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medianet

inside your business. today.

Freitag, 17. mai 2013 – 41

Maschinen-gespräche

Telekom Austria Group nimmt kommer­ zielles 100G-Netz in Betrieb Seite 43

Das ISPA-Forum setzte sich mit der M2M-Kommunikation auseinander Seite 44

winzig zwei jvc­camcorder im praxistest

© JVC

Highspeed-netz © ISPA/APA

© A1 TA/S. Hauswirth

technology Die Kanalisierung des kreativen Workflows

© EA Sports

short

© Zweipunktnull

Wien. EA Sports und die Fédération Internationale de Football Association (FIFA) haben ihr bestehendes Lizenzabkommens bis Ende 2022 verlängert. Laut diesem Abkommen behält EA Sports die exklusiven Rechte, Videospiele mit FIFA-Branding zu veröffentlichen sowie die Exklusivrechte an der Veröffentlichung des offiziellen Videospiels zur FIFA WM. „Unsere Franchise ist im Genre der Sport-Videospiele im Hinblick auf Qualität und Innovation zum Maßstab geworden“, sagt Andrew Wilson, Head of EA Sports.  www.easportsfussball.de

© Adobe

Wien. Die zweipunktnull GmbH hat mit Unterstützung durch T-Mobile Anfang Mai in den Räumlichkeiten der MingoBüros der Wirtschaftsagentur Wien im Media Quarter Marx 3 offiziell die „Mobile Lounge@ MQM“ eröffnet. Die Lounge bietet App-Entwicklern die Möglichkeit, neue Apps in einer Testumgebung auf verschiedenen Plattformen zu testen. Dies ist ein wichtiger Part des Qualitätsmanagement-Prozesses auf dem Weg zur mobilen App. Dafür stehen in der Lounge eine Vielfalt von Tablets und mobilen Endgeräten diverser Anbieter kostenfrei zur Verfügung.  www.mobilelounge.at

David Wadhwani, Senior Vice President and General Manager, Digital Media, Adobe, stellt im Rahmen der Kreativshow „Adobe Max“ Softwareneuerungen vor.

Adobe und der Rest der Welt Das Softwarehaus hat eine neue Version seiner „Creative Cloud“ vorgestellt, die nur noch als Mietmodell angeboten wird. Das Unternehmen wendet sich damit von konventionellen Lizenzen (fast) ab. Seite 42

© fotodienst/Martina Draper

MIT Europe Conference 2013 Hochkarätige Referenten

Comparex Mit neuer Tochterfirma in New Jersey präsent

Referiert zu Big Data: Andrew McAfee, Principal Research Scientist, MIT.

Wien. Vom 22. bis 23. Mai ist die Forschungselite des weltbekannten Massachusetts Institute of Technology (MIT) zu Gast in der Wirtschaftskammer Österreich. Im Rahmen der zweitägigen „MIT Europe Conference 2013“ rückt Wien ins Zentrum hochkarätiger Wissenschaftler und Spitzenforscher des MIT, die sich mit nationalen und internationalen Forschern, Unternehmern und Technologie-Experten zum Thema „Remaking Manufacturing“ austauschen. Neben der „Roboter-Flüsterin“ Julie Shaw werden weitere 15 Experten vortragen.  portal.wko.at

Ein Dienstleister geht nach Amerika

© Comparex

Wien. CIS und Quality Austria veranstalten heuer das „9. Information-Security-Symposium, Wien 2013” unter dem Leitmotiv „Standardisierung von Security & Services nach ISO 27001/ISO 20000: effektiv und transparent”. Am 4. Juni laden sie in den Kursalon Wien ein, mehr als 200 Teilnehmer werden erwartet. Im Vorjahr dabei waren u.a.: A1, BRZ oder Frequentis über KAV oder Kapsch bis Siemens und Uniqa.  at.cis-cert.com

© Massachusetts Institute of Technology

Forschungselite auf Wien-Besuch

Neu in Amerika: John Havlick, ­Comparex Executive Vice President

Wien. Die Comparex Gruppe, ein IT-Dienstleister im Bereich Software-Lizenzierung und Lizenzmanagement, will mit der neu gegründeten Tochter Comparex USA auch den nordamerikanischen Raum erschließen. Mit dem Ziel, Unternehmenskunden am größten IT-Markt der Welt direkt zu betreuen, wird derzeit in New Jersey ein Team unter Führung von John Havlick, Comparex Executive Vice President, aufgebaut. „Über unser Partnernetzwerk in Nordamerika bewältigen wir bereits heute ein Geschäftsvolumen in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags“, sagt er.  www.comparex.at


C ov e r

42 – medianet technology

Freitag, 17. Mai 2013

Adobe Das Softwarehaus hat die ab Juni verfügbare „Creative Cloud“ vorgestellt, die nur noch als Mietmodell zu haben ist

Kommentar

„Kreativer Workflow“ und wie Adobe ihn gestaltet

Software wird zum Mietmodell

Die Pakete der „Creative Suite“ bleiben vorerst noch mit zeitlich unbegrenzten Lizenzen im Handel. Chris Haderer

Chris Haderer

© Chris Haderer (3)

W

Felix Ritter, Senior Systems Engineer bei Adobe Systems, erklärt neue Features.

Community-Portal

Klaus Kurtz, Senior Manager Technical Sales CE/EE bei Adobe Systems.

Die Creative Cloud ist vor allem auf „geschmeidigere“ Bedienung ausgelegt.

Canon 10 Jahre on Top

Vorgestellt wurde die „neue“ Creative Cloud, die im Laufe des Juni verfügbar sein soll, im Rahmen der Kreativitätskonferenz „Adobe Max“ in Los Angeles. Abgedeckt soll der neue kreative Workflow vor allem von der Adobe-Produktpalette werden, wobei das Unternehmen von der Preisgestaltung her relativ deutlich auf professionelle Anwender zielt. Für sie ist die im Creative Cloud-Abo ab sofort enthaltene Mitgliedschaft beim „Behance“Portal enthalten. Behance wurde im Vorjahr von Adobe übernommen und „ist die größte Kreativcommunity der Welt“, sagt Kurtz. Der Wert der Mitgliedschaft läge bei knapp 100 USD pro Jahr und soll

