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medianet

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Freitag, 31. august 2012 – 47

Neue Weltbilder

Das Ars Electronica-Festival sucht nach neuen Weltbildern für die Zukunft  Seite 49

© dpa/Andreas Gebert

© Ars Electronica

technology Marktanteil und Profit

Apple ist profitabler als Samsung – trotz des höheren Marktanteils der Koreaner  Seite 50

solider druck Epson Workforce Pro WP-4025 DW

© Epson

Die allgegenwärtige digitale Revolution

© WWF/Canon/Marco Tedesco

short

© ISPA

Wien. Canon Europe hat seine Partnerschaft mit dem WWF um drei weitere Jahre verlängert. In der neuen Vereinbarung ist Canon Europe Conservation Imaging Partner des WWF International und unterstützt ihn mit seiner Expertise im Imaging-Bereich, um den aktuellen Stand von Umwelt und Klimaveränderungen zu dokumentieren und das Umweltbewusstsein zu schärfen. Signifikantes Element ist das „Sailing to Siku – Voyage to the Last Ice Area“-Projekt, eine aufwendige Arktis-Expedition zur Informationsgewinnung.  www.canon.at

© IFA

Wien. Die ISPA lädt zum „Internet Summit Austria 2012“ (ISA), mit dem Motto: „Werbung im Internet: Wer profitiert? Wer verliert?“ Diese und andere Fragen sollen von Experten beantwortet werden. Nach einem Impulsvortrag von Sarah Spiekermann (Wirtschaftsuniversität Wien) zur Online-Werbung aus Nutzersicht diskutieren und erläutern Experten Möglichkeiten und Risiken von Online-Werbung aus Sicht von Anwendern und Unternehmen. Die Veranstaltung wird am 20. September in der Österreichische Akademie der Wissenschaften stattfinden.  www.ispa.at/internetsummit

Die IFA und der Wandel Die digitale Alltagswelt, die einen veränderten ­Umgang mit Information, Entertainment und Kommunikation mit sich gebracht hat, ist ­­Kernstück der heute eröffneten Internationalen Funkausstellung in Berlin. Seite 48 „3“ Der Mobilfunker will sein Netz bald für MVNOs öffnen

Graz/Wien. Zum 8. Mal treffen sich Semantic Web-Forscher, Entwickler und Anwender vom 5. bis 7. 9. bei der „I-Semantics 2012“ in Graz. Diskutiert und präsentiert werden dabei die neuesten Trends und innovativen Technologien des Semantic Web, die bei Facebook, Google und Co. ebenso strategisch eingesetzt werden, wie sie auch bei Big Data und Open Data als Schlüsseltechnologien gehandelt werden.  www.i-semantics.at

© Chris Haderer

I-Semantics

Netzzugang für virtuelle Anbieter

Hofft auf eine möglichst schnelle finale Freigabe: 3CEO Jan Trionow.

Wien. Im Rahmen des Zusammenschlussverfahrens zwischen 3Österreich und Orange Austria will „3“ ein Referenz-Offert auf seiner Website publizieren, das virtuellen Mobilfunkbetreibern (MVNOs) über einen längeren Zeitraum einen umfassenden Zugang zu seinem Netz ermöglicht und zudem eine MVNOVereinbarung mit einem ersten geeigneten Käufer zeitgleich mit dem Merger eingehen. Das Angebot wurde so konstruiert, dass es den MVNOs Flexibilität in der Tarifgestaltung bietet sowie einen erfolgreichen Markteintritt und langfristige Rentabilität ermöglicht.  www.drei.at

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C ov e r

48 – medianet technology

Kommentar

Faust auf Faust

Freitag, 31. August 2012

IFA 2012 Die Leistungsschau der Elektro- und Elektronikindustrie bietet heuer mehr Fläche und ein erweitertes Programm

Die globale Hauptstadt der digital vernetzten Welt Die Internationale Funkausstellung in Berlin hat im Vorjahr ein Ordervolumen von 3,5 Mrd. Euro erreicht. Chris Haderer

S

eit geraumer Zeit hegt und pflegt die IT-Branche ein neues Format, das ein bisschen ans Kabarett erinnert. In den Programmzeitschriften wird es als „Patentklage“ geführt und läuft recht erfolgreich in vielen großen Justizpalästen der Welt. Wie bei Goethes „Faust“, der eigentlich recht gut zum Thema passt, sind die Darsteller in gewissem Rahmen austauschbar. Langfristig ist es nicht weiter wichtig, ob der gute Doktor am Montag von Samsung gegeben wird und der Mephistopheles von Apple. Am Dienstag sind die Rollen neu verteilt und Google mimt gegen Oracle, während Nokia zur Gretchenfrage wird. Am Stück ändert sich nicht viel und auch nicht am Ausgang: Einmal liegt der Höllenfürst in Führung, einen Augenblick später der geballte Faust. Auf der Stelle treten beide. Ähnlich wie schon Goethe ein Faible für das Copyright hatte, sind Patente per se etwas Gutes, weil sie geistiges Eigentum schützen. Allerdings erwecken viele Patente nicht diesen Eindruck, weil sie stattdessen Alltägliches zum Lizenzmodell machen wollen. Ist eine Steuergeste auf einem Touchscreen wirklich schützbar? Ein Slider zum Entsperren des  Handys? Bringt es die Industrie tatsächlich weiter, sich auf neun Codezeilen zu kaprizieren, wie neulich Oracle gegen Google? Irgendwann wird jedes Stück langweilig, und die „Patentklage“ schimmelt bereits.

Sony Fünf EISA-Preise

Award-Gewitter

Berlin. 238.000 Besucher kamen im Vorjahr zur 51. Internationalen Funkausstellung nach Berlin – und wenn es nach Christian Göke, Geschäftsführer der Messe Berlin, geht, sollen es heuer noch mehr werden. Heute wurde sie eröffnet, bis zum 5. September wird sie dauern. „Die IFA wächst. Für Handel und Industrie findet sie zum besten Zeitpunkt im Jahr statt, um sich auf die Hauptsaison vorzubereiten“, sagt Göke. „Mehr denn je fokussiert die Industrie ihre Innovationen und Produkteinführungen auf die IFA.“ Rund 3,7 Mrd. € war das Ordervolumen im Vorjahr, was die IFA zu einer der wichtigsten Leitmessen für den Elektro- und Elektronikhandel macht.

