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retail inside your business. today.

Risikofrei

Greenpeace nimmt Chips und Kartoffelsnackangebot unter die Lupe  Seite 16

Laut Klarna lassen sich die Online-Händler einiges an Umsatz entgehen  Seite 16

© Reed Exhibitions

nicht zufrieden

© Klarna

© Greenpeace

© Haribo

medianet

dienstag, 22. jänner 2013 – 13

Pustekuchen

Haribo Bronchiol Stevia, Milford Früchtetee Auslese, Brunch SchokoCreme, Joya Reis Mandel Drink, Milka Mini Eggs.  Seite 17

International Anerkannt

Gerhard Perschy ist neuer Bereichsleiter Messen bei Reed Exhibitions  Seite 18

Ist Bio wirklich Bio? Lampert: Ja, natürlich!

© Schlumberger

short

Messe-Zauber Gut angelaufen ist die aktuell stattfindende, weltgrößte Agrarmesse „Grüne Woche“ in Berlin. Bereits am Sonntagnachmittag konnte der 100.000ste Besucher begrüßt werden. Das diesjährige Partnerland Holland bemüht sich um ein hochwertiges, innovatives Image seines Agrarsektors. Seite 16

© Werner Lampert Beratungsges.m.b.H

© Messe Berlin

Vielfalt Top Spirit, die Vertriebsorganisation von Schlumberger, bringt Top-Spirituose erstmalig in Österreich auf den Markt. Den heimischen Genießern steht daher nunmehr Evan Williams Straight Kentucky Bourbon Whiskey, Brugal Rum und exklusiv für die Gastronomie Tequila Cabrito zur Verfügung. Seite 15

Frage der Gesinnung Konsumenten können sich darauf verlassen, dass dort, wo Bio draufsteht, auch Bio drin ist, meint Öko-Pionier Werner Lampert – auch wenn er zugibt, dass Skandale keine Konsequenzen gezeitigt hätten.  Seite 14

Neue Outlets Gesamt bereits 37 Märkte in der Steiermark, laut Vertriebsvorstand Thomas Janny sämtlich als Nahversorger positioniert

© Zielpunkt/Nadia Gentile

Zielpunkt expandiert: Feinkost-Markt in Graz eröffnet

Erweiterte Zielpunkt-Einsatztruppe freut sich über die Eröffnung der 13. Filiale in Graz.

Graz. Zielpunkt eröffnete gestern, Montag, in Graz eine neue Filiale mit Feinkost-Schwerpunkt. Die neue Zielpunkt-Dependance am Gürtelturmplatz 1 ist die dreizehnte in Graz. Mit der Neueröffnung betreibt Zielpunkt bereits 37 Filialen in der Steiermark. In Graz haben nunmehr zehn Mitarbeiter einen Job in der neuen Filiale. „Wir freuen uns über eine weitere Filiale in Graz“, erklärt Thomas Janny, Vorstand Vertrieb bei Zielpunkt. „Wir nehmen ganz bewusst die Rolle des Nahversorgers ein – darum ist es uns wichtig, möglichst nahe bei unseren Kun-

den zu sein.“ Auf 650 m2 werden am Gürtelturmplatz über 4.300 verschiedene Artikel vertrieben. Neben der Vielzahl an Markenartikeln gibt es die breite Palette an frischem Obst und Gemüse sowie Spezialitäten aus der hauseigenen Feinkost unter dem Titel „Feines für mich“ mit mehr als 200 verschiedenen Produkten. „Wir erfüllen mit ‚Feines für mich‘ den Wunsch der Österreicher nach Vielfalt“, erklärt Janny und verweist auf heimische Vorzeigeunternehmen wie Anker und Sorger für Brot- und Gebäck; Berger, Radatz, Sorger, Moser, Neuburger,

Wiesbauer, Krainer und Messner für Wurstprodukte. Die Käsespezialitäten stammen von Schärdinger und Käsemacher sowie internationalen Top-Marken. Auch Bio-Range und Preiseinstiegslage sind mit den Marken „natürlich für uns“ sowie „Jeden Tag“ bestens abgesteckt. „Nicht nur Bio, sondern auch Regionalität steht im Vordergrund beim verantwortungsvollen Einkauf. Deshalb werden nahezu alle ‚natürlich für uns‘-Produkte von mittelständischen österreichischen Unternehmen hergestellt“, erläutert Janny das Bio-Konzept. (red)


t i t e l s t or y

Dienstag, 22. Jänner 2013

© Werner Lampert Beratungsges.m.b.H.

14 – medianet

Ja! Natürlich- und Zurück zum Ursprung-Erfinder Lampert: „Niemand wurde nach dem Bio-Skandal in Italien zur Verantwortung gezogen; das sind schlechte Aussichten für Anstand und Besserungswillen.“

Back to the roots Die Bio-Bauern müssten zum ursprünglichen Geist der Begründer der Bio-Bewegung zurückkehren, fordert Werner Lampert

„Regionalität ist der einzige Weg zur Ernährungssouveränität“ Der Bio-Pionier sieht keine Veranlassung, das „Zurück zum Ursprung“-Sortiment bei anderen Händlern zu listen. Christian Horvath

Wien. „Ja! Natürlich“ und „Zurück zum Ursprung“-Erfinder Werner Lampert setzt sich seit mittlerweile 40 Jahren für Bio-Lebensmittel und faire Konsumgüter ein. Er überzeugte in den 1990er-Jahren Billa-Gründer Karl Wlaschek, biologische Lebensmittel in die Vertriebsschiene zu übernehmen. Nach dem Rewe-Engagement glückte es Lampert bei Hofer noch einmal, eine Bio-Marke aufzubauen. Heute ist der Öko-Pionier Anbieter für die Entwicklung, Erzeugung und Vermarktung nachhaltiger und rückverfolgbarer Bio-Produkte und Bio-Marken. Zudem vergibt er das Label „Prüf nach“, dessen Qualitätsstandards „weit über die EU-Bioverordnung“ hinausgehen, wie es seitens Lampert heißt. Als „Elder Statesman“ des Lebensmittelbereichs warnte Lampert im letzten Jahr wiederholt vor den aufziehenden Gefahren des weiterhin starken Bio-Booms. medianet: Herr Lampert, Sie haben ‚Konsumenten zum Umdenken bewegt, von Lebensmittelherstellern Transparenz einzufordern und verantwortungsvoller einzukaufen‘. Das war Teil der Laudatio zur Ihrer Auszeichnung zur ‚Green Brand Austria-Persönlichkeit 2012‘. Ihre Reaktion?

Werner Lampert: Dankbarkeit ob der Anerkennung und ein wenig Stolz. medianet: Sie sind inzwischen seit mehreren Jahrzehnten im BioBereich tätig. Wie schätzen Sie die aktuelle Lage am Bio-Markt ein? Sehen Sie noch Wachstumsmöglichkeiten?

„Behutsam und ohne unsere Qualitätsanforderung zu verändern, bauen wir das ‚Zurück zum Ursprung‘-Sorti-

nur bei Hofer erhältlich. Haben Sie Pläne, den Vertrieb zu ändern? Lampert: Mit Hofer ist es so eine wunderbare Partnerschaft, von der unsere Bio-Bauern und die BioBewegung insgesamt profitieren. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit, die uns allen Segen bringt, sollte man fortsetzen. medianet: Wie sieht es derzeit mit dem Sortiment der Marke aus? Sind Sie mit dem Ausbau des Portfolios fertig oder sollen noch weitere Produkte unter dem Label folgen? Lampert: Ja, behutsam und ohne unsere Qualitätsanforderung zu verändern, bauen wir das Sortiment langsam aus.

Lampert: Ich denke, der nächste Wachstumsschub muss bei der Qualität der Bio-Produkte passieren, der Qualität der Bio-Landwirtschaft und der Qualität bei der Verarbeitung.

medianet: Sie haben kürzlich in einem Interview den Untergang von Bio prognostiziert, sofern sich die Produktion nicht grundlegend ändert. Was konkret würden Sie einem Bauern raten, der sich überlegt, auf Bio-Produktion umzusteigen? Lampert: Die Bauern müssen zum ursprünglichen Geist, der die Begründer der Biobewegung leitete, zurückkehren. Es geht nicht um die Auslegung der Bioverordnung, es geht um die Inhalte von Bio.

medianet: Die Produkte von ‚Zurück zum Ursprung‘ sind aktuell

medianet: Das neue Zauberwort in der Lebensmittelindustrie heißt

men langsam aus.“ werner lampert

‚Regionalität‘. Ist diese Entwicklung eine grundsätzlich andere als die Anfänge des Bio-Booms oder ist die Regionalität tatsächlich nachhaltiger als Bio-Lebensmittel?

„Der nächste Wachstumsschub muss bei der Qualität der BioProdukte und bei der Qualität der Landwirtschaft passieren.“ Werner Lampert

Lampert: Seit 1994 mache ich Regionalprojekte. Regionalität als holistisches Projekt ist die Zukunft und der einzige Weg zur Ernährungssouveränität. medianet: Durch die Nachfrage nach Bio-Produkten sind zudem die Richtlinien verwässert worden. Welche konkreten Ankerpunkte haben Konsumenten heute, um zu unterscheiden, ob ‚Bio‘ jetzt auch wirklich Bio ist?