Neues InDesign Der direkte Zugriff auf den zur Creative Cloud gehörenden Online-Speicher ist ab Juni in allen Programmen integriert. „Dazu gehört auch das Synchronisieren von Einstellungen über die Cloud“, sagt Felix Ritter, Senior Systems Engineer. „Wenn ich mich in Tokyo an einen Computer setze, sieht meine Photoshop-Konfiguration dort genauso aus wie an meinem Arbeitsplatz zu Hause.“ Insgesamt sind es Verbesserungen beim Handling sowie Interoperabilitätsfeatures, die in der neuen Kreativwolke für Anklang sorgen sollen. Aber auch „strukturelle“ Veränderungen haben ihren Einzug in die Creative Cloud gefunden: Mit der neuen Version verabschiedet sich Adobe beispielsweise von der 32-Bit-Version des Layoutprogramms InDesign. „Die Umstellung auf 64-Bit bringt erhebliche Performancegewinne“, sagt Sven Doelle, Senior Business Development Manager. Nun müssen eigentlich nur noch die Kunden das neue Konzept akzeptieren.  www.adobe.at

massolution Laut dem US-Anbieter werden heuer weltweit insgesamt 3,92 Mrd. Euro per Crowd-Funding eingesammelt

DSLR-Vorbilder

Crowd-Funding wird langsam erfolgreich

© Canon

Wien. Auf der Suche nach neuen Wegen zur Projektfinanzierung hat sich in den letzten Jahren das sogenannte Crowd-Funding zu etablieren versucht. Dabei handelt es sich um Internet-Plattformen, auf denen gezielt Geld für bestimmte Projekte gesammelt wird, wobei die User entscheiden, welches be-

Canon 100D: eine der leichtesten DSLR-Kameras der Welt.

stimmte Projekt sie finanzieren wollen. Laut dem US-Unternehmen massolution (es ist selbst ein Anbieter von Crowdsourcing-Lösungen) wurden im Jahr 2012 weltweit 2,05 Mrd. € via Crowd-Funding gesammelt, was einer Steigerung von 81% zum Vorjahr entspricht (siehe Infografik). Für 2013 geht Massolution von einer Steigerung auf 5,1 Mrd. USD (3,92 Mrd. €) aus.

Wohlstands-Phänomen

© respekt.net

Wien. In den Anfängen des digitalen SLR-Kameramarkts stellte Canon 2003 mit seiner EOS 300D eine kompakte, leichte und anwenderfreundliche digitale Spiegelreflexkamera vor, die das Wachstum im digitalen SLR-Marktsegment begründete und zeitgleich zur Spitzenposition im globalen Markt führte. Heuer präsentierte Canon die EOS 100D, die weltweit kleinste und leichteste DSLR-Kamera mit Bildsensor im APS-C-Format, die das Produktportfolio mit einem Modell erweitert, das zur Marke eines Unternehmens passt, das im elften Jahr die Spitzenposition auf dem Weltmarkt anstrebt.  www.canon.at

Sven Doelle, Senior Business ­Development Manager.

© Adobe

as ist der nächste Knaller, nachdem die ITBranche einmal mehr anders aussehen wird? Ob es sich dabei einfach um eine ‚Killer-App‘ handeln soll oder um ein (annähernd) perfektes Stück Software, ist mir noch nicht ganz klar. Oder um ein fertiges Produkt. Und/oder um ein gutes. Zu dieser Frage führen nämlich Abo-Modelle für Software, wie sie etwa Ado- be für seine ‚Creative Cloud‘ plant. Die Herstellerseite ist sich klar: Man will nicht mehr schubweise mit einem neuen Release Geld verdienen, sondern konstant. Außerdem werden die Anwender bei der Stange gehalten. Wer bislang mit ‚Word 2010‘ zufrieden war und sich das Update erspart hat (weil er weder zusätzliche Funktionen noch eine neue Bedieneroberfläche braucht), wird bei ‚Word 2014‘ möglicherweise updaten müssen. Oder überhaupt auf Word verzichten, sollte Microsoft den mit ‚Office 365‘ eingeschlagenen Weg wie Adobe auf die Spitze treiben. Begründet werden Abo-Modelle neben der ständigen Verbesserung der Software mit neuen Diensten, die nur über die Cloud funktionieren. Technisch mag das eine schöne Lösung sein, allerdings konfrontieren Mietmodelle vor allem Kleinanwender mit langfristig erheblich höheren Kosten. Und da ist abzuwarten, ob sich nicht bald eine Reihe von Alternativen anderer Hersteller am Markt etablieren wird.

Wien. Klaus Kurtz, Senior Manager Technical Sales CE/EE bei Adobe Systems, spricht von einer generellen Veränderung von so gut wie allen Prozessen rund um das, was Adobe den „kreativen Workflow“ nennt. Dieser Workflow ist Teil der Erklärungskette, mit dem der Softwareanbieter die Umstellung seiner „Creative Cloud“-Produkte auf ein Abomodell rechtfertigt: In Zukunft sollen jene Programme, die in der „Creative Suite CS6“ enthalten sind (also Lösungen von Photoshop bis Premiere), nur noch auf Mietbasis verfügbar sein. Das läge nicht zuletzt daran, dass die Software immer enger mit verschiedenen Online-Diensten verknüpft sei. Der Kundenvorteil sei laut Kurtz, dass er „alle Funktionen in einem Paket aus einer Hand bekommt“. Klassische Versionssprünge werde es bei der Software nicht mehr geben, sondern permanente Updates über die Cloud.

Anwendern die Möglichkeit bieten, „unmittelbare Reaktionen auf ihre Kreationen zu erhalten“. Laut Kurtz läge die „Annahme der Creativ Cloud beim Kunden weit über den Erwartungen; viele Kunden haben gesehen, dass sie mit dem Abomodell besser fahren.“ Ein Monatsabo der Creative Cloud kostet derzeit 61,49 €, für Teams (bietet mehr Online-Speicher) 89,49 € pro Monat und Arbeitsplatz. Dennoch werde die Creative Suite CS6 vorerst weiterhin am Markt bleiben, allerdings nur zum Download. Es werde zwar kleinere Patches, aber keine neuen Releases mehr geben.

Die seit 2010 aktive österreichische Crowd-Funding-Plattform respekt.net.

Recht beliebt ist das neue Finanzierungsmodell laut Massolution in den USA; dort haben Plattformen wie „Kickstarter“ im Vorjahr rund 1,32 Mrd. € eingespielt. Wenig Interesse für Crowd-Funding herrscht in Asien, Südamerika und Afrika – wobei deutlich wird, dass es sich bei Crowd-Funding um ein Erste-Welt-Phänomen handelt, was am vergleichsweisen Wohlstand in den westlichen Industrieländern liegen dürfte. In Europa sind im Vorjahr immerhin 726 Mio. € in

Projekte und Ideen investiert worden.