Markt wächst Gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist bereits die Ausstellungsfläche, nämlich von 140.000 auf 142.200 m�. „Wir entwickeln die IFA Jahr für Jahr mit dem Handel und der Industrie weiter, bauen auf dem Erfolg auf und haben damit allen Grund, Berlin voller Optimismus erneut zur globalen Hauptstadt der digitalen, vernetzten Welt zu machen“, sagt IFA-Direktor Jens Heithecker. Die positiven Signale kommen vom Markt selbst, denn der wächst im Bereich Consumer Electronics und Hausgeräte laut HansJoachim Kamp, gfu Aufsichtsrat, seit geraumer Zeit „kontinuierlich. Innovative Produkte, Systeme und Lösungen, die auf der IFA im Mittelpunkt stehen, sind dabei die Garanten für Wachstum. Innovationen führen zu Veränderungen, die die Märkte treiben“, sagt Kamp. „Mit einem Plus von mehr als vier Prozent bei Consumer Electronics und einem Plus von drei Prozent bei Hausgeräten prognostizieren wir für das Gesamtjahr 2012 einen positiven Geschäftsverlauf in Deutschland.“

Internationale Keynotes

© IFA (3)

Chris Haderer

Miss IFA, die Galionsfigur der vom 31. August bis zum 5. September in Berlin stattfindenden Internationalen Funkausstellung. Im Vorjahr kamen 238.000 Besucher, zur heurigen 52. Ausgabe der Veranstaltung wird mit einer Steigerung gerechnet.

heute den Reigen der IFA International Keynotes. Usui setzt sich unter dem Titel „Becoming Indispensable in a Changing World“ mit den die Herausforderungen auseinander, denen sich Technologie-Unternehmen in einer sich rasch verändernden Welt stellen müssen. Weitere prominente Namen auf der illustren Rednerliste sind Phil Rogers (President, HSA Foundation and Corporate Fellow, AMD), der sich mit dem Thema „The Next Era of Computing Innovation“ auseinandersetzt, sowie Logitech-President Bracken P. Darrell, Monster-CEO Noel Lee und Jim Wong, Corporate President, Acer Inc. „Die Veranstaltungsreihe der IFA International Keynotes ist bekannt als globale Bühne der Top-Manager und ein großes Highlight für das IFA-Fachpublikum und die internationalen Medien der IFA“, erklärt Jens Heithecker.

nologien, der Signalverarbeitung und der Anwendungen in der Unterhaltungselektronik auszutauschen. Die Konferenz ist insbesondere ausgerichtet auf Aspekte der Mobilität in allen Bereichen der Unterhaltungselektronik. Überhaupt gleich ein neues Veranstaltungsformat starten die Deutsche Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) und die Messe Berlin im Rahmen der IFA: das „branchenforum@IFA“. Das Auftaktthema des branchenforum@IFA lautet: „Vom Smart Home zum Smart Business”. Glaubt man Analysten, dann steht der Smart-Home-Markt kurz vor dem Abheben, bedingt durch preiswerte Steuerkomponenten. Diesem Trend wollen die Veranstalter verstärkt Rechnung tragen und die digitale Form der Haustechnik einem breiten Publikum vor Augen führen.

sitzender der gfu. Dementsprechend lauten die Kernthemen der IFA TecWatch (mehr oder weniger analog zu den eigentlichen Messeschwerpunkten) „Smart Living“, „Next in 3D & HD“, „The Future of Broadcasting“, „Second Screen“, „Automotive Networks“ und „Wearable Technologies“. Zu all diesen Themen sollen IFA TecWatch-Besucher „ein hochkarätiges Angebot an spannenden AusstellungsBeiträgen finden“, sagt Hecker. „Experten profitieren darüber hinaus von ergänzenden, zu Thementagen gebündelten Veranstaltungen: Vorträge und Panel-Diskussionen vertiefen die Botschaften der IFA TecWatch-Exponate, spezielle Rundgänge für Entscheidungsträger aus Politik, Handel und Industrie führen zu den Highlights der Ausstellung.“

Branchen-Programm

Technik-Hardcore-Shows

Zum zweiten Mal findet im Rahmen der IFA auch die „IEEE International Conference on Consumer Electronics – Berlin 2012“ statt. Die von IFA und dem Branchenverband VDE ausgerichtete Konferenz bietet Forschern und Ingenieuren aus Industrie, Forschungsinstituten und Hochschulen ein Forum, um aktuelle Forschungsergebnisse im Bereich der Systeme, der Tech-

Die Trends von heute sind die Kernmärkte von morgen, und mit diesen setzt sich die IFA in Halle 1 im Rahmen der „IFA TecWatch“ auseinander. „Wer wissen möchte, wie die Zukunft der Consumer Electronics und Home Appliances aussieht, findet im ‚IFA TecWatch‘ viele spannende Antworten und zukünftige Geschäftsideen“, sagt Rainer Hecker, Aufsichtsratsvor-

Auf der IFA vertreten sind praktisch alle namhaften Elektro- und Elektronikfirmen, von Philips bis Samsung, wobei der Schwerpunkt der Messe vordergründig auf dem Consumer-Sektor liegt. Von der Präsenz stehen sowohl der mobile Bereich (mit neuen Tablets und Smartphone) als auch der Entertainment-Sektor im Scheinwerferlicht – angesichts der aktuellen Markttrends keine Überraschung.  b2c.ifa-berlin.de

Wien. Die European Imaging and Sound Association (EISA) hat fünf Produkte von Sony mit dem „Best Product“ Award ausgezeichnet. Die Alpha SLT-A57 wird „Europäische SpiegelreflexKamera des Jahres 2012/2013“. Als Kompaktkamera für höchste Ansprüche gewinnt die „Cybershot DSC-RX100“ und der Award für die europäische Reisekamera des Jahres geht an die „Cybershot DSC-HX20V“. Aus dem Bereich Home Entertainment wird der „Bravia KDL-55HX855“ zum europäischen 3D-Fernseher gekürt und der „VPL-VW1000ES“ erhält den Preis als europäischer High-End HD-Projektor.  www.sony.at

v.li.n.re.: Jens Heithecker, IFA-Direktor, Christian Göke, Geschäftsführer der Messe ­Berlin, Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsrat der gfu und ZVEI-Vizepräsident.

© Sony

Die Alpha SLT-A57 von Sony: EISAAward als beste SLR-Kamera 2012.

Der internationalen Relevanz der IFA, die sich nicht zuletzt in mehreren Hundertschaften angereister Journalisten manifestiert, wird durch ein recht interessantes Lineup an Keynote-Speakern Rechnung getragen. So eröffnet beispielsweise Minoru Usui, President von Seiko Epson Corporation,

Aktuelle Trends

Technik muss nicht immer ernst genommen werden: Im Rahmen der IFA gibt es auch einen Auftritt von Helge Schneider, der dem Digitalzeitalter die Grenzen zeigen soll.


I d e e & s t r at e g ie

Freitag, 31. August 2012

medianet technology – 49

Ars Electronica Festival 2012 Das Linzer Festival macht sich heuer auf die Suche nach zukunftsfähigen Visionen

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Dringend gesucht: Neue Weltbilder für die Zukunft!

