Page 1

retail deluxe im diskont

höhenflug

Diskonter Lidl will vor Ostern mit umfang­ reichem Premiumsegment punkten  Seite 23

Red Bull konnte auch in 2012 die Umsätze zweistellig steigern 

Seite 24

© Schneekoppe

© Mondelez

inside your business. today. Dienstag 19. März 2013 – 21

© EPA

© Lidl Österreich

medianet

Schokohunger

Milka Bunte Kakaolinsen, Zartherb und Luflée Alpenmilch, Schärdinger Joghurt Topfennockerl und Vanille Topfen­ nockerl, Jogurella Mixi Knisterzucker und Heilemann Osterhase. Seite 25

Neuaufstellung

Irmgard Glettler ist Sales Director Austria & Export bei Schneekoppe  Seite 26

Unilever landet großen Überraschungscoup

© Panthermedia.net/Claudia Otte

short

Exportkaiser Peter Pfanner ist mit seiner Fruchtsaft- und Eisteeproduktion in 75 Ländern weltweit erfolgreich. Hauptmärkte sind Deutschland und Italien. In Deutschland ist Pfanner die Nr. 1 beim Eistee, in Süditalien hat Pfanner eine Produktionsfirma gebaut, um glaubwürdig am Markt agieren zu können. Seite 24

© Unilever/Bernhard Noll

© XPfanner

Erneuter Zwischenfall Die Fleischbranche sieht sich erneut mit einer unschönen Offenlegung konfrontiert: Wie am Wochenende bekannt wurde, ist stark mit Antibiotika kontaminiertes Putenfleisch nach Österreich gelangt. Die Ware kam von Rumänien über Deutschland in die Alpenrepublik. Seite 23

Tschisi-Fever Unilever Österreich-Chefin Sonja Gahleitner freut sich angesichts des überwältigenden Tschisi-Starts auf den Sommer. Und auch sonst blickt sie optimistisch in die Zukunft von Unilever Österreich.  Seite 22

© dpa/Armin Weigel

1. PDF | 13. 03. 2013 | 6913-6914 / 97705 | 216 x 85 mm | CMYK | Wagner

Frischkäse

LATEST NEWS Modehändler Gerry Weber tritt zum Jahresauftakt auf der Stelle +++ Lindt & Sprüngli steigert Gewinn um 10 Prozent auf 293,6 Mio. € +++ Rewe und Editel treiben elektronische Rechnungslegung voran +++ Deutsche kauften 2012 um ein Viertel mehr Dosengetränke auf www.medianet.at/retail

mit Heimvorteil aus 100% österreichischer Milch

www.schaerdinger.at

6913_6914_Ins_SRD_Frischk_6SteirJungzuechter_216x85.indd 1

13.03.13 13:50


ti tel s to r y

Dienstag, 19. März 2013

© Unilever/Bernhard Noll

22 – medianet retail

Sonja Gahl eit ner

Wenn Eis nicht Eis ist: Warum Tschisi einschlägt

im Tschisi-Look beim Ausliefern und ein kleiner Eisfan, der von Tschisi offensichtlich überzeugt ist.

© Unilever

Unilever Mit der Neuauflage des Kult-Eises ist der Konzern im wahrsten Sinne wieder verstärkt in aller Munde

Auch in den anderen Food-Segmenten und im Personal Care werden immer wieder Trends gesetzt. Jutta Maucher

Wien. 85.000 Facebook-Fans, mittlerweile sind es mehr als 89.000, hatten Unilever dazu gebracht, dass das Kult-Eis der 1990er-Jahre, Tschisi, nach rund 14 Jahren wieder auf den Markt kam. Allein diese Meldung hatte für Aufsehen gesorgt. Und jetzt folgte die zweite Meldung, die Erstaunen auslöste: Tschisi ist ausverkauft. Diese Tatsache, die jeder Konsument, aber auch die Vertriebs- und Handelspartner an der Kühltruhe, in der letzten Woche feststellen konnten, verwundert nicht angesichts des Engagements des gesamten Unternehmens, das in diesem Fall in einem ganz besonderen Ausmaß deutlich wurde. Als Unilever-Geschäftsführerin Sonja Gahleitner höchstpersönlich Tschisi auslieferte, war medianet dabei. Schon während die Chefin das bekannte Vanille-Puddingeis, das in seiner Farbgebung auch an Käse erinnern soll, einschlichtete, kamen Kunden und rissen ihr das Eis mit den Worten „Endlich, Tschisi gibt es wieder“ beinahe aus der Hand. „Als die Nachfrage nach ‚Tschisi‘ in den Sozialen Netzwerken gestiegen ist, haben wir uns auf die Suche nach dem Originalrezept gemacht und alle Anstrengungen unternommen, um Tschisi überhaupt auf den Markt bringen zu können. Auch die Einführung jetzt geht nur, weil Außendienst

und Innendienst gemeinsam das schier Unmögliche möglich machen“, so Gahleitner. Somit gibt´s die beruhigende Nachricht: Nachschub ist da. Das VanillepuddingEis wird praktisch rund um die Uhr produziert.

70 Millionen Euro schwer Auch die Händler sind an Tschisi interessiert, wie Gahleitner berichtet; auch sie würden auf ihren Internetseiten regelmäßig auf dieses Eis verweisen.

„Mancherorts gab es noch immer die ­Familienzahnbürste. Da galt es, das Bewusstsein zu steigern.“ Sonja Gahleitner, Unilever

Dass gerade bei Eis so ein Kult ausgebrochen ist, freut die Geschäftsführerin besonders, denn „Eis ist mit 70 Millionen Euro auch die umsatzmäßig stärkste Kategorie im Konzern in Österreich“. Diese Umsatzstärke erfordert auch eine entsprechende Innovations-

kraft: Allein heuer sind 27 neue Eskimo-Sorten in die Truhen gebracht worden. „Wir wissen aus Konsumentenumfragen, dass sich die Menschen gern mit Eis verwöhnen. In diesem Zusammenhang kommt ‚Magnum‘ mit seiner dicken Schokoladenschicht eine besondere Bedeutung zu“, führt die Geschäftsführerin aus. Auch bei Eis spielt der lokale Geschmack eine Rolle. Abgesehen von „Twinni“ und „Jolly“, den österreichischen Eis-Klassikern, wird beispielsweise sogar das MagnumSortiment speziell für Österreich zusammengestellt. Tschisi ist ohnedies nur in Österreich zu kaufen und daher optimal auf die lokalen Geschmacksnerven eingestellt.

Nur die Marke zählt Auch wenn in einem internationalen Konzern wie Unilever auf Regionalität Rücksicht genommen wird, gilt aber trotzdem ein wichtiger Faktor: „Wir haben nur unsere Marken. Das ist Konzernstrategie. Weder bei Eis noch in den anderen Kategorien führen wir Eigenmarken“, so Gahleitner, die diese Strategie damit begründet: „Wir sind in den meisten Kategorien, in denen wir am Markt sind, Marktführer. Da haben wir die Verantwortung dafür, die Kategorie zu entwickeln.“ Die Geschäftsführerin nennt als Beispiel Knorr mit „Bouillon Pur“

– mit diesen Produkten wurde etwas völlig Neues im Bereich des Würzens geschaffen und damit einem schwächelnden Segment neuer Schwung verliehen. Aktuell ist der Trockensuppenbereich rückläufig: Knorr fokussiert daher seit Kurzem auf Nasssuppen im Tetra-Pack, auch mit dieser Entscheidung wurde laut Gahleitner ein entscheidender Schritt in Richtung Aufwertung der gesamten Kategorie gesetzt. Mit „Lätta & luftig“ wurde eine besonders leichte Variante eingeführt. Bei den Mayonnaisen werden verschiedene Geschmacksalternativen geboten oder bei den „Kuner Grillsaucen“, wo jährlich wechselnde Sortenalternativen für Abwechslung sorgen.

Verwendungssteigerung Insgesamt macht der Bereich Foods & Refreshment fast 50% des Umsatzes im Konzern aus, der Rest entfällt auf Non Food. „Im Bereich ‚Personal Care‘ erwarte ich mir das meiste Wachstum“, so Gahleitner. Beispielsweise bei Deos – sie gehören in Österreichs noch nicht so selbstverständlich zum alltäglichen Gebrauch wie in anderen Ländern. Verwendungssteigerung ist überhaupt das Zauberwort, wie die Unilever-Österreich-Chefin an einem konkreten Beispiel erörtert: „Wie unglaublich es auch klingen mag,

mancherorts gab es noch sehr lange die Familienzahnbürste, da galt es das Bewusstsein zu steigern.“ Unterstützt wird mit genau auf die Zielgruppe abgestimmter Werbung und den passenden Promotions. Begeistert ist Gahleitner da besonders von der aktuellen AxeKampagne, bekannt unter dem Motto „Wir schicken die Männer auf den Mond“. Was da heißt: Mit Axe kann eine Reise ins Weltall gewonnen werden. Sonst bleibt der Konzern aber gern am Boden und engagiert sich nicht nur für Bewusstseinsbildung, sondern auch in besonderem Ausmaß für Nachhaltigkeit – Unilever ist seit 14 Jahren in Folge die Nummer 1 des Dow Jones-Nachhaltigkeits Index im Sektor „Foods“. „Alle diese Kontakte, die wir mit Konsumenten, Handelspartnern, Lieferanten und generell zu Entwicklungen und Trends im Markt machen, fließen in unsere Produktentwicklungen ein“, resümiert Sonja Gahleitner.

