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medianet

inside your business. today.

Freitag, 2. März 2012 – 37

Cloud-visionen

Die Zukunft der IT liegt in der Cloud – wenn es nach Microsoft geht  Seite 39

© Accenture/Rambauske

© Chris Haderer

technology neuer apps-markt

Laut einer Accenture-Studie öffnet sich der Markt für Business-Apps  Seite 41

schutzanzug Norton 360 ­Version 6 im kurztest

© Symantec

CeBit: Im Wunderland der Hightech-Industrie

© Paul-Georg Meister/pixelio.de

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© IGCG

Wien. Laut einer Studie von Acision (durchgeführt von Vanson Bourne) dominieren SMS den mobilen Messagingmarkt im Vergleich zu anderen Services, wie „Over the Top” (OTT) Instant-Messaging (IM) Services. 95% aller befragten Verbraucher gaben an, dass sie aktiv SMS nutzen. Dies sind deutlich mehr als Smartphone-Nutzer, die aktiv OTT/IM-Dienstleistungen wie Facebook Chat (37%), Skype (20%), Twitter (17%), Blackberry Messenger (17%) und WhatsApp (16%) verwenden, die aktuell die beliebtesten fünf OTT/IM Services sind.  www.acision.com

© Deutsche Messe

Wien. Ab sofort ist Max Höfferer (Bild) Leiter der neuen Interessensgemeinschaft Computergrafik. Der unabhängige Verein vertritt Unternehmen, Einzelpersonenunternehmen, Institutionen und Organisationen in den Bereichen Computerspiele, Computerfilm und Animation. Zu den Zielen des noch im Aufbau befindlichen Vereins gehört nicht zuletzt die Imagesteigerung der innovativen und dynamischen Computerspiele-, Computerfilm- und Animationsbranche – allerdings nicht nur in den Branchenzielgruppen, sondern auch in der interessierten ­Öffentlichkeit.  www.igcomputergrafik.at

Sicherheit und die Cloud Security und Cloud-Computing sind die Kernthemen der heurigen CeBIT, die nächste Woche in Hannover ihre Pforten öffnet. Sie ist mittlerweile die größte Elektronik- und Telekommunikationsmesse der Welt.  Seite 38 NTT Data Der Japaner tritt unter einheitlichem Namen auf

Wien. hybris präsentiert eine Lösung für den B2C und B2B Multichannel Commerce auf Grundlage der hybris Multichannel Commerce Suite. Entwickelt wurde sie speziell für Nikon Europe. Mit seiner groß angelegten Multichannel Commerce-Initiative will Nikon bis Ende des Jahres seine OnlinePortale Nikon DealerNet (B2B) und Nikon Store (B2C) in mehr als 35 europäischen Ländern in Betrieb nehmen.    www.hybris.de

© Cirquent/Enno Kapitza

© www.hybris.de

Konzentration auf weitere Expansion

Thomas Balgheim, bisher CirquentCEO, jetzt bei NTT Data an der Spitze.

München/Wien. Der japanische ITKonzern NTT Data bündelt seine Kräfte für weitere Expansionen. Die in den vergangenen Jahren akquirierten Beratungs- und ITUnternehmen Cirquent, Intelligroup, Keane und Value Team werden dazu organisatorisch zusammengeführt und treten dann mit mehr als 6.500 Mitarbeitern einheitlich unter der Marke NTT Data an Märkte und Kunden heran. Die Integration startet im April. Neuer CEO von NTT Data in Europa, dem Mittleren Osten, Afrika, Argentinien und Brasilien wird der bisherige Cirquent-CEO Thomas Balgheim.  www.cirquent.at


C ove r

38 – medianet technology

© Trivadis

Wirtschaftliche Cloud-Aspekte

daniel liebhart

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ie Ausgaben für die IT werden auch dieses Jahr in den meisten Unternehmen steigen. Und zwar zwischen 3 und 7 Prozent, je nach Branche. Der große Teil dieser Kosten fällt für den laufenden Betrieb der bestehenden Anwendungen an. Dem gegenüber stehen attraktive und neue technische Innovationen, die mehr Nutzen zu besseren Kondition versprechen. Unternehmen sind gut beraten, wenn sie in diesem Jahr neue Technologien wie beispielsweise Cloud Computing auf die Wirtschaftlichkeit hin prüfen. Ein Einsatz könnte sich lohnen. Große Rechenzentren stellen Ressourcen zur Verfügung, die aufgrund der Vielzahl der Rechner sehr kosten- und energieeffizient betrieben werden können. Firmen, die Rechenleistung nur zu bestimmten Zeiten benötigen, beziehen diese nun zu einem Preis von ein paar Euro die Stunde bei Bedarf, statt einen Rechner, der im Monat im Schnitt um die 1.000 Euro kostet, ständig in Betrieb zu halten. Dasselbe gilt für Dienste wie beispielsweise E-Mail. Sichere Kandidaten für eine Cloud sind Anwendungen, die nur selten verwendet werden oder die nur periodisch unter Volllast laufen, sowie umfangreiche Bild- oder Dokumentarchive. Das Vorhalten der notwendigen Infrastruktur wäre in diesen Fällen teuer und bindet Kräfte und Geld.

CeBit 2012 Vom 6. bis 10. März findet in Hannover wieder die internationale Leitmesse der Elektronikindustrie statt

CeBit: Wem kann man in der digitalen Welt trauen? Für die heurige Veranstaltung erwartet sich die Deutsche Messe AG ein Wachstum von zwei Prozent. Chris Haderer

Hannover/Wien. Kommende Woche soll vom 6. bis 10. März in Hannover ein weiteres Stück „CeBit“Geschichte geschrieben werden. Die Elektronik-Fachmesse versteht sich als weltweite Leitveranstaltung zu allen Bereichen der IT und wird heuer laut der Deutschen Messe AG von 4.200 Unternehmen aus 70 Nationen beehrt. „Wir erwarten ein Wachstum von rund zwei Prozent für 2012”, sagt Ernst Raue, Vorstand der Deutschen Messe AG. Rund die Hälfte der Aussteller kommt aus dem Ausland, darüber hinaus beteiligen sich immer mehr Unternehmen aus dem reinen Internet-Business, wie etwa Google, Facebook, Xing und monster.com, an der CeBit. „Wir haben unsere Ziele erreicht”, zieht Raue schon im Vorfeld Resümee. „Die ‚CeBit‘ ist damit voll auf Kurs. Neue Services, die inhaltliche Themenführerschaft der CeBit und die Flexibilität in den vergangenen Jahren machen sich jetzt bezahlt.” Das bewährte Vier-Säulen-Konzept mit „CeBit pro“, „CeBit lab“, „CeBit gov“ und „CeBit life“ werde auch in Zukunft fortgesetzt.

