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medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

FREITAG, 20. JÄNNER 2012 – 37

Vorige Woche hat iCANN das Rennen um neue Top Level Domains eröffnet Seite 39

GEFAHR: MITARBEITER

Viele Unternehmen sehen in ihren Mitarbeitern ein Datensicherheits-Risiko Seite 40

iPHONE-ALTERNATIVE E DAS SAMSUNG G US GALAXY NEXUS

Mit dem Notebook auf dem Führerstand

© FWI

SHORT

© Xerox Austria

Steyr. Der FWI Information Technology ist ein erster Schritt in die USA gelungen. FWI wird beim weltweit führenden Dienstleister in der Stahlindustrie, Tube City International, ein internationales ERP-Projekt realisieren. „Wir sind stolz, dass unsere ausgezeichneten ERP-Branchenlösungen nicht nur in Österreich, sondern auch international so gefragt sind“, sagt Manuel Möser, Geschäftsführer der FWI Information Technology (Bild). „Wir haben eine Lösung, die Anforderungen wie sonst kein Anbieter erfüllen kann.“ www.fwi.at

© Chris Haderer

Wien. Das Analystenhaus IDC hat Xerox im IDC MarketScape Report 2011 zum Managed Print Services-Markt (MPS) als führendes Unternehmen positioniert. Laut der Studie hilft Xerox dank der Expertise von ACS, A Xerox Company, Kunden dabei, nicht nur die Druckkosten zu reduzieren, sondern wichtige Geschäftsanforderungen zu bewältigen. „Es gibt viele Möglichkeiten, MPS umzusetzen. Xerox gelingt es, sich durch seinen bewährten Ansatz und die guten Ergebnisse dauerhaft als führendes Unternehmen zu positionieren“, sagt Sandra Kolleth, stv. General Manager Xerox Austria (Bild). www.xerox.at

Der Computer und die Schiene Der Softwarekonzern Microsoft und die ÖBB haben gemeinsam das Lokführer-Informationssystem TIM entwickelt. Es soll demnächst auf allen österreichischen ÖBB-Strecken zum Einsatz kommen. Seite 38 Fujitsu Finanzthemen stehen unter neuem Management

Sony Ericsson Vice President, Head of Central Europe

Christian Stöger, der neue Leiter des Finanzbereichs von Fujitsu Österreich.

Wien. Seit Kurzem ist Christian Stöger neuer Leiter des Finanzbereichs von Fujitsu Österreich. Dies umfasst alle Finanzthemen sowie Einkauf, Informationstechnik und Facility Management der österreichischen Niederlassung. Zuvor war Stöger über vier Jahre bei Atos Origin als CFO tätig. „Fujitsu ist ein innovatives und leistungsstarkes Unternehmen, das bereits bestens in Österreich etabliert ist und mit einem ausgezeichneten Produktund Service-Portfolio weiteres hervorragendes Zukunftspotenzial hat. Ich sehe daher den Aufgaben bei Fujitsu mit Spannung entgegen.“ www.fujitsu.at

© Sony Ericsson

Wien Als Sponsor des europäWien. opä ischen Fußballturniers UEFA Euro 2012 stellt Canon seine Euro 2012 Taschenrechnerserie vor. Der schlanke MiniTaschenrechner „KC-30 Euro 2012“ mit stabilem Schlüsselanhänger aus Metall passt bequem in oder an kleinste Taschen oder Mappen. Er hat rutschfeste Gummitasten sowie ein achtstelliges LC-Display mit überzeugender Lesbarkeit (3,49 €). www.canon.at

© Fujitsu

© Canon

Neuer Leiter für den Finanzbereich Neues Zentraleuropa-Management

Zuständig für insgesamt 19 Länder: Gerhard Sturm von Sony Ericsson.

Wien. Gerhard Sturm verantwortet ab sofort Sony Ericsson Central Europe (Sony Ericsson CU CE, „Customer Unit Central Europe“) mit Hauptsitz in Düsseldorf, das sich aus insgesamt 19 Ländern zusammensetzt. Der 38-jährige Oberösterreicher, der sich sehr auf seine neue Position freut, hat einen MBA der IESE Business School, Spanien, und absolvierte weiterführende Studien an der Kellogg’s School of Management in den USA und der CEIBS in China. Zuvor studierte er Betriebswirtschaft an der Universität Innsbruck und der Paris Dauphine in Frankreich. www.sonyericsson.at

© A1 Telekom Austria

NEUE TOP LEVEL DOMAINS

© Iron Mountain

© Chris Haderer

technology


COVE R

38 – medianet technology

Freitag, 20. Jänner 2012

ÖBB Gemeinsam mit Microsoft hat die Bundesbahn ein europaweit einzigartiges Informationssystem für Lokführer entwickelt

KOMMENTAR

Wenn die Schiene auf den Datenhighway trifft …

Nerven sparen, Bahn fahren?

Mittelfristig soll die Optimierung der Konzern-IT Einsparungen in der Höhe von acht Mio. € einbringen.

CHRIS HADERER

icht immer fällt einem ausschließlich Gutes ein, wenn man von der Eisenbahn spricht. Manche Reisende haben Bilder von überfüllten Zügen vor sich, wie sie früher nur von der italienischen Bahn zwischen Rom und Neapel gemalt wurden – bloß dass die Wagons in Meidling stehen. Verschiedene Querulanten mokieren sich ständig über verdreckte Toiletten oder Bordrestaurants mit ausgefallener Kühlung. Sogar Verspätungen sollen schon reklamiert worden sein. Dass es außerdem Leute gibt, die sich über die Beschwerdestelle der ÖBB beschweren, geht schon fast ins Unglaubliche. Aber das wird jetzt anders: Die ÖBB rüstet ihre IT auf und will sich als modernes Unternehmen präsentieren. Die Optimierung der internen Prozesse wird der Fahrgast nur peripher bemerken, aber es gäbe auch Details, die gleich für gute Stimmung sorgen würden. Die sauteuren Business-Abteile, die in vollbesetzten Wochenendzügen meist leer stehen, könnte man durch WLAN-Zugänge aufwerten. Die „Scotty“-Fahrplan-App könnte nach dem Beispiel der App der deutschen Bahn modernisiert werden. Und dank moderner IT sollte es auch möglich sein, eine Fahrt von Wien nach Klagenfurt nicht wie eine Weltreise vorplanen und durchreservieren zu müssen, sondern sie einfach nach Lust und Laune anzutreten. Das wäre fein.