Unilever Austria In Österreich arbeiten rund 300 Mitarbeiter. Der Umsatz der Unilever Austria GmbH beträgt ca. 300 Mio. €. Marken: Rama, Knorr, becel, Lätta, Dove, Rexona, Coral und Eskimo. Unilever weltweit hatte 2012 einen Umsatz von 51,3 Mrd. € und beschäftigt dabei 171.000 Mitarbeiter.


r e ta i l & prod u c ers

Dienstag, 19. März 2013

medianet retail – 23

Vollgepumptes Geflügel Putenfleisch mit zu hohen Antibiotikawerten gelangte nach Österreich, den Behörden zufolge aber nicht in den Handel

Die Pillenputen aus Rumänien Wien. Die Fleischbranche sieht sich erneut mit einer unschönen Offenlegung konfrontiert: Wie am Wochenende bekannt wurde, ist stark mit Antibiotika kontaminiertes Putenfleisch nach Österreich gelangt. Die Ware kam über einen Unweg (von Rumänien über Deutschland) in die Alpenrepublik. Am Freitag gab das Verbraucherschutzministerium des deutschen Bundeslands Nordrhein-Westfahlen eine Warnung aus, wonach solcherarts über 19 t Geflügel in verschiedene Teile Europas ausgeliefert worden sind. Beim tiefgefrorenen Fleisch war der zulässige Grenzwert für Antibiotika zum Teil deutlich überschritten worden. Mit beschwichtigendem Ton reagierte noch am selben Abend die heimische Agentur für Gesundheit und Ernährungssichereit (Ages): „Wir wissen, wie viel von dem Putenfleisch nach Österreich gelangt ist. Es waren Mitte Dezember 2012

Fett-Skandal Deutschland

Dioxin: Anklage

Kiel. Mehr als zwei Jahre nach einem Dioxin-Skandal um belastetes Tierfutter in Deutschland hat die Staatsanwaltschaft in Itzehoe Anklage gegen zwei Verantwortliche des Herstellers erhoben. Ihnen werden gewerbsmäßiger Betrug sowie Vergehen gegen das Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch vorgeworfen, weil sie wissentlich für die Herstellung ungeeignete Reste aus altem Speisefett verwendeten. Dass sie von der Dioxinbelastung gewusst hätten, sei ihnen nicht nachzuweisen. In diesem Punkt sind die Ermittlungen eingestellt worden. Bei den zwei Beschuldigten handelt es sich um den Geschäftsführer und den Prokuristen einer Futtermittelfirma aus dem schleswig-holsteinischen Uetersen.

drei Mal 600 Kilogramm; sie gingen an einen Betrieb in Niederösterreich und an einen Betrieb in Wien.“ Das Fleisch, das ausschließlich für die Weiterverarbeitung bestimmt gewesen sein soll, ist der Ages zufolge nicht in den Handel gekommen und war nicht gesundheitsschädlich.

Spitzenreiter Deutschland Vor allzu verschwenderischem Gebrauch von Antibiotika in der Tiermast warnen Verbraucherund Tierschützer schon länger. In Deutschland etwa, dem Spitzenreiter im Einsatz von Antibiotika in

der Fleischindustrie, werden Masttieren pro Jahr 1.734 t verabreicht; auf Platz zwei und drei folgen Frankreich (1.000 t) und die Niederlande (514 t). Die Folgen für den Konsumenten werden derzeit noch erforscht. Eine akute Gesundheitsgefährung besteht beim Vertilgen der Pillenpute angeblich nicht. Jedoch vermuten die Wissenschaftler, dass massiver Antibiotika-Einsatz Entstehen und Wachstum von multiresistenten Keimen begünstigt, sprich: Exzessiver Verzehr solchen Fleischs kann dazu führen, dass Medikamente bei wirklichem Bedarf nicht mehr so wirken, wie erhofft.  (no)

© Panthermedia.net/Claudia Otte

Zwei Fleischverarbeiter in Wien und Niederösterreich waren betroffen.

In Deutschland werden Masttieren jedes Jahr 1.734 Tonnen Antibiotika verabreicht.

COFFEESHOP COMPANYNIVEAU - SEI EIN TEIL DAVON!

CHSTEM HAUSKULTUR MIT FRANCHISING AUF HÖRB EE FF KA R NE IE W HE SC SI AS KL INDET DIE

DIE COFFEESHOP COMPANY VE LES, WAS EIN COFFEEAL N NE IH EN ET BI IR W T. UK YLE-PROD „COFFEE TO GO“ - EINEM LIFEST NTIERUNG SIND WIR EIN IE OR EN ND KU R RE IH D UN NT GAGEME SHOP BRAUCHT. MIT IHREM EN R WERDEN WOLLEN: NE RT PA E SI N EN W S, UN E SI EN PERFEKTES TEAM. KONTAKTIER

OP GMBH SCHÄRF COFFRFEEPLSH E ATZ 1, 7100 NEUSIEDL am SE Dr. ALEXANDER SCHÄ

Tel.: +43/ 5 / 9010 - 430 .com office@coffeeshopcompany

Aktion Edles vom Diskont

Lidl pusht Deluxe

© Lidl Österreich

Salzburg. Pünktlich zu den bevorstehenden Osterfeiertagen pusht Diskonter Lidl sein Premiumlabel „Deluxe“: Für zweieinhalb Wochen bietet das Handelsunternehmen insgesamt 170 verschiedene Produkte aus unterschiedlichen Feinkostregionen Europas. Die Range reicht vom Zanderfilet bis hin zum Trüffelweichkäse, Rotwein und UTZ-zertifizierter Osterschokolade. Die Lebensmittel stammen beispielsweise aus Schottland, Frankreich und Italien.

www.coffeeshopcompany.com Noch bis Ostern umfasst das DeluxeSortiment bei Lidl 170 Produkte. csc_INS_medianet_2013.indd 1

01.02.13 09:58


r e ta i l & p r o d u c e r s

24 – medianet retail

Dienstag, 19. März 2013

Stark in Kernmärkten In Österreich, Deutschland und Italien „erfreuliche“ Entwicklung, in Italien mit eigener Produktion

short

Pfanner-Umsatz 251 Mio. €

Hälfte der SchleckerMitarbeiter haben Job Ehingen. Knapp die Hälfte der früheren Schlecker-Beschäftigten in Deutschland hat wieder einen neuen Job. Rund 10.700 der im Zuge der Schlecker-Pleite gekündigten Menschen konnten bisher vermittelt werden – das gab die deutsche Bundesarbeitsagentur bekannt. Zudem machten sich 145 ehemalige Schlecker-Beschäftigte selbstständig; 9.870 Ex-Beschäftigte der einstigen Drogeriemarktkette sind noch arbeitslos gemeldet. (APA)

Lauterach. Der Vorarlberger Fruchtsaft- und Eisteeproduzent Pfanner hat im vergangenen Jahr einen neuen Rekordumsatz erzielt: Nach 245 Mio. € im Jahr 2011 wurden im Vorjahr 251 Mio. € umgesetzt. Der geschäftsführende Gesellschafter Peter Pfanner strebt nun für 2013 „ähnliche Wachstumsziele“ an. Pfanner führte den Erfolg im vergangenen Jahr speziell auf die Faktoren Qualität und Produktinnovationen zurück. Die Entwicklung in den Kernmärkten Deutschland, Italien und Österreich sei erfreulich gewesen. Pfanner ist beim Eistee weiter die Nummer eins in Deutschland. Weltweit ist Pfanner in über 75 Ländern tätig.

Gerry Weber spürt den Winterschlussverkauf

talienischen Policoro hervor; die Verarbeitung von frischen, reifen Früchten mitten in den Obstbauregionen garantiere höchste Qualität. Außerdem wurden in Italien zwei Verpackungslinien errichtet, um von Policoro aus verstärkt Italien und den Mittelmeerraum bedienen zu können. „Als italienischer Produzent und Arbeitgeber erhalten wir eine größere Identität und Glaubwürdigkeit auf dem italienischen Markt“, erklärt Hermann Pfanner. Peter Pfanner erwartet sich für 2013 ein ähnliches Wachstum wie im vergangenen Jahr: „Das äußerst erfolgreiche 2012 bestätigt unsere langfristige Strategie, die auf kontinuierliches und gesundes Wachstum setzt.“ Als Familienunternehmen denke man in Generationen. Der Exportanteil liegt bei 80%. In Österreich beschäftigt Pfanner 370 Mitarbeiter, insgesamt sind es 810. (red)

© dpa/A3430 Bernd Thissen

Produzieren in Italien Hermann Pfanner, Verantwortlicher für die Produktionsstandorte, hob explizit die jüngste Pfanner-Produktionsstätte im südi-

© Pfanner

80 Prozent des Umsatzes werden bereits im Export getätigt, in Deutschland die Nr. 1 am Eisteemarkt.

Gut im Saft: Peter Pfanner ist mit Getränken weltweit in mehr als 75 Ländern vertreten.

Mehr Eigenfilialen bedingen mehr Abhängigkeit von Rabattschlachten.

Metro streicht bis zu 240 Jobs

Hofer ist neuer Vertriebspartner

NÖler: Christoph Madl, Christiane Windsperger, Petra Bohuslav, Klaus Buchleitner.