Österreichischer Erfolg Ein Beispiel für eine österreichische Crowd-Funding-Plattform ist „Respekt.net“, die Geld für Projekte mit gesellschaftspolitischem Engagement sammelt. Seit dem öffentlichen Launch im September 2010 haben 2.350 Investoren mehr

als 450.000 € für Projekte gespendet. Mehr als 400 Projekte wurden bisher bei Respekt.net eingereicht; 119 Projekte wurden bislang erfolgreich finanziert, 78 davon bereits abgeschlossen, 41 werden umgesetzt. 32 Projekte befinden sich in der Finanzierungsphase und suchen Unterstützung. Derzeit hat die Plattform nahezu 4.600 ­registrierte User.  www.respekt.net


I d e e & s t r at e g ie

Freitag, 17. Mai 2013

medianet technology – 43

Telekom Austria Group Das Unternehmen hat sein kommerzielles 100G-Netz in Teilstücken in Betrieb genommen

short

Highspeed-Netz für CEE

Houska-Preis für 3DDrucksystem der TU

Bis Ende 2013 sollen alle wichtigen „Points of Presence“ mit der Hochgeschwindigkeitstechnik arbeiten.

pro Sekunde ausgelegt“, sagt Stefan Amon, Bereichsleiter für Wholesale Telekom Austria Group. „Somit sind ab sofort 100G Bandbreite kommerziell mit erhöhter Geschwindigkeit und bewährter Skalierbarkeit ver-

Optimierte Bandbreiten „In den vergangenen Monaten haben wir das Netz der Telekom Austria Group weiter optimiert und auf eine Kapazität von 100 Gigabit

fügbar. Durch die Aufrüstung und Optimierung der Netzinfrastruktur ist die Group nun in der Lage, eine bessere Wirtschaftlichkeit zu erzielen.” Die damit verbundenen Investitionen der Telekom Austria

Gruppe stiegen im 1. Quartal 2013 gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,2% auf 149 Mio. € an. „Wir haben uns am stark umkämpften internationalen ‚Wholesale‘-Geschäft als Anbieter hochqualitativer Connectivity positioniert“, kommentiert Amon. „Um diesen Qualitätsanspruch auch künftig zu halten, zählen eine eigene Infrastruktur und die direkte Verbindung mit wichtigen Providern zu unseren Prioritäten.“ Derzeit verfügt die Gruppe über 42 eigene verteilte Points of Presence mit Schwerpunkt CEE. „Dank dieser Pionierstellung konnte sich die Telekom Austria Group über die Jahre als innovativer und starker Player im CEE-Raum und in der Balkan-Region etablieren.“ Bereits implementiert wurde 100G von der kroatischen Telekom Austria Group-Tochter Vipnet, und zwar auf der Route von Zagreb nach Osijek und Ilok. Als Teil des internationalen Backbones der Group ermöglicht diese ultraschnelle Verbindung durch Kroatien die Bereitstellung großer Übertragungskapazitäten zwischen wichtigen Internet- und Kommunikationsknotenpunkten in Zentralund Osteuropa.  www.telekomaustria.com

Druck-Projektleiter Jürgen Stampfl.

Wien. 3D-Drucker spielen eine immer größere Rolle in der Industrie. Ihr Nachteil: Entweder gibt man sich mit bescheidener Präzision und Oberflächenqualität zufrieden, oder man begnügt sich mit Materialien, die nicht besonders fest und stabil sind. Die Forschungsgruppe für Additive Manufacturing Technologies an der TU Wien hat nun einen Weg gefunden, beide Anforderungen gleichzeitig zu erfüllen – und wurde dafür mit dem zweiten Platz beim Houska-Preis der B&C Privatstiftung ausgezeichnet. Das Team der TU verwendet Polymere, in die von Anfang an Keramik eingebettet ist. Nach dem 3D-DruckProzess wird das Werkstück erhitzt und die ungewünschten organischen Polymere verschwinden. Die Keramik-Anteile bleiben übrig und werden durch Hitze zusammengebacken, wodurch schlussendlich ein hochfestes Keramikbauteil entsteht, das glatte Oberflächen und eine Präzision im Mikrometerbereich bietet.  www.tuwien.ac.at

Fit für die Zukunft T-Systems, internationaler Player im IKT-Bereich, setzt auf Wachstumsmarkt: Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) im Trend

T-Systems lässt Maschinen sprechen

PROMOTION

© A1 Telekom Austria/Sabine Hauswirth

Wien. Die Telekom Austria Group, die im ersten Quartal 2013 ihren Nettogewinn um 18,4% auf 55,5 Mio. € steigern konnte, hat den Start ihres kommerziell verfügbaren 100 Gigabit-Netzes (100G) in Zentral- und Osteuropa bekannt gegeben. Das erste Teilstück wurde bereits auf der Strecke von Zagreb nach Osijek und Ilok in Betrieb genommen. Die Erweiterung auf 100G wird abschnittweise im gesamten Netzwerk der Gruppe weitergeführt, wobei Mitte des Jahres auch die Route zwischen Frankfurt und Sofia in Betrieb genommen werden soll. Bis Ende 2013 sollen alle wichtigen Points of Presence (Wien, Sofia, Belgrad, Zagreb, Bucharest, Budapest, Ivancice, Salzburg und Frankfurt) mit 100G-Technologie arbeiten. „Durch diese wichtige Technologieaufrüstung kann die ‚Telekom Austria Group‘ ab sofort redundante Hochgeschwindigkeitsdienste in alle wichtigen Städte im CEE-Raum anbieten“, sagt Darko Parun, Projektverantwortlicher und Bereichsleiter Group Access and Transport der Telekom Austria Group.

© TU Wien

Stefan Amon, Telekom Austria Group: „Wir haben unser Netz auf eine Kapazität von 100 Giga­ bit pro Sekunde ausgebaut.“

Chris haderer

Wien. Die Automatikwelle rollt: Millionen vernetzter Endgeräte wie Maschinen, intelligente Stromzähler oder Flottenmanagementsysteme tauschen schon heute Daten mit Leitzentralen aus. Nach Angaben der OECD existieren derzeit weltweit rund fünf Milliarden M2M-Geräte. Im Jahr 2020 sollen bereits 50 Milliarden vernetzt sein – ein wahrhaft zukunftsträchtiger Markt. T-Systems, ein Tochterunternehmen der Deutschen Telekom, ist schon heute einer der führenden M2M-Lösungsanbieter und liefert genau jenes Herzstück, das für die größte Wertschöpfung bei M2M-Projekten sorgt und das eine eindeutige Differenzierung gegenüber reinen TK-Anbietern darstellt. Ins „T-System“ integriert sind Geschäftsprozessberatung, Systemintegration, Systembetrieb und gegebenenfalls Business Process Outsourcing. Der Kunde hat somit den Vorteil, die gesamte M2M-Lösung – von der Idee über die Hard- und Softwarekomponenten, die Beratung durch erfahrene Mitarbeiter mit spezifischen Technik-Knowhow bis hin zur Datenübertragung – durch die Schwestergesellschaft T-Mobile aus einer Hand zu beziehen.

