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Freitag, 12. Oktober 2012 – 37

tinte im büro

Ericsson sieht die LTE-Technologie als treibende Kraft am Mobilfunkmarkt  Seite 40

Laut einer Lexmark-Studie halten InkjetPrinter Einzug in Büroumgebungen  Seite 41

mobilDroide Samsung galaxy tab 8.9 im test

© Samsung

Wachstumsmotor LTE © Lexmark

© Ericsson

technology Smarte Cloudlösungen als Geschäftsstrategie

© Garmin

short

© TotalSoft

Schaffhausen/Wien. Der Satellitennavigator Garmin hat den bisher selbstständigen Distributor für Slowenien, Geoset d.o.o, in den Konzern integriert. Sämtliche Aktivitäten des Unternehmens werden am bisherigen Standort von den 14 Mitarbeitern fortgeführt. „Ost- bzw. Südosteuropa ist ein wichtiger und wachsender Markt für uns“, erklärt Cliff Pemble (Bild), Vorsitzender und COO von Garmin Ltd, den Umbau. „Von daher erwarten wir uns, durch diesen Schritt unsere Führungsrolle in dieser Region weiter zu stärken.“  www.garmin.at

© IBM; panthermedia.net/Vladimir Mucibabic

Wien. Anlässlich seiner Büroeröffnungsfeier in Wien hat TotalSoft Österreich, die Niederlassung des Software Anbieters und Mitglied der Global Finance-Gruppe, vorige Woche ihre strategischen Zielsetzungen verlautbart: Das Unternehmen will als bevorzugter Leasingsystemanbieter in die engere Auswahl für Projekt Management-Lösungen und Business-Applikationen in Österreich kommen. Im Rahmen des Events gab Firmengründer Liviu Dragan (Bild) auch das angepeilte Umsatzziel von mindestens fünf Mio. € in den ersten drei Jahren bekannt.  www.totalsoft.at

Peter Garlock, Vertriebsdirektor Cloud Computing IBM Österreich: Lokale Partner sollen individuelle Cloud-Angebote für den Mittelstand schaffen und anbieten.

Alles wird „smart“ Von der Wolke bis zum e-Commerce sind intelligente Lösungen gefragt. Mit der „City Cloud“ will IBM nun den Switch von der technischen Definition zum funktionierenden Geschäftsmodell vollziehen.  Seite 38 Academie Europaea Steirischer IT-Pionier jetzt im Vorstand

Wien. Die österreichische Nikon-Niederlassung feiert heuer ihr 15-jähriges Jubiläum. Seit 1997 hat der Standort des japanischen Kameraherstellers in Wien viel dazu beigetragen, dass Österreich zu einem Land der Objektive, Blenden und Brennweiten wurde. Nach einem Marktanteil im Gründerjahr von 2,7% im Bereich Kameras konnte dieser kontinuierlich auf den heutigen Stand von 28% erhöht werden.  www.nikon.at

© Sissi Furgler

© Nikon

Wissenschaftsakademie mit Steirer

Der IT-Veteran Hermann Maurer ist im Vorstand der Academia Europaea.

Graz/Wien. Die größte Wissenschaftsakademie Europas, die „Academia Europaea“, hat den TU GrazInformatiker Hermann Maurer in ihren Vorstand gewählt. Maurer, der bereits seit 2009 den Fachbereich Informatik als Vorsitzender leitet, übernimmt damit als erster Österreicher einen Vorstandsposten. Maurer, der seinerzeit auch an der Einführung des (letztlich vom Internet ausgehebelten) BTX-Systems in Österreich beteiligt war, ist Träger des „Ehrenkreuzes für Kunst und Wissenschaft Erster Klasse“ und des „Großen Ehrenzeichens des Landes Steiermark“.  www.ae-info.org


C ove r

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Kommentar

Wenn „Aus“ nicht „Aus“ ist

Freitag, 12. Oktober 2012

IBM Mit der Anfang Oktober gestarteten „City Cloud“ will IBM Cloud Computing vor allem als Geschäftsmodell etablieren

City Cloud: Österreich schwebt in den Wolken

Bis zum Jahresende sollen über Partnerverträge alle neun Bundesländer mit Cloud-Diensten versorgt sein.

Chris Haderer

A

us ist nicht Aus. Was in Beziehungen die Probanden gern verwirrt, wirft auch im Alltag Fragen auf. Wenn Sie im ganzen Haus den Strom abschalten, dann ist beispielsweise Ihr Energieverbrauch noch lange nicht „Aus“. Mit etwa sieben Watt schlägt allein die Anwesenheit eines alten Stromzählers zu Buche, über 20 Watt werden es bei den zum Energiesparen gedachten Smart-Meter-Geräten sein. Dem Datenblatt eines bekannten Druckerherstellers kann man wiederum entnehmen, dass ein neuer Office-Farblaser im ausgeschalteten Zustand 0,2 Watt Strom verbraucht. Das ist zwar deutlich weniger, als die zum Druck benötigten 310 Watt oder die im Sleep-Modus verschnarchten 6,4 Watt – aber man fragt sich: Was macht ein ausgeschaltetes Gerät mit dem Strom, wenn es eigentlich gar nichts machen sollte? Die Frage hat bedrohliche Konsequenzen: Verbrauchen etwa Autos heimlich Benzin, während sie – ausgeschaltet – in der Garage stehen? Quer durch alle Branchen redet die Industrie vom Energiesparen, bringt aber dabei Geräte auf den Markt, die man tatsächlich physisch vom Netz nehmen muss, um sie auszuschalten. 0,2 Watt sind für ein einziges Gerät nicht viel – die Stromrechnung für ein paar Milliarden „ausgeschalteter“ Geräte wird allerdings auch kein Hersteller zahlen wollen.

Bitdefender iOS-Lücken

© Bitdefender

Apps-Gefahren

Bitdefender zeigt Sicherheitsrisken für iOS-Anwender auf.