High Energy Umsatz stieg um fast 16% auf 4,9 Mrd. €

Umweltbilanz Mehrweganteil sinkt von 70 auf 40 Prozent

Wien/Fuschl. Energydrink-Hersteller Red Bull prolongiert seinen Höhenflug: 2012 verkaufte das Salzburger Unternehmen weltweit 5,226 Mrd. Dosen, um 12,8% mehr als 2011. Der Umsatz stieg aufgrund höherer Preise sowie währungsbedingt um 15,9% auf 4,9 Mrd. €. Als Grund für die gute Entwicklung führt der „Bulle“ die „hervorragende Absatzentwicklung“ in Südafrika (+52%), Japan (+51%), Saudi-Arabien (+38%), Frankreich (+21%), den USA

Düsseldorf. Die vom deutschen Umweltminister Peter Altmaier (CDU) geplante Kennzeichnung von Getränkeverpackungen in deutschen Supermärkten sorgt vor allem bei Händlern für Empörung. Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), beklagt, dass die Kosten, die auf die Ladenbetreiber zukämen, „deutlich zu niedrig veranschlagt“ wären. Umweltminister Altmaier will Supermärkte verpflichten, am Regal Hinweise anzubringen, welche Packungen Einweg und welche Mehrweg sind.

Red Bull verkauft 5,2 Mrd. Dosen

© dpa-Zentralbild/Stefan Sauer

Fischbestände erholen sich, Hai und Rochenarten sind aber gefährdet.

Düsseldorf. Der deutsche Handelskonzern Metro will weiter Stellen streichen. Knapp 240 Arbeitsplätze, die in diesem Jahr in der Großmarktsparte Cash & Carry etwa durch das Erreichen des Pensionsalters frei werden, sollen nicht mehr neu besetzt werden. Schon seit Längerem befindet sich Metro auf Sparkurs. Bereits 2012 kündigte der Konzern den Abbau von rund 800 Stellen in der Düsseldorfer Zentrale an. Nun sollen mithilfe der „jährlichen Fluktuation“ im Cash-&-Carry-Bereich weiter Stellen „passiv abgebaut“ werden. Zusätzlich will Metro in den Großmärkten das Sortiment auffrischen und die Kundenbetreuung forcieren. (APA)

© NLK/Johann Pfeiffer

Wien. Im 8. Jahr bietet die NÖ-Card 315 Ausflugsziele an mit dem Ziel, Ausflugsausgaben, Nächtigungszahlen und Wertschöpfung im Lande zu steigern. 133.000 Karten wurden in der Saison 2012/2013 verkauft; 60% der Käufer sind allerdings Stammkunden. Damit auch neue Kunden für dieses Angebot begeistert werden, wurde nach einem weiteren Vertriebspartner neben Raiffeisenbankstellen und Trafiken gesucht. „Wir wollten einen Partner, den unsere Kunden, das sind vor allem Familien, kennen und und den haben wir in Hofer gefunden. Wir erwarten, dass etwa fünf Prozent, besonders Neukunden, über Hofer kommen“, erklärt Christiane Windsperger, Geschäftsführerin NÖ-Card.

Hering und Scholle geht es wieder besser

(+17%) sowie Deutschland (+14%) an; Zahlen für Österreich wurden nicht genannt. Red Bull will sich eigenen Angaben zufolge vor allem auf die Kernmärkte Westeuropa und USA sowie auf die Zukunftsmärkte Brasilien, Japan, Indien und Südkorea konzentrieren. Außerdem soll der weltweite Rollout der Red Bull Editions (mit Geschmacksrichtungen wie Cranberry, Heidelbeere oder Limette) erfolgen. (APA)

Deutsche wollen Mehrweg pushen

selbstständigen Einzelhändler ein“. In einem Brief an den Umweltausschuss führt sein Verband weiters aus, dass Mehrwegflaschen nicht immer besser für die Umwelt seien als Einweggebinde. Fortschritte beim Recycling, die Verwendung natürlicher Rohstoffe im Einweg sowie steigender Aufwand durch lange Wege und immer speziellere Mehrwegflaschen stellten die früheren Bewertungen zur Umweltfreundlichkeit infrage. (APA)

Nicht nur im Flugzeug ein Höhenflug nach dem anderen: Red Bull legt in 2012 um 15,9% auf 4,9 Mrd. € zu – für 2013 sollte der nämliche Umsatzsprung möglich sein.

Mit der Kennzeichnungspflicht will Altmaier den Anteil an Mehrwegflaschen erhöhen. Dieser ist in Deutschland seit 2004 von 70 auf rund 50% gesunken. Von der Regelung wären rund 125.000 Geschäfte betroffen, sie müssten nach Rechnung des Ministeriums zum Start 5,6 Mio. € investieren und infogle jährlich 700.000 €. HDE-Chef Genth wiederum kritisierte, die Vorgabe schränke „das freie Unternehmertum der zumeist

© EPA

Mehrweg zuletzt unter Druck

© EPA

Hamburg. Scholle und Hering geht es immer besser: Wissenschafter sehen erste Anzeichen für eine Erholung der Fischbestände in der Nordsee. Demnach könnte sich ein strengeres Fischereimanagement im vergangenen Jahrzehnt positiv auf die Meerestiere ausgewirkt haben. Die Fangquoten orientieren sich inzwischen stärker an wissenschaftlichen Ratschlägen. Weiters seien die Fangflotten besonders in Nordeuropa reduziert worden, der Fischereidruck hat seit Beginn der 2000er-Jahre abgenommen.

Großmärkte Sparkurs

NÖ Card Bereits zum 8. Mal wird die Karte für bereits 315 Ausflugsziele ausgegeben

Düsseldorf. Die Rabattschlacht im Winterschlussverkauf und das insgesamt schwierige Marktumfeld haben beim deutschen Modekonzern Gerry Weber auf die Margen gedrückt. Der operative Gewinn (EBIT) habe im ersten Quartal des seit November laufenden Bilanzjahres 2012/13 mit 17,8 Mio. € auf dem Vorjahresniveau verharrt, teilte der westfälische Hersteller von Damenoberbekleidung mit. Gleichzeitig sei der Umsatz aufgrund der Eröffnung neuer Verkaufsflächen um zwölf Prozent auf 184,9 Mio. € geklettert. Für Firmenchef Gerhard Weber sei zuletzt der Winterschlussverkauf deutlicher als in den Vorjahren spürbar gewesen – Grund dafür sei der gestiegene Anteil eigener Läden. Zudem beklagte Weber das schwache Marktumfeld, bekräftigte aber gleichzeitig seine Jahresziele: Der Umsatz soll auf 890 bis 900 (Vorjahr: 802,3) Mio. € steigen und das EBIT auf 131 bis 135 (115) Mio. €.

Der deutsche Umweltminister Peter Altmaier will die Mehrwegquote erhöhen.


product news

Dienstag, 19. März 2013

medianet retail – 25

Bunte Linsenschoko, flaumige Topfennockerl und Knisterjoghurt Ab Ende März offeriert die Berglandmilch dem Konsumenten die Schärdinger Joghurt Topfennockerl mit einer extra flaumigen, mousseartigen Konsistenz. Neu dazu gesellt sich die Sorte Topfen­nockerl Vanille – wie gewohnt erhältlich im wieder­ verschließbaren Becher. Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Kontakt

Das neue Jogurella Mixi Joghurt Knisterzucker ist das einzige österreichische Markenjoghurt gesüßt mit explodierenden Knisterzucker im Deckel. Das Produktdesign ist an die kleinen Konsumenten angepasst: Jogurella Basisdesign in kindgerechter Gestaltung mit klarem optischen Fokus auf den USP der Innovation, nämlich den Knisterzucker im Deckel. Der kurze und gut einprägsame Subbrand-Name Mixi kommuniziert die Anwendung, ergo das Vermixen mit Joghurt und Knisterzucker. Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Kontakt

Launch Jogurella Mixi Joghurt mit Knisterzucker 125 g Berglandmilch LEH Berglandmilch, Tel.: 07476/77311-0

Heilemann Osterhasen

Goldig, der Süße Woringen. Goldene Osterhasen aus hochwertiger Edelvollmilch-Chocolade präsentiert die Confiserie Heilemann zum diesjährigen Oster-Fest. Der schnuckelige, 50 g schwere Schokoladen-Hase in Sitzhasenform kommt glänzend verpackt in goldener Folie und reizend geschmückt mit wahlweise grüner, blauer oder pinker Schleife daher. Als Edelbitter-Schokolade-Variante gibt es den beliebten Oster-Zeitgenossen auch in glänzend-brauner Folie verpackt.

© Heilemann Confiserie

Den Sitz­ hasen gibt es wahl­weise mit ­grüner, blauer oder pinker Schleife.

