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WELTMEISTER ÖSTERREICH Das Jahrbuch zum Wirtschaftsstandort

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ADVANTAGE AUSTRIA ist die Internationalisierungsagentur der österreichischen Wirtschaft. Mit unserem globalen Netz von über 100 Stützpunkten in mehr als 70 Ländern unterstützen wir knapp 58.000 österreichische Unternehmen bei ihren Aktivitäten auf internationalen Märkten und helfen ihnen bei der weltweiten Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen. Wir bieten Unternehmen aus aller Welt praktische Hilfestellung bei der Entwicklung von Geschäftsbeziehungen mit österreichischen Firmen und informieren sie über den Wirtschaftsstandort Österreich. Wir helfen Ihnen • nachhaltige Geschäftsbeziehungen mit österreichischen Unternehmen zu etablieren • Produkte und Dienstleistungen aus Österreich zu beziehen • in Österreich zu investieren

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HAFEN LINZ – Die neutrale Logi

Wirtschaft in Bewegung – Tag und Der Linzer Hafen als Logistikzentrum mit umfassendem Leistungsangebot ist Garant für eine innovative und dynamische Wirtschaft. Seine zentrale Lage an der Schnittstelle wichtiger Verkehrswege ermöglicht einen optimalen Marktzugang zu den regionalen und internationalen Märkten Österreichs und Europas. Die direkte Anbindung an die Autobahn, Verbindungen über Schiene, die Wasserstraße Donau und die Nähe zum Flughafen sichern eine rasche Erreichbarkeit aller Regionen. Der zentral gelegene Wirtschaftsstandort bietet strategisch wichtige Vorteile für Industrie, Gewerbe und Handel im Zentralraum Oberösterreich und darüber hinaus. Die ausgezeichneten Verkehrsanbindungen bieten allen Kunden erstklassigen Service. Hohe Kompetenz bei Lagerung, Transport sowie Umschlag und die damit verbundenen Dienstleistungen zeichnen das zentrale Logistikzentrum aus.

Containerterminal Linz

Lagerlogistik

Ein starker Partner – kompetent, schnell, sicher, flexibel und vor allem neutral. Als One-StopShop bietet der Containerterminal Linz genau die Angebotspalette (inkl. eigener Waage zur Erfüllung der SOLAS-Anforderungen) und maßgeschneiderte Dienstleistungen, damit der Container verlässlich in Bewegung bleibt.

Donaulager Logistics ist der einzige Anbieter in Österreich, der eine professionelle und gesetzeskonforme Lagerung für jede Ware an einem Standort anbietet. Der Lagerspezialist bietet optimale Voraussetzungen für die fachgerechte Lagerung von Lebensmitteln, Pharmaprodukten, Gefahrgut und wassergefährdenden Stoffen.

Das 120.000 m² große Areal liegt am Schnittpunkt wichtiger internationaler Verkehrsströme und bietet daher optimale Voraussetzungen zur Abwicklung von kombinierten Verkehren zwischen Wasser, Schiene und Straße.

Containerterminal Linz

Temperaturlager Für die professionelle Lagerung stehen rund 16.000 Palettenplätze in den temperaturgeführten Lagern zur Verfügung.

Temperaturgeführte Lager (-28° C bis +25° C)

Tiefkühllager Bei temperaturempfindlichen Waren zählt jedes Grad. In den gekühlten Lagern (-28° C bis +25° C) schaffen elektronische Einrichtungen im Tiefkühlbereich beste Bedingungen, damit sensible Waren unversehrt bleiben. Gefahrgutlager Tonnen von hoch entzündlichen oder toxischen Stoffen sorgenfrei lagern. Als eines der wenigen Logistikunternehmen in Europa erfüllt Donaulager Logistics die hohen Sicherheitsbestimmungen für die Lagerung von Gefahrgut und wassergefährdenden Stoffen.

Speziallager für Gefahrgut und wassergefährdende Stoffe


stikdrehscheibe Oberösterreichs Nacht

Transportlogistik

Projekt Neuland

Wirtschaft nachhaltig in Bewegung: Wir sind mit Sammel-, Teil- und Komplettladungen in ganz Europa unterwegs. Mit unseren modernen, umweltfreundlichen LKWs mit GPS-Verfolgung und Hand-Held-Terminals als auch ADR-Ausrüstung bringen wir Güter aller Art rasch ans Ziel.

Das Hafenviertel gehört zu den spannendsten Entwicklungsarealen des Linzer Stadtgebietes und ist von entscheidender Bedeutung für die Wirtschaftsregion Linz. Um die Zukunft des Standortes abzusichern, wurde ein Masterplan erstellt und darauf aufbauend das Projekt Neuland Hafen Linz ins Leben gerufen. In den kommenden Jahren entwickelt sich der Linzer Hafen zu einem urbanen Treffpunkt von Öffentlichkeit, Freizeit, Gewerbe und Industrie. Mehr Infos unter: www.hafenlinz-neuland.at

Wir wickeln auch temperaturgeführte Transporte (Thermo- und Kühltransporte) ab. Expressdienste werden ebenso angeboten wie Leergebindelogistik.

Logistik mit System

Moderne umweltfreundliche LKWs bringen Güter aller Art rasch ans Ziel.

www.donaulager.at

Hafenturm und Hafenportal

www.hafenlinz.at


WeltMeister Österreich

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Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser! Konjunkturhöhepunkt in Österreich: Der Aufschwung der heimischen Wirtschaft hat sich über den Sommer und Herbst 2017 hinaus fortgesetzt. Der UniCredit Bank Austria Konjunkturindikator erreichte mit 3,3 Punkten den zweithöchsten Wert seit sechseinhalb Jahren. Die Stimmung in der österreichischen Wirtschaft ist weiter hervorragend, der Aufwärtstrend der vergangenen Monate setzt sich fort. Der Export ist einer der wichtigsten, im Grunde der Indikator für die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes. Dabei profitiert die heimische Wirtschaft weiterhin (auch) vom konjunkturellen Rückenwind aus dem Ausland. Das mit dem österreichischen Außenhandelsanteilen gewichtete, globale Industrievertrauen ist im August 2017 auf den höchsten Wert seit mehr als sechs Jahren gestiegen. Dafür sorgt vor allem der stabile Aufschwung in Europa, der auf einem immer breiteren Fundament steht. Sowohl die großen Kernländer, wie Deutschland, Frankreich und Italien, als auch die Wachstumsmärkte Mittel- und Osteuropas sorgen für positive Impulse für die österreichische Exportwirtschaft. Insbesondere in einigen Nachbarländern, wie z.B. in Tschechien und der Slowakei, unterstützt die kräftige Konjunktur auch die Nachfrage nach Produkten „Made in Austria“. Darüber hinaus zieht die heimische Industrie weiterhin Vorteile aus dem anhaltenden Schwung in den USA sowie dem Aufwind in vielen Emerging Markets. Diese Unterstützung durch die internationale Konjunktur hat sich als nachhaltig erwiesen und wird 2018 voraussichtlich stark bleiben bzw. zunehmen. Die Exporte, die das Wirtschaftswachstum in Österreich unterstützen, werden daher auch in den kommenden Monaten einen wesentlichen Beitrag zum BIP-Anstieg leisten können. Österreich beweist kontinuierlich „weltmeisterliche“ Qualitäten. Dank hoher Produktivität, gesellschaftspolitischem Konsens und sehr produktivem Humankapital ist der wirtschaftliche und technologische Durchbruch zu einer Position in der Spitzengruppe der modernen Marktwirtschaften gelungen und darüber hinaus die positive Verwirklichung klassischer Wirtschaftsziele wie Wertschöpfungs- sowie Einkommenssteigerung, Preisstabilität und geringe Arbeitslosigkeit. Ökonomischer Erfolg, innovative und fleißige Unternehmer, gut ausgebildete Arbeitskräfte, sozialer Frieden und Sicherheit und eine Wirtschaft, die auf Internationalisierung setzt, sind wichtige Qualitäten des Landes. Im aktuellen Ranking der Wettbewerbsfähigkeit des World Economic Forum (WEF) hat sich Österreich zuletzt bei 137 verglichenen Ländern wieder um einen Platz verbessert. Die stärkste Wertung erhielt das Land in jenen Kategorien, die im Bereich „Wirtschaftliche Reife“ zusammengefasst werden. Grund dafür sind etwa die vielen und vor allem sehr guten heimischen Zulieferer (Rang 3 bei der Zuliefererqualität). Ebenfalls sehr gut bewertet wird vom WEF die Infrastruktur: Sowohl die österreichischen Straßen als auch die Schienen haben hohes Niveau; das gilt auch für den Mobilfunk und die Energieversorgung. Und auch der Staat konnte sich diverse gute Noten abholen. So wird die Rechtssicherheit gelobt und die Kriminalität als niedrig empfunden. Beim Nachhaltigkeitscontest 2017 wurde Österreich Europameister unter den 28 EU-Volkswirtschaften und ist etwa beim betrieblichen Umweltmanagement, der Nutzung erneuerbarer Energien, dem CO2-Ausstoß, gemessen am BIP, und bei der biologischen Landwirtschaft besonders erfolgreich. Kein Wunder also, dass es in Österreich zahlreiche Weltmarktführer aus den verschiedensten Branchen gibt! Zu den Vorzeigemarken und -unternehmen zählen Red Bull und Swarovski, voestalpine und Kapsch, Novomatic und Wienerberger oder auch FACC und MIBA sowie zahlreiche „Hidden Champions“, die in teilweise engen Nischen als Europa- oder sogar WeltMeister agieren. Dazu kommen top-innovative Start-ups und herausragende „Born Global Champions“. Die Vielfalt österreichischer Weltmarktführer inkludierte jede Unternehmensform und jede Betriebsgröße. Von ihren Ideen und ihren Leistungen handelt das vorliegende Buch.

Wir danken allen Partnern und wünschen Ihnen viel Lesespaß und Nutzen!

Paul Christian Jezek, Chefredakteur


Weltmeisterliche

TECHNOLOGIEN

Dafür steht auch unser Markenbotschafter Niki Lauda. Denn unseren Erfolg als einer der international führenden Gaming-Technologiekonzerne verdanken wir vor allem unserer Innovationskraft. Diese entwickeln wir ständig weiter – am Stammsitz in Österreich sowie in 27 Technologiezentren und an 14 Produktionsstandorten weltweit. www.novomatic.com


WeltMeister Österreich

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Inhalt

Auf einen Blick 12

So wird man Weltmarktführer – von Österreich aus

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Große Konzerne sowie viele KMU, die oft als „Hidden Champions“ weltweit zu den Top 3 ihrer Branche zählen.

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Weltmarktführer in und aus ganz Österreich

Infineon investiert in Villach rund rund 35 Mio. Euro für F&E und Fertigung von Siliziumkarbid (SiC)-Halbleitern.

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Vom Burgenland bis nach Vorarlberg: Global führende Produkte und Verfahren, so weit das Auge reicht!

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CSR ist für Hidden Champions sehr bedeutsam

So wird der Export-Höhenflug gesichert

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Österreichs Paradeunternehmen vor den Vorhang

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Aus Top-Start-ups werden Top-Unternehmen

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Born Global Champions

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Tolle Hosen für China

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Novomatic setzt Wachstumsstrategie fort

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Wienerberger: F&E als Geheimnis des Erfolgs

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Die Chance zur langfristigen Trendumkehr

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Werkstatt-Erfolgsgeschichte Kapsch Nach 125 Jahren zählt man zu den erfolgreichsten Technologie-Unternehmen Österreichs.

ACR will Städte mittels 3D-Modellen optimieren Austrian Cooperative Research: Energieeffizienz als wichtiges Kriterium für Stadtplanung und -optimierung.

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„Klare Visionen und noch ungenutzte Chancen“: Bernhard Gröhs, CEO von Deloitte Österreich, im Interview.

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Hoch oben auf dem Eiffelturm Wie Getzner verhindert, dass sich Vibrationen auf die Dachterrasse des Eiffelturm-Restaurants übertragen.

CEO Heimo Scheuch: „Wir fokussieren noch stärker auf den urbanen Wohnraum und den Renovierungsbereich.“

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Außenhandel als Wachstumsmotor Die OeKB unterstützt österreichische Unternehmen beim internationalen, abgesicherten Erfolg.

2016 war für den Hightech Gaming-Technologiekonzern das erfolgreichste Jahr in der Firmengeschichte.

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Mit Sicherheit ins digitale Heute Staatsdruckerei: „Exportweltmeister der ganz besonderen Art“ mit dem Konzept „Identitäten sicher managen“.

Das Start-up Breddy‘s könnte mit seinen innovativen Crossover-Hosen zum „Weltmeister von morgen“ werden.

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Die Immobilien-Europameister (Auch) Österreichische Immobilien-Gesellschaften exportieren ihr Know-how sehr erfolgreich.

Auszeichnung für 44 Firmen für innovative Produkte und Dienstleistungen & schnelles internationales Wachstum.

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Weltmeister in Sachen Umwelt Die Zementindustrie kann den weltweit geringsten CO2-Ausstoß pro Tonne erzeugtem Zement vorweisen.

Dank Wien als Upcoming-Hotspot für Start-ups gelingt die radikale Innovation des Wirtschaftsstandorts.

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Global voran bei Leichtbauteilen FACC ist u.a. der global erste Zulieferer von Boeing, der „aktive Thermografie“ bei Bauteilprüfungen anwendet.

Die besten Exporteure werden von ADVANTAGE AUSTRIA mit dem Österreichischen Exportpreis ausgezeichnet.

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Weltmeisterliche Stähle Aktuelle Investitionsvorhaben und Innovationen der voestalpine in Österreich.

ADVANTAGE AUSTRIA mit ihren 35 InnovationCenter hat den geschärften Blick für globale Innovationstrends.

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Die Metallwarenindustrie erhöht das Wachstum Mit rund 71.000 Beschäftigten ist die Branche ein wesentliches Herzstück der österreichischen Industrie.

Sind ökonomische, soziale oder ökologische Komponente wichtiger? Wie werden die „guten Taten“ kommuniziert?

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Das globale Kompetenzzentrum

Die Zukunftsmodelle der Rail Cargo Group Ob Einzelwagen, Großcontainer oder Ganzzüge – die Rail Cargo Group verbindet die Märkte der Wirtschaftszentren.

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Weltmarktführer bei Lichtbeton Innovative Methode von LCT, mit der lichtdurchlässiger Beton einfach anwendbar gemacht wird.


kneipp-hof Dussnang AG, Schweiz

Regionalkrankenhaus Begoro, Ghana

Wu’An Country People’s Hospital Hebei, China

Die VAMED bietet als Entwickler, Planer, Errichter und Betreiber ein komplettes Projekt- und Dienstleistungs-Portfolio für das Gesundheitswesen. In 79 Ländern wurden bisher mehr als 800 Krankenhäuser, Reha- und Pflegezentren, gesundheitstouristische Einrichtungen und Thermenresorts erfolgreich realisiert.


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WeltMeister Österreich Inhalt/Impressum

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Die Medizintechnik-Durchstarter

108 Im Kampf gegen die Malaria

Das Grazer Unternehmen CNSystems ist Weltmarktführer bei Geräten zum nichtinvasiven Herz-Kreislauf-Monitoring.

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Zauberwort „Omega 3“ Die ecoduna AG strebt die globale Marktführerschaft bei veganen, mehrfach ungesättigten Omega 3-Fettsäuren an.

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Biochemiker Oliver Hayden hat den Europäischen Erfinderpreis 2017 in der Kategorie „Industrie“ erhalten.

109 Österreichische Vorzeige-Unternehmen ANKÖ, RESCO, M-U-T, AMMAG, Geislinger, Hofmann, Polytechnik, Sunpor Kunststoff, ILF Consulting Engineers, Industrie Informatik, Neuhofer Holz, fahr(T)raum, J. Meissl GmbH, MK Illumination Handels GmbH, EHG Ennshafen, AHT Cooling Systems, AME, EUROPLAST, Möschl.

Mehr Wachstum der Austro-Automotive-Zulieferer Die österreichischen Unternehmen dieser Branche halten dem hohen globalen Wachstumsdruck erfolgreich stand.

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Miba macht von Laakirchen aus die Welt sauberer

114 Gregor Rosinger bereitet weitere Börsengänge vor Die Rosinger Group zählt international zu den bekannten, kapitalstarken und einflussreichen Playern.

Als Technologieführer und globales Unternehmen trägt man aktiv zum technischen Fortschritt bei.

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Von Frühgeburten und Metabolomforschung

116 Wichtige Aktien an der Börse Wien Börsennotierte Unternehmen unter der Lupe: von der Agrana Beteiligungs AG bis Zumtobel.

Mit dem renommierten Houskapreis werden besonders innovative Forschungsprojekte ausgezeichnet.

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Die Bundesländer geben weiterhin ordentlich Gas Ein freundlicheres Konjunkturumfeld sowie fiskalische Impulse sorgen für ein höheres Wachstumstempo.

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Bundesland der Forscher und Entwickler

Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie fördert gezielt Forschung und Entwicklung.

Foto: Zumtobel

100 bmvit-Initiativen in ganz Österreich

Foto: Agrana

Kärnten positioniert sich innovativ mit Schwerpunkten wie (Mikro-)Elektronik, Mechatronik und Robotics.

Impressum HERAUSGEBER Germanos Athanasiadis CHEFREDAKTEUR Paul Christian Jezek PROJEKTLEITUNG Mag. Erich Danneberg, MAS GRAFISCHES KONZEPT UND ART-DIRECTION Raimund Appl/Grafik medianet AUTOREN FH-Prof. Mag. Dr. Georg Jungwirth, Helga Krémer FOTOS Credits bei den jeweiligen Bildern bzw. beigestellte Fotos; die Fotos auf den Seiten 28 bis 37 wurden von ADVANTAGE AUSTRIA beigestellt MEDIENINHABER MN Anzeigenservice GmbH, 1110 Wien, Brehmstraße 10/OG 4, Tel. +43/1/919 20-0, Fax +43/1/298 20-2231, www.medianet.at ANZEIGEN Mag. Thomas Parger, Michael Stein ADVERTORIALS Helga Krémer MARKETING & VERTRIEB Alexandra Otto DRUCK Druckerei Bösmüller Gesellschaft mbH, Josef-Sandhofer-Straße 3, 2000 Stockerau, Österreich ISBN 978-3-902843-93-7 VERKAUFSPREIS 27,50 Euro VERTRIEB Medienlogistik Pichler-ÖBZ GmbH & Co KG, IZ NÖ Süd, Straße 1, Objekt 34, 2355 Wiener Neudorf BESTELLHOTLINE www.medianet.at oder Tel.: +43/1/919 20-2115 oder Fax: +43/1/298 20-2231 COPYRIGHT © 2017 by MN Anzeigenservice GmbH. Alle Rechte, auch die des auszugsweisen Abdrucks oder der Reproduktion einer Abbildung, sind vorbehalten. Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.


Foto: ADVANTAGE AUSTRIA

ADVANTAGE AUSTRIA

Michael Otter, Leiter ADVANTAGE AUSTRIA

Österreichs Exporteure beweisen, dass sie mit schwierigen globalen Rahmenbedingungen gut umgehen können. So konnten wir zuletzt Exportrekorde einfahren, und die Rekordjagd wird auch 2018 weitergehen. Schließlich haben Österreichs Unternehmen ein hervorragendes Image. Auf dem globalen Parkett gehören wir in puncto Qualität, Innovationskraft, Know-how sowie Verlässlichkeit zur Weltspitze. Aus meiner beruflichen Erfahrung und vielen Gesprächen mit Entscheidungsträgern sowie Unternehmern weiß ich, dass sich unsere Firmen international nicht verstecken müssen. Doch wir dürfen uns auf den Lorbeeren nicht ausruhen, auch wenn bei uns zahlreiche Hidden Champions daheim sind, auf die wir stolz sein können. Wir müssen daran arbeiten, noch besser zu werden. Im globalen Kampf um Marktanteile können wir als kleines Land keinen Quantitätswettbewerb gewinnen, einen Wettbewerb um die beste Qualität aber schon! Wichtig ist für unsere Betriebe, dass sie ihren Export-Horizont erweitern. Michael Otter, Leiter ADVANTAGE AUSTRIA

Weltweit für Sie da ADVANTAGE AUSTRIA ist die offizielle Internationalisierungsagentur Österreichs und repräsentiert im Ausland die gesamte österreichische Wirtschaft – 500.000 Unternehmen. Mit einem weltweiten Netz von über 100 Stützpunkten in über 70 Ländern bietet ADVANTAGE AUSTRIA österreichischen Unternehmen und deren internationalen Geschäftspartnern ein umfangreiches Serviceangebot. „Wir liefern praktische Hands-on-Unterstützung für internationale Unternehmen, die Geschäftsbeziehungen mit Österreich aufbauen oder in Österreich investieren wollen“, sagt ADVANTAGE AUSTRIA-Leiter Michael Otter. „Unsere rund 800 Mitarbeiter auf der ganzen Welt unterstützen Sie dabei, die richtigen Zulieferer und Geschäftspartner in Österreich zu finden. Wir organisieren jährlich mehr als 1.200 Veranstaltungen, um Geschäftsbeziehungen aufzubauen.“ Weitere ADVANTAGE AUSTRIA-Services reichen von der Kontaktherstellung zu österreichischen Unternehmen auf der Suche nach Importeuren, Distributoren und Handelsvertretern bis zu detaillierter Information über den Wirtschaftsstandort und den Markteintritt in Österreich.

Kontaktieren Sie gern unsere Büros vor Ort! www.advantageaustria.org Machen Sie sich ein Bild von der Leistungsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft. Auf 200 Länderseiten in 28 Sprachen finden Sie: ! Geschäftschancen mit österreichischen Unternehmen ! Österreichische Firmen, sortiert nach Branchen ! Informationen zu österreichischen Branchen (Daten & Fakten, Normen, Erfolgsstories) ! Wirtschaftsnachrichten aus Österreich sowie mit bilateralem Bezug ! Veranstaltungen in Ihrem Land mit österreichischer Beteiligung ! Den Business Guide Österreich mit nützlichen Informationen zum Thema Import aus und Export nach Österreich, Investieren und Arbeit in Österreich sowie Reisen nach Österreich.


WeltMeister Österreich ErfolgsGeheimnisse

So wird man Weltmarktführer – von Österreich aus Gemessen an der Größe des Landes, ist Österreich mit zahlreichen Weltmarktführern ausgestattet. Es sind große Konzerne mit bekannten Namen, aber auch viele KMU, die oft als sogenannte Hidden Champions weltweit zu den Top 3 ihrer Branche zählen. Vo n G E O R G J U N G W I RT H

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eltmarktführer haben in Österreich Tradition! Das hochberühmte Silberbergwerk in Schwaz in Tirol beispielsweise soll der Sage nach 1409 die Magd Gertraud Kandlerin beim Weiden eines Stieres auf dem Kogelmoos einen silbererzhaltigen Stein entdeckt haben. Um 1420 wurden dann erstmals reichhaltige Erzgruben aufgetan, die Zuwanderung von bergmännischem Fachpersonal aus Böhmen und Sachsen begann, und innerhalb weniger Jahre wurde die Schwazer Metallproduktion ein europäischer Wirtschaftsfaktor und damit zu dieser Zeit eben ein absoluter Weltmarktführer. Während der Blütezeit des Silber- und Kupferbergbaus im 15. und 16. Jahrhundert war Schwaz die größte Bergbaumetropole Europas und mit 20.000 Einwohnern nach Wien auch die zweitgrößte Ortschaft im Habsburgerreich. In der Hauptstadt wiederum waren etwa die Errichtung zahlreicher barocker Gartenpaläste des Hochadels rund um die Stadtmauern wie auch die Seidenverarbeitung bemerkenswert. Mit dem Beginn der sogenannten Tabakregie unter Joseph II. im Jahr 1784 wurden die Tabak-Trafiken realisiert, was durchaus als Vorform des Franchising interpretiert werden kann – damit wäre man damals wohl Weltmarktführer in dieser „Branche“ gewesen ... Im 18. Jahrhundert wurden u.a. auch die Linzer Wollzeugfabrik oder die Wiener Porzellanmanufaktur gegründet. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Wien sehr wahrscheinlich Weltmarktführer in Kultur und Geisteswissenschaft – von der Psychoanalyse über den Pazifismus einer Bertha von Suttner bis hin zu Karl Kraus. In den 1950er-Jahren waren es technische Ingenieurleistungen wie etwa die Neue Österreichische Tunnelbaumethode (NÖT), denen weit über die Grenzen hinaus weltmeisterliche Geltung zukam. Die NÖT kombiniert geologische und felsmecha-

nische Grundlagen mit speziellen Bauverfahren zur Sicherung und zum Ausbau eines Tunnelhohlraums; diese technischen Vorteile führten auch zu geringeren Baukosten, sodass sich die Methode schnell durchsetzte und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Die erste praktische Anwendung der Neuen Österreichischen Tunnelbauweise unter Einsatz von Spritzbeton erfolgte 1955 bei Stollenbauarbeiten für das Wasserkraftwerk Prutz-Imst in Österreich. In den folgenden Jahrzehnten wurden zahlreiche Referenzprojekte wie z.B. die Überleitstelle im englischen Teil des Eurotunnels („wohl eines der eindrucksvollsten Bauwerke, das bisher nach den Grundsätzen der NÖT errichtet wurde“), der Himmelbergtunnel, der Sitina-Tunnel oder der Devil‘s Slide Tunnel in dieser Bauweise errichtet. 2017/18: Hidden Champions als Weltmarktführer Der Mythos der sogenannten Hidden Champions entstand in den 90er-Jahren, als der Unternehmensberater und Marketingprofessor Hermann Simon die Strategien dieser überaus erfolgreichen, aber in der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbekannten, mittelständischen Europa- und Weltmarktführer aus Deutschland untersuchte. Für Österreich existierten solange keine vergleichbaren Untersuchungen, bis wir uns mit mehreren Forschungsprojekten der Studiengänge International Marketing & Sales Management der FH Campus 02 der Thematik annahmen – und dies auch 2017/18 weiterhin tun. Zu Beginn haben wir möglichst viele österreichische Hidden Champions ausfindig gemacht und diese dann vor allem aus Marketing-Sicht analysiert; dabei haben wir auf einige der Kriterien von Simon (auch in tw. leicht abgeänderter Form) und auf weitere Studien u.a. von Horst Biallo, Manfred Adamer und Günter


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Interessanterweise scheinen die meisten mittelständischen Weltmarktführer Outsourcing weitgehend zu meiden. 4) Die Hidden Champions sind meist klar positioniert und fokussieren ihre Mittel besser als der Mitbewerb. Nicht selten konzentrieren sie sich überhaupt nur auf eine Nische, um dort die Marktführerschaft zu erreichen.

Foto: Miba

Die enge Marktdefinition bringt es meist mit sich, dass viele Hidden Champions schon sehr früh den Schritt auf internationale Märkte wagen oder gar global agieren und vielleicht sogar „WeltMeister“ werden. Rund 64% dieser mittelständischen Marktführer werden auch als „Born Global Companies“ bezeichnet, da sie oft schon im Jahr der Unternehmensgründung international tätig Die großen österreichischen Welt- & Europamarktführer beschäftigen global rund 285.000 (!) Mitarbeiter. waren, also den Heimatmarkt verlassen haben. Ein weiterer Erfolgsfaktor der Hidden Champions ist das perKaindl, Jürgen Meffert und Holger Klein sowie von Eckart Schmitt manente Streben nach Innovationen. Trotz beschränkter F&Ezurückgegriffen. Übrigens: Nicht nur im deutschen Raum Budgets sind sie bei der Anmeldung von Patenten deutlich probeschäftigt(e) man sich mit mittelständischen Weltmarktführern; duktiver als die meisten großen Industriebetriebe. es gab z.B. auch eine Untersuchung der Greek Hidden Champions. Ein überaus wichtiger Mosaikstein auf dem Weg zur MarktfühVergleicht man nun Ergebnisse dieser wichtigsten Hidden Chamrerschaft dürfte schließlich das hohe Maß an kompromissloser pions-Studien, stellt man fest, dass immer wieder ähnliche ErfolgsKundennähe sein. Langjährige und vertrauensvolle Beziehungen faktoren ermittelt wurden: zu den eigenen Kunden nennen viele der befragten Führungskräfte von mittelständischen Weltmarktführern als eine ihrer größten 1) Ganz typisch scheint zu sein, dass die Gründer und FührungsStärken. kräfte der Hidden Champions mit großer Willenskraft und Energie ihre überaus ehrgeizigen Ziele verfolgen. Diese UnternehWeitgehend unbekannt – und trotzdem Weltmeister! men haben meist eine starke Führung, die auf Basis einer Um mehr über die Erfolgsgeheimnisse der österreichischen Betrielangfristigen Vision sehr konsequent die Marktführerschaft be zu erfahren, befragten wir zuletzt die Marketingleiter von knapp anstreben. 200 mittelständischen heimischen Weltmarktführern zu verschiedensten Aspekten; u.a. ging es dabei auch um die Frage, mithilfe 2) Sehr oft scheinen die Hidden Champions auch über Hochleiswelcher klassischen und digitalen Kommunikationsinstrumente es tungsmitarbeiter zu verfügen, die überdurchschnittlich motiviert diesen meist familiengeführten Betrieben gelingt, sich in den von sind und sich in hohem Maße mit „ihrem“ Unternehmen identiihnen bearbeiteten Geschäftsfeldern und Märkten ein so positives fizieren. Die Fluktuationsrate im Personalbereich ist meist sehr Image aufzubauen und die internationalen Kunden von der techgering. Daher verwundert es auch nicht, dass diese mittelstännologischen und qualitativen Überlegenheit ihrer Produkte zu dischen Weltmarktführer ihren Mitarbeitern – trotz der oft relativ überzeugen. autoritären Führung – mehr Entscheidungsfreiraum als die Wie ist es überhaupt möglich, dass ein Unternehmen, das im meisten Großunternehmen einräumen. Die OrganisationsstrukHeimatland weitgehend unbekannt ist, bei den potenziellen und turen kann man meist als dezentral bezeichnen. tatsächlichen Kunden auf der ganzen Welt große Bekanntheit und hohes Ansehen genießt? Welche Bedeutung hat die Unterneh3) Im Vergleich zu den anderen Marktteilnehmern weisen Hidden menskommunikation für den internationalen Erfolg der Hidden Champions eine deutlich höhere Tiefe bezüglich Wertschöpfung Champions? Und: Welche Rolle spielt die Kommunikationspolitik und Fertigung, aber auch im Bereich Forschung und Entwickim Vergleich zu den anderen Marketinginstrumenten? lung (F&E) auf.


WeltMeister Österreich ErfolgsGeheimnisse

Kriterien aus österreichischer Sicht Unsere Studien orientieren sich generell weitgehend an den Kriterien, die Simon (2007) aufstellte, damit sich ein Unternehmen als deutscher Hidden Champion qualifiziert: ! Nr. 1, 2 oder 3 auf dem Weltmarkt oder Nr. 1 in Europa ! Umsatz unter 3 Mrd. € ! Unternehmenssitz in Deutschland ! Geringer Bekanntheitsgrad in der Öffentlichkeit. Diese scheinbar unpräzise Eingrenzung der Marktposition ist darauf zurückzuführen, dass die meisten Hidden Champions im Business-to-Business-Bereich agieren und mangels regelmäßiger Marktanalysen selbst nicht genau sagen können, welche Stellung am Weltmarkt sie derzeit innehaben. Ein weiterer Grund dafür ist der Tatsache geschuldet, dass nur ein geringer Prozentsatz der Hidden Champions an einer Börse notiert, und damit auch die Mitbewerber in der Weltspitze nicht publikationspflichtig sind und somit ihre Umsätze nicht veröffentlichen. Beim letztgenannten Kriterium handelt es sich um ein nicht exakt quantifiziertes Merkmal, sondern um eine qualitative Schätzung. Drei der vier angeführten Kriterien wurden auch für Österreich übernommen, allerdings musste die Umsatzobergrenze an die klein- und mittelständische Struktur der österreichischen Wirtschaft angepasst werden, da Unternehmen mit bis zu 3 Mrd. € Jahresumsatz aus österreichischer Sicht weder als mittelständisch noch als „hidden“ zu bezeichnen sind. Um nun für die empirische Untersuchung berücksichtigt zu werden, mussten daher die folgenden Kriterien erfüllt sein: ! Nr. 1, 2 oder 3 auf dem Weltmarkt oder Nr. 1 in Europa ! Umsatz unter 200 Mio. € ! Unternehmenssitz in Österreich ! Geringer Bekanntheitsgrad in der Öffentlichkeit. Der Marktanteil selbst wurde – wie bei Simon – nicht eigenständig ermittelt, sondern auf Basis von Unternehmensangaben bzw. Presseberichten erhoben. Die im Vergleich zu Simon deutlich niedrigere Umsatzgrenze von 200 Mio. € entspricht einerseits eher dem Bild eines mittelständischen Unternehmens und bezieht sich andererseits auf einen Befund von Meffert und Klein (2007), die feststellten, dass die Strategie der Spezialisierung – die von fast allen Hidden Champions verfolgt wird – die größten Erfolgspotenziale für Unternehmen mit weniger als 200 Mio. € Jahresumsatz mit sich bringt.

Die Befragung der heimischen Hidden Champions hatte zusätzlich zu den Kommunikationsaktivitäten dieser international so erfolgreichen Unternehmen auch zahlreiche Fragen zu den anderen klassischen Marketinginstrumenten zum Inhalt. Die Weltmarktführer-Datenbank der Fachhochschule Campus 02 in Graz, die 2007 aufgebaut wurde und die seitdem regelmäßig aktualisiert wird, umfasst aktuell rund 200 österreichische Hidden Champions. Diese Betriebe wiesen einen durchschnittlichen Jahresumsatz von 53 Mio. € aus und beschäftigten im Schnitt 405 Mitarbeiter. 70,6% der österreichischen Hidden Champions stellen hauptsächlich Industriegüter her, 17,6% sind vor allem im Konsumgüterbereich und die restlichen 11,8% im Dienstleistungsbereich tätig. Nicht weniger als 63% entstammen den drei Branchen Maschinenbau, Metallindustrie und Elektronikindustrie. Wachstum auch in der Krise Mehr als 80% der mittelständischen österreichischen Weltmarktführer sind Familienunternehmen, die ihren Firmensitz meist in ländlichen Gegenden haben und dort der mit Abstand größte Arbeitgeber sind. Erwartungsgemäß ist ihr Exportanteil sehr hoch (Median: 88%), und auch andere Kennzahlen wie die Eigenkapitalquote (42%) oder das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (rund 10%) sind absolut überdurchschnittlich. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass mehr als drei Viertel der befragten Unternehmen (76,5%) auch in den letzten fünf Jahren umsatzmäßig gewachsen sind und zwar um durchschnittlich 14,3% pro Jahr. Weitere 16,5% der österreichischen Hidden Champions stagnierten umsatzmäßig in dieser Zeit der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Lediglich 7% der mittelständischen österreichischen Weltmarktführer mussten unter diesen wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen rückläufige Umsätze verzeichnen. Weit vorn im globalen Wettbewerb Die befragten Führungskräfte der österreichischen Hidden Champions sagten aus, dass rund 10% des Umsatzes in Forschung und Entwicklung (F&E) investiert werden, und dass – nicht zuletzt deswegen – ein Großteil der Produkte (78%) der Hightech-Kategorie zuzurechnen ist. Der überwiegende Teil der Kunden sind langjährige und treue Stammkunden (72,5%), die für 75,7% des Umsatzes verantwortlich zeichnen.


Dennoch wird die Wettbewerbsintensität auf den bearbeiteten Märkten als sehr intensiv (32,8%) oder als eher intensiv (55,2%) bezeichnet. Obwohl fast alle mittelständischen österreichischen Welt- und Europamarktführer in Marktnischen agieren, haben sie es mit zahlreichen Mitbewerbern zu tun. Am europäischen Markt gibt es durchschnittlich 11,9 relevante Mitbewerber und am Weltmarkt sind es sogar 37,5. In organisatorischer Hinsicht werden die Marketingaktivitäten der österreichischen Hidden Champions meistens von einer eigenen Marketingabteilung (63,5%) abgewickelt, in 23% der untersuchten Betriebe sind Marketing und Vertrieb in einer gemeinsamen Abteilung zusammengefasst. So kommunizieren Hidden Champions Da bereits im Jahr 2008 im Rahmen einer telefonischen Befragung die Marketingaktivitäten dieser Betriebe erhoben wurden (Pfefferkorn 2008), lassen sich zum Teil Vergleiche mit den Ergebnissen der aktuellen Studie herstellen sowie erste Trends und Entwicklungen ableiten. Die befragten mittelständischen österreichischen Weltmarktführer investieren ca. 4,1% ihres Umsatzes in Kommunikationsaktivitäten, 2008 waren es „nur“ 3,1% gewesen. Dieses Kommunikationsbudget wird vor allem aufgrund der gesetzten Ziele (43%) festgelegt, aber auch die verfügbaren Mittel (35%) spielen dabei eine große Rolle. Nur 12% der befragten Betriebe orientieren sich diesbezüglich am Wettbewerb. Bei der Untersuchung 2008 gaben hingegen 55% der Hidden Champions an, das KommunikationsBudget aufgrund der zu erreichenden Zielen festzulegen. Mit großem Abstand folgten die finanziell verfügbaren Mittel (22%) sowie ein fixer Prozentsatz vom Umsatz (17%). 63% der österreichischen Hidden Champions arbeiten übrigens im Bereich der Kommunikation mit einer Agentur zusammen (2008: 71%), der Rest wickelt die Kommunikationsaktivitäten unternehmensintern ab. Dieser leichte Rückgang könnte ein Indiz dafür sein, dass die untersuchten Betriebe zunehmend versuchen, auch im Bereich der Kommunikation unternehmensinterne Kompetenzen aufzubauen. Dies würde auch zu anderen Befunden passen, wonach die Hidden Champions möglichst alle Kernprozesse unternehmensintern abwickeln und nur weniger wichtige Unternehmensaufgaben outsourcen. Offensichtlich wird die Unternehmenskommunikation in diesen Betrieben als immer wichtiger für den internationalen Erfolg eingeschätzt.

Foto: Knapp

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Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren: motivierte und hochqualifizierte Mitarbeiter.

Fragt man die Marketingverantwortlichen der mittelständischen österreichischen Weltmarktführer nach ihrer Einschätzung der Bedeutung der klassischen Kommunikationsinstrumente, so zeigt sich, dass Messen und Ausstellungen für diese Unternehmen mit großem Abstand am wichtigsten zu sein scheinen. Nicht weniger als 67,9% der Probanden bezeichnen dieses klassische Kommunikationsinstrument als sehr wichtig und weitere 26,4% als eher wichtig. Ebenfalls sehr wichtig sind die interne Kommunikation und die Öffentlichkeitsarbeit; dahinter folgen die Kommunikationsinstrumente Fachzeitschriften, Verkaufsförderung und Direct Marketing. Wesentlich weniger bedeutend für die österreichischen Hidden Champions sind die Kommunikationsinstrumente Event Marketing, Mediawerbung und Sponsoring. Im Wesentlichen entspricht diese Einschätzung der gelebten Praxis von Unternehmen, die vor allem auf Business-to-BusinessMärkten tätig sind. Lediglich die sehr hohe Bedeutung der internen Kommunikation ist überaus bemerkenswert und war gerade bei mittelständischen Betrieben in dieser Form nicht zu erwarten. Vergleicht man dieses Ranking der wichtigsten klassischen Kommunikationsinstrumente mit den Ergebnissen der Studie des Jahres 2008, dann fällt auf, dass es nur geringfügige Verschiebungen gibt. Vier der neuen Kommunikationsinstrumente nehmen sogar die idente Position wie bei der letzten Erhebung ein. Damals wie heute sind Messen und Ausstellungen für die österreichischen Hidden Champions das wichtigste klassische Kommunikationsinstrument. Doch unmittelbar dahinter zeigen sich leichte Veränderungen: So haben die Fachzeitschriften etwas an Bedeutung eingebüßt, während sich die interne Kommunikation und die Öffentlichkeitsarbeit jeweils um eine Position verbessert haben. Darüber hinaus haben am unteren Ende des Rankings die Instrumente Sponsoring und Mediawerbung die Plätze getauscht.


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WeltMeister Österreich

Wie läuft‘s mit den digitalen Instrumenten? Fragt man die Marketingverantwortlichen der österreichischen Hidden Champions nach der Bedeutung der digitalen Kommunikationsinstrumente für ihr Unternehmen, dann zeigt sich, dass das sogenannte Website-Marketing am wichtigsten eingeschätzt wird. Immerhin 39,6% der Probanden halten Website-Marketing für sehr wichtig, weitere 45,3% für immerhin eher wichtig. Fast gleichauf folgen dahinter die Kommunikationsinstrumente SuchmaschinenMarketing sowie E-Mail-Marketing bzw. Newsletter. Die hinteren Plätze in dieser Auflistung nehmen die digitalen Instrumente Social Media Marketing sowie Mobile Marketing ein, wobei Letzteres kein einziges Mal als sehr wichtig eingeschätzt wurde. Mobile Marketing wird überdies von mehr als der Hälfte der befragten Unternehmen (56,6%) als eher unwichtig oder sogar als sehr unwichtig bezeichnet. E-Mail-Marketing bzw. Newsletter werden hingegen von fast zwei Drittel (65,4%) der befragten Führungskräfte der österreichischen Hidden Champions als sehr wichtig bzw. eher wichtig eingeschätzt. Trotzdem geben interessanterweise nur 22,5% dieser Probanden an, Permission Marketing zu betreiben; entweder besteht hier ein Missverständnis bezüglich dieses Fachbegriffs oder man riskiert rechtliche Konsequenzen, wenn ohne ausdrückliche Erlaubnis des Kunden E-Mails oder Newsletter verschickt werden. Im Rahmen der Befragung wurden den Führungskräften der mittelständischen österreichischen Weltmarktführer auch ein paar

Foto: RHI

ErfolgsGeheimnisse

Durchschnittlich werden rund 10% des Umsatzes in F&E investiert.

Statements bzw. Aussagen zur Kommunikationspolitik ihres Unternehmens vorgelegt. Die größte Zustimmung erhielt dabei das Statement „Wir integrieren viele Bilder in unsere Kommunikation“. 43,4% der Probanden stimmten dieser Aussage voll zu, weitere 45,3% stimmten eher zu. Offensichtlich kommt Bildern auch in Unternehmen, die im Business-to-Business-Bereich tätig sind und die ihre Hightech-Produkte auf den Weltmärkten vertreiben, eine sehr große Bedeutung zu. Auch der Stellungnahme „Wir stimmen unsere Kommunikation individuell auf den Kunden ab“ wurde mehrheitlich zugestimmt. Zwar stimmten nur 22,6% der Probanden dieser Aussage voll zu, dafür stimmten aber 54,7% der befragten Führungskräfte eher zu. Offensichtlich werden nicht „nur“ die Produkte und Dienstleistungen dieser mittelständischen Weltmarktführer meistens individuell auf den Kunden maßgeschneidert, auch die Kommunikation wird weitgehend auf den jeweiligen Kunden abgestimmt.

Hidden Champions In Österreich gibt es derzeit 181 Hidden Champions mit weniger als 200 Mio. € Jahresumsatz sowie 65 große Welt- oder Europamarktführer mit mehr als 200 Mio. € Jahresumsatz. Nr. 1 der Welt

Nr. 2 oder 3 der Welt

Nr. 1 in Europa

österreichische Hidden Champions

137

5

39

181

große österreich. Weltmarktführer

50

5

10

65

187

10

49

246

Stand: August 2017

Da die international übliche Definition eines Hidden Champions nicht „nur“ die aktuelle Nr. 1 der Welt umfasst, sondern auch die Nr. 2 und 3 der Welt sowie die Nr. 1 des jeweiligen Kontinents (in unserem Fall also Europa), wurden die verschiedenen Kategorien getrennt. Wenn ein Unternehmen Welt- und Europamarktführer ist, wird es nur in der Spalte „Nr. 1 der Welt“ geführt (gilt auch für die Spalte „Nr. 2 oder Nr. 3 der Welt“). Unternehmen, die in der Spalte „Nr. 1 in Europa“ geführt werden, befinden sich nicht unter den Top 3 der Welt. Bei allen angeführten Weltmarktführern liegt der Firmensitz in Österreich.


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Noch am relativ geringsten war die Zustimmung beim Statement „Unsere Werbebotschaften haben vor allem technische Inhalte“. Auch hier stimmten 22,6% der Marketingverantwortlichen der österreichischen Hidden Champions der Aussage voll zu, aber nur 35,8% der Probanden stimmten eher zu. Dennoch scheint somit die Kommunikation und insbesondere die Werbung dieser Hightech-Betriebe von technischen Inhalten dominiert zu werden. Es könnte aber eine Überlegung wert sein, den Nutzen oder gar emotionale Aspekte stärker in der Kommunikation dieser ohnehin schon erfolgreichen Unternehmen herauszustreichen. Die zentrale Bedeutung der Produktpolitik Welche Rolle spielt somit die Kommunikationspolitik im Vergleich zu den anderen Instrumenten des Marketing? Fragt man die Marketingverantwortlichen der österreichischen Hidden Champions, wie wichtig die vier klassischen Instrumente des Marketing – die sogenannten 4 P‘s – für den Erfolg ihres Unternehmens sind, dann erhält man eine eindeutige Antwort: Die Produkt- und Markenpolitik scheint das mit Abstand wichtigste Marketinginstrument der mittelständischen österreichischen Welt- und Europamarktführer zu sein; auf einer Skala von 1 (= sehr wichtig) bis 5 (= sehr unwichtig) erreicht die Produkt- und Markenpolitik den sehr hohen Mittelwert von 1,34. Erst mit einigem Abstand folgen die Distributionspolitik (Mittelwert: 1,83), die Kommunikationspolitik (1,89) und die Preis- und Konditionenpolitik (1,98).

Der WeltMeister-Kenner FH-Prof. Dr. Georg Jungwirth hat mehrere detaillierte und umfassende Studien über die österreichischen Hidden Champions auch zu Detailaspekten wie Innovationsmanagement und Kundenzufriedenheit realisiert. Campus 02 Fachhochschule der Wirtschaft GmbH FH-Studienrichtung International Marketing & Sales Management 8010 Graz, Körblergasse 126 Tel: +43/316 6002 687, Fax: +43/316 6002 1230 georg.jungwirth@campus02.at www.campus02.at

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Auch aus anderen Studien ist bereits bekannt, dass der Produktpolitik der Hidden Champions eine zentrale Bedeutung zukommt. Wie schon erwähnt, scheinen die hohen Ausgaben für Forschung & Entwicklung die Basis dafür zu sein, dass die Produkte und Dienstleistungen dieser Unternehmen denen der relevanten Mitbewerber am Weltmarkt qualitativ überlegen sind. Dies schätzen nicht nur die Führungskräfte der österreichischen Hidden Champions so ein (Pfefferkorn 2008, Stocker 2015), das bestätigen auch deren internationale Kunden. 67,9% der befragten Marketingverantwortlichen der österreichischen Hidden Champions schätzen die Produktpolitik als sehr wichtig für den Erfolg des Unternehmens ein, weitere 30,2% als eher wichtig. Die drei anderen Marketinginstrumente werden zwar mehrheitlich auch als sehr bzw. eher wichtig für den Unternehmenserfolg eingeschätzt, die Produkt- und Markenpolitik scheint diesbezüglich aber eine ganz besondere Rolle einzunehmen. Die Kommunikationspolitik wird von 39,6% der Probanden als sehr wichtig eingeschätzt und von weiteren 47,2% als eher wichtig. Überzeugungsarbeit für weltmeisterliche Qualität Auch wenn der Produkt- und Markenpolitik der Hidden Champions eine Schlüsselrolle in Bezug auf den Unternehmenserfolg zuzukommen scheint, wird die Kommunikationspolitik von 86,8% der befragten Führungskräfte als sehr wichtig oder eher wichtig eingestuft; ihr kommt die Aufgabe zu, die internationalen Kunden der mittelständischen Welt- und Europamarktführer aus Österreich mithilfe der verschiedenen klassischen und digitalen Kommunikationsinstrumente von der hohen Qualität der Produkte und Dienstleistungen zu überzeugen. Dabei gilt es einerseits, die technischen Vorteile der meist hochinnovativen Produkte dieser Hightech-Unternehmen unter anderem mithilfe von Bildern so zu visualisieren, dass im Idealfall nicht nur rationale Argumente, sondern auch Emotionen transportiert werden. Darüber hinaus ist es das Ziel dieser Betriebe, mit den meist langjährigen und treuen Stammkunden auf ihren internationalen Business-to-Business-Märkten möglichst individuell zu kommunizieren. Auch wenn die Marketing- und Kommunikationsverantwortlichen der österreichischen Hidden Champions aufgrund dieser Rahmenbedingungen vor große Herausforderungen gestellt werden, so gelingt es ihnen trotzdem immer wieder, einen unverzichtbaren Beitrag für den globalen Erfolg dieser weitgehend unbekannten Weltmarktführer zu leisten! ◆


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ahlreiche Unternehmen in allen neun Bundesländern spielen in der Champions League der Wirtschaft mit und zählen zu den globalen Technologieführern. Hier eine Auswahl mit rund 80 dieser Top-Firmen (die meisten sind „Hidden Champions“) – ohne Anspruch auf Vollständigkeit! Burgenland

Foto: Geislinger

! Isosport Verbundbauteile GmbH: Kunststoff-Verbundmaterialien für die Ski- und Snowboardindustrie; www.isosport.com ! Lumitec: LED-Lichtlösungen; http://lumiteclighting.com ! Swarco Futurit Verkehrssignalsysteme GmbH: Polycarbonat-Ampeln; www.swarco.com ! Tupack Verpackungen GmbH: Plastiktuben und Lippenstifthüllen für die Kosmetik- und Pharmaindustrie; www.tupack.at ! Unger Stahlbau GmbH: Europamarktführer bei Stahlhochbauten; www.ungersteel.com

Geislinger produziert in Hallwang u.a. Drehschwingungsdämpfer und Kupplungen.

! Vossen GmbH & Co.KG: Europamarktführer bei Frottierware; www.vossen.com Kärnten ! Alpina Sicherheitssysteme GmbH: Sicherheitsmaterialien für Hochgeschwindigkeitssportarten; www.alpina.at ! Greenonetec Solarindustrie GmbH: Kollektoren für solarthermische Anlagen; www.greenonetec.com ! Hirsch Armbänder GmbH: Uhrenarmbänder aus Leder; www.hirschag.com ! S.A.M. Kuchler Electronics GmbH: Schneidesysteme für Wurst und Käse; www.sam-kuchler.com ! Wild GmbH: Optomechatronische Systeme; www.wild.at Niederösterreich ! Biomin (Unternehmen der Erber Group): Produzent von Nutztier-Nahrung; www.biomin.net ! FHW Franz Haas Waffelmaschinen GmbH: Waffel- und Keksanlagen; www.haas.com ! Jungbunzlauer Austria AG: Weltweit führend als Hersteller von biologisch abbaubaren, natürlichen Inhaltsstoffen; www.jungbunzlauer.com ! LiSEC Group: Flachglasverarbeitung; www.lisec.com ! Novomatic AG: Weltmarktführer bei Produktion und Vertrieb von elektronischem Glücksspiel-Equipment; www.novomatic.com ! Ovotherm International Handels GmbH: Klarsichtverpackungen für Eier; www.ovotherm.com ! Pollmann International GmbH: (Elektro-)Mechanische Baugruppen für Schiebedächer; www.pollmann.at ! Riegl Laser Measurement Systems GmbH: Lasermessgeräte im Zivilbereich; www.riegl.com


Fotos: Palfinger, Rosenbauer, Wintersteiger

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Zwei börsennotierte und ein spezieller Weltmarktführer: ein Marinekran von Palfinger, ein „Panther“ von Rosenbauer (r.o.) sowie eine Spezialmaschine der Wintersteiger AG.

! Test-Fuchs GmbH: Testsysteme für Luft- und Raumfahrt, GSE (Ground Support Equipment) und AGE (Aircraft Ground Equipment); www.test-fuchs.com ! Zizala Lichtsysteme GmbH: Scheinwerfer für Pkw, Lkw und Zweiräder; www.zkw.at

! Trodat Holding GmbH: Selbstfärbende Stempel- und Lasergravurmaschinen; www.trodat.net ! WFL Millturn Technologies GmbH & Co KG: Weltmarktführer bei multifunktionalen Dreh-Bohr-Fräszentren; www.wfl.at ! Wintersteiger: Feldversuchstechnik, Holzoberflächenreparatur, etc.; www.wintersteiger.com

Oberösterreich Salzburg ! Alois Pöttinger Maschinenfabrik GmbH: Ladenwagen für die Landwirtschaft; www.poettinger.at ! Fill GmbH: Ski-Bearbeitungsmaschinen; www.fill.co.at ! Hitzinger GmbH: Individuelle Stromversorgungen; www.hitzinger.at ! Lenzing: Weltmarktführer bei Cellulosefasern; www.lenzing.com ! Numtec-Interstahl GmbH: Markier- und Lesemaschinen für die Stahl- und Nichteisenindustrie; www.numtec-interstahl.com ! PC Electric GmbH: Industriestecker und Verteilerkästen; www.pcelectric.at ! Rosenbauer International AG: Feuerwehrtechnik im abwehrenden Brand- und Katastrophenschutz; www.rosenbauer.com ! Rubble Master GmbH: Baustoff-Recycling-Anlagen; www.rubblemaster.com ! Teufelberger Seil GmbH: Boots- und Schiffstaue, Kranseile; www.teufelberger.com ! Trench Austria GmbH: Trocken isolierte Luftkerndrosselspulen; www.trenchgroup.com

! Atomic Austria GmbH: Alpinski; www.atomicsnow.com ! Geislinger GmbH: Kupplungen und Dämpfer von Großmotoren; www.geislinger.com ! Copa-Data GmbH: Software zum automatischen Steuern von Industrieanlagen und Gebäudetechnik; www.copadata.at ! Eisenwerk Sulzau-Werfen: Hightech-Walzen für die internationale Stahlindustrie; www.esw.co.at ! J. Meissl GmbH: Schirme und Schirmbars mit Fokus Spezialanfertigungen; www.meissl.com ! Orderman GmbH: Funkboniersysteme für die Gastronomie; www.orderman.com ! Palfinger AG: Lkw-Ladekräne; www.palfinger.at Steiermark ! Anton Paar GmbH: Dichte- und Konzentrationsmessungen, Rheometrie; www.anton-paar.com


WeltMeister Österreich

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! Binder + Co AG: Siebtechnik und Glasrecycling; www.binder-co.com ! CNSystems Medizintechnik; Geräte zum nichtinvasiven Herz-Kreislauf-Monitoring; www.cnsystems.com ! DiTest Fahrzeugdiagnose GmbH: Abgas-Prüfgeräte; www.avlditest.com ! IBS Holding GmbH: Entwässerungsanlagen für die Papierindustrie; www.ibs-ppg.com ! Inteco special melting technologies: Anlagen für Sondermetallurgie; www.inteco.at ! Isovoltaic AG: Spezialfolien für Photovoltaik-Module; www.isovoltaic.com ! Komptech GmbH: Abfallbehandlung und Aufbereitung von Biomasse; www.komptech.com ! König Maschinen GmbH: Bäckereimaschinen, www.koenig-rex.com ! LCT GmbH: lichtdurchlässiger Beton, https://lct.co.at ! Pieps GmbH: Verschütteten-Suchgeräte, www.pieps.com ! Remus: Sportauspuffanlagen; www.remus.eu ! Schaller GmbH: Biomasse- und Altpapierfeuchte-Messung; www.humimeter.com ! Wolfram Bergbau und Hütten AG: Wolframcarbid- und Wolframmetall-Pulver für die Hightech-Industrie; www.wolfram.at ! Wollsdorf Leder Schmidt & Co GmbH: High-Quality-Lederpolster für die Automobilindustrie; www.wollsdorf.com

Foto: Vamed

Hidden Champions

Die Vamed steht mit Klinikbauten (hier: Zihlschlacht, Schweiz) an der Weltspitze.