Flexibles Allround-System Dazu Jürgen Haase, Leiter des internationalen Kompetenzzentrums M2M: „Von der reinen Datenübertragung bis hin zur Entwick-

© Deutsche Telekom/T-Systems (2)

Neue smarte Lösungen für Unternehmen und Konsumenten: Alles rund um die Trend-Technologie beim ersten M2M-Forum im Mai.

Strom & Co: Smart Metering & Home Management erfasst alle Verbrauchsdaten.

lung und dem Betrieb komplexer Anwendungen können wir flexibel auf die Bedürfnisse unserer Kunden eingehen. Hinzu kommt unsere Branchenkompetenz: Vernetzte Energie, vernetztes Auto oder vernetzte Gesundheit gehören zu den strategischen Kerngeschäftsfeldern des Konzerns; hier haben wir aus zahlreichen erfolgreichen Projekten viel Erfahrung und eine Menge herausragender Experten.“

räder gerade wie viel Strom produzieren oder wo Regenschauer für Stillstand bei der Energieproduktion sorgen. Die M2M-Kommunikation bildet aber auch die Verbrauchsseite ab. Digitale Stromzähler, sogenannte Smart Meter, übernehmen die Zählerstandermittlung von Heizkostenverteilern, Wasserzählern und anderen Verbrauchsmessgeräten aus der Ferne. Kraftwerke, dezentrale Stromerzeuger und Verbrau-

cher stehen über Smart Meter kontinuierlich in Kontakt. Der Vorteil: Stromfresser können identifiziert werden; durch die VerbrauchEchtzeiterfassung lässt sich der tatsächliche Bedarf an Strom ermitteln – überflüssige Überproduktion durch Energieerzeuger werden so vermieden. Alexander Decker, Leiter Innovationsmanagement bei T-Systems in Österreich: „Die Energiewende ist ohne Smart-Grid nicht möglich und das Smart-Grid ist ohne M2M nicht machbar.“

1. M2M-Forum am 16. Mai Am 16. Mai 2013 findet das erste österreichische M2M-Forum in Wien, TechGate Center, statt. T-Systems und T-Mobile sind als Leadpartner mit einer Keynote von Jürgen Haase (Leiter Kompetenzzentrum M2M) und einem Vortrag zu „Smart E-Mobility“ von Alexander Decker, T-Systems Österreich, kompetent vertreten.

Vorteile von A bis Z M2M bildet auch die Basis für die Energieversorgung der Zukunft. Smart Grids – intelligente Energienetze – werden nur mittels M2MTechnologie sinnvoll umsetzbar sein. Sie sind die logistische und kommunikative Grundlage, damit Versorger das Energienetz der Zukunft steuern und überwachen können. Die M2M-Kommunikation informiert Netzbetreiber etwa in Echtzeit darüber, welche Wind-

ÜBER M2M Ziel der M2M-Kommunikation ist es, das Arbeiten effizienter und den Alltag einfacher zu machen. Dank M2M wird Autofahren sicherer, Pakete erreichen uns pünktlicher und Strom kann effizienter genutzt werden. Dahinter steckt ein simples Prinzip: Maschinen beziehungsweise technische Geräte, wie Fahrzeuge, Container, Stromzähler, Alarmanlagen oder Computer, tauschen automatisiert Daten aus und können so weltweit miteinander kommunizieren; gleichsam werden Überwachung und Wartung gewährleistet. Ferndiagnose, Fernwartung und die automatische Erfassung von Verbrauchsdaten gehören zu den Anwendungsbereichen, die heute schon einen festen Platz in unserem Alltag haben. Für Unternehmen eröffnet M2M ein enormes Optimierungspotenzial: Komplexe Prozesse lassen sich einfacher steuern, der Verwaltungsaufwand sinkt. Mithilfe papierloser Prozesse werden Medienbrüche vermieden und Fehlerquellen beseitigt, die Datenqualität steigt. Aber auch die Umwelt sollte zu den Gewinnern gehören. Dank vieler wegweisender Möglichkeiten zum Einsatz auf der Straße, im Haushalt oder im Unternehmen trägt M2M zum schonenden Umgang mit Ressourcen bei und wirkt sich in vielen Bereichen des Lebens nachhaltig aus – so zum Beispiel bei der Regulierung des Verkehrs oder der Steuerung des Energiekonsums. Weitere Informationen unter: www.t-systems.at

Stromablesen: früher ...

... und heute mit M2M-Technologie.


Fa c t s & f i g u r e s

44 – medianet technology

short

Strategische Allianz bei Smart-Grid und Big Data

Freitag, 17. Mai 2013

ISPA Im Rahmen des letzten ISPA-Forums wurden die Perspektiven der Machine-to-Machine-Kommunikation diskutiert

M2M-Kommunikation und wie sie die Welt verändert

© Siemens

Die Kommunikation zwischen Maschinen wird zu einer Vielzahl von neuen Diensten und Services führen.

Zum vierten Mal SocialSoftware-Marktführer Wien. Wie schon in den letzten drei Jahren haben die Analysten von IDC auch 2013 IBM als Marktführer im Bereich „Social Software für Unternehmen“ bestätigt. 2012 betrug der Markt erstmals 1 Mrd. USD (0,77 Mrd. €), was einem Wachstum um 25% im Vergleich zu 2011 entspricht. Aktuell setzen über 60% der Fortune 100-Unternehmen auf Social Business-Lösungen aus dem Hause IBM. Die Social NetworkingPlattform IBM Connections ist sowohl als On-premise-Version als auch als SaaS (Software as a Service) über die IBM SmartCloud verfügbar.  www.ibm.at

© Raiffeisen Informatik

Erstes Rechenzentrum mit TÜV-Prüfsiegel

Trusted Site Infrastructure-Aus­ zeichnung für Raiffeisen Informatik.