Die Spionage-App, die aus der Kälte kam … Holzwicke/Wien. Im Rahmen einer Studie hat der VirenschutzHersteller Bitdefender herausgefunden, dass eine Vielzahl von iOS-Apps exorbitante Mängel in puncto Sicherheit aufweisen. Dazu zählt beispielsweise die Management-App „Leads 360“, die die Zugangsdaten der User nicht ausreichend schützt und Hackern damit Tür und Tor zu den Web-Accounts der Anwender öffnet. Eine weitere Anwendung, die Sicherheitslücken aufweist, ist „Mountainbike Lite“. Diese soll angeblich die Datenverwaltung auf dem iPhone sicherer machen, speichert jedoch die Gerätenummer des Smartphones durch sogenanntes UDID-Tracking. Laut der Analysten von Bitdefender wäre es nett, wenn „App-Entwickler vermehrt ein Augenmerk auf die Sicherheit legen und sich weniger auf neue Features und herausgeputzte User-Interfaces konzentrieren würden“, wie es im Report heißt. Allerdings: Auch Android-Systeme sind von lauschfreundlichen Apps betroffen.  www.bitdefender.de

Kernveranstaltung ist das „Big Picture Symposium“, der Schwerpunkt liegt auf elektronischer Musik.

Online-Banking-Trend fördert Cybercrime Aus den Landkarten von früher sind Datenströme geworden, die zu einer neuen Sichtweise der Zusammenhänge der Welt führen.

kaum nach. Auch der erste Amiga-Computer, der einen österreichischen Asylantrag stellte, landete in Linz – und sorgte mit seinen grafischen Möglichkeiten, die weit über denen eines konventionellen DOS-PCs lagen, für Aufregung.

Die vernetzte Welt Zu den heurigen Kernveranstaltungen gehören das „The Big Picture Symposium“ im Brucknerhaus, das von einer eigenen Ausstellung und einem Cinema ergänzt wird, die CyberArts-Schau im ‚OK‘, die wie gewohnt die besten und interessantesten Einreichungen des Prix Ars Electronica versammelt, die Große Konzertnacht im Lentos, Donaupark und Brucknerhaus, die heuer ihr 10-jähriges Bestehen feiert, und ein eigener „Ars Electronica Music Day“ im Brucknerhaus und Donaupark, der sich ausschließlich elektronischer Musik widmet. Gemeinsam mit dem Brucknerhaus produziert Ars Electronica heuer auch die voestalpine Klangwolke (am 1.9.). Diese „Wolke im Netz“ wird die Geschichte der Vernetzung unserer Welt erzählen und sich als das Werk einer kollektiven Künstlerpersönlichkeit präsentieren. Vor und während der voestalpine Klangwolke kann das Publikum aktiv mitwirken und -gestalten, in Form von selbstgebauten Leuchtbuchstaben und einminütigen Soundcollagen bzw. Tracks, den „Klangwolkenminiaturen“. Featured Artist 2012 ist Seiko Mikami, deren Arbeiten sich mit den Themen Information, Gesell-

Neue Weltbilder als Puzzelspiel.

Keine reine Techno-Show

Gerfried Stocker, der künstlerische Leiter der Ars Electronica.

schaft und Körper auseinandersetzen. Seit den 1990er-Jahren setzt sie ihre Ideen zumeist in Form interaktiver, großformatiger Installationen um, die in Museen wie dem Miró Museum in Barcelona, dem Musée des Beaux Arts de Nantes und dem Stockholmer Kulturhuset zu sehen sind.

Alte und neue Fragen Letztlich haben die Ars Electronica und das 1996 am Urfahrer Donauufer errichtete und 2007 um 30 Mio. € sanierte Ars Electronica Center auch einen wichtigen Beitrag zur Stadtentwicklung geleistet. Denn im Gründungsjahr der Ars Electronica gab es kaum überzeugende Gründe, um in Linz aus dem Zug zu steigen – außer man hatte ein Faible für schlechte Luft. Die Rauchwolken der Voest waren damals so etwas wie das Wahrzeichen der oberösterreichischen Landeshauptstadt. Das Linz des Jahres 1979 und das von 2012 sind verschiedene Welten – obwohl der 1995 verstorbene Autor und Medienwissenschaftler Barrington Nevitt bereits 1979 mehr oder weniger jene Fragen formulierte, mit denen sich das Festival in Zukunft auseinandersetzen sollte: „Welche materiellen, geistigen und sozialen Aus-

Seiko Mikami ist heuer Featured Artist beim Ars Electronica Festival.

wirkungen wird ‚Ars Electronica‘, die elektronische Kunst, ab dem Jahr 2000 unter den verschiedenen Kulturen des Raumschiffs Erde haben? Durch welche Softwaremethoden und Hardwaretechnologien kann man in diesem elektronischen Zeitalter dem Menschen helfen? Die Gutenberg-Druckerpresse war der Vorläufer der ersten industriellen Hardware-Revolution, die ihre Fließbandlogik – über Marktmedien – überall hin ausbreitete.”

Spannende Anfänge Da war beispielsweise Charlotte Moorman zu Gast (verstorben am 8. November 1991 in New York), die schwebend Chello spielte; oder der Performance-Künstler Flatz, der – von der Decke des Brucknerhauses baumelnd – mit einem Vorschlaghammer einen auf der Bühne stehenden Fernseher zertrümmerte. Was an Digitalem zu sehen war, wirkt aus heutiger Sicht wie ein Science-Fiction-Film aus den 1950er-Jahren, als es für die Spezialeffekt-Leute noch eine Herausforderung war, rotierende Farbflächen auf einen Bildschirm zu zaubern. Später dann, in den 80ern, kam der japanische Elektronikkünstler Isao Tomita nach Linz – und kam in einer Glaspyramide über der Donau mit dem Diskettenwechseln

So gesehen war die Ars Electronica immer ein kleines Fest der Sensationen, bei dem die SpecialEffects-Spezialisten von „Star Trek: Genesis“ genauso ihren Platz hatten wie unbekannte Künstlergruppen – mit allem, was dazwischen liegt. Selbst der geniale Nikola Tesla und Carl Djerassi, der Erfinder der (auf einer Idee des Innsbrucker Physiologen Ludwig Haberlandt basierenden) Antibabypille, waren schon einmal Themenschwerpunkte der Ars. Somit war das Festival nie eine reine Techno-Show, weil immer der Mensch und die kulturellen und gesellschaftlichen Auswirkungen neuer Technologien im Mittelpunkt standen. In den 1990er-Jahren hielt das Digitalzeitalter dann endgültig Einzug in die Welt der elektronischen Kunst – wobei es gelegentlich auch gelang, wissenschaftliche Erkenntnisse digital aufbereitet wiederzugeben und noch dazu das Publikum einzubeziehen. Beispiel für eine solcherart gelungene Aktion war das „Sperm Race“ im Jahr 2000, bei dem Besucher eine Spermaprobe abgaben und am Abend dann ermittelt wurde, wessen Sperma am schnellsten ans Ziel gelangt war – anonym und unterstützt durch eine Auswahl der schlechtesten Pornofilme, die im Ausverkauf zu haben waren. In den 1990er-Jahren waren außerdem die CyberpunkAutoren William Gibson, Bruce Sterling und Neil Stephenson in Linz zu Gast, und auch die Virtual Reality-Kultfigur Jaron Lanier gab sich die Ehre. Das detaillierte Programm 2012 ist auf der Homepage zu finden:  www.aec.at/thebigpicture/de