© Chris Haderer (4)

N

ÖBB-Lokführer (li.) und Christoph Kränkl, verantwortlich für die Bereiche Enterprise & Partner Group bei Microsoft Österreich, mit neuem TIM-Notebook.

duzieren, sondern auch die Qualität der IKT-Dienste zu steigern“, sagt Seiser. Das Projekt ‚Neuordnung der IKT‘ wurde bereits vor 1! Jahren gestartet und soll bis 2013 messbare Früchte tragen. Bis 2016 soll die IKT „einen Beitrag von 50 Millionen Euro zum Konzernergebnis leisten“.

CHRIS HADERER

Wien. Die ÖBB muss sparen. Das tut sie bisweilen nicht nur beim Service und beim Sitzplatzangebot, sondern auch bei ihrer IT-Infrastruktur. Letzteres bedeutet laut Franz Seiser, Vorstandsdirektor ÖBB-Holding AG, vor allem eine Optimierung bei den Zulieferern von Services und Hardware sowie die Umsetzung neuer Konzepte. Im Rahmen eines Kooperationsvertrags setzt die ÖBB bei rund 25.000 Arbeitsplätzen auf den Softwareriesen Microsoft. Dadurch soll eine Optimierung der internen IT-Support-Prozesse bei der ÖBB mittelfristig deutliche Einsparungen von mehr als acht Mio. € ermöglichen. Gleichzeitig setzt die ÖBB bei der Entwicklung neuer IT-Lösungen ebenfalls auf Microsoft-Technologie. Eines der ersten Projekte ist das neue ÖBB Triebfahrzeugführer Informationssystem TIM, durch das die OnlineWelt Einzug in die Lokomotive hält. Es soll die Arbeit und Kommunikation der Lokführer in Zukunft nahezu papierlos gestalten. „Es geht uns nicht nur darum, die Kosten zu re-

Die papierlose Lok Ein Innovationsprojekt, das diesen Namen tatsächlich verdient, ist das im europäischen Bahnwesen bislang einzigartige TIM-Projekt. Unter dem Schlagwort „papierloser Triebfahrzeugführer“ werden zukünftig dem Triebfahrzeug-

Franz Seiser, Vorstandsdirektor ÖBB-Holding AG, und Petra Jenner, Geschäftsführerin Microsoft Österreich, bei der TIM-Präsentation.

führer nahezu alle erforderlichen Unterlagen in elektronischer Form bereitgestellt. Ein elektronisches Datensystem ersetzt die derzeitigen Unterlagen. Konkret verwendet jeder Lokführer ein Convertible Notebook mit der auf Basis von Microsoft.NET erstellten TIMAnwendung. In Zukunft werden Buchfahrpläne, Beschreibungen der Fahrzeuge, Regelwerke und Dienstpläne dem Triebfahrzeugführer auf einem Notebook zur Verfügung stehen. Außerdem haben die Mitarbeiter Zugriff auf Unternehmens-News, E-Mails und das ÖBB-Intranet. Auch die Übermittlung von Meldungen durch den Triebfahr-

Computergestützte TIM-Testfahrt im Railjet von Wien-Meidling nach Leobersdorf.

zeugführer wird erleichtert und beschleunigt. Die TIM-Software stellt dazu ein Meldebuchformular bereit, das die Meldung direkt in die Serversysteme zur Weiterverarbeitung übermittelt. Der Datenabgleich zwischen den Notebooks und den ÖBB-Serversystemen erfolgt via Mobilfunkverbindung über eine im Gerät verbaute A1-SIM-Karte. Mit einem erfolgreichen Datenabgleich ist gewährleistet, dass der Triebfahrzeugführer alle gültigen Fahrpläne sowie die laut Sicherheitsmanagement derzeit gültigen Regelwerke jederzeit auf seinem Notebook zur Verfügung hat. Die abgerufenen Daten werden lokal auf dem Gerät gespeichert und können jederzeit (auch ohne Onlineverbindung, die entlang der heimischen Bahnstrecken recht löchrig ist) aufgerufen werden. An die Partnerschaft mit Microsoft ist die ÖBB für die nächsten vier Jahre gebunden; in diesem Zeitraum soll nicht zuletzt auch die Officelandschaft ausgebaut werden. www.oebb.at www.microsoft.at

Semantic Web Company Das IT-Unternehmen erwartet sich 2012 große Nachfrage aus dem öffentlichen Bereich

Neuübernahme

Viele Linked Open Data-Projekte im Kommen

Alfred Pufitsch, CEO des Providers Tele2 in Österreich.

Wien. Die Übernahme des auf Firmenkunden spezialisierten Wiener Internet Service Provider Silver Server durch Tele2 ist abgeschlossen. „Sowohl Tele2 als auch Silver Server verfügen über umfassendes Know-how in der Betreuung von BusinessKunden und können auf eine moderne Infrastruktur zurückgreifen“, sagt Alfred Pufitsch, CEO von Tele2 in Österreich. „Durch den Zusammenschluss eröffnen wir noch mehr österreichischen Unternehmen den Zugang zu internationaler Netzinfrastruktur und können sie mit unseren Kommunikationslösungen versorgen.” www.tele2.at

kontextbezogenes Informieren und Strukturieren sind die Stärken eines Internets bzw. Intranets, das seine Entwicklung von Hypertext zu Hyperdata vollzogen hat. Semantic Web ist 2012 nicht mehr die Orchideendisziplin unter den Webtechnologien, sondern im Zentrum eines Web of Data der wichtigste Baustein für zukunftssichere und smarte Lösungen. Unser Hin-

Wien. Die Semantic Web Company gehört seit geraumer Zeit zu den heimischen Pionieren auf dem Open Data-Sektor. Die Standards für Semantic Web, und damit auch für Linked Open Data (LOD), werden in technischen Entwicklungen vieler bekannter Produkte und Services „unter der Motorhaube“ bereits eingesetzt. Mit der Zusammenführung der Unternehmen „punkt. netServices“ und „www. semantic-web.at“ entstand ein geschärfteres Profil mit klarerem Fokus sowie ein Ausbau von Dienstleistungen der „Neuen SWC“: Consulting, PoolParty (Metadaten und Datenmanagement) und Confluence (Content- und Social Collaboration Platform).

tergrundwissen, unsere Partnerschaften und unsere Kunden sind 2012 Teile dieses Zukunftsweb“, sagt Blumauer.

