Issuu on Google+

Feature: Die älteste Form der Altersvorsorge kommt wieder groß ins Spiel  Seite 4/5

medianet_46x15

27.10.2005

¤ 3,–

dienstag, 15. JÄNNER 2013

Viel Potenzial

Pfeiffer will in die Top drei

Interview mit adworx-Geschäftsführerin   und IAB-Präsidentin Martina Zadina  Seite 8

Unternehmenschef Erich Schönleitner will den Marktanteil im LEH erhöhen  Seite 20

© Pfeiffer

© Foto Entzeroth

vorsorge verpflichtet

13. JahrganG NO. 1603

© Jürgen Knoth

inside your business. today.

12:07 U

Interview Peter Schnedlitz, Institut für Handel und Marketing, WU Wien, im Gespräch mit medianet

2013 ist das Jahr, in dem Lidl den Markt verändert

www.direkt.biz +43 (0) 1 / 66 177

tel.: +43-1-536 26-0 www.plakativ.at inhalt

© medianet/Szene1/Christian Mikes

prime news & market watch

> Finale des UmweltzeichenBest Practice-Bewerbs  3 > Michael Brandtner über die „John Wayne-Lektion“  6

9

© Infoscreen

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

marketing & media > Marketing Natives: Flott ins Jahr 2013 

> infoscreen erweitert sein Netzwerk um 300 Screens 10

Rückblick & Prognose Peter Schnedlitz über „Voodoo-Marketing“, die Tops und Flops 2012, Zielpunkt und Schlecker – und über das Jahr 2013, in dem die Supermärkte noch innovativer werden und Diskonter „diskontiger“.  Seite 2

special

Mercedes-Benz Österreich Neue Geschäftsführerin

Austrian Airlines Michael Delion ab 1. Februar im Amt

retail > Halbe Milliarde Umsatz beim Handelshaus Wedl  21 > Getränkehersteller Spitz baut die Exporte aus  22 P.b.b. Verlagspostamt 1110 Wien   GZ: 02Z030468T   Redaktion: 1110 Wien,  Geiselbergstr. 15   Tel. 919 20-0   Fax: 919 20-2231   e-Mail: abo@medianet.at

© Mercedes-Benz Österreich

> Media in Progress: „The Star You Are“  14 > Acts/YPD-Challenge: Chancen für die Jungen  15 > Star Media bietet Plattform für Jugendkampagnen  16

Corinna Widenmeyer: Neu an der Spitze von Mercedes-Benz Österreich.

Salzburg/Stuttgart. Corinna Widenmeyer (42) wird mit Wirkung zum 1. Februar 2013 die Geschäftsführung der Mercedes-Benz Österreich Vertriebsges.m.b.H. übernehmen, teilte das Unternehmen am Montag in einer Aussendung mit. Sie tritt damit die Nachfolge von Bernhard Denk an. Dieser werde das Unternehmen „im Rahmen der Neuordnung des Vertriebs verlassen“, heißt es. Widenmeyer ist seit 2010 Leiterin des Stabs des Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, Dieter Zetsche, und schon seit 1996 bei der heutigen Daimler AG beschäftigt.  (red)

Neuer Technikchef für die AUA

© privat

Corinna Widenmeyer löst Denk ab

Nachfolger von Burkard Wigger bei der AUA: Michael Delion (Bild).

Wien/Cchwechat. Michael Delion (57) wird mit 1. Februar Technikchef der Lufthansa-Tochter AUA. Er folgt Burkard Wigger, der das Unternehmen wie angekündigt mit Ende Jänner verlassen werde, teilte das Unternehmen am Montag mit. Damit habe die AUA „einen Techniker und Top-Manager mit internationalem Format“ gewinnen können. Delion solle „den hohen Standard und die Zuverlässigkeit der Austrian Airlines Group auch in Zukunft sichern, aber auch nach kreativen Lösungen für Produktivitätssteigerungen suchen“, wird AUA-Chef Jaan Albrecht in der Aussendung zitiert.  (APA)


t i t elst or y

Dienstag, 15. Jänner 2013

© medianet/Szene1/Katharina Schiffl

2 – medianet

Pet er Sch n ed litz

Analyse Universitätsprofessor Peter Schnedlitz über den Verkauf von Zielpunkt und die Entwicklung bei Schlecker

LEH-Rezept des Erfolgs: eigene Stärken stärken

Der Marketingexperte der WU Wien und Buchautor einer „Österreichischen Handels­ geschichte“ freut sich auf „Good News“ im laufenden Handelsjahr 2013.

Wie und warum der Handel auch im Jahr 2013 eine gute bis sehr gute Entwicklung zeigen wird. Jutta Maucher

Wien. Anlässlich der aktuellen Handelsereignisse rund um den Verkauf von Zielpunkt und der Entwicklung bei Schlecker bat medianet Universitätsprofessor Peter Schnedlitz vom Institut für Handel und Marketing der Wirtschaftsuniversität Wien zu einem „Neujahrsgespräch“. Ausgangspunkt waren die Veränderungen bei Zielpunkt. Peter Schnedlitz: Die Sache mit Zielpunkt ist für mich die negative Überraschung des Jahres 2012. Dass eine Lösung mit Pfeiffer kommen musste, war mir klar. Nur: Ich hätte mir einen geordneten Übergang erwartet – und nicht, dass Herr Satek einfach abtaucht. medianet: Was sind aus Ihrer Sicht die Ursachen dafür, dass Zielpunkt es auch mit Jan Satek nicht geschafft hat, am Lebensmitteleinzelhandelsmarkt zu reüssieren? Schnedlitz: Zielpunkt präsentierte eine Menge toller Ideen, wie etwa das ‚Innovationsregal‘. Diese wären für ein prosperierendes Handelsunternehmen das Tüpfelchen auf den ‚i‘ gewesen. Nur: Auch für solche Ideen braucht man einen langen Atem. Das ist nicht im Sinne eines kurzfristig agierenden Finanzinvestors. Eine solche Hauruck-Politik, die stets Neues auf den Markt bringt, bevor das Vorhergehende etabliert ist, kann nicht funktionieren. Das gilt selbst dann, wenn an der Spitze ein Sympathieträger steht, der auch den Mitarbeitern viel Hoffnung gegeben hat.

medianet: Und wie beurteilen Sie die Situation jetzt unter Pfeiffer? Schnedlitz: Ich freue mich, dass mit Pfeiffer eine fünfte Kraft in der österreichischen Handelsszene entsteht. Ich gehe davon aus, dass die Familie Pfeiffer Zielpunkt konsolidieren wird und auch die Synergien aus dem C&C-Bereich nutzen wird. Sinnvoll wäre es, wieder in die Richtung Softdiskonter zu gehen. Das war schon rund um das Jahr 2000 ein erfolgreiches

„Ich freue mich, dass mit ‚Pfeiffer‘ eine ­fünfte Kraft in der öster­ reichischen Handels­ szene entsteht.“ Peter Schnedlitz, Wu wien

Konzept, weil sich Zielpunkt dadurch von den Mitbewerbern unterschieden hat. Ein gewöhnlicher Supermarkt könnte gleich unter ‚Unimarkt‘ firmieren und hat zudem mit Billa und Spar übermächtige Mitbewerber. medianet: Nun zum zweiten Schauplatz, der die zweite Jahreshälfte 2012 geprägt hat: Schlecker will unter Rudolf Haberleitner in den Balkan expandieren.

