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medianet

inside your business. today.

Freitag, 15. November 2013 – 45

Regeln gelten nicht

Die „Generation Y“ kümmert sich kaum um Sicherheitsregeln in Unternehmen  Seite 47

© Chris Haderer

© panthermedia/Kurhan

technology Technologie & Visionen

Mehr als 10.000 Besucher kamen zum „Fujitsu Forum“ nach München  Seite 49

foto-freundin canon eos 100d im praxistest

© Canon

Business Intelligence: die nächste Generation

© Xing

short

© Kapsch BusinessCom

Wien. Im dritten Quartal 2013 erwirtschaftete das Karrierenetzwerk Xing einen Gesamtumsatz in Höhe von 21,6 Mio. € und damit 18% mehr als im Vorjahreszeitraum (18,3 Mio. €). Im ersten und zweiten Quartal dieses Jahres lag das Wachstum gegenüber Vorjahr bei 11 respektive 15%. Das operative Ergebnis EBITDA wuchs um 12 Prozent auf 6,2 Mio. € (5,5 Mio. €). Der Premium Club trug mit 13,7 Mio. € (12,7 Mio. €) am stärksten zum Gesamtumsatz bei und erzielte damit im dritten Quartal ein Wachstum von 7 Prozent.  www.xing.at

© Chris Haderer

Wien. Kapsch BusinessCom hat eine Videokonferenzlösung für 27 Klinikstandorte mit der NÖ Landeskliniken-Holding umgesetzt. Das verwendete Cisco Videokonferenz-System ermöglicht den Ärztinnen und Ärzten der Kliniken standortübergreifende, interdisziplinäre Besprechungen und erleichtert damit die Behandlung. „Die verwendete Lösung ermöglicht eine einfache und sehr flexible Einbindung interner und externer Teilnehmer und bietet auch hinsichtlich der zeitlichen und wirtschaftlichen Ressourcen Vorteile“, sagt Jochen Borenich, COO Kapsch BusinessCom (Bild).  www.kapschbusiness.com

Am Anfang war Business Analytics Dann kam Business Intelligence – und mit „Natural Analytics“ will der Software-Hersteller QlikTech ein weiteres Kapitel in der Geschichte der Verarbeitung von Unternehmensdaten aufschlagen.  Seite 46

© Sony Computer Entertainment

SQS Übernahme der Anteilsmehrheit an Softwaretester

Wien. Sony Computer Entertainment hat Details über das für Anfang Dezember angekündigte Rennspielhighlight „Gran Tourimo 6“ veröffentlicht. Demnach enthält das Game GT6 über 1.200 Fahrzeuge, darunter auch die aktuellen Rennwagen aus der „FIA GT3“Kategorie sowie 37 Orte und 100 Rennstrecken-Layouts. Auch neue Spielmodi, wie ein „Arcade“-Modus, werden enthalten sein.  www.gran-tourismo.com

© SQS

Portfolioausbau durch Akquisition

Diederik Vos, Chief Executive Officer der SQS AG: neue Akquisition.

Wien. Die SQS Software Quality Systems AG übernimmt die Anteilsmehrheit an Thinksoft Global Services Ltd, dem weltweit viertgrößten Softwaretester, und erweitert damit sein Portfolio. „Finanzdienstleister gehen bei unseren Managed Testing Services davon aus, dass wir die Geschäftsprozesse und Softwaresysteme der Branche genau kennen“, sagt Diederik Vos, Chief Executive Officer (CEO) der SQS AG. „Mit dem Einstieg bei Thinksoft können wir diese Erfahrung und dieses Wissen in großem Umfang erweitern – und dies für alle wichtigen Finanzmarktplätze.“  www.sqs.com


C ov e r

46 – medianet technology

Freitag, 15. November 2013

QlikTech Im Rahmen der Business Discovery World Tour wurden keine neuen Produkte geboten, sondern neue Konzepte

Kommentar

„Jeder Mitarbeiter kann zum Data-Analyst werden“

Wunderbirne mit Zukunft

Chris Haderer

Düsseldorf. Zuerst, Mitte der 90erJahre, war Business Intelligence. Dann kam Business Analytics, dann Business Discovery, und jetzt spricht man von „Natural Analytics“. Zumindest beim Softwarehersteller QlikTech ist das der Fall. Mangels einer neuen Version der Analysesoftware „QlikView“ stand der Halt der „Business Discovery World Tour“ in Düsseldorf unter diesem Motto. „Natural Analytics ist ein neuer Ansatz, mit Daten zu arbeiten“, sagt Wolfgang Kobek, CEO von QlikTech in der DA-CH-Region. Dieses Konzept, das den Anwender in den Mittelpunkt stellen soll, wird in „QlikView. Next“ einfließen. Der Rollout des QlikView 11-Nachfolgers, der von „Grund auf neu entwickelt wurde“, soll kommendes Jahr beginnen. Bis dahin sollen auch Schnittstellen zu SAP HANA marktreif sein und den Analysezugriff ermöglichen. Prominenter Anwender ist die Vaillant-Group, die QlikView als Frontend für SAP verwendet. Vertrieben wird QlikView vorwiegend über Partner, von denen Terna, Lerox, Heldentaten und Navax die wichtigsten in Österreich sind.