Vorarlberg ! Alpla Werke Alwin Lehner GmbH & Co. KG: Kunststoffverpackungen; www.alpla.com ! Bachmann electronic GmbH: Windkraftsteuerungen; www.bachmann.info ! Baur Prüf- und Messtechnik GmbH: Hochspannungs-, Prüf- und Messtechnik; www.baur.at ! Doppelmayr: Seilgezogene Transportsysteme; www.doppelmayr.com ! Getzner Werkstoffe: Schwingungsisolierung; www.getzner.com ! WolfVision GmbH: High End Visualizer; www.wolfvision.com Wien

Tirol ! Julius Blum GmbH: Beschläge; www.blum.com ! Glockengiesser Grassmayr: seit 1599 (!) bestehende Glockengießerei in Innsbruck; belieferte bisher 100 Länder mit Glocken; www.grassmayr.at ! Kompass Karten GmbH: Wanderkarten; www.kompass.at ! Pirlo GmbH: Schnupftabakdosen, Metallverpackungen; www.pirlo.com ! Riedel: Kristallgläser; www.riedel.com ! SPGPrints Austria GmbH: Lasergravursysteme für die Textil-, Teppich- sowie Verpackungsindustrie; www.spgprints.com ! Sunkid Skilift Fördertechnik GmbH: Skiförderbänder; www.sunkid.at ! Swarovski Optik KG: Fern- und Militäroptik; www.swarovskioptik.com ! Vizrt: Fernsehgrafiken und virtuelle Studios; www.vizrt.com

! Dietzel GmbH: Installationssysteme für die Elektrotechnik; www.dietzel-univolt.com ! Frequentis AG: Informations- und Kommunikationssysteme für Flugsicherheit; www.frequentis.com ! Plasser & Theurer: Gleisstopfmaschinen; www.plassertheurer.com ! Schiebel Elektronische Geräte GmbH: Minensuchgeräte und unbemannte Luftfahrzeuge; www.schiebel.net ! Starlinger & Co GmbH: Gewebte Kunststoffsäcke; www.starlinger.at ! Thomastik-Infeld GmbH: Instrumentensaiten; www.thomastik-infeld.com ! Vamed: Gesamtanbieter für Einrichtungen des Gesundheitswesens; www.vamed.com ! Vienna Symphonic Library: Virtuelle Orchestermusik; www.vsl.co.at ◆


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WeltMeister Österreich Hidden Champions

CSR ist für Österreichs Hidden Champions sehr bedeutsam Was ist wichtiger: die ökonomische, soziale oder ökologische Komponente? Und wie werden die „guten Taten“ eigentlich kommuniziert?

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bility bzw. Nachhaltigkeit in den vergangenen Jahren so viel an Bedeutung gewonnen – daher ist eine Untersuchung des Themas innerhalb der Hidden Champions unumgänglich.“ Kurz zur Definition: Hidden Champions sind mittelständische Unternehmen, die an der Spitze der Weltmärkte agieren. Meist handelt es sich dabei um Nischenmärkte, die eine hohe Spezialisierung, Produktqualität und intensive Forschung und Entwicklung erfordern. Außerdem zeichnen sich Hidden Champions durch Hochleistungsmitarbeiter, hohe Kundenorientierung und hohe Exportquoten aus. Des Weiteren ist ein Großteil der österreichischen Hidden Champions familiengeführt. „Soll nun die Wichtigkeit von Corporate Social Responsibility in Österreichischen Hidden Champions untersucht werden, muss zuvor festgestellt werden, dass Nachhaltigkeit aus einer ökonomischen, sozialen und ökologischen Komponente besteht“, so Jungwirth. „All diese Aspekte spielen eine bedeutende Rolle für nachhaltiges Wirtschaften.“ Die aktuelle empirische Untersuchung der FH Campus 02 konnte feststellen, dass Corporate Social Responsibility auf alle Fälle von hoher Wichtigkeit und somit ein Erfolgsfaktor für heimische Hidden Champions ist. Österreichische Weltmarktführer unternehmen verschiedenste Tätigkeiten im Bereich der Nachhaltigkeit und ziehen unterschiedlichste Nutzen aus einer solchen Politik. „Dabei ist zu betonen, dass sich die Manifestierung von Corporate Social Responsibility in familiengeführten Hidden Champions Familiengeführte Firma mit internationaler Bedeutung: Miba (Peter F. Mitterbauer).

CSR wird immer wichtiger Das Phänomen Hidden Champions zeigt, dass kleine und mittelständische Unternehmen erfolgreiche Marktführer sein können. „Die Forschung in Österreich im Bereich der Hidden Champions konnte verschiedenste Erfolgsfaktoren identifizieren“, sagt Jungwirth zu WeltMeister Österreich. „Dabei hat kaum ein anderes Thema als Corporate Social Responsi-

Foto: Miba

idden Champions bzw. Weltmarktführer sind bzw. können – wie in diesem Buch umfassend dargestellt – wesentlich mehr, als „nur“ möglichst optimale Produkte und Dienstleistungen auf den globalen Märkten zu offerieren. Georg Jungwirth von der FH Campus 02 war und ist es ein persönliches Anliegen, auch die Soft Skills wie Kundenbindung bzw. Corporate Social Responsibility der österreichischen Vorzeigeunternehmen zu erforschen. So wurde 2017 eine telefonische Befragung der Führungskräfte von 72 österreichischen Hidden Champions (HC) zur Bedeutung von CSR in ihrem Unternehmen durchgeführt. Ein wichtiger Aspekt bei dieser Studie waren etwaige Unterschiede zwischen familiengeführten und nicht-familiengeführten HC. Daher waren 38 dieser befragten mittelständischen Weltmarktführer Familienunternehmen (FU) und 34 waren Nicht-FU. Die Probanden waren vor allem Geschäftsführer/Vorstände (47%), Marketing-Verantwortliche (26%), Vertriebsleiter (10%), Personalchefs (6%) und CSRVerantwortliche (4%).


Foto: Lieb Bau Weiz

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Musterbeispiel für ein familiengeführtes Unternehmen mit internationalen Ambitionen aus der Baubranche: Lieb Bau Weiz (im Bild: Doris Enzensberger-Gasser, 4. Generation)

deutlich von anderen Hidden Champions unterscheidet“, sagt Jungwirth. „Alles in allem dominiert zwar nach wie vor die Wichtigkeit der Erfolgsfaktoren Forschung und Entwicklung, Mitarbeiter- bzw. Kundenorientierung und Produktqualität; dennoch wird Corporate Social Responsibility als unverzichtbarer Bestandteil angesehen, um auch diese Aspekte zu unterstützen!“ Besser nachhaltig als schnell und viel Bei der aktuellen Untersuchung wurde zunächst die Art der Gewinnorientierung hinterfragt. „Ist ein nachhaltiges Einnahmenwachstum wichtiger als ein größeres, schnelleres?“ Beachtliche drei Fünftel der österreichischen Hidden Champions setzen bei dieser Fragestellung ausdrücklich auf die Nachhaltigkeit. Weniger als 15% stimmten teilweise oder überhaupt nicht zu, rund ein Viertel zeigte sich unentschlossen. Besonders bemerkenswert: Mehr als die Hälfte (53%) der Interviewpartner familiengeführter Hidden Champions haben nachhaltiges Einnahmenwachstum als wichtiger angesehen; bei den nichtfamiliengeführten Unternehmen war dies nur bei etwa einem Viertel (26%) der Fall. Außerdem wandten sich fast 20% der nichtfamiliengeführten Hidden Champions ausdrücklich gegen Nachhaltigkeit – im Vergleich zu nur 10% der familiengeführten Hidden Champions.

Bei CSR „allgemein“ gibt es kaum Unterschiede Die zweite Fragestellung beschäftigte sich damit, ob die CSR ein Teil der allgemeinen Strategie der jeweiligen Unternehmensführung ist. Hier stimmten mehr als 60% der familiengeführten Hidden Champions zu. Etwa ein Viertel war unentschlossen, deutlich weniger als ein Fünftel stimmte teilweise oder überhaupt nicht zu. Bei diesen Werten konnten so gut wie keine Differenzen der Werte zwischen familiengeführten und nicht-familiengeführten Hidden Champions festgestellt werden. CSR wird schon bald noch wichtiger Bei der dritten Frage ging es um die Wichtigkeit von Corporate Social Responsibility in der absehbaren Zukunft bzw. ob diese zunehmen werde. Eindeutiges Resultat: Annähernd 90% aller Hidden Champions nehmen an, dass die Bedeutung von CSR noch weiter steigen wird, nur 2% verneinten die Behauptung, ob die Relevanz von CSR zunehmen werde. Auch bei diesem Aspekt konnten so gut wie keine Unterschiede zwischen familien- und nicht-familiengeführten Hidden Champions festgestellt werden. „Es existiert daher ein allgemeiner Konsens, was die zukünftig steigende Bedeutung von Corporate Social Responsibility bei den heimischen Hidden Champions betrifft“, kommentiert Jungwirth.


WeltMeister Österreich Hidden Champions

Foto: Prangl

Es liegt in der Familie ... Wo liegen nun entscheidende Unterschiede im CSR-Business zwischen Unternehmen, die (oft seit Jahrzehnten, teilweise seit Jahrhunderten) in Familienhand liegen, und jenen, bei denen dies nicht so ist? Laut Jungwirth existieren bei Familienunternehmen zwei Systeme, die einander wechselseitig beeinflussen: die Firma und die Familie. Daher wird das Unternehmen stärker von äußeren, familienbezogenen Faktoren wie Familienkultur, Werte und Zielsetzungen beeinflusst sein (siehe Baulenas et al. 2010, S. 7–9, sowie Felden/Hack 2014, S. 35f). „Vom Standpunkt der CSR aus bedeutet dies, dass die Familie einen sehr großen Einfluss auf das Handlungsfeld der Unternehmensführung haDas erfolgreiche Familienunternehmen Prangl ist 2017 von Niederösterreich nach Wien zurückgekehrt. ben kann“, erklärt Jungwirth. Ein Beispiel Hitparade“ rangieren Wohltätigkeits- und Freiwilligenarbeit mit wäre ein Einfluss auf jene Leitthemen, die von der Kultur, den 15% Engagement. Durchschnittlich beschäftigen sich die UnternehWerten, etc. der Firma (siehe Braun/Lotter 2011, S. 68f) herrühren men mit jeweils sechs verschiedenen Handlungsfeldern. – jedoch bei familiengeführten Hidden Champions deutlich stärker bzw. alternativlos von Kultur, Werten und Zielen der Familie. Die Bedeutung der einzelnen Segmente „Infolgedessen kann die gesamte Ausführung der CSR in familienMithilfe der Triple Bottom Line-Methode haben Jungwirth und sein geführten Unternehmen unterschiedlich sein.“ Team die drei wesentlichen Handlungsfelder bzw. Dimensionen Eine weitere Charakteristik familiengeführter Firmen ist deren gereiht. Demnach ist die wirtschaftliche Dimension für die österreiHerangehensweise im Sinne von weniger hartem Wettbewerb und chischen Hidden Champions mit einem Wert von 1,31 die mit Abdem Gefühl der Zusammengehörigkeit beim Personal (siehe Berstand wesentlichste und die ökologische Herangehensweise mit ninghaus/Habig 2004, S. 10). „Dieser Aspekt kann von der Tatsache 2,58 die am wenigsten wichtige. Die „soziale Dimension“ rangiert verstärkt werden, dass CSR in organisatorischem Engagement mit einem Wert von 2,11 etwa in der Mitte. resultiert“, ergänzt Jungwirth. Hier waren keine großen Unterschiede zwischen familiengeführten und nicht von Familien geführten Hidden Champions festzuDie wichtigsten Einzelfaktoren stellen, wobei der ökonomische Aspekt für nicht familiengeführte Zusätzlich zu den „übergreifenden“ Fragen wurden auch die konUnternehmen doch erkennbar höherwertig war. kreten Handlungsfelder analysiert. Hier empfinden die österreichischen Hidden Champions die vier Faktoren „Nachhaltiges PersoWas letztlich zählt nalwesen“ und „Nachhaltiges Produktmanagement“ mit jeweils Basierend auf den Erfolgsfaktoren der Hidden Champions, können 82% sowie „Ökologisches Handeln“ und „Gute Zusammenarbeit“ zwei Handlungsfelder innerhalb der wirtschaftlichen Dimension mit jeweils 81% bei Weitem als wichtigste. hervorgehoben werden: Unternehmensführung und ProduktmaAußerdem engagieren sich mehr als zwei Drittel (71%) der Hidnagement. Diese können die Erfolgsfaktoren „Überlegene Proden Champions in „nachhaltiger Unternehmensführung“; mehr als duktqualität“, „Hohe Kundenorientierung“ (verstärkt durch Prodie Hälfte beschäftigt sich mit Kommunikation (61%) und Risikomaduktmanagement) sowie (Unternehmens-)Führung massiv beeinnagement (60%), und fast 50% bieten Weiterbildung bezüglich flussen bzw. fördern. Corporate Social Responsibility. Deutlich am Schluss dieser „CSR-


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Foto: Welser Profile

wesen können die Erfolgsfaktoren von HighPerformance-Mitarbeitern ebenso wie die unternehmensinterne Forschung und Entwicklung beeinflussen. Mehr Mitarbeitertreue, Motivation und Qualifikation können erreicht werden beispielsweise durch Förderung der Chancengleichheit sowie durch merkliche Bemühungen zu Integration und Weiterbildung. Für den Erfolgsfaktor F&E und insbesondere die Innovationskraft der Hidden Champion sind folgende Handlungen fördernd, wenn sie richtig ausgeführt werden: Ideenmanagement, Integration von Ausländern und Frauenförderung. Darüber hinaus kann Freiwilligenarbeit fördernd für High-Performance-Mitarbeiter sein, wenn sie sich bei sozialer Arbeit für die GesellHidden Champion und Familienbetrieb in elfter Generation mit sehr viel CSR-Engagement: Welser Profile. schaft engagieren – z.B. indem dafür Arbeitsstunden gut geschrieben oder Boni für Freiwilligenarbeit zugesproAus Sicht der CSR betrifft Produktmanagement Angelegenheichen werden. ten wie einen Lieferanten auszusuchen, der CSR-Anforderungen „Klassisches“ wohltätiges Engagement resultiert grundsätzlich erfüllt, um ein Endprodukt zu liefern, welches die soziale, wirtnicht in der Ausweitung der Erfolgsfaktoren von Hidden Champischaftliche und ökologische Dimensionen widerspiegelt (siehe Beons; natürlich kann aber auch dieses Handlungsfeld von den Firmen rens/Hietbrink/Van Rekom 2010, S. 295). Abhängig von den Anforweiterhin realisiert werden und ist ja oft gerade bei familiengeführderungen der Kunden, kann dies ein essenzieller Aspekt der Proten Unternehmen schon jahrzehntelang von großer Bedeutung. duktqualität sein. Unternehmensführung betrifft Angelegenheiten bezüglich der Tue Gutes und sprich darüber! Werteorientierung und eine klar definierte CSR-Strategie. Leitende Last but not least ist es selbstverständlich relevant, CSR-AktivitäManager von Hidden Champions sind kompromisslos, wenn es um ten nach außen zu kommunizieren. Dies tun beinahe zwei Drittel Werte, Zielsetzungen, etc. geht (siehe Simon 2012, S. 400f). Da CSR der österreichischen Hidden Champions. (Der Prozentsatz an famieines hohen Grads an Werteorientierung bedarf, kann Unternehliengeführten Hidden Champions, die diese Aktivitäten kommunimensführung daher ein von Hidden Champions stark bearbeitetes zieren, ist ein wenig höher als bei nicht-familiengeführten.) Handlungsfeld sein. Weniger als einer von fünf Hidden Champions benutzt für die Last but not least können Hidden Champions selbstverständlich externe Kommunikation laut der Studie einen eigenen CSR-Bericht. auch das Handlungsfeld des Risikomanagements nutzen. In diesem Allerdings tun dies 20% der nicht-familiengeführten Hidden ChamZusammenhang kann der Dialog zwischen den Stakeholdern ein pions im Vergleich zu nur 10% der familiengeführten Unternehmen. entscheidender Aspekt für diese Firmen sein, um krisenfest zu Fast die Hälfte der Hidden Champions benutzen ihre Homepage bleiben. Außerdem ist Kommunikation essenziell für Corporate zur Kommunikation ihrer CSR-Aktivitäten. Social Responsibility, um die Anforderungen an die Transparenz zu Weiters sind für mehr als 40% PR und Flyer wichtige Präsentaerfüllen. tionsmittel. Nur etwa ein Fünftel wählt Videos, Kundenmagazine Somit können drei Handlungsfelder als fördernd für den Erfolg und Geschäftsberichte für externe CSR-Kommunikation. von Hidden Champions angesehen werden: Dialog zwischen den Im Durchschnitt benutzen heimische Hidden Champions etwa Akteuren und Zusammenarbeit, Freiwilligenprogramme des Unterfünf bis sechs verschiedene externe Kommunikationskanäle. ◆ nehmens sowie Personalwesen. CSR-Aktivitäten beim Personal-


WeltMeister Österreich Focus on Forward

So wird der Höhenflug auf den Exportmärkten gesichert Schritt in die Zukunft: ADVANTAGE AUSTRIA hat als Innovationsagentur einen geschärften Blick für Trends und Innovationen rund um den Globus.

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nnovation sichert langfristigen Erfolg. ADVANTAGE AUSTRIA setzt daher als Innovationsagentur einen vertieften Fokus auf die Bereiche Innovation, Internationale Technologiekooperationen und Start-ups. Dazu erweitert ADVANTAGE AUSTRIA u.a. ihr Partnernetzwerk in den wichtigsten Technologie- und Innovationshotspots der Welt und schließt Partnerabkommen mit internationalen Universitäten und Forschungseinrichtungen.

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Innovation ist ein Erfolgsschlüssel für die Zukunft. Das weltweite Netz von ADVANTAGE AUSTRIA schafft Zugänge zu internationalen Innovationen.


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ADVANTAGE AUSTRIA ist die Internationalisierungs- und Innovationsagentur der österreichischen Wirtschaft.

Drehscheibe für globale Kooperationen und unterstützt österreichische Unternehmen dabei, die richtigen internationalen Partner zu finden. Neue Geschäftsmodelle aus aller Welt „Demografische Veränderungen, knappe Ressourcen, digitale Transformation und technologische Umbrüche sorgen für rasante soziale, gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen“, erklärt der neue Leiter von ADVANTAGE AUSTRIA, Michael Otter, der das neue Geschäftsfeld „Innovation“ von ADVANTAGE AUSTRIA maßgeblich mitgestaltet hat. „Urbanisierung, Mobilität, Sensorik oder durchgängige Datenkonnektivität schaffen ebenso neue Geschäftsmodelle und Märkte wie die Verschiebung der globalen ökonomischen Kräfteverhältnisse.“ Die Konvergenz von Industrien erfordert interdisziplinäre Lösungen und zwingt Unternehmen zur neuen Standortbestimmung außerhalb herkömmlicher Branchenabgrenzungen. ADVANTAGE AUSTRIA unterstützt diese Standortbestimmung als Themenmonitor sowie Impulsgeber und ermöglicht kompakte „Zugänge“ zu den Wissenslandschaften eines sich neu ordnenden unternehmerischen Umfelds. Der „Übervater“ der Innovation, Josef Schumpeter, nannte sie die „schöpferischen Zerstörer“: jene Unternehmen, die auf der

Suche nach Spielfeldern sind, wo „etwas Neues“ ein Alleinstellungsmerkmal schafft, mit dem sich Geld verdienen lässt. Alles Neue beginnt mit einer guten Idee, und fast alle guten Ideen entstehen aus profundem Wissen um die Veränderungen, die unsere Welt mit zunehmender Rotationsgeschwindigkeit bewegen. Aber eine Idee allein ist noch nichts wert. Profitabel sind Ideen erst, wenn aus ihnen Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse werden, die am Markt Bestand haben. Sehr oft werden für die Marktreife die „richtigen“ Partner gebraucht, die dort Stärken haben, wo die „Zerstörer“ selbst noch im Minus sind. Mit ihren mehr als 100 Stützpunkten weltweit hat ADVANTAGE AUSTRIA für den Wettlauf innovativer Unternehmen zum Erfolg jede Menge „im Werkzeugkasten“! ◆ Headoffice in Wien: ADVANTAGE AUSTRIA Innovationsmanagement, T +43 5 90900 – 4187 | – 4307 wko.at/innovateaustria Start-ups / New Corporates, T +43 5 90900 – 4190 wko.at/aussenwirtschaft/startups Internationale Technologiekooperation wko.at/aussenwirtschaft/scitech


WeltMeister Österreich Exportpreis 2017

Österreichs Paradeunternehmen vor den Vorhang! Die besten exportierenden Unternehmen werden von ADVANTAGE AUSTRIA alljährlich mit dem Österreichischen Exportpreis ausgezeichnet.

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ie Trophäe des Österreichischen Exportpreises wird aus bestem Augartenporzellan gefertigt und stellt eine stilisierte Adlerschwinge dar – die perfekte, sinnbildliche Inszenierung von Aufschwung und Weitblick. Der 15. Österreichische Exporttag in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) am 26. Juni 2017, die größte Export-Informationsveranstaltung des Landes, war (wieder) ein großer Erfolg. 3.000 Besucher stellten einen neuen Rekord dar, und mit 2.800 Beratungsgesprächen waren die 69 Wirtschaftsdelegierten sowie die über 30 externen Aussteller den ganzen Tag lang voll ausgelastet. „Diese Treffen waren die ideale Möglichkeit, um sich einen Überblick über Geschäftschancen und Entwicklungen in Auslandsmärkten zu verschaffen oder aber, um individuelle Anliegen und Wünsche zu besprechen“, berichtet Sigmund Nemeti, für die Exporttag-Organisation Verantwortlicher der ADVANTAGE AUSTRIA. Der Exporttag fand am Abend bei der Exporters‘ Nite und der Verleihung der Österreichischen Exportpreise durch WKÖ-Präsident Christoph Leitl und Wirtschaftsminister Harald Mahrer seinen krönenden Abschluss. Bereits während des Exporttags wurden 44 Jungunternehmen für ihre erfolgreichen Internationalisierungsschritte mit der Auszeichnung „Born Global Champions“ geehrt. „Nach dem Exporttag ist aber schon wieder vor dem nächsten Exporttag: Die Planungen für den Exporttag 2018 sind bereits voll im Gange“, sagt Nemeti. Ab Dezember 2017 sind Bewerbungen unter exportpreis.at möglich. Die sechs „Goldenen“ 1) Imagotag ist eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich digitaler Lösungen für den Einzelhandel und für zentral gesteuerte, elektronische Preisauszeichnungslösungen. Die Gruppe entwickelt und vermarktet alle Komponenten ihrer Systeme und bietet damit ganzheitliche Lösungen. Imagotag hat in rund 12.000 Stores in 55 Ländern der Welt ihre Systeme implementiert: von di-

Die Exportpreis-Trophäe von Augarten.

gitalen Preisschildern über Echtzeit-Warenverwaltung bis zu Analyse-Tools, die das Käuferverhalten abbilden. Mehr als 150 Mio. digitale Preisschilder hat das Unternehmen mit seinem strategischen Partner Store Electronic Systems (SES) bisher installiert. Die wichtigsten Auslandsmärkte des weltweit tätigen Unternehmens sind Deutschland und Frankreich, die Exportquote beträgt rund 98%. 2) Kaum ein Skigebiet weltweit, in dem nicht Zutrittssysteme von Skidata im Einsatz wären, kaum eine Tiefgarage, kaum ein Stadion. Mehr als 10.000 Skidata-Anlagen in über 100 Ländern gewährleisten einen schnellen und sicheren Zugang von Personen und Fahrzeugen zu Sportstätten, Flughäfen, Einkaufszentren, Messen und Freizeitparks. Ein Konzept, das seit Jahren für Erfolge gut ist: „Wir konzentrieren uns auf ausgewählte Wachstumsfelder und konnten unsere weltweite Präsenz in den letzten Jahren auf 25 Tochtergesellschaf-


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Preisträger Handel Silber: Sonnentor Kräuterhandelsgesellschaft mbH.

ten ausbauen“, sagt CEO Hugo Rohner. Vor 40 Jahren hat Skidata übrigens seine erste Registrierkasse entwickelt und auch die ersten gedruckten Skitickets. 3) Die AVL List gilt in der Automotive-Welt längst als eine Institution und ist deshalb auch mit einem Netzwerk aus 54 Tochtergesellschaften und 16 Technologiezentren rund um den Erdball vertreten – ein Familienunternehmen, das sich seit bald 70 Jahren der Verbesserung von Motoren widmet, eine der forschungsstärksten Firmen in Österreich ist und heute das weltweit größte, unabhängige Unternehmen für die Entwicklung von Antriebssystemen. Für den Hauptgesellschafter und Vorsitzenden der Geschäftsführung, Helmut List, war der Weg seines Unternehmens in den Außenhandel schon lange vorgezeichnet: „Zunehmend global agierende Kunden erwarten sich an allen Standorten eine gleichartig umfassende Projektdurchführung.“ 4) In den drei Jahrzehnten seit der Gründung konnte Copa-Data die modular aufgebaute, integrierte Steuerungs-, Visualisierungs-, Leitund Auswertesoftware zenon als eines der führenden internationalen Softwareprodukte auf diesem Gebiet etablieren. Mit elf eigenen Tochterunternehmen, 16 Distributoren und mehr als 200 Partnern wurden bisher rund 100.000 Installationen der Software in 90 Ländern der Erde realisiert, darunter solche, in denen andere Marktbegleiter programmieren lassen, z.B. Südkorea und Indien. Aktuell erzielt Copa-Data 95% des Umsatzes im Export.

Zahlreiche international tätige Anbieter von Energie- und Umwelttechnik sowie industrieller Automatisierung nutzen die ausschließlich am Unternehmenssitz in Salzburg entwickelte Software zenon in ihren Gesamtlösungen. So entschied sich etwa der weltweit tätige Energie- und Automatisierungstechnikkonzern ABB 2016 dazu, zenon unter der Bezeichnung ABB zenon in sein Portfolio aufzunehmen. Dank Kooperationen und Projekten mit namhaften internationalen Kunden ist in den kommenden Jahren mit einem weiteren Steigen der Exportrate zu rechnen. 5) Die Donhauser GmbH agiert als Catering-Pionier. Nicht, dass sie diese Form der Gastronomie erfunden hätte, doch mit dem mutigen Schritt, als erstes österreichisches Unternehmen ein Joint Venture im Iran zu gründen, hat sich das Unternehmen als absolutes Vorzeigeprojekt im Tourismus-Außenhandel positioniert. Von Teheran aus organisiert die Dona Catering, ein Joint Venture zwischen der Donhauser GmbH und der größten iranischen privaten Eisenbahngesellschaft Rail Pardaz, die Verpflegung der Fahrgäste. Als nächster Schritt ist das Catering für eine der spektakulärsten Tourismuseinrichtungen des Iran, den Luxuszug „Persischer Phönix“, geplant. 6) Der jüngste Hotspot für die cargo-partner GmbH ist Ljubljana. Am dortigen Flughafen wird gemeinsam mit einem Kunden aus der Healthcare-Industrie ein neues Lager errichtet; geplante Fläche: 25.000 m². Damit markiert das in Fischamend beheimatete Unter-


WeltMeister Österreich Exportpreis 2017

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nehmen einen weiteren Ort auf der Weltkarte seiner internationalen Präsenz. In rund 100 Ländern ist man inzwischen mit 2.588 Mitarbeitern aktiv. In Europa unterhält die cargo-partner 54 Büros, in der Region Asien-Pazifik 20, 15 auf dem indischen Subkontinent und zwölf in Nordamerika. Die Orientierung des Unternehmens auf das Ausland war fast von der Gründung an gegeben: Ab 1983 entstanden erste Standorte in Osteuropa, später auch in Übersee. Zu den bemerkenswerten Großprojekten, die von cargo-partner bislang betreut wurden, gehören neben dem jüngsten Engagement in Ljubljana ein Zolllager in Shanghai und ein knapp 14.000 m² großes Lager in Clarksville (USA) für einen Kunden aus dem Automotive-Sektor. Der Global Player Award „Wir haben bereits sehr früh erkannt, dass wir für den nachhaltigen Erfolg unsere Exportaktivitäten forcieren müssen“, sagt der Geschäftsführer und Eigentümer des Vorarlberger Beschlägespezialisten Julius Blum GmbH. So ist das Unternehmen bereits seit Jahrzehnten auf allen Kontinenten mit Tochtergesellschaften und Vertretungen aktiv. Produziert wird in Vorarlberg, in Brasilien, Polen und in den USA, exportiert wird in mehr als 120 Staaten.

EXPORTPREISSIEGER 2017 (Gold/Silber/Bronze) Gewerbe und Handwerk imagotag GmbH/motion06 gmbh/Lithoz GmbH Handel Skidata/Sonnentor Kräuterhandel/Polychem Handels GmbH Industrie AVL List/TGW Logistics Group/BRP Rotax GmbH & Co KG Information und Consulting Copa-Data/Stream Unlimited Engineering/Inlibris GmbH Tourismus und Freizeitwirtschaft Donhauser/Spanische Hofreitschule (Piber)/Schloss Esterhazy Transport und Verkehr cargo-partner/ACS Logistics/Hämmerle Spezialtransporte Global Player Award Julius Blum GmbH Expat Award Rudolf Amerstorfer (Miba Far East) exportpreis.at

Am 26.6.2017 stand bei Exporttag und Exporters‘ Nite alles im Zeichen des Exports.

Dass Blum sich zu einem derart erfolgreichen Global Player entwickeln konnte, erklärt der Firmenchef auch damit, dass man Internationalisierung als Absatzstrategie ebenso wie als Mindset sieht: „Entscheidend für den Erfolg in den weltweiten Märkten ist das offene Zugehen auf die unterschiedlichen Mentalitäten und die damit verbundene Wertschätzung der Kulturen.“ Der Expat Award Als Rudolf Amerstorfer vor mehr als 30 Jahren seine Berufslauf bahn startete, verkaufte er schon bald auf zwei Kontinenten Generatoren der Hitzinger GmbH: in Afrika und in Fernost. Trotz des guten Jobs fand er mit 34, dass die Zeit reif für etwas Neues ist und landete so bei Miba und im Fernen Osten. Denn als die Miba in den späten Achtzigern den richtigen Mann und den richtigen Ort suchte, um ihr Asiengeschäft aufzubauen, fand man Amerstorfer – und Singapur. Seit 28 Jahren leitet er nun die Miba Far East Pte Ltd als Managing Director. Die Position, die das Unternehmen in Asien einnimmt, will Amerstorfer noch weiter ausbauen. „Wenn ich in Pension gehe, will ich das mit einem Lächeln tun, weil ich weiß, dass das, was ich hier aufzubauen geholfen habe, für die Zukunft abgesichert ist“, sagt der Vater von vier Kindern und inzwischen auch, wie er anmerkt, „stolzer Großvater“. Das Geschäft für die Zukunft absichern, bedeutet für den Fernost-Profi Amerstorfer vor allem: sich auf die immer schneller wechselnden Kundenbedürfnisse einstellen. Dynamische Entwicklung nennt das Amerstorfer und sieht als die wichtigsten Faktoren dabei vier Punkte: Technologieführerschaft, lebenslanges Lernen, unternehmerisches Denken, vor allem aber Leidenschaft für den Erfolg. ◆


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WeltMeister Österreich Das Start-up-Ökosystem

Wie aus Top-Start-ups schon bald Top-Unternehmen werden Wien hat sich zu einem Upcoming Hotspot für Start-ups gemausert. (Auch) Dadurch gelingt die radikale Innovation des Wirtschaftsstandorts.

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er größte Accelerator in Österreich ist weXelerate. Für seinen ersten Batch per Ende August 2017 hat der Wiener Innovation Hub mehr als 1.000 (!) Bewerbungen aus 72 Ländern erhalten. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren wurden 52 Start-ups aus 14 Ländern ins viermonatige Programm aufgenommen. Um dafür berücksichtigt zu werden, mussten disruptive Lösungen in den Verticals Media, Banking, Insurance, Industry 4.0 oder Energy & Infrastructure vorgelegt werden. Gescoutet wurde insbesondere in den Technologie-Feldern Blockchain, IOT/Big Data, Mobility/AR/VR, Cyber Security und AI & Bot. Die meisten Batch-Teilnehmer kamen aus dem Bereich Banking. AI & Bot waren das quantitativ stärkste Technologiefeld.

die Möglichkeit zum zielgerichteten Fundraisen zu geben. Bei der Auswahl werden besonders jene Start-ups bevorzugt, die bereits „investment ready“ sind, d.h. den Proof of Concept bereits erbracht haben oder einen funktionierenden Prototypen vorweisen können. Bereits mehr als 100 durchgeführte Events in ganz Europa mit mehr als 10.000 Teilnehmern, einem Netzwerk aus 500 Mentoren und über 1.000 präsentierten Ideen machen Startup Live zu einem herausragenden Veranstaltungsformat zur Vernetzung und Förderung von Start-ups. Zu den prominentesten „Alumni“ zählen Runtastic, Shpock, mySugr, Conda, V-play, etc. Startup Live unterstützt Start-ups mit einem starken Netzwerk, bestehend aus Business Angels, VCs und Industrie-Experten.

Dynamische Entwicklung Investment ready Der Standort Wien entwickelt sich zu einem zentraleuropäischen AustrianStartups sammelt als unabhängige Non-Profit-Plattform für Hub mit großer Anziehungskraft für innovative Gründer aus dem Österreichs Start-up-Community die relevanten Informationen und In- und Ausland, bestätigt man auch bei der ABA („Invest in AusRessourcen, macht sie für Start-ups verfügbar und weist auf die tria“). Diese orientieren sich mit Bedeutung innovativer Firmen für ihren neuen Produkten und das unternehmerische Ökosystem Diensten auf globale Märkte hin hin, um so die Gründerszene zu und nehmen ihrerseits Impulse stärken. von international agierenden InIm September 2017 startete vestoren auf. AustrianStartups mit „(Digital) Abzulesen ist die dynamische Health“ gemeinsam mit der aaia Entwicklung sowohl an der stei(Austrian Angel Investor Associagenden Zahl an Start-ups als tion) mit „Vertical Uncovered“ auch an den wachsenden Sumeine neue Event-Reihe, bei der men, die sie beim Exit aus der geladene Investoren und ausgeInkubationsphase durch den Einsuchte Start-ups jeweils einer stieg potenter Partner – häufig Branche zusammentreffen, um aus dem Ausland – realisieren branchenspezifisch Start-ups mit können. Noch 2016 wurde ein passenden Investoren zu vernetneues Start-up-Paket seitens der WhatAVenture und weXelerate scouten Start-ups. zen und den Jungunternehmen


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Die weXelerate spaces am Wiener Donaukanal wurden im September erĂśffnet.

Bundesregierung beschlossen. Dieses bringt weitere Vorteile fĂźr internationale Start-ups, die ihr Unternehmen in Ă–sterreich grĂźnden wollen. Die Basis fĂźr die dynamische Entwicklung mit erfolgreichen GrĂźndungen wird durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren gelegt, die dem Standort internationales Renommee und Attraktivität verleihen: t½TUFSSFJDI JTU NJU EFN XFMUXFJUFO /FU[ WPO "%7"/5"(& AUSTRIA mit mehr als 100 weltweiten StĂźtzpunkten das ideale Internationalisierungssprungbrett. t%BTTFISIPIF"VTCJMEVOHTOJWFBVJNUFDIOJTDIFO#FSFJDI EBT von den Technischen Universitäten sowie vielen Fachhochschulen garantiert wird t%JF 4FMCTUPSHBOJTBUJPO EFS (SĂ OEFST[FOF JO 4UBSUVQ$MVTUFS und Coworking-Spaces und die Promotion durch Veranstaltungen und GroĂ&#x;events wie dem Pioneers-Festival. t%BT VOUFSTUĂ U[FOEF /FU[XFSL WPO &BSMZ4UBHF*OWFTUPSFO  Inkubatoren und Business Angels, das sich zunehmend professionalisiert. t%JFvHSĂ OEVOHTQSJWJMFHJFSUF(NC)i EJFNJUFJOFSWPO auf 5.000 â‚Ź reduzierten Mindesteinzahlung den Einstieg in die Selbstständigkeit erleichtert. t%BTJOWFTUJUJPOTGSFVOEMJDIF4UFVFSTZTUFNNJU4UFVFSHVUschrift fĂźr Investitionen in die Forschung sowie einem einheitMJDIFO,ĂšSQFSTDIBGUTUFVFSTBU[WPO

t&JOF BVTEJGGFSFO[JFSUF 'JOBO[JFSVOH C[X FJO 'ĂšSEFSVOHT system, in dem die Ă–sterreichische ForschungsfĂśrderungsgesellschaft (FFG) und die Austria Wirtschaftsservice GmbH (AWS) Hightech-GrĂźndern durch spezifizierte Programme und GrĂźnderfonds Starthilfe geben. â—†

Austin, Berlin ... und Wien! Laut Experten arbeitet das gesamte „Ökosystem“ daran, internationale Start-ups nach Ă–sterreich zu bringen. Wien ist heute neben Austin und Berlin der weltweit wichtigste Standort fĂźr die Entwicklung von Chatbots – und das fĂźhrende internationale Technologie- und Start-up-Medium Techcrunch kĂźrte Ă–sterreich zum aufstrebenden „Early-stage-Capital“ Europas. Dank attraktiver FĂśrderungen und niedriger Lebenshaltungskosten gilt Wien als ein gutes Pflaster, ein Start-up zu grĂźnden und in jener Phase groĂ&#x;zuziehen, wenn erste Kunden gewonnen sind und Risikokapitalgeber Interesse zeigen. Mit dem Internationalisierungprogramm „go International“ skalieren Start-ups aus Ă–sterreich weltweit mit Programmen wie Go Silicon Valley, CEE-Pitch London, TelAviv Hackathon, GoAsia, etc.


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Von Anfang an weltweit innovativ

Born Global Champions Auszeichnung für 44 „Born Global Champions“ für innovative Produkte und Dienstleistungen sowie schnelles internationales Wachstum. Im Rahmen des 15. Exporttags von ADVANTAGE AUSTRIA in der Wirtschaftskammer Österreich in Wien wurden auch 44 Jungunternehmen als „Born Global Champions“ geehrt. Diese Auszeichnungen gehen an Unternehmen, die sich durch ihre Internationalisierungserfolge für unsere Wirtschaft besonders verdient gemacht haben. „Es handelt sich dabei um junge Unternehmen – Gründung 2012 oder danach –, die von Anfang an weltweit tätig waren, innovative Produkte und Dienstleistungen anbieten und schnelles internationales Wachstum zeigen“, erklärt WKÖ-Präsident Christoph Leitl. Die Preise „Born Global Champions” werden seit 2015 vergeben; insgesamt wurden bisher über 120 Firmen ausgezeichnet. 2017 kam die Kategorie „Born Global Supporters“ hinzu – für Mittel- und/ oder Großunternehmen, die „Born Global Champions“ erfolgreich ausgegründet oder unterstützt haben. Herausragende Beispiele Schon jetzt nimmt Kreisel Electric bei der Entwicklung fortschrittlicher Technologien im Bereich E-Mobility eine weltweit führende Rolle ein. So hatte das Rainbacher (OÖ.) Unternehmen 2017 gemeinsam mit Arnold Schwarzenegger den elektrischen Umbau eines Luxus-Geländewagens auf Basis der Mercedes G-Klasse präsentiert. Getrieben von der Vision, den elektrischen Antrieb in alle Bereiche der Mobilität zu integrieren, entwickelt Kreisel die global leichtesten und effizientesten Hochleistungs-Batterien. Die Projekte reichen von E-Karts und Pkw über Busse und Lkw bis zu Booten und Flugzeugen sowie stationären Speicherlösungen. Herausragend agiert auch der Mikrolautsprecher-Pionier USound, der in einem Mehrjahresprojekt den kleinsten Lautsprecher der Welt bis zur Marktreife entwickelt und diesen mit zahlreichen Patenten abgesichert hat. Mittels MEMS-Technologie (Micro Electro Mechanical Systems) ist eine extrem kleine, äußerst energieeffiziente und erstmals digitale Version eines Miniaturlautsprechers gelungen. „Der Kopfhörermarkt ist nur der erste Schritt“, verrät CEO Ferruccio Bottoni. „Anwendungen in Smartphones und in zahlreichen Bereichen des täglichen Lebens werden folgen.“

Kreisel Electric baut und entwickelt hochinnovative Akkus und Elektrofahrzeuge.

Den Schlüssel zum Erfolg gefunden hat Nuki Home Solutions als führender Anbieter von smarten Zutrittslösungen in Europa. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, bestehende Türschlösser intelligent zu machen und dadurch den physischen Schlüssel zu ersetzen. Nuki Home Solutions wurde 2014 in Graz gegründet und verkauft bereits nach Deutschland, Frankreich, Schweiz und in die Benelux-Länder; die nächste Internationalisierungswelle betrifft Spanien, Italien und das Vereinigte Königreich. Die Wiener KnowledgeFox GmbH wiederum hat eine Lern-Software für Organisationen beliebiger Größe mit dem Wunsch nach eigenen Kursen auf einem eigenen Server entwickelt. KnowledgeFox ist zudem eine Lernlösung mit eigenem didaktischem Ansatz, dem sogenannten MikroLernen, entwickelt u.a. nach den neurowissenschaftlichen Erkenntnissen von Nobelpreisträger Eric Kandel und dem Lernmodell von Sebastian Leitner. Premiumkunden sind derzeit u.a. Samsung Austria, Credit Suisse, ÖBB und voestalpine. KnowledgeFox wird auch weltweit an Universitäten und in der öffentlichen Verwaltung (z.B. in Mazedonien) eingesetzt. ◆


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Start-up

Tolle Hosen für China

„Unternehmerisches Potenzial optimal nützen“ Weil das unternehmerische Potenzial von Breddy’s so heraussticht, ist das Start-up auch der erste Teilnehmer der neuen Wachstumsinitiative des Österreichischen Gewerbevereins (ÖGV). „Wenn ein Start-up den Proof of Concept erbracht hat, also etabliert ist und ein ausgereiftes Produkt besitzt, erfüllt es das wichtigste Kriterium für die Aufnahme“, erklären die Mentoren des Programms, Klaus Mec und Markus Ott. „Weiters soll kein vordergründiger Finanzierungsbedarf vorliegen, das Projekt soll skalierbar und die Unternehmer aufgeschlossen gegenüber neuen Ratschlägen sein.“ Breddy’s hatte zum Start der ÖGVWachstumsinitiative „Unternehmerisches Potenzial optimal nützen“ mit den ersten Verkäufen der Crossover-Hosen über verschiedene Vertriebskanäle bereits den Proof of Concept erbracht. Mit der Unterstützung der Wachstumsinitiative konnten weitere Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden: ein eigenes Geschäftslokal in Möd-

Eines der besten österreichischen Damenfußballteams, USC Landhaus/Austria Wien, in Breddy’s-Hosen.

ling, ein florierender Online-Shop, ausgeweitete Marketing- und Vertriebsaktivitäten sowie positives Kundenfeedback sowie Medienecho zeugen vom unmittelbaren Nutzen. „Der Outcome, der durch diese Zusammenarbeit erreicht werden konnte, lässt uns den Expansionskurs mit voller Kraft und Konzentration noch fokussierter weiterführen“, bestätigt Geschäftsführer Claus Bretschneider. „Am meisten hat mir geholfen, unser Unternehmen aus neuen Perspektiven zu betrachten.“ Inzwischen hat das Start-up seine CrossoverHosen auch schon zur renommierten Sportartikelmesse ISPO nach Shanghai gebracht und will also auch China „erobern“ ... Breddy’s wurde mit dem „ISPO Brandnew-Award 2017“ prämiert und erhielt weiters den Trigos-Award „Bester CSR-Newcomer“. Weitere Auszeichnungen beim Trigos NÖ gingen an den Adamah Biohof, Cuitec und die Umdasch Group. ◆ Foto: Breddy’s

Breddy’s wurde von Claus und Manuela Bretschneider in Wien bzw. Mödling realisiert und stellt Crossover-Hosen her. Das innovative Produkt kombiniert die Vorteile von Funktionsmaterialien mit dem Chic einer modischen Hose. Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung stehen zusätzlich zur Qualität im Fokus der Produktion, die zu 100% in Europa in kontrollierten Familienbetrieben erfolgt. Mit einer Breddy’s Crossover-Hose sind aktive und modebewusste Menschen für actionreiche Aktivitäten jeder Art gerüstet und verzichten dabei nicht auf Komfort und Design. Die Preise für solch eine klimaregulierende, ergonomische, wasser- und schmutzabweisende Hose variieren je nach Modell und liegen zwischen 139 und 169 €.

Foto: Stefan Horak

Das erst 2016 gegründete Start-up Breddy’s könnte mit seinen innovativen Crossover-Hosen zum „Weltmeister von morgen“ werden.


Paneele die verbinden

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Novomatic setzt internationale Wachstumsstrategie fort 2016 verzeichnete der Hightech Gaming-Technologiekonzern mit rund 2,3 Mrd. Euro Umsatz das erfolgreichste Jahr in der Firmengeschichte.

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m Gleichklang mit dem internationalen Erfolg bekennt sich Novomatic zu seinen österreichischen Wurzeln: Im Jahr 1980 von Johann F. Graf in Gumpoldskirchen gegründet, beschäftigt die Unternehmensgruppe heute mehr als 25.000 Mitarbeiter weltweit und hat ihren Hauptsitz nach wie vor in Österreich. Die Novomatic-Gruppe ist durch ihre zahlreichen internationalen Tochtergesellschaften in allen Segmenten der Gaming-Industrie tätig; das Spektrum reicht dabei von Casino Equipment, Systemen und Cash Management-Lösungen über Arcade- und Pub-Produkte bis hin zu Sportwetten, Lotterietechnologie sowie Online-, Mobile- und Social Gaming-Angeboten. Die Basis für den weltweiten Erfolg bildet die duale Strategie. So ist Novomatic sowohl Produzent von High-Tech Gaming-Technologie, als auch Betreiber von rund 2.100 elektronischen Casinos, Spielbanken und Sportwettfilialen. Dadurch nutzt Novomatic die Möglichkeit, neue Entwicklungen zunächst in den konzerneigenen Casinos zu testen. Innovationen werden erst dann auf den Markt gebracht, wenn technische Feinheiten ausgereift sind und durch die Begeisterung der Gäste bestätigt wurden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr generierte die Novomatic-Gruppe einen Umsatz von rund 2,3 Mrd. €, einen Großteil davon vor allem in den Kernmärkten Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien. Durch strategische Akquisitionen soll in diesen Ländern die Marktposition weiter ausgebaut werden. So erhielt Novomatic Anfang 2017 grünes Licht von der britischen Wettbewerbsbehörde CMA (Competition Markets Authority) für den Kauf des britischen Spielstättenbetreibers Talarius. Das Unternehmen betreibt in UK in 162 Spielstätten insgesamt 7.500 Gaming-Terminals und beschäftigt knapp 1.000 Mitarbeiter. Durch diese Transaktion ist Novomatic nun der größter Betreiber von elektronischen Automatencasinos („Adult Gaming Centers“) in Großbritannien. In Deutschland ebnete die Akquisition der Casino Royal Gruppe den Weg für den weiteren nachhaltigen Ausbau

der Marktposition. Die Casino Royal Gruppe beschäftigt aktuell rund 1.000 Mitarbeiter und verzeichnete im Geschäftsjahr 2016 einen Brutto-Umsatz von 102 Mio. €. Zukünftig liegt der Fokus des Technologiekonzerns auf dem weiteren Ausbau der Marktposition, insbesondere in den USA, in Australien, Asien und Südamerika. Die geplante mehrheitliche Übernahme der australischen Ainsworth Game Technology Ltd. ist ein wichtiger Hebel für die Erschließung dieser Märkte. Seit der Zustimmung der Minderheitsaktionäre im Juni 2016 arbeiten Novo-

Der „weltmeisterliche“ Gaming-Technologie-Konzern expandiert weiter.


Fotos: Novomatic (2)

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„Zukunftsinvestitionen sichern langfristig die starke Stellung von Novomatic auf dem globalen Markt“, sagt der Novomatic-Vorstandsvorsitzende Harald Neumann.

matic und Ainsworth gemeinsam an der Umsetzung des Zusammenschlusses. Beide Unternehmen durchlaufen derzeit die für den Abschluss der Akquisition erforderlichen Genehmigungsprozesse diverser Glücksspielbehörden. Forschung und Entwicklung Novomatic ist dank seiner Technologiezentren federführend bei der Entwicklung innovativer Produkte und Systemlösungen. Der Konzern verfügt über mehr als 4.000 IP-Schutzrechte. Mit diesen Investitionen in das Wachstum möchte Novomatic neue Märkte erobern und vor allem auch die Position in den Kernmärkten stärken; einen wesentlichen Beitrag dazu leistet der Bereich Forschung und Entwicklung. Allein in den letzten drei Jahren hat Novomatic mehr als 250 Mio. € in Forschung und Entwicklung investiert, mehr als 1.200 Experten arbeiten in den weltweiten Technologiezentren. Hinzu kommt, dass der branchenweite Trend in Richtung Verschmelzung von bekannten Themen der Popkultur (wie TV-Sendungen und Blockbuster) mit Gaming anhält. Novomatic setzt in diesem Bereich ebenfalls auf „Branded Games“ und verfügt über Lizenzen sowohl für die Batman-Trilogie von Christopher Nolan als auch die Sherlock Holmes-Verfilmung von Guy Ritchie.

Unterstützt wird die Entwicklung durch konzerneigene und dem Konzern nahestehende Hardware- und Softwareentwicklungsteams in Österreich, Deutschland, Großbritannien, Island, den Niederlanden, Spanien, Russland, Argentinien, USA und Polen sowie über Exklusivpartnerschaften mit Entwicklern in anderen europäischen Ländern sowie Australien.

