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retail medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

DIENSTAG, 27. SEPTEMBER 2011 – 19

SĂœSS & SALZIG

Iglo Mehlspeisträume und Maroni, Kelly‘s Salted Redskin Peanuts & Relaunch bei KotĂĄnyi. Seite 23

Das Ekazent GroĂ&#x;feldsiedlung feierte seinen 40. Geburtstag

Seite 21

LES CHOCOLATS

BLITZEBLANK BLI

Die perfekt auf Nespresso abgestimmte Schokolade kommt nach Ă–sterreich Seite 22

Š Foto Wilke

Š Ekazent

GRĂ„TZL-FEST

Š Nespresso/Schauer

Š Kelly

Eli Elisabeth Springs ist Marketingleiterin Wasch-und Reinigungsmittel/Henkel Seite 24

Die Pläne des neuen Handelsduos fßr NÖ

Š medianet/Szene1/Katharina Schiffl

SHORT

BittersĂźĂ&#x; Bei den Top 12-Companies in der heimischen SĂźĂ&#x;warenbranche stehen die Zeichen auf Umsatzgewinn. In der Menge musste MarktfĂźhrer Kraft allerdings etwas nachlassen. Das Ranking in den Marktanteilen auf Seite 22

Š medianet/Szene1/Katharina Schiffl

Š dpa/Oliver Berg

GerĂźchtekĂźche Zielpunkt ist wieder einmal Mittelpunkt von VerkaufsgerĂźchten, ausgelĂśst durch einen Bericht im aktuellen trend. Zielpunkt-Vorstandsvorsitzender Jan Satek (Bild) sieht darin eine Ăźbliche Strategie der Branche. Das rege Interesse einiger Mitbewerber fĂźhrt er auf die erfolgreiche Sanierung zurĂźck. Seite 21

Nachgefragt Karl Ungersbäck und Franz Kirnbauer (re.), Geschäftsfßhrer und Obmann der Sparte Handel der Wirtschaftskammer NiederÜsterreich, ßber Lage, Chancen und Herausforderungen der Händler im Osten Österreichs. Seite 20

 

 

  

      

     

    

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TI TE L S TO R Y

20 – medianet retail

Dienstag, 27. September 2011

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl (2)

Der Geschäftsführer einer Gloggnitzer Holzhandelsfirma, Franz Kirnbauer, ist vergangenes Jahr zum Obmann der Sparte Handel der WKNÖ gewählt worden, Geschäftsführer Karl Ungersbäck steht ihm zur Seite.

Interview Das Führungsduo der Handelssparte der Wirtschaftskammer Niederösterreich im Gespräch mit medianet retail

„Nur mehr fünf Prozent der Gemeinden nicht nahversorgt“ Wie das Bundesland dank eines speziellen Förderprogramms wieder Händler in 50 Gemeindezentren gebracht hat. NATALIE OBERHOLLENZER

Wien. Im Mai letzten Jahres hat der Gloggnitzer Franz Kirnbauer seinen Posten als Obmann der Handelssparte der Wirtschaftskammer Niederösterreich angetreten. Gemeinsam mit dem Spartengeschäftsführer Karl Ungersbäck kümmert er sich seither um die Anliegen der Branche des Bundeslandes im Osten Österreichs. Im Interview mit medianet retail geben die beiden Auskunft über den Status quo der Handelsszene, über den Erfolg des Nahversorger-Förderprogramms NAFES (Anm.: Niederösterreichische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Einkaufs in Stadtzentren), über Kaufkraftflüsse und das heiße Eisen „Mitarbeiter“. medianet: Herr Kirnbauer, Sie sind im Holzhandel tätig. Wie war das für Sie, plötzlich die gesamte Handelsbranche zu vertreten? Immerhin geht es in der Öffentlichkeit, wenn vom Handel die Rede ist, meistens um den Einzelhandel, am allermeisten um den Lebensmittelhandel. Franz Kirnbauer: Natürlich steht der Lebensmittelhandel oft im Fokus. Es gibt zwar im Einzelhandel mit Abstand die meisten Betriebe und dort wiederum im Lebensmittelhandel, aber wenn man sich die Umsätze anschaut, dann haben wir im Großhandel ähnliche Größenordnungen. medianet: Was die Nahversorgung mit Lebensmitteln betrifft, schneidet Niederösterreich im Ländervergleich im Mittelfeld ab. Einer Studie des Verkehrsclub Österreich zufolge sind 25 Prozent der Gemeinden dort nicht nahversorgt. Wie sieht Ihr Ansatz dazu aus? Karl Ungersbäck: Das ist eine Frage der Betrachtungsweise. Wenn man sich die Gemeinden anschaut, sind wir nicht bei 25, sondern bei fünf Prozent Anteil. Anders schaut es bei den Katastralgemeinden