© Kaspersky

Linz. Seit gestern, Donnerstag, ist Linz so etwas wie ein Gesamtkunstwerk – wie immer Anfang September. Seit mittlerweile 33 Jahren findet in dieser Zeit das Kunst- und Technologiefestival Ars Electronica statt, heuer unter dem Motto: „The Big Picture“. Weltbilder für die Zukunft sollen in der bis zum 3. September dauernden Veranstaltung ausgelotet werden, meint Gerfried Stocker, der künstlerische Leiter der Ars Electronica. „Es geht um die Frage nach zukunftsfähigen Weltbildern, die unserer globalisierten und vernetzten Welt, ihrem zunehmenden Zusammenwachsen und gleichzeitigen Auseinanderdriften, Rechnung tragen. Das Festival versammelt dazu Vorbilder und BestPractice-Beispiele aus Kunst und Wissenschaft, die auf inspirierende Weise zeigen, wie ein offener Blick auf ein größeres Ganzes nicht nur mehr von diesem sichtbar macht, sondern auch neue Erkenntnisse darüber zutage fördert“, sagt Stocker. Im Vorjahr kamen immerhin 83.976 Besucher zur Ars – für heuer wird eine ähnliche Zahl angepeilt.

© Ars Electronica (4)

chris haderer

Kaspersky warnt vor neuen ­Trojanern beim Online-Banking.

Moskau/Ingolstadt/Wien. Wenn Cyberkriminelle es sich leicht machen wollen, brauchen sie sich nur an den Statistiken der meistgenutzten Internetdienste zu orientieren. Laut einer internationalen Umfrage von Kaspersky Lab, durchgeführt von Harris Interactive, ist die beliebteste Internet-Aktivität bei den PC-Nutzern nach wie vor E-Mail. Aber auch Bankgeschäfte verlagern sich von der klassischen Filiale ins Web. 57% der Befragten geben an, Online-Banking am PC zu nutzen. Laut einer aktuellen Bitkom-Studie machen derzeit 26 Mio. Deutsche Online-Banking, rund zwei Mio. mehr als im vergangenen Jahr. Cyberkriminelle können von diesem Boom ebenfalls profitieren, indem sie sensible Finanzinformationen beim Online-Banking abgreifen und für ihre Zwecke missbrauchen. „Es existieren nach wie vor gefährliche Online-Banking-Trojaner“, sagt so Christian Funk, Virus Analyst bei Kaspersky Lab. „Sie modifizieren oftmals die für den Nutzer sichtbare LoginSeite des Bankportals, damit der Anwender seine wertvollen Login-Informationen in ein gefälschtes Element der Webseite einträgt. Auch neuere Authentifizierungsmechanismen der Banken wie das mTAN-Verfahren wurden bereits erfolgreich von Cyberkriminellen angegriffen; möglich wurde dies durch eine mobile Variante des Schadprogramms ‚Zeus‘, genannt Zeus-in-the-Mobile.“  www.kaspersky.de


Fa c t s & f i g u r e s

50 – medianet technology

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Citrix freut sich über ­positive Geschäftsbilanz Wien. Citrix verzeichnet eine positive Geschäftsentwicklung. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2012 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 615 Mio. USD (484,25 Mio. €), um 16% mehr, verglichen mit 531 Mio. USD (418,11 Mio. €) im selben Quartal des Vorjahres. Der Reingewinn auf GAAPBasis im zweiten Quartal 2012 betrug 92 Mio. USD (72,44 Mio. €) oder 0,49 USD (0,39 €) pro Aktie. Der Reingewinn für das zweite Quartal 2012 enthält Netto-Steuererträge in Höhe von etwa 22 Mio. USD (17,32 Mio. €). Grund hierfür sind in erster Linie abgeschlossene Prüfungen der US-Steuer­ behörde IRS für bestimmte Jahre.  www.citrix.com

© NetApp

NetApp mit ­Ergebnissen durchaus zufrieden

Freitag, 31. August 2012

VMware Laut einer aktuellen Studie nimmt Cloud Computing zunehmend eine zentrale Rolle im Unternehmen ein

Cloud Computing gewinnt an strategischer Priorität 56% der EMEA-Unternehmen halten Cloud Computing in den kommenden 18 Monaten für vorrangig. sagt Thomas Kühlewein, Vice President Central und Eastern Europe bei VMware. „Menschen, Prozesse und Technologien aufeinander abzustimmen, wird auch in Zukunft unerlässlich sein. Nur so kann IT die geforderten Ergebnisse und ­Mehrwerte für Unternehmen bringen.“

christoph fellmer

Wien. Cloud Computing ist nicht nur eine Technologie, sondern auch eine Strategie – wobei die Unternehmen im EMEA-Raum gegenüber dem Rest der Welt noch Aufholbedarf haben. Zu diesem Schluss kommt zumindest eine aktuelle Studie des Virtualisierers VMware – mit positiven Tendenzen. Die Studie fand weiterhin heraus, dass 31% der IT-Budgets in EMEA für Cloud Computing zur Verfügung gestellt werden, 2010 waren es noch 26%. „Unternehmen versuchen dadurch ein agileres, produktiveres und vernetzteres IT-Umfeld zu schaffen“, sagt Joe Baguley, Chief Cloud Technologist VMware EMEA. Die überwiegende Mehrheit der befragten Unternehmen in EMEA (84%) betrachtet Cloud Computing als eine Priorität, mehr als die Hälfte (56%) hält es in den kommenden 18 Monaten sogar für entscheidend oder vorrangig.