Europas führender Gaming-Technologie-Konzern Im ersten Halbjahr 2017 wurde ein Rekordumsatz erwirtschaftet und dabei gleichzeitig der höchste Mitarbeiterstand in der Unternehmensgeschichte erreicht. Der Umsatz der Novomatic AG stieg in den ersten sechs Monaten um 11,3 Prozent auf 1.218,7 Mio. € (1. Halbjahr 2016: 1.094,9 Mio. €). Zukäufe vor allem in den Kernmärkten Deutschland und Spanien haben das Wachstum der Gruppe im ersten Halbjahr angetrieben. Weitere kleinere Unternehmenskäufe fanden z.B. in Spanien, Italien und den Niederlanden statt. www.novomatic.com


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Foto: Novomatic

Sportwettenaktivitäten Online, Mobile und der Novomatic-Gruppe Social Gaming-Kompetenz unter einer DachbeÜber alle Medienkanäle hinweg zeichnung im internatioist die Nutzung des Novomaticnalen B2B-Segment zu Spieleportfolios nun auch im Bevermarkten. NSBS unreich des Social Gaming etabterstützt aktuell die inliert, in dem Spiele ausschließternationalen Unternehlich zu Unterhaltungszwecken mungen von Admiral gespielt werden. Der Online Sportwetten, Na Zvezi Gaming-Bereich ist einer der am und SBT, im Hinblick auf schnellsten wachsenden Sektogemeinsame Marketingren – nicht zuletzt, weil kontinuaktivitäten sowie bei der ierlich technologische NeuheiKoordination der konten und Entwicklungen präsenNovomatic bietet eines der umfangreichsten Produktportfolios der Gaming-Branche. zerninternen Zusamtiert werden. menarbeit. Die überlegene Omni-Channel-Sportwettenlösung für Immer leistungsfähigere Endgeräte, darunter vor allem vielseidas Management überzeugt mit einer unlimitierten Zahl von Selftige Smartphones und Tablet-Computer, schaffen neue MöglichkeiService-Terminals und Kassen im terrestrischen Segment sowie ten für Konsumenten, stellen die Anbieter aber auch vor völlig neue einer sicheren Online- und Mobile-Sportwettenlösung über ResponHerausforderungen. sive Web Design und plattformunabhängige Designs. Als „Online-Schmiede“ der Novomatic-Gruppe nimmt sich die Alle drei Unternehmen unter dem Dach von NSBS verfolgen eine Greentube Internet Entertainment Solutions GmbH all dieser Herinternationale Expansionsstrategie.Die innovativen Wettsysteme ausforderungen an und arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwerden dafür laufend aktualisiert, um sie flexibel auf die jeweiligen wicklung erfolgreicher Produkte. Greentube zählt zu Europas regionalen Anforderungen anpassen zu können und den Kunden Spitze im Bereich der B2B-Anbieter von Spielecontent und ist einer das Wetterlebnis so attraktiv wie möglich zu gestalten. der führenden Betreiber von Social Casino Gaming in Europa. Das umfangreiche Produktportfolio umfasst Casino Slots, Table Games, Novomatic baut internationale Lotteriekompetenz stetig aus Bingo, Poker, Live Dealer Gaming, AWP-Slots, Server-based Gaming Als Gaming-Technologiekonzern war Novomatic stets bestrebt, und Social Casino-Lösungen, die es terrestrischen Casinos ermögseine Kompetenzen in allen Bereichen des modernen Glücksspiels lichen, mit ihren Gästen auch außerhalb des Casinos Kontakt zu kontinuierlich auszubauen. Durch die Akquisition des isländischen halten. Pioniers auf dem Gebiet der Lotterietechnologie, der Betware Holding hf., hat Novomatic bereits im November 2013 den letzten Novomatic Sports Betting Solutions Schritt zur Vollintegration vollzogen. Als logische Konsequenz folgt Getreu der Unternehmensphilosophie „Vertrauen schaffen durch nun der stetige Ausbau der Präsenz im klassischen LotterieBuchmacherkompetenz, Auszahlungssicherheit und Seriosität“, segment: Mit der Gründung der Tochtergesellschaft Novomatic präsentiert sich Admiral seit 25 Jahren als kompetenter Anbieter Lottery Solutions GmbH (NLS) Mitte 2014 hat die Gruppe ihre von Sportwetten. In rund 250 Admiral-Filialen, am Smartphone, an Lotterienkompetenz gebündelt. Sportwettterminals sowie Online bietet Admiral ein umfangreiches Somit bietet NLS mit den vereinten Ressourcen, Erfahrungen Wettangebot. Seit seinem Bestehen steigerte Admiral Sportwetten und dem Know-how von Novomatic und Betware jedem Lotterieseinen Anteil am heimischen Markt rasch auf mehr als 50% und betreiber eine innovative 360-Grad-Lösung für alle Vertriebskanäle, entwickelte sich somit zur klaren Nummer eins im österreichischen inklusive Online und Mobile. Durch die innovative „bring your own Filialsportwettgeschäft. terminal“-Lösung hebt sich NLS damit nun klar von seinem MitbeEinen weiteren Meilenstein markiert die Novomatic Sports Betwerb ab. ◆ ting Solutions (NSBS). Diese wurde 2015 ins Leben gerufen, um


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Unternehmen stellen sich vor

CHECK – RECHECK – SIMACEK Außergewöhnliche Qualität, Service und Sicherheit für unsere Kunden. Die Philosophie des traditionsreichen Familienunternehmens, das heute wohl zu einem der bedeutendsten Konzerne in der FacilityBranche gehört, ist schnell auf den Punkt gebracht: „Excellente Mitarbeit schafft exzellente Services“. Das nun in dritter Generation von der Enkelin der Firmengründer, Mag. KommR Ursula Simacek, geführte Familienunternehmen zählt zu den Leitbetrieben Österreichs und beschäftigt heute über 7.000 MitarbeiterInnen in Österreich, Zentral- und Osteuropa. SIMACEK bietet grenzenloses Service in den Bereichen Reinigung (Unterhalts- und Sonderreinigung), Schädlingsbekämpfung, Sicherheit, Verkehrsmittelreinigung, Verpflegung, Technisches Service, Hygiene-Service und -Produkte sowie Grünraum, erläutert Mag.a KommR Ursula Simacek. „Wir können dem Kunden alles anbieten, was eine Liegenschaft oder ein Gebäude zum Betrieb braucht. Wir erbringen gebäudebezogene Dienstleistungen, aber auch Bewachung, Betriebsverpflegung, Industrieservices und managen bei Bedarf die gesamte Infrastruktur der Liegenschaft. Damit wollen wir unseren Kunden maximalen Komfort bieten. Unser Slogan CHECK – RECHECK – SIMACEK steht ebenfalls für den ganzheitlichen Fokus.“ Facts & Figures 2017 MitarbeiterInnen Österreich: ~5.000 MitarbeiterInnen weltweit: ~7.000 Umsatz Österreich: Forecast 165 Mio. Euro Umsatz weltweit: Forecast 184 Mio. Euro Soziale Projekte: 45 ONR 192500, ISO 9001, ISO 14001, OHSAS 18001, ISO 13001, Cepa Certified, EMAS, ÖKOBusiness Plan 2014, WEISS Ethiksiegel in Gold, Leitbetriebe Austria, UN Global Compact Austria, Nestor Gold, Audit Beruf und Familie, Charta der Vielfalt SIMACEK Facility Management Group GmbH Ignaz-Köck-Straße 8, 1210 Wien Tel. +43 1/211 66-0

„Ich bin der festen Überzeugung, dass die Achtung und Wahrung unser Simacek-Werte auch in Zukunft die Grundlage unseres Erfolgs ist.“ Mag.a KommR Ursula Simacek

Um der gestiegenen Bedeutung der Infrastrukturkosten und -qualitäten Rechnung zu tragen, hat SIMACEK Facility Management Group im Zuge des Projekts „Infrastruktur Management 4.0“ ein umfassendes Benchmarking-System erarbeitet. Ziel dabei ist es, die aktuellen Kosten auf Adäquanz, Konformität, Effizienz, Preis/Leistung zu prüfen und in Vergleich zu anderen Unternehmen zu setzen. Auf Basis dieses Benchmarking-Systems erarbeiten die SIMACEK-Spezialisten Optimierungsvorschläge und managen bei Bedarf die projektmäßige Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen. „Mit SIM 4.0 haben wir eine Softwareplattform geschaffen, um unsere Services online zu unterstützen. In SIM 4.0 können wir jeden Vertrag, Standort, Wartungsintervall, jedes Servicelevel in der Bewachung, Technik oder im Energiemanagement einpflegen. Die Kunden können je nach Ausbaustufe ihre Immobilien zu jeder Zeit mittels Login betrachten und den Servicelevelabstimmen“, erklärt Mag.a KommR Ursula Simacek.

www.simacek.com CHECK – RECHECK – SIMACEK Unser Name steht für Qualität, Sicherheit und Zufriedenheit für Menschen und Gebäude in über 40 Städten in Europa.

Neben ökologischen Projekten liegt bei SIMACEK nach wie vor das Augenmerk auf dem Faktor Mensch und hier auf Gesundheit, Ausbildung und Demografie-Fitness. „Mit gelebter Integration, Diversität und Nachhaltigkeit leistet SIMACEK einen sozialgesellschaftlichen und wirtschaftlichen Beitrag. Ich bin überzeugt, dass gelebte soziale Verantwortung in einem Unternehmen zum Erfolg führt“, bringt Mag.a KommR Ursula Simacek einmal mehr ihre Firmenphilosopie zum Ausdruck: „Excellente Mitarbeit schafft exzellente Services, dies ist auch mein Eigenanspruch.“


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F&E als Geheimnis des Erfolgs, am Beispiel Wienerberger Mit der Performance im 1. Hj. 2017 war CEO Heimo Scheuch zufrieden – im Gespräch mit Paul Christian Jezek ging es vor allem um die Zukunft.

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um Zeitpunkt dieses Exklusivinterviews kaufte Wienerberger gerade die Preflex Group, einen führenden Anbieter von vorverdrahteten Elektroinstallationsrohren. Diese Akquisition soll das Geschäft im schnell wachsenden Segment der vorverdrahteten Rohre für elektrische Anwendungen stärken. Weiters wurde das Hintermauerziegelwerk Reetz von Röben Klinkerwerke GmbH etwa 100 km südwestlich von Berlin übernommen, wo qualitativ hochwertige mineralwolleverfüllte Ziegel sowie Plan- und Blockziegel produziert werden. Absatzmärkte dieses Werks sind vor allem die Regionen im Osten von Deutschland sowie im Westen von Polen.

Im Jahr 2016 lag unser F&E-Aufwand bei 14,9 Mio. €, was einem Anteil am Umsatz von 0,5% entspricht. Im gleichen Zeitraum betrug der Anteil innovativer Produkte und Systemlösungen am Gesamtumsatz von Wienerberger rund 27%. Ich bin stolz auf unsere Entwicklung der letzten Jahre. Wir sehen hier auch weiter großes Potential, das wir nutzen werden, um mit zukunftsweisenden Lösungen das Bauen und die Infrastruktur von morgen zu gestalten.

‚Gebrannte Erde‘ gab es doch aber schon vor Jahrhunderten. Was unterscheidet denn ein modernes Wienerberger-Produkt von einem alten Ziegel? Vieles! Wir haben den Ziegel zu einem hoch technologischen Produkt weiterentwickelt, gleichzeitig seine ureigenen und nachhaltiHerr Scheuch, eines Ihrer Ziele für 2020 ist die Steigerung des gen Eigenschaften erhalten. Oft werden Gebäude – vor allem in Konzern-Umsatzes auf 4 Mrd. €. Zukäufe wie diese leisten einen BeiÖsterreich – mit einer künstlichen, nicht nachhaltigen Dämmung trag zur Zielerreichung. Welche Strategien verfolgen Sie hier noch? eingehüllt. Bei unserem Neben Akquisitionen fokussieren Top-Produkt ist der Dämmwir uns auf organisches Wachstum stoff bereits in den Ziegel durch Kundennähe, lokale Marktintegriert. kenntnis und Innovationskraft. Das ermöglicht es der Forschung und Entwicklung Wand, zu ‚atmen‘ und bietet (F&E) zählen zu unseren strategiden Bewohnern eine angeschen Schwerpunkten und haben nehme Wohnatmosphäre. einen zentralen Stellenwert im UnDieser Verfüllziegel eigternehmen. Hier erkenne ich in der net sich besonders für den Baustoffbranche insgesamt einen mehrgeschossigen Wohnpositiven Wandel. Trends wie enerbau, wo Menschen auf engieeffizientes Bauen oder Digitaligem Raum zusammenlesierung haben in den vergangenen ben. Er spart Energie, Jahren dazu beigetragen, dass sie schützt vor Lärm, sorgt für hoch innovativ geworden ist. ein gesundes Raumklima Auch Wienerberger und vor alund ist schnell zu verarbeilem unsere Unternehmenskultur Flexibles Zusammenleben: Raumaufteilung mit einer Kombination aus Gemeinten. Dieses Produkt erfüllt schaftsräumen und privaten Rückzugsmöglichkeiten in Form von Mini-Wohnungen. haben sich stark weiterentwickelt.


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und Neubau bis zur Sanierung des Dachbereichs.

alle Anforderungen, die wir heute an den modernen Wohnbau stellen. Unser erklärtes Ziel der letzten Jahre, mit innovativen Produkten und Konzepten stärker in den urbanen Wohnraum und in den Renovierungsbereich zu gehen, trägt Früchte.

Fotos: Wienerberger (2)

Und welche Wienerberger-Trends gibt es in der Infrastruktur? Auch im Rohrbereich können wir durch Innovation punkten: In Lübeck (Deutschland) haben wir z.B. ein Kanalisations-Projekt aus Steinzeugrohren Wie sieht Innovation realisiert, bei dem das Mibei Wienerberger aus? crotunneling-Verfahren Als internationaler Innovazum Einsatz kommt. tionsführer im Bereich In acht Metern Tiefe Bauen und Infrastruktur werden hier Rohre unterirantworten wir auf aktuelle disch mittels Vortrieb verHerausforderungen wie legt, ohne dass zuvor ErdKlimawandel, UrbanisieDer Mölltaler Heimo Scheuch (geb. 1966) im Gespräch; er ist seit 2009 Vorsitzender des Vorstands (CEO) der Wienerberger AG und als solcher bis zum 1. April 2018 bestellt. reich aufgegraben werden rung oder demografischer muss. Dieses Verfahren Wandel und können unseentlastet Anrainer und Erdoberfläche gleichermaßen. Zusätzlich ren Kunden gesamthafte Lösungen anbieten, nicht ‚nur‘ reine nutzen 200 Wohnungen in Lübeck die Abwasserwärme zum Heizen Produktinnovationen. Ein schönes Beispiel für eine nachhaltige – dank integrierten Wärmetauschern in den Abwasserrohren. Mit Gestaltung im urbanen Wohnbau kommt etwa aus Belgien. Dort dieser innovativen Lösung haben die Planer Weitblick bewiesen. haben wir gemeinsam mit Entwicklern, Architekten und StadtplaUnsere Rohrprodukte kommen auch in Versorgungsnetzen zum nern Reihenhäuser gestaltet, bei denen die Gebäudehülle energeEinsatz, z.B. bei unterirdischen Kabelschutzrohren unserer Tochtertisch effizient ist, erneuerbare Energien zum Einsatz kommen und gesellschaft Pipelife. Im urbanen Bereich sind auch ökologische für das Regenwasser Wasserneutralität erreicht wird. Damit so viel Wasser wie möglich aufgefangen wird, verfügt jedes Haus über Schrägdächer mit Keramikziegeln und einen Regenwassertank, der Ein Weltmarktführer auf einen Blick mit den Toiletten, einer Wartungsarmatur und einem Zulauf für die Waschmaschine verbunden ist. Auch im Gartenbereich wird das Wienerberger ist der größte Ziegelproduzent (Porotherm, Wasser wiederbenutzt. Terca) weltweit und Marktführer bei Tondachziegeln (KoraOder das Clusterhaus A in Zürich mit Produkten aus dem Hause mic, Tondach) in Europa sowie bei BetonflächenbefestigunWienerberger, wo ein neues Konzept des Zusammenlebens für gen (Semmelrock) in Zentral-Osteuropa. Bei Rohrsystemen Jung und Alt präsentiert wird; eine spezielle Besonderheit ist dabei (Steinzeugrohre der Marke Steinzeug-Keramo und Kunststoffdie Platzaufteilung mit einer Kombination aus Gemeinschaftsräurohre der Marke Pipelife) zählt das Unternehmen zu den men und privaten Rückzugsmöglichkeiten in Form von Miniführenden Anbietern in Europa. Mit gruppenweit 198 Produkwohnungen mit zwei Zimmern, Teeküche und einem kleinen Bad. tionsstandorten erwirtschaftete Wienerberger 2016 einen Dieses flexible Konzept wird sehr gut angenommen. Umsatz von 2,974 Mrd. € und ein EBITDA von 404 Mio. €. Auch im Bereich der Renovierung fassen wir immer stärker Fuß www.wienerberger.com – von der energetischen Sanierung der Fassade über die Revitalisierung ganzer Stadtteile mit einer Balance aus Renovierung, Abriss


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Pflastersteinsysteme unserer Tochter Semmelrock mit breiter wasserdurchlässiger Fuge und der Eigenschaft, Wasser leicht versickern zu lassen, sehr gefragt.

zu teilen und zu analysieren. Anhand von Simulationen lassen sich die Auswirkungen von Planungsentscheidungen im Projekt sofort bewerten. Die Vorteile liegen auf der Hand: einfachere Koordination, präzisere Abläufe, lückenlose Dokumentation, punktgenaue Kostenschätzungen und ein rascher Projektabschluss. Das ist die Zukunft der Gebäudeplanung!

Foto: Studio Claerhut

Wie verändert die Digitalisierung Baubranche und Industrie? Die Digitalisierung umfasst bei uns die gesamte Wertschöpfungskette – von der Kaufentscheidung bis Welche Rolle spiehin zur RechnungsleReihenhäuser mit erneuerbaren Energien und Wasserneutralität „made by Wienerberger“. len umweltfreundliche gung –, und das sound nachhaltige Baumaterialien generell bei Wienerberger? wohl im B2C- als auch im B2B-Bereich. In der Produktion setzen wir Die Welt steht vor einer Vielzahl großer Herausforderungen. Als mit Initiativen zu Industrie 4.0 richtungsweisende Impulse für die Technologie- und Innovationsführer in der Baubranche ist es WieBaustoffbranche, von der Automatisierung bis hin zum 3D-Druck. nerberger Anliegen und Verpflichtung, einen Beitrag zur positiven Wir nutzen die Digitalisierung als Chance, unsere Kunden und Bewältigung der aktuellen, weltweiten Herausforderungen wie Partner besser und direkter zu erreichen und gleichzeitig Abläufe Klimawandel, Ressourcenverknappung, menschenwürdige Arbeit, noch effizienter zu gestalten. Die Automatisierung von Prozessen Urbanisierung oder demografischer Wandel zu leisten. sowie die vernetzte Gebäudeplanung werden in Zukunft noch stärWesentlich ist hier für Wienerker an Bedeutung gewinnen. berger, die richtigen Fragen zu Hier setzt Wienerberger bei„Die Strategie, uns mit innovativen Produkten stellen – und die entsprechenden spielsweise mit Building Inforund Konzepten stärker auf den urbanen WohnAntworten zu geben: mit unsemation Modelling (kurz BIM) im ren ‚Smart Solutions‘ für das BauRahmen eines Pilotprojekts in raum und den Renovierungsbereich zu fokussieren, en und die Infrastruktur von morGroßbritannien Maßstäbe für die trägt Früchte.“ gen. zukünftige Planung von BauproHeimo Scheuch Wir verfolgen daher einen jekten. integrierten Managementansatz, denn für Wienerberger stehen definitiv nicht ‚nur‘ ökoKönnen Sie uns das näher erklären? nomische Gesichtspunkte im Vordergrund, sondern auch soziale BIM ist ein kollaborativer Prozess, der über den gesamten Lebensund ökologische. zyklus eines Gebäudes Mehrwert schaffen kann. Im Zentrum steUnsere Mission ist, mit unseren nachhaltigen und herausrahen 3D-Modelle, die online erstellt, zusammengeführt und ausgegenden Baustoff- und Infrastrukturlösungen die Lebensqualität tauscht werden. Alle Beteiligten – vom Architekten bis zum Bauder Menschen zu verbessern. Daher spielen nachhaltige und herrn – greifen dabei auf die gleiche Datenbasis zu; sie sind in der umweltfreundliche Baumaterialien eine sehr zentrale Rolle! ◆ Lage, die gewünschten Leistungsmerkmale digital zu definieren,


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Unternehmen stellen sich vor

feratel: Komfort, Sicherheit und Information im Fokus Die Erfolgsgeschichte feratels beginnt in den 60er-Jahren und wurzelt im Weitblick, aber auch im Gespür des österreichischen Skilauf-Urgesteins Peter Schröcksnadel: er gründete zur Produktion von Panorama- und Pistenmarkierungstafeln sowie Pistenleitsystemen die Sitour Austria (Sitour, ein Kofferwort aus „signalisation touristique“), als quasi Vorläufer der feratel media technologies AG. Mit feratel brachte Schröcksnadel Anfang der 90er-Jahre das Panoramabild: live gesendetes WetterpanoramaFernsehen in die österreichischen Wohn- und Hotelzimmer. Von der One-Man-Show zum internationalen Unternehmen Heute ist die feratel media technologies einer der führenden internationalen Entwickler und Anbieter touristischer Informationssysteme wie Panorama-Livebilder auf sämtlichen digitalen Kanälen, Buchungslösungen, touristische Kartenlösungen, Digital Signage-Informationsanlagen und viele andere mehr. Ihre internationale Präsenz ist durch Standorte in Österreich, Deutschland, der Schweiz, in Italien, Belgien, den Niederlanden, in Spanien, Tschechien, der Slowakei, Bulgarien, USA und Japan gewährleistet. Zusätzlich sorgen Partner in Frankreich, Schweden und Russland dafür, dass feratel-Produkte weltweit vertreten sind. Das Triumvirat touristischer Annehmlichkeiten Das Unternehmen gliedert sich in drei Geschäftsfelder: Das Segment Telekommunikation bietet neben dem klassischen Panoramafernsehen, das in TV-Stationen in ganz Europa ausgestrahlt wird, die weltweite Verbreitung von HD-Panorama-LiveStreamings von 400 Standorten. Die Bilder der Kameras können online und mobil unter anderem via Destinations- und Portalseiten, Smartphone, Connected TV, Smartwatch oder Navigationsgeräte empfangen werden. Sämtliche IT-Lösungen, mit denen alle relevanten Vertriebskanäle online und offline bedient sowie sämtliche Aufgaben im

Foto: feratel/Gerhard Berger

Mit Content der feratel media technologies ist wohl schon jeder Tourist in Österreich auf die eine oder andere Weise in Berührung gekommen.

„Kein Kunde ist uns zu groß, keiner zu klein. Wir servicieren ganze Tourismusregionen und Skigebiete, aber natürlich auch kleine Hotels.“ Dr. Markus Schröcksnadel, Vorstandsvorsitzender der feratel media technologies

touristischen Ablauf technologiegestützt abgewickelt werden können, sind im Geschäftsfeld Informations- und Reservierungssysteme zusammengefasst. Die Basis bildet das Destinationsmanagementsystem Deskline®, ergänzt um weitere Produkte wie WebClient, MeldeClient, GästeCard oder Channelmanager. Zum Geschäftsbereich Medien zählen die in Zusammenhang mit den Panoramabildern stehenden Online-Produkte (Smartphone Apps, Smart TV, Amazon Fire TV Stick u.a.), Engagement Marketing (Hello Spot, Social Wall), Digital Signage-Lösungen (Content für Destinations TV, Hotel TV, Infotainment in Skigebieten, etc.) und individuelle Akkreditierungslösungen für Großveranstaltungen. Dazu gehören aber auch die Produkte und Dienstleistungen der sitour-Tochtergesellschaften: analoge und digitale Informations-, Sicherheits- und Orientierungssysteme für Skigebiete sowie die Vermarktung von Werbeflächen und Werbeformen. Mehr als 1.000 Regionen im alpinen Bereich setzen winters wie sommers auf sitour – eine Erfolgsgeschichte, seit über 50 Jahren.


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Österreich hat die Chance zur langfristigen Trendumkehr Bernhard Gröhs, CEO von Deloitte Österreich, im Exklusivinterview mit Paul Christian Jezek über klare Visionen und noch ungenutzte Chancen.

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it dem Deloitte Radar hat Deloitte Österreich 2017 zum vierten Mal die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts bewertet. Das Ergebnis war grundsätzlich positiv: Die Metastudie sieht einen Stopp für den Abwärtstrend der letzten Jahre und verzeichnet steigende Indexwerte im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt ortet Deloitte sehr wohl die Chance für eine nachhaltige Verbesserung und appelliert an die Umsetzung wichtiger standortpolitischer Maßnahmen.

zu sehen ist. So hat sich Österreich beim World Competitiveness Index sowie beim Better Life Index im Vergleich zum Vorjahr jeweils um zwei Plätze gesteigert; beim Global Competitiveness Index konnten wir sogar vier Plätze dazugewinnen. In vier von fünf Indizes bewegt sich Österreich damit unter den Top 20. Aufholbedarf gibt es jedoch im Bereich Innovation. So büßte der Standort zwei Plätze im Global Innovation Index ein. Insgesamt lässt sich aber sagen: Die Chance für einen andauernden Aufschwung ist vorhanden, und es gilt, dieses Momentum nun zu nutzen.

Was ist die Kernaussage des Deloitte Radar 2017? Die Essenz ist sehr erfreulich, denn das aktuelle Ergebnis unserer Metastudie zeigt, dass der über lange Zeit andauernde Abwärtstrend vorerst gestoppt ist. Der Wirtschaftsstandort Österreich verzeichnet erstmals seit Jahren eine positive Entwicklung und konnte sich bei den wichtigsten internationalen Indizes verbessern; die jüngsten volkswirtschaftlichen Daten bestätigen diese Einschätzung. Wirft man einen genaueren Blick in die Studie, zeigt sich, dass bei drei von fünf wichtigen globalen Standortrankings eine Verbesserung Deloitte Österreich-CEO Bernhard Gröhs im Gespräch mit WeltMeister Österreich

Foto: deloitte/feelimage

Woran machen Sie diese positive Entwicklung Österreichs im Standortvergleich fest? Das Wachstum in Österreich festigt sich, und die Steuerreform hat positive Effekte ausgelöst. Auch die Aussichten für den Euroraum und die Weltwirtschaft sind trotz globaler Unsicherheiten wie dem Brexit tendenziell positiver als letztes Jahr. Die Exportquote ist weiterhin hoch, und die Unternehmen investieren wieder mehr. Das sind Fakten, die eine positive Zukunftseinschätzung zeigen. Auf Regierungsebene konnte man in der ersten Jahreshälfte Schritte in die richtige Richtung beobachten. Entscheidungen wie die Erhöhung der Forschungsprämie haben außerdem weitere wichtige Impulse gesetzt.


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Dringender Handlungsbedarf Handlungsbedarf Gute Basis für notwendige Verbesserung Standortvorteil mit Verbesserungspotenzial Klarer Standortvorteil

flächendeckenden Breitbandausbau. In Zukunft müssen wir aber unbedingt am Ball bleiben, um nichts an Wettbewerbsfähigkeit einzubüßen; es fehlen hier einige gesetzliche Grundlagen sowie eine stärkere Koordination zwischen Bund und Gemeinden. Auch was Forschung und Innovation anbelangt, kann Österreich sich sehen lassen. Die Forschungsquote Österreichs liegt über dem Viele Qualitäten und jede Menge Potenzial EU-Schnitt, österreichische Unternehmen überzeugen mit ihrer Bei welchen analysierten Standortfaktoren präsentiert sich ÖsterInnovationsfähigkeit und der Bereich heuer am stärksten? reitschaft für F&E-Investitionen. Österreich steckt voller Potenzial „Österreich hat sich beim World Competitiveness Auch die Forschungskooperatiound hat viele Qualitäten. Am nen zwischen Wirtschaft und deutlichsten zeigt sich das wohl Index sowie beim Better Life Index im Vergleich Wissenschaft wirken sich positiv beim Standortfaktor Lebensquazum Vorjahr jeweils um zwei Plätze gesteigert.“ auf den Standort aus. Die Erhölität, hier halten wir uns auf Bernhard Gröhs, CEO von Deloitte Österreich hung der Forschungsprämie auf höchstem Niveau. Materieller 14 Prozent war ein wichtiges Wohlstand, ein hochentwickelund richtiges Signal. tes Sozial- und Gesundheitssystem sowie überdurchschnittlich hohe Werte bei LebenszufriedenWo sehen Sie noch Aufholbedarf? heit, Sicherheitsempfinden und Umweltschutz markieren klare Gerade jetzt ist es für Österreich wichtig, in allen Bereichen das Vorteile, auf denen wir aufbauen können. Optimum herauszuholen. So kann sich auch auf lange Sicht eine Eine weitere Stärke Österreichs zeigt sich im Bereich Infrastruknachhaltige Verbesserung einstellen – da gibt es noch einiges zu tur: Österreich verfügt über eine sehr gut ausgebaute Basisinfratun. Wichtig sind vor allem Innovations- und Digitalisierungsthestruktur und zählt zu den globalen Spitzenreitern. Hinsichtlich der men als Grundvoraussetzung für die zukünftige Wettbewerbsfähigdigitalen Infrastruktur gibt es noch Aufholbedarf. Die Politik bekeit. Das geht von BlockChain über Elektromobilität bis hin zur kennt sich zwar zu entsprechenden Investitionen wie jene für den Es ist immens wichtig, die momentane Standortentwicklung schnell und unkompliziert mit entsprechenden Reformen zu unterstützen. So können wir Österreich wieder an die Spitze bringen. Wir haben das Zeug, um wieder in der Topliga mitzuspielen!


WeltMeister Österreich Wirtschaftsstandort

Foto: Gröhs

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Der Wirtschaftsstandort Österreich verzeichnet eine positive Entwicklung und konnte sich bei den wichtigsten internationalen Indizes verbessern.

quote kann und muss mit einer radikalen Vereinfachung des SteuEtablierung von Digitalisierungskonzepten in der Unternehmensersystems einhergehen. strategie. Österreich darf dabei den Anschluss zur Konkurrenz nicht Der immer dichter werdende Bürokratiedschungel ist ein weiteverlieren – Politik und Wirtschaft sind da gleichermaßen gefordert. rer Hemmschuh für die heimische Wirtschaft. Die Fülle der regulaEinen wesentlichen Erfolgsfaktor für die Digitalisierung bilden torischen Auflagen nimmt eher zu als ab. Das wirkt sich wachsdie Kompetenzen sowie die Verfügbarkeit gut ausgebildeter Artumshemmend, kostentreibend und in manchen Fällen sogar beitskräfte. Im letzten Punkt hat Österreich jedoch Schwierigkeiten: existenzbedrohend aus. Als erstes trifft es die kleinen Unternehmen Zum einen haben wir am Arbeitsmarkt seit zwei Jahren mit stei– allen voran die Start-ups. Wenn Österreich seine Gründerszene gender Arbeitslosigkeit zu kämpfen, deren moderater Anstieg auch nicht an ausländische Standorte für die nächsten beiden Jahre verlieren und damit innovative prognostiziert wird; zum ande„Das Wachstum in Österreich festigt sich, und die Ideen einbüßen will, müssen die ren bilden Engpässe bei gut ausRahmenbedingungen dringend gebildeten Fachkräften eine echSteuerreform hat positive Effekte ausgelöst.“ verbessert werden. Hier braucht te Herausforderung. Bernhard Gröhs es eine Deregulierung, um die Unternehmen zu entlasten. Gibt es auch Bereiche, in denen Sie einen kompletten Kurswechsel empfehlen würden? Was muss aus Expertensicht jetzt noch passieren, um Österreich Größtenteils ist Österreich auf dem richtigen Weg. Allerdings ist die vom Mittelfeld ins Spitzenfeld zu heben? hohe Steuer- und Abgabenbelastung ein wesentlicher Knackpunkt Wir befinden uns gerade an einem entscheidenden Punkt. Um den für die Standortperformance, denn Österreich zählt immer noch zu positiven Trend fortzusetzen, müssen neben Deregulierung sowie den Hochsteuerländern. Die Komplexität des Abgabensystems ist Steuer- und Abgabensenkung viele weitere Hebel in Bewegung ebenfalls alles andere als förderlich. Das wirkt auch abschreckend gesetzt werden. für neue Unternehmensansiedlungen. Eine Reduktion der Steuer-


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Anzahl der Platzierungen 2016 1.

Schweiz

15.

Luxemburg

2.

Schweden

16.

Neuseeland

3.

USA

17.

Australien

4. Niederlande 18. Island Österreich hat sich über die Neben diesen konkreten 5. Finnland 19. Österreich Jahre als Forschungsstandort Maßnahmen braucht das Land 6. Singapur* 20. Taiwan* etabliert. Viele internationale aber vor allem eine klare Vision. 7. Dänemark 21. Belgien Unternehmen schätzen sowohl Denn nur wer sich konkrete 8. UK 22. Korea, Rep. die forschungsfreundlichen Ziele steckt, kann sich auch Rahmenbedingungen als auch verbessern. Im Fall von Öster9. Norwegen 23. Frankreich die Innovationskraft unserer reich heißt das: Für 2025 muss 10. Deutschland 24. VEA* Hidden Champions. es der Standort unter die euro11. Kanada 25. Katar* Auch Start-ups sind ein päischen Top Drei und unter 12. Hongkong* 26. Spanien wichtiger Treiber für Innovatiodie weltweiten Top Ten schaf13. Irland 27. Slowenien nen. Die Start-up-Szene in fen. Das ist durchaus machbar 14. Japan 28. Malaysia* Österreich steckt schon lange – wir sollten uns an den Besten * Beim Better Life Index nicht bewertet. nicht mehr in den Kinderschumessen. Dafür reicht schon ein Quellen: Global Competitiveness Index 2016, World Competitiveness Index 2016, Global Innovation hen, ist aber international noch Blick über die Grenze: TopgeIndex 2016, Networked Readiness Index 2016, Better Life Index 2016 nicht sehr sichtbar. Heimische reihte Wirtschaftsstandorte Gründer können es mittlerweile mit der internationalen Konkurrenz wie unsere unmittelbaren Nachbarn Schweiz und Deutschland aufnehmen. Das sieht man bei unterschiedlichsten Rankings wie sowie die skandinavischen Länder zeigen uns in vielen Bereichen, den jährlichen Deloitte Technology Fast 500. Darin waren im letzten wie es geht. Jahr gleich zwei österreichische Unternehmen vertreten, davon Österreich muss außerdem klare Schwerpunkte setzen. So muss eines unter den Top Ten. Das verdeutlicht, welch großes Potenzial die Digitalisierung auf sämtlichen Ebenen noch intensiver vorangehier vorhanden ist. Allerdings: Leider müssen Start-ups in Östertrieben werden. Auch die weitere gezielte Förderung von Innovareich noch mit vielen bürokratition und Forschung ist ein wichschen Hürden kämpfen. Die Untiger Erfolgsfaktor für den heimi„Österreich verfügt über eine sehr gut ausgebaute ternehmensgründungen müssen schen Standort. in Österreich dringend vereinNicht zuletzt muss das ErBasisinfrastruktur und zählt hier zu den globalen facht und digitalisiert werden. werbspotenzial besser ausSpitzenreitern.“ Wir brauchen einen One-Stopschöpft werden. Frauen, ältere Bernhard Gröhs Shop für alle. Arbeitnehmer, Menschen mit Behinderung und Migranten haWo sehen Sie aktuell mögliche Risiken, die einem Aufschwung ben es am Arbeitsmarkt immer noch nachweislich schwerer. Dabei im Weg stehen könnten? birgt die vorhandene Vielfalt jede Menge Erfolgspotenzial für den Wir haben uns lange mit dem Mittelmaß zufriedengegeben. Da wird Standort. Das könnte viel effektiver genutzt werden. Dafür sind man schnell bequem und verteidigt alte Strukturen. Deswegen Maßnahmen für echte Chancengleichheit notwendig. Auch mehr besteht schon auch ein Risiko darin, dass Österreich das aktuelle Flexibilität würde dem österreichischen Arbeitsmarkt guttun – sei Momentum schlichtweg verschläft, weil man aktuelle Chancen es hinsichtlich der Arbeitszeiten, Entlohnungssysteme oder Dienstnicht schnell genug ergreift. Im aktuellen Wahlkampf werden viele verträge. Die aktuelle Deloitte Flexible Working-Studie zeigt: Wenn wichtige Themen angesprochen, aber es ist wichtig, dass Österes um Flexibilisierung geht, sind auch die Unternehmer gefragt – reich nach der Wahl schnell wieder eine arbeitsfähige Regierung nicht selten werden vorhandene Möglichkeiten noch gar nicht bekommt. Diese muss standortpolitische Maßnahmen und Weiausgenützt. chenstellungen ganz oben auf ihre Agenda nehmen, rasche Entscheidungen treffen und diese auch durchsetzen. Klar ist: Auf lange Sie haben nun mehrfach die Bedeutung von Digitalisierung und Sicht wird die hohe Lebensqualität allein nicht ausreichen, um das Innovation angesprochen. Österreich hält sich hier bisweilen sehr Wirtschaftswachstum nachhaltig anzukurbeln. gut. Wie erklären Sie sich das?


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Foto: deloitte/feelimage

Innovation Index genauso wie Die aktuellen Zahlen köndas European Innovation nen einen schon nachdenklich Scoreboard vom Juni 2017. stimmen; sie deuten gerade Ein Blick auf die aktuellen wieder auf eine leichte Vervolkswirtschaftlichen Daten schlechterung der wirtschaftzeigt ebenfalls, dass die lichen Performance hin. Der Trendumkehr gelingen kann. im Mai 2017 erschienene Die inländische und erhöhte World Competitiveness Index ausländische Nachfrage sorlistet den Standort aktuell auf gen dafür, dass das WirtRang 25 von 63 – im Vorjahr schaftswachstum weiter anlagen wir bei diesem Ranking getrieben wird. Österreich noch auf Platz 24. Schuld an könnte 2017 sogar ein stärkedieser Entwicklung sind laut res Wachstum als die EurozoIndex unter anderem die unne verzeichnen, zumindest zureichenden internationalen werden wir aber im EuroInvestitionen im Land – Österzonenschnitt liegen. reich ist da mittlerweile das Auch die Arbeitsmarktabsolute Schlusslicht. Erwardaten lassen hoffen, denn die tungsgemäß fällt auch die BeLage entspannt sich zunehwertung der Steuerpolitik unmend. Bei der Schuldenquote erfreulich aus. „Es darf keine Zeit verloren werden, um Österreichs Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.“ schneidet Österreich im EUÄhnliches liest man im akVergleich bekannterweise relativ schlecht ab, jedoch ist auch hier tuellen Global Innovation Index, der im Juni erschienen ist. Wie im eine Verbesserung in Sicht – das sind klare Indizien, dass die Zeit Vorjahr liegt Österreich zwar insgesamt auf Rang 20 von 127, bei nun reif ist, sich mit der Zukunft zu beschäftigen und notwendige der Bewertung der Marktkapitalisierung landet der Standort aber Reformen rasch umzusetzen. nur auf Rang 85. Auch der Zugang zu Krediten und die Unternehmensgründung sind in Österreich im Vergleich zu vielen anderen Welche Botschaft würden Sie der neuen Regierung ans Herz Ländern beschwerlicher. legen? Das sind meines Erachtens nach alles Risikoherde, die man ernst Was es jetzt braucht, sind Ausdauer, Mut und ein klares Bekenntnis nehmen sollte. Wenn sich Österreich in diesen Bereichen nicht zum Standort. Wir werden es nicht in die Topliga schaffen, wenn schleunigst verbessert, wird es schwierig werden, im internationawir für alles Ausreden suchen. Wir brauchen konkrete Lösungsvorlen Wettbewerb die Spitze zu erklimmen. schläge und vor allem: Umsetzung. Die neue Regierung sollte Wie schätzen Sie demnach „Österreich könnte 2017 sogar ein stärkeres Wachsdeshalb neue Reformpakete erÖsterreichs Chancen für eine tum als die Eurozone verzeichnen. Zumindest werarbeiten und vor allem rasch Trendumkehr ein? umsetzen. Es darf keine Zeit Ich bin zuversichtlich, dass Ösden wir aber im Eurozonenschnitt liegen.“ verloren werden, wenn es darum terreich den Aufschwung schafBernhard Gröhs geht, Österreichs Wettbewerbsfen kann. Denn auch wenn der fähigkeit zu stärken. Dafür wird Standort einerseits in einigen auch viel Arbeit in die Bewusstseinsbildung zu investieren sein: wirtschaftlichen Belangen Defizite aufweist, kann er andererseits Nur gemeinsames erfolgreiches Wirtschaften kann Wohlstand und mit hohem Einsatzwillen der Arbeitskräfte und großem ForSozialstaat sichern. ◆ schungseifer der Unternehmen überzeugen. Das belegt der Global


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Unternehmen stellen sich vor

Ihr Unternehmen. Einfach sicher. Zu jedem erfolgreichen Geschäftsmodell gehört Sicherheit im unternehmerischen Alltag. Für Industrieunternehmen und Anlagenbetreiber gleichermaßen wie für Handels- oder Dienstleistungsfirmen, Start-ups und Unternehmensgründer. Mit Niederlassungen und Kooperationspartnern in mehr als 40 Ländern ist die unabhängige, österreichische TÜV AUSTRIA Unternehmensgruppe auch immer in Ihrer Nähe. Weltweit. Mit umfassenden technischen Sicherheitsdienstleistungen liefern die Experten der TÜV AUSTRIA Group den entscheidenden Mehrwert für nachhaltige, flexible und vor allem praxistaugliche Lösungen. Wettbewerbsvorteil Sicherheit Mit der ständigen technischen Modernisierung von Produktionsund Arbeitsabläufen gewinnt das Thema Sicherheit immer stärker an Bedeutung. Denn für die Wirtschaft bedeuten Sicherheit und Qualität immer auch einen Wettbewerbsvorteil. Ein sicheres Arbeitsumfeld ist wesentlicher Bestandteil für Produktivität, Effizienz und damit attraktive Arbeitsplätze. Und nur sicherheits- und qualitätsgeprüfte Produkte, Dienstleistungen und Prozesse vermitteln Konsumenten ein spürbares Gefühl an Sicherheit. TÜV AUSTRIA evaluiert sämtliche Prüf- und Zertifizierungspflichten, führt durch Gesetzes-, Verordnungs- und Normenwel-

Facts & Figures Das unabhängige, österreichische Unternehmen TÜV AUSTRIA Group wurde 1872 gegründet und ist in mehr als 40 Ländern in den Bereichen Prüfung, Inspektion,

Foto: TÜV AUSTRIA, Andreas Amsüss

TÜV AUSTRIA Group – technische Dienstleistungsangebote rund um den Globus.

ten, schnürt auf jede Unternehmenssituation individuell zugeschnittene Paketlösungen, etwa im Bereich Qualitätssicherung und Risikomanagement, und entwickelt darüber hinaus laufend neue praxisnahe Aus- und Weiterbildungsprogramme. Mehrwert für Wirtschaft und Fortschritt Von der sicheren Integration kollaborativer Roboter in Produktionsstraßen, über Industrial IT, Risikoanalysen und praxistauglichen E-Mobility-Lösungen bis zum automatisierten Fahren begleitet TÜV AUSTRIA die technologische Entwicklung zur Steigerung der Effektivität bei gleichzeitiger Kostensenkung. In Sachen Energieeffizienz ist TÜV AUSTRIA seit langem gefragter Partner für Handel, Gewerbe, Industrie und Kommunen. Von der Industrie bis zum Start-up: Aus einer Hand Für sämtliche Aufgabenstellungen unserer Kunden und Partner gibt es in der TÜV AUSTRIA Group immer nur einen Ansprechpartner. Das bedeutet mehr Zeit für das eigene Business.

Zertifizierung sowie Aus- und Weiterbildung tätig. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit: Umsatz: TÜV AUSTRIA Deutschstraße 10, 1230 Wien Tel. +43 504 54-0 Fax: +43 504 54-6005 info@tuv.at www.tuv.at

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Internationale Lösungen TÜV AUSTRIA ist ein wesentlicher Partner in vielen Regionen in Europa und Asien. Insbesondere bieten wir unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungen in Portugal, Spanien, Italien, Deutschland, der Schweiz, Slowenien, Tschechien, Griechenland, Albanien, Zypern, Rumänien, der Türkei, Jordanien, Ägypten, Saudi-Arabien, Pakistan, Indien, Singapur und China. Kontaktieren Sie uns! TÜV AUSTRIA. Einfach sicher.


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Werkstatt-Erfolgsgeschichte statt Garagen-Story Nach 125 Jahren zählt Kapsch zu den erfolgreichsten TechnologieUnternehmen Österreichs mit globaler Bedeutung in Zukunftsmärkten.

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Telefonie und stattete 1984 das Bundesheer und die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) mit den ersten – aus heutiger Sicht monströs anmutenden – C-Netz-Mobiltelefonen aus. Das erste Telefonat im digitalen GSM-Netz erfolgte wenige Jahre später: 1991. Zugfunk und Verkehrssysteme Die Geburtsstunde für Kommunikationslösungen im öffentlichen Verkehr schlug 1970: Kapsch rüstete die ÖBB mit Zugfunk aus. Dieser Markt wurde kontinuierlich ausgebaut und Repräsentanzen in Ungarn, Tschechien, Polen, der Slowakei, der Ukraine, Russland, Slowenien und Kroatien eröffnet, 1994 wurden Aufträge von mehreren europäischen Eisenbahnen umgesetzt. 2010 übernahm Kapsch die GSM-/GSM-R-Sparte von Nortel und wurde dadurch zu einem führenden Anbieter von digitalem Zugfunk. 2013 wurde ein zusätzliches Marktsegment erschlossen: Kapsch trat in den Markt für Kommunikationslösungen für den öffentlichen Verkehr ein – basierend auf der TETRA-Technologie. Die Implementierung des weltweit ersten elektronischen Mautsystems für den mehrspurigen Fließverkehr auf einer Stadtautobahn erfolgte 1999 am Melbourne City Link; Österreich folgte 2003 mit der Realisierung des weltweit größten flächendeckenden elektronischen Lkw-Mautsystems. 2006 errichtete Kapsch das elektro-

Fotos: Kapsch Group

ie Kapsch-Story beginnt mit der Gründung einer feinmechanischen Werkstätte 1892 in der Schottenfeldgasse in Wien-Neubau, die zunächst Morse-, Telegrafen- und Telefonapparate erzeugte. Ab 1918 begann die Fertigung von Kondensatoren. 1924 läutete Kapsch das österreichische Rundfunkzeitalter ein: Erste Radioempfänger mit Röhren und Detektorapparate wurden erzeugt. Eine besondere Innovation gelang dem Unternehmen 1958: „Capri“ – das erste Transistorradio Österreichs – kam auf den Markt. Die erste Vorführung von Fernsehversuchen in Österreich fand im Kapsch Pavillon auf der Wiener Messe 1930 statt – eine Premiere auch für die Sende- und Empfangsanlage von Kapsch. Breitflächigen Einzug in die Haushalte hielt das Fernsehen 1955, als Kapsch mit dem TFS-56-Modell das erste Schwarz-Weiß-Fernsehgerät auf den österreichischen Markt brachte. Zwölf Jahre später wurde der erste Kapsch-Farbfernseher präsentiert: Das Modell „Chromomatic“ war ab 1967 erhältlich. Gemeinsam mit der österreichischen Post war Kapsch auch maßgeblich am Wiederaufbau des Telefonnetzes nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligt. 1955 entwickelte das Unternehmen eine neue, geräuscharme Wählscheibe für Telefone, die bis in die 1980er-Jahre im Einsatz waren. Gemeinsam mit der Schrack AG startete Kapsch 1980 mit der digitalen

Auch Innovationen kommen in die Jahr(zehnt)e: Vom Telegrafen (g.l.) bis zum Anfang der 1990er-Jahre sehr modernen C-Netz-Mobiltelefon.


Fotos: Kapsch Group

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2018 gehört Kapsch zu den erfolgreichsten Technologieunternehmen Österreichs mit globaler Bedeutung in den Zukunftsmärkten Intelligente Verkehrssysteme (IVS) sowie Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Großes Bild: TETRA-Technologie, oben: Hochsicherheits-Rechenzentrum earthDATAsafe in Kapfenberg (Steiermark)

nische Lkw-Mautsystem für Tschechien und übernahm danach auch den Betrieb des Systems. 2011 folgte Polen, wo Kapsch den Auftrag für das gesamte Mautsystem auf insgesamt 2.000 km Autobahnen, 5.000 km Schnellstraßen und 600 km sonstigen Verkehrswegen erhielt. 2016 errichtete Kapsch Europas größtes integriertes Advanced Traffic Management-System in England und in den Niederlanden; zudem stärkte Kapsch seine Marktposition durch die Übernahme der Transportation-Sparte von Schneider Electric. Mit den vier Schlüsselgesellschaften – Kapsch TrafficCom, Kapsch CarrierCom, Kapsch PublicTransportCom und Kapsch BusinessCom – ist das Unternehmen bereit für die Herausforderungen der nächsten 125 Jahre.

Gebühren bei fließendem Verkehr erfolgen können. Mit Projekten in mittlerweile über 50 Ländern überall auf der Welt und über 100 Mio. ausgelieferten On-Board-Units zur Mauteinhebung ist das Unternehmen unverändert ein Vorreiter im Bereich der Mauttechnologie. Darüber hinaus wurde das Portfolio beständig erweitert und adressiert mittlerweile den Markt für intelligente Verkehrsund Mobilitätssysteme. Dabei kommen Informations- und Kommunikationstechnologien zur Anwendung, die den Transport einschließlich Infrastruktur, Fahrzeug, Benutzer und Industrie unter-

Spezialist für intelligente Transportsysteme Kapsch TrafficCom ist ein Anbieter von intelligenten Verkehrssystemen in den Bereichen Mauteinhebung, Verkehrsmanagement, Smart Urban Mobility, Verkehrssicherheit und vernetzte Fahrzeuge. Das Unternehmen wurde 2002 gegründet, notiert seit 2007 im Prime Market der Wiener Börse (Symbol: KTCG) und beschäftigt mittlerweile mehr als 4.800 Mitarbeiter in mehr als 30 Ländern. Die Wurzeln des Unternehmens liegen im Bereich der elektronischen Mauteinhebung: Anfang 2004 errichtete Kapsch TrafficCom in Österreich das weltweit erste elektronische Lkw-Mautsystem für Fahrzeuge ab 3,5 t, bei dem Mautkontrolle und Abrechnung der

Die Ursprünge des Weltkonzerns, der heute Projekte in mehr als 40 Ländern auf allen Kontinenten plant und umsetzt, reichen bis zum Firmengründer Johann Kapsch, also bis Ende des 19. Jahrhunderts, zurück. Inzwischen besteht Kapsch aus den vier Schlüsselgesellschaften BusinessCom, CarrierCom, PublicTransportCom und TrafficCom. Die Kompetenzen der vier Geschäftsbereiche ergänzen einander und decken die Wertschöpfungskette über Komponenten, Design und Errichtung von Systemen bis zum Betrieb aus einer Hand ab. http://www.kapsch.net

125 Jahre als österreichisches Familienunternehmen


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stützen und optimieren. Die Mobilitätslösungen helfen dabei, den Straßenverkehr in Städten und auf Autobahnen sicherer, zuverlässiger, effizienter und komfortabler zu machen sowie die Umweltbelastung zu reduzieren. Produziert werden die hoch spezialisierten Komponenten in den eigenen Werken in Wien-Liesing (Österreich), Jönköpping (Schweden) und McLean (USA).

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Fokus auf neue Wachstumsmärkte Im Dezember 2016 wurde die Kapsch PublicTransportCom als eigener Teil der Kapsch Group ausgegründet. Mit der Gründung bekennt sich Kapsch klar zu den Wachstumsmärkten öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) und urbane Mobilität. Die neu geschaffenen Strukturen erlauben ein fokussiertes und dynamischeres Standbein in diesen Bereichen. Die Kapsch PublicTransportCom produziert und liefert Lösungen für intermodale Betriebsleitsysteme (ITCS, Intermodal Transport Control System), elektronisches Fahrgeldmanagement (AFC, Automatic Fare Collection) sowie mobile Ticketsysteme und situationsaktuelle Fahrgastinformationen.

Spezialist für digitale Zugfunksysteme Kapsch CarrierCom gilt heute als einer der führenden, global tätigen Hersteller, Lieferanten und Systemintegratoren von End-toEnd-Telekommunikationslösungen und ist für das digitale Zugfunksystem GSM-R (Global System for Mobile Communication - Railway) Experte für Digitalisierung und Cybersecurity und für den Ausbau der größten GSM-R-Netze in Europa, Afrika Die Kapsch BusinessCom ist einer der führenden Digitalisierungsund Asien verantwortlich. Insgesamt stattet das Unternehmen partner und ICT-Serviceprovider für Unternehmen in Österreich. mehr als 80.000 Bahnkilometer aus und engagiert sich intensiv in Dabei setzt Kapsch BusinessCom auf Herstellerunabhängigkeit und Standardisierungsgremien, welche die Weiterentwicklung der Partnerschaften mit weltweit führenden Anbietern wie Hewlett Technologie vorantreiben. Kapsch CarrierCom ist auch der ideale Packard Enterprise (HPE), Cisco Partner für Bahnbetreiber, die oder Microsoft sowie auf ein breieine Umstellung von GSM-R auf tes Netzwerk aus Partnern aus einen zukünftigen Mobilfunk„Unser Kerngeschäft verlagert sich immer mehr in der Forschung und branchenspestandard vornehmen. Richtung Stadt: Mit unserer Erfahrung im Bereich zifischen Lösungsanbietern – Mit umfangreichen Kenntnisintelligente Mobilität sind wir prädestiniert dafür, vom Start-up bis zum Großkonsen auf dem Gebiet der digitalen zern. Dieses breite „Ökosystem“ Funkkommunikation, basierend die Smart Cities von morgen mitzugestalten.“ an Partnern zeichnet Kapsch aus auf TETRA-Bündelfunk-TechnoGeorg Kapsch und stellt die Grundlage dafür logie (TETRA, Terrestrial dar, Kunden bei der Steigerung Trunked Radio) und digitalen der Business Performance sowie der Entwicklung neuer GeschäftsMobilfunknetze (DMR, Digital Mobile Radio-)-Standards, konnte modelle optimal unterstützen zu können. Mit einem Team an Kapsch CarrierCom bereits einige Projekte im Bereich FunkinfraCybersecurity-Spezialisten berät die Kapsch BusinessCom Unterstruktur, zum Beispiel die neue Metrolinie (Linie 4) in Rio de Janeinehmen zudem bei der Risikoanalyse, beim Aufsetzen von Datenro, Brasilien, erfolgreich umsetzen. sicherungs-Prozessen und dem Schutz vor Hackerangriffen. Das Unternehmen bietet zudem Lösungen für Festnetz, MobilNeben Systemintegration und kontinuierlicher Weiterentwickfunk- und Kabelnetzbetreiber sowie Energie-Versorgungsunternehlung übernimmt Kapsch immer mehr den vollständigen Betrieb von men und ist Experte für die Virtualisierung von KommunikationsICT-Lösungen von Unternehmen. Im Hochsicherheits-Rechenzentnetzwerken. Die Schwerpunkte liegen im Bereich der Zugangsnetrum earthDATAsafe in Kapfenberg (Steiermark) – 2008 in einer ze (via Funk, Glasfaser oder Kabel) sowie auf kundenspezifischen Tiefe von 320 m errichtet – steht Kunden eine Infrastruktur für moImplementierungen von Sprach-, Daten- und Security-Lösungen. dernste und sichere Cloud-Lösungen zur Verfügung. Für UnternehKapsch CarrierCom arbeitet dazu mit weltweit führenden Produktmen wie die Österreichische Volksbanken AG oder PSA Payment lieferanten zusammen und sorgt mit lokalem Know-how für integServices verwaltet Kapsch hier bereits große Teile der IT. ◆ rierte Gesamtlösungen.


corporAID setzt sich ein – fßr globale Entwicklung mit Wirtschaft und Unternehmen mit Verantwortung.

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Das globale Kompetenzzentrum für neue Halbleitertechnologie Infineon investiert in Villach rund 35 Mio. Euro für Forschung, Entwicklung und Fertigung von Siliziumkarbid (SiC)-Halbleitern.

