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medianet.at

Freitag, 12. Februar 2016 cover 73

technology Kooperation proAlpha erwirbt die Schweizer Codex-Gruppe 78

Outsourcing T-Systems geht neue Wege mit Cloud-Angeboten 78

Datenschutz Mobile Payment-Systeme werden immer beliebter 78

Zukunft Epson präsentiert einige neue PoSAnwendungen 79

Test Zeta Producer 13: ein Webbaukasten für Kleinbetriebe 79 © Zeta Software

© TU Wien/Przem Musialski

EINE FRAGE DER BALANCE

© panthermedia.net/Frank-Peters

Fische aus dem 3D-Drucker

„Sicherheitssilos“ sind ein großes Datenschutz-Risiko

WIEN. Ein Kunststoff-Fisch wird ins Wasser geworfen und schwebt knapp unter der Wasseroberfläche, weil er im Inneren einen Hohlraum mit exakt richtig gewählter Form und Größe hat. Um ein so genau balanciertes Objekt herzustellen, hätte man bisher wohl eine ganze Reihe von Versuchen gebraucht. In Zukunft werden sich solche geometrischen Sonderwünsche allerdings recht einfach realisieren lassen. Denn an der TU Wien wurde eine Methode entwickelt, mit der man den inneren Hohlraum von Objekten aus dem 3D-Drucker so anpassen kann, dass ihre Balance oder andere physikalische Eigenschaften genau zum Einsatzzweck passen. „Eingegeben wird die äußere Form der Figur und zusätzlich bestimmte Vorgaben – etwa die Rotationsachse oder die Schwebeausrichtung“, erklärt Projektleiter Przemyslaw Musialsk, der die Lösung mit seinem Team an der TU ausgearbeitet hat. „Die Software liefert dann zusätzlich zur äußeren Form auch die Form des Hohlraums im Inneren des Objekts, sodass es die Wunschvorgaben erfüllt.“

© panthermedia.net/bluebay

© panthermedia.net/demarco

Sicherheitssilos sind individuelle Insellösungen für Unternehmen. Experten sehen in ihnen eine große Gefahr für die Datensicherheit. 74

Schnelles Kupfer Nokia hat ein System zur Daten­ übertragung auf alten Kupferleitungen erprobt. 75

Datenberge 2020 werden monatlich 2,8 Exabyte Daten verschickt. 78


74 Coverstory

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Verloren im Sicherheitssilo … Datenschutz in Unternehmen ist ein sensibles, aber wichtiges Thema – dem laut einer aktuellen Dell-Studie in der gelebten Alltagspraxis allerdings immer noch viel zu wenig Beachtung geschenkt wird.

breitet sind, sind es leider auch Sicherheitssilos.“ Für Unternehmen bedeutet das ein erhöhtes Sicherheitsrisiko. Es sind interessante Zahlen, die sich in der Studie finden: Immerhin 55% der Befragten gaben an, die ITSicherheit in ihrem Unternehmen sei nicht auf dem neuesten Stand. Die Gründe dafür sind das bisherige Ausbleiben ernsthafter Sicher-

© panthermedia.net/Zentilia

Ganzheitliche Lösungen „Die Sicht von oben fehlt“, kommentiert Lutermann. „Wir stellen immer wieder fest, dass vor allem kleinere und mittlere Unternehmen über keine übergreifende IT-Sicherheitsstrategie verfügen“, erklärt er. „Es ist mittlerweile ein offenes Geheimnis, dass unterschiedliche IT-Bereiche, etwa Netzwerke, CRM oder ERP, ihr eigenes SicherheitsSüppchen kochen und sich nur ungern untereinander abstimmen. Zugeben will das aber kaum jemand. Wir dürfen uns nichts vormachen: genauso, wie heute Informationssilos ver-

Studie zur Datensicherheit IT & Management Auf die Frage, wie sie das Bewusstsein ihrer Führungsetagen für Sicherheit in der IT bewerten würden, gaben die Befragten einer DellStudie im Schnitt eine Note von 3,8 auf einer Skala von fünf Punkten; dazu beigetragen habe nicht zuletzt auch die NSA-Affäre.

Zuständigkeiten Bei 64% der Unternehmen ist der CTO für die IT-Sicherheit verantwortlich; oft sind es auch Applikations- oder Bereichsverantwortliche (15%), sonstige IT-Mitarbeiter, an die die Aufgabe delegiert wurde (12%), der CISO (6%) oder, in seltenen Fällen, der CEO des Unternehmens (3%).

Sicherheitslösungen DLP (Data Leak Prevention)-Lösungen etwa gibt es nur in 28% der Unternehmen, Privileged-Account-Management-Lösungen sind in lediglich 48% der Firmen vorhanden, dezidierte Mobile-Security-Managementlösungen in 47% und Intrusion-Detection-Systeme in immerhin 65%.

heitsvorfälle (57%), zu geringes ITSicherheitsbudget (56%), das Fehlen qualifizierten Sicherheitspersonals (55%) und die mangelnde Sensibilisierung des Top-Managements für das Thema IT-Sicherheit (37%). Das lässt den Schluss zu, dass viele Unternehmen ihre IT-Sicherheit erst dann auf den Prüfstand schicken, wenn es zu einem ernsten Sicherheitsvorfall kommt. Prävention macht Sinn „Der Sinn jeglicher Sicherheitsmaßnahmen ist die Vorbeugung“, sagt Lutermann. „Unternehmen, die erst Vorfälle abwarten, um dann zu handeln, spielen gleich in zweierlei Hinsicht mit dem Feuer: Erstens kann Sicherheit im Nachhinein den Schaden nicht verhindern, man zahlt also doppelt; und zweitens sind sie mit hoher Wahrscheinlichkeit ohnehin schon Opfer von Sicherheitsangriffen geworden, ohne es bemerkt zu haben.“ Es sei eine „fast schon paradoxe“ Situation, in die sich Unternehmen manövrieren: „Sicherheitsrisiken steigen, aber viele Unternehmen investieren nicht entsprechend ihrer Risiken. Mit den Jahren ist zwar ein fröhliches Sammelsurium von IT-Sicherheitsmaßnahmen entstanden, die auf den ersten Blick beruhigend wirken. Wenn sie aber in getrennten Silos abgekapselt sind und nie aufeinander abgestimmt wurden, bleiben oft große Sicherheitslücken bestehen.“ Wenn schon nicht mit der mangelnden Sicherheitsphilosophie vieler Unternehmen, so ist man bei Dell Österreich zumindest mit dem vergangenen Geschäftsjahr 2015 durchaus zufrieden.