Lampert: Konsumenten können sich darauf verlassen, dass dort, wo Bio draufsteht, Bio drinnen ist. Dafür sorgen die Richtlinien und die geschlossenen Kontrollen. medianet: Sehen Sie Möglichkeiten für den Gesetzgeber, durch eine Änderung der Bio-Kriterien Einfluss auf den Markt zu nehmen? Lampert: Nein. Bio ist eine Gesinnung und eine Gesinnung kann man nicht verordnen. medianet: Bio ist – unter anderem durch das ‚Bio-Schmäh‘-Buch von Clemens Arvay und den Fälscherskandal in Italien – erstmals mit negativen Schlagzeilen konfrontiert. Sehen Sie die Entwicklung als notwendiges Korrektiv oder ist das Bio-Segment durch die langjährigen Wachstumszahlen zu einem lohnenden Bereich für Unwahrheiten geworden? Lampert: Der Bio-Skandal in Italien hat nichts bewegt – kein Umlernen, keine Umkehr. Aber bevor man umkehrt, muss man einstehen dafür, Fehlhandlungen gesetzt zu haben. Diese Einsicht fehlt total. Ganz im Gegenteil. Die vom BioSkandal Betroffenen leugneten den Skandal und ihre Verwicklungen in den Skandal. Niemand wurde zur Verantwortung gezogen. Das sind schlechte Aussichten für Anstand und Besserungswillen.


R e ta i l & P r o d uc e rs

Dienstag, 22. Jänner 2013

medianet retail – 15

Top Spirit International berühmte Spirituosen-Marken sind ab sofort über Top-Spirit/Schlumberger auch im österreichischen Handel erhältlich

Neu: Weltbekannte Spirituosen Wien. Evan Williams Straight Kentucky Bourbon Whiskey, Brugal Rum und Tequila Cabrito heißen die Neuen – sie sind ab sofort über Top Spirit, die Vertriebsorganisation aus dem Hause Schlumberger, im österreichischen Handel und in der Gastronomie erhältlich. Damit hat Top Spirit wieder einen Schritt in die Zielrichtung gesetzt, international bekannte Premium-Marken, die in Österreich bislang nicht erhältlich sind, auch den heimischen Konsumenten anzubieten. „Als kompetenter Partner von Handel und Gastronomie sehen wir es als unsere Aufgabe, internationale Trends zu beobachten und Top-Marken nach Österreich zu holen; wir möchten den Konsumenten in jeder Hinsicht das Besondere bieten“, so Herbert Emberger, Geschäftsführer von Top Spirit. Und weiter: „Diese drei neuen Premium-Marken sind ein weiterer wichtiger Schritt in der

qualitativen Aufwertung unseres Spirituosenportfolios. “

bik; er ist der einzige Rum, dessen Herstellung, Reifung und Abfüllung ausschließlich in der Dominikanischen Republik stattfindet. Dies ermöglicht eine durchgängige Kontrolle des gesamten Herstellungsprozesses, um die hohe Qualität des Rums zu garantieren. Tequila Cabrito, hergestellt vom Familienunternehmen „Casa Centinela“ aus Mexiko, schließlich ist der weltweit am stärksten wachsende Tequila. Die Destillation erfolgt ausschließlich aus dem vergorenen Saft der Agavepflanze – ohne Zusatz von Zucker. Dieser Tequila wird exklusiv in der Gastronomie erhältlich sein. (jm)

Sortenexklusivität Die Neuen haben es in sich: Evan Williams Straight Kentucky Bourbon ist der zweitstärkste Bourbon Whiskey der Welt. Dieser „extra aged“ Whiskey reift sieben Jahre und damit drei Mal länger als gesetzlich vorgeschrieben. Dazu kommt ein erhöhter Alkoholgehalt von 43 vol. %, welcher dem Whiskey seinen intensiven, vollen Bourbon-Geschmack verleiht. Brugal Rum wiederum ist der meist getrunkene Rum in der Kari-

© Schlumberger

Whiskey, Rum und Tequila bereichern die heimische Spirituosenszene.

Florian Czink, Marketingdirektor Vertriebsmarken, und Herbert Emberger, Top Spirit Geschäftsführer, beim Vorstellen der neuen Marken im Unternehmensportfolio.

Wien – der Duft der Stadt. Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.

Coca-Cola Mehr Lohn

Tarifstreikwelle Berlin/Hamburg. Bei Coca-Cola in Deutschland haben Warnstreiks begonnen, die in den nächsten Tagen noch verstärkt werden sollen. Die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) will damit den Druck vor der nächsten Tarifverhandlungsrunde am 30. Jänner erhöhen. Beide Seiten streiten über eine Lohnerhöhung, die Arbeitszeit und den möglichen Abbau von Arbeitsplätzen. Die NGG fordert 6,0% mehr Lohn für die 10.600 Beschäftigten in Deutschland. Coca-Cola hat eine zweistufige Einkommenserhöhung angeboten mit 2,5% im ersten Jahr und 2,0% im zweiten Jahr. Das sei verbunden mit einer erhöhten betrieblichen Altersvorsorge. Im Gegenzug verlangt das Unternehmen eine flexiblere Arbeitszeitregelung. (APA)

Wiener Weinpreis

Film Festival

Silvesterpfad

Wiener Eistraum

Hofer Lehrlingsinfotag

Top-Jobchancen Sattledt. Auch 2013 bietet Hofer wieder Jobchancen für 150 Lehrlinge. Damit sich die Lehrlinge in spe selbst ein Bild vom künftigen Arbeitsplatz machen können, fand am 19. Jänner 2013 der „Hofer Lehrlings-Infotag“ in 73 ausgewählten Filialen in ganz Österreich statt. Hofer zeigte dabei, dass Interessen mit Gehalt und Spaß an der Arbeit gut zu verbinden sind. Auch die Eltern waren eingeladen, den zukünftigen Arbeitgeber ihrer Kinder kennenzulernen.

© Hofer/Ian Ehm

www.wien-event.at stadt wien marketing gmbh im Auftrag der Stadt Wien Hofer bietet jungen Menschen eine Vielfalt an Ausbildungsmöglichkeiten. SWM_IMAGE2010_MEDIANET_JP_216x288.indd 1

17.03.2010 16:20:14 Uhr


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r e ta i l & p r o d u c e r s

16 – medianet retail

Dienstag, 22. Jänner 2013

Messen Auftakt der „Grünen Woche“ mit 100.000 Besuchern erfolgreich verlaufen; Demos auf den Straßen der Stadt

short

Großgewimmel in Berlin

Großbäckerei Legat hat Konkurs angemeldet Klagenfurt. Die Klagenfurter Großbäckerei Legat ist nach 2011 erneut in die Pleite geschlittert. Gestern, Montag, meldete das Unternehmen Konkurs an, ein angestrebtes Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung scheiterte. Die Aktiva betragen rund 1,4 Mio. €, dem stehen Passiva von 9,7 Mio. € gegenüber. Von der Insolvenz sind laut Kreditschutzverband von 1870 (KSV) 129 Dienstnehmer und 342 Gläubiger betroffen. (APA)

Partnerland Holland will Image als Innovationsmeister etablieren, Österreich mit Alpenzauber punkten. Berlin. Vergangenen Freitag gings los, Sonntagnachmittag schon konnte man dann die 100.000ste Besucherin begrüßen. Die weltgrößte Agrarmesse, die „Grüne Woche“, lief gewohnt quirlig an. Während sich die Besucherscharen an den Ständen die Münder vollspachtelten, demonstrierten auf den Straßen Berlins rund 25.000 Menschen gegen die Schattenseiten des modernen Agrarsystems: Massentierhaltung, der Einsatz von Pestiziden auf den Feldern und der Preisdruck auf die Bauern. Letztere selbst nahmen die Straßenschlacht mit ihren Traktoren auf, 70 Maschinen fuhren in einer Kolonne durch die Hauptstadt. „Hinter dem schönen Schein der Messestände verbirgt sich millionenfaches Tierleid“, skandierte etwa der Bund für Umwelt und Naturschutz. So verhält es sich denn auch beim diesjährigen Partnerland Holland.

Almkäse & Ochsenfleisch Ebenso bedienen die österreichischen Hersteller ihre rot-weißrot-Klischees: zünftiger Almkäse, Fleisch vom glücklichen Tiroler Ochsen und Kaffee vom Wiener Traditionsröster Sacher. Das macht auch den eigens angereisten Landwirtschaftsminister Niki Berlakovic glücklich. Dieser forderte im Rahmen der Messe eine ausreichende Dotierung des EU-Agrarbudgets.  (no)

© Messe Berlin

© Weleda

Weleda dreht wieder in die schwarzen Zahlen

Das Land, das neben Gouda und Tulpen auch für geschmacksneutrale Tomaten und Schweine aus Massentierhaltung bekannt ist, ist bemüht, sein Image mehr in Richtung ‚innovatives Agrarland‘ zu drehen. Fixe Konstante in der Vermarktung von niederländischem Essen ist die weißbehütete „Frau Antje“, die jedes Jahr Käsehäppchen verteilt.

Jedes Jahr mit von der Partie: Frau Antje verteilt Käsehäppchen made in Holland.

Naturkosmetikhersteller Weleda rechnet mit ausgeglichenem Ergebnis.

Unterradlberg. Die Privatbrauerei Egger freut sich über eine weitere Auszeichnung: Zum vierten Mal in Folge wurden Qualität und Geschmack des Egger Märzenbieres mit der DLG-Goldmedaille ausgezeichnet. „Wir sind sehr stolz, zum vierten Mal in Folge Gewinner der Goldmedaille zu sein. Die Auszeichnung bestätigt ein weiteres Mal, dass unsere hohen Qualitätsansprüche nicht nur in Österreich, sondern auch international geschätzt werden“, freut sich Egger-Chef Bernhard Prosser.  (red)

Claudia Sprinz von Greenpeace: „Kein einziges Bio-Produkt aus Österreich“.

