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inside your business. today.

Freitag, 26. April 2013 – 45

stopline-jahresbericht

220 Mitglieder auf Tuchfühlung mit der „Künstlichen Intelligenz“  Seite 47

Die Internet-Meldestelle hat ihren aktuellen Jahresbericht vorgelegt  Seite 48

handfest samsung galaxy note II praxistest

© Samsung

Tech-natives-auftakt © Stopline

© tech natives austria

technology Consumer Electronics: Ohne Netz geht nichts

© ibm.com

short

© LG

Wien. „Smarter Planet Comes to you“ ist eine weltweite Initiative der IBM, um Studentinnen und Studenten die IBM-Vision für einen smarteren Planeten vorzustellen, High Potentials zu identifizieren und den wissenschaftlichen Austausch mit Universitäten und Fachhochschulen zu fördern. Die Österreich-Termine der Tour: 26. April an der Johannes Kepler Universität in Linz und am 29./30. April an der FH Campus Wien. Hochkarätige Vorträge, Infostände, eine Gaming-Challange und ein Ideenwettbewerb warten.  www. facebook.com/ibmskillstour

© Chris Haderer

Salzburg. Heute und morgen, am 27. April, finden die Frühjahrsordertage der drei großen Einkaufsverbände Electronic Partner, Expert und Euronics (Red Zac) im Messezentrum Salzburg statt. LG Electronics Austria wird bei der Messe in Salzburg das neue Lineup 2013 präsentieren, darunter Produkte wie der 55“ OLED-TV und der 84“ Ultra HD-TV. Im Bereich „Mobile Communication“ werden die beiden Flaggschiffe „Optimus G“ und das herausragende „Optimus G Pro“ vorgestellt. Für Nicht-Elektroniker hat LG Home Appliances im Sortiment, wie etwa den neuen „LG eco“Hybridtrockner.  www.lg.com/at

Smart-TV soll für Umsätze sorgen Knapp vier Monate vor der Berliner Leit­ messe IFA stehen die Trends für heuer fest: Nicht den Smartphones soll die ­Bühne gehören, sondern dem rundum vernetzten Fernseherlebnis.  Seite 46 Connecting Software Drei Monate US-Marktaufbereitung

Anecon Auszeichnung des Great Place to Work Institute

Thomas Berndorfer, Gründer und Geschäftsführer von Connecting Software.

Wien. Das österreichische Unternehmen Connecting Software erhält für sein Produkt „Connect Bridge“ die Chance, sich im Rahmen der Internationalisierungsoffensive „go-international“ für drei Monate im kalifornischen Silicon Valley aufzuhalten. „Unser Ziel ist es insbesondere, hervorragende Partner zu finden, die unser Produkt bei ihren Software-Integrationsprojekten einsetzen“, sagt Thomas Berndorfer, Gründer und Geschäftsführer von Connecting Software. Gleichzeitig wolle man allerdings die vollständige Eigenfinanzierung beibehalten.  www.connecting-software.com

© Anecon

Wien. Heuer lädt VMware unter dem Motto „Virtually Unlimited“ zum „VMware Forum“ nach Wien ein. Am 7. Mai diskutieren Branchenkenner die neuesten Trends rund um Cloud Computing, Virtualisierung und Mobile Services. Zur Veranstaltungsreihe, die in den kommenden Monaten in 27 Städten der EMEA-Region stattfinden wird, werden insgesamt 16.000 Teilnehmer erwartet. Anmeldungen online. www.vmwareforum2013.com

© Connecting Software/Bernhard Schramm

© vmwareforum2013.com

Jungunternehmer im Silicon Valley Die besten Arbeitgeber Österreichs

Anecon-Geschäftsführer Hans Schmit und Karin Schmitzer, HR-Leiterin.

Wien. Der IT-Dienstleister Anecon hat die Auszeichnung „Bester Arbeitgeber Österreichs“ vom Great Place to Work Institute verliehen bekommen. In der Größenkategorie M (50–250 Mitarbeiter) nahmen insgesamt 24 Unternehmen teil und als eines von 13 qualifizierten Unternehmen darf sich Anecon bei einer erstmaligen Teilnahme auf Anhieb über einen „Stockerlplatz“ freuen. „Ich denke, dass das Geheimnis unseres Erfolgs unsere einzigartige Unternehmenskultur ist, unser ‚Anecon-Spirit‘“, kommentiert Hans Schmit, Geschäfstführer von Anecon, die Auszeichnung.  www.anecon.com


C ov e r

46 – medianet technology

Freitag, 26. April 2013

IFA 2013 Knapp vier Monate vor Beginn der Messe sprechen die Veranstalter von anhaltend starker Ausstellernachfrage

Kommentar

SmartTV und jede Menge neue High-End-Gadgets

Das totale Fernsehen ist fast schon da

Laut GfK wird der Markt für Consumer Electronics und Home Appliances heuer um 1,5% wachsen. Sardinien. Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der deutschen Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu), spricht von „anhaltend starker Ausstellernachfrage“, wenn er von der herannahenden IFA 2013 spricht. In etwas mehr als vier Monaten, vom 6. bis 11. September, soll die Leitmesse für Weiß- und Braunware in Berlin über die Bühne gehen und dabei eine „überwältigende Zahl globaler Neuheiten und Produkt-Premieren“ bieten, sagte Kamp im Rahmen der IFA Global Press Conference 2013 vergangene Woche auf Sardinien. „Für den Wachstumsmarkt ‚Smart Home‘ ist die IFA in der weltweit einzigartigen Position, alle beteiligten Industrien, Handel und Konsumenten zusammenzuführen.“ Der Erfolgsfaktor der IFA sei „das klare Konzept, das die Interessen der Industrie und des Handels zusammenführt“, springt auch Christian Göke, Geschäftsführer Messe Berlin, in die Bresche. Denn nicht zuletzt ist die IFA auch ein kleiner Jahrmarkt der elektronischen Eitelkeiten, der Branchentrends recht schnell widerspiegelt. Und vieles, was sich auf der IFA als Trend ausgibt, wäre in Wahrheit nur gern einer – wie etwa das hochgejubelte 3D-TV-Segment beweist, dessen Absätze immer noch beeindruckend plastisch hinter den Erwartungen zurückliegen.

