnungen und Diskussionen mit Künstlerinnen und Künstlern sowie Kuratorinnen und Kuratoren. Gerne bemühen wir uns, Ihre individuellen Wünsche zu erfüllen. Mit unserem umfangreichen Vermittlungsprogramm versuchen wir, auf spezielle Interessen und Bedürfnisse unterschiedlicher Besuchergruppen einzugehen. Eine Auswahl der Formate stellen wir Ihnen in den folgenden Rubriken vor. Projektsponsor HUMANIC

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Geschichte im Spiegel der Kunst In der journalistischen Schreibwerkstatt „Geschichte im Spiegel der Kunst“ erarbeitet Thomas Trenkler, Kulturredakteur der Tageszeitung Kurier, mit Schülerinnen und Schülern der Oberstufe Reportagen in Anbindung an die Produktion „Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2“ von Rimini Protokoll. ➜ 18 Spielimpulse Im Workshop „Spielimpulse“ unter der Leitung des jungen Choreografen Simon Mayer können sich Gruppen auf körperliche und spielerische Weise dem diesjährigen Leitmotiv annähern und die ästhetischen Mittel zeitgenössischer Tanzperformances untersuchen. Migration on Tour Die Wanderausstellung „Migration on Tour“ des Demokratiezentrums Wien ist eine für Jugendliche konzipierte Ausstellung, die aktuelle Fragen im Zusammenhang mit Asyl, Aufenthaltsrecht oder Integrationspolitik verhandelt. Sie kann über den steirischen herbst für Bildungs- und Kunsteinrichtungen im Bezirk Leoben gebucht werden und soll impulsgebend für eine weiterführende Auseinandersetzung mit dem Stück „Black Moonshine“ der Gruppe Theater im Bahnhof in Vordernberg gedacht werden. Begleitend dazu werden auch Workshops zur und durch die Ausstellung für Lehrende und für Schülerinnen und Schüler angeboten. ➜ 23 Spielraum Sa 17/10, 10.00 – 13.00 Porubsky Halle Leoben Angeleitet von der Spielwiese Leoben, beschäftigen sich die Teilnehmenden des Workshops „Spielraum“ in theaterpädagogischen Spielen mit Fragen nach eigenen Zukunftsvisionen, Utopien und der Wahrnehmung von Raum und Bühne.


Kunstvermittlung Bildende Kunst Führungen

Im Rahmen der herbst-Ausstellungen in Graz und Leoben besteht neben den fixen Führungsterminen auch für Gruppen die Möglichkeit, speziell konzipierte, altersund interessengemäße Führungen und Gespräche zu buchen. Eine Anmeldung zu den fixen Führungsterminen ist nicht erforderlich. Hall of Half-Life Mo 28/09, Mo 05/10, Mo 12/10, 18.00 28/09 – 11/01/2016, jeweils sonntags 15.00 Festivalzentrum im GrazMuseum Information und Anmeldung: grazmuseum@stadt.graz.at 2 € / Person In Zusammenarbeit mit GrazMuseum

Wolken lösen sich in Wasser Sa 03/10 & So 04/10, 15.00 Porubsky Halle Leoben Information und Anmeldung: mayer@steirischerherbst.at Kostenlos

Kunst im Gespräch

Die Gespräche zwischen Kuratorinnen, Kuratoren und Projektverantwortlichen, die auch das Publikum miteinbeziehen, präsentieren nicht nur Hintergrundinformationen zu den Ausstellungen, sondern ermöglichen auch die Diskussion über unterschiedliche Zugänge und Wahrnehmungen bezüglich der gezeigten künstlerischen Positionen. Die Teilnahme ist kostenlos. Etwaige Eintritte sind nicht inkludiert. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Mo 28/09, 19.00 QL-Galerie Gespräch mit Edgar Honetschläger, Johannes Rauchenberger & Alois Kölbl Di 29/09, 18.00 Haus der Architektur Gespräch mit Markus Bogensberger & Wenzel Mraček

finden Mi 30/09, 17.00 < rotor > Gespräch mit Anton Lederer & Orhan Kipcak Do 01/10, 18.00 Festivalzentrum Gespräch mit Sibylle Dienesch & Reni Hofmüller So 04/10, 11.00 Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz Gespräch mit Orhan Kipcak & Markus Bogensberger Di 06/10, 18.00 Camera Austria Gespräch mit Walter Seidl & Anton Lederer Mi 07/10, 19.00 esc medien kunst labor Gespräch mit Reni Hofmüller & Katrin Bucher Trantow Do 08/10, 18.00 Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien Gespräch mit Sandro Droschl & Krist Gruijthuijsen Sa 10/10, 11.00 Kunsthalle Graz Gespräch mit Wenzel Mraček & Sandro Droschl Mo 12/10, 18.00 ORF Landesstudio Steiermark Gespräch mit Gernot Rath & Reni Hofmüller Di 13/10, 19.00 Grazer Kunstverein Gespräch mit Krist Gruijthuijsen & Walter Seidl Mi 14/10, 19.00 Forum Stadtpark Gespräch mit Andreas Heller & Johannes Rauchenberger Do 15/10, 18.00 Kulturzentrum bei den Minoriten Gespräch mit Johannes Rauchenberger & Johanna Grützbauch Sa 17/10, 11.00 Kunsthaus Graz Gespräch mit Monika Holzer-Kernbichler & Heidrun Primas

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finden

Kunstvermittlung Workshops Worte finden Christoph Hartner, Kulturredakteur der Kronen Zeitung, erörtert in der Schreibwerkstatt „Worte finden“ die Frage, mit welchen sprachlichen Mitteln man die Eindrücke und Erkenntnisse eines Besuches der herbstAusstellung kritisch reflektieren kann. Spurensuche Als spielerischer Ausstellungsrundgang für junge Besuchergruppen führt die „Spurensuche“ auf der Jagd nach Antworten auf ungewöhnliche Fragen durch die Grazer Innenstadt zu den verschiedenen Ausstellungsorten des Festivals – Aufmerksamkeit und Wahrnehmung schärfend, ermöglicht dieses Format nicht nur künstlerische, sondern auch lokale Entdeckungen. Upcycling Workshop Fr 09/10 & Fr 16/10, 15.00 – 18.00 Porubsky Halle Leoben In dem „Upcycling Workshop“ des Vereins Raum macht Schule wird gemeinsam mit Jugendlichen aus altem, bereits vorhandenem Material Neues geschaffen und kreiert. Ziel ist es, die Jugendlichen zu inspirieren, gewohnte Bahnen unserer Wegwerfgesellschaft zu verlassen und ungewöhnliche Objektentwürfe anzudenken.