Wien. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace nahm das heimische Angebot an Chips- und Kartoffelsnackprodukten unter die Lupe. Der Befund: Nur elf von 33 Varianten schneiden „Gut“, kein einziges „Hervorragend“ ab. Vor zwei Jahren führte die NGO einen ähnlichen Test durch, seitdem haben sich zwar einige Produkte verbessert, die Gesamtheit liege aber noch weit unter den ökologischen Möglichkeiten, wie Konsumentensprecherin Claudia Sprinz kritisiert. „Es ist schon erstaunlich, dass wir derzeit im österreichischen Handel keine Chips oder Kartoffelsnacks finden, deren Kauf wir aus jeglicher Hinsicht empfehlen können. Nachdem klassische Chips

zumeist nur aus Kartoffeln, Öl und Salz bestehen, solle es eigentlich keine Schwierigkeit sein, ein BioProdukt aus Österreich herzustellen.“

Igitt-Stoffe in Stapelchips Hochgradig fragwürdig sind die sogenannten Stapelchips in der Dose. Etwa die bei Penny erhältlichen Mr. Potato Crisps in den Varianten Original Flavour und Original sowie die Potato Crisps Paprika von Spar und die Pringles-Produkte Xtreme Cheese & Chilli und Hot & Spicy enthalten den problematischen Geschmacksverstärker Natriumglutamat. In Sachen CO2Bilanz fielen die Potato Crisps von Spar besonders negativ auf. (red)

Zahlungslösung Klarna Austria bietet Sicherheit beim Online Shoppen auf Rechnung

Rückgang bei Zigaretten

Nichtraucher auf dem Vormarsch

Online wird Umsatz verschenkt Stockholm/Wien. Zwar lief das Weihnachtsgeschäft für den Handel 2012 zufriedenstellend, aber laut Klarna, nach eigenen Angaben Europas führender Anbieter von rechnungsbasierten Zahlungslösungen für den Online-Handel, wurde Potenzial verschenkt. „Online-Shops die ‚Kauf auf Rechnung’ anbieten, erzielen Umsatzzuwächse bis zu 30 Prozent“, erläutert Robert Hadzetovic, Country Manager von Klarna Austria GmbH. „Wer seinen Kunden im Online-Shop ‚Kauf auf Rechnung‘ anbietet, kann nicht nur das Kundenvertrauen steigern und die Abbruchrate drastisch vermindern, sondern nachweislich dadurch den Umsatz signifikant anheben.“

88% an, die Zahlungsart „Kauf auf Rechnung“ sei im Vergleich mit anderen Zahlungsarten die sicherste. „Fehlt die gewünschte Bezahlart, bekommen Online-Händler negative Konsequenzen zu spüren“, meint Hadzetovic. Und weiter: „Rund 83% der Befragten gaben an, bereits einmal einen Kaufabbruch getätigt zu haben, da die gewünschte Zahlungsvariante nicht angeboten wurde.“ Klar sei aber, dass sich

Die sicherste Zahlmethode Dieser Einschätzung entspricht eine von Klarna in Auftrag gegebene GfK-Studie über e-commerce aus dem Oktober 2012. Demnach steht bei österreichischen OnlineShoppern Sicherheit groß geschrieben: Von 1.239 Befragten (Internetbevölkerung 18+ Jahre) gaben

Robert Hadzetovic, Country Manager Klarna Austria GmbH: Sicherheit zählt.

die meisten Online-Shops vor dem Zahlungsausfallsrisiko und dem erhöhten administrativen Aufwand, der durch einen Kauf auf Rechnung entsteht, fürchten.

Wiesbaden. Der Fiskus vermiest den deutschen Rauchern zunehmend die Lust am Qualmen: Im vergangenen Jahr wurden 82,4 Mrd. Zigaretten versteuert, 5,9% weniger als 2011 und so wenige wie nie seit der Wiedervereinigung, berichtet das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Gleichzeitig gingen der Absatz von Zigarren und Zigarillos um 10% zurück. (APA)

Risiko wird ausgelagert „Mit unserer Zahlungslösung kann jeder Online-Shop ‚Kauf auf Rechnung‘ ohne Risiko anbieten. Klarna übernimmt die Rechnungsabwicklung sowie das Zahlungsausfalls- und Betrugsrisiko. Somit erhält der Online-Händler immer seine Ware bezahlt“, erklärt der Klarna-Chef. Gleichfalls werden keine sensiblen Daten wie Bankverbindungen oder Kreditkartennummern abgefragt. Online-Shopper müssen somit bloß Adressdaten, Geburtsdatum und Telefonnummer auf der Website des Shops angeben. Kunden erhalten die Rechnung mit Ware und zahlen per Überweisung innerhalb von 14 Tagen. Klarna verfügt derzeit über 7,5 Mio. Einkäufer. Aktuell werden jährlich Transaktionen im Wert von rund 2,3 Mrd. € über 15.000 Händler durchgeführt. (red)

© Günter Havlena/pixelio.de

Egger-GF Bernhard Prosser freut sich über vierten DLG-Goldregen.

Chips schneiden bei Öko-Check schlecht ab

© Klarna

© Egger

Wieder DLG-Gold für Egger Märzenbier

Greenpeace-Test Heimische Chips und Kartoffelsnacks mit bedenklichen Inhaltsstoffen und langen Transportwegen

© Greenpeace/Kurt Prinz

Berlin/Bern. Nach Millionenverlusten in den Vorjahren hat Naturkosmetikhersteller Weleda 2012 wieder schwarze Zahlen geschrieben. „Wir rechnen mit einem ausgeglichenen Ergebnis für 2012“, heißt es seitens des Unternehmenssprechers. Auch der Umsatz sei gewachsen. 2011 hatte das Unternehmen mit Sitz im schweizerischen Arlesheim 8,6 Mio. € Verlust geschrieben. Um Kosten zu sparen, hatte Weleda seine Führungsebene verschlankt. Die Einführung neuer Körperpflegelotionen habe ebenfalls positiv zum Ergebnis beigetragen. Ein Grund für das Minus in den Vorjahren sei die Struktur von Weleda gewesen. Das Unternehmen stellt neben Naturkosmetik auch Arzneimittel her. Das breite Sortiment sei letztlich mit sehr hohen Kosten verbunden; Sparmaßnahmen an anderen Stellen sollen das künftig aber auffangen. Zudem werde die Produktion insgesamt überarbeitet, Sortimentslücken gefüllt.  (APA)

Nahezu 6% weniger Zigaretten wurden im Jahr 2012 in Deutschland versteuert.


PRODUCT NEWS

Dienstag, 22. Jänner 2013

medianet retail – 17

Reismilch mit Mandel, Pastillen mit Stevia und Schokolade im Ei Product News Haribo Bronchiol Stevia, Milford Früchtetee Auslese, Brunch Schoko-Creme, Joya Reis Mandel Drink, Corona Extra im 4er Pack, Milka Mini Eggs und Milka Löffel Ei.

Haribo erweitert sein Bronchiol-Sortiment um ein zugleich genussvolles und kalorienreduziertes Husten-Gummibonbon. Das neue Bronchiol Stevia ist ohne Zuckerzusatz und reich an Ballaststoffen. Die bekannte „atemtiefe“ Frische der Fruchtgummibonbons wird durch den Einsatz von echtem, belebendem japanischen Minzöl garantiert.

Pünktlich zum Start der Semesterferien bringt Milford eine neue Auslese-Box auf den Markt, die wärmende Genussmomente garantiert: Die sechs beliebtesten Früchteteesorten wurden in einer praktischen Knick-Box vereint, die zum Kennenlernen einlädt und für einen abwechslungsreichen und natürlichen Teegenuss sorgt. Wie alle Milford-Kompositionen seit dem Markenrelaunch 2010 werden auch die Tees in der Früchtetee Auslese ausschließlich aus natürlichen Inhaltsstoffen und Aromen hergestellt.

Kategorie Produkt Packung Vertrieb

Launch Haribo Bronchiol Stevia 75 g Haribo- Lakritzen - Hans RiegelBetriebsgesellschaft mbH Distribution LEH Kontakt Haribo, Tel.: 0732/774691-0

Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Kontakt

Launch Joya Reis-Mandel Drink 2,49 € 1l Mona Naturprodukte GmbH LEH Mona, Tel.: 01/8972300

Mit einer Innovation startet Corona Extra ins neue Jahr. Handlich und praktisch präsentiert sich das beliebte Bier aus Mexiko ab Ende Jänner auf Österreichs Tankstellen erstmals im 4er-Pack. Dort findet man Corona frisch gekühlt vor, denn das neue 4er-Pack passt ideal in den PoS-Kühlschrank. Kategorie Launch Produkt Corona Extra im 4er-Pack Preis 10 € Vertrieb Kattus Vertriebs GmbH Distribution Tankstellen Kontakt Kattus, Tel.: 01/3684350-0

© Haribo; Milford; Bongrain; Joya; Kattus; Mondelez International

Der Pflanzenprodukte-Spezialist Joya erweitert seine Palette um den Joya Reis-Mandel Drink; er ist ab sofort im österreichischen Handel erhältlich. Der neue Drink hat eine zarte Marzipannote und hält das Joya-Versprechen: 100% Natur, ohne Zusatz von Aromastoffen und garantiert gentechnikfrei. Die Mischung aus Reis und Mandeln aus Italien sowie einer Prise öster­ reichischen Rübenzuckers macht den Drink besonders cremig.

Kategorie Produkt Vertrieb Distribution Kontakt

Launch Milford Früchtetee Auslese Milford Tee Austria GmbH LEH Milford, Tel.: 05223/5800-0

Süßer Zuwachs für die Brunch-Familie: Die neue Schoko-Creme von Brunch ist vielfältig einsetzbar – ob aufs Brot, aufs Croissant oder als Frühstückswaffel oder für die zunehmende Zahl an Koch- und Backspezialisten. Die homogene cremige SchoKategorie Launch koladebasis (aus bester Schweizer Schokolade) Produkt Brunch Schoko-Creme gerinnt selbst beim Erwärmen nicht. Auch für Vertrieb Bongrain Ges.m.b.H. kalorienbewusste Genießer ist das neue Produkt Distribution LEH ein Tipp. 100 g des Aufstrichs haben über 40% Kontakt Bongrain, weniger Kalorien als herkömmliche Schokolade Tel.: 01/5860351-0 aufstriche.

