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medianet

inside your business. today.

Freitag, 7. Februar 2014 – 37

digitale brille

unter erfolgszwang

Epson verbaut eigene Komponenten zur Moverio BT-200 Cyberbrille  Seite 40

Obwohl Apple Rekordzahlen schreibt, hegen manche Analysten Zweifel  Seite 41

© Apple

© Chris Haderer

technology schön ­s prechen dragon naturally speaking

© Nuance

Weichenstellung für das Internet of Everything

© HDS Austria/www.hollunder.at

short

© infor.com

Wien. Hitachi Data Systems, einTochterunternehmen von Hitachi Ltd, hat von den Lesern des US-StorageMagazine das zweite Jahr in Folge die Auszeichnung für das beste Network Attached Storage (NAS) aus dem Midrange-Segment erhalten. „Um unseren Vorsprung zu bewahren, werden wir künftig noch mehr Augenmerk auf die Integration mit konvergenten Infrastrukturen und VMware-Umgebungen legen“, sagt Horst Heftberger, General Manager von Hitachi Data Systems Österreich (Bild). www.hds.com

© panthermedia.net/chainat

Wien. Infor treibt einen neuen Bereich seines Partnerprogramms mit Fokus auf Branchensubsegmente voran: Das Programm basiert auf der Entwicklungsplattform Infor Mongoose und ermöglicht Partnern, ein profitables und nachhaltiges Geschäft rund um Infor-Anwendungen für ausgewählte Industriebereiche zu entwickeln. Die Partner im „Micro Vertical Product Program“ haben die Möglichkeit, ihre Anwendungsideen bei Infor vorzustellen, um die Applikation mit der Hilfe von Infors technischen Mitarbeitern und dem globalen Vertrieb zu erstellen und zu vermarkten. www.infor.com

Profiteur ist die öffentliche Hand Laut einer aktuellen Cisco-Studie soll das „Internet of Everything“ bis zum Jahr 2022 weltweit zu Wertschöpfungen der ­öffentlichen Hand in der Höhe von 3,4 Billionen € führen.  Seite 38 FWI Innovationday zum Thema Microsoft Dynamics CRM

Integral Messaging-Apps verzeichnen rasante Zuwächse

Wien. „Gute Zeiten, schlechte Zeiten mit Microsoft Dynamics CRM 2013 - Zahlt sich ein Umstieg aus?“ ist das Motte des FWI Innovationday, der am 11.2. in Wien und am 12.2. in Steyr stattfindet. Beim FWI Innovationday zeigen FWI-Experten die neuen Funktionen und wichtigsten Vor- und Nachteile von Microsoft Dynamics CRM 2013. Der Blick über den klassischen CRM-Tellerrand hinaus dauert von 9 bis 12 Uhr, danach gibt es beim Buffet die Gelegenheit zum Netzwerken. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist traditionell kostenlos, Plätze sind aber knapp.  events@fwi.at www.fwi.at

Wien. Integral hat in der Zielgruppe der App-Verwender nachgefragt: Jeweils 8 von 10 Befragten haben eine Kalender- bzw. eine WetterApp installiert. Knapp dahinter folgen Anwendungen aus den Bereichen Navigation und Wecker. 71% haben ein oder mehrere Spiele installiert, und 69% haben ihrem Smartphone eine Messaging-App geschenkt. Messaging-Apps, also Programme, die das Versenden von Textnachrichten über das mobile Internet ermöglichen, sind dabei am stärksten auf dem Vormarsch und haben gegenüber Ende 2012 um immerhin 35% zugelegt. www.integral.co.at

Expertenvorträge beim FWI Inno­ vationday in Steyr und in Wien.

Die beliebtesten Smartphone-Apps

© Chris Haderer

Wien. Plantronics wurde vom International Forum Design (iF) für zwei seiner Produkte mit dem iF Product Design Award 2014 ausgezeichnet: In der Kategorie Telekommunikation für das „Voyager Legend CS Headset-System“ und für das „RIG Audiosystem“ in der Kategorie Audio und Video. Bereits 2010 gewann das Voyager Pro Bluetooth-Headset den Preis und 2009 setzte sich die Callcenter-Lösung EncorePro durch. www.plantonics.com

© FWI

© Plantronics

Zahlt sich Softwareumstieg aus?

Die Apps-Landschaft ist in Bewegung. Wetter-Apps sind sehr beliebt.


C ov e r

38 – medianet technology

Kommentar

Ein Betriebssystem wie ein Lercherl

Freitag, 7. Februar 2014

Cisco IoE-Anwendungen sollen der öffentlichen Hand bis 2022 weltweit eine Wertschöpfung von 3,4 Billionen € verschaffen

Das Internet of Everything steht in den Startlöchern

In Nizza, Barcelona und Hamburg gibt es bereits Projekte, die IoE-Lösungen im Alltagsbetrieb einsetzen. uns in einem Wandel, der bereits begonnen hat. Die öffentliche Verwaltung kann dadurch flexibler auf die Bedürfnisse der Bürger eingehen und ihre Ressourcen produktiver nutzen.“ Laut der Cisco-Studie profitieren neben den Städten vor allem Staats- und Landesbehörden auf fast allen Ebenen von IoE-Lösungen – vom Gesundheitswesen über die Bildung bis hin zu Katastrophenschutz oder Militär.

Chris Haderer

Chris Haderer

D

Wien. „IoE“ heißt das Zauberwort: „Internet of Everything.“ Je nachdem, wer den Begriff verwendet, steht er für leicht unterschiedliche Definitionen. Beim Netzwerke-Lösungsanbieter Cisco Systems ist damit die Vernetzung von Menschen, Prozessen, Daten und Objekten sowie dem Mehrwert dieser Verbindungen mit dem Netzwerk gemeint. Zahlreiche aktuelle Technologien, wie etwa das Internet der Dinge, Mobilität und Cloud Computing, bilden gemeinsam die Grundlage für das Internet of Everything. Alles ist vernetzt, alles ist mobil, alles steht miteinander in Verbindung – und zwar prozessorientiert. Auch wenn längst nicht alle Möglichkeiten des Internet of Everything überhaupt erdacht sind, so liegen bereits einige Zahlen auf dem Tisch, die Unternehmen den Einstieg erleichtern sollen. Für die öffentliche Hand soll das Internet of Everything laut einer aktuellen Cisco-Studie von 2013 bis 2022 weltweit eine Wertschöpfung von 4,6 Billionen US-Dollar (3,4 Billionen €) bringen (siehe Infokasten). „Mit Hilfe des Internet of Everything (IoE) können Behörden Kosten sparen, die Produktivität der Mitarbeiter erhöhen, neuen Umsatz generieren und Bürgern Vorteile bieten“, sagt Achim Kaspar, General Manager Cisco Austria.