Chris Haderer

L

auscht man den Verschwörungen der Hersteller, dann handelt es sich beim Fernsehen nicht länger um die zweitschönste Nebensache der Welt, sondern um die wichtigste Hauptsache überhaupt. Wobei die von Samsung über Philips bis Loewe im Rahmen der IFA Global Press Conference 2013 ausgestellten Visionen mit dem, was wir aus den Tagen der Mattscheibe für Fernsehen halten, nicht einmal mehr die Mattscheibe gemeinsam haben. Von Norwegen bis Korea hat man sich darauf geeinigt, TV und Internet als Geschwisterpaar zu adoptieren, weshalb bei neuen Geräten der Netzwerkanschluss so sicher ist wie beim Nachwuchs der Nabel. DVB- und Satellitentuner sind in der künftigen Fernsehwelt fast schon Draufgabe, weil das eigentliche Programm aus dem Datendraht kommt, Apps-gesteuert zur Wunschzeit und nicht in ORF-Manier um halb Drei in der Früh, wo viele gute Sendungen zu jung gestorben sind. Über das Programm hinaus, woher es auch kommt, wird das Fernsehgerät zur vernetzten Hoheit im Haus, mit dem auf Wunsch auch die Heizung eingeschaltet werden kann. Fernsehen ist Leben und Wohnen in einem. Wo früher einmal der Esstisch war, stehen morgen vielleicht schon zwei Bildschirme – und ein bisschen fragt man sich, ob und wo beim totalen Fernsehen noch Zeit für Unterhaltung bleibt.

Harte Marktbedingungen Die weltweiten Rahmenbedingungen sind durchaus harsch, dennoch sollen laut Jürgen Boyny, Global Director Consumer Electronics, GfK Retail and Technology, die „globalen Märkte für Consumer

AppSense Psycho-Blick

TV im Mittelpunkt Als Epizentrum des heurigen Elektronikbebens wird vorab nicht das Smartphone-Segment geortet sondern das gute, alte Fernsehen. Geht es nach Herstellern wie ­Loewe, Philips oder Samsung, dann ist die Zeit der analogen Röhrengeräte endgültig vorbei. Das Augenmerk der Hersteller liegt dabei aber nicht vorwiegend auf großen Bildschirmdiagonalen, sondern auf dem Innenleben der Geräte, sprich den Features, die sie mitbringen. Für Loewe, mittlerweile „mehr oder weniger die einzige Entertainment Computer Company in Deutschland“, wie CEO Matthias Harsch es ausdrückt, ist die Zukunft des Fernsehens „connected; das wird alle Bereiche einschließen, vom bloßen Content bis hin zur Hausautomatisierung“, sagt er. In die gleiche Kerbe schlägt auch Wiebo Vaartjes, CEO von Philips Lifestyle Entertainment. Für die Niederländer spielt Design eine immer wichtigere Rolle, wie sie im September in Berlin unter Beweis stellen wollen. Und am Beispiel von Samsung lässt sich erkennen, wo die Industrie den nächsten Marktmotor wähnt: im 4K-Bereich, dem erhofften HD-Nachfolger. Ab 2016 soll die neue Technologie abheben, sagt Michael Zoeller, Senior Director bei Samsung Europe. Bestaunen kann man sie schon im September in Berlin.  www.ifa-berlin.de

Mehr als 400 Journalisten kamen zur IFA Global Press Conference nach Sardinien.

Michael Zoeller, Senior Director, Sales & Marketing TV/AV bei Samsung Europe, führt mit Miss IFA neue Samsung Smart TV-Geräte vor.

Setzt auf SmartTV: Wiebo Vaartjes, CEO, Philips Lifestyle Entertainment.

Matthias Harsch, Chief Executive Officer, Loewe AG: Vernetztes Fernsehen.

Gartner Laut den Analysten werden die weltweiten IT-Ausgaben heuer um leichte 4,1% auf 2,9 Milliarden € ansteigen

Managertypen

Weltweite IT-Ausgaben wachsen nur mäßig

© panthermedia.net/Benis Arapovic

Wien. Wirtschaftskrisen, Rettungsschirme, Sparpläne – der weltweite Markt für Computer-Technik und IT-Dienstleistungen befindet sich trotz aller Widrigkeiten stur auf Wachstumskurs. Dieser Meinung ist zumindest das nordamerikanische Marktforschungsunternehmen Gartner, das für heuer ein Wachstum von 4,1% für den ge-

AppSense hat die IT-Manager in drei große Typengruppen eingeteilt.

samten IT-Sektor weissagt. Dementsprechend würden die weltweiten IT-Ausgaben von 2,79 Mrd. € im Jahr 2012 leicht auf 2,9 Mrd. € anwachsen. Das ist zwar nicht unbedingt eine Sensation, aber immerhin ein stabiles Wachstum (bei einem rückläufigen PC-Desktop-Markt), wobei der Großteil der IT-Ausgaben auf Telekommunikationsdienste entfällt (siehe Infografik). Dieser Trend hat sich schon vor Längerem abgezeichnet und wird sich in den nächsten Jahren laut Prognose auch fortsetzen. Die Ausgaben innerhalb des Telekommunikationssektors werden sich allerdings immer weiter weg von klassischen Telefoniediensten zu mobilen Datendiensten hin verschieben.

Die Cloud kommt © panthermedia.net/fineart

Wien. Der IT-Anbieter AppSense hat einen Blick auf die Psyche der IT-Verantwortlichen gewagt und drei verschiedene Typen skizziert. Da ist einmal der „Konservative“, dessen Berufserfahrung bis in die Ära der Großrechner zurückreicht: ein klassischer Nine-to-Five-Typ. Dann kommt der „Hipster“, der sich in Firmen wohlfühlt, wo Kreativität, Offenheit und Spontanität groß geschrieben werden. Dritter Typ ist der „Moderate“, zu finden in mittelständischen Betrieben, wo viel Wert auf einen ausgeglichenen Ansatz zwischen Innovation und dem Erhalt bewährter Prozesse gelegt wird.   www.appsense.de

Electronics und Home Appliances auch 2013 wachsen“. Allerdings, so Boyny, würden nicht alle Regionen der Welt „zum Wachstum von rund vier Prozent beitragen, aber auch für den herausfordernden Markt ‚Europa‘ prognostiziert die GfK ein Wachstum von 1,5 Prozent.“

© Chris Haderer (4)

Chris Haderer

Der Telekommunikationssektor zeigt eine beständige Umsatzentwicklung.