aus. Aber die 95 Prozent mit Nahversorger sind ein österreichweiter Spitzenwert, an dem man sieht, dass unsere Förderbemühungen auch fruchten. Kirnbauer: Hier greift unser NAFES-Programm. Dabei werden in einer Kooperation mit dem Land Niederösterreich Handelsprojekte von Kommunen oder von Händlern eingebracht; sie werden von einer Jury bewertet und monetär sowie organisatorisch unterstützt.

„Ich halte nichts davon, wenn jedes Unternehmen die Nachhaltigkeitsagenden für sich regelt und selber Siegel kreiert: Weil der Konsument die Übersicht verliert.“ FRANZ KIRNBAUER OBMANN HANDEL DER WKNÖ

Ungersbäck: Die NAFES gibt es schon seit 13 Jahren, bis jetzt haben wir Projekte in über 400 Gemeinden umgesetzt. Rund zwölf Mio. Euro an Fördergeldern sind schon geflossen. Kirnbauer: Das Programm läuft im nächsten Jahr aus. Wir werden aber Gespräche mit dem Land führen; Ziel ist eine Fortführung für mindestens vier Jahre. medianet: Inwieweit engagieren Sie sich in Sachen Raumordnung, um den Wildwuchs auf der grünen Wiese zu unterbinden? Kirnbauer: Wir haben als einziges Bundesland eine klare Regelung,

in der verankert ist, dass auf der grünen Wiese keine Genehmigungen mehr erteilt werden. Wir erlauben nur noch Projekte auf Flächen, die zur Zentrumszone gehören. Ungersbäck: Diesen Stopp hat es 2005 gegeben. Davor hat sich der Handel sehr stark Richtung Grüne Wiese entwickelt. medianet: Gibt es zu viel Verkaufsfläche in Niederösterreich? Kirnbauer: Wenn man den Vergleich mit anderen Staaten heranzieht, bei dem wir knapp 30 Prozent mehr Handelsfläche pro Kopf haben als etwa in Deutschland, und davon ausgeht, dass Niederösterreich im Landesschnitt liegt, dann haben wir viel Verkaufsfläche. Aber solange unsere Betriebe Erträge erwirtschaften, solange Kaufkraft vorhanden ist, kann man nicht sagen, dass es zu viel ist. medianet: Wie haben sich die Ab- und Zuflüsse an Kaufkraft mit Wien entwickelt? Ungersbäck: Wir hatten 2006 die letzte große Untersuchung, damals hatten wir einen Positivsaldo für Niederösterreich gegenüber Wien von 600 Mio. Euro. Wir sind klarer Kaufkraftgewinner, weil wir einen Teil der Wiener Peripherie abdecken, mit Vösendorf vor allem im Süden Wiens und inzwischen auch im Norden von Wien. Mit dem ‚G3‘ in Gerasdorf entsteht gerade das letzte nach dem alten Raumordnungsgesetz genehmigte Projekt. medianet: Wie sieht es mit den im Osten angrenzenden Staaten aus? Kirnbauer: Wir haben auch hier einen Kaufkraftüberschuss. Es könnte sogar sein, dass wir es unseren östlichen Nachbarn zu verdanken haben, dass der niederösterreichische Handel im ersten Halbjahr 2011 besser abgeschnitten hat als der gesamtösterreichische. Wir hatten real ein Plus von 1,1 Prozent, während der gesamte österreichische