KMUs virtualisieren Im Virtualisierungsbereich wird ein deutlicher Anstieg von Kleinund Mittelbetrieben registriert. Laut einer Untersuchung, durchgeführt von VMware und Canalys, mit 350 Channel Partnern in EMEA spezialisiert auf KMUs, haben von den Mittelständlern, die bereits virtualisieren, 48% die IT-

„Die überwiegende Mehrheit betrachtet Cloud Computing

Cloud ist im Kommen

Wien. NetApp hat seine Geschäftsergebnisse für das erste Quartal des Fiskaljahres 2013, das zum 27. Juli 2012 endete, bekannt gegeben. Der Umsatz für das erste Quartal des Fiskaljahres 2013 entsprach dem angekündigten Erwartungsrahmen und betrug 1,445 Mrd. USD (1,14 Mrd. €) im Vergleich zu 1,458 Mrd. USD (1,15 Mrd. €) im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Pro-Forma-Reingewinn pro Aktie betrug 0,43 USD (0,33 €). „Der Pro-Forma-Reingewinn pro Aktie für das erste Quartal übertrifft unsere Erwartungen, während sich der Umsatz wie vorgesehen entwickelt hat“, sagt Tom Georgens, President und CEO bei NetApp. „Wir werden unsere Technologie und unsere Partnerschaften weiter ausbauen, damit wir auch in Zukunft den Anforderungen unterschiedlicher Zielgruppen gerecht werden können.“    www.netapp.at

Telekom kämpft mit schleppender Konjunktur Wien. Heftiger Wettbewerb in den drei größten Märkten Österreich, Bulgarien und Kroatien sowie eine schleppende konjunkturelle Entwicklung haben der Telekom im 1. Halbjahr einen Umsatzrückgang von 4,9% im Vergleich zum Vorjahr beschert. Das bereinigte EBITDA sank um 6,6%. Wachstum gab es in Kroatien, Slowenien, Serbien und Mazedonien, Einbußen in Österreich, Bulgarien und Weißrussland. Das EBIT konnte durch deutlich geringe Restrukturierungsaufwendungen nahezu verfünffacht werden. Der Nettogewinn drehte daher zum Halbjahr in einen deutlichen Gewinn in der Höhe von rund 81 Mio. €.  www.telekomaustria.at

Von den Prozessen, die bereits in der Cloud durchgeführt werden, befinden sich laut VMware noch die meisten (54%) in Private Clouds. Demgegenüber liegen 24% in Public, 22% in Hybrid Clouds (bei denen Unternehmen sowohl private als auch öffentliche CloudUmgebungen vorhalten). Virtualisierung wird weiterhin als Schlüssel-Technologie für Cloud Computing gesehen: „Die Befragten, die bereits Cloud Computing in einer Abteilung oder im gesamten Unternehmen einsetzen, betrachten Virtualisierung signifikant eher als sehr wichtig für Cloud-Enabler als die, die Unternehmen, die noch nicht auf die Cloud setzen“, sagt

als eine Priorität.“ © VMware

Tom Georgens, President und CEO bei NetApp: „Alles ist wie erwartet.“

Joe Baguley

Joe Baguley ist Chief Cloud Technologist von VMware EMEA.

Baguley. 81% zu 68% lautet das Machtverhältnis.

Bessere Verwaltung „Bei Cloud Computing geht es nicht mehr nur um Kosteneinsparungen und weniger wichtige Anwendungen“, erklärt Joe Baguley. „Wir merken, dass Unternehmen heute anders über ihre IT-Infrastruktur denken als früher – und Cloud Computing ist dabei heute absolut zentral. Mit zunehmendem

Einsatz von Cloud-Technologien wollen Kunden sowohl mehr Kontrolle als auch bessere Verwaltungsmöglichkeiten. Dies gilt besonders für den Bereich Hybrid Cloud.” Wobei die Unternehmen allerdings nicht nur vor technischen Problemen stehen, sondern auch vor rechtlichen, denn derzeit gibt es keine europaweiten gesetzlichen Regelungen hinsichtlich der in der Cloud herumschwirrenden Daten. „Unternehmen stehen neuen Herausforderungen gegenüber“,

Infrastruktur ihres Unternehmens virtualisiert. Innerhalb der nächsten zwei Jahre wird erwartet, dass 75% dieser KMUs ihre Virtualisierungsprojekte ausweiten, beispielsweise auf unternehmenskritische Anwendungen. Tatsächlich prognostizieren die befragten Channel Partner, dass 38% dieser KMUs ihre IT hochvirtualisiert haben werden, um sich in Richtung IT as a Service zu bewegen. Momentan sind es lediglich 20%.  www.vmware.at

Marktanteil Apple hat 71 Prozent Anteil am Gesamtgewinn der Mobilfunkindustrie, aber nur 6,4 Prozent Anteil am Markt

Apple ist im Moment profitabler als Samsung Wien. Samsung gegen Apple – der Zickenkrieg der beiden Elektronikhersteller entbehrt mittlerweile nicht einer gewissen humoristischen Note. So zuverlässig wie das Wort zum Sonntag wird die Welt regelmäßig mit neuen Miniaturen aus dem ewigen Patentstreit der beiden Hersteller versorgt. Das Interessante dabei: Von verschie-

denen Gerichten haben abwechselnd Samsung und Apple Recht bekommen – beide treten in Wahrheit aber einigermaßen stur auf der Stelle. Die Funktionalität der Produkte steht an dieser Stelle nicht zur Debatte – was die Profitabilität angeht, liegt Apple allerdings meilenweit vor Samsung (siehe Info-

grafik). Laut den Analysten der amerikanischen Investment Bank Canaccord Genuity betrug Apples Anteil am Gesamtgewinn der Mobilfunkindustrie im zweiten Quartal 2012 sagenhafte 71%. Demgegenüber stehen Marktanteile von nur 6,4 Prozent am Gesamtmarkt für Mobiltelefone und immerhin 16,9% am profitableren Smartphone-Markt.

dings auffallend tiefer, nämlich zwischen drei und sechs Prozent. Auch hinsichtlich der Kosten der im iPhone verbauten Teile scheint Canaccord Genuity richtig zu liegen – laut den Bastlern von iSupply machen sie nicht einmal die ­Hälfte des späteren Verkaufspreises aus.

Hohe Gewinnmarge

Ein bisschen anders sieht es am Tablet-Markt aus; dort liegt Apple derzeit auch mit Stückzahlen eindeutig vorn. Im zweiten Quartal 2012 wurden weltweit rund 25 Mio. Tablets abgesetzt, was einem Anstieg von 66% gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Der größte Profiteur des Wachstums ist weiterhin Apple. Die Cupertiner konnten im zweiten Quartal ihren Marktanteil von 68% verteidigen – wobei gerade die Gerüchteküche zu brodeln beginnt. Denn dem Vernehmen nach soll Apple im Herbst ein kleiner dimensioniertes iPad für den „­Massenmarkt“ vorstellen.  www.apple.at  www.samsung.at

