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medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

FREITAG, AG, 13. JÄNNER 2012 – 37

© SQS

FEHLER MIT FOLGEN

SQS präsentiert die folgenreichsten Softwarefehler des Jahres 2011 Seite 40

© Deutsche Telekom

technology © Canon

STARK IN DER WOLKE

T-Systems baut sein internationales Cloud-Geschäft massiv aus Seite 41

COOLE CAM CO DIE CANON CANO CA NON N AX AX10 IM PRAXISTEST

Die Jagd nach dem grenzenlosen High-End

© cellent

SHORT

© paybox.at

Wien. Anfang der Woche haben das IT-Beratungs- und Serviceunternehmen cellent AG und seine Tochtergesellschaft, frontworx Informationstechnologie AG ein gemeinsames Büro im SAP-Gebäude in der Wiener Lassallestraße bezogen. „Nach dem wirtschaftlichen Zusammenschluss im November 2011 ist das gemeinsame Büro der nächste logische Schritt“, sagt Thomas Cermak, Vorstand der cellent AG Österreich (im Bild links neben Volker Knotz, Vorstand frontworx AG, und Josef Janisch, Vorstand cellent AG). www.cellent.at

© Microsoft

Wien. Das Online-Zahlungssystem paybox präsentiert sich in neuem Outfit: Anlässlich des 10. Geburtstags wurde die neue Website gelauncht sowie der gesamte visuelle Auftritt überarbeitet. Eine neue App bietet außerdem einen einfachen mobilen Zugriff. Der Kundennutzen stand bei all diesen Maßnahmen im Vordergrund. Bei dem Relaunch des Online-Auftritts ging es vor allem darum, eine optisch ansprechende Website mit einfacher Navigation und schneller Auffindbarkeit der Inhalte zu bauen: Benutzerfreundlichkeit und Übersichtlichkeit waren die wichtigsten Ziele. www.paybox.at

Microsoft-Chef Steve Ballmer skizzierte im Rahmen seiner CES-Keynote den Weg, den der Softwareriese mit seinen Produkten in Zukunft einschlagen will.

UPC Neuer Vice President Network Operations/CTO

Stärkung der Position am IT-Markt

Konzentrierter Fiber Power-Ausbau

Jörg Lösche, neuer Regional Director CBU, Central Europe von Netgear.

Wien. Ab sofort verstärkt Netgear seinen Vertrieb um Jörg Lösche als neuen Regional Director CBU, Central Europe. Damit übernimmt Lösche die Verantwortung für Vertrieb und Marketing der Unternehmenslösungen in der D-A-CHRegion. Mit dieser Personalie forciert Netgear sein Projektgeschäft als lösungsorientierter Komplettanbieter für mittelständische Unternehmen und Filialstrukturen von Großunternehmen. Zu Lösches zentralen Aufgaben zählt die Weiterentwicklung der Positionierung von Netgear in den Bereichen Switching, Wireless, Storage und Security. www.netgear.de

© UPC/Keinrath

Wien. Eine Lederhose geht auf Reisen – und ein Toshiba Satellite Z830-10J ist mit dabei. Die Aktion „Extreme Lederhosening“ soll drei Abenteurer u.a. nach Indien, Vietnam, Kambodscha, Laos, Australien, Neuseeland und die Fiji-Inseln führen. Toshiba sponsort die Aktion mit Hardware, durch die die drei Abenteurer David, Dani und Helmut mit dem Rest der Welt in Verbindung bleiben. www.lederhosening.com

Netgear Ein neuer Regional Director CBU Central Europe

© Netgear

© Toshiba

Technik-Gadgets ohne Ende Auf der „Consumer Electronics Show“ in Las Vegas präsentierten die Hersteller High-End-Geräte, vom dünnsten Smartphone der Welt bis zu ausgefeilten und vernetzten Home-Entertainment-Lösungen. Seite 38

Christian Laqué, neuer Vice President Network Operations/CTO bei UPC.

Wien. Christian Laqué (44) zeichnet ab sofort für den kompletten Technik- und Infrastrukturbereich des Multimedia-Providers UPC verantwortlich. Als Vice President Network Operations/CTO (Chief Technology Officer) übernimmt er den Bereich Network Operations und Infrastructure. In seiner Funktion wird sich Laqué dem weiteren Ausbau des UPC Fiber PowerNetzes widmen und den Nutzen für Kunden noch mehr als bisher in den Vordergrund stellen. Christian Laqué gilt als ausgewiesener Spezialist im Bereich der Netzwerkplanung und -technik. www.upcbusiness.at


COVE R

38 – medianet technology

KOMMENTAR

Das Schicksal des Steve Ballmer

Freitag, 13. Jänner 2012

Consumer Electronics Show Der heurigen CES mangelte es nicht an Neuheiten, „The next big thing“ war aber nicht dabei

Viele kleine Sensationen, kaum große Innovationen Ab dem kommenden Jahr wird der Softwarekonzern Microsoft nicht mehr auf der CES vertreten sein.