© Dell

FRANKFURT/WIEN. Es ist nicht unbedingt eine Neuigkeit – im Alltag allerdings leider ein immer wiederkehrendes Motiv: die Essenz einer aktuellen Studie des IT-Anbieters Dell, die da lautet „Unternehmen schützen ihre ITInfrastrukturen nur mangelhaft“. Die Gründe dafür: zentrale IT-Sicherheitsabteilungen fehlen, IT-Bereiche stimmen sich nicht ab, und Systeme sind veraltet. Auf dieser Basis sei „der Kampf gegen aktuelle Sicherheitsbedrohungen so gut wie aussichtslos“, sagt André Lutermann, Security-Experte bei Dell. IT-Sicherheit wird in der Praxis meist disruptiv organisiert, ist also applikationsgebunden oder fällt in die Verantwortung einzelner IT-Bereiche, die sich nicht untereinander abstimmen. So gab im Rahmen der Dell-Studie nur eine Minderheit (23%) der 175 befragten IT-Verantwortlichen an, ihr Unternehmen verfüge über eine zentrale IT-­Sicherheitsabteilung. Dabei zeichnete sich ein Trend ab, wonach kleinere Firmen bis 200 Mitarbeiter nur selten über eine solche Abteilung verfügen (8%), während Unternehmen ab 1.000 Mitarbeiter bei über 30% liegen. Der Anteil steigt mit der Unternehmensgröße an.

© panthermedia.net/Denis Junemann

••• Von Chris Haderer

Minimal Nur ein verschwindend kleiner Anteil (8%) von Unternehmen mit weniger als 200 Mitarbeitern verfügt über eine zentrale Stelle für IT-Sicherheit. Der Anteil steigt allerdings mit der Unternehmensgröße: ab 1.000 Mitarbeitern betreiben 30% eine zentrale ITSicherheitsstelle.

8%

„Für uns geht ein sehr ereignisreiches und gleichzeitig erfolgreiches Jahr zu Ende“, kommentiert Pavol Varga, General Manager Dell Österreich. „Wir arbeiten hart daran, unsere Position als End-to-EndIT-Infrastructure-Provider weiter auszubauen. Auch in diesem Jahr gelang es uns, stark zu wachsen und in sämtlichen IT-Schlüsselbereichen zuzulegen. Zwei Jahre nach der Privatisierung geht es dem gesamten Unternehmen besser denn je. Wir haben an Spielraum gewonnen und können uns flexibel weiterentwickeln. Gemeinsam mit unseren Partnern beweisen wir hohe Innovationskraft, die wir unmittelbar an unsere Kunden weitergeben, um sie auf ihrem Weg der Digitalisierung bestmöglich zu unterstützen. Dieser Wandel wird für die Branche auch im Jahr 2016 wegweisend sein.“

Pavol Varga Der General Manager von Dell Österreich blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück.


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Idee & strategie  75

High-speed per Kupferkabel ESPOO/WIEN. Trotz schneller und mobiler Breitbandlösungen besteht ein ungebrochener Bedarf nach hochwertigen Internet-Festnetz­ zugängen. Ein Problem dabei ist die in vielen Fällen aus Kupferleitungen bestehende Infrastruktur, die im Gegensatz zu Glasfaserverbindungen bei der Übertragungsgeschwindigkeit deutlich zurückliegt. Jetzt hat Nokia in einem gemeinsam mit der Deutschen Telekom durchgeführten Labortest demonstriert, wie Diensteanbieter mit XG-Fast, einer neuen UltraBreitbandzugangstechnik für Festnetze, die wachsende Nachfrage nach Internetdiensten in hoher Qualität über ihre vorhandenen Kupfernetze decken können. Durchgeführt wurde der Labortest von der Nokia-Tochter Alcatel-Lucent. Hohe Datenrate XG-Fast ist eine von den Bell Labs entwickelte Erweiterung von Nokias kommerziell verfügbarer G.fast-Technologie. Bei dem im Kabelnetzlabor der Deutschen Telekom in Darmstadt durchgeführten Versuch wurde ein Datendurchsatz von mehr als 10 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) erzielt. Das ist etwa 200-mal schneller als die bei durchschnittlichen Breitbandverbindungen in Wohngebieten heute gebotene Geschwindigkeit. Mit glasfaserähnlichen Geschwindigkeiten auf Kupfernetzen könnte ein zweistündiger HD-Film in weniger als 10 Sekunden heruntergeladen werden und das Hochladen von 1.000 Fotos würde nur knapp zwei Sekunden dauern. Bei dem XG-Fast-Testlauf mit der Deutschen Telekom wurde eine Gesamtbandbreite von mehr als 11 Gbit/s auf zwei 50 Meter langen, gebündelten CAT-6-Kabelpaaren erreicht. Ähnliche Tests mit Standard-Drop-Kabeln und Gesamtgeschwindigkeiten von mehr als 8 Gbit/s über 50 m machten deutlich, dass sich XG-Fast auch für FTTHAnwendungen anbietet. Alle Versuche wurden mit Prototyp-Ausrüstung von den Bell Labs unter Laborbedingungen durchgeführt. Darüber hinaus unterstützt XGFast auch symmetrische Dienste mit 1 Gbit/s über Entfernungen von bis zu 70 m. Betreiber könnten also innerhalb von Gebäuden glasfaserähnliche Geschwindigkeiten über vorhandene Telefonleitungen bereitstellen, ohne neue Kabel verlegen zu müssen. Das würde kürzere Installationszeiten und weniger Aufwand für den Endkunden bedeuten. Portfolioerweiterung In Nokias Portfolio für den UltraBreitbandzugang in Festnetzen finden Diensteanbieter eine umfassende Auswahl an Technologien für den Zugang über Glasfaser- und Kupferleitungen, mit denen sie die Anforderungen praktisch jeder Netzinstallation erfüllen können. „Als Weltmarktführer im Bereich Ultra-Breitbandzugangstechnik für Festnetze ermöglichen wir Betrei-