Das größte Wachstum erwartet sich Gartner im Bereich ‚Geräte‘. Die unverändert starke Nachfrage nach hochpreisigen Smartphones sowie Tablets sorgen trotz des in den Keller übersiedelten PC-Absatzes für ein prognostiziertes

Wachstum von acht Prozent im Hardware-Geschäft. Während Datacenter-Systeme trotz oder wegen der aktuellen Cloud-Tendenzen eher geringe Zuwachszahlen zeigen, gehören auch die Bereiche ‚Enterprise Software‘ und ‚IT-Services‘ zu den Gewinnern der Gartner-Vorhersage. In Österreich wird indes gern in die Cloud investiert: Laut dem

Cloud-Report von IDC lagen die Investitionen für Cloud-Technologie in Österreich im Jahr 2011 bei 69,88 Mio. €, bei einer jährlich kulminierten Wachstumsrate von 28,3% für die nächsten fünf Jahre. Für das Jahr 2016 schätzt IDC das Investitionsvolumen für den Cloud Services-Markt auf 242,69 Mrd. €.  www.idc.com  www.gartner.com


I dee & str ate gie

Freitag, 26. April 2013

medianet technology – 47

Tech Natives Die Community für digitale Trends und Zukunftstechnologien veranstaltete ersten Event zu Künstlicher Intelligenz und Cognitive Computing

Special-Event für Digital-Junkies

Talent-Plattform „Das Ziel des Abends war es, unseren Mitgliedern, bestehend aus Studenten und berufstätigen Digital-Junkies, das Thema ‚Künstliche Intelligenz‘ praxisorientiert näherzubringen“, sagt Benjamin Ruschin, Partner von straberger conversations und Initiator der Tech Natives. Die Veranstaltung hat nicht zuletzt auch das Anliegen, ein Sprungbrett zu sein und zwischen jungen Talenten, die zu den Veranstaltungen kommen, und Recruitern gezielt zu vermitteln. Die Teilnahme an den fünf Jahresevents kostet laut Homepage 59,90 €, gefördert wird Tech Natives darüber hinaus von Monster Worldwide Austria (www.monster.at) und GS1 Austria (www.gs1.at). Zu den Partnern der Community zählen außerdem die Junge Wirtschaft der WKO (www.jungewirtschaft.at), icons (www.icons.at), Mobile Monday Austria (www.mobilemonday. at), TEDx Vienna (www.tedxvienna. at) sowie AIESEC (www.aiesec.at).

Viele Themen Der erste Tech Natives Event 2013 wurde von Franz Wotawa von der TU Graz eingeläutet, der die historischen Meilensteine hinter den Themen Intelligenz und künstliche Intelligenz erläuterte. Auf ihn folgte, eigens für den Abend von der ETH Zürich eingeflogen, Fumyia Iida, der Einblicke in das

Interesse besteht Speaker Nummer drei, Simon Colton vom Imperial College London, entführte das Publikum schließlich in die Zukunft: „Wie wäre es, wenn wir Nachrichten nicht mehr morgens in der Zeitung lesen müssten, sondern diese einfach in Form von Computerspielen empfangen und verstehen könnten?“ Wenn es nach dem Wissenschaftler, der bereits über 20 Jahre in der AI-Forschung

© technatives.at

Die Web-Präsenz der Digital Natives.

Die Redner (v.li.n.re.): Simon Colton, Franz Wotawa, Bart de Witte und Fumyia Iida.

BMD Gefragte Branchensoftware: Marktführer hat bereits 70.000 Arbeitsplätze ausgestattet – auch Steuerprofis

Die Lieblingssoftware der heimischen Steuerberater Aufgrund der heimischen Marktdurchdringung soll jetzt die internationale Präsenz ausgebaut werden. Steyr/Wien. In den 1970er-Jahren kaufte man Software nicht in Form von Apps in Online-Stores – Programme waren damals Magnetkernspeicherplatten, durch die Kupferdrähte gefädelt wurden. Der Beruf des Programmierers hatte fast schon handwerkliche Züge – ganz anders als heute, wo wir Software als dynamische Prozesse verstehen, die sich mit dem Unternehmen verändern müssen. Vor diesem Hintergrund wurde im März 1972 die BMD gegründet, die erst auf Basis der Hardware des französischen Herstellers Logabax und später dann auf Texas Instruments-Geräten Software von Buchhaltungs-und Lohnprogrammen bis hin zu Produktionslösungen entwickelte. „Gut 23.000 Kunden hat die BMD Systemhaus GmbH heute, die mit Töchtern auch in Ungarn, der Slowakei, der Schweiz und Deutschland präsent ist; auf über 70.000 Arbeitsplätzen ist die Business Software im Einsatz“, sagt BMD-Geschäftsführer Ferdinand Wieser. Bei den heimischen Steuerberatern ist das Unternehmen mit seinen Lösungen überhaupt Marktführer; immerhin 30,6 Mio. € Umsatz konnte die BMD im Jahr 2012 mit ihren Produkten einfahren.

Runderneuert & zeitgemäß

Volles Haus bei der ersten Veranstaltung.

aktiv ist, gehen würde, entwickelt Software bald selbst eigene Software. Als letzter Redner des Premierenabends präsentierte Bart de Witte, CEE-Verantwortlicher für den Healthcare-Bereich bei IBM, das Projekt „Watson“, das durch umfangreiches Datenmaterial bessere Diagnostik und Behandlung ermöglichen soll. Für Initiatov Benjamin Ruschin war es ein gelungener Abend „der zeigt, dass das Interesse für die Technik da ist und wir mit unseren Veranstaltungen eine neue Nische in Österreich füllen“.  www.technatives.at

„Ein wesentlicher Meilenstein war sicher, dass wir uns Ende der 1990er-Jahre dazu entschlossen haben, die gesamte BMD-Software neu zu entwickeln“, erzählt Wieser. Diese Arbeiten sind nun, nach über 13 Jahren, abgeschlossen, und das Unternehmen verfügt über ein zeitgemäßes Produktportfolio an ERP-Lösungen. „Darin stecken weit mehr als eine Million Entwicklerstunden“, so der Unternehmer. Über 360 Mitarbeiter sind bei der BMD beschäftigt, davon arbeiten aber nur 65 in Verwaltung und Verkauf, der Rest verteilt sich auf die Kernbereiche Software-Entwicklung,

Ferdinand Wieser, GF der BMD Systemhaus GmbH, will die internationale Marktpräsenz des Unternehmens steigern.