Chris Haderer

W

enn Experten dem Rest der Welt erklären wollen, was dieses ominöse „Internet der Dinge“ ist, dann malen sie bisweilen reicht einprägsame Vergleichsbilder. Beim Fujitsu-Forum hielt beispielsweise Joseph Reger vergangene Woche eine Glühbirne in die Luft und erntete Staunen. Natürlich war es keine von den Birnen, die schon einmal 100 Jahre brennen, hätte die EU sie aus Nachhaltigkeitsgründen nicht verboten, sondern eine hochwertige Züchtung, die von Edisons Erfindung mindestens so weit entfernt ist wie der Panama- vom Donaukanal. Ihre bislang einzige Profession, Licht abzugeben, ist für sie eigentlich nur noch Nebensache. Im Internet strahlt sie aber wie ein russischer Atomreaktor, der Datenströme beamt. Joseph Reger, der bei Fujitsu gern die futuristische Begleitmusik zur Hardware liefert, hat mit seiner Wunderbirne gezeigt, was ein Internet der Dinge tatsächlich sein könnte – nämlich ein Lebensbestandteil, der über bloß technologisch angehauchte Visionen hinausgeht. SmartMeter, Autos und Haartrockner mit SIM-Karten sind sehr gegenwartsbezogene Anwendungen – der Idee folgend, wird das Internet der Zukunft aber mit dem Licht kommen, was die Techno-Philosophen jetzt schon atemlos macht. Und im Dunkeln kann wieder überwachungsfrei gemunkelt werden ...

Natürliche Wahrnehmung Knapp 12 Mio. Bits pro Sekunde könne das menschliche Gehirn aufnehmen, beschreibt der Autor Carl Noughton die „technischen“ Grundlagen der Wahrnehmung. „Das Gehirn arbeitet musterorientiert. Diese Funktion kann man nicht abschalten. Das Gehirn versucht, in allem Muster zu erkennen und diese abzuspeichern“, sagt Noughton, der damit den wissenschaftlichen Hintergrund zu „Natural Analytics“ liefert. Der von QlikTech bereits

LG Handy mit Schwung

Wolfgang Kobek, Geschäftsführer für Deutschland, Österreich und der Schweiz von QlikTech: „Mit 1.000 Besuchern ist die Business Discovery World Tour in Düsseldorf unsere größte Veranstaltung im deutschsprachigen Raum.“

Der deutsch-englische Sach- und Fachbuchautor, Schauspieler, Dozent und ­Vortragsredner Carl Noughton beschreibt, wie das Gehirn die Welt wahrnimmt.

QlikView-Guru Donald Farmer.

Road-Show-Stopp in Düsseldorf.

Apple Im aktuellen Geschäftsjahr erzielte Apple um 3,51 Mrd. € weniger Gewinn – bei ständig steigenden Absätzen

Gesichtsformen

Gewinnverluste auf allerhöchstem Niveau

© LG

Wien. Stolze elf Prozent Gewinnrückgang innerhalb von zwölf Monaten – oder etwas griffiger ausgedrückt: Um knapp 3,51 Mrd. € fiel der Gewinn des Elektronikherstellers Apple im Geschäftsjahr 2013 geringer aus als im Jahr davor. Bonmont am Rande: Im Jahr 2007 erzielte Apple einen Gesamtgewinn von ‚nur‘ 2,62 Mrd. €, im Jahr 2008, als das iPhone auf den Markt kam, waren es bereits 4,58 Mrd. €. Damit handelt es sich zwar um einen „Verlust“ auf höchstem Niveau, Analysten gibt der Schwund aber zu den-

© Monica M. Davey/EPA/picturedesk.com

Das geschwungene Äußere führt zu besserer Sprachqualität des Geräts.

Wien. Mit dem „LG G Flex“ hat LG das weltweit erste gebogene Smartphone vorgestellt, das mit seiner Form der menschlichen Gesichtskontur folgt. Die geschwungene Form erhöht die Lautstärke um 3 dB im Vergleich zu den typischen, flachen Smartphone-Modellen. Ausgestattet ist das Gerät mit einem 6-ZollOLED-Display auf Polymerbasis (POLED). An Bord ist auch der kürzlich eingeführte Rear-Key zur Navigation, dessen LED, durch den Face Detection Indicator animiert, bei erfolgreicher Gesichtserkennung grün aufleuchtet. Unterstützt werden auch LTE-Netze.  www.lg.com/at

markengeschützte Ausdruck meint ein Konzept, das sich an dem orientiert, wie sich Anwender letztlich den Umgang mit Informationen vorstellen (oder wünschen). Wichtiger Konzeptbestandteil: Anwender müssen bei Analysen keinen vordefinierten Pfaden folgen, sondern können Anfragen an QlikView intuitiv stellen – im einfachsten Fall durch eine Art Baukastensystem, in dem Datenquellen, Abfragen, Filter und andere Parameter durch das Anordnen von Elementen auf einer Art Dashboard zu einer Analyse zusammengestellt werden. Basis ist die In-Memory-Technik, ein Kennzeichen von Business Analytics-Anwendungen, die Informationen aus einem dezidierten Data-Repository für den schnellen Zugriff holt. „Unnatürlich ist beispielsweise ein Verbotsschild im Park, nicht die Wiese zu betreten, sondern einem vorgegebenen Weg um sie herum zu folgen“, versucht Donald Farmer einen plastischen Vergleich. „Natural Analytics kennt solche starren Strukturen, wie sie in der klassischen Business Intelligence vorkommen, nicht.“ Im besten Fall soll durch QlikView jeder Mitarbeiter zum „Data-Analyst“ werden, wie es Farmer ausdrückt. Gemäß der Arbeitsweise des Gehirns sind daher Dinge wie die Erkennung von Mustern im Datenberg, Ausreißer-erkennung, Sortierung, Kategorisierung, Relevanzbestimmung und Assoziation wichtige Komponenten der Software. Farmer, der zuvor bei Microsoft tätig war, ist eine Leitfigur der QlikView-Entwicklung. Ihm untersteht unter anderem ein in London angesiedeltes Team, das mit der Entwicklung der Bedieneroberfläche und der Darstellung von Analysen befasst ist.  www.qliktech.com

© Chris Haderer (4)

QlikView-Ikone Donald Farmer präsentierte in Düsseldorf das „Natural Analytics“-Konzept des Herstellers.

ken: Apple steht unter Konkurrenzdruck durch preiswertere Anbieter und verliert dadurch Marktanteile auf dem mobilen Sektor. Gestiegene Entwicklungs- und Marketingkosten sowie veränderte Produktionsbedingungen werden als Gründe ins Feld geführt – obwohl die iPhoneund iPad-Absätze in permanentem Steigflug sind: 33,8 Mio. iPhones konnte das Unternehmen im 4. Quartal 2013 absetzen. Dennoch zeigt sich der Aktienmarkt nicht unbeschwert: Nach der Verlesung der aktuellen Geschäftsergebnisse sank der Wert der Aktie zunächst um etwa fünf Prozent – er ist mittlerweile aber wieder um etwa vier Prozent gestiegen. Enttäuscht sind viele Anleger vom schleppend anlaufenden China-Geschäft, das auch von Tim Cook nicht wirklich schöngeredet werden kann.