Einzelhandel ein leichtes Minus hinnehmen musste. medianet: Wie sieht Ihre Einschätzung zu den Entwicklungen des Handels in den kommenden Monaten aus? Kirnbauer: Hierzulande wurde der Konsum in den letzten Jahren nicht so in Mitleidenschaft gezogen wie in anderen Staaten, oder wie die Industrie. Wir haben kaum Beschäftigung eingebüßt, die Umsätze sind nicht merkbar zurückgegangen. Mit einer Prognose muss man dennoch vorsichtig sein. Man muss sich zuerst einmal anschauen, wie sich gewisse Staaten in Europa entwickeln. medianet: Ein Thema, bei dem der Handel öfter in der Kritik steht, ist jenes der Mitarbeiter. Was wollen Sie unternehmen, um das Image der Branche als Arbeitgeber zu verbessern? Kirnbauer: Mit 115.000 Arbeitnehmern und knapp 3.000 Lehrlingen ist der niederösterreichische Handel ein wichtiger Arbeitgeber, wo wir permanent versuchen, auch das Image zu heben. Ich glaube, dass es hier sehr wichtig ist, die Kommunikation mit den Sozialpartnern noch zu verbessern. Derzeit werden zu viele Probleme über die Medien diskutiert; das schadet der ganzen Branche. Beispielsweise die Zerstückelung der Arbeitszeit. Ich kenne keinen Unternehmer, der das so handhabt. Das Thema ist ein-, zweimal aufgegriffen und dann massiv gespielt worden. Das ergibt in der Öffentlichkeit ein schräges Bild. medianet: Wo sehen Sie die Zuständigkeiten verankert, wenn es generell um das Thema ‚Nachhaltigkeit‘ geht? Wie viel staatliches Regelwerk ist gefragt, oder ist das, wie es derzeit vielfach den Anschein hat, Sache eines jeden Unternehmens selbst? Kirnbauer: Der Begriff kommt ja eigentlich aus der Forstwirtschaft.

Nachhaltigkeit heißt in dem Bereich, dass nur eine bestimmte Menge an Holz aus den Wäldern entnommen werden kann. Wir haben Regelungen von der ‚Holzzert Austria‘ – eine definierte, klar nach außen präsentierte Angelegenheit. Ich halte nichts davon, wenn in anderen Branchen jedes Unternehmen die Nachhaltigkeitsagenden für sich regelt und selber Siegel kreiert: Weil der Konsument die Übersicht verliert. Ungersbäck: Natürlich kann man keinem Betrieb verbieten, sich in dem Bereich darzustellen, aber wirklich gute Informationen für Konsumenten sind klare Gütesiegel, von Unabhängigen kontrollierte Zertifizierungen – wie jenes von der AMA bei den Lebensmitteln. medianet: Hat dieses Siegel genügend Strahlkraft? Oder braucht es neue, wie es das Gesundheitsministerium plant? Ungersbäck: Das Thema steht im Spannungsfeld mit einer Regulierungswut, der Bereich soll auch nicht überreguliert sein. Der wesentliche Punkt ist, dass man auf den Informationsgehalt schaut, dass nicht verflacht Dinge suggeriert werden, die nicht stimmen. Das AMA-Siegel finde ich hervorragend.

HINTERGRUND: AICHINGER BLEIBT Der langjährige Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer, Fritz Aichinger, wird das Amt auch weiterhin bekleiden. In der vorletzten Woche ist der langjährige Mandatar zum neuen Wiener ÖVP-Klubchef gewählt worden. Aus der Wirtschaftskammer ist nun zu hören, dass es „in turbulenden Zeiten wie diesen keinen Wechsel in der Bundessparte geben wird“. Man habe prüfen lassen, ob die Ämter kompatibel seien, der Befund sei positiv gewesen. Daher werde er die gute Arbeit, der er bis dato gemacht hat, auch weiterhin fortsetzen.


R E TAIL & P RO D UC E RS

Dienstag, 27. September 2011

medianet retail – 21

VerkaufsgerĂźchte Laut aktuellem trend kĂśnnte der Zielpunkt-EigentĂźmer bald nicht mehr BluO heiĂ&#x;en

SHORT

„Interesse an Zielpunkt“

Nahversorgung auf Wienerisch mit Adeg Wiener Neudorf. Adeg MĂźllner, einer der grĂśĂ&#x;ten Adeg-Märkte Ă–sterreichs und einziger Supermarkt-Post-Partner in Wien, hatte kĂźrzlich seinen Markt renoviert. „Als ich mich selbstständig machen wollte, hat mir Adeg einen tollen Standort angeboten, an dem wir die BedĂźrfnisse unserer Kunden sehr gut erfĂźllen kĂśnnen. Mit dem umgebauten Markt bieten wir jetzt den schĂśnsten und modernsten Supermarkt im 11. Bezirk“, sagt Kaufmann Kurt MĂźllner.