Support und Technik. Mit ihrem runderneuerten Portfolio will BMD nun verstärkt internationale Präsenz zeigen. „Aufgrund der hohen

Produktportfolio auch

Insgesamt sei Österreich als Markt aber zu klein, um langfristig „die hohen Entwicklungskosten tragen zu können; Software lebt davon, möglichst oft verkauft zu werden“, weiß Wieser. Hohe Wachstumsraten hat BMD im Cloud-Bereich, in dem etwa 70 Kanzleien und 500 Unternehmen mit Lösungen versorgt werden. „Die Cloud ist aber eher ein zusätzliches Tätigkeitsgebiet für unsere Technik“, stellt der BMD-Chef klar, „das Hauptaugenmerk liegt ungebrochen auf der Software.“

auf internationalen

Schulungskapazitäten

„In Österreich sind wir bereits stark verankert. Jetzt wollen wir unser

Märkten anbieten.“ FERDINAND WIESER, BMD

Durchdringung, die wir in Österreich schon haben, ist es schwer, Marktanteile auszubauen.“ Laut Wieser verwendet jedes dritte Unternehmen mit mehr als fünf Mitarbeitern ein BMD-Produkt.

Neben der Produktentwicklung ist auch die Markteinführung eine wesentliche Komponente – und Letzteres erfordert geschulte Spezialisten. BMD ist nicht zuletzt deshalb auch im Schulungsbereich tätig, wo es beispielsweise Kooperationen mit Handelsakademien gibt. Auszubildende kommen dadurch schon früh mit der BMD-Software in Berührung und tragen diese spä-

ter – möglicherweise – auch ins eigene Unternehmen hinein.

KMU-Lösungen Mit ihren Produkten will BMD „genau in den KMU-Bereich hineinpassen“, sagt Wieser. „Unsere Lösungen sind speziell an KMU angepasst; das unterscheidet uns vom Mitbewerb, der sich diesem Bereich oft von ‚oben‘ nähert. Wir sind in diesem Segment groß geworden und kennen es genau.“

BMD BMD ist Hersteller von hochwertiger kaufmännischer Spezialsoftware und zählt zu den führenden Softwareherstellern in Österreich. Standorte: Steyr (Zentrale), Wien, Salzburg, München, Budapest, Bratislava, Prag, Frauenfeld (Schweiz) Mitarbeiter: ca. 360 Mitarbeiter (davon 105 Software-Entwickler, 170 Support, 20 Technik, 65 Verwaltung und Verkauf) Kunden: über 23.000 Kontakt und Infos unter www.bmd.at

PROMOTION

Wien. „Artificial Intelligence – Cognitive Computing“. Wenn es Ihnen bei einem Veranstaltungstitel wie diesem wohlig den Rücken hinunterschaudert, dann sind Sie wahrscheinlich ein „Tech Native“. Oder Sie haben das Potenzial dazu. „Tech Natives“ ist eine Community für digitale Trends und Zukunftstechnologien des Wiener Marketing-Beratungsunternehmens straberger conversations. Vergangenen Montag absolvierte Tech Natives den ersten von fünf im Jahr 2013 geplanten Events im Julius Raab Saal der Wirtschaftskammer. Knapp 200 Gäste setzten sich mit dem schon erwähnten Thema „Artificial Intelligence – Cognitive Computing“ auseinander und wurden von ausgewählten Speakern auf ihrem Weg in die Welt der künstlichen Intelligenz begleitet.

Thema ‚Robotics‘ bot und wie künstliche Intelligenz zunehmend auf Maschinen in unserem Alltag übertragen wird.

© BMD

Chris haderer

© tech natives austria (2)

Mit der Veranstaltungsreihe soll eine Nische in Österreich besetzt werden.


Fa c t s & f i g u r e s

48 – medianet technology

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ACP-Übernahme durch Mitarbeiter & Manager

Freitag, 26. April 2013

Stopline Die Meldestelle für Kinderpornografie und Nationalsozialismus sorgt seit 15 Jahren für die Sperrung illegaler Inhalte

Erfolgreiche Arbeit gegen illegale Inhalte im Internet on gegründet wurde. Finanziell unterstützt wird Stopline von Mitteln des EU Safer Internet Programms und der österreichischen DomainRegistry „nic.at“. Von den insgesamt 2.615 eingegangenen Meldungen des Vorjahrs hat Stopline ein Fünftel als tatsächlich illegal beurteilt. „Da der Großteil dieser Inhalte auf ausländischen Servern gehostet wird, ist gerade hier die internationale Zusammenarbeit im Hotline-Netzwerk von Inhope extrem wichtig“, sagt Schloßbauer. „Der Großteil der Meldungen wurde an eine der 43 Partner-Hotlines in insgesamt 37 Ländern weitergeleitet, was die weitere Verfolgung in dem jeweiligen Land garantiert.“ Als „erfreulich“ beurteilt Schloßbauer die immer raschere Reaktion der Provider. So seien europaweit 90% der illegalen Inhalte innerhalb von nur 72 Stunden gelöscht worden, in allen von Inhope betreuten Ländern beinahe 95% innerhalb von elf Tagen.

chris haderer

Wien. Mitarbeiter und Management haben das seit 2006 im Mehrheitseigentum eines Schweizer Private Equity-Investors stehende Unternehmen ACP Anfang April zu 100% übernommen. Mit diesem Schritt hat sich ACP eine langfristig stabile Kapitalbasis geschaffen. „Unser Ziel ist eine langfristig stabile Kapitalstruktur, um unsere Wachstumsziele zu erreichen und für unsere Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter ein berechenbarer und verlässlicher Partner zu sein“, sagt ACP CEO Rainer Kalkbrener: „Wir haben uns für diesen in Österreich noch selten beschrittenen Weg entschieden, weil er gut zu ACP passt; alle anderen Optionen wären mit deutlichen Risiken beziehungsweise Nachteilen verbunden gewesen.“  www.acp.at

Navax erschließt sich neue Geschäftsfelder Wien. Die bislang vorwiegend als IT-Systemhaus bekannte Navax Unternehmensgruppe steigt mit der neu gegründeten Navax Productivity Consulting GmbH in das Geschäftsfeld der Prozess- und Organisationsberatung ein. Im ersten Schritt wird die Navax Productivity Consulting die Bereiche Prozessoptimierung, Produktivitäts-, Interims- und CRM-Management abdecken. Schwerpunktmäßig werden die Beratungsleistungen für den Finanzbereich und den Industriesektor angeboten. Die Übernahme eines Beratungsunternehmens ist ebenfalls geplant.  www.navax.com

© Siemens

Zusammenarbeit im Smart Meter-Segment

Jan Mrosik, Geschäftsführer der Siemens-Division Smart Grid.