Mac aus Amerika

Steve Jobs: Als Apple-Chef verwandelte er einen Stein in einen Diamanten.

Obwohl Apple ganz oben auf der Liste der ertragreichsten Unternehmen steht, geben die Cupertiner nicht gern Geld für andere aus. Ende der 1990er-Jahre, als Steve

Jobs als alter/neuer Imperator zu Apple zurückkehrte, ließ er zunächst alle karitativen Programme des Unternehmens stoppen. Dieser Einstellung blieb er bis zu seinem Krebstod vor zwei Jahren treu. Er verwandelte zwar einen Stein in einen Diamanten, musste aber abseits seiner technologischen Visionen Kritik einstecken, weil das iPhone und andere Apple-Geräte bei Foxconn produziert wurden.

Foxconn kommt wegen seiner extrem schlechten Arbeitsbedingungen bis heute nicht aus den Schlagzeilen. Jobs-Nachfolger Tim Cook hat hingegen eine kleine Flucht nach vorn angetreten: Apple unterstützt nun Kontrollprogramme in den Foxconn-Werken, außerdem werden Computerprodukte wie der iMac seit heuer wieder in den USA hergestellt.   www.apple.at


I d e e & s t r at egi e

Freitag, 15. November 2013

medianet technology – 47

Fortinet Ein großer Teil der jungen „Information Workers“ setzt sich beim Einsatz von Privatgeräten im Unternehmen über Nutzungsregeln hinweg

Generation Y kennt keine Regeln Chris haderer

Wien. Von Regeln, im Geschäftsleben auch Policies genannt, scheint die „Generation Y“ nicht allzu viel zu halten. Wenn es um den Einsatz von mitgebrachten Privatgeräten im Unternehmensumfeld geht, ist sie sich selbst näher als den Sicherheitsbedenken ihres Arbeitgebers. In Unternehmen, die sich noch immer keine Spielregeln für den Umgang mit dem Bring Your Own Device-Thema zugelegt haben, mag das eine logische Konsequenz sein – ansonsten handelt die Generation Y gern nach eigenem Ermessen. Laut einer vom NetzwerkeSicherheitsanbieter Fortinet veröffentlichten Studie ist die Bereitschaft, Nutzungsregeln zu missachten, global um 45 Prozent gestiegen (verglichen mit einer ähnlichen Fortinet-Studie aus dem vergangenen Jahr). Obwohl diese Maßnahmen Arbeitgeber wie auch Arbeitnehmer schützen sollen, sind Mitarbeiter auch in anderen Bereichen der persönlichen ITNutzung geneigt, diese Regeln zu umgehen. 36 Prozent der Befragten nutzen ihre eigenen Cloud StorageAccounts wie Dropbox oder iCloud für berufliche Zwecke und geben an, dass sie alle Richtlinien missachten würden, die ihnen derartiges untersagen.

Private Cloud-Accounts 89 Prozent der für die Fortinet-Studie befragten Personen besitzen einen persönlichen Account für mindestens einen Cloud Storage-Dienst (davon nützen 47 Prozent die Dropbox). Stolze 70 Prozent der Befragten haben ihre privaten Cloud-Accounts bereits für berufliche Zwecke verwendet, zwölf Prozent geben zu, mithilfe der Accounts Passwörter ihres Unternehmens aufzubewahren. 16 Prozent der Befragten sichern Finanzinformationen auf ihren Cloud-Accounts. Etwa ein Fünftel der Teilnehmer, 22 Prozent, legt kritische private Dokumente wie Verträge und Businesspläne auf ihren Cloud-Speichern ab. Ein Drittel gibt zu, dass sie auf diesem Weg Unternehmensdaten abspeichern. Trotz des NSA-Skandals leiden laut der Fortinet-Studie global nur sechs Prozent an einem Vertrauensverlust gegenüber der Cloud.

reich bei Fortinet, die Zahlen: „Ebenso beunruhigend ist die wachsende Anzahl von ‚Generation Y’-Nutzern, die Opfer von Cyberkriminalität wurden. Auf der anderen Seite akzeptieren jedoch 85 Prozent aller Befragten, dass es ihre Verpflichtung ist, die Sicherheitsrisiken zu kennen, die durch ihre eigenen Geräte verursacht werden. Die Schulung von Mitarbeitern zu Bedrohungslandschaften und ihren möglichen Auswirkungen ist ein weiterer wesentlicher Aspekt, der eine verlässliche IT-Security von Unternehmen gewährleistet.“ Aufklärung scheint für die Generation Y tatsächlich unerlässlich zu

sein – denn immerhin 14 Prozent der Befragten würden gegenüber ihrem Arbeitgeber einen Cyberangriff auf ein dienstlich genütztes Privatgerät verschweigen. Von Angriffen auf ihre Smartphones berichten immerhin 19 Prozent der befragten Mitarbeiter. Ähnliche Resultate zeigten sich auch bei Angriffen auf Tablets, von denen global 19 Prozent berichteten. Allerdings waren die Angriffe mit stärkeren Konsequenzen verbunden, denn stolze 61 Prozent dieser Angriffe resultierten in einer maßgeblichen Beeinträchtigung des Geräts.  www.fortinet.com

© panthermedia.net/Kurhan

70 Prozent haben ihre privaten Cloud Accounts für berufliche Zwecke genutzt.

Für den Einsatz von Privatgeräten im Unternehmen sind Regeln dringend erforderlich.