Wachsende Datennachfrage Dem Trend Rechnung tragend, veröffentlicht die SWC diesen Jänner die Publikation „Linked Open Data: The Essentials; A Quick

Kommende Trends Für 2012 sieht CEO Andreas Blumauer einige Trends voraus: „Wenn 2012 von ‚smarten‘ WebTechnologien, Enterprise Intelligence oder Big Data gesprochen wird, wird Linked Open Data in der einen oder anderen Form mit dabei sein. Finden, Navigieren,

© Semantic Web Company

© Tele2/Foto Wilke

Silver Server bei Tele2

Martin Kaltenböck, SWC Managing Partner und Projektleiter der OGD-Konferenz.

Start Guide for Decision makers“. Weitere Schritte in Richtung Linked Open Data sind von Unternehmen und Organisationen aus dem Energiebereich für dieses Jahr zu erwarten. „Unser Fokus zum Thema wird 2012 bei (Linked) Open Data (und) Business in Wien liegen; dazu gibt es im März eine Veranstaltung in Wien, die nächste Konferenz dazu, die OGD 2012, wird in Linz stattfinden“, sagt Martin Kaltenböck, SWC Managing Partner und Projektleiter der ersten OGD-Konferenz. In Sachen OGD zählen die Stadt Wien und Linz sowie das Österreichische Bundeskanzleramt zu den Referenzkunden der SWC. Die Städte Graz und Salzburg bereiten Initiativen für offene Daten vor, der Bund plant für das kommende Jahr ebenfalls ein Open-Data-Portal. Auch die EU-Kommission will die Transparenz in der Verwaltung forcieren. „Eine ebenso zentrale Inititative in Sachen LOD ist u.a. die im September zum 8. Mal im Rahmen der I-Know 2012 stattfindende I-Semantics in Graz“, sagt Kaltenböck. www.semantic-web.at


Freitag, 20. Jänner 2012

ID E E & S TR ATE GI E

medianet technology – 39

nic.at Die österreichische Domain-Registry ist mit im Rennen um neue Top Level Domains, die spätestens im Jahr 2013 in Betrieb genommen werden sollen

Neue Adressen für das Internet CHRIS HADERER

Wien. Vergangene Woche gab der oberste Internet-Verwalter iCANN den Startschuss für die Erweiterung der klassischen Top Level Domains. In Zukunft sollen auch Domainnamen, die aus Brands, Branchenbezeichnungen oder anderen „Wunschnamen“ bestehen, möglich sein. Mit im Rennen um neue Top Level Domains ist auch die österreichische Registry nic.at. „2011 haben wir die Weichen gestellt und namhafte Projekte für uns gewonnen“, sagt nic.atGeschäftsführer Richard Wein. „Jetzt geht es an die Umsetzung, und wenn der iCANN-Zeitplan hält, können 2013 die ersten unserer Kunden starten.“ Zu diesen zählen fix die Top Level Domains .reise, .versicherung und .immobilie. Auch bei den Geo-Domains .berlin, .hamburg und .koeln ist nic. at in Bieter-Konsortien, aber noch nicht offiziell bestätigt. „Hier sind noch Entscheidungen der Städte ausständig, welchen Bewerber sie unterstützen“, sagt Wein. „Wir rechnen jedoch in den nächsten Tagen damit, denn der Countdown läuft.“ Bis 12. April können Anträge für neue Top Level Domains bei ICANN eingereicht werden.

Bewerbung läuft Top Level Domains sind die oberste Hierarchieebene im Domain Name-System, das die Erreichbarkeit aller Adressen im Internet sicherstellt. Derzeit sind 270 Top Level Domains in Betrieb, erkennbar an Namensendungen wie „.com“, „.at“, „.net“ und ähnlichen. Wie viele neue Top Level Domains im Jahr 2013 nach Ende des Bewerbungsverfahrens dazukommen werden, ist vorerst noch ungewiss.

Apps statt Domains? Ungewiss ist mehr oder weniger auch, wie der Wissensstand über die Bedeutung von Top Level Domains bei den heimischen Betrieben ist und ob es bereits dementsprechende Strategien gibt. Das versucht nic.at in einer großen „Domainstrategie-Studie“ im Frühjahr 2012 herauszufinden. Darauf aufbauend entwickeln die Experten von nic.at einen Domain-Leitfaden für Unternehmen, um für die künftigen Herausforderungen im Web gerüstet zu sein. „Als Kompetenzzentrum für Domains ist es unsere Aufgabe, Orientierung und Hilfestellung in dieser Umbruchphase zu bieten“, sagt Wein. Auf das Wachstum von .at erwartet er durch branchenorientierte neue Top Level Domains keine negativen Auswirkungen. „Wenn über Domains gesprochen wird, belebt das den gesamten Markt. Und bei einem Bekanntheitsgrad von 93 Prozent wird auch in Zukunft auf etablierte Endungen wie .at gesetzt werden.“

Viele Bewerber für die neuen Domains.

Es gibt allerdings auch Zweifel am Bedarf an neuen Top Level Domains. Diese werden vor allem durch den Apps-Markt geschürt. Während beim Zugang mittels Webbrowser die Eingabe einer Adresse notwendig ist, entfällt dieser Schritt bei Apps. Die Nutzer einer Shopping-App müssen die Webadresse des Online-Stores gar nicht kennen. Selbiges gilt für jede Art von Information, die via Apps beschafft wird. Allerdings: „Nicht für jede Webpräsenz gibt es eine App“, stellt Richard Wein fest. „Ich denke daher nicht, dass Apps die Notwendigkeit von Top Level Domains einschränken.“

Der Einreichprozess bei iCANN ist relativ aufwendig. Da ein Kandidat für eine neue Top Level Domain diese auch als Registry betreiben und ihre weltweite Verfügbarkeit garantieren muss, fordert iCANN die Beantwortung eines umfangreichen Fragenkatalogs sowie auch finanzielle Garantien. Wünscht sich beispielsweise eine Stadt eine neue Top Level Domain, so kann diese auch von einer bereits bestehenden Registry – wie etwa nic.at – betrieben werden. Ob und wann das Domain Name-System in Zukunft nochmals erweitert wird, ist derzeit noch unklar. www.nic.at

© Chris Haderer (2)

Derzeit werden vom Domain Name-System 270 Top Level Domains verwaltet.