bern, mit einer Kombination aus Glasfaser- und Kupfertechnologien qualitativ hochwertige Dienste schneller und kostengünstiger bereitzustellen“, sagt Federico Guillén, President of Fixed Networks, Nokia, über den Test. „Der XG-FastVersuch mit der Deutschen Tele-

kom ist ein Meilenstein in unseren kontinuierlichen Bestrebungen, das Potenzial der Kupferleitungen auszuweiten, dadurch sehr hohe Geschwindigkeiten zu erreichen und gleichzeitig die Glasfaser näher zum Privat- und Geschäftskunden zu bringen.“ (red)

© panthermedia.net/Epitavi

Gemeinsam mit der Deutschen Telekom hat Nokia ein ­neues Verfahren getestet, das Hochgeschwindigkeits­ übertragungen per Kupferkabel ermöglichen soll.

Auch mit alten Kupferleitungen lassen sich hohe Datendurchsatzraten erzielen.


76 feature

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A.I. – was bisher geschah Die Wahrscheinlichkeit, dass die Human-Level Machine Intelligence im Jahr 2040 erreicht wird, liegt bei 40 Prozent. Doch was bedeutet das?

••• Von Sven Gabor Janszky

Acht Grundfragen 1. Werden Computer so intelligent wie Menschen? 2. Falls ja: Wann? 3. Ist das schlimm? 4. Erreichen Computer eine übermenschliche Intelligenz? 5. Falls ja: Wer kontrolliert sie? 6. Können wir unkontrollierbaren Computern eine humanistische Vernunft geben? 7. Falls ja: Wie? 8. Falls nein: Was bedeutet das für die Menschheit?

wird befördert durch die gigantischen Investitionen der großen Tech-Unternehmen in A.I.-Systeme. Nahezu jedes Internet- und Computer-Unternehmen von Weltrang treibt die eigenen Entwicklungsprogramme schnell voran. Auch Investoren wie Elon Musk und Peter Thiel übertreffen sich mit den Ankündigungen für Milliarden-Investments in A.I.Forschung. Diese Entwicklungen werden inzwischen nicht mehr in den eigenen Geheimlaboren durchgeführt, sondern öffentlich. Der Gedanke dahinter ist einleuchtend: Je mehr Nutzer ein A.I.-System verwenden, desto mehr Training bekommt das System, desto besser wird es werden. Denn: Möglicherweise ist die Geschwindigkeit der entscheidende Faktor. Es könnte sein, dass nur der Erste dieses Wettlaufs wirklich zum Gewinner wird. Intelligenz ist nicht gleich Vernunft Ein oft gehörtes Argument ist die These, dass Computer niemals die wirklichen menschliche Intelligenz erreichen werden, weil sie unfähig zu menschlichen Gefühlen, Emotionen und Bewusstsein sind. Wir sollten uns vor dieser Selbsterhöhung hüten. Wir Menschen sind das Ergebnis einfacher Evolutionsprozesse. Es wäre töricht zu glauben, der Mensch sei bereits das bestmögliche kognitive System. Wahrscheinlich sind wir sogar die „dümmstmögliche Spezies, die zur Gründung einer technologischen Zivilisation in der Lage war“, wie Nick Bostrom, Direktor

© Jörg Gläscher

„The end of the human race?“ Bill Gates, Elon Musk, Stephen Hawking … Offenbar hat die technologische Entwicklung in den vergangenen Monaten auch einige der innovativsten Unternehmer und besten Denker der heutigen Menschheit nervös gemacht. Gates zeigt sich in Interviews „beunruhigt“, Musk sieht den Teufel schon gerufen, und Hawking meint, dies „could spell the end of the human race“. Sie haben natürlich alle Recht. Genauso wie der Google-Cheftrendforscher Ray Kurzweil Recht hat, der davon ausgeht, dass diese Entwicklungen zum Vorteil der Menschheit sein werden. So unterschiedlich die Prognosen sind, wie kann es sein, dass beide Seiten Recht haben? Die Antwort ist: Wir diskutieren in dieser Debatte nicht über eine einzige Frage, sondern über mehrere. Unsere verschiedenen Protagonisten beantworten einige Fragen gleich, andere aber unterschiedlich. Jeder der Genannten liegt bei einigen Fragen richtig, bei anderen aber möglicherweise falsch. Fakt ist: Heute tut künstliche Intelligenz bereits an vielen Stellen Positives für die Menschheit: Sie diagnostiziert Krankheiten besser als Menschen, sie findet Therapien, sie entwickelt regenerative Energien, sie hilft, die Umwelt zu säubern, sie sorgt für weltweite Bildung, sie hilft Behinderten, sie steckt in Hörgeräten, in Navigationssystemen, in Empfehlungssystemen bei Amazon & Co. und in unzähligen Robotern: Staubsaugerroboter, Rasenmähroboter, OP-Roboter, RettungsRoboter, Industrie-Roboter. Insgesamt leben wir schon heute mit mehr als 10 MillionenRobotern auf diesem Planeten zusammen. Und die Entwicklung geht rasant weiter. Sie