Relaunch/Launch Schärdinger Joghurt Topfennockerl und Vanille Topfennockerl 125 g Berglandmilch LEH Berglandmilch, Tel.: 07476/77311-0

© Berglandmilch; Mondelez

Product News Milka Bunte Kakaolinsen, Zartherb und Luflée Alpenmilch, Schärdinger Joghurt Topfennockerl und Vanille Topfennockerl, Jogurella Mixi Knisterzucker und Heilemann-Osterhase. Bunt, zartherb und luftig: Mit den drei limitierten Tafeln Milka 100 g Bunte Kakaolinsen, Milka 100 g Zartherb und Milka 100 g Luflée Alpenmilch kommt noch mehr Abwechslung in die Schokoladenregale. Zartherb verwöhnt mit zartschmelzender, dunkler Schokolade, Luflée Alpenmilch überrascht mit spannender Textur in außergewöhnlicher Optik. Die Sorte Bunte Kakaolinsen Kategorie Launch überzeugte die Produkt Milka Bunte Kakaolinsen, Zartherb und Luflée Alpenmilch Kundschaft bereits im VorPackung 100 g jahr und erfährt Vertrieb Kraft Foods Österreich nun eine kurze Distribution LEH Neuauflage. Kontakt Kraft Foods Tel.: 01/605 44-0


s h o p ta l k

26 – medianet retail

Dienstag, 19. März 2013

minopolis Grey Goose & Filmball

© Philipp Enders/Minopolis

1

1

2

3

© Karl Schöndorfer

1. Louisa Böhringer, Rita Davidson, Kati Bellowitsch; 2. Ex-Beachvolleyballer Oliver Stamm mit Stadtmaus Fridolin; 3. Stefanie und Doris Schwaiger in der Apotheke mit teilnehmenden Kindern.

Bewegung, Ernährung, Spiel & Spaß sind das Motto 2

3

4

1. Genießer: Hardy Krüger jr., Martha Merkatz, Karl Merkatz; 2. Volker Piesczek, Eva Glawischnig-Piesczek; 3. „Vienna Filmball Awards“-Gewinner Kristanna Loken, Omar Sharif, Karl Merkatz; 4. Die beiden Bacardi Eventmanagerinnen: Elisabeth Katter und Elisabeth Leiss.

Premium-Vodka und Premium-Gäste treffen einander in Wien

Hollywood-Flair im Wiener Rathaus

Blitzlichtgewitter für Fernanda Brandao.

Ausgesucht Am Wochenende fand zum vierten Mal der „Filmball“ im Wiener Rathaus statt. Der Super Premium Vodka Grey Goose sorgte mit seinem Cocktail ‚Le Fizz’ für Hollywood-Flair beim Stelldichein internationaler Stars der Film- und Fernsehbranche. Das globale Engagement von Grey Goose mit Fokus auf cineastische Events führte 2013 nach Wien. Vom Red Carpet ging es direkt in den Festsaal zum Gala-Dinner und zur Verleihung der „Vienna Filmball Awards“. Hier wurde u.a. Omar Sharif für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Auch Stars wie Kristanna Loken, Mark Keller und Fernanda Brandao waren anwesend. Nach der Balleröffnung sorgte ein „Best of Rat Pack & Marilyn“ ordentlich für Stimmung. Jetzt hieß es nicht nur „Alles Walzer!“ auf dem Parkett, denn mit einem „Alles ‚Le Fizz’!“ wurde auch die Grey Goose Bar eröffnet. (red)

37

LADEN-HÜTERIN

Gut gewachsen, schief gewickelt Alexandra Binder

© Bolton Austria

© Schneekoppe Handels GmbH

Abwechslungsreich Kürzlich drehte sich in der Kinderstadt „Minopolis“ alles um die Themen Sport, Bewegung und Ernährung. Anlässlich des Frühlingserwachens kamen einige Sportler der Österreichischen Sporthilfe in die Kinderstadt – unter ihnen die Olympia-Achte und EM-Vierte in Leichtathletik Beate Schrott, Schwimmer Andreas Onea (Paralympics-Vierter 2012 und EM-Dritter 2011), die Geschwister Doris und Stefanie Schwaiger, Olympia-Fünfte von London und Peking im Beachvolleyball, sowie Mirneta und Mirnesa Becirovic, die Jiu-Jitsu Weltmeisterinnen 2012. Sie alle gaben den kleinen Besuchern Tipps, was man alles braucht, um Spitzensportler zu werden. Auch gesehen: Ex-Beachvolleyballer Oliver Stamm mit seiner Caro und den Kindern Coco und Mia, Nina Bruckner mit ihren Kindern Larissa und Lionel. Durch das Programm führte Moderatorin Kati Bellowitsch. „Es ist uns in ‚Minopolis‘ ein besonderes Anliegen, schon Aktion im FOC Freeport: Am den Kleinsten auf spielerische 23. und 24.03 werden beim Art und Weise zu zeigen, wie Kauf von Schuhen im Wert von einfach man Bewegung und gemindestens 40 €, 20 € Rabatt sunde Ernährung in den Alltag abgezogen. Mehr Info unter integrieren kann“, so Louisa www.freeport.at Böhringer, Geschäftsführerin Minopolis. (red)

Produkt des tages

Kopf des Tages

Irmgard Glettler hat seit Anfang Februar die Position des Sales Director Austria & export bei der Schneekoppe Handels GmbH in Wien inne. Glettler war zuletzt ExportManagerin bei Schneekoppe und in dieser Funktion maßgeblich an der guten, nachhaltigen Entwicklung des Exportgeschäfts in diesem Unternehmen beteiligt. Sie berichtet in ihrer neuen Funktion direkt an den Geschäftsführenden Gesellschafter Markus Klein. Glettler freut sich auf die Aufgabe, „um durch verstärktes Wachstum in nationalen und internationalen Vertriebswegen die bedeutende Position der Marke weiter auszubauen“.

Sporthilfe-Aktionen in der Kinderstadt

Der Sommer kann kommen Somatoline Cosmetic hält ein umfassendes Programm an kosmetischen Produkten für die Problemzonen jeder Frau bereit. Die innovativen Pflegeformeln mit „cryothermaler“ Wirkung remodellieren die Silhouette und unterstützen so die Straffung des Gewebes. Die Haut zeigt sich elastischer, fester und glatter. Beispielsweise „Somatoline Cosmetic Total Body Figurpflege-Gel“: Das ist ein innovatives, erfrischendes und schnell einziehendes Gel, das die Silhouette verfeinert und insbesondere Hüften, Beine und Arme strafft. Dank des Biosculpt-Complex wirkt es Fettpölsterchen entgegen, glättet und festigt die Haut.  www.boltonaustria.at

M

an sieht´s schon an ihrem Thronfolger: Die Briten können mit optischen Schwächen umgehen. Neuerdings bleibt ihnen aber nicht nur bei den Royals nichts anderes übrig, sondern auch bei Obst und Gemüse. Es hat Lizzys Land nämlich die letzte Ernte verhagelt. Will heißen: Nach dem trockensten März seit 59 Jahren, einem verregneten Juni und Stürmen im Herbst gab´s ein Viertel weniger Ertrag. Und plötzlich auch nicht mehr genug 1a-Ware, die sich üblicherweise in den Supermarktregalen findet. Die Folge: Entstellte Erdäpfel, Paradeiser mit wenig appetitlichen Rotschattierungen und zu kleine Karotten fanden ihren Weg dorthin – lauter Sachen, die im hiesigen Operettenstaat auf der Müllhalde landen. Und was passierte? Die Briten kauften das schief gewachsene Obst und Gemüse. Sogar gern und so viel davon, dass man 2.500 Boeing 747 hätte füllen können, 300.000 Tonnen sollen es gewesen sein. Davor waren wie bei uns 40% wegen Schönheitsfehlern weggeworfen worden, noch bevor sie in den Handel kamen. Und jetzt? Sind alle glücklich: Bauern, Supermarktketten und Konsumenten. Kann man sich da dran bitte ein Beispiel nehmen? Die ewige Leier vom Kunden, der nur 1a-Ware will, wäre damit ja widerlegt.  a.binder@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Gefunden 37 Prozent der Deutschen kaufen regelmäßig Produkte aus der Region, 7 Prozent dagegen kaufen nie regionale Produkte.


medianet

inside your business. today.

Dienstag, 19. März 2013 – 27

© Panthermedia.net/Sebastian Duda

qualitätsbewusst

Guschlbauer erhält eine Gold- und drei Silbermedaillen von DLG  Seite 28

© Thomas Peintinger

© Guschlbauer

bäckerei & co Jugendfreundlich

Anker baut seine Franchise-Linie aus und sucht neue Lehrlinge  Seite 32

Italophil Délifrance zeigt neue Produkte

© Délifrance

Wer hat das richtige Rezept? Heiß umkämpft Steigende Rohstoffpreise, Kollektivvertragsdiskussionen und die Reduzierung des Salz­ gehalts sind aktuell die brennenden Themen in der heimischen Brot- und Backwarenlandschaft. Dass, davon ­abgesehen, auch die Produktentwicklungen nicht aus den Augen gelassen werden, zeigen die  Seiten 27– 32 Lesetipp

Rückgang Seit den 1960er-Jahren hat sich der Pro-Kopf-Konsum auf monatlich 4,7 Kilogramm fast halbiert

Prämiert „Sprich Brot!“ – Das Brot zur österreichischen Brotansprache von den Ernährungswissenschafterinnen Eva Derndorfer, Angela Mörixbauer und Sonja ReiselhuberSchmölzer wurde in Paris zum „Weltbesten Brotbuch 2013“ gekürt.  Seite 32

Wien. Die Hauptmahlzeit eher am Abend, mehr Menschen, die sich „Low Carb“ ernähren und Lebensmittelunverträglichkeiten: Das Essverhalten der Österreicher hat auch den Brotkonsum schrumpfen lassen. Während in den 1960er-Jahren der Pro-Kopf-Konsum monatlich noch acht Kilogramm betrug, sind es heute nur noch 4,7 Kilogramm – fast die Hälfte. Insbesondere Jugendliche essen viel weniger davon. „Vermutlich liegt der geringe Konsum von Brot auch darin, dass vielfach noch das Vorurteil herrscht, dass hoher Brotkonsum dick macht“, so Ernährungswissen-

schafterin Hanni Rützler. „Die Brotmahlzeit als Fixpunkt am Abend und das regelmäßige Frühstück mit Gebäck gibt es immer weniger.“ Besonders die Lebensmittelunverträglichkeiten verleiden den Österreichern die Lust darauf. Der Welser Backwarenerzeuger Resch&Frisch hat seit fünf Jahren untersucht, Betroffenen weizenfreie, laktosefreie und glutenfreie Produkte zu bieten. Bei einer Umfrage des Unternehmens durch das Linzer Meinungsforschungsinstitut Spectra haben 80% angegeben, sie würden sich ein spezielles Brot wünschen. (APA/red)

© panthermedia.net/Brett Mulcahy

© Anna Stöcker

Es wird immer weniger Brot gegessen

Das klassische Frühstück mit Brot wird immer seltener konsumiert.