CHRIS HADERER

icrosoft-Chef Steve Ballmer dürfte zurzeit kein leichtes Leben haben. Im Rahmen seiner Keynote zur heurigen CES in Las Vegas musste er verkünden, dass die Redmonder in Zukunft nicht mehr an der ElektronikShow teilnehmen werden. Das verbindet Microsoft zwar mit Apple, wo man auch praktisch jede Messe auslässt, trübt aber trotzdem ein bisschen den Blick in die Zukunft. Denn ein „Next big Thing“, wie man es von Steve Jobs kannte, hatte er nicht im Köcher, lediglich die Weiterentwicklung von Bekanntem. An der Gerüchtebörse wird bereits heftig über eine mögliche Ablöse von Ballmer spekuliert, da er das Windows Phone 7-Geschäft nicht zum Abheben bringt. Auch bei den Mitarbeitern scheint sich Ballmers Beliebtheit in Grenzen zu halten: Im Rahmen einer jährlichen Umfrage der Career-Community „Glassdoor“ erhielt er nur noch 49 Prozent Zustimmung (was nur noch von Timothy Morse von Yahoo und der Xerox-Vorstandschefin Ursula Burns unterboten wird). Laut einer US-Zeitschrift soll nun auch Microsoft-Gründer Bill Gates über eine Neubesetzung von Ballmers Position nachdenken. Und nebenher muss auch die Entwicklung von Windows 8 vorangetrieben werden. Damit scheint auf Microsoft ein hartes Geschäftsjahr zuzukommen, in dem einige Weichen gestellt werden.

M

Las Vegas/Wien. Für den Softwarekonzern Microsoft war die heurige „Consumer Electronics Show“, die heute in Las Vegas zu Ende geht, die vorläufig letzte. Seit 1995 war das Unternehmen, damals noch durch Bill Gates, bei der Unterhaltungselektronik-Fachmesse dominant vertreten, jetzt passe das Veranstaltungsdatum nicht mehr zum Produktzyklus von Microsoft. Das war die vermutlich wichtigste Information, die Microsoft-Chef Steve Ballmer im Rahmen seiner CES-Keynote verbreitete. Neben einer schon im Dezember angerissenen Sprachsteuerung für Windows Phone 7 und der Erweiterung des Kinect-Bewegungssensors auf die PC-Plattform werde heuer vor allem das kommende Windows 8 im Mittelpunkt der microsoftschen Bemühungen stehen. Für Februar sei möglicherweise mit einer ersten Entwicklerversion des auf der gekachelten Metro-Oberfläche basierenden Betriebssystems zu rechnen, ein tatsächliches Releasedatum nannte Ballmer nicht.

© Huawei; Samsung; Belkin

CHRIS HADERER

Flache Smartphones, hochwertige TV-Bildschirme, neue Heimautomatisierungskomponenten: Die CES zeigt große Bandbreite.

als Betriebssystem. „Wir freuen uns, dieses Gerät im Rahmen der CES vorstellen zu dürfen“, sagte Richard Yu, Chairman of Huawei Device. In die Kategorie „superflach“ fällt auch der CES-Star von Samsung, das „OLED TV.“ Bei 55“ Bildschirmdiagonale und 12 kg Lebendgewicht bringt es das mit einem Super AMOLED-Screen ausgestattete TV-Gerät auf eine Tiefe von gerade einmal 7,6 mm – und schlägt damit selbst das Samsung Galaxy S2-Smartphone (8,9 mm). „Die Vorteile von OLED sind für den Konsumenten sofort sichtbar – der Nutzen deswegen für jedermann, im wahrsten Sinne des Wortes, absolut einleuchtend“, sagt Dietmar Pils, Produktmanager Consumer Electronics bei Samsung Electronics Austria. Das Unternehmen hält bei der OLED-Technologie derzeit einen weltweiten Marktan-

Superflache Displays Während Microsoft als großer Sponsor der Show kaum Sensationen zu bieten hatte, versuchte Huawei mit dem laut eigener Aussage „flachsten Handy der Welt“ zu punkten. Das „Huawei Ascend P1 S“ ist nur 6,68 mm dick und verfügt über ein 4,3“ Super AMOLED Display mit einer Auflösung von 960x450 Pixel. Das Gerät behauptet von sich selbst auch, das „schnellste und kompakteste“ Gerät seiner Klasse zu sein, ausgestattet mit einem 1.5GHz TI OMAP 4460 Cortex-A9 Dual-Core-Prozessor und Android 4.0 Ice Cream Sandwich

teil von 97,9% und liefert seine Displays an praktisch alle namhaften Smartphone-Hersteller.

Digitaler Haushalt Die App-gestützte Automatisierung von Haushaltsgeräten stand im Mittelpunkt des CES-Auftritts von Belkin. Mithilfe der „WeMo Adapter“ lassen sich elektronische Geräte im Haushalt einfach von überall her mittels einer kleinen App auf dem Smartphone oder einem Tablet steuern und programmieren. Die beiden ersten Vertreter der neuen Produktreihe, der „WeMo Control Switch“ und der „WeMo Bewegungssensor“, konnten auf der CES bereits getestet werden, weitere Geräte sollen folgen. Traditionell prominent auf der Fachmesse vertreten war der Prozessor-Hersteller Intel, der seit geraumer Zeit auch im Heimautomati-

sierungs- und Entertainment-Lager wildert. CEO Paul Otellini kündigte während seiner Keynote Neuheiten aus dem Geschäftsbereich Smartphones an, einschließlich einer strategischen Partnerschaft mit Motorola Mobility Inc., und ein Smartphone von Lenovo, basierend auf der Intel Atom Prozessor Plattform. 2012 werden weitere Smartphones mit dem neuen Atom-Prozessor erwartet. „Das Beste von Intel kommt nun in Smartphones“ sagte Otellini. „Die Zusammenarbeit mit Lenovo und Motorola Mobility wird uns helfen, Intel Prozessoren in Smartphones zu etablieren und bildet eine solide Grundlage für das Jahr 2012 und darüber hinaus.“ www.cesweb.org www.microsoft.com www.huaweidevice.com www.samsung.at www.belkin.com www.intel.com

Austrian Apps

IT ist starker Wachstumsmotor im CEE-Raum

Gerhard Laga, Leiter des E-Center der Wirtschaftskammer.