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m Zuge einer strategischen Initiative investiert der Halbleiterkonzern Infineon noch im laufenden Geschäftsjahr 35 Mio. € in die Entwicklungs- und Fertigungsaktivitäten für Siliziumkarbid bei Infineon Austria in Villach. Das Investitionspaket umfasst die Weiterentwicklung von Halbleiter-Prozesstechnologien, modernste Fertigungsanlagen sowie die Erweiterung der bestehenden Produktionsinfrastruktur. Allein in Villach werden dafür 30 zusätzliche, höchstqualifizierte Arbeitsplätze in Forschung, Technologieentwicklung sowie im Produktmanagement geschaffen. „Wir sind überzeugt, dass die Siliziumkarbid MOSFET-Technologie gerade am Wendepunkt steht und kurz- und mittelfristig ein enormes Wachstumspotenzial hat“, sagt Peter Wawer, Division-Präsident Industrial Power Control von Infineon. „Wir wollen in diesem Bereich eine globale Führungsrolle einnehmen und starten daher ein Investitionspro-

Die steigende Nachfrage nach leistungsfähigeren Energiesparchips auf Siliziumkarbid-Basis ist bereits deutlich spürbar – insbesondere bei Ladestationen für Elektroautos mit deutlich schnelleren Ladezeiten, Wechselrichtern für Solarenergieanlagen oder auch im Bereich der unterbrechungsfreien Stromversorgung.

gramm, um unser Portfolio von Siliziumkarbid-Produkten in den Infineon-Divisionen Industrial Power Control, Automotive sowie Power Management & Multimarket offensiv zu erweitern. Der Standort Villach nimmt hier als Kompetenzzentrum für die Entwicklung und Fertigung von Siliziumkarbid-Halbleitern eine Schlüsselposition ein.“ „Infineon in Villach arbeitet als wesentlicher Entwicklungsund Innovationsstandort im Konzern bereits seit Längerem mit neuen Halbleiter-Technologien wie Siliziumkarbid oder Galliumnitrid“, erklärt Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG. „Auf Basis dieser jahrelangen Forschungs-, Entwicklungs- und Fertigungskompetenz können wir dieses Schwerpunktprogramm des Konzerns jetzt in Österreich etablieren. Nachdem Siliziumkarbid-Lösungen am weltweiten Markt für Leistungshalbleiter immer stärker nachgefragt werden, hat diese Kompetenzerweiterung einen extrem hohen Stellenwert für den Standort Villach.“ Marktpotenzial deutlich spürbar Infineon hat in den vergangenen Monaten bereits eine Reihe von neuen Siliziumkarbid-Produkten vorgestellt, die in Villach entwickelt und produziert wurden – beispielsweise aus der Familie der 1.200-V-CoolSiC-MOSFETs. Auf Grundlage der marktführenden Expertise und des tiefen Systemverständnisses bei Leistungshalbleitern wird das Unternehmen ein umfassendes Angebot von Siliziumkarbid-Lösungen entwickeln, das auf verschiedene Anwendungsgebiete zugeschnitten ist. So ist die steigende Nachfrage z.B. bei Ladestationen für Elektroautos mit deutlich schnelleren Ladezeiten, Wechselrichtern für Solarenergieanlagen oder auch im Bereich der unterbrechungsfreien Stromversorgung bereits deutlich spürbar. Gerade in diesen Märkten ist in naher Zukunft ein sehr hohes Wachstumspotenzial zu erwarten.


Fotos: Infineon Austria

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Mit Energiesparchips aus dem neuen Halbleitermaterial Siliziumkarbid können deutliche Systemvorteile realisiert werden: Bis zu 80% geringere Energieverluste bei der Stromwandlung reduzieren bei gleicher Leistung die Baugrößen und die Systemkosten.

Siliziumkarbid reduziert Systemkosten Obwohl Leistungshalbleiter auf Basis der herkömmlichen Siliziumtechnologie in den kommenden Jahren weiterhin hauptsächlich zum Einsatz kommen werden, ermöglicht der Einsatz von Siliziumkarbid die nächsten größeren Entwicklungsfortschritte. Mit Energiesparchips auf Basis der Siliziumkarbid-Technologie können deutliche Systemvorteile realisiert werden: Bis zu 80% geringere Energieverluste bei der Stromwandlung reduzieren bei gleicher Leistung die Baugrößen und die Systemkosten. Damit bilden sie die Grundlage für höchst effiziente, kleinere und leichtere Systemlösungen bei der Energiewandlung oder in der Elektromobilität.

Jahr viele Bereiche und Ebenen gleichermaßen einbezieht“, erklärt Infineon-Innovationsmanager Günther Wellenzohn. Ein Element, das diese Kultur prägt, sind die jährlichen Innovationsprojekte: Bei diesem internen Wettbewerb für Ideen werden Projekte nominiert, deren Finanzierung für ein Jahr von Infineon übernommen wird. Die Ergebnisse ermöglichen neue Erfindungen und damit die Erschließung neuer Marktpotenziale. Allein in den vergangenen sechs Jahren konnten aus den Einreichungen mehr als 250 Erfindungsmeldungen generiert werden. ◆

Generell exzellentes Technologiemanagement Die Infineon Technologies Austria wurde heuer vom renommierten Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie (IPT) für herausragende Leistungen im Technologiemanagement ausgezeichnet. Das Unternehmen konnte sich im Rahmen eines Konsortial-Benchmarkings unter insgesamt 272 teilnehmenden Betrieben in den Top Fünf platzieren. Ziel dieser Studie war es, besonders erfolgreiche Vorgehensweisen und Methoden im Technologiemanagement führender europäischer Unternehmen zu identifizieren. „Als eines der forschungsstärksten Unternehmen Österreichs fördert Infineon seit Jahren eine Ideenkultur, die über das gesamte

Die Infineon Technologies Austria AG bündelt als einziger Standort neben Deutschland die Kompetenzen für F&E, Fertigung sowie globale Geschäftsverantwortung. Zum Hauptsitz in Villach gibt es Niederlassungen in Graz, Klagenfurt, Linz und Wien. Mit mehr als 3.600 Beschäftigten (davon über 1.400 in F&E) aus rund 60 Nationen erzielte das Unternehmen zuletzt einen Jahresumsatz von 1,8 Mrd. €. Der Forschungsaufwand von mehr als 400 Mio. € macht Infineon Austria zu einem der forschungsstärksten Unternehmen Österreichs. www.infineon.com.at

Die Vorzeigeforscher


WeltMeister Österreich Branchenporträt

Die Metallwarenindustrie erhöht das Wachstum Mit rund 71.000 Beschäftigten ist die Metallwarenerzeugung ein ungemein wichtiges Herzstück der österreichischen Industrie.

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optimistischen Einschätzungen der Unternehmen, legte der Auslandsumsatz im zweiten Quartal weiter zu. Die Branche kann 2017 und 2018 in den wichtigen Absatzmärkten Italien, Frankreich und vor allem in Polen, Tschechien und Ungarn mit einem höheren Wirtschaftswachstum rechnen. In Deutschland, dem größten Exportmarkt, in dem ein Drittel der Metallwarenexporte abgesetzt wird, sollten in beiden Jahren von der Bauwirtschaft stärkere Nachfrageimpulse kommen. Die deutsche Investitionsgüterkonjunktur sollte den heimischen Metallwarenherstellern 2018 zusätzliche Exportaufträge bringen. In Summe begünstigt das freundliche Konjunkturklima die Metallwarennachfrage 2017 und 2018, sodass die Branche im Jahresdurchschnitt zumindest mit einem Produktionswachstum von vier Prozent rechnen kann, was dem langfristigen Wachstumsniveau entspricht. Die Branche profitiert von der hohen internationalen Konkurrenzfähigkeit einzelner großer Leitbetriebe, die sich in qualitativ hochwertigen Nischen spezialisieren und eine stabile Marktposition aufbauen konnten. Andererseits garantieren die engen Zulieferverflechtungen mit den industriellen Wachstumsspitzenreitern, vor allem der Fahrzeugindustrie und dem Maschinenbau, eine hohe Nachfrage. Zum Teil erklären auch die spezifischen Eigenschaften der Produkte die Wachstumserfolge der Branche: Metallwaren sind im Wirtschaftsprozess unverzichtbar, sehr oft nicht substituierbar, und oft ist ein Transport über Die hohe Wettbewerbsstärke ermöglicht 1,7 Milliarden Euro Exportüberschuss.

Über die Grenzen hinaus Bis April 2017 ist der Umsatz der Metallwarenerzeugung in den Auslandsmärkten um knapp acht Prozent nominell gestiegen, im Inland um sechs Prozent. Entsprechend den

Foto: Amag

ie österreichische Metallwarenindustrie hat im ersten Halbjahr noch weiter an Schwung gewonnen und sollte bis Ende 2017 die Ergebnisse des Vorjahrs noch um einiges übertreffen. Die Branchenproduktion ist 2016 um 3,3%, der Umsatz aufgrund leicht gesunkener Erzeugerpreise um rund 2% auf 14,7 Mrd. € gestiegen. Die Auslandsumsätze tragen wieder stärker als das Inlandsgeschäft zum Ergebnis der Branche bei. „2017 sollten die baunahen Metallwarenerzeuger die fehlende Inlandsnachfrage im Wirtschaftsbau im Export ausgleichen können“, analysiert UniCredit Bank Austria-Ökonom Günter Wolf. „Außerdem erwarten die Industriezulieferer der Branche eine anhaltend lebhafte Nachfrage von der Fahrzeug- und der Elektroindustrie im In- und Ausland, die zusätzlich noch vom heimischen Maschinenbau gestärkt wird.“ Die Produktion ist schon von Jänner bis April 2017 mit vier Prozent stark angestiegen, ebenso der Umsatz mit sieben Prozent. Ergänzt wird das positive Konjunkturbild der Metallwarenerzeugung vom überdurchschnittlich hohen Beschäftigungswachstum von zwei Prozent im ersten Halbjahr und der sehr guten Auftragslage zur Jahresmitte.


Foto: voestalpine

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Zuletzt erzielte die Branche einen Jahresumsatz von 14,7 Milliarden Euro und wuchs damit um 2,3 Prozent.

längere Wegstrecken nicht rentabel. Zudem erschwert der hohe Dienstleistungsanteil in einigen Sparten Konkurrenzimporte, beispielsweise bei den Bauschlossern. Sehr stark im internationalen Wettbewerb Der Außenhandelsüberschuss mit Metallwaren ist seit der zweiten Hälfte der 90er-Jahre fast kontinuierlich gestiegen. Zum Exportplus von 1,7 Mrd. € 2016 haben die Warengruppen Beschläge und sonstige Metallwaren 1,4 Mrd. €, Waffen und Munition 350 Mio. € und Stahl- und Alu-Bauelemente 150 Mio. € maßgeblich beigetragen. „Besonders bemerkenswert sind die hohen Exportüberschüsse mit Metallbeschlägen und Stahl- und Alubauelementen angesichts des hohen Kostenniveaus im Land und der Tatsache, dass diese Warengruppen stärker im Preis- als im Qualitätswettbewerb stehen“, sagt Wolf. Im internationalen Vergleich punktet die Metallerzeugung in Österreich nicht nur mit höheren Wachstumsraten. Bei der Produktivität steht Österreich nach der Metallwarenerzeugung in der Schweiz und den Niederlanden in Europa mit einer Wertschöpfung pro Beschäftigten von 71.000 € an der dritten Stelle. Im EU-Schnitt liegt der Indikator mit 46.000 € um rund ein Drittel unter dem österreichischen Wert.

Ihre Ausnahmeposition bestätigt Österreichs Metallwarenerzeugung auch mit den überdurchschnittlich stark wachsenden Beschäftigungszahlen: Die Branche ist mit rund 71.000 Beschäftigten 2016 nach dem Maschinenbau zweitgrößter industrieller Arbeitgeber Österreichs und eine der dynamischsten Industriebranchen. In den letzten 20 Jahren ist die Zahl der Arbeitsplätze in der Branche um durchschnittlich ein Prozent im Jahr gestiegen. ◆

Exporterfolge beweisen die Konkurrenzstärke Österreichs Metallwarenerzeugung wächst nicht nur rascher als die gesamte Industrie, sondern langfristig auch deutlich schneller als der Großteil der EU-Konkurrenten. In den vergangenen 20 Jahren legte die Produktionsleistung der Branche in Österreich um durchschnittlich vier Prozent im Jahr zu, in der EU um durchschnittlich knapp ein Prozent. Österreich ist traditionell einer der am stärksten auf die Metallwarenerzeugung spezialisierten Standorte Europas, mit einem Anteil der Branche an der Industriewertschöpfung von knapp elf Prozent. Der EU-Schnitt beträgt im Vergleich zehn Prozent.


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Diese weltmeisterlichen Stähle sind nicht zu bremsen voestalpine hat allein für den Standort Donawitz zwei zukunftsweisende Investitionsvorhaben mit mehr als 100 Mio. € Volumen verabschiedet.

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Für die Stähle der Zukunft: Technikum Metallurgie um einen wird eine neue Stranggussanlage zur HerstelZudem installiert die voestalpine am Werksareal Donawitz in Erlung hochreiner Stähle als anspruchsvolles Vormaterial für gänzung zu ihrem Stahlforschungszentrum am Flachstahlstandort Premiumschienen, Qualitätswalzdraht sowie HightechLinz die 2.800 m2 große Forschungsanlage „Technikum MetallurNahtlosrohre errichtet; die hochautomatisierte Produktionslinie mit einer Jahreskapazität von bis zu 950.000 Tonnen soll gie“, in der ab 2018 an den Stählen der Zukunft gearbeitet wird. bereits 2019 den Betrieb aufnehmen. Zum anderen entsteht am „Die laufende Weiterentwicklung des Werkstoffs Stahl ist die Basis, Werksgelände gerade ein völlig neues Forschungszentrum, in dem um mit unseren Endprodukten höchsten Qualitätskriterien zu entkünftig noch leichtere, korrosionsbeständigere und festere Stahlsprechen. Das Forschungszentrum wird wie ein komplettes Stahlsorten entwickelt werden. werk im Kleinformat aufgebaut – Erkenntnisse, die wir hier samDie Metal Engineering Division des voestalpine-Konzerns in meln, können in der Folge direkt auf die Großanlagen übertragen Donawitz zählt mit ihren innovativen Lösungen aus Stahl zu den werden“, erläutert Kainersdorfer. weltweit führenden Anbietern von Spezialschienen für die BahnEs sollen neue High-Performance-Stähle mit noch höherer Fesinfrastruktur, Qualitätswalzdraht vor allem für den Automobilbau tigkeit, weniger Gewicht und besserem Korrosionsschutz entwiund Hightech-Nahtlosrohren für die Öl- und Gasindustrie. „Mit der ckelt werden – vor allem für den Mobilitäts- & Energiesektor. Der aktuellen Großinvestition in eine Stranggussanlage erzeugen wir in Einsatz dieser Zukunftswerkstoffe wird z.B. im Automobilbau noch Zukunft noch hochwertigeres Vormaterial für unsere Produkte und belastbarere und gleichzeitig leichtere Antriebsstrangkomponenbauen so die Technologiefühten und damit weniger Treibrerschaft in unseren wichtigsstoffverbrauch ermöglichen. ten Kundensegmenten weiter Während die Anlagen der aus“, erklärt der Vorstand und Metal Engineering Division bisLeiter der Metal Engineering her eine MindestproduktionsDivision, Fanz Kainersdorfer. menge von 68 Tonnen Stahl „Dieses Investment dient erfordern, erfolgt die Entwickgleichzeitig auch der langfristilung im „Technikum Metallurgen Absicherung des Konzerngie“ in vergleichsweise kleinen standorts Donawitz.“ Gewichtseinheiten von jeweils Die neue Anlage, die parallel rund vier Tonnen; die neuen zur bereits bestehenden errichStahlsorten werden dann im tet und diese künftig ersetzen regulären Verarbeitungsprowird, umfasst auch eine volldizess zu Walzdraht, Schienen gitalisierte Prozesssteuerung und Nahtlosrohren auf ihre Eiund gilt hinsichtlich Industrie genschaften getestet. So sollen Additive Manufacturing: Millioneninvestitionen in Metallpulverproduktion. 4.0 als State-of-the-Art. sowohl die Innovationszeiten


Fotos: voest-alpine (2)

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Die Metal Engineering Division des voestalpine-Konzerns ist globaler Marktführer in der Weichentechnologie und der zugehörigen Signaltechnik.

von Hochleistungsstählen deutlich verkürzt, als auch Kunden mit bis dato nicht möglichen Kleinmengen beliefert werden. Zukunftsbereich Additive Manufacturing Weiters setzt nach dem erfolgreichen Start des voestalpine Additive Manufacturing Centers in Düsseldorf die High Performance Metals Division ihre internationale Expansion in dieser zukunftsweisenden Technologie konsequent fort. Im April 2017 ging ein weiteres Forschungszentrum für den 3D-Druck hochkomplexer Metallteile in Singapur in Betrieb, demnächst folgt die Eröffnung von zwei weiteren Produktionsstätten in Taiwan und Kanada. Gleichzeitig investiert die voestalpine rund 20 Mio. € in die Erweiterung der Metallpulverherstellung für Additive Manufacturing bei ihren Tochtergesellschaften Böhler Edelstahl und Uddeholms. Der Gesamtaufwand für die Realisierung der Additive-ManufacturingStrategie beläuft sich auf rund 50 Mio. €. Metal Additive Manufacturing – auch „3D-Druck“ genannt – revolutioniert die Metallverarbeitung wie kaum ein anderes Verfahren: Auf Basis digitaler Konstruktionsdaten ermöglicht es den schichtweisen Aufbau hochkomplexer Teile mit völlig neuen Formen und Funktionalitäten ohne Materialverlust. Als Werkstoff dient Metallpulver in unterschiedlicher Aufbereitung. Insbesondere in Branchen wie Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie, Werkzeugbau oder Medizintechnik, in denen vielfach technisch sehr an-

spruchsvolle Spezialanfertigungen gefragt sind, bietet die additive Fertigung auf Metallbasis trotz erheblicher technischer Herausforderungen großes Zukunftspotenzial. „Schon heute nimmt die voestalpine mit Komplett-Know-how von der Herstellung des Metallpulvers bis zur Produktion einbaufertiger Komponenten im 3D-Druckverfahren eine weltweite Vorreiterrolle ein“, sagt CEO Wolfgang Eder. „Durch den Aufbau neuer Forschungs- und Entwicklungszentren in außereuropäischen Wachstumsmärkten wollen wir unsere Aktivitäten auf diesem Gebiet konsequent weiter forcieren.“ ◆

Ein weltweit führender Technologiekonzern Die global tätige Gruppe verfügt über rund 500 Konzerngesellschaften und -standorte in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Mit ihren qualitativ höchstwertigen Produkt- und Systemlösungen aus Stahl und anderen Metallen zählt sie zu den führenden Partnern der europäischen Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie weltweit der Luftfahrtund Öl- & Gasindustrie. Die voestalpine ist darüber hinaus Weltmarktführer in der Weichentechnologie und im Spezialschienenbereich sowie bei Werkzeugstahl & Spezialprofilen. www.voestalpine.com


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Global voran bei Leichtbauteilen für die Luftfahrtindustrie FACC ist u.a. der global erste Zulieferer von Boeing, der „aktive Thermografie“ bei Bauteilprüfungen anwendet.

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ie seit 2014 an der Wiener Börse notierte FACC AG mit Stammsitz in Ried im Innkreis ist eines der weltweit führenden Unternehmen in Design, Entwicklung und Fertigung von fortschrittlichen Faserverbundkomponenten und -systemen für die Luftfahrtindustrie; die Produktpalette reicht dabei von Strukturbauteilen an Rumpf und Tragflächen über Triebwerkskomponenten bis hin zu kompletten Passagierkabinen für zivile Verkehrsflugzeuge, Business-Jets und Hubschrauber. Da die Sicherheitsstandards in der Luftfahrtindustrie besonders hoch sind, müssen Flugzeugbauteile einer gründlichen Qualitätskontrolle unterzogen werden. Bis jetzt wurden die Teile Stück für Stück relativ zeitaufwendig per Ultraschall untersucht. FACC hat in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule OÖ und der HTL Andorf das neue Prüfverfahren „aktive Thermografie“ entwickelt. Dabei nutzen die Techniker Temperaturunterschiede, um die Bauteilqualität im Inneren nachweisbar sicherzustellen. „Aktiv“ heißt, dass durch eine Wärmelampe die Oberfläche um einige Zehntelgrad Celsius erwärmt wird. Durch die Ausbreitung der Wärmewellen, die mit einer Infrarot-Thermokamera sichtbar gemacht werden, lassen sich im Schadensfall des Bauteils Unregelmäßigkeiten erkennen, denn Hohlräume oder Fremdkörper im Material verändern den Wärmefluss. Das Prüfsystem ist für carbonfaserverstärkten Kunststoff (CFK) und andere Composites optimal, denn die Methode arbeitet nicht nur genauer, sondern auch schneller und reduziert damit die Prüfzeiten im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren um bis zu 50%. Zusätzlich ist die Anlage wesentlich günstiger in der Anschaffung, mobil und somit an den verschiedenen Fertigungsstandorten von FACC einsetzbar. FACC ist das erste und einzige Unternehmen am Weltmarkt, das von Boeing für den routinemäßigen Einsatz der „aktiven Thermografie“ in der Serienfertigung von Luftfahrtbauteilen qualifiziert worden ist. „Damit steht uns nunmehr eine weltweit einzigartige

Technologie zur Prüfung von Flugzeugbauteilen in der Serienfertigung zur Verfügung“, sagt der Vorstandsvorsitzende Robert Machtlinger; eine wichtige Basis dafür war die Förderung durch die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). Weitere Erfolge und Referenzen FACC fertigt z.B. auch die Flügel-Rumpf-Verkleidungen für die neue Regionalflugzeugfamilie „C Series“ von Bombardier Aerospace wie auch schon für die Flugzeuge Global 7000 und 8000 für den kanadischen Konzern. „Wir konnten zahlreiche Innovationen in die C Series-Bauteile einbringen, die zu einer deutlichen Gewichtsreduktion und einer optimierten Bauteileperformance führen“, sagt Machtlinger. FlügelRumpf-Verkleidungen sind aerodynamische Verkleidungssysteme, die auf der Unterseite des Flugzeugrumpfs befestigt sind; sie sind in ihrer Form so ausgelegt, dass der aerodynamische Widerstand des Flugzeugs minimiert wird. Weiters schützen die Verkleidungen

FACC ist Hauptlieferant von Bombardier für Flügel-Rumpf-Verkleidungen.


Fotos: FACC AG (2)

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Innovative Flügelspitzen sparen Treibstoff und schonen die Umwelt; die Entwicklung und Fertigung von Winglets zählt seit Jahren zu den Kernkompetenzen von FACC.

im Flug darunter liegende Flugzeugsysteme vor Beschädigungen durch Vogelschlag. Da die jährliche Fertigungsrate der C Series in Zukunft erwartungsgemäß wohl steigen wird, hat FACC Vorkehrungen für eine zeitgerechte Anpassung an die erhöhte Nachfrage getroffen. Gefertigt werden die Flügel-Rumpf-Verkleidungen im AerostructuresWerk in St. Martin in Oberösterreich. Mit der Serienfertigung der Komponenten werden bei FACC 50 Mitarbeiter langfristig beschäftigt sein. Bei der COMAC C919 – dem jüngsten Passagierflugzeug des chinesischen Flugzeugherstellers COMAC – sind ebenfalls verschiedene Komponenten und Systeme der FACC AG mit an Bord. Seit 2004 Entwicklungs- und Fertigungspartner der COMAC C919, zeichnen die Oberösterreicher für die Passagierkabine (inkl. des Industrial Designs) mit Cockpit-Verkleidungen, Waschraum und Bordküche sowie für Störklappen und Winglets des chinesischen Mittelstreckenflugzeugs verantwortlich. Mit der Auslieferung des 7.500sten Liefersatzes Winglets an Aviation Partners hat FACC einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Die Jubiläumslieferung war der Höhepunkt der 15-jährigen erfolgreichen Kooperation mit dem US-Unternehmen. Winglets sind gebogene Verlängerungen an den Enden der Tragflächen, die den Luftwiderstand reduzieren; sie sparen je nach Winglettyp 4 bis 6% Treibstoff, verringern die Schadstoffemission und erhöhen somit die

Effizienz des jeweiligen Flugzeugs. Bereits im Jahr 2002 hatte FACC die ersten dieser Hightech-Komponenten an Aviation Partners, den Erfinder und Vermarkter der Blended Winglets mit Sitz in Seattle (USA), geliefert. Auch die Partnerschaft mit Rolls-Royce wird immer weiter ausgebaut, und FACC liefert u.a. Faserverbundleichtbauteile für eine neue Triebwerksplattform sowie eine Vielzahl an Triebwerkskomponenten und -systemen für alle wesentlichen zivilen Rolls-RoyceTriebwerke. ◆

Eindeutig im Steigflug FACC produziert für alle großen Flugzeughersteller wie Airbus, Boeing, Bombardier, Embraer, COMAC und Sukhoi sowie Triebwerkhersteller und Sublieferanten der Flugzeughersteller. Das Unternehmen hat sich in den vergangenen fünf Jahren stark entwickelt und Umsatz und Mitarbeiterstand mehr als verdoppelt. Im Geschäftsjahr 2016/17 erzielte FACC einen Jahresumsatz von 705,7 Mio. €, und man peilt demnächst die Milliardengrenze an. Derzeit beschäftigt FACC rund 4.000 Mitarbeiter weltweit. www.facc.com


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Rund um den Globus definitiv Weltmeister in Sachen Umwelt Der österreichischen Zementindustrie ist es gelungen, den weltweit geringsten CO2-Ausstoß pro Tonne erzeugtem Zement vorzuweisen.

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er CO2-Ausstoß pro Tonne erzeugtem Zement ist im Vergleich zu 2015 noch weiter gesunken und hat 2016 einen historischen Tiefstand erreicht. Die österreichische Zementindustrie ist somit „Branchenweltmeister“ und nimmt international eine Vorreiterrolle ein. „Nirgendwo wird Zement klimafreundlicher hergestellt als in unserem Land“, erklärt Sebastian Spaun, GF der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ). „Unsere Betriebe haben bewiesen, dass Industrieproduktion nicht im Widerspruch zum Klimaschutz steht. Würde die gesamte Zementindustrie in der EU nach österreichischen Umweltstandards produzieren, könnten 15 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.“

von Ersatzbrennstoffen hat auch zur Reduzierung von CO2-Emissionen geführt. Dem Einsatz von Ersatzbrennstoffen oder dem Betrieb modernster Emissionsminderungsanlagen steht jedoch ein erhöhter spezifischer Energiebedarf gegenüber. So haben Ersatzbrennstoffe eine niedrigere Energiedichte, die Nachfrage an Produkten mit besonderen Qualitätsmerkmalen und höherer Leistungsfähigkeit steigt laufend, anstatt Flugasche wird zunehmend Hüttensand als Zumahlstoff verwendet.

Foto: VÖB

„Kohlenstoff-Senke“ Beton Natürliche oder künstliche Systeme, die in der Lage sind, Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufzunehmen und zu speichern, werden als Kohlenstoff-Senke bezeichnet. Dies gelingt auch Beton-Produkten, die bei direktem Kontakt mit der Luft CO2 aufnehmen. Eine Nummer eins bei der Verwendung von Ersatzbrennstoffen Studie amerikanischer und chinesischer Geowissenschaftler hat 78% ihres thermischen Energiebedarfs deckt die Zementindustrie geeigt, dass zementgebundene Baustoffe 43% der CO2-Emissionen, mit Ersatzbrennstoffen ab und ist somit auch in diesem Bereich mit Abstand „Weltmeister“. Der die bei der Produktion durch globale Durchschnitt liegt bei Kalzinierung entstehen, wieder 16, der EU–Durchschnitt bei aus der Atmosphäre aufneh41%. „Der frühzeitige Fokus auf men; der Energiebedarf bei der nachhaltige Forschung und Zementproduktion ist dabei Entwicklung sowie die Vernicht berücksichtigt. Beschleuwendung alternativer Energienigt wird der Prozess der CO2quellen in Verbindung mit innoAufnahme aus der Atmosphävativen Baustoffen kommt uns re, wenn Betonbauten und anjetzt zugute“, ist Spaun überdere Zementmaterialien nach zeugt. ihrer Nutzungsdauer zerkleiZur Zementproduktion wird nert und nach einer bestimmhauptsächlich thermische ten Liegedauer rezykliert wer(86,9%) und elektrische Energie den. Forschungen, wie dieses (13,1%) benötigt. Die signifiPotenzial noch besser genutzt kante Reduktion fossiler Brennwerden kann, sind bereits im Beton & Zement könnte auch jenseits der Grenzen mehr zum Klimaschutz beitragen. stoffe auf rund 22% zugunsten Gange. Mit dieser Studie wurde


Foto: Zement+Beton

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Note 1+ für Österreich bei Beton und Zement: Ökonomischer Impulsgeber für die Regionen, weltweit geringster CO2-Ausstoß; unterm Strich: Klassenbester.

erstmals das Potenzial der Kohlendioxid-Aufnahme von Zement und Beton konkret beziffert. „Da dieser Effekt eine relevante Größe für den globalen CO2-Kreislauf darstellt, sollten Zement und Beton in der Ökobilanzierung künftig deutlich positiver bewertet werden und bei nationalen Treibhausgas-Inventuren als CO2-Senke Anerkennung finden“, resümiert Spaun. Ökologie darf kein Millionärsthema sein Eine internationale Vorreiterrolle nimmt die österreichische Zementindustrie auch bei der Entwicklung energieflexibler Gebäude ein; der Speicherung erneuerbarer Energie in Betonbauteilen durch Thermische Bauteilaktivierung kommt dabei eine Schlüsselfunktion zu. „Wir behalten stets bei allen Entwicklungen den Fokus auf Nachhaltigkeit, die auf den drei Säulen Umwelt-Gesellschaft-Wirtschaft basiert“, sagt Spaun. „Sind diese im Gleichklang, sind die Erfolgsaussichten am größten. Ansonsten wird es langfristig sehr schwer sein, leistbares Wohnen zu ermöglichen. Wir müssen deutlich machen, dass Ökologie kein Millionärsthema sein darf.“ Die österreichische Zementindustrie setzt seit Jahren bei der Erforschung neuer Technologien und Anwendungen einen Schwerpunkt auf die Thermische Bauteilaktivierung (TBA). Dabei werden in die Geschoßdecke Rohre direkt in den Beton verlegt, durch die warmes oder kaltes Wasser fließt. So können Räume sowohl geheizt als auch gekühlt werden. Denn das System der Thermischen Bau-

teilaktivierung kann Energie selbstregulierend speichern, gleichmäßig abgeben (heizen) oder aufnehmen (kühlen). So können auch Zeiten ohne Energiegewinnung überbrückt werden, und das Gebäude bleibt trotzdem angenehm klimatisiert – ein großer Vorteil, da mit dem zunehmenden Einsatz erneuerbarer Energiequellen immer mehr unrentable kalorische Kraftwerke außer Betrieb gestellt werden und es immer öfter zu einer Überlastung bestehender Stromnetze kommt. Werden Schwankungen im Stromnetz nicht ausgeglichen, besteht dann die Möglichkeit von Blackouts. „Mit der

Österreichische Zementindustrie (VÖZ) „Dank großer Forschungsintensität haben wir in Österreich eine hochentwickelte Baustoffindustrie“, sagt VÖZ-Geschäftsführer Sebastian Spaun. Österreichs Unternehmen spielen im Hoch- und Tiefbau international in der Top-Liga mit. Die acht produzierenden Unternehmen der VÖZ konnten 2016 ein Produktionsvolumen von 4,8 Mio. t Zement und damit ein Plus von 3,7% gegenüber 2015 (4,6 Mio. t) erreichen. Damit wurde ein Umsatz von 400 Mio. € mit einem Plus von 2,9% erwirtschaftet (2015: 388 Mio. €). www.zement.at


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Foto: Zement+Beton

Einspeicherung von Energie in Beton gibt es nun eine wirksame Gegenmaßnahme, die auch Kosten spart“, betont Spaun. Beton ist ein Schlüsselelement, wenn es um den sinnvollen und kosteneffizienten Einsatz erneuerbarer Energien geht. Beim Bau entstehen keine höheren Kosten als bei herkömmlichen Systemen. Investoren und Bauträger müssen „nur noch“ überzeugt werden, gesamthaft auf den Gebäude-Lebenszyklus zu schauen. „Bis heute herrscht noch die Tendenz vor, in erster Linie die Errichtungskosten zu sehen“, erklärt Spaun. „Aber der Mieter oder Wohnungseigentümer muss danach das zahlen, was gebaut wurde, nämlich eine ineffiziente und teure Heizung oder Kühlung.“ Impulsgeber für die Regionen Die meisten österreichischen Zementbetriebe sind in der Nähe von Rohstoffen angesiedelt, um die Produktionswege so kurz wie möglich zu halten. Auf den Betonstein wurde eine violette Chemikalie aufgebracht, die Veränderungen des pH-Werts anDamit sind sie auch wichtige Wirtschaftsfaktoren für zeigt. Was bereits weiß ist, zeigt den Bereich, wo CO2 schon wieder in den Betonstein eingebunden die Regionen. Per Ende 2016 waren 1.156 Menschen wurde; im violetten Bereich wurde noch nichts aufgenommen. in der österreichischen Zementindustrie beschäftigt. sollen im Team ein Eyecatcher-Gebäude entwerfen, das vom WeinDer Frauenanteil in der Belegschaft beträgt 12,6%. Mit 7,7% hat die bau inspiriert ist. Unterstützt wird auch die einzigartige BetonkanuZementindustrie im Vergleich zu anderen Berufsgruppen der MasRegatta, die alle zwei Jahre stattfindet und bei der Studierende von sivbaustoffindustrie den höchsten Lehrlingsanteil. Auch die Arösterreichischen Hochschulen bereits viele Preise gewonnen habeitssicherheit genießt höchste Priorität für die Betriebe: Die Zahl ben. der Arbeitsunfälle konnte im Vergleich zu 2015 um ein Fünftel reduziert werden, das ist der niedrigste Wert in der Geschichte der Motor für Innovationen Branche. Die österreichische Zementindustrie widmet sich intensiv der ForDie Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie gehört schung und Entwicklung des Baustoffs Beton; mit der Forcierung zu den Ersten, die im Jänner 2017 ins neue Forschungscluster des neuer Technologien und der Erarbeitung kundenorientierter SpeziTU Wien Science Centers gezogen sind. Mit dabei ist auch die Smart allösungen erweist sich die VÖZ dabei als innovativer Motor der Minerals GmbH, ein gemeinsam von der VÖZ und der TU Wien Bauindustrie. Darüber hinaus beobachtet die VÖZ laufend die akgegründetes Forschungsunternehmen. Der neue Standort soll das tuellen Entwicklungen und ist maßgeblich daran beteiligt, den jeZusammenwirken mit wissenschaftlichen Einrichtungen noch einweils neuesten Stand der Technik in der österreichischen Bauwirtfacher und die Forschungsarbeit noch praxisorientierter machen. schaft zu verankern. Die VÖZ beteiligt sich auch an der Förderung von Studenten Generell sieht sich die VÖZ als Partner von Baugewerbe, Bauindurch kreative Wettbewerbe wie die Concrete Student Trophy, die dustrie, Behörden und Auftraggebern sowie als Service- und An2017 bereits zum 12. Mal stattfindet. Diesmal ist die Vorgabe ein laufstelle für den Endverbraucher. Zudem bietet die Zementindusmultifunktionales Veranstaltungs- und Vortragsgebäude auf dem trie praktische Hilfestellung bei Fragen der fachgerechten VerarbeiGelände der HBLA und des Bundesamts für Wein- und Obstbau in tung von Zement und Beton. ◆ Klosterneuburg. Studierende verschiedener Studienrichtungen


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Immobilien in (fast) ganz Europa ...

Die Immobilien-Europameister Auf der Basis eines prosperierenden Heimmarkts exportieren österreichische Immobilien-Gesellschaften erfolgreich ihr Know-how.

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Foto: brainstormdesign.de

kerfassaden architektonisch gut in die Nachbarschaft ein, werden in sehr spannendes Geschäftsmodell realisiert z.B. die nach DGNB- und LEED-Gold zertifiziert und wurden für rund börsennotierte UBM Development AG, die als führender 90 Mio. € an Union Investment verkauft. europäischer Hotelentwickler über ihre Ländergesellschaften Projekte akquiriert und entwickelt. Starkes Halbjahr für Warimpex Der strategische Fokus liegt auf den drei Kernmärkten Die ebenfalls börsennotierte Warimpex Finanz- und Beteiligungs Deutschland, Österreich und Polen. Nach Verkauf des Assets an AG kann ein sehr starkes erstes Halbjahr 2017 verzeichnen, das institutionelle Investoren pachtet UBM Hotels das jeweilige Hotel besonders durch Fortschritte bei den Developmentprojekten sound betreibt die Immobilie über Managementverträge unter inwie den Teilverkauf des Hotelportfolios geprägt war und einen ternational bekannten Marken. Der Unterschied zu allen anderen Periodengewinn von 33,5 Mio. € brachte. Die Veräußerung von am Markt tätigen Hotelentwicklern und -betreibern (Franchiseacht Hotelbeteiligungen, die rund 50% des gesamten Immobilinehmer, etc.) liegt darin, dass UBM im Konzern die komplette envermögens von Warimpex ausmachten und einem ImmobilienWertschöpfungskette abbildet. „Uns ist kein anderes Unternehwert von rund 180 Mio. € entsprachen, wurde am 31. Mai erfolgmen bekannt, das dieses Modell lebt“, sagt der Vorstandsvorsitreich abgeschlossen, der Ergebnisbeitrag belief sich dabhei auf zende und Finanz-Vorstand Thomas G. Winkler. 21,4 Mio. €. Im August 2017 hat sich UBM mit zwei Hotel-Entwicklungen „Diese Transaktion ist ein Meilenstein in unserer Firmengein Hamburg mit rund 600 Zimmern den ersten Forward Deal in schichte und bringt zunächst einmal eine deutliche Stärkung der langfristigen Pipeline gesichert. unserer finanziellen Basis“, sagt CEO Franz Jurkowitsch. „DarüMehr als zwei Jahre vor geplanter Fertigstellung unterstreicht ber hinaus haben wir entsprechend unserer Zielvorgabe im ersder Verkauf die hohe Attraktivität der Asset-Klasse Hotel bei ten Halbjahr sowie im Juli 2017 Anleihen und Kredite getilgt. Anlegern und die führende Rolle der UBM als Hotelentwickler in Durch die vorzeitige RückzahEuropa. Auf einem 3.760 m²lung teurer Anleihen können Grundstück an der Hamburger wir den Zinsaufwand im KonEiffestraße errichtet die UBMzern deutlich senken. Unsere Tochter Münchner Grund in Eigenkapitalquote haben wir Kooperation mit der Munich von neun auf 30 Prozent erHotel Projekt, eine Tochter der heblich verbessert.“ Lambert Immobilien GmbH, Zwar verringerten sich die bis Sommer 2019 zwei miteinUmsatzerlöse im Hotelbereich ander verbundene Hotelimmoum 14% auf 20,8 Mio. €, dies bilien unter den Marken Holiist jedoch auf den Verkauf des day Inn und Super 8. Beide angelo Hotels in Prag im VorEntwicklungen mit einer Gejahr sowie den Verkauf der samt-Brutto-Obergeschoßfläacht Hotelbeteiligungen zuche von 20.700 m² fügen sich rückzuführen. Die UmsatzDie UBM agiert auf den drei Kernmärkten Deutschland (Bild), Polen und Österreich. mit typischen Hamburger Klin-


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Immobilien in (fast) ganz Europa ...

Buwog-Projekt „The One“ in Berlin-Mitte: Bis 2019 entstehen hier zehn Wohnhäuser mit 231 Eigentumswohnungen, sieben Ladeneinheiten sowie zwei Gastronomieflächen.

erlöse aus der Vermietung von Büroimmobilien stiegen – vor allem durch Indexanpassungen und die Übergabe des Multifunktionsgebäudes in der Airportcity St. Petersburg an den Mieter – von 4,0 auf 6,1 Mio. € „Künftig werden die Umsatzerlöse aus der Vermietung von Büroimmobilien und aus dem Bereich Development und Services aufgrund von Fertigstellungen und neuen Entwicklungsprojekten generell steigen“, erklärt Jurkowitsch. In der Airportcity St. Petersburg wurde Ende Mai das voll vermietete Multifunktionsgebäude Bykovskaya mit rund 6.000 m² Büround Archivflächen sowie Stellplätzen für ca. 450 Fahrzeuge an den Mieter übergeben; darüber hinaus verfügt Warimpex in der Airportcity über Grundstücksreserven für rund 150.000 m² Bürofläche. „Unsere Zukunft sehen wir weiterhin bei Hotel- und Büroentwicklungsprojekten in CEE und Russland, da die Märkte zuletzt gereift sind und sich weiterentwickeln“, meint Jurkowitsch. „Polen wird auch künftig ein Kernmarkt von Warimpex bleiben; darüber hinaus prüfen wir derzeit Optionen für neue Developments.“ Günstiges Preisniveau für möglichst optimale Verkäufe Oder die ebenso börsennotierte S Immo: Nach dem erfolgreichsten Jahr der Unternehmensgeschichte, 2016, konnte man auch das erste Halbjahr 2017 sehr stark gestalten. Der FFO I – vereinfacht gesagt jene operative Kennzahl, die beschreibt, was infolge exklusiver Bewertungen und ähnlicher, nicht cashwirksamer Effekte verdient wurde – konnte deutlich auf 26,7 Mio. € gestei-

gert werden. Ebenfalls sehr positiv ist das Bewertungsergebnis, das sich im ersten Halbjahr 2017 auf 69,3 Mio. € belief und vor allem auf Aufwertungen in Deutschland, Bulgarien und auf dem Heimmarkt zurückzuführen ist. „Wir sehen aktuell in einigen unserer Märkte ein ausgesprochen hohes Preisniveau und haben uns deshalb dazu entschieden, ein paar größere Objekte zu verkaufen“, sagt dazu CEO Ernst Vejdovszky. „Diese erfolgreichen Veräußerungen unterstützen das erneut ausgesprochen positive Bewertungsergebnis und beweisen die Nachhaltigkeit unserer Wertsteigerungsstrategie.“ Ein gutes Beispiel dafür ist der Verkauf der Anteile (65%) am Einkaufszentrum Serdika Center in Sofia sowie der Verkauf des Bürogebäudes Serdika Offices an New Europe Property Investments. Das Serdika Center umfasst mehr als 200 Shops auf einer Nutzfläche von rund 47.000 m², die Serdika Offices haben eine Nutzfläche von rund 28.500 m². Die verkauften Immobilien standen flächenmäßig für immerhin rund 8% des gesamten Immobilienportfolios der S Immo. Die Transaktion führt zu einem Nettozufluss im Konzern (nach Rückführung von Kreditfinanzierungen) von rund 80 Mio. € und hat außerdem einen positiven Effekt auf das Periodenergebnis. „Wir haben diese Immobilie 2010 in einem Umfeld fertiggestellt, das alles andere als einfach war“, erinnert sich Vejdovszky. „Trotzdem ist es uns gelungen, das Center und die Büroflächen voll zu vermieten und am Markt zu etablieren. Der Verkauf ist nun der Abschluss dieses erfolgreichen Entwicklungsprojekts.“ Im ersten Halbjahr 2017 war man auch auf der Ankaufsseite


aktiv. So gingen in der Berichtsperiode deutsche Objekte mit einem Transaktionsvolumen von mehr als 30 Mio. € ins Eigentum der S Immo über. „Zur Jahresmitte sind wir ausgesprochen zufrieden mit den Ergebnissen und sehr zuversichtlich für die zweite Jahreshälfte“, sagt Vejdovszky. „Unser Fokus liegt dabei vor allem auf unseren Entwicklungen. Wir verfügen über eine prall gefüllte Projektpipeline mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von mehr als 600 Mio. Euro – damit sichern wir die Erträge der Zukunft.“ Jede Menge Wohnungen Der gleichfalls an der Wiener Börse notierte Wohnimmobilienkonzern Buwog AG hat das bisherige Rekordgeschäftsjahr 2015/16 noch einmal übertroffen. Die operativen Erträge aus der Bewirtschaftung des Bestandsportfolios trugen ebenso zu der erfolgreichen Fortführung der Entwicklung bei wie der Bereich Property Sales mit dem margenstarken Einzelwohnungsverkauf in Österreich sowie die deutliche Intensivierung des Geschäftsbereichs Property Development, dem Neubau von Miet- und Eigentumswohnungen. „Die Strategie der Buwog hat in den letzten zwölf Monaten starken Support durch die internationalen Investoren bekommen“, sagt Andreas Segal, stellvertretender CEO und CFO der Buwog AG, zu „WeltMeister Österreich“. „Unser Konzernergebnis konnte im Geschäftsjahr signifikant auf 366,7 Mio. Euro gesteigert werden (+52,8 Prozent) und spiegelt neben dem Wachstum im operativen Bereich auch den vom externen Gutachter CBRE ermittelten starken Wertzuwachs im Rahmen der Neubewertung des Immobilienvermögens wider.“ Besonders hebt Segal die Steigerung der Erträge aus dem dritten Geschäftsbereich, dem Wohnungsneubau (Property Development) und der weiteren Intensivierung der Projektentwicklungspipeline, hervor. Der Ergebnisbeitrag des Property Development verbesserte sich um 32% auf 28,3 Mio. €. Die Fertigstellungen im Berichtszeitraum stiegen um 44% auf 606 Einheiten an; damit übertraf die Buwog die in Aussicht gestellte Entwicklung in diesem Bereich für das abge-

Foto: Overmann

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Auch die S Immo sieht Deutschland unverändert als sehr wichtigen Markt.

schlossene Wirtschaftsjahr und arbeitet weiter an der Erfüllung der langfristigen Prognosen für dieses Geschäftsfeld. Die Development-Pipeline verzeichnete zum Stichtag 30. April 2017 einen Anstieg von 25% – davon sind rund 3.700 Einheiten mit rund 845 Mio. € Volumen für den Bau in den Bestand und rund 6.500 Einheiten mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von mehr als zwei Mrd. € zum Verkauf bestimmt. Die Buwog Group plant, auch in Zukunft ihr Wohnungsneubaugeschäft in den drei größten deutschsprachigen Städten Berlin, Hamburg und Wien weiter auszubauen, neben dem Bau von Eigentumswohnungen zum Verkauf auch den Bau von Mietwohnungen in den eigenen Be„Aufgrund unserer erfolgstand zu intensivieren und so reichen Kapitalmaßnahorganisches Wachstum und men kann das Wachstum die Steigerung der Portfolioder Buwog fortgesetzt qualität durch Neubau zu generieren. Im Berichtszeitraum werden – besonders kam es zum Kaufvertragsabauch beim Bauen für schluss für sechs neue Grundden weiteren Bestand.“ stücke; die Buwog will die bestehende Pipeline der 3.700 Buwog-CFO Andreas Segal Einheiten für den Bau in den Bestand durch weitere Grundstücksakquisitionen auf 5.500 Einheiten ausbauen und diese innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre fertigstellen. „Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg der Buwog bleibt die Kombination von stetiger Bestandsbewirtschaftung und dem dynamischen Development-Geschäft; der Wohnungsneubau, der ursprünglich als Add-on betrieben wurde, ist damit zum Wachstumsmotor der Gesellschaft geworden“, fasst Segal zusammen. ◆


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Mit Sicherheit ins digitale Heute, mit MIA & MICK in die Zukunft Die Österreichische Staatsdruckerei agiert mit ihrem Konzept „Identitäten sicher managen“ als „Exportweltmeister der ganz besonderen Art“.

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n Sachen Tradition macht der Staatsdruckerei niemand etwas vor. „Wir verfügen über weit mehr als zwei Jahrhunderte Erfahrung auf den Gebieten Identitätsmanagement und Sicherheitsdruck“, erklärt Geschäftsführer Helmut Lackner im Exklusivinterview. Bei den neuesten Technologien ist das börsennotierte Unternehmen ebenso weltweit führend: „Wir entwickeln und produzieren Hochsicherheitsidentitätsdokumente wie Reisepässe mit Chip und biometrischen Sicherheitsmerkmalen, Scheckkartenführerscheine, Personalausweise sowie biometrische Aufenthaltstitel mit Chip sowie Scheckkartenzulassungsscheinen.“ Weiters umfasst die Geschäftstätigkeit der OeSD-Gruppe hochkompetente Beratung für die Entwicklung, Implementierung und Verwaltung von Identitätsmanagementsystemen einschließlich Daten- und IT-Sicherheit und Biometrie sowie die Personalisierung von ID-Dokumenten sowie die damit zusammenhängende Logistik. Dazu kommt die Produktion fälschungssicherer Blankosicherheitsdokumente und anderer Hochsicherheitsdruckprodukte.

Was hinter MIA und MICK steckt Kein Wunder, dass dabei Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten höchste Bedeutung zukommt. „Ein wesentlicher Innovationsschwerpunkt liegt auf der Entwicklung der digitalen Identität bzw. dem digitalen Ausweis“, erklärt Lackner. So wurde per Ende 2015 das in dieser Form bis dato weltweit einzigartige digitale Ausweissystem MIA (My Identity App) präsentiert und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. MIA fand bereits internationale Käufer, und im Unterschied zu manch anderen „prophetischen“ Innovationen gilt es auch im eigenen Land, wo die Verkehrsbetriebe einer großen Bundesländerhauptstadt derzeit einen Prototypen realisieren. „MIA integriert alle AusDie Österreichische Staatsdruckerei sieht sich als „erste Adresse für sichere Identität“. Foto: Österreichische Staatsdruckerei

Weltweit höchst begehrt Mit Produkten und Leistungen wie diesen kann die OeSDGruppe rund um den Globus bestens punkten. „Unsere maßgeschneiderten Kundenlösungen gehen beispielsweise nach Äthiopien, Ghana, Mauritius oder PapuaNeuguinea“, nennt Lackner doch ziemlich exotische Destinationen, die sonst eher wegen ihrer Mittel- und Langstreckenläufer oder ihrer Anziehung als

Top-Urlaubsregionen allgemein bekannt sind. „Innerhalb der vergangenen Jahre haben wir dieses globale Geschäft sehr erfolgreich aufgebaut und bauen es permanent weiter aus.“ Dabei stehen nicht „nur“ Dutzende Staaten auf der Kundenliste, sondern auch internationale Organisationen wie die Europäische Union, die African Development Bank (AFDB, rund 80 Mitglieder), den EU-ähnlichen Westafrikanischen Staatenbund ECOWAS (Economic Community Of West African States) oder die Karibische Gemeinschaft (Caribbean Community and Common Market, CARICOM). „Wir beliefern und betreuen Kunden in mehr als 60 Staaten auf fünf Kontinenten“, fasst Lackner zusammen.


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weisdokumente in einer App“, sagt Lackner. Die Ausweise können auf dem Smartphone gezeigt werden, ohne dass persönliche Daten dort gespeichert werden. Seitdem Identifizierungen und Legitimierungen mittels Video-Ident-Verfahren nun auch auf dem Heimatmarkt rechtlich möglich sind, hat außerdem MICK (My Identity Check) weiter an Bedeutung gewonnen. Für den hochsicheren VideoIntent-Service braucht es nur eine Internetverbindung sowie Computer, Tablet oder Smartphone mit Webcam. Während in Deutschland bereits Millionen von Girokonten auf diese Weise eröffnet wurden, können somit nun auch österreichische Unternehmen und Institutionen von dieser Hochsicherheitslösung zur Identitätsfeststellung profitieren!

Foto: Foto Wilke

Der sicherste Raum in ganz Österreich Persönliche Daten aus aller Welt, die sichtbar oder unsichtbar (z.B. auf dem Reisepass-Chip) verarbeitet werden, befinden sich zur Personalisierung im sichersten Raum Österreichs – ohne technische Verbindung nach außen, sicher vor Hackern. Geschäftsführer Helmut Lackner beim Exklusivinterview mit „WeltMeister Österreich“: Lackner: „Nach der Verarbeitung werden „Unsere Produkte genießen im In- und Ausland einen hervorragenden Ruf!“ die Daten staatlich kontrolliert und sicher gelöscht.“ Reisepässe beispielsweise werden von der StaatsdruckeÖsterreichische Staatsdruckerei Konzern rei in mehr als 1.000 (!) Einzelschritten produziert. „Wir erfüllen selbstverständlich die strengsten gesetzlichen SicherheitsvorschrifIm Geschäftsjahr 2016/17 konnten sowohl die Umsätze (um ten und entwickeln diese gemeinsam mit den Sicherheitsbehörden mehr als 4 Mio. € auf 44,7 Mio. €) als auch das Ergebnis (um laufend weiter“, berichtet Lackner. Dies macht auch einen ganz mehr als 1 Mio. € auf 5,7 Mio. €) markant gesteigert werden. wesentlichen Unterschied zu vielen ausländischen Pass-Druckereien aus, die „nur“ „Sicherheit nach Vorschrift“ herstellen. Ganz klar, dass mit den Sicherheitsdokumenten auch das Kerngeschäft in Österreich bestens läuft. „Hier bestehen seit vielen Jahren aufrechte Lieferverträge und gleichfalls höchste Kundenzufriedenheit, womit eine solide Basis für unsere nächsten Geschäftsjahre gegeben ist“, beschließt Lackner das Exklusivinterview. Weiteres Wachstum der OeSD werde über Produktinnovationen sowie proaktive Vertriebsarbeit im Ausland sichergestellt. ◆

Die langjährige Strategie, das Unternehmen als Dienstleister im Bereich Hochsicherheitstechnologie zu entwickeln und das Geschäftsfeld „sichere Identität“ gewissermaßen „grenzenlos“ zu besetzen, hat sich sehr bewährt. Das Personalisierungszentrum für internationale Kunden und das Engagement für sichere digitale Identität wurden weiter ausgebaut. www.staatsdruckerei.at


WeltMeister Österreich Im Gespräch / Service

Außenhandel als Wachstumsmotor – die OeKB kurbelt mit an Internationaler Erfolg, und zwar abgesichert – so lautet der Wunsch der meisten Kunden, wenn sie sich an die Oesterreichische Kontrollbank AG wenden. Warum sich der Geschäftsalltag der OeKB vor allem um nichtmarktfähige Risiken dreht, und wie es mit etwaigen Wettbewerbsverzerrungen aussieht, erläutert OeKB-Vorstand Helmut Bernkopf im Exklusivinterview mit Paul Christian Jezek.

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it ihren Export Services unterstützt die OeKB Gruppe heimische Exporteure bei Geschäften und Investitionen im Ausland. Finanzierungen bereitstellen und Risiken (auch in stabilen Märkten) absichern, lautet der Auftrag. Dies geschieht auch mit dem Mandat der Republik Österreich, für die die OeKB im Sinne der heimischen Wirtschaft Exporthaftungen ausstellt.

in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Hausbank über eine Refinanzierung der Kreditinstitute. Diese zinsgünstigen Finanzierungen, die auch rege nachgefragt werden, kann die OeKB anbieten, da sie als Exportkreditagentur des Staats agiert und somit von der guten Bonität Österreichs profitiert.

Foto: Reinhard Lang

Welche Motivation steckt hinter der Förderung der Exportwirtschaft? Herr Bernkopf, welche Rolle kann die OeKB übernehmen, wenn Der Außenhandel ist ein absoluein heimisches Unternehmen an ter Wachstumsmotor der heimiExpansion denkt? schen Wirtschaft. Immerhin ist Unser Engagement erlaubt es, jeder zweite Job in Österreich den Aktionsradius unserer Exdirekt oder indirekt vom Export portunternehmen zu vergrößern abhängig. Fördern wir den Exund ihre Chancen in den unterport, sichern wir auch unseren schiedlichsten Märkten zu erhöeigenen Wirtschaftsstandort und hen. Zwei große Hebel stehen den damit verbundenen Wohluns dafür zur Verfügung: Als stand in Österreich ab. Bevollmächtigte der Republik Wachstumschancen bestehen Österreich stellt die OeKB Hafoftmals aber nur in neuen Absatztungen zum Schutz österreichigebieten, die zumeist in eher unscher Exporte und Direktinvesbekannten oder schwierigen Retitionen vor Auslandsrisiken, vor gionen liegen. allem vor Zahlungsrisiken, aus. Mit den von uns ausgestellten Darüber hinaus finanziert die Haftungen bieten wir UnternehOeKB Exporte und Beteiligunmen jene Sicherheiten, die häufig gen im Ausland. Das geschieht OeKB-Vorstand Helmut Bernkopf zeigt Chancen und Risiken von Exportmärkten auf.