Schnedlitz: Da kenne ich mich nicht wirklich aus, denn ich bin kein Experte für Voodoo-Marketing, das möchte ich vorausschicken. Aber ich verfolge das Projekt mit Sympathie. Herr Haberleitner meinte, dass das Rebranding in den Filialen abgeschlossen sei; aus meiner Sicht sind da nur Folien überklebt worden. Zum Markenaufbau gehört mehr dazu, inbesondere ist Handelsarbeit Knochenarbeit. Bei den Filialen, die ich besucht habe, hat sich nichts geändert. Die versprochenen 3.000 Leihautos gibt es nicht. Außerdem fehlen Tiefkühltruhen. Denn für den Einkauf beim Greißler gehört für mich jedenfalls dazu, dass ich meine Wurstsemmel dort bekomme. medianet: Also wie wird es mit Schlecker in diesem Jahr weitergehen? Schnedlitz: Ich sehe noch kein Licht am Ende des Tunnels. Vielleicht kommt das noch, wenn man den neuen Dayli sehen kann. Es gibt Markenartikler, die dem Konzept Sympathie entgegenbringen und es unterstützen. Trotzdem sind die kolportieren sechs Millionen Euro für die Neugestaltung völlig unrealistisch. Dazu kommt: Manche sogenannten Innovationen sind Schnee von gestern, wie etwa das Faxgerät. Gleichzeitig soll ein modernes Internetportal in der Filiale entstehen – das verträgt sich nicht. Und auch wenn mit ‚Novomatic‘ ein wichtiger Geldgeber vorhanden ist, so gehe ich davon aus, dass Novomatic sicher nicht der Greißler der Zukunft sein möchte.

medianet: Abgesehen von Zielpunkt und Schlecker: Was waren die Highlights im Jahr 2012? Schnedlitz: Die Eröffnungspolitik von Spar ist sensationell und auch Billa hatte ein gutes Jahr. Wir erleben, dass neue Betriebstypen entstehen, wie etwa ‚Merkur‘ am Hohen Markt oder ‚Interspar pronto‘ in Wien-Mitte, ebenso ‚Spar‘ am

„Ich bin kein Experte für Voodoo-Marketing ... Haberleitner meinte, dass das Rebranding abgeschlossen sei ... da wurden nur Folien überklebt. “ Peter Schnedlitz

Flughafen. Das sind Top-Standorte, für die Spar allerdings mehr ausgeben muss, als es Billa vor 20 Jahren getan hat. Übrigens hat auch Zielpunkt durchaus interessante Standorte. medianet: Wie viele LEH-Standorte verträgt Österreich noch? Schnedlitz: Maximal noch 100 – das teilt sich auf alle auf. Spar wird mehr im Osten schauen, Rewe im Westen.

medianet: Was brauchen die Supermärkte, um sich 2013 zu behaupten? Schnedlitz: Grundsätzlich gilt: Jeder soll vermehrt das tun, was er am besten kann. Supermärkte sollen spannender und interessanter werden, Innovationen bieten. Meterlange Sortimente im Preiseinstiegsbereich werden zurückgehen. Dafür müssen eben Diskonter wieder diskontiger werden, das heißt sich auf das Kernsortiment beziehen und in diesem die besten Preise anbieten. Ich gehe davon aus, das Lidl 2013 in Österreich voll durchstarten wird, die Werbeoffensive zum Jahresbeginn 2013 belegt das. Dafür spricht, dass er bereits mehr als 50 Prozent seines Sortiments aus Österreich bezieht, was wiederum dem Trend nach Regionalität entspricht. Auch Hofer hat noch Potenzial, allerdings in einer anderen Liga, denn Hofer ist mit rund 19 Prozent Marktanteil wohl der erfolgreichste Diskonter Europas, sogar besser aufgestellt als die Mutter Aldi in Deutschland; man sollte sich nicht von einem kleinen Durchhänger im letzten Jahr täuschen lassen. medianet: Welche Preisentwicklung erwarten Sie? Schnedlitz: Ende des vergangenen Jahres gab es extreme Preisreduktionen, wie etwa 15 Prozent auf alles. Am Ende des Tages werden die Preise aber steigen, da die Rohstoffpreise extrem volatil sind. medianet: Was wünschen Sie dem Handel 2013? Schnedlitz: Weniger Bad News als im Jahr 2012.


retail medianet

zeigt sich kika/Leiner mit seiner Beteiligung bei Care &Fair 

Seite 21

© Dr. Oetker

achtung scharf

Dr. Oetker Die Ofenfrische Salami-Jalapeño, Kaiser Hustenbonbon Mischung, Stiegl Hausbier Männerschokolade, Coffe Circle Duromina und Chiri, Rio Thai und Finn Crisp Plus Rye Snacks. Seite 23

zweistellig

Ambitioniert

fallen immer wieder die Umsatzzuwächse des Ländle-Produzenten Gunz aus  Seite 22

ist die junge neue Center-Managerin im Q19, Marie-Theres Skribanowitz  Seite 24

© SES

© Kika/Leiner

Sozial engagiert

© Michael Gunz

inside your business. today. Dienstag, 15. Jänner 2013 – 19

Pfeiffer will unter die Top Drei im heimischen LEH

© Wedl

short

Geknackt Der Tiroler Großhändler Wedl hat 2012 einen konsolidierten Umsatz von 502,6 Mio. € erreicht und damit erstmals ein Umssatzziel von mehr als einer halben Mrd. € geschafft. Modernisierte C&C-Märkte haben neben internationalen Beteiligungen zu diesem Erfolg maßgeblich beigetragen.  Seite 21

© Spitz

Strategisches Ziel Mit Ziel­ punkt, Unimarkt und Nah&Frisch kommt Großhänd­ ler Pfeiffer laut Un­ ternehmenschef Erich Schönleitner auf einen Markt­ anteil von knapp unter neun Prozent im Lebensmittel­ einzelhandel. Den will er weiter er­ höhen. Seite 20 © Pfeiffer Werbung & Druck