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„Es ist beunruhigend, zu sehen, wie verbreitet die Missachtung von Unternehmensregeln bereits ist und wie schnell sie ansteigt“, kommentiert Franz Kaiser, Regional Director Schweiz und Öster-

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© Fortinet/B+L Verlag

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Franz Kaiser, Regional Director Schweiz und Österreich bei Fortinet.

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48 – medianet technology

Freitag, 15. November 2013

Panasonic Der Elektronikkonzern stellt die Produktion von TV-Geräten auf Basis von Plasmatechnologie ein

short

Plasma-TV-Technologie wird zum Auslaufmodell

© Deutsche Telekom

Gartner: T-Systems ist „führender Anbieter“

Neuer Fokus auf Ultra High Definition-Geräte und die Weiterentwicklung von OLED-Bildschirmen. Hagen Rickmann, CEO T-Systems.

paybox-Kunden können nun ­zwischen zwei Modellen wählen.

Wien. Kommendes Jahr wird paybox zwei neue Produkte anbieten. Die neuen Angebote heißen „paybox starter“ und „paybox premium“. paybox starter ist für die Kunden aller Mobilfunkanbieter kostenlos. Das monatliche TransaktionsLimit beträgt 30 € und kann zum Handy-Parken in Wien genutzt werden. Mit paybox premium steht grundsätzlich ein Transaktionslimit von 200 € täglich/monatlich zur Verfügung. Dieses Limit kann auf Kundenwunsch beliebig angepasst werden – in Abhängigkeit von der Bonität. paybox premium kostet 1,49 € pro Monat. Das bisherige Tarifschema wird dadurch etwas vereinfacht.  www.paybox.at

begründet. Wir bedauern diesen Schritt sehr, da wir die Plasmatechnologie wie kein anderer Hersteller geprägt haben und von der Bildqualität immer sehr überzeugt waren und auch noch sind.“ Armando Romagnolo, General Manager und Head of Product Marketing Audio Video & Trainig CE bei Panasonic Deutschland.

mando Romagnolo, General Manager und Head of Product Marketing Audio Video & Training CE bei Panasonic Deutschland, ausdrückt. „Seit der Einführung der ersten Flachbildfernseher mit Plasmatechnologie vor gut zehn Jahren hat Panasonic das Heimkinoerlebnis Jahr für Jahr auf ein neues Level gehoben und den TV-Markt maßgeblich geprägt. Das Auslaufen der Plasmadisplay-Produktion erfolgt dementsprechend nicht technologiebedingt, sondern liegt in den veränderten Marktbedingungen und den generellen Neustrukturierungsprozessen des Unternehmens

chris haderer

Hamburg/Wien. Angesichts der großen Marktpräsenz von Displays auf LED- und OLED-Basis scheint die Plasmatechnologie, die für Großbild-TV-Geräte und Displays verwendet wird, zum Auslaufmodell zu werden. Dieser Ansicht ist zumindest der Panasonic-Konzern, der die Produktion von Plasmageräten einstellen möchte. Das Unternehmen will den Fokus stattdessen auf Fernseher mit LED-LCDTechnologie legen und „auch die Entwicklung der OLED Technologie weiter vorantreiben“, wie es Ar-

Fokus auf OLED Panasonics 2013er „NeoPlasma“Modelle der Serien ZT60, VTW60, GTW60 und STW60 (in Bildschirmgrößen zwischen 106 cm und 165 cm), die sich noch in der Pipeline des Handels befinden, werden mit doppelter Garantiezeit (vier Jahre) ausgestattet. Mit dem „Ultra HD LED-LCD TV TX-L65WT600E“, einem 4K-Fernseher mit 50/60p-Zuspielung will Panasonic außerdem im noch jungen UHD-Segment einen Fuß auf den Boden bekommen. Das Gerät kann ohne externen (via HDMI 2.0 verbundenen) Computer 4K-Videos via USB, SD-Karte oder aus dem Internet wiedergeben – so sich dort entsprechendes Material

findet. Analysten rechnen damit, dass Inhalte in der vierfachen HDAuflösung erst in etwa vier bis fünf Jahren auf breiter Basis angeboten werden. Bis dahin rechnet das Gerät konventionelle HD-Inhalte per Algorithmus auf die neue Auflösung hoch. „Darüber hinaus wird Panasonic die Entwicklung der OLED-Technologie weiter vorantreiben“, sagt Romagnolo. „Mit der Präsentation von Ultra HD OLED Prototypen aus gänzlich eigener Fertigung auf der IFA 2013 in Berlin haben wir gezeigt, dass wir diese neue Technologie bereits mit beeindruckendem Ergebnis beherrschen. Das spektakulär dünne Design und die grandiose Bildqualität mit der vierfachen Full HD-Auflösung hebt den Fernseher in eine vollkommen neue Dimension.“ Wann Panasonic das erste TV-Gerät auf OLED-Basis auf den Markt bringen wird, kann Romagnolo derzeit jedoch noch nicht sagen.  www.panasonic.net

Citrix Laut einer aktuellen Studie haben 53% der Unternehmen keine Richtlinien für den Umgang mit mobilen Geräten

Private Mobilgeräte im Unternehmenseinsatz Wien. Die Einbindung von mobilen Endgeräten in die UnternehmensIT und die dahinterliegenden Prozesse scheint viele Firmen vor Probleme zu stellen. Laut einer Studie des IT-Anbieters Citrix sehen 71 Prozent der IT-Verantwortlichen die Einbindung mobiler Endgeräte zwar als eine zentrale strategische Herausforderung für die Zukunft. Dennoch räumt gut die Hälfte der Befragten (53 Prozent) ein, noch keine formalen Richtlinien für den Umgang mit Handy, Tablet oder Laptop eingeführt zu haben. Angesichts der explosionsartigen Verbreitung solcher Geräte über die letzten Jahre hinweg ist der Mangel an Strategien und Richtlinien ein handfestes Versäumnis der zuständigen Abteilungen.