reizehn Jahre sind nicht nur beim Großziehen von Kindern eine lange Zeit – in der IT-Welt markieren sie sogar ein hohes Alter. Als Windows XP auf den Markt kam, war das iPhone noch nicht erfunden, und mobil waren bestenfalls SMS-Nachrichten. Kühlschränke durften nicht heimlich mit dem Supermarkt telefonieren und Fernseher hatte nichts mit Internet zu tun. Kurzum: es war eine völlig andere Welt, auf die Microsoft seinen NT-Nachfolger losließ. Und langfristig recht erfolgreich – auch weil es bis Windows 7 im Jahr 2009 keine Alternative gab. Verblüffend ist dennoch, dass ein Betriebssystem aus dem Jahr 2001, als USB-Stecker gerade salonfähig wurden, im Land der Clouds und Breitbandnetze immer noch von fast einem Drittel der KMUs verwendet wird. Mit seinen drei Servicepacks war XP letztlich ein recht stabiles Stück Software – und das ist vielleicht einer der Hauptgründe, warum es noch da ist: es lief wie ein Lercherl. Dass ein Server wochenlang ohne Neustart auskam (außer bei Updates), war Usus und nicht Seltenheit. Das und seine weite Verbreitung am Schwarzmarkt sind die Gründe, warum Windows XP wahrscheinlich auch nach dem 8. April nicht ganz verschwinden wird. Man hält sich einfach an eine Regel alter Systemadministratoren: Never change a running System.

„Internet of Everything ist ein Trend, der insbesondere auch die Vernetzung von Städten und des öffentlichen Dienstes umfasst“, sagt Achim Kaspar. „Das gilt für Österreich ebenso wie für viele andere Länder. Hier befinden wir

Logitech Sieben Preise

Allied Telesis Cloud-Services, Mobility und mehr Intelligenz im Netzwerk sind heuer die Auslöser für Investitionen

© Logitech

Preisgekrönte LogitechDesignmaus.

Wien. Logitech hat für sieben Produkte den 2014 iF product design award für exzellente Leistungen in den Kategorien Computer und Audio/Video erhalten. Die diesjährigen Gewinner sind: UE BOOM, Logitech FabricSkin Keyboard Folio, Logitech G602 Wireless Gaming Mouse, Logitech Ultrathin Touch Mouse, Logitech Wireless Rechargeable Touchpad T650, Logitech Bluetooth Illuminated Keyboard K810 und Logitech Bluetooth Speakers Z600. „Wir sind stolz darauf, dass wir dieses Jahr mit sieben Preisen so viele Auszeichnungen wie noch nie zuvor erhalten haben“, sagt Christoph Tschmelitsch, Logitech Country Manager Österreich.  www.logitech.at

Große Einsparungen

© Cisco

70 Prozent des Potenzials entsteht bei Prozessen innerhalb einer Behörde, 30 Prozent zwischen den Behörden. Es gibt auch bereits eine Reihe von Beispielen und Projekten: So wurde im französischen Nizza von Cisco und Thing Global das IoE-Projekt „Connected Boulevard“ verwirklicht. Es basiert auf etwa 200 Sensoren, die über die gesamte Stadt verteilt sind und deren Informationen durch Smartphones oder Tablets abrufbar sind. Barcelona hat wiederum als eine der weltweit führenden „Smart+Connected Communities“ IoE-Lösungen für Wassermanagement, intelligentes Parken, Abfallentsorgung und vernetzte Omnibusse eingeführt. „Großes Potenzial bietet das Internet of Everything z.B. bei vernetzten Bürgerservices und innovativem Verkehrs-, Versorgungs- und Entsorgungsmanagement“, sagt Achim Kaspar. „Die Verantwortlichen der öffentlichen Verwaltung sollten sich mit den Möglichkeiten auseinander setzen, die das IoE bietet. Die Nutzung und der Umgang mit Internet of Everything erfordern Fachkräfte und schaffen neue Arbeitsplätze. Hierzu sollten in Österreich jetzt schon die Weichen gestellt werden.“

Sieht IoE-Chancen: Achim Kaspar, General Manager von Cisco in Österreich.

IoE-Ertragschancen Laut der im Jahr 2013 durchgeführten Studie „Internet of Everything: A $4.6 Trillion Public-Sector Opportunity“ von Cisco Systems können alleine Städte 1,9 Billionen US-Dollar (1,4 Billionen €) an Wert in den kommenden zehn Jahren durch Internet of Everything-Anwendungen generieren. Würden die weltweit 350 Millionen Mitarbeiter in Behörden etwa stärker Telearbeitslösungen nutzen, könnte das 125 Milliarden US-Dollar (92,60 Mrd. €) an Wert bedeuten – zum ­Beispiel über geringere Büro- und Reisekosten. Zu den wichtigsten Bereichen gehören: Intelligente Gebäude: 100 Milliarden USDollar (74,08 Mrd. €) durch geringere Be-

triebskosten beim Energieverbrauch über die Integration von Heizungs- und Klimaanlagen in die Gebäudesysteme. Gasversorgung: 69 Milliarden US-Dollar (51,11 Mrd. €) durch geringere Ablesekosten und genauere Verbrauchsbestimmung. Intelligenten Parkleitsysteme: 41 Milliarden US-Dollar (30,37 Mrd. €) durch die Echtzeit-Anzeige verfügbarer Parkplätze. Wasserversorgung: 39 Milliarden USDollar (28,89 Mrd. €) durch die Verbindung von Wasserzählern über ein IP-Netzwerk und deren Ablesung aus der Ferne. Mautgebühren: 18 Milliarden US-Dollar (13,33 Mrd. €) durch automatische Bezahlung, effizientere Verkehrsführung und höhere Umsätze.  www.cisco.at

Investitionstreiber für Netzwerkinfrastruktur Wien. Egal von welchen aktuellen Trends man spricht – Mobility, Cloud Computing, Virtualisierung oder Big Data –, sie haben eines gemeinsam: Sie erfordern ausgereifte Netzwerkverbindungen zur Datenübertragung. Das bedeutet: mit der Investition in Infrastrukturen müssen IT-Verantwortliche ihre Strategien für das Netzwerkmanagement und die Netzwerksicherheit überdenken.