Richard Wein, Geschäftsführer der österreichischen Domain-Registry nic.at


FA CTS & F IGUR ES

40 – medianet technology

SHORT

Erfolgreich unter harten Wirtschaftsbedingungen

Freitag, 20. Jänner 2012

Iron Mountain Laut aktueller Studie sind fahrlässiger Datenverlust und Datendiebstahl ein neues Bedrohungsszenario

Fahrlässiger Datenverlust durch eigene Mitarbeiter

© DiTech

20 Prozent der Unternehmen sehen in Mitarbeitern eine größere Gefahr als in Hackerangriffen von außen.

Wien. Die Rahmenbedingungen waren nicht einfach; dennoch gelang es dem österreichischen Computerfachhändler DiTech, im Jahr 2011 den Umsatz um 9% auf 105 Mio. € zu steigern und damit erstmals die Umsatzgrenze von 100 Mio. € zu durchbrechen. 20 neue Arbeitsplätze konnten 2011 geschaffen werden. „Wir haben letztes Jahr große Anstrengungen unternommen, um dieses gute Ergebnis trotz der erschwerten Rahmenbedingungen zu erreichen“, sagt Aleksandra Izdebska, DiTechGründerin. „Wir konnten 2,11 Mio. Produkte verkaufen. Das bedeutet eine Steigerung gegenüber 2010 um 6,1%. Bei den Computern verzeichnen wir sogar einen Zuwachs von 8,1%, fast die Hälfte davon mit unserer Eigenmarke ‚dimotion‘.“ Außerdem gingen 2011 bei DiTech fast 17.000 vertragsfreie Smartphones und rund 8.000 Tablets über den Ladentisch. Die Einführung von Apple ins Sortiment trug mit 3,5 Mio. € und fast 10.000 verkauften Apple-Produkten zum Gesamtergebnis bei. „Erfreulich ist weiters, dass immer mehr Businesskunden, mit denen wir schon jetzt knapp die Hälfte unseres Umsatzes erwirtschaften, zu uns kommen. Darum haben wir in den letzten Monaten massiv in den Ausbau unserer Business-Abteilung investiert“, sagt DiTech-Geschäftsführer Damian Izdebski. Für heuer ist ein Umsatzvolumen von etwa 120 Mio. € angepeilt. www.ditech.at

Neuer Präsident für den Druckerbauer Oki

Wien. Hacker-Angriffe aus dem Cyberspace sind nicht das einzige Bedrohungsszenario, mit dem ITVerantwortliche konfrontiert werden. Laut einer Studie des Informationsmanagement-Lösungsanbieters Iron Mountain sehen 20% der europäischen Unternehmen in fahrlässigen Datenverlusten oder Datendiebstählen durch eigene Mitarbeiter eine der größten Gefahren für die Sicherheit ihrer Informationen. Sie stufen dieses Risiko damit vergleichbar oder sogar höher ein als die Wahrscheinlichkeit eines Datenverlusts durch IT-Ausfälle, Cyberkriminalität oder Naturkatastrophen. Die Studienergebnisse decken sich grundsätzlich mit denen einer Untersuchung des Netzwerkanbieters Verizon. Diese führt aus, dass bei 17% der Datenschutzverletzungen eigene Mitarbeiter eines Unternehmens beteiligt waren. Damit ist die Gefahr von Datenverlusten durch das eigene Personal sogar größer als durch außen stehende Personen.

© Iron Mountain

CHRISTOPH FELLMER

Die DiTech-Gründer Aleksandra Izdebska und Damian Izdebski.

Florian Kastl, International Director of Security, Safety and Business Continuity bei Iron Mountain, gibt praktische Sicherheitstipps.

tenverlusten zu senken, empfiehlt Kastl vier grundlegende Schritte: „Unternehmen sollten alle ihre Informationen und Daten identifizieren und priorisieren. Und zwar von den Gründungs- und Rechtsdokumenten über geistiges Eigentum, Finanzdaten, Absatzprognosen und Strategie-Roadmaps bis hin zu Kunden- und Personaldaten.“ Zweiter wichtiger Punkt sind verbindliche interne Prozesse: „Mit Kontrollmechanismen für die wichtigsten bzw. sensibelsten Informationen lässt sich die Gefahr von fahrlässigen Datenverlusten oder Datendiebstählen deutlich reduzieren. Unternehmen sollten darüber hinaus im Blick haben, wann, wo

Vier sichere Schritte „Beim Informationsmanagement sind Menschen häufig das schwächste Glied in der Kette“, sagt Florian Kastl, International Director of Security, Safety and Business Continuity bei Iron Mountain. „Informationen stellen das Herzstück jedes Unternehmens dar. Deshalb sind strenge Kontrollen unabdingbar, um das Risiko von Datenverlusten durch das Personal zu senken oder gar zu vermeiden. Dadurch können Unternehmen ihre Mitarbeiter, ihr Geschäft, ihre Kunden und ihre Reputation schützen.“ Um das Risiko von internen Da-

und wie Mitarbeiter mit welchen Informationen arbeiten. So lassen sich potenzielle Schwachstellen identifizieren, an denen der Zugriff gegebenenfalls für nicht berechtigte Personen eingeschränkt werden sollte. Der Einsatz spezieller Technologien sowie sichere Speichermethoden im Unternehmen oder außerhalb können außerdem dabei helfen, Informationen über entsprechende Rechte nur denjenigen Mitarbeitern zugänglich zu machen, die in ihrer Arbeit auf diese angewiesen sind.“ Auch im Personalbereich seien klare Prozesse wichtig: „Insbesondere Unternehmen, deren geschäftskritische Informationen

ITSV Die IT-Services der österreichischen Sozialversicherung entsprechen seit Kurzem der internationalen ISO 27001-Norm

Mehr Sicherheit durch ISO-Zertifizierung Öffentlichkeit gelangen, ist es für die Versicherten sehr wichtig, ihre persönlichen Gesundheitsdaten sicher verwahrt zu wissen.“

Wien. Die IT der österreichischen Sozialversicherung soll sicherer werden, weshalb sich der ITDienstleister ITSV GmbH einem Zertifizierungsaudit unterzogen hat. Das Ergebnis: Die ITSV GmbH ist das erste Unternehmen der österreichischen Sozialversicherung, das nach ISO 27001 zertifiziert wurde. Oki-Präsident Takao Hiramoto.

