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inside your business. today.

12. JG. NO. 1544

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freitag/samstag/sonntag, 30. märz – 1. april 2012

ein augenschmaus

Ändert sich der Fleischkonsum, wenn man das Tier selbst schlachten müsste? Seite 4/5

© APA/Roland Schlager

© Jan Rathke

business weekend

weisse werbe-pracht

Grüne arbeitsplätze

Focus: Sponsoring von Ski-AlpinBewerben zahlt sich am meisten aus  Seite 8

Lebensministerium launcht neue Agentur: Green Jobs Austria  Seite II/CSRnet

Interview Christiane Wenckheim, Vorstand der Ottakringer Brauerei, über den neuen Markenauftritt

„Sind das gallische Dorf in der Bierlandschaft“

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inhalt

© Echo Medienhaus

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

prime news & market watch

> Claus Raidl bei der Premiere von „Forum Wien“  3

Schräges 16er-Blech Ottakringer-Chefin Christiane Wenckheim gibt der Hauptstadtbrauerei zum 175. Geburtstag einen neuen Anstrich und setzt im Wettbewerb gegen „die Römer“ neuerdings auf eine Mehrmarkenstrategie. Seite 2

marketing & media > Philipp Maderthaner launcht Campaigning-Agentur  9 > Start: Neue Workshop-Serie „Komplett Digital“  10 retail > Franchise im LEH: Unimarkt macht Umsatzsprung  17 > Vöslauer-Chef Hudler startet Recyclingkampagne  18

Medienkunst Linzer Festival sucht nach Weltbildern

Ars Electronica: „The Big Picture“

> Poker um die neue Transaktionssteuer  36 > Die künftigen Herrscher am mobilen Tablet-Markt 48 P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien   GZ: 02Z030468T   Redaktion: 1110 Wien, Geiselbergstr. 15   Tel. 919 20-0   Fax: 919 20-2231   e-Mail: abo@medianet.at

© Ars Electronica/Robertba

© EPA

business weekend

Produktionschef Martin Honzik: Zweite Runde für „Create Your World“.

Wien. Die Linzer „Ars Electronica“ hat sich heuer einem „Riesenthema“ verschrieben, so die künstlerische Leiterin Christine Schöpf: Unter dem Titel „The Big Picture“ sucht das Medienkunstfestival von 30. August bis 3. September nach Weltbildern für die Zukunft. Um BestPractice-Modelle für die Zukunft zu entwickeln, hat sich die Ars Electronica „Seed“, ein US-OnlineMagazin mit der Maxime „Science Is Culture“, als Partner ins Boot geholt. Zudem geht heuer das jährlich stattfindende Symposium „WikiSym“ zum Thema Wikis und offene Zusammenarbeit in Linz über die Bühne. www.aec.at/thebigpicture

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2 – medianet

Freitag, 30. März 2012

Ch r ist iane Wenckheim

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl; Michael Kranewitter

Als Chefin der größten Haupt­ stadtbrauerei sieht sich ­Wenckheim mit einem beson­ deren „bierkulturellen“ Auftrag versehen. Daher arbeitet sie auch daran, den derzeit in Reno­ vierung befindlichen Darrenturm der Brauerei zu einem Wahr­ zeichen zu stilisieren.

Relaunch Mit neuem Auftritt und noch mehr Eventkultur will Unternehmenschefin Wenckheim „Kultcharakter“ des Biers stärken

Ottakringer-Turm soll drittes Wahrzeichen Wiens werden

Ottakringer ist das meistgetrunkene Bier der jungen Erwachsenen; Goldfassl als Spezialitätenmarke für ältere Zielgruppen. natalie oberhollenzer

Wien. Seit 2009 führt Christiane Wenckheim die letzte verbliebene Großbrauerei der Hauptstadt als alleiniger Vorstand. Zuerst, erinnert sie sich, haben ihr einige in der männerdominierten Bierbranche keine lange Überlebensdauer prophezeit. Ihre Kritiker sollten nicht Recht behalten. Die Tochter des Biergrafs Engelbert Wenckheim hat es geschafft, das „16er Blech“ noch kultiger zu machen und lässt gleichzeitig alte Traditionen wie jene der Tanzböden in der Brauerei wieder aufleben. Jetzt hat sie rechtzeitig zum 175. Firmenjubiläum einen umfassenden Relaunch der Marke vorgenommen; welche Strategie dahintersteckt, erklärt sie im Gespräch mit medianet. medianet: Was ist die Idee hinter dem neuen Auftritt von Ottakringer? Christiane Wenckheim: Einer unserer Beweggründe, weshalb wir ein neues Logo gemacht haben, ist der, weil wir unser Wahrzeichen in den Mittelpunkt rücken wollten. Der Darrenturm (Anm. Mälzereiturm in der Brauerei) wird im Moment restauriert und ich habe die Vision, dass wir ihn neben dem Riesenrad und dem Stephansdom zum dritten Wahrzeichen Wiens machen. Als Hauptstadtbrauerei sehen wir uns mit einem besonderen Auftrag versehen. Der Turm soll in ganz Österreich für Wien stehen. medianet: Sie haben Ihr Unternehmen unlängst als gallisches Dorf

auf der heimischen Bierlandkarte bezeichnet. Was macht Sie zum Asterix der Branche? Wenckheim: Wir sind die, die anders denken, anders funktionieren und immer sehr schräge Werbung gemacht haben. Diesen Stil werden wir beibehalten, dafür stehen wir. Wir bleiben die Unkonventionellen, Authentischen mit den verrückten Ideen und dem Spaßfaktor, diejenigen, die das Bier der Jungen und der Junggebliebenen brauen. medianet: Was unternehmen Sie, damit das 16er Blech auch weiterhin cool bleibt? Wenckheim: Vor 175 Jahren, als das Unternehmen entstanden ist, war es ein Tanzboden mit angehängter Brauerei in einem Vorort von Wien. Heute haben wirs umgedreht: Wir sind eine Brauerei mit angehängten Tanzböden. Das war eines der Dinge, die ich gemacht habe, als ich ins Unternehmen gekommen bin: Ich habe den Eventbereich stark ausgebaut. Heute veranstalten wir zahlreiche Clubbings in unserem Haus, jedes Jahr schleusen wir 100.000 Leute durch unsere Hallen, die die Brauerei kennenlernen und unser Bier verkosten wollen. Gerade sind wir dabei, ein altes Fassmuseum herzurichten. Dazu kommt unsere Festivalkompetenz; jenes in Wiesen beispielsweise stellen wir komplett unter unsere Marke ‚Ottarocker‘. Dass das alles ankommt, hat eine Studie im letztem Jahr bewiesen. Demnach sind wir das meistgetrunkene alkoholische Getränk

der jungen Erwachsenen in Österreich. medianet: Neben der Hauptmarke Ottakringer: Wie positionieren Sie Ihre anderen beiden Labels ‚Goldfassl‘ und ‚Null Komma Josef‘? Wenckheim: Während Ottakringer für Frische, Urbanität und Party steht, machen wir mit Gold-