Foto: OeKB/Shutterstock.com

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Die OeKB Gruppe übernimmt seit mehr als 70 Jahren die Rolle eines verlässlichen Partners für Exporteure – für KMU genauso wie für Großkonzerne.

den Ausschlag für eine Expansion oder Fortsetzung des Exportgeschäfts geben. Damit ermöglichen wir Firmen auch in Märkten Geschäfte, die aufgrund eines höheren wirtschaftlichen oder politischen Risikos sonst nicht zustande gekommen wären.

OeKB-Vorstand Helmut Bernkopf Helmut Bernkopf wurde 1967 in Wien geboren, wo er sich nach dem Schulabschluss dem Studium der Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien widmete. An seine Alma Mater kehrte er später nochmals zurück, um das General Management-Programm, als postgraduale Managementausbildung, zu absolvieren. Anfang der 1990er-Jahre startete er seine Berufslaufbahn im Corporate Finance-Bereich der Bank Austria. Nach Stationen in London, Bukarest und Moskau übernahm er ein Vorstandsmandat der UniCredit Bank Austria. Dabei leitete er in der Unternehmenszentrale in Mailand die globalen Private Banking-Agenden. Anschließend steuerte er am Wiener Standort als Kommerzkunden-Vorstand den Privat- und Firmenkundenbereich der Großbank. 2016 wechselte Helmut Bernkopf zur Oesterreichischen Kontrollbank AG, wo er in seiner Vorstandsfunktion unter anderem den Geschäftsbereich Export Services verantwortet.

Einerseits Exportgarantien, andererseits Exportfinanzierungen – was genau hat es damit auf sich? Mit den Exportgarantien sichern wir gegen politische und wirtschaftliche Risiken im Auslandsgeschäft ab. Unternehmen sind so vor den finanziellen Folgen geschützt, wenn Abnehmer aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen nicht zahlen. Bei Auslandsinvestitionen wird die Exportgarantie wirksam, wenn es durch politische Entscheidungen beispielsweise zu einer Enteignung kommt. Das Exportfinanzierungsverfahren wiederum ermöglicht zinsgünstige Kredite für Exporte und Investitionen im In- und Ausland. Konkret bedeutet das, dass die OeKB den Hausbanken eine Refinanzierung anbietet und diese den Unternehmen dann Betriebsmittel für Exporte oder Kredite für Einzelprojekte oder Auslandsinvestitionen bereitstellt. Exportfinanzierungen sind auch für Länder innerhalb der EU möglich. Gibt es bei der Risikobeurteilung Ausschlusskriterien? Exportkreditagenturen unterliegen aufgrund ihrer besonderen Stellung gewissen Vorgaben. Um Wettbewerbsverzerrungen – aufgrund der von uns angebotenen besonderen Zinskonditionen – zu vermeiden, liegt unser Fokus auf nicht-marktfähigen Risiken. Daher fallen Auslandsgeschäfte mit anderen EU-Staaten oder Ländern wie der Schweiz, Neuseeland oder den USA und einer Risikodauer von unter zwei Jahren aus unserem Bankportfolio, zumindest bei den Garantien. Wir beraten unsere Kunden aber auch gern in diesem Marktbereich; das gelingt uns mit unserem Tochterunternehmen Acredia Versicherung. Als Kreditversicherer


WeltMeister Österreich Im Gespräch / Service

„Unsere Kernaufgabe ist es, Unternehmen zu helfen, ihren Aktionsradius zu vergrößern und ihre Chancen am Markt zu erhöhen.“ ist Acredia auf kurz- und mittelfristige Risiken in politisch stabilen Ländern spezialisiert. Bieten Sie all die Services auch für Kleinunternehmen an? Wir servicieren kleine Nischenanbieter genauso wie mittelständische Unternehmen oder auch internationale Konzerne. Wichtig ist uns, dabei individuell auf ihre persönlichen Bedürfnisse einzugehen und mit einem günstigen Produkt dem Unternehmen in seiner Entwicklung weiterzuhelfen. Interessant ist für unsere Kunden die Möglichkeit von Rahmenkrediten, die über die jeweilige Hausbank in Anspruch genommen werden können. Besondere Konditionen machen dieses Angebot attraktiv, und mit den Geldern aus den Rahmenkrediten können dann laufende Exportaufträge und -forderungen finanziert werden. Wie sinnvoll sind Risikoabsicherungen in stabilen Märkten? Eine Risikoabsicherung ist in einem stabilen Markt mindestens genauso sinnvoll wie in sensibleren Regionen. Wir leben in einem überaus dynamischen Umfeld. Gerade Exporte sind von politischen Entwicklungen in Zielmärkten unmittelbar betroffen. Besondere Zölle oder Embargos sind rasch ausgesprochen, und politische Umschwünge führen oft binnen Tagen zu schwindender Rechtssicherheit. Einige Entwicklungen sind vorab kaum absehbar. In der jüngsten Vergangenheit waren beispielsweise der Putschversuch in der Türkei, das Brexit-Votum in Großbritannien oder der Wahlsieg Donald Trumps solche Faktoren. Wie ist die Entwicklung der internationalen Märkte derzeit einzuschätzen? Wo sehen Sie die größten Chancen, und wo ist Vorsicht angebracht? Der Welthandel zieht wieder an, und Wachstumsimpulse kommen momentan nicht nur von den Industrieländern, sondern auch aus Emerging Markets wie China oder Indien. Besonders Südoastasien können wir in allen Aspekten recht positiv bewerten. Oftmals sind große Chancen aber auch direkt mit einem Risiko verbunden. Wo lässt sich dies zur Zeit besonders feststellen? Die Türkei bietet enormes Potenzial, das politische Umfeld ist momentan aber schwierig, und Rechtssicherheit ist einfach wesentlich für unsere Exporteure. Nordafrika oder der Nahe Osten sind Wachstumsmärkte, das damit verbundene Risiko ist aber nicht zu unterschätzen. Verbindungen in den Iran leiden nach wie vor unter eini-

gen ungeklärten Sanktionsund Compliance-Fragen. Sanktionen sind immer eine große Hürde. Für den russischen Markt gibt es beispielsweise eine große Nachfrage, neue US-Sanktionen sorgen aber, neben jenen für die Halbinsel Krim, für steigende Unsicherheiten. Helmut Bernkopf

Was braucht es, damit die Wirtschaft weiter wachsen kann? Generell ist die Lage positiv zu beurteilen. Der weltweite Wirtschaftsaufschwung setzt sich fort, und die Prognosen für das BIPWachstum 2018 in Österreich sehen gut aus. Neben diesen Rahmenbedingungen braucht es Unternehmergeist und Mut seitens der Firmen, die entsprechenden Förderinstrumente und Handlungsspielraum für Banken. Gemeinsam kann man dann Großes erreichen – für unsere heimische Volkswirtschaft, allen voran für die Arbeitsplätze, aber auch für die Entwicklung in den Exportländern, die von vor Ort entstehenden Arbeitsplätzen und verbesserter Infrastruktur profitieren! ◆

Die Oesterreichische Kontrollbank AG Die OeKB AG ist Österreichs zentraler Finanz- und Informationsdienstleister für Exportwirtschaft und Kapitalmarkt. Ihre speziellen Services stärken den Standort Österreich und unterstützen die Wirtschaft im globalen Wettbewerb. Die vielfältigen Dienstleistungen stehen Unternehmen und Finanzinstitutionen sowie Einrichtungen der Republik Österreich zur Verfügung. Unterstützungsleistungen für heimische Exporteure: ! Günstige Rahmenkredite für Exportaufträge ! Absicherung gegen Zahlungsausfälle ausländischer Abnehmer ! Günstige und langfristige Finanzierungen für Abnehmer ! Absicherung gegen Verstaatlichung, Enteignung oder Beschränkung beim Transfer von Gewinnen bei der Produktion in Auslandsmärkten ! Attraktive Finanzierungen für Beteiligungen an ausländischen Unternehmen ! Finanzierung von Neu- oder Ersatzinvestitionen im Inland, um die Exporttätigkeiten zu erfüllen


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Hoch oben auf dem Eiffelturm Getzner Werkstoffe mit Stammsitz in Bürs (Vbg.) verhindert u.a., dass sich Vibrationen auf die Dachterrasse des Eiffelturm-Restaurants übertragen.

Fotos: Getzner Werkstoffe GmbH (2)

Essenzielle Bedeutung kommt bei einem Der für den Eiffelturm benötigte Strom – solchen Projekt dem Schallschutz zu. Da die rund sieben Gigawatt jährlich – stammt seit Schallübertragung zwischen zwei Räumen Februar 2015 zum Teil aus erneuerbarer in erster Linie über die Flanken erfolgt, wird Energie: Die Betreibergesellschaft des Eiffeldie Holzbaumodule mit Getzner-Streifenturms ließ im Rahmen des Energie- und lagern entkoppelt; dadurch kann die SchallKlimaplans der Stadt Paris eine Windkraftübertragung nahezu vollständig unterbunanlage auf 127 Meter Höhe errichten, die den werden. Durch derartige SchallschutzWind in Energie umwandelt. Die Installation maßnahmen wird der Wohnstandard deutder Anlage fand im Zuge der Generalsanielich gesteigert, was sich positiv auf den rung des ersten Stocks statt. Gebäudewert auswirkt; Getzner ist weltDas rund sieben Meter hohe Windrad, für weit der einzige Schwingungsschutz-Anbiedas Getzner den Schwingungsschutz instalter, dessen Polyurethanwerkstoffe Sylodyn lierte, steht auf einem Metallfundament diund Sylomer die allgemeine bauaufsichtlirekt auf dem Dach des Restaurants. Damit che Zulassung des Deutschen Instituts für sich keine Vibrationen und kein Körperschall Bautechnik besitzen. auf die Restauranträumlichkeiten übertraIn den USA wiederum punktet Getzner gen, wurde das Fundament auf Sylodynvor allem mit dem Einsatzbereich DichtunElementen elastisch gelagert. Der von Getzner gelagerte Windgenerator verwangen für neue Anwendungen wie z.B. gepanDer von Getzner in Österreich entwickeldelt Wind in Energie, ohne die Besucher zu stören. zerte Fenster, Optik-Gehäuse, Gehäuse te und produzierte, geschlossenzellige Polytragbarer Elektronik oder stoßfeste Akkus. Von einem führenden urethan-Werkstoff Sylodyn minimiert die Schwingungen und VibraUnternehmen für Medizinzubehör erhielt Getzner den Auftrag, eine tionen bereits an der Quelle und verhindert so die Übertragung auf Batteriedeckeldichtung für ein sensibles Gerät zu entwickeln, das andere Bereiche der Konstruktion. Flüssigkeiten durch den menschlichen Körper pumpt. Und beim größten Auftrag für Waggonbodenlagerungen seit der Holzbau-Großprojekt in Hamburg Gründung stattet Getzner alle bis 2018 für das „InterCity Express Das Pariser Wahrzeichen ist bei Weitem nicht die einzige Referenz Programme“ des britischen Verkehrsministeriums gefertigten Züge des „weltmeisterlichen“ Vorarlberger Unternehmens. mit elastischen Waggonbodenlagerungen So kommt Sylodyn z.B. auch beim größaus. Als einziger Anbieter am Markt kann ten Hamburger Holzhaus zum Einsatz, eidas Vorarlberger Unternehmen die Materinem vom ebenfalls österreichischen Holzaleigenschaften ‚vibrationsisolierend’ und bauunternehmen Kaufmann Bausysteme ‚brandhemmend’ in einem Werkstoff kombi(Reuthe) aus 371 einzelnen Holzmodulen nieren und dadurch einen maximalen Kombestehenden, sechsgeschossigen Studenfort und einen geringen Geräuschpegel im tenwohnheim, das ästhetisch und technisch Zug ermöglichen. ◆ höchsten Ansprüchen gerecht wird.


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Forschung & Entwicklung für KMU

ACR will Städte mittels 3D-Modellen optimieren Energieeffizienz ist ein wichtiges Kriterium moderner Stadtplanung und -optimierung; Austrian Cooperative Research sieht sich das von oben an.

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islang liegen stadtbezogene Daten in unterschiedlicher Qualität, Aktualität und räumlicher Auflösung fragmentiert bei unterschiedlichen Datenhaltern auf. Somit mangelt es an einer gemeinsamen Datenbasis konsolidierter und harmonisierter Datensätze. Das Projekt „Hotspots“ von Austrian Cooperative Research verfolgt das Ziel, Städten Werkzeuge und wissenschaftlich fundierte Methoden in die Hand zu geben, um den aktuellen Zustand des Baubestands hinsichtlich Energieeffizienz zu erfassen und Entscheidungsgrundlagen zu liefern, um diesen Zustand zu verbessern. Im Rahmen dieses Projekts soll eine durchgängige Verfahrenskette erarbeitet und an der Modellstadt Gleisdorf (in der Steiermark) validiert werden, die Städten zukünftig helfen soll, Optimierungspotenziale zu erkennen, zu bewerten und treffsicher zu adressieren. Künftige Auswahlverfahren im Bereich von baulichen Maßnahmen der Stadtentwicklung sollen auf eine nachvollziehbare und (mess-)datengetriebene Basis gestellt werden, die das Risiko von ad-hoc-Entscheidungen oder Fehlinvestitionen reduziert. Methodische Vorgehensweise In „Hotspots“ wird eine methodisch geschlossene Verfahrenskette von ineinandergreifenden Projektmodulen realisiert. Die Datengrundlage des Projekts bildet ein „3D-Thermalkataster“, der aus Luftbildaufnahmen generiert wird; Aufgabe ist dabei die flächendeckende Erfassung von Thermaldaten im Stadtgebiet. Die Einzelbilddaten werden zu einer holistischen stadtweiten Datenbasis verknüpft und in die dritte Dimension gehoben, indem 3D-Gebäudemodelle aus den Bilddaten abgeleitet werden; im 3DThermalkataster werden dann „Critical Spots“ identifiziert. Critical Spots in der Stadt definieren Infrastrukturzellen auf Distriktebene, die ein besonders großes Potenzial zur Optimierung aufweisen; diese Bereiche werden dann in den folgenden Projektmodulen im Detail analysiert.

Eine Detailbefliegung dient der selektiven Verbreiterung der Datenbasis innerhalb einer ausgewählten Infrastrukturzelle. Dies umfasst mobile Datenaufnahme mit einem UAV, insbesondere zur detaillierteren thermischen Analyse und zur Generierung von 3DGebäudemodellen, aus denen für Optimierungsmaßnahmen relevante geometrische Parameter abgeleitet werden können. Als weiterer Forschungsaspekt wird die punktuelle Erfassung und Verdichtung der Daten im Sinne eines dreidimensionalen Luftgasschichtenmodells untersucht. Basierend auf diesen Daten, wird dann eine gezielte Schwachstellenanalyse der eingeschlossenen Infrastrukturelemente durchgeführt; anschließend erfolgt die Erstellung eines Effektivmaßnahmenkatalogs, inklusive Einflussfaktoren für die definierten Critical Spots in der Stadt, welche ein besonders großes Potenzial zur Optimierung aufweisen. Zusätzlich wird ein Decision Support-Instrument für die interaktive Auswahl, Verortung von Energieeffizienzmaßnahmen und der Simulation der sich ergebenden Effekte mit der Berechnung von optimalen Maßnahmenkombinationen für Teilräume eingesetzt. Ergebnisse, Schlussfolgerungen und Ausblick Die Highlights des Projekts: ! Messtechnische und datengetriebene Innovationen: ! Flächendeckende Thermografie des Stadtgebiets in 3D durch einen eigens entwickelten multisensorialen Messkopf ! Messtechnische Erfassung und Generierung eines dreidimensionalen Luftgasschichtenmodells ! Korrektur der gemessenen Thermalmessdaten durch semantische Interpretation der Bildinhalte ! Semi-automatisches Update der Zustandsdaten durch neuerliche Befliegung und damit die Möglichkeit eines Monitorings der Effekte von Energieeffizienz und Heizungsoptimierungsmaßnahmen im Hinblick auf die Erfüllung von Smart City-Zielen.


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Foto: AEE INETC

Zukünftige An! Einsatz von Heißwendungsszeluftballonen und narien können auch UAVs in der Dadabei helfen, ein tenaufnahme noch besseres Ver! Methodischer Zuständnis für die Ingang zur Integraterpretation von tion von thermiThermal- und Luftschen und statisgüteinformation zu tischen Daten entwickeln, vor al! Realistisch umDie Datenaufnahme für die Berechnung des 3D Thermalkatasters erfolgte in Gleisdorf durch eine Befahrung mit lem hinsichtlich der setzbare Löeinem Heißluftballon. Unterscheidung resungswege auflevanter Information von irrelevanten, tagesabhängigen Umweltzuzeigen, die eine höchstmöglich erneuerbare bzw. CO2-neutrale bzw. Wettereinflüssen. Umsetzung von Sanierungsstrategien erlauben Praxistauglichkeit bzw. Mehrwert der entwickelten Verfahrens! Simulation der bauzustandsabhängigen individuellen Energieeinkette werden ersichtlich, wenn in Zukunft konkrete Sanierungssparungsmaßnahmen auf unterschiedlichen räumlichen Skalen maßnahmen auf Basis der Simulationen mit Eigentümern und ! Entwicklung von konkreten Umsetzungsszenarien in Verbindung Entscheidungsträgern besprochen bzw. umgesetzt werden. ◆ mit kurz-, mittel- und längerfristigen Maßnahmenplänen. ! Generierung von Methoden und Bewertungszahlen, die eine Übertragbarkeit der Erkenntnisse auf andere Kleinstädte und Innovation für kleine und mittlere Unternehmen Stadtteile erlauben. Die Verfahrenskette wurde am Beispiel der Stadt Gleisdorf evaluiert und die vorgeschlagenen Optimierungsmaßnahmen durch Begehungen verifiziert. Die entwickelten Methoden sind problemlos für andere Gemeinden und Städte anwendbar. Die Datenaufnahme für die Berechnung des 3D-Thermalkatasters erfolgte in Gleisdorf durch eine Befahrung mit einem Heißluftballon. Dies erwies sich grundsätzlich als praktikabel und kostengünstig, allerdings musste besonderes Augenmerk auf die Wetterbzw. Windbedingungen gelegt werden. In zukünftigen Untersuchungen könnten Datenaufnahmen auch per Leichtflugzeug oder Helikopter getestet werden, um Alternativen aufzuzeigen.

Austrian Cooperative Research (gegründet 1954) ist Dachverband und Interessenvertretung für kooperative Forschungsinstitute. Das ACR-Netzwerk bietet angewandte Forschung, Entwicklung & Innovation (FEI), Technologietransfer, Förderberatung, Schulungen und in der gesamten EU anerkanntes hochwertiges Prüfen und Messen in den Bereichen * Nachhaltiges Bauen, * Umwelttechnik & erneuerbare Energien, * Produkte, Prozesse, Werkstoffe, * Lebensmittelqualität & -sicherheit sowie * Innovation & Wettbewerbsfähigkeit. www.acr.ac.at


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Die Zukunftsmodelle der Rail Cargo Group Nachhaltigkeit wird für immer mehr Zulieferbetriebe internationaler Konzerne zum streng überwachten Erfolgsfaktor.

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ie Digitalisierung im Schienengüterverkehr schreitet voran, und die Kundenanforderungen hinsichtlich Telematik und Sensorik im Güterverkehr auf der Schiene nehmen laufend zu. „Umso wichtiger ist es, die Prozesse im Schienengüterverkehr zu standardisieren, zu digitalisieren und anschließend zu automatisieren“, sagt Clemens Först, Vorstandssprecher der Rail Cargo Group (RCG). Als Güterverkehrssparte der ÖBB sorgt das Bahnlogistikunternehmen in 18 Ländern Europas für den nahtlosen Transport auf der umweltfreundlichen Schiene. Das zeigt die RCG durch maßgeschneiderte Dienstleistungen auf nationaler und internationaler Ebene sowie als zuverlässiger Partner der österreichischen Wirtschaft. Denn auch in den nächsten Jahren wird Österreich mit seinem hohen Güteranteil von mehr als 30% auf der Schiene seinen Spitzenplatz in Europa behaupten. Först: „Sei es im Bereich ‚Wagen der Zukunft‘, der engen Zusammenarbeit mit Start-ups oder der gezielten Entwicklung von Buchungs- und Tracking & Tracing Systemen

Ob Einzelwagen, Großcontainer oder Ganzzüge – die Rail Cargo Group verbindet Märkte bedeutender Wirtschaftszentren.

– durch Innovations- und Digitalisierungsinitiativen ist es uns möglich, bessere Leistungen zu erbringen und die Benchmarks neu zu definieren.“ In Kombination mit weiteren Internationalisierungsaktivitäten setzt die Rail Cargo Group auf die dauerhafte Stärkung des umweltfreundlichen Verkehrsträgers mit zukunfts- und kundenorientierten Leistungen innerhalb Europas und darüber hinaus. Von dieser idealen Vernetzung in Europa und der Anbindung per Schiene an die wichtigsten Häfen, Wirtschafts- und Industriezentren profitieren Kunden und Partner. Produkte von Rail Cargo Logistics und Rail Cargo Operator wie der Antwerpen Shuttle oder die hochfrequenten Langstreckenverbindungen bieten eine attraktive und zuverlässige Alternative zu den Verkehrsträgern Straße und Schiff. In den nächsten Monaten werden weitere Produkte und Relationen wie z.B. im Intermodalbereich der Türkeiverbindungen gelauncht. Um am Puls der Zeit zu bleiben, arbeiten die Experten der Rail Cargo Group konsequent an der Weiterentwicklung der Leistungen und des Equipments. Neue Lokomotiven und ein modernisierter Wagenpark garantieren einen optimalen Transportablauf, und im Bereich Waggonequipment sowie Transport- und Umschlag arbeitet die RCG ebenfalls intensiv an innovativen Möglichkeiten. Zukunftsmodell intelligenter Güterzug Zuletzt hat die RCG mit der Schweizer SBB Cargo und der akkreditierten Prüfstelle für Schienenfahrzeuge, PJ Messtechnik (PJM), einen Kooperationsvertrag für die Entwicklung eines marktfähigen „intelligenten Güterzugs“ unterzeichnet. „Hier erlauben es neu entwickelte Kommunikations- und Cloud-Lösungen, zusammen mit Sensoren die Zugvorbereitung in naher Zukunft zu automatisieren“, erklärt Först. „Mit dieser Systemlösung erfolgt im ersten Schritt die Integration der automatischen Bremsprobe in die teilautomatisierte Zugvorbereitung. Unser gemeinsames Ziel ist es, einen intelligenten Güterzug länderübergreifend einzusetzen und damit die


Fotos: ÖBB/RCG (2)

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Exportanteil der RCG: mehr als 70% grenzüberschreitender Güterverkehr.

Grundlage für einen neuen Standard der In-Train-Kommunikation zu schaffen.“ Derzeit werden Bremsproben noch manuell durchgeführt; dabei müssen die Bremsen bei jedem neu formierten Zug vor der Abfahrt von einem Mitarbeiter direkt am Wagen auf ihre Funktionalität überprüft werden. Dies soll zukünftig unter dem Aspekt der erhöhten Zuverlässigkeit und Sicherheitsrelevanz vor allem in Hinblick auf die Tätigkeiten der Mitarbeiter im Rangierbetrieb und bei der Zugvorbereitung automatisch erfolgen. „Dieses Pilotprojekt ist ein Meilenstein für die technologische Entwicklung im Schienengüterverkehr“, erläutert Först. „Es wird die Interoperabilität garantiert, und außerdem werden offene Standards für den europäischen Warenverkehr erprobt!“ Darüber hinaus werden Sicherheit und Zuverlässigkeit im Schienenverkehr mit automatisierten Prozessen weiter erhöht. Die ersten Tests werden bereits diesen Sommer durchgeführt; die erste Generation des intelligenten Güterzugs soll in Österreich und in der Schweiz bereits im zweiten Halbjahr 2018 im produktiven Betrieb fahren. RCG an der Spitze der europäischen Güterbahnen Trotz des harten Umfelds im europäischen Güterverkehr mit generell schwachem Wachstum, niedrigen Dieselpreisen und daraus resultierendem Preisdruck ist es bemerkenswert, dass die RCG 2016 ihre Position an der Spitze der europäischen Güterbahnen

festigen konnte. „In einem Jahr, in dem in Europa kaum ein größeres Schienengüterverkehrsunternehmen einen Gewinn erwirtschaften konnte, erzielte die RCG ein EBT von 44,3 Mio. Euro und ist damit erstmals das zweitgrößte Bahnlogistikunternehmen Europas“, resümiert Först. Sowohl Rail Cargo Austria als auch Rail Cargo Hungaria sind dabei in ihren Heimmärkten klare Marktführer geblieben; wichtigster Wachstumsfaktor im Güterverkehr bleibt unverändert die Internationalisierung ◆

Rail Cargo Group – ein echter Leitbetrieb Die Rail Cargo Group ist mit 2,1 Mrd. € Umsatz jährlich und rund 8.400 Mitarbeitern eines der führenden Bahnlogistikunternehmen Europas. Ausgehend von den Heimmärkten Österreich und Ungarn, bietet das Unternehmen maßgeschneiderte Bahnlogistiklösungen zwischen Nordsee, Schwarzem Meer und Mittelmeer und sorgt für sicheren, umweltfreundlichen und zuverlässigen Transport auf der Schiene. Operative Leitgesellschaft der Rail Cargo Group ist die Rail Cargo Austria AG; vor Kurzem wurde die RCG mit dem Qualitätsstempel „Leitbetrieb Austria“ ausgezeichnet. www.railcargo.com


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Weltmarktführer bei Lichtbeton LCT hat eine weltweit einzigartige Methode entwickelt und patentiert, mit der lichtdurchlässiger Beton bezahlbar und einfach anwendbar ist. „Das bislang größte Projekt haben wir in Saudi-Arabien fertiggestellt“, sagt Christandl. „Jeden Abend leuchtet jetzt der Beton des Königspalastes in Jeddah.“ Trotz der internationalen Ausrichtung sind die Steirer bodenständig geblieben: „Obwohl wir unsere Produkte weltweit anbieten, legen wir Wert darauf, dass die Wertschöpfung weiterhin in Österreich erfolgt“, hält Christandls GF-Kollege Alexander Haider fest. „Gleichzeitig stellen wir mit den geplanten Niederlassungen in Nordamerika und Asien sicher, dass wir den internationalen Markt optimal bedienen.“

Der Königspalast in Jeddah leuchtet jetzt jeden Abend.

Mit steirischem Know-how zur Weltspitze Nach der Gründung 2010 setzten sich die Steirer mit sorgfältiger Produkt- und Strategieentwicklung gegen sämtliche Konkurrenten durch. 2015 startete LCT schließlich mit der industriellen Produktion des patentierten Lichtbetons. Inzwischen hat die Firma zahlreiche Projektzuschläge erhalten und Geschäftsbeziehungen zu national und international agierenden Unternehmen aufgebaut.

Dieter Christandl, Prinz Abdulaziz bin Khalid Bin Abdullah, Alexander Haider, Jürgen Badawi (v.l.).

Fotos: LCT GmbH (2)

Lichtbeton ist ein komplexes Produkt und vereint die Technologien und Elemente Beton, Kunststoff und Licht. Für die Produktion benötigt man Know-how auf allen drei Gebieten. Dank industrieller Fertigung kann die steirische LCT GmbH als weltweit einziger Anbieter Lichtbeton so günstig herstellen, dass er für alle leistbar ist. „Wir haben bei der Entwicklung unseres Lichtbetons nicht nur auf preiswerte Produktion geachtet, sondern auch auf einfache Instandhaltung“, erklärt LCT-GF Dieter Christandl. „Die einfache Anwendung ist ein großer Vorteil in Ländern, in denen das technische Know-how nicht in demselben Ausmaß vorhanden ist wie in Industriestaaten. Um unsere Produkte instandhalten zu können, muss man kein Elektriker sein.“ Weltweite Patente gewährleisten dabei eine gleichbleibende Qualität der Produkte und schützen gleichzeitig vor etwaigen Kopierversuchen der Konkurrenz.

Leuchtende Zukunft dank smarter Städte Neben dem arabischen Raum konzentriert sich das Unternehmen verstärkt auf die Marktentwicklung in Ostafrika und Europa. „Das vorherrschende Klima in Nordeuropa und im Baltikum bietet vor allem für LED-Lichtsysteme vielfältige Einsatzmöglichkeiten; bei unserer weiteren Planung haben diese Regionen daher oberste Priorität“, verrät Haider. Eine besondere Bedeutung hat auch der Zukunftsbereich „Smart Cities“. So sehen Experten hier bis 2020 ein Wachstumspotenzial von 1,5 Billionen US-Dollar. Bereits 2025 soll es weltweit 26 smarte Cities geben. „Mit unseren Produkten sind z.B. beleuchtete Straßenrandsteine, die für mehr Sicherheit sorgen, einfach umsetzbar. Dem Marktpotenzial sind nach oben hin also nahezu keine Grenzen gesetzt.“ ◆


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Die Medizintechnik-Durchstarter Als Weltmarktführer produziert das Grazer Unternehmen CNSystems Medizintechnik seit fast 20 Jahren erfolgreich Geräte zum nichtinvasiven Herz-Kreislauf-Monitoring. Derzeit entwickelt CNSystems ein neues tragbares Gerät. Durch den Einsatz der patentierten CNAP-Technologie zur Messung von arteriellem Blutdruck, Herzleistung, Gefäßwiderstand und weiteren Indikatoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen stieg die CNSystems Medizintechnik AG in den vergangenen Jahren zum Weltmarktführer in diesem Bereich auf. Nicht „nur“ Forschungseinrichtungen und die NASA vertrauen auf diese Technologie, sondern auch renommierte Kliniken. So können z.B. in der Anästhesie durch die nichtinvasive Messung (ohne Eindringen in den Körper) mittels Fingersensor etwa 34% der postoperativen Komplikationen verhindert werden. Mittlerweile werden die Produkte von CNSystems in 48 Ländern in Europa, Asien und Nordamerika vertrieben.

Weltmarktführer in einem kleinen, aber feinen Bereich: das CNSystems-Team.

Derzeit entwickelt CNSystems ein neues tragbares Gerät.

Geräte zum nichtinvasiven Herz-Kreislauf-Monitoring.

Fotos: CNSystems (3)

Messgenauigkeit dank eigens entwickeltem Algorithmus Basierend auf dem bestehenden Know-how, das durch 77 Patente geschützt ist, wird nun ein tragbares System zur mobilen Messung der Herz-Kreislauf-Funktionen entwickelt. Unter dem Namen CNAP-2-GO kommt hier die bewährte Technologie in einer verklei-

nerten Variante zur Anwendung. Die Präzision und der hohe Nutzen dieser innovativen Technologie werden von mehr als 630 Studien belegt. Eine neue Studie* zeigt nun zudem, dass die Messgenauigkeit durch den Algorithmus VERIFI zustandekommt. Dieser wurde von Jürgen Fortin, dem Gründer und CEO von CNSystems, eigens für den Einsatz in der CNAP-Technologie erfunden. ◆

*

Fortin J., Fellner Ch., Mocnik N., Grond J., Brunner Th., Flotzinger (2017): The importance of VERIFI (Vasomotoric Elimination and Reconstructed Identification of the Initial sezt-oint) for the performance of the CNAP technology. EMBEC-NBC2017, 311, v2 (final).


WeltMeister Österreich

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Leading Company

Zauberwort „Omega 3“ Die ecoduna AG ist ein innovatives österreichisches Entwicklungsunternehmen, das ein biotechnisches Verfahren für die Produktion von Mikroalgen im industriellen Maßstab erfunden, zur Reife geführt und patentiert hat. 2013 wurde die Forschungs- und Demonstrationsanlage in Bruck/Leitha in Betrieb genommen und zwei Jahre später auf Glasröhren in industrieller Qualität umgerüstet. 2016 erfolgte der Spatenstich für die erste industrielle Algen-Produktionsanlage in Österreich, die Ende 2017 fertiggestellt wird. Im Vergleich zu bisher etablierten Systemen zeichnet sich das Algen-Produktions-Verfahren der ecoduna durch eine vielfache Ertragssteigerung bei massiv verbesserter Qualität aus. „Mikroalgen sind einzellige, photosynthetisch aktive Organismen, die bei idealer Versorgung mit CO2, Licht und Nährstoffen zu hochwertiger Biomasse mit wertvollen Inhaltsstoffen wachsen“, erklärt CEO Johann Mörwald. „Diese Wertstoffe leisten einen Beitrag zur gesunden Ernährung durch Versorgung mit essenziellen Fettsäuren wie etwa Omega 3.“ Der Weltmarkt nimmt ständig an Volumen zu Algen als vegane Quelle für Proteine und essenzielle Fettsäuren stellen eine immer wichtigere Alternative zu tierischen Produkten dar. „Der Omega 3-Weltmarkt mit einem wertmäßigen Volumen von 2,5 Milliarden US-Dollar kann gegenwärtig nur durch Fischöl versorgt werden, das sowohl qualitativ als auch quantitativ an den Grenzen angelangt ist“, sagt Mörwald. „Bei stagnierendem Fischölangebot bzw. einer Überfischung der Meere kann das Wachstum des ständig steigenden Weltmarkts für Omega 3 durch hochwertiges veganes Algen-Öl maßgeblich von der ecoduna AG gedeckt werden.“ Die neue Anlage soll in einem ganzjährigen, kontinuierlichen Produktionsbetrieb zunächst mit mehr als zwei Dutzend Mitarbeitern auf einem Hektar circa 100 t Algen produzieren. Die neue Produktionsanlage ist als Glashaus konzipiert. Es wird durch Fernwärme temperiert betrieben, um exzessive Schneelasten zu vermeiden und es frostfrei zu halten. Die Algen wachsen in ei-

Foto: Ecoduna

Die ecoduna AG strebt die globale Marktführerschaft im Bereich der veganen, mehrfach ungesättigten Omega 3 Fettsäuren an.

nem geschlossenen Kreislauf in Form von miteinander verbundenen, transparenten Glasröhren heran. Diese werden in einer optimalen Anordnung aufgebaut, damit die Sonneneinstrahlung gleichmäßig auf die Algen trifft. Die Glasröhren sind mit einer auf die Bedürfnisse der Algenproduktion abgestimmten Nährlösung – ähnlich wie im Gemüsebau – gefüllt. Um die Wachstumsbedingungen für die Algen zu verbessern, wird zusätzlich CO2 in die Glasröhren eingeleitet. Die Versorgung wird anhand von pH-Wert-Messungen gesteuert und optimiert. Gleichzeitig wird dadurch auch eine Überversorgung mit CO2 und eine damit einhergehende Verschwendung verhindert. Als einziger Abfallstoff des Produktionsprozesses fällt Sauerstoff (O2) an, der in eigenen Sammelsystemen „eingefangen“ und aus dem Glashaus ausgebracht wird. Die Ernte in Form einer Separation der Algen vom Nährmedium geschieht kontinuierlich über Filtereinheiten; danach werden sie in einem industriellen Trocknungsverfahren schonend getrocknet. Optional kann aus den Algen – über schonende Verfahren – das in den Zellen vorliegende Öl gewonnen werden. ◆


WeltMeister Österreich Automotive-Zulieferer

3/4 der Austro-AutomotiveZulieferer planen ’17 Wachstum Robotik, Batterie- & Energietechnik sowie Data-Mining & -Analyse sind bedeutendste technologische Entwicklungen der nächsten fünf Jahre.

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Foto: Polytec Group

2017 zu: Rund die Hälfte der Befragten (51%) erwartet einen Umie Automobilindustrie steht am Beginn einer neuen Eposatzanstieg von mehr als 5%, knapp ein Viertel (23%) eine Steigeche: Globale Umweltauflagen, Elektromobilität und die rung von mehr als 10%. Digitalisierung samt autonomen Fahren stellen die geAls besonders ausschlaggebend für erfolgreiches Wachstum samte Branche vor große Herausforderungen. Diese sehen befragte Unternehmen dabei die Verfügbarkeit und Qualität Entwicklung prägt nicht nur die Autohersteller selbst, sondern von Fachkräften: Für 57% kann ein Mangel an qualifizierten auch die österreichische Zulieferindustrie. Dabei muss sie bei der Arbeitskräften die Chancen auf neue Aufträge einschränken. Im Entwicklung von Lösungen immer einen Produktlebenszyklus vorGegenzug nennen 20% der österreichischen Zulieferer den anhalaus sein, um auf dem hart umkämpften Markt bestehen zu können. tenden Preis- und Produktivitätsdruck der OEM (Original EquipDiesem hohen Innovationsdruck halten österreichische Unterment Manufacturer) als große Gefährdung ihres Marktwachstums. nehmen jedoch erfolgreich stand und rechnen für 2017 mit einem Nur der drohende Abschwung auf den derzeitigen Hoch-WachsUmsatzwachstum. Das sind die Kernergebnisse einer PwC Autotumsmärkten stellt für viele ein größeres Risiko dar (22%). motive-Studie, bei der 60 österreichische Unternehmen aus der Zulieferindustrie befragt wurden. Forschung & Entwicklung als entscheidender Erfolgsfaktor „Innovationskraft und Qualität der österreichischen AutomotiveAuf Österreichs Zulieferern lastet ein massiver Innovationsdruck Zulieferer sind weltweit gefragt und bergen besonderes Wachstumsbei immer kürzer werdenden Produktionslebenszyklen. Im Hinblick potenzial“, erklärt Horst Bernegger, Partner und Leader Automotiauf zunehmende Bestimmunve bei PwC Österreich. gen rund um CO2-Emissionen „Gleichzeitig sind sie denselben Trends und Anforderunfokussieren die meisten Untergen der gesamten Automonehmen ihre Produktinnovatiobilbranche ausgesetzt. Und auf nen dabei auf Umwelt-Trends: eben diese gilt es zu reagieren, So verfolgen 28% eine Geum weiterhin erfolgreich am wichtsreduktion durch die VerMarkt bestehen zu können.“ wendung neuer Materialen mit Für die Mehrheit der heimidem Ziel eines geringeren schen Automotive-Zulieferer Treibstoffverauchs. Die Entverlief 2016 durchaus erfolgwicklung alternativer Treibreich: 33% der befragten Unterstoff-/Antriebssysteme, wie nehmen erzielten zweistellige Hybrid und Strom, sehen 18% Steigerungswerte, und weitere als wichtigsten globalen Trend 28% eine Steigerung zwischen im Produktbereich. 5 und 10%. Diese Tendenz lässt „Auch moderne TechnologiFür die börsennotierte Polytec ist Volkswagen der wichtigste Kunde. sehr positive Prognosen für en im Bereich Digitalisierung


Foto: BMW

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Die Partnerschaft zwischen Magna und BMW wurde 2001 initiiert, zwei Jahre später lief der erste von Magna in Graz gefertigte BMW X3 vom Band. (Bild: BMW 5er Limousine)

und autonomes Fahren spielen in der strategischen Planung eine wichtige Rolle“, kommentiert Bernegger. „Dazu legt die österreichische Zulieferer-Industrie in den nächsten fünf Jahren einen besonderen Fokus auf Robotik & Sensorik, Batterie- und Energietechnik sowie Data-Mining und Analyse. Lösungen und Komponenten von Industrie 4.0 sind für einen Großteil bereits gut in bestehende Abläufe und Prozesse integriert: 42% geben an, dass Smart Factory, Internet of Things & Co bereits Teil ihrer Aktivitäten sind. Hidden Champions vs. internationale Player Neben der Erhebung von Erfolgs- und Risikofaktoren für die heimischen Zulieferer zieht die Studie auch einen Vergleich der österreichischen und slowakischen Automotive-Industrie, wobei bedeutende strukturelle Unterschiede erkennbar werden. Während die Branche in der Slowakei über eine starke OEM-Basis (inklusive asiatischer Hersteller) verfügt, basiert die Automotive-Branche in Österreich auf der starken Struktur von Zulieferern, die ihren Hauptsitz und ihre regionale Produktionsbasis in Österreich haben. „In Österreich zählen vor allem Familienbetriebe, die sich teilweise zu Hidden Champions entwickelt haben, zu den führenden Betrieben in ihrem speziellen Teilbereich der internationalen Märkte“, erläutert Bernegger. „In der Slowakei hingegen gehört die Mehrheit der Zulieferer internationalen Konzernen an.“

Auch der Ansatz zur Personalbeschaffung unterscheidet sich deutlich: In der Slowakei herrscht bereits ein Fachkräftemangel. Die österreichischen Zulieferer profitieren hingegen vom dualen Bildungssystem und können so immer noch einen Großteil des Personalbedarfs lokal abdecken. 48% der befragten Unternehmen rekrutieren am österreichischen Arbeitsmarkt und stellen keine zusätzlichen Arbeitskräfte aus dem Ausland ein; die weitergehende Versorgung mit qualifiziertem Personal wird dennoch als unsicher angesehen, und ein Fachkräftemangel als Risikofaktor. ◆

Motor der Volkswirtschaft Mit rund 20 Mrd. € Produktionswert, 5,8 Mrd. € Wertschöpfung und rund 71.100 Beschäftigten zählt die AutomotiveZulieferbranche zu den größten und leistungsstärksten Industriezweigen des Landes. Außerdem schaffen die Unternehmen durch die für die Produktion notwendigen Vorleistungen Nachfrage in anderen Sektoren; diese dazugerechnet, initiiert die Automotive-Zulieferindustrie insgesamt 35,7 Mrd. € an Produktionswert, 13 Mrd. € € an Wertschöpfung und etwa 179.200 Beschäftigungsverhältnisse in Österreich pro Jahr. www.automobil-cluster.at & www.acstyria.com/de/index.php


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Wie Miba von Laakirchen aus die Welt sauberer macht Als Technologieführer und globales Unternehmen trägt die Miba AG aktiv zum technischen Fortschritt und weltweiten Wirtschaftswachstum bei.

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Foto: Miba Coating Group

Wie definieren Sie die Unternehmensvision der Miba? ie Miba-Gruppe entwickelt sich sehr gut. „Wir haben Wir arbeiten jeden Tag daran, mit Miba-Technologien unsere Welt im vergangenen Geschäftsjahr ein für uns sehr wichtiein wenig sauberer zu machen. Egal, um welche Art von Anges Ziel erreicht, denn wir konnten erstmals die Umtriebstechnologie es sich auch handelt: Wir leisten unseren Beisatzmarke von 750 Millionen Euro überspringen“, sagt trag zur Reduktion des CO2der Vorstandsvorsitzende Peter Mitterbauer im „WeltMeister“Ausstoßes, zur Effizienzsteige„Wir investieren und gehen mit Produktionsstätten Exklusivinterview. Auch in den rung von bestehenden Anüberall hin, wo auch unsere Kunden investieren. Krisenjahren 2008 und 2009 sei triebskonzepten sowie zu Innoman nicht vom Wachstumskurs vationen rund um neue, alternaDiese Kundennähe ist ein wesentlicher Bestandteil abgewichen und habe trotz dietive Mobilitätskonzepte und unserer Strategie, und das wird auch so bleiben.“ ser schwierigen Zeit mit nur Energiequellen. Peter Mitterbauer geringer Verzögerung die jeweiDaher sehen wir auch den ligen Ziele erreicht. globalen Trend in Richtung ei„Nun arbeiten wir auf ein neues, ambitioniertes Ziel hin: Bis ner zunehmenden Elektrifizierung der Antriebsstränge nicht als zum Jahr 2020 wollen wir die Umsatzmarke von einer Milliarde Herausforderung, sondern als Chance. Euro erreichen.“ Was heißt das konkret? Wir beschäftigen uns seit einigen Jahren mit neuen Antriebsformen wie der Hybrid-Technologie und dem reinen Elektroantrieb. Wir haben dazu ein zentrales ‚E-Mobility Innovation Lab‘ eingerichtet und entwickeln zudem Lösungen für Hybrid- sowie für reine Elektro-Antriebstechnologien. Daneben arbeiten wir intensiv an der weiteren Optimierung konventioneller Antriebstechnologien wie Diesel- und Benzinmotor. Diese haben auch künftig noch viel Entwicklungspotenzial bei Effizienz, Sauberkeit und Geräuschreduktion – ganz im Sinne unserer Mission: Technologies for a Cleaner Planet.

PVD-Beschichtung auf Kolbenbolzen

Sie haben vor Kurzem in Südamerika expandiert? Völlig richtig; per 1. Juli 2017 haben wir das Sinter-Werk in Brasilien, das wir bisher in einem Joint-Venture mit der deutschen Mahle Gruppe betrieben haben, zur Gänze übernommen. Der südamerikanische Automobilmarkt ist in den vergangenen Jah-


Foto: Miba Coating Group

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Peter Mitterbauer ist seit 1.7.2013 Vorstandsvorsitzender der Miba AG, weiters verantwortlich u.a. für Communications, Human Capital, Strategie, Innovation & Technology.

ren zwar nicht einfach gewesen. Wir kennen jedoch aus 20 Jahren Arbeit in dem Joint-Venture das Unternehmen und den Markt und glauben daher an eine nachhaltig positive Entwicklung in den kommenden Jahren. Wie wichtig ist die Digitalisierung für ein international agierendes Unternehmen wie das Ihre? Welche Chancen bzw. Herausforderungen ergeben sich dadurch? In der Digitalisierung steckt viel mehr als ‚nur‘ eine Optimierung von Produktionsprozessen. Das große Potenzial besteht einerseits darin, Produkten einen digitalen Mehrwert zu geben. Das kann etwa ein Gleitlager mit einem Sensor sein, der über Messungen den perfekten Zeitpunkt für einen Austausch oder eine Wartung ermittelt. Das kann andererseits das Know-how aus den vielen Daten aus der Entwicklung und Produktion sein, aus denen man einen Mehrwert für die Kunden schaffen kann. Um diese Chancen zu nutzen, haben wir ein Expertenteam aufgebaut, das sich intensiv damit beschäftigt. Und wie beurteilen Sie als ein wichtiger Automobil-Zulieferer die derzeitige Diskussion um den Diesel? Ich rate stark dazu, in der Diskussion wieder zu den technischen Fakten zurückzukehren – und die sind klar. Betrachtet man die gesamte CO2-Bilanz eines E-Autos, dann fällt diese heute

schlechter aus als jene eines Dieselfahrzeugs. Die Gründe dafür liegen einerseits im europäischen Strommix, der nach wie vor stark aus Kohle-, Öl- oder Gaskraftwerken kommt. Und auch die ökologischen Aspekte der Batterieproduktion sollte man keinesfalls vergessen. Zudem geht es bei der Diesel-Debatte um Tausende Arbeitsplätze, denn Österreich hat sich zu einem Kompetenzzentrum für die Dieseltechnologie entwickelt. Und wir alle wissen, dass im Diesel noch viel weiteres Optimierungspotenzial in Richtung Reduktion des Schadstoffausstoßes liegt! ◆

Miba feiert 90jähriges Jubiläum Gegründet 1927; Franz Mitterbauer übernahm damals die Schlosserei-Werkstatt von seinem Lehrherrn ! 752 Mio. € Jahresumsatz im Vorjahr ! 6.300 Mitarbeiter, davon 2.400 in Österreich ! 22 Werke in Europa (Österreich, Slowakei, Tschechien, England), Asien (China, Indien), USA und Brasilien ! Forschungsquote mit 4,7% vom Umsatz sehr hoch (entspricht 35 Mio. €) ! Rund 250 Mitarbeiter in Forschung & Entwicklung www.miba.com/de/miba


WeltMeister Österreich Top-Forschung

Von Frühgeburten und Metabolomforschung Mit dem renommierten Houskapreis werden ganz besonders innovative Forschungsprojekte aus Österreich ausgezeichnet.

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Trainingsmöglichkeiten für kritische Situationen in der Kindernotfallmedizin unter realitätsnahen Bedingungen. Für die Entwicklung waren neue Konstruktionskonzepte in den Bereichen Mikroelektronik, Sensorik, Mechanik und Animatronics notwendig. „Frühgeburten sind die Hauptursache der Säuglingssterblichkeit weltweit“, weiß Jens-Christian Schwindt, Neonatologe und CEO von SIMCharacters. „Wir haben uns deshalb das Ziel gesetzt, die Versorgungsqualität von kritisch kranken Früh- und Neugeborenen zu verbessern.“ Aus österreichweit 28 Einreichungen ging Gunda Köllensperger von der Uni Wien als Siegerin in der Kategorie „Universitäre Forschung“ mit dem Hauptpreis in der Höhe von 150.000 € hervor. Ihr Forscherteam hat gemeinsam mit der Uni für Bodenkultur (BOKU) einen grünen Standard für Messungen in der Metabolomforschung Die Besten der Besten geschaffen, der leistbar und gleichzeitig höchst präzise ist. Diese In der Kategorie „Forschung & Entwicklung in KMU“ gingen inssind von zentraler Bedeutung vor allem in medizinischen Bereichen, gesamt 27 Forscherteams um die begehrte Auszeichnung ins Renwie z.B. der Krebs- oder Stammnen. Das Wiener Hightech-Unzellenforschung. ternehmen SIMCharacters Aus Sicht des Fachbeirats GmbH konnte sich gegen sehr und der Jury zeigt dieses Prostarke Konkurrenz durchsetzen jekt in ausgezeichneter Weise und den Hauptpreis von den Weg einer innovativen 150.000 € gewinnen. Idee, die zur Gründung eines Der FrühgeborenensimulaSpin-off-Unternehmens mit erstor „Paul“ ist weltweit der ten Markterfolgen – ISOtopic kleinste High-End-Patientensolutions – führte, mit dem Posimulator für realistische Traitenzial, bisherige Anwennings in der Frühgeborenenmedungsmöglichkeiten auf globadizin. Er ist mit einer Größe von le Ebene auszuweiten. „Mit 35 cm und einem Gewicht von den grünen Standards sind äu1.000 g detailgetreu einem ßerst präzise Messungen mögFrühgeborenen der 27. Schwan„Grüne Standards in der Metabolomforschung“: Wolfgang Hofer (B&C), Michaela lich, um in Folge die Gesamtgerschaftswoche nachempfunSchwaiger (Uni Wien), Christina Troyer (BOKU), Gunda Köllensperger (Uni Wien), heit des Stoffwechsels einer den und bietet umfassende Evelyn Rampler (Uni Wien), Stephan Hann (BOKU), Erich Hampel (B&C, v.l.). Foto: B&C/APA-Fotoservice/Schedl

ür Österreichs beste Forschungsprojekte wurde im Mai 2017 der mit insgesamt 400.000 € dotierte Houskapreis der B&C Privatstiftung verliehen. Damit werden jeweils fünf wirtschaftsnahe Forschungsprojekte aus Österreich in den Kategorien „Universitäre Forschung“ sowie „Forschung & Entwicklung in KMU“ ausgezeichnet. Die Sieger der beiden Kategorien sind die Universität Wien und das Wiener Unternehmen SIMCharacters GmbH; beide können sich über ein Preisgeld in der Höhe von je 150.000 € freuen. Die weiteren Nominierten erhielten ebenso je 10.000 € als Anerkennung wie die TU Graz und das Technologieunternehmen bionic surface technologies GmbH für die Publikumspreise.


Foto: PantherMedia/371819

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Das Start-up SIMCharacters hat mit dem „Frühgeborenensimulator Paul“ den Houskapreis (Forschungspreis der B&C Privatstiftung) gewonnen.

