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retail medianet

Obsoleszenz

Empire kauft für 4,25 Mrd. € den ­kanadischen Ableger von Safeway  Seite 17

Geplanter Verschleiß von elektronischen und technischen Geräten  Seite 18

Freitag, 14. Juni 2013 – 15

zischfrisch

Lipton Lemon Zero, Cafissimo Grand Classe Kahawa Machare, Goldkehlchen Cider, Egger Sprizz und Egger Grapefruit-Radler. Seite 19

interimschef

© Media Saturn

Big Deal

© EPA

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inside your business. today. 

Martin Wild ist vorübergehend als CEO bei Redcoon eingesetzt worden  Seite 20

Billa präsentiert seine Premium-Eigenmarke

© A.T. Kearney

short

© Bolton/Richard Tanzer

© Rewe International /APA-Fotoservice/Rossboth

Wachstumsmärkte Im von Berater A.T. Kearney erstellten Ranking der besten internationalen Wachstumsmärkte liegt Brasilien zum dritten Mal in Folge auf Platz 1. Besonderes Augenmerk sollte aber laut Mirko Warschun (Bild) auf den ‚Schwarzen Kontinent‘ gelegt werden; dort sei das Potenzial massiv. Seite 17

Nachhaltigkeit Bolton, Europas Nummer 1 bei Dosenthunfisch, will sein Angebot an nachhaltigem Thunfisch erweitern und diesen mit der Angel fangen. Kontrollen und Qualitätsansprüche bei der Produktion sollen transparent sein. Damit hebt das Unternehmen seinen Anteil an nachhaltigen Produkten auf 45%. Seite 18

Premium-Bekenntnis Billa-VD Josef Siess (li.) preist die neue Premium-Linie „Billa Corso“ an. Mit Gelbanteil und barocken Kupferstichen sollen Konsumenten das von Sophie Karmasin gewürdigte „Besondere“ erleben.  Seite 16

Kartellrecht Bundeswettbewerbsbehörde will Spielregeln zwischen Handel und Industrie

Wien. Die Bundeswettbewerbsbehörde hat ihren Standpunkt zu vertikalen Preisbindungen veröffentlicht – und lädt Branchenteilnehmer wie Konsumentenschützer ein, bis August ihre Standpunkte darzustellen. Resultat daraus soll dann eine verbindliche Leitlinie sein, die genau definiert, ab wann man von einer Preisabsprache sprechen kann und inwieweit Preisempfehlungen legal sein können. Laut Entwurf liegen vertikale Preisabsprachen vor, wenn Lieferanten (Produzenten) mit ihren Händlern das Preisniveau abstimmen, das die Händler von ihren

© BWB/Foto Wilke

Preisabsprachen klar definieren

Theodor Thanner präsentierte Leitlinien für kartellrechtgemäßes Verhalten.

Kunden verlangen sollen. Vorgegebene Mindestpreise und Preisvereinbarungen für den Weiterverkauf sind verboten, weil sie den preislichen Wettbewerb beschränken und ein höheres Preisniveau bewirken. In der österreichischen Praxis würden oft zusätzlich zu diesen Preisbindungen horizontale Abstimmungselemente (zwischen Handelsunternehmen) auftreten oder Absatzkanäle behindert werden. Ebenso unzulässig sind Gebietsabsprachen. Die gute Nachricht: Eine unverbindliche Preisempfehlung ist rechtens. (red)

nsere Insalatissime frisch von der Angel.

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Rio Mare achtet auf Nachhaltigkeit bei Fang und Genuss. Daher wird nun auch unser Thunfisch für Insalatissime bestandsschonend per Hand geangelt und nicht mit Netzen gefangen. „Qualität mit Verantwortung“ aus dem Meer auf Ihren Tisch. www.riomare.at

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titelstory

Freitag, 14. Juni 2013

© Rewe International/APA-Fotoservice/Rossboth

16 – medianet retail

Premium- Offensive

Premium-Produkte Billa launcht eine eigene Premiumprodukt-Linie unter dem Namen „Billa Corso“

„Geschmack, Genuss und Hochwertigkeit“

Sophie Karmasin, GF Karmasin Marktforschung, Billa-VD Josef Siess, Kerstin Neumayer, Billa Marketing-Leiterin. „‚Billa Corso‘ steht für eine kompromisslose Auswahl der besten Spezialitäten – aus ­Österreich und aus aller Welt“, so Siess.