Laut Canaccord Genuity lag Apples Gewinnmarge beim iPhone im zweiten Quartal bei 43% (dass die in der Grafik aufaddierten Gewinnanteile von Apple und Samsung 108% ergeben, liegt darin begründet, dass zahlreiche Konkurrenten Verluste einfahren, die im Gesamtgewinn berücksichtigt sind). Angesichts des doch recht hohen Konkurrenz- und Preisdrucks in der Mobilfunkbranche ist eine Gewinnmarge von 43% für Apple als Hersteller schon beeindruckend hoch – die Marge der Händler des Unternehmens liegt aller-

Neue Geräte


Fa c ts & f i g u r e s

Freitag, 31. August 2012

medianet technology – 51

Huawei Der Koreaner realisiert den Ausbau der Netzwerkinfrastruktur von T-Mobile hinsichtlich der geplanten Implementierung des LTE-Mobilfunkstandards

Vorbereitung auf LTE-Einführung Wien. Derzeit bewegt nicht nur die bevorstehende Orange-Übernahme die heimischen Mobilfunker, auch der Netzausbau soll intensiv vorangetrieben werden. Hinsichtlich LTE herrscht ein regelrechter Wettlauf um versorgte Städte. In den Ausbau seiner Infrastruktur will beispielsweise T-Mobile 100 Mio. € investieren, wobei dafür Technologie von Huawei zum Einsatz kommen soll.

Im laufenden Betrieb Für Huawei stellt der Ausbau des T-Mobile Austria MobilfunkNetzes laut eigener Aussage das größte Projekt im österreichischen Mobilfunkmarkt dar. Mit diesem Projekt sind alle Vorbereitungen für den LTE-Standard getroffen, der anhand der Huawei-Lösung eingeführt werden kann. Der neue Mobilfunkstandard LTE ermög-

statt. Österreichweit wurden bereits mehr als 4.000 T-MobileSendestationen ausgestattet. Die vorhandene Netzqualität konnte nochmals um mindestens 40% gesteigert werden. „Dass wir ein so großes Projekt in Partnerschaft mit einem der wichtigsten österreichischen Mobilfunkanbieter umsetzen, bestätigt unsere innovativen Lösungen und die ausgezeichnete Qualität unserer Produkte – und unterstützt uns dabei, unsere Präsenz in Österreich weiter auszubauen“, kommentiert Daniel Zhou, CEO Huawei Österreich, das Projekt.  www.huawei.com

Handy-Signatur Der kostenlose, rechtsgültige „Cyberspace-Ausweis” wird von A-Trust ausgestellt

Unser Alter Ego in der virtuellen Welt

Lexmark Zertifizierte Drucke

Dokumentenecht

Top-Thema – auch am Infoday: die elektronische Identität mit der digitalen Signatur.

Wien. Sie kennen das Problem vom guten alten Thermofax her: Nach ein paar Jahren sind die Ausdrucke kaum noch lesbar – was im Amtsverkehr zu Problemen führen kann. Daher werden in manchen Bereichen spezifische Anforderungen an die Druckqualität gestellt. Die Lexmark Business-Tintenstrahlgeräte der OfficeEdge-Serie Pro4000 und Pro5500 wurden von der Papiertechnischen Stiftung (PTS) als dokumentenecht zertifiziert. Damit entsprechen die Geräte jetzt auch den speziellen Anforderungen an Dokumentenechtheit, wie sie beispielsweise von Behörden, Anwaltskanzleien und Notaren gestellt werden. Die PTS führte verschiedene Tests durch, um die Ausdrucke der OfficeEdge-Serie auf Wischund Wasserfestigkeit zu überprüfen. Beispielsweise markierte das Labor gedruckten Text mit vier verschiedenen Textmarkern, ohne dass dieser verwischte. Darüber hinaus testete das Labor die Reaktion des Druckbilds auf Wasser; hierfür wurde beispielsweise ein Farbdokument 24 Stunden in Wasser gelagert, ohne dass sich dabei das Druckbild veränderte.

Wien. Sind Personen im Web auch tatsächlich jene, die sie vorgeben zu sein? Diese Frage stellen sich IT-Experten im Zeitalter des elektronischen Datenverkehrs immer häufiger. Ihr Ziel: das Aufspüren etwaiger Sicherheitslücken im Internet und die – im Idealfall – erfolgreiche Vorbeugungsarbeit. Elektronische Zertifikate, ausgestellt durch einen vertrauenswürdigen Anbieter wie die Firma A-Trust, sind die sicherste und einfachste Art des Identitätsnachweises im Web. Mit der Personenbindung wird die höchste Sicherheitsstufe einer elektronischen Identität garantiert, die allen EURichtlinien, Verordnungen und Gesetzen entspricht.

Welt in Anspruch nehmen. Gefragt ist der Identitätsprovider A-Trust vor allem, um weitere Einsatzmöglichkeiten in der Wirtschaft voranzutreiben. Denn dort ist das Potenzial längst noch nicht ausgeschöpft.

Handy-Signatur & e-Tresor®

„Sowohl die HandySignatur als auch der tomatisch dazuerhält, sind zwei sehr hilf-

A-Trust-Geschäftsführer Michael Butz: „Hilfreiche E-Tools – auch für die Wirtschaft“.

reiche Tools in der Welt

gen und Urkunden oder bei Online-Bankgeschäften, eine wichtige Rolle. Eine digitale Signatur, beispielsweise in Form einer Handy-Signatur, ist die elektronische Unterschrift, mit der behördliche oder privatwirtschaftliche Schriftstücke einfach und schnell rechtsverbindlich signiert werden können. Diese bietet Schutz vor Fälschungen von Dokumenten und deren Inhalten. Für Empfänger ist eindeutig feststellbar, ob das Dokument tatsäch-

des E-Government und

Die Lexmark OfficeEdge-Serie kombiniert die verschiedene Eigenschaften von Laser- und Tintenstrahl-Technologie: Langlebigkeit und Leistungsfähigkeit bei (laut Lexmark-Angaben) bis zu 50% niedrigeren Kosten im Vergleich zu Lasergeräten und einer langen Lebensdauer der Prints.  www.lexmark.at

© A-Trust

e-Tresor, den man au-

Geringere Kosten

E-Business. Leider wissen noch zu wenige über die Vorteile dieser Tools Bescheid. Das wollen wir ändern. MICHAEL BUTZ, GF A-TRUST GMBH

TERMIN

© Lexmark

A-Trust Infoday 2012

Wischfest: Lexmark OfficeEdge-Serie.

Daniel Zhou, Geschäftsführer von Huawei Österreich: Großprojekt mit T-Mobile.

Elektronische Zertifikate kommen aber nicht nur bei der Erledigung von Amtswegen zum Einsatz. Sie spielen auch im sicheren elektronischen Geschäftsverkehr, wie beim Signieren von Verträ-

„Die elektronische Identität mit der digitalen Signatur“ Mittwoch, 24. Oktober, 12:30–18.00 Uhr Palais Ferstel, Strauchgasse 4, A-1010 Wien

lich vom angegebenen Absender stammt. Wichtig: Mögliche Manipulationen oder Übertragungsfehler werden sofort erkannt.