Wien. Die Siemens-Division Smart Grid und Teradata haben eine globale strategische Kooperation im Bereich von Big Data vereinbart. „Wir verfügen über das breiteste Portfolio an Smart-Grid-Technologie und sind Marktführer bei Energieautomatisierung und Meter Data Management“, sagt Jan Mrosik, CEO der Siemens-Division Smart Grid. „Daher wissen wir genau, welche Daten der Schlüssel für einen optimalen Betrieb von Stromnetzen sind und können unseren Kunden relevante und wertvolle Informationen zur Verfügung stellen.“  www.siemens.de

Wien. Wie die physische Welt, ist auch das Internet nicht vor Schatten gefeit – wobei im konkreten Fall Kinderpornografie und Nationalsozialismus gemeint sind. Um besser gegen beide Tatbestände vorgehen und das Netz von illegalen Inhalten zumindest ein wenig zu säubern, wurde 1998 die ISPAInitiative ins Leben gerufen, die vergangene Woche ihren aktuellen Jahresbericht veröffentlicht hat. „Über 2.600 Mal haben sich aufmerksame Internetnutzer 2012 an ‚Stopline‘, die Meldestelle gegen Kinderpornografie und Nationalsozialismus, gewandt“, fasst Barbara Schloßbauer, Leiterin der Stopline, zusammen. In 17% der Fälle wurde der gemeldete Inhalt von Stopline als tatsächlich illegal eingestuft. Der Großteil der eingegangenen und als illegal beurteilten Inhalte betraf kinderpornografische Darstellungen. „Der Anteil der illegalen Inhalte ist in den letzten Jahren im Verhältnis zum Meldungseingang weitgehend gleichbleibend“, sagt Schloßbauer. Das erfreuliche Detail am Rande: Im Jahr 2012 wurden nur zwei der illegalen Inhalte auf einem österreichischen Server lokalisiert; alle anderen Meldungen bezogen sich auf Material, das im Ausland gehostet wurde.

Barbara Schloßbauer, Leiterin von Stopline, der Meldestelle gegen illegale Inhalte.

Anstieg an Meldungen Auffällig ist der Anstieg an Meldungen im ersten Quartal 2013. Laut Barbara Schloßbauer sind bis Ende März insgesamt 1.064 Meldungen eingegangen, von denen über 330 als illegal eingestuft wurden. „Wenn diese Entwicklung anhält, zeichnet sich eines der meldungsintensivsten Jahre überhaupt ab“, sagt Schloßbauer, die sich für ihre Arbeit „die tatkräftige Unterstützung der Medien, Provider und Internetnutzer“ wünscht. „Denn je präsenter Stopline im Internet und in der Öffentlichkeit ist, desto eher melden User illegale Inhalte – und tragen somit zu deren Entfernung bei.“ www.ispa.at  www.stopline.at

Erfolgreiche Arbeit Stopline ist eine von den Behörden anerkannte Meldestelle für kinderpornografische und nationalsozialistische Inhalte im Internet. Die Initiative ist in „Inhope“ eingebunden, ein weltweites Netz an Meldestellen, das 1999 im Rahmen des „Safer Internet Action“Plans der Europäischen Kommissi-

Auf der Stopline-Homepage können strafbare Webseiten einfach gemeldet werden.

Microsoft Das Unternehmen bietet gemeinsam mit HP eine Data-Warehouse-Lösung für unbegrenzte Datenmengen

Partnerschaft im Data-Warehousing-Bereich Wien. Laut dem Marktforscher Gartner gehört Microsoft zu den führenden Unternehmen im Business Intelligence-Bereich: Die Redmonder wurden erst kürzlich als Leader im Bereich „Business Intelligence und Analytics Platforms“ eingestuft. Aktuell hat der Softwarekonzern nun in Zusammenarbeit im Hewlett Packard eine gemeinsame Data WarehousingLösung vorgestellt. Der „SQL Server 2012 Parallel Data Warehouse“ (PDW) soll hohe Performance vor allem im Big Data-Bereich bringen und damit eine Grundlage für schnelle Analysen sein.

fekt aufeinander abgestimmtes Lösungspaket, bestehend aus Hardund Software, an.“ Kunden sollen von paralleler Datenverarbeitung, einfacher Integration in Hadoop und „dem gebündelten Know-how zweier Weltkonzerne“ profitieren, wie es Droschl ausdrückt. Auch in kommerzieller Hinsicht soll die

neue Data Warehouse Appliance dem Vergleich mit anderen Anbietern sorglos überstehen können: „Kunden bekommen den geringsten Preis pro verwaltetem Terabyte und erzielen dennoch Leistungssteigerungen und Performancegewinne bis zum Faktor 100 – und das alles quasi schlüsselfertig“, sagt Droschl.

Gehobene Leistung „Durch die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung von Geschäftsprozessen sehen sich Unternehmen immer größer werdenden Datenmengen gegenüber“, sagt Georg Droschl, Produkt Marketing Manager im Bereich Server bei Microsoft Österreich. „Mit dem neuen ‚SQL Server 2012 Parallel Data Warehouse‘ bieten Microsoft und HP ein gemeinsames und per-

© Microsoft/Fotostudio Hugerx

Rainer Kalkbrener, Geschäftsführer des IT-Dienstleisters ACP.

© Stopline (2)

© ACP

Im 1. Quartal 2013 sind schon 1.064 Meldungen eingegangen, davon wurden 330 als illegal eingestuft.

Georg Droschl, Produkt Marketing Manager im Bereich Server bei Microsoft Austria.

Laut technischen Daten sollen „praktisch unbegrenzte“ Datenmengen verarbeitet werden können.

Referenzkunde Supermarkt Das Parallel Data Warehouse von HP und Microsoft ist bei einigen internationalen Kunden bereits im Einsatz. Zu Referenzprojekten zählt unter anderem auch Hy-Vee Products and Services, das in den USA eine stark wachsende Kette an mitarbeitergeführten Supermärkten betreibt. „Mit der ‚SQL Server 2008 R2 Parallel Data Warehouse‘Lösung können wir Änderungen im Kaufverhalten unserer Kunden umgehend feststellen“, sagt Tom Settle, Assistant Vice President von Hy-Vee. „Das ermöglicht uns eine schnellere Reaktion im Vergleich zum Mitbewerb und stellt für uns einen entscheidenden Geschäftsvorteil dar. Zusätzlich verfügen wir mit dem Parallel Data Warehouse auch über die Flexibilität, das System maßgeschneidert zu skalieren, wenn wir es um neue Datenmengen erweitern.“  www.microsoft.at


Fa c t s & f i g u r e s

Freitag, 26. April 2013

medianet technology – 49

Card eMotion Die Agentur arbeitet gemeinsam mit der TU Wien an neuer App zur Positionsbestimmung in Gebäuden

short

Entwicklungsprojekt zur Ortung in Innenräumen chris haderer

© TU Wien

Das System implementiert Augmented Reality-Elemente und wird vom Start weg gebrandet vermarktet.