Wien. Die Raiffeisen Informatik wurde von der TÜV Informationstechnik GmbH mit dem TÜV-Prüfsiegel „Trusted Site Infrastructure“ (TSI) ausgezeichnet. Raiffeisen Informatik ist damit der erste IT-Service Provider, der über ein TÜVzertifiziertes Rechenzentrum in Österreich verfügt. Für den Erhalt muss ein recht umfangreicher Anforderungskatalog erfüllt werden, der Hochverfügbarkeit belegt.  www.raiffeiseninformatik.at

v.li.n.re.: Maximilian Schubert (ISPA), Stefan Strauß (Institut für Technikfolgen-Abschätzung), Alexander Decker (T-Systems), Michael Malzl (Wien Energie – Stromnetz), Werner Weihs-Sedivy (www.twingz.com) und Stefan Bachl (TU Wien).

Menschen in den Mittelpunkt stellte: „Prinzipiell kann heute alles mit allem verbunden werden“, sagte Bachl. „Für diverse Bedürfnisse können Services etabliert werden. Es ist aber immer der Mensch, der Prozesse effizienter, schneller, automatischer oder günstiger gestalten möchte. Menschen brauchen aber mitunter recht lang, um Gewohnheiten zu ändern und Neues in Bestehendes einzubinden.“

Mensch im Mittelpunkt „Das Aufbereiten der technischen Grundlagen sowie die Implementierung der sehr unterschiedlichen Services stellen hohe Ansprüche an Internet Service Provider“, sagte Maximilian Schubert, Generalsekretär der ISPA, zum Forums-Auftakt. „Wir dürfen jedoch keinesfalls vergessen, sowohl die Vorteile als auch die Herausforderungen dieser Technologien den Nutzerinnen und Nutzer zu kommunizieren. Denn gerade bei diesem Thema ist entscheidend, inwieweit und wie die Menschen die Kommunikation der Maschinen einsetzen werden.“ Mit dieser Frage beschäftigte sich auch Stefan Bachl, Wissenschafter und Lektor an der TU Wien, der den

Wichtige Datenschutzfragen M2M-Kommunikation stellt auch neue Anforderungen an den Datenschutz sowie an die Sicherheitskonzepte. „Entscheidend ist, die Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine optimal zu gestalten und den sich ständig verändernde Anforderungen anzupassen”, sagte Stefan Strauß vom Institut für Technikfolgen-Abschätzung der

Österreichischen Akademie der Wissenschaften „Nur so kann man einem möglichen Kontrollverlust bei der Nutzung wirksam entgegen­ steuern.”

Intelligente Stromnetze Ein von Datenschützern derzeit kritisiertes Thema ist der geplante Einsatz von „Smart Metern“ in Österreich. Am Beispiel des Smart Meterings, das Zählertechnologie mit Kommunikationstechnologien verknüpft, erläuterte Michael Malzl, Leiter der Abteilung Messtechnik und Datenmanagement sowie Programmleiter „Smart Metering” bei Wien Energie Stromnetz, dass diese Technik letztendlich das Nutzungsverhalten transparenter machen werde. „Diese Verknüpfung wird langfristig einen sorgsameren und sparsameren Energieverbrauch anregen.“

In diese Richtung argumentierte auch Werner Weihs-Sedivy, Geschäftsführer von „twingz.at“, im Rahmen des ISPA-Forums. Sein Unternehmen ist auf die automatisierte Steuerung von Geräten mittels des Internetdiensts Twitter spezialisiert. Er brachte einen interessanten Ansatz ins Spiel: „Der Einsatz von ‚intelligenten Agenten‘, deren Kollaboration mit weiteren ‚Knotenpunkten‘ auf Ebene der lokalen oder übergeordneten Netze stattfindet, ermöglicht, dass Anwenderinnen und Anwender ihren Energieverbrauch einfach und anlassbezogen optimieren können“, sagte Weihs-Sedivy. Einigkeit herrschte unter den Diskutanten hinsichtlich der Auswirkungen von M2M-Kommunikation: Sie werde die Gesellschaft langristig verändern., lautete der Tenor der Veranstaltung.  www.ispa.at

Enlogic Der IT-Anbieter hat drei Hauptgründe für Ausfälle in Rechenzentren ausfindig gemacht, die Kosten verursachen

Warum Rechenzentren manchmal ausfallen Wien. Die Dinge müssen in Bewegung bleiben – ein Satz, der gerade im Rechenzentrumsbetrieb große Bedeutung hat. Kommt es dort nämlich zu Ausfällen, kann das eine Kostenlawine auslösen, die einen größeren Krater ins Budget schlagen kann. Rechenzentren müssen daher mehrfach gesichert sein, um Ausfallzeiten zu vermeiden. Dennoch kommt es immer wieder zu Störfällen, deren Ursachen vom IT-Anbieter „Enlogic“ nun genauer unter die Lupe genommen wurden. Laut einer Umfrage des Unternehmens, das intelligente Power Distribution Units (iPDUs) anbietet, sind mehr als ein Drittel (35%) der Befragten der Meinung, dass menschliche Fehler die Hauptursache für Ausfallzeiten im Rechenzentrum sind. Auf Platz zwei (25%) kommen Betriebsstörungen und auf den dritten Platz (20%) externe Stromausfälle.

Vermeidbare Fehler „Es herrscht ein allgemeiner Konsens darüber, dass ein Ausfall im Rechenzentrum Kosten

Man wird menschliche Fehler im Rechenzentrum nie ganz ausschließen können, aber man kann sowohl mit entsprechender Technologie als auch Trainingsmaßnahmen das Risiko solcher Ausfällen minimieren”, so Inett.

Gutes Equipment

© Enlogic

Wien. Die Siemens-Division Smart Grid und Teradata haben eine globale strategische Kooperation im Bereich von Big Data vereinbart. Dadurch will Siemens sein Smart-GridProduktportfolio optimieren und Energieversorgern damit wesentlich mehr Transparenz über den Zustand und die Aktivitäten in ihren Netzen bieten. „Wir verfügen über das breiteste Portfolio an Smart Grid-Technologie und sind Marktführer bei Energieautomatisierung und Meter Data Management“, so Jan Mrosik, CEO der Siemens-Division Smart Grid. „In Kombination mit der Expertise von Teradata bei Lösungen zur Datenanalyse können wir daher unseren Kunden relevante und wertvolle Informationen zur Verfügung stellen, mit denen sie wesentlich schneller und fundierter Entscheidungen treffen können.“  www.siemens.de/smartgrid

Wien. Nicht nur Menschen nutzen Mobilfunk und Internetverbindungen, um miteinander zu kommunizieren – auch Maschinen unterhalten sich verstärkt über Datenleitungen. M2M-Kommunikation wird es genannt, wenn etwa ein „intelligenter“ Stromzähler (Smart-Meter) automatisch Daten an einen Server des Energieversorgers sendet. Beispiele für M2MKommunikation gibt es viele – je mehr Geräte mit dem Internet verbunden werden, umso höher wird das Datenvolumen, das von Maschinen verschickt wird: Der Begriff „Big Data“ schreitet im Schulterschluss mit M2M. Welche Herausforderungen und Chancen bei der Umsetzung von M2M-Kommunikation auftreten können, wurde vor Kurzem im Rahmen des ISPA Forums „Look who’s also ­talking on the internet – wie Maschinen miteinander reden” von einer Expertenrunde erörtert.