Ambitioniert Spitz erreicht in 2012 eine Exportmarke von 60% und macht im Ausland erstmals mehr Umsatz als im Inland. Besonders erfolgreich ist das Unternehmen in den EU-Staaten um Österreich herum. Neben gesteigerten Umsätzen mit bestehenden Partnern gab es auch einige neue Verträge. Seite 22

Händler senken Kaffeepreise

Fressnapf-Chef neu

Düsseldorf. Bei Kaffee rollt in der untersten Preislage eine Reduzierungswelle im deutschen Lebensmittelhandel. Nach den Preissenkungen der Diskonter Aldi Nord, Aldi Süd und Norma vom Samstag greifen andere große Lebensmittelhändler ebenfalls zum Rotstift. Kaffee wird damit in der untersten Preislage schon zum dritten Mal innerhalb eines Jahres für die Verbraucher in Deutschland billiger. Der Preisnachlass liegt laut den Diskonter-Anzeigen bei den meisten der reduzierten Produkte zwischen knapp drei und gut neun Prozent, in Einzelfällen mehr. Der

Salzburg. Führungswechsel beim Tierfutter- und Tierzubehörhändler Fressnapf Österreich mit Sitz in Salzburg: Norbert Marschallinger (38) wurde mit Jahreswechsel zum Geschäftsführer bestellt. Der bisherige Chef von MegaZoo übernahm die Verantwortung von Heidi Obermeier, die sich nach knapp 14 Jahren aus persönlichen Gründen aus der Funktion zurückgezogen hatte. Marschallinger ist seit sechs Jahren in verschiedenen Bereichen innerhalb der Fressnapf Handels GmbH tätig. Mit insgesamt 800 Mitarbeitern wurde 2011 ein Umsatz von 117 Mio. € erwirtschaftet.

Die Größten im deutschen LEH greifen bei den Kaffeepreisen zum Rotstift.

größte Lebensmittelhändler in Deutschland, Edeka, will Kaffee im Preiseinstiegsbereich („Gut & Günstig“) ebenfalls in einem solchen Ausmaß senken. Die Edeka-Tochter Netto Marken-Diskont hat am Montag die Kaffeepreise bei ihren Eigenmarken reduziert. Lidl bestätigte eine Senkung von Kaffeepreisen. Rewe will an diesem Dienstag im Preiseinstiegsbereich („Ja“) Kaffeepreise senken. Die Tochter Penny werde die Veränderung des Marktpreises von Kaffee per Dienstag in gleichem Umfang nachvollziehen, erklärte ein Sprecher der Rewe.  (APA)

© Fressnapf

Personalia Norbert Marschallinger folgt Heidi Obermeier

© Panthermedia.net/Mih ly Samu

Deutschland Die größten Diskonter und Edeka senken Preise um drei bis neun Prozent

Norbert Marschallinger wechselt von MegaZoo in die Fressnapf-Führung.


titelstory

Dienstag, 15. Jänner 2013

© Pfeiffer, Zielpunkt

20 – medianet retail

vorbild und ­n achahmer

Klares Profil Das oberösterreichische Handelshaus plant eine Neupositionierung der jüngst übernommenen Handelskette

„Wir werden Zielpunkt nah an Unimarkt positionieren“

Bilanz 2012: Starkes Plus bei C&C, Rückgänge im Großhandel wegen Aufgabe des Tankstellengeschäfts. Wien/Traun. Seit mehr als zehn Jahren führt Erich Schönleitner die Geschäfte bei Pfeiffer. Das letzte Jahr, so resümiert er, war bis dato eines der dynamischsten im Unternehmen. „2012 hatten wir es mit einem schwierigen Handelsumfeld zu tun; mit einem Umsatzplus von mehr als fünf Prozent können wir hochzufrieden sein“, so sein Resümee. Aufhorchen ließ der Großhändler im letzten Jahr vor allem mit seinem Zielpunkt-Deal. Exakt 24,9% von Zielpunkt hält Pfeiffer direkt, die restlichen 75,1% gehören der Beteiligungsgesellschaft BOW, die auf den Namen des Pfeiffer-Anwalts Gerald Schmidsberger geschrieben läuft. Warum man diese Vorgangsweise in der Übernahme gewählt hat, erklärt Schönleitner folgendermaßen: „Wir wollen uns die Zeit und die Ruhe gönnen, bis sich die Handelsorganisation stabilisiert hat. Wir haben bereits ein neues Vorstandsduo aufgestellt und heuer bestimmen wir die Marktausrichtung neu.“ Wichtig war dem Firmenboss eine einseitige Optionsqualität, die Pfeiffer ermöglicht, den Rest der Handelskette in den nächsten Jahren zu übernehmen, „und das werden wir auch machen“. Wie die Zukunft von Zielpunkt ausschauen wird, darüber sind dem Pfeiffer-Geschäftsführer nur schwerlich Informationen zu entlocken. „Es wird sicher kein Dis-

konter werden, wir werden das Unternehmen sehr nah an Unimarkt positionieren.“

Die Zielpunkt-Pläne In Oberösterreich hat Unimarkt 18 Standorte übernommen, ein gänzliches Umswitchen auf das blau-gelbe Logo schließt er aber aus. „Das wird sicher nicht passieren, Zielpunkt bleibt vom Namen

guten Job gemacht.“ Der Einkauf für Zielpunkt läuft über die Pfeiffer-Subgesellschaft ‚Top Team Zentraleinkauf‘, die Rolle der Markant, dessen größtes Mitglied Top Team hierzulande ist, bleibt unverändert. Nicht in der Form beibehalten werde das noch von Satek eingeführte Innovationsregal. Was die Bereinigung des Filialnetzes betrifft, wurden bisher schon 15 Standorte zugesperrt; der Stand derzeit

„Wir wollen uns die Zeit und die Ruhe gönnen, bis sich ‚ZielIrgendwann werden wir den Rest übernehmen.“ Erich Schönleitner, pfeiffer

her Zielpunkt.“ Vielmehr gelte es, in der vor Jahren ins Straucheln geratenen Handelsorganisation wieder eine gerade, beständige Linie herzustellen. Die Schritte, die der ehemalige Eigentümer und Geschäftsführer Jan Satek eingeschlagen hat, findet Schönleitner nicht übel: „Dafür, dass er kein Handelsfachmann ist, hat er einen

„Das haben wir abgestoßen, weil es einfach nicht unser Kerngeschäft ist“, kommentiert Schönleitner den Verkauf, wobei das Geschäft, auch seitdem sich Rewe und Spar auf diesem Feld betätigen, nicht mehr oder minder kompetitiv sei als andere Lebensmittelsparten. Der Stand der belieferten Kaufleute belief sich per Ende 2012 auf 477, davon treten 285 unter der Dachmarke Nah&Frisch auf. Schöne Zuwächse verzeichnet man mit den C&C-Märkten. Dank des relativ neuen Standorts in Villach gelang ein gutes erstes Jahr in Kärnten. Stärkste Treiber waren die Standorte Wien und Brunn am Gebirge.