„Wir sind die, die anders denken und funktionieren, die Unkonventionellen mit den verrückten Ideen. Wir brauen das Bier der Jungen und Jung­ gebliebenen.“ christiane wenckheim, vorstand ottakringer brauerei

fassl ein neues Bedürfnis in Richtung kulinarisches Erlebnis auf. Die Spezialitätenbiere stehen für besondere Momente, ein schönes Essen mit dem Partner; Zielgruppe sind etwas ältere Menschen in einer anderen Lebenssituation. Unsere dritte Marke Null Komma Josef spricht die immer größer werdende Gruppe an Menschen an, die gern

Bier schmecken, aber aus gesundheitlichen Gründen keinen Alkohol konsumieren will. medianet: Wie teilt sich der Umsatzkuchen zwischen den drei Marken auf? Und wie steht es um Ihren Marktanteil im Handel? Wenckheim: Ottakringer macht 70 Prozent Umsatz, Goldfassl 25 und Null Komma Josef fünf Prozent. Im LEH machen wir sieben bis acht Prozent des Marktes. medianet: Inwieweit haben Sie mit den zuletzt gestiegenen Rohstoffpreisen zu kämpfen? Wirkt sich die Situation auf die Gewinne aus, und müssen Sie bei den Preisen nachbessern? Wenckheim: Es wirkt sich auf die Gewinne aus. Wir mussten in den letzten Jahren immer wieder Erhöhungen bei den Rohstoffpreisen erleben, auch weil immer weniger Bauern Gerste anpflanzen. Sie haben mehr Interesse an anderen Produkten, etwa solche, die für Bioethanol etc. verwendet werden. medianet: Stoßen Sie eigentlich als weit und breit einzige Frau in einer Führungsposition einer Brauerei auf Widerstände? Immerhin arbeiten Sie in einer der am stärksten männerdominierten Wirtschaftsbereiche überhaupt ... Wenckheim: Am Anfang haben mir einige Mitbewerber keine lange Überlebensdauer vorhergesagt. Die haben nicht Recht behalten. Und wenn ich heute noch auf Widerstände stoße, dann nur bei gewissen älteren Herrschaften, ins-

besondere bei solchen, die keine Töchter haben. Aber im Allgemeinen ist das Frau sein in einer Führungsrolle eher ein Vorteil. medianet: Wieso? Wenckheim: Im Umgang mit meinen Mitarbeitern. Ich habe einen familäreren Zugang als mein Vater, der eher patriarchalisch geführt hat. Mir liegt das Wohlbefinden der Mitarbeiter sehr am Herzen. Wenns den Leuten gut geht, sind sie gut zu Kunden und machen gutes Bier. Wir haben einen Verhaltenskodex; der sieht beispielsweise vor, dass jeder herzlich ‚Grüß Gott‘ und ‚Auf Wiedersehen‘ sagen soll. Außerdem gilt das Credo ‚Mein Bier ist auch dein Bier‘. Das taugt allen im Unternehmen sehr. Durchschnittlich bleiben unsere Leute 13 Jahre im Unternehmen. In der Brauabteilung kündigt überhaupt selten einer. Die bleiben alle bis zur Pensionierung.

facts Die von Christiane Wenckheim geführte Ottakringer Brauerei ist Teil des börsenotierten Brau- und Wasserkonzerns Ottakringer, zu dem außerdem die Vöslauer Mineralwasser AG, die ungarische Brauerei Pécs Sörfözde und die Kolarik & Leeb sowie die Trinkservice GmbH gehören. Im vergangenen Jahr machte der Konzern einen Gesamtumsatz von 218 Mio. €, das EGT betrug rund 13,85 Mio. €. Über 80 Mio. € entfallen auf die Brauerei in Wien-Ottakring, die ihren Bierabsatz im Inland konstant bei 601.000 hl halten konnte. Der Exportanteil betrug rund 13.000 hl.


retail inside your business. today. 

Bei dm drogerie markt boomt das Mehrwegsackerl 

Seite 17

FREItag, 30. März 2012 – 15

glanzvoll

Jura heimst den „iF product design award“ für den kleinsten OneTouch-Cappuccino-Vollautomaten der Welt ein.  Seite 20 © Jura

jour fixe

fleischexperte

DiTech-Chefin Aleksandra Izdebska spricht am oö Handelskongress  Seite 18

Mathias Kapetanovic wird Verkaufsleiter Außendienst bei Trünkel  Seite 20

© Trünkel

gut getütet

© DiTech

© dm/Neumayr

medianet

„Ich esse Chips und bin kein fetter Lackel“

© Unimarkt/Friedrich Jamnig

short

Zugelegt Alfred Hudler, Vorstandsvorsitzender des führenden heimischen Mineralwasserherstellers Vöslauer, vermeldet die Zahlen vom letzten Geschäftsjahr. Demnach konnte das Unternehmen im Umsatz um zwei Prozent zulegen; besonders erfreulich entwickelten sich die Exportgeschäfte. Seite 18

© medianet/Szene1/Christian Mikes

© Vöslauer

Rasant expansiv Derzeit 113 Unimärkte machen sich fit für die Zukunft. Geschäftsführer Andreas Haider will anhand von sechs Neueröffnungen, vier Umbauten und zehn bis zwölf Revitalisierungen in 2012 einen Umsatzsprung um neun Prozent auf 255 Mio. € absolvieren; sieben Mio. € werden investiert. Seite 17

Täglich zwei Scheiben Chips 700.000 Kalorien verzehrt der Österreicher im Jahr, 10.000 davon fallen auf Snacks wie Chips. Damit Snacker weiterhin fit bleiben, setzt Kelly-Chef Wolfgang Hötschl auf die „Superdribbler“-Fußball-Aktion. Seite 16

Schmucke Bilanz Gesamtwachstum von 4,61 Prozent, plus 6,26 Prozent am Heimmarkt

© Rewe International

Rewe-Marktanteil bei 35 Prozent

Rewe-Chef Frank Hensel rechnet für 2012 mit einem „anspruchsvollen Jahr“.