© ISPA/APA

chris haderer

Jan Mrosik, CEO der Smart-Grid­Division bei Siemens.

Paul Inett, Vice President bei Enlogic EMEA, präsentiert Rechenzentrums-Studie.

zwischen 60.000 und einer Mio. Euro pro Stunde verursachen kann, immer abhängig vom jeweiligen Unternehmen“, sagt Paul Inett, Vice President bei Enlogic EMEA. „Schätzungen innerhalb der Studie haben ergeben, dass nur eine Minute Ausfallzeit mehr als 100.000 Euro an Kosten auslösen kann. Wenn

also ein Rechenzentrum eine Stunde oder sogar länger ausfällt, kann das für das Unternehmen zum Teil existenzbedrohend sein. Wenn kritische Fehler von einem einfachen Detail verursacht werden, wie beispielsweise einer Stromüberlastung, dann ist das ein schwerwiegender, aber vermeidbarer Fehler.

Ein Detail am Rande: „Interessanterweise sieht ein Viertel der Rechenzentrumsprofis Betriebsstörungen als Hauptursache für Ausfallzeiten“, sagt Inett. „Die Verantwortlichen sollten hier also eher auf die Betriebssicherheit als auf die anfallenden Kosten für ihr Equipment achten. Man muss dabei das eigene Investment nicht gleich verdoppeln, um Sicherheit zu schaffen. Eine PDU, deren Netzkarte im laufenden Betrieb ersetzbar ist, vermeidet im Gegensatz zum Einsatz einer nicht hotswappable PDU eine Downtime von bis zu 30 Minuten, während der Server vom Strom gekappt und anschließend eine neue PDU eingefügt wird.“  www.enlogic.com


Fa c ts & F i g u res

Freitag, 17. Mai 2013

medianet technology – 45

Iron Mountain Der IT-Dienstleister ist der Ansicht, dass sich die Unternehmen noch zu wenig vor dem Diebstahl ihres geistigen Eigentums schützen

Der Schutz geistigen Eigentums Chris haderer

Wien. Durchaus alarmierende Ergebnisse zeigt der „2013 Data Breach Investigations Report (DBIR)“ des US-Telekomunternehmens Verizon (in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Secret Service, dem Ministerium für Innere Sicherheit sowie Europol und Deloitte): Demnach richten sich 20% aller Cyberangriffe gezielt gegen Unternehmen mit dem Ziel unter anderem an geistiges Eigentum zu gelangen und so Betriebsgeheimnisse zum eigenen wirtschaftlichen Vorteil zu nutzen.

Iron Mountain Deutschland, die Ergebnisse der Verizon-Studie. Der IT-Lösungsanbieter hat in der Vergangenheit gemeinsam mit PwC mehrmals auf Sicherheitsrisiken hingewiesen. Neben Cyberspionage stellen auch eigene Mitarbeiter einen potentiellen Risikofaktor für vertrauliche Geschäftsinformationen dar. Der Datensicherheitsreport von Verizon kam außerdem zur Erkenntnis, dass in über 70% der Fälle, in denen geistiges Eigentum von Mitarbeitern gestohlen wurde, dies innerhalb jener 30 Tage stattfindet, in denen Mitarbeiter ihre Kündigung bekannt geben. Die World Intellectual Property Orga-

nisation schätzt den weltweiten Markt für geistiges Eigentum auf 180 Mrd. Dollar (134,4 Mrd. €). „Eine permanente Überwachung der Mitarbeiter halten wir jedoch nicht für zielführend“, sagt HansGünter Börgmann. „Wir sind bei Iron Mountain eher der Auffassung, dass Programme zur Sensibilisierung für das Thema Informationssicherheit, die Mitarbeiter auf allen Hierarchieebenen zu einem vorbildlichen Umgang mit Informationen anleiten sollen, eine einfache und effektive Maßnahme darstellen, um vertrauliche Daten zu schützen.“  www.ironmountain.de

© Iron Mountain Deutschland

Gefahr droht auch von unzufriedenen oder kürzlich gekündigten Mitarbeitern.

Hans-Günter Börgmann, Geschäftsführer des IT-Anbieters Iron Mountain Deutschland.

Gefahr von innen „Es ist sehr bedenklich, dass so viele Unternehmen keine umfassende Informations-Risikomanagement-Strategie implementieren“, kommentiert Hans-Günter Börgmann, Geschäftsführer von

Wien – der Duft der Stadt. Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.

Cisco Virtueller Arztbesuch

Doktor am Draht

Wien. Der Einsatz von Informationssystemen im medizinischen Bereich ist ein sensibles Thema, nicht zuletzt auch deshalb, weil es um Datenschutz und Vertrauensverhältnisse geht. In seinem weltweiten „Customer Experience Report für das Gesundheitswesen“ hat das IT-Unternehmen Cisco nun herausgefunden, dass etwa drei Viertel (74%) der Befragten virtuelle Technologien für Spezialuntersuchungen akzeptieren würden. Auch die Bereitschaft zur Nutzung von Social Media-Kanälen oder Smartphone-Apps für Gesundheitsinformationen ist bereits sehr hoch.