Geführte Rundgänge

An drei Samstagen bietet der Verein KUNST.WERK ein wechselndes Programm geführter Rundgänge durch die Ausstellungen des Festivals an. Die Teilnahme ist kostenlos. Etwaige Eintritte sind nicht inkludiert. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Sa 03/10, 14.00 – 17.00 Treffpunkt: Forum Stadtpark Forum Stadtpark „Speech Acts“ / Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien „Jörg Schlick“ / Grazer Kunstverein „AA Bronson“ / esc medien kunst labor „What Remains“

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Sa 10/10, 14.00 – 17.00 Treffpunkt: < rotor > < rotor > „Das ist nicht meine Geschichte!“ / Kulturzentrum bei den Minoriten „Reliqte, Reloaded“ / Camera Austria „To What End?“ / Festivalzentrum „Hall of Half-Life“ Sa 17/10, 14.00 – 17.00 Treffpunkt: Haus der Architektur Haus der Architektur „Spielräume“ / Kunsthaus Graz „Corporate“ / the smallest gallery – collaboration space „An artist is an artist is an artist is a female artist“ / Kunsthalle Graz „Es ist so, wie es scheint“ / Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz „Heritage“

Film Was Hänschen verlernt Kinder- und Jugenddokumentarfilme Unser speziell für Schulklassen konzipiertes Filmprogramm wirft aus der Sicht von Kindern und Jugendlichen einen zwiespältigen Blick auf das von Eltern und Gesellschaft hinterlassene Erbe an Traditionen, Zielen und Möglichkeiten. Wo Anderes Raum braucht, muss Bewährtes über Bord – diesem Gedanken folgend setzen sich zwölf Filme mit dem bewussten Ausschlagen von Hinterlassenschaften auseinander. Kuratiert von Gudrun Sommer Mit Filmmoderationen von Petra Erdmann, Roman Fasching und Gudrun Jöller


Kunstvermittlung

finden

Workshops Medienpädagogisches Seminar Das medienpädagogische Seminar zum Filmprogramm von Carsten Siehl, Medienpädagoge und Filmwissenschaftler, schließt eine Programmvorschau ein und vermittelt Anregungen zur Vor- und Nachbereitung an Schulen. Die Kunst der Moderation Im Workshop „Die Kunst der Moderation“ erarbeitet FM4-Filmkritikerin und Kuratorin Petra Erdmann mit Jugendlichen die dramaturgischen Techniken der Moderation eines Filmprogramms. Die Teilnehmenden können die Ergebnisse präsentieren, indem sie unter der Leitung von Petra Erdmann selbst eine der Filmvorstellungen moderieren. dox & shorts – Festivalfilme auf Steiermarktour „dox & shorts – Festivalfilme auf Steiermarktour“ ist ein moderiertes Filmvermittlungsprogramm für Jugendliche, das in Kooperation mit doxs! und dem Filmfestival Diagonale über den Festivalzeitraum hinaus in der Steiermark gezeigt wird. In speziellen Kinovorstellungen wird die Auseinandersetzung mit Inhalten und dem Medium Film als medienpädagogisches Programm für Schulen angeboten. Kuratiert von Barbara Pichler und Gudrun Sommer Mit Filmmoderationen von Roman Fasching herbstlichtspiele Das moderierte Filmprogramm der „herbstlichtspiele“ präsentiert Kurzfilme, die einer experimentellen Arbeitsweise verpflichtet sind und Gruppen jeden Alters eine kritische Auseinandersetzung mit dem allgegenwärtigen Medium Film ermöglichen.

Musik Gemeinsam mit den Verantwortlichen des musikprotokoll werden Einführungen zu den Programmen sowie altersgerechte Gespräche angeboten.

Architektur Gerne organisieren wir für Gruppen jeden Alters und Interesses Gespräche und Rundgänge im diesjährigen Festivalzentrum.

Interdisziplinäres Schlagzeilen machen Der Workshop „Schlagzeilen machen“ ist ein spannendes Format für junges Publikum ab 18 Jahren: Unter der Leitung von Evelyn Schalk, Journalistin und Herausgeberin der Grazer Wandzeitung ausreißer, entsteht – in inhaltlicher Verschränkung mit dem Programm des steirischen herbst – eine eigene Publikation, an der die Teilnehmenden mit ihren Beiträgen unmittelbar mitwirken. Langer Tag der Flucht In Anbindung an den „Langen Tag der Flucht“ – initiiert vom UNFlüchtlingshochkommissariat – bieten der steirische herbst in Kooperation mit Verein OMEGA – Transkulturelles Zentrum für psychische und physische Gesundheit und Integration mit einem speziellen Programm eine Auseinandersetzung mit der Fluchtthematik auf künstlerische Art und Weise.

Allgemeine Informationen Genauere Informationen zu Zeiten, Teilnahmemöglichkeiten und Anmeldung finden Sie auf www.steirischerherbst.at sowie in unserer Kunstvermittlungs­ broschüre, die wir Ihnen auf Anfrage gerne kostenlos zusenden. education@steirischerherbst.at

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finden

Adressen Graz

Veranstaltungsorte voll zugänglich teilweise zugänglich

11 Helmut List Halle ​​ Waagner-Biro-Straße 98a / 8020 Graz ➜ Buslinie 85, Haltestelle

1 Festivalzentrum im GrazMuseum Sackstraße 18 / 8010 Graz ➜ Sämtliche Straßenbahnlinien, Haltestelle Hauptplatz / Congress

1a Info- und Kartenbüro im Festivalzentrum ​​ Sackstraße 18 / 8010 Graz t +43 316 81 60 70 ➜ Sämtliche Straßenbahnlinien, Haltestelle Hauptplatz / Congress

1b Haltestelle Schloßbergbahn Talstation Kaiser-Franz-Josef-Kai 38 / 8010 Graz ➜ Straßenbahnlinien 4 & 5, Haltestelle Schloßbergbahn