© Deutsche Messe

GastKommentar

Freitag, 2. März 2012

Ernst Raue (li.), Vorstand der Deutschen Messe AG, und Dieter Kempf, Präsident des deutschen Hightech-Verbands Bitkom.

begreifen. Bei der zunehmenden Mobilität, global eingesetzten ITK-Lösungen und neuen CloudServices müssen weit mehr als nur technische Sicherheitsfragen berücksichtigt werden. Rechtlich und organisatorisch müssen zentrale Antworten auf die Fragen von Vertrauen und Sicherheit gegeben werden. Zudem ist angesichts der dynamisch wachsenden Sozialen Netzwerke die Diskussion um eine Vermittlung von Medienkompetenz dringend notwendig.“ Nur die CeBit mit ihrer einmaligen, interdisziplinären Ausrichtung könne, so Raue, solche Diskussionen auf hohem internationalen Niveau bündeln. Letzteres wird durch eine Reihe hochkarätig besetzter Keynotes reflektiert

Anerkannte Leitmesse

sowie durch eine interessante Redner-Riege zur Eröffnung. Sprechen werden unter anderem Bundeskanzlerin Merkel, die Präsidentin des CeBit-Partnerlands Brasilien, Dilma Rousseff, Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister sowie der Präsident des HightechVerbands Bitkom, Dieter Kempf. Die zentrale Rede von Industrieseite wird der Verwaltungsratsvorsitzende des Internet-Konzerns Google, Eric Schmidt, halten. Auch EU-Kommissarin Viviane Reding wird erwartet.

Verlags- und Beratungs-GmbH in Zusammenarbeit mit der Deutschen Messe realisiert wird. Das Projekt soll während der Messe mittelständische Entscheider mit zukunfts-orientierten Entwicklungen aus der IT-Branche via Internet-Sendestudio versorgen. 80 Referenten und Sprecher sind derzeit für einen Auftritt vorgesehen, um Informationen sowie Experts’ und Business Talks anzubieten. Geplant sind auch neue Sonderformate, wie zum Beispiel die exklusiven Decision Makers Clubs oder auch eine Themenreihe speziell für Systemhäuser, Reseller und IT-Berater, moderiert vom ehemaligen ChannelPartner-Chefredakteur Damian Sicking.  www.cebit.de www.cebit-studio-mittelstand.de

Daniel Liebhart, Solution ­Manager bei der Trivadis AG

Die CeBit steht in diesem Jahr unter dem Leitthema „Managing Trust – Vertrauen und Sicherheit in der digitalen Welt”. Der Grund: Vertrauen sei eine zentrale Voraussetzung für Wachstum der digitalen Industrie. „Die Anbieter der Informations-, Telekommunikations- und Onlinebranche stehen vor substanziellen Herausforderungen“, sagt Raue. „Deshalb ist es richtig, dass immer mehr Unternehmen Vertrauen und Sicherheit als Managementaufgaben

SEC ITB-Portfolio & News

Ericsson Das Unternehmen will sich künftig besser im Multimedia-Segment positionieren und übernimmt BelAir Networks

Siemens zeigt Hotel-Kompetenz.

Berlin/Wien. Auf der vom 7. bis 11.3. stattfindenden Weltleitmesse für Tourismus, der ITB Berlin, wird Siemens Enterprise Communications sein Portfolio für Hotelkommunikation präsentieren. „Eine moderne und zugleich sichere Kommunikationsinfrastruktur ist ein Garant für die Zufriedenheit des Hotelgasts“, sagt Thorsten Spanka, Director Sales Hospitality bei Siemens Enterprise Communications. „Unsere Lösungen sorgen für eine optimale Nutzung der vorhandenen Infrastruktur, entsprechen den hohen Sicherheitsstandards und sind umweltfreundlich. Das macht unsere Technologien finanzierbar und zukunftssicher.“  www.siemens-enterprise.com

Neu bei der heurigen CeBit ist auch das „CeBit Studio Mittelstand 2012“, das von der G+F

Neue Strategien für den Multimedia-Bereich Wien. Der Kommunikationstechnologie- und Dienstleistungsanbieter Ericsson will seine Position im Multimedia-Segment durch die Konzentration auf die Bereiche Operations Support Systems/Business Support Systems (OSS/BSS), TV & Media- und M-Commerce stärken. Die auf die Übernahme des Telekom-Dienstleisters Telcordia folgenden Umgestaltungen gehen mit einer Umbenennung des Geschäftsbereichs Multimedia in Business Unit Support Solutions einher.

Jahr 2016 weltweit Zahlungen von mehr als 800 Mrd. USD verarbeiten, Ericsson wird weiterhin Lösungen zur Vernetzung zwischen M-Commerce-Anbietern und der Finanzwelt entwickeln.

Kanadische Übernahme

Strategie-Säulen Die zukünftigen Aktivitäten der Business Unit Support Solutions konzentrieren sich auf drei Wachstumssegmente: Durch die vollständigen Telcordia-Übernahme, die am 12. Jänner 2012 angekündigt wurde, ist Ericsson zum führenden Anbieter im OSS/BSS-Bereich (Business Support Systeme) geworden, mit Schwerpunkten in den Bereichen Service-Fulfillment, Qualitätssicherung, Netzoptimierung und Echtzeitabrechnung.

© Ericsson

© Messe Berlin

Hotel-Experten

Internet-Studio-Programm

Ericsson bedient unterschiedlichste Bereiche innerhalb der Kommunikationstechnik.