Datenschutzfragen

Wiener Weinpreis

Film Festival

Silvesterpfad

Wiener Eistraum

© panthermedia.net/Zhang Xiangyang

Was die Arztvisite angeht, würden drei Viertel der Bürger über moderne Technologien mit Ärzten kommunizieren. In China, Russland und Mexiko könnten sich fast drei Viertel vorstellen, einen Spezialisten virtuell über Video-Chats oder SMS zu ihrem Gesundheitszustand zu konsultieren. Fast die Hälfte der Konsumenten und zwei Drittel der Entscheider hätten kein Problem mit der Übertragung von Gesundheitsinformationen über Social Media-Kanäle. 90% der Russen und fast 80% der US-Amerikaner würden ihre vollständige Patientenakte bereitstellen, um die bestmögliche persönliche Behandlung und Diagnose zu erhalten. Etwa die Hälfte der Entscheidungsträger im Gesundheitswesen glaubt, dass der aktuelle Datenschutz in ihrem Land die Sicherheit der medizinischen Informationen gewährleistet. Allerdings: Die Patienten stehen dem praktizierten Datenschutz meist etwas skeptischer gegenüber.  www.cisco.at

www.wien-event.at stadt wien marketing gmbh im Auftrag der Stadt Wien Cisco-Studie: Leere Wartezimmer durch virtuelle Arztbesuche?. SWM_IMAGE2010_MEDIANET_JP_216x288.indd 1

17.03.2010 16:20:14 Uhr


T o ol s & s e r v ice s

46 – medianet technology

Brother Das Unternehmen hat seinen HL-S7000DN Inkjet-Printer als leistungsstarke Alternative zu Laserdruckern positioniert

Wien. Der Mobilfunkanbieter „3“ hat sein neues 3WebGate 2 vorgestellt. Durch die Unterstützung der gängigen High SpeedMobilfunkstandards LTE, Dual Cell HSPA+, HSDPA und HSUPA surfen 3Kunden in Gebieten mit LTE-Versorgung mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s und überall sonst mit HSPA+ Geschwindigkeiten von bis zu 42 Mbit/s. Durch ein stärkeres WLANSignal können im geschützten WLAN-Netzwerk bis zu 32 Personen gleichzeitig surfen. Weiters unterstützt das neue 3WebGate 2 USB-Drucker, USBMassenspeicher, DLNA und SMS. Das 3WebGate 2 ist ab sofort in allen 3Stores und im 3OnlineShop erhältlich.  www.drei.at

Blackmagic Cinema in Österreich erhältlich Wien. Ab sofort ist die Blackmagic Cinema-Kamera beim Wiener Apple-Händler ToolsAtWork erhältlich. Sie zeichnet sich durch einen 2.5K-Bildsensor mit einem Dynamikbereich von 13 Blenden aus und ist damit eine authentische digitale Filmkamera. Mit an Bord sind ein eingebauter SSD-Recorder, unkomprimierte RAWDateiformate, komprimierte Dateiformate, Kompatibilität mit hochwertigen EF- und ZE-Mount-Objektiven, LCDTouchscreen-Monitoring und Metadateneingabe.  www.toolsatwork.at

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Agentursoftware mit erweiterten Funktionen

easyJob 4.50 bietet neue Funktionen und eine optimierte Oberfläche.

Wien. Mit dem neuen Release 4.50 erweitert die Because Software den Funktionsumfang ihres Agenturpakets „easyJob“. Unter anderem zeigt nun eine Anwesenheitsliste der Mitarbeiter, wer im Haus, in einer Besprechung, in der Pause oder im Homeoffice ist. Viele E-Mail-Funktionen wurden grundlegend optimiert. Mittels Exchange-Protokoll können nun auch Outlook-Termine und Aufgaben in easyJob dargestellt werden. Ein weiteres Feature ist die neue Funktionsliste, über die nicht benötigte Funktionen überall im Programm ausgeblendet werden können. Auch die Oberfläche wurde überarbeitet.  www.because-software.com

Highspeed-Tintenstrahler als Konkurrenz zum Laser

Feststehende Druckköpfe über die ganze DIN A4-Papierbreite bringen es auf bis zu 100 Blatt pro Minute. Chris haderer

Wien. 100 Seiten pro Minute sind ein Output, den man auf den ersten Blick einem Laserdrucker zugestehen würde. Dennoch ist der Brother HL-S7000DN ein Inkjet-Printer, und zwar einer der schnellsten seiner Art. Er ist für hohe Druckvolumen von durchschnittlich 20.000 Seiten pro Monat ausgelegt. Das maximale Druckvolumen beträgt immerhin 275.000 Seiten pro Monat. Das zeigt: Der HL-S7000DN ist als robustes Arbeitstier konzipiert, das laut Hersteller im Vergleich zu einem Laserdrucker bis zu 85% weniger Strom verbraucht. Da es sich bei der eingesetzten Inkjet-Linehead-Technologie um ein kaltes Druckverfahren handelt, beträgt die maximale Leistungsaufnahme des Geräts nur knapp 130 Watt; im Tiefschlafmodus sinkt der Wert auf 0,9 Watt.

Neue Druck-Technologie Anders als bei den meisten Inkjet-Druckern bewegt sich der Druckkopf nicht über das Papier, sondern erstreckt sich über die gesamte Breite von 21,6 cm und ist fix montiert. Bewegt wird lediglich das Papier, was den hohen Output von bis zu 100 Blatt pro Minute erlaubt. Die Tinte wird dabei von einem Keramik-Druckkopf mit 5.198 Düsen zeilenweise auf das Papier aufgebracht. Damit trotz der hohen Geschwindigkeit ein mit Laserqualität vergleichbares Druckergebnis erzielt wird, kommt neben der schwarzen Pigment-Tinte auch eine Vor-Tinte, ein sogenannter Primer, zum Einsatz. Sie wird von einem separaten Druckkopf auf jene Stellen am Papier aufgebracht, die im zweiten Schritt schwarz bedruckt werden

sollen. Dadurch kann die Tinte nicht tief in die Papieroberfläche einsickern, was das bei Inkjets typische leichte ‚Ausbluten‘ des Druckbilds verhindert. Um ein scharfes Druckbild zu erzeugen, arbeitet der Druckkopf des HL-S7000DN außerdem mit unterschiedlich großen Tintentröpfchen. Die jeweilige Größe wird vom System abhängig vom Druckauftrag automatisch ausgewählt (für Schwarzflächen werden beispielsweise große Tröpfchen benötigt, für scharf gezeichnete Schriften wiederum sehr kleine). Neu entwickelt wurden auch die PiezoElemente, die durch elektrische Entladung Tintentröpfchen aus der Düse abgeben: Die Piezo-Elemente im HL-S7000DN haben nur eine einzige Elektrodenschicht anstatt der üblichen sechs, was den Energiebedarf pro Düse gegenüber einem herkömmlichen Tintenstrahler um bis zu 90% verringert.