„Mach dich bereit. Es ist Milka Eier-Zeit“. Mit diesem Motto betont Milka gezielt das Frühjahrs-Sortiment. Im Mittelpunkt stehen die Milka Mini Eggs und das klassische Milka Löffel-Ei im Viererpack. Die kleinen Eier aus Alpenmilch-Schokolade sind umhüllt von einer Zuckerschicht in frühlingshaften Farben. Das Löffel-Ei im Viererpack setzte schon im vergangenen Jahr starke Impulse im Schokoladen-Eier-Segment. Die Vermarktung erfolgt heuer gemeinsam mit den neuen Milka Mini Eggs im Rahmen der „Milka Eier-Zeit“ – losgelöst von den klassischen Osterartikeln. Kategorie Produkt Vertrieb Distribution Kontakt

Launch Milka Mini Eggs und Milka Löffel Ei Mondelez LEH Mondelez, Tel.: 01/605 44-0


s h o p ta l k

18 – medianet retail

Dienstag, 22. Jänner 2013

BIPA Hilft

© Caritas der ED Wien/APA-Fotoservice/Lusser

Zuckerbäckerball

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© medianet/Szene1/Monika Fellner

Hubert Sauer (Geschäftsführer Bipa), Claudia Amsz (Hausleiterin Mutter-Kind-Haus Luise), Michael Landau (Direktor Caritas Wien)

120.000 Euro für Mutter-Kind-Häuser der Caritas 2

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1. Brigitte Jank, Paulus Stuller mit Begleitung, Wolfgang Sobotka, Jan Krc mit Begleitung; 2. Birgit Sarata mit Hans Staud; 3. Fadi Merza mit Freundin Ines; 4. Iris Ulbrich und James Cottriall.

Ein süßes Fest mit viel prominenter Beteiligung

Nacht der Torten

Brigitte Jank eröffnete den Ball.

Süße Verführungen Etwa 3.000 Gäste besuchten den 112. Zuckerbäckerball in der Wiener Hofburg, der von Wirtschaftskammerpräsidentin Brigitte Jank eröffnet wurde. Ein rauschendes Fest feierten Gery Keszler mit Team, der für den „Life Ball“ die Ehrentorte entgegennahm; Balltestimonial war Birgit Sarata, die die Stammgäste Hans Staud, Magic Christian und Roman Mählich begrüßte. Zu Gast waren diesmal Botschaftsrat Jan Krc und Alice Burton als Vertreter der USA sowie Botschaftsrat Jacques Ducrest von der Schweizerischen Eidgenossenschaft und Landeshauptmannstellvertreter Wolfgang Sobotka aus Niederösterreich, Cathy Zimmermann, Eva Glawischnig mit Volker Pieczek sowie die Profi Dancing Stars Michaela Heitzinger, Christoph Santner, Thomas Kraml und Willi Gabalier. Ein Highlight war die Einlage der Comedian Harmonists aus dem Volkstheater, die den Ballsaal zu Mitternacht zum Beben brachten. Die Life Ball-Torte, eine Schokotorte mit feiner Mangofülle war eine Spezialkreation aus dem Hause Hanauer.  (red) Information & Invitations gerne an: shoptalk@medianet.at

Gerhard Perschy (46) ist neuer Bereichsleiter Messen (Group Exhibition Director) bei der Reed Exhibitions. Der aus dem nördlichen Burgenland Stammende verantwortet im Wesentlichen alle Reed-Messen im Wiener Portfolio. Zusätzlich übernimmt er die Themenzuständigkeit der beiden Fachmessen „Futura“ und „frühjahrsordertage“ in Salzburg. Perschy begann nach dem Abschluss der HTL-Mödling seine berufliche Laufbahn bei Siemens in Wien als Experte für IT und Kommunikationsgeräte. 2005 übernahm Gerhard Perschy die Geschäftsführung der neu gegründeten „BenQ Mobile CEE GmbH“.

Hilfeleistung Michael Landau, Caritasdirektor der Erzdiözese Wien, nahm vor wenigen Tagen im Mutter-Kind-Haus Luise in Wien eine Spende von Bipa im Wert von 120.000 € in Form von ‚Bipa Gutschein Cards‘ entgegen. Oft fehlt es den hilfebedürftigen Müttern und ihren Kindern am Nötigsten. Die Guthaben auf den Gutschein Cards ermöglichen eine Versorgung mit grundlegenden Hygieneartikeln und Babynahrung. „Es freut uns sehr, dass ‚Bipa‘ und seine Kunden uns so tatkräftig in unserer Arbeit unterstützen. Es geht darum, hinzusehen und nicht wegzusehen. Diese Hilfe und Aufmerksamkeit zeigen den Müttern und Kindern in Not, dass sie mit ihrer Situation in der Gesellschaft nicht allein gelassen werden“, so Caritasdirekor Michael Landau. Bipa-Geschäftsführer Hubert Sauer ergänzt dazu überzeugend: „Diese Kinder sind unsere Zukunft und sollten Maximilian Hecker-Konzert im auch trotz schwieriger StartbeWiener WUK am Dienstag, dingungen eine unbeschwerte 22. Jänner, ab 19 Uhr. Kindheit führen können. Bipa Präsentation des Albums versucht durch die Unterstüt„Mirage of Bliss“. DJ: Vienna zung dieser Mütter und ihren Wildstyle Gig-Support. Kindern einen Beitrag dafür zu leisten.“  (jm)

Produkt des tages

LADEN-HÜTERIN

Ich bin jetzt mal eine Amazone Alexandra Binder

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© Richard Bittner

© Reed Exhibitions Messe Wien/C. Husar

Kopf des Tages

Brei für Babys und Duschgel für Mamis

Strahlende Augen Die Augen kommen in Sachen Schönheitspflege oft zu kurz. Dabei können gesund glänzende Augen verzaubern: Sie transportieren Gefühle und Persönlichkeit und gewähren einen Blick in die Seele. Mit einer umfassenden Produktrange hat sich Opticalm auf die Gesundheit und Schönheit der Augen spezialisiert. Das Pflegekonzept fokussiert dabei auf trockene Augen. Das Beauty-Geheimnis basiert dabei auf drei Grundsäulen: Refresh, Re-Balance, Beauty. Mit insgesamt vier Produkten sorgt Opticalm dafür, dass die Augen optimal, sanft und lang anhaltend befeuchtet werden, um so die Augengesundheit zu fördern und mehr Wohlbefinden zu schaffen. – Exklusiv in Apotheken erhältlich. UVP: Opticalm Beruhigende Augentropfen, 18 x 0,4 ml, 12,95 €, Entspannendes Augenbad, 20 x 5 ml, 12,95 €, Lipomyst, 10 ml, 14,95 €, Gouttes Bleues,10 ml, 12,95 €.  www.opticalm.com

75 Mio.

ch oute mich jetzt mal. Ja gut, das hatten wir schon mal an dieser Stelle. Insofern ist´s ein bisserl fad, aber es lässt sich dennoch nicht verhindern: Bis vor Kurzem wusste ich – ungelogen – nicht, dass bei Amazon was anderes wie Bücher und CDs verklopft wird. Dank der Kaisersederin habe ich mein Wissensdefizit nun abgebaut. Und mehr noch. Ich Gscheiterl weiß jetzt nicht nur, dass dort auch Waschmittel und Duschgel erwerbbar sind. Ich weiß auch, dass das selbe Zeug, das gute Zeug nämlich, dort ein Eckhaus billiger ist als im stationären Handel. Während nämlich z.B. der Doppler des aktuell bevorzugten Waschmittels Frosch etwa bei Bipa, dm & Co um die 6,99 kostet, erwirbt man derweil bei Amazon 5 Liter davon um 10,46 Euro. Und weil wir schon dabei sind: Das billigere Eckhaus beschränkt sich naturgemäß nicht nur auf Frösche. Nehmen wir die ebenso guten wie sündhaft teuren Duschgels von Weleda – ja ich weiß, da steckt das Gedankengut Herrn Steiners dahinter und das ist nicht immer gefällig: Beim stationären Handel ist es um die 7,70 rum zu haben, bei Amazon um 5,95. Das hinterlässt jetzt Fragen, weil wir getrost davon ausgehen dürfen, dass auch der versandkostenfreie Versender noch Gewinn macht. a.binder@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Schneegestöber 75.000.000.000 Schneeflocken fallen bei heftigem Schneefall innerhalb vom 50 Minuten vom Himmel auf die Erde.


medianet

inside your business. today.