Infrastruktur zu schaffen, die für IT-Administratoren einerseits leicht zu managen ist, andererseits aber die nötige Zuverlässigkeit und Sicherheit bietet.“ Invesitionstreiber Nummer Eins sind laut Allied Telesis Cloud-Services & Mobility: „Firmen haben

erste Cloud-Projekte in die Tat umgesetzt und ihren Mitarbeitern mehr Mobilität und Flexibilität ermöglicht“, sagt Becker. „2014 wird es darum gehen, die zu Grunde liegenden Netzwerkstrukturen anzupassen. IT-Verantwortliche sind angehalten, die Herausforderungen

Neue Infrastrukturen „Die Netzwerkinfrastruktur in Unternehmen wird sich in den kommenden 12 bis 18 Monaten entscheidend verändern“, prophezeit Uwe Becker, Country Manager Deutschland und Schweiz, Allied Telesis. „Cloud und Mobility sind mittlerweile von Hype-Themen zu ernstzunehmenden BusinessTreibern geworden und haben entsprechend Einfluss auf die Infrastruktur. In diesem Jahr müssen Firmen deshalb ihre Netzwerkstrategie überarbeiten und an die neuen Anforderungen anpassen. Wichtig dabei ist, eine integrierte

© Allied Telesis

Product-Award

Mehrere Pilotprojekte

Uwe Becker, Country Manager Deutschland und Schweiz, Allied Telesis.

im Hinblick auf Robustheit und Sicherheit zu meistern. Zugleich müssen Unternehmen die Total Cost of Ownership (TCO) verringern.“ Darüber hinaus verlangen die angesprochenen Trendthemen auch nach mehr Intelligenz innerhalb von Netzwerklösungen. Netzwerke müssen deshalb flexibler werden und sich dynamisch auf die Aufgaben anpassen, die gerade anstehen – Stichwort Software Defined Network (SDN). „Allerdings ist davon auszugehen, dass es noch rund fünf Jahre dauern wird, bis SDN in der Mehrzahl der Unternehmen zum Standard wird“, kommentiert Uwe Becker. Zu guter Letzt ist auch Big Data ein Investitionstreiber: „Es gibt einen deutlichen Business-Trend, mehr Nutzen aus diesen Datenmengen zu ziehen und diese jetzt in Echtzeit zu analysieren“, sagt Becker. „IT-Verantwortliche werden sich der Herausforderung stellen müssen, die Ausfallsicherheit, Performance und die Skalierbarkeit von Netzwerken unter extremeren Bedingungen zu gewährleisten.“ alliedtelesis.de


I de e & st r ate gi e

Freitag, 7. Februar 2014

medianet technology – 39

Adobe Laut dem „Q4 2013 Social Media Intelligence Report“ des Anbieters bringen Soziale Netzwerke dem Einzelhandel mehr Zugriffe und Umsätze

Social Networks sorgen für Traffic Alfred unegg

Wien. Der Einzelhandel befindet sich im Umbruch, und verstärkt beeinflussen Social Media und andere digitale Komponenten das Kaufverhalten. Dabei werden Soziale Netzwerke auch immer stärker zu Traffic- und Umsatztreibern für Retail-Webseiten: Wie der „Q4 2013 Social Media Intelligence Report“ von Adobe ergab, hat sich im letzten Quartal 2013 der Umsatz pro Webseitenbesucher (Revenue per Visit, RPV) aus Tumblr innerhalb eines Jahres um 340 Prozent erhöht. Es folgen Pinterest mit einem Plus von 244 Prozent, Twitter mit 131 Prozent und Facebook mit 72 Prozent. Angestiegen ist auch der soziale Traffic auf RetailWebseiten; Facebook wird dabei immer stärker von seinen Wettbewerbern unter Druck gesetzt, denn die größte Dynamik in Q4 zeigen Twitter und Pinterest mit einem Wachstum von 125 bzw. 89 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Auch das Volumen der Facebook Ad Clicks stieg im Vergleich zum Vorjahr um 125 Prozent.

Neuer Höchststand Im Bereich „Owned Social Media“ erreichte der Revenue per Visit (RPV) Sozialer Netzwerke vor allem während der Weihnachtszeit „einen neuen Höchststand“, sagt Gaffney: Der RPV wuchs im Quartalsvergleich bei Twitter (84 Prozent), Pinterest (69 Prozent), Tumblr (38 Prozent) und Facebook (31 Prozent). Während Facebook im untersuchten Zeitraum weiterhin den meisten Traffic beisteuerte,

übertraf Pinterest im 4. Quartal in Großbritannien den RVP von Facebook. „Das Gleiche wird dieses Jahr auch mit Blick auf die USA erwartet.“ Im Bereich „Earned Social Media“ stiegen die Interaktionen mit Marken-Posts auf Facebook innerhalb eines Jahres um 180 Prozent, die Impressionen der Posts nahmen gleichzeitig um 150 Prozent zu. Posts mit Bildern erzeugten eine um 650 Prozent höhere Interaktionsrate als reine Text-Beiträge (plus 10 Prozent), die Interaktion mit Posts, die Links, Texte oder Videos enthielten, ging insgesamt im Vergleich zum Vorjahr zurück.

© panthermedia.net/Nopporn Suntorn

Die Portale Twitter und Pinterest zeigen aktuell die größte Wachstumsdynamik.

Digitale Elemente bestimmen das Kaufverhalten und sorgen für Bewegung im Web.