Wien. Die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) schreibt zusammen mit dem Internationalen Centrum für Neue Medien (ICNM) erstmals den Mobile Award Austria (MAwA) aus. Gesucht werden mobile Apps und Services mit Mehrwert für die Wirtschaft. Die besten Einreichungen werden bei einer Gala im Rahmen des E-Day der WKO am 1. März präsentiert und mit dem „Mobile Award Austria“ ausgezeichnet. „Wir bieten Produzenten Öffentlichkeit und bringen sie mit den Entscheidern aus der Telekommunikationsindustrie zusammen“, sagt WKO E-Center-Leiter Gerhard Laga. www.mobileaward.at

Wien. Im Jahr 2012 soll das Wachstum der IT-Branche einen wesentlichen Anteil am Gesamtwirtschaftswachstum in Ost- und Zentraleuropa ausmachen. Laut Analysten der Erste Group sind bislang kaum Veränderungen bei den Ausgaben im IT-Bereich zu erkennen, was ursprünglich aufgrund der Angst vor dem Überschwappen der Schuldenproblematik auf den CEE-Raum befürchtet wurde. Dies spiegelt sich nun in einer prognostizierten soliden Erhöhung der IT-Ausgaben 2012 wider. Vor allem Länder wie Polen (+7,8%), Rumänien (+12,7%), Bulgarien (+15,0%) und Kroatien (+10,1%) werden dabei die Gesamtwachstumsraten tragen.

Doppeltes BIP-Wachstum „Grundsätzlich wird erwartet, dass die Zunahme der IT-Ausgaben in den CEE-Ländern in den kommenden Jahren ungefähr doppelt so hoch sein wird wie deren BIP-Wachstum“, sagt Daniel Lion, CEE Technology Analyst bei Erste Group Research und Autor

© Erste Group

Erste Group Die IT-Ausgaben in CEE-Ländern sollen in den kommenden Jahren doppelt so stark steigen wie deren BIP

© Cisco Systems Austria/APA-OTS/Denk

WKO Neuer Apps-Award

Daniel Lion, CEE Technology Analyst bei Erste Group Research und Report-Autor.

des aktuellen „Erste Group CEE Technology Report“. „Durch diese Entwicklung werden sie gegenüber den vergleichbaren westlichen Ländern aufholen. Es zeigt sich, dass der Konvergenzprozess der EU in den meisten Fällen noch Jahre dauern wird und dass sich die IT-Nachfrage in der Region in der Folge intensivieren wird. Der Kohäsionsfonds stellt der EU Mit-

tel zur Verfügung, die sowohl für öffentliche IT-Projekte als auch für unternehmensspezifische IT-Investitionen verwendet werden.“

Wachsende Datennachfrage „Wir müssen zwischen den Wachstumstreibern des IT-Sektors in CEE differenzieren – nämlich den fundamentalen Treibern

auf der einen und den trendbezogenen Treibern auf der anderen Seite“, erklärt Lion. Die Konvergenz als wichtigster Fundamentaltreiber werde dazu beitragen, dass die Unternehmen in CEE und der öffentliche Sektor ihre IT-Ausgaben schrittweise erhöhen. „Diese Investitionen werden durch die von der EU bereitgestellten Mittel vorangetrieben werden. Zu den trendbasierten Wachstumstreibern zählen Cloud Computing und die Notwendigkeit von Effizienzsteigerungen und der Erhöhung der betrieblichen und strategischen Exzellenz.“ Die exponentielle Erhöhung der Datenmengen würde die Nachfrage nach schnelleren mobilen Kommunikationsnetzen rasant ankurbeln. Allgemein starke Bilanzen (also sehr niedrige Schulden bei überschüssiger Liquidität) und „die Notwendigkeit, die Marktposition in einer sich schnell verändernden, technologisch dynamischen Umgebung zu verbessern, werden die M&A-Aktivitäten vorantreiben“, meint Lion. www.erstegroup.com


Freitag, 13. Jänner 2012

I D E E & S TR ATE GI E

medianet technology – 39

Capgemini Laut einer aktuellen Studie des Marktforschers haben zwei Drittel der deutschen Online-Haushalte Interesse an modernen „Smart Homes“

Wenn Häuser intelligent werden CHRIS HADERER

Wien. Intelligente Gebäude, so genannte „Smart Homes“, gehören seit gut einem Jahrzehnt den immer wieder kehrenden Themen der IT-Branche. Allerdings hat die dramatisch gewachsene Anzahl vernetzter Endgeräte erst in den letzten Jahren einen neuen Entwicklungsschub ausgelöst, wobei immer mehr Endgeräte nicht dem klassischen IT-Umfeld entsprechen, sondern eher aus dem Haushaltsbereich stammen. In einem modernen Smart Home, so definiert es eine Studie des Marktforschungsinstituts Capgemini Consulting, startet beispielsweise die Waschmaschine erst dann, wenn der Strom günstig ist. Oder: Das Sicherheitssystem schlägt Alarm, wenn der Kühlschrank nicht geschlossen ist. Smart Homes bieten den Verbrauchern zahlreiche Leistungen in den Bereichen Komfort, Energieeffizienz, Gebäude- und Gerätesicherheit, Gesundheit/Notfall sowie Unterhaltung. Hinzu kommt die Möglichkeit, alle Funktionen von unterwegs via Smartphone zu steuern.