Internationaler Standard

Tokyo/Brunn am Gebirge. Die Oki Data Corporation, der internationale Mutterkonzern des Druckerspezialisten Oki, hat Takao Hiramoto, bislang stellv. Präsident, zum Präsidenten ernannt. Hiramoto hat seine neue Funktion Anfang Jänner aufgenommen. Sein Vorgänger Harushige Sugimoto wechselt in den Vorstand und übernimmt die Position des Direktors.“ Er baue vor allem auf den ursprünglichen Unternehmensgeist, der Oki nicht zuletzt zum weltweit führenden Hersteller von LEDDrucklösungen gemacht hat. www.oki.at

Die internationale Norm ISO 27001, die weltweit über 7.300 Mal im Einsatz ist, spezifiziert die Anforderungen für Einführung, Betrieb, Überwachung, Wartung und Verbesserung eines Informationssicherheits-Managementsystems unter Berücksichtigung der ITRisiken innerhalb der gesamten Organisation. Sie wurde entworfen, um die Auswahl geeigneter Sicherheitsmechanismen zum Schutz sämtlicher Werte in den Wertschöpfungsketten sicherzustellen. Die ISO 27001-Norm verlangt außerdem die Implementierung von Kontrollkreisen, in der die Aufgaben der Informationssicher-

Mitarbeiter-Verhalten

© ITSV

© Oki

einen hohen Wert haben, sollten die Vertrauenswürdigkeit potenzieller neuer Mitarbeiter umfassend überprüfen. Daneben sollte es aber auch eine feste Strategie beim Ausscheiden von Personal geben. Mitarbeiter, die ein Unternehmen verlassen, nehmen häufig – in den meisten Fällen unbeabsichtigt – Informationen mit.“ Auch bei Jobwechslern sei Gefahr im Verzug. Zu guter Letzt sollten Unternehmen auch noch sicherstellen, dass „ihre Richtlinien auch geschäftlichen Veränderungen wie Übernahmen oder Fusionen standhalten und die immer strengeren gesetzlichen Anforderungen erfüllen.“ www.ironmountain.de

Hubert Wackerle (li.) und Erwin Fleischhacker, beide Geschäftsführer der ITSV GmbH.

heit kontinuierlich überprüft und nachhaltig verbessert werden.

Langfristige Verbesserung „Wir sind besonders stolz, als erster IT-Dienstleister der österreichischen Sozialversicherung dieses anspruchsvolle Zertifikat erhalten zu haben. Dennoch ruhen

wir uns nicht auf unseren Lorbeeren aus, sondern werden darüber hinaus zusätzliche Maßnahmen zur Erhaltung bzw. Verbesserung des bereits hohen Sicherheitsniveaus setzen“, sagt Erwin Fleischhacker, Geschäftsführer der ITSV GmbH. „Denn gerade in Zeiten, in denen immer wieder sensible Daten ungewollt an die

„Das Thema Informationssicherheit nimmt in Unternehmen eine immer bedeutendere Rolle ein. Gerade bei der ITSV GmbH, die höchst sensible, personenbezogene Daten aller österreichischen Sozialversicherten betreut, ist Datenschutz und Datensicherheit von zentraler Bedeutung“, sagt Hubert Wackerle, Geschäftsführer der ITSV GmbH. Daher legt der IT-Dienstleister Wert auf klare Richtlinien und Prozessabläufe. „Vor allem das Verhalten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist maßgebend für die Sicherheit der uns anvertrauten Informationen. Deshalb sorgen wir durch Schulungen und gezielte Awareness-Maßnahmen dafür, dass jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter den Schutz der Versichertendaten als wichtigen Unternehmenswert versteht.“ www.itsv.at


FACTS & F I GU R E S

Freitag, 20. Jänner 2012

medianet technology – 41

Brocade Der Netzwerke-Lösungsanbieter stattet das Teilchenforschungszentrum in der Schweiz umfassend mit 100 Gigabit Ethernet-Technologie aus

Einhundert Blades für das CERN

Langfristige Entscheidung „Wir entschieden uns vor zirka einem Jahr für die MLXe Router von Brocade, da sie mittel- und langfristig alle Kriterien für die wachsenden Anforderungen unserer Netzwerke erfüllen“, sagt Jean-Michel Jouanigot, Communication Systems Group Leader

Brocade Störungs-Studie

System-Ausfall Wien. Die EMC-Studie „European Disaster Recovery Survey 2011: Data Today Gone Tomorrow: How Well Companies Are Poised For IT Recovery“ stellt Unternehmen hinsichtlich Datensicherheit kein besonders gutes Zeugnis aus. In der Studie wurden 1.750 Unternehmen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien, den Benelux-Ländern sowie Russland zu ihren Datensicherungs- und Wiederherstellungsstrategien befragt. Wie die Studie zeigt, waren im vergangenen Jahr 54% der Unternehmen in diesen Ländern von Datenverlust oder einem Systemausfall betroffen. 74% der befragten IT-Manager sind sich nicht vollkommen sicher, ob sie ihre Daten nach einem Systemausfall vollständig wiederherstellen können.