Mit den neuen Billa Corso-Produkten beabsichtigt Billa hauptsächlich ein Markenupdate. Mathieu Völker

Wien. Billa steigt in den Reigen der Anbieter von Premium-Produkten ein und bringt seine Produktlinie „Billa Corso“ in die Regale. Anfänglich werden über 100 Premiumprodukte aus dem In- und Ausland angeboten werden. Untermauert wurde der Launch durch eine Karmasin-Marktstudie, die herausfinden wollte, was die Österreicher unter dem Begriff des „Besonderen“ verstehen. Laut Billa-Vorstand Josef Siess möchte man mit Billa Corso „qualitativ das Beste in der jeweiligen Produktkategorie bieten“.

Das Angebot von Billa CorsoProdukten reicht von Chutneys und Senfsausen über roten Reis, Gewürzmischungen und spanische Patatas Fritas bis hin zu österreichischem Heublumenkäse. Fleisch- und Fischprodukte finden sich nicht in der Premiumlinie, da dieses Segment bereits von anderen Billa-Marken abgedeckt würde. Für Siess zeige sich nun ein konsistentes Bild der Eigenmarken von Billa: von clever über die Billa Eigenmarke bis Ja! Natürlich und dem neuen Premium-Angebot Billa Corso. Siess ist überzeugt davon, dass mit Billa Corso neue Maßstäbe in Sachen Lebensmittelqualität

gesetzt werden: „‚Billa Corso‘ steht für eine kompromisslose Auswahl der besten Spezialitäten – aus Österreich und aus aller Welt. Bei allen Billa Corso Produkten können unsere Kunden sicher sein, uns ihr Vertrauen zu Recht entgegenzubringen. Denn Billa Corso Produkte haben den Anspruch, noch ein Stück hochwertiger zu sein als das beste vergleichbare Markenprodukt.“

Englische Kupferstiche Das Verpackungskonzept von Billa Corso soll laut Billa MarketingLeiterin Kerstin Neumayer „dem Besonderen gerecht werden“. Der

hohe Gelbanteil der Verpackungen soll beim Kunden die Identität von Billa evozieren. Die Illustrationen, die sich an barocken Motiven orientieren, sollen humorvolle Szenerien darstellen, die von kurzen Geschichten auf der Packung ergänzt werden. Die Kupferstiche für die Illustrationen werden in London gefertigt.

„‚Billa Corso‘-Produkte haben den Anspruch, noch ein Stück hochwertiger zu sein, als das beste vergleich-

Studie 68% der Österreicher suchen für sich selbst das Besondere

Was die Österreicher besonders finden

Wien. Eine Untersuchung der Karmasin Motivforschung für Billa ist der Frage auf den Grund gegangen, was man hierzulande unter dem „Besonderen“ versteht. Befragt wurden 1.000 Österreicher. Bei Lebensmitteln suchen rund zwei Drittel (68%) für sich selbst nach dem Besonderen, für den Partner machen dies nur 44%. Für den Besuch von Verwandten und Bekannten suchen 46% nach dem Außergewöhnlichen. Frischfleisch sowie Wurst und Schinken (jeweils 63%) als auch Käse (56%) und Süßigkeiten (51%) sind die Kategorien, in denen vorwiegend nach dem Besonderen gesucht wird. Spontan definieren die Österreicher das Besondere in erster Linie über den Geschmack (20%) und die Qualität (18%); biologische und naturbelassene Produkte (14%) sowie regionale Produkte aus Österreich (13%) suggerieren ebenfalls Besonderheit. Sophie Karmasin, Geschäftsführerin der Karmasin Motivforschung, zu den Ergebnissen: „Wir haben auch abgefragt, welche Parameter das Vertrauen der Konsumenten in Lebensmittel stärken: Für 81 Prozent der Befragten ist die Qualität der Produkte das wichtigste Kriterium.“ Die Marke des Produkts bzw. das Markenimage ist für 48% von Wert; nur 16% nennen einen höheren Preis als vertrauensbildendes Kriterium.

bare Markenprodukt.“ josef siess, billa-vorstand

Die bereits angelaufene Kampagne für Billa Corso-Produkte soll bis Ende Juli fortgesetzt werden. Ziel sei es, einen schnellen Kundenresponse zu erlangen und rasch Bekanntheit aufzubauen. Dabei werden alle Kanäle, vom Flugblatt bis zu Social Media, bespielt. Die Bewerbung der Produkte am Point of Sale wird Korbummantelungen, Wobbler in den Regalen und eigene Displays beinhalten. In

den TV-Spots für Billa Corso-Produkte wird auch der personifizierte ‚Hausverstand‘ wieder auftreten. Bewusst setze Billa auf Nischenprodukte, das Augenmerkt liege auf „Geschmack, Genuss und Hochwertigkeit“. Wirtschaftlich betrachtet man die Billa Corso-Produkte als Markenupdate, die Umsatzerwartungen sind dementsprechend gering und nicht im Hauptfokus des Unternehmens.