B ä c k e r e i & Ko n d i t o r e i

28 – medianet special

Dienstag, 19. März 2013

backaldrin 26 Millionen gibt das oberösterreichische Unternehmen pro Jahr für Produkte aus der Umgebung aus

short

Kornspitz aus der Region

Sandwich-Lösung von Edna Backwaren

Persönliches Kennen und Vertrauen sei dem Unternehmen wichtiger, als Preisvorteil am Weltmarkt.

Sandwiches von Edna: Längen­ angaben erleichtern die Kalkulation.

Wien. Durch den engen Kundendialog hat Edna eine gesteigerte Nachfrage nach Längenangaben im SandwichBereich registriert. Die Längen sind neben den verschiedenen Belag-Variationen für Kunden oftmals wichtiger als das Gewicht. Edna´s Service-Welt stellt für die Sanchwich-Produkte diese Angaben deshalb künftig bereit. Die Längenangaben erleichtern den Kunden den Einkauf und die Kalkulation. Der Gast sieht auf einem Blick die verschiedenen Längen, vergleicht dazu die verschiedenen Angebote im Belag und erreicht so schneller einen Überblick. In Edna´s Service-Welt findet der Kunde, abgestimmt auf die Längen, viele Auslagen, Geräte und auch das richtige Verpackungsmaterial. Zusätzlich erhalten die Kunden bei der Bäckereikette das passende Werbematerial für die Auszeichnung und Präsentation sowie eine Vielzahl an Sandwich-Rezepten; alles kostenlos im Edna Webshop.

Company GmbH, aus Überzeugung. „Natürlich bezahlen wir dafür auch einen höheren Preis, als wenn wir die Rohstoffe am Weltmarkt kaufen würden. Denn selbst in Zeiten perfekter Qualitätssicherungssysteme ist persönliches Kennen und Vertrauen die beste Qualitätskontrolle“, betont Augendopler.

Gelebte Regionalität

Alles, was wächst

Die gelebte Regionalität von backaldrin zahlt sich für mehrere hundert österreichische Partner jedenfalls aus. Insgesamt bezieht das oberösterreichische Unternehmen Getreide, Früchte, Saaten und spezielle Bioprodukte aus der Region. „Wir sind stolz auf unsere Partner, mit denen wir gemeinsam für Qualität ‚Made in Austria‘ stehen“, so der backaldrin-Chef abschließend.  (red)

Mehr als 75% aller im Unternehmen verarbeiteten Rohstoffe bezieht backaldrin aus Oberösterreich und Niederösterreich. Geht es nach dem Familienunternehmen, dürfte es sogar noch ein bisschen mehr sein. „Alles, was in Österreich wächst und in ausreichender Menge verfügbar ist, kaufen wir hier“, sagt Peter Augendopler, Eigentümer der backaldrin The Kornspitz

© backaldin

©Edna

Asten. backaldrin setzt auf die Partnerschaft mit heimischen Agrarbetrieben. Der Backmittelhersteller ist bereit, für hochwertige Rohstoffe auch etwas tiefer in die Tasche zu greifen, heißt es in einer Aussendung des Astener Unternehmens. Insgesamt bezieht backaldrin von Landwirtschaftsbetrieben aus der Region Getreide, Früchte, Saaten und Bioprodukte im Wert von rund 26 Mio. € pro Jahr.

backaldrin-Chef Peter Augendopler: „Gemeinsam für Qualität ‚Made in Austria‘“.

Qualitätsbeweis Eine Gold- und drei Silbermedaillen für Quarktasche, Kornspitz, Marillenspitz und Schoko-Hörnchen

Vier DLG-Auszeichnungen für Guschlbauer Waizenkirchen. Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat dem Bäckereibetrieb Guschlbauer auch 2013 wieder mit einer Goldund drei Silber-Medaillen für die Qualität der Produkte ausgezeichnet. Um eine DLG-Prämierung zu erhalten, mussten die Produkte umfangreiche Sensorik-Tests bestehen. Hierzu hat die DLG eine beschreibend-bewertende Prüfung entwickelt, die wissenschaftlich fundiert und international anerkannt ist.

Barilla: Bäckerei Lieken geht an Agrofert

eine sorgfältige Rohstoffauswahl, eine optimale stoffliche Zusammensetzung sowie die Verarbeitung und Produktgestaltung ausschlaggebend. Stichproben an chemischen, mikrobiologischen und physikalischen Untersuchungen runden das Testergebnis ab.

Silber und Gold

© Wasa

Neben Aussehen werden auch Oberflächen- und Krusteneigenschaften beurteilt. Bei den Merkmalen Geruch und Geschmack sind

Wasa bleibt bei Barilla, Lieken wird nach Tschechien verkauft.

Die Produkte aus Waizenkirchen haben die DLG-Tester überzeugt.

International Neben den französischen Spezialitäten hat das Unternehmen auch Italiens Klassiker im Angebot

Die Délifrance-Neuheiten bei der Internorga Mülheim. Von 8. bis 13. März ging in Hamburg die Messe „Internorga“ über die Bühne. Ein Blick auf die Neuheiten, die das Délifrance-Team auf der diesjährigen Leistungsschau präsentierte, zeigte, dass das Unternehmen eine ganze Palette neuer Produktideen in petto hatte. Dabei ist Délifrance – seit dem Erwerb des italienischen Unternehmens Panitaly – nicht nur auf fran-

zösische Spezialitäten beschränkt. Klassiker der italienischen Brotkunst wie Ciabatta und Focaccia vervollständigen das DélifranceSortiment ebenso wie trendige Grilly-Sandwiches. Nebenbei entwickelt sich Délifrance zum Spezialisten für Sandwichbrote. Einige der jüngsten Beispiele sind das neue Crois’Sandwich, die dekorativen Pita-Schiffchen, das Polar Brot so-

© Délifrance

Rom. Der deutsche Großbäcker Lieken kommt mit seinen Aushängeschildern „Golden Toast“ und „Lieken Urkorn“ in neue Hände. Elf Jahre nach der Übernahme der Kamps AG verkauft der italienische Nudelkonzern Barilla seine deutsche Tochter dem tschechischen Unternehmen Agrofert. Damit will sich Barilla auf das Kerngeschäft konzentrieren, teilte das italienische Unternehmen in einer Presseaussendung mit. Der Düsseldorfer Großbäcker beschäftigt 4.700 Mitarbeiter und stellt an 12 Standorten unter anderem abgepacktes Brot für Handelskonzerne her. Der Umsatz von Lieken betrug im vergangenen Jahr 756 Mio. €. Lieken stellt überwiegend Brot her, das unter Eigenmarken von Handelskonzernen verkauft wird. Die Übernahme der Kamps AG durch Barilla 2002 galt für den Lebensmittelkonzern als Ergänzung für die Knäckebrot-Marke „Wasa“. Doch Europas größtes Backunternehmen tischte der Mutter nach der Übernahme tiefrote Zahlen auf: Mehrere Jahre in Folge fielen Verluste an.

© Guschlbauer

Optimale Verarbeitung

Nur wenn ein Produkt überdurchschnittlich gut ist, wird es prämiert. Mit Freude teilt Guschlbauer deshalb mit, „dass wir 2013 den ‚Silbernen Preis‘ für unseren Bio-Kornspitz, Marillen-Spitz und unser Schoko-Vanille-Hörnchen bekommen haben. Unsere Quarktasche wurde mit der ‚Goldenen Medaille‘ prämiert.“ (red)

Das Pita-Schiffchen: eines der neuesten Kreationen von Délifrance.

wie die zahlreichen Sandwichbrote nach französischer Originalrezeptur und Focaccia-Varianten.