Wirtschaftliche Folgen Auch die Konsequenzen einer Störung der IT werden in der Studie aufgezeigt: Demnach zählen für die befragten Firmen der Rückgang der Mitarbeiterproduktivität mit 33% und Einbußen bei den Einnahmen mit 29% zu den wahrscheinlichsten Folgen eines Datenverlusts oder Systemausfalls. Nahezu die Hälfte der Unternehmen ist aufgrund versicherungsrechtlicher oder gesetzlicher Grundlagen dazu verpflichtet, einen Sicherungsoder Notfallplan zu erstellen; 18% der Befragten hatten allerdings keine Kenntnisse über die Konditionen ihrer Versicherungspolicen. Dabei lassen sich mit der richtigen Backup- und RecoveryStrategie Einsparungen bei den Versicherungsbeiträgen erzielen. www.emc.com

© EMC

Am Teilchenforschungsinstitut CERN wird Brocade-Netzwerktechnologie eingesetzt.

Kick-off Mit dem „S&T Brunch“ lanciert der IT-Prozess- und Beratungsspezialist neue Kontakt- und Serviceplattform

Orientierungshilfe und Infovorsprung für 2012 Vier Städte – ein Thema: Premiere für die Service-Tour mit dem Schwerpunktthema Lizenzberatung. Wien. Ungebrochen lastet auch 2012 der Kostendruck auf den IT-Verantwortlichen. Die an sie gestellte Forderung: noch mehr Systemeffizienz bei gleichzeitig sinkendem monetären Einsatz. Gefragt sind hochperformante, schlanke und smarte IT-Infrastrukturen. Einsparungspotenziale ohne Performanceverlust liefert auch ein intelligentes, an Anforderungsprofil und Nutzungsaktivitäten punktgenau angepasstes Software-Lizenzmanagement. Die hochkomplexe (Rechts-)Materie wird auch im neuen Jahr wieder um viele Facetten reicher. Neue Lizenzierungsmodelle – wie u.a. ein in den Startlöchern stehender Relaunch aus dem Hause Microsoft – liefern Raum für weitere Optimierungsprozesse.

Forum für Entscheider

License Consulting-Duo auf Tour: Peter Werluschnig, Teamlead Licensing bei S&T, und Christian Wolf stehen Rede und Antwort.

Im Rahmen einer neu konzipierten Roadshow greifen die Experten des IT-Beratungs-, Lösungs- und Service-Spezialisten S&T die wichtigen Fragen zum Top-Thema auf und skizzieren Lizenz-Updates und strategische Weichenstellungen. „Wir offerieren Orientierung und Sicherheit. Letztendlich sollen unsere Kunden und Neuinteressierte Bescheid wissen, was sie definitiv brauchen. Der Brunch soll die Entscheidungsträger mit den relevanten News füttern und innerbetriebliche Denkanstöße liefern“, wie Peter Werluschnig, Teamlead Licensing bei S&T, der gemeinsam mit Christian Wolf für die Expertise sorgt, im medianet-Talk kurz vor Tourstart verraten hat.

nern. Zunehmend komplex werdende Lizenzumgebungen infolge auch der weiter voranschreitenden Virtualisierung, neuer Cloud-Architekturen und des Einsatzes mobiler Devices erhöhen die Unüber-

medianet: Neues Jahr, neue Veranstaltungsreihe. Womit dürfen die Teilnehmer des ersten ‚S&T Brunch‘ zum Thema ‚License Consulting‘ rechnen?

Microsite: emea.emc.com/microsites/2011/emc-brs-survey/index.htm

Thema in Enterprise-LANs“, sagt Zeus Kerravala, Principal bei ZK Research. „In performanceintensiven Umgebungen sinkt jedoch die Wachstumsrate. Während es manchen Unternehmen genügt, ihre 10 GbE-Ports nach und nach durch Link-Aggregation zu erweitern, ist es für immer mehr Forschungsinstitute und Service Provider mit hochperformanten Netzwerkumgebungen unabdingbar, gleich den Sprung zu den 100 GbE zu machen. 100 GbE Terabit Trunk-Router liefern die notwendige Skalierbarkeit für den künftigen Bandbreitenbedarf dieser Kunden.“ www.brocade.com

Peter Werluschnig (Teamlead Licensing, S&T): Wir gehen mit neuen, spannenden Themen hinaus zu unseren Ansprechpart-

„Sowohl Unter- als auch Überlizenzierung kann Unternehmen teuer zu stehen kommen.“ PETER WERLUSCHNIG TEAMLEAD LICENSING BEI S&T

sichtlichkeit. Wir helfen bei einer kritischen Bewertung: Wo kann ich den Sparstift ansetzen? Wo muss ich nachbessern? Um ja alle Vorschriften einzuhalten, haben viele Unternehmen Lizenzlasten angehäuft. Wir sehen hier brachliegendes Einsparungspotenzial,

das es zu nutzen gilt. Viele fahren, bildlich gesprochen, mit Tanklastwagen, dabei braucht es nur den viel günstigeren Stopp an der nächsten Tankstelle. medianet: Welche News stehen im Februar auf der Agenda? Werluschnig: Zum einen präsentieren wir Microsofts neuen SQL Server, zum anderen greifen wir stark das Virtualisierungsthema auf und stellen die Kosten-/Nutzen-Frage und vieles mehr. Im Vordergrund steht der Informationsgedanke, der Brunch ist keine Verkaufsshow. medianet: Also ein Info-Talk des Large Account Resellers, Diskussionsforum, Kontaktbörse und Anlaufstelle für Spezialfragen? Werluschnig: Genau. Wir halten draußen in den Regionen Kontakt zu unseren Partnern und laden alle anderen ein, sich mit unserem Leistungsportfolio vertraut zu machen. Zudem präsentieren wir schon heute, was in den nächsten Monaten marktrelevant ist. Die neue Plattform soll helfen, weitere konkrete Unternehmensgespräche einzuleiten.

S&T BRUNCH: LICENSE CONSULTING Mit Anfang Februar startet S&T die neue Informations- und Networking-Reihe. Die Premiere-Tour zum Top-Thema „License Consulting“ macht in vier Städten halt. •Salzburg, Mittwoch, 08.02.2012 S&T Salzburg, Plainbachstraße 5, 5101 Bergheim •Linz, Dienstag, 14.02.2012 Caseli-Gästehaus voestalpine, voestalpine-Straße 4/(BG 44) 2. Stock, Saal I, 4020 Linz •Graz, Donnerstag, 16.02.2012 Hotel Courtyard by Marriott, Seering 10, 8141 Unterpremstätten •Wien, Donnerstag, 23.02.2012 S&T Wien, Geiselbergstraße 19, 1110 Wien Die Veranstaltungen sind kostenfrei und finden jeweils zwischen 9:00 Uhr und 12:30 Uhr statt. Um Voranmeldung (begrenzte Teilnehmerzahl) via Mail unter events@snt.at wird gebeten!