A-Trust Infoday: am 24. Oktober 2012 Über die elektronische Identität mit der digitalen Signatur wird auch beim diesjährigen A-Trust Infoday diskutiert. Dieser findet am 24. Oktober im Palais Ferstel statt. Die Veranstaltung dient als Plattform zum Gedankenaustausch und Networking rund um die aktuellen Entwicklungen in der Signaturwelt. Es werden u.a. Best PracticeBeispiele vorgestellt; Partnerfirmen präsentieren ihre Lösungen zur digitalen Signatur. Parallel zur wachsenden Einbindung in behördliche Abläufe steigt auch die Zahl privater Nutzer, die ihr „Alter Ego“ in der virtuellen

Der rechtsgültige Identitätsnachweis – als Handy-Signatur oder als Bürgerkarte auf der e-card – ist vielseitig einsetzbar, die Ausstellung und Nutzung kostenlos. Neben der einfachen Bedienbarkeit, der wesentlichen Zeitund Kostenersparnis wird seitens A-Trust auch Aufklärungsarbeit zu weiteren Anwendungsbereichen und Services geleistet. Der e-Tresor ist ein elektronischer Speicherort, um wichtige Dokumente, wie Verträge, Urkunden, Zeugnisse, Versicherungspolizzen, e-Rechnungen u.v.m. in digitaler Form sicher abzulegen. Er ist aber auch die Plattform zur Signaturerstellung, Prüfung und Archivierung. In wenigen Momenten ist das hochgeladene Dokument mit der digitalen Signatur versehen. Das Dokument durchläuft dabei einen Verschlüsselungs- und Decodierungsprozess, der sowohl die sichere Authentifizierung, als auch Überprüfung der Echtheit und Unverfälschtheit eines Dokuments erlaubt. Fazit: Je mehr Services mithilfe der Partner geboten werden, desto mehr Personen werden die Vorteile des Systems auch für sich entdecken – für eine rasche und sichere Abwicklung von Behörden und Online-Geschäften.

KONTAKT A-Trust Gesellschaft für Sicherheitssysteme im elektronischen Datenverkehr GmbH Landstraßer Hauptstraße 5, A-1030 Wien Tel. +43 (1) 713 21 51-0 Fax. +43 (1) 713 21 51-350 Mail. office@a-trust.at Web: www.a-trust.at

PROMOTION

licht Datenraten von bis zu 100 Mbit/s. „Unsere Kunden vertrauen auf ein stabiles Netz und hohe Sprachqualität“, sagt Rüdiger Köster, Geschäftsführer Technik und IT bei T-Mobile Austria. „Mit der Technik von Huawei hat T-Mobile einen leistungsstarken Partner am österreichischen Markt. Die schnelle und reibungslose Umsetzung des 2G-SWAP und die Chance, jederzeit rasch mit LTE nachzurüsten, ermöglicht T-Mobile den Aufbau unseres Netzes der Zukunft.” Die Umstellung auf die neue Hardware fand ohne Beeinträchtigung des laufenden Betriebs

christoph fellmer

© Chris Haderer

4.000 Sendestationen wurden bereits im laufenden Betrieb neu ausgestattet.


T o ol s & s e r vi c e s

52 – medianet technology

Test Ergänzend zur „Creative Cloud“ bietet Adobe eine Reihe von „Touch Apps“ für Android- und Apples iOS-Systeme

short

Grafische Heinzelmänner am Touchscreen-Tablet

Fujitsu erweitert seine Linie um einen Hybriden Wien. Fujitsu hat das neue Stylistic Q702 Hybrid-Tablet (ab 1.099 €) für den mobilen Business-Anwender vorgestellt. Das Hybrid-Tablet lässt sich nicht nur als tastaturloses Tablet benutzen, sondern kann mithilfe einer Notebook-Tastatur herkömmlicher Größe in ein Notebook umgewandelt werden. Die Tastatur verfügt dabei über einen integrierten Akku. Dank einer Leuchtkraft von 400 cd/m� sind die Bildschirminhalte auch bei direkter Sonneneinstrahlung sehr gut leserlich. Optional bietet der Stylistic Q702 eine integrierte Unterstützung für die Mobilfunkstandards 3G/UMTS oder 4G/LTE.  www.fujitsu.com/att

Die neuen Apps sollen Kreativen einen plattformübergreifenden Produktionsworkflow ermöglichen.

Wien. Sage Software hat eine neue Version der kaufmännischen Softwarelösung „HWP 2012“ (ab 2.450 € zzgl. MwSt.) vorgestellt, die erweiterte Funktionalitäten für mehr Übersichtlichkeit und das Controlling von Unternehmenskennzahlen bietet. So erleichtert die Lösung die Büroarbeit von Handwerksbetrieben vor allem durch das überarbeitete Regiezentrum. Mit HWP 2012 ist auch die ÖNORM A2063 für österreichische Unternehmen verfügbar. Damit steht auch der Abwicklung eines Projektes im Zuge von Ausschreibungen nichts mehr im Weg. Besseres Hantieren mit Unternehmenseckdaten erlaubt das neue „Controlling Center“ (ab 495 € zzgl. MwSt.).  www.sage.at

Die Richtung stimmt

Jede Menge Werkzeuge Für Apples iOS sind derzeit vier Touch-Apps zu haben, nämlich „Photoshop Touch“ zur Bildbearbeitung, „Ideas“ für vektorbasiertes Zeichnen, „Proto“ zur Erstellung von Drahtmodellen und Entwürfen sowie „Collage“ für Montagen und Moodboards. Für Android-Systeme sind außerdem „Kuler“ zum Erstellen und Durchsuchen von Farbflächen erhältlich, sowie „Debut“ zur Präsentation. Die Apps können einzeln im iTunes Store oder bei Google Play um 7,99 € pro Stück erworben werden. Nutzer der Adobe Creative Cloud mit

Mit der „Collage“-App können Skizzen und Entwürfe montiert werden.

Die Photoshop Touch-App bietet am iPad grundlegende Bildbearbeitungstools.