Reduzierter Salzgehalt Bei Délifrance verbindet sich Genuss mit gesunder Ernährung. Daher hat das Unternehmen bereits vor einigen Jahren den Salzgehalt des gesamten Brotsortiments in Übereinstimmung mit entsprechenden Nährwertempfehlungen reduziert. Heute liegt der Salzgehalt von 85% aller Brote im Délifrance-Sortiment unter 1,4 Prozent im gebackenen Produkt. Sorten, die diese selbst gesetzte Grenze überschreiten, sind meist Spezialbrote und traditionelle Spezialitäten, bei denen ein höherer Salzgehalt geschmacklich unverzichtbar ist. Die jeweiligen Produktspezifikationen geben genaue Auskunft über den Nährwert- und Salzgehalt der Délifrance-Brote. Mit mehr als 250 Premium-Produkten in den Segmenten Brot, Viennoiserie, Pâtisserie und Snacks ist Délifrance im Tiefkühl-

backwarenmarkt gut aufgestellt. In diesem breiten Angebot sieht Délifrance-Geschäftsführer Arnaud Florenville auch einen der Erfolgsgaranten: „In unserem Sortiment findet jeder Verwender genau das Produkt, das seinen Ansprüchen entspricht – traditionelle und innovative Spezialitäten in allen Convenience-Stufen.“

Starke Partner Der Umsatz der Délifrance Deutschland GmbH belief sich 2012 auf 30 Mio. €. Dies ist eine Steigerung von 15% gegenüber 2011 mit 26 Mio. €. Der Umsatz des Mutterkonzerns, der Délifrance S.A., Paris, betrug 2012 fast 650 Mio. €. Délifrance gehört seit Dezember 2012 zu Siclaé, einer Tochtergesellschaft der genossenschaftlichen Gruppe Vivescia. Als Unternehmen, die in der Lebensmittelindustrie tätig sind, agieren Délifrance und Siclaé nach ähnlichen Werten, die insbesondere die nachhaltige Partnerschaft zur Getreide-Industrie und die Entwicklung kundenorientierter Innovationen betreffen.  (red)


B ä c k e r e i & Ko n d i t o r e i

Dienstag, 19. März 2013

medianet special – 29

Ströck Die Traditionsbäckerei offeriert auch Konsumenten mit besonderen Ernährungsbedürfnissen ein passendes Sortiment an Backwaren

„Wir leben Handwerkstradition“ Wien. Die Bäckerei Ströck greift bei ihren Produkten seit Jahren ausschließlich auf hochwertige, möglichst regionale Zutaten zurück und setzt dabei auf die handwerkliche Produktion hochqualifizierter Mitarbeiter. Das gesamte Backwarensortiment, ob konventionell oder Bio, wird zu 100% mit österreichischem Getreide gebacken.

Brot backen wie damals Getreu dem Motto „Brot backen wie damals“ setzt Ströck bei seinen Brot- und Kleingebäcksorten auf natürliche Rezepte ohne Zusatzstoffe wie Emulgatoren oder Konservierungsmittel. Die lange und individuelle Teigreife verleiht jedem Brot eine ansprechende Porung und unverwechselbaren Geschmack. Das Familienunternehmen Ströck unterstreicht damit einmal mehr sein Engagement für Nachhaltig-

Messe Fachinformationen

Genuss in Wels

© Messe Wels

Wels. Die „Crème de la Crème“ der Lebensmittelbranche trifft sich von 27. bis 30. April bei der „Öba/ Ökonda – diegenuss“ in Wels. Die Fachmesse bietet einen Überblick zu relevanten Produkt- und Dienstleistungsgruppen und präsentiert innovative Unternehmensideen, um auf dem Markt wettbewerbsfähig zu sein. „Die ‚Öba/Ökonda – diegenuss‘ hat sich für in- und ausländische Bäckerei- und Konditoreibetriebe bereits über Jahrzehnte als Innovationsmesse herauskristallisiert“, so Heinz Worenz, Präsident der Interessensgemeinschaft Backen. Der Einklang von Tradition und Innovation ist das Erfolgsrezept, um am modernen Markt zu bestehen. Die Öba/Ökonda – diegenuss steht daher dieses Jahr unter dem Motto „Neue Ideen für das Handwerk“. „In Wels erfahren Sie, wie Sie Ihre Ideen am besten realisieren können“, betont Josef Schrott, Innungsmeister der Bäcker Österreichs. „Sie bekommen aus erster Hand die aktuellen Entwicklungen in Ladenbau, Produktentwicklung und erfahren mehr über technologische Innovationen.“ Im Wettbewerb mit großen Ketten zählt neben der Produktqualität insbesondere die innovative Vermarktung. Besucher finden Inspirationen und Anregungen sowohl im umfangreichen Ausstellungsbereich als auch durch das Rahmenprogramm. Die Vorträge behandeln viele Themen, von Produktpräsentation über Onlinewerbung bis hin zu glutenfreien Ernährungstrends.  (red)

keit und altbewährte Traditionsrezepte. Aus diesem Grund erfolgte auch die Umstellung auf 100% österreichisches Getreide sowie die Erstellung einer Treibhausgasbilanz und der Verzicht auf Plastiktragtaschen.

Besonderes Angebot Da Ströck seinen Kunden laufend aktuelle Produkte und Angebote bieten möchte, wird je nach Jahreszeit ein saisonaler Schwerpunkt gesetzt: Vom 4. März bis zum 26. Mai erwartet die Kunden in allen Filialen der „Ströck-Frühling“, welcher im Zeichen der Pro-

duktlinie „Bewusst für mich“ steht. Die Produkte dieser Linie verstehen sich als maßgeschneidert und berücksichtigen spezielle Ernährungsformen ebenso wie Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Mit weizenfreien Produkten ohne Zusatz von Backhefe sowie ei- und laktosefreien und somit veganen Backwaren bietet die Produktlinie speziellen Mehrwert für bewusste Genießer. Die „Bewusst für mich“-Produktlinie beinhaltet beispielsweise das Bio-Roggen-Sauerteigbrot sowie das Bio-Roggenvollkorn-Eck. Beide Backwaren werden ohne Weizen oder Zusatz von Backhefe gefertigt.

Das weizenfreie Einkorn-Dinkelbrot punktet durch seinen hohen Ballaststoffgehalt und eine Rezeptur aus Vollkornmehlen. Das Gersten-Dinkelbrot aus der „Bewusst für mich“-Linie leistet einen Beitrag zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels; es ist reich an Alpha-Linolensäure, vielen Ballaststoffen, Folsäure und Beta-Glucan. Zudem bietet Ströck aktuell zahlreiche besondere Angebote, wie das Gersten-Dinkelbrot, den weizenfreien Dinkelvollkorn-Cranberry-Kuchen oder das weizenfreie Dinkel-HimbeerPudding-Tascherl, bis zum 1. April zum Aktionspreis an.  (red)

Gersten-Dinkelbrot (500 g): diesen März wochentags zum Aktionspreis erhältlich.

Täglich für Sie geöffnet! 5 Min. von der A1 - Abfahrt Ybbs

HAUBIVERSUM IHR TOP AUSFLUSZIEL Egal, ob Sie einen Ausflug planen, Ihren Mitarbeitern ein besonderes Erlebnis bieten wollen oder einfach nur Lust auf eine Kaffeepause haben: Im Haubiversum sind Sie immer richtig.

Kaiserstraße 8 | 3252 Petzenkirchen | Tel. 07416 / 503 - 499 | Traditionsreiches Handwerk im Rahmen der Öba/Ökonda – diegenuss in Wels.

© Ströck

Die Linie „Bewusst für mich“ beinhaltet u.a. vegane ebenso wie ei-, weizen- und laktosefreie Produkte.

www.haubiversum.at


B ä c k e r e i & Ko n d i t o r e i

30 – medianet special

Dienstag, 19. März 2013

Take-away Das Selbstbedienungskonzept als Alternative zur klassischen Bäckerei besticht mit Schnelligkeit und Frische

short

SB-Shops boomen weiter

Rekordumsatz bei Ölz zum 75-Jährigen

© Ölz

BackWerk baut Standortnetz in Österreich mit Ende letzten Jahres auf neunzehn Filialen aus.

Dornbirn. Nach laufenden Umsatzsteigerungen in den letzten Jahren konnte Ölz 2012 seine Position weiter ausbauen: Mit einem Gesamtumsatz von 196 Mio. € (bei einem Umsatzplus von 4,6%) hat das Unternehmen neue Maßstäbe in der 75-jährigen Firmengeschichte gesetzt. Auch der Exportanteil konnte auf 42,6% angehoben werden, was Bernhard Ölz, den geschäftsführenden Gesellschafter des Unternehmens mit rund 830 Mitarbeitern, besonders freut: „Unsere Auslandsmärkte entwickelten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr zufriedenstellend. Mit einer Wachstumsdynamik von plus sieben Prozent tragen sie besonders zum Rekordergebnis bei.“ Vor allem in Österreichs Nachbarländern Schweiz, Deutschland sowie in Italien und der Slowakei war die Nachfrage nach Ölz-Produkten ungebrochen stark. Im Jubiläumsjahr gibt es daher besondere Aktionen für die Kunden: Zum Auftakt ein Gewinnspiel, bei dem 75 Österreich-Reisen verlost werden. Auf ein weiteres Highlight und Ölz-Köstlichkeiten können sich die Österreicher in den Monaten Mai und Juni freuen.

© panthermedia.net/Jolanta Dabrowska

Groissböck nun Mitglied bei den Qualitätsröstern

© fotodienst/Anna Rauchenberger

Daniela Kapelari-Langebner und Bernhard Ölz feiern Ölz‘s 75er.