Unternehmen zögern noch Laut einer aktuellen Online-Umfrage von Capgemini haben zwei Drittel aller deutschen Haushalte mit Online-Zugang Interesse an Smart Homes. Davon wären wiederum 84% bereit, für intelligente Wohnlösungen zu zahlen. Trotzdem sind die Aktivitäten der Unternehmen zögerlich. Die wichtigsten Erkenntnisse sind weiters: Rationale Argumente sind für Verbraucher wichtiger als der Unterhaltungsaspekt, ein zentraler Anbieter für Smart Homes wird gewünscht und strategische Partnerschaften sind für die Unternehmen der Schlüssel zum Erfolg.

Mehr Komfort

© Smart Home

Die an Smart Homes interessierten Verbraucher versprechen sich laut der Umfrage von intelligenten Wohnlösungen vor allem die Erleichterung des täglichen Lebens (80%), finanzielle Ersparnis (68%) sowie mehr Komfort im eigenen Zuhause (56%). „Der Unterhaltungs- und Spaßaspekt von Smart Home-Lösungen steht eher im Hintergrund – und wird scheinbar von den Experten überschätzt, die diesem Punkt einen höheren Stellenwert als die Verbraucher beimessen“, sagt Silvia Bossow-Thies, Leiterin der Studie bei Capgemini Consulting. Verbraucher und Unternehmensvertreter sind sich vor allem bei dem Punkt „Energieeffizienz“ einig: Mit teilweise weit über 70% bewerten beide Seiten diesen Aspekt als einen sehr attraktiven Vorteil von Smart Homes. Die Mehrheit der Kunden wünscht sich Smart Home-Ange-

Smart Home-Steuerung via App.

bote, die mehrere Bereiche betreffen, zum Beispiel Energieeffizienz, Sicherheit und Komfort. Damit müssen die Unternehmen offen für Partnerschaften sein, denn kein Akteur bietet ein so umfassendes Angebot. Gleichzeitig ist der Aufbau eines Partnernetzwerks aus Sicht der befragten Experten die größte Herausforderung für die Unternehmen. In Abhängigkeit von der jeweils angestrebten Marktpositionierung ergeben sich unterschiedliche Geschäftsmodelle für die Unternehmen. Die Herausforderung ist, dass die vielen Akteure auf dem Smart Home-Markt ein funktionierendes und für den Verbraucher

einfaches Geschäftsmodell entwickeln. „Leider fehlt immer noch ein einheitliches Begriffsverständnis von ‚Smart Home‘, das über die verschiedenen Branchen hinweg gültig ist“, sagt Beraterin Bossow-Thies. „Aufseiten der Verbraucher besteht definitiv Interesse an Smart HomeAngeboten. Nun liegt es an den Unternehmen, dieses Potenzial für sich zu nutzen. Es braucht Vorreiter, die mutig voranschreiten, sich geeignete Partner suchen sowie die Kommunikation und den Vertrieb für Smart Homes anstoßen“, zieht Studienleiterin Bossow-Thies Resümee. www.capgemini.com www.netapplications.com

© istockphoto

Derzeit mangelt es vielen Herstellern noch an einfachen Geschäftsmodellen.

Unterhaltung ist ein wichtiges Element im Smart Home, aber nur eines von vielen.


FA C TS & F I GUR ES

40 – medianet technology

Wien. „2011 war das Jahr der neuen Marke ‚A1‘“, hält Hannes Ametsreiter, Generaldirektor A1 und Telekom Austria Group, Rückschau auf das vergangene Jahr. „Wir bieten den Österreicherinnen und Österreichern alles, was sie in der Informationsgesellschaft brauchen: Internet, Festnetz, Mobilfunk, IT-Lösungen und TV sowie alle künftigen Technologien und Entwicklungen. Über eine Million Kombi-Kunden und ungefähr 40 Prozent mobiler Marktanteil, knapp 200.000 A1 TV Haushalte sowie rund 20.000 neue Kunden im Festnetz bestätigen eindrucksvoll diesen Weg.“ www.a1.at

© Beko Holding

Verschlankung der Beko-Konzernstruktur

Neue Medienlandschaft im Fokus der Forschung Die Studienpartner sollen durch die Ergebnisse der Studie einen Wettbewerbsvorsprung erhalten. CHRIS HADERER

Wien. Weltweit ist die Medienlandschaft in Veränderung – und richtig genau weiß eigentlich (noch) niemand, wohin die Reise führen wird. Die Marktstruktur der österreichischen Medienwirtschaft und die Nutzung von Online TVPlattformen wird derzeit in zwei Projekten an der Fachhochschule St. Pölten analysiert. Die Projekte werden mit Medienpartnern durchgeführt, die sich von den Ergebnissen einen Wettbewerbsvorsprung erwarten. Während IP Austria (RTL Gruppe) die TV-Gewohnheiten von Herrn und Frau Österreicher unter die wissenschaftliche Lupe nehmen lässt, werden für Puls 4 (ProSieben-Sat1) Powerplayer unter den Vermarktern von Werbeflächen und -zeiten ermittelt.

Online-Fernsehen Beko Holding AG Vorstandsvorsitzender Peter Kotauczek.