Wien. Die Rewe International AG hat mit Billa, Merkur, Penny, Bipa und Adeg im vergangenen Jahr wieder ein Umsatzwachstum erzielt. In den 2.467 Filialen setzte der Handelsriese 7,47 Mrd. € um, was einem Plus von 6,26 Prozent gegenüber 2010 entspricht. Im Bezug auf die LEH-Marktanteile sei man nun als Nummer 1 bei 35% angelangt. Ohne Außenumsatz der Adeg, die 2011 erstmals voll im Jahresabschluss dargestellt wurde, betrug das Umsatzwachstum 3,38 Prozent. In den acht ausländischen Märkten fuhr Rewe Erlöse in Höhe von

4,91 Mrd. € ein, das sind um 2,19 Prozent mehr. Im In- und Ausland erwirtschaftete die Handelsfirma 12,38 Mrd. € (+4,61 Prozent). Rewe-Boss Frank Hensel rechnet heuer trotz schwieriger Konjunkturentwicklung nicht damit, dass diese unmittelbar auf das Konsumverhalten durchschlagen wird. Das Jahr 2012 werde aber „sicherlich für die gesamte Branche anspruchsvoll“, meinte er. Per Jahresende beschäftigte die Rewe International AG 74.959 Personen, 39.432 davon in Österreich. 2011 schuf der Konzern 2.260 neue Arbeitsplätze.  (red)

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Freitag, 30. März 2012

© Bill Lorenz

16 – medianet retail

dribbl er könig e

Crossmedial fit In Kooperation mit der Krone und mit Herbert Prohaska an Bord startet Kelly „Superdribbler“-Eventreihe

Chips, Fußball, Euro 2012: Dribbelfieber mit Kelly’s Kelly-Chef Wolfgang Hötschl im Interview: Die Marke Kelly’s führt das Wachstum im Snack-Regal an. christian novacek

Wien. Kelly‘s Chips erreichen eine gestützte Bekanntheit von 97%. Wie herausfordernd es im Jahr der Fußball EM ist, mit einer starken Marke zu arbeiten, das erläutert Kelly-Chef Wolfgang Hötschl im medianet-Interview. medianet: Herr Hötschl, die ‚Euro 2012‘ steht ins Haus; somit dürfte sich auch ein formidables ChipsJahr abzeichnen? Wolfgang Hötschl: Eine Europameisterschaft steht immer im Zeichen von Bier und Chips. Und als Synonym für Chips steht hier-

zulande Kelly‘s. Damit der Chipsverzehr nicht mit Übergewicht gleichgesetzt wird, haben wir uns diesmal eine sportliche Aktion einfallen lassen: Wir suchen gemeinsam mit der Kronen Zeitung den ‚Superdribbler 2012‘. medianet: Klingt fast nach EM-Konkurrenzveranstaltung ... Hötschl: Wir werden an dreißig Stationen Nachwuchstalenten die Möglichkeit geben, im Dribblerparcours die Zeit von Weltfußballer Lionel Messi zu unterbieten; die Abschlussveranstaltung gibt es einen Tag vor dem EM-Finale im Stadioncenter.

medianet: Wie haben sich bei Kelly zuletzt, also 2011, Marktanteile und Umsatz entwickelt? Hötschl: Wir haben den Umsatz in Österreich auf gut 106 Millionen Euro gesteigert. Jeder Österreicher hat somit im Durchschnitt mehr als 3,5 Kilogramm Snacks verzehrt. Das Wachstum im Snack-Regal führt Kelly eindeutig an. Im Marktanteil sind wir mit nahezu 45 Prozent Marktführer. medianet: Inwieweit vergilt Ihnen das der Handel mit starken Facings? Hötschl: Anhand der doch etwas überschaubaren Zahl an Facings

Eventreihe Auf insgesamt 30 Veranstaltungen sucht Kelly den Superdribbler

Kelly’s kickt sich zur Fußball-EM 2012

Wien. Knabbergebäck-Experte Kelly hat sich seinen Beitrag zur Euro 2012 gut ausgedacht: „Wir bringen Bewegung ins Land und heizen Österreich so richtig für die Europameisterschaft auf“, erklärt GF Wolfgang Hötschl. In einer spektakulären Eventreihe sucht Kelly´s gemeinsam mit der Kronen Zeitung den „Superdribbler 2012“. Das wird derjenige, der einen speziellen Parcours in möglichst kurzer Zeit fehlerfrei bewältigt – nämlich unter 5,125 Sek., was genau die Zeit ist, die Weltfußballer Lionel Messi vom FC Barcelona vorlegt. Wer drunter liegt, gewinnt 10.000 €, mitmachen kann Jede und Jeder.

Fußball-Legende Herbert Prohaska fungiert als Schirmherr der Aktion Die Superdribbler-Tour läuft von Mitte April bis Ende Juni quer durch Österreich, 30 Sta­ tionen sind geplant. „Der von ‚speed4‘ entwickelte Lauf- und Dribbler-Parcours wird von Profis zur Vorbereitung und Verbesserung der Dribblefähigkeiten tatsächlich eingesetzt“, erläutert Schirmherr Prohaska die Ernsthaftigkeit der Aktion.

kann ich mit Recht behaupten: Wir sind eine echte Money-Machine, eine starke Marke, die sich durchaus präsenter in den Regalen wiederfinden könnte. Im Ranking der Linzer Marktforscher vom MarketInstitut belegen wir mit Kelly‘s und Soletti die Plätze drei und fünf. medianet: Sind demnach Ihre Mitbewerber derart innovationsfreudig, dass die trotz geringerer Umsatzanteile mehr Regalfläche zugeteilt kriegen? Hötschl: Wir sind genauso innovationsgetrieben wie der Mitbewerb. Soeben haben wir mit den ‚Kelly‘s Sunlandfarm Chips‘ ein Produkt gelauncht, das im Umsatz auf die gesamte Chips-Range draufsetzt. Weiters gehen wir mit den Chips in progressive Geschmacksvarianten, etwa Cheeseburger, Guarana oder Honey Mustard. Alle sechs Monate fällt die schwächste Variante raus und wird mit einer neuen abgetauscht. medianet: Sind diese Neuerungen im Vergleich zum Standardprogramm umsatzrelevant? Hötschl: Den großen Umsatzbrocken machen die salzigen Chips mit rund 60 Prozent vom gesamten Chips-Volumen. An zweiter Stelle kommen die Paprika-Chips, dahinter wird die Sache eher strukturiert. Der eine oder andere Konsument könnte vor dem Snack-Regal schon ein wenig die Übersicht verlieren ...