Zelle zu erfassen“, erklärt Köllensperger. „Metabolomics ist ein relativ junger Wissenschaftszweig, der die Bedeutung von Stoffwechselprodukten in der Präzisionsmedizin erforscht.“ Weitere ausgezeichnete Forschungsprojekte ! Die zwei Publikumspreise gingen an OSOD und bionic surface. Beim On-Site-On-Demand (OSOD)-System handelt es sich um ein Verfahren der TU Graz zur Erzeugung von nachhaltigem Wasserstoff aus erneuerbaren Energieträgern für Brennstoffzellenfahrzeuge. „Wasserstoff ermöglicht eine effiziente Energiespeicherung und emissionsfreie Erzeugung elektrischer Energie in Kombination mit Brennstoffzellen für stationäre und mobile Anwendungen“, erklärt Projektleiter Viktor Hacker. Niedertemperatur-Brennstoffzellen sind technologisch ausgereift, und zahlreiche Fahrzeughersteller haben Houskapreis-Trophäe, kreiert von der oberösterreichischen Künstlerin Michaela Schupfer; sie ließ sich dabei von der Filmschauspielerin und Erfinderin Hedy Lamarr (1914–2000) inspirieren.

bereits die Serienproduktion von Brennstoffzellenfahrzeugen gestartet. ! Das steirische Unternehmen bionic surface technologies GmbH befasst sich mit Erforschung, Entwicklung und Einsatz von Riblet-Oberflächen bei verschiedenen industriellen Anwendungen wie Luftfahrt oder Windkraft. Riblets sind mikro- und nanostrukturierte Oberflächen, die bei exakter Auslegung den Reibungswiderstand bei Strömungen verringern. Dies wird auch „Haihauteffekt“ genannt, da die Haut von Haien eine ähnliche Struktur aufweist. Die innovativen technischen Oberflächen-

Bald „kommt“ die vierte Million Der Wirtschaftsstandort Österreich braucht innovative und wegweisende Forschung, um auch zukünftig wettbewerbsfähig zu sein. Mit dem Houskapreis setzt sich die B&C Privatstiftung seit 2005 für verbesserte Forschungsbedingungen und Spitzenforschung in Österreich ein. Bisher wurden insgesamt 3,4 Mio. € an Preisgeldern zur Verfügung gestellt. www.houskapreis.at


WeltMeister Österreich Top-Forschung

Foto: PantherMedia - OlenaPavlovich

strukturen können in der Luft wie auch im Wasser und in jeder anderen Flüssigkeit eingesetzt werden. ! UFO (Ultraflat Overrunable Dummy Carrier) der Dr. Steffan Datentechnik GmbH (Oberösterreich) ist ein sehr flacher, überfahrbarer Roboter, auf dessen Rücken ein leichtgewichtiger, crashbarer Fahrzeug-Dummy gestellt wird. Dieses System ermöglicht Crash-Simulationen, ohne das jeweilige Testfahrzeug zu beschädigen. ! Cradle to Cradle bedeutet, dass Produkte so gestaltet werden, dass sie am Ende des Lebenszyklus wieder in den biologischen oder in den technischen Kreislauf zurückfließen können. Die Druckerei Gugler in Melk hat sämtliche Inhaltsstoffe seiner Druckprodukte für biologische Kreisläufe so optimiert, dass sie gänzlich Metabolomics erforscht Stoffwechselprodukte in der Präzisionsmedizin. recycel- und auch kompostierbar sind. Dadurch könnten Schlämdes Radar-Abstandssensors nachweislich verbessert werden me aus dem Papierrecycling künftig sogar als Dünger oder für kann. den Humusaufbau verwendet werden. ! Die Kombination komplementärer Analysetechniken ist ein ! bioCrack ist ein völlig neues Verflüssigungsverfahren, bei dem Schlüsselfaktor für neue Forschungs- und EntwicklungsergebnisBiomasse wie z.B. Altholz, Holzabfälle, Stroh oder Energiepflanzen se in der Mikro- und Nanotechnologie, der Halbleitertechnologie in Kohlenwasserstoffe zur Treibstoffproduktion umgewandelt und den Materialwissenschaften. Mit dem Triple S Mikroskop der wird. Das Forschungsziel der TU Graz ist die Verwirklichung einer GETec Microscopy GmbH in Langenlois besteht nun erstmals die Schnittstelle zwischen Biomasse und Erdölraffination. Feste, sauMöglichkeit, bisher getrennte Mikroskopie-Methoden in einem erstoffreiche Biomasse wird so aufbereitet, dass die dabei erzeugSystem zu vereinen. Das Triple Scanning-Mikroskop mit Subten Zwischenprodukte in die bestehende Prozessführung einer Nanometer-Auflösung ermöglicht eine hochpräzise Messung von Erdölraffinerie integriert werden können. Mit der Herstellung von (z.B. elektrischen, magnetischen, thermischen und mechanibiogenen Treibstoffen kann im Vergleich zu fossilem Diesel eine schen) Probeneigenschaften und findet vor allem in der MateriCO2-Einsparung von 85% erzielt werden. alforschung, Schadensanalyse und Energieforschung Anwen! Für die Analyse der Vernetzung und Alterung von Klebeverbindung. dungen und Beschichtungen wurden von der Uni Linz dünne Sensoren mit gedruckten Oberflächenelektroden auf Papier ent! Moderne Automobile sind mit einer Vielzahl von Abstandssensowickelt. Sie können unmittelbar und nicht sichtbar in Klebefugen ren ausgestattet, die für Einparkhilfen, adaptive Fahrgeschwinund Beschichtungen integriert werden und erlauben eine digkeitsregler oder Bremsassistenten wesentlich sind. RadarEchtzeit-Analyse der Vernetzungsdynamik von wässrigem Leim Abstandssensoren werden dabei oft unmittelbar hinter der in der Holzindustrie. Diese Sensoren bleiben im Klebeverbund Stoßstange verbaut, gesendete Radarsignale häufig von der eiund können als Produktbestandteile auch Informationen über die genen Stoßstange reflektiert. Dies verursacht Störsignale und Alterungsdynamik beisteuern. Damit kann die Produktsicherheit beeinflusst erzielbare Reichweite und Genauigkeit des Radarerhöht werden. Diese Sensoren Abstandssensors. Bei einem könnten neben der Holzindustrie Projekt der Uni Linz können „Wir fördern wirtschaftsnahe Forschungsprojekte, auch in anderen Bereichen Andiese unerwünschten Reflexiwendung finden, wie etwa bei onen mithilfe von statistischen die den Industrie- und Wirtschaftsstandort Österdem Nachweis von KörperflüsSignalverarbeitungsmethoden reich stärken und nachhaltig absichern sollen.“ sigkeiten in wegwerfbaren beinahe vollständig unterE r i c h H a m p e l , Vo r s t a n d s v o r s . d e r B & C P r i v a t s t i f t u n g ( H o u s k a p r e i s ) Schutzsystemen für Hygiene und drückt werden, wodurch die in der Medizin. ◆ Genauigkeit und Reichweite


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Bundesländer-Analyse

Die Austro-Bundesländer geben weiterhin ordentlich Gas Die starke Industrie, ein freundlicheres Konjunkturumfeld im In- und Ausland sowie fiskalische Impulse sorgen für ein höheres Wachstumstempo.

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ie aktuelle zusätzliche Belebung der österreichischen Wirtschaft ist nicht zuletzt auf die Tarifreform in der Lohn- und Einkommenssteuer zurückzuführen, die zu einer Stärkung des privaten Konsums führte. Daneben sorgten auch die Investitionen wieder für Auftrieb, da sich der bestehende Investitionsstau in einem verbesserten Stimmungsrahmen und anhaltend günstigen Finanzierungsbedingungen lockerte. Mit der Belebung der internationalen Konjunktur gegen Jahresende 2016 verbesserte sich darüber hinaus die bis dahin suboptimale Auslandsnachfrage. Dieses freundlichere Konjunkturumfeld insbesondere in der Eurozone und die Impulse durch die Steuerreform schlugen sich zuletzt in so gut wie allen Bundesländern in höheren Wachstumsraten nieder. Der Dienstleistungssektor war die bestimmende Kraft; während die Baukonjunktur kaum positiv aufzeigen konnte, hat in einigen Bundesländern die Industrie trotz insgesamt schwacher Exportnachfrage erfolgreich expandiert.

Wie die österreichische Industrie solide wächst Die heimische Industrie konnte 2016 den moderaten Wachstumskurs der Vorjahre mit einem Anstieg der Bruttowertschöpfung um real 1,1% fortsetzen, obwohl Unsicherheiten das globale Umfeld belasteten. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte ergaben sich daraus für einige exportorientierte Branchen Herausforderungen, die in einem internationalen Umfeld, das sich erst zum Jahreswechsel verbesserte, eine höhere Dynamik verhinderten. „In Vorarlberg, Kärnten, Burgenland, Oberösterreich und in Salzburg sorgte jedoch eine günstige regionale Ausrichtung der Exporte in KombiDie Industrie liefert derzeit vor allem für Kärnten und Vorarlberg wichtige Impulse. Foto: Mahle

An der Wachstumsspitze Unter diesen Rahmenbedingungen konnten alle Bundesländer mit Ausnahme von Niederösterreich ein höheres Wirtschaftswachstum als zuletzt erzielen. „Das Wachstumstempo der Bundesländer war 2016 ausgeglichener als in den Vorjahren, da der Dienstleistungssektor die bestimmenden Impulse setzte, und die Dienstleistungshochburgen im Vergleich zu den stärker industrieorientierten Bundesländern an Bo-

den gutmachen konnten“, präzisiert UniCredit Bank Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer. „Die Spitzenposition im Dynamikranking in Österreich mit einem Plus von 2,4 Prozent haben 2016 mit Vorarlberg und dem Burgenland zwei Bundesländer übernommen, die neben dynamischen Dienstleistungen auch eine gute Industrieentwicklung vorweisen konnten.“ Auch Tirol, Salzburg, Oberösterreich und die Steiermark haben eine überdurchschnittlich starke Dynamik erreicht. Das Schlusslicht im Bundesländer-Ranking – jedoch immer noch mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um immerhin 1,2% – bildet Niederösterreich als eben einziges österreichisches Bundesland, welches das günstigere Konjunkturumfeld nicht zu einer Wachstumssteigerung gegenüber 2015 nutzen konnte.


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Foto: AVL List

Bundesländer-Analyse

Die AVL List GmbH realisiert gerade ein Start-up-Programm, um mit jungen Unternehmen in Themenfeldern wie Autonomes Fahren und Elektrifizierung zusammenzuarbeiten.

nation mit der passenden Branchenstruktur für eine überdurchschnittlich starke Unterstützung durch die Industrie“, meint Bruckbauer. Auch die Baukonjunktur kam in der zweiten Jahreshälfte etwas in Schwung; die Bruttowertschöpfung legte erstmals seit dem Jahr 2007 leicht zu, da der Hochbau unter anderem von Initiativen im Wohnbau profitierte. Speziell in Tirol, in der Steiermark und in Kärnten leistete die Baubranche einen spürbar positiven Beitrag zum Gesamtwachstum. Der Dienstleistungssektor beflügelt alle Bundesländer Der Dienstleistungssektor konnte 2016 deutlich zulegen: Die Bruttowertschöpfung weist österreichweit ein Plus um 1,5 Prozent real auf. Angesichts eines Anteils an der gesamten Wertschöpfung in Österreich von fast 70% lieferte der Sektor damit auch den wichtigsten Wachstumsbeitrag. Insgesamt sorgten die Dienstleistungen im Österreich-Durchschnitt für fast drei Viertel des Wirtschaftswachstums. „Der Dienstleistungssektor steht als Hauptprofiteur der Steuerreform maßgeblich hinter dem Aufschwung“, bestätigt Bruckbauer. „In allen Bundesländern sorgten die Dienstleistungen für mehr Schwung – insbesondere im Osten Österreichs.“ Sehr wichtig für das „WeltMeister-Land“ Österreich ist natürlich auch, dass die internationale Konjunktur seit Ende 2016 wieder an

Schwung gewinnt. Die Konjunkturlage in vielen Wachstumsmärkten verbessert sich kontinuierlich, und die europäische Wirtschaft befindet sich in einer robusten Aufschwungsphase. Diese stärkere globale Nachfrage wird der österreichischen Exportwirtschaft (noch) mehr Unterstützung als im Vorjahr bieten. Das Wirtschaftswachstum in Österreich wird sich 2017 wohl um rund zwei Prozent (Stand per Redaktionsschluss: Ende September) erhöhen. Während sich die Wachstumsimpulse durch die Auslandsnachfrage, die vor allem auf die starken Industrieländer wirken, klar verstärken werden, vermindern sich allerdings die positiven Akzente für den Dienstleistungsbereich aufgrund des langsamen Auslaufens der Steuerreform. Die Bauwirtschaft sollte 2017 noch besser in Schwung kommen, gestärkt vor allem von Initiativen im Wohnbau. Die Wachstumschancen für die stärker industrieorientierten Bundesländer und die Dienstleistungshochburgen werden aufgrund der angenommenen Rahmenbedingungen recht ausgeglichen sein, wenn auch mit zunehmenden Vorteilen für die Industrieschwergewichte. „Fast alle Bundesländer werden in diesem günstigen Konjunkturumfeld 2017 ihr Wachstumstempo steigern können“, prognostiziert Bruckbauer. „Im Westen erwarten wir für Vorarlberg und Tirol das stärkste Wirtschaftswachstum von 2,4 Prozent. Doch auch die Schlusslichter Wien und Niederösterreich werden mit erwarteten BIP-Anstiegen um 1,5 Prozent zulegen können.“


Foto: Messer Austria

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Freundlicheres Konjunkturumfeld und fiskalische Impulse sorgen in fast allen Bundesländern für höheres Wachstumstempo (Bild: Kalibriergas für analytische Anwendungen).

Dabei ist in insgesamt sieben Bundesländern (bis auf NÖ und Potenzielle Konjunkturrisiken durch den EU-Austritt des VereiWien) eine zum Teil sogar deutliche Entspannung erkennbar. Die nigten Königreichs oder durch Handelsbeschränkungen der USA regionalen Unterschiede am österreichischen Arbeitsmarkt in den würden die österreichischen Bundesländer, abhängig von ihrer vergangenen fünf Jahren sind sowohl auf konjunkturelle als auch Exportorientierung und ihrer bilateralen Wirtschaftsbeziehungen, auf strukturelle Gründe zurückzuführen. Die Arbeitslosenquote ist sehr unterschiedlich treffen. Die Nachfrage aus den USA sorgt für in Österreich zwischen 2011 und 2016 von 6,7 auf durchschnittlich rund 2,5% der österreichischen Wertschöpfung, jene aus dem Ver9,1 Prozent gestiegen. Bundesländer mit schwächerer Konjunktureinigten Königreich für rund die Hälfte davon. entwicklung weisen im Regelfall „Salzburg und Oberösterreich auch eine höhere Zunahme der wären von US-Handelsbeschrän„Kräftige Binnennachfrage in Kombination mit Arbeitslosenquote auf; innerhalb kungen durch die Trump-Admimehr Exportschwung dank globalem KonjunkturÖsterreichs zeigt sich dabei ein nistration von allen Bundeslänausgeprägtes Ost-West-Gefälle. dern am stärksten betroffen, aufwind bringt ausgeglichene Wachstumschancen Die Konjunkturerholung ist während der Brexit die Steiermit zunehmenden Vorteilen für Industrieschwerseit einigen Monaten so stark, mark besonders belasten dürfte. gewichte.“ dass in allen Bundesländern Für das Burgenland errechnet UniCredit Bank Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer trotz steigendem Arbeitskräftesich in beiden Fällen das geringsangebot die Arbeitslosenquoten te Konjunkturrisiko Österreichs“, sinken. Im Jahresdurchschnitt ist eine Verringerung der Arbeitserwartet Bruckbauer. losenquote auf 8,7% im Österreich-Schnitt (nach eben 9,1% im Vorjahr) in Sicht. „Erstmals wird 2017 in allen Bundesländern die Regionale Unterschiede am Arbeitsmarkt Arbeitslosenquote sinken“, bestätigt Bruckbauer. „Eine besonders Auf dem Arbeitsmarkt hat sich die Konjunkturbelebung 2016 ebengünstige Entwicklung erwarten wir für die Steiermark, Kärnten und falls positiv niedergeschlagen: Erstmals seit 2011 ist die Arbeitsdas Burgenland. Mit 5,4 Prozent wird Salzburg wird wohl weiterhin losenquote in Österreich dank einer starken Beschäftigungszunahdie niedrigste Arbeitslosenquote Österreichs ausweisen.“ ◆ me nicht weiter gestiegen, sondern unverändert geblieben.


WeltMeister Österreich Bundesland: Kärnten

Das Tourismus-Bundesland der Forscher und Entwickler Zum traditionellen Stärkefeld Fremdenverkehr positioniert sich Kärnten mit Schwerpunkten wie (Mikro-)Elektronik, Mechatronik und Robotics.

Sensitive Robotik, KI & moderne Automatisierungstechnik Für die Entwicklung des Forschungsstandorts Kärnten ist die Ansiedlung des Joanneum Research Centers mit den Schwerpunkten Mechatronik und Robotics im Lakeside Park in Klagenfurt von hoher Bedeutung. Als eines von sechs Zentren in Österreich wird in Klagenfurt an der Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und Anwendungen in der physischen Welt geforscht, vor allem im Bereich Robotics, also Interaktion zwischen Mensch und Roboter. Die Entwicklung zukunftsweisender Lösungen sowie die Erbringung innovativer wissenschaftlicher Dienstleistungen gehen dabei über klassische Systemintegration hinaus und beinhalten auch die Fachbereiche der sensitiven und kollaborativen Robotik mit besonderem Augenmerk auf Robotersicherheit sowie moderne Automatisierungstechnik bis hin zur Künstlichen Intelligenz.

Die CTR Carinthian Tech Research AG in Villach/St. Magdalen forscht und entwickelt seit 1997 an neuesten Technologien im Bereich der intelligenten Sensorik und Systemintegration für Partnerunternehmen, um deren Produkte und Prozesse einfacher, effektiver und sicherer zu machen. Heute zählt die CTR mit dem COMET Kompetenzzentrum ASSIC zu den führenden Forschungsinstitutionen Österreichs und Europas. Als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ermöglicht es Unternehmen, von neuesten F&E-Ergebnissen zu profitieren und die Innovationskraft und Konkurrenzfähigkeit erheblich zu stärken. Durch das exklusive Know-how in den F&E-Bereichen, interdisziplinäres Arbeiten und die Orientierung an höchsten Qualitätsstandards ist es möglich, neueste Forschungsergebnisse zu generieren und diese für die Wirtschaft nutzbar zu machen. Die CTR ist aktiver Partner in zahlreichen nationalen und internationalen Kollaborationen von Forschungsinstitutionen und wirtschaftlichen Unternehmen. Der regionale, nationale und grenzüber-

Foto: CTR

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ärnten hat in den vergangenen Jahren eine sehr kraftvolle Entwicklung bei Technologie, Innovation und Forschung zu verzeichnen. So stieg die Forschungsquote deutlich an, und Kärnten hat auch einen außergewöhnlich hohen Anteil an betrieblicher Forschung (75%). Maßgeblich für die Technologiekompetenz sind die international agierenden Leitbetriebe wie z.B. Infineon Technologies Austria, Lam Research, KapschTrafficCom oder Flex (Flextronics International). Gemeinsam mit den vielen forschungsintensiven klein- und mittelständischen Unternehmen in der Region bestimmen sie die zukünftigen Entwicklungen u.a. in den Bereichen Elektronik und Mikroelektronik, Mechatronik und Medizintechnik mit. Mit der Vernetzung der verschiedensten Partner sowie mit der Ansiedlung neuer (internationaler Betriebe) betraut ist die „Kärntner Betriebsansiedlungs- und Beteiligungsgesellschaft m.b.H.“, BABEG; sie beteiligt sich auch an außeruniversitären Institutionen, um die technische Forschung und Innovationen im Süden Österreichs zu stärken.

Bestes Know-how, hochwertige Technologien und ein attraktiver Branchenmix.


Foto: Helge Bauer

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Investoren in Kärnten profitieren von den stabilen rechtlichen Rahmenbedingungen, einem unternehmerfreundlichen Steuersystem und einer attraktiven Förderkulisse.

schreitende Austausch ermöglicht ein weltweites Netzwerk der Zusammenarbeit und eröffnet neue Perspektiven in der Forschung. Smarte Sensoren für die Holzforschung Ein gutes praktisches Beispiel ist das Projekt OptiSens, um Materialverhalten sowohl im Herstellungsprozess wie auch in der Nutzung sichtbar machen; dazu werden smarte gedruckte Sensoren entwickelt und in den Verbundwerkstoff Holz integriert. Die smarten Sensoren begleiten das Holz quasi über den gesamten Lebenszyklus. Die Sensoren von OptiSens machen Holz- und Verbundwerkstoffe intelligent und können im Sinne von Industrie 4.0 Daten z.B. über den Verschleiß übermitteln. Die Forschungen fokussieren sich auf die drucktechnische Herstellung kostengünstiger Sensoren für Temperatur, pH-Wert und Wechselstromwiderstand. Der smarte Sensor wird dann in duroplastischen Verbundwerkstoffen integriert und wird bereits in-situ – also während der Produktion – Informationen über das Materialverhalten liefern. „Wir schaffen eine neuartige Messmethodik, die ein genaues Bild des Reaktionsverlaufs liefert“, erklärt OptiSens-Projektleiter Uwe Müller. Auch das Endprodukt wie z.B. tragende Bauelemente profitiert davon: Die Materialqualität steigt, und die Langzeit-Stabilität wird erhöht. Müller: „Wir brauchen spezielle Sensoren, die Produktionsbedingungen wie Temperatur und Druck überstehen, die Wasser-

dampf durchlassen, größenvariabel sind, Säuren aushalten und vor allem auch kostengünstig sind.“ Nicht „nur“ die Holzwerkstoff- und Verbundstoffindustrie sollen von dieser Entwicklung profitieren. Das zell- und molekularbiologische Labor am Kepler-Universitätsklinikum in Linz wird die Sensoren zur Messung der Vitalität lebender Zellen testen – damit wären auch Anwendungen in der Biotechnologie oder im medizinischen Bereich möglich.

Wirtschaftsstandort Kärnten Das südlichste Bundesland Österreichs bündelt bestes Knowhow, hochwertige Technologien und einen attraktiven Branchenmix. Zentral gelegen im Herzen Europas, profitieren Investoren von den stabilen rechtlichen Rahmenbedingungen, einem unternehmerfreundlichen Steuersystem und einer attraktiven Förderkulisse. ! Einwohnerzahl: 561.077 / ! Fläche: 9538,01 km² ! Unselbstständig Beschäftigte (2016): 207.482 (Quelle: WKO) ! Regionales BIP/Kopf (2015): 33.300 (Quelle: WKO) www.silicon-alps.at


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Ein weiteres Forschungsprojekt – „SensoFood – Smart Sensors für Healty Cooking“ – von CTR, Philips Austria Klagenfurt und den Partnern Medizinische Universität Innsbruck und Boku Wien wurde beim science2business Award für die beste Kooperation Wirtschaft und Wissenschaft 2017 ausgezeichnet. Das multidisziplinäre Projektteam forschte darüber, wie man mit integrierten smarten Sensoren das Kochen und Entsaften in Zukunft gesünder gestalten kann. Erste Produktentwicklungen gingen daraus bereits hervor und eröffnen Hobby-Köchen und Laien völlig neue Möglichkeiten, Lebensmittel einfach, geschmackvoll und vor allem gesund zubereiten zu können. Durch diese Kooperation wurden weitere Forschungsarbeiten angestoßen beziehungsweise befinden sich in Umsetzung.

Foto: Mahle

Bundesland: Kärnten

Das neue Forschungszentrum Silicon Austria soll dafür sorgen, dass „Mikroelektronik made in Austria“ zur Weltmarke wird. Was die Schweizer bei den Uhren sind, wird Österreich für Elektronik und Mikroelektronik.

tur, industrielle Testlabore in Wien, Linz und Graz, offene WerkstätSilicon Austria-Standort in Villach ten an Universitäten und Schulen und Elektronik-Leitprojekte im Noch 2017 nimmt „Silicon Austria“ seine Tätigkeit auf und wird in Forschungsprogramm „IKT der Zukunft“. den kommenden Jahren bis zu 500 neue Top-Arbeitsplätze bringen. Österreich bekommt damit ein Forschungszentrum für MikroelektInto the Future ronik auf Weltniveau mit dem Ziel, die heimischen Kompetenzen in Apropos Zukunft: Neben den Aktivitäten im Forschungsbereich inder Mikroelektronik zu bündeln und den Standort international an vestiert Kärnten auch in den Bildungsbereich; herausragend ist hier die Spitze zu bringen. Als dritter Standort von Silicon Austria neben etwa das europaweit einzigartige Projekt „Educational Lab“, das im Graz und Linz wird Villach an „Sensorik und Sensorsystemen“ soLakeside Park in Klagenfurt aufgesetzt und entwickelt und am 31. wie „Leistungselektronik“ forschen und leistungsfähige Sensoren Mai 2017 eröffnet wurde. Der Bildungscampus von internationalem und energieeffiziente Mikrochips entwickeln. Modellcharakter hat sich zum Ziel gesetzt, Jugendlichen ab dem „Mit Silicon Austria eröffnet sich für die österreichische Industrie Kindergartenalter die sogenannte Mint-Fächer (Mathematik, Inforein Window of Opportunity, indem wir unsere Aktivitäten in einem matik, Naturwissenschaft, Technik) nahezubringen – und gleichzeiinternational aufgestellten Spitzeninstitut konzentrieren“, sagt tig Pädagogen aus unterschiedliSabine Herlitschka, Vizepräsichen Einrichtungen spezifische dentin des Fachverbands der Weiterbildungsangebote zu erElektro- und Elektronikindustrie „Die Mikroelektronikindustrie ist die mit Abstand möglichen. Kooperationen u.a. (FEEI). „Das gibt uns auch als forschungsintensivste und innovativste Branche mit der Universität Klagenfurt, kleine Region die Chance auf die unseres Landes.“ der Pädagogischen Hochschule notwendige kritische Masse, um Kärnten, der FH Kärnten sowie uns in einer der global am stärksS a b i n e H e r l i t s c h k a , Vi z e p r ä s i d e n t i n d e s F E E I mit einzelnen Schulstandorten ten umkämpften Schlüsseltechunterstützen diesen Ansatz. nologien als exzellenter Hotspot Auf 3.000 m² werden in verschiedenen Modulen Lerneinheiten auf Augenhöhe mit den ganz großen Technologienationen zu mesin modernst ausgestatteten Labors angeboten. Für Schüler wie sen – genau das muss unser Anspruch sein, um Investitionen und Lehrer bietet dieser außerschulische Lernort eine einzigartige Mögzukunftsorientierte Arbeitsplätze in Österreich zu schaffen.“ lichkeit, Biologie, Chemie oder Physik hautnah und State-of-the-art Insgesamt 280 Mio. € stellen Infrastrukturministerium, die Bunzu erleben und zu vermitteln – bis hin zur Naturschutz-Feldfordesländer Kärnten, Oberösterreich und Steiermark sowie die österschung am Ufer des Wörthersees oder der Prototypen-Fertigung im reichische Industrie für das Forschungszentrum zur Verfügung. eigenen Smart Lab. ◆ Dazu kommen flankierende Maßnahmen wie Forschungsinfrastruk-


Der Lebensraum Kärnten – Wirtschaft, Forschung und Bildung Die Landschaft ist gleich geblieben. Das Leben hat sich verändert.

Der Halbleiterkonzern Infineon kann als Symbol dafür herangezogen werden, wie Transformation in Kärnten funktioniert. In den 1970er Jahren eröffnete die Siemens AG in Villach eine Fabrik, um Dioden zu produzieren. Die Arbeitskräfte im Süden Österreichs waren billig, genauso wie das Produkt. Heute gibt es weiterhin Schichtbetrieb, aber nicht am Fließband, sondern im Reinraum und in Kooperation mit Robotern.

Der Raum Villach entwickelte sich in den letzten Jahren zum Ballungszentrum für die Mikroelektronik-Branche. Zu finden sind international exzellent positionierte Chiphersteller genauso wie Spezialisten für die Konstruktion von Reinraumtechniken. Für Kärntner Forschungslabors ist es Alltag, mit Kollegen bei Airbus und France Telecom zusammenzuarbeiten. Die europäische Weltraumorganisation ESA will mithilfe eines in Kärnten mitentwickelten Antriebssystems ihrer »Ariane 6« zu einem erfolgreichen Start in den Orbit verhelfen. Die internationale Open Source Robotics Foundation setzt auf die Mitarbeit des Kärntner Instituts für Robotik, ein Institut der Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH, das vor zwei Jahren im Lakeside Science &Technology Park in Klagenfurt eröffnet wurde.

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Ebenfalls im Lakeside Science &Technology Park in Klagenfurt entsteht gerade eine neue Form der Zusammenarbeit unter Bildungseinrichtungen: das »Educational Lab«.

Die technische Fakultät der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt kooperiert mit Airbus, mit Siemens, aber natürlich auch lokal zum Beispiel mit Infineon, Kostwein, Funder und Skidata. Absolventen gründen Unternehmen, die gut unterwegs sind und beispielsweise kürzlich in den USA einen ›Wirtschaftsoskar‹ gewonnen haben. Wenn Sie sich über Amazon Filme ansehen, dann verwenden Sie implizit Klagenfurter Technologie von Bitmovin, einem echten universitären Start-up!

www.babeg.at building roots


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ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

bmvit-Initiativen für weltmeisterliche Digitalisierung in ganz Österreich Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) sieht die Digitalisierung als Chance und fördert gezielt Forschung und Entwicklung. Damit steigen auch die Markteintrittschancen österreichischer Unternehmen rund um den Globus.

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nnovationen sind sowohl für wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen als auch für eine positive Beschäftigungsentwicklung wichtig. Zu den größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zählt zweifelsohne die zunehmende Digitalisierung. Sie bietet die große Chance für Österreich, den Wirtschaftsstandort zu stärken, Arbeitsplätze zu schaffen und die Lebensqualität jeder und jedes Einzelnen zu erhöhen. Die Grundlage dafür bildet eine moderne und leistungsfähige digitale Infrastruktur. Mit der „Breitbandmilliarde“ sorgt das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) dafür, dass bis 2020 nahezu alle Betriebe und Haushalte in Österreich Zugang zu ultraschnellem Internet mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde erhalten, und schafft auch eine wichtige Basis

Breitbandausbau für den digitalisierten Alltag ! Bauunternehmen tauschen online Pläne mit Architekturbüros aus, Transportunternehmen verfolgen ihre Fahrzeuge online, Handwerker bieten ihre Leistungen auf Online-Plattformen an, etc. ! Lehr- und Lernmaterialien können über Online-Plattformen frei verfügbar bereitgestellt werden. ! Per Breitband können große Datenmengen wie z.B. Röntgen- oder Magnetresonanzaufnahmen in kürzerer Zeit übermittelt werden. ! Von überall auf der Welt Zugang zu Daten haben, mit anderen gemeinsam an Projekten arbeiten – damit die Cloud funktioniert, braucht es Breitband. u.v.m.

für den neuen Mobilfunkstandard 5G, zu dem bereits eine nationale Strategie, unter Federführung des bmvit, erarbeitet wird. Vier Infrastrukturförderungsprogramme dienen beim Breitbandausbau als Triebfeder für Investitionen; bislang hat das bmvit bereits rund 500 Mio. € an Förderungen ausgeschrieben. Im Bereich des Mobilfunks wird 5G Bandbreiten von bis zu zehn Gigabit pro Sekunde und eine 100-mal schnellere Übertragungsgeschwindigkeit als die momentane 4G/LTE-Technologie ermöglichen. 5G wird auch in den Bereichen Automatisiertes Fahren, Industrie 4.0 oder Smart Cities zum Einsatz kommen und die erforderliche Datenübertragung sicherstellen. Für Unternehmen und ihre Angestellten verbessert sich mit dem Breitbandausbau die Form des Arbeitens erheblich. So kann man z.B. dank Cloud Computing auf alle Daten, die in einem virtuellen Rechenzentrum gespeichert werden, zugreifen oder mit Kollegen aus anderen Ländern gleichzeitig an Projekten arbeiten – egal, wo man sich gerade befindet. Auch Projektdaten von großem Umfang mit Plänen, Bildern oder Zeichnungen können rascher versendet und empfangen werden. Dank der reibungslosen Übermittlung großer Datenmengen durch Breitband profitieren auch Bereiche wie E-Learning, E-Health oder E-Government. Mit dem Forschungszentrum „Silicon Austria“ wird außerdem ein wichtiger Beitrag zur Stärkung des Spitzenforschungsfelds Elektronik und Mikroelektronik geleistet; insgesamt stellen dafür das bmvit und die beteiligten Bundesländer Steiermark, Kärnten und Oberösterreich 140 Mio. € zur Verfügung, die Industrie verdoppelt dies in den nächsten fünf Jahren auf 280 Mio. €. An den drei Standorten des Forschungszentrums Graz, Linz und Villach entstehen bis zu 500 Hightech-Arbeitsplätze. Zusätzlich zur Weiterentwicklung von Software, Komponenten


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Nur durch intensive Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie digitale Wirtschafts- und Innovationsstandort Österreich zukunftsfit.

und Systemen ist es dem bmvit ein besonderes Anliegen, das Potenzial dieser neuen Technologien in unterschiedlichen Anwendungsfeldern zu erforschen und zu testen. Mit einer Vielzahl an Förderinitiativen, etwa in den Bereichen Industrie 4.0, intelligente Stromnetze oder automatisiertes Fahren, wird die digitale Zukunft Österreichs aktiv mitgestaltet und gefördert. Das wiederum bietet heimischen Unternehmen die Chance, als Technologievorreiter auch international führend aktiv zu werden. Digitale Evolution durch IKT Neben einer leistungsfähigen Infrastruktur fördert das bmvit die Entwicklung zukunftsträchtiger und sicherer Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und damit die Grundlage der Digitalisierungsevolution. Hier schafft das bmvit als Infrastrukturund Technologieministerium die Basis für einen attraktiven und wettbewerbsfähigen Industriestandort: Eine breite Palette an Aktivitäten ist notwendig, um den Anforderungen des digitalen Wandels gerecht zu werden – von regulatorischen Maßnahmen über den Ausbau der digitalen Infrastruktur bis hin zur Technologieförderung. Das bmvit schafft mit profundem Know-how den Rahmen für den Einsatz von IKT und nimmt dabei verschiedene Rollen ein, in denen seine Abteilungen auf die Entwicklungen in der digitalen Welt einwirken. Primär tritt das bmvit als Fördergeldgeber, Treiber und Unterstützer in Erscheinung. Es entwickelt Förderprogramme, schüttet Förderungen aus, treibt Strategien voran oder unterstützt Themen. In all diesen Fällen wird das bmvit nicht selbst als IKT-Anwender

aktiv, sondern erteilt Aufträge, und Unternehmen oder andere Organisationen führen infolgedessen IKT aus. So agiert das bmvit als Fördergeldgeber im Forschungsförderungsprogramm „IKT der Zukunft“, agiert als Treiber digitaler Entwicklung durch die Gründung der Plattform „Industrie 4.0“ und unterstützt die Anwendung von IKT in Unternehmen, die dem bmvit zuzurechnen sind, wie etwa bei den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), die ihre Züge mit WLAN ausstatten. Eine weitere unverzichtbare Aufgabe für die österreichische Wirtschaft und damit für deren Technologie- und Exportaktivitäten stellt die Gestaltung von Rechtsnormen und die Standardisierung dar; Normadressaten, die IKT-Anwendungen implementieren, beispielsweise im Telekommunikations- oder im VerInfrastruktur bleibt der kehrsbereich, setzen diese um. In vielen Fällen geben europäische und internationale Institutionen wie die EU die Normen vor, die in nationales Recht umzusetzen sind. Das bmvit hat dabei einerseits die Aufgabe, in den europäischen und internationalen Gremien an der Diskussion der Normen teilzunehmen, andererseits die Umsetzung in nationales Recht zu begleiten und Gesetzesentwürfe vorzubereiten, wie z.B. beim Themenfeld „Automatisiertes Fahren“ oder bei Fragen der Mobilfunkdienste. Industrie 4.0 – Vernetzung und Smart Factory In der FTI-Initiative „Produktion der Zukunft“ fördert das bmvit anspruchsvolle Schlüsseltechnologien und fokussiert dabei auf die Digitalisierung der österreichischen Produktion. Das „Zauberwort“ lautet Vernetzung. Alle Instanzen, die sich an einer Wertschöpfung beteiligen, sind über das Internet miteinander vernetzt und ermöglichen die Optimierung der kompletten Produktionskette. Dabei spielt die Integration von IKT eine entscheidende Rolle: Über Systeme wie Cyber Physical Systems wird in Smart Factories ein selbstgesteuerter Produktionsprozess ermöglicht, in dem Mensch und Maschine miteinander kommunizieren. Smart Factories zeichnen sich vor allem durch flexible Produktion aus: Werden die Rohstoffe knapp, oder verändert sich die Anzahl an Bestellungen, passen sich die Maschinen automatisch an. Kunden können somit kurzfristig Änderungen veranlassen. Die Arbeiter der Zukunft sind in der Smart Factory Augmented Operators, die via Smartphone oder Datenbrille mit aktuellen Maschinendaten versorgt und über Fehlermeldungen und zielgerechte Lösungen informiert werden.


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ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Foto: festo

Der Forschung im Bereich Industrie 4.0 misst das bmvit fundamentale Bedeutung bei: Es investiert jährlich rund 185 Mio. € in Forschungsförderungen. Unternehmen können neue Produktionsmethoden testen; die Erkenntnisse aus den Forschungsmaßnahmen entscheiden über die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Österreich und sollen Aufschluss über die zukünftigen Auswirkungen auf Unternehmen, ihre Beschäftigten und die Gesellschaft geben. Ferner hat das bmvit den Verein und die Plattform „Industrie 4.0 Österreich“ gegründet, wodurch Unternehmen auf dem Weg in die digitalisierte und automatisierte Arbeitswelt unterstützt werden. Neben Forschung und Entwicklung im Bereich Industrie 4.0 werden auch Fragen zu Arbeitsorganisation und Arbeitsplatzgestaltung sowie zu Qualifikation und Kompetenzen behandelt. Ziel ist es, gemeinsam mit relevanten Stakeholdern Bedarf zu identifizieren und Strategien in Bezug auf Aus- und Weiterbildung zu entwickeln. Im Rahmen von Industrie 4.0 unterstützt das bmvit zudem Pilotfabriken. Diese neutralen Test- und Forschungsumgebungen mit realen Maschinen und Logistiksystemen dienen der Erforschung,

Stiftungsprofessuren Mit den Stiftungsprofessuren verzahnt das bmvit Kompetenzen aus Wissenschaft und Wirtschaft, indem die besten Experten aus Theorie und Praxis gemeinsam an wichtigen Zukunftsfragen forschen. Das bmvit unterstützt insgesamt acht Stiftungsprofessuren an österreichischen Universitäten, von denen vier bereits ihre Arbeit aufgenommen haben: Stahlforscher Ronald Schnitzer an der Montanuniversität Leoben, Textilforscher Tung Pham am Dornbirner Standort der Uni Innsbruck und Sebastian Schlund, der sich an der TU Wien mit der Digitalisierung der Industrie beschäftigt. Außerdem ist der Luftfahrtforscher Sergio Amancio dem Ruf der TU Graz gefolgt und wird mit 2018 seine Stelle antreten. Das bmvit stellt aktuell je Professur in den ersten fünf Jahren bis zu 1,5 Mio. € zur Verfügung; diese Summe wird durch Investitionen der Universitäten und Partnerorganisationen verdoppelt.

Entwicklung und Erprobung neuer Technologien oder Prozesse und bieten sich ebenso als Orte für Aus- und Weiterbildungsprogramme, Schulungen und Seminare an. In der Wiener Seestadt Aspern läuft bereits seit 2015 Österreichs erste Pilotfabrik – nun kommen weitere in Graz und Linz dazu. In Graz werden Unternehmen digitalisierte Produktionstechnologien erproben, ohne den eigenen Betrieb zu stören. Erforscht werden in der „smartfactory@tugraz“ neue Fertigungsmethoden, mit denen auch kleine Stückzahlen rentabel hergestellt werden können, etwa maßgeschneiderte Autos. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf die Datensicherheit und Verlässlichkeit von computergesteuerten Produktionssystemen gelegt. Federführend verantwortlich ist die TU Graz, die sich gemeinsam mit rund 20 heimischen Betrieben an dem Projekt beteiligt. In der „LIT Factory“ an der Johannes Kepler Universität Linz werden innovative Verfahrenstechniken erforscht – mit dem Ziel, Materialien für neue Zwecke einzusetzen. So werden beispielsweise Leichtbauteile aus Kunststoff für Autos entwickelt, die anstelle von Stahl den Motor mit der Karosserie verbinden. Die Pilotfabriken sind realitätsnahe Modelle einer Fabrik und helfen, Neuentwicklungen schneller marktreif zu machen. Österreich bekommt einen Robotik-Rat Da die rasante Entwicklung bei Robotik und künstlicher Intelligenz das Leben aller Österreicher verändern, wird das bmvit eine Strategie entwickeln, wie man die sich dabei bietenden Chancen gut nützen und gleichzeitig die Risiken besser kontrollieren kann. Bei den Technologiegesprächen in Alpbach 2017 wurde daher der Robotik-Rat als Beratungsgremium für technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragen präsentiert. Vorsitzende des Robotik-Rats wird die Universitätsprofessorin Sabine Köszegi, die Leiterin des Fachbereichs Arbeitswissenschaft und Organisation am Institut für Managementwissenschaften der TU Wien; sie greift im Robotik-Rat auf ein achtköpfiges Team aus internationalen und österreichischen Experten von Arbeitswelt über Informatik bis zu Roboter-Ethik zu. Der Rat soll die Erarbeitung einer Strategie im Umgang mit Robotik unterstützen sowie Informationen für die breitere Öffentlichkeit aufbereiten und zu einer sachlichen Diskussion rund um das


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Der Quantensprung für die Straße Schon heute verfügen Autos dank IKT über die verschiedensten Fahrassistenzsysteme wie Einparkhilfe, Spurwechselassistent oder Totwinkel-Überwachung und greifen assistierend ein. Mit der Digitalisierung schreitet die Autonomisierung in der Automobilbranche sowie im Straßenverkehr weiter voran und ermöglicht eine neue Dimension des Fahrens. Die Vision ist autonomes Fahren, also ein Auto, das fahrerlos und selbstständig an den Zielort fährt. Die Fahrzeuge werden vernetzt und kommunizieren miteinander. Für diese sogenannte Vehicle to X-Vernetzung bilden modernste IKT, die Mobilfunk-, WLAN- und Broadcast-Technik zuzuordnen sind, die Grundlage. Jedes Fahrzeug teilt seine Daten über Verkehrsentwicklung, Straßenbeschaffenheiten (Aquaplaning, Schnee, Glatteis) oder mögliche Gefahren wie Tiere auf der Fahrbahn mit anderen Fahrzeugen sowie dem Infrastrukturbetreiber. Der Verkehr lässt sich besser steuern und direkter beeinflussen, er strömt gleichmäßiger und dadurch effizienter; das wiederum führt zu weniger Staus, und die Schadstoffbelastung sinkt. Der größte Vorteil selbstfahrender Autos ist mehr Sicherheit: Neun von zehn Unfälle im Straßenverkehr haben ihre Ursache beim Menschen. Das kann Übermüdung sein, überhöhte Geschwindigkeit oder auch Unachtsamkeit. Diese Fehler können in Zukunft vermieden werden, wenn das Auto selbst die Spur hält, keine riskanten Überholmanöver durchführt, selbst lenkt und bremst. Auch das Modell Carsharing wird enorm profitieren und an Attraktivität gewinnen. Kunden müssen nicht mehr zum Auto, das Auto kommt direkt zu den Kunden und holt sie ab. Damit die verkehrs-, energie-, und klimapolitischen Ziele des automatisierten Fahrens auch erreicht werden, bedarf es technologischer, rechtlicher und gesellschaftlicher Handlungen. Das bmvit ergreift hier die Initiative und legt den Fokus ... ! ... auf die Technologieförderung, indem es Mittel für den Aufbau von Forschungstestumgebungen, Tests sowie Forschung und Entwicklung im Bereich automatisiertes Fahren zur Verfügung stellt. Das bmvit investiert hierfür allein im Zeitraum 2016 bis 2018 20 Mio. €. ! ... auf die Wirkungen und Erfahrungen, um neu aufkommende gesellschaftliche und ökonomische Fragen zu klären, aber auch Handlungsschritte abzuleiten. ! ... auf den Dialog mit Bundesländern, Städten, der Forschung, der Industrie und weiteren Stakeholdern, um gemeinsam an einer Einführung des automatisierten Fahrens im Sinne der angeführten Ziele zu arbeiten.

Foto: Bosch

Thema beitragen. Als Arbeitsbudget stellt das bmvit eine Mio. € zur Verfügung. Der Robotik-Rat wird noch im Herbst 2017 seine Arbeit aufnehmen.

Das vernetzte Auto soll zum persönlichen Assistenten werden.

Autonomes Fahren – Stufen der Automatisierung Zur Definition und Abgrenzung automatisierter/autonomer Fahrzeuge haben sich die Stufen (Level) der SAE-Standards (Society of Automotive Engineers) durchgesetzt. Dieser internationale Standard unterteilt die Fahrzeugautomatisierung in folgende Stufen: Stufe 0 = keine Automatisierung, Fahrer lenkt herkömmliches Fahrzeug selbst Stufe 1 = „Assistiertes Fahren“: Fahren mit einzelnen Assistenzsystemen, das Fahrzeug übernimmt Längs- oder Querführung, der Mensch überwacht (zum Beispiel mit Einparkhilfe) Stufe 2 = „Teilautomatisiertes Fahren“: Das Fahrzeug übernimmt Längs- und Querführung, der Mensch muss gegebenenfalls selbstständig eingreifen (zum Beispiel Stauassistent) Stufe 3 = „Hochautomatisiertes Fahren“: dauerhafte Übernahme der Steuerung durch das System in bestimmten Fällen, das System erkennt, wenn der Mensch die Steuerung wieder übernehmen muss (zum Beispiel automatisiertes Fahren auf Autobahnen) Stufe 4 = „Vollautomatisiertes Fahren“: dauerhafte Übernahme der Steuerung durch das System in allen Fällen, ohne der Notwendigkeit eines Fahrers (zum Beispiel automatisiertes Fahren in der Stadt) Stufe 5 = „Volle Autonomie des Fahrens“: Das Fahrzeug bewegt sich zielgerichtet, selbstständig ohne Einflussnahme eines Menschen von A nach B unter allen Bedingungen.


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Fotos: ÖBB/Harald Eisenberger (3)

ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Mobilität der Zukunft Auch im öffentlichen Verkehr trägt die Vernetzung von Systemen mit Sensoren und Kameras dazu bei, dass Verkehrsbetriebe ihre Strecken besser steuern und überwachen können; z.B. werden Gegenstände im Gleisbereich in Zukunft durch den Einsatz von Drohnen rechtzeitig erkannt, wenn diese Tunnel, Brücken und Oberleitungen untersuchen. Dabei werden Leitungen und Masten kontrolliert und Fremdkörper identifiziert. Verkehrsteilnehmer profitieren dank Vernetzung von steigendem Reisekomfort, vor allem durch den Zugriff auf Echtzeitdaten. Als Basis dafür dienen digitalisierte Bahnhöfe. Die sukzessive Ausstattung mit WLAN wird weiter vorangetrieben, digitale Wegweiser, Augmented-Reality-Apps oder Virtual-Reality-Applikationen werden Reisenden in Zukunft die Orientierung und Organisation erleichtern. Auch in Sachen Mobilfunk wird es Fortschritte geben. Bis Ende 2018 sollen rund 1.500 km des österreichischen Eisenbahnnetzes einen besseren Mobilfunkempfang bieten. Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen von morgen werden sich ebenfalls autonom fortbewegen und infolgedessen dank IKT-Systemen ein effizienteres Störungsmanagement, mehr Sicherheit, niedrigeren Energieverbrauch und höhere Leistungsfähigkeit erreichen. So fördert das bmvit in Wien das Projekt „auto.Bus Seestadt“: Die Vision ist, dass ein effizienter, betriebssicherer, selbstfahrender Bus ab 2019 in der Seestadt Aspern den Linienbetrieb aufnimmt. Mit der neuen U5, deren erstes Teilstück 2023 in Betrieb geht, soll auch die Wiener U-Bahn zukünftig vollautomatisiert und zentral von der Leitstelle gesteuert werden. Ein Schritt in Richtung fahrerlose Straßenbahnen stellen die neuen Flexity-Garnituren in Wien dar, die ab Ende 2018 unterwegs sind. Dank eines optischen 3D-Sensorsystems, das vom AIT Austrian Institute of Technology und vom Schienenfahrzeughersteller entwickelt wurde, registrieren sie andere Verkehrsteilnehmer sowie Objekte und können Gefahrensituationen richtig einschätzen und dementsprechend reagieren. Das bmvit fördert Automatisierungsprojekte im Programm „Mobilität der Zukunft“. Luftfahrt braucht Forschung Die Luftfahrtindustrie erweist sich international als starke Branche, die von Konjunkturunabhängigkeit, Krisenresistenz, progressivem

Wachstum und hoher Forschungsintensität geprägt ist. Durchschnittlich steckt der Luftfahrtsektor rund 11% seines Umsatzes in die Bereiche Forschung, Technologie und Innovation, und das ist auch erforderlich. Denn mit der prognostizierten Zunahme des Flugaufkommens, sowohl in der Passagierluftfahrt als auch in der Luftfracht, steigen gleichermaßen die Schadstoffemissionen und die Lärmbelastungen. Die Nachfrage nach Innovationen ist dementsprechend groß. Um diese Herausforderungen zu bewältigen und das Ziel, 15.000 Beschäftige und das Erwirtschaften von vier Mrd. € im Jahr 2030 (derzeit 9.000 und 2,2 Mrd. €) zu erreichen, gilt es, Zukunftstrends rechtzeitig zu erkennen und Maßnahmen zu setzen. Um die technologische Weiterentwicklung in der Luftfahrt voranzutreiben sowie die österreichische Luftfahrt auf dem Weg ins digitale Zeitalter zu begleiten, setzt das bmvit mit dem Förderprogramm „Take Off“ zielgerichtet Impulse für die Zukunft. Damit will das Ressort bis 2020 mehr als 50 Mio. € in österreichische Luftfahrtprojekte investieren. So lotet das „Take Off“-Projekt „TerminalAufSchiene“ Chancen eines Flughafenzubringersystems auf der Bahn aus. Dabei sollen Tätigkeiten am Flughafen wie die Gepäckabgabe schon vorher digital unterstützt im Zug ausgeführt werden können. Die Flugzeugkabine der Zukunft soll barrierefrei (wie im Rahmen des Projekts „Cabin4All“) und innovativ sein: Sitze speichern die Körperwärme und erstellen damit personalisierte Hologramme. Eine weitere große Rolle spielt die Digitalisierung für die heimische Luftfahrtindustrie. Flugzeughersteller wie Airbus und Boeing verlangen zunehmend nach digitalen Schnittstellen ihrer Lieferanten. Die Vorreiterrolle österreichischer Zulieferbetriebe in Themenbereichen wie 3D-Druck, Virtual Assembling oder Testing kann den entscheidenden strategischen Vorteil im internationalen Wettbewerb ausmachen. Die wichtige Stellung der österreichischen Luftfahrtsforschung und -industrie für die Wertschöpfung untermauert das bmvit mit „aeronautics.at“. Diese Onlineplattform gibt einen Überblick über rund 300 von österreichischen Betrieben entwickelte Technologien; das Herzstück bildet dabei ein digitales 3D-Modell eines Flugzeugs, das eine interaktive Suche nach allen Bauteilen und Komponenten ermöglicht.


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Die Bedeutung der Weltraumforschung Wetterprognosen, Navigationsprogramme, Telekommunikation, Internet und Fernsehen funktionieren dank satellitengestützter Systeme. Sie sind der beste Beweis dafür, welch wichtige Rolle die Weltraumforschung in unserem Alltag erfüllt. Darüber hinaus kann man dank Weltraumtechnologien den Klimawandel besser verstehen und sie geben uns einen Vorsprung an Informationen über herannahende Naturkatastrophen wie Überschwemmungen und Waldbrände. Auch bei der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen wie Verkehr und Sicherheit werden Satellitendaten laufend eingesetzt. Die große Bedeutung der Weltraumforschung kommt somit einer Vielzahl an Themen des bmvit zugute. So verfügt Österreich seit 2002 über das eigene Weltraumprogramm „ASAP“, Austrian Space Applications Programme. Für den Forschungsstandort Österreich bedeutet ASAP mit bereits 600 erfolgreichen Projekten die Basis für den Zugang zu internationalen Märkten, globale Weltraumkooperationen und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Das Programm unterstützt österreichische Unternehmen und Forschungsinstitute, die sich an der Forschung, Entwicklung und Anwendung von Weltraumtechnologien beteiligen. Das bmvit vergibt dafür jährlich 8 Mio. € an Fördermitteln; davon werden etwa 40% für die Entwicklung von Anwendungen mit Satellitendaten eingesetzt. Schon jetzt forschen mehr als 100 heimische Firmen und Organisa-

Europameister bei E-Autos Insgesamt 4.674 E-Autos wurden laut Statistik Austria in den ersten acht Monaten seit Jahresbeginn in Österreich neu zugelassen – in den Monaten Jänner bis August 2017 wurden 3.619 reine E-Autos und 1.055 Plug-In-Hybride angemeldet. Damit hat sich die Zahl der E-Auto-Anmeldungen im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr um mehr als 50% gesteigert. Bei den Neuzulassungen von reinen E-Autos pro Kopf führt Österreich im EU-Ranking und ist somit „Europameister“ bei den Neuzulassungen von E-Autos. Um den Verkehr nachhaltig sauberer zu machen, wird seit dem 1. März 2017 der Kauf von E-Autos mit bis zu 4.000 € für Private und bis zu 3.000 € für Betriebe, Vereine und Gebietskörperschaften gefördert. Zusätzlich zur Kaufförderung wird auch der Aufbau der Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge unterstützt. Für private „Wallbox“-Ladestationen gibt es für E-Autobesitzer 200 €. Öffentlich zugängliche Ladestationen werden mit bis zu 10.000 € gefördert. Insgesamt stellen Verkehrsministerium, Umweltministerium und Automobilimporteure 72 Mio. € für das Elektromobilitätspaket bereit.

tionen mit mehr als 1.000 Beschäftigten im Weltraumbereich und erzielen dabei eine Wertschöpfung von rund 125 Mio. €. Das bmvit vertritt Österreich als Weltraumministerium bei der ESA (European Space Agency), in der Wettersatelliten-Organisation EUMETSAT und bei den EU-Flaggschiffprogrammen „Galileo“ (Navigation) und „Copernicus“ (Erdbeobachtung). Insgesamt investiert das bmvit rund 70 Mio. € im Jahr in Weltraumforschung. Die Weltraumkompetenz, mit der sich Österreich international positioniert, liegt vor allem in drei Technologiebereichen: Thermische und mechanische Subsysteme für Satelliten und Trägerraketen, Elektronik für Steuerungs- und Signalverarbeitungsaufgaben an Bord von Satelliten und Subsysteme für Test und Betrieb von Satelliten. So beteiligen sich österreichische Unternehmen z.B. am Bau der europäischen Trägerrakete Ariane 6, die ab 2020 zum Einsatz kommen und bis 2050 das zentrale Trägersystem für die europäische Raumfahrt sein soll. Im Rahmen von ASAP geförderte Satellitenanwendungen sind international anerkannt – so konnte z.B. ein Kartierungsauftrag der Europäischen Umweltagentur in der Höhe von 3,5 Mio. € nach Österreich geholt werden. RUAG Space in Berndorf bekam kürzlich einen Großauftrag für die Thermalisolation von 900 Internetsatelliten des US-Unternehmens OneWeb. Im Juni 2017 startete mit dem Wetterbeobachtungssatelliten „Pegasus“ der FH Wiener Neustadt der insgesamt dritte österreichische Forschungssatellit ins All. Bereits seit 2013 befinden sich „TUGSAT“ der TU Graz und „UniBRITE“ der Uni Wien im Orbit. Sie messen Helligkeitsschwankungen von Sternen. 2018 wird der von der TU Graz für die europäische Weltraumorganisation ESA entwickelte Forschungssatellit „OPS-SAT“ die österreichische Weltraumflotte weiter vergrößern. Er testet neue Weltraumsoftware, mit der Störquellen für Weltraumfunk gefunden werden können. 2020 soll „PRETTY“ starten – dieser Forschungssatellit wird von der TU Graz gebaut und ist Teil der weltweiten Wetterbeobachtung der ESA. Österreich hat sich auch als internationaler Weltraum-Standort etabliert: In Wien sind das United Nations Office for Outer Space Affairs (UNOOSA) und das European Space Policy Institute (ESPI) angesiedelt. Die Energie der Zukunft Ein weiterer Bereich, den die Digitalisierung massiv verändern wird, ist der Energie- und Umweltsektor. Steigender Strombedarf, Verringerung von CO2-Emissionen, erneuerbare Energieträger, Elektromobilität oder Energieunabhängigkeit sind Themen, die nach intelligenten Systemlösungen verlangen. Da immer mehr kleine Energieerzeuger erneuerbare Energie ins Stromnetz einspeisen, braucht es Energienetze, in denen Strom und Informationen nicht nur in eine Richtung fließen. Dies erledigen in Zukunft sogenannte Smart Grids: sie verbinden alle Akteure des Energiesystems – Photovoltaikanlagen, Windräder, Haushalte, Speicher und auch


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ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Stadt der Zukunft Das Forschungs- und Technologieprogramm „Stadt der Zukunft“ verfolgt zwei grundlegende Ziele: Zum einen soll durch IKT und die damit korrelierende Vernetzung ein intelligentes, nachhaltiges Energiesystem für Städte und Gebäude entwickelt werden, das sie energieeffizienter und umweltfreundlicher macht. Zum anderen soll eine höhere Lebensqualität für die Bewohner sichergestellt werden. Da die Städte weiter wachsen werden, bedeutet das zunehmende Veränderungen in einer Vielzahl an Bereichen wie Arbeit, Umwelt, Verkehr/Mobilität, Wohnen, Bildung, Versorgung und Bürgerservice. Mit „Stadt der Zukunft“ verfügt das bmvit über einen Plan für den urbanen Wandel und fördert die Entwicklung neuer Technologien, technologischer (Teil-)Systeme und urbaner Dienstleistungen für Smart Cities – mit großen Erfolgen. So wurde z.B. die „Aspern Smart City Research“ 2016 beim Smart City Expo World Congress als bestes Smart Project weltweit ausgezeichnet.