Optimale Balance Die Analyse von Paid, Earned und Owned Social Media-Trends erfolgte vom 4. Quartal 2012 bis zum 4. Quartal 2013 und basiert auf aggregierten und anonymisierten Webseiten-Daten aus den Branchen Einzelhandel, Medien, Unterhaltung und Reisen. Dazu wurden 240 Milliarden Anzeigenimpressionen auf Facebook, über 1,5 Milliarden Facebook Posts, 500 Millionen Unique Visitors Sozialer Netzwerke und 6,3 Milliarden Facebook-Interaktionen (Comments, Shares und Likes) ausgewertet. Daten aus dem Bereich Paid Social Media wurden der Adobes eigener Marketing Cloud entnommen. „Wir erwarten, dass die Facebook-Wettwerber ihren Marktanteil in 2014 mit neuen innovativen Paid Media-Möglichkeiten massiv ausbauen werden“, sagt Tamara Gaffney, Principal Analyst Adobe Digital Index. „Es wird daher für Marketer immer wichtiger, die Kampagnenausgaben über alle Social Media-Kanäle hinweg zu optimieren und eine Balance zwischen CPCs und CPMs zu finden, um den RoI zu steuern.“

Gesteigerte Attraktivität Zu den zentralen Ergebnissen der Studie gehört die Aussage, dass im Bereich „Paid Social Media“ das zunehmende Engagement der Konsumenten die Attraktivität von Facebook-Anzeigen steigert. So wuchsen die Click-ThroughRaten (CTR) im Jahresverlauf um 365 Prozent und die Kosten pro Tausend Impressions (CPMs) um 437 Prozent. Die Kosten pro Klick (CPC) von Facebook blieben nahezu unverändert, absehen vom einem 29prozentigem Ausschlag nach oben während der Weihnachtszeit.

Fakten Der Adobe Digital Index veröffentlicht Studien über digitales Marketing und andere Themen für Senior Marketing- und E-Commerce-Verantwortliche sämtlicher Branchen. Die Studien basieren auf der Analyse ausgewählter, anonymer und aggregierter Daten von über 5.000 Unternehmen weltweit, die die Adobe Markting Cloud verwenden, um Echtzeitdaten und Aktivitätsanalysen auf ihren Webseiten zu generieren.  www.adobe.at

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Fa c ts & f i gu r e s

40 – medianet technology

cellent Konsolidierung

© cellent

Neue Strategie

Freitag, 7. Februar 2014

T-Systems Die Austria Wirtschaftsservice GmbH hat ihre Cloud-Dienste ins T-Systems-Rechenzentrum übersiedelt

Flexible Cloud-Kapazitäten aus dem Rechenzentrum Registrierte aws-Benutzer können ihre Ressourcen jetzt selbst via Portal verwalten und zuordnen.

Josef Janisch und Thomas Cermak.

Klare Abgrenzung

christoph fellmer

Wien. Die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) ist die Förderbank des Bundes; ihr Angebot für den österreichischen Mittelstand sowie für junge Unternehmen erstreckt sich von der Gründungsphase bis hin zu Internationalisierungsvorhaben. Der sorgsame, verlässliche Umgang mit den anvertrauten, sensiblen Daten der österreichischen Unternehmen ist für die aws notwendiger Bestandteil ihrer Arbeit und steht auch bei IT-Fragen im Fokus. Aus diesem Grund vertraute die aws bisher ihre Daten auch nur einer eigenen, im Haus gehosteten Cloud-Plattform an. Den Umzug an einen neuen Standort nahm die aws zum Anlass, im ersten Schritt das Housing seiner Cloud-Plattform ins ausfallsichere, redundante Twin-Core-Rechenzentrum von T-Systems in Wien zu verlagern. Neben der umfangreichen Sicherheitsausstattung im Rechenzentrum war ein selten verliehenes Compliance-Zertifikat der Grund, warum T-Systems sich gegen den Mitbewerb durchsetzen konnte.

© medianet/Katharina Schiffl; T-Systems

Wien. Das IT-Beratungs- und Serviceunternehmen cellent AG Österreich hat seine neue Entwicklungsstrategie für die kommenden Jahre vorgelegt: Nach dem Wachstum der vergangenen Jahre soll der Fokus nun auf der Konsolidierung liegen. „Die Eckpunkte unserer neuen Strategie sind die Stärkung des Lösungsgeschäfts, der Ausbau des Branchenschwerpunkts Bauwirtschaft und die Steigerung unserer Prozessqualität“, sagt Thomas Cermak, Vorstand der cellent AG Österreich.

Zentraler Angelpunkt bei der neuen cellent-Strategie ist die Trennung von Consulting und Solutions: Das Lösungsgeschäft wird vom On-Demand-Geschäft entkoppelt und in den neuen „Solutions“-Bereich übergeführt. Sämtliche On-Demand- Dienstleistungen zur flexiblen Unterstützung von Kundenprojekten sind nun im Bereich „Consulting“ gebündelt und wurden um zusätzliche Dienstleistungen erweitert; das soll für eine schärfere Abgrenzung der Geschäftsbereiche sorgen. Im Bereich SAP verfolgt cellent eine Zwei-Marken-Strategie: „Während sich die cellent AG weiter auf ihre Kernkompetenzen konzentriert, ist das gesamte SAP-Know-how bei frontworx gebündelt“, sagt Josef Janisch, ebenfalls Vorstand der cellent AG Österreich. „Diese klare Abgrenzung beider Marken ist ein weiterer wesentlicher Schritt, um unser Profil am Markt zu schärfen und unsere Profitabilität zu erhöhen.“ www.cellent.at

Immer mehr österreichische Unternehmen vertrauen ihre sensiblen Daten lokalen Rechenzentren an, die – wie bei T-Systems – den strengen Landesvorschriften für Datenschutz und Compliance unterliegen. „Für die Austria Wirtschaftsservice ist es besonders wichtig, dass die Daten unserer österreichischen Unternehmen bei einem Cloud-Anbieter mit einem Rechenzentrum in Österreich liegen“, sagt IT-Leiter Frederik Schorr vom aws. In einem zweiten Schritt entschloss sich die Austria Wirt-

ambuzzador LinkedIn

Epson Das Unternehmen will sich heuer verstärkt auf die Entwicklung von Technologien für „Wearables“ konzentrieren

Sabine Hoffmann, ambuzzador, und Till Kästner, LinkedIn.