Im TV & Media-Bereich wird der Anteil an Videoinhalten am rasch wachsenden Datenverkehr in TKNetzen im Laufe der nächsten fünf Jahren auf voraussichtlich rund 90% anwachsen. Seit der Übernah-

me von Tandberg Television ist Ericsson selbst im professionellen Broadcast-Technik Geschäft aktiv. Der dritte Bereich, die M-Commerce-Branche, wird nach Prognosen von Ericsson bis zum

Detail am Rande der neuen Strategie: Mitte Februar hat Ericsson die Übernahme des privat geführten kanadischen WiFi-Unternehmens BelAir Networks bekannt gegeben. Die Übernahme von BelAir Networks stellt für Ericsson den nächsten Schritt hin zu einem Portfolio dar, das WLAN- und zellulare Technologien nahtlos integriert. Die Übernahme von BelAir Networks ist als Teil der HetnetStrategie von Ericsson zu sehen, deren Ziel es ist, die mobile Breitbanderfahrung durch den ergänzenden Einsatz von Micro- und Picozellen sowie WiFi-Lösungen vor allem in Hotspots zu verbessern. BelAir Network wurde im Jahr 2002 gegründet, mit Firmensitz Ottawa in der Provinz Ontario.  www.ericsson.com


i d e e & s t r at e g i e

Freitag, 2. März 2012

medianet technology – 39

Microsoft Mit dem Management-Tool „System Center 2012“ zementiert der Softwarekonzern seine zukünftige Ausrichtung an neuen Cloud-Technologien

Mit den Beinen fest in der Wolke chris haderer

Wien. „‚Cloud‘ ist nicht Virtualisierung“, sagt Andreas Erlacher, verantwortlich für den Geschäftsbereich Server & Tools bei Microsoft Österreich. „Cloud geht viel weiter darüber hinaus. Aus der Sicht von Microsoft ist Cloud einfach die Zukunft der IT.“ Für die Software Company aus Redmond ist Cloud Computing in den letzten eineinhalb Jahren zur Chefsache geworden. Einerseits versucht sich der Konzern mit „Office 365“ und anderen Cloud-Diensten am Markt zu etablieren, andererseits hat das Unternehmen kürzlich das Management-Tool „Microsoft System Center 2012“ angekündigt. Damit sollen Kunden und Partner ihre physischen, virtuellen und Cloud-Umgebungen mit einer einzelnen Konsole steuern können – unter Verwendung von bekannten und gleichbleibenden Erfahrungswerten. „Ein IT-Manager steht heute vor einer Reihe von Aufgaben“, sagt Erlacher. „Er muss nicht nur die Kosten transparent kommunizieren können – was beispielsweise der Betrieb einer Applikation überhaupt kostet –, sondern auch andere Themen abdecken, wie die Verfügbarkeit von Ressourcen oder auch die Einbindung von Privatgeräten wie Tablets ins Firmennetz.“ Die Cloud soll ihn dabei unterstützen und letztlich nicht nur Einsparungen, sondern auch mehr Leistung und Flexibilität in der Administration bringen.

Hohe Verfügbarkeiten Kostensenkungen, Produktivitätssteigerungen und die Frage: Warum überhaupt in die Cloud übersiedeln? Anhand dieser Fragen werden laut einer IDC-Studie diverse Cloud-Themen schon teilweise umgesetzt oder es ist deren Umsetzung geplant – auch wenn sie in vielen Fällen anders genannt werden. Rund 38% der von der IDC befragten Unternehmen gaben an, dass ihr Unternehmen Server-Virtualisierung schon seit mehr als vier Jahren betreibt, im EnterpriseSektor steigt dieser Wert auf fast 49%. Ausschlaggebend für eine Änderung der Virtualisierungslösung ist in erster Linie eine erhoffte Kosteneinsparung durch eine andere Lösung, gefolgt von vereinfachtem Management und einer verbesserten Wartung. „Ein klassisches Beispiel ist, dass ein kleiner Betrieb seinen Exchange Server in die Cloud verschiebt“, sagt Georg Broucek, geschäftsführender Gesellschafter von Artaker Computersystems. „Dort hat er eine extrem hohe Verfügbarkeit, die er mit der eigenen IT gar nicht erzielen könnte.“ Broucek ist der Meinung, dass gerade Dienste wie Exchange prädestiniert für die Cloud sind. „In ein paar Jahren kommt Exchange sozusagen aus der Steckdose“, sagt er. Laut der bereits angesprochenen IDC-Studie kann ein Mitarbeiter der IT-Abteilung im Durchschnitt bis maximal 19 physische Server betreuen. Das bedeutet für die meisten Unternehmen eine Verteilung ihrer Kosten von 60–80% auf die Instandhaltung und Betrieb der Infrastruktur, lediglich 20% verbleiben für die Verbesserung der Infrastruktur und der Anwendungen. „In der ‚Private Cloud‘ sieht der Wert

anders aus“, sagt Andreas Erlacher. „Virtualisiert, skaliert der Wert der Server stark. Hier gilt bereits das Verhältnis 1:100 – ein Mitarbeiter kann also ganze 100 physische Server betreuen.“

Mythen und Wahrheit „Die Reaktion der Kunden auf das Cloud-Angebot ist unterschiedlich“, sagt Georg Broucek. „Sie reicht von ‚interessiert‘ und ‚bereits einsetzend‘ bis zur Zurückhaltung.” Zum Teil seien auch „Mythen” an zögerlichen Reaktionen schuld, womit nicht zuletzt Datenschutzfragen gemeint sind (die tatsächlich noch

nicht endgültig ausdiskutiert sind). Potenzielle Anwender müssten zunächst feststellen, welche Cloud – public oder private – sie benötigen und welche Dinge wo laufen sollen. „Ein Unternehmen ändert seine IT-Strategie nicht über Nacht”, sagt Broucek. „Cloud-Pläne sollten daher in die natürlichen IT-Strategien einfließen und bei Umstrukturierungen berücksichtigt werden.” Mit dem System „Center Tool“ will Microsoft alle Bereiche abdecken, nicht zuletzt auch im Hinblick auf das kommende Windows 8, das mit beiden Beinen fest in den Wolken stehen soll.  www.microsoft.at  www.artaker.at

© Chris Haderer

Kosteneinsparungen und effizienteres Management stehen im Mittelpunkt.

Georg Broucek, geschäftsführender Gesellschafter von Artaker, und Andreas ­Erlacher, verantwortlich für den Geschäftsbereich Server & Tools bei Microsoft.