Vorstandsvorsitzender Jan Satek bewertet die GerĂźchte als Ergebnis erfolgreicher Sanierung. Kompliment, dass Ăźber Zielpunkt als interessantes Ăœbernahmeziel spekuliert wird. Unsere erfolgreichen SanierungsmaĂ&#x;nahmen werden offensichtlich von anderen Marktteilnehmern erkannt.“

JUTTA MAUCHER

Wien. Die Gerßchtekßche brodelt schon seit Längerem, wenn es um Zielpunkt geht. Immer wieder steht die Frage im Mittelpunkt, wann der im Vorjahr vom Finanzinvestor BluO ßbernommene Händler wieder verkauft wird und wer

300 Filialen zu vergeben

falls als Kompliment, als interessantes Ăœbernahmeziel spekuliert wird.“ JAN SATEK, ZIELPUNKT

Š medianet/Szene1/Katharina Schiffl

dass Ăźber Zielpunkt

Jan Satek Ăźber die VerkaufsgerĂźchte: „Das ist eine branchenĂźbliche Marktstrategie.“

denn Interesse an diesem Verkauf hätte. Neue Nahrung wurde diesen Gerßchten durch die aktuelle Ausgabe des Wirtschaftsmagazins trend gegeben, in dem BluOVorstand Martin Vorderwßlbecke zitiert wird: „Zielpunkt ist gerade unterwegs, um Zukäufe fßr sich selbst am Markt auszuloten. Aber wir wurden dabei schon des Öfteren auf Zielpunkt selbst angesprochen. Anscheinend gibt es

also strategische Interessenten. Und wenn uns jemand Geld bietet, sind wir da sehr unkompliziert.“

Alles ßber Zielpunkt Dass erneut Verkaufsgespräche die Runde machen, verwundert Jan Satek, Vorstandvorsitzender bei Zielpunkt, nicht weiter: „Bedingt durch die laufenden verschiedenen Sanierungs- und Re-

strukturierungsmaĂ&#x;nahmen, ist es nur zu verständlich, dass der Markt und Mitbewerber mehr Ăźber Zielpunkt erfahren wollen. Es gibt derzeit keine konkreten Verkaufsgespräche, sehr wohl aber Interesse an Zielpunkt.“ Dieses sieht Satek als Ergebnis der erfolgreichen SanierungsmaĂ&#x;en und VerkaufsgerĂźchte seien zudem eine branchenĂźbliche Marktstrategie. „Ich bewerte es jedenfalls als ein

         

Ein Wiener Grätzl-EKZ feiert 40. Geburtstag Š Ekazent/Simon Jappel + Martin Jandrisevits

„Ich bewerte es jeden-

Als ein solcher Interessent wird im Trend die Markant-Gruppe genannt. Ob BluO mit Vertretern von Nah & Frisch gesprochen hat, ist nicht auszumachen, aber seitens Zielpunkt heiĂ&#x;t es, dass BluO ein Sanierungsfond ist, der Unternehmen kauft und verkauft. Daher sei es durchaus Ăźblich, dass laufend Gespräche mit Marktteilnehmern und potenziellen Interessenten national wie international gefĂźhrt werden. „Diese Gespräche helfen BluO auch intern bei der Bewertung des Marktwerts des eigenen Engagements“, heiĂ&#x;t es dazu in einer Aussendung des Unternehmens. Dieses Engagment dĂźrfte, was Zielunkt betrifft, äuĂ&#x;erst erfolgreich sein – so positiv sieht das nicht nur Satek, sondern auch VorderwĂźlbecke, der im trend-Interview von ein Turnaround spricht, der in Griffweite gerĂźckt sei: „Es läuft besser als erwartet. Wir haben erfreuliche Umsatzzahlen und liegen konstant Ăźber Plan. Zielpunkt ist einfach kein Sanierungsfall mehr – und irgendwann zu haben. Wann gibt es schon 300 Filialen, davon die meisten im GroĂ&#x;raum Wien?“

Centermanager Gerhard Langer (li.), Ekazent-GF Robert Podebradsky.

Wien. Das GroĂ&#x;feldzentrum (GFZ) des Betreibers Ekazent in Wien-Floridsdorf war im September 1971 als viertes Einkaufszentrum Ă–sterreichs erĂśffnet worden. Das EKZ diente von Anfang an als Bezirks- und Nahversorgungszentrum samt „Haus der Begegnung“ fĂźr die Bewohner der GroĂ&#x;feldsiedlung. (red)

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THE MA : S ÜS S WA R E N

22 – medianet retail

Dienstag, 27. September 2011

Süßwarenmarkt Trotz teils kräftiger Unruhen in puncto Rohstoffsituation legt die Branche im Handel konstant zu, zuletzt um beachtliche 3,2 Prozent

Süße Sachen zu sauren Preisen M A R TA NTE I L E S ÜS S WA R ENMA R K T

LEH

MA Wert 2011 20,6 11,9 9,7 5,6 6,8 5,6 5,8 4,9 3,3 1,8 1,3 0,7 22,7

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Preiserhöhungen stehen an, die Aktionspolitik fällt zusehends moderat aus.