Wien. ambuzzador wird die erste Partneragentur von LinkedIn in Österreich. Die geplante Zusammenarbeit zielt darauf ab, Unternehmen im B2B-Bereich praktikable Social Media-Lösungen für Online-Marketing und Social Recruiting vorzustellen. „Für uns gehören zu einer integrierten Social Business-Strategie auch die Online Business-Netzwerke; dabei setzen wir vorrangig auf das weltweit größte und am schnellsten wachsende geschäftliche Netzwerk LinkedIn“, sagt Sabine Hoffmann, CEO von ambuzzador, über die Zusammenarbeit. ambuzzador will alles aus einer Hand bieten. www.ambuzzador.com

schaftsservice zur Nutzung der österreichischen T-Systems vCloud – einer standardisierten Self Service Cloud-Plattform für Infrastructure as a Service. In einem dafür eigens bereitgestellten Portal können registrierte aws-Benutzer ihre Ressourcen selbst verwalten und zuordnen; die Sicherheit wird durch die Mitbenutzung der entsprechenden T-Systems-Firewalls gewährleistet. „Mit der Nutzung unseres neuen Produkts vCloud müssen Kunden keine eigene Hard- oder Software beziehen und sparen damit Investitionskosten“, sagt Martin Katzer, Vorsitzender der Geschäftsführung von T-Systems in Österreich: „Durch das Zurückgreifen auf etablierte Prozesse und Standards von T-Systems und VMware werden zusätzlich die Technik-Teams beim Kunden entlastet.“ www.t-systems.at www.awsg.at

Infrastructure as a Service

Der „innovation award“ Ende Jänner lud T-Systems zur Verleihung des IT-Preises eAward ins T-Center am Wiener Rennweg. Neben den besten IT-Projekten aus sieben Kategorien vergab T-Systems als Sonderpreis den Innovation Award. Dieser zeigt die große Bandbreite hervorragender Projekte und Services aus Wirtschaft und Verwaltung mit der Betonung auf neue Geschäftsfelder, unkonventionelle Lösungswege und Innovationen. Mit der Entwicklung eines Werkzeugs zur Produktionsanalyse in Industriebetrieben auf Basis innovativer M2M-Konzepte (Machine to Machine-Kommunikation) und CloudTechnologie erhielt das Start-up LineMetrics den ersten Platz beim „T-Systems Innovation Award“. Mit der LineMetrics Datenlogger-Box werden Sensor- und Maschinendaten von Industriebetrieben erfasst und im Webbrowser analysiert und weiterverarbeitet. Im industriellen Umfeld werden dadurch erstmals Funktionen zur Optimierung und Effizienzsteigerung

von Produktionsprozessen für jedermann zugänglich. Austrian Power Grid AG erhielt den zweiten Platz für das Projekt „Enervis“. Dieses Projekt umfasst die Anwendung und zielorientierte Erweiterung visueller Analysetechniken zur Lösung unterschiedlicher Fragestellungen aus dem Energiesektor. Basierend auf einem Softwaresystem, werden Prognosen im Bereich Erneuerbarer Energie, Preisprognosen und Verlustenergieprognosen analysiert und optimiert. Der dritte Platz ging an ticketgarden.com gmbh für das Projekt ticketgarden.com. Durch den Einsatz neuer Technologien im Web- und Smartphone-Bereich werden Transaktionskosten für Niedrigpreistickets für Kunden vermieden und für Veranstalter minimal gehalten.  www.linemetrics.com www.vrvis.at/projects/enervis www.ticketgarden.com

Massentaugliche Augmented-Reality-Brille Wien. Drei Kerntechnologien sind es, die Epson innerhalb von nur drei Jahren knapp 18.000 Patente eingebracht haben: die MicroPiezo-Drucktechnologie, die 3LCDProjektionstechnologie sowie elektronische Bauteile. „Viele dieser Erfindungen flossen bisher in Produkte, die hauptsächlich Insidern bekannt waren, und als Halbfabrikate, zum Beispiel Quarze, oder fertige Komponenten wie zum Beispiel Druckköpfe, Gyroskope, in Produkten anderer Hersteller verwendet wurden“, sagt Marc Brinckschulte, Product Manager bei Epson.

aus eigener Produktion. „Weitere Produkte im Segment der Wearable-Technologies werden in der zweiten Jahreshälfte 2014 folgen“, sagt Walter Elscher, Product Trainer bei Epson. „Auch hier ist das Marktpotenzial für Anwendungen aus den Bereichen Fitness, Sport, Lifestyle und Gesundheit immens“ – laut dem Analysten Futurescore

soll das Marktvolumen für Wearables im Jahr 2018 immerhin 19 Mrd. USD (etwa 14,07 Mrd. €) ausmachen Die Moverio BT-200 vermittelt ein Sichtfeld von bis zu 812 cm Breite in qHD-Auflösung. Gesteuert wird die Brille über ein Multitouch-Trackpad, gerechnet wird von einem Dual-Core-Prozessor

(1,2 GHz). Die Speicherkapazität der Brille liegt bei 8 GB und lässt sich mit einer SD-Karte auf bis zu 32 GB erhöhen. Über WiFi, Bluetooth 3.0, DLNA und Miracast stellt die BT-200 Verbindungen zu anderen Endgeräten wie zum Beispiel Smartphones her. Erhältlich soll sie in Österreich ab Mai um 699 € sein. www.epson.at

Eigene Komponenten Diese Komponenten will Epson nun zu eigenen Produkten gerinnen lassen. Ein Kind dieser neuen Strategie ist beispielsweise die Smartbrille „Moverio BT-200“, die Anfang Jänner bei der CES in Las Vegas und vorige Woche in Wien präsentiert wurde. Sie ist mit Epson 3LCD-Projektionssystemen in den Brillenbügeln ausgestattet sowie Quarzen und dem Gyrosensor

© Chris Haderer; Epson

© ambuzzador

Soziale Partner

IT-Partnerschaft: aws IT-Leiter Frederik Schorr und Martin Katzer, Vorsitzender der Geschäftsleitung von T-Systems in Österreich.

Walter Elscher, Product Trainer bei Epson, mit der „Moverio BT-200“-Brille: die zweite Version der „Augmented Reality“-Brille.