Neue Antennen für die Vernetzung von Autos

Antennenforschung vom Christian Doppler-Labor an der TU Wien.

Wien. Zu den alltäglichen und dennoch wichtigsten Features eines modernen Smartphones gehört die Ortung der aktuellen Position. Zur Ermittlung des Standorts dienen neben den Daten des Global Positioning Systems (GPS) in der Regel auch lokalisierte WLAN-Netze,

Wien. Auch Autos wollen mit einander reden: Machine-toMachine-Kommunikation nennt man das dann. Gemeinsam arbeiten die BMW Forschung und Technik GmbH, PIDSO sowie die Technische Universität Wien im Christian Doppler-Modul „Integrated Vehicle Chassis Antennas“ unter der Leitung von Christoph F. Mecklenbräuker deshalb in einem Forschungsprojekt an neuartigen Entwurfsmethodiken und Fertigungsverfahren von Antennensystemen mit verbesserten Abstrahlungseigenschaften. Die Forschungsaktivitäten zielen auf die Verbesserung der Fahrzeug-Vernetzungseigenschaften zur Steigerung von Sicherheit und Effizienz im Straßenverkehr im Rahmen von Intelligent Transportation Systems ab. Die Arbeiten erfolgen auf Basis neuartiger Materialien wie z.B. Kohlefaser-Verbundwerkstoffe (CFK) und Kunststoff-Materialien im Karosserieumfang, die zukünftig im Automobilbau eingesetzt werden sollen. Im Rahmen des Forschungsprojekts werden Verfahren zur direkten Integration von Antennenfunktionen auf Kunststoffteile untersucht. Damit können Kunststoffbauteile funktionalisiert und Miniaturisierungen sowie Gewichtseinsparungen realisiert werden. Durch diese Technologie werden völlig neue Möglichkeiten zur Integration von Antennen in bestehende Fahrzeugstrukturen geschaffen.  www.tuwien.ac.at

„Durch neue Innenraum-Lokalisierungsmethoden werden auch völlig neue ‚Augmented Reality‘-AnwenHannes Kaufmann, Tu Wien

© TU Wien

dungen ermöglicht.“ Hannes Kaufmann, Projektleiter der TU Wien, entwickelt mit Card eMotion ein neues Ortungsverfahren für Innenräume.

dennoch kommt es zu technisch bedingten Ungenauigkeiten, vor allem, wenn es um die Navigation innerhalb von Gebäuden geht, beispielsweise innerhalb von Büround Businessparks, Flughäfen und Bahnhöfen oder anderen öffentlichen Anlagen. Auch in Einkaufszentren ist eine exakte Ortung interessant, nicht zuletzt, um den abgängigen Nachwuchs schnell wiederzufinden. Und genau das soll eine neue Technologie können, die von der Gruppe für interaktive Mediensysteme der TU Wien in Kooperation mit der Agentur Card eMotion entwickelt wird. „Geplant ist die Entwicklung einer mobilen, interaktiven Navigationshilfe für Smartphones und Tablets, die unabhängig von saiso-

nal bedingten Veränderungen der Inneneinrichtung eine zuverlässige und genaue Lokalisierung des Benutzers im Raum ermöglicht“, beschreibt Hannes Kaufmann, Projektleiter TU Wien.

sondern auch zusätzliche Informationen anzeigen.” Für die Entwicklung der App verfolgt das Projektteam einen Ansatz, bei dem unterschiedliche Trackingverfahren kombiniert werden sollen.

Unterschiedliche Ansätze

Marketing mit Branding

„Sehr genaue Lokalisierung in großen Innenbereichen ist bisher ein ungelöstes Problem“, sagt Kaufmann. „Wir werden im Projekt durch die Kombination verschiedenster Lokalisierungsmethoden Lösungen entwickeln, die auf modernen Smartphones einsatzbereit sind. Dadurch wird eine Fülle von völlig neuen Augmented Reality Anwendungen möglich, die Nutzern nicht nur den Weg weisen,

Die Umsetzung der Lösung als unternehmensgebrandete App soll schon vom Start weg Vermarktungskanäle offen halten. Hannes Kaufmann gibt ein Beispiel: „Auf dem virtuell in 3D vorgegebenen Weg zum nächsten Restaurant im Einkaufszentrum werden aktuelle Angebote in den umliegenden Geschäften dargestellt, mit der Option, einen Gutschein- oder Nachlasscode auf das Smartphone zu la-

den. Eine direkte Verbindung zum Webshop lässt sich genauso in die App integrieren, wie die Schaltung von saisonalen Aktionen. Während die zusätzlichen Inhalte in Einkaufszentren dem Zweck der Verkaufssteigerung dienen, können Krankenhaus-Apps beispielsweise mit wertvollen Gesundheitstipps erweitert werden, Flughafen-Apps mit Reisetipps und so weiter.“ Card eMotion ist seit Längerem in der Entwicklung von Mobile Apps, speziell im Bereich Augmented Reality, tätig. Mit der TU Wien als Technologiepartner soll das Know-how jetzt weiter ausgebaut werden, um gemeinsam eine App zur räumlichen Erkennung mit Augmented Reality zu entwickeln.  www.card-emotion.com

Auszeichnungen für New Media-Leistungen

xLink Das Salzburger Unternehmen hat mit „xFly“ ein preiswertes System für den Internetzugriff in Flugzeugen vorgestellt

Salzburg. Es sind durchaus hohe Erwartungen, die das Salzburger Unternehmen xLink – powered by Multikom Austria Telekom GmbH in ihr Vorzeigeprodukt steckt. Hebt das Projekt ab, soll es Fluggästen einfache Internetverbindungen per WLAN im Flugzeug ermöglichen. Für das nach siebenjähriger Entwicklungzeit Anfang April bei der „Aircraft Interiors“-Messe in Hamburg vorgestellte „xFly“-System soll ab sofort ein europaweites Basisnetz aufgebaut werden, das „es schon 2014 über 350 Millionen Fluggästen ermöglichen wird, das Internet auch im Flugzeug zu benutzen“, sagt xLink-Geschäftsführer Martin Herbst. Die Versorgung der Flugzeuge erfolgt vom Boden aus, wobei durch Glasfaseranbindung Breitbandgeschwindigkeiten von derzeit 1,4 GBit/s zur Verfügung stehen sollen.