Ehrgeizige Ziele

punkt‘ stabilisiert hat.

© Pfeiffer

natalie oberhollenzer

beträgt 283, weitere fünf Märkte sollen noch dichtgemacht werden. Im Gegenzug will man aber drei neue eröffnen. Ein Umsatzminus von über vier Prozent auf 115,7 Mio. € musste das Unternehmen in seiner Großhandelssparte hinnehmen; Grund ist der Ausstieg bei der Tankstellenbelieferungs-Firma Shop Top Service.

Was heuer neben dem großen Batzen ‚Zielpunkt‘ sonst noch auf der To-do-Liste steht? Die C&CChefs Thomas Panholzer und Manfred Hayböck werden sich um den Umbau in Traun kümmern, die Kosten dafür taxiert Schönleitner auf rund acht Mio. €. Bei Unimarkt erfolgt dank der Umfirmierung der Zielpunkt-Märkte ein deutlicher Präsenzschub im Kerngebiet. In der Nah&Frisch-Welt soll ein Konzept zur Forcierung von Kleinflächen zum Einsatz kommen. Insgesamt soll es 48 Neu-, Aus- und Umbauten von Unimarkt und Nah&FrischMärkten geben. Im klassischen Lebensmittelhandel hat sich Pfeiffer zum

Unimarkt und Zielpunkt In Oberösterreich wurden 18 Zielpunkt-Standorte von Unimarkt übernommen und umgeflaggt – eine Maßnahme, die nicht Schule machen soll. Zielpunkt soll Zielpunkt bleiben, zumindest vom Namen her, erklärt PfeifferGeschäftsführer Erich Schönleitner. Wohl aber sollen die beiden Handelsfirmen nah aneinander positioniert werden.

Ziel gesetzt, die Nummer Drei im Land zu werden. „Mit ‚Unimarkt‘, ‚Nah&Frisch‘ und ‚Zielpunkt‘ haben wir derzeit einen Marktanteil von knapp unter neun Prozent; wir wollen auf die zehn kommen“, so Schönleitner. Im Cash & CarryUniversum ist eine landesweite Marktpräsenz das strategische Ziel, Qualitätsführer sei man Schönleitner zufolge schon jetzt. Im Wein- und Spirituosenhandel möchten die Oberösterreicher im Jahr 2017 die Marktführerschaft erlangen. Zuletzt übernahm die ebenfalls von Panholzer und Hayböck verantwortete Getränkegroßhandelsfirma Trinkwerk die Unternehmen Alpe Adria Weinhandel und Vergeiner. Beim 2011 übernommenen steirischen Gastro-Großhändler Nussbaumer soll ein vierter Standort vorbereitet werden; die Eröffnung wird sich aber in diesem Jahr noch nicht ausgehen, aber wenn es so weit ist, soll Nussbaumer auch einen neuen Markennamen bekommen.

facts Pfeiffer Unternehmensgruppe Umsatz 2012 gesamt 770 Mio. € (ohne Zielpunkt) Plus gg. VJ +5,1% C+C Pfeiffer 412,0 (+8,9%) Großhandel 115,7 (+4,6%) Unimarkt 242,3 (+4%) Mitarbeiter 3.006, davon 132 Lehrlinge


R e ta i l & o u t l e t s

Dienstag, 15. Jänner 2013

medianet retail – 21

Handelshaus Wedl Plus von fünf Prozent im Kerngeschäft und weitere Marktanteilsgewinne beim Tiroler Großhändler festigen Marktposition

Halbe Milliarde Umsatz bei Wedl Moderne C&C-Märkte und gute partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Nah & Frisch-Kaufleuten als Basis des Erfolgs. Mils. Das Handelshaus Wedl erzielte 2012 einen konsolidierten Nettoumsatz in Höhe von 502,6 Mio. € oder ein Plus von 12, 4% gegenüber dem Jahr 2011. Diese Erfolgsgeschichte hat für Leopold Wedl verschiedene Ursachen: „Insbesondere aber haben wir 2012 mit starken Kundenbindungsprogrammen gepunktet: Ob die beliebten ‚Genusstage‘, die Premium-Partnerschaft bei der ‚Genuss Region Österreich‘ oder die ‚Wedl Gourmet Golf Trophy‘, die Kochvorführungen und Tipps der Haubenköche Thomas Dorfer und Martin Sieberer, eine eigene Caviar-Hotline für Top-Gastronomen, die stark frequentierten Hausmessen im Frühling und Herbst, eigene Vinotheken mit Top-Sommeliers an jedem Wedl-Standort oder neue Webshops 24/7, mit denen Kunden rund um die Uhr an allen Tagen der Woche bei uns online einkaufen können – wir unternehmen

wirklich alles, um unsere Kunden zu begeistern.“

Facelifting im C&C

Stammfiliale in Hall dient nur mehr als Referenzbetrieb. Nachdem Ostern 2011 die letzten Eigenfilialen abgegeben wurden, fehlten in dieser Schiene 4,6 Mio. € im Jahresvergleich, ohne Eigenfilialen läge das Plus zu 2011 bei 13,6%.

sonderer Erfolg war der Einzug ins Kaufhaus ‚Harrod’s‘ in London mit der Marke ‚Bristot‘“, so Kommerzialrat Wedl.

zu tragen laut Leopold Wedl vor allem zwei Faktoren bei: „Wir werden unsere ‚C&C‘-Märkte weiter modernisieren. Und auch unsere gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den ‚Nah&Frisch‘Kaufleuten soll weiter ausgebaut werden. Damit sind die Eckpfeiler für ein positives Jahr 2013 gelegt.“

Die Kunden sind aber auch mit Auf ins Jahr 2013 einem Facelifting am Standort Villach begeistert worden. Und die Auch das Jahr 2013 soll die posiUmbauarbeiten beim C&C Ried tive Entwicklung vorantreiben. DaSchwieriger Rohstoffmarkt haben begonnen. Diese werden im Nicht so einfach entwickelte sich Frühjahr 2013 abgeschlossen sein H andels h aus Wedl – Gesc häf tsent wicklun g 2012 2011 die Kaffeesparte aufgrund des und dem Kunden eine VerdoppeBereich (Umsätze netto in Mio. €) 2011 2012 %-Veränderung hohen Rohstoffpreises. Insgesamt lung der Verkaufsfläche bieten. Großhandel gesamt 365,5 383,9 +5,0 wurde die Kaffeeproduktion und Und auch die Nah&Frisch-SchieEigenfilialen N&F 5,8 1,2 −79,3 Testa Rossa mit einem Gesamtumne hat sich 2012 als ErfolgsschieKaffee & Testa Rossa 52,6 52,7 +0,2 satz von 52,7 Mio. € abgeschlossen. ne etabliert, da sich Wedl auf die Beteiligungen 23,3 64,8 +178,1 Von Belluno und Mils aus wurde in Zusammenarbeit mit den Kaufleu447,2 502,6 +12,4 12_Anz_AT_medianet:Anzeige Messekatalog 28.09.2012 09:20 Seite Gesamt 1 68 Länder Kaffee exportiert. „Ein beten konzentrierte. Die verbliebene