Wien. Vor Kurzem hat der Virenschutzhersteller Bitdefender im Rahmen einer Studie aufgezeigt, dass eine Vielzahl von iOS-Apps exorbitante Mängel in puncto Sicherheit aufweist. Dazu zählt beispielsweise die Management App „Leads 360“, die die Zugangsdaten der User nicht ausreichend schützt und Hackern damit Tür und Tor zu den WebAccounts der Anwender öffnet. Bitdefender möchte Nutzer von iOS-Apps mithilfe dieser Studie darauf aufmerksam machen, wie ihre Daten missbraucht werden können. iOS gilt wegen des geschlossenen Ökosystems sicherer als Android.  www.bitdefender.de

Wien. „Was ist eine Cloud?“ Alleine mit der bloßen Frage kann man Glaubenskriege entfachen. Für die einen ist „die Cloud“ etwas Technisches, das man mit Termini wie „private“, „public“ oder „hybrid“ schmücken muss. Andere wiederum assoziieren mit der ominösen Wolke wiederum Online-Stores wie Apples „iTunes“ oder Googles „Play“ oder mit Dienstleistungen wie die „Amazon Cloud.“ Vom Cloud Computing als technischem Modell wegkommen möchte nun Big Blue: „Wir möchten anstelle der technischen Cloud-Definitionen das Prinzip lieber als Geschäftsmodell etablieren“, sagt Peter Garlock, Vertriebsdirektor Cloud Computing bei IBM Österreich. Auf den Punkt gebracht bedeutet das: Unternehmen sollen Cloud Computing nicht als Service im Sinne von OnlineSpeicher sehen, sondern stattdessen bestimmte Dienste beziehen, die eben in einer Cloud liegen. „In ein paar Jahren spricht man wahrscheinlich gar nicht mehr explizit von Cloud Computing“, vermutet Garlock. Es wird dann so selbstverständlich geworden sein wie die Verwendung von Festplatten.

Individuelle Services Einen großen Schritt in diese Richtung will IBM nebst Partnerfirmen mit der vergangene Woche vorgestellten „City Cloud“ gehen. Aus ihr sollen mittelständische Unternehmen IT-Leistungen beziehen, die von der lokalen Datenspeicherung nach österreichischem Recht bis zum kompletten Anwendungsmanagement reichen. Außerdem sollen die IBM-Geschäftspartner vor Ort individuelle Services, Beratungen und IT-Lösungen anbieten, die das

© Chris Haderer

Chris Haderer

Moderner e-Commerce in der IBM SmartCloud (v.li.n.re.): Peter Garlock, Vertriebsdirektor Cloud Computing IBM Österreich, ­Christian A. Bacher, Managing Partner Smart Engine, und Günter Nachtlberger, Vertriebsleiter bei Smart Engine.

City Cloud-Angebot ergänzend abrunden. „Rechenleis-tung, Datenspeicherung und Anwendungen können damit je nach Bedarf bezogen werden. Flexibilität und Transparenz sind hier entscheidend, denn man bezahlt nur, was man im Moment wirklich braucht oder nutzt“, sagt Garlock. „Wir gehen davon aus, dass im deutschsprachigen Raum 2013 bereits rund sechs Prozent des IT Markts durch Cloud Lösungen abgedeckt werden. 2015 sollten es rund zehn Prozent sein.“

e-Commerce-Lösungen Mit Partnerverträgen sind derzeit Vorarlberg, Tirol, Oberösterreich, Niederösterreich und Wien hin-

sichtlich der City Cloud versorgt. Bis zum Jahresende will Peter Garlock ganz Österreich abdecken. Ein notwendiger Erfolgsfaktor nicht nur für die City Cloud, sondern für die Sicht von Cloudcomputing als Geschäftsmodell schlechthin ist ein umfassendes Partnernetzwerk mit interessanten Produkten. Eine e-CommerceLösung, die auf der IBM SmartCloud aufsetzt, ist beispielsweise der Ansatz von Smart Engine. Das Schweizer Unternehmen bietet eine Plattform, die es beispielsweise Banken ermöglichen soll, sich durch Marketing-Aktionen einen eigenen kleinen Rettungsschirm dazuzuverdienen. Dabei werden Bankkunden, die ihr Einverständ-

nis erteilt haben, zielgerichtet mit Marketing von Partnerhändlern versorgt – ohne dass die externen Händler die Daten der Bankkunden erhalten. „In Russland sind wir mit diesem System bereits erfolgreich am Markt“, sagen Günter Nachtlberger, Vertriebsleiter, und Christian A. Bacher, Managing Partner bei Smart Engine. Neben den Frühstartern Osteuropa und Asien bemerkt Bacher ein verstärktes Interesse in Zentral- und Westeuropa. Dort werde die „Nachfrage der Händlerunternehmen und der Endkunden nach derartigen Lösungen mittelfristig einen ­Innovationsdruck auslösen“.  www.ibm.at  www.smartengine.at

CD/DVD/Blu-ray Selbstgebrannte Speichermedien machen zunehmend USB-Sticks und cloudbasierenden Diensten Platz

Rückgang bei optischen Speicherrohlingen Wien. In den frühen 1980er-Jahren war es die CD, die für eine „Revolution“ im Musikgeschäft sorgen sollte. Mit billigeren Produktionskosten und digital konserviertem Klang sollte sie die Vinylschallplatte aus der Welt blasen – was ihr bis heute nicht gelang. Mitte der 1990er-Jahre war es dann die DVD („Digital Versatile Disk“, auch wenn immer wieder „Digital Video

Disk“ gemeint wird), die für eine weitere Kulturrevolution im Entertainment-Bereich sorgen sollte, und jetzt die Blu-ray-Disk. Rückläufig sind allerdings die privat oder im Geschäftsumfeld gebrannten Rohlinge. Laut einer GfK-Umfrage, die repräsentativ für 63,6 Mio. Deutsche ab 10 Jahren ist, wurden im Jahr 2005 stolze 882 Mio. CD/DVD/Blu-ray-Rohlinge

gebrannt. Im Jahr 2011 waren es hingegen nur noch 386 Mio. Stück (siehe Infografik).