Zertifizierungen Zu den Produzenten der Billa Corso-Marke zählen auch kleinere Manufakturen im In- und Ausland. Viele Produkte werden mit Gütesiegeln versehen, die eine ökologische, soziale und ökonomisch nachhaltige Wertschöpfung sicherstellen sollen. Jene Produkte wie Kaffee oder Gewürze, die nicht aus Österreich stammen, sind mit dem Fairtrade-Siegel zertifiziert. Siess zeigt sich zuversichtlich, dass Billa damit den Geschmack der Kunden trifft: „Wir haben bereits mit der Einführung unserer Eigenmarke ‚Billa‘ gezeigt, dass hochwertige Lebensmittel und Eigenmarken sich nicht gegenseitig ausschließen. Unserer Billa-Eigenmarke wird bereits sehr hohes Vertrauen zugeschrieben. Das Vertrauen, das wir so bei den heimischen Konsumenten aufbauen konnten, werden wir jetzt mit unserer neuen Premium-Eigenmarke weiter stärken.“


Freitag, 14. Juni 2013

h a n d e l i n t e r n at i o n a l

medianet retail – 17

Ranking/Studie Laut A.T. Kearney sind die entwickelten Märkte in Europa wachstumsträge, Südamerika hingegen ein etablierter Wachstumsmarkt

Wachstumszone Südamerika Düsseldorf/Wien. Zum dritten Mal in Folge führt Brasilien die Liste der attraktivsten Investitionsziele für den internationalen Einzelhandel an. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Chile und Uruguay. Damit ist Südamerika für den internationalen Einzelhandel die attraktivste Wachstumsregion – das geht aus dem „Global Retail Development Index (GRDI)“ hervor. Darin erhob Unternehmensberater A.T. Kearney zum zwölften Mal die Attraktivität von 30 Wachstumsmärkten für Handelsunternehmen.

Indien verliert Terrain

niedriger oder rückläufiger Wachstumsraten in den entwickelten Märkten stellen Investitionen in die Schwellenländer für den internationalen Einzelhandel eine vielversprechende Quelle für weiteres Wachstum dar; allerdings müssen die Chancen zur rechten Zeit genutzt werden.

Brasilien bleibt attraktiv Mirko Warschun, Partner bei A.T. Kearney und Leiter des Beratungsbereichs Konsumgüterindustrie und Handel in Deutschland, Österreich und der Schweiz, erklärt: „Unsere Analyse hat einige

bekannte Wachstumsmärkte wie etwa Brasilien in ihrer Attraktivität für den Einzelhandel bestätigt. Auf lange Sicht jedoch ist ein Paradigmenwechsel nicht unwahrscheinlich. Heute schon sind erste Vorboten einer Kräfteverschiebung erkennbar. So ist Afrika auf dem besten Weg, sich zu einer Region mit massivem Wachstumspotenzial für internationale Einzelhändler zu entwickeln.“ Luxusgüterhersteller wie Hugo Boss oder Porsche hätten Afrika bereits als Wachstumsmärkte entdeckt. Die französische Supermarktkette Carrefour und CFAO gaben ebenfalls die Unterzeich-

nung einer Absichtserklärung über die Gründung eines Joint Ventures zur Entwicklung des Handels in acht afrikanischen Ländern bekannt. „Afrika bietet Einzelhändlern extrem vielsprechende Wachstumsmöglichkeiten. Eine wichtige Voraussetzung, um die Potenziale zu heben, ist allerdings, dass es Einzelhändlern gelingt, die spezifischen Geschäfts- und politischen Risiken erfolgreich zu steuern“, meint Warschun. Die Infrastruktur sei unterentwickelt, die Region stark abhängig von landwirtschaftlichen Produkten, ein moderner Handel kaum gegeben. (red)

© A.T. Kearney

Einkaufszentren spielen wichtige Rolle bei der Markterschließung; größter Boom in Afrika erwartet.

Mirko Warschun von A.T. Kearney: Afrika bietet große Wachstumsmöglichkeiten.