www.eberspaecher-standheizung.at

Initiative als Alternative

car2go to Ikea

Vösendorf. car2go, die flexible Alternative für alle Nicht-Autobesitzer, kommt jetzt zu Ikea Wien-Nord und Ikea Vösendorf. Die Ikea Family-Karte wird dabei zum car2go„Schlüssel“. Wer sich in der Zeit vom 14.1. bis 26.1.2013 an einem der car2go-Promotionstände in den beiden Einrichtungshäusern mit seiner Ikea Family-Karte anmeldet, dem schenkt das Unternehmen die üblichen 9,90 € Anmeldegebühr – und zusätzlich 60 Freiminuten Fahrzeit. Wer die günstige Gelegenheit in den ersten beiden Wochen versäumt, der hat übrigens noch eine weitere Chance. Denn im car2go-Shop können sich Ikea Family-Mitglieder noch bis 30. 7. 2013 um nur 4,90 € anmelden. Auch für sie gibt es dann 60 Freiminuten Fahrzeit. (red)

kika/Leiner Mitgliedschaft

CSR-Teppiche

Wien. „Für uns ist es selbstverständlich, unseren Kunden Sicherheit, Transparenz und ein gutes Gewissen beim Kauf unserer Produkte zu gewährleisten und zugleich die Aufklärungs- und Sozialarbeit der Initiative ‚Care & Fair‘ als Mitglied zu unterstützen“, so Paul Koch, kika/Leiner-Geschäftsleiter. Care & Fair ist ein Berufsverband des europäischen Teppichhandels mit dem Ziel, illegale Kinderarbeit zu bekämpfen und die Situation der Teppichknüpfer zu verbessern.

M I T P O W E R G E G E N W I N T ERKÄLTE – S TA N D H E I Z U N G S TAT T E I S KRATZEN! Kraftvoll, schnell und umweltschonend sorgen unsere Standheizungen für ein angenehm vorgewärmtes Auto und freie Sicht auf die Straße. Dabei wird noch der Motor geschont und die Schadstoffemissionen reduziert. Jetzt nachrüsten!

NEU: STANDHEIZUNG PER TELEFON UND APP BEDIENEN: EASYSTART CALL So bedient man heute eine Standheizung! Mit der EasyStart Call haben wir eine neue komfortable und innovative telefonische Fernbedienung entwickelt, die ab Herbst 2012 erhältlich ist. Mit der passenden kostenlosen App für das iPhone und Android lassen sich Start- und Laufzeit sowie weitere Funktionen der Standheizung komfortabel reichweitenunabhängig steuern.

© kika/Leiner

A WORLD OF COMFORT

kika/Leiner fördert soziale Projekte in den Ländern der Teppichknüpfer.


r e ta i l & p r o d u c e r s

22 – medianet retail

Dienstag, 15. Jänner 2013

International aufgestellt Erstmals erzielte das Unternehmen aus Oberösterreich mehr Umsätze im Export als im Inland

short

Spitz baut die Exporte aus

DLG-Goldregen für Salzburger Stieglbier Salzburg. Mit einem regelrechten Goldregen ging das Jahr 2012 für Stiegl, Österreichs größter Privatbrauerei, zu Ende. Das international renommierte Qualitätsprüfungsinstitut DLG (Deutsche LandwirtschaftsGesellschaft) prämierte das „Stiegl-Goldbräu“, die heuer neu auf den Markt gebrachte „Stiegl-Sport-Weisse“ und das Bio-Bier „Stiegl-ParacelsusZwickl“ aufgrund der überdurchschnittlichen Qualität jeweils mit einer Goldmedaille.

60% des Umsatzes im Ausland generiert, gute Entwicklung in EU-Staaten, aber auch Plus im Inland. Attnang-Puchheim. Das laufende Geschäftsjahr bringt für den oberösterreichischen Lebensmittel- und Getränkehersteller Spitz eine positive Entwicklung: Die Exportquote ist auf 60% gestiegen. Somit erzielte das Unternehmen erstmals mehr Umsätze im Export als im Inland. Das Umsatzplus verteilt sich auf die Hauptabsatzmärkte in der EU. Dabei schlagen die Länder rund um Österreich stärker zu Buche als der Rest. Die Zuwächse erzielte Spitz sowohl auf Basis bestehender Kunden, die ihr Exportvolumen gesteigert haben, aber auch mit der Gewinnung von Neukunden. „Unsere qualifizierten, engagierten und fantastisch ausgebildeten Mitarbeiter haben diese Entwicklung getragen“, streut Spitz-GF Josef Mayer seinen Mitarbeitern Rosen. Besonders erfreulich zeigt man sich ob der Exportentwicklung in den EU-Ländern. Hier kann Spitz

Auch im Inland Umsatzplus Im Inland sind die Umsätze ebenfalls gestiegen, zurückzuführen auf die Einführung neuer Produkte und den Ausbau des bestehenden Geschäftes. Josef Mayer: „Es freut uns, dass wir in den EU-Ländern trotz harter Wettbewerbsbedingungen so erfolgreich unterwegs sind. Durch den Wegfall der Grenzen ist Europa zu unserem Heimmarkt geworden und wir nützen diese Chance.“ Kunden aus Lebensmittelhandel und Gastronomie schätzen sowohl die breite Produktpalette, aber auch den Vorteil, den Spitz im Bereich Logistik zu bieten weiß. (red)

© Spitz

© Media Markt

Media Markt begibt sich auf Lehrlingspirsch

trotz potenter Mitbewerber mit Qualitätsprodukten punkten. Spitz verwendet für seine Produkte Rohstoffe vorwiegend aus der Region – und setzt auf modernste Produktionsverfahren.

Spitz in Attnang-Puchheim: erfolgreich in den an Österreich grenzenden EU-Staaten.

Frank Kretzschmar bietet Ausbildung zum Multimedia-Fachberater.