Kontrollierte Nutzung Laut eigenen Angaben haben 48 Prozent der Firmen eine Form von Mobile Device Management im Einsatz. Nahezu die gleiche Anzahl von 47 Prozent der IT-Abteilungen organisiert und kontrolliert darüber hinaus auch die Nutzung

von mobilen Anwendungen. Mit 41 Prozent sieht außerdem ein relativ großer Teil der Befragten die Notwendigkeit, seinen Mitarbeitern künftig bestimmte Windowsund Desktop-Anwendungen auf mobilen Endgeräten anzubieten. Weltweit können sich 40 Prozent der Unternehmen auch vorstellen,

komplette Arbeitsplätze mittels Virtualisierung mobil bereitzustellen. Die Nutzung von FilesharingDiensten planen ebenfalls 40 Prozent der Teilnehmer. Insgesamt gibt nur in etwa die Hälfte der Firmen (51 Prozent) an, im Zuge der besseren Verwaltung mobiler Geräte auch ihre Manage-

© panthermedia.net/Anatolii Babii

© paybox.at

paybox bringt zwei neue Produkte auf den Markt

NeoPlasma-Modelle von Panasonic erleben heuer ihr letztes Weihnachtsgeschäft.

© Panasonic (2)

Bonn/Wien. Das Analystenhaus Gartner hat den EndnutzerService von 18 Dienstleistern im europäischen Markt unter die Lupe genommen. Im Ranking der aktuellen Leistungsfähigkeit und der zukünftigen Ausrichtung der Angebote wird T-Systems von Gartner als führender Anbieter klassifiziert. Das Unternehmen ging mit „Future Workplace“ ins Rennen. Dieser Service kommt aus der Cloud und trennt Hardware von Anwendungen. Damit lassen sich Arbeitsplätze flexibel und kurzfristig auf die jeweiligen Erfordernisse zuschneiden. Der Nutzer greift online auf die Software von T-Systems oder des eigenen Unternehmens zu. Da alles über die Cloud bereitsteht, zeigen die Endgeräte nur noch Daten an und haben keine Verarbeitungsfunktion mehr. „Wir haben bei unserem IT-Arbeitsplatz-Angebot massiv in Innovationen investiert“, sagt Hagen Rickmann, Geschäftsführer von T-Systems und weltweit verantwortlich für den Vertrieb und das Portfolio des Dienstleisters. „Heute sind wir in der Lage, einen ITArbeitsplatz anzubieten, der sich automatisch an die jeweilige Rolle des Nutzers anpasst; damit erreichen wir gegenüber früher eine enorme Flexibilität und Geschwindigkeit.“ Das erklärte Ziel des Future Workplace sei es, jedem „Nutzer eines Unternehmens innerhalb von fünf Minuten einen vollwertigen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen“, beschreibt Rickmann.  www.t-systems.at

Vielen Unternehmen fehlt eine Strategie zur Einbindung privater Mobilgeräte.

mentprozesse überdenken zu wollen. Bei der Erfolgsmessung ihrer mobilen Strategie konzentrieren sich Unternehmen in erster Linie auf die Aspekte Produktivität (54 Prozent) und Mitarbeitermotivation (45 Prozent).

Eigene App-Entwicklung Zu den von Mitarbeitern am stärksten nachgefragten mobilen Anwendungen gehören die mit Sales-, CRM- oder Datenbankbezug (48 Prozent), gefolgt von Apps für firmeninterne Plattformen mit 46 Prozent. Messenger wie Skype oder WhatsApp sind mit 43 Prozent fast genauso stark gefragt. Gleiches gilt auch für Social Media-Plattformen wie Facebook, Twitter oder LinkedIn: Die Hälfte der IT-Verantwortlichen setzt auf eine Mischung aus Eigenentwicklungen und kommerziell verfügbaren Angeboten, während 25 Prozent auf In-HouseLösungen komplett verzichten. 17 Prozent) wollen sicherheitshalber sogar grundsätzlich nur intern entwickelte Apps zulassen.  www.citrix.com


Fa c t s & f i g u r e s

Freitag, 15. November 2013

medianet technology – 49

Fujitsu Forum 2013 10.000 Besucher machen die Veranstaltung zur größten IT-Hausmesse eines Unternehmens in Europa

short

Hardware, Software und viele neue IT-Strategien

© Paragon Software

Fujitsu stellte eine Reihe von neuen Hardwarekomponenten und eine Cloud Integration-Plattform vor.

Datenverlust trifft KMUs besonders empfindlich

Miro Milos, Paragon Software.

© Chris Haderer (4)

Wien. Eine nicht ganz uneigennützige, weil im Hinblick auf eigene Produkte durchgeführte, Umfrage von Paragon Software weist vielen Klein- und Mittelbetrieben Probleme beim regelmäßigen Backup nach. 22% aller befragten KMUs sagten aus, dass ihnen vor Anschaffung von Paragons „Festplatten Manager 12 Business“ mitunter wichtige Daten verloren gingen – mit signifikanten Auswirkungen auf ihr Unternehmen. Unzureichende oder gar nicht vorhandene Backup-Strategien wurden verantwortlich gemacht für Ertragseinbußen und Schädigungen in den Beziehungen zu Partnern und Kunden sowie an der Unternehmensmarke. 70% aller kleinen Unternehmen, die einen größeren Datenverlust erleiden, scheitern innerhalb eines Jahres nach dieser IT-Katastrophe, so ein Studie von PricewaterhouseCoopers. Der Grund des Scheiterns liegt nicht etwa im angebotenen Produkt oder der Dienstleistung, sondern im mangelhaften IT-Management. „Die Paragon-Umfrage bekräftigt, dass 41,18% aller kleineren Unternehmen kein eigenes IT-Personal haben“, sagt Miro Milos, Director Channel Sales bei Paragon Software. „Für die Datenträgerverwaltung sowie Sicherung und Wiederherstellung bietet Paragon Softwarelösungen, welche sich dank ihrer einfachen Installation und Benutzerfreundlichkeit auch für Unternehmen eignen, die mit wenig oder ohne IT-Personal auskommen müssen.“  www.paragon-software.com