Fa c ts & F i g u res

40 – medianet technology

short

© www.microstrategy.com/Gartner

Microstrategy ist neu im Gartner-Quadranten

Freitag, 2. März 2012

ITSV Das Unternehmen arbeitet an der Gestaltung einer effizienten IT-Infrastruktur der österreichischen Sozialversicherungen

Neue Wege und Ideen statt komplexer Dinosaurier Das große Thema der kommenden Jahre heißt Konsolidierung – vom Rechenzentrum bis zum Server.

CSC eröffnet ­OsteuropaHeadquarter in Wien Wien. Das IT-Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen CSC wird seine neue Zentrale für Österreich und Osteuropa in Wien ansiedeln. Bereits bisher beschäftigte CSC in Österreich an seinen Standorten in Wien, Linz, Graz und Klagenfurt mehr als 340 Mitarbeiter. Mit der Schaffung der Osteuropa-Zentrale in Wien übernimmt der bisherige Österreich-Chef von CSC, Norbert Haslacher, mit seinem Team die Gesamtverantwortung. Die neue CSCOrganisation ist in zehn Ländern (Österreich, Tschechien, Slowakei, Polen, Rumänien, Ungarn, Türkei, Serbien, Bulgarien und Litauen) präsent und umfasst rund 1.800 Mitarbeiter.  www.csc.com/at

© T-Systems

Moderates Wachstum und stabile Umsätze

2011 freute man sich bei bei T-Systems über die stabile Auftragslage.

Wien. Das Geschäftsjahr 2011 brachte T-System weitgehendst Stabilität und ein moderates Wachstum. Der Gesamtumsatz stieg gegenüber dem Geschäftsjahr 2010 leicht um 2,1 Prozent auf 9,2 Mrd. €. Dabei fiel das Plus bei den externen Um­ sätzen mit 2,4 Prozent und bei den internationalen Umsätzen mit 4,2 Prozent überpropor­ tional aus. Der Auftragseingang lag mit 8,8 Mrd. € um 4,9 Prozent unter dem Vor­ jahreswert. Das bereinigte EBITDA ging auf 0,9 Mrd. € zurück. Die bereinigte EBITMarge lag bei 2,7 Prozent.   www.t-systems.at

Hubert Wackerle (re.) und Erwin Fleischhacker, Geschäftsführer der ITSV GmbH, versuchen neue Wege zu gehen.

Aufgabengebieten der ITSV GmbH gehört beispielsweise die zentrale Stammdatenhaltung für die Sozialversicherungen, die alle Versicherungspflichtigen erfasst. Auch das Netz, mit dem die Standorte der Sozialversicherungen verbunden sind, wird von der ITSV GmbH in Schwung gehalten.

Einsparungsebenen Die ITSV GmbH versteht sich durchaus als zentrale Kompetenzdrehscheibe für die IT im Gesundheits- und Sozialversicherungsbereich. Mitarbeiter- und Umsatzzahlen sprechen eine recht deutliche Sprache: Aus den sechs Mitarbeitern des Jahres 2004 sind 381 geworden (2011), bei einem Umsatz von mehr als 60 Mio. €. Zu den

Darüber hinaus bietet die ITSV GmbH Callcenterleistungen für die Sozialversicherungen und die e-card an. Die in den 1990er-Jahren eingeführten „Standardprodukte“ (so werden einzelne Softwarelösungen genannt, die bei allen Sozialversicherungen eingesetzt werden) werden ebenfalls ITSV GmbH betrieben. Im Rahmen diverser Konsolidierungsmaßnahmen werden auch alte Systeme (auf denen beispielsweise noch antike Cobol-Programme laufen) durch neue ersetzt.

Innovative Projekte Eines der großen Themen der ITSV GmbH heißt „Konsolidierung“. Einerseits handelt es sich dabei um Standortkonsolidierung, wie die Reduktion von sechs Rechenzentren auf drei, andererseits „betreiben wir auch Konsolidierung im Rechenzentrum“, sagt Fleisch-

hacker. „Wir nehmen die Komplexität raus, auf mehreren Ebenen, von der Software bis zu Stromeinsparungen durch neue Server.“ Zu den großen Projekten der letzten Zeit, an denen die ITSV GmbH beteiligt war, gehören die Entwicklung und der Betrieb einzelner ELGA (elektronische Gesundheitsakte)-Komponenten, wie z.B. der Zentrale Patientenindex (Z-Pi). Im Masterplan finden sich darüber hinaus etwa 70 aktuelle Projekte für die Sozialversicherungen mit gut 800 Meilensteinen. Ein doch aufsehenerregendes Projekt war „Katapult 21“, ein Konverter, mit dem alte (Cobol-) Kernapplikationen, wie beispielsweise der Pensionsversicherung, automatisch ins 21. Jahrhundert „geschossen“ und in Java konvertiert wurden. „Die Neugestaltung der IT der Sozialversicherungen ist ein extrem spannendes Projekt“, sagen Fleischhacker und Wackerle unisono.  www.itsv.at

Ricoh Europe David Mills geht davon aus, dass neue Technologien Paradigmenwechsel im Management verursachen

„2020 beginnt die Ära der Dezentralisierung“ Wien. Neue Technologien bewirken Veränderungen – glaubt man einer aktuellen, von Ricoh gesponserten Studie, dann wirft eine neue Ära bereits ihre Schatten voraus. Laut Ricoh soll spätestens im Jahr 2020 ein Zeitalter der „Dezentralisierung“ begonnen haben. Immerhin 63% der von der Economist Intelligence Unit befragten Führungskräfte gehen davon aus, dass wichtige unternehmerische Entscheidungen nicht mehr nur von zentralen Geschäftsleitungen getroffen, sondern auch einzelne Mitarbeiter in den Prozess einbezogen werden.

die direkten Kundenkontakt haben, können sofort wichtige Entscheidungen fällen.“ Bis 2020 sollen es effektive Geschäftsprozesse den Mitarbeitern von Unternehmen ermöglichen, die Anforderungen des Markts und der Kunden besser zu erfüllen und die Organisationen selbst flexibler machen. Dabei ist die

Förderung einer engeren Zusammenarbeit mit Kunden besonders wichtig, denn „die im Rahmen der Studie befragten Führungskräfte sind der Ansicht, dass bis 2020 die meisten Ideen für neue Produkte und Dienstleistungen von Kunden stammen werden“, sagt Mills. „86% der Führungskräfte sind sich darüber hinaus einig, dass