Entwicklung MA Menge MA Menge Entwicklung in % 2010 2011 in % 2,5 21,9 20,3 -7,5 1,0 8,4 8,5 0,9 8 11,8 12,5 5,7 -4,2 5,5 5,5 -0,1 8,7 4,8 5,8 6,3 8,6 14,7 2,1 2,4 13,9 5,2 4,4 4,7 7,1 0,7 5,7 5,8 0,5 2,0 1,8 1,8 3,0 6,7 1,1 1,1 -0,3 5,4 0,9 0,9 8,0 0,3 31,5 31,1 -1,2 3,2

Quelle: Nielsen, zur Verfügung gestellt von der Industrie, alle Daten YTD KW 28/2011

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-0,1

Wien. Der heimische Süßwarenmarkt ist stabil. Dinge wie Finanzkrisen, Rezession oder generelle Kaufunlust der Konsumenten scheint es ebenda nicht zu geben. Per Kalenderwoche 28 belaufen sich die Gesamtumsätze der süßen Branche auf 422 Mio. € im NielsenMarkt, was einem doch halbwegs gediegenen Plus von 3,2 Prozent entspricht. Outperformer waren dabei die Kekse mit einem Zuwachs von 7,9 Prozent, negativ entwickelt hat sich indes die Warengruppe Schokolade mit -2,6 Prozent. Umgelegt auf die Marktanteile der Companies bedeutet das ein Nachgeben in der Marktposition

bei Mars – ansonsten haben sich die Top 12-Anbieter der süßen Branche allesamt positiv entwickelt. Schwierigere Rahmenbedingungen, ausgelöst etwa durch die stark volatile Rohstoffpreissituation, haben zu mehr Vernunft im Preiskampf geführt. Abzulesen ist dies am deutlichsten beim Branchenleader Kraft: Dessen Marktanteil im Wert blieb von 2010 auf 2011 de facto unverändert bei rund 21% – in der Menge hat Kraft (Milka, etc.) indes deutlich nachgegeben: Da ging der Anteil von 21,9 auf 20,3 um signifikante 7,5 Prozent zurück. Naheliegender Grund: Die Aktionspolitik bei der Tafelschoko-

lade wurde geändert und passiert heute mit deutlich mehr Augenmaß als zuvor.

Lindt legt deutlich zu Generell ist somit die Tendenz in Sachen Schoko & Co werthaltig gelagert: Die Umsätze im Lebensmittelhandel steigern sich um besagte 3,2 Prozent im Wert und gehen in der Menge gleichzeitig um 0,1 Prozent zurück. Dementsprechend legen jene Marktteilnehmer, die generell für hohe Produktqualität stehen, zu: Der Schweizer Schokoladehersteller Lindt verbessert sich prozentuell um 14,7%, Manner legt um acht, Bahlsen um mehr als fünf Prozent zu. Inwieweit diese positive Tendenz im LEH eine Fortsetzung erfährt, ist zurzeit ungewiss – einige Anbieter sind gerade dabei, Preiserhöhungen aufgrund gestiegener Rohstoffpreise durchzubringen. (nov)

HUNDERTE DAS MUSS GEFÄHRDETE ARTEN. IN JEDE TÜTE.

Nespresso Neue Genüsse

Les Chocolats Wien. Geht es nach dem führenden Hersteller von Kaffeekapselsystemen, Nespresso, dann wird der Herbst nicht nur ein Kaffeegenuss, sondern einer, wo man sich den Nespresso standesgemäß mit Schokoladespezialitäten versüßen sollte: Nach der Einführung in den Nespresso-Boutiquen der Schweiz und in Frankreich werden die Nespresso Les Chocolats nun den österreichischen Konsumenten angeboten. Fünf Sorten stehen zur Wahl, je nach Genießerlaune entweder zu (sortenreinen) 18 oder in der Geschenkbox auch zu 50 Stück Schokoladetäfelchen. GourmetAnlaufstelle sind einmal mehr die Nespresso-Boutiquen in Wien, Graz und Linz – per Oktober gibt es die Süßigkeiten weiters via Internet unter www.nespresso.com oder telefonisch unter 0800 21 6251.