© APA/AFP/Fabrice Coffrini

A

lle Digitalunternehmen von Weltrang konzentrieren ihre Forschung und Entwicklung auf den Punkt Artificial Intelligence (A.I.), von Google über IBM, Microsoft bis Facebook. Die Folge sind große Fortschritte im „machine learning“. Wir normalen Menschen werden das in unserer Alltagswelt zuerst auf unserem Handy sehen. Wir werden öfter mit dem Handy sprechen und es wird natürlich und intelligent antworten. Wir werden merken, dass die Siris und Cortanas zu wirklichen intelligenten Assistenten geworden sind, mit denen man sich unterhalten kann, fast wie mit menschlichen Assistenten. Diese intelligenten Assistenten auf unseren Handys werden automatisch verstehen, woran wir gerade arbeiten und werden uns ungefragt mit passenden Hinweisen unterstützen. Sie werden unsere Gespräche mit Dritten mithören und automatisch Hintergrundinformationen einspielen oder Hilfstätigkeiten erledigen, die sich aus den Gesprächen ergeben (Kalendereinträge, Reisebuchungen, etc.). Sie werden auch in der alltäglichen Arbeit unsere Emotionen verstehen und versuchen zu beeinflussen. Sie erkennen, wenn wir „down“ sind, und werden Wege finden, uns aufzuheitern und bei guter Laune zu halten. Und wir werden feststellen, dass die User-Interfaces der Geräte und Websites immer einfacher werden. Denn die nächsten Schritte der künstlichen Intelligenz erlauben, die User-Interfaces zu minimieren, bis sie nahezu unsichtbar sind. Sie werden ersetzt durch menschliche Sprache und durch automatische Erkennung von Tätigkeiten, Gegenständen, Emotionen, etc. durch Sensoren. „Zero UI“ ist das Zauberwort für 2016 bei Microsoft & Co. Ob wir es mögen oder nicht: Diese Dinge werden das Jahr 2016 prägen. Und doch sind es „Kindergartenspiele“ im Vergleich zu dem, was danach kommt.

Sven Gabor Janszky ist Trend- und Zukunftsforscher, KeynoteSpeaker, Autor und Geschäftsführer des 2b Ahead ThinkTank www.2bahead.com

des Future of Humanity Institute, sagt. Wir sollten deshalb die theoretische Möglichkeit ins Auge fassen, dass es leistungsfähige, intelligente Computer geben kann, die von sich aus weder moralisch, noch vernünftig sind. Sie sind nur intelligent. Aber wenn sie allein in Vorhersage, Planung und Strategie das menschliche Niveau erreichen und übertreffen, dann ist durchaus denkbar, dass diese künstliche Intelligenz den Menschen manipuliert und beherrscht. Werden Computer so intelligent wie Menschen? Ja! Hochwahrscheinlich. Die meisten Experten sind sich darüber einig. Aber nicht alle. Beginnen wir mit den Skeptikern. Spiegel Online zitiert etwa Google-Chef Larry Page, der die Bedenken gegen die künstliche Intelligenz für übertrieben hält: „Ja, wir machen sicherlich Fortschritte in Richtung künstliche Intelligenz, aber wir sind dennoch weit von ihr entfernt.“ Es sei sehr wichtig, sich weiter in diese Richtung zu bewegen: „Denn das Potenzial, die Lebensqualität für uns alle zu steigern, die Welt besser zu machen, scheint mir enorm.“ Eine ähnliche Position vertritt Eric Brown, Director Watson Algorithms bei der IBM Watson Group. Sein magischer Moment war im Jahr 2011, als in der Gameshow „Jeopardy!“ sein Computer namens Watson gegen zwei Menschen gewann, die davor gegen alle anderen Menschen gewonnen hatten. Doch natürlich ging es danach weiter. Erst wurde Watson an eine Uniklinik gebracht,


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feature 77

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die künftigen Menschen sich wohl von uns unterscheiden werden. Eine der möglichen Antworten hierbei: Sie werden ihre Körper optimiert haben. Sie werden gesünder sein und länger leben. Sie werden körperlich leistungsfähiger sein. Und sie werden geistig intelligenter sein. Wie das gehen soll? Die Antwort von Intelligenz-Optimisten wie Ray Kurzweil ist so einfach wie verstörend: Die menschlichen Hirne werden direkt von der Intelligenz der Computer profitieren und mit ihnen verbunden sein; auf diese Weise macht die Evolution die Menschheit intelligenter. Die dritte

Menschliche Hirne werden direkt von der Intelligenz der Computer profitieren und mit ihnen verbunden sein“, sagt Ray ­Kurzweil.

wo heute Ärzte sagen, dass er vermutlich ein besserer Krebs-Diagnostiker ist, als die besten Menschen. Als nächstes wird er die CallCenterbranche revolutionieren. Und auch als intelligenter Vorstands-Assistent wird er demnächst für Schlagzeilen sorgen. Doch trotz der rasanten Entwicklung bezweifelt Eric Brown, genau wie Larry Page, dass Computer jemals intelligenter sein könnten als Menschen; dass sie jemals aus der Assistentenrolle heraustreten könnten. Warum? Auch ihre Antwort ist relativ klar: Aus heutiger Sicht hat noch nie jemand einen Computer gesehen, der so intelligent ist wie Menschen. Unsere heutigen Supercomputer sind Spezialisten für einzelne Bereiche. Dort schlagen sie den Menschen. Aber sie haben keine allgemeine Intelligenz. Die Intelligenz heutiger Supercomputer basiert allein auf einer schnellen Rechenleistung und Muster­ erkennung. In allen Bereichen des Lebens, die damit nicht abzudecken sind, ist der Mensch besser: In der Kreativität, im unternehmerischen Denken, in der Innovation, im Regelbruch. Was liegt also näher, als Optimismus zu verbreiten und zu fordern, dass der Mensch den Wettlauf seines Hirns mit Computern um Rechenschnelligkeit beenden und sich stattdessen auf seine menschlichen Fähigkeiten konzentrieren soll. Die optimistische Prognose lautet: Der Mensch wird künftig danach bewertet (und bezahlt), wie gut er mit Computern zusammenarbeiten