Einnahmen-Rückgänge Analysten bringen den Rückgang bei den Rohlingen einerseits mit der Verbreitung von MP3-Playern in Verbindung, andererseits mit Cloud-Diensten, die Einzug in Consumer-Kreise gefunden haben. Den MP3-Player-Markt brachte Apple im Jahr 2001 mit dem ersten iPod-Modell zum Abheben. CloudDienste begannen sich langsam ab dem Jahr 2007 mit dem iPhone zu entwickeln, das vom Start weg eine innige Verbindung mit dem iTunes-Store aufwies. Dass die Silberscheiben, egal in welcher Form, offenbar kein richtiges Zukunftsgeschäft sind, ist auch der Kulturministerin Claudia Schmied aufgefallen. Angesichts der damit verbundenen Einnahmenrückgänge der Leerkassettenvergütung in den vergangenen Jahren, die seit 2005 von 17,6 Mio. € auf 7,9 Mio. € gesunken sind, propagiert sie derzeit die

Einführung einer Festplattenabgabe, was zu einer Verteuerung der Speichermedien in Österreich gegenüber dem umgebenden Ausland führt bzw. führen wird. Unterstützt wird sie bei diesem Vorhaben unter anderem von der IG Autoren, die Festplatten vorwiegend als Hauptspeichermedium für illegal gespeicherte copyrightgeschützte Inhalte betrachtet.

Kaufgeschäft funktioniert Während der Markt für Rohlinge also beständig abnimmt, scheinen sich am reinen DVD (und Blu-ray)Videomarkt immer noch gute Umsätze erzielen zu lassen. Mit dem DVD-Verkauf wurde 2010 auf dem deutschen Videomarkt laut Angaben des Webportals Statista ein Umsatz von 1,2 Mrd. € erzielt, mit dem Verleih immerhin 243 Mio. €. Laut einer Allensbach-Umfrage enttarnten sich rund 19 Mio. deutsche Bundesbürger als DVDKäufer. Etwa genauso viele Konsumenten leihen DVDs gegen Gebühr in Shops oder bei Online-Diensten aus.  www.gfk.at


Freitag, 12. Oktober 2012

I de e & s t r at e g ie

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future.talk Der Flaggschiff-Event der Telekom Austria reflektierte Anfang der Woche unter dem Motto „Me Myself and I“ das neue Internet-Weltbild

Wie das Web das Denken ändert chris haderer

Wien. Es war ein schlechter Tag für Pferde-Allergiker: Um die Zukunft des Internet zu erörtern und um die Frage zu klären, wie OnlineDienste à la Facebook & Co. zunehmend „unser“ Denken bestimmen, lud die Telekom Austria zu ihrem jährlichen Flaggschiff-Event, dem „future.talk“, vergangenen Dienstag in die Spanische Hofreitschule. Drei hochkarätige Experten waren zum Meinungsaustausch geladen: Jared Cohen, Director des Think Tanks „Google Ideas“, Eli Pariser, Aktivist und Autor, und der KultPhilosophen Slavoj �i�ek.

sind die Thesen des Politologen und Rechtswissenschaftlers Eli Pariser, der 2010 mit seinem Buch „Filter Bubble: Wie wir im Internet entmündigt werden“ für Aufregung sorgte: Er macht auf die Macht und Realitätsverschiebung der großen Suchmaschinen aufmerksam. Was zuvor noch als die transparenteste und freie Form der Informationsbeschaffung gefeiert wurde, sieht Pariser mittlerweile als Gefahr an und kritisiert die Filtermechanismen und Suchverfahren, die sich „intelligent“ mit Meinungen bewegen und nach statistischen Kriterien persönliche Relevanzen und Prioritäten errechnen.

Eine recht schillernde Figur ist auch der aus der Politik kommende Quereinsteiger Jared Cohen, der seit 2010 als Director von „Google Ideas“ werkt. Der „Think and Do Tank“ von Google hat es sich zur Aufgabe gemacht, „technologische Lösungen für globale gesellschaftliche Herausforderungen zu finden“, sagt Cohen – wobei der Google-Konzern damit einen zweischneidigen Kurs verfolgt. Denn die Lösung der globalen gesellschaftlichen Herausforderungen wird durch den Handel mit und die Verwertung von Personendaten finanziert.  www.futuretalk.com

© Telekom Austria Group/Eckharter

Jared Cohen, Eli Pariser und Slavoj Žižek waren die heurigen Star-Vordenker.

Der Politologe und Rechtswissenschaftler Eli Pariser und der „Filter Bubble“ im Web.

Polarisierende Meinungen Unter dem Titel „Me myself and I – how does the Internet shape our thinking?” sorgte der future. talk 2012 durchaus für kontroversielle Diskussionen. Interessant

medianet Inside Your Business. Today.

A1 TV Großes Facelifting

Fernsehen neu

Wien. „Die Unterhaltungsmöglichkeiten ändern sich, aber trotz Smartphone und Tablets bleibt das Fernsehen eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Österreicher“, sagt Alexander Sperl, A1 Vorstand Marketing, Vertrieb und Service. Dieser ungetrübten Lust auf die Mattscheibe begegnet A1 mit einer neu überarbeiteten Auflage seines „A1 TV.“ Dazu gehören 180 Sender, davon 30 in HD, 3D-Filme und die größte Videothek des Landes mit 2.000 Filmen und Serien. Komplett überarbeitet wurde die Menüführung, die nun auch einen übersichtlichen ProgrammGuide enthält (der auf den von den Sendern zur Verfügung gestellten Daten basiert). Neu sind auch die Mediabox und ein zweites Box-Modell mit Rekorderfunktion (Letztere kann alles aus dem A1 TV-Netz aufzeichnen, allerdings keine Programme auf andere Datenträger weitergeben). Die Mediabox kann auch von Unterwegs mittels Apps programmiert werden. A1 TV schlägt mit 6,90 € pro Monat Grundbebühr und 2,90 € pro Monat für die Mediabox zu Buche (die Recorderbox kostet 9,90 €/Monat).

iPad App medianet iPad-App kostenlos im App Store erhältlich!