Chips & Fußball Rohscheiben und Kicken, das ging immer schon zusammen wie Pech & Schwefel – sind zumindest Kelly-Boss Wolfgang Hötschl (li.) und FußballChefanalytiker Herbert Prohaska überzeugt. Die Erwartungen anhand der anstehenden „Euro 2012“ werden diesmal speziell unterfeuert: Die Kelly GmbH sorgt gemeinsam mit der Kronen Zeitung für einige Extra-Spektakel: 30 Dribbler-Events in ganz Österreich stehen vor dem Anpfiff Mitte April.

medianet: Wie sieht es derzeit mit der Preisgestaltung aus? Wie hoch ist der Aktionsanteil? Hötschl: Der Aktionsanteil liegt bei 40 Prozent und damit sind die Preise nicht mehr nachvollziehbar. Nach drei Wochen ‚2+1 Aktion‘ hat am Ende der Konsument ein neues Preisgefüge gelernt, der Aktionspreis mutiert für ihn zum Kurantpreis. medianet: Regen Sie kurzsichtige Handlungsweisen der Händler eigentlich auf? Hötschl: Ich bin älter geworden und daher auch ruhiger ... medianet: Im Intersnack-Konzern greifen Sie auf ein reichhaltiges Portfolio zu. Wie wird das in der Marktbearbeitung gehandhabt? Hötschl: Intersnacks setzt auf dezentrale Unternehmerverantwortung. Das heißt, wir haben unterschiedliche Produktportfolios für die jeweiligen Märkte; dem Umstand, dass in den einzelnen EUStaaten die Geschmäcker verschieden sind, tragen wir also Rechnung. Von uns wird aber erwartet, dass wir erfolgreicher sind als zentralistisch geführte Marken. medianet: Welche IntersnackMarke ist hierzulande besonders erfolgreich? Hötschl: ‚Pombär‘ ist immer noch eine der beliebtesten Kindermarken. Außerdem schätzen deutsche Urlauber Intersnacks-Produkte.


Freitag, 30. März 2012

r e ta il & o u t le t s

medianet retail – 17

Franchise im LEH Schon heute wird jeder dritte Unimarkt im Franchisesystem geführt, die Quote soll bis 2017 noch deutlich erhöht werden

Unimarkt macht Umsatzsprung Für 2012 plant der Filialist der oberösterreichischen Pfeiffer Gruppe 9% Plus. Linz. Mit knapp 233 Mio. € Umsatz und rd. 1,5 Prozent Marktanteil sind die zur Pfeiffer Gruppe gehörenden 113 Unimärkte zwar verhältnismäßig kleine Player – aber durchaus oho, wie Unimarkt-Chef Andreas Haider im medianet-Interview darzulegen vermag. medianet: Herr Haider, Unimarkt möchte in 2012 den Umsatz von 232.9 auf 255 Mio. Euro steigern – das klingt überaus ambitioniert. Andreas Haider: Das entspricht einem Plus von rund neun Prozent und erklärt sich anhand von sechs Neueröffnungen, vier Generalsanierungen und weiteren zehn bis zwölf Feinkosmetisierungen. Hingegen hatten wir in 2011 ein Konsolidierungsjahr, wo wir uns von sechs Standorten verabschiedeten. Sieben haben wir neu gemacht, das ergibt unterm Strich einen Zuwachs von einem Standort und gesamt einen Umsatzgewinn von zwei Prozent.

liche Auftreten stärkt die Marke. Unsere Partner sind somit selbstständige Unternehmer, die erkannt haben, dass sie leistungsfähig sind, wenn sie sich einem durchdachten System unterordnen. medianet: Wie gießt sich Leistungsfähigkeit in Zahlen? Was braucht‘s für einen Umsatz, wie hoch sind die Investitionskosten? Haider: Normalerweise übernimmt der Franchiser die Ware und die Einrichtung. Das Objekt machen wir oder der Franchiser – im letzteren Fall helfen wir natürlich bei den Konditionen. Wir bieten 24 Prozent Nettoabschlagspanne und das

Ziel der Partner ist logischerweise, möglichst viel Umsatz zu machen. Mit zwei Millionen Euro Jahresumsatz ist er gut dabei, mit vier Millionen verdient er wirklich gut. medianet: Würden sich ihre Partner mit weniger Personal leichter tun? 1.600 Unimarkt-Mitarbeiter hört sich personalintensiv an ... Haider: ‚Mehr für mich‘ steht für Regionalität, Frische und kompetente Herzlichkeit. Dazu gehört einfach die personalintensivere Bedienung, vor allem beim Frischfleisch; unsere Kunden nehmen das wahr und die Marktforschung bestätigt uns den eingeschlagenen Weg.

© Unimarkt/Friedrich Jamnig

christian novacek

Unimarkt-Chef Andreas Haider will in 2012 kräftig investieren: Sechs Unimärkte kommen neu, vier werden umgebaut und zehn bis zwölf Outlets werden kosmetisiert.

medianet: Die Modernisierung wird von einem neuen Auftritt unter dem Claim ‚Mehr für mich‘ begleitet – inwieweit erfordert das flächendeckende Umstellungen? Haider: Von unseren derzeit 113 Filialen werden wir bei ungefähr einem Drittel die älteren Schilder durch neue Logos ersetzen. Flugblätter und PoS-Materialien werden ebenfalls neu gestaltet. medianet: Unimarkt ist der einzige Franchiser im Lebensmittelhandel. Was unterscheidet Sie von einem Kaufmann, der stark an den Großhandel gebunden ist? Haider: Der Kaufmann wird vom Großhandel unterstützt, wenn er brav ist. Wir gehen einen völlig anderen Weg: Bei uns erkennt der Kunde von außen nicht, ob das Geschäft ein Franchisegeschäft oder eine Filiale ist. Auch die Preise sind in beiden Fällen ident. Das einheit-

dm Mehr Mehrwegtaschen

Weniger Plastik

Salzburg. Nach gut einem Jahr zieht dm drogerie markt Zwischenbilanz über die Umstellung im Bereich der Einkaufssackerl: Im Verlauf der letzten 14 Monate konnte der monatliche Verbrauch der „dm Sackerl“ von rund 1,5 Mio. auf unter 250.000 gesenkt werden. „Unsere Kunden haben somit nicht nur auf den größten Teil der Einwegsackerl verzichtet, sondern sich mit insgesamt fast 700.000 Mehrweg-Taschen ausgestattet“, sagt GF Harald Bauer. (red)

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18 – medianet retail

Freitag, 30. März 2012

AF Getränke Das Mineralwasserunternehmen legte im Umsatz um zwei Prozent zu, Exporte stiegen um 31 Prozent

short

Vöslauer: Wasser Marsch!