kann. Denn im Team ist er unschlagbar. Leider wird es so einfach nicht werden. Wer mit den weltweit führenden Forschern im Feld der Künstlichen Intelligenz spricht, der wird feststellen, dass diese in ihrer Mehrheit davon ausgehen, dass die Intelligenz der Computer in der Zukunft nicht auf bestimmte Bereiche beschränkt bleiben wird. Die These, dass Menschen sich nur auf die Bereiche konzentrieren müssen, in denen sie einen „Wettbewerbsvorteil“ haben, klingt tröstlich, ist aber eher unwahrscheinlich. Im Gegenteil: Noch zu unseren Lebzeiten werden wir mit hoher Wahrscheinlichkeit erleben, dass Computer die gleiche allgemeine Intelligenz erreichen, wie Menschen. Diese sogenannte HLMI (Human-Level Machine I­ ntelligence) gilt unter Wissenschaftlern als erreicht, wenn die künstliche Intelligenz etwa 80% der menschlichen Berufe mindestens so gut wie ein Durchschnittsmensch ausüben kann. Human-Level Machine Intelligence Wann ist es so weit? Wir bekommen eine Ahnung von diesem Zeithorizont, wenn wir Umfragen unter den weltbesten Forscherteams der künstlichen Intelligenz machen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Human-Level Machine I­ ntelligence im Jahr 2022 erreicht wird, liegt bei 10%. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Human-Level Machine ­Intelligence im Jahr 2040 erreicht wird, liegt bei 50%. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Human-Level

Machine I­ ntelligence im Jahr 2075 erreicht wird, liegt bei 90%. Oder um es etwas populistischer zu sagen: Vielleicht ist ab dem Jahr 2045 die menschliche Rasse nicht mehr die Top-Spezies auf der Welt. Das könnte uns vor größere Probleme stellen, als wir bisher gelöst haben. Ist das schlimm? Auf dieser Frage antworten die weltbesten Experten erstmals unterschiedlich. Kein Wunder, denn die Antwort auf diese Frage basiert auf ihrem individuellen Weltbild. Wer davon ausgeht, dass die heute existierende menschliche Rasse die höchstentwickelte und vollkommene Spezies der natürlichen Evolution ist, der muss die Entwicklung zu weiterer Intelligenz ziemlich schlimm finden. Oder anders gesagt: Wer den heutigen Menschen für den Zielpunkt der natürlichen Evolution hält, der wird ihn in seiner heutigen Form bewahren wollen. Jegliche Veränderung oder Entwicklung von darüber hinaus gehender Intelligenz ist dann ein gefährlicher und bedrohlicher Angriff. Denn am Ende könnte ja der Untergang der menschlichen Spezies stehen, so wie wir sie heute kennen. Diese Vorstellung scheint die Argumentation von Bill Gates und Elon Musk zu prägen. Wer aber davon ausgeht, dass die heute existierende Menschheit nur ein Zwischenergebnis eines immer weitergehenden evolutionären Prozesses ist, der wird unvoreingenommen darüber nachdenken müssen, wie

Meinung. Wenn Sie meine Meinung wissen wollen: Ich halte die zweite beschriebene Grundvorstellung der Evolution für realer und wahrscheinlicher als die erste. Wir werden in den kommenden Jahren eine sprunghafte Steigerung der Intelligenz in der Welt erleben! Selbst wenn wir dies aus heutigem Blickwinkel vielleicht für „unmenschlich“ halten mögen, unsere Nachfahren in hundert Jahren werden aus einem anderen Blickwinkel darauf schauen. Für sie wird das eher Normalität sein. Allerdings trägt Ray Kurzweils Vorstellung eine gehörige Portion Optimismus in sich, die mir nicht zwangsläufig erscheint. Sie geht nämlich davon aus, dass es immer der Mensch ist, der am längeren Hebel sitzt und die verbesserte Intelligenz nutzen kann. Kurzweil argumentiert in der New York Times, dass es in Zukunft nicht eine künstliche Intelligenz in einer Hand gäbe, sondern 2 Milliarden künstliche Intelligenzen in 2 Milliarden Händen. Ich würde davon nicht ausgehen! Zwar teile ich seinen Optimismus, dass es nicht einen menschlichen Diktator, einen mächtigen Unternehmer oder einen weltbeherrschenden Konzern geben wird, der die intelligente Technologie beherrscht. Aber eine andere Möglichkeit bleibt in seiner Argumentation bisher unbeachtet: Die Wahrscheinlichkeit, dass sich in den kommenden Jahrzehnten eine übermenschliche Intelligenz entwickelt, die sich der menschlichen Kontrolle entzieht, weil sie einfach intelligenter ist als wir Menschen. Diese übermenschliche Intelligenz wäre wahrscheinlich dazu fähig, die einfachen menschlichen Intelligenzen zu manipulieren und zu beherrschen. Dies legt uns jedenfalls der Lauf der Evolution nahe. Lesen Sie demnächst bei medianet u.a. die Antwort auf die Frage: Können wir unkontrollierbaren Computern eine humanistische Vernunft geben, die sie im Sinne der Menschheit handeln lässt?


78  Facts & Figures

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T-Systems

BONN/WIEN. Ab sofort bietet T-Systems den Großkunden der Deutschen Telekom drei Monate nach Abschluss der Migration ein Kündigungsrecht, wenn sie mit der Ausführung der verabredeten Leistungen nicht zufrieden sind. Als erstes einer Reihe von Angeboten bricht „Run on Satisfaction“ für dynamische SAP-Services und SAP Hana mit den etablierten Mustern auf dem OutsourcingMarkt und ermöglicht einen einfachen Umstieg auf IT-Lösungen der Deutschen Telekom. „Die klassischen IT-Dienste versprechen weiterhin Wachstum“, sagt Ferri Abolhassan, Geschäftsführer T-Systems und Leiter IT-Division. „Wir wollen den Markt umkrempeln und unser Angebot an die veränderten IT-Bedürfnisse im digitalen Zeitalter anpassen.“ An die Stelle traditioneller Outsourcing-Modelle tritt die Transformation auf neue, leistungsfähigere und standardisierte Plattformen. proalpha

Höhere Präsenz am ERP-Markt GLEISDORF. Schnelleres Wachstum, mehr Niederlassungen und eine höhere Durchschlagskraft für die Zielmärkte Fertigungsindustrie und Großhandel sowie weitere Branchen sind die Ziele des jüngsten Ankaufs der Schweizer Codex Gruppe durch proAlpha. Sie bringt 20 Jahre Erfahrung mit proAlpha ERP, eine starke Präsenz im Stammland Schweiz, aber auch etablierte Niederlassungen in Italien, Frankreich und Thailand in die Gruppe ein. Die proAlpha Gruppe ist in der D-A-CH-Region mit proAlpha ERP der drittgrößte Anbieter für ERP für mittelständische Unternehmen in Fertigung und Handel.