2 Camera Austria ​​ Kunsthaus Graz / Lendkai 1 / 8020 Graz //camera-austria.at ➜ Straßenbahnlinien 1, 3, 6 & 7, Haltestelle Südtiroler Platz / Kunsthaus

3 Dom im Berg ​​ Schloßbergplatz / 8010 Graz ➜ Straßenbahnlinien 4 & 5, Haltestelle Schloßbergplatz / Murinsel

4 Dreifaltigkeitskirche Kaiser-Franz-Josef-Kai 16 / 8010 Graz ➜ Straßenbahnlinien 4 & 5, Haltestelle Schloßbergplatz / Murinsel

Dreierschützengasse / Helmut List Halle

5 esc medien kunst labor ​​ Palais Trauttmansdorff Bürgergasse 5 / 8010 Graz //esc.mur.at ➜ Sämtliche Straßenbahnlinien, Haltestelle Hauptplatz / Congress, ca. 5 Minuten Fußweg

6 Forum Stadtpark ​​ Stadtpark 1 / 8010 Graz //forum.mur.at ➜ Diverse Linien, jeweils 5 – 10 Minuten Fußweg

7 generalmusikdirektion Grieskai 74a / 8010 Graz ➜ Diverse Linien, jeweils 5 – 10 Minuten Fußweg

8 Grazer Kunstverein Palais Trauttmansdorff Burggasse 4 / 8010 Graz //grazerkunstverein.org ➜ Sämtliche Straßenbahnlinien, Haltestelle Hauptplatz / Congress, ca. 5 Minuten Fußweg

9 Haus der Architektur ​​ Palais Thinnfeld Mariahilferstraße 2 / 8020 Graz //hda-graz.at ➜ Straßenbahnlinien 1, 3, 6 & 7, Haltestelle Südtiroler Platz / Kunsthaus

10 Heimatsaal im Volkskundemuseum Paulustorgasse 13a / 8010 Graz ➜ Sämtliche Straßenbahnlinien, Haltestelle Hauptplatz / Congress bzw. Buslinien 30, 39, 41, 58 & 63, ca. 5 Minuten Fußweg

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12 Kasematten ​​ Schloßberg 9 / 8010 Graz ➜ Straßenbahnlinien 4 & 5, Haltestelle Schloßbergbahn, Auffahrt mit der Schloßbergbahn

13 Kulturzentrum bei den Minoriten​​ Mariahilferplatz 3 / 8020 Graz //kultum.at ➜ Straßenbahnlinien 1, 3, 6 & 7, Haltestelle Südtiroler Platz / Kunsthaus

14 Kunsthalle Graz ​​ Conrad-von-Hötzendorf-Straße 42a / 8010 Graz //kunsthallegraz.at ➜ Straßenbahnlinien 4 & 5, Haltestelle Steyrergasse

15 Kunsthaus Graz ​​ Lendkai 1 / 8020 Graz //kunsthausgraz.at ➜ Straßenbahnlinien 1, 3, 6 & 7, Haltestelle Südtiroler Platz / Kunsthaus

16 Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien ​​ Burgring 2 / 8010 Graz //km-k.at ➜ Diverse Linien, jeweils 5 – 10 Minuten Fußweg

17 Lesliehof im Joanneumsviertel ​​ Raubergasse 10 / 8010 Graz ➜ Sämtliche Straßenbahnlinien, Haltestelle Hauptplatz / Congress


finden

18 MUMUTH Haus für Musik und Musiktheater ​​ Lichtenfelsgasse 14 / 8010 Graz ➜ Straßenbahnlinien 1 & 7,

Shuttle Service

Haltestelle Lichtenfelsgasse / Kunstuniversität

19 Murinsel ​​ Mariahilferplatz 1 / 8020 Graz ➜ Straßenbahnlinien 1, 3, 6 & 7,

Sa 26/09

Haltestelle Südtiroler Platz / Kunsthaus oder Straßenbahnlinien 4 & 5, Haltestelle Schloßbergplatz / Murinsel

20 ORF Landesstudio Steiermark / Funkhausgalerie ​​ Marburger Straße 20 / 8042 Graz ➜ Buslinie 64, Haltestelle ORFZentrum

21 Orpheum ​​ Orpheumgasse 8 / 8020 Graz ➜ Straßenbahnlinien 1, 3, 6 & 7 und Buslinie 40, Haltestelle Roseggerhaus

22 QL-Galerie ​​ Leechgasse 24 / 8010 Graz //quartierleech.at ➜ Straßenbahnlinien 1 & 7, Haltestelle Merangasse, ca. 5 Minuten Fußweg

23 < rotor > Zentrum für zeitgenössische Kunst Volksgartenstraße 6a / 8020 Graz //rotor.mur.at ➜ Straßenbahnlinien 1, 3, 6 & 7 und Buslinie 40, Haltestelle Roseggerhaus

24 ReSoWi Zentrum der Universität Graz ​​ Hörsaal 15.04 (Bauteil E) / Universitätsstraße 15 / 8010 Graz ➜ Buslinie 58 & 63, Haltestelle Universität Graz

Salzburg – Graz – Salzburg

25 Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz Puchstraße 41 / 8020 Graz //schaumbad.mur.at ➜ Straßenbahnlinie 5, Haltestelle

6.30 Abfahrt Salzburg Hauptbahnhof / Seite Schallmoos / Lastenstraße / 5020 Salzburg 21.15 Abfahrt Graz Haltestelle Schloßbergbahn Talstation & 21.30 Helmut List Halle

26 Schauspielhaus Graz ​​ Hofgasse 11 / 8010 Graz ➜ Sämtliche Straßenbahnlinien,

Anmeldung bis Do 24/09: tickets@steirischerherbst.at / office@grazerkunstverein.org 25 € Hin- und Rückfahrt / 15 € einfache Fahrt

Haltestelle Hauptplatz / Congress, ca. 5 Minuten Fußweg

Linz – Graz – Linz

Dornschneidergasse

27 Schubertkino ​​ Mehlplatz 2 / 8010 Graz ➜ Sämtliche Straßenbahnlinien, Haltestelle Hauptplatz / Congress

28 tag.werk Mariahilferstraße 13 / 8020 Graz ➜ Straßenbahnlinien 1, 3, 6 & 7, Haltestelle Südtiroler Platz / Kunsthaus