Dienstag, 22. JÄnner 2013 – 19

Nachhaltige Almochsen

Zufriedene Gesichter

Schirnhofer weist bei seinen Rohstofflieferanten eine gute Ökobilanz auf  Seite 22

Radatz blickt trotz gestiegener Rohstoffpreise auf ein erfolgreiches Jahr zurück  Seite 24

© Svec

© Schirnhofer

fleisch & wurst

© Berger

Tradition Fleischwaren berger setzt weiter auf SchinkenKreationen

© panthermedia.net/Liane Matrisch

Müh und Plag mit dem Schweinepreis

Harter Kampf Steigende Rohstoffpreise und eine lange Verhandlungszeitspanne mit dem Handel bereiten der Branche Kopfzerbrechen: Durch die verzögerte Preisanpassung erleiden die Firmen „massive, nicht wieder einbringbare Eigenkapitalverluste“, so der Branchentenor. Wie man dem entgegnen kann, warum die Umsätze stagnieren und was das Jahr 2013 für die heimischen Fleisch- und Wurstveredler bringt, verraten die  Seiten 19 –24 Lesetipp

Fleischproduktion 2012 wurde global die 300 Mio.-Tonnen-Marke geknackt, 2021 soll der Wert auf 350 Mio. t steigen

© Messner

Internationaler Fleischmarkt wächst weiter

Jubiläum Seit knapp einem Jahr ist die traditionelle „Absolut Steirisch“-Produktlinie von Messner am Markt – das Unternehmen zieht eine sehr zufriedene Bilanz.  Seite 22

Wien. Die stetig wachsende Weltbevölkerung und die wirtschaftliche Entwicklung in Asien führen dazu, dass der weltweite Fleischkonsum – und damit einhergehend die Produktion – in den kommenden Jahren weiter kontinuierlich steigen wird, wie OECD (Organisation for Economic Cooperation and Development) und FAO (Food and Agriculture Organization) prognostizieren: In Zahlen soll die Weltfleischproduktion von 297 Mio. t im Jahr 2011 auf 350 Mio. t im Jahr 2021 ansteigen – wobei die Zuwächse demnach bei Geflügelfleisch mit einem Plus von 2,2% pro Jahr am

Höchsten sind; Rindfleisch legt um 1,8% und Schweinefleisch um 1,4% zu. Der Anteil von Geflügelfleisch an der Weltfleischproduktion zieht somit mit Schweinefleisch gleich: Beide sollen laut dem Situationsbericht des Deutschen Bauernverbands 2021 einen Marktanteil von jeweils 37% halten. Die EU ist mit rund 45 Mio. t nach China (2011: 80 Mio. t) der weltweit zweitgrößte Fleischproduzent. Nach Fleischarten differenziert, produziert die EU 21% des weltweiten Schweinefleischs und je 12% des globalen Rind- und Geflügelfleischs.  (red)

In der EU ist die Schweinefleischproduktion weiterhin am Vormarsch.


F l ei s c h & W U r s t

20 – medianet special

Dienstag, 22. Jänner 2013

H art e Zei ten

© medianet; Trünkel/Bernhard Schramm; Wiesbauer

Christian Laschet (li.), Geschäftsführer Schirnhofer Familien Holding: „Die Umsätze wachsen nominell – real leider kaum.“ Michael Trünkel (mi.), Geschäftsführer Leopold Trünkel GmbH: „Wenn wir die Rohstoff-, Futtermittel- und Fleischverknappung im Preis spüren, äußerst sich das in anderen Ländern dieser Welt als ‚hungernde Bevölkerung‘.“ Karl Schmiedbauer, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Wiesbauer Holding AG: „Die Umsätze – im Gesamten – werden sicher nicht mehr rasant wachsen.“

Fleischverarbeitende Industrie Steigende Rohstoffpreise und verzögerte Preisanpassungen im Handel bereiten der Branche Kopfzerbrechen

„Bei so einer Entwicklung muss man sofort reagieren“

Von Juli bis Oktober stiegen die Preise für Schweinehälften um 16%. Karl Schmiedbauer fordert eine raschere Reaktion im Handel. Wien. Der Blick auf die Umsatzentwicklung im Jahr 2012 ließe an sich den Schluss zu, dass die Welt der heimischen Fleisch- und Wurstveredler vollkommen in Ordnung ist – konnten doch fast alle Marktteilnehmer ein Umsatzplus verzeichnen. Ein Rundruf zeichnet jedoch ein ganz anderes Bild der Branche: „Die Umsätze wachsen nominell – real leider kaum“, stellt Christian Laschet, Geschäftsführer der Schirnhofer Familienholding, gegenüber medianet klar. „Dieser Trend wird sich auch 2013 fortsetzen“. Ähnlich nüchtern klingt auch die Analyse von Karl Schmiedbauer, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Wiesbauer Holding AG: „Die Umsätze – im Gesamten – werden sicher nicht mehr rasant wachsen.“ Vielmehr werde es seiner Meinung nach eine Umverteilung auf „echte Spezialitäten, Innovationen und neuartige Verpackungsarten besonders im Bereich der Slicewaren“ geben. „Dort werden die Firmen jeweils Umsatz verlieren – beziehungsweise gewinnen.“

Preisen zu Vorjahresbeginn (siehe Tabelle unten). „Diese Situation hat sich vorübergehend zwar etwas entspannt. Nachhaltig kann diese Entspannung meiner Meinung nach nicht sein“, befürchtet Trünkel. Auch Laschet glaubt, dass sich das Preisniveau heuer über jenem von 2012 bewegen wird: „Der Preis-Plafond ist leider noch nicht erreicht.“ Auch seitens Fleischwaren Berger zeigt man sich bezüglich einer Preiserholung skeptisch:

„Zwischen Rohstoffpreiserhöhungen und den neuen Verkaufspreisen liegt eine viel zu lange Verhandlungszeitspanne.“ K. Schmiedbauer, Wiesbauer

Eklatanter Rohpreisanstieg

Preisgestaltung erfährt gerade jetzt eine Kurswende“, erklärt Trünkel. Laschet ergänzt: „Einerseits steigt weltweit durch die zunehmende Globalisierung der Bedarf am Konsum von Fleischprodukten. Andererseits ist die Produktion von Schweinen tendenziell abnehmend; somit geht die Schere zwischen Bedarf und Nachfrage auseinander, was wiederum den Rohstoffpreis nach oben bewegt.“ Bei Fleischwaren Berger sieht man zusätzlich in der europäischen Exportsituation einen entscheidenden Faktor: Sie treibe speziell die Rohstoffpreise in Deutschland, „die wiederum vorgabewirksam für uns in Österreich sind“, in die Höhe. Vor allem der steigende Fleischkonsum in einem Land wie China habe auf den Weltmarkt enorme Auswirkungen, wie Trünkel betont. Hinzukomme, dass „aufgrund des sehr lange sehr niedrigen Preisniveaus“ viele Landwirte in Europa die „Fleischwirtschaft eingestellt und europaweit das Angebot verringert“ haben.

Achillesferse Preiserhöhung

Abseits des Umsatzes ist es vor allem die Entwicklung der Rohstoffpreise, die die Branche beschäftigt: „Die Schweinepreise sind von August 2012 bis Ende Oktober in ungekanntem Ausmaß gestiegen“, sagt Michael Trünkel, Geschäftsführer der Leopold Trünkel GmbH. Konkret lagen die Preise für Schweinehälften mit Stand Oktober 2012 um 26,3% über den

„Wir können wirklich keine seriöse Prognose abgeben – doch glauben wir, dass es in naher Zukunft keine Preise unter 1,50 Euro geben wird“, heißt es auf Anfrage. Als Gründe für die Rohstoffpreisexplosion machen die Experten verschiedenste Faktoren aus: „Fleisch stellt weltweit ein immer knapper werdendes Produkt dar. Die jahrzehntelange, sehr stark rückläufige

Laut Schmiedbauer ist der „eklatante Preisanstieg“ auf Futtermittelknappheit (siehe Preisentwicklung in der Tabelle unten) und zu einem nicht unbeträchtlichen Teil auf „gestiegene Betriebskosten von Verpackungsmaterial, wie zum Beispiel Folien und Därme“, zurückzuführen. „Darüber hinaus machen uns die Spekulanten an den Future-Börsen das Leben schwer: Hier

Durchschnitt aller Klassen S–P in € je kg Schlachtgewicht Jänner Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Schnitt

2003 1,17 1,26 1,21 1,21 1,18 1,25 1,30 1,35 1,48 1,27 1,18 1,06 1,24

Rang 1 2 8 3 4 5 6 7 9 10 11 12 13 14 15 16

Umsatz Unternehmen 2012P Schirnhofer Familien Holding 198¹ Steirerfleisch 195² Landhof 184 Radatz-Stastnik Gruppe – Wiesbauer Holding 165 Handl Tyrol Gruppe 118 Fleischwaren Berger – Greisinger Fleisch- Wurst- und Selchwaren* 103 Landena 87 Hochreiter Fleischwaren 85 Franz Ablinger & Co Fleischhauerei GmbH* 33,8 Messner KG Wurst- und Schinkenspez.* 31,6 Pöttelsdorfer Putenspezialitäten GmbH 26 Andrä Hörtnagl Produkt und Handel GmbH 24 Leopold Trünkel GmbH 21 Fleischwarenfabrik Reiter* 27,4

Umsatz Verände2011 rung in % 195 1,5 140 39 175 5,1 168³ – 145 13 115 2,6 110 – 1004 3 84,6 2,8 74,95 13,4 32,5 4 31 2 25,5 2 23 4,3 21 0 27,2 1

Umsatz in Mio. €. 2012P: Prognose laufendes Geschäftsjahr. Angaben ohne Stern* sind Unternehmenseigenangaben, Nennungen mit Stern* sind Schätzungen von medianet, basierend auf dem aktuellsten Firmenbucheintrag, der Firmenhistorie, den Vorjahresdaten, Interviews mit Unternehmen und Marktteilnehmern und Vergleichen der Zu-/Abgänge von Kunden. ¹ Per Ende März ² Konzernumsatz Steirerfleisch allein: 165 Mio. € ³ März 2011–Februar 2012 4 GJ 2010/2011 5 Per 28.2. Von medianet ohne Gewähr veröffentlicht.

wird mit dem Lebensmittel als Mittel zum Leben spekuliert“, kritisiert Laschet und fordert ein Spekulationsverbot mit Lebensmitteln: „Wenn man denkt, wie viele Menschen hungern, können andere nicht Geld mit Lebensmittel-Spekulationen verdienen“. Faktum ist für den Schirnhofer-Chef jedenfalls, dass die Branche bei weiteren Rohpreissteigerungen „in der Kette vom Bauern bis zum Handel“ gefordert sei, „partnerschaftlich die Preise adäquat der Veränderung anzupassen“. Schmiedbauer fordert vor allem vom Handel schnellere Reaktionen:

„Es führt kein Weg daran vorbei: Weil die Kalkulationen in unserer Branche immer sehr angespannt sind, muss man bei solch einer Entwicklung sofort reagieren und so rasch wie möglich Preiserhöhungen durchführen. Das ist die Achillesferse: Zwischen Rohstoffpreiserhöhungen und den neuen Verkaufspreisen liegt eine viel zu lange Verhandlungszeitspanne. Dadurch haben die Firmen hier massive, nicht wieder einbringbare, Eigenkapitalverluste. Das muss einmal gesagt werden“, findet der Wiesbauer-Chef deutliche Worte. (jawe)

A l l ein fu t t e r mi t te l f ür M astsch wei ne

S ch wein ehälf t en

2002 1,34 1,36 1,46 1,35 1,31 1,33 1,41 1,39 1,40 1,30 1,23 1,17 1,34

Die T op-Fl ei schv e rarbei t er des L andes

2004 1,12 1,27 1,36 1,28 1,25 1,46 1,52 1,56 1,60 1,44 1,43 1,47 1,40

2005 1,43 1,48 1,43 1,32 1,37 1,45 1,45 1,47 1,41 1,37 1,39 1,46 1,42

* Schnitt der ersten zehn Monate 2012; Quelle: Agrarmarkt Austria

2006 1,37 1,41 1,44 1,45 1,46 1,59 1,61 1,68 1,57 1,47 1,38 1,35 1,48

Futtermittelmischungen – gewichtete Monatsdurchschnittspreise in € je 100 kg (frei Betrieb, ohne Ust.) 2007 1,25 1,31 1,29 1,27 1,32 1,38 1,46 1,47 1,46 1,37 1,31 1,33 1,35

2008 1,33 1,38 1,46 1,43 1,57 1,68 1,72 1,78 1,76 1,67 1,49 1,46 1,55

2009 1,37 1,36 1,37 1,41 1,43 1,47 1,52 1,54 1,47 1,33 1,32 1,29 1,41

2010 1,28 1,36 1,34 1,33 1,40 1,50 1,47 1,50 1,42 1,38 1,39 1,45 1,40

2011 1,35 1,45 1,52 1,58 1,58 1,54 1,57 1,55 1,54 1,55 1,60 1,61 1,54

2012 1,52 1,63 1,66 1,71 1,68 1,67 1,65 1,81 1,95 1,92 – – 1,72*

2002 Jänner 18,98 Februar 19,09 März 19,10 April 19,07 Mai 19,11 Juni 19,07 Juli 18,99 August 18,44 September 18,40 Oktober 18,37 November 18,48 Dezember 18,14 Schnitt 18,77

2003 18,34 18,44 18,39 17,45 18,10 17,40 17,62 17,56 17,71 18,52 18,75 19,34 18,14

2004 20,40 19,95 20,60 20,65 20,91 20,89 20,01 18,18 17,45 17,36 17,52 17,44 19,28

2005 17,17 17,26 17,25 17,17 17,14 17,05 16,64 16,78 16,63 16,76 16,74 16,40 16,92

* Schnitt der ersten zehn Monate 2012; Quelle: Agrarmarkt Austria

2006 16,42 16,41 16,43 16,55 16,61 16,39 16,75 16,83 16,70 17,42 17,46 18,00 16,83

2007 18,11 18,92 18,92 19,53 19,64 19,63 19,92 22,29 24,66 28,03 28,30 28,20 22,18

2008 28,25 28,71 28,83 30,12 30,11 29,88 28,87 26,43 25,56 23,90 22,59 22,52 27,15

2009 21,97 20,91 20,96 21,03 20,77 20,10 19,04 19,08 18,02 18,60 18,88 18,67 19,84

2010 18,22 18,16 18,15 18,24 20,71 20,74 20,73 22,50 23,77 25,25 25,91 26,15 21,54

2011 28,00 29,22 29,86 29,46 29,47 29,44 29,28 28,89 28,17 28,13 27,46 27,38 28,73

2012 27,40 27,11 27,72 28,51 28,86 29,40 30,02 32,34 32,95 34,20 – – 29,85*


Fleisch & WUrst

Dienstag, 22. Jänner 2013

medianet special – 21

Bewährt Trotz zahlreicher Innovationen im Fleisch- und Wurstsegment sind die Dauerbrenner nicht von den heimischen Tellern wegzudenken

Wiesbauer setzt auf Klassiker Nach dem Sonntagsaufschnitt folgte nun der „Wiener Heurigen Aufschnitt“.

Wiener Heurigen Aufschnitt Mit der unlängst gelaunchten Fortsetzung des erfolgreichen Produktkonzepts der WiesbauerAufschnitte wie etwa des „Sonntagsaufschnitt“ aus vier Schinkenspezialitäten, stellt Wiesbauer nun den „Wiener Heurigen Aufschnitt“ mit vier Dauerwurstprodukten in

Vielfalt trotz kleiner Packung Der „Wiener Heurigen Aufschnitt“ setzt sich aus vier Top-Sellern zusammen: der „Bergsteiger“, der „Käsewust“, der „Kaminfeger“ und der „Plattenseer“. Die dekorative Wurstplatte soll dem Konsumenten in der transparenten Aromaschutzverpackung optisch Frische und Vielfalt vermitteln. Schon im SBRegal sind die vier Dauerwurstsorten deutlich sichtbar und sollen den Appetit der Konsumenten an-

regen. Speziell fĂźr kleinere Haushalte, die eindeutig im Kommen sind, seien VerpackungsgrĂśĂ&#x;e und Gewicht der Aufschnitt-Innovation ideal. Der Verpackungsinhalt, der sich trotz des geringen Gewichts von 180 g aus vier Produkten zusammensetzt, ist schnell aufgebraucht und daher immer frisch. „Ein Produktkonzept, das schon bei unserem beliebten ‚Sonntagsaufschnitt‘ zu groĂ&#x;er Nachfrage vonseiten derKonsumenten gefĂźhrt hat“, heiĂ&#x;t es seitens Wiesbauer – auch deswegen, weil der „Wiener Heurigen Aufschnitt“ zu einem „sehr gĂźnstigen Preis-/Leistungsverhältnis“ angeboten werde.  (red)

Der „Wiener Heurigen Aufschnitt“ von Wiesbauer eignet sich ideal zur Jause oder zum Abendessen und bietet vier der beliebtesten Wurstsorten in einer Packung.

Š Wiesbauer

vorgeschnittener Form in einer transparenten 180 g-Verpackung am Markt vor.

Augenklinik.cc

Wien. Wiesbauer startet mit Klassikern in neuer Kombination ins Jahr 2013. So folgt nach dem im Oktober letzten Jahres gelaunchten „Rustikalen Spezialitäten Aufschnitt“ mit sieben verschiedenen Sorten wie dem „Salzburger Scherzl“, dem „Käsebratschinken“, dem „Wiener Krustenbraten“, der „Käsewurst gebraten“, der „Wiener“, der „Krakauer“ und der „Beskada“ eine neue Aufschnitt-Kombination mit weiteren Klassikern aus der heimischen Wurst- und Fleischwarenherstellung.

Rolling American Lifestyle

Hot Dog Mobil

Wien. Alle amerikanophilen Hot Dog-Freunde kĂśnnen jetzt den original American Lifestyle auch in Wien genieĂ&#x;en. Unter dem Label „Hildegard Wurst“ steuern Leonie MayerRieckh und Matthias Hofer Wiens erstes American Hot Dog-Mobil. Vom hiesigen Fastfood-Angebot gelangweilt, erfanden sie Hildegard Wurst, einen mobilen WĂźrstelstand mit folgender Mission: dem real American Hot Dog zu mehr Ruhm zu verhelfen.

Wurst von Radatz

Original

Das Angebot von Hildegard Wurst beinhaltet natĂźrlich die American Hot Dogs in allen Variationen, aber auch Frankfurter oder Sojawurst. Letztere nimmt man mit Sauce, Cheddar Cheese, Cole Slaw oder Gurkerln zu sich. Beliefert wird Hildegard Wurst von Radatz, der die Wurst „steamtâ€? und nicht grillt. Schon bald wollen MayerRieckh und Hofer das Sortiment um Putenwurst und Chilli Dogs erweitern. Der mobile, feuerrote „WĂźrstelstand“ hat auch optisch was zu bieten, denn der knallrote Piaggio Ape ist einfach ein Blickfang. Hildegard Wurst kann auch von jedermann fĂźr Veranstaltungen oder Events gemietet werden. Der rollende WĂźrstelstand hat auch einen fixen Standplatz. So ist das italienische Hot Dog Mobil mit dem Amerikanischen Takeaway- Food jeden Donnerstag von 9–18 Uhr am Margaretenplatz am Bauern- und Spezialitätenmarkt. On the Road ist es auch, die Termine und Stationen finden sich auf der Website von Hildegard Wurst.

Š Hildegard Wurst

6WHLUHUĂ€HLVFK*HVHOOVFKDIWPE+$:ROIVEHUJLP6FKZDU]DXWDO 7RIÂżFH#VWHLUHUĂ€HLVFKDWZZZVWHLUHUĂ€HLVFKDW „Hildegard Wurst“ on Tour: 22.1. Media Quarter Ost, 23.1. Galerie Ostlicht.


Fleisch & Wurst

22 – medianet special

Dienstag, 22. Jänner 2013

Schirnhofer Der steirische Fleisch- und Wurstproduzent weist bei seinen Rohstofflieferanten eine gute Ökobilanz auf

short

Nachhaltige Almochsen

© Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland

1.094 Tiere stehen auf dem Speiseplan

Ein Drittel CO²-Emissionen kann mit den Tieren aus dem steirischen Almenland eingespart werden. Kaindorf. Das steirische Almenland ist Europas größtes zusammenhängendes Almweidegebiet. Das Leitprodukt der Region ist der „Almo“ – ein österreichisches Rind, das im Sommer auf Almen weidet, im Winter artgerecht gehalten und gentechnikfrei gefüttert wird. Dank des Fleisch- und Wurstspezialisten Schirnhofer konnte sich die Region als Almo-Genussregion etablieren.