liches mitbringen und problemlos und mit höchster Geschwindigkeit verwenden“, sagt Herbst. Auch das Problem mit dem Ausschalten aller elektronischen Geräte bei Start und Landung beziehungsweise dem Abschalten des GSMModuls während des Flugs sei laut Herbst elegant gelöst und in einem

Patent zementiert worden. „Die Benutzung von ‚xFly‘ ist denkbar einfach“, erklärt Herbst: „Aktivierung der WLAN Funktion des eigenes Geräts und los geht‘s. Keine weiteren Schritte sind notwendig und eine hochqualitative Verbindung in das grenzenlose Internet ist somit garantiert.“

Schnelle Marktakzeptanz

© xLink

WLAN ohne GSM „Alle Passagiere können ihr eigenes Equipment wie iPad, iPhone, Android Phones, Smartphones, Laptops, Spielkonsolen und Ähn-

Preislich ist xFly für Anwender extrem interessant: „Der Preis für die hochmoderne Verbindung wird pro Flug unter einem Euro je Fluggast liegen, egal wie viele Geräte der Kunde in Betrieb nehmen möchte“, sagt Herbst. „Da das neue System von xFly bei den Airlines auf hohes Interesse stößt und sich Verhandlungen äußerst positiv entwickeln“, geht der xLink-Geschäftsführer derzeit „von einer enormen Steigerung der Firmentätigkeit aus. In kürzester Zeit werden dadurch mehr als 300 neue Arbeitsplätze entstehen, welche im Wesentlichen ihren Stammsitz in Salzburg haben werden.“

Martin Herbst, Geschäftsführer von xLink – powered by Multikom Austria Telekom.

xLink ist seit 33 Jahren am Markt aktiv und betreibt als KabelTV- und Telefonanbieter der ersten Stunde eigene Glasfasernetze. Das rein österreichische Unternehmen erwartet sich von xFly eine relativ zügige Markt-akzeptanz, da die Airlines auf der Suche nach ­effektiven Lösungen seien.  www.xlink.at

© wan-ifra.org

Startfreigabe für WLAN über den Wolken

Erstmals WAN-IFRA-Preis für die wunderbare Welt der Online-Medien.

Wien. Die Telegraph Media Group aus Großbritannien, Verdens Gang aus Norwegen, Dagens Nyheter aus Schweden und die Kleine Zeitung aus Österreich zählen zu den Preisträgern der ersten „Digital Media Awards Europe“ von WANIFRA, dem Weltverband der Zeitungen und Nachrichenmedien. Mit dem für den europäischen Raum ausgeschriebenen Preis, mit dem hervorragende Leistungen in den Bereichen Online-Medien, Crossmedia, Online-Video, Infografik, Mobile, Tablets und Social Media honoriert werden, wurden fast 20 Unternehmen und Publikationen ausgezeichnet.   www.wan-ifra.org


T o o ls & se r v i c es

50 – medianet technology

Freitag, 26. April 2013

Test Das Samsung Galaxy Note II präsentiert sich als leistungsfähiger Hybrid aus Tablet und Smartphone mit Android 4.1.2

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Handy-Koloss mit Stift und Handschriftenerkennung

Zwei neue Drucker für den Einsatz in KMUs

© Canon

Die Performance lässt kaum Wünsche offen, auch die 8MP-Kamera liefert für ein Handy gute Ergebnisse.

DesignPad mit neuen Gestaltungswerkzeugen Wien. Quark hat ein Update für DesignPad veröffentlicht. Die App wurde für Kreative entwickelt, die unterwegs ihre Design- und Layoutideen auf dem iPad umsetzen wollen. Mit einer einfach zu bedienenden, intuitiven Benutzeroberfläche können sich sowohl Designstudenten als auch Kreativprofis neben normalen Designfunktionen auch mit rasterbasierten dynamischen Layouts weiterentwickeln. Anwender können ihre fertigen Designs als Vorschau oder als QXP-Datei per EMail versenden und diese dann später in QuarkXPress 9 öffnen und dort weiterbearbeiten.  www.quark.com

© Epson

Etikettendrucker für den schnellen Einsatz

Der Epson Thermoetikettendrucker TM-L90-i: Druckerteiber nicht nötig.

Wien. Epson hat den Thermoetikettendrucker TM-L90-i (ab ca. 930 €) vorgestellt. Mit dem TM-L90-i können Etiketten ohne Druckertreiber direkt aus HTML5 kompatiblen Webbrowsern heraus gedruckt werden. Dank einer MTBF des Druckers von 180.000 Stunden und einer Schneideeinrichtung, die für bis zu 2.000.000 Schnitte ausgelegt ist, soll der Epson TM-L90i hohe Zuverlässigkeit bieten.  www.epson.at

Der Stift macht den Unterschied: das Samsung Galaxy Note II als kleines Büro.

Klasse jetzt genannt werden wollen) näher als einem Telefon. Das Galaxy II fühlt sich ein wenig so an, als wolle es gar nicht mit den Fingern bedient werden (was mit einer Hand ohnehin schwer ist) – stattdessen preferiert es den S Pen als Eingabeform. Dabei handelt es sich um einen drucksensitiven Stift, der tatsächlich überzeugende Ergebnisse liefert und beispielsweise bei Notizen und Skizzen gute Dienste leistet. Einige dem Smartphone beigefügte ­Apps, wie S Planner oder S Note sind für ihn optimiert und einfach zu bedienen. Lediglich bei der Handschriftenerkennung gibt es einige Mängel zu beanstanden – wobei es sich allerdings um Software-Angelegenheiten handelt, die eigentlich schnell behoben werden könnten. Die Hardware, die im Samsung Galaxy II steckt, spielt jedenfalls alle Stückerln – und wäre vor zehn

Chris haderer

Wien. Vorbei sind die Zeiten, in denen Handys handliche kleine Dinger waren, die man ohne zusätzliche Behältnisse einfach bei sich tragen konnte. In die meisten Jackentaschen passt zwar das Samsung Galaxy Note II (ca. 699 € ohne Vertrag, ca. 749 € in der LTEVersion, beide mit 16 GB Speicher) auch noch, allerdings wird es bei einem 5,5“-Display und Abmessungen von 151 x 81 x 9,45 mm schon ein bisschen eng im Sakko.