Textilindustrie: Mehr Gehalt für Beschäftigte Wien. Die 12.655 Beschäftigten der Textilindustrie bekommen ab 1. April mehr Geld. Die KVLöhne bzw. -Gehälter steigen um 3,75%, die Ist-Löhne bzw. Gehälter erhöhen sich nach Einkommen gestaffelt um bis zu 4%. Darauf haben sich Gewerkschaft und Arbeitgeber am gestrigen Donnerstag geeinigt. Wer bis 1.500 € verdient, bekommt ab April 4% mehr Ist-Lohn. Bis 1.700 € erhöhen sich die IstLöhne um 3,8%, bis 2.000 € um 3,7% und bis 2.500 € um 3,6%.

Vorstandsvorsitzender Alfred Hudler startet Bewusstseinsbildungskampagne zum Recyclingthema. Wien/Bad Vöslau. Die Vöslauer Mineralwasser AG konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr bei den eigenen Marken Vöslauer, Balance und Bio mit knapp 73 Mio. € ein Umsatzplus von zwei Prozent erzielen. Der Umsatz ohne Lohnfüllung stieg um 2,5 Prozent auf 84,5 Mio. €, wie Unternehmenschef Alfred Hudler am gestrigen Donnerstag bekanntgab. Besonders gut ist es im Export gelaufen: Das Plus bei den Ausfuhren konnte von 4,6 Mio. € im Jahr 2010 um 31% auf 6,1 Mio. € gesteigert werden. Gut 70% der exportierten Ware gehen nach Deutschland, zweitwichtigster Exportmarkt ist Ungarn. Aktuelles Herzensthema von Hudler ist die ökologische Verantwortung: „Ein klares Commitment zum Umweltschutz steht bei Konsumenten ganz oben auf der Agenda. Wir als Getränkehersteller bieten heuer verstärkt konkrete Maßnahmen und

Wer Vöslauer trinkt, recycelt Mit dem Slogan „Wer Vöslauer trinkt, recycelt auch. Wir sagen immer und immer wieder: danke!“ startet das Unternehmen in den nächsten Tagen eine österreichweite Bewusstseinsbildungskampagne. Außerdem ist man seit November 2011 Partner des klima: aktiv pakt 2020, der Klimaschutzinitiative des Lebensministeriums. Selbiges verpflichtet, bis zum Jahr 2010 eine Reihe von KlimaschutzProjekten umzusetzen. Im Produktbereich möchte man mit dem ursprünglich für den deutschen Markt gedachten, neuen 4x1 l Vorratspack punkten.  (red)

© Vöslauer

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

Sport Eybl/Experts: „Statt-Preis“ irreführend

Lösungen für dieses Zukunftsthema.“ Ziel sei es, als Marktführer sowohl beim Kundennutzen, als auch bei Recycling-Lösungen Vorreiter zu sein, zu sensibilisieren und zum Dialog aufzurufen.

Vöslauer-Chef Alfred Hudler geht bis 2020 eine Reihe von Umweltschutzprojekten an.

VKI-Chef Franz Floss zog gegen Sport Eybl/Experts vor Gericht.

Preisplus bei Drogeriewaren

Expertentreff in Oberösterreich

Wien. Drogeriewaren sind in Wien von November 2011 bis Februar 2012 um rund fünf Prozent teurer geworden, hat die Arbeiterkammer Wien auf Basis von 35 der preiswertesten Reinigungs-und Toilettprodukte aus vier Wiener Drogeriemärkten errechnet. Besonders teuer geworden sind zum Beispiel Frischhaltefolie (plus 38,6%), Staubtücher (plus 30,4%) oder WC-Reiniger (plus 15,3%). Große Preisunterschiede registrierte das AK-Preismonitoring unter den Billigstprodukten etwa bei Schwammtüchern (Preise zwischen 13 und 66 ct), bei After Shave Balsam (zwischen 2,95 und 9,29 €) oder bei Frischhaltefolien (zwischen 2 und 5 ct pro Meter).

© DiTech/www.peterrigaud.com

Linz. Ein Event-Schmankerl der besonderen Art findet am 17. April im Palais Kaufmännischer Verein in Linz statt: Beim „Oberösterreichischen Handelskongress“, der sich heuer des Themas E-Commerce annimmt, kommen hochkarätige Experten zu Wort. „Fischen im Netz – wie der Fachhandel im Internet den großen Fang macht“: Unter dieser Devise referiert etwa der ORF-Nachrichtensprecher und in Sachen Social Media bestens bewanderte Armin Wolf. Weiters geben Di Tech-Chefin Aleksandra Izdebska und Gerrit Heinemann von der Hochschule Niederrhein ihr Wissen zum Besten. Eine Podiumsdiskussion mit sechs Teilnehmern wird den spannenden Handelstag einleiten.

Di Tech-Chefin Aleksandra Izdebska referiert über Online- und stationären Handel.

Schokolade Erlebniswelt

Verpackungen Konzern kann künftig bis zu 40.000 Packerln pro Stunde befüllen

Milka feiert den 111. Geburtstag

Tetra Pak zeigt Highspeed-Gerät

Besteckhersteller WMF steht vor dem Verkauf

© dpa/Uwe Anspach

Köln. Wenn das Milchpackerl seinen Weg in die österreichischen Haushalte findet, hat es bereits eine lange Reise hinter sich. Um diese Route zu beschleunigen, werden in Zukunft sogenannte HighspeedAbfüllanlagen sorgen. Wie der Verpackungskonzern Tetra Pak am Dienstag auf der Leitmesse für Lebensmitteltechnologie „Anuga FoodTec 2012“ in Köln präsentierte, sollen in Zu-

Der Edelgeschirr- & Besteckhersteller ist mindestens 509 Mio. € wert.

kunft bis zu 40.000 Verpackungen pro Stunde befüllt werden können. Darüber hinaus werden durch das neue Konzept die Betriebskosten für Portionsverpackungen um bis zu 30 ct gesenkt. Die Hochgeschwindigkeits-Abfüllanlage soll in drei bis vier Jahren zum Einsatz kommen, wenn das Entwicklungsprogramm wie geplant verläuft, sagte Michael Grosse, Exekutiver Vizepräsident

im Bereich Entwicklung und Service bei Tetra Pak. „Das ist die schnellste Verpackungsmaschine der Welt.“ Das Hyperspeed-Konzept soll in Zukunft mit einer weiteren Innovation kombiniert werden. Zur Geschwindigkeit wird die sogenannte eBeam-Sterilisation für eine vollständige Keimfreiheit der Produkte sorgen. „Schon einzeln eingesetzt, bringen die Lösungen unseren Kunden enorme Vorteile – kombiniert aber läuten sie eine neue Ära im Hinblick auf Kosten, Effizienz und Umweltschutz ein“, sagte Grosse.