An Bedeutung eingebüßt hat vor allem Indien (minus neun Plätze gegenüber 2012). Neue Länder mit Potenzial finden sich in SubsaharaAfrika: Botswana landet auf Platz 25 und Namibia auf Platz 26. Weitere subsaharische Länder haben die Top-30 nur knapp verpasst. Neu auf der Liste ist außerdem Armenien, das gar auf Platz 10 springen kann. Rückenwind hat die Entwicklung des organisierten Handels in den Entwicklungsländern insbesonders durch die zunehmende Verbreitung von Einkaufszentren und Shopping Malls ebenda. Weiters: In Anbetracht global Index Ran ki n g

Land 2013 2012 Brasilien 1 1 Chile 2 2 Uruguay 3 4 China 4 3 Vereinigte Arab. Emirate 5 7 Türkei 6 13 Mongolei 7 9 Georgien 8 6 Kuwait 9 12 Armenien 10 – Kasachstan 11 19 Peru 12 10 Malaysia 13 11 Indien 14 5 Sri Lanka 15 15 Saudi-Arabien 16 14

Kanada Big Deal im LEH

Safeway gekauft Toronto. Im kanadischen Lebensmittelhandel kommt es zur Großübernahme: Branchenzweiter Empire kauft für umgerechnet 4,25 Mrd. € das Kanada-Geschäft des US-Rivalen Safeway. Es ist die bisher größte Transaktion in dem Land in diesem Jahr. Damit baut der Empire-Konzern, zu dem die Supermarktkette Sobeys gehört, seine Position hinter dem heimischen Platzhirschen Loblaw Companies aus und verdoppelt nahezu seine Präsenz im Westen Kanadas.(APA)

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Tickets & Informationen 0800 400 200 www.teatro-wien.at Die Safeway-Märkte in Kanada wurden an den Mitbewerber Empire abgegeben. Teatro_Anz_MN_216x288_ssp.indd 1

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R e ta i l & Pr o d u c er s

18 – medianet retail

short

Europäer kaufen mehr Konsumgüter als zuvor

Freitag, 14. Juni 2013

Offenes Geheimnis Absichtliche Manipulation von technischen und elektronischen Geräten verringert deren Lebensdauer

Geplante Obsoleszenz

Warum Handys, Toaster und Co. mitunter nicht mehr als einen Produktzyklus überstehen. schwer nachweisbar, die Vorgänge sind lange Zeit an der Wahrnehmungsschwelle der Kunden vorbeigegangen. Erst wenn Insider auspacken, gelangen Informationen an die Öffentlichkeit. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich die Leute sehr wohl beschweren und ihnen auffällt, dass die Lebensdauer gesunken ist“, erklärte auch Gabriele Zgubic-Engleder von der Arbeiterkammer.

Wachsende Umsätze der Gartenproduktion Wien. Die Österreicher gaben im vergangenen Jahr rund 293 Mio. € für Produkte rund um den Garten aus – ein Umsatzzuwachs von fünf Prozent. Im Gegensatz zu Schwimmbädern waren vor allem Pflanzen und Flächenbefestigungen gefragt. Bei Garten-Bewässerungssystem zogen die Erlöse um zwei Prozent auf 6,4 Mio. € an, geht aus einer Marktanalyse von Kreutzer Fischer & Partner vom Donnerstag hervor.

© dpa/A3602 Frank Rumpenhorst

Deutsche Großhandelspreise sinken weiter

Ressourcen verschwendet Gründe für geplante Obsoleszenz könnten die gesättigten Märkte, aber auch eine ethische Einstellung und eine starke Gewinn- und Kapitalorientierung sein. Erhöhter Müllanfall, Ressourcen- und Energieverschwendung sind Konsequenzen dieses Handelns. Mündiges und nachhaltiges Verhalten vonseiten der Kunden könne dem entgegenwirken.

Bolton Austria Europas Nummer 1 beim Dosenthunfisch ist mit 45 Prozent Marktführer bei nachhaltigem Thunfisch

Rio Mare Thunfisch kommt vom Angelhaken Wien. Bolton, Europas Nummer 1 bei Dosenthunfisch, erweitert sein Angebot an nachhaltigem Thunfisch „mit der Angel gefangen“. Alle sechs Variationen der in Österreich besonders beliebten ThunfischSalate Rio Mare „Insalatissime“ enthalten ab Juli ausschließlich Thunfisch-Filets aus nachhaltigem Angelfang.

Damit hebt Rio Mare den Anteil seiner nachhaltigen Produkte auf 45%. „2013 werden wir Marktführer bei nachhaltigem Thunfisch in Österreich“, prognostiziert Jörg Grossauer, Director Sales & Marketing der Bolton Austria GmbH. Erkennbar ist das nachhaltige

Bolton Austria-Chef Jörg Grossauer kocht mit Puls 4-Sternekoch Oliver Hoffinger.

Sportlich 5.400 Verkaufsstellen und 10,2 Mrd. € Erlös

Lidl Positiv auf „signifikant toxische Wirkung“ getestet

Bern. Die Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine im vergangenen Jahr hat dem international tätigen Sportartikelhändler Intersport mit Sitz in Bern zum Umsatzsprung verholfen, und zwar gleich in Rekordhöhe auf 10,2 Mrd. €. Gegenüber dem Jahr 2011 ist der Einzelhandelsumsatz damit um drei Prozent gewachsen. Das Unternehmen verkaufte Sportartikel in rund 5.400 Verkaufsstellen in 41 Ländern und war offizieller Sportshop der UEFA Euro 2012. Nebst Fußballartikeln waren Bekleidungen und Utensilien für Fitness und Laufen gefragt. Die wachstumsstärksten Länder waren Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Österreich und Schweden sowie die meisten Länder Osteuropas.