29 the smallest gallery – collaboration space ​​ Grieskai 2 / 8020 Graz //thesmallestgallery.mur.at ➜ Straßenbahnlinien 1, 3, 6 & 7, Haltestelle Südtiroler Platz / Kunsthaus

7.00 Abfahrt Linz Kunstuniversität Linz / Hauptplatz 8 / 4020 Linz 21.15 Abfahrt Graz Haltestelle Schloßbergbahn Talstation & 21.30 Helmut List Halle Anmeldung bis Do 24/09: tickets@steirischerherbst.at / forum@ufg.at 25 € Hin- und Rückfahrt / 15 € einfache Fahrt

Wien – Graz – Wien

8.00 Abfahrt Wien Haltestelle 59A / Opernring 1 / 1010 Wien 21.15 Abfahrt Graz Haltestelle Schloßbergbahn Talstation & 21.30 Helmut List Halle Anmeldung bis Do 24/09: tickets@steirischerherbst.at 20 € Hin- und Rückfahrt / 10 € einfache Fahrt

Fahrplan-Infos unter www.busbahnbim.at

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finden Veranstaltungsorte voll zugänglich teilweise zugänglich

Adressen Steiermark

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Leoben

1 Porubsky Halle Einödmayergasse 31 / 8700 Leoben ➜ vom Bahnhof Leoben mit

Vordernberg

der Buslinie G, Haltestelle Anzengrubergasse oder Buslinie H, Haltestelle Kerpelystraße, jeweils 5 – 10 Minuten Fußweg

5

3 Barbarasäle

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5 Vorverkaufsstelle Gemeindeamt Hauptplatz 2 / 8794 Vordernberg 6 Radwerk III Peter-Tunner-Straße 2 / 8794 Vordernberg 7 Raithaus 1. Stock / Hauptstraße 110 / 8794 Vordernberg 8 Gasthof Schwarzer Adler Hauptstraße 98 / 8794 Vordernberg

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3 Barbarasäle & Info- und Kartenbüro / Vordernberg Viktor-Zack-Straße 6 / 8794 Vordernberg

VORDERNBERG

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Trofaiach

Hart bei Graz

9 Kulturhalle Hart bei Graz ​​ Pachern-Hauptstraße 97 / 8075 Hart bei Graz ➜ Buslinie 73U, 75U, 430 & 440, Haltestelle Hart bei Graz / Schule

10 oeticket-Vorverkaufstelle ​​ Firma Bratl Josef Pachern-Hauptstraße 90 / 8075 Hart bei Graz ➜ Buslinie 73U, 75U, 430 & 440, Haltestelle Hart bei Graz / Schule

A2


2

Stadtinformation Wasenstraße

LEOBEN

Mariazell

Stra ße

Porubsky Halle

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SCHWARZWALD

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Kärntnerstr.

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Shuttle Service

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-

ber ngru Anzeraße st

1

r.

Dorfst

Bruck an der Mur

Graz – Vordernberg – Leoben – Graz

10.00 Abfahrt Graz Haltestelle Schloßbergbahn Talstation 11.15 Zustieg Leoben Porubsky Halle 21.30 Ankunft Graz Haltestelle Schloßbergbahn Talstation

Gleisdorf

GRAZ A2 Laßnitzhöhe

Stationen: Radwerk III Vordernberg Porubsky Halle Leoben ORF Landesstudio Steiermark Kunsthalle Graz Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz

Hart bei Graz

A9

Karl Temm-Gasse

Schulgasse

9 Pac

g

Pachern-Hauptstr.

r. uptst rn-Ha Pache

10

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traß

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-Ha hern

Eiswe

uptstr.

Firma Bratl

Anmeldung bis Do 24/09: tickets@steirischerherbst.at Kostenlos

Kulturhalle

Pachern-Ha

Graz – Vordernberg – Graz

12.30 Abfahrt Graz Haltestelle Schloßbergbahn Talstation 13.45 Zustieg Leoben Porubsky Halle 21.30 Abfahrt Vordernberg Barbarasäle

So 27/09

Raaba

Sa 03/10

HART BEI GRAZ

Hart bei Graz Anreise mit Verbund Linie

Beim Kauf von Tickets für „Luise 37“ erhalten Sie in den Info- und Kartenbüros kostenlos Fahrkarten für die öffentliche Anreise mit der Verbund Linie.

Anmeldung bis Do 01/10: tickets@steirischerherbst.at Kostenlos

So 11/10 Graz – Leoben – Graz

10.30 Abfahrt Graz Hotel Europa Graz / Bahnhofgürtel 89 / 8020 Graz 18.00 Abfahrt Leoben Porubsky Halle Anmeldung bis Fr 09/10: tickets@steirischerherbst.at Kostenlos

Sa 17/10 Graz – Vordernberg – Graz

17.30 Abfahrt Graz Haltestelle Schloßbergbahn Talstation 18.45 Zustieg Leoben Porubsky Halle 21.30 Abfahrt Vordernberg Barbarasäle Anmeldung bis Do 15/10: tickets@steirischerherbst.at Kostenlos Projektsponsor Holding Graz

97


finden

Impressum

Herausgeber

steirischer herbst festival gmbh Sackstraße 17 / 8010 Graz / Austria t +43 316 823 007 f +43 316 823 007 77 info@steirischerherbst.at www.steirischerherbst.at

Team

Intendantin Veronica Kaup-Hasler / Kaufmännischer Direktor Floridus Kaiser † / Leitende Dramaturgin & Kuratorin Kira Kirsch / Leitender Dramaturg & Kurator Martin Baasch / Dramaturg Flori Gugger / Musikdramaturgin Gerda Strobl / Produktionsdramaturgie Petra Pölzl / Kurator Bildende Kunst Luigi Fassi / Künstlerische Assistenz & Kooperationsprojekte Bildende Kunst Johanna Rainer / Programmation Konferenz Christiane Kühl / Kurator Soundtracks Norman Palm / Leitung Finanzabteilung Anja Herman / Finanzabteilung Angelika Raffer / Management Sabine Reisner / Office Management Stefanie Lazarus / Assistenz Office Max Mann, Georg Herzog, Michael Pommer / Reinigung Danica Radat / Leitung Produktion Dominik Jutz / Produktion Theresa Adamski, Elsa Chinese, Michael Doubek, Philipp Forthuber, Roland Gfrerer, Kirsten Patent, Birgit Pelzmann, Jakob Schweighofer, Barbara Thaler / Gäste- & Produktionsbüro Kathrin Lazarus / Technische Leitung Karl Masten / Assistenz Produktion Stefan Pfister / Fahrer Bernd Birnbauer, Magdalena Gasser, Christian Jalen, Martin Rieger /