München. Kraft Foods feiert den 111. Geburtstag seiner Schokomarke mit einer eigenen „Milka Welt“ in der Münchner Schrannenhalle. Auf einer Fläche so groß wie ein Handballfeld lädt das Unternehmen in einen alpinen Kurzurlaub mitten in der City – mit Almhütten, Themenstuben und allerlei BastelStöber-Highlights. Dazu gibts jede Menge Schokolade zum Verkosten.

Mächtiges Gerät: Der „PlantMaster“ ist einer der neuen Maschinen bei Tetra Pak.

Tetra Pak will auch der wachsenden Nachfrage nach Energy Drinks, probiotischen Getränken und Tagesportionen gerecht werden – ein Markt, der zwischen 2011 und 2014 weltweit voraussichtlich um vier Prozent wachsen wird. Mit dem Verschluss „Lokka“, der speziell für sogenannte Shots (100 mlVerpackungen) konzipiert wurde, soll das Öffnen leichter gemacht werden.  (APA)

© Kraft Foods Österreich

Verschlüsse der Zukunft

© TetraPak

Frankfurt. Der deutsche Kochgeschirr- und Besteck-Hersteller WMF steht vor dem Verkauf. Der Mehrheitseigentümer, der Schweizer Finanzinvestor CapVis, prüfe strategische Optionen, wie er seine Beteiligung loswerden könne, erklärt WMFVorstandschef Thorsten Klapproth. WMF ist an der Börse 509 Mio. € wert, beim Verkauf hofft die 2006 eingestiegene CapVis Finanzkreisen zufolge, den Wert auf bis zu 600 Mio. € zu treiben. 37% der Stammaktien liegen bei der österreichischen Beteiligungsfirma Fiba.

AK Fünf Prozent Teuerung

Handelskongress Das Who is Who der Branche meetet zum Thema E-Commerce

Wien. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) ist wieder gegen ein Unternehmen wegen irreführender Werbung vor Gericht gezogen. Stein des Anstoßes war ein Prospekt des Sportartikelhändlers Sport Eybl & Sports Experts GmbH, in dem unter anderem eine verbilligte Slackline beworben wurde und sich auch sonst allerlei Fußnoten befanden – aus Sicht der Konsumentenschützer zu verwirrend. Das Oberlandesgericht Linz hat der Verbandsklage stattgegeben, das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die Darstellung von „Statt-Preisen“ ist demnach irreführend, wenn dabei insgesamt mehr als zwei verschiedene Fußnotensymbole verwendet werden (etwa *, **, +). Außerdem müsse bei der „Statt-Preis-Werbung“ angegeben werden, ob es sich beim „Statt-Preis“ um den bisherigen Verkaufs- oder um den Listenpreis handelt, teilt der Verein für Konsumenteninformation mit.

Lila Schoko-Wunderwelt: Milka setzt sich in München groß in Szene.


Business promotion

Freitag, 30. März 2012

medianet retail – 19

City-Shoppingcenter Ständiger Wandel als Erfolgsrezept; Bedingungen sind richtiger Branchenmix, Mitarbeiterschulungen und Shop-Orientierung

In den Ringstrassen-Galerien bleibt weiterhin alles anders Wien. Kein Stillstand, dafür noch mehr Shopping, Service, Schlemmen und Genießen: Damit ein EinkaufsCenter für seine Kunden interessant bleibt, muss es sich stets weiterentwickeln; das ‚Wie‘ will dabei wohl gewählt sein, weiß man nicht zuletzt beim Immobilien-Betreiber Ekazent, der in den RingstrassenGalerien auf zahlreiche Neuzugänge und runderneuerte „Lokalmatadore“ verweisen kann. Der Branchenmix, so die Experten, gilt gemeinhin als Frequenzgarant. Neben den großen Magneten sollten jene Marken, die vielleicht kleiner, dafür aber umso spezialisierter sind und ein hochwertiges Nischen-Publikum adressieren, für das optimale Kundenaufkommen sorgen. Unerlässlich dabei: regelmäßige Umbauten und Modernisierungen, um gegen neue und bestehende Konzepte im näheren innerstädtischen Angebotsumfeld bestehen zu können. Die Kombination aus traditionellen Marken und Modernität, gepaart mit Stil und Atmosphäre, unterscheide etwa die Shoppingadresse am Ring von anderen großen Anbietern und erfülle die hohen Ansprüche der Wiener Innenstadt-Kunden, so die CenterVerantwortlichen.

© Ringstrassen-Galerien (2), Ekazent

Neuzugänge, Umbauten, frische Shopdesigns: Das Center in der Wiener Innenstadt hat sich herausgeputzt.

Shopping-Tempel in der Wiener City: Die Ringstrassen-Galerien sind als High-End-Mall etabliert. Mit Neo-Mietern und Design-Updates bleibt man den hohen Ansprüchen treu.

Trainingsmodule für die Mitarbeiter des Hauses an. So finden regelmäßig Spezialseminare statt; am Stundenplan stehen u.a. die Schwerpunkte „Verkauf- und Beratung“ und „Beschwerde- und Konfliktmanagement“. Diese Investitionen machen sich bezahlt, sagen die Schulungsexperten. Ausgebildete Mitarbeiter würden nicht nur Qualität und Service,

Konzept von XO Noodles vereint hochwertige, frisch zubereitete Speisen mit kurzen Wartezeiten. Eigentümer Klaus Piber ließ sich von Trends aus Asien und den USA inspirieren und gestaltete das XO Noodles nach dem Vorbild chinesisch-japanischer Suppenküchen. Ausgefallen ist das einfache Baukastensystem der Gerichte, das jedem Gast die Möglichkeit bietet, sein

Top-Thema: Profi-Mitarbeiter Neben Shopping-Angebot und -Kulisse entscheidet der „Faktor Personalkompetenz“ über Erfolg oder Misserfolg: Seit knapp zehn Jahren fokussieren die Ringstrassen-Galerien daher verstärkt auf ein professionell geschultes Team – und das mit eigenem Lehrangebot und breit gefächertem Inhalt. Das dafür eigens entwickelte Trainingsprogramm „Ekcellence by Ekazent“ wurde vom Center-Betreiber gemeinsam mit Universitätslektor Josef Wanas entwickelt. Die Unterrichtsreihe bietet unterschiedliche Entwicklungs- und