Intensives Feedback

© Chris Haderer

„Bei einem so grundlegenden Neudesign des Fernseherlebnisses ist es wesentlich, sich bei den wichtigsten Entscheidungen möglichst viel Feedback der Kunden zu holen“, sagt Manfred Tscheligi von der Universität Salzburg über den Entwicklungsansatz. „In über 7.000 Befragungen und 250 Tiefeninterviews konnten wir die Art und Weise, wie Kunden zum Beispiel mit dem elektronischen Fernsehprogramm umgehen, viel besser verstehen.“  www.a1telekom.at

Alexander Sperl (li.), A1, und Manfred Tscheligi von der Universität Salzburg.

www.medianet.at


Fa c t s & f i g u r e s

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short

NFC-Lösung zur ­mobilen Leistungserfassung

Freitag, 12. Oktober 2012

Ericsson Der Telekommunikations-Experte ist seit 100 Jahren in ��sterreich präsent und stattet A1 mit LTE aus

LTE als Innovationstreiber für heimischen Mobilfunk Magnus Mandersson von Ericsson hält den LTE-Ausbau für einen wirtschaftlichen Schlüsselfaktor.

Hannes Krösbacher, Geschäftsführer der Tiroler IT-Firma HKEDV.

Innsbruck/Wien. Die Arbeitsaufzeichnungen von mobilen Mitarbeitern werden derzeit meist händisch erfasst. „Das ist Steinzeit”, sagt Hannes Krösbacher, Geschäftsführer der Tiroler IT-Firma HKEDV, lapidar. Sein Unternehmen hat sich auf die mobile Erfassung von Leistungen spezialisiert, wobei Smartphones und die Near Field CommunicationTechnologie (NFC) zum Einsatz kommen. „Ines Convictor“ heißt die Tiroler Lösung, eine mobile Zeit-, Berichts- und Leistungserfassung, bei alle relevanten Daten mobiler Mitarbeiter in Echtzeit eingespeist werden. „Ob Arbeitszeit, Ort, Kunde, Auftrag und Tätigkeit, Materialverbrauch, gefahrene Kilometer, Checklisten oder Fotodokumentation – alles wird drahtlos vom mobilen Erfassungsgerät gesendet”, beschreibt Firmenchef Krösbacher seine Vision vom mobilen Arbeiten. Als Erfassungsgeräte werden Android- oder BlackBerry-Handys eingesetzt, die „von den Telekommunikationsfirmen kostengünstig zur Verfügung gestellt werden“, sagt Krösbacher. „Wir bieten dem Kunden erstmals eine Lösung, in welcher Handytechnologie mit NFC und Zeit-/Leistungserfassung in einem Gerät realisiert ist. Ein Handy hat heute jeder, ein Zweitgerät ist nicht mehr notwendig – das spart Kosten und steigert die Erreichbarkeit.“  www.hk-edv.at

Wien. „Drei große Trends kennzeichnen für uns die nächsten Jahre“, sagt Magnus Mandersson, Executive Vice President Ericsson and Head of Business Unit Global Services. Dabei soll es sich um „die steigende Mobilität der Menschen, Breitband und die wachsende Cloud“ handeln. „Diese Entwicklungen werden unsere Gesellschaft – die Art und Weise, wie wir mit-einander leben und kommunizieren – hin zu einer vernetzten Gesellschaft verändern.“ Die Hintergründe für Manderssons Vision: „Ericsson prägt die Telekommunikationsbranche in Österreich bereits seit 100 Jahren mit und blickt heute auf eine Reihe an Entwicklungen und Innovationen zurück: vom Bau von schwachstromtechnischen Geräten und Anlagen zu Beginn des 20. Jahrhunderts über die Entwicklung von Geräten im Bereich der Telegrafie und Telefonie bis zum Aufbau des ersten HSUPA Netzes weltweit für A1 im Jahr 2007“, sagt Mandersson. „Bis Ende 2017 wird allein der mobile Datenverkehr global auf das 15-Fache ansteigen. Vor diesem Hintergrund sieht Ericsson Österreich vor allem das Vorantreiben des LTE-Ausbaus als wichtigen Schritt, damit Österreich auch in Zukunft im internationalen Wettbewerb besteht.“

© Ericsson

© HKEDV

christoph fellmer

100 Jahre in Österreich und den Blick auf die LTE-Zukunft gerichtet (v.li.n.re.): Magnus Mandersson, Executive Vice President Ericsson, Nils Daag, Schwedischer Botschafter in Österreich, und Anders Runevad, Head of Region Western & Central Europe Ericsson.

Wege mobil planen. Bis zum Jahr 2020 prognostiziert Ericsson bereits 50 Mrd. vernetzte Geräte – vom Smartphone über Haushaltsgeräte, Industriemaschinen, Stromleser bis hin zum Auto.

Internationaler Vergleich Laut Ericsson zeigt Österreich im internationalen Vergleich „eine rasante mobile Weiterentwicklung“, sagt Anders Runevad, Head of Region Western & Central Europe Ericsson. Laut Unternehmenszahlen lag die mobile Penetration im Jahr 2008 bei 112%, der durchschnittliche Mobilfunkkunde verbrauchte 60 MB mobiles Datenvolumen pro Monat. Heute, so Ericsson, weise Österreich eine mo-

Mobiles Leben In der Ericsson ConsumerLabStudie, die vergangenen Sommer durchgeführt wurde, gaben 66% der befragten Smartphone-User an, Interesse an Mobile Banking zu haben. 69% haben Interesse an der Nutzung von Indoor-Navigationslösungen und 77% wollen ihre

bile Penetration von 160% auf und der durchschnittliche Mobilfunkkunde verursache mehr als 300 MB Datenvolumen pro Monat. „LTE ist die Technologie der Zukunft. Mobiles Internet ist in allen Märkten ein wichtiger Wachstums- und Innovationstreiber. Will Österreich auch in Zukunft zu den führenden Ländern bei mobilen Technologien und Innovationen gehören, muss der Ausbau von LTE auch in den ländlichen Regionen weiter vorangetrieben werden“, sagt Runevad. „Zwei Drittel von rund 450 Millionen Nutzern können bereits heute über Ericsson Basisstationen auf LTE Netze zugreifen. Sieben der Top Acht Netzbetreiber weltweit werden von Ericsson ausgerüstet und beliefert.“