98

Kunstvermittlung Markus Boxler, Hannah Ertl, Ulli Mayer / Leitung Kommunikation & Marketing Andreas R. Peternell / Kommunikation & Presse Heide Oberegger / Kommunikation & Info- und Kartenbüro Martina Heil, Susanne Spörker / Assistenz Kommunikation Bernd Buchmasser, Lina Gärtner, Vesna Pajičić, Katharina Wiesler / Info- und Kartenbüro Gudrun Becker, Lisa Dreier, Anna Hartweger, Veronika Muchitsch, Isabel Zalami / Archiv Martin Ladinig Sponsoring Eybesfeldsche Kulturmanagement Agentur – Christine Conrad-Eybesfeld / Assistenz Sponsoring Ute Baumann / Grafische Gestaltung PalmerWatson, Atelier Neubacher / Fotografie J.J. Kucek, wolfgang silveri / Website Datendrang / Netzwerkbetreuung Datenreisebüro, digitalis / Datenbank Kaya Kipcak

Aufsichtsrat

Heinz Wietrzyk, Alexia Getzinger, Monika Isola, Gerald Kogler, Lisa Rücker, Gerhard Rüsch

Gesellschafter

Land Steiermark

Stadt Graz


finden

Impressum

Redaktion

Flori Gugger, Martina Heil, Veronica KaupHasler, Andreas R. Peternell, Johanna Rainer, Tiz Schaffer, Susanne Spörker / Grafische Gestaltung PalmerWatson, Atelier Neubacher / Lektorat Stefan Schwar / Druck Druckerei Dorrong / Papier LuxoSamtoffset, 115g

Fotocredits

S. 1 corn, S. 6 Heta Multanen, S. 8 orizzontale, S. 10 Yemisi Blake, S. 11 Joachim Hainzl, S. 14 Fourdummies, S. 15 & S. 19 J.J. Kucek, S. 16 Marc Coudrais, S. 17 Ant Hampton, S. 18 Rimini Protokoll, S. 20 Jonah Samyn, S. 21 Alexandra Thompson, S. 22 Anna Peschke, S. 23 Theater im Bahnhof, S. 24 Nature Theater of Oklahoma, S. 25 & S. 120 The Loose Collective, S. 26 Beniamin Boar, S. 27 copy & waste, S. 28 Joris Lacoste, S. 29 Hulda Sif Ásmundsdóttir, S. 30 Anne Van Aerschot, S. 31 Daniel Kötter, S. 32 Mikala Dwyer, „Garden of Half-Life“, 2014, Alejandra Canales, S. 34 Denzer, S. 35 Jörg Schlick, „Studio Lascaux 972“, 2005, S. 36 Fränk Zimmer, S. 37 AA Bronson, „Nature morte“, 2013, S. 38 Daniel Amin Zaman „Ecce Zaman“, 2010, Dorothee Golz, „Verkündigungsmaria / Mary of the Annunciation“, 2005, S. 39, Gunnar Meier, S. 40 Lisa Rastl, S. 41 Vangelis Vlahos, „The Bridge“, 2015, S. 42 Xu Zhen, „Eternity – Poseidon, pigeons“, 2014 (Detail), S. 43 Kiluanji Kia Henda, „The Merchant of Venice“, 2010, S. 44 Mikala Dwyer, site visit,

S. 45 Ulla von Brandenburg „Street, Play, Way“, 2014, S. 46 Werner Reiterer „Brille“, ca. 1999, S. 47 Anita Witek, „Reise der Fotografin (Studio day)“, 2008, S. 48 Behr / Osterider, S. 50 Created by Daily Overview, Image © 2015 DigitalGlobe, Inc., S. 58 Young Fathers, S. 59 Pamela Rußmann & Dieter Oitzinger, Pollyester, S. 60 Young Fathers, Aylin Güngör, S. 61 Jona Källgren, Chris Filippini, S. 62 Bruna Amaral, Pamela Rußmann, S. 63 Basia Polánska, Frank Schroeder, Yess Huerta, S. 64, S. 66 & S. 69 ORF musikprotokoll, S. 65 David Pinzer, S. 67 Piotr Niepsuj, S. 68 IEM, S. 70 Lorenzo Castore, S. 72 Wen Liu, S. 73 Witten Festival, S. 74 Eva Kelety, S.75 Antje Taiga Jandrig, Bernhard Gál Stand 31/05/2015, Änderungen vorbehalten. Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer laufend aktualisierten Website www.steirischerherbst.at

99


finden

Fรถrderer


Generalsponsor

finden

Sponsoren

Mobilit채tspartner

Techniksponsor Helmut List Halle

Versicherungssponsor

Hauptsponsoren Festivalzentrum


finden

Kunstvermittlungsförderer

Kunstvermittlungssponsor

Energiesponsoren

Festivalcarrier

Ausstellungssponsor

hs art service austria

Förderer „Golden Hours (As you Like it)“

GMBH

Ausstellungsförderer

Nightlinesponsor

Festivalhotels

Sponsoren Festivalzentrum

Apple Servicepartner


finden

Medienpartner

Gastronomiepartner

Weinpartner

Partner


Fr 25/09

➜ 15

➜ 38

15.00 Reliqte, Reloaded Kulturzentrum bei den Minoriten

➜ 37

12.30 AA Bronson Grazer Kunstverein

14.00 Fourdummies Flash Forward Phase 1 Festivalzentrum

➜ 36

12.00 What Remains esc medien kunst labor

➜ 9 / 33

➜ 35

11.00 Jörg Schlick Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien

13.30 Hall of Half-Life orizzontale Spin-Off Festivalzentrum

➜ 34

Shuttle Service ➜ 93

10.00 Speech Acts Forum Stadtpark

Sa 26/09

15.00 Hall of Half-Life Führung Festivalzentrum

14.30 Wolken lösen sich in Wasser Live Performances Porubsky Halle Leoben

14.00 Wolken lösen sich in Wasser Porubsky Halle Leoben

12.00 Saint Jude’s Leftovers Radwerk III Vordernberg

Shuttle Service ➜ 97

So 27/09

➜ 33 / 89

➜ 45

➜ 45

➜ 44


22.00 Eröffnungsfest Helmut List Halle

➜7

19.30 Johannes Maria Staud / Josef Winkler Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen Helmut List Halle ➜7

➜ 41

➜ 42

➜ 43

17.00 To What End? Camera Austria 18.00 Corporate Kunsthaus Graz 19.00 Das ist nicht meine Geschichte! < rotor >

➜ 59

22.30 Soundtracks Die Buben im Pelz Kunsthaus Graz / Space04

Durchgängige Veranstaltungen ab 14.00 Phoebe Davies Influences Festivalzentrum ➜ 10