Sponsoring Lidl Österreich unterstützt bereits zum sechsten Mal den „Goldi Talente Cup“

Wien. Media Markt sucht ab sofort 80 ambitionierte Mädchen und Burschen, die im Sommer ihre Ausbildung im praxisnahen Lehrberuf zum Multimedia-Fachberater starten. Derzeit beschäftigt der Elektrodiskonter österreichweit über 170 Lehrlinge und erreicht damit eine Ausbildungs-Quote von knapp zehn Prozent. Besonders propagiert wird die Lehre zum Multimedia-Fachberater; diese wurde gemeinsam mit dem Bildungsministerium entwickelt und zeichnet sich besonders durch ihre praxisnahe Ausbildung aus. Die Bewerbungsfrist für 2013 hat begonnen. „Seit über zehn Jahren bieten wir jungen Menschen mit Interesse an Technik und neuen Medien und Freude am Kundenkontakt die Ausbildung zum ‚Multimedia Fachberater‘ an. Nach dem erfolgreichen Lehrabschluss stehen bei Media Markt viele interessante Karriere-Möglichkeiten offen“, erklärt Media Markt-Chef Frank Kretzschmar. (red)

Salzburg. Im Jänner 2013 unterstützt Lidl Österreich bereits zum sechsten Mal den „Goldi Talente Cup“. Schirmherr und Initiator des Events ist Andi Goldberger; unter seiner persönlichen Anleitung gibt es für Kids zwischen sechs und zehn Jahren die Möglichkeit, erste Bekanntschaft mit einer Skisprungschanze und damit gleich die ersten Sprungübungen zu machen. Start war am vergangenen Sonntag auf der Kleinschanze in Höhnhart/OÖ. Teilnahmeberechtigt sind Knilche aus ganz Österreich. Insgesamt fünf Vorrunden stehen in verschiedenen Bundesländern auf dem Programm, bevor es am 9. Februar zum großen Finale in Wörgl kommt. (red)

Jungadler beim Goldi Talente Cup: Unter Anleitung Goldbergers werden sie flügge.

Hugo Boss mit Rekordergebnis

Metzingen. Der deutsche Modehersteller Hugo Boss hat mit einem Schlussspurt im geschäftsträchtigen 4. Quartal 2012 Bestwerte bei Umsatz und Betriebsergebnis eingefahren. „Mit der Prognose eines Umsatzzuwachses von bis zu 10 Prozent im Jahr 2012 bin ich heute genauso komfortabel wie Ende Oktober“, sagte Finanzvorstand Mark Langer. Zuvor in 2011 übersprang Hugo Boss bereits die 2 Mrd. €-Umsatzgrenze. Nun habe sich das Großhandelsgeschäft im Schlussquartal wie erwartet belebt, aber auch die Verkäufe in den Filialen verliefen überaus positiv. Beim operativen Ergebnis werden 10 bis 12% Plus erwartet. (APA)

Exportkaiser Vorarlberger Familienunternehmen hat 95% Exportquote; neues Lager für „nördliche“ Kunden

Gunz will jährlich zweistellig wachsen

Hofer relauncht seine Putz-Range Tandil & Co

© Hofer

Mäder. Über einen Umsatzsprung im Geschäftsjahr 2012 freut sich die Gunz Warenhandels GmbH aus Mäder im Ländle. Der Umsatz wurde um 17,7% auf 88,5 Mio. € gesteigert. Dabei wurde die Internationalisierung weiter vorangetrieben und im Herbst 2012 das Logistikzentrum Magdeburg eröffnet. Jährlich zweistellig im Umsatz zu wachsen, ist ein klares Ziel von Gunz. Seit 1995 konnte das

14 mal umgesetzt werden. Mit einer Umsatzsteigerung von 13,4 Mio. € wurde 2012 gleichfalls die größte Wertsteigerung der Firmengeschichte erreicht.

Stabil in Krisenländern Größtes Gunz-Umsatzgefilde ist Deutschland, gefolgt von der Schweiz und den Niederlanden. Im Heimmarkt liegt die Umsatz-

© Michael Gunz

Vorn steht, was „alio“ kann und hinten, wie es optimal verwendet wird.

Sattledt. Oft ist bei Waschmitteln nicht sofort ersichtlich, wie sie verwendet werden sollen. Laut Konsument-Umfrage unter 8.827 Personen aus dem Jahr 2012 benutzt mehr als jeder Fünfte nur ein einziges Waschmittel. Eine optimale Wäschepflege erfordert aber Differenzierung und Orientierung – ergo wurde die Waschmittelmarke Tandil umgestaltet, sodass auf einen Blick erkennbar ist, wann welches Mittel in welcher Dosierung für eine bestmögliche Wirkung zu verwenden ist.

© Lidl Austria/Hermann Sobe

Lidl hebt mit Andi Goldberger ab

Prognose 10% Umsatzplus

Werner (li.) und Helmut Gunz konnten 2012 um 17,7% auf 88,5 Mio. € Umsatz zulegen.

entwicklung mit 20% über dem Firmenschnitt. In den EU-KrisenLändern war die Entwicklung moderat. In Spanien konnte ein hohes Umsatzniveau gehalten werden, in Griechenland wurde ein leichtes Wachstum erzielt. „Gerade in diesen Ländern freut uns die positive Umsatzentwicklung besonders. Hier ist der Kunde sehr preisempfindlich, mit unserem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis können wir hier sogar in der schwierigen Wirtschaftsphase punkten“, so GF Werner Gunz. Hinter den Zuwächsen steht nicht zuletzt die Präsenz auf den Weltmessen. Insgesamt beteiligte sich Gunz als Aussteller auf 16 internationalen Messen. Aktuell werden 80 Länder weltweit bedient, 2011 waren es noch 65. Exotische Destinationen wie Nepal, Mongolei, Jordanien oder die Seychellen kamen 2012 neu dazu. Die Exportquote des österreichischen Familienunternehmens liegt bei 95%. Seit August 2012 ist der neue Logistikstandort in Magdeburg – er ist nahezu doppelt so groß wie der Stammbetrieb Mäder – in Betrieb.

Von dort wird aktuell rd. die Hälfte der Warenauslieferungen getätigt. Mit der neuen Niederlassung konnten die Logistikvorteile für die nördlichen Kunden ausgebaut und der Radius vom 24-Stunden-Auslieferservice erweitert werden. Innovativ agierte Gunz 2012 im Sortimentsbereich: Rund 25% des Sortiments sind neue Produkte, dazu wurde die Gunz-Markenpolitik stark ausgebaut und forciert. (red)

facts Sortiment 25 Eigenmarken, 1.500 Artikel Mitarbeiter 180 Exportquote 95% in 80 Länder Umsatzentwicklung 2000: 10,7 Mio. € 2004: 39,8 Mio. € 2008: 62,2 Mio. € 2010: 67,5 Mio. € 2011: 75,1 Mio. € 2012: 88,5 Mio. € Geschäftsfelder Süßwaren, Pralinen und Schokolade, Snacks, Nährmittel, Getränke, Ländersortimente, Saisonartikel, Lizenzsortiment


PRODUCT NEWS

Dienstag, 15. Jänner 2013

medianet retail – 23

Pizza extra scharf, Schoko-Bier und „Schlagobers aus Fernost“ Product News Dr. Oetker Die Ofenfrische Salami-Jalapeno, Kaiser Hustenbonbon Mischung, Stiegl-Hausbier Männerschokolade, Coffee Circle Duromina und Chiri, Roi Thai – Kokosnussmilch und Finn Crisp Plus Rye Snacks.