Bedienung mit Stift Mit mehr als 180 g ist das Gerät nicht unbedingt ein Leichtgewicht und in der Bedienung insgesamt etwas gewöhnungsbedürftig. Optisch und leistungsmäßig ist es ohnehin einem Tablet (oder Phablet, wie Geräte in der 5,5“-

Notizen mit S Note und S Pen-Stift.

Jahren wahrscheinlich für außerirdische Technologie gehalten worden. Damit sind wir schon am Punkt: Das Galaxy Note II ist nicht nur ein Arbeitstier fürs Business, sondern macht auch Spaß.

Beste Performance Ein bisschen wirkt das Note II so, als wäre es eine Melange aus den besten Features des (kleineren) Vorgängermodells, das um einige Features des Galaxy SIII erweitert und in ein größeres Gehäuse gegossen wurde. Die ausgezeichnete Performance des Geräts liegt nicht nur am installierten Android Jelly Bean 4.1.2., das schneller als Icecream Soda werkt, sondern auch am verbauten Quad-Core-ExynosProzessor mit 1,6 GHz. Damit schlägt das Gerät beispielsweise das HTC X und ist fast doppelt so rasant unterwegs wie das Samsung

Einfache Menüs: auch NFC ist an Bord.

Galaxy Tab 10.1. Was die Ausstattung anbelangt, gibt es also keine Mängel: Das Galaxy Note II liefert hervorragende Performance bei Akkulaufzeiten von bis zu 25 Stunden (beim aktiv Telefonieren). Anders als bei einigen Mitbewerbern kann der Akku auch gewechselt werden; auch der SD-Kartenslot, mit dem der Hauptspeicher um bis zu 64GB erweitert werden kann, findet sich unter dem Gehäuse.

Multifunktions-Gerät Mit dem Galaxy Note II hat Samsung ein Gerät abgeliefert, das aufgrund seiner Größe sicher nicht jedermanns Sache ist, in dem sich aber ein Kleinbüro und ein MiniEntertainment-Center verstecken. Dank dem Stift ist es ein Gerät, auf dem man auch produktiv sein kann und nicht nur Webkonsument ist. Spannend.  www.samsung.at

Test „Miles HD for iPad“ ist für eine iOS-App ungewöhnlich teuer, glänzt aber mit interessanten Features und schöner Optik

Durchdachtes Fahrtenbuch im Retro-Design Wien. Von der Aufmachung her ist das Fahrtenbuch „Miles“ in der neuen HD-Version für iOS eine Liebeserklärung ans Lenkrad – obwohl es sich eigentlich um eine handfeste Software handelt, die Führung und Export des Fahrtenbuch finanzamtkonform erledigt. Die Bedienung ist überraschend einfach, sodass die Lobeshymnen diverser Rezensenten auf der Homepage des Herstellers FFWD Fastforwardwebdesign nicht einmal übertrieben erscheinen. „Miles HD for iPad“ ist ein komplettes, intelligent aufgemachtes Fahrtenbuch, das keine Wünsche offen lässt – aber auch einen für den Apps-Markt ungewohnt hohen Preis von 39,99 € (im iTunes-Store) für sich verlangt. Erhältlich ist auch eine iPhone-Version (die laut Hersteller auch auf dem iPod touch läuft) um 17,99 €.

Eingabenkontrolle zur Vermeidung von Fehleingaben, „undo“-Funktion, umfangreiche Analysen, Statistiken und Kennzahlen für unterschiedliche Perioden und Klassifizierungen, Export des Fahrtenbuchs nach Periode und Klassifizierung als PDF, Versand per E-Mail sowie ein inkludiertes mehrsprachiges Handbuch. Ein Internet-Zugang ist

zur Aufzeichnung nicht notwendig; die Software ist außerdem in den Landessprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, und Ungarisch erhältlich.

Unsauber im Store Der Wermutstropfen: Im Test stürzte Miles HD auf einem iPad

Komplette Ausstattung Zu den Features gehören eine rasche Dateneingabe unter zehn Sekunden anhand von Favoriten und Vorschlägen, umfangreiche

© Chris Haderer

Wien. Canon Europe hat zwei neue, kompakte A4-Schwarzweiß-Multifunktionssysteme vorgestellt. Mit den Neuzugängen 400i und 500i bietet das Canon imageRunner AdvanceSortiment jetzt eine einheitliche Plattform, die mit Auszeichnungen prämierte Funktionen für die Ausgabe und Erfassung von Dokumenten mit kompaktem Design kombiniert. Zusätzlich bieten die neuen Modelle skalierbare Sicherheitseinrichtungen: Sie reichen von Standardfunktionen wie der intelligenten Benutzerauthentifizierung und der Kontrolle der Funktionsebenen bis hin zu erweiterten Sicherheitsfunktionen wie Data Loss Prevention (DLP). Die Anwendung Canon Universal Login Manager (ULM) bietet kleineren Firmen Funktionen wie eine Berichtsfunktion und eine Zugangskontrolle.  www.canon.at

© Samsung; Chris Haderer (2)

Erweiterung für die Canon imageRunner Advance-Reihen.

Das Fahrtenbuch „Miles“ ist in einer neuen HD-Version für iPad-Geräte erhältlich.

der ersten Generation unter iOS 4 konsequent beim Aufruf der Grundeinstellungen ab. Die Beschreibung spricht zwar von iOS 5 als Grundvoraussetzung, da die App aus dem iTunes Store aber auch für niedrigere Systemversionen ladbar ist, stellt sich für betroffene Anwender vor der ersten Ausfahrt wohl die Reklamationsfrage – denn die ist im Apple-Store nicht unbedingt menschenfreunlich gelöst. Anders als im Android PlayStore von Google kann bei Apple-Anwendungen vor dem Kauf nicht auf korrekte Arbeitsweise getestet werden, weshalb die Besitzer älterer Geräte über die Anschaffung eher zweimal nachdenken (und in der iTunes-Beschreibung nach Stabilitäts-Updates und -hinweisen fahnden) sollten. Dieses Manko trübt leider den ansonsten soliden Gesamteindruck der App. Auf einem iPad 2 lief „Fahrtenbuch Miles HD“ wie das sprichwörtliche Lercherl, überzeugte durch großen (und durchdachten) Funktionsumfang und schmeichelte dem Auge durch das gekonnte Retro-Design.  www.milesapp.at


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