© Chris Haderer (3)

Berücksichtigt man die gegenüber Desktops geringere Leistungsfähigkeit von Tablets und auch die mangelnden Eingabemöglichkeiten, dann hinterlassen alle vier derzeit für iOS erhältlichen Apps einen zwar nicht bis ins Detail ausgereiften, aber dennoch gelungenen Eindruck. Mit „Collage“ beispielsweise lassen sich unkompliziert Bilder zusammenmontieren – allerdings ist die Auswahl der einzelnen Elemente per Touchscreen noch nicht wirklich ausgereift. Als durchaus gelungene Ergänzung zum Photoshop CS6 präsentiert sich auch „Photoshop Touch“, der im Look zwar seinem großen Bruder ähnlich sein will, naturgemäß aber nur einen Bruchteil seiner Funktionen mitbringen kann. Dennoch lassen sich unterwegs problemlos einfache Bildkorrekturen durchführen. Insgesamt hat Adobe mit der Touch-Linie einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung unternommen, nämlich den Anwendern einen plattformübergreifenden Workflow bieten zu wollen. Dementsprechend soll die Touch-Palette in Zukunft weiter ausgebaut werden. Wobei Adobe durchaus unter Konkurrenzdruck steht, denn der Apps-Markt bietet bereits hervorragende spezialisierte Bildbearbeitungen.  www.adobe.at

Farben können mit Filtern oder durch Veränderung der Kurven manipuliert werden.

Test Der Epson „WorkForce Pro WP-4025 DW“ ist eine interessante Inkjet-Lösung für kleine und mittlere Unternehmen

Arbeitsgruppen-Inkjet mit guter Laserqualität Wien. Der Epson „WorkForce Pro WP-4025 DW“ ist als BusinessLösung auf die Ansprüche von kleinen und mittleren Unternehmen konzipiert. Das Testergebnis hält, was die Werbung verspricht: der WorkForce Pro liefert tatsächlich Ausdrucke in Laserqualität bei einem vertretbaren Zeit-/Leistungsverhältnis. Lediglich der Fotodruck wird bisweilen zur Geduldsprobe und setzt auch die Verwendung von Fotopapier voraus, um einigermaßen stimmige Ergebnisse zu erzielen. Auf Normalpapier hinterließ der WorkForce Pro einen eher farblosen Eindruck, im wahrsten Sinne des Wortes.

Chip versehen sind, einen eher unhandlichen Eindruck machen. Im Testbetrieb erledigte der WorkForce Pro WP-4025 DW alle Jobs zur vollsten Zufriedenheit, auch den Seriendruck auf kleine Fotokarten mit hohem Gewicht. Damit

empfiehlt er sich sowohl als Drucker für kleine Arbeitsgruppen wie auch als Detail fürs Heimbüro, wobei er dort allerdings mit einem Druckvolumen von 20.000 Seiten pro Monat überdimensioniert sein könnte. Eine robuste Lösung.

Der WorkForce Pro WP-4025-Inkjet

© Epson

Kaufmännische Lösung für Handwerksbetriebe

Wien. Adobe breitet sich aus – und zwar vom Desktop (wo das Unternehmen die „Creative Cloud“ und die „Creative Suite CS6“ anbietet) auf die Tablets der Welt. Weil der Konzern den kreativen Prozess als eine Art Gesamtkunstwerk ansieht, sollen Kreativen Werkzeuge zur Verfügung gestellt werden, mit denen sie unterwegs Ideen entwickeln und diese dann mit der Desktop-Software komplettieren können. Als Medium zum Austausch der Daten wünscht sich Adobe die „Creative Cloud“, im Prinzip kann aber auch per E-Mail oder iTunes synchronisiert werden.

Taschenbuchgroße Tonerbehälter.

Guter Gesamteindruck Installation und Inbetriebnahme erfolgen im laienfreundlichen ­Modus. Die Installation der Treiber erfolgt menügesteuert, auch die Integration ins WLAN-Netz gelingt im ersten Anlauf. Vor dem ersten Start fällt die leichte Erreichbarkeit des Kartuschenschachts auf – wobei die taschenbuchgroßen Plastikkartuschen, die mit einem

© Chris Haderer (3)

© Toshiba

Wien. Die Toshiba Europe GmbH hat ein neues Mitglied ihrer Tablet-Familie vorgestellt, den 19,6 cm (7,7”) „Toshiba AT270“ (ca. 550 €), der als erster Toshiba Tablet über ein AMOLED-Display verfügt. Er hat ein stabiles, silberfarbenes Aluminiumgehäuse und ein Display aus kratzfestem Corning Gorilla-Glas. Der AT270 läuft mit Android 4.0 und ist mit dem neuesten Nvidia Tegra 3 Quadcore-Prozessor ausgestattet, der schnelles Surfen im Internet, Anzeigen von HD-Video, Multitasking und Gaming in Konsolenqualität ermöglicht. Das Gerät verfügt über zwei Kameras: eine 2-MegapixelKamera auf der Vorderseite für Videochats und eine 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite mit Blitz-LED. An Schnittstellen sind u.a. micro-USB, microSD, WLAN und Bluetooth 3.0 an Bord. Der AT270 soll ab dem dritten Quartal verfügbar sein.  www.computer.toshiba.at

Jahresabo erhalten beim Kauf von drei Apps eine einmonatige CloudMitgliedschaft vergütet. Adobe bietet darüber hinaus noch eine Reihe weiterer Apps wie „Eazel“, „Color Lava“ oder „Adobe Nav“, die kostenlos erhältlich sind und das Tablet in ein zusätzliches Eingabemedium für die Desktop-Software verwandeln.

Chris haderer

Toshiba stellt ein neues 7,7”-Android-Tablet vor

Eine Akkuladung reicht dem AT270 für etwa elf Stunden Betrieb.

Freitag, 31. August 2012

Die Integration ins WLAN-Netzwerk erfolgt einfach über einen Assistenten.

Firmwareupdates werden nach der Installation vollautomatisch durchgeführt.

Facts & figures Die wichtigsten Features des Epson WorkForce Pro WP-4025 DW im Überblick: Druckgeschwindigkeit 26 Seiten/Min. Monochrom (plain paper 75 g/m²), 24 Seiten/Min. Farbe (plain paper 75 g/m²). Nach ISO/IEC 24734 16 Seiten/Min. Monochrom, 11 Seiten/Min. Farbe Druckauflösung 4.800 x 1.200 DPI Druckvolumen 20.000 Seiten pro Monat Konnektivität WLAN, USB 2.0 Typ B, Ethernet-Schnittstelle (100 Base-TX/10 Base-T) Papierformate DIN A4, DIN A5, DIN A6, DIN B5, DIN C4 (Umschlag), DIN C6 (Umschlag), DL (Umschlag), No. 10 (Umschlag), 9x13 cm, 10x 5 cm, 13x18 cm, 13x20 cm, 20x25 cm, 100x148 mm, 16:9, LT, HLT, LGL, Benutzerdefiniert Grammaturen 64 g/m²–256 g/m² Duplex Ja Anzahl der Papierfächer 2 Papierfachkapazität 250 Blatt Energieverbrauch 23 W (Standalone Copying, ISO/IEC 24712 Pattern), 3W (Sleep Mode), 1W (Printing) Abmessungen 460x420x284 mm Schallleistung Betrieb: 6,2 B (A) Preislage 299,90 €  www.epson.at

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