IT-Leistungsschau in München: neue Produkte und Technologien zum Ausprobieren. chris haderer

München. Mit annähernd 10.000 Besuchern ist das Fujitsu Forum eine der wichtigsten europäischen Kunden- und Partnerveranstaltungen des japanischen Technologiekonzerns. Für Jörg Brünig, Senior Director Channel Managed Accounts, ist die größte Hausmesse einer einzelnen IT-Firma im deutschsprachigen Raum „wichtiger als die CeBIT“. Die Leistungsschau ging vergangene Woche am ICM-Gelände in München über die Bühne und bot eine themensortierte Mischung aus aktuellen Technologien und Produkten sowie ins Interessentenvolk gestreuten Visionen. Eine solche Vision, die gerade damit begonnen hat, sich selbst zu erfüllen, ist das „Internet der Dinge“. Joseph Reger, Chief Technology Officer of Fujitsu Technology Solutions and Central Europe Middle East and Africa und bei Veranstaltungen wie dem „Fujitsu Forum“ ein bisschen fürs Spekulative zuständig, erklärt den Stand der Dinge im Globalen Dorf mit einer Glühbirne: Ihr Licht kann Daten in einem endlosen Strom ver-

senden, der das Internet überall dorthin bringt, wo kein Schatten ist. Die Technologie gibt es bereits. Im Internet of Things, so die Botschaft, werden Geräte und Maschinen miteinander kommunizieren und Daten austauschen – Sensoren jeglicher Art werden die Big Data-Lawine in Schwung halten. Die dazu notwendige Hardware würde Fujitsu gern anliefern.

Neue Hardwareprodukte Zu den handfesten ProduktNovitäten, die in München vorgestellt wurden, gehört unter anderem eine neue Generation der „Eternus DX-Plattenspeicher“. Laut Fujitsu sind es branchenweit die ersten Systeme, bei denen betriebswirtschaftliche Notwendigkeiten gegenüber reinen Datenspeichervorgängen vorrangig behandelt werden können. Die Systeme ermöglichen außerdem erstmalig eine Systemauslastung von bis zu 90%. Damit wird die Faustregel außer Kraft gesetzt, wonach die Systemauslastung maximal 50% betragen sollte, um kurze Antwortzeiten zu gewährleisten.

Joseph Reger, CTO bei Fujitsu, erklärt das „Internet of Things“ mit einer Glühbirne.

Eine Neuvorstellung ist die „Data Protection Appliance Eternus CS8000“, die eine umfassende Konsolidierung in den Bereichen Unified Data Backup und Datenarchivierung ermöglichen soll. Bei der neuen Version der Eternus CS8000 wurden die Online-Backup-Kapazitäten auf Basis von Festplatten auf 15 Petabyte erweitert. Dazu kommt ein nahezu unbegrenztes Near-Line-Datensicherungsvolumen, basierend auf Tapes als Speichermedium. „Unternehmen, die all ihre Backup- und Archivierungs-Daten auf einer zentralen Appliance wie der Eternus CS8000 speichern und verwalten, steht

Bankomat-Vision mit Video-Funktionen.

eine Lösung zur Verfügung, die hochsicher, aber dennoch flexibel und kostengünstig ist“, rührt HansDieter Wysuwa, Executive Vice President of Products, Systems, Technology and Channel, Fujitsu, die Werbetrommel für die Neuausgabe. Neu an den Start ging auch die Fujitsu Cloud Integration-Plattform zur einheitlichen Verwaltung verschiedenster Cloud Services; über eine einzige Konsole bietet sie alles, was CIOs zu „Cloud Enablern“ machen soll, die im Unternehmen Cloud Services nach Bedarf einfach und schnell anbieten können.  www.fujitsu.com/at

Die größte IT-Hausmesse in Europa.

Infor Der Enterprise-Softwarehersteller konnte im Vorjahr einen globalen Umsatz von knapp 2,09 Mrd. € einfahren

Vertikale Spezialisierung als Erfolgsmodell

Stephan Scholl, President des Enterprise-Software-Anbieters Infor in Mannheim.

Stephan Scholl im Rahmen der „Infor on the Road 2013“-Show, die vergangene Woche im Mannheimer Rosengarten stattfand. „Wir haben etwa drei Millionen Cloud-Abonnenten und konnten im Vorjahr 3.048 neue Kunden gewinnen.“

Look and Feel Infor ist auf industriespezifische Unternehmenssoftware spezialisiert, die auf Middleware-Technologien basiert, wobei die Spezialisierung auf vertikale Micro-Suites für spezifische Einsatzbereiche (etwa Tischlerei, Schuhhersteller, etc.) eine „der Stärken des Unternehmens darstellt“, sagt Scholl. Eine weitere tragende Säule der Unternehmensphilosophie ist die Orientierung der Produkte an den im Internet üblichen Architekturen. Drittes Standbein ist das Design der Softwarelösungen, das „ansprechende User-Erlebnisse“ bieten soll. Für dementsprechend gestaltete Bedieneroberflächen sorgt die zu Infor gehörende Agentur „Hook & Look“, eine „next generation digital design agency“, die vor

etwa einem Jahr gegründet wurde. Akquisitionen sind ein Teil der Infor-Politik: Seit dem Jahr 2010 hat sich das Softwarehaus knapp 50 Unternternehmen einverleibt – weniger als Konzerne wie Adobe, aber dennoch eine beachtliche Zahl, betrachtet man den dahinterstehenden Migrationsaufwand.