Berlin. Recherchen des ARD-Magazins „Kontraste“ lassen wenig Zweifel: Der Lebensmittel-Discounter Lidl legte in den Verkaufsräumen einiger Filialen Rattengift aus. Vorwürfe gab es seitens Mitarbeitern aus Niedersachsen, Bayern und Berlin. Proben aus einer Berliner Filiale wurden positiv auf „signifikant toxische Wirkung“ getestet. „Kontraste“ berichtet von Mitarbeitern, die nach eigenen Angaben angewiesen wurden, nur mit Handschuhen zu arbeiten und das Pulver nicht einzuatmen.

Sekt-Geschäft bringt Henkell Umsatzplus Wiesbaden. Ein Plus im Umsatz hat für die Henkell-Gruppe das Sekt-Stammgeschäft gebracht. Die Erlöse stiegen um 0,4 Prozent auf 677,6 Mio. €. Während das Auslandsgeschäft um 3,8 Prozent auf 351 Mio. € zulegte, ging der Inlandsumsatz um drei Prozent auf 326,6 Mio. € zurück. Der Absatz im Spirituosengeschäft sank hingegegn um 10,9 Prozent auf 46,2 Mio. €

Foot“ präsentieren. Intersport hatte die US-Franchiseladenkette im Oktober 2012 gekauft. Trotz ambitionierter Expansion rechnet Intersport für 2013 mit einem schwierigen Jahr. Die ersten fünf Monate seien schwierig gewesen: Wegen der Wirtschaftskrise werde vor allem in Europa weniger eingekauft. Zudem fehlen die großen Sportveranstaltungen; Ziel sei darum ein Umsatz auf Vorjahreshöhe. (APA)

Expansion nach China Im August will Intersport nach China expandieren, im Herbst nach Marokko und im ersten Halbjahr 2014 nach Weißrussland. Zudem wird das Unternehmen in den nächsten neun Monaten die langfristige Strategie von „The Athlete‘s

Rattengift in Lidl-Verkaufsräumen Schädlingsbekämpfungsmitteln seien die Mitarbeiter gewarnt worden – Berührungen könnten etwa zu hochgradigen Verätzungen und Herzstillstand führen. Ein Ratten-Befall hätte von Lidl beim der örtlichen Gemeindeamt angezeigt werden müssen. Das Unternehmen erklärte auf Anfrage, dass den Hinweisen nachgegangen werde und man sich nun mit „relevanten Betriebspozessen auf allen Ebenen“ auseinandersetze.  (APA/red)

Für Kinder lebensbedrohlich

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Wiesbaden. Im deutschen Großhandel sind die Preise weiter rückläufig, so das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden. Das Preisniveau sank im Mai um 0,1 Prozent im zum Vorjahr. Es ist der zweite Monat in Folge mit rückläufigen Preisen. Im April hatte das Minus bei 0,4 Prozent gelegen. Grund für die Entwicklung seine billige feste Brennstoffe und Mineralölprodukte.

Angebot am Logo „Mit der Angel gefangen“. Bolton hat bereits 2012 sein Nachhaltigkeitsprogramm präsentiert, das die Kontrollen und Qualitätsansprüche bei der Produktion des DosenthunfischSortiments transparent macht. In diesem Jahr geht Bolton noch einen Schritt weiter: „Nach langen Vorbereitungen kommen im vierten Quartal unsere ersten Thunfisch-Produkte mit MSCZertifikat für nachhaltigen Fischfang in den Handel. Österreichs Konsumenten genießen dann feinen Thunfisch, der im ausgewiesenen Fanggebiet der Malediven ausschließlich mit der Angel gefangen wurde“, beschreibt Grossauer einen durchaus erfreulichen Status quo. (red)

Nachhaltigkeits-Experte

Intersport mit Umsatzrekord 2012 Grund für die Entwicklung sind billige Brennstoffe und Mineralölprodukte.

Stefan Schridde bestätigt Obsoleszenz bei technischen und elektronischen Geräten.

China, Marokko und Weißrussland sind anstehende Intersport-Expansionsländer.