Wien. Die Beko Holding AG, eine in München im m:access börsenotierte Holding-Gesellschaft, hat ihre Geschäftsergebnisse für den Zeitraum vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011 bekannt gegeben. Der Umsatz stieg um 11% auf 55,1 Mio. € (im Vorjahr 49,6 Mio. €); EBIT: +1,1 Mio. € (im Vorjahr -11,0 Mio. €); die Eigenkapitalquote stieg auf 57% (Ende Sept. 2010 49%). Aufgrund diverser Krisensignale setzte Beko auf eine Verschlankung der Konzernstrukturen. Damit verbunden sind eine signifikante Verkürzung der Konzernbilanz und eine dramatische Verringerung der eingesetzten Kapitalmittel. Gleichzeitig wurde das geografische Aktionsgebiet des Konzerns halbiert, wobei alle suboptimalen Regionen bis auf Weiteres aufgegeben wurden. Nur Standorte, die ausreichend tragfähige Kundenbasen aufwiesen, wurden behalten. Die Themenbreite wurde ebenfalls zurückgefahren und gestrafft, um Managementressourcen einzusparen. www.beko.at

Steirische Kompetenz für Nokia-Smartphones Graz. Der Smartphone-Hersteller Nokia und das steirische Kompetenzzentrums für mobile Kommunikation, evolaris, stehen kurz vor dem Roll-out des ersten gemeinsamen Projekts. Die im September gelaunchte mobile Kundenkarte des Raiffeisen Clubs Österreich ist nun neben dem App-Store und Android Market auch im Ovi Store vertreten. „Mit dem Markteintritt unserer SmartphoneApp für Nokia-Endgeräte zählt unsere mobile Kundenkarte nun zu den reichweitenstärksten Applikationen österreichweit“, sagt Herbert Horak, Leiter des Raiffeisen Club-Österreich. „83% der Smartphone-User können nun jederzeit Clubinfos abrufen.“ www.evolaris.net

So werden beispielsweise unter der Leitung von Harald Wimmer, FH-Dozent für Werbung und Dialogmarketing, in einer Studie mit IP Österreich GmbH, dem Vermarkter der RTL-Gruppe in Österreich, die Soziodemografie und Vorlieben von Online-TV-Konsumenten in Österreich untersucht. Mittels Fragebogen werden dabei 500 bis 1.000 User der OnlineTV-Plattformen „www.rtlnow. at”, „www.voxnow.at” und „www. superrtlnow.at” befragt. Soziodemografische Daten wie Alter, Geschlecht, Bildung und Einkommen werden dabei genauso berücksichtigt wie Affinitäten zu bestimmten Programmformaten. Ein weiterer wichtiger Punkt der Analyse ist die Akzeptanz von Werbeeinschaltungen bei den Konsumenten. Die anschließende wissenschaftliche Interpretation der Ergebnisse wird

© FH St. Pölten; Der Journalist/Carl Lugmair

Telekom Austria ist mit dem Jahr 2011 zufrieden

FH St. Pölten Zwei neue Studienprojekte sollen die Nutzung und Werbemöglichkeiten von Online-Medien ergründen

Johanna Grüblbauer, Projektleiterin Institut für Medienwirtschaft, Harald Wimmer, FH-Dozent für Werbung und Dialogmarketing.

es erlauben, Zielgruppen und deren Nutzungsgewohnheiten und -intentionen zu identifizieren und zu zeigen, wie sich das Verhältnis von klassischem TV-Konsum zu Online-TV-Konsum (der sich auf dem Vormarsch zu befinden scheint) in Österreich gestaltet.

Neuer Werbemarkt Johanna Grüblbauer, Projektleiterin des Instituts für Medienwirtschaft, untersucht gemeinsam mit

Puls 4 – Teil der SevenOne Media und Vermarkter der ProSieben-Sat1 Gruppe in Österreich – die Struktur des österreichischen Werbemarkts. Dessen Situation wird durch ein zunehmend breites Angebot an Mediengattungen (TV, Radio, Print, Online, Plakat) immer komplexer und die Studie der FH St. Pölten trägt dazu bei, objektivere Kenngrößen dieses Markts für Werbekanäle zu ermitteln. So werden zunächst alle Vermarkter identifiziert, die Werbe-

zeiten und -flächen in Österreich anbieten, um datengestützt die aktuelle Marktkonzentration in der Branche zu analysieren. In einem nächsten Schritt werden die Werbewerte von Werbeflächen und -zeiten in den Medienprodukten gegenübergestellt. Diese Erfassung erlaubt eine Analyse des Verhältnisses Werbewert zu Reichweite – eine Voraussetzung, um die Werbeeffizienz der einzelnen Angebote vergleichbar zu machen. www.fhstp.ac.at

SQS Der Software-Qualitätssicherer zeigt die schlimmsten Schadensfälle auf, die durch fehlerhafte Programme entstanden

Fehlerhafte Software kann Millionen kosten eines Investment-Fonds vertuscht. Ein anderes interessantes Beispiel stammt aus der Telekom-Branche: Ein Netzwerkausfall beim Smartphone-Hersteller Blackberry verursachte auf den Endgeräten von Millionen Kunden einen Datenrückstau. Betroffen waren die Regionen Europa, Afrika als auch der Mittlere Osten und Latein-

Wien. Auf Basis von Medienberichten und Einschätzungen von Softwarequalitäts-Experten hat das deutsche Unternehmen SQS Software Quality Systems AG die schwerwiegendsten Software-Fehler 2011 aufgezeigt. „Die Folgen mangelnder Qualität werden sichtbar – aber meist, wenn es bereits zu spät ist“, kommentiert Rudolf van Megen, Chief Executive Officer der SQS Software Quality Systems AG. „Von Strafzahlungen in Millionenhöhe über weltweite Massenrückrufe von Autos bis hin zu Menschen, die unschuldig ins Gefängnis mussten – jeder einzelne dieser Softwarefehler hätte durch effektives Test- und Qualitätsmanagement im Vorfeld vermieden werden können.“

amerika. Nachträglich musste das Unternehmen mehrere Milliarden E-Mails abarbeiten. Der Netzwerkausfall war auf ein Rechenzentrum in Großbritannien zurückzuführen, wo zudem auch das Reservesystem versagte. Im australischen Sydney, Melbourne und Brisbane konnten Kunden über fünfeinhalb Stunden un-

Kosten in Millionenhöhe 25 Mio. USD Strafe verhängte beispielsweise die US Finanzaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) einem internationalen Finanzdienstleister. Dieser hatte zuvor einen Fehler in einer Software-Anwendung

eingeschränkt Geld an 40 defekten Geldautomaten abheben. Möglich machte den überraschenden Geldsegen eine Störung in der Datenbanksoftware, die die Automaten in den Stand-by-Modus versetzte: Die Geräte erkannten weder die Grenze des Tageslimits, noch wussten sie, ob das Konto genügend gedeckt war.