In Österreich beliefert Ericsson aktuell A1 mit LTE-Netzwerkausrüstung (beim Konkurrenten T-Mobile gehört der chinesische Huawei-Konzern zu den bevorzugten Lieferanten). Die Geschichte von Ericsson (seit 1911 in der Alpenrepublik aktiv) führt zum Erfinder Eduard Schrack und seinen „Triotron“-Radioröhren zurück, der im Jahr 1939 Anteile an Ericsson erwarb. „Bereits seit 100 Jahren leisten wir unseren Beitrag dazu, dass Österreich dank moderner IKT ein innovativer Standort für Bürger und Unternehmen bleibt“, sagt Anders Runevad. „Und unsere Absicht ist es, unser erfolgreiches Unternehmen in Österreich noch lange fortzusetzen.“  www.ericsson.com

NetApp Die Storage-Systeme des Unternehmens sind ein Teil der IT-Infrastruktur des Teilchenforschungsinstituts CERN

Madison Digital-Chef Clemens Kroell.

Wien. Wenn die Wissenschaftler am europäischen Teilchenforschungsinstitut CERN ein Experiment durchführen, mit dem sie den Geheimnissen des Universums auf die Spur kommen wollen, dann geht das in der Regel vergleichsweise unspektakulär vor sich. Anders als im „Raumschiff Enterprise“ bieten die Experimente kaum „Spezialeffekte“ und Entdeckungen finden am Bildschirm statt, wenn endlose Zahlenkolonnen ausgewertet werden – womit wir bei der notwendigen IT-Infrastruktur der Forschungseinrichtung angelangt wären.

Graz/Wien. Die Digital-­Unit der Madison Werbeagentur konnte mit dem für das Sicherheitsmanagement der Stadt Graz entwickelten und von der Steiermärkischen Sparkasse unterstützten Defibrillator-­App aus über 200 Einreichungen den 2. Platz beim diesjährigen „eAward“ des Fachmagazins Report erringen. Als erste Stadt Österreichs konnte Graz eine App schaffen, die es ermöglicht, alle in Graz vorhandenen Defibrillatoren mit Standort und Zusatzinformationen zu visualisieren. Zusätzlich kann durch eine Notrufansicht mit eigener Standortanzeige sofort die Rettung verständigt werden.    www.madison.at

Datenspeicherung und der Rest des Kosmos

20 Millionen Heuhaufen „Eines der Hauptziele von CERN ist es, unser Verständnis von der Welt, in der wir leben, zu vergrößern“, sagt Tony Cass, Databases Services Group Leader, IT-Abteilung von CERN. „Die Informationen, nach denen wir suchen, befinden sich in einem Ozean an Daten. Das ist etwa so, als ob wir die Nadel in 20 Millionen Heuhaufen suchen würden. Um bei unserer

tige IT-Infrastruktur zu bauen. NetApp ist begeistert davon, CERN eine Storage-Grundlage zu bieten, die die wissenschaftlichen Entdeckungen der Organisation weiter beschleunigt.”

50 Terabyte Daten

© EPA

© Madison

Heuriger eAward geht an Grazer Defibrillator-App

Den letzten Geheimnissen des Universums auf der Spur: der Large Hadron Collidier.

Suche erfolgreich zu sein, benötigen wir eine IT-Infrastruktur, die atemberaubende Datenmengen speichern und managen kann und uns rund um die Uhr Zugang dazu verschafft. Oracle-Datenbanken, die auf NetApp Storage laufen, sind ein zentrales Element dieser Infrastruktur.”

NetApp-Storage-Technologien werden etwa seit dem Jahr 2006 am CERN genützt. „CERN ist sehr stark auf Technologie für die Forschung angewiesen“, sagt Dave Hitz, Mitbegründer und Executive Vice President von NetApp. „Somit ist es ein perfektes Beispiel dafür, wie wichtig es ist, auf die rich-

CERN verwendet bei Experimenten mit dem „Large Hadron Collidier“ (LHC) NetApp-Technologie für die Speicherung der Daten die Oracle Database – eine Datenbank mit 4,1 Billionen Datenreihen. Diese Arbeitsdaten umfassen mehr als 50 TB pro Jahr. Außerdem nutzt CERN die NetApp Flash Cache- Technologie, um „die Gesamtleis-tung zu steigern und den Datacenter-Platzbedarf um das Doppelte zu reduzieren“, erklärt Hitz einige der Kernanwendungen, die auf Produkten der Storage-Company basieren. „Dadurch ist CERN in der Lage, Effizienzsteigerungen zu erzielen und IT-Prozesse im Rahmen der verfügbaren Ressourcen effizient zu managen.“  www.netapp.com  www.cern.ch


Fa c t s & F i g u r e s

Freitag, 12. Oktober 2012

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Lexmark Laut einer aktuellen Studie bekommen Laserjets in IT-Infrastrukturen zunehmend von Tintenstrahlern Konkurrenz

short

Inkjet-Printer machen sich im Geschäftsumfeld breit christoph fellmer

Wien. Laserdrucker sind so etwas wie der Inbegriff eines OfficePrinters: Sie sind schnell, haben eine hohe Kapazität und bieten dank LED-Technologie, die immer größeren Durchsatz findet, qualitativ hochwertige Farbprints. Allerdings, so eine aktuelle LexmarkUmfrage, seien Tintenstrahldrucker gerade dabei, den Lasern ihre Vormachtstellung abzuringen.

Erhöhte Reichweite Laut der Studie widerspricht mehr als die Hälfte der Interviewten (59%) der Meinung, dass Tintenstrahldrucker besser für private Endverbraucher, Laserdrucker hingegen besser für Unternehmen geeignet seien. Immerhin 45% gaben zu Protokoll, dass die Technologie keine Rolle spiele. Es gehe nicht darum, ob die Information via Tinte oder Toner auf das Papier gelange; viel wichtiger seien die Funktionen und Eigenschaften der Geräte und ob sie die jeweiligen DruckAnforderungen der Arbeitsgruppe erfüllen (vom Volumen bis zu den resultierendne Kosten).