Die Kunden selbst wurden über die Gesundheitsrisiken nicht informiert. Vor allem das in manchen Fällen eingesetzte „rosa Rattengift“ ist für Menschen schädlich. Beate Sabally, die leitende Gesundheitsaufseherin des Berliner Stadtbezirkes Tempelhof-Schönberg, schätzt Rattengift als lebensbedrohlich für Kinder ein: „Wenn das Kind Giftstoffe aufnimmt, verdünnt sich das Blut und das Kind kann verbluten.“ Vor anderen

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Wien. Mehr denn je kaufen Europäer Waren des täglichen Bedarfs – und das, obwohl die Preise steigen. Die jüngsten Zahlen des weltweiten Informationsunternehmens Nielsen bestätigen: In Europa stiegen die Umsätze der sogenannten Fast Moving Consumer Goods (FMCG) im ersten Quartal 2013 um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die jüngste Vergangenheit zeigt, dass der Umsatz jedes Quartal gestiegen ist. Im ersten Quartal 2013 lag die Wachstumsrate jedoch über der des Vorquartals – zum ersten Mal seit dem Jahr 2011.

© EPA

Trotz steigender Preise kaufen Europäer mehr Konsumgüter denn je.

Wien. Handys, Glühbirnen, elektrische Zahnbürsten oder Waschmaschinen halten heute oft nicht länger als einen Produktzyklus – eine Lebensdauer, die Kunden verärgert. „Gekauft und schon kaputt“, eine Veranstaltung der Wiener Arbeiterkammer, beschäftigte sich vor Kurzem mit dem Phänomen der geplanten Obsoleszenz (dem terminus technicus für Verschleiß). Während ein Vertreter der Elektroindustrie eine absichtliche Verringerung der Lebensdauer bestritt, bestätigte Stefan Schridde von „Murks? Nein Danke!“: „Natürlich gibt es die, meist nur für die Dauer des Produktzyklus.“ Und die Kunden geben ihm Recht: rund 3.000 Beschwerden über derartige Manipulationen haben sich innerhalb eines Jahres bei seinem Verein in Deutschland angesammelt. Vorsatz ist in diesen Dingen nur

© Bolton/Richard Tanzer

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Daniela Prugger

Mitarbeiter in Niedersachsen, Bayern und Berlin hegen Vorwürfe gegen Lidl.


Freitag, 14. Juni 2013

product news

medianet retail – 19

Product News Lipton Lemon Zero, Cafissimo Grand Classe Kahawa Machare, Goldkehlchen Cider, Egger Sprizz und Egger Grapefruit-Radler.

Nach einem langen Winter stehen angeblich heiĂ&#x;e Tage vor der TĂźr. Um bei hohen Temperaturen cool zu bleiben, bringt Lipton Eistee die zuckerfreie Sorte Lipton Lemon Zero. Die Erfrischung kann auch in ausgewählten Freibädern in „Lipton Cool Zones“, – bestehend aus LiegstĂźhlen, Tischen & Sonnenschirmen, genossen werden. Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Kontakt

Line extension Lipton Lemon Zero UVP 1,49 â‚Ź (1,5 l) 0,5 + 1,5 l PET Top Spirit LEH, Gastronomie unter www.topspirit.at

Š Top Spirit; Tchibo/Eduscho; Klaus Fritsch

Erfrischend, kĂźhlend und ein Arabica vom Kilimandscharo An den Hängen des Kilimandscharo in Afrika befindet sich die Kaffeefarm „Machare Estate“. Vor der heiĂ&#x;en Afrikasonne geschĂźtzt, wächst im Schatten der Baumriesen ein besonders feiner HochlandArabica heran. Während der RĂśstung entfalten die erlesenen Bohnen feinste Aromen von Zartbitterschokolade und einem Hauch Granatapfel. Kategorie Produkt Preis Packung Vertrieb Distribution Kontakt

Launch limited edition Cafissimo Kahawa Machare UVP 3,99 â‚Ź 10 Kapseln Eduscho Austria GmbH Tchibo/Eduscho-Filialen Tel.: 01/76622-2103

Jetzt Geld fĂźr neue Ideen holen

Kategorie Produkt Packung Vertrieb Distribution Kontakt

Launch Goldkehlchen Cider 0,33 Goldkehlchen KG Wiener und Grazer In-Gastronomie, GroĂ&#x;handel Tel.: 0699/10 49 3450

Egger Erfrischend bierig

Fun mit Sprizz

Unterradlberg. Zwei Neuerungen ergänzen seit dem Frßhjahr das Egger-Sortiment: das Leichtbier Egger Leicht wird zu Egger Sprizz und der Grapefruit-Radler aus dem Hause Egger birgt neue Geschmackserlebnisse. Egger Sprizz wartet mit nur einem Drittel des fßr Bier ßblichen Kaloriengehalts auf und liefert vollmundigen Geschmack bei 3,5 Volumenprozent Alkohol. Der Grapefruit-Radler bietet eine fruchtig-herbe Alternative zum klassischen Radler. (red)

Vorsprung sichern, Standort stärken: Das Wirtschaftsministerium unterstßtzt Österreichs Unternehmen bei der Erforschung, Finanzierung und Umsetzung neuer Ideen mit mehr als zwei Milliarden Euro im Jahr. Von der Idee zur Marktreife Zur Erforschung und Weiterentwicklung neuer Ideen kÜnnen sich Betriebe mit dem Innovationsscheck 5.000 oder 10.000 Euro abholen, um Leistungen von Forschungszentren zuzukaufen.