60 Kilo Fleisch pro Kopf und Jahr werden in Deutschland gegessen.

Berlin. Jeder Deutsche isst in seinem Leben durchschnittlich 1.094 Tiere, verteilt auf vier Rinder, vier Schafe, zwölf Gänse, 37 Enten, 46 Schweine, 46 Puten und 945 Hühner. Insgesamt sind das rund 60 kg pro Jahr und Kopf. Dies wurde kürzlich im „Fleischatlas 2013“ veröffentlicht. „Die intensive Fleischproduktion ist nicht nur qualvoll für die Tiere und belastet die Umwelt, sondern verschlingt gleichzeitig riesige Mengen an Rohstoffen, die wir als Futtermittel aus Ländern des globalen Südens importieren“, sagte Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-BöllStiftung. Nach China sei Europa der größte Importeur von Soja. Argentinien und Brasilien erweiterten in großem Stil ihre Anbauflächen für die Sojaproduktion. „Wir brauchen eine Kehrtwende in der Agrarpolitik. Das heißt: Subventionen für die intensive Fleischproduktion streichen, Landnahme im Süden verhindern, die kleinbäuerliche Landwirtschaft fördern und das Menschenrecht auf Nahrung endlich ernst nehmen“, forderte Unmüßig.

Im Herbst 2012 hat das Umweltbundesamt den Carbon Footprint entlang der Produktionskette (Produktion, Transport) unter die Lupe genommen. Verglichen wurden konventionell hergestelltes österreichisches und importiertes Rindfleich (z.B. aus Brasilien). Die Ökobilanz vergleicht auch die Herstellung der Futtermittel, Treibhausgasemissionen aus dem Güllemanagement und dem Verdau-

© Schirnhofer

CO�-Emissionen

Rund 3.500 Almochsen weiden jeden Sommer im Naturpark Almenland.

ungstrakt der Tiere und den Transport der Futtermittel bzw. den Rindertransport bis zum Schlachthof. Ausgerechnet wurde der Carbon Footprint in Kilogramm pro Kilogramm Schlachtgewicht: Während es beim brasilianischen Rind über 15 Kilo sind, kommt der Almo nur auf 10,82 Kilo Emissionen. Qualität, die aus Natur entsteht, ist daher bei Schirnhofer kein Werbeslogan, sondern gelebte Realität. Das Schirnhofer Öko-Engagement beschränkt sich aber nicht nur auf die Aufzucht der Tiere: Ein eigenes Kleinwasserkraftwerk liefert Ökostrom für die Produktion, dazu kommt die Regenwasseraufbereitungsanlage und die Wärmerückgewinnung. Das Unternehmen wird mit CO2-neutralem Strom betrieben, Biomasse-Heizsysteme werden eingesetzt; Schirnhofer sieht sich deshalb als Vorreiter im Bereich Ökomanagement.  (red)

Bilanz 198 steirische Bauern liefern das Frischfleisch, das Sortiment wurde um saisonale Spezialitäten erweitert

Messner ist ein Jahr „absolut steirisch“

Fleischimporte in Schweiz rückläufig

führer Alfred Messner. Die Produkte decken sich mit der MessnerPhilosophie, die einen Verzicht auf Geschmacksverstärker, Farbstoffe und künstliche Aromen anstrebt und nachhaltige Produktion in den Vordergrund stellt.

Aufsteiger Mit Jahresbeginn hat Joachim Gehnböck (39) die Verkaufsleitung bei Messner übernommen; der gelernte Fleischer bringt neben seiner langjährigen Erfahrung im Verkauf und Handel auch ein solides Fachwissen rund um die Fleischverarbeitung mit. Er folgt Christian Bernhard, der sich neuen beruflichen Herausforderungen stellt. (red)

© Messner

Stainz. Seit knapp einem Jahr ist die traditionelle „Absolut Steirische“ Produktlinie von Messner auf dem Markt. Die Selchschinken und Fleischwaren werden in Handarbeit und nach traditionellen Rezepturen gefertigt. Ausschließlich Gewürze und lange Reifezeiten geben den Gaumenfreuden aus Stainz den besonderen Geschmack; bereits 198 steirische Bauern liefern dazu das Frischfleisch. Nach erfolgreicher Einführung wurde die Linie mit saisonalen Spezialitäten wie der Blut- und Breinwurst erweitert. Auch Streichwürste ergänzen das Sortiment. „Wir freuen uns über die stetig wachsenden Zugriffe und über den Erfolg der Produkte“, so Geschäfts-

„Absolut steirisch“ verzichtet auf Geschmacksverstärker und künstliche Aromen.

© AMA

Zweistufiges Gütezeichen Bewertet werden etwa Haltungsbedingungen, Transportzeiten und Betäubungsmethoden

Tierschutzbund zeigt neues Fleischsiegel

65 Prozent der Schweizer Fleisch­ importe entfallen auf Geflügel.

Berlin. Wer im Supermarkt Fleisch kauft, kann ab sofort besser erkennen, ob bei der Herstellung auch auf den Tierschutz geachtet wurde.

Erste Märkte machen mit Der Deutsche Tierschutzbund hat ein Siegel für Fleisch aus tiergerechter Haltung entwickelt. Erste Märkte bieten bereits entsprechend

gekennzeichnete Produkte an. Supermarktkunden sollen einen besonderen Tierschutz bei der Fleischerzeugung künftig an einem neuen Zeichen erkennen können. Erste Produkte mit dem Siegel des Deutschen Tierschutzbunds würden nun bei mehreren Handelsketten angeboten, hieß es Mitte Jänner aus dem Bundesagrarministerium in Berlin. Tiergerechte Haltung ist laut

© Martin Kriner/BMELV

Bern. Die Schweiz hat im Jahr 2012 gemäß dem Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) 72.669,2 Tonnen Fleisch importiert. Das ist weniger als in den beiden Vorjahren. Gegenüber 2011 wurden 2.837,8 Tonnen weniger eingeführt. 65% oder 47.345 Tonnen aller Importe entfallen auf das Geflügelfleisch. In diesem Bereich wurde 2012 wieder etwas weniger (-1.313 Tonnen) importiert als im Vorjahr. Beim Schweinefleisch wurden aufgrund der enormen Inlandsproduktion noch 197,9 Tonnen auf die Grillsaison hin importiert. Der Import an High-QualityBeef ist gegenüber dem Vorjahr um sieben Tonnen gestiegen Der Import von Kalbfleisch sank 2012 um 25 Tonnen auf 300 Tonnen, das sind 30% weniger als 2010. Beim Schaffleisch wurden 710 Tonnen mehr eingeführt – eine Folge der reduzierten Schafbestände im Land. Entsprechend sanken auch die Schlachtungen um 3,5 %. (Ag.)

Deutschlands Agrarministerin Ilse Aigner: „Das Bewusstsein für Tierschutz steigt.“

einer Umfrage das mit Abstand wichtigste Kriterium beim Kauf von Lebensmitteln. Die Kennzeichnung soll zunächst für Schweineund Hühnerfleisch starten. Die Entwicklung hat das Ministerium mit einer Million Euro gefördert.

Bewusstsein steigt „Das Bewusstsein der deutschen Verbraucher für Tierschutz steigt“, erklärte Bundesagrarministerin Ilse Aigner. Dass Lebensmittel aus besonders tiergerechter Haltung stammen, ist laut einer Umfrage für 89% der Deutschen „sehr wichtig“ oder „wichtig“. Es folgen regionale Herkunft (67%), Preis (66%) und Herkunft aus biologischem Anbau (61%), wie die Studie für das Ministerium ergab. Befragt wurden in diesem Zusammenhang Anfang Jänner 1.000 Menschen ab 18 Jahren. Die neue Kennzeichnung soll zunächst für Fleisch und später auch für verarbeitete Produkte wie Wurst vergeben werden. Auf dem blauen Siegel mit einem oder zwei gelben Sternen steht „Für

mehr Tierschutz“. Vorgesehen sind zwei Stufen. Bewertet werden sollen dafür etwa Haltungsbedingungen wie der Platz für ein Masthuhn oder Mastschwein, Transportzeiten sowie Betäubungsmethoden. So sollen Tiere in der Einstiegsstufe des Siegels etwa ein Drittel mehr Platz haben als gesetzlich vorgeschrieben.

Hoffen auf die Verbraucher Aigner hob hervor, dass das neue Siegel verlässliche Kriterien garantiere: „Das Label sorgt für mehr Transparenz und erleichtert den Verbrauchern die Auswahl.“ Die Ernährungsbranche begrüßte die Pläne, die im Dialog mit der Wirtschaft entwickelt worden seien. „Jetzt muss sich zeigen, ob die Verbraucher auch bereit sind, die höheren Marktpreise für diese Fleischprodukte zu tragen“, erklärte der Verein „Die Lebensmittelwirtschaft“. Nur wenn die Endverbraucher das Label akzeptierten, könne dieses Marktsegment dauerhaft bestehen und auch ausgeweitet werden. (red)


F l e i sc h & W U r st

Dienstag, 22. Jänner 2013

medianet special – 23

Fleischwaren Berger Der niederösterreichische Familienbetrieb fokussiert auf Schinkenprodukte und sorgt damit für kulinarische Abwechslung

Genüsse rund um den Schinken Hohe Zuwächse verzeichnet das Unternehmen auch bei Putenschinken. Sieghartskirchen. Der niederösterreichische Schinkenspezialist Berger darf sich aktuell über eine besondere Auszeichnung freuen: Der „Goldene Produktchampion“ in der Kategorie „Theke“ wurde dem Sieghartskirchner Familienbetrieb für seinen exklusiven Trüffelschinken verliehen. Die neue, handgelegte Schinkenkomposition zeichnet sich durch die Veredelung mit echten italienischen Trüffeln aus und richtet sich mit seinem feinen Aroma vor allem an Feinschmecker.