RIESIGES MEHR ALSSÜSSWARENANGEBOT 1.000 SCHULARTIKEL FÜR FÜR KLEINE UND GROSSE NASCHKATZEN. EINEN ERFOLGREICHEN SCHULSTART.

Schokolade sucht Kaffee Bei der Kreation der Les Chocolats ging Nespresso detailverliebt an die Sache ran: Jede Schokoladenvarietät harmoniert ganz spezifisch mit den Aromaprofilen der einzelnen Grand Cru Kaffees. Zu diesem Behufe wurde eng mit renommierten Schokoladeexperten zusammengearbeitet. Heraus gekommen sind zwei Kollektionen: mit und ohne Füllung. Die Palette reicht von weißer Schokolade mit dem klingenden Namen Vanille de Tahiti bis zur dunklen Versuchungen mit Himbeere namens Vinaigre de Framboise (Himbeere + Rohkakao). (red)

www.metro.at

© Nespresso/Thomas Schauer

Kraft Ferrero Manner Mars Wrigley Storck Lindt Bahlsen Haribo Nestlé Niemetz Ludwig Andere

MA Wert 2010 20,7 12,2 9,3 6,1 6,5 5,5 5,2 4,8 3,4 1,8 1,3 0,7 23,3

Enrico Bernardo, „Best Sommelier of the World“, mag Nespresso mit Schoko.


P R OD UC T N E W S

Dienstag, 27. September 2011

medianet retail – 23

Mehlspeisträume, schnelle Maroni, bolivianische Erdnüsse Product News Iglo Ig Mehlspeistraum lsp Maronipüree, Nussnudeln und Maroni ganz geschält, Kelly’s Salted Redskin Peanuts & Relaunch bei Kotányi. Ein wahres Innovationsfeuerwerk zündet derzeit der Tiefkühlwaren-Marktführer Iglo. Im süßen Segment kommt Bewährtes neu interpretiert auf den Tisch: Die Iglo Nussnudeln sind eine Alternative zu den beliebten Mohnnudeln. Das Maronipüree von Iglo ist bereits vorgesüßt und eignet sich nicht nur als Nachspeise, garniert mit Schlagobers, sondern auch zum Backen von Kuchen und Torten sowie zum Verfeinern von festlichen Gerichten. Neu Kategorie Launch sind auch die gerade in der kalten Jahreszeit Produkt Iglo Mehlspeistraum Maronipüree, bei Herrn und Frau Österreicher äußerst Nussnudeln und beli beliebten Maroni. Das mühsame Schälen Maroni ganz, geschält und Zubereiten ist dank Iglo Geschichte, das Preis 4,49 €, 2,99 €, 4,99 € Unternehmen bietet die Köstlichkeiten für Unte Packung 250 g, 450 g, 400 g kurze Zeit in der TK-Variante. Sie sind in kurz Vertrieb Iglo Austria GmbH Minu Minutenschnelle fertig, man kann sie Distribution LEH, Gastronomie zwis zwischendurch snacken oder mit ihnen beiKontakt Iglo, Tel.: 01/60866935 spie spielsweise eine Geflügelfülle zubereiten.

© Kelly, Iglo

U E N

Das Beste aus mildem Edelcacao Für die milden Varianten der Excellence Chocoladen haben die Maîtres Chocolatiers von Lindt überwiegend handverlesene Cuvées mit besonders milden Edelcacaosorten zusammengestellt. Durch langes Conchieren wird die Bitternote weiter reduziert, bis ein vollmundiges, aber zugleich mild-feines GeschmacksproÞl entsteht, das die ganze Aromenvielfalt des Cacaos enthält. Für die harmonische Abrundung sorgt ein Hauch echter Bourbon-Vanille. So ist es gelungen, neben den charaktervoll-intensiven Excellence Tafeln neue Mild-Varianten zu kreieren, die so mild schmecken, wie es ihr Name verspricht. Jetzt neu mit 70% und 85% Cacao.

Der Knabbergebäck-Experte Kelly hat mit bolivianischen Bauern eine Kooperation abgeschlossen und bietet seinen Kunden eine einzigartige und limitierte Weltneuheit: Die neuen Salted Redskin Peanuts beinhalten mehrere „Ur-Erdnuss“-Sorten, die durch ihren intensiven Geschmack und ihre ursprüngliche Optik bestechen. Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Kontakt

Dunkle Chocolade war noch nie sooo mild!