© Cisco Austria/APA-Fotoservice/Langegger

Neue Trends im Outsourcing

Achim Kaspar, General Manager von Cisco Austria, hält den flächendeckenden LTE-Ausbau für eine wirtschaftliche Notwendigkeit.

699 Millionen DVDs pro Monat So hoch soll das mobile Datenvolumen laut einem Cisco-Report im Jahr 2020 sein; monatlich werden dann 2,8 Exabyte über Mobilfunknetze übertragen.

raum erhöht sich der Anteil des Video-Traffics am mobilen Datenaufkommen von 57 auf 76%. Der Datentransfer über 4G wächst in Westeuropa sogar um das 11-Fache und wird 2020 für 89% des gesamten Mobilverkehrs verantwortlich sein, im Vergleich zu 53% Ende 2015. Cloud-Anwendungen werden ebenfalls zum Normalfall mit einem Anteil von 92% am mobilen Datenverkehr, bislang waren es 83%. Außerdem wird es 2020 in Westeuropa 127,6 Millionen Wearables geben, davon besitzen 6,6 Millionen eingebettete Mobilverbindungen.

WIEN. Womit haben die Provider in den nächsten Jahren zu rechnen? Fest steht: Das Datenvolumen wird nicht kleiner – allerdings sind Prognosen wichtig, um den Ausbau der Kommunikationssysteme in den benötigten Dimensionen zu gewährleisten. Laut dem aktuellen „Cisco Visual Networking Index (VNI) Global Mobile Data Traffic Forecast“ des IT-Anbieters Cisco steigt der mobile Datenverkehr in Westeuropa bis zum Jahr 2020 um das etwa Sechsfache. Damit wächst er doppelt so schnell als der Verkehr über feste IP-Leitungen. In diesem Zeit-

Flächendeckender LTE-Ausbau „Die Zahlen der Cisco-Studie zeigen, dass die Digitalisierung rasant an Fahrt gewinnt und nicht nur im Wirtschafts- und Public ServiceBereich greift, sondern zunehmend auch im Consumer-Bereich mit Wearables an Bedeutung gewinnt“, sagt Achim Kaspar, General Manager Cisco Austria: „Um in Zukunft dem Datenanstieg gewachsen zu sein, ist der flächendeckende Ausbau des LTE-Netzes rasch voranzutreiben; IT-Sicherheit muss dabei einen hohen Stellenwert einnehmen. “ Im Jahr 2020 wird es weltweit immerhin 5,5 Milliarden Nut-

Mobile Datenschutzlücken

WIEN. Mobile Payment-Systeme, die das Smartphone als Geldbörse verwenden, und andere neue Zahlungsformen sind konsequent auf dem Vormarsch. Laut einer Studie des Sicherheitslösungsanbieters Gemalto soll sich das Marktvolumen in den nächsten Jahren mindestens verdoppeln. Für Verarbeiter von Zahlungsdaten bedeutet das einen kleinen Mehraufwand, denn sich müssen ihre Kundendaten vor Missbrauch besser schützen als je zuvor. 54% der Befragten (3.700 IT-­ Sicherheitskräfte aus zwölf Industriesektoren) erklärte, dass ihre Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren durchschnittlich vier Mal von Datenschutzvorfällen betroffen waren, bei denen Zahlungsdaten kompromittiert wurden.

Ebenfalls erschwerend für bruchlosen Datenschutz auf hohem Niveau: In jedem Unternehmen sind unterschiedliche Personen für die Sicherheit von Zahlungsdaten verantwortlich. Für 28% ist der Chief Information Officer (CIO) dafür zuständig; in 26% der Unternehmen kümmert sich eine eigene Business Unit darum; 19% der Teilnehmer geben der Compliance-Abteilung die Verantwortung; bei 15% ist der Chief Information Security Officer (CISO) zuständig und bei 14% andere Abteilungen. Wenig Ressourcen Auch die weiteren Ergebnisse stimmen durchaus nachdenklich. So ist bei 54% der Befragten das Thema Datensicherheit von Zahlungsdaten nicht unter den fünf wichtigsten

© Gemalto

Mobile Payment-Systeme werden bei Konsumenten immer beliebter. Für Unternehmen bedeutet das erhöhte Investitionen in die Sicherheit der gespeicherten Kundendaten.

Jean-Francois Schreiber, Senior Vice President for Identity, Data & Software, Gemalto.

Initiativen im Unternehmen. Nur 31% glauben, dass genügend Ressourcen für den Schutz von Zahlungsdaten aufgewandt werden.