Fehlerhaft kriminell

© SQS Software Quality Systems

SHORT

Freitag, 13. Jänner 2012

Rudolf van Megen, Chief Executive Officer der SQS Software Quality Systems AG.

Über 3.600 Defekte in einem Computersystem und Probleme bei der elektronischen Übertragung von Informationen führten dazu, dass im australischen Bundesstaat New South Wales 22 unschuldige Personen als kriminell deklariert und festgenommen wurden. Das fehlerhafte System kostete 54,5 Mio. Neuseeland-Dollar (über 31 Mio. €). Anstatt der erhofften Kostensenkung und beschleunigten Prozesse zwischen den Gerichten und der Polizei hagelte es Sammelklagen zu Schadenersatz wegen unrechtmäßiger Verhaftung und böswilliger Strafverfolgung. www.sqs.com


FAC TS & F I G UR ES

Freitag, 13. Jänner 2012

medianet technology – 41

T-Systems 80% des internationalen SAP-Geschäfts der Tochter der deutschen Telekom werden bereits erfolgreich über Cloud-Installationen abgewickelt

Cloud-Geschäfte entwickeln sich CHRISTOPH FELLMER

Wien. Der Cloud-Markt kommt ins Rollen, und ein Beispiel dafür ist T-Systems. Schon jetzt kommen 80% des SAP-Geschäfts der Tochter der deutschen Telekom aus der Wolke. T-Systems liefert den neuen Cloud-Kunden Auftragsleistungen im zweistelligen Mio. Euro-Bereich. Die Besonderheit dabei: Das Volumen cloudbasierter Verträge umfasst die reine Mindestabnahme, die tatsächliche Abnahmemenge je Großkundenauftrag liegt meist deutlich darüber.

und Kommunikationstechnik nicht mehr den reinen Kostenfaktor. Eine verbesserte ITK-Infrastruktur hilft mit, den Unternehmenswert der Konzerne zu steigern.“

Internationale Kunden So setzt beispielsweise der brasilianische Versicherungskonzern Intermedica auf Cloud Computing und bezieht ab sofort 60% seiner Informations- und Kommunikationstechnik dynamisch aus den Rechenzentren von T-Systems. Die Telekom-Tochter liefert auch Cloud-Services für die PRISA-Gruppe, das größte Me-

dienunternehmen auf dem iberoamerikanischen Markt. T-Systems betreibt die globale IT-Plattform des Medienunternehmens und den Online-Auftritt für die digitalen Informations-, Schulungs- und Unterhaltungsinhalte. Zu weiteren Referenzkunden gehören unter anderem Afrikas größter Glasproduzent Consol, der bei seiner SAPInfrastruktur auf Cloud-Dienste von T-Systems setzt, oder der Schweizer Konzern Jet Aviation, der seinen Vertrag mit T-Systems nun bereits vorzeitig verlängert hat und via SAP seine weltweiten Aktivitäten plant. www.t-systems.at

© Deutsche Telekom

Cloud-Anwendungen verbessern preiswert IT-Infrastruktur von Unternehmen.

Liefert Cloud-Lösungen: Telekom-Vorstand und T-Systems-Chef Reinhard Clemens.

Verbesserte Infrastruktur „T-Systems setzt Standards bei der weltweiten Lieferfähigkeit von Cloud-Services“, sagt TelekomVorstand und T-Systems-Chef Reinhard Clemens. „Unsere Kunden sehen in der Informations-

T-Mobile Netz-Deal mit „3“

Natürlich Mediaprint!

Natürlich Mediaprint!

Roamingpartner Wien. T-Mobile Austria hat ein verbindliches „National Roaming Abkommen“ mit Hutchison 3G Austria geschlossen. Bestandteil der Vereinbarung ist die Nutzung des 2G-Mobilfunknetzes der T-Mobile durch Hutchison bzw. des 3G-Mobilfunknetzes der Hutchison 3G im ländlichen Raum durch T-Mobile. Mit der technischen Umsetzung des Projekts wird umgehend gestartet. Nach Abschluss der technischen Implementierung profitieren T-Mobile- und tele.ring-Kunden in jenen Gebieten, in denen bis dato keine 3G-Versorgung bestanden hat, vom österreichweit ausgebauten UMTSNetz von Hutchison 3G. 3Kunden wird durch die Partnerschaft die Nutzung des hochwertigen T-Mobile 2G-Netzes in ganz Österreich ermöglicht. Kunden beider Unternehmen können sich damit voraussichtlich ab Mitte 2012 über eine breitere Netzabdeckung und bessere Versorgung im 2G- bzw. 3G-Bereich freuen.

Weil wir in Höchstgeschwindigkeit...

Weil wir in Höchstgeschwindigkeit...

hohe wie kleine Auflagen...

Schneller Start „Kunden von T-Mobile, tele.ring und ‚3‘ liefern wir damit ab Mitte 2012 das Beste aus zwei Welten: das ausgezeichnete Sprachnetz von T-Mobile und das superschnelle 3G-Netz von 3“, sagt , so T-Mobile CEO Robert Chvátal. „Wir freuen uns darüber, mit Hutchison 3G einen verlässlichen Partner für ein langfristiges ‚National Roaming Abkommen‘ gewonnen zu haben. Wir starten umgehend mit der Abstimmung der beiden Mobilfunknetze, um Kunden beider Unternehmen so bald wie möglich die bestmögliche Versorgung mit Sprach- sowie Datendiensten in Österreich zu Verfügung zu stellen.“ www.t-mobile.at www.drei.at

hohe wie kleine Auflagen...

mit Nachhaltigkeit produzieren.