Launch Kelly’s Salted Redskin Peanuts 1,89 € 145 g Kelly GmbH LEH Kelly, Tel.: 05/70789-0

Gewürze Kotányi-Relaunch

Farbsystem neu Wien. Modernes Design für echte Klassiker: Zum 130jährigen Firmenjubiläum zeigen sich die Briefpackungen des Wiener Gewürzherstellers Kotányi in neuem Outfit. Die neue Kollektion punktet mit Design, Aromaschutz und durch neue Farbcodes. Pfeffer trägt jetzt elegantes Schwarz, Kräuter setzen auf frisches Grün und Backgewürze zeigen sich in strahlenden Gelbtönen. Tests haben durch die neuen Farben 30% Zeitersparnis bei der Suche im Regal ergeben.

Nur die mildesten Edelcacaosorten kommen in die Excellence Mild 70% und Mild 85%.

EXCELLENCE 90% intensiv-kräftige, harmonisch abgestimmte Bitternote EXCELLENCE 85% kräftige Bitternote EXCELLENCE MILD 85% intensiv vollmundige und angenehm milde Bitternote

© Kotányi

EXCELLENCE 70% intensive Bitternote

Signalfarbe Signalfa Sign alfarbe alfa rbe Gelb Gelb:: So sehen Backgewür Backgewürze wie Vanillezucker bei Kotányi aus.

EXCELLENCE MILD 70% vollmundige und mild-feine Bitternote

Hochprozentiger Chocoladegenuss. Ob milder, vollmundiger Cacaogeschmack oder herbe, kräftige Bitternote - bei den dunklen Lindt Excellence Tafeln Þndet jeder Liebhaber dunkler Chocoladen seinen persönlichen Favoriten. Genießen Sie eine ausgewogene Sinfonie aus köstlichen Cacao-Aromen, die sich dank der extra dünnen Form der Tafeln perfekt am Gaumen entfalten können.


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S HO P TA L K

24 – medianet retail

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MEISTERSTRASSE H&M CHARITY

© www.meisterstrasse.at (3)

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1. Gabriele Neumair, Christoph und Nicola Rath, Reinhard Itzlinger, Wolfgang Bauer, Hans Georg Gmachl, Kathrin und Matthias Macheche, Gabriela Adlmanseder; 2. Martin Petermann und Herbert Wittrich; 3. Jean-Paul Vaugoin.

© H&M (5)

Broschüren über Handwerksbetriebe erschienen 2

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Handwerk hat doch goldenen Boden

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1. Adriana Zartl mit Sohn Luca und Verlobtem Andy; 2. Matthias und Gabriele Euler-Rolle; 3. Christiane Wassertheurer mit Mann und Kind; 4. Sue Reichard mit Sohn Noel.

H&M präsentierte seine „All für Children“-Kollektion

Einkaufstag für den guten Zweck

Gastgeberin: H&MChefin Österreich, Claudia Oszwald.

Klein und Groß Am Sonntag öffnete der H&M Store in der Wiener Kärntner Straße seine Türen für einen exklusiven Charity Brunch zugunsten von UNICEF. Unter den geladenen Gästen waren auch einige Promis mit ihren Kindern wie etwa Ruth Brauer, Gabriela und Matthias Euler-Rolle, Pius Strobl, Sue Reichard, Alamande Belfor, Gustav Götz und Andreas Seidl. Den Brunch-Teilnehmern – unter ihnen auch jede Menge Kinder – wurde die „All for Children“-Kollektion präsentiert, die auch gleich probiert und gekauft werden konnte. Christiane Wassertheurer, die den kleinen Gästen Geschichten aus dem H&M-Kinderbuch „Moritz“ vorlas, war begeistert: „Das ist eine tolle Sache heute – vor allem, wenn man weiß, dass die geshoppten Teile armen Kindern zugutekommen. Und beim Kinderschminken konnte ich auch was dazulernen.“ (jm)

Elisabeth Springs (32) hat mit 1. September die Marketingleitung für den Bereich Wasch- und Reinigungsmittel (WR) Österreich der Henkel CEE übernommen. Springs ist Absolventin der Fachhochschule für Marketing & Verkauf Wien und seit Jänner 2002 bei Henkel CEE. Nach dem Karrierestart im Brand Management CEE und verschiedenen Job-Stationen im Marketing, etwa in der Slowakei, war die gebürtige Wienerin zuletzt fast drei Jahre lang Key Account Managerin im Wasch-/Reinigungsmittelgeschäft. Springs berichtet an Paul Vetter, General Manager WR Österreich.