Neue Modelle „Wir glauben, dass Unternehmen prozessorientierter werden, sodass geschäftskritische Informationen einfacher verwaltet und von autorisierten Mitarbeitern empfangen, gespeichert und abgerufen werden können“, sagt David Mills, Executive Vice President Operations von Ricoh Europe. „Dadurch laufen Entscheidungsprozesse weniger hierarchisch ab und Mitarbeiter,

© Ricoh

Wien. Der Business Intelligence Software-Anbieter MicroStrategy Incorporated wurde vom Analysten Gartner Inc. im „Leader-Quadranten“ des Magic Quadrant-Berichts 2012 für Business Intelligence-Plattformen positioniert. Gartner definiert „Leader“ als „diejenigen Anbieter, die über eine möglichst umfangreiche und ausgereifte BI-Plattform für den unternehmensweiten Einsatz verfügen und eine breit angelegte BI-Strategie unterstützen. Leader schaffen ein Geschäftsmodell, in dem sich Kunden wiederfinden, verbunden mit den Stärken und operativen Möglichkeiten, auf globaler Ebene aufzutreten.“  www.microstrategy.com

Wien. Einen Kilometer würde man beim Umrunden der beiden Stockwerke der IT-Services der Sozialversicherungen GmbH zurücklegen – und ein paar besondere Bilder mitbringen. Einerseits den Anblick des Yachthafens, der sich seit der UBahn-Erschließung Donau Marina nennt, andererseits Ansichten einer ungewöhnlichen Büroarchitektur: transparente Scheiben, Kommunikationsinseln, eine offene Raumstruktur zum Wohlfühlen. „Wir haben hier versucht, neue Wege zu gehen“, sagt Hubert Wackerle, gemeinsam mit Erwin Fleischhacker Geschäftsführer der ITSV GmbH. „Auch was das Arbeitszeitmodell betrifft: Wir sind hier sehr flexibel und kommen den Mitarbeitern entgegen. Es gibt beispielsweise keine Kernzeiten.“ Darum gibt es auch viele Heimarbeiter oder Menschen, die zu ungewöhnlichen Zeiten am Werken sind.

© medianet

Christoph fellmer

Für seine BI-Plattform wurde Micro­ strategy von Gartner ausgezeichnet.

Neue Ära: David Mills, Executive Vice President Operations bei Ricoh Europe.

Kunden mit ihren Anforderungen oder Meinungen zukünftig Teil von internen Entscheidungsprozessen sein werden.“ 85,7% gehen auch davon aus, dass in Projektteams auch verstärkt Vertreter von Kunden und Geschäftspartnern vertreten sein werden. Kern einer erfolgreichen Dezentralisierung bis 2020 ist ein Netzwerk integrierter Prozesse, die dem Management von Informationen dienen. „Im neuen Zeitalter der Dezentralisierung müssen Unternehmen aktiver werden, um sich der digitalen Welt anzupassen“, empfiehlt Mills. „Dies ist wichtig, da Mitarbeiter zunehmend Zugriff auf kritische Informationen benötigen und viele von ihnen virtuell oder extern tätig sein werden. Mit den richtigen Partnern bei der Optimierung geschäftskritischer Prozesse können Unternehmen sicherstellen, dass Informationen überwacht werden und sicher sind. Auch die Mitarbeiter und Projektteams sollten Zugriff auf alle relevanten Informationen haben, um sich einbringen zu können.“  www.ricoh-europe.com


Fa c t s & f i g u r e s

Freitag, 2. März 2012

medianet technology – 41

Accenture Laut einer aktuellen Studie laden 55% der Tablet- und Smartphone-User Business-Apps auf ihre Geräte

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Neue Business-Apps sind stark auf dem Vormarsch

Dell schreibt leicht rückläufige PC-Zahlen

© EPA

Auf Smartphones und Tablets kommen im Arbeitsalltag unterschiedliche Anwendungen zum Einsatz. chris haderer

Dell-Geschäftsführer Michael Dell setzt verstärkt auf IT-Services.

Wien. Der IT-Hersteller Dell musste im vierten Finanzquartal 2011/2012 leichte Einbrüche beim PC-Geschäft hinnehmen. Bei den Privatkunden konnte der Rückgang nicht ganz so gut ausgeglichen werden wie im Enterprise-Bereich (Unternehmen, Behörden, etc.), wo Dell durch zusätzliche IT-Dienste und Serviceleistungen einiges wieder abfedern konnte. Diesem Geschäftsbereich ist es auch zu verdanken, dass der Umsatz in den drei Monaten bis Anfang Februar um zweiProzent auf 16,0 Mrd. USD (ca. 12 Mrd. €) leicht angewachsen ist. Der Gewinn fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18% auf 764 Mio. USD (561,6 Mio. €). Als Reaktion auf die Präsentation der Zahlen fiel die Dell-Aktie nachbörslich um fünf Prozent. Dell-Geschäftsführer Michael Dell betonte hinsichtlich des Service-Geschäfts, dass die Kunden das Unternehmen nicht länger nur als PC-Hersteller wahrnehmen würden, sondern verstärkt auch als Anbieter von Zusatzdiensten und Services.  www.dell.com

© Accenture/Marie Rambauske

Wien. „Es führt kein Weg daran vorbei, dass sich Arbeitgeber für die neuen Geräte öffnen, Mitarbeitern also Tablets und neueste Smartphones zur Verfügung stellen oder sich mit sogenannten Bring-yourown-device-Konzepten auseinandersetzen“, sagt Peter Halper, Head of Telecommunications, Media and Technology bei Accenture in Österreich. Für die aktuelle Studie „Accenture Mobile Web Watch 2012“ hat der Marktforscher in 13 europäischen Ländern, Lateinamerika und Afrika nach den mobilen Arbeitsgewohnheiten von Berufstätigen recherchiert – mit durchaus interessanten Ergebnissen. Bereits 25% der befragten Arbeiter, Angestellten und Selbstständigen nutzen im Beruf ein Internet-Handy (Österreich: 30%), 9% einen Tablet-PC (Österreich: 7%). „Es gibt inzwischen definitiv auch einen Markt für Apps, die auf die Nutzung im Geschäftsumfeld ausgelegt sind, sogenannte Business Apps“, sagt Halper. Immerhin 55% der Befragten aller untersuchten Länder laden sich kleine Programme für berufliche Zwecke auf ihr Smartphone (Tablet: 56%). In Österreich sind es 40%. „Das Smartphone ist für viele Menschen zum mobilen Arbeitsplatz geworden.“