PROMOTION

Garching/Wien. Brocade hat seinen 100sten 2-Port-Blade am CERN, der Forschungseinrichtung für Teilchenphysik, installiert. Mit hoher Portdichte und Skalierbarkeit adressiert die Brocade-Lösung die Anforderungen der datenintensiven Netzwerkumgebung im 10und 100-GbE-Bereich. Der Netzwerkverkehr im CERN beläuft sich auf über 15 Petabyte, was etwa 200 Jahren Videomaterial in HD-Qualität entspricht.

des IT-Departments am CERN. „Jetzt, da wir für 100GbE gerüstet sind, ist es nur eine logische Folge, die Netzwerkperformance zu erhöhen. Die Datenmengen werden weiter steigen. Mit den Brocade MLXe Router und 100 GbE steht unserem Erfolg nichts im Weg.“ Abgesehen vom CERN wird die Brocade 100 GbE-Technologie bereits in den Netzwerken der Amsterdam Internet Exchange (AMSIX), bei Limelight Networks und im Howard Hughes Medical Institute (HMMI) erfolgreich angewendet. „Gigabit Ethernet-Konnektivität ist immer noch ein wichtiges

© S&T (2)

CHRISTOPH FELLMER

© CERN

Der Netzwerkverkehr im CERN beläuft sich derzeit auf mehr als 15 Petabyte.


TO O L S & S E RV ICE S

42 – medianet technology

Freitag, 20. Jänner 2012

Test Das neue Galaxy Nexus von Samsung ist zwar teuer, überzeugt aber durch ein Super AMOLED-Display und viel Power

SHORT

Verspielt, formschön und auch extrem leistungsfähig

Social-Media-Tool für SugarCRM-Anwendung Wien. Von Facebook inspiriert, hat die Kinamu Business Solutions AG das SugarCRM-AddOn „Straight Talk“ entwickelt. In den Funktionalitäten an bewährte Instant Messenger angelehnt, erleichtert Straight Talk die interne Zusammenarbeit via Live-Chat. User können unterschiedlichste Informationen zu Geschäftsprozessen im Social Media-Style rasch erfassen, mit Hyperlinks und Attachments versehen und unstrukturiert ablegen. Neben der Chat-Funktion bietet „Straight Talk“ auch die Möglichkeit, anderen Nutzern zu folgen sowie Gruppen zu bestimmten Interessensgebieten zu bilden. www.kinamu.com

Das Android 4.0-Betriebssystem erlaubt komfortable und fast laiengerechte Bedienung des Geräts.

© Samsung

Modem-Zertifizierung für Netgear-Gateways

Das erste Android 4.0-Smartphone von Samsung: Galaxy Nexus. CHRIS HADERER

Wien. Über schöne Dinge darf man sich ruhig ein bisschen freuen. Und das neue Samsung-Smartphone „Galaxy Nexus“ ist ein solches Spielzeug, das man mit einer gewissen Freude in die Hand nimmt: das 4.65‘‘ HD Super AMOLED-Display mit 720p Auflösung ist absolut überzeugend (auch bei hellem Sonnenlicht), der 1,2 GHz DualCore Prozessor verleiht dem Gerät ein zügiges Arbeitstempo. HD-Videos wurden im Test ruckelfrei und mit bester Farbqualität wiedergegeben. Das Nexus ist zwar immer noch rechteckig und mit abgerundeten Kanten, allerdings sieht es dem iPhone nicht mehr besonders ähnlich – das Design macht sogar einen zeitgemäßeren und griffigeren Eindruck als das des Apple-Produkts. Das Samsung Galaxy Nexus ist eines der ersten Smartphones, die

© Canon

Neues VideobeamerFlaggschiff von Canon

Wird ohne Objektive geliefert: der neue Canon Xeed WUX5000.

Wien. Mit dem Xeed WUX5000 erweitert Canon sein Portfolio bei den leistungsstarken XeedProjektoren. Eine Helligkeit von 5.000 Lumen, LCOS-Technologie für eine exzellente Bildqualität, drei optional erhältliche Wechsel-Objektive und Funktionen für eine denkbar einfache Installation prädestinieren das neue Spitzenmodell für den Einsatz in Unternehmen, Bildungseinrichtungen und bei Veranstaltungen. Der Xeed WUX5000 wird ohne Objektiv geliefert und ist voraussichtlich ab März 2012 im Handel erhältlich. Er bringt es auf eine native WUXGA-Auflösung (1.920 x 1.200 Pixel) und ist mit dem Canon System AISYS (Aspectual Illumination System) ausgestattet, das mit optimierten LCOS-Panels arbeitet. Die Canon Colour Matching-Technologie sorgt dabei für eine Bildqualität, die der eines professionell kalibrierten sRGBMonitors nahezu gleichkommt. www.canon.at

Die neu überarbeitete und einfache Oberfläche von Android 4.0.

mit Android 4.0 (Ice Cream Sandwich) ausgeliefert werden. Als erstes Android-Gerät ist es außerdem mit drei Software-Navigationsbuttons ausgestattet. Physikalisch sind nur noch ein Ein-/Aus-Schalter und ein Lautstärkenregler vorhanden. Für Android 3-User stellt das eine Umstellung dar – allerdings arbeitet man sich sehr leicht in die neue Bedienerweise ein, sodass die bisherige Home-Taste nicht fehlt.

Praxisnahe Funktionen Im Gegensatz zum Galaxy S ist die Hauptkamera in der Mitte des oberen Drittels auf der Geräterückseite verbaut, wodurch die Linse beim Fotografieren oder Filmen nicht so einfach mit den Fingern verdeckt wird. Das Nexus scheint auch über einen besseren GPS-Sensor als das Ur-Galaxy zu verfügen,

Die Telefonie-Oberfläche des Galaxy Nexus: große Softkeys zum Wählen.