© Lexmark

Postscript-Kompatibilität

Hartmut Rottstedt, GF Lexmark Österreich: „Inkjets erobern die Business-Welt.“

„Tintenstrahlgeräte haben sich technisch stark weiterentwickelt und ihr Einsatz ist daher längst nicht mehr auf den Hausgebrauch begrenzt“, sagt Hartmut Rottstedt, Geschäftsführer der Lexmark Österreich Handelsgesellschaft m.b.H. „Moderne Bürogeräte, wie beispielsweise unsere ‚OfficeEdge‘Serie, bieten mittlerweile viele Vorteile, die Anwender zuvor eher mit Laserdruckern in Verbindung gebracht haben. Dazu zählen beispielsweise die Druckgeschwindig-

© Media-Saturn

Für 45% der Anwender zählt nicht die eingesetzte Technologie, sondern letztlich nur das Druckergebnis.

Media-Saturn lässt bei Capgemini rechnen

keit, langlebige Verbrauchsmaterialien sowie PCL 6- und PostScriptKompatibilität.“ Ein Großteil der für die Studie befragten Anwender (65%) ist bei Laserprintern vor allem von der Textqualität überzeugt (wobei hier vor allem LED-Printer punkten, da Schriften durch die eingesetz-

Capgemini übernimmt Verantwortung für Media-Saturn IT-Infrastruktur.

Wien. Das Beratungs- und ITDienstleistungsunternehmen Capgemini und die ElektronikEinzelhändlergruppe Media­Saturn haben einen IT-Outsourcing-Vertrag geschlossen. In den kommenden Jahren wird Capgemini, vertreten durch die Capgemini Outsourcing Services GmbH, die Rechenzentren betreiben und die zentralen IT-Infrastrukturdienstleistungen für Media-Saturn und seine Organisationen in 16 europäischen sowie asiatischen Ländern mit insgesamt mehr als 900 Fachmärkten erbringen. Mit dem Abschluss der bereits begonnenen Übergangsphase wird Capgemini ab dem zweiten Quartal 2013 die volle Verantwortung für alle zentralen IT-InfrastrukturLeistungen am Hauptsitz von Media-Saturn in Ingolstadt einschließlich der internen Marketing-Agentur redblue in München übernehmen. Die IT-Infrastruktur­Dienstleistungen schließen Rechenzentrum-Services, den Betrieb der operativen Systeme sowie Speicher & Backup­Services mit ein. ­Capgemini wird die Leistungen im Rahmen seines Rightshore-Ansatzes mit ­Ressourcen aus Deutschland, Polen und Indien erbringen.  www.at.capgemini.com

„Tintenstrahlgeräte haben sich technisch weiterentwickelt und sind längst nicht mehr nur auf den Haus­ gebrauch begrenzt.“ Hartmut Rottstedt, lexmark

te Technologie nicht mehr „ausgerissen“ erscheinen). Laser seien außerdem robuster (64%) und umweltfreundlicher (41%), Tintenstrahldrucker gelten hingegen als überlegen im Bereich Fotodruckqualität (47%).

Duale Nutzung Über das Vordringen von Tintenstrahlern in einen für sie eigentlich untypischen Bereich meint Rottstedt: „In der Geschäftswelt beobachten wir vermehrt, dass beide Systeme Seite an Seite eingesetzt werden; Unternehmen profitieren dadurch von einer modernen und integrierten Output-umgebung, die sich den verschiedenen Anforderungen flexibel anpasst.“  www.lexmark.at

Quark adressiert die Kundenkommunikation

Rekordbeteiligung bei Internet-Förderaktion Wien. Die „netidee“ ist eine Internet-Förderaktion, die interessanten Online-Projekten zur tatsächlichen Realisierung verhelfen will. Ein Rekordergebnis verzeichnete der heurige, bereits siebente, Call: Insgesamt 122 Anträge gingen bei Österreichs größter Internet-Förderaktion ein, darunter acht für ein Stipendium. „Das sind so viele wie noch nie in der Geschichte der netidee“, sagt Rupert Nagler, Vorstand der Internet Foundation Austria (die Mutterorganisation der heimischen Domain-Registry ‚nic.at‘). „Die Rekordzahl der eingereichten Vorhaben beweist, dass die netidee ein höchst attraktives Förderprogramm für die österreichische Community ist. Die Verdopplung der Fördersumme, das offene Thema und nicht zuletzt das neue netidee-Stipendium haben uns viele neue Einreicher mit tollen innovativen Ideen gebracht.“

Der diesjährige netidee-Call war ein offener, das heißt die Anträge waren auf kein Thema begrenzt.

will. Auch wieder mit dabei war das Erfolgsprojekt „Data Dealer“, das nach der Veröffentlichung von Demo-Version und Video-Trailer nun zum vollwertigen Social Game weiterentwickelt wird. „Aufgrund der hervorragenden Forschungsthemen der eingegangen Stipendien-Anträge haben wir uns dazu entschlossen, fünf anstatt

der angekündigten zwei wissenschaftlichen Arbeiten zu fördern“, fasst Nagler die Entscheidung des Förderbeirats kurz zusammen. „So erforscht eine der geförderten Dissertationen die Auswirkungen von Onlinespielen auf Selbstkonzept und Sozialverhalten der User, während die Diplomarbeit ‚Copy is King‘ auf das nach wie vor brisante Thema geistiges Eigentum im Internet eingeht.“ Mit dem Stipendium, so Nagler, wolle man „bewusst Anreize schaffen, um das Internet als Forschungsgegenstand zu etablieren“.

Open Source ist Pflicht

© Chris Haderer

Große Themenbreite

Dementsprechend präsentierten sich die eingereichten Projekte von der Online-Plattform als Anlaufstelle für Opfer von Internetbetrug bis hin zur Initiative „Wir gehen alle online!“, die Menschen mit Lernschwierigkeiten und Behinderung durch gezielte Schulungen den Umgang mit Computern und dem Internet erleichtern

Rupert Nagler, Vorstand der Internet Foundation Austria: „Neuer ‚netidee‘-Rekord“.