BackWerk-Geschäftsführerin Ingrid Dubowy bleibt in Österreich auf Expansionskurs.

Baden. Die Selbstbedienungsbäckerei BackWerk ist in Österreich weiterhin auf Expansionskurs. Mittlerweile hält das Franchise-Unternehmen landesweit bei 19 Geschäften. Vor Kurzem wurde in der Wiener Operngasse bereits der zehnte Shop in der Bundeshauptstadt eröffnet. „Für 2013 planen wir, unser Standortnetz noch weiter auszubauen“, erklärt Ingrid Dubowy, Geschäftsführerin von BackWerk Österreich. Gesucht werden aktuell Geschäftslokale in hochfrequentierten Lagen. BackWerk bevorzugt ebenerdige Räumlichkeiten in einer Größe von 50 bis 250 m� Nettoverkaufsfläche in Fußgängerzonen, Stadtzentren oder Einkaufspassagen. BackWerk ist der Erfinder der Selbstbedienungs-Bäckereien und in dieser Branche europäischer Marktführer. Die gewünschte Ware wird vom Kunden selbst mit

Brotzangen auf ein Tablett gelegt und an der Kassa bezahlt. Durch die Selbstbedienung seien die Backwaren um 30 bis 50% billiger als bei anderen Bäckereien, betont man. Alle Backwaren werden bei BackWerk in speziellen Öfen laufend frisch gebacken und in hinter Glas geschützten Regalen zum Verkauf angeboten. Die in der Branche sonst durchaus üblichen großen Überproduktionen werden durch die geschickte Kombination von Tagesplanungen und Verbrauchsstatistiken weitgehend vermieden, betont man stolz: „In den BackWerk-Filialen fallen weniger als zwei Prozent Restbrot an”, so Dubowy. Die geringen Mengen an unverkauftem Gebäck wandern dann aber keineswegs in den Müll. Jede BackWerk-Filiale ist dazu verpflichtet, sich soziale Einrichtungen zu suchen, an die das Brot, welches ja noch genießbar ist, verschenkt wird.  (red)

Neuvorstellung Den Winter austreiben kann man auch kulinarisch – beispielsweise mit dem neuen Bärlauchweckerl

Haubenberger erweckt Frühlingsgefühle Petzenkirchen. Wenn Bärlauch auf Mehl aus Österreich trifft, und dann auch noch hochwertiges Rapsöl aus heimischer Produktion mitmischt, hat die Frühjahrsmüdigkeit keine Chance, ist man bei Haubenberger überzeugt. „Das knusprige Bärlauchweckerl von Haubi’s weckt auch die müdesten Geschmacksnerven aus dem Winterschlaf“, betont man.

Bärlauch, einen der ersten Frühlingsboten, gibt es nun in Haubi’s neuem Gebäck.

Kinderkrebshilfe In Österreich erkranken jedes Jahr rund 250 Kinder und Jugendliche neu an Krebs – acht von zehn Kindern haben, dank des medizinischen Fortschritts, eine reale Chance, zu

überleben. Ermöglicht und finanziert wird das hauptsächlich durch private Spenden. Anton Haubenberger unterstützt die Kinder-Krebs-Hilfe– Elterninitiative, „um so der Gesell-

© Haubenberger

schaft etwas zurückgeben zu können“, so Firmenchef Anton Haubenberger jun. Bei jedem Kauf eines „Bio Sonnenigel“ (ein Bio-Weckerl mit Amaranth, Sonnenblumenkernen, Karotten und Sesam) bekommt die Kinder-Krebs-Hilfe–Elterninitiative 5 Cent Direkthilfe. Bis dato konnte von Haubi’s eine Spendensumme von über 101.000 € an die Kinder-Krebs-Hilfe-Elterninitiative überwiesen werden. „In den nächsten Jahren soll sich die Summe verdoppeln“, so Haubenberger. Finanziert werden damit Projekte wie der Externe Onkologische Pflegedienst oder mobile Krankenschwestern, die krebskranke Kinder zu Hause betreuen. (red)

Kuchenzeit Leobendorfer Traditionsbäckerei bleibt mit Gugelhupf & Co erfolgreich, neue Sorten ergänzen das Sortiment Damit auch schmeckt, was in der Tasse ist – Kaffee mit Qualitätssiegel.

Wien. Hohe Auszeichnung für die Café-Konditorei Groissböck: Im März wurde der Krapfenspezialist mit einem Kaffee-Qualitätssiegel als österreichischer Qualitätsröster ausgezeichnet. Dieser Vereinigung gehören österreichweit nur sieben Betriebe an. In Wien ist Groissböck der erste und einzige Betrieb mit diesem Gütesiegel. Die Vorraussetzung zur Erlangung des Gütesiegels sind unter anderem die Verwendung von 100 Prozent Arabica-Kaffee, sorgfältige Wiener Röstung, keine Beigabe von minderwertigen Robusta-Bohnen und eine Auszeichnung mit Röstdatum. Eigentümer Oliver Groissböck, bekennt sich dazu, dass Qualität ihren Preis hat, wie er in einer Aussendung mitteilt, und sieht die eigene Kaffeeröstung, die seit sieben Jahren gleich neben der großen Kuchentheke erfolgt, als wichtige Ergänzung des eigenen Konditorangebotes.

Jomo – stabile Zuwächse trotz Kostendruck Leobendorf. Das österreichische Familienunternehmen Jomo erwirtschaftete 2012 die Hälfte seines Jahresumsatzes in den Exportländern. Derzeit ist Jomo in 16 europäischen Ländern aktiv, wobei Deutschland als eines der wichtigsten Exportländer gilt, in dem Jomo noch erhebliches Marktpotenziale ortet. Die erfreulichsten Zuwächse gab es auch 2012 wieder in den Kernsegmenten Guglhüpfe, Rouladen und Schnitten, heißt es. Im Inland konnten die neuen Sorten der Jomo-Kuchen, wie die „Amarena-Kirsch Schnitte“ und die „Kokosschnitte“, zur positiven Entwicklung des Unternehmens beitragen.

Kernsegment im Plus Dennoch bleibe die Rohstoffsituation für Jomo weiterhin eine große Herausforderung, denn die Rohstoffpreise für Zucker, Mehl, Fette, Marmeladen und Fruchtzubereitungen seien

© Jomo

exorbitant gestiegen, wie das Unternehmen mitteilt. Auch die EiPreise hätten sich ebenfalls deutlich verteuert. Und selbst bei den Verpackungsmaterialien ist der Kostendruck spürbar. Alle Kuchen und Rouladen werden im Hause Jomo nach traditionellen Rezepturen hergestellt. Verarbeitet werden nur streng ausgesuchte und kontrollierte Rohstoffe. Der Verzicht auf künstliche

Farbstoffe und gehärtete Fette sei für Jomo eine Selbstverständlichkeit, heißt es. Dabei liege etwa der Transfettsäuregehalt bei allen Kuchen deutlich unter den EU-Richtlinien. Um beste Qualität sicherzustellen, investiere Jomo nicht nur laufend in modernste Anlagentechnik, sondern vor allem auch in die Qualitätssicherung und Mitarbeiterschulung.

So hat das Unternehmen 2012 wieder die IFS-Zertifizierung auf höchstem Niveau erhalten. Durch diverse internationale Auszeichnungen wurde die Qualität sowie der herausragende Geschmack der Jomo-Backwaren auch von neutralen Instituten neuerlich bestätigt.

16 Goldmedaillen Seitens der DLG wurden Jomo-Produkte mit 16 Gold- und 31 Silber-Medaillen ausgezeichnet. Des Weiteren investierte Jomo in die Verpackungsoptimierung, um einen noch höheren Produktschutz zu gewährleisten. So wurde z.B. das gesamte Schnitten-Sortiment auf verbesserte und stabilere Verpackungen umgestellt. Jomo beschäftigt derzeit am Produktionsstandort Leobendorf 135 Mitarbeiter.  (red) Die neuen Sorten – wie die Kokosschnitte – haben sich als Umsatzbringer erwiesen.


Dienstag, 19. März 2013

B ä c k e r e i & Ko n d ito r e i

medianet special – 31

Gesundheit Im Rahmen der Initiative „Weniger Salz ist g’sünder“ reduzieren viele Bäckereibetriebe den Salzgehalt in ihren Gebäckspezialitäten

Bäcker: 30 Tonnen Salz gespart Minister Stöger freut sich nach zwei Jahren über die gute Zwischenbilanz.