Innere Werte Als Konkurrent zum Laser ist der HL-S7000DN als Top-Modell im SW-Portfolio von Brother positioniert, sowohl was Druckvolumen als auch Wirtschaftlichkeit und Langlebigkeit betrifft. So sind die starr montierten Druckköpfe aus Keramik, weshalb sie über die gesamte Lebensdauer des Geräts (eine Million Seiten) nicht ausgewechselt werden müssen. Verschleißteile sind die Papierzuführungskits, die einen Wartungszyklus von 200.000 Seiten haben. Zusätzlich zur Basisausstattung des Geräts (siehe Kasten) sind optional weitere Papierkassetten, eine aufsetzbare Papierablage sowie ein Stabilisator erhältlich. Die WLANAnbindung rundet das Gesamtbild des Geräts ab.

Schnelles Arbeits­ tier für große Druckvolumen: der Brother HL-S7000DN.

Fakten und funktionen Die wichtigsten und interessantesten Features des Brother HL-S7000DN Inkjet-Printers im schnellen Vorlauf: Technologie Inkjet-Linehead mit KeramikTechnologie Druckdüsen 5.198 Düsen/Druckkopf Druckgeschwindigkeit Simplex: Bis zu 100 Seiten/Minute; Duplex: Bis zu 50 Seiten/ Minute Zeit bis zum Druck der 1. Seite aus Standby < 8,5 Sekunden Aufwärmzeit aus Sleep-Modus < 5 Sekunden Druckauflösung 600 x 600 dpi Medienformate Kassette: A4, Letter, B5 (/JIS), A5, A5 (quer), Executive, Legal, Folio. MF-Zufuhr: Benutzerdefiniert (76,2–216 mm x 127–355,6 mm (BxH)). Optionale Kassetten A4, Letter, B5 (/JIS), A5, Executive, Legal, Folio. Duplex: A4, Letter, Legal, Folio Mediengewicht Kassette/Optional: 60–105 g/m². MF-Zufuhr: 60–163 g/m². Duplex: 60–105 g/m²

Papierausgabe 500 Seiten Face Down, 100 Seiten Face up>Optional: 500 Blatt Papierablage MX-7100 (max. 1) Trennfach-Funktion Dokumente können per Trennblatt aus einer wählbaren, optionalen Kassette voneinander separiert werden Duplex Automatisch, inklusive Broschürendruckfunktion Sicherer Druck Ja (über 4-stelligen PINCode) Einstellsperre Sperrt das Kontrollpanel Benutzersperre Einschränkung der Druck­ aktivitäten verschiedener Nutzer Druckvolumen Optimal für Druckvolumen von: Ø 20.000 Seiten/Monat Maximales Druckvolumen 275.000 Seiten/Monat Produkt-Lifetime Eine Million Seiten Schnittstellen 10/100/1000 BaseT(X) (LAN), IEEE 802.11b/g/n (WLAN), USB 2.0 Hi-Speed Leistungsaufnahme Druck: Ø 130 W. In Bereitschaft: Ø 30 W. Tiefschlafmodus: Ø 0,9 W (Ø 3 W mit WLAN aktiviert) Listenpreis 3.124,80 €  www.brother.at

Test Zwei Camcorder aus der Everio-Reihe von JVC bieten WLAN-Anbindung, HD-Bildqualität und guten Kameraton

Alltagstaugliche HD-Cams mit kleinen Extras Wien. Auf der Suche nach einem preiswerten HD-Camcorder für den Alltagsgebrauch stößt man früher oder später auf den GZ-EX515BEU (im Web ab ca. 360 €) von JVC, bzw. auf den GZ-VX815BEU (ab ca. 470 €). Beide stammen aus der „Everio“-Reihe und bieten neben Full HD-Features auch interessante Möglichkeiten zur Anbindung ans WLAN. Bei beiden handelt es sich um Speicherkartengeräte, die mit SD-Karten bestückt werden.

Der GZ-EX515BEU und der GZ-VX815BEU von JVC: Handliche HDVideoqualität.

Umfangreiche Features

tures ausgestattet, die von der Haus­tier­ erkennung (automatische Aufnahme) bis hin zu Zeitlupensequenzen reichen. Insgesamt erhält man mit dem GZ-EX515BEU ein umfangreich ausgestattetes Gerät.

Der GZ-EX515BEU ist mit einem hintergrundbeleuchteten 2,5 MPCMOS-Bildsensor und Power-LEDVideolicht ausgestattet, was auch bei schwachen Lichtverhältnissen für passable Bilder sorgt. Mit an Bord sind außerdem ein optischer Bildstabilisator, 29,3 mm Weitwinkel-Objektiv und die Aufzeichnung im AVHCD-Progressive-Modus. Mit der kabellosen Netzwerkanbindung über die WLAN-Schnittstelle kann das Gerät auch zur Raumüberwachung eingesetzt werden. Es ist mit einer Reihe von interessanten Fea-

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Mobilfunker „3“ bringt neue WebGate-Variante

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short

Das neue 3WebGate 2: unterstützt LTE in den versorgten Regionen.

Freitag, 17. Mai 2013

Großer Bruder Der größere GZ-VX815BEU ist mit einem hintergrundbeleuchteten 12,8 MP-CMOS-Bildsensor und einem lichtstarken F1.2-Objektiv mit 29,4 mm Weitwinkel-Einstellung ausgestattet. Mit der kabel-

losen Netz­ werkanbindung über die WLAN-Schnittstelle (Wi-Fi) können Daten drahtlos übertragen werden und das Gerät auch zur Raumüberwachung dienen.

Manko Handbuch Die umfangreichen Handbücher für beide Geräte sind im Internet zu finden – und leider etwas komplizierter geschrieben als notwendig. Laien werden um ein paar graue Haare reicher sein, wenn sie nach dem Kapitel über die Netz-

werkfeatures nicht überhaupt schneeweiß sind. Hier wäre eine Vereinfachung im Sinne des Kunden angeraten. Das Fazit: Beide JVC-Geräte sind extrem handlich und bieten gute HD-Qualität, wobei der GZVX815BEU überzeugender wirkt. Das eingebaute Kameramikro erlaubt erstaunlich gute Tonaufnahmen. Ein Manko ist die zum Teil gewöhnungsbedürftige Steuerung über den Touchscreen – gerade der manuelle Modus schreit nach Tasten an der Geräterückseite. Alles in allem jedoch sehr solide Geräte, deren Freundschaft man sich allerdings erarbeiten muss. Beide eignen sich für alle Alltagssituationen, aber auch zum einfachen Mitschneiden von Präsentationen und Vorträgen.  www.jvc.at


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