Organisiert und finanziert wird die Förderaktion von der gemeinnützigen Internet Foundation Austria (IPA). Die Stiftung verfolgt den Zweck, das Internet in Österreich zu fördern, wobei die Projekte Open Source sein müssen, damit die Community sie weiterentwickeln kann. Die Präsentation der heurigen netidee-Sieger erfolgt am 22. November im Wiener MuseumsQuartier.  www.netidee.at

© Quark

netidee 2012 Beim 7. Call der größten Internet-Förderaktion Österreichs gingen insgesamt 122 Projektanträge ein

Digitales Publizieren mit Quark, vom Layout bis zur Tablet-Ausgabe.

Denver/Wien. Quark hat seine neue Enterprise-PublishingPlattform für die Kundenkommunikation aus der Taufe gehoben. Die „Quark Publishing Platform“ ist die „einzige integrierte Lösung, welche die Erstellung und die Ausgabe von vielseitigen interaktiven Inhalten in Print-, Web- und digitalen Formaten automatisiert“, sagt Ray Schiavone, President und CEO bei Quark, bescheiden. „Es ist eine wohlbekannte Tatsache, dass die Verbraucher von heute vielseitige, personalisierte und rechtzeitige Informationen auf den von ihnen bevorzugten Geräten erwarten. Weniger bekannt ist, dass nur sehr wenige Unternehmen Systeme eingerichtet haben, die diesen Ansprüchen gerecht werden. Wir bieten die erste Lösung mit dem Potenzial, den Prozess der Kundenkommunikation zu transformieren.“  www.quark.de


T o ol s & s e r v i ce s

42 – medianet technology

Freitag, 12. Oktober 2012

Test Das Samsung „Galaxy Tab 8.9“ präsentiert sich als leistungsfähiges Tablet und anwenderfreundlicher eBook-Reader

short

Handliches Tablet mit schnellem LTE-Datenfunk

© Kyocera

Zwei neue ­Laserdrucker mit Ecosys-Technologie

Der guten Ausstattung des Android-Geräts stehen Kompatibilitätsprobleme mit vielen Apps gegenüber. Samsung Galaxy Tab 8.9 LTE: extrem handlich und vielseitig ausgestattet.

Canon erweitert Profil um vier Netzwerkcams

© Chris Haderer

Neue Printing-Suite mit komfortablen Features

Schnelle Produktion bei minimalen Eingriffen: „Printgroove JT“.

Wien. Konica Minolta hat die fünfte Version seiner Software-Suite „Printgroove JT“ vorgestellt, die Kunden eine umfassende Print Management-Software und professionelle Web-to-Print-Lösung sein soll. „‚Printgroove JT‘ Suite 5 sorgt für einen effizienten, rationellen Workflow, mit dem Druckaufträge schnell und zuverlässig produziert werden können“, sagt Johannes Bischof CEO Konica Minolta Austria.  www.konicaminolta.at

Wien. Auf den ersten Blick aus der Ferne kann man das chinesische „Galaxy Tab 8.9“ durchaus mit dem Flaggschiff-Tablet eines nordamerikanischen Mitbewerbers verwechseln: schwarz, rechteckig mit abgerundeten Kanten, einem dezenten Rahmen darum und einem berührungssensitiven Bildschirm, der so gut wie die gesamte Vorderfläche einnimmt. Damit neigen sich die in letzter Zeit in diversen Schauprozessen diskutierten „Ähnlichkeiten“ der Produkte schon dem Ende zu. Im „Look & Feel“ kommt das auf dem Android-Betriebssystem basierende Samsung-Tablet nicht ganz an Apples iPadLinie heran. Das Zusammenspiel der einzelnen Systemkomponenten und Apps – was vom konsistenten Erscheinungsbild bis zur Funktionalität reicht – wirkt auf dem iPad nahtloser und intuitiver. Die „Sicherheit“ des geschlossenen Apple-Ökosystems steht der wilden Offenheit der AndroidenWelt gegenüber - und hier zeigt das Samsung Galaxy Tab 8.9 auch seine Stärken: von der LTE-Unterstützung bis hin zu den Schnittstellen ist es das offenere und kommunikativere System. Anders als das Apple-Gerät macht es nicht den Eindruck, als mobiler Kiosk für einen nachgeordneten OnlineStore entworfen worden zu sein - und das hinterlässt ein positives Gefühl im Umgang mit dem Gerät.

Kein LTE in der Provinz © Chris Haderer (3)

Wien. Canon erweitert mit den Full-HD-Modellen VB-H41, VB-H610VE, VB-H610D und VB-H710F sein Netzwerkkamera-Portfolio. Die vier Kameras bieten HD-Leistung auch bei sehr schwachen Lichtverhältnissen. Die Low-Light-Leistung der VBH41 liegt bei nur circa 0,4 Lux für die Farb- und 0,2 Lux für die SchwarzweißErfassung, VB-H610VE, VBH610D und VB-H710F zeichnen detailreich bei nur circa 0,3 Lux in Farbe und 0,15 Lux in Schwarzweiß auf.  www.canon.at

Das Android-Bücherregal: vom Format her ist das Tab als eBook-Reader geeignet.

Chris haderer

Schwierigkeiten im Test: Skype funktionierte nicht fehlerfrei und stürzte ab.

Die Android-Honeycomb-Oberfläche: Transformation vom Handy aufs Tablet.

Das Samsung Galaxy Tab 8.9 LTE unterstützt 2,6 GHz und ist damit für den LTE-Einsatz in österreichischen Netzen geeignet. Der Datenhyperdrive brachte im Test merkbare Geschwindigkeits-

steigerungen, abseits größerer Städte ist LTE allerdings nutzlos. Angetrieben wird das Gerät von einem 1,5 GHz Dual-Core Prozessor, ausgeliefert wird es mit Android 3.2 (Honeycomb) als Betriebssystem. Das 8,9“-Display (1.280x800 Pixel, WXGA) zeigte im Test eine ausgezeichnete Bildqualität, schwächelte allerdings im prallen Sonnenlicht ein wenig (was Samsung mit den meisten Mitbewerbern verbindet). Die 3MPRückkamera liefert solide Bilder (mit Blitz), aber keine Sensationen. Hier traten im Test diverse Probleme mit Kamera-Apps von Drittanbietern auf (etwa mit „Camera Zoom FX“ und „HDR Camera+“). Die Samsung-Anwendung arbeitete einwandfrei.