Peter Halper, Head of Telecommunications, Media and Technology bei Accenture in Österreich, analysiert die Apps-Nutzung.

lerdings nur noch knapp vor Apple (20%), RIM (Blackberry) (18%) und Samsung (16%). In Österreich liegt das iPhone klar an erster Stelle (27%), vor Samsung- und NokiaHandys (je 19%) und Blackberrys (10%). Die Marktverteilung ist in Österreich aber großen Schwankungen unterworfen, die sehr stark von den aktuellen Handy-Verschenkaktionen der Mobilfunkprovider beeinflusst werden. Ob nun Android oder iOS die momentane Vorherrschaft hat, hängt nicht zuletzt davon ab, welche Hardware gerade preiswert zu haben ist. Welche Apps installiert werden, hängt laut der Studie wiederum davon ab, ob es sich um ein Smartphone oder ein Tablet handelt. Informations-Apps (Reiseauskünfte, Nachrichten und Ähnliches)

Differenzierte Nutzung

Kommunikation im Wandel Apps, die jobrelevantes Wissen zugänglich machen (etwa Zugang zu Lernprogrammen und Wikis), werden von 44% der Berufstätigen auf ihre Tablets und von 37% auf ihre Smartphones geladen (Österreich: 48% gegenüber 41%). Geringer sind die Unterschiede beim Download von Apps zur Arbeitsorganisation: 61% installieren sie auf ihrem Smartphone, 65% auf ihrem Tablet (in Österreich sind es 56% bzw. 65%). „Wie die Befragten mobiles Inter­ net nutzen, belegt auch, dass sich die Kommunikation in der Ge-

schäftswelt und in Unternehmen insgesamt wandelt“, sagt Peter Halper. „Wer für junge kreative Mitarbeiter und Kunden attraktiv bleiben will, der braucht nach innen und außen neue Kommunikationskanäle wie Instant Messaging und Social Networks.“ 38% der Befragten in den dreizehn Ländern tauschen sich bereits im Job per mobilem Instant Messaging aus (Österreich: 12%) und 20% über Social Networks, auf die sie von ihrem Internet-Handy aus zugreifen (Österreich: 13%). Der „Accenture Mobile Web Watch 2012“ ist eine jährliche Untersuchung über die Verbreitung und Nutzung des mobilen Internets. Befragt wurden rund 15.600 Personen, 440 davon in Österreich.  www.accenture.com

Zeitgemäße Alternative für heimische CIOs

© Tria

„Mobilfunkanbieter, App-StoreBetreiber und Entwickler werden sich zukünftig stärker als bisher auf Business Apps ausrichten“, sagt Halper. „Das gilt für alle Betriebssysteme von Android bis Windows Mobile.“ Am weitesten verbreitet unter den beruflichen Nutzern der 13 Länder sind immer noch die Smartphones von Nokia (23%), al-

laden 65% der Smartphone-Nutzer herunter, gegenüber 51% der Tablet-Besitzer (in Österreich sind es jeweils 74%).

Get-a-Taxi Der Taxi-App-Anbieter aus Innsbruck testet zurzeit ein kostenloses WLAN-im-Taxi-Angebot im Großraum Wien

Wien. Es ist ein klassisches Startup-Unternehmen mit Potenzial zur Veränderung – auch wenn es sich auf den ersten Blick nur um so etwas Alltägliches wie die Bestellung eines Taxis handelt. Weil sie die Wartezeiten in der Telefonschlange bei Funkzentralen satt hatten, erdachten die beiden Innsbrucker Jungunternehmer Georg Parth und Fabian Rauch eine praktische Taxi-App für Smartphones und Tablets und gründeten kurzerhand „Get-a-Taxi“. Über dieses System kann man per Smartphone ein (ebenfalls mit dem Get-aTaxi-System fahrendes) Taxi rufen, wobei man die aktuelle Position des Wagens auf einer Karte angezeigt bekommt und auch gezielt einen Wagen in der Nähe rufen kann. Nach einem erfolgreichen Start in Innsbruck sind die Jungunternehmer nun auch in Wien aktiv – mit weiteren interessanten Ideen.

Netzwerk im Taxi Jüngster Coup von Parth und Rauch ist der Service WLAN im Taxi, der, so der Plan, Ende der

© Chris Haderer

Wenn Social Media auf die Taxi-Branche trifft

Business-Taxi-Anbieter Thomas Schwarz (li.) und Georg Parth von Get-a-Taxi.

Woche in den Echtzeitbetrieb übergeführt werden soll. „Dazu haben wir eine Partnerschaft mit ‚Orange‘ geschlossen, um interessierten Fahrern ein Komplettpaket anbieten zu können“, sagt Parth. Dazu wird im Wagen ein mobiles Funkmodem installiert, das die Fahrgastzelle mit einem WLAN-Netz versorgt, in

das sich Gäste kostenlos mit ihren mitgeführten Geräten einloggen können. „Das ist vor allem für Geschäftsreisende interessant, die auf dem Weg vom Flughafen zum Termin ihre E-Mails lesen wollen, ohne teure Roaming-Tarife bezahlen zu müssen“, sagt Thomas Schwarz, der seit über zehn Jahren sein

„Business-Taxi“ betreibt. Schwarz bedient vorwiegend Firmenkunden, für die er auch Erledigungen übernimmt. Für den WLAN-Service von Get-a-Taxi war er in den letzten Wochen als Testfahrer unterwegs – mit durchwegs positiven Erfahrungen (wobei die Fahrgäste durch die Übernahme von Orange durch „3“ und die daraus resultierende Verbesserung der Netzqualität profitieren). „Kunden aus dem Ausland wissen den Mehrwert zu schätzen“, sagt Schwarz, der den Service auch nach der Testphase (mit zehn Wiener Taxis) anbieten will. Get-a-Taxi ist nach MyTaxi der zweite Anbieter einer „freien“ Taxi-App in Wien. Die Funkzentralen 31300 und 40140 haben bereits im Vorjahr eine App präsentiert, die sich aber nicht durchsetzen konnte. „Wir bieten Zusatzfeatures“, sagt Parth. „Dazu gehört die Anzeige der Wagenposition, die Kommunikation mit dem Fahrer und auch die Bewertung der Fahrer.“ Mit anderen Worten: Social Web meets Taxi – mit Erfolg.  www.get-a-taxi.at  www.die-limousine.at

v.li.n.re.: Paul Haberfellner, Damianos Soumelidis und Thomas Riedl.