Upgrade in die Cloud Im Rahmen der Infor on the Road-Show präsentierte das Unternehmen eine Reihe von Software-Neuerungen und Updates, darunter „UpgradeX“, ein Weg, mit dem On-Premise-Applikationen in die Infor Business Cloud gebracht werden können. Anders als viele andere Software-Anbieter mit unterschiedlichen Lösungen für die Cloud und für den Betrieb im eigenen Rechenzentrum, ermöglicht Infor Kunden mit UpgradeX, bestehende Investitionen in die Cloud zu übertragen und dort auf Basis von Infor 10x weiterzuführen. Einen Zwang zur Cloud gibt es nicht: On-Premise-Lösungen bestehen weiter.  www.infor.at

© intel.com

rend, schreibt das Unternehmen einen Jahresumsatz von knapp 2,8 Mrd. USD (ca. 2,09 Mrd. €). Der Hauptsitz liegt in der New Yorker „Silicon Alley“, der Ostküstenversion des kalifornischen Silicon Valley. „Wir sind zur drittgrößten Enterprise-Software-Company gewachsen“, sagte Infor President

© Chris Haderer

Mannheim. Sie wollten den Enterprise-Softwaremarkt kräftig aufschütteln – und irgendwie scheint Infor das tatsächlich ein bisschen geglückt zu sein. Ursprünglich im Jahr 2002 als Agilisys gegründet und seit dem Aufkauf der deutschen infor business solutions AG unter dem heutigen Namen agie-

Intel Parallel ­Computing Center Programm

Intel präsentiert 14 neue Programme.

Nizza/Wien. Im Rahmen der Intel European Research and Innovation Conference (ERIC) hat der Mikrochiphersteller 14 neue Forschungsprojekte mit Fokus auf intelligenten Städten, Häusern und Büros sowie neuen Möglichkeiten der Kommunikation vorgestellt. Gleichzeitig hat Intel auch das „Parallel Computing Center-Programm“ präsentiert, in dem Institutionen wie das Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik in Berlin gemeinsam an neuen Möglichkeiten der Parallelisierung und Skalierbarkeit einzelner Anwendungen arbeiten. Durch das neue Programm sollen signifikante Leistungssteigerungen erreicht werden.  www.intel.com


T o ols & se rv i c es

50 – medianet technology

Freitag, 15. November 2013

Test Die Canon Eos 100D ist zwar nicht billig, überzeugt aber durch kompaktes Format und hervorragende Bilder

short

Gelungene DSLR-Kamera mit Video-Funktionalität

All-in-One-Computer auf Android 4.2-Basis

Android statt Windows: Das System kommt auch auf PCs zum Einsatz.

x 1.080 Pixel), HD (1.280 x 720 Pixel) oder VGA (640 x 480 Pixel) mit 30 oder 60 Bildern pro Sek. auf. Auffälliges Detail: Die Bildqualität ist hervorragend, der Autofokus funktioniert (eingeschränkt) auch im Videomodus, ebenso stehen die meisten Belichtungsprogramme auch dort zur Verfügung. Das Bedienkonzept entspricht (ebenso wie die Programmauswahl) dem klassischen Canon-Prinzip. Für den Videobetrieb ist ein 3-ZollDisplay mit Touchscreen auf der Geräterückseite hinzugekommen. Damit können Funktionen auch per Berührung ausgewählt werden – leider ist das Display aber nicht neigbar, sodass die Aufnahmehaltung nicht immer gesund für das Kreuz ist. Mit im Set enthalten ist übrigens auch das neue Objektiv „EF-S 18-55/3.5-5.6 IS STM“, das im Zusammenspiel mit dem Body für einen schnellen Autofokus sorgen soll. Im Fotomodus funktioniert er auch tatsächlich recht schnell, bei Videoaufnahmen kommt allerdings Andachtsstimmung auf.

Chris haderer

Wien. Ein Makel ist nur schwer zu finden: Die Canon Eos 100D präsentiert sich als gelungenes Einstiegsmodell in die DSLR-Fotowelt – und kann auch Profis durchaus dienlich sein. Mit einem Preis von 799 € ist sie zwar nicht extrem preisgünstig, dafür bekommt man aber ein kompaktes Gerät mit einem 18-Megapixel APS-C Hybrid CMOS AF IISensor, der bis zu einer Empfindlichkeit von 1.600 ISO rauschfreie Bilder liefert. Videos zeichnet die Eos 100D als MOV in Full HD (1.920

Wien. Mit dem neuen Acer DA241HL (439 €) stellt Acer seinen ersten All-in-One-PC auf Android-Basis mit dem Betriebssystem Android Jelly Bean 4.2 vor. Für die nötige Power sorgt die Nvidia Tegra 3-Plattform mit einem Quad Core-Prozessor. Der Acer DA241HL ermöglicht über den integrierten Mobile High-Definition Link (MHL) die direkte Übertragung von Inhalten mobiler Endgeräte, wie beispielsweise Smartphones und Tablets, auf den Monitor, ohne dass ein weiteres Gerät dazwischengeschaltet werden muss. Weiterhin kann es über HDMI und USB an jeden Windows 8-PC angeschlossen, als herkömmliches Display betrieben und über die integrierte 2 Punkt Touch-Steuerung bedient werden.    www.acer.at

Minuspunkte

Messaging-Service für die Anbindung an SAP Wien. Retarus hat den weltweit ersten Managed Service vorgestellt, der über nur eine Schnittstelle eine sichere und reibungslose Kommunikation per E-Mail, Fax und SMS direkt aus SAP heraus ermöglicht. Damit machen sich Unternehmen unabhängig von bestehenden Kommunikations-Infrastrukturen. Die Retarus Messaging Services for SAP sind schnell implementiert, die Anbindung an die Messaging-Infrastruktur von Retarus erfolgt verschlüsselt via VPN und optional über das verschlüsselte Protokoll TLS. Veränderungen an den SAP-Systemen sind nicht notwendig.  www.retarus.com

Wesentliche Funktionen können via PC voreingestellt und ausgelöst werden.