Der aktuelle Energieverbrauch kann detailliert angezeigt werden.

da die Positionsangaben im Test schneller und mit größerer Genauigkeit erfolgten. Beim USB-Stecker auf der Geräteunterseite handelt es sich um die flachste Variante, sodass ältere Ladegeräte möglicherweise nicht passen.

Kamera mit Spezialeffekten Neu überarbeitet wurde auch die Kamera-App, die neben Spezialeffekten und einem (fast) verzögerungsfreien Auslöser auch einen Panoramamodus bietet. Bei Letzterem wird ein Schwenk über eine Szene „gefilmt“ und in der Kamera zu einem Panoramabild zusammengerechnet. Im Praxistest entspricht die Qualität der Aufnahmen im Großen und Ganzen denen des „Ur-Modells“ Galaxy S, ersetzt also einen „echten“ Fotoaparat trotz 5-Megapixel-Auflösung nicht wirklich. Hier empfiehlt sich der

Einsatz von Kamera-Apps von Drittherstellern wie „Camera Zoom FX“ oder „HDR Camera+“ aus dem Android Market. Der Look & Feel des Galaxy Nexus wird, abseits der Haptik, vorwiegend von Android 4.0 bestimmt, das den Vergleich mit iOS5 von Apple nicht scheuen muss. So können beispielsweise Apps in Ordnern „gelagert“ werden, was die Übersichtlichkeit auf den Homescreens erhöht. Neben Apps-Symbolen und Ordnern können auch Widgets direkt am Home-Screen platziert werden. Obwohl vom Funktionsumfang iOS5 in verschiedenen Punkten überlegen, ist Android 4.0 auch für Fast-Laien recht einfach bedienbar – was das Nexus (749 € Richtpreis) damit zu einer überlegenswerten Alternative für das iPhone von Apple macht. www.samsung.at

Sony Ericsson Der Smartphonebauer hat sein erstes Xperia-Gerät unter dem Dach des Sony-Konzerns vorgestellt

Interessantes Smartphone mit Fun-Faktor Wien. Bereits unter dem Dach des Sony-Konzerns logierend, hat Sony Ericsson das „Xperia S“ als erster Vertreter der nächsten Xperia-Generation vorgestellt. Das Smartphone ist mit einem 1,5 GHz Dual-Core-Prozessor ausgestattet. Dadurch können HD-Filme flüssig und in gestochen scharfer Qualität auf dem ebenfalls HD-fähigen 4,3“ Reality Display mit Mobile Bravia Engine abgespielt werden. Die eingebaute 12 Megapixel-Kamera mit Sony Exmor R Sensor ermöglicht darüber hinaus, Videos in Eigenregie in bester HD-Qualität zu drehen. Die Kamera ist innerhalb von nur 1,5 Sek. aus dem StandbyModus einsatzbereit. Durch einen NFC-Chip (Near Field Communication) ist das Smartphone zusätzlich für die Zukunft und die wachsende Anzahl an NFC-Anwendungen und -Services gewappnet.

Dienste und Tools „Das Xperia S ist das erste Smartphone aus der neuen XperiaGeneration und der Auftakt für die Xperia NXT-Reihe“, sagt Gerhard

Sturm, Vice President und d Head of Sony Ericsson Central Europe. ope. „Mit dem 1,5 GHz Dual-Core-Prorozessor gibt es den Takt vor und erschließt das komplette Sony-NetzNetzwerk, in dem Dienste übergreifend ifend d von unterschiedlicher Hardware rdware re genutzt und ganz einfach vernetzt netztt werden können.“ Das Gerätt wird rd dadurch (in eingeschränktem Rah Rah-nen men) zum Teil eines vorhandenen Heim-Netzwerks. So lassen sich Inhalte aus dem em eSony-Netzwerk auf dem Xperia S, dem Fernseher, auf Tablet blet oder Notebook betrachten.. Perr HDMI-Kabel oder kabellos über WLAN können eigene Videos, s, e-Fotos oder Musik von einem Gerät ganz einfach auf ein anderes eres übertragen und abgespielt werrden. Dank der Auszeichnung ng „PlayStation Certified“ steht für das HD-Flaggschiff auch uch eine breite Auswahl an Spielen en bereit. Interessant sind auch diee Add-Ons, wie beispielsweise ise SmartTags. Das sind münz-große Objekte, die via NFC FC bestimmte Profile im Handy dy

Das neue Sony Ericsson Xperia S, der erste Vertreter der NXT-Smartphone-Reihe.

aktivieren. Neu ist auch das akti Mikrodisplay „SmartWatch“ Mikr (119 €), das via Bluetooth verbunden wird. So lassen sich bund unauffällig und diskret SMS unau und Social Media Updates lesen, eingehende Anrufe erkennen eing oder Musik steuern, ohne das Telefon aus der Tasche nehmen Tele zu müssen. m Das Touch-Display kann außerdem als Armbanduhr getraßerd gen und mit verschiedenen Apps aus dem Android Market erweitert werden. wer

Update auf 4.0 im 2. Quartal Upd

© Sony Ericsson

München/Wien. Die neuen DOCSIS 3.0 und EuroDOCSIS 3.0 N750 Voice/Data Gateways von Netgear, die einen simultanen Wireless Dualband-Betrieb unterstützen, sind die ersten Geräte, die von CableLabs und Cable Europe Labs die Zertifizierung für die in den Gateways eingebundenen Modems erhalten haben. Mit diesen Produkten können Service Provider nun auch das 5 GHz-Frequenzband für Dienste wie IP Video, Telefonkonferenzen und andere Echtzeit-Applikationen für Heimanwender und kleine Unternehmen anbieten. Daneben können weitere Dienste parallel über das 2,4 GHz Band für 802.11b/g/n Geräte zur Verfügung gestellt werden. www.netgear.com

Das Xperia S wird voraussichtlich im Laufe des ersten Quartals 2012 in den Farben Schwarz und Weiß für 499 € mit Android 2.3 (Gingerb (Gin (Gingerbread) erhältlich sein. Ein Upgr Upgrade auf Android 4.0 (Ice Cream Sandwich) Sandwich wird im Laufe des zweiten Quar Quartals bereitgestellt. www.sonyericsson.com www


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