Kategorie Produkt Vertrieb Distribution Kontakt

Launch Dr. Oetker Die Ofenfrische Salami-Jalapeño Dr. Oetker LEH Oetker, Tel.: 04242/55454-19

Mit einer neuen Bio-Bierspezialität, die mit einer edlen Zotter-Kakaomischung verfeinert wurde, wartet Stiegl im neuen Jahr auf: dem StieglHausbier „Männerschokolade“. Die gewagte Kombination aus einem Stout-Bier mit Schokoladenaroma ist tiefschwarz und riecht nach Zartbitterschokolade sowie Röstmalzaromen. Stiegl-Braumeister Christian Pöpperl empfiehlt, die gehaltvolle Bierspezialität mit Vanille-, Schokoladen- oder Nussdesserts zu probieren. Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Kontakt

Launch Stiegl-Hausbier Männerschokolade 0,75 l Stieglbrauerei ausgewählter LEH Stiegl, Tel.: 0662/8387-0

Feuer frei: Dr. Oetker belegt „Die Ofenfrische“ Pizza mit der pikanten Zutat Jalapeño. Heuer können sich Liebhaber scharfer Speisen dem Genuss von „Die Ofenfrische Salami-Jalapeño“ hingeben. Insbesondere Männer werden es als Herausforderung ansehen, mit dem Produkt ihre Schärfe-Toleranz zu messen. Die rot gereiften Jalapeños liegen mit 2.500 bis 8.000 Scoville im Mittelfeld der internationalen Schärfe-Skala. Kurz gesagt: Sie sind sehr scharf! „Die Ofenfrische SalamiJalapeño“ ist neben den Jalapeños mit würziger Mini-Salami belegt. Die Salamischeiben stammen von einer am Stück geräucherten Salami, zubereitet aus hochwertigem Schweinefleisch, kernigem Rückenspeck vom Schwein und fein abgestimmten Gewürzen. Knackige Paprika, fruchtige Tomatensoße, rote Zwiebeln, Mozzarella und Edamer machen das Pizza-Vergnügen perfekt.

Der Bonbonmeister Kaiser präsentiert seine neue Hustenbonbon Mischung. Jedes Sackerl enthält vier starke Sorten Wohltuzuckerl, die mit dem besten Wissen der Natur und ausgewählten Zutaten wie Kräuterextrakten und ätherischen Ölen hergestellt werden. Mit der Mischung erhält ein Kundalle Vorteile der bewährte Kaiser-Klassiker in einem Sackerl. Ideal für den Genuss der Wintersaison im Freien. Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Kontakt

Das Social Business Start-up Coffee Circle bietet ab sofort eine wechselnde Auswahl an besonderen Kaffeespezialitäten in limitierten Mengen an. Den Start machen exklusive Bohnen aus den Kooperativen Duromina und Chiri. „Wir wollen unseren Kunden mit dieser Serie außergewöhnliche Qualitätskaffees näherbringen, die entsprechend unseren Grundsätzen von Hand gepflückt und schonend in der Trommel geröstet wurden“, so Coffee Circle-Mitbegründer Moritz Waldstein. Coffee Circle wurde 2010 von Martin Elwert, Robert Rudnick und Moritz Waldstein-Wartenberg gegründet. Das E-Commerce Start-up steht für ein neues Handelskonzept: direkter Einkauf handverlesener äthiopischer Spitzenkaffees, hochwertige Röstung und OnlineVerkauf. Ein Euro pro verkauftem Kilo Kaffee fließt direkt zurück in Nachhaltigkeitsprojekte in den Kooperativen. Die bio-zertifizierten Arabica-Bohnen werden ohne den Einsatz von Pestiziden auf traditionelle Weise von äthiopischen Kleinbauern in ihren eigenen Waldgärten angebaut. Kategorie Produkt Vertrieb Kontakt

© Dr. Oetker; Kaiser; Stiegl; Coffee Circle; Winkelbauer

Launch Kaiser Hustenbonbon Mischung 1,69 € 90 g Friedrich Kaiser GmbH LEH Kaiser, Tel.: 05574/420 73-12

Launch Coffee Circle Duromina und Chiri Coffee Circle www.coffeecircle.com

Marken-Distributeur Winkelbauer präsentiert zwei neue Würfe: die Roi Thai-Kokosmilch von Ampol Food und eine neue Sorte des Finn Crisp-Knäckebrots, Finn Crisp Plus Rye Snacks. Kokosmilch erfreut sich auch in Österreich steigender Beliebtheit, die wachsende Reiselust nach Asien brachte das Produkt auch in unsere Breitengrade. Es ist Basis zahlreicher leckerer Suppen, Curries und gilt allgemein als das Schlagobers Asiens. Die Kokosmilch von Ampol Food ist im Tetra Pack verpackt; ein Verfahren sorgt dafür, dass sich die Milch entgegen ihrer physikalischen Eigenschaft (Fett-Wasser-Emulsion) nicht trennt. Das Finn Crisp Plus Rye Snacks dagegen ist ein neuer, gesunder Roggen-Cracker aus 100% Vollkorn in Form eines mundgerechten Dreiecks; er ist ab Jänner in den Sorten Saatenmix & Meersalz (gerösteter Sesam, Leinsamen und Meersalz) und Kräuter & Knoblauch (Knoblauch, Petersilie und Thymian) erhältlich. Kategorie Produkt Vertrieb Distribution Kontakt

Launch Ampol Food Roi Thai Kokosmilch, Finn Crisp Plus Rye Snacks Winkelbauer GesmbH LEH Winkelbauer, Tel.: 01/6994551


s h o p ta l k

24 – medianet retail

Dienstag, 15. Jänner 2013

Cook & Look „Steirerball“ in Wien

1

© Nail Consulting/Franz Pflügl

© Gössl/Andreas Tischler

1

Alois Huber, Spar-Geschäftsführer, Hans. K. Reisch, Spar-Vorstand, Helmut ­Hanusch, News-Generalbevollmächtigter, Niki Berlakovich, Landwirtschafts­ minister und Margareta Reichsthaler, Genuss Obfrau Region Österreich.

2

3

4

Die Messe für Kulinarik und Tischkultur in Wien

1. Heinz Stiastny, Sandrine Rohrmoser, Verena Pflüger, Birgit Indra (Gössl Wien), Gottfried Binder, Sandra Pires; 2. Alle elegant in Gössl: Irmie Schüch-Schamburek, Christian Schamburek, Birgit Indra; 3. Sandra Pires, Kati Belllowitsch, Michelle Luttenberger; 4. Markus Muliar, Trixi Schuba.