Schinken rund ums Jahr Auch Bergers klassisches Standardsortiment hat sich nach Firmenangaben 2012 weiter etabliert und konnte sowohl absatz-, als auch umsatzmäßig beachtlich zulegen. Speziell bekannte Sorten wie der herzhafte Backofenschinken, der Römerschinken aus der Edition „Genussregion Öster-

Trünkel Neuer Großkunde

Erfolg und Trend Wien. Trünkel meldet ein erfolgreiches Jahr 2012. Bei einer öffentlichen Ausschreibung der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) konnte man sich gegen BranchenMitbewerber durchsetzen und sich einen 2-Jahres-Auftrag sichern: Ab sofort liefert Trünkel jährlich 120 t Fleisch- und Wurstprodukte an ÖBB-Restaurants sowie Kantinen und verköstigt 40.000 ÖBBMitarbeiter. Der jährliche Umsatzwert des Auftrags beläuft sich auf 600.000 €. Trünkel habe dabei mit Flexibilität und Anpassung an die speziellen Wünsche des Großkunden gepunktet, heißt es, und beliefert nunmehr insgesamt 38 Küchen und Kantinen der ÖBB.

Aufwand niedrig halten

© Bernhard Schramm/Trünkel

Menü- und Speisepläne werden vom Kunden an Trünkel übermittelt; das Unternehmen ist dadurch in der Lage, exakt abgestimmte Mengen an Fleisch- und Wurstprodukten zu liefern. Somit wird der Aufwand für Weiterverarbeitung und Portionierung niedrig gehalten. Ein entsprechendes Logistikkonzept unterstützt das Gesamtpaket. Beliefert werden sämtliche ÖBB-Zweigstellen in ganz Österreich zwischen Bregenz und Wien sowie die Bahnhöfe in Linz, Salzburg, Attnang-Puchheim und Wels. Die Zukunftsmärkte ortet Trünkel im Bereich Convenience sowie bei der Gestaltung von Fertigprodukten für die Gastronomie. Im November präsentierte man auf der „Gast“ in Salzburg das „Original Tendered Beef“, eine Veredelungsart für Rindfleisch, speziell für die Top-Gastronomie. (red)

reich – Tullnerfelder Schwein“, der leichte Wellness-Schinken oder der feine Traditions-Beinschinken erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Berger ist darüber hinaus auch um kulinarische Abwechslung im Schinkenjahr bemüht, innovative Saisonschinkenkreationen spiegeln die jeweilige Jahreszeit, in Form eigens darauf abgestimmter Schinkentrilogien wider. Dementsprechend wird die kommende Frühlingssaison mit den Sorten Spargelschinken, Bärlauchschinken und Rosmarinschinken eröffnet. Überdurchschnittliche Zuwächse verzeichnet das Unternehmen derzeit im Bereich der Putenschin-

Der Backofenschinken: Er zählt zu Bergers beliebtesten Schinkenspezialitäten.

© Berger

WENN

GENUSS DEINE WELT IST, IST DAS DEIN

GUIDE. Die guten GUIDES von 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013 2013

Willy Lehmann Fritz Stifsohn

Obst &se Gemü l! Spezia

GENUSS GUIDE

MIT UNTERSTÜTZUNG VON BUND, LÄNDERN UND EUROPÄISCHER UNION

Michael und Hans Trünkel freuen sich über den neuen Großauftrag der ÖBB.

kenspezialitäten. Insbesondere die SB-Frischepackungen zu 100 g und die Kombipackung zu 180 g, welche drei Sorten vereint, werden kundenseitig sehr gut angenommen. Das Jahr 2013 werde Berger daher strategisch noch intensiver auf das Segment der qualitativ hochwertigen Kochschinkenvariationen ausrichten. „Dank unserer langjährigen Erfahrung können wir schnell und flexibel innovative Ideen umsetzen“, betont Rudolf Berger, Geschäftsführer des Unternehmens. Entsprechende Marketingmaßnahmen werden den Produktfokus verstärkt kommunizieren und im Markt verankern.  (red)

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Fleisch & Wurst

24 – medianet special

Dienstag, 22. Jänner 2013

Radatz Das Liesinger Unternehmen blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück – trotz der gestiegenen Rohstoffpreise

short

Steirerglück jetzt auch im Westen Österreichs

„Winning Brand“ Radatz

Steirerfleisch-Geschäftsführer Alois Strohmeier kommt mit Neuigkeiten.

Wolfsberg. „‚Steirerglück‘ setzt seinen ökologischen Fußabdruck auch in den westösterreichischen Schnee. Die gehobene Hotellerie und Gastronomie der Top-Wintersportregionen Tirols und Vorarlbergs wird über unseren Exklusiv-Partner ‚Handl Tyrol Gastronomieservice GmbH‘ beliefert“, berichtet Steirerfleisch-Geschäftsführer Alois Strohmeier. Mit Steirerglück, der neuen Linie, wird eine überdurchschnittliche Qualität steirischer Herkunft garantiert – vom Ferkel bis zum fertigen Produkt. Die Verarbeitung erfolgt durch Steirerfleisch, einen der modernsten fleischverarbeitenden Betriebe Österreichs, der mit leistungsfähigen Kühlanlagen, Spitzentechnologien im Bereich Zerlegung und Verpackung, geschulten Mitarbeitern und perfekter Logistik Qualität und Frische gewährleistet. Steirerglück hat auch in Sachen CO2-Footprint Vorzeigewerte; eine Studie von Soil & More ­International findet man auf  www.steirerglück.at

Wien. 1962 eröffnete Franz Radatz mit seiner Frau Elisabeth sein erstes eigenes Geschäft in der Gumpendorfer Straße im 6. Bezirk. 50 Jahre später, im Jubiläumsjahr 2012, durfte sich das Unternehmen (wieder) über Platz 1 der ACNielsen/Winning Brands freuen. Die ACNielsen-Umfrage nach dem Brand Equity (Markenwert) Index 2012 gewann Radatz im Gesamtranking (Warenkorb Wurst und Wurstwarten) ex aequo mit Handl Tyrol. Radatz punktet vor allem bei Kaufpräferenz und Weiterempfehlung. Überragend waren die Ergebnisse v.a. im Raum Wien, aber auch die Werte für Gesamtösterreich waren durchwegs sehr erfreulich.

on für den Konsumenten erlebbar wird; Bio-Produkte bleiben weiterhin eine Nische im Wurstbereich“, so Radatz.

Ein Ausblick auf 2013

Steigerung der Umsätze „Dank schöner Erfolge im Export und in unseren Filialen konnten wir in einem schwierigen Marktumfeld unsere Umsätze deutlich steigern; das Hauptaugenmerk liegt aber nach wie vor bei den Rohstoffkosten und deren Auswirkungen“, weiß Franz Radatz, Geschäftsführer und Sohn des Firmengründers. Er spricht damit die Steigerungen der Rohstoffpreise seit Anfang letzten Jahres von mittlerweile über 30% an, „die leider kein Unternehmen mehr schlucken kann“. Radatz weiter: „Fleisch ist eine hochwertige Nahrung und kann nicht auf Dauer unter den Ent-

© Svec

© Steirerfleisch

Im Jubiläumsjahr durfte man sich zudem über Platz 1 bei den ACNielsen/Winning Brands freuen.

Geschäftsführer Franz Radatz: „Wir konnten unsere Umsätze deutlich steigern.“

stehungskosten verkauft werden. Einerseits steigt weltweit der Bedarf an dem wertvollen Gut, andererseits müssen alle Beteiligten in der Wertschöpfungskette auch ihren fairen Betrag erhalten.“

„Gesundheitsbewusster“ Das am stärksten wachsende Segment sind heute die Wurstaufschnitte, hat sich doch in den letzten Jahrzehnten hier einiges

verändert. Die Österreicher lieben zwar nach wie vor Frankfurter, Käsekrainer, Extrawurst, Leberkäse, etc., nur: Während einst ca. 30% Fettanteil in der Wurst war, beträgt er heute nur noch rund 20%. „Unsere Kunden sind gesundheitsbewusster geworden. Geschmacklich haben wir trotzdem im Export die größten Erfolge mit authentischen österreichischen Wurstprodukten, bei denen die österreichische Handwerkstraditi-

Für 2013 wagt der Geschäftsführer einen Ausblick: „Meine Strategie ist, das Unternehmen gut aufzustellen, für Veränderungen gewappnet zu sein und die Möglichkeit zu haben, wenn sich eine Gelegenheit ergibt, diese auch zu nutzen.“ Eine der zentralen Säulen im Hause Radatz bleibt dabei die Qualitätssicherung. Das Unternehmen setzt auf modernste Systeme und die Erfahrung der Mitarbeiter. Für Familie Radatz waren zufriedene Mitarbeiter immer schon ein großes Anliegen. So bietet man heute eine ganze Reihe von Weiterbildungsprogrammen an; hier wird versucht, jeden individuell zu unterstützen. Auf die heutige durchschnittliche Mitarbeiterzugehörigkeit von zehn Jahren ist man zu Recht stolz.

Kundenmagazin-Relaunch Die Radatz-Kundenzeitschrift In aller Munde hat sich übrigens gemausert und heißt jetzt Franz. Und das Thema ‚Kochen‘ steht nicht nur in den 23 Filialen im Zentrum, sondern auch auf der Website und in der neuen App „Radatz kocht“.  (red)

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