Neue Speichersysteme Im Herbst 2017 bekommt Österreich einen nationalen Forschungsplan, um leistungsfähige Speichersysteme für erneuerbare Energien aus Wind und Sonne zu entwickeln und heimische Unternehmen bis 2030 zu Weltmarktführern in dieser Technologie zu machen. Das AIT Austrian Institute of Technology wird diesen Forschungsplan unter Federführung des Klima- und Energiefonds erstellen. Österreich soll in Zukunft mit Strom und Wärme aus 100% erneuerbarer Energie versorgt werden können. Damit dies gelingt, braucht es komplett neue Speicher wie etwa leistungsfähige Batterien, intelligente Stromleitungen oder unterirdische Lagerstätten. Mit neuen Speichertechnologien verbunden sind z.B. Forschungsfragen rund um die Sicherung der Systemstabilität, Versorgungssicherheit und Versorgungsqualität.

Foto: Schreinerkastler

Verteilernetze – über ein Kommunikationsnetzwerk und ermöglichen somit eine effiziente und günstige Energieversorgung. Das bmvit trägt zur Entwicklung von Smart Grids entscheidend bei. So hat das Ressort die Technologie-Plattform „Smart Grids Austria“ mitbegründet und eine „Technologie Roadmap Smart Grids Austria“ entwickelt. Des weiteren engagiert sich das bmvit mit der Veranstaltung „Smart Energy Systems Week“. Smart-GridsModellregionen werden vom Klima- und Energiefonds gefördert und dort werden entwickelte Smart-Grids-Systeme getestet. In der Salzburger Gemeinde Köstendorf wurde z.B. untersucht, ob Elektroautos (in jeder zweiten Garage stand ein E-Auto) als Speicher genutzt werden können.

Aspern: Die Seestadt Wiens als stadtplanerisches und als Smart City-Vorzeigebeispiel.

Sichere Digitalisierung Angriffe auf Infrastrukturen auf digitaler wie physischer Ebene oder ein Ausfall derselben könnte sich schwerwiegend auf Mobilität, Kommunikation und Alltag jeder bzw. jedes Einzelnen, also auf die gesamte Gesellschaft, auswirken. Umgekehrt erlaubt die Digitalisierung aber auch eine wesentlich effizientere Durchführung von Sicherheitsmaßnahmen, etwa im Krisen- und Katastrophenmanagement oder auch der Grenzsicherung. Das bmvit hat dazu das eigene Sicherheitsforschungsprogramm „KIRAS“ eingerichtet, um Forschung zu unterstützen, die zur Erhöhung der Sicherheit Österreichs und seiner gesamten Bevölkerung beiträgt. Zentraler Grundsatz ist dabei eine enge Verschränkung zwischen technologischer und Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaftlicher (GSK-)Forschung in jedem Projekt. Ein erfolgreiches Beispiel für die „KIRAS“-Philosophie stellt das Projekt „Future Border Control“ (FBC) dar, dessen Ziel die Entwicklung eines Demonstrators für sichere, effiziente und zugleich benutzerfreundliche automatische Grenzkontrolle war. Dieser Demonstrator wurde erfolgreich am Flughafen Wien eingesetzt und führte auch zu einem Folgeprojekt namens „FastPass“ im Rahmen des europäischen Sicherheitsforschungsprogramms „ESRP“. Teile der Projektergebnisse wurden bereits erfolgreich kommerzialisiert. Eine andere „KIRAS“-Initiative ist die Studie „CybSiVerkehr“ (Cybersicherheit für zukünftige Verkehrssysteme) – in Zeiten der Automatisierung von Fahrzeugen sind Transportsysteme das A und O. Aufgrund von Komplexität, Funktionalität und Konnektivität könnte deren IT-Infrastruktur Ziel von Cyberattacken werden. Die Studie untersucht bereits in der Entwicklungsphase von Transportsystemen verschiedene Fragen der Cybersicherheit sowie die


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Auswirkungen von Cyberangriffen auf die österreichische Gesellschaft. Technologietransfer von der Forschung in die globalen Märkte Das bmvit hat es sich mit der Errichtung der Stabsstelle für Technologietransfer und Sicherheitsforschung zum Ziel gesetzt, den Technologieanteil an österreichischen Exporten kontinuierlich zu steigern. Schon jetzt sind viele heimische Unternehmen in vielen Technologiebereichen Weltmarktführer, insbesondere bei Nischenanwendungen auf dem Gebiet der Verkehrstechnologie (ITS), bei Energie- und Umwelttechnologien sowie im Gesundheitstechnologiesektor. Spitzentechnologie aus Österreich zeichnet sich durch Qualität, maßgeschneiderte Lösungen und Erfahrung aus – zweifelsohne ausschlaggebende Kriterien bei der Vergabe internationaler Projekte. Wenn es jedoch um große Infrastrukturvorhaben wie Kraftwerksausbauten, Krankenhäuser oder Verkehrsprojekte geht, spielen zusätzliche Faktoren eine wichtige Rolle – und genau hier kommt das bmvit ins Spiel. Neben herkömmlichen Maßnahmen wie Unterstützung auf politischer Ebene oder Coaching im Einzelfall bietet die Stabsstelle für Technologietransfer und Sicherheitsforschung effiziente Instrumente an, auf welche die österreichische Industrie zur Unterstützung ihrer Technologieexportvorhaben – vor allem bei Projekten mit strategischem Charakter – zurückgreifen kann; hierzu zählen in

erster Linie Infrastrukturkooperationsabkommen mit ausländischen Regierungsstellen, im Rahmen welcher die Umsetzung konkreter Technologieprojekte unter Einbeziehung österreichischer Unternehmen vereinbart wird. Die Vorteile einer Unterstützung durch das bmvit bei bilateralen Technologieprojekten sind für die heimische Industrie vielschichtig: ! Zugang zu Entscheidungsträgern wird ermöglicht ! Suche nach passenden ausländischen Projektpartnern wird unterstützt ! Akquisitionswege werden verkürzt bzw. vereinfacht, wodurch die Chancen bei internationalen Ausschreibungen erhöht werden. Zielmärkte der Technologietransferaktivitäten des bmvit sind insbesondere aufstrebende Länder mit hohem Wirtschaftswachstum, „Emerging Markets“ (BRICS, GUS, SO-Asien, etc.), die umfassenden Nachholbedarf beim Ausbau ihrer Infrastrukturen (Verkehr, Energie, Gesundheit, Kommunikation, Sicherheit, etc.) haben. Grundsätzlich wird die Stabsstelle im Bereich Technologietransfer jedoch dort aktiv, wo der Bedarf der heimischen Industrie sie hinführt. ◆ Die Seiten 100 bis 107 entstanden in redaktioneller Kooperation mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit).

Mission Innovation und Vorzeigeregionen Energie Ende Juli 2017 hat sich Österreich der internationalen Forschungsallianz „Mission Innovation“ angeschlossen, die aus 22 Staaten und der Europäischen Union besteht. Ziel des Netzwerks ist es, gemeinsam mit privaten Investoren rund um Bill Gates den Klimawandel zu bekämpfen und die Entwicklung sauberer Energietechnologien voranzutreiben. Mission Innovation ist der logische nächste Schritt nach Österreichs weltweit führender Position bei erneuerbaren Energien und der aktiven Rolle in Europas Strategieplan für Energietechnologie (SET-Plan). Österreichs Elektro- und Elektronikindustrie ist vom Umbau des Energiesystems stark betroffen und treibt diesen gleichzeitig mit innovativen Produkten und Lösungen intensiv voran. Weil die Industrie von Anfang an eingebunden ist, erhalten heimische Betriebe einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil und neue Exportchancen auf einem globalen Zukunftsmarkt. Durch den Wandel zu nachhaltigeren Technologien werden Arbeitsplätze langfristig abgesichert und die lokale Wertschöpfung gesteigert. Das bmvit nimmt jährlich rund 100 Mio. € für Energieforschung in die Hand. Für drei „Vorzeigeregionen Energie“, in denen

österreichische Betriebe saubere Energietechnik unter Realbedingungen testen können, stellt das bmvit in den kommenden drei Jahren je 40 Mio. € zur Verfügung. So konnte Österreich etwa die Technologieführerschaft bei energieeffizienten Gebäuden erlangen. Das Austrian Institute of Technology (AIT) hat mit seinem Center for Energy langjährige Expertise im Bereich Energieforschung und in der Erarbeitung von neuen Technologielösungen in Kooperation mit der Industrie. Durch die Teilnahme an Mission Innovation können die nationale Energiestrategie und die österreichischen Schwerpunkte mit internationalen Fragestellungen verknüpft und damit ein klares Profil für österreichische Technologien am Weltmarkt geschaffen werden. Zusätzlich zum staatlichen Engagement intensiviert Mission Innovation die Zusammenarbeit mit privaten Initiativen wie der „Breakthrough Energy Coalition“. In dieser haben sich 20 Milliardäre, wiederum rund um Bill Gates, zusammengeschlossen, um in saubere Energietechnik, die in den Mission-InnovationMitgliedsstaaten entwickelt wird, bereits im Frühstadium zu investieren.


WeltMeister Österreich Europäischer Erfinderpreis 2017

Im Kampf gegen die Malaria Mit Oliver Hayden kommt heuer ein Gewinner des Europäischen Erfinderpreises aus Österreich. Der Biochemiker hat bei der Verleihung in Venedig den Preis in der Kategorie „Industrie“ erhalten. Damit würdigte das Europäische Patentamt (EPA) die Entwicklung eines automatisierten Blutschnelltests für Malaria, der die Infektion schnell und mit hoher Sensitivität erkennt – und damit einen Meilenstein setzt. Mit dem Europäischen Erfinderpreis ehrt das EPA herausragende Erfinder aus der ganzen Welt, die einen besonderen Beitrag zu gesellschaftlicher Entwicklung, technologischem Fortschritt und wirtschaftlichem Wachstum geleistet haben. Die Gewinner wurden von einer unabhängigen internationalen Jury unter mehr als 450 Erfindern und Erfinder-Teams ausgewählt. Der gebürtige Steyrer Oliver Hayden (45), der an der Uni Wien in Biochemie promovierte, befasste sich während seiner PostdocForschung in Nanotechnologie in Harvard mit datenbasierten Analysen. Den automatisierten Malaria-Bluttest entwickelte er gemeinsam mit seinem Kollegen van den Boogaart bei Siemens Healthineers. 2017 wurde Hayden auf die Heinz-Nixdorf-Professur für Biomedizinische Elektronik an der TU München berufen. Informationstechnologie trifft Medizin „Der automatisierte Malaria-Test könnte ausschlaggebend im Kampf gegen diese tödliche Krankheit sein“, sagt EPA-Präsident Benoît Battistelli. „Die Erfindung macht außerdem deutlich, welche positiven Effekte es haben kann, ein Problem aus einem komplett anderen Blickwinkel zu betrachten und verschiedene Felder wie Informationstechnologie und Medizin miteinander zu verbinden.“ Immerhin ist die Hälfte der Weltbevölkerung von Malaria bedroht, mehr als 600.000 Menschen sterben jährlich an der Infektion. Obwohl eine schnelle und zuverlässige Diagnose der Schlüssel im Kampf gegen die Krankheit ist, werden nur ungefähr 10% Malariafälle überhaupt richtig diagnostiziert. Das könnte sich dank der Erfindung von Hayden ändern, die auf einem neuen Ansatz fußt. Zwar wurde bereits im 19. Jahrhundert die Ursache für Malaria – nämlich von Moskitostichen verbreitete Parasiten der Gattung

Foto: Europäisches Patentamt (EPA)

Der österreichische Biochemiker Oliver Hayden hat den Europäischen Erfinderpreis 2017 in der Kategorie „Industrie“ bekommen.

Jan van den Boogaart (l.) und der Steyrer Oliver Hayden.

Plasmodium – identifiziert, doch blieb es zeit- und kostenaufwendig, die infektiösen Organismen in Blutproben nachzuweisen. Das neue Verfahren konzentriert sich stattdessen auf die destruktiven Effekte der Krankheit in den Blutzellen, wie Form- und Dichteveränderungen der roten Blutkörperchen. Durch statistische Auswertungen von Tausenden Blutprofilen wurde eine Kombination aus 30 Parametern identifiziert, welche die Krankheit kennzeichnet, und diese Erkenntnisse werden in einen Computer-Algorithmus übersetzt. Dieser macht den „Daten-Fingerabdruck“ von Malaria für ein Siemens Bluttest-Gerät (Advia 2120i Hematology System) lesbar. Als erster automatisierter Malaria-Test hat die Erfindung großes Potenzial, die Situation insbesondere in Afrika zu verbessern, wo fast 86% der Malaria-Infektionen auftreten und die wirtschaftliche Belastung auf rund elf Milliarden Euro pro Jahr geschätzt wird. Die „Daten-Fingerabdruck“-Methode kann zudem auch helfen, andere Krankheiten besser zu diagnostizieren – aktuell wird beispielsweise an den Algorithmen für Sichelzellanämie und Promyelozytenleukämie gearbeitet. ◆


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60 Milliarden € werden in Österreich öffentlich vergeben

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Die Weiterentwicklung des Grundsteines hat zu ganz anderen Schutzfunktionen geführt. Durch seine Maße, die beliebige Erweiterbarkeit und die einfache Handhabung lassen sich fixe oder mobile Einrichtungen zum Schutz an Leib und Leben errichten. Ob Straßensperren, Check-Points, oder Camp-Mauern, der RESCO-Systemstein schützt Leben.

Mehr als 800 Ausschreibungen im Monat allein aus Österreich: „Die öffentliche Vergabe und immer stärker auch die elektronische Vergabe ist für die heimische Wirtschaft ein wichtiger Faktor“, sagt ANKÖ-Geschäftsführer Dr. Alfred Jöchlinger zu WeltMeister Österreich. Das zeigt sich auch am Volumen. Zuletzt wurden mehr als 60 Milliarden € von öffentlichen Auftraggebern ausgegeben, das entspricht 18 Prozent des BIP. Am höchsten waren die Ausgaben dabei für Bauaufträge, gefolgt von Liefer- und zuletzt von Dienstleistungsaufträgen

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ILF Consulting Engineers (ILF) besteht aus mehreren international tätigen, unabhängigen Ingenieur- und Beratungsunternehmen mit 50-jähriger Erfahrung in verschiedenen Kompetenzbereichen. Über 2.000 festangestellte Mitarbeiter in mehr als 40 Büros weltweit entwickeln überzeugende Projektlösungen für anspruchsvolle Kunden. ILF stellt seinen Kunden innovative Ingenieurs- und Beratungsleistungen in den Geschäftsbereichen Öl & Gas, Energie & Klimaschutz, Wasser & Umwelt, Verkehr & Bauwerke zur Verfügung.

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Neuhofer Holz GmbH

Wankmüllerhofstraße 58 4020 Linz, Österreich Tel: +43 732 6978 - 0 www.industrieinformatik.com info@industrieinformatik.com

Haslau 56 4893 Zell am Moos, Österreich Tel.: +43/6234/8500-0 Fax: +43/6234/8500-34 eMail: office@fnprofile.com

Industrie Informatik ist mehr als ein Softwareanbieter. Vor mehr als 25 Jahren haben wir uns der Aufgabe verschrieben, einen langfristigen Beitrag für die nachhaltige Effizienzsteigerung bei unseren Kunden zu leisten. Mit der fortschreitenden Digitalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette haben wir uns als zentrale Datendrehscheibe positioniert und die Voraussetzungen geschaffen, die es den cronetwork-Usern ermöglichen, gemeinsam mit uns dem Evolutionspfad von Industrie 4.0 konsequent zu folgen. Sicher produktiv – mit Industrie Informatik!

Seit nunmehr 10 Generationen und 367 Jahren beschäftigt sich die Familie Neuhofer mit der Verarbeitung von Holz. Hervorgegangen aus einer kleinen Mühle und einem Sägewerk in Zell am Moos (ÖO), zählt FN Neuhofer Holz heute als anerkannter Leisten- und Zubehörlieferant für Boden-Wand-Decke zur internationalen Branchenspitze. Als globaler Lieferant ist FN Neuhofer Holz in 70 Ländern weltweit tätig mit einer Exportrate von 94%. Das Unternehmen beschäftigt 210 MitarbeiterInnen. Die Produktionskapazität liegt derzeit bei 125 Mio. lfm Leisten pro Jahr, nach Abschluss der Investitionen und Automatisierungen liegt diese dann bei 165 Mio. lfm Leisten pro Jahr.


ÖSTERREICHISCHE VORZEIGE-UNTERNEHMEN

J. Meissl GmbH Ellmauthal 40, 5452 Pfarrwerfen Tel: 06462/25100 E-Mail: office@meissl.com Internet: www.meissl.com

fahr(T)raum GmbH Passauer Straße 30, 5163 Mattsee, Österreich Tel. 06217/59232, E-Mail office@fahrtraum.at, Internet: www.fahrtraum.at Historische Rennwagen bilden das Herzstück der fahr(T)raum-Erlebniswelten. Entdecken Sie einzigartige Meisterleistungen der Technik aus der Hand des genialen Konstrukteurs Ferdinand Porsche. Von der Kutsche bis zum Käfer präsentieren sich Automobilschönheiten, die sogar für chauffierte Ausfahrten zur Verfügung stehen. „Highspeed hautnah“ heißt es bei den topmodernen Simulatoren zwischen den Oldtimern. Ebenso kann der fahr(T)raum als außergewöhnliche Location für Firmenevents gebucht werden.

Der Name Meissl steht längst nicht mehr nur für unterschiedlichste Schirmformate und Schirmbars, sondern auch für individuelle Großflächenüberdachung und mobile Windschutzwände. Ganz gleich, wie extrem der Standort und die Belastung auch sein mögen: Meissl findet immer eine Lösung, die nicht nur überzeugt, sondern wirklich begeistert – die Gastronomie genauso wie deren Gäste. Heute geben rund 50 Mitarbeiter auf mehr als 8.500 m2 Betriebsfläche ihr ganzes Herzblut für die immer noch bessere Lösung in dem 1976 gegründeten Familienunternehmen, das bereits in zweiter Generation geführt wird. Und ganz gleich wo Sie auf der Welt sind, überall werden Sie Meissl-Konzepte finden.

MK Illumination Handels GmbH Trientlgasse 70 6020 Innsbruck, Österreich Mail: office@mk-illumination.com Web: www.mk-illumination.com Seit 1996 kreiert MK Illumination Lichterwelten, inszeniert Orte mit festlicher Dekoration und schafft Erlebniswelten, die Menschen emotional berühren. Durch gelungene Konzeption, zeitgemäßes Design, Produkte von verlässlicher Qualität und eine sorgfältige Umsetzung gelingt die Inszenierung emotionaler Gesamtkunstwerke für öffentliche Räume, Shoppingcenter oder Freizeiteinrichtungen – zu jedem leuchtenden Anlass und in jeder Größenordnung, mit lokalem, regionalem und internationalem Hintergrund. MK Illumination ist ein stetig wachsendes Unternehmen, das in puncto Kreativität, Design, Qualität und hinsichtlich nachhaltiger Lösungsansätze eine Vorreiterrolle einnimmt. Dank der Fähigkeiten und Erfahrungen seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 36 eigenständigen Niederlassungen weltweit und der damit verbundenen Nähe zu den Kunden kann auf einen umfangreichen Wissenspool zurückgegriffen werden.

EHG Ennshafen GmbH Donaustraße 3, 4470 Enns/Austria, Tel. +43 7223 84151-0 office@ennshafen.at, www.ennshafen.at ENNSHAFEN

! Ankerplatz für erfolgreiche Unternehmen ! trimodaler Standort (TEN-T Core node) ! zentrale Lage im Wirtschaftsraum Ober-/Niederösterreich ! circa 55 Betriebe mit 2.200 Mitarbeitern ! neutraler Zugang zur Infrastruktur ! Güterumschlag aller Art ! Containerterminal, Ro/Ro-Terminal ! freie Betriebsflächen mit bester Verkehrsanbindung ! Bürovermietung im Logistikzentrum Ennshafen


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AME International GmbH Hietzinger Hauptstraße 46, 1130 Wien Tel. +43 1 503 59 79, Fax +43 1 503 59 79 20 E-Mail: office@ame-international.com

AHT Cooling Systems GmbH Werksgasse 57, 8786 Rottenmann, Österreich, Tel. 03614/24510 E-Mail: office@aht.at, Web: www.aht.at AHT Cooling Systems, ein modernes Industrieunternehmen im Herzen Österreichs, ist der weltweit führende Hersteller von steckerfertigen Kühl- und Tiefkühltruhen sowie Kühlregalen für Handel und Gewerbe. Mit einem innovativen Produktportfolio ist das Unternehmen in seinem Marktsegment an der Weltspitze und darf viele namhafte Supermarkt- und Discountketten zu seinen Kunden zählen. Der gesamte Produktionsprozess ist nach ISO 9001, ISO 14001 und OHSAS 18001 organisiert. Somit wird gewährleistet, dass das Unternehmen permanent den hohen Ansprüchen seiner Kunden an die Marke AHT gerecht wird.

EUROPLAST Kunststoffbehälterindustrie GmbH Schmelz 83, 9772 Dellach im Drautal Tel. +43 (0) 4714 8228-0, Fax +43 (0) 4714 8228-20 verkauf@europlast.at, www.europlast.at Das Unternehmen Europlast Kunststoffbehälterindustrie GmbH wurde im Jahr 1995 gegründet, ist Teil der italienisch geführten Firmengruppe JCO Plastic SpA und befindet sich 100% in Privatbesitz. Europlast produziert mit mehr als 100 Mitarbeitern auf Spritzgussmaschinen Kunststoffbehälter für Landwirtschaft, Lebensmittelindustrie und Logistik sowie Wertstoffsammelbehälter vorzugsweise aus dem Rohmaterial HDPE und betreibt eine eigene Recyclinganlage. Auftragsfertigung für Kunststoffspritzgussteile wird ebenso angeboten. Exportiert wird nach ganz Europa, als Kernkompetenz gilt die Produktion großer Spritzgussteile mit bis zu 50 kg auf den größten derzeit in Österreich im Einsatz befindlichen Spritzgussmaschinen. Kunden schätzen vor allem die Flexibilität in der Auftragsabwicklung und die kurzen Lieferzeiten. Das Unternehmen konnte 2016 österreichweit den 2. Platz der Austrias Leading Companies in der Kategorie „Goldener Mittelbau“ gewinnen.

AME International GmbH ist ein umfassender Partner im Gesundheitswesen mit mehr als 22 Jahren Erfahrung auf internationalem Niveau. Als Komplettanbieter bündeln wir das Know-how im Spitalssektor und schnüren ganzheitliche Lösungen für unsere Kunden – wir liefern ihnen ein Gesamtkonzept und begleiten sie von der Idee bis zur Realisierung. Das Portfolio unseres rundum Leistungspakets erstreckt sich dabei über Projektentwicklung, Beratung, Finanzdienstleistung, Implementierung, Know-howTransfer, After Sales Service in den Bereichen Consulting & Hospital Engineering, Medical Package Solutions und eHealth Solutions. Zusätzlich zu unseren Kompetenzen im Projekt Management und unserer technischen Expertise haben wir Zugang zu bilateralen und internationalen Finanzierungsmöglichkeiten.


WeltMeister Österreich Rosinger Group

Gregor Rosinger bereitet weitere Börsengänge in Wien vor Nicht nur Propheten, auch Investoren und Kapitalmarktexperten mit Entrepreneurship im Blut gelten im eigenen Land oft (zu) wenig. So auch Gregor Rosinger. Doch das wird sich wohl sehr bald ändern ... Während Konzernchef Gregor Rosinger in Österreich weitgehend außerhalb des Radarschirms der Mainstream-Medienwelt agiert, zählt die Rosinger Group international zu den bekannten, kapitalstarken und einflussreichen Playern. Beinahe 120 Prozent Und in der Heimat? Da läuft die Performance des über Finanzprodukte nicht investierbaren Rosinger Global Investments Index*) bestens. Fast 120% ist es in den vergangenen zweidreiviertel Jahren nach oben gegangen – Gregor Rosinger ist es mit seinen Investments eben gewohnt, die klassischen Mainstream-Indizes weit hinter sich zu lassen. Dabei setzt er gern auf Technologien mit Zukunft. So ist der Finanzkonzern Rosinger Group massiv in Unternehmensbeteiligungen mit Schwerpunkt Wasserstofftechnologien und innovative Energiekonzepte involviert. „Be the Leader, win the World – das ist mein Motto, denn wir betreiben Wirtschaft als Leistungssport.“ Deshalb hat Rosinger das kanadische Unternehmen Ballard Power Systems mit enormem Wasserstoff-Know-how in seinem „Rosinger Index“ topgewichtet. Das erste namhafte eigene Investment realisierte der 51-Jährige (der aus einer „Börsianerdynastie“ stammt) 1985, unzählige weitere folgten – seit 1992 gemeinsam mit Gattin Yvette und neuerdings auch mit der 24jährigen Tochter. Deutsche Medien bezeichnen Rosinger als österreichischen Warren Buffet, andere vergleichen ihn mit Investmentlegenden wie George Soros. „Sicher ehrenvoll, aber wir sind nicht vergleichbar, denn wenn wir wo einsteigen, dann investieren wir das Kapital unserer

RMS auf einen Blick Die „RMS Regionale Mittelstands Sicherung“ wurde als Vorgehensweise 1993 entwickelt und am 5.12.2014 als Europäische Gemeinschaftsmarke* registriert. Bei der RMS wird einem etablierten und regional bedeutenden mittelständischen Unternehmen durch einen Investor Kapital, Know-how sowie ein Kontaktnetzwerk zur Verfügung gestellt, um den Fortbestand dieses Mittelständlers durch Umstrukturierung und/oder Internationalisierung bzw. Globalisierung 2.0 zu sichern.

Rosinger-Index vs. DAX; seit 1.1.2017 konnte eine Steigerung um 117% erzielt werden.

Rosinger Group und nicht das Geld anderer Leute. Aus diesem Blickwinkel betrachtet, ist unser Ansatz mehr wie es André Kostolany gemacht hatte, mit dem ich übrigens länger in Kontakt war. Wir agieren jedoch nach dem von uns entwickelten Vorgehensmodell ,Regionale Mittelstands Sicherung‘ und steigen daher viel tiefer in die Materie ein, als es Kostolany zu seiner Zeit jemals gemacht hatte.“ Auf der Basis weitreichender industrieller Erfahrungen aus eigenen Beteiligungen weiß Rosinger auch von der Consulting-Seite her, wie man optimale und praxisorientierte Lösungen entwickelt. „Davon profitieren auch unsere Beratungskunden, denn hier findet sich mit der RMS unser zweites Geschäftsfeld. Das ist unser favorisierter Ansatz, dass wir zusätzlich zu Kapital auch Know-how und Kontakte einbringen und damit versuchen, das jeweilige Unternehmen entsprechend weiterzuentwickeln bzw. unseren positiven Beitrag zu leisten. Das kann eine GmbH ebenso sein wie ein börsennotiertes Unternehmen.“ Mehr als 60x an die Börse Seit 32 Jahren war Gregor Rosinger in mehr als 300 institutionelle Kapitalmarktprojekte (die meisten davon in Staaten der (heutigen) EU, vor allem CEE, Deutschland sowie in UK inkl. den Commonwealth Staaten Kanada und Australien) sowie mit der Rosinger Group weltweit maßgeblich bzw. federführend in bisher 61 Börsenlistings bzw. IPOs involviert.


Fotos: Rosinger Group

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Gregor Rosinger in Siegespose ... mit seiner Gattin (noch als „junges Industriellenpaar“, 1993) ... und mit seiner Tochter.

Zur Person Gregor Heinz Rosinger (geb. 12.4.1966) ist Gründer und Mastermind der Rosinger Group, zu der neben bedeutenden deutschen Unternehmen u.a. die Private Equity Rosinger Anlagentechnik GmbH & Co KG mit Stammsitz in Schwanenstadt sowie deren Tochterunternehmen gehören. Rosinger ist ad personam Präsident der Interessengemeinschaft Regionale Mittelstands Sicherung wie auch in einer Reihe von

bzw. 2019. Derzeit „baut“ man die Konzerne, dazu gehören auch Übernahmen bzw. die vertikale oder horizontale Integration von Firmen zur Vertiefung bzw. Erweiterung der Wertschöpfungsketten, Fusionen, etc., denn am Ende muss das jeweilige Geschäftsmodell in einer einzigen Aktiengesellschaft abzubilden sein. Dass ein international etablierter Player wie Gregor Rosinger sich verstärkt am Wiener Markt engagiert, muss wohl bei der bekannten Situation der Wiener Börse (deren Professionalität und exzellente Zusammenarbeit vom Finanzexperten sehr gelobt wird) als absoluter Glücksfall bezeichnet werden und könnte dann von der Signalwirkung her durchaus mit dem seinerzeitigen Wachküssen der Wiener Börse durch Investmentlegende Jim Rogers in den 80er-Jahren verglichen werden. Für weiteren Nachschub seitens der Rosinger Group für den Kurszettel der Wiener Börse sollte also auch weiterhin gesorgt sein. Freuen wir uns darauf!

internationalen Organisationen wie dem AlphaZirkel einflussreiches Mitglied. www.gregor-rosinger.at

Die letzten beiden Rosinger-Listings**) fanden während der letzten 15 Monate in Österreich statt. Da war zuerst das 1.800 Mitarbeiter-Unternehmen Dr. Bock Industries, das am 14. Juli 2016 erfolgreich im Dritten Markt der Wiener Börse gelistet wurde. Danach wurden die Aktien der Burgenländischen Cleen Energy AG mit Erstnotiz am 20.4.2017 im geregelten Freiverkehr der Wiener Börse gelistet. Während das Listing der Cleen Energy von den heimischen Medien gefeiert wurde, bekam vom Listing der Dr. Bock Industries Aktien kaum jemand in Österreichs Mainstream etwas mit – dafür feierten internationale Medien wie z.B. das Forbes Magazin oder einschlägige Finanzmedien dieses schon in der Vorbereitung sehr komplexe Listing umso euphorischer. Für Gregor und Yvette Rosinger sind das die Früchte ihrer Arbeit ebenso wie die Seriensiege in den letzten Jahren beim Number One Award als bester Mittelstandsinvestor, ihre Awards für z.B. den Besten Customized Index oder den European Business Award 2017. In der Rosinger Group arbeitet man mittlerweile bereits an möglichen weiteren Börsenlistings (eventuell auch IPOs) für 2018

Zum Unternehmen Innerhalb der vergangenen mehr als 30 Jahre hat sich die Rosinger Group als Experte für Investitionen, Consulting und Entrepreneurship bestens positioniert. Das Unternehmen ist international präsent und realisiert jährlich bis zu einem Dutzend Deals, etwa zur Hälfte auch mit eigenem Kapital. Der Beratungssektor wie auch diverse Beteiligungsgesellschaften bearbeiten parallel die jeweiligen Märkte und präsentieren sich innerhalb der Rosinger Group aufgrund der Synergien zwischen den beiden Geschäftsbereichen als erfolgreiche Garanten des Regionalen Mittelstands. Besonders stark ist die Rosinger Group bei Finanzierungen für Kapitalbedarf im Ausland (z.B. MOEL, Russland, Ukraine, Kasachstan, Indien, China, etc.), bei Restrukturierungsfällen, Absatzfinanzierungen und Nachfolgelösungen sowie bei Finanzierungen im Umfeld von Patenten, Marken sowie Technologien, deren wirtschaftlicher Wert über dem Buchwert liegt. *) Weder Gregor noch Yvette Rosinger noch die Rosinger Group bieten Dritten die Möglichkeit an, in den „Rosinger Global Investments Index“ oder in davon abgeleitete Finanzprodukte zu investieren. Weder Gregor noch Yvette Rosinger noch die Rosinger Group empfehlen einzelne oder alle im Index enthaltenen Aktien oder sonstige Wertpapiere zum Kauf. Gregor und Yvette Rosinger und die Rosinger Group warnen die Leser ausdrücklich davor, den Index oder die Indexzusammensetzung nachzubilden und weisen ausdrücklich darauf hin, dass jedes Investment in Aktien oder sonstige Wertpapiere ein hohes Verlustrisiko bis hin zum Totalverlust beinhaltet. **) Der Finanzkonzern Rosinger Group war mit einer Konzern-Firma, die auch als Capital Market Coach an der Wiener Börse akkreditiert ist, maßgeblich in den gesamten Prozess involviert sowie auch bereits vorbörslich mit eigenem Kapital investiert.


WeltMeister Österreich

Die Top-Aktien-Übersicht der Börse Wien im WeltMeister-Jahr 2017

Wichtige Aktien an der Börse Wien Von HELGA KRÉMER

Agrana Beteiligungs AG

Andritz

1020 Wien, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1, Tel.: 43 (0) 1 211 37-0, www.agrana.com

8045 Graz, Stattegger Straße 18, Tel.: 43 (0) 316 69 02-0, www.andritz.com

Agrana ist ein international ausgerichtetes österreichisches Industrieunternehmen; es veredelt landwirtschaftliche Rohstoffe zu einer Vielzahl von industriellen Produkten für die weiterverarbeitende Industrie. Mit rund 8.600 Mitarbeitern an 55 Produktionsstandorten auf allen Kontinenten ist die Agrana weltweit präsent und erwirtschaftete zuletzt einen Konzernumsatz von 2,6 Mrd. Euro. Die Agrana wurde 1988 gegründet und notiert seit 1991 an der Wiener Börse. Die Z&S Zucker und Stärke Holding AG (Z&S) mit Sitz in Wien hält derzeit 78,34% des Grundkapitals, 2,74% hält die Südzucker AG. 18,92% der Aktien befinden sich im Streubesitz.

Die Andritz-Gruppe ist ein international tätiger Technologiekonzern mit Sitz in Graz. Weltweit beschäftigt Andritz rund 25.400 Mitarbeiter und betreibt über 250 Standorte in mehr als 40 Ländern. Die Andritz-Gruppe ist einer der weltweit führenden Lieferanten von Anlagen, Ausrüstungen und Serviceleistungen für Wasserkraftwerke (Andritz Hydro), die Zellstoff- und Papierindustrie (Andritz Pulp & Paper), die Metall verarbeitende Industrie und Stahlindustrie (Andritz Metals) sowie die kommunale und industrielle Fest-Flüssig-Trennung (Andritz Seperation).

CEO: DI Johann Marihart Vorstand: Mag. Stephan Büttner, Dr. Fritz Gattermayer, Dkfm. Thomas Kölbl Aufsichtsrat: Mag. Erwin Hameseder, Dr. Wolfgang Heer, Mag. Klaus Buchleitner, Dr. Jochen Fenner, Dr. Hans-Jörg Gebhard, DI Ernst Karpfinger, Dr. Thomas Kirchberg, DI Josef Pröll, u.a.

CEO: Dr. Wolfgang Leitner Vorstand: Humbert Köfler, Mark von Laer (CFO), Joachim Schönbeck, Wolfgang Semper Aufsichtsrat: Prof. Dr. Christian Nowotny, Fritz Oberlechner, Jürgen Hermann Fechter, Dr. Alexander Isola, Monika Kircher, Kurt Stiassny, Georg Auer, Andreas Martiner, Isolde Findenig

Agrana Beteiligungs AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

Andritz AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

1.3.–28.2. AT0000603709 Prime Market, VÖNIX Stammaktien 15.622.244 20,517 4,00 Euro je Aktie 12.07.2017 1.734,10 Mio. Euro 10.07.1991

1.1.–31.12. AT0000730007 ATX, ATX FIVE Stammaktien 104.000.000 21,494 1,50 Euro je Aktie 30.03.2017 4.712,80 Mio. Euro 25.06.2001

AMAG Austria Metall AG

AT&S

5282 Ranshofen, Lamprechtshausnerstraße 61, Tel.: 43 (0) 77 22 801-0, www.amag.at

8700 Leoben, Fabriksgasse 13, Tel.: 43 (0) 38 42 200-0, www.ats.net

Die AMAG ist ein führender österreichischer Premiumanbieter von qualitativ hochwertigen Aluminiumguss und -walzprodukten, die in verschiedensten Industrien wie der Flugzeug-, Automobil-, Sportartikel-, Beleuchtungs-, Maschinenbau-, Bau- und Verpackungsindustrie eingesetzt werden. In der kanadischen Elektrolyse Alouette, an der die AMAG mit 20% beteiligt ist, wird hochwertiges Primäraluminium mit vorbildlicher Ökobilanz produziert. Im Juni 2017 wurde in Oberösterreich das modernste Aluminium-Kaltwalzwerk Europas eröffnet. Die AMAG ist seit April 2011 an der Wiener Börse notiert.

Gegründet 1987, wurde AT&S in den letzten Jahren zum Technologieführer im Leiterplattenbereich und ist heute europäischer Marktführer sowie weltweit einer der führenden Hersteller von hochwertigen Leiterplatten und IC-Substraten. AT&S industrialisiert zukunftsweisende Technologien für seine Kerngeschäfte Mobile Devices & Substrates, Automotive, Industrial, Medical und Advanced Packaging. AT&S verfügt über Produktionsstandorte in Europa und Asien: Leoben und Fehring in Österreich, Ansan in Korea, Nanjangud in Indien sowie Shanghai und Chongqing in China. Insgesamt beschäftigt AT&S weltweit rund 8.750 Mitarbeiter.

CEO: DI Helmut Wieser Vorstand: Priv. Doz. DI Dr. Helmut Kaufmann, Mag. Gerald Mayer Aufsichtsrat: Dr. Josef Krenner, Dr. Hanno Bästlein, KR DI Gerhard Falch, Dr. Heinrich Schaller, Dr. Franz Gasselsberger, Otto Höfl, Mag. Patrick F. Prügger, DI Sabine Seidler, DI Franz Viehböck, Max Angermeier, Robert Hofer, Günter Mikula, Martin Aigner

CEO: DI (FH) Andreas Gerstenmayer Vorstand: Dr. Karl Asamer (CFO), Ing. Heinz Moitzi (CTO) Aufsichtsrat: Dr. Hannes Androsch, Ing. Willi Dörflinger, Dr. Regina Prehofer, Mag. Gerhard Pichler, Dr. Georg Riedl, Dkfm. Karl Fink, DI Albert Hochleitner, Dr. Karin Schaupp, u.a.

AMAG Austria Metall AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

1.1.–31.12. AT00000AMAG3 Prime Market, VÖNIX Stammaktien 35.264.000 18,288 1,20 26.04.2017 1.757,90 Mio. Euro 08.04.2011

1.4.–31.3. AT0000969985 Prime Market, VÖNIX Stammaktien 38.850.000 24,696 0,10 Euro je Aktie 25.07.2017 450,50 Mio. Euro 20.05.2008


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BKS Bank AG

CA Immobilien Anlagen

1130 Wien, Hietzinger Kai 131, Tel.: 43 (0) 1 878 28-1130, www.bks.at

1030 Wien, Mechelgasse 1, Tel.: 43 (0) 1 532 59 07-0, www.caimmo.com

Die BKS Bank wurde 1922 im kärntnerischen Klagenfurt gegründet. Der Schritt in den steirischen Markt erfolgte 1983, seit 1992 ist die BKS Bank auch in Wien vertreten. Die Erschließung des burgenländischen und niederösterreichischen Markts erfolgte schließlich 2003. Seit Jahren ist das Institut auch am slowenischen, kroatischen, slowakischen, oberitalienischen und westungarischen Markt tätig. Gemeinsam mit der Oberbank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg AG bildet die BKS Bank AG die 3 Banken Gruppe; ihr Fokus liegt auf der Betreuung von Klein- und Mittelbetrieben. Börsennotiert ist die BKS Bank AG seit 1986.

Das Kerngeschäft der CA Immo Gruppe teilt sich in die Geschäftsfelder Bestandsimmobilien und Immobilienvermögen in Entwicklung. In beiden Geschäftsfeldern ist CA Immo auf gewerblich genutzte Immobilien spezialisiert, mit deutlichem Schwerpunkt auf Büroimmobilien in zentraleuropäischen Hauptstädten. Mit einer Beteiligung von 26% ist die Immofinanz größter Aktionär der CA Immo; die übrigen Aktien der CA Immo (rd. 74% des Grundkapitals) befinden sich im Streubesitz von institutionellen und privaten Investoren. Weitere Aktionäre, die eine Beteiligung von mehr als 4% bzw. 5% halten, sind dem Unternehmen nicht bekannt.

CEO: Mag. Dr. Herta Stockbauerl Vorstand: Mag. Dieter Kraßnitzer, Mag. Wolfgang Mandlr Aufsichtsrat: Gerhard Burtscher, Gen.Dir. Dr. Franz Gasselsberger, DI Christina Fromme-Knoch, KR Dr. Reinhard Iro, DDI Dr. mont. Josef Korak, Dkfm. Dr. Heimo Peter, KR Karl Samstag u. a.

CEO: Mag. Franz Nickel CFO: Dr. Hans Volkert Volckens Aufsichtsrat: Torsten Hollstein, Dr. Florian Koschat, Richard Gregson, Michael Stanton, John Nacos, Dr. Oliver Schumy, Stefan Schönauer, Dr. Sven Bienert, Dr. MMag. Klaus Hirschler u.a.

BKS Bank AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

CA Immobilien Anlagen AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

1.1.–31.12. AT0000624705 Standard Market Auction, VÖNIX Stammaktien 37.839.600 5,790 0,23 Euro je Aktie 15.05.2017 662,20 Mio. Euro 01.07.1986

1.1.–31.12. AT0000641352 ATX, VÖNIX Stammaktien 98.808.332 15,362 0,65 Euro je Aktie 15.05.2017 2.218,70 Mio. Euro 20.04.1988

BUWOG

Cleen Energy

1130 Wien, Hietzinger Kai 131, Tel.: 43 (0) 1 878 28-1130, www.buwog.com

7062 St. Margarethen, Eselmühle 1, Tel.: 43 (0) 2680 / 20 600-400, www.cleen-energy.com

Die Buwog Group ist der führende deutsch-österreichische Komplettanbieter im Wohnimmobilienbereich und blickt auf eine mittlerweile über 65-jährige Erfahrung zurück. Insgesamt verfügt die Buwog Group über ein Immobilienbestandsportfolio von mehr als 49.500 Bestandseinheiten. 2012 stieg die Buwog mit der Übernahme eines Berliner Entwicklungsunternehmens in den Wohnungsneubau im deutschen Markt ein und arbeitet an einer Projektpipeline in Berlin von 4.942 Wohnungen (Stand 31.1.2017). Seit April 2016 ist die Buwog als Wohnbauentwickler auch in Hamburg unterwegs. Die Aktie der Buwog notiert an den Börsen in Wien, Frankfurt am Main und Warschau.

Cleen Energy gilt als das Start-up-Unternehmen im Bereich nachhaltiger Energieeffizienzmaßnahmen im deutschsprachigen Raum. Das Cleen Energy-Geschäftsfeld reicht von Energieeffizienzmaßnahmen für Beleuchtung über wassersparende Armaturen bis zur Vermittlung von Strom- bzw. Erdgaskunden an Energieunternehmen. Angeboten wird ein Wertschöpfungspaket, mit dem durch den Umstieg auf effiziente LED-Beleuchtungstechnik sowie andere Produkte Energiekosten bei Strom, aber auch Gas, gesenkt und Kosten gespart werden. Als erster Börsegang im geregelten Freiverkehr seit zwei Jahren notiert Cleen Energy seit April 2017 an der Wiener Börse.

CEO: Mag. Daniel Riedl Vorstand: Andreas Segal, DI Herwig Teufelsdorfer Aufsichtsrat: Mag. Vitus Eckert, Mag. Klaus Hübner, Dr. Volker Riebel, Dr. Jutta A. Dönges, Stavros Efremidis, Markus Sperber, Raphael Lygnos, Carina Eibl

Vorstand: Robert Kögl, Lukas Scherzenleher, Erwin Stricker Aufsichtsrat: Mag. Friedrich Habliczek, Heinz Herczeg, Michael Eisler

BUWOG AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: KGV:

CLEEN Energy AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

1.5.–30.4. AT00BUWOG001 ATX, VÖNIX Stammaktien 112.245.164 19,683 0,69 Euro je Aktie 17.10.2016 2.813,40 Mio. Euro 28.04.2014

1.1.–31.12. AT0000A1PY49 Standard Market Auction Stammaktien 3.570.000 87,706 – – 15,40 Mio. Euro 20.04.2017


WeltMeister Österreich

Die Top-Aktien-Übersicht der Börse Wien im WeltMeister-Jahr 2017

Do & Co

Erste Group

1010 Wien, Stephansplatz 12, Tel.: 43 (0) 1 740 00-0, www.doco.com

1100 Wien, Am Belvedere 1, Tel.: 43 (0) 50 100-10 100, www.erstegroup.com

Do & Co wurde 1981 gegründet. Mittlerweile hat sich das Unternehmen zu einem international tätigen Restaurant- und Catering-Konzern entwickelt, der seine Geschäftstätigkeit laufend erweitert und nunmehr in elf Ländern auf drei Kontinenten mit 30 Standorten vertreten ist. Do & Co ist weltweit in den Geschäftsbereichen Airline Catering, International Event Catering und Restaurants, Lounges & Hotels tätig. Das Fehlen der Fußball-Europameisterschaft, stark negative Währungseffekte sowie Sparmaßnahmen bei Airlines, vor allem in der Türkei und in Österreich, machten dem Unternehmen zuletzt zu schaffen.

Die Erste Group wurde 1819 als „Erste oesterreichische Spar-Casse“ gegründet. Mit dem Ziel, ihr Retail-Geschäft nach Zentral- und Osteuropa (CEE) auszuweiten, ging sie 1997 an die Wiener Börse. Rund 15,8 Mio. Kunden in sieben Ländern machen die Erste Group heute zu einer der führenden Banken in der Wachstumsregion CEE. Neben traditionellen Bankprodukten bietet die Erste auch eine Reihe digitaler Lösungen an, gilt sie doch als innovativste Bank in Österreich. Zu den Großaktionären der Erste Group gehören die Erste Stiftung, die CaixaBank und der Vermögensverwalter BlackRock. 70,5% befinden sich im Streubesitz.

CEO: Attila Dogudan Vorstand: Mag. Gottfried Neumeister Aufsichtsrat: o. Univ.-Prof. DDr. Waldemar Jud, Dr. Werner Sporn, Ing. Georg Thurn-Vrints, Ök.-Rat Dr. Christian Konrad, Dr. Andreas Bierwirth, Dr. Cem Kozlu

CEO: Andreas Treichl Vorstand: Peter Bosek, Petr Brávek, Willibald Cernko, Gernot Mittendorfer, Jozef Síkela Aufsichtsrat: Friedrich Rödler, Jan Homan, Maximilian Hardegg, Elisabeth Bleyleben-Koren, Gunter Griss, Jordi Gual, Marion Khüny, Elisabeth Krainer Senger-Weiss, Antonio Massanell u.a.

Do & Co Aktiengesellschaft Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

Erste Group Bank AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

1.4.–31.3. AT0000818802 Prime Market Stammaktien 9.744.000 41,478 0,85 Euro je Aktie 31.07.2017 430,20 Mio. Euro 30.06.1998

1.1.–31.12. AT0000652011 ATX, ATX FIVE, VÖNIX Stammaktien 429.800.000 22,473 1,00 Euro je Aktie 23.05.2017 15.554,50 Mio. Euro 04.12.1997

EVN

Flughafen Wien

2344 Maria Enzersdorf, EVN Platz, Tel.: 43 (0) 2236 200-0, www.evn.at

1300 Wien-Flughafen, Postfach 1, Tel.: 43 (0) 1 7007-0, www.viennaairport.com

Die EVN ging 1986 aus der Verschmelzung der niederösterreichischen Landes-Elektrizitätsgesellschaft NEWAG mit dem Erdgas- und Fernwärmeunternehmen NIOGAS hervor. Sie bietet Strom, Gas, Wärme, Wasserver- und Abwasserentsorgung sowie thermische Abfallverwertung an und versorgt so rund 4,5 Mio. Kunden. Die EVN AG steht zu 51% im Eigentum des Landes Niederösterreich. Seit dem Frühjahr 1990 ist sie zu insgesamt 49% privatisiert und notiert an der Wiener Börse. Außerdem ist die EVN-Aktie im Rahmen eines Sponsored Level I ADR Programme (ADR American Depositary Receipt) auf dem US-amerikanischen Kapitalmarkt vertreten.

Als einer der wenigen börsennotierten Flughäfen in Europa positioniert sich der Flughafen Wien, begünstigt durch die geografische Lage im Zentrum Europas, als eine der wichtigsten Drehscheiben zu den Destinationen Mittel- und Osteuropas. Im Jahr 2016 stieg die Anzahl der abgefertigten Passagiere im Vergleich zu 2015 um 2,5% auf rund 23,35 Mio. Fluggäste. Je 20% der Aktien halten das Land Niederösterreich und die Stadt Wien, 10% die MitarbeiterBeteiligungsprivatstiftung und 39,80% die Airports Group Europe S.à.r.l.; im Streubesitz befinden sich 10,20%.

CEO: DI Dr. Peter Layr Vorstand: Mag. Stefan Szyszkowitz Aufsichtsrat: Mag. Bettina Glatz-Kremsner, Dr. Norbert Griesmayr, Mag. Willi Stiowicek, Mag. Philipp Gruber, KR Dieter Lutz, Dr. Reinhard Meißl, Mag. Susanne Scharnhorst u. a.

CEO: Mag. Julian Jäger Vorstand: Prof. Dr. Günther Ofner Aufsichtsrat: Ing. Ewald Kirschner, Dr. Karin Rest, Mag. Bettina Glatz-Kremsner, Mag. Richard Grasl, Werner Kerschl, Lars Bespolka, Mag. Robert Lasshofer, Mag. Gerhard Starsich u.a..

EVN AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

Flughafen Wien AG Geschtsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

1.10.–30.9. AT0000741053 Prime Market, VÖNIX Stammaktien 179.878.402 15,839 0,42 Euro je Aktie 25.01.2017 2.336,60 Mio. Euro 27.11.1989

1.1.–31.12. AT0000911805 ATX Stammaktien 84.000.000 20,176 0,625 Euro je Aktie 02.06.2017 2.720,80 Mio. Euro 15.06.1992


WeltMeister Österreich

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Unternehmen stellen sich vor

Mit österreichischen Wurzeln zur Nummer 1 in CEE First Mover 1990, ein Jahr nach der Ostöffnung, wagten die ersten österreichischen Unternehmen den Sprung in den Osten. So auch die Vienna Insurance Group (VIG), die damals mit drei Gesellschaften in Österreich rund 1 Milliarde Euro Prämienvolumen erwirtschaftete. Von dem „First Mover“-Prinzip profitiert die österreichische Versicherungsgruppe noch heute. „Heute“ heißt für die VIG, in 25 Ländern mit rund 50 Gesellschaften über 9 Milliarden Euro Prämienvolumen zu lukrieren sowie die klare Nummer 1 in der Region Zentral- und Osteuropa (CEE) und führende Versicherungsgruppe in Österreich zu sein. Erfolg auf „österreichisch“ Die VIG ist die Geschichte eines typisch österreichischen Erfolgsweges, erklärt Prof. Elisabeth Stadler, Generaldirektorin der VIG: „Wir sind im Vergleich zu vielen Mitbewerbern ganz bewusst einen sehr offenen und auf lokale Kompetenz und Vertrauen aufbauenden Weg gegangen. Es gilt, global zu denken und lokal zu lenken. Wir setzen nach wie vor auf eine Mehrmarkenstrategie mit lokalem Unternehmertum. Damit verfügen wir über eine breite Diversifikation an Märkten, Produkten und Vertriebskanälen. Facts & Figures Rund 50 Gesellschaften in 25 Ländern

Foto: Sebastian Reich

Vienna Insurance Group: Österreichs größte Versicherungsgruppe als stabiler und verlässlicher Partner.

„Global zu denken und lokal zu lenken, lautet eines unserer Managementprinzipien und einer unserer Erfolgsparameter.“ Prof. Elisabeth Stadler, Generaldirektorin Vienna Insurance Group

Das macht uns weniger abhängig von einzelspezifischen Marktveränderungen.“

Rund 25.000 Mitarbeiter Über 20 Millionen Kunden Über 9 Milliarden Euro Prämienvolumen Rating Standard & Poor’s: “A+” mit stabilem Ausblick VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe Schottenring 30, 1010 Wien Tel. +43 (0)50 390-22000 www.vig.com

Positionierung als stabil und verlässlich „Wir machen das, was wir verstehen“, lautet die Devise der VIG. Diese gilt sowohl für die Tätigkeit, die sich ausschließlich auf das Versicherungsgeschäft konzentriert, als auch für die Veranlagungspolitik, die zur Sicherheit der Kunden sehr konservativ ausgerichtet ist. „Mit unseren positiven Geschäftsergebnissen setzen wir klare Signale für Stabilität. Mit uns kann man sozusagen im doppelten Sinn rechnen. Wir sehen dies als wichtige Basis, um ein verlässlicher Partner für Kunden und Anleger in Zeiten dynamischer Veränderungen zu sein“, betont Prof. Elisabeth Stadler. Das zeigt sich auch im Standard & Poor’s-Rating: Mit einem „A+“-Rating mit stabilem Ausblick ist die VIG das am besten bewertete Unternehmen des Leitindex ATX der Wiener Börse.


WeltMeister Österreich

Die Top-Aktien-Übersicht der Börse Wien im WeltMeister-Jahr 2017

Immofinanz

KTM Industries

1100 Wien, Wienerbergstraße 11, Tel.: 43 (0) 5 7111-0, www.immofinanz.com

4600 Wels, Edisonstraße 1, Tel.: 43 (0) 7242 / 69402, www.ktm-industries.com

Die Immofinanz ist ein gewerblicher Immobilienkonzern und besitzt ein Immobilienvermögen von rund 4,0 Mrd. Euro (exkl. Russland), das sich auf mehr als 230 Objekte verteilt. Zum Kerngeschäft zählen die Bewirtschaftung und die Entwicklung von Immobilien. Der Fokus liegt auf den Segmenten Einzelhandel und Büro in derzeit sieben Kernmärkten: Österreich, Deutschland, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien und Polen. Das Unternehmen ist an den Börsen Wien (Leitindex ATX) und Warschau gelistet. Seit August 2017 gehört auch die S-Immo mit 4,01% zu den Immofinanz-Kernaktionären.