59% der Studienteilnehmer räumen sogar ein, dass ihre Unternehmen Dritten Zugang zu sensiblen Zahlungsdaten gewähren. Von die-

zer von Mobilgeräten geben. Das entspricht dann 70% der Weltbevölkerung. Von 2015 bis 2020 steigt der weltweite mobile Datenverkehr um das Achtfache. Der Anteil des mobilen Traffics über Smartphones wächst dabei von 76 auf 81%. In vier Jahren werden sogar mehr Menschen auf der Welt Handys haben als Strom (5,3 Milliarden), fließendes Wasser (3,5 Milliarden) oder ein Auto (2,8 Milliarden). Die größte Wachstumsrate unter den mobilen Anwendungen haben weltweit Videos mit jährlich 62%. Der Anteil von 4G-Verbindungen wird 2018 jene von 2G und 2020 von 3G übertreffen. In Westeuropa erreicht der mobile Datenverkehr laut dem CiscoReport im Jahr 2020 monatlich 2,8 Exabyte. Das entspricht einem Speicherinhalt von etwa 699 Millionen DVD-Scheiben. Die Verfügbarkeit schneller Datenverbindungen wird dadurch zu einem Kernthema – sowohl für die Provider als auch für Unternehmen, die auf Bandbreite angewiesen sind. Methodik der Studie Die Cisco-Studie, die bereits zum zehnten Mal erscheint, enthält umfangreiches Material zum DatenTraffic über mobile Verbindungen in vielen verschiedenen Bereichen. Zum Beispiel ermittelte der Cisco VNI Mobile Forecast, dass in Westeuropa der Verkehr über Maschinezu-Maschine (M2M)-Verbindungen von 2015 bis 2020 um das 22-Fache steigen wird und damit 12 Prozent des gesamten mobilen Traffics ausmachen wird. Der Cisco VNI Global Mobile Data Traffic Forecast (2015–2020) basiert auf unabhängigen Vorhersagen von Analysten und Messungen von realer mobiler Datennutzung. Diese Grundlage ergänzt Cisco mit eigenen Schätzungen für die Akzeptanz mobiler Anwendungen, Nutzungsminuten und Übertragungsgeschwindigkeiten. Schlüsselfaktoren wie mobile Breitbandgeschwindigkeit und die Prozessorleistung der Geräte werden ebenfalls für die Vorhersagen und Ergebnisse des Cisco VNI M ­ obile Forecast berücksichtigt. (red)

sen Unternehmen nutzen nur 34% die Multi-Faktor-Authentifizierung. Weniger als die Hälfte der Befragten gab an, dass das Unternehmen End-to-End-Verschlüsselung verwendet, um Zahlungsdaten über die gesamte Transaktion hinweg wirkungsvoll zu schützen. Investitionen sind notwendig „Die Studienergebnisse müssen wachrütteln”, sagt Jean-Francois Schreiber, Senior Vice President for Identity, Data and Software Services bei Gemalto. „Schon bei bisherigen Zahlungsmethoden war die Datensicherheit eine große Herausforderung. Unternehmen müssen jetzt erkennen, dass Compliance allein nicht ausreicht. Sie müssen ihre gesamte Sicherheitsstrategie überdenken. Immer mehr Menschen nutzen Mobile Payment. Hackerattacken haben nicht nur finanzielle Auswirkungen auf Unternehmen: Auch der Ruf ist in Gefahr. Trotz des Trends hin zu neuen Zahlungsmethoden sind Unternehmen offensichtlich noch nicht bereit; sie müssen jetzt schnell in die richten Lösungen investieren, um Datenschutzlücken zu schließen.“


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tools & services  79

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BT

© Chris Haderer

© Zeta Software

Office-Suite aus der Cloud

Zeta Producer 13: ein spannendes Werkzeug, das sowohl für Anfänger als auch professionelle Anwender geeignet ist.

Ein Baukasten für Web-Präsenzen Der Zeta Producer 13 ist ein Desktop Content ­ManagementSystem, mit dem professionelle Websites ohne um­fassende Programmierkenntnisse gebaut werden können.

seiten aufgebaut werden können (beispielsweise Drupal, Wordpress oder Typo3); allerdings ist bei diesen Anwendungen bei der Entwicklung ebenfalls einiges Know-how erforderlich.

••• Von Chris Haderer WIEN. Nicht jeder Klein- oder Einmann-Betrieb kann sich eine umfangreiche Webpräsenz leisten, hinter der ein hoher Entwicklungsaufwand und somit auch ein hoher Kostenfaktor stehen. Die Entwicklungswerkzeuge, die beispielsweise von Adobe und anderen Unternehmen angeboten werden, sind für den professionellen Bereich gedacht – und überfordern damit viele Anwender, die auf der Suche nach einer einfachen Möglichkeit zur Webseitenerstellung sind. Eine Alternative ist die Verwendung von Content Management-Systemen, mit denen interaktive Web-

Einfache Handhabung Etwas leichter macht es dem Anwender das Desktop Content Management-System Zeta Producer, der Mitte Jänner in der Version 13 veröffentlicht wurde. Das Programm erlaubt den Aufbau durchaus auch komplexer Websites auf Basis von Templates, die modifiziert werden können. Websites werden quasi nach dem Baukastenprinzip zusammengesetzt.

In der neuen Version 13 setzen sich die Layouts aus sogenannten Content-Blöcken zusammen, die individuell arrangiert werden können. Auch mit wenig Kenntnissen wird so eine Internetseite auf professionellem Niveau konstruiert. Spalten können durch Drag & Drop bearbeitet werden und die Spaltenbreite ist mit der Maus individuell anpassbar. Durch eine Reihe vorgegebener Design-Varianten ist die eigene Seite mit ein paar Klicks schnell und gleichzeitig flexibel erstellt. Versierten Anwendern bietet Zeta Producer 13 darüber hinaus die Möglichkeit, ganz ohne Vorgaben eine Seite zu erstellen sowie die Option, via CSS Inhalte selbst zu formatieren.

Im Geschäft der Zukunft Epson will bei der eCommerce-Messe Internet World eine Reihe von Lösungen für den Point of Sales präsentieren.

Geschäft der Zukunft Mithilfe eines realen Produktregals werden dabei unter anderem Themen wie Click&Collect, Assisted Sales, Up-Selling sowie Mobile Payment adressiert. Entwickler sehen anhand konkreter Beispiele, wie

© Epson

MÜNCHEN/WIEN. Anfang März findet in München die eCommerceFachmesse Internet World statt. Für den Printer-Hersteller Epson ist das kein unwichtiger Termin: Epson präsentiert dort zusammen mit seinem Partnerunternehmen ­e-matters eine Reihe von webbasierenden Lösungen für das Geschäftslokal der Zukunft. Fachbesucher können sich informieren, wie sich OnlineHandelskonzepte mit der EpsonIntelligent-Technologie auch auf die Fläche übertragen lassen.