Leichter gesund leben Stöger betonte im Rahmen der Pressekonferenz, dass es vor allem darum ginge, „die gesündere Wahl zur leichteren zu machen“. Der Minister dankte der Bäckerinnung dafür, dass sie bei der Broterzeugung „einen Schritt vorangeht – einen mutigen Schritt, der nicht einfach ist“. Diesen Umstand erwähnt auch der Wiener Innungsmeister Josef

Schrott. Denn die Umstellung der Rezepte sei durchaus eine Herausforderung, da Natriumchlorid – also Salz – nämlich auch das Backverhalten beeinflusse. Daher erfolge die Umstellung schrittweise. „Ich bin der festen Überzeugung, dass ein gutes Brot nicht viel Salz braucht“, so Schrott.

sich nehmen. Der durchschnittliche Österreicher verzehrt pro Tag bis zu zwölf Gramm Salz, eine nicht unerhebliche Menge davon über Brot und Gebäck. Zu viel Salz führt, so der Kardiologe Günter Steurer vom Wiener AKH, zu Bluthochdruck und Herzkreislauferkrankungen – Letztere seien nach wie vor Todesursache Nummer eins. Keinesfalls solle man aber den Salzkonsum vollends einstellen;

Empfohlene Dosis gesenkt Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat vor Kurzem die empfohlene Tagesdosis an Speisesalz erneut gesenkt: Statt sechs Gramm pro Tag sollten Erwachsene nicht mehr als fünf Gramm pro Tag zu

© panthermedia.net/Marius Graf

Wien. Eine mehr als positive Zwischenbilanz ihrer Initiative „Weniger Salz ist g‘sünder“ ziehen 112 österreichische Bäcker gemeinsam mit Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ). Nach zwei Jahren konnten bereits mehr als 30 t Salz bei der Produktion von Brot und Gebäck eingespart werden. Langfristiges Ziel: Bis 2015 sollen insgesamt 15% weniger Salz verwendet werden.

Das Ziel der Innung bis 2015: 15 Prozent weniger Salz in Brot und Gebäck.

eine normale Dosis sei lebenswichtig und bewahre die Nieren vor Schäden. Besonders achtsam sein

sollten demnach Menschen mit Bluthochdruck und Diabetiker, bei ihnen zähle jedes Gramm. (red)

Wien – der Duft der Stadt. Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.

Ring Von DLG prämiert

Ausgezeichnet Linz. Bei Lebensmitteltests der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft e.V. (DLG) schnitten gleich vier Produkte der Linzer Traditionsbäckerei „Ring“ besonders gut ab. Die Frühstückskipferl und das Traunsteiner Brot wurden mit Gold prämiert, die Linzer Torte und der Linzer Ring wurden mit Silber ausgezeichnet. Getestet werden neben Aussehen, Oberflächen- und Krusteneigenschaften beispielsweise bei Brot auch Struktur und Elastizität. Erhältlich sind die Produkte in den insgesamt 70 Ring-Filialen in Oberösterreich. Die Frühstückskipferl können beispielsweise auch über die Ring-App vorbestellt werden. Die Smartphone-Applikation ist für Android- und Apple-Handies erhältlich.

Wiener Weinpreis

Film Festival

Silvesterpfad

Wiener Eistraum

Brot Backmischungen

Schlechte Noten

© panthermedia/Markus Mainka

Wien. Wenig überzeugen konnten im Test verschiedene fertige Backmischungen für Brot zum Selberbacken. Die Zeitschrift Konsument kommt in ihrer März-Ausgabe zum Ergebnis, dass die verkosteten Produkte zuweilen „fad und klebrig“ schmeckten. Ausgerechnet der Testsieger hatte die meisten Zutaten auf der Liste stehen, darunter auch Emulgatoren. Zwei Produkte erhielten ein „Gut“, zwei ein „Durchschnittlich“ und zwei ein „Weniger zufriedenstellend“.

www.wien-event.at stadt wien marketing gmbh im Auftrag der Stadt Wien Brot zum Selberbacken: Fertige Backmischungen überzeugen im Test nicht. SWM_IMAGE2010_MEDIANET_JP_216x288.indd 1

17.03.2010 16:20:14 Uhr


B ä c k e r e i & Ko n d i t o r e i

32 – medianet special

short

Weltbestes Brotbuch kommt aus Österreich

Dienstag, 19. März 2013

Berufsbilder Nicht nur Bäcker werden ausgebildet; Lehren vom Einzelhandelskaufmann bis Elektroanlagentechniker

Ankerbrot sucht Lehrlinge

Autorinnen und die Bäckerei-Innung bei der Buch-Präsentation.

Wien. „Sprich Brot!“ – Das Buch zur österreichischen Brotansprache wurde in Paris zum „Weltbesten Brotbuch 2013“ prämiert. Der „Gourmand World Cookbook Award“ bietet seit 15 Jahren jährlich eine Leistungsschau der Verlage der Koch- und Weinbücher. Die jüngste Verleihung erfolgte Anfang März. Österreichs Bäcker als Herausgeber des Buchs, die Autorinnen und der Trauner Verlag freuen sich in diesem Jahr über die Auszeichnung zum „Weltbesten Brotbuch 2013“. Brot gilt heute als mehr als ein Grundnahrungsmittel. Die Vielfalt an Formen, Rezepturen und Aromen hat Brot zu einem gefragten Genussprodukt gemacht. Aber wie beschreibt man Brot? Die österreichischen Bäcker haben in Pionierarbeit eine einzigartige Brotansprache – ein standardisiertes Brot-Vokabular – entwickelt, wissenschaftlich fundiert und praktisch orientiert.

Wien. Ankerbrot sucht tatkräftige Unterstützung – in Form von neuen Lehrlingen, die im Herbst 2013 ihre Karriere beim Wiener Traditionsbäcker starten. Jährlich werden gesamt rund 70 Lehrlinge ausgebildet und im Rahmen eines umfassenden Ausbildungsprogramms auf das Berufsleben eingestimmt. 2013 bekommen 40 junge Menschen die Chance, in den Berufen Einzelhandelskaufmann, Bäcker, Industriekaufmann und Elektroanlagentechniker ihre Karriere bei Ankerbrot zu beginnen. Das Lehrlingsprogramm bei Ankerbrot wird laufend überarbeitet und weiterentwickelt, um den Lehrlingen eine umfassende und möglichst vielseitige Ausbildung zu bieten. Bei Ankerbrot befinden sich jährlich rund 70 Lehrlinge in den unterschiedlichen Berufen in Ausbildung. Im Ausbildungssystem haben Lehrlinge nicht nur die Möglichkeit, die Matura zu absolvieren, sondern können sich nach Beendigung der Lehre auch über eine garantierte Übernahme freuen. Neben einer Karriere im Unternehmen steht den Mitarbeitern auch die Möglichkeit offen, als Franchisepartner den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Aus dem Abschlussjahrgang hervorgehoben wird seitens Ankerbrot Ivica Ilic; er hat gerade seine Lehrabschlussprüfung als Einzelhandelskaufmann gemacht und wurde als bester Lehrling seines Jahrgangs

© Thomas Peintinger

© Anna Stöcker

Der Wiener Traditionsbäcker baut darüber hinaus seine 2011 vorgestellte Franchise-Linie weiter aus.

Anker-Mitarbeiter Ivica Ilic wurde als „Lehrling des Jahres“ ausgezeichnet.

ausgezeichnet. Dafür wurde er bei einer internen Lehrlingsveranstaltung prämiert.

Franchise-Ausbau Zum Thema Franchise hat Ankerbrot entschieden, den bestehenden Vertriebsweg mit Eigenfilialen um Franchise zu ergänzen. Das erarbeitete Konzept wurde 2011 erstmals auf der „Franchise Messe“ der Öffentlichkeit präsentiert. Ak-

tuell führen 25 Partner Anker-Filialen als eigenes Unternehmen. Das Anker-Franchise-Konzept startete 2012 durch und sucht auch weiterhin mit voller Energie nach neuen Franchise-Partnern. Das Wiener Traditionsunternehmen sieht den neuen Input durch FranchisePartner als Bereicherung: „Wir erwarten uns von bestehenden und zukünftigen Franchise-Partnern zusätzliches unternehmerisches Denken und somit einen wertvollen

Beitrag für die Weiterentwicklung unseres Unternehmens“, so die Vertriebsleiterin Filialen, Barbara Rolinek. Aber bei Anker ist auch „Gestriges“ ein aktuelles Thema: „Gutes von Gestern“ ist bei Anker seit Dezember 2011 Programm. In einem Filialkonzept werden Brot und Mehlspeisen von gestern zu günstigen Preisen weiterverkauft. Die Aktion wirkt doppelt: Einerseits unterstützt Anker damit sozial benachteiligte Menschen und setzt zusätzlich auch ein Zeichen für einen verantwortungsvolleren Umgang mit Lebensmitteln. Für jedes Unternehmen in der Lebensmittelbranche ist das Thema nicht verkaufter bzw. übrig gebliebenen Waren von großer Relevanz. Mit „Gutes von Gestern“ setzt Anker nicht nur ein sichtbares Zeichen für mehr Bewusstsein im Umgang mit Lebensmitteln, der Traditionsbäcker sieht sich auch gleichzeitig als Unternehmen mit sozialer Verantwortung und weist mit dem Konzept auf den Teil der Bevölkerung hin, dem es aufgrund ihrer sozialen Situation nicht so gut geht. „Übrig gebliebene Waren sind ein großes Thema in der Lebensmittelbranche und somit auch für Anker als Bäcker relevant. Mit dem Konzept ‚Gutes von Gestern‘ können wir wirklich jedem Mitmenschen Zugang zu qualitativ hochwertigen Bäckereiprodukten ermöglichen“, erklärt AnkerbrotChef Peter Ostendorf.  (red)

Lust auf Genuss !

Entdecken Sie unseren Gesamtkatalog! Delifrance Österreich GmbH Simmeringer Hauptstr. 24, A-1110 Wien | Tel.: 01 740 40 58 12 | Fax.: 01 740 40 58 13 www.delifrance.at | info@delifrance.at

medianet retail  

medianet retail - 2x die Woche neu, Nachrichten für Entscheidungsträger der Bereiche Marken, Handel, Industrie und Gewerbe

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you