Fa c ts & figu r e s

Freitag, 7. Februar 2014

medianet technology – 41

Apple Laut Analysten könnte die Expansion am chinesischen Markt die Performance der Cupertiner in Schwung bringen

VMware AirWatch-Deal

China als Triebfeder für weiteres Marktwachstum

© VMware/Elisabeth Fall

Übernahme

Der Erfinder des heuer 30 Jahre alten „Macintosh“-Computers erzielt 53,4% des Umsatzes mit iPhones.

Pat Gelsinger, CEO von VMware. chris haderer

W i e n . Einmal mehr sind es „Rekordumsätze“, die Apple-Chef Tim Cook bescheiden vermeldet. Im ersten Quartal 2014 (das am 28. Dezember 2013 endete) konnten die Kalifornier einen Umsatz von 57,6 Milliarden USD (42,67 Mrd. €) sowie einen Netto-Quartalsgewinn von 13,1 Milliarden USD (9,7 Mrd. €) bzw. 14,50 USD (10,74 €) pro verwässerter Aktie erwirtschaften. Im Vorjahresquartal wurde ein Umsatz von 54,5 Milliarden USD (40,37 Mrd. €) sowie ein NettoGewinn von 13,1 Milliarden USD bzw. 13,81 USD (10,23 €) pro verwässerter Aktie erzielt. Die Bruttogewinnspanne lag bei 37,9 Prozent, verglichen mit 38,6 Prozent im Vorjahresquartal. Der NichtUS-Anteil am Umsatz betrug stolze 63 Prozent.

Computeranteil sinkt Computer machen nur mehr einen vergleichsweise geringen Teil des Apple-Umsatzes aus (siehe Infografik): Allein das iPhone ist für 53,4% der Vorjahreseinnahmen des Unternehmens verantwortlich. Auch im vierten Quartal 2013 sind die iPhones-Verkäufe angestiegen, auf 51 Millionen Einheiten (47,8 Millionen waren es im Vorjahresquartal), dazu kommen 26 Millionen iPads (im Vergleich zu 22,9 Millionen im Vorjahresquartal). Im Jahr 2007, seinem Geburtsjahr, war das iPhone lediglich mit knapp 0,5% am Umsatz von Apple beteiligt (zum Vergleich: Im

Jahr vor dem iPhone erzielte der Softwarekonzern Microsoft einen Umsatz von etwa 30 Milliarden €, Apple brachte es auf knapp 13 Milliarden €). Die Computerverkäufe fallen etwas dürftiger aus: „Nur“ 4,8 Millionen Macs fanden einen Käufer, verglichen mit 4,1 Millionen im Vorjahresquartal. Insgesamt bewegt sich Apple bei PCs mit einem Marktanteil von zehn Prozent und darunter immer noch auf durchaus gehobenem Niveau, denn dort waren im letzten Quartal 2013 auch Asus und Acer zu Hause, darüber dann Dell (um die Spitze streiten sich HP und Lenovo im Bereich zwischen 15 und 20 Prozent Marktanteil).

China als Motor Während Apple auf der einen Seite von Rekorden en gros spricht, mehren sich die Zweifel unter Analysten und Anlegern – die Gewinne sinken und ein „Next Big Thing“ ist derweil nicht in Sicht. Trotz guter Prognosen sind die Aktienkurse von Apple letztlich um gut acht Prozent gesunken. Für Loizos Heracleous, Professor für Strategie an der Warwick Business School, kann Apple sein Wachstum und seine Performance nur durch neue Produkte langfristig sichern. Auch wenn die aktuellen Ergebnisse

nicht den Wünschen der Analysten entsprächen, sei Apple auf lange Sicht ein Unternehmen, auf das man setzen könne. Heracleous hält vor allem Apples neue Aktivitäten in China für eine Wachstumstriebfeder: „China könnte Apples Motor

Wien. Der Virtualisierungs- und Cloud-Anbieter VMware hat die Übernahme von AirWatch angekündigt, einem Anbieter von mobilen Management- und Sicherheitslösungen. Die Übernahme erfolgt für ca. 1,17 Milliarden USD in bar (0,87 Mrd. €) sowie in Teilzahlungen und Anteilen in Höhe von ca. 365 Millionen USD (270,38 Mio. €). Die Mitarbeiter von AirWatch werden weiterhin an den Gründer und Chief Executive Officer John Marshall berichten. Marshall ist Teil der End-User Computing Group von VMware, die von Sanjay Poonen als Executive Vice President (EVP) und General Manager (GM) geführt wird. Alan Dabbiere, Mitbegründer und Präsident von AirWatch, übernimmt die Aufsicht des neuen Operativen Vorstands von AirWatch; der berichtet an Pat Gelsinger, Chief Executive Officer von VMware.

für die nächsten Jahre sein“, sagt er. „Apple-Produkte werden derzeit in 16 chinesischen Städten angeboten; bis zum Jahresende möchte das Unternehmen in 300 Städten präsent sein.“ Außerdem kämen bereits jetzt 63 Prozent des AppleUmsatzes von Märkten außerhalb der USA, was eine Herausforderung für eine verstärkte Präsenz darstelle.  www.apple.at

„AirWatch bietet ein sicheres Best-in-class Enterprise-Mobility-Management für Tausende von Unternehmen auf der ganzen Welt“, sagt Pat Gelsinger, Chief Executive Officer von VMware. „Mit dieser Akquisition fügt VMware seinem End-User-Computing-Portfolio ein grundlegendes Element hinzu, mit dem unsere Kunden ihre mobilen Geräte extrem schnell aufladen können, ohne Kompromisse bei der Sicherheit eingehen zu müssen.“ Mit der Übernahme von AirWatch erweitert VMware seine End User Computing-Group sowie sein Angebot an mobilen Lösungen. www.vmware.com

© Apple (2)

30 Jahre: Vom Ur-Macintosh aus dem Jahr 1984 zum iPhone aus dem Jahr 2014.

Mobiles Portfolio

IBM 6.809 US-Patente

ELO Das Softwarehaus präsentiert sich auf der heurigen Fachmesse CeBit unter dem Motto „Keep Your Data In Flow“

Patentrekorde

Wien. Die IT-Fachmesse CeBit, die heuer vom 10. bis 14. März in Hannover stattfinden wird, fokussiert sich in diesem Jahr unter dem Leitwort „Datability’ fast ausschließlich auf den B2BMarkt. Der Begriff beschreibt eine Kombination aus dem Trendthema Big Data und den Möglichkeiten, große Mengen an oftmals unstrukturierten Daten nachhaltig und verantwortungsvoll zu nutzen. Dieses Thema gewinnt umso mehr an Fahrt, wie die E-Mail-Flut bzw. die Nutzung von Social-MediaKanälen zunehmen. Das Unternehmen nimmt sich der Thematik unter dem Motto „Keep Your Data In Flow“ an. ELO präsentiert auf der CeBit dazupassende Lösungen in Halle 3, Stand F30; dabei spielt der sichere Umgang mit Unternehmensdaten ebenso eine Rolle wie schnelle Workflows und reibungslose Collaboration.