Als GrĂźnder zum MarktfĂźhrer Der neue GrĂźnderfonds unterstĂźtzt Ăśsterreichische Start-Ups mit 100.000 bis zu einer Million Euro. Gemeinsam mit dem BusinessAngel-Fonds stehen dafĂźr 110 Millionen Euro zur VerfĂźgung.

Mit Investieren zum Erfolg

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FĂźr innovative Unternehmen aus der High-Tech-Branche, dem Gewerbe und dem Tourismus stehen als InvestitionsfĂśrderung ZuschĂźsse, zinsgĂźnstige ERPKredite und Haftungen bereit.

   

   

Adam Ernst und Eva Wildsperger präsentieren den ersten rein Ăśsterreichischen PremiumApfelschaumwein mit dem klingenden Namen Goldkehlchen Cider. Nach Aperol Spritz und Hugo erfreut sich dieser bislang vorwiegend aus Irland und Frankreich bekannte Apfelschaumwein seit einiger Zeit auch in Ă–sterreich immer grĂśĂ&#x;erer Beliebtheit.

Egger liefert mit Sprizz ein Leichtbier der modernen, erfrischenden Art ab.

         




s h o p ta l k

20 – medianet retail

Freitag, 14. Juni 2013

„Barmann des Jahres“ Nespresso Grand crus

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© Nespresso/www.christian-husar.com, medianet/Szene1/Monika Fellner

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1. Herbert Emberger, Geschäftsführer Top Spirit, Martina und Karl Hohenlohe, Gault Millau; 2. Der stolze „Barmann des Jahres 2013“, Kenny Klein; 3. „The Saxmachine“ TomX mit dem Saxofon.

Auszeichnung durch Top Spirit, Gault Millau und ÖBU 2

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1. Dream-Team in Sachen Nespresso: Stefan Trojer, Petra Bacher, Gerald Diemt; 2. Yasmin El Mohandes, Angelika Svoboda, 3. Martin Kubesch, Silke Sztatescny; 4. Ute Springer, Katharina Hilger.

Nespresso präsentiert seine gefragtesten Grand Crus

Die Beliebtesten

NespressoMarketingManager Stefan Trojer.

Gesammelt Das Warten hat ein Ende – nun sind sie endlich da und wurden in einem eigenen Event präsentiert: „Variations Vanille“, dunkle Schokolade und Karamell, waren unter Clubmitgliedern so beliebt, dass Nespresso sein Sortiment an hochwertigen Grands Crus weiter ausgebaut hat. Nespresso und die Designerin Petra Bacher sowie der Sommelier und Nespresso-Kaffeesommelier Gerald Diemt haben daher gemeinsam mit Marketing- und PR-Direktor Nespresso Österreich, Stefan Trojer, zu einer ästhetischkulinarischen Versuchung geladen und präsentierten Vanilio, Ciocattino und Caramelito. „Die Geschmackswahrnehmung von Lebensmitteln ist durch soziokulturelle Gegebenheiten geprägt. Der erste optische Eindruck signalisiert einen Grundgeschmack. Es ist sehr spannend, ein stimmiges optisches Konzept zu entwickeln und damit die vom ‚Food Pairing‘ ausgehenden innovativen Aroma-Harmonien mit den vollendeten und erlesenen Aromen von ‚Vanilio‘, ‚Ciocattino‘ und ‚Caramelito‘ von Nespresso noch hervorzustreichen“, so Bacher. (red)

Martin Wild (34) ist vorübergehend als CEO bei Redcoon eingesetzt worden. Wild ist Vice President Online Media-SaturnHolding; MSH ist der neue Eigentümer von Redcoon. Der Home of HardwareGründer (HOH wurde 2007 an Bezahlsender Premiere, heute Sky, verkauft) trat 2011 bei Media-Saturn ein. Damit besteht die Geschäftsführung ab sofort aus Wild, Axel Grimm, seit 1. Mai CFO und vorher CFO der Media-Saturn E-Business Concepts & Services GmbH, sowie Andreas Oerter, seit November 2011 CPO von Redcoon, zuvor CPO der portugiesischen Landesgesellschaft der MediaSaturn-Holding.