➜ 16

21.30 Mette Ingvartsen 7 Pleasures Dom im Berg

19.30 Johannes Maria Staud / Josef Winkler Specter of the Gardenia oder Der Tag wird kommen anschließend Talk Helmut List Halle ➜7

➜ 40

16.30 Spielräume Haus der Architektur

16.00 An artist is an artist is an artist is a female artist the smallest gallery – collaboration space ➜ 39

➜ 46

18.00 Off the Records ORF Landesstudio Steiermark

➜ 16

➜ 47

➜ 15 14.30 – 21.00 Rotozaza / Ant Hampton / Silvia Mercuriali Etiquette Porubsky Halle Leoben ➜ 17

14.30 – 17.00 Fourdummies Flash Forward Phase 1 Porubsky Halle Leoben

Durchgängige Veranstaltungen ab 14.00 Phoebe Davies Influences Festivalzentrum ➜ 10

20.00 Heritage Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz ➜ 48

19.30 Mette Ingvartsen 7 Pleasures anschließend Talk Dom im Berg

19.00 Es ist so, wie es scheint Kunsthalle Graz

19.00 Der Nino aus Wien / Natalie Ofenböck Porubsky Halle Leoben ➜ 62

➜ 45

18.00 Wolken lösen sich in Wasser Live Performances Porubsky Halle Leoben

herbstAusstellungen Öffnungszeiten ab ➜ 33


➜ 89

➜ 33 / 89

18.00 Kunst im Gespräch Haus der Architektur

Di 29/09

➜ 89

Durchgängige Veranstaltungen ab 14.00 Phoebe Davies Influences Festivalzentrum ➜ 10

19.00 Kunst im Gespräch QL-Galerie

18.00 Hall of Half-Life Führung Festivalzentrum

Mo 28/09

herbstAusstellungen Öffnungszeiten ab ➜ 33

Do 01/10

Fr 02/10

➜ 45 / 89

➜ 33 / 89 16.00 Nature Theater of Oklahoma Life and Times – Episodes 7 - 8 - 9 Schubertkino ➜ 24

15.00 Hall of Half-Life Führung Festivalzentrum

➜ 45 / 89

15.00 Wolken lösen sich in Wasser Führung Porubsky Halle Leoben

15.00 Wolken lösen sich in Wasser Führung Porubsky Halle Leoben

➜ 15

➜ 13

13.00 hoelb / hoeb Close Link Festivalzentrum 14.00 – 17.00 Fourdummies Flash Forward Phase 1 Barbarasäle Vordernberg

➜ 89

11.00 Kunst im Gespräch Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz

14.30 Nesterval Die Heimkehr der Eleonore Nesterval Hauptplatz Vordernberg ➜ 21

➜ 15

14.00 – 17.00 Fourdummies Flash Forward Phase 1 Barbarasäle Vordernberg

➜ 48

10.00 Heritage Art Brunch Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz

So 04/10

14.30 Nesterval Die Heimkehr der Eleonore Nesterval Hauptplatz Vordernberg ➜ 21

➜ 90

14.00 Geführter Rundgang Treffpunkt: Forum Stadtpark

Shuttle Service ➜ 97

Sa 03/10


➜ 89

21.30 Tom Struyf Vergeetstuk Festivalzentrum anschließend Talk

➜ 61

21.30 Soundtracks Lambert Festivalzentrum

➜ 10

ab 14.00 Phoebe Davies Influences Festivalzentrum

ab 14.00 Phoebe Davies Influences Festivalzentrum ➜ 10

Durchgängige Veranstaltungen 9.00 – 13.00 Grundrechtstag 2015 – Armut ReSoWi Zentrum der Universität Graz ➜ 54

➜ 63

22.30 Soundtracks / DJs Anastasia Filipovna Festivalzentrum

Durchgängige Veranstaltungen 9.30 – 18.00 Grundrechtstag 2015 – Armut Heimatsaal im Volkskundemuseum ➜ 54

➜ 20

21.30 Tom Struyf Vergeetstuk Festivalzentrum

➜ 59

➜ 20

➜ 23

➜ 19

16.00 – 20.00 Anna Peschke Ophiopogon Raithaus Vordernberg

ab 14.00 Phoebe Davies Influences Festivalzentrum

➜ 22

➜ 10

Durchgängige Veranstaltungen 13.00 – 18.00 Big Draw Graz Festivalzentrum ➜ 12

22.30 Soundtracks Pollyester Kunsthaus Graz / Space04

19.30 Theater im Bahnhof Black Moonshine Barbarasäle Vordernberg

➜ 19

➜ 89

19.30 Die Rabtaldirndln Luise 37 Kulturhalle Hart bei Graz

19.30 Die Rabtaldirndln Luise 37 Kulturhalle Hart bei Graz

17.00 Kunst im Gespräch < rotor >

19.30 Rimini Protokoll / Helgard Haug / Daniel Wetzel Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2 Schauspielhaus Graz ➜ 18

19.30 Rimini Protokoll / Helgard Haug / Daniel Wetzel Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2 anschließend Talk Schauspielhaus Graz ➜ 18

➜ 48

19.30 Rimini Protokoll / Helgard Haug / Daniel Wetzel Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2 Schauspielhaus Graz ➜ 18