„Alles andere wäre geschmacklos“

Trachtenstimmung mitten in der Wiener Hofburg

Steirer in Wien Kleiderordnungen Am 11. Jänner 2013 lockte der „Steirerball“ zahlreiche Besucher und Trachten-Fans in die Wiener Hofburg. Der Verein der Steiermärker in Wien veranstaltete den beliebten Steirerball und Gössl Wien war als Kooperationspartner vor Ort. Birgit Indra, Leiterin von Gössl Wien, beauftragte den bekannten Tänzer und Choreografen Christian Tichy mit der Gestaltung der Eröffnungseinlage, getanzt von Mitgliedern des Wiener Staatsballetts in Gössl-Dirndln. Christian Tichy, selbst langjähriges Mitglied und Solotänzer der Wiener Staatsoper sowie Choreograf des Neujahrskonzerts 2007, zeigte einen Walzer und eine Polka mit steirischen Elementen, ganz dem Motto des Abends entsprechend. Birgit Indra freute sich über die begeisterte Reaktion; tosenden Beifall gab es nicht nur im Publikum, sondern auch bei den Gästen am Gössl- Tisch im prunkvollen Festsaal der Wiener Hofburg. Mit dabei waren Sandra Pires, Irmie SchüchSchamburek, Andrea Buday, Michelle Luttenberger, Wolfgang Bankl, Kati Bellowitsch, Sandrine Rohr­moser, Trixi Schuba, Caro Strasnik sowie Heinz ­Stiastny. (jm)

Genussvoll Neben der Ferien-Messe und der Automesse präsentierte sich auch die „Cook & Look“ vergangenes Wochenende dem Publikum am Wiener Messegelände. Die Messe stand ganz im Zeichen des Genusses, quasi verantwortet von Margareta Reichsthaler, Genss Region Österreich-Obfrau, die vor Ort immer wieder betonte: „Kochen mit regionalen Lebensmitteln ist bei den Österreichern so beliebt wie nie zuvor.“ Gekocht haben mit frischen, unverwechselbaren, regionalen Produkten Topgrößen der heimischen und internationalen Kochszene – vor Ort und für die Messebesucher, u.a. mit Toni Mörwald, Michael Gehring und den Genuss-Wirten Christian Bamberger, Josef Taudes, Jürgen Hamedinger, Michael Gehring, Karlheinz Jung, Martin Hudelist. Christian Domschitz kochte für die Wiener Tafel „Rezepte mit Sinn“ und Alfons Schuhbeck lieferte eine ChaMultichannel-Kompass für den rity-Kochshow zugunsten der Handel – mit Kai Hudetz und „Roten Nasen“. Gerald Lanzerits. 30. Jänner Gesehen wurden u.a.: Niki 2013, 14:00 bis 18:30 Uhr. Berlakovich, LandwirtschaftsHandelsverband, Alser Straße minister, Alois Huber, Spar45, 1080 Wien Geschäftsführer, Hans. K. Reisch, Spar-Vorstand. (jm)

Ebenfalls dabei: Solisten des Wiener Staatsopernballetts.

Information & Invitations gerne an: shoptalk@medianet.at

Marie-Theres Skribanowitz (31) ist seit 1. Jänner 2013 Center-Managerin im Q19 Einkaufsquartier Döbling. Skribanowitz startete ihre berufliche Laufbahn im Oktober 2005 als Leiterin für Marketing des Einkaufsquartiers Q19. In dieser Zeit sammelte sie Know-how in den Bereichen Marketing und Center-Management und zeichnete für die Konzeption der Kindererlebniswelt verantwortlich. Die gebürtige Wienerin studierte Betriebswirtschaftslehre an der WU Wien und in den USA mit einer Spezialisierung in den Bereichen Werbewissenschaft und Marktforschung sowie Personalmanagement.

2013

Produkt des tages

LADEN-HÜTERIN

Darf’s ein bisserl mehr sein? Alexandra Binder © Remington

© SES

Kopf des Tages

Perfekt gestylt Der Traum vieler Frauen ist dank der „Stylist“-Produktserie von Remington schon lang kein Wunschtraum mehr. Wilde Mähne oder doch lieber glatter Sleek-Look? Mit dem S6600 Stylist Multi Style ist beides möglich. Der Alleskönner unter den Stylinggeräten besitzt drei Einstellungsmöglichkeiten – zum Glätten des Haars, zum Kreieren von definierten Ringellocken sowie zum Stylen von mittelgroßen Locken, dramatischem Volumen und weichen Wellen. Damit der Look auch wirklich passt, gibt es dazu noch den Remington D3710 Turbo-Haartrockner mit leistungsstarken 2.200 Watt; er ist mit zwei Ventilatoren ausgestattet, die maximalen Luftstrom ermöglichen. Die Haare werden so um 30% schneller trocken. S6600 Stylist Multi Style: UVP (inkl. MwSt.): 49,99 €, D3710 Stylist Turbo-Haartrockner UVP (inkl. MwSt.) 39,99 €.

D

ass bei Julius Meinl am Graben hauptsächlich weltmännische Weibchen mit gutem Gattengeld einkaufen gehen, ist kein Geheimnis. Deshalb war ich da auch mein Lebtag lang noch nicht. Jedenfalls nicht, bis mich 2012 die Suche nach einem Weihnachtspräsent hineintrieb. Schuld daran: die Mama. Die war nämlich in Klosterneuburg bei Acetaia Pecoraro, hat sich in den dort präsentierten heimischen Aceto Balsamico verliebt und meinen Lieblings-Z. damit angefixt. Nun ist der Deluxe-Essig aber ebenso fein wie nicht gerade geschenkt zu haben und macht sich von daher ideal unterm Baum. Als Wiener Kauf-Alternative bietet sich der Meinl an. Die paar Euro, denk ich mir, die der Mohr draufschlägt, können ja nicht die Welt sein. 79,90 (statt 39,- ab Hersteller) für das 0,2 l-Flascherl bringen die meinige Welt dann aber doch gehörig ins Wanken, das Umadumschubsen, Abdrängen und Anpöbeln, das den sonstigen Abverkaufszuständen ebenbürtig ist, tut das Seinige dazu. Von daher laufe ich 10 Minuten später eh schon gebeutelt in die Alpe Adria-Weinhandlung Am Hof ein, wo’s den Essig auch geben soll. Dort dreht man ihn mir um 54,90 an. Mit dem kundenfreundlichen Hinweis: „Wir kennen die Meinl-Preise.“ a.binder@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Aktuelles Das Jahr 2013 ist das erste Jahr seit 1987, in dem jede Ziffer nur einmal vorkommt.


medianet retail