Ringstrassen-News Neu im Center: • Nudelbar „XO Noodles“: chinesisch-koreanische Küche • Schokoboutique Olga: ausgewählte und außergewöhnliche Schokokreationen • „Artificium“: „Zauberwelt der Möbel“ Im neuen Glanz: • Fashion Store „4 Jahrezeiten“ • Friseursalon „Strassl Exklusiv“ • Chocolatier Neuhaus • Hemdenspezialist Gloriette

neue Stile, mehr Atmosphäre – wir entwickeln

Facelift für Shop-Classics

die Ringstrassen-Gale-

Doch nicht nur die vielen Neuzugänge geben den RingstrassenGalerien ein neues Gesicht. Auch vielen bestehenden Shops wurde ein Facelift verpasst. Zahlreiche in den Herbst- und Wintermonaten vorangetriebene Renovierungsund Modernisierungsarbeiten sind nunmehr abgeschlossen. Die bekannten Geschäfte erstrahlen in neuem Glanz.

rien weiter.“ Rudolf Richter, Ekazent, Abteilungsleiter Center management

sondern auch den Umsatz erhöhen. Nur zufriedene Kunden kämen wieder, gäben den Shop-Betreibern die Möglichkeit, sich bestmöglich zu präsentieren und sorgten so für Kontinuität.

Neue Asia-Kult-Kulinarik Auch eine facettenreiche Gastronomie macht Appetit aufs Center. Mit der im März neu eröffneten Nudelbar „XO Noodles“ haben die Ringstrassen-Galerien ein zusätzliches kulinarisches Zugpferd am Start. Das chinesisch-japanische

Gericht selbst zusammenzustellen. Für Kreation und Geschmack der Gerichte ist Küchenchef Andreas Fuchs aus dem Hauben-Restaurant „Yohm“ verantwortlich.

Exklusive Aushängeschilder Ebenso dem Genuss verpflichtet ist die neu in den RingstrassenGalerien eröffnete „Schokoboutique Olga“, die – in Zusammenarbeit mit Julius Meinl am Graben – die exquisite Meinl-Produktpalette zu Sonderpreisen führt. Zusätzlich sind am neuen Standort Geschenke

Neuer, erweiterter Auftritt Laut dem Betreiber Ekazent hätten die Geschäfte ihre innovativen Ideen nun auch ins Design neu übersetzt und könnten so den Bedürfnissen ihrer Kunden in einer neu gestalteten Wohlfühlatmosphäre noch besser nachkommen. Vielfach wurde in den Ringstrassen-Galerien auch umgesiedelt. Der Fashion Store „4 Jahreszeiten“ offeriert nunmehr seine große

Auswahl an Topmarken auf zwei Stockwerken; die besondere Innenarchitektur und Einrichtung ermöglicht bestmögliche Betreuung mit Privatatmosphäre.

Ambiente & Atmosphäre Der Friseursalon „Strassl Exklusiv“ besticht mit neuem, außergewöhnlichen Design und einem Hauch von Luxus und schafft damit das richtige Ambiente, um seinen Kunden eine professionelle Stil- und Typberatung in der erweiterten Wohlfühlatmosphäre zu ermöglichen. Auch der belgische Schoko-Spezialist Neuhaus hat seinen süßen Shop neu gestaltet; im Verkaufsraum, wo nach wie vor die vielfältigen Neuhaus-Pralinen angeboten werden, lädt jetzt eine einzigartige Kaffeehaus-Atmosphäre zum Genießen, Verweilen und Entspannen ein. Ganz neu präsentiert sich auch die Filiale des Hemdenspezialisten Gloriette.

„Entwickeln uns weiter“ Mit diesen Neuzugängen, Umbauten und Modernisierungen der einzelnen Shops haben sich die Ringstrassen-Galerien neu definiert, sagt Center ManagementAbteilungsleiter Rudolf Richter. „Modernes Design und gute Marken, Stil und Atmosphäre bilden jene Kombinationen, die den hohen Anforderungen unserer Kunden gerecht werden. Uns ist es wichtig, zu zeigen, dass die RingstrassenGalerien hohe Ansprüche haben und sich mit der Zeit und seinen Trends mitentwickeln.“

© Martin Jandrisevits (3)

Infos: www.ringstrassen-galerien.at

„Modernes Design,

und Souvenirs sowie Österreichund Wien-Artikel erhältlich. Nicht minder exklusiv und ausgewählt im Angebot präsentiert sich das „Artificium“ auf der ehemaligen Strassl-Verkaufsfläche; in der neuen „Zauberwelt der Möbel“ werden alle Möbelliebhaber fündig. Zu erschwinglichen Preisen findet man das Baumhaus für die Kleinsten, ebenso wie den trendigen Stuhl im Vintagestil. Der Interieur-Spezialist zieht auch Promis an: Unter den Modemöbel-Aficionados finden sich unter anderem Burlesque-Star Dita von Teese und Formel 1-Legende Niki Lauda.

Facelift für Fashion-Anbieter: „4 Jahreszeiten“ glänzt im erweiterten Kleid – auf nunmehr zwei Etagen in den Ringstrassen-Galerien.

Frische Wohlfühl-Optik und ein Hauch von Luxus: Der runderneuerte Friseursalon „Strassl Exklusiv“.

Neues Gastronomie-Highlight und ein echter Hingucker: Die asiatische Nudelbar nach dem Vorbild chinesisch-japanischer Suppenküchen.


s h o p ta l k

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Freitag, 30. März 2012

Bierfest Linz

© Willy Lehmann Markenagentur/APA-Fotoservice/Kerschbaummayr

Charity Truck

© Jürgen Hammerschmid

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1. Gerhard Forstner (Handbrauerei Forstner), Conrad Seidl, Reinhold Barta (Brauerei Gusswerk); 2. Germanos Athanasiadis, Peter Jakovljevic (Alvera/­ Monte Mio), Josef Kneifl (Casino Linz); 3. Moderator Willy Lehmann.

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„Bier-Guide“-Präsentation im Casino Linz

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1. Claudia & Barbara Stöckl, Hannah Neunteufel, Irmie Schüch-Schamburek; 2. Hermes und Christian Scham­ burek; 3. Karl Ammerer, Tamara Mascara und Marcos Valenzuela; 4. Maria Rauch-Kallat und Georg Krakow.