1,9

PRODUKT T DE DES TAGES

LADEN-HÜTERIN

Wie aus rund eckig wird ALEXANDRA BINDER

lle reden von Online-Shopping, keiner übers Porto. Ich schon. Wenn ich nämlich z.B. eine Natur-Haarfarbe aus Deutschland bestellen will, die gute 50 Euro pro Tuberl kostet – ich zwei brauche, und mir der Anbieter dann noch 15 Euro Porto draufkleschen möchte, werde ich unrund – ein Zustand, in dem ich mich selbst nicht kennen möchte, weshalb ich ihn gern vermeide. Geht aber grade nicht. Ursächlich schuld daran ist Sebastian, das erfinde-rische Unternehmen, das eine Farbe namens ‚Cellophanes’ in mein farbloses Leben bringen will. Dummerweise hat es das gute Zeug als Salonexklusives Treatment ersonnen. Schön für es. Teuer für mich. Weil die pure Natur grade mal zehn Wäschen hält. Und man jedes Mal einen 100er hinlegt im Salon, der einem Waschen und Föhnen dazu aufs Auge drückt. Eine Philosophie, die mir nicht und nicht eingehen will. Weil, was der Basti mir hierzulande als Salon-internes eh schon wissen verkauft, verklopft man mir in germanischen Online-Shops, etwa sebastian-store.de, problemlos als Privatperson für daham. Da finanzier ich dann aber den Paketdienst mit, dessen Hobby es ist, mir Pickerl auf die Gegensprechanlage zu kleben, dass die Ware jederzeit im Gigritzpotschner Partnershop abzuholen ist. a.binder@medianet.at

A

© la-tweez (2)

© Foto Wilke/Mediendienst.com/Henkel CEE

KOPF DES TAGES

Meisterlich Das Handwerk soll wieder mehr an Bedeutung gewinnen, meinen zumindest die beiden Gründer der „Initiative Meisterstrasse“, Christoph und Nicola Rath, die kürzlich ihre neuesten Produkte präsentierten: Bei „Meisterstrasse – ein Führer durch Wiens beste Werkstätten“ stellen sich darin die herausragendsten Handwerksmeister der Bundeshauptstadt vor. Das Werk wurde in der Neuen Porzellanmanufaktur Augarten präsentiert: Von weltberühmten k.u.k. Hoflieferanten bis zu versteckten Geheimtipps stellen hier 38 Handwerksbetriebe ihre Produkte und Techniken vor. Anwesend waren u.a. Martin Petermann und Herbert Wittrich (Rabas Metallgießer), Jean-Paul Vaugoin (Jorosinski & Vaugoin Silberschmiede). Fast gleichzeitig wurde auch „Meisterstrasse – ein Führer durch Salzburgs beste Werkstätten“ vorgestellt – wieder vor Ort in der Weißbierbrauerei „Die Weisse“. Gekommen waren hier u.a. Reinhard ItzJacobs & Gault Millau laden zur linger (Biobäckerei Itzlinger), 13. Preisverleihung „Die golWolfgang Bauer (Bäckermeisdene Kaffeebohne“ am Freitag, ter und Chocolatier), Kathrin 30. September, in die Arena 21 und Matthias Mache (Fleischim MuseumsQuartier mit hauerei „Der Mache“) und Karl Hohenlohe. Gabriela Adlmanseder (Nagy Honig-Lebkuchen). (jm)

Freude am Leben TheraPearl hat eine limitierte Edition der „Ice Packs“ in Kooperation mit Pink Ribbon ins Leben gerufen: Dabei ziert eine PinkRibbon-Schleife das Cool Pack mit pinkfarbenen Gelkügelchen. Diese TheraPearls sind flexible, anschmiegsame Kissen zur Kühlung oder Erwärmung von Körperstellen; sie beschleunigen die Regenerationsprozesse über die Haut. Die unterschiedlich geformten Kissen dienen zur Linderung von Sportverletzungen oder einfach zum Entspannen von Muskeln, Sehnen oder Gelenken. Augenmaske UVP 19 €, Contour Pack UVP 12 €, Sports Pack UVP 18 €. www.tendresse.at, www.therapearl.at

D I E Z A HL MI T D EM A HA - E F F EK T zum Weitererzählen

Land der Naschkatzen Für 2011 rechnet Bahlsen damit, dass jeder Österreicher zumindest 1,9 Pick-up-Riegel gegessen haben wird, 2010 waren es 1,5 Riegel.

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