© T-Mobile

Ob Prospekt, Broschüre oder Zeitung, große oder kleine Auflage - wir beraten Sie gerne. Rufen Siemit unsNachhaltigkeit an: Andreas Dvorak, Tel. 01 61010-1435 produzieren. http://druckerei.mediaprint.at „3“-Deal: T-Mobile-CEO Robert Chvátal.


TO O L S & S E R VICE S

42 – medianet technology

München/Wien. MobileIron hat die weltweite Verfügbarkeit von MobileIron 4.5 für die zuverlässige und sichere Verwaltung von Android Smartphones und Tablets bekannt gegeben. Das neue Release unterstützt bereits alle Smartphones und Tablets mit dem neuen Google Android 4.0 (Ice Cream Sandwich). Zudem hat der Hersteller die Mobilitätslösungen der führenden Android-Unternehmen Samsung und Cisco in seine Management-Plattform integriert. Damit stellt MobileIron IT-Abteilungen eine der umfassendsten Android-SecurityPlattformen zur Verfügung. MobileIron hat über das Samsung Enterprise SDK außerdem besseren Zugriff auf die Schnittstellen der Android-Geräte von Samsung erhalten. Bei den Samsung-Extras handelt es sich u.a. um das Einrichten von Verschlüsselungsregeln, die Konfiguration von ExchangeKonten sowie die Möglichkeit, Hardware-Komponenten wie Kamera, WLAN und Bluetooth zu blockieren. www.mobileiron.com

Neue Ein-Chip-Lösung für Fernseh-Systeme

Anspruchsvolle HD-Cam mit sinnvollen Funktionen Obwohl am gehobenen Consumer-Bereich ausgerichtet, hat das Gerät auch Profis einiges zu bieten. getrennt über das Mischpult auf Minidisk mitgeschnitten und bei der Nachbearbeitung (Adobe Premiere CS 5.5) mit dem Bildmaterial synchronisiert. Dabei machte die XA10 sowohl im Automatik-Modus als auch mit manuellen Einstellungen einen hervorragenden Eindruck. Hervorhebenswert sind die manuellen Einstellmöglichkeiten, die über das Touchscreen-Display vorgenommen werden. Als praktisch bei der Aufnahme erweisen sich drei individuell belegbare Tasten sowie ein Stellrad neben dem Akkuschacht. Hervorhebenswert: Blende, Verschlusszeit und Gain können somit bequem eingestellt werden, wobei der Gain von der Blende entkoppelt wurde.

CHRIS HADERER

Wien. Sie sieht unspektakulär aus, ist aber dennoch Canons Antwort auf Sonys Präsenz im Segment der gehobenen Consumer HD-Kameras. Die Canon XA10 (Preissegment: ca. 1.900 €) adressiert zwar auf den ersten Blick den gehobenen AmateurBereich, ist aber aufgrund ihrer praxisnahen Funktionen und der erzielten Aufnahmequalität durchaus auch für die professionelle Produktion verschiedenster Videobeiträge geeignet (beispielsweise in der Nachrichtenproduktion). Von der knapp 500 € billigeren Legria HF G10 unterscheidet sie sich vor allem durch einen aufsetzbaren „Henkel“ mit zwei XLR-Audioanschlüssen (mit u.a. Line- und MicPegelumschaltung, Phantomspeisung und manuelle Aussteuerung) sowie einen exzellenten InfrarotAufnahmemodus, der auch in fast völliger Dunkelheit noch Bilder liefert. In Verbindung mit dem großen Objektivdurchmesser (58 mm Filterring) macht die XA10 einen sehr soliden und robusten Eindruck.

Dass sich die XA10 doch stark am Consumer-Segment orientiert, zeigt sich am Aufzeichnungsformat AVCHID, das Videos im Full-HDFormat (24/50 Bilder/Sek.) mit maximal 24 Mbit und 4:2:0-Farbauflösung auf SDHC/XC-Speicherkarten sowie den internen Kameraspeicher schreibt. Obwohl sich das Gerät aufgrund seiner Eigenschaften sehr gut auch für den Einsatz im Industrial-Film- und Event-Bereich eignet, hat Canon leider auf das professionellere MPEG2-4:2:2Codec verzichtet. Auf den Gesamteindruck der Canon XA10 hat dieses Detail aber kaum Einfluss: Bei dieser Kamera handelt es sich um ein überzeugendes HD-Gerät mit einer großen Einsatzbreite, das auch mit schweren Lichtsituationen zurechtkommt. Und das zweitwichtigste: Es macht großen Spaß, mit dem Gerät zu arbeiten. www.canon.at

Im Praxistext musste die XA10 unter anderem ihre Fähigkeiten im Umgang mit schwierigen Lichtsituationen unter Beweis stellen – und zwar im Rahmen einer Aufzeichnung des neuen Programms „Alle Sieben – das Geheimnis der Chakren“ des Wiener Kabarettisten Gerhard Gutenbrunner (www. gerhard-gutenbrunner.at). Mitgeschnitten wurde im Veranstaltungslokal „Area“ in Wien, und zwar von einem leicht erhöhten Standpunkt an der der Bühne gegenüberliegenden Rückwand des Saals – also fast ausschließlich bei maximalem Zoom. Der Ton wurde

Nachbearbeitung mit Adobe Premiere 5.5: Eine Stunde Video benötigt knapp über 12 GB Speicherplatz auf der Festplatte. Aus dem Kabarett „Alle Sieben“ von Gerhard Gutenbrunner: ein im Automatik-Modus aufgenommenes Standbild mit maximalem Tele in FullHD-Auflösung. Der Fokus kann auch über den Touchscreen selektiert werden, allerdings fehlt ein „Transistion-Tool“ mit voreinstellbaren Schärfenbereichen.