Wien. Mit „Tria“ erlebt ein neuer Player seine Premiere in der heimischen IT-Branche. Hinter der Projektentwicklungs- und Beteiligungs GmbH stehen die IT-Manager Damianos Soumelidis (Hexa Business Services), Paul Haberfellner (bislang Account Director S&T) und Thomas Riedl (Geschäftsführer ComSolution), zur Gruppe selbst gehören Hexa Business Services, der IT-Servicedienstleister ComSolution, die Experten-Personalvermittlung today experts sowie die Softwareschmiede Code Force. „Mit ‚Tria‘ verbinden wir vier agile Unternehmen. Ihre Fachbereiche werden in der Beratung und im Delivery für komplexe, umfassende Projekte verknüpft“, sagt Tria-Teilhaber und Marketingchef Soumelidis. Mit Tria will man jetzt eine zeitgemäße Alternative für moderne CIOs in Österreich anbieten. „Um klassische IT und neue Cloud-Konzepte effizient und kostensparend zu verbinden, brauchen wir gemeinsame Strategien – ohne Neidfaktor”, sagt Co-CEO Paul Haberfellner.  www.hexa.at


T o o ls & ser v ices

42 – medianet technology

Panasonic Der Elektronikhersteller hat die neue Smartphone-Linie „Eluga“ für den europäischen Markt vorgestellt

short

Ein robustes Smartphone für Trinker und Taucher

Kaufmännische Lösung für 20 Arbeitsplätze Wien. Mit „GS-Office Quantum“ hat das Softwarehaus Sage eine kaufmännische Komplettlösung für den österreichischen Markt vorgestellt. Sie ist für kleine Unternehmen mit standardisierten Prozessen ausgelegt, wie Handelshäuser und Dienstleister, die ihre Abläufe in einem einzigen kaufmännischen System abbilden wollen und keine Individualanpassung benötigen. GS-Office Quantum kann auf bis zu 20 Arbeitsplätzen gleichzeitig installiert werden und bietet eine integrierte Warenwirtschaft, Auftragsverarbeitung und Buchhaltung inklusive Kontaktmanagement-Funktionen. Das Produkt ist auch im Netzwerkoder Terminalserver-Betrieb nutzbar. Dadurch ist GS-Office Quantum auch für Firmen mit Filialbetrieben oder zahlreichen Außendienstmitarbeitern, die über mehrere Clients auf die gemeinsame Datenbank zugreifen müssen, gut geeignet. Außerdem enthält die Lösung ein umfassendes Service- und Support-Angebot.  www.sage.at

Immer mehr Kunden wünschen sich Smartphones mit integriertem Wasserschutz für Outdoor-Aktivitäten. Wien. Hohe Ziele sind es, die sich der Elektronikhersteller Panasonic Anfang Februar gesteckt hat – und die Konkurrenz ist groß. Immerhin 1,5 Mio. Smartphones will das Unternehmen im kommenden Geschäftsjahr (1. April 2012 bis 31. März 2013) in Europa verkaufen, weltweit sollen es bis Ende des Geschäftsjahrs 2015 (per 31. 3. 2016) sogar 15 Mio. sein. „Panasonic ist einer der führenden Hersteller auf dem japanischen Mobilfunkmarkt“, sagt Laurent Abadie, CEO von Panasonic Europe. „Während die Nachfrage nach Mobiltelefonen – insbesondere Smartphones – in Europa weiter wächst und sich festigt, vermissen wir auf dem Markt Telefone, die Design, anspruchsvolle Technik und eine das Leben vereinfachende Ausstattung erfolgreich miteinander verbinden.“

Staubfest und wasserdicht

Panasonic begegnet dieser Leere mit dem „Eluga”, dem ersten Smartphone des Unternehmens für den europäischen Markt. Der Name des erstmals auf der „Panasonic Convention“ Anfang Februar und jetzt aktuell im Rahmen des „Mobile World Congress“ in Barcelona präsentierten Geräts leitet sich von „Elegant User-oriented Gateway“ ab. Es ist ein ultra-schlankes, wasserdichtes und staubgeschütztes Android Smartphone mit NFC-Technologie und einem 4,3“Display (10,9 cm) mit 960x540 Pixel, das 66% der gesamten Gehäuseoberfläche einnimmt. Ebenfalls an Bord ist die „Swipe and share“-Technologie, die unter anderem auch mit den Panasonic Viera-Flachbildfernsehern zusam-

© Panasonic

Multimedia-Fernsteuerung

Mit der Eluga-Smartphone-Reihe will Panasonic vor allem am europäischen ­Mobilfunkmarkt punkten und neue Features und Funktionen anbieten.

menarbeitet. Damit können Bilder schnurlos vom Telefon auf Fernseher oder einen cloudbasierten Empfänger „geworfen“ oder Filme vom Telefon auf ein TV-Gerät gestreamt werden. Die „VieraRemote App“ macht aus dem Telefon eine Fernbedienung für weitere Endgeräte, wie Viera TVs, DIGA Blu-ray Player und -Recorder, Heimkinosysteme oder Digitalkameras, vorzugsweise ebenfalls aus dem Hause Panasonic. Diese Verquickung ist es auch, von der sich Toshiya Matsumara, General Manager und Head of Mo-

bile Communications bei Panasonic System Communications Europa, einiges erhofft: „Die Stärke der internationalen Marke ‚Panasonic‘ und unsere langjährige Erfahrung mit vernetzten Technologien – zum Beispiel der Verbindung mobiler Endgeräte mit Unterhaltungselektronik – gibt uns das Selbstvertrauen für den Einstieg in das europäische Smartphonegeschäft“, sagt Matsumara. „Wir erwarten einen sehr erfolgreichen Start.“ Um diesen zu garantieren, hat Panasonic am Mobile World Congress noch das „Eluga power“