16.00 Stadtteilrundgang & Lesung Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz

Mi 30/09

18.00 Kunst im Gespräch Festivalzentrum

➜ 23

16.00 – 20.00 Anna Peschke Ophiopogon Raithaus Vordernberg

➜ 22

Durchgängige Veranstaltungen 14.00 – 18.00 Modezirkus Kleidertausch, der fröhlich macht Annahmetag Porubsky Halle Leoben ➜ 57

19.30 Theater im Bahnhof Black Moonshine Barbarasäle Vordernberg


18.00 Kunst im Gespräch Camera Austria

Di 06/10

18.00 Hall of Half-Life Führung Festivalzentrum

Mo 05/10

➜ 89

➜ 33 / 89

➜ 66

➜ 11

➜ 89

➜ 66

18.00 Nixe / Der Hafen Vernissage Lesliehof im Joanneumsviertel

18.00 Joachim Hainzl Recycled History Lesung Festivalzentrum

18.00 Kunst im Gespräch Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien

19.00 Nixe / Das Schiff Vernissage Murinsel

herbstAusstellungen Öffnungszeiten ab ➜ 33

Do 08/10

➜ 68

➜ 19

➜ 11

19.30 Mariano Pensotti Cuando vuelva a casa voy a ser otro MUMUTH ➜ 26

19.30 Die Rabtaldirndln Luise 37 Kulturhalle Hart bei Graz anschließend Talk

18.00 Joachim Hainzl Recycled History Lesung Festivalzentrum

17.00 musikprotokoll to go Ö1 Kulturjournal & Ö1 Spielräume Lesliehof im Joanneumsviertel ➜ 69

15.00 Pure Elektronik Kasematten

Fr 09/10

➜ 89

➜ 90

11.00 Kunst im Gespräch Kunsthalle Graz 14.00 Geführter Rundgang Treffpunkt: < rotor >

➜ 19

➜ 11

➜ 68

19.30 ensemble recherche Helmut List Halle

➜ 72

19.30 Mariano Pensotti Cuando vuelva a casa voy a ser otro anschließend Talk MUMUTH ➜ 26

19.30 Die Rabtaldirndln Luise 37 Kulturhalle Hart bei Graz

18.00 Joachim Hainzl Recycled History Lesung Festivalzentrum

15.00 Pure Elektronik Kasematten

14.00 Fourdummies Flash Forward Phase 2 Treffpunkt: Porubsky Halle Leoben ➜ 15

➜ 69

10.05 musikprotokoll to go Ö1 Klassiktreffpunkt Lesliehof im Joanneumsviertel

Sa 10/10

15.00 Hall of Half-Life Führung Festivalzentrum

15.00 Pure Elektronik Kasematten

13.00 Joachim Hainzl Recycled History Diskussion Festivalzentrum

Shuttle Service ➜ 97

So 11/10

➜ 33 / 89

➜ 68

➜ 11


➜ 89

➜ 61

19.00 Kunst im Gespräch esc medien kunst labor

21.30 Soundtracks Molly Nilsson Festivalzentrum

Mi 07/10 ➜ 67

➜ 67

➜ 67

➜ 67

20.00 Reshaping Club Music Assimilation Prozess generalmusikdirektion

21.30 Reshaping Club Music Passjera Oscura generalmusikdirektion

22.30 Reshaping Club Music Ketev generalmusikdirektion

23.00 Reshaping Club Music Lorenzo Senni generalmusikdirektion

➜ 66

➜ 66

➜ 11

10.00 – 19.00 Nixe / Das Schiff Murinsel

10.00 – 19.00 Nixe / Der Hafen Lesliehof im Joanneumsviertel

13.00 – 21.00 Joachim Hainzl Recycled History Festivalzentrum

Durchgängige Veranstaltungen 10.00 – 17.00 Nigredo Kunsthaus Graz ➜ 65

➜ 25

19.30 The Loose Collective The Music of Sound Dom im Berg

➜ 63

10.00 – 19.00 Nixe / Der Hafen Lesliehof im Joanneumsviertel

10.00 – 19.00 Nixe / Das Schiff Murinsel

➜ 90

➜ 54

15.00 – 21.00 Ideenschmiede Porubsky Halle Leoben

➜ 11

15.00 – 18.00 Upcycling Workshop Porubsky Halle Leoben

13.00 – 21.00 Joachim Hainzl Recycled History Festivalzentrum

14.30 – 21.00 Rotozaza / Ant Hampton / Silvia Mercuriali Etiquette Porubsky Halle Leoben ➜ 17

➜ 11

13.00 – 21.00 Joachim Hainzl Recycled History Festivalzentrum

14.30 – 21.00 Rotozaza / Ant Hampton / Silvia Mercuriali Etiquette Porubsky Halle Leoben ➜ 17

➜ 66

10.00 – 19.00 Nixe / Der Hafen Lesliehof im Joanneumsviertel

➜ 66

➜ 66

11.00 – 19.00 Future Perfect Heimatsaal im Volkskundemuseum ➜ 51

10.00 – 19.00 Nixe / Das Schiff Murinsel

➜ 66

➜ 74

➜ 60

➜ 73

➜ 25

Durchgängige Veranstaltungen 10.00 – 17.00 Nigredo Kunsthaus Graz ➜ 65

22.30 Ulrich Troyer Dolomite Dub Helmut List Halle

Durchgängige Veranstaltungen 10.00 – 17.00 Nigredo Kunsthaus Graz ➜ 65

23.00 Teresa Carrasco Radiazione di corpo nero Helmut List Halle ➜ 71

22.30 Soundtracks / DJs DJ Obstalat Festivalzentrum

22.30 Soundtracks Young Fathers Kunsthaus Graz / Space04

21.30 Scelsi Projekt Helmut List Halle

19.30 Christian Fennesz / Jorge E. López ORF Radio-Symphonieorchester Wien Helmut List Halle ➜ 70 22.00 Ackermann / Meier / Sánchez-Chiong Helmut List Halle ➜ 71

21.30 The Loose Collective The Music of Sound anschließend Talk Dom im Berg

19.30 Wolken lösen sich in Wasser Live Performance von Marcio Carvalho & Künstlergespräch Porubsky Halle Leoben ➜ 45

➜ 11

➜ 51

➜ 66

➜ 66

14.30 – 21.00 Rotozaza / Ant Hampton / Silvia Mercuriali Etiquette Porubsky Halle Leoben ➜ 17