ELOprofessional und ELOenterprise, überarbeitet. In Hannover will ELO die Vorabversionen 9.0. zeigen, die kommenden Sommer auf den Markt kommen. Brandneu ist neben einem neuen Design und besserer Usability das Modul ELO Social. Es bietet

Mitarbeitern einen integrierten Dokumenten-Feed und ermöglicht damit einen raschen und verzögerungsfreien Austausch über Dokumente in einer Art Chat-Funktion; Telefonate oder Anfragen per EMail erübrigen sich somit. Darüber hinaus zeichnen sich die neu-

Dazu hat der Software-Hersteller seine ECM-Suiten für mittelständische bzw. große Unternehmen,

© ELO

Neue Funktionen

ELO präsentiert bei der Fachmesse CeBit auch das neue ELOoffice 10.

en Versionen durch Features wie ELO DropZone, ELO Click&Find sowie ELO Print&Archive aus. Ebenso lassen sich damit ELOArchiv-Links nicht nur permanent intern verwenden, sondern für eine selbstdefinierte Zeit an eine selbst festgelegte Gruppe von Personen verschicken und freigeben. Des Weiteren hat ELO für die Zielgruppe der Kleinunternehmen sowie Selbstständigen sein Einstiegssystem mit zahlreichen neuen Funktionen aktualisiert. Das Release ELOoffice 10 umfasst folgende Key-Features: ELO Print&Archive zum schnellen Druck und Versand von Unterlagen aus Drittapplikationen; ELO MobileConnector für den mobilen Zugriff auf ausgewählte Archivdokumente über gängige Cloud-Dienste; ELO Click&Find, das schnelle Such-Tool, sowie ELO DropZone zur bequemeren Ablage von Dokumenten. Mit im Messegepäck haben die Stuttgarter auch ihre native ECM-App ELO for Mobile Devices für Nutzer von iOS- sowie Android-Endgeräten. www.elo.com

© ibm.com

Verstärkte Konzentration auf den B2B-Markt

IBM: mehr Patente als alle anderen.

Wien. 2013 erhielten Erfinder von IBM zum 21. Mal in Folge die meisten US-Patente. Basis der 6.809 Zuteilungen waren eine Reihe von Innovationen in zentralen strategischen Wachstumsbereichen wie IBM Watson, Cloud Computing und Big Data Analytics. Diese Technologien sollen eine neue Ära einleiten: das Zeitalter des Cognitive Computing, in dem Maschinen selbstständig lernen, eigene Schlussfolgerungen zu ziehen und gleichzeitig natürlicher mit den Benutzern interagieren können. IBM hat damit mehr USPatente bekommen als Amazon, Google, EMC, HP, Intel, Oracle/ Sun und Symantec zusammen. www.ibm.com


Tool s & se r v i ce s

42 – medianet technology

Test Die Spracherkennung „Dragon Naturally Speaking 12“ von Nuance ist eine ausgereifte Lösung zum Diktieren

short

Ein Programm, das fast jedes Wort versteht

Neuer Diktier-Workflow bezieht Cloud mit ein

Philips Speech­ Live: für alle Philips-Diktier­ lösungen verfügbar.

Die Software erlaubt auch die komfortable Sprachsteuerung von Programmen und Systemfunktionen. Chris haderer

Multifunktionsmodelle für kleine Bürogruppen

© Sony

Neuer Online-Fotodienst für Sony-Anwender

Fotos werden in 4K-Qualität auf Bravia-Fernsehern dargestellt.

Wien. Sony hat den neuen cloud-basierende Foto und Videoservice „Play Memories Online“ in Österreich gestartet. Nutzer können per App kostenfrei ihre Bilder mit Freunden und Verwandten teilen. Der Online-Service bringt beispielsweise Fotos in 4K Qualität auf 4K Ultra HD Bravia Fernseher. Die „All Sync“-Funktion durchsucht auf Wunsch Smartphone, Tablet oder PC nach Fotos und lädt sie automatisch in den PlayMemories Online Speicher. Die Nutzung erfolgt via App (iOS App/Android), die Software „PlayMemories Studio“ auf der PS3 oder über den Webbrowser am PC aufrufen (5GB sind kostenlos). www.playmemoriesonline.com

cher trainiert werden muss. Dabei wird ein Profil angelegt, in dem die Software durch das Auswerten von vorgelesenen Standardtexten ein Sprachmuster des jeweiligen Sprechers erstellt. Dieses Muster wird ständig verbessert, was zu einer sehr guten Trefferquote führt.

Einfach und schnell Die Installation von Dragon Naturally Speaking erfolgt problemlos und mehr oder weniger vollautomatisch. Der „Kopierschutz“ besteht aus einer OnlineRegistrierung bei Nuance, die Seriennummer und Hardware-ID des Computers einschließt. Nach der Installation integriert sich Dragon Naturally Speaking mit einer Steuerleiste (am oberen Bildschirmrand) und einer Seitenleiste mit Befehlsübersichten ins System. Diktate werden am besten mit dem im Lieferumfang enthaltenen USB-Headset eingegeben. Alternativ kann über die kostenlose App „Dragon Remote Microphone“ ein Smartphone als Mikrofon verwendet werden – die Erkennungsqualität wird dadurch aber nicht besser. Beim ersten Start wird ein Profil des Sprechers erstellt, wofür man sich etwa eine Viertelstunde Zeit nehmen sollte. Dabei gibt Dragon Naturally Speaking mehrere Texte vor, die gelesen werden müssen. Für die Erstinstallation sollte man also etwa eine gute Stunde einkalkuieren.