Mit den Elugas, deren Ladenpreise derzeit noch nicht feststehen, scheint Panasonic in mehrfacher Hinsicht gut im Trend zu liegen, nicht zuletzt weil sie wasserdicht sind. Laut einer aktuellen, ebenfalls am Mobile World Congress präsentierten Studie von P2i, einem Anbieter von flüssigkeitsabweisenden Nanobeschichtungstechnologien, besteht nämlich ein großer Bedarf an zumindest wasserabweisenden Mobilgeräten. Das liegt nicht allein an fragwürdigen Trinkgewohnheiten (laut der Studie verschütten immerhin zwölf Prozent der amerikanischen Handybesitzer regelmäßig in Lokalen Alkohol über ihre Telefone), sondern auch an Outdoor-Anforderungen: Gut 77% der Spanier und 72% der Franzosen nehmen ihre Smartphones an den Strand mit. Laut der Studie ist ein integrierter Wasserschutz für weltweit 51% der User ein Kaufkriterium – womit sich Panasonic mit den Elugas in vorderster Front positioniert. Die Geräte sind staub- und wasserfest nach dem IP5X- bzw. IPX7-Standard und arbeiten laut Hersteller auch nach einer halben Stunde in einem Meter Wassertiefe unbe­ eindruckt weiter.  www.panasonic.at  www.p2i.com

Test „Norton 360 Version 6“ von Symantec zeichnet sich vor allem durch sehr gute Performance-Eigenschaften aus

Guter Schutz vor lästigen PC-Erkrankungen Wien. Der Security-Lösungsanbieter Symantec hat seine Anti-VirusProdukte erneuert und die Version 6 von „Norton 360“ vorgestellt. Die Schutzlösung (die mit einer Lizenz bis zu drei Rechner vor Übergriffen aus dem Internet absichert) wurde ursprünglich von Peter Norton Computing entwickelt und 1990 von Symantec aufgekauft. In der Version 6 ist Norton 360 in zwei Varianten zu haben: als Standardversion (69,99 €/Jahreslizenz) mit zwei Gigabyte kostenlosem OnlineSpeicher sowie als „Premier“-Edition mit 25 Gigabyte Speicher (79,99 €). Bis auf den sicheren Speicher, der für Backup-Zwecke oder auch zum Speichern von MultimediaDaten verwendet werden kann, sind beide Varianten mehr oder weniger ident. Für den BusinessEinsatz empfiehlt sich aufgrund des größeren Speichervolumens dennoch die Premier-Edition.

Leistungsfähige Module Während im Enterprise-Bereich zwangsläufig andere Lösungen zum Einsatz kommen, eignet sich

gung), ein optimiertes Backup sowie Funktionen zur Bandbreitenanpassung (Kontrolle über die verwendete Bandbreite, um beispielsweise Backups von der Übertragung in 3GMobilnetzen auszunehmen). Als Komplettpaket deckt Norton 360 praktisch alle Sicherheitsanforderungen ab, die im Büroumfeld auftreten, wobei die Lösung einfach zu installieren ist und im Kurztest (unter Windows 7 Ultimate) auch keinerlei Probleme machte. © Symantec

© Apple

Cupertino/Wien. „Mountain Lion“ soll die kommende Version des Macintosh-Betriebssystems heißen, die Apple vor Kurzem als Developer-Preview vorgestellt hat. Über die Richtung, in die der Lifestyler mit der Benamsung seiner neuen Betriebssysteme geht, kann man geteilter Meinung sein – aber zugegeben, es ist auch nicht leicht, nach „Lion“, „Leopard“ und „Snow Leopard“ eine noch einigermaßen glaubwürdige Steigerung zu finden, die nicht nach Waschmittelwerbung klingt. Mountain Lion ist die erste Version von OS X, die im Hinblick auf iCloud konzipiert worden ist und auf die Integration von Apps abzielt. Mit diesen Schritten will Apple sein vom Rest der IT-Welt abgeschottetes iOS-Ökosystem auch auf den PC-Bereich ausdehnen. „Die Entwickler-Vorschau von ‚Mountain Lion‘ erscheint gerade einmal sieben Monate nach der unglaublich erfolgreichen Einführung von ‚Lion‘ und unterstreicht das rasante Tempo bei der Entwicklung des weltweit fortschrittlichsten Betriebssystems für Personal Computer“, versucht Apple-Chef Tim Cook die bereits bei der Einführung von Lion aufgetretenen zahlreichen Kompatibilitätsprobleme mit Software von Drittherstellern (beispielsweise Microsoft und Adobe) schönzureden. Insgesamt soll Mountain Lion mehr als 100 neue Funktionen bieten und gemäß dem Apple-Jargon die IT-Welt einmal mehr revolutionieren.  www.apple.at

nachgeschoben, den mit einem 1,5 GHz-Dual-Core-Prozessor von Qualcomm und einem 5“-HD-LCDDisplay mit einer Auflösung von 1280x720 Pixel bestückten, großen Bruder des Eluga. Die Powervariante wird mit Android 4.0 Ice Cream Sandwich ausgeliefert und ist mit einer acht Megapixelkamera mit Full-HD-Funktionalität ausgestattet.

Chris haderer

Apple führt Kunststücke seines Berglöwen vor

„Mountain Lion“: 100 neue Funktionen und Apps am Mac-Desktop.

Freitag, 2. März 2012

Gute Performance Norton 360 Version 6 von Symantec bietet die Möglichkeit zum Online-Backup.

Norton 360 sowohl für den Privatbereich als auch für die Anwendung in Heim- und Kleinbüros. Die Lösung versteht sich als Komplettpaket, das verschiedene Aspekte der Internet-Security abdeckt, vom Malware-Schutz bis hin zu einer recht leistungsfähigen Firewall. Zu den neuen Features, die in der Version 6 hinzugekom-

men sind, gehören unter anderem „Norton Identity Safe in der Cloud“ (zum Schutz von sensiblen Informationen vor unbefugtem Zugriff), „Norton Management“ (zur ortsunabhängigen Verwaltung aller Nortonlösungen, wie beispielsweise das Hinzufügen neuer Produkte, Aboverlängerungen, Lizenz-Management und Problembeseiti-

Malware-Schutz bedeutet in der Praxis meist Verlust an Performance. In dieser Hinsicht machte Norton 360 Version 6 eine ausgesprochen gute Figur: Auf den getesteten i5- und i7-Konfigurationen war praktisch kein Geschwindigkeitsverlust bemerkbar. Wer an die Anschaffung einer Lizenz für ein Schutzprogramm denkt, sollte einen näheren Blick auf die neue Symantec-Software werfen.  www.symantec.de

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