Kurztest Der Cinemek Storyboard Composer HD ist eine nützliche iOS-App für die Schnittplanung von Videoaufnahmen

Neues Storyboard-Tool für den Videoschnitt Wien. Mit Anschaffungskosten von 23,99 € ist der „Cinemek Storyboard Composer HD, v1.1“ von Cinemek Inc. im Vergleich zu PC-Software zwar immer noch billig, zählt auf dem Apps-Markt aber eher zu den schon teureren Produkten. Der Storyboard Composer dient zur Herstellung von Storyboards für die Film-/Videoproduktion und läuft in der verliegenden Version auf iOSGeräten von Apple. Anders als bei zahlreichen systemübergreifenden Anwendungen stellt Cinemek keine Desktop-Version der App zur Verfügung, sodass ausschließlich am iPad gearbeitet wird (der Composer läuft zwar auch auf iPhone und iPod, dank des kleineren Bildschirms wird die Entwicklung von Storyboards dort aber zur nervenaufreibenden Sache).

dienen dazu die in der Library des Geräts gespeicherten Bilder (leider können keine Videos oder Standbilder daraus eingelesen werden) sowie einige Basis-Zeichenfunktionen innerhalb des Programms (wie etwa Personenumrisse und Texteinblendungen). Der Composer ist dabei keine Anwendung zum

Zeichnen von Storyboards; ähnlich wie in einer Desktop PublishingAnwendung wird vielmehr vorhandenes Material neu zusammengestellt und arrangiert. Anhand der Library-Bilder wird eine Szenenfolge zusammengestellt, einzelne Einstellungen können mit Funktionen wie Zoom oder

Nützliches Tool Tatsächlich erlaubt der Storyboard Composer HD die relativ einfache und schnelle Zusammenstellung von Storyboards, die in Szenen und Einstellungen gegliedert werden. Als visuelles Basismaterial

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Taipei. Das auf drahtlose Kommunikationstechnologien spezialisierte Halbleiter-Unternehmen MediaTek Inc. hat die weltweit erste Ein-ChipLösung mit 120 Hz und Smart TV-Unterstützung angekündigt. Der Chip bietet ein 3D-Fernseherlebnis und bietet auch WLAN-Bildschirmtechnologien. Die Synchronisation von Smart TVs mit WLAN-Netzwerk-Hubs erfolgt dabei ohne externe Modems oder Internetverbindung. So kann sichergestellt werden, dass hochauflösende Inhalte problemlos auf mehreren TVBildschirmen dargestellt werden können. Der Chip unterstützt zahlreiche Bild- und Videoverarbeitungstechnologien für hochauflösende Inhalte und ist mit MediaTeks patentierter Deinterlacing-Lösung MDDi ausgestattet, durch die sich die Schärfe beweglicher Bilder weiter verbessert. Dank der Unterstützung von 120 Hz MEMC (Motion Estimation, Motion Compensation) und 3D-Bildinhalten wird das Bild insgesamt noch realistischer. MediaTeks WLAN-Bildschirmtechnologie ist außerdem die erste Technologie, die die nächste StandardGeneration der Wi-Fi Alliance unterstützt. Demzufolge ist es nun möglich, Smart TVs mit mehr als nur einer WLAN-Basisstation zu synchronisieren, was die simultane Übertragung von Inhalten zwischen Geräten ermöglicht. Dadurch sollen auch neue Möglichkeiten der Heimvernetzung erschlossen werden. www.mediatek.com

Die Canon XA10: robustes Gehäuse und zahlreiche sehr nützliche Bildfunktionen.

Codec-Einschränkung

Praxisnahe Funktionen

Mediatek ist auf Kommunikation und Multimediatechnologien spezialisiert.

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Neue Security-Suite für Android-Smartphones

Test Die Canon XA10 beeindruckt durch robustes Design und zahlreiche hervorragende manuelle Einstellmöglichkeiten

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SHORT

Freitag, 13. Jänner 2012

Szenenplanung mit dem Storyboard Composer HD: Zoom und Schwenk inklusive.

Schwenks versehen werden. Als Zusatzinformation steht auch eine Audiospur für jede Szene zur Verfügung; diese kann allerdings nur Aufnahmen innerhalb der App verwenden und nicht auf die Library zugreifen. Letztlich steht die animierte Ausgabe im Vordergrund: Ein fertiges Storyboard kann wie der Rohschnitt eines Videos abgespult (oder exportiert und verschickt) werden. Das erlaubt eine prinzipielle Kontrolle über den Ablauf eines Videos und gibt eine Burteilungsgrundlage darüber, ob gewünschte Einstellungen letztlich auch wirklich „funktionieren“. Tatsächlich handelt es sich beim Cinemek Storyboard Composer HD um eine recht brauchbare App, mit der sich recht schnell und einfach Storyboards erstellen und im Anschluss auch präsentieren lassen. Die App eignet sich nicht wirklich zur Planung von Aufnahmen, bietet aber vor Ort nützliche Funktionen, um Gedanken über den Schnitt eines Clips festzuhalten und auszuarbeiten. Und: Die App ist selbsterklärend und kommt ohne Handbuch aus. www.cinemek.com


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