Einkaufen für den guten Zweck mit GGL, Diesel & Rose Beck

Taschenparadies Shopping In den letzten Tagen stand neben dem Burgtheater beim Café Landtmann noch bis zum 29. März ein Truck, beladen mit trendy Accessoires, stylishen Designer-Bags von Rose Beck, Diesel und den neuen Special Edition Bags von George Gina & Lucy. Alles das zugunsten von Claudia Stöckls Hilfsprojekt „Zukunft für Kinder – ZUKI”. Hinter der außergewöhnlichen Guerilla-Aktion stehen die Initiatoren Irmie Schüch-Schamburek und Christian Schamburek sowie Eventmacherin Hannah Neunteufel und zahlreiche helfende Hände. Gleich am Eröffnungsabend war der Andrang und die Neugier auf die zu erstehenden Taschen riesig. Die Jungs von „Tingel Tangel“ beschallten den Event mit ihrem einzigartigen Sound, Moderator Hermes führte galant durch die Eröffnung und auch für das leibliche Wohl wurde gesorgt. Scharenweise prominente Gesichter wie Claudia Reiterer, Maria Rauch-Kallat, Barbara Stöckl, Nadja Maleh, Karl Hohenlohe, James Cottriall, Adele Neuhauser, Georg Krakow, Marcos Valenzuela und Karl Ammerer zeigten sich von der riesigen Auswahl an stylishen Bags beeindruckt. (jm)

ZUKI-Initiatorin Claudia Stöckl und Adele Neuhauser.

Information & Invitations gerne an: shoptalk@medianet.at

Die Top-Darsteller: Märzen, Zwickl, Pils Abwechslungsreich Anlässlich des Bierfests im Casino Linz am 27. März ehrte Bierpapst Conrad Seidl die Top-Bierlokale Österreichs und präsentierte die 13. Auflage seines „Bier Guides“. Der Bier Guide 2012 will Biertrinkern dazu verhelfen, Biergenießer zu werden – mit besten Empfehlungen aus allen Bundesländern. Anwesend waren Vertreter von einigen der ausgezeichneten Bierlokale: Peter Jakovljevic von „Alvera/Monte Mio“ (Salzburg) als „Bier&Käse Lokal des Jahres“, Raimund Schmidinger von „Der Stadtwirt“ (Oberwart) als „Burgenlands Bierlokal des Jahres“, Georg Friedl vom „Salzamt“ in Linz als „Oberösterreichs Bierlokal des Jahres“, Hubert Heuberger vom „Hirter Braukeller“ in Hirt als „Kärntner Bierlokal des Jahres“. Lokale Lebensmittelerzeuger waren als Aussteller vor Ort, sodass die Gäste auch eine perfekte Ergänzung zum ausgesuchten Bier hatten, wie etwa Fleischermeister Wegschaider, Brauerei HofSlow Food im Generali Center stetten, Bäckerei Franz Brandl, unter dem Titel „Terra Madre Berglandmilch und natürlich Weinviertel Spring Days“ auch bekannte Biererzeuger vom 12. bis 14. April. Nähere wie etwa die Brau Union mit Infos finden Sie unter: der Marke Edelweiss, Brauewww.mother-agency.at rei Gusswerk, Stiftsbrauerei Schlägl, Freistädter Bier.  (jm)

Kopf des Tages

Produkt des tages

die finstere brille

Mathias Kapetanovic (42), erweitert als Verkaufsleiter Außendienst das Team von Trünkel und übernimmt die Leitung des Trünkel Fahrverkaufs. In der Position ist Kapetanovic der erste Ansprechpartner für alle Kundenanliegen außerhalb des Tagesgeschäfts. Der Feinkost-Experte war zuletzt für den gesamten Einkauf von Fleisch, Wurst und Geflügel bei Zielpunkt zuständig, davor hatte er dort die Position des Bezirksverkaufsleiters inne. Viele Jahre Berufserfahrung in leitenden Funktionen, beispielsweise als Feinkost Rayonsleiter bei Spar und als Feinkostleiter bei Julius Meinl, runden sein Profil ab.

Glanzvoller Auftritt Jura wird mit dem „iF product design award 2012“ für den kleinsten OneTouch-CappuccinoVollautomaten der Welt, ENA Micro 9, ausgezeichnet – eine Anerkennung, die international als begehrtes Markenzeichen für hervorragende Gestaltung und Design steht. Die ENA Micro 9 erfüllt die hohen Ansprüche der Jury sowie der Kaffeeliebhaber. Ein Knopfdruck reicht für Klassiker wie Café crème, Espresso oder Ristretto, aber auch für Trendspezialitäten mit Milch und Milchschaum wie Cappuccino und Latte macchiato. Moderne Feinschaum-Technologie, die freie Kaffeebohnenwahl und der effiziente Energieverbrauch unterstreichen die Qualität des prämierten Kaffeespezialitäten-Vollautomaten. Dank seiner kompakten Maße von 32 cm Höhe und 23 cm Breite findet er Platz auf kleinstem Raum. UVP: 849 €.

Manche Äpfel sind leider faul

1601

© Jura

©Trünkel

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christian novacek

D

ie Schulden sind es, die einem das Leben vermiesen: Zum Zeitpunkt des Fabrizierens der Kolumne liegt der Weltschuldenstand auf 44.884.924.621.405 Dollar – nachzulesen auf http:// www.economist.com/content/global_debt_clock. Dort sind auch die Schuldenstände der einzelnen Staaten abrufbar. Das Erstaunliche: Staaten wie Deutschland, die mit einem fetten Triple AAA-Rating aufwarten, haben in der Alten Welt mit 1,78 Billionen Euro die Schuldennase ganz weit vorn. Das ist der erste Platz, noch vor Italien mit 1,75 Billionen. Im Vergleich dazu sind 287 miese Griechenland-Milliarden gar nix. Trotzdem sind die Griechen faul und die Deutschen fleißig. Griechenland ist im Arsch und Deutschland der züchtige Lehrmeister. Da haut mit der Schuldenmoral was ganz und gar nicht hin. Laut Friedrich Nietzsche hat die Menschheit erst durch das Schuldenmachen den paradiesischen Urzustand verlassen. Ob der angebissene Apfel, den Eva ihrem Adam darreichte, ein triebhaftes Symbol darstellt oder ob‘s die Frucht der Erkenntnis war – sekundär. Viel gravierender war Evas Sicht der Dinge. Die Dame beeilte sich nämlich zu sagen: ‚Dafür schuldest du mir jetzt aber was!‘ Und daran leidet halt heute die ganze Welt. c.novacek@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Alt und gut Die älteste Weinrebe Europas, datiert auf 1601, ist an einer Hausmauer in Margreid an der Weinstraße/Magrè sulla Strada Del Vino in Südtirol.


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