Guter Gesamteindruck Von der Bedienung her entspricht das Galaxy Tab 8.9 seinem Vorbild, der „Galaxy S“-Serie, ohne allerdings Telefonie-Features zu bieten. Alternativ kann IP-Telefonie eingesetzt werden – im Test funktionierte der Klassiker „Skype“ allerdings nur bedingt und verursachte gelegentlich unmotivierte Neustarts des Tablets (allerdings ist die kostenlos im Google Play-Store erhältliche Skype-Software noch nicht für das Gerät zertifiziert). Abgesehen von diversen SamsungKomponenten (darunter Social- und Music-Hub) wird die Funktionalität des Geräts weitgehend vom Betriebssystem bestimmt. Vom Format her ist das Galaxy Tab 8.9 ausgesprochen handlich, vor allem als E-Book-Reader. Es ist ein interessantes Gerät, das als offene Alternative zum iPad seine Berechtigung hat und auch einen zweiten und dritten Blick wert ist.  www.samsung.at

Adobe Die „XI“-Version des „Acrobat“-Pakets bietet neue Interaktionsmöglichkeiten mit Microsoft Office-Datenformaten

Neuer Acrobat mit großer Nähe zu Microsoft Wien. Von der Wiege bis zur Bahre: Formulare, Formulare – und der Volksmund hat auch im Digitalzeitalter recht. Auch wenn vielleicht weniger ausgedruckt wird, begleiten elektronische Dokumente in Unternehmen praktisch jeden Vorgang – und der Umgang mit ihnen erfordert oft aufwendige IT-Strukturen. Laut einer IDGStudie werden durch ineffiziente Prozesse rund um die Arbeit mit Dokumenten hohe Kosten verursacht – pro Information Worker im Unternehmen jährlich etwa 14.500 €. „Bei einem Unternehmen mit 1.000 Mitarbeitern käme diese verschwendete Arbeitszeit einer Einstellung von 195 neuen Mitarbeitern gleich“, sagt Felix Ritter, Senior Systems Engineer bei Adobe, und hat auch schon ein Mittel gegen die Verschwendung zur Hand: „Adobe Acrobat XI“.

Touch-Funktionen auf Tablets. Neu integrierte Online-Dienste umfassen ein Web Contracting mit „Adobe EchoSign“ (Kosten beginnend mit 14.95 €/Monat) sowie die Formularerstellung, Datensammlung und Datenanalyse mit Adobe „FormsCentral“ (ab 14,99 €/Monat). Mit den neuen Werkzeugen „Edit Text“ und „Edit Image“ lassen sich

einzelne Abschnitte, Bilder und Objekte durch Anklicken und Ziehen verändern. Ausgewählte Inhalte und verschiedene Dokumente können in einem einzigen PDFDokument neu angeordnet und zusammengefügt werden, ohne die Ursprungsdatei zu verändern. Außerdem bietet das neue AcrobatPaket die Möglichkeit, PDF-Doku-

Editierbare PDF-Dokumente Zu den neuen Features im Acrobat XI-Paket gehören die vollständige PDF-Editierung, der Export in Microsoft PowerPoint sowie

mente als PowerPoint-, Word- oder Excel-Dateien abzuspeichern und Abschnitte oder komplette PDFDateien als Microsoft Office-Dokumente und Webseiten weiterzuverwenden, ohne den Text neu eingeben zu müssen. Absätze fließen bei Textänderungen jetzt korrekt, ohne Einbußen bei der Formatierung. Mit der neuen Funktion „Barrierefrei machen“ sowie einem verbesserten Prüfwerkzeug kann getestet werden, ob die PDF/UA und WCAG 2.0-Standards für Barrierefreiheit eingehalten werden.

Preise und Verfügbarkeit

© Chris Haderer

Wien. Kyocera Document Solutions hat mit dem „FS-1041“ (99 €) und dem „FS-1061DN“ (149 €) zwei Schwarzweiß-Laserdrucker auf den Markt gebracht, die sich an das Einstiegssegment richten. Beide A4-Drucker verfügen über die ressourcenschonende Ecosys-Technologie, die bislang höheren Segmenten vorbehalten war. „Mit den beiden Ecosys-Druckern ‚FS-1041‘ und ‚FS-1061DN‘ richten wir uns vor allem an Anwender mit geringerem Druckvolumen, die im Home-Office oder kleinen Büros arbeiten und Wert auf Qualität sowie Langlebigkeit legen“, sagt Michael Mark, Niederlassungsleiter bei Kyocera Document Solutions Austria GmbH. Bei Ecosys-Systemen muss nur der Toner als Verbrauchsmaterial getauscht werden. Außerdem haben die Fotoleitertrommel und die Entwicklereinheit eine höhere Lebensdauer. Das reduziert die Folgekosten laut Kyocera im Schnitt um rund 50%.  kyoceradocumentsolutions.at

© Samsung

Die Ecosys-Systeme von Kyocera reduzieren Kosten und Abfall.

Felix Ritter, Senior Systems Engineer bei Adobe Systems, präsentiert Acrobat XI.

Acrobat XI kann laut Ritter nahtlos mit Microsoft Office und SharePoint integriert werden. Die gesamte Software-Suite soll gegen Ende des Monats auf den Markt kommen (via Fachhandel oder der Adobe Creative Cloud). Das „Acrobat XI Standard“-Paket wird voraussichtlich 349 € kosten (165 € für das Upgrade von der aktuellen X-Version), „Acrobat XI Pro“ voraussichtlich 559 € (239 € für das Upgrade).  www.adobe.at


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