Das Einkaufen hat längst eine digitale Note bekommen: PoS-Lösungen sind gefragt.

einfach sich webbasierete Lösungen via Epson TM-Intelligent-Systeme auch in bereits bestehende Infrastrukturen integrieren lassen.

Außerdem wird das Unternehmen mit dem ColorWorks C3500 Drucker eine Etikettierlösung zeigen, die die Produktion hochwer-

Mehr Gestaltungsspielraum gibt es auch bei den Schriftarten; die Integration von Google Web-Fonts erlaubt eine weitere Individualisierung des eigenen Internetauftritts durch die Nutzung verschiedenster Schriften, die für die Nutzung im Internet konzipiert sind. Zusätzlich gibt es zwei neue Widgets: „Slider“ und „Carousel“ erweitern mit ­Effekten und Galerie-Optionen den Umgang mit Bildern. Schnelle Ergebnisse Insgesamt steht mit dem Zeta Producer 13 ein spannendes Werkzeug zur Webseitenerstellung zur Verfügung, das schnell zu professionellen Ergebnissen kommt. Bei geringen Vorkenntnissen kann die eigene Internetseite einfach durch vorgegebene Designs, auswählbare Beispielinhalte und leicht bedienbare Drag & Drop-Funktionen erstellt werden. Erfahrene Nutzer hingegen gestalten Inhalte bei Bedarf selbst. Durch responsives Webdesign ist die erstellte Homepage auch auf mobilen Endgeräten gut lesbar und anwendbar. Es hat zwar nicht die Flexibilität individuell programmierter Websites – ist dafür aber billiger und einfach zu bedienen. Die Funktionalität reicht für die meisten Einsatzbereiche aus. Ein Shop-System à la Amazon lässt sich mit Zeta Producer nicht fabrizieren, eine ordentliche Webpräsenz ist hingegen keine Hexerei. Für den Privatgebrauch steht die Windows-Software kostenlos zur Verfügung. Für Vereine und kommerzielle Anwender gibt es drei Lizenzmodelle: „Express“ für 179 € sowie „Business“ für 499 € und neu die Version Premium für nun 999 €. Nach einmaliger Zahlung der Lizenzgebühr kann Zeta Producer zeitlich unbegrenzt genutzt werden. Eine Version für Apple-Macintosh-Systeme ist nicht verfügbar.

tiger Aufkleber aus der e-mattersAnwendung Spark ermöglicht. Darüber hinaus werden portable Drucklösungen aus der Epson-PSerie vorgestellt. Lösungen für die Bildung Kommende Woche wird Epson auch auf der Bildungsmesse didacta in Köln zugegen sein, bei der das Unternehmen seine aktuellen Lösungen für Schulen und Lehreinrichtungen vorstellen will. Im Mittelpunkt des Messeauftritts steht die Präsentation interaktiver, auch durch Fingergesten steuerbarer EB-Kurzdistanzprojektoren. Aufgrund der intuitiven Nutzung dieser Geräte kooperieren bis zu sechs Lehrende und Lernende gleichzeitig. So sind Abbildungen und Texte leicht auch von mehreren Schülern zu bearbeiten oder zu kommentieren. Die Speicherung, der Druck und der Versand eines Dokuments sind ebenfalls per einfach per Gestensteuerung oder Fingertipp möglich. Ein weiterer Messeschwerpunkt des Unternehmens sind die stromsparenden Epson WorkForce Pro Business-Inkjet-Drucker. (red)

WIEN. Der Netzwerk- und ITDienstleister BT ermöglicht seinen Kunden eine direkte Anbindung an die cloudbasierte Microsoft Office 365 Suite. Die Verbindung erfolgt via Microsoft Azure ExpressRoute über das Netzwerk von BT. Da der Zugang mittels BT Cloud Connect über das sichere, gemanagte Netz von BT erfolgt und nicht wie sonst üblich über das Internet, können Unternehmen die Funktionalität von Microsoft Office aus der Cloud mit der hohen Zuverlässigkeit und Performance nutzen, die eine dedizierte ­Anbindung bietet. BT bietet Azure ExpressRoute für Office 365 an Standorten in Europa, den USA und Asien an, an denen der Service verfügbar ist. BT ist zudem einer der ersten internationalen Netzwerk-Provider, die diesen Service in Europa anbieten. NEC

Laser-Projektor mit Kino-Qualität WIEN. NEC Display Solutions Europe hat den PX803UL vorgestellt. Der Projektor zeichnet sich vor allem durch die Vorteile der Laserlichtquelle und seine Installationsfunktionen aus. Damit eignet er sich für den Einsatz in großen Räumlichkeiten, für den Verleih und Veranstaltungen sowie in Hochschulen, Museen, Unternehmen und für DigitalSignage-Anwendungen. 4KSignalmanagement sorgt für professionelle digitale Kinobildqualität und hochwertige Farbdarstellung. eurodata

Personallösung auf Web-Basis WIEN. eurodata, ein Anbieter cloudbasierter Softwarelösungen für Handelsnetze, Steuerberater und KMUs, hat edpep vorgestellt, eine webbasierte Lösung für die Personaleinsatzplanung. Es ist ein weitreichendes Instrument zur Planung und Analyse von Mitarbeitern und Arbeitszeiten. Die Erfassung und Kommunikation kann klassisch über den PC erfolgen, aber auch über die edpep-App für Smartphones und Tablets. Benq

Monitor für die Video-Produktion WIEN. BenQ hat einen speziell für die Videobearbeitung ausgelegten LED-Monitor angekündigt. Der PV3200PT bietet mit einer Bilddiagonalen von 81,28 cm-/32 Zoll und der 4KAuflösung (3.840 x 2.160 Pixel) eine besonders hohe Detail­ tiefe. 100% sRGB-Farbraum und der Rec.709 HDTV-Standard machen den PV3200PT zum interessanten Partner für Video-Bearbeiter.


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