© Chris Haderer (3)

Neue Schutztechniken

Die Hardware-ID dient als Kopierschutz.

In der Praxis erweist sich Dragon Naturally Speaking 12 als recht solides Stück Software, an das man sich aber erst ein bißchen gewöhnen muss. Das System integriert sich in die Office-Programme

Bei der Erstinstallation wird durch Vorlesen ein Sprachprofil des Users erstellt.

Dragon Naturally Speaking kann Office-Dateien zum Sprachtraining durchsuchen.

von Microsoft und den InternetExplorer; darüber hinaus können auch andere Programme (wie Firefox) angesprochen werden. Man muss der Software allerdings entgegenkommen und – gerade in der Anfangsphase – die Aussprache trainieren. Zur automatisierten Niederschrift von Gesprächsrun-

den oder Telefonaten eignet sich die Software nicht – was ein bißchen schade ist. Wer die notwendige Zeit ins Training investiert und auch ein bißchen Disziplin beim Diktieren mitbringt, hat mit Dragon Naturally Speaking 12 allerdings ein großartiges Werkzeug zur … Hand?  www.nuance.de

Kurztest Das SL930A von Gigaset ist ein Hybrid aus DECT-Telefon und Android-Touchscreen: fast schon ein Smartphone

DECT-Festnetztelefon mit WLAN-Zugang Wien. Das SL930A (199,99 €) ist ein Mischling zweier Welten, wenn man das so sagen kann. Auf der einen Seite ist das Gigaset-Gerät ein DECTHandy, dessen durchaus elegantes Äußeres sich dank metallpolitur nicht verläugnen lässt. Die Vorderseite wird von fünf physischen Tasten und einem TFT-FarbDisplay (45x68 mm) mit einer Auflösung von 320x480 Pixel eingenommen. Ein Blick darauf macht die andere Seite des „Schnurlostelefones“ sichtbar: Angetrieben wird das SL960A nämlich von Android 4.0.4. – weshalb auch WLAN mit an Bord ist. Ge-

naugenommen ist das Gigaset SL 960A damit ein Smartphone für das Festnetz – das erste seiner Art, wenn man dem Hersteller glauben darf. Interessant ist auf jeden Fall.

Android und DECT Durch das AndroidBetriebssystem sind fast

alle gängigen Apps aus dem Store von Google auf dem DECT-Gerät lauffähig – allerdings stößt der verbaute ARM A9-Prozessor (Single Core, 1 GHz) recht schnell an seine Grenzen. Spiele wie „Angry Birds“ sind auch aufgrund der recht niederen Bildschirmauflösung nicht unbedingt die erste Wahl. Das Display zeigt zwar ein scharfes und farbintensives Bild,

kann aber mit einem modernen Smartphone genausowenig konkurrieren wie die Prozessorleistung. Das SL930A ist ab Werk mit vier Gigabyte Speicher (der per microSD-Karte um bis zu 32GB erweitert werden kann), einem Beschleunigungssensor und einem Näherungssensor ausgestattet. Ein (in diesem Umfeld ohnehin nicht wirklich nötiger) GPS-Sensor fehlt – und leider auch eine Kamera, die durchaus Sinn gemacht ­hätte.

Beste Sprachqualität

Gigaset SL 960A: ein schnurloses DECT-Telefon mit WLAN-Anschluss und Android 4.0.4. als darunter­ liegendes Betriebssystem.

© Gigaset (2)

© Philips

Wien. „What you say is what you see.“ Damit ist die Funktionsweise von „Dragon Naturally Speaking 12“ (149 €) aus dem Hause Nuance eigentlich schon recht blumig umschrieben. Dragon Naturally Speaking ist eine Spracherkennungssoftware, die das gesprochene Wort in geschriebenen Text umwandelt. Eingesetzt werden kann das Softwarepaket zum Diktieren von jeglichen Texten oder auch zum Steuern des Computers durch Sprachbefehle. Anders als bei den vom Smartphone-Bereich her bekannten Texterkennungen, die jedes Wort per Internet an einen Server zur Auswertung übertragen, arbeitet Dragon Naturally Speaking nach dem Front-endPrinzip: gesprochene Worte werden unmittelbar beim Diktat (oder beim Einspielen von einer Aufnahme) in Text umgesetzt. Dabei erreicht das System eine Genauigkeit von über 98 Prozent – was daran liegt, dass es zuvor auf einen Spre-

Wien. Mit „Philips SpeechLive“ will Speech Processing Solutions den Diktier-Workflow revolutionieren. „Stellen Sie sich eine benutzerfreundliche, flexible und effiziente Workflow-Lösung vor, die sich zu 100 Prozent an die Anforderungen ihrer Firma anpassen lässt. Sie nehmen einfach ihre Diktate an jedem beliebigen Ort, zu jeder beliebigen Zeit auf“, sagt Thomas Brauner, CEO von Speech Processing Solutions. SpeechLive arbeitet mit allen Philips Eingabegeräten – Philips Pocket Memos, SpeechMikes und dem SpeechExec Diktier-Recorder für Smartphones – zusammen und kann in Verbindung mit der Software „Philips SpeechExec“ an beliebige Arbeitsumgebung angepasst werden. www.dictation.philips.com

Wien. Canon hat die neuen Multifunktionssysteme PIXMA MX475, MX535, PIXMA iP2850, PIXMA iX6850 und PIXMA iP8750 vorgestellt, die für den Einsatz im Homeoffice und im Kleinbüro gedacht sind. Die Modelle PIXMA iX6850 und iP8750 sind ab Februar zum Preis von 219 € und 379 € erhältlich, der PIXMA iP2850 und die beiden MX-Modelle sind ab März zum Preis von 49 €, 89 € und 109 € verfügbar. www.canon.at

Freitag, 7. Februar 2014

Fazit: ein interessantes Gerät, das telefonieseitig alle DECTFeatures in hochwertiger Sprachqualität bietet – für Gigaset eine leichte Übung. Etwas unbeholfen ist hingegen noch die AndroidIntegration, da manche Apps (darunter auch die Anrufbeantworter-App) manchmal holpern. Angenehm sind der Datenaustausch via WLAN, der Zugriff auf Internet-Inhalte, sowie die Übernahme von Google-Kontakten. Interessant und ausbaufähig.  www.gigaset.com

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