14.00 – 18.00 Modezirkus Kleidertausch, der fröhlich macht Annahmetag Porubsky Halle Leoben ➜ 57

13.00 – 21.00 Joachim Hainzl Recycled History Festivalzentrum

12.00 – 18.00 Future Perfect Porubsky Halle Leoben

10.00 – 19.00 Nixe / Der Hafen Lesliehof im Joanneumsviertel

10.00 – 19.00 Nixe / Das Schiff Murinsel

Durchgängige Veranstaltungen 10.00 – 17.00 Nigredo Kunsthaus Graz ➜ 65

20.30 Hildur Guðnadóttir / The International Nothing The International Nothing Dreifaltigkeitskirche ➜ 75

19.30 Hildur Guðnadóttir / The International Nothing Hildur Guðnadóttir Dreifaltigkeitskirche ➜ 75


➜ 33 / 89

18.00 Hall of Half-Life Führung Festivalzentrum

19.00 Kunst im Gespräch Grazer Kunstverein

Di 13/10

➜ 89

Durchgängige Veranstaltungen 13.00 – 21.00 Joachim Hainzl Recycled History Festivalzentrum ➜ 11

18.00 Kunst im Gespräch ORF Landesstudio Steiermark ➜ 89

➜ 11

18.00 Joachim Hainzl Recycled History Lesung Festivalzentrum

Mo 12/10

➜ 89

19.30 copy & waste Knick-Knack to the Future – Ruckzuck in die Zukunft anschließend Talk tag.werk ➜ 27

19.30 Encyclopédie de la parole / Joris Lacoste Suite n°2 Orpheum ➜ 28

18.00 Kunst im Gespräch Kulturzentrum bei den Minoriten

Nixe musikprotokoll ➜ 66

Do 15/10

➜ 23 19.30 copy & waste Knick-Knack to the Future – Ruckzuck in die Zukunft tag.werk ➜ 27

19.30 Theater im Bahnhof Black Moonshine anschließend Talk Barbarasäle Vordernberg

19.30 Anne Teresa De Keersmaeker / Rosas Golden Hours (As you like it) Helmut List Halle ➜ 30

14.30 Nesterval Die Heimkehr der Eleonore Nesterval Hauptplatz Vordernberg ➜ 21

herbstAusstellungen Öffnungszeiten ab ➜ 33

Fr 16/10

➜ 89

➜ 90

➜ 23 19.30 copy & waste Knick-Knack to the Future – Ruckzuck in die Zukunft tag.werk ➜ 27

19.30 Theater im Bahnhof Black Moonshine Barbarasäle Vordernberg

19.30 Anne Teresa De Keersmaeker / Rosas Golden Hours (As you like it) anschließend Talk Helmut List Halle ➜ 30

Shuttle Service ➜ 97

14.30 Nesterval Die Heimkehr der Eleonore Nesterval Hauptplatz Vordernberg ➜ 21

14.00 Geführter Rundgang Treffpunkt: Haus der Architektur

13.00 Fourdummies Flash Forward Phase 2 Treffpunkt: Barbarasäle Vordernberg ➜ 15

11.00 Kunst im Gespräch Kunsthaus Graz

Sa 17/10

18.30 Nixe / Das Schiff Finissage Murinsel

15.00 Hall of Half-Life Führung Festivalzentrum

12.00 Last Brunch Festivalzentrum

So 18/10

➜ 66

➜ 33 / 89

➜9


➜ 89

➜ 62

Durchgängige Veranstaltungen 15.00 – 19.00 copy & waste Cupcakes & Time Travel tag.werk ➜ 27

21.30 Soundtracks Joanne Robertson Festivalzentrum

19.30 copy & waste Knick-Knack to the Future – Ruckzuck in die Zukunft tag.werk ➜ 27

19.00 Kunst im Gespräch Forum Stadtpark

Mi 14/10

Durchgängige Veranstaltungen 15.00 – 19.00 copy & waste Cupcakes & Time Travel tag.werk ➜ 27

21.30 Friðgeir Einarsson / Kriðpleir Theatre Group Tiny Guy Dom im Berg ➜ 29

➜ 90

➜ 27

➜ 22

15.00 – 18.00 Upcycling Workshop Porubsky Halle Leoben 15.00 – 19.00 copy & waste Cupcakes & Time Travel tag.werk 16.00 – 20.00 Anna Peschke Ophiopogon Raithaus Vordernberg

Durchgängige Veranstaltungen 14.30 – 21.00 Rotozaza / Ant Hampton / Silvia Mercuriali Etiquette Porubsky Halle Leoben ➜ 17

➜ 63

16.00 – 20.00 Anna Peschke Ophiopogon Raithaus Vordernberg

15.00 – 19.00 copy & waste Cupcakes & Time Travel tag.werk

➜ 22

➜ 27

14.30 – 21.00 Rotozaza / Ant Hampton / Silvia Mercuriali Etiquette Porubsky Halle Leoben ➜ 17

14.00 – 18.00 Modezirkus Kleidertausch, der fröhlich macht Tauschparty Porubsky Halle Leoben ➜ 57

Durchgängige Veranstaltungen 10.00 – 13.00 Spielraum Porubsky Halle Leoben ➜ 88

➜9

23.00 Herrn Manfreds Kalaschnikows Festivalzentrum

22.30 Soundtracks / DJs Anika Festivalzentrum

➜ 60

22.30 Soundtracks Liima Kunsthaus Graz / Space04

➜ 23

21.30 Jochen Becker / Christian Hanussek / Daniel Kötter / metroZones Chinafrika. Under Construction Festivalzentrum ➜ 31

➜ 57

21.00 Letzter Tanz Gasthof Schwarzer Adler Vordernberg 21.30 Friðgeir Einarsson / Kriðpleir Theatre Group Tiny Guy anschließend Talk Dom im Berg ➜ 29

➜ 55

19.30 Dead or Alive Poetry Slam Porubsky Halle Leoben

21.30 Encyclopédie de la parole / Joris Lacoste Suite n°2 anschließend Talk Orpheum ➜ 28

19.30 Retrokino Porubsky Halle Leoben

Weitere Veranstaltungen und Termine nach dem Festival unter www.steirischerherbst.at Hall of Half-Life / Bright Sign herbst-Ausstellung bis Mo 11/01/2016


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Festivalprogramm steirischer herbst 2015  
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