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Kenny Klein ist der Barmann des Jahres Gewählt Top Spirit zeichnete gemeinsam mit „Gault Millau“ – in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Barkeeper Union – den „Barmann des Jahres“ aus. Die Entscheidung für den Barmann des Jahres fiel nach einem Live-Wettkampf der vier Finalisten Martin Ramberger (Relais & Châteaux Rosengarten), Kenny Klein (Maniac Bar), Dominik Wolf (Monkeys Heaven) und Stefan Bauer (Planter`s Club) und der Beurteilung einer prominent besetzten Fachjury im „Platzhirsch“ in Wien. In einer knappen Entscheidung setzte sich Kenny Klein vor den Mitbewerbern durch. Zur Szene-Neueröffnung des Jahres wurde die Bergstation Tirol in Wien gekürt; zur Jury gehörten: ÖBU-Präsident Alexander Radlowskyj, Karl und Martina Hohenlohe von Gault Millau, Yemisi Rieger (Miss Vienna 2013), Christoph Wagner-Trenkwitz sowie Silvio Nickol, Küchenchef des „Palais Coburg“. „Als klarer Marktführer sehen wir unsere Verantwortung vor allem darin, das Angebot an Wine + BBQ, Vol. 1 in der Premium-Spirituosen in ÖsSelektion Vinothek Burgenland terreich zu erweitern und den am 18. Juni, ab 19 Uhr, Ester­ Markt mit Innovationen zu házyplatz 4, 7000 Eisenstadt, bereichern“, so Herbert www.selektion-burgenland.at Emberger, Geschäftsführer Top Spirit.  (red)

Produkt des tages

die finstere brille

Bad Barbie mischt Grissemann auf Christian Novacek

© Locca

Kopf des Tages

© Media Saturn

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Gesucht – gefunden Das Suchen hat ein Ende: locca! ist ein Ortungsgerät, das modernes Design, kleinste Bauweise, intuitive Bedienung, lange Akkulaufzeit, beste Ortungstechnik und vielfältige Einsatzmöglichkeiten in sich vereint und weltweit einsetzbar ist. Ausgerüstet ist das Gerät mit einem Piepser zur akustischen Ortung, mit einem Bewegungssensor und einem LED-Licht für die Suche im Dunkeln; es ist wasserdicht und stoßfest. locca! gibt‘s in zwei Versionen: Das locca! phone ist ideal für Kleinkinder: ausgerüstet mit AGPS, GSM und WIFI-Ortung, stärkerer Akkuleistung, Notfallknopf, Kurzwahltasten, Mikrofon und Lautsprecher zum Telefonieren. Das locca! mini ist ideal für Gegenstände, Fahrrad und Tiere. Es ist so kurz wie ein Streichholz und beinhaltet AGPS und GSM-Ortung, Dockingstation mit HomeZone und 30 Tage Standby.  www.locca.com

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ie Zeiten ändern sich: In Griechenland drehen sie das Fernsehen ab. In Amerika zeichnet die NSA die Kommunikation dieser Welt auf. Arte +7 kann ich auf dem iPad nimmer anschauen. Und Barbara Stöckl lässt in ‚Willkommen Österreich‘ die ‚Bad Barbie‘ von der Leine. Das kann einen alles recht verwirren. Weil, zum Beispiel dachte ich, die Griechen halten der EU jetzt einen Zerrspiegel vors Gesicht, damit die erkennt, wie sinnlos das Sparen ist. Coole Aktion quasi. Aber weit gefehlt. Da ist doch der von oben betätigte Aus-Knopf fürs TV bierernst gemeint. Eventuell geht das Ganze sogar ein bissl in Richtung Abstellen lästiger Berichte. Unglaublich so was. Da fällt einem der Glaube an die NSA-Aktion, an der sich die wichtigsten Internetplattformen ganz geschmeidig mitbeteiligten, schon um einiges leichter. Glücklicherweise war ich immer schon Amerika-Fan und daher kann ich, was die NSA jetzt tut, nur vollinhaltlich begrüßen. Super USA!! Super NSA!! Man muss das Böse bekämpfen, solange es noch harmlos und gut ist! Leider hab ich jetzt nimmer den Platz, auf Arte +7 und die Madam Hyde-Version von Stöckl einzugehen. Wär aber wahrscheinlich auch tendenziell etwas zu gefährliches Terrain. c.novacek@medianet.at

D i e z a h l m i t d e m a h a - e f f e k t zum Weitererzählen

Regenmengen Der durchschnittliche Regentropfen erreicht eine Geschwindigkeit von 35 km pro Stunde.


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