Die KTM Industries-Gruppe gilt als führende europäische Fahrzeug-Gruppe und gliedert sich in die Kernbereiche High Performance-Komponenten, Fahrzeuge sowie Design & Konzeptentwicklung. Den Fokus legt das Unternehmen auf das globale Sportmotorradsegment und den automotiven Hightech-Komponentenbereich. Zu ihren weltweit bekannten Marken zählen KTM, Husqvarna Motorcycles, WP und Pankl; damit zählt KTM Industries in ihren Segmenten jeweils zu den Technologie- und Marktführern. Die Gruppe beschäftigt rund 5.000 Mitarbeiter, davon mehr als 75% in Österreich. Im ersten Halbjahr 2017 legte KTM mit 110.000 verkauften Motorrädern einen Rekordabsatz und einen Umsatz von 758,8 Mio. Euro hin.

CEO: Dr. Oliver Schumy Vorstand: Mag. Stefan Schönauer Bakk., Mag. Dietmar Reindl Aufsichtsrat: Dr. Michael Knap, Dr. Rudolf Fries, Mag. Christian Böhm, Nick J.M. van Ommen, Mag. Horst Populorum, KR Wolfgang Schischek, Larissa Lielacher u.a.

CEO: DI Stefan Pierer Vorstand: Mag. Friedrich Roithner (CFO), Ing. Alfred Hörtenhuber, Mag. Wolfgang Plasser Aufsichtsrat: Josef Blazicek,Dr. Ernst Chalupsky, Mag. Gerald Kiska, Mag. Klaus Rinnerberger

Immofinanz AG Geschäftsftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

KTM Industries AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

1.5.–30.4. AT0000809058 ATX Stammaktien 1.052.525.375 18,082 0,06 Euro je Aktie 02.06.2017 2.226,10 Mio. Euro 05.12.1994

1.1.–31.12. AT0000820659 Standard Market Auction Stammaktien 225.386.742 10,788 0,03 Euro je Aktie 02.05.2017 1.086,40 Mio. Euro 22.03.2004

Kapsch TrafficCom

Lenzing

1120 Wien, Am Europlatz 2, Tel.: 43 (0) 50 811-0, www.kapschtraffic.com

4860 Lenzing, Werkstraße 2, Tel.: 43 (0) 7672 701-0, www.lenzing.com

Das Kerngeschäft besteht darin, elektronische Mautsysteme für den mehrspurigen Fließverkehr zu entwickeln, zu errichten und zu betreiben. Referenzen in mehr als 50 Ländern auf allen Kontinenten machen Kapsch TrafficCom zu einem weltweit anerkannten Anbieter im Bereich der elektronischen Mauteinhebung. Als Teil der Kapsch Group, einem 1892 gegründeten österreichischen Technologiekonzern im Familienbesitz, verfügt Kapsch TrafficCom über Niederlassungen/Repräsentanzen in 33 Ländern und erwirtschaftete mit mehr als 4.800 Mitarbeitern im Wirtschaftsjahr 2016/17 einen Umsatz von rund 648 Mio. Euro. Die Kapsch Group feiert heuer ihr 125-jähriges Bestehen.

Die Lenzing Gruppe ist ein Weltmarktführer auf dem Gebiet der Cellulosefasern. Die Palette der erzeugten Produkte reicht von Faserzellstoff über Standardfasern bis zu innovativen Spezialfasern. Mit über 75 Jahren Erfahrung in der Faserproduktion ist die Lenzing Gruppe der einzige Hersteller weltweit, der in großindustriellem Maßstab alle drei Generationen von Cellulosefasern – von der klassischen Viscose- über die Modal- bis zur Lyocellfaser – unter einem Dach vereint. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2017 konnte die Lenzing Gruppe bei Umsatz und Gewinn neue Rekordstände verzeichnen.

CEO: Mag. Georg Kapsch Vorstand: André F. Laux (COO), Dr.-Ing. Alexander Lewald (CTO) Aufsichtsrat: Franz Semmernegg, Kari Kapsch, Sabine Kauper, Harald Sommerer, Christian Windisch, Martin Gartler

Kapsch TrafficCom AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

1.4.–31.3. AT0000818802 Prime Market, VÖNIX Stammaktien 13.000.000 17,793 1,50 Euro je Aktie 14.09.2016 635,60 Mio. Euro 26.06.2007

CEO: Dr. Stefan Doboczky, MBA Vorstand: Robert van de Kerkhof, MBA; Dr. Thomas Obendrauf, MBA; Dr. Heiko Arnold Aufsichtsrat: Dr. Hanno Bästlein, Dr. Veit Sorger, Dr. Felix Strohbichler, Mag. Helmut Bernkopf, Dr. Franz Gasselsberger, Dr. Josef Krenner, Mag. Patrick Prügger, Dr. Astrid Skala-Kuhmann u.a.

Lenzing AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

1.1.–31.12. AT0000644505 ATX,VÖNIX Stammaktien 26.550.000 28,441 4,20 Euro je Aktie 27.04.2017 3.539,10 Mio. Euro 19.09.1985


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Mayr-Melnhof

OMV

1041 Wien, Brahmsplatz 6, Tel.: 43 (0) 1 501 36-0, www.mayr-melnhof.com

1020 Wien, Trabrennstraße 6–8, Tel.: 43 (0) 1 404 40-0, www.omv.at

Die Mayr-Melnhof Gruppe ist der weltweit größte Produzent von gestrichenem Recyclingkarton mit einer wachsenden Position bei Frischfaserkarton und Europas führender Hersteller von Faltschachteln. Die Leistungen der Mayr-Melnhof Gruppe fokussieren sich ausschließlich auf diese beiden Kernbereiche, die in zwei operativen Segmenten, MM Karton und MM Packaging, geführt werden. Die MM-Gruppe beschäftigte zuletzt rund 10.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Umsatz von rund 2 Mrd. Euro. An der Wiener Börse notiert Mayr-Melnhof seit 1994.

Die OMV ist ein integriertes, internationales Öl- und Gasunternehmen mit Aktivitäten im Upstream- (Exploration und Produktion) und Downstream-Bereich (Gas und Power; Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie). Mit einem Konzernumsatz von 19 Mrd. Euro und einem Mitarbeiterstand von rund 22.500 im Jahr 2016 ist die OMV Aktiengesellschaft eines der größten börsennotierten Industrieunternehmen Österreichs. Im Bereich Downstream verfügt die OMV über eine jährliche Raffineriekapazität von 17,8 Mio. Tonnen und per Juni 2017 mehr als 2.000 Tankstellen in zehn Ländern. 2016 lag die Tagesproduktion bei rund 311.000 boe/d.

CEO: Dr. Wilhelm Hörmanseder Vorstand: Mag. Gotthard Mayringer (CFO), Dr. Andreas Blaschke, Ing. Franz Rappold Aufsichtsrat: Dipl.-Ing. Rainer Zellner, Prof. Dr. Romuald Bertl, Mag. Johannes Goess-Saurau, Dr. Nikolaus Ankershofen, Dr. Guido Held, MMMag. Georg Mayr-Melnhof, Andreas Hemmer u. a.

CEO: Rainer Seele Vorstand: Reinhard Florey, Johann Pleininger, Manfred Leitner Aufsichtsrat: Peter Löscher, Gertrude Tumpel-Gugerell, Murtadha Al Hashmi, Helmut Draxler, Wolfgang C. Berndt, Marc H. Hall, Ahmed Matar Al Mazrouei, Karl Rose, Herbert Werner u.a.

Mayr-Melnhof Karton AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

OMV AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

1.1.–31.12. AT0000938204 Prime Market Stammaktien 20.000.000 18,672 3,00 Euro je Aktie 02.05.2017 2.269 Mio. Euro 22.04.1994

1.1.–31.12. AT0000743059 ATX, ATX FIVE Stammaktien 327.272.727 25,359 1,20 Euro je Aktie 31.05.2017 15.169,10 Mio. Euro 03.12.1987

Oberbank

Österreichische Post

4020 Linz, Untere Donaulände 28, Tel.: 43 (0) 732 7802–0 www.oberbank.at

1030 Wien, Haidingergasse 1, Tel.: 43 (0) 577 67-0, www.post.at

Die Oberbank geht aus der am 13. April 1869 in Linz gegründeten „Aktien Gesellschaft in Gemeinschaft mit ihren Konsorten“ namens „Bank für Oberösterreich und Salzburg“ hervor. 1949 wurde sie zur Marshallplan-Bank (ERP-Bank) bestellt. Aus der ursprünglich nur kapitalmäßigen Verflechtung von Oberbank, BKS und BTV hat sich der gemeinsame Auftritt als „3 Banken Gruppe“ entwickelt. So werden Synergien gezielt genutzt – besonders erfolgreich bei den gemeinsam gehaltenen Unternehmen wie die Drei-Banken EDV-Gesellschaft, die Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft und die Drei-Banken Generali Investment-Gesellschaft. Der eigenständige Marktauftritt der drei Banken bleibt durch diese Zusammenarbeit jedoch unberührt.

Die Post ist mit einem Jahresumsatz von über 2 Mrd. Euro und rund 21.700 Mitarbeitern Österreichs führender Logistik- und Postdienstleister. Zu den Hauptgeschäftsbereichen zählen die Beförderung von Briefen, Werbesendungen, Printmedien und Paketen. Das Filialnetz mit über 1.800 eigen- und fremdbetriebenen Post-Geschäftsstellen zählt zu den größten Privatkundennetzen des Landes. Die Österreichische Post ist zudem durch Tochterunternehmen noch in zwölf europäischen Ländern vor allem in den Bereichen Paket & Logistik sowie unadressierte Sendungen unterwegs.

Vorstand: Dr. Franz Gasselsberger; Mag. Dr. Josef Weißl, MBA; Mag. Florian Hagenauer, MBA Aufsichtsrat: Dr. Herta Stockbauer, Dr. Ludwig Andorfer, Gerhard Burtscher, Dr. Wolfgang Eder, Dr. Barbara Leitl-Staudinger, DI DDr. h.c. Peter Mitterbauer, Dr. Barbara Steger u.a.

CEO: Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Vorstand: DI Walter Oblin (CFO), Dipl.-Ing. Walter Hitziger, Dipl.-Ing. Peter Umundum Aufsichtsrat: Dr. Edith Hlawati, Mag. Edeltraud Stiftinger, Dr. Erich Hampel, Dr. Ing. Peter Kruse, Chris E. Muntwyler, Mag. Markus Pichler, Prof. Elisabeth Stadler, Mag. Dr. Herta Stockbauer u.a.

Oberbank AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

Oesterreichische Post AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

1.1.–31.12. AT0000625108 Standard Market Auction Stammaktien 32.307.300 3,561 0,65 Euro je Aktie 22.05.2017 2.519,60 Mio. Euro 01.07.1986

1.1.–31.12. AT0000APOST4 ATX, VÖNIX Stammaktien 67.552.638 16,269 2,00 Euro je Aktie 02.05.2017 2.532,50 Mio. Euro 31.05.2006


WeltMeister Österreich

Die Top-Aktien-Übersicht der Börse Wien im WeltMeister-Jahr 2017

Palfinger

Polytec

5101 Bergheim, Lamprechtshausener Bundesstraße 8, Tel.: 43 (0) 662 2281-0, www.palfinger.com

4063 Hörsching, Polytec-Straße 1, Tel.: 43 (0) 7221 701-0, www.polytec-group.com

Seit vielen Jahren zählt Palfinger zu den international führenden Herstellern hydraulischer Hebe-, Lade- und Handlingsysteme. Palfinger gilt als Technologie- und Innovationsführer und ist bei Lkw-Knickarmkranen, Forst- und Recyclingkranen, Hooklifts und Kranen für die Offshore-Windindustrie Weltmarktführer. Das Unternehmen unterhält über 5.000 Vertriebs- und Servicestützpunkte in über 130 Ländern auf allen Kontinenten. Die multinationale Unternehmensgruppe erwirtschaftete 2016 mit rund 9.580 Mitarbeitern einen Gesamtumsatz von rund 1.357,0 Mio. Euro.

1986 in Marchtrenk von Friedrich Huemer gegründet, ist die Polytec Gruppe heute, mit 26 Standorten und über 4.500 Mitarbeitern, weltweit führender Entwickler und Hersteller von hochwertigen Kunststoffteilen. Das Unternehmen ist Komplettanbieter im Bereich Spritzguss, Spezialist für faserverstärkte Kunststoffe sowie Produzent von Originalzubehörteilen aus Kunststoff und Edelstahl – und zwar über die komplette Prozesskette: vom Design über die Konstruktion, die Produktion bis zur Just-In-Sequence (JIS) Lieferung. Der Fokus liegt in der Produktion von Interieur-, Exterieur- und Motorraumteilen sowie der Fertigung von Funktions- und Zubehörteilen.

CEO: DI Herbert Ortner Vorstand: Christoph Kaml (CFO, bis 30.9.2017), Dr. Felix Strohbichler (CFO, ab 01.10.2017), Martin Zehnder Aufsichtsrat: Hubert Palfinger jun., Gerhard Rauch, Hannes Palfinger, Heinrich Kiener, Hannes Bogner, Dawei Duan, Johannes Kücher, Gerhard Gruber, Alois Weiss

CEO: Friedrich Huemer Vorstand: Markus Huemer (COO), Peter Haidenek (CFO), Alice Godderidge (CSO) Aufsichtsrat: Fred Duswald, Manfred Helmut Trauth, Viktoria Kickinger, Robert Büchelhofer, Reinhard Schwendtbauer

Palfinger AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

Polytec Holding AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

1.1.–31.12. AT0000758305 Prime Market, VÖNIX Stammaktien 37.593.258 21,828 0,57 Euro je Aktie 10.03.2017 1.469,90 Mio. Euro 04.06.1999

1.1.–31.12. AT0000A00XX9 Prime Market Stammaktien 22.329.585 23,006 0,40 Euro je Aktie 29.05.2017 356,70 Mio. Euro 28.04.2006

Pankl Racing Systems

Porr

8605 Kapfenberg, Industriestraße West 4, Tel.: 43 (0) 3862 33 999-0, www.pankl.com

1100 Wien, Absberggasse 47, Tel.: 43 (0) 50 626-0, www.porr-group.com

Die Pankl Racing Systems-Unternehmensstruktur unterteilt sich in drei Bereiche Racing, Aerospace and High Performance. Pankl entwickelt, produziert und vertreibt Motor- und Antriebssysteme, aber auch Fahrwerksteile für den Rennsport, die Luftfahrtindustrie und für HighPerformance-Autos. Pankl punktet in diesen Nischenmärkten mit Leichtbaukomponenten aus hochwertigen, innovativen Werkstoffen, die für extreme mechanische Belastungen ausgelegt sind. Die Division Racing ist international führender Lieferant für Motor- und Antriebssysteme. Pankl beliefert aus den Standorten in Österreich, Deutschland, UK, USA, Slowakei und Japan.

Die Porr ist eines der größten Bauunternehmen Österreichs und mit einem Gründungsjahr 1869 auch eines der ältesten. Das Unternehmen versteht sich als flexibler Full-Service-Baukonzern mit vorgelagerter Projektentwicklung sowie nachgelagertem Immobilien- und Facility Management. Die Porr-Gruppe bietet alle Bauleistungen von Hoch- und Tiefbau über den Energiebau, Verkehrswege- und Tunnelbau bis zur Umwelttechnik und der Projektentwicklung an. Die Porr ist neben ihren Heimmärkten Österreich, Deutschland, Schweiz, Polen und Tschechien auch selektiv in der CEE/SEE-Region sowie in Norwegen, Großbritannien und Katar aktiv.

CEO: Mag. Wolfgang Plasser Vorstand: DI (FH) Christoph Prattes (COO), DI Stefan Seidel (CTO) Aufsichtsrat: DI Stefan Pierer, Josef Blazicek, .Ing. Alfred Hörtenhuber, Mag. Friedrich Roithner, DI Harald Plöckinger

CEO: Ing. Karl Strauss, MBA Vorstand: MMag. Christian B. Maier (CFO), Dipl.-Ing. J. Johannes Wenkenbach (COO) Aufsichtsrat: DDr. Karl Pistotnik, DI Klaus Ortner, Dr. Michael Diederich, Mag. Robert Grüneis, Dr. Walter Knirsch, DI Iris Ortner, Hon.Prof. Dr. Bernhard Vanas. Dr. Susanne Weiss u.a.

Pankl Racing Systems AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

Porr AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

1.1.–31.12. AT0000800800 Mid Market Stammaktien 3.150.000 31,748 0,60 Euro je Aktie 03.05.2017 126 Mio. Euro 15.03.2007

1.1.–31.12. AT0000609607 Prime Market Stammaktien 29.095.000 43,461 1,10 Euro je Aktie 30.05.2017 685,60 Mio. Euro 08.04.1869


WeltMeister Österreich

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Unternehmen stellen sich vor

Die Wienerberger AG, Global Player in der Baubranche, produziert Ziegel für Wand, Fassade und Dach, Rohrsysteme aus Kunststoff und Steinzeug sowie Flächenbefestigungen aus Beton und Ton. Wienerberger ist die einzige reine Publikumsgesellschaft an der Wiener Börse, deren Aktien zu 100% im Streubesitz sind. Mit einer Börsenkapitalisierung von 1.938,6 Mio. € und einer Gewichtung im ATX von 5% zum Jahresende 2016 zählt die Gruppe zu den größten börsennotierten Unternehmen Österreichs. Nettogewinn 2016 mehr als verdoppelt Im Jahr 2016 erwirtschaftete Wienerberger einen Rekordumsatz von 3 Mrd. €, steigerte das EBITDA auf 404,3 Mio. € und verdoppelte den Nettogewinn auf 82 Mio. €. Damit hat das Unternehmen unter Beweis gestellt, auch in herausfordernden Zeiten zu wachsen. Dies ist Ergebnis einer klaren Strategie. Innovation als Schlüssel zum Erfolg Neben Investitionen und laufender Optimierung, setzt die Gruppe auf organisches Wachstum durch Kundennähe, lokale Marktkenntnis sowie Innovationskraft und entwickelt Lösungen für das Bauen und die Infrastruktur von morgen: Das umfasst energieeffiziente Gebäude, umweltschonende Flächenbefestigungen genauso wie langlebige, sichere Versorgungsnetze. Weitere Innovationsfelder sind der Rohstoffeinsatz, neue Werkstoffe sowie die

„Wir werden Entwicklungschancen nutzen, unser Geschäft weiter optimieren, unsere Innovationsführerschaft ausbauen und dabei den Kunden im Zentrum unserer Überlegungen behalten.“ Dr. Heimo Scheuch Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG

Foto: Kurt Keinrath

Smart Solutions für das Bauen und die Infrastruktur

Recyclingfähigkeit. Im Jahr 2016 lag der F&E-Aufwand bei 14,9 Mio. €, was einem Anteil am Umsatz von 0,5% entspricht. Im gleichen Zeitraum betrug der Anteil innovativer Produkte und Systemlösungen am Gesamtumsatz rund 27%. Wienerberger hat einen zukunftsorientierten Kurs eingeschlagen: Für 2020 strebt die Gruppe einen Umsatz deutlich über 4 Mrd. € sowie ein EBITDA deutlich über 600 Mio. € an. www.wienerberger.com


WeltMeister Österreich

Die Top-Aktien-Übersicht der Börse Wien im WeltMeister-Jahr 2017

Raiffeisen Bank International

RHI

1030 Wien, Am Stadtpark 9, Tel.: 43 (0) 1 717 07-0, www.rbinternational.com

1100 Wien, Wienerbergstraße 11, Tel.: 43 (0) 1 502 13-0, www.rhi-ag.com

Die RBI betrachtet Österreich und Zentral- und Osteuropa als ihren Heimmarkt. 14 Märkte der Region werden durch Tochterbanken abgedeckt, darüber hinaus umfasst die Gruppe zahlreiche andere Finanzdienstleistungsunternehmen beispielsweise in den Bereichen Leasing, Vermögensverwaltung und M&A. Im März 2017 verschmolz die RBI und ihr früherer Mehrheitseigentümer Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) zur Raiffeisen Bank International AG. 58,8% der Aktien werden von den Raiffeisenlandesbanken gehalten, 41,2% befinden sich im Streubesitz.

RHI ist Weltmarktführer bei Feuerfestprodukten, -systemen und Dienstleistungen für industrielle Hochtemperaturprozesse (> 1.200 °C). Mit rund 7.500 Mitarbeitern, über 30 Produktionswerken und mehr als 70 Vertriebsstandorten werden mehr als 10.000 Kunden aus der Stahl-, Zement-, Nichteisenmetalle-, Glas-, Energie- und Chemieindustrie in fast allen Ländern der Welt bedient. RHI produziert pro Jahr über 1,5 Mio. Tonnen feuerfeste Steine, Massen, Mörtel und Funktionalprodukte. Aktuell ist die Fusion mit der brasilianischen Magnesita zur RHI-Magnesita geplant.

CEO: Dr. Johann Strobl Vorstand: Dkfm. Klemens Breuer, Mag. Martin Grüll (CFO), Mag. Andreas Gschwenter (COO/ CIO), Mag. Peter Lennkh, Dr. Hannes Mösenbacher (CRO) Aufsichtsrat: Mag. Erwin Hameseder, MMag. Martin Schaller, Dr. Heinrich Schaller, Mag. Klaus Buchleitner, Univ.Prof. Dr. Eva Eberhartinger, Mag. Birgit Noggler, Mag. Bettina Selden u. a.

CEO: Stefan Borgas Vorstand: Octavio Lopes (CFO), Dr. Gerd Schubert (COO), Luis Rodolfo Bittencourt (CTO), DI Thomas Jakowiak (CSO Division Industrial), DI Reinhold Steiner (CSO Division Stahl) Aufsichtsrat: Dr. Herbert Cordt, Dr. Helmut Draxler, Dr. Wolfgang Ruttenstorfer, Hubert Gorbach, Dipl.-BW Gerd Peskes, Stanislaus Prinz zu Sayn Wittgenstein-Berleburg, David Schlaff u.a.

Raiffeisen Bank International AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

RHI Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

1.1.–31.12. AT0000606306 ATX, ATX FIVE, VÖNIX Stammaktien 328.939.621 34,809 1,02 Euro je Aktie 11.06.2014 8.856,70 Mio. Euro 25.04.2005

1.1.–31.12. AT0000676903 ATX Stammaktien 39.819.039 30,209 0,75 Euro je Aktie 10.05.2017 1.221,80 Mio. Euro 07.10.1987

Rath

Rosenbauer

1015 Wien, Walfischgasse 14, Tel.: 43 (0) 1 513 44 27-0, www.rath-group.com

4060 Leonding, Paschinger Straße 90, Tel.: 43 (0) 732 6794-0, www.rosenbauer.com

Rath produziert und vertreibt Komplettlösungen für hochwertige feuerfeste Auskleidungen und ist damit weltweit eines der wenigen Unternehmen, die alle für die Auskleidung von Öfen benötigten, hochfeuerfesten Werkstoffe wie Steine und Mörtel im eigenen Haus erzeugen. Die Bandbreite der Rath-Produkte liegt in der Regel bei Anwendungen zwischen 1.000 und 1.800°C und kommen in der Stahl- und keramischen Industrie bis hin zu Energie- und Umwelttechnik zum Einsatz. 66,7% der Rath-Aktien hält die Rath Holding GmbH, 18,8% die Rath-Familienmitglieder und 14,5% befinden sich im Streubesitz.

Rosenbauer ist im abwehrenden Brand- und Katastrophenschutz der führende Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen weltweit. Mit der breiten Palette an kommunalen Löschfahrzeugen und Hubrettungsgeräten, der umfassenden Baureihe an Flughafen- und Industriefahrzeugen, modernsten Löschsystemen und feuerwehrspezifischer Ausrüstung ist der Branchen-Vollsortimenter die vertriebsstärkste internationale Gruppe. Das börsennotierte Familienunternehmen besteht in der sechsten Generation und ist seit 150 Jahren im Dienste der Feuerwehren tätig.

Vorstand: Andreas Pfneiszl (CFO, CSO), DI (FH) Jörg Sitzenfrey (COO) Aufsichtsrat: Mag. Stefan Ehrlich-Adam, WP Mag. Philipp Rath, Mag. Karin Bauer-Rath, Mag. Dieter Hermann, MMag. Christian B. Maier, Dr. Andreas Meier

CEO: KR Dr. Dieter Siegel Vorstand: DI Andreas Zeller (CSO), Ing. Mag. Daniel Tomaschko (CTO), Mag. Sebastian Wolf (CFO seit 11.09.2017 als Nachfolger von Mag. Günter Kitzmüller) Aufsichtsrat: Dr. Alfred Hutterer, Dr. Rainer Siegel, Dr. Christian Reisinger, Ing. Rudolf Aichinger, Mag. Dr. Bernhard Matzner, Alfred Greslehner

Rath AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

Rosenbauer International AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

1.1.–31.12. AT0000767306 Standard Market Auction Stammaktien 1.500.000 48,040 0,75 Euro je Aktie 07.06.2017 27,20 Mio. Euro 20.12.1989

1.1.–31.12. AT0000922554 Prime Market, VÖNIX Stammaktien 6.800.000 24,717 1,20 Euro je Aktie 23.05.2017 363,80 Mio. Euro 27.09.1994


WeltMeister Österreich

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Unternehmen stellen sich vor

Führende Bank in Österreich und im östlichen Teil der EU Das richtige Geschäftsmodell Die Erste Group ist heute eine der führenden Banken in Zentralund Osteuropa, der Region mit der dynamischsten Wirtschaftsentwicklung Europas. 1819 als „Erste österreichische Spar-Casse“ gegründet, blieb die Strategie seit fast 200 Jahren im Kern unverändert: Im Mittelpunkt stehen die finanziellen Bedürfnisse der Privat- und Firmenkunden und der Ausbau des Wohlstands in CEE. Eine starke lokale Präsenz und gruppenweite Zusammenarbeit ermöglichen eine umfassende Kundenbetreuung – egal, wo der Kunde zuhause ist. Die Erste Group bietet ihren 16 Millionen Privat- und Firmenkunden in rund 2.900 Filialen in sieben Ländern umfassende und transparente Bankdienstleistungen. Die überwiegende Mehrzahl der Kunden lebt in der Europäischen Union – in Österreich, Tschechien, Rumänien, in der Slowakei, Ungarn und Kroatien. Zusätzlich ist die Erste Group – mit kleiner Präsenz – in Serbien tätig.

Facts & Figures 1. Halbjahr 2017 Kunden: Mitarbeiter: Filialen: Nettogewinn: Betriebsergebnis: Eigenkapital gesamt: Erste Group Bank AG Am Belvedere 1, 1100 Wien Tel. +43 (0) 50 100-10 100 www.erstegroup.com

16,1 Mio. 47.300 rund 2.900 in 7 Ländern 624,7 Mio. Euro 1.289,3 Mio. Euro 17,5 Mrd. Euro

Foto: Erste Group/ Toni Rappersberger

Die Erste Group gilt als innovativste Retail-Bank in Österreich und zählt zu den Marktführern in ihren Kernmärkten.

Innovatives Banking in Österreich entwickelt Neben traditionellen Bankprodukten bietet die Erste Group über die Erste Bank Oesterreich und die Sparkassen eine Reihe digitaler Lösungen an. Mehr als 1,2 Millionen Menschen nutzen in Österreich bereits „George“, das einzige digitale Banking im Land mit einem Plug-in-Store, wo individuelle Zusatz-Features auch von Drittanbietern verfügbar sein werden. Die digitale Plattform „George“ wird sukzessive auch in den anderen Kernmärkten der Erste Group eingeführt. Stark kapitalisiert, auf Wachstumskurs In den vergangenen Jahren konnte die Erste Group trotz des wirtschaftlich herausfordernden Umfelds und der stetig wachsenden regulatorischen Herausforderungen die Kapitalausstattung kontinuierlich verbessern. Eine der Stärken bleibt die solide Refinanzierungsbasis – nicht zuletzt über Kundeneinlagen in den Tochterbanken. Die positive wirtschaftliche Entwicklung in den Kernmärkten spiegelt sich auch im Kreditwachstum wider – stark nachgefragt sind etwa Hypothekarkredite. Gleichzeitig verbesserte sich die Kreditqualität, die Risikokosten liegen derzeit auf historisch niedrigem Niveau.


WeltMeister Österreich

Die Top-Aktien-Übersicht der Börse Wien im WeltMeister-Jahr 2017

S IMMO

Semperit

1010 Wien, Friedrichstraße 10, 5. Stock, Tel.: 43 (0) 50 100-27521, www.simmoag.at

1031 Wien, Modecenterstraße 22/B1, Tel.: 43 (0) 1 79 777-0, www.semperitgroup.com

Das Geschäftsfeld der S IMMO umfasst Ankauf, Errichtung, Entwicklung, Vermietung, Betrieb, Sanierung und Verkauf von Immobilien. Das Unternehmen investiert zu 100% in der Europäischen Union und fokussiert dabei auf die Hauptstädte Österreichs, Deutschlands und CEE. Das S-IMMO-Immobilienportfolio besteht zu rund 80% aus Büros, Einkaufszentren und Hotels sowie zu einem ergänzenden Teil aus Wohnimmobilien. Die strategischen Kernaktionäre der S IMMO sind die Erste Group und die Vienna Insurance Group zu je 10%, institutionelle Investoren halten 50% und private Investoren 30% der S IMMO-Aktien. Die S IMMO hält 4,01% an der Immofinanz.

Semperit entwickelt, produziert und vertreibt hochspezialisierte Produkte aus Kautschuk und Kunststoff: Untersuchungs- und Operationshandschuhe, Hydraulik- und Industrieschläuche, Förderbänder, Rolltreppen-Handläufe, Bauprofile, Seilbahnringe und Produkte für den Eisenbahnoberbau. Die Gruppe beschäftigt weltweit rund 7.000 Mitarbeiter, davon in etwa 3.900 in Asien und mehr als 800 in Österreich. Zur Gruppe gehören weltweit 22 Produktionsstandorte sowie zahlreiche Vertriebsniederlassungen. Im Geschäftsjahr 2016 erzielte der Konzern 852 Mio. Euro Umsatz sowie ein EBITDA von 78 Mio. Euro.

CEO: Mag. Ernst Vejdovszky Vorstand: Mag. Friedrich Wachernig, MBA Aufsichtsrat: Dr. Martin Simhandl, Dr. Ralf Zeitlberger, Mag. Andrea Besenhofer, Mag. Franz Kerber, Christian Hager, Michael Matlin, DI Manfred Rapf, Mag. Dr. Wilhelm Rasinger

CEO: Martinn Füllenbach Vorstand: Frank Gumbinger, Michele Melchiorre, Aufsichtsrat: Dr. Veit Sorger, Mag. Patrick F. Prügger, Dr. Stefan Fida, Dr. Felix Strohbichler, Dr. Walter Koppensteiner, Dr. Astrid Skala-Kuhmann, Mag. Petra Preining, Dr. Klaus F. Erkes

S IMMO AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

Semperit AG Holding Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

1.1.–31.12. AT0000652250 Prime Market Stammaktien 66.917.179 17,556 0,30 Euro je Aktie 13.06.2017 864,60 Mio. Euro 28.06.2002

1.1.–31.12. AT0000946652 ATX Stammaktien 20.573.434 22,743 0,70 Euro je Aktie 30.05.2017 516,90 Mio. Euro 27.09.1890

Schoeller-Bleckmann

Strabag

2630 Ternitz, Hauptstraße 2, Tel.: 43 (0) 26 30 315-0, www.sbo.at

1220 Wien, Donau-City-Straße 9, Tel.: 43 (0) 1 224 22-0, www.strabag.com

SBO ist Weltmarktführer bei Hochpräzisionsteilen für die Ölfeld-Ausrüstungsindustrie. Schwerpunkt sind amagnetische Bohrstrangkomponenten für die Richtbohrtechnologie. Darüber hinaus produziert die Gruppe Bohrmotoren und Bohr-Werkzeuge und bietet umfassende Servicearbeiten im Bereich Reparatur und Service. Die operativen Unternehmen der SBO sind weltweit in allen bedeutenden Zentren der Ölbohrindustrie präsent und agieren vor Ort als eigenständige Einheiten. SBO ist weltweit der einzige Anbieter, der sowohl in der Entwicklung hochfester amagnetischer Stähle für die Ölfeld-Industrie als auch im Bereich der metallurgischen Bearbeitung und Fertigung tätig ist.

Die Strabag ist ein europäischer Technologiekonzern für Baudienstleistungen – vom Entwurf über die Planung und den Bau bis hin zu Property & Facility Services bzw. Betrieb und Abbruch. Ein Netz aus zahlreichen Tochtergesellschaften in vielen europäischen Ländern und zunehmend auf anderen Kontinenten erweitert das Einsatzgebiet der Strabag über Österreichs und Deutschlands Grenzen hinaus; die Strabag deckt dabei die gesamte Leistungspalette (Hoch- und Ingenieurbau, Verkehrswegebau, Spezialtief- und Tunnelbau) sowie die Bauwertschöpfungskette ab.

CEO: Gerald Grohmann Vorstand: Klaus Mader (CFO) Aufsichtsrat: Norbert Zimmermann, Peter Pichler, Helmut Langanger, Wolfram Littich, Karl Schleinzer, Brigitte Ederer

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

1.1.–31.12. AT0000946652 ATX Stammaktien 16.000.000 33,489 0,50 Euro je Aktie 09.05.2016 947,20 Mio. Euro 27.03.2003

CEO: Dr. Thomas Birtel Vorstand: Mag. Christian Harder (CFO), DI Dr. Peter Krammer, Mag. Hannes Truntschnig, DI Siegfried Wanker Aufsichtsrat: Dr. Alfred Gusenbauer, Mag. Erwin Hameseder, Mag. Hannes Bogner, Thomas Bull, Mag. Kerstin Gelbmann, William R. Spiegelberger, DI Andreas Batke, Magdolna P. Gyulainé u.a.

Strabag SE Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

1.1.–31.12. AT000000STR1 Prime Market Stammaktien 109.999.997 15,354 0,95 Euro je Aktie 30.06.2017 3.942,90 Mio. Euro 19.10.2007


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Telekom Austria

Uniqa

1020 Wien, Lassallestraße 9, Tel.: 43 (0) 50 664-0, www.telekomaustria.com

1029 Wien, Untere Donaustraße 21, Tel.: 43 (0) 506 77-670, www.uniqagroup.com

Die Telekom Austria Group ist als Kommunikationsanbieter im CEE-Raum mit rund 24 Mio. Kunden in sieben Ländern aktiv: in Österreich (A1), Slowenien (Si.mobil), Kroatien (Vipnet), der Republik Serbien (Vip mobile) und der Republik Mazedonien (one.vip), Bulgarien (Mobiltel) sowie Weißrussland (velcom). Die Gruppe beschäftigte im Geschäftsjahr 2016 über 18.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Umsatz von mehr als 4 Mrd. Euro. América Móvil, der weltweit drittgrößte Mobilfunkbetreiber, hält 51% der Telekom Austria-Aktien; 28,42% hält die Republik Österreich über die ÖBIB, und 20,58% befinden sich im Streubesitz.

Die Uniqa Insurance Group ist eine der führenden Versicherungsgruppen in ihren Kernmärkten Österreich und Zentral- und Osteuropa (CEE). Das Unternehmen ist mit rund 40 Gesellschaften in 18 Ländern vor Ort und hat rund 9,6 Mio. Kunden. In Österreich hat die Uniqa einen Marktanteil von mehr als 22%. 2016 startete die Uniqa das größte Erneuerungsprogramm in der Firmengeschichte: In den nächsten zehn Jahren werden in Summe rund 500 Mio. Euro in das Re-Design des Geschäftsmodells, den dazu ebenfalls notwendigen personellen Kompetenzaufbau und die erforderlichen IT-Systeme investiert.

CEO: Alejandro Plater Vorstand: Siegfried Mayrhofer Aufsichtsrat: Wolfgang Ruttenstorfer, Carlos García Moreno Elizondo, Alejandro Cantú Jiménez, Karin Exner-Wöhrer, Peter Hagen, Carlos M. Jarque, Reinhard Kraxner, Stefan Pinter u.a.

CEO: Andreas Brandstetter Vorstand: Eric Leyers (COO), Kurt Svoboda (CFRO) Aufsichtsrat: Dr. Walter Rothensteiner, Dr. Christian Kuhn, Mag. Erwin Hameseder, o.Univ.Prof. DDr. Eduard Lechner, Dr. Markus Andréewitch, Dkfm. Klemens Breuer u. a.

Telekom Austria AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

UNIQA Insurance Group AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

1.1.–31.12. AT0000720008 ATX, VÖNIX Stammaktien 664.500.000 17,824 0,20 Euro je Aktie 16.06.2017 5.399,70 Mio. Euro 21.11.2000

1.1.–31.12. AT0000821103 ATX Stammaktien 309.000.000 20,415 0,49 Euro je Aktie 08.06.2017 2.580,20 Mio. Euro 08.11.1999

UBM

Valneva

1210 Wien, Floridsdorfer Hauptstraße 1, Tel.: 43 (0) 50 626-0, www.ubm.at

1030 Wien, Intercell Austria, Campus Vienna Biocenter 3, Tel.: 43 (0) 1 206 20-0, www.valneva.com

Seit 1873 börsennotiert – damals zweitgrößter Ziegelhersteller der österreichischen Monarchie und noch unter dem Namen „Union-Baumaterialien-Gesellschaft“ –, ist die UBM heute ein Immobilienentwickler; die UBM deckt dabei die gesamte Wertschöpfungskette ab: von Umwidmung und Baugenehmigung über Planung, Marketing und Bauabwicklung bis hin zum Verkauf. Den Fokus legt die UBM dabei auf ihre drei Heimmärkte Österreich, Deutschland und Polen sowie auf die drei Asset-Klassen Wohnen, Hotel und Büro. 11% der UBM-Aktien halten das UBM-Management und ihr Aufsichtsrat, 38,8% das Syndikat Ortner & Strauss, der Rest befindet sich im Streubesitz.

Valneva ist ein europäisches Biotech-Unternehmen mit strategischer Fokussierung auf Impfstoffe und Antikörper. 2013 durch die Verschmelzung von Intercell AG und Vivalis SA gegründet, verbindet Valneva zwei sich optimal ergänzende Wertschöpfungsketten: Entdeckung von Antikörpern sowie Entwicklung und Vermarktung von Impfstoffen. Valneva ist ein voll integriertes Impfstoffunternehmen, das auf die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Impfstoffen spezialisiert ist. Das Unternehmen ist am Euronext-Paris sowie an der Wiener Börse gelistet und hat Standorte in Frankreich, Österreich, Schottland und Schweden mit rund 400 Mitarbeitern.

CEO: Mag. Thomas G. Winkler, LL.M. Vorstand: Dipl. Ök. Patric Thate, DI Martin Löcker, DI Claus Stadler, Mag. Michael Wurzinger Aufsichtsrat: Ing. Karl-Heinz Strauss, DI Iris Ortner, MMag. Christian Maier, DI Klaus Ortner, Dr. Ludwig Steinbauer, Mag. Paul Unterluggauer, Dr. Bernhard Vanas, Dr. Susanne Weiss u.a.

CEO: Thomas Lingelbach Vorstand: Franck Grimaud (CBO), David Lawrence (CFO), Wolfgang Bender, Frédéric Jacotot Aufsichtsrat: Frédéric Grimaud, Alain Munoz, Alexander von Gabain, Anne-Marie Graffin, Jim Sulat, Lisa Shaw-Marotto, Maïlys Ferrere (für BPI France SA), Ralf Clemens

UBM Development AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

Valneva SE Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

1.1.–31.12. AT0000815402 Standard Market Continous Stammaktien 7.472.180 18,828 1,60 Euro je Aktie 30.05.2017 282,10 Mio. Euro 10.04.1873

1.1.–31.12. FR0004056851 Prime Market, VÖNIX Stammaktien 77.582.714 22,429 – – 226,20 Mio. Euro 28.05.2013


WeltMeister Österreich

Die Top-Aktien-Übersicht der Börse Wien im WeltMeister-Jahr 2017

Verbund

voestalpine

1010 Wien, Am Hof 6a, Tel.: 43 (0) 503 13-0, www.verbund.at

4020 Linz, Voestalpine-Straße 1, Tel.: 43 (0) 503 04 15-0, www.voestalpine.com

Verbund ist Österreichs führendes Stromunternehmen, einer der größten Stromerzeuger aus Wasserkraft in Europa und betreibt über 100 Wasserkraftwerke in Österreich sowie in Deutschland. Rund 95% des Verbund-Stroms werden aus Wasserkraft, ergänzt um Windkraft, erzeugt. 51% der Verbund-Aktien befinden sich, verfassungsrechtlich verankert, im Eigentum der Republik Österreich. Mehr als 30% des Grundkapitals halten regionale Energieversorger, weniger als 20% befinden sich in Streubesitz. Verbund-Aktien sind in London im Rahmen des European Quoting Service (EQS) und in den USA im Rahmen eines ADR-Programms verfügbar.

Der weltweit agierende Konzern entwickelt, fertigt und verarbeitet hochwertige Stahlprodukte und ist mit rund 500 Konzerngesellschaften und -standorten in mehr als 50 Ländern mit rund 50.000 Mitarbeitern auf allen fünf Kontinenten vertreten. Mit ihren qualitativ höchstwertigen Produkt- und Systemlösungen aus Stahl und anderen Metallen zählt die voestalpine zu den führenden Partnern der europäischen Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie weltweit der Luftfahrt- und ferner der Öl- & Gasindustrie.

CEO: Wolfgang Anzengruber Vorstand: Johann Sereinig, Peter F. Kollmann (CFO), Günther Rabensteiner Aufsichtsrat: Gerhard Roiss, Michael Süß, Elisabeth Engelbrechtsmüller-Strauß, Harald Kaszanits, Peter Layr, Werner Muhm, Susanne Riess, Jürgen Roth, Christa Wagner u.a.

CEO: Dr. Wolfgang Eder Vorstand: DI Herbert Eibensteiner, DI Dr. Franz Kainersdorfer, Mag. DI Robert Ottel MBA, DI Franz Rotter, DI Dr. Peter Schwab, MBA Aufsichtsrat: Dr. Joachim Lemppenau, Dr. Heinrich Schaller, KR Dr. Franz Gasselsberger, Dr. Hans-Peter Hagen, Prof. Dr. Helga Nowotny, DI Dr. Michael Schwarzkopf u.a.

Verbund AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

voestalpine AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

1.1.–31.12. AT0000746409 ATX, VÖNIX Stammaktien 170.233.686 22,709 0,29 Euro je Aktie 12.04.2017 3.035,30 Mio. Euro 06.12.1988

1.4.–31.3. AT0000937503 ATX, ATX FIVE Stammaktien 176.349.163 19,492 1,10 Euro je Aktie 13.07.2017 7.485,10 Mio. Euro 09.10.1995

VIG

Warimpex

1010 Wien, Schottenring 30, Tel.: 43 (0) 50 390-22000, www.vig.at

1210 Wien, Floridsdorfer Hauptstraße 1, Tel.: 43 (0)1 310 55 00, www.warimpex.com

Die Vienna Insurance Group (VIG) ist heute die klare Nummer 1 in der Region Zentral- und Osteuropa (CEE) und führende Versicherungsgruppe in Österreich. Derzeit ist der Konzern mit über 24.000 Mitarbeitern und rund 50 Gesellschaften in 25 Ländern vertreten. Am österreichischen Markt positioniert sich die VIG mit der Wiener Städtische Versicherung, der Donau Versicherung und der Sparkassen Versicherung. Rund 70% der VIG-Aktien hält der Wiener Städtische Versicherungsverein, die übrigen befinden sich im Streubesitz. Zudem sind die VIG-Aktien als American Depositary Receipts (ADR) auf dem US-amerikanischen Kapitalmarkt handelbar.

Warimpex ist eine „hybride“ Immobiliengesellschaft, die als Asset Manager und Immobilieneigentümer Projekte so lange selbst betreibt, bis durch einen Verkauf die höchste Wertschöpfung realisiert werden kann. Das Unternehmen sieht ihr Kerngeschäft in der Errichtung und dem Betrieb von Hotels und Büros in Zentral- und Osteuropa: In den vergangenen 30 Jahren hat die Warimpex Immobilien mit einem Volumen von mehr als 1 Mrd. Euro entwickelt und ist heute in CEE und Russland sowie Österreich und Frankreich aktiv. Die Warimpex notiert an den Börsen Wien und Warschau.

CEO: Prof. Elisabeth Stadler Vorstand: KR Franz Fuchs, Dr. Judit Havasi, Mag. Peter Höfinger, Dr. Martin Simhandl (CFO) Aufsichtsrat: KR Dr. Günther Geyer, Dr. Rudolf Ertl, Mag. Maria Kubitschek, Generalabt Propst Bernhard Backovsky, KR Martina Dobringer, Mag. Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell u.a.

CEO: Dkfm. Dr. Franz Jurkowitsch Vorstand: Dkfm. Georg Folian, Dr. Alexander Jurkowitsch, Florian Petrowsky Aufsichtsrat: Günter Korp, Thomas Aistleitner, William Henry Marie de Gelsey, Harald Wengust, Hubert Staszewski

Vienna Insurance Group AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

Warimpex Finanz- und Beteiligungs AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

1.1.–31.12. AT0000908504 ATX, VÖNIX Stammaktien 128.000.000 16,689 0,80 Euro je Aktie 17.05.2017 3.173,80 Mio. Euro 17.10.1994

1.1.–31.12. AT0000827209 Prime Market Stammaktien 54.000.000 31,992 0,25 Euro je Aktie 03.06.2008 64 Mio. Euro 26.01.2007


WeltMeister Österreich

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Unternehmen stellen sich vor

BUWOG Group – glücklich wohnen Wohnimmobilienkonzern setzt erfolgreichen Weg fort.

Foto: BUWOG Group/Studio Huger

Die BUWOG Group ist der führende deutschösterreichische Komplettanbieter im Wohnimmobilienbereich und blickt auf eine mittlerweile 66-jährige Erfahrung zurück. Das Immobilienbestandsportfolio umfasst rund 49.500 Bestandseinheiten und befindet sich in Österreich und Deutschland. Neben dem Asset Management (nachhaltige Vermietungs- und Bestandsbewirtschaftung) wird mit den Geschäftsbereichen Sales (Margenstarker Einzelwohnungsverkauf in Österreich) und Property Development (Planung und Errichtung von Neubauten in Wien, Berlin und Hamburg) die gesamte Wertschöpfungskette des Wohnungssektors abgedeckt. Die Aktien der BUWOG AG sind seit Ende April 2014 an den Börsen in Frankfurt, Wien (ATX) und Warschau notiert. Die BUWOG ist erfolgreich in ihr viertes Jahr als eigenständiges, börsenotiertes Unternehmen gestartet und konnte vor allem ihre Wohnungsneubauaktivitäten, die die BUWOG von anderen börsenotierten Wohnimmobilienunternehmen im deutschsprachigen Raum unterscheidet, deutlich ausbauen. Die BUWOG Group fokussiert die Property-Development-Aktivitäten aufgrund der demografisch und wirtschaftlich starken Rahmenparameter, der langjährigen Erfahrungen sowie der Marktkenntnisse aktuell auf die Bundeshauptstädte Berlin und Wien sowie seit April 2016 auch auf Hamburg. In allen drei Metropolen werden sowohl Eigentumswohnungen als auch Mietwohnungen in den eigenen Bestand gebaut. Insgesamt arbeitet

die BUWOG Group derzeit an einer Pipeline von mehr als 10.000 Neubauwohnungen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 2,9 Mrd. €. Im Geschäftsjahr 2016/17 wurde die Strategie des Bauens von Mietwohnungen für den eigenen Bestand auch in Deutschland intensiviert; dadurch ist der BUWOG ein organisches Wachstum möglich, das zu einer Qualitätssteigerung des Bestandsportfolios führt. Eigene Projektentwicklung betreibt die BUWOG seit ihrer Gründung im Jahr 1951. Als Partner im österreichischen klima:aktiv pakt2020 ist die BUWOG Group Vorreiter im nachhaltigen und energieeffizienten Bauen und Sanieren. Im Geschäftsjahr 2016/17 wurde auch das Thema Digitalisierung bei der BUWOG intensiv vorangetrieben – erstes Ergebnis ist eine maßgeschneiderte Mieter-App zur leichteren Kommunikation zwischen der BUWOG und ihren Mietern in Deutschland. In Österreich und Deutschland beschäftigt die BUWOG Group über 700 Mitarbeiter, die Firmenzentrale ist in Wien. www.buwog.com


WeltMeister Österreich

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Die Top-Aktien-Übersicht der Börse Wien im WeltMeister-Jahr 2017

Wiener Privatbank

Wolford

1010 Wien, Parkring 12, Tel.: 43 (0)1 534 31 -0, www.wienerprivatbank.com

6900 Bregenz, Wolfordstraße 1, Tel.: 43 (0) 55 74 690-0, www.wolford.com

Die Wiener Privatbank SE ist eine börsennotierte Privatbank mit Sitz in Wien und die erste Bank SE in Europa. Sie bietet mit den Geschäftsfeldern Private Banking & Vermögensverwaltung, Asset Management, Corporate & Investment Banking, Immobilien Produkte & Dienstleistungen sowie Private Equity & Finanzierungsfonds die klassischen Dienstleistungen einer modernen Privatbank. Die Aktien der Wiener Privatbank SE notieren seit 9.1.2007 im Standard Market Auction der Wiener Börse. Durch die Fusionierung mit der Kapital & Wert Vermögensverwaltung AG erfolgte die Erstnotiz Emittent jedoch bereits 1992. Im Rahmen einer Umstrukturierung plant die Gesellschaft, wesentliche Teile ihrer Immobilienaktivitäten binnen Jahresfrist zu veräußern.

Das Unternehmen vertreibt die Produktsegmente Legwear, Ready-to-wear, Lingerie, Accessories und Handelsware. Wolford-Produkte sind weltweit in mehr als 270 eigenen und partnergeführten Boutiquen in rund 60 Ländern erhältlich. Das seit 1995 an der Wiener Börse notierte Unternehmen erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2016/17 mit rund 1.570 Beschäftigten einen Umsatz von 154,28 Mio. €. Das Wolford-Management erwartet eine Ergebnisverbesserung durch die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen ab dem Geschäftsjahr 2018/19. Ab dann erwartet Wolford wieder ein positives operatives Ergebnis. Noch 2017 soll ein Investor bei Wolford einsteigen, die Mehrheitseigentümer – die Gründerfamilien Palmers und Wilhelm – wollen verkaufen.

Vorstand: MMag. Dr. Helmut Hardt, Eduard Berger Aufsichtsrat: Dr. Gottwald Kranebitter, Mag. Johann Kowar, Günter Kerbler, Heinz Meidlinger, Mag. Peter Lazar

Vorstand: Axel Dreher, Brigitte Kurz Aufsichtsrat: Claudia Beerman, Thomas Tschol, Lothar Reiff, Birgit Wilhelm, Anton Mathis, Christian Medwed

Wiener Privatbank SE Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

Wolford AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

1.1.–31.12. AT0000741301 Standard Market Auction Stammaktien 5.004.645 44,570 0,80 Euro je Aktie 09.06.2017 55,10 Mio. Euro 25.06.1992

1.5.–30.4. AT0000834007 Prime Market Stammaktien 5.000.000 29,655 0,20 Euro je Aktie 19.09.2016 82,50 Mio. Euro 14.02.1995

Wienerberger

Zumtobel

1100 Wien, Wienerbergstraße 11, Tel.: 43 (0) 601 92-0, www.wienerberger.com

6850 Dornbirn, Höchster Straße 8, Tel.: 43 (0) 55 72 509-0, www.zumtobelgroup.com

1819 gegründet und bereits 1869 an die Börse gegangen, blickt das Unternehmen auf eine traditionsreiche Geschichte zurück. Aktuell ist Wienerberger mit 198 Produktionsstandorten gruppenweit in 30 Ländern der weltweit größte Ziegelproduzent, europäische Nummer eins bei Tondachziegeln, Marktführer bei Betonsteinen in Zentral-Osteuropa und bei Rohrsystemen in Europa. Wienerberger ist eine reine Publikumsgesellschaft ohne Kernaktionär – ihre Aktien sind zu 100% im Streubesitz. In den USA ist die Wienerberger AG über ein ADR Level 1-Programm der Bank of New York im OTC Markt handelbar.

Das Unternehmen ist führender Anbieter von innovativen und hochwertigen Lichtlösungen und Lichtkomponenten und gliedert sich – neben den kleinen Marken acdc und Reiss – in drei international etablierte Marken: Thorn, Tridonic und Zumtobel. Die Unternehmensgruppe ist an der Wiener Börse notiert und beschäftigte zum Bilanzstichtag 30.04.2017 6.562 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2016/17 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 1.303,9 Mio. Euro. Die Familie Zumtobel hält 35,5% der Aktien, Lazard Freres Gestion SAS und Erste Asset Management halten jeweils über 4% der Stimmrechte; die verbleibenden rund 55% befinden sich in Streubesitz.

CEO: Heimo Scheuch Vorstand: Willy van Riet Aufsichtsrat: Regina Prehofer, Peter Johnson, David Davies, Franz Josef Haselberger, Christian Jourquin, Myriam Meyer, Caroline Grégoire Sainte Marie, Wilhelm Rasinger

CEO: Ulrich Schumacher Vorstand: Karin Sonnenmoser (CFO), Alfred Felder (COO) Aufsichtsrat: Jürg Zumtobel, Stephan Hutter, Johannes Burtscher, Volkhard Hofmann, Hans-Peter Metzler, Fritz Zumtobel, Richard Apnar, Dietmar Dünser, Kai Arbinger

Wienerberger AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

Zumtobel Group AG Geschäftsjahr: ISIN: Börsesegment: Art der Aktien: Anzahl der Aktien: Volatilität (3 Monate): Letzte Dividende: Dividende Ex Tag: Börsekapitalisierung: Erstnotiz Emittent:

1.1.–31.12. AT0000831706 ATX, VÖNIX Stammaktien 117.526.764 36,202 0,27 Euro je Aktie 23.05.2017 2.103,70 Mio. Euro 15.04.1869

1.5.–30.4. AT0000837307 ATX, VÖNIX Stammaktien 43.500.000 38,425 0,23 Euro je Aktie 31.07.2017 653,60 Mio. Euro 12.05.2006


MARK & MARK

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