Wartung und Fernsteuerung der Kamera. Leider ist das „Eos Utility“ ein extrem instabiles Stück Software, das auf manchen WindowsSystemen funktioniert, auf anderen nicht. Ein Schema ist nicht ersichtlich, und auch Canon bietet keinen Lösungsansatz zu diesem Problem, das im Internet bereits von vielen Usern aufgezeigt wurde. Im Test funktionierte das Eos Utility auf einem

Windows 7 Professional- System (64 Bit) nur im Kompatibilitätsmodus (getarnt als Windows XP, Servicepack 3). Den Ärger, der mit der holprigen Stoftware zwangsläufig aufkommt, hat die Eos 100D allerdings nicht verdient – sie ist eine solide DSLRKamera, die in ihrer Preiskategorie eine gute Figur gegenüber dem Mitbewerb macht. Sie bietet sehr gute Bildqualität, einfaches Handling, geringes Gewicht – und hinterlässt auch mit ihren Video-features Eindruck. Am Gehäuse wurde zwar gespart, was am Kunststoff erkennbar ist, die Eos 100D liegt dennoch griffig in der Hand. Wunder darf man sich keine erwarten, aber doch ein wunderbares Fotoerlebnis.  www.canon.at Die Canon Eos 100D: eine der kompaktesten DSLR-Kameras am Markt.

Because Software Das Unternehmen hat neues Release mit komplettierten Funktionen für den HR-Bereich vorgestellt

Neues Feature-Update für Agentur-Software Wien. Das letzte große Release der Agentursoftware „easyJob“ liegt kaum ein halbes Jahr zurück, dennoch präsentiert Hersteller Because Software jetzt ein neues Update. Zu den Novitäten der aktuellen Version gehört unter anderem, dass die HR-Funktionen im Bereich Urlaubsverwaltung komplettiert wurden. Der Workflow zur Freigabe des Urlaubs durch die Gruppen- und Geschäftsleiter wird nun in einem Modul verwaltet. Der geplante Urlaub wird vom Mitarbeiter als Wunsch-Termin eingetragen und dann als Urlaubsantrag eingereicht. Dabei können auch Vertreter zugeordnet werden. Nach der Freigabe durch die berechtigten Personen wird der Urlaub fixiert und der Mitarbeiter bekommt eine entsprechende Information.

Die individuellen Dashboards wurden optimiert und um zusätzliche Funktionalitäten ergänzt. Auch Widgets wurden überarbeitet. Ganz neu ist das Urlaubswidget: Auf der Startseite zeigt es den Urlaubsanspruch, den geplanten Urlaub und den Resturlaub des eingeloggten Mitarbeiters an. Ein

großer Gewinn für die Übersichtlichkeit und Usability der Startseite sind die modernen Icons, mit denen häufig verwendete Funktionen nun auch plakativ darstellt werden können. Das erweiterte Trackingsystem, eine Verknüpfung von Notizen und Kalender-Tasks mit Tickets, stellt sicher, dass keine

Nachricht verloren geht und jederzeit ein Gesamtüberblick über die zu bearbeitenden Vorgänge möglich ist. easyJob wird in 17 Ländern genutzt. Inzwischen setzen über 500 Agenturen und Marketingabteilungen mit mehr als 10.000 Anwendern die Lösung ein.  www.because-software.com

Erweiterte Funktionen Dieser Workflow eignet sich auch für die Freigabe von anderen Terminen und Ressourcen, z.B. für die Reservierung von Firmenwagen. In den nächsten Releases sind weitere Freigabeprozesse geplant.

© Because Software

© NEC

Wien. NEC Display Solutions Europe hat seine MD-Serie an medizinischen Displays für die Befundung um den Farb-Bildschirm MD242C2 CAT-A erweitert. Mit 24,1Zoll Bildschirmdiagonale und LED-Hintergrundbeleuchtung eignet er sich besonders für die Befundung und Betrachtung von Digitalaufnahmen in Farbe und Graustufe in der derzeit höchsten Befund-Kategorie A. Der MD242C2 CAT-A erfüllt sämtliche Anforderungen der EU-Richtlinie 93/42EC.  www.  nec-display-solutions.com

Die eigenwillige „Eos Utility“-Software: Wenn sie funktioniert, überträgt sie Bilder und dient zur Steuerung der Kamera. Leider fällt sie oft ohne Grund aus.

© Canon

Medizinische Displays für Befund-Kategorie A

NEC-Monitore: neues Portfolio für den medizinischen Einsatz.

Es gibt aber auch Mankos. Eines davon ist die Position des Akku-Schachts. Aufgrund der Abmessungen der Kamera ist er so positioniert, dass er von einer angebrachten Stativplatte abgedeckt wird. Beim Akkuwechsel (der nach etwa 60 Min. Videoaufnahme vakant wird) muss also auch die Platte abgenommen werden, was zu unnötigem Zeitverlust führt. Gravierender sind aber einige Sonderheiten der „Eos Utility“-Software, die jeder Kamera beiliegt. Mit ihr können aufgenommene Bilder automatisch in wählbare Zielverzeichnisse übertragen werden. Darüber hinaus erlaubt sie die

© Chris Haderer (2)

© Acer

Kleine Mankos, wie die launenhafte „Eos Utility“-Software, trüben den positiven Gesamteindruck etwas.

easyJob: Freigabeprozesse bei Urlaubsanträgen können einfach auf der schlichten Bedieneroberfläche abgebildet werden.


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